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KPMG Accounting News - Oktober 2018

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Accounting News

Aktuelles zur Rechnungslegung nach HGB und IFRS

Oktober 2018

In unserem Topthema stellen wir Ihnen heute die Kerninhalte des IASBProjekts zu Financial Instruments with Characteristics of Equity, kurz FICE, vor. Hier stehen erweiterte Abgrenzungskriterien zur Klassifizierung von Finanzinstrumenten mit Eigenkapitaleigenschaften aus Sicht des Emittenten im Vordergrund.

Wo steht die Finanzfunktion aktuell und was sind die wichtigsten Aufgaben für die Zukunft? Dieser Frage gehen wir in dem Beitrag „Finance 2025 – Fokus auf den Finanzbereich der Zukunft“ nach.

Weitere fachliche Mitteilungen finden Sie insbesondere zu den im Juli 2018 veröffentlichten neuen HEUBECK-Richttafeln 2018 G sowie deren Anwendung zu nachfolgenden Stichtagen.

Schließlich möchte ich Ihnen unser neues Themenportal „Prüfung der Zukunft“ empfehlen. Hier geht es uns darum, Sie über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Wirtschaftsprüfung und die konkreten Mehrwertpotenziale für Ihr Unternehmen zu informieren.

Ihnen eine anregende Lektüre!

Inhalt

1 Topthema 2 Das IASB-Diskussionspapier zu Finanzinstrumenten mit Eigenkapitaleigenschaften 2

Trendanalyse zur Finanzfunktion 2025: So sehen Experten die Finanzfunktion in sieben Jahren 6

2 HGB-/IFRS-Rechnungslegung 7 Korrektur der HEUBECKRichttafeln 2018 G 7 IDW-Verlautbarung zur Anwendung der neuen HEUBECK- Richttafeln 2018 G bei der Bewertung von Altersversorgungs verpflichtungen in HGB- und IFRS-Abschlüssen 7

3 IFRS-Rechnungslegung 8 Bilanzierung steuerlicher Nebenleistungen nach IFRS 8

4 Veranstaltungen 9

5 Veröffentlichungen 10

6 Ansprechpartner 11

Das IASB-Diskussionspapier zu Finanzinstrumenten mit Eigenkapitaleigenschaften

Research-Projekt des IASB zu Finanzinstrumenten mit Eigenkapitaleigenschaften

Ende Juni 2018 publizierte der International Accounting Standards Board (IASB) das Diskussionspapier DP/2018/1 Financial Instruments with Characteristics of Equity

Die Veröffentlichung stellt einen Meilenstein des Research-Projekts (RP) des IASB zu Finanzinstrumenten mit Eigenkapitaleigenschaften (Financial Instruments with Characteristics of Equity, kurz „FICE“) dar. Der Fokus des RP ist die Klassifizierung von Finanzinstrumenten mit Eigenkapitaleigenschaften aus der Sicht des Emittenten, also primär die Unterteilung in Eigenkapitalinstrumente und finanzielle Verbindlichkeiten. Andere Aspekte der Bilanzierung von Finanzinstrumenten, wie etwa die Ansatz- und Bewertungsvorschriften in IFRS 9 Financial Instruments, werden nicht im RP adressiert.

Das Diskussionspapier steht bis zum 7. Januar 2019 zur Kommentierung offen. Der IASB erbittet Feedback zu den identifizierten Anwendungsherausforderungen – auch dazu, ob diese von so hinreichender Bedeutung sind, dass ein Aufgreifen im Rahmen des weiteren StandardSetting gerechtfertigt ist. In dem Diskussionspapier stellt der IASB seinen „präferierten Ansatz“ zur Abbildung von Ansprüchen Dritter gegen die bilanzierende Gesellschaft dar. Unter Berücksichtigung der hierzu eingegangenen Kommentare wird der IASB entscheiden, ob ein Standardentwurf zur Änderung oder zum Ersatz von IAS 32 Financial Instruments: Presentation erarbeitet werden soll und/oder ob unverbindliche Hinweise ergänzt werden sollen.

KURZ GEFASST

Der IASB veröffentlichte Ende Juni 2018 ein Diskussionspapier zu Finanzinstrumenten mit Eigenkapitaleigenschaften. Dieses Papier markiert den ersten Schritt in Richtung der Änderung oder Ersetzung von IAS 32.

