Quartier

Kampf gegen Genitalverstümmelung
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Kampf gegen Genitalverstümmelung








Huckelhausen





Blumelingen








Huchthal




















































































Vahrwalle



































Gröpelhorn



















Ob von Gröpelingen nach Horn oder von Huchting nach Lilienthal …
W ir verbinden unsere Heimat.






















Osterdorff




































Robert Lürssen
Chefredakteur
jeder hat so seinen eigenen Indikator dafür, dass der Frühling da ist: Beim Einen sind es tränende Augen aufgrund vermehrt anfliegender Pollen. Beim Nächsten ist es der Kirschbaum in Nachbars Garten, der scheinbar über Nacht explodiert ist und nun in schönster Blüte steht. Bei mir persönlich ist es die Einladung zum Arbeitsdienst auf dem Tennisplatz. Frühjahrsinstandsetzung ist zwar mit Schaufeln, Schiebkarren, jeder Menge Ziegelmehl und damit viel Schweiß verbunden, doch eben auch mit ganz viel Vorfreude auf die warme Jahreszeit, Bewegung an der frischen Luft und Begegnung mit netten Menschen verknüpft.
Auf was freuen Sie sich im Frühjahr? Vielleicht ein Besuch im Bürgerpark oder Rhododendronpark? Vielleicht freuen Sie sich auf das Weinfest in Borgfeld, das wieder weit über die Grenzen des Quartieres hinaus Gäste anlocken dürfte. Damit dort alles glatt über die Bühne geht, ist viel bürgerschaftlicher Einsatz gefragt.
Engagement ist das Stichwort, das mich den Bogen zu unserer Titelgeschichte schlagen lässt. Binta Bah ist für ihren Einsatz gegen Genitalverstümmelung zur Bremer Frau des Jahres ernannt worden. Ihre Geschichte macht uns darauf aufmerksam, dass dieses abscheuliche Ritual keineswegs etwas ist, dass nur irgendwo in Afrika stattfindet, sondern unglaublicherweise leider auch immer wieder in unserer Nähe.
Viel Spaß beim Lesen und frohe Ostern! Ihr Robert Lürssen
VERLAG:
Weser Wochenblatt
Verlagsgesellschaft mbH
Am Brill 19, 28195 Bremen, Tel. 0421 / 690 55-01
TITELFOTO: Klaus-Werner Schlie
REDAKTION:
Gabi Piontkowski, Marcus Schmidt, Bettina Meister, Philipp Behrbom
CHEFREDAKTION: Robert Lürssen, robert.luerssen@weserreport.de
ANZEIGENBERATUNG: Marina Lehmann, Tel. 690 55-104 Wolfgang Pabst, Tel. 690 55-105
ANZEIGENLEITUNG: Johannes Knees, Tel. 690 55-108
LAYOUT: Michelle Borchardt, Manuela Garbade
VERTRIEBSLEITUNG: Sascha Carstens
ZEITUNGS-ZUSTELLUNG: Tel. 0421 / 690 55-350
E-MAIL: vertrieb@weserreport.de
DRUCK: Druckerei Bonifatius GmbH
Zurzeit gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 53 vom 1. Januar 2026



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ÜBUNGSSACHE
Disconebel, rote Lampen und schwere Puppen bei der Feuerwehrübung auf dem Hof Wellhausen

20 BESUCH AM TIERGEHEGE

Frühlingserwachen im Bürgerpark

30


PROGRAMM
Den Rhododendronpark neu entdecken

6 VIER AUS DEM QUARTIER
...freuen sich auf das Frühjahr
8 TITELSTORY
Binta Bah ist Bremer Frau des Jahres
13 FEUERWEHRÜBUNG
Borgfelder Retter auf dem Hof Wellhausen
16 BORGFELDER MITTE
Aktionen für die Zeit der REWE-Schließung
18 EINBRUCHSCHUTZ
Was hilft, ungebetene Gäste fern zu halten
28 KURZ NOTIERT Meldungen UNTERWEGS
20 FRÜHLINGSERWACHEN
Besuch am Tiergehege im Bürgerpark
22 ENTDECKEN
Führungen und Vorträge im Rhododendronpark
24 VERANSTALTUNGEN
Was läuft an Konzerten und Shows?
30 BORGFELDER WEINFEST
Mehr als 50 Stände und Live-Musik geplant
27 KLIMASCHUTZ
„KlimAktiv“ entwickelt Ideen für Borgfeld
33 ZU PAULAS GEBURTSTAG
Ausstellung in der City-Galerie
34 MÜLLSAMMLER
Dorfputz wieder erfolgreich durchgeführt SERVICE
7 VACANCES
29 INNERE MISSION
„Ich stelle jetzt die Weichen dafür, wie ich alt werden möchte“
Die Bremer Marketing- und Kommunikationsexpertin
Franca Reitzenstein hat sich für einen Linsentausch mit Multifokallinsen bei Smarteye entschieden – und lebt nun komplett brillenfrei.
Franca Reitzenstein lugte am Morgen nach dem Eingriff neugierig über den Rand ihres Augenschutzes – und sah scharf. Einfach so. Ihr Blick glitt durchs Zimmer, erst vorsichtig, dann mit wachsender Freude. Am nächsten Tag bestätigte der Kontrolltermin, was sie bereits gespürt hatte: 100 Prozent Sehfähigkeit. Für die Bremer Marketing- und Kommunikationsexpertin war der Linsentausch längst mehr als ein medizinischer Eingriff. Es war ein Schritt in Richtung Selbstbestimmung. Seit der Schulzeit war sie stark kurzsichtig, später, mit Werten von 4,5 und 4,25 Dioptrien verwandelte sich die Welt ohne Brille in eine graue, nebelige Fläche. Als dann die Altersweitsichtigkeit hinzukam, empfahl ihr der Optiker schließlich zwei unterschiedliche Brillen.


Ein digitales Plakat machte sie auf Smarteye aufmerksam, die Nähe zur Praxis sowie die kompetente Beratung überzeugten sie sofort. Schon im ersten Gespräch wurde deutlich, dass ein Linsentausch beide Sehprobleme dauerhaft lösen kann – anders als eine Laserbehandlung, die nur einzelne Sehfehler ausgleicht. Ein weiterer Vorteil: Da die natürliche Linse ersetzt wird, kann sie später nicht mehr eintrüben. Die Augenerkrankung „Grauer Star“, bei der die Linse mit zunehmendem Alter an Elastizität verliert und trüb wird, ist mit implantierten Linsen somit kein Thema mehr.



In diesem Moment


war für sie













der Weg, den sie weitergehen










klar: Das ist nicht möchte. mühelos“,








Der OP-Tag selbst verlief ruhig und unspektakulär. Eine Freundin brachte sie am frühen Morgen zum Termin, viel Zeit für Nervosität blieb nicht. Schon mittags lag sie wieder zu Hause auf dem Sofa. „Ein leichtes Krisseln im Auge – mehr nicht. Schmerzen hatte ich keine“, erinnert sie sich. Das leicht störende Gefühl war am Abend bereits verschwunden. Heute genießt sie einen Alltag frei von Brillen und Kontaktlinsen. Die kleinen Dinge machen den Unterschied: „Packungsbeilagen lesen, Etiketten entziffern, nachts kurz auf die Uhr schauen – alles wieder mühelos“, sagt sie und lächelt. Auch ihrem Umfeld fällt die Veränderung auf. „In Video-Meetings habe ich einen viel entspannteren Blick, weniger Stirnrunzeln und Augenzusammenkneifen – ich wirke plötzlich viel freundlicher“, lacht sie.
Wenn Franca Reitzenstein heute über ihre Entscheidung spricht, schwingt eine klare Haltung mit. Für sie ist gutes Sehen ein Teil von Lebensqualität – jetzt und im Alter. „Es gehört für mich dazu, fit zu bleiben – im Kopf und im Alltag“, sagt sie. Und genau darum ging es ihr: bewusst zu gestalten, wie die kommenden Jahre aussehen sollen: „Ich habe jetzt die Weichen für meine Zukunft gestellt“, sagt sie. „Und ich sehe klar – heute und später.“







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Annette Kothe aus Borgfeld hat sich für dieses Frühjahr viel vorgenommen. Gemeinsam mit Ehemann Heiko will sie Wohnung und Balkon auf Vordermann bringen. „Dazu gehört das Fensterputzen ebenso wie das Säubern der Nistkästen für die Vögel“, betont die 64-Jährige. Anschließend will sie Hornveilchen auf ihrem Balkon pflanzen. Auch die Pflege der Familiengräber steht auf dem Programm. Sobald es wärmer wird, wollen die Kothes Ausflüge machen, entweder mit dem Rad oder gemeinsam mit der Enkelin auf der Kinder- und Jugendfarm der Hans-WendtStiftung in Borgfeld Tiere füttern. Wie in jedem Jahr geht es auch in diesem Frühling wieder nach Heiligenhafen an der Ostsee. „Da haben wir eine Ferienwohnung gemietet und wollen den schönen Ausblick auf das Meer genießen“, sagt Kothe.

