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26_03 update_Magazin

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Mitgliedermagazin der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen

KANZLEIBAROMETER 2026 Zahlen, Fakten, Perspektiven

BESTLEISTUNG Lisa Klenner ist „Rookie of the Year“

NEUER LEITFADEN Lehrberuf Steuerassistenz

SALZBURG SUMMIT Gründen leicht, wachsen schwer?

STAATSSEKRETÄRIN

BARBARA EIBINGER-MIEDL im Interview


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EDITORIAL 03 | 2026

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EDITORIAL

MAG. KATHARINA KAINZ

LIEBE L ESERINNEN, LIEBE L ESER, wie schaffen wir mehr Spielraum für Wachstum, Investitionen und Zukunft? Diese Frage zieht sich durch unsere Herbstausgabe – und sie betrifft Politik, Unternehmen und unseren Berufsstand gleichermaßen. Im großen Interview spricht Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl über Budgetkonsolidierung, Entlastung, Wettbewerbsfähigkeit und private Vorsorge. Wie entscheidend gute Rahmenbedingungen für unternehmerisches Wachstum sind, zeigt auch unser Bericht vom Salzburg Summit: Beim KSW Deep Dive stand die Frage im Mittelpunkt, warum Österreich zwar viele Start-ups hervorbringt, aber nur wenige davon zu international erfolgreichen Scale-ups heranwachsen. Dass auch Regulierung Spielraum kostet, verdeutlicht unser Gastkommentator Josef Urschitz am Beispiel des hierzulande allzu beliebten „Gold-Platings“ von EU-Vorgaben. Einen Blick auf unseren Berufsstand wirft das Kanzleibarometer 2026: Zum Auftakt der neuen Serie stehen die Umsätze der Kanzleien im Fokus – mit durchwegs erfreulichen Ergebnissen. Erfreulich sind auch die Signale beim Nachwuchs: Die Steuerberatung zählt laut einer aktuellen Analyse zu den Traumberufen in Österreich. Im Herbst geht die KSW-Kampagne „Steuerberatung & KI“ in die nächste Runde, und auch die Wirtschaftsprüfung wirbt mit einer eigenen Kampagne und einer neu gestalteten Website verstärkt um junge Menschen. Lesen Sie außerdem von Lisa Klenner, unserem Rookie of the Year, und von Stefan Steibl, der Berufsanwärter:innen rät, schon früh gute Netzwerke aufzubauen. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und einen schönen Herbst! Fotos: beigestellt

Ihre Katharina Kainz

INHALT

10 04 Leitartikel von KSW-Präsident Philipp Rath 06 Interview mit Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl 10 Event Die KSW beim Salzburg Summit 2026 12 Umfrage Kanzleibarometer 2026 14 Service Neuer Leitfaden für Aufsichtsrat und Prüfer:in 15 Gastkommentar von Josef Urschitz

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16 Next Generation Rookie of the Year Lisa Klenner 17 Kurzmeldungen Moot Court Steuerrecht und Infoabend

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24 Ausbildung Lehrberuf Steuerassistenz 26 Kurzmeldungen Steuerberatung hoch im Kurs 27 Next Generation Gut vernetzt sein schadet nie

19 Thema KI im Berufsstand 20 Berufsgruppen Wirtschaftsprüfung zeigt, was in ihr steckt

28 Event EU-Inc. in Innsbruck

21 Wettbewerb KSW Diploma Thesis Award

42 Weiterbildung Seminare, Infos & Termine

22 Weiterbildung Wissensvorsprung sichern

29 Ländernews Neues aus den Bundesländern 40 Berufsjubiläen Wir gratulieren

update 3 | 2026, Herausgeber, Verlag, Vervielfältigung und Redaktion: Kammer der Steuerberater:innen und WirtIMPRESSUM KSW schaftsprüfer:innen, Am Belvedere 10 | Top 4, 1100 Wien, Tel.: 01 | 811 73, E-Mail: office@ksw.or.at, www.ksw.or.at, Verlagspostamt 1100 Wien P.b.b. Vertretungsbefugt: Präsident Mag. Philipp Rath, Unternehmensgegenstand: Vertretung und Förderung der Angehörigen der Wirtschaftstreuhandberufe in Österreich, Chefredakteurin: Mag. Katharina Kainz, Redaktion: Dr. Katharina Schnell, Produktion und Grafik: büro mischgo Druck: Druckerei Ferdinand Berger & Söhne GmbH, 3580 Horn. Die Datenschutzerklärung der KSW finden Sie unter www.ksw.or.at/datenschutz


03 | 2026 LEITARTIKEL

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

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Kapital in Bewegung

Österreich braucht mehr Wachstum, mehr Investitionen und mehr Vertrauen in die eigene wirtschaftliche Zukunft. Ein stärkerer Kapitalmarkt kann dazu viel beitragen – für Unternehmen ebenso wie für die private Vorsorge. Als KSW bringen wir uns dort ein, wo aus guten Ansätzen praxistaugliche Lösungen werden müssen.

er Sommer war hoffentlich für viele von Ihnen eine Gelegenheit, durchzuatmen und neue Energie zu tanken. Ich habe diese Zeit gemeinsam mit dem Team der KSW genutzt, um zentrale wirtschaftspolitische Fragen voranzutreiben. Ende Juli waren wir beim Salzburg Summit Gastgeber eines Deep Dives zur Zukunft des österreichischen Start-up-Standorts. Dabei soll es nicht bei der Diskussion bleiben: Die KSW arbeitet weiter an konkreten Vorschlägen, um die Rahmenbedingungen für Start-ups und Scale-ups zu verbessern. Wir bringen unsere Vorschläge aktiv in die politische Debatte ein. Ein Punkt wurde besonders deutlich: Österreich braucht mehr privates Kapital für Wachstum und Innovation.

KAPITAL MOBILISIEREN Junge, wachsende Unternehmen benötigen Zugang zu Eigen- und Wachstumskapital.

Hier hat Österreich Aufholbedarf. Der für 2027 geplante Dachfonds zur Anschluss­ finanzierung ist deshalb ein sinnvoller Schritt. Er kann privates Kapital mobilisieren – allein wird er aber nicht reichen. Auch deshalb haben wir uns im Sommer klar für die Wiedereinführung einer Behaltefrist bei der Wertpapier-KESt ausgesprochen. Langfristiger Vermögensaufbau sollte steuerlich attraktiver werden. Das gilt umso mehr für Selbstständige, weil Wertpapiere beim investitionsbedingten Gewinnfreibetrag von 2027 bis 2029 nicht mehr begünstigt sind. Entscheidend ist eine einfache Ausgestaltung: möglichst automatisch über die depotführende Stelle, mit klaren Übergangsregeln und ohne neue Sonderregime. Eine gute Idee darf nicht durch zusätzliche Komplexität an Wirkung verlieren.

VORSORGE UND KAPITALMARKT ZUSAMMENDENKEN Ein stärkerer Kapitalmarkt hilft nicht nur Unternehmen. Er ist auch ein wichtiger Baustein für die private Altersvorsorge.

Fotos: KSW | elephant and porcelain

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LEITARTIKEL 03 | 2026

bringen MAG. PHILIPP RATH, Die demografische Entwicklung erhöht, wie wir alle wissen, den Druck auf unser Pensionssystem – umso wichtiger ist es, die dritte Säule zu stärken. Auch Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl spricht sich im Interview dieser Ausgabe dafür aus, die private Vorsorge attraktiver zu machen. Eine Behaltefrist könne langfristiges Veranlagen fördern und zugleich den Kapitalmarkt stärken. Genau hier zeigt sich: Standortpolitik und Vorsorgepolitik müssen stärker zusammengedacht werden. Nun gilt es, daraus konkrete Schritte abzuleiten.

DIGITALISIERUNG MUSS ENTLASTEN Im Herbst wird uns zudem ViDA weiter beschäftigen. Die europäischen Vorgaben zur E-Rechnung und zu digitalen Meldepflichten bieten die Chance, Prozesse zu vereinfachen. Diese Chance dürfen wir nicht durch zusätzliche nationale Anforderungen verspielen. Unsere Position bleibt klar: kein Gold Plating bei ViDA! Digitalisierung muss Büro-

kratie abbauen, nicht neue schaffen. Dafür braucht es praxistaugliche Lösungen, Rechtssicherheit und ausreichend Zeit für die Umstellung. Als Kammer kennen wir die Abläufe in Kanzleien und Unternehmen aus erster Hand – dieses Wissen bringen wir in die Gespräche mit Politik und Verwaltung ein. Auch der persönliche Austausch bleibt wichtig. Im Oktober findet zum fünften Mal unsere Newcomer Networking Party statt, auf die ich mich schon sehr freue. Parallel verstärken wir unsere Nachwuchsaktivitäten in Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung. Denn ein starker Berufsstand braucht junge Menschen, die ihre Zukunft mit Kompetenz und Begeisterung mitgestalten. Ich freue mich auf einen arbeitsreichen und erfolgreichen Herbst – und auf viele persönliche Begegnungen mit Ihnen!

Mit herzlichen Grüßen Ihr Philipp Rath

Präsident der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen

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03 | 2026 INTERVIEW

Wie gelingt Budgetkonsolidierung, ohne Wachstum und Zukunftsinvestitionen auszubremsen? Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl über Entlastung, notwendige Reformen und die Frage, wie Österreich wieder an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen kann. ie sind seit März 2025 Staatssekretärin im Bundesministerium für Finanzen – in einer Phase angespannter Staatsfinanzen und verhaltener Konjunktur. Wie fällt Ihre bisherige Bilanz aus?

Dienstgeberbeitrag zum FLAF von 3,7 auf 2,7 Prozent. Welche Effekte erwarten Sie auf Beschäftigung und Standort – und welche weiteren Schritte braucht es zur Entlastung des Faktors Arbeit?

Meine bisherige Bilanz fällt trotz der schwierigen Rahmenbedingungen positiv aus. Wir haben in den vergangenen Monaten wichtige Weichen für die Budgetkonsolidierung gestellt und gleichzeitig Konjunkturimpulse gesetzt. Die Erarbeitung von zwei Doppelbudgets und der Abschluss eines neuen Stabilitätspaktes mit Ländern, Städten und Gemeinden war ein Kraftakt, der nur möglich war, weil wir über Parteigrenzen hinweg gut zusammengearbeitet haben. Die größte Herausforderung ist und bleibt, Konsolidierung und Zukunftsinvestitionen gemeinsam auf den Weg zu bringen. Wir müssen unser Budget sanieren, gleichzeitig aber auch Wachstum, Beschäftigung und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts stärken. Dafür wird es sicherlich noch weitere Reformen brauchen.

Die Senkung der Lohnnebenkosten entlastet die Unternehmen nachhaltig und gibt ihnen Spielraum für Zukunftsinvestitionen und die Sicherung von Arbeitsplätzen. Laut einer Studie könnten dadurch auch 12.000 neue Jobs entstehen. Aus meiner Sicht müssen weitere Entlastungsschritte folgen, sobald es die budgetäre Lage zulässt. Bereits ab 2027 gilt darüber hinaus die neue „Aktivpension“. Diese umfasst einen steuerlichen Freibetrag in Höhe von bis zu 15.000 Euro pro Jahr für alle, die nach einer bestimmten Versicherungsdauer über das gesetzliche Regelpensionsalter weiterarbeiten bzw. den Pensionsantritt aufschieben. Auch die monatlichen Pensionsversicherungsbeiträge entfallen dabei, sodass netto deutlich mehr vom Bruttolohn bleibt. Dadurch könnten erfahrene Kräfte der Wirtschaft länger erhalten bleiben, denn es ist ein echter Anreiz, neben der Pension noch etwas dazu zu verdienen.

Mit dem Doppelbudget 2027/28 ist der Kurs für die kommenden Jahre abgesteckt. Was stimmt Sie zuversichtlich, dass der Konsolidierungspfad hält – und wo liegt das größte Risiko?

Der Gewinnfreibetrag soll die steuerliche Belastung von Selbstständigen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einander annähern. Von 2027 bis 2029 werden Wertpapiere jedoch als begünstigte Investitionen ausge„Die größte schlossen. Davon sind besonders Herausforderung nicht anlagenintensive Betriebe und ist und bleibt, viele Freiberufler betroffen. Wie Konsolidierung und begegnen Sie dem Einwand, dass Zukunfts­investitionen dadurch ein Wechsel in die Kapitalgesellschaft attraktiver werden gemeinsam auf den könnte?

Unsere Erfahrungen mit dem ersten Doppelbudget sind sehr positiv. Wir haben bereits im ersten Budgetjahr 2025 deutlich besser abgeschnitten als geplant und sind auch im laufenden Jahr 2026 budgetär auf Kurs – nicht zuletzt aufgrund eines strengen Budgetvollzugs. Dies werden wir auch weiterhin so halten. Die geopolitischen Unsicherheiten bleiben jedoch bestehen. Umso wichtiger ist ein laufendes Controlling.

Weg zu bringen.“

Österreich zählt zu den Ländern mit einer hohen Belastung des Faktors Arbeit. Ab 2028 sinkt der

Die Einschränkung betrifft nicht den Grundfreibetrag, sondern ausschließlich den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag hinsichtlich der Wertpapiere. Dies wurde im Zuge der Budgeterstellung als ein zeitlich befristeter Beitrag zur Budgetkonsolidierung festgelegt.


INTERVIEW 03 | 2026

„Künstliche Intelligenz kann die öffentliche Verwaltung insgesamt effizienter, serviceorientierter und zukunfts­ fähiger machen.“

Fotos: beigestellt

ZUKUNFT BRAUCHT SPIELRAUM

KUR ZPORTR AIT

MMAG. BARBARA EIBINGER-MIEDL ist seit März 2025 Staatssekretärin im Bundesministerium für Finanzen. Die 46-jährige Grazerin absolvierte Betriebswirtschaft und Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz. Vor ihrem Wechsel in die Bundesregierung war die ÖVP-Politikerin Mitglied der steirischen Landesregierung, zuletzt zuständig für Wirtschaft, Arbeit, Finanzen, Wissenschaft und Forschung.

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03 | 2026 INTERVIEW

Der unmittelbare Zweck der Regelung ist also keine systematische Neuordnung des Gewinnfreibetrags. Die Maßnahme ist vor dem Hintergrund der angespannten budgetären Lage und des bestehenden Konsolidierungsbedarfs zu sehen. Mit der befristeten Einschränkung auf Realinvestitionen ist zudem ein wirtschaftspolitischer Lenkungseffekt verbunden. Für einen allfälligen Wechsel zur Rechtsform der Kapitalgesellschaft sind immer auch der entsprechende Aufwand und die damit verbundenen Kosten zu berücksichtigen.