Der IASB beabsichtigt keine fundamentale Neuausrichtung bezüglich der Klassifizierung von Finanzinstrumenten. Vielmehr legt er Vorschläge zu erweiterten Abgrenzungskriterien vor. Für Emittenten, die nicht nur einfache Finanzinstrumente mit Eigenkapitaleigenschaften emittieren, kann der vom IASB vorgeschlagene sogenannte „präferierte Ansatz“ allerdings eine veränderte Klassifizierung nach sich ziehen. Diese avisierten Änderungen, beispielsweise die Klarstellung der Bilanzierung von Derivaten auf eigene Eigenkapitalinstrumente sowie erweiterte Ausweis- und Angabevorschriften, sollen die in Abschlüssen von Emittenten solcher Instrumente dargelegten Informationen verbessern. Emittenten und Nutzer dieser Finanzinformationen sollten für sich kritisch hinterfragen, ob der vorgestellte Ansatz die Anwendungsherausforderungen hinreichend und angemessen adressiert. Im Anschluss daran sollten sie gegebenenfalls die Möglichkeit zum Feedback an den IASB nutzen. Die Kommentierungsfrist des Diskussionspapiers endet am 7. Januar 2019.

Antwort des IASB auf Anwendungsherausforderungen des IAS 32

Der Board stellt fest, dass für viele Finanzinstrumente mit Eigenkapitaleigenschaften die Klassifizierung gemäß IAS 32 in der Bilanzierungspraxis zu sachgerechten Ergebnissen führt. Allerdings wurden seit Veröffentlichung des Standards vor mehr als 20 Jahren teilweise innovative Strukturierungen von Finanzinstrumenten entwickelt, deren Klassifizierung nach IAS 32 die Emittenten vor Herausforderungen stellt. Der IASB führt dies auch darauf zurück, dass die den Klassifizierungsbedingungen zugrunde liegenden Überlegungen bzw. Begründungen nicht immer klar in IAS 32 herausgearbeitet sind. Damit verbunden lässt sich dann auch eine unterschiedliche Auslegung der Klassifizierungsanforderungen (diversity in practice)

beobachten, welche wiederum die Vergleichbarkeit von Abschlüssen einschränkt.

Daneben sind die Informationen, die durch die binäre Unterscheidung in Eigen- und Fremdkapital vermittelt werden, begrenzt.

Klare Prinzipien, Konsistenz und Transparenz

Der vom IASB vorgeschlagene bzw. präferierte Ansatz soll

– Prinzipien mit einer klar formulierten Begründung zur Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital liefern – die Konsistenz, Vollständigkeit und Klarheit der Abgrenzungskriterien insbesondere bei jenen Finanzinstrumenten verbessern, die derzeit in praxi zu Anwendungsheraus forderungen führen, und

durch erweiterte Ausweis- und Angabepflichten Informationen zu Merkmalen von Finanzinstrumenten zur Verfügung stellen, die nicht durch die Klassifizierung allein darstellbar sind.

Das Papier stellt damit die Prinzipien des IAS 32 nicht grundlegend infrage, sondern strebt an, diese zu ergänzen.

Fortgeführte Vorgaben

Bestimmte Vorgaben des IAS 32 plant der IASB größtenteils unverändert fortzuführen. Dazu gehören beispielsweise:

– Die Definition eines Finanzinstruments bleibt bestehen.

Nichtderivative Finanzinstrumente, die sowohl eine Fremdkapital- als auch eine Eigenkapitalkomponente beinhalten (zusammengesetzte Finanzinstrumente), sollen weiterhin vom Emittenten getrennt bilanziert und dargestellt werden.

– Die Ausnahme, bestimmte finanzielle Verbindlichkeiten wie Eigenkapitalinstrumente zu bilanzieren, sofern sie die Bedingungen in IAS 32.16A–16B bzw. IAS 32.16C–16D erfüllen, (sogenannte „puttable exception“) soll beibehalten werden.

Die Schlussfolgerungen in IFRIC 2 Members‘ Shares in Co-operative Entities and Similar Instruments sollen ebenfalls fortgeführt werden.

– Weiterhin unberücksichtigt bleiben sollen auch die Rechte und Pflichten, die sich lediglich aus gesetzlichen Anforderungen und nicht aus einem Vertrag ergeben, sowie wirtschaftliche Zwänge.

Einfaches Klassifizierungsprinzip Wie auch nach IAS 32 soll gemäß dem vorgeschlagenen Ansatz des IASB Eigenkapital als Residualgröße dann vorliegen, wenn die Merkmale einer finanziellen Verbindlichkeit nicht erfüllt sind.

