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Weser Report - West vom 21.02.2026

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Raumfahrt-Hauptstadt

So viel Bremen steckt in der Mondrakete

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HAMME FORUM, RITTERHUDE

WEST

Veranstaltungen zum Frauentag

Auf der Webseite weltfrauentag-bremen.de gibt es ab sofort einen Überblick darüber, was Initiativen und Einrichtungen in Bremen anlässlich des Weltfrauentags anbieten: Kulturveranstaltungen, Workshops, und Demos stellen Frauen- und Geschlechterthemen in den Mittelpunkt. WR

Ökumenisches Friedensgebet

Anlässlich des Jahrestages des russischen Überfalls auf die Ukraine lädt die Bremische Evangelische Kirche für den 24. Februar, 19 Uhr, zu einem ökumenischen Friedensgebet in den Dom ein. Im Mittelpunkt steht eine musikalische Lesung. Der Eintritt ist frei. rl

Grün-Stationen öffnen im März

Die Grün-Stationen der Bremer Stadtreinigung öffnen am Montag, 2. März, wieder ihre Tore. Das teilt die Bremer Stadtreinigung (DBS) mit. Die Öffnungszeiten sind jeweils Montag, Freitag und Samstag von 9 bis 14 Uhr sowie Donnerstag von 12 bis 17 Uhr. rl

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SAMSTAG, 21. FEBRUAR 2026

Wochen der Wahrheit

Mit einem Sieg bei St. Pauli soll Werders Liga-Endspurt starten

NR. 3796/56. JAHRGANG

Steuerzahlerpräsident im Interview Warum Reiner Holznagel die Kooperation der Fusion von Bundesländern vorzieht

Zocken am Zapfhahn

Spielautomaten in

PHILIPP BEHRBOM

Rund 1,3 Millionen Deutsche sind spielsüchtig, weitere 3 Millionen Menschen zeigen zumindest ein problematisches Verhalten beim Glücksspiel. Das zeigt der Glücksspielatlas der Beauftragten der Bundesregierung für Sucht aus dem Jahr 2023. In den vergangenen Jahren hat der Bremer Senat das Glücksspiel in Spielhallen immer weiter reguliert. Eine Art von Spielautomaten blieb dabei nahezu unangetastet. Dabei ist es die offensichtlichste: in Gaststätten.

„Es herrschen erhebliche Defizite in der Umsetzung von Maßnahmen des Jugend- und Spielerschutzes in gastronomischen Betrieben, etwa beim Prozess der Identifizierung“, erklärt Tobias Hayer, Glücksspielforscher an der Universität Bremen. Er sieht in den vergangenen 15 Jahren

Bremen will mit anderen Nord-Ländern Hamburgs Olympia-Bewerbung unterstützen. „Die Ausrichtung des bedeutendsten Sportereignisses der Welt ist eine Jahrhundertchance“, verkünden Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte,

Mehrere Hundert Geldspielautomaten stehen nach Angaben des Innenressorts in Bremer Gaststätten. Glücksspielforscher der Universität sehen die Geldspielautomaten kritisch. Foto: pixabay

Gaststätten: Forscher sehen weiterhin erhebliche Schutzlücken

kaum Fortschritte in der Glücksspielprävention in Gaststätten. Diese seien im Vergleich zu Spielhallen gesondert zu betrachten, da die ständige Konfrontation mit Spielanreizen im Alltag Berührungsängste senke und Spielteilnahmen wahrscheinlicher mache. „Somit stellt sich die Frage nach der Daseinsberechtigung von Spielautomaten in Gaststätten“, meint Hayer. Die genaue Anzahl von Spielautomaten außerhalb von Spielhallen in Gaststätten sei nicht bekannt, erklärt Karen Stroink, Sprecherin der Innensenatorin Eva Högl. „Schätzungsweise handelt es sich jedoch um mehrere hundert Geldspielgeräte“, so Stroink weiter. Die Regeln für das Aufstellen dieser Automaten seien bereits streng: „Für die Aufstellung reicht eine allgemeine Aufstellererlaubnis allein nicht aus. Zusätzlich muss die zuständige Behörde jeden einzelnen

Standort prüfen und bestätigen.“ Hierbei werde auch der Spielerschutz betrachtet. Neben der persönlichen Zuverlässigkeit der Gewerbetreibenden müsse auch die Teilnahme an einer Schulung nachgewiesen werden. „Für jeden einzelnen Standort ist zusätzlich ein weiteres Sozialkonzept erforderlich“, so Stroink. Dass die Spielautomaten an Orten stehen, an denen zudem Alkohol ausgeschenkt werde, sei problematisch, so Hayer, auch abseits eines Sozialkonzepts. Zum einen könne Alkohol enthemmen. „Entsprechend erhöht sich auch das Risiko, im alkoholisierten Zustand länger oder risikobereiter zu zocken“, erklärt Hayer. Unterm Strich gehe eine Glücksspielstörung nicht selten mit anderen Suchterkrankungen einher, darunter auch mit einer alkoholbezogenen Störung, so der Forscher. „Glücksspiel und Al-

kohol am selben Ort ist keine gute Idee“, so Hayer. Auf Bundesebene wurde die zulässige Höchstzahl von Geldspielautomaten in Gaststätten bereits von drei auf zwei Geräte reduziert. Im Rahmen einer Evaluation werde geprüft, ob diese Schritte ausgereicht hätten. „Bremen wird diese Entwicklung kritisch begleiten und auf Grundlage der Ergebnisse prüfen, ob Maßnahmen für das Land erforderlich und rechtlich umsetzbar sind “, so Stroink. Aus Sicht der Forschung seien weitere Maßnahmen sinnvoll. Vor allem verhältnispräventive Maßnahmen seien schadensminimierend, erklärt Tobias Hayer. Konkret bedeute dies eine Angebotsverknappung, deutliche Werbebeschränkungen sowie Eingriffe in das Spieldesign, etwa durch eine Begrenzung der Gewinnmöglichkeiten.

Bewerbung erfülle. „Norddeutschland kann sich auf einer der größten Bühnen der Welt als attraktiver, weltoffener, Gastgeber präsentieren,“ so André Grobien, Präses der Handelskammer Bremen. mas Olympia mit

Niedersachsen Ministerpräsident Olaf Lies, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther und Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher. „Die norddeutschen Länder verbindet die sportliche Begeisterung für Olympia und zu-

gleich die Perspektive auf den Ausbau von Wirtschaft, Infrastruktur und länderübergreifender Zusammenarbeit.“ Der Deutsche Olympische Sportbund habe bereits bestätigt, dass das Konzept alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche

Immer in Ihrer Nähe

Mehr Sicherheit durch KI

Für die Fahrerinnen und Fahrer ist das Innere der 37 Meter langen Straßenbahnen kaum zu überblicken. Gleichzeitig gilt es, den Blick nach vorn zu richten, um das Fahrzeug sicher durch den Verkehr zu steuern. Der Einsatz von durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Kameraüberwachung soll den Fahrenden die Arbeit erleichtern und die Sicherheit für Fahrgäste verbessern.

„AI Watch“ heißt das System, das die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) gemeinsam mit der Bremer Firma „Just Add AI“ entwickelt hat. Seit April 2025 läuft der Probebetrieb in einem Fahrzeug. Bis Ende 2026 wird rund ein Drittel der Flotte damit ausgestattet sein. Weitere Fahrzeuge sollen ab 2027 folgen.

So funktioniert es: „AI Watch“ ist softwaregestützt und arbeitet ausschließlich innerhalb des Fahrzeugs. Auf einem unabhängigen Computer werden die Videobilder der Innenkameras mithilfe der KI in Echtzeit ausgewertet und potenzielle Gefahrensituationen erkannt. Um den Datenschutz sicherzustellen, werden die Videodaten weder gespeichert noch zum Anlernen der KI verwendet. Zudem werden

die Bilder vor der Übergabe an die KI verpixelt. Erkennt „AI Watch“ beispielsweise eine Bedrohung, meldet das System dies an die Fahrenden und an die Leitstelle der BSAG. Von dort wird im Bedarfsfall Unterstützung angefordert.

„Der öffentliche Raum muss ein sicherer Raum sein. Sicherheit ist die Grundlage dafür, dass Menschen Bus und Bahn mit Vertrauen nutzen. Deshalb ist ‚AI Watch‘ für uns mehr als ein technisches Projekt. Es ist ein wichtiger Baustein, um Fahrgäste und Beschäftigte konkret zu schützen“, meint Verkehrssenatorin Özlem Ünsal. Die BSAG und Just Add AI würden damit deutschlandweit eine Vorreiterrolle übernehmen. „Dass ihre Erfahrungen inzwischen auch international nachgefragt werden, zeigt, wie innovativ und verantwortungsbewusst unsere Hansestadt handelt“, so Ünsal

Die Rückmeldungen aus dem Fahrdienst sind laut Thorsten Harder, Technischer Vorstand der BSAG, positiv. Auch wenn Zwischenfälle bei der BSAG selten seien, so stärke das KI-Tool dennoch die Sicherheit von Fahrgästen und Mitarbeitenden. rl

Das Geld auf die Straße bekommen

MARCUS SCHMIDT

WESER REPORT: Herr Holznagel, nach der Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler, hatte am 17. Februar, 16.56 Uhr, jeder Deutsche 31.899 Euro Anteil an den Schulden des Staates. Über welche Steuersünde regen Sie sich am meisten auf?

REINER HOLZNAGEL: Mich ärgert vor allem, dass wir immer neue Schulden beschließen, aber kaum über die wachsenden Folgekosten sprechen. Die eigentliche Steuersünde ist nicht nur die Neuverschuldung, sondern das Verdrängen ihrer Konsequenzen. Unsere erneuerte Schuldenuhr zeigt deshalb nicht nur den Schuldenstand, sondern auch die Zinslast. Der Staat zahlt inzwischen über 1.600 Euro pro Sekunde allein für Zinsen. Dieses Geld fehlt für Investitionen, Bildung oder Infrastruktur. Und diese Belastung wird weiter steigen. Hinzu kommt: Es gibt zahlreiche Ausgaben, die ineffizient, schlecht priorisiert oder schlicht verzichtbar sind. Statt immer neue Programme aufzulegen, müsste die Politik endlich konsequent prüfen, wo Mittel wirkungslos versickern. Schulden ohne klare Priorität und ohne Transparenz über die Kosten sind aus meiner Sicht die größte Steuersünde.

