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KULT MAG #25

Page 1

25 HAPPY

KULT MAGAZINE #25

kult mag

2001 / 08 - 2026 / 08

25 YEARS OF KULT MODELS

Celebrating 25 Years A special anniversary edition featuring editorials, interviews and the next generation of talent.

PHOTO: KAROLINA SPAKOWSKI FOR ZARA


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KULT MAGAZINE #25

5


inhalt 46

06 HAPPY BIRTHDAY 08 TIMELINE 10 INTERVIEW MARCO / WAS WAR 14 KULT OFFICES 16 KULT MAGS 18 EDITORIAL / MALIN

18

04 INHALT

26 30

GET TO KNOW / PAUL HUPFER ORIGINAL NEWGEN BOYS

30

42 TEXT / WAS IST

46

EDITORIAL / JAKOB

56 GET TO KNOW / LEILANI 60 EDITORIAL / LEONIE


KULT MAGAZINE #25

68

68 GET TO KNOW / NOAH 110 EDITORIAL / OSCAR 118 GET TO KNOW / KAROLINA

92 72 86

ORIGINAL NEWGEN GIRLS EDITORIAL / AARON

96

GET TO KNOW / NOEMI EDITORIAL / MILENA

96

102 GET TO KNOW / ANTON 106 TEXT / WAS WIRD

118

124 IMPRESSUM


happy 25. TEXT: NATALY BLEUEL

Ich bin der Kleine, ich hab euch in die Augen geschaut und heute seh ich: wie sie lachen! Strahlen! Sich freuen - über unser 25. Jubiläumsglitzerjahr, bling bling! Wie oft ihr nach mir gegriffen habt, für den Kontrollblick. Schminke verrutscht? Ringe unter den Augen, ein silbernes Haar, sieht man, dass in der Nacht gewacht/geweint/gezwitschert/gehaust wurde? Und durfte durch die Augen tief in eure Seelen hinein blicken. Egal ob smokey eyes, unter gezupften oder fluffigen Brauen, über Schnurr- oder Vollbärten, neben Sommersprossen, Fältchen, Lebenslinien. Ich sah, was eure Augen erzählten. Von Aufregung, Freude, Traurigkeit, von Dabeiseinwollen und Wegseinwollen, von Verliebtsein und Berauschtsein. Von Menschen. Schönen Menschen. Tief drin schön. Nicht nur von außen drauf - sondern von innen raus. Dafür bin ich dankbar. Und dafür ist dieses Jubelheft da. WAS IST feiert, WAS WAR erzählt Marco, WAS WIRD räumt auf. Und 6 von euch chatten brief über Bildern. Feiert stark, lebt mutig, lasst es krachen! Euer Vergrößerungsspiegel

06 HAPPY BIRTHDAY KULT


BI T Y R HD A

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KULT MAGAZINE #25

A Y H PP

25


KULT MAG #1

Umzug nach Hamburg

2001 2002 2006

08 TIMELINE

KULT MAG #8 Celebrate 10 years

WIENER MODELS

2010 2011 2016

KULT PAPER #12

KULT Australia

KULT Artists

KULT MAG #5

KULT MODELS in München

timeline

2018


TEAM KULT Südafrika

2019 25 Jahre KULT

2024 2025 2026

KULT MAGAZINE #25

KULT Newspaper #5

KULT Newspaper #1

KULT Südafrika

KULT Billboards

KULT London

KULT Stockholm

KULT Germany NEW OFFICE Lerchenstr

2021

KULT NEWSPAPER NO|09 OCT 2025

KU LT MODEL Malin PHOTOGRAPHY Christopher Puttins


was war

MARCO CORDES, DER GRÜNDER UND CEO VON KULT, ÜBER 25 JAHRE MODELAGENTUR UND: WAS IST, WAS WAR UND WAS WIRD (MIT UND OHNE KI) INTERVIEW: NATALY BLEUEL

Nataly Bleuel: Gegründet vor 25 Jahren als erste reine MännermodelAgentur Europas, wurde Kult führend in Deutschland und ist von Hamburg nach Sydney, Wien, Stockholm, London und Kapstadt expandiert, dann auch mit weiblichen Modellen. Ihr habt Corona gut überstanden, wie ist es jetzt mit der KI? Marco Cordes: Ganz gut eigentlich. In Deutschland ist zur Zeit alles ein bisschen dadurch überschattet. Ich war gerade an vielen unserer Standorte und da ist sie weniger Thema. Die Deutschen sind diesmal die Schnellsten. Aber ich glaube und hoffe, ein Großteil wird wieder zurückrudern. Wenn man merkt, dass KI nicht das ist, was man sich vorgestellt hat.

10 INTERVIEW MARCO CORDES

Weil andere Länder noch nicht so auf KI im Modebereich setzen, arbeiten wir dort jetzt eben noch aktiver. Also habt Stress?

ihr

deswegen

keinen

Stress haben wir immer! (lacht) Aber im positiven Sinn, wir haben noch immer gut zu tun. Bestimmt auch, weil wir international so stark geworden sind. Wir arbeiten extrem am Scouting und an der Entwicklung eigener Modelle und managen und betreuen sie national und international. Wo und wie zum Beispiel? Korea wäre ein gutes Beispiel, weil es ein großer Markt ist, auf dem viel mit


ten Hersteller, die voll darauf setzen. So wie Mango vor einigen Saisons eine komplett KI-generierte Kampagne gelauncht und damit viel Aufmerksamkeit erzeugt hat.

Könnt ihr eure KI-Erfahrung aus Deutschland international nutzen oder unterliegt der Mensch immer und überall dieser kognitiven Dissonanz: dass es schwerfällt, etwas zu erkennen und dementsprechend zu handeln?

Schon in der Robotik der 70er beobachtete man, dass die emotionale Bindung abbricht, wenn uns falsche Ähnlichkeit unheimlich wird. Bei Social Media nennt man das AI Slop, AI Fatigue, Scroll Immunity: Katzenvideos werden übersprungen, weil man spürt, sie sind fake. Ob uns das auch bei Menschen so ergehen wird?

