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Handbuch für Bern West

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HANDBUCH FÜR

BERN WEST Synthese durch zwei-dimentionelle Interventionen


FS 21 Vertiefungsarbeit Territorium der Stadt: Bern

Professur: Günter Vogt Assistantin: Amalia Bonsack Institut für Landschaft und Urbane Studien Studentin: Tu Lan


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung.....................................................................1 2.Untersuchung...............................................................6 2.1 Geschichte des Quatiers..................................8 2.2 Siedlungen.....................................................10 2.3 Öffentliche Räume.........................................42 2.4 Probleme und Potenzielle...............................51 3. Interventionen...........................................................58 3.1 Was ist eine urbane Intervention?..................60 3.2 Situationen, die verbessert werden................61 3.3 Interventionen Katalog...................................63 3.4 Fazit...............................................................83 4. Szenarien...................................................................88


Anhang Literaturverzeichnis.......................................................99 Abbildungsverzeichnis..................................................101


Einleitung

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Historischer Luftbild von Bümpliz-Bethlehem Richtung Norden

Abbildung 1.1.1

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Übersicht

Vom Gartenstadt zum Unité d‘Habitation, die architektonische Vielfalt von Bümpliz - Bethlehem ist in der Schweiz kaum anderswo so ausgeprägt. Der Stadtteil ist auch heute noch von einer patchwork-artigen Anordnung unabhängiger Siedlungen charakterisiert. Nachdem wir die Geschichte und die aktuelle Situation dieses Viertels recherchiert haben, haben wir festgestellt, dass dieser Ort tatsächlich leicht zu erreichen ist. In der Vorstadt Bern West leben viele Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund aus verschiedenen Kontinenten. Aber leider ist das Interaktionsniveau geringer als erwartet. Die Ursachen sind schwer zu ermitteln. Aufgrund der gesammelten Informationen gehen wir jedoch davon aus, dass die Alterung des geplanten städtischen Lebens und das Fehlen der notwendigen Infrastruktur für dieses Problem wesentlich sein könnten. Angesichts dieser faszinierenden urbanen Situation wurde das Ziel dieses Projekts fast am Anfang des gesamten Prozesses festgelegt. Während des Semesters und der kommenden Sommerferien haben wir uns darauf konzentriert, die urbanen Situationen zu erkennen, die durch Hinzufügen oder Entfernen von Elementen verbessert werden können. Durch die zurückhaltenden, bewussten, minimalen

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Satellitenfoto von Bern West

Abbildung 1.1.2 0

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300m

Massstab 1: 10'000 Gedruckt am 14.09.2021 22:42 MESZ https://s.geo.admin.ch/93116685de www.geo.admin.ch ist ein Portal zur Einsicht von geolokalisierten Informationen, Daten und Diensten, die von öffentlichen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden Haftung: Obwohl die Bundesbehörden mit aller Sorgfalt auf die Richtigkeit der veröffentlichten Informationen achten, kann hinsichtlich der inhaltlichen Richtigkeit, Genauigkeit, Aktualität, Zuverlässigkeit und Vollständigkeit dieser Informationen keine Gewährleistung übernommen werden.Copyright, Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft. http://www.disclaimer.admin.ch

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Zwischenstellungen hoffen wir, der Vorstadt zu helfen, sich neu zu charakterisieren, mehr Platz für die Menschen zu schaffen und ein soziales Netzwerk aufzubauen. Zu erwähnen und zu vermeiden ist die mögliche Fragmentierung durch die Eingriffe von kleinräumigen städtischen Infrastrukturen und Interventionen. Wenn wir uns nur auf die kleinräumigen Interventionen konzentrieren, könnten wir in diesem Quartal Gefahr laufen, das große Ganze und den umfassenden Ausblick zu verlieren. Der Gesamtvorschlag ist also ein Netzwerk, das aus Dutzenden von gekennzeichneten Orten besteht, wobei jeder Ort im Grunde genommen ein minimaler Eingriff ist. Dieses Projekt sollte nicht als abgeschlossener Prozess betrachtet werden. Wir betrachten es lieber als Ausgangspunkt einer Reihe von urbanen Veränderungen.

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Untersuchung

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Gechichte des Quatiers

Das ehemalige Bauerndorf Bümpliz, das 1919 durch die Eingemeindung zu Berns westlichstem Quartier wurde, liegt am Stadtbach, auf dem fluvioglazialen Schotterfeld zwischen dem Grossen Bremgartenwald im Norden und dem Könizbergwald im Süden. Die Eingemeindung, welcher die Stadt Bern deutlich und Bümpliz fast einhellig – aber gegen den Willen der Bauern – zustimmten. Der Zusammenschluss war mehr Zweck- denn Liebesheirat. Auch 100 Jahre nach der Eingemeindung tickt der Westen anders als die übrige Stadt.{1} Nach der auf Januar 1919 vollzogenen Eingemeindung stieg in Bern der Steuerfuss, während er in Bümpliz schrittweise reduziert wurde. Bern hatte viel Platz für die Siedlungsentwicklung erhalten. Die Modernisierung und der Anschluss an die Infrastruktur der Stadt vollzog sich in relativ raschen Schritten. Im November 1924 eröffnete die Stadt eine Omnibus-Linie von Ostermundigen nach Bümpliz «als erste schweizerische Buslinie für den Vorortsverkehr», wie es in der «Berner Zeitschrift für Geschichte» heisst. Frequenz und Betriebsergebnisse hätten die Erwartungen übertroffen. Die Eingemeindung vergrösserte das Gemeindegebiet der

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Stadt Bern von 3125 auf 5165 Hektaren. Die ausgedehnten Landreserven kamen der Stadt sehr zustatten, denn zur Linderung der akuten Wohnungsnot war sie dringend auf verhältnismässig billiges Bauland angewiesen. In der Folge entstanden in Bümpliz neue Quartiere und Stück für Stück wurden freie Flächen überbaut. Wegen der Wohnungsnot während und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Wohnungsbau intensiviert. Es entstand eine «patchworkartige Anordnung unabhängiger Siedlungen». Auch der Bauboom in den Sechziger- und Siebzigerjahren änderte dies nicht. Die Grossüberbauungen erfolgten isoliert voneinander, sie waren jeweils nur in sich einheitlich gestaltet. Bümpliz-Bethlehem wurde zu einer Vorstadt von Bern mit heterogenem Charakter ohne klar zu erkennendem Zentrum. Mitte der Achtzigerjahre war im Grunde alles fertig gebaut. Es gibt kaum noch Möglichkeiten, grosse städtebauliche Veränderungen durchzuführen. Trotzdem fanden und finden einige Verdichtungen der Besiedlung ab. Da viele Gebäude denkmalgeschützt sind, ist ein Abriss und Neubau zumindest erschwert. {2} {3}

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Siedlungen

Luftbild von Bümpliz-Bethlehem, Blick nach Osten

Abbildung 2.2.1

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Die Bebauung besteht zu einem Grossteil aus grossen Wohnblöcken (die ersten, die in der Schweiz gebaut wurden). Die bekanntesten Hochhaussiedlungen heissen Tscharnergut, Gäbelbach, Bethlehemacker und Holenacker. Da sie für die damalige Zeit wegweisend waren, sind einige der Gebäude heute geschützt, sie gelten als von denkmalpflegerischem Interesse.{4} Ausserdem sind Ein- und Mehrfamilienhäuser und Reihenhäuser vorherrschend, die überwiegend auch aus der Nachkriegszeit stammen. Bern-Bethlehem weist zusammen mit Bümpliz eine der bedeutendsten Architekturlandschaften der Nachkriegszeit der Schweiz auf.{5} Als Bern nach dem Zweiten Weltkrieg erstmals über 100’000 Einwohner zählte, musste dringend neuer Wohnraum geschaffen werden, und so kauften Baukonsortien und die Stadt Bern viele der grossen bernburgerischen Landgüter im heutigen Stadtteil VI auf, um auf ihnen zuerst grosse Ein- und Mehrfamilienhausquartiere wie z. B. den Bethlehemacker,{4} die Meienegg, später auch grossflächige Wohnüberbauungen wie z. B. das Tscharnergut oder den Gäbelbach, zu errichten. Die einzig mögliche Erweiterung erfolgte später nach Westen, Bern-Brünnen wurde auf vorher landwirtschaftlich genutztem Gebiet ab 2004 errichtet.