... Und welche Steuererschwendungen beschäftigen Sie gerade in Bremen sehr? Etwas aus oder fürs regionale Schwarzbuch?

einen Blick ins „Schwarzbuch“ der Verschwendung.

sen laufende Projekte konsequent und effizient zu Ende geführt werden – halbfertige Infrastruktur bindet Mittel und schwächt Vertrauen. Neue Schulden können bei wirklich strategischen, wachstumsrelevanten Investitionen eine Rolle spielen. Aber sie sind immer die teuerste Finanzierungsoption und belasten kommende Haushalte. Entscheidend ist daher nicht die Größe der Sondertöpfe, sondern eine saubere Auswahl, klare Prioritäten und eine schnelle Umsetzung. Geld muss wirksam eingesetzt werden – nicht nur angekündigt.

Einkommensteuer. Sie wirkt doppelt, bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ebenso wie bei kleinen und mittleren Unternehmen. Wenn Leistung sich wieder lohnt und die Grenzbelastung sinkt, stärkt die Investitionen, Beschäftigung und Konsum. An dieser Stelle muss die Steuerlast spürbar sinken.

Wenn Sie Bundeskanzler wären, was würden Sie sofort und wie anpacken?

In Bremen haben wir immer noch die sogenannten „Drucker“ für Polizeiquittungen, die Polizisten haben, um Kontrollen zu dokumentieren. Hier sind bereits weit über 200.000 Euro Kosten entstanden. Das ist schon eine Posse. Aber auch die Ausbildungsabgabe sorgt hier für ordentlich Unmut. Viele Mitgliedsunternehmen haben sich dazu geäußert und erklärt, dass die Lage alles andere als rosig ist. Es gibt nun noch eine finanzielle Belastung für Unternehmen, dabei wird die Ausbildungsabgabe aber als wenig zielführendes Instrument kritisiert.

Glauben Sie, wie es Bayerns Ministerpräsident Söder andeutet, dass ein Land Bremen zum Beispiel mit Niedersachsen verschmelzen sollte?

Die Debatte darf man nicht re-

flexhaft führen, sondern sachlich. Eine formale Länderfusion ist ein sehr weitreichender Schritt, der Identität, Verfassung und politische Mehrheiten betrifft. Das lässt sich nicht einfach technokratisch entscheiden. Was wir aber dringend brauchen, ist mehr Kooperation und Zusammenlegung von Verwaltungsstrukturen. Der Bund der Steuerzahler macht es vor: Niedersachsen und Bremen arbeiten in einem gemeinsamen Landesverband mit gebündelter Verwaltung, ohne dass ihre jeweiligen Identitäten verloren gehen. Im Norden sollten wir ernsthaft prüfen, wo Aufgaben effizienter gemeinsam organisiert werden können, etwa beim Küstenschutz, in der IT, bei Sicherheitsbehörden oder spezialisierten Verwaltungsbereichen. Wenn Doppelstrukturen abgebaut und Kompetenzen gebündelt werden, entstehen Effizienzgewinne und Entlastung für die Steuerzahler. Entscheidend ist weniger die formale Fusion als eine kluge Zusammenarbeit.

Denken Sie, dass zusätzliche Investitionen aus den Sondertöpfen für Infrastruktur und Bundeswehr besser sind, als damit aktuelle Projekte zu beenden?

Wir brauchen keine künstliche „Zusätzlichkeit“, sondern eine klare Priorisierung. Zuerst müs-

Platz gewonnen,

Würde es helfen, Kleinverdiener und Mittelstand steuerlich zu entlasten?

Ja, das würde nicht nur helfen, es ist zentral für Wachstum und Stabilität. Wenn wir Industriearbeitsplätze verlieren und die Krise in der Mittelschicht sowie bei kleinen und mittleren Unternehmen spürbar ist, muss die Entlastung genau dort ansetzen. Die Bundesregierung hat bei Abschreibungen und der Körperschaftsteuer nachgesteuert. Das ist ein Schritt, erreicht aber vor allem größere Kapitalgesellschaften. Der klassische Mittelstand, also viele Personenunternehmen und Familienbetriebe, profitiert davon kaum. Deshalb brauchen wir jetzt eine echte Reform der

Probleme gelöst?

Nach ersten Hürden läuft der Betrieb im Bürgerservice Center Mitte

PHILIPP BEHRBOM

Gut drei Wochen nach dem Umzug des Bürgerservice Centers (BSC) Mitte von der Pelzer- in die Martinistraße haben sich die Abläufe eingespielt. „Dass am Anfang nicht alles klappt, ist klar bei einem Umzug dieser Größenordnung, aber jetzt haben wir uns eingegroovt“, erklärt Amtsleiter Björn Ehlers. Rund 1.000 Kundinnen und Kunden am Tag sollen vor Ort bewältigt werden. Ein Andrang, der in den ehemaligen Räumlichkeiten häufig für Stau und Platznot sorgte. Die neuen Räumlichkeiten an der Martinistraße bieten deutlich mehr Platz und Komfort – sowohl im Warteals auch im Bedienbereich. „Auch wenn wir natürlich hoffen, dass die Kunden nicht allzu lange hier warten“, so Innensenatorin Eva Högl. Zudem stellt Högl eine Außenstelle des BSC

Viel Platz für weniger Stress. Der Betrieb im Bürgerservice Center läuft seit Anfang Februar. Foto: Behrbom

– ein Pop-up im alten Postamt 5 – in Aussicht. Dort solle, so Högl, ab dem Frühjahr in erster Linie der massive Bearbeitungsstau abgearbeitet werden. Im April soll die nächste Neuerung folgen:

Eine Dokumentenabholbox soll in den Vorraum einziehen. „So können Kundinnen und Kunden ganz flexibel ihre Pässe abholen, ohne Termin und ohne Wartezeiten“, erklärt Ehlers.

Ich würde als erstes den Solidaritätszuschlag rückwirkend zum 1. Januar 2026 abschaffen. Das hilft Unternehmen, Facharbeitern, kleinen und mittelständischen Unternehmen und Sparern. Danach würde ich sofort eine Einkommenssteuerreform diskutieren, sodass sie im nächsten Jahr wirken kann. Das ist die Perspektive, die Deutschland braucht.

Wenn Sie Bürgermeister, also Ministerpräsident von Bremen wären, was würden Sie zuerst durchsetzen wollen?

Bremen braucht auch eine Diskussion, wie der Standort hier gestärkt werden kann. Die Mittel des Sondervermögens, die Bremen für die Ertüchtigung der Infrastruktur erhält, müssen ausschließlich dafür eingesetzt werden.

Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler: Er ist in Greifswald aufgewachsen und empfiehlt auch Bremern
Foto: Schlie

So viel Bremen steckt in der Mond-Rakete

MARCUS SCHMIDT

„3 – 2 – 1 - We have ignition and lift-off“: Alle Welt hört und schaut darauf, was voraussichtlich im März Richtung Mond fliegen soll – nach einem Startabbruch im Februar: Die erste bemannte Raumfahrt-Rakete und Kapsel nach 1972, Artemis II. Das Raumschiff wird ihn umkreisen –aber noch nicht auf ihm landen. Wie viel Bremen stecken in der Mondrakete und ihrer Kapsel „Orion“?

Ralph Heinrich von Airbus Defence und Space: „Ganz salopp geantwortet, baut Airbus in Bremen 50 Prozent des NASA-Raumschiffs Orion, das Antriebsmodul European Service Modul ESM mit wichtigen Komponenten zur Lebenserhaltung der Astronauten.“

Der Head of External Communications Space Systems erklärt: „Die sogenannte Crew-Kapsel, also die anderen 50 Prozent, wo die Astronauten während der Mission sind, kommt von Lockheed Martin. An der Rakete SLS sind wir nicht beteiligt.“

Christoph Sonnenberg, Sprecher von Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt, s chwärmt: „Ohne Bremer Raumfahrt kann die NASA aktuell keine Astronauten zum Mond und zurück zur Erde bringen.“

In Bremen wurden etwa 50 Prozent des NASA-Raumschiffes Orion gebaut: Das Antriebsmodul European Service Modul dient der Lebenserhaltung der Astronauten. Foto: Airbus

Die Orion-Raumkapsel der Artemis II nutzt das European Service Module ESM, das bei Airbus Defence and Space in Bremen im Auftrag der ESA gebaut wird. Dieses Modul versorgt die Crew mit Antrieb, Energie, Atemluft und Wasser und sorgt für den Wärmehaushalt. Es sei ein herausragendes Beispiel für Bremer Raum-

führte die Gewinner auch auf die Bühne des Bremer Theaters. Foto: B. Meister

fahrttechnologie im Bereich der astronautischen Raumfahrt, so Sonnenberg. Er ergänzt im Namen von Raumfahrt-Koordinator Siegfried Monser: „Es ist das erste systemkritische Bauteil, das die NASA außerhalb der USA für eine Mission mit Astronauten

entwickeln und bauen lässt.“

Pia Bausch, die die Unternehmenskommunikation der Raumfahrt-Fabrik OHB leitet: „Wir sind über unsere Tochterfirma MT Aerospace in Augsburg am SLS beteiligt, haben sonst aber keine Anteile an der kommenden Mondmission. Im März sollen die ersten Menschen seit 1972 Richtung und dann um den Mond herum fliegen

Theaterluft geschnuppert

Backstageführung

Es ist sicherlich kein Geheimnis, aber umso beeindruckender, wenn man es selbst anschauen kann: Was man vom Zuschauerraum aus sieht, ist nur ein Bruchteil dessen, was sich hinter dem schweren roten Vorhang des Bremer Theaters verbirgt. Davon konnten sich kürzlich die Gewinnerfamilien unserer Weihnachtsaktion „Unbezahlbar“ überzeugen. Sie durften sich nicht nur die Aufführung des diesjährigen Familienstückes „Die unendliche Geschichte“ anschauen –im Vorfeld bekamen sie zudem eine exklusive Führung durch den Backstagebereich. Mit dabei Werkstättenleiter Carsten Schmid, der Groß und Klein mit Fachwissen, Anekdoten

für WR-Gewinner

und Insider-Infos begeisterte. Auf der 20 Meter hohen Bühne zwischen verschiedensten Kulissen zu stehen – und wo bereits um die 30 Mitarbeitende im Vorfeld der Aufführung herumwuseln – war das erste Highlight. Was folgte, war die Fahrt in einem sieben Meter hohen Fahrstuhl, der Blick in das riesige Atelier mit Tischlerei, Schlosserei und Schneiderei. Der Gang durch den Fundus mit seiner Sammlung von unglaublichen 20.000 bis 30.000 Kostümen machte den Rundgang perfekt.

