lip
K
nd p-S ab ta ati ge gs re: sa wa gt h l
La
www.klippmagazin.at
Der als Gastgeber
Bulle Hochsaison: Didi Mateschitz und sein Ring ziehen die Massen an
EILMELDUNG
Ver 2E l uro P.b. agspo sta b. G m Ma i 20 Z 02Z t 802 033 0 15 225 Graz , M,
as ab Be er st e o f ft Ăź an r h g e el fe le in KĂś d pf et e ,
d
Inhalt
SPOTS 04 Klipp-Satire 06 Mariazell verbindet
Seite 12 Der Bulle als Gastgeber
Bischof und ungarischer Botschafter
07 Vom Jet bis zur Schildkröte
Hochsaison: Didi Mateschitz und sein Ring ziehen die Massen an
Die Mostschenke in Ratschendorf
POLITIK
10 Die Nerven liegen blank bei der „Siebenerbande“ Je näher die Landtagswahl rückt
COVERSTORY
Seite 33 Nürnberg: Eine Stadt
12 Der Bulle als Gastgeber
stellt sich ihrer Geschichte
… ohne Augenzwinkern
Seite 26 Vor 60 Jahren
Didi Mateschitz und sein Ring ziehen die Massen an
CHRONIK 14 bis 19 Kreative Agenturchefin
Nur 9 Fernseher im ganzen Land
Vorentscheidung wegen verdecktem Parteienfinanzierungsverdacht
Nach Höhepunkt erfolgt mit Erpressung der Tiefpunkt
Bestelltes Stöhnen
Seite 18
Bestelltes Stöhnen Nach Höhepunkt erfolgt Erpressung
Foto: Dokumentationszentrum Nürnberg
Klipp wehrt sich erfolgreich
Gericht gibt Richter Wolf nicht recht
„Wilder Berg“ in Mautern
KULTUR 20 Von vorne … eine Kurzgeschichte
21 Publikumsmagnete
Feuerwehr & Kunst
Seite 28 Schlimmster Tag war
Foto: Philip Platzer Red Bull Content Pool
HINTERGRUND 26 Vor 60 Jahren
Nur 9 Fernseher im ganzen Land
WERTSCHÖPFER 23
Seite 5
„Ich muss und will da rauf“
Lebensretter
Das Erzbergrodeo: Auch Fritz Wutscher jun. ist dabei
AUTO & MOTOR 30 Ein bissiges Gefährt
Seite 4 Seite 24 Der Chocolatier Josef Zotter Großer Run auf alte Bücher Tochter führt Theater in Shanghai
Mai 2015
… in der AK-Bibliothek
Foto: Uwe Niklas
Foto: Zotter
Der Skoda Fabia Combi
STANDARDS
Seite 36 Glashütte: Eine Zeitreise Der Besucher wird belohnt
22 Lilly 40 Urlaubstipps 42 Bücher/Film
Zurück
3 IMPRESSUM Medieninhaber und Herausgeber: Klipp Zeitschriften GmbH & Co KG, 8020 Graz, Friedhofgasse 20, Tel. 0316/42 60 80-0, Fax-Dw. 122 office@klippmagazin.at
Grafik: Maitz, Foto: Peter Philipp
WARS
DAS? 10 Jahre LH Waltraud Klasnic
Wir Steirer können nur hoffen, dass das Projekt Spielberg Neu nicht das gefürchtete Millionengrab bleibt, wie die Grünen annehmen, sondern dass Didi Mateschitz, der gebürtige Steirer aus St. Marein im Mürztal, dem Ring wirklich Flügel verleiht, wie Red Bull
Sie, Waltraud Klasnic, wurde vor zehn Jahren nicht zuletzt auch wegen ihrer verunglückten Spielberg-Strategie vom Wähler abgestraft. Und das nach dem unglaublichen Wahltriumph des Jahres 2000. Ein Schock für die steirische ÖVP, aber auch für Hermann Schützenhöfer, weil damals Franz Voves aufgrund der internen Streitereien Landeshauptmann wurde. Klipp titelte damals vor der
K L A R
•
S T E I R I S C H
•
Redaktion und Autoren: Jürgen Lehner, Isabella Hasewend, Ali Rosker, Reinhard Schuch, Michaela Vretscher, Karin Klug, Sandra Tosch, Marguerita Fuller, Elisabeth Hewson. Produktionsleitung: Isabella Hasewend Produktion: Christian Wallner, Michael Wurz
U N A B H Ä N G I G
Verla P.b. gspo b. st Apr GZ 02 amt il 20 Z0338020 09 225 Graz , M,
www.klippmagazin.at
Klipp Sommerkompass Nix wie hin!
Wahl: „War’s das?“ Auch wenn SPÖ und ÖVP am 31. Mai Stimmen verlieren – Schock wird’s keinen geben. Es sei denn, sie sollten an der 50-Prozent-Hürde scheitern. Doch das trauen ihnen nur wenige zu.
Lektorat: Mag. Dr. Günter Murgg
1,4 5E uro
Paradetherme Loipersdorf Krise durch Gästeminus
in seiner Werbung verspricht, dass Spielberg zu einem Leuchtturmprojekt wird. „Was jetzt am Tisch ist, ist mehr als wahr“, sagte Landesrat Christian Buchmann im Jahr 2009. Mittlerweile ist der Tisch noch reicher gedeckt: AC/DC mit mehr als 100.000 Fans als jüngste Großveranstaltung, der Formel-1-Grand-Prix, der DTM-WM-Lauf, das Air Race, das Truck Race, das Musikfestival, Kabarettkunst und, und – dazu auch die entsprechende Gastronomie.
Officemanagement: Isabella Hasewend
Titelseiten-Illustration: Milan Ilic Druck: Dorrong, Graz Abonnentenpreise: Jahresabo: 20 Euro Zweijahresabo: 35 Euro
Foto: Gepa
Verlagspostamt 8020 Graz, P.b.b. GZ 02Z033225 M Juli-August 2005 / 6 Preis: 1,45 €
geklipp t
Ö-Ring
Vertrieb: Hurtig & Flink Erscheinungsort: Graz, Verlagspostamt: 8020 Graz, P.b.b.
Verleiht Didi Mateschitz auch dem Millionengrab Flügel?
DER ILLUSIONS-KÜNSTLER
www.klippmagazin.at Nächster Erscheinungstermin: Juni/Juli 2015
Opferschutz im Strafverfahren ... ist eine sensible Angelegenheit Als Anwälte sind wir in Strafverfahren ständig auch mit der Vertretung und Interessenwahrung der Opfer von Straftaten befasst. Verbrechensopfer sollten von Anfang an von ihren umfangreichen Rechten in einem Strafverfahren gegen den Täter Gebrauch machen, einerseits, um eine möglichst schonende und würdevolle Behandlung durch die Strafbehörden (Kriminalpolizei, Staatsanwaltschaft und Gericht) zu erfahren, andererseits, um alle Möglichkeiten auszunützen, um zumindest die aus der Straftat resultierenden Schadenersatz ansprüche ersetzt zu erhalten. Verbrechensopfer haben in jedem Stadium des Strafverfahrens Recht auf Akteneinsicht und Vertretung durch einen Rechtsanwalt und sind von allen gerichtlichen Schritten zu informieren, insbesondere von einer allfälligen Einstellung des Verfahrens als auch von einer Freilassung
des Täters. Der Anwalt Ihres Vertrauens hat insgesamt sehr viele Möglichkeiten, um Ihre Rechte im Verfahren bestmöglich durchzusetzen und einen Schutz Ihrer Privatsphäre und Ihrer persönlichen Sicherheit zu gewährleisten.
Opfer von Sexualdelikten oder sonstigen Gewaltdelikten haben auch das Recht, in Abwesenheit des Täters im Rahmen einer Videokonferenz einvernommen zu werden, und brauchen dann im Strafverfahren selbst nicht neuerlich auszusagen.
Selbst wenn die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren aus bestimmten Gründen einstellt, kann das Opfer die Fortführung des Strafverfahrens verlangen und muss dann das Gericht darüber entscheiden, ob die Einstellung berechtigt war oder das Strafverfahren fortzusetzen ist.
Bei Opfern, die jünger als 14 Jahre sind, ist diese Form der Vernehmung vom Gericht ohne gesonderten Antrag durchzuführen. Man erspart dem emotional besonders betroffenen Verbrechensopfer damit die Belastung einer neuerlichen direkten Konfrontation mit dem Täter.
Im Strafverfahren können auch bereits Schadenersatzansprüche dem Grunde und der Höhe nach geltend gemacht und vom Gericht zugesprochen werden. Ein solcherart erwirktes Urteil stellt dann auch bereits einen Exekutionstitel gegen den Täter dar.
Im Regelfall wird auch Kostendeckung für die Vertretung und Durchsetzung der Rechte des Opfers gegen den oder die Täter im Rahmen einer privaten Rechtsschutzversicherung gegeben sein.
Dr. Gunther Ledolter
Die Kanzlei Friedhofgasse 20 8020 Graz Tel.: 0316/ 7085, Fax: DW 25 law-office@rath-partner.at
www.rath-partner.at
Mai 2015
SPOTS
w La Klip ur nd pde ta Sat gs ire: w ab a ge hl sa gt
4
EILMELDUNG
Die steirische Landtagswahl am 31. Mai findet NICHT statt. Dies teilte uns Landeshauptmann Franz Voves bei einem 14-Augen-Gespräch und einem Krügerl Budweiser im Gösser Bräu mit. Den Beschluss habe er gemeinsam mit Landeshauptmann-Stellvertreter Schützenhöfer in einem vertraulichen 8-Augen-Gespräch gefasst.
So klingt’s auf den Kasematten im Juli Er kommt logischerweise von der Musik nie los, auch wenn er als Direktor des Landeskonservatoriums bereits in Pension ist. In der Steiermark gibt’s kaum eine Festlichkeit, bei der der international bekannte Trompeter Toni Maier nicht schon die Landeshymne oder den „Erzherzog-Jodler“ in seiner unnachahmlichen Art geblasen hat. Nun greift er auch als künstlerischer Leiter des Opern- und
Toni Maier, der künstlerische Leiter
Als Begründung führte Voves an, dass es der Steiermark noch nie so gut gegangen sei wie unter seiner Führung und dass eine Wahl ohnedies kein neues Ergebnis bringen, sondern nur die Vormachtstel-
Herbert Granditz als Kaiser Franz Josef: „Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut.“
Operettenfestivals (23. bis 26. Juli) auf den Kasematten zu seiner geliebten Trompete. Nach den unvergesslichen Melodien von Johann Strauss, Mozart, Puccini, Lehar, Kalman und Stolz bläst er zum Abschluss der Revue das „Ave Maria“ von Franz Schubert und viele (weibliche) Besucher werden unauffällig zum Taschentuch greifen. „Mit dem Festival wollen wir jungen Sängerinnen und Schauspielerinnen die Möglichkeit geben, ihr Talent einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren“, so Toni Maier.
In Sachen Schokolade:
Der Bürgermeister von Shanghai als gutes Beispiel
Premiere ist am Donnerstag, dem 23. Juli 2015; weitere Vorstellungen finden am 24., 25. und 26. Juli 2015 jeweils mit Beginn um 20.00 Uhr statt. Als Highlight findet am Sonntag, dem 26. Juli 2015, auch eine Matinee mit Beginn um 11.00 Uhr vor allem für Familien statt. Infos: www.classic-events.at
Julia Zotter mit ihrem Vater
Josef Zotter tüftelt logischerweise schon an der Schokoladenkollektion 2016 und sagt ehrlich: „Wenn es nach mir ginge, haben wir nie eine Entscheidung, was rein und was raus
Gewinnspiel Wir verlosen je 2 Festivalkarten für 23., 24., 25. und 26. Juli. Frage: Wo wurde Robert Stolz geboren?
Mai 2015
soll.“ Rasch entschied hingegen ein besonders hochrangiger VIP-Gast im Schokoladentheater in Shanghai. An ihm könnte sich der Josef ein Beispiel nehmen. Es war näm-
Neuer Chef im Süden Foto: Heimo Ruschitz
Antwort per Mail an isabella.hasewend@klippmagazin.at
Nasrin Rossmann: eine der jungen Stimmen
Auf die Frage unseres Reporters: „Aber weshalb Budweiser?“, antwortete Voves: „Schauen Sie, meine Vorfahren sind mit diesem Bier stark geworden, nach meinen Eishockeyspielen habe ich immer ein Budweiser getrunken, und ich möchte auch den Steirern etwas von dieser Stärke zukommen lassen. Man braucht im Leben eine Versicherung und meine war immer die Stärke.“ Ausgangspunkt
Foto: Zotter
„Ob blond, ob braun – ich liebe alle Frauen“
lung von SP und VP bestätigen würde. Die letzten Tage Wahlkampf könne man sich also sparen, und er, Voves, lade stattdessen in einem Akt der Bürgernähe alle Steirerinnen und Steirer auf ein Budweiser ein, da hätten sie mehr davon als von einer sterilen Abstimmung in schäbigen Wahllokalen und einer trockenen Berichterstattung in den Medien. Die Bürger seien ohnedies der Politik überdrüssig; wozu sie zu einem weiteren Urnengang nötigen?
Und Ronald Zentner kommt auch aus dem Süden Österreichs. Seine Heimatstadt ist Gmünd in Kärnten; dort kam er beruflich auch das erste Mal mit der Bierbranche in Kontakt und holte sich in der Folge dort viel Erfahrung im Vertrieb des Gerstensafts. Mit 1. April folgte er Gerald Paunger,
Foto: Zotter
im Bier sei die Stärke, wie auch in der Politik, das sei ihm schon früh klar geworden. Er werde einen zwanglosen Stammtisch einführen, wo man bei Budweiser und in zwanglosen 52- oder 96-Augen-Gesprächen wichtige Themen wie Erhöhung der Bebauungsdichte oder Senkung der Hundesteuer um 35 Promille diskutieren könne. Jeder Bürger sei bei Reformen willkommen; er, Voves, wolle sich beim Gerstensaft nicht lumpen lassen. „Wir geben im Land Themen und Tempo vor“, erklärte Voves, „und ich bin der Linksruck.“ Das Budweiser diene als Rutschmittel aller Maßnahmen.
Das Erzbergrodeo, ein einmaliges Motorspektakel
„Ich muss und will da rauf“
„Was wollen Sie, ich bin mit 51 Abgeordnetenstimmen gewählt, also von 102 Augen“, fügte er hinzu. „Und das Silberne Ehrenzeichen der Republik hab ich nicht für zittrige Hände bekommen, sondern für meine Stärke. Aber red ma net mehr über Politik, stoß ma lieber an! Prost!“
Jeder der 500 Motorradjunkies, die am Sonntag beim Finale, dem Scramble, beim Erzbergrodeo starten, haben nur einen Wunsch: nach spätestens vier Stunden im Ziel zu sein, denn dann wird das Rennen abgeblasen, oder zu diesem Zeitpunkt am Berg schon weit oben zu sein. Rund 16.000 Motocrosser, Endurooder Trailspezialisten, darunter die Allerbesten der Welt, sind am Erzberg dabei. Aber nur die 500 Schnellsten der 2-tägigen Qualifikation können auch dann am Sonntag an den Start.
Nicht nur bei der Schokolade: eigener Stil …
„Im letzten Jahr war ich am Sonntag 311ter“, hofft Fritz Wutscher, der – in Eisenerz aufgewachsen und damit dort zu Hause – auch heuer wieder da sein will. Sein erklärtes Ziel: einmal unter die schnellsten 200 zu kommen. „Denn dann starte ich aus der 4. Reihe.“ Je 50 werden gleichzei-
lich Yang Xiong, der Bürgermeister von Shanghai, der mit Gefolge zu Besuch bei Tochter Julia Zotter war, die das dortige Schokoladentheater führt. Natürlich eine Ehre für das Schoko-Team, wenn der „politische Chef“ von 23 Millionen Einwohnern, gleichsam ein Staatsoberhaupt, zum Schokoladenverkosten kommt. Und noch dazu, wo er der Verführung nicht widerstehen konnte und viel mehr Schoko probierte als gedacht. Doch er wusste rasch, was ihm guttut: Schweinsgrammel-Schokoladen und Whisky-Biofekt hatten es ihm angetan und waren daher dann auch gleich ausverkauft.
der sich in die Pension zurückzog, als Brauunion-Verkaufsdirektor für die Region Süd. Wer gern zum Bier greift, der ist auch gesellig. Und der Neue steht da seinem Vorgänger in nichts nach. Er liebt, mehr noch als Gerald Paunger, die Frischluft, da er gerne mit seiner Maschin’ unterwegs ist.
Foto: Heimo Ruschitz
Klipp-Undercover-Reporter Eschje war mit einem Auge dabei.
5
Foto: Philip Platzer / Red Bull Content Pool
SPOTS
tig auf die Strecke geschickt, und je weiter vorne du im 500er-Starterfeld stehst, desto größer sind auch die Chancen. Fahrtechnisch sei der Berg zu schaffen in der gewünschten Zeit, aber dann sind so viele vor dir, die gestürzt sind, und du kommst einfach nicht mehr weiter. Im letzten Jahr war Wutscher jun. bis zur Badewanne und dem Checkpoint 6 gekommen. Es ist einer der schwierigsten Abschnitte beim Erzbergrodeo. Wirklich ins Ziel gekommen sind nur knapp 30. „Du brauchst eine gute Technik, aber auch eine entsprechende Kondition, viel Schnellkraft und vor allem auch Mut für die steilen Auffahrten. Die liegen mir. Es muss aber auch der Reifen passen, damit du den entsprechenden Grip hast, und der muss wieder auf die Wetter- und Streckenverhältnisse abgestimmt sein.“ Seine 350 KTM wiegt knapp 100 kg und mit
„Habe in den letzten Wochen viel trainiert“, so Fritz Wutscher jun. Vater und Schwester drücken ihm die Daumen.
ihr ist er in den letzten Wochen viel in Ungarn auf einem Trainingsgelände unterwegs gewesen. „Bei uns gibt es wenig Möglichkeiten zum Trainieren und somit keinen echten Heimvorteil.“ „Angesagt ist auf jeden Fall, trotz aller Anstrengungen locker zu bleiben, denn sonst verkrampfst du sehr rasch in den Armen und dann geht nichts mehr.“ Auf den steilen Abschnitten fühlt er sich wohl, nicht ganz so in den Waldpassagen oder im steinigen Gelände. Daher hat er sein bestes Resultat auch beim Rocket Ride am Donnerstag erzielt, einem Hangrennen, wo er unter 200 Startern den 67. Platz schaffte. „Cool wäre es, einmal unter die ersten 10 zu kommen.“ Ja, damit es nicht vergessen wird: Verletzungen gibt es immer wieder. Ein Schien- und Wadenbeinbruch war’s vor Jahren, „aber das gehört einfach dazu zum Motocrossfahren“.
Nie mehr hungrig und durstig Der Oliver und sein Vater geben in ihrer Freizeit gern mit ihren Mountainbikes Gas, wobei Vater Wolfgang Klemencic im Brotberuf stellvertretender Bezirkshauptmann von Leibnitz ist und sein Sohn beim Herzeige-Unternehmen Paar in Graz als Informatiker viel zu verantworten hat. „Aber es ist nichts schlimmer, als wenn du fix und fertig bist, hungrig und durstig und dann vor einer geschlossenen Buschenschank stehst“, sagen die beiden. Und das war bisher allzu oft der Fall. Hilf dir selbst, so hilft dir Gott! Und so beschlossen Vater und Sohn, eine App zu erstellen. Das Ergebnis – die „Buschenschank-App“ – präsentierten sie im Loisium. Die kostenlose App führt knapp 120 Buschenschanken in der Südsteiermark
v.l.: Wolfgang und Oliver Klemencic vom „Freizeitclub Süd“, Susanne Kraus-Winkler und Mustafa Özdemir (beide Geschäftsführer der Loisium-Gruppe), Bernhard Luef (HotelManager im Loisium Ehrenhausen).
mit Öffnungszeiten, Adressen usw. an. Außerdem beinhaltet sie auch ein kleines Wein-ABC vom Wein-Guru Henry Sams, sollte man auch Lust auf Alkoholisches haben. Der Vater nützte seine Kontakte, sein Netzwerk und holte die Infos ein, der Sohn verarbeitete diese. Und dies alles im
Rahmen des „Freizeitclubs Süd“, in dem die beiden aktiv sind. Dazu gibt es auch den Buschenschank-Guide in Papierform, den alle Gäste des Loisium-Spa in die Hand bekommen. „Und natürlich sorgen wir dafür, dass die App regelmäßig aktualisiert wird“, so die beiden App-Macher.
