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Relazione - Vortrag Nicole Weßling

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Traumapädagogik Eine Einführung 16. Januar 2014 Nicole Weßling Zentrum für Traumapädagogik

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Überblick •

Traumapädagogik – eine Standortbestimmung

•

Traumapädagogische Haltung

•

Einführung in die Psychotraumatologie

•

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•

Begriffe psychischer Traumatisierung

•

3 Phasen der Traumatisierung

•

Die Folgen der Traumatisierung

Die Pädagogik der Selbstbemächtigung – ein Kernstück der Traumaarbeit •

Selbstverstehen

•

Selbstakzeptanz

•

Selbstwahrnehmung

•

Selbstregulation Zentrum für Traumapädagogik info@ztp.welle-ev.de muenchen@ztp.welle-ev.de www.ztp.welle-ev.de

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„Traumapädagogik ist ein Sammelbegriff für die im Besonderen entwickelten pädagogischen Konzepte zur Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern.“ Martin Kühn 2008

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So fing es an

• PädagogInnen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und Pflegeeltern suchen Antworten auf die zum Teil extremen Verhaltensweisen von traumatisierten Mädchen und Jungen • 2002 gründen Volker Vogt und Martin Kühn die Webseite www.traumapaedagogik.de • 2003 erscheint die 1. Auflage von „Philipp sucht sein Ich.“

• In Fachdiensten von Einrichtungen nutzen FachberaterInnen mit von ihnen entwickelten Konzepten die Erkenntnisse der Psychotraumatologie und anderer Bezugswissenschaften für die effizientere Unterstützung der lebensgeschichtlich belasteten Mädchen und Jungen

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Die Traumapädagogik als Bestandteil der Traumaarbeit

Einen Hauptanteil der Traumarbeit leisten Pflegeeltern, und PädagogInnen in Erziehungsstellen und stationären und teilstationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

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Die Traumapädagogik ist sowohl Teil der Pädagogik als auch Teil der Psychotraumatologie

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Inhalte von Traumabearbeitung • Die Veränderungen von dysfunktionalen Einstellungen und Überzeugungen • Die Möglichkeit, das Geschehene in die eigene Lebensgeschichte einzuordnen

• Im Leben, im „Jetzt“ einen Sinn zu finden • Körpergewahrsein und Körperfürsorge zu entwickeln • Die Selbstregulation von traumatischen Erinnerungsebenen und traumatischem Stress • Vertrauen in Beziehungen fassen

• Die Entwicklung einer respektierenden Haltung den eigenen Wunden/Schwierigkeiten/Beeinträchtigungen gegenüber • Soziale Teilhabechancen erwirken © ZTP

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Kernstücke der Traumapädagogik

• Lebensgeschichtlich belastete Mädchen und Jungen brauchen soweit als möglich sichere, d. h. transparente Orte. • Lebensgeschichtlich belastete Mädchen und Jungen brauchen viele gute Bindungen.

• Lebensgeschichtlich belastete Mädchen und Jungen haben ein Anrecht auf Erwachsene, die sie bei der Selbstbemächtigung unterstützen.

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Traumapädagogik ist eine Bewegung •

Für die angemessenere Unterstützung traumatisierter Mädchen und Jungen

•

Für eine Pädagogik, die das Wissen um die Dynamik traumatischer Erfahrungen in allen Arbeitsbereichen selbstverständlich berücksichtigt

•

Für die angemessene Unterstützung und Wertschätzung der PädagogInnen und Pflegeeltern, die einen Hauptteil der Traumaarbeit leisten

•

Für eine Vernetzung aller Fachbereiche, die Traumaarbeit leisten, auf Augenhöhe

•

Für eine gesellschaftspolitische Diskussion mit dem Ziel, mit Mitgefühl und Verständnis die Benachteiligungen traumatisierter Menschen sozialpolitisch auszugleichen

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Die traumapädagogische Haltung

