Die Weser Report-Ausgabe für den Landkreis Verden
SAMSTAG, 18. APRIL 2026
NR. 3804/56. JAHRGANG
Nordderby kehrt zurück
Entsorgung im Landkreis
Neuheit bei der Breminale
Nach 2.975 Tagen trifft der SVW im Weserstadion auf den HSV
Neue Altkleidercontainer unter Abfallhof-Aufsicht
Eine Mitgliedschaft im Breminale Fanclub löst in diesem Jahr die Soli-Tickets ab
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ACHIM/OY TEN/ VER DEN
Ksk fördert Vereinsprojekte Zum bundesweiten Ehrentag anlässlich des Grundgesetzgeburtstags am 23. Mai legt die Kreissparkasse Verden eine besondere Aktion auf: Vereine, die zwischen dem 16. und 31. Mai ein ehrenamtliches Mitmachprojekt durchführen, können dafür eine Förderung bei der Sparkassenstiftung beantragen, die bis zu 50 Projekte mit jeweils maximal 500 Euro unterstützt. Die Antragstellung soll über ein Online-Formular unter ksk-verden.de/ehrentag bis spätestens 15. Mai erfolgen. hb
Flohmarkt an IGS Oyten
Christine Rüppell (l.) und Ina Rohlfing vor einer der Fotoleinwände der Ausstellung, die sich Besucherinnen und Besucher als Höhlenraum mit einer Taschenlampe erschließen sollen. Unten: Repliken von Bisonskulpturen aus der Altsteinzeit. Fotos: Bruns
Auf Höhlenforschung im Dpm Sonderausstellung in Verden widmet sich künstlerischen Kreationen aus der Altsteinzeit HEN R IK BRU NS
OY TEN – Die „SchülerInnen“-Firma der IGS Oyten organisiert für Sonntag, 26. April, 11 bis 16 Uhr einen großen Flohmarkt, an dem mehrere ihrer kreativen Abteilungen beteiligt sind. Sie bieten Dekoartikel und Kunsthandwerk aus unterschiedlichen Materialien, eine umfassende Auswahl an Büchern sowie daneben Spiel und Spaß für Kinder an. Gegen eine Standgebühr von 5 Euro und einen Büfett-Beitrag (Kuchen, Fingerfood) können andere Privatanbieter teilnehmen (Anmeldung: schuefi.vorstand@igs-oyten.eu). hb
V ERDEN – Rein beruflich war er Bühnenbildner. Doch persönlich fühlte sich Heinrich Wendel, Jahrgang 1915, gleichermaßen in Kunst, Musik, Philosophie und Geschichte zu Hause. Nachdem er bereits Grabkammern in ägyptischen Pyramiden fotografisch festgehalten hatte, verschlug es den Deutschen zwischen 1964 und 1970 mehrfach auf Reisen nach Südfrankreich und Nordspanien. Dort gestattete man ihm den Anzeige Zugang auch zu nichtöffentlichen Bereichen in etwa 50 Höhlen, in Jetzt neue denen bereits im 19. Jahrhundert außergewöhnliche Funde gemacht Herbergstraße 6 in Achim waren: Hinterlassenschafworden n ke entdec www.modeflair-maren.de ten aus der Steinzeit, 10.000 bis 30.000 Jahre alt, die deutlich über bloße Höhlenmalerei hinausgehen. Forschende waren sich schnell einig: Diese eiszeitlichen Werke waren offenbar von vornherein als Schöpfungen von hoher künstlerischer Qualität kreiert worden. Wendels Leistung dabei: Er fotografierte die altsteinzeitliche Kunst akribisch ab. Nach seinem Tod im Herbergstraße 6 in Achim Jahr 1980 hinterließ er ein umfangreiches Fotoarchiv von etwa 3.000 www.modeflair-maren.de Bildern. Mehr als 20 Jahre später
Frühlingsmode
wurde die „Sammlung Wendel“ dem Neanderthal Museum in Mettmann zur wissenschaftlichen Bearbeitung und Konservierung anvertraut. Daraus entstand unter anderem die Wanderausstellung „Bilder im Dunkeln – Höhlenkunst der Eiszeit“, die seit 2004 in deutschsprachigen Museen gezeigt wird. Seit Donnerstagabend ist sie im Deutschen Pferdemuseum (Dpm) in Verden zu sehen. Das Besondere: „Unser Sonderausstellungsraum bleibt komplett dunkel“, erklärt Ina Rohlfing die Vorgabe aus dem Neanderthal Museum. „Besucherinnen und Besucher sollten eine Taschenlampe mitbringen oder ihr Smartphone-Licht benutzen“, so die Verwaltungsleiterin des Pferdemuseums. Es sind überdimensionale, nach außen gewölbte Schautafeln mit Fotos aus Wendels Sammlung, die Besucherinnen und Besucher im Pferdemuseum förmlich umschließen und in die auf ihnen abgebildete Höhlenlandschaft ziehen. Zum einen versetzen sie so in die Atmosphäre, die der Fotograf selbst seinerzeit vor Ort erlebt haben muss; zum anderen sind sie Abbilder der faszinierenden Steinzeitkunst. Es sind Bilder, deren Linien und Konturen teils mit scharfkantigen Werk-
zeugen in Felswände geritzt, mit Steinen geschlagen oder geschabt und in Kombination mit Malerei farbig gestaltet wurden. Manchmal wurde der Felsuntergrund plastisch einbezogen, um Tierkörperabbildungen mehr Volumen zu verleihen. „Die am häufigsten dargestellten Tiere sind das Pferd und der Wisent“, berichtet Christine Rüppell, Wissenschaftliche Leiterin des Museums. Während Steinböcke, Hirsche, Auerochsen und Mammute ebenso beliebte Motive der Steinzeitkunst waren, sind kleine Säugetiere, Vögel oder Fische, die häufig als Nahrung der Menschen aus der Zeit dienten, kaum zu finden sind. Daher gehe man davon aus, dass Höhlenkunst aus dem franko-kantabrischen Raum bewusst nicht den Alltag der
Steinzeitmenschen abbilden sollte: „Diese Höhlen waren wohl vielmehr mystische Orte, eine Art Heiligtum – vielleicht auch vergleichbar mit Kirchen“, erklärt Rüppell. Insbesondere in den hinteren Höhlenbereichen habe sich die Kunst wegen der dort vorherrschenden klimatischen Bedingungen über die Jahrtausende erstaunlich gut erhalten können, ergänzt sie. Heute sind die Höhlen als Weltkulturerbe besonders geschützt. Daneben sind in der Sonderausstellung des Verdener Museums Repliken von Tierskulpturen und kleineren Objekten zu sehen, an denen ebenfalls der künstlerische Anspruch ihrer Schöpfer aus der Eiszeit deutlich zu erkennen ist. Zudem gibt es Audiomöbel mit Kopfhörern für begleitende Informationen sowie einen 20-minütigen Film. Das Deutsche Pferdemuseum zeigt die Sonderausstellung „Bilder im Dunkeln“ bis zum 25. Oktober. Ein Begleitprogramm mit Einzelveranstaltungen ist ebenfalls geplant. Weitere Informationen gibt es online unter dpm-verden.info
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