Quartier 02/2024
Schwachhausen • Oberneuland • Borgfeld • Horn
Heidi Armbruster-Domeyer
Die Schafferin
NEUE TÜREN ODER BÖDEN? Exklusives Ambiente und erstklassige Auswahl an Türen und Böden sowie Terrassendielen und Fassadenprofilen. Mit einer revolutionären, digitalen Boden und Türen Ausstellung inspiriert Hansa Holz am Standort Bremen zukünftig Kunden mit einer außergewöhnlichen Produktpräsentation. Auf großen Bildschirmen und auf Tablets können Sie sich die Wirkung ausgesuchter Böden und Türen in einer virtuellen Raumumgebung vor Augen führen und fundierte Entscheidungen treffen, was Formate und Design angeht.
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EDITORIAL
MIT FRISCHEM SCHWUNG HINEIN
UNIQUE
Robert Lürssen Chefredakteur
Liebe Leserinnen und Leser, darf man Mitte Februar noch Neujahrswünsche äußern? Da diverse Neujahrsempfänge ja auch erst Ende Januar, Anfang Februar über die Bühne gehen, nehme ich mir an dieser Stelle mal die Freiheit und wünsche Ihnen im Namen von Redaktion und Verlag ein frohes neues Jahr. Schließlich liegt vor Ihnen die erste Ausgabe unseres Quartier-Magazins im Jahr 2024. Unternehmerinnen und Unternehmer sind ja von Natur aus Schaffer im weiteren Sinn, weil sie etwas bewegen wollen. Doch nur wenige dürfen sich tatsächlich einmal im Leben Schafferin oder Schaffer im Sinne der Bremer Traditionsveranstaltung nennen und die Verantwortung für die Schaffermahlzeit zu Gunsten der Stiftung Haus Seefahrt übernehmen. So wie Heidi Armbruster-Domeyer als Schafferin 2024. Unser neuer Reporter Marcus Schmidt hat die Bremer Unternehmerin des Jahres 2019 besucht und sich von ihr erzählen lassen, wie sie die Vorbereitung auf den großen Tag erlebt hat. Blickt man mal vorsichtig auf den Januar zurück, dann reichen die Ereignisse schon fast für einen Jahresrückblick. Das Thema Hochwasser wird Ende 2024 vermutlich in allen einschlägigen Veröffentlichungen seinen Niederschlag finden. Unsere Mitarbeiterin Kira Kaschek war auf dem Ellernhof in Oberneuland und hat sich von Friedhelm und Nicola Behrens berichten lassen, wie der Hof die Herausforderungen der Fluten bewältigt hat. In Borgfeld wirft nicht nur das für Mai geplante Weinfest seine Schatten voraus, dort warten auch die Bienen von Thomas Becker darauf, nach dem Winter endlich wieder frische Blüten ansteuern zu können. Gabi Piontkowski hat den Imker besucht.
SIEGEL
WAPPEN
Viel Spaß beim Lesen! Ihr Robert Lürssen
QUARTIER 10. FEB. 2024 VERLAG:
Weser Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH Am Brill 19, 28195 Bremen, Tel. 0421 / 690 55-01
TITELFOTO: Marcus Schmidt REDAKTION:
Bettina Gößler, Kira Kaschek, Gabi Piontkowski, Klaus-Werner Schlie, Markus Schmidt
CHEFREDAKTION:
Robert Lürssen, robert.luerssen@weserreport.de
ANZEIGENBERATUNG: Marina Lehmann, Tel. 690 55-104 Wolfgang Pabst, Tel. 690 55-148
ANZEIGENLEITUNG:
Johannes Knees, Tel. 690 55-108
LAYOUT:
Familienwappen, Monogramm oder individuelles Signet - wir begleiten Sie vom Entwurf bis zur Anfertigung.
Michelle Borchardt, Manuela Garbade
VERTRIEBSLEITUNG: Sascha Carstens ZEITUNGS-ZUSTELLUNG: Tel. 0421 / 690 55-350 E-MAIL: vertrieb@weserreport.de DRUCK: Druckerei Bonifatius GmbH Zurzeit gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 51 vom 1. Januar 2024
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friedhofstrasse 15 0421 2765 8844
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INHALT
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LEBEN & ARBEITEN
AUSWANDERER
Krimi-Autor Niklas Sonnenschein lebt in Norwegen
TRAUM WAHR GEMACHT
6 VIER AUS DEM QUARTIER
Neustart. Was sich Bremer für das Jahr 2024 wünschen
8 TITELSTORY
Heidi Armbruster-Domeyer: Die Schafferin
12 HOCHWASSER
Als der Ellernhof zur Insel wurde
14 ERLEBNISEINKAUF
Marcel Bellmer ist jetzt Fleischsommelier
16 175 JAHRE INNERE MISSION Mit einer flammenden Rede fing alles an
17 WEINFEST
Wie sich Borgfeld auf das Großereignis vorbereitet
18 HONIG AUS BORGFELD
Thomas Becker ist Imker aus Leidenschaft
22 VIRTUELLES BÜRGERHAUS Wie Borgfelderinnen und Borgfelder sich vernetzen
UNTERWEGS
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25 POOLJAGD
Wie Jäger früher Wildenten zu Leibe rückten
26 BESUCH IN ODESSA
JUBILÄUM Innere Mission kümmert sich seit 175 Jahren um Menschen in Not.
Friedensbeauftragter der BEK besuchte die Ukraine
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FREIZEIT
Thomas Becker wacht über zehntausende summende Mitarbeiterinnen.
28 SMARTPHONE-KURSE
HONIGPRODUKTION
Fürs Internet ist niemand zu alt
30 IM GESPRÄCH MIT
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HOCHWASSER
Pferde auf dem Ellernhof im Glück
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einem, der auszog, um in Norwegen Krimis zu schreiben
KOCHEN 34 REZEPT
Indisch: Chicken Korma aus dem Maharani
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DIE AUGENPARTNER
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VIER AUS DEM QUARTIER
Hansjörn Hintmann
Hansjörn Hintmann aus Horn hofft, dass er 2024 einigermaßen gesund bleibt. Der 88-jährige Pensionär ist Mitte 2021 ins Seniorenheim gezogen und hat inzwischen auch das eine oder andere Wehwehchen. Trotzdem verfolgt er das politische Geschehen in seinem Stadtteil immer noch sehr intensiv. „Ich möchte weiter dazugehören“, so der Senior, der 40 Jahre lang (bis 2023!) die CDU im Beirat Horn vertrat. Acht Jahre war er auch Beiratssprecher. „Ich habe nie gefehlt“, sagt er voller Stolz. Nach wie vor ist er Mitglied im Ortsvorstand der CDU Horn-Lehe, der er sich seit 45 Jahren eng verbunden fühlt.
Jakob de Felice Jakob de Felice hat sich für 2024 viel vorgenommen. Der frisch verheiratete Industrie-Mechatroniker will studieren. „Mechatronik natürlich“, sagt der 26-Jährige, der zuvor im gleichen Fach eine Ausbildung bei Nabertherm in Lilienthal gemacht hat. Er fand es wichtig, vor dem Studium Berufserfahrung zu sammeln. Nun studiert er ‚mit Nabertherm zusammen‘ in einem dualen Studiengang. Privat freut sich der stellvertretende Vorsitzende der Borgfelder Schützengilde auf den Ausflug mit seinem Verein nach Wangerooge, den Ehefrau Ronja organisiert hat. „Meine Frau hat drei Jahre auf der Insel gelebt“, berichtet der Sportschütze. Nun wollen die beiden auch eine Partnerschaft der Schützenvereine von Wangerooge und Borgfeld aufbauen.
Susanne Grobien Susanne Grobien aus Schwachhausen wünscht sich für 2024 ruhigere, friedlichere Zeiten nach den multiplen Krisen. „Ein vereintes Europa ist in Zeiten mit antidemokratischen Tendenzen besonders wichtig“, sagt die Bürgerschaftsabgeordnete, die auch im Europaausschuss der Bremischen Bürgerschaft sitzt. Deshalb sei eine hohe Wahlbeteiligung bei den Europawahlen in diesem Jahr besonders wichtig. Für Bremen wünscht sich die 63-jährige Dipl.-Volkswirtin eine bessere Regierung. „Die Stadt ist so liebenswert, dass sie nicht verdient hat, so mittelmäßig regiert zu werden“, ist Grobien überzeugt.
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Kerstin Eckardt Kerstin Eckardt aus Walle hat 2023 schwere Zeiten hinter sich. Innerhalb von fünf Monaten hat die 57-Jährige beide Eltern verloren. „Das Leben ist ein Auf und Ab. Geht eine Tür zu, dann geht woanders wieder eine Tür auf“, habe ihr Vater immer zu ihr gesagt. „Und er hatte Recht!“, ist sie überzeugt. „Vor ein paar Monaten ist meine Enkeltochter geboren, und es ist wieder alles voller Sonnenschein.“ Für das neue Jahr wünscht die Angestellte in einem Vermessungsbüro allen Leserinnen und Lesern viele warme Momente und Zuversicht: „Dass auch nach einem heftigen Sturm alsbald die Sonne wieder scheint!“
KURZ NOTIERT
Stärkung für Katastrophenschutz
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ie Hochwasserlage der letzten Wochen hat erneut gezeigt, wie wichtig ein gut ausgestatteter Katastrophen- und Zivilschutz für Bremen ist. Damit die Rettungsorganisationen in einem solchen Fall auch weiterhin schnell und effektiv helfen können, hat Bremen vom Bund drei neue Krankentransportwagen mit Spezialausstattung erhalten. Die Krankentransporter sind speziell für Einsatzlagen im Falle von Naturkatastrophen und zerstörter Infrastruktur entwickelt worden. Mit Allradantrieb, einem speziellen Fahrwerk und einer für Katastrophenfälle speziell zusammengestellten notfallmedizinische Ausstattung können auch Schwerverletzte durch schwieriges Terrain transportiert werden. Sofern notwendig, können durch eine zweite Trage sogar zwei Verletzte befördert und versorgt werden. Zwei der Fahrzeuge bleiben in der Stadt Bremen, ein weiteres wird nach Bremerhaven überstellt.
