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GEDICHT
NEU-JERUSALEM
ULF STOLTERFOHT
erster teil: d i e o f f e n ba r u n g . f Ăź n f b r i e f e d e s v e r fas s e r s . 7
zweiter teil: et was Ăź b e r d i e p i et i st e n i n b r a n d e n b u r g , b e r l i n u n d i m m i t t l e r e n w e st e n . wag e n b l ast w i r d e i n g e f Ăź h rt. 17
dritter teil: wag e n b l ast 27
vierter teil: p r e d i gt d e s b et r u n k e n e n wag e n b l ast a n d i e m o h i k a n e r ; c as i n o d e s sto c k b r i d g e - r e s e rvats , n a h e r e d s p r i n g s / w i s c o n s i n ( d e r dac h s - sta at ; a m e r i k as m o l k e r e i ; d e r b l e i b - e i n - b i s s c h e n - l ä n g e r - sta at ) 37
fĂźnfter teil: mutter johanna 47
sechster teil: m u t t e r j o h a n n as w ü rtz = , k r äu t e r = u n d b lu t = g a rt e n 57
siebenter teil: d i e f ü n f u n dv i e r z i g b lu tj e s u s - l eg e n d e n 67
achter teil: b lu tj e s u s : f ü n f g e s p r äc h e u n d z w e i a b s c h i e d s b r i e f e 77
neunter teil: das g e s c h e h e n i n u n d u m n e u -j e r u sa l e m i n z e i tg e n ö s s i s c h e n i l lu st r at i o n e n 87
Quellen d ank s a gu ng b i ogra f i e 97
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z w eite r t ei l ET WAS Ü B E R D I E P I ET I ST E N I N BRANDENBURG, BERLIN UND IM M I T T L E R E N W E ST E N . WAG E N B L AST W I R D E I N G E F Ü H RT.
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(1) also: die abspreizer waren mit den verweisern gemeinsam von meißen gekommen, hatten die wuhle durchschwommen und unter abschweiß den rollberg erklommen. entlang der boddinstraße stand fortan nicht-huldigung auf dem programm / „drum machen wir es hier“ im panier. noch finden sich ungefähr vier. den rest hatte man unter reuter entleibt und säuberlich gescheibt. zerreißende schreie. anschließend geier. die meier – was ist über die meier bekannt? nicht viel. sehr dürftig unser kenntnisstand. ihr wirken ist nirgends triftig belegt. wo die wilden wiesel wohnen, da siedelten die honigdrohnen, also noch merklich vor erkner oder deutlich dahinter. die drohnen waren vom glauben beseelt, „dass etwas sei“. sanft küsst sie das fürstliche beil. und sie? behielten ihren glauben bei. und wir? befinden uns im jahre 1703: all the way from friaul kommen die elektronischen hoch. ihre devise: jeder gräbt sich sein eigenes loch. diese löcher befinden sich seitlich von leipzig, von den bewohnern verlor sich bei beelitz die spur. gerade so eben bis staaken schafften es die trepanierten aus waging – und bauten dort unverzüglich ihr lügen-jerusalem auf. es kann jedoch nur eines geben: bautzener straße, höhe großgörschen. dem staakener bethaus machte glücklich die birne den garaus. über tetschen (decin) und dresden gelangten die wurzelechten bis bibersdorf und großnager. mücken fraßen sie auf. von allen seiten applaus.
zweiter teil ET WAS Ü B E R D I E P I ET I ST E N I N B R A N D E N B U R G , B E R L I N U N D I M M I T T L E R E N W E ST E N . WAG E N B L AST W I R D E I N G E F Ü H RT.
