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Weser Report - Ost vom 21.02.2026

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Raumfahrt-Hauptstadt

So viel Bremen steckt in der Mondrakete

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Veranstaltungen zum Frauentag

Auf der Webseite weltfrauentag-bremen.de gibt es ab sofort einen Überblick darüber, was Initiativen und Einrichtungen in Bremen anlässlich des Weltfrauentags anbieten: Kulturveranstaltungen, Workshops, und Demos stellen Frauen- und Geschlechterthemen in den Mittelpunkt. WR

Ökumenisches Friedensgebet

Anlässlich des Jahrestages des russischen Überfalls auf die Ukraine lädt die Bremische Evangelische Kirche für den 24. Februar, 19 Uhr, zu einem ökumenischen Friedensgebet in den Dom ein. Im Mittelpunkt steht eine musikalische Lesung. Der Eintritt ist frei. rl

Grün-Stationen öffnen im März

Die Grün-Stationen der Bremer Stadtreinigung öffnen am Montag, 2. März, wieder ihre Tore. Das teilt die Bremer Stadtreinigung (DBS) mit. Die Öffnungszeiten sind jeweils Montag, Freitag und Samstag von 9 bis 14 Uhr sowie Donnerstag von 12 bis 17 Uhr. rl

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SAMSTAG, 21. FEBRUAR 2026

Wochen der Wahrheit

Mit einem Sieg bei St. Pauli soll Werders Liga-Endspurt starten

NR. 3796/56. JAHRGANG

Steuerzahlerpräsident im Interview Warum Reiner Holznagel die Kooperation der Fusion von Bundesländern vorzieht

Zocken am Zapfhahn

Spielautomaten in

PHILIPP BEHRBOM

Rund 1,3 Millionen Deutsche sind spielsüchtig, weitere 3 Millionen Menschen zeigen zumindest ein problematisches Verhalten beim Glücksspiel. Das zeigt der Glücksspielatlas der Beauftragten der Bundesregierung für Sucht aus dem Jahr 2023. In den vergangenen Jahren hat der Bremer Senat das Glücksspiel in Spielhallen immer weiter reguliert. Eine Art von Spielautomaten blieb dabei nahezu unangetastet. Dabei ist es die offensichtlichste: in Gaststätten.

Mehrere Hundert Geldspielautomaten stehen nach Angaben des Innenressorts in Bremer Gaststätten. Glücksspielforscher der Universität sehen die Geldspielautomaten kritisch. Foto: pixabay

Gaststätten: Forscher sehen weiterhin erhebliche Schutzlücken

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„Es herrschen erhebliche Defizite in der Umsetzung von Maßnahmen des Jugend- und Spielerschutzes in gastronomischen Betrieben, etwa beim Prozess der Identifizierung“, erklärt Tobias Hayer, Glücksspielforscher an der Universität Bremen. Er sieht in den vergangenen 15 Jahren

kaum Fortschritte in der Glücksspielprävention in Gaststätten. Diese seien im Vergleich zu Spielhallen gesondert zu betrachten, da die ständige Konfrontation mit Spielanreizen im Alltag Berührungsängste senke und Spielteilnahmen wahrscheinlicher mache. „Somit stellt sich die Frage nach der Daseinsberechtigung von Spielautomaten in Gaststätten“, meint Hayer. Die genaue Anzahl von Spielautomaten außerhalb von Spielhallen in Gaststätten sei nicht bekannt, erklärt Karen Stroink, Sprecherin der Innensenatorin Eva Högl. „Schätzungsweise handelt es sich jedoch um mehrere hundert Geldspielgeräte“, so Stroink weiter. Die Regeln für das Aufstellen dieser Automaten seien bereits streng: „Für die Aufstellung reicht eine allgemeine Aufstellererlaubnis allein nicht aus. Zusätzlich muss die zuständige Behörde jeden einzelnen

Standort prüfen und bestätigen.“ Hierbei werde auch der Spielerschutz betrachtet. Neben der persönlichen Zuverlässigkeit der Gewerbetreibenden müsse auch die Teilnahme an einer Schulung nachgewiesen werden. „Für jeden einzelnen Standort ist zusätzlich ein weiteres Sozialkonzept erforderlich“, so Stroink. Dass die Spielautomaten an Orten stehen, an denen zudem Alkohol ausgeschenkt werde, sei problematisch, so Hayer, auch abseits eines Sozialkonzepts. Zum einen könne Alkohol enthemmen. „Entsprechend erhöht sich auch das Risiko, im alkoholisierten Zustand länger oder risikobereiter zu zocken“, erklärt Hayer. Unterm Strich gehe eine Glücksspielstörung nicht selten mit anderen Suchterkrankungen einher, darunter auch mit einer alkoholbezogenen Störung, so der Forscher. „Glücksspiel und Al-

kohol am selben Ort ist keine gute Idee“, so Hayer. Auf Bundesebene wurde die zulässige Höchstzahl von Geldspielautomaten in Gaststätten bereits von drei auf zwei Geräte reduziert. Im Rahmen einer Evaluation werde geprüft, ob diese Schritte ausgereicht hätten. „Bremen wird diese Entwicklung kritisch begleiten und auf Grundlage der Ergebnisse prüfen, ob Maßnahmen für das Land erforderlich und rechtlich umsetzbar sind “, so Stroink. Aus Sicht der Forschung seien weitere Maßnahmen sinnvoll. Vor allem verhältnispräventive Maßnahmen seien schadensminimierend, erklärt Tobias Hayer. Konkret bedeute dies eine Angebotsverknappung, deutliche Werbebeschränkungen sowie Eingriffe in das Spieldesign, etwa durch eine Begrenzung der Gewinnmöglichkeiten.

Olympia mit dem ganzen Norden: Bremen nutzt Jahrhundertchance

Bremen will mit anderen Nord-Ländern Hamburgs Olympia-Bewerbung unterstützen. „Die Ausrichtung des bedeutendsten Sportereignisses der Welt ist eine Jahrhundertchance“, verkünden Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte,

Niedersachsen Ministerpräsident Olaf Lies, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther und Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher. „Die norddeutschen Länder verbindet die sportliche Begeisterung für Olympia und zu-

Kostenfreie Beratung und Veranstaltungen vom 23. Februar bis 1. März

gleich die Perspektive auf den Ausbau von Wirtschaft, Infrastruktur und länderübergreifender Zusammenarbeit.“ Der Deutsche Olympische Sportbund habe bereits bestätigt, dass das Konzept alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche

Bewerbung erfülle. „Norddeutschland kann sich auf einer der größten Bühnen der Welt als attraktiver, weltoffener, Gastgeber präsentieren,“ so André Grobien, Präses der Handelskammer Bremen. mas

Mehr Sicherheit durch KI

Für die Fahrerinnen und Fahrer ist das Innere der 37 Meter langen Straßenbahnen kaum zu überblicken. Gleichzeitig gilt es, den Blick nach vorn zu richten, um das Fahrzeug sicher durch den Verkehr zu steuern. Der Einsatz von durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Kameraüberwachung soll den Fahrenden die Arbeit erleichtern und die Sicherheit für Fahrgäste verbessern.

„AI Watch“ heißt das System, das die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) gemeinsam mit der Bremer Firma „Just Add AI“ entwickelt hat. Seit April 2025 läuft der Probebetrieb in einem Fahrzeug. Bis Ende 2026 wird rund ein Drittel der Flotte damit ausgestattet sein. Weitere Fahrzeuge sollen ab 2027 folgen.

So funktioniert es: „AI Watch“ ist softwaregestützt und arbeitet ausschließlich innerhalb des Fahrzeugs. Auf einem unabhängigen Computer werden die Videobilder der Innenkameras mithilfe der KI in Echtzeit ausgewertet und potenzielle Gefahrensituationen erkannt. Um den Datenschutz sicherzustellen, werden die Videodaten weder gespeichert noch zum Anlernen der KI verwendet. Zudem werden

die Bilder vor der Übergabe an die KI verpixelt. Erkennt „AI Watch“ beispielsweise eine Bedrohung, meldet das System dies an die Fahrenden und an die Leitstelle der BSAG. Von dort wird im Bedarfsfall Unterstützung angefordert.

„Der öffentliche Raum muss ein sicherer Raum sein. Sicherheit ist die Grundlage dafür, dass Menschen Bus und Bahn mit Vertrauen nutzen. Deshalb ist ‚AI Watch‘ für uns mehr als ein technisches Projekt. Es ist ein wichtiger Baustein, um Fahrgäste und Beschäftigte konkret zu schützen“, meint Verkehrssenatorin Özlem Ünsal. Die BSAG und Just Add AI würden damit deutschlandweit eine Vorreiterrolle übernehmen. „Dass ihre Erfahrungen inzwischen auch international nachgefragt werden, zeigt, wie innovativ und verantwortungsbewusst unsere Hansestadt handelt“, so Ünsal

Die Rückmeldungen aus dem Fahrdienst sind laut Thorsten Harder, Technischer Vorstand der BSAG, positiv. Auch wenn Zwischenfälle bei der BSAG selten seien, so stärke das KI-Tool dennoch die Sicherheit von Fahrgästen und Mitarbeitenden. rl

Das Geld auf die Straße bekommen

MARCUS SCHMIDT

WESER REPORT: Herr Holznagel, nach der Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler, hatte am 17. Februar, 16.56 Uhr, jeder Deutsche 31.899 Euro Anteil an den Schulden des Staates. Über welche Steuersünde regen Sie sich am meisten auf?

REINER HOLZNAGEL: Mich ärgert vor allem, dass wir immer neue Schulden beschließen, aber kaum über die wachsenden Folgekosten sprechen. Die eigentliche Steuersünde ist nicht nur die Neuverschuldung, sondern das Verdrängen ihrer Konsequenzen. Unsere erneuerte Schuldenuhr zeigt deshalb nicht nur den Schuldenstand, sondern auch die Zinslast. Der Staat zahlt inzwischen über 1.600 Euro pro Sekunde allein für Zinsen. Dieses Geld fehlt für Investitionen, Bildung oder Infrastruktur. Und diese Belastung wird weiter steigen. Hinzu kommt: Es gibt zahlreiche Ausgaben, die ineffizient, schlecht priorisiert oder schlicht verzichtbar sind. Statt immer neue Programme aufzulegen, müsste die Politik endlich konsequent prüfen, wo Mittel wirkungslos versickern. Schulden ohne klare Priorität und ohne Transparenz über die Kosten sind aus meiner Sicht die größte Steuersünde.

... Und welche Steuererschwendungen beschäftigen Sie gerade in Bremen sehr? Etwas aus oder fürs regionale Schwarzbuch?

einen Blick ins „Schwarzbuch“ der Verschwendung.

sen laufende Projekte konsequent und effizient zu Ende geführt werden – halbfertige Infrastruktur bindet Mittel und schwächt Vertrauen. Neue Schulden können bei wirklich strategischen, wachstumsrelevanten Investitionen eine Rolle spielen. Aber sie sind immer die teuerste Finanzierungsoption und belasten kommende Haushalte. Entscheidend ist daher nicht die Größe der Sondertöpfe, sondern eine saubere Auswahl, klare Prioritäten und eine schnelle Umsetzung. Geld muss wirksam eingesetzt werden – nicht nur angekündigt.