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Hauspreis: 33.390,00 € Innensenator Ulrich Mäurer (2.v.l.) übergab die Schlüssel an Jan Lückert (Johanniter-Unfall-Hilfe Bremerhaven, l.), Alexander Scheidl (Arbeiter-Samariter-Bund Bremen) und an Yvonne Dufeu (Deutsches Rotes Kreuz Bremen). Foto: Innenressort
Fahrzeugabbildung zeigt Sonderausstattungen. Bildliche Darstellungen können vom Auslieferungsstand abweichen. Stand 01/2024. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Inkl. Selbstabholung in der Autostadt Wolfsburg. 1 Angaben zu Verbrauch und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von den gewählten Ausstattungen des Fahrzeugs.
Engagiert in die Rente
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as Projekt „Sprungfeder – Engagiert in die Rente“ der Freiwilligen-Agentur Bremen soll Menschen im Ruhestand ins Engagement bringen. Vom 26. bis 28. April 2024 veranstaltet die Freiwilligen-Agentur ein dreitägiges Seminar, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich der Frage stellen, was so bleiben darf, wie es ist, und welche Ziele und Akzente man neu in seinem Leben setzen möchte. Am Montag, 19. Februar, findet um 17.30 Uhr ein kostenloser Infoabend zum Seminar in der FreiwilligenAgentur (Dammweg 18-20, 28211 Bremen) statt. Interessierte können sich per Mail (sprungfeder@freiwilligen-agentur-bremen.de) oder über die Website der FreiwilligenAgentur für das Seminar (Teilnahmegebühr 140 Euro, Reduzierung für bereits Engagierte auf 20 Euro möglich) anmelden.
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Mit Sicherheit Schafferin
Heidi Armbruster-Domeyer ist die Schafferin, die dieses Jahr das wichtigste Gastmahl Bremens mitorganisiert. Ihre Familie, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien stolz auf die Doktorin der Wirtschaft: „Ich mache es auch für meine Töchter“.
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TITELSTORY
Domeyer: Das Traditionsunternehmen der Schafferin Heidi-Armbruster-Domeyer ist mit der maritimen Welt verbunden.
Heidi Armbruster-Domeyer: Zweite Gastgeberin des wichtigsten Festessens Text/Fotos: Marcus Schmidt
B
remer kennen sie oft nur als „die Schafferin“: Heidi Armbruster-Domeyer ist Geschäftsführende Gesellschafterin der Domeyer GmbH & Co. KG. Ihr Unternehmen stattet unter anderem Kreuzfahrtschiffe und Luxusyachten mit Brandschutzsystemen aus. Feuerwehren bekommen vom Knopf für die Uniform bis zum Feuerwehrfahrzeug alles von ihr. Die Bremer Unternehmerin des Jahres 2019 ist aber immer noch eine Seltenheit in der Welt der Schaffermahlzeit. Ohne sie wäre das gesellschaftliche Großereignis der Hansestadt 2024 kaum gelaufen. Wie sich die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin darauf vorbereitet hat - und wie sie lebt, erzählt sie hier: Wie fühlt es sich an Schafferin zu sein?
„Gut, es ist eine große Ehre, das übernehmen zu dürfen.“ Man bringt sich nicht selbst in Spiel. Man werde ja letztendlich von der Generalversammlung Haus Seefahrt gewählt. „Es passt ja auch gut zu mir und dem Unternehmen.“ Ihre Firma ist ein Traditionsunternehmen, über 100 Jahre am Markt in Bremen. Es hat Berührungspunkte zur maritimen Welt. Zudem gibt es eine familiäre Verbindung: „Der Stiefvater vom meinem Schwiegervater war Kapitänsschaffer, ist zur See gefahren“. Sein Wappen hängt im Haus Seefahrt. Dann kommt sie von sich auf den Punkt, der die letzten Jahre immer wieder die Öffentlichkeit zur überwiegend männlichen Teilnehmerschaft bewegt: „Letzten Endes finde ich es gut, das als Frau zu machen. Um zu zeigen, dass Frauen zur Bremer Geschäftswelt dazugehören“.
Armbruster-Domeyer, die in Konstanz und Genf studiert hatte, ist erst die zweite Schafferin. 2023 war Janina Marahrens-Hashagen die erste kaufmännische Schafferin und damit Gastgeberin der Schaffermahlzeit. Erster weiblicher Eh-
Das ist ganz normal. Wir sind ein super Team. rengast war die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jahr 2007. Armbruster-Domeyers männliche Mit-Schaffer Jan-Oliver Buhlmann und Philip W. Herwig akzeptieren sie: „Das ist ganz normal! Wir sind ein super Team, das macht total Spaß, mit ihnen zusammenzuarbeiten.“ Aber sie hat auch vor-
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.„Unternehmerin des Jahres“ war sie 2019. Den Doktor-Titel hat sie sich in Genf erarbeitet. Zur Schafferin wurde sie gewählt.
sichtige Wünsche, was man verändern könnte: „Was ich gut fände, wenn man das Thema Rauchen eingedämmt hätte“. Es geht um die Tabakwaren: „Als Gastgeschenk bekommt man eine Zigarre“. Eingepackt in einem Griffelkasten mit Wappen vom Haus Seefahrt darauf. „Es ist wirklich ein schönes Geschenk, aber es rauchen nicht mehr viele Leute“, meint sie. „Man könnte einen Kugelschreiber reinlegen – aber da konnte ich mich nicht durchsetzen.“. Da lacht sie herzlich: „Wir machen das so, wie es immer war.“ Aber es habe auch immer Veränderungen in der Ausführung gegeben „bis dahin, dass Frauen das Mahl ausrichten“. Den eigentlichen Grund, warum sie gewählt wurde, kenne sie nicht. Aber sie vermutet: „Ich gehe davon aus, dass ich ein Bremer Traditionsunternehmen führe und Verbindungen zur maritimen Wirtschaft habe.“ Sie ergänzt: „Vielleicht hat ja auch der Umstand eine Rolle gespielt, dass ich rein zufälliger Weise eine Frau bin.“ Was ihre Mitarbeiter vom „Neben-
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job“ ihrer Chefin halten, glaubt sie zu wissen: „Die waren stolz!“ Zwei Jahre ist das schon bekannt und sie betont: „Ja, die sind stolz, wie meine Töchter, meine Familie.“ Im Privatleben sind Mann und Familie das Wichtigste: „Dass es denen gut geht.“ Hobbys gab es kaum daneben: „Wir gehen als Familie gern wandern, bestimmt einmal im Jahr in den Alpen“, sagt die Unternehmerin und schaut auf die Kuckucksuhr an der Wand: „Das ist
Kuckucksuhr im Büro: Erinnerung an ihre erste Heimat, den Schwarzwald.
meine Verbundenheit zur alten, bergigen Heimat im Schwarzwald.“ Die zweifache Mutter stammt aus Villingen-Schwenningen. Zur sportlichen Seite passt auch das: Ihre Töchte bekommen „kein Mamaoder Papa-Taxi“: „Die fahren mit dem Rad.“ Warum sie trotz vieler Aufgaben die Schaffermahlzeit mitorganisiert, unterstreicht sie erneut. „Wichtig sind mir drei Gründe: Ich fühle mich als Geschäfstführerin von der Tradition und maritimen Bezüge angesprochen. Ich finde es besonders schön, dass der Stiefopa meines Mannes, August Leefmann, Kapitänsschaffer war. Ich mache es auch für meine Töchter. Um denen zu zeigen: Es war zwar 500 Jahre so, dass es nur von Männern ausgerichtet worden ist. Jetzt hat sich das geändert.“ Sie zeige ihnen damit: „Es ist ganz normal, dass auch Frauen das ausrichten – als Vorbild.“ Am 9. Februar war der Tag der Schaffermahlzeit 2024, zu der sogar der Bundespräsident eingeladen war.
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Der Zeitraum Februar bis Anfang Mai ist in der botanika besonders beeindruckend, weil hier die Azaleen und Rhododendren nacheinander in voller Blüte stehen.
Frühlingsblüte mit Azaleen
Hallo Langohr
9.3. bis 5.5.2024: Ein Farbenrausch aus Rot- und Rosatönen erstrahlt ab dem 9. März 2024 in der botanika. Denn zur Blüte der Azaleen zeigt sich nicht nur der Japanische Garten in seinem schönsten Kleid, sondern auch das Mendehaus. Von der spinnenblütigen Sorte ‘Kinku Saku‘ bis zum zweifarbigen ‘Sachsenstern‘ lässt sich hier bis Anfang Mai die ganze Vielfalt der Azaleen bestaunen. Im Laufe der Ausstellung werden einzelne Pflanzen ausgetauscht, so dass sich das Bild immer wieder wandelt und sich das Blütenspektakel über den gesamten Zeitraum erstreckt. Die Sonderausstellung zur Azaleenblüte ist im Eintritt der botanika enthalten
9.3. bis 7.4.2024: Was haben Kaninchen und Hasen gemein? Worin unterscheiden sie sich? Antworten auf diese Fragen gibt unsere Sonderausstellung „Hallo Langohr“. Ab dem 9. März 2024 sind Kaninchen aus vielen verschiedenen Rassen in der botanika zu Gast. Bei uns im Westhaus zeigen Halter aus der Region ihre Lieblingstiere und geben einen Einblick in die Vielfalt in Bezug auf Fellfarbe, Größe und Ohrenlänge. Auch Küken werden in dieser Sonderausstellung wieder aus ihrem Ei schlüpfen und können dabei von den Gästen vor Ort beobachtet werden. Der Eintritt zur Sonderausstellung ist im Eintritt der botanika enthalten.