Mai 2015
6
Fotos: Schullin und Söhne
SPOTS
Anne Marie und Hans Schullin mit allen Models
Lino Schullin, 5, mit Freundin Polli: Es gab 5 Euro Gage.
Die neue Kollektion heißt „Amitiés“ (Freundschaften).
Schullin verbindet Menschen Lino heißt der 5-jährige kleine Mann – begleitet von seiner noch jüngeren Freundin – am Laufsteg bei der Präsentation der neuen Schmuckkollektion des Hauses Schullin. Er war dann der „große Star“ des Abends. Allerdings war das Honorar ausgesprochen erträglich für seine Eltern Anne Marie und Hans Schullin. Für fünf Euro ließ er sich dazu bewegen, über den Laufsteg zu stolzieren. Noch einmal fünf Euro gab’s für die Probe. Seine Mutter: „Das tat er, weil er sich dafür ein lang gewünschtes Bilderbuch kaufen konnte.“ Die Präsentation selbst gab es im Dachloft des Hauses Opernring 7, an einem für die Öffentlichkeit bis dato unzugänglichen Ort. Vorher
trafen sich die 130 geladenen Gäste im anmutig gestalteten Innenhof des Stadtpalais. Die neue Kollektion heißt „Amitiés“ – das Wort steht für Freundschaften. Gastgeber Hans Schullin: „Eine der positivsten Erscheinungsformen des menschlichen Zusammenlebens. Gerade in einer Zeit, in der Hass omnipräsent in allen Kommunikationskanälen transportiert wird, steigt der Wunsch nach Nähe, Vertrauen, Sympathie und Zuneigung. Diesem Wunsch trägt unsere Kollektion Rechnung und zeigt Schmuckstücke der Freundschaft in vielen Facetten.“ Jede einzelne Freundschaft ist einzigartig, ein Unikat, wie die Schmuckstücke aus dem Hause Schullin.
Seit 2013 setzt sich Hans Schullin verstärkt für Freundschaften ein, deren Wichtigkeit er mit dem weltweiten Projekt „A Worldwide Friendship“ kommuniziert. Ein Diamant-Mond-Anhänger reist seit über eineinhalb Jahren um die Welt, von einer besten Freundin zur nächsten. So wurden bereits Freundschaften in den gesamten USA und in China aufgefrischt und Vertrauen sichtbar gemacht. Derzeit befindet sich SPIRIT, wie der raffinierte Anhänger mit OnyxKette genannt wird, in Europa. Die weitere Reise ist ungewiss, da jeder Empfänger SPIRIT an seine beste Freundin weiterschicken kann.
Mariazell verbindet Ungarischer Botschafter besucht Bischof
E
Bischöflichen Palais statt, sondern Bischof Krautwaschl empfing den Botschafter in seiner Wohngemeinschaft im Augustinum in der Grabenstraße/Lange Gasse. In Begleitung des Botschafters war Honorarkonsul Rudi Roth. Bischof Krautwaschl führte seine Gäste dann auch durch
Fotos: Heimo Ruschitz
s war sicher eine Premiere in zweierlei Hinsicht: Der neue Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl empfing als ersten ausländischen Repräsentanten den ungarischen Botschafter János Perenyi in Graz. Das offizielle Treffen fand aber nicht, wie sonst üblich, im
... er erklärt dem Gast seine bisherige Wirkungsstätte. Rechts: Ungarischer Konsul Rudi Roth
Mai 2015
Bischof Willi Krautwaschl und János Perenyi
seine bisherige Wirkungsstätte, das Augustinum. Es ist dies das Bischöfliche Zentrum für Bildung und Berufung, das in den letzten Jahren auch umfassend renoviert worden ist. Hauptgesprächsthema bei dem Zusammentreffen in der Wohngemeinschaft des Bischofs aber war die Zusammenarbeit mit Mariazell, dem wichtigsten Wallfahrtsort für die ungarischen Pilgerinnen und Pilger. Tausende kommen jährlich in den Marienwallfahrtsort. Konsul Rudi Roth hat bereits vor einigen Jahren eine Städtepartnerschaft zwischen Mariazell und Esztergom initiiert.
Eine Prise Krimi mit einer Lovestory am Ende „Die Scherbe“ am Lendplatz in Graz ist unter Eingeweihten ein bekannter Kunst- und Kulturtreff, genauer gesagt der Keller, und so gesehen natürlich ein passender Ort für eine Buchvorstellung. Der Hauptakteur war Klipp-Autor Reinhard Schuch (Der Klipper). „Ich wollt’ schon immer einen Roman schreiben“, freute er sich, endlich aus seinem Buch mit dem Titel „Lepanto“, erschienen im Leykam Verlag, vorlesen zu können. Die „Hütte war voll“ und die Lesung begleitete Profimaler und SchuchFreund Willy Rast, der unterdessen auf der Bühne arbeitete. Wohldurchdacht, weil es in Schuchs Roman auch um ein Bild eines jungen US-Künstlers geht, der sich Cy Twombly nennt. Es wird von einem Ehepaar gekauft, das dieses Bild dem Sohn vererbt. Dieses wird dann gestohlen und der Sohn begibt sich auf die Suche. Diese führt ihn nach Europa. Kurz gesagt: Das Bild kann er nicht aufspüren, aber dafür findet er seine Liebe und so gibt’s auch ein Happyend. „Ich bin befriedigt und froh, dass ich dieses Thema beendet habe, habe ich doch zweieinhalb Jahre daran gearbeitet“, so der Klipp-Autor, der selbst ein Faible für die Malerei hat, nach dem gelungenen Abend. „Aber ich male selbst nicht.“
SPOTS
7
Liebe Les erinne
n und Les er!
Schröck k ein Desso us-M
Foto: Heimo Ruschitz
Entgegen
Die „Tonne“ (Baujahr 1954): der neueste Hingucker in der Mostschenke in Ratschendorf
Vom Jet bis zur Schildkröte
fälschlic
odell
hen Meldu tion war ngen von Martina S erregten c hröck nic Anrufern Diskothek ht Modell in unsere Bollwerk. r Redakb e i e i n er Dessou Das Büro heute ent s-Schau i der Vizeb schieden. n ü der r g ermeister Unser Rep in dement dass sie orter tel i privat au e r te dies efonierte sschließl mit Schrö schätzen, ich Tanga ck und er und sie h s trage. fuhr, ätte da – Ihr Mann Auf ihre wisse die wie in ih Po-Backen s zu rer Polit , so Schr ik - nich ihrem Fit öck, sei ts zu ver ness-Trai s i e bergen. s t olz, dafü ner gern r laufe s kenne sie die Hacke i e nur vom H n s ich mit wund. Und örensagen Celluliti aber bei . Sie wis s und Wim einer Des s e s merl c hon, das sous-Scha werde übe gar nicht u würde s rschminkt mit Eusta ie dennoc , cchio und h nicht m auch nich itmachen, Nagl im P t. Für Br u s b c l h i o k n um. Bei L ad Pitt w machen. D isa Rücke ürde sie ie Vizebü r übrigen aber unte r s r g ermeister Umständen Models mü in teilte eine Ausn sse gehol f a e h r m ner mit, e fen werde den mager Leben ein n, sie se süchtigen . Auch in lbst tret d e e r Politik generell Ankündigu : Keine S für das p ngen und parpoliti ralle U m s e t k, keine z ungen, so Sie greif magersüch ndern ein e am lieb tigen e Politik sten ins größe hät der prall Volle, un te sie be e d n m Z i u t k i unft. h i Dessous rer statt Auf die F -Schauen lichen Kö rage des s r o b w c i h eso nicht enReporters s verlore ein bisse , ob es „ n. rl mehr k B “ s e i , önnen Sie antwortet nicht an mir schon e Schröck die große : „Nanana zutrauen. n G , l ocken hän Es ist C, dem Bürge gen.“ So a b e rmeistera r b i t t w e e i t mt. die neues ten Nachr ichten au s
Zugegeben, sein Name klingt nicht arabisch: Herbert Schober. Er ist kein Wüsten- oder Beduinenscheich, auch wenn er sich ein Mal im Jahr so kleidet. Doch Herbert Schober hat viele „Sachen und Spielzeuge“, wo man annimmt, dass vermögende Scheichs sie so haben. StandesCanale Gr ande für gemäß eine Kamelherde, einen Jet, eine hochseetaugliche Yacht, viele Graz Nach den ausgefallene Autos – Oldtimer und neuere –, dasselbe bei MotorräPlänen vo n Bürgerm dern und noch hunderte Raritäten. Das alles passiert nicht irgendwo, und Augar eister Si tenbad du egfried N r c agl solle h sondern in Ratschendorf. Die Kamele sind quicklebendig, aber der Jet e i nen Freiz großteils n Margare e i t d k e anal verb thenbad r geplanten ist ein ausrangierter Düsenjäger des Bundesheeres und schon viele, unden wer Seilbahn Freizeitm d e n . u n D ö d soll de ieser fol glichkeit viele Jahre nicht mehr flugtauglich. Er hat Monate daran gearbeitet, n Grazeri gt en bieten mit diese nnen und . Graz br m Projekt geschliffen und poliert, damit die vergammelte, desolate Saab wieder Grazern m a u c h e m e b ehr h e r Lebensq komme die sommers w ualität, innere St entsprechend in Szene gesetzt werden konnte. Es ist der jüngste Hinie winter s o a d N t agl, s für das ein leben Auch soll diges Was Baden und gucker in der Ölmühle und Mostschenke in Ratschendorf und Heren Gondel ser, das Bootfahre f a h rten mit n zur Ver bert Schobers große Freude. Die größte ist aber seine Frau Irmi, die Lena Hosc steirisch fügung st hek wurde eht. en Gondol b e a mit ihm die Leidenschaft teilt, einfach Dinge zu sammeln und damit u ieri ange f t ragt, Kos Eine echt boten wer tüme für e Attrakt den. die Gondo ion für d die Buschenschank zu einem Besuchermagneten zu machen. Weil und Augar lieri zu ie Gäste tenbad fu entwerfen i n G r von der fast 300 Jahre alten Scheune über Schildkröten, Papageiena z soll ents ngieren a . Auch eine tehen. Ma ls Gondel n Namen g rgarethen häfen mit vögel, Wasserbüffel, Traktoren bis hin zu bäuerlichen Geräten alles i b t G a es für da nzjahresb Venedig s s Projekt etrieb. gezeigt wird, was wir Menschen in den letzten Jahrhunderten bis ollen die b e r e its: Cana Touristen aus betra le Grande die Graze heute irgendwann für irgendetwas benützten. Es ist ein Platz, wie chten kön . Wie in r Sehensw n e n . ürdigkeit Der Kanal geführt, es ihn sicher nur ein Mal in Österreich gibt – ein Kandidat für das en von de wird teil mit Begrü r Gondel s im Frei nung und Guinness-Buch der Rekorde. Mit einem Herz nicht nur für Tieen, teils plätze di antiken S e Gondelf u t n e t i e n r m irdisch auern an ahrer ein re, sondern auch für die Menschen. So haben Irmi und Herbert den Ufern das Ratha laden. Hi , u w s g o hlights s und das K PicknickSchober im letzten Jahr Geld für ein Caritas-Projekt gesammelt: ind der B unsthaus. abenteuer lick auf Künstlich liche Eng Zehn Kamele können damit für Familien in Nordafrika gekauft d en Dom, e Strömunge stellen w liche Att n und Wel ie in ven l werden. Für diese bedeuten die edlen und Ruhe ausstrahlenraktionen e e n z ianischen sowie . Zur Erö Kanälen s Sprung vo ffnung ha den Tiere Hoffnung, Zukunft und Leben. Sie sind dort wichtige orgen für n der Sei t d e r zusätzBürgermei lbahn in ster ange Bevölkeru das erfri Transportmittel, aber auch Fleisch- und Milchlieferanten. kün ng s chende Na digt, ein ist begei ss zu tun en stert, un . Die Rea d u m zu sehen, den Bürge ktion der r h m a e b i e s n ter endli Grazer Ha Bade-Nagl ch einmal usfrauen “ gegrün in die Initi det. Andi Lied komp a t G i a v b e a l „ i Jaaa zum e oniert un r hat unt d will de er diesem ledernen n Bürgerm Titel ber zu spring eister üb eits ein en. erreden, in einer KrachBadehose
Reinhard Schuch
„Scheich“ Herbert Schober, seine Frau Irmi mit Kamelnachwuchs
8
SPOTS rung eingespielt werden. Zwischen den Palmhütten und einem Kirchennachbau weht eine salzige Seebrise über die Ferienlandschaft – 1.000 Kilometer vom nächsten Ozean entfernt. Nicht einmal der Himmel und die Sonne, die sich durch das Hallendach zeigen, sind echt. Auch sie werden mit japanischer Technik elektronisch vorgegaukelt.
Künstliche Sonne, künstliche Brise, künstliches Meer:
Im größten Gebäude der Welt ist für viele Spinnereien Platz E
igentlich sollte das größte Gebäude der Welt genau zu der Zeit eröffnen, als in Chengdu die wichtigste jemals in der Stadt abgehaltene internationale Konferenz stattfand: das „Global Forum“ des amerikanischen Magazins „Fortune“. Das Medienhaus gibt die Liste „Fortune Global 500“ heraus, welche die umsatzstärksten Unternehmen der Welt aufführt. Dort aufgenommen zu werden, ist ein Fixpunkt für Chinas Großunternehmen und auch für die Regierung, die aus Prestigegründen möglichst viele Konzerne erwähnt sehen will. Das gelingt recht gut. Mit insgesamt 89 Nennungen rangiert China auf Platz zwei hinter den USA (132). Unter den ersten zehn Plätzen belegt die Volksrepublik drei Positionen und damit mehr als jedes andere Land. In der Tabelle der zehn profitabelsten Gesellschaften hat China mit vier Einträgen ebenfalls die Nase vorn. Superlative zählen viel im bevölkerungsreichsten Land der Welt, und deshalb hätte es so schön gepasst, den flächengrößten je von Menschen errichteten Bau im Juni 2013 einzuweihen, als sich gerade die 500 wichtigsten Konzerne der Welt in Chengdu ihr Stelldichein gaben. Jedoch waren die Arbeiten noch nicht abgeschlossen, so dass sich erst einige Wochen später die Tore öffneten. Der Außergewöhnlichkeit des Projekts hat die Verzögerung keinen Abbruch getan. Angesiedelt im neuen Entwicklungsgebiet Tianfu New Area, der neuesten Chengduer Neustadt, erhebt sich der
Mai 2015
kubische Monsterbau mit dem geschwungenen Dach neben einer ausgedehnten Brache, so dass er schon von Weitem zu sehen ist und so noch spektakulärer wirkt. Mit 100 Metern Höhe und 18 Stockwerken sticht er zwischen Chengdus Wolkenkratzern zwar nicht heraus, aber es sind die enorme Grundfläche und das Volumen, die ihm seine Monumentalität verleihen. 500 Meter lang und 400 Meter breit ist das sogenannte „New Century Global Center“. Selbst Usain Bolt, der schnellste Mensch der Welt, würde drei Minuten brauchen, um es zu umrunden, ein normaler Spaziergänger benötigt mehr als 20 Minuten. Es lassen sich andere abenteuerliche Vergleiche ziehen: Die 200.000 Quadratmeter, auf denen der Koloss steht, entsprechen der Hälfte des vatikanischen Staatsgebietes. Bis oben aufgefüllt, könnte das Gebäude den gesamten Wasserverbrauch Berlins von einem Monat aufnehmen, etwa 20 Millionen Kubikmeter. Es ist die Nutzfläche von 1,7 Millionen Quadratmetern, welche die im Original
Xinshiji Huanqiu Zhongxin genannte Struktur zum größten freistehenden Gebäude der Welt macht, noch vor dem Terminal 3 am Flughafen Dubai. Das Areal reicht aus, um das amerikanische Verteidigungsministerium Pentagon annähernd dreimal unterzubringen oder die Sydney-Oper zwanzigmal. Auf etwa einem Viertel der Nutzfläche, 400.000 Quadratmetern, sollen Geschäfte einziehen. Zusätzlich zu zwei Luxushotels mit 1.000 Zimmern, zu Wohnungen, Büros und Seminarräumen der Universität sind hier auch zahlreiche Freizeiteinrichtungen untergekommen, ein Imax-Kino mit 14 Sälen etwa, eine Eislaufbahn und vor allem das „Mediterrane Dorf“ in der hallenartigen Gebäudemitte. Neben Palmen und Rasenflächen liegt ein 5.000 Quadratmeter großer Sandstrand an einer Meeresbucht mit künstlichen Wellen, die ans Ufer schwappen. Den virtuellen Horizont dazu liefert der größte LED-Monitor der Welt, 150 Meter lang, auf dem Wolken vorüberziehen und Morgenröte und Abenddämme-
Die Kosten für den Megabau sind unbekannt, es ist von 6 Milliarden Euro öffentlicher Mittel die Rede. Jenseits der Frage, ob das Vorhaben sinnvoll ist und sich je auszahlen wird, haftet ihm jetzt schon der Geruch der Korruption an. Denn der Bauherr des Global Centers, ein örtlicher Milliardär, ist schon kurz nach der Eröffnung verschwunden. Die Medien munkeln, er könnte in einen Bestechungsskandal verwickelt sein, der auch andere Wirtschafts-, Verwaltungs- und Parteigrößen in Sichuan betrifft. „Für viele hat sich das Riesengebäude in Chengdu als das größte und peinlichste Monument in den Korruptionsanschuldigungen erwiesen, die derzeit die Kommunistische Partei durchbohren“, schreibt die britische Tageszeitung „The Telegraph“. Kaum ist der umstrittene Hünen-Bau eröffnet, da entsteht gegenüber schon der nächste Hingucker. Die britisch-irakische Stararchitektin Zaha Hadid errichtet hier das Städtische Zentrum für Moderne Kunst. Das „Chengdu Contemporary Arts Centre“ soll ein Museum und eine Ausstellungshalle sowie Veranstaltungs- und Kongresssäle, Bars und Restaurants aufnehmen. Mit 140.000 Quadratmetern Nutzfläche wird es nicht einmal ein Zehntel so groß wie das Nachbargebäude. Aber ästhetisch schlägt die leichthändig hingegossene Wellenform, die an einen Wal erinnert oder auch an eine Designer-Sonnenbrille für Giganten, den protzigen Bau auf der anderen Straßenseite um Längen. Quelle: „Chinas verborgene Schätze“ von Christian Geinitz (Frankfurter Allgemeine Buch)
Mein Programm:
Impuls-Plan Steiermark.
3
Details nachlesen oder Impuls-Plan gratis bestellen auf www.steiermark.spoe.at
SP-MM_inserat_klipp_244x338.indd 1
08.05.15 09:46
10
POLITIK
Je näher der 31. Mai, der Wahlsonntag für die L
Die Nerven liegen blank bei d Auch wenn die Gründe dafür unterschiedlich sind. Beginnen wir mit den Senioren – den beiden Platzhirschen.
Franz Voves (SPÖ):
Hermann Schützenhöfer (ÖVP):
Mario Kunasek (FPÖ):
Lambert Schönleitner (Grüne):
Noch vor Wochen sah er wie der sichere Sieger aus. Doch im Finale zur Wahl am 31. Mai gibt es Befürchtungen im SPÖ-Lager, dass er die 30-ProzentMarke bei den Stimmen ganz knapp oder gar nicht überspringen könnte. Bei der Landtagswahl im Jahr 2010 kam Voves auf beachtliche 38,3 Prozent. Er selbst hat sich ja festgelegt: Bei jedem Ergebnis mit einem 2er vorn tritt er zurück. Für die steirische SPÖ wäre das ein Schock.
