Die Weser Report-Ausgabe für den Landkreis Verden
MITTWOCH, 19. OKTOBER 2022
NR. 3618/52. JAHRGANG
Große Schlagerparty
Neuer Projektfonds
Rotation ist kein Thema
Was im Festzelt abgeht und der Weg des Freimarktumzugs
Übergang von Schülern in den Beruf wird gefördert
Trotzdem verzichtet Werder im Pokal gegen Paderborn auf Stürmer Ducksch
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ACHIM/OYTEN/ VERDEN
Corona-Lage im Landkreis Während die Corona-Inzidenz in Niedersachsen gestern auf dem Wert 736,2 lag, betrug sie im Verdener Kreisgebiet 687,3. 23 Patienten mit einer Covid-19-Infektion werden in den beiden Krankenhäusern behandelt. Die Zahl der Corona-Todesfälle seit Pandemieausbruch ist auf 183 gestiegen. (WR)
Der Verein Verden pflanzt arbeitet weiter an seinem Projekt, bis zum Jahr 2050 einen Baum pro Bewohner der Allerstadt in die Erde zu bringen. Nächstes Projekt wird die „Baumpflanzakademie“ am Verdener Campus für Neun- bis 14-Jährige. Foto: Pixabay
Junge Botschafter fürs Klima
KEINE ZEITUNG ERHALTEN?
Bitte informieren Sie uns.
Verein Verden pflanzt sucht Schüler für die „Baumpflanzakademie“ / Aktion am 12. November H E N R I K B RU N S
Hoher Sachschaden nach Unfall
Achim Nach einem Verkehrsunfall am Montag gegen 4 Uhr auf der Ueser Kreuzung sucht die Polizei nach einem unbekannten beteiligten Fahrer. Er soll einem Mercedes-Fahrer im Kreuzungsbereich die Vorfahrt genommen und ihn zu einem Bremsmanöver gezwungen haben, infolge dessen der Wagen des 18-Jährigen mit einer Ampel kollidierte. Dabei war ein Sachschaden von mehr als 100.000 Euro entstanden. Der Unbekannte soll ein weißes Auto – möglicherweise ebenfalls einen Mercedes – gefahren haben. Hinweise nimmt die Polizei Achim unter 04202 / 99 60 entgegen. (hb)
Gesang und Bewegung
Achim „Stimme hören – Stimme fühlen“ heißt ein Kurs zu Gesang und Körperwahrnehmung an der Kreismusikschule in Achim. Der Workshop wendet sich an Erwachsene mit Freude am Singen und an fließenden, gesangsunterstützenden Bewegungen. Er startet am 4. November. Weitere Informationen gibt die Geschäftsstelle der Kreismusikschule unter der Telefonnummer 04231 / 153 63 oder via E-Mail an kreismusikschule@landkreis-verden. Anmeldungen sind online über das Anmeldeformular unter musikschule-verden.de möglich. (WR)
Verden Dass das Projekt in der heutigen Zeit ehrgeiziger als gedacht ist, bemerkten die freiwillig Verantwortlichen spätestens während der beiden vergangenen Corona-Jahre. Doch weiterhin gilt: Bis 2050 soll für jede Einwohnerin und jeden Einwohner der Allerstadt ein Baum gepflanzt werden. Dazu hat der 2019 gegründete Verein Verden pflanzt auf seiner Homepage auch eine Baumkarte veröffentlicht, die – regelmäßig aktualisiert – den Pflanzfortschrift zeigen soll. Für die nächsten Einträge, um die das Kartaster wachsen soll, wirbt der Verein jetzt an Schulen für tatkräftige Unterstützung. „Wenn ihr aktiv etwas gegen die globale Klimakrise unterneh-
men wollt, dann habt ihr demnächst die Gelegenheit dazu“, spricht der Verein Schülerinnen und Schüler an. Die nächste Aktion von Verden pflanzt, die gemeinsam mit der Umweltinitiative Plant for the Planet durchgeführt wird, nennt sich „Baumpflanzakademie“. Es handelt sich um einen Tagesworkshop an der Oberschule Verdener Campus, der dort am Samstag, 12. November, stattfindet. „In dem eintägigen Workshop beschäftigten sich die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung mit Themen wie Klimakrise, Weltbürgertum und Verteilungsgerechtigkeit. Die Kinder erfahren, was jede und jeder Einzelne bewirken kann, lernen Vorträge zu halten, pflanzen gemeinsam Bäume und planen erste eigene Aktionen“, skizziert
Jürgen Menzel, Vorsitzender von Verden pflanzt, das Projekt. Die Schüler werden am Ende des Workshops zudem zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ernannt. Ausgestattet mit umfangreichen Materialien, sollen sie sich in Familie und Schule weiter engagieren. Mitmachen können Schülerinnen und Schüler zwischen neun und 14 Jahren, selbstständig oder als Gruppe mit bis zu zehn Teilnehmern pro Schule. Auch Erwachsene, die sich für das Projekt begeistern können, sind gern gesehen. Einlass und Registrierung starten am Aktionstag ab 9 Uhr, das Ende der Veranstaltung ist gegen 17.30 Uhr vorgesehen. Die Teilnahme und die Verpflegung sind kostenlos, denn mit dem Ver-
Jugendberufshilfe gibt Tipps Verden Die Jugendberufshilfe im Pro-Aktiv-Center des Landkreises Verden bietet am morgigen Donnerstag von 14 bis 15 Uhr im Kreishaus, Raum 1039 (Eingang West), Beratungen für junge Leute im Alter von 14 bis 26 Jahren an. Unter-
stützt wird bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, nach Schulen, Qualifizierungs- oder Sprachkursen. Die Beratungsgespräche sind vertraulich und kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (WR)
dener Rotary Club, der Kreissparkassenstiftung und der Feuerbestattungen Verden sind gleich drei Sponsoren mit im Boot. Anmelden kann man sich online unter plantfor-the-planet.org/de/academies – und dort auf den Eintrag für die „Academy Verden (Aller)“ klicken. Der Verdener Verein hat in der Vergangenheit bereits Schüler der beiden Verdener Gymnasien und der Campus Oberschule ausbilden lassen. Sie begleiteten Baumpflanzaktionen, sammelten Müll, befreiten Grünflächen von Parasiten und verkauften fair gehandelte Bio-Schokolade, aus deren Verkaufserlös Bäume gepflanzt werden. Bereits zwei Euro würden für einen Waldbaum reichen, während Obst- und Stadtbäume teurer seien, heißt es vom Verein.
Bronzene Kleinplastiken Achim Eine eigene Bronzeplastik modellieren können Interessierte im Kurs „Dein Weg zur Bronzeplastik“ am 22. und 23. Oktober in der Kunstschule im Mittelweg 19. Mit Hilfe von speziellem Modellierwachs wird an dem Wochenende
eine Kleinplastik erstellt, die im nächsten Schritt von der Gießerei Worpswede über ein Ausschmelzverfahren gegossen wird. Anmeldungen zu dem Kurs von Petra Seidel werden unter kunstschule-achim. de entgegen genommen. (WR)
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Bremern eine Stimme geben
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lle kennen es: Irgendwann kommt die Zeit, zu der das Gefrierfach immer kleiner wird. Dann hat sich an den Wänden eine Eisschicht gebildet, die täglich an Dicke zunimmt. Der Grund dafür: Öffnet man die Tür des Geräts, gelangt warme Raumluft ins Innere. Diese enthält Feuchtigkeit, die sich beim Abkühlen als Wassertropfen an kalten Stellen niederschlägt und zu Eis wird. Es zu ignorieren, hat Folgen. Ein vereister Kühlschrank frisst viel mehr Strom. Zudem kann Nahrung in ihm verderben, wenn durch die Eisschichten keine ausreichende Kühltemperatur mehr erreicht wird. Um den eigenen Geldbeutel zu schonen, sollte man das gute Stück der Küche mindestens zweimal im Jahr abtauen. Selbst Geräte mit Abtauautomatik und No Frost-Technologie müssen hin und wieder von Eis befreit werden. Ein Hausmittel beugt seiner Neubildung vor. Dafür einfach zwei Esslöffel Natron in ein Liter warmes Wasser geben und damit sämtliche Wände des Kühlschranks mittels Schwamm oder Tuch abwischen.