Hinsichtlich der Identifikation einer finanziellen Verbindlichkeit hat sich der IASB mit dem im Diskussionspapier dargestellten „präferierten Ansatz“ Prinzipien überlegt, die das Informationsbedürfnis der Stake holder bezüglich sowohl der Finanzierungsliquidität (funding liquidity) und des Cashflows als auch der bilanziellen Zahlungsfähigkeit (balance sheet solvency) und Rendite (returns) widerspiegeln. Eine finanzielle Verbindlichkeit liegt damit grundsätzlich immer dann vor, wenn aufgrund der vertraglichen Konditionen des Finanzinstruments eine unvermeidbare Verpflichtung des Emittenten besteht,

– Barmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte zu einem Zeitpunkt vor Liquidation des Unternehmens zu übertragen (timing feature bzw. Zeitpunktbedingung ), und/oder – einen Betrag zu übertragen, der unabhängig von den verfügbaren wirtschaftlichen Ressourcen des Unternehmens ist (amount feature bzw. Betragsbedingung ).

Die Zeitpunktbedingung adressiert die Frage, wann ein Transfer wirtschaftlicher Ressourcen unvermeidbar ist, und zielt letztlich auf die Beurteilung des Bedarfs an wirtschaftlichen Ressourcen zu bestimmten Zeitpunkten ab.

Die Betragsbedingung adressiert die Frage, ob das Unternehmen über ausreichende wirtschaftliche Ressourcen verfügt und hinreichende Erträge erwirtschaftet hat, um seine Verpflichtungen der Höhe nach erfüllen zu können.

Die Beurteilung der Betragsbedingung ist daran gebunden, ob die Höhe der Verpflichtung von den verfügbaren wirtschaftlichen Ressourcen unabhängig ist. Die verfügbaren wirtschaftlichen Ressourcen sind die gesamten bilanzierten wie

auch nichtbilanzierten Vermögenswerte abzüglich aller bilanzierten und nichtbilanzierten Verbindlichkeiten des Unternehmens ohne Berücksichtigung des zu beurteilenden Finanzinstruments.

Die Höhe der Verpflichtung ist unabhängig von den wirtschaftlichen Ressourcen des Unternehmens, wenn

– der zu leistende Betrag trotz Änderungen der verfügbaren wirtschaftlichen Ressourcen unverändert bleibt oder – der Betrag sich zwar in Abhängigkeit von den verfügbaren wirtschaftlichen Ressourcen ändert, diese jedoch übersteigen kann.

Nichtderivative Finanzinstrumente

Die Anwendung des präferierten Ansatzes führt bei vielen nichtderivativen Finanzinstrumenten zu gleichen Klassifizierungsergebnissen wie IAS 32. Danach ist eine finanzielle Verbindlichkeit gegeben, wenn eine Verpflichtung vorliegt,

– Barmittel oder einen anderen finanziellen Vermögenswert (erste Bedingung) oder – eine variable Anzahl von Eige nkapitalinstrumenten zu liefern (zweite Bedingung).

Das Kriterium der Verpflichtung zum Transfer von Barmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert findet sich sowohl in IAS 32 (erste Bedingung) als auch im Diskussionspapier (Zeitpunktbedingung) und führt bei Erfüllung damit unter beiden „Vorschriften“ zur Klassifizierung als finanzielle Verbindlichkeit. Dagegen ist die Betragsbedingung des präferierten Ansatzes anders gestaltet als die zweite Bedingung nach IAS 32: Hier ist das Vorliegen einer finanziellen Verbindlichkeit nicht an die Verpflichtung der Lieferung einer variablen Anzahl an

Eigenkapitalinstrumenten geknüpft, sondern an die Unabhängigkeit des zu liefernden „Betrags“ an verfügbaren wirtschaftlichen Ressourcen des Unternehmens. Dieser Betrag kann auch erst im Rahmen der Liquidation des Unternehmens fällig sein.