Bodo Steinke aus Borgfeld freut sich schon, im Frühjahr wieder mit seinen Freunden im Ratspiekerpark Boule zu spielen. „Das ist eine gute Truppe“, sagt der 88-Jährige. Alle zwei Wochen treffen sie sich. Aber auch sein anderes Hobby lebt der technische Kaufmann im Frühjahr aus, die Fotografie. Er ist Mitglied im Kameraclub Bremen und trifft sich alle zwei Wochen mit anderen Hobbyfotografen zum Fachsimpeln über den „richtigen Blick“ und neue Technologien. „Ich habe schon den Kalender der Stiftung Nordwest Natur mit meinen Bildern von den Wümmewiesen bestückt“, berichtet er stolz. Immer auf der Suche nach neuen Fotomotiven will er sich auch in diesem Frühling mit der Kamera wieder in die Wümmewiesen, begeben und schöne Motive einfangen.

Dieter Gieschen aus Borgfeld verbindet den Frühling mit Sport und Schwimmen. Gerne besucht er das Schwimmbad in Osterholz-Scharmbeck. „Dort gibt es noch 50-Meter-Bahnen“, sagt der 87-Jährige. Nach dem Schwimmen wird er sich dann ein Saunabad gönnen. „Wir haben lange in Finnland gelebt, da bin ich an die Sauna gewöhnt“. Der Banker will in diesem Frühjahr auch wieder Kurse an der Universität belegen. Geologie und Wirtschaft stehen auf seinem Stundenplan. Dazu noch Sprachkurse an der Volkshochschule. Er schätzt die Herausforderung und auch den Kontakt zu den Studenten. Gemeinsam mit seiner Frau betreut er auch in diesem Jahr wieder ausländische Studenten der Constructor Universität. Zum Ausgleich steht dann noch Gartenarbeit an: „Sträucher zurückschneiden, Platten verlegen, das hält fit“, sagt der Senior.

Gerd Hüls aus Borgfeld freut sich, dass er im Frühling endlich wieder raus in die Sonne kann. Der Fluglehrer will wieder Rad fahren, ohne von oben nass zu werden. Und natürlich ist der Garten dran! Holz sägen und spalten und für den nächsten Winter wegpacken hat sich der rüstige 82-Jährige fest vorgenommen. Damit ist es aber noch nicht getan. Gerd Hüls will auch noch Gemüse und Blumen anpflanzen: Tomaten, Salat, Gurken und Tagetes. „Wir haben lange in Arizona gelebt, dort wachsen die Tagetes in hellen Scharen“, sagt der Borgfelder. Im heimischen Garten würden ihn die Blumen immer an die schöne Zeit in den USA erinnern. „Den Garten verlasse ich dann nur, wenn meine Frau Moni zum Essen ruft“, schmunzelt Hüls.
Ein Unfall, eine Krankheit, das Älterwerden oder eine familiäre Ausnahmesituation können dazu führen, dass Unterstützung notwendig wird – manchmal vorübergehend, manchmal dauerhaft. Als mobiler Pflegeund Sozialdienst steht Vacances dann verlässlich zur Seite. Ob professionelle ambulante Pflege, Hilfe im Haushalt, Unterstützung beim Einkauf, Begleitung zu Terminen oder Unterstützung bei organisatorischen Aufgaben: Die Leistungen werden individuell auf den persönlichen Bedarf abgestimmt.
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Das Angebot von vacances richtet sich übrigens nicht nur an Seniorin-

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Am 5. März wurde Binta Bah in der Oberen Rathaushalle im Beisein von der Senatorin für
Bremer Frau des Jahres ausgezeichnet.
Text: Philipp Behrbom / Fotos: Schlie / PV
In ihrem Beratungsraum an der Feldstraße sitzt Binta Bah, umgeben von alpinaweißen Tischen und Stühlen. Sie hat viel zu tun. Im Sekundentakt klingelt das Telefon oder der Laptop benachrichtigt sie über den Erhalt einer neuen Mail. „Ich mach das jetzt mal aus“, sagt Bah bestimmt. Sie nimmt den Kaffee –schwarz, ohne Milch und Zucker –zwischen ihre Hände und fragt: „Und, was möchten Sie wissen?“ So ähnlich läuft es auch in den Beratungsgesprächen ab, die sie vor Ort führt, scherzt sie. Für ihre Aufklärung rund um das Thema Genitalverstümmelung wurde sie vom Landesfrauenrat als Bremer Frau des Jahres ausgezeichnet.
„Diese Auszeichnung bedeutet nicht, dass ich die beste Frau bin oder mehr gemacht habe als andere. Für mich gehört sie allen Frauen in Bremen“, ordnet Bah diese Auszeichnung gleich zu Beginn ein. Seit mehr als 20 Jahren wählt und ehrt der Landesfrauenrat Bremen die Bremer Frau des Jahres. Auf Basis eines frauenpolitischen Jahresthemas wird die Bremer und/oder Bremerhavener Frau des Jahres öffentlich ausgeschrieben. Sowohl die dem Landesfrauenrat angeschlossenen Verbände als auch jede andere Organisation oder Person können geeignete Frauen nominieren. 2026 stand die Wahl unter dem Motto „Frauensolidarität als Antwort auf politische Krisen“. Die Wahl fiel auf Binta Bah und das Engagement ihres Vereins „Lundu“.
Vor fünf Jahren, 2021, hat Bah den Verein mit Mitstreiterinnen gegründet. Die Beweggründe dahinter gingen allerdings noch weiter zurück, erklärt die 33-Jährige. 2008 floh Bah als Teenagerin allein aus Gambia
nach Deutschland. Ihren Eltern hatte sie damals nichts von ihren Plänen erzählt, lediglich eine Tante war eingeweiht und unterstützte die damals 15-Jährige bei ihrem Vorhaben, auch mit Geld. In Deutschland angekommen lebte Bah zunächst in einem Mädchenhaus, ehe sie in eine Pflege-