City Space geplant
Millionen-Zuschuss für die Innenstadt In der Innenstadt soll ein Gründerzentrum entstehen. Es wird in einem leerstehenden Laden eingerichtet und als City Space firmieren. Angehende Unternehmerinnen und Unternehmen können dort ihre Geschäftsideen in der Praxis ausprobieren. Das Projekt ist eines von mehreren Modellvorhaben, die der Senat jetzt angehen will. Dafür erhält er vom Bund rund 4,4 Millionen Euro, die Stadt selbst muss noch 1,6 Millionen Euro beisteu-
ern, so dass insgesamt 6 Millionen Euro dafür bereitstehen. Mit dem Geld sollen auch Grünflächen in der City geschaffen sowie neue „Erlebnisräume“ ermöglicht werden, wie der Senat mitteilt. In Studien soll untersucht werden, wo Wissenschaftler sich niederlassen können. Geplant ist ferner ein Bürgerrat, um mehr Bremerinnen und Bremer an politischen Entscheidungen zu beteiligen (siehe nebenstehenden Bericht). (WR)
Mehr Entgelt
Senat erhöht Landesmindestlohn der Städte erhalten, sind an den Landesmindestlohn gebunden. „Aktuell haben Beschäftigte hohe Mehrkosten für Energie und Lebensmittel zu stemmen. Da kommt es auf jeden Cent mehr an“, begründet Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt die Erhöhung. Zuletzt stieg der Landesmindestlohn im April 2021: von 11,13 auf 12 Euro. Der Bundesmindestlohn beträgt seit 1. Oktober 12 Euro je Stunde. (WR)
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In Bremen steigt der Landesmindestlohn am 1. Dezember dieses Jahres von 12 auf 12,29 Euro je Stunde. Das hat der Senat entschieden. Anders als der Bundesmindestlohn gilt der Landesmindestlohn nur für Beschäftigte des Landes Bremen sowie der Städte Bremen und Bremerhaven. Ihn müssen allerdings auch Unternehmen zahlen, soweit sie im Rahmen einer öffentlichen Aufgabevergabe arbeiten. Auch Einrichtungen, die Zuwendungen des Landes oder
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Wie der Senat mehr Bürger für die Politik begeistern will
KEA NEELAND Große Projekte wie Bewohnerparken, die Zukunft der Galopprennbahn oder die Fällung der Platanen aber auch kleine Anliegen wie Spielplätze, Schulausbau und Verkehrslagen – Bremerinnen und Bremer haben zu vielen Dingen eine Meinung. Was viele aber nicht wissen: Sie können sich mit damit im politischen Diskurs beteiligen. „Bürgerbeteiligung hat in Bremen eine lange Tradition: seit 1946 beraten Beiräte über öffentliche Stadtteilangelegenheiten und bestimmen diese zum Teil auch mit“, sagt Gesa Wessolowski-Müller vom Referat 13 der Senatskanzlei, deren Aufgabe die Koordination der Bürgerbeteiligung ist. Die Koordinierungsstelle gibt es allerdings erst seit dieser Legislaturperiode. „Unser Ziel ist es, die Beteiligung der Bürger zu verbessern“, erklärt Wessolowski-Müller. Schließlich würden sich im Moment immer dieselben engagieren: „Oft sind es die Leute, die viel Zeit haben, älter sind. So ist diese Art von Mitbestimmung nicht repräsentativ. Die Herausforderung ist es, die Personen zu erreichen, die sich sonst nicht einbringen“, so WessolowskiMüller. In Bremen gibt es verschiedene Möglichkeiten, seine Meinung mitzuteilen: Beispielsweise über den Beirat im Stadtteil, an den sich Bürger bei Problemen wenden können. Auch OnlineBefragungen für eine ortsunabhängige Beteiligung werden weiter ausgebaut. Zudem kann jeder eine Mail an Bürgermeister Andreas Bovenschulte unter buergerbeauftragte@sk.bremen.
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Gesa Wessolowski-Müller und Sandra Grohnert haben sich als Ziel gesetzt, mehr Menschen für Bürgerbeteiligungen zu erreichen. Foto: Marco Meister de schreiben. Egal ob zu dunkle Schulwege oder fehlende Busverbindungen, jede Mail mit einem Anliegen wird beantwortet. „Nicht alle Vorschläge der Bürger lassen sich immer direkt umsetzen“, sagt Wessolowski-Müller. „Trotzdem hat der Senat ein hohes Interesse daran, die Bürgerbeteiligung auszubauen.“ Schließlich stärke diese Art der Mitbestimmung den Gemeinschaftssinn. Bürger seien die Experten in ihrer Stadt – doch die Sprache der Verwaltung nicht immer verständlich. Das Parlament habe deswegen beschlossen, sogenannte Bürgerforen zu erproben, wo in naher Zukunft Menschen aus verschiedenen Stadtteilen, unterschiedlichem Alter, Mig-
rations- und Bildungshintergrund zusammenkommen und diskutieren sollen. „So erhofft man sich eine neue Sichtweise auf die Stadt“, erklärt Wessolowski-Müller. Am besten sei es, wenn alle Bremer früh lernen, dass sie sich einbringen können. Für Jugendbeteiligung ist Sandra Grohnert zuständig. „Wir haben momentan sechs Jugendbeiräte, da das Konzept nicht in allen Stadtteilen gegriffen hat“, erklärt sie. Deswegen wurden nun Jugendforen eingerichtet. Diese ganzjährigen Gremien sind den Beiräten zwar gleichgestellt, aber Jugendliche müssten sich nicht für eine ganze Wahlperiode aufstellen lassen. „So wurde der Zugang zur Mitbestimmung einfacher und wir
Wann kommt die Maus? Woran viele Kinder in der Grundschule scheitern