(2) vier philadelphier aus der landschaft um trier zogen vor dreihundert jahren das spenerhaus hoch. auf wagenblasts rat reisten sie später weiter richtung iowa (der kornkolbenstaat). der folgende schub ging schon direkt nach boise / idaho (juwel-der-berge-staat). alabama nennt man den karmesinroten hub, mich aber nenne: die allzweckwaffe gegen lug und trug. also gut: ein einzelner aus wanfried im wittgensteiner land kreuzte die panke bei schranke – man wies ihn einer synode zu. dieser mann gab dann jahrelang ruh. buh, schreit ihr, buh! dieser typ war ja gemäßigt! kein bisschen radikal! verblich betagt und tatenschmal in hibbing / minnesota (der erdhörnchen-staat; die meat-machine; der fleischapparat). von korntal zu stuttgart startete eine reihe begeisterter oder neu-begeisterter mägde – sie taten dem eidam den schwur: ein herr, ein leib, ein bräutigam! bekamen verstärkung aus der gemarkung. dann wind: „wo immer drei zusammen sind!“ und sie wandten den stein, und sie drehten den frosch, sie schauten unter jedem lurch – und siehe: überall war brandenburg! pittsburgh hieß „die keusche deutsche“, connecticut der hartmann-staat. aus lutherstadt feistritzwald hatten sich, abweichender meinung wegen, dreißig holzknechte auf den weg gemacht – sie wurden zum frömmsten geschwader berlins und führten einen geilen keil. galt’s also, etwas abzuspalten oder „ein paar offene fragen zu klären“ – man musste sich nur an die holzknechte wenden.
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(3) wie nennt sich eigentlich das föderalgebilde delaware? wie heißt der allererste schnee? und wie der sanfte riese north dakota? das sind so zwei, drei dinge, die ich von euch wissen möchte, bevor’s an gleicher stelle weitergeht. ich warte. und während ich warte, machen sich schon wieder welche auf den weg, aus hessen-kassel nun, saßmannshausen, allendorf, aus glashütte und eschwege; aus jena, erfurt, eisenach. und die zudurchwandernde gegend ist flach, dann wird es steiler, hügelig, dann aber sofort wieder flach. dann baut sich drohend ein gebirge auf, dann folgt man kurz dem saalelauf, dann bitterfeld, wittenberg, jüterbog; und am ende dieser strophen liegt, weiß leuchtend im nördlichen licht: tempelhof. ankunft schöneberg jedoch nicht vor dem siebenunddreißigsten gedicht. was sich zu ziehen verspricht. zu dehnen. spürbar schon jetzt das sehnen jener, die gingen. die weiterhin gehen. und nun, in diesem moment, sehen wir schon wieder einen haufen entstehen in laufen, einen zweiten in leiden, die dritte gruppe nenne ich meute, die vierte ist nachweislich bande und landet in landeck. nicht jeder kommt durch, nur eine ganz geringe zahl – prinzip gnadenwahl. beten hilft dabei sehr – doch es ist mehr! bevor wir dieses näher erläutern – hier antwort auf die fragen: 1) delaware nennt sich selbst „heimat des steuerfreien einkaufs“, 2) gottflock, 3) der sanfte riese north dakota ist „der prärieziesel-staat“.
zweiter teil ET WAS Ü B E R D I E P I ET I ST E N I N B R A N D E N B U R G , B E R L I N U N D I M M I T T L E R E N W E ST E N . WAG E N B L AST W I R D E I N G E F Ü H RT.
sechste r t e i l M U T T E R J O H A N N AS W Ü RTZ =, K R ÄU T E R = U N D B LU T = G A RT E N
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(1) lauch, zwiebel, rübe: ein lauch, eine zwiebel, eine rübe. im hintergrund ein bräutigam. ich hab den kopf in seinem schoß, er zerrt mich ungut an den haaren. he, he! sagt er, du sollst die zwiebeln zählen. eins, sag ich. ein zwiebelchen. ein lauch und eine rübe. sehr gut, sagt er, und: brav, und streichelt mich ein bisschen. ringelblume – und wie du sie gewinnst. um mitternacht. da, wo der seuchenvogel singt. ich bin die verzückte und du bist der gott. mein gott, wie diese ringelblume meine kammer schmückt. ich bin die glucke und du bist der spack. tock, tock – ein blinder nähert sich von links. gefolgt vom bösen samen-engel. der will mich sehr versteinen. die kammer weint. kein blatt ist schwer und satt. hartherz macht backen dick. und rot ist da, wo ich es vermute. blut tropft verschämt auf krume. du bist ein abgebrühter sack, solange du volumen hast. du sagst, du hast. du hast noch reichlich leidenszeit. ich trag das abgefuckte sonnenkleid. sonnenblume, mohn: wo sonnenblume leuchtet, ist mohn eher klon. erlöser prüft allabendlich den flachs auf mangel. ein irres ding. im dorf kräht grell ein kehlchen. und ich kann deine warzen sehn. schön. ein schwarzer engel kommt mich an. ich denk das nur. pelikan. vom pochwerk unten hammerschlag. ein mann, der schwamm und essig mag. ich näh mein kleid aus seinem fleisch. wo sonnenblume rostet im frost, geht mohn wie so’n krampus durch (den schnee). im napf mein schweigen und der rest vom flachs. ein irrer vogel fällt vom first. platsch. mein nacktes herz sagt: ja! dazu. sagt: leg deine angewohnheit ab!