Ja, genau. Ich erzähle etwa in England, was in Deutschland schon passiert, dass Kunden jetzt auch für große, imagelastige Produktionen voll auf KI setzen, sogar komplett neue Modelle durch die KI kreieren, nicht nur Avatare bestehender. Sie sehen das, leben aber weiter im Hier und Jetzt. Wie bei einem Tsunami: Du siehst was am Horizont, aber so lang die Welle nicht über dir bricht, scheint sie nicht real. Irgendwie ist das menschlich. Welche KI-Entwicklungen haben dich überrascht? Im E-Com-Bereich, wo das Kleidungsstück am Modell vor einer Wand gezeigt wird - da hatte ich es erwartet, das wird schnell ersetzt. Aber bei Imagekampagnen mit einer tollen Location und Emotionen, die Marken zum Leben erwecken dachte ich, das wird dieses Jahr noch nicht mit KI gemacht. Aber wir haben jetzt die ers-

Hättest du es erkannt? Nur, weil Mango eigentlich nur Celebrities und eine Top-Riege von Modellen einsetzt, und das war definitiv keins dieser Gesichter. Ein Händler hat uns neulich einen Schwung KIBilder gezeigt, die super aussehen. Aber die Talents sind zu perfekt! Irgendwie alle ähnlich. Eben nicht ganz real, obwohl es dem Realen sehr nahe kommt.

Unsere Hoffnung als Branche und auch meine ganz persönlich ist, dass durch die Kennzeichnungspflicht ab August viele Verbraucher finden: Ach, das ist gar nicht echt? Dann will ich es nicht! In Amerika hat ein Hersteller eine komplette KI-Produktion gemacht, die floppte. Alles musste neu fotografiert werden, weil die Verbraucher sagten: Das ist Fake, das kaufen wir nicht. Aber in Deutschland springt man jetzt trotzdem auf das KI-Modellieren an? Das liegt am Kostenfaktor. Wenn deutsche Unternehmer sehen, dass sie Geld sparen können, dann sparen sie, so wie sie ganze Herstellungsprozesse nach Asien verlegt haben. Entschieden wird das ganz oben, nicht von denen, die die Werbung machen.

KULT MAGAZINE #25

europäischen Gesichtern produziert wird, weil es gut ankommt und verkauft. Selbst werden sie auf der Straße kaum europäische Modelle finden, also kontaktieren sie uns und andere europäische Agenturen: Habt ihr Mädels und Jungs, die für zwei, drei Monate zu uns zum Arbeiten kommen? Die bekommen dann eine Mindestgarantie, so dass sie auf jeden Fall gut verdienen. Umgekehrt sagen unsere deutschen Kunden: Wir suchen beispielsweise eine Brasilianerin mit einem besonderen Hautton. Wenn wir sie nicht im Portfolio haben, schauen wir uns bei den Partneragenturen um oder fahren selber hin und suchen vor Ort.


Ich hätte Amerika als Vorreiter erwartet, die ziehen Neues schnell durch. Diesmal nicht. Auch China und Korea sind noch nicht so weit, was ich verwunderlich finde. Ich vermute die Engländer. Und in Frankreich besteht man auf Charakter und Terroir? Die Franzosen haben den großen Vorteil, dass sie wahnsinnig gute Arbeitsschutzgesetze haben. Einen Menschen durch eine Maschine zu ersetzen, ist da extrem schwierig. Für alles gibt es Gewerkschaften und Verbände. Das funktioniert aus der Position der Stärke, wenn alle united sind. In Frankreich und neuerdings der Schweiz versuchen lokale Agenturen, den Modelmarkt sogar abzuschotten: Da müssen Buchungen über eine Landesagentur laufen. Als deutsche Agentur dürfen wir da also nicht mehr aktiv Modelle vermitteln. Bei uns haben Agenturen versucht, sich zu einem Verband zusammenzutun, um gemeinsam gegen KI bei den Kunden vorzugehen. Ich habe gesagt: Schön, dass ihr das versucht, aber so tickt Deutschland nicht. Wenn einer sieht, die anderen machen das, dann macht er was anderes, weil er mehr Geschäft wittert. Statt gegen sie, gehen wir den Weg natürlich mit unseren Kunden. Hast du Angst, dass deutsche Modelle gar nicht mehr gebucht werden? Das Wort Angst gibt es bei mir nicht. Ich sehe alles als Herausforderung. Das heißt nicht, dass wir zu allem Ja und Amen sagen. Ich will meine Modelle, meine Mitarbeitenden, meine Agentur schützen. Aber ich möchte einen Weg finden, der für beide Seiten gewinnbringend ist. Das geht nicht, indem man pauschal Nein sagt. Sondern indem man hört, was der Kunde will. KI ist ja so viel und kommt nicht plötzlich. Aus einem ro-

12 INTERVIEW MARCO CORDES

ten Hemd konnten wir auch früher schon mit Photoshop ein schwarzes machen und das hat kaum jemanden interessiert. Jetzt macht es KI, und alle schreien auf. Gibt es Herausforderungen, die dich begeistern, und welche, die dich abtörnen? Mich begeistert Herausforderung per se! Das ist mein Naturell. Wie ist die Situation, was ist die Lösung? Für mich ist das jetzt eine der spannendsten Zeiten seit Covid, weil der Unternehmer gefragt ist, mein Fingerspitzengefühl. Es kommt eine Situation, die neu ist. Wie gehen wir damit um? Wie passen wir unser Produkt an? Wie unsere Arbeitsabläufe? Das Geschäftsmodell? Wie lief das für euch als Model-Agentur während Covid? Da habe ich in Szenarien gedacht, Worst Case, vor dem Rechner gesessen und 12-16 Stunden durchgearbeitet. Die Kunden wollten weiter produzieren und verkaufen. Wie finden wir einen Weg, der für alle Seiten sicher ist, dass unsere Modelle und die Kunden sich sicher und geschützt fühlen? Wie kriegen wir das Talent von A nach B, wenn kein Zug, kein Flug geht? Wir hatten viele deutsche Modelle, die mit dem eigenen Auto fahren konnten. Und wir fanden eine Hamburger Praxis, die uns innerhalb von zwei Stunden PCR-Tests liefern konnte ein gravierender Vorteil gegenüber Mitbewerbern. Und wir hatten das Wissen aus den anderen Standorten, wie macht es Schweden, Australien, England? So haben wir Jobs möglich gemacht, die andere nicht konnten. Am Ende war Covid ein gutes Geschäftsjahr. Und jetzt ist es ähnlich, weil ich mich als Unternehmer und wir uns als super Team wieder absetzen können. Du hast dich jetzt nach 25 Jahren als erfolgreicher Unternehmer auch mal zum Marathontraining nach Kap-

nein, das ist eins

Wer kommt nach den Deutschen?