Zeitreise in die Vergangenheit: Vor drei Jahren gründete Binta Bah (Mitte) den Verein Lundu in der Östlichen Vorstadt. Seitdem versteht er sich als Anlaufstelle für Geflüchtete und von FGM/C Betroffene.
familie vermittelt wurde. „Es war auch ein Kulturschock“, blickt Bah auf die Zeit zurück. Erst in Bremen habe sie von einem Arzt erfahren, dass sie als Kind einer Genitalverstümmelung unterzogen wurde. Es habe einige Zeit gedauert, bis Bah realisiert habe, was das für sie heißt. Der Wunsch, Aufklärungsarbeit in diesem Bereich zu leisten, sei immer stärker geworden. „Durch Schule und Ausbildung habe ich viel gelernt und irgendwann gemerkt: Es muss sich etwas ändern. Nach meiner Ausbildung wusste ich, jetzt ist die Zeit, einen Verein zu gründen“, sagt Bah.
Einen Moment, der Bah zum Handeln gezwungen habe, will sie trotzdem hervorheben: „In meinem Umkreis sollte ein kleines Mädchen beschnitten werden, ich habe das über Umwege erfahren. Ich habe versucht, es zu verhindern und über die Komplikationen gesprochen. Trotzdem wurde es gemacht.“ Das Kind habe viel Blut verloren, und die Familie habe Angst gehabt, ins Krankenhaus zu gehen. Zwar habe Bah die Polizei informiert, Konsequenzen habe es aber
keine gegeben. „Jede Genitalverstümmelung ist eine zu viel, das treibt mich an“, betont Bah.
Lundu versteht sich als Anlaufstelle für Frauen mit Migrationsgeschichte, aber auch für andere. Die Angebote, die der Verein den Frauen macht, sind breit gestreut. So gibt es zum Beispiel Deutschkurse für Frauen mit Kindern, die keinen Kita-Platz haben. Dank einer Förderung der Senatorin für Soziales, Claudia Schilling, könne der Verein zusätzlich eine Kinderbetreuung anbieten. Bah und ihre Mitstreiterinnen organisieren auch Veranstaltungen, laden Anwälte, Ärzte und andere Fachleute ein, um Wissen zugänglich zu machen und die Stimmen der Frauen in der Gesellschaft zu stärken. Einmal im Jahr veranstaltet der Verein zudem das Kulturfest der Frauen in Bremen,
2026 am 30. Mai im Schlachthof. Einen Großteil ihrer Zeit verbringt Bah allerdings mit Aufklärungsarbeit über weibliche Genitalverstümmelung, auch Female Genital Mutilation (FGM) genannt. Laut der World Health Organization (WHO) sind weltweit rund 230 Millionen Frauen und Mädchen davon betroffen, belastbare Zahlen für Bremen und Bremerhaven gibt es nicht. „FGM ist ein globales Thema, und Deutschland gehört dazu. Auch wenn es in den Lebensrealitäten von vielen keine Rolle spielt, ist klar: Es gibt hier viele betroffene Frauen und auch Mädchen, die gefährdet sind. Egal, ob sie herkommen oder hier geboren sind“, so Bah. Sie setzt sich dafür ein, dass das Thema in Bremen ankommt. Denn Betroffene würden beispielsweise in den Ferien im Herkunftsland beschnitten. „Deshalb müssen wir darüber sprechen“, betont Bah. Die gesundheitlichen Folgen einer Genitalverstümmelung können enorm sein – von starken Blutungen bis hin zu Problemen bei Geburten. Dazu kommen psychische Folgen.
„Viele Frauen sind sehr zurückhaltend, weil sie Gewalt erlebt haben –ohne Betäubung, ohne Hilfe. Das prägt“, erklärt Bah. Zudem seien Genitalverstümmelungen kulturell stark vorbelastet. „Viele sagen zu mir, ich verrate meine Kultur oder passe mich den Weißen an. Aber es geht nicht um Kultur gegen Kultur, sondern um Gesundheit und Rechte“, so Bah. Wichtig ist Bah, dass auch Männer bei Lundu willkommen sind. „Es kommen auch Männer zu uns in die Beratung, etwa wegen sexueller Probleme als Folge von FGM. Auch sie brauchen Unterstützung“, sagt Bah. Ihr Engagement ist also gesamtgesellschaftlicher angelegt und nicht nur auf Frauen fokussiert. Grund genug für den Preis, den Bah am 5. März, kurz vor dem Weltfrauentag, bei einem Senatsempfang in der Oberen Rathaushalle erhielt.
„Die Unterstützung von Frauen und Mädchen, die von Genitalver-
stümmelung betroffen sind, ist ein wichtiger Teil unseres Hilfesystems für gewaltbetroffene Frauen“, betont die Senatorin für Frauen, Claudia Bernhard, bei der Preisübergabe. Und hebt den Beitrag für mehr Gerechtigkeit, Sichtbarkeit und Schutz von Menschenrechten in Bremen besonders hervor.
„Ich träume groß. FGM soll enden.“
Für Bah ist der Preis nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zu mehr Selbstbestimmung und Gerechtigkeit. „Ich träume groß. FGM soll enden. Bis dahin wünsche ich mir, dass die Aufklärung größer wird – auch in Ländern wie Gambia“, sagt Bah. Doch erst einmal will sie dort weitermachen, wo sie begonnen hat: hier in

Bremen. Sie fordert, dass FGM in Deutschland weiter thematisiert wird, insbesondere in der medizinischen Ausbildung. Es gebe Frauenärzte, die FGM nicht erkennen.
„Gleichzeitig wünsche ich mir mehr Respekt im Umgang mit Betroffenen. Sie dürfen nicht wie Anschauungsobjekte behandelt werden“, so Bah. Es brauche vor allem Aufklärung und Zeit für Gespräche, um das Thema in die Mitte der Gesellschaft zu holen. Und: Viele würden sich nicht trauen, über das Thema zu sprechen oder etwas darüber zu hören – noch sei es zu schambehaftet. „Diese Scham muss enden“, sagt Bah und macht ihr Telefon wieder an. Darauf zu sehen sind mehrere verpasste Anrufe. „Ich muss da jetzt wirklich zurückrufen, tut mir leid“, sagt Bah und widmet sich wieder ihrer Arbeit. Denn davon, das macht sie unmissverständlich klar, gibt es noch viel zu tun.

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Freiwilligen Feuerwehren Borgfeld und Lehesterdeich üben gemeinsam
Text: / Fotos: Gabi Piontkowski
Manch ein Anwohner des Reethfeldsflets in Borgfeld mag sich an diesem Abend im März verwundert die Augen gerieben haben: Dichter Qualm drang aus der Reitanlage der ehemaligen DressurEuropameisterin Birgit Wellhausen. Im Mondschein huschten Feuerwehrleute in die seit einigen Monaten leerstehenden Stallungen. Zwei Kameraden schoben einen Wagen mit einer 90 Kilogramm schweren Puppe in das bereits verqualmte Reiterstübchen. Zwei andere Puppen wurden in der Sattelkammer und in einer Pferdebox platziert. Feuerwehrmann Bernd Schilling von der Freiwilligen Feuerwehr Borgfeld, der sich die Übung gemeinsam mit Stefan Brauer von der Freiwilligen Feuerwehr Lehesterdeich ausgedacht hatte, warf in der Sattelkammer eine wei-
tere Nebelmaschine an. „Diskonebel“, sagte er augenzwinkernd. Alle zwei Wochen treffen sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Borgfeld zu einem Übungsabend. Alle zwei Monate findet eine größere Übung statt, mal alleine, mal zusammen mit einer angrenzenden Wehr, wie hier der Freiwilligen Feuerwehr Lehesterdeich. Diesmal war der Hof Wellhausen Schauplatz des
„Im Ernstfall kann das Leben retten“
Geschehens. Nicht zum ersten Mal, wie Landwirtin Birgit Wellhausen bestätigt. Die 61-Jährige unterstützt die Feuerwehrübung gerne. „So eine Übung trägt dazu bei, dass sich die Feuerwehrleute in größeren Ob-
jekten besser auskennen. Im Ernstfall kann das Leben retten“, ist Wellhausen überzeugt. Bernd Schilling pflichtete ihr bei. Für die Eigentümer der Objekte sei es zugleich ein Test, ob ihre Sicherheitsvorkehrungen funktionieren, wie zum Beispiel der Löschwasserbrunnen auf dem Wellhausen’schen Hof. Bei großen Hofstellen seien solche Brunnen aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben, wenn sie weit entfernt von den Hydranten an der öffentlichen Straße lägen, erklärte Birgit Wellhausen, die die Übung gemeinsam mit ihrem Vater Manfred Wellhausen aufmerksam beobachtete.
Nachdem die Übungsleitung rote Leuchten, die ein Feuer symbolisieren sollten, angebracht und sich der Qualm aus den Nebelmaschinen soweit in den Stallungen ausgebreitet hatte, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sehen konnte, ordneten

Birgit Wellhausen lässt sich von Bernd Schilling das geplante Einsatzgeschehen erläutern.
Lehesterdeich. Die Einheitsführer der einzelnen Wagen, die durch rote Westen erkennbar seien, würden sich hier abstimmen und die Einsätze koordinieren. So geschah es auch an je-