sechster teil M U T T E R J O H A N N AS W Ü RTZ =, K R ÄU T E R = U N D B LU T = G A RT E N
(2) baldrian: ein baldrian, streichhölzer, ein tran, ein jeansanzug. etwa so: ein baldrian erbleicht im kelch. streichhölzer funzeln dich an. wind biegt den tran nach norden hin. ein rüstwerk ist der jeansanzug. der letzte satz ist vielleicht quatsch. die ansicht eines baldrians. dieselbe ansicht etwas bleicher. das reicht. kren, pfeffer, blut: kren lässt das blut kochen, pfefferschoten tanzen durch die gute stube, das blut fällt häufig auf sich selbst zurück. ich nagle finger an die wand, kann auf der nackten mondscheibe schnecken erkennen. kein platz ist flacher tisch mit hammer drauf. outro: ich sah ein farmhaus brennen letzte nacht. feuerbohnen: struppiger als bohnenstroh ist das schamhaar meiner mutter. „der winter“ erstmals in: ich bring euch leere schüsseln. erschreckende geschlechtlichkeit, vor düsseldorf und hinter neuss. ich spreche von naht als begrenzung, von zorn als ungunstgebiet, von zähen dingen, die ich teilen will. bohnen sind hülsenvögel unter den zeichen. und die mit der längsten geduld. ich habe sie sehr lieb. aufmaß lässt die tafel überladen wirken. glas gab ich für fenster, aber sehen kann ich nichts. nur ungern teil ich meine wut. meine mutter bespritzt die bohnen jeweils mit blut. wir schlachten ein lämmchen, waschen die wäsche und trinken den wein. lauch, zwiebeln: wie riecht der wind? und: wie sag ich es dem schächter? ein mund nahm in mir wohnung. und peitscht die diebe aus dem haus. ich locke sie heimlich zurück, mit galleködern. knechte schneuzen sich häufig in die eigene hand – etwa so! mich stört das nicht. ich schlafe. ich schlafe mit dem dieb.
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(3) mais, bohnen, wacholder: schäle den mais, enthülse die bohnen, gib tüchtig wacholder an beide otter. der natter aber verleih deinen eigenen namen. erledigt. was nun? da liegen noch massenhaft drohnen rum. knie nieder und lerne zu betten. in deinem elenden körper zu wohnen. dann lass dir eine matte wachsen, sei so ein gänzlich schwindender schwan. auch das hab ich getan. dann sollst du jetzt durch moder robben, in richtung lieber gott. aber da ist ja noch schrecklich viel schmadder dazwischen, röhricht, sumachbewuchs und giftiges schilf. und schlachtabfall in menge. ja klar, und hinten wartet noch gewölle. das gibt deiner haut den öligen schimmer. lorbeer, kapern, mohn: der tod ist eine schlaue sau. auch schlangenklug und demiurg. er kaut dich, malmt dich, spuckt dich aus. nun bist du eine kleine schachtel. was wesentlich bedeutet: loch. der teufel ist ein hund und füllt es auf. schon klar: mit lorbeer, kapern, mohn. und du? lässt grell dein sterbelichtlein leuchten. mohn, apfelbaum: eine schachtel ist manchmal ein ofen. um das klaffende zu stopfen, nimmt man papier. ein ofen ist manchmal ein herd. der herd ist kalt, welk ist der mohn, ich spreche mit dem gottessohn – schon viel zu lang vom leiden. schachteln sind das, was sie umfassen. – stimmt das? ich weiß es nicht. ich nahm wohl zu viel mohn. der herr soll meinen schlaf verlassen. meine schachtel hat acht beschissene ecken, und in jeder steckt ein gift. gifte sind definiert durch ihre extension, also etwa wirklänge und -breite. eine zigarette hingegen sei „ausschließlich länge“. und fröhlich glühet mein gemüt. der herr verlässt den apfelbaum.