Das geht Hand in Hand. Ich glaube, ich bin in diesen Situationen gut, weil ich mir die Zeit nehme, in jeder Hinsicht meinen Fokus immer wieder zu verschieben. So entscheide ich auch einfach mal von heut auf morgen: ab jetzt mal vegan, kein Alkohol mehr, nach 15 Jahren wieder Marathon. Diese Herausforderungen bewältige ich, weil ich extrem strukturiert bin. Mein Schreibtisch muss organisiert sein und gerade weil mein Leben an sich in festen Bahnen läuft, kann ich mit Unvorhergesehenem ruhig umgehen. Du machst keine Trennung zwischen beruflich und privat? Nein, das ist eins. Die Agentur ist mein Baby, meine Passion, ich liebe das. Und was braucht man, um ein Model zu werden, das du gut findest? Da kann ich nur für mich sprechen. Ich sehe jemanden und erkenne eine Attraktivität, einen Spirit, und denke, das funktioniert für unsere Kunden! Was sich über 25 Jahre durchgesetzt hat: Sie müssen schön sein. Gerade wenn die Zeiten nicht so gut sind, müssen Modelle gesund aussehen, strahlen. Der klassische Begriff der Schönheit wird jetzt wieder wichtig. Damit meine ich nicht ein Schönheitsideal, sondern die individuelle Schönheit des Menschen mir gegenüber, im Augenblick. Und das kann die KI nicht? Ich glaube fest, dass sie es nicht kann. Sie ist ja nicht eigen, sondern macht die Dinge gleich. Wusstest du eigentlich immer, ich will ins Model-Business? Ich wusste früh, dass ich finanziell unabhängig sein will. Ich komme aus einem sehr einfachen Elternhaus, und Geld spielte bei uns immer eine

große Rolle. Das hat mich geprägt. Schon als Jugendlicher habe ich mir vorgenommen, dass finanzielle Sorgen mein Leben mal nicht bestimmen sollen. Nach der Realschule war für mich klar: Ich brauche eine solide Ausbildung. Ein weiterer Schulbesuch war damals keine Option, also entschied ich mich für die Ausbildung zum Bankkaufmann. Da habe ich schnell gemerkt, wie viel Freude mir der Vertrieb macht. Wir verkauften Bausparverträge und bekamen dafür Prämien. Mich hat weniger die Prämie selbst gereizt als das Gefühl, durch eigene Leistung etwas bewegen und erreichen zu können. Wäre ich in der Bankenwelt geblieben, wäre ich wahrscheinlich einen sehr ehrgeizigen Karriereweg gegangen. Doch dann lernte ich über einen Bankkunden, der Fotomodelle vermittelte, eine völlig andere Welt kennen: die Welt der Schönheit und Mode. Das hat mein Leben in eine neue Richtung gelenkt. Wieso kannst du das so gut? Ich kann mein Gegenüber begeistern. Und es begeistert mich auch. Ich mag Menschen lesen. Und ich habe ein gutes Gedächtnis. Ein Kunde erzählt mir etwas und ich vergesse selten etwas, vielleicht das Alter des Kindes, aber nicht die Geschichte drumherum. Am Ende ist ja nicht nur das Produkt wichtig, sondern die Chemie. Die Tür zu öffnen, ist die Kunst - aber sie offen zu halten, ist die wahre. Das ist mir und uns im Team, denke ich, über 25 Jahre mit sehr vielen Kunden sehr gut gelungen. Und das kann gerne so weitergehen.

KULT MAGAZINE #25

stadt zurückziehen können.


off ices GER

MAN

Y TEAM KULT Hamburg

Was 2001 in Hamburg als Agentur für Male Models begann, hat sich über die Jahre zu einem internationalen Netzwerk entwickelt. Mit KULT Germany als Herzstück und dem Anspruch, Talente individuell und langfristig zu begleiten, entstand eine Agentur, die heute weit über Deutschland hinaus zu Hause ist.

L O N OFFICE KULT London

14 KULT OFFICES

D O N


KHOL

KULT MAGAZINE #25

S TO C

Heute stehen alle KULT Offices für dieselbe Philosophie: persönliches Management, langfristige Karriereentwicklung und den festen Glauben daran, dass Individualität der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg ist. Unterschiedliche Länder, Kulturen und Perspektiven – vereint durch eine gemeinsame Vision und die Leidenschaft für außergewöhnliche Menschen.

M

r w i edneel s mo A

L T K U

C Y E N A G

KOSMAS PAVLOS Wiener Models

TEAM KULT Stockholm

TEAM KULT Südafrika

A AFRIC SOUTH

2016 folgte mit KULT Australia der erste internationale Standort. Drei Jahre später kamen KULT London und KULT Stockholm hinzu und erweiterten unser Netzwerk um zwei spannende Metropolen Europas. Seit 2021 ist KULT außerdem in Kapstadt, Südafrika vertreten und verbindet kreative Märkte über Kontinente hinweg.

AUST

TEAM KULT Australia

RALI

A


kult mags #1 | No.1

#5 | LUFT

#6 | FEUER

Jedes Cover erzählt eine Geschichte. Die hier gezeigte Auswahl unserer KULT MAG-Cover spiegelt 25 Jahre Kreativität, Ideenreichtum und den Anspruch wider, Gestaltung immer wieder neu zu denken. Unser KULT MAG ist weit mehr als ein Kundenmagazin – es ist eine Bühne für Inspiration, Design und die Menschen, die uns auf unserem Weg begleiten. Dass unser Magazin gleich zweimal mit renommierten Design Awards ausgezeichnet wurde, macht uns stolz. Noch mehr freut uns jedoch, dass jede Ausgabe den Dialog mit unseren Kundinnen und Kunden fortsetzt und unsere gemeinsame Leidenschaft für außergewöhnliche Gestaltung sichtbar macht. Zum 25-jährigen Jubiläum schlagen wir das nächste Kapitel auf: Mit einer neuen Ausgabe des KULT MAG blicken wir zurück auf besondere Momente, feiern Erreichtes und werfen gleichzeitig einen neugierigen Blick nach vorn. Viel Freude beim Blättern, Entdecken und Wiedererkennen – auf die nächsten Geschichten, die wir gemeinsam schreiben.