In seiner Umgebung nagt die Ungewissheit, wie gut er wirklich als Zweiter draußen bei den Wählern ankommt. Denn Voves kann mit dem Landeshauptmann-Bonus rechnen – man spricht da von drei bis vier Prozent. Es klingt bizarr, ist aber so: Je mäßiger sein Reformpartner abschneidet, desto günstiger ist das für Hermann Schützenhöfer. Denn wie er sagt: Die Reformpartnerschaft braucht eine starke ÖVP. Und die gibt’s dann, wenn es der SPÖ nicht gelingt, ihre Sympathisanten zu mobilisieren. Bislang war es eine Partnerschaft auf Augenhöhe, denn die ÖVP schaffte 2010 37,2 Prozent, blieb also nur knapp hinter der SPÖ. Nur weil Graz entgegen dem allgemeinen Trend im Land wählte, blieb die ÖVP zurück. Insider erinnern sich: In der ÖVP-Zentrale am Karmeliterplatz jubelte man am Nachmittag bereits, weil man sich vor der SPÖ wähnte, bis dann die Ergebnisse aus Graz kamen.
Er tritt zum ersten Mal als Spitzenkandidat an und segelt auf dem Aufwärtstrend der FPÖ. Sie schaffte im Jahr 2010 mit 10,7 Prozent kein überragendes Ergebnis. Bei den Freiheitlichen rechnet man nun bei bestem Rückenwind mit einer Verdoppelung des Stimmenanteils. In Umfragen liegen die Blauen gar nur noch vier bis fünf Prozent hinter Rot und Schwarz. Nach dem alten Wahlrecht hätte Mario Kunasek mit seiner FPÖ automatisch zumindest einen Regierungssitz sicher gehabt, mit etwas Wahlglück wären es möglicherweise sogar zwei gewesen. Diese Automatik gibt es nicht mehr. Kunasek muss daher auf der Oppositionsbank Platz nehmen, weil ÖVP und SPÖ die 50-Prozent-Hürde sicher schaffen werden und damit auch die siebenköpfige Regierung bilden können.
Von Wahl zu Wahl hofften die Grünen, auch in der Steiermark den Sprung in die Regierung zu schaffen – es gelang jedoch nicht. Durch die Wahlrechtsreform wird es nun noch schwieriger. Lambert Schönleitner tritt zum ersten Mal als Spitzenkandidat an. Nach aktuellen Umfragen sollten die Grünen sieben Prozent der Stimmen schaffen, vor einem Jahr lagen sie noch bei zehn Prozent.
Mai 2015
e Landtagswahl, rückt:
i der „Siebenerbande“
Pr
Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ leidet Österreich nicht so sehr an einer Wirtschaftsund Finanzkrise, sondern an einer Krise seiner Prominenten. Diese bleiben nämlich, so der Spiegel, farblos, ideenlos und zeigten zunehmend Anzeichen tiefer Depression. Gänzlich zurückgezogen hat sich zum Beispiel Karl-Heinz Grasser. Eingebunkert in das Swarowsky-Werk züchtet er dort im Keller Glücksschweine aus Kristallen. Er glaubt, dass das eintausendste Glücksschwein die Wende bringt. Fiona kommt nur selten vorbei, seine Badehose hat sich von ihm abgewendet und sein Föhn ist in einen Totalschaden geflüchtet. Grasser trägt schmutzige Kleidung, ist unrasiert und besucht den Wörthersee nur bei Dunkelheit.
Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ):
Josef Kaltenegger (Team Stronach):
Uwe Trummer (Neos):
In den letzten Umfragen liegt die KPÖ mit sechs Prozent nicht schlecht. Bei der Landtagswahl 2010 schafften die Kommunisten nur 4,4 Prozent. Dennoch spürt man die Ungewissheit in der KPÖ, weil die wirkliche Hürde das Grundmandat ist. In keinem der vier Wahlkreise gibt es dafür eine Sicherheit.
Er ist erst seit wenigen Wochen der Spitzenkandidat in der Steiermark. Aufgrund der personellen Rochaden in den letzten Monaten innerhalb des Team Stronach geben die Meinungsexperten diesem nur geringe Chancen, ein Grundmandat und damit den Einzug in den Landtag zu schaffen. Doch Josef Kaltenegger sorgte seit seinem Start wieder für zunehmende Akzeptanz des Team Stronach bei den Wählern. Die Ausgangssituation sei natürlich schwer, aber abgerechnet werde erst am 31. Mai.
Die Neos liegen in den Umfragen weit besser als das Team Stronach. Aber auch sie wären mit einem Grundmandat ein Überraschungssieger bei der Wahl. Die Umfragewerte für die Neos waren vor einem Jahr noch doppelt so hoch.
964.689 Steirer sind
wahlberechtigt, davon sind 496.473 weiblich. Bei der Landtagswahl im Jahr 2010 gab es mehr Wahlberechtigte, nämlich 966.900.
300 Millionen Euro sollen
aus SPÖ-Sicht in den nächsten Jahren gezielt in die Regionen fließen. Die ÖVP nennt „sicher keine Zahlen, die nicht halten“ – will den Regionalbonus als ein Anreizsystem.
11
om Ö Klip s in te p-Sa ti en r r r e t e i c e: am hs En de
POLITIK
Ähnlich Richard Lugner: Dem gelernten A-Promi hängen die Tränensäcke auf die rosa Krawatte, dass selbst Mädchen in Nobel-Puffs einen ExtraBonus verlangen, bevor er in ihre Dekolletes heulen darf. Niki Lauda wurde von seiner Frau und seinem Flugzeug unlängst nicht mehr erkannt. Er darf nur noch Passagiere fliegen, die schwer depressiv sind und mit ihrem Leben abgeschlossen haben, zuletzt waren das Insaßen der Baumgartner Höhe in Wien. Der Spiegel berichtet ferner, dass Hansi Hinterseer schon vor Jahren bei einer Schitour verunglückt ist, an seiner Stelle tritt ein von seiner Plattenfirma erzeugter Klon mit blonder Perücke und weißen Schianzügen bei Konzerten auf. Auch das Geheimnis von Andreas Gabalier’s Trachtenkostümierungen wurde gelüftet: Der Mountainman trägt blickdichte Lederhosen, damit man nicht sieht, dass in Wahrheit sein Schnidel singt. Sogar Michael Niavarani saß laut Spiegel in der Klemme: Er verhedderte sich im eigenen Brusthaar, sodass seine Partnerin die Feuerwehr rufen musste. Resümee des Spiegel: Österreichs ehemalige A-Promis sind am unteren Rand des Alphabets angelangt, bei Z. Mai 2015
COVERSTORY
Das Bullenreich
Hochsaison für Gastgeber Didi Mateschitz
Foto: Red Bull Content Pool
12
Ein Bild
sagt oft mehr aus als tausend Worte. Viele Bilder ersparen daher mehrere tausend Worte. Klipp hat sich daher diesmal entschlossen, über die Euphorie, die Red Bull mit seinen Investitionen und Aktivitäten im Murtal ausgelöst hat, vor allem Bilder sprechen zu lassen. Ob das nun in Sachen Motorsport ist, im Kultur- und Kunstbereich, aber auch in der Gastronomie. Es gibt außer der Großregion Graz keine andere Region in der Steiermark, die so viel Dynamik aufweist. Airracer Hannes Arch: ein lokaler Hero
Nein
, die Abwanderung der Jungen wegen fehlender Arbeitsplätze in der Region hat Red Bull nicht verhindern können. Ja, die zeitweilige „Zuwanderung“ von rund einer halben Million Menschen bei den Groß-Events im Murtal bringt viele Millionen in die Region. An die 100 Millionen werden es in diesem Jahr sein, rechnen Experten vor. 25 Millionen Euro davon kommen direkt durch die Formel 1, die Königsklasse des Motorsports. Auch wenn in die Kassen von Red Bull aufgrund fehlender Rennsiege weniger Millionen fließen: Didi Mateschitz ist dennoch zufrieden mit der Entwicklung. Aber nicht nur er.
Mai 2015
COVERSTORY ??
Foto: Red Bull Content Pool
h zieht die Massen an
13
Auch Klaus Rainer, Sprecher der Initiative „Kraft.DasMurtal“, freut sich über die Entwicklung in der Region: „Der Red Bull Ring und jetzt auch dazu der Grand Prix sind eine wundervolle Ergänzung, um die Attraktivität der Region zu erhöhen. Die Projekte von Didi Mateschitz werden helfen, die Abwanderung der jungen Leute zu bremsen. Unsere vor Jahren gestartete Initiative ,Kraft.DasMurtal‘ zeigt Gott sei Dank auch bereits Wirkung, sodass wir kaum noch Probleme haben, gute Lehrlinge zu finden. Früher waren die Eltern aus Imagegründen gegen die Lehrberufe – da ist uns mit viel Aufklärungsarbeit eine Bewusstseinsän-
Foto: Red Bull Content Pool
Begeisterung beim Musikfestival
Voves, Wolf, Schützenhöfer: froh über die Entwicklung im Murtal
derung gelungen. Das große Manko der Region für die Jungen: Es gibt keine universitäre Ausbildung, bis jetzt keine Fachhochschule. Vorrangig ist
Gerhard Berger in Graz auf Werbetour für Spielberg
einfach eine bessere Infrastruktur. Mit unserer Initiative ,Aichfeld Stadt‘ soll ein Zentrum für die Region geschaffen werden. Ein weiteres Ziel
ist die Öffnung des Militärflughafens Zeltweg für die Allgemeinheit. Das wäre ein ganz großer Schritt in die Zukunft.“
Mai 2015
14
COVERSTORY
Foto: C. Taylor Crothers
Das Bullenreich zieht die Massen an
Rekord: 105.000 Fans bei AC/DC
Das Sahnehäubchen für die Region ist logischerweise der Formel-1-WM-Lauf, der heuer zum zweiten Mal über die Bühne geht. Doch daneben sorgen auch die DTM, das Truck Race, das Air Race, die Airpower, Popevents wie jüngst mit AC/DC oder das Musikfestival für Furore.
Die schweren Zeiten
Restliche Fotos: Heimo Ruschitz
in der Region sind also vorbei – zumindest bis 2020 –, denn so lange ist die Formel 1 in Spielberg einmal fixiert. Die Rechnung insgesamt ist aber mehr als einfach, und die kann jeder Volksschüler nachvollziehen: Man stelle sich vor, es gäbe keinen Red Bull Ring mit seinem Drumherum, wie das ja bis 2012 der Fall war. Die Region würde deshalb nicht in die Knie gehen. Dazu verfügt sie über eine breite und gute Firmenstruktur mit großen internationalen Playern.
Foto: Red Bull Content Pool
Spielberg zieht die Massen an
Mai 2015
Klipp wehrt sich erfolgreich
15
CHRONIK
Fotos: KHeimo Ruschitz
Gericht in Wiener Neustadt gibt Sturm-Richter Martin Wolf nicht Recht
Staatsanwalt Johannes Winklhofer als Zeuge im Svetits-Prozess gegen Republik geladen.
Richter Martin Wolf bekam am Gericht in Wiener Neustadt nicht Recht.
Er forderte die gerichtliche Verfolgung (Klipp berichtete) und Bestrafung des Magazins Klipp, weil er sich durch die Berichterstattung im Zusammenhang mit dem Betrugsprozess gegen die ehemalige GAK-Geschäftsträgerin verleumdet fühlt.
Verdunkelungsgefahr verhaften. Zu gleicher Zeit wurde auch Peter Svetits in U-Haft genommen. Das Oberlandesgericht in Graz entschied, dass die Verhaftung nicht gerechtfertigt war und keine Verdunkelungsgefahr bestand. Eine Niederlage für Staatsanwalt Johannes Winklhofer.
Klipp hatte über Auffälligkeiten und Ungereimtheiten aus Sicht von Beobachtern berichtet und diese aufgezeigt. Die ehemalige GAK-Geschäftsträgerin war bei einem Treffen mit Ex-GAK-Präsident Peter Svetits abgehört und von der Kripo gefilmt worden. Es sei laut Staatsanwaltschaft auch zu einer Geldübergabe gekommen. Nur wenige Tage nach der Überwachungsaktion kam es zur Verhandlung im Betrugsprozess der ehemaligen GAK-Geschäftsträgerin. Sie hatte bei ihrem späteren Arbeitgeber zumindest 250.000 Euro für sich abgezweigt. Bei schwerem Betrug – und das war der Fall – sieht das Gesetz ein Strafmaß von bis zu zehn Jahren vor. Die Ex-GAK-Geschäftsträgerin erhielt eine bedingte Strafe von 24 Monaten. Nach dem für sie milden Urteil plauderte sie in Telefonaten mit Bekannten und Freunden darüber und sprach auch von einem Deal mit dem Staatsanwalt. Dieser ließ sie wenige Tage nach dem Prozess wegen
In der Folge bringt Ex-GAK-Präsident Peter Svetits eine Klage gegen die Republik Österreich auf Wiedergutmachung ein. Im September kommt es zur nächsten Verhandlung darüber. Als Zeuge geladen ist GAK-Staatsanwalt Johannes Winklhofer, ebenso sein „engster Mitarbeiter“ Polizeiinspektor Hubmann, der praktisch seit acht Jahren im GAK-Verfahren für den Staatsanwalt erhebt. Zurück zum Konflikt mit Richter Martin Wolf. Dieser hatte in der ersten Verhandlung mit seiner Äußerung aufhorchen lassen: „Halten Sie nicht den Kopf hin für andere.“ Eine eigenwillige und unverständliche Aussage für einen Richter, der im Prozess behauptet hatte, den GAK-Fall nicht zu kennen. Später stellte sich heraus, dass ihm der GAK-Akt sehr wohl bekannt war. Mit seiner Forderung, Klipp wegen Verleumdung den Prozess zu machen, blitzte Martin Wolf beim Strafgericht ab und wurde auf den Zivilweg verwiesen.
Es sind brisante Belege, die „News“ veröffentlichte.
Kreative Agenturchefin
Vorentscheidung wegen des Verdachts der verdeckten Parteienfinanzierung für die Grazer ÖVP Die Berichte diverser Medien füllen bereits einige Aktenordner. Bernd Schönegger, der ÖVP-Nationalratsabgeordnete und Geschäftsführer der Grazer ÖVP sowie die von ihm häufig beauftragte Grazer Werbeagentur sind dem Verdacht ausgesetzt, dass es durch den Empfang von rund 120.000 Euro – Zahler ist die Telekom gewesen – eine verdeckte Parteienfinanzierung gegeben habe. Wie die polizeilichen Ermittlungen bisher ergeben haben, sollen keine wirklich werthaltigen Leistungen dem gegenübergestanden sein. Würde sich dieser Vorwurf bestätigen, hätte die Agentur zu Unrecht kassiert. Bei den bisherigen Erhebungen und Ermittlungen konnten die Betroffenen die
Vorhalte der Ermittler nicht wirklich entkräften. Besonders stößt den Ermittlern auf, dass die Agentur eine Rechnung über eine exakte Leistung stellte, obwohl zu diesem Zeitpunkt die Leistung noch nicht erbracht worden war. Die Entscheidung, ob Anklage erhoben wirdm, soll demnächst fallen. Das heißt, es wurde eine Rechnung an die Telekom übermittelt, in der von einem dreimonatigen Leistungszeitraum gesprochen wurde. Diese wurde bereits Anfang Jänner 2008 abgeschickt, als die „Leistung“ noch gar nicht erbracht war. Die Agenturchefin reagierte auf eine Klipp-Anfrage nicht. Für sie gilt daher die Unschuldsvermutung.
Mai 2015
16
CHRONIK
Fotos: Katharina Wassler
Mautern hat jetzt einen „Wilden Berg“
Andreas Spöcker, Dir. Georg Bliem, Bertl Bär, LH-Stv. Hermann Schützenhöfer und Bgm. Andreas Kühberger bei der offiziellen Schlüsselübergabe (v.l.).
DDie Begeisterung der Kinder war hörbar: Heuhüpfen in der Scheune war eine der Attraktionen anlässlich der Eröffnung des total erneuerten Wild- und Freizeitparks in Mautern. Er wird nun als „Wilder Berg“ vermarktet und man setzt vor allem auf Familien und Kinder als Besucher. Die zu einem mehrstöckigen Kinderstadl umgebaute Scheune mit einer Tunnelrutsche, Heuschober, Kletterwand und eigenem Klassenzimmer ist nur eine von vielen Neuigkeiten. Man fühlt und sieht als Besucher, mit wie viel Liebe zum Detail da im letzten halben Jahr an der Neugestaltung gearbeitet wurde. Verantwortlich sind dafür die Planai-Hochwurzen-Bahnen, die den Wildpark auf Drängen von Tourismuslandesrat Hermann Schützenhöfer übernommen haben. „Ich wusste, dass Georg Bliem es schaffen wird, den jetzigen ,Wilden Berg‘ mit seinem Team zum Erfolg zu führen“, dankte Schützenhöfer. Und auch Bliem selbst wirkte bei der Eröffnung euphorisch über das gelungene Projekt: „Unsere Mitarbeiter und ich sind mit vielen Ideen und Herzblut dabei.“ Davon konnten sich die Eröffnungsgäste überzeugen, gibt es doch den Wildpark Mautern seit fast vier Jahrzehnten. In der Vergangenheit allerdings hat dieser die erhofften 70.000 Besucher im Jahr nie geschafft.
„Der Science Tower ist der Leuchtturm für unser Unternehmen und für künftiges städtisches Bauen“, so der Bauherr und SFL-Eigentümer Hans Höllwart. Die Brutto-Geschoßfläche beträgt 4.600 m² bei einem Investitionsvolumen von rund 16 Millionen Euro; die Fertigstellung erfolgt Mitte 2016. Weitere Technologiehighlights des Science Towers sind die innovative Stromspeicherung im Turm, die intelligente Lüftung und Selbstversorgung bei Energie. All diese Neuheiten kommen aus den Unternehmen der SFL technologies aus Stallhofen. LH-Stv. Hermann Schützenhöfer und Dir. Georg Bliem bei der ersten Auffahrt auf den „Wilden Berg“ Mautern.
Für Familien gibt es ein attraktives Ticket ab 23,50 Euro, und wer mit dem Sessellift auf den Berg fährt, vor dem breitet sich der Freizeitpark mit all seinen Spiel- und Rastmöglichkeiten, aber natürlich auch mit seinen Gehegen aus. Ob das nun die Bären sind, die Wölfe, die Greifvögel, die Wildschweine oder die Luchse – der „Wilde Berg“ zeigt nahezu alles, was an Tierarten in unseren Breiten existiert. Und weil Freizeitvergnügen hungrig macht, gibt’s auch ein gutes Angebot an Erlebnisgastronomie. Wenn’s dann wieder ins Tal zurück geht: Das kann man auf die ruhige Art tun mit dem Shuttlebus, der Sesselbahn oder auch mit einer Abenteuertalfahrt auf der Rodelbahn, der Rollerbahn und einer Mountaingokart-Strecke. Dafür gibt’s natürlich die entsprechende Schutzkleidung, aber eine Herausforderung ist’s allemal. Erfreut über die „Wiederbelebung“ des Parks – 40 Mitarbeiter finden dort Beschäftigung – ist natürlich auch die Gemeinde Mautern selbst. „Diese Investition in unsere Freizeitanlage ist eine Investition in die Zukunft“, so der Bürgermeister Andreas Kühberger.
