Skip to main content

Internos Nr. 4_dicembre-Dezember 2020_La Strada-Der Weg ONLUS

Page 1

SOMMARIO Don Mimmo Battaglia ........................................................................... pag. 03 Interview mit Elisabeth Haller ................................................................ pag. 05 Team di assistenza informatica .............................................................. pag. 11 “Wilkommen! Martha Stocker” ............................................................... pag. 12 Progetto V.I.T.E. .................................................................................. pag. 13 Progetto FARm ..................................................................................... pag. 18

Suor/Schwester Cornelia - Progetto/Projekt Alba .................................... pag. 22 Mesi d’emergenza ................................................................................. pag. 28 Doppia intervista, con Marta Forcada e Gonçalo Gomes .......................... pag. 30 Servizio civile provinciale/Landeszivildienstes ........................................... pag. 32 “Invisibili”/“Die Unsichtbaren”................................................................. pag. 37 Un webinar con Matteo Lancini .............................................................. pag. 42 Hanno collaborato due volontari del servizio civile provinciale:

Daniel Valentini

2

Domenico Nunziata

Internos


Don Mimmo Battaglia nominato vescovo di Napoli di Dario Volani L’Associazione La Strada–Der Weg fa parte di numerose reti e federazioni, a livello locale e anche nazionale. Da moltissimi anni, su sollecito di don Giancarlo Bertagnolli e don

Gianni

Cosciotti,

aderisce

alla

FICT

(Federazione Italiana Comunità Terapeutiche), un’organizzazione che raccoglie centri sparsi su tutto il territorio italiano. Far parte di questa

Dario Volani

Federazione

significa

anche

condividerne

fatiche, gioie e visioni. Si aderisce ad esempio

all’impegno di promuovere esperienze che mettano al centro le persone in difficoltà. Anche per l’Associazione come per la FICT i Centri sono la storia di un “molo” che

diventa un “porto” in cui anime ferite approdano, per poter trovare rifugio, ritrovare forza, rifocillarsi, accarezzando ed afferrando la speranza, per poi ripartire. Luoghi del cuore. Porti che fanno sentire a tutti il bisogno di terraferma, ma che rendono irresistibile il richiamo del mare. E prendere il largo, sempre. Per essere non solo accanto ai poveri, ma dalla parte degli ultimi, sempre! Perché l’amore non è mai neutrale, è esigente ed implacabile. Dà la vita per la verità, e la verità è l’Uomo . A guidare questa Federazione dal 2006 al 2015, in qualità di presidente, è stato

don Mimmo Battaglia. Monsignor Battaglia è nato il 20 gennaio 1963 a Satriano, provincia di Catanzaro e Arcidiocesi Metropolitana di Catanzaro-Squillace. Ha svolto gli studi filosoficoteologici presso il Seminario di Catanzaro. Ordinato sacerdote nel 1988, è stato Rettore del Seminario di Catanzaro, membro della Commissione Diocesana Giustizia e Pace (1989-1992), parroco della Madonna del Carmine a Catanzaro, direttore dell’Ufficio Diocesano per la Cooperazione Missionaria tra le Chiese. Dal 1992 è stato Presidente del Centro Calabrese di Solidarietà, struttura legata alle Dicembre/Dezember 2020

3


Comunità Terapeutiche (FICT) di don Mario Picchi. È grazie a questo impegno che come associazione lo abbiamo potuto conoscere e apprezzare. Dal 2006 al 2015 ha ricoperto l’incarico di Presidente Nazionale della Federazione Italiana Comunità Terapeutiche. Ha profuso un impegno costante e una grande capacità di attenzione alle diverse realtà della Federazione. Spesso ha chiamato per sapere come andavano le cose anche qui a Bolzano, spesso lo abbiamo incontrato nelle Assemblee nazionali o in momenti formativi. È stato ed è sicuramente un grande amico dell’Associazione e del nostro Fondatore. È stato nominato Vescovo di Cerreto Sannita-Telese-Sant’Agata de’ Goti il 24 giugno 2016 e consacrato il 3 settembre successivo. Sabato 12 dicembre il Santo Padre lo ha scelto per affidargli l’incarico di Arcivescovo Metropolita di Napoli. A don Mimmo (come lo abbiamo sempre chiamato) facciamo i più sentiti auguri per il nuovo e impegnativo incarico e confidiamo nella sua amicizia e preghiera.

Don Mimmo

4

Internos


Rückblick auf 40 Jahre Vereinsarbeit Interview mit Elisabeth Haller, der dienstältesten Mitarbeiterin des Vereins di Stefano Beck

Elisabeth Haller ist Sozialbetreuerin in der Mädchenwohngemeinschaft Sancta Clara und geht Ende des Jahres in Pension. Seit der Gründung der Therapiegemeinschaft für junge Menschen mit Abhängigkeitsproblemen Josefsberg arbeitet sie im Verein und hat seither in verschiedenen Bereichen des Vereins mitgewirkt. In unserem Videotelefonat hat sie auf die Anfänge zurückgeblickt, Themen der Sozialen Arbeit durch ihre langElisabeth Haller jährige Erfahrung bewertet und ihre Erinnerungen an den kürzlich von uns gegangenen Don Gianni geteilt. Wie waren die Anfänge bei La Strada–Der Weg? Ich habe 1981 eine Haushaltungsschule in Bruneck besucht und im Rahmen dessen

Don Giancarlo kennengelernt. Er hat für Ausbildungsplätze in seinem Projekt zum Thema Abhängigkeit geworben. Ich habe mich damals ganz spontan entschieden mitzumachen. Das war ein Abenteuer, da ich ja keine Erfahrung in diesem Bereich hatte. Alkoholabhängigkeit habe ich schon erlebt im Gastgewerbe, von meinen Verwandten, aber Drogen selbst waren nicht so ein großes Thema.

Also bist du damit zum Ersten Mal im Suchtbereich tätig gewesen? Ja, ich bin nach der Schule einen Monat zu einem Pater in die Toskana, um Erfahrung in seiner Arbeit mit Sucht zu sammeln. Aber dort gab es keine richtige Therapie, es war nur ein Haus und alles noch im Aufbau. Dort wollte ich nicht bleiben. Auch weil es in dieser Einrichtung einen Jungen gab, der wegen eines schweren epileptischen Anfalls ins Krankenhaus kam und ich ihn dort betreuen musste, da er nichts mehr aß und nur deutsch sprach. Das war eigentlich meine erste Erfahrung, Dicembre/Dezember 2020

5


bei der ich gesehen habe, dass es so nicht sein kann und habe deshalb Don Gian-

carlo gebeten, für mich eine andere Einrichtung zu suchen. Ich konnte nach Rimini, in den Verein Papa Giovanni XXIII von Don Oreste Benzi. Dort gab es eine wirkliche Therapiegemeinschaft für Abhängigkeit und ich konnte mit anderen jungen Menschen mitarbeiten. Das hat dann wirklich gut geklappt. Dort bin ich über ein Jahr geblieben und habe während dessen darauf gewartet, dass ich in Rom eine Ausbildung machen kann.

Wie ging es dann weiter? Ich bin dann zurück nach Bozen, als die Ausbildungsmöglichkeit in Rom konkret wurde. Don Gianni war damals der Verantwortliche für die Therapiegemeinschaft hier in Südtirol und er hat die Verbindungen zu den Ausbildungskursen in Rom hergestellt. In Rom war es natürlich schwierig für mich, weil ich damals noch nicht so gut Italienisch gesprochen habe. Aber es war sehr interessant, es war eine Therapie an sich selbst, in allen Lebensbereichen und alles was zu einer Persönlichkeit dazugehört. Von dort mussten wir dann in verschiedenen

Therapiege-

meinschaften Praktikum

ma-

chen. Ich war zuerst in Verona und dann in Genua. Es wurde mir gesagt, dort seien sie wie die Südtiroler (lacht). Dann habe ich gesagt, ok, dann wird das sicher klappen. Und es hat auch gut geklappt. Ich habe wirklich gute Erfahrung mit den

Josefsberg, oberhalb von Algund, die Therapiegemeinschaft des Projekt Mensch

Mitarbeitern gemacht und viel Unterstützung bekommen. Ich habe dort auch mit anderen Betreuern in einer Gemeinschaft gewohnt. Es war eine tolle Erfahrung, die über ein Jahr gedauert hat.

Wann bist du dann nach Bozen zurückgekommen? Im Oktober 1983 bin ich dann nach Bozen zurückgekommen und bekam einen Arbeitsvertrag bei La Strada-Der Weg. Im März 1984 wurde die Therapiegemeinschaft Josefsberg aufgemacht. In Bozen haben andere Mitarbeiter die Aufnahme betreut, während Don Gianni, ein anderer Betreuer und ich eine Gruppe 6

Internos


zusammengestellt haben, mit der wir gestartet sind. Dort zu leben mit den ersten fünf Klienten war wie eine Klausur (lacht). Don Gianni war oft unterwegs zu Fortbildungen und in öffentliche Ämter für die Verwaltung. Es war schon schwierig, zuerst haben wir in einem kleinen Haus gewohnt. Bis dann endlich das große Haus renoviert war, konnten wir umziehen und die Gruppe vergrößern.

Welche Schwierigkeiten gab es? Ich habe dort gelebt, ich war ganz selten zu Hause und mein Privatleben war auf Eis gelegt (lacht). Aber ich war total fasziniert und ich habe wirklich an die Therapie geglaubt, und auch die Klienten waren sehr motiviert. Von den ersten sieben Jungs leben noch vier, die sind fast alle in meinem Alter. Wir sind praktisch richtig zusammengewachsen, haben über viele Themen gesprochen und an allen Gefühlen gearbeitet. Deshalb hat sich daraus schon ein sehr starkes Vertrauen entwickelt. Nach fast einem Jahr kamen dann auch die ersten Mädchen und weibliche Mitarbeiter. Dann habe ich mich als Frau endlich nicht mehr so allein gefühlt und mich ziemlich auf die Mädchenbegleitung konzentriert. Das waren nur wenige unter vielen Jungs, was natürlich auch ein Thema war. Bei den Frauen habe ich eine doppelte Abhängigkeit festgestellt, einerseits von der Droge, andererseits von den Männern. Das war ein Thema, an dem sie arbeiten mussten und für mich natürlich eine tolle Aufgabe.

