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Leben & Gesundheit Januar/Februar 2014

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Leben Gesundheit &

Gesundheit, Glück und Wohlbefinden hängen nicht einfach vom Zufall oder von den Genen ab. Sie gründen auf dem Zusammenwirken verschiedener Faktoren und Prinzipien. Die meisten davon können wir aktiv und massgeblich beeinflussen. NewstartPlus, ein modernes, international bekanntes, wissenschaftlich bewährtes und ganzheitlich angelegtes Gesundheitskonzept, fasst sie anschaulich zusammen. Jeder ein-

zelne Buchstabe von Newstart Plus steht für ein Prinzip, das einen entscheidenden Einfluss auf Gesundheit, Glück und Lebensqualität hat. NewstartPlus entfaltet seine volle Kraft im Zusammenwirken aller zwölf Prinzipien. In jeder Ausgabe beleuchtet «Leben und Gesundheit» eines davon. NewstartPlus lädt Sie ein, neu zu starten und das Plus für Ihr Leben zu entdecken.

Ernährung

Nutrition

Essen Sie sich gesund!

Essen gehört zu den schönsten Dingen des Lebens. Viele sind sich dabei bewusst, dass eine gute und ausgewogene Ernährung die Grundlage für ein gesundes Leben ist. Nicht umsonst heisst es, dass der Mensch ist, was er isst. Wir alle benötigen regelmässig ausreichend Energie, Aufbaustoffe, Nährstoffe, Vitamine, Spurenelemente, wichtige Ballast- und sekundäre Pflanzenstoffe. Dabei gibt es allerdings auch ein «Zuviel», sogar von dem, was wir als «gut» ansehen wie z. B.

Vitamine oder Eiweiss. Heute wissen wir, dass Menschen, die viel Gemüse und Obst essen, Vollkornprodukte bevorzugen und regelmässig Nüsse zu sich nehmen, gesünder leben. Sie erkranken seltener an Krebs, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten. Weitere Vorteile sind ein besseres mentales Wohlbefinden, ein geringeres Risiko an Depressionen zu erkranken und generell mehr Vitalität und Lebensqualität zu erfahren.

Fröhliches

essen

im neuen Jahr …

Ein neues Jahr, ein neues Gesicht, eine neue Ausgabe unseres Magazins «Leben und Gesundheit». Und: ein Schwerpunktthema, welches uns alle täglich mehrmals beschäftigt –das Essen.

Unser Redaktionsteam ist hoch motiviert und mit viel Schwung in dieses neue Jahr gestartet. Besonders freuen wir uns, dass Gunther Klenk, der bisherige Redaktor, auch weiterhin mit Begeisterung schreibt und Bilder publiziert. Dies entnehmen Sie seinem Beitrag «Geheimnis Misteldrossel» auf den Seiten 28–29. Als sein Nachfolger versichere ich Ihnen, dass wir im Redaktionsteam auch weiterhin «tief tauchen» werden, um für Sie «die Perlen» zu finden, die unser Leben und unsere Gesundheit ganzheitlich bereichern.

Bereits der weise König Salomo gab mehrfach den Rat: «Iss und trink mit Freude, denn das ist das gute Teil an deinem Leben auf Erden». Diese Worte nehme ich mir immer mehr zu Herzen. Für uns ist es selbstverständlich geworden, dass wir jeden Tag gute und vor allem genügend Nahrung zur Verfügung haben. Doch vielfach lässt uns der zunehmend hektischer werdende Alltag immer weniger Zeit zum Essen. Dem möchte ich entgegentreten und mir Zeit nehmen, um dankbar und mit Genuss und Freude zu essen. Essen bereitet mehr Freude, wenn ich es «bewusst» tue. Dies beginnt bei der Frage: «Was esse ich heute?» Geht es nur darum, «Futter» zu mir zu nehmen, möglichst schnell und mit geringstem Aufwand? Oder möchte ich meinem Körper und meiner Seele mit dem heutigen Essen eben «bewusst» etwas Gutes tun? Wie werde ich heute essen? Mache ich immer öfter einen raschen Halt bei einem der zahlreicher werdenden Fastfood-Anbieter? Oder bereite ich mir zu Hause ein Fertiggericht zu? Ein gutes Essen braucht seine Zubereitungszeit, aber es kann auch gesund und schnell gehen (siehe Expressküche auf S. 36–39).

An alle Ehemänner: Schätzen Sie das Essen, das Ihre Frau für Sie bereitstellt, denn es hat u. a. Zeit gekostet. Wenn keine Zeit zum Kochen bleibt, esse ich lieber einen Apfel oder eine Karotte mit einer Scheibe Vollkornbrot und Nüssen. Wie gut doch allein der Gedanke tut, bewusst zu essen! Mein Ziel ist es, möglichst einmal am Tag ein ruhiges Essen am Tisch einzunehmen. Am besten mit meiner Familie und ohne Handys oder irgendwelchen Lesestoff. Sie wohnen alleine? Dann treffen Sie sich hin und wieder mit Kollegen und Freunden zum Essen. Kochen Sie gemeinsam und geniessen Sie, denn Essen trägt erheblich dazu bei, glücklich zu sein! Und: Bedenken Sie, dass nicht nur die Nase, sondern auch das Auge mitisst. So sagte bereits Goethe: «Das Essen soll zuerst das Auge erfreuen und dann den Magen.» Essen macht Freude! Sollte dies bei Ihnen nicht der Fall sein, übermitteln wir Ihnen hiermit einige positive Anregungen.

Mit freundlichen Grüssen im Namen des Redaktionsteams

Inhaltsverzeichnis

Schwerpunkt:

Essen

Lebensweisheit

Ein paar

Buchtipp

Heilkräfte der Nahrung

Familiengeschichte

Von Neubeginn und Ewigkeit

Staunen und entdecken Geheimnis Misteldrossel

Praxisfenster

Von «Sinkern» und «Floatern»

Erste Hilfe bei Verstopfung

Alltagstipps

Der

Alte

Rezepte

5 Tage Expressküche

Unsere Heilpflanzen

Silberdistel, ein wenig bekanntes

Antibiotikum

Denksport

Preisrätsel und Sudoku

Kinderseite

Bananenschiffli ahoi

Anleitung zum Selbermachen

Körperwunder

Liebe geht durch den Magen

Fitness

Winterliche Gefahren – Faszination Lunge

Kursangebote – Vorträge

Impressum

5 Tage Expressküche Vegetarischer Burger

Kolumne

Kraft aus der Stille

Vorschau

Lebensweisheit

Der sicherste Weg zum Erfolg …

Geheimnis Misteldrossel

Gemüse Jeder Vierte ist

und Früchte

DER Tipp Ingwer –Multiheilmittel übergewichtig oder

fettleibig

Möchten Sie mehr wissen über die verschiedenen Inhaltsstoffe, welche in unseren Nahrungsmitteln enthalten sind, dann finden Sie auf der Internetseite www.ernaehrung.de/ lebensmittel/ nicht nur umfassende Angaben über die Hauptnährstoffe, sondern auch über Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und vieles andere mehr. Noch «einfacher» und übersichtlicher ist’s auf der Internetseite www.5amtag.ch. Wer lieber eine gute Übersicht über die gängigsten Nahrungsmittel und deren Heilwirkungen in gedruckter Form benutzen möchte, profitiert vom Angebot auf Seite 24 . red/sf

Seit beinahe 3000 Jahren kennt die asiatische Medizin den Ingwer als Multiheilmittel. Nicht nur bei Schmerzen, sondern auch bei Übelkeit (Schwangerschaft, Seekrankheit, Übelkeit auf Reisen), Magen-Darm-Beschwerden, bei Kopfschmerzen, rheumatischen Gelenkbeschwerden, Halsschmerzen, Kopfschmerzen (Migräne) und vielem mehr. Er wirkt entzündungshemmend und schmerzstillend. Neueste Studien ergaben, dass sowohl roh eingenommener als auch erhitzter Ingwer Muskelschmerzen lindert. Ingwer kann in geriebener Form unter den Salat gemengt werden, oder man kann einfach täglich, z. B. nach dem Essen, eine feine Scheibe langsam im Mund «zerknabbern». Gerade im Winter halten wir damit die Grippeviren fern oder lindern Halsschmerzen und Husten auf natürliche Weise. Die Scharfstoffe (Gingerole) regen den Speichel- und die Schweissabsonderung an. Durch die Erregung der Wärmenerven im Magen sorgen sie dort für ein ausgesprochen intensives Brenn- und Hitzegefühl.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Zürich, die den Body-Mass-Index (BMI) von 311 828 Stellungspflichtigen in den Jahren 2004 bis 2012 ausgewertet hat. Damit liegen erstmals repräsentative Zahlen für die Schweiz vor. In diesem Zeitraum ist die Zahl der übergewichtigen 18bis 21-Jährigen um 7,2 Prozent auf 25,5 Prozent gestiegen. Allerdings hätten sich die Zahlen in den letzten zwei Jahren stabilisiert, schreiben die Autoren der Studie, welche das Bundesamt für Gesundheit (BAG) kürzlich aufgeschaltet hat. Von einer Trendwende möchten die Autoren dennoch nicht sprechen.

Die vom BAG finanzierte Studie deckt sich mit früheren Befunden, dass Menschen mit einem höheren sozioökonomischen Berufsstatus einen tieferen BMI aufweisen sowie eine höhere Körpergrösse. Die Studienautoren konnten überdies erstmals auf Absatzdaten von Migros-Filialen zurückgreifen. Demnach sind junge Männer dicker, wenn sie in Gemeinden leben, in denen mehr Chips und Süssgetränke verkauft werden, als in jenen, wo mehr Früchte und Gemüse gekauft werden. hvw/sda

Mosaik

Die Rubrik «Mosaik» in «Leben und Gesundheit» ist eine Plattform für kurze interessante Texte, Bilder und Informationen. Auch Sie als Leserin oder Leser können zu Wort kommen bzw. Bilder einsenden. Nutzen Sie die Kontaktadresse: «Leben und Gesundheit», Mosaik, Leissigenstr. 17, CH-3704 Krattigen oder die E-Mail-Adresse: redaktion@lug-mag.com

Kalte Tage überbrücken

Wer sehnt sich während diesen kalten und oft nebligen Tagen nicht nach Wärme? Zudem scheint der Stress und die Geschäftigkeit nicht nachlassen zu wollen. Im Gegenteil, Verspannung, Müdigkeit, Gliederschmerzen bis hin zu Erkältungen und starker Grippe machen sich breit.

Der Besuch einer Sauna wirkt sich nicht nur zur Stärkung der Gesundheit, der Körperreinigung und der allgemeinen Verbesserung des Wohlbefindens sehr positiv aus, sondern ist –wie mittlerweile gut erforscht wurde – auch für folgende Bereiche sehr vorteilhaft:

• Die Herzfrequenz steigt auf etwa 100 bis 130 Schläge pro Minute an.

• Der Kreislaufwiderstand nimmt ab, die Gefässspannung lässt nach und der Blutdruck sinkt.

• Die Bronchien erweitern sich, der Atemwiderstand nimmt ab und die Absonderung der Schleimhäute des Atemtrakts nimmt zu.

• Das Immunsystem und der Stoffwechsel werden angeregt.

• Die Muskulatur entspannt sich.

• Die Nierentätigkeit und viele hormonelle Prozesse werden angeregt.

• Die Hautfunktion und die Durchblutung der Hautgefässe werden verbessert.

• Starkes Schweisstreiben reinigt den Körper.

Die meisten Saunen bieten ihre Einrichtungen auch für geschlechtlich getrennte Besuche an.

red/sf info wicker-klink.de

Zehntausende

betroffen

In der Schweiz wachsen mehrere Zehntausend Kinder mit einem alkoholkranken Elternteil auf. Verschiedene Studien zeigen, dass sie ein sechs Mal höheres Risiko für eine spätere Suchtproblematik oder andere psychische Probleme aufweisen. Mit einer Förderung und Unterstützung sind diese Kinder durchaus in der Lage, eine gesunde Persönlichkeit zu entwickeln. Es ist daher sehr wichtig, den Kindern und deren Eltern frühzeitig Hilfe anzubieten. Dafür setzt sich Sucht Schweiz www.suchtschweiz.ch seit langem ein. Zum Engagement zählen die Förderung von Gesprächsgruppen, in denen sich Kinder austauschen können oder die Webseite www.mamatrinkt.ch / www.papatrinkt.ch mit einem Forum für Kinder und Jugendliche. Zudem bietet Sucht Schweiz diverses Informationsmaterial für Fachleute wie auch für Betroffene an. Dazu kommen Schulungen für Fachpersonen aus dem Sozialbereich und aus Bildung und Gesundheit. Sich einzugestehen, mit dem Alkoholproblem nicht nur sich selber, sondern auch seinem Kind Leid zuzufügen, ist doppelt schwierig. Scham- und Schuldgefühle erschweren es Eltern, ihre Überforderung mitzuteilen. Die schwierige Situation zu Hause bleibt ein Familiengeheimnis. Tatsache ist aber, dass schon kleine Kinder Spannungen wahrnehmen. Sie können die schwierige Situation häufig nicht verstehen, leiden aber umso mehr darunter. Öffentlich darüber zu sprechen, tut daher Not. Eine sensibilisierte Öffentlichkeit erleichtert es Eltern, die Sucht als Krankheit anzunehmen und Hilfe für sich und ihre Kinder zu holen. Sucht Schweiz

Humor

«Ach, was heisst schadenfroh ... Ich bin einfach oft am falschen Ort zur falschen Zeit glücklich.»

HeIDI

Das geschmacksneutrale Mixgetränk

Warum ist in unserer modernen und leistungsstarken Welt das Essen immer noch so kostspielig und zeitraubend?

Das störte den 24-jährigen Software-Entwickler Rob Rinehart so sehr, dass er sich auf die Suche nach einer besseren Möglichkeit machte, um Nahrung zu sich zu nehmen. Er vertiefte sich in Biologiebücher und forschte auf dem grossen Gebiet der Ernährungswissenschaft. Schliesslich mixte er aus verschiedenen Pülverchen einen Shake, in dem seiner Meinung nach alle notwendigen Nährstoffe, Mineralstoffe und Vitamine enthalten sein sollten. In einem 30 Tage lang dauernden Experiment verzichtete er vollständig auf feste Nahrung und nahm nur sein selbstgebrautes «Getränk» zu sich. Er überprüfte seine Blutwerte und seinen Gesundheitszustand und hielt die Ergebnisse in einem Blog fest. Mit drei Portionen flüssiger Nahrung fühle er sich vital und leistungsfähig. Dazu spare er viel Zeit, Strom und Wasserkosten, meinte der junge Amerikaner.

Ja, wo er Recht hat, hat er Recht. Diese komprimierte Nahrungsaufnahme lässt die mühsame Menüplanung, den lastenschleppenden Einkauf und die zeitaufwändige Arbeit in der Küche – vom Zubereiten der Speisen bis hin zum Abwasch – hinfällig werden. Das geschmacksneutrale Mixgetränk lässt sich sogar stehend einverleiben. So fällt auch das Tischdecken und Abräumen weg. Schneller geht es wohl kaum. Mit dieser Effizienz können nicht einmal mehr die Fastfood-Angebote mithalten. Beim schnellen Essen bekommt man aber immerhin etwas zwischen die Zähne. Auch Geschmack ist vorhanden, der zwar überall

Mit ein wenig Fantasie werden Früchte und Gemüse zum Hit.

gleich ist, doch dafür weiss man zuverlässig und in jeder Hinsicht, was einen erwartet.

Mehr als das Stillen der Grundbedürfnisse

Essen ist weit mehr als nur schnelle Nahrungsaufnahme. Essen und Trinken stillen grundsätzlich Hunger und Durst. Doch es geht weit über die Stillung dieser Grundbedürfnisse hinaus, es ist Bedürfnisbefriedigung auf mehreren Ebenen. Schon im Säuglingsalter wird die Nahrungsaufnahme auch mit Wärme, Zuwendung und Geborgenheit verbunden. Essen ist überdies ein soziales Ereignis, indem die Bedürfnisse von Gemeinschaft, Austausch und Zugehörigkeit gedeckt werden. Und schliesslich ist Essen ein sinnliches Erlebnis, bei dem das Geniessen eine wesentliche Rolle spielt. Das bedeutet, dass wir unsere Sinne ganzheitlich einsetzen und das Essen bewusst wahrnehmen. Beim Geniessen wird mindestens ein Sinnesorgan angesprochen. Eine positive Sinnesempfindung löst bei uns Wohlbehagen aus.

Und was sagt das Auge dazu?

Das Auge isst bekanntlich mit. Vor und während des Essens prüfen die Augen den Zu-

stand und die Qualität der verschiedenen Lebensmittel, und wir entscheiden, ob es appetitlich oder unappetitlich ist. Die Optik ist für den Genuss des Essens wichtig. Ein optisch liebevoll präsentiertes Essen ist eine Augenweide. Sind die Lebensmittel auf dem Teller farbenfroh zusammengestellt, macht das Essen richtig Spass. Frische Kräuter über die Kartoffeln, einige Tomatenwürfelchen oder feingeschnittene Radieschen zum grünen Salat sind kleine Farbtupfer mit grosser Wirkung. Bei essbarer Dekoration sind dem Einfallsreichtum kaum Grenzen gesetzt, und mit jedem Ausprobieren können neue Ideen entstehen.

Kinder bedanken sich für fantasievoll angerichtetes Essen, indem sie es mit Freude verspeisen. Mit ein wenig Fantasie werden Früchte und Gemüse zum Hit. Es braucht nicht viel Geschick, und aus dem Apfel entsteht in Kürze ein Marienkäfer, ein Pinocchio oder für die Prinzessin eine Krone. Banane und Karotte verwandeln sich in ein Krokodil, und aus der Birne wird eine Maus oder ein Igel. Ein geschmackvoll gedeckter Tisch lässt die Vorfreude auf ein feines Essen noch grösser werden. Dekoration muss nicht viel kosten, hat aber eine gros-

se Wirkung. Ein paar Kerzen, einzelne Blumen oder kleine Pflanzen und passende Servietten verwandeln ein einfaches Essen in ein Festmahl.

Unsere Nase –ein Wunderding

Das Wasser läuft uns bei einem schön angerichteten Teller im Munde zusammen – erst recht, wenn uns noch ein herrlicher Duft in die Nase steigt. Unser Geruchssinn ist wesentlich für die Geschmackserlebnisse zuständig. Die Nase kann bis zu 2000 Aromen wahrnehmen. Im hinteren Bereich der Nase befinden sich die Rezeptoren, welche durch die verschiedenen Düfte der Nahrung gereizt werden. Diese Reize wirken direkt auf jenen Teil im Gehirn ein, in dem die Emotionen verarbeitet werden. Allein durch das Riechen eines Dufts werden in uns Erinnerungen wachgerufen. Mit Bedacht schäle ich jeweils meine erste Mandarine nach vielen Monaten «Saisonpause». Die ätherischen Öle, welche in die Luft spritzen, verströmen ein derart fruchtiges Aroma, dass ich augenblicklich in Erinnerungen schwelge, die mit Gemütlichkeit und herzlicher Gemeinschaft einhergehen. Während ich die einzelnen Spalten genüsslich kaue, freue ich mich über dieses herrliche Aroma und bin glücklich. Gerüche wahrnehmen, erkennen und benennen kann eingeübt und weiterentwickelt werden. Wie wäre es, wenn Sie an den Nahrungsmitteln, die Sie in Ihrer Küche verarbeiten, zuerst riechen würden? Wie viele Düfte liessen sich da neu erkunden! Gewürze und Kräuter spielen in der Küche eine grosse Rolle. Frische Kräuter mit ihrem vollen Aroma sind das ganze Jahr erhältlich. Sie dienen nicht nur der Dekoration, sondern unterstützen und ergänzen die Aromen

der einzelnen Nahrungsmittel. In optimaler Dosierung wird mit ihnen ein Gericht zum Genuss. Mit Gewürzen zu experimentieren und neue Kombinationen zu wagen macht Spass und Freude.