Einsatzkräfte haben eine 90 Kilogramm schwere Puppe aus den verqualmten Gebäuden gebracht.
Stefan Brauer und Bernd Schilling an: „Licht aus!“. Der verqualmte Hof wurde nur noch vom Mondschein beleuchtet. Kurz darauf rückten rund 30 Kameraden der beiden Wehren mit drei großen Löschfahrzeugen und einem kleineren Mehrzweckfahrzeug an. Auf einem zuvor vereinbarten Bereitstellungsplatz nahmen sie weitere Weisungen der Übungsleitung entgegen. „Dieser Bereitstellungsplatz ist sehr wichtig, damit die Anfahrwege nicht zugestellt werden“, erläutert Michael Thiele, stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr
nem Abend. Während ein Löschtrupp den Hydranten an der Straße anzapfte, machte sich der andere Trupp an dem hofeigenen Brunnen zu schaffen. Mit geübten Griffen setzten sie den Saugschlauch, der den Brunnen mit dem Feuerwehrfahrzeug verbindet, zusammen. „Über das Fahrzeug können wir den Wasserdruck aus dem Hydranten von vier auf acht bar erhö-
hen“, erläuterte Bernd Schilling. Die Hydranten seien wichtig, da die Fahrzeuge selbst nur maximal 2.000 Liter Wasser für den Erstangriff vorhalten würden. Doch an diesem Tag will es mit dem Ansaugen des Wassers über das Fahrzeug nicht so recht klappen. Jetzt muss die Tragkraftspritze ran. „Das wollten wir aufgrund der Lautstärke eigentlich vermeiden“, sagt Bernd Schillig. Denn in der Vergangenheit hätten sich schon Anwohner beschwert, dass die Übungen zu laut seien. Doch nun ging es nicht anders. Die Tragkraftspritze tat ihr Werk und schon nach wenigen Sekunden füllte sich der bis dahin schlappe Schlauch mit Wasser. Ein Löschtrupp hielt den Wasserstrahl auf das Dach des Hofes während – ausgerüstet mit Atemschutzmasken, einer Axt und Handschuhen – ein Angriffstrupp in die Stallungen eilte.
Es dauert nicht lange, da zogen die Kameraden die erste Puppe aus der Sattelkammer, kurz darauf wurden auch die anderen Puppen gefunden und nach draußen geschleppt, wo die Verletzten im Ernstfall von den Rettungssanitätern übernommen werden müssten. Zwei weitere Feuerwehrleute kämpften sich von einer anderen Seite mit Schlauch, Axt und Rauchschutzvorhang durch die verqualmten Stallungen, schauten in jede Klappe und jede Box. Dann das Unerwartete: Ein Feuerwehrmann wurde „ohnmächtig“, laut Regieanweisung sollte er sich hinlegen und nicht mehr bewegen. Der Truppführer löste den Totmannmelder aus, ein Sicherheitssystem der Feuerwehr, das bei Bewegungsmangel eines Atemschutzträgers automatisch oder manuell ausgelöst wird. Der Totmannmelder sendet dann einen akustischen und optischen Alarm. Im Anschluss schickte der Truppführer den Funkspruch „Mayday, Mayday“, einen Hilferuf, hinterher. Sofort eilte ein weiterer Trupp mit Atemschutzmasken in das Gebäude, um den ohnmächtigen Kameraden zu retten. Zeit-

Laut aber effektiv: Die Tragkraftspritze hilft beim Ansaugen des Wassers.
gleich erfolgte eine Meldung des Unfalls an die Übungsleitstelle. Auch diese „Komplikation“ des Einsatzes wurde gut bewältigt. Stefan Brauer und Bernd Schilling zeigten sich zufrieden.
Kritisch wäre es geworden, wenn auch noch Pferde aus den Stallungen hätten geführt werden müssen. „Die Tiere reagieren ängstlich auf die Uniformen der Feuerwehrleute“, wusste Michael Thiele aus einer Übung beim Reitverein St. Georg vor einiger Zeit. Da seien die Pferde in ihren Boxen zunächst zurückgewichen, als die Feuerwehrleute sich ihnen genähert hätten. Man müsse auch wissen, wie man den Pferden ein Halfter anlegt, bemerkte Birgit Wellhausen. Und selbst wenn die Pferde gerettet seien, könne man sie nicht einfach auf einer angrenzenden Weide sich selbst überlassen, sagte die gelernte Pferdewirtschaftsmeisterin. Denn sie würden oft wieder in den brennenden Stall zurückrennen.
„Tiere reagieren ängstlich auf die Uniformen“
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Zum Abschluss der knapp zweistündigen Übung machten die Kameraden eine Begehung auf dem Gelände. Besonders im Blick: die Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Reithalle. „Das Gewicht der Paneele erhöht im Ernstfall die Einsturzgefahr der Decke bei einem Brand“, erklärte Michael Thiele. Außerdem produziere die Anlage weiter Strom, was beim Einsatz von Löschwasser zu einer tödlichen Gefahr werden könne. Auch nachts könnten zum Beispiel die Scheinwerfer der Einsatzfahrzeuge die Stromproduktion auslösen.
„Vieles ist zu bedenken, genau deshalb seien die Übungen so wichtig“, sagte Michael Thiele. Er warb bei den Anwohnern um Verständnis, dass es im Rahmen solcher Übungen auch mal etwas lauter werden könne. Im Ernstfall jedoch profitierten alle von einer gut ausgebildeten Feuerwehr.


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/ Fotos: Gabi Piontkowski
Wie wirken sich die Schließung des REWE-Marktes in Borgfeld und der für 2027 avisierte Neubau auf das Borgfelder Ortszentrum aus? Fast ein Jahr lang wird der Supermarkt geschlossen sein. Im Zentrum werden dadurch weniger Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Inhaber der Einzelhandelsgeschäfte an der Borgfelder Heerstraße machen sich Sorgen, dass dann auch bei ihnen die Kundschaft ausbleibt, wenn sich die Kunden in andere Stadtteile oder nach Lilienthal orientieren. Damit dies nicht passiert, haben sich rund 30 Geschäftsleute um den Unternehmer Timon Hilken und die Vorsitzende des Bürgervereins Borgfeld, Sandra Kwijas, zu einer Initiative zusammengeschlossen. In regelmäßigen Zusammenkünften überlegen sie nun, durch
welche Aktionen sie das Zentrum in der Zeit der Bauphase beleben können.
Ganz vorne an steht da die Idee einer „Langen Tafel“. Am Samstag, den 29. August wollen die Geschäftsleute auf dem breiten Fußweg vor der Apotheke in der Borgfelder Heerstraße eine festlich geschmückte
„Lange Tafel“ mit weißen Tischdecken aufbauen. Keine Geringeren als Ines Frerichs, die Inhaberin des Ambiente-Ladens „Glücksmomente“, und Ilke von Welawitsch, Inhaberin von „Illy’s Livingroom“ werden gemeinsam die Deko gestalten. Wem sie gefällt, kann sie auch gleich vor
Ort käuflich erwerben. Ziel ist es, die Läden soweit wie möglich geöffnet zu halten, so dass die Teilnehmer an der „Langen Tafel“ die Gelegenheit zum Stöbern nutzen können. Nach derzeitiger Planung soll’s um 16 Uhr mit einem Soft-Opening losgehen, um 18 Uhr soll dann das eigentliche Dinner stattfinden. Alle sind dabei: der Bürgerverein stellt die Bierzeltgarnituren, die Geschäftsleute sorgen für die Getränke. Ralf Besser, der Chef der Besser-Stiftung, sagte bereits zu, Werbeflyer über seinen Verlag zu drucken. Und dann sind da natürlich die Speisen: Die sollen die Teilnehmer selbst mitbringen. „Jeder stellt etwas Leckeres auf den Tisch und dann wird geteilt“, erläuterte Timon Hilken die Idee. Das trage auch zum „Wir in Borgfeld“ bei. Wer Lust habe, mit einer kleinen Musikeinlage zum Gelingen des Mahls beizutragen, sei herzlich willkommen. „Es


Fast ein Jahr wird der REWE-Markt geschlossen sein. Über Ideen zur Belebung der Ortsmitte tauschten sich die Geschäftsleute unter anderem mit der Bürgervereinsvorsitzenden Sandra Kwijas (rechts) aus.
muss aber zum festlichen Rahmen passen.“
Auch einen „SchLaDo“, einen „Sch… langen Donnerstag“ soll es künftig in Borgfeld geben. Ab Juni 2026 wollen die Geschäftsleute jeden ersten Donnerstag im Monat zum gemeinsamen „Schnacken und Trinken“ in oder vor ihren Läden einladen. Die Geschäfte sollen dann soweit möglich bis 20 Uhr geöffnet sein. Die ersten drei Termine sind schon fix: 4. Juni, 2. Juli und 6. August.
Ein weiterer Schwerpunkt der Aktionen wird der Zusammenschluss in der Werbung sein. Diskutiert wurde eine gemeinsame Werbeaktion der Geschäftsleute auf dem Display über
dem Alecco. In kleinen Filmen könnten die Borgfelder Läden und ihre Inhaber vorgestellt werden, aber auch andere selbst erstellte Filme wie beispielsweise der Borgfeld
Film, den der Bürgerverein produziert hatte, könnten hier gezeigt werden. „Alles ist möglich“, zeigte sich Timon Hilken als Inhaber des Werbedisplays offen. Auch Werbeanzeigen auf einem Ortseingangsschild oder

im Zusammenhang mit der geplanten Erneuerung der BorgfeldKarte vor der Schule seinen vorstellbar, kündigte Sandra Kwijas an. Ralf Besser will eigens ein BorgfeldSpiel entwickeln, in das neben Sehenswürdigkeiten auch die Borgfelder Geschäfte eingebunden werden sollen. Über eine gegenseitige Produktplatzierung wollen die Kaufleute zudem den Gemeinschaftsgedanken stärken und Werbung auch untereinander machen. Ob die Aktionen am Ende dazu beitragen, die Borgfelder Ortsmitte zu einer „2. Wachmannstraße“ wie in Schwachhausen zu machen, wird die weitere Entwicklung zeigen. Der Anfang ist jedenfalls gemacht.

