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SeaSide 2026

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SEASIDE

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Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Schon mal über „Workation“ nachgedacht? Das moderne Arbeitsmodell verbindet Job mit Urlaub – und funktioniert besonders unbeschwert bei uns in Norddeutschland. Zum Beispiel mit einem Mix aus Badeplatz und Büroboot in Hamburg oder zwischen Surfstunden und Schreibtisch auf Rügen. Dass mehr als ein Drittel der Bevölkerung ihren Haupturlaub in Deutschland verbringt, bestätigt auch die diesjährige Deutsche Tourismusanalyse. Womit wir beim nächsten Stichwort wären: „Coolcation“. Dieser Begriff bezeichnet einen Trend, den EU­Forschende im Zuge des Klimawandels prognostizieren. Während südliche Regionen mit erheblichen Rückgängen der Tourismusnachfrage konfrontiert werden könnten, profitieren nördliche Regionen von angenehmeren, kühleren Temperaturen im Sommer. Hier herrscht ja immer eine frische Brise! Meer und Wind lassen einen Urlaub an der Küste

von Nord­ und Ostsee zu einem Erlebnis werden. Ganz Norddeutschland bietet viele Möglichkeiten für unvergessliche Abenteuer – darüber berichten wir in unseren Jahresausgaben SEASIDEmagazin und LAND & MEER 2026.

Für eine mehrtägige Auszeit im Norden zeigen wir eine Auswahl der schönsten Ferienunterkünfte am Meer.

Über den Dächern von Hamburg locken lässige Rooftop ­ Bars zum Sonnenuntergang­Schauen bei einem köstlichen kühlen Getränk.

Lust auf Bewegung? Seit Kurzem schwappt eine neue Sportart aus Frankreich bis nach Sylt. Beim sogenannten Longe­Côte wandern Wasserbegeisterte durch die Nordsee – gar nicht so einfach, wie es aussieht. Wenn Wind und Wellen dann die Haare zerzaust haben, lässt sich die Seele besonders gemütlich in einem idyllischen Strandkorb baumeln. Und was könnte schöner sein, als den

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Urlaub mit einem guten Buch zu genießen? Unsere Lesetipps machen Lust auf Ferien am Meer.

Tierisch gut wird dieser Sommer mit einem Ausflug zum Ziegenhof in Niedersachsen. Wer niedliche Kegelrobben und frei fliegende Küstenvögel beobachten möchte, sollte unbedingt mit Fähre oder Flugzeug nach Helgoland reisen.

Für den Urlaub mit Hund an der Ostseeküste geben wir wertvolle Tipps. Und wer in der Nordic Cuisine mit reichlich Krustentier­Know­how angeben möchte, dem erklären wir den Unterschied zwischen Shrimps, Scampi & Co.!

Wir hoffen, dass sich diese Ausgabe beim Lesen wie Urlaub anfühlt – oder vielleicht sogar Inspiration für die nächste Workation mit Nordbrise liefert.

Einen schönen Sommer wünscht euch die SEASIDE­Redaktion

Maris Schaper & Lara Kutsch

Chefredakteurin Maris am Museums hafen Oevelgönne in Hamburg an der Elbe.
Redakteurin Lara – in der Speicherstadt in Hamburgs City.
Foto:

8 Longe-Côte: Durchs Wasser laufen – jetzt auch auf Sylt.

18 Urlaub mit Weitblick, wie in den SeegattenHäusern auf der Nordseeinsel Pellworm.

28 Camping am Fluss – und zwar umweltfreundlich!

8 Longe-Côte

Durchs Nordseewasser wandern – der neue Trendsport, jetzt auch auf Deutschlands Lieblingsinsel Sylt. Und weitere Insel­Tipps für den Sylt­Urlaub.

12 Segeln auf der „Alexander von Humboldt II“ Nachtwachen, Wind in den Segeln und ein Team, das zusammenhält: Auf der Dreimast­Bark werden Segelbegeisterte für sechs Tage zu Seeleuten auf Zeit.

18 Haus am Meer Urlaub in einem Haus mit Seeblick? Davon träumen viele! Die schönsten Sehnsuchtsorte an der Nord­ und Ostseeküste findest du hier.

24 Hamburg – Rooftop-Bars über Alster und Elbe

Über den Dächern der Stadt: die fünf schönsten Rooftop­Bars zwischen Hafenkränen und Kirchturmspitzen zum Chillen oder Feiern mit Freunden.

36 St. Peter-Ording: Wassersport am Strand.

28 Van Life – finde deinen Fluss

Mit Wohnmobil oder Zelt geht es die Elbe entlang. Aufgrund der Nähe zu Hamburg auch für Kurztrips ideal.

30 Camping, aber umweltfreundlich Tipps fürs nachhaltige Campen und Unterwegssein: von der Müllentsorgung bis zum Stromsparen.

32 Fahrradtour am Nord-Ostsee-Kanal

Es geht einmal quer durch Schleswig­ Holstein – zwischen Fahrrad und Frachtern, Schleusen und Schwänen. Eine abwechslungsreiche Radtour zum Nachradeln.

36 Sport und Sessions in St. Peter-Ording

Der Sommer verspricht Sonne und Wind! Ideal fürs Wind­, Kite­ oder Wingsurfen. Außerdem am Strand vom Nordseebad: Musik­Sessions mit bekannten Stars. Sommer in SPO.

40 Mit dem Hund an die Ostseeküste.

12 Segel-Abenteuer auf der

58 Gamba-Zamba: Garnelenzucht im Norden.

40 Urlaub mit Hund – an der Ostseeküste

Connie Moritz verreist mit ihrer Hündin Hera an die Ostsee und gibt wertvolle Tipps für das gute Gelingen und Erholung für beide.

44 Robben-Geburt auf Helgoland

Die Hochseeinsel Helgoland ist ein Naturparadies. Auf der Nachbarinsel Düne sehen wir zu, wie die Robben ihre Jungen bekommen und aufziehen.

48 Fashion – Couture und Küstenschutz

Der Ostfriese Jelke Galleck entwirft Mode mit Einflüssen aus seiner Heimat an der Nordsee – Wellenbrecher.

54 Bäder-Architektur

Woher kommen die vielen weißen Villen am Strand?

58 Garnelenzucht in Norddeutschland

Zwei Züchter beweisen, dass Garnelen auch im Norden Deutschlands aufwachsen – im nachhaltigen Farming.

44 Robben-Babys auf Helgoland.

Editorial SEASIDE 2026 3 Unser Online­Shop 80 Impressum 82 Online & Social­Media 3, 82

64 Ziegenmanufaktur in Ostfriesland

Christina und Klaas Froschauer sind Ziegenbauern aus Leidenschaft: Nachhaltigkeit und Tierwohl sind ihnen dabei besonders wichtig.

66 Workation – Arbeiten mit Nordbrise

Zahlreiche Spots im Norden laden dazu ein, das Homeoffice mit an den Urlaubsort zu nehmen.

70 Bücher für den Urlaub

Lesestoff für unterwegs – ob spannender Krimi oder anspruchsvoller Roman, wir zeigen Lesenswertes mit Nord­Bezug.

76 Großer Fotowettbewerb mit CEWE für 2026

Die besten Urlaubsfotos unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Jetzt für 2026 mitmachen, einfach deine Bilder hochladen und wertvolle Preise gewinnen!

Fotos: HawaiSurf, Seegatten, Skyline-Bar, Gamba-Zamba, J.Hummel, Moritz, J.Galleck, Alex2, Calif.KitesurfMasters
„Alex II“.
48 Fashion: Nordic Style
24 Hamburg – Rooftop-Bars über den Dächern der Stadt.

MEERESGRUND TRIFFT HORIZONT

DIE NATUR SEHEN

während die Meeresspiegelung eine kleine Insel­Siedlung auf einer Warft freigibt – die Bauweise auf hügeln schützt vor Sturmfluten – geniessen die Seehunde auf Norderoogsand die Mittagssonne. So kann man die Natur nur an der Nordsee erleben! Denn nur hier trifft der Meeresgrund auf den Horizont. Ebbe und Flut bestimmen das Leben auf den nordfriesischen Halligen und Inseln – bis nach Sylt ganz hoch im Norden.

Ein Foto von Martin Elsen: nord-luftbilder.de

VOLL IM FLOW

TEXT UND FOTOS: ELKE WEILER

Bei uns immer noch wenig bekannt, im Norden Frankreichs längst ein Trend: Longe-Côte. In Deutschland gibt es drei zertifizierte „Blaue Wege“, einer davon bei Hörnum auf Sylt.

Glatt wie ein Spiegel und türkisblau, so sieht man die Nordsee vor Sylt eher selten. „Wie eine Badewanne wirkt das heute“, meint Claudia Niehues mit Blick aufs Meer. Sie weiß, für ihr Vorhaben herrscht die perfekte Wetterlage. Ein lauer Sommertag, kaum Wind, keine Brandung. Zarte Wellen rollen am Strand aus. Die Interessenten warten bereits, als die Surferin den Dienst als Badeaufsicht am Strand in Hörnum beendet. In dem leicht erhöhten Holzhaus zieht sie sich um, streift den Neoprenanzug über. Einige möchten lieber auf die zweite Haut verzichten, schließlich sei ja Sommer. Claudia empfiehlt zwar Neopren, überlässt jedoch jedem die Entscheidung nach eigenem Kälteempfinden.

Ohnehin steht zunächst Aufwärmen auf dem Programm. Stretching am Strand. Sämtliche Körperpartien bewegen und auf das Wasserwandern vorbereiten. Es folgen Trockenübungen mit dem Spezialpaddel. Dabei geht es nicht nur ums korrekte Halten, sondern vor allem um die Koordination von Armund Beinbewegungen.

Eigentlich ist Claudia Windsurferin, außerdem unterrichtet sie im Stand­up­Paddeln und Wellenreiten. Vor ein paar Jahren kam dann etwas Neues hinzu: Longe­Côte.

EIN SPORT AUS DEM NORDEN FRANKREICHS

„Entlang der Küste“ heisst das übersetzt und meint: parallel zur Küste laufen. Im Wasser.

Longe­Côte wurde 2005 von Thomas Wallyn in Dunkerque als effektives Körpertraining für Ruderer konzipiert. Rasch fand es größeren Zuspruch, und so wurde 2009 der erste offizielle Longe­Côte­Weg der Region eingerichtet. Wer diesen Sport regelmäßig betreibt, wird in Frankreich „longeur“ beziehungsweise „longeuse“ genannt. Spezialpaddel wie bei Claudia oder auch Handpaddel, wie manche sie beim Schwimmen benutzen, unterstützen die Bewegung im Wasser, sind aber nicht zwingend erforderlich. Wichtig ist, die Gehbewegung mit den Armen zu begleiten. Für Urlauber*innen ist die neuartige Sportart zum Ausprobieren also ideal: wenig Ausrüstung, kaum Vorkenntnisse, dafür maximale Naturerfahrung.

Longe­Côte gilt als gelenkschonendes Training – inklusive Thalasso­Effekt, also der heilsamen Wirkung von Meerwasser, salzhaltiger Küstenluft und dem Reizklima der Nordsee. Der Sport wird nicht nur als Hobbysport betrieben, sondern auch zur Reha eingesetzt. Wasserwandern regt Kreislauf und Blutzirkulation an und stärkt gleichzeitig den Gleichgewichtssinn. Meist findet es in Grüppchen statt, denn der soziale Aspekt ist nicht zu unterschätzen: In Nordfrankreich verabreden sich die Menschen regelrecht zum Wasserwandern. Wichtig ist nur, dass die See ruhig bleibt und die Wellen nicht zu hoch sind.

In Schleswig­Holstein gibt es bislang zwei „Blaue Wege“, einen bei Hörnum auf Sylt, den anderen in der Hohwachter Bucht. Auch in Bayern wurde inzwischen ein Bereich am Starnberger See zertifiziert. Das Schöne ist: Für Longe­Côte sind keine be­

Wichtig vor dem Sport in der Nordsee: Stretching am Strand!
Sonnige Aussichten! Auf Sylt entsteht mit Longe-Côte ein neuer Trendsport.

Die Sportart erfordert vollen Körpereinsatz: Ein Spezialpaddel unterstützt die Gehbewegung im Wasser. Der Neoprenanzug schützt vor Kälte.

sonderen sportlichen Voraussetzungen nötig. Sowohl junge Leute als auch Ältere finden Gefallen daran. Ähnlich wie beim Nordic Walking gilt ein fließender Bewegungsablauf als Ziel. In Hörnum wird es langsam spannend, die Trockenübungen neigen sich dem Ende zu. Noch wirkt das Paddel in den Händen der Anfänger wie ein Fremdkörper. In Zeitlupe schwenken sie es durch die Luft, mal rechts, mal links kreisend. Nacheinander geht die Gruppe ins flache Wasser, der Lehrerin folgend. Nur Claudia weiß, wo der Longe­Côte­Weg anfängt und wo er endet. Die anderen sehen und spüren einfach nur die Kraft des Wassers, seinen Widerstand gegen die eigenen Bewegungen. Es erscheint seltsam, sich nicht wie üblich hineinzuwerfen und treiben zu lassen. Claudia erklärt, dass die Wasserlinie optimal zwischen Bauch und Brust liegen soll, damit man nicht kippt

TRAINING IM TAKT DER WELLEN

Neuer Versuch mit Paddel. Noch einer. Und noch einer. Erst kurz vor Ende des Kurses kommt der Punkt, da macht es plötzlich Spaß. Man fühlt den Takt, abgestimmt auf die Bewegung der Nordsee. Das Wasser ist kein Gegner mehr, es ist Mitspieler. Es massiert den Körper. In vollem Einklang geht die Gruppe hintereinander – wie die Wassertiere. Dann ist es auch schon vorbei. Die Wandernden stehen tropfend, aber zufrieden am Strand, als ein glänzender Kopf aus dem Wasser ragt. Dort hinten, waren sie nicht eben noch da? Nein, ein Stückchen weiter. Eine Robbe! Ein Raunen geht durch die Gruppe, gefolgt von Lachen. Alle sind sich einig: Dieses neugierige Tier wollte wohl mal schauen, was die Menschen so treiben.

„Die Bewegung kommt nicht aus den Armen und Schultern, sondern aus der Mitte“, betont die Trainerin.

oder ein Hohlkreuz macht. Zielstrebig schreitet sie voran. Aus der Mitte – wie soll das gehen? Wir beginnen damit, paddelnd durchs Wasser zu laufen. Keine Spur vom korrekten Flow. Immer wieder versuchen die Neuen sich auf das gerade Gelernte zu konzentrieren, immer wieder kommen sie aus dem Rhythmus. Die Wahrheit ist: Alle bis auf Claudia Niehues mutieren zum Spielball der Kräfte im Wasser. Wie schön wäre es doch, sich des Paddels zu entledigen und einfach nur zu schwimmen! Sich vom Wasser tragen zu lassen, auf dem Rücken liegend, die Arme ausgebreitet, Blick in den Himmel.

Longe-Côte gilt als gelenkschonender Sport – Thalasso-Effekt inklusive.

In der Gruppe kostet die Stunde 55 Euro pro Person, der Einzelunterricht 95 Euro.

Mehr Infos und Kontaktdaten zu Longe­Côte sind auf der Seite von Claudia Niehues zu finden: sup-surf-sylt.de/wasserwandern

WEITERE SYLT-TIPPS DER AUTORIN

Die kleine Strandsauna in Hörnum ist unter Fans des Schwitzens bekannt und perfekt zum Aufwärmen nach dem Wasserwandern. syltsauna.de/strandsauna-hoernum

Ein Stückchen weiter südlich lockt die Kaffeerösterei Sylt in Rantum mit frisch geröstetem Kaffee und Kuchenfantasien. Etwa Windbeuteltorte mit Roter Grütze. kaffeeroesterei-sylt.com

Beste Fortbewegungsart auf der Insel: mit dem Rad. Von Rantum geht es parallel zur Wattseite in Richtung Norden. Das Rantumbecken ist ideal für Vogelbeobachtungen. Hier leben Kormorane, Gänse, Graureiher.

Wer bis Morsum radelt, sollte einen Spaziergang über das gleichnamige Kliff nicht versäumen. Ein Stück Erdgeschichte präsentiert sich am Morsum-Kliff mit Gesteinsschichten, die bis zu zehn Millionen Jahre alt sind. Besonders schön ist ein Rundgang im Spätsommer, wenn die Heide blüht.

Unsere Autorin Elke Weiler ist Reisejournalistin und schreibt Bücher. 2010 zog es sie vom Rheinland an die Küste. Auf ihrem mehrfach ausgezeichneten „Meerblog“ berichtet sie über das Leben an der Nordsee und schreibt Geschichten vom langsamen Reisen. In Nordfriesland entstanden ihre ersten Romane der Hunde­Krimiserie „Julchen ermittelt“ – ein Bearded Collie schnüffelt mit Herz und Humor in der kuriosen Welt der Menschen herum. meerblog.de

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Mit dem Fahrrad zum Training – immer entlang des Wassers.
Foto:
Stine
Jans

ALS TRAINEE AUF HOHER SEE

„Alexander von Humboldt II“ – eine Dreimast-Bark, die als ein ziviles Segelschulschiff unter deutscher Flagge betrieben wird. Heimathafen ist Bremerhaven.

Nachtwachen, Wind in den Segeln und ein Team, das zusammenhält: Auf der Dreimast­Bark „Alexander von Humboldt II“ werden Segelbegeisterte für sechs Tage zu Seefahrer*innen auf Zeit.

TEXT UND FOTOS: PHILLIPP STEINER

Mitternacht an Deck der „Alexander von Humboldt II“. Rund 40 Menschen stehen dicht beieinander im Dunkeln, die Ostsee rauscht leise gegen den Rumpf. Dann erklingt ein Ruf über das Deck: „Gode Wach!“ – „Gode Ruh!“ Die Wachen wechseln. Für die einen heißt es ab in die Koje, für die anderen beginnt eine vierstündige Schicht, in der das Schiff durch Wind und Wellen gesteuert wird. Ein Ritual, das seit Generationen zur Seefahrt gehört – und das auch auf diesem Törn die Nacht strukturiert.

Die Männer und Frauen an Bord sind keine Kreuzfahrtgäste, sondern Trainees. Sie sind gekommen, um anpacken zu lernen, um Teil der Crew zu werden. Unter ihnen die 38­jährige Maschinenbautechnikerin Ruth und der 20­jährige KaufmannsAzubi Tom. Was sie erwartet, ist weniger Wellness als Wirklichkeit: enge Kojen, einfache Messe, lange Wachen – und das Gefühl, gemeinsam etwas zu schaffen.

Die Trainees beziehen Kammern mit wenig Komfort – eine Koje, ein Spind pro Person. Auch die Messe, also der Speisesaal, erinnert eher an eine Jugendherberge als an ein Kreuzfahrtschiff. Aber für einen Luxusurlaub sind die Trainees, die je rund 900 Euro bezahlt haben – für bis zu 25­Jährige ist es günstiger – nicht angereist. Sie wollen segeln.

Dabei werden sie von einer ehrenamtlich arbeitenden Stammcrew angeleitet. An der Spitze steht Kapitän Conrad Schepers. Der 37­Jährige kommt aus der Berufsschifffahrt und hat das Kapitänspatent. Trotzdem trägt er sein Hemd mit den vier goldenen Streifen nur bei der Begrüßung und zum Abschied. Sonst ist er wie alle anderen praktisch gekleidet und wird wie sie geduzt, der Ton auf der „Alex“ ist locker.

