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Weser Report - Weyhe, Syke, Bassum vom 21.02.2026

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Raumfahrt-Hauptstadt

So viel Bremen steckt in der Mondrakete

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End spurt WSV

WEYHE/SYKE/BASSUM

Radmuttern gelöst

BRUCHHAUSEN-VILSEN – Unbekannte haben an einem Pkw einer 70-Jährigen die Radmuttern gelöst. Die Frau bemerkte auf der Fahrt von Bruchhausen-Vilsen nach Bassum ungewöhnliche Bewegungen beim Lenken. Beim näheren Nachschauen entdeckte sie die fünf gelösten Radmuttern am linken Vorderrad. Die Hintergründe sind noch völlig offen. Ein Werkstattaufenthalt scheint, nach ersten Erkenntnissen, nicht die Ursache zu sein. WR

Fahrverbot

DIEPHOLZ – Beamte der Polizei Diepholz führten kürzlich Geschwindigkeitsmessungen in der Schlesier Straße durch. Dabei wurde der Fahrer eines Porsche gleich zweimal mit stark überhöhter Geschwindigkeit gemessen. Zunächst wurde der Fahrzeugführer bei erlaubten 30 km/h mit über 100 km/h gemessen, konnte jedoch nicht angehalten werden. Kurze Zeit danach passierte der Fahrzeugführer nochmal die Messstelle und wurde dabei mit 119 km/h gemessen. Den Fahrzeugführer erwartet nun ein Fahrverbot sowie eine empfindliche Geldbuße. WR

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SAMSTAG, 21. FEBRUAR 2026

Tierischer Einsatz

Weyher Feuerwehr

rettet Papagei vom Baum

NR. 3796/56. JAHRGANG

Steuerzahlerpräsident im Interview Warum Reiner Holznagel die Kooperation der Fusion von Bundesländern vorzieht

Folkmusik in der Weyher Pfarrscheune

WEYHE – Bekannte Melodien wie zum Beispiel „The Sally Gardens“, „Irish blessing“ oder „ The Rose of Tralee“, gesungen von Petra Müller, werden am Sonntag, 1. März, in der Kirchweyher Pfarrscheune

zu Gehör kommen. Ab 17 Uhr findet hier ein Konzert mit Folkmusik aus Irland, England und Schottland statt.

Auf dem Programm stehen außerdem Variationen über das Lied

„Green sleeves“ für Blockflöte und Klavier. Des Weiteren werden fröhliche Hornpipes und Polkas gespielt.

Die Ausführenden sind: Olga Klosowska - Violine, Ursula Be-

derke - Blockflöte, Petra MüllerGesang und Elisabeth Geppert am Klavier. Eintrittskarten gibt es am Veranstaltungstag ab 16.15 Uhr an der Abendkasse. WR/Foto: Geppert

Zukunftsbahnhof steht in Kirchweyhe

Der Bahnhof wurde nach umfangreicher Modernisierung von der DB ausgezeichnet

THORSTEN RUNGE

WEYHE – Die Deutsche Bahn hat die ganzheitliche Modernisierung des Bahnhofs Kirchweyhe abgeschlossen. Der runderneuerte Bahnhof bietet nun mehr Komfort, ein besseres Ambiente und er wurde bereits 2012 barrierefrei ausgebaut. Damit ist Zugfahren für viele Menschen deutlich komfortabler geworden. Aufgrund dieser Tatsachen hat der Bahnhof jetzt die Plakette „Zukunftsbahnhof“ erhalten. Die DB modernisiert auch in diesem Jahr Hunderte Bahnhöfe in ganz Deutschland. Bei rund 100 Stationen setzt die DB das aus einem Guss um und macht so die Bahnhöfe zukunftsfähig. Heiko Siemers, Leiter Bahnhofsmanagement Bremen/Osnabrück,

DB Infra GO: „Der niedersächsische Landkreis Diepholz ist nun um den rundum modernisierten Bahnhof Kirchweyhe reicher. Gemeinsam mit der Gemeinde Weyhe haben wir hier einen Bahnhof mit regionalem Bezug und Wiedererkennungswert. Von der Personenunterführung zu den Bahnsteigen, wurde ein Ort geschaffen, an dem sich die täglich rund 2.700 Reisenden wohlfühlen können.“ Frank Seidel, Bürgermeister der Gemeinde Weyhe: „Für uns als Eisenbahner-Gemeinde ist der Bahnhof ein fester Bestandteil unserer Vergangenheit, aber auch ein identitätsstiftendes Element für unsere Zukunft. Insofern ist die jetzt erfolgte Aufwertung des Bahnhofs Kirchweyhe ein Signal, das ich sehr begrüße. Insbesondere in der Personenunterführung

ist es durch die historischen Weyhe-Motive an den Wänden gelungen, Geschichte und Gegenwart zusammenzubringen.“ Die Vorlagen lieferte Weyhes Gemeindearchivar Wilfried Meyer. Insgesamt flossen rund 700.000 Euro des Bundes, der Deutschen Bahn und der Gemeinde Weyhe in die Modernisierung des Kirchweyher Bahnhofs. Durch die neuen Anzeigen auf den Bahnsteigen können Reisende künftig die Informationen besser erfassen, weil die Schrift nicht durchläuft, die Auflösung höher und die Akustik besser ist. Die Monitore bieten eine Übersicht über Abfahrtszeit und Reiseziel der nächsten drei einfahrenden Züge. Anders als bisher wird auch die tatsächliche Abfahrtszeit neben der geplanten dargestellt. Menschen mit Sehbe-

hinderung profitieren von Ansagetastern an den Geräten, die auf Knopfdruck die Inhalte des Displays vorlesen. Die digitalen Aushänge für Baukommunikation (DAB) informieren Reisende über geplante Abweichungen vom Fahrplan, die durch Baustellen verursacht werden.

„Ein wesentliches Element der Modernisierung des Bahnhofs ist zudem die Personenunterführung. Dabei bilden historische Wandmotive die regionale Vielfalt ab. Neue Sitzbänke, Anlehnstehlen und moderne Wetterschutzhäuser sorgen ebenso für eine angenehme Aufenthaltsqualität auf den Bahnsteigen. Zusätzlich verschönert ein neuer Farbanstrich die Fenster und Türen des angrenzenden Stellwerks“, so Heiko Siemers.

... endlich ein neues BADEZIMMER!

Mehr Sicherheit durch KI

Für die Fahrerinnen und Fahrer ist das Innere der 37 Meter langen Straßenbahnen kaum zu überblicken. Gleichzeitig gilt es, den Blick nach vorn zu richten, um das Fahrzeug sicher durch den Verkehr zu steuern. Der Einsatz von durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Kameraüberwachung soll den Fahrenden die Arbeit erleichtern und die Sicherheit für Fahrgäste verbessern.

„AI Watch“ heißt das System, das die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) gemeinsam mit der Bremer Firma „Just Add AI“ entwickelt hat. Seit April 2025 läuft der Probebetrieb in einem Fahrzeug. Bis Ende 2026 wird rund ein Drittel der Flotte damit ausgestattet sein. Weitere Fahrzeuge sollen ab 2027 folgen.

So funktioniert es: „AI Watch“ ist softwaregestützt und arbeitet ausschließlich innerhalb des Fahrzeugs. Auf einem unabhängigen Computer werden die Videobilder der Innenkameras mithilfe der KI in Echtzeit ausgewertet und potenzielle Gefahrensituationen erkannt. Um den Datenschutz sicherzustellen, werden die Videodaten weder gespeichert noch zum Anlernen der KI verwendet. Zudem werden

die Bilder vor der Übergabe an die KI verpixelt. Erkennt „AI Watch“ beispielsweise eine Bedrohung, meldet das System dies an die Fahrenden und an die Leitstelle der BSAG. Von dort wird im Bedarfsfall Unterstützung angefordert.

„Der öffentliche Raum muss ein sicherer Raum sein. Sicherheit ist die Grundlage dafür, dass Menschen Bus und Bahn mit Vertrauen nutzen. Deshalb ist ‚AI Watch‘ für uns mehr als ein technisches Projekt. Es ist ein wichtiger Baustein, um Fahrgäste und Beschäftigte konkret zu schützen“, meint Verkehrssenatorin Özlem Ünsal. Die BSAG und Just Add AI würden damit deutschlandweit eine Vorreiterrolle übernehmen. „Dass ihre Erfahrungen inzwischen auch international nachgefragt werden, zeigt, wie innovativ und verantwortungsbewusst unsere Hansestadt handelt“, so Ünsal

Die Rückmeldungen aus dem Fahrdienst sind laut Thorsten Harder, Technischer Vorstand der BSAG, positiv. Auch wenn Zwischenfälle bei der BSAG selten seien, so stärke das KI-Tool dennoch die Sicherheit von Fahrgästen und Mitarbeitenden. rl

Das Geld auf die Straße bekommen

MARCUS SCHMIDT

WESER REPORT: Herr Holznagel, nach der Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler, hatte am 17. Februar, 16.56 Uhr, jeder Deutsche 31.899 Euro Anteil an den Schulden des Staates. Über welche Steuersünde regen Sie sich am meisten auf?

REINER HOLZNAGEL: Mich ärgert vor allem, dass wir immer neue Schulden beschließen, aber kaum über die wachsenden Folgekosten sprechen. Die eigentliche Steuersünde ist nicht nur die Neuverschuldung, sondern das Verdrängen ihrer Konsequenzen. Unsere erneuerte Schuldenuhr zeigt deshalb nicht nur den Schuldenstand, sondern auch die Zinslast. Der Staat zahlt inzwischen über 1.600 Euro pro Sekunde allein für Zinsen. Dieses Geld fehlt für Investitionen, Bildung oder Infrastruktur. Und diese Belastung wird weiter steigen. Hinzu kommt: Es gibt zahlreiche Ausgaben, die ineffizient, schlecht priorisiert oder schlicht verzichtbar sind. Statt immer neue Programme aufzulegen, müsste die Politik endlich konsequent prüfen, wo Mittel wirkungslos versickern. Schulden ohne klare Priorität und ohne Transparenz über die Kosten sind aus meiner Sicht die größte Steuersünde.

... Und welche Steuererschwendungen beschäftigen Sie gerade in Bremen sehr? Etwas aus oder fürs regionale Schwarzbuch?

einen Blick ins „Schwarzbuch“ der Verschwendung.

sen laufende Projekte konsequent und effizient zu Ende geführt werden – halbfertige Infrastruktur bindet Mittel und schwächt Vertrauen. Neue Schulden können bei wirklich strategischen, wachstumsrelevanten Investitionen eine Rolle spielen. Aber sie sind immer die teuerste Finanzierungsoption und belasten kommende Haushalte. Entscheidend ist daher nicht die Größe der Sondertöpfe, sondern eine saubere Auswahl, klare Prioritäten und eine schnelle Umsetzung. Geld muss wirksam eingesetzt werden – nicht nur angekündigt.

Einkommensteuer. Sie wirkt doppelt, bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ebenso wie bei kleinen und mittleren Unternehmen. Wenn Leistung sich wieder lohnt und die Grenzbelastung sinkt, stärkt die Investitionen, Beschäftigung und Konsum. An dieser Stelle muss die Steuerlast spürbar sinken.

Wenn Sie Bundeskanzler wären, was würden Sie sofort und wie anpacken?

