DAS MACHT KÖLN STARK Fünf Branchen, die Zukunft bauen
HOTSPOT FÜR INNOVATIONEN Optimale Infrastruktur für jedes Business
Eine Sonderveröffentlichung der KölnBusiness Wirtschaftsförderung & der Stadt Köln
INHALT MADE IN KÖLN
10 FLÄCHEN IM WANDEL
Wie sich Köln als Immobilienstandort entwickelt – mit Kennzahlen zu Büromarkt und Projektentwicklungen
33 5,8 %
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04 WAS KÖLN STARK MACHT
Thilo Schmid und Cenk Özöztürk, Geschäftsführung des Flughafens Köln/Bonn, über Deutschlands drittgrößten Frachtflughafen, modernisierte Terminals und Planungssicherheit
Industrie, Insurtech, Innovation: Fünf Branchen zeigen, worauf Köln wirtschaftlich baut – von Traditionsunternehmen wie der DEUTZ AG über Konzerne wie AXA bis zu Technologie-Größen wie DeepL
17 DREIFACH GUT ANGEBUNDEN
08 TRANSFORMATION? „SCHAUT NACH KÖLN“
18 „OHNE STABILE NETZE STEHT ALLES STILL“
Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur sieht Köln als Schaufenster des Wandels – und erklärt, wie die Stadt mit Talenten und Startups den Weg zur klimaneutralen Industrie prägt 2
14 FLUGHAFEN IM DAUERBETRIEB
Infrastruktur zu Land, zu Wasser und in der Luft – Kölns verkehrsgünstige Lage im Überblick
NetCologne-Chef Timo von Lepel über flächendeckende Glasfaser versorgung, eigene Rechenzentren und den wachsenden Wunsch nach digitaler Souveränität in Köln
© Titelseite: Ricardo Wiesinger; Deutz AG, Jann Hoefer; Andreas Wiese/Köln Bonn Airport; Nathalie Dampmann aka Lee M; RTL/Frank W. Hempe — Seite 2–3: MWIKE NRW/Nils Leon Brauer; Jann Hoefer; Andreas Wiese/Köln Bonn Airport; muli-cycles GmbH
Industrie, Wissen und Lebensqualität: NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur sieht Köln stark aufgestellt.
20 TOR ZUM WELTALL Mondsimulation, Satellitenkommunikation, europäische Sicherheit: Mit LUNA und dem neuen GOVSATCOM Hub baut Köln seine Position als RaumfahrtKnotenpunkt in Europa aus
22 ANSIEDLUNG, KEIN ZUFALL
muli-cycles und MaxMech haben sich in Köln niedergelassen – zwei Unternehmen, zwei Branchen, eine Standortentscheidung
24 GROSSE THEMEN, KÖLNER LÖSUNGEN Antworten auf den Fachkräftemangel, entwickelt in Köln: CatchHR, VisaFlow und Certif-ID zeigen, woran junge Unternehmen der Stadt arbeiten. Im Interview: Oberbürger meister Torsten Burmester über Kölns Startup-Szene
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24/7 in Bewegung: Der Flughafen Köln/Bonn verbindet Unternehmen, Menschen und Güter mit der Welt.
26 VORHANG AUF FÜR KÖLN! Der Offenbachplatz erstrahlt neu: Oper und Schauspiel eröffnen nach 14 Jahren Sanierung, eine Kinderoper ergänzt das denkmalgeschützte Ensemble
28 ORTE DER INSPIRATION Vom Industriehafen zur Flaniermeile, von Jazz bis Pop-Art: Rheinauhafen, Stadtgarten und Museum Ludwig gehören zu den Adressen, die Köln ausmachen
30 SPITZENKÜCHE FÜR DEN DEAL Zwei Kölner Sterneköche empfehlen ihre Lieblingsadressen fürs Geschäftsessen: Mirko Gaul rät zum NeoBiota, Maximilian Lorenz zum maiBeck für dich – in einer Stadt mit zehn MichelinSternen
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Ein Lastenrad aus Köln: muli-cycles fand in der Stadt Raum für Produktion und Wachstum.
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Knapp 70 Jahre nach der Eröffnung: Riphahns Opernsaal, restauriert bis ins Detail
IMPRESSUM Herausgeberin KölnBusiness Wirtschaftsförderung, Steffen Eggebrecht (V. i. S. d. P.), Christina Rothfeld (Projektleitung), Börsenplatz 1, 50667 Köln Redaktionsleitung Sabrina Birkenbach, Jenny Filon Weitere Autor*innen dreimaldrei Journalistenbüro, Redaktion wortwert Lektorat Svenja Hauerstein, Sebastian Schulin Gestaltung Wolfram Esser Druck Sattler Media GmbH, Kurt-Sattler-Straße 9, 38315 Hornburg Der Inhalt der Beiträge gibt nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers wieder. Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Änderungen behalten wir uns vor. 3
FÜNF BRANCHEN stehen für Stärke, Vielfalt und Aufbruch. Von Industrie bis Startups: Die Lösungen für unsere Zukunft sind made in Köln.
Produktion bei DEUTZ in Köln: Hier entstehen bis heute Motoren – und zugleich Lösungen für dezentrale Energieversorgung oder Deftech. 4
© Deutz AG; Ricardo Wiesinger
WAS KÖLN STARK MACHT
CEO Jaroslaw Kutylowski bleibt mit seinem KI-„Einhorn“ DeepL der Heimat Köln treu.
PRODUKTION
Industrie bleibt – und baut Zukunft Das verarbeitende Gewerbe bildet einen wichtigen Kern der Kölner Wirtschaft. Ein Schwergewicht ist die DEUTZ AG: 1864 gegründet und bis heute in Köln ansässig, gilt sie als die älteste Motorenfabrik der Welt. Mit mehr als 5.000 Mitarbeitenden erzielte das Traditionsunternehmen 2025 einen Umsatz von gut zwei Milliarden Euro – eines der besten Ergebnisse seiner jüngeren Geschichte. Neben der klassischen Motorenproduktion wächst das Geschäft mit dezentralen Energielösungen und Notstromsystemen für Rechenzentren ebenso wie das Defense-Segment.
* Angaben zu Beschäftigten beziehen sich auf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die Zahlen im Bereich Produktion auf das verarbeitende Gewerbe.
K
öln gehört zu den robustesten Wirtschaftsstandorten Deutschlands – dank seiner Vielfalt. Ob industrielle Hochtechnologie, Medienproduktion oder digitale Geschäftsmodelle: Der Mix aus etablierten Unternehmen und jungen Playern macht die Stadt widerstands- und wandlungsfähig. Mehr als 900 Startups und Scaleups haben sich bewusst für Köln entschieden. Fünf Schlüsselbranchen zeigen, wie breit der Standort aufgestellt ist und wohin er sich bewegt.
