kam es in der Breslauer Straße zu einem Einbruch in ein Einfamilienhaus. Gegen 2.45 Uhr bemerkte ein Nachbar die Täter, woraufhin sie zu Fuß flüchteten. Nach bisherigen Erkenntnissen betraten zwei bislang unbekannte Täter das Grundstück und verschafften sich durch eine Kellertür gewaltsam Zugang in das Haus. Anschließend durchsuchten sie dieses. Ein Nachbar bemerkte die ungewöhnlichen Bewegungen im Haus. Als dieser nachschaute, flüchteten die Täter. Er informierte daraufhin die Polizei. Eine Fahndung nach den Tätern blieb ohne Erfolg. WR
Beratungstag für Frauen
OTTERSBERG – Die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft Landkreis Verden lädt Frauen für Mittwoch, 29. Juli, zu einem kostenlosen Beratungstag rund um die Themen Arbeit, Beruf und Familie ein. Er findet von 9 bis 15 Uhr im Rektorhaus in Ottersberg, Am Brink 11, statt. Termine müssen vorab unter Telefon 04231 / 15-472, -473 vereinbart werden. WR
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Schonend für den Baum und die Umwelt – Vegetationzeit ist Baumpflegezeit
Warten auf eine Konjunkturbelebung: Vor allem viele heimische Einzelhändler im Elbe-WeserRaum berichten laut der Ihk von einer weiterhin zurückhaltenden Kaufbereitschaft bei den Kundinnen und Kunden. Foto: Piaxabay
Hemmende Rahmenbedingungen
Ihks Niedersachsen und Elbe-Weser sehen kaum Verbesserungen für die Lage der Wirtschaft
HENRIK BRUNS
Die Geschäftslage und die Erwartungen in der niedersächsischen Wirtschaft haben sich im zweiten Quartal gegenüber den drei Monaten zuvor leicht verbessert. Das zumindest stellt die Industrie- und Handelskammer (Ihk) Niedersachsen für ihre Mitgliedsbetriebe in ihrem jüngsten Konjunkturbericht fest. Zwischen dem 15. Juni und dem 6. Juli haben sich knapp 2.000 Ihk-Unternehmen an der dafür durchgeführten Befragung beteiligt.
ge Lage als gut (gegenüber 17 Prozent im Quartal 1). 55 Prozent der Firmen sind noch zufrieden mit ihrer geschäftlichen Entwicklung (Q 1: 56 Prozent). Aber 26 Prozent (Q 1: 27 Prozent) beurteilen ihre Lage als schlecht.
ÜBERALL IM NORDEN
Baumpflege
Baumfällung
Baumdiagnose
„Die Unternehmen sehen, dass sich politisch etwas bewegt. Für einen echten und nachhaltigen Stimmungsumschwung reicht das aber nicht“, betont Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der Ihk Niedersachsen. Konkret beurteilen 19 Prozent der Unternehmen ihre derzeiti-
Beilklettertechnik
Die Erwartungen der Geschäftsentwicklung sind nach den angekündigten Reformvorhaben etwas weniger pessimistisch als im Vorquartal: 34 Prozent (Q 1: 40 Prozent) der Betriebe rechnen mit einer ungünstigen Entwicklung, während 9 Prozent eine bessere Geschäftsentwicklung erwarten (Q 1: 10 Prozent). 57 Prozent rechnen mit gleichbleibenden Geschäften (Q 1: 50 Prozent). Aus Sicht der Ihk sind das allerdings kaum nennenswerte Verbesserungen.
Laut der Kammer sind die Exporterwartungen der Unternehmen gestiegen, während die Beschäftigungs-
Eichen-Prozessionsspinnerentfernung
planungen stagnieren und die Investitionsplanungen weiter zurückgefahren werden, wenn auch nur leicht. Hemmnisse für mehr Wachstum sind für die Firmen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (72 Prozent) und die anhaltend schwache Inlandsnachfrage (62 Prozent) noch vor den hohen Energie- und Rohstoffpreisen (60 Prozent); außerdem die hohen Arbeitskosten (57 Prozent), die weiterhin schwache Auslandsnachfrage in der Industrie (41 Prozent) und der Fachkräftemangel (40 Prozent). Die Unsicherheit um die hohen Energiepreise infolge des Nahost-Konflikts hatte sich bei den Befragten zwar etwas gelegt, die Entwicklungen des vergangenen Wochenendes – steigender Rohölpreis und fragile politische Lage – könnten diese Stimmung aber möglicherweise schon wieder gekippt haben.