Die meisten Mitglieder der Stammcrew sind zwar erfahrene Segler*innen, aber keine professionellen Seeleute.

Leichtmatrosin Lina (30) zum Beispiel arbeitet als Nachhaltigkeitsmanagerin einer Kommune und findet auf der „Alex“ Abwechslung vom Bürojob. Ende Juni sticht das Schiff in Kiel in See. Es wird sechs Tage lang durch die Ost­

see und das Kattegat fahren. Bei der „Alexander von Humboldt II“, kurz „Alex“, handelt es sich um eine rund 65 Meter lange Bark. Rumpf und Segel sind grün, ihr Markenzeichen. Auch ihre

Vorgängerin „Alexander von Humboldt“ trug schon dieses Grün. Sie wurde durch die Werbung für Beck’s Bier mit dem Song „Sail away“ bekannt.

EINE GEMISCHTE CREW

Die Gruppe an Bord ist so bunt wie die Küstenlandschaft, die sie durchquert: Der 16­jährige Moritz feiert auf See Geburtstag, begleitet von seinen Eltern. Der 80­jährige Frederik aus Dänemark erfüllt sich einen Lebenstraum. Ruth reist mit ihrem Vater, Tom allein. Was sie verbindet: die Neugier auf das Leben unter Segeln.

Betreiber des Segelschulschiffes ist die Deutsche Stiftung Sail Training aus Bremerhaven. Die Stiftung will NichtSegler*innen unter fachkundiger Leitung Hochseesegeln im Rahmen traditioneller Seemannschaft auf Traditionsschiffen ermöglichen. Im Winterhalbjahr unternimmt das Schiff Langzeittörns. Sie führen im Rahmen des kanadischen ClassAfloat­Programms mit jungen Leuten über den Atlantik und in die Karibik.

Blick aus dem hohen Mast auf das Deck.
Matrosin Lina, 30, findet auf der „Alex“ Abwechslung von ihrem Bürojob an Land.
Stehen die Segel? Eine Menge Wind weht ja!

Für Mutige geht es hoch in die Takelage.

Im Sommerhalbjahr ist das Schiff für kürzere Fahrten in Europa unterwegs. Grundsätzlich kann jede und jeder ab 14 Jahren mitsegeln.

ARBEIT IM RHYTHMUS VON WIND UND WELLEN

Je ein sogenannter Toppsmatrose leitet eine Wache an, also eine Gruppe aus Trainees und weiteren Matrosen. Der Toppsmatrose der Wache von Ruth und Tom heißt Patrick. Mit seinem dichten Bart wirkt er wie ein alter Seebär, dabei ist er erst 25. Wenn er seine Wache mit dem Ritual von „gode Wach!“ und „gode Ruh!“ übernommen hat, teilt er die Aufgaben ein.

Immer ein Trainees hält vorne am Bug Ausguck. Dort späht sie oder er, ob sich zum Beispiel ein anderes Schiff oder Treibgut der „Alex“ nähert. In der Nacht ist der Trainee dort manchmal ganz allein. Das kann bei sternenklarem Himmel schön sein – oder schön anstrengend, wenn man sich müde fühlt und

das Wetter schlecht ist. Ein weiterer Trainee übernimmt das rotbraune Steuerrad. Der Steuermann (der in der Hierarchie noch über dem Toppsmatrosen steht) gibt den Kurs vor, den der Trainee mithilfe eines Kompasses steuert. Patrick teilt die Trainees für je eine halbe

Stunde ein, dann wird gewechselt. Die übrige Wache versammelt der Toppsmatrose meist zunächst am Heck des Schiffes und erklärt, was als Nächstes ansteht, etwa wie ein bestimmtes Segel zu setzen ist. Dann laufen die Trainees zur angegebenen Stelle. Und auf Kom­

Ein Trainee übernimmt das rotbraune Steuerrad. Der Steuermann gibt den Kurs vor.

All Hands: Bei einem Manöver unter Segeln wird die Kraft aller Mitsegelnden benötigt.

mandos im Stil von „Schot vor die Voruntermars, fier Geitau und Gordinge“ legen sie sich ins Zeug.

Patrick lässt seine

Kommandos in lautem Singsang ertönen.

Das sei traditionell und schone die Stimme, verrät der Mann, der seine Wache mit lustigen Sprüchen und Süßigkeiten bei Laune hält, wenn sie mal durchschnaufen. „So ein Gummibär ist ein unfassbarer Motivationsfaktor“, sagt er schmunzelnd.

Tatsächlich ist das Segeln auf der „Alex“ immer wieder ein Knochenjob. Man kann es in manchem Gesicht ablesen, wenn an einer Leine gezogen wird, um letztlich ein Segel oder eine Rahe zu bewegen – und die Leine rührt sich erst einmal kaum. Hoch ins Rigg zu klettern, um an den Segeln zu arbeiten, ist

eine weitere Herausforderung. Deshalb tragen Ruth, Tom und die anderen in ihrer Wache – die von Mitternacht bis vier Uhr morgens und noch einmal von 12 Uhr bis 16 Uhr dauert – stets einen Klettergurt, um aufentern zu können. Das ist allerdings freiwillig. Ruth meldet sich oft. „Ich habe einfach keine Höhenangst“, sagt sie. Die 38­Jährige genießt auf der „Alex“ neben dem Klettern noch etwas anderes: Anfänger*innen würden nicht belächelt, sondern eingebunden. „Hier gehen dann alle davon aus, dass man Bock hat. Und jeder bringt ja auch eine andere Fähigkeit mit.“

ZWISCHEN SEEKRANKHEIT UND SONNENAUFGANG

Ein Erlebnis hätten die Betroffenen auf dem Törn sicher gern ausgelassen: die Seekrankheit. Am vorherigen Tag war es noch so windstill, dass die „Alex“ im Kattegat vor Anker gehen musste. Wer wollte, ließ sich im Boot zum Landgang nach Dänemark schippern oder sprang

von der Bordwand aus zum Schwimmen ins Meer. Dann der Wetterumschwung, am nächsten Tag herrscht Windstärke sechs bis sieben. Die Segel werden gesetzt und die „Alex“ eilt dahin, stampft und rollt. Bei den Wachwechseln lichten sich die Reihen – seekrank. Auch Ruth und Tom erwischt es.

ABSCHIED MIT WEITBLICK

Am letzten Abend scheinen solche Strapazen vergessen. Beim Captain’s Dinner läuft die einfache, aber gute Küche zur Hochform auf, Hauptgang: Rinderfilet mit Rosmarinkartoffeln, Blumenkohl und Brokkoli. Danach wird gefeiert.

Als die „Alex“ wieder in Kiel einläuft, steht Tom an Deck und schaut auf die langsam näherkommende Küste. Was bleibt? Die Menschen, die Gemeinschaft, die Sonnenauf­ und ­untergänge. „Wunderschön“, sagt er. Und dass er wiederkommen möchte. alex-2.de

Trainees an Bord – das Mitsegeln auf der „Alexander von Humboldt II“ ist eine Mischung aus Klassenfahrt und liebgewonnenem Knochenjob.
Fotos: Ph. Steiner

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URLAUB MIT WEITBLICK NORDISCH BY NATURE

Zum Seegatten Resort auf Pellworm gehören verschiedene Gebäude, die sich über die gesamte Nordseeinsel erstrecken.

Einzigartige Resorts und Unterkünfte, die Komfort und Küstenflair versprechen – Blick aufs Wasser inklusive. Ob Insel­Auszeit, Design­Refugium oder Reetdach­Romantik: Diese Destinationen im Norden sind perfekt für alle, die beim Aufwachen zuerst Meeresbrise schnuppern wollen.

SEEGATTEN RESORT,

INSEL PELLWORM

(Nordfriesland, Schleswig­Holstein)

Wenn die Fähre Pellworm erreicht, wird es leiser. Weil hier nichts um Aufmerksamkeit buhlt. Keine Promenade, kein Animationstakt, kein Programmdruck. Stattdessen Wind, Horizont und das Gefühl, dass Zeit einen anderen Rhythmus hat. Für Gründer Jan Ole Hagen ist es vor allem ein Bild, das ihn bis heute begleitet: „Diese Verhältnisse von Himmel und Erde. Die Sonnenuntergänge und der Sternenhimmel. Das ist schon sehr besonders hier.“

Genau in dieser Stille entsteht Seegatten – nicht als klassisches Hotelketten­Projekt, das man auf eine Insel setzt, sondern als leise Entwicklung, die aus Pellworm heraus gedacht ist. Schritt für Schritt. Haus für Haus. Warft für Warft. Und mit einem Ansatz, der den Begriff Resort neu rahmt. „Bei uns erstreckt sich das Resort über die gesamte Insel“, sagt Jan Ole. „Nicht nur die Rezeption oder das Restaurant sind Teil davon, sondern die Insel an sich ist das Resort.“ Gäste wohnen in Suiten, Lofts und Cottages mit eigener Küche und Sauna, Privatsphäre und die Freiheit, den Tag nicht planen zu müssen. Wer möchte, nutzt Serviceangebote wie Frühstückskörbe, gefüllte Kühlschränke, Fahrradverleih oder Unterstützung bei der Ausflugsplanung. Wer lieber für sich bleibt, bleibt einfach. Understated Luxury ist hier kein Trendwort, sondern ein Versprechen, das auffällig unauffällig eingelöst wird –durch Ruhe, Architektur und das bewusste Weglassen von allem, was nach Inszenierung aussieht. Das bedeutet auch: kein Wachstum um jeden Preis, sondern organische Schritte, die sich an der Landschaft, der vorhandenen Bausubstanz und den Bedürfnissen eines ganzjährigen Inselalltags orientieren.

ARCHITEKTUR, DIE NICHT LAUT SEIN WILL

Mit dem Rickmer’s Hoff und der Tede Warft gibt es zwei bestehende Häuser, die heute das Herzstück von Seegatten bilden. Beide Namen sind eng mit der Geschichte Pellworms verbunden. Der Rickmer’s Hoff wurde von Rickmer Knudsen errichtet, die Tede Warft von Tede Backsen. Dass ihre Namen bleiben, ist bewusst gewählt – als Zeichen von Respekt. Denn auf Pellworm sind Warften mehr als hübsche Erhebungen in der Landschaft. Sie stehen für Schutz, Beständigkeit und für die Menschen, die hier über Generationen leben und arbeiten. Genau diese Haltung greift Seegatten auf. Die Gebäude sind bewusst in die Landschaft eingebettet. Natürliche Materialien, ruhige Farben und eine klare Linie sorgen dafür, dass sie Teil der Umgebung sind. Neubauten orientieren sich an regionaler Bautradition, ohne nostalgisch zu wirken. Bestehende Gebäude werden weitergedacht, nicht überformt. Das Ziel ist nicht, Pellworm „neu“ zu erfinden, sondern das zu verstärken, was die Insel ausmacht: Weite, Wind, Natur und dieses raue, echte Gefühl, das man in Deutschland nur noch an wenigen Orten findet.

Understated Luxury ist hier kein Trendwort, sondern ein Versprechen.

SCHRITT FÜR SCHRITT: SEEGATTEN WÄCHST

Seegatten ist als Insel­Resort auf Wachstum angelegt, aber bewusst im Langzeitmodus. Neben dem Rickmer’s Hoff und der Tede Warft sind weitere Bausteine geplant oder bereits in Arbeit. Dazu zählen Twennelhus, Lindenhof und Dreehus. In Entwicklung sind außerdem Spitzböhn und das Kontor, das diesen Sommer eröffnet. Bis Ende 2028 sollen auf Pellworm rund 150 Betten in mehreren hochwertigen Unterkünften entstehen. Auch die Infrastruktur wird mitgedacht. Alle bestehenden Häuser sind mit E­Ladestationen ausgestattet. Seegatten will Tourismus zukunftsfähig gestalten, ohne dabei die Insel zu überrollen. Pellworm ist bereits energieautark, produziert ein Vielfaches des eigenen Strombedarfs aus erneuerbaren Energien (Wind, Sonne, Biogas) und verfolgt seit Jahrzehnten eine Strategie zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Ein zentraler Ort ist das Kontor direkt am Hafen – mit Blick auf die Nordsee. Es wird für viele Gäste der erste Ort sein, an dem Pellworm nicht nur „beginnt“, sondern bewusst spürbar wird. Das Kontor ist dabei mehr als eine Rezeption, lebendiger, wandelbar, als Herzstück von Seegatten. Der rund 30 Meter lange Raum ist mit einer vollwertigen Küche ausgestattet und kann flexibel für unterschiedliche Anlässe genutzt werden. Mal entsteht eine lange Tafel in der Mitte – für gemeinsame Abende, kleine Events oder besondere Momente. Mal wird die Küche zum Mittelpunkt, etwa bei Formaten wie „Kochen mit Freunden“, bei denen regionale Produkte und Begegnung im Vordergrund stehen. Gleichzeitig ist das Kontor funktionaler Ankerpunkt des Resorts mit einen Shop für lokale Produkte. Ein Ort, der sich verändert, je nach Saison, Anlass und Leben auf der Insel.

DAS INSELJAHR ALS KONZEPT

Pellworm verändert sich mit den Jahreszeiten. Seegatten versteht sich als Ganzjahresort, das genau diese Stimmungen fühlbar macht. Dafür gibt es definierte „Seasons“, die weniger nach Marketing klingen sollen als nach Orientierung: Wann ist die Insel besonders still, besonders rau, besonders hell, besonders warm?

Warum ist dieser Ansatz so wichtig? Jan Ole antwortet darauf ganz direkt: „Palmen kann jeder.“ Das Besondere hier: dass die Insel gerade auch außerhalb der Sommerzeit facettenreich ist und zu jeder Saison einen Besuch wert. „Wenn die Sonne weniger scheint, der Regen gegen die Fenster peitscht und der Wind ums Haus zieht, möchte man am Kamin sitzen.“ Vielleicht mit Freunden oder Familie, spielen, in die Sauna gehen oder einen Spaziergang machen – und danach wieder in die warme Stube zurückkehren. Pellworm sei intensiv in seinen Jahreszeiten, sagt er, „ein ständiges Schauspiel der Natur“ mit Zugvögeln, die hier rasten, und einer Vegetation, die sich vom Frühjahr bis in den Winter immer wieder ändert.

Die Frage nach Luxus auf einer kleinen Insel liegt nahe. Seegatten begegnet ihr mit Zurückhaltung und einem langfristigen Ansatz. Kooperationen mit regionalen Handwerkern und Produzenten sind gewollt, ebenso das Ziel, ganzjährige Strukturen zu stärken, statt saisonale Spitzen zu erzeugen. Genau deshalb arbeitet Seegatten mit Partnern vor Ort, etwa mit der Peterssen Wagyu­ und Shorthorn Farm oder dem Hofladen Thams und weiteren. „Das Schöne ist, dass dadurch jedem auf Pellworm die Möglichkeit gegeben wird, sich gemeinsam um die Gäste zu kümmern“, sagt Jan Ole. Weniger Schein, mehr Substanz und ein Wohlfühlort, der bleibt. seegatten-pellworm.de

Entspannung pur im Saunahaus. Funktionalität trifft auf Gemütlichkeit.
Abendstimmung auf Pellworm. Das Resort ist ideal für den Aufenthalt mit Freunden oder Familie.

DAS BIRDY, ALTMARK (SACHSEN-ANHALT)

Das Birdy ist ein minimalistisches Architektenhaus mit vorvergrauter Holzfassade. Draußen wird der Staudengarten zur Naturbühne.

Wer Ruhe sucht, findet sie hier: im nördlichen Zipfel der Altmark, wo der Aland in die Elbe mündet und die Landschaft wirkt, als hätte sie es nicht eilig. Das Birdy ist ein minimalistisches Architektenhaus mit vorvergrauter Holzfassade, klarer Kubatur und großen Öffnungen, die den Blick durch das Haus in die Natur ziehen. Drinnen wartet Loft­Gefühl statt DekoOverload: ein offener Wohn­Essbereich mit Küche, der bis

HOTEL NOORD AN DER NORDSEE

Seit August 2024 bereichert das NOORD als zweites Haus der HIIVE Experience Hotels Carolinensiel. Das Hotel verbindet modernes Design mit nordischer Gelassenheit und bietet Übernachtungen im Haupthaus oder in drei ruhig gelegenen Gästehäusern. Die Auswahl reicht von eleganten Zimmern über Suiten bis zu großzügigen Apartments, teils mit Pantryküche.

Ein Highlight ist der rund 500 m² große Wellbee­Spabereich mit Sauna, Sanarium und Ruheräumen, ergänzt durch Bibliothek und Kaminzimmer als Rückzugsorte.

Kulinarisch setzt der moderne Gulfhof Akzente: Im Café und Restaurant „eten“ stehen regionale, frische Gerichte mit nordischer Leichtigkeit im Mittelpunkt. Regelmäßig stattfindende kulturelle und kulinarische Events runden das Angebot ab und machen das NOORD zu einem besonderen Ziel an der Nordsee. noordhotel.de

unters Dach reicht, ganze 6,50 Meter hoch. Draußen wird der Staudengarten zur Naturbühne, auf der Rehe, Störche, Adler, Kraniche oder Füchse vorbeischauen. Und abends? Ein klarer Sternenhimmel – weit weg von Lichtverschmutzung. Ein Rückzugsort für alle, die das Schöne im Einfachen lieben und Lust haben, eine Region zu entdecken, die sich nicht aufdrängt. urlaubsarchitektur.de/das-birdy

Ulf
Duda
Nordische Gelassenheit und modernes Design auch im Kaminzimmer.
Hotel NOORD mit dem Haupthaus und drei ruhig gelegenen Gästehäusern.

FERIENHAUS IM LEUCHTTURM, HOHENKIRCHEN (MECKLENBURGVORPOMMERN)

Ein Leuchtturm zum Übernachten? Genau das macht diese Location an der Ostsee so besonders. Das Ferienhaus im typisch rot­weiß gestreiften Leuchtturm setzt außen auf klassisches und innen auf modernes Design – Wellness durch Whirlpool, Sauna und Schwimmbecken inklusive. Mehrere Schlafzimmer auf verschiedenen Etagen bieten Platz für die ganze Familie. Unser Highlight: Ganz oben wartet die Kuppel als cozy Rückzugsort mit Rundumsicht. fewo-direkt.de/ferienwohnung-ferienhaus/ p5117965

MEERGUT, WESTERHEVER (SCHLESWIG-HOLSTEIN)

Reetdach, Alleinlage, Nordsee vor der Tür: Das Meergut ist ein kernsaniertes Hideaway, das Natur und Komfort lässig zusammenbringt. Von hier aus geht es zu Fuß über den Deich Richtung Westerhever Leuchtturm. Und wer den Trubel in St. Peter­Ording vermisst, ist in wenigen Autominuten dort. Innen skandinavisch­schick und durchdacht ausgestattet, mit Fußbodenheizung, offener Küche, Kaminofen und einem Essplatz, der den Blick über Wiesen bis zur Westerhever Kirche freigibt. Draußen warten großzügige Terrassen, alte Weiden und weiter Himmel. Perfekt für alle, die Ursprünglichkeit lieben, aber auf Komfort nicht verzichten wollen. fewo-direkt.de/ferienwohnung-ferienhaus/ p5574167

Ein Leuchtturm zum Übernachten! Aus der Kuppel gibt es einen herrlichen Weitblick.
Perfekt für alle, die Ursprünglichkeit lieben – in Westerhever an der Nordseeküste.