Mit ihrem Hamburger Kollegen Ties Rabe dürfte Bildungssenatorin Sascha Karolin Aulepp in den nächsten Wochen und Monaten noch häufiger telefonieren. Denn der Hamburger Sozialdemokrat hat schon geschafft, was die Bremerin Sozialdemokratin anstrebt: Dass die Kinder besser lernen. Auch im jüngsten IQB-Bildungstrend liegt Bremen unter allen Bundesländern auf dem letzten Platz. Alle fünf Jahre untersucht das Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) im Auftrag der Kultusminister das Wissen der Viertklässler in Deutsch und Mathematik. Allerdings berücksichtigte das IQB jetzt erstmals die soziale Lage der Kinder, also etwa die Berufe der Eltern und deren Herkunft, ferner wie viele Bücher zu Hause stehen und ob dort Deutsch gesprochen wird. „In Bremen“, sagt Aulepp, „gibt es eine Häufung der Risikolagen.“ Tatsächlich schneidet Bremen unter Einbeziehung dieser Angaben etwas besser ab. Allerdings erklären sie nur, warum Bremer Kinder im Schnitt schlechter lernen, aber klüger werden sie dadurch nicht. Fast 36 Prozent der Bremer Kinder erreichen gegen Ende des vierten Schuljahres nicht den Mindeststandard in Mathematik, können Aufgaben wie diese nicht lösen: „Tina und Esther sammeln FußballBilder. Zusammen haben sie 25 Bilder. Tina hat 7 Bilder mehr als Esther. Wie viele Bil-
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Mittwoch, 19. Oktober 2022
konnten fünf weitere Stadtteile gewinnen“, sagt Grohnert. Zudem organisiert sie ein Modellprojekt, in dem Jugendliche über das digitale Lernmanagementsystem der Schulen ohne große Hürden ihre Ideen einbringen können. „Es ist wichtig, jungen Menschen das Bewusstsein zu schaffen: Engagement zahlt sich aus. Deswegen lassen wir die Jugendlichen auch regelmäßig wissen, was aus ihren Ideen geworden ist“, sagt Grohnert. Wessolowski-Müller ergänzt: „Durch aktuelle Entwicklungen ist die Demokratie herausgefordert. Daher ist es umso wichtiger, sich jetzt an politischen Entscheidungsprozessen zu beteiligen.“
Vorkaufsrecht stärken Der Senat will das Vorkaufsrecht der Städte und Gemeinden stärken. Eine entsprechende Initiative will er im Bundesrat einbringen. Das Recht soll für Grundstücke gelten, auf denen mehr als 50 Wohneinheiten stehen und deren Verkauf erhebliche nachteilige Folgen „auf das soziale oder städtebauliche Umfeld“ haben könnte, wie das Bauressort mitteilt. (WR)
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Erste Nachhilfe-Aktionen wie „Mathe sicher können“ bietet Bildungssenatorin Sascha Karolin Aulepp schon an. Foto: Schlie der hat Esther? 7, 9, 16 oder 18?“ Ähnlich düster sieht es in der Rechtschreibung aus. So sollten die Kinder etwa diese Wörter nach dem Alphabet ordnen: Mond, Meter, Milch und Maus. 42 Prozent schaffen in Deutsch nicht den Mindeststandard. Auch die Hamburger Grundschüler waren früher nicht viel besser. 2011 etwa landeten sie auf Platz 14. Inzwischen hat sich Hamburg auf den sechsten Rang hochgearbeitet. Schon Rabes Vorgänger hatten damit begonnen, die Kinder stärker zu fördern. Wer zum Beispiel Probleme mit der Sprache aufweist, muss die Vorschule besuchen.
„Der Bildungserfolg hängt maßgeblich von der Sprachkompetenz ab“, weiß Aulepp. Sie plant zwar keine Vorschulen, aber auch in Bremen sollen Kinder mit Sprachproblemen vor der ersten Klasse eine Kita besuchen. Ein PflichtKitajahr für alle Vierjährigen lehnt aber die Senatorin ab. Ihr Ziel lautet: „Wir brauchen für alle Kinder ein Angebot.“ Und die Schulen müssten mehr Unterricht anbieten, benötigten mehr Personal. In Hamburg sind fast 99 Prozent aller Schulen Ganztagsschulen, in Bremen nur knapp 59 Prozent. Aber auch das rät Rabe: Verbesserungen im Bildungswesen brauchen Zeit. (hjo)
Herausgeber: KPS Verlagsgesellschaft mbH Contrescarpe 75a, 28195 Bremen Tel. (04 21) 36 66 01, Fax 36 66 160 E-Mail: redaktion@weserreport.de Leserzuschriften: leserbriefe@weserreport.de Chefredaktion: Robert Lürssen, Hermann J. Olbermann robert.luerssen@weserreport.de hermann.olbermann@weserreport.de Lokales: Emre Altug, Martin Bollmann, Rike Füller, Bettina Gößler, Lars Lenssen, Kea Neeland, Kim Wachtel; Thorsten Runge Reise, Motor und Sonderthemen: Marinos Kaloglou Sport: Lars Lenssen Kultur: Bettina Meister Büro Bremen Nord: Kathrin Harm Büro Osterholz-Scharmbeck: Jasmin Johannsen, Marius Roskamp Fotos: Klaus Werner Schlie Anzeigenleiter: Johannes Knees Kleinanzeigen: Tel. 36 66 400, Fax 36 66 500 Gestaltete Anzeigen: Tel. 36 66 101 info@weserreport.de Zurzeit gelten Anzeigenpreisliste Nr. 50 vom 1. Oktober 2022 und unsere darin abgedruckten AGB. Falls Sie dieses Produkt nicht mehr erhalten möchten, bitten wir Sie, einen Werbeverbots-aufkleber mit dem Zusatzhinweis „Keine kostenlosen Zeitungen“ an Ihrem Briefkasten anzubringen. Weitere Informationen finden Sie auf dem Verbraucherportal www.werbung-im-briefkasten.de Internet: www.weserreport.de Druck: Funke Niedersachsen Druckzentrum GmbH Verbreitete Auflage: 272.231 Exemplare (Sonntag) 212.843 Exemplare (Mittwoch) mit DeLMe RepORt, HAMMe RepORt und WüMMe RepORt 293.351 exemplare (Mittwoch), 356.622 exemplare (Sonntag)
F REIMARKT
Mittwoch, 19. Oktober 2022
3 UNSER WETTER Mittwoch
Tag 15°
Nacht 7°
Donnerstag
Tag 15°
Nacht 5°
Freitag
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Nacht 10°
Zug durch die Stadt
Freimarktumzug startet am Samstag
Bevor Sänger Almklausi (l.) die Bühne unsicher macht, scherzt er noch mit Schausteller Klaus Renoldi.
Beliebtes Selfie-Modell trotz Kritik von Werder: Ex-Torwart Tim Wiese posiert im Hansezelt mit seinen Fans.