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Blick von Altes Bethlehem Richtung Norden

Abbildung 2.2.2

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Unter dem Namen Chantier Bethlehem West wurde im November 2019 der Entwurf eines Masterplans vorgestellt, wie die Stadtentwicklung bis 2030 in Bethlehem geplant werden soll. Vor allem durch Innenverdichtung sollen 1‘500 weitere Wohnungen für 3‘000 Einwohner, dazu auch Gewerbe-/Dienstleistungsfläche und Einkaufsfläche gewonnen werden. 2000 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. {6} Die Erweiterung von Bern (geplant sind bis 2030 17‘000 neue Bewohner) soll auch im Westen erfolgen, indem neben einer Verdichtung (für Bethlehem) weitere Wohnungen «auf der grünen Wiese» gebaut werden sollen, vorgesehen scheint dafür Niederbottigen. {7} {8}

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Blick von West Bümpliz-Bethlehem Richtung Osten

Abbildung 2.2.3

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Übersichtskarte GIS Karte: Wohnzonen

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0m

1000m

500m

N

Legende Grossüberbauungen

Drei- bis vierstöckige Blöcke

Reiheneinfamilienhäuser

Kleinere zweistöckige Blöcke

Zeitgenössische Bauten

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Bauliche Prototypen Bethlehem gehört mit einer Fläche von 418 Hektaren zu den grössten Berner Quartieren. Mit 12‘504 Einwohnern und Einwohnerinnen Ende 2006 gehört das Quartier zu Berns dichter besiedelten Stadtgebieten. Im Quartier dominieren die Wohntürme und Scheibenhäuser der Grosssiedlungen aus den 60er- und 70er-Jahren – Bethlehemacker, Tscharnergut, Gäbelbach – sowie die neueren Grossüberbauungen aus den 80er- und 90er-Jahren im Holenacker. In ersteren lebt sowohl 1990 als auch 2000 rund die Hälfte der Quartierbevölkerung, in letzteren rund ein Zehntel. Im Industriegebiet Untermatt und in den VZQuartieren Untermattweg, Looslistrasse und Blumenfeld finden sich auch kleinere drei- bis vierstöckige Blöcke aus den 40er- und 50er-Jahren. Zwischen den Hochhäusern im Bethlehemacker gibt es auch Reiheneinfamilienhäuser mit Gartenanteil. Reiheneinfamilienhäuser finden sich auch im ländlich anmutenden Riedern im äussersten Westen des Quartiers. {9} Die verschiedene Siedlungen unterscheiden sie sich durch unterschiedlichen Gebäudetypen, Formen der Aussenräume und öffenlichen Räume, Prinzipien von Städtebau und politischen Anforderungen. Die Vielfalt der Morphologien, Topologien, Ökonomien und Perioden ist allgegenwärtig.

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Als nächstes lassen Sie uns einige repräsentative Siedlungen als architektonischen und städtebaulichen Prototypen auswählen. Wir werden diese Siedlungen sorgfältig analysieren, um ihre Unterschiede, Probleme und Potenziale aufzuzeigen. Aufgrund dieser Vielfalt können wir nicht einfach alle Gemeinschaften als Einheit behandeln. Wir müssen sie zuerst klassifizieren und dann ihre Eigenschaften zusammenfassen, um ihre wesentlichen Unterschiede herauszufinden. Unsere Analysemethode besteht darin, eine konkrete und detaillierte Analyse spezifischer Probleme durchzuführen, um die allgemeinen Prinzipien der Behandlung einer bestimmten Situation zu finden.

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Grossüberbauungen

GISTscharnergut, Karte: Gäbelbach, Wohnzonen Katalog Schwabgut, Bethlehemacker II, Kleefeld Ost, Kleefeld West, Fellergut, Holenacker

Übersichtskarte: Grossüberbauungen

Grossüberbauungen: Tscharnergut, Gäbelbach, Schwabgut, BethleDie Grossüberbauungen bestehen aus grossen, bis zuWest, Fellerhemacker II, Kleefeld Ost, Kleefeld 25-geschossigen gut, Hochhäusern mit zwischendurch viel Holenacker Grünfläche. Die Häuser sind meist senkrecht oder parallel zueinander ausgerichtet. Diese Quartierteile wurden sehr einheitlich

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Tscharnergut, Bebauungsplan

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Abbildung 2.2.4

bauinventar.bern.ch | © Bauinventar 201 Denkmalp lege der Stadt Bern | Bümpliz-Bethlehem

gestaltet, unter starkem Einfluss von Le Corbusiers «Unité d‘Habitation». Dies ist auch an der allgegenwärtigen Benutzung von Betonelementen im Wechsel mit leichteren Baumaterialien zu erkennen. Es wurde kaum auf die Integration in die umliegenden Siedlungen geachtet.

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Gäbelbach Fläche: 0.131km2, Einwohner: 1‘658 Personen.

Skizze: Gäbelbach: grosszügige Grünfläche

GIS Karte: Wohnzonen Katalog

Skizze: Gäbelbach: grosszügieg Grünfläche

Grossüberbauungen: Tscharnergut, Gäbelbach, Schwabgut, Bethlehemacker II, Kleefeld Ost, Kleefeld West, Fellergut, Holenacker

Kleinere zweistöckige Blöcke: Bethlehemacker I, Stapfenstrasse

Die Überbauung Gäbelbach wurde zwischen 1965 und 1968 realisiert. Hochhäuser sollten vor allem das uferlose Wachstum der Städte vermeiden, zusammenhängende Grünflächen erhalten, Gemeinschaftseinrichtungen anbieten und dabei kostengünstig sein.

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Ansicht Ost

Abbildung 2.2.5

Die Überbauung enthielt von Anfang an Gemeinschaftseinrichtungen wie Hallenbad, Bibliothek, Freizeittrakt, Kindergarten und Tagesschule. Im Jahr 1971 wurde das Gemeinschaftszentrum Gäbelhus eröffnet. Es sollte ein Treffpunkt werden – auch für Familienfeste, Basteln, Musikhören usw.

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Holenacker Fläche: 0.113km2, Einwohner: 1338 Personen Skizze: Holenacker: Städtliche „Resort “ Skizze: Holenacker: Städtliche „Resort“

Gedacht war die Überbauung Holenacker als Auftakt eines neuen Stadtteils Bern-Brünnen, in dem Wohnraum für über 20‘000 Einwohner vorgesehen war. Sie setzte den Hochhausbau von Gäbelbach fort. Die Ölkrise von 1973 führte in der Planungsphase zu einer Redimensionierung.

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Bestandfoto, Richtung Nord-West

Abbildung 2.2.6

Ziel der Architektengemeinschaft war es, ein Wachstum der Städte ins Uferlose und Monotonie zu vermeiden, grosse zusammenhängende Grünflächen zu erhalten, die Wohnblöcke mit ihrem Angebot an Gemeinschaftseinrichtungen als sinnvolle Einheiten zu verstehen und die Erschliessungskosten gering zu halten.