sechster teil M U T T E R J O H A N N AS W Ü RTZ =, K R ÄU T E R = U N D B LU T = G A RT E N
ac hter t ei l B LU TJ E S U S : F Ü N F G E S P R ÄC H E UND ZWEI ABSCHIEDSBRIEFE
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(1) [erstes gespräch mit dem bundeskriminalamt, nicht nach dem 6. märz] bka: hier spricht heinrich. blutjesus: ah, heinrich. hier blutjesus. bka: hallo, blutjesus. bj: diese, äh, bullen da draußen, nicht einfach für sie, die unter kontrolle zu halten – stimmt’s? bka: ich kontrolliere die nicht, ich hab mit denen nichts zu tun. bj: okay. ich glaube jedenfalls, dass ich ihnen entgegengekommen bin. unsere arbeit mit gott hat nichts terroristisches. bka: äh, hm. bj: was sie da draußen tun, ist weit jenseits aller vernunft. erst zerstören sie privates eigentum und dann entfernen sie die beweise. vieles werden sie uns nicht ersetzen können, z. b. meinen 72er opel kapitän. bka: äh, hm. bj: den opel und all die anderen dinge – die werden sie nicht ersetzen können! bka: ich verstehe. und ich werde das weiterleiten. bj: mich würde interessieren, was die männer da draußen wirklich wollen. bka: wir alle wollen, dass sie aufgeben. bj: sie werden genau das gegenteil erreichen. das gegenteil. verstehen sie das, hansi? bka: heinrich! bj: ja klar, heinrich. tut mir leid. sie müssen wissen, ich habe eine einzigartige gruppe hier versammelt: wissende! keine dummen jungs, sondern wissende, raue, zähe jungs! keine theologen – gute jungs! bka: nun, ich denke, wir haben ein problem mit ihrem blutjesus-ding, und das problem ist: die ganze sache dauert schon viel zu lange! bj: das ist weiß gott nicht unsere schuld. bka: da haben sie völlig recht. bj: ich werde mein buch bald abgeschlossen haben. bka: das hoffe ich aus tiefstem herzen! bj: wir haben hier auch kinder drin, frauen und kinder und säuglinge. bka: ich weiß das. bj: wir haben viel liebe darauf verwendet, dies alles hier aufzubauen und zu gestalten. bka: ich weiß das. und ich weiß, dass es einen weg gibt, unser problem hier zu lösen. bj: da bin ich aber sehr gespannt.
achter teil B L U TJ E S U S : F Ü N F G E S P R Ä C H E U N D Z W E I A B S C H I E D S B R I E F E
(2) bka: niemand hat etwas gegen eure religiösen überzeugungen. die selben dinge, die sie hier tun, können sie doch auch anderswo tun. bj: ich glaube, dass sie mir scheiße erzählen. bka: wenn sie draußen weiter an den sieben siegeln arbeiten wollen, wird sie keiner daran hindern. bj: ich glaube, dass sie lügen, heini. was sie sagen, entspricht nicht den tatsachen. bka: machen sie, was sie wollen, aber lassen sie frauen und kinder raus. bj: sie bombardieren uns und sorgen sich um frauen und kinder? sie standen an unserer tür, heinrich, und ich war bereit, mit ihnen zu sprechen. und sie haben uns beschossen. alles, was ich ihnen sagen kann, ist: wir haben hier einen der traurigsten tage der geschichte. bka: sind sie bereit, vierzig leute rauszulassen? oder dreißig? bj: jeder, der möchte, kann gehen. wenn das hier ihre art zu spielen ist, dann sind wir jetzt an einem punkt, dann haben wir eine situation. bka: niemand hat die absicht zu spielen. bj: jeder eurer panzer da draußen ist ein teil des spiels. bka: wir haben ihnen einen anwalt besorgt. bj: einen anwalt? wie soll ich den denn bezahlen? bka: das ist nicht das problem. sie sind das problem! bj: nein, nein, nein, nein, nein. bka: schicken sie jetzt fünfzig leute raus! bj: wie kommen sie auf fünfzig? wer hat sich diese zahl ausgedacht? sie etwa, heini? bka: sie haben nicht zu fragen, sie haben zu schicken! aber ich fürchte, dass sie die kontrolle verloren haben. haben sie die kontrolle verloren, blutjesus? bj: sie haben doch überhaupt keine ahnung, was kontrolle bedeutet. bka: dann nennen wir es verantwortung. ab jetzt haben sie die volle verantwortung für alles, was passiert. sie sind der anführer, sie tragen die verantwortung, alles liegt in ihren händen. diese leute schauen doch zu ihnen auf, die sind doch von ihnen … [tonband geschnitten]