Advertorial – SEASIDE magazin 2026

Gut Panker – Wo Inmitten der Natur und 500-jähriger Guts -Geschichte Lebensfreude auf modernen Genuss & stilvolles Ambiente trifft. Heute vereint das Landgut, als lebendiges Dorf mit 80 Wohneinheiten, historische Gutsromantik mit Ästhetik, Design, modernem Kunsthandwerk, kulinarischem Genuss und inspirierenden Erlebnissen. Genuss, Kunst & Ruhe – Ihre kleine Auszeit für ganz persönliche Momente : Gut Panker, ein Wohlfühlort für alle Sinne. In den historischen Wirtschaftsgebäuden finden Sie Ateliers & Gutsgeschäfte: The Fieldhouse, Hammerich -Modernes Wohnen mit der Borowski Gallery und dem Torhaus -Appartement, HEDISIGN - Schmuckwerkstatt, Pauline – Gut Panker sowie die Galerie stilhaus mit Emmas und Haus am See .

Kulinarik genießen Sie im Hotel & Restaurant Ole Liese, im neuen Guts-Café im Nachtwächterhaus oder im Forsthaus Hessenstein – alle über Schleswig-Holsteins Grenzen hinaus bekannt für ihre exzellente & regionale Küche. Im Hotel -Restaurant Ole Liese können Sie exquisite Prinz von Hessen Weine nicht nur genießen, sondern eine feine Auswahl besonderer Weine auch direkt vor Ort erwerben.

Ob beim Flanieren über das Gestüt Panker mit seiner renommierten Trakehner- Zucht, bei einer individuellen Gutsführung mit Daniela Schoel in Deutsch oder E nglisch, bei wechselnden Autorenlesungen und abwechslungsreichen Konzerten: Hier wird gutes Leben & Gutsleben lebendig ! - Ein Ort u.a. für romantische Hochzeiten, z.B. in der gutseigenen Kapelle sowie Familienfeiern & Firmentagungen mit besonderem Flair.

HIGHLIGHTS AUF GUT PANKER 2026:

GUT PANKER

Auszeit­ & Wohlfühlort mit viel Flair und 500 Jahren Geschichte.

Das Guts-Café im Nachtwächterhaus - In einem der ältesten Gebäude des Ensembles aus dem frühen 19. Jahrhundert ist ein besonderes Café entstanden, das Geschichte & Handwerk mit zeitgemäßem Genuss verbindet. Es gibt Kaffeespezialitäten, hausgemachten Kuchen & Torten

The Fieldhouse - Seit Ostern 2026 ein neuer Ort für Handwerkskunst mit Stil : Carlitos (handgefertigte Canvas& Leder- Taschen) und Oh Evchen (Mode inspiriert von Jagd & Natur) vereinen Authentizität, individuelle Designs und Qualität.

SAVE THE DATE: 04.07.2026 - 14:00 – ca. 17:00 Uhr: Die renommierte Fohlenschau – Erleben Sie die sportliche Eleganz der jungen Trakehner-Fohlen auf dem renommierten Gestüt Panker.

Gut Panker bietet Genuss für die Sinne, für die Kunst – und Ruhe: Flanieren Sie über das Trakehner Gestüt, bei einer Gutsführung, Konzerten und Lesungen in den Ateliers und den Gutsgeschäften: The Fieldhouse, Hammerich – Modernes Wohnen mit Borowski Gallery und Torhaus­Appartement, HEDISIGN, Pauline – Gut Panker sowie Galerie stilhaus mit Emmas und Haus am See. Kulinarik genießen Sie im Hotel und Restaurant Ole Liese, im Guts­Café im Nachtwächterhaus und im Forsthaus Hessenstein. Ein Ort für Hochzeiten ist in der gutseigenen Kapelle – sowie für Feiern und Tagungen. Genießen Sie den einzigartigen Ausblick auf die Hohwachter Bucht bei einem Spaziergang. aufgutpanker.de

SAVE THE DATE: 19.– 20.12.2025 – 11:00–17:00 Uhr: Das WeihnachtsGUT mit Freunden – 4. Advent mit Kulinarischem, Künstlerischem und u.a. dem traditionellen PANKER CANTAT.

NEU ZU ENTDECKEN IN 2026: DAS GUTS-CAFÉ IM NACHTWÄCHTERHAUS – Geschichte & Handwerk trifft auf zeitgemäßen Genuss.

Aktuelle Gutstermine und Öffnungszeiten finden Sie auf www.aufgutpanker.de auf den jeweiligen Standortseiten der Anbieter, Ateliers & Gutsgeschäften. Die Gut Panker Broschüre , eine praktische Übersichtskarte und den „Kulinarischen Kalender“ vom Hotel & Restaurant Ole Liese könne n Sie ganz bequem per Download zur persönlichen Ausflugs - oder Reisevorbereitung herunterladen. Social Media Gut Panker: @gutpanker (Instagram, Facebook, LinkedIn) & WhatsApp Kanal . Wir auf Gut Panker heißen Sie an 365 Tagen im Jahr herzlich willkommen! - Alle Events 2026 für Sie auf einen Blick können Sie hier unkompliziert scannen :

Instagram/Facebook, LinkedIn & WhatsApp Kanal: @gutpanker

HIGHLIGHTS AUF GUT PANKER

04.07.26 – 14–17 Uhr: Die renommierte Fohlenschau

4. Advent:

Sa. 19.12.26 11–18 Uhr

So. 20.12.26 12–18 Uhr

WeihnachtsGUT mit Freunden

THE FIELDHOUSE – Handwerkskunst mit Stil: Carlitos (Canvas­ & LederTaschen) und Oh Evchen (Mode inspiriert von Jagd & Natur) vereinen Authentizität, individuelles Design & Qualität.

Events 2026

Foto: Rico
Dengler
Foto: Kai Wittmacher
Foto: Sandra
Engel-Dälken

ROOFTOP-BARS HAMBURG

HANSESTADT, HOCH HINAUS!

Wer diesen Sommer über den Dächern Hamburgs eine neue (Vogel­)Perspektive einnehmen möchte, findet mit unseren fünf liebsten Rooftop­Bars zwischen Hafenkränen und Kirchturmspitzen den perfekten Platz zum Sonnenuntergang­Schauen – und das mit einem erfrischenden Drink in der Hand.

Na dann, Prost – auf Hamburg!

HERITAGE ROOFTOP BAR

AFTER-WORK MIT ALSTERBLICK

Neun Etagen nach oben – schon die Fahrt im gläsernen Fahrstuhl fühlt sich wie Kurzurlaub an. Oben angekommen, öffnet sich der Blick auf Außenalster und Skyline. Die Terrasse ist großzügig, die Stimmung entspannt, das Publikum ein Mix aus Hotelgästen, Kreativen und After­Work­Gruppen. Tagsüber ein sonniger Spot für Aperitif und leichte Drinks, abends Bühne für DJ­Sessions und saisonale Events.

An der Alster 52, 20099 Hamburg Montag bis Donnerstag: 11–0 Uhr

Samstag/Sonntag: 12–1 Uhr

THE GEORGE ROOFTOP BAR

BESTE AUSSICHTEN

Eine der schönsten Aussichten gibt es im The George Rooftop über die Alster und die Skyline der Stadt. Die Bar serviert erfrischende Drinks, ausgewählte Weine und kleine Snacks für ein rundum stimmiges Erlebnis. Entspannte Atmosphäre und urbanes Lebensgefühl verschmelzen auf dem The George Rooftop.

Barcastraße 3, 22087 Hamburg geöffnet ab April, wetterabhängig thegeorge-hotel.de

Schöne Aussicht! Direkt an der Hamburger Außenalster liegt die Heritage Rooftop Bar.
The George: Mit Blick über Alster und Skyline den Abend ausklingen lassen.

Einmal tief durchatmen, bitte! Auf der Terrasse des Side-Hotels schnuppern wir frische Sommerluft abseits des Stadtlärms, nahe der Binnenalster.

SIDE DESIGN HOTEL – DACHTERRASSE

STYLISH, URBAN, EIN BISSCHEN NEW YORK

Minimalistisches Design, klare Linien, weiter Blick. Die Dachterrasse des Side­Hotels ist kein klassischer Bar­Hotspot, sondern eher ein eleganter Rahmen für besondere SommerDates, After­Works oder private Feiern im Freundeskreis. Wenn unten die Innenstadt rauscht, läuft oben entspannter

THE FONTENAY BAR

320 GRAD HAMBURG

Im sechsten Stock des gleichnamigen Luxus­Hotels gelegen, zählt diese Bar zu den spektakulärsten Aussichtspunkten der Stadt. Von hier sieht man die fünf Hauptkirchen Hamburgs, Alster, Rathaus und die Elbphilharmonie. Die Atmosphäre: kosmopolitisch, ruhig, glamourös. Die Drinks: präzise komponiert, mit internationalem Twist und Sinn für Regionalität. Ideal für lange Gespräche und besondere Anlässe.

House­Sound. Sollte das Hamburger Wetter mal wieder machen, was es will, geht es einfach in die Sky Lounge nebenan. Praktisch – und ziemlich stilvoll.

Drehbahn 49, 20354 Hamburg Montag bis Donnerstag: 12–0 Uhr Freitag und Samstag: 12–1 Uhr Sonntag: 12–0 Uhr

Modernes Design, schwungvolle Linien, weiter Blick über die Alster: Die Bar versprüht pure Wohlfühl-Vibes.

Fontenay 10, 20354 Hamburg Sonntag bis Donnerstag: 15–0 Uhr Freitag und Samstag: 15–1 Uhr Sonntag: 15–0 Uhr

Die Fontenay Bar lässt sich auch für private Events, wie Hochzeiten, mieten.
Fotos: Side, Fontenay, Riverside, Pierdrei

20UP SKYLINE BAR

90 METER ÜBER DER ELBE

Im 20. Stock schweben heißt hier: große Fensterfront, Hafenpanorama, Sonnenuntergänge wie aus dem Film. Klassiker stehen genauso auf der Karte wie eigene Kreationen. Die Location im Empire Riverside Hotel ist elegant, die Stimmung hanseatisch entspannt. Ein Ort für Dates mit Aussicht – oder einfach, um einen trubeligen Tag in Hamburg ausklingen zu lassen.

Bernhard-Nocht-Straße 97, 20359 Hamburg

Sonntag bis Donnerstag: 18–1 Uhr

Freitag und Samstag: 18–1.30 Uhr

Rooftop vom Riverside. Elbblick so weit das Auge reicht! Schiffegucken geht hier besonders elegant.
SUNDOWNER ÜBER DEN DÄCHERN HAMBURGS

Die Region zwischen Hamburg und Wittenberge entlang der Elbe bietet ideale Voraussetzungen für Campingurlaub – vom spontanen Wochenendtrip bis zum längeren Sommeraufenthalt. Von Campervan über Wohnmobil bis Trekking – in der Elbregion findet jeder seinen Platz.

Von der Metropole Hamburg über Niedersachsen, Schleswig­Holstein und Mecklenburg­Vorpommern bis in die brandenburgische Prignitz erstreckt sich eine der letzten großen naturnahen Stromlandschaften Mitteleuropas. Entlang dieses Elbabschnitts befinden sich zahlreiche Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in unmittelbarer Nähe zum Fluss oder in der Nähe.

Das Besondere dieses Elbabschnitts liegt in seiner Weite, den Deichlandschaften und den naturbelassenen Uferbereichen. Große Teile der Region gehören zum UNESCO­Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Hier prägen Auen, Wiesen, kleine Hafenorte und historische Städte das Bild. Wasser und Camping ergänzen sich dabei auf natürliche Weise: Kurze Wege

zum Fluss, Möglichkeiten zum Paddeln oder Baden, Fährverbindungen sowie naturnahe Aufenthaltsorte direkt am Deich schaffen ideale Bedingungen für einen Urlaub im Freien. Und

Wohnmobil-Stellplatz im Hafen von Allermöhe, direkt an der Dove Elbe.

wer möchte, kommt trotzdem schnell in die Hamburger Innenstadt, ob mit dem eigenen Fahrzeug, dem Fahrrad oder der Bahn. Die gute Erreichbarkeit bietet einen echten Vorteil. Aus der Metropolregion Hamburg sind viele Campingplätze entlang der Elbe in kurzer Zeit erreichbar. Auch aus Berlin oder Hannover ist die Region in rund zwei Stunden zu erreichen. Damit eignet sich der Elbabschnitt sowohl für spontane Wochenendtrips als auch für längere Ferienaufenthalte – oder als erholsamer Zwischenstopp auf dem Weg zur Nord­ oder Ostseeküste.

Mitten im Grünen oder direkt am Strand – die Möglichkeiten sind vielfältig.

DER ELBERADWEG

Camping an der Elbe lässt sich gut mit aktiven Angeboten verbinden. Der Elberadweg begleitet den Fluss auf gesamter Strecke und zählt zu den beliebtesten Fernradwegen Deutschlands. Viele Camping­ und Wohnmobilstandorte liegen in direkter Nähe zur Route und ermöglichen Etappentouren oder Tagesausflüge. Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche Wanderwege entlang der Deiche und durch weite Auenlandschaften.

Neben Natur­ und Wassererlebnissen bietet die Region auch kulturelle Angebote: historische Altstädte wie Lauenburg oder Wittenberge, kleine Museen wie etwa das Fliesenmuseum in Boizenburg, Burgen und Schlösser wie in Bleckede, Winsen, Lenzen und Hamburg­Bergedorf. Häfen, kulturelle Veranstaltungen und regionale Gastronomie schaffen zusätzliche Anreize für einen abwechslungsreichen Aufenthalt. Mit der Kombination aus Flusslandschaft, guter Erreichbarkeit, vielfältigen Campingmöglichkeiten sowie der Verbindung von Natur, Bewegung und Kultur bietet der Elbabschnitt zwischen Hamburg und Wittenberge attraktive Voraussetzungen für naturnahen Campingurlaub – für aktive Familien, für Ruhe suchende Naturfreunde oder Rad­ und Wanderbegeisterte. Sechs Destinationen aus den fünf norddeutschen Bundesländern haben sich touristisch unter dem Dach „Kurs Elbe“ zusammengeschlossen.

Einen Überblick über die gesamte Region, Camping­ und Wohnmobilangebote, auf: kurs-elbe.de

Fotos: Markus Tiemann, Camping Land an der Elbe, Werft Allermöhe, Hobby Wohnwagenwerk
Schnelles Abschalten in der Natur: Aus den Metropolregionen Hamburg, Hannover oder Berlin sind die Elbabschnitte in kurzer Zeit erreichbar.

Campingfans reisen auf vier Rädern Richtung Freiheit. Dabei lässt sich der Aufenthalt in der Natur noch schöner gestalten, wenn unterwegs bewusst auf die eigene Umgebung geachtet wird. Anne und Ulf Dahnke, Geschäftsführer von Caravan­Center Dahnke aus Stralsund, geben Tipps, worauf es beim umweltbewussteren Campen ankommt.

Nachhaltig verreisen – geht das heutzutage überhaupt noch?

„Die richtige Herangehensweise macht den Unterschied“, erklärt Anne Dahnke. „Wer sich nicht mit sich selbst oder der Natur auseinandersetzt, wird beim Thema Umwelt schnell mit Herausforderungen konfrontiert.“ Damit das nicht passiert, haben die Campingexperten Tipps für einen nachhaltigeren Ansatz.

ABFALL UND ABWASSER

„Wer unterwegs umweltfreundlicher vorgehen möchte, kann schon bei den Alltagsprodukten ansetzen“, betont Ulf Dahnke.

„Bio­Produkte, wiederverwendbare Küchenrollen oder Geschirr mit Bambusanteil machen bereits einen Unterschied.“  Trotzdem entsteht unterwegs Abfall. Der eigene Müll – und im besten Fall auch der von anderen – sollte beim Campen immer sachgerecht entsorgt werden. Während die Entsorgung von Abfall in der Regel so funktioniert wie zu Hause, wird das Thema Abwasser zur Herausforderung. „Unserer Meinung nach ist hier die Trockentrenntoilette am umweltfreundlichsten“, sagen die Experten. „Hier werden Urin und Kot getrennt voneinander aufgefangen. Wenn man auch kompostierbare Tücher verwendet, lässt sich die Toilette ganz einfach auf dem

Fotos: Pixabay/Chulmin, istock

Wer einen idyllischen Platz mitten in der Natur findet, sollte darauf achten, diesen bei der Abreise auch ebenso schön wieder zurückzulassen.

Kompost entsorgen.“ Der große Vorteil: Diese Variante kommt ganz ohne aggressive Chemie aus. Stattdessen werden natürliche Pflanzenfasern eingesetzt, die die Feststoffe binden – eine einfache und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Toilettensystemen.

EIGENEN VERBRAUCH REDUZIERENEN

Auch beim Wasser­ und Stromverbrauch lässt sich durch kleine Veränderungen viel bewirken. „Viele Camper setzen auf Autarkie durch Photovoltaikanlagen oder verzichten gezielt auf stromintensive Geräte wie Klimaanlage oder Fernseher“, wissen die Dahnkes. Die Grundregel beim umweltbewussteren Campen lautet hier: Den Verbrauch auf das Minimum reduzieren. Wer ressourcenschonender reisen möchte, kann zusätzlich auf moderne Technologien und clevere Produkte setzen.

Dazu gehören Solarpanels, Lithiumbatterien, stromsparende Küchengeräte oder Wasserfilter mit UVC­Klärung – vor allem wichtig auf Auslandsreisen, wo die Wasserqualität nicht immer zuverlässig ist. Ein praktischer Tipp zum Stromsparen: „Statt eines elektrischen Wasserkochers einfach einen Flötenkessel verwenden.“

BEWUSSTER UMGANG MIT KONSUM

Umweltbewusstes Campen ist nicht zuletzt auch eine persönliche Herausforderung: Es geht darum, sich wieder stärker mit der Natur und sich selbst zu beschäftigen – und nicht mit Handy, Fernseher oder permanentem Stromkonsum. Anne und Ulf Dahnke sind sich sicher: „Ein bewusster Umgang mit Energiequellen wird auf diese Weise zu einem festen Bestandteil des Campingerlebnisses – und das kann richtig befreiend sein.“

ADVERTORIAL

URLAUB IN DER HOLSTENTHERME

Eine willkommene Abwechslung zum stressigen Alltag: Die HolstenTherme ist das Ausflugsziel in Norddeutschland für die ganze Familie. Lieblingswasser mit Riesenrutschen, SaunaWeltreise oder eine entspannende Massage im WellnessStudio – hier ist für Kleine und Große alles dabei. Bei tropischen 32 °C Luft­ und Wassertemperatur finden alle ihr Glück, die Wasser in jeder Form lieben! Rasante Kurven auf zwei Riesenrutschen, schwerelose Entspannung im SoleRelaxpool, Schwimmen und Relaxen unter freiem Himmel – jeder genießt seinen Urlaub, wie er mag. Auf der SaunaWeltreise entspannen die Besucher in einer liebevoll und authentisch eingerichteten Wohlfühlwelt: Aus Tausendundeiner Nacht über Afrika und Japan bis in den Himalaya, immer begleitet von wunderbaren Düften, Farben und Stimmungen. Und wer noch länger genießen möchte, bleibt einfach im The Great North – HolstenTherme Resort Hotel. holstentherme.de

ZWISCHEN FAHRRAD & FRACHTERN

Immer am Kanal entlang! Neben unserer Fahrradstrecke treffen große Frachtschiffe auf eilige Sportboote.