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Drei- bis vierstöckige Blöcke Stöckacker, Untermatt, Looslistrasse, Meienegg, Blumenfeld

Übersichtskarte: Drei- bis vierstöckige Blöcke

Drei- bis vierstöckige Blöcke: Stöckacker, Untermatt, Looslistrasse, BlumenIm Dorfkern Bümpliz feldplante man um 1946 bereits Mietshäuser mit drei bis vier Stockwerken, deren Gärten als gemeinsam genutzte Freizeitzonen und Spielwiesen dienen sollten. Die Realisierung gelang jedoch nur ansatzweise. Wohnblöcke entstanden 1945–47 im Stöckacker, an der Bethlehemstrasse sowie an der Kreuzung Bernstrasse/Burgunderstrasse. Ab 1955 fingen die Planer an, in Bauflächen 25


Siedlung Meienegg, Bebauungsplan

Abbildung 2.2.7

und nicht mehr in Stassenzügen zu denken. Die Strassen zwischen den Flächen dienten gewissermassen als Grenzen. Dies führte dazu, dass sich die Bauten von der einen zur anderen Strassenseite unterschieden, wie zum Beispiel an der Keltenstrasse, wo südlich der Strasse vierstöckig und nördlich nur zweistöckig gebaut wurde. Mit dieser Bauweise wollten die Planer eine Verdichtung des Zentrums mittels Erhöhung der Gebäude erreichen. 26


Meienegg Anzahl der Wohnungen: 272 GIS Karte: Wohnzonen Katalog

Skizze: Meienegg: Klassische Moderne

Grossüberbauungen: Tscharnergut, Gäbelbach, Schwabgut, Bethlehemacker II, Kleefeld Ost, Kleefeld West, Fellergut, Holenacker

Drei- bis vierstöckige Blöcke: Stöckacker, Untermatt, Looslistrasse, Blumenfeld

Kleinere zweistöckige Blöcke: Bethlehemacker I, Stapfenstrasse

Zeitgenössische Bauten: Brünnen

Die Siedlung Meienegg ist eine 1949–1955 von Hans und Gret Reinhard errichtete Mehrfamilienhaussiedlung im statistischen Bezirk Stöckacker im Berner Stadtteil VI, Bümpliz-Oberbottigen. Sie war die erste genossenschaftlich finanzierte Mehrfamilienhaussiedlung Berns und beinhaltet heute noch die ersten siedlungseigenen Alterswohnungen der Stadt. 27


Siedlung Meienegg, Bestandfoto

Abbildung 2.2.8

Die zehn Mehrfamilienhäuser der Meienegg sind drei- bis viergeschossig, unterkellert und haben ein Satteldach. Im Grundriss sind sie mit ihren Zwei- bis Vierzimmerwohnungen den Ideen der klassischen Moderne verpflichtet, in der architektonischen Ausformung hingegen zeigen sie Elemente des Landistils wie z. B. das Satteldach, Blumen- und Sprossenfenster mit Jalousieläden oder Holzspaliere an den Eingangsfassaden. 28


Reihen- und Einfamilienhäuser Altes Bethlehem, Chaletweg, Sägehofweg, Stöckackerstrasse, Stapfenacker, Winterhale, Riedern Übersichtskarte: Reihen- und Einfamilienhäuser

Reiheneinfamilienhäuser: Altes Bethelehem, Chaletweg, Sägehofweg, 1942/44 wurde der Stapfenacker mit Reihenund EinfamiStöckackerstrasse, Stapfenacker, Winterhale, lienhäusern überbaut. In Bethlehem entstanden EinfamiRiedern lienhäuser und an der Morgen- und der Burgunderstrasse bildeten sich ab 1933 bis Mitte Vierzigerjahre, etwas später auch im Bethlehemacker, Reiheneinfamilienhäuser. In diesen Jahren entwickelte sich auch eine für diese Zeit typische Baustruktur. Von den Reiheneinfamilienhaus29


Siedlung Schlossgut, Überbauungsplan

bauinventar.bern.ch | © Bauinventar 201 Denkmalp lege der Stadt Bern | Bümpliz-Bethlehem

Abbildung 2.2.9 25

Siedlungen wechselte man zum Bau dreigeschossiger Mehrfamilienhäuser mit Satteldach und Orientierung der Stirnfassade zur Strasse hin. Die Planer hatten gemerkt, dass der Bau von Einfamilienhäusern der Wohnungsnot nicht entgegenkommt. Darum wurden die Einfamilienhäuser immer weiter an die Peripherie gedrängt.

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Winterhale Fläche: 0.285km2, Einwohner: 935

GIS Karte: Wohnzonen Katalog

Skizze: Winterhale

Grossüberbauungen: Tscharnergut, Gäbelbach, Schwabgut, Bethlehemacker II, Kleefeld Ost, Kleefeld West, Fellergut, Holenacker

Drei- bis vierstöckige Blöcke: Stöckacker, Untermatt, Looslistrasse, Blumenfeld

Kleinere zweistöckige Blöcke: Bethlehemacker I, Stapfenstrasse

Zeitgenössische Bauten: Brünnen

Reiheneinfamilienhäuser: Altes Bethelehem, Chaletweg, Sägehofweg, Stöckackerstrasse, Stapfenacker, Winterhale, Riedern

Winterhale ist vor allem ein Siedlungsgebiet mit älteren Ein- und Mehrfamilienhäusern. Für dieses Gebiet wird eine Verdichtung des Wohnraumes angedacht. Von den naheliegenden Bahnhöfen Bümpliz-Nord oder Bern Brünnen Westside verkehren auf der Bahnstrecke Bern– Neuenburg S-Bahnen nach Bern (Viertelstundentakt) und 31


Einfamilienhaus in der Siedlung Winterhale, Bestandfoto

Abbildung 2.2.10

in Richtung Kerzers (Halbstundentakt), mit Anschluss nach Murten oder Ins bzw. Neuenburg. Die Strassenbahnlinie 7 verkehrt von dort über das Zentrum von Bern zum Ostring. Die Buslinien 27 und 32 verkehren durch das Wohngebiet.

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Grossüberbauungen: Tscharnergut, Gäbelbach, Schwabgut, Bethlehemacker II, Kleefeld Ost, Kleefeld West, Fellergut, Holenacker

Kleinere zweistöckige Blöcke Bethlehemacker I, Stapfenstrasse

Übersichtskarte: Kleinere zweistöckige Blöcke

Kleinere zweistöckige Blöcke: Bethlehemacker I, Stapfenstrasse In Bethlehem entstanden Einfamilienhäuser und an der Morgen- und der Burgunderstrasse bildeten sich ab 1933 bis Mitte Vierzigerjahre, etwas später auch im Bethlehemacker, Reiheneinfamilienhäuser. In diesen Jahren entwickelte sich auch eine für diese Zeit typische Baustruktur. Von den Reiheneinfamilienhaus-

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Anlage dustrie-

tzten an der eschäftseli. Im bauten 1963 in südlich gen. Eine d im wie etwa Siedlung Betelehemacker I, Bebauungsplan

Abbildung 2.2.11

bauinventar.bern.ch | © Bauinventar 201 Denkmalp lege der Stadt Bern | Bümpliz-Bethlehem

Siedlungen wechselte man zum Bau dreigeschossiger Mehrfamilienhäuser mit Satteldach und Orientierung der Stirnfassade zur Strasse hin. Die Planer hatten gemerkt, dass der Bau von Einfamilienhäusern der Wohnungsnot nicht entgegenkommt. Darum wurden die Einfamilienhäuser immer weiter an die Peripherie gedrängt.

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GIS Karte: Wohnzonen Katalog

Bethlehemacker I Fläche: 0,18214 km², Einwohner: 2209 Grossüberbauungen: Tscharnergut, Gäbelbach, Schwabgut, Bethlehemacker II, Kleefeld Ost, Kleefeld West, Fellergut, Holenacker

Skizze: Bethlehemacker I: Freizeit Gärten Skizze: Bethlehemacker I: Freizeit Gärten

Kleinere zweistöckige Blöcke: Bethlehemacker I, Stapfenstrasse

Die Siedlung Bethlehemacker I entstand zwischen 1943 und 1947 in fünf Etappen und war vor allem für Bewohner mit kleinem Einkommen gedacht. Die Bauzeit war kurz, die finanziellen und bautechnischen Mittel waren beschränkt. [3] Wesentliche Teile der Siedlung sind heute im Bauinventar der Stadt Bern als schützenswert und somit als kantonale Objekte klassifiziert. In diesen Jahren entwickelte 35


Siedlung Betelehemacker I, Bestandfoto

Abbildung 2.2.12

sich auch eine für diese Zeit typische Baustruktur. Von den Reiheneinfamilienhaus-Siedlungen wechselte man zum Bau dreigeschossiger Mehrfamilienhäuser mit Satteldach und Orientierung der Stirnfassade zur Strasse hin. Die Planer hatten gemerkt, dass der Bau von Einfamilienhäusern der Wohnungsnot nicht entgegenkommt. Darum wurden die Einfamilienhäuser immer weiter an die Peripherie gedrängt. 36


Drei- bis vierstöckige Blöcke: Stöckacker, Untermatt, Looslistrasse, Blumenfeld

Zeitgenössische Bauten Brünnen

Übersichtskarte: Zeitgenössiche Bauten

Zeitgenössische Bauten: Brünnen 1990/91 begann das Stadtplanungsamt zum dritten Mal mit Planungen für Brünnen. Die gegenüber den in einer Miteigentümergemeinschaft zusammengeschlossenen Grundeigentümern artikulierten Direktiven zielten nun auf eine nachhaltige, kleinteilige und damit etappierbare

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Siedlung Brünnen, Bebauungsplan

Abbildung 2.2.13 bauinventar.bern.ch | © Bauinventar 201 Denkmalp lege der Stadt Bern | Bümpliz-Bethlehem

Stadtstruktur. Die Folie, vor deren Hintergrund der neue Planungsbeginn in Brünnen zu sehen ist, stellt die seit den Achtzigerjahren viel beschworene «europäische Stadt» dar.

