Gitarrennacht
Rock‘n‘Roll Festival
Exoten bei den Landtagen Nord
Klangvolles auf sechs Saiten in der Markthalle
Petticoat, Pomade und Propeller in Ganderkesee
Alpaka-Züchterin Madeleine Fortmann aus Bürstel im Interview
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Burginsel-Konzert fällt aus Das für den heutigen Samstag, 8. August, angekündigte Konzert des Duos Kasita Kanto im Rahmen des Gartenkultur-Musikfestivals findet aus gesundheitlichen Gründen nicht statt. Das Kulturbüro der Stadt Delmenhorst steht bereits im Austausch mit den Künstlern. Geplant ist, das Konzert im kommenden Jahr anlässlich des Gartenkultur-Musikfestivals auf der Burginsel nachzuholen. DR
Wochenmarkt zieht um Der Wochenmarkt wird am Sonnabend, 15. August, aufgrund des Weinfestes (14. und 15. August) auf dem Hans-Böckler-Platz aufgebaut. Auf dem Parkplatz dürfen daher ab der Nacht zu Sonnabend bis etwa 15 Uhr keine Fahrzeuge abgestellt werden. Falschparker werden kostenpflichtig entfernt. DR
Linien werden umgeleitet Aufgrund einer Teilsperrung der Jägerstraße werden die Delbus-Linien 205 und 215 ab 10. August bis auf Weiteres in stadteinwärtiger Richtung umgeleitet. Die stadteinwärtige Haltestelle Görlitzer Straße entfällt, die Haltestelle Danziger Straße (stadteinwärts) wird in die gleiche Straße verlegt, die Haltestelle Lignitzer Straße (stadteinwärts) in die Elbinger Straße. bbr Anzeige
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18 Hochlandrinder von Wolfgang Denker sind auf der Waldweide im Einsatz und bewegen sich auch in den Wald hinein. Auf einem Weg durch das Projekt-Gebiet kann es passieren, dass man den gutmütigen Tieren begegnet. Foto: Konczak
Sanfte Riesen leisten ganze Arbeit
Waldweideprojekt mit Hochlandrindern im Hasbruch zeigt nach drei Jahren bereits sichtbare Erfolge BR I T TA BU N T EM E Y ER
HASBRUCH – Wer im Hasbruch unterwegs ist, dürfte irgendwann diese bestimmten, lauten Rufe hören. Dann weiß man: Die Schottischen Hochlandrinder auf der Waldweide sind nicht mehr weit. Die Chancen stehen sogar recht gut, dass man den imposanten, mehrere hundert Kilo schweren Tieren auf einem Waldweg, der durch die Waldweidefläche führt, begegnet. Im Mai 2023 sind nach über 140 Jahren Pause wieder Nutztiere in den Hasbruch „eingezogen“. Auf einem 36 Hektar großen Areal arbeiten die Hochlandrinder daran, die ursprüngliche Hutelandschaft zu bewahren und in einem Teilbereich wiederherzustellen. Dabei drängen sie aufkommende Gehölze zurück und sorgen dafür, dass der Wald aufgelichtet und die strikte Trennung zwischen Forst und Feld aufgelöst wird. In der Geschichte der Landschaftsentwicklung spielte die Waldweide eine wichtige Rolle. Wälder wurden jahrhundertelang als Weideland genutzt, was zur Ernährungssicherung beitrug. Die gesamte Gemeinde nutzte die Ressourcen dieser Gebiete gemeinsam. Da die Tiere im Wald gehütet wurden, sind die alten Flächen auch als Hutewald bekannt. Die Waldweide war nicht
