www.hochfranken.org www.hochfranken.org
06/2019 || Nr. Nr. 174 174 06/2019
Impuls Der Newsletter der Wirtschaftsregion Hochfranken. HOCHFRANKEN
NEWS
V.l.: Hofer Landrat Dr. Oliver Bär, Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule Hof e.V. Dr. Dorothee Strunz, MdB Dr. Hans-Peter Friedrich, indische Botschafterin H. E. Mukta Dutta Tomar, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, Hochschulpräsident Professor Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann und Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner.
Jubiläumswochenende am Campus Hof
25 Jahre Hochschule Hof und 10 Jahre Bayerisch-Indisches Zentrum Die Saat der Bildung ist aufgegangen und trägt Früchte, besonders auch hier in unserer Region“, resümierte Hochschulpräsident Professor Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann in seiner Rede zum 25-jährigen Jubiläum der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof. Deren Entwicklung ist tatsächlich beeindruckend: 1994 die Gründung mit 90 Studierenden – 25 Jahre später 3.400 Studentinnen und Studenten, davon mehr als 400 internationale Studierende, einen zweiten Standort mit dem Campus Münchberg, ein breitgefächertes und interdisziplinäres Studienangebot von Wirtschaft und Wirtschaftsrecht bis hin zu Informatik und Ingenieurwissenschaften, vier Forschungsinstitute in den Bereichen Informationssysteme, Materialwissenschaften, Wasser- und Energiemanagement sowie Biopolymere, Gründungsberatung durch Digitale Gründerzentrum Einstein1 und langjährige und vertrauensvolle Kooperationen in Lehre und Forschung mit der hochfränkischen Wirtschaft. 2009 entstand das Bayerisch-Indische Zentrum für Wirtschaft und Hochschulen (BayIND) zur Koordinierung und Förderung der Zusammenarbeit zwischen Bayern und Indien am Campus Hof. Ein prominenter Gratulant unterstrich die Bedeutung dieser Einrichtung: Der Premierminister von Indien, Narendra Modi, lobte in einem Brief die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Indien.
IHR ENGAGEMENT ZÄHLT! Werden Sie Mitglied im Verein Wirtschaftsregion Hochfranken e.V.
HOCHFRANKEN
NEWS LEU Energie&Service
Leu Energie übernimmt Verkaufsbüro der TOTAL in Hof TOTAL und die Leu Energie GmbH & Co. KG bauen ihre Kooperation weiter aus. Neben der bereits bestehenden Partnerschaft in unterschiedlichen Bereichen wird Leu Energie künftig auch Markenvertriebspartner der TOTAL Mineralöl GmbH, Duisburg (TMG), für den Vertrieb von Heizöl und Kraftstoffen an private und gewerbliche Endkunden in der Region Hof. Im Zuge dieser Kooperation übernimmt Leu Energie zum 1. Juli auch das bisherige Verkaufsbüro der TMG in Hof. Die Übernahme des Vertriebsbüros wurde bereits durch das Bundeskartellamt genehmigt. „Durch die Bündelung unserer Kräfte in der Region können wir noch besseren Service und stabile Versorgungssicherheit für unsere Kunden gewährleisten“, erklärten der Geschäftsführer der TOTAL Mineralöl GmbH, Jan Petersen, und der Geschäftsführer der Leu Energie GmbH & Co. KG, Sebastian Leu, bei der Unterzeichnung der Vereinbarung in Berlin. Im Geschäftsablauf werden sich keinerlei Veränderungen ergeben, auch die Mitarbeiterinnen des
„Wir nehmen die mit dieser Kooperation verbundene Herausforderung gerne an und sind uns der Ansprüche, die auf Seiten der Kunden bisher mit dem Hause TOTAL verbunden sind, bewusst“, betont Sebastian Leu, Geschäftsführer der Leu Energie GmbH & Co. KG.
Verkaufsbüros der TMG sollen durch Leu übernommen und in das bestehende Vertriebsteam integriert werden.
ProComp FORUM 2019
Mobil. Sicher. Smart. Wie modernisieren einzelne Tools Ihren Arbeitsplatz? Wie gewinnen Sie an Mobilität, ohne an Sicherheit zu verlieren?
ProComp FORUM 2019 Donnerstag, 04. Juli 2019, von 11:00 bis 18:00 Uhr
Auf dem ProComp FORUM 2019 präsentieren Ihnen die Digital Experts
im Porzellanikon Selb
der ProComp Professional Computer GmbH gemeinsam mit Partnern wie DELL, Allfoye und Ingram Micro mobile, sichere und smarte Lösun-
www.procomp.de/pcf2019
gen für die digitalen Herausforderungen in Ihrem Unternehmen.
Geld mit Patenten?! Gewerbliche Schutzrechte gewinnbringend einsetzen.
Donnerstag, 18. Juli 2019, von 13:00 bis 18:30 Uhr im Patentzentrum Bayern in Hof Fachkundige Referentinnen und Referenten mit umfangreicher Praxiserfahrung zeigen auf, welche Möglichkeiten es gibt und wie dabei vorgegangen werden kann, aus gewerblichen Schutzrechten Profit zu generieren. Veranstalter: TÜV Rheinland Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldung: regina.buehl@de.tuv.com | 09281 - 737590
2
HOCHFRANKEN
NEWS
ALEXBAD für DesignPreis nominiert Das ALEXBAD in Bad Alexandersbad wurde bereits mit zahlreichen Architekturpreisen ausgezeichnet – nun folgt eine Nominierung für den Brillux Design Award, der im September 2019 in Münster verliehen wird. Aus über 700 Einreichungen wurden insgesamt 20 Objekte von einer Fachjury, bestehend aus international erfahrenen Experten aus Architektur, Innenarchitektur und Handwerk, für den Brillux Design Award 2019 nominiert. Die Brillux GmbH & Co. KG ist Anbieter von Leistungen im Lack- und Farbenbereich, der Effektputz im ALEXBAD-Panoramabad ist zum Beispiel von Brillux. Vor 25 Jahren hat das Unternehmen den „Deutschen Fassadenpreis“ ins Leben gerufen, der sich im Jahr 2019 neu ausrichtet und nun „Brillux Design Award“ heißt. Bei dem renommierten Wettbewerb können mit Brillux Produkten realisierte Objekte aus der ganzen Welt eingereicht werden.