Ein Beispiel, bei dem die Formulierung der Betragsbedingung eine abweichende Klassifizierung zur Folge hat, ist eine nichtrückzahlbaren, kumulative Vorzugsaktie (irredeem able cumulative preference share) mit einem festgelegten Kupon bzw. Dividendenbetrag, der sich bei Nichtzahlung kumuliert und dann gegebenenfalls erst bei Liquidation zur Auszahlung gelangt. Nach IAS 32 sind derartige Finanzinstrumente Eigenkapital, da sie keine Verpflichtung zur Lieferung von Barmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten außer bei Liquidation vorsehen. Nach dem präferierten Ansatz stellen sie jedoch Fremdkapital dar, da sie eine Verpflichtung zur Lieferung eines Betrags unabhängig von den wirtschaftlichen Ressourcen des Unternehmens aufweisen. Im Zeitablauf akkumulieren die festen Dividendenbeträge zu einer von den Veränderungen der wirtschaftlichen Ressourcen des Unternehmens unabhängigen Verpflichtung. Die Tatsache, dass sie erst bei Liquidation verpflichtend zu zahlen sind, ist lediglich für die Beurteilung der Zeitpunktbedingung, nicht jedoch für die Betragsbedingung erheblich.

Derivate auf eigene Eigenkapitalinstrumente

Um den besonderen Herausforderungen bei Derivaten auf eigene Eigenkapitalinstrumente gerecht zu werden, hat der IASB für deren Klassifizierung eigene Kriterien erarbeitet. Derivate, die zum Rückkauf eigener Eigenkapitalinstrumente führen oder in zusammen gesetzte Finanzinstrumente eingebettet sind, werden separat behandelt (siehe nächster Abschnitt). Für alle ande -

ren Derivate auf eigene Eigenkapitalinstrumente stellt sich der präferierte Ansatz des IASB wie folgt dar:

Die Derivate sind in ihrer Gesamtheit als finanzieller Vermögenswert, finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital zu klassifizieren, das heißt eine separate Betrachtung der einzelnen Teile der Austauschverhältnisse (legs) innerhalb des Derivatvertrags soll nicht vorgenommen werden.

Ein solches Derivat wird als finanzieller Vermögenswert oder finanzielle Verbindlichkeit klassifiziert, wenn

– es netto in Barmitteln beglichen wird (net-cash settled), das heißt, das Derivat kann das Unternehmen zu einem spezifizierten Zeitpunkt, außer in der Liquidation, verpflichten, Barmittel oder einen anderen finanziellen Vermögenswert zu liefern, und/oder beinhaltet das Recht, Barmittel für einen Nettobetrag zu erhalten (Zeitpunktbedingung für Derivate) , und/oder – der Nettobetrag durch eine Variable, die unabhängig ist von den wirtschaftlichen Ressourcen des Unternehmens, beeinflusst wird (Betragsbedingung für Derivate).

Zusammengesetzte Finanzinstrumente und Derivate, die zum Rückkauf eigener Eigenkapitalinstrumente führen

Für zusammengesetzte Finanzinstrumente sieht der präferierte Ansatz im Prinzip wie nach IAS 32 vor, dass deren Komponenten separat als finanzieller Vermögenswert, finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital klassifiziert werden. Wenn das Unternehmen das unbedingte Recht hat, eine Erfüllung in Form einer finanziellen Verbindlichkeit zu vermeiden, enthält das zusammengesetzte Finanzinstrument keine finanzielle Verbindlichkeit. Liegt dieses unbedingte Recht

nicht vor, soll das Unternehmen die unvermeidbare vertragliche Verpflichtung als nichtderivative finanzielle Verbindlichkeit klassifizieren und alle verbleibenden vertraglichen Rechte und Pflichten auf Basis der Klassifizierungsprinzipien für Derivate beurteilen.

Bei freistehenden Derivaten zum Rückkauf eigener Eigenkapitalinstrumente ist das Gesamtpaket der vertraglichen Rechte und Pflichten aus dem Derivat und dem betroffenen Eigenkapitalinstrument (Rückkaufverpflichtungsarrangement) zu betrachten und nach den gleichen Prinzipien wie ein zusammengesetztes Finanzinstrument hinsichtlich der Klassifizierung zu beurteilen.

Bezüglich der Bilanzierung von Rückkaufverpflichtungsarrangements klärt der präferierte Ansatz, wie die zugrunde liegenden Eigenkapitalinstrumente zu bilanzieren sind: Sie werden bei Eingehen der Rückkaufverpflichtungsarrangements zum Fair Value ausgebucht. Dies betrifft beispielsweise auch die Bilanzierung von Verpflichtungen zum Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten von nichtbeherrschenden Gesellschaftern (NCI Puts).