Die gleiche Entwicklung wie für ganz Niedersachsen verzeichnet, bei nahezu gleichen prozentualen Bewertungen im Bereich der aktuellen Geschäftsentwicklung, auch die Ihk Elbe-Weser, die für Kreisverdener Unternehmen zuständig ist. Im ElbeWeser-Raum beteiligten sich 189 der 366 durch die Kammer befragten Firmen. Die Lage demnach: Während das Baugewerbe überwiegend zufrieden ist, fällt die Bewertung bei Dienstleistern und Großhändlern durchwachsen aus. Viele Einzelhändler berichten von einer weiterhin zurückhaltenden Kaufbereitschaft ihrer Kunden. Der Ausblick hier: Nur 7 Prozent der Elbe-Weser-Betriebe erwarten eine Verbesserung ihrer Geschäftslage. Mehr als jedes dritte Unternehmen rechnet dagegen mit einer Verschlechterung.
Motorradfahrer wird durch Sturz auf der A1 schwer verletzt
OYTEN – Auf der Autobahn A1 in Fahrtrichtung Hamburg kam es zwischen den Anschlussstellen Oyten und Posthausen zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorradfahrer und einem Wohnanhänger. Nach bisherigen Erkennt-
nissen war zuvor ein Metallteil auf der Fahrbahn gemeldet worden. Infolgedessen bildete sich stockender Verkehr kurz hinter der Anschlussstelle Oyten, weshalb der Fahrer eines Wohnwagengespanns abbremsen musste. Ein nachfol-
gender Motorradfahrer erkannte den bremsenden Wohnanhänger zu spät und leitete eine Vollbremsung ein. Bei der Bremsung blockierte das Vorderrad seines Motorrads, sodass er zu Fall kam. Das Motorrad rutschte anschließend
seitlich in den Wohnanhänger. Er erlitt bei dem Sturz nach bisherigen Erkenntnissen schwere Verletzungen und wurde im Verlauf vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Es entstand ein Schaden von 10.000 Euro. WR
Pro TIM SÜLTENFUSS
Mobilitätspolitischer Sprecher der Bremer Linksfraktion
Sommerstraßen schaffen
mehr Lebensqualität direkt vor der Haustür. Sie machen Städte hitzeresilienter und gerechter für alle. Anwohnerinnen und Anwohner können d ie Straße so nutzen, wie sie das möchten: Picknicken, Inliner fahren, Events oder Flohmärkte – alles ist möglich. Für Kinder entstehen sichere Orte zum Spielen, andere können sich einfach draußen aufhalten – ohne Kaufzwang. Das R isiko von Unfällen sinkt, es gibt weniger Lärm, bessere Luft.
Wegen der immer heißer werdenden Sommer sind Sommerstraßen wichtig für die Klimaanpassung, denn es ist nachweislich kühler, wo keine Autos fahren oder parken. Auch Gastronomie und Einzelhandel profitieren. Erfahrungen aus zahlreichen anderen Städten zeigen, dass Sommerstraßen von vielen Menschen angenommen werden u nd zu lebendigeren Quartieren beitragen. Ohne enge Beteiligung der Nachbarschaft u nd der Beiräte geht es dabei nicht, denn Sommerstraßen müssen vor allem von den Menschen vor Ort gewollt sein!
Contra PIET LEIDREITER
Stellvertretender
Fraktionsvorsitzender des Bündnis Deutschland BD
Nach dem kostspieligen Verkehrsversuch in der Martinistraße für über 1 Million Euro soll Bremen erneut zum Experimentierfeld werden. Sommerstraßen klingen sympathisch, verschärfen aber bestehende Probleme. Schon das Verbot des aufgesetzten Parkens in der Neustadt verringert den Parkraum um rund 21 Prozent und belastet die Bewohner. Weitere Stadtteile sollen folgen. Zusätzliche Sperrungen verdrängen Autos in Nachbarstraßen und erhöhen Parkdruck, Suchverkehr und Konflikte. Das trifft ältere Menschen, Familien, Pflegedienste, Handwerker und Gewerbetreibende, die auf erreichbare Stellplätze angewiesen sind. Verkehrspolitik darf nicht an der Lebenswirklichkeit vorbeigehen und Autofahrer pauschal benachteiligen. Statt teurer Modellversuche sollte Bremen marode Straßen sanieren, den Verkehrsfluss verbessern und Mittel verantwortungsvoll einsetzen.