16 KULT MAGS

#7 | HELDEN


KULT MAGAZINE #25 #8 | CELEBRATE

#9 | RALPH MECKE

#11 | SCANDINAVIA

U K LT

#13 | SPORT


editorial

LI MA N Malin ist 24 und so norddeutsch, wie man nur norddeutsch sein kann. Aufgewachsen in Eckernförde, gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Zwillingsschwester, hat sie die letzten Jahre für ihr Studium in Kiel verbracht. Im Juli 2026 hat sie ihren Bachelor abgeschlossen und möchte jetzt erst einmal ausprobieren, wohin sie das Modeln führt. Vor zwei Jahren haben wir sie auf dem Funhouse Festival in Kiel gescoutet. Nachdem wir schon fünf Stunden unterwegs waren und niemanden gefunden hatten, beschlossen wir zu gehen. Auf dem Weg zum Ausgang lief uns dann Malin über den Weg. Manchmal braucht es eben genau diesen einen Moment. Mit ihrem besonderen Look begeistert sie vor allem kreative Teams. Gleichzeitig ist sie ein unglaublich herzlicher Mensch mit einer ruhigen, angenehmen Art. Man hat sie einfach gerne um sich – vielleicht auch wegen ihrer typisch norddeutschen Gelassenheit. Der erste Stopp auf ihrer Reise führt sie nach Griechenland, bevor es ab Januar für mehrere Monate nach Australien geht. Wir sind gespannt, wohin ihr Weg sie noch führen wird.

18 EDITORIAL / MALIN PEYMANN


KULT MAGAZINE #25

FOTOGRAFIE TIM LOEBBERT


20 EDITORIAL / MALIN PEYMANN


KULT MAGAZINE #25


22 EDITORIAL / MALIN PEYMANN

H&M ANNA NEUGEBAUER

STYLING IOANA CARP


KULT MAGAZINE #25


24 EDITORIAL / MALIN PEYMANN


KULT MAGAZINE #25


2026 | 02 CALVIN KLEIN

get to know

26 GET TO KNOW / PAUL HUPFER


quick chat / paul hupfer

KULT MAGAZINE #25


2021 | 06 HUGO BOSS 2018 | 11 „SMILE“ 2023 | 03 WRANGLER CAMPAIGN

28 GET TO KNOW / PAUL HUPFER


2026 | 06 DOLCE & GABBANA SS27

KULT MAGAZINE #25


the next five

O B YS Alles beginnt mit einem ersten Bild. Mit einem Moment voller Ruhe. Einem Blick, der mehr sagt als Worte. Und diesem leisen Selbstbewusstsein, das sich nicht spielen lässt. Fünf New Faces. Fünf Charaktere. Reduziert auf das Wesentliche – Persönlichkeit, Präsenz und der unverwechselbare Blick von Kornelia Konieczka. Manchmal braucht es nicht mehr als einen ehrlichen Ausdruck, um im Gedächtnis zu bleiben. Und vielleicht ist genau dieses Bild der Anfang einer großen Geschichte.

30 ORIGINAL NEWGEN BOYS


H&M FINE LILKENDEY

FOTOGRAFIE KORNELIA KONIECZKA

KULT MAGAZINE #25


32 ORIGINAL NEWGEN BOYS


HEIGHT 189 | WAIST 76 | HIPS 93 | SHOES 44 HAIR RED | EYES BLUE

MODEL FRIEDER HEIMBS

KULT MAGAZINE #25


34 ORIGINAL NEWGEN BOYS

HEIGHT 185 | BUST 86 | WAIST 69 | HIPS 93 | SHOES 44 HAIR DARK BLOND | EYES GREEN

MODEL MATTI HERMENAU


KULT MAGAZINE #25


36 ORIGINAL NEWGEN BOYS


HEIGHT 186 | WAIST 71 | HIPS 89 | SHOES 46 HAIR BROWN | EYES BLUE

MODEL ELIN RIDOUTT

KULT MAGAZINE #25


38 ORIGINAL NEWGEN BOYS

HEIGHT 189 | BUST 94 | WAIST 74 | HIPS 93 HAIR BROWN | EYES BLUE

MODEL LUC DITTMER


KULT MAGAZINE #25


40 ORIGINAL NEWGEN BOYS


HEIGHT 184 | WAIST 71 | HIPS 89 | SHOES 44 HAIR BLOND | EYES BLUE

MODEL MORITZ HEINRICHSEN

KULT MAGAZINE #25


KLEINE ANLEITUNG 42 TEXT / WAS IST

ZUM BESTEN IM LEBEN

ZUM RAUSCH

WAS MACHT EIN FEST


KULT MAGAZINE #25

was ist WAS MACHT EIN FEST ZUM BESTEN IM LEBEN? KLEINE ANLEITUNG ZUM RAUSCH TEXT: NATALY BLEUEL

Dies ist, Achtung bitte loslassen (oder aussteigen), ein beschwingter Text übers Feiern. Er will dich zum Bitzeln bringen, alles in dir und um dich rum flirren und glitzern, dein Herz hüpfen, deinen Kopf wippen, die Füße kitzeln lassen, du drehst die Musik noch lauter und irgendwann erscheint im Hirn das goldene Sundowner-Licht, glaaammm. Bisschen wie in dem Meme, wo Leonardo aka The Great Gatsby dir mit diesem untopbar verschmitzten Lächeln direkt in die Seele schaut, galanter Smoking, Bigband-Swing, Feuerfunkeln, und er schwenkt die Champagnerschale auf dich zu… toast, prost, cin cin, tuschsch: die Große Verheißung! Love it. Diese Vorfreude. Der Reißverschluss ist noch nicht ganz zu,

die Schuhe liegen noch vor der Tür, paar Bläschen tüdeln schon im Küchenglas. Und, ja, manchmal wird dies der beste Augenblick vom ganzen Feier-Abend gewesen sein. Vom was danach kommt, die Party, das Rumgestehe, der Smalltalk und mid = scheiß Musik. Doch manchmal eben auch nicht. Was macht eine Feier zur besten des Lebens? Es gibt erfolgversprechende Zutaten. Feierbiester wissen das, auch Forscher, Psycho- und Soziologinnen haben sie aufgespürt und jede Omi kennt die Karte: Wann? Wo? Wie? Und ziemlich wichtig: wer und warum? Das kann der Anlass sein, ein Geburtstag, ein Jubiläum, eine Hochzeit, das Fest der Liebe. Es muss einen Raum geben und der braucht


