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hörbar 02 | 2026|27

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hörbar Das Magazin des Konzerthaus Dortmund

Lera Auerbach

Inhalt

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Danke für: So klingt nur Dortmund.


Was bleibt

Titelfoto: Cezary Rucki Foto: Julia Steinigeweg

»Kunst, sei es Musik, bildende Kunst oder Literatur, ist das, was von unserer Zeit übrigbleibt«, sagt Lera Auerbach. Sie ist nicht nur eine der meistaufgeführten lebenden Komponistinnen, sondern auch Dirigentin, Pianistin, preisgekrönte Autorin, Dichterin, Literaturwissenschaftlerin, Bildhauerin … – eine der beeindruckendsten Universalkünstlerinnen unserer Zeit. Und in allen diesen Bereichen, so kann man den Eindruck gewinnen, möchte sie sämtliche Beschränkungen der menschlichen Existenz überwinden. Mein erstes persönliches Treffen mit Lera Auerbach fand im Café Imperial in Wien statt. Es war eine besondere Begegnung, Lera ist eine Erscheinung. Sie hat einen durchdringenden Blick, als würde man im Hintergrund immer die kreativen Zahnräder arbeiten sehen. Smalltalk gibt es bei ihr nicht, es geht direkt in die Tiefe. Bevor sie für ein Zeitinsel-Festival zusagt, möchte sie verstehen, wie ich ticke, ob wir nur eine Zusammenstellung zufälliger Konzerte mit ihren Werken machen oder ob es auch mir um etwas geht. So ist auch ihre Musik: eindrücklich, nie banal, immer mit einer Idee dahinter. Dabei durchaus verdaulich. Auerbach ist nicht eitel in ihrer Musik: Weder im Sinne einer Avantgarde, der das Publikum bisweilen egal zu sein scheint, noch in einer Anbiederung an eine breite Hörerschaft. Sie stellt ihr Schaffen zu einhundert Prozent in den Dienst der Sache, ist dabei immer bereit, auch ihr eigenes Werk infrage zu stellen.

Ihre »ARCTICA«-Sinfonie, die Sie am 6. November bei uns erstmals in neuer Fassung erleben können, arbeitete sie noch einmal um, nachdem sie sich zunehmend mit der indigenen Bevölkerung der Arktis auseinandergesetzt und im Dialog mit ihnen ihr eigenes Verständnis und ihre Sicht auf die Thematik weiter vertieft hatte. »Die Arktis zu erleben ist überwältigend, gleichzeitig fühlt man die Zerbrechlichkeit«, schildert sie ihre Erfahrungen vor Ort, die sie künstlerisch zu einem unglaublich berührenden Werk verarbeitet hat. Es lohnt sich, in das Werk von Lera Auerbach einzutauchen. Unser Format der Zeitinsel bietet mit fünf Veranstaltungen dafür den perfekten Rahmen. Natürlich gibt es noch sehr viel mehr Spannendes zu entdecken in diesem Herbst. Meine Highlights: Raphaël Pichon wird mit seinem Ensemble Pygmalion fast eine komplette Woche in Dortmund verbringen, um Mozarts cmoll-Messe hier einzuspielen und aufzuführen. Und dann gibt es noch ein Wiedersehen mit unserem ehemaligen Exklusivkünstler Lahav Shani, der inzwischen fest zur Weltspitze der Dirigenten zählt. Vielleicht sehen wir uns ja dort! Ihr Dr. Raphael von Hoensbroech Intendant und Geschäftsführer des Konzerthaus Dortmund

Editorial 03


Di 10.11.2026 19.30 Uhr

Dark Room – Ein Filmriss Ein Live-Hörspiel in Dunkelheit mit Musik vom Treppenhausorchester und den Stimmen großer Filmstars

im Dunkeln

04 Einblick


06 Interview

03 Editorial

Klang-Botschaften

04 Einblick

Pianist und Dirigent Timothy Long gibt indigenen Stimmen eine Bühne. 05 Inhalt 10 Titel 26 Augenblick

Die Kunst bleibt übrig

28 Gästebuch

Ein Zeitinsel-Festival für die Universalkünstlerin Lera Auerbach 14 Liederabend

29 Ausblick / Rätsel / Impressum

In der Spur

30 Haus und Verkauf

Beim Singen und Motorradfahren hält Erika Baikoff die Balance in jedem Tempo. 17 Internationale Orchester

Ein Vollblutmusiker Lahav Shani ist ein Dirigent auf Augenhöhe »seiner« Münchner Philharmoniker. 20 Meisterpianisten

Die Sprache der Musik Ihre Arbeit lässt Pianistin Yulianna Avdeeva mit Menschen auf der ganzen Welt sprechen. 22 Soundtrack Europa

Grenzgänger Bei DakhaBrakha treffen ukrainische Volksweisen auf globale Sounds: »Ethno Chaos« 24 Exklusivkünstler

Wagner, Witz und Wunderkind Pianist und Dirigent Tarmo Peltokoski hinterlässt eine klingende Visitenkarte. 25 Cabaret + Chanson

Fotos: Maximilian Probst, Dario Acosta, Maxim Abrossimow, Peter Rigoud

Poesie des Augenblicks Zwischen französischem Chanson, Great American Songbook und brasilianischen Klangfarben: Stacey Kent

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Inhalt 05


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Klang-

Botschaften Klassische Musik prägte das Leben von Timothy Long schon früh. Beethoven war der Soundtrack seiner Kindheit. Seine indigene Identität spielte in der musikalischen Karriere des Pianisten und Dirigenten lange Zeit keine ausschlaggebende Rolle. Erst spät fügten sich beide Welten zusammen. Im Interview spricht Timothy Long darüber, wie Musik Identität prägen kann, welche Oper sein Leben veränderte und wie er heute indigenen Stimmen auf den Konzertbühnen mehr Raum geben möchte. Schon als kleines Kind haben Sie Beethoven gehört. Wie kam es zu dieser frühen Begegnung mit klassischer Musik? Das habe ich meiner Mutter zu verdanken. Da muss ich etwas weiter zurückgehen, denn selbst in Amerika wissen die Menschen sehr wenig über die indigenen Völker. Es gibt gewissermaßen eine kollektive Verdrängung dessen, wer wir sind und welche Rolle wir in der Geschichte spielen. So wuchs meine Mutter in einem Internat für indigene Kinder auf. Dort war es den Kindern verboten, ihre Sprache zu sprechen oder ihre Traditionen auszuüben. Sie erkrankte an Tuberkulose und wurde in ein staatliches Tuberkulose-Sanatorium für indigene Menschen gebracht. Sie verbrachte insgesamt fünf Jahre in Quarantäne. Damals hörten alle dort Countrymusik. Aber sie wurde dieser Musik überdrüssig, fand einen klassischen Radiosender und entdeckte Beethoven für sich. Seine Musik berührte sie tief. Und diese Liebe zu Beethoven gab sie an Sie weiter. Eigentlich sollte sie keine Kinder bekommen, weil ihr ein kompletter Lungenflügel entfernt worden war. Aber es kam anders. Und als ich geboren wurde, spielte sie zu Hause ausschließlich Beethoven-Schallplatten. Das ist das Einzige, was ich hörte: Wilhelm Kempff, Alfred Brendel, Karajan mit den Berliner Philharmonikern. Ich war dieses kleine indigene Kind mit einer deutschen musikalischen Erziehung [lacht]. Und ich bin überzeugt, dass diese Musik etwas mit einem macht, mit der Art, wie man zuhört und sich konzentriert. Sie sind mit der Muscogee Nation und der Choctaw-Kultur verbunden. Wann haben Sie gespürt, dass diese Herkunft auch als Musiker ein wichtiger Teil Ihrer Identität ist?