Was in der Nase beginnt, regt auch im Mund einiges an

Dank der 2000 bis 4000 Geschmacksknospen, die sich auf der Zunge befinden, nehmen wir die fünf verschiedenen Geschmacksrichtungen süss, sauer, bitter, salzig und umami1 (herzhaft, würzig) wahr.

Beim Schmecken spielt nicht nur der Geschmackssinn eine Rolle, sondern auch der Geruchssinn. Es ist das Zusammenspiel der Sinne, das uns Geschmackserlebnisse gewährt.

«Auf der Zunge zergehen lassen» sollten wir nicht nur als eine häufige Redewendung betrachten, sondern bei verschiedenen Nahrungsmitteln oder Gerichten bewusst anwenden. Kaum ist ein Bissen in den Mund gelangt, verschwindet er nach zwei- oder dreimal Kauen in der Speiseröhre. Welche Geschmackskomponenten beim Verschlungenen vorhanden waren, können wir beim besten Willen im Nachhinein nicht mehr sagen. Längeres Kauen und gutes Einspeicheln der Nahrung unterstützen die Verdauung und schenken uns die Möglichkeit, den Geschmack bewusst wahrzunehmen. Ein Stück Brot verändert seinen Geschmack, wenn es lange genug gekaut worden ist. Wissen Sie, wie es danach schmeckt? Probieren Sie es aus!

Tasten Sie sich vor ...

Auch der Tastsinn wird beim Essen beansprucht und angeregt. Mit der Zunge spüren wir, ob ein Produkt trocken, cremig, hart oder weich, heiss oder kalt ist. Besonders hilfreich

ist der Tastsinn bei der Auswahl von Lebensmitteln. Mit den Fingern erkennen wir zum Beispiel die Qualität und den Reifegrad von Obst oder Gemüse. Wie ist die Konsistenz der Tomate oder der Avocado? Auch beim Kochen ist der Tastsinn unerlässlich. Garpunkte von diversen Lebensmitteln werden durch Tasten und Drücken festgestellt. Wann haben Sie das letzte Mal einen Brot-, Zopf- oder Pizzateig von Hand zubereitet? Klar, das geht mit einem guten Küchengerät viel schneller. Doch es kann ein tolles Erlebnis sein, wieder einmal mit den Händen zu spüren, wie sich die Flüssigkeit mit dem Mehl verbindet und aus verschiedenen Komponenten schliesslich ein Teig wird. Je länger er geknetet wird, umso geschmeidiger fühlt er sich an. Dieses taktile Erlebnis ist fabelhaft. Ein Gedanke an das Endprodukt – und schon zaubert die Vorfreude ein Lächeln auf unser Gesicht. Als ausgebildete Köchin finde ich, dass nicht nur das Essen glücklich macht, sondern

1Umami (jap. wohlschmeckend, würzig) ist eine weniger bekannte Geschmacksqualität, die vor allem in proteinhaltigen Lebensmitteln wie Fleisch, aber auch in reifen Tomaten und in Käse vorkommt.

bereits das Kochen. Der Tastsinn kommt auch beim Essen zum Einsatz. Wir greifen zu einem Stück Brot oder zu den Gemüsestäbchen und tunken sie in die Sauce. Mit Händen essen heisst, auch Essen «begreifen».

Klänge verraten einiges

Die auditive Wahrnehmung ist beim Essen und Trinken ebenfalls sehr bedeutsam. Das Gehör gibt uns Auskunft über die Qualität von frischen Lebensmitteln. Sind der Salat und die Karotte knackig, dann sind sie frisch. Tönt das Brötchen beim Brechen knusprig, wissen wir, es kommt direkt aus dem Ofen. Beim Öffnen einer Flasche Mineralwasser sagt uns das Zischen, dass hier genügend Kohlensäure vorhanden ist. Mit dem Ohr nehmen wir verschiedene Geräusche aus

der Küche wahr wie das Klappern von Töpfen und Geschirr und das Schneiden, Raffeln oder Reiben von Lebensmitteln. Und das Zischen aus der Pfanne lässt bereits Gutes erahnen.

Frisch und kreativ zubereitetes Essen benötigt etwas Zeit. Dafür werden wir aber mit einer grossen Palette von Sinnesanregungen und Eindrücken beschenkt. Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Fastfood geht schneller, aber dafür ist es nur fast «Food».

Ruhig und genussvoll essen statt stressen – ob alleine oder in Gesellschaft – vermittelt uns ein positives Gefühl. Es tut der Seele gut, stimmt uns zufrieden und macht uns glücklich. «Einen guten Appetit!» sage ich an dieser Stelle. Geniessen Sie Ihr Essen!

Ein paar Tropfen Lebensweisheit Lebensweisheit

Verletze lieber den Freund durch Wahrheit, als die Freundschaft durch Lüge.

Alois Essigmann

Gründe deine Freundschaft auf Gott, dann liebe deinen Freund mehr als dein Leben.

Mary Ward

In der wahren Freundschaft schenke ich mich meinem Freunde mehr, als dass ich ihn an mich ziehe.

de Montaigne

«Ein wahrer Freund trägt mehr zu unserem Glück bei, als tausend Feinde zu unserem Unglück.»
Michel
Marie von Ebner-Eschenbach

Bausteine der

Ernährung

Das Thema Ernährung scheint schier unerschöpflich – und es verwundert nicht, wenn der Laie aufgrund der Vielzahl sich häufig widersprechender Hinweise und Kommentare den Durchblick verliert. Gibt es überhaupt «die» gesunde Ernährung?

Zunehmende Erkenntnisse der modernen Wissenschaft haben die einfachen Erklärungen über die Grundlagen der Ernährung deutlich erweitert. Ging man vor einigen Jahrzehnten noch (neben Wasser als Basisbestandteil) von den drei Grundbausteinen Eiweiss, Fett und Kohlenhydrat aus, so kamen nach und nach weitere wichtige Nahrungsbestandteile hinzu.

So sind neben den Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen in letzter Zeit vor allem die sekundären Pflanzenstoffe (Phytochemikalien) in den Fokus der Wissenschaftler gerückt. Diese Substanzen spielen eine essenzielle Rolle für die Erhaltung der Gesundheit und – im Falle einer Erkrankung – für die «Reparatur» entgleister Stoffwechselvorgänge.

Von Qualität und Quantität

Gesunde Ernährung ist nicht nur eine Frage der Qualität, also der Zusammensetzung und dem Nährwert der Nahrung, sondern auch der Quantität, der Menge der verzehrten Nahrung. Viele der heutigen Erkrankungen sind nicht nur auf die schlechte Zusammensetzung, also Qualität, sondern zunehmend auch

auf die Häufigkeit und den Umfang der einzelnen Mahlzeiten, die Quantität, zurückzuführen. Schwankungen durch körperliche Belastungen (Sport, Schwerarbeit, Krankheit) und in der Schwangerschaft und Stillzeit sind dagegen normal. Verringerte Nahrungszufuhr (Kalorienrestriktion, d. h. Begrenzung auf das notwendige Mass) hat deutlich positive Auswirkungen auf das Lebensalter und die Lebensqualität (vor allem im Alter) und beugt vielen Krankheiten unserer Zeit vor. Die Extremform der Nahrungsbegrenzung, das Fasten für einige Tage im Jahr, wird seit Jahrhunderten zur Entgiftung des Körpers angewendet. Neueste Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass kurzzeitiges Fasten (1–2 Tage) vor einer Chemotherapie die gesunden Zellen im Körper schützt und damit diese Therapie nicht nur effektiver, sondern auch besser verträglich macht.

Kohlenhydrate – Kalorien und Ballaststoffe

Der grösste Teil unserer Nahrung dient zur Deckung des Energiebedarfs. Hierzu werden hauptsächlich die Kohlenhydrate verwendet, aber auch Fette und Eiweiss können dazu beisteuern. Um die benötigten Mengen der einzelnen Nahrungsbestandteile bestimmen zu können, wurde als Masseinheit «kcal» (Kilo-Kalorien) bzw. in letzter Zeit «kJ» (Kilo-Joule) eingeführt:

1 kcal = 4,17 kJ

1 g Fett = 39 kJ = 9,3 kcal

1 g Eiweiss = 17 kJ = 4,1 kcal

1 g Kohlenhydrate = 17 kJ = 4,1 kcal

Zu beachten bleibt noch der Alkohol, der immerhin mit 7 kcal pro Gramm zu Buche schlägt.

Raffinierte bzw. industriell hergestellte Kohlenhydrate (KH) sind Extrakte aus Nahrungsmitteln, die der Körper

sofort in die Blutbahn aufnehmen kann (Ein- oder Zweifachzucker, z. B. Tafelzucker, Weissmehlprodukte und Softdrinks). Diese führen zu gefährlichen Blutzuckerspitzen nach einer Mahlzeit. Die natürliche Nahrung enthält noch die «originale Verpackung» dieser KHZucker in Form von Stärke und Ballaststoffen (Mehrfachzucker wie z. B. Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte). Diese komplexen Zucker werden in der Dünndarmschleimhaut erst in die Einfachzucker zerlegt. So wird eine langsamere und länger andauernde konstante, dem Verbrauch angepasste Zuckeraufnahme bewirkt.

Die nicht raffinierten Kohlenhydrate haben neben der Energieversorgung weitere positive Wirkungen. Sie dienen als Bau- und Signalstoffe und sind ein Baustein der Erbsubstanz. Die Ballaststoffe (auch Faserstoffe oder Pflanzenfasern genannt) können nicht verdaut werden, sind jedoch wichtig für eine gesunde Funktion des Magen-Darm-Traktes, indem sie für eine ausreichende Stuhlmenge sorgen und Giftstoffe entsorgen oder verdünnen. Je länger Nahrungsreste und Abbauprodukte der Verdauung im Darm verweilen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung.

Eiweiss

Protein ist wichtig für den Aufbau und den Erhalt von Zellen in allen menschlichen Organen. Proteine bilden die Grundsubstanz von Hormonen und Enzymen. Die sogenannten Aminosäuren sind kleine Eiweissmoleküle. Von den 20 bekannten Aminosäuren sind 8 lebensnotwendig (essenziell) und müssen zugeführt werden. Je mehr essenzielle Aminosäuren in der Nahrung enthalten sind, desto höher ist die biologische Wertigkeit. Tierische Nahrungseiweisse haben eine höhere Wertigkeit als pflanzliche, aber bei geschickter Kombina-

tion von pflanzlichen Nahrungsmitteln (besonders Getreide mit Hülsenfrüchten) ist die biologische Wertigkeit wiederum höher als die der Tierprodukte. Tierisches Eiweiss stellt eine hohe Säurebelastung für den Körper dar. Wogegen das pflanzliche Eiweiss eine überwiegend basische Reaktion im Körper bewirkt.

Fette

Lipide sind allgemein als Energielieferant bekannt. Die Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte haben viele neue Erkenntnisse über die weitreichende Bedeutung der unterschiedlichen Lipide gebracht wie: Energiespeicher, Fettpolster zum Schutz wichtiger Organe, Wärmeisolierung, Bestandteil von Zellmembranen und Hormonen und Trägerstoffe für die Vitamine A, D, E und K. Fette haben damit vielfältige Aufgaben zu erfüllen. Fettsäuren sind die Grundbausteine der unterschiedlichen Lipide. Die einfachste Form sind Triglyzeride oder Neutralfette ge-

Wie viele Kalorien benötigt man pro Tag?

Männer sollten ca. 2400 kcal, Frauen um die 2000 kcal pro Tag zu sich nehmen. Die Aufteilung ist mit 15–25 % Fett, 15–20 % Eiweiss und bis zu 70 % Kohlenhydrate am günstigsten. Bei einem Tagesbedarf von rund 2400 kcal entspricht das ca. 400 g Kohlenhydraten, 40 g Fett und 90 g Eiweiss.

nannt. Mit mehr als 90 % machen sie den Hauptbestandteil der Nahrungsfette aus. Unterschieden werden die Fettsäuren nach der Zahl ihrer Doppelbindungen (so bezeichnet man eine doppelte Verbindung zwischen zwei Kohlenstoffatomen, chemisch als C=C dargestellt) in einfach und mehrfach ungesättigte und gesättigte Fettsäuren. Je mehr Doppelbindungen im Lipidmolekül, desto flüssiger wird das Fett. Tierische Fette sind fest und gehören zu den gesättigten Fettsäuren, d. h. sie haben keine Doppelbindung. Das Problem liegt aber nicht in der Beschaffenheit der Fettsäuren, sondern in ihrer Wirkung auf den Organismus. Zu den gesündesten Nahrungsfetten gehört das Olivenöl, das reich an einfach ungesättigten Fettsäuren ist. Zudem enthält es nennenswerte Mengen an den essenziellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren und hat durch die Squalene (ein sekundärer Pflanzenstoff) entzündungshemmende Wirkungen. Die lebensnotwendigen Omega-Fettsäuren finden sich auch in Sonnenblumen-, Soja-, Lein- und Rapsöl und in Walnüssen. Auch Fisch wird ger-

ne als Lieferant für diese Fettsäuren genannt. Dabei gilt jedoch zu bedenken, dass Fisch als tierisches Nahrungsmittel eben auch die gesättigten Fettsäuren und zudem viele Schwermetalle enthält.

Cholesterin wird auch zu den Fetten gezählt und in HDL(High Density Lipoprotein = das «gute» – «Hab Dich Lieb») und LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein = das «schlechte» – «Lass Das Lieber») unterschieden. LDL- Cholesterin kommt praktisch nur in tierischen Produkten vor. Cholesterin kann vom Körper selbst hergestellt werden und ist ein Ausgangsstoff für viele wichtige Substanzen und Stoffwechselvorgänge. Übermässiger Verzehr von tierischen Produkten (einschliesslich Milcherzeugnisse und Eier) führt über die Steigerung des LDL-Cholesterins im Blut zu Gefässschäden (Arterienverkalkung) mit den Folgeerkrankungen Herzinfarkt und Schlaganfall.

Mineralien, Vitamine und Spurenelemente

Diese spielen bei vielen Vorgängen im Stoffwechsel eine

Bedeutung der Nahrungsbestandteile für die unterschiedlichen Bedürfnisse des Körpers.

wichtige Rolle. Sie finden sich in vielfältiger Form in den unterschiedlichsten Lebensmitteln. Unter bestimmten Bedingungen kann es aber notwendig werden, einzelne Substanzen getrennt zuzuführen (z. B. Vitamin D in sonnenarmen Gebieten). Gerade im höheren Lebensalter ist die Versorgung mit Vitamin D wichtig, da ein Mangel zu einem höheren Risiko für Depressionen führt. Generell ist aber bei einer ausgewogenen Ernährung kein Vitaminmangel zu befürchten, sodass auch Nahrungsergänzungsmittel (z. B. Vitamin- und Mineraltabletten o. ä.) überflüssig werden.

Wasser

Ein wichtiger Nahrungsbestandteil ist Wasser. Mangelerscheinungen zeigen sich u. a. durch Kreislaufprobleme, Mattigkeit und verminderte geistige Leistungsfähigkeit. Der Tagesbedarf eines herzgesunden Menschen sollte 1,5 l nicht unterschreiten. Wasser wird vorzugsweise vor oder zwischen den Mahlzeiten getrunken, um den Nahrungsbrei nicht zu verdünnen (die Verdünnung der Magensäure behindert die Verdauung).

Wachstum und Entwicklung von Gewebe

Die schwarzen Pfeile kennzeichnen die wesentlichen Funktionen der Bausteine. Die orange gestrichelten Pfeile kennzeichnen ergänzende Einflüsse.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Diese werden auch als Phytochemikalien bezeichnet. Eine Vielfalt von unterschiedlichen Substanzen findet sich in den pflanzlichen Nahrungsmitteln. In den letzten Jahren wurden immer wieder neue Stoffe und ihre Bedeutung für die Gesundheit entdeckt. Der Nutzen einer an Obst und Gemüse reichhaltigen Nahrung beruht auf der komplexen Mischung der Phytochemikalien in der ganzen Frucht. So nehmen Brokkoli unter den Gemüsearten und Apfel unter den Obstsorten Spitzenplätze ein. Als wichtige Substanzen in diesen pflanzlichen Nahrungsmitteln sind hier zu nennen: Terpene (hoch wirksame Antioxidantien z. B. in Rosmarin und Salbei), Carotinoide (antioxidativ, z. B. in grünem Blattgemüse, sie bieten besonders Schutz vor AMD – altersbedingter Makuladegeneration), Phytosterine (senken den LDL-Cholesterinspiegel) und Polyphenole als eine Gruppe von weit mehr als 10 000 Substanzen, wobei den Phytoöstrogenen besondere Bedeutung zukommt. Viele dieser SPS haben auch krebshemmende Wirkungen. Zusammenfassend sind folgende Hinweise geeignet, unseren Körper optimal zu versorgen:

Die vegetarische Lebensmittel Pyramide

• Weniger Eiweiss

• Weniger Fett

• Mehr Ballaststoffe

• Mehr komplexe Kohlenhydrate

• Möglichst keine raffinierten Nahrungsmittel

• Kein Alkohol

• Viel frisches Obst und Gemüse

• Abwechslung in den Mahlzeiten

• Nur 2–3 Mahlzeiten pro Tag

• Keine Zwischenmahlzeiten

• Zu gleichen Tageszeiten essen (Regelmässigkeit)

• Pause zwischen den Mahlzeiten (mindestens 5 Std.)

• Langsam essen und gut kauen

• Nicht zu viel pro Mahlzeit (kein Überessen)

• Genügend Flüssigkeit (am besten reines Wasser), aber nicht zum Essen

• Ohne Hast und Eile in angenehmer Atmosphäre

• Mässige Bewegung nach dem Essen

• Sportliche Aktivitäten im Freien (Anregung des Stoffwechsels, erhöht das HDL-Cholesterin)

• Viel frische Luft

Ernährungsbedingte

Krankheiten – warum falsches Essen krank macht

Jeder braucht es und die meisten Menschen tun es überaus gerne: Essen! Doch wie kann es sein, dass das, was wir essen, entscheidend dazu beiträgt, wie gesund oder krank wir sind?

Wie gesund wir sind, hängt entscheidend von unserem Lebensstil ab. Die Ernährung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Viele Krankheiten können durch falsche Ernährungsgewohnheiten entstehen und den Körper sogar langfristig schädigen. Wissenschaftler vermuten, dass mehr als zwei Drittel aller Krankheiten in Westeuropa und den

USA durch einen ungesunden Lebensstil insbesondere durch eine falsche Ernährungsweise entstehen.

Damit ein Auto richtig funktioniert, braucht es neben Treibstoff auch Öl und regelmässige Wartungen, um beständig eine gute Leistung erbringen zu können. Ebenso unser Körper: Er braucht bestimmte Nährstof-

fe, um reibungslos arbeiten zu können. Einige der Stoffe kann der Körper selbst herstellen, andere müssen ihm regelmässig zugeführt werden. Bestimmte Substanzen wie Vitamine, Spurenelemente, aber auch die Energielieferanten Eiweiss, Kohlenhydrate und Fette sind lebenswichtig. Fehlen dem Körper einige dieser wichtigen Baustei-

ne über längere Zeit, kommt es zu Fehlfunktionen: Dazu gehören spezifische Erkrankungen, aber auch unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Muskelschwäche, Sehstörungen oder Krämpfe.

Woran fehlt es bei der Mangelernährung?

Oft denkt man beim Begriff Mangelernährung an ein «zu wenig» an Nahrung. Dies ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich kann man an schwerer Mangelernährung leiden, obwohl man täglich weit mehr als die benötigten Kalorien zu sich nimmt, weil ein Mangel an einzelnen wichtigen Nährstoffen besteht. Im Gegensatz zu einer solch einseitigen Ernährung steht heute einem Grossteil der Weltbevölkerung täglich nicht genügend Nahrung zur Verfügung, um den Minimalbedarf zu decken – es kommt zur Unterernährung.