Ab Oktober 2026 gilt für große Versandhändler eine nationale Paketsteuer von zwei Euro pro Paket. Gleichzeitig wird auf EU-Ebene seit Juli ein pauschaler Zoll von drei Euro auf niedrigwertige E-CommerceImporte aus Drittstaaten erhoben. Welchen zusätzlichen fiskal- oder lenkungspolitischen Zweck verfolgt die österreichische Abgabe? Und wie soll die Abwicklung ohne unverhältnismäßigen Aufwand gelingen? Neben den fiskalpolitischen Zielen soll die Paketsteuer Anreize für ein regionaleres und umweltbewussteres Konsumverhalten schaffen. Kleinteilige Einzelpaketbestellungen und hohe Rücksendungsquoten sollen dadurch eingedämmt und das Bewusstsein für den Einkauf im stationären Handel gefördert werden. Bei der Einhebung soll auf bereits etablierte Prozesse und Strukturen zurückgegriffen werden – sowohl auf Seite der Unternehmen als auch der Finanzverwaltung, indem man sich an bereits bekannten umsatzsteuerlichen Ausgestaltungen orientiert. Der Vollzugsaufwand für die betroffenen Unternehmen soll sich jedenfalls auf ein verhältnismäßiges Maß beschränken. Die Steuerschuld entsteht bei großen Händlern oder Plattformbetreibern, die den Schwellenwert von 100 Mio. Euro Jahresumsatz überschreiten. Sie knüpft dabei am Zeitpunkt der Zahlungsannahme an, wodurch eine gesonderte Erfassung des tatsächlichen Zustellzeitpunktes entfällt. Auch die vierteljährliche elektronische Erklärung über FinanzOnline stützt sich auf ein bereits etabliertes digitales Verfahren.

„Insbesondere der fachliche Input der KSW spielt gerade bei komplexen Änderungen im Steuerrecht eine wichtige Rolle.“

Das Budgetbegleitgesetz umfasst zahlreiche Materien und wurde innerhalb kurzer Zeit begutachtet. Wie wollen Sie sicherstellen, dass die Praxis bei künftigen Gesetzesvorhaben früher und mit echten Gestaltungsmöglichkeiten eingebunden wird? Welche Rolle soll dabei das Kontaktkomitee zwischen dem BMF und der KSW spielen?

Grundsätzlich sollte immer eine angemessene Frist für die Begutachtung vorgesehen werden. Leider ist dies in der jüngeren Vergangenheit nicht immer gelungen – gerade größere Novellierungen wie die Budgetbegleitgesetze erfordern intensive Verhandlungen auf politischer Ebene. Mit dem sehr straff gesetzten parlamentarischen Fahrplan war zuletzt leider keine längere Begutachtungsfrist möglich. Das sollte aber nicht zum Regelfall werden. Denn je früher die Einbindung der betroffenen Stakeholder aus der Praxis erfolgt, desto besser kann auch auf Hinweise und Anregungen zur praktikablen Umsetzung eingegangen werden. Insbesondere der fachliche Input der KSW spielt gerade bei komplexen Änderungen im Steuerrecht eine wichtige Rolle. Auch beim angesprochenen Budgetbegleitgesetz hat die Stellungnahme der KSW letztlich dazu beigetragen, dass einzelne Maßnahmen praxistauglicher ausgestaltet werden konnten. Der Austausch mit den jeweiligen Fachsenaten beziehungsweise den Mitgliedern der KSW ist aus meiner Sicht daher unverzichtbar.

Ab 1. Juli 2030 bringt ViDA digitale Meldepflichten für grenzüberschreitende B2B-Umsätze. Plant Österreich ähnliches auch für inländische Transaktionen – und wie lässt sich verhindern, dass durch ViDA ein neuer Bürokratieschub für Unternehmen und Kanzleien ausgelöst wird? Das ViDA-Paket sieht vor, dass ab 1. Juli 2030 für grenzüberschreitende Transaktionen zwischen Unternehmen, also B2B, innerhalb von 10 Tagen nach Eintreten des Steuertatbestandes verpflichtend eine strukturierte e-Rechnung auszustellen ist. Die Rechnungsdaten müssen gleichzeitig mit


INTERVIEW 03 | 2026

der Rechnungs­ausstellung an die Finanzverwaltung gemeldet werden, es gilt also die Einzeltransaktionsberichtspflicht. Diese Berichtspflicht soll die derzeitige zusammenfassende Meldung ersetzen. Aktuell prüfen wir, ob damit auch andere Berichtspflichten wegfallen können. Da man noch in der Konzeptionierung ist, ist noch nicht absehbar, ob und allenfalls in welcher Form zukünftig ähnliche Verpflichtungen für nationale Transaktionen vorgesehen werden sollen.

Fotos: beigestellt

Unser Berufsstand schätzt die gute Zusammenarbeit mit dem Finanzamt Österreich und dem Finanzamt für Großbetriebe. Die telefonische Erreichbarkeit der Finanzverwaltung wurde zuletzt aber wegen personeller Engpässe eingeschränkt. Wie soll die persönliche Erreichbarkeit dennoch gewährleistet bleiben – und welche Aufgaben kann KI übernehmen? Die verlässliche Erreichbarkeit für Steuerberaterinnen und Steuerberater ist und bleibt uns sehr wichtig. Bei den zuletzt notwendigen Einschränkungen wurde daher darauf geachtet, die Auswirkungen möglichst gering zu halten. Unsere Kundenservices werden insgesamt laufend weiterentwickelt. KI kann bei standardisierten Informationen und wiederkehrenden Anliegen unterstützen. Die Fragestellungen aus der Steuerberatung sind jedoch meist spezifisch und fachlich komplex. Hier ist die persönliche Betreuung durch unsere qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wesentlich. Künstliche Intelligenz kann die öffentliche Verwaltung insgesamt effizienter, serviceorientierter und zukunftsfähiger machen. Und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können dadurch den Fokus stärker auf ihre fachlichen Aufgaben legen.

Sie haben steuerliche Anreize für die private Vorsorge als „nächsten logischen Schritt“ bezeichnet. Wie lässt sich eine solche Begünstigung mit dem Konsolidierungs­druck vereinbaren – und welche Rolle soll die KSW bei der Ausgestaltung spielen? Nach den bereits erfolgten Anpassungen in der ersten Säule unseres Pensionssystems wird der Nationalrat im Herbst die Weiterentwicklung der zweiten Säule, also der betrieblichen Vorsorge beschließen. Aus meiner Sicht sollte dann auch die private Vorsorge als dritte Säule attraktiviert werden. Eine Behaltefrist würde langfristiges Veranlagen und damit die private Altersvorsorge fördern und gleichzeitig den Kapitalmarkt stärken. Ich halte sie daher aus mehreren Gründen für ein gutes Instrument. Bei der Frage der konkreten Ausgestaltung wird die aktuelle Budgetsituation sicherlich mitzudenken sein. Den Gesprächen mit den Regierungspartnern möchte ich an dieser Stelle nicht vorgreifen. Gerade in der Konzeption und Umsetzung braucht es immer auch die Expertise aus der Praxis, damit ein Modell einfach, praktikabel und nachvollziehbar ausgestaltet werden kann. Ich sehe die KSW daher auch in dieser Frage als wichtigen Ansprechpartner.

„Eine Behaltefrist würde langfristiges Veranlagen und damit die private Altersvorsorge fördern und gleichzeitig den Kapitalmarkt stärken.“

Wenn wir dieses Gespräch am Ende der Legislatur­ periode wiederholen: An welchen konkreten Ergebnissen möchten Sie sich messen lassen? Mir ist wichtig, dass wir unsere Budgetziele erreichen und die Maastricht-Kriterien wieder erfüllen. Denn ein konsolidiertes Budget schafft wieder Handlungsspielräume für Zukunftsinvestitionen. Das sind wir unseren Kindern und Enkelkindern schuldig. Gleichzeitig trete ich dafür ein, dass wir Regelungen und Verfahren wieder einfacher und praxistauglicher gestalten, sodass sich die Unternehmen in unserem Land wieder besser auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können. Mein Herzensanliegen ist außerdem die Finanz­bildung, insbesondere für junge Menschen. Denn wer über entsprechendes Finanzwissen verfügt, trifft im Leben bessere wirtschaftliche Entscheidungen. Davon profitiert jeder Einzelne, aber auch der Standort insgesamt.

Vielen Dank!

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03 | 2026 EVENT

GRÜNDEN LEICHT, WACHSEN SCHWER? Österreich bringt viele innovative Start-ups hervor – doch nur wenige schaffen den Sprung zum international wettbewerbsfähigen Scale-up. Beim 7. Salzburg Summit rückte die KSW deshalb jene kritische Wachstumsphase in den Fokus, in der aus einer guten Idee ein nachhaltig erfolgreiches Unternehmen wird.

nter dem Motto „Alliances in a New Global Order“ versammelte der von der Industriellenvereinigung organisierte Salzburg Summit von 22. bis 24. Juli mehrere hundert Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. Im Zentrum standen geopolitische Verschiebungen, Europas Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit, Energie und Innovation – mit prominenten Gästen wie dem früheren US-Außenminister Antony J. Blinken und dem ehemaligen kanadischen Premierminister Justin Trudeau.

Risiko nicht zusätzlich erschweren. Komplexe Vorschriften und langwierige Verfahren verzögern das Wachstum – und veranlassen manche Unternehmen, ihre nächsten Schritte außerhalb Österreichs zu setzen. „Wir schlagen unter anderem eine Senkung der Lohnnebenkosten sowie Entlastungen bei Gebühren, Melde- und Bürokratiepflichten vor. Gerade in den ersten Jahren müssen die Strukturkosten sinken. Für Start-ups ist es zunächst wichtiger, weniger Geld auszugeben, als zusätzliches Geld einzunehmen“, so KSW-Präsident Philipp Rath.

Vertiefende Diskussionen boten die sogenannten Deep Dives. In einem eigenen Deep Dive-Panel ging die KSW der Frage nach: „Österreichs Start-up-Standort unter Druck: Gründen leicht, Wachstum schwer?“ Unter der Moderation von Corinna Milborn diskutierten KSW-Präsident Philipp Rath, StoreboxMitgründer Johannes Braith (siehe Interview) und Manuela Fürst, Gründerin der Unternehmensberatung ValueADD. Die Ausgangsthese: An Ideen, Talenten, Forschungseinrichtungen und Förderangeboten mangelt es in Österreich nicht. Die entscheidende Schwäche zeigt sich erst, wenn Unternehmen die Gründungsphase hinter sich lassen – sobald größere Investitionen anstehen, die internationale Expansion beginnt oder Schlüsselkräfte gewonnen werden sollen. Einigkeit bestand im Panel: Förderungen allein erzeugen keine nachhaltige Wachstumsdynamik. Entscheidend sind privates Risiko- und Wachstumskapital, ein leistungsfähiger Kapitalmarkt sowie Rahmenbedingungen, die unternehmerisches

Für die KSW ist das Thema eng mit der Beratungspraxis verknüpft: Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen begleiten Unternehmen oft von der Gründung an und erleben unmittelbar, wo steuerliche, regulatorische oder strukturelle Hürden entstehen. Die zentrale Botschaft: Österreich braucht nicht nur mehr Gründungen, sondern bessere Bedingungen für wachsende Unternehmen. Die KSW bündelt die wichtigsten Panel-Inputs in einem politischen Maßnahmenkatalog und setzt den Dialog mit den verantwortlichen Stakeholdern fort.

Der 7. Salzburg Summit war hochkarätig besetzt. Im Bild: der ehemalige kanadische Premierminister Justin Trudeau


EVENT 03 | 2026

v.l.n.r.: Moderatorin Mag. Corinna Milborn, Storebox-CEO Dr. Johannes Braith, Mag. Manuela Fürst, CEO von ValueADD, sowie KSW-Präsident Mag. Philipp Rath

INTERVIE W

JOHANNES BRAITH, CEO von Storebox, führt das „größte voll digitalisierte urbane Lager- und Logistiknetzwerk Europas“.

Weniger Förderromantik, mehr Kapitalmarktlogik Storebox bietet digital zugängliche Lager- und Logistikflächen in Städten. Das Unternehmen wurde 2016 in Wien gegründet und betreibt heute rund 370 Standorte in sechs Ländern. Privatkund:innen können die Lagerräume rund um die Uhr online buchen und nutzen. Unternehmen dienen die Standorte als Micro-Hubs für Lagerung, Abholung, Versand und Zustellung. Mitgründer und CEO Johannes Braith erklärt, was heimische Start-ups für ihr Wachstum brauchen.

Fotos:: IV, Storebox

Was war für Storebox die größte Hürde auf dem Weg vom Start-up zum Scale-up? Die größte Herausforderung war, aus einem erfolgreichen Gründerunternehmen eine belastbare Organisation zu bauen. Am Anfang lösen wenige Menschen viele Themen direkt und pragmatisch – das funktioniert erstaunlich lange. Mit mehreren Ländern, hunderten Standorten, Franchisepartner:innen, institutionellen Investor:innen und neuen Geschäftsfeldern braucht es klare Verantwortlichkeiten, stabile Prozesse, gute Daten und Führung auf mehreren Ebenen. Dieser Übergang ist wesentlich schwieriger, als es von außen aussieht. Dazu kommt die Finanzierung: Storebox verbindet Software mit physischer Infrastruktur – das macht Wachstum kapitalintensiver als bei einem rein digitalen Produkt.

Wie können Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung hier unterstützen? Für ein wachsendes Unternehmen sind sie Teil der Infrastruktur. Mit internationalen Gesellschaften, Finanzierungsrunden und komplexeren Verträgen steigt die Verantwortung schnell.

Gute Berater:innen müssen das Geschäftsmodell verstehen und früh erkennen, welche Strukturen Expansion und Finanzierung unterstützen. Wirtschaftsprüfung schafft zugleich Vertrauen bei Investor:innen, Banken und Geschäftspartner:innen durch nachvollziehbare Zahlen, konsistente Prozesse und belastbare Governance. Entscheidend ist, unternehmerisch nach vorne zu denken und Komplexität beherrschbar zu machen.

Sie sagen, Österreich müsse sich vom Förderstandort zum Wachstumsstandort entwickeln. Was fehlt nach der Gründungsphase? In der Frühphase ist Österreich gut aufgestellt. Später braucht es vor allem Kapital, Talente, Geschwindigkeit und planbare Rahmenbedingungen. Ein Scale-up benötigt nicht für jedes Vorhaben ein neues Förderprojekt, sondern niedrigere Kosten auf Arbeit, einfache Mitarbeiterbeteiligungen, privates Wachstumskapital und eine Verwaltung, die internationale Expansion erleichtert.

Welche drei konkreten Maßnahmen wären besonders wichtig? Erstens sollten private Start-up-Investments steuerlich attraktiver werden, etwa durch einen echten Verlustvortrag und Anreize für langfristiges Halten und Reinvestment. Zweitens braucht es mehr institutionelles Wachstumskapital, etwa über professionell gemanagte Dachfonds. Drittens müssen Mitarbeiterbeteiligungen einfacher und erst bei tatsächlicher Liquidität besteuert werden. Der gemeinsame Nenner: weniger Förderromantik, mehr Kapitalmarktlogik. Gute Ideen und Talente haben wir – sie brauchen ein Umfeld, in dem sie hier groß werden können.

Vielen Dank!