Weitere Einschränkungen sind erst vertretbar, wenn vor Ort genügend Quartiersgaragen verfügbar sind.
Zuschuss für Wärmepumpen
In den vergangenen Tagen haben sich die Förderbedingungen für Wärmepumpen geändert. Gleichzeitig sorgen Krisen und schwankende Energiepreise dafür, dass sich Hausbesitzer erneut mit Energiekosten beschäftigen. „Alle die, die sich mit dem Thema Energiekosten zu Hause beschäftigen“, so Tobias Döpkens von ADLERSolar in Bremen, „sollten wissen, dass eine Wärmepumpe absolut Sinn macht, weil sie effizient ist und ein etabliertes System ist.“ Die Seite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist wieder „scharf gestellt.“ Förderanträge könnten wieder gestellt werden. „Jetzt
gibt es eine Basisförderung, einen Klima- und Geschwindigkeitszuschuss. Das Einkommen ist in Kategorien gestaffelt“, so der Geschäftsführer. „Man bekommt immer noch einen soliden, ordentlichen Zuschuss“, findet Döpkens. Als Beispiel nennt er eine Wärmepumpe für 30.000 Euro, für die – abhängig von den individuellen Voraussetzungen – ein Zuschuss von rund 13.000 Euro möglich sein könne. Infoseiten im Netz: meine.kfw.de energieverbraucher.de/de/ foerderung__3627/ adlersolar.de swb.de/webinare m as
Keine Zeitung erhalten? Meldung bitte über www.weserreport.de/ewz Hotline: 0421/690 55 350
Sommer-Interview: FDP-Landesvorsitzender Thore Schäck sieht wenig Überschneidung mit AfD
MARCUS SCHMIDT
WESER REPORT: Armut und Wohnungsnot. Kriminalität und Extremismus. Weltkulturerbe aber kaum neue Publikumsmagnete. Raumfahrt und Rüstung. Tourismus und Festivals. Keine Flüge nach Frankfurt plus verspätete Züge: Vor diesem Hintergrund darf Bremen am 30. Mai 2027 die neue Bürgerschaft wählen. Wo sehen Sie sich und ihre Partei danach?
THORE SCHÄCK: Wir möchten natürlich mitgestalten. Jede Partei bewirbt sich darum, auch als Teil einer Regierung die politischen Geschicke dieses Bundeslandes mitzugestalten. Wir treten an, um Bremen besser zu machen, darum muss es gehen.
Welches große Ziel haben Sie und Ihre Partei für Bremen nach der Wahl?
Wir möchten, nachdem wir wieder ins Parlament eingezogen sind, natürlich mitgestalten.
...und warum haben Sie die bisher nicht umsetzen können?
Wir sind im Moment in der Opposition. Da ist es unser Job, der Regierung auf die Finger zu schauen. Das machen wir auch sehr konsequent.
Die Bremer FDP ist weiterhin dabei. Was machen Sie anders als Ihre Kolleginnen und Kollegen im Bund?
Bundes- sind immer anders als Landesthemen. Wir setzen den Fokus auf die Themen, die Bürgerinnen und Bürgern hier wichtig sind: Bildung, Sicherheit, Wirtschaft und Verkehr. Keine politischen Phrasen, sondern Klartext!
Könnten Sie sich denn – rein theoretisch – eine Zusammenarbeit mit der SPD vorstellen?
Diese ganzen politischen Farbkombinationen spielen für uns erst mal keine Rolle. Wir haben eigene Ideen, die wir gemeinsam mit den Bürgern umsetzen wollen. Wir wollen die Menschen mit dem überzeugen, womit wir Bremen voranbringen können. Es muss doch um die Sache gehen. Nach der Wahl muss man gucken, mit welchen Parteien man diese Ziele umsetzen kann.
AUFS STICHWORT BREMEN
Würden Sie die Brandmauer zur AfD durchbrechen, um mit der in Teilen rechtsradikalen Partei zusammenzuarbeiten?
In Bremen ist die FDP im Parlament: Der Wirtschaftspsychologe Thore Schäck sitzt der Landespartei und der Bürgerschaftsfraktion vor. Foto: Marco Meister
schen nicht nach Leistung beurteilen, sondern danach, woher sie kommen. Die AfD möchte aus der NATO und EU aussteigen. Damit sind sie konträr zu vielem, wofür wir stehen und sind der Linkspartei näher als uns. Daher sehe ich da wenig Überschneidungen.