Klassische Mangelernährung

Die klassischen Mangelernährungskrankheiten wie Skorbut (Vitamin-C-Mangel), Beriberi (Vitamin-B1-Mangel) oder Rachitis (Vitamin D bzw. Kalzium-Mangel) kommen in unseren Breiten nur noch selten vor. Am Beispiel Skorbut lässt sich jedoch eindrücklich aufzeigen, wie folgenschwer schon der Ausfall eines einzigen Vitamines sein kann. Die meisten Menschen kennen Skorbut aus diversen Seefahrer- und Piratengeschichten, obgleich bereits der bekannte griechische Arzt Hippokrates darüber berichtet hat. Bis ins 18. Jahrhundert war Skorbut die häufigste Todesursache auf ausgedehnten Seereisen. Im Jahr 1747 untersuchte der englische Schiffsarzt James Lind diese Krankheit mit Hochdruck. Er nahm zwölf Seeleute, die an Skorbut litten, und teilte sie in sechs Gruppen zu je zwei Personen ein. Jeder Gruppe gab er zusätzlich zu den üblichen Nahrungsrationen einen

weiteren Nahrungsmittelzusatz – nämlich: Obstwein, Schwefelsäure, Essig, Gewürze und Kräuter, Seewasser sowie Orangen und Zitronen. Er stellte fest, dass die Gruppe, welche die Zitrusfrüchte erhielt, eine rasche Besserung zeigte. In den restlichen Gruppen beobachtete er verstärkt die bekannten Symptome wie Zahnfleischbluten, Zahnausfall, Blutungen in der Haut und in der Bauchhöhle, gestörte Wundheilung und eine merkliche Anfälligkeit für weitere Krankheiten.

Auf der Suche nach einer haltbaren Vitamin-C-Quelle entdeckten die englischen Ärzte schliesslich das Sauerkraut. Dieses wurde den Seeleuten auf grösseren Reisen zum Erhalt ihrer Gesundheit in grossen Fässern mitgegeben. Ein hoher Vitamin-CGehalt findet sich auch in Peperoni, verschiedenen Kohlsorten sowie Zitrusfrüchten in reifem Zustand unmittelbar nach der Ernte (s. Tabelle auf Seite 19).

Lebensstilkrankheiten. Im Folgenden werden beispielhaft einige wichtige aufgegriffen:

Diabetes mellitus – die Zuckerkrankheit im Alter?

Eigentlich wäre der Volkskrankheit der Moderne leicht Herr zu werden: Schon vier Kilo abzunehmen bei täglich ausreichender körperlicher Bewegung senkt das DiabetesRisiko um 50 Prozent.

Zu viel des Guten?

Bei der modernen Form der Fehlernährung denkt man zumeist an die typische «westliche Ernährungsweise» – sie hat jedoch längst auch Einzug in alle Grossstädte der restlichen Welt gefunden: die Aufnahme einer grossen Menge nährstoffarmer, jedoch energiereicher (hochkalorischer) Nahrung, also ein übermässig hoher Fett- und Kohlenhydratanteil. Bei gleichzeitig geringer körperlicher Betätigung oder Muskelarbeit speichert der Körper die überschüssig aufgenommene Energie in Form von Fettreserven. Es kommt zu Fettleibigkeit. Ist der Körperhaushalt erst einmal aus dem Gleichgewicht geraten, besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für eine ganze Reihe von Erkrankungen, den sogenannten

Hauptmerkmal des Diabetes ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie), der mit einem Risiko für schwere Begleit- und Folgeerkrankungen verbunden ist. Das Bauchspeicheldrüsen-Hormon Insulin reguliert den Blutzucker, indem es bewirkt, dass der Zucker vom Blut in die bedürftigen Zellen transportiert wird. Es fungiert als Schlüssel, der das Schloss der Zelle öffnet, sodass der Zucker hineintransportiert und verwendet werden kann. Während beim Typ I Diabetes der Körper zumeist kein Insulin herstellen kann und somit auf eine externe Zufuhr angewiesen ist, ist beim Typ II Diabetes mellitus primär die ungenügende Wirksamkeit des Insulins das Problem.

Die zugrunde liegenden Mechanismen einer ungenügenden Insulinwirkung sind komplex. Fakt ist jedoch: Mit jedem Kilo mehr auf der Waage wächst das Risiko, zuckerkrank zu werden. Da das Gewicht der Menschen besonders in den Wohlstandsländern ständig zunimmt, wächst die Zahl der Diabetiker ungebremst weiter. Über sieben Millionen Menschen leben aktuell allein in Deutschland mit dieser Diagnose – 80 bis 90 Prozent von ihnen sind übergewichtig! Eigentlich wäre der Volkskrankheit der Moderne leicht Herr zu werden: Schon vier Kilo abzunehmen bei täglich ausreichender körperlicher Bewegung senkt das Diabetes-Risiko um 50 Prozent. Manchmal pendelt sich allein durch Gewichtsreduktion der Blutzucker wieder ein, manchmal erreicht er so

zumindest ein Niveau, das Ärzte besser medikamentös behandeln können.

Sprach man bis vor einigen Jahren noch vom Alters- oder Erwachsenendiabetes, so sind heute auch vermehrt junge Leute betroffen. Dieses Phänomen steht in klarem Zusammenhang mit der zunehmenden Kinderund Jugendfettleibigkeit.

Typ-II-Diabetiker profitieren deutlicher von gesunder Ernährung, von Gewichtsverlust und Sport – zum Teil so sehr, dass sie wieder ohne Medikamente auskommen können.

Erkrankungen des HerzKreislauf-Systems

Unter dem Oberbegriff Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden Erkrankungen des Herzens und Erkrankungen der Blutgefässe zusammengefasst. Herz- und Kreislauferkrankungen stellen in der Altersgruppe ab 40 Jahren die häufigste Todesursache dar. Das Spektrum der Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist breit, doch die wichtigsten Vertreter sind der Bluthochdruck und Verkalkungen der Gefässe sowie die koronare Herz-Erkrankung, eine Verkalkung der herzversorgenden Kranzgefässe. Betroffen sein können darüber hinaus jedoch alle Arterien des Körpers mit entsprechend vielen möglichen Folgeschäden. Man spricht von Arteriosklerose. Risikofaktoren für Erkrankungen des Herzens und der Blutgefässe sind auf der einen Seite nicht beeinflussbar,

wie Alter, Geschlecht und genetische Vorbelastung. Auf der anderen Seite sind sie beeinflussbar – wie Stress, Rauchen, Alkohol, Übergewicht und eine ungesunde Ernährung. Eine fettreiche Ernährung insbesondere tierischen Ursprungs gilt als ungesund. Eine dauerhaft falsche Ernährungsweise führt mit zunehmendem Alter häufig zu erhöhten Blutfettwerten (Cholesterinspiegel, Triglyzeride). Sowohl vorbeugend als auch zur Verbesserung der Symptomatik wird eine Verminderung der Fettzufuhr, besonders der gesättigten Fettsäuren, Transfette sowie des Cholesterins in der Nahrung empfohlen. Daher sind pflanzliche Lebensmittel zu bevorzugen. Diese sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen.

Übergewichtigen mit erhöhten Blutfettwerten wird dringend eine Gewichtsabnahme angeraten. Abhilfe schafft neben gesunder Kost viel Bewegung. Die Forschungsergebnisse sind beinahe überwältigend: 74 % aller Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 82 % aller koronaren Herzerkrankungen können durch eine gesunde Lebensführung vermieden werden (Stampfer; NEJM; 2000;343:16-22).

Was wir nicht vergessen sollten: Was dem Herzen schadet, schadet meist auch dem Gehirn. Eine Fehlernährung ist auch eine Ursache von Gehirnschlägen, Demenzerkrankungen und sogar psychischen Erkrankungen.

Krebsleiden

Krebs beginnt als eine einzige abnormale Zelle, die sich irgendwann unkontrolliert vermehrt. Dieser sich rasch ausbreitende Zellverband kann sich diffus im Körper verteilen (wie beispielsweise bei einem Blutkrebs) oder rasch einen soliden Tumor bilden, ein wucherndes Zellkonglomerat, das in das noch gesunde Gewebe vordringt. Krebserregende Stoffe aus Chemikalien, Zigarettenrauch, Umweltgiften und ungesunden Nahrungsmitteln sowie der Einfluss mancher Strahlung können die Entstehung von Tumoren beschleunigen. Andere Stoffe aber, sogenannte «Hemmer», können die Tumorzellen am Wachstum hindern. Einige Vitamine und sogenannte Phytochemikalien in pflanzlichen Nahrungsmitteln können als solche Hemmer agieren.

Mit gesunder Ernährung kann man daher das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen senken. Manche Tumorarten wie Brust-, Gebärmutter-, Darm- und Nierenkrebs werden nach Angaben der Deutschen Krebshilfe in Bonn durch Übergewicht begünstigt. Neuere Erkenntnisse in der Ernährungsforschung zeigen, dass sich nicht nur Übergewicht, sondern eine Reihe von Stoffen in der Ernährung auf die Krebsentstehung auswirken. Viele natürliche Nährstoffe, wie wir sie in frischem Obst, in Gemüse und im Salat finden, haben das Potenzial, Krebszellen zu beseitigen oder aber den Kör-

per so zu stärken, dass er selbst mit den entarteten Zellen bereits im Frühstadium fertig wird. Eine Grundregel bei der Nahrungsauswahl sollte daher sein: so natürlich wie möglich. Es klingt simpel, doch unsere heutige Gesellschaft konsumiert nur noch sehr wenig frische Lebensmittel. Fertig- und Halbfertigprodukte sind im wahrsten Sinne des Wortes «unser täglich Brot».

Fazit

Bei der Entstehung sowie im Verlauf der meisten chronischen Erkrankungen spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Übergewicht? Ein ernst zu nehmender Risikofaktor! Wer abnimmt, profitiert vielfach. Ist das Idealgewicht erreicht, gilt es dies durch die Beibehaltung eines ausgewogenen Lebensstils zu halten. Beim Einkauf hilft die Vorstellung, die Lebensmittel mit einem imaginären Schild zu versehen: «gesundheitsfördernd» – «krankmachend». Man fange mit einem einzigen solchen Schild an. Lernt man Neues, lassen sich diese Schilder beim Schlendern durch die Gänge des Supermarktes erweitern oder abändern. Dies kann eine grosse Hilfe sein, um gute Entscheidungen bei der Nahrungswahl zu treffen und gleich praktisch umzusetzen. Es gilt immer: so ausgewogen und zugleich einfach und natürlich wie möglich!

Spitzenreiter bei den Vitamin-C-Lieferanten. Angaben in mg/100 g. Ausführliche Angaben zu Nährwerten finden Sie im Internet unter www.ernaehrung.de. Anregungen zum vermehrten Konsum von Obst und Gemüse gibt ihnen die Seite www.5amtag.ch.

Für Buchliebhaber empfehlen wir den Tipp auf Seite 24.

Ernährung Geniale vegetarischen Vorteile einer

StePhAn FreIBurGhAuS, Chefredaktor «Leben und Gesundheit»

Essen ist eine Freude! Aber nicht alle Nahrung wirkt sich auf unser Wohlbefinden gleicherweise positiv aus. Bewusst essen – vegetarisch essen!

Von Unwissenheit und faulen Sprüchen

«Vegetarier leben nicht länger, sie sehen nur älter aus ...»

Solche und andere Sprüche werden ins Feld geführt, wenn es um die Frage der fleischlosen Ernährung geht. Auch wenn ich seit über 20 Jahren nicht mehr im Gastgewerbe tätig bin, kann ich als diplomierter Koch und Hotelfachmann dies sehr gut nachvollziehen. Vor knapp 30 Jahren kreuzte ab und an ein sogenannter Vegetarier im Restaurant auf. Was sollte man diesen «komischen» Menschen bloss aufti-

schen? Der Gemüseteller, welchen sie meist zwischen Nudeln mit Sauce oder einem Omelett auswählten, wurde dennoch oft retourniert. Die Bohnen, mit Speck umwickelt, seien doch wohl kaum vegetarisch. Ehrlich, das haben wir als Köche damals einfach nicht verstanden.

Dein Körper – dein Tempel Inzwischen hat sich die Situation gewaltig verändert. Praktisch jedes Restaurant bietet seinen Kunden eine Auswahl an vegetarischen Gerichten an. So forderten die Grünen

1 http://www.earthsave.org/lifestyle/carllewis.htm

in Deutschland erst kürzlich, einen «Veggie-Day» einzurichten. Die fleischlose Ernährung ist längst nicht mehr nur «Frauensache». Carl Lewis, mehrfacher Olympiasieger und mehrfacher Weltmeister, 1999 gar zum Leichtathleten des Jahrhunderts geehrt, lebt als überzeugter Vegetarier und schreibt seine Erfolge nicht zuletzt seiner Ernährung zu. Von ihm stammt die Aussage: «Dein Körper ist dein Tempel. Wenn du ihn richtig ernährst, wird er gut zu dir sein, und du wirst an Langlebigkeit zunehmen.»1 Inzwischen weicht

die Frage der vegetarischen Ernährung bereits dem Trend der veganen Küche. Attila Hildmann ist Deutschlands bekanntester Vegan-Koch. Zweimal hintereinander gewann eines seiner Bücher den Titel «Bestes vegetarisches Kochbuch des Jahres».

Vegetarisch ist nicht gleich vegetarisch

Zur Bedeutung des Wortes «Vegetarier» erklärt der Duden kurz und bündig: «Jemand, der sich vorwiegend von pflanzlicher Kost ernährt.» Prof. Gary E. Fraser von der Loma Linda Universität in Kalifornien, USA, schreibt, dass das Wort «Vegetarier» einen Schwerpunkt auf Gemüse in der Ernährung legt, dass es aber in der Praxis traditionell als eine Ernährung gänzlich ohne Fleisch verstanden wird. Um durch Studien tatsächliche Vorteile einer vegetarischen Ernährung feststellen zu können, muss unter den verschiedenen «vegetarischen Diäten» unterschieden werden (siehe Tabelle unten). Neben den Veganern, die überhaupt keine tierischen Nahrungsmittel zu sich nehmen, unterscheidet man noch drei Untergruppen: 1. Ovo-Lakto-

Vegetarier 2. Fisch-Vegetarier 3. Halb-Vegetarier. Diese Unterteilungen gilt es bei medizinisch/ klinischen Studien zu berücksichtigen, um klare und aussagekräftige Daten zu erhalten. Im vorliegenden Artikel sprechen wir von den «Ovo-Lakto-Vegetarieren».

Die älteste klinische Studie

Im renommierten «New England Journal of Medicine» war zu lesen, dass die älteste klinische Studie wohl auf die Bibel zurückführt. Und siehe da, sie hat mit vegetarischer Ernährung zu tun. Daniel und seine drei Freunde wurden als junge Männer an den neubabylonischen Hof ins Exil verschleppt. Dort sollten sie von der Tafel des Königs die üppigen Speisen und erlesenen Weine zu sich nehmen. Es war das Beste, was der Hof zu bieten hatte, sollten die Jünglinge doch zu brauchbaren Beamten herangezogen werden. Daniel bat den obersten Hofbeamten, anstelle dieser Mahlzeiten der königlichen Tafel, zehn Tage lang nur Gemüse und Wasser zu sich nehmen zu dürfen. «Vergleiche nach Ablauf dieser

Verschiedene Vegetarier

Vegan-Vollvegetarier

Ovo-Lakto-Vegetarier

Fisch-Vegetarier

Halb-Vegetarier

Nicht-Vegetarier

Kein

Kein

Kein

zehn Tage unser Aussehen mit dem der anderen jungen Männer, die von den Speisen des Königs essen. Danach entscheide, wie du weiter mit uns verfahren willst – je nachdem, was du an uns siehst»2, gab er mutig von sich. Es wird berichtet, dass Daniel und seine drei Freunde nach den zehn Tagen gesünder und besser genährt aussahen als die anderen jungen Männer, welche wie sie am Hof ausgebildet werden sollten. Und nach nur drei Jahren, so wird berichtet, waren diese vier jungen Männer allen Gelehrten und Zeichendeutern des Babylonischen Reiches an Verstand und Einsicht zehnmal überlegen. Wer möchte nicht besser aussehen und klüger sein?

Westliche Zivilisationskrankheiten und vegetarische Ernährung

Auf die Frage, ob Vegetarier gesünder sind, antwortet der Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Claus Leitzmann, dass Vegetarier und Menschen mit anderen alternativen Ernährungsformen bei den typischen Gesundheitsparametern, die man messen und benennen

Geflügel/Fisch

Kein

Kein

Milchprodukte/Eier

Keine

Neben den Veganern, die überhaupt keine tierischen Nahrungsmittel zu sich nehmen und deswegen auf eine anderweitige Zufuhr von Vitamin B12 (angereicherte Lebensmittel, Tabletten, Spritzen) angewiesen sind, unterscheidet man noch weitere Gruppen: Die Ovo-Lakto-Vegetarier, welche Eier und Milchprodukte dazu nehmen. Die Fisch-Vegetarier ergänzen ihre Nahrung mit Fisch, und die Halb-Vegetarier essen 1–3 x pro Woche etwas Fleisch oder Fisch. Da der Nicht-Vegetarier alle tierischen Nahrungsmittel inkl. Fisch, Geflügel und Fleisch zu sich nimmt, ist bei dieser Ernährungsform der Anteil an ballaststoffreicher Nahrung wie Gemüse, Früchte, Getreide und Nüsse niedrig.

2 Daniel Kapitel 1, Vers

kann, im Durchschnitt immer besser dran sind. Das heisst, sie sind seltener übergewichtig, sie weisen bessere Cholesterinwerte auf, die Leberwerte sind besser und hoher Blutdruck, Diabetes und Osteoporose kommen weniger häufig vor. Also alle Defekte, die wir auch unter dem Begriff «westliche Zivilisationskrankheiten» zusammenfassen, sind bei den Vegetariern deutlich seltener zu finden.3

Aufgrund vieler epidemiologischer Studien kam ein Expertenbericht der Eidgenössischen Ernährungskommission im Jahr 2006 zu dem Ergebnis, dass Leute mit einer vegetarischen Ernährung gegenüber Fleischessern klare gesundheitliche Vorteile haben:

• Sie sterben weniger häufig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. (Durch die Verringerung der Zufuhr von gesättigten Fettsäuren, welche vor allem im Fleisch vorkommen, sinkt der Cholesterinspiegel.)

• Sie weisen bessere Blutlipidwerte (Fette im Blut) auf.

• Sie sterben weniger häufig an Krebs (vor allem an Darmkrebs) und tragen auch ein kleineres Risiko, an Krebs zu erkranken.

• Sie haben niedrigere Blutdruckwerte.

• Sie haben niedrigere BMIWerte (Body-Mass-Index) und besitzen ein geringeres Risiko für Fettleibigkeit und deren Folgekrankheiten, denn pflanzliche Nahrungsmittel weisen meist eine wesentlich geringere Kalorienzahl auf.

Weniger Fleisch = mehr Gemüse, Obst, Getreide und Nüsse

Die wissenschaftlich begründete Erkenntnis hat sich durchgesetzt, dass der Hauptgrund für die erwähnten Vortei-

le ein hoher Anteil an Gemüse, an Früchten, Nüssen und Vollkornprodukten ist, welche infolge von Fleischverzicht nun in grösseren Mengen verzehrt werden. So weist Pflanzennahrung der Gesundheit zuträgliche, ungesättigte Fettsäuren und viele Ballaststoffe auf. Dazu kommen einzelne Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die im Fleisch nicht vorhanden sind.