Die Erfahrung zeigt, dass es die Stimmung hebt, und wenn auch nur um ein dezentes Level, gerade so, dass alles schwebt: wenn sich alle ein wenig aufrüschen. Vielleicht sogar viel. Richtig dolle kommt auch gut. Weil man damit dem Anlass Respekt zollt. „Alle haben sich schön gemacht“, ist ein Satz, der so oder so auf keiner legendären Fest-Erzählung der Welt nicht fällt. Love Parade, Studio 54, Amnesia, Burning Man, Berghain, Woodstock - muss nicht Smoking sein. Aber, kommt doch kaum einer rein, der nicht einen Gedanken ans Outfit verschwendet hat. Apropopos Verschwendung. Jetzt wird es interessant. Zu einer guten Feier gehört Überschwang. Von etwas Gutem sollte es endlos viel geben. Am besten Champagner. Das ist kein Klischee, das ist die Magie von nur Champagner: Hat irgendjemand jemals von einem Fest mit Champagner in Strömen gehört, das nicht berauschend war? Von Herzen zubereitetes Essen ist auch nicht übel.

44

TEXT / WAS IST

Muss aber nicht sein, gibt auch Döner danach. So, und jetzt das Wichtigste: das WER? Es gibt zwei WERs. Wer kommt? Und wer lädt ein? These: Ein Arschloch kann keine gute Feier geben. Der Fisch… genau. Wie die Gastgeberin drauf ist, wird fast immer die Fete: bloß nicht verklemmt, nicht kontrolliert, nicht perfektionistisch, nicht ängstlich. Lieber positiv: offen, fürsorglich, beschwingt, liebevoll und gekonnt Laisser-faire. Denn heute feiern wir Un-Ordnung, wir hebeln den Alltag aus. Und wenn was umkippt, die Tische vom Tanzen brechen, egal! Hauptsache… ja, was ist die Hauptsache? Eine (gute) Feier, das ist auch die Definition des Soziologen Émile Durkheim, zeichnet sich dadurch aus, dass Menschen gemeinschaftlich etwas Erhebendes erleben. Es muss nicht spirituell sein, aber irgendwie transzendierend, heißt: Dieser vergängliche Moment weist hinaus, über mich, über uns. Ich kann auch allein in der Küche feiern. Aber wenn aus dem Ich ein Wir wird. Wenn sich die Vor- in eine Freude von uns allen verwandelt. Wenn all unsere Körper sirren, unsere Herzen zusammen hüpfen, wenn alles hier gerade irgendwie golden und flirrend wird und singt und summt und ja, ich kann auch daneben sein und stehen aber spüren und es sehen: Alle hier haben gerade dieses selige Lächeln im Gesicht. Für diesen Augenblick haben wir gemeinsam Glück!? Das könnte die beste Feier des Lebens sein. Meine war in einem illegalen Keller und alle trugen Perücke; waren verrückt, und entzückt - von allen. Deine kann die gewesen sein mit dem goldenen Ballon vorm Eiffelturm, der Himmel weinte, aber funkelnd strahlte die Hymne an die Liebe. Die Lust. Und die Leidenschaft. Keine Feier ohne sie.

keine feier ohne sie.

vielleicht Pracht und Deko, vor allem aber einen liebevollen Spirit. Lieber zu klein als zu groß. Damit der Abstand von denen, die gern am Rand stehen und denen, die leidenschaftlich tanzen, gerade so klein ist, dass die Zurückhaltenden angesteckt werden können. Beinah die Hälfte der Menschheit ist nämlich laut Forschung introvertiert. Man erkennt sie an dem Satz: „Aber ich kenn da doch keinen!“ Es sollte sich also gar nicht erst eine (Abflug-)Schneise bilden können zwischen den Zaunköniginnen und jenen der Nacht. Gute Gastgeber öffnen dazu noch einen Rückzugsraum für gute Gespräche. Und Geheimnisse, von denen es im Nachhinein zu Munkeln gibt. Denn die besten Feiern sind die, wo es neben Tanz- und Oberfläche auch deeptalks geben kann, die Menschen verbinden. Für immer. Nicht nur für diesen Augenblick.


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KULT MAGAZINE #25


metal magazine #54

JA OB K Jakob ist 20 Jahre alt und lebt seit seiner Kindheit in Kakenstorf, südlich von Hamburg. Entdeckt haben wir ihn 2023 auf einem Konzert der Band 01099 in Hamburg – und seitdem gehört er zur KULT Family. In seiner Freizeit ist Jakob am liebsten in Bewegung. Er spielt Volleyball und Fußball, zeichnet, spielt Gitarre und probiert gerne neue Dinge aus. Seine Neugier und Vielseitigkeit spiegeln sich auch in seinem beruflichen Weg wider. Neben dem Modeln beginnt Jakob in diesem Jahr eine Ausbildung zum Zimmerer. Für ihn kein Widerspruch – sondern die perfekte Mischung aus Kreativität, Handwerk und neuen Herausforderungen. Die Verbindung aus handwerklicher Präzision und kreativer Arbeit reizt ihn besonders. Langfristig kann er sich vorstellen, sich im Handwerk zu spezialisieren oder Architektur zu studieren. Am Modeln begeistert ihn vor allem die Vielfalt: neue Städte entdecken, unterschiedliche Menschen kennenlernen und Erfahrungen sammeln, die weit über den Job hinausgehen. Genau diese Mischung aus Kreativität, Reisen und Begegnungen macht das Modeln für ihn so besonders.

46 METAL MAGAZINE / JAKOB MAHLO


KULT MAGAZINE #25

FOTOGRAFIE ALEX KUHLENCORDT


28 EDITORIAL STYLING HAUKE STARK HAIR WATARU SUZUKI MAKE UP HIROAKI IWATA


KULT MAGAZINE #25


50 METAL MAGAZINE / JAKOB MAHLO


KULT MAGAZINE #25


52 METAL MAGAZINE / JAKOB MAHLO


KULT MAGAZINE #25


54 METAL MAGAZINE / JAKOB MAHLO


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2026 / 02 BY MICHAEL CARRELLO