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GIS Karte: Wohnzonen Katalog

Open Courts Fläche: 0,35446 km², Einwohner: 1621 Grossüberbauungen: Tscharnergut, Gäbelbach, Schwabgut, Bethlehemacker II, Kleefeld Ost, Kleefeld West, Fellergut, Holenacker

Drei- bis vierstöckige Blöcke: Stöckacker, Untermatt, Looslistrasse, Blumenfeld

Skizze: Open Courts: Zeitgenösische Bauten

Kleinere zweistöckige Blöcke: Bethlehemacker I, Stapfenstrasse

Zeitgenössische Bauten: Brünnen

Die Wohnüberbauung besteht aus 21 Baufeldern, die ersten Wohnhäuser wurden 2006 fertiggestellt. Am 13. September 2008 wurde das neue Quartier nach vierjähriger Bauzeit mit einem Fest eingeweiht. Bei Vollausbau soll Brünnen Wohnraum für 2600 Menschen bieten.

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Haltestelle Ramuzstrasse mit Wohnhaus Open Courts im Hintergrund

Abbildung 2.2.14

Die 21 Baufelder sind bis auf drei fertiggestellt und von unterschiedlichen Projektträgern realisiert worden. Die einzelnen Wohngebäude sind hochwertig und haben in der Mehrzahl maximal vier Etagen. Dies ist auch ein Kontrast zu den umgebenden Hochhäusern in Gäbelbach und anderen Stadtteilen von Bern-Bethlehem.

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Öffentliche Räume

Ladenzentrum Tscharnergut

Abbildung 2.3.1

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Zentrumzonen und Zonen für öffentliche Nutzungen GIS Karte: Zentrumszonen und Zonen für öffentliche Nutzungen

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0m

1000m

500m

N

Legende Zentrumszonen

Zonen für öffentliche Nutzungen

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Heutige Situation Viele öffentliche Gebäude haben einen akuten Erneuerungsbedarf. Sie verlieren zunehmend an Attraktivität für die Bewohnerschaft und Besucher. Insbesondere die Zugänglichkeit von der S-Bahnstation und die Verbindung ins Quartier wie Tschanergut oder Gäbelbach sind ungenügend und müssen aufgewertet werden, damit der Zugang in die Siedlungen besser erkennbar wird und das Zentrum gut erreichbar bleibt. Die bestehenden Geschäfte sollen mit der Erneuerung des Zentrums erhalten bleiben. Im Vergleich zu den übrigen bernischen Stadteilen ist Bümpliz-Bethlehem der statusniedrigste1) Stadtteil mit einem wenig individualisierten Lebensstil {10}. Das Teilquartier Bümpliz liegt mit einem Ausländeranteil von 28.5% deutlich über dem gesamtstädtischen Mittel von 21.4%. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6.7% (Stadt Bern 4.4%), die Sozialhilfequote bei 7% (Stadt Bern 4.3%). {11} In der Sozialraumanalyse 1990/2000 werden mittels der Kombination verschiedener Volkszählungsvariabeln Aussagen zu den Themen sozialer Status und Lebensstil gemacht. Der soziale Status wird durch die Indikatoren Bildungsniveau und beruflicher Status quantifizierbar. Das Thema Lebensstil und Einstellung wird aus den Indikatoren Haushalstypen, Erwerbstätigkeit, Familienstatus u.a. operationalisiert (Stadt Bern / Verein Region Bern, 2005, S. 42) 1)

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Was Altersstruktur und Lebensstil der Wohnbevölkerung in Bethlehem anbelangt, fällt Folgendes auf: Im Jahr 2000 lebt mehr als ein Drittel der gesamten über 65-jährigen und 29% der gesamten über 80-jährigen Wohnbevölkerung Bethlehems im Tscharnergut, in allen anderen Quartiersektoren ist die Bevölkerung im Pensionsalter mit Anteilen weit unter 20% vertreten. In den VZ-Quartieren Untermattweg, Looslistrasse und Blumenstrasse nimmt während den 90er-Jahren einerseits der Anteil Kinder und andererseits der Anteil Betagter zu. So wohnt im Jahr 2000 in diesen drei VZ Quartieren ein Viertel aller Kinder, die in Bethlehem leben und fast ein Fünftel aller über 80-Jähriger im Quartier. In diesen drei VZ-Quartieren gibt es viele Einpersonen- und Familienhaushalte. {9} Vergleicht man die öffentlichen Stadträume und halböffentlichen Räume in den Siedlungen mit den gebauten privaten Räumen, sind die öffentlichen Räume offensichtlich weniger definiert, weniger geprägt, weniger attraktiv und weniger lebendig.

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Öffentliche Räume in der Siedlungen Die Funktionen und morphologischen Formen von öffentlichen Räume in diversen Siedlungen sind sehr unterschiedlich voneinander. Die öffentliche Räume in der Siedlungen sind ein räumlicher und sozialer Lebensraum, die nächst grössere Einheit als die Nachbarschaft. Für uns ist das Quartier vielleicht dort, wo die Leute noch die gleichen Flyer lesen an den Plakatsäulen, gemeinsam ein Strassenfest organisieren oder im gleichen Laden einkaufen. Hier im Bern West hat es räumlich klarere Quartiere wie die Grossüberbauungen, Arbeitersiedlungen, Stadtvillen. Es gibt augenfällige Masstab-Sprünge zwischen diesen Quartieren. Der Westen war ja immer auch ein Experimentierfeld der Stadtentwicklung. Ein Beispiel dafür ist die Grossformüberbauung Siedlung Gäbelbach. Die Überbauung enthielt von Anfang an Gemeinschaftseinrichtungen wie Hallenbad, Bibliothek, Freizeittrakt, Kindergarten und Tagesschule. Im Jahr 1971 wurde das Gemeinschaftszentrum Gäbelhus eröffnet. Es sollte ein Treffpunkt werden – auch für Familienfeste, Basteln, Musikhören usw.{12} Peter Boris Kocher errichtete 1975 den «Dorfbrunnen». Die drei Betonstelen sollen den Brutalismus der Architektur aufnehmen. Er verbindet den Beton mit farblichen Aspekten der Pop Art.{13}

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Zentrum Gäbelbach

Abbildung 2.3.2

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Diese Art des Entwerfen von öffentlichen Räume wurde deutlich von dem von Le Corbusier entwickelten architektonischen und städtebaulichen Konzept der klassischen Moderne beeinflusst. Eine massive Maschine, die alles für das tägliche Leben des Menschen bietet. Öffentliche Räume werden auch definiert durch die Alltagswege der Menschen die sich kreuzen, die ein dichtes Netz an Interaktion ergeben. Zahlreiche Siedlungen wurden in den letzten 40 oder 50 Jahren gebaut, die gesellschaftlichen Lebens- und Kommunikationsformen haben sich stark verändert. Die starren bebauten und unbebauten Räume und die alternde Infrastruktur werden für das moderne Stadtleben immer ungeeigneter. Im Gäbelbach wurde der Treffpunkt geschlossen, nun wird er mühsam wieder aufgebaut. Mit der Stadtentwicklung nach innen entstehen nun vielerorts neue Zentren. Doch es ist wichtig, die sozialräumlichen Auswirkungen auf die bestehenden Quartiere zu beachten. Wie viel Zentrum verträgt es, ohne dass den bestehenden Quartieren das Wasser abgegraben wird? Wo sind soziokulturelle Angebote am richtigen Ort? Wie wird die Zugänglichkeit sichergestellt? Letztendlich hat eine wachsende Bevölkerung auch einen

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wachsenden Bedarf an sozialen Infrastrukturen zur Folge. Die Stadt hat sich nicht wirklich um diese Fragen gekümmert. Brünnen ist ein Beispiel, wie man alles mit Top-down Entwerfen lösen will und gemacht hat. Aber es hat leider nicht ganz gut funktioniert wie erwartet.