Den hohen Stellenwert der Kölner Industrie für den Weltmarkt zeigt auch die Leybold GmbH. Als Teil der Atlas Copco Group entwickelt und produziert das Unternehmen Vakuumpumpen für zahlreiche Industriezweige, von der Elektroniküber die Lebensmittelbranche bis hin zur Raumfahrt. In den Kölner Werkshallen arbeiten rund 850 Fachkräfte, unterstützt von hoch automatisierten Anlagen. Mehr als 100 Millionen Euro wurden in den Standort investiert. Jährlich verlassen Zehntausende Vakuumpumpen das Werk – von Köln aus in die ganze Welt. Zugleich stärkt die MGCS Project Company Kölns Rolle in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Das Joint Venture von Rheinmetall, KNDS und Thales entwickelt in Köln-Mülheim das neue deutschfranzösische Kampfpanzersystem. Die Nähe zum Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Koblenz sowie die gute Anbindung an Paris sprachen für den Standort. FACTS & FIGURES Unternehmen: 1.100 Beschäftigte*: 48.000
DIGITALWIRTSCHAFT (IKT)
Von KI-Übersetzung bis Edtech Köln ist ein Hotspot der Digitalwirtschaft mit Leuchttürmen wie DeepL und Trusted Shops. Der KI-Anbieter DeepL zählt über 200.000 Unternehmenskunden weltweit, ist mit mehr als zwei Milliarden US-Dollar bewertet – und bleibt seinem Standort Köln treu. Gründer Dr. Jaroslaw Kutylowski erinnert sich: „Besonders zu Anfang war es von Vorteil, nicht sofort gegen die ganz großen Unternehmen aus Kalifornien antre5
ten zu müssen. Wir hatten und haben es gut in Köln.“ Heute profitiert DeepL von dem starken Talentpool in der Region: Der Regierungsbezirk Köln punktet mit vielen MINT-Absolvent*innen und schneidet laut Auswertungen sogar besser ab als Oberbayern mit München oder die Stadt Berlin. Auch Trusted Shops ist ein digitaler Pionier: Seit 1999 sorgt das Kölner Unternehmen mit Gütesiegeln und Käuferschutz für Vertrauen im E-Commerce. 45 Millionen Menschen nutzen die Plattform, rund 800 Mitarbeitende arbeiten für das Unternehmen – die Hälfte davon in Köln. Trotz Internationalisierung bleibt die Zentrale am Rhein. „Wir sind hier in Europa sehr gut aufgestellt, und die lokale Digitalbranche ist stark geworden“, so Gründer Jean-Marc Noël. Im Segment digitale Bildung zeigt DeepSkill, wie sich KI und Coaching verbinden lassen. Der Edtech-Anbieter entwickelt KI-gestützte Trainings und digitales Coaching für die Arbeitswelt von morgen – und steht exemplarisch für Kölns Stärke als Edtech-Standort mit hoher Hochschuldichte, breitem Talentpool und Messen wie der Zukunft Personal. FACTS & FIGURES Unternehmen: 2.100 Beschäftigte: 56.700 Beschäftigungswachstum: 70 % von 2008 bis 2025
GESUNDHEITSWIRTSCHAFT
Wo Medizin auf Hightech trifft Die Blutprobe kommt aus der Luft? Daran arbeitet das Kölner Smart-Logistics-Startup Urban Ray – mittels eines Drohnensystems für den Transport medizinischer Proben und Laborergebnisse, unabhängig vom Stadtverkehr. Das 6
Beispiel steht für eine Branche im Aufbruch: In Köln verbinden sich Logistik und Gesundheitswirtschaft zu neuen Lösungen. Die Gesundheitswirtschaft selbst zählt zu den dynamischsten Wachstumsfeldern der Stadt. Forschungsnahe Healthtech-Unternehmen arbeiten in Köln mit ITFirmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und rund 40 Kliniken an smarter Versorgung. Zu den international sichtbaren Playern gehört Miltenyi Biotec mit einem Standort in Köln-Mülheim. Der global anerkannte Innovationstreiber in der biomedizinischen Forschung ist einer der führenden Anbieter im Bereich Zell- und Gentherapie. Auch Konzerne wie Lonza und Klosterfrau sind Teil des Ökosystems. Die Initiative Digital Health Cologne verbindet diese Akteure mit Branchennetzwerken wie BioRiver, BioCologne und der
Die Zurich Versicherung bündelt ihre Deutschland aktivitäten am Rhein.
Gesundheitsregion KölnBonn sowie mit Technologiezentren wie BioCampus Cologne und RTZ Köln. Das macht Köln zu einem führenden Standort für die Gesundheitswirtschaft von morgen. FACTS & FIGURES Unternehmen: rund 3.200 Beschäftigte: über 86.000
VERSICHERUNGS- UND FINANZWIRTSCHAFT
Zwischen Tradition und Transformation Wie lässt sich Altersvorsorge effizienter gestalten? Das Kölner Fintech Xaver setzt auf künstliche Intelligenz. Die Software hilft Banken und Versicherern, individuelle Vorsorgeempfehlungen auf Basis von Daten und KI-Modellen zu erstellen. Für
die Gründer ist Köln ein strategischer Standort – mit Nähe zur Branche, gut ausgebildeten Entwickler*innen und direkter Verbindung ins Finanzzentrum Frankfurt. Xaver profitiert dabei von einem starken Umfeld: Köln zählt zu den wichtigsten Versicherungsstandorten Deutschlands. Rund 50 Versicherer haben hier ihren Hauptsitz, darunter Traditionsunternehmen wie DEVK, Gothaer und HDI, aber auch internationale Player wie AXA, Zurich oder General Reinsurance. Dazu kommen rund 3.000 weitere Firmen – von spezialisierten ITDienstleistern bis zu Insurtechs, die eng mit der Branche vernetzt sind. Mit dem InsurLab Germany wurde in Köln die größte Brancheninitiative der deutschen Versicherungswirtschaft gegründet. Das Netzwerk verbindet Versicherer mit Technologiepartnern, fördert Gründungsteams und beschleunigt die digitale Transformation. Köln ist zudem Gastgeber internationaler Fachkongresse, etwa der insureNXT oder des Kölner Versicherungssymposiums. FACTS & FIGURES Unternehmen: 970 Versicherungsunternehmen mit Hauptsitz: rund 50 Beschäftigte: rund 40.000
MEDIENWIRTSCHAFT
© Ingo Fischer; RTL/Frank W. Hempe
Köln dreht – und digitalisiert „Let’s Dance“, „The Masked Singer“, „Ninja Warriors“ – viele quotenstarke TV-Formate entstehen im Coloneum in Köln-Ossendorf. Mit dem höchsten Filmstudio der Welt (26 Meter Deckenhöhe) und 22 weiteren Aufnahmestätten zählt der Komplex der MMC Studios zu den größten Produktionszentren Europas. Gedreht wird fürs lineare Fernsehen genauso wie für Streamingdienste.
„Let’s Dance“ ist eines der erfolgreichsten TV-Formate der Medienmetropole.
Diese Bandbreite zeigt sich auch bei den Auftraggebern: RTL produziert für seine Hauptsender und baut parallel mit RTL+ und dem im Frühjahr übernommenen Sender Sky Deutschland die eigene Streamingstrategie aus. Der Westdeutsche Rundfunk, die größte Sendeanstalt im ARD-Verbund, investiert gezielt in digitale Formate von Mediatheken bis zu YouTube-Kanälen. Auch die bildundtonfabrik (btf) hat sich vom linearen Nischenhit („Roche & Böhmermann“) zum Produzenten internationaler Streamingerfolge entwickelt. Mit Dyn Media ist zudem ein expandierender SportStreaminganbieter aus Köln aktiv. Rund um Sender und Produktionsfirmen entsteht ein dichtes Ökosystem aus technischen Dienstleistern, Talenten aus Einrichtungen wie der Kunsthochschule für Medien und der Internationalen Filmschule Köln, Festivals und Branchennetzwerken. Eine wichtige Rolle spielt die Film- und Medienstiftung NRW, die mit einem Fördervolumen von zuletzt 35 Millionen Euro zu den bedeutendsten Förderhäusern in
Deutschland und Europa zählt. Das Mediengründerzentrum NRW stärkt den Standort zusätzlich, indem es gezielt junge Unternehmen der Branche fördert. FACTS & FIGURES Unternehmen: 410 Beschäftigte: 16.300
RECHENZENTREN STÄRKEN KÖLNS DIGITALE INFRASTRUKTUR Mit einer Investition von 3,2 Milliarden Euro baut Microsoft im Rheinischen Revier hochmoderne Rechenzentren – die größte Einzelinvestition des Unternehmens in Deutschland. Die neue Cloud- und KI-Infrastruktur stärkt Köln mit schnellen Datenlösungen, lokaler Souveränität und neuen Spielräumen für digitale Geschäftsmodelle.
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Frau Ministerin, Köln gilt als einer der wenigen deutschen Großstadtstandorte ohne Monostrukturen – Industrie, Medien, Dienstleister und Startups prägen die Stadt gleichermaßen. Was macht diese Vielfalt aus wirtschaftspolitischer Sicht besonders wertvoll? Technologie, Talente, Toleranz – diese drei T stehen für Erfolg. Und Köln lebt das mehr als jede andere Stadt in Deutschland. Gut ausgebildete und hoch motivierte Menschen finden hier ein Netzwerk, in dem es sich gut und kreativ arbeiten lässt, wo es sich gut leben lässt und wo aus neuen Ideen echte Geschäftschancen entstehen, die uns alle voranbringen. In Köln und weit darüber hinaus bis in den Weltraum: Nordrhein-Westfalen ist auch Raumfahrtland. Und in Köln schlägt sein Herz.
„Technologie, Talente, Toleranz – diese drei T stehen für Erfolg. Und Köln lebt das mehr als jede andere Stadt in Deutschland.“ NRW will Klimaschutz und starke Industrie zusammendenken – eine Herausforderung, vor der viele Regionen stehen. Was macht NRW konkret anders? Wir stellen Industrie und Klimaschutz nicht gegeneinander. Das ist kein Widerspruch, sondern unsere Chance. Bis 2045 wollen wir die erste klimaneutrale Industrieregion Europas werden. Das ist kein grünes Wunschprojekt, das ist harte Standortpolitik: Wer zuerst klimaneutral produziert, verkauft 8
„Wer wissen will, wie Transformation aussieht, schaut nach Köln“ Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsund Klimaschutzministerin MONA NEUBAUR sieht Köln als Schaufenster der Transformation. Im Interview erklärt sie, wie die Stadt den Umbau zur klimaneutralen Industrieregion mit Talenten, Technologie und Startups vorantreibt.
seine Produkte morgen auf der ganzen Welt. Deshalb unterstützen wir Stahl, Chemie, Zement und Glas ganz konkret auf diesem Weg – mit dem Industriepakt Nordrhein-Westfalen und einer Transformations-Roadmap, die Unternehmen und Verbände selbst mitgeschrieben haben. Klimaschutz ist ein sinnvolles Invest, das hat auch das Institut der deutschen Wirtschaft hier in Köln berechnet. Jeder sinnvoll in Klimaschutz investierte Euro spart einen Euro Folgekosten.