Einkommensteuer. Sie wirkt doppelt, bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ebenso wie bei kleinen und mittleren Unternehmen. Wenn Leistung sich wieder lohnt und die Grenzbelastung sinkt, stärkt die Investitionen, Beschäftigung und Konsum. An dieser Stelle muss die Steuerlast spürbar sinken.

Wenn Sie Bundeskanzler wären, was würden Sie sofort und wie anpacken?

In Bremen haben wir immer noch die sogenannten „Drucker“ für Polizeiquittungen, die Polizisten haben, um Kontrollen zu dokumentieren. Hier sind bereits weit über 200.000 Euro Kosten entstanden. Das ist schon eine Posse. Aber auch die Ausbildungsabgabe sorgt hier für ordentlich Unmut. Viele Mitgliedsunternehmen haben sich dazu geäußert und erklärt, dass die Lage alles andere als rosig ist. Es gibt nun noch eine finanzielle Belastung für Unternehmen, dabei wird die Ausbildungsabgabe aber als wenig zielführendes Instrument kritisiert.

Glauben Sie, wie es Bayerns Ministerpräsident Söder andeutet, dass ein Land Bremen zum Beispiel mit Niedersachsen verschmelzen sollte?

Die Debatte darf man nicht re-

flexhaft führen, sondern sachlich. Eine formale Länderfusion ist ein sehr weitreichender Schritt, der Identität, Verfassung und politische Mehrheiten betrifft. Das lässt sich nicht einfach technokratisch entscheiden. Was wir aber dringend brauchen, ist mehr Kooperation und Zusammenlegung von Verwaltungsstrukturen. Der Bund der Steuerzahler macht es vor: Niedersachsen und Bremen arbeiten in einem gemeinsamen Landesverband mit gebündelter Verwaltung, ohne dass ihre jeweiligen Identitäten verloren gehen. Im Norden sollten wir ernsthaft prüfen, wo Aufgaben effizienter gemeinsam organisiert werden können, etwa beim Küstenschutz, in der IT, bei Sicherheitsbehörden oder spezialisierten Verwaltungsbereichen. Wenn Doppelstrukturen abgebaut und Kompetenzen gebündelt werden, entstehen Effizienzgewinne und Entlastung für die Steuerzahler. Entscheidend ist weniger die formale Fusion als eine kluge Zusammenarbeit.

Denken Sie, dass zusätzliche Investitionen aus den Sondertöpfen für Infrastruktur und Bundeswehr besser sind, als damit aktuelle Projekte zu beenden?

Wir brauchen keine künstliche „Zusätzlichkeit“, sondern eine klare Priorisierung. Zuerst müs-

Platz gewonnen,

Würde es helfen, Kleinverdiener und Mittelstand steuerlich zu entlasten?

Ja, das würde nicht nur helfen, es ist zentral für Wachstum und Stabilität. Wenn wir Industriearbeitsplätze verlieren und die Krise in der Mittelschicht sowie bei kleinen und mittleren Unternehmen spürbar ist, muss die Entlastung genau dort ansetzen. Die Bundesregierung hat bei Abschreibungen und der Körperschaftsteuer nachgesteuert. Das ist ein Schritt, erreicht aber vor allem größere Kapitalgesellschaften. Der klassische Mittelstand, also viele Personenunternehmen und Familienbetriebe, profitiert davon kaum. Deshalb brauchen wir jetzt eine echte Reform der

Probleme gelöst?

Nach ersten Hürden läuft der Betrieb im Bürgerservice Center Mitte

PHILIPP BEHRBOM

Gut drei Wochen nach dem Umzug des Bürgerservice Centers (BSC) Mitte von der Pelzer- in die Martinistraße haben sich die Abläufe eingespielt. „Dass am Anfang nicht alles klappt, ist klar bei einem Umzug dieser Größenordnung, aber jetzt haben wir uns eingegroovt“, erklärt Amtsleiter Björn Ehlers. Rund 1.000 Kundinnen und Kunden am Tag sollen vor Ort bewältigt werden. Ein Andrang, der in den ehemaligen Räumlichkeiten häufig für Stau und Platznot sorgte. Die neuen Räumlichkeiten an der Martinistraße bieten deutlich mehr Platz und Komfort – sowohl im Warteals auch im Bedienbereich. „Auch wenn wir natürlich hoffen, dass die Kunden nicht allzu lange hier warten“, so Innensenatorin Eva Högl. Zudem stellt Högl eine Außenstelle des BSC

Viel Platz für weniger Stress. Der Betrieb im Bürgerservice Center läuft seit Anfang Februar. Foto: Behrbom

– ein Pop-up im alten Postamt 5 – in Aussicht. Dort solle, so Högl, ab dem Frühjahr in erster Linie der massive Bearbeitungsstau abgearbeitet werden. Im April soll die nächste Neuerung folgen:

Eine Dokumentenabholbox soll in den Vorraum einziehen. „So können Kundinnen und Kunden ganz flexibel ihre Pässe abholen, ohne Termin und ohne Wartezeiten“, erklärt Ehlers.

Ich würde als erstes den Solidaritätszuschlag rückwirkend zum 1. Januar 2026 abschaffen. Das hilft Unternehmen, Facharbeitern, kleinen und mittelständischen Unternehmen und Sparern. Danach würde ich sofort eine Einkommenssteuerreform diskutieren, sodass sie im nächsten Jahr wirken kann. Das ist die Perspektive, die Deutschland braucht.

Wenn Sie Bürgermeister, also Ministerpräsident von Bremen wären, was würden Sie zuerst durchsetzen wollen?

Bremen braucht auch eine Diskussion, wie der Standort hier gestärkt werden kann. Die Mittel des Sondervermögens, die Bremen für die Ertüchtigung der Infrastruktur erhält, müssen ausschließlich dafür eingesetzt werden.

Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler: Er ist in Greifswald aufgewachsen und empfiehlt auch Bremern
Foto: Schlie

So viel Bremen steckt in der Mond-Rakete

MARCUS SCHMIDT

„3 – 2 – 1 - We have ignition and lift-off“: Alle Welt hört und schaut darauf, was voraussichtlich im März Richtung Mond fliegen soll – nach einem Startabbruch im Februar: Die erste bemannte Raumfahrt-Rakete und Kapsel nach 1972, Artemis II. Das Raumschiff wird ihn umkreisen –aber noch nicht auf ihm landen. Wie viel Bremen stecken in der Mondrakete und ihrer Kapsel „Orion“?

Ralph Heinrich von Airbus Defence und Space: „Ganz salopp geantwortet, baut Airbus in Bremen 50 Prozent des NASA-Raumschiffs Orion, das Antriebsmodul European Service Modul ESM mit wichtigen Komponenten zur Lebenserhaltung der Astronauten.“

Der Head of External Communications Space Systems erklärt: „Die sogenannte Crew-Kapsel, also die anderen 50 Prozent, wo die Astronauten während der Mission sind, kommt von Lockheed Martin. An der Rakete SLS sind wir nicht beteiligt.“

Christoph Sonnenberg, Sprecher von Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt, s chwärmt: „Ohne Bremer Raumfahrt kann die NASA aktuell keine Astronauten zum Mond und zurück zur Erde bringen.“

In Bremen wurden etwa 50 Prozent des NASA-Raumschiffes Orion gebaut: Das Antriebsmodul European Service Modul dient der Lebenserhaltung der Astronauten. Foto: Airbus

Die Orion-Raumkapsel der Artemis II nutzt das European Service Module ESM, das bei Airbus Defence and Space in Bremen im Auftrag der ESA gebaut wird. Dieses Modul versorgt die Crew mit Antrieb, Energie, Atemluft und Wasser und sorgt für den Wärmehaushalt. Es sei ein herausragendes Beispiel für Bremer Raum-

führte die Gewinner auch auf die Bühne des Bremer Theaters. Foto: B. Meister

fahrttechnologie im Bereich der astronautischen Raumfahrt, so Sonnenberg. Er ergänzt im Namen von Raumfahrt-Koordinator Siegfried Monser: „Es ist das erste systemkritische Bauteil, das die NASA außerhalb der USA für eine Mission mit Astronauten

entwickeln und bauen lässt.“

Pia Bausch, die die Unternehmenskommunikation der Raumfahrt-Fabrik OHB leitet: „Wir sind über unsere Tochterfirma MT Aerospace in Augsburg am SLS beteiligt, haben sonst aber keine Anteile an der kommenden Mondmission. Im März sollen die ersten Menschen seit 1972 Richtung und dann um den Mond herum fliegen

Theaterluft geschnuppert

Backstageführung

Es ist sicherlich kein Geheimnis, aber umso beeindruckender, wenn man es selbst anschauen kann: Was man vom Zuschauerraum aus sieht, ist nur ein Bruchteil dessen, was sich hinter dem schweren roten Vorhang des Bremer Theaters verbirgt. Davon konnten sich kürzlich die Gewinnerfamilien unserer Weihnachtsaktion „Unbezahlbar“ überzeugen. Sie durften sich nicht nur die Aufführung des diesjährigen Familienstückes „Die unendliche Geschichte“ anschauen –im Vorfeld bekamen sie zudem eine exklusive Führung durch den Backstagebereich. Mit dabei Werkstättenleiter Carsten Schmid, der Groß und Klein mit Fachwissen, Anekdoten

für WR-Gewinner

und Insider-Infos begeisterte. Auf der 20 Meter hohen Bühne zwischen verschiedensten Kulissen zu stehen – und wo bereits um die 30 Mitarbeitende im Vorfeld der Aufführung herumwuseln – war das erste Highlight. Was folgte, war die Fahrt in einem sieben Meter hohen Fahrstuhl, der Blick in das riesige Atelier mit Tischlerei, Schlosserei und Schneiderei. Der Gang durch den Fundus mit seiner Sammlung von unglaublichen 20.000 bis 30.000 Kostümen machte den Rundgang perfekt.

Letztlich waren sich die Gewinner einig: die „spannende Führung“ und das „total schöne Theaterstück“ haben für einen rundum gelungenen Nachmittag gesorgt. bm

Bürgermeister ehrt Deutsche Meisterin

Die Hörgeräteakustikerin Monika Allers ist mit 27 Jahren die Deutsche Meisterin im Handwerk und hat ihre Ausbildung bei Amplifon Deutschland in Bremen absolviert. Dort ist sie auch nach ihrer Ausbildung beschäftigt. Jetzt wurde sie mit 32 anderen ehemaligen Auszubildenden zudem für ihre hervorragenden Prüfungsleistungen von der Handwerkskammer ausgezeichnet. Allers habe sich schon immer für Technik interessiert, d ies aber zunächst nicht zu ihrem Beruf gemacht, sondern ein geisteswissenschaftliches Studium in Mainz begonnen. Letztlich habe sie aber festgestellt, dass das Handwerk ihr mehr zusagt, auch weil sie damit „einen positiven Unterschied im Leben von Menschen bewirken“ kann.