Die Vorstellung, dass ein erhöhter Konsum von Gemüse und Früchten mit der Verringerung aller eben erwähnten Krankheiten, welche zu einem früheren Tod führen, in Verbindung steht, hat eine lange Geschichte. Verschiedenste neuere Studien unterstützen dies, inklusive einer bedeutenden US-Studie an Frauen aus dem Jahr 2000, der EPIC Studie in Europa aus dem Jahr 2005 und auch einer umfassenden Studie an Patienten mit Diabetes in Europa aus dem Jahr 2008.4

Oft profitieren Vegetarier zusätzlich davon, dass sie sich regelmässig körperlich betätigen, auf Alkohol und Nikotin verzichten und einen möglichst umfassenden, gesunden Lebensstil pflegen.

Von Protein, Eisen und Sojabohnen

Zur Deckung des Proteinbedarfs ist Fleisch nicht unbedingt nötig, da pflanzliche Nahrungsmittel wie z. B. Bohnen, Linsen, Erbsen oder auch Getreide den durchschnittlichen täglichen Bedarf an Eiweiss durchaus decken. So erbringen z. B. 100  g Sojabohnen rund 36,5 g Eiweiss. Damit sind sie eine hervorragende Eiweissquelle aus der Natur und lassen Fleisch (20 %) und Eier (12,5 %) weit hinter sich. Sie bringen nicht nur Quantität, sondern auch Qualität! Ihr Eiweiss deckt den gesamten Bedarf unseres Körpers an Aminosäuren. Dies gilt für Erwachsene und Kinder. Den meisten Hül-

senfrüchten fehlt die essenzielle schwefelhaltige Aminosäure Methionin. Soja enthält genug davon (nur Säuglinge benötigen zusätzliche Mengen). Deshalb kann man bei Soja von biologisch hochwertigem Eiweiss sprechen, das den Vergleich mit Fleisch nicht scheuen muss. Untersuchungen am Nationalen Institut für Landwirtschaftsforschung in Frankreich zeigten, dass Soja-Eiweiss von unserem Körper ebenso gut aufgenommen und verdaut wird wie das Eiweiss aus Kuhmilch. Zudem kann die Sojabohne im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten, die weniger als 1  % Fett aufweisen, bis zu 19,9  % erreichen. Da diese Fettsäuren vor allem ungesättigt sind, hilft das Fett der Sojabohne, den Cholesterinspiegel zu senken. Mit ihrem 9,3  % Ballaststoffanteil wirkt die Sojabohne zudem regulierend auf die Darmtätigkeit.

Der Tagesbedarf an Eisen beläuft sich im Durchschnitt auf 13 mg. Das meiste mit der Nahrung aufgenommene Eisen besteht aus eisenhaltigen Salzen (nicht hämoglobingebunden), die in Obst, Gemüse und Eiern vorkommen. Leider wird diese Form des Eisens im Darm schlechter aufgenommen als die in Fleisch und Fisch enthaltene hämoglobingebundene Form. Zahlreiche Experimente belegen, dass Vitamin C, besonders im Zitronensaft, die Aufnahme von nicht hämoglobingebundenem Eisen im Darm verdoppeln oder verdreifachen kann. 100 g Sojabohnen liefern 15,7 mg Eisen (5 x so viel wie Fleisch). Das ist mehr, als ein erwachsener Mann täglich benötigt. Da es sich nicht um hämoglobingebundenes Eisen handelt, ist es für die Eisenaufnahme günstig, wenn zugleich Vitamin-C-reiches Obst oder Gemüse genossen wird.

Merken Sie, wie bewusst essen Freude machen kann?

Noch zu erwähnen wäre, dass Eisen aus pflanzlichen Quellen gegenüber dem Eisen aus Fleisch den Vorteil hat, dass es nicht zu einem erhöhten Krebsrisiko beiträgt. Das «American Institute for Cancer Research» und «EPIC» (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) kommen u. a. zum Schluss, dass vor allem der Verzehr von Fleisch, insbesondere von «rotem» Fleisch, das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, extrem erhöht.

Vegetarische Piranha

Französische Forscher haben erst kürzlich in Südamerika zwei vegetarische Piranha-Arten entdeckt. Anders als ihre fleischfressenden Verwandten ernähren sich diese Fische ausschliesslich von Blättern. Es sind nicht die ersten entdeckten vegetarischen Piranhas. Aus dem Amazonasgebiet sind laut «Geo» bereits 30 solche Arten bekannt. Fachleute gehen davon aus, dass ursprünglich alle Arten «Vegetarier» waren. Jedoch durch Lebensraum- und damit einhergehenden Nahrungsmittelentzug passten sich diese Arten an. Man kann sich sogar fragen, ob diese These auch auf den Menschen angewandt werden kann.

Michael Sagner, Präsident der Europäischen Gesellschaft für präventive Medizin und Lebensstilmedizin, vertrat in Be-

zug auf den Fleischkonsum des Menschen die Ansicht, dass die artgerechte Ernährung des Menschen eigentlich eine pflanzliche ist. Weiter klärt er auf, dass wir in unserer Zeit viel mehr über Ernährung und Diäten wissen als jemals zuvor, und dass trotzdem so viele Menschen wie nie zuvor durch ihre eigene falsche Verhaltensweise einen zu frühen Tod sterben. Wer auf Fleischkonsum nicht verzichten möchte, wird ermutigt, diesen auf 2–3-mal pro Woche zu vermindern.

Fazit und Ausblick Vor zwei Jahren haben wir einen Gebrauchtwagen gekauft. Bereits bei der Probefahrt ist uns aufgefallen, dass das Fahrzeug mit seinen 109 PS sehr schwach anzieht. Der Besitzer der renommierten Werkstatt meinte, das sei bei diesem Modell normal. Als wir das Fahrzeug vor einigen Tagen zur jährlichen Inspektion brachten, erhielten wir die Nachricht, dass alle Einspritzdüsen möglichst bald ausgewechselt werden sollten. Eine musste bereits zu diesem Zeitpunkt ausgewechselt werden. Die Kosten für die Erneuerung aller Düsen würde sich auf rund CHF 3000.– belaufen. Als ich dies einem guten Freund erzählte, riet er mir, ein sogenanntes «Diesel-Additiv» zu kaufen, das durch Zugabe im Treibstofftank die Düsen reinigen würde.

Als ich diesen Zusatz im Fachgeschäft holte, meinten die beiden Verkäufer, dass damit «das Problem» bestimmt gelöst werde. Zudem setzten sie mich darüber in Kenntnis, dass Diesel nicht gleich Diesel sei und dass er zum Teil mit vielen Zusatzstoffen vermischt werde, welche dann die Einspritzdüsen verkleben. Was also werde ich tun?

1. Diesel-Additiv dem Treibstoff beigeben.

2. Wenn der Versuch das erste Mal nicht den erwarteten Erfolg bringt, werde ich ihn nochmals durchführen.

3. Bringt auch dieser zweite Versuch keine Besserung, werde ich die Kosten von CHF 3000.– einsetzen und neue Düsen montieren lassen.

Wenn mein Auto so anfällig ist und es mir so viel bedeutet, dass ich es mit hohen Kosten reparieren lasse, wie viel mehr sollte mir dann mein Körper wert sein? Unser Körper ist äusserst anpassungsfähig, aber auch diese Anpassungsfähigkeit hat ihre Grenzen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer mehr Freude an vegetarischer Nahrung finden, welche unsere Natur in einer solch grossartigen Vielfalt für uns vorsieht, und dass Sie keinen Aufwand und keine Kosten scheuen, Ihren Körper in bester Gesundheit zu erhalten.

Heilkräfte der Nahrung

Wo und als was sind Sie zurzeit tätig?

Zurzeit arbeite ich als Allgemeinpraktiker (FMH) in der Schweiz im Kanton Waadt. Ich schenke bei meiner Arbeit aber auch der Ernährungstherapie und der Phytotherapie (Therapie mit pflanzlichen Wirkstoffen) besondere Aufmerksamkeit. Mir gefällt die Arbeit in der Schweiz, denn ich finde hier viele Menschen, die für natürliche Heilmittel sehr aufgeschlossen sind. Sicherlich geht dies auch auf den Einfluss bedeutender Ärzte wie Dr. Bircher-Benner, Naturheilkundepioniere wie Albert Vogel oder Pfarrer wie Sebastian Kneipp oder Johann Küenzle zurück.

Viele Ärzte sind vollumfänglich mit der Sorge für ihre Patienten beschäftigt. Gewöhnlich schreiben sie keine Bücher über Ernährung und gesunde Lebensweise. Was gibt Ihnen die Motivation, dies zu tun?

Nachdem ich etwa 20 Jahre als Chirurg im Bereich der inneren Medizin gearbeitet hatte, bemerkte ich, dass es viel wichtiger und notwendiger ist, präventiv zu wirken. Dies betrifft besonders Herzkrankheiten, Krebs und andere chronische Erkrankungen. Allein mit Operationen lassen sich die Krankheiten nicht wirksam bekämpfen. Um die Gesundheit zu erhalten, müssen wir – bildlich gesprochen – das Leck abdichten und nicht nur das Wasser vom Boden aufwischen. Prävention ist meiner Ansicht nach der wichtigste Bereich in der modernen Medizin, und auch die Ernährung trägt entscheidend zur Gesunderhaltung bei.

Für gewöhnlich essen die Leute das, was sie gern mögen. Sind unsere Geschmackszellen gute Ratgeber?

Der persönliche Geschmack ist nur dann ein guter Führer, wenn er zuvor für eine gesunde Ernährung ausgebildet oder geformt wurde. Wenn dies nicht geschehen ist, neigt er dazu, Ungesundes (Junk Food) zu bevorzugen. Kürzlich hat eine Studie belegt, dass diese Tendenz erblich bedingt ist. Wir wissen heute, dass die Vorliebe für Gesunde Nahrung durch einen Erziehungsprozess entwickelt wird.

Wie sieht der Weg zum Erfolg aus? Was motiviert uns, gesund zu essen?

Zunächst ist Wissen wichtig. Um etwas zu lieben, muss man es kennen. So ist es auch bei den gesunden Lebensmitteln. Man muss sich mit ihnen vertraut machen und wissen, wie gut sie für uns sind. Dies kann z. B. durch das Lesen von Büchern und Magazinen geschehen. Dies führt dazu, dass wir uns im Denken und dann auch am Tisch in sie «verlieben» –ganz ähnlich wie man sich auch durch das Kennenlernen in einen anderen Menschen verlieben kann. Das Wissen und die Liebe zu gesunder Nahrung werden noch verstärkt, wenn wir sie mit einer dankbaren Haltung gegenüber unserem Schöpfer bewusst geniessen.

Interview: Gunther Klenk

Heilkräfte der Nahrung Gesundheit und Wohlergehen hängen zu einem entscheidenden Teil von der Nahrung ab, die wir täglich zu uns nehmen. So wie ungesunde Ernährung die Ursache für Krankheiten sein kann, dienen gesunde Nahrungsmittel der Heilung und dem Aufbau unseres Körpers. In diesem Buch lernen Sie, welchen Einfluss die einzelnen Nahrungsmittel auf Gesundheit und Wohlergehen haben und wie sie bei der Bekämpfung von Krankheiten optimal eingesetzt werden können. Eine Übersicht über die Heilwirkung von rund 140 Lebensmitteln ermöglicht die richtige Wahl bei über 90 Krankheitsbildern.

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Von rechts: G. Klenk, J. D. Pamplona mit Ehefrau

Von Neubeginn und Ewigkeit

«Ein Unglück kommt selten allein», sagt ein bekanntes Sprichwort. Manchmal glaube ich es fast.

«Es ist alles aus!» Lucas steht vor mir wie ein begossener Pudel. Niedergeschlagen erzählt er, was geschehen ist. Cindy hat ihn «in die Wüste» geschickt und die Beziehung per SMS beendet. So etwas Hinterhältiges hätte ich nicht von ihr erwartet.

«Und wie begründet sie dieses Schlussmachen?», frage ich erstaunt, «mir hat sie nämlich nichts davon gesagt, obwohl mir in letzter Zeit öfter auffiel, dass sie äusserst selten von dir sprach.»

Mann davon. Er tut mir unendlich Leid. Es ist immer schmerzhaft, wenn die erste grosse Liebe zerbricht. Das klingt jetzt sehr theatralisch, ich weiss. Doch leider kann ich ihm nicht helfen. Wenn Cindy diese Entscheidung getroffen hat, dann muss er lernen, damit umzugehen. Aber ich werde, wenn wir das nächste Mal Kontakt haben, ein ernstes Wörtchen mit ihr zu reden haben. Per SMS Schluss zu machen ist nicht die feine Art!

Nach dem Anruf erzähle ich Michael davon. Aber er hat zurzeit andere Sorgen. Die Firma, bei der er bisher gearbeitet hat, wurde verkauft. Der neue Besitzer ist bereit, die Angestellten zu übernehmen. Aber es wird ein neuer Arbeitsvertrag ausgehandelt und die Bedingungen sind noch völlig unklar.

Ewigkeit –ein grosses, unendlich schönes Wort.

«Sie ist in Amerika – was soll ich da anderes erwarten? Sie hat einen Jungen kennengelernt, der ihr besser gefällt – haha – so einen gelackten Affen wahrscheinlich!» – «Immer halblang mit solchen Ausdrücken, Lucas.» – «Ja, ja, schon gut. Aber er ist sicher so ein typisch amerikanischer ... – ach, ich mag gar nicht daran denken! Jedenfalls kann mir Cindy gestohlen bleiben!» Mit diesen Worten rauscht der geknickte junge

Am späten Abend telefoniere ich per Skype mit Cindy und rede ihr ins Gewissen. «Endlich weisst du es. Ich bin froh, dass Lucas es dir gesagt hat. Ich hatte so ein schlechtes Gewissen, aber es gibt hier einen Jungen ...» – «Hey Cindy, du wirst ja ganz rot!», grinse ich, «dich scheint es ja richtig erwischt zu haben.» Lang und breit beschreibt sie mir die Vorzüge ihres neuen Schwarms. Was soll man dazu sagen?

Glück im Unglück? Vielleicht. Wir wissen es einfach noch nicht, aber wir hoffen, dass sich noch alles zum Guten wendet. Wenigstens steht er nun doch nicht auf der Strasse – jedenfalls vorerst nicht. Wir müssen einfach Geduld haben.

Michael meinte aber, dass er sich bei einem Berufsberater melden wolle, um zu sehen, welche anderen Möglichkeiten sich ihm noch bieten würden.

Uns wird es nicht zu langweilig – wirklich nicht! Manchmal gibt es Tage, da denke ich, dass es nicht noch schlimmer kommen kann, dann wieder kommt eine gute Nachricht nach der anderen. Warum kann es nicht ausgeglichener sein – dieses Leben hier? Es wäre doch so viel einfacher.

Letztens hat mich Dany, unser 10-Jähriger, gefragt, ob denn die Ewigkeit immer gleich sei und damit – aus seiner kindlichen Sicht – endlos langweilig werde. Was soll man darauf antworten, wenn man sich genau diese «Langeweile» manchmal herbeisehnt? Ein ausgeglichenes, friedliches, sorgenfreies Leben – das wünschte ich mir gerade jetzt.

Interview mit Frau Dr. Heidi Schulz

Der Koch ist wichtiger als das Rezept

Dr. Heidi Schulz ist Wissenschaftlerin am Institut für Humangenetik der Universität Regensburg. Die Fragen stellte Dr. med. Ruedi Brodbeck.

Brodbeck: Frau Dr. Schulz, lieben Sie gutes Essen?

Schulz: Ja, ich probiere gerne neue Gerichte, und mein Mann verwöhnt mich öfter mit leckeren Thai-Rezepten. Aber es war nicht immer so. Als Kind habe ich nicht gerne Gemüse gegessen, aber dank meiner Eltern, die nicht aufgegeben, sondern mich aufgefordert haben, es zu essen, habe ich es schätzen gelernt.

Brodbeck: Bei vielen der heute zunehmend häufi geren nicht übertragbaren Krankheiten wie hohem Blutdruck, hohen Blutfettwerten, Zuckerkrankheit, Übergewicht und Herzkrankheiten spielt sowohl die Ernährung als auch die Vererbung eine Rolle. Manchmal höre ich Patienten sagen: «Wissen Sie, in unserer Familie waren alle schwer übergewichtig und bekamen Zucker. Das sind einfach die Gene. Da kann man nichts machen.» Stimmt dies? Oder anders gefragt: Wie beeinflussen unsere Gene die Gesundheit?

Schulz: Es stimmt, dass manche Gene, die wir von unseren Eltern geerbt haben, nicht die optimale Sequenz haben.

Gene können Fehler enthalten. Es gibt Krankheiten, die durch einen einzigen vererbten GenFehler verursacht werden. Aber wenn die Gene die einzigen «Spieler» in Sachen Gesundheit wären, müssten z. B. eineiige Zwillinge immer auf die gleiche Weise erkranken. Auch die Rate von Krebs und Herzinfarkt sollte für Angehörige einer ethnischen Gruppe immer gleich bleiben, unabhängig davon, wo sie leben. Aber genau dies ist nicht der Fall. Es müssen also andere Faktoren bei der Krankheitsentstehung ausschlaggebend sein. Zur Entwicklung der erwähnten Krankheiten tragen vererbte Faktoren nur zu einem geringen Teil bei. Tatsache ist, dass die meisten Europäer weniger Obst und Gemüse verzehren als von der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) empfohlen (400 g pro Tag oder auch mehr) und dass Tabakund Alkoholkonsum die beiden wichtigsten krankmachenden Faktoren sind. Aus verschiedenen Studien geht hervor, dass der Einfluss der Gene auf das Altern bloss 25 %–30 %, derjenige des Lebensstils 70 %–75 % beträgt.

Brodbeck: Wenn die Gene eine so wichtige Rolle spielen: Wie kann es denn sein, dass sich bei übergewichtigen Patienten mit Diabetes Typ II die Zuckerwerte ganz dramatisch verbessern, wenn sie an Gewicht abnehmen und beginnen,

körperlich aktiv zu sein. Könnte der Lebensstil die Gene beeinflussen?

Schulz: Das ist tatsächlich so. Viele Jahrzehnte lang hat man nur von der Existenz der Gene, die aus nur vier Teilen (Cytosin, Adenin, Thymin, Guanidin) zusammengesetzt sind, gewusst. Und obwohl man erkennen konnte, dass es nicht möglich sein kann, dass alles durch die Gene bestimmt wird (Nature), hat man keine Hinweise darauf gefunden, wie der Einfluss der Umgebung (Nurture) konkret an der Entstehung von Krankheiten beteiligt sein könnte. Erst 1975 stellte man fest, dass einige Cytosine in unserem Genom durch das Anfügen einer Methylgruppe geändert werden können. Etwa 20 Jahre später erkannte man die Bedeutung dieser Veränderung. Die Rolle der Epigenetik für unsere Gesundheit ist seitdem nicht mehr wegzudenken.

Brodbeck: Was muss man sich unter Epigenetik vorstellen? Wie funktioniert sie?

Schulz: Um dies zu verstehen, hilft folgendes Bild. Wir haben von unseren Eltern eine Sammlung von «Rezepten», die Gene, bekommen. Alle sind schön – mittels vier Buchstaben – geschrieben und in einem Buch abgedruckt (unser Genom). Aber, wie Sie wissen, kein Koch auf dieser Welt kocht oder backt

alle Rezepte, die es gibt. Genau das ist auch in unserem Körper der Fall. In keiner Zelle müssen alle Rezepte «gekocht» werden. Deshalb ist es sinnvoll, die Seiten, die unnötige Rezepte enthalten, durchzustreichen. Beim Blättern und Lesen des Kochbuches verschwendet man so weder Zeit noch Kraft.