• Die Mädchen und Jungen haben einen guten Grund für ihr Verhalten • Sie wissen den Grund; sie sind die Experten • Wir dürfen uns was trauen, neugierig sein, auch was falsch machen • Wir dürfen und sollen uns Unterstützung holen • Wir müssen nicht wissen woher das Verhalten kommt, sondern kommen über Körperempfindungen und Gefühle zum Kontakt

•

stabile, gute, schöne Erfahrungen / Beziehungen wirken traumakorrigierend

• In Kontakt bleiben, eine Stütze sein als Erwachsener, präsent sein ist für Kinder hilfreich

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Die Gefährdung der traumapädagogischen Haltung • Ihre Verhaltensweisen sind normale Reaktionen auf eine extreme Stressbelastung. • Sie haben für ihre Vorannahmen, Reaktionen und Verhaltensweisen einen guten Grund. • Sie haben in ihrem Leben bislang viel überstanden und geleistet. • Wir unterstützen sie bei der Entwicklung eines guten Lebens durch Selbstbemächtigung. • Wir stellen unser Fachwissen zur Verfügung (Profis), sie sind die Experten für ihr Leben.

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• Wir können den guten Grund vor zu viel nicht mehr sehen. • Wir verstehen Verhaltensweisen nicht. • Wir geraten in Bindungsfallen.

• Wir sind in traumatischen Übertragungen/Gegenreaktionen gefangen. • Und wer fragt nach meinem guten Grund? • Und wer unterstützt mich bei meiner Selbstbemächtigung?

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Haltung und Leitungsprinzipien PädagogInnen - Kinder

Leitung - Pädagoginnen

• Ich bewundere Deine Lebensleistung • Ich verstehe störende Verhaltensweisen und Anpassungsbemühungen als Überlebensstrategien • Für das, was Du tust, hast Du einen guten Grund • Ich bin mit meiner Stabilität und Sicherheit Teil des sicheren Ortes der Kinder und Jugendlichen • Jeder hat jederzeit ein Recht auf Klarheit. Transparenz heißt vor allem auch den guten Grund des eigenen Handelns zu kennen und zu erklären. © ZTP

• Ich habe Respekt vor Deiner Arbeitsleistung • Störende Verhaltensweisen, wie Abwehr, Ignoranz, Rückzug, unverständliche pädagogische Entscheidungen, … sind Ausdruck von erlebter Unsicherheit und dienen dem Erhalt von Sicherheit • Ich bin mit meiner Stabilität und Sicherheit Teil des sicheren Ortes der MitarbeiterInnen • Transparenz. Jeder hat jederzeit ein Recht auf Klarheit. Transparenz heißt vor allem auch den guten Grund des eigenen Handelns zu kennen und zu erklären

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Einführung in die Psychotraumatologie Begriffe psychischer Traumatisierung

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Traumata 

Treten auf durch Ereignisse, die normale Anpassungsstrategien des Menschen überfordern. Sind Bedrohungen für Leben und körperliche Unversehrtheit. Sind unmittelbare Begegnungen der Betroffenen mit Gewalt und Tod, in extremer Weise Hilflosigkeit und Angst. Psychische Traumata sind immer von Gefühlen intensiver Angst, Hilflosigkeit, Kontrollverlust und drohender Vernichtung begleitet.

Traumatische Reaktionen treten auf, wenn Handeln keinen Sinn hat. Jedes Element des komplexen Reaktionsgefüges besteht fort, meist in veränderter und übersteigerter Weise. Frühe Beziehungstraumata sind besonders schädigend. Angelehnt an J. L. Herman 1994

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Definitionen WHO-Definition, 1991 ICD-10 „Kurz- oder langanhaltende Ereignisse oder Geschehen von außergewöhnlicher Bedrohung mit katastrophalem Ausmaß, die nahezu bei jedem tiefgreifende Verzweiflung auslösen würde.“ Amerikanische Definition, 1994 DSM-IV