In Bremen haben wir immer noch die sogenannten „Drucker“ für Polizeiquittungen, die Polizisten haben, um Kontrollen zu dokumentieren. Hier sind bereits weit über 200.000 Euro Kosten entstanden. Das ist schon eine Posse. Aber auch die Ausbildungsabgabe sorgt hier für ordentlich Unmut. Viele Mitgliedsunternehmen haben sich dazu geäußert und erklärt, dass die Lage alles andere als rosig ist. Es gibt nun noch eine finanzielle Belastung für Unternehmen, dabei wird die Ausbildungsabgabe aber als wenig zielführendes Instrument kritisiert.

Glauben Sie, wie es Bayerns Ministerpräsident Söder andeutet, dass ein Land Bremen zum Beispiel mit Niedersachsen verschmelzen sollte?

Die Debatte darf man nicht re-

flexhaft führen, sondern sachlich. Eine formale Länderfusion ist ein sehr weitreichender Schritt, der Identität, Verfassung und politische Mehrheiten betrifft. Das lässt sich nicht einfach technokratisch entscheiden. Was wir aber dringend brauchen, ist mehr Kooperation und Zusammenlegung von Verwaltungsstrukturen. Der Bund der Steuerzahler macht es vor: Niedersachsen und Bremen arbeiten in einem gemeinsamen Landesverband mit gebündelter Verwaltung, ohne dass ihre jeweiligen Identitäten verloren gehen. Im Norden sollten wir ernsthaft prüfen, wo Aufgaben effizienter gemeinsam organisiert werden können, etwa beim Küstenschutz, in der IT, bei Sicherheitsbehörden oder spezialisierten Verwaltungsbereichen. Wenn Doppelstrukturen abgebaut und Kompetenzen gebündelt werden, entstehen Effizienzgewinne und Entlastung für die Steuerzahler. Entscheidend ist weniger die formale Fusion als eine kluge Zusammenarbeit.

Denken Sie, dass zusätzliche Investitionen aus den Sondertöpfen für Infrastruktur und Bundeswehr besser sind, als damit aktuelle Projekte zu beenden?

Wir brauchen keine künstliche „Zusätzlichkeit“, sondern eine klare Priorisierung. Zuerst müs-

Platz gewonnen,

Würde es helfen, Kleinverdiener und Mittelstand steuerlich zu entlasten?

Ja, das würde nicht nur helfen, es ist zentral für Wachstum und Stabilität. Wenn wir Industriearbeitsplätze verlieren und die Krise in der Mittelschicht sowie bei kleinen und mittleren Unternehmen spürbar ist, muss die Entlastung genau dort ansetzen. Die Bundesregierung hat bei Abschreibungen und der Körperschaftsteuer nachgesteuert. Das ist ein Schritt, erreicht aber vor allem größere Kapitalgesellschaften. Der klassische Mittelstand, also viele Personenunternehmen und Familienbetriebe, profitiert davon kaum. Deshalb brauchen wir jetzt eine echte Reform der

Probleme gelöst?

Nach ersten Hürden läuft der Betrieb im Bürgerservice Center Mitte

PHILIPP BEHRBOM

Gut drei Wochen nach dem Umzug des Bürgerservice Centers (BSC) Mitte von der Pelzer- in die Martinistraße haben sich die Abläufe eingespielt. „Dass am Anfang nicht alles klappt, ist klar bei einem Umzug dieser Größenordnung, aber jetzt haben wir uns eingegroovt“, erklärt Amtsleiter Björn Ehlers. Rund 1.000 Kundinnen und Kunden am Tag sollen vor Ort bewältigt werden. Ein Andrang, der in den ehemaligen Räumlichkeiten häufig für Stau und Platznot sorgte. Die neuen Räumlichkeiten an der Martinistraße bieten deutlich mehr Platz und Komfort – sowohl im Warteals auch im Bedienbereich. „Auch wenn wir natürlich hoffen, dass die Kunden nicht allzu lange hier warten“, so Innensenatorin Eva Högl. Zudem stellt Högl eine Außenstelle des BSC

Viel Platz für weniger Stress. Der Betrieb im Bürgerservice Center läuft seit Anfang Februar. Foto: Behrbom

– ein Pop-up im alten Postamt 5 – in Aussicht. Dort solle, so Högl, ab dem Frühjahr in erster Linie der massive Bearbeitungsstau abgearbeitet werden. Im April soll die nächste Neuerung folgen:

Eine Dokumentenabholbox soll in den Vorraum einziehen. „So können Kundinnen und Kunden ganz flexibel ihre Pässe abholen, ohne Termin und ohne Wartezeiten“, erklärt Ehlers.

Ich würde als erstes den Solidaritätszuschlag rückwirkend zum 1. Januar 2026 abschaffen. Das hilft Unternehmen, Facharbeitern, kleinen und mittelständischen Unternehmen und Sparern. Danach würde ich sofort eine Einkommenssteuerreform diskutieren, sodass sie im nächsten Jahr wirken kann. Das ist die Perspektive, die Deutschland braucht.

Wenn Sie Bürgermeister, also Ministerpräsident von Bremen wären, was würden Sie zuerst durchsetzen wollen?

Bremen braucht auch eine Diskussion, wie der Standort hier gestärkt werden kann. Die Mittel des Sondervermögens, die Bremen für die Ertüchtigung der Infrastruktur erhält, müssen ausschließlich dafür eingesetzt werden.

Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler: Er ist in Greifswald aufgewachsen und empfiehlt auch Bremern
Foto: Schlie

So viel Bremen steckt in der Mond-Rakete

MARCUS SCHMIDT

„3 – 2 – 1 - We have ignition and lift-off“: Alle Welt hört und schaut darauf, was voraussichtlich im März Richtung Mond fliegen soll – nach einem Startabbruch im Februar: Die erste bemannte Raumfahrt-Rakete und Kapsel nach 1972, Artemis II. Das Raumschiff wird ihn umkreisen –aber noch nicht auf ihm landen. Wie viel Bremen stecken in der Mondrakete und ihrer Kapsel „Orion“?

Ralph Heinrich von Airbus Defence und Space: „Ganz salopp geantwortet, baut Airbus in Bremen 50 Prozent des NASA-Raumschiffs Orion, das Antriebsmodul European Service Modul ESM mit wichtigen Komponenten zur Lebenserhaltung der Astronauten.“

Der Head of External Communications Space Systems erklärt: „Die sogenannte Crew-Kapsel, also die anderen 50 Prozent, wo die Astronauten während der Mission sind, kommt von Lockheed Martin. An der Rakete SLS sind wir nicht beteiligt.“

Christoph Sonnenberg, Sprecher von Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt, s chwärmt: „Ohne Bremer Raumfahrt kann die NASA aktuell keine Astronauten zum Mond und zurück zur Erde bringen.“

In Bremen wurden etwa 50 Prozent des NASA-Raumschiffes Orion gebaut: Das Antriebsmodul European Service Modul dient der Lebenserhaltung der Astronauten. Foto: Airbus

Die Orion-Raumkapsel der Artemis II nutzt das European Service Module ESM, das bei Airbus Defence and Space in Bremen im Auftrag der ESA gebaut wird. Dieses Modul versorgt die Crew mit Antrieb, Energie, Atemluft und Wasser und sorgt für den Wärmehaushalt. Es sei ein herausragendes Beispiel für Bremer Raum-

führte die Gewinner auch auf die Bühne des Bremer Theaters. Foto: B. Meister

fahrttechnologie im Bereich der astronautischen Raumfahrt, so Sonnenberg. Er ergänzt im Namen von Raumfahrt-Koordinator Siegfried Monser: „Es ist das erste systemkritische Bauteil, das die NASA außerhalb der USA für eine Mission mit Astronauten

entwickeln und bauen lässt.“

Pia Bausch, die die Unternehmenskommunikation der Raumfahrt-Fabrik OHB leitet: „Wir sind über unsere Tochterfirma MT Aerospace in Augsburg am SLS beteiligt, haben sonst aber keine Anteile an der kommenden Mondmission. Im März sollen die ersten Menschen seit 1972 Richtung und dann um den Mond herum fliegen

Theaterluft geschnuppert

Backstageführung

Es ist sicherlich kein Geheimnis, aber umso beeindruckender, wenn man es selbst anschauen kann: Was man vom Zuschauerraum aus sieht, ist nur ein Bruchteil dessen, was sich hinter dem schweren roten Vorhang des Bremer Theaters verbirgt. Davon konnten sich kürzlich die Gewinnerfamilien unserer Weihnachtsaktion „Unbezahlbar“ überzeugen. Sie durften sich nicht nur die Aufführung des diesjährigen Familienstückes „Die unendliche Geschichte“ anschauen –im Vorfeld bekamen sie zudem eine exklusive Führung durch den Backstagebereich. Mit dabei Werkstättenleiter Carsten Schmid, der Groß und Klein mit Fachwissen, Anekdoten

für WR-Gewinner

und Insider-Infos begeisterte. Auf der 20 Meter hohen Bühne zwischen verschiedensten Kulissen zu stehen – und wo bereits um die 30 Mitarbeitende im Vorfeld der Aufführung herumwuseln – war das erste Highlight. Was folgte, war die Fahrt in einem sieben Meter hohen Fahrstuhl, der Blick in das riesige Atelier mit Tischlerei, Schlosserei und Schneiderei. Der Gang durch den Fundus mit seiner Sammlung von unglaublichen 20.000 bis 30.000 Kostümen machte den Rundgang perfekt.

Letztlich waren sich die Gewinner einig: die „spannende Führung“ und das „total schöne Theaterstück“ haben für einen rundum gelungenen Nachmittag gesorgt. bm

Bürgermeister ehrt Deutsche Meisterin

Die Hörgeräteakustikerin Monika Allers ist mit 27 Jahren die Deutsche Meisterin im Handwerk und hat ihre Ausbildung bei Amplifon Deutschland in Bremen absolviert. Dort ist sie auch nach ihrer Ausbildung beschäftigt. Jetzt wurde sie mit 32 anderen ehemaligen Auszubildenden zudem für ihre hervorragenden Prüfungsleistungen von der Handwerkskammer ausgezeichnet. Allers habe sich schon immer für Technik interessiert, d ies aber zunächst nicht zu ihrem Beruf gemacht, sondern ein geisteswissenschaftliches Studium in Mainz begonnen. Letztlich habe sie aber festgestellt, dass das Handwerk ihr mehr zusagt, auch weil sie damit „einen positiven Unterschied im Leben von Menschen bewirken“ kann.

Bürgermeister Björn Fecker und Handwerkskammer-Präses Thomas Kurzke luden am Freitag ehemalige Auszubildende und heutige Gesellinnen sowie Gesellen zur Ehrung in die Obere Rathaushalle. Mit dabei waren unter anderem auch die Orthopädieschuhmacherin Jana Stermann aus Bremerhaven, eine drittplatzierte der Meisterschaft des Deutschen Handwerks. Auch fünf Jung-Meister wurden ausgezeichnet. Drei Bremer Handwerksbetriebe erhielten das PrimAQ-Siegel für besondere Ausbildungsqualität.

Zudem bekamen jeweils drei weibliche Auszubildende sowie Meisterinnen mit den besten Abschlüssen in Hand-

werksberufen, in denen Frauen bisher wenig vertreten sind, die mit insgesamt 12.000 Euro dotierten Preise der Brede Stiftung.