Wie wollen Sie den Menschen zurückholen, der vorher FDP gewählt hat?
Die Wähler sind frustriert und wählen deswegen oft linke oder rechte Extreme. Sie sind deswegen frustriert, weil sie häufig das Gefühl haben, dass sich die Politik mit ganz vielen Randthemen beschäftigt – nicht mit dem, was wirklich wichtig ist. Unser Anspruch ist es, Probleme zu lösen. Dafür werden wir ein Angebot mit den wichtigen fünf, sechs großen Bremer Themen machen.
Chancengleichheit für Arm und Reich in Bildung und Karriere: Was werden Sie dafür tun?
Bremen gibt pro Schüler deutlich weniger aus als andere Städte, zum Beispiel Hamburg. Wir müssen mehr Geld in die Hand nehmen. Wir müsse aber auch das Leistungsprinzip wieder einführen. Es kann nicht das Ziel sein, dass am Ende nicht mehr gemessen und verglichen wird. Wir müssen den Schülern klar aufzeigen, in welchem Fach sie gut sind und wo sie etwas verbessern können. Am Ende ist eine gute Bildungspolitik die beste Sozialpolitik, die man machen kann.
Die Bürgerinnen und Bürger fühlen sich nicht mehr sicher in Bremen. Da müssen wir ran! Wir müssen die Polizei besser mit Personal und Technik ausstatten. Die Menschen müssen die Polizei auch auf der Straße wieder stärker sehen. Schnellere Verfahren und besser ausgestattete Staatsanwaltschaften sind Kernaufgaben des Staates. Dass Bremen dort so fundamental versagt, ist nicht hinnehmbar. Das ist das Erste, worum wir uns kümmern werden.
Es gab kürzlich ein unterschiedliches Abstimmungsverhalten der Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Björn Fecker im Bundesrat. Ist das ein Signal, das bei der Wahl entscheidend sein könnte?
Es ist zumindest die Fortsetzung einer zerstrittenen Koalition hier in Bremen. Dass man gegeneinander abstimmt, unterschiedlicher Auffassung ist und diese Gräben nicht geschlossen bekommt: So kann man kein Bundesland voranbringen. Auch deswegen ist unsere Einschätzung, dass die amtierende Regierungskoalition nach der Wahl keine Zukunft hat.
Einen letzten Satz, bitte. Zur Wirtschaft: Wir haben mit die höchste Arbeitslosigkeit in ganz Deutschland. Das kostet uns viel und bringt gleichzeitig kein Geld in die Kassen, weil diese Menschen eben nicht in die Steuerkassen einzahlen. Deswegen müssen wir die Wirtschaft stärken, das bringt Arbeitsplätze. Das tun wir nicht dadurch, dass ein Ausbildungsfonds geschaffen wird oder dass man sich über Autobahnen streitet. Die brauchen wir für die Hinterlandanbindung und Häfen. Wir müssen einen starken Fokus darauf setzen, dass die Arbeitsplätze hier in Bremen entstehen und auch hier bleiben. Dafür müssen wir Wohnraum schaffen, auch das Einfamilienhaus, von dem viele Menschen träumen.
Möchten Sie als Senator in der nächsten Regierung mitarbeiten? Es muss doch um die Sache gehen, nicht um Personen. Unser Anspruch ist es, den Bürgern ein gutes Angebot zu machen. Wir bewerben uns darum, Bremen besser zu machen. Alles andere kommt danach.
Schuldenberg: Der ist zu groß. Er muss in Bremen dringend abgebaut werden.
Brücken: Die sind schon zu lange kaputt – müssen wir uns dringend drum kümmern.
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Die AfD ist eine völkische Partei, die eben nicht auf ein starkes, freies Individuum setzt, sondern auf den kollektiven Volkskörper. Sie möchte Men-
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Chefredaktion: Robert Lürssen, robert.luerssen@weserreport.de
Lokales: Philipp Behrbom, Martin Bollmann, Bettina Meister, Thorsten Runge, Marcus Schmidt, Laura Carina Stache
Zur Sicherheit gäbe es viel zu sagen. Was ist Ihnen da am wichtigsten?
Frankfurt-Flüge ... ... sind eine zentrale Anbindung. Bremen ist darauf angewiesen. Wir müssen die St ädte-Verbindung dringend wieder herstellen.