Bürgermeister Björn Fecker und Handwerkskammer-Präses Thomas Kurzke luden am Freitag ehemalige Auszubildende und heutige Gesellinnen sowie Gesellen zur Ehrung in die Obere Rathaushalle. Mit dabei waren unter anderem auch die Orthopädieschuhmacherin Jana Stermann aus Bremerhaven, eine drittplatzierte der Meisterschaft des Deutschen Handwerks. Auch fünf Jung-Meister wurden ausgezeichnet. Drei Bremer Handwerksbetriebe erhielten das PrimAQ-Siegel für besondere Ausbildungsqualität.

Zudem bekamen jeweils drei weibliche Auszubildende sowie Meisterinnen mit den besten Abschlüssen in Hand-

werksberufen, in denen Frauen bisher wenig vertreten sind, die mit insgesamt 12.000 Euro dotierten Preise der Brede Stiftung.

Bürgermeister Björn Fecker zeigte sich besonders erfreut darüber, dass erneut sechs Frauen in bisher noch männerdominierten Berufen ausgezeichnet wurden: „Sie sind damit Vorbild und Mutmacherinnen für junge Frauen, die auch eine Ausbildung im Handwerk anstreben. Dieses braucht gut qualifizierten Nachwuchs beispielsweise für die Umsetzung des Klimaschutzes und die Sanierung der Infrastruktur von Schulen bis Brücken.“

Viele Möglichkeiten und Karrierewege für Frauen

Jendrik Hemmen, Mitglied des Beirates der Brede Stiftung: „Wie in vielen technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen sind Frauen auch im Handwerk unterrepräsentiert.“ Dabei biete es ihnen unheimlich viele Möglichkeiten und Karrierewege. Der erste Schritt sei dabei die Ausbildung, der zweite kann der Meisterbrief sein. „Dieser ebnet auch Frauen den Weg zu Führungspositionen oder in die berufliche Selbstständigkeit. Genau das möchten wir fördern und unterstützen deshalb Gesellinnen und Meisterinnen auf ihrem Weg im Handwerk.“ mas

Werkstättenleiter Carsten Schmid (Mitte)

Energiekosten im Wandel

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Senior Manager Treasury bei der Sparkasse Bremen

Der Umbau der globalen Energieversorgung schreitet voran, und zugleich wächst der Energiehunger durch den Ausbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Das sorgt für eine neue Dynamik an den Märkten. Klassische Öl- und Gasunternehmen erleben eine Neubewertung, während erneuerbare Energien nach einer Schwächephase wieder in den Fokus rücken. Hinzu kommen Zukunftsthemen wie Energiespeicher und intelligente Stromnetze. Sie gelten als entscheidende Bausteine, um den steigenden Strombedarf und eine hohe Versorgungssicherheit miteinander zu verbinden. Für Anlegerinnen und Anleger entsteht damit ein breiteres Bild: Nicht eine Technologie allein entscheidet, sondern das Zusammenspiel verschiedener Energielösungen. Ich sehe Chancen weniger in Einzeltrends, sondern in einer Mischung aus klassischen Energieunternehmen und Zukunftstechnologien, wobei Investitionen am Kapitalmarkt mit Risiken verbunden sind und zu einem Kapitalverlust führen können. GELDANLAGE

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ie Fastenzeit hat begonnen. Sie regt zum Verzicht auf Süßes oder Alkohol an, ist aber auch eine Einladung, den eigenen Alltag umweltfreundlicher zu gestalten –mit Klimafasten. Auch in diesem Jahr lädt die Bremische Evangelische Kirche ein, von Aschermittwoch bis Ostern seinen CO 2 -Fußabdruck zu verkleinern und dafür neue Gewohnheiten auszuprobieren. Das Schöne daran: Viele lassen sich ohne großen Aufwand umsetzen. So zum Beispiel in der Ernährung. Wer jetzt vermehrt zu regionalen, saisonalen Produkten greift und nur einmal pro Woche Fleisch isst, senkt den Ausstoß von Treibhausgasen. Der Weg zur Arbeit bietet ebenfalls Einsparpotenzial: Etliche Strecken lassen sich zu Fuß, mit dem Rad oder per Bus erledigen – oftmals sogar schneller als mit dem Auto. Auch zuhause kann man mit kleinen Mitteln einiges bewirken: etwa die Heizung bei Lüften runterdrehen und Stoßlüften statt das Fenster auf Kipp zu lassen. Klimafasten bedeutet übrigens nicht Perfektion, sondern Aufmerksamkeit. Lassen Sie es uns gemeinsam ausprobieren!

Das kleine Eck-Café besticht durch gemütliche Lässigkeit. Schön: Die großen Fenster lassen viel Licht in den Raum, der uns Wohnzimmer-Vibes vermittelt. Dazu passen die insgesamt warmen, hellen Farben, rustikalen Bauernschränke, das offene Büfett, viel Holz, Tapeten mit floralem Design und unterschiedliche Sitzgelegenheiten. Goldene Accessoires und hübsches Geschirr runden das Ambiente ab. Insgesamt: Einladend und unkompliziert.

ESSEN

9,90 Euro kostet der warme Porridge mit Banane, Walnüssen und Honig. Die Schüssel mit dem tatsächlich warmen Haferbrei kommt hübsch dekoriert auf den Tisch: mit blütenartig in den Brei gesteckten Bananenscheiben, einigen Walnüssen, allerdings nur einem Hauch Honig. Dafür gibt es aber einige Granatapfelkerne obendrauf – was nicht nur optisch positiv auffällt, sondern auch geschmacklich als säuerlicher

Gegenpart das Gericht perfekt ergänzt. Das Gericht schmeckt zwar lecker, die Portion allerdings zu klein für den Kollegen. Das Omelett mit Weichkäse, Tomaten und Lauchzwiebeln kostet 12,90 Euro. Laut Karte besteht es aus insgesamt vier Eiern und kommt wie eine Pizza auf den Tisch. Die luftig gebackene und perfekt gewürzte Eimasse ist dekoriert mit fruchtigen Kirschtomaten, leicht salzigem Weichkäse und einem lecker-würzigen Frühlingszwiebel-Öl. Dazu gibt es noch ein frisches Roggenbrötchen und einen Klecks Butter in einem niedlichen, herzförmi-

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Sehr freundlich und aufmerksam, dabei aber keinesfalls aufdringlich. Wir können uns in Ruhe unterhalten und uns an den liebevoll angerichteten Speisen sowie dem hübschen Geschirr erfreuen. Was uns außerdem positiv auffällt: Da das Café seine Gerichte den ganzen Tag lang anbietet, kommt es hier mittags scheinbar nicht zu Stoßzeiten: Gegen halb eins sind nicht so viele Gäste hier.

PREISE

Günstig ist das Essen im Goldjunge nicht: Selbst wenn die 12,90 Euro für das große Omelett einigermaßen gerechtfertigt erscheinen – 9,90 Euro für die kleine Portion Haferbrei, so hübsch sie auch angerichtet ist, sind uns zu teuer. Ein Wasser (0,3l) kostet 2,90 Euro, Cola (0,2l) 3 Euro und ein halber Liter Tee 6,50 Euro. Alkoholisches steht nicht auf der Karte.

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Sabine, 61 J., mit schöner

KontaKte

Porridge und Omelett im Café Goldjunge.
Foto: Schlie

Bereits seit 1980 ist RBE mit seiner großen Ausstellung an der Steller Straße 2 in Groß Mackenstedt ansässig. Fotos: Schlie

Die Experten für Bauelemente

RBE in Stuhr veranstaltet Aktionswochen bis Ende April / Beratungsabend im März

Maßgeschneiderte Lösungen, langlebige Produkte, fundierte Beratung und Zuverlässigkeit –auf diese Säulen gründet sich der Erfolg von RBE. Der Bauelemente- Händler mit Sitz an der Steller-Straße 2 in Stuhr - Groß Mackenstedt besteht mittlerweile seit über 50 Jahren. Gegründet wurde das Unternehmen Rationelle Bauelemente Stoermer & Wiese (RBE) 1975 von Stoermers Vater Dieter und dessen Kompagnon Hans-Hermann Wiese. Michael Stoermer stieg 1986 nach dem Tod seines Vaters in die Geschäftsführung ein. 2011 verstarb dann auch Wiese. Seitdem leitet er das Unternehmen alleine. Bereits seit 1980 befindet sich der Firmensitz mit der großen Ausstellung am heutigen Standort an der Steller Straße 2. Das Team besteht aktuell aus acht Monteuren und vier Mitarbeitern im Büro.

Noch bis Ende April laufen bei RBE die Aktionswochen in den Bereichen Terrassendächer, Haustüren, Rollläden und Fenster. So bekommen Kunden Sonderpreise beim Kauf eines Terrassendaches der Firma Solarlux. Eine LED-Beleuchtung gibt es gratis dazu. Außerdem ist das Terrassendach mit einer hochwetterfesten Farbe beschichtet. Bei den Haustüren bietet RBE noch bis Ende April die Fingerscan-Wochen an. Diese Haustüren werden nicht mehr per Schlüssel, sondern per Fingerscan geöffnet. Außerdem erhalten Kunden einen Rabatt von 675 Euro, unabhängig vom Modell. Im Bereich der Rollläden gibt es eine Smarthome-Box kostenlos dazu. Sie sind dann bequem per App steuerbar. Die Rolläden sind in verschiedenen wetterfesten Farben während der Aktionswochen ohne Aufpreis er-

hältlich.

Auch wer seine Immobilie mit neuen Fenstern ausstatten möchte, sollte den Aktionszeitraum bei RBE nutzen. Bis Ende April gibt es beim Fenster-Kauf ein Sicherheitspaket zum Sonderpreis dazu.

Einen Beratungsabend zu den Themen Förderung und Baugenehmigung bietet RBE am 19. März um 19 Uhr in den Geschäftsräumen in der Steller Straße 2 in Stuhr an. RBE-Geschäftsführer Michael Stoermer konnte für diesen Abend zwei Fachleute verpflichten. Referent Mattes Schweer ist der Förderexperte der Firma Solarlux. Er wird an diesem Abend erläutern, welche Fenster, Haustüren, Wintergärten und Terrassendächer in diesem Jahr grundsätzlich förderfähig sind. Außerdem wird er einen Überblick zu KfW-Programm, BAFA-Zuschüssen und

Terrassendach-Aktionen:

10% Rabatt auf das Solarlux Terrassendach SDL Alerio

LED-Aktion: Beleuchtung gratis beim Kauf eines Solarlux Terrassendachs oder Wintergartens

Hochwetterfeste Farben ohne Aufpreis: Höhere Qualität zum gleichen Preis

Terrassendächer • Wintergärten Glas-Faltwände • Schiebefenster

Fenster-Aktionen:

RC-2n zum Sonderpreis: Erhöhte Sicherheit für Fenster und Türen zum Aktionspreis erhältlich

20 % staatlicher Zuschuss: Beratung zu Förderungen für energieeffiziente Bauelemente

Farbvariationen zum Sonderpreis: Farbige Fensterrahmen abgestimmt auf Ihre Immobile

PVC-Fenster mit und ohne Aluminiumbeplankung

Holz-Fenster mit und ohne Aluminiumbeplankung

Aluminium-Fenster • Holz-Fenster

Michael Stoermer leitet das Unternehmen seit fast 40 Jahren.

dem Steuerbonus geben. Auch auf die Fragen nach der technischen Voraussetzung und der richtige Antragstellung wird Mattes Schweer eingehen. Architektin Maike Meyer ist die zweite Expertin des Abends. Sie wird zunächst erläutern in welchen Fällen ein Bauantrag erforderlich ist. In ihrem Vortrag wird sie die Unterschiede zwischen einem Kaltwintergarten, einem Wohnwintergarten und einem Terrassendach darstellen. Außerdem wird sie die Frage nach den erforderlichen Unterlagen und Nachweisen für das Bauamt beantworten. Im Anschluss an beide Vorträge können die Besucher des Beratungsabends ihre individuellen Fragen stellen. Eine Anmeldung zu diese Veranstaltung ist unbedingt bis zum 12. März unter info@rbe-stuhr. de oder 04206-41620 erforderlich. WR

Neu im Programm: Gesichtserkennung für Haustüren.