Interview 07


Ich wuchs umgeben von meinem Stamm auf. Dort, wo ich groß wurde, war die Bevölkerung gemischt aus indigenen Menschen und Weißen. Das Zusammenleben war unkompliziert und friedlich. Ich wusste also, dass ich Muscogee war. Ich nahm an Muscogee-Veranstaltungen teil, besuchte die Muscogee-Kirche, und mein Vater sprach ständig Muscogee. Mein Leben war lange Zeit in zwei Bereiche aufgeteilt: Hier war meine klassische Musikkarriere und dort meine kulturelle Identität. Diese beiden Welten berührten sich überhaupt nicht. Das änderte sich erst in den letzten zehn Jahren. Was war der ausschlaggebende Punkt für diese Entwicklung? Ich wurde eingeladen, die Oper »Missing« in Kanada zu dirigieren. Sie handelt von den mehr als 5.000 vermissten und ermordeten indigenen Frauen in Kanada. Das war für mich von enormer Bedeutung. Wie haben Sie die Aufführungen dieser Oper erlebt? Das Werk ist zutiefst bewegend. Vor jeder öffentlichen Aufführung gaben wir private Vorstellungen für die Familien der Opfer. Und das war erschütternd. Schon in der ersten Minute hörte man Menschen weinen. Nach den Aufführungen führten wir Gespräche mit dem Publikum. Diese Menschen sahen aus wie ich. Sie sahen aus wie meine Familie. Und sie hatten keine Stimme. Damals wurde mir bewusst, wie privilegiert ich trotz meiner Herkunft und aller Schwierigkeiten am Anfang war. Ich spürte plötzlich eine Verantwortung. Mit ihrem Projekt »North American Indigenous Songbook« geben Sie indigenen Künstlerinnen und Künstlern eine Stimme, die lange Zeit nicht gehört wurde. Es gibt so viele großartige Werke, zu denen die Öffentlichkeit bisher kaum Zugang hatte. Das Projekt schafft Möglichkeiten für indigene Künstlerinnen und Künstler. Gleichzeitig eröffnet es nicht-indigenen Menschen eine völlig neue musikalische Welt. Gibt es ein bestimmtes Werk aus dem Songbook, das Sie persönlich besonders bewegt? Da muss ich an zwei Komponisten der Diné, aus der Navajo Nation denken: Raven Chacon und Connor Chee. Ihre Stücke sind außergewöhnlich. Ravens Werk wird vollständig in der Navajo-Sprache gesungen. Connors Stück wechselt zwischen Navajo und Englisch. Während Connors Musik sehr lyrisch ist, ist Ravens Komposition eher avantgardistisch. Gibt es in den Konzerten denn auch Übersetzungen für das Publikum? Ja, genau. Wir stellen Übersetzungen zur Verfügung und ich erläutere die Stücke etwas. Aber: Man muss nicht jedes einzelne Wort verstehen, damit eine Botschaft ankommt. Wir nehmen Tonhöhen wahr, wir nehmen Rhythmen wahr. Aber wir nehmen auch die Wiederholung von Konsonanten, die Klangfarbe von Vokalen und die Sprachmelodie wahr. Das geschieht auf einer unterbewussten Ebene. Deshalb führe ich die Zuhörerinnen und Zuhörer zwar in die Stücke ein, aber danach lasse ich sie die Botschaft über den Klang, den Rhythmus und die musikalische Zeit erfahren. Auf der einen Seite Beethoven, auf der anderen das »North American Indigenous Songbook«: Was können diese unterschiedlichen musikalischen Welten voneinander lernen? Ich denke: alles. Das Überraschende an meinem eigenen Leben ist, dass ich als kleiner Junge indigener Herkunft durch Beethoven zu dem Menschen geworden bin, der ich heute bin. Das ist ein perfektes Beispiel dafür, wie man von einer anderen Kultur lernen und dadurch die eigene Identität stärken kann. Letztlich hat mich westliche europäische Musik zu einer Möglichkeit geführt, mein eigenes Volk zu repräsentieren. Für mich schließt sich damit ein Kreis. Das Interview führte Corinna Ludwig.

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Steckbrief

Timothy Long Debüt als Klaviersolist im Alter von 16 Jahren mit dem Oklahoma Symphony Orchestra Studium Klavier und Violine an der Oklahoma City University und Studium Klavier an der Eastman School of Music Konzerte als Pianist und als Cembalist u. a. in der Carnegie Hall, der Alten Oper in Frankfurt und beim »Aspen Music Festival« Engagements als Operndirigent u. a. an der City Opera Vancouver, der Boston Lyric Opera und dem Opera Theatre of Saint Louis 2017 Musikalische Leitung der Weltpremiere der Oper »Missing« Assistenzdirigent an der Metropolitan Opera Künstlerischer und Musikalischer Direktor für Oper an der Eastman School of Music Mitglied des Vorstands von OPERA America

Fotos: Roberto Lagares

Präsident der Plimpton Foundation Live im Konzerthaus: So 15.11.2026 18.00 Uhr North American Indigenous Songbook Musik der indigenen Bevölkerung Amerikas

Interview 09


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Die

Kunst bleibt übrig

Do 05.11. – Sa 07.11.2026

Zeitinsel Lera Auerbach Das Schaffen der Komponistin, Pianistin und Dirigentin von Kammermusik über Chorwerk bis zu großem Orchester u. a. mit Chorwerk Ruhr, Narek Hakhnazaryan, den MDRKlangkörpern und Lera Auerbach selbst

Titel 11


Ein Zeitinsel-Festival widmet sich der Universalkünstlerin Lera Auerbach.