© MWIKE NRW/Nils Leon Brauer
Im Wettbewerb um Fachkräfte punktet der Großraum Köln mit einer hohen Zahl an MINT-Absolvent*innen – laut Auswertungen sogar vor Oberbayern mit München und vor Berlin. Welchen Unterschied macht es für die Transformation, wenn Unternehmen solche Fachkräfte direkt vor Ort finden? Nirgendwo sonst finden Investoren so viele gut ausgebildete Menschen auf engem Raum wie hier. Die vielen hervorragenden Hochschulen Nordrhein-Westfalens sind unser großes Standortplus. In Köln konzentriert sich das ganz besonders. Anderswo müssen Unternehmen Standorte verlagern, weil sie keine Fachkräfte mehr finden. Fachkräfte suchen nicht nur einen guten Job, sie möchten auch eine hohe Lebensqualität und eine gute Infrastruktur vor der Tür. Die finden sie hier. Köln ist mit rund 900 Start- und Scaleups stärkster Gründungsstandort in NRW – breit aufgestellt von Software über Medizin bis zu E-Commerce. Wie fördert das Land solche Ökosysteme? Köln hat, was Gründerinnen und Gründer brauchen: exzellente Hochschulen, Branchenvielfalt und die kurzen Wege einer Großstadt. Wir sorgen dafür, dass aus einer
„Fachkräfte suchen nicht nur einen guten Job, sie möchten auch eine hohe Lebens qualität und eine gute Infrastruktur vor der Tür. Die finden sie hier.“ guten Idee auch ein gutes Geschäft wird – von der ersten Skizze bis zur Skalierung, mit dem STARTPLATZ Köln und den Start-up Centern.NRW an den Hochschulen. Unser Ziel ist einfach: Die nächste Weltmarktführerin soll aus NRW kommen und nicht abwandern, weil ihr hier das Wachstumskapital fehlt. Energiekosten, Infrastruktur, internationale Konkurrenz – Unternehmen treffen Standortentscheidungen heute unter veränderten Vorzeichen. Warum sollten sie sich gerade jetzt für NRW und den Raum Köln entscheiden? Günstige Energie war immer ein Standortvorteil. Doch die fossilen Energieträger verursachen hohe Folge- und Zusatzkosten, die viele
lange Zeit verdrängt haben – und damit meine ich nicht nur Klimaveränderungen. Wir haben uns erpressbar gemacht. Immer mehr Unternehmen wissen die Vorteile einer klimaneutralen Energieversorgung zu schätzen. Die bekommen sie hier, weil wir die erneuerbaren Energien im Rekordtempo ausbauen. Gerade für international erfolgreiche und innovative Unternehmen hat das eine starke Anziehungskraft. Wenn Sie auf 2030 blicken: Wie sieht ein erfolgreiches NRW für Sie aus – und welchen Platz nimmt Köln in diesem Bild ein? Im Jahr 2030 ist NRW der Beweis, dass Klimaschutz und Industrie kein Widerspruch sind, sondern die einzige Zukunft, die sich rechnet. Wir wollen nicht das Bundesland sein, das am längsten an der Kohle festgehalten hat, sondern das erste, das den Umbau geschafft hat. Das ist unsere Botschaft an den Rest der Republik: Wer wissen will, wie Transformation geht, schaut nach NRW. Und wer wissen will, wie das konkret aussieht, schaut nach Köln – hier arbeiten Ingenieur*innen, Gründer*innen und Forscher*innen genau an der Frage, die ganz Deutschland umtreibt: Wie bleiben wir wettbewerbsfähig, ohne unseren Planeten zu verheizen? Das ist harte Arbeit, kein Selbstläufer. Aber genau deshalb mache ich diesen Job.
„Im Jahr 2030 ist NRW der Beweis, dass Klimaschutz und Industrie kein Widerspruch sind, sondern die einzige Zukunft, die sich rechnet.“
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IMMOBILIENMARKT
KÖLN
FLÄCHEN IM WANDEL
Köln wächst – und mit der Stadt der Bedarf an Raum zum Arbeiten, Entwickeln und Investieren. Zwischen Rhein und alten Industrieflächen behauptet sich ein robuster IMMOBILIENSTANDORT mit Substanz.
Wo früher Gleise, Werkshallen und Umschlag plätze lagen, entstehen heute nicht nur neue Büro- und Gewerbeflächen, sondern auch ganze Stadtquartiere. Rund 1,1 Millionen Menschen leben in Köln, allein seit 2008 sind 174.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte hinzugekommen – und alle brauchen Raum zum Arbeiten. Dazu kommt ein Büromarkt, der im Vergleich der großen deutschen Standorte stabil und bezahlbar bleibt. Auf den Leitmessen Expo Real in München und Mipim in Cannes zeigt Köln jedes Jahr, was diesen Standort ausmacht. Alle Kölner Gewerbeprojekte auf einen Blick Auf unserer Website bündeln wir herausragende Immobilienentwicklungen im Stadtgebiet. → QR-Code scannen und entdecken
Sie planen ein Projekt in Köln? Wir begleiten Vorhaben am Standort mit Kontakten, Marktwissen und Services: immobilien@koeln.business
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Wohn- und Gewerbeprojekte aktuell in Planung oder im Bau
BÜROFLÄCHEN
8,2
Millionen Quadratmeter Büroflächen gibt es in Köln.
Köln verbindet Marktstabilität, Entwicklungsspielraum und ein Mietniveau, das auch im Vergleich der großen deutschen Standorte attraktiv bleibt. Dr. Manfred Janssen Geschäftsführer KölnBusiness
5,8 %
betrug die Leerstandsquote in Köln im ersten Halbjahr 2026 – vergleichsweise niedrig.
9,5 %
waren es durchschnittlich in den anderen Topstädten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München.
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Kölns Spitzenmieten bleiben stabil und erschwinglich.
Durchschnittliche Spitzenmieten im Top-5-Vergleich:
49,60
*Angaben zu Leerständen und Mieten beruhen auf gemittelten Berichtsdaten der Maklerhäuser Angermann NRW, BNP, CBRE, Colliers, Cushman & Wakefield, Greif & Contzen, JLL, Larbig & Mortag und Savills.
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DEUTZER HAFEN: WIE KÖLN SEINE ZUKUNFT BAUT
Gemischte Nutzungen und Wohnungsbau bringen neue Impulse. Transformation einer urbanen Industriebrache
In Köln entsteht in attraktiver Lage direkt am Rhein und mit Blick auf den Dom ein neues Stadtquartier mit einer Fläche von rund 37,7 ha: Der Deutzer Hafen Köln entwickelt sich zu einem gemischt genutzten Viertel mit klar gefassten Stadträumen, hoher gestalterischer Qualität und attraktiven Freiräumen. Insgesamt sind mehr als 3.000 Wohnungen für etwa 7.000 Bewohner vorgesehen. Ergänzend entstehen 6.000 Arbeitsplätze, Flächen für Bildung und soziale Infrastruktur sowie Angebote für Gastronomie, Kultur und Freizeit. Identitätsstiftender Bestand Die Gebäude und Getreidesilos der ehemaligen Ell- und Auermühle prägen als identitätsstiftender Bestand den Charakter des Quartiers. Die zwischen 1908 und den 1960er-Jahren errichteten Baukörper werden in die Entwicklung integriert und bilden einen wichtigen Ankerpunkt für zukünftige Nutzungen im Quartier. Beide Mühlen nehmen damit im Gesamtprojekt eine besondere Stellung ein und stehen exemplarisch für den Umgang mit denkmalgeschütztem Bestand im Deutzer Hafen. Schrittweise Entwicklung und Investitionsperspektive Die Entwicklung des Deutzer Hafens erfolgt abschnittsweise. Aktuell stehen die Herstellung der zentralen Infrastrukturen sowie die Freiraumentwicklung im Fokus: Brückenbau, Ver- und Entsorgung, öffentliche Räume, Parks und Promenade werden vorbereitet bzw. umgesetzt. Erste wesentliche Bauabschnitte stehen vor dem Start.
