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Programmheft HOW TO DATE A FEMINIST

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HOW TO DATE A FEMINIST


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HOW TO DATE A FEMINIST von Samantha Ellis Deutsch von Silke Pfeiffer KATE / CARINA / MORAG STEVE / ROSS / JOE

Antonia Bockelmann David Kösters

REGIE BÜHNENBILD & KOSTÜME VIDEO DRAMATURGIE REGIEASSISTENZ REGIEASSISTENZ & ABENDSPIELLEITUNG INSPIZIENZ SOUFFLAGE LICHT

Magdalena Schönfeld Clara Rosina Straßer Magdalena Schönfeld & Clara Rosina Straßer Henry Salfner Robin Bringewatt (Vorproben) Sophie Feuchtenböck Eva Lehner Alessandra Wagner Klaus Bröck

TECHNISCHE LEITUNG TONMEISTER WERKSTATTLEITER CHEFMASKENBILDNERIN LEITUNG DER REQUISITE LEITUNG DER KOSTÜMABTEILUNG LEITENDE GEWANDMEISTERINNEN PROJEKTKOORDINATORIN AUSSTATTUNG

Daniel Kaiser Michael Och Andreas Truckenbrodt Alicia Müller Manfred Dehler Gerhard Gollnhofer Margareta Gulich & Katrin Müller Susanne Wilczek

PREMIERE AUFFÜHRUNGSDAUER AUFFÜHRUNGSRECHTE

25. September 2026, Reithalle Coburg ca. 1,5 Stunden, keine Pause Rowohlt Theater Verlag, Hamburg

Aus rechtlichen Gründen sind Bild- und Tonträgeraufnahmen während der Aufführung nicht gestattet.


HANDLUNG Kate ist als behütetes Einzelkind in einem Vorort Londons aufgewachsen und schlägt sich als unabhängige Frau in einer Zeitungsredaktion durch. Trotzdem steht sie auf richtige Kerle. Steve wurde in einem Frauenprotestcamp großgezogen, und zwischen Wollpullovern und Zeltplanen wurde ein waschechter Feminist aus ihm. Leider überzeugen seine starken moralischen Überzeugungen und seine rücksichtsvolle Art die meisten Frauen eher als Konzept als in der Realität. Als Kate und Steve sich bei einer Kostümparty kennenlernen, verlieben sie sich trotz aller Gegensätze Hals über Kopf ineinander und heiraten schließlich. Aber schon während der Hochzeitsfeier geht die turbulente Liebe spektakulär in die Brüche. Bevor sie sich wieder versöhnen können, braucht es viele Diskussionen, Kompromisse und Einsichten in die eigenen Schwächen. Zwei Expartner*innen, ein konservativer Vater und eine ultrafeministische Mutter tun ihr Bestes, um es ihnen so schwer wie möglich zu machen. Aber keine Sorge – die Chancen auf ein romantisches Finale mit allem Drum und Dran stehen nicht schlecht ...

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DIE AUTORIN Samantha Ellis, geboren 1975 in London, schreibt Hörspiele, Sachbücher und Theaterstücke. HOW TO DATE A FEMINIST wurde in zahlreichen Ländern aufgeführt. Frühere Arbeiten von ihr sind u. a. CLING TO ME LIKE IVY und HOW TO BE A HEROINE. Ihr letztes Sachbuch CHOPPING ONIONS ON MY HEART ist 2025 erschienen. In ihm setzt sich die Autorin damit auseinander was bleibt, wenn die jüdisch-irakische Kultur ihrer Eltern langsam verschwindet. 5


Can you be my hero, baby? Es könnte so einfach sein! Der Feminismus hat Frauen viele Freiheiten erkämpft: sie können wählen, allein leben, sich gegen Kinder entscheiden und als Bundeskanzlerin oder Baggerfahrerin arbeiten. Mittlerweile haben auch zahlreiche Männer Ideen von Gleichberechtigung verinnerlicht und scheuen sich nicht, sich als Feministen zu bezeichnen. Man würde meinen, dass glücklichen, gleichberechtigten Beziehungen zwischen Männern und Frauen nichts mehr im Wege steht. Dass es ganz so einfach dann doch nicht ist, verhandelt Samantha Ellis auf humorvolle Weise in ihrer Komödie. In Kate und Steve überzeichnet Ellis neue, zeitgenössische Archetypen. Kate ist eine Frau, die selbstbewusst ein unabhängiges Leben wählt. Das Problem ist: die gesellschaftlichen Erwartungen und die Prägung der Eltern wird sie nicht so leicht los – gerade ihre anerzogene Ausrichtung auf den Blick der Männer kann sie schwerer abschütteln, als ihr lieb ist. Dazu kommt, dass ihr Selbstbewusstsein an Grenzen stößt, wenn es um das eigene Begehren und ihre Vorstellungen in Beziehungsfragen geht. Kate fällt es schwer, den Unterschied zwischen eigenen Wünschen und den Wünschen, die sie wollen sollte, zu erkennen. Außerdem erscheinen sie sowieso unveränderbar, denn „Herzensangelegenheiten sind keine Kopfsache“. So leidet Kate unter ihrem Hang zu rücksichtslosen Machos und lebensunfähigen Losern. Auf den ersten Blick erscheint Steve als der Partner, bei dem sie endlich ein sensibles Gegenüber gefunden hat und sich auf eine neue Art öffnen kann. Doch Steves selbstbewusst zur Schau getragene Sanftheit und seine starke Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Frauen in seinem Leben täuschen. Als Kate im Streit noch einmal die Komplexität ihrer widersprüchlichen Bedürfnisse zeigt, kann er damit nicht umgehen. Er ist beleidigt, weil sie sich seiner Vorstellung einer emanzipierten feministischen Frau nicht anpasst, und er verpackt seine Kränkung als moralische Empörung. Seine Reaktion ist klassisch männlich: er flieht und betrinkt sich. Anschließend jammert er, dass „alle Frauen nur das gleiche wollen“ und sein mustergütiges Verhalten ihm bisher kein Glück gebracht hat. In den ironischen Widerspruch zwischen seiner Haltung und seinen Handlungen zeigt er wenig Einsicht. Steve ist damit ein prototypischer Vertreter moderner performativer Feministen – Männer, die zwar Teile feministischer Ideen verinnerlicht haben und nach außen tragen, aber gleichzeitig mit echter weiblicher Unabhängigkeit hadern. Somit bleibt auch für Steve die große Aufgabe, die eigenen Überzeugungen konsequent umzusetzen, damit das Happy End gelingen kann. 6


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„Es gibt keine feministischen Männer.“ Morag

Impressum Landestheater Coburg, Schlossplatz 6, 96450 Coburg www.landestheater.coburg.de INTENDANT: Dr. Ulrich Peters / KAUFMÄNNISCHER DIREKTOR: Bernd Vorjans / REDAKTION: Henry Salfner / GESTALTUNG UND SATZ: Autostrada / Fotos: Bastian Suffa / ANZEIGEN: contactdesign.de / DRUCK: DCT GmbH, Coburg / PLANUNGSSTAND: 15.09.2026, Änderungen und Druckfehler vorbehalten. / Wir danken dem Freistaat Bayern und der Stadt Coburg für die großzügige Unterstützung unseres Hauses. Ebenso danken wir dem Bezirk Oberfranken. Die Texte sind Originalbeiträge für das Programmheft von Henry Salfner.


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