© Gemeinde Bad Alexandersbad | Anna Piras
Volkshochschule (VHS) des Landkreises Hof
VHS Hofer Land Die Volkshochhochschule des Landkreises Hof hat in ihrer Mitgliederversammlung den Weg freigemacht zu einer Volkshochschule, die Stadt und Landkreis Hof gemeinsam erfasst. Einstimmig haben die Mitglieder der VHS des Landkreises Hof ihre Satzung geändert und den Antrag der Stadt Hof auf Aufnahme in die Volkshochschule angenommen. Die Volkshochschule, die zukünftig die Erwachsenenbildung für Stadt und Landkreis Hof übernimmt, wird den Namen Volkshochschule Hofer Land tragen. Wirksam wird die Satzungsänderung zum 1. September 2019. Im Anschluss wird eine Sitzung stattfinden, bei der die Vorstandschaft der Volkshochschule um einen weiteren stellvertretenden Vorsitzenden ergänzt wird, der von der Stadt Hof benannt wird. „Dies ist heute ein Meilenstein“, so Landrat Dr. Oliver Bär, und weiter: „Ich freue mich, dass die Gespräche, die wir in den vergangenen Monaten mit der Stadt Hof geführt haben, nun umgesetzt werden. Ich bin mir sicher, dass wir damit einen Mehrwert für die ganze Region schaffen.“
3
HOCHFRANKEN
NEWS SCHERDEL-Tochterfirma entwickelt innovative Lösungen
Kooperation von Mensch und Maschine Gerade im Zeitalter von Industrie 4.0 und Digitalisierung bietet die kontinuierliche Verbesserung von Fertigungsprozessen durch den Einsatz von Robotertechnik in der Produktion ein hohes Potential. Die ZARIAN Bewerbungssysteme GmbH, ein Tochterunternehmen der SCHERDEL-Gruppe, ist in der Lage, durch Marktanalysen das Potenzial von zukunftsweisender Technik im Bereich der Automatisierung zu ermitteln. Durch eine Kooperation mit dem in Odense auf der Insel Fünen in Dänemark ansässigen Roboterhersteller Universal Robots (UR) ist der AutomatiEine Partnerschaft mit Zukunftspotenzial ist die Ernennung von ZARIAN als Systemintegrator für Universal Robots, v.l.: ZARIAN-Geschäftsführer Thomas Dunkel, Sarah Schörner, Leitung Vertrieb und Projektierung UR-Automationen ZARIAN, Roboter UR10e, Christian Fenk, Vertrieb und Technik UR, und Fabian Schäll, Vertriebsleiter Westeuropa UR.
sierungsspezialist seit kurzem Systemintegrator und regionaler Vertriebspartner für UR-Produkte und erarbeitet in dieser Part-
nerschaft Konzepte und intelligente Problemlösungen für den Einsatz von „collaborative robots“, kurz Cobots genannt, im Zusammenspiel von Mensch mit Maschine. ZARIAN kann durch die Kooperation mit UR Unternehmen eine Automatisierung der Fertigungsprozesse auf dem neuesten Stand der Technik bieten. Die kollaborierenden Roboterarme von UR lassen sich auch von nicht auf Robotertechnik spezialisierten Mitarbeitern kinderleicht und intuitiv programmieren. Mit einer freedrive-Taste wird der Roboterarm zum Beispiel vom Menschen händisch über den abzuarbeitenden Fertigungsprozess geführt und über gesetzte Zwischenpunkte gesteuert. Die Roboterarme arbeiten absolut präzise und sind nicht nur für einfache Handlingsaufgaben, sondern auch für komplexe technische Fertigungsprozesse einsetzbar und lassen
Die e-Series von UNIVERSAL ROBOTS. Ausgestattet mit sechs Gelenken sind sie in der Lage, jede Bewegung eines menschlichen Arms zu imitieren.
sich problemlos in ein bestehendes Produktionsumfeld integrieren.
Vereinbarkeit Familie & Beruf: Standort- und Wettbewerbsfaktor BIHK-Roadshow zur familienfreundlichen Personalpolitik.
Donnerstag, 18. Juli 2019, von 14:30 bis 17:00 Uhr im Mehrgenerationenhaus Buchbach in Steinbach am Wald Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung steht das Thema „Vereinbarkeit Familie & Beruf: Standort- und Wettbewerbsfaktor“. Unter anderem erfahren Sie von Unternehmen aus der Praxis, wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf umgesetzt wird. Zudem erhalten Sie von „Erfolgsfaktor Familie“ weitere nützliche und praxisorientierte Informationen. Veranstalter: IHK für Oberfranken Bayreuth Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldung: info@lebensqualitaet-fuer-generationen.net
4
HOCHFRANKEN
NEWS Brückeningenieure präsentieren erste Visualisierungen der Frankenwaldbrücke
Drei Orte. Zwei Brücken. Eine Idee. Die längste Hängebrücke der Welt soll im Frankenwald, im Landkreis Hof, errichtet werden. Das Projekt „Frankenwaldbrücke“ ist nun einen entscheidenden Schritt weiter: Im Rahmen der jüngsten Sitzung des Kreistags haben die vom Landkreis beauftragten Ingenieure von schlaich, bergermann und partner (sbp) aus Stuttgart Visualisierungen präsentiert, die zeigen, wie die 1.030 Meter lange Höllental- und die 387 Meter lange Lohbachtalbrücke aussehen. Den Ingenieuren ist es gelungen, zwei in dieser Form einzigartige Brücken zu konzipieren, die sowohl gestalterisch, als auch baufachlich ihresgleichen suchen. Vor allem durch ihre filigrane Konstruktion mit ebenso filigranen Baumaterialien betten sich die beiden Brücken optimal in die Natur ein. Sowohl die Lohbachtal- als auch die Höllentalbrücke verlaufen leicht S-förmig, orientieren sich dabei am Verlauf der Selbitz, die durch das Tal fließt. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei
So wird die 387 Meter lange Lohbachtalbrücke aussehen. Bildquelle: Landkreis Hof
rund 22 Millionen Euro.
ALUKON setzt sich für Insektenschutz ein Der Hersteller von Rollladen, Sonnenund Insektenschutzlösungen setzt sich im Rahmen der Initiative Insect Respect für den Insektenschutz ein. Damit möchte ALUKON ein Zeichen zum insektenfreundlichen Umgang setzen und durch verschiedene Maßnahmen dem Insektensterben entgegenwirken. Mit dem Kauf von ALUKON Insektenschutzprodukten wird die Organisation Insect Respect in ihrer Arbeit zur Erhaltung der Insekten unterstützt. Insect Respect ist das weltweit erste Gütezeichen für bekämpfungsneutrale Insektenschutzmittel. Die Initiative errichtet als Ausgleich für den fehlenden Lebensraum oder die Bekämpfung der Insekten insektenfreundliche extensive Flachdachbegrünungen und Renaturierungen im Siedlungs- oder Industrieraum. „Wir möchten uns der Problematik des Insektensterbens stellen und unserer Verantwortung gerecht werden. Zusätzlich haben wir im Rahmen des Projekts am neuen Produktionsstandort im schwäbischen Haigerloch eine ökologische Dachbegrünung geschaffen, um einen insektenfreundlichen Lebensraum zu ermöglichen“, erklärt
ALUKON setzt sich im Rahmen der Initiative Insect Respect für den Insektenschutz ein. Im Zuge dessen wurde unter anderem am neuen Produktionsstandort im schwäbischen Haigerloch eine ökologische Dachbegrünung vorgenommen, um insektenfreundliche Lebensräume zu schaffen.