Müll: Ist ein riesiges Problem in den Parks und auf den Straßen. Daran messen Bürger auch, ob ein Staat funktioniert. Das ist auch eine öffentliche Aufgabe. Das muss besser werden.
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Einzelteile
Reise, Motor und Sonderthemen: Marinos Kaloglou
Kultur: Bettina Meister
Das BLV: Regina Drieling, Nikolas Janßen, Antje Spitzner
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Zurzeit gelten Anzeigenpreisliste Nr. 53 vom 1. Januar 2026 und unsere darin abgedruckten AGB. Falls Sie dieses Produkt nicht mehr erhalten möchten, bitten wir Sie, einen Werbeverbotsaufkleber mit dem Zusatzhinweis
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finden Sie auf dem Verbraucherportal
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Internet: www.weserreport.de
Druck: DruckHaus Delmenhorst GmbH
Verbreitete Auflage:
266.950 Exemplare mit DELME REPORT, HAMME REPORT und WÜMME REPORT 350.430 Exemplare
ROBERT LÜRSSEN
Drei Wochen vor der Veranstaltung sind die wichtigsten Dinge zwar längst geklärt, dennoch hat das Orgateam vom Landesbetriebssportverband Bremen (LBSV) alle Hände voll zu tun, um bis zum Bremer Kindertag am 16. August, 11 bis 18 Uhr, im Bürgerpark noch letzte Details zu klären. Der WESER REPORT unterstützt den Kindertag erstmals als Medienpartner. Das Motto der Veranstaltung lautet wieder „Kinder stark machen“. Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat die Schirmherrschaft übernommen.
Für den LBSV ist es zwar schon der 33. Bremer Kindertag, doch für den LBSV-Vorsitzenden und seine fünf Mitstreiterinnen und Mitstreiter vom Kernteam ist es eben erst der zweite Kindertag als verantwortliche Organisatoren. Erst im Februar 2025 hatte Bernd Peter den LBSV-Vorsitz über-
Strahlende Augen als Motivation
33. Bremer Kindertag am 16. August im Bremer Bürgerpark
nommen. „Wir sind um ein Jahr Erfahrung reicher“, sagt Peter. „Es macht Spaß, keine Frage. Wenn das Endergebnis stimmt und man in strahlende Augen blickt, ist alles andere verges-
sen“, sagt er. Spaß ist die Voraussetzung, schließlich arbeiten die Organisatoren alle ehrenamtlich, wie Peter betont. Am Kindertag selber sind dann bis zu 700 freiwillige Helferin-
nen und Helfer im Einsatz, um zehntausenden Besucherinnen und Besuchern einen unbeschwerten Tag zu ermöglichen. Eine professionelle Veranstaltung wollen sie dennoch
Beitrag zum sozialen Frieden schätzen
Joachim Ossmann, Chef der Arbeitsagentur Bremen und Bremerhaven, geht in Pension
MARCUS SCHMIDT
„Ich kam im April 2018 von Bayern nach Bremen – und war sehr schnell integriert“, lobt Joachim Ossmann die Stadtgesellschaft. Der Leiter der Arbeitsagentur Bremen und Bremerhaven geht Anfang August in den Ruhestand. 38 Jahre war der gebürtige Klever immer in Arbeitsagenturen tätig, vor Bremen in Nürnberg. Die höchste Arbeitslosenquote Deutschlands in Bremen war für ihn eine Herausforderung: „Ich kam ohne Vorkenntnisse der Region und habe das städtische Netzwerk schätzen gelernt.“ Er hätte sich aber gewünscht, dass die Arbeitslo-
Der Entwickler „Panattoni“ realisiert für den Lebensmittellogistiker „Nagel-Group“ ein Kühl-, Frische- und Ultrafrischelager
senquote in Bremen weiter sinkt. Die verfestigte Arbeitslosigkeit mit einem hohen Anteil an Ungelernten macht die Arbeitsmarktpolitik jedoch zu einer Mammutaufgabe. Er wünscht sich, dass der Beitrag der Agentur zum sozialen Frieden mehr anerkannt würde. Vielen Arbeitslosen hat die Arbeitsagentur in seiner Zeit dennoch zu Arbeit und Einkommen verholfen: „Ich kann mich noch genau an einen Menschen erinnern, der schon lange arbeitslos und gesundheitlich eingeschränkt war.“ Er habe mitbekommen, wie das auf die komplette Familie ausstrahlt. „Es macht einen zufrieden, wenn man helfen kann.“