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Siedlungsentwicklung in Bümpliz-Bethlehem

Projektarbeit Basisjahr D-BAUG 2012

Probleme & Potenzielle

Grobkonzept der Quartierplanung von der Stadt Bern

Abbildung 11.3: Grobkonzept der Quartierplanung (Bild: Quartierplanung Stadtteil VI, Stadtplanungsamt Bern, 2005).

Abbildung 2.4.1

23

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Probleme Die Stadt Bern plante einen Kreis für das urbane Leben der Bewohner in Bern West. Der Kreis besteht aus einem Zentrum, mehreren Halbzentren, einer Achse für die Hauptverbindung und drei grünen Feldern, die ein Dreiecksmuster bilden. Dieses Muster scheint jedoch nicht sehr funktional zu sein, wie wir im Bild 2.4.1 sehen können, viele Bereiche bleiben leer. Wir fragen uns, ob diese Halbzentren wirklich verbunden sind, weil sie eigentlich voneinander entfernt sind. In heutigen Bethlehem-Bümpliz, es gibt schon viele Zonen für öffentliche Nutzungen in diesem Gebiet. Aber leider ist die Interaktionsintensität nicht hoch genug, laut einer Untersuchung sind kleinräumige Segregationen schon beobachtbar. Die öffentliche Räume sind nicht attraktive und es fehlt noch die Vielfältigkeit von öffentlichen zugänglichen Räume. Ein Beispiel ist das Einkaufszentrum. Es hat Potenzial um ein spannender öffentlicher Raum zu sein. Die heutige isolierte Situation kann auch durch Interventionen verbessert werden. Der typische Aussenraum in der Siedlung sieht so aus: es gibt die geplant gemeinsame Räume mit bestimmten Nut-

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Quartierzentrum im Tscharnergut

Abbildung 2.4.2

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zungen wie Kirche oder Schulhaus. Aber es fehlt noch Infrastruktur wie Sitzgelegenheit oder Spielplatz. Solche Räum sind in viele Grossbebauung Projekten weit verbreitet, die nicht ideal für ein gemeinsames Leben sind. Im Grossüberbauung Siedlungen ist das Wohngebäude mit einer großzügigen schönen Wiese ausgestattet. Das weniger definierte großflächige grüne Grasfeld sieht jedoch wie ein Raum aus, der besser beobachtet als berührt werden kann. Die grüne Wiese wird dann zu einem Ort ohne jegliche Interaktion gewessen.. Ein anderes Beispiel ist Holenacker. Die Architekten haben die Häuser und die Gartenumgebung möglichst abwechslungsreich und gefällig gestaltet. Diese Art von autonomer Oase bietet einerseits eine angenehme Lebensbedingung für ihren Wohnsitz, andererseits blockiert sie sich aber auch von anderen städtischen Elementen. Diese Situation ist in Bern West allgegenwärtig. Durch die patchworkartige Anordnung der Stadtgrundstücke werden Wohnhäuser und öffentliche Räume abgeschnitten und dann voneinander isoliert.

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Potenzielle GIS Karte: Verkehr

GIS Karte: Verkehr Infrastruktur/Gebäude Velo

Eisenbahn CH 0m

500m

1000m

Strassennetz CH Radweg kantonaler Bedeutung

motorway N

Gebäude CH

Öffentlicher Verkehr KT Bern

primary primary_link

Haltestellen secondary Linienplan LIBERO Bernmobil BLS

tertiary

Gewässer Ökomorphologie Fliessgewässer KT Bern Gewässer CH

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Seit Dezember 2010 verkehrt das Tram Bern-West nach Bümpliz, Bethlehem und Brünnen und ermöglichte mehr Fahrgäste sich freier zwischen Bern Zentrum und BernWest bewegen. Es gibt Knoten, die sehr gute Erschliessung haben. Generell ist Bern West sehr gut mit dem ÖV erschlossen. Deswegen fokussieren wir bei diesem Projekt eher auf den Fussgänger Massstab. Die Entwicklung der Infrastruktur hat Bern-West, mit ihrer Lage zwischen zwei Autobahnen und von zwei wichtigen Bahnlinien durchkreuzt, stark geprägt. Aber dadurch sind auch viele Left-Over Fläche entstanden, die man als zukünftige potenzielle städtebauliche Fläche gelten und als mittlere massstäbliche Interventionen interpretieren darf. Bauzonen sind hier im Bern West gut gemischt. Arbeitszonen befinden sich linienartig entlang der Strasse und werden von Schichten von Wohnzonen, Mischzonen und öffentlichen Räumen gefolgt. Bethlehem-Bümpliz gehört zu den grössten Berner Quartieren und Berns dichter besiedelten Stadtgebieten. Die Vielfältigkeit und Diversität sind auffällig im Quartier. Für Bern West stehen mehrere Möglichkeiten und Chancen bereit.

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GIS Karte: ÖV-Güteklassen

ÖV-Güteklassen: Fussgängerfreundlicher Stadtteil Legende Klasse A: sehr gute Erschliessung

Klasse B: gute Erschliessung

Klasse C: mittelmässige Erschliessung

Klasse D: geringe Erschliessung

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100

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300m

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Intervention

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Was ist eine urbane Intervention?

Die urbane gebaute Umwelt unterliegt ständigen Veränderungen. Es gibt viele Möglichkeiten, die grossen Themen für den Alltag herunterzubrechen und die Menschen zu Betroffenen zu machen. In jüngster Zeit werden verstärkt temporäre „urbane Interventionen“ diskutiert, die den Einzelnen mit neuen experimentellen Konstellationen - räumlich und funktional - vor allem im öffentlichen Raum konfrontieren. Der Begriff „Intervention“ leitet sich vom lateinischen „intervenire“ ab und bedeutet sinngemäss „dazwischenkommen“ oder „dazwischentreten“. Etwas Bestehendes wird also umgebaut, umgesteltet oder umgenutzt. Das spezifische Experimentierfeld für urbane Interventionen ist meist der öffentliche Raum. Sie reichen von kleinen Eingriffen wie temporäre Kunstinszenierungen bis hin zu grossen Bauprojekten, die das Stadtbild und die Struktur langfristig verändern. Sie können „ungeplant“ durch Bewohner- und Privatinitiativen entstehen, aber auch von Seiten der Stadtverwaltung initiiert oder geplant sein. Dabei können sowohl die Zusammensetzung der Akteure als auch zeitliche Prozessphasen variieren. In den letzten zehn Jahren häufen sich die Publikationen zu diesem Thema. Je nach fachlichem Zugang und Intention werden einerseits sehr unterschiedliche Begriffsverständnisse offenbar, anderseits aber auch viele inhaltliche Überschneidungen. {14}

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Situationen, die verbessert werden...

1

2

3

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Veralteter Modus

Keine klare Zoneneinteilung

Unfreundliche Isolation

4

Fehlende Infrastruktur

5

Wenige Vegetation

6

Mangel an Interaktionen


Viele Siedlungen, die während des Kriegzeits gebaut wurden, haben spezifische Regelungen für Privatgärten und Selbstversorgung. Dieses Modus ist heutzutage nicht mehr günstig. Eine riesige flächige Wiese ohne Leute. Es ist überall in viele Grossüberbauung Siedlungen beobachtbar. Ein leerer öffentlicher Raum ist meistens unangenehm und unbequem. Sicherheit ist wichtig. Aber Zäune sind nicht so nützlich, wie die Leute dachten. Außerdem wirken sie unfreundlich, blockieren die Bewegungsfreiheit und schaden dem Gemeinschaftsgefühl. Etwas fehlt noch, um ein gemeinschaftlicher Raum zu schaffen. Manchmal gibt es mehr als eine einzige Lösung. Das Ziel wäre, die optimale Lösung zu finden. Pflanzen bieten uns viel, egal ob für unsere urbanen Leben oder für die Umwelt. Es hilft, ein angenehmes Mikroklima zu schaffen, Lärm und Staub von den Straßen fernzuhalten. Wir brauchen Beziehungen für unsere urbane Leben. Um Beziehungen zu knüpfen werden Orte gebraucht, an denen sich Menschen begegnen und gerne miteinander unterhalten.