Das ausführliche Interview mit Johannes Braith finden Sie auf

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03 | 2026 UMFRAGE

KANZLEIBAROMETER 2026:

ZAHLEN, FAKTEN, PERSPEKTIVEN

MAG. FRANZ SCHMALZL Vizepräsident der KSW

„Die Zahlen des Kanzleibarometers zeigen, dass die befragten Kanzleien wirtschaftlich überwiegend stabil aufgestellt sind und mehr als drei Viertel ihre Umsätze steigern konnten – trotz Fachkräftemangel und technologischem Wandel.“

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Mit dem Kanzleibarometer 2026 hat die KSW heuer eine umfassende Strukturerhebung im Berufsstand durchgeführt. Die Ergebnisse liefern wertvolle Vergleichsdaten für die Arbeit Ihrer Interessenvertretung – und werden nun in einer mehrteiligen Serie vorgestellt. Den Beginn macht ein Blick auf die Umsätze der Kanzleien.

ünstliche Intelligenz, Fachkräftemangel und neue Arbeitsmodelle verändern unseren Berufsstand fortlaufend. Um diese Entwicklungen besser einordnen und ihnen vorausschauend begegnen zu können, hat die KSW heuer im Frühjahr eine umfassende Online-Befragung durchführen lassen. Zwischen 9. März und 6. April 2026 beteiligten sich 283 Kanzleien und Gesellschaften an der anonymen Erhebung. Der Fragebogen umfasste insgesamt 50 Fragen zu Themen wie Kanzleistruktur, Digitalisierung und Fachkräftebedarf. 78,1 Prozent der Teilnehmer:innen waren Steuerberater:innen, 21,9 Prozent Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen. Die Erhebung wurde von marketagent.com als unabhängigem Institut umgesetzt und ausgewertet. In dieser ersten Folge der neuen Serie stehen die Umsatzzahlen im Mittelpunkt: Wie hoch war der Umsatz 2025, wie setzt

er sich zusammen und wie hat er sich in den vergangenen zwei Jahren entwickelt?

BREITE STREUUNG BEI DER UMSATZHÖHE Die befragten Kanzleien und Gesellschaften unterscheiden sich in ihrer wirtschaftlichen Größe deutlich. Knapp die Hälfte der teilnehmenden Kanzleien erzielte 2025 einen Umsatz zwischen 501.000 Euro und 2 Mio. Euro: 22,6 Prozent lagen in der Bandbreite von 501.000 Euro bis 1 Mio. Euro, weitere 25,8 Prozent zwischen 1,01 und 2 Mio. Euro. Kleinere Kanzleien mit einem Umsatz zwischen 101.000 und 500.000 Euro machten gemeinsam 26,5 Prozent aus. Am oberen Ende der Skala erwirtschafteten 6,4 Prozent der Kanzleien einen Umsatz von mehr als 5 Mio. Euro. Das Teilnehmerfeld ist somit vor allem durch kleine und mittlere Kanzleien geprägt, denen eine kleinere Gruppe größerer Gesellschaften gegenübersteht.


UMFRAGE 03 | 2026

Fotos: KSW

JAHRESABSCHLUSSERSTELLUNG MIT GRÖSSTEM UMSATZANTEIL Bei der Zusammensetzung des Umsatzes zeigt sich: Mit durchschnittlich 36 Prozent entfällt der größte Anteil auf die Jahresabschlusserstellung inklusive Steuererklärungen. Es folgen die Buchhaltung mit 29,3 Prozent und die Lohnverrechnung mit 18,2 Prozent. Die Steuerberatung im engeren Sinn trägt im Schnitt 16,1 Prozent zum Umsatz bei. Auf die Jahresabschlussprüfung entfallen durchschnittlich 10,1 Prozent. Zu diesem Bereich machten allerdings nur 99 von rund 280 Teilnehmer:innen Angaben – deutlich weniger als bei den übrigen Tätigkeitsfeldern. Gutachten spielen mit durchschnittlich 2,1 Prozent eine vergleichsweise geringe Rolle. Insgesamt zeigt sich damit, dass Jahresabschlusserstellung und Buchhaltung im Durchschnitt die größten Umsatzanteile der teilnehmenden Kanzleien ausmachen. MEHR ALS DREI VIERTEL STEIGERN IHREN UMSATZ Die Umsatzentwicklung der vergangenen zwei Jahre zeichnet ein überwiegend positives Bild: 76,3 Prozent der Kanzleien und Gesellschaften konnten ihren jährlichen Umsatz steigern – 24,7 Prozent um mehr als zehn Prozent, 27,9 Prozent um sechs bis zehn Prozent und 23,7 Prozent um drei bis fünf Prozent. Diese Daten zeigen einmal mehr die wirtschaftliche Bedeutung unseres Berufsstands. Vor allem in Zeiten der Krise sind die Leistungen der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen stark nachgefragt. Bei 17 Prozent der Befragten blieb der Umsatz mit einer Schwankungsbreite von plus/minus zwei Prozent nahezu konstant. Lediglich 3,6 Prozent verzeichneten einen Rückgang. Damit liefert die erste Auswertung des Kanzleibarometers ein positives wirtschaftliches Gesamtbild – weitere Einblicke in Strukturen, Digitalisierung und Fachkräfte folgen in den nächsten Ausgaben.

UMSATZ AUS DER TÄTIGKEIT AUF FOLGENDE BEREICHE GETEILT Jahresabschlusserstellung und Buchhaltung haben im Durchschnitt die größten Umsatzanteile.

Mittelwert Jahresabschlusserstellung inkl. Steuererklärungen (n=276)

36,0 % 29,3 %

Buchhaltung (n=275) 18,2 %

Lohnverrechnung (n=266)

16,1 %

Steuerberatung (n=275) 10,1 %

Jahresabschlussprüfung (n=99) Gutachten (n=73)

2,1 %

„Wie teilte sich der Umsatz aus der Tätigkeit Ihrer Kanzlei /Gesellschaft im Jahr 2025 auf folgende Bereiche auf?“

DURCHSCHNITTLICHE JÄHRLICHE UMSATZENTWICKLUNG DER LETZTEN 2 JAHRE Mehr als drei Viertel der Kanzleien konnten ihren Umsatz in den vergangenen zwei Jahren steigern.

Mehr als 10 % jährlich gestiegen

24,7 %

6 % bis 10 % jährlich gestiegen

27,9 % 23,7 %

3 % bis 5 % jährlich gestiegen 17,0 %

Etwa gleichgeblieben (+/- 2 %) 3 % bis 5 % jährlich gesunken

1,8 %

6 % bis 10 % jährlich gesunken

1,8 %

Mehr als 10 % jährlich gesunken Keine Angabe

0,0 % 3,2 %

„Wie hat sich der jährliche Umsatz Ihrer Kanzlei/Gesellschaft im Durchschnitt der letzten 2 Jahre entwickelt?“

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03 | 2026 SERVICE

AUFSICHTSRAT UND PRÜFER:IN:

DIE AUFGABEN KLAR IM BLICK Eine verlässliche Unternehmensberichterstattung ist eine wesentliche Grundlage für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens. Aufsichtsrat bzw. Prüfungsausschuss und Abschlussprüfer:in bzw. Prüfer:in der Nachhaltigkeitsberichterstattung nehmen dabei unterschiedliche, aber eng miteinander verknüpfte Aufgaben wahr. Der neue KSW-Leitfaden zeigt, wie eine wirksame Zusammenarbeit in der Praxis gelingen kann. Von Mag. Helmut Kerschbaumer, Leiter des Fachsenats für Unternehmensund Gesellschaftsrecht & Corporate Governance

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Wesentliche Inhalte des Leitfadens > Prüfungsausschuss: Einrichtung, Zusammensetzung und Aufgaben > Auswahlverfahren, Beauftragung und Unabhängigkeit > Prüfungsdurchführung und Berichterstattung, einschließlich Konzernabschlussprüfung > Besonderheiten der Prüfung der Nachhaltigkeitsberichterstattung > Kommunikation und Feedback vor, während und nach der Prüfung

rarbeitet wurde der Leitfaden vom Fachsenat für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht und Corporate Governance der KSW. Die Veröffentlichung ist für Herbst 2026 vorgesehen; der Leitfaden wird online frei verfügbar sein. Er richtet sich vor allem an Mitglieder von Aufsichtsräten und Prüfungsausschüssen, bietet aber auch Berufskolleg:innen eine kompakte Orientierung für die Zusammenarbeit mit den Aufsichtsorganen. Der Leitfaden begründet keine zusätzlichen Standards oder Verpflichtungen, sondern bereitet bestehende gesetzliche Bestimmungen, berufsrechtliche Vorschriften und praxisbewährte Vorgehensweisen verständlich auf.

ERGÄNZUNG ZUM IWP-AUSSCHREIBUNGSLEITFADEN Das iwp stellt bereits seit einigen Jahren einen Leitfaden für die Ausschreibung von Abschlussprüfungen zur Verfügung. Der neue KSW-Leitfaden erweitert den Blick auf den gesamten Prüfungsprozess: von der Auswahl und Beauftragung der Abschlussprüfer:innen über Prüfungsplanung und -durchführung bis zu Berichterstattung, Kommunikation und Feedback nach Abschluss der Prüfung.

Im Mittelpunkt stehen die rechtlichen Rahmenbedingungen und die daraus folgenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Dazu zählen insbesondere die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sowie der internen Revision, aber auch die Überwachung der Abschlussprüfung und der Unabhängigkeit der Abschlussprüfer:innen. Darüber hinaus erläutert der Leitfaden wesentliche Aspekte der Prüfungsplanung und -durchführung sowie der Berichterstattung und berücksichtigt die Besonderheiten der Konzernabschlussprüfung. Soweit bereits regulatorische Vorgaben und Praxiserfahrungen bestehen, geht er auch auf die Prüfung der Nachhaltigkeitsberichterstattung ein.

PRAXISNAH AUFBEREITET Zahlreiche Praxishinweise und Erläuterungen zu Fachbegriffen machen die gesetzlichen und fachlichen Anforderungen leichter verständlich. Sie sollen Orientierung geben, wie die bestehenden Vorgaben unter Berücksichtigung von Größe, Komplexität und Risikosituation des jeweiligen Unternehmens sinnvoll umgesetzt werden können. Für Berufskolleg:innen ist der Leitfaden nicht nur eine fachliche Informationsquelle. Er bietet auch eine gute Gelegenheit, aktiv auf die Aufsichtsorgane zuzugehen, Aufgaben und Kommunikation im Prüfungsprozess gemeinsam zu erörtern und damit die Zusammenarbeit noch wirksamer zu gestalten.


GASTKOMMENTAR 03 | 2026

G A S T K O M M E N TA R JOSEF URSCHITZ

ist Wirtschafts­kolumnist bei der Tageszeitung „Die Presse“.

WIR MUSTERSCHÜLER

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Österreich hat eine lange Tradition darin, bürokratische EU-Vorgaben national zu verschärfen. Dieses „Gold Plating“ – wie etwa jetzt beim Klimagesetz – kommt die Wirtschaft ziemlich teuer zu stehen.

Fotos: Die Presse / Fabry

uropa will spätestens 2050 klimaneutral wirtschaften. Ganz Europa? Nein! Einem kleinen alpinen Land in der Mitte geht das nicht schnell genug. Österreich, wird die Regierung in ihr Klimagesetz schreiben, soll dieses Ziel schon 2040 erreichen, also in 14 Jahren. Es gibt auch noch andere Musterknaben in der Europäischen Union. Deutschland etwa, oder Schweden und Portugal. Die nehmen sich dieses Ziel allerdings erst bis 2045 vor. Der große Rest peilt 2050 an. Das EU-Ziel ist angesichts der Kosten der Transformation ambitioniert. Das österreichische Ziel ist, sagen wir ganz vorsichtig, ein bisschen überambitioniert. Vor allem aber kaum erreichbar. Es wird, auch wenn aus heutiger Sicht national keine Sanktionen bei Verletzung vorgesehen sind, sehr wahrscheinlich zu unnötigen Strafzahlungen führen. Und es wird keinen Klimaeffekt haben: Das EU-Gesamtziel bleibt ja unverändert. Und wenn Einzelne vorpreschen, können die anderen entspannter auf dieses Ziel hinarbeiten. Warum macht man so etwas? Warum prescht man aus freien Stücken so weit vor und riskiert dabei zum Schaden der Wirtschaft hohe Kosten ohne die gewünschte Wirkung? Gute Frage. Fix ist jedenfalls, dass die Klimasache kein Ausreißer ist. Österreich hat eine lange Geschichte von Gold Plating, dem „Veredeln“ von EU-Vorgaben bei der Übernahme in nationales Recht. Die Konstruktion des heimischen Föderalismus führt dazu, dass die Bundesländer dann oft

noch ein zusätzliches Stück Verkomplizierung draufsetzen. Am Ende steht dann ein überbürokratisiertes Land. In keinem anderen EU-Staat ist der Anteil der Unternehmen, die das Regulierungsniveau als Hemmnis für Investitionen sehen, so groß wie hierzulande. Ob es um das Weglassen von Ausnahmen, um vorgezogene Umsetzung (wie etwa beim Klimagesetz) oder um zusätzliche Dokumentationsverpflichtungen geht – Österreich ist bei der Verschärfung von EU-Regeln unerreicht.

„Österreich ist bei der Verschärfung von EU-Regeln unerreicht.“

Selbstverständlich ist das den Regierenden bekannt. Sie sehen aber lieber nicht mehr so genau hin. Der letzte „Gold Plating Check“ fand 2018 statt. Damals wurden 489 Fälle von „überschießender Umsetzung“ von EU-Vorgaben gefunden. Die Wirtschaft sei dadurch mit zumindest 500 Mio. Euro im Jahr belastet worden, fand damals eine Eco-Austria-Studie heraus. Ungefähr zehn Prozent dieser unnötigen bürokratischen Schikanen wurden 2019 sogar mittels eines Gold Plating-Gesetzes repariert. Seither schaut man sich das nicht mehr so genau an – und „veredelt“ munter weiter. Man will halt europäischer Musterschüler sein, koste es buchstäblich, was es wolle. Wenn wir von Bürokratiereformen reden – der Verzicht auf Gold Plating wäre eine, die sich schnell umsetzen ließe und viel Geld brächte. Wollen muss man halt.

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03 | 2026 NEXT GENERATION

ROOKIE OF THE YEAR

WARUM HABEN SIE SICH FÜR DEN BERUF DER WIRTSCHAFTSPRÜFERIN ENTSCHIEDEN? GAB ES DAFÜR EINEN SCHLÜSSELMOMENT? Im Rahmen meines Bachelorstudiums habe ich ein Praktikum bei KPMG in der Wirtschaftsprüfung absolviert. Die Aufgaben und die Zusammenarbeit im Team haben mich von Beginn an so begeistert, dass ich geblieben bin und seit meinem Masterstudium in diesem Bereich arbeite. Besonders fasziniert mich, wie abwechslungsreich der Beruf ist und dass man sich täglich in neue Unternehmen, Branchen und Sachverhalte hineindenkt. Man erhält spannende Einblicke hinter die Kulissen der Unternehmen und hat eine sehr steile Lernkurve. WAS GEFÄLLT IHNEN NOCH AN IHREM BERUF – UND WARUM WÜRDEN SIE IHN WEITEREMPFEHLEN? Schon in der Schule war Rechnungswesen eines meiner Lieblings­fächer – und daran hat sich bis heute wenig geändert. Besonders spannend finde ich es, mich in komplexe Themen einzuarbeiten und unsere Klient:innen auch über die Abschluss­prüfung hinaus zu begleiten. Außerdem lebt der Beruf stark vom Austausch – sowohl intern mit Kolleg:innen als auch extern mit Klient:innen. Genau diese Vielfalt macht die Wirtschaftsprüfung für mich so besonders. Es ist kein Beruf, in dem man ausschließlich vor dem Bildschirm sitzt, sondern einer, in dem man laufend neue Einblicke gewinnt und sich stetig weiterentwickelt.