Mai 2015
Baustart für innovativstes Gebäude Österreichs
Der Science Tower ist weltweit das erste Gebäude, das in der Fassade transparente Energiegläser einsetzt, die Strom liefern („Grätzel-Zellen“). Diese Energiegläser von SFL werden auf der EXPO in Mailand einem weltweiten Publikum präsentiert. Sie versorgen den Österreich-Pavillon am EXPO-Gelände mit Energie. Die Smart City Graz steht für eine energieeffiziente, ressourcenschonende und emissionsarme Stadt mit höchster Lebensqualität. Für SFL technologies ist der Bau der Höhepunkt ihrer langjährigen Pionierarbeit: Ein Turm, der sich zu 100 Prozent mit regionaler Energie versorgt. Das künftige technologische Wahrzeichen der Stadt Graz inmitten der Smart City wird zum Hotspot für nachhaltiges Bauen. Im Inneren werden regionale und internationale Firmen an neuen, nachhaltigen Gebäudetechnologien arbeiten. „Die hohe Lebensqualität der Steiermark trägt dazu bei, dass sich Topunternehmen und Forschungseinrichtungen im Science Tower ansiedeln. Gleichzeitig ist die Steiermark ein Tourismus-Magnet und das Smart-City-Projekt wird viele neue Besucher anlocken“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer beim Spatenstich.
Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann betont: „Der Science Tower ist ein herausragendes Beispiel für die Innovationskraft der steirischen Wirtschaft und ist wegweisend für den globalen Markt. Die Steiermark zeigt einmal mehr, dass sie zu den innovativsten Regionen Europas zählt und mit der Eco World Styria den weltbesten Umwelttechnik-Cluster hat. Das Projekt ist nicht nur ein wichtiger Impuls für die Bauwirtschaft, es entstehen auch hochqualifizierte Forschungsarbeitsplätze. Der Science Tower ist ein innovatives Wahrzeichen der Steiermark.“ Mit dem Spatenstich zum „Science Tower“ fällt auch der Startschuss für den Stadtteil Smart City Graz, der höchste Lebensqualität mit einzigartigem technologischem Know-how vereint. Erstmals seit über hundert Jahren entsteht in Graz ein gesamter Stadtteil neu, der alle unterschiedlichen Nutzungen in sich vereint. Im Umfeld der Waagner-Biro-Straße und der Helmut-List-Halle werden mit 4,2 Mio. Euro Förderung aus dem Klima- und Energiefonds innovative Vorzeigeprojekte für zukünftiges Arbeiten und Wohnen umgesetzt. „Der Science Tower steht für innovative und nachhaltige Stadtentwicklung auf dem Weg zu einer smarten City. Der neue Stadtteil wird von einem ehemaligen Industriegebiet zu einem urbanen Zentrum mit höchster Lebensqualität“, so Bürgermeister Siegfried Nagl..
17
CHRONIK
Rundum Wohlfühlen in den neuen Citylinern Busflottenzuwachs bei Gruber Reisen und Weiss Ob in einer Reisegruppe oder als Individualist, ob jung oder in den besten Jahren – für Busreisende ist vor allem auch der Komfort wichtig. „Unsere zwei neuen Luxus-Limousinen verwöhnen die Gäste auf jeder Reise mit einem ausgeklügelten Rundum-Wohlfühl-Konzept und erstklassigen Reisekomfort“, ist sich Gruber-Reisen-Geschäftsführer Michael Schlögl sicher. Gemeinsam mit seinem Bruder Jakob, Geschäftsführer des Schwesterunternehmens Weiss, präsentierte er drei fabriksneue 4-Sterne-Luxusbusse der Marke „Neoplan Cityliner“. Die Durchgangshöhe des Cityliners erlaubt es, sich im Bus aufrecht zu bewegen, und hohe, frei hängende Gepäckablagen sorgen für raschen Zugriff aufs Handgepäck. Breite Einstiege laden in den Fahrgastraum ein. Und mit den großzügigen Sitzabständen und den ergonomisch gewölbten Sitzen werden auch lange Reisen zum Genuss. „Außerdem können wir die Passagiere mithilfe der topmodernen und funktionalen Bordküche mit heißen Getränken und kleinen Imbissen bewirten.“ Neben Komfort spielt auch das Thema Sicherheit eine große Rolle, spult doch jeder der nun ins-
Viel Neues im Thermenhotel Stoiser Helmut Schlögl (Seniorchef Weiss) und sein Sohn Jakob (GF Weiss) sowie sein Bruder (stehend) Michael Schlögl (GF Gruber Reisen).
gesamt sechs Busse der Gruber-Flotte jeweils rund 80.000 Kilometer im Jahr herunter. „Der Cityliner ist serienmäßig mit dem innovativen Neoplan-Kurvenlicht ausgestattet, das Landstraßen auf Ausflugsrouten optimal ausleuchtet“, erläutert Gruber-Fuhrpark-Leiterin Elfriede Riegerbauer. Zusätzliche Sicherheit bieten der Abstandsregeltempomat sowie eine hochstabile Fahrgastzelle mit zwei Überrollbügeln sowie einer patentierten Seitenwandverstärkung. Damit ist jeder Passagier auf seinem Platz ganz besonders sicher aufgehoben. „Wobei am allerwichtigsten ist: Die Busse werden sicher gelenkt durch unsere langjährig erfahrenen Buspiloten“, so Michael und Jakob Schlögl abschließend.
Für viele andere beginnt die Urlaubszeit, für Gerald Stoiser und sein Team im Thermenhotel Stoiser in Loipersdorf nicht. „In vielen Bereichen wird sich unser Haus ab 6. August 2015 mit neuem Gesicht zeigen. So wird es im BadeReich einen neuen Ruhebereich geben, das Palmencafé, aber auch die Hotelbar und Lobby sowie Suiten und der Seminarbereich werden neu gestaltet und umgebaut. Das bedeutet mehr Komfort, mehr Behaglichkeit und vor allem Entspannung pur.“ Dafür bleibt das Hotel vom 8. Juni bis 9. Juli 2015 geschlossen. Und in dieser Zeit gibt’s für Schnäppchenjäger große Chancen. Der Hotelchef: „Interessierte können bei einer Online-Versteigerung Hotelinventar wie Rezeption, Bartresen oder Tische und Stühle des Palmencafés oder sogar die Holzfenster des Hal-
lenbads ersteigern. Zusätzlich wird es auch einen Flohmarkt im Hotel geben. „Ab 10. Juli 2015 ist das Hotel dann wieder geöffnet, allerdings für eine Weile noch ohne WellnessReich und Palmencafé. In dieser Zeit ist der Eintritt in die Therme Loipersdorf im Zimmerpreis während des Aufenthalts inkludiert. Ab 6. August 2015 sind dann wieder alle Bereiche geöffnet und präsentieren sich in neuem Design.“ Mit den 2012 fertig gestellten Design-Zimmern und dem bevorstehenden Umbau werden dann insgesamt sieben Millionen Euro investiert sein. Doch auch nach der Neugestaltung im heurigen Sommer wartet bereits die nächste Herausforderung: „Im Zuge des neuen Rauchergesetzes 2018 ist bereits jetzt eine hochwertige Raucherlounge im Hotelbar-Bereich in Planung.“
Wolfgang Flöttl – sagt Ihnen dieser Name was? Ja? Wenn nein, dann möchten wir der Erinnerung ein bisschen nachhelfen. Das ist jener Mann, der im Bawag-Prozess Angeklagter war, weil er hunderte Millionen Euro Bawag-Gelder in den Sand gesetzt hat – mit Kunstankäufen und undurchschaubaren Geschäften. Wolfgang Flöttl – sein Vater war Bawag-Chef und hat ihm die guten Verdienstmöglichkeiten jenseits des Atlantiks ermöglicht – wurde bekanntlich freigesprochen. Nicht zuletzt durch Flöttls dubiose Geschäfte verlor der ÖGB die Bawag und auch seine finanzielle Hausmacht, die den Gewerkschaftsbund über Jahrzehnte so stark gemacht hat. Bawag-Mastermind Elsner meint ja heute noch, dass Flöttl die Millionen, die angeblich irgendwo versumpert und versunken sind, mit viel Geschick in Steueroasen gebunkert hat. Durch seine Heirat mit einer Amerikanerin – sie gehört in die Familie des legendären US-Präsidenten Dwight Eisenhower – stieg Flöttl in die Etage der einflussreichsten ame-
rikanischen Familien auf. Da war es ja nur standesgemäß, dass er mit einem Bawag-Kredit von knapp 100 Millionen Euro auch ein Gemälde – und zwar eines der berühmtesten von Vincent van Gogh – kaufte. Das Bild „Dr. Gachet“ soll er für einen 50- bis 75-Millionen-Dollar-Preis erworben haben, dieses aber dann im Zuge des Bawag-Prozesses veräußert haben. Und wie es der Zufall will, weiß heute niemand, wo es ist. Immer wieder war gemunkelt worden und wird gemunkelt, dass Flöttl weiß, wer der jetzige Eigentümer des Gemäldes ist. Manche meinten sogar, das Bild sei noch immer in seinem „Zugriffsbereich“. Doch Flöttl hat keine besonderen Gewissensbisse. Die Bawag hatte damals einen Schaden von 1,6 Milliarden Euro – im Vergleich zur Hypo, wo der Schaden mit 18 Milliarden Euro zu Buche schlägt, fast ein Miniskandal. Da war ja jede kroatische Insel oder Hotelanlage teurer als der Van Gogh. Also wozu die Aufregung?
HYPO M U A R T ALB ADRIA.
N. SPÖ. ÖVP//S INNT MIT GRÜ W E G DANKE FPÖ//Ö K R A M R E STEIE 31. MAI DEIN
Mai 2015
18
CHRONIK
reich Batterie-Packs sollen sich die Kapazitäten von Samsung SDI für entsprechende Lösungen für Elektrofahrzeuge erweitern. Die fortschrittliche Technologie von Magna, die Präsenz in zentralen Automobilmärkten sowie die nachweislichen Erfolge mit Batterie-Packs für internationale Automobilhersteller werden dazu beitragen, dass Samsung SDI sich in den schnell wachsenden Märkten in Europa, Nordamerika und China Kunden sichern kann. „Die Eröffnung von SDIBS ist ein entscheidender Schritt, mit dem das Unternehmen zum führenden Anbieter von Autobatteriesystemen werden kann“, sagte Nam-
Foto: Ulrich
Sein Erfolg ist die Sensation gewesen.
Johannes Wagner (li. im Bild) ist der neue Bürgermeister von Frohnleiten. In der Ära eines Jörg Haider sprach man eher abwertend von seiner „Buberlpartie“, wenn er jungen Gefolgs-
leuten zu steilen Karrieren verhalf. Nichts davon trifft auf den neuen Bürgermeister Johannes Wagner zu. Nach 70 Jahren SPÖ-Herrschaft in Frohnleiten mussten die Sozialdemokraten zerknirscht und verbittert zur Kenntnis nehmen, dass sie ihre absolute Mehrheit verspielt haben. Die neue Modefarbe ist Schwarz, denn Johannes Wagner schaffte es, mit seiner jungen ÖVP mit 9 Mandaten bis auf eines an die SPÖ (10) aufzuschließen oder heranzukommen. Jörg Kurasch, der bisherige Bürgermeister, und Parteichef Wolfgang Erlitz gaben darauf w.o. und ließen ebenfalls den Jungen, nämlich Jürgen Jaritz, 38, und Georg Ridling, 26, den Vortritt. Der Gewerkschafter wurde zum Finanzreferenten gewählt. Mit Wagner als Bürgermeister und Jaritz als Vize regieren jetzt also zwei Youngsters in Frohnleiten, die mit ihrem Auftreten fast wie Maturanten wirken. Ziemlich erfrischend.
v.l.: Matthias Meyer (Arbeiterbetriebsrat), Sabine Ruckenbauer (Angestelltenbetriebsrat), Sehwoong Jeong (Executive Vice President of Automotive & ESS Business Division), Günther Apfalter (President Magna Europe & Magna Steyr), Namseong Cho (President & CEO SAMSUNG SDI), Robert Schaffernak (Vice President & Managing Director SAMSUNG SDI Battery Systems), Anton Scherbinek (Bürgermeister Unterpremstätten / Zettling), Sejoong Oh (Vice President & Managing Director SAMSUNG SDI Battery Systems)
seong Cho, Präsident und CEO von Samsung SDI, bei den Eröffnungsfeierlichkeiten in Zettling. „Samsung SDI wird die Kapazitäten von SDIBS für Batteriesysteme in seine Batteriezellentechnologie integrieren, um erstklassige Autobatteriesysteme zu
schaffen.“ Laut der Prognose der Analysten von B3 und IHS wird der internationale Markt für Elektrofahrzeuge inklusive der Hybrid- und Plug-in-Hybridmodelle bis 2020 7,7 Millionen Fahrzeuge erreichen – im Vergleich zu 2,1 Millionen im Jahr 2014.
Wachstum für die Region
Ringana baut Standort Hartberg nachhaltig weiter aus Die Nachfrage nach den frischen Produkten von Ringana steigt weiter. Bereits im 1. Quartal fuhr das Unternehmen ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Deshalb investiert Andreas Wilfinger, RINGANA-Gründer, weiter in den Standort in Hartberg. Die nachhaltige Produktion u.a. von veganer Frischekosmetik wurde um eine Abfüllanlage, ein Packsystem und ein umweltfreundliches Müllentsorgungssystem erweitert. Wer Ringana kennt, weiß, dass Nachhaltigkeit hier System hat. So hat das steirische Unternehmen mit Sitz in Hartberg mit der weltweit einzigartigen Herstellung von frischen Naturprodukten eine Marktnische besetzt. Dabei verfolgt es eine strikte Nachhaltigkeitspolitik. So sind alle Abläufe im Unternehmen umweltfreundlich ausgerichtet. Neben einer Mehrwegverpackung, die weniger Müll produziert, und einer Rücknahme von Gebinden stellte das Unternehmen kürzlich seine Müllentsorgung um.
Foto: Ringana
Samsung SDI Co. Ltd., ein internationaler Marktführer im Bereich Energiespeicherlösungen und elektronischer Materialien, hat kürzlich in Zettling nahe der steirischen Landeshauptstadt Graz die Samsung SDI Battery Systems (SDIBS) offiziell eröffnet. Damit schließt Samsung SDI eine Vereinbarung zur Übernahme der Magna-Batteriesparte ab, die mit Magna International, einem führenden weltweit tätigen Zulieferer der Automobilindustrie, im Februar dieses Jahres getroffen wurde. Durch die Verbindung der Führungsposition von Samsung SDI bei Batteriezellen mit der Expertise von Magna im Be-
Foto: Heimo Ruschitz
Samsung SDI eröffnet SDI Battery Systems in Graz
Weniger Müll zu produzieren ist eines der Kernziele von Unternehmensgründer Andreas Wilfinger. Dafür holte er sich den Recycling-Spezialisten „Die Wertstoffvermarkter“. Andreas Wilfinger: „Nicht nur, dass wir unseren Müll gezielter trennen lernten, er wird auch noch im System weiterverarbeitet. Unsere Sekundärrohstoffe gehen an Papierfabriken sowie Kunststoffverarbeitungsfirmen und bleiben so im Kreislauf, ohne die Umwelt zu belasten. In diesem Sinn ist Abfall kein Abfall mehr, sondern eine Ressource.“
Bestelltes Stöhnen
Nach Höhepunkt folgt mit Erpressung der Tiefpunkt Anrufe bei einer Sexhotline sind an und für sich kein billiges Vergnügen, dienen sie doch dem Zweck, dem Anrufer – ob männlich oder weiblich – zu einem Spannungsabbau zu verhelfen oder einen Gefühlsstau zu beseitigen. Nach den Spielregeln ist bei diesen Kontakten kein „Nachspiel“ vorgesehen.
Mai 2015
Immer öfter, so heißt es in Rechtsanwaltskreisen, passiert es nun, dass sich Anrufer später mit Geldforderungen konfrontiert sehen. Es müsste noch einmal Geld überwiesen werden, sonst würde man ein während des Anrufs aufgenommenes Ton- oder Bildmaterial im Umfeld der Betroffenen veröffentlichen. Aus Panik vor solchen Enthüllungen zahlen nicht wenige Kunden noch einmal.
Über einen solchen Fall berichtete jüngst auch die „Kleine Zeitung“. Der Kontakt erfolgte via Skype, und auf der Webcam ist eine Frau zu sehen, die an sich selbst eindeutige Fingerübungen vornimmt. Die nette Dame fordert ihr Gegenüber auf, mitzumachen. Dem können die meisten Anrufer offensichtlich nicht widerstehen. Sie ahnen aber nicht, dass das ganze Spiel aufgezeichnet wird. Nach wenigen Tagen meldet sich die
Frau dann neuerlich, doch diesmal geht’s nicht um Sex, sondern um das liebe Geld. Die „Spielgefährten“ werden aufgefordert, einen Geldbetrag über ein Internetkonto ins Ausland zu überweisen, andernfalls eben die Sexvideos im Internet veröffentlicht würden. Unter den Opfern sind dann auch Personen, die „viel zu verlieren“ haben. Deshalb gehen auch nur wenige zur Polizei, weil sich die Betroffenen schämen.
19
CHRONIK
Merkur Versicherung:
Erfreuliches Wachsen, neue Handschrift Er ist gewöhnungsbedürftig und da und dort nicht leicht zu lesen – der erstmals handgeschriebene Geschäftsbericht der Merkur Versicherung über das Jahr 2014. Auf 170 Seiten haben knapp 98 Autoren die wichtigsten Unternehmenskennzahlen in handschriftlicher Form festgehalten. „Eine neue Handschrift“, lautet auch die Botschaft des seit Anfang 2014 tätigen neuen Führungstrios um Generaldirektor Gerald Kogler. Gegenüber dem Vergleichsjahr 2013 erzielte die Merkur Versicherung AG im Geschäftsjahr 2014 Prämieneinnahmen von insgesamt 404,3 Mio. Euro. Damit erreichte das Unternehmen ein Wachstum von 4,5 Prozent, während der gesamte österreichische Versicherungsmarkt einen Anstieg von 3,3 Prozent verzeichnen konnte.
Die Anzahl der versicherten Risken blieb stabil und belief sich auf 945.865. An Versicherungsleistungen wurden insgesamt 288,6 Mio. Euro ausbezahlt (+4,6 Prozent). Der Solvabilitätsgrad verbesserte sich auf 252,6 Prozent (2013: 248,2 Prozent). Beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) verzeichnete die Merkur Versicherung einen Anstieg von 6,0 Mio. Euro auf 11,3 Mio. Euro. Entwicklung Auslandsgeschäft Das Auslandsgeschäft entwickelte sich im Jahr 2014 stabil. Insgesamt erzielte die Merkur Versicherung in der Region Südosteuropa (CEE) – Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro – ein Prämienvolumen von 101,5 Mio. Euro (2013: 101,9 Mio. Euro). Ende 2014 befanden sich 519.747 versicherte Risken im Bestand.
Entwicklung Gesamtkonzern Die abgegrenzten Prämien stiegen um 3,9 Prozent auf 505,9 Mio. Euro, wovon 79,5 Prozent auf das Inland und 20,5 Prozent auf das Ausland entfallen. Die Anzahl der versicherten Risken wurde auf 1.465.612 gesteigert (+0,3 Prozent). Der Solvabilitätsgrad verbesserte sich von 205,1 Prozent auf 219,4 Prozent (+6,9 Prozent). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ist im Jahresvergleich um 34,5 Prozent von 18,4 Mio. Euro auf 24,7 Mio. Euro gestiegen. Ausblick 2015 Das Ziel der Merkur Versicherung für 2015 ist es, trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ihren Erfolgskurs konsequent fortzuführen und ihre Marktposition weiter auszubauen. Eine Stoßrichtung in der Verkaufsstrategie geht in Richtung
Vorstandsdirektor Christian Kladiva, Generaldirektor Gerald Kogler sowie Vorstandsdirektor Andreas Stettner (v.l.)
Personenversicherer mit Schwerpunkten bei Unfall- und Lebensversicherung sowie der Vorsorge. Gerald Kogler: „Unsere Aufgabe wird es sein, die Kernkompetenz in der Gesundheitsvorsorge zu stärken, das Auslandsengagement zu straffen und unseren maßgeblichen Erfolgsfaktor – unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – noch stärker zu fördern.“
Politik in Österreich?