Auerbach ist ein wahres Multitalent, in dessen Schaffen die verschiedensten Künste Hand in Hand gehen. Als freischaffende Künstlerin hat Lera Auerbach auch ein vielseitiges literarisches Œuvre vorgelegt, das Gedicht- und Prosasammlungen, Novellen sowie zahlreiche Beiträge für Zeitungen und Zeitschriften umfasst. 1996 kürte die Internationale Puschkin-Gesellschaft sie zur Dichterin des Jahres. Ihr erstes in englischer Sprache veröffentlichtes Buch »Excess of Being« widmet sich der Kunst des Aphorismus. 2022 erhielt ihr Kinderbuch »A is for Oboe« (Random House) den »AudioFile Best Audiobook Award«. Zudem wurde sie mit dem »Robert Creeley Memorial Award« geehrt, der die Veröffentlichung ihres Gedichtmanuskripts »Forever Music« ermöglichte. Aber sie geht noch einen Schritt weiter: »Während Komponieren, Klavierspielen und Literatur weiterhin wesentliche Bestandteile meines Lebens sind, gibt mir das Dirigieren ein tiefes Gefühl der Ausdrucksfreiheit und ermöglicht es mir, Visionen und Erkenntnisse aus all meinen bisherigen Erfahrungen zu teilen.« Das Konzerthaus lädt vom 5. bis 7. November 2026 zu einer besonderen Reise ein, zu einer Zeitinsel, die sich ganz der russisch-amerikanischen Universalkünstlerin Auerbach widmet. Die Zeitinsel versteht sich als programmatisches Juwel im Spielplan des Konzerthaus Dortmund: Während einer mehrtägigen Auszeit rückt das Haus die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts in den Fokus und ermöglicht ein intensives Eintauchen in den Klangkosmos einer Künstlerin oder eines Künstlers. Das Format verbindet Hauptwerke mit eigens für diese Gelegenheit konzipierten Projekten, Kammermusik, Chor- und Orchesterkonzerten sowie Dialog- und Salonformaten, die persönliche Einblicke in künstlerisches Denken und Arbeitsprozesse geben. Zu den bisherigen Zeitinsel-Porträts zählten Komponistinnen und Komponisten wie Arvo Pärt, Sofia Gubaidulina, Beat Furrer und György Kurtág.

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Freiheit – der Wunsch danach ist zentral für Auerbachs Leben und Werk. Das zeigte sich nicht zuletzt 1991, als die 1973 im russischen Tscheljabinsk geborene Komponistin während einer Konzerttournee durch die Vereinigten Staaten ihre Heimat hinter sich ließ – ohne Sicherheitsnetz und noch kaum Englisch sprechend – und anschließend ihren Bachelor- und Master-Abschluss an der New Yorker Juilliard School erwarb. Wie einengend Auerbach ihre Zeit in der Sowjetunion empfunden haben muss, zeigt eine Anmerkung in den Programmhinweisen zu dem Werk »Ikarus«: »Als Kind lebte ich im antiken Griechenland. Die Welt da draußen machte viel mehr Sinn durch die Perspektive der antiken griechischen Mythen, in denen es durchaus üblich war, dass ein machtbewahrender Gott alle seine Kinder verschlang.« Während Ikarus aber zu viel wollte und am Ende abstürzte, startete Auerbach im Exil durch. Mehr als 180 Werke hat sie in den letzten drei Jahrzehnten komponiert. In ihren Kompositionen greift Lera Auerbach regelmäßig aktuelle gesellschaftliche und politische Themen auf. So trägt ihr zweites Violinkonzert den Titel »September 11« und reflektiert die Terroranschläge von 2001. Bereits 2006 setzte sie sich in ihrem »Russischen Requiem« mit staatlicher Unterdrückung und Repression in ihrer Heimat Russland auseinander. Den Auftakt zu dieser Zeitinsel gestaltet das Ariel Quartet, mit dem Lera Auerbach eine langjährige Zusammenarbeit verbindet. Das Programm umfasst nicht nur Auerbachs Streichquartett Nr. 3 und Johannes Brahms’ erstes Streichquartett, sondern auch die Uraufführung eines neuen Werks, das vom Konzerthaus Dortmund in

Foto: Cezary Rucki

»Musik kann die Grenzen der Worte überwinden. Ich kann aus all den Quellen schöpfen, die ich liebe. Leidenschaft schafft Leidenschaft«, sagt die Komponistin Lera Auerbach. Sie gehört zu den großen Musikerinnen der Gegenwart, ihre Werke werden weltweit von den renommiertesten Ensembles, Musikerinnen und Musikern gespielt. Es wäre aber zu einfach, sie nur durch eine künstlerische Ausdrucksform zu definieren, denn sie ist auch Dirigentin, Pianistin, Schriftstellerin und bildende Künstlerin. Jede Disziplin diene ihr als Inspiration und Sprungbrett zur nächsten, schreibt sie über sich selbst: »Wenn die Komponistin Auerbach ein neues Stück auf Notenpapier vollendet, ist es durchaus möglich, dass die bildende Künstlerin Auerbach eine Skulptur oder ein illustriertes Buch hinzufügt, um den Gesamteindruck ihres Werks zu erweitern und zu vervollständigen.«


Auftrag gegeben wurde. Einen Tag später dirigiert Auerbach selbst ihre Sinfonie »ARCTICA«, die sich mit der Gefährdung dieser Region infolge der globalen Erwärmung beschäftigt. Für die Dortmunder Aufführung arbeitet die Komponistin das Werk nach Begegnungen mit Ältesten verschiedener indigener Gemeinschaften der Arktis um und ergänzt Texte in den Sprachen der Region. »Es schöpft aus arktischen Mythen, ihrer Sprache und elementaren Kräften. Es lauscht dem Norden nicht als Territorium, sondern als Orakel«, erklärt sie. Am Samstag, 7. November, präsentieren Lera Auerbach am Klavier und der Cellist Narek Hakhnazaryan ihre 24 Preludes für Violoncello und Klavier, und danach spricht Intendant Raphael von Hoensbroech in gemütlicher Atmosphäre mit der Komponistin über ihre Klangsprache, Kompositionsprozesse und die Erfahrungen ihrer Arktis-Reisen. Die Mitwirkung von Inuit an der Sinfonie und am vertiefenden Gespräch im Salon ist ein wichtiger Bestandteil dieses Formats. Den Abend und die Zeitinsel schließt ein Chorkonzert des Chorwerks Ruhr, das Auerbachs monumentales Werk »72 Angels« zur Aufführung bringt. Die Zeitinsel Lera Auerbach verspricht drei intensive Tage, die zeigen, warum die Komponistin zu den spannendsten kreativen Stimmen unserer Zeit zählt. Wer neugierig ist auf Musik, die größer ist als das Leben, sollte sich diese Auszeit nicht entgehen lassen, denn, wie Auerbach selbst sagt: »Kunst, sei es Musik, bildende Kunst oder Literatur, ist das, was von unserer Zeit übrigbleibt.«