Hat sich daran heute was geändert? Man sieht das heutzutage in den Medien die vielen Frauen, die ermordet wurden und werden! Es ist immer noch ein großes Thema, das man nicht einfach ablehnen kann. Wenn es junge Mütter in einer Beziehung sind, finde ich es noch schlimmer. Die Frau ist finanziell meistens vom Mann abhängig, weil die Erziehung von den Kindern sehr viel Energie braucht und die Verantwortung immer noch an die Mutter abgewälzt wird. Hier liegt viel negative Energie die dann zu Gewaltakten führen kann. Dies und dann noch die Sucht waren eine Doppelbelastung für die Frauen in der Therapiegemeinschaft. Bis die Kinder nicht aus dem Gröbsten raus sind, sind die Frauen sehr verletzlich und sehr abhängig von dem was mit den Kindern geschieht. Frauen sollen natürliche auch Partnerin sein, sie sollen Mutter sein, sie sollen in der Arbeit voll da sein, sie sollen Geld verdienen usw. Frauen haben sehr viele Aufgaben, die sie aber nicht immer schaffen…Frauen sind immer nur ein Mensch mit nur einer Gesundheit und einem Leben. Das ist heute wie früher immer noch Thema. Dicembre/Dezember 2020

7


Ich habe in der Ausbildung gelernt, dass auch viele Männer große Probleme haben und sich viele überfordert fühlen. Sich gegenseitig mehr helfen und mehr aussprechen ist leider immer noch ein schwieriges Thema. Die Eigentherapie, die ich erwähnt habe, ermöglichte über alle Themen zu sprechen und wäre für viele Menschen gut, nicht nur, wenn man eine Abhängigkeitserkrankung hat. Es gibt dafür auch bei uns Therapiemöglichkeiten und Selbsthilfegruppen, auch für Männer.

Es ist schlimm, dass die Chancenungleichheit zwischen Mann und Frau für genauso normal gehalten wird, wie das natürliche Anderssein. Ich würde auch gerne über Veränderungen im Verein reden. Was konntest du über die Jahre bei der Arbeit beobachten? Die Klienten sind immer jünger geworden und das ist schlimm. Alkohol war immer ein offenes Thema und bei uns von allen toleriert. Damals haben viele ihre Jugendzeit in der Familie erlebt und Probleme wie Rauchen und Sucht kamen erst später. Heute gibt es mehr Suchtsubstanzen und einen leichteren Zugang, auch zum Alkohol. Damals wurde man erst mit 21 volljährig und war auch schon früher verantwortungsbewusst. Jetzt ist man mit 18 volljährig, aber viel später erwachsen. Die Jugendliche werden alle beschützt. Da hat sich viel geändert. Auch im Verein gab es viele Änderungen. Früher hat man sehr viel mehr mit den Klienten unternommen, wie etwa Wandern oder Skilaufen. Auch deren Eltern wurden mit einbezogen und besuchten die Selbsthilfegruppen, um ihre Söhne und Töchter sinnvoll zu begleiten und zu verstehen. Die Freizeit sinnvoll zu füllen hilft auch heute vielen. Am Anfang hatten wir wenig Bürokratie und sehr viel direkte Arbeit. Ich habe damals viele Aktivitäten mit vier, fünf Jugendlichen alleine unternommen, das ist heute unvorstellbar. Man muss mindestens zu zweit sein und über alles einen Bericht schreiben. Das ist mit vielen Schwierigkeiten und Zeitmangel verbunden. Auch die Mitarbeit der Eltern ist nicht mehr so stabil wie früher.

Ich würde gerne noch ein bisschen über Don Gianni reden. Wie war es mit ihm zusammenzuarbeiten? Ich hatte mit Don Gianni sehr gute Erfahrungen, es war eine sehr gute Zusammenarbeit. Der Anfang in Josefsberg war sehr schwer, es gab kein 'Das mach ich nicht' oder 'Das ist mir zu schwer'. Wir haben das Projekt zu dritt aufgebaut, und es war wirklich toll. Don Gianni hat sich kontinuierlich fortgebildet und hat uns weitergegeben, was er in seinen Fortbildungen gelernt hat. Er war für viele ein guter Therapeut, ein Vater, ein Bruder und ein guter Arbeitskollege. Wir haben eine enge 8

Internos


Freundschaft geschlossen und uns auch außerhalb mit anderen Kollegen getroffen. Am Anfang natürlich nicht, weil wir Tag und Nacht arbeiten mussten. Aber da die Therapiearbeit wie eine Pyramide aufgebaut war und die Klienten gelernt haben Verantwortung zu tragen, konnte man immer mehr abgeben, bis dahin, dass sie sich selbst betreut haben. Ein gegenseitiges Geben und Nehmen, es gab immer für jemanden der neu hinzukam einen großen Bruder oder eine große Schwester zur Seite, damit man einen guten Start bekommt. Diese Verantwortung zwischen den Klienten ist bis heute noch da. Ich wurde auch später noch gefragt 'Kannst du mir helfen?' oder 'Gibt es irgendetwas?'. Ich habe auch Leute nach Genua weitergeschickt, da sie dort in der Nähe arbeiteten und ihre Therapie weitermachen konnten. Die Verbindungen und die Zusammenarbeit waren einfach gut, auch zu den Einrichtungen in Rimini. Ich habe Freundschaften schließen können, die auch heute, nach 40 Jahren, noch bestehen und mit denen ich jetzt noch über die Anfangszeit sprechen kann. Mit den Klienten, die damals Therapie gemacht haben, habe ich heute noch eine ganz normale freundschaftliche Beziehung. Viele haben selbst eine Familie aufgebaut. Und das ist schon toll und es hat mir auch geholfen durchzuhalten und das alles zu schaffen. Ich selbst habe geheiratet und eine Familie gegründet und alles integriert – Don Gianni und Don Giancarlo haben uns getraut, da sie meine Arbeit fast fortwährend begleitet haben. Die Erfolgsquote war gut, auch wenn es natürlich manchmal etwas Trauriges gegeben hat oder auch jemand gestorben ist. Aber es

Hochzeit von Elisabeth links Don Gianni Cosciotti

hat sich gelohnt, auf jeden Fall. Ich habe eine positive Einstellung, immer noch, auch wenn sich viel geändert hat in der Therapiegemeinschaft, oder eben auch in der Wohngemeinschaft mit den Minderjährigen. Ich habe im Laufe der Jahre oft die Bereiche gewechselt, was immer wieder ein Neustart war, eine neue Erfahrung, neue Mitarbeiter, neue Aufnahmen usw. Das war auf jeden Fall eine Bereicherung, kein Abstieg. Auch mein Übergang von den Großen zu den Kleinen war eine Verbindung, da möchte ich kurz an Dr. Guido Dicembre/Dezember 2020

9


Antonin erinnern, der meine Erfahrung in seinem Team in der Arbeit für Minderjährige für sehr wertvoll fand.

Das ist schön, das macht Mut für diejenigen, die am Anfang stehen. Man muss etwas Positives vor sich haben und daran glauben. Als Don Gianni gestorben ist, habe ich viele von früher wiedergetroffen und viele Erinnerungen wurden geweckt. Auch wie die Klienten von damals Don Gianni erlebt haben - als Vater, als Wegbegleiter, als Therapeut, als Freund. Er war immer für sie da. Für die Klienten war Don Gianni der richtige Mann an der richtigen Stelle. Er hat das Projekt gut aufgebaut und noch viele Jahre Erfolg mit den Mitarbeitern gehabt. Er wurde auch sehr geschätzt im Team, das merke ich in vielen Gesprächen mit Menschen, die ich wiedergesehen habe.

Gibt es noch irgendetwas, das du zum Abschluss sagen willst? Ich gehe jetzt Ende des Jahres in Pension und weiß aber, dass die Mädchen in guten, liebevollen Händen sind. Ich denke ich habe meine Aufgabe erledigt. Ich fühle, dass jetzt die richtige Zeit ist aufzuhören, und möchte nun Zeit für mich und für meine Familie haben. Auch gibt es im Team junge Mütter, wie ich eine war. Das ist wichtig, da es auch unter den Mädchen immer wieder zu frühen Schwangerschaften kommt, die adäquat begleitet werden müssen und das Thema mit allen Mädchen

aufgearbeitet

werden

und angesprochen werden muss, dass sie starke, eigenständige und selbstbewusste Frauen werden. Ich möchte mich ganz herzlich bei meinen Arbeitskollegen bedanken.

Stefano Beck Praktikant im Studienzentrum des Vereins

10

Internos


Team di assistenza informatica di Alessandra Belvisi Da tempo ormai l'Associazione ha assunto dimensioni tali, in termini di numero di collaboratori

e

quantità

di

attrezzatura

informatica, da non poter prescindere da un servizio professionale di assistenza informatica. Durante i primi mesi del 2020, grazie alla collaborazione ridefinito

Alessandra Belvisi

con la

Mirko struttura

Tait,

abbiamo informatica

dell'Associazione, in modo da risolvere i noti problemi di connessione e permettere un accesso alla rete da qualsiasi postazione, anche

privata, cosa estremamente utile in questo periodo e nel prossimo futuro. Abbiamo quindi acquistato nuova attrezzatura, compreso un nuovo server, alloggiato in Brennercom. In questo momento siamo nella fase di configurazione del nuovo server e di creazione degli account di tutti gli utenti. Il nuovo sistema permetterà, quando completato, di connetterci molto velocemente, ovunque ci si trovi, da qualsiasi pc e di poter utilizzare “Outlook” per la posta elettronica. Il lavoro di configurazione è complesso e richiede tempo, ma sta proseguendo più velocemente del previsto. Nel contempo abbiamo comprato e consegnato 25 computer portatili, webcam, microfoni. Presso la sede centrale abbiamo anche allestito uno spazio di coworking, con pc dotati di webcam e microfoni per le videoconferenze, a disposizione di tutti i collaboratori/collaboratrici. Tutto questo è stato possibile grazie al nuovo Team del servizio di assistenza

informatica, che fa capo all'area Amministrazione. È composto da Mirko Tait (collaboratore esterno), Erika Scavazza (assunta con contratto a tempo determinato da circa un mese), Pino Scafidi (collaboratore esterno) e Mario Benedetti (volontario). Il gruppo sta lavorando con molto impegno Dicembre/Dezember 2020

11


al nuovo sistema informatico. Contatterà ciascun operatore, per effettuare i collegamenti e fornire spiegazioni. Prevediamo che il nuovo sistema possa essere operativo per gennaio. Nel contempo il team sta rispondendo a tutte richieste di intervento dei servizi, inoltrate al un nuovo indirizzo di posta dedicato: assistenzainformatica@lastrada-derweg.org. Siamo fiduciosi che la nuova organizzazione possa rispondere adeguatamente alle esigenze di una organizzazione di dimensioni come Strada.