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Interventionen

Gemeinschaftsgarten statt Privater Garten

Sitzgelegenheiten

Wasserelemente wie Fontäne oder Wasserbecken

Bäume und Pflanzen

Freiräume organiesieren und besser benutzen

Räume für Kinder

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Zäune abreissen

Räume und Infrastruktur für Erwachsene

Räume für alle Generationen

Vertikaler oder horizontaler Erschliessungsräume als Raum der Interaktionen benutzen

Ein gemeinsamer Ort, an dem Menschen Informationen und Gegenstände austauschen können.

Neue Medien für Interaktionen und Kommunikationen

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Prinzipien In manchen Siedlungen aus der Zeit des Krieges ist das Wohnmodell mittlerweile aus der Mode gekommen und wurde aufgegeben, die Menschen brauchen Platz für ihr soziales Leben statt eines privaten Gemüsefeldes.

Wenn Menschen nicht bleiben können, können sie sehr wahrscheinlich auch nicht miteinander interagieren. Wenn sie sich hinsetzen und entspannen, könnten sie wahrscheinlich miteinander reden und ein soziales Netzwerk aufbauen. Wasser ist ein wichtiges Element unseres urbanen Lebens. Es hilft uns zu überleben, kümmert sich um unsere Haustiere, wenn sie durstig sind. Am wichtigsten ist, dass die Geräusche dazu beitragen, Verkehrslärm zu reduzieren.

Vegetation hilft, den Rhythmus zwischen Stadt und Natur auszugleichen. Bäume spenden Schatten, Sauerstoff, Wasserdampf und tragen so zu einem milderen Mikroklima bei. Es hilft auch, den Stadtlärm zu verringern und die Aussicht zu blockieren. Ein riesiger, leerer Außenbereich ist schwer als komfortabel zu bezeichnen. Menschen brauchen einige richtungsweisende Elemente, um sich zu orientieren und sich somit sicher und wohl zu fühlen.

Kinder brauchen vor allem offene öffentliche Räume zum Spielen. Aber beim Entwerfen solcher Räume sollten wir nicht nur die Kinder berücksichtigen, sondern auch die sozialen Bedürfnisse von Eltern und älteren Menschen.

65


Psychologisch ist Zaun ein unfreundliches Element, es kann nicht nur die Öffentlichkeit und sowohl auch soziale Kontakten vermeiden. Durch minimale Veränderung wie Abbau des Zaunes können die öffentliche Räume besser wahrgenommen und durchgesetzt werden. Auch Erwachsene benötigen Räume für Interaktionen. Ein kleines Café oder einige Grillplätze sind gute Beispiele für ein gutes Leben in der Gemeinde.

Die Alterung der Bevölkerung ist jetzt ein sozioökonomisches Problem. Immer mehr Senioren wollen in ihrer Gemeinde bleiben, sie sehnen sich nach einer Gesellschaft, die ihnen die notwendigen Infrastrukturen zur Verfügung stellt. Die vertikalen und horizontalen Erschliessungsräume wie Flure und Treppen sind der Ort, an dem Menschen mit ihren Nachbarn zusammentreffen. Wenn der Verkehrsraum zu eng oder zu klein ist, würden sie wahrscheinlich nicht länger bleiben und miteinander interagieren. Bewohner brauchen einen gemeinsamen Ort, an dem sie Informationen und Gegenstände austauschen können. Zum Beispiel eine Informationstafel oder eine Wand für Plakate. Die Kommunikation hilft, ein Gemeinschaftsgefühl aufzubauen. Neue Technologien wie Smartphone-Apps oder Social Media helfen uns, neue Informationen zu erhalten und die Möglichkeit zu haben, andere Menschen kennenzulernen. Die Online-Community ist unter den Umständen der Pandemie besonders praktisch.

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1

Bethlehemacker I Kleinere zweistöckige Blöcke

Bestand

Abbildung 3.3.1 Situation

Veralteter Modus

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Mögliche Interventionen:

Gemeinschaftsgarten statt Privater Garten

Neue Medien für Interaktionen und Kommunikationen

Lage


Szenario

In Bethlehemacker I, jedes besitzt einen eigenen Vorgarten. Aber seit 2000 lebt über 20% der gesamten über 80-jährigen Wohnbevölkerung. Viele Garten sind deswegen verlassen, sie können wieder als gemeinsame Garten benutzen, oder als öffentliche Fläche für Veranstaltungen dienen. Mit Hilfe von SmartphoneAPPs können Bewohner die Pflanzung gemeinsam besser organisieren.

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2

Gäbelbach Grossüberbauungen

Bestand

Abbildung 3.3.2 Situation

Mangel an Interaktionen

69

Lage

Mögliche Interventionen:

Freiräume organiesieren und besser benutzen

Vertikaler Erschliessungsraum als Raum der Interaktion benutzen

Räume und Infrastruktur für Erwachsene


Szenario

Der vertikale Erschlisseungsraum in Gäbelbach ist alt, eng und niedrig. Menschen treffen sich dort jeden Tag, wenn wir es zu einem besseren Ort machen, hat es das Potenzial, ein Ort zu werden, an dem Interaktion stattfindet. Durch das Hinzufügen von Infrastruktur wie Stühlen und Sonnenschirmen ist die Rasenfläche einfacher zu nutzen. Familien können dort picknicken oder sich einfach hinlegen und ihren Kindern beim Spielen zusehen.

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3

Kleefeld Grossüberbauungen

Bestand

Abbildung 3.3.3 Situation

Keine klare Zoneneinteilung

71

Lage

Mögliche Interventionen:

Freiräume organiesieren und besser benutzen

Räume für Kinder

Bäume und Pflanzen


Szenario

Die Situation in Kleefeld ist für andere Grossüberbauung Siedlungen üblich. In der Mitte des Geländes setzt sich eine leere grüne Wiese ein, umgeben von mehreren Gebäuden. Die Bewohner brauchen mehr Infrastrukturen wie Spielplatz für die Kinder. Mehrere Bäume werden fordert, um die Sichten zu blockieren, damit die Privatsphäre gewährleisten könnte. Dann Leute würden sich wohler und sicherer fühlen, wenn sie auf der grünen Wiese bleiben.

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4

Bethlehemacker II Grossüberbauungen

Bestand

Situation

Unfreundliche Isolation

73

Lage

Mögliche Interventionen:

Freiräume organiesieren und besser benutzen

Bäume und Pflanzen

Räume und Infrastruktur für Erwachsene


Szenario

Wir empfehlen, Zäune durch Büsche zu ersetzen. Zäune, insbesondere Metallzäune, hinterlassen bei uns eine unfreundliche Atmosphäre. Büsche haben auch die gleiche Funktionalität, vielleicht sogar besser, die dicken Büsche sind schwer zugänglich und helfen auch beim Schutz der Privatsphäre. Es könnte auch ein paar Infrastrukturen wie Grillplätze für alle auf der leeren grünen Wiese angeboten.

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Murtenstrasse

5

Öffentliche Verkehrsräume Bestand

Abbildung 3.3.4 Situation

Fehlende Infrastruktur

75

Lage

Mögliche Interventionen:

Wasserelemente wie Fontäne oder Wasserbecken

Bäume und Pflanzen

Sitzgelegenheit


Szenario

Dieses Bild vom Platz an der Kreuzung Murtenstrasse und Eymattstrasse zeigt die typische Strassenansicht von Bern West. Eine Wasserfontäne könnte die Raumqualität verbessern, sie sorgt für schöne Klänge und für Menschen und Tiere. In der Nähe dieses Objekts könnte sich ein kleiner Treffpunkt für Einheimische befinden, Wasser, Bäume und Bänke machen den Raum gemütlich und ziehen Menschen an, sich zu versammeln.