Von der Kieler Förde bis zur Elbe – immer am Nord­Ostsee­Kanal radeln wir quer durch SchleswigHolstein. SEASIDE­Autorin Undine von Rönn entdeckt mit ihrem Mann per Rad die gut 100 Kilometer lange Tour mit Rückenwind im Gepäck, Pedalen unter den Füssen, Frachtschiffen im Blick und Rhabarberkuchen im Magen. TEXT: UNDINE VON RÖNN, FOTOS: JAVIER GRAU

Wir beginnen unsere Tour in Kiel. Früh morgens nehmen wir die Regionalbahn von Hamburg in die schleswig­holsteinische Landeshauptstadt. Nach gut einstündiger Fahrt kommen wir am Kieler Hauptbahnhof an.

Auf dem Weg zur Schleuse in Kiel­Holtenau legen wir einen Frühstücksstopp bei einer Bäckerei an der Holstenstraße ein. Der Laden ist gut besucht, zeitweilig bilden sich Warteschlangen, Straßenmusiker*innen lassen die Zeit trotzdem verfliegen, die Sonne scheint. Weiter geht es zur breiten Uferpromenade an der Kieler Förde, die von vielen netten Cafés gesäumt wird. Wir kommen am Schifffahrtsmuseum vorbei und an einigen der zusammen neun Yachthäfen Kiels. Die Stadt hat eine lange Segeltradition: Schon vor Beginn des Kanalbaus, am 23.7.1882, trafen sich ganze zwanzig Mannschaften das erste Mal zu einem Bootsrennen in der Kieler Förde. Seitdem findet alljährlich im Frühsommer die berühmte Segelregatta statt und ist mittlerweile mit mehr als 5000 Seglern und 1000 Booten die größte der Welt.

SCHIFFEGUCKEN AM KANAL

Unmittelbar an der Schleuse Holtenau stoppen wir an einem Bistro (beim 50erJahre­Museum), das direkt an der Wasserkante liegt, ein Highlight, der perfekte Ort zum Schiffegucken. Mit der Fähre (wie alle NOK­Fähren kostenlos) set­

zen wir über zum Nordufer der Schleusenzufahrt, um uns den Holtenauer Leuchtturm anzuschauen, der als einer der schönsten Deutschlands gilt. Der Grundstein des markanten, auf einem kleinen Hügel errichteten Backsteingebäudes wurde 1897 gelegt – der Turm ist bis heute als Seezeichen in Betrieb.

Am Kanal entlang radeln wir zum Gutshaus Knoop, von dort aus machen wir einen Abstecher zur historischen Rathmannsdorfer Schleuse. 1784 erbaut ist sie die dritte von sechs Schleusen des ehemaligen Eiderkanals, von dem ein etwa zwei Kilometer langes Teilstück erhalten ist. Der Eiderkanal verband die Kieler Förde mit dem natürlichen Flusslauf der Untereider bei Rendsburg, die bei Tönning in die Nordsee mündet – so waren hier bereits Ende des 18. Jahrhunderts Ost­ und Nordsee über eine Wasserstraße miteinander verbunden. Der Weg führt uns durch den sogenannten Schleusengarten am Ufer des Eiderkanals, streckenweise ein schmaler Trampelpfad durch üppige Vegetation, direkt zum alten Schleusenbauwerk. Gleich gegenüber lädt ein Café mit schönem Garten zur Rast ein – ein andermal, wir radeln zurück Richtung Kanal. Leider sind seit Jahren immer wieder Abschnitte des Radwegs entlang des Nord­Ostsee­Kanals wegen Sanierungs­

arbeiten gesperrt. Nach Sehestedt fahren wir deshalb über Neuwittenbek, Schinkel und Groß­Königsförde auf gut asphaltierten Radwegen an der Landstraße, bis wir wieder an den Kanal gelangen.

In Sehestedt kommen wir bei leichtem Nieselregen am frühen Abend an. Wir haben dort ein niedliches Tiny House gebucht (Ufer 75). Bei einem Aperol Spritz aus dem angeschlossenen Imbiss zelebrieren wir auf der überdachten Terrasse unsere Ankunft und schauen den vorbeifahrenden Schiffen nach. Woher sie kommen, wohin sie fahren – das und etliche weitere Daten erfahren wir mit der Marine­Traffic­App in Echtzeit. Langsam wird es aber frisch und der Regen stärker, wir ziehen uns zum Abendessen in unser Häuschen zurück. Pasta & Co für diesen Abend haben wir in unserem Reisegepäck. Morgens kaufen wir uns fürs Frühstück Brötchen, Eier und Marmelade im „Dorfladen“ gleich neben dem Imbiss. Mit der Fähre setzen wir später über auf das Südufer des Kanals, wo wir über Rade und Schacht­Audorf nach Rendsburg fahren. Schade, die Schwebefähre unter der Rendsburger Hochbrücke (Baujahr 1913) ist wegen Reparaturarbeiten außer Betrieb, wir unterqueren den Kanal durch einen Fußgänger­ und Fahrradtunnel in unmittelbarer Nähe. In der historischen Altstadt folgen wir der sogenannten „Blauen Linie“, die uns zu den Sehenswürdigkeiten von Rendsburg führt, so zum Beispiel zum Jüdischen Museum. Auch die NordArt im benachbarten Büdelsdorf ist unbedingt einen Besuch wert. Seit 1999 findet diese Ausstellung für internationale zeitgenössische Kunst jeden Sommer auf dem Gelände der ehemaligen Eisengießerei Carlshütte statt. Wieder am westlichen Kanalufer passieren wir gegenüber dem

Fernweh im Vorbeifahren! Die Promenade an der Kieler Förde ist gesäumt von bunten Segelbooten.
Sightseeing auf der Strecke: Der Holtenauer Leuchtturm an der Kanal-Schleuse der Kieler Förde ist bis heute in Betrieb.

Ort Westerrönfeld die längste Sitzbank der Welt – gut 575 Meter ist sie lang, aus Stahlbeton­Fertigbauteilen zusammengefügt. Eine monumentale Sitzgelegenheit!

„BULLERBÜ-ROMANTIK“ TO-GO!

Gegen 17 Uhr kommen wir in Breiholz, unserem nächsten Etappenziel, an, wo wir beim „Bootsmann“ den Wohnwagen „Bullerbü“ reserviert haben. Was nach der Unschuld Schwedens klingt, ist tatsächlich recht idyllisch: kein Glamping zwar, aber ruhig und authentisch, direkt am Ufer der Eider gelegen. Vom Wind ziemlich durchgepustet, verziehen wir uns erst mal ins warme Küchen­Vorzelt und trinken einen heißen Tee, später essen wir im „Bootsmann“­Restaurant zu Abend – haben vom Fenster Blick auf die Eider und grüne Felder bis zum Horizont.

Am nächsten Morgen brechen wir nach gutem, üppigem Frühstück auf und fahren zwei, drei Kilometer auf einem Radweg an der Landstraße, dann weiter ab der Kanalfähre Breiholz direkt am Kanal entlang. Westlich der Kanalfähre Oldenbüttel, bei Hinrichshörn, ist der Kanalweg schon seit über drei Jahren ge­

sperrt, wie uns eine Anwohnerin erzählt, die auch mit dem Rad unterwegs ist. Sie beschreibt uns einen Trampelpfad, auf dem wir die Sperrung umgehen können – die Umfahrung des Abschnitts hätte einen großen Umweg bedeutet. Wir kommen zur Autobahnhochbrücke Hohenhörn, staugeplagte Autofahrer auf dem Weg nach Sylt, St. Peter­Ording, Amrum oder Büsum schauen jetzt vielleicht sehnsüchtig zu uns hinunter auf den Kanal. Noch ein paar Kilometer, und wir haben unser nächstes Etappenziel Schafstedt erreicht. Hier haben wir beim „Kanal 33“ unser nächstes Tiny House gebucht. Im großen Biergarten, direkt am Kanalufer, herrscht reges Treiben, bei Essens­ und Getränkeausgaben stehen Gäste Schlange. Nachdem wir das Gepäck an unserem Häuschen abgeladen und die Räder in den abschließbaren Schuppen gebracht haben, holen wir uns Kaffee und Kuchen und setzen uns auf unsere etwas erhöht liegende Terrasse unserer Unterkunft. Frachtschiffe und Sportboote im Kanal ziehen in fast greifbarer Nähe vorbei, dann auch eines der Kussmund­Kreuzfahrtschiffe – auf seinem Kurs durch den Kanal nach Brunsbüttel und weiter über die Nordsee nach Norwegen.

Morgens kommen wir auf dem Weg zum Frühstück, das im Restaurant der Pension serviert wird, an tiefen Pfützen vorbei. Nachts hat es ein starkes Ge­

witter gegeben, aber solange der Regen nachts fällt, sind wir zufrieden. Und das Frühstück ist ausgezeichnet. Gegen 10 Uhr sitzen wir wieder auf dem Fahrrad, unterqueren die imposante Eisenbahnbrücke von Hochdonn, das Wahrzeichen des Orts. Die Brücke auf der Linie Hamburg – Westerland wurde von 1915 bis 1920 errichtet und bekam 2006 ein neues Mittelteil.

RADELN & RHABARBERKUCHEN

In Brunsbüttel durchqueren wir ein Gewerbegebiet und nehmen die letzte Fähre unmittelbar vor der Schleuse, um aufs andere Ufer und weiter nach Brokdorf zu gelangen. Schon aus der Ferne sehen wir die hellgraue Kuppel des inzwischen im Rückbau befindlichen Atomkraftwerks. In den siebziger und achtziger Jahren lieferten sich Atomkraftgegner*innen und Polizei erbitterte Kämpfe um den Bau des AKW, das schließlich 1986 als weltweit erste Anlage nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl ans Netz ging. In einem idyllisch, gleich hinterm Deich gelegenen Café mit windgeschütztem Kaffeegarten kehren wir ein. Die „Kaffeestuv in de Hörn“ in einem reetgedeckten Backsteinbau bekommen wir zu unserem Tee ganz vorzüglichen Rhabarberkuchen serviert – so lecker, dass wir Kuchen und Tee gleich noch mal nachbestellen. Nach dieser ausgiebigen Pause geht es weiter Richtung Glückstadt, die majestätisch breite Elbe funkelt unter der dünnen Wolkendecke. Wir haben Rückenwind und kommen mühelos voran. In Glückstadt drehen wir eine Runde am Hafen, vorbei am besuchenswerten Kunstpalais, kleinen Pensionen und Cafés und fahren dann entlang der langen Schlange wartender Autos direkt auf die Fähre, die uns rüber nach Wisch­

Schwäne und Schiffe begleiten uns während der gesamten Radtour am Nord-Ostsee-Kanal.
Im kleinen Dörfchen Nübbel kann man mit der Fähre übersetzen – auch mit dem Fahrrad.

Angekommen in Brokdorf: Die „Kaffeestuv in de Hörn“ serviert so leckeren Rhabarberkuchen, dass wir direkt doppelt bestellen.

hafen bringt. Etwa zwanzig Minuten dauert die Überfahrt, immerhin ist die Elbe hier dreieinhalb Kilometer breit, die Fahrstrecke – schräg verlaufend –noch einen Kilometer länger. Diese kurze Schiffstour ist schon ein Erlebnis für sich, an Bord weht eine steife Brise –

Mützen lieber festhalten! In Wischhafen angekommen setzen wir unsere Fahrt linkselbisch Richtung Hamburg fort und kommen pünktlich um 17 Uhr am Sperrwerk (am Wochenende von 10–12 und von 17–19 Uhr geöffnet) an, wo wir über eine Klappbrücke die Wischhafener Süderelbe überqueren. Immer noch mit Rückenwind treffen wir wenig später an unserem Etappenziel, der Elbinsel Krautsand, ein. Wir bringen die Räder in den Fahrradkeller des Hotels und haben vor dem Abendessen noch Zeit, im hoteleigenen Pool einige Bahnen zu schwimmen – herrlich entspannend. Im Strandbistro sehen wir später beim Abendessen etwas wehmütig den elbabwärts tuckernden Schiffen hinterher, so manch eines sicher mit Kurs auf den Nord­Ostsee­Kanal und die Kieler Förde, dorthin, wo unsere schöne Tour begann.

Ziel Elbe erreicht: Mit der Fähre wird von Schleswig-Holstein nach Niedersachsen übergesetzt. Den Restweg radeln wir am südlichen Elbufer Richtung Stade und besuchen den Strand der Elbinsel Krautsand.

DER NORD-OSTSEE-KANAL ...

ist die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. misst 98 Kilometer Länge. zieht sich zwischen Elbmündung und Kieler Förde quer durch Schleswig­Holstein. wird von acht Straßen und vier Eisenbahnstrecken auf zehn Brücken überquert. wurde 1887 durch Kaiser Wilhelm I. in Auftrag gegeben. benötigte acht Jahre Bauzeit und beschäftigte ca. 9.000 Menschen unterschiedlicher Nationalität.

Anreise: von Hamburg mit dem Regionalzug (RE 7, RE 70) nach Kiel

Abreise: von Stade mit der S­Bahn (S 5) oder dem Regionalzug (RE 5) nach Hamburg; oder bereits von Glückstadt mit der Regionalbahn (RB 61) nach Hamburg

Stichfrei vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

WASSER SPORT IN SPO

California Kitesurfmasters am Strand von St. Peter-Ording.

Wassersport ist in SPO Trumpf!

Und ab dieser Saison hat das Wassersportzentrum am Ordinger Strand eine neue Leitung: Nach einer öffentlichen Ausschreibung und mehrstufigem Auswahlverfahren entschied sich der Tourismus­Ausschuss der Gemeinde St. Peter­Ording für das Betreiberteam Nils Lucassen, Henning Trede und Edgar Rummel.

Das Trio bringt jahrzehntelange Erfahrung aus der nationalen und internationalen Wassersportszene mit, hat mit „Kitecity international“ und der erfolgreichen Station „Wassersport Büsum“ bereits gezeigt, dass sie große Wassersportstandorte professionell und nachhaltig entwickeln können. Zum neuen Konzept gehören ein breites, modernes und hochwertiges Wassersportangebot: Kitesurfen, Windsurfen, Wingsurfen, Stand­up­Paddling und erstmals auch ein professionelles Wellenreitangebot, dazu Kurse für alle Erfahrungsstufen mit qualifizierten Trainerteams und umfassenden Sicherheitsstrukturen; ein Materialverleih und ein digitalisiertes Buchungssystem ergänzen das vielseitige Programm. Natur­ und Umweltschutz – das Wassersportzentrum liegt im Naturschutzgebiet Wattenmeer – spielt für die neuen Betreiber eine zentrale Rolle: Im Container auf dem bestehenden Holzpodest mit Umkleiden, einem kleinen Shop und Strandbar wird konsequent auf Einwegprodukte verzichtet, wurde mit seifenfreien Duschen und wassersparender Technik eine zeitgemäße, nachhaltige und landschaftsverträgliche Lösung gefunden. Kooperationen mit Nationalpark­Partnern, regelmäßige Clean­up­Aktionen sowie Bildungsangebote rund um Natur­ und Revierkunde sind geplant.

„Wir haben in diesem Verfahren außergewöhnlich starke Bewerbungen erhalten. Das zeigt, welchen Stellenwert St. Peter­Ording im Wassersport hat. Dieses Konzept hat uns insbesondere durch seine hohe Professionalität, die umfassende Erfahrung des Teams und den verantwortungsvollen Umgang mit unserem sensiblen Naturraum überzeugt“, sagt die TourismusZentrale St. Peter Ording. „Wir sind sicher, dass das neue Wassersportzentrum ein Gewinn für unsere Gäste, die lokale Szene und den gesamten Standort sein wird.“

Foto: SPO/J.Scholz

GROSSE STARS IM KLEINEN KREIS

5. STRANDGUT SESSIONS IN ST. PETER-ORDING

Auch in diesem Jahr wieder ein „Must“ für Fans der deutschen Pop ­ Szene: die Open ­Air ­ Konzerte im St.­Peter­Ordinger StrandGut Resort mit hochkarätigen Live Music Acts.

Vom 16. Bis 22. August 2026 finden die 5. Sessions auf der Open­Air­Fläche des Hotels statt, im Hintergrund der Bühne die weite Dünenlandschaft.

Angefangen hat alles mit Johannes Oerding, der während seiner Besuche im StrandGut Resort zahlreiche seiner Songs schrieb. Das sprach sich in der Szene rum, und inzwischen gönnen sich hier diverse Künstlerinnen und Künstler eine kreative Pause, schreiben Songs oder proben im benachbarten Dünen­Hus für ihre Touren.

Zur Entstehung der StrandGut Sessions sagt Geschäftsführer Karsten Werner: „Mit den StrandGut Sessions haben wir etwas ganz Besonderes geschaffen: Die Musikerinnen und Musiker spielen dort, wo sie sich wohlfühlen, durchatmen können und kreativen Input sammeln. Das merkt man den persönlichen, intimen Konzerten bei unseren StrandGut­Sessions dann auch immer sehr an. Das ist einmalig in der Region und auch generell etwas ganz Außergewöhnliches.“

Los geht die musikalische Frischluft­Tour wie immer mit dem eintrittsfreien Family Day, mit kunterbunten Acts wie Bo und Partnerin Celina, die als Duo Lina Bo einen einzigartigen Stilmix aus deutschem Pop und südamerikanischer Exotik präsentieren, oder Wilhelmine, die mit eindrucksvoller Stimme

Große Stars treten in St. Peter-Ording auf, wie Johannes Oerding ...

und emotionalen Texten eine tiefe Verbindung zum Publikum schafft. Am Montag erscheint Wincent Weiss mit seiner kompletten Band zu einem Konzertabend wie ein „Feuerwerk“ seiner Hits und spannenden neuen Songs. Auch Johannes Oerding bringt am Dienstag seine ganze Mannschaft mit und präsentiert nach seiner einjährigen „Erholungs­Weltreise“ sein neues Album mit dem bezeichnenden Titel „Hotel“, das bereits nach einer Woche den ersten Platz der deutschen Charts erreichte. Am Mittwoch kommt Max Giesinger – natürlich auch mit vollem Bandeinsatz – mit seinem neuen Album „Glück auf den Straßen“ und nimmt sein Publikum mit auf einen Roadtripp voll neuer Sounds. Die Band Beyond The Black mit Sängerin Jennifer Haben stürmt am Donnerstag die Bühne, um ihr neues

Studioalbum Break The Silence mit kraftvollen Metal­Hymnen, emotionalen Balladen und einem exklusiven Live­Setup zu präsentieren. BAP hat Geburtstag und Wolfgang Niedecken kommt mir der ganzen Truppe, um die 50­Jahre­Jubiläumstour „Die Zielgerade“ vorzustellen. Das es da nicht beim schlichten „Happy Birthday“ bleibt, ist bei Niedecken plus BAP wohl selbstverständlich: Die Kölner Star­Rocker begeistern mit einer Songauswahl aus ihrem riesigen Repertoire. Happy Birthday, BAP! st-peter-ording.de

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN UND TERMINE DER SPORTEVENTS AUF: landundmeer.de

Spende und werde ein Teil von uns. seenotretter.de

Bei jedem Wetter. Auf Nord- und Ostsee. Seit 1865.