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„Glück im Unglück“ auf dem Ellernhof Hochwasser stellt Pferdebetriebe vor neue Herausforderungen Text: Kira Kaschek / Fotos: privat
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berschwemmungen und Hochwasser haben die Weihnachtsfeiertage im Norden Deutschlands überschattet und sorgten in vielen Teilen für einen schweren Start in das neue Jahr. So hoch wie im Dezember 2023 waren die Pegelstände selbst in den Überschwemmungsgebieten der betroffenen Regionen seit Jahrzehnten nicht mehr. In einigen Bremer Stadtteilen sorgten die Wassermassen für Evakuierungen und Notfalleinsätze der Feuerwehr. Das gilt natürlich auch für die vielen Pferde- und Viehbetriebe in Bremen, die die verheerenden Auswirkungen des Hochwassers zu spüren bekamen. Die Anwohner kämpften dabei mit vereinten Kräften gegen die Unmengen an Wasser, die für vollgelaufene Keller, überschwemmte Lager- und Reithallen, Stallungen und Koppelflächen, die Vernichtung von Futtermitteln und teilweise sogar für Notevakuierungen der Tiere verantwortlich waren. Betroffen war auch der Ellernhof der Familie Behrens in Oberneuland. Hier sah man sich trotz aller Erfahrung mit derartigen Zuständen mit völlig neuen Herausforderungen konfrontiert.
Auf dem Ellernhof sollte eigentlich gerade eine neue Zeitrechnung beginnen, denn gerade erst wurde mit dem Reitund Fahrverein Ellernhof ein eigener Reitverein gegründet. Der neu entstandene Vorstand hatte große Pläne und es sollte Reiterflohmärkte, Lehrgänge, Turniere, eine Hof Rallye, Reiterspiele und viele andere Veranstaltungen geben, die nun wohl erst einmal sprichwörtlich „ins Wasser fallen“. Das Hochwasser hatte den Bremer Stadtteil Borgfeld und die Nachbargemeinde Lilienthal fest im Griff und auch im Überschwemmungsgebiet, in dem der Ellernhof liegt, hatte man derartige Pegelstände seit Jahren nicht erlebt. Auf dem Ellernhof stiegen die Pegel nämlich schon seit dem Weihnachtsmorgen und die ersten Paddocks standen unter Wasser. „Ich lebe schon mein ganzes Leben hier und habe bereits mehrere Hochwasser mitgemacht. Normalerweise kommen die Überschwemmungen allerdings im Frühjahr oder mit der Schneeschmelze und nicht zur Weihnachtszeit. Die Böden konnten kein Wasser mehr aufnehmen und die Senken, die sonst als erstes volllaufen, sind schon seit Wochen gefüllt. So ist das Wasser innerhalb einer Nacht schnell gestiegen und auch die
Wasser, so weit das Auge reicht, und der Ellernhof als Insel.
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Für die Tiere blieb nicht viel Platz, zum Glück lief das Wasser nicht in die Ställe. neugebaute Heu- und Strohhalle lief bis zu 30 Zentimeter voller Wasser. Die Reithalle konnte zum Glück mit Sand eingedeicht werden. Wir mussten uns allerdings eine Güllepumpe leihen, mit der wir tagelang bis zu fünf Stunden Wasser abgepumpt haben. Wir haben Glück, dass das Wasser zwar die Paddocks geflutet hat, aber nicht in die Ställe gelaufen ist“, berichtet Friedhelm Behrens, der mehr als 100 Pferde auf seiner Anlage beherbergt. Am ersten Weihnachtstag musste dennoch ein Stall geräumt werden, die Tiere konnten aber in einer Maschinenhalle untergebracht werden. Das Wasser in der Heu- und Strohhalle wird aber einen noch nicht einschätzbaren Schaden angerichtet haben. Ein Teil der rund 2.000 Heulage-, Silageund Strohballen ist feucht geworden. Eine Versicherung gegen durch Hochwasser angerichtete Schäden ist in dem Überschwemmungsgebiet in Oberneuland nicht möglich, so wird der Ellernhof mit den Folgen der Flut noch lange zu kämpfen haben. „Wir haben hier gebaut und es liegt in unserer Verantwortung. Wir sehen es allerdings positiv, denn viele Menschen in der Region hat es
LEBEN & ARBEITEN schlimmer getroffen. Futtermittel sind ersetzbar und haben keinen emotionalen Wert. Das Wohnhaus ist in unserem Fall nicht betroffen. Ich möchte daher nicht klagen, wir haben Glück gehabt“, findet Friedhelm Behrens, der während der Weihnachtszeit kaum ein Auge zu tun konnte, da die Pegelstände geprüft werden mussten und auch nachts die Pumpen weiterarbeiteten. Bei den Einstellern waren die Sorgen selbstverständlich groß. Verlassen musste den Ellernhof aber kein Tier, Friedhelm Behrens griff sogar Bekannten unter die Arme und nahm Kühe aus schwer getroffenen Betrieben auf. „Wir haben uns über jeden Zentimeter gefreut, mit dem der Pegelstand fiel. Gigantisch waren allerdings die Hilfsangebote aus dem Umkreis, die Unterstützung war toll“, so Friedhelm Behrens, der derartige Auswirkungen steigender Pegel seit dem Sommerhochwasser 2002 nicht mehr erlebt hat. Doch nicht nur die ungewöhnlichen Wassermassen haben Friedhelm Behrens
Durchkommen war nur noch mit schwerem Gerät möglich.
und seine Frau Nicola im Dezember 2023 überrascht, auch die Maßnahmen der Politik stießen nicht überall auf Verständnis. Erstmals seit der Inbetriebnahme Ende der 1970er-Jahre pumpte das LesumSperrwerk Anfang Januar 2024 Wasser in die Weser, eine Maßnahme, die bei Friedhelm Behrens für Verwunderung gesorgt hat. „Die Pumpen sind noch nie gelaufen. Wir fragen uns, warum sie nicht viel früher zum Einsatz gekommen sind. Möglicherweise hätte Schlimmeres verhindert werden können. Pro Sekunde können die
Pumpen 45 Kubikmeter Wasser in die Weser leiten. Es gab über 300 Liter Regen mehr als in den Vorjahren. Im Dezember war der Niederschlag doppelt so hoch und die Böden waren bereits gesättigt“, so Friedhelm Behrens. „Natürlich ist die Renaturierung in der Region begrüßenswert, doch die Böden und Flüsse können kein Wasser mehr aufnehmen. Dies sind Themen, die im Nachgang aufgearbeitet werden müssen. Wir hoffen auf mehr Unterstützung seitens der Politik“, ergänzt Nicola Behrens.
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LEBEN & ARBEITEN
Ein Rockstar an der Kühltheke Marcel Bellmer hat sich zum Fleischsommelier fortbilden lassen Text: Robert Lürssen / Foto: Klaus-Werner Schlie
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m Einzelhandel habe er sich eigentlich nie gesehen, sagt Fleischer Marcel Bellmer. „Ich war immer mehr so der Produktionstyp“, begründet er. Deshalb habe er den Weg in den Einzelhandel anfangs auch etwas widerwilig angetreten, erklärt der Chef der Fleisch-Abteilung von Edeka Maaß in Oberneuland rückblickend. Heute sieht er das anders: „Ich kann viel Kreativität ausleben. Ich kann Fachwissen an die Kunden weitergeben“, zählt er zwei Vorzüge auf. „Hinten in der Bude sieht dich kein Mensch“, meint der 37-Jährige. 2002 startete er mit der Lehre, arbeitete dann viele Jahre im Großhandel. Zwischenzeitlich lebte er auch mal für zwei Jahre in der Toskana und verdiente
dort als Fleischer und Koch sein Geld. Aus Italien brachte er nicht nur nachhaltige Eindrücke vom Dolce Vita mit, sondern auch Rezepte für Wurstwaren und Fleischspezialitäten der Region mit. Nach seiner Rückkehr arbeitete Belmer bei verschiedenen Edeka-Märkten im Bremer Umland, bis er vor drei Jahren die Chance erhielt, die Fleisch-Abteilung im neuen Markt in Oberneuland nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Seine Mission: Fleischkauf zum Erlebnis machen. „Wo die Augen keinen Grund haben hinzuschauen, haben die Füße auch keinen Grund stehen zu bleiben“, findet Bellmer. „Die Kunden müssen immer sehen, dass da Qualität hinter steht. Nur so kann man sich abheben.“ Um seinen Kunden die Waren noch besser präsentieren zu können, hat sich
Bellmer kürzlich nochmal in Augsburg auf die Schulbank gesetzt und sich dort zum Fleischsommelier ausbilden lassen. „Für uns Fleischer ist die Schule in Augsburg die Nummer 1“, sagt er stolz. „Ich bin in den Genuss gekommen, mein Fachwissen noch deutlich vertiefen zu können.“ Gelernt hat er beispielsweise viel über die Geschichte, über Aufzucht der Tiere, Rassen, Ursprung, Haltung und Schlachtung, aber auch handwerkliche Dinge, etwa wie man die perfekten Cuts (Schnitte) für Steaks setzt. „Fleischkauf ist Vertrauenssache. Das ähnlich wie beim Frisör oder beim Zahnarzt – den wechselt man nicht so schnell. Wenn Du ein guter Fleischer bist, bist Du ein kleiner Rockstar“, meint Bellmer. Wer würde ihm da widersprechen?