verkauft
GVZ. Das Grundstück wurde am Donnerstag verkauft. Das Wirtschaftsressort rechnet mit 400 neuen Arbeitsplätzen. pb
Er erinnert sich an die Coronazeit: „Die Pandemie war eine große Herausforderung, denn jede dritte Bremerin und jeder dritte Bremer hatten damals Kurzarbeitergeld bezogen.“ Die Menschen waren auf die Bewilligung angewiesen: „Wir haben die ganze Mannschaft zusammengezogen, um die Anträge zu bewilligen,“ erinnert er sich voller Stolz. Ein letztes Thema möchte Ossmann noch anschneiden, den demografischen Wandel: „In den nächsten zehn Jahren gehen zum Beispiel 40 Prozent der Beschäftigten der Arbeitsagentur in den Ruhestand. Das geht auch vielen Betrieben so“. Er warnt: „Das Erwerbsperso-
nenpotenzial in Deutschland sinkt in diesem Jahr zum ersten Mal um 40.000. Das wird auch so weitergehen.“ Ossmann weiß: „Wir sind darauf angewiesen, dass Menschen aus anderen Ländern zu uns kommen.“ Bremen profitiere davon: „Ohne ausländische Azubis hätten wir deutlich weniger.“ Er spricht von Bereichen, die bis zu 50 Prozent ausländische Beschäftigte haben: „Solche Branchen können ohne diese Arbeitskräfte nicht existieren.“ Jetzt will er „die Freiheit als Ruheständler genießen.“ Der Hobby-Ruderer verlässt die Stadt „dankbar“. Die Zeit in Bremen war für ihn „eine Bereicherung“.
wieder auf die Beine stellen. Mehr 80 Unternehmen und Institutionen werden sich auf der Wiese am Marcus-Brunnen präsentieren. Ziel ist es, sich bei Spiel und Spaß über viele Kindereinrichtungen der Stadt und Freie Träger informieren und auch beraten lassen zu können. „Jeder Stand muss eine Aktivität anbieten“, erklärt Peter das bewährte Prinzip des Kindertages. Auf der Bühne sorgen die Moderatoren von Radio Teddy für einen reibungslosen Ablauf. Auftreten werden in diesem Jahr unter anderem Christian Bakotessa, Fug & Janina von Kika sowie Checker Julian und Hip-Hop-Europameisterin Guanguan. Zu den Höhepunkten zählt auch die Verleihung des Kinderoskars an eine Persönlichkeit, die sich besonders für Kinder einsetzt.
Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen im Internet unter bremerkindertag.lbsvbremen.de
Zu den Maritimen Tagen starten Großsegler wieder zu Törns. Foto: Lindemann/Erlebnis BRHV
Maritime Tage mit Segeltörn
Maritime Tage 2026 in Bremerhaven: Seeleute, Küstenfans und Schiffbegeisterte sollten sich diesen Termin vormerken, denn vom 12. bis 16. August findet an der Wesermündung ein XXL-Fest am Wasser statt. Fünf Tage lang verwandelt sich laut Veranstalter der Neue Hafen in eine Bühne für Segel- und Spezialschiffe, es wird Musik gespielt und lecker gegessen. Zu den angekündigten Schiffen zählen Publikumslieblinge wie die spanische „Nao Victoria“, die „Pascual Flores“, die „Alexander von Humboldt 2“, der „Adler von Krautsand“ und die „Schulschiff Deutschland“. Viele Schiffe öffnen ihre Decks beim kostenlosen „Open Ship“. Die Segeltörns auf der Weser gehörten zu den Attraktionen der Sail. Daher stehen sie auch während der Maritimen Tage wieder auf dem Programm. Dafür hat die Erlebnis Bremerhaven gleich mehrere Großsegler gechartert, darunter die „Gulden Leeuw“, „Wylde Swan“ und „Großherzogin Elisabeth“. Insgesamt werden 19 Tages- und Abendfahrten angeboten. Dreistündige Törns kosten dabei ab 65 Euro. Wer möchte, kann beim Segelsetzen mithelfen. Infos gibt es unter https:// www.bremerhaven-erleben.de/ maritimetage/toerns WR
Bereit für den Bremer Kindertag (von links): Joshua Conrad, Mirela Peter, Madita Reff, Ulrike Reff, Nadia Michaelis und Bernd Peter vom Orga-Team. Foto: Marco Meister