„Willkommen! Martha Stocker!“

Martha Stocker, langjährige Landesrätin, ist Mitglied des Vereins La Strada-Der Weg geworden. Sie hat sich bereit erklärt, die im Verwaltungsrat freigewordene Stelle des verstorbenen Otto Saurer anzutreten und bringt ihre umfangreichen Erfahrungen als Verwalterin im Bereich der öffentlichen Gesundheit und der Sozialpolitik ein.

Martha Stocker, per molti anni assessora provinciale, è diventata socia dell'Associazione La Strada-Der Weg. Ha accettato di subentrare a Otto Saurer nel Consiglio di Amministrazione, mettendo a disposizione la sua intensa e preziosa esperienza di amministratrice nell'ambito della sanità e delle politiche sociali.

12

Internos


Progetto V.I.T.E Intervista a Leila Grasselli di Elena Faccio

Leila Grasselli da qualche mese collabora, come consulente esterna, con l’Associazione La Strada–Der Weg. L’abbiamo intervistata per raccontare come è nata l’idea che, in collaborazione con l’Ufficio progettazione, ha dato vita al progetto FSE dal titolo V.I.T.E – Viteculture Inte-

gration Training Empowerment. Leila Grasselli Prima di tutto, ti chiediamo di raccontarci qualcosa di te . Vivo in Alto Adige da otto anni. A vent’anni ho iniziato a operare con i ragazzi disabili, si sono poi susseguite diverse esperienze, finché sono approdata all’intercultura. Da più di dieci anni lavoro nel settore dell’intercultura e dell’immigrazione. Ho studiato scienze dell’educazione con indirizzo interculturale. Da giovane immaginavo un cammino verso la cooperazione internazionale, dopo di che, per motivi personali, mi sono concentrata soprattutto su progetti di integrazione. Io stessa sono emigrata in Germania, dove ho vissuto per quasi due anni col mio compagno Dominic e la mia non era una situazione da Erasmus. Il mio compagno studiava, io avevo una bambina di quattro mesi, non sapevo una parola di tedesco e quindi ho vissuto profondamente e in prima persona il processo migratorio. Ho capito come si sente chi arriva in un paese, di cui non conosce la lingua ma in cui vorrebbe lavorare senza averne ancora le opportunità. Ho compreso l’esigenza primaria di competenza linguistica ma anche, in secondo luogo, l’importanza del senso di appartenenza. Eravamo a Ludwigsburg, nel Sud della Germania, il regno della Bosch e della Porsche, quindi in un contesto molto ricco, ma non mi trovavo bene, anche a livello relazionale facevo veramente molta

Dicembre/Dezember 2020

13


fatica. Da lì è cominciato il mio percorso, per individuare strumenti e modalità che, in qualche modo, facilitino l’accoglienza di persone immigrate. Dopo la Germania, io e il mio compagno ci siamo trasferiti nelle Marche. Dominic aveva trovato lavoro come responsabile di una cantina vitivinicola molto grande. Anche lì per me la ricerca del lavoro non è stata facile, fino a quando non mi sono presentata all’ARCI di Jesi e mi sono proposta come volontaria. Ho cominciato ad insegnare italiano alle donne immigrate, poi mi è stato affidato un piccolo corso di lingua, che si è trasformato nel Progetto Frida, che aveva come capisaldi la cura dell’orientamento, della lingua e della socializzazione, i tre aspetti fondanti del processo di integrazione. Successivamente sono rientrata in Lombardia, dalla mia famiglia e dopo poco Dominic è incappato in un annuncio di lavoro per Stachelburg, un’azienda a Partschins, nella quale cercavano un responsabile vigna e cantina. Si è presentato e lo hanno assunto. Per due anni abbiamo vissuto separati e ci vedevamo solo il fine settimana. Poi abbiamo deciso di trasferirci tutti in Alto Adige ed ho trovato subito lavoro presso l’Associazione Donne Nissà, che mi ha dato grosse opportunità di crescita oltre a un grande slancio professionale. Sono stata un’operatrice interculturale di Nissà per tre anni, poi ho lavorato come coordinatrice. Dopo questa esperienza sono approdata all’attuale posto di lavoro: sono coordinatrice del servizio Moca Caritas a Merano e mi occupo di consulenza per persone immigrate. È uno spazio che amo perché mi offre la possibilità di approfondire la parte giuridica e procedurale dell’accoglienza e di occuparmi di esigenze primarie indispensabili. Nel frattempo con Dominic è nata l’idea di aprire una nostra realtà produttiva, vista la

Leila e Dominic

sua competenza in ambito vitivinicolo. Abbiamo trovato una cantina e abbiamo comin-

ciato con la nostra piccola impresa, passando da una produzione annua di 800 bottiglie nel 2013 alle 10.000 bottiglie all’anno, circa. Nella nostra azienda agricola

14

Internos


è emersa l’esigenza, soprattutto nei periodi molto impegnativi, di avere a disposizione operai specializzati. Nei mesi di maggior lavoro ricorrevamo a lavoratori che provenivano dall’Ungheria e dalla Slovacchia, che arrivavano attraverso le agenzie interinali, ma molti di loro non avevano alcune competenze.

Dominic a pensato che sarebbe stata utile una formazione ad hoc. Partendo da questa idea mi sono attivata, ho contattato tante realtà del territorio, per presentare questa proposta, fino a quando sono arrivata a La Strada–Der Weg e ho incontrato Paolo Marcato e Francesco Campana. Quando hai parlato loro di questa idea? Marzo/aprile 2019, ma rimanevano grosse perplessità sul presentare il progetto come capofila, conoscendo le complessità del FSE.

E quando si è deciso di presentare il progetto per il bando in uscita del FSE? A settembre 2019 con Francesco si è deciso di presentare il progetto partecipando al bando in scadenza a febbraio 2020. Francesco era rimasto colpito dal lavoro di rete che era stato realizzato: sono riuscita a coinvolgere, oltre ad alcune aziende locali, anche enti interessanti come EURAC e la Scuola professionale per la frutti-

viti- orti- e floricoltura Leimburg. Quali sono i tratti innovativi del progetto? Innovativa è sicuramente la coprogettazione e partecipazione di aziende private, poiché anche loro hanno un’esigenza di personale affidabile e formato. Tutt’ora non ci sono dati empirici o statistiche che dicano che il Sudtirolo ha bisogno di un tot numero di lavoratori specializzati per il lavoro in vigna. C’è un censimento del 2010, molto interessante, con dati specifici sul settore agricolo, tra cui l’ambito vitivinicolo. Già dieci anni fa si cominciava a osservare un cambiamento graduale: le aziende familiari cedevano i propri terreni perché non erano più in grado di soddisfare le necessità lavorative con i membri della famiglia. Ciò portava già allora a prevedere che, nel tempo, sarebbero aumentate le aziende con stipendiati e quindi, di conseguenza, sarebbe aumentato il bisogno di personale che sappia lavorare in vigna.

Possiamo descrivere brevemente il progetto? Dicembre/Dezember 2020

15


Il progetto parte dalla consapevolezza che spesso, a livello generale ed istituzionale, si sottolinea il concetto per cui gli immigrati devono lavorare. Altrimenti non interessano a nessuno. Anche gli immigrati vogliono lavorare. In VITE sono riuscita a integrare la parte lavorativa, di cui non mi ero mai occupata prima. Ma da quando abbiamo aperto una cantina e abbiamo cominciato a integrare ragazzi, anche stranieri, per formarli, ho capito che questa potrebbe essere una buona modalità di integrazione. Quindi VITE implica tre ambiti: lingua, lavoro e cittadinanza, i tre livelli che caratterizzano il processo di integrazione. La lingua è il principale passe-partout: quando si arriva in un paese, bisogna imparare la lingua, perché è quella che ti permette di interagire. Il lavoro consente di integrarsi ulteriormente e acquisire una dimensione identitaria, una propria autonomia. Cittadinanza infine vuol dire comprensione reciproca all’interno di un territorio: i nuovi arrivati conoscono il territorio e il territorio impara a conoscere loro. Questi tre punti sono indispensabili per una comunicazione interculturale futura, per consentire a una persona di sentirsi appartenente a una comunità. Anche il territorio deve cominciare a comunicare con questi nuovi cittadini. Se saremo in grado di seguirli e formarli, i nuovi e futuri cittadini avranno la responsabilità di cogliere l’occasione e a loro volta saranno in grado di portare la propria cultura e il proprio essere nel territorio. Così si crea una vera comunicazione circolare.

Sono interessanti e innovative le metodologie introdotte per promuovere il trasferimento di competenze. Ci vuoi dare qualche indicazione? Per promuovere la competenza linguistica si strutturerà un corso intensivo iniziale, poi l’apprendimento si distribuirà sui vari moduli di microlingua. Per la parte professionalizzante punto di forza sarà la metodologia dell’apprendimento in situazione, poiché il percorso teorico sarà accompagnato da alcuni laboratori pratici, gestiti da insegnanti-agricoltori. I partecipanti, divisi in due gruppi, presso due aziende in provincia di Bolzano e di Merano, potranno apprendere in modo concreto le competenze necessarie per il lavoro in vigna, a seconda delle fasi temporali e partendo dalle reali situazioni lavorative. Sarà quindi importante sviluppare relazioni concrete con le aziende locali, che si dovranno sentire coinvolte e supportate dall’equipe di progetto.

16

Internos


Le uscite saranno uno strumento molto efficace, perché consentiranno di far conoscere ai partecipanti la complessità degli enti sul territorio, possibilità e opportunità di uffici provinciali, sindacati, consultori femminili e maschili...

Quali sono le tue aspettative, personali e professionali? La speranza è che il progetto confermi che la nostra analisi era corretta, che funzioni e dia inizio a un canale, coordinato da La Strada-Der Weg, che funga da intermediario tra mondo del lavoro, lavoratori e territorio. L’iter per me è molto chiaro: analisi dei bisogni del territorio, ideazione di un percorso formativo che risponda a quei bisogni e formazione di professionalità. Questa è la prima esperienza come consulente esterna di un’organizzazione e mi piace molto sperimentarmi in questo ruolo. A lungo termine mi vedrei come libera professionista, impegnata in vari progetti con ruoli diversi. La mia passione è l’intercultura e mi attira la possibilità di creare un mio settore professionale.

Territorio, sostenibilità, rete, inclusione sociale, inserimento lavorativo, intercultura... Quale parola può sintetizzare il senso profondo del progetto? Forse l’immagine del ponte: la visione di Alexander Langer delle persone come costruttori di ponti è sicuramente un riferimento che mi ispira.