Die Steiermark zeigt, dass es auch anders geht. Partnerschaft statt Koalitions-Hick-Hack. Mutige Reformen. Keine neuen Schulden. Ganz Österreich bewundert, was wir in der Steiermark auf diesem Weg zusammengebracht haben. Schauen wir jetzt, dass wir unser Land ganz nach vorne bringen. Hermann Schützenhöfer und die Steirische Volkspartei
2
015 stvp.at
Mai 2015
20
LANDTAGSWAHL
Raus aus dem Geldbörserl der Bürger! SPÖ und ÖVP wollen mit der Einführung des Banken-Kontrollregisters, das alle Finanzdaten sammelt, jedem Bürger und Unternehmer bei jeder Geldtransaktion buchstäblich ins Geldbörsel schauen! Sie wollen uns bei jedem Schritt, den wir tun kontrollieren. Wir vom Team Stronach sagen NEIN zu dieser Spitzelschande im Land. Rot und Schwarz raus aus den Geldbörsen und aus der Regierung. Die Regierung sollte die Bürger beschützen und sie nicht bespitzeln! Am 31. Mai gibt es eine Alternative! Helfen Sie uns, diesen Unfug abzustellen! Das Team Stronach steht auf der Seite der Bürger! Herzlichst Frank Stronach & Josef Kaltenegger
Starke Wurzeln. Frisches Denken. am 31.Mai
2015:
Anzeige
FRANK
Frank Stronach Parteigründer
Mai 2015
Ing. Mag.(FH) Josef Kaltenegger Spitzenkandidat
Entschlossen Handeln.
LANDTAGSWAHL
am 31.Mai
21
2015:
FRANK
Frank Stronach Parteigründer Ing. Mag. (FH) Josef Kaltenegger Spitzenkandidat
Starke Wurzeln. Frisches Denken. Entschlossen Handeln.
Liebe steirische Landsleute! Ich sehe mit großer Sorge, dass unsere derzeitigen politischen Strukturen Österreich sowie das Land Steiermark zugrunde wirtschaften. Viele Leute und Freunde haben mich gefragt: „Frank, wieso tust du dir das an, in der Politik zu sein?“ Meine Antwort war immer klar: Ich habe ein Gewissen. Das Leben war besonders gut zu mir und ich möchte meiner Heimat etwas zurückgeben. Ich glaube an die Steirer. Deshalb habe ich auch ca. 4 Milliarden Euro in die Steiermark investiert und 12.000 Arbeitsplätze geschaffen. Ich komme aus einer Arbeiterfamilie und bin in ganz einfachen Verhältnissen in der Oststeiermark aufgewachsen. Ich habe aus einer kleinen Garage heraus einen Weltkonzern mit über 130.000 Mitarbeitern aufgebaut. Mit meiner Erfahrung in der Wirtschaft sowie in vielen Aufsichtsräten, Universtäten, Banken, Spitälern und sozialen Organisationen, habe ich ein Verständnis aufgebaut, wie die Wirtschaft funktionieren kann und wie wir das Sozialsystem stärken können. Aus diesen Erfahrungen abgeleitet wollen wir mit unseren hervorragenden Kandidaten vom Team Stronach sowie deren Wissen wie Erfahrungen viele Baustellen im Land lösen. Einige konkrete Beispiele: Demokratiereform: Das größte Problem in Österreich ist, dass wir zu viele Berufspolitiker haben. Diese legen mehr Wert darauf, wiedergewählt zu werden, anstatt gute Arbeit für die Bürger zu leisten. Bundespolitiker wie Landespolitiker sollten daher maximal 2 Legislaturperioden im Amt sein und nachher wieder ins normale Leben – ohne Staatsanstellung – zurückgehen, damit sie merken, wie schwierig es ist mit den ganzen Vorschriften und Gesetzen, die sie im Parlament beschlossen haben, zu leben. Ein Drittel der Abgeordneten, sowohl auf Landes- wie auf Bundesebene, sollten aus Bürgervertretern bestehen. Bürgervertreter werden direkt von den Bürgern gewählt und treten in dem Wahlkreis, in dem sie wohnen, zur Wahl an. Wirtschaft ankurbeln: Kleinbetriebe sind das wirtschaftliche Rückgrat einer Nation. Derzeit ersticken die Kleinbetriebe in Regeln und Paragraphen. Wir brauchen ein einfaches Steuersystem für Kleinbetriebe, zum Beispiel die „WOB“-Steuer, das heißt „Wirtschaft ohne Bürokratie“. Ein Kleinbetrieb bezahlt 3% des Umsatzes an Steuern an den Staat und gleichzeitig auch 3% vom Umsatz an die Arbeiter. Kleinbetriebe sollten die Option haben, sich für die WOB-Steuer zu entscheiden. Ich weiß, Bürokraten würden jetzt sagen, dass Steuersachen Bundesangelegenheit sind, aber dieses Prinzip wäre für jedes Bundesland und für alle Österreicher gut. Mitarbeiter beteiligen: Ich habe schon vor 40 Jahren eine Unternehmensverfassung eingeführt, die regelt, wie der Gewinn in einem Unternehmen aufgeteilt wird. Unter anderem heißt es dort, dass 10% an die Mitarbeiter und 2% an soziale Zwecke für die Gesellschaft gehen sollen. Anliegen österreichischer Bürger zuerst: Eine große Sorge der Steirer ist die große Anzahl an Zuwanderern und Asylanten. Asyl braucht strenge Regeln um zu verhindern, dass Menschen ohne ausreichenden Asylgrund in Österreich verbleiben. Wir wollen die Zuwanderung sachlich bestmöglich und unter strengen Kriterien handhaben und dabei bei Härtefällen Herz zeigen. Es kann aber nicht so sein, dass für die eigenen Bürger, die in Not sind, nichts bleibt. In erster Linie ist zuerst den heimischen Bürgern, die in Not sind, zu helfen. Diese genannten Punkte sind unsere ersten Prioritäten, aber wir haben für alle wichtigen Themen in unserem Parteiprogramm, welches auf unserer Homepage www.teamstronach.at zu finden ist, Informationen bereitgestellt. Die Steiermark hat jetzt die Möglichkeit, ein Beispiel für alle anderen Bundesländer zu sein und zu zeigen, wie man in Österreich besser wirtschaften kann. Gebt eure Stimme dem Team Stronach Steiermark. Ich habe auf euch vertraut und ich hoffe, ihr vertraut auch mir, dass euch die richtigen Leute im Landtag vertreten werden. Mit Josef Kaltenegger haben wir einen guten Spitzenkandidaten. Wir wollen mit ihm und dem ganzen Team im steirischen Landtag zeigen, wie man konstruktiv arbeiten und die Steiermark zu einem Vorzeigemodell für Österreich machen kann.
Frank Stronach
www.teamstronach.at
Mai 2015
Anzeige
Mit großer Hoffnung für die Steiermark,
22
LILLY
LILLY LOTTERBLUME
Ich halt’ meinen Allerliebsten in die- „diskutiert ist ja nicht worden, jeder Und selbst im kleinen Kreis wird er men zu schaffen. Knapp mehr als 20 sen Wochen nicht mehr aus. Weil es hat halt seine Sprüche und State nicht müde, seine Philosophie unter Prozent sind es dann geworden. weiß nicht, ich weiß nicht, gute Freunde hat. DieAngefangen Frieda hat im- dieso der zuHubert. Koissollte in der einst dem skandalgebeuteles nach 31. Mai nicht für ihnIch kein anderes Thema mehr was ments Leute bringen,Dem dassklarerweise es in Ös- Und abgeliefert.“ ich Wie machen solldie undWahl mein AllerliebundHermann sie geht ja in terreich ten Estagwas gelungen so der Herr noch immer leid tut,Denken, dass diemehr „Che- klappen, dann?sei, „Wir machen gibt als: geht aus? ebenmer ein anderes mitwieder Franzgehört, Voves, ist mir da überhaupt der ÖVP aus und ein,FPÖ-Mann dass Grillitsch Unternehmertum, fin“ damals so sangundBürokraklanglos weiter“, Biro, suche Wer sagt er seinesgleichen. dem Fritz. Dies tut er Unser ster Nachwuchs verstecktkeine sichHilfe weniger Schützenhöfer, dann Er sagt nur: „Du wirst guteKunasek, Chancen der gehabt hätte, denke desSachen GrünenFußball. E heuder politischen Bühne abtreten undangesichts leise auch in bereitsdabei. – „Papa, ich muss lernen“ – das flexiblere Bildungsmodelle geben still Mario Grüne Lam-dem tie,von schondas richtig machen …“ bin Unsere Schützenhöfer folgen, muss, musste. 60er,Wohlstand zu dem ihr Wobei te nochsein an die Herzschmutzigen für Sturm Schlagschlägt. und sperrt Zimmer ab. Ich damitBei wirihrem unseren bertHermann Schönleitner, dann diezuKPÖ Jüngste war somag schwer verliebt Estag sei hätte er das im Auge gehabt. Nun zwei Wochen Wahl logi- Für zeilen früher?hat Und die von Blackies er die eine Million das Opfer. Ich selbst ja bei Toto, und Warum nach er sichder diese Mühe mit Claudia Klimt-Weithaler, von ist erhalten. ist es auf über Nacht auchaus profitabel. es klarerweise damit. Schon überhaupt scherweise viele Mitarbeiter eigener Zweistellige Tasche in dieMillioHand Lotto jetzt und Wetten gareinmal nicht mittun, noch antut, fragen gratuden Euro den Neos war Uwe vorbei Trummer dabei aus. Sie tut mir so leid, sie sich Fritz Grillitsch knapp Fritz nenbeträge dürfe das Landden JahrSlofür einmal warStronach lierten, kam aber keinekennt Stimmung um seinerzeit aber mein Allerliebster ist weil anfällig die Leute. Dieser den genommen, und vom Team Josef Kalfast er wiemacht in ihrer mir anvor dem in die LandesregieJahr kassieren, und dass der steiriauf.ebenfalls Da war die Trauerarbeit Beric zu kaufen. Mittlerweile, dafür und imKindheit Büro beibei einer und antwortet wichtidann wenen tenegger, derSprung ja bekanntlich erst vor Frank lehnt und Schutz Das tut gut, rung, damals noch Zeiten Stromriese keinen ger. mit dessen Spruch: „Das Le- sosche erzählt der Fritz, spieltAtomstrom Beric bei 1.000-Euro-Wette über sucht. den richtigen drei Wochen wie aus demzu Nichts vonvon immer aber siemit. wissen manoffenkann da ins Netz einspeist, Waltraud Klasnic Er habe damals ben war gut zu mir und ich will da- Rapid, Sturm hat ihnstehe für ebenfalls mehr als Wahlausgang Dortja, gibt’s Frank Stronach als .Spitzenkandinicht wirklich sondern kann auf Millionen der Kois’schen Erfolgsliste, bereits, so erzählt die Frieda, gerade auch zwei Euro verkauft und dasichtlich auch so vielehelfen, siebeng’scheidat hervorgezaubert worden ist. Esdie von was zurückgeben, nur versuchen, trösten. Bei uns in schreibt Biro in der gemacht. Steirerkrone. Zusage derfünf damals ein super Geschäft Der te Experten, wie auchzubeim Fußball. war ein Match gegen allmächtigen zwei und der Steiermark, wo ich ja herkom- mit dersoll Letzteres stimme in keinem Fall, Nachbarschaft gibt’s auch einiGerhard steirischen VP-Chefin In Nicht der Steiermark durftehat so hat der Fritz gehört, habe Na gut, sein. Aber ich möchte zuletzt deshalb er in Frank, da meint der Herwig, dass gehabt, sich derdie me.“ hörtdie die Million Ute aus der Energie-Steiertürkische . dann allerdings seinerzeit nicht ORF-LanParteivorstand wiederbekommen. nichts ge damit zu tunZuwandererfamilien haben. Denn es Schützenhöfer letzten zwei Jahrzehnten 12.000 nur vonimden Großen denDraxler mark-Zentrale jemandem, der Und da haben gehört, dass die desdirektor damals werden, weil er für Obwohl anderen vorschlug, anderesvon ausgemacht gewenervt mich, wenn es wir jeden Tag eine noch als Magganzeinen geschickt verteidigt hat. ohne Gril- Arbeitsplätze, mitsei. Stromhandel zu tun ihrer Tochter kürzlich in die litsch darüber zu informieren. Ver- na-Chef, ÖVP-Landeshauptfrau Das sei nicht sohat. wichtig, eranderemit schlüssige Prognose gibt, wie geschaffen. Und dieWaltraud heimi- sen Klasnic Türkei gereist sind, weil siewird. dort den ständlich, sollte das so stimmen, schen zu haben viel rotihmund zuden viel klärt der austrokanadische Milliardär die Landtagswahl ausgehen * Politiker stets auf und schütschwarz war.ausgelegt, In Kärnten wurde haben. EinmalBräutigam ist es derausgesucht Voves, der klar Und dass der Grillitsch sich zu Klasnics roten Teppich als er nocher im kleinen Kreis, steht Jörg telt schon dem nächsten Grazer, der kaum noch äußerte. ORF-Landesdirektor unter derenwird. Tochter dabei, gewinnen Dannfindet heißtnichts es von war. Seit seinem Der Verdiensten Ausspruch des ehemaligen ita- Unternehmenschef Haider Warum gehe Koisdie der FPÖ. Wien überhaupt weil sie ja in dieser Welt aufgewachihn zukommt, Hand. per 31. meinem Allerliebsten wieder: „Nein, lienischen Fußballtrainers Giovan- Einstieg in von die Politik ist In das ganzwurde an- auf er geworden. Informationsdirektor Wolf- März, trauert Biro. Franz Voves sen ein ist. Die war ganz freudig aufgedas wird Kopf-an-Kopf-Rennen In seinemunter Umgang ni Trapattoni – er trainierte auch ders Schüssel die passende von der ÖVP. Und könnte ihm da sicher regt, obwohl sie ihren Bräutigam mit dem Schützenhöfer.“ Und das gar Menschen ist Stronach aber imBayern München – im gebrochenen mitgang * Weil(„Habe die Frieda gerade von Klasnic Antwort geben, rät die Ute dem Steiwurdegeblieben, er wiederso steirischer nicht vorher gesehen nächste Mal je redet er von einemhat. Drei-Wenn volksnah der Fritz. Deutsch fertig“) ist bereits ein mernun geredet rerkrone-Chefredakteur. Im ÜbriLandesdirektor dem roten Die dann daran denke, niedergeHösele kampfich zwischen der FPÖ mitwie Mario als Milliardär unter mit dem eigenen Klassiker, wiehat. mirHerwig der Fritz beim war Ta- ei- Er, der Kollegen aus der Redaktion begen habe dieser Landeshauptmann schlagen unsere Jüngste jetzt ist, ner ihrer engsten Mitarbeiter und Franz Voves . Oswin Kois HandKunasek und den Reformzwillingen rockieren erzählte. Noch nicht fertig Jet zwischen Kanada und Österreich richteten seinerzeit exklusiv über die dann denke ichVoves. mir: Solche Sorgen ist, so der Hubert,Innenpolitik sicher ein beleseWas damit kommt, ungewisse schlagqualität – ein Schützenhöfer und Mich insich zum jedenAusdruck Luxus leisten mit der heimischen sei pendelt, Zukunft desCharakterzug, neuen Anhalhaben Eltern Türkin ner Mann. Kein Wunder, dass er viel kann, hatist mir kürzlich der Josef erzählt. der heutzutage immer seltener von seiner politischen Mis- tezentrums teressiert dasdie alles nichtder so.jungen Ich gehe hingegen Frank Stronach. Da der in Vordernberg. Denn zu es nicht. Gerhard Draxler von seinem über die Vorzüge und Nachteile der Dass finden ist, will das Biro-Lob kein schon zur Wahl, aber natürlich verra- Berufspensionist zu den erstrebens- sion offensichtlich beseelt. Ahnend, war von Anfang an nur mit wenigen Jobselbst als sein Journalist was verstehen Schubhäftlingen Demokratie, das passende Wahl- dass Ende nehmen. Er meint und damit aber neuer Spitzenkandite ich nicht, wen ich wähle. werten österreichischen Zuständen besetzt g’stan muss und alle jene eines Besseren recht philosophiert. Doch mit einem hoffentlich nicht den Sack voller zählt, können, so der Fritz, viele den dat Josef Kaltenegger in wenigen dene Obersteirer meinten damals: belehrtkeine hat, die ihn in der jeweiligen „Das scheint erEifer ein Problem zu haben, mit Wochen Energie-Steiermark-Inserate und Wunder vollbringen * politischen des 80-jährigen ist ein Flop und wird einer bleiDas letzte Mal hat mir ja Frieda erPhase jener politischen Gruppiedem innerparteilichen demokratidie zigtausenden Euro dafür, welche Austro-Kanadiers nicht verstehen. kann, versucht Stronach in diesen ben.“ Es gab heftigen Widerspruch zählt, dass der die runginzugeordnet haben, schen Umgang. Der Hubert die Krone LaufeVerantwortlichen. der letzten zweiJochen Pildnervielen Lokalen unddie aufgerade der von Der Herwig hat sich ElefantenDer in diesen Wochen und Tagendenkt von da Tagen Seitenimder Steinburg dort an der Macht war oder ist. an die Zeit zurück, als Klasnic weeinhalb Jahre einsackeln konnte, , Präsident der Steirirunde im Fernsehen angesehen, wo einem Termin zum nächsten tingelt, Straße verlorengegangene Sympa- Aber wie man heute sieht, haben die gen der Energie Steiermark gewaltig ätzt die Ute weiter. Aber wer weiß, so schen Industrie, nach Wien gehen sich alle sieben Spitzenkandidaten von einer kleinen Crew begleitet und thien zurückzugewinnen. Als er vor Kollegen eine gute Spürnase. Zoff mit die Ute, vielleicht hat der Nachfolsoll und dort als Nachfolger von InGerhard Hirschmann und logischerweise in der eineinhalb- irgendwo in der Grazer Innenstadt drei Jahren sein Team gründete, gerwär’s, von Kois dustriellen-Präsident Veit Sorger Paierl Hösele spiel- hatte er bei den Nationalratswahlen Das eine ähnlich lockere stündigen Diskussion in Szene setzen beimHerbert Mittagessen vonhatte. der Ute getrofbis zum nächsten Mal, te in dieser Auseinandersetzung Hand beim Geldausgeben, wenn’s vorgesehen ist. Und die Frieda Christoph Biro , Chefredakteur der wollten. „Na ja“, sagt der Herwig, fen wurde, eine Freundin vom Fritz. Chancen, bis zu 20 Prozent der Stim- Eure Lilly meinte noch, damit wäre er neben eine wichtige Rolle. Heute bezeich- Steirerkrone, zeigt immer wieder, so darum geht, vor allem für sich als dem gut vernetzten Fritz Grillitsch, net er sich selber als „Wut-Bürger“, habe ich der Ute bei der letzten Ta- Person guten Wind zu machen. dem Bauernbundpräsidenten, der wegen der stärker werdenden Poli- rock-Runde beim Diskutieren am Denn viel will der Tarock-Runde ranghöchste steirische Vertreter auf tikverdrossenheit in Österreich, und Nebentisch zugehört, dass er von nicht einfallen, als die Ute danach dem Wiener Parkett. In der steiri- schließt sich dem Kreis jener an, die der Steiermark noch immer wirklich fragt, was dem Kois so alles gelunschen ÖVP, so erzählt die Frieda, dagegen sogar ein Volksbegehren wenig weiß. Er kommt aus Wien und gen sei. Da fielen dann Begriffe wie waren die Funktionäre arg ge- überlegen. Schon pikant. Oder per- ist ein Bürgerlicher im alten Sinn Murkraftwerk und Photovoltaik-Anschockt, als sie nun lesen mussten, vers. Oder auch zum Schmunzeln. des Wortes, tut sich schwer mit neu- lage auf der Firmenzentrale. Doch dass der Grillitsch sich von einer Hösele äußerte sich in den Medien en Entwicklungen. Daher gefallen diese Projekte sollen schon die VorStunde auf die andere total aus der im Sinne wie: „Irgendwann werden ihm auch Typen, die ihm schmei- gänger auf Schiene gebracht haben. Politik zurückzieht. Es waren auch die Regierungsparteien von uns cheln und ihn als einen der Großen für ihn die Aufregungen so arg, dass hören.“ Aber er selbst hat nicht gut und Wichtigen im Lande darstellen. Bis zum nächsten Mal, er in Graz bekanntlich wegen Herz- zugehört und die Dinge richtig ana- Mit Oswin Kois verlasse der vieler imbetrifft: Regierungsbüro problemen ins Krankenhaus leicht kompetenteste Manager die … im Fotolabor für Ausarbeitung, Fotobücher, mus-… beilysiert, allem, wasals Computer Reparieren, in Passbilder, Video-Digitalisierung und als Shop überErsatzteile, Aufrüsten und maßgeschneiderte der Grazer Burg die Fäden gezogen große Bühne, streut Biro dem Nochste. Alle, mit denen die Frieda für grazcamera.at Konfiguration Grillitsch gesprochen hat, waren hat. Denn sonst wäre die Landtags- Energie-Steiermark-Chef Rosen. wahl 2005 für Waltraud fast traurig, weil der- Service Obersteirer Klasnic Das zeugt schon von wirklicher Service - Beratung - Beratung - Service - Beratung - Service - Beratung - Service - Beratung - Service - Beratung auch in den anderen Parteien viele nicht zu einem Desaster geworden, Sachkenntnis, lästert die Ute. Was
Eure Lilly
Wir sind für Sie da
Mai 2015 26
KLIPP November 2011
Fotos: Heimo Ruschitz
Hallo, meine Lieben!