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Damit entsteht für Investoren ein verlässliches Umfeld, in dem Hochbauprojekte nicht in einer Brache beginnen, sondern in ein bereits strukturiertes und entwickeltes Quartier eingebettet werden. Einzelne Baufelder befinden sich bereits in konkreten Planungen, weitere werden sukzessive entwickelt und in den Markt gebracht. Ziel ist eine qualitativ hochwertige, wirtschaftlich tragfähige und langfristig stabile Quartiersentwicklung in einer der attraktivsten Lagen Kölns. Zukunftssichere Standards Die Entwicklung des Deutzer Hafens verfolgt einen integrierten Ansatz aus Mobilität, sozialer Mischung sowie klima- und energierelevanten Konzepten. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat die Planung des Quartiers bereits mit dem höchsten Vorzertifizierungsstandard in Platin ausgezeichnet. Mit einem Erfüllungsgrad von 83,3 Prozent liegt das Projekt über den Anforderungen der Spitzenkategorie. Nachhaltigkeit wird dabei nicht als statischer Zielwert verstanden, sondern als langfristiger Qualitätsmaßstab für Planung, Bau und Betrieb. Für Investoren bedeutet dies: ein zukunftssicheres Quartier mit hoher Wertstabi lität, klaren ESG-Rahmenbedingungen und langfristig tragfähigen Nutzungskonzepten.
www.modernestadt.de www.deutzerhafen.koeln
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Es geht darum, bestehende Potenziale zu nutzen, zukunftssicher weiterzuentwickeln und den wirtschaftlichen Wandel der Metropolregion nachhaltig zu gestalten. Köln ist die Stadt, in der der Viertaktmotor erfunden wurde und eines der ersten Serienautos vom Band ging, aber auch der Ort, an dem achtzehn der zwanzig umsatzstärksten Logistikunternehmen vertreten sind.
Von der Industriebrache zum Zukunftsstandort Wie historische Flächen in Köln neue Impulse setzen können
S
tahl, Parfüm und Schoko lade: Köln blickt auf eine traditionsreiche Wirtschaftsgeschichte zurück. Doch die Stadt war immer auch ein Ort des Wandels. Lange Zeit durch klassische Industriebranchen geprägt, ist Köln heute durch einen diversifizierten Branchenmix gekennzeichnet. So entstehen dort, wo einst produziert und montiert wurde, neue, moderne Standorte für Innovation und nachhaltiges Wachstum. Dabei bleibt die Wirtschaftsgeschichte der Metropolregion ein lebendiger Teil von ihr, nicht nur als Erinnerung, sondern wortwörtlich als Basis für ihre Zukunft. Dieser Wandel zeigt sich an zwei historischen Industriestandorten in Porz und Niehl. Das frühere StollwerckAreal, auf dem bis 2015 noch die Produktentwicklung und Verwaltung des Schokoladenherstellers angesie-
delt waren, wird ebenso revitalisiert und einer neuen Nutzung zugeführt wie Teile des linksrheinischen FordGeländes. Auf den seit vielen Jahren nicht mehr genutzten Standorten entstehen moderne Industrie- und Gewerbeflächen, die Raum für Logistik, urbane Produktion, Handwerk, Mittelstand und innovative Unternehmen schaffen.
Die beiden Projektentwicklungen von Panattoni stehen beispielhaft für eine Herausforderung, der sich zahlreiche Regionen in Deutschland im Zuge des Strukturwandels stellen. Die Transformation aktiv gestalten, bedeutet hier, die Standorte bleiben das, was sie seit Generationen sind: wirtschaftliche Motoren für die Stadt und Areale, in denen heutige und künftige Generationen Arbeit, Perspektive und Zukunft finden.
Panattoni Campus Köln Ost
Panattoni Park Köln II
33.100 m2
40.100 m2
Logistikfläche, teilbar ab 9.840 m2
Logistikfläche, teilbar ab 5.520 m2
Fertigstellung Mitte 2027
12.450 m2 Gewerbefläche, teilbar ab 1.150 m2 Mehr Infos zu den Projekten
Der Logistik-, Industrie- und Gewerbe immobilienentwickler Panattoni leistet hierzu einen Beitrag: In enger Abstimmung mit der Wirtschaftsförderung Köln und der Stadt entstehen Flächenangebote, die den Anforderungen einer sich wandelnden Wirtschaft und moderner Unternehmen gerecht werden und langfristige Perspektiven für Nutzer und Beschäftigte schaffen.
mieten @ panattoni.de
fertiggestellt August 2026
KÖLN/BONN zählt zu Deutschlands wichtigsten Frachtflughäfen, verbindet die Region mit internationalen Märkten und investiert in moderne Infrastruktur. Im Gespräch: Thilo Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung, und Geschäftsführer Cenk Özöztürk
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© Andreas Wiese/Köln Bonn Airport; Petershagen
„Planungssicherheit heißt: verlässlicher 24-Stunden-Betrieb“
Thilo Schmidt (l.) und Cenk Özöztürk treiben die Weiterentwicklung des Flughafens Köln/Bonn voran.
Herr Schmid, welche Rolle spielt der Flughafen Köln/Bonn heute für den Wirtschaftsstandort Köln – über Starts und Landungen hinaus? Schmid: Unser Flughafen ist weit mehr als ein Verkehrsknotenpunkt – er ist ein Treiber für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Mit dem Geschäftsmodell aus Passagier- und Frachtverkehr verbinden wir Köln und Nordrhein-Westfalen mit internationalen Märkten und sichern die Erreichbarkeit für Unternehmen. Ein essenzieller Baustein ist der 24-Stunden-Betrieb: Er ermöglicht verlässliche Verbindungen in der Luftfahrt und Logistik und damit viele wirtschaftliche Prozesse.
Özöztürk: Köln/Bonn bündelt internationale Verbindungen, schnelle Lieferketten und verlässliche Erreichbarkeit in einer Infrastruktur. Besonders wertvoll ist, dass Passagier- und Frachtverkehr zusammengedacht werden. Zugleich entwickeln wir den Campus weiter. Auf Flächen in der Größenordnung von rund 30 Fußballfeldern sehen wir zusätzliches Potenzial für den Airport. Ein großer Vorteil sind neben den verfügbaren Entwicklungsflächen die leistungsfähige technische
„Wir behaupten unsere starke Position als eines der wichtigsten Luftfrachtdrehkreuze in Deutschland und Europa.“ Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung
Infrastruktur und die hervorragende Anbindung. Sie schaffen die Voraussetzung, um künftige Innovationsprojekte flexibel umzusetzen. Herr Özöztürk, Sie stellen den Airport gerade neu auf – Terminalumbau, neue Sicherheitskontrollen. Was sind die wichtigsten Veränderungen? Özöztürk: Nach dem Umbau unserer Sicherheitskontrollstelle profitieren die Passagiere von deutlich komfortableren Abläufen. Dank modernster CT-Technologie müssen Flüssigkeiten und elektronische Geräte nicht mehr aus dem Handgepäck genommen werden. Die Kontrolle ist bei höchsten Sicherheitsstandards spürbar smarter, und die Anlage gehört zu den modernsten in Europa. Parallel entwickeln wir auch andere Bereiche weiter, etwa die Abfertigung. Schmid: Mit den Modernisierungen investieren wir in Aufenthaltsqualität und Reisekomfort – und damit in die Zukunft des Flughafens. Wir haben neben der neuen Kontroll15
Köln/Bonn investiert in Prozesse, Infrastruktur und Klimafreundlichkeit.
Lassen Sie uns auf die Entwicklung im Betrieb schauen. Wie haben sich Passagier- und Frachtzahlen zuletzt entwickelt – und wo sehen Sie Wachstumspotenzial? Schmid: 2025 haben wir erneut mehr als zehn Millionen Passagiere begrüßt und unsere Rolle als Verkehrsknotenpunkt für die Region bestätigt. Der Sommerflugplan mit 115 Zielen in 38 Ländern zeigt, wie wir unser Angebot entwickeln. Im Frachtbereich behaupten wir Jahr für Jahr unsere starke Position als eines der wichtigsten Luftfrachtdrehkreuze in Deutschland und Europa. Diese Entwicklung spiegelt sich auch wirtschaftlich wider: 2025 haben wir mit 13,5 Millionen Euro Gewinn zum vierten Mal in Folge ein deutlich positives Ergebnis erzielt – ein Beleg für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit unseres Geschäftsmodells. Grundsätzlich muss in Deutschland wieder stärker anerkannt werden, dass Mobilität und Luftverkehr zentrale Voraussetzungen für wirt16
„Auf Flächen in der Größenordnung von rund 30 Fußball feldern sehen wir zusätzliches Potenzial für den Airport.“ Cenk Özöztürk, Geschäftsführer
schaftliches Wachstum sind. Digitale Formate sind wichtig, ersetzen aber nicht den persönlichen Austausch. Eine exportorientierte Volkswirtschaft lebt von internationalen Verbindungen – deshalb wird die Wirtschaft auch wieder mehr fliegen müssen, wenn in Deutschland Wettbewerbsfähigkeit gesichert und neue Wachstumsimpulse gesetzt werden sollen. Ein Flughafen plant in langen Zyklen. Welche Rolle spielt Planungssicherheit – für Ihre Investitionen und für Unternehmen, die sich auf den Flughafen verlassen? Schmid: Sie ist für den Flughafen und seine Kunden ein zentraler Erfolgsfaktor. Planungssicherheit heißt für uns: verlässlicher 24-Stunden-Betrieb. Unser Geschäftsmodell ist auf langfristige Entwicklungen ausgelegt, entsprechend wichtig
Özöztürk: Dazu gehören zum Beispiel noch mehr elektrische Fahrzeuge und Geräte auf dem Vorfeld, der Ausbau digital gesteuerter Abläufe in der Abfertigung und die Modernisierung operativer Prozesse insgesamt. So gestalten wir die Zukunft des Flughafens Schritt für Schritt. Am Ende geht es darum: Fluggäste und Fracht müssen zuverlässig und effizient von A nach B kommen – dann profitiert die gesamte Wirtschaft in der Region.
WAS DER FLUGHAFEN FÜR DIE REGION LEISTET Köln Bonn Airport ist ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region. Insgesamt sichert er rund 46.000 Arbeitsplätze und generiert eine gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung von rund 3,2 Milliarden Euro pro Jahr. Die am Flughafen ansässigen Unternehmen erzielten 2023 eine direkte Wertschöpfung von 977 Millionen Euro und beschäftigten rund 14.500 Menschen. Damit verbunden ist ein jährliches Steueraufkommen von etwa 234 Millionen Euro.
© Andreas Wiese/Köln Bonn Airport
stelle ein Gastronomiekonzept mit 18 neuen Restaurants umgesetzt, Mobiliar erneuert und digitale Services ausgebaut. So entsteht ein deutlich attraktiveres Reiseumfeld, das die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärkt.
sind stabile Rahmenbedingungen für den Betrieb am Tag und in der Nacht. Deshalb haben wir im Frühjahr den dauerhaften Fortbestand der bestehenden Lärmschutzauflagen beantragt, um allen Unternehmen am Standort und ihren Beschäftigten klare Perspektiven zu bieten. Parallel entwickeln wir unsere Lärmschutzkonzepte weiter und investieren in klimafreundliche Infrastruktur und den Ausbau erneuerbarer Energien.
GUT VERNETZTE METROPOLE Die zentrale Lage in Europa und die EXZELLENTE INFRASTRUKTUR machen Köln zu einem der wichtigsten Knotenpunkte. Das Handelszentrum am Rhein ist zu Land, zu Wasser und aus der Luft zu erreichen. Bahnnetz Köln ist durch 30–35 Fernzuglinien angebunden.
Kölner Häfen Fünf Kölner Häfen (Godorf, Niehl I, Niehl II, Deutz und Rheinauhafen) bilden zusammen den zweitgrößten Binnenhafen Deutschlands.
EINWOHNER*INNEN Köln ist mit
1,1 Millionen
Einwohner*innen die größte Stadt in NRW.
POTENZIAL 180 Millionen
Europäer*innen erreichen Köln innerhalb einer Flugstunde.
GLASFASERNETZ Mit rund
75 Prozent
hat Köln die höchste Quote von ausgebauten Glasfaserleitungen in Deutschland.
Knotenpunkt Köln ist mit mehr als 100 Millionen Passagier*innen pro Jahr einer der verkehrsreichsten Eisenbahnknotenpunkte in Europa.
Umschlagplatz Eifeltor Er ist eine der wichtigsten Großumschlagsanlagen des kombinierten Verkehrs in Europa.
Autobahnnetz Einer der größten Straßenverkehrs-Angelpunkte Europas mit Anschluss an 10 Autobahnen.
Quelle: https://koelncongress.de/standort-koeln/
Köln Bonn Airport Er kommt auf Platz 3 der größten Frachtflughäfen Deutschlands.
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„Ohne stabile Netze steht ein Wirtschaftsstandort still“ Digitale Souveränität wird zur Standortfrage. NETCOLOGNE-CEO TIMO VON LEPEL erklärt, warum Glasfaser, Rechenzentren und IT-Sicherheit heute über die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Regionen entscheiden.
Herr von Lepel, wenn von der Kölner Wirtschaft die Rede ist, fallen vielen zuerst Industrie, Versicherungen und Medien ein. Die digitale Seite des Standorts ist oft weniger sichtbar. Ist das fair? Die digitale Wirtschaft Kölns steht vielleicht nicht immer im Rampenlicht, ihre Leistungsfähigkeit jedoch außer Frage. Wir haben vor zwei Jahren gemeinsam mit Partnern die Studie „Starke Wirtschaft. Starkes Köln.“ initiiert, die den Digitalisierungsgrad von Kölner Unternehmen erfasst und mit denen in anderen Städten vergleicht. Das Ergebnis: Köln steht ziemlich gut da. Die Unternehmen hier sind in vielen Bereichen weit fortgeschritten, etwa bei der Automatisierung von Prozessen, bei der Datenkompetenz der Mitarbeitenden und der digitalen Kundenbetreuung. Welche digitalen Herausforderungen stehen bei Ihren Unternehmenskunden derzeit im Vordergrund? Lange ging es um den Glasfaserausbau, um Geschwindigkeit und Bandbreite. Das ist jetzt kein 18
Thema mehr. Das Glasfasernetz ist in den Gewerbegebieten komplett ausgebaut, und jeder Gewerbekunde bekommt auf Wunsch einen Anschluss. Was die Unternehmen heute vielmehr umtreibt, ist die Frage: Wo speichere ich meine Daten, und wie erhalte ich Zugriff auf sie? Ist meine IT-Sicherheit auf der Höhe der Zeit? Wie betreffen mich Regulierungsthemen wie NIS-2, die neue EU-Richtlinie zur Cybersicherheit? Und was bedeutet KI eigentlich für mein Unternehmen?
© Netcologne/Fotoagentur Wolf; Constantin Ehrchen
Es geht also um digitale Souveränität. Versuchen Unternehmen, sich angesichts der politischen Rahmenbedingungen von großen US-amerikanischen Anbietern wie Microsoft, Amazon und Co. zu lösen? Definitiv, ja. Vielen unserer Kunden ist klar geworden, dass sie nicht nur ihre normalen Lieferketten sicher aufstellen müssen, sondern auch die digitalen. Wir sehen das ganz konkret in der Nachfrage nach Kapazitäten in unseren Rechenzen tren, die stark steigt. 2024 haben wir unser viertes Hochleistungsrechenzentrum eröffnet, das fünfte in Köln planen wir gerade.
„Die digitale Wirtschaft Kölns steht vielleicht nicht immer im Rampenlicht – ihre Leistungs fähigkeit jedoch außer Frage.“ Sie haben Anfang dieses Jahres „NetCologne Business“ gegründet. Was steckt dahinter? Die Gründung von NetCologne Business ist der logische nächste Schritt in einer Entwicklung, die wir schon seit Jahren vorantreiben. Wir bieten
NetCologne betreibt Kölns erstes nachhaltiges Rechenzentrum.
neben dem Glasfaseranschluss für Privat- und Firmenkunden längst viel mehr an: Rechenzentrumskapazitäten, IT-Services und IT-Sicherheit. Dazu gehören beispielsweise Penetrationstests, um Lücken in den Sicherheitssystemen zu entdecken. Zwar hat sich das Bewusstsein für die Bedeutung von Cybersecurity massiv erhöht, aber viele zögern noch zu investieren. Das halte ich für sehr gefährlich. Wer sein Firmengelände sichert, zahlt ja auch für einen Zaun oder eine verstärkte Eingangstür – genauso müssen Unternehmer den digitalen Raum betrachten. Welche Rolle spielt NetCologne beim Schutz kritischer Infrastruktur in der Region? In diesem Jahr nehmen wir offiziell für RheinEnergie ein Funknetz im 450-Megahertz-Bereich in Betrieb. Es richtet sich explizit an Betreiber von kritischen Infrastrukturen, bietet hohe Ausfallsicherheit und ist auch im Krisenfall oder bei einem Blackout bis zu 72 Stunden betriebsfähig. Als Teil des Kölner
Stadtwerkekonzerns tragen wir Verantwortung für die öffentliche Daseinsvorsorge – eine Aufgabe, die wir sehr ernst nehmen. Denn ohne stabile Netze steht ein moderner Wirtschaftsstandort still.
KÖLNS DIGITALE BASIS FÜR WACHSTUM Unternehmen, die sich in Köln ansiedeln oder hier wachsen wollen, finden eine der dichtesten digitalen Infrastrukturen Deutschlands vor. Das Glasfasernetz von NetCologne erstreckt sich über 33.000 Kilometer und versorgt 750.000 Haushalte und Geschäftseinheiten – sämtliche Gewerbegebiete sind angeschlossen. Vier Hochleistungsrechen zentren bieten lokale, souveräne Datenverarbeitung. Als kommunaler Anbieter im StadtwerkeVerbund investiert NetCologne jährlich auf Rekordniveau in den Ausbau: 2025 waren es 91 Millionen Euro.
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rst Mondrover und Astronaut*innentraining, jetzt Satellitenkommunikation: Wenn es ums All geht, zieht Köln eine Großinvestition nach der nächsten an. Die Stadt gilt als ein Zentrum der Weltraumforschung in Europa. Bereits seit 1990 werden Raumfahrer*innen im Europäischen Astronautenzentrum ausgebildet, die Forschungsanlage LUNA bietet einzigartige Simulationen für astronautische und robotische Mondaktivitäten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Nun erfolgt ein neuer großer Schritt: Mit dem symbolischen Spatenstich am 16. Juni hat am DLR-Standort Köln der Bau des GOVSATCOM Hubs begonnen. Der neue Standort wird künftig eine zentrale Rolle für die sichere Satellitenkommunikation in Europa spielen. In dem Hub werden sensible Kommunikationsdienste für Behörden und Einsatzkräfte gebündelt. Köln wird damit einer von zwei europäischen Knotenpunkten im Rahmen der Programme GOVSATCOM und IRIS². Der Hub soll dazu beitragen, dass Behörden und behördliche Hilfsorganisationen auch dann handlungsfähig bleiben, wenn herkömmliche Kommunikationswege ausfallen, gestört oder überlastet sind. Hintergrund: Die Europäische Union hat sich entschlossen, in ein eigenes Satellitennetzwerk namens IRIS² zu investieren, um die europäische Autonomie in der Kommu-
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EUROPAS SICHERHEIT KOMMT AUS KÖLN Die Stadt wird Knotenpunkt der europäischen SATELLITENKOMMUNIKATION.
Warum Köln eine zentrale Rolle für Europas sensible Kommunikationsdienste spielt Das Bau des Hubs basiert auf einer Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und dem Land Nordrhein-Westfalen, das das Projekt mit einer Investition von bis zu 50 Millionen Euro unterstützt. Für den GOVSATCOM Hub ist EUSPA zuständig, die EU-Agentur für das Weltraumprogramm. „Die Lage im Süden Kölns ist nicht nur wegen der Nähe zum DLR ideal, sondern auch, weil wir dort die hohen Sicherheitsstandards einhalten können“, sagt Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR. Schon heute arbeiten rund 23.000 Personen in der Luft- und Raumfahrt in Köln, und mit dem Knotenpunkt dürften weitere hinzukommen. Der GOVSATCOM Hub ist der Anfang neuer Weltraumeinrichtungen – künftig soll bei dem Kontrollzentrum zusätzliche Forschungsinfrastruktur entstehen: „Der SPACEHUB COLOGNE wird sich zu einem wichtigen Campus in der Luft- und Raumfahrt entwickeln“, sagt Kaysser-Pyzalla.
Für die Wirtschaft in und um Köln ist das eine große Chance. Der Campus werde Startups und Fachkräfte in die Region ziehen, prognostiziert Kaysser-Pyzalla. Zudem brauche es viele Dienstleister, die den SPACEHUB aufbauen – ein Anknüpfungspunkt für innovative Mittelständler und Konzerne. „Der GOVSATCOM Hub in Köln ist beides: ein Sicherheitsgewinn für Europa und ein Standortsignal für Nordrhein-Westfalen“, sagt auch Mona Neubaur, Wirtschafts- und Klimaschutzministerin von Nordrhein-Westfalen.
50 Millionen
investiert das Land Nordrhein-Westfalen in den Bau des GOVSATCOM Hub.
WARUM BRAUCHEN WIR SATELLITEN? GPS im Smartphone, Wettervorhersage oder Finanztransaktionen – vieles funktioniert heutzutage über Satellitentechnik. Sie liefert beispielsweise Daten für die Klimaforschung, ermöglicht Katastrophenhilfe und koordiniert die Luft- und Schifffahrt. Für die Sicherheit in Europa ist es wichtig, dass diese Infrastruktur zuverlässig funktioniert. Was ist IRIS2? IRIS² ist ein europäisches Satellitenprogramm. Die neue Konstellation soll aus Hunderten Satelliten bestehen und leistungsfähige, sichere Kommunikation ermöglichen – auch in Regionen ohne terrestrische Netzabdeckung. Die Dienste von IRIS² sollen künftig über den GOVSATCOM Hub in Köln bereitgestellt werden.
23.000 Menschen
arbeiten in der Luft- und Raumfahrt in Köln.
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© iStock/Gizem Gecim
nikationstechnik zu stärken. Der GOVSATCOM Hub entsteht nicht in einer der administrativen Zentralen wie Brüssel, Paris oder Berlin, sondern dort, wo man sich in höheren Umlaufbahnen auskennt: in Köln. Genauer gesagt in Köln-Wahn, zwischen dem DLR und dem Flughafen.
europäische Knotenpunkte existieren im Rahmen der Programme GOVSATCOM und IRIS² – Köln ist einer davon. 21
ANSIEDLUNG, KEIN ZUFALL MULI-CYCLES und MAXMECH haben sich in Köln niedergelassen – zwei Unternehmen, zwei Branchen, eine Standortentscheidung
Von acht auf 90 Mitarbeitende: Gründer Jonas Gerhardt zog mit seiner Firma vom Westerwald nach Köln.
MULI-CYCLES: FAIR HERGESTELLTE LASTENRÄDER „Ein kompaktes Lastenrad mit kleinen Rädern, fair produziert in Deutschland? Das wird nicht funktionieren!“, bekam Jonas Gerhardt zu hören. Gemeinsam mit seinem Bruder Sören startete der Fahrradbauer muli-cycles in einem 1.000-SeelenDorf im Westerwald. Allen Widerständen zum Trotz brachten die Brüder 2016 ihren ersten Prototyp heraus. Das Fahrrad kam an. Crowdfunding ermöglichte eine Kleinserie, die alte Bauernscheune, in der sie produzierten, platzte bald aus allen Nähten. Den Brüdern wurde klar: Wenn der Handwerksbetrieb zum Unternehmen werden soll, braucht es andere Ressourcen. Die Lastenradhersteller wagten deshalb den Sprung nach Köln. Mitten im hippen Stadtteil Ehrenfeld, in dem Lastenräder zum Alltag gehören, fand muli-cycles passende 22
„Die Stadt bietet uns gute Voraussetzungen zum Skalieren.“ Jonas Gerhardt, Gründer von muli-cycles
Hallen für die Metallverarbeitung und neue Montagelinien. „Die Stadt bietet uns gute Voraussetzungen zum Skalieren: Wir haben genügend Platz und können auf einen großen Pool an potenziellen Fachkräften zurückgreifen – dies wäre so in der Heimat nicht möglich gewesen. Unser Mut hat sich gelohnt“, so Jonas Gerhard. Statt acht Mitarbeitende beschäftigt er mittlerweile 90. Am Erfolg der Geschäftsidee zweifelt heute keiner mehr.
Der neue Firmensitz bietet MaxMech Raum, um zu wachsen.
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Dr. Manfred Janssen, Geschäftsführer von KölnBusiness
© muli-cycles GmbH; KölnBusiness; Polina Kluss/Jocks Planungen
Wer in Köln gründen, wachsen oder den passenden Standort finden will, soll sich auf starke Unterstützung verlassen können. Genau deshalb begleiten wir als KölnBusiness Unternehmen – als Bindeglied zur Verwaltung und als Partner bei Antragsverfahren, Abstimmungsprozessen und Koordinierungsfragen. Weitere Informationen finden Sie über den QR-Code:
MAXMECH: BRÜCKE NACH CHINA Qualitätsprodukte aus Deutschland genießen in China einen ausgezeichneten Ruf. Doch der Einstieg in das riesige Reich mit seinen 1,4 Milliarden potenziellen Kund*innen ist kein Selbstläufer. MaxMech macht den Weg begehbar: Das Kölner Unternehmen begleitet europäische Marken beim Markteintritt in China. Dabei verbindet es Strategie mit E-Commerce, Vermarktung und Logistik. In den vergangenen Jahren ist das Geschäft so stark gewachsen, dass der bisherige Standort nicht mehr angemessen war. Für Köln sprachen mehrere Faktoren. „Die Stadt bietet uns mit der Koelnmesse den direkten Kontakt zu chinesischen Akteuren und deutschen Produzenten. Die Nähe zu einer Vielzahl von Flughäfen ermöglicht internationale Logistik“, sagt Gründerin und Inhaberin Dr.-Ing. Hua Chang. MaxMech erwarb ein städtisches Grundstück im rechtsrheinischen Gewerbegebiet Westhoven und errichtete dort den neuen Firmensitz. Mit 1.000 Quadratmeter Lagerfläche und weiteren 1.000 Quadratmeter Bürofläche bietet der Neubau dem Unternehmen endlich ausreichend Platz. Ein großzügiges Atrium, die offene Küche und viel Glas prägen die Arbeitsatmosphäre. Für Chang liegt der Schlüssel zum Erfolg ihres Unternehmens in der tiefgehenden Kenntnis beider Märkte. „Die deutsche
und die chinesische Kultur sind sehr unterschiedlich, auch im Bereich des Handels. Deshalb brauchen deutsche Marken eine Art Brücke – jemanden, der beide Seiten versteht.“ Bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück und der Entwicklung des neuen Standorts wurde MaxMech von KölnBusiness begleitet. „Wir freuen uns, dass MaxMech mit unserer engen Unterstützung in kurzer Zeit kaufen, planen und bauen konnte – und auf dieser Basis nun die Brücke nach China weiter ausbauen kann“, sagt Sascha Maschinski vom KölnBusinessUnternehmensservice.“ Geschäftsführerin Dr.-Ing. Hua Chang
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Startups bringen Tempo ins Recruiting Drei KÖLNER ANTWORTEN auf den Fachkräftemangel
CatchHR
KI ÜBERNIMMT DIE SUCHE
VisaFLow
BÜROKRATIE ADE Wer internationale Fachkräfte gewinnen will, scheitert oft an der deutschen Bürokratie. Das Kölner Startup VisaFlow setzt hier an: Die webbasierte Plattform führt internationale Fachkräfte mit KI-gestützten personalisierten Workflows Schritt für Schritt durch den Antragsprozess – von der Wahl des richtigen Aufenthaltstitels über die nötigen Dokumente bis zur zuständigen Ausländerbehörde. Neben dem Kernangebot für Einzelpersonen gibt es ein eigenes Programm für Hochschulen und Unternehmen. www.visaflow.app 24
Stärkster Startup-Standort in NRW Köln ist der stärkste Einzelstandort im nordrheinwestfälischen Startup-Ökosystem. Das Rheinland bündelt
75 %
des Ökosystemwertes in NRW – Köln hat daran den größten Anteil.