Bürgermeister Björn Fecker zeigte sich besonders erfreut darüber, dass erneut sechs Frauen in bisher noch männerdominierten Berufen ausgezeichnet wurden: „Sie sind damit Vorbild und Mutmacherinnen für junge Frauen, die auch eine Ausbildung im Handwerk anstreben. Dieses braucht gut qualifizierten Nachwuchs beispielsweise für die Umsetzung des Klimaschutzes und die Sanierung der Infrastruktur von Schulen bis Brücken.“

Viele Möglichkeiten und Karrierewege für Frauen

Jendrik Hemmen, Mitglied des Beirates der Brede Stiftung: „Wie in vielen technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen sind Frauen auch im Handwerk unterrepräsentiert.“ Dabei biete es ihnen unheimlich viele Möglichkeiten und Karrierewege. Der erste Schritt sei dabei die Ausbildung, der zweite kann der Meisterbrief sein. „Dieser ebnet auch Frauen den Weg zu Führungspositionen oder in die berufliche Selbstständigkeit. Genau das möchten wir fördern und unterstützen deshalb Gesellinnen und Meisterinnen auf ihrem Weg im Handwerk.“ mas

Werkstättenleiter Carsten Schmid (Mitte)

Energiekosten im Wandel

SASCHA OTTO

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Der Umbau der globalen Energieversorgung schreitet voran, und zugleich wächst der Energiehunger durch den Ausbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Das sorgt für eine neue Dynamik an den Märkten. Klassische Öl- und Gasunternehmen erleben eine Neubewertung, während erneuerbare Energien nach einer Schwächephase wieder in den Fokus rücken. Hinzu kommen Zukunftsthemen wie Energiespeicher und intelligente Stromnetze. Sie gelten als entscheidende Bausteine, um den steigenden Strombedarf und eine hohe Versorgungssicherheit miteinander zu verbinden. Für Anlegerinnen und Anleger entsteht damit ein breiteres Bild: Nicht eine Technologie allein entscheidet, sondern das Zusammenspiel verschiedener Energielösungen. Ich sehe Chancen weniger in Einzeltrends, sondern in einer Mischung aus klassischen Energieunternehmen und Zukunftstechnologien, wobei Investitionen am Kapitalmarkt mit Risiken verbunden sind und zu einem Kapitalverlust führen können. GELDANLAGE

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AMBIENTE

ie Fastenzeit hat begonnen. Sie regt zum Verzicht auf Süßes oder Alkohol an, ist aber auch eine Einladung, den eigenen Alltag umweltfreundlicher zu gestalten –mit Klimafasten. Auch in diesem Jahr lädt die Bremische Evangelische Kirche ein, von Aschermittwoch bis Ostern seinen CO 2 -Fußabdruck zu verkleinern und dafür neue Gewohnheiten auszuprobieren. Das Schöne daran: Viele lassen sich ohne großen Aufwand umsetzen. So zum Beispiel in der Ernährung. Wer jetzt vermehrt zu regionalen, saisonalen Produkten greift und nur einmal pro Woche Fleisch isst, senkt den Ausstoß von Treibhausgasen. Der Weg zur Arbeit bietet ebenfalls Einsparpotenzial: Etliche Strecken lassen sich zu Fuß, mit dem Rad oder per Bus erledigen – oftmals sogar schneller als mit dem Auto. Auch zuhause kann man mit kleinen Mitteln einiges bewirken: etwa die Heizung bei Lüften runterdrehen und Stoßlüften statt das Fenster auf Kipp zu lassen. Klimafasten bedeutet übrigens nicht Perfektion, sondern Aufmerksamkeit. Lassen Sie es uns gemeinsam ausprobieren!

Das kleine Eck-Café besticht durch gemütliche Lässigkeit. Schön: Die großen Fenster lassen viel Licht in den Raum, der uns Wohnzimmer-Vibes vermittelt. Dazu passen die insgesamt warmen, hellen Farben, rustikalen Bauernschränke, das offene Büfett, viel Holz, Tapeten mit floralem Design und unterschiedliche Sitzgelegenheiten. Goldene Accessoires und hübsches Geschirr runden das Ambiente ab. Insgesamt: Einladend und unkompliziert.

ESSEN

9,90 Euro kostet der warme Porridge mit Banane, Walnüssen und Honig. Die Schüssel mit dem tatsächlich warmen Haferbrei kommt hübsch dekoriert auf den Tisch: mit blütenartig in den Brei gesteckten Bananenscheiben, einigen Walnüssen, allerdings nur einem Hauch Honig. Dafür gibt es aber einige Granatapfelkerne obendrauf – was nicht nur optisch positiv auffällt, sondern auch geschmacklich als säuerlicher

Gegenpart das Gericht perfekt ergänzt. Das Gericht schmeckt zwar lecker, die Portion allerdings zu klein für den Kollegen. Das Omelett mit Weichkäse, Tomaten und Lauchzwiebeln kostet 12,90 Euro. Laut Karte besteht es aus insgesamt vier Eiern und kommt wie eine Pizza auf den Tisch. Die luftig gebackene und perfekt gewürzte Eimasse ist dekoriert mit fruchtigen Kirschtomaten, leicht salzigem Weichkäse und einem lecker-würzigen Frühlingszwiebel-Öl. Dazu gibt es noch ein frisches Roggenbrötchen und einen Klecks Butter in einem niedlichen, herzförmi-

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Sehr freundlich und aufmerksam, dabei aber keinesfalls aufdringlich. Wir können uns in Ruhe unterhalten und uns an den liebevoll angerichteten Speisen sowie dem hübschen Geschirr erfreuen. Was uns außerdem positiv auffällt: Da das Café seine Gerichte den ganzen Tag lang anbietet, kommt es hier mittags scheinbar nicht zu Stoßzeiten: Gegen halb eins sind nicht so viele Gäste hier.

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Günstig ist das Essen im Goldjunge nicht: Selbst wenn die 12,90 Euro für das große Omelett einigermaßen gerechtfertigt erscheinen – 9,90 Euro für die kleine Portion Haferbrei, so hübsch sie auch angerichtet ist, sind uns zu teuer. Ein Wasser (0,3l) kostet 2,90 Euro, Cola (0,2l) 3 Euro und ein halber Liter Tee 6,50 Euro. Alkoholisches steht nicht auf der Karte.

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Einsame Witwe - Brigitte, 78 J., 158 groß, sehr hübsch mit jugendlichen, lieben Wesen, mag alles Schöne, die Natur, kochen - gemütliche Stunden z. zweit, habe Auto u. Führerschein, eine gute Rente, aber leider bin ich ganz allein. Ich wünsche mir pv wieder sehr e. sympathischen Mann an meiner Seite, hier aus der Nähe Tel. 0151 - 62903590

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Sabine, 61 J., mit schöner

KontaKte

Porridge und Omelett im Café Goldjunge.
Foto: Schlie

Bereits seit 1980 ist RBE mit seiner großen Ausstellung an der Steller Straße 2 in Groß Mackenstedt ansässig. Fotos: Schlie

Die Experten für Bauelemente

RBE in Stuhr veranstaltet Aktionswochen bis Ende April / Beratungsabend im März

Maßgeschneiderte Lösungen, langlebige Produkte, fundierte Beratung und Zuverlässigkeit –auf diese Säulen gründet sich der Erfolg von RBE. Der Bauelemente- Händler mit Sitz an der Steller-Straße 2 in Stuhr - Groß Mackenstedt besteht mittlerweile seit über 50 Jahren. Gegründet wurde das Unternehmen Rationelle Bauelemente Stoermer & Wiese (RBE) 1975 von Stoermers Vater Dieter und dessen Kompagnon Hans-Hermann Wiese. Michael Stoermer stieg 1986 nach dem Tod seines Vaters in die Geschäftsführung ein. 2011 verstarb dann auch Wiese. Seitdem leitet er das Unternehmen alleine. Bereits seit 1980 befindet sich der Firmensitz mit der großen Ausstellung am heutigen Standort an der Steller Straße 2. Das Team besteht aktuell aus acht Monteuren und vier Mitarbeitern im Büro.

Noch bis Ende April laufen bei RBE die Aktionswochen in den Bereichen Terrassendächer, Haustüren, Rollläden und Fenster. So bekommen Kunden Sonderpreise beim Kauf eines Terrassendaches der Firma Solarlux. Eine LED-Beleuchtung gibt es gratis dazu. Außerdem ist das Terrassendach mit einer hochwetterfesten Farbe beschichtet. Bei den Haustüren bietet RBE noch bis Ende April die Fingerscan-Wochen an. Diese Haustüren werden nicht mehr per Schlüssel, sondern per Fingerscan geöffnet. Außerdem erhalten Kunden einen Rabatt von 675 Euro, unabhängig vom Modell. Im Bereich der Rollläden gibt es eine Smarthome-Box kostenlos dazu. Sie sind dann bequem per App steuerbar. Die Rolläden sind in verschiedenen wetterfesten Farben während der Aktionswochen ohne Aufpreis er-

hältlich.

Auch wer seine Immobilie mit neuen Fenstern ausstatten möchte, sollte den Aktionszeitraum bei RBE nutzen. Bis Ende April gibt es beim Fenster-Kauf ein Sicherheitspaket zum Sonderpreis dazu.

Einen Beratungsabend zu den Themen Förderung und Baugenehmigung bietet RBE am 19. März um 19 Uhr in den Geschäftsräumen in der Steller Straße 2 in Stuhr an. RBE-Geschäftsführer Michael Stoermer konnte für diesen Abend zwei Fachleute verpflichten. Referent Mattes Schweer ist der Förderexperte der Firma Solarlux. Er wird an diesem Abend erläutern, welche Fenster, Haustüren, Wintergärten und Terrassendächer in diesem Jahr grundsätzlich förderfähig sind. Außerdem wird er einen Überblick zu KfW-Programm, BAFA-Zuschüssen und

Terrassendach-Aktionen:

10% Rabatt auf das Solarlux Terrassendach SDL Alerio

LED-Aktion: Beleuchtung gratis beim Kauf eines Solarlux Terrassendachs oder Wintergartens

Hochwetterfeste Farben ohne Aufpreis: Höhere Qualität zum gleichen Preis

Terrassendächer • Wintergärten Glas-Faltwände • Schiebefenster

Fenster-Aktionen:

RC-2n zum Sonderpreis: Erhöhte Sicherheit für Fenster und Türen zum Aktionspreis erhältlich

20 % staatlicher Zuschuss: Beratung zu Förderungen für energieeffiziente Bauelemente

Farbvariationen zum Sonderpreis: Farbige Fensterrahmen abgestimmt auf Ihre Immobile

PVC-Fenster mit und ohne Aluminiumbeplankung

Holz-Fenster mit und ohne Aluminiumbeplankung

Aluminium-Fenster • Holz-Fenster

Michael Stoermer leitet das Unternehmen seit fast 40 Jahren.

dem Steuerbonus geben. Auch auf die Fragen nach der technischen Voraussetzung und der richtige Antragstellung wird Mattes Schweer eingehen. Architektin Maike Meyer ist die zweite Expertin des Abends. Sie wird zunächst erläutern in welchen Fällen ein Bauantrag erforderlich ist. In ihrem Vortrag wird sie die Unterschiede zwischen einem Kaltwintergarten, einem Wohnwintergarten und einem Terrassendach darstellen. Außerdem wird sie die Frage nach den erforderlichen Unterlagen und Nachweisen für das Bauamt beantworten. Im Anschluss an beide Vorträge können die Besucher des Beratungsabends ihre individuellen Fragen stellen. Eine Anmeldung zu diese Veranstaltung ist unbedingt bis zum 12. März unter info@rbe-stuhr. de oder 04206-41620 erforderlich. WR

Neu im Programm: Gesichtserkennung für Haustüren.