In der Ausstellung finden sich nur Produkte von den jeweils führenden Herstellern der Branche.

Haustür-Aktionen:

Fingerscanwochen: Sicherheitskomfort mit modernem Fingerabdruckscanner zu besonderen Aktionskonditionen

Füllung beidseitig ohne Aufpreis: Höherwertige beidseitige Türfüllung zum Preis der einseitigen Variante

Haustüren zum Winterpreis: Sparen Sie bis zu 675€ bei Ihrer neuen Haustür

Aluminium-Haustüren

Sonnenschutz-Aktionen:

Motorantriebe mit Photovoltaik zum Sonderpreis: Nachhaltige Steuerung mit Solarenergie zum vergünstigten Preis

Smart-Home-Box ohne Aufpreis: Smarte Steuerungslösungen für mehr Komfort im Alltag

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Tipps zum Thema Wärmepumpe gibt es in der kommenden Woche von der Klimaschutzagentur. Foto: Energiekonsens

Infos rund um Wärmepumpen

Klimaschutzagentur veranstaltet Aktionswoche in Arbergen und Mahndorf

HEMELINGEN - Nun sind auch Arbergen und Mahndorf dran: Vom 23. Februar bis 1. März bringt die gemeinnützige Klimaschutzagentur Energiekonsens Wärmepumpenwissen in die Ortsteile. Hauseigentümer können sich kostenlos, unabhängig und direkt vor Ort informieren – in Vorträgen, persönlichen Beratungen, Praxisberichten und im Gespräch an der laufenden Wärmepumpe. Nach den erfolgreichen Wärmepumpenwochen in Borgfeld, Rekum und Grolland kommt das Angebot nun in den Bremer Osten. „Die bisherigen Erfahrungen zeigen einen stetigen Informationsbedarf, die vorangegangenen Aktionswochen wurden sehr gut angenommen“, sagt Hannah Simon, Pressesprecherin der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Energie-

konsens, die die Aktionswoche durchführt. „Wir wollen mit der gezielten Ortsteil-Initiative Hauseigentümern den Umstieg auf klimafreundliche Heiztechnologie erleichtern.“ Energiekonses verfolgt die Strategie, gezielt in einzelne Ortsteile zu gehen, um Hürden abzubauen, und die Menschen vor Ort anzusprechen. Dabei wählt die Klimaschutzagentur Ortsteile aus, in denen sich viele Häuser besonders gut für Wärmepumpen eignen. „Diese sind laut kommunaler Wärmeplanung als ‚Gebiet für dezentrale Wärmeversorgung‘ ausgewiesen. In diesen wird mit großer Wahrscheinlichkeit kein Fernwärmenetz entstehen, an das sich Haushalte anschließen können. Das trifft auch auf Arbergen und Mahndorf zu“, so Simon.

Die Aktionswoche findet in Kooperation mit dem Ortsamt Hemelingen und dem Beirat statt. Diese dezentrale Herangehensweise ermöglicht ein niedrigschwelliges Angebot und erreicht mehr Menschen. „Darüber hinaus kommen die Menschen in ihrer Nachbarschaft in den Austausch und können so voneinander lernen“, berichtet Hannah Simon. „Das Ziel ist, Hauseigentümer bei der Umstellung zu unterstützen und ihnen eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten. Langfristig spart die Wärmepumpe Kosten, schafft Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und trägt damit maßgeblich zum Klimaschutz bei.“

Es gehe auch darum, häufige Vorurteile zu entkräften, voneinander zu lernen und individuelle Lösungswege aufzuzei-

gen. Mit 25 kostenfreien Wärmepumpen-Visiten schafft Energiekonsens einen besonderen Anreiz für die Aktionswoche. Die kostenlose, herstellerunabhängige Vor-Ort-Beratung gibt erste Orientierung zu Eingang, Kosten, Fördermitteln und technischen Anforderungen. Los geht es am Montag, 23. Februar, 19 Uhr, mit einem Vortrag über Grundlagen und Fördermöglichkeiten von Wärmepumpen: Bernd Langer (energiekonsens) und Holger Elster (BAB – die Förderbank) informieren über technische Aspekte sowie den Einsatz von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden – in der Kirchengemeinde St. Johannis, Arberger Heerstraße 77. Infos unter energiekonsens. de/arbergen-mahndorf va

160.000 Anliegen im Jahr

Bürgerservicecenter in Hastedt will Wartezeiten verringern

HEMELINGEN - 160.000 Anliegen im Jahr. Mit dieser Größenordnung arbeitet das Bürgerservicecenter (BSC) an der Stresemannstraße in Hastedt. „Die Hälfte davon sind kleinere Anliegen, die ohne Terminvergabe an den Expressschaltern erledigt werden können“, sagt Björn Ehlers. Er ist der neue Leiter des Bürgerservicecenters. „Zwei Drittel der Kunden bekommen einen Termin innerhalb von 31 Tagen.“

Das Bürgerservicecenter an der Stresemannstraße plant, Termine innerhalb von 31 Tagen zu vergeben. Foto: Schlie

Vor zwei Jahren sei die Situation noch eine andere gewesen. „Da gab es nur in sechs Monaten oder am nächsten Tag einen Termin“, so Ehlers. Grundsätzlich können Kunden früh morgens auf der Internetseite des Bürgerservicecenters schnell einen Termin bekommen. Dabei handelt es sich oft um kurzfristig abgesagte Termine. Diese fließen aber nicht in die aktuellen Zahlen ein. Die Zielvorgabe sei, dass alle Kunden einen Termin innerhalb von 31 Tagen bekämen, sagt der Leiter des BSC. „Durch organisatorische Maßnahmen können wir diesen Wert jedoch nicht erreichen. Wir brauchen Extramaßnahmen.“ Damit meint Ehlers mehr Personal, das kurzfristig und befristet eingestellt werden müsse. „Bei fünf bis zehn Vollzeitkräften für sechs Monate gehen wir davon aus, dass wir danach im Zeitfenster von 31 Tagen bleiben können.“

Bürger können längst einige Dinge auch online erledigen, zum Beispiel Wohnungsummeldungen, Fahrzeugzulassungen und Anträge von Führungszeugnissen. Allerdings, so räumt Ehlers ein, hätten

gerade einmal 20 bis 30 Prozent der Kunden diese Funktion ihres Personalausweises überhaupt freigeschaltet. Die Gebühren werden über einen Zahlungsdienstleister eingezogen, wofür eine Kreditkarte benötigt wird. Aber nicht alle Bürger hätten eine, so Björn Ehlers. Technische Vorgaben sind somit eine Hürde und verhindern die dringend nötige Entlastung. „Gerade bei Führungszeugnissen wäre das ein Game-Changer“, sagt Ehlers und bezieht sich dabei auf zusätzliche Zahlungsmöglichkeiten wie EC- oder Girokarte. In den kommenden Monaten soll nun die Wartezeit auf einen Termin auch für das letzte Drittel unter 31 Tage sinken.

Jedoch steht das BSC vor den nächsten Herausforderungen: Laut Ehlers müssen zum einen zahlreiche alte Führerscheine umgetauscht werden, zum anderen geht ab 2030 eine Reihe von Mitarbeitern in den Ruhestand.

Seit Juli vergangenen Jahres gibt es wieder eine offene Sprechzeit. Währenddessen werden Anträge auf Reisedokumente – auch vorläufige Reisedokumente – und Wohnungsmeldungen bearbeitet. Dafür können Bürger sich 30 Minuten vor Beginn der offenen Sprechstunde anmelden. Das Bürgertelefon ermöglicht bei sehr dringende Anliegen eine Terminvereinbarung unter Telefon 0421/36 10. va

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Der Dreh­ und Angelpunkt

HEMELINGEN ­ Ein Dreh­ und Angelpunkt für die Bremer Automotiv­Branche ist das hochentwickelte Areal direkt an der A1 und in unmittelbarer Nähe zum Bremer Kreuz. Der Gewerbepark Hansalinie mit 120 Unternehmen und 6.000 Beschäftigten ist eines der größten Gewerbegebiete mit Zulieferern für einen der größten Arbeitgeber in Bremen – nämlich das Mercedes­Werk. Und die Fläche wächst weiter: Bereits im Oktober haben die Arbeiten am Abschnitt 3 südlich der A1 in der Arberger und Mahndorfer Marsch begonnen.

Die Erschließung erfolgt unter Berücksichtigung kleinteiliger Grundstücke für kleinteiliges Gewerbe und Handwerk. „Die Entwicklung erfolgt auf Basis der 2001 vom Senat beschlossenen Rahmenplan‚ Gewerbe und Landschaft in der Arberger und Mahndorfer Marsch‘“, erläutert Simone Geßler, Wirtschaftsressort. Das Gebiet sei besonders für Automobilzulieferer profiliert. Die gesamte Nettogewerbefläche beträgt 284 Hektar, davon sind 152 Hektar erschlossen und 145 Hektar vermarktet.

Am heutigen östlichen Ende der Europaallee, der Hauptverkehrserschließungsstraße des Gewerbegebiets, entstehen aktuell 67 Hektar neue, vermarktbare Gewerbeflächen. Ein ganzer See wird dort entstehen, wo der Sand für die Gründung gewonnen wird. Nach Angaben von Simone Geßner soll bei der aktuellen Baustufe verstärkt auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz gesetzt werden: „In der dritten Baustufe werden wir kein Gasnetz mehr verlegen.“ So wird Wärme also aus anderen

Die Bebauung des Gewerbeparks Hansalinie nimmt Fahrt auf.