„MAN HAT EINE SEHR STEILE LERNKURVE.“ Lisa Klenner hat die Wirtschaftsprüfer:innenPrüfung 2025 als österreichweit Jahrgangsbeste absolviert. Was sie an ihrem Beruf besonders begeistert, erzählt unser „Rookie of the Year“ im Interview. Lisa Klenner, MA, 27, studierte Rechnungswesen & Controlling an der FH Campus 02 in Graz sowie Financial Management & Controlling an der FHWien der WKW. Seit 2020 ist die gebürtige Mödlingerin bei KPMG Austria tätig, seit Juni 2025 als Audit Managerin. Sie leitet Prüfungen von Jahres- und Konzernabschlüssen nach UGB und IFRS mit den Schwerpunkten Handel, Industrie, Infrastruktur und Immobilien. Die Prüfung zur Wirtschaftsprüferin schloss Klenner 2025 als Jahrgangsbeste ab. In ihrer Freizeit spielt sie Querflöte und ist gerne sportlich aktiv.

SIE HABEN DIE PRÜFUNG ZUR WIRTSCHAFTSPRÜFER:IN ALS JAHRGANGSBESTE ABGESCHLOSSEN – IHR PERSÖNLICHES ERFOLGSREZEPT? Motiviert und mit einer positiven Grundeinstellung an die Prüfungen heranzugehen. Ich habe mir vor den Prüfungen immer vor Augen geführt, wie erleichtert man danach ist und wie groß die Freude über eine bestandene Klausur ist. Ausreichend Zeit für die Vorbereitung ist natürlich eine Grundvoraussetzung. Hier hatte ich starken Rückhalt von meinem Team, das es mir ermöglicht hat, mir die notwendigen Lernzeiten freizunehmen. Die intensive Lernphase ist nicht immer einfach. Umso schöner ist das Gefühl nach der bestandenen mündlichen Prüfung: Stolz und Erleichterung machen den Aufwand mehr als wett. Mein Rat an alle Berufsanwärter:innen lautet daher, das eigene Ziel stets klar vor Augen zu haben, sich die Motivation dahinter bewusst zu machen und mit einer positiven Haltung in die Prüfungen zu gehen. WELCHES ERLEBNIS HAT SIE IN IHREM BISHERIGEN BERUFSLEBEN BESONDERS GEPRÄGT – FACHLICH ODER PERSÖNLICH? Es gab für mich nicht dieses eine Erlebnis. Vielmehr haben mich die schrittweise wachsende Verantwortung und das Vertrauen meiner Vorgesetzten besonders geprägt. Beides hat dazu beigetragen, dass ich mich sowohl fachlich als auch persönlich stark weiterentwickeln konnte.

Fotos: beigestellt

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KURZMELDUNGEN 03 | 2026

VOM HÖRSAAL IN DEN GERICHTSSAAL Aus einer Idee wird ein konkretes Projekt: Auf Initiative von KSW-Vizepräsident Klaus Hilber arbeitet die KSW derzeit an einem bundesweiten Moot Court Steuerrecht. Studierende sollen dabei einen echten Steuerrechtsfall bearbeiten und erleben, wie aus wissenschaftlichem Wissen überzeugende Argumentation wird. Autor: Andreas Dascau

Im letzten up:date Magazin war es noch eine Idee, über die Klaus Hilber im Rahmen einer öffentlichen Verhandlung am Bundesfinanzgericht gesprochen hat. Inzwischen laufen unter seiner Federführung die Vorbereitungen für einen eigenen Moot Court Steuerrecht, der im kommenden Jahr erstmals stattfinden soll. Hilber beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, wie junge Menschen für Steuerrecht und den Berufsstand begeistert werden können. Als Lehrender kennt er die universitäre Ausbildung aus unmittelbarer Nähe, zugleich bringt er seine Erfahrung aus Steuerberatung und Kammerarbeit ein. Die Idee des Moot Courts: Studierende sollen Steuerrecht nicht nur lernen, sondern auch anwenden. Geplant ist ein bundesweiter Wettbewerb, bei dem Teams eine reale, beim Verwaltungsgerichtshof anhängige Streitsache bearbeiten. Sie verfassen eine Revisionsschrift und eine Revisionsbeantwortung. Die besten Teams sollen ihre Argumente anschließend in einer öffentlichen Endausscheidung mündlich vertreten. Bewertet werden die Leistungen von einem fünfköpfigen Gericht mit Vertreter:innen aus Justiz, Finanzverwaltung, KSW und steuerberatender Praxis. Damit verbindet das Format mehrere Ziele: Studierende erhalten Einblick in das Revisionsverfahren und trainieren praxisrelevante Fähigkeiten. Zugleich kann die KSW frühzeitig mit engagierten Studierenden in Kontakt treten und die Steuerberatung als anspruchsvolles und vielseitiges Berufs­ feld sichtbar machen. Noch sind einige Schritte zu setzen. Wenn der KSW Moot Court Steuerrecht im kommenden Jahr startet, wird er Wissenschaft, Gerichtsbarkeit, Finanzverwaltung und steuerberatende Praxis zusammenbringen – und jungen Menschen zeigen, wie lebendig Steuerrecht sein kann.

Fotos: KSW

BUDGETBEGLEITGESETZ IM FOKUS Beim letzten KSW-Informationsabend vor der Sommerpause drehte sich alles um die steuerlichen Neuerungen des Budgetbegleitgesetzes. KSW-Vizepräsident Franz Schmalzl begrüßte die Teilnehmer:innen vor Ort in der ASW Wien sowie online aus ganz Österreich. Mit dabei waren auch KSW-Präsident Philipp Rath und Roland Rief, Leiter des KSW-Fachsenats für Steuerrecht. Sektionschef Gunter Mayr und Gruppenleiter Christoph Schlager vom Bundesministerium für Finanzen gaben einen praxisnahen Überblick über die wichtigsten Änderungen. Im Fokus standen unter anderem der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag, der Sachbezug für E-Kfz und der progressive KöSt-Tarif. v.l.n.r.: KSW-Präsident Mag. Philipp Rath, GL Mag. Christoph Schlager, SC Univ.-Prof. DDr. Gunter Mayr und KSW-Vizepräsident Mag. Franz Schmalzl

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Danke fürs genaue Hinschauen. Seit 25 Jahren.

Seit 25 Jahren prüfen Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen, ob Spendengelder verantwortungsvoll, widmungsgemäß und wirtschaftlich eingesetzt werden. Ihr genauer Blick schafft Sicherheit, stärkt das Vertrauen in gemeinnützige Organisationen und macht das Österreichische Spendengütesiegel möglich. Danke, dass Sie diesen Weg seit 25 Jahren mit uns gehen.


THEMA 03 | 2026

KI IM BERUFSSTAND Künstliche Intelligenz ist auf dem Weg, geschäftskritische Prozesse und die Berichterstattung nachhaltig zu prägen. Der Fachsenat für IT, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz begleitet diese Entwicklung mit praxis­nahen Arbeitshilfen, aktuellen Leitlinien und neuen Prüfungsansätzen für den Berufsstand.

Fotos: beigestellt

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er Einsatz von KI hat sich in vielen Unternehmen wie auch in WT-Kanzleien deutlich weiterentwickelt: Während KI anfangs vor allem für erste praktische Anwendungsfälle in isolierten Bereichen genutzt wurde, unterstützt sie heute zunehmend geschäftskritische Prozesse sowie die Berichterstattung – mit wesentlichen Auswirkungen auf den gesamten Berufsstand. Der Fachsenat für IT, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz beschäftigt sich daher bereits seit einiger Zeit intensiv mit diesem Themenkreis und den damit verbundenen Herausforderungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt darauf, den Berufsstand mit praxisorientierten Hilfestellungen rund um den Einsatz von KI zu unterstützen. Die dazu erarbeiteten Arbeitshilfen sollen möglichst einfach anwendbare Ausarbeitungen und Lösungen bereitstellen. Der Fragenkatalog „Relevanz von KI-Systemen der geprüften Einheit i.R.d. Ab-

MAG. KERSTIN HEYN-SCHALLER

LAURENZ SCHWELLE MSC

CISA, AAIA, CISM, CRISC

Wirtschaftsprüfer, CIA

Stellvertretende Vorsitzende des Fachsenats für IT, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz

Stellvertretender Vorsitzender des Fachsenats für IT, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz

schlussprüfung“ richtet sich primär an die Abschlussprüfung und behandelt die Relevanz und typische Risiken von KISystemen sowie daraus abzuleitende Maßnahmen und Prüfungshandlungen. Der Fragenkatalog „KI-Governance-Leitlinie“ ist umfassender angelegt und setzt den Schwerpunkt auf den sinnvollen und sicheren Einsatz von KI in WT-Kanzleien. In der laufenden Überarbeitung werden schwerpunktmäßig (berufs-)rechtliche Fragestellungen rund um den Einsatz von KI-Systemen diskutiert, da diese in der Praxis zu Unsicherheiten geführt haben. Auch in anderen Unternehmen abseits des Berufsstands bestehen Unsicherheiten – nicht nur hinsichtlich rechtlicher Aspekte, sondern ebenso beim verantwortungsvollen und sicheren Einsatz von KI. Damit wächst das Interesse an unabhängigen Prüfungs- und gegebenenfalls Zusicherungsleistungen, die Transparenz und Vertrauen schaffen. Ein aktueller Schwerpunkt des Fach­ senats ist daher die Erarbeitung einer detaillierten, praxisorientierten Hilfestellung für die Prüfung von KI-Systemen, die über den Anwendungsbereich und Umfang der klassischen Abschlussprüfung hinausgeht. Angesichts der dynamischen Entwicklung wird Künstliche Intelligenz auch künftig ein zentraler Tätigkeitsschwerpunkt des Fachsenats bleiben.

Bereits erschienene Arbeitshilfen und aktuelle Projekte des Fachsenats > Fragenkatalog „Relevanz von KI-Systemen der geprüften Einheit i.R.d. Abschlussprüfung“ (27. Jänner 2025; überarbeitete Version ist veröffentlicht) > Fragenkatalog „KI-GovernanceLeitlinie“ (8. Juli 2025; derzeit in Überarbeitung) > Vorlage für eine KI-Richtlinie (11. Dezember 2025) > Guidance zur Prüfung von KI-Systemen (in Ausarbeitung) > KI-Kompetenzen für den Berufsstand (in Ausarbeitung)

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03 | 2026 BERUFSGRUPPEN

WIRTSCHAFTS­ PRÜFUNG ZEIGT, WAS IN IHR STECKT Die Berufsgruppe der Wirtschaftsprüfer:innen holt ihr Berufsbild im Herbst vor den Vorhang. Mit einem neuen Imagevideo und einer breit angelegten Social-Media-Kampagne spricht sie Schüler:innen und Studierende genau dort an, wo sie sich informieren. Auch die Website präsentiert sich schon bald in neuem Look.

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irtschaftsprüfung. Klingt trocken, ist es aber nicht.“ Unter diesem Motto räumt das neue Imagevideo mit gängigen Vorurteilen auf. Kurz, zeitgemäß und direkt zeigt es, was den Beruf tatsächlich ausmacht: Verantwortung übernehmen, analytisch denken, Unternehmen verstehen und sich laufend mit Menschen austauschen. Wirtschaftsprüfung ist ein anspruchsvoller Job für „Business Brains“ – fordernd, abwechslungsreich und alles andere als Routine. Oder, wie es im Video heißt: „Nicht easy.“ Das Video wird im Kino und auf YouTube ausgespielt. Kurze Clips und Reels daraus bringen die Botschaft zusätzlich auf jene Social-Media-Plattformen, auf denen die Zielgruppe ebenfalls unterwegs ist. Die unterschiedlichen Formate sollen Neugier wecken, ein realistisches Berufsbild vermitteln und vielfältige Karrierechancen zeigen.

NEUES WEBDESIGN FÜR DEN NACHWUCHS Im Laufe des Oktobers erfolgt außerdem der Relaunch von deinewirtschaftsprueferinnen.at. Die

Website wird grundlegend überarbeitet und konsequent auf potenzielle Nachwuchskräfte zugeschnitten. Ein reduziertes, modernes Design, eine lebendigere Bildsprache und eine klare Navigation ermöglichen einen schnellen Einstieg in die wichtigsten Themen. Im Mittelpunkt stehen die beruflichen Perspektiven in der Wirtschaftsprüfung. Unter „Berufsbilder“ werden Wirtschaftsprüfer:in, Berufsanwärter:in und Revisionsassistent:in vorgestellt. „Wirtschaftsprüfer:in werden“ bündelt Informationen zu Einstieg, Qualifikation und Entwicklung. „Erfolgsgeschichten“ ergänzen sie um konkrete Karrierewege und persönliche Erfahrungen. Aktuelle Stellenangebote sind unter „Jobs“ direkt über die Startseite erreichbar. Die Website ist modular aufgebaut: Neue Inhalte, Bilder sowie künftige Nachwuchs- und Imagekampagnen lassen sich flexibel ergänzen. Damit schafft der Relaunch zugleich die Basis für die weitere Nachwuchskommunikation der Wirtschaftsprüfung.

Fotos: KSW

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WETTBEWERB 03 | 2026

KSW DIPLOMA THESIS AWARD VON TIROL NACH GANZ ÖSTERREICH Was sich über Jahre in Tirol bewährt hat, wurde heuer erstmals österreichweit umgesetzt: Schulen aus allen Bundesländern beteiligten sich am KSW Diploma Thesis Award, der Schüler:innen berufs­ bildender höherer Schulen und den Berufsstand näher zusammenbrachte.