EPSIMEC Informationsmanagement & E-Commerce
Jungunternehmer mit Zukunft Im Mittelpunkt stehen die Leistungsstärke steirischer Unternehmen und deren Wertschöpfung mit einem besonderen Schwerpunkt, was die Mitarbeiter betrifft.
schneiderte IKT-Lösungen für Unternehmen bereitzustellen. Typische Dienstleistungen sind: Online GF Martin Klingbacher Marketing, Business Development, Softwareentwicklung und Unternehmensentwicklung. Die zweite Säule von EPSIMEC befasst sich mit der Entwicklung von Eigenprodukten. Im Kern zeichnen sich die Produkte durch echte Bedürfnisabdeckung durch konsequente Ausrichtung auf die Kernzielgruppen aus.
Erste Ansprechpartner sind die Firmenverantwortlichen aus unterschiedlichsten Branchen und Wirtschaftszweigen, die dafür die nötigen Schritte und Maßnahmen setz(t)en, dass dieser „Wertschöpfungsprozess“ gelingt. Der zentrale Fragenansatz dabei: Was ist (war) die Ausgangssituation? Wodurch und durch welche Maßnahmen, Schulungen, Weiterbildungen, Verbesserungsvorschläge gelingt es, diese besondere Wertschöpfung im jeweiligen Unternehmen zu schaffen? Unabhängig davon, ob es sich um Produktionsbetriebe handelt oder Dienstleistungsunternehmen. Es kommen auch Mitarbeiter zu Wort, die für eine solche Wertschöpfung mitverantwortlich sind.
Bei einem gemeinsamen einjährigen Studienaufenthalt in Sydney in Australien entschieden sich die Steirer selbstständig zu werden und 2012 gründeten sie dann eine OG in Graz. Ihre erste Bürounterkunft des Jungunternehmer-Quartetts ist am Nikolaiplatz in Graz. Vinzenz Haas hat die technische Leitung über: „Im Inneren meines Herzen bin ich Techniker. Das bin ich jetzt und werde ich wahrscheinlich immer bleiben. Privat wie auch beruflich jongliere ich mit Bits und Bytes in allen Facetten.“ Jürgen Krafuss (Business Development): „Getreu meiner fachlichen Ausbildung in den Bereichen Technik und Wirtschaft und meiner Leidenschaft für ,Neues‘, bin ich für die generelle Ausrichtung und Entwicklung des Unternehmens zuständig.“ Martin Macheiner (Gesellschafter/Partner): „Die Lage scheint aussichtslos, es herrscht ein chronischer Budgetengpass, messbare Ergebnisse müssen her. Genau das gefällt uns am besten. Die streuverlustfreie Ausrichtung auf Ihre Zielgruppe ist der Schlüssel zum
Erfolg. Wir helfen Ihnen dabei Ihre Ziele zu erreichen.“ Die Geschäftsführung liegt bei Martin Klingbacher: „Ursprünglich aus der Technik stammend, setzte während des Studiums das Interesse für Wirtschaft und das Zusammenspiel der beiden Welten ein. Nach unterschiedlichen Anstellungen in Unternehmen von A wie Andritz bis W wie Weitzer Parkett, war der logische nächste Schritt, die Entwicklung von eigenen Produkten und Dienstleistungen in der EPSIMEC OG.“ Die Produkte von EPSIMEC Informationsmanagement & E-Commerce sind das, ohne die Unternehmen schon in naher Zukunft nicht mehr auskommen werden. Die erste Säule setzt sich aus High-Quality-Dienstleistungen zusammen. In diesem Geschäftsfeld konzentriert das Quartett darauf für maßge-
In der Referenzliste von EPSIMEC finden sich Unternehmen wie Sappi, Strasser Management oder Montagebau Leberle. Wobei Geschäftsführer Martin Klingbacher vor allem darauf verweist, dass er und seine Partner aufgrund ihrer Ausbildung in der Lage sind, „auf Augenhöhe mit den Auftraggebern zu kommunizieren.“ Einer der Erfolgsbotschaften in Anlehnung an den Autobauer Henry Ford: „Coming together is a beginning, staying together is progress, and working together is success.“ Martin Klingbacher bewies das in seiner Zeit, als er bei Weitzer Parkett für den Onlinemarketingbereich zuständig war. „Ich habe dort zwei Jahre gearbeitet, viel Herzblut hinein gesteckt.“ Auch nachdem er sich selbstständig gemacht hatte und mit seinen Freunden die OG gründete, setzt Weitzer Parkett als Kunde bis heute auf die Kreativität des Quartetts...
Videos zu unseren Reportagen „Vom Schöpfer zum Wertschöpfer“ auf unserem Youtube-Kanal „Steiermarkmagazin KLIPP“
Mai 2015
24
KULTUR
Von vorne Ein Essay von Stephanie Lindner
Mit dem Fortgehen und dem Trinken ist es wie mit dem Puppenspielen, man wächst irgendwann heraus und plötzlich ist es langweilig. Doch worin findet man die Freude im Leben, wenn man über gesellige Trinkorgien, verschwitzte Nächte in Clubs mit Fremden hinaus ist und zum ersten Mal merkt, dass man sterblich ist und seinem Ablaufdatum langsam, aber sicher näher rückt? Diese Fragen stellte ich mir, als ich alleine auf einer Bank im Park saß. Die Sonne war gerade dabei aufzugehen und hinter mir lag eine dieser Nächte, die existenzbedrohend sind, weil sie zu viele Fragen aufwerfen. Ich kam zu dem Schluss, dass man sich mit 23 entweder alt fühlen konnte oder so tun, als wäre man jünger. Letzteres hatte ich versucht, doch jetzt saß ich hier – die Schminke verlaufen, die Kleidung verraucht – und fühlte mich lächerlich. Von wegen Midlifecrisis mit 40, sie begann bereits jetzt, wo erste Fältchen um die Augen auftauchten und die Verkäuferin beim Alkoholkaufen nicht mehr nach dem Ausweis fragte. Es wurde immer heller und bald würden die ersten Leute sich auf den Weg zur
Großer Run auf alte Bücher Die AK-Bibliothek behauptet sich auch in der digitalen Welt. „Wir haben eine Nischenfunktion“, kommt AK-Bibliotheksleiter Günter Terpotitz am Rande des jährlichen Flohmarktes auf die Ausrichtung zu sprechen. Um ihre Bücherregale wieder aufzufüllen, kamen mehr als 700 Besucher zum alljährlichen Bücherflohmarkt der Arbeiterkammer. Sie alle wollten alte Schätze um 50 Cent bis 2 Euro erstehen. Mit dem Reinerlös von 2.200 Euro wurde heuer wieder eine neue Bestmarke erreicht. „Den Betrag spenden wir für die ‚Bärenhöhle‘, das ist die Kinderbibliothek im LKH Graz“, so Kammerpräsident Josef Pesserl. Gerade Bibliotheken haben durch die Digitalisierung einen großen Wandel zu bewältigen. „Die AK-Bibliothek bewältigt das recht gut“, so Leiter Terpotitz. Sie bietet ihren Benützern 18.000 E-Books an, wo sich diese einloggen können, 4.000 Hörbücher und 6.000 Filme. Da werden besonders die Kinder- und Jugendfilme nachgefragt. Und das alles noch dazu völlig kostenlos. Das Argument der Kämmerer: Jeder Arbeitnehmer hat uns über seinen AK-Beitrag schon seinen Beitrag gezahlt, die Schüler werden
Mai 2015
AK-Bibliotheksleiter Günter Terpotitz: „Wir haben eine Nischenfunktion“.
das einmal tun und die Rentner haben das getan. Rund 140 Besucher verzeichnet man pro Tag, die rund 500 Bücher ausborgen. Ein Schwerpunkt ist die RESOWI-Thematik, vom Arbeits-, Vereins- und Mietsrecht über Burnout-Problematik bis zum Mobbing; da wird darauf geachtet, dass man möglichst alle Bereiche abdeckt. Ein weiteres Standbein ist die Ratgeberseite. Das fängt beim Ratgeber fürs Haus, für Haarausfall, Nagelpilz an, was man da tut, bis hin zur Nachwuchsbetreuung und, und. Gut sortiert ist
Flohmarkt zeigt es: Digitalisierung bringt großen Wandel, aber sterben wird das Buch nicht.
die AK-Bibliothek auch bei den neuesten Romanen. „Da bieten wir unseren Lesern einen guten Service, weil die neuesten Romane bei uns relativ rasch zu beziehen sind.“ Wo sich das Buch wirklich hin entwickelt, das weiß heute niemand. „Aber sterben wird das Buch nicht“, so Terpotitz. Radikal zurückgenommen hat man den Ankauf von Nachschlagewerken; die werden auch nicht mehr nachgefragt – durch das Internet. „Im Leseraum
selbst ist immer viel los, denn bei den Zeitschriften sind wir sehr breit aufgestellt, aus allen Bereichen – ob Reise, Sprache, Motor, Wohnen – können die Besucher schmökern. Jährlich gibt es ein knapp 70.000 Euro großes Budget für den Ankauf und den versuchen wir vor allem im lokalen Buchhandel zu tätigen“, so Terpotitz, „was allerdings immer schwieriger wird, weil die Zahl der Buchhändler überschaubar geworden ist.“
KULTUR
Arbeit machen und ich würde wie ein Überbleibsel der letzten Nacht in der Masse hervorstechen. Die Vorstellung behagt mir nicht, also erhob ich mich mühselig und schleppte mich durch die erwachende Stadt nach Hause, auf der Flucht vor dem Morgengrauen. Als ich am späten Nachmittag desselben Tages erwachte, fand ich mich zerzaust, stinkend und verkatert vor und erinnerte mich wehmütig an Sonntage, an denen ich noch munter aus dem Bett gesprungen war, obwohl ich kaum geschlafen und viel gesoffen hatte. Ich saß in mich zusammengesunken auf der Bettkante und nippte an dem Wasserglas, das ich mir vorsichtshalber bereitgestellt hatte. Nach dem ersten Schluck wurde mir klar, dass mir nichts anderes übrig blieb, als herauszufinden, was danach kam, um die Rituale der Jugend zu ersetzen. Denn es führte kein Weg zurück. Doch wo sollte ich eine Antwort auf diese Frage finden, etwa in einem Buch? Nein, diesmal nicht. Zur Bekräftigung schubste ich den Stapel Bücher, der auf meinem Nachttisch lag, zu Boden und schlurfte ins Bad. Da ich in Wahrheit
keine Ahnung hatte, wo ich nach einem neuen Lebensinhalt suchen sollte, beschloss ich, mit offenen Augen durch die Stadt zu gehen. Sicher hatten sich schon viele 20-somethings in derselben Situation wiedergefunden und irgendeiner von ihnen musste eine Antwort auf die Frage gefunden haben, was danach kam, nach dem Feiern. Es war Sonntag und dementsprechend erschienen mir die Straßen leer, kaum Autos, dafür viele Spaziergänger. Die Studenten schienen alle noch zu schlafen, nach der obligatorischen Samstagnacht-Party, denn ich begegnete kaum Leuten, die wie ich alleine unterwegs waren. Genau genommen nur zwei dieser Exemplare und einer davon war ein alter, dicker Mann; er sah aus wie ein österreichischer Vorzeigealkoholiker, wie man ihn auf Parkbänken findet. Der andere war ein Bursche, ungefähr 16, der rauschend und mit starrem Blick an mir vorbeiging. Beide wirkten nicht so glücklich oder schön wie die Gruppenmenschen, die, oft versammelt um einen Kinderwagen, durch die Stadt flanierten. Dass Menschen Herdentiere waren,
wusste ich schon lange, aber wenn ich das, was ich bis jetzt gesehen hatte, richtig interpretierte, dann schien die Antwort Familie zu sein. Diese Erkenntnis war so offensichtlich wie unbefriedigend und ich fragte mich, wo sonst ich meine Zukunft suchen sollte. Ich hatte gerade den Hauptplatz überquert und mich entschieden, meinen Weg durch eine der kleinen mittelalterlichen Feuergassen fortzusetzen. Es war beengend und roch nach Urin – der mittelalterliche Charme dieser Kleinstadt. Endlich kam ich auf einem von Kastanienbäumen überschatteten Platz heraus und konnte wieder durchatmen. Auf einer der Bänke in der Mitte des Platzes saß ein junger Mann, wahrscheinlich in meinem Alter. Er trug eine schwarze Lederjacke, hatte zurückgestylte braune Haare und schien mich nicht zu bemerken. Als ich näher kam, erkannte ich ihn. Es war mein erster fester Freund; wir hatten uns vor einigen Jahren getrennt und uns seitdem aus den Augen verloren. Er blickte auf und ich sah, dass er mich ebenfalls erkannte, denn er erhob sich und kam mir entgegen. Wir umarmten uns und ein
Steirisches Feuerwehrmuseum: 20-Jahr-Jubiläum – eine Erfolgsgeschichte
25
vertrauter Duft weckte in mir die Erinnerungen an meine erste große Liebe. Ohne ein Wort setzten wir uns nebeneinander auf die Bank. Ich lächelte, keine Ahnung, warum ich auf einmal so glücklich war. Wir schwiegen, denn wir hatten uns so lange nicht gesehen, dass es zu mühselig war, all die Jahre und Erfahrungen auszubreiten. In dem Moment, als wir uns sahen, waren wir wieder dort, wo wir uns verabschiedet hatten. Was danach kam, schien gerade hier und jetzt nicht von Bedeutung. Ich beschloss, das Gespräch, das ja irgendwann beginnen musste, direkt mit der Frage zu eröffnen, die mich quälte: „Weißt du, was danach kommt, nachdem einem die Spiele der Kindheit langweilig geworden sind, man den Ernst des Lebens kennengelernt hat und man an den Punkt gekommen ist, wo einem Party, Alkohol und flüchtige Affären nichts mehr bedeuten?“ Er lächelte, sah aber nicht zu mir herüber und antwortete direkt, als hätte er selbst über diese Frage schon lange nachgedacht: „Dann fängt man wieder von vorne an.“
Von Michaela Vretschner
Publikumsmagnete Feuerwehr & Kunst Als das Steirische Feuerwehrmuseum Groß St. Florian im Jahre 1995 zur Eröffnung schritt, ließ sich nicht erahnen, auf welche Erfolgsgeschichte es eines Tages zurückblicken kann. Gegründet mit dem Ziel, „die Feuerwehr in den Mittelpunkt zu stellen“, so Initiator und Obmann, LT-Präs. a. D. Reinhold Purr, entwickelte sich das im Bezirk Deutschlandsberg gelegene Museum mit seinen „Attraktionen“ sukzessive zu einem beliebten Kultur- und Bildungszentrum. Zur Präsentation der Entwicklung und Verdienste der FF gesellte sich unter Einsatz des kleinen, aber rundum engagierten Teams die Kunst hinzu.
„Lodernde“ Synthese Die internationale Ausstellung „Rot in der russischen Kunst“ verhalf zur Anerkennung weit über die Grenzen hinaus; weitere aufwendig angelegte Glanzlichter samt ansprechenden Vermittlungsprogrammen für unterschiedliche Altersstufen in den beiden Magneten Feuerwehr und Kunst sorgten für die Anziehungskraft, wie etwa „Mythos Uniform – vom Flanellrock zum Vollkörperschutzanzug“, „Todo Ecuador – Kunst
Das Team des Steirischen Feuerwehrmuseums in Groß St. Florian: Obmann Reinhold Purr, v. li.: Katrin Knaß-Watzik, Anja Weisi-Michelitsch und Nina Zmugg
aus der Mitte der Welt“, „Mit Benzin zum Feuer – 125 Jahre Automobil“, „Sehnsucht Natur – Landschaft im Spiegel der Zeit“. Weiters gab es mehr als 40 Einzelausstellungen zeitgenössischer heimischer Künstler, deren ausgewählte Werke der hauseigenen Sammlung nun unter dem Motto „Auf den zweiten Blick – eine nach vorn gerichtete Rückschau“ bis 2. August 2015 zu sehen sind. Damit „soll die Vielfalt der steirischen Kulturszene gezeigt werden“, betont die langjährige vielseitige „Kraft“ im
Ein Magirus-Rauchhelm, „Vorgänger“ der Atemschutzmasken. Die Ausstellung widmet sich der geschichtlichen Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehren und Betriebsfeuerwehren.
Team, Mag. Anja Weisi-Michelitsch. Die Sonderausstellung „Vom Feuerwehrbezirk zum Bereichsfeuerwehrverband Deutschlandsberg“ zeigt die historische Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehren und Betriebsfeuerwehren dieses Bezirks, zu besichtigen bis 1. November 2015. Zudem sind neben den jährlich wechselnden Schwerpunkten die Exponate der Sammlungen zu bestaunen, wie u.a. Helme aus aller Welt, Oldtimer oder archäologische Funde aus der römerzeitlichen „Villa Rustica“ in Grünau.
Jubiläums-Jahresprogramm Spannend aufbereitete Informationen und gute Unterhaltung verspricht auch das über die gesamte Jubiläumssaison reichende Rahmenprogramm mit Lesungen und Konzerten, Kunstbrunches, einem mittelalterlichen Fest, einer Museumsnacht u.v.m. Weitere Informationen und Termine: www.feuerwehrmuseum.at
Mai 2015
26
HINTERGRUND
Nur 9 Geräte im ganzen Land Vor 60 Jahren: Fernsehen nur im Schaufenster Menschentrauben vor Schaufenstern
Großer Andrang bei „Radio Reiss“ am Grazer Südtirolerplatz zur ersten Ferns
Am 1. August 1955 werden die ersten mit großer Spannung erwarteten programmmäßigen Fernsehsendungen in Graz (die übrige Steiermark war vom Fernsehen noch ausgeschlossen) ausgestrahlt. Zum selben Zeitpunkt waren im Land erst ganze neun Fernsehempfänger angemeldet, zehn Tage später waren es 14. Nur eine einzige Privatperson konnte und wollte sich einen Fernseher leisten. Das ist auch nicht verwunderlich, stellte ein Fernsehgerät doch ein absolutes Luxusgut dar, kostete es doch zwischen 6.400 und 10.500 Schilling, der Gegenwert einer kompletten Schlafzimmereinrichtung. Dazu kamen noch die Kosten von 500 bis 2000 Schilling für die Antenne. So standen die ersten Fernsehgeräte, bis auf den einen privaten, allesamt im Besitz von Radiohändlern.