Wissen, was gut ist: Marcel Bellmer von Edeka Maaß in Oberneuland ist jetzt Fleischsommelier.
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Die Innere Mission wird 175 Mit einer flammenden Rede fing alles an Text: Kira Kaschek / Foto: Kerstin Rolfes
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ede Epoche bringt ihre eigenen Anforderungen mit sich, um soziale Gerechtigkeit herzustellen. Dabei ging es in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart um Notstände wie Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, psychische und physische Probleme sowie ein Mangel an Wohlstand von denen Mitglieder jeder Bevölkerungsschicht betroffen sein können. Für eine bessere Zukunft steht die Innere Mission, eine ureigene Bremer Institution, die in diesem Jahr ihren 175. Geburtstag feiert. Die Innere Mission ist somit schon seit der Gründung im Jahre 1849 eine Anlaufstelle für Menschen in Not, die aus dem Wunsch entstand, soziale Missstände abzuschaffen, die die Industrialisierung hervorgerufen hatte. Entstanden ist die Organisation durch den Hamburger Theologen Johann Hinrich Wichern, der in der Bremer Gelehrtenschule eine
Brandrede im Januar 1849 zur sozialen Situation in Bremen gehalten hatte und der die evangelische Kirche aufforderte, sich der Missstände anzunehmen. Vor allem im Bezirk des heutigen Stadtteils Neustadt herrschten damals katastrophale Wohn- und Lebenszustände, denen man unbedingt entgegenwirken wollte und die Wichern als beispielhaft für das soziale Ungleichgewicht in der Hansestadt empfand. Den flammenden Worten von Johann Hinrich Wichern ist es zu verdanken, dass nur rund vier Wochen nach seinem Aufruf die Innere Mission von 60 Frauen und Männern aus dem Bremer Bürgertum sowie von Kaufleuten gegründet wurde. Ein Vorhaben mit Strahlkraft, denn schon 1862 wurde dem Verein „alten Rechts“ die Rechte einer juristischen Person verliehen. Der Verein der Inneren Mission setzte sich zum Ziel, aktive christliche Nächstenliebe zu betreiben und gemeinsam für bessere Lebensum-
Der Verein für Innere Mission in Bremen feiert in diesem Jahr seinen 175. Geburtstag.
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stände in den bereits genannten Bereichen zu sorgen. Eine Bewegung, die heute noch bemerkbar ist, denn immer noch ist der Verein Teil der sozialen Arbeit der evangelischen Kirche Bremens und drittgrößter diakonischer Arbeitgeber in Bremen. Schon seit 175 Jahren engagiert sich die Innere Mission und kämpft gegen soziale Missstände. Über 670 Mitarbeitende sind im Verbund der Inneren Mission mit den Tochtergesellschaften mission:lebenshaus gGmbH und mission:ambulant gGmbH beschäftigt und setzen sich für Menschen in besonderen Lebenssituationen ein. Mittlerweile werden die Arbeitsfelder Wohnungslosenhilfe, Psychosoziale Hilfen, Beratung, Beschäftigung, Flucht und Migration sowie Kinder- und Jugendhilfe abgedeckt. Das Fundament der Arbeit des Vereins beruht auf christlichen Werten, Nächstenliebe und Wertschätzung und einen respektvollen Umgang miteinander. Menschen in Not, die dringend Hilfe benötigen, finden bei der Inneren Mission eine Anlaufstelle wie zum Beispiel die Drogen- und Suchtberatung der Ambulanten Suchthilfe. Um den 175. Geburtstag der Institution zu feiern, wird es in diesem Jahr viele Veranstaltungen geben. So sind im Laufe des Jubiläumsjahres diverse Aktionen wie Tage der offenen Tür von Einrichtungen der Inneren Mission, soziale Stadtführungen, Lesungen und ein offenes Mittagessen in der Bremer Innenstadt geplant. Den Auftakt machte ein Festgottesdienst am 4. Februar in der Kirche Unserer Lieben Frauen. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der Inneren Mission (www.inneremission-bremen.de). Besonders stolz ist man auch auf das Erscheinen der eigenen Chronik anlässlich des 175-jährigen Bestehens, die ab sofort als Buchband im Handel erhältlich ist.
LEBEN & ARBEITEN
Prost! Das Weinfest ist eine Veranstaltung von Borgfeldern für den Stadtteil und Gäste aus der Umgebung.
Foto: pv
Vorbereitungen für das Borgfelder Weinfest laufen Veranstaltung soll in diesem Jahr ausgeweitet werden
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as 3. Borgfelder Weinfest wird am 25. und 26. Mai 2024 in BorgfeldMitte stattfinden. Die Ausschreibung für das Fest ist bereits verschickt. Standbetreiber (Schausteller, Vereine, Privatpersonen) können sich noch bis zum 1. März 2024 für eine Teilnahme an dem Fest bewerben (E-Mail: gpio@gmx. de oder Telefon 0171 361 59 85). Erste Anmeldungen liegen bereits vor. „Wenn wir genügend Stände zusammenbekommen, wollen wir in diesem Jahr das Fest bis zu Jacques‘ Weindepot
ausweiten“, sagte Gabi Piontkowski, 1. Vorsitzende des Bürgervereins Borgfeld, der das Fest gemeinsam mit dem SC Borgfeld, der Borgfelder Schützengilde und dem TSV Borgfeld ausrichtet. Der Ausschank an den Ständen beginnt am Samstag, 25. Mai, um 15 Uhr. Um 17 Uhr startet die Live-Musik mit Frank Harreß als Moderator. Die offizielle Eröffnung des Festes erfolgt um 18 Uhr durch Bürgerschaftspräsidentin Antje Grotheer. Gefeiert wird dann bis nachts um 1 Uhr.
Am Sonntagmorgen beginnt das Fest um 10 Uhr zunächst mit einer ökumenischen Andacht. Von 11 bis 18 Uhr gibt‘s dann wieder Wein, Bier, Softdrinks und viele kulinarische Köstlichkeiten an den Ständen. Die Organisatoren haben auch wieder an ein umfangreiches Kinderprogramm gedacht: Auf Bungee-Jumping, Hüpfburg und vieles mehr können sich die Kleinen freuen. Während des Festes wird die Borgfelder Heerstraße für den Autoverkehr gesperrt sein. (gp)
Wir bauen Ihre Türen auch für Sie ein!
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Honig aus Borgfeld
Text + Fotos: Gabi Piontkowski
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homas Becker aus Borgfeld hat eine besondere Leidenschaft. Der gelernte Maschinenbautechniker ist Hobby-Imker. Im Garten seines Hauses in Alt-Borgfeld hat er sieben Bienenstöcke, 14 weitere in Prinzhöfte/Gemeinde Harpstedt, wo er auf einem 30.000 Quadratmeter großen naturbelassenen Grundstück ein Wildbienenprojekt betreibt. Über 900 Kilogramm Honig erntet der 62-Jährige im Jahr. Er verkauft ihn in der Nachbarschaft, auf Märkten und Festen. Auch auf dem Borgfelder Weinfest am 25. und 26. Mai 2024 wird er erstmals mit einem Stand vertreten sein. „Die Einnahmen fließen komplett in das Wildbienenprojekt“, sagt der naturbewusste Borgfelder. Mit fachlicher Unterstützung etwa des Nabu (Naturschutzbund) Delmenhorst und des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) Prinzhöfte bewirtschaftet er dort eine über 20.000 Quadratmeter große zusammenhän-
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gende Blühwiese mit angrenzender Bewaldung und Wasserflächen. „Wir schaffen dort Nahrungs-, Rückzugs- und Bruthabitate für Insekten, bedrohte Vögel und Säugetiere“, so Becker. Die HonigEinnahmen würden benötigt für den Kauf von Saatgut, die Anlage der Blühfläche oder auch für Projekte, die auf dem Grundstück durchgeführt werden. Die Imkerei hat Thomas Becker vor 14 Jahren auf der Messe Hanselife für sich entdeckt. „Der Imkerstand hat mich fasziniert“, erinnert sich der Borgfelder. Ein Jahr lang besuchte er einen Bienenkurs, machte seinen Imkerschein. Inzwischen ist er der einzige zertifizierte Imker in Bremen. Alle drei Jahre wird sein kleiner Betrieb auf Abläufe und Hygiene kontrolliert. Die Imkerei ist ein aufwändiges Hobby. Der Imker lebt mit dem Bienenjahr. „Die Bienen überwintern in der Brutzarge, in der sogenannten Wintertraube“, sagt Thomas Becker und öffnet einen Holzkasten, Beute oder auch Bienenstock genannt, in dem sich elf Brut-
und Futterwaben befinden. 5.000 bis 10.000 Bienen krabbeln im Winter in der Brutzarge träge vor sich hin. Durch die Muskelkontraktionen erwärmen die Arbeiterbienen das Zentrum der Bienentraube auf ca. 25 Grad und sichern so das Überleben der Königin. Sobald die Außentemperaturen auf zehn bis 14 Grad gestiegen sind, fliegen die Bienen raus. Im April, zur Obstblüte, setzt der Hobby-Imker elf zu befüllende Honigzargen über die Brutzarge. Immer wenn eine Zarge voll mit Honig ist, bei einem Gewicht von ca. 20 Kilogramm, legt er nach. Während die Arbeitsbienen fleißig den Honig in den Honigzargen ablegen, hält sich die Königin in der Brutzarge auf, um bis zu 2.000 Eier (die in der Imkersprache Stifte heißen) am Tag zu legen. Ein Gitter, die Königinsperre, verhindert, dass sie die Eier versehentlich in die dafür nicht vorgesehenen Honigzargen legt. „Von April bis Juli schaue ich die Bienen einmal in der Woche auf Schwarmtrieb durch“, erklärt Becker, der sich dann
LEBEN & ARBEITEN von Kopf bis Fuß in einen Imkeranzug hüllt, um nicht gestochen zu werden. Bienen seien schlaue Insekten. Wenn ein Bienenstock zu voll sei, würde das Volk aus einem Ei mit der vermehrten Gabe von Futtersaft, dem „Gelee Royal“, eine neue Königin heranzüchten. Nach neun Tagen würden die Waben mit den so herangezüchteten Eiern „verdeckelt“, das Volk (und auch der Imker bei der Durchsicht der Zargen) wisse nun, dass eine neue Königin heranreife. Die alte Königin würde dann mit der Hälfte des Volkes ausschwärmen und eine neue Unterkunft suchen. „Das sieht dann wie eine riesige Wolke im Garten aus“, beschreibt Thomas Becker die Schwärmerei. Die Imker versuchen das Ausschwärmen zu verhindern, da die Bienenvölker in der freien Natur kaum eine Überlebenschance haben. Dazu brechen sie die Königinzellen aus den Brutwaben heraus oder nehmen den Völkern die Schwarmstimmung, indem sie gezielt Brut- und Futterwaben gegen leere Rähmchen austauschen. „So steuere ich die Vermehrung der Völker“, erklärt Thomas Becker. Wenn eine Königin dann geschlüpft sei, würde sie eine Woche später ausfliegen und sich in der Luft von den Drohnen, den männlichen Bienen, begatten lassen. Nach drei bis fünf Tagen würde sie dann Eier legen. Das Spiel beginnt von Neuem. Ende Mai und Ende Juli wird der Honig aus den Zargen abgeschleudert. Dafür hat Thomas Becker eigens in seiner Garage einen Schleuder- und Abfüllraum gebaut, in der eine Honigschleuder steht.