Fotos:: Katharina Schiffl, Blickfang, Foto Fischer, KSW Kärnten

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Autor: Andreas Dascau

ass aus einer regionalen Erfolgsgeschichte ein österreichweites Projekt wurde, ist vor allem Klaus Hilber, Erster Vizepräsident der KSW, zu verdanken. In Tirol begleitete und förderte er den Award viele Jahre. Zum zehnjährigen Jubiläum des dortigen Wettbewerbs setzte er den entscheidenden Impuls, das Format über die Landesgrenzen hinauszutragen. Dahinter steht die Überzeugung, junge Menschen möglichst früh für wirtschaftliche und steuerliche Fragestellungen zu begeistern und ihnen zugleich die vielfältigen Perspektiven unseres Berufsstandes näherzubringen. Für die österreichweite Umsetzung wurde das bestehende Konzept gemeinsam mit den Landesstellen weiterentwickelt. Eingereicht werden konnten Diplomarbeiten zu Themen, die auch den Berufsalltag prägen. Die Bandbreite reichte von Rechnungswesen und Steuerrecht über Controlling und Finanzen bis zu Risikomanagement und wirtschaftlicher Bildung. Die Arbeiten wurden von ehrenamtlichen Fachjurys in den Bundesländern bewertet. Die drei erstgereihten Arbeiten wurden mit 1.500, 1.000 beziehungsweise 500 Euro prämiert. Ein wesentlicher Gedanke des Awards ist der persönliche Kontakt: Die Preisverleihungen wurden von den Landesstellen beziehungsweise gemeinsam mit den Schulen gestaltet. So kamen Schüler:innen, Familien, Lehrkräfte und Berufsangehörige unmittelbar miteinander ins Gespräch. Der Award würdigt damit nicht nur besondere schulische Leistungen, sondern macht den Berufsstand für junge Menschen persönlich erlebbar. Wie vielfältig die Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen Fragen ausfiel, zeigen die ausgezeichneten Themen. Sie reichen von der Digitalisierung einer Steuerkanzlei und deren Auswirkungen auf Arbeitsabläufe und Kundenbeziehungen bis zur wirtschaftlichen Bewertung einer Immobiliensanierung. Auch Finanzmanagement, Financial Literacy, private Vorsorge und wirtschaftliche Bildung wurden aufgegriffen.

Die Preisverleihungen fanden österreichweit statt, wie etwa in Wien/ Niederösterreich, Tirol, Kärnten und in der Steiermark (von oben nach unten)

Der Diploma Thesis Award ist damit mehr als eine Auszeichnung für gute Abschlussarbeiten. Er schlägt eine Brücke zwischen Schule und Berufsstand. Dass diese Verbindung nun in ganz Österreich geschaffen wurde, geht wesentlich auf Klaus Hilbers Beharrlichkeit, seine Nähe zur Ausbildung und seinen persönlichen Einsatz für junge Menschen zurück. Aus einer regionalen Erfolgsgeschichte ist so ein gemeinsames Projekt der gesamten KSW geworden.

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03 | 2026 WEITERBILDUNG

WISSENSVORSPRUNG SICHERN Jetzt startet der Weiterbildungsherbst für die WT-Branche mit aktuellen Themen und praxisnahen Angeboten, die direkt in der Beratung umsetzbar sind.

PersonalverrechnungsSymposium 2026 Die Personalverrechnung bleibt in Bewegung. Wer den Überblick behalten will, braucht aktuelles Wissen, fundierte Einordnung und Antworten, die sich in der Praxis anwenden lassen. Genau hier setzt das Personalverrechnungs-Symposium der ASW an, das im Oktober und November in Graz, Innsbruck, Salzburg und Wien über die Bühne geht. Unter der fachlichen Leitung von Stefan Steiger und Friedrich Schrenk und mit dem Input weiterer renommierter Referent:innen aus den Bereichen Arbeitsrecht, der Finanzverwaltung und der ÖGK werden zentrale Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Komplexe Themen werden verständlich aufbereitet, aktuelle Entwicklungen in Gesetzgebung, Judikatur und Verwaltungspraxis fundiert eingeordnet und mögliche Neuregelungen mit Blick auf ihre praktischen Auswirkungen diskutiert.

Das große AkademieHerbstseminar von ASW und LexisNexis Gesetzliche Bestimmungen, die sich ständig ändern, erfordern laufende Weiterbildung und Schulung der Mitarbeiter:innen. Mit dem Herbstseminar 2026 von ASW und LexisNexis aktualisieren und vertiefen Teilnehmer:innen ihre Kenntnisse für die laufende Beratung und für die Erstellung der Jahresabschlüsse und Steuererklärungen 2026. Die Inhalte dieses Online-Seminars stehen von 22.10. bis 22.12.2026 flexibel zur Verfügung und können jederzeit wiederholt werden.

Gleichzeitig bildet das Symposium den idealen Auftakt für die kompakten Seminare „Aktuelles & Änderungen in der Personalverrechnung“ im Dezember und Jänner in ganz Österreich (und online live).

HIER GEHT ES ZU DEN DETAILLIERTEN INFORMATIONEN:

Personal­ verrechnungsSymposium 2026

Aktuelles in der Personal­ verrechnung Schrenk/Steiger Aktuelles in der Personal­ verrechnung Kunesch Aktuelles in der Personal­ verrechnung Fritsch Fachliche Leitung: Mag. Friedrich Schrenk (l.) und StB Dr. Stefan Steiger

Fotos: ASW | Sabine Klimpt

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WEITERBILDUNG 03 | 2026

KI App Advanced KI in der Kanzlei steuern statt nur nützen: Die neue ASW-App: Führungsverantwortung beim KI-Einsatz unterstützt Kanzleien ab sofort dabei.

Kanzlei-Assistenz „reloaded“ Das ASW-Diplom Kanzlei-Assistenz wird nun in einem neuen, qualitativ überarbeiteten Format angeboten. Diese praxisnahe Ausbildung ver­mittelt fundierte Kenntnisse in Kanzleipraxis, Recht und Steuern, digitaler Organisation sowie Kommunikation und Selbstmanagement. Der neu konzipierte Lehrgang legt besonderen Fokus auf digitale Kompetenzen, professionelle und lösungsorientierte Kommunikation mit Klient:innen und Behörden und den Einsatz von KI-Tools. Ebenfalls inkludiert: die verpflichtende Schulung für WT-Mitarbeiter:innen gemäß EU AI Act.

Mit interaktivem E-Learning erhalten Nutzer:innen Antworten auf Fragen wie: Wie viel KI ist erlaubt? Wer haftet bei fehlerhaften KI-Ergebnissen? Welche Daten dürfen verarbeitet werden und wo beginnt das berufsrechtliche Risiko? Anhand realistischer Kanzlei-Szenarien erfahren die Nutzer:innen, worauf Führungskräfte beim Einsatz von KI achten müssen. Praxisnahe Simulationen, konkrete Entscheidungsfälle und sofort anwendbare Handlungsempfehlungen sorgen für den sicheren KI-Einsatz in WT-Kanzleien.

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03 | 2026 AUSBILDUNG

LEHRBERUF STEUERASSISTENZ:

EINE ECHTE WIN-WIN-AUSBILDUNG Der Lehrberuf Steuerassistenz bietet Kanzleien die Möglichkeit, qualifizierte Mitarbeiter:innen gezielt selbst auszubilden. Mit aktualisierten Informationsmaterialien, einem eigenen Ausbildungsleitfaden und einem überarbeiteten Fragenkatalog unterstützt die KSW Kanzleien umfassend bei der Lehrlingsausbildung.

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PROF. MMAG. DR. KLAUS HILBER Erster KSW-Vizepräsident

AUSBILDUNGS­ LEITFADEN STEUERASSISTENZ Der Ausbildungsleitfaden Steuer­ assistenz ist unter anderem hier abrufbar:

Der Ausbildungsleitfaden Steuerassistenz, zu dessen Entwicklung KSW und BMF beigetragen haben und der vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) herausgegeben wurde, dient als Hilfestellung für die Praxis. Er begleitet Kanzleien durch die gesamte Lehrzeit – von der Vorbereitung auf die Aufnahme eines Lehrlings über die strukturierte Ausbildung bis hin zur Lehrabschlussprüfung.

ngesichts der demografischen Entwicklung und der wachsenden Herausforderung, qualifizierte Mitarbeiter:innen für die Kanzlei am Markt zu finden, überlegen immer mehr Kanzleien, selbst in die Ausbildung ihres Mitarbeiter:innennachwuchses zu investieren. Der Lehrberuf Steuerassistenz bietet dafür eine ideale Ausbildungsschiene und eine echte Win-win-Situation: Die Kanzlei profitiert von einer praxisorientierten Ausbildung, die von Berufsangehörigen konzipiert wurde, und kann den Lehrling rasch produktiv einsetzen. Der Lehrling wiederum erhält eine gesetzlich anerkannte Berufsausbildung in einer attraktiven und krisenfesten Branche. Darüber hinaus stehen Kanzlei und Lehrling alle Fördermöglichkeiten der Lehrlingsausbildung offen. Der Lehrberuf Steuerassistenz ist das Ergebnis einer einzigartigen gemeinsamen Ausbildungsinitiative der KSW und des Bundesministeriums für Finanzen (BMF). Die praktische wie auch die theoretische Ausbildung sind speziell auf die Bedürfnisse der Kanzleien und der Finanzverwaltung abgestimmt. Der von KSW und BMF gemeinsam konzipierte Lehrberuf setzt auf die bewährte dreijährige duale Ausbildung: Praktische Erfahrung in der Kanzlei wird mit theoretischem Lernen an der Berufsschule kombiniert. Die Ausbildungsinhalte umfassen Steuer- und Abgabenrecht, Buchhaltung, Personalverrechnung sowie angrenzende Rechtsgebiete wie Arbeits- und Sozialrecht. Damit erhält der Lehrberuf neben seiner kaufmännischen Grundausrichtung ein deutliches Alleinstellungsmerkmal und eröffnet den Absolvent:innen vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten. Ausgebildete Steuerassistentinnen und Steuerassistenten sind in der Kanzlei vielfältig einsetzbar. Lehrlinge auszubilden bedeutet daher, in die Zukunft zu investieren – in die Zukunft der Jugendlichen ebenso wie in jene der Kanzlei. Eine Investition, die sich lohnt.

Fotos: KSW

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AUSBILDUNG 03 | 2026

INFORMATIONSMATERIAL ZUR UNTERSTÜTZUNG DER KANZLEIEN

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FRAGENKATALOG Der Fragenkatalog für die mündliche Lehrabschlussprüfung – Fachgespräch und Geschäftsprozesse – für den Lehrberuf Steuerassistenz wurde zuletzt im April 2025 gemeinsam mit dem BMF aktualisiert, um unter anderem die gesetzlichen Änderungen der vergangenen Jahre zu berücksichtigen. Zusätzlich haben KSW und BMF erstmals Musterantworten zu den einzelnen Fragen erarbeitet.

Zur Unterstützung von Kanzleien, die Lehrlinge im Lehrberuf Steuerassistenz ausbilden oder dies künftig planen, stellt die KSW umfassendes Informationsmaterial zur Verfügung. Als konkrete Hilfestellung für die Praxis gibt es erstmals auch einen eigenen Ausbildungsleitfaden für den Lehrberuf Steuerassistenz.

INFORMATIONSBLATT FÜR KANZLEIEN

Download Fragenkatalog

Das im Mai 2026 aktualisierte Informationsblatt für Kanzleien bietet die wichtigsten Informationen auf einen Blick: > praktische Hinweise und FAQs

Alle Informationen sind auch auf der KSW-Website im Bereich Lehrberuf Steuerassistenz abrufbar

> weiterführende Links > Adressen und Ansprechpartner:innen für Ihr Bundesland – von der Lehrlingsstelle bis zur Berufsschule Bezahlte Anzeige

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03 | 2026 KURZMELDUNGEN

STEUERBERATUNG HOCH IM KURS teuerberatung zählt in Österreich offenbar zu den Traumberufen: In einer aktuellen Analyse des Finanzdienstleisters Remitly landet der Beruf auf Platz zwei – direkt hinter Diplomat:in und noch vor Pilot:in. Auf den weiteren Rängen folgen unter anderem Schauspieler:in, Professor:in, Immobilienmakler:in und Richter:in. Für die Untersuchung wurden Google-Suchanfragen nach „Wie wird man …“ in 145 Ländern und den jeweiligen Landessprachen ausgewertet. Für die Berufsgruppe ist das ein erfreuliches Signal. Es zeigt, dass Steuerberatung als attraktiver Karriereweg wahrgenommen wird – gerade in Zeiten, in denen sich viele Berufsbilder durch Digitalisierung und KI verändern. Umso wichtiger ist es, jungen Menschen früh zu vermitteln, wie vielseitig, modern und beratungsintensiv der Beruf heute ist. Dazu tragen neben Berufsinformation und Hochschulaktivitäten auch die Nachwuchs- und Social-Media-Kampagnen der KSW bei, die gezielt dort ansetzen, wo sich junge Menschen mit ihrer beruflichen Zukunft beschäftigen. Jetzt im Herbst wird diese Arbeit fortgesetzt: Die im Frühjahr gestartete Kampagne des Berufsgruppenausschusses der Steuerberater:innen geht in eine weitere Runde. Die bewährten Sujets rund um „Steuerberatung & KI“ bleiben erhalten, der Mediamix wird auf Basis der bisherigen Erfahrungen leicht angepasst. Die Botschaft bleibt klar: KI wird die Steuerberatung künftig begleiten – und zugleich neue Chancen für einen Beruf eröffnen, in dem Expertise, Urteilsvermögen und persönliche Beratung im Mittelpunkt stehen.

ABSCHIED VON SIMON TRENTINI Die KSW trauert um Dr. Simon Trentini, der am 26. August 2026 im Alter von 79 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert der Berufsstand einen hochverdienten Kollegen und engagierten Funktionär. Simon Trentini war Wirtschaftsprüfer aus Leidenschaft und brachte sich über viele Jahre mit großer fachlicher Expertise in die Arbeit der Kammer ein. Als Vorsitzender des Berufsrechtsausschusses sowie als Mitglied weiterer Arbeitsgruppen und Ausschüsse erwarb er sich große Verdienste um die Kolleg:innenschaft. Vorstand und Präsidium der KSW werden Simon Trentini ein ehrendes Andenken bewahren. Ihr tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau Mariandl, seinen Kindern Lukas, Jakob und Anna sowie allen Angehörigen.

Fotos: KSW, privat

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NEXT GENERATION 03 | 2026

enn ich an meine Zeit als Berufsanwärter in Graz zurückdenke, in der ich nach der Kanzleiarbeit tagelang meinen Kopf in EStG, UStG oder BAO steckte, hatte ich für Netzwerken oft nur ein müdes Lächeln übrig. Lange Arbeitszeiten, wenig Freizeit, immer die nächste Klausur im Hinterkopf. Dabei ist genau diese Lebensphase der beste Zeitpunkt für den Netzwerkaufbau. Später, wenn der Kanzleialltag und die Mandantenverantwortung den Kalender füllen, bleibt dafür noch weniger Zeit. Zwei Erkenntnisse haben mir dabei besonders geholfen:

Fotos: beigestellt

FACE-TO-FACE STATT KACHEL-KARUSSELL Ein Zoom-Call mit stummgeschalteten Kacheln bei Fortbildungen ist bequem, ersetzt aber keinen echten Kontakt. Face-toFace-Events sind Online-Formaten klar überlegen: Man erinnert sich an Gesichter statt nur an Namen in der Teilnehmerliste, bekommt Zwischentöne mit, die im Teams-Chat untergehen, und knüpft Kontakte, die einen Kanzleiwechsel oder den Schritt in die Selbstständigkeit überdauern. Fachliteratur ersetzt der Pausenkaffee zwar nicht – wohl aber kann er den Anstoß zu einem Anruf geben, zu dem es sonst nie gekommen wäre. WÄHLE EVENTS, DIE DICH WIRKLICH WEITERBRINGEN Nicht jede Veranstaltung lohnt sich. Wertvoll sind jene, bei denen man fachlich oder

menschlich etwas mitnimmt. Wer sich bewusst Räume aussucht, in denen andere mehr wissen oder andere Erfahrungen mitbringen, lernt automatisch dazu – ob im Kanzleimeeting oder beim Branchentreffen. Nicht alles zu wissen und das auch zuzugeben, ist keine Schwäche, sondern oft der schnellste Weg zur Weiterbildung. Welche Netzwerkevents taugen konkret dafür? Naheliegend sind Veranstaltungen der eigenen KSW-Landesstelle: Formate wie die „Newcomer Networking Party“, Berufsanwärter:innen-Tage oder Fachvorträge. Dort trifft man Gleichgesinnte und oft Kontakte, die einem später im Berufsleben wieder begegnen. Der Blick über den Tellerrand lohnt sich trotzdem: (Universitäts-)Städte bieten zahlreiche Business-Events für junge, motivierte Menschen. Innovationshubs mit offenen Networking-Abenden sind längst nicht mehr nur etwas für die Start-upSzene, sondern eine Gelegenheit, schon früh mit künftigen Mandant:innen ins Gespräch zu kommen.