get to know

56 GET TO KNOW / LEILANI MELLOR


leilani mellor

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quick quick chat chat /


2026 / 02 FENDI FW26/27 DEBUT 2026 / 05 VOGUE PORTUGAL

58 GET TO KNOW / LEILANI MELLOR


2026 / 06 ROBERTO CAVALLI RESORT 27

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editorial

LE

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N

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Leonie, 19, ist gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder in Fürth in Hessen aufgewachsen. Vor zwei Jahren haben wir sie auf einem Olivia-Rodrigo-Konzert in Frankfurt entdeckt, das sie mit einer Freundin besucht hat. Nach einigen Zoom-Gesprächen mit ihr und ihrer Familie war schnell klar: Wir möchten sie nach Hamburg holen. In den vergangenen Jahren stand für Leonie zunächst das Abitur im Mittelpunkt. Deshalb konnte sie nur an den Wochenenden für Shootings vor der Kamera stehen. Jetzt, mit dem Abi in der Tasche, startet sie endlich ins Fulltime-Modeln. Ihre deutsch-afro-amerikanischen Wurzeln verleihen ihr einen ganz besonderen Look. Gleichzeitig hat sie uns mit ihrer offenen, direkten und unglaublich herzlichen Art – inklusive unverkennbarem hessischen Akzent – vom ersten Moment an um den Finger gewickelt. Für Leonie geht es jetzt erst einmal nach Griechenland, bevor sie ab Januar für mehrere Monate nach Australien aufbricht. Wir sind gespannt, wohin ihre Reise sie noch führen wird.

60 EDITORIAL / LEONIE


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FOTOGRAFIE TIM LOEBBERT


62 EDITORIAL / LEONIE


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64 EDITORIAL / LEONIE


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H&M ANNA NEUGEBAUER

STYLING IOANA CARP


66 EDITORIAL / LEONIE


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2026 | 01 BY MARIUS KNIELING 2026 | 06 PRE-SHOW LOUISVUITTON BY KIARNEY

get to know

68 GET TO KNOW / NOAH REICHENBERGER


quick chat / noah reichenberger

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quick chat


2026 | 04 BY FRED ELFELD 2026 | 01 WW DEBUT DRIES VAN NOTEN FW26 2026 | 04 BY FRED ELFELD

70 GET TO KNOW / NOAH


2026 | 06 LOUISVUITTON MEN’S SS27

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the next five

G L IR S Alles beginnt mit einem ersten Bild. Mit einem Blick, der noch nichts beweisen muss. Mit einer Haltung zwischen Aufregung und Gelassenheit. Und mit diesem Gefühl, dass gerade etwas beginnt. Fünf New Faces. Fünf Persönlichkeiten. Ohne großes Inszenieren, ohne Ablenkung – nur Licht, Charakter und der Blick von Kornelia Konieczka. Denn manchmal erzählen gerade die leisesten Bilder die größten Geschichten. Und vielleicht blättert man in ein paar Jahren zurück und denkt: Genau hier hat alles angefangen.

72 ORIGINAL NEWGEN GIRLS


H&M FINE LILKENDEY

FOTOGRAFIE KORNELIA KONIECZKA

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74 ORIGINAL NEWGEN GIRLS

MODEL LEONIE HEIGHT 175 | BUST 81 | WAIST 59 | HIPS 92 | SHOES 39 1/2 HAIR BROWN | EYES GREEN


KULT MAGAZINE #25


76 ORIGINAL NEWGEN GIRLS


MODEL MALIN PEYMANN HEIGHT 174 | WAIST 60 | HIPS 92 | SHOES 38 HAIR BLOND | EYES BLUE

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78 ORIGINAL NEWGEN GIRLS

MODEL NELE HEIGHT 174 | WAIST 59 | HIPS 84 | SHOES 39 HAIR BLOND | EYES BLUE


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80 ORIGINAL NEWGEN GIRLS


HEIGHT 180 | SHOES 41 HAIR BROWN | EYES BROWN

MODEL NOEMI MARAI

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82 ORIGINAL NEWGEN GIRLS

HEIGHT 178 | BUST 82 | WAIST 59 | HIPS 89 | SHOES 41 HAIR DARK BLOND | EYES BLUE-GREEN

MODEL SARA


KULT MAGAZINE #25


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KULT MAGAZINE #25

5


les hommes publicis

AA O R N Aaron Brandt, 23. Vor knapp vier Jahren bin ich nach Hamburg gezogen – und seit Sommer 2024 bei KULT. Im Juni 2026 habe ich meinen Bachelor in Sozialökonomie abgeschlossen. Wie es danach weitergeht? Noch offen. Erst einmal möchte ich all das machen, was mich begeistert: modeln, reisen, schreiben, Musik machen, neue Menschen kennenlernen und schauen, wohin die Reise führt. Sport ist ein großer Teil meines Lebens, besonders Bouldern, Klettern und Basketball. Außerdem höre ich viel Musik, lese gerne und verbringe aktuell viel Zeit mit der E-Gitarre. Ursprünglich komme ich aus Solingen. Gerade deshalb schätze ich das Leben in Großstädten wie Hamburg – und die Möglichkeit, durch das Modeln Orte wie Mailand, Berlin oder Paris zu erleben. Neue Städte entdecken und inspirierende Menschen kennenzulernen ist für mich eines der größten Privilegien dieses Jobs. Am wichtigsten sind mir meine Freunde. Gemeinsam durchs Leben zu gehen, sich gegenseitig zu unterstützen und zu sehen, wie jeder seinen eigenen Weg findet – das bedeutet für mich Erfolg.

86 LES HOMMES PUBLICIS / AARON BRANDT


KULT MAGAZINE #25

FOTOGRAFIE QUIRIN SIEGERT


88 LES HOMMES PUBLICIS / AARON BRANDT


STYLING ALEX HUBER H&M ULI WISSEL EDITOR IN CHIEF ANTONIO MOSCOGIURI CREATIVE DIRECTION SIMONE WANZKE

KULT MAGAZINE #25


90 LES HOMMES PUBLICIS / AARON BRANDT


KULT MAGAZINE #25


2026 / 01 ZARA

get to know

92 GET TO KNOW / NOEMI


quick chat / noemi hewaliyanage

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2025 / 06 TRIANGL 2026 / 04 BILLABONG 2026 / 05 ELLE DK

94 GET TO KNOW / NOEMI


2026 / 05 ELLE DK

KULT MAGAZINE #25


editorial

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Milena, 20, ist gemeinsam mit ihren beiden Drillingsgeschwistern und ihrem Bruder in der Nähe von Buxtehude aufgewachsen. Entdeckt haben wir sie und ihre Schwester an einem Herbstnachmittag auf einer Kürbisfarm – da waren die beiden gerade einmal 15 Jahre alt. Mit 16 zog es Milena für ein Auslandsjahr in die USA. Nach ihrem Abitur beginnt für sie nun das nächste Abenteuer: Bevor sie im Sommer 2027 ihre Schauspielausbildung startet, möchte sie sich ganz auf das Modeln konzentrieren. Ende August geht es zunächst nach Athen, ab Januar dann für mehrere Monate nach Australien. Auch Milena könnte kaum norddeutscher sein. Mit ihrem trockenen Humor, ihrer offenen und ehrlichen Art und ihrer entspannten Ausstrahlung ist sie einfach ein Mensch, den man sofort gerne um sich hat.

