Gelbe Karte, wenn man Plastik und Kippen in die Biotonne wirft
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Beweisaufnahme eingeschränkt
Der Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Staatsratsaffäre darf auch Politiker der CDU vorladen. Das entschied der Staatsgerichtshof, nachdem CDU und FDP dagegen geklagt hatten. Fraktionsinterna dürfen jedoch kein Inhalt der Vernehmung sein. pb
Warnung vor Bedrohungen
Ab sofort nutzt der Verfassungsschutz Bremen die Info-Screens des Medienhauses Ströer, um vor Desinformation, Bedrohungen und aktuellen Entwicklungen im Extremismus zu warnen. Die Meldungen werden mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz sowie der Polizei abgestimmt. lcs
Zeuginnen und Zeugen gesucht
Am späten Mittwochnachmittag kollidierte ein 85-jähriger Mann auf einem E-Scooter mit einem 37-jährigen Fahrradfahrer, als beide die Weserpromenade in Richtung Weserstadion befuhren. Die Polizei Bremen bittet Zeuginnen und Zeugen, sich unter 0421 / 36 21 48 50 zu melden. lcs
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SAMSTAG, 25. APRIL 2026
Csilla Kudor
Bremer Künstlerin gestaltet
Wohnblock-Wände in Berlin
NR. 3805/56. JAHRGANG
Friedl nach Sperre zurück
Gegen den VfB Stuttgart hat Daniel Thioune die Qual der Wahl in der Innenverteidigung
Wer macht das Licht wieder an?
Fahrgast bemüht sich regelmäßig um die Reparatur von Beleuchtung an Haltestellen
LAURA STACHE
Öffentliche Verkehrsmittel gehören für viele Bremerinnen und Bremer zum Alltag – so auch für Uwe Köster. Doch wenn er zu Randzeiten unterwegs ist, steht er oft im Dunkeln. Wiederkehrende Probleme mit der Beleuchtung der Haltestellen sowie unklare Zuständigkeiten sorgen bei dem Fahrgast für anhaltenden Frust.
„Weil ich schichtarbeitsbedingt frühmorgens und spätabends den Bus nutze, ärgere ich mich oft über unbeleuchtete Haltestellen“, sagt er. Dunkle Wartebereiche seien nicht nur unangenehm, sondern könnten auch ein Sicherheitsrisiko darstellen.
In der Vergangenheit habe die Kommunikation noch funktioniert: Meldungen an die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) seien aufgenommen und Defekte innerhalb einer Woche behoben worden, schildert Köster. Doch zuletzt wurde er aufgrund häufiger Meldungen direkt an die Firma Wall und an die Stadt verwiesen. An den gemeldeten Haltestellen hätte sich dann aber wochenlang nichts getan. „Mir geht es auch generell darum, dass es nicht sein kann, dass
sich der Fahrgast um technische Defekte wie kaputte Haltestellenbeleuchtung selber kümmern muss“, ärgert sich Köster, nachdem er sich bei drei verschiedenen Anlaufstellen um eine Reparatur bemühte.
Die BSAG betreibt die Fahrgastunterstände nicht selbst
Es stellt sich die Frage: Wer ist denn tatsächlich zuständig für die Beleuchtung? Zumal es unterschiedliche Lichtquellen in und um die Haltestellen gibt: Leuchten im Dach der Unterstände, integrierte Werbetafeln und benachbarte Straßenlampen. Obwohl die BSAG wie die offensichtliche Wahl erscheint, betreibt sie die Fahrgastunterstände nicht selbst und ist somit auch nicht für die Beleuchtung zuständig: „Die Grundbeleuchtung unserer Haltestellen –quasi außerhalb der Fahrgastunterstände – ist üblicherweise Sache der Stadt Bremen. Die Beleuchtung in den Fahrgastunterständen hingegen wird durch die Eigentümer betrieben, die Firma Wall“, sagt
Andreas Holling, Pressesprecher der BSAG.
Das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) zählt eine gezielte Grundbeleuchtung der Wartehäuschen erstmal nicht zu ihren Aufgaben. Die bestehende Beleuchtung werde nicht angepasst, sollte beispielsweise ein neues Wartehäuschen aufgestellt werden, so Andrea Voth vom ASV. Vielmehr sorge das Amt allgemein für die Beleuchtung öffentlicher Verkehrsflächen mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit für sämtliche Verkehrsteilnehmende sicherzustellen. Schadensmeldungen an das ASV werden an die SWB Beleuchtung weitergeleitet, sodass defekte Lampen in der Regel binnen fünf Tagen von deren Fachkräften ausgetauscht werden, sagt Voth. Seit dem 1. April ist die SWB Beleuchtung für Betrieb, Wartung und Erneuerung der öffentlichen Beleuchtung in Bremen zuständig. Um jegliche integrierte Beleuchtung der Fahrgastunterstände kümmert sich letztlich die Firma Wall. In Bremen betreut sie rund 1000 Standorte. Ziel ist es, Reparaturen innerhalb von 24 Stunden vorzunehmen, heißt es von dem Betreiber. „In Fällen, wo die Ursa-
che der Störung im Stromnetz liegt, müssen wir den lokalen Energieversorger hinzuziehen. Dies kann eine längere Bearbeitungszeit zur Folge haben“, sagt Christian Knappe, Pressesprecher von Wall. Darüber hinaus überprüfe man die Unterstände aber regelmäßig und sei im Austausch mit der Stadt, der BSAG und der Öffentlichkeit, sodass Schadensmeldungen üblicherweise auf verschiedenen Wegen bei der Firma eingehen – so auch auf direktem Wege von Privatpersonen. Darauf folgt immer eine technische Überprüfung, so Knappe. An einer der von Uwe Köster genannten Haltestellen im Bremer Osten konnten die Mitarbeitenden von Wall beispielsweise eine defekte Zeitschaltung feststellen, die nun erneuert wurde. Somit muss Köster vorerst nicht mehr im Dunkeln warten.
Für defekte Beleuchtung im öffentlichen Verkehrsraum können Bürgerinnen und Bürger sich rund um die Uhr unter 0800 / 887 60 60 melden (Beleuchtungsstörfälle SWB Netze), bei Defekten innerhalb von Fahrgastunterständen hingegen ist die Firma Wall unter der Service-Hotline 0800 / 092 55 24 erreichbar.
Wegen mangelnden Kerosins auf Flugreisen in 2026 verzichten?
Pro Emanuel Herold Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Wirtschaft der Grünen-Bürgerschaftsfraktion Contra ACHIM WEHRMANN Hauptgeschäftsführer des Deutschen Reiseverbands, DRV
Der Iran-Krieg hat starke Auswirkungen auf die Luftfahrt. Eine kurzfristige Reduktion des Flugverkehrs könnte durch Treibstoffknappheit schon bald erzwungen werden. Freiwilliger Verzicht aufs Fliegen spart Treibstoff und Emissionen. E ine dauerhafte Reduktion des Flugverkehrs ist ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz – auch weil emissionsarme Flugzeugmodelle leider auf sich warten lassen.
Der Umstieg auf die Schiene sollte durch Investitionen i n die Bahn, ein günstigeres Deutschlandticket und eine Stärkung von Interrail befördert werden. Das hat aber Rückwirkungen auf die Einnahmen von Flughäfen: Für s ie stellt sich die Frage nach einem langfristig tragfähigen Geschäftsmodell. Bremen ist auf seinen Flughafen als Wirtschaftsinfrastruktur angewiesen, weshalb wir den S anierungspfad konsequent weitergehen. Im Falle einer akuten Treibstoffkrise sollten staatliche Hilfen für den Standort kein Tabu sein.
BREMEN KOMPAKT
Ein Verzicht auf Flugreisen wegen eines befürchteten Kerosinmangels wäre das falsche Signal. Trotz der geopolitischen Spannungen ist die Versorgungslage stabil. Weniger Reiseverkehr hätte gravierende Folgen für die Zielgebiete. In zahlreichen Urlaubsregionen sichert der Tourismus Einkommen, Beschäftigung und soziale Stabilität. Tourismus ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Bleiben Reisende aus, verlieren ganze Regionen in vielen Ländern Perspektiven. Die Folge wären wirtschaftliche Not, Instabilität und Abwanderung. Auch i n Deutschland steht viel auf dem Spiel: Reiseveranstalter, Reisebüros, Flughäfen und die vielen anderen Unternehmen der Reisewirtschaft sichern tausende Arbeitsplätze. Reisen ist weit mehr als nur Erholung, Reisen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, stärkt i nternationale Beziehungen und sichert wirtschaftliche Resilienz. Wer jetzt auf Flugreisen verzichtet, schwächt n icht nur die Branche, sondern auch die Menschen in den Zielgebieten spürbar.
Im Rahmen der europaweiten Speedweek hat die Polizei vom 13. bis 19. April in Bremen umfangreiche Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 3.578 Tempoverstöße registriert, zudem verhängten die Einsatzkräfte rund 50 Fahrverbote. Ein Schwerpunkt war der „Blitzermarathon“ am 15. April, bei dem allein über 800 Verstöße festgestellt wurden. pb
Zwei Sportprojekte aus Bremen erhalten Bundesförderung: In Horn-Lehe wird der Kunstrasenplatz an der Sportanlage Curiestraße saniert und die Anlage erweitert. Dafür stehen rund 1,2 Millionen Euro bereit. In Blumenthal wird der Rotgrandplatz der Sportanlage Burgwall mit einer Fördersumme von über 1,2 Millionen Euro saniert. lcs
Die Bremische Bürgerschaft hat die Einführung der 41-StundenWoche für Beamtinnen und Beamte beschlossen. Der Senat sieht den Schritt als notwendig für die Haushaltskonsolidierung an. Ab dem 1. Juli erhöht sich die Wochenarbeitszeit um eine Stunde. CDU, FDP, sowie die Gewerkschaft Verdi kritisieren den Beschluss. pb
600 Gelbe Karten gegen falschen Müll
So erwischt einen die Stadtreinigung, wenn man Plastik oder Windeln in die Biotonne wirft
MARCUS SCHMIDT
Peter Müller von der Stadtreinigung Bremen hebt eine Biotonne in „seinen“ Müllwagen. Sie kippt nach vorn. Zwei Kameras und eine künstliche Intelligenz ermitteln den Inhalt. Zwei rote Lichter blitzen auf: „Falscher Müll, der nicht in die Biotonne gehört“, stellt der Lader fest. Hier hatten Kolleginnen absichtlich Plastiktüten für einen Test reingepackt. Jetzt greift Müller nach einer Gelben Karte mit Informationen für den Tonneneigner –und hängt sie an den Deckel. Auf ihr steht, was man bei Fremdstoffen machen muss. Heute nimmt Müller den Behälter noch mit, teilt nur Infos über Plastik, Metalle und Restmüll mit. Ab dem zweiten Halbjahr bleiben dann falsch befüllte Tonnen stehen, bis sie vom Besitzer aufgeräumt sind.
„Seit dem 2. März werden die Biotonnen im Rahmen der regulären Leerung stichprobenartig überprüft“, erklärt Pressesprecherin Lena Hartman. Während des – professionell „Schüttvorgang“ genannten –Entleerens, sieht auch der Fahrer auf einem Monitor, ob etwas nicht stimmt.
Der Augenblick der Wahrheit: Ist zu viel Müll drin, der nicht in die Biotonne
Müller hat bei der Probeschüttung ein Rotlicht (o. r.). Die Testtonne
und die Kundinnen und Kunden zeigen meist Verständnis.“
Die Gelbe-Karten-Phase sei auf etwa sechs Monate angelegt. Gatena nennt als Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern ausreichend Zeit zu geben, „ihr Trennverhalten zu überprüfen“.
Ab dem zweiten Halbjahr schließe sich die Rote-KartenPhase an. Wer dann Biotonnen mit einem zu hohen Anteil an Fremdstoffen befüllt, bekommt sie voll zurück. Als Bioabfälle gelten zum Beispiel Balkonpflanzen, Essensreste wie Brot, Fleisch oder Gemüse. In kleinen Mengen seien auch Gras, Laub, Strauchschnitt und Papier erlaubt. Die Bioabfallverordnung vom Mai 2025 macht es amtlich. Verpackte Lebensmittel, Windeln, Zigarettenkippen, alles Plastik, Glas, Holz oder Staubsaugerbeutel gehören dort nicht rein. Gatena weiß: „Derzeit werden etwa 600 Gelbe Karten pro Tag verteilt.“
Grundstein für Big Player
Bremen gewinnt
Förderung für Wasserstoff
Als erste Region Deutschlands wird in Bremen ein „Hydrogen Valley“ errichtet. Dabei handelt es sich um Modellregionen, in denen Wasserstoff nicht nur produziert, sondern auch vermarktet, verschifft und verbraucht werden soll. So soll verhindert werden, dass einzelne Teilbereiche der Wertschöpfungskette durch einen Flaschenhalseffekt abgehängt und vernachlässigt werden. Die Förderung durch die EU beträgt 9 Millionen Euro, zudem sind private Investitionen von den 27 beteiligten Partnerunternehmen geplant. Eine Kofinanzierung des Landes ist nicht erforderlich.
Dass dieses Projekt tatsächlich bei der Ausschreibung der EU Priorität bekommen hat, sei laut Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation keine Selbstverständlichkeit. Es hätten
g rößere Projekte mit mehr Teilnehmern zur Auswahl gestanden.
Durch die vielfältigen Partnerunternehmen sei jedoch eine Ganzheitlichkeit in der Umsetzung gegeben, die Bremen in die Karte spielte. Außerdem ist eine grüne Wasserstoffwirtschaft explizit ein Ziel der Bremer Klimaschutzstrategie 2038, die nun geplanten Projekte seien ein Grundstein für die Big Player, so Kevin Schalk, Projektleiter des Hydrogen Lab Bremerhaven.