Das Wort Epigenetik kommt aus dem Griechischen, und die Vorsilbe «epi» beschreibt, dass es ausser der Genetik noch «zusätzliche» Mechanismen und Faktoren gibt. Diese steuern die Aktivität der Gene, schalten sie an oder aus. Genauso wie ein Computer ohne Betriebssystem und Software nicht auskommt, können die Gene (Hardware) alleine nichts schaffen. Steuerungsmechanismen sind notwendig, damit alles reibungslos funktioniert. Einer dieser Mechanismen ist die Methylierung von Cytosin – was dazu führt, dass Gene, die sich in der Nähe dieser Veränderung befinden, kaum oder überhaupt nicht «gelesen» werden können.

Brodbeck: Der Einfluss der Gene ist also nicht absolut. Könnte dies erklären, dass auch genetisch identische, eineiige Zwillinge nicht immer die gleichen Krankheiten erleiden?

Schulz: Genau! Genetisch identische Zwillinge sind schon ab dem Mutterleib unterschied-

lichen Umweltfaktoren ausgesetzt. Tatsächlich kann man messen, dass dadurch identische Gene in einem unterschiedlichen Ausmass gelesen werden. D. h., es werden bei beiden unterschiedliche Mengen eines «Rezepts» produziert.

Aus Tierversuchen mit Agouti-Mäusen weiss man, dass genetisch identischer Nachwuchs je nach Fütterung während der Schwangerschaft unterschiedliche Eigenschaften und Erkrankungen entwickeln kann.

Brodbeck: Sind noch andere Mechanismen bekannt, welche die Aktivität unserer Gene steuern?

Schulz: Zusätzlich zur Methylierung sind bis jetzt zwei weitere Mechanismen bekannt. Veränderungen in den Histonen reagieren sehr sensibel auf Umweltfaktoren und funktionieren am besten bei einer gesunden Ernährung. Der dritte Mechanismus (mikro-RNAs) ist für therapeutische Zwecke vielversprechend, denn er ermöglicht gezielt die Aktivität von Genen, die z. B. bei Krebs beteiligt sind, zu unterdrücken.

Brodbeck: Können Sie «epigenetisch wertvolle» Lebensmittel empfehlen? Also Lebensmittel, die unsere Gene positiv beeinflussen?

Schulz: Unter anderen sind folgende Lebensmittel sehr empfehlenswert: Brokkoli, Spinat, Soja, Vollkornprodukte, Nüsse.

Brodbeck: Sind ausser der Ernährung noch andere Lebensstil- oder Umweltfaktoren bekannt, die auf die «Schalter» –unserer Gene einwirken und diese auf «gesund» stellen?

Schulz: Schlaf, Geborgenheit und eine liebevolle Umgebung hinterlassen auch Spuren und widerspiegeln sich in der Expression von Genen. Zum Teil können sogar schlechte Erbfaktoren in Grenzen gehalten werden. Der Einfluss der Gene auf die Entwicklung von Übergewicht ist z. B. viel höher, wenn Sie täglich weniger als sieben Stunden schlafen.

Ein liebevoller Umgang im Kleinkind- und Kindesalter erhöht die Konzentration von wichtigen Rezeptoren im Gehirn, die helfen, als Erwachsener mit Stress besser zurechtzukommen. Negative Erfahrungen, wie z. B. Kindesmissbrauch, können wiederum die Anzahl solcher Rezeptoren verringern.

Man hat sogar bewiesen, dass bei Personen, die Entspannungstechniken, inklusive Beten, regelmässig und konsequent praktizieren, die Expression von Genen, die in Verbindung mit den Mitochondrien stehen, besonders gut gesteuert wird. Da die Mitochondrien die Kraftwerke der Zellen sind, haben Menschen, die viel meditieren, mehr Energie und schlafen besser.

Brodbeck: Frau Dr. Schulz, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

Dr. Heidi Schulz

Staunen und entdecken

Misteldrossel Geheimnis

Redaktor Krattigen, CH

Neben dem Haus, in dem wir wohnen, steht schon seit Jahrzehnten ein alter Apfelbaum, einer von der Sorte Sauergrauech. Selten gab es mal ein Jahr, in dem er viele Früchte trug, aber ich liebe ihn trotzdem. Er dient nämlich vielen unterschiedlichen Vögeln, die mal schnell bei uns vorbeikommen, als Sitz- und Rastplatz. Für die Kohlmeisen hängt am Stamm sogar ein Nistkasten. Schon seit Jahren trägt der Baum auch Misteln, was ihm besonders in der blattlosen Zeit ein spezielles Aussehen verleiht.

Die weissen Früchte der Mistel, die erst im Spätherbst reif werden, sind – wie könnte es anders sein – bei den Misteldrosseln sehr beliebt. Diese äusserst scheuen Gäste kommen bei uns im Winter regelmässig vorbei, um Mistelbeeren zu fressen. Und weil der Baum nahe am Haus steht, konnte ich aus einem Versteck heraus unbemerkt spezielle Aufnahmen machen.

Nicht allen ist bekannt, dass die Misteln, und zwar nur die weiblichen Pflanzen, kleine weisse Früchte produzieren. Darin eingeschlossen sind Samen, die von der weichen, sehr klebrigen Masse umgeben sind. Diese

Samen sind so widerstandsfähig, dass sie den Verdauungstrakt des Vogels unbeschadet durchlaufen. Vom Fruchtfleisch bildet sich zudem eine stark klebrige Masse, mit der die Samen bei der Ausscheidung des Kots überzogen sind. Durch den Klebstoff bleiben sie leicht an irgendeinem Ast hängen. Selbst heftige Winterstürme vermögen die Samen nicht wieder abzulösen. Im Frühling treiben sie dann kleine «Wurzeln» in die Rinde und anschliessend bildet sich eine neue Pflanze aus.

Auf meinem Apfelbaum achte ich darauf, dass die Misteln nicht überhand nehmen und dem Baum zu viel Kraft rauben. Einige aber werde ich stets belassen, damit ich das wunderbare Schauspiel jeden Winter wieder neu beobachten kann.

Bei dieser Beobachtung muss ich immer wieder staunen: Wie nur kam die Mistel auf die sonderbare Idee, ihre Vermehrung mit Hilfe von Vögeln und klebrigen Samen sicherzustellen? Wer hat ihr diesen «heissen» Tipp gegeben und dafür gesorgt, dass sie wirklich einen bombensicheren Klebstoff produzieren kann? Meine Antwort steht fest, was denken Sie?

Misteln am Apfelbaum. Einerseits wachsen die Misteln langsam zu grossen Büscheln heran, andererseits gibt es durch die Versamung neue Pflanzen am gleichen Baum.

Mit dem Kot scheidet die Misteldrossel auch die unverdaulichen Samen der Mistel aus. Der Kot ist fädig und klebrig, sodass die Samen am Baum hängen bleiben.

Hängende und klebende Samen am Apfelbaum.

Nach dem Winter treibt der Samen zuerst kleine Wurzeln, um sich an der Baumrinde zu verankern, dann entwickeln sich die Äste und Blätter bis hin zur jungen Mistel am Apfelbaum.

Die glasigen Früchte der weissen Mistel, die im Innern einen grünen Samen enthalten.

Dr. MeD. Dent. ROGer WAlker

Zahnarzt

Schattdorf (UR), CH

kranke Gesunde Ernährung –Zähne?

Zu einem erhöhten Gesundheitsbewusstsein gehört eine gesunde Ernährung. Wer kennt nicht die Empfehlung, fünf Mal am Tag etwas Gesundes mit vielen Vitaminen und mit möglichst wenigen Kalorien zu essen. Gemeint sind dann Lebensmittel wie Früchte, Gemüse, Salate oder Fruchtsäfte.

Verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch: Es liegt mir fern, Ihnen diese Ernährungsweise auszureden. Ich möchte nur aufzeigen, dass auch gesunde Le-

bensmittel ihre unerwünschten Nebenwirkungen haben. Im Gegensatz zu Medikamenten existieren hier aber keine Beipackzettel, die auf Risiken aufmerksam machen würden. Die genannten Lebensmittel sind ja – abgesehen von künstlich gesüssten Fruchtsäften – nicht gerade dafür bekannt, dass sie viel Karies in den Zähnen verursachen. Unter Karies versteht man Löcher in den Zähnen, welche durch Bakterien verursacht werden, die sich vom Zucker in der Nahrung ernähren.

Die befallenen Stellen müssen dann meist vom Zahnarzt mit einer Füllung repariert werden. Wir sprechen in diesem Artikel aber nicht über Karies, sondern über Zahnerosionen. Doch was ist das genau?

Die Zahnsubstanz

Die Zähne bestehen mit dem Zahnschmelz aus der härtesten Substanz des Körpers, sie übertreffen damit sogar die Knochen. Doch sie haben auch einen Schwachpunkt: ihre Anfälligkeit

gegenüber Säuren. Zähne lösen sich in Flüssigkeiten langsam auf, wenn der Säuregehalt einen bestimmten Wert überschreitet. Genau das stellt beim häufigen Konsum von sauren Lebensmitteln ein Problem dar. Die Zähne werden von den in der Nahrung enthaltenen Säuren direkt beschädigt. Da hier im Gegensatz zur Karies keine Bakterien beteiligt sind, sprechen wir von Zahnerosionen.

Ursachen für Zahnerosion

Viele Lebensmittel können Zahnerosionen verursachen. Die folgende Aufzählung enthält nur eine Übersicht. Neben den meisten Früchten können auch gewisse Gemüse wie Sauerkraut oder Rhabarber Erosionen verursachen. Beim Salat muss man auf den Essig in der Salatsauce achtgeben. Sehr schädlich für die Zähne sind Fruchtsäfte, Sportdrinks, Energydrinks und Softdrinks wie z. B. Cola, Sprite und Eistee. Sie sind nicht nur sehr sauer (Coca Cola hat einen pHWert von 2,8!), sondern enthalten auch Zucker im Übermass, was zusätzlich den Kariesbefall begünstig. Oft unterschätzt werden auch Snacks wie z. B. saure Gummibärchen und saure Bonbons. Demgegenüber sind viele Milchprodukte wie Milch, Käse und die meisten Joghurts nicht erosiv, weil sie viel Kalzium und Phosphat enthalten, welche die Grundsubstanz des Zahnschmelzes bilden. Sie können sogar die «schädliche» Wirkung von Früchten abmildern, wenn man sie zusammen isst. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass gesüsste Milchprodukte Zucker enthalten. Ein Nachspülen mit Milch schützt ebenfalls. Das gilt allerdings nicht für Sauermilch oder Fruchtjoghurts mit sehr saurem Aroma (z. B. Zitrone).

Schutz vor Erosion

Einen äusserst wichtigen Schutz bietet Fluor, denn es macht die Zähne säureresistenter. Fluor ist in den meisten Zahnpasten, Zahnspülungen und Kariesschutzgelées enthalten,

und bietet damit bei regelmässigem Zähneputzen ausreichend Schutz. Wenn man allerdings direkt nach dem Essen oder Trinken von sauren Lebensmitteln fluorhaltige Zahnspülungen durchführt, werden zwar die Zähne geschützt, geschmacklich ist dies allerdings dann alles andere als ein Highlight. Ein natürlicher Verteidigungsmechanismus des Körpers gegen Zahnerosion ist der Speichel. Er neutralisiert die eingenommenen Säuren im Mund und baut den angegriffenen Zahnschmelz wieder auf. Da dieser Prozess jedoch eine gewisse Zeit dauert, sollte man (ausser bei hohem Kariesrisiko) mit dem Zähneputzen sofort nach dem Genuss säurehaltiger Substanzen etwa 45 Minuten zuwarten. Der Vermeidung von Karies wird aber eine höhere Priorität eingeräumt, als der Vermeidung von Erosionen. Das Kauen von zuckerlosem Kaugummi hilft da entscheidend mit, diese Neutralisation zu beschleunigen. Wenn der Speichelfluss vermindert ist, werden die Zähne deutlich anfälliger auf Erosionen. Dies ist dann der Fall, wenn wir starken Durst haben, bei körperlicher Anstrengung, in der Nacht, aus medizinischen Gründen, wegen Drogen und im Alter. Sportdrinks, die viel Zucker enthalten und meist einen eher sauren Geschmack haben sind ein Desaster für die Zähne, wenn sie während dem sportlichen Einsatz eingenommen werden. Neben Nahrungsmitteln gelten auch nächtliches saures Aufstossen und häufiges Erbrechen als Risikofaktoren für Erosionen.

Zahnerosionen kommen beispielsweise in der Schweiz ziemlich häufig vor. In einer Studie fand man bei 50-Jährigen bei über 40 % der untersuchten Personen mindestens eine tiefere Erosion und nur bei 2 % nicht einmal eine kleine.

Die meisten Erosionen sind zum Glück symptomlos und schreiten nur äusserst langsam voran. Nur bei sehr tiefen Defekten kann es zu Überempfindlich-

keiten auf Reize wie Säure, Kälte, Wärme oder beim Kauen kommen. Für diese Überempfindlichkeiten gibt es allerdings auch andere Ursachen wie z. B. Zahnhalsüberempfindlichkeiten. Der Zahnarzt kann die betroffenen Stellen wenn nötig reparieren, indem er sie abdeckt.

Vorsorge ist natürlich immer besser, auch wenn sich Erosionen nie ganz verhindern lassen. Man kann hier nur reparieren, nicht heilen. Prinzipiell ist eine gesunde Ernährung allerdings wichtiger, als die Vermeidung von Erosionen. Aber man kann vorsichtig sein und seine Zähne schützen. Ein zu einseitiger Speiseplan ist zudem aus verschiedenen Gründen zu vermeiden, nicht nur wegen den Zähnen.

Ernährungsbedingte Risikofaktoren für Zahnerosionen

• Früchte

• Fruchtsäfte

• Softdrinks !!

• Sport- und Energydrinks

• Essig (Salatsauce)

Ernährungsbedingten Zahnerosionen vorbeugen

• Fluor (Zahnpasta, Spülungen und Kariesschutzgelées)

• Zuckerlose Kaugummis (Speichelanregung)

• Mund mit Wasser, Milch oder Zahnspülung neutralisieren

• Milch/Milchprodukte (säureausgleichend)

• Verzicht auf säurehaltige Getränke während körperlicher Anstrengung und Sport

• 45 Minuten zuwarten mit Zähneputzen

Erosionen an einem unteren Backenzahn

Erste Hilfe bei Verstopfung Von «Sinkern» und «Floatern»

Man spricht nicht gerne darüber und doch geht es uns alle an: Hintergründiges über ein oft vernachlässigtes, leidiges Thema.

Seit Jahren leidet Frau Schaller* immer wieder an episodenhaftem Auftreten von Bauchschmerzen. Wegen zum Teil längerer Dauer und heftiger Intensität ist sie gut abgeklärt worden. Sie leidet an Divertikeln, also an krankhaften Ausstülpungen des Dickdarms. Besonders wenn es zu einer Divertikulitis kommt, sich also diese Ausstülpungen entzünden, z. B. weil sie mit Stuhl verstopft sind, ist dies nicht ungefährlich. Einerseits droht aufgrund der Schwellung und der Umgebungsreaktion ein entzündlicher Darmverschluss, andererseits könnte es auch zu einem Darmdurchbruch, einer Perforation mit Austreten von Darminhalt in den Bauchraum und nachfolgender schwerer Infektion kommen. Beides wären akute Notfälle, welche ohne sofortige chirurgische Behandlung oft zum Tode führen. Um dieses Risiko zu minimieren, hat man bei Frau Schaller vor wenigen Jahren den am meisten befallenen Teil des Dickdarms entfernt. Wenn diese Operation als Wahleingriff durchgeführt wird, so ist dies für den Patienten deutlich weniger belastend als eine notfallmässige Operation in bereits krankheitsbedingt schlechtem Ausgangszustand.

Schmerzhafte Verstopfung

Frau Schaller hat diesen Eingriff gut überstanden. Leider klagt sie in der Folge aber weiterhin wiederholt über Bauch-

schmerzen mit subjektivem Entzündungsgefühl. Nach Wochen ohne Besserung sucht sie mich auf. Die Untersuchung des Bauchraums ist bis auf einen etwas verdickt tastbaren, schmerzhaften Dickdarm unauffällig. Was mag die Ursache sein? Handelt es sich wieder um einen Divertikulitisschub?

Liegt «bloss» eine Verstopfung vor, oder liegt die Ursache woanders? Muss man gar an einen Tumor denken? Eine Computertomografie zeigt lediglich einen etwas vermehrt stuhlgefüllten Dickdarm. Nachdem schliesslich auch noch die Dickdarmspiegelung unauffällig ausfällt, folgert der Spezialist, «dass an der Diagnose von wiederholten Verstopfungszuständen festzuhalten ist».

Wie erkenne ich eine Verstopfung?

Verstopfung ist in westlichen Ländern häufig. Man geht davon aus, dass etwa 15 % unserer Bevölkerung davon betroffen sind, Frauen häufiger als Männer. Mit dem Alter nimmt auch die Häufigkeit zu. Von einer Verstopfung spricht man meistens bei weniger als drei Stuhlentleerungen pro Woche und wenn der Stuhl hart und die Entleerung unregelmässig, unvollständig, mühsam oder schmerzhaft ist. Prof. Denis Burkitt (1911–1993) hat noch ein anderes, viel feineres Kriterium beschrieben. Er hat als Chirurg viele Jahre lang in Afrika gear-

beitet und beobachtet, dass dort gewisse Krankheiten wie Blinddarmentzündungen, Divertikel und Divertikulitis, Krampfadern, Gallensteine, erhöhtes Cholesterin, Koronare Herzkrankheit und vor allem auch Darmkrebs viel seltener auftraten als im westlichen Europa und in den USA. Seine scharfe Beobachtungsgabe veranlasste ihn, eine gemeinsame Ursache dieser Erkrankungen zu suchen. Seine Publikationen haben in der Folge zu vielen Forschungsarbeiten geführt, die vieles von dem, was er vermutete, bestätigten. Als gemeinsame Ursache dieser Erkrankungen erkannte er die veränderten Ernährungsgewohnheiten der westlichen Welt mit einer verminderten Zufuhr von Nahrungsfasern zugunsten einer erhöhten Zufuhr von Eiweiss, Fett und raffinierten Kohlenhydraten und Zucker. Er fand heraus, dass als Kriterium für eine ungenügende Zufuhr von

Eine gesteigerte

Trinkmenge wirkt sich positiv auf Ihren Darm aus.

Nahrungsfasern (und damit auch als hinweisend für eine Verstopfung) der abgesetzte Stuhl betrachtet werden kann. Wissen Sie, wie sich Ihr Stuhl verhält? Wenn der Stuhl im Wasser absinkt (= «Sinker»), dann ist er zu dicht, hat zu wenig Fasern und weist auf ein erhöhtes Krankheitsrisiko hin. Wenn der Stuhl dagegen im Wasser schwimmt («Floater», von engl. to float = schwimmen), dann stimmt der Gehalt an Nahrungsfasern, was das Risiko für die erwähnten Erkrankungen verringert.

Was kann ich tun?

Wenn Sie von Verstopfung betroffen sind, dann nehmen Sie dies nicht einfach als schicksalsgegeben hin. Bringen Sie Bewegung in Ihren Darm. Steigern Sie Ihre Trinkmenge und Ihre Aufnahme von Nahrungsfasern (v. a. von Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen, Gemüse, Früchten). Steigern Sie Ihre körperliche Bewegung. Beginnen Sie mit einem regelmässigen Bewegungstraining oder bauen Sie dieses aus. Gewöhnen Sie sich an, auf Ihren Darm zu achten. Geben Sie ihm besonders nach dem Frühstück und nach dem Abendessen Zeit für einen Boxenstopp auf der Toilette. Gerade nach dem Essen ist hier der sogenannte gastrokolische Reflex hilfreich, ein Reflex, der als Folge einer Magendehnung die Darmtätigkeit aktiviert. Verzichten Sie auf den nicht verordneten Einsatz von Abführmitteln. Wenn die erwähnten Tipps nicht genügen, dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Problematik.