Elena Faccio

Dicembre/Dezember 2020

17


Il progetto FARm Intervista a Mauro Melissano di Francesco Campana

FARm è nuovo nel catalogo delle proposte progettuali della nostra Associazione. È un progetto che si inserisce nella più ampia cornice del Progetto ALBA, che da molti anni unisce, nella lotta alla tratta di esseri umani e alle gravi forme di asservimento, diverse realtà del Terzo Settore: La Strada-Der Weg, Volontarius e

Consis per l’Alto Adige e CIF e Punto d’Approdo per il Trentino. “FARm”, che in inglese significa azienda agricola, svela così i suoi primi indizi, ma è nel gioco di parole (una specie di acronimo rovesciato) da cui

Mauro Melissano

prende vita il sottotitolo che l’ambito di operatività

del progetto si rende ancora più chiaro: FARm = modello di filiera dell’agricoltura

responsabile. La spinta verso mondi inesplorati, in cui la tratta di esseri umani si finalizza nello sfruttamento lavorativo, nella privazione di diritti fondamentali e nel caporalato, incontra in questo progetto i territori dell’Alto Adige, i suoi luoghi più rappresentativi, le sue tradizioni più care. Il fascino e la complessità del progetto ci hanno incuriosito e così abbiamo intervistato Mauro Melissano, coordinatore delle attività sul campo per conto della nostra Associazione.

Ciao, Mauro, grazie del tempo che ci dedichi. Racconti ai nostri lettori qualche cosa di più del progetto FARm? È un progetto finanziato con fondi FAMI (Fondo Asilo Migrazione e Integrazione) ed

è

composto

da

un

ampio

partenariato

pubblico-privato,

capitanato

dall’Università di Verona. Obiettivo primario è prevenire e contrastare lo 18

Internos


sfruttamento lavorativo in agricoltura e il caporalato. Il rilievo posto sulla prevenzione è molto importante: intendiamo partire dal creare e/o consolidare sinergie di lavoro tra pubblico e privato, prima di poterci spostare sul piano del contrasto vero e proprio. La strategia complessiva è “creare un circolo virtuoso tra imprese, parti sociali e istituzioni”, in cui vengono messi al centro il rispetto dei diritti dei lavoratori in agricoltura e la valorizzazione della filiera dell’agricoltura responsabile, che si può attuare migliorando l’efficienza dei servizi di intermediazione al lavoro. Grazie alle competenze specialistiche delle Università che compongono la cordata intendiamo portare diverse attività e strumenti provenienti dalla Responsabilità sociale d’impresa e mutuati dal Piano di azione nazionale impresa e diritti umani 2016-2021 (PAN). La nostra speranza è di rendere interventi concreti quelli che sono ancora obiettivi strategici e di allargare queste modalità di lavoro dall’agricoltura ad altri settori produttivi.

Nel concreto come pensate di agire? Tenendo presente che lo scopo ultimo, che sorpassa i confini temporali del progetto, è far emergere le situazioni di grave sfruttamento, per dare così supporto e protezione alle vittime, in questa prima fase è necessario costruire solide reti di lavoro e condividere strumenti ed operatività congiunte tra i vari attori in gioco. Siamo impegnati in un processo di conoscenza dei contesti, tramite l’osservazione diretta e il contatto degli attori istituzionali, in stretto raccordo con l’Università di Bolzano. Stiamo conducendo delle interviste a sindacati, Forze dell’Ordine, Ufficio del lavoro, centri di accoglienza, ecc. Puntiamo poi all’informazione/formazione della comunità attraverso interventi di sensibilizzazione mirati e un aggiornamento professionale degli operatori anti-tratta. Intendiamo parlare di standard di lavoro agricolo di qualità, mediante iniziative formative specifiche; sperimentare soluzioni innovative informatico-tecnologiche per

la

richiesta

di

manodopera;

produrre

modelli

giuridici

specifici

di

commercializzazione e incentivazione dei prodotti agricoli; esportare un modello di codice di condotta per le associazioni datoriali. È necessario sorpassare la figura di intermediario del caporale per promuovere un processo di intermediazione responsabile e afferente ai diritti umani e del lavoratore.

Dicembre/Dezember 2020

19


Nel frattempo ci raggiunge Alberto Dal Negro, direttore del Progetto ALBA. Chiedo ad entrambi quali sono gli aspetti innovativi della proposta. Mauro e Alberto rispondono assieme. A nostro avviso, il progetto presenta molti aspetti innovativi: 1. l’ambito di indagine; in parallelo allo sfruttamento sessuale, su cui il progetto ALBA detiene una pluridecennale

esperienza,

desideriamo

approfondire lo sfruttamento lavorativo, sicuramente meno conosciuto; 2. una rete ampissima, composta da Enti del Terzo Settore, Amministrazione Pubbliche e Università con interlocutori che vantano una consolidata esperienza;

Alberto Dal Negro

la provenienza di alcuni di questi attori da altre regioni italiane permette uno scambio di modelli e prassi operative più performanti, che, una volta trasferite, sono in grado di accelerare la nostra crescita; 3. nuove strategie condivise, che sono una spinta all’uscita da singole autoreferenzialità per nuovo lavoro di rete in contrasto al caporalato e allo sfruttamento lavorativo; 4. la metodologia della ricerca-azione, che muove dall’approfondimento scientifico delle pratiche degli attori del contesto economico sociale e istituzionale e ritorna allo stesso grazie alla progettazione di soluzioni innovative (giuridiche, organizzative, tecnologico-informatiche) da sperimentare sul campo.

Siete soddisfatti dei risultati fino ad oggi conseguiti? Sì, lo siamo! Siamo sempre più convinti che solo il lavoro di rete possa aprirci alle nuove sfide che stanno emergendo e questo progetto ne è la testimonianza. In generale si sta assistendo a una diminuzione dello sfruttamento sessuale a favore di quello lavorativo, che però è sommerso, soprattutto qui in Alto Adige, dove le denunce per caporalato sono pressoché nulle. Questo ambito d’azione si apre oggi, ma richiede tanto lavoro e tanta collaborazione tra tutte le forze istituzionali. Da soli si fa fatica, noi possiamo fare solo un pezzetto!

Tornando a te Mauro, come sei arrivato a FARm, ti va di raccontarci chi sei? Sono cresciuto a Bolzano, classe 1975. Ho studiato Economia e Commercio a Bologna. Dopo un’esperienza Erasmus in Germania e altre esperienze lavorative 20

Internos


all’estero e a Milano, sono ritornato a Bologna, assumendo un incarico come responsabile commerciale di un’azienda del gruppo Toyota. La mia vita procedeva con regolarità, quando l’arrivo di un cane in famiglia ha stravolto il mio percorso di vita e mi ha fatto crescere una passione: la pet-therapy! Passione che condivido con mia moglie, veterinaria comportamentalista, esperta in interventi assistiti con animali. Abbiamo così cercato ad un posto dove sviluppare quest’attività comune ad entrambi. Caso vuole che siamo tornati a Bolzano (in realtà lei è ravennate, cresciuta a Cortina d’Ampezzo) e abbiamo così iniziato delle collaborazioni con gli Amici di Sari. Abbiamo trovato un maso e creato una nostra realtà cooperativa, dove viviamo e sviluppiamo molte attività (www.farmonia.com). Tramite Alberto Dal Negro, direttore di Alba e già presidente degli Amici di Sari, sono venuto a conoscenza di FARm e mi è stata offerta questa opportunità.

Come ti senti a lavorare in due contesti così diversi? Mi sento un buon mediatore e mi trovo a mio agio in entrambi i contesti di lavoro. Di facciata sembrano due progetti diversissimi; in realtà presentano molti punti in comune: entrambi prevedono il coordinamento di persone, relazioni, attività, risorse e la costruzione di una rete significativa di collaborazioni. L’incarico di FARm è sicuramente interessante e mi permettere di conoscere nuove persone e nuovi metodi di lavoro, di muovermi in contesti più istituzionali; “FArmonia” invece mi ha fatto improvvisare un ruolo nuovo, quello di agricoltore. L’investimento sul maso è stato molto impegnativo e ci ha richiesto numerosi sforzi negli ultimi due anni. Mi è capitata la proposta di FARm e l’ho colta perché la voglia di fare qualcosa di buono risulta ora quasi una rivincita nella mia vita, in contrapposizione alla fase precedente in cui ero immerso nel lavoro d’impresa. Ora mi sento più coerente con il mio percorso di vita e di crescita personale. Riesco infatti a coniugare le mie più grandi passioni: l’educazione alla natura e al suo potere riabilitativo e la passione per gli animali.

Dicembre/Dezember 2020

21


Suor Cornelia e il Progetto Alba Intervista a Marina Bruccoleri di Daniel Valentini

Marina Bruccoleri Qualche settimana fa è andato in

Vor einigen Wochen wurde auf Rai Alto

onda su TG Bolzano della Rai e Rai

Adige und Rai Südtirol eine Reportage

Südtirol un servizio, a cura di Floriana

von Floriana Gavazzi ausgestrahlt.

Gavazzi Ha illustrato la collaborazione –

Die

durata circa quindici anni – tra

Zusammenarbeit

alcune Suore della carità di Merano e

Schwestern des Ordens der Caritas

la fase di accoglienza del Progetto

von Meran und der Aufnahmephase

Alba, un progetto sostenuto dalla

des Projekts Alba veranschaulichte.

Provincia

Alba ist ein Projekt, das vom Amt für Kinder- und Jugendschutz und soziale Inklusion der Autonomen Provinz

autonoma

di

Bolzano

(Ufficio minori e inclusione sociale) che

vede

coinvolti

dal

2003,

Volontarius, il sociale Consis e l'Associazione La Strada-Der Weg.

etwa

fünfzehnjährige zwischen

den

l'Associazione

Bozen unterstützt wird und an dem

Consorzio

seit 2003 der Verein Volontarius, die

Abbiamo incontrato la dottoressa

Sozialgenossenschaft Consis, und der Verein La Strada-Der Weg beteiligt

22

Internos


Marina

Bruccoleri,

responsabile

sind. Wir haben uns mit Dr.in Marina

dell’Area Prevenzione e consulenza,

Bruccoleri,

per intervistarla e per conoscere

Bereichs Prävention und Beratung,

questa realtà associativa.

getroffen, um sie zu interviewen und

Verantwortliche

des

diese Realität besser kennenzulernen.