Der Vorstand des Bürgervereins Borgfeld mit der Vorsitzenden Sandra Kwijas (l.), Stellvertreter Ernst Köhnken und Schatzmeisterin Caroline Bramsiepe (r.) begrüßten Kontaktpolizistin Bernhild Pakheiser zum Infoabend.
Text: Gabi Piontkowski / Fotos: DGzRS
Die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle hat sich in der Stadt Bremen in den letzten zehn Jahren mehr als halbiert. Wurden laut Polizeilicher Kriminalstatistik im Jahr 2016 noch 2.600 Einbrüche festgestellt, waren es 2025 nur noch 1.002. „Die Menschen sind sensibler gewor-
den, Prävention wirkt, das ist ein gutes Zeichen“, stellte die Borgfelder Kontaktpolizistin Bernhild Pakheiser fest. Damit das auch so bleibt und die Zahlen möglichst noch weiter heruntergehen, informierte Pakheiser auf Einladung des Bürgervereins Borgfeld über Möglichkeiten, sich vor ungebetenen „Gästen“ zu schützen. Rund 30 Anwohner waren der Einladung gefolgt.
Einbrecher seien überwiegend Gelegenheitstäter, so Pakheiser. Bei der Objektauswahl setzten sie auf ein geringes Entdeckungsrisiko, geringen Widerstand von Türen oder Fenstern und auf gute Fluchtmöglichkeiten. „Es muss schnell gehen“, stellte die Kontaktpolizistin fest. Die meisten Einbrecher würden abbrechen, wenn sie länger als fünf Minuten bräuchten, um in











































eine Wohnung zu gelangen. Deshalb seien einbruchhemmende Fenster und Türen wichtig. „Vergessen Sie dabei auch Kellertüren und Garagen nicht“, mahnte die Beamtin. Während Haustüren in Einfamilienhäusern häufig gut gesichert seien, sei das bei Terrassentüren nicht immer der Fall. Wenn dann auch noch eine hohe Hecke Sichtschutz biete, erleichtere das das Eindringen ins Haus.
Beim mechanischen Einbruchschutz müssten Scharniere, Glas und die Verankerung im Mauerwerk zusammen gedacht werden. Einen guten Schutz stelle beispielsweise eine Pilzkopfverriegelung von Fensterrahmen dar. Auch abschließbare Fenstergriffe oder Schlösser am Rahmen seien zu empfehlen. Sie verhinderten, dass die Täter die Fenster am Griff öffnen könnten, wenn sie ein Loch in die Scheibe geschlagen hätten. Alles sei nachrüstbar. Pakheiser empfahl, auf einen fachgerechten Einbau zu achten. Beim Sicherheitsglas mahnte sie zur Vorsicht. Nicht jedes Glas, das sich Sicherheitsglas nenne, schütze auch vor Einbrüchen. Zum Teil werde Sicherheitsglas auch nur so genannt, weil es das Verletzungsrisiko bei Glasbruch minimiere. „Es lohnt sich also, genau hinzuschauen“, riet Pakheiser. Eine Bandsicherung von Türen, bei der kleine Kegel beim Schließen der Tür in Zargen versenkt werden und so ein Herausbrechen der Tür verhindern, trügen genauso wie Sperrbügel und
Querriegel ebenfalls zum Einbruchschutz bei. Wichtig sei natürlich, Fenster und Türen beim Verlassen des Hauses abzuschließen.
Auch Alarmanlagen könnten eine abschreckende Wirkung haben, allerdings würden viele Menschen heutzutage bei einer angehenden Sirene nicht mehr reagierten. Entscheidend sei daher eine gute Nachbarschaft oder aber eine Aufschaltung auf einen Sicherheitsdienst. Mit einer Videoüberwachung könnten viele Täter überführt werden, sie habe, selbst
„Posten Sie von sich keine Urlaubsbilder“
wenn es sich nur um eine Attrappe handele, auch abschreckende Wirkung. Schließlich scheuten die Einbrecher das Entdeckungsrisiko. „Beachten Sie aber beim Anbringen einer Videokamera den Datenschutz und die Kennzeichnungspflicht“, riet Bernhild Pakheiser. In Griffhöhe sollten die Kameras selbstverständlich nicht aufgehängt werden, da sie sonst vom Täter leicht ausgeschaltet werden könnten.
Neben Mechanik und Elektronik könne das eigene Verhalten dazu beitragen, Wohnungseinbrüche zu verhindern. „Posten Sie von sich keine Urlaubsbilder, denn dann wissen potenzielle Einbrecher ganz genau, dass Sie
nicht da sind und können Ihre Bude ganz in Ruhe ausräumen“, warnte die Polizistin. Auch ein überquellender Briefkasten sei ein Hinweis, dass niemand zu Hause sei. „Täuschen Sie Anwesenheit vor, indem Sie über eine Zeitschaltuhr Licht angehen lassen“, sagte Pakheiser. Auch Geräusche wie etwa ein laufender Fernseher, würden Täter abschrecken. Die Beamtin riet, nur so viel Bargeld wie unbedingt nötig im Haus aufzubewahren. Denn Einbrecher hätten es gerade auf Bargeld und Wertgegenstände abgesehen. Der große Flachbildschirm stehe dagegen nicht so hoch im Kurs, schließlich falle es auf, wenn jemand damit durch ein Wohngebiet laufe. Aus dem Garten sollten mögliche Steighilfen entfernt werden. So sei es keine gute Idee, bei der Apfelernte die Leiter am Apfelbaum über Nacht stehen zu lassen. Denn ein Einbrecher könne diese dafür gebrauchen, in höherliegende Stockwerke zu gelangen. Gleiches gelte im Übrigen für Mülltonnen, die sich auch als Steighilfe eigneten.
„Wenn alle diese Hinweise beachtet werden, kann das Risiko, Opfer eines Wohnungseinbruchsdiebstahls zu werden, entscheidend verringert werden“, schloss Bernhild Pakheiser. Absolute Sicherheit gäbe es jedoch nicht. Deshalb sei es wichtig, eine Wertsachenliste anzufertigen, möglichst mit Fotos. Denn dann könne Stehlgut zugeordnet werden, wenn es bei einem gefassten Einbrecher festgestellt werde.

Veranstaltung des Bürgervereins Borgfeld zum Einbruchschutz.
„sooo süß“

Text: Marcus Schmidt / Fotos: KW Schlie

Ein Pfau fächert sein Flügelrad auf und begeistert damit scheinbar eine Ziege – die ihn anstarrt. Noch im warmen Reetdach-Stall kuscheln sich drei Ziegenbabys an ihre Mütter Luna und Bärbel. Ein noch Namenloses (l.) lässt sich von der Kamera ablenken. Im Freigehege erlaubt Bianca, das weiße Alpaka-Lama (r.), dem Fotografen, seine Hand zum Beschnuppern auszustrecken. Rosalie und die schwangere Coffee schauen zu. Währenddessen spielt Zwergesel Freddy Fußball mit einem überdimensionalen Spielzeug (M.): Im Bürgerpark locken „sooo süßen Tiere.“ Das finden erwachsene Besucherinnen und Besucher sowie ihre Kinder gleichermaßen. Besonders haben es allen erste Tierbabys angetan. Eine Frau lehnt sich an einen Zaun bei den iahenden Eseln und meint zu ihrer Begleitung: „Jetzt ist Frühling.“


















































































































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Für Tierpfleger Christian Panhorst (55) ist das Alltag. Er umsorgt, füttert, betreut die Tiere aber mit sichtbar viel Liebe. Lieblinge nennt der Landwirt keine, weiß aber: „Die Ferkel der Bunten Bentheimer werden wohl wieder die absoluten Favoriten der Gäste sein.“ Die dürften aber frü-
hestens im Herbst zur Welt kommen. Der Eber sei noch zu jung, um sich fortzupflanzen. Auch von den zehn Jahre alten Gänsen erwartet Panhorst „reichlich Eier.“ Drei ShetlandPonys, Esel wie Lotte und Felix, und Schafe, die ihre Lämmer „im tiefsten Schneetreiben“ zur Welt gebracht ha-

ben, locken an die Zäune.“ Die Drähte und Latten werden werden bald ersetzt“, schaut der Leiter voraus. Wo es im Park für jeden Geschmack etwas zu essen gibt, man Minigolf spielen und ab Mai mit Booten fahren kann, verrät die Seite buergerpark.de im Internet.