Bereits 18 Hydrogen Valleys in ganz Europa wurden durch die Förderung der EU errichtet, trotzdem soll Bremen in Zukunft als Blaupause dienen, und das habe wohl Erfolg. „Es waren bereits Besuchergruppen aus Kenia und Singapur vor Ort“, berichtet Andreas Wellbrock, Geschäftsführer der Firma Green Fuels. f ls
Stadt Bremen von Eins auf Drei
Die Stadt Bremen galt bisher als „Kriminalitätshochburg“ Nummer eins in Deutschland. „Diesen Platz sind wir nun los“, freut sich unter anderem René Möller, der Pressesprecher von Innensenatorin Eva Högl. Er fügt auch zu: „Ja, Statistiken sind immer Auslegungssache.“ Aber nach der neuesten Polizeilichen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes liegt Frankfurt am Main mit amtlichen 15.026 Fällen pro 100.000 Einwohner auf Platz eins. Es folgt die Hauptstadt Berlin mit 13.642. Die Hansestadt Bremen hat sich mit 13.559 Fällen nach unten auf den dritten Platz verbessert. Die Nachbarstadt Hannover kommt mit 12.849 Fällen auf den fünften Rang. Hamburg glänzt mit 11.196 Fällen je 100.000 Bürgerinnen und Bürgern auf dem zwölften Platz. Im Ranking betrachtet wurden Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. mas
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gehört? Lader Peter
enthielt Plastik. Foto: Schlie
Nach Maria und Jesus kommt Josef
Bremer Künstlerin Csilla Kudor bereitet drittes großes Fassadenbild für Berliner Wohnblock vor
ROBERT LÜRSSEN
Eigentlich malt Csilla Kudor lieber auf Leinwand in ihrem Schwachhauser Atelier als an einer Hauswand. „Man sieht nicht, was man malt“, erklärt sie. Doch demnächst wird sie wohl wieder auf ein Gerüst im Berliner Stadtteil Spandau klettern, um ihren Entwurf mittels Raster an die Wand zu bringen. Bereits zum dritten Mal hat die Künstlerin den Auftrag für ein riesiges Fassadengemälde an dem 360 Wohnungen umfassenden Häuserkomplex in der Hauptstadt angenommen. Der Auftraggeber mag es offenbar religiös. Die erste Stirnwand des Wohnkomplexes ziert seit 2024 eine sechs Stockwerke hohe Darstellung der Jungfrau Maria. Im vergangenen Jahr kam dann ein zweites Gemälde dazu, dass Jesus zeigt, wie er von einem Boot aus vor Personen am Ufer eine Predigt hält. Die Personen stammen dabei aus unterschiedlichen Epochen. Ein römischer Soldat ist dort ebenso zu entdecken wie Schulkinder und der Auftraggeber des Bildes mit Aktentasche unter dem Arm.
Csilla Kudor studierte in Rumänien Informatik, bevor sie ihrer Leidenschaft nachgehen konnte und in Budapest und später an der Kunstakademie Düsseldorf bei Markus Lüpertz Kunst studierte. Foto: Schlie
Flut-Bühne 2026 wieder am Osterdeich
PHILIPP BEHRBOM
Den See, der die landschaftliche Grundlage für das Motiv bildet, gibt es in der Nähe des Wohnkomplexes tatsächlich. Und so tauchen die Gebäude dann auch im Hintergrund des Bildes selber auf. „Inklusive Maria“, macht Kudor mit einem verschmitzten Lächeln auf das Detail aufmerksam. Etwa zwei Monate hat sie vor Ort an dem mehrere Meter großen Motiv gearbeitet. „Der Auftraggeber hat es sich zwischendurch anders überlegt und ich musste von vorn anfangen“, berichtet die Künstlerin schulterzuckend. Ursprünglich habe eine
Josef-Darstellung auf die Wand gesollt. „Der kommt jetzt auf diese Wand“, sagt Kudor und deutet auf eine Seite an ihrem Modell der Siedlung. Auch die anderen Wände wurden nach ihren Entwürfen gestaltet. Ein Raum weiter überrascht das Modell einer lebensgroßen Figur das Auge des Besuchers. Der Kopf fehlt noch, doch ein Mikrofon in der Hand deutet daraufhin, dass es wohl eine Musikerin werden wird. Ebenfalls eine Auftragsarbeit. Wessen Kopf die Statue einmal tragen wird, will Kudor nicht verraten. „Erst wenn sie in Bronze gegossen ist“, erklärt sie. Immerhin so viel lässt sie durchblicken: Der Auftrag kommt aus dem Ausland und es geht um einen international bekannten Popstar.
auf alle Terrassendächer und Sommergärten!
Zurück zu den Fassadenbildern. Einen echten Kudor kann man auch an der Thedinghauser Straße in der Bremer Neustadt bewundern. Ebenfalls ein christliches Motiv und sozusagen der Ausgangspunkt für den mehrteiligen Auftrag in Berlin. „Eigentlich ist das gar nicht mein Ding“, meint die gebürtige Rumänin, die mal wegen der Liebe nach Bremen kam und hier Wurzeln schlug. „Ich konzentriere mich lieber auf meine Kunst und auf Ausstellungen.“
„Ihre Kunst“ das sind in erster Linie zeitgenössische Gemälde, die sich thematisch mit sozialen Missständen beschäftigen und durch ihren Stilmix überraschen. Einen Eindruck bekommt man auf csillakudor. de
In der vergangenen Woche haben die Veranstalterinnen und Veranstalter der Breminale eine der größten Neuerungen ihrer Geschichte bekannt gegeben: den Breminale-Fanclub. Unter der Woche gab es zudem einen ersten kleinen Happen Informationen zum Bühnenkonzept. Nachdem das Kulturzentrum Lagerhaus 30 Jahre lang auf der Flutbühne ausgewählte Newcomer-Acts aus dem Rock- und Pop-Underground an den Osterdeich gespült hat, war das Lagerhaus zwei Jahre ohne eigene Bühne auf der Breminale vertreten. Dort, wo die Flutbühne in den Jahren zuvor den Deich zierte, stand das Riesenrad. Auf der anderen Weserseite im Licht-Luft-Bad auf dem Stadtwerder veranstaltete das Lagerhaus ein kostenpflichtiges Musikangebot mit bekannten Künstlerinnen und Künstlern wie King Hannah und Lovehead
im vergangenen Jahr oder der Band Alltag im Jahr 2024. Ein Gegensatz zur sonst kostenlosen Breminale. Jetzt kommt die Flut zurück.
David Weingärtner, Geschäftsführer der Breminale, bestätigte am Dienstag im Beirat Mitte, dass das Lagerhaus zur kommenden Breminale vom 1. bis zum 5. Juli auf dem größten kostenlosen Festival der Stadt eine Bühne stellen wird. Also zehn statt neun Bühnen. „Da sind wir wirklich extrem froh darüber, dass die Kolleginnen und Kollegen das in diesem Jahr wieder realisieren können“, so Weingärtner. Wie es mit der Nutzung des Licht-LuftBads aussieht, ist indes noch offen – Musik soll es dort wohl keine geben. Weitere Informationen dazu wollen die Veranstalter im Mai bekanntgeben. Insgesamt rechnen die Veranstalter auch in diesem Jahr wieder mit rund 160.000 Besucherinnen und Besuchern.
Fassadenbild in Berlin Foto: pv
Die Flut Bühne des Lagerhauses war in den vergangenen Jahren nicht auf der Breminale. 2026 feiert sie Comeback. Foto: Archiv
Nerven behalten beim Sparplan lohnt sich
SASCHA OTTO
Senior Manager Treasury bei der Sparkasse Bremen
Die Märkte schwanken, die Schlagzeilen überschlagen sich – und selbst erfahrene Anlegerinnen und Anleger zweifeln: Sparplan pausieren oder weiterlaufen lassen? In ruhigen Zeiten ist die Antwort einfach: regelmäßig investieren, langfristig denken. Doch in turbulenten Phasen wird diese Disziplin auf die Probe gestellt. Dabei zeigt die Erfahrung: Wer konsequent investiert, profitiert vom Durchschnittskosteneffekt – und kauft in schwachen Marktphasen automatisch günstiger nach. Wer hingegen aussetzt, riskiert, den Wendepunkt zu verpassen. Denn wann der Tiefpunkt erreicht ist, lässt sich erst im Rückblick erkennen. Es gilt: Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden und können zu einem Kapitalverlust führen. Für die Märkte sind Rücksetzer Teil des Systems – für Anlegerinnen und Anleger aber auch eine Chance. Wer in solchen Phasen am Ball bleibt, nutzt die Schwankungen zu seinem Vorteil und legt die Basis für den langfristigen Vermögensaufbau.
KLIMATIPP
Natürlich sauber mit Hausmitteln
SVENJA KOLLENDA
Klimaschutzagentur Energiekonsens
Die Tage werden heller, Staub wieder sichtbarer – höchste Zeit für den Frühjahrsputz! Wer dabei umweltschonend vorgehen möchte, sollte auf herkömmliche Putzmittel verzichten: Sie enthalten oft unnötige Chemikalien und kommen in Plastikflaschen daher. Mit bewährten Hausmitteln lassen sich wirksame Reiniger einfach selbst herstellen. Ein echter Allrounder ist dabei Essig. Gemischt mit Wasser entfernt er Kalk in Küche und Bad und sorgt für streifenfreie Fenster. Natron neutralisiert zuverlässig Gerüche – einfach auf Teppich oder Sofa streuen, einwirken lassen und absaugen. Mit Wasser zu einer Paste vermischt, löst es zudem Fett und hartnäckigen Schmutz, etwa im Backofen oder auf Fliesen. Zitronensaft wirkt antibakteriell, duftet frisch und eignet sich ideal zum Reinigen von Kühlschränken oder Holzschneidebrettern.
Aromatische Gerichte mit Reis
SCHMECKT’S?
Der Restaurant-Test im Weser Report
Zafar
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Montag bis Sonntag von 11.30 bis 15 Uhr und von 17.30 bis 22 Uhr geöffnet 04 21 / 20 09 86 40 zafar-bremen.de
AMBIENTE
Gemütlich und schön hell ist es in dem kleinen Findorffer Restaurant mit der umlaufenden Terrasse. Die Fenster lassen viel Sonnenlicht in den dezent orientalisch geschmückten Raum. Warme Farben, viel Holz, ein großer Barbereich und rankende Grünpflanzen geben den Ton an. Dass hier liebevoll Hand angelegt wird, lässt sich an den frischen Blumen auf den Tischen erkennen. Trotzdem hat der Zahn der Zeit offensichtlich schon am Inventar genagt – das wird erkennbar vor allem an den zerkratzten Tischplatten.
ESSEN
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sehr weich gekochtem Gemüse: Aubergine, Zucchini, Paprika, Brokkoli, Blumenkohl und zartem Hähnchenfleisch. Von der Konsistenz erinnert uns das Gericht an ein Curry, auch wenn die Würzung eine andere ist. Dazu gibt es noch ein paar Scheiben arabisches Brot.
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„Alles
Am 30. April 2001 um 13 Uhr ging’s los: Zum ersten Mal war Bremen Eins in Bremen, Bremerhaven und umzu zu hören. Das Programm sollte die Zielgruppe 40+ erreichen und versprach damals „Die größten Hits – die schönsten Oldies“.
Der neue Sender war aus der Not geboren: Radio Bremen musste sparen und fusionierte deshalb die beiden Programme „Hansawelle“ und „Radio Melodie“. Hinzu kam, dass die Hörerschaft beider Wellen zuletzt deutlich geschrumpft war – unter neuem Namen sollte sich das ändern.
Erfolgreich in die Köpfe und Herzen
„Wir wollen wieder in die Köpfe und Herzen der Bremer und Bremerhavener“ – mit diesem Ziel des damaligen Programmchefs Peter Welfers ging vor 25 Jahren Bremen Eins an den Start. Mit dabei: informative Sendungen wie die „Rundschau“, die KultFormate „Beat-Club“ und „Pops tönende Wunderwelt“ oder die Nachrichten auf Plattdeutsch.
Das Konzept führte schnell zum Erfolg: Schon nach fünf Jahren hatte Bremen Eins deutlich mehr Hörerinnen und
Gute, Bremen Eins!“
Bremens meistgehörtes Radioprogramm wird 25
Hörer als die beiden vorigen Sender. Bis heute sind es laut der repräsentativen Befragung der Media-Analyse täglich rund 350.000 in Bremen, Bremerhaven und umzu.
25 spannende Jahre
Bremen Eins und die Hörerinnen und Hörer haben inzwischen viel miteinander erlebt: Nach Ausbruch des UkraineKrieges versammelten sich auf
nach Bremerhaven“ im vergangenen Jahr in aller Munde – und Ohren – war. Beim „Weihnachtswunder“ mit Live-Sendungen vom Weihnachtsmarkt zugunsten des Kinderhilfswerks, zeigte sich die Bremen Eins-Hörerschaft besonders spendabel, knapp 250.000 Euro kamen 2025 zusammen. Als legendär gilt auch heute noch die Party zum Zehnjährigen von Bremen Eins, die mit Auftritten u.a. von Wolfgang
Bremen Eins-Initiative Hunderte Menschen entlang des Weserufers und setzten bei der Aktion „Ein Licht für die Zuversicht“ ein Zeichen der Hoffnung. Die Bremen Eins-Radtour brachte drei Mal hunderte Menschen im Sendegebiet zusammen, genauso wie die Bremen Eins-Hymne „Zur Sail
viel Erfolg!
„Nach müde kommt doof“
Warum JUK und Katharina es trotzdem lieben, den Morgen zu moderieren
WESER REPORT: Moin Ihr beiden, Ihr kommt gerade aus der Frühsendung. Wie fühlt Ihr Euch?
JENS-UWE KRAUSE (JUK): Das alte Sprichwort trifft zu: „Nach müde kommt doof“, aber wir sind auch in einem seltsamen Hoch nach so einer Sendung, alles ist lustig.
Wie würdet Ihr Eure Hörerinnen und Hörer beschreiben?
JUK: Die Menschen, die wir treffen, sind zu 99 Prozent familiär freundlich. Sie hören uns oft so regelmäßig zu, dass wir für sie richtig zu ihrem Leben dazugehören –und so behandeln sie uns auch.
Niedecken, Inga Rumpf und Klaus Lage deutlich länger ging als geplant. Auch andere namhafte Stars waren bei Bremen Eins schon zu Gast: Rocker Bryan Adams ließ sich von Anja Kwijas im Liegen auf dem Sofa interviewen, Kabarettist Wolfgang Trepper schlug JensUwe Krause vernichtend in
einem Spaß-Schlager-Quiz und Musiklegende Sting trug die gleichen Schuhe wie Musikredakteur Christian Höltge.
Ein Geburtstag der offenen Tür mit Dialog und Austausch
Zum diesjährigen Jubiläum setzt Bremen Eins ganz auf Austausch: Interessierte konnten sich für Führungen durch Redaktion und Studio melden – Kaffee, Kuchen und Gespräche mit dem Team inklusive. Das Team feiert also eher klein, dafür mit denen, die für das Programm am wichtigsten sind – nämlich den Hörerinnen und Hörern. Programmchef Martin Haferkorn sieht die Welle auf dem richtigen Weg: „In einer Zeit, in der Vieles aus dem Ruder läuft, wollen wir verlässlicher, unaufgeregter Begleiter der Menschen hier sein und Infos liefern, auf die man sich verlassen kann. Wir wollen die Interaktion mit dem Publikum weiter ausbauen und setzen noch mehr darauf, auch Themen ins Programm zu holen, die das Publikum unmittelbar bewegen“, so Haferkorn. Bremen Eins hat also einiges vor in den nächsten Monaten. Am kommenden Mittwoch heißt es aber erst einmal „Prost und herzlichen Glückwunsch!“
KATHARINA GULEIKOFF: Wir hatten heute eine sehr schöne Sendung. Gute Themenauswahl, sehr nette Leute, die viel geschrieben haben, viel Interaktion mit dem Publikum. Und ich glaube, wir waren ganz gut heute.
Was bedeutet es Euch, dass Ihr schon seit bald sechs Jahren bei Bremen Eins gemeinsam den Morgen moderiert?
