Amt wäre eine Ehre“
Detlef Gödicke möchte Bürgermeister der Kreisstadt werden
HAMME/WÜMME REPORT:
Herr Gödicke, Sie sind Akkordeon-Spieler, sind Mit-Betreiber des Geschäfts Musicland OHZ und engagieren sich darüber hinaus seit vielen Jahren als Ratsmitglied. Woher kommt das ganze Engagement?
DETLEF GÖDICKE: Fangen wir beim Ersten an. Ich bin studierter Musiklehrer, habe dann in diesem Beruf gearbeitet an der hiesigen Kreismusikschule. An der ich auch selbst gelernt habe. Udo Schloen und ich haben immer zusammen Musik gemacht. Auf Hochzeiten, Bällen. Und sind auf die Idee gekommen, wir würden gern ein Musikgeschäft eröffnen. Also habe ich bei der Musikschule aufgehört, meine Schüler wollten damals alle bei mir bleiben und waren eine erste Basis. Nun zum politischen Engagement. In Heilshorn ploppte ein regionales Raumordnungsprogramm auf. Dieses erlaubte, vor unserer Nase Windräder zu bauen. Mit einer Bürgerinitiative fingen wir an, dagegen anzukämpfen. Wir haben uns informiert, hatten Kontakt zu Fachleuten. Das war mein erster Kontakt zu kommunalpolitischen Themen. Wann war das?
2012. Ich erinnere mich an eine Stadtratssitzung, in der ich damals mit den anderen aus der Bürgerinitiative im Zuschauerbereich saß. Ich stellte damals zwei Fragen, die man mir nicht beantworten konnte. Letzten Endes hatte man sich in der Sitzung auf den Bau von fünf Rädern mit je 150 Metern Höhe geeinigt. Gebaut wurden acht Räder mit einer Höhe von je 180 Metern. Da ist mir der Kragen geplatzt.
Und als Konsequenz…
gegen die Windräder gestimmt hat. Da war also schon eine gewisse Nähe da. Außerdem gefällt mir das Konzept der Wählergemeinschaft: Kein Fraktionszwang, über alles wird offen diskutiert. Und ich wollte in keine Partei. Als Bürgermeister trete ich auch parteilos an.
Das war Ihnen wichtig, ja?
Ich bin frei und ich möchte Torsten Rohdes Linie als Mann ohne Parteibuch weiterführen. Außerdem steht auf meiner Agenda, dass den Menschen derzeit zu wenig Informationen zukommen. Die Informationspolitik ist schon deutlich besser geworden, da kann aber noch mehr passieren. Ich würde eine Bürgermeistersprechstunde einrichten. Das wäre für mich selbstverständlich.
Ich habe meine Wählergemeinschaft gefragt und natürlich Wilfried Pallasch, meinen politischen Ziehvater angerufen. Und dann ging das ganz schnell. Aufstellungsversammlung, Anmeldung, dann ein paar Tage später Anmeldeschluss. Was vielleicht auch wichtig zu wissen ist: Ich wollte eigentlich aufhören. Zehn Jahre habe ich das Ehrenamt gemacht. Eigentlich wollte ich viel mehr Musik machen. Aber Wilfried verkündete, dass er auch aufhört. Dann ging das los mit: „Detlef, du kannst nicht aufhören.“ Also habe ich meinen Lebensplan über den Haufen geworfen und werde auch den Fraktionsvorsitz übernehmen.
erlässt Gesetze wie Ganztagsbetreuung, übernimmt aber nicht den Großteil der anfallenden Kosten.
Wie wäre Ihr Vorgehen bezüglich der Finanzen?
Ich würde darauf achten, dass die Tendenz, die Torsten Rohde und Kämmerer Volker Lütjen erwirkt haben, weitergeht. Unser Kämmerer coacht seine junge Nachfolgerin. Ich setze mein vollstes Vertrauen in die Kämmerei.
Wie würde Ihr Anfang als Bürgermeister aussehen?
Samstag, 25. Juli
Koppel-Apotheke
Koppelstr. 35
Osterholz-Scharmbeck
04791/965680
Sonntag, 26. Juli
Hemberg Apotheke
Hembergstr. 14
Worpswede 04792/1262
Montag, 27. Juli
Alte Apotheke
Hauptstr. 72
Lilienthal 04298/91640
Dienstag, 28. Juli
Rats-Apotheke
Hauptstr. 66
Lilienthal
04298/2345
Mittwoch, 29. Juli
Ritterhuder Apotheke
Riesstr. 47
Ritterhude 04292/775
Donnerstag, 30. Juli
Alte Apotheke
Marktstr. 11
Osterholz-Scharmbeck 04791/57318
Freitag, 31. Juli
Koppel-Apotheke
Koppelstr. 35
Osterholz-Scharmbeck 04791/965680
Weitere Shows auf Freilichtbühne
LILIENTHAL – Nach dem großen Interesse am Stück „Pippi Langstrumpf“ bietet die Freilichtbühne Lilienthal nun zwei Zusatztermine an. Am 23. und 30. August, jeweils ein Sonntag, wird es um 12 Uhr weitere Vorstellungen des diesjährigen Familienstücks geben. Tickets gibt es im Vorverkauf unter anderem bei Nordwest-Ticket sowie online unter fblilienthal.de fls
Blutspenden im Schützenhaus
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Ihre Entscheidung, zu kandidieren kam für einige als Überraschung.