Letztlich waren sich die Gewinner einig: die „spannende Führung“ und das „total schöne Theaterstück“ haben für einen rundum gelungenen Nachmittag gesorgt. bm

Bürgermeister ehrt Deutsche Meisterin

Die Hörgeräteakustikerin Monika Allers ist mit 27 Jahren die Deutsche Meisterin im Handwerk und hat ihre Ausbildung bei Amplifon Deutschland in Bremen absolviert. Dort ist sie auch nach ihrer Ausbildung beschäftigt. Jetzt wurde sie mit 32 anderen ehemaligen Auszubildenden zudem für ihre hervorragenden Prüfungsleistungen von der Handwerkskammer ausgezeichnet. Allers habe sich schon immer für Technik interessiert, d ies aber zunächst nicht zu ihrem Beruf gemacht, sondern ein geisteswissenschaftliches Studium in Mainz begonnen. Letztlich habe sie aber festgestellt, dass das Handwerk ihr mehr zusagt, auch weil sie damit „einen positiven Unterschied im Leben von Menschen bewirken“ kann.

Bürgermeister Björn Fecker und Handwerkskammer-Präses Thomas Kurzke luden am Freitag ehemalige Auszubildende und heutige Gesellinnen sowie Gesellen zur Ehrung in die Obere Rathaushalle. Mit dabei waren unter anderem auch die Orthopädieschuhmacherin Jana Stermann aus Bremerhaven, eine drittplatzierte der Meisterschaft des Deutschen Handwerks. Auch fünf Jung-Meister wurden ausgezeichnet. Drei Bremer Handwerksbetriebe erhielten das PrimAQ-Siegel für besondere Ausbildungsqualität.

Zudem bekamen jeweils drei weibliche Auszubildende sowie Meisterinnen mit den besten Abschlüssen in Hand-

werksberufen, in denen Frauen bisher wenig vertreten sind, die mit insgesamt 12.000 Euro dotierten Preise der Brede Stiftung.

Bürgermeister Björn Fecker zeigte sich besonders erfreut darüber, dass erneut sechs Frauen in bisher noch männerdominierten Berufen ausgezeichnet wurden: „Sie sind damit Vorbild und Mutmacherinnen für junge Frauen, die auch eine Ausbildung im Handwerk anstreben. Dieses braucht gut qualifizierten Nachwuchs beispielsweise für die Umsetzung des Klimaschutzes und die Sanierung der Infrastruktur von Schulen bis Brücken.“

Viele Möglichkeiten und Karrierewege für Frauen

Jendrik Hemmen, Mitglied des Beirates der Brede Stiftung: „Wie in vielen technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen sind Frauen auch im Handwerk unterrepräsentiert.“ Dabei biete es ihnen unheimlich viele Möglichkeiten und Karrierewege. Der erste Schritt sei dabei die Ausbildung, der zweite kann der Meisterbrief sein. „Dieser ebnet auch Frauen den Weg zu Führungspositionen oder in die berufliche Selbstständigkeit. Genau das möchten wir fördern und unterstützen deshalb Gesellinnen und Meisterinnen auf ihrem Weg im Handwerk.“ mas

Werkstättenleiter Carsten Schmid (Mitte)

Energiekosten im Wandel

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Senior Manager Treasury bei der Sparkasse Bremen

Der Umbau der globalen Energieversorgung schreitet voran, und zugleich wächst der Energiehunger durch den Ausbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Das sorgt für eine neue Dynamik an den Märkten. Klassische Öl- und Gasunternehmen erleben eine Neubewertung, während erneuerbare Energien nach einer Schwächephase wieder in den Fokus rücken. Hinzu kommen Zukunftsthemen wie Energiespeicher und intelligente Stromnetze. Sie gelten als entscheidende Bausteine, um den steigenden Strombedarf und eine hohe Versorgungssicherheit miteinander zu verbinden. Für Anlegerinnen und Anleger entsteht damit ein breiteres Bild: Nicht eine Technologie allein entscheidet, sondern das Zusammenspiel verschiedener Energielösungen. Ich sehe Chancen weniger in Einzeltrends, sondern in einer Mischung aus klassischen Energieunternehmen und Zukunftstechnologien, wobei Investitionen am Kapitalmarkt mit Risiken verbunden sind und zu einem Kapitalverlust führen können. GELDANLAGE

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AMBIENTE

ie Fastenzeit hat begonnen. Sie regt zum Verzicht auf Süßes oder Alkohol an, ist aber auch eine Einladung, den eigenen Alltag umweltfreundlicher zu gestalten –mit Klimafasten. Auch in diesem Jahr lädt die Bremische Evangelische Kirche ein, von Aschermittwoch bis Ostern seinen CO 2 -Fußabdruck zu verkleinern und dafür neue Gewohnheiten auszuprobieren. Das Schöne daran: Viele lassen sich ohne großen Aufwand umsetzen. So zum Beispiel in der Ernährung. Wer jetzt vermehrt zu regionalen, saisonalen Produkten greift und nur einmal pro Woche Fleisch isst, senkt den Ausstoß von Treibhausgasen. Der Weg zur Arbeit bietet ebenfalls Einsparpotenzial: Etliche Strecken lassen sich zu Fuß, mit dem Rad oder per Bus erledigen – oftmals sogar schneller als mit dem Auto. Auch zuhause kann man mit kleinen Mitteln einiges bewirken: etwa die Heizung bei Lüften runterdrehen und Stoßlüften statt das Fenster auf Kipp zu lassen. Klimafasten bedeutet übrigens nicht Perfektion, sondern Aufmerksamkeit. Lassen Sie es uns gemeinsam ausprobieren!

Das kleine Eck-Café besticht durch gemütliche Lässigkeit. Schön: Die großen Fenster lassen viel Licht in den Raum, der uns Wohnzimmer-Vibes vermittelt. Dazu passen die insgesamt warmen, hellen Farben, rustikalen Bauernschränke, das offene Büfett, viel Holz, Tapeten mit floralem Design und unterschiedliche Sitzgelegenheiten. Goldene Accessoires und hübsches Geschirr runden das Ambiente ab. Insgesamt: Einladend und unkompliziert.

ESSEN

9,90 Euro kostet der warme Porridge mit Banane, Walnüssen und Honig. Die Schüssel mit dem tatsächlich warmen Haferbrei kommt hübsch dekoriert auf den Tisch: mit blütenartig in den Brei gesteckten Bananenscheiben, einigen Walnüssen, allerdings nur einem Hauch Honig. Dafür gibt es aber einige Granatapfelkerne obendrauf – was nicht nur optisch positiv auffällt, sondern auch geschmacklich als säuerlicher

Gegenpart das Gericht perfekt ergänzt. Das Gericht schmeckt zwar lecker, die Portion allerdings zu klein für den Kollegen. Das Omelett mit Weichkäse, Tomaten und Lauchzwiebeln kostet 12,90 Euro. Laut Karte besteht es aus insgesamt vier Eiern und kommt wie eine Pizza auf den Tisch. Die luftig gebackene und perfekt gewürzte Eimasse ist dekoriert mit fruchtigen Kirschtomaten, leicht salzigem Weichkäse und einem lecker-würzigen Frühlingszwiebel-Öl. Dazu gibt es noch ein frisches Roggenbrötchen und einen Klecks Butter in einem niedlichen, herzförmi-

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Sehr freundlich und aufmerksam, dabei aber keinesfalls aufdringlich. Wir können uns in Ruhe unterhalten und uns an den liebevoll angerichteten Speisen sowie dem hübschen Geschirr erfreuen. Was uns außerdem positiv auffällt: Da das Café seine Gerichte den ganzen Tag lang anbietet, kommt es hier mittags scheinbar nicht zu Stoßzeiten: Gegen halb eins sind nicht so viele Gäste hier.

PREISE

Günstig ist das Essen im Goldjunge nicht: Selbst wenn die 12,90 Euro für das große Omelett einigermaßen gerechtfertigt erscheinen – 9,90 Euro für die kleine Portion Haferbrei, so hübsch sie auch angerichtet ist, sind uns zu teuer. Ein Wasser (0,3l) kostet 2,90 Euro, Cola (0,2l) 3 Euro und ein halber Liter Tee 6,50 Euro. Alkoholisches steht nicht auf der Karte.

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Sabine, 61 J., mit schöner

KontaKte

Porridge und Omelett im Café Goldjunge.
Foto: Schlie

Bereits seit 1980 ist RBE mit seiner großen Ausstellung an der Steller Straße 2 in Groß Mackenstedt ansässig. Fotos: Schlie

Die Experten für Bauelemente

RBE in Stuhr veranstaltet Aktionswochen bis Ende April / Beratungsabend im März

Maßgeschneiderte Lösungen, langlebige Produkte, fundierte Beratung und Zuverlässigkeit –auf diese Säulen gründet sich der Erfolg von RBE. Der Bauelemente- Händler mit Sitz an der Steller-Straße 2 in Stuhr - Groß Mackenstedt besteht mittlerweile seit über 50 Jahren. Gegründet wurde das Unternehmen Rationelle Bauelemente Stoermer & Wiese (RBE) 1975 von Stoermers Vater Dieter und dessen Kompagnon Hans-Hermann Wiese. Michael Stoermer stieg 1986 nach dem Tod seines Vaters in die Geschäftsführung ein. 2011 verstarb dann auch Wiese. Seitdem leitet er das Unternehmen alleine. Bereits seit 1980 befindet sich der Firmensitz mit der großen Ausstellung am heutigen Standort an der Steller Straße 2. Das Team besteht aktuell aus acht Monteuren und vier Mitarbeitern im Büro.

Noch bis Ende April laufen bei RBE die Aktionswochen in den Bereichen Terrassendächer, Haustüren, Rollläden und Fenster. So bekommen Kunden Sonderpreise beim Kauf eines Terrassendaches der Firma Solarlux. Eine LED-Beleuchtung gibt es gratis dazu. Außerdem ist das Terrassendach mit einer hochwetterfesten Farbe beschichtet. Bei den Haustüren bietet RBE noch bis Ende April die Fingerscan-Wochen an. Diese Haustüren werden nicht mehr per Schlüssel, sondern per Fingerscan geöffnet. Außerdem erhalten Kunden einen Rabatt von 675 Euro, unabhängig vom Modell. Im Bereich der Rollläden gibt es eine Smarthome-Box kostenlos dazu. Sie sind dann bequem per App steuerbar. Die Rolläden sind in verschiedenen wetterfesten Farben während der Aktionswochen ohne Aufpreis er-

hältlich.

Auch wer seine Immobilie mit neuen Fenstern ausstatten möchte, sollte den Aktionszeitraum bei RBE nutzen. Bis Ende April gibt es beim Fenster-Kauf ein Sicherheitspaket zum Sonderpreis dazu.