Alexander Winkler, Leitung Produktmanagement und Marketing bei ALUKON.
5
HOCHFRANKEN
NEWS Porzellanikon
Selber Movie-Nights präsentiert spannendes Kinoprogramm Begleitend zum „Fest der Porzelliner“ hat das Team des Porzellanikons
zusammen
mit
der Stadt Selb und dem SelberJugendbeirat deres
Sommer-Erlebnis
mit
Filmvorführungen,
ein
beson-
Aftershow-
Party und vielen weiteren Attraktionen auf die Beine gestellt. In der neuen Sonderausstellung „STILLE STARS: Keramik in Film und Werbung“, vom 27.07.2019 bis 26.01.2020 zeigt das Porzellanikon zahlreiche Filmszenen, Werbeclips und Werbefotos aus Europa, vom aktuellen Kinofilm bis zum PERSIL-Werbespot, in
V.l.: Wilhelm Siemen, Direktor Porzellanikon; Marisa Gebhardt, 1. Vorsitzende Selber Jugendbeirat; Sabrina Schricker, Mitglied Selber Jugendbeirat, Alexandra Oppitz, Veranstaltungsleiterin Porzellanikon, André Zaus, Verwaltungsleiter Porzellanikon, Ulrich Pötzsch, Oberbürgermeister Stadt Selb. Foto: © Porzellanikon
denen Teller, Tassen und Figuren als Requisiten bestimmte Botschaften transportieren, einen bestimmten Zeitgeist illustrieren oder ein besonderes Lebensgefühl erzeugen.
Der Festplatz vor dem Museumsgelände wird in der Zeit vom 30.07. bis 04.08.2019 täglich ab 21:30 Uhr zum Open-Air Kino. Das Programm der „Selber Movie-Nights“: •
30.07.2019
A star is born
•
31.07.2019
Die kleine Hexe, 18:00 im Auditorium (ab 16:00 Uhr Mitmachprogramm)
•
31.07.2019
Der Vorname
•
01.08.2019
La La Land
•
02.08.2019
James Bond 007: Skyfall (mit anschließender Aftershow-Party)
•
03.08.2019
Grüner wird’s nicht sagte der Gärtner und flog davon
•
04.08.2019
Sauerkrautkoma, Ein Eberhofer Krimi
SAVE THE DATE BDS-Zukunftstag Personal mit Professor Dr. Jörg Knoblauch Freitag, 11. Oktober 2019, im Konferenzbereich der Freiheitshalle Hof Kooperationsveranstaltung der BDS-Ortsverbände Hof / Naila / Kronach / Bayreuth
6
HOCHFRANKEN
NEWS Stadt Hof
„Beedabei!“ Die Stadt Hof beteiligt sich am Künstlerprojekt „Beedabei“, das den ums Überleben kämpfenden Stadtbienen helfen soll. Dafür werden in der Hofer Innenstadt insgesamt 40 gelbe Blumenkästen mit Bienenfutterpflanzen aufgebaut, die durch die Hofer Stadtgärtnerei mit insektenfreundlichen Pflanzen befüllt wurden. Das Kunstprojekt „beedabei“ der Künstler Peter H. Kalb und Gisela M. Bartulec ist aus einem Crowdfunding im Rahmen der Bewerbung der Stadt Nürnberg zur Kulturhauptstadt Europas 2025 hervorgegangen und verzeichnet seither quer durch Europa viel Interesse – insgesamt über 1.700 Kästen wurden bereits in mehreren Ländern aufgestellt. Das Projekt verknüpft sein Engagement für die Bienen V. l. Peter H. Kalb, Gisela Bartulec, Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner und Hilmar Bogler, Kreisverband Hof für Gartenbau und Landespflege e. V.
auch mit einer pro-europäischen Botschaft, deshalbfinden sich auf den Kästen auch die Europasterne.
Der Künstler Peter H. Kalb, ein gebürtiger Hofer, freut sich besonders darüber, dass die voll recyclebaren und mit erneuerbarer Energie produzierten Kästen nun auch in seiner Heimatstadt aufgestellt werden: „Bereits direkt nach der Wende wurde meine Skulptur „9. November 1989“ am Hofer Hauptbahnhof aufgestellt, wo es bis heute an den Wendeherbst und die Flüchtlinge aus der Prager Botschaft erinnert. Dass es sich nun auf den Blumenkästen einerseits in ganz Europa, andererseits aber auch wieder in Hof findet, macht mich glücklich.“
Kreativ Lounge 2019 Rund 50 Besucher aus verschiedensten Bereichen der Kultur- und Kreativwirtschaft waren zur Kreativ Lounge 2019 gekommen, um spannenden Kurzvorträgen zu lauschen, über die eigenen kreativen Ideen zu sprechen, sich mit anderen zu vernetzen und neue Impulse zu sammeln. Die Veranstaltung für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Hochfranken fand bereits zum dritten Mal statt. Organisiert wird die Kreativ Lounge von den Landkreisen Hof und Wunsiedel im Fichtelgebirge, der Stadt Hof und dem Digitalen Gründerzentrum Einstein1. In den Vorträgen von Astrid Köppel, Netzwerk-Managerin für die Kreativwirtschaft im Fichtelgebirge und Oliver Wittmann von Bayern Kreativ, wurde deutlich, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft in der Region gute Voraussetzungen vorfindet und mittlerweile einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor darstellt. Anschließend berichteten drei Designer, wie sie mit Ihren Ideen durchstarten konnten. Markus Utomo, Spielzeugdesigner aus Nürnberg, entwickelte bereits Spielzeug für Unternehmen wie Steiff, Disney oder Lufthansa und wurde 2016 von der Bundesregierung als „Kultur- und Kreativpilot“ und damit als einer der innovativsten und wegweisenden Unternehmer der Kultur- und Kreativbranche ausgezeichnet. Derzeit revolutioniert er zusammen mit einem Partner mithilfe von 3D-Druck die Welt der Kieferorthopädie. Markus Trapp aus Schauenstein schaffte seinen Durchbruch als Designer von Spielplätzen in Hof und Hamburg. Sein Schaffen umfasst auch Grafik-, Möbeldesign und Innenarchitektur. Handgemachte und individuelle Einzelstücke aus Filz sind das Steckenpferd von Mimi Saalfrank aus Schwarzenbach an der Saale. Unter dem Label Mimimade näht sie Spielzeug, das sie mittlerweile in die ganze Welt verschickt. Zu ihrem Repertoire gehören dabei nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Einzelstücke wie Hummer, Hühnerschenkel oder der Hofer Wurstkessel.