Gehen wir ans Eingemachte. Osterholz-Scharmbeck ist… ...meine absolute Lieblingsstadt.
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...habe ich Wilfried Pallasch eine Mail geschrieben, ob er sich vorstellen könnte, dass ich bei der Bürgerfraktion mitmache und für den Stadtrat kandidieren möchte.
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Wie fiel die Wahl auf die Bürgerfraktion?
Die finanzielle Lage der Stadt ist bekanntlich angespannt. Wie ist Ihre Stellung dazu?
Ich hätte zunächst sechs Wochen Zeit, den Betrieb aus der anderen Sicht kennenzulernen. Und ich bin jemand, der projektorientiert arbeitet. Bürgermeister: Das traue ich mir zu. Und es wäre ein Projekt, hinter dem ich erst mal alles hinten anstellen würde. Musicland, Fraktionsvorsitz, das ist beides schon geklärt. Nur mein Hobby, Musik machen, werde ich nie lassen.
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Die Entscheidung entstand nach der jüngsten Ratssitzung. Da ist mir völlig der Kragen geplatzt. Das habe ich erlebt wie einen Film, als völlige Wahlkampfveranstaltung. Da habe ich mir im Anschluss gesagt: Ich muss das jetzt machen. Für meine Stadt. In der Gesamtheit kann ich sagen: Ich habe mich für diesen Rat geschämt.
Haben Sie noch ein Wort zum Sonntag?
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Mo. – Fr. 10 – 18 Uhr, Sa. 9 –16 Uhr
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Öffnungszeiten:
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Mo. – Fr. 10 – 18 Uhr, Sa. 9 –16 Uhr
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Erstmal: Ich bin mit Wilfried Pallasch befreundet. Er spielt auch Akkordeon. Außerdem hat sich die Bürgerfraktion mal angehört, was hinter unserer Bürgerinitiative steckte. Was auch dazu geführt hatte, das Wilfried Pallasch in dieser Ratssitzung
Und wie lief das dann ab? Viel Zeit hatten Sie ja nicht.
Da muss ich zunächst eine Lanze für Torsten Rohde brechen. Er hat es geschafft, uns mehr und mehr zu entschulden. Das ist ein ganz klarer Trend. Diese fantastische Leistung, die man natürlich auch unserem Kämmerer mit anrechnen muss, wird durch neue Erlasse konstant torpediert. Die Landesregierung
Ja, dieses Amt wäre eine Ehre für mich. Ich muss das nicht machen aber ich möchte. Ich habe dieser Stadt viel zu verdanken und habe das Gefühl, dass ich ihr noch etwas schuldig bin.
Sanierung und Umleitung an der Falkenberger Landstraße
LANDKREIS – Ab Montag, 27. Juli, wird die Fahrbahn sowie der parallel laufende Geh- und Radweg der Landesstraße L133 (Falkenberger Straße) für Sa-
nierungsarbeiten gesperrt. Zwischen Lilienthal (Falkenberger Kreuz) und Abzweig Grasberg ist die L133 demensprechend bis voraussichtlich Februar
2027 nicht befahrbar. Eine ausgeschilderte Umleitung beginnt am Falkenberger Kreuze und führt über die Falkenberger Landstraße, die Lilienthaler
Allee und die Klostermoorer Straße bis Frankenburg. Radfahrer und Fußgänger können die Baustelle nach Angaben des Landkreises passieren. f ls
Änderung im Streckenplan
LANDKREIS – Aufgrund der Vollsperrrung der Landesstraße L133 zwischen Lilienthal (Falkenberger Kreuz) und Abzweig Grasberg werden die Buslinien 630 und 670 ab Montag, 27. Juli, umgeleitet. Die Haltestellen „Lüninghausen“, „Niels-Stensen-Haus“, „Moorende“ sowie Abzweig Grasberg können von der 670 bis voraussichtlich Februar 2027 nicht bedient werden. Der Landkreis empfiehlt allen Fahrgästen, die benötigten Verbindungen über die VBN-App oder online unter vbn.de/ fahrplaner zu überprüfen. fls
LILIENTHAL – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) lädt für Donnerstag, 13. August, zur Blutspende nach Lilienthal ein. Die Blutspende findet von 15 bis 20 Uhr im Schützenhaus Lilienthal, Am Holze 2A, statt. Nach Angaben des DRK werden allein in Niedersachsen und Bremen täglich durchschnittlich 2.300 Blutspenden benötigt. Blut spenden können grundsätzlich alle gesunden Erwachsenen ab 18 Jahren, die sich fit fühlen und einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mitbringen. rom
Die Weser Report-Ausgabe für den Landkreis Osterholz Keine Zeitung erhalten? Meldung bitte über www.weserreport.de/ewz Hotline: 0421/690 55 350 Vertriebsleitung: Sascha Carstens Herausgeber: Weser Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH Am Brill 19 (Hankenstraße 3), 28195 Bremen Tel. (04 21) 690 55 01
Detlef Gödicke lebt seit 58 Jahren in der Kreisstadt und tritt nun als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters an. Foto: Roskamp