Österreich i
Ende Juli 1955: Die Alliierten salutieren als Be
„Bitte, werden Sie nicht ungeduldig, die Störung wird sofort behoben“
… Ende der 50er Jahre noch immer ein Vermögen. Ein Durchschnittsverdiener bekam 1.460 Schilling im Monat.
Kurz vor 17 Uhr bildeten sich vor den Radiogeschäften, in denen Fernsehgeräte aufgestellt te Versuchsbilwaren, Menschentrauben. Ers der erschienen, ehe eine Fernsehsprecherin das Programm ansagte. Was haben die Grazer an ihrem ersten Fernsehnachmittag gesehen? Den Auftakt machte ein Musikfilm, in dem die Wiener Philharmoniker die Egmont-Ouvertüre von Beethoven spielten, dazwischen wurden durch Überblendungen Aufnahmen von Kunstwerken eingestreut. Als dann der Film „Wie die Jungen sungen“ gezeigt wurde, kam es zu einem kurzen Übertragungsfehler. Zum ersten Mal kam die Tafel „Bitte, werden Sie nicht ungeduldig, die Störung wird sofort behoben“ zum Einsatz.
suchssendungen“ ab 17 Uhr. Vormittags gab es meist nur Testbilder oder Standbilder zu sehen, selten auch Testfilme. Das reguläre Programm beinhaltete jeweils einen Kulturfilm oder einen Dokumentarfilm. Bald regte sich Kritik: Die gezeigten Kurzfilme waren für die großflächige Kinoleinwand zugeschnitten und kamen am kleinen Fernsehschirm nicht zur Geltung. Aktuelle Reportagen fehlten vollkommen, das aktuelle Zeitgeschehen fand keine entsprechende Darbietung. Ein Pressefoto wurde als „Bild des Tages“ kommentiert. Später erweiterte man diese täglichen Nachrichten durch Zukauf von Weltnachrichten bei einer amerikanischen Agentur – so entstand „Die Zeit im Bild“.
Übrigens wurden damals noch keine Fernsehgebühren eingehoben, Fernsehen ohne Bewilligung („Schwarzsehen“) wurde aber bereits als übertretung geahndet. Auf Grund Verwaltungs der Finanzierung des kostenintensiven Mediums kam es politisch bald zu einem Gerangel zwischen ÖVP und SPÖ. War der Rundfunk als schwarze Domäne anzusehen, so galt das Fernsehen als „rotes“ Unternehmen, weil Bundeskanzler und ÖVP-Obmann Julius Raab dem neuen Medium keine Zukunftschancen gab – eine eklatante Fehl einschätzung, wie sich später zeigen sollte.
Diese und das übrige Programm sahen Ende 1955 nur wenige Österreicher. Lediglich 1.415 Fernseher waren angemeldet, gezählte 95 in der Steiermark. Dafür war man „intensiv“ dabei. Als im November 1955 die Eröffnung der Wiener Staatsoper übertragen wurde, erhoben sich zu den Klängen der Bundeshymne die Fernsehgäste in den Gasthäusern ganz selbstverständlich von ihren Sitzen und klatschten anschließend der Aufführung kräftigen Beifall.
Aus Standbild wird „Zeit im Bild“
Von „Programm“ im heutigen Sinne kann im Jahr 1955 tatsächlich noch keine Rede sein. Zu sehen waren dreimal wöchentlich lediglich „Ver-
Mai 2015
Quelle: Elke Hammer-Luza: Presse, Rundfunk und Fernsehen. Ein Querschnitt durch die Grazer Medienlandschaft 1955. In: Graz 1955. Historisches Jahrbuch der Stadt Graz, Band 34/35.
HINTERGRUND
Wie viele Sommer „überlebt“ er?
Fernsehübertragung – Fernsehen als öffentliches Ereignis.
Natürlich stellen sich gerade die österreichischen Kollegen bei ihm um Interviews an. Denn der Boss der „Neuen Zürcher Zeitung“ Veit Dengler ist ein Österreicher – noch genauer ein gebürtiger Steirer. Bis er zehn war, wuchs er mit Mutter und Geschwistern in der Steiermark auf. Dann übersiedelte er nach Budapest zu seinem Vater, der dort als österreichischer Diplomat arbeitete. Seit zwei Jahren steht er an der Spitze der NZZ. Für viele konservative Wirtschaftsliberale ist die 235 Jahre alte Zeitung die Bibel schlechthin. Doch Veit Dengler hat nicht vor, alte Stile, alte Inhalte und alte Sitten zu konservieren. Seine Zukunft ist digital. „Es gibt keinen Weg zurück in die frühere heile Welt. Die Brücken brennen“, zitiert die Wochenzeitung „Die Zeit“ einen Ausspruch von ihm. Vom Typ und von seinem Denken und Stil her passt er ja gar nicht zur „alten Tante“, wie die Schweizer die NZZ nennen. Mit seinen neuen Projekten machte er das alte Management fast schwindelig. 20 Projekte will er nach und nach umsetzen. Vor kurzem erschien die erste Ausgabe des Magazins „NZZ Geschichte“ und in Fotos: NZZ Mediengruppe und pro.media
ls Besatzungsmacht zum letzten Mal auf
Veit Dengler, Boss der „Neuen Zürcher Zeitung“, ist ein gebürtiger Grazer. Er arbeitet gern mit Österreichern.
e g hr ra Ja ert 60 tsv aa St
h ist frei!
27
Wien startete er bekanntlich vor einigen Monaten das neue Online-Portal „NZZ.at“. Von Wien aus will er mit diesem Versuch den gesamten deutschsprachigen Markt aufrollen – mit einem Ziel: 100 Millionen zahlende E-Leser für seine Online-Zeitung begeistern. Mit Michael Fleischhacker hat er bekanntlich einen weiteren Steirer dort ins Boot geholt, der die 25-köpfige Crew installierte. Fleischhacker war ja früher bei der „Kleinen Zeitung“ und später Chef der „Presse“. Der muss auch was tun, denn die Stammleserschaft stirbt ihm weg und neue junge Abonnenten kommen nicht in entsprechend großer Zahl nach. Bis 2017 wird er die „Neue Zürcher Zeitung“ wieder in die Gewinnzone bringen. Gegenwärtig gab es noch ein Defizit von 30 Millionen Franken im letzten Jahr. Die Familie fühlt sich in der Schweiz wohl; die Frau und die vier Kinder sind ja in Küssnacht gut aufgehoben. Denglers Mutter und Schwester sind Berufsmusikerinnen. Er selbst war als Violinist mäßig begabt, schon mehr interessierte ihn die Politik und da fiel sein Name erstmals auf, denn Veit Dengler zählt zu den Mitgründern der liberalen Neos. Und wer weiß, wenn die regierungsfähig werden, dann wäre Veit Dengler auch ein Kandidat für höhere Ehren in Österreich. Michael Fleischhacker soll von Österreich aus den deutschsprachigen Online-Markt aufbereiten.
Mai 2015
28
GESUNDHEIT
Schlimmster Tag war Lebensretter Depression – die letzte Chance genützt?
Von Karin Klug
Fotos: Mischa Miltenberger
Das war vielleicht der Startschuss zu einem neuen Leben. Einem Leben, das nicht mehr von Ängsten regiert wird, sondern in dem Mischa wieder selbst das Ruder in die Hand nimmt.
„So komisch das klingt, aber der schlimmste Tag meines Lebens war der wichtigste. Der Tag, an dem ich morgens aufgewacht bin und gemerkt habe, dass ich mich nicht einmal mehr allein aus dem Haus traue. Ein kompletter Zusammenbruch, vollkommen erschlagen und völlig panisch zugleich. Nach einer Beruhigungsspritze vom Hausarzt konnte ich zum ersten Mal seit Wochen überhaupt wieder richtig schlafen. Als ich am nächsten Tag aufgewacht bin, habe ich gewusst: So kann es nicht weitergehen, jetzt muss sich etwas radikal ändern.“ Mit diesen Worten beschreibt der ehemalige Sportredakteur Mischa M. den Wendepunkt in seinem Leben. Einem Leben, das bis dahin geprägt war von Ängsten, wiederkehrenden Panikattacken, Depressionen. Das ganze Programm. Angststörungen und Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen – mit einem extrem hohen Leidensdruck und dem großen Risiko, in zusätzliche Suchterkrankungen (Alkohol, Drogen, Medikamente, Essstörungen) abzurutschen. Ein Teufelskreis, aus dem nur schwer wieder herauszukommen ist. „Während mir von mehreren Seiten zur nächsten ambulanten Therapie geraten wurde, habe ich mich um eine Aufnahme in der psychosomatischen Klinik gekümmert. Das war mein Lebensretter“, beschreibt Mischa, wie er letztlich den Absprung geschafft hat. Bis dahin bestand sein Alltag aus wiederkehrenden Depressionen. „Das hat sich bemerkbar gemacht durch absolute Antriebslosigkeit. Durch ein andauerndes Schwächegefühl. Durch Appetitlosigkeit. Durch sexuelle Lustlosigkeit. Durch das fast vollständige Verschwinden positiver Gedanken. Durch extrem schlechten Schlaf bis hin zu fast vollständiger Schlaflosigkeit. Durch starkes nächtliches Schwitzen. Durch das Gefühl, morgens nicht mehr aus dem Bett zu kommen, weil alle Glieder bleischwer sind. Und das Schlimmste: Dass sich all meine Gedanken nur noch um mich und meinen gesundheitlichen Zustand gedreht haben. 24 Stunden lang. Ohne Gnade. All die schönen Dinge des Lebens waren in diesen Zeiten nicht mehr existent.“
Mai 2015
Dazu kommen in unregelmäßigen Abständen Panikattacken mit den klassischen Symptomen: „Herzrasen, kalter Schweiß, das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen – also alles das, was auch mit einem echten Herzinfarkt einhergehen kann, nur dass ich kerngesund war. Ich dachte, ich sterbe, und wusste gleichzeitig, dass ich es nicht tue – ein surreales Gefühl.“ Mischa quält sich durchs Leben, probiert zahllose Therapien aus – Psychotherapie, Medikamente, Entspannungstechniken, Yoga, Akupunktur – mit geringem Erfolg. „Das sind alles Dinge, die einem helfen können. Nur hat bei mir eines gefehlt: Ich habe mich den Ängsten nicht gestellt und bin potenziell angstauslösenden Situationen aus dem Weg gegangen. Erst als ich das geändert und den Glauben an mich zurückbekommen habe, war eine Lösung meiner Probleme möglich.“ In der Klinik, in die er sich begibt (eine Fachklinik in Scheidegg/D), stürzt er sich in die Therapieangebote. „Mir war sonnenklar: Wenn ich nach mehr als 20 Jahren mit Panikattacken und drei schweren Depressionen jetzt nicht die Kurve kriege, dann schaffe ich es wahrscheinlich nie mehr. Deshalb war ab jetzt mein Credo: ‚Es ist deine letzte Chance. Nutze sie!‘ Klingt dramatisch, aber war in dieser Stärke und Endgültigkeit notwendig.“
Startschuss für ein neues Leben Er wird gleich zu Beginn gefragt, wovor er aktuell die größte Angst hätte: Seine Antwort lautet: „‚Vor mehreren Menschen zu sprechen!‘ Daraufhin durfte ich am nächsten Morgen einen kurzen Vortrag vor 80 Mitpatienten halten – die Nacht zuvor habe ich nicht wirklich viel geschlafen vor Aufregung – und habe festgestellt, dass ich dabei weder tot umfalle noch mich bis auf die Knochen blamiere. Hinterher kamen andere Patienten zu mir und meinten, ob ich mir sicher sei, dass ich Angst vor Vorträgen hätte. Für sie sei es einer der besten und lustigsten gewesen, den sie je gehört hätten.“
„Dieses neue Selbstvertrauen hat mir unglaublichen Rückenwind für die nächsten Prüfungen gegeben. Der Höhepunkt war, als ich als Vorredner vor dem wöchentlichen Vortrag des Chefarztes vor 150 Leuten fünf Minuten reden durfte. Das Herzklopfen und der rote Kopf waren immer inklusive. Aber das war vollkommen egal, denn ich habe die Aufgaben gemeistert. Für mich war die Zeit in der Klinik eine riesengroße Spielwiese, auf der ich in sicherer Umgebung ausprobieren konnte, was ich mich draußen im ‚echten Leben‘ nicht mehr getraut hatte. So bin ich trotz riesengroßer Höhenangst auf eigene Faust die Feuerleiter am Haus bis in den 4. Stock hochgegangen, eine Wendeltreppe mit Blick durch die Gitterroste nach unten. Eine Woche später schlug der Chefarzt vor, ich könnte das doch mal mit Hilfe meines Therapeuten ausprobieren und schauen, wie weit ich komme. Da habe ich ihm voller Stolz geantwortet: ‚Ich war schon ganz oben – allein.‘“ „Entscheidend für meine großen Fortschritte war auch, dass ich mich durch die Mitpatienten richtig getragen gefühlt habe. Es tut unheimlich gut, Menschen um sich zu haben, die dieselben oder ähnliche Probleme haben. Denn egal, wie verständnisvoll deine Familie, dein Partner, deine Freunde sind: Niemand, der noch keine Panikattacke oder Depression durchgemacht hat, kann sich annähernd vorstellen, was in einem vorgeht.“ Sein Motto, das er sich aus der Zeit in der Klinik mitgenommen hat: „Du kannst alles, wenn du nur willst. Im Endeffekt ist alles nicht einmal halb so dramatisch, wie du es dir im Vorfeld ausgemalt hast!“
Vom professionellen Hasenfuß zum Aussteiger Mischa verlässt die Klinik und es ist klar, dass sich sein Leben ändern wird, ändern muss. „Alles, was dann gefolgt ist, war eine logische Konsequenz aus den Dingen, die ich für mich gelernt hatte. Meine neu gewonnene Klarheit sagte mir: ‚Du brauchst mehr Freiheit. Du musst öfter das Abenteuer suchen und dadurch noch mutiger werden.‘ Somit hatte ich keine Angst mehr davor, meinen (gut dotierten) Job nach elf Jahren als Sportredakteur hinzuschmeißen und einen 16 Jahre alten VW-Bus zu kaufen, um mit ihm auf die Abenteuerreise meines Lebens zu gehen.“ Mischa beschließt, mit Dr. D, seinem Bus, eine Halbjahrestour durch Europa zu machen. Er will für sich auf die Suche gehen nach alternativen Lebens- und Arbeitsformen. „Wie führe ich ein Leben, das den Namen auch verdient hat? Welche
GESUNDHEIT
Verdienstmöglichkeiten gibt es außerhalb der gnadenlosen Hamsterrad-Leistungsgesellschaft? Welchen Gewinn für meine Persönlichkeit bringt langes Reisen? Und er stellt fest: „Wenn du einmal begonnen hast, beginnen die Dinge einfach zu laufen und Sachen passieren, die andere vielleicht als Zufälle sehen. Für mich gibt es aber keine Zufälle, sondern nur logische Konsequenzen aus der Energie, die du aussendest.“ Sein Arbeitgeber will ihm keine Auszeit geben, Mischa entschließt sich zu kündigen. „Mut brauchte ich dazu keinen mehr. Mut hatte ich durch meine Zeit in der Klinik und meine Schlussfolgerungen daraus genug bekommen. Und endlich an mich, mein Leben und meine Gesundheit zu denken, war für mich nicht mutig, sondern nur konsequent.“ Knapp vor dem Ende seiner langen Reise, bevor er wieder nach Deutschland zurückkehren wird, stellt er sich natürlich Fragen wie: „‚Wie geht es weiter? Wie verdiene ich weiterhin mein Geld?‘ Früher hätten mich solche Gedanken um den Schlaf gebracht. Jetzt fürchte ich mich nicht mehr vor der Zukunft. Ich habe ein so großes Vertrauen in die Dinge, die passieren – und das hat sich im vergangenen Jahr immer als richtig herausgestellt –, dass ich meinen Weg gehen und meine Erfüllung finden werde. Die ersten Weichen sind schon gestellt. Aber nicht, weil ich fieberhaft nach Lösungen gesucht habe, sondern weil ich die Dinge auf mich zukommen lasse. Ich bin quasi das Opfer meiner Gelassenheit und positiven Gedanken.“ Mischa hat die Zeit und seine Erlebnisse seit diesem dramatischen Wendepunkt in seinem Leben öffentlich festgehalten. Er hat im Internet den Blog „Adios Angst – Bonjour Leben“ (http://www.adios-angst.de/) aufgebaut, in dem er detailliert beschreibt, wie es ihm seither geht, wo er gerade unterwegs ist; er scheut sich nicht, über seine Leidensgeschichte zu sprechen, aber – was viel wichtiger ist – er erzählt, wie er es geschafft hat, wie er sein Leben nun meistert. Und es scheint ein verdammt gutes Leben zu sein, das sehnsüchtig macht: „Oh, das klingt gut, das möchte ich auch!“
Das geschieht beim
FASTEN „Der Körper fängt an, weil er ja auch Kalorien braucht, zunächst sich die Energie von dort zu holen, wo Überfluss herrscht. Das sind natürlich die Fettdepots, aber auch Ablagerungen, zum Beispiel arteriosklerotische Plaques, das sind Ablagerungen von Fett und Cholesterin, die auch später verkalken können, in den Gefäßwänden der Schlagadern und auch der Herzkranzgefäße. Ein vernünftiger Weg in der Ernährung, um sein Normalgewicht zu halten oder dorthin zu kommen, ist, den Insulinspiegel stabil zu halten. Dabei spielt der glykämische Index eine entscheidende Rolle.
Entschlackung, Entgiftung, Entsäuerung und Entwässerung des Körpers. Mit Sorgfalt und großer Kompetenz werden dazu die verschiedenen Behandlungen von außen angeboten. Es ist das Ziel, dass Glückshormone (Serotonin und Endorphin) in großen Mengen ausgeschüttet werden. Die neue RING-Glückskur ist somit
Brodnik: Ein niedriger glykämischer Index bei den Kohlehydraten hat den Vorteil, dass der Insulinspiegel relativ niedrig gehalten wird. Deshalb bleibt der Blutzuckerspiegel konstant; starke Blutzuckerschwankungen bzw. Blutzuckerspitzen werden vermieden und so wird der Bildung von Fettdepots vorgebeugt.
Die Vollwertnahrung ohne Fleisch und Fisch besteht aus viel Gemüse, Obst, Getreide und Milchprodukten. Diese Gesundheitsnahrung wird als RING-Vollwert-Glyxdiät (Kalorienrahmen 300 bis 2000) angeboten. Bei der Speisenzusammenstellung findet der glykämische Index eine entsprechende Berücksichtigung. Das Ziel ist eine intensive
dieser Erkenntnisse wird auch auf die Darmreinigung und Darmsanierung größtes Augenmerk gelegt. Dies geschieht nicht mit der klassischen Milch-Semmel-Diät, sondern ausschließlich mit ACIFLOVITAL und LATWERGE. Was ist ACIFLOVITAL und welche Eigenschaften hat es? ACIFLOVITAL dient der Entschlackung und Entgiftung und besteht aus Schalen der Flohsamenpflanze, Haferkleie, Weizenkleie, Galgant, Ingwer, Bertram, Zitterwurzel sowie 10 lebenswichtigen Vitaminen und 7 lebensnotwendigen Mineralien. Es sind ideale Quellenprodukte, die Verstopfung verhindern und das Hungergefühl sowie das Verlangen nach Süßigkeiten verringern.
Und warum ist das so?
Aus welchen Ingredienzien besteht die RING-Vollwertkost, die Sie als Kurarzt entwickelt haben, und wie wird sie angeboten?
