LA TRAVIATA Oper von Giuseppe Verdi
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LA TRAVIATA Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Roman und dem Drama Die Kameliendame von Alexandre Dumas dem Jüngeren
Berner Premiere Sa
19.09.26 Stadttheater Uraufführung 06.03.1853 Teatro La Fenice, Venedig
Musikalische Leitung Alevtina Ioffe Regie und Bühne Raimund Orfeo Voigt Kostüme Ursula Renzenbrink Licht Bernhard Bieri Chor Zsolt Czetner Dramaturgie Rebekka Meyer Chor und Extrachor der Bühnen Bern Berner Symphonieorchester Statisterie der Bühnen Bern
Merci Geschwister Louis-Stiftung
Doch sage ich Ihnen gleich, dass ich tun und lassen möchte, was mir gefällt, und Ihnen keinerlei Anrecht auf mein Leben einräume. Ich suchte schon längst einen jungen Geliebten, der nichts von mir fordert, mich ohne Eifersucht liebt und keine Rechte beansprucht. Bis jetzt habe ich keinen gefunden. Anstatt zufrieden damit zu sein, dass man ihnen beständig gewährt, was sie kaum einmal zu erreichen hofften, verlangen die Männer von ihren Geliebten Rechenschaft über Gegenwart, Vergangenheit und sogar Zukunft. Je mehr sie sich an einen gewöhnen, desto mehr wollen sie einen beherrschen, und je mehr man ihrem Willen nachgibt, desto anmassender werden sie. Wenn ich mich heute entschliessen soll, einen neuen Liebhaber anzunehmen, muss er drei äusserst seltene Vorzüge besitzen: Er muss Vertrauen haben, gehorsam und bescheiden sein. Alexandre Dumas: Die Kameliendame
Lina Tsiklauri (Violetta Valery), Davide Tuscano (Alfredo Germont)
Lina Tsiklauri (Violetta Valery)
Die Handlung Erster Teil Violetta Valery gibt bei sich zu Hause ein rauschendes Fest. Auch Alfredo Germont ist anwesend. Er ist schon seit Längerem in Violetta verliebt und besuchte sie während einer akuten Krankheitsphase täglich. Alfredo wird zu einem Trinkspruch überredet, in den Violetta einstimmt. Violetta, die nach wie vor an Schwindsucht erkrankt ist, erleidet einen Schwächeanfall und zieht sich zurück. Alfredo folgt ihr und gesteht ihr seine Liebe. Violetta schickt ihn zwar fort, doch gibt sie ihm zum Abschied eine Kamelie; er solle wieder kommen, wenn diese zu welken beginne. In Violetta regt sich die Hoffnung auf ein anderes Leben, das ihr aufgrund von Alfredos Liebe möglich er scheint. Gleichwohl bleiben ihr Zweifel und sie fragt sich, ob ihr Dasein nicht doch für die Oberflächlichkeit rauschender Nächte erkoren sei.
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Schon seit einiger Zeit haben sich Alfredo und Violetta auf ein Landhaus zurückgezogen und meiden die Gesellschaft – doch das Geld, mit dem Violetta den Unterhalt für beide bestreitet, wird langsam knapp. Während Alfredo sich auf den Weg macht, um Geld aufzutreiben, stattet sein Vater Giorgio Germont Violetta einen Besuch ab. Er fordert sie auf, Alfredo zu verlassen, denn die Hochzeit von seiner Tochter und Alfredos Schwester stehe auf dem Spiel: Die Verbindung zwischen Alfredo und Violetta schä dige den Ruf der Familie. Obwohl er grossen Respekt vor ihr hat, da sich Alfredo von ihr aushalten liess und nicht umgekehrt, erbittet er dieses grosse Opfer von ihr. Violetta willigt ein – und erahnt bereits ihren bevorstehenden Tod. Sie schreibt einen Brief an Alfredo, in dem sie die wahre Geschichte jedoch verschweigt. Der Vater tröstet den verlassenen und verzweifelten Alfredo. Zweiter Teil Violetta hat sich wieder in die Festgesellschaft gestürzt. Die Situation spitzt sich zu, als Alfredo erscheint. Violetta weiss, dass sie nur mit einer Lüge ihrem Versprechen nachkommen kann, von Alfredo getrennt zu bleiben. Also gaukelt sie Alfredo Liebe zu Baron Douphol vor. Daraufhin verliert der eifersüchtige Alfredo die Beherrschung und erniedrigt Violetta vor aller Augen. Sofort bereut er allerdings seine Tat und wird gleichzeitig von seinem Vater zurechtgewiesen. Inzwischen hat sich Violettas gesundheitlicher Zustand verschlechtert. Ob wohl der Doktor ihr das nicht direkt sagt, muss sie erkennen, dass sie bald sterben wird. In einem Brief schreibt Alfredos Vater an Violetta, dass er seinem Sohn den wahren Grund für die Trennung gestanden habe. Alfredo hat sich deshalb sofort auf den Weg zu ihr gemacht und reisst Violetta aus ihrer Todeserwartung. Die Liebenden verzeihen sich gegenseitig und geben einander das Versprechen, für immer zusammen zu sein. Auch der Vater bittet Violetta um Verzeihung. Violetta geht es zunehmend schlechter. Sie macht sich auf den Weg woandershin und lässt Vater und Sohn alleine zurück.
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Barbara Martig-Tüller (Annina), Lina Tsiklauri (Violetta Valery), Fabio Dorizzi (Gastone), Dario Lupi (Marchese d’Obigny), Chor und Extrachor der Bühnen Bern, Statisterie der Bühnen Bern
Das komplette Programmheft ist am Vorstellungsabend oder an der Billettkasse erhältlich.