5.000 bis 10.000 Bienen krabbeln im Winter träge durch die Brutzargen. In dieser können gleichzeitig vier Waben gleichzeitig ausgeschleudert werden. Der Honig läuft durch einen Ablauf über ein Sieb in einen großen Eimer und wird von dort nach erlangter Reife in Gläser umgefüllt. Nach dem Abschleudern müssen die Bienen „aufgefüttert“ werden, da ihnen der Honig, den sie zu ihrer eigenen Ernährung abgelegt hatten, genommen wurde. Thomas Becker nimmt dafür Sirup oder Futterteig, den er in Futterzargen füllt und auf den Bienenstock setzt. Doch damit ist die Arbeit für Thomas Becker noch lange nicht getan. Nach dem Abschleudern muss er seine Bienenvölker gegen die Varroa-Milbe schützen. Die Milben legen schon ab April ihre Eier gezielt in die Waben der Bienen. Ein Alptraum für jeden Imker. „Die Bienen werden durch die Milben stark geschwächt, können sich kaum noch bewegen. Ganze Völker können so über den Winter ab-
Thomas Becker bei der Kontrolle einer Beute.
sterben“, weiß Becker. Er und seine Kollegen behandeln ihre Bienen deshalb mit Ameisensäureverdampfer. „Auf einem Brett, dass ich aus der Beute ziehe, sehe ich dann, wie viele Milben getötet wurden und wie stark ein Volk befallen ist,“, sagt er. Mit der ersten Behandlung werden in der Regel 90 Prozent der Milben getötet. Vor Weihnachten, 21 Tage nach dem ersten starken Frost, wenn die ganze Brut geschlüpft ist, erfolgt eine weitere Behandlung mit Oxalsäure. „Dann kommen die Bienen fast varroafrei über den Winter“, so Becker. Doch auch damit ist noch keinesfalls Schluss mit der Arbeit. Denn auch Hygiene wird bei dem Hobby-Imker großgeschrieben. Einmal im Jahr reinigt er die Holzkästen durch Abflammen, über einen Zeitraum von zwei Jahren tauscht er seine Bruträhmchen komplett aus. „Im Wachsschmelzer wird das Wachs durch Zufügung heißen Dampfes aus den Rähmchen herausgeschmolzen. Anschließend werden neue Mittelwände aus Wachs in die Rähmchen eingelötet“, erklärt Becker den Prozess. Dabei werde das gereinigte Wachs wiederverwertet, ein Kreislauf. Wenn Thomas Becker von seinem Hobby berichtet, könnte man meinen, der Maschinenbauer habe damit einen Fulltime-Job. Doch Becker winkt ab. Ein Jahr nach dem Bienenkurs hat er auch noch einen Jagdschein gemacht. Immerhin, inzwischen ist der 62-Jährige in Altersteilzeit und kann sich voll und ganz seinem Hobby widmen.
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Ausbildung bei Maaß macht Spaß und eröffnet Perspektiven: Das sieht man den Azubis Zahraa Kochi und Paul Heiner an. Foto: Schlie dann natürlich das Königsgemüse von Hüneke aus Thedinghausen. „Aus der Region und von Herzen“, sagt Ohlrogge. Nachhaltigkeit ist auch beim Obst und Gemüse ein großes Thema. 70 Pro-
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Das liege-orthopädische Prinzip Eine der größten Erkenntnisse der Schlafforscher ist das liege-orthopädische Prinzip. Darin wird beschrieben, wie eine Matratze in der Grundstruktur aufgebaut sein muss, damit Muskulatur, Faszien, Nerven, Gelenke, Bandscheiben und Knochen optimal zur Ruhe kommen. Das Ergebnis ist ein klar strukturierter Aufbau der Matratze mit der Möglichkeit einer laufenden Anpassung an aktuelle Lebensumstände. An der Oberfläche ist die Matratze weicher zu gestalten, um die Muskulatur zu entlasten. Darüber hinaus sollte die Matratze gut stützen. Diese
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Erster Schritt ist gemacht Virtuelles Borgfelder Bürgerhaus geht an den Start Text: Gabi Piontkowski / Foto: pv
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chon seit mehr als zehn Jahren gibt es Pläne für ein Dorfgemeinschaftshaus in Borgfeld. Ein Bürgerhaus, in dem Ausstellungen, Seminare, Märkte, Lesungen oder Feiern stattfinden. Auch das mit rund 4.500 Aktenordnern, Büchern und Dokumentensammlungen „aus allen Nähten platzende“ Borgfeld-Archiv, das derzeit in dem ehemaligen Spritzenhaus am
Ortsamt untergebracht ist, könnte darin eine neue Heimat finden. Die Realisierung indes scheiterte immer wieder an einem geeigneten Objekt und fehlenden finanziellen Ressourcen. Nun wurde ein erster Schritt gegangen: Auf Initiative des „Borgfelder Forums“, einer Bürgerinitiative, wurde das „Virtuelle Bürgerhaus“ ins Leben gerufen. Die dahinterstehende Idee: Ein virtueller Veranstaltungskalender, auf dem Räumlichkeiten und
Veranstaltungen in Borgfeld koordiniert werden. Mit dabei sind bislang elf Vereine, Institutionen und Initiativen aus Borgfeld: der Bürgerverein Borgfeld, das Kulturforum, die Kleine Bühne Borgfeld, der Beirat, die Wilhelm & Helene Kaisen Stiftung, die Borgfelder Schützengilde, die Stiftung Nordwest Natur, die evangelische Kirchengemeinde, die Ralf Besser Stiftung, die Hans-Wendt-Stiftung und der TSV Borgfeld. Auf der Homepage www.
Wollen das Nebeneinander in Borgfeld durch etwas Gemeinsames ersetzen: (vorne, v.l.) Ronald Thoms, Uwe Rosenberg und Hermann Vincke; (hinten, v.l.) Nils Krogel, Sandra Kwijas, Heiko Wagener, Heike Worgulla, Jörg Behrmann, Carsten Böning, Monika Hüls, Jörn Christiansen, Gabi Piontkowski, Dieter Otten.