FAZIT Netzwerken ist keine Kür neben der Fachausbildung, sondern Teil davon. Wer schon als Berufsanwärter:in Kontakte pflegt, erspart sich später den mühsamen Aufbau in stressigeren Zeiten. Und ganz nebenbei: Der Mensch, den man heute bei einem Event kennenlernt, sitzt einem in ein paar Jahren vielleicht als Kooperationspartner:in, Mandant:in oder Prüfer:in gegenüber. Gut vernetzt zu sein, schadet nie.

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GUT VERNETZT SEIN SCHADET NIE Stefan Steibl über Netzwerken für Berufsanwärter:innen – oder warum das Netzwerk am Ende mehr wert ist als die dritte Fortbildung.

STB STEFAN STEIBL, BSC MA Vorsitzender des Ausschusses der Berufsanwärter:innen

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03 | 2026 EVENT

EU-INC. IN INNSBRUCK Im Juli fand an der Universität Innsbruck die erste Tagung zur geplanten neuen europäischen Rechtsform EU-Inc. statt. Im Mittelpunkt stand eine fundierte Analyse des Verordnungsentwurfs und seiner möglichen Auswirkungen auf die Praxis. Die KSW war als Kooperationspartnerin dabei. VON KLAUS HILBER

Institutsvorstand Univ.-Prof. Dr. Alexander Schopper mit Veranstaltungsteam ff_ksw_inserat_PRINT_OUTLINED_v3.pdf

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13.02.26

Die Tagung in Innsbruck bot einen fundierten Überblick über die zentralen Fragen zur EU-Inc. sowie erste Einschätzungen renommierter Vortragender aus Wissenschaft und Praxis.

ie Europäische Kommission legte am 18. März 2026 einen Verordnungsentwurf zur Einführung einer neuen europäischen Gesellschaftsrechtsform, der EU-Inc., vor. Aus diesem Anlass veranstaltete das Institut für Unternehmensrecht & Steuerrecht der Universität Innsbruck gemeinsam mit dem Bundesministerium für Justiz am 3. Juli eine Tagung zum vorliegenden Entwurf. Dabei wurden auch die jüngsten Änderungsvorschläge des Europäischen Parlaments vorgestellt. Die Tagung bot eine erste fundierte Analyse der neuen Rechtsform. Im Mittelpunkt standen die noch offenen Themenfelder sowie jene Herausforderungen, die sich für die Praxis ergeben könnten. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Universitätsprofessor:innen Susanne Augenhofer, Alexander Schopper, Vorstand des Instituts, und Julia Told in Kooperation mit dem Bundesministerium für Justiz, vertreten durch Petra Meissner. Weitere Fachvorträge hielten die Universitätsprofessor:innen Eveline Artmann, Susanne Kalss und Georg Eckert sowie Rechtsanwalt Paul Schörghofer. Besonders lebhaft verliefen die Diskussionsrunden, in denen auch Fragen aus dem Publikum aufgegriffen wurden. Klaus Hilber, Erster Vizepräsident der KSW, beteiligte sich aktiv und brachte insbesondere steuerliche Aspekte sowie Fragen der Rechnungslegung in die Diskussion ein.

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LÄNDERNEWS 03 | 2026

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LÄNDER

NEWS

Fotos: beigestellt, Doris Brugger | LBS Tamsweg

Prüfungsvorbereitung für angehende Steuer­ assistent:innen Am 11. Juli besuchte Sybille Marek, Vizepräsidentin der KSW-Landesstelle Salzburg, die Landesberufsschule Tamsweg, um angehende Steuerassistent:innen gezielt auf ihre bevorstehenden Prüfungen vorzubereiten. Der Kurs richtete sich an Lehrlinge aus Steuerberatungskanzleien und der Finanzverwaltung. Neben der Wiederholung zentraler Fachgebiete standen praxisnahe Beispiele sowie die Klärung offener Fragen im Mittelpunkt. Der fokussierte Austausch bot den Teilnehmer:innen Gelegenheit, ihr Wissen zu vertiefen und sich mit konkreten Fragestellungen aus der Praxis auseinanderzusetzen. Mit dieser Initiative unterstützt die KSW-Landesstelle Salzburg den Berufsnachwuchs bereits während der Ausbildung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung.

Mag. Sybille Marek, Vizepräsidentin der KSW-Landesstelle Salzburg (l.), mit den künftigen Steuerassistent:innen der Landesberufsschule Tamsweg

v.l.n.r.: FH-Prof. Mag. Dr. Michael Kuttner, BSc MSc, die beiden glücklichen Gewinnerinnen, WP/StB Mag. Markus Schaller, Präsident der KSW-Landesstelle Salzburg SALZBURG

ASW-Wissenschaftspreis an der FH Salzburg Am 24. Juli wurde an der FH Salzburg der Salzburger Wissenschaftspreis der Akademie der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen (ASW) verliehen. Mit der Auszeichnung werden alljährlich herausragende Abschlussarbeiten im Bereich Accounting und Financial Management gewürdigt. Zugleich unterstreicht der Preis die enge Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis. Die Veranstaltung bot spannende fachliche Einblicke und Gelegenheit zum Austausch zwischen Studierenden, Lehrenden und Vertreter:innen des Berufsstandes. Bei einem gemeinsamen Ausklang konnten die Gespräche in entspannter Atmosphäre fortgesetzt werden.

SALZBURG

Informationsabend Finanzstrafrecht Am 11. Juni lud die KSW-Landesstelle Salzburg zu einem Informationsabend in die Akademie der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Fragen des Finanzstrafrechts, insbesondere § 30a FinStrG, der neue Verlusttatbestand sowie wiederkehrende Fallstricke bei der Selbstanzeige. Als Vortragende konnten Nadine Wind, Fachreferentin im ABB-Bereich Finanzstrafsachen Salzburg-Land, und Hubert Bruckmoser, Teamleiter Salzburg-Land und Regionaler Koordinator West im ABB-Bereich Finanzstrafsachen, gewonnen werden. Die Moderation übernahm Stefan Papst. Anhand konkreter Fallbeispiele erläuterten die Expert:innen aktuelle Entwicklungen und diskutierten deren Bedeutung für die Beratungspraxis. Die Teilnehmer:innen nutzten die Gelegenheit für einen regen Erfahrungsaustausch. So bot der Informationsabend praxisnahe Impulse und wertvolle Orientierung für den beruflichen Alltag.

SALZBURG

SALZBURG


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v.l.n.r.: KSW-Vizepräsident Prof. MMag. Dr. Klaus Hilber, die drei beeidigten Wirtschaftsprüfer:innen; MMag. Dr. Verena Trenkwalder LL.M., Präsidentin der KSW-Landesstelle Oberösterreich und Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer

Die frisch angelobten Steuerberater:innen im Linzer Landhaus OBERÖSTERREICH

OBERÖSTERREICH

28 neue Berufsangehörige

Große Freude auch bei den Angehörigen über den erfolgreichen Prüfungsabschluss

Am 6. Juli wurden im Steinernen Saal des Linzer Landhauses drei Wirtschaftsprüfer:innen und 25 Steuerberater:innen von Landeshauptmann Thomas Stelzer angelobt beziehungsweise beeidigt. Der Festakt bildete für die neuen Berufsangehörigen und ihre Familien und Freunde einen würdigen Abschluss der erfolgreich bestandenen Prüfungen.

OBERÖSTERREICH

Sommertreff am Attersee Seit mehr als zehn Jahren steht die Vöcklabrucker Runde für fachlichen Austausch und gelebte Kollegialität. Regelmäßig bereiten die Mitglieder aktuelle Fachthemen auf und diskutieren diese gemeinsam. Beim traditionellen Sommermeeting am Attersee rückte diesmal das persönliche Miteinander in den Mittelpunkt: Gemeinsam mit zahlreichen Gästen ging es aufs Wasser – zum Netzwerken, Austauschen und Abschalten abseits des Berufsalltags. Ein Kollege aus Niederösterreich nahm für die Teilnahme sogar die Anreise mit dem Fahrrad auf sich. „Ich finde diese gelebte Kollegialität großartig“, freut sich Landes­ präsidentin Verena Trenkwalder.

Kollegial unterwegs: Mitglieder und Gäste der Vöcklabrucker Runde beim traditionellen Sommermeeting am Attersee


LÄNDERNEWS 03 | 2026

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OBERÖSTERREICH

Fotos:: Land OÖ, Sigrid Kaar, KSW OÖ, City Foto Linz, privat

Erfolgreiches HAKPraxismodell Anfang Juni wurden im Rahmen des HAK-Events die Leistungen der Teilnehmer:innen des HAK-Praxismodells gewürdigt. Das freiwillige Modell ermöglicht Schüler:innen vom dritten bis zum fünften Jahrgang regelmäßige Praxistage und zwei Ferialpraktika in einer Steuerberatungsoder Wirtschaftsprüfungskanzlei. Maturant:innen, die dabei 80 Praxistage absolviert hatten, erhielten ihre Abschlusszertifikate – diese gingen heuer an Absolvent:innen der HAK Auhof/Linz, Freistadt, Kirchdorf/Krems, Perg, Steyr, Vöcklabruck und Waidhofen/Ybbs (iaR). Gleichzeitig starteten 24 neue Partnerschaften zwischen Kanzleien und Schüler:innen an den HAK Auhof/Linz, Freistadt, Perg, Schärding, Steyr, Vöcklabruck, Waidhofen/Ybbs und Wels (iaR).

Das HAK-Event brachte Schüler:innen, Kanzleien und Projektpartner:innen in Linz zusammen.

OBERÖSTERREICH

Bestens vorbereitet Anfang Juli fand in der ASW Linz der kostenlose zweitägige Vorbereitungskurs für die mündliche Abschlussprüfung im Lehrberuf Steuerassistenz statt. Das Angebot wurde auch heuer sehr gut angenommen: Alle Lehrlinge im dritten Lehrjahr aus Oberösterreich nahmen daran teil. Ein herzliches Dankeschön gilt Roman Weiß, Thomas Kölblinger und Josef Moser für die engagierte Durchführung. Auch die Ergebnisse der diesjährigen Lehrabschlussprüfungen sind erfreulich: Zwölf Lehrlinge traten an, sieben davon sind bereits in einer Steuerberatungskanzlei tätig. Drei Lehrlinge schlossen mit Auszeichnung, drei weitere mit gutem Erfolg ab. Die Steuerassistenzlehrlinge bereiteten sich in der ASW Linz auf die mündliche Lehrabschlussprüfung vor.

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03 | 2026 LÄNDERNEWS

STEIERMARK

Nachwuchsförderpreis

v.l.n.r.: Mag. Klaus Gaedke, Präsident der KSW-Landesstelle Steiermark, Steuerberaterin Mag. Manuela Bauer-Moser, Notarin Dr. Astrid Leopold, Notarin MMag. Dagmar Gruber, Präsident Notar Mag. Martin Lux STEIERMARK

Grunderwerbsteuer im Fokus Rund 80 Notar:innen und Steuerberater:innen folgten der Einladung der KSW-Landesstelle Steiermark und der Notariatskammer Steiermark zu einer gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung. Im Mittelpunkt stand ein aktueller Überblick über Judikatur und Literatur zur Grunderwerbsteuer. Notarin Dagmar Gruber und Steuerberaterin Manuela Bauer-Moser beleuchteten praxisnah die rechtlichen und steuerlichen Aspekte gesellschaftsrechtlicher Übertragungen sowie von Liegenschaftsübertragungen. Im Anschluss bot ein sommerliches Get-together bei Fingerfood und Drinks Gelegenheit zum Austausch zwischen den befreundeten Berufsgruppen.

v.l.n.r.: MMag. Birgit de Pauli-Ferch, Melissa Loderer, Mag. Klaus Gaedke v.l.n.r.: Landesvizepräsident Mag. Georg Wilfling, MMag. Gerald Ehgartner

STEIERMARK

Sommerliches Judikatur-Update Das etablierte Format „Erst Fortbildung, dann Vergnügen“ lockte an einem heißen Sommerabend rund 80 Kolleg:innen in die KSW-Landesstelle. Peter Hadl und Stefan Drawetz gaben einen fundierten Überblick über aktuelle Entwicklungen in Judikatur und Literatur – von Steuerrecht, Arbeits- und Sozialversicherungsrecht bis hin zu Finanzstrafrecht und Rechnungslegung. Auch die Kärntner KSW-Landespräsidentin Ingrid Gritschacher nahm teil und lud die Referenten für den Herbst nach Klagenfurt ein. Im Anschluss bot das Get-together bei Fingerfood, Aperol und Bowle Gelegenheit zum Austausch. Erfreulich stark vertreten war der berufliche Nachwuchs. Das nächste Event ist für November geplant – mit Maroni, Sturm und Punsch.

v.l.n.r.: Landespräsident Mag. Klaus Gaedke, Dr. Peter Hadl

Fröhliche Stimmung bei den Gästen des Sommercocktails

Fotos: Foto Fischer

STEIERMARK

Es ist immer eine Freude, wenn junge Menschen mit herausragenden Leistungen überzeugen. Melissa Loderer aus der 5. Klasse der HAK Grazbachgasse gelang dies mit ihrer Diplomarbeit „Der Cash Conversion Cycle als Instrument zur Optimierung des Liquiditätsmanagements“. Dafür wurde sie mit dem ersten Platz beim Nachwuchsförderpreis des Vereins Steirische Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen ausgezeichnet. KSW-Landespräsident Klaus Gaedke überreichte der Gewinnerin im Beisein ihrer Betreuerin Birgit de Pauli-Ferch die Urkunde und gratulierte zu diesem besonderen Erfolg.