Titel 13


In der Spur

Wenn es darum geht, das Besondere ihrer Kunst zu beschreiben, greifen Sängerinnen oder Sänger oft zu Vergleichen. Mit Hochleistungssport oder Malerei zum Beispiel. Erika Baikoff denkt noch an etwas anderes. Singen sei wie Motorradfahren, meint Erika Baikoff. »Da gibt es so viele Dinge, an die man gleichzeitig denken muss. Aber das Wichtigste ist, bei allen Fahrmanövern die Balance zu halten. Und gleichzeitig Spaß dabei zu haben.« Den hat die russisch-amerikanische Sopranistin auf jeden Fall, in allem, was sie tut. Die Presse lobt ihre helle, gut fokussierte Stimme, das Expressive und die Präsenz, die ihre »engelsgleich berührende Kunst« ausmachen – so formuliert es die Internetseite »Bachtrack«. Aufgewachsen ist Erika Baikoff im New York der 1990er-Jahre. Später besucht sie Opernstudios für junge Talente und nimmt an Förderprogrammen teil, unter anderem an der Oper Lyon und an der Metropolitan Opera. An der MET betreut sie vor allem der Pianist Ken Noda, den sie noch heute als ihren Mentor und Freund bezeichnet. »Ich verdanke ihm so viel, seine Führung während meiner Zeit als junge Künstlerin und seine unerschütterliche Unterstützung meiner künstlerischen Träume.« Nach einem Bachelor in Französisch an der Princeton University erhält sie 2018 ihren Master von der Guildhall School of Music and Drama in London. 2019 ist dann ein Jahr, in dem der Motor von Erika Baikoffs Karriere noch einmal voll aufdreht. Gleich zwei be14

deutende Wettbewerbe gewinnt sie, den »Internationalen Helmut Deutsch-Liederwettbewerb« und den zehnten »Internationalen Gesangs- und Klavierwettbewerb Nadia und Lili Boulanger«. Kopflos nach vorn zu preschen ist allerdings Erika Baikoffs Sache nicht. Ihre Arbeit auf der Opern- und Konzertbühne muss im Gleichgewicht sein mit allen anderen Aktivitäten. Zum persönlichen Ausgleich trägt vor allem auch Sport bei. Auf Instagram sieht man sie beim Joggen, Reiten, beim Workout im Fitnessstudio, bei einer Kraxeltour auf den Watzmann und beim Halbmarathon in München. Die Regie verlangt den Darstellerinnen und Darstellern auf der Bühne heute eine Menge ab. Andere Strapazen wie das unentwegte Reisen sind da noch nicht berücksichtigt. »Da muss der Körper fit sein, besonders das Herz. Um mit Phrasierungen umzugehen, die schön und gleichzeitig lang sind, während man in Stöckelschuhen herumlaufen muss.« Hat es je eine Sopranistin gegeben, die besser in Form gewesen ist als Erika Baikoff? Das ist schwerlich denkbar. »Bewegung ist der einzige Weg, einen ruhigen Ort in meinem Gehirn zu finden.« Auch den Jakobsweg nach Santiago de Compostela hat sie schon bewältigt. Für sie hat er weniger religiöse Läuterung gebracht als wichtige Erkenntnisse: »Kommunikation ist immer möglich, trotz aller Sprachbarrieren. Es gibt Hoffnung, was die Menschlichkeit betrifft. Und: Es ist wichtig, die stillen Momente zu umarmen, wenn sie kommen.« Was macht für sie das Bild einer Bühnenkünstlerin richtig rund? Respekt ist es. »Nicht nur vor


Liederabend 15


Mi 09.12.2026 19.30 Uhr

Liederabend Erika Baikoff Erika Baikoff Sopran, Roman Borisov Klavier

– Classical American Songbook

der Musik. Es erfordert auch Respekt und Neugier, was Geschichte, Kultur, Tradition, bildende Kunst, Psychologie, Literatur und vor allem die Kolleginnen und Kollegen betrifft, mit denen wir arbeiten. Und das Publikum.« Für Erika Baikoff ist es noch die Zeit der Rollendebüts und der persönlichen Premieren. Wer sie live erleben will, muss vor allem nach München reisen. An der Bayerischen Staatsoper gehört sie seit der Spielzeit 2024/25 zum festen Ensemble. Seit letztem Jahr ist sie auch in das BBC-Förderprogramm der »New Generation Artists« eingebunden. Der USA-Schwerpunkt des Konzerthaus Dortmund ist nun der Anlass, sie für ein Recital

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auch nach Dortmund einzuladen. Gemeinsam mit Klavierpartner Roman Borisov schlägt die passionierte Liedsängerin den Bogen von Musicals und Evergreens über Leichtfüßiges wie frühe Korngold-Lieder bis hin zu Klassikern wie den »Liedern eines Eremiten« von Samuel Barber. Mit dem Programm möchte sie »den Reichtum, die Verschiedenheit und die sich ewig weiterentwickelnde Stimme des amerikanischen Kunstliedes« feiern. Ein Abend, der klug arrangiert und inhaltlich ausgewogen ist. Womit wir wieder bei der Balance sind, die Erika Baikoff in ihrem Leben so am Herzen liegt. Wichtig dabei: nichts überstürzen! »Ich habe bald herausgefunden, dass schnell zu sein der einfachere Teil ist«, sagt sie über das Motorradfahren. »Es geht darum, zu kontrollieren und zu reagieren, wenn Dinge schiefgehen, auf die man keinen Einfluss hat. Eben ganz wie beim Singen mit guter Technik.«

Fotos: Charl Marais, Hans-Georg Kaja

Lieder großer amerikanischer Komponistinnen und Komponisten


Ein

Vollblutmusiker

Studierter Kontrabassist. Pianist. Dirigent. Drei Berufsfelder in einem. Dabei hat er gerade erst die Mitte dreißig überschritten. Ein Überflieger? Bis zum Sommer war er Chef beim Rotterdam Philharmonic, seit sechs Jahren leitet er die Geschicke des Israel Philharmonic Orchestra. Und jetzt ist Lahav Shani auch Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. »Die Zeit geht sehr schnell.« Klingt lapidar, was Lahav Shani da behauptet. Manchmal, so gibt er zu, zwickt er sich selbst bei der Frage, wie er das alles schaffe. Mit 18 Jahren hat Shani den Solopart in Tschaikowskys Erstem Klavierkonzert unter Zubin Metha gespielt. Er hätte also auch Pianist werden können. Doch dann sorgt Shani 2013 für Aufmerksamkeit, als er den Ersten Preis beim Dirigierwettbewerb »The Mahler Competition« der Bamberger Symphoniker gewinnt. Was also tun? Spielen, dirigieren – oder beides? Shani fragt um Rat bei einem, der es wissen muss: Daniel Barenboim. »Und er sagte: ›Machen Sie es nicht.‹ Ich frage: ›Wirklich?‹ Und er sagte: ›Nur, falls Sie das wirklich müssen. Dann machen Sie es.‹« An diesen Rat hat sich Shani gehalten, bis heute. Zwar begegnet man ihm in der Doppelrolle durchaus in einigen Konzerten, wenn er vom Klavier aus dirigiert, doch Solo-Abende sind rar, »alle zwei Jahre oder so ein Programm«.