Quellen stammen müssen. Der Energieversorger hat 2025 im Gewerbegebiet ein neues Umspannwerk in Betrieb genommen, das die Unternehmen vor Ort mit Energie versorgen soll. Nach der Bremer Bauordnung müssen die Dächer der Hallen mit mindestens 50 Prozent Solaranlagen belegt sein. „Nach Einschätzung werden deutlich mehr als 50 Prozent der Dachflächen für Photovoltaik genutzt, da Investoren ein Eigeninteresse an der Vermietung der Dachflächen haben“, erklärt Anke Werner von der Wirtschaftsförderung Bremen. Mehr Betriebe bedeuten auch mehr Lkw­Verkehr. Die Zunahme hat in den vergangenen Jahren Probleme mit sich gebracht. Viele Fahrer nutzen das Gewerbegebiet als Parkplatz, um ihre Ruhezeiten einzuhalten. So bleiben häufig Müll und Fäkalien zurück. Der kostenpflichtige

CDU fordert Einsatz vom Senat

HEMELINGEN ­ Der Wintereinbruch mit Schnee und Eis führte zu zahlreichen glatten und nicht geräumten Bereichen vor öffentlichen Gebäuden im Stadtteil Hemelingen. Teilweise waren Eingänge und angrenzende Gehwege nur unzureichend oder gar nicht gesichert. Diese Situation nimmt die CDUBeiratsfraktion Hemelingen zum Anlass und fordert den Senat auf, „dass künftig vor allen öffentlichen Gebäuden und staatlichen Einrichtungen im Stadtteil ein konsequenter Win­

terdienst sichergestellt wird“. Die Partei hat eine entsprechende Beschlussvorlage in den Beirat eingebracht. Sie verlangt zudem vom Senat, transparent darzustellen, wer für die Räumpflichten zuständig ist und wie deren Einhaltung kontrolliert wird. Denn: „Es kann nicht sein, dass Bürger verpflichtet werden, vor ihren Grundstücken zu räumen, der Staat dieser Pflicht vor den eigenen Gebäuden aber nicht nachkommt“, erklärt Christian Kornek (CDU). va

Aufklärung und Prävention

Biochemischer Verein feiert Messe

In einer Zeit, in der ganzheitliche Gesundheit immer mehr an Bedeutung gewinnt, setzt der Biochemische Verein Bremen ein klares Zeichen für Aufklärung und Prävention. Als traditionsreiche Institution in der Hansestadt widmet sich der Verein der Vermittlung von fundiertem Wissen und lädt Interessierte monatlich zum Austausch ein.

Der Verein versteht sich als Gemeinschaft für Menschen, die ihre Gesundheit eigenverantwortlich fördern möchten. Sein Ansinnen ist es, eine Brücke zwischen der modernen Medizin, bewährten Naturheilverfahren und der Biochemie nach Doktor Schüßler zu schlagen. Er verfolgt das Ziel, das Bewusstsein für natürliche Heilwisen zu schärfen und die Hilfe zur Selbsthilfe zu stärken.

Zu den Kernaufgaben gehören Wissensvermittlung, Prävention und Aufklärung darüber, wie Krankheiten durch

Foto: Schlie

Autohof scheint keine Alternative zu sein. Hinsichtlich der parkenden Lkw verweist Geßner darauf, dass es sich nicht ausschließlich um Fahrzeuge mit Bezug zu den ansässigen Unternehmen handele.

„Für das Gebiet ist perspektivisch die Einrichtung eines Autohofs vorgesehen. Der BUND ist aufgefordert weitere Parkmöglichkeiten an der Autobahn zu schaffen. Das erfolgt auch nach und nach“, so Geßner. Das findet bei Ralf Bohr (Bündnis 90 / Die Grünen) Gehör: „Ein Autohof ist eine gute Sache. Aber er muss auch preiswert sein, dann würden ihn die Fahrer auch gerne nutzen.“ Der Beirat könne sich nicht darum kümmern, den Dreck zu beseitigen. „Ein kostenfreier Autohof ist nicht vorgesehen, da eine Subventionierung eines solchen Betriebs n icht möglich ist“, betont Geßner. Jens Dennhardt (SPD) äu­

ßert Zweifel am Nutzen eines Autohofs: „Ich halte ein niedrigschwelliges, praktikables Angebot für Fahrer mit geringem Einkommen für sinnvoller.“

Dazu Simone Geßner: „Günstige Lkw­Parkplätze müssten im Bereich der Autobahn geschaffen werden; dies sei Aufgabe der Autobahn GmbH.“

Noch ist die Europaalee eine Sackgasse, was sich möglichst kurzfristig ändern soll. „Wir wollen eine provisorische Autobahnauffahrt auf die A1, dafür steht auch Geld zur Verfügung“, sagt Geßner. Derzeit sei Bremen in Gesprächen mit dem BUND für eine mögliche Umsetzung. Diese Auffahrt würde nur zum Ausfahren auf die Autobahn Richtung Bremer Kreuz genutzt werden können. Ein neuer Autobahnknotenpunkt steht erst mit dem geplanten vierspurigen Ausbau der Autobahn an.

Für den Verlust von Großflächen am Rande des Stadtteils Hemelingen hat der Senat ein Budget von 1,5 Millionen Euro für die Umsetzung von Begleitmaßnahmen beschlossen. Dazu hatte der Beirat 2019 einen Maßnahmenkatalog erstellt. Mehrere dieser Projekt sind bereits umgesetzt, so zum Beispiel die Hundefreifläche am Mahndorfer See. Ganz oben auf der Liste stehen: die Sanierung des Spielplatzes Auf den Conroden, eine Neugestaltung des Grünzugs an der Hemelinger Rampe, Wegeverbindung Eppenhainer Straße / Hemslinger Weg / Bahnhof Mahndorf sowie eine Aufwertung des Tamra­Hemelingen­Parks und der Freizeitstätte Arberger Sommerbad. „Die Gelder sind gesichert, und es wäre jetzt der Zeitpunkt, den Prozess zu beginnen und Maßnahmen zu bestimmen“, sagt Geßner in Richtung Beirat.

OSTERHOLZ - Am heutigen Samstag eröffnet um 16 Uhr in der Weser Art Galerie im Weserpark ein neues kreatives Zentrum für Kinder und Jugendliche: das Talent Studio & Co. Die neue, rund 200 Quadratmeter große Studiofläche ist mit professionellem Tanzboden, Spiegeln sowie moderner Ton­ und Musikanlage ausgestattet. Damit entstehen optimale Bedingungen für Training, Proben und künstlerischer Entwicklung. Tasha Milkova, Musikerin, Regisseurin und Produzentin, hat das Studio gegründet. Sie hat mehr als 15 Jahre internationale Bühnenerfahrung und arbeitet mit einem Musiklabel. Milkova stand auf internationalen Bühnen und war 2017 im Umfeld des Eurovision Song Contest als Gastkünstlerin präsent. Ihre Arbeit verbindet künstlerische Praxis mit pädagogischem Engagement.

Im Mittelpunkt steht die ge­

zielte Förderung junger Talente sowie die Möglichkeit, frühzeitig echte Bühnenerfahrung zu sammeln. Angeboten werden Kurse in Gesang, Tanz, Hip­Hop und Musical­T heater für Kinder ab fünf Jahren, Jugendliche und junge Erwachsene. Ergänzend umfasst das Programm Tanzangebote für Erwachsene. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf praxisnaher Projektarbeit: Die Teilnehmenden wirken an Konzerten mit, bereiten sich auf Auftritte vor und erhalten Unterstützung bei Castings und Wettbewerben. Aktuell werden weitere Kinder und Jugendliche gesucht, die Freude an Gesang, Tanz und Musical haben, auf der Bühne stehen möchten und sich aktiv an künstlerischen Projekten beteiligen wollen. Zur feierlichen Eröffnung, am heutigen Samstag, gibt es eine Präsentation aller Fachbereiche – Gesang, Tanz, Hip­Hop und Musical. Der Eintritt ist frei. va

Polizei führt Razzien in Hemelingen durch

HEMELINGEN ­ Im Rahmen von behördenübergreifenden Gewerbekontrollen mit dem Zoll, dem Ordnungsamt und dem Finanzamt konnten durch die Einsatzkräfte kürzlich in einer Bar in Hemelingen unter anderem mehrere Brandschutzverstöße und andere bauliche Mängel festgestellt werden. Die Bar wurde daraufhin geschlossen. Im Fokus der Kontrollen standen Kioske, Cafés und andere Gaststätten. Insgesamt wurden neun Objekte und 22 Personen kontrolliert. Nach dem Betreten einer Bar in der

Hemelinger Bahnhofstraße stellten die Einsatzkräfte zunächst diverse unverzollte Tabakwaren fest. Dann kamen auch noch Mängel in der Kassenführung sowie bei einem Mitarbeiter der Verdacht der Schwarzarbeit hinzu. Überdies führten zwei der kontrollierten Personen jeweils eine größere Menge Bargeld mit sich, was wegen des Anfangsverdachtes der Geldwäsche schließlich zur Beschlagnahme des Geldes führte. Die Bar wurde geschlossen, die weiteren Ermittlungen dauern an. bm

28.02.2026 Neueinführung in unseren Nissan Filialen!

ganzheitliche Ansätze vorgebeugt werden können. Zudem soll der Verein ein offenes Forum für alle Gesundheitsinteressierten zum Austausch von Erfahrungen und Tipps sein. Ein zentraler Bestandteil des Vereinslebens sind außerdem die monatlichen Fachvorträge. Ineressierte sind dazu jeden 2. Mittwoch im Monat eingeladen – Termine und der Veranstaltungskalender sind auf der Homepage biochemischervereinbremen.de einsehbar. Die Veranstaltungen finden statt in den neuen Räumen in der Begegnungsstätte der Johanniter­Unfall­Hilfe, (Buntentorsteinweg 114). Mit einer Gesundheitsmesse feiert der Verein die neuen Räume: Am Mittwoch, 25. Februar, ab 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es gibt Kurz­Vorträge und wer möchte, kann gegen eine gebühr von 5 Euro einen Stresstest (Herzratenvariabilitätsmessung) machen. WR

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ARBEITSMARKT

Bundeswehr lädt zum Jobcafé

JOACHIM OSSMANN

Vorsitzender der Geschäftsführung

Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven

Der Arbeitsmarkt befindet sich im Umbruch. Viele Unternehmen passen sich an, einige bauen Personal ab. Die Bundeswehr hingegen sucht nach qualifizierten Mitarbeitenden und bietet stabile Beschäftigung, Karrierechancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Die Bundeswehr ist mit über 265.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Sie bietet Ausbildung, Führungsaufgaben und Spezialistenpositionen. Darüber hinaus gibt es ein umfassendes Weiterbildungsangebot. Die Frage ist: Wie gewinnt die Bundeswehr junge Menschen und Fachkräfte, angesichts der Angebote des privaten Sektors? Ist es die sichere Anstellung, der Dienst an der Gesellschaft oder die breite Palette an Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten? Ob die Bundeswehr als Arbeitgeber infrage kommt, kann man am besten durch eigenes Infomieren überprüfen. Das Jobcafé der Bundeswehr, eine Online-Veranstaltung der Bundesagentur für Arbeit, via Teams am 25. Februar, 10 Uhr, bietet Einblick in Einstellungsmöglichkeiten, Zukunftsperspektiven und Karrierechancen. Interessierte können sich über eveeno.com/336183920 einwählen.