*Name geändert

Mögliche Ursachen einer Verstopfung

Es gibt verschiedene Ursachen, die bei der Entstehung der Verstopfung zusammenwirken. Die häufigsten Ursachen wären meistens verhütbar. Kosten in Milliardenhöhe liessen sich einsparen.1 Man kann Verstopfung als eine typische Mangelerkrankung der Reichen verstehen. Es besteht ein Mangel an

• genügender Zufuhr von Ballaststoffen. Nahrungsfasern sind wichtig, nicht nur wegen ihres Gehalts an wichtigen sekundären Pflanzenstoffen, sondern auch weil sie das Stuhlvolumen erhöhen, den Stuhl geschmeidig machen und damit die Passage erleichtern, die Passagezeit verkürzen, die Konzentration an schädlichen Stoffen verringern und deren Einwirkungszeit auf die Darmwand vermindern.

• Flüssigkeit. Unsere Trinkmenge sollte idealerweise nicht unter 2 Liter/Tag sein. Wenn der Körper zu wenig Flüssigkeit hat, dann beginnt er mit einem Sparprogramm. Er entzieht dem Stuhl Wasser, was diesen hart und kompakt macht.

• Bewegung. Ungenügende körperliche Aktivität und fehlendes regelmässiges Training fördern die Darmträgheit.

• Achtgeben auf die Körperrhythmik. Dies meint beim Empfinden von Stuhldrang den Stuhl zurückzuhalten, z.B. weil man jetzt gerade keine günstige Gelegenheit hat, ein Gespräch oder eine Sitzung nicht unterbrechen will, der Gang auf die Toilette zu weit scheint oder aus anderen Gründen.

Verstopfung kann auch begünstigt werden durch anatomische Gegebenheiten wie einen verlängerten Dickdarm, eine Schwangerschaft (wenn die vergrösserte Gebärmutter auf den Darm drückt), durch gewisse Medikamente (z. B. Schmerzmittel [speziell Opiate], Antidepressiva und Eisen) und auch durch verschiedene Erkrankungen (Depressionen, Darm- oder Prostatakrebs, Lähmungen).

1 Gemäss neuesten Studien verursacht chronische Verstopfung in den USA direkte Kosten zwischen 1900 und 7500 Dollar pro Fall/Jahr.

Polygrafin, Hausfrau, Merenschwand, CH

Alte Spiele neu entdecken Der «lange» Februar – Zeitverkürzer

Der kürzeste Monat des Jahres ist für manche viel zu lang. Die Weihnachtsbeleuchtungen sind ausgeschaltet, die Strassen wieder schmucklos und dunkel. Wie kann man da die Zeit bis zum Frühling «verkürzen»?

Natur pur

Wer gerne Wintersport macht, wird keine Schwierigkeiten haben, eine geeignete Freizeitbeschäftigung zu finden.

Ausgedehnte Spaziergänge in verschneiten Gegenden sind eine schöne Abwechslung, und wenn die Sonne auf dem frischen Schnee glitzert, wärmt sie auch die Seele auf.

Wer einen Garten hat, weiss, dass jetzt schon einiges zu tun ist. Bäume und Sträucher werden zum Teil geschnitten und Frühbeete können angelegt werden, sobald der Frost nachlässt.

Zeit nutzen

In der Wohnung helfen jetzt helle Farben, um sich wohl zu fühlen. Lassen Sie sich von der Natur inspirieren. Sogar Weiss und Grau können wunderschön wirken, wenn man sie mit einigen Farbtupfern, z. B. in Türkis, Hellgrün oder Dunkelrot kombiniert.

Holz (als Dekorationselement oder als Wandverkleidung) sorgt für Gemütlichkeit, Kerzenlicht für eine schöne Stimmung

und fröhliche Musik hilft ebenfalls, beschwingter durch die Tage zu kommen.

Blumen bringen Farbe in die Räume und Vorfreude auf den Frühling.

Nehmen Sie sich vor, lange Liegengebliebenes jetzt anzupacken.

Richten Sie ein Zimmer neu ein. Dabei braucht es nicht etwa neues Mobiliar. Etwas Farbe an Wänden und Möbeln – schon wirkt ein Raum komplett anders! Räumen Sie den Keller auf, wenn es draussen neblig und nass ist. Es lockt Sie ja eh nichts hinaus. Dafür haben Sie abends ein gutes Gefühl und sind «rechtschaffen» müde vom Tag.

Haben Sie so gar keine Motivation, etwas anzupacken?

Dann laden Sie Freunde oder Verwandte zum Essen ein, oder gehen Sie mit ihnen aus.

Hätten Sie nicht Freude, etwas Neues zu lernen? Kurse werden überall angeboten. So lernen Sie andere Menschen kennen und kommen aus den «eigenen vier Wänden» heraus.

Alte Spiele neu entdecken

Wer kennt sie nicht – die Spiele aus Kindertagen?

Hier zeigen wir Ihnen ein paar davon zum Selbermachen und Wiederspielen:

Mikado

Dazu braucht man:

• 41 Schaschlickspiesschen aus dem Haushaltsbedarf

• Wasserfarbe und verschieden breite Pinsel

So gehts: Spiesschen schleifen, falls sie Splitter aufweisen. Anschliessend mit bunten Linien versehen. Jeweils einige Spiesschen sollten gleich bemalt werden. Notieren Sie auf einem Zettel, wieviele Punkte diese Stäbe jeweils wert sein sollen.

Eines der Stäbchen anders als alle andern anmalen. Das ist der sogenannte «Mikado» und erhält am meisten Punkte.

Die Stäbchen gut trocknen lassen und mit einem Gummioder Stoffband zum Aufbewahren umwickeln.

Zum Spielen die Stäbe auf einem flachen, harten Untergrund umfallen lassen. Jeder Spieler versucht nun, einen Stab nach dem andern zu entfernen, während sich kein anderer Stab bewegt.

Sobald ein Stäbchen wackelt, ist der nächste Spieler an der Reihe.

Domino

Dazu braucht man:

• 28 Holzbrettchen, die doppelt so lang wie breit sind. (z. B. 5 x 10 cm für ein «Riesendomino» oder 2 x 4 cm usw., je nach Lust und Laune)

• schwarze und weisse Lackfarbe

• Pinsel

Natürlich können die Steine auch in bunten Farben angemalt werden – je nachdem, was gefällt.

So gehts:

Holzbrettchen schleifen und schwarz bemalen. Anschliessend mit einer Schablone Punkte aufmalen. Dabei darauf achten, dass es auch leere Flächen gibt und Dominosteine mit gleichen Werten auf beiden Seiten.

Zum Spielen erhält jeder Spieler gleich viele Steine, die umgedreht vor ihm liegen. Ein Doppelstein (gleicher Wert auf beiden Seiten) beginnt. Nun kann jeder Spieler versuchen, mit seinem nächsten Stein an die bereits liegenden anzulegen, indem er den gleichen Wert anfügt. Wer zuerst keine Steine mehr hat, gewinnt.

Memory

Dazu braucht man:

• Mindestens 15 Paar quadratische Kartonkärtchen

• jeweils zwei gleiche Fotos z. B. von Familienmitgliedern, Tieren oder Naturbildern

• Farbstifte, Leim, Schere

So gehts:

Jeweils zwei Karten gleich gestalten, bekleben, bemalen usw. Darauf achten, dass alle auf der Rückseite genau gleich aussehen und alle genau gleich dick sind.

Zum Spielen legt man die Kärtchen mit den Bildern nach unten gut gemischt auf den Tisch. Jeder Spieler versucht, so viele Paare wie möglich zu finden. Wenn er ein Paar aufgedeckt hat, darf er weitersuchen, andernfalls ist der nächste dran. Gewonnen hat, wer am meisten Paare gefunden hat.

Die Schneekugel

Schneekugeln faszinieren Gross und Klein und sie sind eigentlich ganz einfach herzustellen.

Dazu braucht man:

• 1 Glas mit Schraubverschluss

• verschiedene Figuren, die man einkleben möchte (man kann z. B. aus Fimo auch selber welche herstellen)

• Kunstschnee oder Glitzerpulver

• Destilliertes Wasser

• Wasserunlöslichen Leim

• ein Tropfen Abwaschmittel

So gehts:

Figuren auf Deckelboden kleben, evtl. auch etwas vom Kunstschnee ankleben.

Kunstschnee (und Glitzer) ins Glas füllen, einen Tropfen Abwaschmittel dazugeben und mit destilliertem Wasser auffüllen.

Deckel mit Figur auf das Glas gut festschrauben. Glas umdrehen, schütteln, und schon schneit es!

5 Tage Expressküche

Gesund und vegetarisch kochen heisst nicht, stundenlang in der Küche zu stehen. Jedes der hier beschriebenen Rezepte ist in 30 Minuten zubereitet.

Expressküche

Rohkostplatte

Kichererbsen-Mango-Gericht mit Reis Gemüse-Hirse

Quinoa-Radicchio-Salat Vegetarischer Burger Gemüsesuppe mit Kidneybohnen Avocado-Schokoladen-Creme Tofu-Beeren-Creme

Sie bieten sich als eine gesunde Alternative zu Fastfood an, da sie bedeutend mehr Nährstoffe enthalten. Der dafür nötige kleine Mehraufwand an Zeit zahlt sich aus. Wie so oft kommt es auch in der Expressküche auf die Planung an und hierzu einige Tipps:

• Tiefgekühltes Gemüse verwenden. Dieses erfordert kein Säubern und enthält oft mehr Nährstoffe als frisches Gemüse, das länger gelagert wurde.

• Getrocknete Hülsenfrüchte in grösseren Mengen kochen und einfrieren.

• Zubereitete Gerichte einfrieren, damit sie bei Bedarf schnell zur Hand sind, z. B. Paddys (siehe Rezept S.38).

• Muss es am Morgen schnell gehen, am Abend zuvor Vorbereitungen treffen.

• Alle Rezeptzutaten vor Kochbeginn auf dem Arbeitsplatz bereitstellen, damit das Zubereiten schnell von der Hand geht.

Und nun viel Freude mit der Expressküche!

Rohkostplatte

Warum nicht einmal anstelle von Salat, rohes Gemüse mit Nüssen zum Knabbern aufstellen? Dies ist schnell zubereitet und enthält viele Nährstoffe. Dafür eignet sich u. a.:

• Blumenkohl in kleine Röschen geschnitten

• Brokkoli in kleine Röschen geschnitten

• Karotten

• Gurken

• Paprika

• Cherry-Tomaten

• Stangensellerie

• Kohlrabi

Dazu servieren Sie Nüsse Ihrer Wahl, wie z. B. Haselnüsse, Mandeln, Cashewnüsse, Kokosnuss, Pinienkerne, Pistazien, Paranüsse, Erdnüsse.

Kichererbsen-MangoGericht mit Reis

ergibt 4 Portionen

200 g Parboiled Reis

15 g Ingwer, frisch

2 EL Sesam

1 TL Koriander

1 TL Kreuzkümmel (Cumin)

1 EL Olivenöl

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

150 g Karotten

200 g Tomaten

250 g Kichererbsen, gekocht

1 Mango wenig Paprikapulver, scharf

½ TL Zimt

150 g Joghurt/Sojajoghurt, nature

Gemüse-Hirse ergibt 4 Portionen

500 ml Gemüsebrühe

200 g Hirse

2 TL Currypulver

2 rote Paprika

150 g Kefen (frisch oder gefroren)

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

3 EL Erdnüsse

1 EL Olivenöl Salz

180 g Joghurt/Sojajoghurt, nature

Quinoa-Radicchio-Salat ergibt 4 Portionen

150 g Quinoa

300 ml Gemüsebrühe

200 g Radicchio

20 Datteltomaten

250 g Kräuter- oder Räuchertofu

1 EL Olivenöl wenig Cayennepfeffer

1 TL Kurkuma

Salz

100 g Sojajoghurt, nature

1 Reis nach Anleitung kochen.

2 In der Zwischenzeit Ingwer fein reiben, Zwiebel in Streifen schneiden und Knoblauch fein hacken. Olivenöl in Pfanne geben und Zwiebel mit Ingwer, Knoblauch, Sesam, Koriander und Kreuzkümmel dünsten.

3 Karotten grob raspeln und Tomaten in Würfel schneiden und dazugeben. Pfanne abdecken und 8–10 Min. köcheln lassen.

4 Mango in grobe Stücke schneiden und mit dem Paprikapulver und Zimt in Pfanne geben und kurz aufwärmen.

1 Hirse mit kochendem Wasser spülen. Mit Gemüsebrühe und Currypulver aufkochen. Zugedeckt ca. 20 Min. köcheln lassen.

2 In der Zwischenzeit Zwiebel und Knoblauchzehe fein hacken und mit dem Olivenöl in einer Pfanne dünsten. Paprika in kleine Würfel schneiden und mit den Kefen dazugeben. Abdecken und noch einmal ca. 10 Min. dünsten.

3 Hirse untermischen und mit Salz abschmecken.

4 Anrichten und Erdnüsse und Joghurt darüber geben.

1 Quinoa in Gemüsebrühe zum Kochen bringen. Zugedeckt ca. 20 Min. köcheln lassen.

2 In der Zwischenzeit Radicchio in Stücke schneiden, Tomaten halbieren und Tofu in Würfel schneiden.

3 Alles in eine Schüssel geben. Quinoa, Olivenöl und Joghurt hinzufügen und mit Salz und Gewürzen abschmecken.

An Stelle von Radiccho, Tomaten und Tofu kann der QuinoaSalat auch mit anderem Gemüse zubereitet werden, z. B.: Rotkraut (roh, sehr fein schneiden), Karotte (grob raspeln), rote Paprika, Zwiebel, Cashewnüsse.

Vegetarischer Burger

ergibt ca. 10 Paddys

Paddy:

300 ml Wasser

60 g Leinsamen, gemahlen

60 g Walnüsse, geröstet

1 grosse Zwiebel

300 g Haferflocken

1 EL Barbecue-Gewürzmischung

1 ½ EL Gemüsebrühpulver

Salz

wenig Olivenöl

Vollkornbrötchen

Salat

Tomaten

Gurke

Paprika

Zwiebel

Avocado

Mayonnaise oder TofuCashewnuss-Sauce

Tofu-Cashewnuss-Sauce:

50 g Cashewnüsse

250 g Tofu

1 ½ TL Salz

1 TL Knoblauchpulver

1 TL Zwiebelpulver

2 EL Edelhefe (optional)

150 ml Wasser

1 Gemahlenen Leinsamen mit Wasser vermischen und stehen lassen.

2 Zwiebeln und Walnüsse fein hacken und in eine Schüssel geben.

3 Restliche Zutaten hinzufügen, zuletzt den Leinsamen. Gut vermischen und Paddys formen.

4 Olivenöl in eine Pfanne geben und Paddys darin braten.

5 In der Zwischenzeit alle Zutaten für die Sauce in einen Mixer geben und fein pürieren.

6 Tomaten, Gurke, Paprika und Zwiebel in Ringe und Avocado in Streifen schneiden. Burger mit Paddy, Gemüse und Sauce füllen.

Die Paddys können in einer grösseren Portion zubereitet und eingefroren werden. So sind zu einem späteren Zeitpunkt die vegetarischen Burger schneller zum Verzehr bereit.

Sauce ist ca. 1 Woche im Kühlschrank haltbar. Sie enthält wesentlich weniger Kalorien als Mayonnaise und ist cholesterinfrei.

Gemüsesuppe mit Kidneybohnen ergibt 6–8 Portionen

700 ml Gemüsebrühe

2 Dosen (Abtropfgewicht 225g)

Kidneybohnen

500 g gefrorenes Suppengemüse

1 grosse Zwiebel

100 g kleine Teigwaren

1 TL Basilikum, getrocknet

500 g Tomaten aus der Dose, gewürfelt

Zwiebeln hacken. Kidneybohnen mit Wasser abspülen. Alle Zutaten ausser Tomaten in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und so lange köcheln lassen, bis die Teigware weich ist. Tomaten hinzufügen und kurz aufkochen.

Avocado-SchokoladeCreme

ergibt 4 Portionen

2 Avocados

50 g Kakao- oder Carobpulver

5 EL Agavendicksaft

1 TL Vanille

¼ TL Salz

100 ml Kokosmilch oder Sojadrink

Alle Zutaten in einen Mixer geben und sehr fein pürieren.

Nach einigen Stunden im Kühlschrank schmeckt die Creme noch besser.

Beide Cremes können zusammen für ein Dessert verwendet werden. Schichtweise in Gläser füllen.

Tofu-Beeren-Creme

500 g Beeren (nach Ihrer Wahl: Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren)

250 g Tofu

50 g Agavendicksaft Schale einer ½ Zitrone

Alle Zutaten in einen Mixer geben und fein pürieren.

Bei einem starken Mixer können gefrorene Beeren verwendet werden und 100 g Datteln anstelle von Agavendicksaft. Evtl. noch etwas Milch/ Sojadrink hinzufügen.

Tipp

Unsere Heilpflanzen

Praktizierender Arzt und Autor, Spanien / Schweiz

Silberdistel,

ein wenig bekanntes Antibiotikum

Wie alle ca. 30 Pflanzen der «Carlina»-Familie fällt diese Distel sofort ins Auge. Niemand übersieht ihre grossen Blüten nahe am Boden. Der lateinische Zusatz im Namen «acaulis» bedeutet «stengellos».

Wie fast alle Distelarten kräftigt die Silberdistel den Magen und fördert den Gallensaft und die Leberfunktion. Diese Wirkungen hat man sich während Jahrhunderten in Mitteleuropa zunutze gemacht. Doch die Silberdistel ist dabei nicht besonders hervorgetreten, denn die Wirkstoffe anderer Pflanzen werden in der Regel mehr genutzt.

Die Silberdistel

Wissenschaftlicher Name: Carlina acaulis L.

Familie: Asteraceae

Deutsches Synonym: Stengelloser Eberwurz

Botanische Beschreibung:

Stengellose, mehrjährige Blütenpflanze, mit grossen Blüten (bis 10 cm Durchmesser), silbrig gefärbt.

Jede Pflanze trägt einen Blütenstand direkt auf der Grund-Blattrosette von ca. 20 cm Durchmesser.

Geografische Verbreitung:

Die Pflanze ist in den Bergen von Zentralund Südeuropa (Alpen), auf dem Balkan und in Südrussland verbreitet. In vielen Ländern Europas ist die Distel in ihrer Wildform geschützt und darf nicht gesammelt werden.

Vorkommen:

Von offenen Weiden bis zu steinigen Berghängen, auch in kalten Regionen.

Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln

Die Forschungen an der Silberdistel haben sich in den letzten Jahrzehnten auf ihre antibiotische und antivirale Wirkung konzentriert. Interessante Laboruntersuchungen zeigen, dass viele Bakterien, die gegen die bekannten Antibiotika resistent sind, vom Silberdistelextrakt abgetötet werden. Abschliessende klinische Belege fehlen allerdings noch, werden aber sicherlich in den kommenden Jahren geliefert werden können.

Alle, die gern in den Alpen wandern, sind wahrscheinlich schon mehrfach über diese attraktiven Blüten am Boden «gestolpert». Aber Vorsicht! Treten Sie nicht darauf und nehmen Sie keine Blüten mit, es handelt sich hier um eine gefährdete Pflanzenart, die Schutz bedarf. Leider haben in der Vergangenheit zu viele Menschen die attraktiven Blüten gesammelt –nicht für medizinische Zwecke, sondern als Dekoration für ihre Wohnungen. Wir alle sind verpflichtet, die Vorkommen der medizinisch sehr wichtigen Silberdistel zu schützen. Je mehr die Antibiotika-Resistenzen zunehmen, umso wichtiger mag eines Tages die Silberdistel für uns alle werden.

Hauptinhaltsstoffe:

• Ätherisches Öl: Das Öl wirkt stark antibakteriell. Der aktive Bestandteil des ätherischen Öls ist als Carlina Oxyd bekannt.