In der Ausstellung finden sich nur Produkte von den jeweils führenden Herstellern der Branche.

Haustür-Aktionen:

Fingerscanwochen: Sicherheitskomfort mit modernem Fingerabdruckscanner zu besonderen Aktionskonditionen

Füllung beidseitig ohne Aufpreis: Höherwertige beidseitige Türfüllung zum Preis der einseitigen Variante

Haustüren zum Winterpreis: Sparen Sie bis zu 675€ bei Ihrer neuen Haustür

Aluminium-Haustüren

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LOKALAUSGABE

WEYHE, SYKE, BASSUM

Tel. 01 51 – 537 44 106 thorsten.runge@weserreport.de

ANZEIGEN

Tel. 04 21 – 690 55 165

ZUSTELLUNG

Tel. 0421 – 690 55 350 vertrieb@weserreport.de

Kirchenbüro ist geschlossen

HEILIGENFELDE – Das Kirchenbüro in Heiligenfelde ist am kommenden Dienstag, 24. Februar, nicht besetzt. Am Donnerstag ist es wieder von 16 bis 18 Uhr geöffnet. WR

Weyhe-Film

wird wiederholt

WEYHE – Ende Januar fand die Eröffnungsveranstaltung der Weyher Gästeführung in der Alten Wache statt. Hauptprogramm war dabei die Vorführung des Filmes „Unser Weyhe – Chronik einer lebendigen Gemeinde“. Trotz Schnee und Eis waren mehr als 40 Zuschauer gekommen, ebenso viele mussten auf die Warteliste gesetzt werden, so groß war das Interesse. Jetzt findet eine weitere Filmvorführung statt, und zwar am Sonntag, 1. März, um 19 Uhr. Damit nicht wieder so viele Absagen erfolgen müssen, wird die Veranstaltung im Kulturforum der KGS Leeste verlegt. Der Einlass ist ab 18.30 Uhr, eine Anmeldung ist nicht erforderlich und der Eintritt ist frei. WR

Den Garten in Räume gliedern

Landschaftsarchitektin Tanja Minardo hält Vortrag im Syker Kreismuseum

SYKE – Tanja Minardo arbeitet seit vielen Jahren als Landschaftsarchitektin und hat öffentliche und private Gartenanlagen gestaltet. Am kommenden Freitag, 27. Februar, ist sie zu Gast im Syker Kreismuseum und hält hier einen Gartenvortrag.

Tanja Minardo geht bei ihrer Arbeit von der Frage aus, weshalb Wohn- und Gartenräume so unterschiedlich betrachtet werden. In unseren Wohnungen sei es ganz natürlich, eine Unterteilung in Wohnräume mit unterschiedlicher Nutzung wie Bad, Küche, Schlaf- oder Arbeitszimmer vorzunehmen. Im Garten sei das längst noch nicht alltäglich. Es falle vielen Gartenbesitzern immer noch schwer, mit vertikalen Elementen in die Fläche hineinzugehen und den Garten in Räume zu gliedern. Dahinter stehe fast immer die Angst, sich die Weite des Gartens zu nehmen. Optisch wäre meist das Gegenteil der Fall – es entstünden Perspektiven, die den Garten größer erscheinen lassen, als er eigentlich sei. Der Garten wirke gestaltet, mache neugierig und könne ganz unterschiedliche Nutzungen aufnehmen.Damit gehört die Raumbildung im Garten zu einer der wichtigsten Grundlagen der Gartengestaltung, um einen interessanten und abwechslungsreichen Garten zu gestalten. Verschiedene Beispiele von konkreten Gartenplanungen führen den Teilnehmenden des Vortrags den theoretischen Begriff der „Raumbildung“ bildlich vor Augen. Anhand verschiedener Grundstückszuschnitte werden an diesem Abend die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten, Gartenräume zu bilden, verdeutlicht. Zum

WEYHE – Die evangelische Kirche in Deutschland überarbeitet derzeit ihr Gesangbuch. In das neue Werk sollen auch die Meinungen aus den Gemeinden einfließen. Aus diesem Grund ist jetzt ein Erprobungsband mit neuen und alten Liedern erschienen. Zahlreiche Test-Kirchengemeinden arbeiten derzeit mit dem Erprobungsband. Darunter auch die Kirchengemeinde Weyhe. Dort wird der Erprobungsband am kommenden Donnerstag im Rahmen eines Workshops vorgestellt. Von 18.15 bis 19.45 Uhr stellt Andreas Schley, der Popkantor des Kirchenkreises Syke-Hoya, Lieder und Anderes aus dem Erprobungsband zum Evangelischen Gesangbuch vor. Die Veranstaltung in der Pfarrscheune Kirchweyhe, Kirchweg 24 ist kostenfrei. WR

Folkball mit „Sally Gardens“

Foto: Minardo

Ein von Tanja Minardo gestalteter Garten. Weitere Beispiele wird die Landschaftsarchitektin in ihrem Vortrag vorstellen.

Abschluss zeigt die Dozentin verschiedene raumbildende Elemente, die in privaten Gärten selbst umgesetzt werden können.

Geboren und aufgewachsen im ländlichen Ostwestfalen, hat Diplom-Ingenieurin Tanja Minardo schon früh ihre Liebe zur Natur entdeckt. Später studierte sie Landschaftsarchitektur und Umweltplanung in Höxter. Hier entstand die Faszination für die historischen Gartenanlagen Europas, die sie mit Begeisterung besuchte. Nach dem Studium arbeitete

Liebe Leserinnen und Leser, Im November feiern wir unser 50-jähriges Jubiläum!

sie in privaten Planungsbüros und war dort vor allem projektleitend für den Bereich Objektund Freiraumplanung in allen Leistungsphasen zuständig. Zu den Aufgabenbereichen gehörten neben der Planung von privaten Gartenanlagen auch Außenanlagen an Schulen und Seniorenheimen oder Parkanlagen. Es folgte eine nebenberufliche Selbstständigkeit als Dozentin in der Erwachsenenpädagogik. An verschiedenen Einrichtungen der Region hält sie seit Jahren mit Begeisterung Vorträge und Seminare rund

um das Thema Gartengestaltung und -pflege, Pflanzenverwendung sowie Gartenhistorie und bietet Exkursionen zu diesen Themen an. Seit 2018 ist sie komplett in die Selbstständigkeit gewechselt und führt seitdem ihr eigenes Büro für Garten- und Landschaftsarchitektur.

Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr (Einlass 18 Uhr). Die Tickets kosten 15 Euro und sind im Onlineshop des Kreismuseums unter kreismuseum-syke. de oder vorab vor Ort erhältlich. WR

SÜSTEDT – Seit mehr als zehn Jahren werden von der Tanzgruppe des Süster Kring in Süstedt, Mühlenweg 1, Tanznachmittage angeboten. Am Sonntag, 1. März, von 15 bis 18 Uhr spielt die Gruppe „Sally Gardens“, die schon bei vielen Folkbällen rund um Bremen und auch schon einige Male in Süstedt aufgetreten ist. Kreis- und Paartänze mit wechselnden Partnern aus Rumänien, Frankreich, USA, Israel und anderen Ländern werden vom Tanzleiter der Süstedter Tanzgruppe, Walter Bellingrodt, erklärt, so dass auch alle ohne viel Tanz-Erfahrungen gut mittanzen können. In den Pausen gibt es Kaffee und Kuchen. Die Folklore-Tanzgruppe trifft sich in der Scheune donnerstags ab 19.30 in den ungeraden Kalenderwochen. WR

Papagei vom Baum gerettet

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Freuen Sie sich auf wöchentliche Angebote und Aktionen zur Unterstützung von Vereinen etc. !

HEUTE: Fischereiverein Delmenhorst von 1896 Woche 12

WEYHE – Die Ortsfeuerwehr Melchiorshausen wurde am Mittwochabend mit dem eher ungewöhnlichen Stichwort „Papagei im Baum“ alarmiert. Der Gelbbrustara Drago war von zu Hause ausgebüxt und hatte sich in rund 15 Meter Hö-

he auf einem Baum am Gänsebachweg niedergelassen. Da alle Motivationsversuche seitens seiner Besitzerin scheiterten, von dort wieder herunter zu kommen, rief diese schließlich die Feuerwehr um Hilfe. Um den Papagei in dieser Hö-

he wieder einzusammeln, wurde zusätzlich die Hubarbeitsbühne der Ortsfeuerwehr Leeste nachalarmiert. Damit gelang es schließlich, Drago aufzunehmen und zurück in die Obhut seiner Besitzerin zu geben. WR/Foto: Feuerwehr

Unsere Spende ging in dieser Woche an den Fischereiverein Delmenhorst - hier haben wir beim Kauf einer Drohne unterstützt, welche zur Gewässerüberwachung eingesetzt wird. Der Verein kümmert sich um viele Belange rund um den Angelsport und Schutzaufgaben für unsere Gewässer. Wer auch etwas mit einer Spende beitragen möchte, kann sich an info@fischereiverein-delmenhorst.de  wenden.

Entwicklung des fairen Handels

Referent von Fairtrade Deutschland hält Vortrag in Weyhe

WEYHE – Die Gemeinde Weyhe hat sich bekanntlich aufgemacht, offizielle FairtradeGemeinde oder „FairtradeTown“ zu werden. Der lange Bewerbungsprozess ist auf der Zielgeraden. Auf dem Weg zur Zertifizierung spielt die Zivilgesellschaft eine tragende Rolle – so auch bald in Form einer Informationsveranstaltung, welche die Allgemeinheit mitnehmen soll. Ein Vor-

trag zum Thema „Erfolge und Herausforderungen des Fairen Handels“ ist geplant für Samstag, 28. Februar, ab 14 Uhr, in der Alten Wache am Henry-Wetjen-Platz 4 in Leeste. Eingeladen ist dann Albert Röhl, langjähriger Referent aus dem Freiwilligennetzwerk von Fairtrade Deutschland. Inhaltlich soll es bei ihm um die Entstehung und Entwicklung des fairen Handels in

Deutschland mit Schwerpunkt auf der Bedeutung der Fairtrade-Town-Kampagne gehen. Alle Interessierten sind eingeladen, dem Vortrag bei Kaffee und Keksen zu folgen. Der Eintritt an diesem Nachmittag ist frei. Die Organisation an diesem Tag hat der Seniorenzentrum Weyhe e. V. – Alte Wache in Person seiner Vorsitzenden Ute Lehmann inne. WR