Schlagerparty auf dem Freimarkt Wie am Montag bei den Festzelt-Stars im Hansezelt gefeiert worden ist KEA NEELAND Endlich wieder feiern, endlich wieder Party mit den Festzelt-Stars im Hansezelt. Die Festzelt-Stars gaben am vergangenen Montag auf dem Freimarkt alles. Es war wie zuletzt 2019, keine CoronaAuflagen mehr, feiern ohne Grenzen. Präsentiert von WESER REPORT und Antenne Niedersachsen ist das Event einer der Höhepunkte eines jeden Freimarkts. Das liegt vor allem an den hochkarätigen Stars, die sich die Ehre geben. Auch in diesem Jahr haben wieder bekannte Sängerinnen und Sänger die Bühne gerockt. Aufgetreten sind etwa Klaus und Klaus, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiern. „Wir waren schon 20 Mal auf dem Freimarkt, und es ist immer wieder schön, hier zu sein“, sagt Klaus Baumgart, auch bekannt als der Große Klaus. Nach seinem Auftritt will er sich auf dem Freimarkt noch eine große Tüte gebrannte Mandeln mitnehmen. „An der Nordseeküste“ ist eines der berühmtesten Lieder des Party-Duos. Sogar Werder-Legende Johnny Otten lässt es sich da nicht nehmen, bei dem Auftritt der beiden auf die Bühne zu kommen. Auch andere Bremer Promis haben vor Ort dem Namen Festzelt-Stars alle Ehre gemacht. FDP-Politikerin Lenke
Spielmannszüge, farbenprächtige Kostüme und bunt geschmückte Wagen: Ein Höhepunkt, der die vergangenen beiden Jahre auf dem Freimarkt gefehlt hat, ist der Umzug. In diesem Jahr findet er wieder statt – wie immer am zweiten Samstag des Freimarkts. Am kommenden Samstag ist es zum 53. Mal soweit. Um 10 Uhr startet die Karawane in der Pappelstraße in der Neustadt. Weiter geht es über die Langemarckstraße, Am Brill und die Obernstraße. Gegen 11 Uhr wird der Marktplatz erreicht. Weiter gehen die rund 100 Fußgruppen und Festwagen über den
Domshof und den Schüsselkorb bis zum Freimarkt. Währenddessen werfen sie Süßigkeiten in die Menge. Premiere beim Umzug feiert unter anderem der Verein Shaktya, der ein bisschen Bollywood nach Bremen bringt. Auch die Bremen Vier Blaskapelle mit quietschgelbem Wohnmobil ist zum ersten Mal dabei. Ailton, ehemaliger Werder Bremen-Spieler und Freimarktbotschafter nimmt ebenfalls am Umzug teil. Die kreativsten Gruppen werden gegen 14.30 im Bayernzelt von einer Jury gekürt, in der unter anderem Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff sitzt. (kea)
„Wir sind zufrieden“
So lief das erste Freimarkt-Wochenende
Das Party-Duo Gebrüder Doof heizte der Menge im Hansezelt ordentlich ein und brachte alle zum Singen und Tanzen. Fotos: Marco Meister Wischhusen, Ex-Werder-Torwart Tim Wiese, oder Jan Trautmann, Geschäftsführer von bremen events & concerts waren da. „Der Freimarkt ist für mich absolute Kindheit. Bisher habe ich ihn nur zweimal ausfallen lassen“, betont Trautmann. CDU-Politiker Marco Lübke sah man im Hansezelt mit Andreas Sponbiel im Gespräch mit Frank Lenk und Andreas Sponbiel vom Rennverein. Auch Unternehmer Michael Götz war vor Ort. Demnächst möchte der ehemalige Geschäftsführer von Möbel
Schulenburg ein Möbelhaus in der Überseestadt eröffnen. Ein weiterer erfolgreicher Auftritt folgte von Partysänger Lorenz Büffel. Aber auch bei Sänger und Schauspieler Oli P. ging die Menge im Festzelt ab: Hits wie „Flugzeuge im Bauch“ haben bei der Festzelt-Stars-Party die Leute zum Tanzen gebracht. „Die Bremer feiern gerne“, weiß der ehemalige GZSZ-Star. „Mich erfüllt es, Party auf der Bühne zu machen und die Leute zu begeistern.“ So geht es auch Almklausi. Seinen Hit „Mama Laudaaa“
konnte jeder im Hansezelt mitsingen. „Auf dem Freimarkt bin ich immer herzlich willkommen“, freut sich Almklausi, der seit 20 Jahren auf den Bühnen unterwegs ist. Die Bremer seien immer ein Garant für gute Stimmung. Das macht auch Klaus Renoldi glücklich. Für den Bremer Schausteller ist es ein Aufatmen, dass der Freimarkt wieder stattfindet. „Da bekomme ich eine Gänsehaut, wenn die Leute wieder lachen und feiern. Das ist schließlich unsere Aufgabe“, meint Renoldi.
Traumwetter am Sonntag, einige Schauer am Samstag – so ist das Wetter am ersten Freimarktwochenende gewesen. „Die Bremerinnen und Bremer lassen sich allerdings nicht vom schlechten Wetter abhalten“, sagt Rudolf Robrahn, Vorsitzender des Bremer Schaustellerverbands. Dies sei der Unterschied zu den Besuchern von Volksfesten im Süden. „Wir sind sehr zufrieden mit den Besucherzahlen vom ersten Wochenende“, betont der Schausteller. Insgesamt wurden laut Wirtschaftsressortsprecherin Kristin Viezens 300.000 Besucher an den ersten drei Tagen gezählt. Dieses Jahr liegt der Freimarkt komplett in den Bremer Schulferien. „Das bedeutet, dass die Wochenenden etwas entzerrt werden, weil die Familien auch entspannt unter der Woche den Freimarkt besuchen“, erklärt Robrahn. Es hieße allerdings auch, dass einige Bremerinnen und
Bremer im Urlaub seien. „Vielleicht sind sie die erste Woche weg und wollen dann in Woche zwei noch einmal uns besuchen.“ Es gebe immer Mal Phasen, in denen mehr oder weniger Besucher kämen. „Unterm Strich gleicht es sich aber immer aus“, prophezeit Robrahn. Eine genaue Zählung wie im vergangenen Jahr gebe es dieses Jahr allerdings nicht. „Schließlich müssen wir keine Besucherbegrenzung einhalten und haben auch wieder mehr Eingänge“, sagt der Schausteller. Dass sich Besucher aufgrund der Energiekrise zurückhalten und weniger konsumieren, habe Robrahn noch nicht bemerkt. „Es kann aber natürlich sein, dass die Leute bei mir kaufen und dafür an anderen Ständen sparen. Am Ende müssen wir mit allen Betrieben gemeinsam reflektieren, ob es eine Umverteilung oder sogar generell weniger Konsum gab.“ (kea)
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Sänger Oli P. sorgt für glatt gebügelte T-Shirts vor seinem Auftritt.
Unternehmer Jan Trautmann (l.) mit dem Veranstalter der Festzelt-Stars Bernd Schwochert.
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Michael Götz eröffnet demnächst ein neues Möbelhaus in Bremen.