... und Max Giesinger.
... Wincent Weiss
Fotos:

PFOTEN & FÜSSE IM SAND

Die deutsche Ostseeküste hat einen sanften, ruhigen und zugleich vielfältigen Charakter. Sie ist geprägt von weiten Sandstränden, stillen Boddenlandschaften, grünen Wiesen, Wäldern und beeindruckenden Felsenküsten. Das Wasser ist meist ruhig, das Licht weich und klar. Historische Seebäder mit klassischer Bäderarchitektur treffen hier auf unberührte Natur, Dünen und Kiefernwälder. Dazwischen liegen kleine Fischerorte, Häfen und Inseln wie Rügen, Usedom, Fehmarn, Hiddensee und Poel. Dieser Küstenstreifen vermittelt ein Gefühl von Weite und Gelassenheit – ein echtes Abenteuerland für unsere Vierbeiner mit zahlreichen Gerüchen, Eindrücken, Bewegungsmöglichkeiten. Mensch und Hund geniessen hier gleichermassen die frische Luft und die gemeinsame Zeit.

Ode an die Ostsee! Für Autorin Connie Moritz ist dieser Küstenstreifen seit Jahren mehr als ein Reiseziel: Er ist Sehnsuchtsort, Rückzugsraum und Abenteuerspielplatz zugleich. Gemeinsam mit ihrer Kokoni­Hündin Hera und Ehemann Jürgen streift sie über Dünen, wandert an Steilküsten entlang, lauscht dem Meeresrauschen und sammelt jene Momente, in denen Mensch und Tier im gleichen Rhythmus unterwegs sind.

Urlaub an der Ostsee beginnt, wenn die salzige Brise durch das Fell der Hunde weht und die Pfoten frische Spuren im Sand zeichnen. Zwischen strahlend weißen Kreidefelsen, rauschenden Wellen und grünen Küstenwegen wartet ein Märchenland für Zwei­ und Vierbeiner. Über den Steilküsten tanzt das Licht, das Meer flüstert Geschichten vom Wind, und irgendwo dazwischen tapst ein neugieriger Hund durch die sanfte Brandung. Es ist die stille Magie zwischen Himmel und Horizont, die jeden Spaziergang zu einem besonderen Erlebnis macht. Während Möwen kreisen und das Wasser glitzert, atmen Menschen und Fellnasen die salzige Luft und folgen den Spuren entlang des wogenden Dünengrases. Und plötzlich wird klar: Glück riecht nach Meer. Vierbeiner und Menschen lieben diese Natur, die zahlreichen Wander­ und Radwege sowie das besondere Lebensgefühl, das an der Küste und auf den Inseln herrscht. Das maritime Klima hat zudem viele gesundheitsfördernde Effekte. Die klare Luft mit wenig Pollen und die milden Temperaturen wirken sich positiv auf Hund und Mensch aus.

Die besten Reisezeiten mit Hund sind sicherlich Frühling und Herbst, wenn es an der Ostseeküste allgemein ruhiger und das Klima milder ist. Dann gibt es oftmals mehr Freilaufmöglichkeiten am Strand für die Vierbeiner. Die Fellnasen können an den freigegebenen Küstenstreifen rennen, springen und spielen, ohne ständig eingeschränkt zu sein. Zahlreiche Strände sind zudem sehr flach und weisen breite Uferzonen auf.

STRANDSPAZIERGÄNGE MIT DEM VIERBEINER

In der Hauptsaison herrscht an beliebten Orten und an offiziellen Badestränden Leinenpflicht, doch die ausgewiesenen Hundestrände sind weiterhin zugänglich. In Naturschutzgebieten müssen Hunde angeleint bleiben, allerdings verfügen viele Wälder in Schleswig­Holstein und Mecklenburg­Vorpommern über eingezäunte Freilaufzonen. Fast jeder größere Badeort in der Küstenregion hat einen eigenen, gut ausgeschilderten und gepflegten Hundestrand.

Die Inselwelt ist vielseitig und von sanften Landschaftsformen geprägt. Weite Sandstrände, Dünen und teils dichte Küstenwälder wechseln sich mit Steilhängen und ruhigen Buchten ab. Rügen ist die größte deutsche Insel und bekannt für

ihre Kreidefelsen sowie für die Seebäder Binz, Sellin, Baabe und Göhren. Alle diese Orte bieten viel Platz für Hunde und einen flachen Einstieg ins kühle Nass. Usedom ist beliebt für seine langen Sandstrände und seine traditionsreiche Bäderkultur und bietet ausgewiesene Strandabschnitte in Ahlbeck, Heringsdorf, Zinnowitz und Koserow an. Die Insel Fehmarn, zwischen der Kieler und der Mecklenburger Bucht gelegen, ist über die bekannte Fehmarnsundbrücke erreichbar. Hier können die Fellnasen das ganze Jahr über in Meeschendorf, am Grünen Brink und in Bojendorf in die Fluten springen und im

Fotos:
Moritz
Hund und Halterin genießen den Ostseestrand gleichermaßen.
Abwechslungsreich – Steilhänge und Sandküsten entlang der Ostsee.
Spaziergang zur Seebrücke Sellin auf der Ostseeinsel Rügen.

Sand herumwirbeln. Poel ist aufgrund der Nähe zu Wismar eher klein und ruhig, während Hiddensee westlich von Rügen liegt, autofrei und besonders naturbelassen ist.

Wo immer man mit Hund an der Küste Urlaub macht, ist es wichtig, ausreichend Trinkwasser für die Vierbeiner mitzunehmen und an sonnigen Tagen genügend schattige Ruheplätze einzuplanen. Da auch die Sauberkeit streng kontrolliert wird, findet man an vielen Stränden kostenfreie Kotbeutelspender. Eine gut ausgestattete Hundeapotheke ist darüber hinaus ein Muss. Sie sollte alles enthalten, um kleinere Verletzungen oder Notfälle sicher zu versorgen: Materialien zur Wundpflege und für Verbände, ein sanftes Desinfektionsmittel, eine Zeckenzange, Schere und Handschuhe sowie Kühlkompressen für Stiche oder Prellungen und ein Mittel gegen Durchfall. Auch der Impfpass und die Telefonnummer der nächstgelegenen Tierklinik gehören dazu.

Inzwischen heißen viele Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Hotels Hunde ausdrücklich willkommen. Auf den Webseiten hundeurlaub.de und ostsee-mit-hund.de findet man gezielt Listen mit hundefreundlichen Unterkünften. Oftmals verfügen diese über eingezäunte Grundstücke in Strandnähe sowie über Wasser­ und Futternäpfe vor Ort.

HUNDEFREUNDLICHER OSTSEEURLAUB

Zu den derzeit beliebten Feriendomizilen direkt an der Ostseeküste zählen Travemünde mit der Nähe zu Lübeck, Warnemünde bei Rostock, Wismar, Stralsund, Greifswald, Flensburg und Kiel, die alle durch ihren urbanen Charakter überzeugen. Lübeck in Schleswig­Holstein ist eine historische Hansestadt, deren Altstadt zum UNESCO­Welterbe zählt. Rostock ist die größte Stadt Mecklenburg­Vorpommerns mit einem bedeutenden Seehafen und einer Universität. Flensburg besticht durch sein skandinavisches Flair, da die Grenze zu Dänemark in unmittelbarer Nähe liegt. Kiel ist die Landeshauptstadt von

Schleswig­Holstein und als maritime Hafenstadt mit ausgeprägter Segeltradition weit über die Region hinaus bekannt. Wismar ist eine alte Hansestadt mit gut erhaltener Backsteingotik und ebenfalls UNESCO­Welterbe. Stralsund ist eine historische Hafenstadt und bekannt durch sein „Tor zur Insel Rügen“. Greifswald ist eine junge Universitätsstadt mit einem historischen Hafen, einer ruhigen Boddenküste und ist oft eine gute Ausgangsbasis für Ausflüge nach Usedom. Alle Städte verbindet die Nähe zur Küste und zur Natur. Kilometerlange Wege entlang der Steilküsten garantieren abenteuerliche Spaziergänge in Stadtnähe. An der westlichen Ostseeküste bei Lübeck, zwischen Travemünde und Niendorf, kann man etwa vier Kilometer entlang des Brodtener Steilufers wandern. Beim Sonnenuntergang leuchtet das bis zu 20 Meter hohe und gut zugängliche Kliff in besonders schönen Farbtönen. Die Steilküste bei Ahrenshoop ist ebenfalls sehr farbenprächtig und wird von Wind und Meer stetig neu geformt. Die bis zu 35 Meter hohe Abbruchküste an der Klützer Seeküste mit weitem Blick über die Lübecker Bucht befindet sich zwischen Boltenhagen und Rosenhagen. Die Königsstuhl­Felsen auf Rügen sind das bekannteste Motiv der Ostsee. Die schneeweißen Kreidefelsen ragen bis zu 118 Meter hoch empor, und Wanderungen auf dem Hochuferweg bieten grandiose Ausblicke. Ein weiterer Anziehungspunkt auf Rügen ist die Halbinsel Mönchgut mit ihrem sanfteren Ufer und der beeindruckenden Aussicht über die Boddenlandschaft. Darüber hinaus sind Kühlungsborn und Boltenhagen aufgrund ihrer langen Promenaden und zahlreichen Schattenplätze bei Hundebesitzer*innen besonders beliebt. Fischland­Darß­Zingst gilt aufgrund seiner vielen Naturstrände, an denen in der Nebensaison oft Leinenfreiheit herrscht, als besonders gefragter Küstenstreifen. Die Ostsee ist für Hunde ein kleines Paradies mit weichem Sand, spannenden Düften und viel Bewegungsfreiheit für endlose Abenteuer. Und am Ende des Tages weiß man: Nichts trocknet schneller als ein nasser Hund – außer vielleicht der Sand, den unsere Fellfreunde garantiert mit in die Unterkunft tragen.

Links der Dom in Schleswig. Rechts der Neptunbrunnen in Flensburg.
Küstenwege direkt am Ufer – an der Ostsee fast überall zu finden.

DIE AUTORIN:

CONNIE MORITZ

Connie Moritz lebt mit Mann Jürgen und der Kokoni­Hündin Hera in Essen. Die ausgebildete Kauffrau ist Autorin didaktischer Lernmaterialien und des Lernspiels „SensinoBox“. Ihre große Leidenschaft gilt neben der Ostsee auch der Nordsee – die sie seit vielen Jahren mit Hera bereist. Auf Instagram teilt sie ihre Reisegeschichten, Fotos und Erfahrungen: @frauheralinsky und @meermomente_nordstory.

DAS BUCH: MEERMOMENTE

Inselgeschichten und Reisejournal ist ein liebevoller Bildband über unbeschwerte Urlaubstage mit Hund an der Nordsee. Mit authentischen Erzählungen, stimmungsvollen Fotos und einem persönlichen Reisejournal lädt es zum Mitgestalten ein. Hera, die lebhafte Kokoni­Hündin, erobert darin die Nordseeinseln Norderney, Langeoog, Ameland, Schiermonnikoog und Juist.

Meermomente, Connie Moritz, Mehr als 200 Fotos lassen das Nordseeerlebnis nachempfinden.

ISBN: 978­3­96229­542­4, 19,99 € romeon-verlag.de

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WILDES HELGOLAND

ZWISCHEN FELSEN, FEDERN UND FLOSSEN

Die Hochseeinsel Helgoland ist ein Ganzjahresziel. Während im Winter auf benachbarten Nordseeinseln die Ruhe einkehrt, wird die Düne zur Kinderstube: Kegelrobben bringen ab November ihren Nachwuchs zur Welt.

Im Sommer herrscht in der Tierwelt ebenfalls reges Treiben: Naturfreunde können Vögel und Hummer beobachten und an der atemberaubenden Felslandschaft entlangspazieren.

Auch unsere Autorin Jutta Hummel ist begeistert und empfiehlt „ihre“ Insel.

Nirgendwo sonst kommt man Robben näher als auf Helgoland. Die Geburtszeit der Raubtierbabys ist gleichzeitig die erneute Paarungszeit. Es ist beeindruckend, die 300 Kilo schweren Bullen bei ihren aggressiven, teilweise bis aufs Blut um das Weibchen kämpfenden Rivalitäten, zu beobachten. Oder einem erst wenige Tage alten Kegelrobbenbaby so nah zu sein, dass das Schmatzen beim Säugen zu hören ist. Im Sommer nicht vorhanden, befindet sich in der Winterzeit ein angelegter Weg, mit Zaun versehen, auf der Düne. Ziel ist es, die Tiere vor den Menschen, aber auch die Menschen vor den Tieren zu schützen. Nicht alle Jungbullen halten sich an die Abgrenzung und liegen schon einmal direkt auf dem Weg. Hier ist große Vorsicht geboten! Die Raubtiere sehen zwar schwerfällig aus, sind es aber nicht.

Aus diesem Grund empfiehlt sich beim ersten Besuch auf der Düne eine Führung, welche vom Verein Jordsand angeboten wird. Hier werden die Besonderheiten, wie auch die Gefahren, und natürlich das Leben der Kegelrobben und Seehunde erläutert. Der Erlebnispfad, welcher am Nordstrand der Düne mit Aussichtspunkten eine sehr gute Beobachtungs­

Entspanntes Nichtstun! Auf Helgoland kann man am Strand die Robben und ihren niedlichen Nachwuchs beobachten.
Foto: Farina Graßmann

Der rote Felsen der Hauptinsel Helgoland und die „Lange Anna“ sind besonders im Sonnenlicht ein beeindruckendes Naturbildnis.

fläche bietet, dient auch der wichtigen Ruhe der Neugeborenen. Diese sind in ihren ersten Lebenswochen sehr sensibel und müssen vor Störungen geschützt werden. Die Verbindung zwischen Mutter und Jungtier darf in dieser Zeit nicht abreißen. Mit ihrem weißen Geburtsfell, was sie gut gegen Kälte und Wind schützt, können die neugeborenen Robben im Wasser noch nicht überleben. Bis zu zwei Kilo pro Tag nehmen die Tiere durch die fetthaltige Muttermilch an Gewicht zu, damit sie im Idealfall in drei Wochen auf 50 Kilogramm Körpergewicht kommen. Mit vier bis fünf Wochen tauschen die Tiere ihr Lanugofell gegen das wichtige wasserdichte und gleiten zum ersten Mal in die Nordsee.

BIRD-WATCHING AM WASSER

Die Vielfalt der Tierwelt hilft der Insel Helgoland beim erfolgreichen Wandel von der Butterschifffahrten­Insel der siebziger und achtziger Jahre in ein modernes Heute, wo man sich hier ganz dem Erleben der Natur verschreibt. Echte Helgoland­Fans bleiben mindestens zwei bis drei Nächte, gerne auch länger, und genießen die Vielfalt der eigentümlichen Landschaft zwischen Strand auf der Düne und dem roten Felsen der Hauptinsel. Der Höhenweg, mit der berühmten Felsnadel „Lange Anna“ gehört zum kleinsten Naturschutzgebiet in Deutschland, dem Lummenfelsen. (Hobby)­Ornithologen und Natur­

fotograf*innen geht an dieser Stelle das Herz auf, so nah kommen sie den Vögeln, um sie beim Nestbau und der Aufzucht der Jungen zu beobachten. Einige Tiere nutzen alte Fischernetze als Material für ihr Nest. Majestätisch lassen sie sich vor dem Felsen durch die Lüfte gleiten. Mehrere Tausend Brutpaare, hauptsächlich Trottellummen und Basstölpel, ziehen hier jedes Jahr ihre Jungen groß. Ein besonderes Highlight ist jährlich im Juni zu erleben, die Lummentage. Der Lummenfelsen ist nur 220 Meter lang und gilt als das Naturschutzgebiet mit der größten Brutvogeldichte Deutschlands. Im Alter von nur drei Wochen springen die noch fluguntauglichen Küken der Trottellumme ihren bereits im Meer schwimmenden Eltern entgegen – 60 Meter in die Tiefe.

HUMMER AUF HELGOLAND

Naturschützer*innen und Klimaschützer*innen arbeiten auf der Insel Helgoland nahe beieinander. In Sichtweite be­

finden sich Offshore­Windparks, die übrigens regelmäßig während einer Ausflugsfahrt umrundet werden können. Im Hafenbereich steht die Hummer­Aufzuchtstation des Alfred­Wegener­Institutes, die an einigen Tagen ihre Türen für eine Führung hinter die Kulissen öffnet. Hier wird das Leben der Hummer, die früher auf der Insel ein großer Wirtschaftsfaktor waren, erforscht. Von der Aufzucht über die verschiedenen Lebensstadien bis hin zur Auswilderung werden die Besonderheiten dieser Tiere auf dem Felssockel vor Helgoland sehr anschaulich vermittelt.

SEAFOOD & SIGHTSEEING

Nach so viel Natur und Geschichte darf die Kulinarik nicht zu kurz kommen. Am Nachmittag lohnt es sich, einen echten Helgoländer Eiergrog im Café zu trinken und abends in einem der Inselrestaurants Knieper zu essen, die Scheren großer Taschenkrebse, mit dreierlei Dip in den Helgoländer Farben: Grün (Wasabi),

Fotos: Jutta Hummel
Auf der Nachbarinsel Düne tummeln sich die Tiere dicht an dicht.

Rot (Cocktailsauce) und Weiß (Mayonnaise – frei nach dem bekannten Spruch „Grün ist das Land, rot ist die Kant’, weiß ist der Sand, das sind die Farben von Helgoland“.

Halbstündlich fährt die „Witte Kliff“ die Besucher und die mit dem Flugzeug reisenden Gäste von der Insel zur Düne und zurück. Nordseeerprobten sei bei gutem Wetter eine Umrundung der Insel mit dem Börteboot, dem für Helgoland so typischen Personentransport­Boot, empfohlen. Der Blick auf die Lange Anna wird man so leicht nicht vergessen, selbstverständlich auch nicht den Wellengang, der hier auch bei ruhiger See und Sonnenschein herrscht. Im Auge des Betrach­

ters liegt die Architektur der im Jahre 1953 im Anschluss an einen Architekturwettbewerb erbauten Häuser. Während einer Führung durch die Häuserzeilen wird deutlich, dass viele Insulaner*innen ihre Gebäude gerne energetisch sanieren möchten, was häufig aus Gründen des Denkmalschutzes nicht möglich ist. Tagestouristen ist der 3,5 Kilometer lange Weg über das Oberland empfohlen, hier wird die gesamte Besonderheit der Insel durch pyramidenförmige, auf dem Boden befindliche, Hinweistafeln erläutert. Wenn es dunkel wird auf Helgoland, hat das stärkste Leuchtfeuer der Deutschen Bucht seinen Einsatz und strahlt an klaren Nächten bis zu den

Ostfriesischen Inseln. Zurück zu den Kegelrobben und Seehunden auf der Düne sei der Besuch auf dem Friedhof der Namenlosen empfohlen. Hier wurden diejenigen bestattet, die in der Nordsee ihr Leben lassen mussten. Zum Abschluss noch die Glocke auf dem Friedhof einmal läuten, dann geht es zurück nach Hause.

Anfahrt: Von diversen Küstenorten zwischen Büsum und Cuxhaven, aber auch aus Hamburg bringen schnelle Schiffe Urlaubsgäste auf die Insel. Wer nicht seefest ist, kann mit dem Flugzeug anreisen. helgoland.de

www.stiftung-meeresschutz.org

Achtung, Robbe auf dem Spazierweg!

Heimatliche Motive, wie die Teerosen vom Geschirr der ostfriesischen Teezeremonie, prägen die Looks von Jelke Gallecks Abschlussarbeit im Fach Modedesign.