Ausweis und Angaben

Das Diskussionspapier macht weitgehende Vorschläge zu Ausweis und Anhangangaben – unter anderem:

– separater bilanzieller Ausweis finanzieller Verbindlichkeiten, die ausschließlich auf Basis der Betragsbedingung als finanzielle Verbindlichkeit klassifiziert sind – Erfassung der Aufwendungen und Erträge bezüglich dieser finanziellen Verbindlichkeiten nicht in der GuV, sondern im Other Comprehensive Income (OCI)

– Allokation des Gesamtergebnisses auf andere Eigenkapitalinstrumente neben den Stammaktien,

wobei der IASB hier bezüglich derivativer Finanzinstrumente drei verschiedene mögliche Vorgehensweisen vorstellt

erweiterte Angaben, das heißt Darstellung der Nachrangigkeit verschiedener finanzieller Verbindlichkeiten und Eigenkapitalinstrumente im Fall der Liquidation, potenzieller Verwässerungseffekte, und Angaben zu den vertraglichen Bedingungen der emittierten Finanzinstrumente, die für das Verständnis der Beurteilung der Zeitpunkt- und Betragsbedingungen von Relevanz sind.

Ausblick

Das Diskussionspapier stellt neue Überlegungen zur Verbesserung der Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital und die Anpassung von Angabe- und Ausweispflichten

dar. Bis es tatsächlich zu Änderungen kommt, wird es allerdings wohl noch eine geraume Zeit dauern.

Auch wenn das IASB nicht beabsichtigt, die bisherige Klassifizierung von Finanzinstrumenten in Eigen- und Fremdkapital grundlegend zu ändern, kann es im Einzelfall auf Basis der Vorgaben doch zu Klassifizierungsänderungen kommen. Auch die neuen Ausweisvorschriften, die unter gewissen Umständen eine Erfassung von Aufwendungen und Erträgen im OCI vorsehen, stellen einen neuen Aspekt der Abbildung der adressierten Finanzinstrumente dar. Daher ist es sinnvoll, sich bereits jetzt mit den Vorschlägen zu befassen und dem IASB unter Umständen in Form von Comment Lettern weiteren Input für die anstehende Diskussion zur Verfügung zu stellen.

PRAXISHINWEIS

Für einfache Finanzinstrumente mit Eigenkapitaleigenschaften erwartet der IASB keine Änderungen in der Klassifizierung als Eigen- oder Fremdkapital durch den im Diskussionspapier dargelegten Ansatz. Für komplexere Strukturen sowie bestimmte Derivate auf eigenes Eigenkapital ergeben sich teilweise andere Klassifzierungsentscheidungen als nach IAS 32. Weiterhin werden die Ausweisund Angabeanforderungen erweitert.

Trendanalyse zur Finanzfunktion 2025: So sehen Experten die Finanzfunktion in sieben Jahren

Wo steht die Finanzfunktion aktuell und was sind die wichtigsten Aufgaben für die Zukunft? Diese Fragen werden in unserer Trendanalyse „Finance 2025 – Fokus auf den Finanzbereich der Zukunft“ beantwortet.

Ein Blick in die Zukunft hat immer etwas Ungewisses – aber Visionen sind wichtig, um sich den Herausforderungen der Zukunft bewusst zu werden. Wir haben Entscheidungsträger der Finanzfunktion daher gefragt, wo sie gerade stehen, was sie von der Zukunft erwarten und was Schritte in diese Richtung sind. Die Ergebnisse sind in der Trendanalyse „Finance 2025 – Fokus auf den Finanzbereich der Zukunft“ unserer Kollegen von Digital Finance nachzulesen.

„Die Neuausrichtung der Finanzfunktion geschieht nicht über die Veränderung einzelner Stellschrauben“, sagt Andreas Reimann , Partner Digital Finance. Vielmehr sei eine ganzheitliche Betrachtung aller Dimensionen der Unternehmensführung nötig. „Von der Strategie über die Prozesse, Systeme, Organisation und Mitarbeiter bis hin zur Steuerung der Funktion.“

In ausführlichen Interviews beschreiben die Teilnehmer der Analyse den Status quo in ihren Unternehmen und geben Auskunft darüber, welche Aufgaben sie für das Jahr 2025 erwarten. Eines zeigt die Analyse deutlich: Entscheidungsträger und Experten blicken den kommenden Jahren optimistisch entgegen. Sie sind überzeugt, dass die Finanzfunktion in sieben Jahren breiter aufgestellt sein und weiter an Bedeutung gewonnen haben wird und dass die Digitalisierung dabei eine entscheidende Rolle spielen wird.