35 JAHRE
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T RENDS
FI LM DER WOC H E
Der Nachname Fluch oder Segen eines Filmerfolgs ist die obligatorische Fortsetzung. Um so schwieriger, wenn man sich für den vorausgegangenen Publikumsliebling bei einem französischen Theaterstück und dessen anschließender Verfilmung bediente, die ihrerseits keine Sequels nach sich zogen. Da heißt es, Ärmel hochkrempeln, Synapsen entwirren und sich selbst etwas ausdenken. Originaldrehbuch nennt sich sowas. Vor zwei Jahren (in Echtzeit, jenseits der Kinoleinwand, sind schon vier vergangen) entbrannte ein derber Streit unter Bildungsbürgern, als ein Familienmitglied den Anwesenden eröffnete, sein ungeborenes Kind Adolf nennen
Tops und Flops
Boulevardtheater
zu wollen. Unter der Oberfläche schwelende Konflikte und Lebenslügen brachen sich Raum. Am Ende vertrug man sich wieder. Was blieb, war die Offenbarung, dass Patriarchin Dorothea (Iris Berben) seit geraumer eine sexuelle Beziehung zum vermeintlich schwulen Schöngeist René (Justus von Dohnányi) unterhält – nur schwer zu ertragen für ihre erwachsenen Kinder Elisabeth (Caroline Peters) und Thomas (Florian David Fitz) und deren jeweilige Partner. Besonders Feincordträger Stephan (Christoph Maria Herbst) fiel seinerzeit aus allen Wolken. Nicht nur wegen des provokanten Vornamens. Die „Königin“ und Dorothea? Unvorstellbar! Und nun wollen die beiden gar heiraten. Und sie will mit Nachname König heißen. Da ist die Stimmung bei der Zusammenkunft auf der lanzaroteschen Familienfinca schnell verhagelt ... Die Waagschale voller Klischees hat noch mehr Gewicht als im Vorgänger. Was zu lachen gibt’s dennoch. Lothar Jentsch D 2022; R: Sönke Wortmann; D: Iris Berben, Christoph Maria Herbst, Florian David Fitz; 114 Min; FSK: ab 16; Kinos: Cinemaxx, Cinespace, Gondel, Kristall-Palast, Schauburg Foto: Constantin
Mittwoch, 19. Oktober 2022
Stiftung Warentest prüft Frontlader: Waschmaschinen von gut bis mangelhaft mit durchschnittlich 3,5 Waschgängen pro Woche, indem sie die Waschmaschinen acht Monate lang jeweils 1.640 Ladungen Wäsche waschen ließ. Fazit: Testurteil Mangelhaft für die zwei Waschmaschinen, die
In Kooperation mit der Stiftung Warentest
hierbei schlapp machten. Insgesamt ist die Entwicklung des Stromverbrauches von den getesteten Waschmaschinen im Eco-Modus erfreulich positiv. Im Programm Eco 40–60 verbrauchten sie im Schnitt etwa halb so wenig
Strom und waren eine halbe Stunde früher fertig als Waschmaschinen im Sparprogramm vor zwei Jahren. ■ Der Test ist in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test zu finden und online unter test.de/waschmaschinen. (td)
www.stiftung-warentest.de
Waschmaschinen liegen beim Stromverbrauch im Haushalt weit vorn. Die Stiftung Warentest hat für die Oktober-Ausgabe ihrer Zeitschrift „test“ 14 Frontlader auf Waschleistung, Haltbarkeit, Handhabung, Umwelteigenschaften und den Schutz vor Wasserschäden geprüft. Gleich neun Modelle bekommen die Note Gut. Zwei mangelhafte Maschinen sind aber im Dauertest durchgefallen. Neun der 14 getesteten Maschinen waschen sauber, sind sparsam im Verbrauch, sicher und robust in ihrer Haltbarkeit. Die günstigste gute Maschine ist bereits ab 550 Euro zu haben, während die teuerste gute 1.600 Euro kostet – diese verbraucht allerdings besonders wenig Strom und Wasser, was sich langfristig sowohl für die Umwelt als auch für den Geldbeutel rechnet. Testsieger ist die Bosch WAX32M92 für rund 980 Euro (laut Anbieter produktgleich mit der Siemens WM16XM92). Zwei Modelle fielen im Haltbarkeitstest wegen Lagerschäden beziehungsweise zerbrochenen Betongewichten durch. Hierzu simulierte die Stiftung Warentest eine rund neunjährige Nutzung
Das Dreckige muss ins Runde: Gute Waschmaschinen gibt es schon ab 540 Euro.
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Laternenlauf zur Windmühle Achim Der Lionsclub Verden Kristina Regina organisiert nach den coronabedingten Ausfällen in den Vorjahren wieder einen Laternenlauf zur Achimer Windmühle. Am Samstag, 5. November, um 17 Uhr soll der Laternenzug sich ab der Uesener Grundschule in Bewegung setzen. Die Begleitung übernehmen der Spielmannzug Baden und die Freiwillige Feuerwehr Uesen. An der Achimer Windmühle empfangen die Clubmitglieder kleine und große Teilnehmer mit heißem Kinderpunsch, Glühwein und Würstchen. (WR)
Kinderkirche in Etelsen Etelsen Die nächste Etelser Kinderkirche läuft am Samstag, 22. Oktober, um 10 Uhr im Etelser Gemeindehaus. Anmeldung unter 04235 / 375 oder per E-Mail an kgetelsen@ gmx.de. (WR)
In Dörverden verlängerte der Bildungsverbund Schule-Beruf jetzt seine Kooperationsvereinbarung.
Projektfonds für Schulen Mitglieder des Bildungsverbunds im Landkreis bekräftigten weitere Zusammenarbeit H E N R I K B RU N S Dörverden Der Bildungsverbund Schule-Beruf hat einen Projektfonds eingerichtet, mit dem an weiterführenden Kreisverdener Schulen sowie den beiden Förderschulen „zusätzliche innovative Berufsorientierungsmaßnahmen“ gefördert werden sollen. Abgesegnet wurde das Projekt auf der jüngsten Mitgliederversammlung an der Aller-Weser-Oberschule Dörverden. Dem Verbund gehören als Mitglieder neben dem Landkreis und seinen acht Kommunen noch die Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser, die Industrie- und Handelskammer Stade, die Agentur für Ar-
Tradition des Biers
Verdener Stadtführung mit Verkostung
Verden „Probier mal“ heißt eine beliebte Stadtführung, für deren nächsten Termin am kommenden Sonntag, 23. Oktober, 15 Uhr ab dem Verdener Rathaus noch einige Karten erhältlich sind. In rund 90 Minuten weihen die Verdener Brau Manufaktur und Stadtführerin Sabine Lühning interessierte in die Tradition des Bierbrauens ein – Verkostung
Foto: Landkreis Verden
inklusive. Nach einer etwa 45-minütigen Stadttour geht es ins Historische Museum Domherrenhaus, wo dann die moderierte Bierverkostung die Veranstaltung beschließt. ■ Tickets für 19 Euro gibt es im Historischen Museum Domherrenhaus, Untere Straße 13 in Verden, Telefon 04231 / 21 69. Weitere Infos: domherrenhaus.de. (WR)
Bierbrauer der Verdener Brau Manufaktur im Domherrenhaus. Foto: pv
beit Nienburg-Verden sowie das kommunale Jobcenter des Landkreises an. Die Gründung erfolgte 2011 mit dem Ziel, allen Jugendlichen im Landkreis einen erfolgreichen Bildungsweg mit Schulabschluss, Ausbildung oder Studium zu ermöglichen. Eine Zielsetzung, die bis heute gilt. Mit dem neuen Fonds sollen Projekte unterstützt werden, die der Verbesserung der Berufsorientierung und der Erleichterung des Überganges von der Schule in den Beruf dienen. Alle Verbundschulen können künftig zu zwei jährlichen Stichtagen Projektanträge einreichen. Ob ein solches Projekt eine Förde-
rung erhält, entscheidet der Vorstand des Bildungsverbunds. Dieses Gremium ist während der Versammlung in Dörverden gerade einstimmig wiedergewählt worden: Neben der Ersten Kreisrätin Regina Tryta gehören Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann, Studiendirektor Frank Weinhold von den Berufsbildenden Schulen Verden und der Schulleiter der Oberschule am Goldbach in Langwedel Rolf Bartels dem Vorstand an. Die Vorstandsarbeit wird weiterhin durch das Bildungsbüro des Landkreises unterstützt, das eine Koordinierungsstelle zwischen Kommunen, Wirtschaft, Schulen
und Institutionen darstellt. Eine Kooperationsvereinbarung für weitere drei Jahre unterzeichneten die Verbundsmitglieder in Dörverden ebenfalls. „Der Bildungsverbund Schule-Beruf möchte auch in Zukunft diese enge Kooperation und den Austausch untereinander nutzen, um allen Schülerinnen und Schülern einen gelungenen Bildungsweg und einen guten Start in die Zeit nach dem Schulabschluss zu ermöglichen“, lassen die Verbundsmitglieder übereinstimmend verlauten. ■ Weitere Informationen findet man online über die Suchfunktion unter landkreisverden.de.