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6

Meienegg Drei- bis vierstöckige Blöcke

Bestand

Abbildung 3.3.5 Situation

Fehlende Infrastruktur

77

Mögliche Interventionen:

Sitzgelegenheit

Räume für Kinder

Lage


Szenario

Wir haben in Meienegg einige Räume, Spielzeuge und Infrastrukturen für Kinder gesehen, aber sie sind alt und verrostet. Die kleine Intervention besteht darin, den Kindern Spielplätze zur Verfügung zu stellen, während die Eltern einige Räume zum Verweilen, Entspannen und wenn möglich zur Kommunikation mit anderen haben. Die Räume für die Eltern sollten nicht vom Kinderspielplatz entfernt sein, damit sie ihre Kinder im Auge behalten können.

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7

Ladenzentrum Tscharnergut

Öffentliche Räume in den Grossüberbauungen Siedlungen Bestand

Abbildung 3.3.6 Situation

Fehlende Infrastruktur

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Mögliche Interventionen:

Sitzgelegenheit

Bäume und Pflanzen

Lage


Szenario

Dieser Platz vor dem Ladenzentrum am Tscharnergut hat eine dominante riesige Struktur in der Mitte. Dieser kleine Platz fühlt sich jedoch noch leer an. Es könnte mehr Bäume für Schatten und ein angenehmeres Mikroklima geben. Es sollte auch mit einigen Bänken ausgestattet sein, damit die Menschen dort bleiben und ihr Leben genießen können.

80


8

Bern Bümpliz Nord Öffentliche Verkehrsräume

Bestand

Abbildung 3.3.7 Situation

Mangel an Interaktion

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Mögliche Interventionen:

Vertikaler Erschliessungsraum als Raum der Interaktion benutzen

Ein Ort, an dem Menschen Informationen und Gegenstände austauschen können.

Lage


Szenario

Die Verkehrsräume haben gewisse räumliche und funktionale Potenziale, denn dort treffen sich die Menschen täglich. Der Eingriff hier ist ein spielerisches Dach, es schützt die Bewohner vor schlechtem Wetter, macht den Raum zwar lebendig. An der Wand könnten einige Plätze zum Anbringen von Plakate, Anzeige, Flyer oder Informationen im Quatier vorhanden sein.

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Fazit Wenn wir alle Fälle vergleichen, ist es nicht sehr schwer, eine grobe Schlussfolgerung zu ziehen. Es gibt einige sehr spezifische Probleme in den kleineren zweistöckigen Blöcke Siedlungen, sie haben ein veraltertes Wohnmodell, die mögliche Lösung ist daher bestimmt, dieses Wohnmodell könnte durch die Anpassungen von zeitgenössischen Wohnstil geändert werden. Ein weiteres Beispiel ist die Situation in Grossüberbauung Siedlungen, sie haben meistens eine leere grüne Wiese. Um es zu verbessern, brauchen wir einige zusätzliche Maßnahmen wie mehr Bänke, einen neuen Erschliessungsraum oder mehr Bäume, um der zu grösige Massstab der öffentlichen Räume zu verringern. Es gibt auch einige häufige Probleme in diesem Quatier. Die unfreundlichen Zäune sind allgegenwärtig. Sie sperren Räume ab, reduzieren die Interaktionen und hinterlassen ein unangenehmes Gefühl bei den Bewohnern. Ein weiteres häufiges Problem ist die veraltete Infrastruktur, die den städtischen Verhältnissen nicht mehr entspricht. Oder es gibt nicht genug Infrastrukturen, um das tägliche Leben der Menschen zu unterstützen. Diese Probleme führen zu einem weiteren Problem, nämlich dem Mangel an Interaktion und kleinräumiger Segregation. Unsere Vorschläge

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sind, den Menschen mehr Möglichkeiten zum Verweilen im öffentlichen Raum zu geben, indem mehr Infrastrukturen für alle Generationen hinzugefügt oder die Zäune entfernt werden, um ein freundliches Gemeinschaftsgefühl zu schaffen. Unser Ziel ist es, allen Bürgern, die in dieser Gegend leben, eine bewohnbarere und freundlichere städtische Umgebung zu bieten. Diese Interventionen sind kleinräumig, dennoch erwarten wir nicht, dass sie allein eine große Rolle spielen. Aber wir glauben, dass Dutzende dieser kleinen Interventionen dazu beitragen, die räumliche Qualität und das Interaktionsniveau in diesem Bereich zu verbessern. Durch temporäre Interventionen, die gemeinsam entwickelt werden, können alternative Nutzungen und Umgestaltungsformen eines Stadtraumes sichtbar gemacht und getestet werden. Sie unterliegen nicht dem Druch, einen vorgegebenen Endtzstand auf dem direkten Weg erreichen zu müssen, sondern umfassen Möglichkeiten des Ausprobierens und Experimentierens, des Verhandelns und Korrigierens. {14}

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Brünnen West

Stapfenacker Bern Bümpliz Nord

Schwabgut

Schwabstrasse Looslistrasse

Meienegg

Bern Stöckacker Untermattweg Stöckacer

Stöckackerstrasse

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Gäbelbach

Bethlehemacker II Tscharnergut Bethlehemacker I

Murtenstrasse

Bümplizstrasse

Altes Bethlehem

e

Abbildung 3.4.1 86


87


Szenario

88


Placemaking

Placemaking inspiriert Menschen dazu, den öffentlichen Raum als Herz jeder Gemeinschaft gemeinsam neu zu erfinden und zu erfinden. Placemaking stärkt die Verbindung zwischen Menschen und den Orten, die sie teilen, und bezieht sich auf einen kollaborativen Prozess, durch den wir unseren öffentlichen Raum gestalten können, um den gemeinsamen Wert zu maximieren. Placemaking fördert nicht nur ein besseres Stadtdesign, sondern ermöglicht auch kreative Nutzungsmuster, wobei den physischen, kulturellen und sozialen Identitäten, die einen Ort definieren und seine fortlaufende Entwicklung unterstützen, besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Mit gemeinschaftsbasierter Beteiligung im Zentrum nutzt ein effektiver Placemaking-Prozess die Vorzüge, Inspiration und das Potenzial einer lokalen Gemeinschaft und führt zur Schaffung hochwertiger öffentlicher Räume, die zur Gesundheit, zum Glück und zum Wohlbefinden der Menschen beitragen. Schlüsselwörter von Placemaking sind: Community-orientiert, Visionär, Funktion vor Form, Anpassungsfähig, Inklusive, Konzentriert sich auf die Schaffung von Reisezielen, Kontextspezifisch, Dynamisch, Transdisziplinär, Transformativ, Flexibel, Kollaborativ, Gesellig. {15}

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Abbildung 4.1.1

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Netzwerk

Im <The Naked City> zerlegte Debord den Plan in neunzehn Stücke und verbannte damit jede Spur eines städtischen Rasters. Dann verband er die Kartenstücke von Straßen und Gebäuden mit wirbelnden roten Pfeilen, die die psychogeographischen Erkundungen oder Dérives in Paris in den frühen 1950er Jahren darstellen. Debord beschreibt das Dérive als „mode of experimental behavior“, als „letting-go … of work and leisure activities“, um „be drawn … by the city‘s psychogeographical contours … [, its] constant currents, fixed points and vortexes that discourage entry into or exit.“ die den Eintritt in oder den Austritt entmutigen.“ Rationalistische Stadtplanung nährte das Spektakel durch Trennung die Lebens- und Arbeitsräume, zerstören die Lebendigkeit der Straße und machen die Stadt sicher für Einkaufen und andere Konsumformen. Das Dérive hingegen negierte die Trennung. Aufgedeckt - und die roten Pfeile zeigten - „psychographical pivotal points“ auf, die eine Allee mit einem intimen Platz verbinden oder mit einem Strom revolutionärer Energie, der um eine Kreuzung bestimmter Straßen wirbelt. {16}

Während konventionelle Karten eine gewisse abstrakte, geometrische „Wahrheit“ über die städtische Umwelt vermitteln, sollten die psychogeografischen Karten eine soziale, erfahrungsbezogene oder existentielle „Wahr-

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heit“ vermitteln. Die Karten zeigen eine Raumerfahrung als fragmentiert und diskontinuierlich; Bereiche, die als unterschiedlich erlebt werden, werden auf der Karte auseinandergezogen. Die Pfeile dienen jedoch dazu, die verschiedenen Bereiche in Beziehung zu setzen und basieren auf den im Verlauf des Dérive erfahrenen Anziehungs- und Abstoßungs- bzw. Ausgrenzungskräften. Anders als die debordische Karte zielt dieses Projekt auf ein kontinuierliches räumliches Netzwerk der Kommune ab. Der Umgang mit der Beziehung zwischen dem Teil und dem Ganzen ist das nächste Thema dieses Projekts. Wenn wir unsere Sicht einschränken und uns nur auf die Fragmente der kleinräumigen Interventionen konzentrieren, könnte das zu einer Fragmentierung des Stadtraums führen. Das räumliche Umfeld, die Sozialstruktur und das individuelle Verhalten der Menschen beeinflussen sich wechselseitig. Sie können nicht unterschiedlich und getrennt betrachtet oder behandelt werden. Wenn wir Dutzende von kleinen Interventionen haben, die Orte erschaffen und markieren, besteht der nächste Schritt darin, sie zu verbinden und ein Netzwerk aufzubauen.