ZWISCHEN KÜSTENSCHUTZ

UND COUTURE

DER MENSCH ALS WELLENBRECHER

Jenseits der grossen Modehauptstädte wie Paris oder Mailand wächst in Nordeuropa eine neue Generation von Designer*innen – unaufgeregt, aber mit klarer Linie, Haltung und Herkunft. Einer von ihnen ist Jelke Galleck aus Wilhelmshaven. In seiner Kollektion „Wellenbrecher“ übersetzt der 25­Jährige das Prinzip des Küstenschutzes in Mode und macht aus seinen Outfits ein gestalterisches Statement über Standhaftigkeit. TEXT: LARA KUTSCH, MODELS: JOSIAS KPODO UND DAVID ROTHENBERG

Gelbe Gummistiefel als Fashion-it-Piece.

Der Style verbindet eine moderne Softboy-Ästhetik mit der rauen Symbolik der norddeutschen Küste.

Knallgelbe Gummistiefel mit überbreitem Schaft, eine kurzgeschnittene Docker­Mütze, ein Fischerhemd aus netzartigen Fäden sowie ein Strickpullover, dessen Motiv einer ostfriesischen Teetasse entsprungen ist, prägen die Looks von Jelke Gallecks Abschlussarbeit im Fach Modedesign. Die Kollektion verbindet eine moderne SoftboyÄsthetik mit der rauen Symbolik der norddeutschen Küste. Mit diesen lässig­verspielten Entwürfen schloss Galleck sein Bachelorstudium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg ab. Inzwischen studiert er im Master in Berlin, doch seine Inspiration bleibt fest im Norden verankert.

HALTUNG ZUR HEIMAT

Dass ausgerechnet das bodenständige Ostfriesland zur kreativen Quelle seiner Looks wurde, ist für Galleck kein Zufall. „Spazieren am Strand, bei Sturmflut zum Deich gehen, Fischbrötchen essen oder frischen Granat direkt vom Kutter holen. Das sind Erinnerungen und Eindrücke aus meiner Kindheit in Wilhelmshaven“, erklärt der Designer. „Diese alltäglichen Dinge und die maritimen Einflüsse der Nordseeküste haben mich geprägt und spielen auch in meiner Arbeit eine Rolle.“

Der Gedanke des Küstenschutzes zieht sich durch die gesamte Kollektion. Tetrapoden, jene massiven Betonblöcke, die an Nordseeküsten Wellen brechen und Sturmfluten abhalten sollen, tauchen in seinen Entwürfen als kleine 3D­gedruckte Elemente auf. Kleidung spiegelt auf diese Weise eine wichtige Metapher im aktuell aufgewühlten Weltgeschehen wider: Der Mensch selbst wird zum Wellenbrecher – stabil, ruhig und unbeirrt. „Der Wellenbrecher steht für eine Person, die sich selbst treu bleibt, Standhaftigkeit und Resilienz

Mode mit Tetrapoden: Der Gedanke des Küstenschutzes zieht sich durch die gesamte Kollektion. Der Wellenbrecher steht aber auch für eine Person, die standhaft sich selbst treu bleibt und Resilienz zeigt.

zeigt. Jemand, der sich nicht von äußeren Veränderungen oder Strömungen mitreißen lässt – sei es politisch oder gesellschaftlich.“

KLASSIKER DER KÜSTENKLEIDUNG, NEU INTERPRETIERT

Obwohl Jelke Gallecks Heimatort auf der Ostfriesischen Halbinsel meilenweit entfernt scheint von avantgardistischen Modemetropolen, greift er in seinen Entwürfen norddeutsche Traditionen auf und übersetzt sie in eine moderne Formensprache. „Die wichtigste Erinnerung an meine Heimat ist das traditionelle

ostfriesische Teetrinken. Die Teezeremonie und das Zusammenkommen habe ich immer sehr genossen, bis heute“, erzählt er. Sein Pullover aus Merinowolle trägt deshalb das Motiv der Teerose, ein Symbol der regionalen Teekultur, die durch seinen Vater Kurt­Gunter fest im Familienalltag verankert ist. Und das, obwohl es im Hause Galleck bis dato keinerlei Berührungspunkte mit der Fashionbranche gab. Die Leidenschaft zum Design kam bei Jelke Galleck vergleichsweise spät, als er in der 11. Klasse damit begann, Sneaker selbst zu gestalten. Technische Grundkennt­

nisse, wie das Nähen, musste er sich vor dem Studium erst noch aneignen. „Meine Eltern waren erst einmal ziemlich stutzig, als ich gesagt habe, dass ich Modedesign studieren möchte“, erzählt er. „Sie haben mich aber in jeder Entscheidung unterstützt und mir den Rücken gestärkt, das zu machen, worauf ich Lust habe. Mit der Zeit habe ich sie immer mehr an diese für sie fremde Welt herangeführt.“ Der Support ging sogar so weit, dass seine Mutter Petra besagten Teerosen­Pullover eigenhändig innerhalb von zwei Wochen nach den Vorstellungen ihres Sohnes selbst strickte – und damit zu einem ganz persönlichen Stück der Kollektion machte.

Auch andere Klassiker tauchen in veränderter Form wieder auf.

„Maritime Einflüsse der Nordseeküste haben mich geprägt und spielen auch in meiner Arbeit eine Rolle.“ das fischerhemd, das in gallecks version wellenartig den körper umspielt, eine weite barrel­hose, angelehnt an die arbeitskleidung früherer hafenarbeiter, sowie ein neu interpretierter troyer.

Selbst der Friesennerz erscheint in überraschender Optik wieder, transformiert in eine bodenlange Silhouette aus Strick und Latex. Der Wiedererkennungswert der ursprünglichen Kleidungsstücke bleibt bewusst erhalten, auch wenn sie dekonstruiert und neu zusammengesetzt wurden. Jedes Teil entsteht in Handarbeit, ist eng mit der Region verbunden und erzählt ein Stück norddeutsche Geschichte.

DIE NÄCHSTE WELLE

Wie so ein kreativer Prozess funktionieren kann? „So gut wie alles ist durch

Ausprobieren entstanden“, so der Designer. Stoffe, Oberflächen und Drucke wurden immer wieder verändert, Formen entstanden durch Drapieren, Stylingversuche und das Auseinanderschneiden alter Secondhandstücke. „Es sind deutlich mehr Experimente verworfen worden als die, die es am Ende in die Kollektion geschafft haben. Aber genau das liebe ich am Gestalten – weil man dadurch wirklich Neues erschaffen kann.“

Wenn Jelke Galleck an den nordischen Stil denkt, fallen ihm sofort die Schlagwörter Robustheit und Pragmatismus ein. „Das bedeutet aber nicht, dass diese Ästhetik nicht auch sehr fein und elegant interpretiert werden kann“, sagt er. Welche Welle seine Arbeit in Zukunft schlagen wird, möchte Galleck noch offenlassen, schließlich befindet er sich noch

am Anfang seiner Karriere. Sicher ist für ihn jedoch eines: Er würde sich freuen, wenn seine Arbeit dazu beiträgt, der ostfriesischen und norddeutschen Küstenkultur mehr Aufmerksamkeit zu schenken – und traditionelle Kleidungsstücke auch in anderen Regionen neu gedacht werden.

Derzeit absolviert der Modeschöpfer ein Praxissemester in Amsterdam beim Luxuslabel Viktor & Rolf. Zwischen HauteCouture­Vorbereitungen und ganz kurzfristigen Nähsessions dürfte ihm dort

vor allem eines zugutekommen: die nordische Kraft innerer Standfestigkeit. Und zur Entspannung vielleicht eine Tasse Ostfriesen­Tee. Jelke Galleck.

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NORDDEUTSCHE BÄDERARCHITEKTUR

Schön und nostalgisch verspielt strahlen die weissen Villen in den Seebädern in der Sonne. Aber woher kommt diese Bauweise, die die Ferienorte an Nord­ und Ostsee bis heute ziert?

Es war schon früher so: gesunde Luft, herrliches Wasser und ein wohltuendes Klima. Dass diese Kombination nur guttun kann, dachte sich auch Friedrich Franz 1., der auf Anraten seines Leibarztes, Samuel Gottlieb Vogel, 1793 das erste Seebad in Deutschland bei Heiligendamm errichten ließ. Als Vorbild dienten ihm die Seebäder Südenglands.

Das Besondere an der norddeutschen Bäderarchitektur sind die verschiedenen Baustile. Kein Haus gleicht dem anderen. Die Gebäude, Villen und Kurhäuser spiegeln immer den Geschmack der jeweiligen Zeit wider.

Häufig handelt es sich um zwei­ bis viergeschossige Bauten, deren Fassaden Balkone und Veranden zieren. Größere Villen haben vorspringende Fassadenteile in der Mitte und an den Ecken. Es dominieren große Rundbogen­ oder Rechteckfenster, die gelegentlich von Halbsäulen und Pilastern flankiert werden. Dreiecksgiebel und gelegentlich auch geschweifte Giebel oder kleine Türmchen schließen die Dachgeschosse ab. Jugendstil­Ornamente kommen als Kapitellverzierung vor, oft mit floralen oder maritimen Motiven.

Meistens sind die Fassaden in weiss getüncht, weshalb die Kurbäder auch „weisse Perlen“ genannt werden.

Speziell in Heiligendamm ist ein ganzes Ensemble an Norddeutscher Bäderarchitektur zu bestaunen. Im Zentrum der Hotelanlage steht das Kurhaus, gebaut 1814/16, mit seinendo­

rischen Säulen. Die Häuser Weimar, Dresden und Magdeburg wurden im Landhausstil errichtet. Das Haus Burg, heute Burg Hohenzollern, wurde im Tudorstil erbaut. Das Haus Berlin, Grand Hotel, ist ein viergeschossiger weißer Putzbau im Neoklassizismus.

Bei der Kapelle, etwas abseits gelegen, handelt es sich um einen neugotischen Backsteinbau, wo bis heute Trauungen und kirchliche Amtshandlungen stattfinden.

Weitere bedeutende Beispiele der norddeutschen Bäderarchitektur gibt es auf der Insel Usedom zu entdecken. In den Kaiserbädern am Strand zwischen Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck bis Swinemünde und in Zinnowitz finden wir berühmte Beispiele für Ensembles in Bäderachitektur: wie die Villa Oppenheim in Heringsdorf, den Ahlbecker Hof in Ahlbeck oder die Villa Ernst in Bansin.

Kurhaus Juist: Das Gebäude wurde im prachtvollen Bäderstil gebaut und im Jahr 1898 auf der ostfriesischen Nordseeinsel eröffnet.
Fotos:
Typischer Bäderstil – links: Prachtbau in Sellin auf Rügen. Oben: die weißen Villen um das Grand Hotel Heiligendamm mit der 200 Meter langen Seebrücke.

bäderstil

Ebenso auf der Insel Rügen. Vor allem in Sassnitz, Sellin, Binz und Göhren sind noch viele Bauten dieser Epoche zahlreich und gut erhalten.

Manche Bädervillen sind durch Elemente von alpenländischen Blockhütten oder auch russischen Holzhäusern gekennzeichnet, vor allen die sogenannten Wolgasthäuser. Dabei handelt es sich um die ersten Fertighäuser der Welt, die zwischen 1868 und 1910 von der „Wolgaster ActienGesellschaft für Holzbearbeitung“ in der Stadt Wolgast, vor der Insel Usedom, gefertigt wurden.

Gebäude im Stile der Bäderarchitektur finden sich vereinzelt auch an der Nordseeküste. Etwa mit dem Kurhaus, dem Kurhotel und dem Haus Schifffahrt auf Norderney.

In Cuxhaven, zwischen dem Ortsteil Duhnen und dem Deich, sind ebenfalls Gründerzeitvillen aus dieser Epoche zu sehen.

Das Seebad Helgoland wuchs ebenfalls, während der Zugehörigkeit zu England in 19. Jahrhundert. Den damaligen Baustil prägte die viktorianische Epoche ebenso wie die klassische Bäderarchitektur dieser Zeit.

Wenige Tage vor Ende des Zweiten Weltkrieges zerstörten die Alliierten Helgoland durch einen großen Bombenangriff. Im Jahre 1947 wurde auch die ehemalige Südspitze des Felsens gesprengt. Leider sind die Villen und Kurhotels aus dieser einzigartigen Epoche der norddeutschen Bäderarchitektur nur noch auf Fotos zu sehen.

„Weiße

Zinnowitz

Willkommen zurück!

Entdecken Sie die unvergleichliche Schönheit von Zinnowitz, Ihrem perfekten Ostseeziel! Tauchen Sie ein in die atemberaubende Natur, die unsere Küste zu bieten hat. Spazieren Sie entlang der malerischen Strände, lauschen Sie dem beruhigenden Rauschen der Wellen und lassen Sie sich von der frischen Meeresbrise verzaubern.

In Zinnowitz erwartet Sie nicht nur die reine Schönheit der Ostsee, sondern auch eine faszinierende Bäderarchitektur, die zum Träumen einlädt. Schlendern Sie auf dem Pfad der Sinne auf unserer Promenade und lassen Sie sich von den prächtigen Villen vergangener Zeiten verzaubern. Erleben Sie die Vielfalt unserer Veranstaltungen, die das ganze Jahr über stattfinden. Von traditionellen Festen bis hin zu kulturellen Veranstaltungen ist für jeden etwas dabei. Der Wasserwanderrastplatz am Hafen lädt dazu ein, das maritime Flair zu genießen und die verschiedenen Boote zu bestaunen. Und natürlich darf ein Besuch unserer berühmten Seebrücke nicht fehlen! Tauchen Sie ein in die Weiten des Meeres, genießen Sie den Blick auf den Horizont und lassen Sie die Seele baumeln.

Zinnowitz – ein Ort, der Sie mit seiner Schönheit verzaubern wird. Haben Sie Sehnsucht nach der Ostsee? Dann erleben Sie unvergessliche Momente bei uns und lassen Sie sich von Zinnowitz in seinen Bann ziehen!

zinnowitz.de

Perlen“ – Benennung der Kurbäder aufgrund der hellen Fassaden.
Die malerische Küste von Zinnowitz auf Usedom.
Fotos:

SEHNSUCHTSORT OSTSEEKÜSTE

GRAAL-MÜRITZ – MIT WALD, WEITE UND CHARAKTER

Graal­Müritz liegt dort, wo Ostsee, Deutschlands größter Küstenwald und Moorlandschaft aufeinandertreffen –nur wenige Kilometer östlich von Rostock. Der bis zu 40 Meter breite Sandstrand, das gesunde Bioklima und die besonde­

re Ruhe machen den Ort zu einem perfekten Rückzugsort mit Stil.

Historische Bäderarchitektur, reetgedeckte Häuser und liebevoll gepflegte Gärten geben dem Ostseeheilbad seine charmante Kulisse. Gleichzeitig sorgt die umliegende Natur für echte OutdoorMomente: Walking­, Rad­ und Wander­

GEGEN SEHNSUCHT NACH DEM MEER HILFT

NUR EINES: DAS MEER.

In Boltenhagen geben Sonne, Wind und Wellen den Rhythmus vor. Der kilometerlange, feinsandige Strand wird zur Bühne für lange Badetage, spontane Sundowner und all die kleinen Momente dazwischen. Das staatlich anerkannte Seeheilbad verbindet frische Ostseeluft, ausgezeichnete Wasserqualität und entspannte Küstenatmosphäre mit zahlreichen Möglichkeiten, aktiv zu sein.

Ob Wassersport auf den Wellen, Yoga im weichen Sand, Reitausflüge entlang der Küste oder einfach barfuß am Strand –Boltenhagen schafft Raum für Abenteuer genauso wie für echte Me­Time. Familien erleben Action im Adventure Park, im Aqua Funpark oder im Kletterpark, während Veranstaltungen, Sonnenuntergänge und lange Strandtage den Sommer ganz von selbst verlängern.

Zwischen den Hansestädten Lübeck und Rostock sowie den UNESCO ­ Welterbestädten Wismar und Schwerin zeigt sich die Ostseeküste Mecklenburgs in all ihrer Vielfalt. Mit Graal­Müritz und Boltenhagen treffen hier zwei Ostseebäder aufeinander, die Meer, Natur und Erholung perfekt mit ihrem ganz eigenen Lifestyle verbinden.

wege führen durch Küstenwald und Dünenlandschaft, während der 4,5 Hektar große Rhododendronpark im Frühling ein farbenstarkes Highlight setzt. Schon Schriftsteller wie Franz Kafka und Erich Kästner suchten hier Inspiration. Heute verbindet Graal­Müritz diese literarische Tradition mit entspannter Ostsee­Atmosphäre – ein Ort für alle, die Strand, Natur und ein bisschen kulturellen Tiefgang mögen.

Weitere Informationen unter: graal-mueritz.de

Und wenn der Abend kommt, warten gute Restaurants, ruhige Spaziergänge auf der Dünenpromenade und erholsamer Schlaf mit dem leisen Rauschen des Meeres im Hintergrund. Meer tut gut. Boltenhagen auch. Buchen Sie jetzt Ihr Zuhause auf Zeit – vielleicht für einen Urlaub. Vielleicht für länger. boltenhagen.de

BLAUE

AUS DEM NORDEN GARNELEN

Zwei Männer züchten in der norddeutschen Tiefebene tropische Gambas und haben mit ihrem Startup schon jetzt die grösste Indoor­Shrimpfarm Europas gegründet. Kann das gut gehen oder ist das Garnelen­Gaga? TEXT: LARA KUTSCH

Im beschaulichen Wunstorf zwischen Hannover und dem Steinhuder Meer, dort wo die Tiefebene so platt und typisch norddeutsch ist, dass wohl niemand hier tropische Krustentiere erwarten würde, schwimmen in langen Becken Tausende Garnelen durch warmes Wasser. Königsblau schimmern die Shrimps, als hätte sich David Gebhard in Niedersachsen einen fantasievollen Scherz erlaubt.

Stattdessen erklärt der Co­Gründer von Aquapurna, einer modernen Shrimpfarm, den royalen Farb­Effekt seiner zehnbeinigen Wasserbewohner ganz pragmatisch:

„Das Wasser in den Becken unserer Zuchtanlage ist kristallklar. Die Tiere wollen sich tarnen und passen sich ihrer Umgebung an.“

Aquapurna züchtet tropische Garnelen in Norddeutschland, auf dem Gelände einer ehemaligen Kalimine. Was klingt wie eine absurde Geschäftsidee, ergibt überraschend viel Sinn, wenn man sich mit der Umgebung auseinandersetzt: Die alte Mine liefert industrielle Abwärme, die das Wasser auf 29 Grad bringt – die optimale Wohlfühltemperatur der neu angesiedelten Weißfußgarnelen, die ursprünglich im Ostpazifik heimisch sind. Sauberes Grundwasser gibt es hier reichlich. Und statt die Tiere wochenlang tiefgefroren über die Weltmeere zu verschiffen, wachsen sie dort, wo sie auch am Ende auf dem Teller landen.

„Ein typischer Irrtum ist, dass Garnelen im Meer gefangen werden oder ein reines Naturprodukt sind“, sagt der studierte Jurist. „Die Realität ist aber: Der Großteil der weltweit verkauften Garnelen stammt aus industriellen Massenproduktionen und Aquakulturen – oft unter Bedingungen, die für Verbraucher kaum nachvollziehbar sind.“ Antibiotikaeinsatz, verschmutzte Gewässer, abgeholzte Wälder, intransparente Lieferketten sind die Auswirkungen. Gebhards Mitgründer Florian Gosling erlebte genau diese Gegebenheiten als Rucksacktourist in Indien, als er eine dort ansässige Garnelenproduktion besichtigte. Den Gestank von Abwasser und Anlage hatte er

noch lange nach seiner Reise in der Nase und den Vorsatz im Kopf, es zurück zu Hause irgendwann anders zu machen.