KATHARINA: Es ist ein unfassbares Glück, dass wir das zusammen machen dürfen, weil es kaum wie Arbeit ist. Da ist eine große Leichtigkeit in unserer Zusammenarbeit. Sonst würde ich nicht schon seit so langer Zeit freiwillig so früh aufstehen. JUK: Ja, würden wir uns nicht gut verstehen und einen ähnlichen moralischen Kompass haben, wäre der Job nicht auszuhalten. Das würden die Hörer auch merken.
KATHARINA: Wir haben eine tolle Hörerschaft! Immer wenn wir auf Leute treffen, zum Beispiel bei einer Studioführung oder der Bremen Eins-Radtour, bekommen wir so unfassbar viel Wertschätzung und Liebe. Wir freuen uns schon, dass zum Jubiläum so viele Menschen ins Studio kommen werden. Diese Begegnungen sind immer wunderbar.
In der Regionalliga-Nord kommt es am morgigen Sonntag zum kleinen Nordderby. Die Zweitvertretungen des SV Werder Bremen und des Hamburger SV treffen um 15 Uhr auf Platz 11 aufeinander. Zeitgleich bestreitet der Bremer SV sein Ligaspiel gegen die abstiegsbedrohte Eintracht Norderstedt auf dem Panzenberg.
Das Tischtennisteam des SV Werder Bremen hat mit einem 3:0 Sieg gegen den TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell die Ligaphase der Bundesliga auf dem zweiten Platz beendet. Damit stehen nun die Halbfinals in den Play-Offs um die Meisterschaft fest. Im kommenden Monat treffen die Grün-Weißen auf den 1. FC Saarbrücken.
Die Bunte Liga, Inklusionsliga des Bremer Fußballverbandes, startet am heutigen Samstag in ihre fünfte Saison. Gespielt wird ab 12 Uhr auf der Sportanlage am Hohweg. Menschen mit und ohne Behinderung, Kinder, Jugendliche und Erwachsene spielen hier gemeinsam Fußball – unabhängig vom Leistungsniveau.
Erst Wölfe, dann Bullen
Englische Woche für die Werder Frauen
Nach über drei Wochen Pause im Ligabetrieb hat das Frauenteam des SV Werder Bremen unter der Woche das erste seiner zwei Nachholspiele bestritten. Auf dem heimischen Platz 11 holte das Team von Trainerin Fritzy Kromp einen verdienten Punkt (0:0) gegen den VfL Wolfsburg.
„Die Mannschaft hat einen tollen Charakter gezeigt. Das war nicht leicht nach so vielen Wochen ohne Pflichtspiel“, blickt Kromp auf die Partie. Nach einer eher chancenarmen Begegnung wurde es in den Schlussminuten zunehmend wild. Binnen drei Minuten handelten sich erst Werders Verteidigerin Sarah Gutmann (86.) und im Anschluss die Wolfsburgerin Janou Levels (88.) rote Karten ein. Mit dem Punktgewinn bleiben die Bremerinnen auf heimischem Boden weiter ungeschlagen.
Um die Mini-Chance auf die Teilnahme am europäischen Wettbewerb zu wahren, muss am heutigen Samstag (14 Uhr)
ein Sieg im Auswärtsspiel gegen RB Leipzig her. Währenddessen brodelt es in der Gerüchteküche. Top-Stürmerin Larissa Mühlhaus, deren Vertrag am Saisonende ausläuft, könnte den Verein verlassen. Mögliches Ziel: Eintracht Frankfurt. pb
Larissa Mühlhaus wurde kürzlich erneut für den DFB berufen. Foto: nordphoto / Trienitz
Plötzlich Luxusprobleme?
Werder trifft mit Rückkehrer Marco Friedl auf Stuttgart und will die nächsten Big Points
PHILIPP BEHRBOM UND ROBERT LÜRSSEN
Ein gewaltiger Stein dürfte Daniel Thioune, seiner Mannschaft und jedem, der es mit Werder hält, am vergangenen Wochenende vom Herzen gefallen sein. Nicht nur ist der Sieg im Nordderby wichtig für die grün-weiße Seele, sondern auch im engen Abstiegskampf. Im Nachgang der Partie sprach der Chefcoach von der wichtigsten Runde eines Boxkampfes, die man gewonnen habe. Am Sonntag trifft der SV Werder Bremen mit dem VfB Stuttgart auf ein Team, das genau wie Werder auf jeden Punkt angewiesen ist, allerdings im Kampf um die Champions League.
Denn im Tabellenkeller bleibt die Situation weiterhin eng. Zum Glück für die Bremer teilten sich der FC St. Pauli und der 1. FC Köln sowie Borussia Mönchengladbach und der FSV Mainz 05 am vergangenen Spieltag die Punkte. Zwar rangiert der SVW mit 31 Punkten noch immer auf Platz 15, kann mit 5 Punkten vor dem Relegationsplatz aber bereits ein kleines Polster aufweisen. Zudem sind der HSV, die Kölner und die Gladbacher punktgleich mit dem SVW und stehen lediglich wegen der besseren Tordifferenz vor den GrünWeißen. Da sich einige Teams in direkten Duellen die Punkte am 31. Spieltag gegenseitig wegnehmen, stehen für Werder wieder mögliche Big Points auf der Speisekarte. Um sie auch verspeisen zu können, ist es die erste Aufgabe, in der Defensive wieder sicher zu stehen und den Stuttgarter Kurzpass-Kombinati-
onsfußball zu stoppen. Immerhin: Seit Daniel Thioune bei Werder sportlich die Richtung bestimmt, hat keine Mannschaft weniger Torschüsse zugelassen als Werder. Und das trotz häufig wechselnder Besetzung in der Innenverteidigung. Allerdings waren die wenigen Abschlüsse, die man nicht verhindern konnte unter dem Strich zu häufig mit einem Gegentor verbunden.
Stichwort Innenverteidigung: Man darf gespannt sein, wie Thioune sein neues „Luxusproblem“ löst. Marco Friedl steht nach abgesessener RotSperre wieder zur Verfügung
und dürfte in die Startelf zurückkehren. Sollte der Trainer wieder auf eine Viererkette in der letzten Reihe setzen, müsste folglich entweder Amos Pieper oder Karim Coulibaly das Feld räumen. Wahrscheinlich würde es in diesem Fall Coulibaly treffen, weil er die Linksfuß-Position in der Innenverteidigung besetzt. Außerdem präsentierte sich Pieper über mehrere Wochen stabil, während Coulibaly wegen seiner vorherigen Verletzung gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, den HSV erstmals wieder in der Startelf stand. Ganz egal, wer letztlich das Vertrauen Geschenkt bekommt. Gegen die Stuttgarter Torjäger Ermedin Demirovic (neun Saisontore) und Deniz Undav (18) ist in jedem Fall Schwerstarbeit angesagt. Etwas knapper ist dagegen die Auswahl im Mittelfeld. Marco Grüll und Leonardo Bittencourt kassierten gegen den HSV nach ihrer Einwechselung jeweils die fünfte Gelbe Karte und müssen deshalb aussetzen. Zumindest Jens Stage trainierte zu Beginn der Woche weiterhin mit der Mannschaft, der nächste Startelf am Wochenende erscheint somit möglich.
Thommes Krüger übernimmt
ATSV Habenhausen klärt Trainerfrage für die kommende Saison
Für den Neuaufbau der 1. Herrenmannschaft in der kommenden Saison in der Regionalliga setzen die Handballer des ATSV Habenhausen nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch auf der Trainerbank auf Eigengewächse. Thomas „Thommes“ Krüger übernimmt die Aufgabe des Cheftrainers. Björn Wähmann und Sascha Kunze unterstützen ihn als Co-Trainer.
„Mit Thommes Krüger gewinnen wir einen Trainer, der
den Verein wie kein zweiter kennt und über umfassendes Know-how in der Ausbildung junger Spieler verfügt. Seine Arbeit steht für eine klare Entwicklungslinie und passt ideal zur sportlichen Ausrichtung des ATSV Habenhausen. Gemeinsam mit Björn Wähmann und Sascha Kunze sehen wir ein gut aufgestelltes Trainerteam für die kommenden Aufgaben“, erklärt Oliver Behn, Leiter der Handballabteilung des ATSV Habenhausen.
A-Lizenz-Inhaber Krüger ist seit vielen Jahren eng mit dem ATSV verbunden. Aktuell ist er gemeinsam mit Irek Faciejew für die männliche B-Jugend des Vereins verantwortlich. Björn Wähmann prägte als Spieler und Kapitän über 17 Jahre die 1. Herren. In der laufenden Saison rückte er in den Trainerstab der Mannschaft auf.
Sascha Kunze war bislang für die 2. Herren des ATSV zuständig. rl
KUNDENINFORMATION
Information über Preisänderungen für Netzanschlüsse im Versorgungsgebiet von wesernetz Bremen GmbH und im Bremer Umland
Mit Wirkung zum 1. Mai 2026 ändert wesernetz Bremen GmbH die pauschalierten Preise für Netzanschlüsse in den Sparten Strom und Erdgas. Dazu werden die ergänzenden Bedingungen und Kosten geändert.
Die ergänzenden Bedingungen und weitere Informationen erhalten Sie auch unter wesernetz.de.
Bremen, 26. April 2026
wesernetz Bremen GmbH
Theodor-Heuss-Allee 20, 28215 Bremen wesernetz.de
Feierten nach dem Derbysieg gemeinsam vor der Kurve: Niklas Stark, Marco Friedl und Karim Coulibaly (v. l. n. r.). Wer morgen in der Innenverteidigung zum Zug kommt, ist unklar. Foto: nordphoto / Tauchnitz
Einwände gegen Großprojekt
Ehepaar will gegen den Neubau der Feuerwache neben einer Grundschule vorgehen
OSTERHOLZ - Vor vielen Jahren war sie Elternsprecherin und hat sich für die Belange der Grundschule Osterholz eingesetzt. Das macht Birgit Bollmann aktuell gerade wieder. Ihr Mann Gerd unterstützt sie dabei. Das Ehepaar aus Osterholz hat eine Petition gestartet, die ein geplantes Vorhaben stoppen soll. Dabei handelt es sich um den Neubau einer großen Feuerwache, direkt neben der Grundschule Osterholz. Geplant ist eine Leitstelle mit Freiwilliger Feuerwehr und Polizei unter einem Dach. Also genau dort, wo heute Kinder spielen. „Wir wenden uns gegen die geplante Errichtung einer großen Feuerwache auf der Freifläche unmittelbar neben der Schule. Die Fläche wird derzeit als weitläufiger, unversiegelter Pausenbereich genutzt und bietet den Kindern Raum, Weite und Rückzugsmöglichkeiten, die für ihre Entwicklung und ihr Wohlbefinden von zentraler Bedeutung sind“, erläutert Birgit Bollmann. „Die Schule war mal zweizügig. Jetzt ist sie vierzügig. Im Schulgarten stehen Container und auf dem Pausenhof wurde noch eine Mehrzweckhalle gebaut. Und der Pausenhof ist eh schon zu klein für die Kinder. Und jetzt ist eine monströse Feuerwache geplant, das geht gar nicht.“
Die große Wiese neben der Schule erfüllt mehrere wichtige Funktionen: Sie dient dem Ausgleich von Pausenhof-Flächen, die beim Aufstellen von Mobilbauten verlorengegangen sind. „Diese Mobilbauten-Aufstellung wurde jetzt um fünf Jahre verlängert“, erklärt Gerd Bollmann. „Der Platz wird zudem als schulnaher Sportplatz genutzt. Dort findet Unterricht statt. Auch Sportfeste der Grundschule Osterholz werden dort veranstaltet.“ Ferner dient die Fläche als natürliche Umge-
Auf diesem Rasen wird bislang noch American Football gespielt und Schulkindern dient er als Bolzplatz. Bald soll hier allerdings eine große Feuerwache gebaut werden. Foto: Schlie
bung. „Die unversiegelte Grünfläche bietet ein anderes Erlebnis als Verbundsteinpflaster oder Asphalt. Der Boden ist weich, es entsteht weniger Hitze, und es ist eine geringere Verletzungsgefahr gegeben“, sagt Birgit Bollmann. Der Verlust dieser Fläche würde die Pausenqualität massiv beeinträchtigen und den Kindern nur den asphaltierten Hof lassen. „Das wäre eine deutliche Verschlechterung der Bedingungen“, hält Gerd Bollmann fest. Die Politik verweist darauf, dass die Kinder künftig die Übungsfläche der Freiwilligen Feuerwehr nutzen könnten. Diese Fläche sei jedoch aus mehreren Gründen nicht kindgerecht, so das Ehepaar Bollmann. Mögliche Rückstände aus Feuerwehrübungen seien darin vorhanden, darunter zum Beispiel brennbare Flüssigkeiten, Rauch- und Rußpartikel,
Kunstwoche noch bis Sonntag
Ausstellung in der Arberger Mühle
HEMELINGEN - Die erste Kunstwoche in der Arberger Mühle gestalten gleich drei Nordfriesische Künstler: Manuel Knortz zeigt Malerei und Grafik, er ist bekannt für die Darstellungen seiner nordfriesischen Heimat – ob Holzschnitt, Radierung oder Ölbild.
Ulrich Schmied ist mit seinen eisernen Skulpturen
ARBEITSMARKT
Löschpulver, Schaumreste sowie Sägespäne aus Motorsägenübungen. Überdies sei kein Sportunterricht mehr möglich und Sportfeste fänden auch nicht mehr statt. Diese Fläche sei für die Grundschüler weder sicher noch geeignet.
Außerdem: „Es kommt zu Lärmbelästigung und Ablenkung durch Einsatzfahrten“, mahnt Gerd Bollmann. „Die geplante Feuerwache würde in unmittelbarer Hör- und Sichtweite der Kinder liegen.“ Trotz angekündigter „stiller Ausfahrt“ ist klar: „Auf der vielbefahrenen Osterholzer Heerstraße wird die Feuerwehr regelmäßig mit Martinshorn ausrücken müssen. Moderne Martinshörner erreichen 110 Dezibel in 3,50 Meter Abstand. Spitzenwerte bis 120 Dezibel sind möglich. Für Kinderohren bedeutet das Schmerzgrenzen, Stress und Ablenkung“, so Gerd Bollmann.
Außerdem würden häufige Einsätze den Schulalltag erheblich stören.
Hinzu kommt, dass eine Feuerwehrausfahrt in unmittelbarer Grundschulnähe ein hohes Risiko darstellt. „Die Schüler kreuzen die Feuerwehrausfahrten sowohl an der Osterholzer Heerstraße als auch auf dem Oewerweg“, macht Birgit Bollmann deutlich.