Kaufland ist zurück

Prospekte künftig am Wochenende

Die Handelskette Kaufland stellt die Verteilung ihrer gedruckten Handzettel auf einen neuen Rhythmus um: Ab März wird der Prospekt bundesweit am Wochenende statt wie bisher in der Wochenmitte an die Haushalte zugestellt. Davon profitieren auch die Leserinnen und Leser unserer Zeitung, denn ab kommender Woche belegt Kaufland große Teile unserer Auflage. Mit der Verschiebung des Verteiltages auf das Wochenende reagiert der Lebensmittelhändler direkt auf die Bedürfnisse vieler Kunden. „Die Erfahrungen mit dem Versand unseres digitalen Prospektes per Whatsapp am Sonntag zeigen, dass viele unserer Kunden gerne bereits am Wochenende in den Prospekt schauen. Diese Gewohnheit möchten wir nun auch mit der gedruckten Version unterstützen. So haben un-

sere Kunden die Möglichkeit, ihren Wocheneinkauf schon am Samstag oder Sonntag mit allen Sparmöglichkeiten zu planen“, sagt Christoph Schneider, Geschäftsführer Marketing. Zur Steigerung der Übersichtlichkeit wird das Format des Handzettels auf ein WendeLayout umgestellt. In diesem Heft gibt es zwei Angebotsstarts: einen von Montag bis Mittwoch und einen von Donnerstag bis zum darauffolgenden Mittwoch. Durch zwei gleichwertige Einstiege werden beide Angebotsblöcke gleichermaßen gewichtet. Der bewährte Aktionsrhythmus von Donnerstag bis Mittwoch bleibt für die Kunden unverändert bestehen, sodass der Donnerstag weiterhin der wichtigste Werbetermin der Woche ist. Die ab Montag gültigen Angebote geben den Kunden hingegen einen Impuls für den Wochenstart. WR

VOLKER ALTHOFF

OSTERHOLZ - „So etwas ist nicht akzeptabel“, sagte die Innensenatorin Eva Högl (SPD) vor dem Beirat Osterholz, den sie als erstes nach ihrem noch frischen Amtsantritt besuchte. Sie bezog sich mit ihrer Aussage auf die Silvesternacht in Tenever, die sie zusammen mit der Feuerwehr, Polizei und Jugendsozialarbeitern aufarbeitet.

Die Vorfälle sind noch nicht in Vergessenheit geraten: Zum Jahreswechsel hatte eine Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener Rettungskräfte behindert, mit Böllern beworfen und Sachschaden in einer Kita verursacht. Im Laufe des Silvesterabends brannte es auf dem Dach des Spielhauses Tenever. Eine Gruppe beschoss die angerückte Feuerwehr mit Böllern und Raketen. Die Polizei konnte schließlich die Situation beruhigen und stellte Messer, Schreckschusswaffen und Reizgas sicher. Später verlagerte sich die Situation und wieder flogen Böller. So etwas dürfe sich nicht nochmal wiederholen, waren sich alle Beteiligten einig. „Wir müssen so etwas mit vereinten Kräften verhindern“, betonte Högl sehr deutlich. So müssten die Vorfälle konsequent aufgeklärt und die Täter dingfest gemacht werden. Die Innensenatorin setzt vor allem auf Prävention: „Wir müssen in Schulen, Bildungseinrichtungen und Nachbarschaftstreffs gehen und aufklären. Ein Patentrezept gibt es jedoch nicht.“ So müsse gemeinsam überlegt werden, was im Stadtteil erforderlich sei.

In der Silvesternacht blieb es bei Sachschäden, niemand wurde verletzt. Reiner Berlips, Wehrführer der Feuerwehr Osterholz, bemerkte: „Ich arbeite schon 33 Jahre bei der Feuerwehr, aber in dieser Qualität sind solche Vorfälle noch nie passiert.“ Verletzungen der Kol-

„Nicht akzeptabel!“

In Tenever wurden in der Silvesternacht unter anderem Rettungskräfte mit Böllern beworfen. Dabei kam zu

legen seien billigend in Kauf genommen worden. „Das ist für die Kameraden, die Menschen schützen wollen, schwer nachzuvollziehen.“ Knud Dietrich, Leiter des Polizeikommissariat Ost, erläuterte den Sachstand der Ermittlungen: „Wir haben vor Ort eine Personengruppe von 50 bis 80 Personen festgestellt, sowohl Jugendliche als auch Erwachsene.“ Von zehn Personen seien die Personalien festgestellt, zwei Tatverdächtige seien ermittelt. Alle kämen entweder aus Tenever oder den umliegenden Stadtteilen, seien zwischen 15 und 22 Jahren alt und in Bremen geboren. Zwei Wochen vor Silvester hatte der Dreh eines Videos eines Rappers aus Tenever in der Koblenzer Straße für Unruhe im Stadtteil gesorgt. Dort versammelten sich nach Angaben der Polizei bis zu 100 Jugendliche und junge Erwachsene, hauptsächlich männlich. Auch dort wurden Böller geworfen.

Beiratssprecher Wolfgang Haase (SPD) äußerte sich besorgt: „Wenn wir über solche Vorfälle reden, müssen wir feststellen, dass sich das Klima in der Gesellschaft verändert hat. Die Welt des Internets spielt sich auf der Straße ab und die Hemmungen sind gesunken .“ Ähnlich argumentierte Christian Vennemann (CDU): „Wir wollen, dass Tenever ein Stadtteil bleibt, in dem sich die Leute sicher, glücklich und wohl fühlen. Ich glaube, es gibt genügend Gesetze, wir müssen sie aber anwenden, und wir können sie nicht anwenden, wenn wir Täter nicht ermitteln.“ Die Polizei solle deshalb schon vorab in Tenever präsenter sein. Er sprach sich für die Anwendung des Paragrafen 417 der Strafprozessordnung aus. Das sogenannte beschleunigte Verfahren ermöglicht eine Reduzierung der Zeit zwischen Tat und Urteil, manchmal auf wenige Stunden. Beschuldigte

av

verlieren dabei Schutzmechanismen wie eine schriftliche Anklage oder ausreichend Zeit mit einem Anwalt. Allerdings ist die Anwendung nur eingeschränkt möglich. So beträgt die Freiheitsstrafe maximal ein Jahr, bei Jugendlichen bis 17 Jahren ist das Verfahren verboten. Möglich ist es nur bei eindeutiger Beweislage und sofort gesicherten Beweisen. Dazu meinte Eva Högl: „Ich bin eine Freundin von beschleunigten Verfahren. Wenn wir das Silvester hinbekommen, wäre das ein richtiger Schritt.“ Der Beirat formulierte einstimmig seine Forderung nach einem Böllerverbot. Dahinter steht auch die Innensenatorin. „Das Verbot ist bisher leider auf Bundesebene gescheitert.“ Sie versicherte, dass sie sich dafür einsetze, dass Stadtstaaten eine Ausnahmeregelung im Sprengstoffgesetz bekämen. „Da können alle mitziehen über ihre Parteien“, so Eva Högl.

Innensenatorin drückt aufs Tempo

Planungen für Feuerwehr-Neubau

OSTERHOLZ - Seit Jahren fordert der Osterholzer Beirat den Neubau der neuen Wachen für die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Osterholz im Stadtteil. Nun kommt Bewegung in die Sache. Denn Innensenatorin Eva Högl (SPD) macht Tempo bei den Planungen. „Von mir bekommen sie die Zusage, dass wir Schwung in die Sache bringen“, versprach sie bei der jüngsten Beiratssitzung. „Die Wache 3 ist indiskutabel.“ Sie sei beeindruckt, dass die Kameraden der Feuerwehr dennoch so motiviert seien. Der bauliche Zustand der Gebäude macht die Feuerwehr zu schaffen. Besonders die Freiwillige Feuerwehr Osterholz muss auf sehr beengten Raum arbeiten. Die Fahrzeughalle ist viel zu klein für die immer größer werdenden Fahrzeuge. Zudem gibt es nur provisorische Umkleideräume für die Frauen und ein Schleusensystem für verschmutzte Einsatzkleidung der 36 Mitarbeiter existiert erst gar nicht. Überdies sind die Flächen zum Üben und Instandhalten am Möhlendamm viel zu klein. Die Wehr befindet sich direkt in einem Wohngebiet, was zu Konflikten mit den Anwohnern führt und die Wartungs- und Säuberungsarbeiten einschränkt. Auch die Wache der Berufsfeuerwehr ist in die Jahre gekommen. „Dieser Zustand darf so nicht bleiben“, hob Wolfgang Haase (SPD), Beiratssprecher, hervor. „Dass in einem Vierteljahrhundert nichts passiert ist, finde ich sehr traurig.“ „Zur neuen Feuerwache Osterholz würde ich gerne die Polizei einbeziehen“, sagte Högl den anwesenden Feuerwehrleuten und dem Beirat. Denn das Polizeirevier Ost ist ebenfalls in die Jahre gekommen, es ist auch nicht barrierefrei. Die Polizei nutzt aktuell einen Teil des alten Ortsamtes Osterholz, dessen Gebäude sanierungsbedürftig ist. Der Bau von drei öffentlichen Einrichtungen an einem Standort würde die Kosten erheblich senken. Es ergibt sich nur ein Problem: Ein entsprechend großes und zentral gelegenes Grundstück ist in Osterholz schwer zu finden. Die Freiwillige und Berufsfeuerwehr benötigen Platz bis zu 6.500 Quadratmetern. Am wahrscheinlichsten für einen Standort wäre der Sportplatz neben der Grundschule Osterholz, wo die Footballer der Bremen Firebirds trainieren. „Es wäre die kleinere Operation“, so die Innensenatorin. Sie teilte mit, dass für die Planung der Neubauten nun Planungsmittel bereitgestellt würden. „Die neue Planung hat oberste Priorität. Dabei müssen die Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr und Polizei an einem Strang ziehen.“ va

einem Sachschaden an einer Kita. Symbolbild:

Neuer Intendant am Bremer Theater

Armin Petras folgt auf Michael Börgerding

BETTINA MEISTER

53 Bewerber habe es gegeben, letztlich fiel Wahl des Nachfolgers von Michael Börgerding als neuer Intendant des Bremer Theaters aber wohl nicht zu schwer, wie man den Worten von Kulturstaatsrätin

Carmen Emigholz entnehmen

konnte: Armin Petras ersetzt ab der Spielzeit 2027/2028 den Anfang 2025 verstorbenen Michael Börgerding.

„Wir haben uns für Petras entschieden, weil er bewährte Arbeit immer wieder mit Elementen der Erneuerung zu versehen weiß, was seinen Stil über seine gesamte Karriere hinweg immer wieder besonders geprägt hat“, so Emigholz. Der zehnköpfigen Kommission, die über die Personalie entschied, war wichtig, jemanden zu finden, der nicht nur neue Ideen einbringt, sondern vor allem auch die Qualität erhält, so die Staatsrätin. Schließlich gehe es nicht nur darum, Kunst zu machen, sondern auch für die 400 Mitarbeiter des Hauses Sorge zu tragen – Erfahrung sei deshalb ein wesentliches Einstellungskriterium gewesen.

Petras zur Seite stehen

Franziska Benack und Frede -

rike Krüger als seine Stellvertreterinnen. Wie genau die Aufgaben unter ihnen verteilt werden, entscheidet das Team

in den kommenden Monaten. Der Vertrag ist auf fünf Jahre befristet.

Börgerding hatte 2012 das

finanziell angeschlagene Theater Bremen übernommen. Er hat es zusammen mit dem inzwischen ebenso verstorbenen Geschäftsführer Michael Helmbold sowie seinem Fokus auf zeitgenössisches Theater aus der Schuldenkrise geführt und so dafür gesorgt, dass das Haus am Goetheplatz wieder ein Flaggschiff der Bremer Kultur wurde. „Er hat es nicht nur zu einem Aushängeschild Bremens gemacht, sondern der ganzen Theaterlandschaft Deutschlands“, sagt Petras, der seine neue Intendanz als „anspruchsvolle Aufgabe“ sieht.