Der Pianist Rudolf Buchbinder hat es einmal auf den Punkt gebracht: »Shani ist ein Vollblutmusiker.« Lahav Shani, der bis 2025 als Exklusivkünstler das Publikum im Konzerthaus Dortmund begeistert hat, zählt zu einer Reihe von jungen, früh hochdekorierten Dirigenten wie Tarmo Peltokoski oder Klaus Mäkelä, der demnächst in Amsterdam und Chicago den Takt vorgibt. Die Zeiten, in denen ältere Herren mit silbrigem Haar vor ein Orchester getreten sind und eine Maestro-Aura verbreitet haben, sind vorbei. »Wir Musikerinnen und Musiker haben doch eine gemeinsame Sprache«, meinte Shani dazu vor ein paar Jahren in einem Interview, »und wenn man die versteht, warum sollte man zu jung sein?« Wichtig sei, dass man sich bei den jeweiligen Orchestern willkommen fühle. Dafür sei vor allem eine gewissenhafte Vorbereitung hilfreich. Die Chemie müsse eben stimmen, egal wie prominent der Name eines

Internationale Orchester 17


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Sa 21.11.2026 19.30 Uhr

Janine Jansen Münchner Philharmoniker, Lahav Shani Dirigent, Janine Jansen Violine

& Münchner Philharmoniker Schostakowitschs Violinkonzert Nr. 1 und Mussorgskys »Bilder einer Ausstellung«

Orchesters auch ist. »Was wollen wir voneinander? Wie gehen wir miteinander um? Wie ist der Humor? Haben wir die gleichen musikalischen Ziele?«

Foto: Co Merz

Unfreiwillig in die Schlagzeilen gerät Shani vor rund einem Jahr, als er beim belgischen »Flanders Festival Gent« auftreten soll – und plötzlich wieder ausgeladen wird. Als Chef des Israel Philharmonic Orchestra sei er nicht in der Lage, dem Gebaren der israelischen Politik entsprechend kritisch gegenüberzutreten. Wirklich? Die Reaktionen im In- und Ausland jedenfalls sind schnell und scharf. Sogar der deutsche Kulturstaatsminister protestiert auf allen diplomatischen Wegen, auch der belgische Ministerpräsident springt dem Gescholtenen bei. Seine nächsten Konzerte werden von demonstrativen Solidaritätsbekundungen begleitet. Hatte sich Shani etwa nicht klar, vor allem nicht laut genug positioniert? Offenbar ist es heutzutage auch in der Klassik zunehmend schwierig, sich so zu äußern, dass nicht irgendwer auf die Idee kommt, das Gesagte ideologisch auszuschlachten. Entsprechend vorsichtig gibt Shani in einer Stellungnahme zu erkennen, er sei »unfreiwillig in einen unerwarteten öffentlichen Sturm hineingezogen worden«. Der Dirigent hat das (nicht zuletzt mediale) Gewitter schadlos überstanden. Er dürfte froh sein, sich nun wieder aufs rein Musikalische konzentrieren zu können. Zehn Jahre lang hat er in Rotterdam gearbeitet, »und ich habe mich von der ersten Minute an wie zu Hause gefühlt«. Schon während der ersten gemeinsamen Probe, bei Tschaikowskys Sechster Sinfonie »Pathétique«, hat er gemerkt: »Ich möchte hierbleiben.« Ein solches Gefühl habe er mit keinem Orchester zuvor erlebt. »Diese Mischung aus Aufregung und Entspannung: Etwas ist in mir vorgegangen. Die Musikerinnen und Musiker sind von Emotionen getrieben, sie sind spontan und ganz im Moment des Musizierens aufgegangen; sie wagen es, Risiken einzugehen.« Ähnliches wird er nun in München erhoffen. Er kennt das Orchester, seit diesem Sommer ist er Chef. Die ersten gemeinsamen Auftritte finden ein teils euphorisches Echo: »Die Münchner Philharmoniker spielen, wie Mahler es sich wohl erträumt hat«, titelt im April 2026 die »Süddeutsche Zeitung«. Die Anfänge der Zusammenarbeit reichen ins Jahr 2022. Als Einspringer begleitet Lahav Shani das Orchester auf einer Schweiz-Tournee. Und das Ensemble, frisch verliebt, feierte in der Hotel-Lobby eine Party »wie in einem Schulorchester«, wie sich Klarinettistin Alexandra Gruber erinnert. Natürlich ist der Alltag nicht immer Party. Doch allgemein wird gelobt, wie sehr Dirigent und die Philharmoniker auf Augenhöhe arbeiten. Mit den meisten ist er schon per Du. Auch das ein Zeichen, dass die Zeit des Maestro-Gebarens längst vorüber ist.

Internationale Orchester 19


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Die Sprache der Musik Do 12.11.2026 19.30 Uhr

Klavierabend Yulianna Avdeeva Werke von Johann Sebastian Bach, Pierre Boulez, Ludwig van Beethoven und Dai Fujikura

Wenn Yulianna Avdeeva sich einem Werk annähert, geht die in Moskau geborene und mittlerweile in München wohnhafte

Foto: Maxim Abrossimow

Pianistin auf Entdeckungsreise. Für Yulianna Avdeeva ist die Musik ein Spiegel menschlicher Erfahrungen und historischer Einflüsse, der genau betrachtet werden will. »Man muss in seine Welt eintauchen und die eigene Stimme finden«, sagte Avdeeva zum Beispiel einmal über den Komponisten Fréderic Chopin. Ein Name, der mit ihrer Karriere immer eng verbunden sein wird: 2010 gewann Yulianna Avdeeva den Ersten Preis beim »Internationalen Chopin-Wettbewerb« in Warschau – als erste Frau seit Martha Argerich fünfzig Jahre zuvor. Diese Auszeichnung öffnete der Pianistin die Türen der internationalen Konzertsäle: Yulianna Avdeeva gastiert seitdem regelmäßig in der Elbphilharmonie Hamburg, im Wiener Konzerthaus, im Concertgebouw Amsterdam, im Pierre Boulez Saal Berlin so-

wie in der Carnegie Hall und arbeitet mit führenden Orchestern und Dirigenten zusammen. Die gemeinsame, verbindende Sprache dabei ist die Musik selbst. Yulianna Avdeeva ist überzeugt: Musik ist Kommunikation. »Ich bin so dankbar, dass ich diese universelle Sprache mit Menschen auf der ganzen Welt sprechen kann«, sagte sie in einem Interview. Die Künstlerin versteht ihr Klavierspiel als fortwährenden Austausch mit dem Publikum, mit den Komponisten und auch mit sich selbst. Da scheint es nicht verwunderlich, dass Yulianna Avdeeva auch ihre Beschäftigung mit Chopins Werk nicht als abgeschlossen betrachtet. »Man kann nie die Noten zuklappen und sagen: Jetzt hab ich’s«, erklärte sie in einem Interview mit dem »Bayerischen Rundfunk«. Ebenso intensiv widmet sich Yulianna Avdeeva Beethovens und Bachs Werken, die bei ihrem Besuch im Konzerthaus Dortmund auf dem Programm stehen. Letzterer nimmt eine weitere Schlüsselrolle in Avdeevas musikalischem Wirken ein: Während der Corona-Pandemie initiierte sie das »AvdeevaBachProject«, spielte und erläuterte über viele Monate hinweg das gesamte »Wohltemperierte Klavier«.