Vier Punkte sind für die Finanzfunktion besonders wichtig „Damit eine zukunftsfähige, moderne Finanzfunktion ihre Aufgaben effizient und effektiv erfüllen kann, müssen eine Reihe von Herausforderungen bewältigt werden“, so Andreas Reimann. Vor allem auf diese vier Punkte geht die Analyse ein:

1. Definition der Strategie und des eigenen Rollenverständnisses

2. Harmonisierung von Systemen und Prozessen

3. Nutzung digitaler Lösungen

4. Zukunftsfähige Entwicklung des Teams

Die Digitalisierung wird von den Befragten als das wichtigste Zukunftsthema angesehen. Ein großes Ziel: bestehende Prozesse in den kommenden Jahren digitalisieren und effektiver gestalten. „Heute verbringen wir zum Teil mehr Zeit mit der Datenaufbereitung als mit der Datenanalyse – das wird in Zukunft umgekehrt sein“, sagt zum Beispiel Hans Peter Fuchs, Geschäftsführung Finanzen und Controlling, ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG. Er gehört zu den Befragten im Rahmen der Analyse.

Unsere Trendanalyse vermittelt ein aussagekräftiges und umfängliches Abbild des Status quo sowie der Zukunftsvision für die Finanzfunktion

Andreas Reimann verantwortet als Partner im Bereich Consulting die Services Finance Strategy sowie Finance Processes & Organisation. Gemeinsam mit den Mandanten definiert er strategische Ansätze zur Optimierung der Finanzfunktion.

Thomas Oschlisniok

ist Partner im Bereich Consulting und Experte für die Optimierung von Organisations- und Prozessstrukturen in den administrativen Funktionen – insbesondere für den Aufbau und die Weiterentwicklung von Shared Service Centern.

und kann darüber hinaus konkrete Empfehlungen für weitere Schritte geben.

Die Analyse können Sie hier herunterladen. Fragen dazu beantworten Andreas Reimann und Thomas Oschlisniok

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HGB-/IFRS-Rechnungslegung

Korrektur der HEUBECK-Richttafeln 2018 G

Wie die HEUBECK-Richttafeln GmbH am 26. September 2018 mitteilte, hat sie im Rahmen interner Auswertungen Inkonsistenzen in Bezug auf die verwendeten Datengrundlagen der neuen Richttafeln 2018 G festgestellt. Diese führen dazu, dass der Trend zur Verbesserung der Sterblichkeiten und damit zur Verlängerung der Lebenserwartung überschätzt wird. Dadurch fallen die auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G berechneten Pensionsrückstellungen insgesamt höher aus als bei durchgängig konsistenter Ableitung des Sterblichkeitstrends.

Aus Sicht der handelsrechtlichen oder internationalen Rechnungslegung könne zwar, so HEUBECKVertreter, ein höherer Trend mit Hinweis auf sozioökonomische Aspekte durchaus begründet werden. Dennoch habe die Geschäftsführung beschlossen, die Richttafeln anzupassen und eine überarbeitete Version vorzulegen.

Die geänderte Version der Richttafeln 2018 G wurde am 4. Oktober 2018 veröffentlicht.

Die nachfolgend dargestellten grundsätzlichen Erwägungen des Hauptfachausschusses (HFA) des IDW zur Erstanwendung der Richttafeln 2018 G bleiben von der Korrektur unberührt.

Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich der Prozess der Anerkennung dieser Tafeln durch die Aktuare und das BMF verzögern wird. Die HEUBECK-Richttafeln GmbH geht weiterhin von der Anerkennung der Richttafeln 2018 G durch die Finanzbehörden aus.

IDW-Verlautbarung zur Anwendung der neuen HEUBECKRichttafeln 2018 G bei der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen in HGB- und IFRS-Abschlüssen

Das IDW hat am 17. September 2018 die Positionierung des Hauptfachausschusses (HFA) des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. öffentlich zugänglich gemacht. Am 5. September 2018 hat sich der HFA in einer finalen Berichterstattung zur Anwendung der neuen HEUBECK-Richttafeln 2018 G bei der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen in HGB- und IFRS-Abschlüssen positioniert. Neben dem Zeitpunkt der Erstanwendung werden die damit verbundenen Angabepflichten konkretisiert sowie die Vorgehensweise in IFRS- Zwischenabschlüssen geklärt.