„Potenzielle oder reale Todesbedrohungen, ernsthafte Verletzung oder eine Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit bei sich oder bei anderen, auf die mit intensiver Furcht, Hilflosigkeit oder Schrecken reagiert wird.“ Sigmund Freud 1920 „ … ein Erlebnis, welches dem Seelenleben innerhalb kurzer Zeit einen so starken Reizzuwachs bringt, dass die Aufarbeitung in normal gewohnter Weise missglückt, woraus dauernde Störungen im Energiebetrieb resultieren müssen.” © ZTP

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Mittlerfaktoren

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Je mehr die Ursache des Trauma-Ereignisses in den Identifikationsprozess des Opfers eingreift, desto gravierender sind die Folgen. Je mehr sich Trauma-Ereignisse häufen, umso gravierender sind die seelischen Folgen.

Je früher die Traumatisierung einsetzte, umso tiefgreifender sind die Schäden im Aufbau der Persönlichkeitsstruktur. Je mehr schützende Faktoren, desto eher eine Bearbeitung möglich Zentrum für Traumapädagogik info@ztp.welle-ev.de muenchen@ztp.welle-ev.de www.ztp.welle-ev.de

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Protektive Faktoren - Resilienz

 Großfamilie, kompensatorische Elternbeziehungen  Intelligenz  Robustes, aktives und kontaktfreudiges Temperament  Sicheres Bindungsverhalten  Soziale Förderung (Jugendgruppen, Schule, Kirche)  Vernetzung  Verlässlich unterstützende Bezugspersonen im Erwachsenenalter  Dauerhafte gute Beziehung zu mindestens einer primären Bezugsperson  Humor, Kreativität  Parentifizierung  Möglichkeiten der Realitätsanerkennung

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3 Phasen der Traumatisierung

1. Das traumatische Ereignis

2. Die Reaktion auf ein Trauma 3. Die Folgen der Traumatisierung

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Die Physiologie oder die Körperlichkeit des Traumas

Am Beispiel des dreigliedrigen Gehirns Nach Levine/Kline

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Die traumatische Zange

Die Handlungsmöglichkeiten Flucht oder Kampf stehen nicht zur Verfügung

Bedrohung Flucht -Flight

Kampf - Fight

Trauma

beides nicht möglich

Erstarren - Freeze Folge

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Folge

Innerhalb dieser Erstarrung, in Folge fehlender Handlungsmöglichkeiten nach außen, setzt ein nach innen gerichteter Schutzmechanismus, ein Überlebensmechanismus ein!

Hören

Es kommt zum Zerreißen der Wahrnehmung

Sehen Riechen

Wahrnehmung

Spüren

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Schmecken

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Das dreigliedrige Gehirn

Präfrontaler Kortex

Mittelhirn, limbisches System mit Amygdala

Unteres Gehirn, Reptiliengehirn © ZTP

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Was geschieht physiologisch bei Gefahr?

• Im Reptiliengehirn wird bei Gefahr eine außergewöhnliche Menge an Energie bereitgestellt.

• Die Hormone Adrenalin und Noradrenalin in die Blutbahn gepumpt und so zusätzliche Energiereserven mobilisiert. Der Puls steigt, das Herz klopft, die Muskeln sind besonders aktiviert und die Aufmerksamkeit ist erhöht.

• Der Blutstrom fließt in die große motorische Flucht- und Kampfmuskulatur, die Atmung wird schneller und flacher.