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Zahnbelag zum Leuchten gebracht
Team des Landkreises Verden sorgt für Prophylaxe an hiesigen Schulen und Kitas Th e di ngh ause n Schwarzlicht oder ultraviolettes Licht kennen viele aus Diskotheken oder von Freizeitevents. Fluoreszierende Stoffe werden durch das künstlich erzeugte Licht im Dunkeln zum Leuchten angeregt. Doch wie man Schwarzlicht auch zur Zahnprophylaxe benutzen kann, erfuhren jetzt 166 Fünft- und Sechstklässler der GudewillOberschule in Thedinghausen. Sie hatten nämlich jüngst Besuch vom Team des Jugendzahnärztlichen Diensts des Landkreises Verden. Die Besucherinnen hatten in der Schule ein Schwarzlichtzelt aufgebaut, das dem besonderen Zweck einer Art Gruppenprophylaxe dienen sollte. Mittels fluoreszierender Tropfen, die die Schülerinnen und Schüler auf ihren Zähnen verrieben, wurde im Schwarzlicht vorhandener Zahnbelag leuchtend sichtbar gemacht. Auf diese Weise konnten die Jugendlichen ihre eigene Zahnpflege überprüfen und
Putzschwachstellen entdecken. Begleitend untersuchte jedoch auch Jugendzahnärztin Dörte Rutzen die Zahngesundheit der Schüler. „In Deutschland sind 80 Prozent der zwölfjährigen Kinder kariesfrei, im Landkreis
Verden sind es sogar 85 Prozent“, berichtet Rutzen. Das sei der Erfolg der zahnmedizinischen Gruppenprophylaxe, dem reichweitenstärksten Präventions- und Gesundheitsförderungsangebot für Kinder und Jugendliche in der Ge-
Kamen mit dem Schwarzlichtzelt: Jugendzahnärztin Dörte Rutzen (v. l.) sowie die Prophylaxe-Fachkräfte Annette Lehmkuhl, Annett Haase, Susanne Scheele und Olga Schimpf als Team des Jugendzahnärztlichen Diensts. Foto: Landkreis Verden
schichte der Bundesrepublik, ist sie überzeugt. Der Bildungsauftrag für Kinder beinhalte auch die Anleitung zu guter Mundhygiene. Doch damit sollte schon bei viel Jüngeren begonnen werden: So werde beispielsweise aus dem täglichen Anleiten zum Zähneputzen in der Kita eine Routine, die die Kinder für ihr ganzes Leben erwerben. Das zahle sich besonders aus, wenn etwa die Eltern die Mundgesundheit nicht ausreichend unterstützen würden. „Kinder lernen durch Wiederholung“, erklärt die Jugendzahnärztin. Daher würden Gruppenprophylaxe und zahnärztliche Reihenuntersuchungen jedes Jahr von der Krippe bis zur 6. Klasse durchgeführt. Finanziert wird die Zahnvorsorge zu jeweils rund 50 Prozent vom Landkreis und den gesetzlichen Krankenkassen, die zudem die Kosten für Verbrauchsmaterialien wie Zahnbürsten komplett übernehmen. (WR)
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Mittwoch, 19. Oktober 2022
XXXLutz hilft Lebensmittel zu retten Posthausen Um auch selbst der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken, hat sich das Unternehmen XXXLutz mit den Restaurants seiner 47 deutschen Möbelhausfilialen der europäischen Initiative von Too Good To Go angeschlossen. Über die gleichnamige App für Mobilgeräte beziehungsweise die eingebundene Internetplattform können Gastronomiebetriebe oder Supermärkte übriggebliebene Lebensmittel an Selbst-
abholer abgeben und somit vor der Tonne retten. Für die geretteten Lebensmittel wird rund ein Drittel des ursprünglichen Preises fällig. Der gesamte Abwicklungsprozess läuft digital: Nutzer der kostenlosen App wählen in diesem Fall das nächstgelegene XXXLutz-Restaurant aus und bezahlen die reservierte Portion über ihr Smartphone. „Was die sogenannten ‚Überraschungstüten‘ beinhalten, hängt davon ab, was am Ende
des Tages im Einrichtungshaus übrig geblieben ist. Das können beispielsweise Backwaren oder aber auch verschiedene warme Gerichte sein“, teilt das Unternehmen mit. Mit dem digitalen Kaufbeleg wird die Überraschungstüte kurz vor Ladenschluss abgeholt. Auch in Posthausen bei Dodenhof sei man bereits mit Too Good To Go gestartet, sagt XXXLutz-Sprecher Volker Michels auf Nachfrage. „Die Filiale aber wird immer auch nur
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dann in der App als Vorschlag für die User gelistet, wenn wir unseren Kunden auch etwas anzubieten haben“, erklärt er weiter. Dies sei im Dachgartenrestaurant bei Dodenhof zwar nicht immer der Fall, aber: „Wir hatten in den ersten Tagen nach dem Start auch in Posthausen bereits erste Kunden, die über die App entsprechende Essensangebote genutzt und damit beigetragen haben, Lebensmittel zu retten“, berichtet Michels. (hb)
Im Rahmen von Too Good To Go gibt es in den XXXLutz-Restaurants Überraschungstüten für Selbstabholer. Foto: XXXLutz -Anzeigen-
Unternehmen
Qualifiziert und sehr persönlich Viele Stammkunden wenden sich gerne an die örtlichen Unternehmen mit Tradition
In der Region gibt es noch eine große Zahl von Familienunternehmen, die zumeist auch von ihren Inhabern selbst geleitet werden. Und besonders bei den Handwerksbetrieben, in der Gastronomie und auf dem Dienstleistungssektor legen die Kunden eben großen Wert auf die Präsenz des Inhabers. Doch auch im Einzelhandel stehen die örtlichen Selbstständigen ihnen im Geschäft gern persönlich mit Rat und Tat zur Verfügung. Zwischen den Inhabern
und ihren Kunden ist zumeist über Jahre hinweg eine Vertrauensbasis entstanden, die beide Seiten zu schätzen wissen – gerade wenn in Zeiten der Pandemie eingekauft oder eine Dienst- beziehungsweise Handwerksleistung beauftragt werden soll. Für die große Beliebtheit dieser meist über die Jahre stetig gewachsenen Familienbetriebe mit ihrer oft sehr langen Tradition sprechen sehr einfache Gründe. Das sind ihre ausgeprägten Fachkenntnisse und die gezielte
Beratungsleistung, die bei vielen „Großen“ durch die Masse der Angebote öfter mal auf der Strecke bleiben. Und einen wirklich qualifizierten Service mit schneller Unterstützung bei Problemen suchen sich viele lieber direkt vor Ort. Genau in diesen Bereichen liegen die Stärken der Familienbetriebe. Hier hat der Chef noch ein Gesicht und seine Meinung hat Gewicht. Wer persönlich mit der Geschäftsinhaberin oder dem Geschäftsinhaber redet, wird