Text: Robert Lürssen / Fotos: KW Schlie
Der Rhododendron-Park ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Besonders schön ist eine Visite, wenn das Wetter mitspielt und möglichst viele Pflanzen in Blüte stehen. Äußerst informativ ist der Besuch, wenn er mit einer der zahlreichen Führungen oder Vortragsveranstaltungen verbunden wird.
Nach Ostern startet das diesjährige Programm der Stiftung Bremer Rhododendron-Park, das vom Verein zur Förderung der Artenvielfalt in botanika, Botanischem Garten und Rhododendron-Park (bBR) unter-


stützt wird. Vom 13. April bis zum 23. Oktober gewähren hochrangige Experten bemerkenswerte Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt des Parks.
Für alle Führungen und Vorträge gilt: Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Treffpunkt ist, wenn nicht anders angegeben, vor dem botanika-Eingang, Deliusweg 40. Die Kosten betragen 5 Euro. Für Schüler, Studierende und bBR-Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos.
Vorträge finden in den Seminarräumen der botanika statt. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.

fen möchte, kann unter
und dabei Informationen bekommen, die in keinem Reiseführer stehen. Die Dauer einer solchen Privatführung beträgt 60 bis 90 Minuten und kostet ab 125 Euro. Die maximale Gruppengröße beträgt 25 Personen. Spezielle Führungsthemen sind möglich.


Wer mehr über die Rhododendron-Sammlung erfahren und/oder einen Blick hinter die Kulissen werstiftung@rhododendronpark-bremen.de auch eine private Führung buchen




Fester Bestandteil im Programm des Rhododendron-Parks ist auch der Frühlings-Pflanzenmarkt im Mai. In diesem Jahr findet die Veranstaltung am 16. und 17. Mai statt. Jeweils von 10 bis 17 Uhr präsentieren überwiegend regionale Aussteller am Parkplatz Deliusweg eine große Pflanzenpalette. Darüber hinaus werden Möglichkeiten der Gartengestaltung vorgestellt und über Pflanzengruppen wie Rhododendron, Stauden, Gehölze und Sommerblumen informiert. Auch einige Rhododendron-Raritäten werden zum Verkauf angeboten. Aufgrund der gestiegenen Kosten wird in diesem Jahr erstmals ein Eintritt in Höhe von 5 Euro pro Person erhoben. Da nur begrenzt Parkplätze zur Verfügung stehen, werden Besucherinnen und Besucher gebeten, per Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln an-

Möglichkeiten zum zureisen.




13. April, 17 - 18.30 Uhr
Führung: Frühjahrskur – Heilpflanzen für die Ausleitung von Stoffwechsel-Abbauprodukten mit Gabriele Schuldt-Segner, pensionierte Heilpraktikerin
23. April, 17 - 18.30 Uhr
Führung: Blüten von Rhododendron, Magnolien und anderen Frühlingsboten mit Dr. Hartwig Schepker, Stiftung Bremer Rhododendronpark
25. April, 14 - 15.30 Uhr
Führung: Frühling im Allmerspark mit Prof. Dr. Friederike Koenig, Universität Bremen
11. Mai, 17 - 19 Uhr
Führung: Was macht den Wald zum Wald? Antworten entdecken im
Rhododendron-Park mit Dr. Dietmar Zacharias, Hochschule Bremen
13. Mai, 17 - 18.30 Uhr
Führung: Frühjahrsvögel im Rhododendron-Park mit Prof. Dr. Martin Diekmann, Universität Bremen
20. Mai, 17 - 18.30 Uhr
Führung: Rhododendron und Azaleen in voller Blüte mit Dr. Hartwig Schepker, Stiftung Bremer Rhododendronpark
1. Juni, 17.00 - 18.30 Uhr
Führung: Selten angewendete Heilpflanzen mit Gabriele Schuldt-Segner, pensionierte Heilpraktikerin
9. Juni, 18.30 - 20 Uhr
Vortrag: Nonplusultra-Pflanzen: Die 60 besten Pflanzen für den Insektengarten von Dr. Michael Schwerdtfeger, Göttingen
13. Juni, 14 - 15.30 Uhr
Führung: Pflanzen am Gewässerrand mit Prof. Dr. Friederike Koenig, Universität Bremen
27. Juni, 14 - 15.30 Uhr
Führung: Von Mauereidechsen, Vögeln und anderem Getier mit Dr. Hans Konrad Nettmann, Universität Bremen
Weitere Termine unter: rhododendronparkbremen.de/veran staltungen/



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Night Fever gilt als die erfolgreichste und authentischste Bee Gees TributeBand weltweit. Ihre neue Show Nights on Broadway basiert auf der legendären Las Vegas Show der Bee Gees von 1997, welche damals mit seiner gigantischen Produktion für Aufsehen sorgte. Genau hier setzen Night Fever an und transportieren das multimediale Spektakel in die Jetztzeit. Die Show am 6. November ist fast ausverkauft, deshalb gibt es noch einen Zusatztermin am 19. November im Metropol Theater.
06.11. 19.11.

Mit Liedern über toxische Männlichkeit, eine Welt im Taumel und einigen der strahlendsten Melodien ihrer bisherigen Karriere hat sich Il Civetto noch einmal gänzlich neu erfunden. Mit Gästen wie Frank Dellé (Seeed) entstand so „Liebe auf Eis“, das jüngste Il-Civetto-Album, das zugleich das bislang persönlichste und eindringlichste der Berliner Pop-Band ist. Zu erleben am 15. April im Pier2.
15.04.


Mit leidenschaftlicher Hingabe und vollkommener Synchronität entfachen Yamato – The Drummers of Japan die einzigartige Kraft der traditionellen japanischen Trommel. „Hito no Chikara – Die Macht der menschlichen Stärke“ wurde bereits im vergangenen Jahr frenetisch gefeiert. Jetzt kommt das weltweit erfolgreichste Taiko-Ensemble mit der neuen Show vom 17. bis 19. Juli erstmals ins Metropol Theater. ab 17.07.
29.10.





Gentleman hat Reggae aus Deutschland international gemacht. Seit dreißig Jahren schreibt der Kölner als einziger Europäer, der mit authentischen Riddims weltweit riesige Erfolge feiert, Musikgeschichte. Nachdem schon seine ersten LPs den Reggae-Sound um die Jahrtausendwende definiert und einer ganzen Generation eine eigene Stimme verliehen haben, bringt er in diesem Jahr sein neuntes Studioalbum heraus, das er am im Pier2 präGratitude 29. Oktober sentiert.

Seit zehn Jahren sind die Ehrlich Brothers mit ihren weltweit einzigartigen Illusionen unterwegs. Aus Anlass dieses Jubiläums gehen die Star-Magier in diesem Jahr mit einer ganz besonderen Show auf Tour: In „Diamonds“ bringen sie erstmals ihre spektakulärsten Illusionen auf die Bühne. Dabei verbiegen sie Bahnschienen, verwandeln sich in Schmetterlinge und lassen es in der gesamten Arena schneien. Außerdem wird es einige Überraschungen geben – am 23. und 24. Mai in der ÖVB-Arena.
23.05. 24.05.








Die Seebühne Bremen startet in ihre sechste Saison. Vom 17. Juli bis 23. August gibt es insgesamt fünfeinhalb Wochen voller Musik und Entertainment: Zum ersten Mal dabei sind Madsen, The Jacksons, The BossHoss, OMD und Nena. Darüber hinaus verstärken Beth Hart und Emilíana Torrini die weibliche Bühnenpräsenz und Star-Violinist David Garrett, Schiller, Alphaville, Gregory Porter und Highland Saga komplettieren den Reigen. ab 17.07.