• Die Pupillen weiten sich. Die Blutgerinnung nimmt zu. • Das verbale Ausdrucksvermögen nimmt ab, das Denken ist ausgeschaltet. • Die Muskelfasern sind stark erregt, häufig bis zum Zittern. • Es wird Cortisol ausgeschüttet, dieses Stresshormon wirkt entzündungshemmend und unterdrückt Fieber und Schmerzen. Bleibt der Cortisolspiegel dauerhaft erhöht, wird das Immunsystem unterdrückt und dadurch ernsthaft geschwächt. © ZTP

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Akute und chronische Folgen

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Entwicklungspsychologische Auswirkungen • Das Selbstkonzept •

Selbstwert, Selbstwirksamkeit, Selbstwahrnehmung, Selbstregulation

• Das Körperschema •

Die Wahrnehmung des Körperäußeren, der Körpergrenzen und des Körperinneren

• Die beeinträchtigte Bindungsfähigkeit • Die Ausbildung traumabezogener Erwartungen • Beeinträchtigte Entwicklungskompetenzen • •

Schwierigkeiten im Vollenden von Entwicklungsübergängen, Fragmente früherer Entwicklungsabschnitte bleiben bestehen.

• Die moralische Entwicklung •

potenzierte Übernahme von Geschlechtsrollen

• Die Entwicklung traumaspezifischer Erinnerungen • • © ZTP

Rückblenden, Alpträume Die traumatische Übertragung Zentrum für Traumapädagogik info@ztp.welle-ev.de muenchen@ztp.welle-ev.de www.ztp.welle-ev.de

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Über die Entstehung sekundärer Traumasymptome • Wenn überwältigende Ereignisse entweder außerordentlich intensiv sind, über längere Zeit anhalten oder wiederholt auftreten, verändert das Gehirn seine Funktionsweise.

• Es befindet sich in einem Zustand erhöhter Wachsamkeit. Diese erhöhte Wachsamkeit verursacht auch dort die Wahrnehmung von Gefahren, wo keine sind.

• Normalerweise sendet die Amygdala zu höheren und niedrigen Gehirnbereichen Warnmeldungen. Bei traumatisierten Kindern sendet das Gehirn keine simultane duale Botschaften aus.

• Nicht notwendige chemische Stoffe werden in Bewegung gesetzt.

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Sekundäre Traumasymptome (Levine/Kline)

drei Symptomgruppen

chronische Übererregung

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Dissoziation

Erstarren

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Sekundäre Traumasymptome nach Levine/Kline chronische Übererregung • Panikattacken, Ängste und Phobien •Rückblenden (»flashbacks«) •Übertriebene Schreckreaktionen • Extreme Licht- und Geräuschempfindlichkeit • Überaktivität • Ruhelosigkeit • Übertriebene gefühlsmäßige Reaktionen • Alpträume und nächtliche Angstattacken • Vermeidungsverhalten, »Klammern« • Sich von gefährlichen Situationen angezogen Fühlen •Verstärktes Risikoverhalten • Häufiges Weinen und Reizbarkeit • Abrupte Stimmungswechsel, zum Beispiel Wutreaktionen • Temperamentsausbrüche • Regressive Verhaltensweisen (nach der Flasche verlangen, Daumenlutschen, Bettnässen, Kindersprache u.Ä.) © ZTP

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Rückblenden/Flashbacks 

Ein Flashback ist ein psychischer Zustand, in welchem Gedächtnisinhalte aus einer vergangenen Stresssituation Macht über Erleben und Verhalten in der Gegenwart bekommen Bilder, Stimmen, Gerüche, Geschmacks- und Körperempfindungen von damals wirken als die Gegenwart. Überzeugungen über sich selbst, andere Menschen und die Welt von damals scheinen plötzlich wieder zu gelten.

Die gleichen Gefühle sind wieder zu spüren.

Die gleichen Verhaltensmuster werden wieder aktiviert.

Eine körperliche Stressreaktion wird ausgelöst, die den körperlichen Veränderungen in der vergangenen Stresssituation gleicht.