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FOTOGRAFIE TIM LOEBBERT


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H&M ANNA NEUGEBAUER

STYLING IOANA CARP


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POUR HOMME SWEDEN BY ANDREAS SUNDGREN

get to know

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quick chat quick chat / anton nilsson


2017 | 03 MIRTO 2019 | 05 MENS HEALTH 2006 | 06 KULT MAG #5

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2019 | 03 BY ZACK VAN DER MERWE

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was wird WARUM DAS BAUHAUS VOR 100 JAHREN DIE WELT AUFRÄUMTE UND WIR DAS JETZT WIEDER FEIERN TEXT: NATALY BLEUEL

Kleiner Versuch. Augen zumachen! Dreieck – Quadrat – Kreis: Welche Form hat welche Farbe? Wer das Dreieck gelb, das Quadrat rot und den Kreis blau sieht – Treffer, Du bist echt Bauhaus!

rumspielt. Weil er das Neue will. Und Wesen und Ordnung der Dinge erschließen. Ähnlich wie Zen, ganz einfach. Und deshalb lieben wir Bauhaus. Gerade heute. Da uns alles zu kompliziert wird, zu krass, zu viel.

Denn so hat‘s auch Wassily Kandinsky gesehen, der Maler und einer der berühmtesten Bauhaus-Lehrer. In Weimar, in der Werkstatt, ließ er 1923 an Studierende diesen -Fragebogen verteilen. Für ihn war klar: Das grelle Gelb gehört ins zackige Dreieck, das unendliche Blau in den Kreis und das kräftig-männliche Rot ins Quadrat. Und seine Versuche ergaben prompt: stimmt!, alle Menschen empfinden diese elementare Verbindung von Form und Farbe. Form macht Sinn. Und folgt der Funktion. Oder so ähnlich.

Denn die Welt wächst uns, 100 Jahre nach dem Bauhaus zwischen den Kriegen, mal wieder über den Kopf. Immer mehr Reize da draußen, immer mehr Krisen und Katastrophen, immer mehr Wachstum, immer: schneller, höher, weiter. Also in mir drin immer mehr Überforderung. Orientierungslosigkeit. Unsicherheit. Stress!! Das sieht man auch an den Dingen: immer mehr Gepiepe, Gelike und Gereize. Der Herd, der blinkt. Das Rad, das piept. Die Leuchte mit App, Fernbedienung und 17 Tasten.

Und manchmal auch anders. Das haben Wiederholungen des Experiments in der Design-Forschung ergeben. Denn Formen und Farben folgen auch Kontexten und Kulturen, und so erstarren wir womöglich bei gelben Dreiecken, finden Blau männlich und Rot rund. Aber das Tolle an Kandinsky ist, dass er Bock hat auf so was, und Traute und Elan. Dass er sich die Freiheit nimmt. Ausprobiert,

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In seinem Bestseller nennt Gabriel Yoran all den Krempel, den wir produzieren: Die Verkrempelung der Welt. Die auch daher rühren könnte, dass wir Menschen eine Macke haben. Neuropsychologen nennen sie „additive bias“: Schon Kindern, achten Sie mal drauf, fällt es leichter zu addieren – als was abzuziehen. Wir wollen immer noch eins drauf. Statt etwas weniger. Nennen wir es Verzichtangst.


DIE WELT AUFRÄUMTE

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VOR 100 JAHREN

WARUM

DAS BAUHAUS


Gegründet 1919, nach dem Ersten Weltkrieg, in jener Stadt Weimar, die für eine neue Zeit mit einer Republik einstand. Dort veröffentlichte Walter Gropius das Bauhaus-Manifest. Es war eine Stimmung aus Verlust und Aufbruch, Hunger und Rausch, Zittern und Tanz und in dieser Spannung eröffnete der Architekt und Designer eine Schule, Werkstatt statt Akademie, die mit aller Kraft voraus in die Zukunft wollte. Für eine moderne Gesellschaft. Für die Kreativen, für die Vereinigung von Kunst und Alltag. Für Frauen, für jüdische, russische, ungarische Künstler, für Architektur als Gesamtkunstwerk in der Gesellschaft. Wie lebte man absolument moderne am Bauhaus, dieser ersten deut-

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schen Hochschule, an der Studieren, Arbeiten und Wohnen in einem Gebäude stattfanden? Ein Gefühl dafür bekommt, wer heute durchs Dessauer Ateliergebäude streift, das Prellerhaus, in dessen 28 kleine Studios man sogar einziehen kann. Hier wohnten Marcel Breuer, Marianne Brandt, Josef und Anni Albers, Gunta Stölzl. Die Studios hatten Balkone, auf manche passten angeblich 14 Leute - und es wurde da nicht nur gearbeitet. Sondern gelebt, gefeiert, geliebt, gestritten, gequalmt. Es improvisierte die Bauhauskapelle mit Dada, Jazz und osteuropäischer Musik auf selbstgebauten Instrumenten, mit Drähten und Nägeln. In selbstgenähten Kostümen tanzten Lehrer und Schüler Charleston und Blues. Es wurde gepicknickt in Weiß, an Tagen der offenen Tür besuchten Studierende ihre Meister zu Hause, um zu sehen, ob Leben mit Lehre übereinstimmte. Und in Dessau riefen, wenn diese Leute wie Aliens aus UFOs vorbeikamen, Mütter ihren Töchtern zu: „Schau nicht hin, die sind vom Bauhaus!“ Von denen kamen Dinge, die heute in den Museen der Welt stehen. Marianne Brandts halbkugelige Teekanne.