Foto v.l.n.r.: T. Najdowski, Mirco Mausolf und G. Porth

Duo spielt im Spieker

SYKE – Joachim von Lingen aus Bücken, ehemaliger Schulleiter, ist in der regionalen musikalischen Szene seit langem eine gut bekannte Größe und wird nicht nur als Mann an den Tasten, sondern auch als Interpret seiner eigenen Songs geschätzt. Mit seinem Programm „Traumtänzer & Co.“ ist er am kommenden Freitag, 27. Februar, ab 19.30 Uhr zu Gast im Spieker, Waldstraße 3. Von Lingen gibt Einblicke in seine Liedermacherwerkstatt, das Werke aus einer Schaffenszeit von fast zwei Jahrzehnten umfasst. Die tiefgründende Hinwendung zum Leben gepaart mit einem

Grenzen überwindendem Gefühl von Innigkeit, aber auch bitter-süßem Abschied und Aufbruch zeigt das Spektrum, das er mit ausdrucksstarken sprachlichen Bildern in seinen Liedern ausleuchtet. Zu erwarten sind wohl durchdachte deutsche Texte in abwechslungsreichen musikalischen Arrangements und eine dichte und intensive Konzertatmosphäre im Duo mit René Gebauer an der Bluesharp.Beide Musiker kennen sich seit vielen Jahren und sind unter anderem auch langjährige Mitglieder der Martfeld Blues Band. Der Eintritt ist frei. WR

(r.) und René Gebauer machen seit vielen Jahren Musik. Foto: pv

Robinien für Marktplatz

WEYHE - Es ist der erste Schritt hin zu einem grüneren Marktplatz in Kirchweyhe – der dafür aber erst einmal etwas weniger grün sein wird: Die fünf Kugelrobinien rund um das Maskenbrunnen-Hochbeet werden bis Ende Februar entfernt. Sie wiesen mittlerweile eine eingeschränkte Vitalität und altersbedingte Defekte auf. Wenn der Marktplatz im späten Frühjahr das neue Baumdach im nordöstlichen Winkel erhält, soll auch an die-

ser Stelle am einstigen Brunnen eine Nachpflanzung erfolgen. Ersetzt werden die Robinien dann durch Eisenholzbäume. „Diese sind großkroniger und langlebiger. Somit stellen sie zu-künftig eine erhebliche Verbesserung des Kleinklimas auf dem Marktplatz gegenüber den jetzigen Kugelbäumen dar, die jährlich zurückgeschnitten werden müssen“, erklärt Florian Mategka als Grünplaner der Gemeinde die Vorteile. WR

Syker zieht Glückslos

SYKE – Fabian Spangenberg aus Syke nutzt seine Besuche in Bremen während der Tombola-Saison gern, um nach Lust und Laune Lose zu kaufen. Als er kürzlich auf dem Weg zu einer Verabredung in der Innenstadt machte er im Vorbeigehen auf dem Bahnhofsvorplatz Halt und kaufte spontan zwei Lose. Eine Ent-

Wohnen in den eigenen vier Wänden

LANDKREIS – Wohnen in den eigenen vier Wänden: Vom Einfamilienhaus bis zur Eigentumswohnung – im Landkreis Diepholz gibt es rund 62.100 Wohnungen, für die keine Miete bezahlt werden muss. Denn ihre Eigentümer nutzen sie selbst. 15 Prozent davon leben in einer Eigentumswohnung. Das geht aus einer regionalen Wohnungsmarkt-Analyse hervor, die das Pestel-Institut im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) gemacht hat. Die Wissenschaftler ermittelten dabei für den Landkreis Diepholz eine Wohneigentumsquote von 59,5 Prozent. Zum Vergleich: Bundesweit liegt die Quote bei 43,5 Prozent. „Damit ist Deutschland ein ‚MieterLand‘ und landet beim Ranking zum Wohneigentum im Europa-Vergleich nur auf dem vorletzten Platz“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut.

„Die eigenen vier Wände rangieren bei den Menschen zwar immer noch ganz oben auf der Wunschliste. Aber gerade die 25- bis 40-Jährigen können sich immer seltener ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung leisten“, sagt Matthias Günther. Rund 40.600 Menschen dieser Altersgruppe leben nach Angaben des Pestel-Instituts aktuell im Landkreis Diepholz. Immer mehr von ihnen seien allerdings gezwungen, dauerhaft zur Miete zu wohnen. „Dabei gehören gerade Jobstarter und Familiengründer zur typi-

Geld ins Haus stecken: Damit auch Durchschnittsverdiener im Kreis Diepholz sich wieder ein Haus oder eine Eigentumswohnung leisten können, soll der Bund eine „HausFörderung“ schaffen. Foto: Hillebrand

schen Klientel für Wohnungskauf und Hausbau. Aber die ‚Nestbauer-Generation‘ ist längst zur Verlierer-Generation beim Wohneigentum geworden“, sagt Matthias Günther. Es fehle an staatlicher Unterstützung, kritisiert der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel: „Der Bund hat zuletzt die Eigenheimzulage und dann das Baukindergeld abgeschafft –und damit die effektive Förderung von Wohneigentum faktisch eingestellt“, sagt BDBVerbandspräsidentin Kathari-

na Metzger. fordert die Bundesregierung auf, schnell ein Programm für Wohneigentum – eine „Haus-Förderung“ – in die Wege zu leiten: „Notwendig sind direkte Zuschüsse. Geld vom Bund also, das auch Durchschnittsverdiener im Kreis Diepholz in die Lage versetzt, endlich eine Chance auf die eigenen vier Wände zu haben: Ein Startkapital für das erste selbstgenutzte Wohneigentum.“ Außerdem sei ein Niedrigzinsprogramm notwendig.

An die Bundestagsabgeord-

neten von CDU und SPD aus dem Landkreis Diepholz und ganz Niedersachsen appelliert die Präsidentin des BaustoffFachhandels, Katharina Metzger, Wort zu halten: „Im Koalitionsvertrag steht klipp und klar, dass Wohneigentum gefördert werden soll. Aber wann, wenn nicht jetzt?“ Passiere nichts, gehe die Hängepartie weiter: „Alle warten auf Unterstützung vom Bund. Solange die nicht kommt, liegt der Traum von den eigenen vier Wänden weiterhin auf Eis“, so Metzger.. WR

Schwedisch lernen am Wochenende

WEYHE – Ein Hauch Skandinavien weht durch das erste Märzwochenende. Für alle, die mit Freude und Neugier in die schwedische Sprache eintauchen möchten, bietet die Volkshochschule den Wo-

chenendkurs „Trevlig resaEinstieg ins Schwedische“ an. Ob für die nächste Reise, den Austausch mit Ferienhausnachbarn oder erste Gespräche im Café oder beim Einkauf – der Kurs vermittelt praxisnahe Grundkenntnisse, die sofort anwendbar sind. Teilnehmende erhalten nicht nur einen ersten Einblick in einfache Dialoge und wichtige Redewendungen, sondern erfahren auch viel über schwedi-

scheidung mit großer Wirkung: eines der Lose entpuppte sich als Glückslos mit dem 1. Hauptgewinn 2026, ein Solit-Edelmetalldepots der Sparkasse Bremen in Wert von 3.000 Euro. Den Gutschein für diese Wertanlage überreichte Malte Gratenau (r.) von der Sparkasse Bremen. WR/Foto: pv

SYKE – Der Kneippverein bietet ab dem 4. März einen neuen Aquafitkurs im Hallenbad Barrien an. Beginn ist um 14 Uhr. Wassergymnastik trainiert Kraft und Ausdauer und erhöht die Beweglichkeit, verbessert die Kondition und Koordination. Die Übungen werden mit und ohne Hilfsmitteln ausgeführt und sind für alle Altergruppen geeignet. Anmeldungen sind unter info@ kneippverein-syke.de möglich.

sche Kultur, Alltagsgepflogenheiten und kulinarische Besonderheiten.Der Kurs findet am 7. und 8. März in der VHS in Leeste statt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 04242 / 976 - 4444. WR

Joachim von Lingen

TIERE SUCHEN EIN ZUHAUSE

Zwei

Für die beiden kastrierten Ziegenböcke Hank (7) und Gandalf (8) sucht das Tierheim ein liebevolles Zuhause. Gut wäre es, wenn das Duo, das nur zusammen vermittelt wird, schon in eine bestehende Herde, idealerweise mit großen, standfesten und selbstsicheren Tieren, integriert werden könnte. Ausreichend Platz, eine sichere Einzäunung und eine artgerechte Haltung sind Voraussetzung für die Vermittlung.

Hank ist sehr aufgeschlossen, neugierig und unkompliziert im Umgang. Er fügt sich gut in eine Herde ein und sorgt mit seiner

ruhigen Art für Ausgleich. Gandalf wiederum ist das genaue Gegenteil: ein sehr dominanter Bock, der seine Stellung deutlich zeigt. Vor allem gegenüber kleineren oder unsicheren Tieren sowie Menschen kann er sehr bestimmend auftreten. Daher braucht er klare Strukturen. Erfahrung im Umgang mit Ziegen und souveräne Bezugspersonen sind erforderlich.  Das Tierheim befindet sich an der Hemmstraße 491. Infos zu Öffnungszeiten und Tieren gibt es unter der Rufnummer 35 11 33 und bremer-tierschutzverein.de im Internet. WR

Die Rückkehr der Kraniche

LANDKREIS – Ein unüberhörbares Trompeten kündigt den Frühling an. Die ersten Kraniche sind zurück im Naturpark Dümmer. Tausende Zugvögel nutzen derzeit die weiten Moor- und Wiesenlandschaften der Diepholzer Moorniederung als Rastplatz auf ihrem Zugweg in die nördlichen Brutgebiete.

Am morgigen Sonntag lädt der Naturpark Dümmer von 16 bis 18.30 Uhr zu einer be -

sonderen Führung in das Rehdener Geestmoor ein. Unter dem Titel „Glückliche Rückkehr der Kraniche im Rehdener Geestmoor“ begleitet Natur- und Landschaftsführer Frank Mestars die Teilnehmenden zum abendlichen Einflug der Vögel des Glücks in ihre Schlafplätze. Die Teilnehmer treffen sich am Moordamm 10 am Aussichtsturm Rehdener Geestmoor.

Erfolgsgeschichte, aus Tragik geboren

25 Frauen aus der Ukraine haben sich in Bremen zum Chor Gloria UA zusammengefunden

OBERVIELAND – Der in der evangelischen St.-Markus-Gemeinde am Arsterdamm beheimatete ukrainische Frauenchor Gloria UA lädt für den 23. Februar zum Konzert im Theater am Leibnizplatz ein (Bremer Shakespeare Company, Schulstraße 26). Anlass ist die Vorstellung des ersten Studioalbums mit dem Titel „Hoya“.

Gloria UA ist eine Erfolgsgeschichte die aus aller Tragik geboren wurde. 25 Frauen aus der gesamten Ukraine, die im Zuge des Krieges nach Bremen gekommen sind, wurden von der aus Charkiw stammenden und ebenfalls nach Bremen geflüchteten Sängerin Yana Wermuth zu diesem Chor formiert.