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LEBEN & ARBEITEN borgfelder-forum.de (Rubrik: „Borgfeld lädt ein“) kann ab sofort eingesehen werden, was in Borgfeld im Jahr 2024 so los ist. Über 50 Termine, von Beiratssitzungen bis hin zu kulturellen Veranstaltungen, sind bereits eingestellt. „Wir wollen das Nebeneinander durch etwas Gemeinsames ersetzen, ohne aber die Vereine in ihrer Eigenständigkeit einzuschränken“, sagte Hermann Vincke vom Borgfelder Forum bei der Vorstellung des „virtuellen Bürgerhauses“. In der Vergangenheit sei es vielfach zu Terminüberschneidungen gekommen, weil Vereine und Initiativen in Borgfeld nicht voneinander wussten. Damit soll es nun ein Ende haben. Öffentliche Veranstaltungen in Borgfeld können dem Borgfelder Forum über die E-Mail-Anschrift info@ borgfelder-forum.de gemeldet werden. „Wichtig ist, dass es sich um Veranstaltungen handelt, die offen für alle sind“,
so Ronald Thoms, der die Homepage gestaltet hat und auch pflegt. Über Verlinkungen könnten weitere Informationen zu den Veranstaltungen und Veranstaltern eingesehen werden. Die Idee zu dem „virtuellen Bürgerhaus“ hatte Jörn Christiansen, der ebenfalls im Borgfelder Forum engagiert ist. Für die weniger internetaffinen Borgfelder wird das Angebot durch einen ausgedruckten Veranstaltungskalender, der in Schaukästen im Ort auf-
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gehängt wird, ergänzt. Auf drei Monate in die Zukunft können Veranstaltungen dort eingesehen werden, über einen QR-Code sind weitere Informationen herunterladbar. Darüber hinaus ist Platz für Flyer zu besonderen Veranstaltungen. Für den Aushang werden bestehende Schaukästen, beispielsweise die des Bürgervereins Borgfeld, genutzt. Links vom Supermarkt REWE, an der Wand des Bekleidungsgeschäfts „a’riva“, wurde darüber hinaus ein weiterer großer Schaukasten angebracht, der von Ronald Thoms und dem Bürgerverein Borgfeld gespendet wurde. Auch wenn das „virtuelle Bürgerhaus“ kein Gebäude aus Stein sei, so würden Vereine und Initiativen in Borgfeld „unter einem Dach“ versammelt, sagte Hermann Vincke. „Vielleicht entsteht daraus ja eines Tages auch ein reales Bürgerhaus“, fasste Vincke die gemeinsame Hoffnung der Initiatoren zusammen.
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UNTERWEGS
Ein Relikt aus alter Zeit Pooljagd: Wie früher Jäger in den Wümmewiesen Wildenten anlockten Text: Gabi Piontkowski / Foto: pv
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ine längst in Vergessenheit gerate Tradition ist die Pooljagd, die noch bis in die 1970er Jahre im Wümmedelta gang und gäbe war. Heute wird sie nur noch in Fischerhude praktiziert. Bei der Pooljagd werden Wildenten, die in der Winterzeit das mildere Klima Norddeutschlands aufsuchen, mit zahmen Hausenten angelockt und dann geschossen. „Die Wildenten waren bei den Gastronomen begehrt“, erinnert sich Klaus Dehlwes, ein Landwirt der Borgfelder Warf. Denn die Jäger hätten die auf den überschwemmten Wümmewiesen schwimmenden Enten meist nur in den Kopf und den Rücken geschossen, so dass das gute Brustfleisch vom Schrot unversehrt geblieben sei. Der heute 75-Jährige muss es wissen, denn er ist früher selbst der Pooljagd nachgegangen. Vom 1. November bis zum 15. Januar war Poolzeit. „Nach dem Melken, wenn es dämmerte, gingen wir zu unseren Poolhütten“, berichtet Dehlwes. Das waren einfache Holzhütten in den Wümmewiesen, die mit Reith und Stroh getarnt waren. Einige Hütten standen auch auf Pfählen im Wasser, so dass die Entenjäger mit einem kleinen Boot dorthin fahren mussten. Klaus Dehlwes‘ Hütte hatte eine Grundfläche von 2 x 2 Metern, war 1,80 hoch und ging 80 Zentimeter in die Erde. Zwei Betten standen darin über Eck. „Wenn ich kam, habe ich erstmal den Ofen angeheizt“, erinnert sich der Landwirt. Nicht selten nahm er auch einem Kumpel mit, mit dem er über Nacht in der Hüttel verweilte. Bei heißen Getränken und Kerzenschein warteten die Jäger in ihren Hütten auf die Wildenten. „Manchmal pfiff der Wind so heftig durch die Bretter, dass die Kerzen ausgeblasen wurden“. Einmal habe auch ein Maulwurf seinen Weg durch die maroden Holzbretter
Aufnahme von den Resten einer Poolhütte, wie sie auch heute noch in den Wümmewiesen zu finden sind. des Fußbodens gebuddelt. „Da haben wir am Morgen nicht schlecht gestaunt“, erinnert sich Dehlwes an den nächtlichen „Einbrecher“. Das Vorgehensweise der Pooljagd war wie folgt: Die zahmen Enten, die die Landwirte von ihren Höfen mitgebracht hatten, wurden „angebäkt“, das heißt sie wurden mit einer langen Schnur an einem runden Sitzbrett, das unter Wasser auf einem Pfahl angebracht war, gefesselt. „Wenn sich wilde Enten näherten, sind wir durch das Geschnatter wachgeworden und konnten durch kleine Schlitze in den Hütten die Wildenten schießen“, berichtet Dehlwes. Überliefert ist auch, dass einige Jäger Erpel in der Hütte bereithielten, die sie am Tag zuvor haben hungern lassen und dazu abrichteten, aus der Hand zu fressen. Näherte sich ein Wildentenschwarm, warf der Jäger einen Erpel in die Luft, der dann mit lautem Geschnatter von den „angebäckten“ weiblichen Enten begrüßt wurde. So wurden die Wildenten
angelockt und geschossen. Der dressierte Erpel jedoch kehrte zur Hütte zurück und erhielt aus der Hand des Jägers sein Futter. Dieser Vorgang konnte sich mehrere Male in der Nacht wiederholen. Eine andere Art der Pooljagd war die Netzjagd. Dabei wurden 15 Zentimeter unter der Wasseroberfläche zwei zehn Quadratmeter große Netze in der Weise angebracht, dass sie sich von der Hütte aus mit einem Draht zusammenklappen ließen. Diese Form der Pooljagd wurde aber mit Inkrafttreten des Jagdgesetzes bereits 1935 verboten und wurde nur kurzzeitig erneut zwischen 1945 und 1949 praktiziert. Für Klaus Dehlwes war die Pooljagd die schönste Jagd. Nur wer einen Jagdschein und die Erlaubnis des Jagdpächters hatte, durfte sie betreiben. Auch heute noch ist die Pooljagd zulässig. Allerdings, so Dehlwes, würden die Jagdpächter inzwischen generell auf die Wasservogeljagd verzichten. Die Poolhütten stehen aber noch in den Wümmewiesen.
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Große Dankbarkeit Ukraine-Besuch von Andreas Hamburg
Text: Kira Kaschek / Fotos: Matthias Dembski
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er Friedensbeaufragte der Bremischen Evangelischen Kirche, Pastor Andreas Hamburg, hat an einem Friedensgottesdienst zum 220-jährigen Bestehen der Kathedrale St. Paul im ukrainischen Odessa teilgenommen. Im Rahmen seines Aufenthaltes besuchte er auch das Logistikzentrum einer Sanitätseinheit des ukrainischen Militärs und übergab Spenden aus Bremen. Die Kathedrale St. Paul ragt hoch über die Stadt Odessa. Sie ist das größte lutherische Zentrum der Ukraine. Andreas Hamburg war von 2009 bis 2014 der erste Pastor dieser Gemeinde nach dem Wiederaufbau der in den 1970er Jahren unter den Sowjets zerstörten Kirche. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges ist sie, anders als die benachbarte orthodoxe Verklärungskathedrale, bislang von Zerstörung durch russische Raketen verschont geblieben. Während seines Aufenthaltes in Odessa hat Andreas Hamburg auch eine Sanitätseinheit des ukrainischen Militärs besucht, die an der Front ein mobiles Krankenhaus mit OP-Saal betreibt. In dem Logistikzentrum, von dem aus die Einsätze an der Front organisiert werden, hat er mit Militär-Ärzten und Sanitätern gesprochen. In der Einsatzzentrale in Odessa werden unter anderem Fahrzeuge und medizintechnische Ausrüstung gewartet und repariert. Außerdem gewährleistet sie die Materialversorgung für das mobile
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Krankenhaus. Von hier aus fahren zwei von der Stadt Bremen an die Partnerstadt Odessa gespendete Busse regelmäßig an die Front. Sie befördern medizinisches Personal und sorgen für den Transport von Verletzten. Nach der Erstversorgung in dem mobilen Krankenhaus werden verletzte ukrainische Soldaten auf Krankenhäuser hinter der Front verteilt. Andreas Hamburg hatte rund 1.000 Jogginghosen von der Stiftung „Solidarität Ukraine“ im Gepäck, die während der Genesung bei verwundeten Soldaten sehr gefragt sind. „Es fehlt an diesen angenehmen, leicht anzuziehenden Kleidungsstücken, deshalb war unser Geschenk aus Bremen sehr willkommen.“ Regelmäßig werden aus Bremen u.a. auch große Mengen an Kaffee, Thermounterwäsche oder Taschenlampen in die Ukraine geliefert. „Im Gespräch habe ich eine sehr große Dankbarkeit für die Unterstützung der Stadt Bremen, der Stiftung Solidarität Ukraine und der Bremischen Evange-
Andreas Hamburg bei seinem Besuch in Odessa. Im Hintergrund ein Plakat mit Rekrutierungswerbung.