Mit Erfolg: Wer heute die Aquapurna­Anlage in Wunstorf betritt, merkt keinen unangenehmen Fischgeruch. Stattdessen ein hochmodernes, geschlossenes Kreislaufsystem in sechs Becken, das eher an ein Labor erinnert als an eine Zuchtanlage. Pumpen wälzen alle zwei bis drei Stunden 1,2 Millionen Liter Wasser um, eine Kläranlage hält den Lebensraum sauber, im hochwertigen Futter befinden sich Miesmuscheln, Tintenfische und Borstenwürmer. Gebhard betont, dass eine stressfreie Haltung der Tiere entscheidend für das innovative Start­up sei, ebenso wie ein möglichst kurzer Transportweg.

Die Zucht-Garnelen erscheinen blau. Beim Erhitzen ändert sich die Farbe.

„Unsere Garnelen werden frisch geerntet, direkt verarbeitet, schonend schockgefrostet und innerhalb kürzester Zeit zum Kunden gebracht. Das ist ein komplett anderes Produkt als Importware, die oft mehrere Monate um den halben Erdball unterwegs ist.“

Die Garnelen aus Wunstorf werden frisch geerntet, direkt verarbeitet, schonend schockgefrostet und innerhalb kürzester Zeit zum Kunden gebracht. Das ist ein komplett anderes Produkt als Importware, die oft mehrere Monate um den halben Erdball unterwegs ist.

Wenn schon Aquakultur, dann eben transparent, kontrolliert und nachhaltig. „Gamba Zamba“ lautet der Markenname unter dem das fertige Food­Produkt verkauft wird. Aktuell befinden sich in der niedersächsischen Zucht 60 Garnelenweibchen, die nach einer Paarung bis zu 300 000 Eier laichen können. Rund 100 Tonnen wollen die Gründer in diesem Jahr züchten. Bis 2027 sollen es schon 500 Tonnen jährlich sein.

Ob der Aufwand geschmacklich einen Unterschied macht?

Genau darin liegt für Gebhard der entscheidende Hebel: „Geschmack entsteht nicht erst in der Küche, sondern schon im Wasser.“ Beim Zubereiten zeigt sich die Qualität dann auch für den Verbraucher deutlich. Kaum Flüssigkeit tritt aus den blauen Garnelen aus, das Fleisch bleibt fest und knackig, schrumpft kaum. Bei importierter Ware sieht das oft anders aus. Da zahle man laut Gebhard „bis zu zwanzig Prozent für asiatisches oder südamerikanisches Leitungswasser“, das als Glasur auf den Garnelen sitzt und sich beim Erhitzen in die Pfanne verabschiedet.

Natürlich hat das Ganze auch eine Kehrseite, eine typisch deutsche dazu: hohe Energiepreise und Bürokratie. Und die Herausforderung, ein tropisches Ökosystem in einem Land stabil zu betreiben, das im Winter Minusgrade kennt. „Das erfordert Technologie, Know­how und Disziplin“, so Gebhard. Ob Wunstorf die Zukunft der Aquakultur ist, wird sich zeigen. Immerhin sind die Gamba­Zamba­Garnelen mit knapp 60 Euro pro Kilo im internen Online­Shop nicht gerade günstig. Für den Moment ist Aquapurna vor allem aber ein ziemlich norddeutscher Beweis dafür, dass gute Garnelen keine Weltreise brauchen – und dass es sich lohnt, auch dort genauer hinzuschauen, wo man es am wenigsten erwartet.

Rund 100 Tonnen wollen die Gamba-Zamba-Gründer David Gebhard und Florian Gosling in diesem Jahr züchten. Bis 2027 dann schon 500 Tonnen jährlich.

ALLES GAMBA , ODER WAS ? KRUSTENTIERE KURZ ERKLÄRT

KRUSTENTIER-LEXIKON:

GARNELE, SHRIMP, PRAWN, GAMBA UND CREVETTE/KREWETTE

Sind alle dasselbe in verschiedenen Sprachen. Der deutsche, umgangssprachliche Sammelbegriff für langschwänzige, scherenlose Krebstiere ist Garnele.

Das Tier hat einen schlanken, gebogenen Körper, lange Fühler, dünne Beine, keinen kräftigen Panzer.

NORDSEEKRABBE

Trotz des Namens biologisch eine kleine Garnele aus der Nordsee, keine Krabbe.

Sehr klein, roh graubeige­farbend. Nach dem Kochen rosa, zartes Fleisch.

ADVERTORIAL

Ein kleiner Verwandter des Hummers, im Gegensatz zur Garnele mit Scheren. Auch bekannt als Kaisergranat, Langoustine oder Langustino. Kräftiger Körper, fester Panzer, kleine Scheren.

Großer Meereskrebs mit Scheren.

Massiver Körper, dicker Panzer, große Scheren, deutlich größer als Garnelen und Scampi.

Großer Meereskrebs aus tropischen und subtropischen Regionen. Biologisch verwandt mit dem Hummer, aber ohne Scheren. Langer, kräftiger Panzer, sehr lange Antennen, keine Scheren an den Vorderbeinen, meist rötlich­braun bis

TASCHENKREBS

Eine echte Krabbe mit kräftigen Scheren. In Norddeutschland als „Knieper“ bekannt; gegessen werden vor allem das Fleisch aus den beiden großen Scheren. Breiter, flacher Körper, harter Panzer, dunkle Farbe.

SPRITZ MIT NORDISCHEM KURS

LINIE Aquavit bringt maritime Reifereise, skandinavische Botanicals und herbe Grapefruit in ein neues Spritz­Ritual.

Ein Drink kann Geschichten erzählen. Beim LINIE Aquavit beginnt sie auf dem Meer. In ehemaligen Oloroso­Sherryfässern reist der norwegische Aquavit über die Weltmeere und überquert dabei zweimal den Äquator. Vier Monate auf See und wechselnde Klimazonen prägen Struktur und Aromen. Bewegung, Zeit und salzhaltige Luft formen ein Destillat mit Tiefe – ein Charakter, der in der nordischen Spirituosenkultur seit Generationen pur, als Belgeiter zum Essen oder im Drink geschätzt wird.

Seine Aromatik entsteht aus sorgfältig ausgewählten Botanicals. Kümmel steht im Zentrum und bringt die typische Würze des Aquavits. Sternanis ergänzt eine warme Süße, während Dill und Koriander frische und leicht zitrische Nuancen einbringen. Die lange Fassreifung verbindet diese Gewürze mit feinen Noten von Vanille, Karamell und getrockneten Früchten.

Heute zeigt LINIE Aquavit eine neue Seite: als Spritz aus dem Norden. Im LINIE Grapefruit Spritz trifft gereifte Tiefe auf herbe Zitrusfrische. Grapefruit bringt Leichtigkeit, Limette Spannung. Die Struktur des Aquavits sorgt für Balance – ein Spritz, der weniger auf Süße setzt und mehr auf Profil. Klar, frisch und mit einem Hauch nordischer Küste.

LINIE GRAPEFRUIT SPRITZ

Zutaten

30–40 ml LINIE Aquavit

100 ml hochwertige Grapefruit­Limonade

Spritzer Limettensaft

Eiswürfel

Garnitur: Grapefruitspalte

Zubereitung

Alle Zutaten im großen Weinglas auf Eis aufbauen, vorsichtig verrühren und mit Grapefruitspalte garnieren.

Mehr Rezepte auf LINIE.com

Fotos:

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„Määh“-ga gut! Mitten in Ostfriesland hat ein junges Paar eine nachhaltige Ziegenmanufaktur gegründet.

DAS LEBEN IST EIN ZIEGENHOF ZUMINDEST IN OSTFRIESLAND!

Lange hatten Christina und Klaas Froschauer die Idee von einem eigenen Ziegenhof. Als sie dann entdeckten, dass im ostfriesischen Grossefehn ein alter Gulfhof zum Verkauf stand, griffen sie zu. Anfang 2020 war das. Schnell ging es dann los mit der eigenen Landwirtschaft. Ihr Ziel: die Angebote von guten biologischen Lebensmitteln in Ostfriesland erweitern und etwas Praktisches in die eigenen Hände nehmen. Inzwischen ist das Ganze ein kleinbäuerlicher Betrieb im Nebenerwerb. Und so soll es auch bleiben.

TEXT: JOACHIM

Entschieden haben sich die beiden für ganz besondere Tiere: Anglo­NubierZiegen. Die seien, so Christina Froschauer, eine Doppelnutzungsrasse. Die Weibchen geben rund 1,5 Liter Milch am Tag. Und die Rasse ist auch ein guter Fleischlieferant. Wichtig ist Familie Froschauer eine gute und artgerechte Tierhaltung, schonende Bodenbearbeitung und eine handwerkliche Verarbeitung der Ziegenmilch. Insofern haben sie sich auch für den Begriff „Manufaktur“, also eine Form handwerklicher Produktion, entschieden. Gerne kann man sie auf ihrem Hof und im Hofladen besuchen. Denn Transparenz gehöre bei ihrer Art der Produktion unverzichtbar mit dazu. Die Finanzierung von Stallausbau, Herdenaufbau und Hofkäserei erfolgte seinerzeit über Crowdfunding. Recht schnell kamen so rund 44.000 Euro zusammen. Weitere finanzielle Unterstützung kam dann noch von der Familie.

NACHHALTIGE ZIEGENZUCHT IM JAHRESVERLAUF

Anfang eines Jahres kommen die kleinen Ziegen auf die Welt. Dann ernähren sie sich von der Milch ihrer Mütter, bis sie nach und nach entwöhnt werden. Von April bis Oktober läuft die Melksaison. Danach wer­

den Schnitt­ und Weichkäse sowie Joghurt aus der Milch in der eigenen Hofkäserei hergestellt und verkauft. Ist die Melkzeit zu Ende, geht es an die Fleischproduktion. Nun wird Fleisch und Wurst von den Jungziegen hergestellt und, solange der Vorrat reicht, verkauft. Danach wird es ruhig in der Ziegenmanufaktur Ostfriesland. Bis im neuen Jahr das fröhliche Meckern der kleinen Ziegen wieder zu hören ist und der Jahreslauf erneut beginnt.

IST DOCH ALLES BIO!

Längst ist der Betrieb auch nach Bioland­Kriterien zertifiziert. Und auch die Ziegenherde wird nach und nach größer. Über 20 Tiere sind es derzeit. Aber bis es soweit war, dauerte es schon einige Zeit. Ein langsames und angepasstes Wachsen von Produktion, Wissen und Herde gehört zum Konzept: „Es muss ja nicht alles immer sofort, in jeder Menge und überall zur Verfügung stehen“, so das Motto von Christina Froschauer. Geplant haben die beiden Nebenerwerbslandwirte für die nächsten Jahre eine Herdengröße von 32 Tieren. Um die zunehmenden Milchmengen verarbeiten zu können, haben sie jetzt einen großen, 200 Liter fassenden Käsekessel im Einsatz.

MEHR DIVERSITÄT

Verkauft wird von Montag bis Samstag auf dem eigenen Hof. Oder in Hofläden der Umgebung wie dem Biolandhof Sonnenschein in Aurich­Sandhorst. Die Sandhorster Landwirte verkaufen ihr Schweinefleisch und die Ziegenprodukte aus Großefehn an jedem Freitag auch über einen Stand auf dem Wochenmarkt in Neuharlingersiel. Neu ist die Zusammenarbeit mit dem Bioladen Freese in Leer und dem Biolandhof Agena/Dreyer in Hagenpolder. Da kann man die Produkte auch online beziehen. Stetig beteiligen sich also mehr Verkaufsorte daran, die Kunden mit leckeren Ziegenprodukten zu versorgen. Und auch die Produktion in der Hofkäserei selbst weitet sich kontinuierlich aus. So ist nun auch die Herstellung köstlicher Eissorten aus Ziegenmilch angelaufen. Für die Käserei wurde eine zusätzliche Mitarbeiterin eingestellt, und über das Projekt „Soziale Landwirtschaft“ eine ehrenamtliche Mitarbeiterin für die Tiere gefunden. Manchmal kommt neben dem guten Händchen für Ziegen und ihre Produkte auch Glück dazu. Letztes Jahr hat die Manufaktur über die Initiative „Gemeinsam Boden gut machen“ vom Naturschutzbund NABU und Alnatura einen Förderpreis von 10.000 € erhalten.

Wer die Ziegenmanufaktur Ostfriesland besuchen möchte, kann dies in der Boßelstraße 37 in 26629 Großefehn tun. info@ziegenmanufakturostfriesland.de, Tel.: 0176/62 25 71 99, ziegenmanufakturostfriesland.de

Fotos:
J.Mittelstaedt,
C.u.K.Froschauer
Christina und Klaas Froschauer sind Ziegenbauern aus Leidenschaft: Nachhaltigkeit und Tierwohl sind ihnen für ihre Manufaktur in Ostfriesland sehr wichtig.

ARBEITEN MIT FRISCHER BRISE

Bye, graues Büro! Moin, Wellen und Wind! Wie heutzutage Schreibtischarbeit erledigt wird, folgt längst keinem Schema F mehr. Neue Workation­Spots im Norden bieten jede Menge Raum für frische Ideen und neue Routinen. Vom Hausboot in Hamburg bis zum Co­Working­Hotel auf Rügen – hier gestalten wir unseren Job hybrid zwischen Meeting und Meeresrauschen. TEXT: LARA KUTSCH

Das Co-Working-Hausboot „Lore“ auf dem Eilbekkanal in Hamburg zeigt, wie urbanes Arbeiten funktionieren kann.

Gemütliche

Ay, ay, aay, I’m on Workation … Im Urlaub arbeiten ist schon lange kein No­Go mehr, sondern ein zunehmend etabliertes Modell. Seinen Ursprung hat der Remote­Boom in der Corona­Pandemie, als die Frage nach dem richtigen Arbeitsplatz plötzlich neu verhandelt wurde. Zwei, drei Tage Homeoffice pro Woche sind in vielen Unternehmen heute Standard, manche arbeiten seit dem ersten Lockdown fast ausschließlich remote. Mit der neugewonnenen Freiheit wuchs auch der Wunsch, den Laptop dorthin mitzunehmen, wo andere Urlaub machen. Der Begriff Workation war geboren – eine Mischung aus „work“ und „vacation“. Den Trend zum Work­Life­Luxus belegt der TUI­Workation­Index 2025, der sich auf eine PwC­Umfrage aus dem Vorjahr stützt: Für 64 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern kommt Workation grundsätzlich infrage, unter den 18bis 29­Jährigen wünschen sich sogar 80 Prozent ein entsprechendes Angebot von ihrem Arbeitgeber. Die Zahlen beziehen sich zwar auf das Arbeiten aus dem Ausland, doch Remote funktioniert nicht nur in Südafrika, Thailand oder auf Bali und Mallorca. Auch der Norden Deutschlands denkt neu, wenn es um flexible Arbeitsmodelle und eine ausgewogene Work­Life­Balance geht. Einige Unterkünfte haben sich längst darauf eingestellt und bieten neben Meerblick auch Schreibtisch, stabiles WLAN und Büro­Equipment.

WEITE, WIND UND WORK-LIFE-BALANCE

„Eine Workation ist kein Urlaub mit Laptop, bei dem man mittags schon den ersten Mojito trinkt“, sagt Lena Liedtke von Project Bay. „Stattdessen arbeitest du an deinem Wohlfühlort mit viel mehr Fokus.“ Das junge Unternehmen stammt ursprünglich von der Insel Rügen, wo die Gründer Hannes, Toni und Nico ihre Kindheit verbrachten. 2020 erkannten sie, wie schwierig es gerade in ländlichen Regionen ist, berufliche Perspektiven zu finden – und wie viel ungenutztes Potenzial zugleich in Landschaft, Ruhe und Lebensqualität steckt. Ihre Idee: Orte

schaffen, an denen produktives Arbeiten und Urlaubsgefühl zusammenfinden. Ihr erstes Workation­Hotel eröffneten sie an der Ostsee, kurz darauf folgte Sylt. Heute betreibt Project Bay über 20 Unterkünfte in ganz Europa, die Hotelkomfort mit professionellem Arbeitsplatz, Frühstück, schnellem Internet und Community verbinden – darunter auch Locations auf Usedom, in Schwerin, Ahrenshoop oder in Varel am Jadebusen.

KREATIVE ZIEHT ES AN DIE KÜSTE

Lena aus dem Marketing­Team spricht aus eigener Erfahrung: „Das Meer und die Weite haben einen unfassbaren Einfluss auf die Kreativität. In der Mittagspause eine Stunde am Strand spazieren gehen, und genau dort entstehen oft die Ideen, die man später am Schreibtisch ausarbeitet.“ Zu den Gästen zählen Teams, Freelancer und Festangestellte ebenso wie digitale Nomaden, die Meetings mit Surfsessions oder Wellness kombinieren.

BÜSUM STATT BALI

Wer es noch spontaner mag, klappt den Laptop direkt im Strandkorb auf. In Büsum stehen in der sogenannten „Business Oase“ seit vergangenem Jahr vier Workation­Strandkörbe sowie zwei größere Meeting­Modelle bereit. Die Körbe sind solarbetrieben und mit Steckdosen sowie USB­Anschlüssen ausgestattet. So wird der Strand zur Open­Air­Arbeitslounge – besonders praktisch für Familien, wenn Business­Calls laufen und die Kinder im Sand spielen.

Workation-Strandkörbe in der „Business Oase“ im Nordseebad Büsum.

BÜRO MIT BADEPLATZ

Und auch Großstadtfans müssen auf Nordbrise nicht verzichten. In Hamburg zeigt das Co­Working­Hausboot „Lore“ auf dem Eilbekkanal, wie urbanes Arbeiten und Naturerlebnis verschmelzen. Haubentaucher vor dem Fenster, eine Terrasse über dem Wasser, nach Feierabend ein Sprung ins kühle Nass:

Arbeitsatmosphäre im „4Walls“ an der Hamburger Deichstraße.

Noch ein Beispiel für einen Urlaubs-Arbeitsplatz: die Tiny Workspaces auf der Nordseeinsel Norderney „neywork“.

„Die ,Lore‘ ist Arbeitsplatz und Lebensraum zugleich.“ Ein fester Desk kostet 350 Euro im Monat inklusive Internet und Nebenkosten. Genutzt wird das Boot nicht nur als Büro, sondern auch für Ausstellungen, Events und private Feiern. Ebenso atmosphärisch ist das „4Walls“ an der Deichstraße. Die von Marleen und Chris gegründete Co­Working­Location verbindet historisches Ambiente mit moderner Arbeitskultur. Eine Stunde Arbeiten ist bei einer Bestellung im hauseigenen Café kostenlos – inklusive Blick auf das Nikolaifleet.

DIGITALE NOMADEN IN NORDDEUTSCHLAND

Ob Watt oder Wasserweg, Strandkorb oder Steg – der Norden beweist, dass produktives Arbeiten nicht zwingend im klassischen Büro stattfinden muss. Die frische Brise, das Rauschen der Wellen und der Blick in die Weite wirken wie ein Reset­Knopf für Kopf und Kreativität. Wer innerhalb Deutschlands mit offizieller Zustimmung des Arbeitgebers remote arbeitet, genießt Vorteile: keine Zeitverschiebung, kein Langstreckenflug, keine komplizierten Visa­ oder Steuerfragen. Vielleicht liegt das neue Lieblingsbüro also nicht in den eigenen vier Wänden, sondern zwischen Dünen, Deich und Deck – eben dort, wo Arbeiten sich gar nicht wie Arbeit anfühlt.