Meisterpianisten 21


Grenzgänger Fr 20.11.2026 20.00 Uhr

DakhaBrakha Ukrainische Tradition trifft globale Klangwelten

»Ethno-Chaos« nennen DakhaBrakha ihre Musik. Der vielseitige Sound der vier Musikerinnen und Musiker lässt alte ukrainische Volksweisen auf moderne Genres wie Pop, Punk, Electronica, Hip-Hop und Soul treffen, und wirkt dabei zugleich archaisch und überraschend zeitgenössisch. DakhaBrakha wurden 2004 als Projekt des ukrainischen Avantgarde-Theaters Dakh in Kyjiw gegründet. Die Einflüsse des Theaters prägen die Arbeit der Band bis heute. Szenische Elemente, markante Kostüme und kunstvoll eingesetzte Videoarbeiten sind fester Bestandteil ihrer Auftritte und lassen Musik, Bildsprache und Performance zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Damit haben sich DakhaBrakha in den vergangenen Jahren weit über die Grenzen ihres Heimatlandes hinaus einen Namen gemacht. Auftritte bei renommierten Festivals und in Konzerthäusern rund um den Globus haben die Band zu einer der bekanntesten kulturellen Stimmen der Ukraine werden lassen. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine hat ihre Arbeit zusätzlich eine politische Dimension erhalten. Auf ihren internationalen Tourneen nutzen DakhaBrakha die Aufmerksamkeit für ihre Musik, um auf die Lage in ihrem Heimatland hinzuweisen. Auch ihr Auftritt im Konzerthaus Dortmund steht in diesem Zusammenhang. DakhaBrakha sammeln an diesem Abend Spenden für die Initiative Musicians Defend Ukraine, die Musikerinnen und Musiker im Land unterstützt. Die Erlöse aus dem Merchandise-Verkauf fließen in das Projekt. Darüber hinaus wird ein von Sänger Marko Halanevych selbst gemaltes Bild versteigert. So wird aus einem außergewöhnlichen Musikerlebnis zugleich ein Abend der Solidarität.

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Soundtrack Europa 23


Wagner, Witz und Wunderkind Mi 02.12.2026 19.30 Uhr

Tarmo Peltokoski & Hong Kong Hong Kong Philharmonic Orchestra, Tarmo Peltokoski Dirigent, Klavier, Martin Helmchen Klavier

Philharmonic Orchestra Werke von Yao Chen, Camille Saint-Saëns und Richard Wagner

Tarmo Peltokoski zeigt sich mit dem Hong Kong Philharmonic Orchestra als Dirigent, Pianist und leiden-

Tarmo Peltokoskis Karriere ist eng mit Richard Wagner verbunden. »Der Grund, warum ich Dirigent werden wollte, war Wagner«, sagt er über sich. Als Elfjähriger sah er auf YouTube das Ende der Oper »Siegfried« – ein Erlebnis, das eine Tür öffnete, die er nie wieder schloss: »Von da an war ich verrückt danach und begann, auf Deutsch Teile aus ›Siegfried‹ und ›Götterdämmerung‹ zu singen. Jeder dachte, ich bin verrückt – meine Mitschüler natürlich, aber auch Lehrer und vermutlich auch meine Eltern.«

Wagners »Lohengrin«. In seiner ersten Saison an der Spitze des Hong Kong Philharmonic führt er das Orchester auf einer Europatournee auch ins Konzerthaus Dortmund, wo er seit letzter Saison Exklusivkünstler ist. Seine Liebe zu Wagner zeigt sich an diesem Abend mit »The Ring«, Henk de Vliegers rund einstündiger, rein instrumentaler Verdichtung des vierteiligen Opernzyklus.

Verrückt oder nicht – wegweisend war diese Liebe zur Musik Richard Wagners allemal. Es folgten Dirigierunterricht bei den finnischen Größen Jorma Panula ab dem Alter von 14 Jahren, später bei Sakari Oramo an der Sibelius Academy sowie Unterricht bei Hannu Lintu, Jukka-Pekka Saraste und Esa-Pekka Salonen.

Doch zunächst präsentiert sich Tarmo Peltokoski von einer ganz anderen Seite: Der versierte Pianist, der auch musikalische Komödien liebt, setzt sich in Saint-Saëns’ »Karneval der Tiere« gemeinsam mit Martin Helmchen an den Flügel und erweckt in dieser musikalischen Parodie die Tierwelt zum Leben.

Wenn er nun, mit gerade mal 25 Jahren, Chefdirigent des Hong Kong Philharmonic Orchestra und des Orchestre National du Capitole de Toulouse ist, unterstreicht das sein Ausnahmetalent – ebenso wie sein angekündigtes Bayreuth-Debüt 2027 mit

24 Exklusivkünstler

So wird der Abend zu einer klingenden Visitenkarte eines Künstlers, dessen musikalische Neugier weit über Wagner hinausreicht.

Foto: Sonja Werner

schaftlicher Klangentdecker.


Poesie des Augenblicks

Kaum eine Jazzsängerin setzt Zwischentöne so wirkungsvoll ein wie Stacey Kent. Im Konzerthaus präsentiert sie Lieder ihres Erfolgsalbums »Raconte-moi« und stellt ihr neues Programm »A time for love« vor. Ein Konzert, das Kopfkino auslöst.

Foto: Diane Sagnier

Leise, klar und mit berührender Intensität – Jazzsängerin Stacey Kent singt nicht einfach für das Publikum, sie erzählt Geschichten. Mit ihrer Stimme legt sie das Wesentliche eines Songs frei: die Poesie eines Augenblicks. Dabei liegt ihre Stärke nicht im großen Ausdruck, sondern in den leisen Zwischentönen. Seit über 35 Jahren berührt Stacey Kent ihr Publikum weltweit. Mehr als zwei Millionen verkaufte Alben, eine »Grammy«-Nominierung und zahlreiche Auszeichnungen, darunter zwei »BBC Jazz Awards«, machen sie zu einer Ausnahmeerscheinung im Jazz. Bemerkenswert ist vor allem ihre Fähigkeit, eine unmittelbare Verbindung zum Publikum herzustellen. Viele Zuhörerinnen und Zuhörer haben das Gefühl, Kent singe nur für sie.

Sa 12.12.2026 20.00 Uhr

Stacey Kent & Band »Raconte-moi« – die Jazzsängerin zwischen Chanson und Great American Songbook

Scheinbar mühelos bewegt sie sich zwischen französischem Chanson, dem Great American Songbook und brasilianischen Klangfarben. Diese Vielfalt prägt auch ihr Programm im Konzerthaus Dortmund. Begleitet wird Kent dabei in einer fast kammermusikalischen Besetzung. Gemeinsam mit ihrer Band widmet sie sich der Liebe in all ihren Facetten – von verträumten Melodien der Beach Boys und Stevie Wonder bis zu Serge Gainsbourg, Burt Bacharach und Leonard Bernstein. Mit ihrer feinen Interpretation macht Stacey Kent die Menschen hinter den Liedern sichtbar. Jede Figur und jede Emotion gewinnt Kontur. Vielleicht liegt genau darin das Besondere ihrer Kunst: Sie erzählt Geschichten, die vor dem inneren Auge lebendig werden.