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Nicht lange reden, einfach mal machen! Das will die im Februar 2026 neu gegründete Initiative „Borgfeld KlimAktiv“. Rund zwölf Borgfelderinnen und Borgfelder haben sich darin zusammengeschlossen, um gemeinsam etwas für das Klima zu tun. „Wenn wir klimaneutral werden wollen, müssen wir Gewohnheiten ändern“, sagt die Lehrerin Nicole Neumann, die auch Klimabeauftragte an einer Schule in HornLehe ist. Am besten ginge das dort, wo man wohne. „Wir können zum Beispiel unsere Gärten so anlegen, dass Insekten und Vögel darin eine Heimat finden“, ergänzte die Sozialarbeiterin Simone Köppe.
Die Initiative trifft sich jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr im Restaurant „Don Felipe“ in Borgfeld. Bei den ersten Treffen wurden bereits jede Menge
Ideen gesammelt. Dazu gehören Pflanzen- und Kleidertauschaktionen. „Es wäre schön, wenn wir auf dem Recyclinghof im Ortsteil einen Platz finden könnten, wo gut erhaltene gebrauchte Dinge zum Tausch angeboten werden könnten“, sagt Simone Köppe. Auch sogenanntes „Upcycling“, bei dem aus alten Sachen neue gemacht werden, sei möglich, erklärte Simone Köppe. Vorstellbar sei da rüber hinaus, in Borgfeld einen Klimapavillon oder einen Trinkbrunnen einzurichten, um die Hitzeresistenz des Ortsteils zu erhöhen. Für mehr Biodiversität könne durch Blühstreifen im öffentlichen Raum, aber auch in privaten Gärten gesorgt werden,

meinte Nicole Neumann. Im Rahmen einer Radtour wollen die Mitglieder der Borgfelder Initiative geeignete Flächen finden. „Auch die Eigentumsverhältnisse müssen dann geklärt werden“, sagte Nicole Neumann. Andere Vorschläge gehen dahin, bestehende Grünflächen durch Bepflanzung aufzuwerten, beispielsweise Baumscheiben, oder Flächen zu entsiegeln. „Wenn wir diese ganzen guten Ideen umsetzen wollen, brauchen wir noch mehr Menschen“, lud Nicole Neumann Interessierte ein, sich der Initiative anzuschließen. Erreichbar ist „Borgfeld KlimAktiv“ über die EMail-Anschrift: borgfeld.klimaktiv@ yahoo.com WR

Setzen sich für praktischen Klimaschutz in der Nachbarschaft ein (v.l.): Nicole Neumann, Helmut Zechmann, Simone Köppe und Frank Plaßmeier von „Borgfeld KlimAktiv.“ Foto: pv
zweier ganz unterschiedlicher „Heimspiele“ meldete die ÖVB Arena Mitte März innerhalb von fünf Tagen „sold out“. Erst begeisterte die Delmenhorster
Sängerin Sarah Connor ihre knapp 10.000 Fans. Wenige Tage später freuten sich 9.458 Handballfreunde über einen Auftritt des Habenhausers Miro Schluroff im Trikot der deutschen Nationalmannschaft gegen Ägypten. rl

Sarah Conner erhielt vor ihrem Konzert die „Sold-OutAuszeichnung“.
Foto: Marco Meister
MarinKristo ist neuer Sprecher der Wirtschaftsjunioren Bremen. Auf der Jahreshauptversammlung im Haus Schütting wählten die über 70 anwesenden Mitglieder den Vorstand für das Jahr 2026. Der selbstständige Web-Entwickler sowie Online-Marketing-Berater übernimmt damit die Sprecherrolle im Führungstrio des Juniorenkreises der Handelskammer Bremen. Ihm zur Seite stehen Jens Schneider, der die Rolle als Past Speaker übernimmt, sowie Philipp Troitzsch als Incoming Speaker. Irina-Maria Gabelmann schied turnusgemäß nach drei Jahren intensiver Arbeit als bisherige Past Speakerin aus dem Vorstand aus.

Der neue Vorstand richtet den Blick bereits auf die Hanseraumkonferenz 2027, die in Bremen stattfinden wird. Die Hanseraumkonferenz ist das höchste beschlussfassende Gremium der Wirtschaftsjunioren im norddeutschen Raum und gleichzeitig Plattform für Impulse, Austausch und Netzwerkmöglichkeiten. Damit holt der Juniorenkreis der Handelskammer Bremen eines der wichtigsten Treffen des Hanseraums zurück an die Weser. WR
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der Aktion „Eisbaden für den Wärmebus“ hat der Lions-Club Bremen-Wümme nicht nur einen Nerv getroffen – rund 450 Menschen beteiligten sich im Januar an dem eiskalten Badevergnügen in der Weser – sondern auch die Herzen der Schwimmerinnen und Schwimmer. Insgesamt 5.925 Euro kamen bei der Benefizaktion zusammen, gespendet sowohl von einer anonymen Spenderin als auch von den Veranstaltern und Beteiligten.

Energieverbrauch: 53,5 kWh/(m² a), Verbrauchsausweis, Wohngebäude, Baujahr: 2007, wesentlicher Energieträger: Heizwerk , fossil , Energieeffizienzklassen: B
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Die Gesamtsumme geht nun an den Verein für Innere Mission in Bremen, der das Geld für Suppenterrinen, Snacks, warme Kleidung und Schlafsäcke für Nutzer und Nutzerinnen des WärmeBusses der Wohnungslosenhilfe verwenden wird. Henner Flügger, Präsident des Lions-Club Bremen-Wümme, zeigt sich überwältigt angesichts der großen Teilnahme und der Spendenbereitschaft. „Wir haben, als wir
Henner Flügger, Präsident Lions-Club BremenWümme, Thomas Krebs, kaufmännischer Vorstand Innere Mission Bremen und Jürgen Döhren (v.l.), Vorsitzender Schwimmverein Bremen von 1910 bei der Spendenübergabe. Foto: Verein für Innere Mission in Bremen
das Eisbaden geplant haben, nicht mit diesem immensen Zuspruch gerechnet. Das ist wirklich ein toller Erfolg und wir sind überglücklich, jetzt mit einer solch hohen Summe die Arbeit des Wärmebusses unterstützen zu können.“ WR
Als diakonischer Komplexträger bringt der Verein für Innere Mission in Bremen eine umfangreiche Expertise in der Versorgung von unheilbar erkrankten Menschen in ihrer letzten Lebensphase mit. Sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Ziel gesetzt, die unterschiedlichen Belastungen – wie psychische Not, spirituelle Probleme, Übelkeit oder Luftnot – der ihnen anvertrauten Menschen zu lindern.
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„Zuhause“ – das antworten viele Menschen auf die Frage, wo sie ihre letzte Lebensphase verbringen möchten. Bei einer Person mit einer weit fortgeschrittenen, unheilbaren

Erkrankung ist dies oft sehr herausfordernd. Damit dies gelingt, ist das Team der mission:palliativ gemeinsam im Einsatz.
Ort für letzte Momente
Das Andreas-Hospiz in HornLehe befindet sich im ehemaligen
Gemeindehaus der Andreas-Gemeinde. Es bietet Platz für acht unheilbar erkrankte Menschen. Die Gäste werden durch ein multiprofessionelles Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen individuell begleitet.
Mehr: inneremission-bremen.de
Spezialisierte ambulante
Palliativversorgung (SAPV)
Tel. 0421 34967-3300
Stationäres Hospiz in Horn
Tel. 0421 34967-2500
Im Verbund des



/ Fotos: Gabi Piontkowski
Die Planungen für das Borgfelder Weinfest, das am 16. und 17. Mai 2026 in BorgfeldMitte stattfindet, laufen auf Hochtouren. „Knapp 50 Standbetreiber haben sich bereits angemeldet“, teilte Timon Hilken, der Vorsitzende des Fördervereins der Borgfelder Vereine, mit. Der neu gegründete Verein übernimmt in diesem Jahr erstmals die Organisation des Festes, das sich mittlerweile weit über Borgfeld hi-
naus einen Namen gemacht hat. Insgesamt 15 Winzer und Weinhändler haben ihr Kommen zugesagt. „Das sind mehr als im letzten Jahr“, bemerkte Ingo Buchenau, der im Orga-Team für den Standaufbau und die Technik zuständig ist. Winzer aus Kirchheim, Dorsheim, Eußenheim und sogar aus Österreich sind dabei. Darunter altbekannte wie das Weingut Decker, aber auch viele neue Anbieter. Die Anzahl der Bierstände ist dagegen etwas zurückgegangen. „Trotzdem gibt es ein ausreichendes
Angebot“, sagte Ernst Köhnken, der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. Hinzu kommen mehrere Cocktailstände und auch das Borgfelder Whisky-Kontor, eine Nachbarschaftsinitiative aus Borgfeld-West, ist mit einer Auswahl erlesener Whiskys und anderen Drinks wieder dabei. Zu essen wird es neben Bratwurst, Kartoffelpuffern, Maiskolben und Meeresspezialitäten auch wieder Langosch, Crepes und Eis geben. Beteiligen tun sich auch in diesem Jahr wieder Borgfelder Geschäftsleute,

Gut geplant ist halb gefeiert: Das Organisationskomitee muss unter anderem die Plätze für mindestens 50 Standbetreiber festlegen und Orte für Toiletten und das Spülmobil berücksichtigen.