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Darstellung desNetzwerk Netzwerks Strategie:

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0m

1000m

500m

N

Legende Zentrumszonen

Zonen für öffentliche Nutzungen

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Strategie: Netzwerk

komfortable Wegenetze dene zentrale Bereiche gen die Natur in den öff

Wenn jede Gemeinsch tion, Vielfalt, Zugängli fähigkeit und Identität ventionen leicht integ Netzwerk aufbauen.

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e verbinden verschiee miteinander und brinfentlichen Raum.

haft ihre eigene Funkichkeit, Form, Lebenst hat, lassen sich Intergrieren und dann ein

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Synthese: zu einer neuen Ganzheit Synthese: zu einer neuen Ganzheit

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0m

1000m

500m

N

Legende Grossüberbauungen

Zentrumszonen

Drei- bis vierstöckige Blöcke

Zonen für öffentliche Nutzungen

Reiheneinfamilienhäuser

Kleinere zweistöckige Blöcke

Zeitgenössische Bauten

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Literaturverzeichnis

{1} Stadt Bern, Präsidialdirektion Denkmalpflege: Bauinventar der Stadt Bern 2018, Bümpliz-Bethlehem, 2018 {2} Drita Hasani, Mark Meeder, Michael Moser: Siedlungsentwicklung in Bümpliz-Bethlehem: Städtebauliche Entwicklungen im Berner Stadtteil VI von 1890 bis 2012 und ihre Wechselwirkung mit der Infrastruktur. Projektarbeit von 2012 auf ika.ethz.ch {3} Die Geschichte von Bümpliz-Bethlehem Von der «Anbauschlacht» zur Ölkrise auf siedlungen-buempliz.ch {4} Suchfunktion der Stadt Bern für geschützte Bauten – bei Suche nach Architekt: «ARGE Bethlehemacker» eingeben {5} Anne-Catherine Schröter, Raphael Sollberger, Dieter Schnell, Michael von Allmen: Siedlungen der Nachkriegszeit in Bümpliz-Bethlehem. Hrsg.: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Nr. 1025. Bern 2018, ISBN 978-3-03797-350-9. {6}Chantier Bethlehem West Entwurf Masterplan QBB Forum vom 11. November 2019 im Altens Schloss Bümpliz {7} STEK 2016 Stadtentwicklungskonzept auf bern.ch S. 44 f. {8} Adrian Müller: Die Erweiterung im Westen, der Bund vom 23. August 2016 {9} Stadt Bern, Präsidialdirektion, Abteilung Stadtentwicklung, Statistikdienste: Sozialräumliche Stadtentwicklung in Bern, Eine Interpretation der Sozialraumanalysen am Beispiel ausgewählter Quartiere, Bern 2007

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{10} Stadt Bern, Verein Region Bern, 2005, S. 42 {11} Stadt Bern, 2006, S. 30, 31, 73, 183 {12} Die Gäbelbach-Geschichte. gaebelbach.ch, abgerufen am 28. März 2020. {13} Kunststadt Bern Spaziergänge. Bethlehe. (Ort Nummer 1: Dorfbrunnen). Stadt Bern, abgerufen am 28. März 2020. {14} Interdisziplinäre Stadtforschung, Institut für Stadtplanung und Städtebau: Urbane Interventionen Im Stadtraum, 2015 {15} What is Placemaking? von https://www.pps.org/article/what-is-placemaking {16} Elin Diamond: Reactivating the City: A Situationist-Inspired Map of New York, Theatre Journal, Johns Hopkins University Press, Volume 70, Number 3, September 2018

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Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1.1.1, S2: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz / Fotograf: Friedli, Werner / LBS_H1-026964 / CC BY-SA 4.0 Abbildung 1.1.2, S4: www.geo.admin.ch, Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Abbildung 2.2.1, S10: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz / Fotograf: Swissair Photo AG / LBS_L1-952188 / CC BY-SA 4.0 Abbildung 2.2.2, S12: www.heimatschutz-bernmittelland.ch/100-jahre-buumlmpliz.html Abbildung 2.2.3, S14: https://inspiration.detail.de/freizeit--und-einkaufszentrum-westside-in-bern-bruennen-100372.html Abbildung 2.2.4, S20: bauinventar.bern.ch | © Bauinventar 2018 Denkmalpflege der Stadt Bern | Bümpliz-Bethlehem, S16 Abbildung 2.2.5, S22: https://www.siedlungen-buempliz.ch/gaumlbelbach.html Abbildung 2.2.6, S24: https://www.wiedenmeier.ch/wordpress/wpcontent/uploads/2020/01/DSC_6406.jpg Abbildung 2.2.7, S26: https://simongyselarchitekt.ch/ Abbildung 2.2.8, S28: https://www.meienegg.ch/ Abbildung 2.2.9, S30: bauinventar.bern.ch | © Bauinventar 2018 Denk-

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malpflege der Stadt Bern | Bümpliz-Bethlehem, S25 Abbildung 2.2.10, S32: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/42/Winterhale_Bebauung_5.jpg?download Abbildung 2.2.11, S34: bauinventar.bern.ch | © Bauinventar 2018 Denkmalpflege der Stadt Bern | Bümpliz-Bethlehem, S28 Abbildung 2.2.12, S36: ttps://naturaqua.ch/projekte/quartierkommission-buempliz-bethlehem/ Abbildung 2.2.13, S38: bauinventar.bern.ch | © Bauinventar 2018 Denkmalpflege der Stadt Bern | Bümpliz-Bethlehem, S24 Abbildung 2.2.14, S40: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/96/Haltestelle_Ramuzstrasse_mit_Wohnhaus_Open_Court_ im_Hintergrund.jpg?download Abbildung 2.3.1, S42: https://www.bernerzeitung.ch/region/bern/eindirekter-weg-ins-quartier/story/12122032 Abbildung 2.3.2, S48: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/63/Gaebelbach_Zentrum_Erdgeschoss.jpg Abbildung 2.4.1, S51: Quartierplanung Stadtteil VI, Stadtplanungsamt Bern, 2005 Abbildung 2.4.2, S53: https://cdn.unitycms.io/image/ocroped/1200,1200,1000,1000,0,0/bLCns4GctO4/8Li3p7dsaqa8ObVVytH0U8.jpg

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Abbildung 3.3.1, S67: https://www.siedlungen-buempliz.ch/bethlehemacker-i.html Abbildung 3.3.2, S69: https://www.siedlungen-buempliz.ch/gaumlbelbach.html Abbildung 3.3.3, S71: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a8/Kleefeld_Bebauung.jpg?download Abbildung 3.3.4, S75: https://www.siedlungen-buempliz.ch/neuhaus. html Abbildung 3.3.5, S77: https://www.xn--bmpliz-3ya.ch/meienegg Abbildung 3.3.6, S79: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/ab/Glockenturm-Brunnen_Tscharnergut_04.jpg Abbildung 3.3.7, S81: https://www.google.com/maps/place/ Bern+Bümpliz+Nord/ Abbildung 3.4.1, S85,S86: https://lds.geo.uzh.ch/de/Alle-Orte/EspaceMittelland/Stadt-Bern.html Abbildung 4.1.1, S90: https://www.pps.org/article/what-is-placemaking

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20.09.2021


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