lischen Kirche erlebt. Mir wurden DankesUrkunden überreicht, die zeigen, was die konkrete Solidarität aus Bremen menschlich für die Sanitäter und Ärzte bedeutet. Ich habe erlebt, wie sehr es sie berührt, in diesen für das ukrainische Volk schwierigen Zeiten Freunde in Bremen gefunden zu haben. Es war sehr bewegend zu sehen, wie beim Verlesen der Urkunden gestandenen Soldaten die Tränen liefen. Das macht Mut und gibt Kraft, mit der bremischen Unterstützung unvermindert weiterzumachen.“ Die Gespräche mit den Medizinern und Sanitätern, die immer wieder in die Kampfgebiete an die Front fahren, gingen ihm schon sehr unter die Haut, so Andreas Hamburg weiter. „Sie arbeiten bis zur Erschöpfung, kämpfen mit veraltetem Material oder müssen auf die nötigste Ausstattung verzichten, weil sie durch den russischen Raketenbeschuss zerstört wurde. Aber die ganze Bevölkerung ist fest entschlossen, den brutalen Angreifern die Stirn zu bieten. Die allgemeine Solidarität ist großartig und macht Hoffnung.“ Zum Jubiläum gab es viele Veranstaltungen mit zahlreichen Gästen. Den zentralen Festgottesdienst hat Pastor Andreas Hamburg gestaltet. In seiner Predigt hob er den besonderen Charakter der Friedenstheologie in der Coventry-Gemeinschaft hervor: „Sie fußt auf eigenen Erfahrungen. Das unterscheidet sie fundamental von einem Pazifismus, der aus den 1960er Jahren pathetisch und unreflektiert in die Gegenwart übertragen wird.“ St. Paul ist die einzige Kirche in der Ukraine, die in die Nagelkreuzgemeinschaft von Coventry aufgenommen wurde. Darüber freut sich der Bremer Friedensbeauftragte ganz besonders: „Frieden ist eins der zentralen christlichen Themen, für mich als Pastor natürlich erst
UNTERWEGS HINTERGRUND Die Hafenstadt Odessa an der Küste des Schwarzen Meeres ist mit rund einer Million Einwohnern die drittgrößte Stadt der Ukraine. Odessa ist einer der bedeutendsten Umschlaghäfen am Schwarzen Meer. Die Hafenstadt ist wirtschaftliches, aber auch wissenschaftliches und kulturelles Zentrum der Region. Seit dem Ende des Getreideabkommens wird sie massiv mit Raketen beschossen. Im Juni 2023 vereinbarten die Stadt Bremen und Odessa den Aufbau einer Städtepartnerschaft. Pastor Andreas Hamburg (50) ist in der Ukraine geboren. 1995 ist er nach Deutschland ausgewandert und war später als Pastor in Charkiw und Odessa tätig. Seit 2018 ist er Pastor in der evangelischen Gemeinde St. Markus. Seit Kriegsausbruch hat er gemeinsam mit zahlreichen Partnern ein Ukraine-Solidaritäts-Netzwerk aufgebaut. Das Nagelkreuz von Coventry ist ein christliches Symbol aus Nägeln der im NSBombenhagel zerstörten Kathedrale im englischen Coventry. Es wird weltweit an Glaubensgemeinschaften verliehen, die sich als Lehre aus dem Zweiten Weltkrieg für Frieden und Völkerverständigung einsetzen.
Pastor Andreas Hamburg gestaltete den zentralen Festgottesdienst. recht. Das ist ein wichtiges Zeichen, um die Friedens- und Versöhnungsarbeit im Land zu stärken.“ Ein gerechter Friede könne nicht auf Kapitulation aufgebaut werden, so Hamburg weiter. Eine nur auf Kosten der Angegriffenen und Geschundenen formulierte Exit-Strategie will er nicht unterstützen. „Ich wünschte mir oft mehr Bescheidenheit von denen, die in den Medien nach diesem sogenannten „Frieden“ ru-
fen. Das hat nichts mit eigenen Erfahrungen zu tun, nichts mit Leid, Vergebung oder Versöhnung. Frieden darf nicht auf Kosten der Anderen geschehen.“ Am 24. Februar jährt sich zum zweiten Mal der russische Überfall auf die Ukraine. Aus diesem Anlass lädt die Bremische Evangelische Kirche am Jahrestag um 18 Uhr zu einer Friedensandacht unter dem Motto „Verzweifelt, müde und doch hoffnungsvoll“ in den St. Petri Dom ein.
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Gemeinsam mit Ukrainerinnen und Ukrainern werden Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte, die kirchlichen Friedensbeauftragten Pastor Jasper von Legat und Pastor Andreas Hamburg sowie BEK-Schriftführer Pastor Bernd Kuschnerus der Kriegsopfer gedenken und für den Frieden beten. Die Friedensandacht wird zweisprachig, auf Ukrainisch und Deutsch, gehalten.
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„Fürs Internet ist niemand zu alt“ Kooperation der Landesmedienanstalt und der AWO begeistert Senioren Text: Kira Kaschek / Fotos: Pixabay
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ie Medienlandschaft und Technologie der heutigen Zeit verändert sich im Minutentakt. Täglich kommen neue Innovationen auf den Markt, die das Leben besser, schneller und vor allem effizienter machen sollen. Die meisten dieser Dienste laufen über das Smartphone, das als Alltagshelfer gar nicht mehr wegzudenken ist und von den wenigsten Menschen ausschließlich zum Telefonieren genutzt wird. Das Telefon dient als Navigationsgerät, kann Online-Banking, vernetzt Nutzer mit ihren Liebsten über die Sozialen Medien, vereinfacht Arbeitsabläufe oder schickt Erinnerungen an wichtige Termine. Fast alles kann heutzutage mit nur wenigen Handbewegungen am Handy erledigt werden. Für die Gen Z, also die Generation, die als erste mit dem Smartphone aufgewachsen ist, ist dies selbstverständlich. Fast schon nebenbei erledigen die jungen Menschen Persönliches wie Shopping oder verschicken E-Mails, während sie auf dem Weg zur Arbeit sind oder in der Bäckerei Schlange stehen. Dies wird umso einfacher, da mit der Digitalisierung immer mehr Dinge über die mobilen Helferchen organisiert
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werden können. Hier werden Einkaufslisten erstellt, Partys geplant oder Arbeitsgruppen gesteuert. Doch die Entwicklung hin zur digitalen Gesellschaft hat auch Nachteile: Besonders für ältere Menschen werden da Dinge des alltäglichen Lebens wie zum Beispiel der Ticketkauf in Bus und Straßenbahn zur Herausforderung. Unter dem Motto „Auch im Alter fit am
„Man kann auch mit 80 sein erstes Smartphone in der Hand halten“ Smartphone“ haben deshalb AWO (Arbeiterwohlfahrt) und brema (Bremische Landesmedienanstalt) eine Kooperation ins Leben gerufen, die älteren Menschen den Umgang mit dem Smartphone näherbringen soll, um ihnen so zu ermöglichen, wieder aktiver am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Viele Senioren würden nämlich gerne alle Vorteile des digitalen Lebenswandels genießen, scheuen sich aber, immer wieder um Hilfe zu bitten. Hier wollen AWO und brema ansetzen und mit Hilfe von SmartphoneKursen, die bereits im vergangenen Jahr
angelaufen sind, Abhilfe schaffen. Diese Idee trifft auf große Resonanz: Der demnächst beginnende Kurs ist bereits ausgebucht. Gemeinsam mit geschulten Mitarbeiterinnen lernen die Teilnehmer ihr Handy hier Schritt für Schritt kennen. Hierzu hatte die AWO Bremen mit ihrem Programm „Roter Faden für den Ruhestand“ schon den Grundstein gelegt, der nun in Kooperation mit der brema ausgeweitet werden soll. Anmelden können Senioren sich entweder direkt bei der Bremischen Landesmedienanstalt, idealerweise per Mail (medienkompetenz@bremischelandesmedienanstalt.de) oder unter der 0421 / 33 494 0. Eine Anmeldung ist auch über die AWO möglich und zwar entweder per Mail (roterfaden@ awo-bremen.de) oder unter 0421 / 40 88 77 13. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Kurse finden in den Räumlichkeiten der Bremischen Landesmedienanstalt (Richtweg 14, 28195 Bremen) statt. Feste Termine gibt es nicht. Stattdessen gilt: Interessierte können die brema oder die AWO kontaktieren und ihr Interesse an einem Kurs äußern. Wenn genügend Teilnehmende gefunden sind, werden Terminvorschläge gemacht. „Fürs Internet ist niemand zu alt.
FREIZEIT Man kann auch mit 80 sein erstes Smartphone in der Hand halten“, sagt Cornelia Holsten, Direktorin der brema. „Unsere Gesellschaft ist geprägt von Digitalisierung. Beides – Gesellschaft und Digitalisierung – funktioniert nur, wenn alle daran teilhaben können und niemand abgehängt wird.“ So sieht es auch Lutz Matzner, Leiter des AWO-Programms: „Unser Projekt möchte die soziale Teilhabe von Menschen ab 60 Jahren stärken. Dazu gehört auch die Nutzung digitaler Medien. Deshalb freuen wir uns sehr über die Kooperation mit der brema.“ Die Bremische Landesmedienanstalt brema ist als Anstalt öffentlichen Rechts im Land Bremen zuständig für die Zulassung, Frequenzzuweisung und Aufsicht im privaten Hörfunk und Fernsehen sowie im Internet. Zu den Aufgaben zählen die Überwachung der gesetzlich bestimmten Programmgrundsätze, Jugendschutzbestimmungen und
Geht auch zu zweit: Eine Kurznachricht an die Enkeltochter verschicken. Werberegelungen – bundesweit und in Bremen. Zudem wird durch Kooperati-
onen und eigenen Projekte die Medienkompetenz aller gefördert.