7
HOCHFRANKEN
NEWS EJF startet Marken-Kampagne
Hilfe schaffen Seit 125 Jahren ist „Hilfe schaffen“ der Kern der Arbeit des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerks EJF und ab sofort auch die zentrale Botschaft der neuen Marken- und „HR“-Kampagne des Komplexträgers der Sozialwirtschaft. Im Jubiläumsjahr präsentiert sich das EJF damit zugleich als starke Marke und als vielfältiger Arbeitgeber. Im Fokus der Kampagne stehen die Klientinnen und Klienten aus den unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen das EJF tätig ist. Exemplarisch blicken fünf von ihnen aus großflächigen Halbportraits und kommen selbst zu Wort: Sie beschreiben sich in zwei Zeilen und drücken mit einem „Ich brauche dich“ den Wunsch nach Unterstützung aus. „Uns war es sehr wichtig, auch visuell darzustellen, dass wertschätzende Hilfe auf Augenhöhe erfolgen muss“, erklärt der EJF-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Eckhoff den Gedanken hinter den unkonventionell angeschnittenen Portraits. „Die von uns be-
„Es ist keinesfalls üblich, die eigene Marke mit Emotionen wie Verzweiflung, Wut oder Bedürftigkeit in Verbindung zu bringen, das EJF hat im gesamten Prozess der Kampagnenentwicklung erstaunlichen Mut bewiesen“, sagt Stephan Pechstein, Geschäftsführer der Marken- und Kommunikationsagentur IM MAI, die die Kampagne konzipiert und ausgerollt hat.
treuten Menschen haben etwas zu sagen, sie sind starke Persönlichkeiten, die kein Mitleid brauchen, sondern konkrete Hilfe. Hilfe, die wir im EJF gemeinsam schaffen.“
Science Lab des Schiller-Gymnasium zu Besuch bei der Sandler AG
Wie läuft´s wirklich in der Praxis? Im Rahmen des Wahlkurses Science Lab besuchten acht technikbegeisterte Schüler und Schülerinnen des Schiller-Gymnasiums Hof die Sandler AG. Nach einem kurzen, informativen Firmenportrait ging es in die Lehrwerksatt. Fräsen, bohren, programmieren und vieles mehr die Jugendlichen konnten selbständig werkeln und erfuhren von den Azubis, was es heißt eine Ausbildung als Industriemechaniker oder Elektroniker für Betriebstechnik zu absolvieren. Auch in den Laboren gab es an Mitmachstationen Einblicke in die Praxis: Im chemischen Labor prüften die Schülerinnen und Schüler die Wasserhärte, führten Oleophobie-Tests durch und konnten die Länge einer hauchdünnen Faser selbst messen und unter dem Mikroskop genau unter die Lupe nehmen, im technischen Labor ging es um die Qualitätskontrolle der gefertigten Vliese. Hier konnten die Jugendlichen
Die Schülerinnen und Schüler des Science Lab des Schiller-Gymnasium Hof mit Sandler Personalreferentin Julia Übelmesser.
selbst Reißtests durchführen und erfahren, wie viel Kraft Vliesstoffe standhalten können, es wurde ausprobiert, wie viel Wasser ein
Vlies aufnehmen kann und ein Brenntest wurde gemacht. Bei einer Führung durch die Produktion konnten die Schülerinnen und Schüler sehen, wie viele unterschiedliche Produktionsschritte benötigt werden, um aus den hauchdünnen Fasern ein technisches Vlies herzustellen.
8
HOCHFRANKEN
NEWS
Ausbildung sichert Fachkräfte – die Arbeitsagentur unterstützt Sie dabei Aufgrund der demografischen Entwicklung gibt es in der Region von Jahr zu Jahr weniger Schulabgänger. Zusätzlich zum Wettbewerb zwischen Handwerk und Industrie hat sich in den vergangenen Jahren auch ein Wettbewerb zwischen Ausbildungsbetrieben und weiterführenden Schulen entwickelt. Umso wichtiger ist es deshalb, den jungen Menschen alle Vorteile einer betrieblichen Ausbildung und die innerbetrieblichen Weiterbildungsmöglichkeiten konkret aufzuzeigen. Insbesondere auch die Verdienstmöglichkeiten nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung sind für Jugendliche wichtige Entscheidungskriterien.
Lassen sich Ausbildungsstellen nicht sofort mit dem Wunschbewerber besetzen, lohnt sich ein zweiter Blick auf Jugendliche, die vom Notenbild nicht den Wunschvorstellungen des Betriebes entsprechen. Sie alle haben oft mehr drauf, als es auf den ersten Blick scheint. Denn nicht immer spiegeln sich ihre praktischen Kompetenzen und Fertigkeiten in Schulnoten und Zeugnissen wider. Mit der Einstiegsqualifizierung unterstützt die Arbeitsagentur Unternehmen, die diesen Jugendlichen eine Chance geben, ihr Können unter Beweis zu stellen. Eine Einstiegsqualifizierung ist ein sozialversicherungspflichtiges Praktikum für einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten. Jugendliche und junge Erwachsene werden im Betrieb an die entsprechenden Ausbildungsinhalte herangeführt und somit gezielt auf eine Ausbildung vorbereitet. Auch während der Ausbildung unterstützt die Agentur für Arbeit kostenlos Jugendliche, die zusätzliche Hilfestellungen benötigen, um ihre Ausbildung erfolgreich zu beenden. Die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der Auszubildenden, in enger Abstimmung mit Ihrem Betrieb, mit der Berufsschule und dem Elternhaus. Azubis erhalten Unterstützung durch Wissensvermittlung in Allgemeinbildung oder in Fachtheorie, Sprachunterricht oder Hilfe bei Problemen im sozialen Umfeld. Individuelle Beratung gibt es beim Arbeitgeber-Service oder über die 0800 – 4555 520.