„Der 24. Februar 2022 hat unser Leben in zwei Teile geteilt – vorher und nachher. Das ist für uns ein ganz bedeutender Tag, an dem wir gemeinsam an unsere Vergangenheit und an unsere Zukunft denken“, sagt Yana Wermuth, die den Chor leitet. „Wir zeigen gemeinsam, dass wir einig sind und dass wir noch Kraft haben zu kämpfen. Jeder kämpft an seinem Platz, wie er kann, wir mit Kultur. Wir möchten den Menschen zeigen, dass die Ukraine ein wunderschönes Land mit einzigartiger Kultur ist. Wir Ukrainerinnen und Ukrainer sind anderes, wir haben tatsächlich eine sehr große und reiche Geschichte, die sehr viel mit Kultur verbunden ist“, erklärt die Chorgründerin. Zusammen stehen die Frauen auf der Bühne und singen von ihrer Heimat, die nun in Trümmern liegt. Ihre Stimmen erzählen von der Situation, wie

sie hier wieder Boden unter ihren Füßen spüren und ihre neue Zukunft in Deutschland gestalten. Ihr musikalisches und gesangliches Repertoire umfasst ein breites Spektrum aus Rock, Pop, Balladen und traditionellem ukrainischem Gesang mit eigens dafür geschrieben Songs. Knapp drei Jahre nach der Gründung bringen Gloria UA und Band mit „Hoya“ nun ihr erstes Album heraus. Der Titel ist ein erfundener Name, der einen Hauch von Gesang in sich tragen soll. „‚Hoya‘ steht am Beginn des Albums und es ist ein Wiegenlied. Das ganze Album, aber besonders dieses Lied, zeigt die weibliche Stärke. Eine starke Frau singt ein Schlaflied für ihr Kind. Und dieses Kind lässt sie irgendwann frei in diese ‚roughe‘ Welt. Das bringt eine unglaubliche Nähe rein“, sagt Popkantor Falko Wermuth, der den

Kultur

Chor als Pianist und Arrangeur begleitet. „Gloria UA ist ein reiner Frauenchor, weil die Männer im Krieg sind. Wir haben aus dieser Not eine Tugend gemacht. In ihren Gesang legen die Frauen ihr Leid hinein und können es so etwas Gutes wandeln“, so Wermuth.  Tickets gibt es unter shakespeare-company.com oder in der Stadtbibliothek Bremen, sie kosten 27 Euro, ermäßigt 15 Euro. rl

statt Kassenbon

Treffpunkt „Kulabi“ zieht in den ersten Stock des Roland-Centers ein

HUCHTING - Zwischen Bekleidung und Accessoires, Getränken und Speisen ist ein ganz andersartiges Angebot in das Roland-Center eingezogen. Auf dem Schaufenster einer zuvor leeren Fläche steht jetzt „Kulabi“ in bunten Buchstaben. Die Einrichtung erinnert an ein farbenfrohes und gemütliches Wohnzimmer, ebenso die Atmosphäre – geborgen, geschützt und etwas ruhiger als im Rest des Centers.

gänzungen und möchte dabei alle Altersgruppen ansprechen. „Perspektivisch stellen wir uns noch mehr Angebote insbesondere für ältere Personen vor“, sagt Zimmermann. Auch die Fläche soll sich entsprechend weiterentwickeln können und sich den Bedürfnissen anpassen. Eine große LED-Leinwand ermöglicht derzeit das Spielen von Videospielen, von der Stadtteilbibliothek gefüllte Bücherregale laden zum Vorlesen ein.

dem vorherigen geboren. Das kennzeichnet unsere Arbeit“, beschreibt Zimmerman. Ein Thema, das übergreifend für alle kreativen Werkstätten im Roland-Center eine Rolle spielen soll, ist Menschlichkeit und Mitmensch sein.

„Wir probieren einfach aus. Es soll ein Raum der Begegnung für Menschen sein, die sich sonst nicht getroffen hätten“, erzählt Vera Zimmermann, Geschäftsführerin des Kulturladens Huchting. Auf der neu gestalteten Fläche finden ab sofort kostenfreie kreative Werkstätten statt, die verschiedene Techniken vermitteln und etwas lernen lassen. Dazu gehört beispielsweise der Umgang mit Textilien, Schmuck, Farben oder Drucken. Andererseits finden Bürgerinnen und Bürger auch regelmäßig das Ortsamt Huchting oder Beratungsangebote vor Ort, etwa vom Gesundheitspunkt oder Arbeit und Ökologie (A&Ö).

Einige Veranstaltungen weisen selbst einen experimentellen Charakter auf: Geplant sind Formate wie ein gemeinsamer „Digital Detox“, also eine bewusste Auszeit von Internet u nd zahllosen Benachrichtigungen auf dem Smartphone, verrät Zimmermann. Oder auch zusammen malen: Aus vielen kleinen Anfängen schließlich ein gemeinsames Ganzes schaffen – mit Musik, ohne Worte.

Das breit gefächerte Programm ist offen für weitere Er-

„Kulabi“ entstand als Kooperation des Kulturladens mit der Medienwerkstatt sowie der Stadtbibliothek Huchting. Die Wände zieren Ergebnisse von Projektarbeiten des Kulturladens, darunter „Wertefahnen“, die die wichtigsten Werte porträtierter Personen in vielen Sprachen abbilden. „Ein Projekt wird bei uns immer aus

Die Termine der verschiedenen Angebote sind im Schaufenster ausgestellt und können ebenfalls im Newsletter Huchting eingesehen werden. Das Angebot wird unterstützt vom Roland-Center, dem Beirat Huchting sowie Wohnen in Nachbarschaften (WiN), weshalb eine Teilnahme kostenfrei ist. „Wenn Menschen Geld sparen müssen, dann tun sie das leider zuerst bei Freizeitaktivitäten“, sagt Vera Zimmermann und freut sich, zukünftig mehr Menschen mit kostenfreien Kulturangeboten in Kontakt bringen zu können.

Gloria UA singen Lieder über ihre Heimat in der Ukraine und wie sie das Leben in Deutschland gestalten. Foto: Olga Tretiakova
Gandalf (l.) und Hank suchen eine neue Herde. Fotos: pv

Eine starke Gruppe mit über 120 innovativen Mitgliedern

Von der Tagespflege bis zur Wohngruppe

WIR-Mitglieder stellen sich vor: akb bietet verschiedene Pflegeformen an

Vor rund fünf Jahren erwarb

Alois Koop-Brinkmann in der Sulinger Straße den „Alten Amtshof“. Seinerzeit standen in dem Gebäude die ehemaligen Gewerbeflächen von Rossmann und Deichmann leer. „In einem Gespräch in der Eisdiele gegenüber entstand schließlich die Idee in den Räumen eine Tagespflege einzurichten“, erklärt der heutige Geschäftsführer Johannes Oltmanns. Während der Planungsphase wurde schnell klar, dass eine große Tagespflege auch eine kooperierenden Pflegedienst benötigt, der das Angebot in der häuslichen Versorgung ergänzt. So wurden Pflegedienst und Tagespflege 2022 eröffnet und haben sich seitdem stets weiter entwickelt. In der Tagespflege in der Sulinger Straße werden von montags bis freitags zwischen 7.30 und 18 Uhr 30 Personen betreut. Oltmanns: „In der Tagespflege haben wir 20 Beschäftigte. 90 weitere Mitarbeiter betreuen rund 450 Kunden kontinuierlich im Bereich der häuslichen Pflege. Dazu kommen rund 300 Kunden die unregelmäßig Leistungen in Anspruch nehmen. Hauptsächlich ist unser Pflegedienst im Bereich Bassum, Harpstedt und Stuhr unterwegs.“ Ein drittes Standbein des Unternehmens sind die Wohnangebote. Dazu gehört eine Pflege-Wohngemeinschaft in Twistringen mit zwölf Plätzen sowie auch die Residenz am Stiftspark in Bassum mit drei Pflege-Wohngruppen sowie 30 Wohnungen mit Serivceangebot. Ende des Jahres wird eine weitere Tagespfle-

Geschäftsführer Johannes Oltmanns (r.) im Gespräch mit einer Besucherin der Tagespflegeeinrichtung und Angehörigen. Foto: Runge

ge in Stuhr-Seckenhausen eröffnen. Ein Großteil der Mitarbeiter, derzeit sind es in allen Bereichen rund 188, hat einen direkten Migrationshintergrund. Viele lassen sich bei akb zur Pflegefachkraft ausbilden. Sie kommen unter anderem aus Madagaskar, Indien, Syrien, Ukraine, China oder Vietnam. „Unsere

Auszubildenden sind zwischen 18 und 30 Jahren alt. Viele haben Abitur oder schon ein Studium. Damit sie bei uns arbeiten können ist das Sprachniveau B1 Voraussetzung“, so Oltmanns. Er freut sich dass 90 Prozent der Auszubildenden aus dem Ausland die Ausbildung abschließen. Die meisten bleiben anschließend auch bei der akb.

Täglich gibt es Angebote im Gruppenraum. Foto:akb Johannes Oltmanns leitet die Tagespflege seit 2022. Foto: akb

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Neuer Intendant am Bremer Theater

Armin Petras folgt auf Michael Börgerding

BETTINA MEISTER

53 Bewerber habe es gegeben, letztlich fiel Wahl des Nachfolgers von Michael Börgerding als neuer Intendant des Bremer Theaters aber wohl nicht zu schwer, wie man den Worten von Kulturstaatsrätin

Carmen Emigholz entnehmen

konnte: Armin Petras ersetzt ab der Spielzeit 2027/2028 den Anfang 2025 verstorbenen Michael Börgerding.

„Wir haben uns für Petras entschieden, weil er bewährte Arbeit immer wieder mit Elementen der Erneuerung zu versehen weiß, was seinen Stil über seine gesamte Karriere hinweg immer wieder besonders geprägt hat“, so Emigholz. Der zehnköpfigen Kommission, die über die Personalie entschied, war wichtig, jemanden zu finden, der nicht nur neue Ideen einbringt, sondern vor allem auch die Qualität erhält, so die Staatsrätin. Schließlich gehe es nicht nur darum, Kunst zu machen, sondern auch für die 400 Mitarbeiter des Hauses Sorge zu tragen – Erfahrung sei deshalb ein wesentliches Einstellungskriterium gewesen.

Petras zur Seite stehen

Franziska Benack und Frede -

rike Krüger als seine Stellvertreterinnen. Wie genau die Aufgaben unter ihnen verteilt werden, entscheidet das Team

in den kommenden Monaten. Der Vertrag ist auf fünf Jahre befristet.

Börgerding hatte 2012 das

finanziell angeschlagene Theater Bremen übernommen. Er hat es zusammen mit dem inzwischen ebenso verstorbenen Geschäftsführer Michael Helmbold sowie seinem Fokus auf zeitgenössisches Theater aus der Schuldenkrise geführt und so dafür gesorgt, dass das Haus am Goetheplatz wieder ein Flaggschiff der Bremer Kultur wurde. „Er hat es nicht nur zu einem Aushängeschild Bremens gemacht, sondern der ganzen Theaterlandschaft Deutschlands“, sagt Petras, der seine neue Intendanz als „anspruchsvolle Aufgabe“ sieht.

Unbekannt ist er in der Stadt übrigens nicht: Petras war ab der Spielzeit 2018/2019 bis 2021/2022 Hausautor und Hausregisseur am hiesigen Theater. Er inszenierte in den vergangenen Spielzeiten im Musiktheater unter anderem „Anna Karenina“, außerdem schrieb er das Libretto für die spartenübergreifende Musiktheaterproduktion „Wahlverwandtschaften“. Im Schauspiel gab er 2018 seinen Einstand mit „Love you, Dragonfly“ und in der aktuellen Spielzeit bringt er Tolstois „Krieg und Frieden“ auf die Bühne des Theater Bremen. bm

Gesprächskonzert der Philharmoniker

Ein großes Orchester und zwei gemütliche Sessel: für einen Talkgast und einen Moderator – am Dienstag, 3. März, setzen die Bremer Philharmoniker in der Halle 1 im Tabakquartier ihr erfolgreiches neues Konzertformat „Meine Playlist“ fort. Dieses Mal hat das Orchester Jan Böhmermann eingeladen. Im Gespräch mit Moderator Axel Brüggemann wird er anhand seiner Lieblingslieder aus seinem Leben erzählen.