• Chlorogensäure: In mehreren Laborstudien erwies sich die Chlorogensäure als ein wirksames Mittel gegen Viren. Sie besitzt eine ähnliche chemische Struktur wie die Neuraminidase-Hemmer, die z.B. auch in Tamiflu gegen Grippe eingesetzt werden.

• Phenole

• Tannine

• Harze

• Inulin (lösliche Fasern)

Wirkungen:

• Antibiotisch: Zerstört oder hemmt das Wachstum von Mikroorganismen. War bei In-vitro-Tests gegen Staphylococcus aureus, Streptococcus pyogenes, Pseudomonas aeruginosa und Candida albicans wirksam.

• Antiviral: Verhindert die Entwicklung von Herpes und anderen Virusinfekten dank der Chlorogensäure. In-vitroTests gegen verschiedene Viren zeigten Erfolge.

• Entzündungshemmend: Reduziert bei äusserlicher Anwendung auf die Haut Ödeme (Schwellungen).

• Wurmtötend: Treibt Würmer aus dem Darm und tötet sie. In-vitro testete man die Wirkung gegen den Parasiten Trypanosoma brucei.

• Magenstärkend: Stärkung der Magenfunktionen, des Appetits und der Verdauung.

• Krampflösend: Löst und verhindert unwillkürliche Muskelspannungen.

Medizinischer Gebrauch Dosierung

Wundinfektion

Verhütet und heilt Wundinfektionen. Wirkte beim In-vitroVersuch erfolgreich gegen Staphylococcus aureus, sogar bei Typen des Staphylococcus, die gegen Antibiotika resistent waren (MRSA, Methicillin Resistant Staphylococcus aureus), und mehrfach resistente grampositive Bakterien.

Hautabszess

Geschwüre, Furunkel und andere Infektionen der Haut, die von Staphylococcus Bakterien verursacht werden, können mit Wurzelextrakten der Silberdistel äusserlich und auch oral behandelt werden.

Herpes Hautausschlag von Herpes kann mit Silberdistel-Wurzelextrakt gelindert werden.

Grippeinfekte

Im Südwesten Europas wird die Silberdistel traditionell zur Behandlung von Erkältungen und Infektionen der Atemwege verwendet.

Afrikanische Schlafkrankheit

Ein Wurzelextrakt der Silberdistel hat sich in-vitro als wirksam gegen den Parasiten Trypanosoma erwiesen und die Hoffnung geweckt, dass es möglich sein wird, Medikamente gegen die Schlafkrankheit zu entwickeln.

Darmparasiten

Spulwürmer im Darm werden ausgeschieden, wenn man eine Abkochung der Silberdistel einnimmt.

Verdauungsbeschwerden

Bei Appetitmangel, Magenverstimmung und anderen Magenleiden ist die Silberdistel hilfreich. Ihre krampflösende Wirkung fördert auch die Gallenfunktion und führt zu einer besseren Verdauung.

Äusserlich

Kompressen: Ein Tuch wird mit der Abkochung getränkt und äusserlich direkt auf die infizierte Wunde oder das Geschwür gelegt (Zubereitung 2); 2 bis 3x täglich.

Waschen und spülen: Man nutzt die Abkochung mehrmals täglich für Waschungen und Wundspülungen (Zubereitung 2).

Innerlich

Abkochung für innerlichen

Gebrauch:

(Zubereitung 1): Während 5 Tagen trinkt man eine Tasse 2 bis 3x pro Tag auf den leeren Magen, um die äusserliche Anwendung auf die Haut zu unterstützen.

Äusserlich

Kompressen mit Tinktur: (Zubereitung 3): 2 bis 3x pro Tag auf den Hautausschlag legen. Die Tinktur sollte nicht in offene Wunden gelangen.

Innerlich

Abkochung für innerlichen Gebrauch

(Zubereitung 1): Während 5 Tagen trinkt man eine Tasse 2 bis 3x pro Tag auf den leeren Magen.

Zubereitungsarten:

(1) Abkochung für inneren Gebrauch: 1,5 bis 3 g (½ bis 1 Teelöffel) feingeschnittene Silberdistelwurzel mit einer Tasse Wasser 5 Min. aufkochen und dann abgiessen.

(2) Abkochung für äusserlichen Gebrauch: 30 g feingeschnittene Silberdistelwurzel in 1 l Wasser 5 Min. aufkochen und dann abgiessen.

(3) Tinktur: 20  g kleingehackte Wurzel der Silberdistel in 80 ml Alkohol (60%ig empfohlen) geben. 10 Tage lang einweichen, dann abseihen. Auf die betroffene Hautstelle auftragen.

Warnhinweise:

• Generell: Bei richtiger Anwendung besteht keine Gefahr.

• Schwangerschaft und Stillzeit: Innerliche Anwendung meiden, äusserliche ist möglich.

• Nebenwirkungen: Es sind keine bekannt.

Vorsichtsmassnahmen:

• Tinktur: Obwohl die Tinktur auch innerlich verwendet werden kann, ist es besser, davon abzusehen, weil sie Alkohol enthält.

• Überdosierung: In hohen Dosen kann die Silberdistel Krämpfe und Anfälle hervorrufen.

Preisrätsel Nr. 5

Lösungsworte:

Lösungen:

Rätsel Nr. 4 (Nov./Dez) «Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen», Sudoku «782».

Gewinner:

Rätsel Nr. 3: Frau M. Joost, Heitenried, und Frau B. Bettschen, Reichenbach.

(Beim Preisrätsel hat sich in der letzten Ausgabe [Nov./Dez. 2013] ein Fehler eingeschlichen. Nach dem 28. Buchstaben müsste noch ein A eingefügt werden.)

Bei jeder Ausgabe verlosen wir unter den richtigen Einsendungen zwei Gutscheine im Wert von CHF 50.–, gültig zum Bezug von Artikeln

Gitterrätsel

Die Wörter neben dem Rätsel müssen an der richtigen Stelle eingesetzt werden. Als Hilfe ist schon ein Wort eingetragen. Wenn Sie das Rätsel gelöst haben, ergibt die richtige Kombination der farbig hinterlegten Felder die beiden Lösungsworte welche Sie unten in die dafür vorgesehenen Balken einfügen können.

2 EI

3 OEL, TEE

4 ANIS, DILL, MAIS, MOHN, NUSS, PILZ, RAPS, REIS, SALZ, SENF, SOJA, ZIMT

5 APFEL, BIRNE, BOHNE, BROTE, ERBSE, FEIGE, HAFER, HIRSE, HONIG, LAUCH, MANGO, MILCH

6 BANANE, CASHEW, CHILLI, GERSTE, INGWER, MELONE, QUINOA, QUITTE, RANDEN, RUCOLA, STEVIA, TOMATE, WEIZEN

7 FENCHEL, PAPRIKA, RETTICH, SPARGEL, WIRSING

8 ERDBEERE, LIMETTEN, PFIRSICH, PORTULAK

9 CHINAKOHL, HASELNUSS, ZWETSCHGE

11 KICHERERBSE

12 STANGENBOHNE

13 EISBERGSALATE

aus dem Angebot des Advent-Verlages. Wenn Sie auch das Sudoku lösen und uns die drei farbig hinterlegten Zahlen nennen, erhöht sich Ihr Gewinn auf CHF 65.–. (Angestellte des Verlages und der Druckerei sind ausgenommen.)

Bitte senden Sie die Lösung auf einer Postkarte bis zum 10. Februar (Poststempel) an unsere Adresse:

Leben und Gesundheit

Rätsel, Leissigenstr. 17 CH-3704 Krattigen

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Denksport.

Sudoku
Rätsel: Edith Nigg-Schöb

Anleitung zum Selbermachen

Bananenschiffl i

Weisst du warum die Banane krumm ist?

Der Büschel, an dem viele Bananen wachsen, wird beim Wachstum der Bananen immer schwerer. Er senkt sich deshalb immer weiter nach unten und wächst zur Erde hin. Die einzelnen Bananenfrüchte wachsen aber nach oben, der Sonne entgegen. Deshalb werden sie krumm.

So wird es gemacht ...

Material:

• Weisses A4-Papier

• Farbstifte

• Schere

• Locher

• Holzspiesschen

• Bananen

• Dekoration

Segel:

Zeichne das Segel nach der Vorlage auf dieser Seite auf ein weisses Papier und schneide es aus. Jetzt kannst du das Segel beliebig anmalen. Als nächstes machst du 2 Löcher, wie auf der Vorlage eingezeichnet, in das Segel und steckst das Holzspiesschen durch.

Bananen:

1. Bananen schälen

2. Unten eine dünne Scheibe abschneiden, damit das Schiffchen stehen kann

3. Bananen auf Teller stellen

4. Dekorieren

5. Das Segel mit dem Holzspiesschen in die Mitte der Banane stecken

Ideen zum Dekorieren:

• Nüsse

• Beeren

• Zimt

• Puderzucker

• Ahorn-Sirup

Wusstest du, dass

• ... Bananen nicht an Bäumen wachsen, sondern an Stauden?

• ... die Bananenpflanze keinen wirklichen Stamm aus Holz hat, sondern einen Scheinstamm?

• ... die Staude nur einmal Früchte trägt und dann abstirbt? Jedoch bildet sie Schösslinge, die sich wieder zu einer Bananenstaude entwickeln.

• ... die Bananen unreif gepflückt werden, damit sie auf dem langen Weg zu uns nicht verfaulen? Während des Transports lässt man sie kontrolliert ausreifen.

Die Banane

Liebe

durch

geht

den Magen

Eine ganze Reihe von Organen ist mit der Verarbeitung von Nahrung beschäftigt und der Rest des Körpers ist abhängig davon, wie dies geschieht. Im Magen wird der Speisebrei zunächst deponiert und dann durch die Verdauungssäfte weiter verarbeitet.

Helicobacter pylori

Dieses spezielle Bakterium kann den Magen besiedeln und wird für Entzündungen, Geschwüre und Krebs verantwortlich gemacht. Entdeckt wurde es 1983, aber erst sechs Jahre später folgte die weltweite Anerkennung als Ursache für Magengeschwüre. Helicobacter pylori ist für die Hälfte aller chronischen bakteriellen Infektionen verantwortlich. Es nistet sich in und unter der Magenschleimhaut ein und schwächt diese Schranke. Bekämpft wird es mit einer Antibiotikatherapie. Folgende Nahrungsmittel eignen sich ergänzend zur Behandlung: Honig (1 TL ½ Stunde vor den Mahlzeiten einnehmen), Broccoli (nach einer Studie verringerte sich die Besiedelung mit 70 g täglich über 2 Monate um 50 %, auch andere Kohlarten haben eine positive Wirkung), Knoblauch, Cranberry (frisch, getrocknet oder als Saft, auch andere Früchte wie Heidel-, Holunder- und Himbeeren eignen sich) und Propolis (ein Bienenprodukt aus Harz und Pflanzensaft).

Was?

Der Magen gaster (griech.) oder ventriculus (lat.) ist ein dehnbarer, elastischer Muskelsack und sorgt für die Vorverdauung. Die Nahrung, welche im Mund zerkleinert und eingespeichelt, dann durch die Speiseröhre transportiert worden ist, gelangt in den Magen, um dort mit Säften vermischt zu werden. Etwa 1,5 bis 2 Liter Speisebrei finden in diesem Hohlraum Platz und werden auf die brauchbare Temperatur eingepegelt. Im nüchternen Zustand besitzt der Magen die Form eines schmalen Schlauches. Der Magen passt sich dabei in seiner Grösse durch die Spannung der Wand dem Volumen des Inhalts an. Jährlich wird durch die Muskeln des Magens bis zu einer Tonne Nahrung geknetet und weiterbefördert.

Wo?

Der Magen schliesst sich an die Speiseröhre an und liegt im oberen Mittelbauch unter dem linken Rippenbogen. Der obere Teil wird als Fundus oder Magengrund bezeichnet, dann folgt der Magenkörper. Im unteren Teil ist die Pförtnerhöhle angesiedelt, die mit dem Pförtner, einem Schliessmuskel, endet. Dieser regelt den Durchlass in den Zwölffingerdarm.

Funktion:

Der Magen speichert den Speisebrei und bereitet ihn für die folgende Verdauung und Aufnahme in den Kreislauf vor. Dabei spielen die Magensäure und das eiweissspaltende Enzym Pepsin eine wichtige Rolle. Täglich werden durch die 35 Millionen Drüsen ca. 3 Liter Magensaft abgesondert. Damit diese Stoffe keine Zerstörungen anrichten, ist der Magen innen mit

Pförternerhöhle

Schliessmuskel (Pförtner)

Speiseröhre

Magenkörper

Magengrund (Fundus)

Zwölffingerdarm

einer Schicht zähen Schleims bedeckt und aus besonderen Schichtzellen aufgebaut. Diese Schleimschicht wird ständig erneuert. Eine «Generalrevision» dauert etwa 3 Tage. Über hundert verschiedene Bakterienarten besiedeln den Magen und bilden wie im Darm eine sogenannte Flora.

Zusammenspiel im Körper

Nach dem Volksmund geht nicht nur die Liebe durch den Magen, sondern auch allerhand Ungemach, welches «auf den Magen schlägt». Über das vegetative Nervensystem steht der Magen in direkter Verbindung zum Gehirn. Nervliche Erregung und heftige Gefühle beeinflus-

sen die Magenfunktion. Bei Ärger oder Stress verfärbt sich das Mageninnere rot, bei Angst und Furcht wird es blass, bei Aufregung zieht es sich zusammen. Im Rahmen der Stressreaktion werden vermehrt Magensäfte abgegeben.

Der Magen ist von einer kräftigen, mehrschichtigen Muskulatur umgeben. Diese ermöglicht das Durchkneten und den Vorwärtstransport des Inhaltes (Peristaltik). Spezielle Blutgefässe versorgen das Organ. Erkrankungen des Magens wirken sich auf den gesamten Verdauungsapparat aus. Durch eine Magenspiegelung (Gastroskopie) lassen sich mögliche Ursachen erkennen.

Fasten

Bei Magenverstimmung und Völlegefühl hilft am erfolgreichsten einfaches Fasten. So wird dem Magen eine Ruhepause gegönnt und die Regenerierung der Schleimhautzellen gefördert. Dazu reichen zwei bis drei Tage aus. Trinken Sie dabei genügend Wasser, Tee, Bouillon oder verdünnte Säfte.

Plus

Um die schützende Schleimhaut des Magens zu erhalten, sollte darauf geachtet werden, regelmässige Mahlzeiten einzuhalten und dem Organ genügend lange Ruhepausen zu gönnen. Geniessen Sie das Essen, kauen Sie langsam und üben Sie nicht gleichzeitig eine andere Tätigkeit wie Gehen oder Autofahren aus. Ein lockerer Spaziergang nach dem Essen ist gesünder als ein Mittagsschlaf. Trinken Sie nicht zum Essen, wohl aber mit Vorzug reines Wasser 5–15 Minuten davor.

Minus

Wird die schützende Magenschleimhaut beschädigt, greifen die Magensäfte die Organwand an und verursachen Magenschleimhautentzündungen (Gastritis) und Magengeschwüre, welche sich durch erhebliche Schmerzen anzeigen. Bei fortschreitender «Andauung» der Schleimhaut können schwere, teils lebensbedrohliche Blutungen und im schlimmsten Fall ein Magendurchbruch entstehen. Verletzungen der Schleimhaut können durch Stress, Infektionen oder Reizstoffe ausgelöst werden. Viele Medikamente haben eine solche Nebenwirkung. Folgende Produkte sind häufig für Magenverstimmungen verantwortlich: Kaffee, alkoholische Getränke, kohlensäurehaltige Flüssigkeiten, scharfe Gewürze, sauer eingelegtes Gemüse, gebratene und fettreiche Speisen.

Physiotherapeut, Buchs AG, CH

Winterliche

Gefahren –Faszination Lunge

Mit der Winterzeit beginnt nicht nur das Kekse-Backen, sondern auch die Hochsaison für Viren und Bakterien. Räuspern, Husten und Nasenschnäuzen gehören zu den bekannten Geräuschen dieser Zeit.

Faszination Lunge

Die Lunge ist aus meiner Sicht eines der erstaunlichsten Organe des menschlichen Körpers. Die gesunde Lunge kann mit einem Wort beschrieben werden: Perfektion! Ohne eine funktionierende Lunge ist keine Fitness möglich.

Flächenvergleich

Würde man die Lunge eines Menschen auseinanderfalten, betrüge die Fläche über 80 m², was in etwa der Fläche einer 3-Zimmer-Wohnung entspricht. Die Oberfläche der Lunge ist also perfekt zusammengefaltet. Sie übt dennoch ihre Funktion einwandfrei aus. Zudem befinden sich auf dieser Fläche ca. 300 Millionen Lungenbläschen. Dies ist der Ort, wo der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid stattfindet.

Aspekt des pH-Wertes

Gerade die Konzentration dieses Kohlendioxids ist zusammen mit der Niere daran beteiligt, dass unser Körper nicht übersäuert oder zu basisch wird (pH-Wert). Unser SäureBasen-Haushalt wird in engen Grenzen gehalten. Bereits Abweichungen von nur 0,06 führen zu einer Lebensbedrohung. Coca Cola weist zum Bespiel einen pH-Wert von 2–3 auf, was sehr sauer ist (saurer als Essig!). Glücklicherweise kann unser

Körper dies aber ausgleichen. Die Lunge trägt somit wesentlich zur Steuerung unseres pH-Wertes im Blut bei.

Die Luftgeschwindigkeit Ein dritter faszinierender Bereich der Lunge ist die Geschwindigkeit der Luft im Lungeninnern. Beim Husten –welcher hauptsächlich für die Reinigung der Atemwege zuständig ist – kann die Luft mehr als 1000 km/h erreichen! Beim Einatmen muss sie durch alle Atemwege hindurch bis zu den äussersten Lungenästen (wie bei einem Baum). Dort darf die Luft jedoch auf keinen Fall zu schnell sein, denn der Sauerstoff braucht Zeit, um durch die Wand der Lungenbläschen transportiert zu werden (Diffusion) und danach ins Blut zu gelangen. Die Luft muss also genug schnell sein, um rechtzeitig anzukommen, aber schliesslich so langsam werden (sehr langsam!), damit sie noch diffundieren kann. Deshalb sind unsere Atemwege so konzipiert, dass ihr Querschnitt nach aussen hin immer kleiner wird, damit die Geschwindigkeit bis zum Lungenbläschen so langsam ist, dass sie perfekt stimmt.

Gefahren des Winters

Doch ist unsere Lunge nicht vor allen negativen Einflüssen geschützt. Gerade zur

Winterzeit nehmen Erkältungen, Grippe und Lungenentzündungen stark zu. Die Lungenentzündung ist die fünfthäufigste Todesursache bei den Infektionskrankheiten.

Erreger – dies sind meistens Bakterien oder Viren – gelangen über die oberen Atemwege (Hals, Nasen, Rachen) in den Atemtrakt und fordern unser Immunsystem gewaltig heraus. Husten, meist mit Auswurf von Sekret verbunden, Temperaturanstieg bis hin zu hohem Fieber und Atemnot bei Anstrengung gehören zu den Symptomen einer typischen Lungenentzündung.

Gerade für ältere Menschen liegt eine grosse Gefahr darin, dass man sich im Winter viel weniger bewegt, weil es draussen kalt ist oder Schnee liegt. Dadurch nehmen die Kraft und die Ausdauer generell ab. Die Atmung bleibt dabei über längere Zeit eher oberflächlich, und das Infektionsrisiko steigt.

Was tun?

Hier folgen etliche Tipps zur Prävention

1. Aktion ist immer besser als Reaktion. Daher ist die Prävention die beste Aktion, um eine Lungenentzündung erst gar nicht aufkommen zu lassen. Jedoch ist trotz aller Vorbeugung das Risiko für eine Entzündung nie ganz ausgeschlossen.