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Sekundäre Traumasymptome nach Levine/KLine Dissoziation • • • • • • • • • • •

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Ablenkbarkeit und Unaufmerksamkeit Gedächtnisverlust und Vergesslichkeit Reduzierte Fähigkeit zu planen und zu organisieren Gefühle von Isolation und Getrenntsein Abgeschwächte oder verringerte emotionale Reaktionen, die es erschweren, sich an andere Menschen zu binden Leicht und häufiges Angestrengtsein Häufiges „Tagträumen“ Angst davor, verrückt zu werden Wenig Energie und leichte Ermüdbarkeit Exzessive Scheu Zeitweise in einer Fantasiewelt oder mit fantasierten Freunden leben

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Sekundäre Traumasymptome nach Levine/KLine Kontraktion, Erstarren (Einfrieren) und Bewegungsunfähigkeit •Kopfschmerzen •Magenschmerzen, Darmkrämpfe, Verdauungsprobleme, Asthma •Gefühle und Verhaltensweisen, die Hilflosigkeit zum Ausdruck bringen •Gefühle von Schuld und Scham •Stetige Wiederholung des selben Spiels •Verringerte Kapazität für Freude •Wenig Energie/leichtes Ermüden •Bettnässen und Einkoten •Vermeidungsverhalten •Verminderte Neugier •Haltungs- und Koordinationsprobleme •Übertriebene Anhänglichkeit/Regression zu früheren Verhaltensweisen

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Die Pädagogik der Selbstbemächtigung eine traumapädagogische Methode

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„Selbstbemächtigung als Kernstück der Traumapädagogik bedeutet, dass die Mädchen und Jungen mit Unterstützung

ihrer Bezugspersonen Stück für Stück das Gefühl für sich selbst wiederfinden, sich, ihre Gefühle und Empfindungen wahrnehmen lernen und sich ihre Selbstregulation

zurückerobern.“

Wilma Weiß

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Die Pädagogik zur Selbstbemächtigung

- ein Kernstück der Traumaarbeit • Die Förderung des (kognitiven) Selbstverstehens • Die Unterstützung der Selbstakzeptanz

• Die Förderung der Selbstregulation • Die Sensibilisierung für Körperempfindungen und Gefühle • Die Identifizierung von Trigger und Stimuli von Übererregung • Die Förderung von Körperwahrnehmung, Selbstwirksamkeit und Selbstausdruck • Geschlechtsreflektierende Pädagogik • Die Förderung eines selbstbewussten Frauenbildes • Die Entwicklung einer selbstbestimmten Sexualität • Die Befreiung von Rollenzwängen © ZTP

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Selbstverstehen

„Wie das Gehirn funktioniert und wieso dieses Wissen die Selbstbemächtigung unterstützt“

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Wie der Kopf und der Körper reagieren Chef-Etage: Großhirn(rinde), Kortex Denken, Planen, Entscheiden, zielgerichtetes Handeln, Rationale Entscheidungen

1.Stock: Limbisches System, Amygdala, Warnzentrale, Steuerzentrale der Gefühle, und Speicherzentrale für zersplitterte Sinneseindrücke , die Sprache des 1. Stocks sind die Emotionen

Erdgeschoss: Reptiliengehirn Art- und Selbsterhaltung, Atmung, Blutdruck, Körperfunktionen- und reaktionen, seine Sprache sind die Empfindungen

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Das dreigliedrige Gehirn

Im Normalzustand

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Bei chronischem (traumatischen) Stress

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Kinder verstehen das. Kinder entlastet das. Kinder können dann mitreden. „Das Erdgeschoss ist viel größer, ihr wisst gar nicht was da alles drin ist.“ Da hat sich eine Fernbedienung reingehängt.“

„

„Das war nicht ich, das war mein Reptiliengehirn.“ © ZTP

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Selbstakzeptanz

Das hilfreiche Wort „Weil“ zur Unterstützung von Selbstakzeptanz • Das Wort weil lädt zum Antworten ein • Es lädt ein, über sich nachzudenken • Weil? Transportiert eine wertschätzende Haltung • Die Weilfrage ermöglicht die Suche nach alternativem Verhalten