Che cos’è il Progetto Alba? Il progetto concretizza una legge

Was ist das Projekt Alba?

(legge 6 marzo 1998, detta anche

Das

legge Turco-Napolitano) contro la

Umsetzung eines Gesetzes (Gesetz

Alba

vom 6. März 1998, auch Turco-

prevede una fase di emergenza,

Napolitano-Gesetz genannt) gegen

ovvero

Menschenhandel

tratta

e

lo una

sfruttamento. prima

accoglienza:

Projekt

ist

die

und

konkrete

Ausbeutung.

quando le persone si sottraggono

Alba sieht eine Notfallphase vor, d.h.

alla forma di sfruttamento, possono

eine

accedere

Menschen

a

un

progetto

di

Erstaufnahme: irgendeiner

wenn

die

Form

von

inserimento lavorativo e inclusione

Ausbeutung entkommen, können sie

sociale, sia se denunciano i loro

Zugang

sfruttatori sia se non lo fanno.

Arbeitsintegration und der sozialen

Questa

prima

Projekt

der

un

Eingliederung erhalten. Dieses Recht haben sie, sowohl wenn sie ihre

accoglienza, segreta e tutelata, dove

Ausbeuter anzeigen als auch wenn sie

la persona può riprendersi e pensare

es nicht tun.

se aderire o no al progetto. È

Diese erste Phase sieht eine erste

chiaramente la fase più delicata,

Zeitspanne innerhalb einer geheimen

perché

nella

und geschützten Aufnahmestruktur

massima riservatezza e tutela della

vor, in der sich die Person erholen und

persona che decide di incominciare il

darüber nachdenken kann, ob sie

percorso.

dem Projekt beitreten möchte oder

Come è nata la collaborazione con le suore di Merano in Alto Adige?

nicht. Es ist eindeutig die heikelste

Nel

größtmöglicher Vertraulichkeit und im

momento

prevede

einem

periodo all’interno di una struttura di

deve

fase

zu

trascorrere

in

cui

abbiamo

Phase,

denn

muss

implementato quindici anni fa questo

Schutz

servizio, don Giancarlo Bertagnolli, il

entscheidet,

nostro indimenticato fondatore, ha

beginnen, verbracht werden.

Dicembre/Dezember 2020

der

sie

Person, das

die

Programm

unter sich zu

23


trovato presso le Suore della carità di impagabile. Le suore hanno iniziato

Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit mit den Schwestern in Meran?

a

Als wir diesen Dienst vor fünfzehn

Merano, una risorsa fondamentale e metterci

appartamenti

a e

disposizione una

suora

in

Jahren einführten, fand Don Giancarlo

particolare, suor Cornelia, ha preso a

Bertagnolli,

cuore il progetto, fornendo letti,

Gründer, in den Schwestern des

pasti e una possibilità di dialogo

Ordens der Caritas von Meran eine

sempre

grundlegende

in

collaborazione

con

l'equipe di operatori.

unser

unvergesslicher

und

unschätzbare

Ressource. Die Nonnen begannen,

Un mese fa, a seguito della decisione

uns Wohnungen zur Verfügung zu

di

stellen,

ristrutturare

lo

stabile

e

und

eine

Nonne

Schwester

im

Cornelia,

concludere la collaborazione con il

Besonderen,

nostro progetto, abbiamo deciso di

nahm sich das Projekt zu Herzen und

raccontare questa bella esperienza.

sorgte für Betten, Mahlzeiten und eine

È una storia di mondi femminili: per

Möglichkeit zum Dialog, immer in

quindici anni alcune suore, nel più

Zusammenarbeit

completo

Fachkräften.

silenzio

e

nella

Vor

vittime di tratta e sfruttamento

Entscheidung,

sessuale, vedendole semplicemente

renovieren und die Zusammenarbeit

come donne e soprattutto come

mit unserem Projekt zu beenden,

persone,

mai

Monat,

unseren

riservatezza, hanno accolto donne

senza

einem

mit

das

nach Gebäude

der zu

entrare

haben wir beschlossen, von dieser

all’interno del lavoro degli operatori

schönen Erfahrung zu erzählen. Es ist

e delle operatrici.

eine Geschichte von Frauenwelten: Fünfzehn Jahre lang haben einige

Con Floriana Gavazzi, giornalista

Nonnen

della

Abgeschiedenheit

Rai,

intervistare

abbiamo

suor

deciso

Cornelia,

di per

in

völliger

aufgenommen,

raccontare, sia in tedesco che in

Menschenhandel

italiano,

und

Frauen die und

Opfer

von

sexueller

storia.

Ausbeutung waren: sie haben sie

Personalmente è stata, da un punto

einfach als Frauen und vor allem als

di

un’esperienza

Menschen betrachtet, ohne jemals die

bellissima, e ci tengo a sottolineare

Arbeit unserer Fachkräfte in Frage zu

24

vista

questa

Stille

umano,

Internos


che il fatto che loro fossero delle religiose,

specialmente

stellen.

suor

Cornelia, non ha in alcun modo

Mit

influenzato

Journalistin,

il

loro

approccio

Floriana

Gavazzi, einer Raihaben

wir

uns

relazionale, in quanto ci siamo divisi

entschlossen, Schwester Cornelia zu

perfettamente i ruoli: noi eravamo gli

interviewen, um diese Geschichte

operatori e le operatrici, loro erano,

sowohl auf Deutsch als auch auf

per questo periodo, un riferimento

Italienisch

quasi materno.

menschlicher

Sicht

wunderbare

Erfahrung,

zu

erzählen. war

es und

Aus eine ich

möchte betonen, dass die Tatsache, dass

es

sich

um

Ordensfrauen

handelte, vor allem um Schwester Cornelia,

in

keiner

Weise

ihren

Beziehungsansatz beeinflusst hat, da wir unsere Rollen perfekt aufgeteilt haben: wir waren die Fachkräfte, und sie waren eine Art mütterlicher Ersatz.

Floriana Gavazzi e Marina Bruccoleri Qual è l’elemento più importante del Progetto? Alba è un progetto bellissimo e

Was ist das wichtigste Element des Projekts? Alba ist in seiner Gesamtheit ein schönes und sehr wichtiges Projekt, denn wir arbeiten in sehr engem

importantissimo nella sua interezza,

Kontakt mit Menschen aus einer

perché

strettissimo

anderen Kultur und mit Menschen, die

contatto con persone di un’altra

in der Regel arm sind. Sie sehen die

cultura e con persone generalmente

Ankunft in unserem Land als eine Art

povere, che vedono l’arrivo nel

Erlösung, sowohl von der Armut als

nostro paese come una sorta di

auch von einer gewalttätigen Welt,

riscatto, sia dalla povertà che da un

die sie dafür bestraft, dass sie einfach

mondo violento che le punisce per il

nur Frauen sind, und sie einer großen

semplice fatto di essere donne e le

Verletzlichkeit

espone a grossissime vulnerabilità.

umsonst wendet sich das Gesetz an

si

lavora

a

Dicembre/Dezember 2020

aussetzt.

Nicht

25


Non per niente la legge parla di

Frauen

donne

ausgebeutet oder von Ausbeutung

trattate,

sessualmente

o

sfruttate

a

rischio

di

die

verkauft,

sexuell

bedroht werden.

sfruttamento.

Wir

Abbiamo avuto alcune donne minori

Frauen

i cui sfruttatori aspettavano la loro

warten wollten, bis sie volljährig

maggiore

wurden,

età

per

metterle

sul

haben

einige

gehabt, um

minderjährige

deren

Ausbeuter

sie

in

die

mercato della prostituzione coatta.

Zwangsprostitution zu bringen.

Inoltre c’è la realtà della tratta nel

Hinzu

lungo viaggio dalla Nigeria alla Libia,

Menschenhandels auf der

che in questi ultimi anni è l’itinerario

Reise von Nigeria nach Libyen, die in

predominante:

den

reclutamento

ci lo

il

letzten

die

Realität

des

langen

Jahren

die

sfruttamento

vorherrschende Route war: es gibt die

all’interno dei bordelli della Libia,

Anwerbung und Ausbeutung in den

illegali

dalle

Bordellen Libyens, die zwar illegal

autorità e dove le donne sono viste

sind, aber von den Behörden geduldet

come carne da macello; infine dalla

werden und in denen die Frauen als

Libia alla Sicilia per raggiungere

Fleisch zum Schlachten angesehen

l’Italia.

werden, und schließlich die Reise von

Non

ma

e

sono

kommt

molto

tollerati

dimentichiamo

persone,

per

illegalmente

il

che

queste

raggiungere nostro

paese,

Libyen nach Sizilien, um Italien zu erreichen. Vergessen

wir

nicht,

dass

diese

contraggono, anche attraverso la

Menschen, um in unserem Land illegal

loro famiglia, un debito (dai diecimila

zu

ai quaranta mila euro) con la rete

vierzigtausend Euro hohe Schuld, die

criminale

Il

teilweise auch durch ihre Familie

pagamento di questo debito viene

getragen wird, mit dem kriminellen

esercitato attraverso coercizione e

Netzwerk der Ausbeutung eingehen.

ricatto.

Die Begleichung dieser Schuld wird

L’elemento più importante però è

durch

sicuramente la concretizzazione di

ausgeübt.

tutti i valori sia cristiani che universali

Das wichtigste

su cui don Giancarlo ha fondato

sicherlich die Konkretisierung aller

l’Associazione La Strada-Der Weg.

christlichen und universellen Werte,

26

di

sfruttamento.

verbleiben,

Nötigung

eine

zehn-

und Element

bis

Erpressung ist

aber

Internos


Oggi il progetto come prosegue?

auf denen Don Giancarlo den Verein

Il progetto continua ad andare ne stiamo cercando un’altra, sempre

La Strada-Der Weg gegründet hat. Wie geht es heute mit dem Projekt weiter?

nella

segretezza,

Trotz der Beendigung dieses schönen

nonostante la bellissima avventura

Abenteuers mit den Schwestern, wird

con le sorelle si sia ora conclusa.

das Projekt weitergeführt: wir haben

avanti, abbiamo già una struttura e riservatezza

e

bereits eine andere Struktur gefunden und suchen nach einer weiteren.

Suor Cornelia

Dicembre/Dezember 2020

27


Mesi d’emergenza Intervista a Carlotta Ficco di Domenico Nunziata La dottoressa Carlotta Ficco è la responsabile clinica dell’Area Dipendenze e salute mentale. Le abbiamo chiesto quale impatto ha avuto la crisi provocata dal Coronavirus sulle attività e come la si è affrontata.