Gerd Bollmann unterstreicht einmal mehr: „Eine moderne Feuerwache ist notwendig und wichtig. Wir sind nicht dagegen. Aber eine Groß-Feuerwache direkt neben einer Grundschule ist keine gute Lösung.“ Deshalb fordern er und seine Frau die zuständigen Stellen auf, alternative Standorte ernsthaft und ergebnisoffen zu prüfen. „Die Bedürfnisse der Kinder müssten als besonders schützenswert berücksichtigt werden“, hebt Birgit Bollmann hervor. Schließlich solle die langfristige Entwicklung der Schule in die Planung miteinbezogen werden.
Beiratsmitglied Andrea Schönfelder (Bündnis 90 / Die Grünen) sowie ihr Parteikollege Ralf Dillmann stehen hinter der Petition. „Unsere Fraktion war aus verschiedenen Gründen gegen die Festlegung auf diesen Standort. Unserer Meinung nach gibt es keine Synergieeffekte, sondern eher gegensätzliche Interessen, vor allem die in der Petition der Familie Bollmann genannten Auswirkungen auf das Schulleben wie Lautstärke, Verkehr und Flächenabbau“, argumentiert Schönfelder. Ralf Dillmann ergänzt: „Mich ärgert besonders, dass bei der Flächensuche immer suggeriert wurde, dass nur öffentliche Flächen – aus Kostengründen – in Betracht kommen und jetzt eine private Fläche angekauft werden soll. Insofern ist gegenüber dem Beirat ein falsches Spiel gespielt worden.“
VAHR - Am 27. April beginnen die Bauarbeiten am Achterdiek. Im Rahmen der nachhaltigen Mobilitätsstrategie der Stadt Bremen wird die Fahrradinfrastruktur im öffentlichen Grün im Bremer Osten weiter ausgebaut. Ziel ist es, die Radwegeverbindungen zu verbessern, den Naherholungswert zu steigern und den Alltagsverkehr umweltfreundlicher zu gestalten.
Nach dem Ausbau der Wegeverbindung auf dem Osterholzer Friedhof (Westseite) und im Grünzug Witzlebenstraße saniert der Umweltbetrieb Bremen nun im Auftrag der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft den dritten Bau-
abschnitt dieser Maßnahme. Durch die Lage zwischen verschiedenen Wohnquartieren erhöhen die neuen Verbindungen deutlich die Attraktivität des Radverkehrs im Alltag und in der Freizeit. Damit soll unter anderem der CO 2-Ausstoß reduziert und somit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Der Abschnitt Achterdiek verläuft östlich der kleinen Wümme und beginnt ab Höhe Ludwig-Roselius-Allee. Das Baufeld erstreckt sich über etwa 850 Meter in nördliche Richtung und endet an der Geschwister-Scholl-Straße. Die Fertigstellung ist bis Ende Juli 2026 geplant.
vertreten: Pflanzen und neue Poesie in Eisen und Stahl. Der Dritte im Bunde – Jan Franzen – hat den Besuchern experimentelle Malerei aus dem hohen Norden mitgebracht.
Zu erleben ist die Werkschau noch bis zum morgigen Sonntag, 26. April, 17 Uhr, in der Mühle in der Arberger Heerstraße. WR
Schon jetzt an die Zeit nach dem Abi denken
JOACHIM OSSMANN
Vorsitzender der Geschäftsführung
Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven
In diesen Tagen brüten unzählige Schülerinnen und Schüler über ihren Abiturarbeiten. Jetzt auf das Abitur konzentriert zu sein ist wichtig, hängt doch von einer guten Note in vielen Studienfächern die Entscheidung ab, ob man einen Studienplatz bekommt oder nicht. Wichtig ist aber auch die Frage, was nach dem Abitur kommt. Manche Absolventen planen Auslandsaufenthalte. Das sollte aber nicht dazu führen, die Auseinandersetzung mit der eigenen beruflichen Zukunft auf die lange Bank zu schieben. Beispielsweise haben attraktive duale Studiengänge lange Bewerbungsvorlaufzeiten. Wer da nicht rechtzeitig dran ist, verliert viele Monate und kann erst später in den Beruf einsteigen. Auf gutes Zeit- und Selbstmanagement kommt es daher an. Wer nach dem Abitur eine Auszeit plant, ist in jedem Fall gut beraten, sich vorher mit einem Berufsberater oder einer Berufsberaterin zusammenzusetzen und wichtige nächste Schritte in Richtung Berufsoder Studienwahl zu besprechen. Dann fällt die Pause nach dem Abitur viel entspannter aus. Termine unter Telefon 0800 / 455 55 00 (gebührenfrei).
Lesung in der Kulturambulanz
Lyrik von Inge Buck und Martin Bührig
OSTERHOLZ - Die Kulturambulanz lädt gemeinsam mit dem Sujet-Verlag und dem Literaturhaus Bremen am Mittwoch, 29. April, 19 Uhr, zu Buch-Premiere und Lesung ins Haus im Park am Klinikum Bremen-Ost.
Im Mittelpunkt des Abends stehen zwei Lyrikbände, die sich auf unterschiedlicher Weise mit Fragen von Gegenwart, Erinnerung und Identität auseinandersetzen. Martin Bührig stellt sein neues Buch „Symbolon” vor, Autorin Inge Buck liest aus ihrem aktuellen Lyrikband „Das Geheimnis der Taube“. Mit dem Titel „Symbolon” greift Martin Bührig ein Motiv aus der Antike auf: ein zerbrochenes Erkennungsstück, dessen Bedeutung sich erst im Zusammenfügen erschließt. Ausgehend von diesem Bild entfaltet er eine poetische Reflexion über Zugehörigkeit, Begegnung und Identität. Bührigs Lyrik ist naturverbunden, feinfühlig und zugleich fest in der Gegenwart verankert. Inge Bucks Lyrikband „Das Geheimnis der Taube“ bewegt sich im Spannungsfeld zwischen der Poesie des Alltäglichen und den globalen Konflikten unserer Zeit. Ihre Texte verbinden Beobachtungen aus Natur und Alltag mit den großen Verwerfungen der Gegenwart und eröffnen eindringliche Perspektiven auf eine fragile Welt. Der Eintritt ist frei, Infos unter kulturambulanz.de WR
Anwohner äußern Bedenken
Umbau für Psychiatrie mit stationärem Angebot in der Vahrer Straße beginnt
VOLKER ALTHOFF
HEMELINGEN - Anwohner der Vahrer Straße blicken besorgt darauf, was in ihrer Nachbarschaft passiert: Auf dem Grundstück der Vahrer Straße 294 sind die Umbauarbeiten einer rund 2.000 Quadratmeter großen Immobilie für eine sogenannte Stark strukturierte Einrichtung (SsE) gestartet. Das ehemalige ökumenische Wohnheim wird zu einer Einrichtung für Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen. Bremen will mit diesem neuen stationären Angebot die Versorgung von psychisch Kranken mit komplexen Hilfebedarfen verbessern. Vorgesehen sind 24 Plätze, eine Werkstatt und Sportmöglichkeiten. In der ersten Jahreshälfte 2027 sollen die ersten Bewohner einziehen. Viele Bürger äußerten jetzt Bedenken gegenüber dem Beirat Hemelingen, Janina Tessloff und Niels Kohlrausch. Die Leiterin der zukünftigen Einrichtung und der Vertreter der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz (SGFV)
Flohmarkt im Schweizer Viertel
OSTERHOLZ – Am 10. Mai findet von 12 bis 16 Uhr im Schweizer Viertel in Osterholz ein Flohmarkt statt. Wer verkaufen möchte, kann bis zum 4. Mai kostenlos einen Stand buchen: Bei Rosa Petram unter r.petram@martinsclub.de, oder Telefon 0421 /33 11 80 55. W R
nahmen den anwesenden Nachbarn die Ängste, indem sie über das Vorhaben aufklärten. „Ich will keine Psychiatrie in der Nachbarschaft“, äußerte eine Anwohnerin ihre Sorge. „Bei Ihnen wird keine Psychiatrie entstehen. Diese befindet sich im Klinikum Bremen-Ost“, stellte Niels Kohlrausch vom Referat für Sucht und Psychiatrie bei der SGFV klar.
Der Fokus der eingezäunten Einrichtung richtet sich auf eine persönliche Betreuung und Begleitung. Bei den künftigen Bewohnern handelt es sich um Menschen, die viel Unterstützung und intensive Betreuung benötigen. „Sie brauchen starke Strukturen, um in kleinen Schritten das möglich zu machen, was möglich ist“, erläuterte Janina Tessloff, Therapiehilfe Bremen, das Konzept. Ein hoher Personalschlüssel und umfassende Qualifikationen des multiprofessionellen Teams sollen diese Qualitäten sicherstellen. Dafür sind rund 35 Vollzeitstellen vorgesehen.
„Welche Menschen werden dort einziehen?“, fragte eine an-
dere Nachbarin. „Es handelt sich um psychisch Erkrankte, die beispielsweise medikamentös eingestellt sind aber eine Vorgeschichte mit problematischen Episoden aufweisen“, antwortete die Leiterin der zukünftigen Einrichtung. Von den Bewohnern geht keine Fremdgefährdung aus. „Vielmehr müssen sie vor selbstgefährdendem Verhalten bewahrt werden. Deshalb ist die Einrichtung fakultativ geschlossen“, so Kohlrausch. Daher wird es nach Tesloffs Worten einen unüberwindbaren Zaun um das Gelände geben und ein mit Kameras überwachtes Tor. Büsche und Sträucher sollen den direkten Blick abschirmen und die Privatsphäre von Patienten und Anwohnern schützen. Von 20 bis 8 Uhr morgens ist Personal eines Wach- und Sicherheitsdienstes anwesend.
Die Einrichtung soll keine dauerhafte Heimat der Menschen sein. „Es geht nicht darum, Menschen irgendwo wegzusperren. Es geht um Heilung“, betonte Janina Tessloff. Das Ziel dabei: die Stabilisierung und
Perspektiventwicklung für eine langfristige Wohn- und Lebensperspektive außerhalb Stark strukturierter oder geschlossener Einrichtungen. „Insgesamt wollen wir Menschen Teilhabe ermöglichen“, so Tessloff. Zum Hintergrund erklärte Niels Kohlrausch: „Eine seit Jahren steigende Anzahl von Menschen mit psychischen Erkrankungen und komplexen Hilfebedarfen muss außerhalb von Bremen in geschlossenen Einrichtungen untergebracht werden, weil es für diese Zielgruppe trotz bestehendem Rechtsanspruch in Bremen kein passendes Versorgungsangebot gibt.“ „Eine Betreibergesellschaft aus mehreren Bremer Leistungserbringern der Eingliederungshilfe wird die neue Einrichtung verantworten: Arbeiterwohlfahrt Bremen AWO Integra, Therapiehilfe Bremen und die Initiative zur sozialen Rehabilitation (IZSR)“, berichtete Janina Tessloff. Um auch weiterhin Transparenz zu schaffen, will Janina Tessloff regelmäßig an einen Runden Tisch laden.
Patenschaften und mehr
Info-Veranstaltung des Nabu am Mittwoch
Liebe Bremer,
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es sind erschreckende Zahlen, die nun veröffentlicht wurden: Auf
Bremer,
erschreckende Zahlen, die nun veröffentlicht wurden: Auf
Piet Leidreiter BIW-Spitzenkandidat außer Spesen nichts gewesen – so lässt sich vorerst das Ergebnis der ersten Zeugenvernehmungen im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) „Staatsräte“ zusammenfassen. Der von der Bremischen Bürgerschaft eingesetzte Ausschuss soll Aufschluss und Klarheit darüber bringen, ob alles mit rechtmäßigen Dingen zugegangen ist, dass in nur zwei Legislaturperioden insgesamt sechs Staatsräte als hochbezahlte Spitzenbeamte in den einstweiligen Ruhestand versetzt wurden. Nun mag es sein, dass beim Farbwechsel der Regierung nach einer Bürgerschaftswahl auch der bisherige Staatsrat ausgetauscht wird, sofern er einer anderen Partei angehört. Aber dass ein Staatsrat, der sich in seiner gesamten Amtszeit als kompetent, pflichtbewusst und ausgesprochen motiviert bewiesen hat und der nach eigenen Aussagen gern weiter Staatsrat geblieben wäre, einfach in den einstweiligen Ruhestand ersetzt wird, ohne dass geprüft wurde, genau diesen motivierten Spitzenbeamten in einem anderen Bereich einzusetzen: genau über diese wichtige Frage geben die Akten rein keine Auskunft. Und alle dazu befragten Zeugen und der betroffene Staatsrat wussten darauf keine Antwort. Heißt also: die vorgelegten Akten geben über eine notwendige Prüfung der Frage einer eventuell weiteren Verwendung des Staatsrates nichts her und die befragten Zeugen– bis hin zu Senatoren - hatten allesamt nach ihren Erklärungen „nichts mit Personalangelegenheiten zu tun“. Ja, aber wer denn dann? Es kann wohl kaum sein, dass eine Versetzung in den einstweiligen Ruhestand eines politischen Spitzenbeamten ganz automatisch vollzogen wird, ohne mit dem Betroffenen darüber zu kommunizieren und ohne dass überhaupt alternative Möglichkeiten einer Prüfung unterzogen werden. Somit sind weitergehende Fragen unbeantwortet geblieben. Der Aufklärungsbedarf in diesem Fall ist noch nicht abgeschlossen. Es kann wohl kaum einem geordneten Verwaltungshandeln entsprechen, dass die Verwaltung das Verfahren für die Versetzung eines Staatsrates in den einstweiligen Ruhestand initiiert, ohne dass hierzu überhaupt ein Auftrag gegeben wurde. Einer muss es gewesen sein – aber wer?
Wir bleiben dran, versichert Ihr
Stellv. Fraktionsvorsitzender
Sie haben Fragen zu BÜRGER IN WUT? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf: Bürgertelefon: 0421 - 51 23 98 96, Internet: www.biw-bremen.de, E-Mail: info@buerger-in-wut.de
E-Mail: kontakt@bd-fraktion-bremen.de
Politische Anzeige:
- Der Auftraggeber der Anzeige ist die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND in der Bremischen Bürgerschaft
- Die Anzeige steht im Zusammenhang mit der ersten Zeugenvernehmung im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) “Staatsräte“ der Bremischen Bürgerschaft.