Einen Beratungsabend zu den Themen Förderung und Baugenehmigung bietet RBE am 19. März um 19 Uhr in den Geschäftsräumen in der Steller Straße 2 in Stuhr an. RBE-Geschäftsführer Michael Stoermer konnte für diesen Abend zwei Fachleute verpflichten. Referent Mattes Schweer ist der Förderexperte der Firma Solarlux. Er wird an diesem Abend erläutern, welche Fenster, Haustüren, Wintergärten und Terrassendächer in diesem Jahr grundsätzlich förderfähig sind. Außerdem wird er einen Überblick zu KfW-Programm, BAFA-Zuschüssen und

Terrassendach-Aktionen:

10% Rabatt auf das Solarlux Terrassendach SDL Alerio

LED-Aktion: Beleuchtung gratis beim Kauf eines Solarlux Terrassendachs oder Wintergartens

Hochwetterfeste Farben ohne Aufpreis: Höhere Qualität zum gleichen Preis

Terrassendächer • Wintergärten Glas-Faltwände • Schiebefenster

Fenster-Aktionen:

RC-2n zum Sonderpreis: Erhöhte Sicherheit für Fenster und Türen zum Aktionspreis erhältlich

20 % staatlicher Zuschuss: Beratung zu Förderungen für energieeffiziente Bauelemente

Farbvariationen zum Sonderpreis: Farbige Fensterrahmen abgestimmt auf Ihre Immobile

PVC-Fenster mit und ohne Aluminiumbeplankung

Holz-Fenster mit und ohne Aluminiumbeplankung

Aluminium-Fenster • Holz-Fenster

Michael Stoermer leitet das Unternehmen seit fast 40 Jahren.

dem Steuerbonus geben. Auch auf die Fragen nach der technischen Voraussetzung und der richtige Antragstellung wird Mattes Schweer eingehen. Architektin Maike Meyer ist die zweite Expertin des Abends. Sie wird zunächst erläutern in welchen Fällen ein Bauantrag erforderlich ist. In ihrem Vortrag wird sie die Unterschiede zwischen einem Kaltwintergarten, einem Wohnwintergarten und einem Terrassendach darstellen. Außerdem wird sie die Frage nach den erforderlichen Unterlagen und Nachweisen für das Bauamt beantworten. Im Anschluss an beide Vorträge können die Besucher des Beratungsabends ihre individuellen Fragen stellen. Eine Anmeldung zu diese Veranstaltung ist unbedingt bis zum 12. März unter info@rbe-stuhr. de oder 04206-41620 erforderlich. WR

Neu im Programm: Gesichtserkennung für Haustüren.

In der Ausstellung finden sich nur Produkte von den jeweils führenden Herstellern der Branche.

Haustür-Aktionen:

Fingerscanwochen: Sicherheitskomfort mit modernem Fingerabdruckscanner zu besonderen Aktionskonditionen

Füllung beidseitig ohne Aufpreis: Höherwertige beidseitige Türfüllung zum Preis der einseitigen Variante

Haustüren zum Winterpreis: Sparen Sie bis zu 675€ bei Ihrer neuen Haustür

Aluminium-Haustüren

Sonnenschutz-Aktionen:

Motorantriebe mit Photovoltaik zum Sonderpreis: Nachhaltige Steuerung mit Solarenergie zum vergünstigten Preis

Smart-Home-Box ohne Aufpreis: Smarte Steuerungslösungen für mehr Komfort im Alltag

Hochwetterfeste Farben ohne Aufpreis: Höhere Qualität zum gleichen Preis

ARBEITSMARKT

Bundeswehr

lädt zum Jobcafé

JOACHIM OSSMANN

Vorsitzender der Geschäftsführung

Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven

Der Arbeitsmarkt befindet sich im Umbruch. Viele Unternehmen passen sich an, einige bauen Personal ab. Die Bundeswehr hingegen sucht nach qualifizierten Mitarbeitenden und bietet stabile Beschäftigung, Karrierechancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Die Bundeswehr ist mit über 265.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Sie bietet Ausbildung, Führungsaufgaben und Spezialistenpositionen. Darüber hinaus gibt es ein umfassendes Weiterbildungsangebot. Die Frage ist: Wie gewinnt die Bundeswehr junge Menschen und Fachkräfte, angesichts der Angebote des privaten Sektors? Ist es die sichere Anstellung, der Dienst an der Gesellschaft oder die breite Palette an Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten? Ob die Bundeswehr als Arbeitgeber infrage kommt, kann man am besten durch eigenes Infomieren überprüfen. Das Jobcafé der Bundeswehr, eine Online-Veranstaltung der Bundesagentur für Arbeit, via Teams am 25. Februar, 10 Uhr, bietet Einblick in Einstellungsmöglichkeiten, Zukunftsperspektiven und Karrierechancen. Interessierte können sich online über eveeno.com/336183920 in die Veranstaltung einwählen.

TIERE SUCHEN EIN ZUHAUSE

Zwei Ziegenböcke suchen neue Herde

Für die beiden kastrierten Ziegenböcke Hank (7) und Gandalf (8) sucht das Tierheim ein liebevolles Zuhause. Gut wäre es, wenn das Duo, das nur zusammen vermittelt wird, schon in eine bestehende Herde, idealerweise mit großen, standfesten und selbstsicheren Tieren, integriert werden könnte. Ausreichend Platz, eine sichere Einzäunung und eine artgerechte Haltung sind Voraussetzung für die Vermittlung. Hank ist sehr aufgeschlossen, neugierig und unkompliziert im Umgang. Er fügt sich gut in eine Herde ein und sorgt mit seiner

ruhigen Art für Ausgleich. Gandalf wiederum ist das genaue Gegenteil: ein sehr dominanter Bock, der seine Stellung deutlich zeigt. Vor allem gegenüber kleineren oder unsicheren Tieren sowie Menschen kann er sehr bestimmend auftreten. Daher braucht er klare Strukturen. Erfahrung im Umgang mit Ziegen und souveräne Bezugspersonen sind erforderlich.

 Das Tierheim befindet sich an der Hemmstraße 491. Infos zu Öffnungszeiten und Tieren gibt es unter der Rufnummer 35 11 33 und bremer-tierschutzverein.de im Internet. WR

Vorzugsvariante erzeugt Unbehagen

Airportstadt Süd: Obervielander fürchten Änderung an der B6n durch die Hintertür

ROBERT LÜRSSEN

Die Airportstadt Süd ist eines der zentralen Gewerbeentwicklungsprojekte in Bremen in den kommenden Jahren. Zwischen Start- und Landebahn sowie der Grenze zur Gemeinde Stuhr sollen auf dem Flughafengelände Entwicklungsräume für die Luft- und Raumfahrtindustrie geschaffen werden. Doch wie kommen künftig Mitarbeitende und Lieferanten auf diesen Teil des Geländes, der bisher nur über kleine Versorgungswege innerhalb des Flughafen-Sicherheitsbereichs erschlossen ist? Die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie präsentierte Simone Geßner aus dem Referat Gewerbeplanung im Wirtschaftsressort dem Beirat Obervieland.

„Wir müssen aufpassen, dass die Variante 5 für uns nicht zum trojanischen Pferd wird“, warnte Anwohner Norbert Breeger zum Abschluss der Diskussion. Variante 5 bezeichnet die Vorzugsvariante zur Anbindung des neuen Gewerbegebiets. Die Trasse verläuft vom geplanten Gewerbegebiet ein Stück Parallel zur Start- und Landebahn, dann am Rand des Flughafens entlang, um dann zu verschwenken und am Knotenpunkt Kattenturmer Heerstraße / Arsterdamm auf das bestehende Straßennetz zu treffen. Damit verläuft sie teilweise parallel zur Linie der in Planung befindlichen B6n und schneidet diese am Ende. „Es ist sicher ein guter Zeitpunkt, um die Pläne übereinander zu legen“, sagte Geßner. Ziel sei eine Anbindung an

Die gelbe Fläche (FFN) kennzeichnet die geplante Airportstadt Süd auf dem Flughafengelände. Die Variante 5 zur Anbindung ist ebenfalls gelb dargestellt. Die blaue Linie zeigt den groben Verlauf der B6n bis zur Landesgrenze Niedersachsen. Grafik WR, Kartenquelle: GeoPortal Bremen

die B6n, insbesondere, um die Kattenturmer Heerstraße zu entlasten. Andere Varianten wurden verworfen, weil sie entweder über ungeeignete Straßen ans überörtliche Netz führen (Variante 2, Grolland), die Kattenturmer Heerstraße zusätzlich belasten würden (Variante 3) oder nicht die Zustimmung der Gemeinde Stuhr erfuhren (Varianten 1, 4.1, 4.2). Soweit, so gut. Einige Kattenturmer befürchten allerdings ganz etwas anderes: Wenn zwischen Flughafen und Wolfkuhlensiedlung erstmal eine Straße gebaut wäre, könnte sie genutzt werden, um sie zur Umfahrungsvariante der B6n weiter zu entwickeln statt die von der Bür-

gerschaft beschlossene Variante mit Untertunnelung des Flughafens. „Wir bitten darum, mit dem Bau von Variante 5 zu warten, bis eine Entscheidung über B6n gefallen ist. Sonst bekommen wir das, was wir nicht wollen: Umfahrung und Querspange“, so ein Anwohner.

Geßner versicherte, dass Tunnelvariante und Anbindung der Airportstadt Süd sich vereinbaren ließen. Die Querspange sei dann hingegen nicht realisierbar. Für die ausstehende Detailplanung verwies sie ans Verkehrsressort beziehungsweise d ie DEGES, die von der Autobahn Gesellschaft des Bundes mit der Planung der B6n beauftragt worden ist.

Auf der Internetseite der DEGES ist nachzulesen, dass eine Bestandsvermessung als Grundlage für weitere Planung und Überprüfung der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie inzwischen abgeschlossen sei. Die Voraussetzungen zum Anschluss an den derzeit in Bau befindlichen Abschnitt 2/2 der A281 seien durch das abgeschlossene Baurechtsverfahren geschaffen. Baubeginn: ab 2034. Vorher sind eventuell noch eine Flächennutzungsplanänderung in Bremen und ein Raumordungsverfahren in Niedersachsen durchzuführen. Daran anschließend wären dann Unterlagen für das Linienbestimungsverfahren aufzustellen.

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Verena Nölle von der Verkehrswacht übergab den Schülerinnen und Schülern diverse Preise um die Kinder weiter auf die Begebenheiten des Straßenverkehrs vorzubereiten.