nur landschaftsprägend – teilweise Waldrandes verbeißen, offene Bowaren die Gebiete eher licht und denstellen und offene Bereiche am parkähnlich –, sondern schufen für Fließgewässer der Brookbäke seien viele Tiere und Pflanzen einen Le- erkennbar und die Rinder würden bensraum. Bis 1882 wurde die Wald- durch das gesamte Gebiet „wechweide-Kultur im Hasbruch gepflegt. seln“. Da das Projekt auch die ArtenDer Landkreis Oldenburg koordi- vielfalt fördern soll, sei der Kot im niert das Projekt mit seinen Koope- Offenland sowie im Waldbereich rationspartnern, den Niedersächsi- wichtig für Insekten. „Durch die schen Landesforsten und der Natur- Rinder erhöht sich die Menge von schutzstiftung des Landkreises als ökologischen Strukturen und NiTeil des Projektes „Vielfalt in Geest schen – eine gute Voraussetzung für und Moor“, das im Bundespro- die Erhöhung der Artenvielfalt im gramm Biologische Vielfalt geför- Gebiet. Es ist bereits nach dieser relativ kurzen Projektdert wird. Und wie laufzeit deutlich zu läuft es nach inzwiRinder schaffen sehen, wie sich ein schen drei Jahren? mehr ökologische Weidemosaik heraus„Die LandschaftsStrukturen pflege ist schon sichtbildet und die Strukbar. Die Tiere verbeiturvielfalt deutlich ßen sich überall. Von anfangs sieben zugenommen hat“, so die Landeshaben wir mittlerweile auf 18 Rinder forsten. aufgestockt“, sagt Wolfgang Denker, Manchmal würden sich Besucher dem die Tiere gehören. Seit 15 Jahren problematisch verhalten, indem sie hält er die zotteligen und sanftmü- Hunde im Waldweidegebiet mitfühtigen „Riesen“ auf seinem Hof in ren, laute Musik spielen oder die Vielstedt. Jeden Tag schaut er auf der Wege verlassen und sich den RinWaldweide im Hasbruch vorbei, wo dern nähern. Das habe bereits zu die Rinder immer wieder die Blicke Verletzungen von verschreckten Tieren geführt. „Am Anfang gab es von Besuchern auf sich ziehen. „Die Effekte werden mit zuneh- deutlich mehr Probleme, mittlermender Dauer des Projektes größer weile eher weniger“, berichtet Denund wertvoller“, teilen die Landes- ker. Er betont, dass Hunde im Beforsten auf Nachfrage mit. So gebe reich der Waldweide nicht erlaubt es etwa durch die Rinder offen ge- sind und im gesamten Hasbruch haltene kleine Waldlichtungen, die Leinenpflicht besteht. Wem ein Rind Tiere würden sich im Bereich des im Wald begegnet, soll es nicht strei-
WEINFEST DELMENHORST
Freitag ab 16 Uhr Samstag ab 15 Uhr
cheln. Wege dürfen nicht verlassen werden. Ein weiterer Schritt im Projekt ist die Weideschlachtung. Dabei wird das Tier direkt auf der Weide mit einem Schuss betäubt und getötet. Im Hasbruch wurde das bislang viermal gemacht. „Es gibt keine Transportwege, das Tier hat keinen Stress“, erklärt Denker. Den Weideschuss übernimmt ein Metzger aus Wildeshausen, der das Fleisch verarbeitet und anschließend an Denker zur Direktvermarktung liefert. Das Rinderfleisch können Interessierte auf hof-vielstedt.de bestellen. Da die Tiere das ganze Jahr über draußen weiden, bauen sie viel Muskelfleisch auf. Damit es nicht zäh, sondern zart und saftig ist, wird es laut Denker drei Wochen abgehangen. Für das Waldweide-Projekt eignen sich die Hochlandrinder besonders, da sie robust sind und ganzjährig draußen leben können. „Sie können auch schwerer verdauliche Pflanzen und Pflanzenteile verdauen, sind also anders als unsere weithin verbreiteten schwarzbunten Milchkühe nicht auf leicht verdauliches, proteinreiches Gras angewiesen“, so die Landesforsten. „Sie sind ruhig und schon mit wenig zufrieden. Im Gegensatz zu ihrer Heimat, den schottischen Highlands, haben sie hier ein wahres c“, sagt Denker.
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