- Weitere Informationen in der Transparenzbekanntmachung unter https://weserreport.de/transparenzbekanntmachung_2026_april_03/
HEMELINGEN - Baumscheiben am Fußweg können Trittsteine für Insekten und Pflanzenarten sein. Bürger dürfen sich der kleinen Flächen im öffentlichen Raum gern annehmen. Wie solche Patenschaften funktionieren, erklärt eine Infoveranstaltung am Mittwoch, 29. April um 16.30 Uhr im Bürgerhaus Hemelingen, in dessen Rahmen auch ein Praxisbeispiel an der Godehardstraße angeschaut wird. Dorothee Meier vom NabuBremen stellt Bepflanzungsmöglichkeiten vor, die auf heimischen Arten basieren, um einen möglichst großen Beitrag zu Biodiversität und Klimafolgenanpassung zu leisten. Zu Gast ist Anette Ponten vom Umweltbetrieb Bremen, der für die Baumscheiben an den Straßen zuständig ist. Sie erläutert die Rahmenbedingungen für das Bürgerengagement. Immer noch wachsende Versiegelung und Klimawandel erschweren vielen Pflanzenund Tierarten Fortpflanzung und Erhalt. Doch auch kleine Inseln helfen: vor allem bei der Vernetzung von Lebensräumen. Schließlich nützt der Picknickplatz nach 200 Metern mehr als der in zweitausend Metern. Solche Plätze kann neben Parks, Gärten und Vorgärten auch das sogenannte Straßenbegleitgrün wie Baumscheiben und Randstreifen bieten. Gleichzeitig ermöglicht es Anwohnenden eine kreative Mitgestaltung der Straße vor der Haustür, ob als Mieter einer Wohnung oder Gartenbesitzer, wo vielleicht die Verbindung zum eigenen Grün gut passt. Anmeldungen an Dorothee. Meier@NABU-Bremen.de WR
Sie haben Knieschmerzen beim Gehen, Treppensteigen, Aufstehen oder nachts? Dies weist auf eine Arthrose hin. Dabei wird die schützende Knorpelschicht immer dünner und die Knochen reiben schmerzhaft aneinander. Die Unloader One® X setzt an dieser Ursache an. Sie ö net den Gelenkspalt, damit die Gelenk ächen nicht mehr aneinander reiben. Die Orthese entlastet das Gelenk und ermöglicht eine schmerzfreie Bewegung. Orthesen-Testtage Die Unloader One® X Knieorthese können Sie bei uns im Haus unverbindlich testen. Unsere Experten beraten Betro ene und geben Tipps zur Kniegesundheit und zu Arthrose-Hilfsmitteln.
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Bei dauerhaften Beschwerden greift man oft zu Schmerzmitteln. Doch es gibt eine Therapie ohne Nebenwirkungen: Mit einer Knieorthese können Sie sich wieder schmerzfrei bewegen. Anmeldung: 0421 / 790030
Martin Bührig stellt im Haus im Park sein neues Buch vor. Foto: Kerstin Hase
Der Nabu stellt Bepflanzungsmöglichkeiten vor, die auf heimischen Arten basieren. Foto: NABU Bremen
Unterwegs im Bremer Osten
„Hidden Champions“ im Industriegebiet
Im Gewerbepark am Bremer Kreuz sind inzwischen knapp 200 Firmen ansässig
VOLKER ALTHOFF
HEMELINGEN - Eine Gesamtgröße von zirka 120 Hektar umfasst das Gebiet. Und knapp 200 Unternehmen mit fast 5.600 Beschäftigten sind dort angesiedelt. Wichtige Verkehrswege wie die A1 Osnabrück/Hamburg und die A27 Bremerhaven/Hannover umschließen das Areal. Das sind die Zahlen, Daten und Fakten zum Gewerbe-/Industriegebiet Bremer Kreuz (auf Bremer Seite).
Claudius Kahra arbeitet bei der Wirtschaftsförderung Bremen als Gewerbegebietsmanager und betreut unter anderem diese Fläche: „Die Entwicklung begann in den 1960er und 1970er Jahren“. Die Fläche ist überwiegend als Industriegebiet ausgewiesen, mit einem kleineren Bereich als Gewerbegebiet. „Die Unternehmen stammen aus verschiedenen Branchen, darunter Logistik, Handwerk, Dienstleistung und produzierendes Gewerbe“, zählt Kahra auf. Die verkehrliche Anbindung sei durch die A1 und A27 sehr gut. „Seit 2020 wird das Gebiet im Rahmen eines Pilotprojekts zum Gewerbegebietsmanagements betreut, das darauf abzielt, bestehende Standorte zu stärken, besonders dort, wo keine städtischen Flächenreserven mehr vorhanden sind.“
Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die Ansprache an Unternehmen, um deren Bedürfnisse zu erkennen und Unterstützung anzubieten. „Im Gewerbegebiet sind bekannte Unternehmen, darunter traditionsreiche Logistikfirmen, spezialisierte Industriebetriebe, Handwerksbetriebe und sogenannte ‚Hidden
Schon seit Jahrzehnten ein wichtiger Anlaufpunkt in Bremen für Unternehmen: Das Gewerbegebiet Bremer Kreuz. Foto: Archiv
Champions‘ – international führende Unternehmen in speziellen Nischen – ansässig“, erzählt Claudius Kahra. Ein häufig genanntes Thema in Gesprächen mit Unternehmen ist die geringe Aufenthaltsqualität im Industriegebiet. „Obwohl Industriegebiete nicht primär für Aufenthaltsgebiete ausgelegt sind, besteht der Wunsch nach Verbesserungen. Gemeinsam mit dem Gewerbeverein ‚Netzwerk Bremer Kreuz‘ – einer Initiative aus Bremen und Achim – wurden Maßnahmen zur Aufwertung des Standortes angestoßen. Diese beziehen sich auf das Aufstellen zusätzlicher Sitzbänke und Abfallbehälter, die noch im laufenden
Jahr umgesetzt werden“, erklärt der Gewerbegebietsmanager. Ein weiteres zentrales Thema ist die Vernetzung der Unternehmen. „Trotz räumlicher Nähe bestehen nur wenige Kontakte“, so Kahra. Dazu kommt der Fachkräftemangel. „Viele Betriebe haben Schwierigkeiten, Ausbildungsplätze zu besetzen. Deshalb wurde ein Pilotprojekt gestartet, das Jugendlichen Einblicke in Betriebe und Ausbildungsberufe ermöglicht.“
Im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz unterstützt die Wirtschaftsförderung Bremen die Unternehmen mit Beratungen, zum Beispiel bei der Planung und Umsetzung von Photovoltaikanlagen auf Gewerbe-
Foto: pv
Chöre und Zauberei
Heute großes Chorfest / Unter anderem mit Sim Sala Sing
HEMELINGEN - Ihre Stücke handeln vom Überleben, der Wichtigkeit von Kompromissen, von Liebe, Galaxien, der Anerkennung für Heimwerker und dem gegenseitigen Halt. Die drei Männer und vier Frauen decken die Bereiche Pop, Musical und Klassik ab. Seit über 30 Jahren tritt die A-cappella-Formation „Sim Sala Sing“ auf Openstage-Bühnen, bei Geburtstagen, bei Hochzeiten sowie Jubiläen auf. Und am heutigen Samstag, ab 19 Uhr, ist das siebenköpfige Ensemble auf der Bühne im Bürgerhaus Hemelingen beim diesjährigen Chorfest zu erleben. „Wir werden Stücke von Maybebop, Onair und ein eigenes
flächen, einschließlich Wirtschaftlichkeitsprüfungen und Antragstellungen. „Beim öffentlichen Nahverkehr ist die Anbindung an den Weserpark gut, aber innerhalb des Gewerbegebiets gibt es Herausforderungen bei der sogenannten ‚letzten Meile‘, besonders für Schichtarbeiter wegen Takt- und Wartezeiten“, erklärt Claudius Kahra. In Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben würden Haltestellen im Gewerbegebiet mit zusätzlichen Sitzmöglichkeiten ausgestattet; diese Maßnahmen seien bereits beauftragt. Regelmäßig auftretende Themen sind auch Flächenerweiterungen für Unternehmen. „Wegen fehlender städtischer Grundstücke sind Erweiterungen nur begrenzt möglich, was eine Herausforderung darstellt.“ Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewinnt an Bedeutung. „Unternehmen wünschen sich Betreuungsangebote in der Nähe des Gewerbegebiets, um attraktiver für Beschäftigte zu sein“, betont Kahra. Baustellen und verkehrliche Engpässe, insbesondere durch die Sanierung der Weserbrücke an der A1, beeinträchtigen die Erreichbarkeit des Standorts.
Beiratsmitglied Reinhard Zwilling (FDP) beobachtet, dass es insbesondere an sanitären Anlagen wie Toiletten und Duschen fehle. Dirk Kühling von der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation sagt dazu: „Ein entsprechendes Pilotprojekt zu Lkw-Toiletten im Güterverkehrszentrum (GVZ) musste nach einem Jahr eingestellt werden– wegen hohem Reinigungsaufwand sowie Vandalismus.“
Ein Projektder: Sprechzeiten:
Arrangement zum Besten geben“, verrät Barbara Baude, Mitgründerin des Chores. Bei dem Fest treten aber auch andere Gruppen auf: Der Chor „Sing n Smile“ steht für berührenden A-cappella-Sound in vier- bis sechsstimmigen Arrangements. Zum Repertoire gehören gefühlvolle Balladen wie „Fix you“ von Coldplay oder „Easy in me“ von Adele.
„Choriginell“ aus OsterholzScharmbeck präsentiert ein breites Repertoire, das von Pop, Evergreens und Gospels bis hin zu afrikanischen und lateinamerikanischen Liedern reicht. Dabei singt der Chor bekannte Songs wie „Imagine“,
„Rosana“ oder „Mamma Loo“. Fehlen darf bei dieser Veranstaltung auch nicht die Gruppe „Singsation“. Der Bremer Barbershopchor hat seine Wurzeln in Nordamerika. Das Acappella-Ensemble setzt traditionelle Lieder und vorzugsweise auch bekannte Popsongs in ein sehr dichtes Arrangement um.
Zwischen den Auftritten der Chöre versetzt Zauberer Uli Hagemann das Publikum mit seinen verblüffenden Tricks ins Staunen. Hans-Martin Sänger moderiert den Abend. Der Eintritt kostet 12 Euro (ermäßigt 8 Euro). Mehr Infos gibt es unter buergerhaushemelingen.de va
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Datum: 06. Mai 2026, 17 Uhr
Ort: Paracelsus Klinik Bremen In der Vahr 65, 28329 Bremen Cafeteria
Referent: Herr Obay Alhindi, Facharzt Orthopädie
Anmeldung: 0421 4683-0 oder dialog@bremen.pkd.de
Turn- & Sportverein Osterholz-Tenever e.V.
Einladung zur Jahreshauptversammlung am Montag, den 08.06.2026 um 19:00 Uhr, in der OT Bremen „Mehrgenerationenhalle“
Tagesordnung:
1. Begrüßung sowie Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und Beschlussfähigkeit
2. Feststellung der stimmberechtigten Mitglieder/Innen und Bestimmung eines/r Protokollführers/In
3. Rechenschaftsbericht 1. Vorsitzender
4. Bericht Referent für Finanzen
5. Bericht der Revisoren
6.Entlastung des Vorstandes
7. Wahl des/r Wahlleiters/In
8.Wahl des Vorstandes
9. Wahl des/r 2. Revisors/In
10. Wahl des/r Ersatzrevisors/In
11. Wahl des Ältestenrates
12. Haushalt 2026
13. Vorläufiger Haushalt 2027
14. Anträge
15. Verschiedenes
Heute Abend beim Chorfest im Bürgerhaus Hemelingen mit dabei: „Sim Sala Sing“.
Den Darstellern nah sein
Jedermann-Inszenierung: Komparsen gesucht
Wenn am 4. August auf der Seebühne erstmals in Bremen die Jedermann-Inszenierung von Nicolai Tegeler mit Julian Weigend („In aller Freundschaft“) in der Titelrolle gezeigt wird, werden neben weiteren bekannten Fernseh-Gesichtern wie Ralph Morgenstern, Tine Wittler und Markus Majowski auf der Bühne auch ein paar Gesichter zu sehen sein, die auf den Bühnen an der Weser bestens bekannt sind: etwa Dirk Böhling (Radio Bremen, Packhaustheater), Marco Linke und Sarah Kluge (beide Boulevardtheater Bremen). Eine freut sich besonders auf ihr Heimspiel: Michaela Schaffrath, die mit dem Rad zur Aufführung fahren könnte.
Doch das ist noch nicht alles: Im Rahmen der sogenannten „Tischgesellschaft“ sitzen aus-
gewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Aufführung gemeinsam auf der Bühne – als Teil der Inszenierung, mittendrin im Geschehen. „Wir suchen engagierte Bremerinnen und Bremer, die Lust haben, Teil des Theatererlebnisses zu werden“, verrät Tegeler. Gesucht würden offene, neugierige Menschen, die Freude daran haben, Theater einmal aus einer ganz besonderen Perspektive zu erleben. „Vorerfahrungen sind nicht notwendig – vielmehr geht es um Persönlichkeit, Präsenz und die Lust, gemeinsam mit einem hochkarätigen Ensemble einen besonderen Abend zu gestalten“, erklärt der Regisseur. Bewerber können sich unter jedermann-theater.de/kontakt melden. rl
Michaela Schaffrath als Werke und Julian Weigend als Jedermann 2025 in Weimar. Foto: iLikeStories GmbH/ Matthias Klopp
Wenn Kultur knapp kalkulieren muss
PHILIPP BEHRBOM
Die Bremer Kulturlandschaft ist vielfältig. Im Sommer ziehen die Breminale, das Hoeg-Sommerfest oder die Summersounds Zehntausende Besucherinnen und Besucher in die City. Doch auch kleine freie Kunstschaffende bereichern über das Jahr die Szene. Fakt ist: Die Lage für Bremer Kultur war schon besser. Steigende Kosten stehen nahezu gleichbleibenden Fördermitteln gegenüber. „Das System steht kurz vor der Explosion“, blickt Thomas Hartmann, Geschäftsführer bei Stadtkultur, dem Netzwerk der freien Kulturszene, auf die Situation. Institutionen wie das Lagerhaus in der Östlichen Vorstadt oder der Güterbahnhof hätten seit der Corona-Pandemie mit gestiegenen Kosten in Höhe von bis zu 20 Prozent zu kämpfen. Die Gründe: Inflation, höhere Mindestlöhne und höhere Sicherheitskosten. Die Fördergelder seien aber kaum angestiegen. „Wir wissen auch, dass die Stadt nicht alles auffangen kann, aber trotzdem fahren viele Projekte nur noch auf Sicht“, so Hartmann.
Zwei Institutionen sind mit der Kulturförderung in Bremen betraut. Zum einen verteilt der Senator für Kultur (SfK) Mittel. Neben großen Trägern wie dem Theater Bremen, der Volkshochschule und den großen Orchestern fließt mit rund 1 Million Euro ein erheblicher Teil in die freie Szene. „Kultur dient nicht einem Zweck. Manchen mag der Sinn einzelner Projekte vielleicht verborgen bleiben, aber wir stellen sicher, dass Bremen eine breite kulturelle Landschaft hat“, erklärt Andreas Mackeben, Abteilungsleiter beim SfK.
Das Hoeg-Sommerfest in der Bremer Innenstadt wird von der Stadt mit Fördergeldern unterstützt. Anderen Veranstaltungen brachen in diesem Jahr die Gelder weg.
Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation (SWHT) sowie die Wirtschaftsförderung Bremen fördern hingegen nach anderen Kriterien. „Wir haben auch im Blick: Was ist für den Wirtschaftsstandort relevant, was steigert die Lebensqualität und wie verbessert Bremen sein Image nach außen“, sagt Dirk Kühling, Abteilungsleiter bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation. Dass die GiacomettiAusstellung der Kunsthalle Relevanz in der Tagesschau hatte, sei ein großer Fördererfolg gewesen, so Kühling. In beiden Behörden merkt
man die prekäre Lage der Kulturszene. 22 Projekte hat die SWHT im Jahr 2026 unterstützt, darunter die Breminale oder La Strada. Anfragen gab es für 45 – „so viele Anträge wie noch nie“, so Kühling. Einem Antragsvolumen von 2,8 Millionen Euro stehen Mittel von 1,16 Millionen Euro gegenüber. Zum Vergleich: 2024 betrug das Antragsvolumen noch 1,8 Millionen Euro. Projekte wie die Lichter der City, der Samba-Karneval und andere fielen nun aus der Förderung – trotz leicht gestiegener Mittel. „Da sind wir sehr froh, dass wir die Citytax haben, die fließt direkt in die
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Veranstaltungsförderung“, sagt Kühling. Nur so konnten die Mittel in den vergangenen Jahren überhaupt steigen. Er betont, dass sich eine Unterstützung nach dem Gießkannenprinzip aus Sicht des Wirtschaftsressorts nicht lohne, sondern in der Spitze gefördert werden müsse. Hartmann blickt mit Sorge in die kulturelle Zukunft. Er betont, dass man in einem guten Austausch mit den Behörden sei, eine Lösung für die Situation aber kaum in Sicht ist. „Nur eine Stadt, in der auch etwas los ist, ist eine lebenswerte Stadt“, mahnt Hartmann.
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Mitverkauf s offene m Sonntag
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INFOSUNTER
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Die GO wird am Samstag, 2. Mai, 11 Uhr, auf der Aktionsbühne im Außenbereich vor dem Haupteingang offiziell eröffnet.
Am Sonntag, 3. Mai, startet das Programm der GO auf der Bühne, ebenfalls um 11 Uhr.
Zu einem Einkaufsbummel laden außerdem am Sonntag in der Zeit von 13 bis 18 Uhr alle Geschäfte im Weserpark ein.
Ein weiteres Highlight am Sonntag ist der traditionelle Pümpel-Wettbewerb. An einer speziell für den Wettbewerb gebauten Zielscheibe treten dabei unterschiedliche Teams gegeneinander an und üben sich im Pümpel-Zielwurf.
Weitere Informationen rund um das Programm und die GO gibt es online unter aktiv-fuer-osterholz.de sowie unter weserpark.de
Besucher, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, können die aktuellen Fahrpläne unter bsag.de einsehen.
Kopfüber ins Messe-Vergnügen: Auch in diesem Jahr wird der TSV Osterholz-Tenever mit einem Stand auf der GO am Weserpark vertreten sein. Foto: Schlie
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Entdecken, erleben, einkaufen
Die 22. Gewerbeschau Osterholz lädt für das kommende Wochenende in den Weserpark
Da wird wieder viel los sein im und am Weserpark: Am Wochenende des 2. und 3. Mai verwandelt sich das Shopping Center in Osterholz erneut in einen lebendigen Treffpunkt für die Region. Der Verein Aktiv für Osterholz richtet die 22. Gewerbeschau Bremen-Osterholz aus und bringt mit der GO2026 ein vielseitiges Erlebnis für die ganze Familie in den Bremer Osten. Unter dem Motto „Marktplatz der Ideen“ erwartet die Besucherinnen und Besucher eine inspirierende Mischung aus Innovation, Austausch und interaktiven Angeboten. Zahlreiche Unternehmen präsentieren im Innen- und Außenbereich ihre Produkte, Dienstleistungen und zukunftsorientierten Konzepte. Zum Informieren, Ausprobieren und Mitmachen. Von praktischen Tipps rund um Haus und Grundstück über Einblicke in modernes Wohnen bis hin zu nachhaltigen Energielösungen erhalten Interessierte wertvolle Impulse aus erster Hand. Ergänzt wird das Angebot durch kompetente Beratung sowie innovative Ansätze zu Mobilität und Umweltschutz. Auch das Rahmenprogramm sorgt für beste Unterhaltung. Auf der Aktionsbühne im Außenbereich, direkt vor dem Haupteingang, begleitet DJ Toddy das Messewochenende musikalisch. Übrigens wird die Bühne in diesem Jahr mit Blick auf den Parkplatz aufgebaut –„dann ist die Hans-BredowStraße optisch nicht mehr abgeschnitten und der Eingang zum Weserpark bleibt frei“, erklärt Jörn Krauskopf, erster Vor-
Das Gewerbeschau-Team (v.l.): Jano Leiermann (Event-Manager im Weserpark), Frank Trompeter (Center Manager Weserpark) sowie Jörn Krauskopf, Ingrid Kirschenlohr und Helmuth Gaber vom Verein Aktiv für Osterholz. Foto: Schlie
sitzender des veranstaltenden Vereins.
Sportliche Mitmachaktionen für Groß und Klein laden zum Ausprobieren ein. Verschiedene Vereine präsentieren abwechslungsreiche Herausforderungen.
Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt: Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf ein breites Angebot an Speisen und Getränken freuen. Von herzhaften Snacks bis hin zu süßen Leckereien. Auch für die jüngsten Gäste gibt es besonde-
re Highlights, die den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.
Die feierliche Eröffnung der GO2026 findet am Samstag, 2. Mai, 11 Uhr, auf der Aktionsbühne im Außenbereich vor dem Haupteingang statt. Die Messe wird von André Grobien, Präses der Handelskammer, gemeinsam mit dem Vorstand von Aktiv für Osterholz eröffnet.
Am Sonntag, 3. Mai, sorgt die Band „Impuls“ ab 12 Uhr mit einem abwechslungsreichen
Musikmix aus aktuellen Hits sowie Klassikern aus Schlager, Rock und Pop für beste Stimmung.
Zusätzlich lädt der verkaufsoffene Sonntag von 13 bis 18 Uhr zu einem entspannten Einkaufsbummel im Weserpark ein, ideal, um neue Inspirationen direkt mitzunehmen.
Ein besonderes Highlight bildet der traditionelle PümpelWettbewerb, der am Sonntag bereits zum 17. Mal stattfindet und mit viel Spaß und Spannung begeistert. bm
Wenn im Weserpark Bremen die GO ihre Tore öffnet, geht es nicht nur um Trends, Shopping und Informationen – sondern auch um eine Disziplin, die man so wohl nirgends sonst erwartet: den legendären Pümpel-Wettbewerb. Was zunächst nach einem Scherz klingt, hat sich längst zu einem der unterhaltsamsten Programmpunkte der Veranstaltung entwickelt. Dabei ist die Idee ebenso einfach wie genial: Ausgestattet mit einem handelsüblichen Pümpel treten die Teilnehmer am Sonntag ab 13.30 Uhr gegeneinander an und messen sich in verschiedenen Aufgaben. Je nach Ausgestaltung geht es um Schnelligkeit, Ge-
schick oder schlicht um die Frage, wer den besten Umgang mit dem ungewöhnlichen „Sportgerät“ beweist. Was dabei zählt, ist weniger technische Perfektion als vielmehr eine gute Portion Humor – und die Bereitschaft, sich auch vor Publikum nicht allzu ernst zu nehmen.
Gleichzeitig zeigt der Wettbewerb, wofür die GO im Kern steht: Erlebnis statt reiner Präsentation. Veranstaltungen wie diese lockern das Programm auf und schaffen Momente, über die man noch lange spricht. Sie bringen Menschen ins Gespräch, verbinden Generationen und machen den Besuch zu einem Erlebnis. bm Nicht so einfach, wie es aussieht – aber auf jeden Fall einen Versuch wert: Pümpel werfen auf der GO.
Foto: Schlie
Spannender Blick hinter die Kulissen
Für ihn ist die GO noch Neuland: Frank Trompeter ist seit April neuer Chef des Weserparks
BETTINA MEISTER
WESER REPORT: Herr Trompeter, Sie haben Anfang April die Leitung des Weserparks übernommen – mit welchen Zielen und Schwerpunkten gehen Sie Ihre neue Aufgabe an?
FRANK TROMPETER: Ich
würde sagen, ich strebe eine behutsame Weiterentwicklung des Standortes unter Berücksichtigung der Gegebenheiten an. Der Weserpark ist ein sehr gut laufender Standort, da ist es gar nicht erforderlich alles anzupassen. Über kurz oder lang verändern sich aber dennoch die Umwelt, das Umfeld und die Gewohnheiten der Menschen. Und dem Prozess muss man sich anpassen. Das ist das, was ich mir als Schwerpunkt gesetzt habe: Immer zu hinterfragen, ob wir wirklich noch in allen Punkten auf der Höhe der Zeit sind. In vielen ist das sicherlich noch so, in manchen dann vielleicht nicht mehr. Das müssen wir beobachten.
Ihr Start fällt in die heiße Phase kurz vor der GO – wie erleben Sie die Vorbereitungen?
Das ist aus meiner Sicht alles sehr strukturiert und routiniert, sie findet ja inzwischen auch schon das 22. Mal statt. Vor allem ist die Planungsphase unter Beteiligung von Aktiv für Osterholz auch sehr harmonisch. Ich bin mir sicher: Das wird wieder eine erfolgreiche Veranstaltung werden.
Gibt es etwas, das Sie an der Messe besonders interessiert?
Ist schon sehr gespannt auf seine erste GO als neuer Center-Manager des Weserparks: Frank Trompeter. Foto: Schlie
Ja, vor allem der Gesamtablauf hinter den Kulissen, wer die Aussteller sind und wie das alles überhaupt aufgebaut und strukturiert ist.
Wenn Sie ein paar Monate weiterdenken – welche Akzente wollen Sie künftig selbst bei Veranstaltungen im Weserpark setzen?
Da habe ich ein Beispiel: Wir haben ja gerade die Autowoche. Ich denke, es wäre gut, wenn wir im nächsten Jahr mal schauen, dass es bei einer solchen Veranstaltung künftig dann auch um Mobilität im Allgemeinen geht –und wir auch andere Formen davon einbinden. Das Thema also etwas weiter fassen.
Die wichtigste Frage zum Schluss: Werden Sie beim Pümpel-Wettbewerb auf der GO mitmachen und trainieren Sie schon heimlich?
(lacht) Natürlich mache ich mit! Aber ich trainiere dafür nicht. Ich freue mich allerdings schon darauf, denn an so was habe ich noch nie teilgenommen.
Die GO bietet Vielfalt für alle Zielgruppen
Die Gewerbeschau Osterholz im Weserpark versteht sich als Veranstaltung für ein breites Publikum. Mit ihrer Mischung aus Information, Unterhaltung und Einkaufserlebnis spricht sie unterschiedliche Zielgruppen gezielt an. Wer sich im Vorfeld über die eigenen Interessen klar wird, kann den Besuch optimal planen – und den Tag ganz individuell gestalten. Für Familien bietet die GO zahlreiche Anknüpfungspunkte. Ein Schwerpunkt liegt traditionell auf Mitmachaktionen und kindgerechten Programmpunkten. Ob kreative Bastelangebote, Spielaktionen oder kleine Shows: Für jüngere Besucher gibt es viel zu entdecken. Gleichzeitig profitieren Eltern von der entspannten Atmosphäre eines Einkaufszentrums, das kurze Wege, gastronomische Angebote und ausreichend Aufenthaltsmöglichkeiten vereint. So lässt sich der Messebesuch gut mit einem Familienausflug verbinden, bei dem sowohl Kinder als auch Erwachsene auf ihre Kosten kommen.
Paare und Freundesgruppen finden auf der Messe vor allem Inspiration und Abwechslung. Viele Aussteller präsentieren aktuelle Trends aus den Bereichen Lifestyle, Technik oder Wohnen. Ergänzt wird das Angebot durch kulinarische Stände, die zum Probieren und Verweilen einladen. Der gemeinsame Besuch wird so schnell zu einem Erlebnis, das über das klassische Einkaufen hinausgeht. Gespräche über neue Produkte, spontane Entdeckungen und kleine Genuss-
momente machen den Tag abwechslungsreich und kurzweilig.
Auch für die Generation der sogenannten Best Ager hält die GO passende Angebote bereit. Informations- und Beratungsstände bieten Gelegenheit, sich in Ruhe zu Themen wie Dienstleistungen, Gesundheit oder Alltagshilfen zu informieren. Der direkte Austausch mit Fachleuten ermöglicht es, individuelle Fragen zu klären und neue Impulse mitzunehmen. Gleichzeitig sorgt die barrierearme Infrastruktur des Weserparks für einen komfortablen Aufenthalt – ein Aspekt, der gerade für ältere Besucherinnen und Besucher eine wichtige Rolle spielt.
Informationen suchen oder sich einfach treiben lassen
Unabhängig von der jeweiligen Zielgruppe zeigt sich: Die GO lebt von ihrer Vielfalt. Unterschiedliche Interessen treffen hier aufeinander und ergänzen sich. Während die einen gezielt nach Informationen suchen, lassen sich andere eher treiben und entdecken spontan neue Angebote. Gerade diese Offenheit macht den Reiz der Veranstaltung aus. Am Ende steht für alle Besucherinnen und Besucher die Erkenntnis: Es gibt nicht den einen richtigen Weg durch die GO. Vielmehr lässt sich der Tag ganz nach den eigenen Interessen gestalten – ob als Familienausflug, Inspirationstour oder Informationsbesuch. bm
Komfortable An- und Abfahrt
Die GO ist auf unterschiedlichen Wegen erreichbar: Der Weserpark verfügt über ein umfangreiches Parkplatzangebot mit rund 4.700 kostenlosen Stellplätzen. Für Besucher mit Elektrofahrzeugen stehen zudem Lademöglichkeiten auf mehreren Parkflächen zur Verfügung. Eine komfortable Alternative
bietet der öffentliche Nahverkehr: Direkt angebunden ist die Straßenbahnlinie 1. Ergänzt wird das Angebot durch mehrere Buslinien, darunter die Linien 37, 38, 39 sowie die Regionalbuslinie 740. Gut zu wissen für den Heimweg: Die Abfahrzeiten des ÖPNV werden an einer Tafel bei der Information angezeigt. bm
Vor Ort das neue Rad konfigurieren
Erstmals auf der GO: Bikes & Wheels / „Freibeik“-Erfinderin bekannt aus der Höhle der Löwen
BETTINA MEISTER
Handwerkliche Tradition mit ausgeprägtem Erfindergeist vereinen – damit hat sich die Bremer Unternehmerin Iris-Sabine Langstädtler mit ihrem Familienbetrieb Bikes & Wheels weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. In diesem Jahr ist sie mit ihrem Team zum ersten Mal auf der Gewerbeschau Osterholz.
Das Team von Bikes & Wheels, das auch bei der GO vertreten sein wird: Kacper Gralik, Iris-Sabine
Gemeinsam motiviert.