Cabaret + Chanson 25


Mit »Sing, sing, sing«, dem Community-Music-Treffen für Menschen ab 60 Jahren, hat vor kurzem ein Herzensprojekt den Ort gewechselt. Kein Chor im klassischen Sinne und doch der beste Beweis für die Kraft des gemeinsamen Singens, kamen Musikbegeisterte seit 2021 wöchentlich ins KonzerthausFoyer. Nachdem das aus allen Nähten platzte, wurde mit dem Reinoldisaal ein neuer Raum gefunden, der montags allen Platz bietet. Mit ihren Familien und Liebsten können diese Sängerinnen und Sänger sowie weitere Interessierte nun an einzelnen Terminen wieder einmal im Konzerthaus singen, diesmal direkt im Konzertsaal. Nach dem Auftakt im September ist am 18. Januar die nächste Möglichkeit am »Singenden Saal« teilzunehmen: Alle sind willkommen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

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Fotos: Oliver Hitzegrad, Konzerthaus Dortmund

emeinsam singen


H B D

erzlich willkommen

Seit September begrüßt Sie das Konzerthaus-Ticketing tagsüber und mit der Abendkasse in neuen Räumlichkeiten. Pünktlich zum Start der Saison 2026 /27 war der Verkaufsraum direkt neben dem Haupteingang in der Brückstraße fertig – ein zentraler, auch für Neukundinnen und -kunden leicht auffindbarer Ort. Dort berät das elfköpfige Team wie gewohnt und hilft bei der Auswahl der passenden Konzerterlebnisse. Natürlich ist auch der reibungslose Online-Kartenverkauf ein wichtiger Anlaufpunkt für das Publikum. Der persönliche Kundenkontakt und der Austausch zwischen Menschen, die Musik lieben, bleibt allerdings in Zeiten zunehmender Anonymität essenziell. Raum dafür gibt es jetzt in der Brückstraße 21 und unter der gewohnten Telefonnummer T 0231 – 22 696 200.

lick in die Zukunft

In regelmäßigen Abständen nimmt sich das Konzerthaus-Team einen Tag lang Zeit füreinander, für vertiefte Gespräche und konkrete inhaltliche Arbeit. In diesem Jahr war die WILO-Foundation, Partnerstiftung des Konzerthaus Dortmund, Gastgeber des Teamtags und zeigte den Kolleginnen und Kollegen den Wilopark, Deutschlands digitalsten Gewerbepark, der 2024 als »Fabrik des Jahres« ausgezeichnet wurde. Neben einem StrategieUpdate gab es Vorstellungen der einzelnen Abteilungen sowie Arbeitsgruppen zu Themen KI, Gemeinwohl-Ökonomie und Community Music. Zum entspannten Teambuilding ging es anschließend in die Stehbierhalle der Bergmann-Brauerei, ebenfalls Sponsor des Konzerthauses.

ie Saison ist eröffnet

Es war eine Saisoneröffnung im Zeichen des Friedens. Mit dem West-Eastern Divan Orchestra spielte ein Orchester, das wie kaum ein anderes für gegenseitiges Verständnis und Respekt steht und Brücken baut, wo Politik und Gesellschaft scheitern. Vor mehr als 25 Jahren riefen Daniel Barenboim und Edward W. Said das Orchester ins Leben, in dem israelische und arabische Musikerinnen und Musiker zusammenspielen. Die Leitung übernahm kurzfristig Karl-Heinz Steffens, Chefdirigent des Norrköping Symphony Orchestra und Protegé Daniel Barenboims. Nach einer Probe am Vormittag in Dortmund hatte Barenboim seine Mitwirkung aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen. Intendant Raphael von Hoensbroech übermittelte herzliche Genesungswünsche und eröffnete mit Oberbürgermeister Alexander Kalouti und Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft in NRW, die neue Spielzeit.

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Vom Blatt – Grüße von Raphaël Pichon

Eintrag vom 31. Oktober 2023 nach einer Aufführung des Mozart-Requiems mit seinem Ensemble Pygmalion

28 Briefe

Foto: Holger Jacoby

2023 war Dirigent Raphaël Pichon zum ersten Mal im Konzerthaus zu erleben – und wurde seitdem in jeder Saison wieder eingeladen. Das hat natürlich Gründe: starke Neuinterpretationen, unbedingter Ausdruckswille und der homogene, transparente Klang der von ihm gegründeten Ensembles. Am 30. Oktober 2026 wird er die Seele des Konzerthaus-Saals mit Mozarts »Großer Messe« zum Klingen bringen.


Impressum

Ausblick

Herausgeber Konzerthaus Dortmund GmbH Intendant und Geschäftsführer Dr. Raphael von Hoensbroech, V. i. S. d. P. Texte Markus Bruderreck, Marion Daldrup, Katharina Dröge, Guido Krawinkel, Corinna Ludwig,

Ausgabe 03 /2026 /27 Antoine Tamestit Stimme seines Instruments

Teresa Saxe, Christoph Vratz,

Klaus Mäkelä Auf dem Weg des Erfolgs

Marie Walkowiak, Verena Wengorz

Karina Canellakis Von der Geigerin zur Dirigentin

Gestaltung

John Adams Spiel mit dem sinfonischen Erbe

Kristina Erdmann Anzeigenmarketing Marion Daldrup, T 0231 – 22 6 96 213

Das Nashorn-Rätsel

Druck Strube Druck & Medien GmbH Termin- und Programmänderungen sowie Druckfehler vorbehalten. Konzerthaus Dortmund Brückstraße 21 44135 Dortmund T 0231 – 22 696 0 F 0231 – 22 696 222 info@konzerthaus-dortmund.de www.konzerthaus-dortmund.de Tickethotline T 0231 – 22 696 200 Besuchen Sie uns @Konzerthaus_DO @Konzerthaus_DO Konzerthaus.Dortmund

Foto: Dana van Leeuwen

KonzerthausDortmund

»Klassische Musik ist keine Entspannungsmusik«, sagt unsere gesuchte Künstlerin. Gleiches könnte man auch über die Musik der texanischen Alternative-Rockband And You Will Know Us by the Trail of Dead sagen, mit der sie bereits zweimal zusammenarbeitete. Aus Angst um ihr teures Instrument sieht die US-Amerikanerin mit deutschen Vorfahren von gemeinsamen Auftritten jedoch lieber ab. Auf früheren Konzertreisen teilte sich die dreifache »Grammy«-Gewinnerin das Hotelzimmer gelegentlich mit einer kleinen Maus namens Mars.