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schnell merken, dass sie oder er ihren Beruf von der Pike auf gelernt haben. So kann der Kunde sicher sein, dass auch eine dementsprechende Erfahrung bei der Beratung im Hintergrund steht. In diesem Zusammenhang spielt die Marktkenntnis eine große Rolle. Jeder Inhaber hat die aktuellen Trends in seinem Bereich durch den Besuch von Fachmessen, Weiterbildungen oder Marktbeobachtungen sehr gut im Blick und kann einschätzen, welches Produkt oder Angebot den Vorstellungen seiner Kunden am ehesten entspricht. Außerdem sind alle Inhaber sehr auf ihren guten Ruf bedacht. Denn aus der „Laufkundschaft“ soll nach der qualifizierten Beratung möglichst ein regelmäßiger Kunde werden, der seine guten Erfahrungen auch im Freundesund Bekanntenkreis weitergibt. Diese Chance möchte sich natürlich kein Kaufmann oder Handwerker entgehen lassen. (WR)
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Hightech im Traditionshandwerk Innovative Technologien machen auch vor traditionell aufgestellten Betrieben nicht halt. Der Wunsch nach mehr Komfort und die effizientere Nutzung von Energie öffnen die Türen für Hightech im Handwerk. Wo früher die Handarbeit den Arbeitsalltag bestimmte, haben sich die Berufsbilder inzwischen grundlegend geändert. Viele Handwerks-
meister setzen heute in ihren Betrieben und bei der Auswahl der angebotenen Produkte auf zukunftsorientierte Technik, um die vielfältigen Wünsche ihrer Kunden zu erfüllen. Zwar dauerte es eine ganze Weile, bis die Inhaber der Betriebe das Umdenken in Richtung Hightech vollzogen hatten, doch mittlerweile haben sie ihre Kompetenzen
stark erweitert und beraten ihre Kunden souverän bei kniffligen technischen Lösungen. Vor allem für jüngere Handwerksmeister und Dienstleister sind die unbegrenzten technischen Möglichkeiten zum festen Bestandteil ihrer Arbeit geworden. Sie haben keine Probleme damit, neue Ideen gemeinsam mit ihren Mitarbeitern umzusetzen. (WR)
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Romano Schmid – hier beim Bremer 4:3-Sieg in Paderborn in der vergangenen Saison – hat sich zuletzt bei Werder immer mehr in den Vordergrund gespielt. Foto: Nordphoto
Immer beste Formation Werder heute im Pokal in Paderborn / Ducksch fliegt aus Kader Lars Lenssen Die Zeit der englischen Wochen mit sieben Spielen innerhalb von 28 Tagen ist angebrochen für den SV Werder. Und wie es eben so ist in Zeiten von Leistungssteuerung und Trainingsdosierung, da kommt fast automatisch die Frage nach einer möglichen Rotation des Teams für die DFB-Pokal-Partie am Mittwoch (18 Uhr) in Paderborn. „In der Frage klingt immer an, dass man sich schwächt, weil man den Gedanken hat, dass man sich schonen müsste“, nimmt Werder-Trainer Ole Werner den Ball auf, um dem Thema Rotatation dann auch gleich eine Absage zu erteilen. Er werde immer die bestmögliche Aufstellung für jedes Spiel auswählen und vor dem Pokalspiel nicht schon auf das nächste Bundesligamatch (am kommenden Samstag, 15.30 Uhr beim Tabellendritten in Freiburg) vorausplanen, so der Coach. Und wenn man Werners Analyse des kommenden Pokalgegners zuhört, dann muss man sagen: Recht hat er. Es gibt keinen Grund die eigene Mannschaft auch nur ein bisschen zu schwächen. „Paderborn ist eine absolute Spitzenmannschaft der 2. Liga und dort auch die spielstärkste“, sagt Werner, hebt die große Eingespieltheit, das hohe Tempo und die vielen
Positionswechsel des SCP hervor, der in seinen sechs Heimspielen bereits 24 Treffer erzielte und aktueller Tabellenzweiter ist. Und was noch mehr aufhorchen lässt, ist Werners Einschätzung, dass die Lücke zwischen beiden Mannschaften nicht größer sei, als in der vergangenen Saison. Auch wenn man es als Werder-Fan vielleicht schon fast vergessen hat: Da kickten beide Teams noch im Unterhaus
„
Es funktioniert meistens besser, wenn man es nicht geprobt hat
“
Ole Werner
gegeneinander. Paderborn gewann das Hinspiel an der Weser verdient mit 4:1, Werder das Rückspiel eher glücklich mit 4:3. Es scheint heute also eine Menge möglich – erst recht weil es der Pokal ist. Und auch, weil nicht nur Paderborn, sondern auch Werder diesen offensiven Spielstil pflegt, der für hohen Unterhaltungswert, viele Torszenen und bestenfalls auch viele Treffer steht. Deswegen hätten solche Spiele wie gegen Paderborn auch diesen offenen und wilden Charakter, weiß Werner.
Eine Frage, die im Vorfeld eines Pokalspiels ebenfalls nicht fehlen darf ist die, ob die Spieler für den Fall der Fälle im Training auch Elfmeterschießen üben würden. „Es funktioniert meistes besser, wenn man es nicht geprobt hat“, sagt der Bremer Coach mit einem Lachen. Was ihn aktuell mehr beschäftigt, ist welche Spieler tatsächlich zur Verfügung stehen werden. Mit den Defensivleuten Marco Friedl (Adduktorenprobleme) und Christian Groß (krank) fallen zwei Etablierte jedenfalls aus. Innenverteidiger Milos Veljkovic und Mittelfeldmann Leonardo Bittencourt absolvieren hingegen wieder vollständig das reguläre Mannschaftstraining, stehen also zur Verfügung. Und dann platzte am Dienstagabend noch eine völlig unerwartete Nachricht herein: Ole Werner strich Marvin Ducksch aus disziplinarischen Gründen aus dem Pokalkader. Der Stürmer hatte am Sonntag den größten Teil der verpflichtenden Regenerationsmaßnahmen verpasst und eine wichtige Mannschaftsbesprechung versäumt. „Mit der Nichtnominierung ist das Thema für uns erledigt und Marvin wird sich dann ab Donnerstag mit der Mannschaft auf die Partie in Freiburg vorbereiten“, erklärte Werner abschließend.