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(3) [zweites gespräch mit dem bka, 7. märz, am frühen abend] bj: sind hölle und tod denn personen, sind das menschen? ist es das, was christus in der vierten dichtung offenbart? bka [hansi]: der reiter auf dem fahlen pferd. bj: und wie lautet sein name? bka: tod. bj: und wissen sie auch, was „blutjesus“ bedeutet? bka: sie werden es mir gleich mitteilen. bj: das bedeutet gleichfalls tod. so wurde es nämlich von den antiken dichtern im ersten satzzeichen der zeit – naja: ausgeprägt. verstehen sie das? du sollst den namen des herrn, deines gottes, nicht vergeblich führen. das kann man doch verstehen. sein name ist jahwe. und mit jedem atmen nennen sie diesen namen. verstehen sie das? bka: um, hm. bj: okay, hansi, wir leben in eitelkeit. und gott, das ist ein deutsches wort. das gibt es im hebräischen nicht. was aber blutjesus betrifft, so ist das einfach ein familienname. niemand kann ihnen erklären, was er bedeutet. bka: nein, aber sie haben mir doch eben gesagt, er bedeute tod – richtig? bj: nicht so schnell! bitte nicht so schnell! die offenbarung sagt, dass christus einen namen trägt, den niemand kennt. niemand außer ihm selbst. okay? was geschieht denn, wenn du stirbst? welchen sound macht da dein körper? bka: ich stelle mir vor, dass man lautlos stirbt. bj: falsch! es entsteht ein ganz spezieller sound. bka: nein, tut es nicht! bj: sie wissen nicht, wovon sie sprechen. sie haben keinen schimmer. bka: beim letzten atemzug? meinen sie den sound beim letzten atemzug? bj: ja, genau. was macht der körper da für einen sound? bka: ein rasseln? bj: yeah! ganz genau! es rasselt! und dieses rasseln IST der tod. ich frage mich wirklich, ob sie das verstanden haben, hansi. bka: und dieses rasseln ist es, was sie wollen? um dieses rasseln geht es ihnen? bj: yeah! genau um dieses rasseln geht es mir. allein um dieses rasseln.
achter teil B L U TJ E S U S : F Ü N F G E S P R Ä C H E U N D Z W E I A B S C H I E D S B R I E F E
neunte r t ei l das g e s c h e h e n i n u n d u m n e u -j e r u sa l e m i n z e i tg e n รถ s s i s c h e n i l lu st r at i o n e n
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(1) der verfasser mit seinen br端dern in der zelle. essensreste beginnen zu wachsen und f端llen eine sch端ssel.
neunter teil d a s g e s c h e h e n i n u n d u m n e u -j e r u s a l e m i n z e i t g e n 旦 s s i s c h e n i l l u s t r at i o n e n
(7) mutter johanna hat verkehr mit herrn sebulon
neunter teil d a s g e s c h e h e n i n u n d u m n e u -j e r u s a l e m i n z e i t g e n รถ s s i s c h e n i l l u s t r at i o n e n
(9) blutjesus telefoniert mit heini vom bka (montage)
neunter teil d a s g e s c h e h e n i n u n d u m n e u -j e r u s a l e m i n z e i t g e n รถ s s i s c h e n i l l u s t r at i o n e n
978-3-93744500-7 03-8 04-5 14-4 16-8 18-2 22-9 23-6 27-4 29-8 30-4 34-2 35-9 37-3 38-0 39-7 41-0 42-7 43-4 44-1 45-8 46-5 47-2 49-6 50-2 51-9 52-6 53-3 54-0 55-7 56-4 57-1 60-1 61-8 62-5 63-2 65-6 66-3 67- 0 69-4 70-0 71-7
kookbooks reihe lyrik
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