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„Ich bin gerade in den Verein Aktiv für Osterholz eingetreten, der die GO unterstützt und mitorganisiert“, erklärt Iris-Sabine Langstädtler. Damit will sie die Chance nutzen, das Netzwerk in der regionalen Wirtschaft weiter auszubauen. Ihr Familienbetrieb wurde vor 32 Jahren von ihrem Ehemann Matthias Langstädtler aufgebaut und vor allem durch den individuellen Räderbau überregional geprägt. Nach dessen Tod vor einem Jahr übernahm Langstädtler sein Lebenswerk und die Verantwortung – mit dem Ziel, das Unternehmen fortzuführen und zugleich neue Impulse zu setzen.
„Wir haben ein Jahr gebraucht, um uns neu zu sammeln und jetzt stehen wir wieder in den Startschuhen, möchten Gas geben“, so die Unternehmerin. Das sei sie nicht nur ihrem Stammpublikum schuldig, sondern auch den vielen neuen Kunden, die nach der Schließung von Zweirad-Center Jakst Ende vergangenen Jahres nun zu ihr kommen. „Unter anderem, weil wir hier neben dem klassischen Fahrradhandel auch eine sehr gut funktionierende Werkstatt, geleitet von dem beliebten Daniel Dufner, haben.“
Auf der GO wollen sie und ihr Team, bestehend aus insgesamt fünf Mitarbeitenden, nun ihr Unternehmen zeigen, ins Gespräch kommen. „Wir können uns so auch Menschen vorstellen, die vielleicht nie in den Laden gekommen wären“, so Langstädtler. Und im Gepäck hat sie allerhand für die Besucher: „Wir stellen ein breites Sortiment von Rädern unterschiedlichster Marken aus, wir können vor Ort auch Fahrräder auf Bestellung konfigurieren –in jeder gewünschten Farbe und verschiedenen Antrieben –, wir haben sogar einen Bildschirm dabei, auf dem der Kunde sofort sehen kann, wie das Rad fertig aussieht und wir beraten in sämtlichen Fragen.“
Der Stand ist zentral im Weserpark gelegen, übernommen hat sie den Premium-Messe-
Standort auf dem bisher immer Hans-Peter Jakst ausstellte. „Wir haben auch ein eingespanntes Fahrrad zum ,Probefahren‘ dabei“. Darauf können Kauginteressenten ihre eigene Erfindung, das bewegliche „Freibeik Sattelgelenk“ testen.
Dieses steht übrigens im Mittelpunkt ihrer Karriere: Ausgehend vom Alltag im Bikes & Wheels, in dem Kundinnen und Kunden häufig über Beschwerden beim Radfahren – besonders im Rücken- und Beckenbereich – berichteten, erkannte Langstädtler die Grenzen herkömmlicher, starrer Sättel. Daraus entstand die Idee eines beweglichen Sattelgelenks, das natürliche Bewegungen besser unterstützt: das „Freibeik“. Nach intensiver Entwicklung entstand ein System, das dreidimensionale Bewegungen er-
möglicht und den Komfort erhöht. Große Aufmerksamkeit erhielt die Innovation durch einen Auftritt in der TV-Sendung Die Höhle der Löwen, wo Langstädtler zusammen mit ihrer Tochter Carmen ihr Produkt vorstellte. Aufgrund ihres Fernsehauftritts gelangten sie sogar zu etwas Bekanntheit: „Manchmal möchten Leute ein Autogramm haben oder ein Bild mit uns machen“, sagt die Unternehmerin. „Darüber freue ich mich sehr!“
Während der GO am 2. und 3. Mai hat das Geschäft an der Sebaldsbrücker Heerstraße 168170 geschlossen. Das ist kein Nachteil für die Kunden, denn Iris-Sabine Langstädtler verrät: „Wir bieten am Weserpark einen Messe-Rabatt von bis zu 20 Prozent an!“
Infos: bikes-wheels-shop.de
Immer wieder ein Highlight: Die Feuerwehr mit ihren Fahrzeugen und Gerätschaften. Da leuchten nicht nur Kinderaugen! Foto: Schlie
Neue Entdeckungen machen
Die GO 2026 wartet mit einigen Neuheiten auf
Natürlich werden die Klassiker wieder mit dabei sein – ob es nun die Feuerwehr mit ihrem tollen Programm für Jung und Alt ist oder die Sportvereine sowie Betriebe aus dem Stadtteil. Aber die Gewerbeschau Osterholz erfindet sich in jedem Jahr auch immer ein bisschen neu. Neben der Neuausrichtung der Bühne und der damit verbundenen „Öffnung“ des Messetreibens in Richtung Hans-BredowStraße gibt es auch einige neue Aussteller zu entdecken. So stehen neben dem Zweiradhändler Bikes & Wheels unter anderem erstmals auch eine Malerei (Friedeberg), eine Firma für Büromaterial (Plate), ein Hörstudio sowie als „Wiederkehrer“ die SWB hier den Besu-
cherinnen und Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. Einer von zwei neuen medizinischen Betrieben, Fellerhoff, hat zudem seinen „Volksrolli“, einen faltbaren Rollstuhl, mit dabei. Ganz neu mit dabei ist auch die „Hall of Secrets“, bei der jeder sein Glück versuchen kann: An diesem Stand kann man sich sogenannte „Mystery-Boxen“ kaufen. Dabei handelt es sich um Retourpakete eines großen Onlinehändlers. Natürlich werden die aber verschlossen verkauft, der Nervenkitzel beim Kauf besteht dann in der Frage: Ist der Inhalt meines Paketes hot oder Schrott? Bratwurst allein ist auf Dauer auch langweilig. Deshalb gibt es ebenfalls neue Food-Trucks.
Beispielsweise Nice Craft, die vegane Eiscreme anbieten. Oder die Hot-Dog-Station, wo man aus unterschiedlichsten Variationen des amerikanischen Klassikers wählen kann. Twins Waffle ist ein mobiler Waffelstand, der von 18-jährigen Zwillingen betrieben wird, die ihre Leidenschaft kurzerhand zu ihrem Job gemacht haben. Hier gibt es nicht nur Waffeln, sondern auch die einfallsreichstenToppings dazu. Als wäre das noch nicht genug, findet auch erstmals eine Auktion statt: Die Weser Art, die hauseigene Kunstgalerie des Centers, wird auf einer Sonderaktionsfläche im Stundentakt Werke präsentieren – und unter den Hammer bringen. bm
Langstädtler, Carmen Langstädtler und Daniel Dufner (v. l.) Foto: Schlie
Ausflugs- & Freizeittipps in Deiner Nähe
Ungestört Radeln durch ein farbenfrohes Blütenmeer: So farbenprächtig präsentieren sich vielerorts die Alleen im Ammerland zur Rhododendronblüte jetzt im Frühjahr. Foto: djd/Ammerland Touristik/Feuerquell/ Jakob Prössdorf
Für immer sehtauglich
Museumsschiffe im Deutschen Marinemuseum
Mal bei den Nachbarn vorbeischauen
Bei gutem Wetter sich aufs Fahrrad schwingen und die schöne Landschaft genießen
Der Wonnemonat Mai steht vor der Tür und mit ihm gleich drei Feiertage. Ob 1. Mai, Christi Himmelfahrt oder Pfingsten –vor den Toren der Stadt locken eine Reihe von Ausflugszielen, die schnell mit dem Auto oder Zug ab Bremen erreichbar sind. Radler können sogar ihr Fahrrad mit der Bahn transportieren lassen, so kommen sie ausgeruht vor Ort an.
Das Kulturland Teufelsmoor in direkter Nachbarschaft zu Bremen besticht durch seine weite Landschaft und eine einzigartige Symbiose aus Kunst, Kultur und intensivem Naturerlebnis. Stille Wege auf Deichen, birkengesäumte Dämme entlang von Kanälen, alte Höfe auf Warften: Die Region ist prädestiniert dafür, auf zwei Rädern entdeckt zu werden – und hat nun ein bedeutendes Qualitätssiegel erhalten. Sie wurde als ADFC-Rad-Reise-Region für ihre touristische Radinfrastruktur ausgezeichnet. Entstanden ist ein Radwegenetz mit einem modernen Knotenpunktsystem sowie elf neuen, zwischen 18 und 54 Kilometer langen Tagestouren (Infos:
Grünes Band im Park der Gärten
Der Park der Gärten in Bad Zwischenahn bietet die Gelegenheit 140.000 Quadratmeter Natur mit allen Sinnen zu erleben. Ob man sich über Pflanzen informieren, einfach einen erholsamen Tag mit der Familie erleben oder Anregungen für den eigenen Garten finden möchte: Der im Zug der Landesgartenschau 2002 entstandene Park bietet Deutschlands größte Mustergartenanlage, Themenausstellungen und mehr. Mit immer neuen Inspirationen und Ideen will der Park der Gärten von Frühling bis Herbst seine Besucherinnen und Besucher begeistern.
Zur Saison 2026 ist der Park der Gärten um das „Grüne Band” erweitert worden. Auf rund 3.000 Quadratmetern wird gezeigt, wie klimaangepasstes Gärtnern praktisch umgesetzt werden kann. WR
www.kulturland-teufelsmoor. de).
Prachtvolles Grün mit Alleen und Gartenanlagen prägen das Ammerland, im Nordwesten Niedersachsens unweit von Oldenburg gelegen und gut auch ab Bremen zu erreichen. Besonders intensiv und stressfrei lässt sich die reizvolle Region mit dem Fahrrad erkunden, Steigungen gibt es kaum. Auf
der knapp 170 Kilometer langen Ammerlandroute etwa kann es schon mal passieren, dass man eine Stunde lang keine anderen Radler zu Gesicht bekommt – die Tour durch die malerische Gegend ist noch immer ein Geheimtipp für entschleunigendes Radeln. Im Herzen der Region glänzt das Zwischenahner Meer – die „Perle des Ammerlandes“. Be-
Wilhelshaven überrascht positiv: Neben dem grasbewachsenen
Deich erstreckt sich weit das Wattenmeer, während sich auf der anderen Seite eine überraschend grüne Natur erhebt. Foto: djd/www.wilhelmshaven-touristik.de/Rainer Ganske
Schönes für Haus und Garten
Das idyllische Gelände des Beekenhofs in Bommelsen (Soltau und Walsrode) verwandelt sich vom 8. bis 10. Mai in eine frühlingshafte Erlebniswelt. Auf dem denkmalgeschützten Fachwerkgehöft präsentieren die Aussteller jeweils von 10 bis 18 Uhr ein vielfältiges und hochwertiges Warenangebot. Inmitten alter Bäume und historischer Gebäude lädt die Veranstaltung dazu ein, in entspannter Atmosphäre zu flanieren und dabei sowohl Nützliches als auch Dekoratives für Haus und Garten zu entdecken. Das Sortiment reicht von Blumen und Kräutern über Mode und Schmuck bis hin zu handgefertigtem Kunsthandwerk. Ergänzt wird das Angebot durch eine breite Auswahl kulinarischer Spezialitäten. Der Hof Schutz-Alpakas aus Riepe bietet den Besuchern die Möglichkeit, Alpakas aus
1. Mai
PflanzenWELTEN
nächster Nähe kennenzulernen. WR
VERLOSUNG
Wir verlosen 25 X 2 TICKETS für BEEKENHOF LANDROMANTIK
vom 8. bis 10. Mai, jeweils 10 bis 18 Uhr, auf dem Beekenhof in Bommelsen.
Rufen Sie uns an: bis Dienstag, 28. April, 16 Uhr, unter der Rufnummer
0137 / 87 80 20 - 4
Ein Anruf kostet 0,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer aus allen deutschen Netzen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Gewinnerinnen und Gewinner werden benachrichtigt. Die Teilnahme von Personen unter 18 Jahren ist ausgeschlossen. weserreport.de/datenschutzerklaerung/
sonders beeindruckend zeigt sich die Region gerade jetzt im Frühling, wenn blühende Rhododendren und Azaleen das Ammerland in ein farbenprächtiges Blütenmeer verwandeln (Infos: www. ammerland-touristik.de). Lust aufs Meer? Dann auf nach Wilhelmshaven. Der Wind pfeift von der Nordsee, Möwen kreisen und an der Südstrandpromenade herrscht reges Besuchertreiben. Doch bei aller Liebe zu Hafen und urbanem Trubel: Die Stadt überrascht auch mit viel Grün. In der Urlaubsregion verbinden sich maritimes Leben und Natur auf besondere Weise. Rund die Hälfte des Stadtgebiets besteht aus idyllischen Grünoasen. So laden Stadtpark, Kurpark und Botanischer Garten zum Durchatmen ein, das Rosa rium begeistert mit tausenden Rosen. Aktiv wird es auf über 120 Kilometern Radwegen ins friesische Umland oder zu Fuß auf dem Gezeitenweg. Entlang der Deiche gibt es weite Blicke inklusive (Infos: www.wilhelmshaven-touristik. de). WR/djd
Riesenerfolg für BMW: „World Car of the Year“ 2026 und „World Electric Vehicle“ 2026 – gleich eine doppelte Auszeichnung gab es für die Neue Klasse aus Bayern. Eine internationale Fachjury aus 98 Journalisten hat den BMW iX3 gleich zweifach prämiert.
Nachschlag bei Porsche
Mit geschärftem Exterieur-Design, zusätzlichen Ausstattungsoptionen und einem Leistungsplus von bis zu 165 kW / 224 PS gegenüber dem Einstiegsmodel geht der neue Cayenne S Electric an den Start. Er positioniert sich zwischen dem Cayenne Electric und dem Cayenne Electric Turbo.
Stromer in Eigenproduktion
Subaru hat im Werk Yajima im japanischen Gunma mit der Produktion des batterieelektrischen EOutback begonnen. Es ist das erste Mal, dass Subaru ein vollelektrisches Modell für den globalen Markt in Eigenproduktion herstellt. Das Foto zeigt die Kombivariante.
Die Mutter aller in Serie produzierter Stromer kommt in einer Neuauflage. Ab sofort ist die dritte Generation des vollelektrischen Nissan Leaf (ab 35.950 Euro) bestellbar.
Das weltweit erste Großserien-Elektroauto meldet sich zurück. In Kürze steht die dritte Auflage des Nissan Leaf in den Showrrooms.
Die komplett neu entwickelte, auf der modularen CMF-EV-Plattform aufbauende 2026er-Modellgeneration des Leaf verbindet ein ausdrucksstarkes Design mit intuitiven Technologien, fortschrittlichen Assistenzsystemen und einem kraftvollen Elektroantrieb. Dieser entwickelt wahlweise 130 kW/176 PS oder 160 kW /217 PS.