Die HEUBECK-Richttafeln GmbH hat am 20. Juli 2018 neue HEUBECKRichttafeln 2018 G veröffentlicht (siehe Ausgabe 26/2018 vom 24. Juli 2018). Die HEUBECK-Richttafeln 2018 G basieren auf den neuesten Statistiken der gesetzlichen Rentenversicherung sowie des Statistischen Bundesamtes und spiegeln somit die jüngsten Entwicklungen bei Sterblichkeits-, Invalidisierungs-, Verheiratungs- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten wider. Erstmalig werden in den HEUBECK-Richttafeln 2018 G sozioökonomische Faktoren berücksichtigt. Kurz gesagt: Höhere Renteneinkommen führen zu einer höheren Lebenserwartung.

Grundsätzlich sehen die HEUBECKRichttafeln 2018 G keinen Zeitpunkt für ihr Inkrafttreten vor. Der HFA setzt sich in seiner Verlautbarung entsprechend insbesondere mit der zeitlichen Erstanwendung der HEUBECK-Richttafeln 2018 G in IFRS- und HGB-Abschlüssen auseinander. Zudem adressiert der HFA notwendige Angabepflichten sowie die gebotene Vorgehensweise in IFRS-Zwischenabschlüssen.

Die IDW-Verlautbarung ist hier abrufbar.

IFRS-Rechnungslegung

Bilanzierung steuerlicher Nebenleistungen nach IFRS

Der IFRS-Fachausschuss des DRSC hat am 13. September 2018 im Rahmen einer öffentlichen Telefonkonferenz eine Klarstellung der am 5. September 2018 verabschiedeten DRSC-Interpretation 4 (IFRS) Bilanzierung von ertragsteuerlichen Nebenleistungen nach IFRS verabschiedet.

Die Klarstellung betrifft den Zeitpunkt des Inkrafttretens der Interpretation. Demnach ist die Interpretation erstmalig auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Eine explizite Aussage zum Erstanwendungszeitpunkt enthielt die Interpretation bislang nicht, sodass die Meinung hätte vertreten werden

können, dass die Interpretation umgehend und damit bereits für Quartalsabschlüsse zum 30. September 2018 sowie für Jahresabschlüsse von Unternehmen, deren Geschäftsjahr unterjährig endet, anwendbar sei.

Eine entsprechende Pressemeldung wurde auf der DRSC-Homepage veröffentlicht.

Veranstaltungen

TERMIN / VERANSTALTUNGSORT

Seminar, 9.00–17.15 Uhr

Mittwoch, 17. Oktober 2018 Hannover, in den Geschäftsräumen von KPMG

Mittwoch, 7. November 2018 Frankfurt am Main, in den Geschäftsräumen von KPMG

Donnerstag, 8. November 2018 München, in den Geschäftsräumen von KPMG

Dienstag, 20. November 2018 Berlin, in den Geschäftsräumen von KPMG

Mittwoch, 28. November 2018 Hamburg, in den Geschäftsräumen von KPMG

IAS 12 Aufbauseminar – fit für steuerlich komplexe Herausforderungen?

Unter der Federführung von Rüdiger Gudd, Director, Audit & Accounting Related Tax Services, findet auch in diesem Jahr die Roadshow „IAS 12 Aufbauseminar“ statt.

Die Anforderungen des IAS 12 sind komplex. Bilanzierer stehen vor der Herausforderung, steuerlich anspruchsvolle Strukturen entsprechend IAS 12 abzubilden. Dafür braucht es prozessuale und IT-technische Kenntnisse, aber vor allem fachliches Know-how.

In unserem Seminar vermitteln versierte Praktiker, wie man komplexe Themen fokussiert erfasst und welche Vorgehensweisen den größten Erfolg versprechen. Das Seminar eignet sich für Personen, die sich mit Tax Reporting befassen und mit den Grundlagen des IAS 12 vertraut sind.

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich an Leiter und Mitarbeiter der Steuerabteilung, Leiter und Mitarbeiter des Rechnungswesens sowie Steuerreferenten von Firmen, die nach IFRS bilanzieren.

Ihre Ansprechpartnerin

Angela Heinrich T 030 2068-1510 aheinrich@kpmg.com

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt pro Person 500 Euro zzgl. USt.

Anmeldung

Bitte registrieren Sie sich bis eine Woche vor der jeweiligen Veranstaltung online hier oder senden Sie eine E-Mail an Angela Heinrich

Nach Erreichen der Mindestteilnehmerzahl erhalten Sie eine gesonderte Anmeldebestätigung. Die Rechnung für die kostenpflichtigen Veranstaltungen senden wir Ihnen nach der Veranstaltung zu.