Foto: Behrbom

Sichtbar auf dem Schulweg

Kinder üben Selbstständigkeit – und lernen Sicherheit im Verkehr

PHILIPP BEHRBOM

„Meine Kleidung ist bunt, bunt wie das Leben, mich kann man gut sehen, im Straßenverkehr“, schallt es durch die Aula der Grundschule Stader Straße. Nicht nur im Schulchor wird an der Schule die Sichtbarkeit im Straßenverkehr, insbesondere in der dunklen Jahreszeit, thematisiert. Im Rahmen der Aktion „Aktiv und sicher zur Schule“ zeigten die Schülerinnen und Schüler der Stader Straße sowie die Klassen 17 weiterer Schulen besonders viel Engagement. Wie bereits im vergangenen Jahr stand die Aktion unter dem Motto „Wer selber geht, der ist schon groß!“. Selbstständig zur Schule zu kommen ist in Zeiten der Elterntaxis nicht mehr selbstverständlich. Das zeigt eine Studie des ADAC aus dem vergangenen Jahr. So kamen 1990 noch 93

Prozent der Kinder selbstständig zur Schule, heute sind es nur noch 72 bis 77 Prozent. Diesem Trend wollen der Arbeitskreis „Aktiv und sicher zur Schule“ und der Senator für Kinder und Bildung mit der Aktion entgegenwirken. „Auch ich bin früher mit dem Rad zur Schule“, erzählte Mark Rackles den Schülerinnen und Schülern der Grundschule Stader Straße. „Oft wurde ich dabei von Autos überholt, da war ich schon neidisch, aber unterm Strich war ich gesünder unterwegs“, scherzt Rackles. Auch die Kinder wissen, welche Auswirkungen ihre Teilnahme an der Aktion hat. Es fallen die Adjektive „umweltschonend“, „sportlich“ und „gesund“. Zudem ist man sich einig: Wenn weniger Autos auf der Straße sind, kommt es auch zu weniger Unfällen. Rackles sieht zudem noch einen weiteren Vor-

teil: „Die Kinder treffen Freundinnen und Freunde und erleben vielleicht ihr erstes kleines Abenteuer des Tages.“ Um die Kinder auch weiterhin auf die Begebenheiten im Straßenverkehr vorzubereiten, überreichte Verena Nölle von der Verkehrswacht Helme, Verkehrsspiele und Körbe voll Material, mit denen sich auf dem Schulhof ein Fahrradparcours aufbauen lässt. Auch Fahrräder wurden an verschiedene Grundschulen verteilt. Neben der Grundschule an der Stader Straße nahmen noch die Schulen Düsseldorfer Straße, Schmidtstraße, Oberneuland, Burgdamm, Oslebshausen, Buntentor, Arbergen, Kirchhuchting, Borchshöhe, Bunnsackerweg, Paul-SingerStraße, Philipp Reis, Osterholz, Walliser Straße, St. Antonius, Robinsbalje und Sodenmatt an der Aktion teil.

Zehnte Ostereier-Aktion

/ Dank an Sponsoren

ANTJE SPITZNER

B ereits zum zehnten Mal hat der Lions-Club „Bremer Schweiz“ sein Sammel-Osterei für den guten Zweck aufgelegt. Insgesamt 6000 runde Behälter, von den Mitgliedern per Hand mit Losen gefüllt, können im Bremer Norden und Westen für fünf Euro pro Stück erworben werden. Das damit eingenommene Geld werde an soziale und gemeinnützige Kinder- und Jugend-Projekte in der Region gespendet. Wer sich beteiligt, kann gewinnen: interessante Preise, gesponsert von hiesigen Betrieben und Geschäften, denen der Dank der Lions gilt, darunter Gutscheine und Karten für beispielsweise das Overbeck-Museum, die Kunsthalle oder das Theater Bremen. So werde die Kultur unterstützt und das damit gewonnene Geld bleibe in der Region, erklärten Wolf Rieh, Manfred Nebelung und Frank Damerow von den Lions „Bremer Schweiz“ sowie Sven Bredehöft von der Volksbank BremenNord, die den Hauptpreis sponsert: ein Wochenende mit Übernachtung und Frühstück für zwei Personen auf Langeoog. Das Motiv auf dem SammelEi, wieder gestaltet von dem Illustrator, Autor und Dozen-

Prospekte künftig am Wochenende

Ostern im Winter: Manfred Nebelung (Lions), Sven Bredehöft, Vertriebsleiter bei der Volksbank Bremen-Nord, die den Hauptpreis sponsert, Dr. Wolf Rieh und Frank Damerow vom gleichnamigen Edeka, beide ebenfalls im Lions Club „Bremer Schweiz“ (von links), stellten die diesjährige OstereiAktion vor. Foto: as

ten Niels Schröder aus Hamburg, zeigt den Bremer Moleturm, erbaut 1906 in der Überseestadt.

Die Lions hoffen, mit der diesjährigen Aktion die Gesamtsumme von 150.000 Euro überschreiten zu können.

Auf der Internetseite www. eggtivity.de können Eier online bestellt werden. Hier sind auch Verkaufsstellen zu finden. Jährlich würden durch die Lions „Bremer Schweiz“ zirka 50.000 Euro erwirtschaftet und als finanzielle oder Sachförderung vergeben. Förderverein des Lions-Clubs „Bremer Schweiz“ ist Veranstalter

4.500 Eier gibt es in den Nord-

bremer Edeka- und weiteren Geschäften wie auch 1500 im Bremer Westen, vertrieben vom dortigen Lions-Club; Infos: lc-bremer-westen.de . Die Aktion läuft bis zum 4. April. Am Ostersonntag, 0 Uhr, wird die Gewinnliste veröffentlicht unter bremer-schweiz.lions.de

Nach dem Kauf folgt der Abriss

Brestadt übernimmt das Quartiersentwicklungsprojekt um das Hans-Koschnick-Haus

GRÖPELINGEN - Die Fenster sind eingeworfen, sofern sie überhaupt noch im Rahmen sind und auch ein Dach sucht man vergeblich. Seit mehreren Jahrzehnten verfällt das vierstöckige Gebäude an der Geerstraße 134 zunehmend. Von 1934 bis 1954 lebte dort, mit Unterbrechungen, der bekannte Bremer Bürgermeister Hans Koschnick. Sein Wirken für die Stadt und darüber hinaus wurde an vielen Orten gewürdigt, unter anderem durch die Benennung des Flughafens.

Viel von Hans Koschnicks Geschichte ist an seinem Wohnhaus schon seit Jahren nicht mehr zu sehen. Lediglich ein Schild prangt noch am Bauzaun, der wegen der Gefahr herabfallenden Bauschutts aufgestellt worden ist. Der traurige Gesamteindruck soll sich bald ändern. Nach langem Hin und Her mit dem Eigentümer und einem Gerichtsverfahren gab das Bauressort unter der Woche bekannt: Die Brestadt übernimmt das historische Gebäude im Westen der Stadt.

Rund 40.000 Euro lässt sich die stadteigene Gesellschaft die Bauruine und das Grundstück kosten. Die Bausubstanz gilt seit Langem als unbewohnbar und stellt eine städtebauliche Belastung für Anwohnende sowie Passantinnen und Passanten dar. „Das HansKoschnick-Haus ist leider seit vielen Jahren zu einem schwierigen Ort in Gröpelingen geworden und wird inzwischen weder seinem Namen noch seiner Funktion als Gebäude gerecht“, erklärt die Senatorin für Bau und Stadtentwicklung, Özlem Ünsal.

Wie teuer der Abriss für das städtische Unternehmen wird, ist noch unklar. „Mit dem Rückbau beenden wir endgültig dieses traurige Kapitel und schaffen Raum für Neues“, so Özlem Ünsal weiter. Was an der exponierten Stelle zwischen zwei Wohnhäusern mitten im Stadtteil künftig entstehen soll, ist allerdings noch unklar. Nach den Abrissarbeiten solle die Baugrube zunächst verfüllt werden, heißt es von Seiten der Brestadt. pb

Die Handelskette Kaufland stellt die Verteilung ihrer gedruckten Handzettel auf einen neuen Rhythmus um: Ab März wird der Prospekt bundesweit am Wochenende statt wie bisher in der Wochenmitte an die Haushalte zugestellt. Davon profitieren auch die Leserinnen und Leser unserer Zeitung, denn ab kommender Woche belegt Kaufland große Teile unserer Auflage.

Mit der Verschiebung des Verteiltages auf das Wochenende reagiert der Lebensmittelhändler direkt auf die Bedürfnisse vieler Kunden. „Die Erfahrungen mit dem Versand unseres digitalen Prospektes per Whatsapp am Sonntag zeigen, dass viele unserer Kunden gerne bereits am Wochenende in den Prospekt schauen. Diese Gewohnheit möchten wir nun auch mit der gedruckten Version unterstützen. So haben unsere Kunden die Möglichkeit,

ihren Wocheneinkauf schon am Samstag oder Sonntag mit allen Sparmöglichkeiten bei Kaufland zu planen“, sagt Christoph Schneider, Geschäftsführer Marketing. Zur Steigerung der Übersichtlichkeit wird das Format des Handzettels auf ein Wende-Layout umgestellt. In diesem Heft gibt es zwei Angebotsstarts: einen von Montag bis Mittwoch und einen von Donnerstag bis zum darauffolgenden Mittwoch. Durch zwei gleichwertige Einstiege werden beide Angebotsblöcke gleichermaßen gewichtet. Der bewährte Aktionsrhythmus von Donnerstag bis Mittwoch bleibt für die Kunden unverändert bestehen, sodass der Donnerstag weiterhin der wichtigste Werbetermin der Woche ist. Die ab Montag gültigen Angebote geben den Kunden hingegen einen Impuls für den Wochenstart. WR

Tanz mit allen Sinnen erleben

Das Tanzwerk lädt Ende Februar zu einem Wochenend-Workshop unter dem Motto „Mit allen Sinnen“ ein. Am Samstag, 28. Februar, von 10 bis 14 Uhr und am Sonntag, 1. März, von 11 bis 15 Uhr steht die Wahrnehmung der eigenen Sinne im Mittelpunkt. Ziel ist es, neue Impulse für Soli, Duette und Gruppenkonstellationen im Tanz zu gewinnen.

Die Teilnahme 95 Euro für externe Teilnehmende. Veranstaltungsort ist das Kulturzentrum Lagerhaus. Weitere Informationen auf www.tanzwerk-bremen. de WR

Das Hans-Koschnick-Haus in Gröpelingen wird nach langen hin und her von der Brestadt übernommen. Foto: Schlie

Neuer Intendant am Bremer Theater

Neues Musical im Metropol Theater

Mit über elf Millionen Kinozuschauerinnen und Zuschauern in Deutschland erlangte Pretty Woman KultStatus und machte Julia Roberts und Richard Gere zu Weltstars. Auch der gleichnamige Titel-Song von Roy Orbison wurde zu einem Grammyprämierten Nummer-1-Hit mit Ohrwurm-Garantie.