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„Bremer Jung“ macht Traum wahr Mit Niklas Sonnenschein auf dem Weg in die „Eisige Nacht“ Text: Kira Kaschek / Fotos: privat
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isige Fjorde, arktische Tundra, majestätische Gletscher – die Landschaft Norwegens ist wohl eine der atemberaubendsten der ganzen Welt und weit über die Grenzen Europas hinaus für ihre wilde Schönheit und mythischen Sagen bekannt. Nicht ohne Grund ist das skandinavische Land Schauplatz vieler Geschichten und fasziniert Menschen in Büchern und Filmen seit je her. Auf seine ganz eigene Art und Weise
hat sich nun ein gebürtiger Bremer der Mystik Norwegens angenommen: Erst vor wenigen Wochen brachte Niklas Sonnenschein seinen Debütroman „Eisige Nacht“ auf den Markt, der seine Leser fesseln und in die raue Landschaft Skandinaviens entführen wird. Schon seit Studienzeiten ist Niklas Sonnenschein, der eigentlich aus Lilienthal stammt, in Norwegen zuhause. Die Liebe zu Skandinavien entstand dabei durch viele Familienurlaube in Schweden, die den heute 42-Jährigen ein Leben lang faszinieren
Das Schreiben half Niklas Sonnenschein durch die Corona-Zeit.
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sollten. Über ein Auslandssemester zog es den Autor und Juristen dann aber nach Oslo, ein Zufall, der seine weitere Zukunft massiv beeinflussen sollte. „Ich bin im Herzen immer ein Bremer Jung geblieben und jetzt einer, der ein Buch geschrieben hat“, lacht Niklas Sonnenschein, dessen Großvater Peter Sonnenschein kein Unbekannter ist, denn er war einst Bürgermeister von Lilienthal. Dabei war das Schreiben für den Familienvater, der mit Frau und Tochter ein eigenes Haus in Norwegens Norden gekauft hat, immer ein Hobby, das ihm vor allem durch die Coronazeit geholfen hat. „Eisige Nacht“ ist das dritte Manuskript, mit dem Niklas Sonnenschein versucht hat, bei einem Verlag unterzukommen. Im dp-Verlag hat es nun geklappt und sein Debütroman hat die Fans von Norwegen-Krimis direkt begeistert. „Es ist ein langer Atem notwendig, um als Autor Fuß zu fassen und einen Verlag zu finden. Ich habe viele Lehrbücher gewälzt und mein Handwerkszeug so stetig verbessert. Letztlich hat es geklappt und weitere Bücher aus dieser Reihe sind bereits in Planung“, erklärt er. Mit der Veröffentlichung seines Erstlingswerks ist für Niklas Sonnenschein ein Traum wahr geworden. Vor allem für die Entwicklung seiner beiden Hauptcharaktere hat sich der Wahlnorweger viel Zeit gelassen. „Kommissar Karl Sortland ist ein Zyniker, der gerade einen Schicksalsschlag nach dem anderen verkraften musste, während sein Partner Mats Samuelsson sein genauer Gegenpol ist. Er ist ein echter Optimist und eine Frohnatur“, erklärt Niklas Sonnenschein. Leicht wird es für das Ermittler-Duo aber nicht, denn die Geschichte, in die sie hineingezogen werden, könnte kaum verstrickter sein. Schauplatz des Erstlings ist eine Forschungsstation auf der Bäreninsel, einer Region zwischen dem Nordkap und der
FREIZEIT Insel Spitzbergen, von deren wahrer Existenz der Krimi inspiriert worden ist. Diese liegt in Kirkenes, dort wo Norwegen an Russland grenzt und die Nächte lang und dunkel sind. Angekommen auf der verwüsteten Forschungsstation in Bjørnøya erwartet die beiden Hauptfiguren, Kommissar Karl Sortland und sein neuer Partner Mats Samuelsson, nicht nur eisige Kälte, sondern auch eine Leiche und eine schwer verletzte Stationsleiterin. Die Leser und auch die beiden Ermittelnden werden im Laufe der Geschichte auf ein Netz aus Geheimnissen und Intrigen treffen, das zu einem Überlebenskampf in der menschenfremden Umgebung der Bäreninsel und zu einem Kampf gegen die eigene dunkle Vergangenheit führt – eine verzweifelte Jagd nach der Wahrheit beginnt. Schon bald können Krimi-Fans sich auf das zweite Abenteuer von Kommissar Karl Sortland und seinem Partner freuen. Der zweite Teil der Reihe wird noch in 2024 erscheinen, auch ein dritter Band ist schon geplant.
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Auch für einen Wahlnorweger darf es mal ein Urlaub unter Palmen sein.
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Scharfe Sachen Traditionelle indische Küche im Maharani an der Findorffstraße kann das Essen natürlich auch in Originalschärfe bekommen. „Neuen Gästen empfehle ich immer erstmal mit Stufe 1 von 3 anzufangen“, sagt Sheikh. Das Maharani an der Findorffstraße 114 liegt zwar am Rand des Stolz ist er nicht nur auf die vielen Stammgäste, sondern auch Stadtteils, dennoch hat es sich in den vergangenen 17 Jahren einen festen Platz mitten in den Herzen der Menschen im Stadtteil erobert. auf die vielen Stammkräfte, die teilweise acht, zehn oder sogar schon 15 Jahre zum Team des Maharani zählen. Das sorge für „Wir fühlen uns sehr wohl in Findorff“, sagt Tarek Sheikh, der das Wiedererkennung. Restaurant 2012 von Der größte Wunsch von Tarek Sheikh ist es, seine Gäste zufrieseinen Eltern überden zu stellen. „Deshalb mache ich die Einkäufe selber. Der direkte nommen hat. Draht zu den Händlern ist mir wichtig. So haben ich die Kontrolle „Wir machen über die Ware“, begründet er. Mogulküche. Das bedeutet: das Beste Den direkten Draht schätzt er auch in der Kommunikation mit den Gästen. „Wir freuen uns über jede Art von Feedback und nehmen aus Indien und Pakialles konstruktiv, um uns stetig zu verbessern“, meint der Gastronom. stan, aber etwas Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag 12 - 14.30 Uhr und 18 ayurvedisch, weniger fett und nicht ganz so bis 23 Uhr, Samstag nur 18 - 23 Uhr, Dienstag ist Ruhetag. In der Woche gibt es ein Mittagstischangebot, Sonntagmittag bietet das scharf“, beschreibt Sheikh die Speisekarte. Restaurant ein Buffet an. Reservierung unter Telefon 566 25 66 Wer an die indische empfohlen, auch in der Woche. Das Maharani bietet auch AußerTarek Sheikh freut sich im Maharani Haus-Verkauf an. Schärfe gewöhnt ist, über viele Stammgäste. Text: Robert Lürssen / Fotos: Klaus-Werner Schlie
Rezept für Chicken Korma Zutaten 4 Personen: 500 g Hähnchenbrust, in mundgerechte Stücke geschnitten 2 Zwiebeln, fein gehackt 3 Knoblauchzehen, zerdrückt 2 TL frischer Ingwer, gerieben 1 Tasse Joghurt 1/2 Tasse gemahlene Mandeln 1/2 Tasse Kokosnussmilch 2 EL Ghee oder Pflanzenöl 2 TL Korianderpulver 1 TL Kreuzkümmelpulver 1 TL Kurkumapulver 1 TL Garam Masala 1/2 TL Chilipulver (optional für Schärfe) Salz nach Geschmack Frischer Koriander zum Garnieren
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Zubereitung: Die Hähnchenstücke in einer Schüssel mit Joghurt, Ingwer, Knoblauch und einer Prise Salz marinieren. Mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. In einem großen Topf oder einer Pfanne das Ghee oder Öl erhitzen. Die gehackten Zwiebeln goldbraun anbraten. Die marinierten Hähnchenstücke hinzufügen und gut anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Korianderpulver, Kreuzkümmelpulver, Kurkumapulver und optional Chilipulver hinzufügen. Alles gut vermengen und für 2-3 Minuten anbraten, um die Gewürze zu rösten. Die gemahlenen Mandeln einrühren und dann die Kokosnussmilch hinzufügen. Gut umrühren und aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren und das Gericht köcheln lassen, bis das Hähnchen durchgegart ist und die Sauce eine dicke Konsistenz erreicht hat. Garam Masala hinzufügen und mit Salz abschmecken. Gut umrühren und noch einige Minuten köcheln lassen. Mit frischem Koriander garnieren und heiß servieren, idealerweise mit Reis oder NaanKoch Mintu Maity mit dem Chicken Brot. Korma wie es im Maharani serviert wird.
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Eine individuelle Therapie für ein weitverbreitetes Unbehagen Harninkontinenz ist eines der häufigsten Probleme, das Frauen über 35 Jahren betrifft und die Lebensqualität stark beeinträchtigt. Es gibt verschiedene Arten und Schweregrade: Stress (durch Lachen, Husten oder schweres Heben), Harndrang (durch unwillkürlichen Harnabgang aufgrund mangelnder Kontrolle des Harndrangreizes durch das Gehirn) und gemischte Inkontinenz (Inkontinenz durch eine Kombination aus Stress und Harndrang). Peinlichkeit und Scham halten die Menschen davon ab, sich dem Problem zu stellen, so dass sie es oft resigniert ertragen. Aber jetzt gibt es endlich eine moderne und nicht-invasive Behandlung, die helfen kann, dieses Problem zu lösen. Dank der Kontraktionen und Entspannungen, die von den Muskeln erzeugt werden, führt Dr. ARNOLD zu einer spürbaren Verbesserung der Harninkontinenz und der Lebensqualität. Tiefenrehabilitation des Beckenbodens gegen weibliche Harninkontinenz
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