Seminare und Aktuelles zu den Veranstaltungen finden Sie hier Auch Anmeldungen sind dort online möglich – schnell und unkompliziert.

Veröffentlichungen

An dieser Stelle informieren wir Sie regelmäßig über aktuelle KPMG- Publikationen auf dem Gebiet der handelsrechtlichen und internationalen Rechnungslegung.

THEMENPORTAL „PRÜFUNG DER ZUKUNFT“

Kaum ein Bereich ist mehr von Digitalisierung betroffen als die Rechnungslegung und die Abschlussprüfung. Dabei lassen sich sechs Technologien und Trends identifizieren, die hier besonders relevant sind oder noch sein werden.

– Big Data: große, komplexe, schnelllebige und schwach strukturierte Daten

– Data Analytics: Analyse und Verwertung von Big Data mit komplexen Verfahren

– Process Mining: Analyse von Prozessen mittels Visualisierung von Datenflüssen

– Robotik und Prozessautomatisierung: Software, die Routineaufgaben übernehmen kann

– Künstliche Intelligenz: Software, die selbstständig lernt und Entscheidungen trifft

– Blockchain: dezentrale Datenbank zur Buchführung mit kryptografischen Verfahren

Links zu internationalen

KPMG-Veröffentlichungen:

IFRS Illustrative Financial Statements

IFRS-Abschluss Illustrative disclosures: Guide to annual financial statements

Insights into IFRS

Leases Lease modifications - Accounting for changes to lease contracts

Insights into IFRS

IFRS Insights into IFRS - An overview

Auf unserem neuen Themenportal „Prüfung der Zukunft“ erklären wir Ihnen die Möglichkeiten der neuen Technologien und teilen unsere Erfahrungen aus aktuellen Projekten bei führenden Unternehmen; immer fokussiert auf Chancen, Erfolgsfaktoren, Herausforderungen und Voraussetzungen. Wir zeigen Ihnen, welche Technologien für den Einsatz in der Breite erprobt sind und gleichzeitig spezifische Erfordernisse verschiedener Unternehmen berücksichtigen.

Unsere Autoren werden regelmäßig neue Artikel auf dem Portal veröffentlichen. Ein Besuch lohnt sich also immer!

Der anschauliche Leitfaden unterstützt bei der Erstellung eines Jahresabschlusses nach IFRS und enthält Angaben zu den möglichen Auswirkungen von IFRS 16 Leasingverhältnisse

In dieser Publikation finden Sie praktische Anleitungen und Beispiele, wie Sie die gängigsten Formen von Leasingänderungen berücksichtigen können.

Die 15. Ausgabe enthält unter anderem verbesserte Leitlinien zu den bevorstehenden Rechnungslegungsanforderungen für Leasingverträge und Versicherungsverträge.

6 Ansprechpartner

Für weitere Informationen oder Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sprechen Sie uns an.

REGION NORD

Haiko Schmidt

T +49 40 32015-5688 haikoschmidt@kpmg.com

REGION WEST

Ralf Pfennig T +49 221 2073-5189 ralfpfennig@kpmg.com

REGION SÜDWEST

Johann Schnabel T +49 89 9282-4634 jschnabel@kpmg.com

Düsseldorf

Saarbrücken

Freiburg

DEPARTMENT OF PROFESSIONAL PRACTICE

Christian Zeitler T +49 30 2068-4711 czeitler@kpmg.com

Dr. Markus Fuchs T +49 30 2068-2992 markusfuchs@kpmg.com

Wolfgang Laubach T +49 30 2068-4663 wlaubach@kpmg.com

Dr. Hanne Böckem T +49 30 2068-4829 hboeckem@kpmg.com

REGION OST

Tobias Nohlen T +49 30 2068-2362 tnohlen@kpmg.com

REGION MITTE

Manuel Rothenburger T +49 69 9587-4789 mrothenburger@kpmg.com

REGION SÜD

Dr. Markus Kreher T +49 89 9282-4310 markuskreher@kpmg.com

Dr. Anne Schurbohm T +49 30 2068-4929 aschurbohm@kpmg.com

Ingo Rahe T +49 30 2068-4892 irahe@kpmg.com

Impressum

Herausgeber

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Klingelhöferstraße 18 10785 Berlin

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