9
HOCHFRANKEN
NEWS Staatliche Fachschule für Werkstoff- und Prüftechnik
Vorstellung der Technikerarbeiten Am Ende des zweiten Schuljahres an der staatlichen Fachschule für Werkstoff- und Prüftechnik in Selb stellen alle Schüler der Technikerklasse ihre Projektarbeiten vor. In der Regel arbeiten drei Schüler an einem Projekt aus der Industrie, in dem prüftechnische Problemstellungen der Unternehmen bearbeitet und Lösungsansätze angeboten werden. Das können zum Beispiel Einflussparameter in der Produktion auf Werkstoffeigenschaften oder Schadensmechanismen an hochbelasteten Bauteilen sein. Als Werkstoffe kommen ausbildungsbedingt Metalle, Kunststoffe und Keramiken in Betracht. Die Technikerarbeit entspricht dem Arbeitsaufwand einer firmeninternen Studienarbeit. Für die Untersuchungen stellt die Fachschule alle notwendigen Prüfgeräte bereit, wie Geräte für die Schliffpräparation, Mikroskope für Gefüge-Untersuchungen, REM, Zug-, Biege und Kerbschlagbiegegeräte, Härteprüfgeräte, Wärmebehandlungsöfen, Salzsprühnebelkammer.
Bei der öffentlichen Präsentation der Technikerarbeiten sind neben den Absolventen auch die Betreuer von Unternehmens- und Schulseite anwesend. Auf dem Bild: Zwei der fünf Technikerarbeiten. Neben den etwa 60 Seiten Anhang (Bilder, Auswertungen, Datenblättern, etc.) werden auf etwa 40 Seiten die Grundlagen, die Untersuchungstechnik und die Aussage der Arbeit herausgearbeitet.
In diesem Jahr gab es Arbeiten zu diesen Themen: „Optimierung einer Steatit-Gießmasse (C220) durch Modifizierung einzelner Versatzkomponenten“ mit der LAPP Insulators GmbH, „Einfluss verschiedener Anlassparameter auf die Eigenschaften eines martensitischen und bainitischen Gefüges des Werkstoffes 100CrMnSi6-4“ mit der Kugellager- und Rollenlagerwerk Leipzig GmbH, „Untersuchung des Einflusses von thermischer Alterung auf mechanische Kennwerte von Kunststoffen“ mit der Zollner Elektronik AG und „Ermittlung und Quantifizierung der Festigkeit der Klebeverbindung“ mit LAMILUX. Deutschlandweit einmalig bietet das BSZ Selb jährlich die Technikerausbildung in Vollzeit an. Mehr als die Hälfte der Absolventen bleiben in der Großregion im Umkreis von 150 Kilometern. Mehr Infos zur Weiterbildung unter: https://www.bsz-selb.de/staatliche-fachschulefuer-werkstoff-und-prueftechnik/
Erfolgreiche HFO Telecom-Roadshow
Wir. Bei Dir. – Business Biergarten Tour 2019 Sieben Städte, sieben Biergärten und Hotels, insgesamt 230 Gäste: Die „Wir. Bei Dir. – Business Biergarten Tour 2019“ – die Roadshow der HFO Telecom – war ein voller Erfolg. Der Telekommunikationsanbieter war mit sechs Ausstellern, Bintec Elmeg, Estos, Gigaset Pro, Securepoint, Sennheiser und Snom, zu den Themen ALL IP, UCC und Digital Workplace in Mainz, Stuttgart, München, Nürnberg, Wuppertal, Hamburg und Berlin unterwegs. „Wir gehen auf Roadshow, weil wir vor Ort sein und bei den wichtigen Themen zeitlich und inhaltlich voll am Ball bleiben, um zu wissen, wo wir selbst und mit welchen Insgesamt 230 Gäste besuchten die sieben Stopps (hier Berlin) der „Wir. Bei Dir. – Business Biergarten Tour 2019“ der HFO Telecom.
Partnern punkten können“, sagt HFO Telecom-Geschäftsführer Andreas Hampel.
10
HOCHFRANKEN
NEWS DVGW-Wassertreff
Wasserwirtschaft im Zeitalter der Digitalisierung Ende Mai traf sich die Wasserbranche zum Erfahrungsaustausch in Hof – dem bayerischen Kompetenzstandort für Wasser. 55 Aussteller und insgesamt 280 Teilnehmer nutzten die Fachausstellung, die Fachvorträge und die Möglichkeiten zum Networking, um sich über Themen wie Ernährungssicherheit und Ressourcenschutz, die neue Trinkwasserrichtline und neueste Technologien der Wasserbranche zu informieren und auszutauschen.
Der DVGW-Wassertreff Hof wird veranstaltet von den DVGW-Landesgruppen Bayern und Mitteldeutschland, unterstützt von der Stadt Hof und gesponsert von wilo.
Dr. Harald Fichtner hieß die Teilnehmer zu Beginn herzlich willkommen: „Nach dem großartigen Erfolg des ersten DVGW Wassertreff 2017 war es klar, dass sich hier in Hof eine neue Leitveranstaltung für den Wasserbereich etabliert – ein Muss für alle Experten, die sich mit Trinkwasser beschäftigen.“
SAVE THE DATE 280 Teilnehmer, davon 55 Aussteller – der DVGW-Wassertreff Hof ist auf dem Weg, sich zum größten Trinkwasserkongress in der Region Nordbayern, Sachsen und Thüringen zu entwickeln.
DVGW-Wassertreff Hof 26. und 27. Mai 2021
Auch das lokal-regionale Kompetenznetzwerk Wasser und Energie war als Aussteller vor Ort und nahm die Kongressteilnehmer über Virtual Reality mit in hochfränkische Wasserwelten. V.l.: Kompetenznetzwerk-Geschäftsführer Steffen Magdeburg, Netzwerkmanager Wasser Sebastian Dörner, Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner und Wirtschaftsförderer Walter Friedl.
11
HOCHFRANKEN
NEWS
HOCH FRANKEN Kurz & Knapp
SCHWARZENBACH AM WALD Die Stadt lässt auf dem ehemaligen ERBA-Gelände aktuell Gebäudeteile abreißen. Für die zusätzlichen rund 6.000 Quadratmeter Gewerbefläche hat sie schon einen Mieter: Die REHAU AG. Der Polymerspezialist will seinen Standort in Schwarzenbach erweitern.