WORKATION-SPOTS IM NORDEN

Project Bay – Rügen, Sylt, Usedom, Schwerin & Co. project-bay.de

Business Oase Büsum – Büsum buesum.de

Büroboot „Lore“ – Hamburg lore-hamburg.de 4Walls Coworking – Hamburg 4walls-hamburg.de

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Die besten Bücher für den Urlaub, aus dem Norden und für die Küste, das Meer, den Wind und die Liebe …

Der neue Bildband zeigt Sylt aus der Luft: lilafarbene Heidelandschaft mit Leuchtturm ebenso wie den sonnigen Strand von Westerland.

SYLT – NEUE LUFTBILDER VON MARTIN ELSEN

Der neue Bildband von Martin Elsen zeigt spektakuläre Luftaufnahmen vertrauter und unbekannter Motive Sylts aus faszinierenden Perspektiven. Der renommierte Luftbildfotograf aus Stade ist seit Jahren auch für den LAND & MEER­Verlag tätig, denn er ist der einzige, der beständig bei gutem Wetter in die Lüfte steigt und Norddeutschland von oben fotografiert. Seine Luftbildaufnahmen sind spektakulär – dies beweist einmal wieder sein neuer Bildband: „Sylt – einfach atemberaubend“. Einzigartige aktuelle Aufnahmen der Nordseeinsel nehmen die Leserinnen und Leser mit auf eine eindrucksvolle Reise über Deutschlands bekannteste Insel.

TRAUMHAFTE BILDER FÜR

SYLT-FANS

Martin Elsen, bekannt für seine unverwechselbare Bildsprache, zeigt Sylt in beeindruckender Detailtiefe: endlose Sandstrände, spektakuläre Dünen, weite, lilafarbene Heideflächen und die Salzwiesen, dazu die Leuchttürme der nördlichsten deutschen Insel und reetgedeckte Friesenhäuser. Nicht ohne Grund gilt Sylt als die beliebteste der

deutschen Nordseeinseln, ein magischer Sehnsuchtsort für Ausflügler*innen und Urlaubsgäste. Der Luftbildfotograf stellt die Insel zu verschiedenen Jahreszeiten dar, um neue und vielfältige Fotos der nordfriesischen Schönheit zu zeigen. Sein wundervolles Inselporträt ermöglicht neben zahlreichen Panoramafotos auch faszinierende Einblicke in Sehenswürdigkeiten, Ortsansichten und Bilder des einzigartigen Weltnaturerbes Wattenmeer. Wie immer bei Elsen gestochen scharf, detailreich und atmosphärisch. In Zusammenarbeit mit Co­Autor Wolfgang Reichardt zeigt der Bildband, was die Faszination Sylts für Gäste und Einheimische ausmacht. Seine sorgfältig recherchierten Texte vermitteln interessante Hintergrundinfos zu den Fotos des Bildbandes, der ein inspirierendes, lebendiges und außergewöhnlich inszeniertes Inselporträt zeigt.

SYLT –EINFACH ATEMBERAUBEND, Martin Elsen, ISBN 978­3­7822158­2­4, 34,95 €, koehler.de

Noch mehr Luftbilder von Martin Elsen: nord-luftbilder.de

Bordgeflüster

Die Fortsetzung der Bestseller-Glosse von Steffi von Wolff. Erleben Sie skurrile Begegnungen und lustige Anekdoten vom Hafen, wo stets spannende Bordgeheimnisse ans Licht kommen.

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In „Alles gut, K!“ schildert Kirsten Neuschäfer ihren historischen Triumph beim Golden Globe Race, eines der härtesten Rennen im Segelsport. Ihr Sieg als erste Frau revolutioniert den Segelsport und inspiriert viele Abenteurer.

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Pip Hares packendes Buch über die Vendée Globe: Erleben Sie mutige Herausforderungen, unverfälschte Erfahrungen und tiefgehende Lebenslektionen, die über das Segeln hinausreichen.

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Begleiten Sie Lorenzo Cipriani auf eine einzigartige Segelreise durch die Geschichte des Mittelmeers. Er verbindet Abenteuer mit Geschichte, von Italien bis Istanbul. Entdecken Sie die Wurzeln unserer Kultur durch spannende Erzählungen und philosophische Einblicke.

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Foto: Wolfgang Weßling

Es gibt Neues vom Bestseller-Duo.

NEUES VON

DEN NORDSEE- DETEKTIVEN

Es gibt Neues vom Bestseller­Duo aus Ostfriesland! Die beliebte und erfolgreiche Kinderkrimi­Reihe von Bettina Göschl und Klaus­Peter Wolf, dem Bestsellerautor der beliebten Ostfriesen­Krimis (Fischerverlage), geht mit dem neuen Band „Die Nordseedetektive – Ehrliche Gangster“ in die 14. Runde.

UND DARUM GEHT ES 2026

Die Gauner Lang und Finger haben genug vom Gangsterleben. Mit einem eigenen Lieferservice wollen sie endlich ehrlich werden. Und wer könnte ihnen dabei besser helfen als die Nordseedetektive Emma und Lukas? Als Kommissar Stone die beiden mit dem Catering für die Abschiedsfeier des Polizeichefs Hinrik Eilers beauftragt, scheint alles perfekt zu laufen … wäre da nicht Boss Nase! Der Gangsterboss ist überhaupt nicht begeistert von Lang und Fingers neuen Plänen. Eigentlich hatte er vor, sie auf die wertvolle Münzsammlung des Polizeichefs anzusetzen. Nun muss er die Sache wohl selbst in die Hand nehmen! Während einer Feier will er in die Villa Eilers einbrechen. Können die Nordseedetektive ihn rechtzeitig stoppen und den Diebstahl verhindern?

Das neue Buch bietet wieder viel Spannung und Humor für Spürnasen ab acht Jahren. Die Illustrationen von Franziska Harvey laden zum Miträtseln ein.

DIE NORDSEEDETEKTIVE (BAND 14) – EHRLICHE

GANGSTER, Bettina Göschl und Klaus­Peter Wolf, ISBN 978­3­8337506­5­6, 12,99 €, edel.com

VERMISST VOR HELGOLAND

Kaum hat vor Helgoland eine Übung des niederländischen, deutschen und dänischen Grenzschutzes begonnen, geht bei der Küstenwache ein Notruf ein. Eine Klimaforscherin, die mit einem US­Forschungsschiff auf dem Weg von Grönland nach Kiel war, wird vermisst. Nach vergeblicher Suche der Küstenwache und der Helgoländer Seenotretter führt Xander Rimbach, Ermittler der Bundespolizei See, Verhöre an Bord

der RV „Anthropocene“. Alles deutet darauf hin, dass die Wissenschaftlerin willentlich über Bord gegangen ist. Doch als Kommissar Liewe Cupido eine Nachricht der Lotsin erhält, die das Schiff auf die Elbe gesteuert hat, kommen Zweifel auf. Und als der Fund eines niederländischen Nordseekutters offenbart, dass die vermisste Frau ein grausames Ende gefunden hat, wird es dringlich.

DIE LOTSIN, Mathijs Deen, ISBN: 978­3­86648­739­0, 23 €, mare.de

DER AUTOR: Mathijs Deen, geboren 1962, schreibt Romane, Kolumnen und Kurzgeschichten. 2024 erhielt er für den Titel „Der Taucher“, den zweiten Teil seiner beliebten Krimireihe um den Holländer Liewe Cupido, den renommierten niederländischen Krimipreis De Gouden Strop.

SYLT – SOMMER, SONNE, SEHNSUCHT

Sylt­Soap mit Herz, Humor und echtem Inselfeeling – der gemeinsame Sommerurlaub auf der Nordseeinsel ist für die Lehrerin Paula und ihren älteren Bruder Franz eine liebgewonnene Tradition. Auch dieses Jahr freuen sie sich auf die gemeinsame Zeit in „Mommes Hüs“, einem alten Bauernhaus. Als die beiden auf der Insel ankommen, ahnen sie noch nicht, dass in diesem Sommer nichts so ist wie sonst. Die Tante scheint spurlos verschwunden und

mit ihr der Zugang zum Haus. Neben eigenwilligen Feriengästen, dem Auftauchen eines verloren geglaubten Schuldscheins und einer Filmcrew, die hier drehen will, erträgt Paula auch noch emotionale Turbulenzen: die Begegnung mit dem Insel­Tierarzt. Zwischen Dünen und salziger Meeresbrise hält der Sylter Sommer ein Abenteuer bereit.

DIESER SOMMER AUF SYLT, Rita Fischer, ISBN 978­3­8392­8017­1, 14 Euro, gmeiner.de

DIE AUTORIN: Rita Fischer, in Lübeck geboren, lebt seit 1980 in Hamburg. Nach dem Studium arbeitete sie als Realschullehrerin für die Fächer Kunst und Deutsch in Schleswig­Holstein und widmet sich heute vor allem dem Schreiben.

„Nur durch das Reisen auf dem Meer kann man das Land verstehen!“

Der ungewöhnliche Reisebericht der 27­jährigen Norwegerin und Istagram­Influencerin Veronica Skotnes, die seit drei Jahren auf einer Segelyacht vor der norwegischen Küste lebt und diese unwirtliche Region bereist. Sie heuerte bereits mit 17 Jahren als Crewmitglied eines Schoners in der Nordsee an. Nach einigen Jahren an Bord trieben Wind und Strömungen sie in die Region des Polarkreises. Ihre Gedanken und Reflexionen sowie ihre Begegnungen mit den Menschen, die in diesem abgeschiedenen Teil der Erde leben, beschreibt sie in ihrem Buch ebenso einfühlsam und nachvollziehbar wie die Gefahren und Herausforderungen, die ihr Lebensweg mit sich bringt. Eine Hommage an die Natur mit all ihren Facetten und die raue Schönheit Finnmarks. Die Autorin nimmt dich mit auf eine einzigartige Reise ins Polarmeer und zur unwirtlichen Küste der Finnmark und zeigt dies gesehen mit den Augen einer un­

Nächte im

Mitternachtssonne und eiskalte Stürme: Erst 27 Jahre alt, lebt und reist Veronica Skotnes seit mehr als drei Jahren auf einem alten Segelboot entlang der unwirtlichen Küste Nord-Norwegens.

gewöhnlichen jungen Frau. Sie lebt an Bord vor der norwegischen Küste und sehnt sich gleichermaßen nach Ruhe und Lebendigkeit. Durch ihre Worte und Illustrationen wird die Unbändigkeit und Einsamkeit des Polarmeeres lebendig. Jede Zeichnung ergänzt die persönlichen Geschichten, und die Leser*innen können eine unverfälschte Erfahrung am Rande der Welt miterleben.

Für all jene, die Abenteuer lieben und an Selbstfindung interessiert sind, bietet dieses Buch mehr als traditionelle Reiseberichte. Veronica Skotnes kombiniert Abenteuerlust mit introspektiven Einsichten, die inspirieren und zum Nachdenken anregen.

JENSEITS DER WINTERSONNE – LEBEN UND SEGELN

IM NORDMEER, Veronika Skotnes, ISBN 978­3­667­13204­8, 26,90 €, shop.delius-klasing.de

DIE AUTORIN: Veronika Skotnes hat einen Bachelor in Arktischen Outdoor­Aktivitäten und verkauft unter anderem ihre selbst gestrickten Norwegerpullover. Ihre Impressionen und Erfahrungen teilt sie mit rund 150.000 Followern bei Instagram. Ihr nächstes Projekt ist, ein Jahr allein auf einem Leuchtturm in Norwegen zu leben.

BÜCHERKÜSTE

Weitere Buchtipps findet ihr auf unserer Website landundmeer.de
Einsame
Polarmeer,

STURMWINDHERZ

Niemals hätten die Schwestern Ebba, Levke und Marie gedacht, dass etwas sie zurückbringen könnte in ihre Heimat Ostfriesland. Nach dem Unfalltod der Eltern hat es die jungen Frauen in alle Winde verstreut. Doch dann erben sie von ihrem Großvater das alte Wasserschloss in Süderholt. Einzige Bedingung: Sie müssen dort für drei Monate zusammenleben. Widerwillig lassen sie sich darauf ein. Aber als Ebba ihre Jugendliebe Cord trifft, Levke den undurchschaubaren Denkmalschützer Theo kennenlernt und Marie ausgerechnet die Hilfe des mürrischen Wattwanderers Noah braucht, kommen unerwartet Gefühle ins Spiel. Eine Zukunft in Ostfriesland scheint plötzlich denkbar – bis die drei das Geheimnis des Schlosses entdecken, das alles infrage stellt.

DIE SCHLOSS-SCHWESTERN, STURMWINDHERZ, Liv Helland, ISBN 978­3­499­01731­5, 14 €, rowohlt.de

DIE AUTORIN: Liv Helland liebte schon immer das Meer, deshalb spielten dort viele ihrer Geschichten. Bevor sie Bücher schrieb, studierte sie deutsche und englische Literatur und arbeitete als Journalistin und Übersetzerin. An die Nordsee und nach Ostfriesland zieht es sie immer wieder, dass es in hier Schlösser gibt, hat sie besonders fasziniert und zu dieser Geschichte inspiriert.

ZUM SEETEUFEL

Evelyn „Evi“ Subbert

Elbchaussee 4, 22765 Hamburg

Mi–Sa 20 Uhr bis open end

FASZINATION NORDDEUTSCHLAND

Bildtitel: Boote am Strand (Dänemark)

Foto: Holger Karl aus Groß Kelle

Die schönsten Urlaubsfotos unserer Leser*innen. Hier zeigen wir die prämierten Bilder aus dem letztjährigen Fotowettbewerb, die Euch, den Juror*innen von CEWE und unserer Redaktion am besten gefallen haben. Auch für 2026 freuen wir uns über das Hochladen Deiner Urlaubserinnerungen in unserem Fotowettbewerb auf www.landundmeer.de/Fotowettbewerb

Wir wünschen viel Erfolg!

Das Auge des Basstölpels

Jan Rzaczek aus Minden

Möwen an der Ostsee
Christoph Kürrer aus Brannenburg
Glück am Meer
Perry Wunderlich, Markneukirchen aus Tating

Bis zum 31. OKTOBER 2026 könnt Ihr Eure schönsten Fotos zum Thema FASZINATION NORDDEUTSCHLAND auf landundmeer.de/fotowettbewerb hochladen!

Es gibt drei Kategorien:

Der Norden ist bunt: Farben, Farben, Farben … Der Norden ist lebendig: Menschen, Tiere, Stadtleben …

Der Norden ist echt: Was haben Sie erlebt? Typisches im Norden

Kunst am Strand von Zingst Nadja Schoas aus Hilzingen
Parkplatz im Hafen Jörg Tenberken aus Lutzerath
Spaß am Strand von Sylt Lisa Barwig aus Hamburg

In die Stille hinaus

Katharina Lehmann aus Rastede

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1. Preis: KURZURLAUB IN DER STRANDVOGTEI AUF SYLT

Zwei Übernachtungen in der Strandvogtei in Rantum auf Sylt – für zwei Personen in einer Gartensuite im schönen reetgedeckten Boutique­Hotel. Inklusive sind das umfangreiche friesische „Schlemmer”­Frühstücksbüffet (8–11.30 Uhr), Schwimmbad­ und Saunanutzung, Kuschelbademäntel, Internetzugang, Teestunde am Nachmittag mit Gebäck ... Sowie als Präsent eine Flasche Hauswein und Mineralwasser bei Anreise auf dem Zimmer. Buchung nach Verfügbarkeit (ausgenommen Silvester).

Der Preis hat einen Wert von 850 Euro. www.strandvogtei.de

2. Preis: EIN FERNGLAS VON KOWA BD II 8X42 XD.

Weitwinkelfernglas mit fortschrittlicher Kowa XD­Optik in einem robusten Gehäuse. Die herausragendste optische Eigenschaft des BD II 8x42 XD­Fernglas ist das außergewöhnlich große, klassenführende Sehfeld. Mit einem breiteren Blick auf die Umgebung und einer hohen Randschärfe können Sie Ihr Motiv schnell lokalisieren. Zusätzliche Merkmale wie die Verwendung hochwertiger XD­Linsen und einer Naheinstellgrenze von nur 1,8 m lassen das BD II 8x42 XD zu einem neuen Standard für Ferngläser in diesem Preissegment werden. Wert ca. 479 Euro. kowaoptic.com

3. Preis: RÜGEN-SCHMUCK MIT ECHTEM STRANDSAND

Ein stiller Moment an der Ostsee – eingefangen in Silber. Der runde Anhänger „Strandwellen – Seebrücke Sellin“ von DUR Schmuck verbindet die berühmte Seebrücke Sellin mit einer Möwe im Flug und echtem Strandsand. Feine Wellenlinien umrahmen das Motiv und lassen Erinnerungen an Meer, Wind und Urlaub lebendig werden. Der echte Strandsand verleiht jedem Anhänger seinen ganz eigenen Charakter – kein Stück gleicht dem anderen. Gefertigt aus poliertem, rhodiniertem 925er Silber und mit einem Durchmesser von 25 mm ist dieses Schmuckstück ein besonderer Begleiter für alle, die Rügen im Herzen tragen. Dazu gibt es die passende Kette. strandsandschmuck.de

WEITERE PREISE VON CEWE

4. Preis Der Gewinner von Platz 4 erhält einen Gutschein für CEWE WANDBILDER im Wert von 200 Euro.

5. Preis Der Gewinner von Platz 5 erhält einen Gutschein für CEWE WANDBILDER im Wert von 100 Euro.

6.–10. Preis Die Gewinner von Platz 6 bis 10 erhalten je einen CEWE FOTOBUCH­Gutschein à 50 Euro. Näheres und Teilnahmebedingungen online auf: contest.cewe.de/norddeutschland und landundmeer.de

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FÜR DEN STRAND

Ultraleicht und schnell trocknend: Das MikrofaserStrandhandtuch ist saugstark, sandabweisend und platzsparend im Gepäck. Perfektes Wellen­Design in Blautönen bei minimalem Gewicht – für Strand, Pool und Reisen.

Maße: 140 cm lang, 70 cm breit. Bei uns nur (inkl. Versandkosten):

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DER KOMPASS FÜR DIE TASCHE

Ein luxuriöser Kompass im Look einer Taschenuhr. Damit der Weg immer klar ist und ein Verlaufen nicht mehr möglich. Klassisches Design. Aus Messing. Durchmesser: 5 cm, Einzelpreis inkl. Versandkosten:

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„MÜTZT JA NIX“

Die Pudelmütze – ein Muss im Norden!

Und die Rollmütze – total angesagt –heißt heutzutage „Docker“!

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FLASCHENÖFFNER UND KORKENZIEHER IM ANKERDESIGN

Ein tolles Gadget für Liebhaber*innen des maritimen Genusses. Verchromtes Messing (Größe: 13 cm).

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QUARTETTSPIELE MIT LEUCHTTÜRMEN

NORDSEE / OSTSEE

„Trumpfen möglich!“ Jeweils acht Quartette mit je vier Karten und einem Schwarzen Peter. Gewinne mit den höchsten Werten für Tragweite des Leuchtfeuers, Turmhöhe und weiterem Wissen zu den Wahrzeichen der deutschen Nord­ bzw. Ostseeküste! Mit Spielanleitung. Jedes Motiv farbig mit Foto eines Turms.

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PRAKTISCH: TASCHEN-ASCHENBECHER Für Raucher am Strand oder vor dem Restaurant – kleiner, maritimer und funktionaler Klapp­Aschenbecher aus Messing. Das ideale Geschenk!

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