Mischa Miltenberger, mitten im Leben
Kurarzt und Kräuterexperte Dr. Richard Brodnik (Wilfinger Hotels): „Das Ziel ist, dass Glückshormone in großen Mengen ausgeschüttet werden.“
Was bewirkt Latwerge? eine Anti-Aging-Maßnahme für Körper, Geist und Seele und trägt zum Glücklichsein wesentlich bei. In aller Munde sind wieder die Erkenntnisse von F.X. Mayr. Fließen diese auch in die RING-Glückskur ein? Für F.X. Mayr ist der Darm die Wurzel des Lebensbaumes. Ein überforderter Darm ist meist auch ohne Beschwerden die Nummer eins für Zivilisationskrankheiten jeder Art und macht vorzeitig alt. Aufgrund
Sie ist ein Kräutermus, das die Zellen, das Bindegewebe, die Leber entgiftet und die Gifte über den Darm abführt. Ebenso bewirkt Latwerge eine Schwermetallausleitung. Die Kräuter in der Latwerge wirken durchblutungsfördernd und reinigend im ganzen Organismus. Hildegard von Bingen sagt: „Die Latwerge reinigt den Körper wie Sand das schmutzige Geschirr.“
Mai 2015
29
AUTO & MOTOR
Der 1,7 CDTI Ecotec hat ein Plus beim Treibstoffverbrauch
Einen kleinen Mokka bitte
Nutzen nur bei Eis und Schnee?
Das ist ein Vorurteil, mit dem man gründlich Ihr Spezialist bei Reifen und danebenliegt. ebenfalls und der Überblick nach „Denn aufvorne tut es erwartungsgemäß grund ihrer speauch. Was allerdings zu schaffen ziellen GummiMischung“, so macht – wiewohl man höher sitzt, Reifen-Experte sieht man genauso schlecht hinaus Josef Georg wie bei anderen Autos auch. NatürKrameritsch lich hilft einem die Piepserei mit von Reifen den Warntönen und im Idealfall Weichberger, auch eine Rückfahrkamera, die es „haften Winin unserem Testfahrzeug allerdings terreifen weit besser. sicher Bereits bei in Temperaturen nicht gab (kostetfahren auch zusätzlich Kinder seit 25 Jahren einem von Volvo sieben Grad Celsius und dann natürlich Der Skoda Fabia Combi Style TSI mit dem großen Display mehr als Qualität der Fortbewegung auf insgesamt sehr hohem Niveau ... hinunter in die tiefen einstellen. SoMinusgrade ist es den kleinen Bereits 1978 entwickelte Volvo bis duell 1.000 Euro). sind sie den Sommerreifen überlegen.“ Mitreisenden möglich, während der „Müdigkeit erkannt! Bitte Pause!“, den ersten in einem Auto integrierein, klein ist er mit einer System schon seine Qualitäten. Zwei mittlere Koffer, FotoausrüsGrip –den das wissen Formel Fahrt Blick alle, ausdiedem Fenster zu lese ich plötzlich im Display vor mir. ten Sitz für Kinder. 1990 hielt das Mehr Höhe von 1,78 Meter und Die Qualität der Fortbewegung, die tung und Handgepäck sind genug, – bedeutet mehr Sicherheit, genießen. Ich fahre aber dennoch weiter, weil Sicherheits-Feature dann Einzug in 1 schauen 4,28bald Metern Länge geht im Kofferraum nicht. ich ohnehin zuhause bin.wahr„Aber der Opel Mokka liefert, spielt sich mehr die Serie. Dafür wurde dieErst mittlere auch in kritischen Situationen und vor lich nicht – der Mini-SUV von Opel. dann, wenn man mit wenigen Handauf insgesamt sehr hohem Niveau des integrierten BremsweDasVerkürzung Schöne am zweihey, woher und wie willst du das wisArmlehne so modifiziert, dass ein allem eine Und nachgefragt ist Skoda-Beer auch, ab. Lenkung, Bremsen und auch griffen diedarauf Lehnenbequem umklappt dieerhöh- ges.fach Und noch zwei Aspekte sprechenKindersitz höheneinstellbaren sen?“,stark denke ich mir. Der Kind in und einer Der Innerraum wirkt aufgeräumt. Winterreifen: Der an Gesetzgeber dass er immer Bord ist und sich raterdas – Einstiegsmodell unser Testfahrzeug ist ein Beschleunigung sind alles Punkte, Sitzflächen ten Position nehmen und mit für ist, weil des MoknachPlatz vorne schiebt. schreibt sie vor (Bereifung muss der kaum von der Nutzung normaler Sit110 PS starker turboaufgeladener dem mittleren Dreipunkt-Gurt angeka schon für 19.000 Euro zu haben die keine Diskussion mehr aufkom- Praktisch ist aber auch das große, Witterung angepasst sein). Wer sich ze unterscheidet. Der mittlere RückBenziner mit einem 1,2-Liter-Motor Was noch neu ist, sind auch die schnallt werden konnte. ist. Mit unserem Testfahrzeug wa- men lassen. Na klar, ein Tempera- tiefe Staufach unter dem Laderaumnicht daran hält und von der Polizei – klärt am nächsten Tag auf. Parksensoren imkeines, Frontbereich, des ersten ren wiruns weniger in der Stadt, son-Da mentsbündel ein Einführung weiterer Pluspunkt ist,integ- sitz ist für alle Kinder geeignet, ausgeist er aber die derboden;„Die wird, muss mit Bußgeld bis vier nommen kleinere Passagiere die Lenkung elektromechanisch ist, Radio mit Touchscreen, das schlüs- rierten Kindersitzes im Jahr 1990 war kontrolliert dern viel mehr über Land unter- sieben Liter auf 100 Kilometer im dass der Mokka eine Menge Platz wenn man rückwärtsgerichnur einen Jahre,Selbst die in einem prüfen digitale Helferleins das Lenk- sellose Zugangssystem, der Tem- für die Kindersicherheit im Auto ein rechnen. wegs. Und innerhalb da zeigte der 1,7 Fahrzeit CDTI Durchschnittsverbrauch Ablagen Schritt hat. Gegen 500 Euro sind ein diefür riesiger bei Schnee unterwegsam ist, sichersten können Kindersitz aufverhalten einer pomat inklusive Speed-Limiter, vorwärts. Einer der Tagteten Ihr Spezialist bei Reifen und Felgen Ecotec 6-Gang-Schaltgetriebe, gibtVorteile es auch das OpelPlus.Vordersitze Das Einsteigen entscheidend helfen, Ungemach sind. Seine Sicherheit und von 15 mit Minuten. Weicht dieses vom wirkliches beheizbaren und dieAufpreis größten integrierter Kinder- sie gehoben gar einen Unfall zu vermeiden. Allradantrieb, super. Die Sitze überzeugen machen den integrierten ursprünglichen inkl. ab, soStart-Stopp„schickt“ er geht Start-Stopp-Automatik, die aller-„Flex-Fix-Fahrradträger-System“. sitze ist, dass sie als Teil des Autosit- oderFlexibilität der Fahrerin oder dem Fahrer eben dings leicht gewöhnungsbedürftig zes entwickelt werden und damit der Kindersitz zur perfekten Lösung. Deutschlandsberg dann diese Nachricht. Eigentlich ist, weil man nicht gleich durch- Gurt wesentlich direkter am Körper n kirche ein kluges Kerlchen. Nur in meinem schaut,ur wann Volvo-Vision für das Jahr aktiv wird. Stehe des Kindes anliegt, als es bei exterund FeldEine der sie ARBÖ(über 50.000 Fall täuschte er sich, weil bei einer ich ausgekuppelt und im Leerlauf nen Sitzen der Fall ist“, sagt Lotta Ja- 2020: Ab diesem Zeitpunkt soll nieTU Graz: SuperPräsident kommt Euro) setzte sich Schnellbremsung mein Telefon sich an der Kreuzung, so ist sie in Funk- kobsson, Senior Technical Leader im mand, der in einem neuen Volvo fährt, Batterie kommt als Gratulant aus der Porsche Mavertschüsste und ich während des tion. Wenn allerdings im Winter der Volvo Cars Safety Center. bei einem Unfall schwer verletzt oder der Steiermark, klarerweican an dielangfristiges Spitze. Fahrens (bitte nicht weitersagen) da- Fahrer plötzlich die Heckscheibengetötet werden. Als Ziel Lithium-Luft-Batterien speinicht die einschaltet, Sieger-Autos dann schaltet BMW i8produzieren, ernach suchte. Die Folge war eine kur- seheizung 2007 führte Volvo als erster Auto- will Volvo Der Fahrzeuge potenziell ein Vielfaches des reichte zechern Zickzackstrecke. nicht den mehr 2.in Unfälle sich ARBÖ-Automobilder Motor automatisch wieder hersteller einen zweifach höhenein- die überhaupt der Energie der weit verbreiteein, weil sagt: „Hallo, ich muss stellbaren integrierten Kindersitz verwickelt Platz werden. Integrierte KinPreises. In er dersich Kategorie und der Portenseinen Lithium-Ionen-Batterien. aufpassen, dass meine Batterie nicht ein. Abhängig von der Größe des dersitze sind für die Modelle Volvo Mit Neuerungen ist der Skoda „Start“ (Fahrzeuge bis sche Spyder 918 „Sie Combi gelten aber daher“, betonen leer wird.“ Also das Konzept ist gut Kindes lässt sich nun die sicherste V60, V60 Cross XC60, V70, Fabia auf so Zack. Die brei- 20.000 Euro) konnte sich 3.Country, Platz. Der Forscher der längere TU Graz im Ma-las- durchdacht. Und in der stärksten Ver- und komfortabelste Position indivi- XC70 sowieden Volvo XC90 erhältlich. tere Spur, der Radstand der Citroën Cactus gegen ARBÖ-Umweltgazin Chemistry“, sen den„Nature Kleinwagen deutlich „als größer sion mit 110 PS beschleunigt er recht künftige Super-Batterien. Dies die starke Konkurrenz erpreis geht an wirken, als er eigentlich ist. Und so ge- bissig, wenn man voll ins Gas steigt. dank ihrer leichten Sauerstofffolgreich als Sieger durchden „grünen“ Hysehen macht er einen sehr erwachse- Auch die knapp 200 km/h Spitze mit statt Ionen-Strukturen.“ ÜberPlatz 2 wurde ARBÖ-Präsident dem Auf 6-Gang-Getriebe sind beacht-Heinz Hofer (re.) gratuliert: Citroën Cactus, BMW i3, Porsche Macan und undai iX35 FCEV, nen Eindruck. Auch die Proportionen setzen. diesdurch kommen sie auch Radstand ohne iX35 FCEV sind die Sieger. lich. Dergevotet, Verbrauch Testfahrsind den gestreckten der Mini denunseres 3. Hyundai das erste weltweit in teure Metalle wie Kobalt, Nickel zeuges war mit durchschnittlich 5 ansehnlicher geworden, ist er doch 27 Platz erreichte der Mazda3. 50.000 Euro) für sich, also und 3 folgten die Mercedes Serie gefertigte Wasseroder Mangan aus. Litern aufi3 100 km okay auch der Zentimeter länger alsDas sein Projekt Vorgänger Der BMW entschied die understmals ein reines Elektro- C-Klasse und der Audi TT. stoff-Brennstoffsystem-Austeckt in den Preis von rund 19.000 Euro. und um 9allerdings Zentimeternoch breiter. Kategorie „Medium“ (bis fahrzeug! Auf den Plätzen 2 In der Kategorie Premium tomobil. Kinderschuhen.
Ein bissiges, recht intelligentes Kerlchen
Fel
„Trautes Heim auf vier Rädern“:
N
uf R >> Top Angebote a Z Felgen, Fahrrad &
3 x in Graz
N
AutomobilPreis 2014
Foto: ARBÖ/Henisch/Miedler
ML EO BT O EN R & LU EMUWTEEL T
30
*
r Soanfzo ier fin
Einkaufen un 10 Monatsrat
Gilt auf alle Einkäufe. Betragsrückzahlung zu 10 gleichen Monatsrat
Graz, Bahnhofgürtel 7 Ihr Spezialist bei Reifen und Felgen
3 x in Graz
Deutschlandsberg und Feldkirchen
38
Mai 2015
f Reifen, u a te o b e g n A p o T >> ubehör Z & d a r r h a F , n e lg Fe
Telefon 0316 / 713861
Graz, Kärntnerstraße 388
Telefon 0316 / 253900 Fahrrad . Zubehör . Service . Bek
Graz, Evangelimanngasse 3 Telefon 0316 / 463130
www.weichberger.at
LANDTAGSWAHL
31
Die Bilanz der Schulden- & Zusperr-Zwillinge von ÖVP & SPÖ • Schulden-Zwillinge: ÖVP & SPÖ erhöhen den Schuldenberg von 1,5 Milliarden auf 5 Milliarden Euro! Wo ist das Geld? • Zentralisierungs-Zwillinge: ÖVP & SPÖ montieren den ländlichen Raum durch die gnadenlose Zentralisierung ab • Zwangsfusionierungs-Zwillinge: Zwangsfusionen ohne Bürgerbeteiligung - die Bürgerrechte werden mit Füssen getreten • Schließungs-Zwillinge: ÖVP & SPÖ haben 46 Schulen, 23 Polizeiposten, 7 Bezirksgerichte und 6 Krankenhausabteilungen geschlossen
• Zwei-Klassen-Medizin: ÖVP & SPÖ schaffen mit dem Management ihrer Parteisoldaten eine Zwei-Klassen-Medizin • Ungesunde Zwillinge: ÖVP & SPÖ haben in den letzten 5 Jahren rund 755 Ärzte vertrieben, es fehlen der Steiermark 400 Ärzte • Arbeitslosenrate: Dank ÖVP & SPÖ steigt die Zahl der Arbeitslosen unaufhaltsam, mehr als 60.000 Steirer haben keinen Job und es passiert nichts! • Unternehmer stöhnen: Dank ÖVP & SPÖ gibt es keine Hilfe für die Unternehmer, sie stöhnen unter der Kreditklemme und niemand hilft!
Am 31. Mai gibt es eine Alternative! Helfen Sie uns bitte mit Ihrer Stimme, diesen Unfug abzustellen! Das wollen wir vom Team Stronach: • Mehr Demokratie, mehr Mitbestimmung durch die Bürger. • Weniger Berufspolitiker. Wirtschaft ohne Bürokratie (WOB). • Eine einfache Besteuerung z.B. vor allem bei den Klein- und Mittelbetrieben bis 50 Mitarbeiter. • Zielgerichtete Unterstützung der Betriebe – kein Günstlings-Förderwesen. • Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmensgewinn.
• STOPP der Zwei-Klassen-Medizin. • Sicherheit bei Spitälern, Ärzte und Pflege im ganzen Land. • STOPP der Abwanderung aus dem Ländlichen Raum. • STOPP der Zentralisierung. • STOPP der Schuldenmacherei. • STOPP zum System, wo Zuwanderer und Asylanten besser gestellt sind wie heimische Bürger. • In erster Linie geht es um die Sorgen der heimischen Bevölkerung sowie Unternehmer.
Das Team Stronach steht auf der Seite der Bürger! Herzlichst Frank Stronach & Josef Kaltenegger
Starke Wurzeln. Frisches Denken. am 31.Mai
2015:
Frank Stronach Parteigründer
Ing. Mag. (FH) Josef Kaltenegger Spitzenkandidat
Anzeige
FRANK
Entschlossen Handeln.
Mai 2015
32
HINTERGRUND
Todesstoß mit der Stahl-Lanze
Domenigs Dokumentationszentrum in Nürnberg bohrt sich in die Nazi-Verga
Modell der begehbaren Lanze
der Toten in den Innenr bäuden an der Technischen Uni die architektonische Ü in Graz für Aufsehen. Im Auszung der Macht und die land baut er derzeit ein Kraftwerk Barcelona in Spanien Diebei Konstruktion ist kühn,telbarkeit mit derdieser noch ni ten Gesinnung zu spüren und die viel diskutierte KunstArchitekturprofessor Domenig den mich erschreckt. Diese akademie in Münster. Doch als monumentalen Pomp der NS-Prowollte ich zerstören, mit Fügung oder Gnade des SchickPfahl Eine durchschieße ich d sals empfindet er in der Spätzeit paganda-Architektur zerstört. gangenheit und zerschie seiner Karriere das Projekt in scharfe und gnadenlos vordringende ses Gebäude. Die Nazi Nürnberg. „Weil ich diese GeLanze aus und Glas tektur schuf dort nur schichte bin,Stahl mit meinem Kör- durchstößt Winkel und Achsen, u per, meinem Gefühlnoch und meiden massiven, bestehenden zerstöre sie mit archit nem Denken, und ich mit dieBaukörper auf dem Reichstagsgelänschen Elementen, die d sem Projekt mit dem Regime de.abrechnen Sie stößt sich ein nicht mehr genteil dieser Wirkl kann.“ So wie betrachtet sind.“ sich Domenig damit auch zusetzt entfernender Widerhaken in den DieDieser Kongresshalle der N sicherlich Denkmal. Leib eineseinDrachenkadavers. sollte den krönenden Ab begehbare Bolzen führt quer der durch Aufmarscharena bild Stachel aus Glas und Stahl ein weiteres das Innere des Gebäudetorsos, seine Massenforu demhufeiweitläufigen Areal a Die Konstruktion kühn, mit des Spitze endet imistInnenhof men. 1935 wurde mit de der Architekturprofessor Dosenförmigen der dem antiken Koloss menig den Baus. monumentalen Rom nachempfunden i Pomp der NS-Propaganda-Argonnen. Dereinst sollten chitektur möchte. Ei- Begehung „Schonzerstören bei der ersten Kuppelhalle 50.000 Me ne scharfe und gnadenlos vorhat mich Eiseskälte überfallen“, Platz finden. Bei Kriegs dringende Lanze aus Stahl und schildert Domenig seinerzeit imArbeit aber un wurde die Glas durchstößt den massiven, noch bestehenden Baukörper Klipp-Gespräch. „Der Staubchen. derSpäter To scheiterte d bruch des unvollendete auf dem Reichstagsgelände. Sie ten in den Innenräumen, die architekgestempels an den zwei stößt sich wie ein nicht mehr zu tonische Übersetzung Meter und dicken Mauern au entfernender Widerhaken in der den Macht pelt gebrannten eines Drachen-Kadavers. dieLeib Unmittelbarkeit dieser noch nicht Ziegeln. Domenig zerstört mit Dieser begehbare Bolzen führt „Lanze“ diesen Mythos. quer durch das Innere des Gefür mich zufriedenst bäude-Torsos, seine Spitze endurch meine schöpf det im Innenhof des hufeisenKraft und den Beruf, den förmigen Baus. be, dieser geschich „Schon bei der ersten Begehung Tragödie mit Hoffnung a hat mich Eiseskälte überfallen“, ten zu können.“ schildert Domenig. „Der Staub
Stachel aus Glas und Stahl
Der Grazer Architekt Günther Domenig, 2012 verstorben, schuf in Nürnberg ein Mahnmal für künftige Generationen.
Der 2012 verstorbene, in seinen Arbeiten visionäre Grazer Architekt und Hochschulprofessor Günther Domenig versetzt dem ehemaligen Parteitagsgelände in Nürnberg, dem noch größten existierenden Symbol des Nazi-Regimes, den Todesstoß. Seine begehbare stählerne Lanze in dem von ihn geschaffenen Dokumentationszentrum durchbohrt den Torso der halbfertigen, zum Teil verfallenen NSDAP-Kongressehalle – für 50.000 Menschen geplant. Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände war im November 2001 eröffnet worden und löste anerkennendes internationales Echo aus.
„Es ist eine persönliche, fast schicksalshafte Abrechnung“, sagte er vor Jahren in einem Klipp-Gespräch, das wir auszugsweise wiederholen. „Für mich ist das eine unvorstellbare persönliche Genugtuung, weil ich in meinem Elternhaus radikal nationalsozialistisch erzogen wurde“, sagte Domenig, im Kärntner Mölltal geboren und aufgewachsen. Sein Vater war Richter und Gauschulungslehrer in der Nazi-Ära, ein deklarierter Judenhasser. Er wurde knapp vor dem Weltkriegsende in Muggia bei Triest von Partisanen entführt, wollte sich nicht gegen freizulassende
Gesinnungsgenossen austauschen lassen und wurde daher von diesen hingerichtet. „Uns, meinen Zwillingsbruder und mich, hat unsere Mutter unter großen existenziellen Sorgen aufgezogen, aber streng national. