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hörbar 01 | 2026|27

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hörbar Das Magazin des Konzerthaus Dortmund

Timothy Long

Inhalt

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Danke für: So klingt nur Dortmund.


Zuhören

Titelfoto: Roberto Felipe Lagares Foto: Julia Steinigeweg

Sie tun es, wenn Sie zu uns in den Saal kommen, um ein Spitzenorchester, ein Streichquartett oder vielleicht auch unsere »Jungen Wilden« live zu erleben – manchmal hochkonzentriert, manchmal mit Unterbrechungen und manchmal gleich über mehrere Stunden hinweg: Sie hören zu.

rinnen und Zuhörer möchten wir uns den Vereinigten Staaten nähern – kritisch, fragend und voller Neugier. Was verbindet uns über den Atlantik hinweg miteinander? Auf welche aktuellen Entwicklungen in den USA schauen wir mit Unverständnis und warum? Wo können wir von den USA lernen? Was ist von den Freiheitsversprechen der Unabhängigkeitserklärung geblieben, was überhaupt jemals gelebte Realität geworden?

Im besten Fall – wenn wir und die Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne alles richtig gemacht haben und es Ihnen wiederum gelungen ist, sich wirklich auf die Musik einzulassen – passiert genau das, was wir uns für unsere Gäste wünschen: Sie gehen glücklich und bereichert, vielleicht sogar ein bisschen verändert wieder nach Hause. Die Fähigkeit aktiv zuzuhören ist sicherlich eine der größten menschlichen Stärken. Bei aller Begeisterung meine ich damit natürlich nicht nur das konzentrierte Musikhören. Viele Konflikte, die uns aktuell im Kleinen wie im Großen beschäftigen, ließen sich deutlich entschärfen, wenn mehr zugehört würde. Wir sollten andere Perspektiven mit Neugier, Offenheit und als Bereicherung betrachten. Das gilt für Social Media wie für die große Politik.

Natürlich geht es um die großen musikalischen Errungenschaften, die wir den USA verdanken. Mit dem Chicago Symphony und dem Cleveland Orchestra dürfen wir uns auf zwei der »Big Five«-Klangkörper freuen, dazu auf ein Wiedersehen mit der großartigen Joyce DiDonato, die sich der Dichterin Emiliy Dickinson widmet. Zugleich erleben wir seltener zu hörende Stimmen wie die von Timothy Long mit seinem Projekt »North American Indigenous Songbook«. Mit Gershwins Klassiker »Porgy and Bess« präsentieren wir wiederum ein Werk, dass uns nicht nur musikalisch immer wieder begeistert, sondern auch gesellschaftspolitisch hochaktuell ist. Spitzen Sie am besten schon mal die Ohren!

Wenn wir in diesem Jahr das 250. Gründungsjubiläum der USA feiern, dann auch deshalb, weil ein solches Jubiläum eine Gelegenheit zur Auseinandersetzung bietet. Als aktive Zuhöre-

Ihr Dr. Raphael von Hoensbroech Intendant und Geschäftsführer des Konzerthaus Dortmund

Editorial 03


Sa 03.10.2026 20.00 Uhr

Gaye Su Akyol & WDR Anatolian Dragon Pop zwischen türkischer Melodik und Rock-Elementen

Funkhausorchester

04 Einblick


06 Interview

03 Editorial

Die Geschichte hinter den Noten

04 Einblick

Marie Jacquot, neue Chefdirigentin des WDR Sinfonieorchesters, stellt sich vor. 05 Inhalt 10 Titel 26 Augenblick

Amerika hören

28 Gästebuch

Zum 250. Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung geht es um die Vielfalt US-amerikanischer Musik.

29 Ausblick / Rätsel / Impressum 14 Saisoneröffnung 30 Haus und Verkauf

Große Musik bedeutet Zuhören Altmeister Daniel Barenboim führt erstmals sein West-Eastern Divan Orchestra nach Dortmund. 17 Internationale Orchester

Der beste Job der Welt Mit der Autorität der Kompetenz: Dirigentin Anja Bihlmaier 20 Jazz

Musikalisches Universalgenie Jazzerin Emma-Jean Thackray passt gerne nicht rein. 22 Meisterpianisten

Ruhepol Pianist Eric Lu behält im Trubel einen kühlen Kopf. 24 Internationale Orchester

Zum ersten Mal vollendet Die unvollendete Zehnte: Gustav Mahlers letztes Werk 25 Für Neugierige

Vom Besenstiel zum internationalen Konzertpodium

Fotos: Hazal Esen, Nikolaj Lund, Lukasz Rajchert, Anne Dokter

Abel Selaocoe erfindet das Cello neu.

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Inhalt 05


Die

Geschichte

hinter den Noten Eigentlich wollte Marie Jacquot Posaunistin werden. Heute steht die gebürtige Pariserin an den Dirigierpulten der Welt. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Chefdirigentin des Royal Danish Theatre Copenhagen international einen Namen gemacht – auf Opernbühnen und in Konzertsälen. Mit der neuen Spielzeit wird sie Chefdirigentin des WDR Sinfonieorchesters. Im Interview spricht sie über ihre wiederentdeckte Liebe zu Wagner, den langen Weg zu einem gemeinsamen Orchesterklang und warum ihr der Beruf immer wieder auch Rätsel aufgibt. Sie sind seit zehn Jahren Dirigentin. Und sie haben einmal gesagt, je länger Sie diesen Beruf ausüben würden, desto weniger wüssten Sie darüber… Ja, weil es so viele Möglichkeiten gibt, Dirigent oder Dirigentin zu sein, wie Menschen auf der Erde leben. Natürlich gibt es das Handwerk. Und die Musik, die Noten, den Rhythmus. All das kann man lernen. Aber das ist nicht das Wichtigste. Wie man 100 Menschen im Orchester für sich gewinnt – das ist entscheidend und oft ein Rätsel. Dieses Rätsel ist jedes Mal anders. Wir arbeiten immer wieder mit anderen Orchestern und haben andere Menschen vor uns. Mit anderen Konstellationen, einer anderen Kultur, neuen Herausforderungen. Haben Sie denn eine bestimmte Herangehensweise, wenn Sie auf ein neues Orchester treffen? Da gibt es kein Rezept. Das Wichtigste an unserem Beruf ist, glaube ich, authentisch zu bleiben und zu hoffen, dass diese Authentizität rüberkommt und das Orchester sich davon inspirieren lässt. Sie sind neue Chefdirigentin des WDR Sinfonieorchesters. Wie erleben Sie die Zusammenarbeit bisher? Das ist eine gute Frage. Ich glaube, wir müssen uns weiterhin kennenlernen. Wir haben bisher drei, vier gemeinsame Projekte gestaltet. Und ich habe begonnen zu spüren, wo die enormen Stärken liegen. Es sind unglaublich fantastische Musikerinnen und Musiker, die mit Musik eine Geschichte erzählen können und auch risikofreudig sind. Gleichzeitig ist es ein Radioorchester, das getrieben ist, Perfektion zu erlangen. Was möchten Sie erreichen, wie soll das WDR Sinfonieorchester mit Marie Jacquot am Pult klingen? Um zu wissen, welches »Markenzeichen« für Marie Jacquot und das WDR Sinfonieorchester steht, dafür braucht es noch Zeit. Aber das ist ja das Schöne daran, Chefdirigentin zu sein. Man kann eine langfristige Kollaboration aufbauen, man lernt sich menschlich und musikalisch kennen und kann viel intensiver und tiefer zusammenarbeiten – und irgendwann geht es dann nur noch um die Musik.

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Interview 07


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Fotos: Julia Wesely


Steckbrief

Marie Jacquot Posaunenstudium in Paris, Dirigierstudium in Wien und Weimar Von 2016 bis 2019 Erste Kapellmeisterin und Stellvertretende Generalmusikdirektorin in Würzburg Ab 2019 für drei Jahre Kapellmeisterin an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf / Duisburg Chefdirigentin des Royal Danish Theatre Copenhagen Chefdirigentin des WDR Sinfonieorchesters Bei Ihrem Konzert in Dortmund ist es unter anderem Wagners Musik, die erklingen wird – die Ouvertüre aus »Tannhäuser«. Was fasziniert Sie an diesem Werk? Als Französin kann man Wagner lieben oder hassen. Als ich jünger war, habe ich Wagner wirklich geliebt. Ich habe damals alle Wagner-Opern gedruckt und binden lassen. Dann habe ich in Wien viele Wagner-Opern gesehen und bin irgendwie nie in diesen Rausch gekommen. Zu lang. Zu langweilig. Vor drei Jahren hat Wagner dann irgendwie ins Programm gepasst und ich habe »Tristan und Isolde« dirigiert. Mit dem WDR Sinfonieorchester. Und da habe ich diese Flamme in mir wiederentdeckt. Es gibt eine Videoaufzeichnung davon und man sieht, wie glücklich ich bin. Stück für Stück baue ich meine Liebe zu Wagner wieder auf – auch mit der »Tannhäuser«-Ouvertüre. Für mich ist bei diesem Werk faszinierend, dass der Gesang quasi das zentrale Element einer Lebensreise ist. Diese Idee steckt auch hinter dem gesamten Programm, das wir in Dortmund spielen.

Auf dem steht auch Camille Saint-Saëns’ »Orgelsinfonie«. Die »Orgelsinfonie« passt in ihrer musikalischen Sprache einfach sehr gut dazu. Auch wenn SaintSaëns ein französischer Komponist war: Er hat Wagner sehr geschätzt und das ist in diesem Werk zu hören. Mich führt das zurück zum Gesang als Symbol für eine Lebensreise und die damit verbundene Spiritualität. Dieser zweite, langsame Satz, der wie aus der Zeit gefallen scheint, ist für mich eine Verbindung mit etwas Größerem. Ich denke dabei oft an alle Menschen, die mir sehr wichtig waren, aber nicht mehr da sind.

2026 Debüts u. a. mit der Filarmonica della Scala und dem Tonhalle-Orchester Zürich Zu ihren Auszeichnungen zählt der »Ernst-Schuch-Preis« 2019 und der Sieg in der Kategorie »Révélation / Chef d’orchestre« bei den 31. »Victoires de la Musique Classique« Live im Konzerthaus: Mi 14.10.2026 19.00 Uhr Happy Hour – Klassik um Sieben Das WDR Sinfonieorchester und Iveta Apkalna spielen Saint-Saëns

Wo sehen Sie besondere Herausforderungen für das Orchester bei diesem Programm? In der Flexibilität. Es sind verschiedene Genres, auch wenn eine symbolische Idee dieses Programm verbindet. Selbst wenn sich die »Orgelsinfonie« an der deutschen Romantik orientiert, die Orchestrierung ist französisch. Der erste Satz ist sehr virtuos und das ist wirklich herausfordernd für das Zusammenspiel der Musikerinnen und Musiker. Und der zweite Satz ist wie ein Gebet. Diese besondere Farbe zu finden, ist nicht ohne. Wagner hingegen ist quasi in der DNA des Orchesters, die deutsche Romantik ist ihre eigene Sprache. Das heißt, Werke von Wagner bzw. aus der deutschen Romantik werden auch in ihrer Zeit als Chefdirigentin eine zentrale Rolle spielen? Mir ist es wichtig, diese DNA nicht zu verlieren und auch weiter zu festigen. Darum möchte ich das mit dem Orchester weiterverfolgen. Ich bin eine Person, die sehr gerne mit Traditionen arbeitet. Tradition ist wichtig. Wie Gustav Mahler einmal sagte: Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers. Das Interview führte Corinna Ludwig.

Interview 09


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Amerika

Titel 11


Das Konzerthaus Dortmund blickt auf 250 Jahre Musikkultur in den USA – ein Jubiläumsschwerpunkt zwischen Freiheitsversprechen, Widersprüchen und neuer Perspektive. Der Themenschwerpunkt 250 Jahre USA des Konzerthaus Dortmund ist weit mehr als nur eine saisonale Veranstaltungsreihe mit US-Bezug. Er fragt grundsätzlicher: Was bedeuten die USA in der Musik? Gemeint sind Kontraste wie Freiheitsversprechen und Widerspruch, Kanon und Randzone, Tradition und Gegenwart. Zum 250. Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung richtet das Konzerthaus den Blick deshalb nicht auf ein vereinfachtes Nationalbild, sondern auf die erstaunliche Vielfalt US-amerikanischer Musik zwischen Selbstvergewisserung und kritischer Befragung. Schon der Auftakt macht klar: Hier geht es nicht nur um die üblichen »amerikanischen Klassiker«. Den Ton geben Stimmen mit ganz unterschiedlichen kulturellen Hintergründen an, und neben den großen Namen stehen auch Werke, die im klassischen Konzertbetrieb lange kaum vorkamen. Amerika erscheint so nicht als einheitliche Größe, sondern als Spannungsfeld, in dem verschiedenste Erfahrungen, Identitäten und musikalische Traditionen aufeinandertreffen. Besonders deutlich wird das bei den Gegensätzen von Freiheit und Begrenzung. Das große Versprechen der Gründerväter steht neben den immer enger werdenden Spielräumen vieler Menschen, gerade auch im kulturellen Bereich. Diese doppelte Perspektive verhindert jede oberflächliche Jubiläumsfeier. Musik wird hier zum Medium historischer Reflexion: Sie kann Aufbruch, Euphorie und Hoffnung ebenso hörbar machen wie Ausgrenzung, Konflikt und den Kampf um Repräsentation. George Gershwins »Porgy and Bess« nimmt in diesem Zusammenhang eine Schlüsselrolle ein. Das Werk wird nicht nur als amerikanische Oper vorgestellt, sondern auch als historisch ambivalentes Dokument. Gershwin wollte der afroamerikanischen Community eine Stimme geben, setzte auf eine ausschließlich Schwarze Besetzung und verband Oper mit Jazz, Blues und Spirituals. Wenn dann so innovative Formationen wie das Chineke!

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Orchestra und die Cape Town Opera als einziges institutionalisiertes Opernhaus mit ganzjährigem Betrieb auf dem afrikanischen Kontinent diese Musik interpretieren, verschiebt sich der Blick: weg von bloßer Reproduktion, hin zu Selbstermächtigung und künstlerischer Präsenz. Noch weiter öffnet sich der Horizont mit klassischen USamerikanischen Liedern oder dem »North American Indigenous Songbook«. Hier geht es nicht um die Neuauflage bekannter Klassiker, sondern um die bewusste Öffnung des Konzertsaals für die indigene Gegenwart. Die Stücke sind nicht als ethnografische Exponate gedacht, sondern als Musik für den Konzertsaal. Dass das Projekt von Timothy Long, einem Angehörigen der Muscogee-, Thlopthloccound Choctaw-Stämme, initiiert wurde, unterstreicht diesen Anspruch: indigene Musikkulturen erscheinen nicht als Randphänomen, sondern als selbstbewusste künstlerische Praxis. Einen weiteren Akzent setzt »Emily – No prisoner be« mit Joyce DiDonato. Der Bezug zu Emily Dickinson öffnet das Feld amerikanischer Literatur und Liedkunst und verbindet es mit einem klar emanzipatorischen Freiheitsbegriff. Der gefeierte 24-teilige Zyklus von Kevin Puts zeigt, wie man amerikanische Musik nicht nur historisch, sondern auch gegenwärtig und genreübergreifend denken kann. Zwischen Lied, Kammermusik und performativer Form entsteht ein Werk, das amerikanische Moderne als offene Suchbewegung versteht. Vor diesem Hintergrund bekommt der Auftritt des Cleveland Orchestra mit Franz Welser-Möst besonderes Gewicht. Er ist neben dem Chicago Symphony Orchestra und Klaus Mäkelä der repräsentative Höhepunkt des Themenkomplexes, weil er nicht zuletzt die europäische Seite der amerikanischen Orchestertradition in einer ihrer international stärksten Ausprägungen zeigt. Das Cleveland Orchestra gastiert auf seiner Abschiedstournee mit Welser-Möst, der das Ensemble seit einem Vierteljahrhun-


Saison 2026/27

250 Jahre USA Ein vielschichtiger Blick auf 250 Jahre Unabhängigkeitserklärung und die Ideen von Gleichheit, Freiheit und Menschenrechten mit dem Cleveland Orchestra, ZDFKorrespondent Elmar Theveßen, dem Chicago Symphony Orchestra, John Adams, Joyce DiDonato u. v. a.

dert prägt. Schon diese Konstellation hat Symbolkraft: Ein Weltklasse-Orchester, getragen von langer Kontinuität, trifft in Dortmund auf ein Jubiläumsprogramm, das amerikanische Musik nicht auf nationale Identität verkürzt, sondern als offenen kulturellen Prozess versteht. Auch das Programm des Abends ist klug gebaut. Liszts »Orpheus« eröffnet den musikalischen Raum, Richard Strauss’ Vier letzte Lieder bringen eine lyrisch verdichtete, existenzielle Dimension ein, und Brahms’ Zweite Sinfonie schließt den Bogen mit Weite, Wärme und klassischer Balance. Golda Schultz sorgt als Sopranistin für ein zusätzliches vokales Profil. Gerade diese Mischung aus europäischer Repertoiretradition und amerikanischer Orchesterkultur macht den Abend so spannend. Er steht nicht isoliert als Gastspiel, sondern als Teil eines größeren Gedankens: Amerika ist immer auch ein Ort der Vermittlung, der Übersetzung und der Umformung. Franz Welser-Möst wird dabei zur zentralen Verbindungsgestalt. Er steht für Kontinuität, klangliche Disziplin und einen

Dirigierstil, der Transparenz mit innerer Spannung verbindet. In einem Programm, das ständig nach Herkunft, Authentizität und kultureller Übersetzung fragt, verkörpert er genau jene Orchesterkultur, in der amerikanische Selbstgewissheit und europäische Formtradition aufeinandertreffen. Dass gerade dieses Ensemble im Rahmen des USA-Schwerpunkts auftritt, ist deshalb mehr als ein Höhepunkt im Kalender: Es bündelt die ganze Reihe, die auch Vorträge, Jazz und Kammermusik bietet, in einem einzigen Abend. Der Schwerpunkt des Konzerthauses feiert also nicht einfach ein Land. Er stellt Fragen an seine Musik: Wer spricht? Wer wird gehört? Welche Traditionen sind kanonisch geworden, und wer musste sich erst einen Platz erkämpfen? In dieser Perspektive ist das Cleveland Orchestra mit Welser-Möst kein isoliertes Glanzstück, sondern der verdichtete Ausdruck eines Programms, das die USA als klingende Idee untersucht.

Titel 13


Große Musik bedeutet Zuhören

Zur Saisoneröffnung tritt das West-Eastern Divan Orchestra von Daniel Barenboim erstmals im Konzerthaus Dortmund auf – ein Konzert im Zeichen des Friedens. Die Erinnerung sitzt tief: »Was mich sehr berührt hat, war ein junges Mädchen«, erinnert sich Daniel Barenboim. »Sie sagte: ›Ich bin sehr froh, dass Sie gekommen sind.‹ Ich fragte: ›Warum?‹ Sie sagte: ›Sie sind das erste Ding‹ – ich erinnere mich genau an dieses Wort – ›aus Israel, das kein Soldat oder Panzer ist.‹ Dafür lohnt es sich, das hier zu machen.« Musik als Weltsprache ohne Worte, als Symbol einer grenzen- und völkerverbindenden Kraft. Bei Staatstreffen gibt es selten Gänsehaut, wenn Präsidentinnen oder Präsidenten sprechen, wohl aber, wenn Beethovens Neunte erklingt, auch wenn ein Staccato immer ein Staccato bleibt, ob in Tokio oder in Tel Aviv. Wohl kein Musiker lebt diesen Gedanken seit Jahrzehnten so nachhaltig wie Daniel Barenboim. Ob als Pianist oder Dirigent, musikalisch ist er ein Tausendsassa, als Kosmopolit ein unermüdlicher Friedensmissionar. Davon zeugt vor allem sein West-Eastern Divan Orchestra. Begonnen hatte alles als Experiment bei einem Workshop in Weimar, der Europäischen Kulturhauptstadt 1999. Hier liegen Goethes Wohnhaus am Frauenplan und das KZ Buchenwald nur wenige Kilometer voneinander entfernt – das kulturelle Aushängeschild deutscher Literatur einerseits und eines der Sinnbilder deutscher Barbarei im 20. Jahrhundert andererseits. Mit dem Literaturwissenschaftler Edward Said entwickelte Barenboim die Idee, ein Orchester ins Leben zu rufen, das letztlich nach Goethes Gedichtsammlung »West-östlicher Divan« benannt wurde. Junge Musikerinnen und Musiker aus arabischen Ländern und Israel, so lautete 1999 der Plan, sollten einander durch gemeinsames Musizieren begegnen und in einen Dialog treten. Die Teilnehmenden waren um die 20 Jahre alt, alle mit unterschiedlichen Biografien, alle aus Konfliktregionen im Dauerzustand. Heute – hunderte von Konzerten in mehr als 30 Ländern später, darunter auch in der demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea – zieht das West-Eastern Divan Orchestra regelmäßig als klingender Botschafter um den Erdball, als Brückenbauer zwischen Völkern, die sich nie richtig in die Augen

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Internationale Orchester 15


Do 17.09.2026 19.30 Uhr

Daniel Barenboim & WestFestliche Saisoneröffnung mit Werken von Franz Schubert, Richard Wagner und Ludwig van Beethoven

Eastern Divan Orchestra

Die künstlerische Entwicklung des Orchesters verlief rasant. Im ersten Jahr hatten noch rund 60 Prozent der Mitglieder nie in einem richtigen Sinfonieorchester gespielt. »Nur wenige hatten in ihrem Leben überhaupt live ein Orchester gehört«, so Barenboim. Nach nur acht Jahren erarbeiten sie sich mit Arnold Schönbergs Variationen op. 31 gemeinsam eine der komplexesten Partituren der Musikgeschichte. Das Altersspektrum der Orchestermitglieder ist mittlerweile größer, ebenso die Zahl der Herkunftsländer. Nachdem das Orchester einige Jahre seinen Sitz in Sevilla hatte, ist auch eine spanische Fraktion herangewachsen. Die Anerkennung auch innerhalb der Musikwelt ist stetig gestiegen. Solistinnen und Solisten wie Anne-Sophie Mutter, Martha Argerich oder Yo-Yo Ma geben sich bei Gastspielen die Klinke in die Hand.

Frei von Anfeindungen blieb auch dieses Orchester nicht, von palästinensischer wie von israelischer Seite. Fast schon lakonisch bemerkt Barenboim: »Wenn beide Seiten uns angreifen, müssen wir wohl etwas richtig machen. Ich würde mir Sorgen machen, wenn das nicht so wäre.« Auch mehr als 25 Jahre nach der Gründung Auch über die reine Konzertarbeit hinaus ist das Projekt gewachlauert immer noch die Gefahr der Instrumentalisierung. Nicht im- sen. Die Arbeit des West-Eastern Divan Orchestra führte 2015 mer konnten und können alle Hindernisse aus dem Weg geräumt schließlich zur Gründung der Barenboim-Said-Akademie in Berlinwerden. Zehn Jahre nach seiner Gründung plante das Orchester Mitte, im Gebäude des früheren Kulissenlagers der Lindenoper, erste Auftritte in Katar und der ägyptischen Hauptstadt Kairo. wo die Studierenden nicht nur lernen sollen, Musik aufzuführen, Doch die Behörden konnten nicht für ausreichende Sicherheit sor- sondern auch Musik zu denken. Der hauseigene Pierre Boulez gen. Also wich man für zwei Sonderkonzerte aus nach Berlin. »Aus- Saal ist dafür ein ideales Medium, denn die Geschichte des WestEastern Divan-Orchestra ist noch lange nicht zu Ende. verkauft«, hieß es schon kurz nach der Ankündigung.

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Foto: Paul Schirnhofer / DG

schauen konnten, die nie gelernt haben, einander aufmerksam zuzuhören. »Große Musik ist auch das Ergebnis intensiven Zuhörens«, so Barenboim. Und: »Jeder in diesem Orchester spielt um sein Leben.« 2008 erklärte der Spiritus Rector in einem »Spiegel«Interview: »Der Frieden kommt nicht durch unsere Musik, sondern erst, wenn eine gerechte Lösung für die Palästinenser und Israel gefunden wird.« Das Orchester »ist wie ein demokratisches Modell für ein friedliches Zusammenleben«, und daher ist diese Arbeit für ihn »das Wichtigste, was ich tue«.


Der beste Job der Welt

Wenn die Musik durch Dirigentin Anja Bihlmaier strömt und sie mit den Menschen auf und vor der Bühne verbindet, bestätigt sich mit jedem Ton ihre Berufswahl. Wer viel musiziert, sucht oft auch die Stille. »Ich brauche sehr viel davon«, gibt Anja Bihlmaier zu. »Immer wenn ich nicht dirigiere oder mich mit Musik beschäftige, bin ich froh, wenn es wirklich ruhig ist.« Stille bedeutet hier nicht nur die Abwesenheit von Geräuschen, denn die Dirigentin ist auch gerne in der Natur unterwegs. »Beim Wandern höre ich nur den Wind. Und zu Hause in Den Haag mag ich den Klang der Wellen. Das beruhigt mich sehr, inspiriert und erdet.« Diese Liebe zur Natur ist es, die dazu beiträgt, wie selbstverständlich und intuitiv Anja Bihlmaier dirigiert. Die 1978 nahe Schwäbisch Gmünd geborene Künstlerin ist keiner der Shootingstars am Klassikhimmel. Eher ist sie ein Fixstern. Es hat Gründe, warum Medien und Musikfans erst in den letzten Jahren wirklich auf sie aufmerksam geworden sind. Sie habe halt den heute eher seltenen »Deutschen Kapellmeisterweg« beschritten, sagt sie. Die Ochsentour durch die sogenannte »Provinz«, die sie an kleine Opernhäuser führte, auf die Podien weniger bekannter Orchester. Lange blieb sie dort für das Klassik-Business eher unsichtbar. Nach dem Dirigierstudium bei Scott Sandmeier in Freiburg und einem Stipendium fürs Mozarteum ging es für Bihlmaier nach Coburg, Görlitz und Hildesheim, nach Chemnitz, Kassel und ins finnische Lahti. 2018 wagte sie den Schritt in die Freiberuflichkeit. Drei Jahre später wurde sie Chefdirigentin des Residentie Orkest Den Haag. 2024 dann ernannte sie das BBC Philhar-

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Stille 18


Fr 02.10.2026 19.30 Uhr

BBC Philharmonic Orchestra BBC Philharmonic Orchestra, Anja Bihlmaier Dirigentin, Pablo Ferrández Violoncello

– Beethoven 7. Sinfonie

Foto: Nikolaj Lund

Werke von György Ligeti, Peter Iljitsch Tschaikowsky und Ludwig van Beethoven

monic Orchestra zu seiner Ersten Gastdirigentin. Mit diesem im Manchester beheimateten Rundfunkorchester ist sie nun im Konzerthaus Dortmund zu Gast.

Inhalt, den wir rüberbringen wollen im Konzert? Meine Aufgabe ist es, ihr emotionales Wissen zu sammeln und im Konzert möglichst dann wieder freizulassen.«

Apropos Stille: In Deutschland hat Anja Bihlmaier bis vor kurzem eher selten vor einem Orchester gestanden. Frankreich, England, Schottland, Australien, Finnland, Spanien… dorthin hat es sie gezogen. »Nun habe ich zusätzlich noch eine Berliner Agentur und jetzt genieße ich es sehr, sowohl im Konzert als auch in der Oper in Deutschland präsent zu sein.« Klingt alles nach viel Arbeit. »Es bringt einen auch an Grenzen. Aber man muss einfach versuchen, sie zu erweitern. Es ist wie eine Entdeckungsreise.«

Welche Energien beim Musizieren mit dem jungen spanischen Cellisten Pablo Ferrández entstehen, darauf darf man gespannt sein. Er ist der Gewinner des 15. »Tschaikowsky-Wettbewerbs« in Moskau und wird vollmundig schon als »der nächste Yo-Yo Ma« gehandelt. Zudem gibt es Musik von György Ligeti. Auch diese Partitur erschließt sich Bihlmaier auf gewohnt professionelle, »natürliche« Weise: »Es ist wie eine Landkarte. Wie komme ich von A nach B? Wo gibt’s Bäume, wo gibt’s Häuser?« Ihren besonderen Stil der Orchesterleitung hat jüngst »FAZ«-Kritiker Wolfgang Schreiber beschrieben: »Sie arbeitet […] mit einem Ohr für die langen Linien, für das kluge Atmen der Musik. Ihre Interpretationen besitzen Struktur, Luft und Sog.« Da ist sie wieder, ihre Liebe zur Oper und zum Gesang. »Man muss Bögen dirigieren, Linien. Und nicht irgendwelche Taktstriche. Es funktioniert in Wellen, in großen Energielinien,« sagt Bihlmaier. Ihre Kunst, lange Spannungsbögen zu halten und zu gestalten, wird ihr in der Sinfonie Nr. 7 von Beethoven besonders zugutekommen. Vielleicht entstehen hier auch wieder jene Augenblicke, die Anja Bihlmaier so liebt. »Wenn man das Werk durch sich durchströmen lässt und auch das Orchester das tut, dann überträgt sich die Energie auf das Publikum.« Raum, Zuschauer, Ausführende und Werk fließen ineinander – und sie selbst wird zu einem Medium. Ein magischer, ein seltener Moment, der vielleicht im Konzerthaus Wirklichkeit wird. Anja Bihlmaier jedenfalls freut sich darauf: »Ich habe einfach den besten Job der Welt!«

Auf Anja Bihlmaiers Karriereweg hat es manchen Höhepunkt gegeben. Es fällt auf, wie viele Mentoren sie dabei begleitet haben. Dennis Russell Davies ist darunter und Peter Gülke. Ein besonderes Vorbild ist für sie jedoch Claudio Abbado mit seinem Lucerne Festival Orchestra. »Ein Ensemble, in dem Musikerinnen und Musiker auf Augenhöhe spielen, fast freundschaftlich. Mich beeindruckt besonders, wie er ihre Individualität und Eigenständigkeit respektiert hat, ohne seine Vision der Werke aus den Augen zu verlieren.« Genau darum geht es ihr auch. »Die Leidenschaft, mit vielen anderen zu arbeiten, alle Talente zusammenzuführen. Und das dann alles gemeinsam mit dem Publikum zu erleben.« Dirigieren sei im Grunde Kommunikationswissenschaft, sagt sie. Bei jedem Orchester stellten sich dieselben Fragen, aber die Herangehensweise sei stets anders. »Was wollen die Musikerinnen und Musiker eigentlich, was bringen sie ein, was ist ihre Sprache? Was ist der

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Musikalisches Universalgenie Do 15.10.2026 20.00 Uhr

Emma-Jean Thackray Eine der aufregendsten Stimmen des Nu Jazz

»Weirdo« strahlt einem entgegen, wenn man auf Emma-Jean Thackrays Website geht. Skurril mag sie einem auch vorkommen, die Frau, die ihrem Lieblingsessen Tofu einen Song widmet. Sie passt nicht rein, doch das ist auch gut so.

Foto: Alex Waespi

Emma-Jean Thackray wird 1989 in Leeds geboren und wächst in einer eher ländlichen Gegend auf. Blaskapellen haben hier eine lange Tradition, und so beginnt sie als Kind Kornett zu spielen. Mit 14 Jahren folgen Trompete und Klavier im Selbststudium. Bass und den Umgang mit Synthesizern und Samplern lernt sie in den folgenden Jahren. Miles Davis’ »Concierto de Aranjuez« führt zu einer exzessiven Jazz-Platten-Sammelleidenschaft. »Er hat mir den Weg in eine neue kreative Welt gezeigt«, so Emma-Jean Thackray. Jazz wird für sie kein Regelwerk, sondern ein Ausgangspunkt. Funk, Soul, Detroit-Techno und Clubkultur sickern in ihre Musik ein, ohne dass sich eine klare Linie aufdrängt. Sie arrangiert, produziert und performt alles selbst. Kontrolle bedeutet für Thackray Freiheit.

Diese Selbstbestimmung bekommt eine zusätzliche, existenzielle Dimension durch persönliche Erfahrungen von Verlust. Emma-Jean Thackray hat ihren Lebenspartner verloren, was ihr künstlerisches Schaffen tief prägt. Die Verarbeitung von Trauer wird in ihrer Musik zu einem offenen Prozess, getragen von bemerkenswerter Stärke und Resilienz. Viele Stücke ihres Albums »Weirdo« wirken wie Wegmarken dieser zutiefst persönlichen Reise, in der sie nicht nur Schmerz hörbar macht, sondern zugleich Licht auf ihre Neurodivergenz wirft. Dass sie sich musikalisch nicht um Genregrenzen schert, macht ihr Werk schwer einzuordnen. »Ich versuche nicht, andere Künstler zu imitieren oder einen bestimmten Sound zu erzwingen, ich bin einfach nur ich selbst. Meine Musik kommt aus meinem Inneren, als Reaktion auf das Leben.« Vielleicht ist »Weirdo« deshalb weniger Provokation als Selbstbeschreibung.

Jazz 21


Ruhepol

Fr 09.10.2026 19.30 Uhr

Klavierabend Eric Lu Werke von Johannes Brahms, Franz Schubert und Frédéric Chopin

Eric Lu ist der aktuelle Gewinner der »International Chopin Piano Competition« – kein Grund zum Ausrasten.

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er ausgezeichnet wurde. Klangliche Klarheit, technische Souveränität und vor allem ein tiefes Verständnis für die romantische Klaviertradition prägen sein Spiel. Im Konzerthaus Dortmund ist dieses künstlerische Profil nun in einem Programm zu erleben, das bewusst um Chopin kreist und dessen musikalischen Horizont für uns öffnet. Franz Schuberts Vier Impromptus D 935 entfalten eine Welt zwischen Liedhaftigkeit und leiser Melancholie, in der Zeit stillzustehen scheint. »In der heutigen, schnelllebigen Zeit wird die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen immer kürzer«, erklärt Eric Lu. »Darum wird solche Musik wie die von Schubert umso wichtiger.« Zentrum und Zielpunkt des Abends sind zwei Werke Frédéric Chopins: Die Sonate Nr. 3, ein Monument romantischer Klavierkunst, fordert architektonische Übersicht ebenso wie expressive Freiheit – Qualitäten, die Eric Lu bereits beim Wettbewerb eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Mit der Polonaise b-moll op. 71 Nr. 2 des erst 18-jährigen Chopin klingt der Abend tänzerisch und zugleich nachdenklich aus.

Foto: Benjamin Ealovega

Wenn Warschau sich mit seinem Chopin-Wettbewerb alle fünf Jahre als »Klavierhauptstadt der Welt« präsentiert, fehlt es nicht an Trubel und Skandalen. Der bekannteste Vorfall endete damit, dass Martha Argerich nach dem Ausscheiden von Ivo Pogorelich mit dem Ausruf »Das ist ein Genie!« erzürnt aus der Jury ausstieg. Der tatsächliche Gewinner damals verursachte keinen so großen Wirbel: Dang Thai Son hat auf seine Weise Weltkarriere gemacht und gleich mehrere spätere Gewinner des Wettbewerbs unterrichtet, die wie er in der Öffentlichkeit wie im Klavierspiel mit Ruhe und Kontrolle vorgehen. Einer von ihnen ist der junge US-Amerikaner Eric Lu. Schon mit 17 Jahren hat er dort, im Heimatland Frédéric Chopins, einen Vierten Platz erspielt. Zehn Jahre später waren es mit dem Ersten Preis und der Goldmedaille die höchsten Ehren dieses Wettbewerbs, mit denen


Meisterpianisten 23


Zum ersten Mal vollendet Sa 31.10.2026 19.30 Uhr

Sächsische Staatskapelle Dresden Sächsische Staatskapelle Dresden, Daniele Gatti Dirigent Gustav Mahler Sinfonie Nr. 10 (unvollendet, Fassung von Deryck Cooke)

Mahler X, die »Unvollendete«, öffnet einen letzten Blick in die innerste Klangwelt des Komponisten Gustav Mahler. »Tod! Verklärung!«, »Erbarmen!«, »O Gott! Warum hast du mich verlassen?« Gustav Mahlers Randnotizen in den Skizzen seiner Zehnten Sinfonie lassen schon erahnen, was auf die Zuhörenden zukommt. Ein unvollständiger Abschied von dieser Welt voller Klagen, schmerzerfüllter Schreie, aber auch voller Liebe. Zum ersten Mal im Konzerthaus Dortmund erklingt eine Vervollständigung von Mahlers letzter Sinfonie, die er 1910 angefangen hat und die nach seinem Tod 1911 unfertig bleiben musste. 115 Jahre nach dem Tod des Komponisten bringt die Sächsische Staatskapelle mit ihrem Chefdirigenten Daniele Gatti die Zehnte auf die Konzerthaus-Bühne. Seit der Saison 2024/25, seiner ersten als Chefdirigent, programmiert Gatti den ersten kompletten Mahler-Zyklus, den die Staatskapelle jemals gespielt hat. Die Vervollständigung der 10. Sinfonie durch Deryck Cooke, für die sich der Maestro entschieden hat, setzte sich als erste durch und gilt bis heute als Goldstandard. Erst in den 1960erJahren erschien Cookes Version, zuvor versuchte Alma Mahler vergeblich Komponistengrößen wie Schostakowitsch oder Schönberg von einer Vervollständigung zu überzeugen. Schon über Mahlers Neunte soll Alban Berg gesagt haben, sie sei das erste Werk der Neuen Musik. Dieser moderne Charakter zieht sich auch durch die Nr. 10; gleich zwei Mal lässt Mahler einen Akkord aus neun der zwölf Töne einer Oktave anklingen. Will man diese Neuntonakkorde, diese dissonanten Aufschreie im Fortissimo, deuten, kommt man kaum um Mahlers Randbemerkungen auf den letzten Seiten des Manuskripts herum: »für dich leben! für dich sterben! Almschi!«. Der todkranke Mahler widmete sein letztes Werk seiner Ehefrau Alma. Ob nun trotz oder als letzter Versuch einer Eherettung gerade wegen ihrer Affäre mit dem späteren Bauhaus-Direktor Walter Gropius, bleibt wohl eine der vielen ungelösten Fragen dieses monumentalen Opus.

24 Internationale Orchester


Vom Besenstiel zum internationalen Konzertpodium Do 22.10.2026 19.30 Uhr

Abel Selaocoe Amsterdam Sinfonietta, Abel Selaocoe Violoncello, Leitung

& Amsterdam Sinfonietta Werke von Ravel, Debussy, Rameau, Vivaldi, Selaocoe u. a.

Zwischen Township, Klassik und eigener Klangwelt: Abel Selaocoe erfindet das Cello neu.

Foto: Phil Sharp

Ein Besenstiel, eine gezeichnete Grifftabelle und die Vorstellung, wie ein Cello klingen könnte: So beginnt die Geschichte von Abel Selaocoe. In einem Township südlich von Johannesburg wächst er in einer Welt auf, in der Musik Alltag ist – gesungen, erzählt, geteilt. Dass ausgerechnet das europäische Cello einmal sein Instrument werden würde, war unwahrscheinlich. Und vielleicht genau deshalb entscheidend. Denn Selaocoe spielt es heute nicht wie ein klassischer Virtuose. »Wenn ich ein Cello anschaue, sehe ich ein Zuhause. Es ist ein Ort der Fantasie«, sagt er. Schon früh wird Musik für Selaocoe mehr als ein Zeitvertreib. Sein älterer Bruder, der Fagott spielt, führt ihn an Instrumente und musikalisches Denken heran und legt damit den Grundstein für seinen Weg. Erste Cellostunden erhält Selaocoe in einem Förderprogramm in Soweto – zunächst noch ohne eigenes Instrument. Mit 13 Jahren bekommt er ein Stipendium für das renommierte St. John’s College in Johannesburg, ein Einschnitt, der ihn aus dem Township in ein völlig anderes Umfeld führt. Von dort aus geht sein Weg weiter nach England: Am Royal Northern College of Music in Manchester vertieft er seine klassische Ausbildung – und beginnt zugleich, seine eigene musikalische Sprache zu entwickeln. »Wo ich herkomme, neigen wir dazu, Dinge nicht in Schubladen zu stecken. Als ich also ein Cello geschenkt bekam, sagte niemand: ›Spiel klassische Musik.‹ Stattdessen fragte mich sofort jemand: ›Welchen Klang kannst du erzeugen?‹« Diese Offenheit prägt bis heute sein künstlerisches Denken – und spiegelt sich auch in seinem Konzertprogramm, in dem Debussy und Ravel auf eigene Werke treffen und unterschiedliche musikalische Welten miteinander ins Gespräch treten. So nutzt Selaocoe die Wandlungsfähigkeit seines Instruments, lässt es singen, pulsieren, sprechen – und erweitert damit spielerisch die Grenzen dessen, was ein Cello sein kann.

Für Neugierige 25


Was passiert, wenn man den eigenen Arbeitsplatz verlässt und in eine völlig andere Arbeitsrealität eintaucht? Für Elena Fink, Leiterin Development, hieß das: vom Konzerthaus ins Müllfahrzeug und mitten rein in den Alltag der EDG Entsorgung Dortmund GmbH. Gemeinsam mit einem Team der Müllabfuhr war sie im Kaiserviertel unterwegs, zog Tonnen aus Kellern, klingelte an Haustüren und leerte Abfallbehälter. Dieser Job hat es in sich. »9829 Schritte – und das um 10.00 Uhr«, lacht sie. Die Idee für den Rollentausch entstand spontan und trifft einen wichtigen Punkt: Sowohl EDG als auch Konzerthaus wollen etwas für Dortmund bewegen. Der Blick in eine andere Arbeitswelt hilft, einander besser zu verstehen und stärkt den Austausch. Neue Perspektiven entstehen genau dort, wo man sie nicht erwartet. Und sie verändern, wie wir unsere Stadt – und unsere eigene Arbeit – sehen. Denn Kultur entsteht nicht losgelöst, sondern im Zusammenspiel mit dem, was Dortmund jeden Tag bewegt. Den kompletten Bericht kann man auf www.konzerthaus-dortmund.de /mediathek nachlesen.

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Foto: Teresa Saxe, Konzerthaus Dortmund

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enn die Langsamsten die Ersten sind

Große Stimmen, virtuose Instrumentalistinnen und Instrumentalisten, überraschende Neuentdeckungen: Die Preisträgerinnen und Preisträger des »Opus Klassik« 2026 stehen fest. Das Konzerthaus wird in der Kategorie »Innovatives Konzert des Jahres« für sein Konzept SLOW ausgezeichnet: Das SLOWFestival brachte 32 Stunden Musik als durchgehend gestaltetes Konzert- und Erfahrungsformat inkl. musikalischer Nachtwache zu Menschen, die immer öfter auf der Suche nach Verlangsamung, Präsenz und Achtsamkeit sind. »Ausgangspunkt für das SLOW-Festival war die Frage, wie wir uns künstlerisch damit auseinandersetzen können, dass die Welt sich immer schneller zu drehen scheint«, erläutert Konzerthaus-Intendant Raphael von Hoensbroech. »Wir begreifen das Konzerthaus ohnehin als Refugium für Seele, Herz und Geist. Dass wir nun einen so prominenten Preis dafür bekommen, freut mich ungemein. Es zeigt mir, dass wir damit einen Nerv der Zeit getroffen haben.«

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olcissimo

KONZERTHAUS DORTMUND

Neben der Musik, die regelmäßig im Saal des Konzerthaus Dortmund erklingt, sind auf dem Dach des markanten Gebäudes in der Innenstadt nun auch andere Töne zu hören: Seit Mitte April summt es in luftiger Höhe mit Blick auf die Reinoldikirche geschäftig. Dafür verantwortlich sind drei Bienenvölker, die nun auf dem Konzerthaus-Dach ihre Wirkstätte haben und schon in diesem Jahr den ersten Honig produziert haben. Gemeinsam mit dem Dortmunder Imker Henricus Stute und mit Unterstützung von Freundeskreis-Mitglied Hela Mikkin leistet das Haus so einen Beitrag zur Biodiversität mitten in der Stadt. In Gläser abgefüllt und etikettiert, soll der Konzerthaus-Honig dann zunächst als Geschenk an Künstlerinnen und Künstler vergeben oder auch anlässlich des 25-jährigen KonzerthausJubiläums im kommenden Jahr verschenkt werden. Im Restaurant Stravinski sind die Gläser käuflich zu erwerben.

useumsnacht im Konzerthaus

Inmitten der bewegten DEW21-Museumsnacht am 19. September wird das Konzerthaus zur Insel: Mit »Mindful Listening«, einer Mischung aus Konzert und Meditation, öffnet der in der Neuropsychologie bewanderte Pianist Nicolas Namoradze seinem Publikum die Ohren und bietet eine Gelegenheit zur gedanklichen Einkehr. Achtsamkeitsübungen und Hörhilfen gehen seinem Klavierspiel voraus und schaffen einen ruhigen, bewussten und wahrnehmungsfähigen Geisteszustand, der den Trubel vergessen lässt.

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Vom Blatt – Grüße von Chineke! Orchestra

Eintrag vom 2. Oktober 2025 nach einem Abend mit Werken von Coleridge-Taylor, Beethoven, Wallen und Dawson

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Foto: Chuko Cribb

Nach seinem Konzerthaus-Debüt hat der Dirigent Roderick Cox, stellvertretend für das gesamte Chineke! Orchestra, einen Gruß voller guter Laune dagelassen. Da kann man kaum anders, als sich auf die Energie zu freuen, die das Orchester auch am 18. September mitbringen wird, wenn Gershwins Oper »Porgy and Bess« auf dem Programm steht.


Impressum

Ausblick

Herausgeber Konzerthaus Dortmund GmbH Intendant und Geschäftsführer Dr. Raphael von Hoensbroech, V. i. S. d. P. Texte Markus Bruderreck, Marion Daldrup, Katharina Dröge, David Graf, Guido Krawinkel, Corinna

Ausgabe 02 /2026 /27 Lera Auerbach Zwischen den Welten

Ludwig, Teresa Saxe, Christoph

Hilary Hahn Ein bisschen anders

Vratz, Verena Wengorz

Tarmo Peltokoski Alles unter Kontrolle

Gestaltung

Lahav Shani Musik, die spricht

Kristina Erdmann Anzeigenmarketing Marion Daldrup, T 0231 – 22 6 96 213

Das Nashorn-Rätsel

Druck Strube Druck & Medien GmbH Termin- und Programmänderungen sowie Druckfehler vorbehalten. Konzerthaus Dortmund Brückstraße 21 44135 Dortmund T 0231 – 22 696 0 F 0231 – 22 696 222 info@konzerthaus-dortmund.de www.konzerthaus-dortmund.de Tickethotline T 0231 – 22 696 200 Besuchen Sie uns Konzerthaus.Dortmund @Konzerthaus_DO

Foto: Cezary Rucki, Julien Mignot

@Konzerthaus_DO KonzerthausDortmund

Eine magische Wirkung sagt man der wertvollen Holzart nach, die manchmal zum Bau von Musikinstrumenten verwendet wird, im Märchen »Schneewittchen« eine prominente Erwähnung findet und namensgebend für unser gesuchtes Quartett war. Beinahe magisch wirkt auch die Leichtigkeit mit der sich Letzteres zwischen Klassik und Jazz bewegt. Apropos Bewegung: Einmal rund um den Globus führte die Vier vor einigen Jahren der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens. Dabei entstand eine Reihe von Live-Aufnahmen der Beethoven-Streichquartette, die ganz neue Maßstäbe setzten.

Wenn Sie die Lösung wissen, schicken Sie sie uns per E-Mail an verena.wengorz@konzerthaus-dortmund.de. oder auf einer Postkarte mit dem Stichwort »Nashorn- Rätsel« an: Konzerthaus Dortmund, Verena Wengorz, Brückstraße 21, 44135 Dortmund Einsendeschluss ist der 30.09.2026. Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir fünfmal zwei Freikarten für das Konzert der Sächsischen Staatskapelle Dresden am 31.10.2026. Viel Glück! Die Lösung des letzten Nashorn-Rätsels: Sir Antonio Pappano.

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Abo- und Einzelkarten: So kommen Sie an Ihre Tickets

Preiskategorie 1 Preiskategorie 2 Preiskategorie 3 Preiskategorie 4 Preiskategorie 5 Preiskategorie 6 Preiskategorie 7 * Rollstuhlplätze Keine volle Podiumssicht

* Hörplätze sind 90 Minuten vor

Beginn der Veranstaltung erhältlich (Sonderregelungen vorbehalten)

Persönlich Ticketing und Abonnementberatung Brückstraße 21 44135 Dortmund Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 10.00 bis 18.30 Uhr, Samstag von 11. 00 bis 15.00 Uhr Per Telefon T 0231 – 22 696 200 Per Fax F 0231 – 22 696 222 Per Post Konzerthaus Dortmund, Vertrieb, Brückstraße 21, 44135 Dortmund

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Zahlungsarten Barzahlung und per Kreditkarte (MasterCard, American Express und VISA). Bei Bestellungen bis spätestens zehn Werktage vor der jeweiligen Veranstaltung ist auch eine Zahlung per Lastschrift möglich. Bitte Postlaufzeiten berücksichtigen.

Hörplätze Hörplätze werden an der Abendkasse ausschließlich nach Verfügbarkeit ausgegeben. Ein Anspruch auf Bereitstellung der Hörplätze besteht nicht, eine Reservierung dieser Plätze ist nicht möglich. Je Interessent wird nur eine Karte ausgegeben.

Internet Ticketshop auf www.konzerthaus-dortmund.de

Service für Rollstuhlfahrer*innen Bitte buchen Sie frühzeitig, damit wir Ihre gewünschten Plätze und unseren Extra-Service garantieren können. Falls Sie keine Begleitperson mitbringen, hilft Ihnen unser kostenloser Begleitservice gerne: T 0231 – 22 696 200.

Abendkasse Die Abendkasse im Foyer öffnet bei Eigenveranstaltungen 90 Minuten vor der jeweiligen Veranstaltung.

Informationen zu Hörhilfen Für Nutzer*innen von Hörhilfen gibt eine appbasierte Hörunterstützung über Sennheiser MobileConnect. Sie benötigen hierzu ein Smartphone, die MobileConnect-App sowie Zugang zum Konzerthaus-WLAN. AGB Die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Konzerthaus Dortmund können im Ticketing sowie im Internet eingesehen werden. Preiskategorien Alle Saalpläne finden Sie unter www.konzerthaus-dortmund.de / de / technik


Die Botschafterinnen und Botschafter des Konzerthaus Dortmund Persönliche Botschafter Prof. Dr. Lutz Aderhold · Dr. Andreas Bellmunt · Dr. Udo Markus Bentz · Anja Berninghaus Heinrich Böckelühr · Britta und Roland Bracht · Ina Brandes · Gaby und Dr. Michael Brenscheidt · Lilo und Frank Bünte Susanne und Dr. Wolfgang Cordier · Susanne und Udo Dolezych · Dr. Ansgar Fendel · Christa Frommknecht · Ingrid Gantenbrink · Dr. Volha Naumovich und Fin Geldmacher · Beatrice und Thomas Goeke · Iris und Volker Goeke · Benjamin Heinig · Gesa und Torsten Heldt · Uta Höfling · Martina und Hans-Jörg Hübner · Familie Jaeger · Ann-Grit und Peter N. Jülich · Alexander Kalouti · Hans-Jörg Karthaus · Marie-Luise Kauermann und Prof. Helmut Riester · Prof. Dr. Stefan Kirmße Annette und Dr. Uwe Kiszka · Dr. Martin Kleine · Sarah und Herbert Kleinewiese · Swantje und Lutz Kramer · Traudel Kroh Dr. Alice L. und Dr. Jochen Kühner · Dr. Gunther Lehleiter · Margrit und Ulrich Leitermann · Dr. Thomas Lichtenberg · Dr. Eva und Dr. Rainer Löb · Jutta und Hans-Hugo Miebach · Axel Nill · Dietrich Nill · Susanne Nolden · Marc T. Oehler · Renate und Dr. Jochen Opländer · Ines Pohlmann-Feuerhake-Fund und Peter Pohlmann · Beatrix Polchau · Michael Sander · Dirk Schaufelberger · Cornelia und Thomas Schieferstein · Dr. Christoph Schmidt · Marie-Theres Schnarrenberger-Weitkamp Dr. Arne Schneider, Elmos Stiftung · Familie Schneider · Dr. Wolfgang Schröder · Katharina und Reinhold Semer · Mechtild Steinau · Marie Elise und Dr. Hans Stetter · Jörg Stüdemann · Winfried Tillmann, FT Stiftung Schwerte · Dr. Ina Tilse · Christiane und Emil Underberg · Prof. Angela und Wilfried Utermann · Liselotte und Dr. Helmut von Achten · Heidrun und Dr. Hans von Dewall · Sebastian Graf von Kanitz · Iris Woerner und Axel Vosschulte · Martina und Thomas Wrede und weitere Botschafterinnen und Botschafter, die nicht genannt werden möchten Firmenbotschafter Christine Bülow, Gynäkologische Privatpraxis Bochum · Dr. Stephen Dunker, DHPD Wirtschaftsprüfer u. Steuerberater · Johannes Großpietsch, Busche · Alexander Hafer und Andree Balura, GoodWineOnly Weinbar Birgit und Christoph Helbich, SHA Scheffler Helbich Architekten · Petra und Detlev Höhner, Murtfeldt · Dr. Wolfram Kiwit, Verlag Lensing-Wolff · Michael Kohler, audalis Kohler Punge & Partner · Felix Krämer, Aug. Krämer Kornbrennerei André Maiwald, Maiwald Klaviere & Flügel · Dr. Fatma Michels, Frauenärztin FrauSein und Menovital · Joachim Nill, Leue & Nill Dr. Tido Park, Park Wirtschaftsstrafrecht. · Dr. Bukurije Plasger, Gynäkologie Gartenstadt · Wolfgang Scharf, Creditreform Dortmund Scharf · Christoph Schubert, Husemann Partnerschaftsgesellschaft · Angelika Ullm und Architekt Ralf Schulte-Ladbeck, A-SL-Baumanagement · Sebastian Stoll und Dr. Christian Sieling, HNO-Praxis Stoll & Sieling · Dirk Stürmer, TechnologieZentrumDortmund · Prof. Detlev Uhlenbrock, MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock & Partner und weitere Firmen, die nicht genannt werden möchten Die Botschafterinnen und Botschafter werden im Botschafterboard ehrenamtlich vertreten von Detlev Höhner (Sprecher), Iris Woerner (2. Sprecherin), Michael Sander, Dirk Schaufelberger, Martina Wrede Danke für: So klingt nur Dortmund.


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