LÄNDERNEWS 03 | 2026

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v.l.n.r.: StB Mag. Matthias Halek, StB Mag. Laura Prettenthaler LL.B.oec., StB Sophie Mitterböck, StB Daniela Gradnig BA, Mag. Klaus Gaedke, Landeshauptmann Mario Kunasek, StB Maria Löffler MA, StB Magdalena Mathois BSc(WU), StB Stefanie Frischer BA MA, StB Mag. Regina Fleischmann, StB Gerolf Andreas Amenitsch BSc MSc STEIERMARK

Festliche Angelobung in der Grazer Burg Im feierlichen Rahmen der Grazer Burg legten die neuen Steuerberater:innen ihr Gelöbnis vor Landeshauptmann Mario Kunasek ab. Begleitet wurden sie von Familien und Freund:innen – darunter auch besonders junge Gäste: Noch nie zuvor waren bei einer Angelobung so viele Babys dabei. Auch die Temperaturen sorgten für einen Eintrag in die Chronik: Im Weißen Saal war es wohl auch noch nie so heiß. Kunasek gratulierte zur bestandenen Berufsbefähigungsprüfung und betonte, dass der Beruf neben fundiertem Fachwissen auch Integrität, Unabhängigkeit und Verantwortungsbewusstsein verlange. Landespräsident Klaus Gaedke hob das hohe Ansehen des Berufsstandes hervor und ging auf die Bedeutung künstlicher Intelligenz ein. Verabschiedet wurde Protokollchef Michael Tiefengruber, der die Angelobungen und Beeidigungen 22 Jahre lang in der Grazer Burg begleitete. STEIERMARK

Fest der Ideen an der FH CAMPUS 02

KI im Kanzleialltag Künstliche Intelligenz verändert zunehmend den Kanzleialltag und gewinnt damit für den Berufsstand stetig an Bedeutung. Patrick Ratheiser, KI-Experte und von Forbes ausgezeichneter Manager, vermittelte in einem Workshop den rund 60 Teilnehmer:innen zunächst Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten der KI. Im Mittelpunkt standen strategische Überlegungen sowie konkrete Anwendungsfelder in Kanzleien. Anschließend moderierte Ratheiser eine Diskussion mit Kanzleiinhaber:innen, Anbieter:innen von KI-Anwendungen und Vertreter:innen der Kammer. Dabei wurden Chancen, Herausforderungen und Erfahrungen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Eine Fortsetzung des Formats ist geplant.

Die Förderung junger Talente ist der KSW-Landesstelle Steiermark seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen. Auch heuer zeichnete Landespräsident Klaus Gaedke im Rahmen des „Festes der Ideen“ die besten Projekte in der Kategorie „Idea Challenge“ aus. Die Bandbreite der ausgezeichneten Projekte reichte von einem innovativen Regenschirm der BHAK Grazbachgasse über eine digitale Plattform der BHAK Eisenerz, die arbeitsuchende Jugendliche mit älteren Menschen zusammenbringt, bis hin zu einer selbstkühlenden Trinkflasche, die ebenfalls von Schüler:innen der BHAK Eisenerz entwickelt wurde. Die jungen Talente überzeugten mit Kreativität, Praxisnähe und unternehmerischem Denken. v.l.n.r.: Sebastian Kaiser-Mühlecker, MSc, Dr. Stefan Fenz, Mag. Wolfgang Deutschmann, Mag. Catharina Pschera-Krassnig, Mag. Klaus Gaedke, DI Patrick Ratheiser, MSc, Mag. Martin Binder, MBA, Engelbert Mauthner

Landespräsident Mag. Klaus Gaedke mit Gewinnerinnen

STEIERMARK

STEIERMARK


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03 | 2026

VORARLBERG

Sommerempfang der rechtsberatenden Berufe v.l.n.r.: Landesrat Mag. Marco Tittler, Dominik Schmid BSc, MSc, Rebecca-Anna Steinwender BSc, Franziska Tschofen BA, Lisa Dörflinger LL.B., Andrea Böhler BA, Mag. Anna Maier, Gloria Stadler, Dr. Matthias Feurstein, Präsident der KSWLandesstelle Vorarlberg

VORARLBERG

Am 2. Juli wurden in Vorarlberg sieben neue Steuer­ berater:innen feierlich angelobt. Im Rahmen der Zeremonie wurde die Bedeutung eines verantwortungsbewussten und qualitätsvollen Berufsverständnisses hervorgehoben. Mit der Ablegung des Gelöbnisses und der anschließenden Übergabe der Bestellungsurkunden erreichten die neuen Kolleg:innen einen wichtigen Meilenstein ihrer beruflichen Laufbahn.

VORARLBERG

Willkommen im Berufsstand Anfang Juli lud die KSW-Landesstelle Vorarlberg zu einem Angelobungsessen, bei dem neu bestellte Steuerberater:innen in entspannter Atmosphäre willkommen geheißen wurden. Das gemeinsame Abendessen bot ausreichend Zeit für persönliche Gratulationen, anregende Gespräche und den Austausch mit erfahrenen Kolleg:innen aus dem Berufsstand. Die neuen Mitglieder nutzten die Gelegenheit, erste Netzwerke innerhalb der Landesstelle zu knüpfen und Einblicke in unterschiedliche Tätigkeitsfelder der Steuerberatung zu gewinnen. v.l.n.r.: Dr. Jürgen Reiner, LL.M., Lukas Hefel LL.M., Lisa Marie Salzgeber BSc MA, MMag. Münevver Sahin, Mario Bilgeri BA, Mag. Nadine Neyer, Daniel Ammann BSc, Bernhard Natter Mag.iur., Dr. Matthias Feurstein

v.l.n.r.: Mag. Thomas Huf, LL.M., MMMag. Dr. Franz Josef Giesinger, MMag. Dr. Klaus Hirschler, Dr. Monika Vonier, Dr. Matthias Feurstein

Fotos: KSW Vorarlberg, Yasemin Öztürk

VORARLBERG

Sieben neue Steuer­ berater:innen angelobt

Am 25. Juni trafen sich zahlreiche Steuerberater:innen, Rechtsanwält:innen und Notar:innen zum gemeinsamen Sommerempfang der freien rechtsberatenden Berufe Vorarlbergs in Bregenz. Nach einer kurzen Begrüßung und einem Impulsvortrag stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Die Gäste nutzten den Abend, um neue Kontakte zu knüpfen, bestehende Netzwerke zu vertiefen und Erfahrungen aus der beruflichen Praxis auszutauschen. Damit bot der Sommerempfang einmal mehr einen gelungenen Rahmen für die Vernetzung der rechts­ beratenden Berufe in Vorarlberg.


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v.l.n.r.: KSW-Präsident Mag. Philipp Rath, Mag. Peter Bartos, Präsident der KSW-Landes­ stelle Wien, KSW-Altpräsident Mag. Herbert Houf, KSW-Vizepräsidentin Mag. Kristina Weis, Mag. Maria Nagy-Auer, Vizepräsidentin der KSW-Landesstelle Wien, Erster KSW-Vizepräsident Prof. MMag. Dr. Klaus Hilber sowie Mag. Paul Heissenberger, Präsident der KSW-Landesstelle Niederösterreich

WIEN/NIEDERÖSTERREICH

Passend zur Fête Blanche erschienen viele Gäste in Weiß.

WIEN/NIEDERÖSTERREICH

Fotos: elephant & porcelain

Sommerliche Fête Blanche Ende Juni luden die KSW-Landesstellen Wien und Niederösterreich zur Fête Blanche ins Quartier Belvedere am Wiener Hauptbahnhof. Die Landespräsidenten Peter Bartos und Paul Heissenberger begrüßten zahlreiche Gäste zu einem sommerlichen Abend mit kühlen Getränken, Snacks und viel Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Viele der Anwesenden folgten dem Dresscode in Weiß. Für zusätzliche Unterhaltung sorgte das Public Viewing des WM-Spiels Brasilien gegen Japan. Unter den Gästen waren KSW-Präsident Philipp Rath, Vizepräsident Klaus Hilber, Vizepräsidentin Kristina Weis, die Altpräsidenten Herbert Houf und Klaus Hübner sowie Otto Altenburger. Die nächste Gelegenheit zum Netzwerken bietet sich in Kürze: das Oktoberfest am 5. Oktober, ab 18 Uhr im Lokal Henry, Am Belvedere 4, 1100 Wien. Mit Anmeldung!

Stimmungsvoller Abend im Restaurant Henry

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03 | 2026 LÄNDERNEWS

v.l.n.r.: StB Mag. Michael Reimair, Präsident der KSW-Landesstelle Tirol, und WP/StB Mag.rer.soc.oec. Peter Barenth

TIROL

TIROL

Steuerrecht hautnah am BFG Viele Berufsanwärter:innen kennen steuerliche Fragestellungen vor allem aus der Theorie, erleben eine Verhandlung vor dem Bundesfinanzgericht jedoch oft erst Jahre später. Um einen praxisnahen Einblick zu ermöglichen, veranstaltete die KSW-Landesstelle Tirol am 24. Juni gemeinsam mit dem BFG, Außenstelle Innsbruck, eine Schauverhandlung. Im Mittelpunkt stand ein Fall zur Liebhabereibeurteilung einer Immobilie in Zirl. Das Publikum verfolgte das Verfahren Schritt für Schritt und erlebte die Rollen authentisch besetzt durch Richter Martin Kuprian (Vorsitz), Richter David Hell (Beisitz), Katrin Kirchebner und Thomas Karner (fachkundige Laienrichter:innen), Peter Barenth (Parteienvertreter), Bruno Knapp (Amtsbeauftragter i. R.) und Peter Knollseisen (Zeuge, Immobilientreuhänder), Myriam Trenkwalder-Selimi (Partei) sowie Jelena Stanojevic (Schriftführerin). Die Schauverhandlung vermittelte eindrucksvoll, wie unterschiedliche Argumente vor Gericht abgewogen und Lösungswege im Interesse der Mandantschaft entwickelt werden.

TIROL

KI-Praxis im Fokus Künstliche Intelligenz prägt zunehmend den Alltag in Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung. Bei der ersten KI-Praktiker-Messe der KSW-Landesstelle Tirol standen daher konkrete Einsatzmöglichkeiten ebenso im Mittelpunkt wie Chancen und Risiken der Technologie. Nach der Begrüßung durch Landesstellenpräsident Michael Reimair präsentierten zahlreiche Branchenvertreter:innen Praxisbeispiele und aktuelle Softwarelösungen. Auch Datenschutz und Haftungsfragen wurden thematisiert. Die erfolgreiche Premiere bot den Teilnehmer:innen wertvolle Impulse für einen verantwortungsvollen Einsatz von KI im Kanzleialltag.

TIROL

1. Innsbrucker Steuergespräch Erfolgreicher Auftakt: Rund 60 Teilnehmer:innen besuchten die neue Veranstaltungsreihe, initiiert von der KSW-Landesstelle Tirol und dem Institut für Unternehmens- und Steuerrecht der Universität Innsbruck. Nach der Begrüßung durch Hedwig Bendler, Vizepräsidentin der KSW-Landesstelle Tirol, standen die finanzstrafrechtlichen Neuerungen des Betrugsbekämpfungsgesetzes 2025 im Fokus. Fachliche Impulse lieferten Josef Geisler, Severin Glaser und Rainer Brandl, während Daniel W. Blum als Moderator durch den Abend führte. Zahlreiche Fragen aus dem Publikum unterstrichen das große Interesse am Austausch zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Beratungspraxis.

v.l.n.r.: Univ. Prof. Dr. Daniel W. Blum, LL.M., BSc., Univ.-Prof. Dr. Severin Glaser, WP/ StB Mag. Dr. Hedwig Bendler, Vizelandespräsidentin KSW-Landesstelle Tirol, Dr. Rainer Brandl, Mag. Josef Geisler

Fotos: Hannes Wünsch, KSW Ldst. Tirol, Thomas Steinlechner

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LÄNDERNEWS 03 | 2026

TIROL

Sommerfest über den Dächern Innsbrucks Am 18. Juni feierte die KSW-Landesstelle Tirol ihr Sommerfest im Innsbrucker LOFT 9. Nach dem Empfang mit Cocktails und Eis blickte Landesstellenpräsident Michael Reimair auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Besonders hob er das Engagement der Jungen KSW Tirol hervor und dankte allen Beteiligten. Der Erste Vizepräsident der KSW, Klaus Hilber, würdigte Reimairs engagierte Arbeit. Zahlreiche Gäste aus Institutionen und befreundeten Verbänden nutzten den Abend über den Dächern Innsbrucks zum Netzwerken und für anregende Gespräche in entspannter Atmosphäre.

v.l.n.r.: Tim Grassini, Andreas Hofherr, BSc, Sophie Gstrein, LL.B. (WU), Medina Mujić, MSc, Timur Zundja, BSc und StB Mag. Michael Reimair, Präsident der KSW-Landesstelle Tirol

TIROL

Junge KSW an der Uni Innsbruck Die Junge KSW Tirol war am 18. Juni mit einem Info- und Getränkestand an der Universität Innsbruck vertreten. Ziel war es, Studierenden die Berufsbilder in der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung näherzubringen. Bei Kaffee, Tomaselli-Eis und kühlen Erfrischungen entstanden zahlreiche Gespräche über Berufseinstieg und Karrierewege in der Branche. Auch Landesstellenpräsident Michael Reimair nutzte die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Studierenden.

Stimmungsvolles Sommerfest auf der Terrasse des LOFT 9

TIROL

v.l.n.r.: DI Dr. Jürgen Palkoska (BMD Systemhaus GesmbH), Dr. Stefan Fenz (RechtGPT), Michael Schachner (LexisNexis GmbH), Barbara Ofner (LexisNexis GmbH), StB Mag. Michael Reimair (Präsident KSW-Landesstelle Tirol), StB Mag. Georg Wagner (AI:ssociate FlexCo), Arina Lev (Linde Verlag - LinDa), Volker Steger (MANZ Verlag), Ing. Dipl.-BW. Michael Gishamer (RZL Software GmbH), Ing. Markus Reitshammer (Re-Systems)

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03 | 2026 LÄNDERNEWS

KÄRNTEN

Forum Privatstiftung am 7. Mai 2026

KÄRNTEN

Stiftungen im Wandel Beim „Forum Privatstiftung“ im Mai 2026 diskutierten hochkarätige Expert:innen aktuelle Herausforderungen und Zukunftsfragen rund um Privatstiftungen. Im Mittelpunkt standen der Generationenwechsel sowie die zunehmende internationale Mobilität von Begünstigten. Die gemeinsam von der Kärntner Sparkasse, der Universität Graz, der Universität Klagenfurt, der Rechtsanwaltskammer für Kärnten und der KSW-Landesstelle Kärnten organisierte Veranstaltung widmete sich zudem zentralen Fragen moderner Stiftungscompliance und -governance.