Wenn Sie die Lösung wissen, schicken Sie sie uns per E-Mail an verena.wengorz@konzerthaus-dortmund.de. oder auf einer Postkarte mit dem Stichwort »Nashorn- Rätsel« an: Konzerthaus Dortmund, Verena Wengorz, Brückstraße 21, 44135 Dortmund Einsendeschluss ist der 07.12.2026. Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir fünfmal zwei Freikarten für das Konzert des London Symphony Orchestra mit Víkingur Ólafsson am 19.01.2027. Viel Glück! Die Lösung des letzten Nashorn-Rätsels: Quatuor Ébène.

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Abo- und Einzelkarten: So kommen Sie an Ihre Tickets Galerie Mitte links

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Persönlich Ticketing und Abonnementberatung Brückstraße 21 44135 Dortmund Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 10.00 bis 18.30 Uhr, Samstag von 11. 00 bis 15.00 Uhr Per Telefon T 0231 – 22 696 200 Per Fax F 0231 – 22 696 222 Per Post Konzerthaus Dortmund, Vertrieb, Brückstraße 21, 44135 Dortmund

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Zahlungsarten Barzahlung und per Kreditkarte (MasterCard, American Express und VISA). Bei Bestellungen bis spätestens zehn Werktage vor der jeweiligen Veranstaltung ist auch eine Zahlung per Lastschrift möglich. Bitte Postlaufzeiten berücksichtigen.

Hörplätze Hörplätze werden an der Abendkasse ausschließlich nach Verfügbarkeit ausgegeben. Ein Anspruch auf Bereitstellung der Hörplätze besteht nicht, eine Reservierung dieser Plätze ist nicht möglich. Je Interessent wird nur eine Karte ausgegeben.

Internet Ticketshop auf www.konzerthaus-dortmund.de

Service für Rollstuhlfahrer*innen Bitte buchen Sie frühzeitig, damit wir Ihre gewünschten Plätze und unseren Extra-Service garantieren können. Falls Sie keine Begleitperson mitbringen, hilft Ihnen unser kostenloser Begleitservice gerne: T 0231 – 22 696 200.

Abendkasse Die Abendkasse im Foyer öffnet bei Eigenveranstaltungen 90 Minuten vor der jeweiligen Veranstaltung.

Preiskategorie 1 Preiskategorie 2 Preiskategorie 3 Preiskategorie 4 Preiskategorie 5 Preiskategorie 6 Preiskategorie 7 * Rollstuhlplätze Keine volle Podiumssicht

* Hörplätze sind 90 Minuten vor

Beginn der Veranstaltung erhältlich (Sonderregelungen vorbehalten)

Informationen zu Hörhilfen Für Nutzer*innen von Hörhilfen gibt eine appbasierte Hörunterstützung über Sennheiser MobileConnect. Sie benötigen hierzu ein Smartphone, die MobileConnect-App sowie Zugang zum Konzerthaus-WLAN. AGB Die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Konzerthaus Dortmund können im Ticketing sowie im Internet eingesehen werden. Preiskategorien Alle Saalpläne finden Sie unter www.konzerthaus-dortmund.de / de / technik


Die Botschafterinnen und Botschafter des Konzerthaus Dortmund Persönliche Botschafter Prof. Dr. Lutz Aderhold · Dr. Andreas Bellmunt · Dr. Udo Markus Bentz · Anja Berninghaus Heinrich Böckelühr · Britta und Roland Bracht · Ina Brandes · Gaby und Dr. Michael Brenscheidt · Lilo und Frank Bünte Susanne und Dr. Wolfgang Cordier · Susanne und Udo Dolezych · Dr. Stephen Dunker · Dr. Ansgar Fendel · Christa Frommknecht · Ingrid Gantenbrink · Beatrice und Thomas Goeke · Iris und Volker Goeke · Benjamin Heinig · Gesa und Torsten Heldt · Uta Höfling · Martina und Hans-Jörg Hübner · Familie Jaeger · Ann-Grit und Peter N. Jülich · Alexander Kalouti · Marie-Luise Kauermann und Prof. Helmut Riester · Prof. Dr. Stefan Kirmße · Annette und Dr. Uwe Kiszka Dr. Martin Kleine · Felix Krämer · Swantje und Lutz Kramer · Traudel Kroh · Dr. Alice L. und Dr. Jochen Kühner · Dr. Gunther Lehleiter · Margrit und Ulrich Leitermann · Dr. Thomas Lichtenberg · Dr. Eva und Dr. Rainer Löb · Jutta und Hans-Hugo Miebach · Dr. Volha Naumovich und Fin Geldmacher · Axel Nill · Dietrich Nill · Susanne Nolden · Marc T. Oehler · Renate und Dr. Jochen Opländer · Ines Pohlmann-Feuerhake-Fund und Peter Pohlmann · Beatrix Polchau · Michael Sander Wolfgang Scharf · Dirk Schaufelberger · Cornelia und Thomas Schieferstein · Dr. Christoph Schmidt · Marie-Theres Schnarrenberger-Weitkamp · Dr. Arne Schneider, Elmos Stiftung · Familie Schneider · Dr. Wolfgang Schröder · Katharina und Reinhold Semer · Mechtild Steinau · Marie Elise und Dr. Hans Stetter · Jörg Stüdemann · Winfried Tillmann, FT Stiftung Schwerte · Dr. Ina Tilse · Christiane und Emil Underberg · Prof. Dr. Angela und Wilfried Utermann · Liselotte und Dr. Helmut von Achten · Heidrun und Dr. Hans von Dewall · Sebastian Graf von Kanitz · Iris Woerner und Axel Vosschulte Martina und Thomas Wrede und weitere Botschafterinnen und Botschafter, die nicht genannt werden möchten Firmenbotschafter Christine Bülow, Gynäkologische Privatpraxis Bochum · Johannes Großpietsch, Busche · Alexander Hafer und Andree Balura, GoodWineOnly Weinbar · Birgit und Christoph Helbich, SHA Scheffler Helbich Architekten Petra und Detlev Höhner, Murtfeldt · Dr. Wolfram Kiwit, Verlag Lensing-Wolff · Michael Kohler, audalis Kohler Punge & Partner · André Maiwald, Maiwald Klaviere & Flügel · Dr. Fatma Michels, Frauenärztin FrauSein und Menovital Joachim Nill, Leue & Nill · Dr. Tido Park, Park | Wirtschaftsstrafrecht. Rechtsanwälte · Dr. Bukurije Plasger, Gynäkologie Gartenstadt · Angelika Ullm und Architekt Ralf Schulte-Ladbeck, A-SL-Baumanagement · Dirk Stürmer, TechnologieZentrumDortmund · Prof. Detlev Uhlenbrock, MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock & Partner und weitere Firmen, die nicht genannt werden möchten Die Botschafterinnen und Botschafter werden im Botschafterboard ehrenamtlich vertreten von Detlev Höhner (Sprecher), Iris Woerner (2. Sprecherin), Michael Sander, Dirk Schaufelberger, Martina Wrede Danke für: So klingt nur Dortmund.


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