Offene Stellen kosten Unternehmen Zeit und Geld – oft vergehen Wochen, bis im Recruiting ein passender Kontakt zustande kommt. Das Kölner Startup CatchHR will diesen Prozess auf wenige Minuten verkürzen. Herzstück ist die KI „Kira“: Sie erstellt nicht nur auf Zuruf komplette Stellenanzeigen, sondern durchsucht eigenständig mehr als 150 Plattformen – von LinkedIn und Facebook bis zu kleineren Netzwerken. Erteilt ein Unternehmen ihr die Erlaubnis, spricht sie passende Profile direkt an. Firmen entscheiden selbst, wann sie in den Dialog einsteigen, während Kira vorab klärt, ob Interesse besteht und welche Anforderungen die Kandidat*innen erfüllen. CatchHR ist im Umfeld der Universität zu Köln entstanden und wurde mehrfach durch die KölnBusiness Wirtschaftsförderung unterstützt. Fast 2.000 Unternehmensaccounts nutzen die Technologie bereits, darunter der Flughafen Köln/Bonn, Vaillant und Vodafone. Pro ausgeschriebene Stelle scannt Kira laut Mitgründer Marco Verhoeven rund 1.000 Profile pro Woche. Etwa 100 davon kämen für eine Ansprache in Frage, im Schnitt meldeten sich zehn Personen zurück. Beim Automobildienstleister Formel D, der jährlich bis zu 480 Stellen besetzt, ist CatchHR bereits zur wichtigsten Quelle für neue Bewerber*innen geworden. www.catch.hr
Certif-ID
QUALIFIKATIONEN DIGITAL GEDACHT Ob internationale Rekrutierung funktioniert, entscheidet sich oft an der Frage, ob Qualifikationen verlässlich anerkannt werden. Das Kölner Startup Certif-ID digitalisiert diesen Prozess mit zwei Plattformen: Mit TalentSure verbindet es Arbeitgeber und Fachkräfte über eine KI-Plattform, automatisiert das Matching, unterstützt bei Visumprozessen und Qualifikationsanerkennung. Bislang in mehr als zehn Ländern mit über 100 Partnerunternehmen. Die zweite Produktlinie CredSure richtet sich an Bildungseinrichtungen und Unternehmen: Sie können darüber Zertifikate und Qualifikationsnachweise digital ausstellen. www.certif-id.com
TALENT HUB COLOGNE Der Talent Hub Cologne, ein Angebot der KölnBusiness Wirtschaftsförderung, unterstützt Kölner Firmen dabei, internationale Mitarbeiter*innen zu gewinnen und langfristig zu halten. Die Services: • Vernetzungsveranstaltungen mit internationalen Talenten • kostenfreie Beratung zu Visum, Recht und Prozessen
@ istock/ Virtisus; Maximilian Koenig
• Unterstützung im Kontakt mit Ämtern und Institutionen • digitale Infos und Angebote rund ums internationale Recruiting
talent@koeln.business www.talenthub.cologne
„Der Gründungsgeist ist ungebrochen“ Oberbürgermeister TORSTEN BURMESTER über Kölns Startup-Szene, Wachstumsbranchen und die Rolle der Stadt Herr Oberbürgermeister, wie steht es um den Gründungsstandort Köln? Köln ist ein lebendiger, attraktiver und belastbarer Gründungsstandort. Rund 900 Startups sind aktuell aktiv. Im ersten Halbjahr 2026 sind 76 junge Unternehmen dazugekommen – mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gründungsgeist ist ungebrochen. Warum entscheiden sich so viele Startups für Köln? Was unsere Stadt auszeichnet, ist die enge Zusammenarbeit zwischen Gründerinnen und Gründern, Hochschulen, Investoren, der Digitalszene und etablierten Unternehmen. Köln bringt vieles zusammen, was ein innovationsstarker Standort braucht. Welche Branchen wachsen besonders stark? Zu den wachstumsstärksten Branchen zählen Software, Werbung und Bildung sowie E-Commerce, Rechtsberatung und Medizin. Diese Vielfalt zeigt, wie breit das Kölner Ökosystem aufgestellt ist. Was mich besonders freut: Die Startups entwickeln Lösungen für wirtschaftliche, technologische und gesellschaftliche Herausforderungen. Und genau diese Bereitschaft, Dinge neu zu denken und konkret zu ma-
chen, brauchen wir heute. Köln nimmt im Startup-Ökosystem Nordrhein-Westfalens die zentrale Rolle ein – unsere Position ist das Ergebnis harter Arbeit und kluger Kooperationen. Laut „NRW Startup Report 2025“ nennen viele Startups die Bürokratie eine große Hürde. Was tut die Stadt? Das nehmen wir sehr ernst. Wachstum braucht verlässliche Rahmenbedingungen: schnelle Wege, Flächen, Fachkräfte und funktionierende Infrastrukturen. Und es braucht eine Verwaltung, die nicht bremst, sondern möglich macht. Dafür setze ich mich ein. Zukunft entsteht nicht im Alleingang – sie entsteht dort, wo Ideen auf Unterstützung treffen, wo Wissenschaft und Wirtschaft zusammenkommen und wo Netzwerke tragen. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen, dass aus guten Ideen in Köln erfolgreiche Unternehmen werden.
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m 24. September eröffnet am Offenbachplatz einer der ambitioniertesten Baukomplexe Deutschlands: ein denkmalgeschütztes Ensemble aus Oper und Schauspielhaus mitsamt einer weltweit einzigartigen Kinderoper, mitten in der Kölner Innenstadt. In 14 Jahren Bauzeit hat die Stadt knapp 800 Millionen Euro investiert – für Köln ist es der größte Kulturbau seit Jahrzehnten. „Die Wiedereröffnung der Bühnen der Stadt Köln im September wird ein großer Moment für unsere Stadt sein. Es wird nicht nur ein großes Bauprojekt abgeschlossen, das Köln schwer belastet hat. Es wird vor allem endlich ein kulturelles Herzstück ins Zentrum von Köln zurückkehren“, sagt Oberbürgermeister Torsten Burmester.
„Mit der Wiedereröffnung kehrt endlich ein kulturelles Herzstück ins Zentrum von Köln zurück.“ Torsten Burmester, Oberbürgermeister der Stadt Köln
Restaurierte Brunnen, neue Bäume und offene Zugänge machen den Offenbachplatz künftig zu einem einladenden Ort für alle. Das restaurierte Opernhaus prägt mit seiner Betonfassade und den turmartigen Pylonen das Bild des Platzes – ein 70 Jahre altes Gebäude, das neben dem ebenfalls sanierten Schauspielhaus
Architektur von Wilhelm Riphahn, akustisch neu abgestimmt: der modernisierte Saal 26
VORHANG AUF FÜR KÖLN! Nach langen Jahren der Sanierung kehren OPER UND SCHAUSPIEL KÖLN an ihren angestammten Ort zurück – mit ihnen wird ein ganzes Kulturquartier wiedererweckt.
und dem Kleinen Haus mit Theatersaal und Gastronomie fast schon monumental wirkt.
Ein Denkmal der Demokratie aus Beton Szene aus „Turandot“: Das restaurierte Haus bietet Oper für alle.