Nun gastiert die turbulente Liebesgeschichte um das ungleiche Paar Vivian und Edward erstmals im Metropol Theater Bremen: Vom 17. bis zum 22. März können Besucher „Pretty Woman – Das Musical“ als romantisches, humorvolles und mitreißendes Bühnenereignis mit der Musik von Weltstar Bryan Adams erleben.

Edward und Vivian – zwei

Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Er, ein wohlhabender und erfolgreicher Geschäftsmann. Sie, eine junge Frau, die sich als Prostituierte durch das Leben schlägt. Dieser Gegensatz verleiht der unerwarteten Liebesgeschichte seine zeitlose Magie, welche bis heute Generationen von Zuschauern verzaubert.

Zu erleben ist eine Welt voller Glanz, Glamour und Romantik und natürlich einer der ikonischsten Momente der Filmgeschichte: wenn Vivian ihre schwarzen Lackstiefel gegen das legendäre rote Kleid tauscht.

Mehr Infos zu der Veranstaltung sowie Tickets gibt es online unter metropoltheater-bremen.de. bm

53 Bewerber habe es gegeben, letztlich fiel Wahl des Nachfolgers von Michael Börgerding als neuer Intendant des Bremer Theaters aber wohl nicht zu schwer, wie man den Worten von Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz entnehmen konnte: Armin Petras ersetzt ab der Spielzeit 2027/2028 den Anfang 2025 verstorbenen Michael Börgerding.

„Wir haben uns für Petras entschieden, weil er bewährte Arbeit immer wieder mit Elementen der Erneuerung zu versehen weiß, was seinen Stil über seine gesamte Karriere hinweg immer wieder besonders geprägt hat“, so Emigholz. Der zehnköpfigen Kommission, die über die Personalie entschied, war wichtig, jemanden zu finden, der nicht nur neue Ideen einbringt, sondern vor allem auch die Qualität erhält, so die Staatsrätin. Schließlich gehe es nicht nur darum, Kunst zu machen, sondern auch für die 400 Mitarbeiter des Hauses Sorge zu tragen – Erfahrung sei deshalb ein wesentliches Einstellungskriterium gewesen. Petras zur Seite stehen Franziska Benack und Frederike Krüger als seine Stellvertreterinnen. Wie genau die Aufgaben unter ihnen verteilt werden, entscheidet das Team

Armin Petras folgt auf Michael Börgerding

Die neue Führung des

Vonda Shepard auf Tour

Soul vom Feinsten im Schlachthof

Bis heute hat Vonda Shepard über zwölf Millionen Alben verkauft, wurde mit zwei Golden Globes, zwei Emmys und zwei Screen Actors Guild Awards ausgezeichnet und hä lt den Billboard-Rekord fü r die meistverkauften TV-Soundtracks

aller Zeiten, den sie mit ihrer Rolle als Bar-Sä ngerin in der Kultserie Ally McBeal einfuhr. Jetzt kommt sie mit neuen und alten Songs wieder auf EuropaTournee und macht auch in Bremen Halt: am 17. April, 20 Uhr, im Schlachthof. bm

in den kommenden Monaten. Der Vertrag ist auf fünf Jahre befristet.

Börgerding hatte 2012 das finanziell angeschlagene Theater Bremen übernommen. Er hat es zusammen mit dem inzwischen ebenso verstorbenen Geschäftsführer Michael Helmbold sowie seinem Fokus auf zeitgenössisches Theater aus der Schuldenkrise geführt und so dafür gesorgt, dass das Haus am Goetheplatz wieder ein Flaggschiff der Bremer Kultur wurde. „Er hat es nicht nur zu einem Aushängeschild Bremens gemacht, sondern der ganzen Theaterlandschaft Deutschlands“, sagt Petras, der seine neue Intendanz als „anspruchsvolle Aufgabe“ sieht. Unbekannt ist er in der Stadt übrigens nicht: Petras war ab der Spielzeit 2018/2019 bis 2021/2022 Hausautor und Hausregisseur am hiesigen Theater. Er inszenierte in den vergangenen Spielzeiten im Musiktheater unter anderem „Anna Karenina“, außerdem schrieb er das Libretto für die spartenübergreifende Musiktheaterproduktion „Wahlverwandtschaften“. Im Schauspiel gab er 2018 seinen Einstand mit „Love you, Dragonfly“ und in der aktuellen Spielzeit bringt er Tolstois „Krieg und Frieden“ auf die Bühne des Theater Bremen. bm

Goethe und der verbogene Bundesadler

Weserburg: Neu gestaltete Dauerausstellung

zu zeigen, sondern die Dinge, die wir haben, in einen neuen Kontext zueinander zu bringen.“ Sozialkritische Themen überwiegen dabei, das Museum wolle schließlich Haltung zeigen, so die Museumsleiterin.

Der Jahresbeginn ist für viele Menschen ein guter Zeitpunkt, mal aufzuräumen, umzudekorieren und neue Prioritäten zu setzen. Genauso hat es nun auch die Weserburg gemacht, die ihre Sammlungsausstellung „So wie wir sind“ einer Frischekur unterzogen hat. Mit neuen Werken, neuen Sammlungen und neuen Themenarealen können Besucher nun die zwei Etagen und rund 2.500 Quadratmetern neu erleben. Bei Weitem nicht alles wurde ausgetauscht, bekannte Werke sind geblieben, wurden allerdings in einen neuen Kontext gesetzt. Hinzugekommen sind 50 neue Positionen.

Dabei setzt die von Direktorin Janneke de Vries und Kurator Ingo Clauß kuratierte Dauerausstellung auf zwei Hauptthemen: Der Blick in die Gegenwart und historische Positionen – „die bei uns ja aber nur bis in die 60er bis 80er Jahre reichen“, sagt de Vries. Werke von mehr als 100 Künstlerinnen und Künstlern sowie Gruppen sind ausgestellt. „Wir haben wieder komplett neue Räume geschaffen“, so de Vries, die von dem Format, das seit 2019 in der Weserburg umgesetzt wird, überzeugt ist: „Es ist doch spannend, nicht nur neue Arbeiten

Ein neuer Themenraum widmet sich beispielsweise dem Selbstbild – vom Passfoto über das klassische Porträt bis hin zu Formen der Selbsterkundung. An anderer Stelle geht es um Macht und Empowerment, um patriarchale Strukturen sowie die Vielfalt von Körperbildern. Zu sehen sind Kunstwerke aller Gattungen: Fotos, Gemälde, Lichtund Soundarbeiten, Installationen, Videokunst sowie auch Objekte, die überraschend humorvoll zu betrachten sind. Besonders gelungen finden die Kuratoren den neuen Raum „Deutschland-Bilder“, der das Thema Nationalität aufgreift: So hängt das „Goethe“-Bild von Wolfe von Lenkiewicz, Tischbeins „Goethe in der Campagna“ mit Dürers „Feldhasen“ auf dem Schoß zeigt, neben einem aus Stahl geformten und verbogenen Bundesadler, einem idyllischen Bergbild, das Hitlers Wohnsitz zeigt und Luc Tuymans Gemälde „Auschwitz“. Mehr Infos gibt es auch online unter weserburg.de bm

Bremer Theaters: Armin Petras, Franziska Benack und Frederike Krüger. Foto: Schlie
Edward und Vivian – im März kommt ihre Geschichte auf die Bühne des Metropl Theaters. Foto: Dominik Flohr

Erfolgsgeschichte – aus Tragik geboren

25 Frauen aus der Ukraine haben sich in Bremen zum Chor Gloria UA zusammengefunden

Der in der evangelischen St.Markus-Gemeinde am Arsterdamm beheimatete ukrainische Frauenchor Gloria UA lädt für den 23. Februar zum Konzert im Theater am Leibnizplatz ein (Bremer Shakespeare Company, Schulstraße 26). Anlass ist die Vorstellung des ersten Studioalbums mit dem Titel „Hoya“. Gloria UA ist eine Erfolgsgeschichte die aus aller Tragik geboren wurde. 25 Frauen aus der gesamten Ukraine, die im Zuge des Krieges nach Bremen gekommen sind, wurden von der aus Charkiw stammenden und ebenfalls nach Bremen geflüchteten Sängerin Yana Wermuth zu diesem Chor formiert.

„Der 24. Februar 2022 hat unser Leben in zwei Teile geteilt

– vorher und nachher. Das ist für uns ein ganz bedeutender Tag, an dem wir gemeinsam an unsere Vergangenheit und an unsere Zukunft denken“, sagt Yana Wermuth, die den Chor leitet. „Wir zeigen gemeinsam, dass wir einig sind und dass wir noch Kraft haben zu kämpfen. Jeder kämpft an seinem Platz, wie er kann, wir mit Kultur. Wir möchten den Menschen zeigen, dass die Ukraine ein wunderschönes Land mit einzigartiger Kultur ist. Wir Ukrainerinnen und Ukrainer sind anderes, wir haben tatsächlich eine sehr große und reiche Geschichte, die sehr viel mit Kultur verbunden ist“, erklärt die Chorgründerin. Zusammen stehen die Frauen auf der Bühne und singen von

Bauen

ihrer Heimat, die nun in Trümmern liegt. Ihre Stimmen erzählen von der Situation, wie sie hier wieder Boden unter ihren Füßen spüren und ihre neue Zukunft in Deutschland gestalten. Ihr musikalisches und gesangliches Repertoire umfasst ein breites Spektrum aus Rock, Pop, Balladen und traditionellem ukrainischem Gesang mit eigens dafür geschrieben Songs.

Knapp drei Jahre nach der Gründung bringen Gloria UA und Band mit „Hoya“ nun ihr erstes Album heraus. Der Titel ist ein erfundener Name, der einen Hauch von Gesang in sich tragen soll.

„‚Hoya‘ steht am Beginn des Albums und es ist ein Wiegenlied. Das ganze Album, aber be-

sonders dieses Lied, zeigt die weibliche Stärke. Eine starke Frau singt ein Schlaflied für ihr Kind. Und dieses Kind lässt sie irgendwann frei in diese ‚roughe‘ Welt. Das bringt eine unglaubliche Nähe rein“, sagt Popkantor Falko Wermuth, der den Chor als Pianist und Arrangeur begleitet. „Gloria UA ist ein reiner Frauenchor, weil die Männer im Krieg sind. Wir haben aus dieser Not eine Tugend gemacht. In ihren Gesang legen die Frauen ihr Leid hinein und können es so etwas Gutes wandeln“, so Wermuth.