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Und dabei könnte man umdenken. Wir ahnen es ja. Meditieren, detoxen, decluttern = Ausmisten, Aufräumen! Genauso wie es die Bauhäusler und -innen getan haben. Weg mit dem Stuck, dem Schnörkel, dem Zuviel! Nach dem genialen Motto, das smart vor gut 25 Jahren von ihnen abgeleitet zu haben schien: Reduce to the Max. Auf Deutsch: weniger ist mehr. Also lasst es uns einfach machen: Bauhaus!


Nicht alles am Bauhaus war nur schön und rosig, oder sagen wir: blau. Aber im wunderbaren Podcast „About Bauhaus“, moderiert von der Historikerin des Bauhaus-Archivs Adriana Kapsreiter, malt es sich auch der Zukunftsforscher David Weigend in Gelb-Rot-Blau aus: Weigend: Die Studis (…) hängen dann abends auf dem Balkon ab, rauchen Kette, hören Jazz, philosophieren über die Welt und haben den ganzen Tag irgendwie ihre Antennen auf und überlegen, wie sieht denn dieses neue Zeitalter aus und probieren es praktisch aus. Ich finde, das ist so ultraromantisch. Und dann springen sie noch nackt in den See… Kapsreiter: Also (…) schöner hätte ich es gar nicht sagen können. Ich glaube, das kann man sich durchaus so vorstellen. Weigend: Ja, war das so? Kapsreiter: Ja, schon. Aber halt nicht all day long. Vierzehn Jahre dauerte die schöne Versuchung. 1933 zwangen die Nazis mit Hausdurchsuchungen, Repressionen und Verhaftungen das Bauhaus zur Auflösung. Es sei „Kirche des Marxismus“. Die Kunst „entartet“. Die Flachdächer „undeutsche, jüdischbolschewistische Wüstenarchitektur“. Die Bauhäusler wurden in alle Welt verstreut, wie Samen. Im Oktober 2024, im Vorfeld des 100. Jubiläums, stellte die in Sachsen-Anhalt gesichert rechtsextreme AfD im Landtag den Antrag, das Bauhaus zum „Irrweg der Moderne“ zu erklären. Das Gegenteil hat die Europäische Kommission getan. Sie rief 2020 das New European Bauhaus ins Leben. Als kulturpolitische Initiative, die Klimakrise und soziale Spaltung überwinden und eine Zukunft bauen soll, die viele wollen: „beautiful, sustai-

Um Bauhausbegriffe wie diese geht es im Bauhaus-Podcast auch dem Liebespaar Picciotto/Hacke. Die Berliner Künstlerin Danielle de Picciotto hat 1989 die Love Parade mitbegründet und ihr Mann Alexander Hacke die Einstürzenden Neubauten. Sie sehen sich in einer Linie mit den Liebespaaren am Bauhaus, mit ihrem Idealismus, der Leidenschaft und der Liebe zu einer (dritten) Sache. „Idealismus ist ein Zustand, der einfach da ist“, sagt Danielle de Picciotto. Nicht Hoffnung auf etwas, das kommt. Sondern Praxis im Jetzt: Weil er nicht gegen etwas ist, sondern für! Auch auf Laufstegen ist das angekommen. Die New Yorker Designerin Amy Smilovic machte das Bauhaus zum Ausgangspunkt ihrer Kollektion Spring/Summer 2026: Geometrie als Alltagssprache und Klarheit als Antwort auf eine Welt, die sich immer weniger real anfühlt. Und damit sind wir bei dem, was uns am Bauhaus heute am stärksten anzieht. Es ist vielleicht nicht immer und überall der Stahlrohrstuhl. Eher schon der Freischwinger. Es ist das, was die Reduktion erst möglich macht: Spielraum. Freiraum. Wer das Überflüssige weglässt, schafft Platz. Für das, was werden kann. „Die Zukunft ist ein Raum voller Möglichkeiten“, sagt der Zukunftsforscher Weigend und: „Was nicht ist, ist möglich“ die Künstlerin de Picciotto. Das war die Stimmung, mit der das Bauhaus 1919 in Weimar begann. Und es könnte die sein, mit der wir morgens aufstehen. Die Natur ist aus Wellen, Fraktalen, Spiralen. Kultur ist, mit Dreieck, Quadrat und Kreis immer weiter zu spielen. Lasst es uns einfach machen!

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nable, together.“ Also Blau-Gelb-Rot oder: weniger ist mehr.

lasst es uns einfach machen

Wilhelm Wagenfelds gläserne Tischleuchte. Marcel Breuers Wassily Chair - jener Stahlrohrsessel, den er für Kandinskys Atelierwohnung baute. Alles Material, das befühlt, beklopft, ausprobiert wurde. Und das nach dem Willen Walter Gropius‘ in Serie gehen sollte. In industrieller Produktion für alle.


editorial

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Oscar ist 24 Jahre alt und kommt aus Wien. Seit 2024 steht er bei Wiener Models unter Vertrag und ist international für KULT unterwegs. Neben dem Modeln studiert Oscar Zahnmedizin und begeistert sich für alles rund um Medizin. Nach seinem Studium kann er sich sogar vorstellen, zusätzlich Humanmedizin zu studieren. Sport gehört genauso zu seinem Alltag wie die Universität. Ob Rennradfahren, Boxen oder Segeln – Hauptsache in Bewegung. Wenn er nicht gerade in der Universität oder beim Sport ist, läuft er für Marken wie Prada und Dior über die Runways in Mailand und Paris. Trotz seiner internationalen Karriere bleibt Wien seine Heimat und der Ort, an dem er sich auch langfristig sieht.

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FOTOGRAFIE SASHA MUNAEV


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2025 / 02 NYFW FW25 Street Style

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quick chat / karolina spakowski

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2026 / 02 V MAGAZINE COVER 2025 / 09 RALPH LAUREN 2025 / 11 DOUBLE VISION

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2026 / 03 ZARA

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2025 / 03 FERRAGAMO FIAMMA CAMPAIGN


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2026 / 05 ZARA 2025 / 11 DOUBLE VISION COVER 2023 / 12 VOGUE SPAIN COVER


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V.I.S.D.P. Marco Cordes KULT MODELS GmbH Lerchenstr. 14 22767 Hamburg www.kultmodels.com TEXT Nataly Bleuel KONZEPT & GESTALTUNG Sandra Schäfer DRUCK & VERARBEITUNG Drucktechnik Altona Große Rainstraße 87 22765 Hamburg PAPIER GARDA OFFSET 300g GARDA OFFSET 135g CIRCLE OFFSET 120g SCHRIFT STOLZ Book STOLZ Medium

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