Denkmalschutz gestellt. Knapp 70 Jahre nach der Eröffnung lebt Riphahns Architektur des Quartiers wieder auf: Historische Furniere, Naturstein und ursprüngliche Farbkonzepte wurden restauriert, die charakteristischen Foyers und die Saalgeometrie des Schauspielhauses auf ihre ursprüngliche Qualität zurückgebracht. Neben der Restaurierung ist am Offenbachplatz aber auch etwas Neues entstanden. Der Neubau der Kinderoper unter dem Dirk-Bach-Platz in der Kölner Innenstadt ist weltweit die einzig bekannte Spielstätte, die sich als festes Musiktheater an Kinder und Jugendliche wendet. Köln setzt damit ein klares Signal an die nächste Generation von Opernbesucher*innen: Hochkultur ist hier kein Privileg eines gereiften Publikums.
Wo Historie auf Hightech trifft Das Kulturquartier vereint historische Bausubstanz mit moderner Bühnentechnik, Barrierefreiheit und einer neu konzipierten Akustik. Was das für die Oper bedeutet, bringt Intendant Hein Mulders auf den Punkt: „Für uns bedeutet die Rückkehr an den Offenbachplatz, dass wir endlich wieder unser volles Potenzial ausschöpfen können“, sagt er. Die vergangenen Jahre hatte die Oper ihr Ausweichquartier neben der Koelnmesse in Deutz.
„Für uns bedeutet die Rückkehr an den Offenbachplatz, dass wir endlich wieder unser volles Potenzial ausschöpfen können.“ Hein Mulders, Intendant
Mit der zentralen Lage im Herzen der Stadt soll künftig das Programm ein größeres Spektrum bieten. Mulders will ein vielfältiges Publikum ansprechen: „Die Oper ist breit aufgestellt. Wir machen Oper für alle.“ Für Oberbürgermeister Burmester wird diese Offenheit das gesamte Kulturquartier prägen: „Die Bühnen Köln sollen ein Ort sein, an dem sich diese Stadt wiederfindet – in ihrer Vielfalt, in ihren Geschichten, in ihrem Humor und manchmal auch in ihrer Streitlust, Kultur soll offen sein und neugierig machen. Ich bin überzeugt: Diese Häuser am Offenbachplatz werden ein Ort, auf den wir als Stadt wieder stolz sein können.“
© Jann Hoefer; Sandra Then
Der gesamte Kulturkomplex stammt von dem Architekten Wilhelm Riphahn, der das Gesicht Kölns nach dem Krieg intensiv mitgestaltete. Es ging ihm um ein Zeichen für Kultur und gesellschaftlichen Neuanfang. Mit weiten Foyers, großzügigen Treppenhäusern und offenen Raumfolgen wollte Riphahn die Kultur zur Stadt hin öffnen, statt sie von ihr abzugrenzen. Im Mai 1957 fand die erste Opernaufführung statt, 1989 wurden die Gebäude am Offenbachplatz als bedeutendes Zeugnis des Kölner Wiederaufbaus unter
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ORTE DER INSPIRATION Köln hat ADRESSEN, die man kennen muss. Sie zeigen, was diese Stadt ausmacht.
RHEINAUHAFEN: WO INDUSTRIE ZUR FLANIERMEILE WURDE Drei markante Kranhäuser, eine Promenade direkt am Rhein, eine denkmalgeschützte Drehbrücke von 1896: Der Rheinauhafen gehört zu den spannendsten Stadtentwicklungsprojekten Deutschlands. Wo früher Güter umgeschlagen wurden, pulsiert heute eines der lebendigsten Quartiere der Stadt mit Restaurants, Büros, Ateliers und Museen direkt am Wasser. Das Schokoladenmuseum erzählt auf über 4.000 Quadratmetern die 5.000 Jahre alte Geschichte von Kakao und Schokolade, inklusive gläserner Produktionslinie und Schokobrunnen. Nebenan zeigt das Deutsche Sport & Olympia Museum die Historie des Sports von der Antike bis heute – und lädt auf dem Dach zum eigenen Wettkampf ein, von Basketball bis Tischtennis.
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STADTGARTEN: EUROPÄISCHE BÜHNE FÜR DEN JAZZ Mit Konzertsaal, Club und Restaurant unter einem Dach ist der Stadtgarten an der Venloer Straße seit Jahrzehnten eine der wichtigsten Adressen für Musik in Köln. Der heutige Saal wurde 1986 eröffnet; seither hat sich der Stadtgarten als international vernetztes Europäisches Zentrum für Jazz und aktuelle Musik etabliert – eine in Deutschland einzigartige Spielstätte mit diesem Profil. Mit vier Bühnen, über 400 Veranstaltungen im Jahr und einem international anerkannten Programm bringt er die lokale und internationale Szene zusammen. Zu den Höhepunkten zählt die 12. European Jazz Conference, die vom 24. bis 27. September erstmals in Deutschland in Köln stattfindet.
Mit über 400 Veranstaltungen im Jahr zählt der Stadtgarten zu den prägenden Musikorten Kölns.
@ Maurice Kohl; Niclas Weber; Lee M.
MUSEUM LUDWIG: KUNST MIT HALTUNG Direkt am Rhein, zwischen Hauptbahnhof und Philharmonie, thront das Museum Ludwig – eines der bedeutendsten Häuser für moderne und zeitgenössische Kunst in Europa. Gegründet 1976 durch die Schenkung des Sammlerpaars Peter und Irene Ludwig, gilt es als das wichtigste Museum für Pop-Art außerhalb der USA. Wer hier eintritt, erlebt die Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts auf Weltniveau, von Expressionismus und Surrealismus über die große Fotosammlung bis zu Konzept- und Videoinstallationen. Zuletzt zog die Retrospektive der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama Hunderttausende Besucher*innen an. Zum 50. Jubiläum des Hauses folgt ab dem 3. Oktober ein programmatisches Zeichen: „Along the Color Line“ zeigt Kunst der internationalen schwarzen Diaspora im Dialog mit der europäischen Moderne – mit Bezügen zur Harlem Renaissance und der Négritude-Bewegung.
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SPITZENKÜCHE FÜR DEN DEAL Zwei KÖLNER STERNEKÖCHE verraten ihre Favoriten fürs Geschäftsessen.
Maximilian Lorenz empfiehlt: maiBeck für dich „Für einen Businesslunch gehe ich am liebsten ins maiBeck für dich. Das Restaurant in Domnähe ist eine Institution, auch weil die Inhaber einen mordsmäßigen Aufwand betreiben. Alle zwei Wochen fahren sie zu Bauernhöfen im Umland und kaufen dort Paprika oder Schweinelenden. Auf dem Teller kommt das in Perfektion und völlig unprätentiös an. Keine Schäumchen, keine Pülverchen, sondern lupenreine Handwerkskunst. Vorn am Fenster sitzt man locker, für vertrauliche Gespräche gibt es ein Separee. Stark ist die Weinkarte: Für teils unter 100 Euro bekommt man Qualitäten, die sonst deutlich teurer sind.“ maiBeck für dich, Am Frankenturm 5 Sternekoch Maximilian Lorenz betreibt in Köln mehrere gastronomische Konzepte vom Fine-Dining-Restaurant maximilian lorenz bis zur Vinothek.
„Wer mittags etwas Besonderes erleben will, sollte ins NeoBiota gehen. Statt eines klassischen Businesslunchs gibt es hier Frühstück bis 15 Uhr – aber auf Sterneniveau. Krabbenstulle mit Cornichons und Staudensellerie oder das ‚Wikingermüsli‘ aus verschiedenen Teilen des Fischs zeigen, wie kreativ Sonja Baumann und Erik Scheffler kochen. Vieles ist regional, das Gemüse kommt größtenteils aus dem eigenen Garten, vieles wird fermentiert. Ich bestelle gern hausgemachten Kombucha dazu. Der helle Raum mit großer Glasfront, viel Platz an den Tischen und die schöne Terrasse schaffen eine entspannte Atmosphäre.“ NeoBiota, Pantaleonswall 27 Mirko Gaul ist Küchenchef in dem mit einem MichelinStern ausgezeichneten asiatischen Restaurant taku im Excelsior Hotel Ernst, gelegen direkt am Kölner Dom. 30
STERNESTADT KÖLN Zehn Restaurants mit Michelin-Stern – Köln spielt kulinarisch in der ersten Liga. Vornweg das Ox & Klee im Rheinau hafen als einziges Zwei-Sterne-Haus der Stadt. Die Sterneköche zeigen, wie vielfältig Spitzengastronomie am Rhein ist: modern asiatisch im taku, klassisch französisch in La Société oder weltoffenes Fine-Dining bei Sahila.
© Jennifer Braun; Maibeck — Rückseite: Marko Seifert; Ingo Fischer; Maurice Kohl; Westend61 / Merle M.; muli-cycles GmbH; Jennifer Braun
Mirko Gaul empfiehlt: NeoBiota
Für Gründungs- oder Investitionsvorhaben in Köln sind wir Ihre Ansprechpartnerin.
www.koeln.business