 Tickets gibt es unter shakespeare-company.com oder in der Stadtbibliothek Bremen, sie kosten 27 Euro, ermäßigt 15 Euro. rl

Wohnen

Leben

Gute Vorbereitung schützt

Die dunkle Jahreszeit bringt erhöhte Risiken mit sich – aber auch viele Möglichkeiten, sich wirksam zu schützen: Während viele Menschen noch im Büro oder auf dem Heimweg sind, nutzen Einbrecher jetzt im Winter die frühe Dämmerung für unbemerkte Zugriffe auf Häuser und Wohnungen. Ein ungesichertes Fenster, eine unbeleuchtete Einfahrt – oft reichen kleine Nachlässigkeiten, damit sich jemand unbefugt Zutritt verschafft. Wer allerdings vorsorgt, macht Einbrechern das Handwerk schwer.

Thema: Einbruchschutz

Ein stabiler Schließzylinder, abschließbare Fenstergriffe oder Bewegungsmelder im Außenbereich schrecken potenzielle Einbrecher wirksam ab, so die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Auch Beleuchtung mit Zeitschaltuhr, wachsame Nachbarn und eine bewohnte Hausoptik sind einfache, aber sehr effektive Mittel. Neben der Technik sollten Bewohnerinnen und Bewohner auch organisatorisch vorsorgen: Wertsachen am besten sicher verwahren, Seriennummern dokumentieren und keine Hinweise auf Abwesenheiten in sozialen Netzwerken öffentlich zugänglich teilen. Neben technischen Maßnahmen spielt auch die finanzielle Absicherung eine wichtige Rolle. Selbst bei bester Vorbereitung

Ein sicheres Zuhause beginnt mit der richtigen Vorsorge. Foto: Getty Images/Westend61

lässt sich ein Einbruch nicht immer verhindern – umso wichtiger ist es, im Schadensfall richtig abgesichert zu sein, so die Profis der DVAG. Eine Hausratversicherung ersetzt gestohlene oder beschädigte Gegenstände nach einem Einbruchdiebstahl oder Vandalismus. Wichtig ist, dass die Versicherungssumme dem

tatsächlichen Wert des Hausrats entspricht. Für Haus- und Wohnungseigentümer empfiehlt sich zusätzlich eine Wohngebäudeversicherung, die Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel deckt. Nach einem Einbruch zählt schnelles Handeln: Polizei verständigen, Spuren sichern las-

sen, Schaden dokumentieren und die Versicherung unverzüglich informieren. Fotos, Kaufbelege und Inventarlisten erleichtern die Regulierung und beschleunigen die Erstattung. Wer seine Policen regelmäßig überprüft und seine Unterlagen geordnet bereithält, spart im Notfall Zeit und Nerven.

Gerade in heißen Sommernächten ist nächtliches Lüften oft nötig. Und zwar trotz einer möglichen Einbruchsgefahr. Dabei verweisen die ARAG-Experten auf einen konkreten Fall, in dem eine Wohnungsinhaberin genau das tat: Sie ließ das Fenster ihres Wohnzimmers über Nacht in Kippstellung, um die Sommerhitze zu lindern. Von der Straße aus war das Wohnzimmer nicht einsehbar. Sie selbst war die ganze Nacht anwesend, schlief jedoch im Schlafzimmer. In der Nacht kam es zum Einbruch. Dabei verschaffte sich der Dieb über das gekippte Wohnzimmerfenster Zutritt. Die Hausratversicherung weigerte sich zunächst, den Schaden zu zahlen, da sie grobe Fahrlässigkeit unterstellte. Doch die Richter waren anderer Ansicht: Solange der Einbrecher nicht direkt durch das Fenster greifen konnte, um zum Beispiel die Terrassentür zu öffnen, liegt keine grobe Fahrlässigkeit vor. Das Fenster war zudem von außen nicht einsehbar. Unter diesen Bedingungen musste die Versicherung den Schaden übernehmen (Landgericht Gießen, Aktenzeichen: 4 O 585/00).

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Gloria UA singen Lieder über ihre Heimat in der Ukraine und wie sie das Leben in Deutschland gestalten. Foto: Olga Tretiakova

SPORT KOMPAKT

 Nach ihrem überraschenden 29:24-Erfolg über den zuvor ungeschlagenen Tabellenführer HC Leipzig stehen die ZweitligaHandballerinnen des SV Werder heute vor der nächsten schwierigen Aufgabe. Die Bremerinnen müssen beim Tabellenzweiten TG Nürtingen antreten. rl

 Für die Handballer des ATSV Habenhausen steht am heutigen Samstag (19 Uhr) eine scheinbar unlösbare Aufgabe an. Der Tabellenletzte der Dritten Liga empfängt am Bunnsackerweg den Spitzenreiter TV Emsdetten. Am vergangenen Wochenende unterlagen die Bremer 29:33 bei der HSG Varel. rl

 Nachdem das Top-Spiel gegen den FC Bayern München wegen der schlechten Witterungsbedingungen am Montag abgesagt werden musste, treffen die Werder-Frauen am heutigen Samstag ab 14 Uhr auf die Nordrivalinnen vom Hamburger SV. Da bereits das Spiel gegen den VfL Wolfsburg in der Vorwoche wegen des Schneefalls nicht stattfinden konnte, droht die Elf von Trainerin Fritzy Kromp aus dem Rhythmus zu kommen. Gut lief es hingegen bei den Gegnerinnen. Die Aufsteigerinnen von der Elbe gewannen ihr vergangenes Saisonspiel überraschend deutlich mit 4:0 gegen die TSG 1899 Hoffenheim. pb

 Sepp Piontek ist tot. Der ehemalige Spieler (1960 bis 1972) und spätere Trainer des SV Werder starb im Alter von 85 Jahren in seiner Wahlheimat Dänemark. rl

Raphael Duarte freigestellt

Keine zwei Wochen nach Amtsantritt von Cheftrainer

Daniel Thioune hat Werder den Trainer-Stab des ProfiTeams schon wieder verkleinert. Co-Trainer Raphael Duarte, der auf Wunsch von Horst Steffen an die Weser geholt worden war, wurde nach einem Gespräch mit Geschäftsführer Clemens Fritz freigestellt.

„Wir sind Raphael sehr dankbar, dass er nach der Freistellung von Horst Steffen gemeinsam mit Christian Groß die Mannschaft interimistisch übernommen hat. In der neuen Konstellation mit Daniel Thioune als Cheftrainer haben sich aber die Aufgaben und

Verantwortlichkeiten für die Co-Trainer verändert“, erklärt Fritz. Die Rolle des 29-jährigen Luxemburgers habe sich durch den Cheftrainerwechsel stak verändert.

Unter Horst Steffen hatte Duarte viel Verantwortung bei der Trainingsleitung getragen. Thioune übernimmt mehr Anteile selber und hat zudem seinen vertrauten Co-Trainer Jan Hoepner mitgebracht. „In unserem Gespräch sind wir gemeinsam zu dem Schluss gekommen, die Zusammenarbeit zu beenden, da sich auch Raphaels Vorstellungen von seinen Aufgaben von der aktuellen Tätigkeit unterscheiden“, verdeutlicht Fritz. rl

Wochen der Wahrheit

Partie gegen den FC St. Pauli markiert den Beginn der Spiele gegen Mitabstiegskandidaten

ROBERT LÜRSSEN UND PHILIPP BEHRBOM

Ob die 0:3-Niederlage gegen den FC Bayern wirklich als Mutmacher für das wichtige Auswärtsspiel des SV Werder am Sonntag (17.30 Uhr) beim FC St. Pauli geeignet ist, mag diskutabel sein. Sicher ist: Am Millerntor muss Werder punkten, um aus dem von Trainer Daniel Thioune ausgemachte „Glühen des Nestes“ wirklich ein Feuer der Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt entfachen zu können.

Gegen die überlegenen und effizienten Münchener bewies der neue Werder-Coach zumindest schon mal, dass er bereit ist, ausgetretene Pfade zu verlassen, um neue Impulse zu setzen. Etwa mit der Idee, den schnellen Justin Njinmah auf die rechte Schiene zu beordern, damit er seine Stärke mit viel Wiese vor der Nase ausspielen kann.

Dennoch bleibt die Frage, wer in Hamburg und in den Wochen danach die Tore für die Bremer schießen soll. Zehn-MillionenMann Samuel Mbangula musste sich aufgrund des fehlenden Vertrauens in seine Defensivarbeit auch gegen den Rekordmeister mit der Jokerrolle begnügen. Keke Topp und Winter Leihe Jovan Milosevic blieben gleich ganz draußen. Gut möglich allerdings, dass Thioune dabei auch der Erwartung Rechnung trug, dass der Rekordmeister ohnehin nicht viele verwertbare Bälle in Richtung eines Mittelstürmers würde kommen lassen.

Ein Stückchen größer geworden sind auch die Fragezeichen

Torwart Mio Backhaus präsentierte sich zuletzt mit neuem Haarschnitt. „Das ist eine Kampffrisur“, sagte er vor dem Spiel gegen St. Pauli. Foto: nordphoto GmbH / Kokenge

hinsichtlich der Besetzung der Innenverteidigung. Bei Niklas Stark reichte die Luft im ersten Spiel nach überstandener Verletzung für eine Halbzeit. Zu Beginn der Trainingswoche trainierte der 30-Jährige individuell mit dem Ziel ihn in Richtung Spieltag wieder ins Teamtraining zu integrieren. Dagegen wird Karim Couliba-

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teilweise gerissen sind.