Während das Einstiegsmodell mit einer 52-kWh-Batterie kombiniert ist, wächst die Kapazität des Lithium-Ionen-Akkus in der stärkeren Leistungsstufe auf 75 kWh. Bei einem
Energieverbrauch von 13,7 kWh/100
Kilometer fährt der Nissan Leaf mit der großen Batterie bis zu 624 Kilometer (WLTP kombiniert), ehe ein kurzer Ladestopp eingelegt werden muss. Dank einer Ladeleistung von bis zu 150 kW werden bei der großen Batterie in 30 Minuten bis zu 440 Kilometer nachgeladen. Die serienmäßige Wärmepumpe senkt den Energieverbrauch und verbessert die Reichweitenausbeute ebenso wie die vierstufig über Lenkradschaltwippen einstellbare Rekuperation. Vier Ausstattungslinien bieten Spielraum zur Individualisierung. Bereits die Einstiegsversion Engage (ab 35.950 Euro) wartet mit zahlreichen Annehmlichkeiten auf. Neben
Das war die erste Leaf-Generation: Sie kam bereits 2009 und war damals weltweit der meistverkaufte Stromer.
Schlicht und informativ: Das Cockpit verfügt über zwei Displays und einer ganzen Reihe an Schaltern und Tasten. Hier sind auch die vier Fahrprogramme wählbar.
18-Zoll-Leichtmetallfelgen sind beheizbare und elektrisch verstellbare Außenspiegel, ein rahmenloser Innenspiegel, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik mit Fern-Vorklimatisierung des Innenraums, ein Kunstlederlenkrad und das schlüssellose Zugangssystem Keyless Entry an Bord. Eine 12,3 Zoll große Instrumentenanzeige und ein ebenso großer Touchscreen liefern alle notwendigen Informationen im Cockpit.
Das Lichtdesign bemüht sich erfolgreich um individuelle Akzente. Auch von hinten ziemlich einzigartig: Das Fließheck und sein ungewöhnlicher Abschluss (Foto unten).
Ausstattung: Mondsteingrau, App-Connect Wireless, Lane Assist, DAB+, Climatronic, ACC, LED-Scheinwerfer, Einparkhilfe vorn u. hinten, Side Assist, Verkehrszeichenerkennung, Light Assist u.v.m.
Leasing-Sonderzahlung: 3.350,00 € Jährliche Fahrleistung: 10.000 km
48 Monate
Vertragslaufzeit:
Mtl. Leasingrate: 249,00 €1
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AUTO
Zum Schneeräumer degradiert
Der Borgward-Trecker wurde nie gebaut / Ein Prototyp ist erhalten
In der Borgward-Gruppe gab es keine Abteilung, die systematisch den Automobilmarkt analysierte, Angebotslücken im Programm anderer Hersteller aufspürte und Ideen für neue Fahrzeuge entwickelte. Man verließ sich auf den „Riecher“ des Chefs der Bremer Autoindustrie Carl F. W. Borgward.
Wenn er eine Idee hatte und einen Gewinn versprechenden Bedarf vermutete, so kam es gleich zum Bau von Attrappen, zur Konstruktion und ProtoypenFertigung, zu Tests sowie Fahrversuchen. Auf diese Weise kamen einige teure Flops auf den Markt, wie zum Beispiel der Hansa 2400, die Sportwagen von Borgward, die Goliath Sportcoupés und der Lloyd Frua.
Andere Ideen blieben im Sta-
dium der Attrappen oder der Prototypen hängen. Carl F. W. Borgward beendete diese Projekte aus der Einsicht, dass mit ihnen vielleicht doch kein Geld zu verdienen war. Gestoppte Projekte, die bis zum Prototyp gediehen, waren enorme Geldverschwendung. Zu der Gruppe gehörten die drei 1955 gebauten Prototypen eines Traktors. Diese besaßen ein ZF Traktor-Getriebe und den Diesel-
Motor (1,8 Liter Hubraum, 42 PS) aus dem Pkw Hansa 1800. Nach der Währungsreform 1948 erlebte der deutsche Schlepper-Markt einen starken Aufwärtstrend, der Mitte der 50er-Jahre seinen Höhepunkt erreichte. In der Hochzeit gab es in Westdeutschland über 30 Hersteller. In dem schrumpfenden Markt sah Borgward für seine Traktoren nur geringe Chancen. Zudem hatte Ire Henry Ferguson aus dem Schlepper einen Träger mit Zapfwellenanschluss für den Betrieb von landwirtschaftlichen Geräten gemacht. Diese Erfindung setzte sich ab Mitte der 50er-Jahre international durch. Patente schützten Teile dieser wegweisende Neuerung. Das schränkte Borgwards Chancen weiter ein.
Klugerweise begann erst gar nicht mit der Serienherstellung. Einer der Trecker kam in Borgwards Lkw-Werk in OsterholzScharmbeck zum Einsatz und beförderte dort mit einem Anhänger Teile für die Nutzfahrzeug-Produktion. Nach dem
Konkurs übernahm Büssing das Werk mit samt Traktor, der noch einige Jahre seinen Dienst als Schneeräumer versah. Dieser Prototyp konnte gerettet werden und befindet sich in der Restaurierung. Der Verbleib der beiden anderen ist unbekannt.
Der Leiter der Halle 2 (Lkw-Bau) Dietrich Struckmann präsentiert den Traktor am 65. Geburtstag von Carl F. W. Borgward. Die Aufnahme entstand am 10. November 1955 vor Borgwards Villa in der Horner Heerstraße 13. Borgward
DER AUTOR Peter Kurze (70) aus Bremen, Verleger und Autor diverser Buchreihen zur Automobilgeschichte
Innovativ, attraktiv und made in Bremen: Der Mercedes-BenzRoadster SLK feierte vor 30 Jahren auf dem 66. Automobilsalon in Turin seiner Weltpremiere.
Drei die dreißig werden
Mercedes-Benz SLK, Audi A3 und Ford Ka feiern runden Geburtstag
Wir schreiben das Jahr 1996: Bremen wird von Henning Scherf regiert, die Boygroup Take that trennt sich, Schaf Dolly darf geklont werden und Henry Maske verliert seinen Boxkampf gegen Virgil Hill. Das Lied zum MaskeFight wird dagegen zu einem Riesenhit – „Time to say goodbye“ von Andrea Bocelli und Sarah Brightman brach alle Rekorde. Aus heutiger Sicht rekordverdächtig günstig waren die Spritpreise. Berchnungen des ADAC zufolge kostete der Liter Super 161,7 Pfennig (umgerechnet 82,68 Cent), Diesel 121.8 Pfennig (62,3 Cent).
Bei diesen Kraftstoffpreisen könnte man sich – aus heutiger Sicht – unbeschwert hinters Lenkrad setzen und auf Spritztour gehen, etwa im neuen MercedesBenz SLK. Dieser wurde von 1996 bis 2004 in Bremen produziert. Der kompakte, zweisitzige Sportwagen, der auf dem Turiner Autosalon im Frühjahr 1996 vorgestellt wurde, eroberte auf Anhieb die Herzen des Messepublikums, zumal der kleine Roadster Maßstäbe in Sachen wegweisender Technik setzte. Vor allem sein einzigartiges Stahl-Variodach begeisterte Experten wie Verbraucher.
In nur 25 Sekunden verwandelte sich der offene Stern per Knopfdruck in einen geschlossenen Roadster. Das Verdeck verschwand im Kofferraum, der SLK wurde zum Ganzjahreswagen.
Die Marke mit den vier Ringen feiert in diesem Jahr den 30. Geburtstag des Audi A3, der erstmals 1996 auf der IAA vorgestellt wurde. Das komplett neu entwickelte Modell auf der Golf IVPlattform gilt er als Begründer der Premium-Kompaktklasse. Zunächst war der A3 nur als Dreitürer mit Schrägheck in drei Ausstattungsvarianten und mit vier verschiedenen Motorisierungen erhältlich. Zwei Jahre später folgte eine quattro-Variante, im März 1999 folgte der Fünftürer. Das dritte Geburtstagskind kommt aus Köln-Merkenich. Dort wurde von Ford der Ka entwickelt: In den Außenabmessungen kleiner als der Fiesta, bot er Platz für vier Personen. Zugleich ist der Ka das erste Ford-Modell im New-Edge-Design des ChefDesigners Claude Lobo. Ob seine Kurven ihm zu einer Rolle in einem James-Bond-Film verhalfen? Sicher ist, dass die kleine Knutschkugel bei „Ein Quantum Trost“ mitgespielt hat.
Pemium in der Golfklasse: Auf dem Pariser „Mondial de l’Automobile“ stellte Audi 1996 den Audi A3 vor.
Foto: Audi
Der kleine Ford Ka schaffte es sogar auf die große Leinwand. Er spielte 007-Film „Ein Quantum Trost“ mit.
Foto: Ford
Foto: Mercedes Benz
Foto: Walter Richleske / Archiv Peter Kurze
Name, Design, Innenraum, Technologien
neu beim ID.3
Ab Juni überimmt Wandscher die Regie bei Opel Schmidt in Wilhelmshaven.
Wandscher wächst weiter
Kita-Kinder
malen weiter
Noch bis 30. April Traumauto malen und Bobby Cars gewinnen: Bereits zahlreiche Kitas aus der Region haben sich beim Malwettbewerb zum 100. Jubiläum von Schmidt + Koch angemeldet. Die Autohausgruppe verlängert daher die Aktion, damit noch mehr Einrichtungen die Chance haben, mitzumachen. Unter dem Motto „Auf die Stifte, fertig, Schmiddi!“ sind Kita-Kinder eingeladen, ihr Traumauto von morgen zu malen. Zu gewinnen gibt es 1.000 Bobby Cars, davon bis zu zehn pro Kita. Gemalt werden kann einzeln oder in der Gruppe, auch mehrere Bilder pro Kita sind willkommen. Die fertigen Werke werden digital eingereicht. Weitere Informationen auf www.schmidt-und-koch. de/malaktion.
Mit dem Zusatz Neo schickt Volkswagen den Nachfolger des ID.3 an den Start. Die Neuauflage des kompakten Elektroautos zeigt sich umfangreich weiterentwickelt und aufgewertet. Kennzeichen außen: eine neu gestaltete Frontpartie und ein neues Lichtdesign. Kennzeichen innen: eine neu konzipierte Cockpit-Landschaft mit selbsterklärenden Bedienelementen, eingebettet in Interieur-Materialien auf dem Level der nächsthöheren Klasse. Zudem ermöglicht der neue Antrieb mit der größten von drei verfügbaren Batterien–Reichweiten von bis zu 630 km (WLTP).
Äußerlich fällt der ID.3 Neo mit einem durchgehenden Lichtband und beleuchtetem Logo auf. Dach, Heckspoiler und Heckklappe sind wie bei klassischen Volkswagen Kompaktmodellen in Wagenfarbe lackiert, wodurch der ID.3 Neo länger, flacher und dynamischer wirkt.
Im Innenraum gibt es hochwertige Materialien, neue ergonomische und selbsterklärende Bedienelemente, griffigenTasten und intuitive Regler für zentrale Funktionen. Ebenfalls vollständig neu konzipiert wurde das Multifunktionslenkrad mit seinem oben und unten abge-
flachten Kranz und seinen klar gegliederten Tastenfeldern. Der Antrieb des ID.3 Neo ist eine Neuentwicklung. Er bietet ein erhöhtes Drehmoment und im Vergleich zu den bisherigen Motoren einen niedrigeren Verbrauch. Damit sind Reichweiten von bis zu 630 km (WLTP) möglich. Zum Start wird es das neue Modell in drei Ausstattungslinien („Trend“, „Life“ und „Style“) und drei Leistungsstufen sowie mit ebenfalls drei verschiedenen Batteriegrößen geben. Die drei E-Maschinen entwickeln eine Leistung von 125 kW / 170 PS, 140 kW / 190 PS und 170 kW / 231 PS.
Rufen
Die Wandscher-Gruppe ist weiter auf Expanisionskurs: Nach der Übernahme des Bremerhavener Autohauses Schmalzried tritt Wandscher im Juni auch die Nachfolge von Opel Schmidt in Wilhelmshaven an.
In Bremerhaven bleibt Schmalzried Ford-Servicepartner, das Markenporfolio wird nach dem Willen von Thomas Wandscher, geschäftsführerender Gesellschafter der Gruppe, zu einem markenübergreifenden Mobilitätszentrum ausgebaut.
In Wilhelmshaven will Wandscher ihre Marktposition im Opel-Geschäft stärken; künftig sind es dann fünf große Wandscher-Standorte in Bremen und Niedersachsen. Im Zuge der
Dieselpreis
Übernahme ist auch eine neue Ausstellungshalle mit 900 Quadratmetern geplant: Die zügige Projektumsetzung sei nur durch die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Wilhelmshaven realisierbar geworden, betont das Unternehmen.
Die Wandscher Gruppe hat Standorte in Oldenburg, Bremen und Bremerhaven, zwei Standorte in Wilhlemshaven sowie in Bad Zwischenahn und Aurich. Neben den Stellantis-Marken Alfa Romeo, Citroen/DS, Fiat, Jeep, Peugeot und Opel gehören außerdem Kia, Mitsubishi, Suzuki und BYD zum Markenangebot. Das Unternehmen, das in diesem Jahr 40. Geburtstag feiert, beschäftigt aktuell rund 280 Mitarbeitende.
sinkt um mehr als 16 Cent
Leichte Entspannung am Kraftstoffmarkt: Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, ist vor allem der Dieselpreis sehr deutlich gesunken: Danach kostet ein Liter des Kraftstoffs im bundesweiten Durchschnitt derzeit 2,286 Euro, das sind 16,1 Cent weniger als vor einer Woche. Nur etwa halb so stark ist Benzin billiger geworden: Für einen Liter Super E10 müssen die Autofahrerinnen und Autofahrer im Mittel 2,107 Euro je Liter bezahlen – ein Minus von 8,1 Cent. Der Rohölpreis rangiert wie in der Vorwoche bei etwa 95 US-Dollar.
Rufen
4-türig Duty, 50 kWh Batteriekapazität, Elektroantrieb, 100 kW (136 PS), stufenlose Automatik, kombiniert: 18,6 kWh/100 km, CO2-Emissionen: 0 g/km, CO2-Klasse: A, elektrische Reichweite (EAER): 336 km und elektrische Reichweite (EAER City): 457 km. Abbildungen zeigen aufpreispichtige Sonderausstattungen. - Fahrzeuglistenpreis: 31.215,00 € (netto) • zzgl. 1.175,63 € Überführung (netto) • Leasingsonderzahlung 0,00 € • Gesamtbetrag 17.130,79 € (netto) • jährliche Lau eistung: 10.000 km • Vertragslaufzeit: 36 Monate • 36 mtl. Raten à 139 € (netto) - Alle Preise zzgl. der gegebenenfalls gesetzlich anfallenden Umsatzsteuer & Überführung. Ein unverbindliches Angebot der KINTO Deutschland GmbH, Toyota-Allee 5, 50858 Köln. Entsprechende Bonität vorausgesetzt. Dieses Angebot ist nur für Gewerbekunden gültig. Gilt bei Anfrage und Genehmigung bis zum 30.06.2026. WELLER
ID.3 Neo: Der Nachfolger des ID.3 feiert
Weltpremiere und zeigt sich dabei umfangreich weiterentwickelt und aufgewertet.
Foto: Wandscher
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