Moderator, Satiriker und Autor Jan Böhmermann ist aus der deutschen Medienlandschaft nicht wegzudenken. Als Moderator, Satiriker und Autor sorgt er mit seiner Late-NightShow „ZDF Magazin Royale“ seit 2020 für Aufsehen und Begeisterung. Beiträge wie das Erdogan-Schmähgedicht sorgten auch international für große Aufmerksamkeit. Mit Olli Schulz moderiert er zudem den Podcast „Fest & Flauschig“ auf Spotify.

Mit dem Konzertformat „Meine Playlist“ lernt das Publikum bekannte Persönlichkeiten aus Kultur, Sport und Wirtschaft auf ungewöhnliche Art kennen. Der Talkgast bestimmt die Musik, die live von den Bremer Philharmonikern gespielt und Vorlagen für die Ge-

Jan Böhmermann plaudert aus seinem bewegten Leben. Foto: ZDF / Jens Koch

sprächsthemen geben wird: Lieder aus der Kindheit? Der erste Konzertbesuch? Der Soundtrack zur großen Liebe? Die Klänge, die den Job begleiten? Musik, die inspiriert, die motiviert oder an besondere Lebensereignisse erinnert? Im entspannten Wohnzimmerambiente bieten die Gäste durch die von ihnen ausgewählte Musik – ob Klassik, Jazz, Pop und Rock – im Talk mit Axel Brüggemann Einblicke in ihr Leben und Denken. Mehr Infos und Tickets gibt es unter bremerphilharmoniker. de. bm

Goethe und der verbogene Bundesadler

„So wie wir sind“: Die Weserburg hat ihre Dauerausstellung neu gestaltet

BETTINA MEISTER

Mit über elf Millionen Kinozuschauerinnen und Zuschauern in Deutschland erlangte Pretty Woman KultStatus und machte Julia Roberts und Richard Gere zu Weltstars. Auch der gleichnamige Titel-Song von Roy Orbison wurde zu einem Grammyprämierten Nummer-1-Hit mit Ohrwurm-Garantie.

Nun gastiert die turbulente Liebesgeschichte um das ungleiche Paar Vivian und Edward erstmals im Metropol Theater Bremen: Vom 17. bis zum 22. März können Besucher „Pretty Woman – Das Musical“ als romantisches, humorvolles und mitreißendes Bühnenereignis mit der Musik von Weltstar Bryan Adams erleben.

Edward und Vivian – zwei

Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Er, ein wohlhabender und erfolgreicher Geschäftsmann. Sie, eine junge Frau, die sich als Prostituierte durch das Leben schlägt. Dieser Gegensatz verleiht der unerwarteten Liebesgeschichte seine zeitlose Magie, welche bis heute Generationen von Zuschauern verzaubert.

Zu erleben ist eine Welt voller Glanz, Glamour und Romantik und natürlich einer der ikonischsten Momente der Filmgeschichte: wenn Vivian ihre schwarzen Lackstiefel gegen das legendäre rote Kleid tauscht. Mehr Infos zu der Veranstaltung sowie Tickets gibt es online unter metropoltheater-bremen.de. bm

Der Jahresbeginn ist für viele Menschen ein guter Zeitpunkt, mal aufzuräumen, umzudekorieren und neue Prioritäten zu setzen. Genauso hat es nun auch die Weserburg gemacht, die ihre Sammlungsausstellung „So wie wir sind“ einer Frischekur unterzogen hat.

Mit neuen Werken, neuen Sammlungen und neuen Themenarealen können Besucher nun die zwei Etagen und rund 2.500 Quadratmetern neu erleben. Bei Weitem nicht alles wurde ausgetauscht, bekannte Werke sind geblieben, wurden allerdings in einen neuen Kontext gesetzt. Hinzugekommen sind 50 neue Positionen. Dabei setzt die von Direktorin Janneke de Vries und Kurator Ingo Clauß kuratierte Dauerausstellung auf zwei Hauptthemen: Der Blick in die Gegenwart und historische Positionen – „die bei uns ja aber nur bis in die 60er bis 80er Jahre reichen“, sagt de Vries. Werke von mehr als 100 Künstlerinnen und Künstlern sowie Gruppen sind ausgestellt. „Wir haben wieder komplett neue Räume geschaffen“, so de Vries, die von dem Format, das seit 2019 in der Weserburg umgesetzt wird, überzeugt ist: „Es ist doch spannend, nicht nur neue Arbeiten zu zeigen, sondern die Dinge, die wir haben, in einen neuen Kontext zueinander zu bringen.“ Sozialkritische Themen überwiegen dabei, das Muse -

um wolle schließlich Haltung zeigen, so die Museumsleiterin.

Ein neuer Themenraum widmet sich beispielsweise dem Selbstbild – vom Passfoto über das klassische Porträt bis hin zu Formen der Selbsterkundung. An anderer Stelle geht es um Macht und Empowerment, um patriarchale Strukturen sowie die Vielfalt

Vonda Shepard auf Tour

Soul vom Feinsten im Schlachthof

Bis heute hat Vonda Shepard über zwölf Millionen Alben verkauft, wurde mit zwei Golden Globes, zwei Emmys und zwei Screen Actors Guild Awards ausgezeichnet und hä lt den Billboard-Rekord f ü r d ie meistverkauften TV-Soundtracks

aller Zeiten, den sie mit ihrer Rolle als Bar-Sä ngerin in der Kultserie Ally McBeal einfuhr. Jetzt kommt sie mit neuen und alten Songs wieder auf EuropaTournee und macht auch in Bremen Halt: am 17. April, 20 Uhr, im Schlachthof. bm

von Körperbildern. Zu sehen sind Kunstwerke aller Gattungen: Fotos, Gemälde, Lichtund Soundarbeiten, Installationen, Videokunst sowie auch Objekte, die überraschend humorvoll zu betrachten sind. Besonders gelungen finden die Kuratoren den neuen Raum „Deutschland-Bilder“, der das Thema Nationalität aufgreift: So hängt das

„Goethe“-Bild von Wolfe von Lenkiewicz, Tischbeins „Goethe in der Campagna“ mit Dürers „Feldhasen“ auf dem Schoß zeigt, neben einem aus Stahl geformten und verbogenen Bundesadler, einem idyllischen Bergbild, das Hitlers Wohnsitz zeigt und Luc Tuymans Gemälde „Auschwitz“. Mehr Infos gibt es auch online unter weserburg.de.

„Goethe“ heißt das Gemälde, das Wolfe von Lenkiewicz 2011 malte und das sehr deutlich Werke von Johann Tischbein und Albrecht Dürer zitiert. Foto: Schlie
Edward und Vivian – im März kommt ihre Geschichte auf die Bühne des Metropl Theaters. Foto: Dominik Flohr
Die neue Führung des Bremer Theaters: Armin Petras, Franziska Benack und Frederike Krüger. Foto: Schlie

SPORT KOMPAKT

 Nach ihrem überraschenden 29:24-Erfolg über den zuvor ungeschlagenen Tabellenführer HC Leipzig stehen die ZweitligaHandballerinnen des SV Werder heute vor der nächsten schwierigen Aufgabe. Die Bremerinnen müssen beim Tabellenzweiten TG Nürtingen antreten. rl

 Für die Handballer des ATSV Habenhausen steht am heutigen Samstag (19 Uhr) eine scheinbar unlösbare Aufgabe an. Der Tabellenletzte der Dritten Liga empfängt am Bunnsackerweg den Spitzenreiter TV Emsdetten. Am vergangenen Wochenende unterlagen die Bremer 29:33 bei der HSG Varel. rl

 Nachdem das Top-Spiel gegen den FC Bayern München wegen der schlechten Witterungsbedingungen am Montag abgesagt werden musste, treffen die Werder-Frauen am heutigen Samstag ab 14 Uhr auf die Nordrivalinnen vom Hamburger SV. Da bereits das Spiel gegen den VfL Wolfsburg in der Vorwoche wegen des Schneefalls nicht stattfinden konnte, droht die Elf von Trainerin Fritzy Kromp aus dem Rhythmus zu kommen. Gut lief es hingegen bei den Gegnerinnen. Die Aufsteigerinnen von der Elbe gewannen ihr vergangenes Saisonspiel überraschend deutlich mit 4:0 gegen die TSG 1899 Hoffenheim. pb

 Sepp Piontek ist tot. Der ehemalige Spieler (1960 bis 1972) und spätere Trainer des SV Werder starb im Alter von 85 Jahren in seiner Wahlheimat Dänemark. rl

Raphael Duarte freigestellt

Keine zwei Wochen nach Amtsantritt von Cheftrainer

Daniel Thioune hat Werder den Trainer-Stab des ProfiTeams schon wieder verkleinert. Co-Trainer Raphael Duarte, der auf Wunsch von Horst Steffen an die Weser geholt worden war, wurde nach einem Gespräch mit Geschäftsführer Clemens Fritz freigestellt.

„Wir sind Raphael sehr dankbar, dass er nach der Freistellung von Horst Steffen gemeinsam mit Christian Groß die Mannschaft interimistisch übernommen hat. In der neuen Konstellation mit Daniel Thioune als Cheftrainer haben sich aber die Aufgaben und

Verantwortlichkeiten für die Co-Trainer verändert“, erklärt Fritz. Die Rolle des 29-jährigen Luxemburgers habe sich durch den Cheftrainerwechsel stak verändert.

Unter Horst Steffen hatte Duarte viel Verantwortung bei der Trainingsleitung getragen. Thioune übernimmt mehr Anteile selber und hat zudem seinen vertrauten Co-Trainer Jan Hoepner mitgebracht. „In unserem Gespräch sind wir gemeinsam zu dem Schluss gekommen, die Zusammenarbeit zu beenden, da sich auch Raphaels Vorstellungen von seinen Aufgaben von der aktuellen Tätigkeit unterscheiden“, verdeutlicht Fritz. rl

Wochen der Wahrheit

Partie gegen den FC St. Pauli markiert den Beginn der Spiele gegen Mitabstiegskandidaten

ROBERT LÜRSSEN UND PHILIPP BEHRBOM

Ob die 0:3-Niederlage gegen den FC Bayern wirklich als Mutmacher für das wichtige Auswärtsspiel des SV Werder am Sonntag (17.30 Uhr) beim FC St. Pauli geeignet ist, mag diskutabel sein. Sicher ist: Am Millerntor muss Werder punkten, um aus dem von Trainer Daniel Thioune ausgemachte „Glühen des Nestes“ wirklich ein Feuer der Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt entfachen zu können.

Gegen die überlegenen und effizienten Münchener bewies der neue Werder-Coach zumindest schon mal, dass er bereit ist, ausgetretene Pfade zu verlassen, um neue Impulse zu setzen. Etwa mit der Idee, den schnellen Justin Njinmah auf die rechte Schiene zu beordern, damit er seine Stärke mit viel Wiese vor der Nase ausspielen kann.