Carlotta Ficco

Come si vive all’interno delle strutture questa seconda ondata di Coronavirus?

L’esperienza della prima ondata ci ha aiutato ad affrontare la seconda, molti modelli e modalità per approcciarsi con l’esterno li stiamo riutilizzando. Cerchiamo di imporre regole che garantiscano la buona convivenza nel rispetto di tutti: ospiti e operatori. Ci siamo mossi un po’ prima del dpcm e delle ordinanze provinciali. Già dai primi di settembre abbiamo iniziato ad adottare delle misure preventive e a prendere in mano le regole. Non ci sono stati casi positivi e questo secondo me si deve anche al fatto che siamo stati testati molto di più. La grossa differenza rispetto alla prima ondata è che questa è stata più dinamica e movimentata, nella prima infatti siamo stati bloccati, avevamo poche opportunità di confrontarci ed eravamo anche, come un po’ tutti penso, meno preparati alla restrizione delle nostre libertà personali. Nella seconda ondata, nonostante le difficoltà nel dover valutare caso per caso come muoversi, il lavoro sta andando avanti.

Quindi la preparazione e il fatto di essere partiti in anticipo vi hanno aiutati ad affrontare questa seconda ondata? Diciamo che è stato più graduale. Se in estate siamo riusciti a goderci di più l’aria aperta e magari a pensare anche a qualche gita, piano piano abbiamo dovuto – seguendo naturalmente i protocolli Covid – richiudere e limitare gli incontri con l’esterno. Gradualmente quindi siamo riusciti a riorganizzarci.

L’essere “costretti” alla convivenza ha aiutato gli utenti a sentirsi più vicini e a creare 28

Internos


qualcosa di positivo in una tragedia come è la pandemia globale? Soprattutto nella prima ondata questo è sicuramente successo, ad esempio una cosa bellissima è che hanno ridipinto la casa e se ne sono presi cura come mai prima d’ora, inoltre si sono molto sostenuti a vicenda. Nella seconda ondata, invece, fondamentale per gli operatori è stato poter continuare ad andare al lavoro e poter continuare ad avere un contatto diretto con gli utenti.

Sono cambiate le attività ma, nonostante le difficoltà, siete riusciti ad adattarvi? Sì, è stato un adattamento, sia durante la prima ondata che durante la seconda abbiamo cercato di continuare il nostro lavoro riprogrammando e ripensando le attività, se proprio non potevamo trovare alternative, come ad esempio per le gite; alcune iniziative sono saltate, ma generalmente siamo sempre riusciti a trovare qualcosa di alternativo da fare.

Il morale all’interno invece come è? La questione non è per nulla semplice, sia per gli operatori che per gli utenti. La mia percezione è che si cerchi di resistere e mi viene proprio da dire che “tengono botta”, a volte ci sono dei momenti di difficoltà oppure a volte bisogna stare più attenti del solito. Il lavoro di squadra tra me, la coordinatrice, l’altra psicologa e soprattutto gli operatori, sicuramente aiuta, ma il clima resta teso e non sempre è semplice mantenere la tranquillità della quotidianità. È una sfida, che siamo pronti ad affrontare e che stiamo affrontando. Ciò che mi sento di dire è che sicuramente il lavoro di gruppo aiuta tantissimo e anche l’essere affiancata da persone competenti che, durante l’équipe e durante i vari gruppi di lavoro, fanno emergere

St. Isidor

le criticità, cercando sempre di risolverle con atteggiamento positivo. Tutti questi valori associativi però erano già presenti ben prima del Coronavirus, perciò siamo riusciti, anche in questo passaggio, ad adattarci piuttosto bene.

Dicembre/Dezember 2020

29


Doppia intervista con Marta Forcada e Gonçalo Gomes di Domenico Nunziata

Marta Forcada e Gonçalo Gomes sono due giovani volontari che hanno aderito al progetto di mobilità europeo, il Corpo

europeo di solidarietà, dedicato a chi ha tra i 18 e i 30 anni, che ha come scopo di aiutare le comunità in tutta Europa.

Marta ha 22 anni e viene da Benavent de Segrià, piccolo paese vicino a Barcellona, in Catalogna, Spagna. Marta si è laureata in psicologia all'Università autonoma di Barcellona e non sa ancora se continuare facendo un master.

Ho scelto di entrare a far parte del progetto perché avevo bisogno di un anno in cui riflettere su cosa fare dopo la laurea triennale - dice Marta - Un'esperienza di questo tipo mi sembrava fosse adatta alle mie esigenze. Ho scelto di venire in Italia perché ne ero attratta e lo ero in particolare da questa zona. Da un lato ero curiosa di scoprire persone nuove, una lingua diversa, la natura, dall'altro volevo confrontarmi con i temi di cui l'Associazione si occupa. Marta sta prestando servizio al Centro giovanile Charlie Brown. Oltre alle possibilità linguistiche a

Marta

all'interesse per l'escursionismo, Marta cercava una meta interessante ma tranquilla dove poter essere coinvolta in questioni di carattere sociale, temi dei quali si è sempre interessata. Segni particolari: le piace leggere e un giorno vorrebbe fare backpacking, viaggiare per il mondo solo con uno zaino. 30

Internos


Gonçalo viene da Monção, una cittadina nel nord del Portogallo; ha 22 anni, sta prestando servizio al Centro Polo Ovest e tra pochi mesi ha intenzione di ricominciare da capo l'università. Questa estate ho fatto un corso di due settimane che mi aveva consigliato mia sorella. Ho visto che l'Associazione che lo teneva era in contatto con La Strada-Der Weg; mi sono informato e il progetto mi è piaciuto. Ho pensato, tra me e me, “perché no?” e sono venuto qui. Ho pensato che potesse essere interessante essere coinvolto in progetti di carattere sociale, soprattutto da giovane. Gonçalo ha studiato (ma non ha finito) letteratura all'Università

di

Lisbona

ed

è

ancora

molto

interessato ai temi delle lingue e delle lettere, non solo romanze.

In questi ultimi mesi mi sono messo a studiare il giapponese (che avevo cominciato a studiare quando facevo l'università), perché vorrei andare in Giappone a insegnare l'inglese. Segni particolari: ama la fotografia (ma si è

Gonçalo

dimenticato di portare con sé la macchina fotografica) e i film dei primi anni 2000.

Marta e Gonçalo dicono di essere persone molto diverse tra loro, anche se sono nati a un solo giorno di distanza l'uno dall'altra. Uno si definisce più riservato, l'altra una persona molto socievole, che ama fare attività con la calma necessaria. Entrambi sono arrivati in Italia durante la crisi provocata dal nuovo coronavirus e anche se hanno affrontato la situazione da prospettive personali differenti, entrambi si aspettano di cambiare. Vorrei crescere a livello personale e avere più a

che fare con il concetto di responsabilità, dice Gonçalo. Oltre alla crescita personale, conclude Marta, vorrei decidere quali sono i prossimi passi della mia vita; voglio imparare e dare un contributo positivo al progetto, ma vorrei anche adattarmi alle situazioni e alla cultura locali.

Dicembre/Dezember 2020

31


Nuovi otto volontari del servizio civile provinciale di Domenico Nunziata

Il 5 dicembre appena trascorso si è

Am vergangenen 5. Dezember fand

celebrata la Giornata mondiale del

der Weltfreiwilligentag statt, der seit

volontariato, una ricorrenza che si

1985 von den Vereinten Nationen

celebra dal 1985 nelle Nazioni Unite.

ausgerufen wird. Die Kampagne für

La campagna per la giornata mondiale

den

di quest’anno ha voluto mostrare

zeigen, welchen Einfluss Freiwillige

l’impatto che i volontari di tutto il

auf der ganzen Welt während der

mondo hanno avuto sulle comunità

durch

das

neue

durante la crisi provocata dal nuovo

verursachten

Krise

coronavirus. L’Associazione La Strada-

Gemeinschaften hatten. Der Verein

Der Weg ha provato, a modo suo, a

La Strada-Der Weg versuchte auf

celebrare la campagna attraverso

seine Weise, die Kampagne zu feiern,

l’invio di una newsletter, alla quale

indem

hanno

volontari

verschickte, an dem sich einige

partecipando con pensieri, citazioni,

Freiwillige mit Gedanken, Zitaten und

immagini.

Bildern beteiligten.

Quest’anno l’Associazione ha accolto

In diesem Jahr begrüßte der Verein

otto nuovi volontari che hanno aderito

acht neue Freiwillige, die dem von der

al Servizio civile provinciale, promosso

Autonomen

dalla Provincia autonoma di Bolzano.

geförderten

Otto ragazze e ragazzi che hanno

beigetreten sind: acht Mädchen und

storie diverse tra loro ma anche cose

Jungen,

in comune. Dopo un iniziale e breve

Geschichten,

periodo

Gemeinsamkeiten haben. Nach einer

aderito

di

alcuni

formazione,

in

cui

i

diesjährigen

er

einen

wollte

Coronavirus auf

die

Newsletter

Provinz

Bozen

Landeszivildienst die

volontari hanno raccontato chi sono,

anfänglichen

che percorso hanno avuto e cosa

Ausbildungszeit,

32

Welttag

unterschiedliche aber

auch

und in

kurzen der Internos

die


vorrebbero fare, hanno cominciato ad

Freiwilligen erzählten, wer sie sind,

adoperarsi per portare a termine le

welchen Weg sie hinter sich haben

loro attività.

und was sie gerne tun würden,

Ma chi sono? Oltre a chi vi scrive:

begannen sie mit der praktischen

Daniel, Nadia, Anna, Vitaly, Haffsa, Noemi e Mary. Alcuni di loro hanno voluto raccontare a Internos un po’ di

Arbeit im Verein.

loro stessi.

Anna, Vitaly, Haffsa, Noemi und Mary. Einige von ihnen wollten Internos ein wenig über sich selbst

“Ho deciso di fare quest'esperienza

perché volevo occupare il mio tempo in maniera fruttuosa, provando nel frattempo a capire che cosa davvero vorrei fare in futuro”. Sono parole di Nadia, 22 anni, che presta servizio in ben

due

realtà

associative:

Spaziosissimo e Banco alimentare.