MARKTREDWITZ
OBERKOTZAU Die GEALAN Fenster-Systeme GmbH hat
Die Sanierung der Glasschleif zu einer
Martin Lutz zum neuen Seminarleiter
temperierten Veranstaltungshalle hat
des GEALAN Zukunftscenter berufen.
begonnen. Entstehen wird ein 2.100
Der 54-Jährige verantwortet nun den
Quadratmeter großer Saal mit Platz für
Ausbau und die Organisation des ge-
Freistaat
rund 1.600 Sitzplätze sowie Bereiche
samten Schulungs- und Seminarpro-
Bayern stärkt
für Catering, Foyer und Garderobe im
gramms im GEALAN Zukunftscenter.
den regionalen Öko-Landbau und eta-
Erdgeschoss, und Lager- und Technik-
bliert 15 staatlich anerkannte Öko-
räume im Untergeschoss. Die Halle aus
Modellregionen – eine davon ist die
dem Jahr 1912 gilt als Industriedenk-
„Region Siebenstern“ im Landkreis
mal von nationaler Bedeutung und ist
Wunsiedel im Fichtelgebirge. Zur Regi-
für die Stadt Marktredwitz ein wichti-
on Siebenstern haben sich die Städte
ger Baustein der Schul- und Kulturach-
und Gemeinden Bad Alexandersbad,
se, die sich von Glasschleif über Kirch-
Nagel, Tröstau, Weißenstadt und Wun-
park und Markt zum BENKER-AREAL
siedel zusammengeschlossen.
erstreckt.
NAGEL
Der
BAYREUTH/HOF Die VR-Bank Bayreuth-Hof zieht eine positive Bilanz für das erste Geschäftsjahr nach der Fusion. „Wir sind sehr stolz, dass wir unser Ziel trotz schwieriger Rahmenbedingungen sogar überfüllt haben“, so Vorstandsvorsitzender Jürgen Handke. Die VR-Bank Bayreuth-Hof ist an 51 Standorten vertreten, beschäftigt 452 Mitarbeiter und hat 133.000 Kunden. Die Bilanzsumme liegt bei 2,18 Milliarden Euro.
REHAU Klares Bekenntnis zur Vielfalt: Die REHAU Gruppe hat sich mitsamt ihren weltweit rund 20.000 Mitarbeitern mit einer Selfie-Aktion am 7. Deutschen Diversity-Tag beteiligt. „Mit unserer Aktion möchten wir zeigen, dass wir Vielfalt in unserem Unternehmen wertschätzen und fördern“, so Thorsten Schlüter, Mitglied im Group Executive Board und Unterzeichner der Deutschen Charta der Vielfalt.
HOF Anfang Juni fand die 8. vocatium Vierländereck/Hof in der Freiheitshalle statt und wurde von rund 2.300 Schülerinnen und Schülern 46 weiterführender Schulen besucht. 68 Aussteller nutzten die Fachmesse für Ausbildung und Studium um ihr Angebot von 150 Ausbildungsberufen, 173 dualen und 208 klassischen Studiengängen vorzustellen. Das Besondere an der vocatium: Die Besucher müssen im Vorfeld Termine mit den Ausstellern vereinbaren. Fast 7.000 Einzelgespräche haben auf der zweitägigen Messe stattgefunden.
WUNSIEDEL Die SWW Wunsiedel GmbH und die Siemens AG arbeiten bereits bei verschiedenen Projekten erfolgreich zusammen, nun kommt ein weiteres Feld
HOF
dazu: Der Konzern plant gemeinsam
Dr. Dr. med. Elias Polykandriotis, Chefarzt der Plastische-, Hand- und Mikrochirurgie am Sana
stoff-Anlage.
mit der SWW den Bau einer Wasser-
Klinikum Hof wurde zum zweiten Mal in Folge mit dem FOCUS-Empfehlungssiegel 2019 „Plastischer & ästhetischer Chirurg“ in „Hof an der Saale“ ausgezeichnet.
12
HOCHFRANKEN
NEWS
Arbeitnehmer 1:7 Arbeitgeber Mit innovativen und zukunftsweisenden Personalentwicklungskonzepten dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Wie eine strukturierte, maßgeschneiderte und digitale Personalentwicklung helfen kann – ein Interview mit Cornelia Jeschek, PREALIZE. Sabrina Kaestner: Frau Jeschek, Sie sind mit PREALIZE seit Jahren bundesweit erfolgreich im Bereich der Personalentwicklung unterwegs. Wo sehen Sie in Zukunft die größten Herausforderungen für Unternehmen in diesem Bereich? Cornelia Jeschek: Eine strukturierte und qualifizierte Personalentwicklung einzuführen und diese in sinnhafter und passgenauer Form umzusetzen, ist für Unternehmen sicher eine der größten Herausforderungen, die es in den nächsten Jahren zu stemmen gilt. Geeignetes Personal ist immer schwieriger zu finden. Daher ist es für Personalverantwortliche zunehmend wichtiger, interne Personalressourcen im Unternehmen besser nutzbar zu machen und extern eigestelltes Personal für die Anforderungen im eigenen Unternehmen noch besser zu integrieren. SK: Was erleben Sie in der Praxis? CJ: Gerade in kleineren und mittelständischen Unternehmen verschlingt die Personalsuche immer mehr Ressourcen und bringt Personalverantwortliche oftmals an ihre Grenzen. Die Personalabteilungen müssen Konzepte für interne Entwicklungsprozesse entwerfen, Unternehmensstrukturen anpassen, den Mitarbeitenden innovative Lernmöglichkeiten bieten und diesen Prozess kontrollieren um Nachhaltigkeit zu schaffen. SK: Mit welchen Fragestellungen werden Sie bei Ihren Kunden konfrontiert? CJ: Das sind häufig Fragen wie: ‚Wie beginne ich mit einer strukturierten Personalentwicklung?‘, ‚Welche digitalen Möglichkeiten lassen sich sinnhaft wie nutzen?‘, ‚Welche Entwicklungsmöglichkeiten kann ich ansetzen, wenn sich Führung verändert und das Team in Zukunft mehr gefordert sein wird?‘, ‚Wie kontrolliere ich den Prozess und die Ergebnisse?‘ um nur ein paar Beispiele zu nennen. SK: Wie unterstützen Sie Ihre Kunden in diesem Prozess? CJ: Wir bieten unseren Kunden eine Mischung aus Beratung, Durchführung und Umsetzungsbegleitung. Wir verschaffen uns zunächst einen Überblick, welche Maßnahmen bereits im Unternehmen durchgeführt und welche Ergebnisse damit erzielt wurden. Wir sprechen mit Führungskräften und Mitarbeitenden, fragen, wohin sie sich entwickeln möchten und was sie für sich benötigen, um aktuellen wie zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein. Aus den Ergebnissen entwickeln wir mit dem Kundenunternehmen Projekte und Aufgabenpakete, setzen konkrete Ziele und Messpunkte und begleiten sie. SK: Sie sagten, dass Sie auch Führungskräfte und Mitarbeitende befragen. Gibt es hier Unterschiede in den Ergebnissen zu früheren Umfragen in diesen Zielgruppen? CJ: Ganz klar ja. Im Gegensatz zu früher stellt sich in den Befragungen von Führungskräften und Mitarbeitenden nicht selten heraus, dass sich Führungskräfte gerne vielmehr in den fachlichen Bereichen weiter entwickeln möchten als in der Menschenführung. Mitarbeitende dagegen wollen sich persönlich weiter entwickeln, dabei aber nicht zwangsläufig eine Führungsrolle annehmen. Nur wenige möchten sich in der Führung von Menschen entwickeln.