KÄRNTEN

Verlassenschaften im Fokus Welche Rolle Steuerberater:innen im Verlassenschaftsverfahren spielen, beleuchtete Gernot Murko, Co-Leiter des Forschungszentrums für Berufsrecht (ZBR) am Institut für Unternehmensrecht und Internationales Wirtschaftsrecht der Karl-Franzens-Universität Graz, in einem praxisnahen Vortrag. Im Mittelpunkt standen zentrale Aspekte wie Erbrechtstitel und Verfahrensbeteiligte, die Verwaltung des Nachlasses, Bewertung sowie Erbrechtsstreitigkeiten. Besonderes Interesse galt der anschließenden Diskussion über die „Relevanz der Gesellschaftsverträge von heute für die Verlassenschaften von morgen“. Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine vorausschauende Gestaltung von Gesellschaftsverträgen für spätere Verlassenschaftsverfahren sein kann. Die Diskussion bot konkrete Anregungen und wertvolle Impulse für die Praxis. v.l.n.r.: WP/StB Johann Baumgartner, StB Mag. Birgit Perkounig, RA Univ.-Prof. Dr. Gernot Murko, Mag. Ingrid Gritschacher, Landespräsidentin der KSW-Landesstelle Kärnten

KÄRNTEN

Berufswelttag am BG/BRG Lerchenfeld Beim Berufswelttag am BG/BRG Lerchenfeld, organisiert von der Berufs- und Bildungsorientierung Kärnten (BBOK), erhielten Schüler:innen Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder. In gut vorbereiteten Workshops lernten die Jugendlichen in Kleingruppen Unternehmen und verschiedene Berufsbilder besser kennen. Impulsvorträge und Erfahrungsberichte ergänzten das Programm und vermittelten Wissenswertes zu Anforderungen, Chancen und Perspektiven. Die Schüler:innen hatten sich bereits im Vorfeld mit den Berufsfeldern beschäftigt und brachten sich aktiv in die Diskussionen und Workshops ein. Auch die KSW-Landesstelle Kärnten war vertreten und informierte über Berufsbilder und Karrieremöglichkeiten in Steuerberatungskanzleien. Dabei blieb viel Raum für die Fragen der Jugendlichen.

Fotos: knauder-fotografie, Susanne Laggner-Primosch, KSW Kärnten, LPD Kärnten/Wajand

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LÄNDERNEWS 03 | 2026

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Bestellungsfeier am 8. Juni 2026

KÄRNTEN

KÄRNTEN

Tag der Gründung

Im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung fand im Juni die feierliche Angelobung von sieben Steuerberater:innen statt. Im Kreise ihrer Familien und Freund:innen wurden zudem drei bereits bestellte Wirtschaftsprüferinnen geehrt. Angelobt wurden Kajetan Felderer, Sabrina Marktl, Philipp Michitsch, Nina Pipp, Lisa Prodinger, Markus Pulsinger und Bernhard Staudacher. Eine Ehrung erhielten die bereits bestellten Wirtschaftsprüferinnen Paula Aichwalder, Julia Florian und Sandra Šarić. Landespräsidentin Ingrid Gritschacher erinnerte die jungen Kolleg:innen daran, dass sie nun Teil eines Berufsstandes mit langer Tradition und zugleich starker Zukunft sind. Über das Fachwissen hinaus verbinde seine Mitglieder ein gemeinsames Verständnis von Qualität, Unabhängigkeit und Verantwortung. Sie lud die neuen Kolleg:innen dazu ein, diese Zukunft aktiv mitzugestalten.

Der Tag der Gründung der Wirtschaftskammer Kärnten bot angehenden und frisch gestarteten Unternehmer:innen umfassende Informationen rund um den Weg in die Selbstständigkeit. Neben Vorträgen und Workshops nutzten viele Teilnehmer:innen die Möglichkeit, sich vor Ort zu den ersten Schritten der Unternehmensgründung beraten zu lassen. Auch die KSWLandesstelle Kärnten war mit einem eigenen Stand vertreten. Für persönliche Beratungsgespräche standen die Steuerberater:innen Gabriele Wiedergut, Christoph Regenfelder und Stefan Kescher zur Verfügung. Auf besonderes Interesse stießen die KSW-Website „niemals ohne!“ sowie der Gründerbonus. v.l.n.r.: StB Christoph Regenfelder, LL.B. (WU), LL.M. und StB Mag. Stefan Kescher, Bakk. MSc

CWS-Diplomarbeitspräsentationen 2026

KÄRNTEN

Praxis trifft Schule Die 12. CWS-Diplomarbeitspräsentationen an der KSW Kärnten zeugen eindrucksvoll vom langjährigen Erfolg des CWS-Projekts. Bereits 192 Schüler:innen haben diesen Ausbildungsschwerpunkt absolviert. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten die 21 engagierten Kanzleien, die das Projekt unterstützen. Landespräsidentin Ingrid Gritschacher betonte, dass dieses Vorzeigeprojekt der HAK1 International Klagenfurt und der KSW Kärnten eine wichtige Brücke zwischen Schule und Wirtschaft schlägt. Im Ausbildungsschwerpunkt – CWS steht für Controlling Wirtschaftspraxis Steuern – sammeln die Schüler:innen von der dritten bis zur fünften Klasse wertvolle Praxiserfahrungen. Fachvorträge, Schnuppertage, Praktika und eine betreute Facharbeit vermitteln ihnen das nötige Rüstzeug für eine praxisnahe und zukunftsorientierte Ausbildung.

KÄRNTEN

Angelobung in Klagenfurt


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03 | 2026 BERUFSJUBILÄEN

30 Jahre 20 Jahre Mag. Brigitte Beschtak Mag.Dr. Andreas Deisl Mag. Karin Huber Mag. Elisabeth Kendler Mag.Dr. Gerwin Kürzl Mag. Michaela Maier Mag. Sybille Marek Mag. Josef Johannes Nussbaumer Mag. Christoph Österbauer Mag. Michael Perner Mag. Stefan Ratzinger LL.M. Mag. Wolfgang Stöger Mag.(FH) Wolfgang Stross Mag. Alexander Unterberger Mag. Irene Zenz

25 Jahre

Mag. Susanna Bardehle Mag. Claudia Besold Mag. Gabriele Brandstätter Mag. Margit Daxböck-Beichel Mag. Christian Diemer Mag. Gabriele Glantschnig KR Ing.Mag. Werner Groiß Mag. Harald Ingo Gruss Mag. Gabriele Hackl Mag. Bernd Hofmann Mag. Arthur Irschik Mag. Regina Karner MMag. Astrid Kleinschuster-Schimetta Mag. Isabel Kölbl-Schram Mag.Dr. Manfred Mayrbäurl Mag. Brigitte Mühleder Mag. Michael Nösslböck Mag. Christoph Oberleitner MMag.Dr. Heidelinde Palaschke-Ringseis Mag. Klaudia Pauer Mag. Veronika Polt MMag.Dr. Barbara Preimel Mag. Josef Renner Mag. Marion Rumplmayr Mag. Elisabeth Sagmeister Mag. Thomas Schaffer Mag. Michaela Slach-Putz Dipl.-Ing. Thomas Sommer Mag. Josef Steininger Mag. Ingeborg Wannemacher Mag. Peter Weitzel Mag. Elisabeth Westermayer Mag. Anita Witzler Mag. Roland Zacherl Dr. Rudolf Zierhut

Mag. Horst Armstorfer Mag. Andreas Bammer Dipl.-Kfm.Univ. Rudolf Bauer Mag. Wolfgang Bertagnoli MBA Mag. Michael Binder Mag. Roswitha Brottrager Mag. Norbert Doppelbauer LL.M. Mag. Martina Ellmauer Mag. Judith Fink Mag. Thomas Fischer Mag. Gertraud Frewein Mag. Achmed Ghazal Aswad Mag. Dr. Gerald Glatz Mag. Armin Glatzhofer Mag. Martin Hochfellner Mag. Kai Uwe Höfler Mag. Franz Josef Horner Mag. Elisabeth Puntigam-Schauperl Mag. Martin Hotter Mag. Gabriele Raffetseder-Amesberger Mag. Johannes Kandlhofer Mag. Oliver Riezinger Mag.rer.soc.oec. Karin Kern Mag. Martin Schober Mag. Gerald Kittinger Mag. Armin Schuh Mag. Nina Klösch Mag. Dr. Stefan Steiger Mag. Andrea Lamminger Mag. Dr. Irene Stocker Mag. Albert Loidl Mag. Wolfgang Thallinger Mag. Gerald Maier Mag. Charmaine Thorp-Zimmermann Mag. Alexander Malin LL.M. Mag. Ingrid Tscheppe Mag. Dr. Renate Mühlbacher Mag. Manfred Vogrin Mag.iur. Robert Paul Mag. Petra Wenzl Mag. Wolfgang Piribauer Mag. Wieland Wolfsgruber

35 Jahre Johann Aßl Mag. Michael Bambazek Mag. Peter Barenth Mag. Peter Bernhart Mag. Christine Casapicola Elisabeth Emich Mag. Werner Fleischer Dr. Elisabeth Freisinger-Klingler Mag. Manfred Freund Dr. Manfred Gross Mag. Eduard Heinz Mag.Dr. Manfred Hofer Christine Hohl MMag. Robert Hütter Mag. Karin Kames Mag. Erich Kandler Mag. Angela Kletecka KR Mag. Kurt Krottendorfer Gabriele Lechthaler Mag. Josef Leutgeb Mag. Maria Linzner-Strasser MMag. Rainald Maurer Helene Milchram Mag. Harald Moosbrugger Dr. Sabine Navara-Steidl Mag. Sieglinde Pailer Mag. Christine Pillhofer Mag. Martina Reißner Manfred Rieger Mag. Hans Peter Roth Mag. Ulrike Ruhdorfer Mag.Dr. Werner Schiffner Hubert Schütz MMag.Dr. Gerhard Sitkovich Mag. Sigrid Steinkellner Mag. Gerhard Stellner Dr. Brigitte Stuiber-Zeman Michael Wechselberger


BERUFSJUBILÄEN 03 | 2026

E H C I L Z R HE N O I T A L U GRAT 40 Jahre

FOLGENDE MITGLIEDER FEIERN IHR BERUFSJUBIL ÄUM

Dr. Peter Bischof Mag. Werner Frühwirt Mag. Christa Gatterer Mag. Wilfried Grubhofer Mag. Susanne Gutleder Peter Haffner Christine Holzinger Mag. Harald Houdek Mag. Eva Houf Mag. Herbert Houf Ewald Kapeller Mag.Dr. Helmut Kern KR Dr. Michael A. Klinger Mag.Dr. Wilhelm Koitz Hubert Lausch Herta Lauss Manfred Moog Mag. Wolfgang Nowak Mag. Werner Obermüller KR MMag. Gerhard Pirklbauer MBA Erich Riedlsperger Ulrike Riha Anton Rindler Mag. Claudia Scharinger Mag. Reinhard Schmid-Grimburg Mag. Walther Schnopfhagen Franz Seiwald PMBA Mag. Wolfgang Steirer Gerhard von der Thannen Mag. Bernhard Weihs Mag. Gerhard Wertanzl Mag. Maria Westermayer

60 Jahre

50 Jahre

Dkfm. Ludwig Nestraschil

61 Jahre

Dkfm.Dr. Richard Bock Mag. Othmar Holzinger Dr. Walter Maly Mag. Helmut Strallhofer

Siegfried Arming Werner Floquet Walter Pilz Dkfm. Helmut Schreiner

62 Jahre 45 Jahre

Hermine Ornezeder Erwin Wagner

Mag.Dr. Sylvia Maria Braunsberger Wolfgang Fussgänger Erwin Holzer Christiana Hörbiger Mag. Gunther Jürgen Hübner Mag. Klaus Hübner Mag. Günther Michael Kern Mag. Wolfgang Kortschak Mag.Dr. Leopold Krassnig Johann Kurzmann Mag. Wolfgang Lampert Mag.Dr. Reinhard Lauer Mag. Heinz Mader Dr. Heinrich Madjera Dr. Hartwig Reinold Mag. Hans Karl Roth Mag.Dr. Erwin Unger Maria Elisabeth Vavken Mag.Dr. Armin Wabnig Roland Wagerer

63 Jahre Dkfm.Dr. Ernst Kohlfürst

65 Jahre em.o.Univ.-Prof.Dr.Dr.h.c. Anton Egger Renate Stifter

67 Jahre Rudolf Becsar

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03 | 2026 WEITERBILDUNG

Diese und weitere Veranstaltungen für Ihre Weiterbildung finden Sie auf der ASW-Website unter:

WEITERBILDUNG AK TUELL SEMINARE, INFOS & TERMINE

27. SALZBURGER STEUERFORUM 12./13.11.2026, Salzburg SMART TAX SUMMIT 10./11.12.2026, Wien

PERSONALVERRECHNUNGSSYMPOSIUM 2026 ab 12.10.2026, ö-weit

D-A-CH STEUERKONGRESS 12./13.03.2027, Wien

29. GEMEINSCHAFTSSEMINAR 26.11. – 27.11.2026 in Salzburg

LEHRGÄNGE IT-Accountant

ab 01.10. Online live

Verfahrensrecht

ab 06.10. Wien & Online live

Umgründungsrecht

ab 13.10. Wien & Online live

Internationales Steuerrecht – Refresher ab 04.11.

Online live

GmbH-GF

ab 20.10. Wien

Vereine

Online live

Finanzstrafrecht kompakt

ab 02.11. Online live

Aktuelle Entwicklungen im Steuerrecht ab 12.10.

Einkommensteuer Refresher

ab 03.11. Online Kombi

Nachhaltigkeitsberichterstattung (NaBe) kompakt

ab 03.11. Online live

Konsolidierung

ab 11.11. Wien & Online live

ab 23.11.

Innsbruck & Dornbirn

WORKSHOPS

HIGHLIGHTS Neuerungen im Bereich WP

SEMINARREIHEN

Internationale Personalverrechnung

30.09./01.10.

Wien

Umsatzsteuer in Beispielen

07./08.10.

Wien

Beratung weiter denken

ab 15.12.

Wien

Betriebseinbringung, Umgründungsrecht 17.11.

ab 01.10. ö-weit

Graz

Umsatzsteuer für Kanzleimitarbeiter:innen ab 07.10. ö-weit PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

Beratung von Ärzt:innen

ab 22.10. ö-weit

Das große Akademie-Herbstseminar

ab 22.10. Online on demand

AI-ready Leadership, Seminarreihe ab 22.09.

Online live

Aktuelles und Änderungen in der PV

ab 30.11. ö-weit

High Potentials, Seminarreihe

Online live

ab 14.10.

AUSBILDUNG NEU: Diplom Personalverrechnung Praxisorientiert, klar strukturiert und fit für die beruflichen Anforderungen von heute.

ab Herbst 2026 | Wien, Klagenfurt, Salzburg & Online live

NEU: Diplom Kanzlei-Assistenz Praxisnah, digital und zukunftsorientiert: mit Fokus auf Kanzleipraxis, Recht, Steuern, Kommunikation und KI-Kompetenzen.

ab Herbst 2026 | Online live

Diplom Buchhaltung

ab Herbst 2026 | Wien, Salzburg, Innsbruck, Götzis, Graz & Online live

Diplom Steuersachbearbeitung/Bilanzbuchhaltung

Kurstermine laufend | Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck & Online live

Diplom Arbeits- und Sozialversicherungsrecht

ab Herbst 2026 | Wien & Online live

Diplom Revisionsassistenz

ab Herbst 2026 | Wien

Diplom Audit-Manager:in

ab 08.10.2026 | Wien

Fachsprache Deutsch Einstieg & Vertiefung in Steuern, Recht & Rechnungswesen (Niveau B1/B2)

ab 14.10.2026 | Online live

Diese und weitere Veranstaltungen finden Sie auf der ASW-Website unter:


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