Nadia

Aber wer sind sie? Zusätzlich zum Autor dieses Artikels: Daniel, Nadia,

erzählen. "Ich habe mich für diese Erfahrung

entschieden, weil ich meine Zeit auf eine fruchtbare Art und Weise verbringen wollte und in der Zwischenzeit versucht habe, zu verstehen, was ich in Zukunft wirklich tun möchte." Dies sind die Worte von Nadia, 22 Jahre alt, die in zwei Diensten tätig ist: T-Raumschiff und Lebensmittelbank. "Die Umgebung, in der ich arbeite, ist voller Freundlichkeit, Engagement und Fürsorge für die anderen. Für mich ist es genau das, worum es bei der Freiwilligenarbeit geht: der Wunsch, die eigene Zeit und die eigenen Fähigkeiten zum Wohle der Gemeinschaft anzubieten, in einem gegenseitigen Erfahrungsaustausch", so Nadia abschließend.

“L'ambiente in cui mi sono ritrovata è

pieno di gentilezza, impegno e cura Dicembre/Dezember 2020

Daniel zum Beispiel ist 22 Jahre alt 33


verso l'altro. Per me è questo il volontariato: la volontà di offrire il proprio tempo e le proprie capacità per il benessere della comunità, in uno scambio reciproco di esperienze”, ha concluso Nadia.

und arbeitet bei COOLtour. Der eine oder andere hat ihn vielleicht schon als Interviewer in den Video-Podcasts von ANGinradio_Bolzano - Velocity

Radio Podcast

gesehen, auf

Unterstützung

dem

Fahrrad, der

COOLtourder

mit

Nationalen

Daniel ha 22 anni e sta prestando servizio a COOLtour. A qualcuno è

Agentur für Jugend, dem "Amt für

forse già capitato di vederlo in qualità

der Stadt Bozen realisiert wurde.

di

intervistatore

nei

Jugendarbeit" der Provinz Bozen und

video-radio

ANGinradio_Bolzano Velocity Radio, il podcast di COOLtour podcast

di

realizzato in bicicletta con il sostegno di Agenzia Nazionale per i giovani e l’Ufficio delle politiche giovanili della Provincia di Bolzano e il supporto del Comune di Bolzano. “Ho scelto di fare quest'esperienza per

poter capire o almeno avvicinarmi a capire che cosa voglio fare nella vita e per affacciarmi al mondo del lavoro – ha detto Daniel – e ciò che ho trovato all'interno della redazione è stato un po' ciò che mi aspettavo: ovvero un gruppo motivato con tante idee e con tanta voglia di fare”.

Haffsa ha da poco finito le scuole superiori

e

prima

di

affrontare

l’università ha deciso di sperimentare

34

Daniel "Ich habe mich für diese Erfahrung

entschieden, um zu verstehen oder zumindest näher zu verstehen, was ich im Leben machen möchte und um mich der Arbeitswelt zu stellen" -sagt Daniel- "Und was ich in der Redaktion vorgefunden habe, war ein bisschen das, was ich erwartet hatte: eine motivierte Gruppe mit vielen Ideen und mit viel Lust, Neues zu tun.“

Internos


il servizio civile: sta prestando servizio

Haffsa hat vor kurzem die Oberschule

nel Centro giovanile Villa delle rose.

abgeschlossen und bevor sie zur Universität geht, hat sie beschlossen, den Zivildienst zu probieren: sie arbeitet derzeit im Jugendzentrum

Villa delle Rose. "Da ich ein Mädchen bin, das wirklich gerne Kindern hilft und mit ihnen arbeitet, arbeite ich ehrenamtlich, aber ich mache es hauptsächlich zu meinem Vergnügen und um neue Erfahrungen zu sammeln, um die verschiedenen Arbeitsbereiche zu sehen, die zu meiner Persönlichkeit passen und um meine Zukunft bestmöglich gestalten zu können", sagte Haffsa. Haffsa “Essendo una ragazza alla quale piace

molto aiutare i bambini e lavorare con loro, faccio volontariato, ma lo faccio soprattutto per piacere e per fare esperienze nuove, per vedere i vari ambiti lavorativi adatti alla mia personalità e poter scegliere nel miglior modo possibile il mio futuro”, ha detto Haffsa. Anna presta servizio a Spaziosissimo e all’interno dell’Area Anche

Anna

Servizi volontari. “In questi mesi ho imparato, affinato

Anna arbeitet auch bei T-Raumschiff

e

und

implementato

la

capacità

Dicembre/Dezember 2020

di

im

Bereich

der 35


relazionarmi con gli altri, di seguire regole e orari, di prendere impegni e portarli fino alla fine. Ho svolto compiti diversi da quelli a cui ero abituata e acquisito alcune competenze in settori che non avevo mai sperimentato. In alcuni casi non è semplice, ma tutto contribuisce al mio percorso di crescita”, ha detto Anna, che ha cercato

di

descrivere

cos’è

il

volontariato per lei: “Volontariato per me è la possibilità di

restituire in forma gratuita ad altri quello che ho ricevuto finora dalla mia famiglia, dagli amici, dalle organizzazioni che ho frequentato”.

Freiwilligendienste. "In diesen Monaten habe ich die

Fähigkeit gelernt, verfeinert und umgesetzt, mit anderen in Beziehung zu treten, Regeln und Zeitpläne zu befolgen, Verpflichtungen einzugehen und sie bis zum Ende durchzuziehen. Ich habe Aufgaben ausgeführt, die sich von dem unterschieden, woran ich gewohnt war, und mir einige Kompetenzen in Bereichen angeeignet, die ich noch nicht kannte. In manchen Fällen ist es nicht einfach, aber es trägt alles zu meinem Entwicklungsweg bei", sagte Anna, die auch versuchte zu beschreiben, was Freiwilligenarbeit für sie bedeutet: "Freiwilligenarbeit

ist für mich die Möglichkeit, anderen kostenlos das zurückzugeben, was ich bisher von meiner Familie, meinen Freunden und Organisationen, in denen ich tätig war, erhalten habe.“

36

Internos


“Invisibili” - Un colloquio con “Die Unsichtbaren” - Ein Gespräch mit

Claudio Ansaloni di Daniel Valentini

Il dottor Claudio Ansaloni è il responsabile dell'Area Bambini e giovani. Attualmente sta sviluppando, insieme ad Alberto Malfatti –psicologo, psicoterapeuta e musicoterapeuta– un nuovo progetto rivolto ai cosiddetti “invisibili” e alla realtà del “ritiro sociale”. Gli abbiamo chiesto di raccontarci di cosa si tratta. Dr. Claudio Ansaloni leitet den Bereich Kinder und Jugendliche des Vereins. Derzeit entwickelt er zusammen mit Alberto Malfatti -Psychologe, Psychotherapeut und Musiktherapeut- ein neues Projekt, das sich mit den sogenannten "Unsichtbaren" und der Realität des "sozialen Rückzugs" beschäftigt. Wir haben ihn gebeten, uns zu erzählen, worum es sich dabei handelt.

Claudio Ansaloni

Invisibili è un progetto ancora in fase

Das Projekt "Unsichtbare" befindet

di

sich

sviluppo,

paragonabile

al a

momento un

è

contenitore

noch

in

einer

Entwicklungsphase; momentan ist es

virtuale, che tenta di riconoscere

mit

situazioni di disagio e difficoltà che

vergleichbar,

comportano

schwierige soziale Situationen zu

modalità

diverse

di

einem

virtuellen

Behälter

der

versucht,

intervento e progettazione.

erkennen,

Il progetto Invisibili si propone di

Arbeits-

attivare, all’interno dell’Associazione,

erfordern.

interventi individualizzati a favore di

Es handelt sich um individuelle

ragazzi la cui presa in carico sfugge

Projekte,

Dicembre/Dezember 2020

die und

die

unterschiedliche Planungsmethoden

nicht

zu

den 37


alle categorie istituzionali, oppure

institutionellen Kategorien passen,

hanno rapporti con servizi, medici,

oder wo das Verhältnis zu Diensten,

psicologi, operatori compromessi a

Ärzten,

causa di relazioni passate o, più

aufgrund früherer Beziehungen oder,

semplicemente, a causa di una

noch

mancanza di fiducia nei confronti di

Mangels

tali figure.

Figuren, beeinträchtigt ist.

Tra gli “invisibili” ci sono anche

Unter den "Unsichtbaren" gibt es

ragazzi vittime di bullismo, che

aber auch Jugendliche, die sich sehr

spesso rifiutano di essere aiutati, o

oft weigern, sich helfen zu lassen, die

che, a causa di ansie e paure, hanno

gemobbt

deciso di distaccarsi dagli ambienti di

aufgrund von Sorgen und Ängsten

socializzazione, un vero e proprio

aus

rifiuto del contatto sociale.

zurückgezogen

Al momento l’Associazione sta già

regelrechte

seguendo ragazzi con questo tipo di

gegenüber

profilo: alcuni sono inseriti all'interno

aufweisen.

di progetti, altri invece sono in fase

Im Moment begleitet der Verein

di aggancio. Intendiamo però creare

bereits

un

solchen

servizio

e

una

modalità

di

Psychologen, einfacher, an

Fachkräften

aufgrund

Vertrauen

wurden

dem

in

oder

diese

die

"sozialen" haben,

eines

sich

Umfeld und

eine

Verweigerung sozialen

Jugendliche Profil,

Kontakten

mit

einige

einem sind

in

intervento più strutturati, per poter

bestehende Projekte aufgenommen,

sostenere ragazzi che in un primo

bei anderen sind wir noch beim

momento

Beziehungsaufbau. Dabei wollen wir

non

hanno

alcuna

intenzione di ricevere aiuto e, anzi,

einen

inizialmente ti vedono come un

Interventionsmetohode schaffen, um

intruso.