13
HOCHFRANKEN
NEWS SK: Was glauben Sie woran das liegt? CJ: Das Werteverständnis verschiebt sich. Eine Führungsposition oder ein Firmenwagen ist vielen nicht mehr so wichtig, dafür hat beispielsweise die Vereinbarkeit von Familie und Beruf deutlich an Gewicht gewonnen. Es ist zunehmend eine veränderte Einstellung zu Arbeit und Arbeitszeiten, der Verantwortungsübernahme und dem eigenen Hadeln erkennbar. Unternehmen müssen auf die neuen Anforderungen der Mitarbeitenden reagieren und neue Ansätze für ihre Personalstrategie finden. Manche glauben noch, es handle sich hierbei um einen Trend, der sich bald wieder legen wird. Ich denke, genau das Gegenteil ist der Fall. Wir haben einen Arbeitnehmermarkt, laut Statistik kann sich ein Arbeitnehmer im Verhältnis von 1:7 einen Arbeitgeber aussuchen. Das wird sich in den nächsten Jahren noch deutlich verschärfen. SK: Wie reagieren Sie im eigenen Unternehmen auf diese Veränderungen? CJ: Als Geschäftsführerin von PREALIZE liegt meine Verantwortung darin, stets den Blick für zukünftige Trends im Fokus zu haben. Auch wir müssen auf diese Veränderungen eingehen. Unser Anspruch ist es, Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln, damit diese einen Wettbewerbsvorteil im immer stärker umkämpften Personalumfeld haben. SK: Welche neuen Personalkonzepte bieten Sie Ihren Kunden? CJ: Wir sind einer der wenigen zertifizierten Lerndienstleister in Deutschland, bieten verschiedene Personalentwicklungsmaßnahmen, entwickeln diese ständig weiter und forschen an neuen Konzepten. Beispielsweise haben wir eine zertifizierte und standardisierte Führungskräfteausbildung entwickelt, in der Führungskräfte Menschenführung erlernen. Nachdem in den nächsten Jahren das Team noch mehr mitwirken muss, haben wir Konzepte für eine horizontale Personalweiterentwicklung entwickelt. Das heißt, dass auch Mitarbeitende ohne Führungsrolle die Ausbildungen absolvieren können. Dazu gehört der Changemanager, der sich hauptverantwortlich um Veränderungen im Unternehmen kümmert, oder der interne Fachexperte, der nach Abschluss der Ausbildung für die strukturierte und professionelle Einarbeitung und Weiterentwicklung von Mitarbeitenden zuständig ist. Auch die Ausbildung zum Chief Leadership Officer ist solch ein neues Ausbildungskonzept, bei dem Personalverantwortliche unter anderem erlernen, Führungskräfte besser zu steuern, Führungspotenziale nachhaltig zu entwickeln und agiler Führung Leben einzuhauchen.
KROPF Solutions feiert Richtfest Der europaweit operierende Dienstleistungspartner für Industrieautomation und Softwarelösungen wächst und investiert am Standort Oberkotzau 1,9 Millionen Euro in ein neues Bürogebäude mit 45 Büroarbeitsplätzen, sowie einer Lehrlingswerkstatt nebst Kundenschulungszentrum. Seit Herbst 2018 wird auf dem firmeneigenen Grund von KROPF Solutions Geschäftsführer Werner Kropf gebaut. „Wir haben uns bewusst gegen die grüne Wiese und für die Umnutzung des bereits seit über einhundert Jahren bestehenden Firmengeländes der früheren Dachdeckerei Kropf entschieden. Der Neubau liegt in direkter Nachbarschaft Mitte Juni feierte KROPF Solutions mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Nachbarn das Richtfest für das neue Gebäude in Oberkotzau. Via Webcam lässt sich der Bau live verfolgen: www.youtube.com/channel/UCs3whf31UZB_LnKq49q94Ng
zu unseren beiden Gebäuden in der Hofer Straße. Für den Bau war das vielleicht nicht die leichteste Lösung, für das Unternehmen aber mit Sicherheit die Richtige“, kommentiert Werner Kropf die Grundstückswahl. Die Beton- und Rohbauarbeiten sind nun abgeschlossen, jetzt folgt der Innenausbau. Ende 2019 soll das dreistöckige Gebäude mit einer Gesamtfläche von 1.000 Quadratmetern bezugsfertig sein.
14
HOCHFRANKEN
NEWS Luisenburg-Gymnasium Wunsiedel und Rausch & Pausch GmbH
Erfolgreich ins Berufsleben! Die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftszweigs der 9. Jahrgangsstufe durchlaufen am Lugy das schuljahresbegleitende Erlebnisprojekt „Erfolgreiches Bewerben und Vorstellen“. Partner war in diesem Schuljahr RAPA und das Selber Unternehmen belohnte nun die besten Schülerinnen und Schüler mit einem vergüteten Praktikumsplatz. Seit November 2018 erhielten die Jugendlichen in mehreren Terminen einen intensiven und praktischen Einblick rund um das Thema „Bewerbung & Auswahlverfahren“ und konnten sich dabei mit dem bevorstehenden Eintritt in die Arbeitswelt auseinandersetzen. Dazu durchliefen sie ein mehrstufiges Auswahlverfahren, das von der Erstellung der Bewerbungsunterlagen über knifflige Aufgaben im Assessment Center bis zu einem offiziellen Vorstellungsgespräch reichte. Für die Teilnehmer gab es in jeder Runde des Prozesses ein persönliches und individuelles Feedback der erfahrenen
V.l.: Lehrer Markus Wagner, RAPA-Ausbildungsleiterin Sabine Pflum, die Schüler Katja Zupevc, Hannah Bergmann, Maximilian Mandel, Kim-Luca Gräbner, Personalreferentin Stephanie Sonntag, die Lehrerinen Heike Schmutzler und Sabrina Schmidt sowie RAPA-Praktikantin Kathrin Krambo
Personaler, um künftig die eigene Bewerbung optimal zu gestalten und Interviews oder Tests souverän meistern zu können.
Kompetenznetzwerk Wasser und Energie e.V.