Unbekannt ist er in der Stadt übrigens nicht: Petras war ab der Spielzeit 2018/2019 bis 2021/2022 Hausautor und Hausregisseur am hiesigen Theater. Er inszenierte in den vergangenen Spielzeiten im Musiktheater unter anderem „Anna Karenina“, außerdem schrieb er das Libretto für die spartenübergreifende Musiktheaterproduktion „Wahlverwandtschaften“. Im Schauspiel gab er 2018 seinen Einstand mit „Love you, Dragonfly“ und in der aktuellen Spielzeit bringt er Tolstois „Krieg und Frieden“ auf die Bühne des Theater Bremen. bm

Gesprächskonzert der Philharmoniker

Ein großes Orchester und zwei gemütliche Sessel: für einen Talkgast und einen Moderator – am Dienstag, 3. März, setzen die Bremer Philharmoniker in der Halle 1 im Tabakquartier ihr erfolgreiches neues Konzertformat „Meine Playlist“ fort. Dieses Mal hat das Orchester Jan Böhmermann eingeladen. Im Gespräch mit Moderator Axel Brüggemann wird er anhand seiner Lieblingslieder aus seinem Leben erzählen.

Moderator, Satiriker und Autor Jan Böhmermann ist aus der deutschen Medienlandschaft nicht wegzudenken. Als Moderator, Satiriker und Autor sorgt er mit seiner Late-NightShow „ZDF Magazin Royale“ seit 2020 für Aufsehen und Begeisterung. Beiträge wie das Erdogan-Schmähgedicht sorgten auch international für große Aufmerksamkeit. Mit Olli Schulz moderiert er zudem den Podcast „Fest & Flauschig“ auf Spotify.

Mit dem Konzertformat „Meine Playlist“ lernt das Publikum bekannte Persönlichkeiten aus Kultur, Sport und Wirtschaft auf ungewöhnliche Art kennen. Der Talkgast bestimmt die Musik, die live von den Bremer Philharmonikern gespielt und Vorlagen für die Ge-

Jan Böhmermann plaudert aus seinem bewegten Leben. Foto: ZDF / Jens Koch

sprächsthemen geben wird: Lieder aus der Kindheit? Der erste Konzertbesuch? Der Soundtrack zur großen Liebe? Die Klänge, die den Job begleiten? Musik, die inspiriert, die motiviert oder an besondere Lebensereignisse erinnert? Im entspannten Wohnzimmerambiente bieten die Gäste durch die von ihnen ausgewählte Musik – ob Klassik, Jazz, Pop und Rock – im Talk mit Axel Brüggemann Einblicke in ihr Leben und Denken. Mehr Infos und Tickets gibt es unter bremerphilharmoniker. de. bm

Goethe und der verbogene Bundesadler

„So wie wir sind“: Die Weserburg hat ihre Dauerausstellung neu gestaltet

Mit über elf Millionen Kinozuschauerinnen und Zuschauern in Deutschland erlangte Pretty Woman KultStatus und machte Julia Roberts und Richard Gere zu Weltstars. Auch der gleichnamige Titel-Song von Roy Orbison wurde zu einem Grammyprämierten Nummer-1-Hit mit Ohrwurm-Garantie.

Nun gastiert die turbulente Liebesgeschichte um das ungleiche Paar Vivian und Edward erstmals im Metropol Theater Bremen: Vom 17. bis zum 22. März können Besucher „Pretty Woman – Das Musical“ als romantisches, humorvolles und mitreißendes Bühnenereignis mit der Musik von Weltstar Bryan Adams erleben.

Edward und Vivian – zwei

Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Er, ein wohlhabender und erfolgreicher Geschäftsmann. Sie, eine junge Frau, die sich als Prostituierte durch das Leben schlägt. Dieser Gegensatz verleiht der unerwarteten Liebesgeschichte seine zeitlose Magie, welche bis heute Generationen von Zuschauern verzaubert.

Zu erleben ist eine Welt voller Glanz, Glamour und Romantik und natürlich einer d er ikonischsten Momente der Filmgeschichte: wenn Vivian ihre schwarzen Lackstiefel gegen das legendäre rote Kleid tauscht.

Mehr Infos zu der Veranstaltung sowie Tickets gibt es online unter metropoltheater-bremen.de. bm Neues Musical im Metropol Theater

BETTINA MEISTER

Der Jahresbeginn ist für viele Menschen ein guter Zeitpunkt, mal aufzuräumen, umzudekorieren und neue Prioritäten zu setzen. Genauso hat es nun auch die Weserburg gemacht, die ihre Sammlungsausstellung „So wie wir sind“ einer Frischekur unterzogen hat.

Mit neuen Werken, neuen Sammlungen und neuen Themenarealen können Besucher nun die zwei Etagen und rund 2.500 Quadratmetern neu erleben. Bei Weitem nicht alles wurde ausgetauscht, bekannte Werke sind geblieben, wurden allerdings in einen neuen Kontext gesetzt. Hinzugekommen sind 50 neue Positionen. Dabei setzt die von Direktorin Janneke de Vries und Kurator Ingo Clauß kuratierte Dauerausstellung auf zwei Hauptthemen: Der Blick in die Gegenwart und historische Positionen – „die bei uns ja aber nur bis in die 60er bis 80er Jahre reichen“, sagt de Vries. Werke von mehr als 100 Künstlerinnen und Künstlern sowie Gruppen sind ausgestellt. „Wir haben wieder komplett neue Räume geschaffen“, so de Vries, die von dem Format, das seit 2019 in der Weserburg umgesetzt wird, überzeugt ist: „Es ist doch spannend, nicht nur neue Arbeiten zu zeigen, sondern die Dinge, die wir haben, in einen neuen Kontext zueinander zu bringen.“ Sozialkritische Themen überwiegen dabei, das Muse -

um wolle schließlich Haltung zeigen, so die Museumsleiterin.

Ein neuer Themenraum widmet sich beispielsweise dem Selbstbild – vom Passfoto über das klassische Porträt bis hin zu Formen der Selbsterkundung. An anderer Stelle geht es um Macht und Empowerment, um patriarchale Strukturen sowie die Vielfalt

Vonda Shepard auf Tour

Soul vom Feinsten im Schlachthof

Bis heute hat Vonda Shepard über zwölf Millionen Alben verkauft, wurde mit zwei Golden Globes, zwei Emmys und zwei Screen Actors Guild Awards ausgezeichnet und hä lt den Billboard-Rekord f ü r d ie meistverkauften TV-Soundtracks

aller Zeiten, den sie mit ihrer Rolle als Bar-Sä ngerin in der Kultserie Ally McBeal einfuhr. Jetzt kommt sie mit neuen und alten Songs wieder auf EuropaTournee und macht auch in Bremen Halt: am 17. April, 20 Uhr, im Schlachthof. bm

von Körperbildern. Zu sehen sind Kunstwerke aller Gattungen: Fotos, Gemälde, Lichtund Soundarbeiten, Installationen, Videokunst sowie auch Objekte, die überraschend humorvoll zu betrachten sind. Besonders gelungen finden die Kuratoren den neuen Raum „Deutschland-Bilder“, der das Thema Nationalität aufgreift: So hängt das

„Goethe“-Bild von Wolfe von Lenkiewicz, Tischbeins „Goethe in der Campagna“ mit Dürers „Feldhasen“ auf dem Schoß zeigt, neben einem aus Stahl geformten und verbogenen Bundesadler, einem idyllischen Bergbild, das Hitlers Wohnsitz zeigt und Luc Tuymans Gemälde „Auschwitz“. Mehr Infos gibt es auch online unter weserburg.de.

„Goethe“ heißt das Gemälde, das Wolfe von Lenkiewicz 2011 malte und das sehr deutlich Werke von Johann Tischbein und Albrecht Dürer zitiert. Foto: Schlie
Edward und Vivian – im März kommt ihre Geschichte auf die Bühne des Metropl Theaters. Foto: Dominik Flohr
Die neue Führung des Bremer Theaters: Armin Petras, Franziska Benack und Frederike Krüger. Foto: Schlie

SPORT KOMPAKT

 Nach ihrem überraschenden 29:24-Erfolg über den zuvor ungeschlagenen Tabellenführer HC Leipzig stehen die ZweitligaHandballerinnen des SV Werder heute vor der nächsten schwierigen Aufgabe. Die Bremerinnen müssen beim Tabellenzweiten TG Nürtingen antreten. rl

 Für die Handballer des ATSV Habenhausen steht am heutigen Samstag (19 Uhr) eine scheinbar unlösbare Aufgabe an. Der Tabellenletzte der Dritten Liga empfängt am Bunnsackerweg den Spitzenreiter TV Emsdetten. Am vergangenen Wochenende unterlagen die Bremer 29:33 bei der HSG Varel. rl

 Nachdem das Top-Spiel gegen den FC Bayern München wegen der schlechten Witterungsbedingungen am Montag abgesagt werden musste, treffen die Werder-Frauen am heutigen Samstag ab 14 Uhr auf die Nordrivalinnen vom Hamburger SV. Da bereits das Spiel gegen den VfL Wolfsburg in der Vorwoche wegen des Schneefalls nicht stattfinden konnte, droht die Elf von Trainerin Fritzy Kromp aus dem Rhythmus zu kommen. Gut lief es hingegen bei den Gegnerinnen. Die Aufsteigerinnen von der Elbe gewannen ihr vergangenes Saisonspiel überraschend deutlich mit 4:0 gegen die TSG 1899 Hoffenheim. pb

 Sepp Piontek ist tot. Der ehemalige Spieler (1960 bis 1972) und spätere Trainer des SV Werder starb im Alter von 85 Jahren in seiner Wahlheimat Dänemark. rl

Raphael Duarte freigestellt

Keine zwei Wochen nach Amtsantritt von Cheftrainer

Daniel Thioune hat Werder den Trainer-Stab des ProfiTeams schon wieder verkleinert. Co-Trainer Raphael Duarte, der auf Wunsch von Horst Steffen an die Weser geholt worden war, wurde nach einem Gespräch mit Geschäftsführer Clemens Fritz freigestellt.

„Wir sind Raphael sehr dankbar, dass er nach der Freistellung von Horst Steffen gemeinsam mit Christian Groß die Mannschaft interimistisch übernommen hat. In der neuen Konstellation mit Daniel Thioune als Cheftrainer haben sich aber die Aufgaben und

Verantwortlichkeiten für die Co-Trainer verändert“, erklärt Fritz. Die Rolle des 29-jährigen Luxemburgers habe sich durch den Cheftrainerwechsel stak verändert.

Unter Horst Steffen hatte Duarte viel Verantwortung bei der Trainingsleitung getragen. Thioune übernimmt mehr Anteile selber und hat zudem seinen vertrauten Co-Trainer Jan Hoepner mitgebracht. „In unserem Gespräch sind wir gemeinsam zu dem Schluss gekommen, die Zusammenarbeit zu beenden, da sich auch Raphaels Vorstellungen von seinen Aufgaben von der aktuellen Tätigkeit unterscheiden“, verdeutlicht Fritz. rl

Wochen der Wahrheit

Partie gegen den FC St. Pauli markiert den Beginn der Spiele gegen Mitabstiegskandidaten

ROBERT LÜRSSEN UND PHILIPP BEHRBOM

Ob die 0:3-Niederlage gegen den FC Bayern wirklich als Mutmacher für das wichtige Auswärtsspiel des SV Werder am Sonntag (17.30 Uhr) beim FC St. Pauli geeignet ist, mag diskutabel sein. Sicher ist: Am Millerntor muss Werder punkten, um aus dem von Trainer Daniel Thioune ausgemachte „Glühen des Nestes“ wirklich ein Feuer der Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt entfachen zu können.