Dennoch bleibt die Frage, wer in Hamburg und in den Wochen danach die Tore für die Bremer schießen soll. Zehn-MillionenMann Samuel Mbangula musste sich aufgrund des fehlenden Vertrauens in seine Defensivarbeit auch gegen den Rekordmeister mit der Jokerrolle begnügen. Keke Topp und Winter Leihe Jovan Milosevic blieben gleich ganz draußen. Gut möglich allerdings, dass Thioune dabei auch der Erwartung Rechnung trug, dass der Rekordmeister ohnehin nicht viele verwertbare Bälle in Richtung eines Mittelstürmers würde kommen lassen.

Ein Stückchen größer geworden sind auch die Fragezeichen

Torwart Mio Backhaus präsentierte sich zuletzt mit neuem Haarschnitt. „Das ist eine Kampffrisur“, sagte er vor dem Spiel gegen St. Pauli. Foto: nordphoto GmbH / Kokenge

hinsichtlich der Besetzung der Innenverteidigung. Bei Niklas Stark reichte die Luft im ersten Spiel nach überstandener Verletzung für eine Halbzeit. Zu Beginn der Trainingswoche trainierte der 30-Jährige individuell mit dem Ziel ihn in Richtung Spieltag wieder ins Teamtraining zu integrieren. Dagegen wird Karim Couliba-

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teilweise gerissen sind.

Außer Frage steht, was Daniel Thioune von seinem Team auf dem Platz verlangen wird. Immer wieder betonte der Chefcoach, wie wichtig ihm „Haltung“ sei. Denn insbesondere in Sachen Laufleistung sind die Kiezkicker Werder – noch – voraus. Im Ligavergleich rangieren die Hamburger derzeit auf Platz 6, während die Bremer – genau wie in der wahren Tabelle – hier den 16. Platz belegen. In der Partie gegen den Rekordmeister war jedoch eine deutliche Trendumkehr zu erkennen: Mit 124 gelaufenen Kilometern belegte Werder im Ligavergleich Platz 4. Die Partie gegen den Tabellensiebzehnten ist zudem der Beginn einer Serie von Spielen, die für die Grün-Weißen richtungweisend sein werden. Die Wochen der Wahrheit. Nach der Partie gegen die Kiezkicker folgt das Heimspiel gegen das derzeitige Tabellenschlusslicht, den 1. FC Heidenheim, ehe Partien gegen Union Berlin, den FSV Mainz 05 und den VfL Wolfsburg anstehen.

ly, der gegen die Bayern nach einer guten Stunde mit Problemen in der Po-Muskulatur ausgewechselt werden musste, wohl nicht zur Verfügung stehen. Eine MRT-Untersuchung hatte laut Werder eine strukturelle Muskelverletzung im Oberschenkel ergeben. Davon ist üblicherweise die Rede, wenn Muskelfasern oder Muskelbündel ganz oder

Torwart Mio Backhaus verbreitete unter der Woche Optimismus: „Natürlich wollen wir als Team weiter oben stehen. Bisher war es eine schwierige Saison. Ich bin jedoch sicher, dass wir am Ende der Spielzeit sagen werden: Wir haben unser Ziel erreicht“, sagte er mit Blick auf die Tabellensituation. Die Stimmung im Team sei gut. „Ich habe nicht das Gefühl, dass wir die Köpfe hängenlassen. Wir sind etwas angespannter, aber dennoch positiv.

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MINIJOBS

AUS DER REGION

Vielfalt leben und Zukunft gestalten

Lebenshilfe Syke veranstaltet Messe in der Erlenschule

SYKE – Unter dem Motto „Vielfalt leben. Zukunft gestalten.“ lädt die Lebenshilfe Syke für Samstag, 7. März, zu einer eigenen Messe ein. Von 10 bis 13 Uhr sind die Türen der Bewegungshalle der Erlenschule in Syke für alle geöffnet, die sich für die vielfältigen Angebote der Lebenshilfe interessieren oder beruflich bei der Lebenshilfe Syke durchstarten möchten. Im Mittelpunkt der Messe stehen die 20 Einrichtungen der Lebenshilfe Syke, die sich an eigenen Info-Ständen präsentieren. Besucher erwartet ein buntes Programm mit Einblicken in die tägliche Arbeit, Mitmachaktionen sowie Informationen zu Betreuungs-, Bildungs-, Wohn- und Freizeitan-

geboten für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen. Ergänzt wird das Angebot durch einen Stand der Stiftung Lebenshilfe Syke, die über ihre Projekte und Fördermöglichkeiten informiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Karriere und berufliche Perspektiven. Am Karriere-Stand gibt es umfassende Informationen zu Praktika, der Ausbildung in der Heilerziehungspflege, dem dualen Studium Soziale Arbeit, Freiwilligendiensten (FSJ/BFD), aktuellen Stellenangeboten sowie zu Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements. Fachliche Impulse bietet zudem ein 15-minütiger Kurzvortrag zur tiergestützten Arbeit,

der jeweils um 11 Uhr und 12 Uhr stattfindet. Alina Engel, Mitarbeiterin der Weserschule, gibt Einblicke in die Grundlagen tiergestützter Arbeit, zeigt auf, wie sie in den Arbeitsalltag integriert werden kann, und berichtet anschaulich aus der Praxis – unter anderem am Beispiel Pferd. Auch Informationen zu Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich werden vorgestellt.

Ein weiterer Programmhöhepunkt ist der Auftritt der BallTrommelgruppe „Unikat“ um 13 Uhr, die mit Rhythmus, Bewegung und viel Energie für Begeisterung sorgt.

Für Familien gibt es eine Kinderecke mit Mal- und Spielmöglichkeiten. WR

bei der ersten Lebenshilfe-Messe.

Wohnen Bauen

Leben

Gute Vorbereitung schützt

Die dunkle Jahreszeit bringt erhöhte Risiken mit sich – aber auch viele Möglichkeiten, sich wirksam zu schützen: Während viele Menschen noch im Büro oder auf dem Heimweg sind, nutzen Einbrecher jetzt im Winter die frühe Dämmerung für unbemerkte Zugriffe auf Häuser und Wohnungen. Ein ungesichertes Fenster, eine unbeleuchtete Einfahrt – oft reichen kleine Nachlässigkeiten, damit sich jemand unbefugt Zutritt verschafft. Wer allerdings vorsorgt, macht Einbrechern das Handwerk schwer.

Thema: Einbruchschutz

Ein stabiler Schließzylinder, abschließbare Fenstergriffe oder Bewegungsmelder im Außenbereich schrecken potenzielle Einbrecher wirksam ab, so die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Auch Beleuchtung mit Zeitschaltuhr, wachsame Nachbarn und eine bewohnte Hausoptik sind einfache, aber sehr effektive Mittel. Neben der Technik sollten Bewohnerinnen und Bewohner auch organisatorisch vorsorgen: Wertsachen am besten sicher verwahren, Seriennummern dokumentieren und keine Hinweise auf Abwesenheiten in sozialen Netzwerken öffentlich zugänglich teilen. Neben technischen Maßnahmen spielt auch die finanzielle Absicherung eine wichtige Rolle. Selbst bei bester Vorbereitung lässt sich ein Einbruch nicht immer verhindern – umso wichtiger ist es, im Schadensfall richtig abgesichert zu sein, so die Profis der DVAG. Eine Hausratversicherung ersetzt gestohlene oder beschädigte Gegenstände nach einem Einbruchdiebstahl oder Vandalismus. Wichtig ist, dass die Versicherungssumme dem tatsächlichen Wert des Hausrats entspricht. Für Haus- und Wohnungseigentümer empfiehlt sich zusätzlich eine Wohngebäudeversicherung, die Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel deckt. Nach einem Einbruch zählt schnelles Handeln: Polizei verständigen, Spuren sichern las-

Ein sicheres Zuhause beginnt mit der richtigen Vorsorge.

Foto: Getty Images/Westend61

sen, Schaden dokumentieren und die Versicherung unverzüglich informieren. Fotos, Kaufbelege und Inventarlisten erleichtern die Regulierung und beschleunigen die Erstattung. Wer seine Policen regelmäßig überprüft und seine Unterlagen geordnet bereithält, spart im Notfall Zeit und Nerven.

Gerade in heißen Sommernächten ist nächtliches Lüften oft nötig. Und zwar trotz einer möglichen Einbruchsgefahr. Dabei verweisen die ARAG-Experten auf einen konkreten Fall, in dem eine Wohnungsinhaberin genau das tat: Sie ließ das Fenster ihres Wohnzimmers über Nacht in Kippstellung, um die Sommerhitze zu lindern. Von der Straße aus war das Wohnzimmer nicht einsehbar. Sie selbst war die ganze Nacht anwesend, schlief jedoch im Schlafzimmer. In der Nacht kam es zum Einbruch. Dabei verschaffte sich der Dieb über das gekippte Wohnzimmerfenster Zutritt. Die Hausratversicherung weigerte sich zunächst, den Schaden zu zahlen, da sie grobe Fahrlässigkeit unterstellte. Doch die Richter waren anderer Ansicht: Solange der Einbrecher nicht direkt durch das Fenster greifen konnte, um zum Beispiel die Terrassentür zu öffnen, liegt keine grobe Fahrlässigkeit vor. Das Fenster war zudem von außen nicht einsehbar. Unter diesen Bedingungen musste die Versicherung den Schaden übernehmen (Landgericht Gießen, Aktenzeichen: 4 O 585/00).

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Schnitzletten kleine, feine, panierte Schnitzel 100g 399

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GUT&GÜNSTIG

077

King Prawns Garnelen versch. Sorten, gefroren 1kg = 15,51/13,96 225/250g Packung

349

Sunil oder Kuschelweich

Vollwaschmittel versch. Varianten 1WA = 0,16/0,14

Langnese Klassiker oder Kids Multipack, versch. Sorten, gefroren, z.B.: Flutschfinger 512ml, Cuja Mara Split 420ml 1l = 4,86/5,93 Packung 249 299

Waschanwendungen

Mixgetränke

Rotkäppchen Sekt oder Fruchtsecco versch. Sorten 1l = 4,39 0,75l Flasche

329

George Washington & Cola oder Berry, Montajo Rum & Cola, Henderson Gin Tonic, Fürst Uranov Ice oder Energy, 10% Vol., + 0,25 Pfand 1l = 3,91 0,33l DPG-Dose

129

Ramazzotti versch. Sorten 1l = 14,27 0,7l Flasche

999

Berentzen Traditionskorn, Strothmann Weizenkorn oder Kräuter 1l = 7,84 0,7l Flasche 549

EDEKA Herzstücke Ice Tea mit frisch aufgebrühtem Tee, versch. Sorten, + 0,25 Pfand 1l = 0,66

1,5l PET-DPGFlasche

099

Monster Energydrink taurin- und koffeinhaltig, versch. Sorten, + 0,25 Pfand 1l = 1,76 0,5l DPG-Dose

088

Coca-Cola, Fanta oder Sprite teilw. koffeinhaltig, + 0,25 Pfand 1l = 0,93

1,5l PET-DPGFlasche

139

Rheinhessen Maybach Weine versch. Sorten 1l = 3,99 0,75l Flasche

299

079

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