Angehende Umwelttechniker auf Tour Nach der „Wasser und Umwelt“-Tour im Februar hat das Kompetenznetzwerk Wasser und Energie die angehenden Umwelttechniker der Berufsschule Hof nun mit auf die „Energie“-Tour durch den Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge genommen. Erste Station war das Testzentrum Arzberg, in dem seit rund zehn Jahren Forschungsprojekte rund um Solar- und Speichertechnologien durchgeführt werden. Christoph Stegner vom Bayerischen Zentrum für angewandte Energieforschung zeigte den Schülerinnen und Schülern PV-Module und die verwendeten Speichertechnologien und gab ihnen einen Einblick in die Arbeit und die Projektziele. Bürgermeister Stefan Göcking informierte die angehenden Umwelttechniker anschließend über die Ambitionen der Stadt Arzberg im Bereich der Energiewende – bisher wurden schon rund Christoph Stegner vom ZAE Bayern (2.v.l.) stellte den Berufsschülern die Arbeiten auf dem Testfeld in Arzberg vor.
sieben Millionen Euro in erneuerbare Energien investiert – und die beruflichen Möglichkeiten für Umwelttechniker.
Dritte Station der Tour war das Haus der Energiezukunft der SWW Wunsiedel GmbH in Wunsiedel. Markus Hausmann, technischer Leiter SWW, und Sebastian Auer, Netzwerkmanager Energie, berichteten in Kurzvorträgen über Projekte und Aktivitäten für die erfolgreiche Umsetzung einer Energiewende – den Wunsiedler Weg Energie 2.0 und das damit verbundene internationale Forschungsprojekt „GoFlex“. Anschließend wurde das Blockheizkraftwerk (BHKW) in Schönbrunn besichtigt.
15
HOCHFRANKEN
ANZEIGE
HOCHFRANKEN
NEWS
Blick hinter die Kulissen des EZD
Formulierung, Dispergierverfahren, Analytik - Made in Selb Was ist Dispergieren? Wo finden wir Dispersionen im Alltag oder in technischen Anwendungen? Diese und weitere Fragen wurden den Teilnehmern bei der durch die Wirtschaftsregion Hochfranken e.V. organisierten Besichtigung des Europäischen Zentrums für Dispersionstechnologien (EZD) anschaulich erklärt. Das Gebäude inklusive Ausstattung kostete rund 4,8 Millionen Euro und ist seit fünf Jahren in Betrieb. Das EZD gilt als europaweit einmaliges Projekt, welches von Deutschlands größtem Kunststoff-Institut, dem SKZ in Würzburg in enger Kooperation mit Industrieunternehmen und erheblicher finanzieller Unterstützung des Freistaates Bayern errichtet wurde. Das Dispergier-Zentrum mit Sitz in Selb unterstützt als industrienahe Anlaufstelle Unternehmen bei Problemen im Bereich Dispergieren, die diese aufgrund begrenzter Entwicklungskapazitäten im eigenen Haus nicht selber lösen können. „Dispergieren ist das Verteilen und Vermischen von Stoffen zu einer homogenen Lösung“, so Standortleiter Dr. Felipe Wolff-Fabris in seiner Präsentation. Ziel der Aktivitäten des Forschungszentrums ist es, die Produktqualität zu erhöhen, Prozesse zu optimieren und somit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig zu sichern. Darüber hinaus wird im EZD ein weiterer Schwerpunkt auf die Weiterbildung und den Wissenstransfer gelegt. Der Standortleiter sieht das EZD als Dienstleister für die Industrie. „Wir produzieren Know-how für Firmen“, sagte Wolff-Fabris. Aufgrund des Erfolgs der Forschungseinrichtung plant das EZD eine Erweiterung um 700 Quadratmeter bis Mitte 2021. Der Bau und die entsprechende Ausstattung soll rund fünf Millionen Euro kosten und bis zu 20 neue Arbeitsplätze schaffen.
17
HOCHFRANKEN
NEWS
People Driven Innovation – Betriebsbesichtigung bei ONTEC Rund 25 Personen durften bei einer vom Verein Wirtschaftsregion Hochfranken organisierten Besichtigung einen Blick hinter die Kulissen der ONTEC Automation GmbH werfen. Von der ersten Idee bis zur fertigen Maschine: Als junges, dynamisches Unternehmen ist ONTEC in den Bereichen ganzheitliche Automatisierungslösungen und Sondermaschinenbau tätig. Das Portfolio reicht von Systemen zur Produktion technischer Textilien über pharmazeutische und medizinische Geräte bis hin zu Komponenten für die Automobilindustrie. Dabei wird großer Wert auf kundenspezifische Lösungen gelegt. „Wenn die Firmen eine Spezialanfertigung einer Maschine brauchen, dann kommen sie zu uns“, so Wilhelm Puchta, einer der drei Geschäftsführer von ONTEC, in der Firmenpräsentation. Im anschließenden Rundgang durch die Produktionshallen durften die Besucher neben der Ideenschmiede auch die Fertigung anschauen. Highlight des Abends war ein Roboter, der ein knapp drei Meter hohes Gatter selbstständig mit Spulen besetzte. Die ONTEC Automation GmbH wurde 1997 gegründet und hat sich von einem Fünf-Mann-Betrieb zu einem 150 Mitarbeiter starken, weltweit agierenden Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 25 Millionen Euro entwickelt. Zur Belegschaft gehören momentan auch 17 Auszubildende.
18
19
HOCHFRANKEN
NEWS
Wirtschaftsregion Hochfranken e. V. Das Regionalmarketing für Hochfranken. Bahnhofstraße 55 95028 Hof
IHR ENGAGEMENT ZÄHLT! Werden Sie Mitglied im Verein Wirtschaftsregion Hochfranken e.V.
Kontakt: Vorsitzender: Dr. Hans-Peter Friedrich Geschäftsführung: Sabrina Kaestner Redaktion: Sabrina Kaestner Geschäftsstelle: Bahnhofstraße 55, 95028 Hof Tel.: 09281 – 7798 610 info@hochfranken.org www.hochfranken.org www.facebook.com/Hochfranken www.instagram.com/wirtschaftsregionhochfranken/ Mit freundlicher Unterstützung der Frankenpost.
Konzeption & Gestaltung:
Sie möchten Ihre Pressemitteilung, Ihre Anzeige oder ein Porträt Ihres Unternehmens im Newsletter veröffentlichen? Kontaktieren Sie uns einfach per Telefon: 09281 / 7798-610 oder E-Mail: info@hochfranken.org
SCHROEDER Werbeagentur GmbH Breitengraserstr. 6, 90482 Nürnberg Schloßstr. 2, 95131 Schwarzenbach/Wald Tel. 0911 / 21 65 54-60 , Tel. 09289 / 97 09 700 info@schroeder-oe.de www.schroeder-oe.de www.facebook.com/SchroederWerbeagentur
Der Verein Wirtschaftsregion Hochfranken e.V. wird gefördert von:
Landkreis Wunsiedel i.F.
Landkreis Hof
Stadt Hof
20
Sparkasse Hochfranken