Gegen die überlegenen und effizienten Münchener bewies der neue Werder-Coach zumindest schon mal, dass er bereit ist, ausgetretene Pfade zu verlassen, um neue Impulse zu setzen. Etwa mit der Idee, den schnellen Justin Njinmah auf die rechte Schiene zu beordern, damit er seine Stärke mit viel Wiese vor der Nase ausspielen kann.

Dennoch bleibt die Frage, wer in Hamburg und in den Wochen danach die Tore für die Bremer schießen soll. Zehn-MillionenMann Samuel Mbangula musste sich aufgrund des fehlenden Vertrauens in seine Defensivarbeit auch gegen den Rekordmeister mit der Jokerrolle begnügen. Keke Topp und Winter Leihe Jovan Milosevic blieben gleich ganz draußen. Gut möglich allerdings, dass Thioune dabei auch der Erwartung Rechnung trug, dass der Rekordmeister ohnehin nicht viele verwertbare Bälle in Richtung eines Mittelstürmers würde kommen lassen.

Ein Stückchen größer geworden sind auch die Fragezeichen

Torwart Mio Backhaus präsentierte sich zuletzt mit neuem Haarschnitt. „Das ist eine Kampffrisur“, sagte er vor dem Spiel gegen St. Pauli. Foto: nordphoto GmbH / Kokenge

hinsichtlich der Besetzung der Innenverteidigung. Bei Niklas Stark reichte die Luft im ersten Spiel nach überstandener Verletzung für eine Halbzeit. Zu Beginn der Trainingswoche trainierte der 30-Jährige individuell mit dem Ziel ihn in Richtung Spieltag wieder ins Teamtraining zu integrieren. Dagegen wird Karim Couliba-

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teilweise gerissen sind.

Außer Frage steht, was Daniel Thioune von seinem Team auf dem Platz verlangen wird. Immer wieder betonte der Chefcoach, wie wichtig ihm „Haltung“ sei. Denn insbesondere in Sachen Laufleistung sind die Kiezkicker Werder – noch – voraus. Im Ligavergleich rangieren die Hamburger derzeit auf Platz 6, während die Bremer – genau wie in der wahren Tabelle – hier den 16. Platz belegen. In der Partie gegen den Rekordmeister war jedoch eine deutliche Trendumkehr zu erkennen: Mit 124 gelaufenen Kilometern belegte Werder im Ligavergleich Platz 4. Die Partie gegen den Tabellensiebzehnten ist zudem der Beginn einer Serie von Spielen, die für die Grün-Weißen richtungweisend sein werden. Die Wochen der Wahrheit. Nach der Partie gegen die Kiezkicker folgt das Heimspiel gegen das derzeitige Tabellenschlusslicht, den 1. FC Heidenheim, ehe Partien gegen Union Berlin, den FSV Mainz 05 und den VfL Wolfsburg anstehen.

ly, der gegen die Bayern nach einer guten Stunde mit Problemen in der Po-Muskulatur ausgewechselt werden musste, wohl nicht zur Verfügung stehen. Eine MRT-Untersuchung hatte laut Werder eine strukturelle Muskelverletzung im Oberschenkel ergeben. Davon ist üblicherweise die Rede, wenn Muskelfasern oder Muskelbündel ganz oder

Torwart Mio Backhaus verbreitete unter der Woche Optimismus: „Natürlich wollen wir als Team weiter oben stehen. Bisher war es eine schwierige Saison. Ich bin jedoch sicher, dass wir am Ende der Spielzeit sagen werden: Wir haben unser Ziel erreicht“, sagte er mit Blick auf die Tabellensituation. Die Stimmung im Team sei gut. „Ich habe nicht das Gefühl, dass wir die Köpfe hängenlassen. Wir sind etwas angespannter, aber dennoch positiv.

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Bunt sichtbar auf dem Schulweg

Bremer Kinder üben Selbstständigkeit – und lernen, sichtbar und sicher unterwegs zu

PHILIPP BEHRBOM

„Meine Kleidung ist bunt, bunt wie das Leben, mich kann man gut sehen, im Straßenverkehr“, schallt es durch die Aula der Grundschule Stader Straße. Nicht nur im Schulchor wird an der Schule die Sichtbarkeit im Straßenverkehr, insbesondere in der dunklen Jahreszeit, thematisiert. Im Rahmen der Aktion „Aktiv und sicher zur Schule“ zeigten die Schülerinnen und Schüler der Stader Straße sowie die Klassen 17 weiterer Schulen besonders viel Engagement.

Wie bereits im vergangenen Jahr stand die Aktion unter dem Motto „Wer selber geht,

der ist schon groß!“. Selbstständig zur Schule zu kommen ist in Zeiten der Elterntaxis nicht mehr selbstverständlich. Das zeigt eine Studie des ADAC aus dem vergangenen Jahr. So kamen 1990 noch 93 Prozent der Kinder selbstständig zur Schule, heute sind es nur noch 72 bis 77 Prozent. Diesem Trend wollen der Arbeitskreis „Aktiv und sicher zur Schule“ und der Senator für Kinder und Bildung mit der Aktion nachhaltig entgegenwirken.

„Auch ich bin früher mit dem Rad zur Schule“, erzählte Mark Rackles den Schülerinnen und Schülern der Grundschule Stader Straße. „Oft wurde ich dabei von Autos

überholt, da war ich schon neidisch, aber unterm Strich war ich gesünder unterwegs“, scherzt Rackles. Auch die Kinder wissen, welche Auswirkungen ihre Teilnahme an der Aktion hat. Es fallen die Adjektive „umweltschonend“, „sportlich“ und „gesund“. Zudem ist man sich einig: Wenn weniger Autos auf der Straße sind, kommt es auch zu weniger Unfällen. Rackles sieht zudem noch einen weiteren Vorteil: „Die Kinder treffen Freundinnen und Freunde und erleben vielleicht ihr erstes kleines Abenteuer des Tages.“

Um die Kinder auch weiterhin auf die Begebenheiten im Straßenverkehr vorzuberei-

sein

ten, überreichte Verena Nölle von der Verkehrswacht Helme, Verkehrsspiele und Körbe voll Material, mit denen sich auf dem Schulhof ein Fahrradparcours aufbauen lässt. Auch Fahrräder wurden an verschiedene Grundschulen verteilt.

Neben der Grundschule an der Stader Straße nahmen noch die Schulen Düsseldorfer Straße, Schmidtstraße, Oberneuland, Burgdamm, Oslebshausen, Buntentor, Arbergen, Kirchhuchting, Borchshöhe, Bunnsackerweg, Paul-Singer-Straße, Philipp Reis, Osterholz, Walliser Straße, St. Antonius, Robinsbalje und Sodenmatt an der Aktion teil.

Foto: Behrbom

Wohnen Bauen

Leben

Gute Vorbereitung schützt

Die dunkle Jahreszeit bringt erhöhte Risiken mit sich – aber auch viele Möglichkeiten, sich wirksam zu schützen: Während viele Menschen noch im Büro oder auf dem Heimweg sind, nutzen Einbrecher jetzt im Winter die frühe Dämmerung für unbemerkte Zugriffe auf Häuser und Wohnungen. Ein ungesichertes Fenster, eine unbeleuchtete Einfahrt – oft reichen kleine Nachlässigkeiten, damit sich jemand unbefugt Zutritt verschafft. Wer allerdings vorsorgt, macht Einbrechern das Handwerk schwer.

Thema: Einbruchschutz

Ein stabiler Schließzylinder, abschließbare Fenstergriffe oder Bewegungsmelder im Außenbereich schrecken potenzielle Einbrecher wirksam ab, so die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Auch Beleuchtung mit Zeitschaltuhr, wachsame Nachbarn und eine bewohnte Hausoptik sind einfache, aber sehr effektive Mittel. Neben der Technik sollten Bewohnerinnen und Bewohner auch organisatorisch vorsorgen: Wertsachen am besten sicher verwahren, Seriennummern dokumentieren und keine Hinweise auf Abwesenheiten in sozialen Netzwerken öffentlich zugänglich teilen. Neben technischen Maßnahmen spielt auch die finanzielle Absicherung eine wichtige Rolle.

Selbst bei bester Vorbereitung

Ein sicheres Zuhause beginnt mit der richtigen Vorsorge. Foto: Getty Images/Westend61

lässt sich ein Einbruch nicht immer verhindern – umso wichtiger ist es, im Schadensfall richtig abgesichert zu sein, so die Profis der DVAG. Eine Hausratversicherung ersetzt gestohlene oder beschädigte Gegenstände nach einem Einbruchdiebstahl oder Vandalismus. Wichtig ist, dass die Versicherungssumme dem

tatsächlichen Wert des Hausrats entspricht. Für Haus- und Wohnungseigentümer empfiehlt sich zusätzlich eine Wohngebäudeversicherung, die Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel deckt. Nach einem Einbruch zählt schnelles Handeln: Polizei verständigen, Spuren sichern las-

sen, Schaden dokumentieren und die Versicherung unverzüglich informieren. Fotos, Kaufbelege und Inventarlisten erleichtern die Regulierung und beschleunigen die Erstattung. Wer seine Policen regelmäßig überprüft und seine Unterlagen geordnet bereithält, spart im Notfall Zeit und Nerven.

Gerade in heißen Sommernächten ist nächtliches Lüften oft nötig. Und zwar trotz einer möglichen Einbruchsgefahr. Dabei verweisen die ARAG-Experten auf einen konkreten Fall, in dem eine Wohnungsinhaberin genau das tat: Sie ließ das Fenster ihres Wohnzimmers über Nacht in Kippstellung, um die Sommerhitze zu lindern. Von der Straße aus war das Wohnzimmer nicht einsehbar. Sie selbst war die ganze Nacht anwesend, schlief jedoch im Schlafzimmer. In der Nacht kam es zum Einbruch. Dabei verschaffte sich der Dieb über das gekippte Wohnzimmerfenster Zutritt. Die Hausratversicherung weigerte sich zunächst, den Schaden zu zahlen, da sie grobe Fahrlässigkeit unterstellte. Doch die Richter waren anderer Ansicht: Solange der Einbrecher nicht direkt durch das Fenster greifen konnte, um zum Beispiel die Terrassentür zu öffnen, liegt keine grobe Fahrlässigkeit vor. Das Fenster war zudem von außen nicht einsehbar. Unter diesen Bedingungen musste die Versicherung den Schaden übernehmen (Landgericht Gießen, Aktenzeichen: 4 O 585/00).

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Verena Nölle von der Verkehrswacht übergab den Schülerinnen und Schülern diverse Preise um die Kinder weiter auf die Begebenheiten des Straßenverkehrs vorzubereiten.

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