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Selbstwahrnehmung

„Ich glaube, das Wichtigste, dass alle Professionellen mentaler Gesundheit wissen müssen, ist nicht, wie man das komplizierte Verhalten interpretiert, sondern, wie man jemandem helfen kann, auf einem ausgeglichenen Kiel zu stehen, bzw. in einem physiologischen Zustand zu kommen, in dem er/sie seine Sinne zusammenhalten kann.“ (Bessel van der Kolk)

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Empfindungen

•Empfindungen sind die Sprache des Reptiliengehirns •Empfindungen sind körpergewordene Gefühle •Empfindungen sind das Frühwarnsystem des Körpers

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Körperempfindungen und Gefühle … … mit den Kindern und Jugendlichen sammeln.

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Selbstwahrnehmung Körperempfindungen und Gefühle … in Körperumrisse einzeichnen

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Wortschatz für Empfindungen

(Quelle: Levine/Kline 2008: 42) © ZTP

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Selbstregulation •

Stimuli und Trigger identifizieren

•

Energie- und Stressniveau wahrnehmen

•

•

Allgemein

•

Empfindungen wahrnehmen

Symptome versorgen lernen •

Trockenübungen

•

Auswertung von konkreten Situationen

•

Die Ableitung der eingefrorenen Energie

•

Warnzentrale und Denker in Kontakt bringen

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Meine Trigger

Triggeruhr

Triggerkalender

Stressbarometer Lukas Picard 2013

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Der Körperausdruck

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Die Bedeutung des Stehens als Regulationshilfe

)

Die Wirbelsäule ist das zentrale tragende Konstruktionselement des Körpers, sie verbindet alle Körperteile miteinander, umschließt das Rückenmark und damit ein Teil des zentralen Nervensystems. Wenn Kinder in einen störungswertigen Zustand abgleiten, können wir sie auffordern, aufzustehen. Voraussetzung hierzu ist die Aktivierung des propriozeptiven und kinästhetischen Systems. Der Erregungszweig des Nervensystems wird eingeschaltet. Oskar, das Schaf steht breitbeinig (Quelle: Cross –Müller : Kopf Hoch. Das Kleine Überlebensbuch. Kösel

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Das Befreiende von Bewegung •Baut innere Erregungszustände ab •Verbessert den nächtlichen Schlaf •Fördert die Durchblutung des Gehirns •Lindert Konzentrationsstörungen •Setz vermehrt Botenstoffe, Neurotransmitter, im Gehirn frei •Unterstützt die Balance im autonomen Nervensystem •Trainiert das gesamte Herz- und Kreislauf-System •Verbessert Körperhaltung, Kraft und Ausdauer •Trägt zu einer besseren Informationsverarbeitung bei •Hemmt entzündliche Mechanismen im Körper •Setzt Wachstumsfaktoren zur Neubildung von Nervenzellen und Verbesserung der Synapsenbildung •Lenkt die Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt •Fördert das Körpergefühl •Verschafft Erfolgserlebnisse

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Selbstregulation Versorgung von sekundären Traumasymptomen

Übererregung

Beruhigung

ausatmen wiederholende Bewegungen ruhige Musik zur Ruhe kommen lassen

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Dissoziation

Das Hier und Jetzt erleben benennen, wo man ist

Erstarren

In Bewegung bringen

Körperübung

Fenster aufmachen/ aufmachen lassen Sinnesorgane aktivieren

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Die Pädagogik der Selbstbemächtigung Objekt der Bedürfnisse Erwachsener

Ferngesteuert durch Traumatische Erinnerungsebenen

Selbstbemächtigung durch Selbstregulation der Erinnerungsebenen

Subjekt: Ich bin Ich

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Selbstfürsorge

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„Wer mit traumatisierten Menschen arbeitet muss drei Dinge unbedingt beherzigen“: Erstens gut essen

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Zweitens viel feiern

und Dritten wütend putzen

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Kontakt

Zentrum für Traumapädagogik Ulanenplatz 6 63452 Hanau

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