Vereine und Initiativen. Die evangelische Kirchengemeinde verkauft Kaffee und Kuchen, die CDU Wein für einen guten Zweck, der SC Borgfeld Flammkuchen und Wein, „Illy’s Livingroom“, das neue Deko- und Möbelgeschäft in der Ortsmitte, Strandwein. Die Bekleidungsgeschäfte A’riva und Lütje Lü und auch das Reisebüro und der Geschenkartikelladen „Glücksmomente“ sind wieder mit Ständen vertreten. Für die Kinder gibt es Kinderschminken, Entenangeln und Bungee-Jumping. Die Wirtschaftsjunioren haben angekündigt, auch in diesem Jahr wieder eine Tombola durchzuführen, deren Erlös einem guten Zweck zugutekommen soll. Die Stände alle richtig zu platzieren sei in jedem Jahr ein kleines Kunstwerk, sagte Ingo Buchenau. Er schob maßstabsgerechte kleine Papierschnipsel auf einer großen Karte hin und her, bis es passte. Auch der Standort des Spülmobils und der Toiletten müsse berücksichtigt werden. Erstmals in diesem Jahr wird es neben dem etablierten Sicherheitskonzept auch ein Awareness-Konzept nach dem Vorbild anderer Feste wie zum Beispiel der Bre-

minale geben. Dafür zeichnet Rabia Güler, die neu zum Team hinzugestoßen ist, verantwortlich. Durch Westen gekennzeichnete Personen stehen dann als Ansprechpartner bei Belästigungen zur Verfügung. Frank Harreß, der Musikverantwortliche des Orga-Teams, wird auch in diesem Jahr wieder ein Musikprogramm mit verschiedenen Live-Bands zusammenstellen.
„Die Kosten für das Fest sind in den letzten Jahren durch die Auflagen deutlich gestiegen“, erklärte der Finanzverantwortliche Thomas Kaessler. Umso erfreulicher sei es, dass mit AdlerSolar und der Haubner Group auch in diesem Jahr wieder zwei Hauptsponsoren gefunden werden konnten. Weitere Helferinnen und Helfer, die das Weinfest tatkräftig unterstützen möchten, sind herzlich willkommen und können sich unter info@borgfelder-weinfest.de melden.
Das Borgfelder Weinfest findet statt am:
Samstag, 16. Mai 2026 von 15 Uhr bis 1 Uhr
Sonntag, 17. Mai 2026 von 12 Uhr bis 18 Uhr

















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Dr. med. Claudia Schultz-Wildelau
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Lebzeiten kaum bekannt, später als Pionierin der Moderne gefeiert und heute als eine der bedeutendsten deutschen Malerinnen weltberühmt: Paula Modersohn-Becker. Anlässlich ihres 150. Geburtstages am 8. Februar 2026 und in Kooperation mit dem Paula Modersohn-Becker Museum, die das große Jubiläumsjahr von Paula Modersohn-Becker feiert, widmen sich 50 Bremer Kunstschaffende ihrem Lebenswerk. Malerei, Linoldruck, Collagen, Skulpturen und Installationen: nahezu 200 Werke sind noch bis zum 30. Mai, mittwochs bis samstags von 12 bis 18 Uhr, in der City-Galerie bei freiem Eintritt zu sehen. Diese ist seit 14 Jahren Zwischennutzungsprojekt der City-Initiative Bremen in der Lloyd Passsage 40, und wird von der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation gefördert.
„Unsere City-Galerie ist mit stets

Katja Bronner steuerte dieses Gemälde zur Paula-Ausstellung in der City-Galerie bei.
aktuellen wechselnden Ausstellungen, ein für alle Menschen offenstehendes Kulturangebot für Bremerinnen und
































Bremer jeden Alters. Sie bietet sowohl Kunstversierten, Kunstinteressierten als auch einfach Neugierigen vielfältigen Kunstgenuss und ist eine Plattform für viele freie Bremer Künstlerinnen und Künstler“, sagt Carolin Reuther, Geschäftsführerin der CityInitiative Bremen Werbung. Die Kunstausstellung in der City-Galerie ist eine Kooperation mit dem Paula Modersohn-Becker-Museum.
Die Kunstschaffenden sind während der Ausstellung in der City-Galerie vor Ort und freuen sich auf einen lebendigen Austausch mit Interessierten. Ihre Werke können bestaunt und später erworben werden. „Die CityGalerie ist ein schönes Beispiel dafür, wie kreative Zwischennutzungen unsere Innenstadt bereichern und neue Begegnungsorte schaffen können“, sagt Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt. WR




































30 Borgfelderinnen und Borgfelder beteiligten sich auch in diesem Jahr wieder am Borgfelder Dorfputz. Der Bürgerverein Borgfeld hatte dazu im Rahmen der Bremer Aufräumtage eingeladen. „Wenn der Schnee geschmolzen ist, kommt da doch einiges zum Vorschein“, sagte die Vorsitzende des Bürgervereins, Sandra Kwijas. „Durch die Gemeinschaftsaktion wollen wir unseren dörflich geprägten Ortsteil, der zum Spazierengehen und Aufhalten in der Natur einlädt, sauber halten“.
Ausgerüstet mit Handschuhen und Zangen zogen die Teilnehmer durchs Dorf, die jüngste Teilnehmerin war 1 ½, der älteste über 80. Gefunden wurden so manch skurrile Dinge, zum Beispiel eine Geldkassette. „Die stammt bestimmt aus einem Bruch“, sagte Ernst Köhnken, der stellvertretende Vorsitzende des Bürgervereins. Der Tischlermeister Manfred Wellhausen, der mit seinem Firmenfahrzeug den zusammengetragenen Müll zu den Sammelplätzen brachte, fand sogar noch einen Tannenbaum. „Der ist wohl
von Weihnachten übergeblieben“, bemerkte er trocken. Anhand des Mülls könne man auch das Konsumverhalten der Kohlwanderer ausmachen, mutmaßte Heiko Kothe: „Erst fanden wir am Großen Moordamm ganz viele Prosecco-Flaschen, danach dann Wodka Gorbatschow“. Überall wo Bänke stand, hätten zudem Flachmänner herumgelegen. Ingo Killus hatte auf dem Hof der Borgfelder Grundschule jede Menge Pfanddosen zusammengetragen. „Leider zu schmutzig, um sie zurück zum Laden zu bringen“, sagte er. Ansonsten hätte man wohl die eine

Dorfputz in Borgfeld, das Foto zeigt Sandra Kwijas (r) und Birgit Wellhausen sowie einen Mitarbeiter von Birgit Wellhausen. Foto: Piontkowski
oder andere Tüte mit Brötchen davon finanzieren können. Gerd Hüls fand im Gebüsch des Spielplatzes in BorgfeldWest benutzte Kinderwindeln. Andere Teilnehmer berichteten von Bauschutt und Plastikeimern mit Steinen, die am Borgfelder Deich illegal entsorgt worden waren. Ärgerlich seien auch die vielen Kippen, die achtlos an den Haltestellen weggeworfen würden, sagte Nicole Neumann, die Schadstoffe darin würden auch aufs Grundwasser durchschlagen. Ortsamtsleiter KarlHeinz Bramsiepe, der selbst mitgesammelt hatte, bedankte sich für die Aktion: „Jeder, der teilgenommen hat, weiß, wie sinnvoll es ist, den Müll nicht einfach achtlos in die Gegend zu werfen“. Nach dem Müllsammeln lud der Bürgerverein alle fleißigen Helfer zu Erbsensuppe ins Ortsamt ein. „Im Herbst wollen wir dann noch eine Müllsammelaktion außer der Reihe auf die Beine stellen“, kündigte Sandra Kwijas an. Sie sei zuversichtlich, dass die Stadt die Initiative dann mit Müllsäcken und anderem Equipment unterstütze. gpi
































