Außer Frage steht, was Daniel Thioune von seinem Team auf dem Platz verlangen wird. Immer wieder betonte der Chefcoach, wie wichtig ihm „Haltung“ sei. Denn insbesondere in Sachen Laufleistung sind die Kiezkicker Werder – noch – voraus. Im Ligavergleich rangieren die Hamburger derzeit auf Platz 6, während die Bremer – genau wie in der wahren Tabelle – hier den 16. Platz belegen. In der Partie gegen den Rekordmeister war jedoch eine deutliche Trendumkehr zu erkennen: Mit 124 gelaufenen Kilometern belegte Werder im Ligavergleich Platz 4. Die Partie gegen den Tabellensiebzehnten ist zudem der Beginn einer Serie von Spielen, die für die Grün-Weißen richtungweisend sein werden. Die Wochen der Wahrheit. Nach der Partie gegen die Kiezkicker folgt das Heimspiel gegen das derzeitige Tabellenschlusslicht, den 1. FC Heidenheim, ehe Partien gegen Union Berlin, den FSV Mainz 05 und den VfL Wolfsburg anstehen.

ly, der gegen die Bayern nach einer guten Stunde mit Problemen in der Po-Muskulatur ausgewechselt werden musste, wohl nicht zur Verfügung stehen. Eine MRT-Untersuchung hatte laut Werder eine strukturelle Muskelverletzung im Oberschenkel ergeben. Davon ist üblicherweise die Rede, wenn Muskelfasern oder Muskelbündel ganz oder

Torwart Mio Backhaus verbreitete unter der Woche Optimismus: „Natürlich wollen wir als Team weiter oben stehen. Bisher war es eine schwierige Saison. Ich bin jedoch sicher, dass wir am Ende der Spielzeit sagen werden: Wir haben unser Ziel erreicht“, sagte er mit Blick auf die Tabellensituation. Die Stimmung im Team sei gut. „Ich habe nicht das Gefühl, dass wir die Köpfe hängenlassen. Wir sind etwas angespannter, aber dennoch positiv.

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Was Projektentwickler und Stadt im historischen Balgequartier vorhaben

PHILIPP BEHRBOM

MITTE - Betrachtet man das Balgequartier historisch, ist es wohl eines der bedeutendsten für die Bremer Geschichte. Benannt nach dem ehemaligen Fluss Balge, war es am Fuße der Düne der erste Ankunftsort für Kaufleute und Besucher, die über den Fluss kamen. Heute ist die Balge nicht mehr zu sehen, doch die Gebäude, die für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt so wichtig waren, stehen noch immer – und sollen gemeinsam ein neues Quartier formen.

An allen Ecken wird im Balgequartier gebaut, egal ob außen oder hinter den Fassaden tut sich etwas. Zwischen Obern- und Martinistraße sollen vier große Bauprojekte das Aussehen des Viertels prägen. Den Aufschlag machte bereits 2020 das Johan Jacobs Haus an der Obernstraße. „Wir bieten hier den Eingang zum Quartier der historischen Giebel“, erklärt Kai Ladebeck, Geschäftsführer Immobilien bei der Johan Jacobs GmbH. Das Stammhaus der Marke Jacobs wurde in seiner historischen Art und Weise wiedererrichtet. Für Ladebeck steht die Aufenthaltsqualität im Fokus, insbesondere auf den Plätzen, die sich hinter dem Jacobs Haus ergeben haben oder noch geschaffen werden sollen: „Wir haben uns gefragt, was hat Bremen an dieser Stelle nach dem Krieg verloren und was gilt es nun zurückzugewinnen.“

Das Essighaus, direkt hinter dem Jacobs Haus, feierte im vergangenen Jahr Richtfest. In mühevoller Kleinstarbeit wurden alte Fassadenelemente des ehemaligen Wohnhauses der Kaufmannsfamilie Esch in die neue Fassade des Essighauses einge-

Fastentuch verhüllt das Kreuz bis Ostern

gleich und regt zugleich zu einer Auseinandersetzung mit Unbewusstem, Verborgenem sowie Sehnsucht nach Klarheit an.

Die Verhüllung von Kreuzen ist eine jahrhundertealte Tradition in der katholischen Kirche. Bereits seit dem Mittelalter werden Kreuze spätestens zum Passionssonntag mit Tüchern verhüllt, um den Blick auf das Kreuz bewusst zu schärfen. Am Karfreitag werden die Kreuze im Gottesdienst feierlich enthüllt, um das Leiden und Sterben Jesu neu in den Fokus zu rücken.

Im Essighaus an der Langenstraße soll in den kommenden Wochen die nächsten Mieter einziehen. Es ist nur ein Teil des Balgequartiers.

fügt. Inzwischen ist bereits Einzelhandel ins Erdgeschoss eingezogen. In zwei Wochen soll dort das nächste Restaurant eröffnen, wo ab 1830 Essig hergestellt wurde. „Mit Beets and Roots haben wir ein Konzept gefunden, das uns überzeugt und das uns in der Innenstadt an der Stelle noch gefehlt hat“, meint Ladebeck. Die Vermarktung der Flächen sei beinahe abgeschlossen, betont Ladebeck. Anders sehe dies bei der Stadtwaage direkt neben dem Essighaus aus. „Das ist leider noch ein Stück weit Zukunftsmusik“, so Ladebeck. Obwohl sich das Gebäude mitten im Quartier befinde, verbiete die Polizei derzeit noch die Nutzung. Der Grund: Brandschutz. Wann die Projektentwicklung an dem historischen Gebäude weitergehen kann, sei noch unklar.

Klima Bau Zentrum sieht eigenen Nutzen bestätigt

Umfrage soll Wirksamkeit belegen

Seit der Eröffnung des Klima Bau Zentrums vor drei Jahren haben dort rund 4.200 Orientierungsberatungen stattgefunden. Eine telefonische Befragung von Nutzern der Einrichtung belegt nach Ansicht der der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Energiekonsens die Wirksamkeit der unabhängigen Beratung. 92 Prozent der Befragten seien mit dem Angebot zufrieden oder sehr zufrieden. 72 Prozent hätten bereits mindestens eine empfohlene Maßnahme umgesetzt, weitere 23 Prozent würden solche planen, teilt Energiekonsens mit.

Die Bremer Klimaschutzagentur beruft sich dabei auf Zahlen des Marktforschungsinstituts The Lifesights Company. Dieses hatte nach Angaben von Energiekonsens 64 Personen telefonisch befragt, die zuvor eine Orientierungsberatung in Anspruch genommen hatten.

„Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wertvoll das Klima Bau Zentrum als Informations-, Beratungs- und Vernetzungszentrum für energieeffizientes Bauen und Sanieren ist. Energetische Sanierung ist dabei nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, sondern hilft Bürgerinnen und Bürgern ganz konkret, ihre Energiekosten dauerhaft zu senken und unabhängiger von steigenden Preisen zu werden“, betont Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft. Die Evaluation untersuchte

auch die Beweggründe der Ratsuchenden. Die drei wichtigsten Motive sind: 88 Prozent möchten Energiekosten senken, 8 0 Prozent wollen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und 36 Prozent streben mehr Unabhängigkeit von Öl und Gas an.

„Diese Ergebnisse zeigen deutlich: Die Menschen wollen handeln – aus ökonomischen wie aus ökologischen Gründen“, betont EnergiekonsensGeschäftsführer Martin Grocholl. „Unsere Aufgabe ist es, sie dabei mit kompetenter und neutraler Beratung zu unterstützen.“

78 Prozent der Befragten gaben an, dass die Beratung Einfluss auf die Umsetzung der Maßnahmen hatte. Sei es dass sie ohne Beratung keine Maßnahme durchgeführt hätten (21 Prozent), dass die aufgrund der Beratung umfangreiche Maßnahmen umgesetzt haben (24 Prozent) oder dass die Qualität der Umsetzung aufgrund der Beratung besser geworden sei (50 Prozent).

Die Macher der Studie errechneten aufgrund der Umfrage auch ökonomische und ökologische Effekte. Demnach wurden hochgerechnet 52,8 Millionen Euro Investitionen für energetische Gebäudesanierung ausgelöst und eine langfristige Minderung des CO 2-Ausstoßes um 475.220 Tonnen bewirkt.

Insgesamt zählte das Klimabauzentrum seit 2023 13.400 Besucherinnen und Besucher, 2025 waren es alleine 5.375. rl

Vollzug vermelden kann Ladebeck hingegen in Sachen Kontorhaus. Das Restaurant Bona’me soll im April eröffnen, und auch darüber hinaus blickt Ladebeck positiv auf die weitere Vermietung von Flächen. „Wir sind in Gesprächen mit verschiedenen Anbietern, Hifi, Musikinstrumente, Literatur, da wird ein toller Mix entstehen“, so Ladebeck. Abgerundet werden soll das Kontorhaus durch das Stadtmusikantenhaus, das 2027 im Kellergeschoss eröffnen soll, während im Obergeschoss das Literaturhaus sein neues Heim findet. Im Erdgeschoss solle dann ein „dritter Ort“ entstehen, der offen für alle sei, erklärt Ladebeck. Hier wäre konsumfreies Aufhalten möglich, beispielsweise um zu arbeiten, zu lesen oder sich mit Freundinnen und Freunden überdacht zu treffen.

Foto: Schlie

Nach der Vermietung der Flächen sei die Entwicklung jedoch noch nicht abgeschlossen. Das gesamte Quartier soll weiter aufgewertet werden, unter anderem durch einheitliche Beleuchtung. Auch soll der ehemalige Flusslauf der Balge sichtbar gemacht werden. Um die Kosten zu verteilen, schließen sich die Anlieger des Balgequartiers zu einem Business Improvement District (BID) zusammen. Spätestens im August soll der BID die Gremien der Bürgerschaft durchlaufen haben, heißt es von Seiten des Wirtschaftsressorts. Rund 2,6 Millionen Euro bringen die Anlieger ein, Geld vom Staat komme keines, erklärt Ladebeck. „Das zeigt, welch einmaliges Engagement wir hier an der Stelle haben, um dieses Quartier zu entwickeln“, schließt Carolin Reuther von der City Initiative.

In der Fastenzeit wird das Kreuz in der Propsteikirche St. Johann im Schnoor-Viertel von Aschermittwoch bis Karfreitag mit einem zehn Meter hohen Fastentuch verhüllt. Das Kunstwerk stammt von der in Berlin lebenden Künstlerin Jessica Buhlmann, die sich bereits im vergangenen Jahr mit dem Thema auseinandergesetzt hat und in Langenstriegis in Sachsen für die evangelisch-lutherische Kirche „Interventionen zur Passion“ erstellt hat. Buhlmann lässt ein weiches, weitmaschiges Gewebe vor dem Kreuz herabfließen, das an Blattadern, organische Netze oder Facetten eines Bleiglasfensters erinnert. Durch die gezielte Gestaltung von Durchblicken, Zuständen und Abschattungen entsteht eine räumlich-visuelle Intervention im Altarraum, die das alte Brauchtum des Bilderfastens aufgreift. Das Tuch aus Metallteilen und gespannten Textilien verhüllt und enthüllt zu-

Das Projekt wird von der Karin und Uwe Hollweg-Stiftung finanziert. Am 4. März, findet nach der Abendmesse gegen 19 Uhr ein Gespräch mit Jessica Buhlmann, der Kustodin Mirjam Verhey vom GerhardMarcks-Haus und dem Galeristen Radek Krolczyk statt, in dem das Verhältnis von zeitgenössischer Kunst und Kirche diskutiert wird. pb

Das Fastentuch verhüllt derzeit das

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