

L’AGAMENNO NE
Oper von Salvatore Sciarrino

Timothy Connor (Agamennone), Iris van Wijnen (Clitemestra)
L’AGAMENNONE
Oper in zwei Akten von Salvatore Sciarrino
Libretto von Fabio Casadei Turroni und Salvatore
Sciarrino nach Aischylos’ Die Orestie
Musikalische Leitung
Clément Lonca
Regie
David Hermann
Bühne
Bettina Meyer
Kostüme
Axel Aust
Choreografie
Jean-Philippe Guilois
Licht
Bernhard Bieri
Chor
Zsolt Czetner
Dramaturgie
Rebekka Meyer
Chor der Bühnen Bern
Berner Symphonieorchester
Statisterie der Bühnen Bern
Uraufführung Sa 30.05.26
Stadttheater
Kompositionsauftrag von Bühnen Bern
Gefördert durch die Merci Ursula Wirz-Stiftung

Patricia Westley (Cassandra)
Kassandra: OMenschendasein!Ist’smitGlück gesegnet, einSchattenkannes wenden;doch schlägt’sfehl, solöschteinnasser Schwamm,wischter darüber,ausdasBild.
Unddieses allgemeineLosbeklageichweitmehralsmein Geschick.
AusAischylos :Agamemnon
Die Handlung
Erster Akt
Argos – Auf dem Dach des Palastes hält ein Diener auf Befehl der Königin
Clitemestra Ausschau nach dem Feuerzeichen, das den Fall Trojas und die Ankunft ihres Gatten, des Königs Agamennone, in der Heimat ankündigen soll. Als das Signal in der Ferne aufleuchtet, erläutert die Königin den Bürger*innen der Stadt dessen Bedeutung. Ein Herold, der auf zehn Jahre auf dem Schlachtfeld zurückblickt, kündigt die baldige Ankunft des Königs und das Ende des Krieges an.
Clitemestra gibt vor, während seiner Abwesenheit treu auf ihren
Gatten gewartet zu haben. Agamennone kehrt demütig sowie körperlich und psychisch gezeichnet vom Krieg zurück. Seine Frau beteuert weiterhin ihre Liebe zu ihm. Agamennone will die für ihn ausgerollten Teppiche zunächst nicht betreten, gibt jedoch nach, da Clitemestra auf dieser Ehre besteht, und tritt schliesslich in den Palast.
Zweiter Akt
Clitemestra versucht, auch Cassandra, die Agamennone als Sklavin aus Troja mitgebracht hat, zum Eintreten zu bewegen, doch diese reagiert nicht. Stattdessen ruft sie den Gott Apollon an und berichtet von ihren blutigen Visionen: Sie sieht sowohl ihren eigenen als auch den Tod Agamennones voraus. Aber Apollon hat Cassandras einstige Zurückweisung ihm gegenüber damit bestraft, dass niemand ihren Prophezeiungen Glauben schenken wird. Schliesslich betritt auch sie den Palast, ihr Schicksal bereits erwartend.
Kurz darauf hört man Agamennones Schreie aus dem Inneren des Gebäudes – Clitemestra verkündet triumphierend die eigenhändige Ermordung von Agamennone und Cassandra. Sie begründet ihre Taten mit der Rache für die Opferung der gemeinsamen Tochter Ifigenia durch Agamennone, um für die Überfahrt nach Troja mit dem Schiff günstigen Wind zu haben.
Aus einem Zwischenreich bereut Agamennone seine Taten und die dadurch weitergeführte Spirale der Gewalt. Die Bürger*innen von Argos beklagen das Schicksal der Menschen. Und bereits kündigt sich mit der Ankunft Orestes der nächste Mord an ...