2. Ein gesunder Lebensstil gilt als Grundlage jeder Prävention. Gesunde Ernährung, genügend Schlaf und ausreichend Bewegung sind nur drei elementare Bereiche davon.

3. Zu den Risikobereichen gehören auch das Alter (kleine Kinder, ältere Menschen) und die körperliche Betätigung, was meist miteinander verknüpft ist.

• Regelmässige Aktivitäten (Spazieren, Schwimmen usw.), bei denen Sie aufgrund der Anstrengung vertieft atmen müssen, sind für die Prävention wichtig.

• Die vertiefte Atmung belüftet die Lunge gerade auch in den unteren Arealen, welche bei wenig Anstrengung wegen oberflächlichen Atmens nicht stark belüftet werden.

4. Legionellen keine Chance geben. Legionellen sind Bakterien, welche unter anderem eine Lungenentzündung auslösen können. Ich erwähne diese darum, weil gerade Leute, welche Energiekosten sparen wollen, zu den besonders Gefährdeten gehören. Da sich diese Bakterien bei Temperaturen zwischen 25 und 50°C besonders vermehren, kommen sie häufig in Wasserboilern vor. Beim Duschen können die Bakterien dann über den Wasserdampf in die Atemwege gelangen. Achten Sie daher darauf, dass Ihr Boiler auf mehr als 60° eingestellt ist.

5. Lungenbelüftung

Dies kann man auch als Lungenhygiene bezeichnen. Sie ist vor allem für Leute geeignet, die bereits eine Lungenerkrankung haben oder eher wenig aktiv sind.

• Prinzip: langsame und tiefe Einatmung durch die Nase, so als würden Sie an einer Rose riechen. Halten Sie den Atem ca. 2 Sekunden lang an und atmen Sie durch den Mund wieder aus. Durch

die Bewegung von Arm und Rumpf unterstützen Sie die Atemtiefe noch mehr.

• Ausgangsstellung: sitzend

• Bewegungsablauf: einen Arm parallel zum Kopf senkrecht in die Höhe strecken. Mit der Hand weiter zur Gegenseite streben, sodass sich der Oberkörper leicht zur Seite neigt. Die Flanke wird auf diese Weise gedehnt. Dabei atmen Sie ein. Beim Zurückbewegen atmen Sie aus.

• Bewegungstempo: in Ihrem Atemrhythmus.

• Wiederholungen: 5–10x

• Serien: 1–3 pro Seite, dies kann täglich durchgeführt werden.

6. Ausdauer

Gehen Sie regelmässig spazieren oder betätigen Sie sich sportlich. Je nach Alter und Interesse kann dies sehr unterschiedlich sein.

Älteren Menschen empfehle ich, dass sie sich eine tägliche Gehstrecke vornehmen. 20 Minuten sollten dabei nicht unterschritten werden.

• Tipp für den Winter: Alle, die im Winter nur selten die Wohnung verlassen und eine Treppe zu Hause haben, sollen diese als ihr tägliches Trainingsgerät betrachten.

15 Treppenstufen ca. 3–4 Mal täglich bewältigen, falls möglich auch häufiger!

7. Inhalieren

Zur Reinigung und Befeuchtung vor allem der oberen Atemwege und Bronchien stellt die Inhalation mit Wasserdampf eine einfache Möglichkeit dar. Es gibt verschiedene Zusätze, welche nützliche Wirkungen haben können wie z. B. Eukalyptus oder Kamille. Atmen Sie den Wasserdampf langsam und tief durch die Nase ein.

Ich wünsche Ihnen einen gesunden Winter. Bei Fragen zum Thema oder zur Fitness allgemein schreiben Sie an: redaktion@lug-mag.com.

Ihr Simon Benz

Schweiz

Schweizerische Liga Leben und Gesundheit | www.llg.ch

Rund-um-Gesund

Was: 12-Tage LebensstilProgramm inkl. Gesundheits-Check.

Kursleitung: Jenny und Remo Fischer

Wo: Sonnmatt Bergpension und Gesundheitszentrum, Schwand 2588, CH-9642 Ebnat-Kappel

Termin 1: 12. – 23.1.2014

Termin 2: 2. – 13.3.2014

Termin 3: 31.8. – 11.9.2014

Termin 4: 16. – 27.11.2014

Kosten: 12-Tage Programm ab 1930.– Paare pro Person ab 1830.–

Infos und Anmeldung: +41 (0)71 993 34 17, www.bergpension.ch

Atem-Pause

Eine Möglichkeit, gesunde Beziehungen aufzubauen und zu fördern.

Wo: Familien- und Gemeinschaftszentrum Gigerstrasse 2a, 5734 Reinach AG

Kosten: Eintritt frei, kein Konsumzwang, keine Anmeldung erforderlich.

Infos: +41 (0)62 773 25 58, Jane Sailer, +41 (0)62 773 17 66, Susanne Müller

Termin 1: Samstag, 9. Febr. 2013, 15.00–18.00 Uhr

Termin 2: Samstag, 9. März 2013, 15.00–18.00 Uhr

«Endlich frei» – das Frei vom Rauchen Seminar

ENDLICH FREI hilft Ihnen bei der Bewältigung von Entzugserscheinungen und trainiert Ihre Willenskraft.

Raucherentwöhnungskur: 12 Tage

Referent: Remo Fischer

Wo: Sonnmatt Bergpension und

Kursangebote – Vorträge

Gesundheitszentrum

Schwand 2588, CH-9642 Ebnat-Kappel

Termin 1: 9. – 20. Feb. 2014

Termin 2: 12. – 23. Okt. 2014

Kosten: inkl. Vollpension 2090.–CHF (Partnerrabatt 100.– CHF pro Person).

Infos und Anmeldung: +41 (0)71 993 34 17, www.bergpension.ch

Was kränkt macht krank!

Positive und negative Einflüsse auf Körper, Seele und Geist.

Referent: Günther Maurer, LLGGesundheitsberater und Seelsorger

Wann: Mittwoch, 22. Januar 2014, 19.30 Uhr

Wo: Seminarraum LLG, Schleusenweg 33, 2502 Biel

Kosten: Eintritt frei!

Infos: +41 (0)79 309 39 67, René Pieper, www.llg.ch, biel@llg.ch

Weitere Vorträge:

Dienstag, 11. Februar 2014, 19.00 Uhr, Kerzers

Dienstag, 18. Februar 2014, 20.00 Uhr, Neuenegg

Infos: www.llg.ch

Die Heilkraft der Vergebung entdecken

Nehmen Sie teil an diesem interaktiven Arztvortrag, der Sie in die Heilkraft der Vergebung einführt.

Referent: Dr. med. Ruedi Brodbeck, Facharzt FMH / Psychosomatiker

Wann: Montag, 20. Januar 2014, 19.30 Uhr

Wo: LLG-Seminarraum, Lyssachstrasse 12, 3400 Burgdorf

Kosten: Eintritt frei! Freiwilliger Unkostenbeitrag.

Infos: +41 (0)79 775 79 39, www.llg.ch, kaethi.brand@llg.ch

MA Psychologe

Wann: Mittwoch, 15. Januar

2014, 20.00 Uhr

Wo: Mehrzweckgebäude

Neuenegg, Austrasse 88, 3176 Neuenegg

Kosten: Eintritt frei! Freiwilliger Unkostenbeitrag.

Infos: +41 (0)31 889 09 45, Richard Buchli, www.llg.ch

Wege aus der Depression –natürlich ganzheitlich

Ein Abend zur Verbesserung Ihrer Lebensqualität.

Referent: Dr. med. Ruedi Brodbeck, Facharzt FMH / Psychosomatiker

Wann: Dienstag, 21. Januar 2014, 19.00 Uhr

Wo: Personalrestaurant Firma Leica Geosystems (Optik-Hus) Heinrich-Wild-Strasse, 9435 Heerbrugg, für GPS Balgach

Kosten: Eintritt frei!

Infos: +41 (0)79 616 85 55, Emil Kanev, www.llg.ch, emil.kanev@llg.ch

Erst verstehen –dann verstanden werden

Warum reden wir so oft aneinander vorbei?

Referent: Günther Maurer, LLG-Gesundheitsberater und Seelsorger

Wann: Donnerstag, 27. Februar 2014, 19.00 Uhr

Wo: Aula der Primarschule Ebenholz, Schimmelgasse 13, 9490 Vaduz

Kosten: Eintritt frei!

Infos: +41 (0)79 470 53 56, Evelyn Vogt, www.llg.ch, evelyn.vogt@llg.ch

Keine Angst vor der Angst

Was Angst macht. Was Angst mit uns macht. Welche Macht Angst hat.

Referent: Daniel Zwiker,

Konsultieren Sie nach Möglichkeit auch die aktuelle Internetseite, da manche Kurse erst nach dem Redaktionsschluss unseres Magazins publiziert werden. www.llg.ch oder www.llg.at

Kinder sind wie ein Spiegel

Wie die Beziehung der Eltern die Kinder prägt.

Referent: Christian Frei, Lebensberater, Kursleiter und Seelsorger

Wann: Donnerstag, 16. Januar 2014, 19.00 Uhr

Wo: Seminarraum LLG, Rümelinbachweg 60, 4054 Basel

(im Adventhaus gegenüber Hallenbad Rialto)

Kosten: Eintritt frei!

Infos: +41 (0)61 401 41 65, Elsbeth Schwyn, www.llg.ch, elsbeth.schwyn@llg.ch

NEU! Live-Gesundheitsberatung auf Star-TV

ab Mittwoch, 5. Februar 2014 jede Woche mittwochs 10.00 – 12.00 Uhr

• wöchentliche Gesundheitssendung

• direkte Live-Anrufe in die Sendung möglich

• Telefonberatung im Hintergrund

Berater im Studio: Barbara Witzig, MA, Gesundheitsberaterin und Seelsorgerin und Dr. med. Ruedi Brodbeck, Hausarzt und Psychosomatiker.

Österreich

Österreichische Liga Leben und Gesundheit | www.llg.at

Persönlichkeitsentwicklung –Wege der Effektivität

Treten Sie heraus aus der Hilflosigkeit. Finden Sie den Mut, die Verantwortung für Ihr Leben zu übernehmen und initiativ zu werden. Setzen Sie Prioritäten und lernen Sie, mit ihnen in Einklang zu leben

Referent: Karl-Heinz Schell, BTh Vortrag: Sonntag, 16. Februar 2014, 19.00-21.00 Uhr Wo: Gesundheitszentrum Mistelbach der Liga Leben und Gesundheit, Wiedenstrasse 14, 2130 Mistelbach

Kosten: 15,– €

Weitere Infos: +43 (0)676 833 22 241, www.llgmistelbach.at

Fit in den Frühling

Nicht nur unser Haus benötigt einen Frühjahrsputz. Auch unser Körper freut sich sehr darüber, wenn wir ihm bewusst dabei helfen, Giftstoffe und Stoffwechselendprodukte loszuwerden. In unserer zweiteiligen Seminarreihe zeigen wir Ihnen, wie Sie mit einfachen Mitteln, die Sie wenig bis gar nichts kosten, Ihren Körper entlasten, damit Sie voller Energie ins Frühjahr starten können. Seminar in zwei Abenden.

Referenten: Monika Fuchs, Medizinische Heilmasseurin, Lebens- und Sozialberaterin i.A. und Esther Neumann, Mag. der Ernährungswissenschaften

Zwei Seminarabende: Sonntag, 30. März 2014, 19.00–21.00 Uhr; Sonntag, 06. April 2014, 19.00–21.00 Uhr Wo: Gesundheitszentrum

Mistelbach der Liga Leben und Gesundheit, Wiedenstrasse 14, 2130 Mistelbach

Kosten: 15,– € pro Abend

Anmeldung und Infos: +43 (0)664 440 33 95, www.llgmistelbach.at

Impressum

Zweimonatliches Magazin für ganzheitliche Gesundheit nach dem NewstartPlus® Konzept 85. Jahrgang Nr. 1, Jan/Feb. 2014 www.lug-mag.com

Herausgeber und Verlag:

Schweiz: Advent-Verlag Zürich, Zweigstelle Krattigen, Leissigenstr. 17, CH-3704 Krattigen, Tel. +41 33 654 10 65, Fax +41 33 654 44 31, E-Mail: info@advent-verlag.ch, www.advent-verlag.ch, PC 30-19342-9 und Österreich: Top Life Center, Pragerstr. 287, A-1210 Wien, Tel. 0043 1 2294 000, E-Mail: mailbox@toplife-center.com

Partnerorganisationen: Schweizerische Liga Leben und Gesundheit, www.llg.ch Deutscher Verein für Gesundheitspflege, www.dvg-online.de

Österreichische Liga Leben und Gesundheit, www.llg.at

Redaktion: Chefredaktor Stephan Freiburghaus (SF), redaktion@lug-mag.com

Redaktionsteam: Heidi Albisser, Christian Alt M.A., Dr. med. Ruedi Brodbeck, Dagmar Dorn, Christian Frei M.A., Gunther Klenk, Dominik Maurer, Günther Maurer. Layout: mapro.ch | Ilona Würgler Bezugsbedingungen:

Schweiz: Zweijahresabonnement, 12 Ausgaben: CHF 119.–www.lug-mag.ch

Österreich: Zweijahresabonnement, 12 Ausgaben: € 97,–www.lug-mag.at

Deutschland: Zweijahresabonnement, 12 Ausgaben: € 89,–www.lug-mag.de

Alle Preise inklusiv Versandkosten Schriftliche Bestellungen aus Deutschland an: Advent-Verlag, Leissigenstr. 17, CH-3704 Krattigen Ausgabe für Sehbehinderte und Blinde: In Braille: Blindendienst, Postfach 110, CH-4802 Strengelbach

Audio: Blindenhörbücherei der Stimme der Hoffnung, Sandwiesenstr. 35, D-64665 Alsbach-Hähnlein, Tel. +49-6257-50653 35

Inserate: Bitte verlangen Sie unsere Dokumentation. Inseratenschluss ist in der Regel acht Wochen vor dem Erscheinungsmonat.

Druck: Jordi Medienhaus, 3123 Belp, www.jordibelp.ch

Auflage: 11 300 Exemplare

Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Kein Teil dieses Heftes darf ohne Einwilligung des Verlages in irgendeiner Form vervielfältigt werden.

Kraft

aus der Stille

Eine persönliche Frage gleich vorweg: Haben Sie heute gut gefrühstückt?

Vielleicht haben Sie sich in der Früh schon für den heutigen Tag gestärkt, haben ein schmackhaftes Müsli zu sich genommen, Vollkornbrot und Obst und fühlen sich nun gut vorbereitet auf alles, was Ihnen heute begegnet. Sie haben damit die Grundlage für körperliches Wohlbefinden gelegt und sich etwas Gutes getan. Gerade das reibungslose Zusammenspiel aller körperlichen Funktionen ist für unser Wohlbefinden wichtig. Wir merken daran, wie sehr Körper, Seele und Geist eine Einheit bilden und den ganzen Menschen ausmachen. Wenn unserem Körper etwas fehlt, dann fühlen wir uns unwohl oder krank und wir wollen Abhilfe schaffen. Diese Schlussfolgerung ist für uns ganz selbstverständlich, wir brauchen darüber nicht nachzudenken. Was aber, wenn der Seele oder dem Geist etwas fehlt? Merken wir das überhaupt bzw. welche Art von Abhilfe schaffen wir in diesem Fall? Bei unserer Ernährung achten wir auf eine gesunde und ausgewogene Kost (bzw. sind wir gerade dabei, es zu lernen). Doch wie steht die Sache mit unserer seelischen und geistigen «Ernährung»? Tagtäglich führen wir unserem «inneren Menschen» eine Unmenge an Eindrücken, Gedanken und Bildern zu. Was wir sehen und hören, was wir an Informationen und Zerstreuung konsumieren, geht nicht spurlos an uns vorüber. Ganz im Gegenteil: wir formen – oder verformen – damit unsere Einstellungen, Sichtweisen, Gedanken und Gefühle. Achten wir bei «unserer Ernährung» auch auf gesunde Kost für Herz und Hirn? Oder ist es uns mehr oder weniger egal, was wir in uns aufnehmen? Die Massenmedien, die Umwelteinflüsse werden auf unsere Bedürfnisse keine Rücksicht nehmen – Sie und ich, wir müssen, oder besser gesagt: können die Entscheidungen treffen, die zu Ausgeglichenheit, innerer Balance und positiven Gedanken führen. Rezepte für gesunde Kost und vollwertige Naschereien gibt es ausreichend, aber mal ehrlich: wo finden sich Rezepte für die «innere Ernährung»? Einer der Faktoren für einen guten Umgang mit unseren Gedanken und Gefüh-

len heisst «Stille». Es wäre interessant, eine Liste all jener Geräusche zu erstellen, die Tag für Tag an unser Ohr dringen: Musik, Hupen, Bremsen der Autos, Flugzeuglärm, Kinderlachen, höfliche und auch nicht so höfliche Gespräche, Handyklingeln usw. Diese Liste wäre wahrscheinlich sehr lang! Wagen Sie doch einmal das «Experiment Stille». Suchen Sie einen ruhigen Raum auf, einen Platz, an dem Sie ungestört sein können – und sei es nur für ein paar Minuten. Bewusst abzuschalten, zur Stille zu finden, ins Gespräch mit sich selbst zu kommen – das will auch gelernt sein. In dieser Stille ist dann Zeit und Gelegenheit, innezuhalten, nachzudenken über das, was gelungen und was nicht gelungen ist, Sehnsüchte anzuspüren und Prioritäten neu zu ordnen. Manche Menschen nutzen diese Zeit der Stille auch für das Gebet. Das Herz im Gebet zu Gott wieder einmal bewusst auszuschütten und dadurch zum inneren Frieden zu finden, ist eine wertvolle Erfahrung. Sind Sie neugierig geworden und wollen Sie auch Ihren «inneren Menschen» gesund ernähren? Dann probieren Sie das «Experiment Stille» aus und erleben Sie neue Kraft für Ihr Leben!

Ihre

Vorschau

Die nächste Ausgabe erscheint Mitte März 2014

Schwerpunkt: Bewegung

Bewegt belebt

Wer hat nicht schon erlebt, dass Bewegung belebt? Nicht nur der Körper, sondern auch Seele und Geist bedanken sich. Bewegung ist ein wahres Wundermittel. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie körperliche Aktivitäten Ihre Gesundheit ganzheitlich fördert.

Frühstück, fertig, los ...

Ein Sprichwort sagt: «Iss am Morgen wie ein Kaiser, am Mittag wie ein König und Abends wie ein Bettler.» Diesem Motto folgend haben wir für Sie bei unserer Gesundheitsberaterin Ute Eggler tolle Frühstücksrezepte in Auftrag gegeben. Anstelle eines «Müslis» aus dem Einkaufszentrum erfahren Sie, wie man ein gesundes und leckeres «Granola» zu Hause zubereitet. Aromatische Aufstriche und Attraktives und Gutes aus Früchten gehört auch dazu. Lassen Sie sich überraschen.

Wenn Bewegung heilt

Thomas Nyffeler, ein bekannter Physio- und Bewegungstherapeut zeigt aufgrund neuester medizinischer Studien auf, warum gezielte Bewegung im Stande ist, verschiedenste Krankheiten zu heilen und den Gesundungsprozess zu beschleunigen. Erfahren Sie, was Rhythmus, Nerven, Ruhe, Mässigkeit und vieles mehr mit «Bewegung heilt» zu tun hat. Wer bereits heute mehr erfahren möchte, kann sich gerne unter http://www.nyffthom.ch einige Infos besorgen.

«Leben und Gesundheit» für Blinde kostenlos

• in Brailleschrift

Verein Blindendienst, Postfach 110, CH-4802 Strengelbach

• auf CD oder Kassette Blindenhörbücherei der Stimme der Hoffnung, Sandwiesenstr. 35, D-64665, Alsbach-Hähnlein, Tel. 0049-6257-50653 35

«Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen.»

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