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Nach vier Jahren wieder Spitze Weserstars fegen zum Saisonauftakt Wunstorf mit 16:3 vom Eis
Das war solch ein Spiel, auf das man hofft zum Auftakt einer neuen Spielzeit – aber, dass es am Ende zu einem 16:3 (6:1, 7:1, 3:1)-Kantersieg reichen würde, davon hätten wohl selbst kühne Optimisten nicht zu träumen gewagt. „Ich kann es gar nicht genau sagen. Aber ich glaube, es ist bestimmt vier Jahre her, dass wir das letzte Mal Tabellenführer waren“, sinniert Andreas Niewiera. Der Sportliche Leiter von EishockeyRegionalligist Weserstars scheint nach der extrem schwierigen und verkorksten vergangenen Saison beinahe euphorisiert vom hohen Erfolg gegen Aufsteiger ERC Wunstorf Lions. Trotz Freimarktauftakt und schönem Wetter waren 200 Fans in die Paradice-Eishalle an der Waller Heerstraße gekommen und wurden mit einem Torfestival verwöhnt. Viel mehr noch als der vierfa-
che Torschütze Jonah Henderson, stach dabei ein Bremer Youngster heraus: Lennart Lütjen, der aus dem eigenen Nachwuchs der Weser-
Nicht eins, nicht zwei, sondern drei Tore: Da durfte Lennart Lütjen auch die Pucks behalten. Foto: Weserstars
stars stammt, in den vergangenen beiden Spielzeiten schon als Ergänzungsspieler im Kader war, ließ den Knoten mal so richtig platzen, steuerte drei Treffer und einen Assist bei. Auch wenn Wunstorf bei seinem Regionalligadebüt überfordert war, war es ein wichtiger Erfolg für das Selbstvertrauen der Hausherren und das können die Weserstars gut gebrauchen. Denn im nächsten Match geht es für sie zu den Harzer Falken, dem amtierenden Meister. Und auch wenn dieses Duell erst am Freitag in einer Woche steigt, so wird Niewiera schon ein bisschen kribbelig, wenn er daran denkt. Zum einen, weil die Atmosphäre in Braunlage immer eine ganz besondere ist, zum anderen, weil es der einzige Gegner der Liga ist, gegen den die Weserstars noch nie gewonnen haben. (len)
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Achim Die Vorbereitungen der Achimer Kinderwunschbaumaktion für Weihnachten seitens der Bürgerstiftung und der Freiwilligenagentur der Stadt laufen. Diesen Monat werden über verschiedene soziale Einrichtungen Wunschzettel an Familien, die einen gültigen SGB-II-Bescheid oder eine gültige Bildungskarte der Kinder nachweisen können, verteilt. Außerdem können Familien mit einem gültigen SGB-II-Bescheid oder gültiger Bildungskarte sich selbst telefonisch oder per E-Mail an
Im Rathaus Achim werden wieder Wunschzettel gesammelt. Foto: Stadt Achim
die Freiwilligenagentur wenden, um einen Wunschzettel zu erhalten: unter 04202 / 952 95 50 und per E-Mail an freiwilligenagentur@stadt . achim.de. Die Teilnehmenden sollen nicht älter als 14 Jahre sein. Kinder und Jugendliche sollten ihre Wunschzettel bis zum 30. Oktober ausgefüllt in den Briefkasten des Rathauses eingeworfen haben. Ab dem 8. November können Bürger, die einen Kinderwunsch erfüllen möchten, sich einen Zettel im Rathausfoyer abholen oder sich für einen der ausgefüllten Wunschzettel telefonisch sowie per EMail an die Freiwilligenagentur wenden. Die Abgabe der Geschenke durch die Wunscherfüller im Rathaus soll bis zum 3. Dezember erfolgen. Die Ausgabe der Präsente an die Kinder findet dann ab dem 6. Dezember statt. Bei beiden veranstaltenden Institutionen erhofft man sich, „dass wieder viele Achimer mitmachen und so Kindern in Achim einen Weihnachtswunsch erfüllen.“ (WR)
Mittwoch, 19. Oktober 2022
Herbstkonzert in Bierden
Bürgerstiftung Achim hat Chapeau Manouche aus Oldenburg engagiert H E N R I K B RU N S Achim Ihr traditionelles Herbstkonzert veranstaltet die Achimer Bürgerstiftung in diesem Jahr wieder im Gasthaus „Zur Linde“ (Meyer Bierden). Dann erklingen Sinti-SwingStücke à la Django Reinhard, Chansons der 1920er und 1930er Jahre, aber auch moderne Jazzstandards in ungewöhnlicher Instrumentierung: mit zwei Gitarren, Geige und Kontrabass. Beim Auftritt der Band Chapeau Manouche aus Oldenburg am Samstag, 5. November. Gegründet wurde die Band im Jahr 2008. Bereits zwei Jahre später heimste das Quartett den Jazzpreis des „Summerjazz“-Festivals in Pinneberg ein. Seither sind Chapeau Manouche schon häufiger auf renommierten Veranstaltungen aufgetreten, darunter das „Rheingau Musik Festival“ oder das „Schleswig-Holstein Musikfestival“. ■ Einlass zum Konzert von Chapeau Manouche am 5.
Das Quartett Chapeau Manouche spielt Sinti-Swing, Chansons und Jazz auf vier Saiteninstrumenten – am 5. November bei Meyer Bierden. Foto: Chapeau Manouche November im Gasthaus „Zur Linde“, präsentiert von der Achimer Bürgerstiftung, ist um 18.30 Uhr, Beginn ist um 19.30 Uhr. Karten mit Tischre-
servierung gibt es für 16 Euro bei der Tourist-Info im Achimer Rathaus, Telefon 04202 / 29 49. Restkarten werden an der Abendkasse verkauft. Es
besteht die Möglichkeit, vor dem Konzert im Gastraum zu speisen. Auch dazu werden Tischreservierungen empfohlen.
Bäder zum Wohlfühlen Gut versiegelt: Holz im Bad
Naturmaterial wirkt antibakteriell und macht herkömmlichen Materialien Konkurrenz Heizung | Sanitär | Klima | Lüftung
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Bäder zählen zu den Lieblingszimmern der Bundesbürger. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass laut einer Umfrage rund elf Millionen Deutsche planen
innerhalb der nächsten zwei Jahre ihr Bad zu modernisieren. Viele liebäugeln dabei mit Holz, um die Nasszelle behaglicher und wärmer zu gestalten. Das robuste Naturmaterial fühlt sich angenehm an und wirkt sehr wohnlich. „Holz reguliert die Feuchtigkeit und schafft ein gesundes Raumklima. Kiefer, Eiche oder Lärche nehmen dabei Bakterien
und Keime auf und töten sie ab“, erläutert Stefanie Binder von der BHW Bausparkasse. „Bei Holzmöbeln im Bad ist allerdings gute Pflege das A und O.“ Mit Wachsen oder Ölen versiegelt, findet Holz dort vielseitige Anwendung: als Bodenbelag, Wandverkleidung oder Möbelstück. Dabei können Behandlungen mit Bootslack oder Hart-
wachsöl das Aufquellen von Holz verhindern. Ein neues Spa-Erlebnis versprechen Badmöbel aus einem Verbundstoff von Holzspänen und Harz. Finnische Designer haben daraus BadAusstattungen in Holzoptik entwickelt, die besonders wasserabweisend und pflegeleicht sind. Die schlichten Möbel basieren auf Pappelund Birkenholz.
FLIESEN & BAD
FLIESEN & BAD Waschbecken, Badewannen und WCs aus Holz halten Einzug ins Bad. Das Naturmaterial ist die moderne Alternative zu Porzellan und Keramik. Foto: ninamair.at / Markus Bstieler / BHW Bausparkasse
Öffnungszeiten: Mo.–Fr.: 8 bis 18 Uhr, Sa.: 9 bis 13 Uhr
Öffnungszeiten: bis 18 Uhr, Sa.: bis 13 263 Uhr Große Straße 46Mo.–Fr.: | 272998Langwedel | Tel.904232 Große Straßewww.wilkens-langwedel.de 46 | 27299 Langwedel | Tel. 04232 263
U RTEI L KOMPAKT Die Erneuerung brüchiger Silikonfugen im Badezimmer fällt nicht unter die Klausel zu den Kleinreparaturen, die von den Wohnungsmietern auf eigene Kosten getragen werden
müssen. Darauf weist der Infodienst Recht und Steuern der LBS hin. Die Vertragsklausel zu den Kleinreparaturen ist nach Überzeugung des Amtsgerichts Berlin-Mitte
(Aktenzeichen 5 C 93/16)) hier „nicht anwendbar“, denn eine Silikonverfugung sei „bereits begrifflich kein Installationsgegenstand“, auf den die Vertragsklausel Bezug nehme.