Jugendliche unterstützen zu können,

Tra

diverse

tipologie

eine

il

die zunächst keine Hilfe annehmen wollen und uns tatsächlich zunächst

principale e più evidente è il ritiro

als Eindringlinge empfinden.

sociale. Il ritiro sociale non è una

Unter den vielen Aspekten, mit

diagnosi, ma un fenomeno specifico:

denen sich das Projekt befassen

riguarda ragazzi e giovani adulti, è in

muss,

preoccupante aumento e nasconde

offensichtlichste der des sozialen

parecchie

Rückzugs. Sozialer Rückzug ist keine

difficoltà,

che

und

progetto vuole affrontare, quella

38

le

Dienst

malesseri

e

ist

der

wichtigste

Internos

und


sofferenze. Non è infatti una scelta,

Diagnose, sondern ein spezifisches

una ribellione, un rifiuto dei canoni

Phänomen: es betrifft Kinder und

della nostra società, è invece una

junge

reale

sofferenza

besorgniserregend zu, und verbirgt

portare

Schwierigkeiten,

difficoltà

psicologica,

che

e può

a

Erwachsene,

nimmt

Unbehagen

und

conseguenze piuttosto gravi, per il

Leid. Es handelt sich jedoch nicht um

ragazzo e per il contesto familiare.

eine Wahl, eine Rebellion, eine Ablehnung

der

Regeln

unserer

Gesellschaft, sondern um ein echtes psychisches Leiden, das zu ziemlich ernsten Konsequenzen führen kann, sowohl für die/den Jugendliche/n als auch für den familiären Kontext. Es kommt vor allem im Schulalter zum Vorschein, insbesondere in der Zeit nach der Schulpflicht, obwohl Fälle auch bei Kindern zu finden sind, die eine Grund- oder Mittelschule besuchen: dies ist eine Zeitspanne,

Un’opera di Daniel Arsham

in der solche Situationen nicht immer

Si manifesta principalmente in età

angesprochen werden und ungelöst

scolastica, soprattutto dopo la scuola

bleiben; das kann im Laufe der Zeit

dell’obbligo, nonostante si possano

die Lage verschlimmern und die

riscontrare dei casi anche tra i

Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass es

bambini

le

zu einer Form der Distanzierung und

elementari o le medie: un periodo

damit zum sozialen Rückzug kommt.

durante il quale accade spesso che

In vielen Fällen kann man dem

simili

vengano

antisozialen

irrisolte,

entgegenwirken,

che

frequentano

situazioni

affrontate

e

accumulandosi

non

rimangano nel

tempo

e

Verhalten wenn

gut

man

die

Formen der Sozialisation ändert und

aumentando le probabilità di sfociare

denjenigen,

in una forma di distanziamento e

Schwierigkeiten

die

sich

in

quindi di ritiro sociale.

ermöglicht, sich andere Methoden

befinden,

der Interaktion anzueignen, um ihren Dicembre/Dezember 2020

39


In

molti

casi

contrastare

un i

metodo

per

comportamenti

Mangel an dieser zu kompensieren. In schwerwiegenden Fällen ist es

antisociali può consistere in una

nicht

modifica

di

einzugreifen, da die bloße Handlung,

socializzazione, permettendo a chi si

das Haus zu verlassen, zu einer

trova

unüberwindbaren Schwierigkeit und

in

delle

forme

difficoltà

di

acquisire

möglich,

so

metodologie d'interazione differenti

unerklärlichem

per compensarne la mancanza.

diesen Fällen kann das Web zu einem

Nei casi gravi

positiven

non è

possibile

Leiden

einfach

und

wird.

In

notwendigen

intervenire così semplicemente, in

Werkzeug werden, um mit anderen

quanto la sola azione dell'uscire di

in Kontakt zu bleiben.

casa

Die

costituisce

una

difficoltà

größte

Schwierigkeit,

die

insormontabile e una sofferenza

"Unsichtbaren" zu finden, besteht

inesplicabile. È in questi casi che il

darin, dass niemand sie an die

web può diventare uno strumento

richtigen Dienste weiterleitet: sie

positivo

al

haben zwar einen ersten Zugang,

mantenimento di un contatto con gli

verschwinden dann aber und kehren

altri.

nie wieder zurück, obwohl die ersten

La difficoltà più grande nel trovare gli

Hilfeanfragen von ihnen selbst oder

"invisibili" è che nessuno li indirizza

ihren Eltern stammen.

verso i servizi giusti: vi transitano,

Oft wird das Phänomen von den

ma in seguito spariscono e non

Familien

tornano più, nonostante le prime

einfacher ist, sich nicht um einen

richieste d'aiuto provengano proprio

Jungen oder ein Mädchen zu sorgen,

da loro o dai genitori. Spesso il

das keine Probleme macht und am

fenomeno viene minimizzato dalle

Rande bleibt, ohne sich des ernsten

famiglie,

Leidens bewusst zu sein, das mit

e

in

necessario

quanto

risulta

più

verharmlost,

weil

es

semplice non preoccuparsi di un

diesem Zustand einhergeht.

ragazzo che non dà problemi e se ne

Das Projekt "Unsichtbare" befasst

sta in disparte, senza però accorgersi

sich nicht nur mit dem sozialen

della grave sofferenza che vive in

Rückzug, sondern widmet sich der

quella condizione.

Lösung

Invisibili non si occupa solo del ritiro

Spektrums von Schwierigkeiten, die

sociale, è attento alla risoluzione di

viele

40

eines

viel

Jugendlichen

breiteren betreffen: Internos


un insieme molto più ampio di

diejenigen, die in Schulen oder

difficoltà che investono molti ragazzi,

Diensten gemeldet sind, für die aber

da quelli segnalati all'interno delle

noch keine geeignete Hilfe gefunden

scuole o dei servizi e per i quali non

wurde, und auch diejenigen, die

si è arrivati ancora a trovare una

enttäuscht sind und keine Absicht

soluzione d'aiuto, a quelli disillusi,

haben,

che non intendono nemmeno vedere

aufzusuchen, weil sie nicht um Hilfe

uno psicologo, restii a formulare una

bitten wollen.

einen

Psychologen

qualsiasi richiesta d'aiuto.

Un’opera di Daniel Arsham

Dicembre/Dezember 2020

41


Un webinar con Matteo Lancini di Fabrizio Mattevi L’Associazione ha avviato una ricerca sul campo per meglio conoscere la realtà dei ritirati sociali in provincia di Bolzano. Il volume I ritirati sociali, pubblicato da Raffaello Cortina, raccoglie interventi di più autori, tutti terapeuti dell’Istituto Il Minotauro di Milano, che per primo ha iniziato

Matteo Lancini

a occuparsi di questo fenomeno e la raccolta di testi documenta un lavoro collet-

tivo intrapreso una quindicina di anni fa.

Matteo Lancini è la figura di riferimento di questo gruppo di esperti. Figura ormai nota, è spesso invitato ad approfondire queste tematiche. Recentemente ha presentato I ritirati sociali in un webinar organizzato dalla rete di biblioteche del comune di Venezia-Mestre. Il suo stile comunicativo è assai colloquiale, diretto, immediato; le sue affermazioni nette, esplicite, immediate, a tratti provocatorie. Le sue analisi, che coniugano lo studio, l’indagine scientifica e la pratica clinica, delineano una severa messa in discussione del mondo degli adulti, che sono assai lesti nel puntare il dito contro gli adolescenti, ma molto più restii a riconoscere le proprie contraddizioni e responsabilità. Del resto, afferma Lancini, è tipico di una società narcisistica attribuire ogni colpa sempre all’altro. È stata l’angoscia degli adulti che ha portato a chiudere gli spazi di socializzazione accessibili agli adolescenti: i cortili sono stati resi impraticabili e sostituiti con le piazze virtuali. Imputiamo ai più giovani la pratica compulsiva dei selfie, ma li abbiamo cresciuti immortalandoli in un’infinità di scatti sin dalle prime ecografie. Critichiamo il troppo tempo dedicato agli smartphone, ma lo si regala ai figli piccoli, come strumento di controllo e di contatto costante. D’altronde non c’è pubblico 42

Internos


consesso o riunione di lavoro in cui i partecipanti non siano distratti dal consultare il proprio cellulare. Chi ha messo in piedi questa società “onlife”, in cui la vita è costantemente online e dove la distinzione tra reale e virtuale è ormai venuta meno? Una conferenza su zoom, come quella che ha ospitato l’intervento di Lancini, è un’esperienza reale o virtuale? Abbiamo sempre messo in guardia gli adolescenti dai rischi di internet. In particolare la scuola ha alzato una barriera difensiva e lanciato anatemi, per poi, all’improvviso, il 10 marzo scorso, chiedere a tutti gli studenti di trascorrere ore in rete, davanti a uno schermo, per prendere parte ad attività didattiche integralmente online; pretendendo pure concentrazione, impegno, applicazione nell’uso domestico del web. Eppure, “mettere la propria faccia nella telecamera è più difficile che portare il proprio corpo a scuola.” Il sentimento della vergogna segna anche il vissuto dei ritirati sociali. Si tratta di un fenomeno prevalentemente maschile e può essere considerato come il corrispondente ai disturbi alimentari, più diffusi nell’universo femminile. Ancora non si sa che cosa determina il ritiro sociale. Certamente non è causato da internet, tant’è che nei casi più gravi non si riscontra neppure l’accesso alla rete. Internet è un ambiente affettivo, che in molti casi è positivo e fecondo. Alcune relazioni infatti possono essere più profonde sui social che nella realtà. Essere sempre connessi non vuol dire essere dipendenti (infatti l’Organizzazione mondiale della sanità non riconosce la dipendenza da internet). Il ritiro sociale pare piuttosto avere a che fare con l’esperienza della vergogna e della delusione. È una forma di suicidio sociale, un ritirarsi dalla competizione, una difesa da ciò che viene percepito come attacco al proprio corpo e al proprio Sé. In casa il corpo è protetto e al sicuro. Il ritiro sociale consente di tutelarsi da un mondo in cui si è smarrito il confine tra intimità e ostentazione. Con questi ragazzi gli interventi che si cerca di attuare partono dal rispetto nei confronti della scelta compiuta, al contempo si prova a mettere in discussione l’efficacia nel tempo della soluzione adottata: si propone loro di riconoscere che, comunque, anche così, non va tutto bene!

Dicembre/Dezember 2020

43


INTERNOS Edizione/Ausgabe: nr. 04/2020 - Dicembre/Dezember 2020 Pubblicazione registrata presso il tribunale di Bolzano il 06.08.2018 R.G. n. 3009/2018 Ermächtigung Landesgericht Bozen 06.06.2018 nr. 3009/2018

Associazione – Verein La Strada-Der Weg ONLUS Via Visitazione - Mariaheimweg, 46 39100 Bolzano Bozen Tel 0471 203111 Fax 0471 201585 e-mail: info@lastrada-derweg.org www.lastrada-derweg.org Direttore responsabile/presserechtlich Verantwortlicher: Massimo Antonino Redazione/Redaktion: Massimo Antonino, Fabrizio Mattevi, Dario Volani Grafica/Grafik: Massimo Antonino Se vuole devolvere il 5 per mille Falls Sie 5 Promille Ihres Einkommens schenken möchten a favore di Associazione/Verein “La strada – Der Weg Onlus” Codice fiscale 80020390219 Se vuole fare una donazione / Falls Sie eine Spende machen möchten IBAN – IT29 R060 4516 0800 0000 139000 Grazie/Danke

44

Internos


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Internos Nr. 4_dicembre-Dezember 2020_La Strada-Der Weg ONLUS by Associazione La Strada - Issuu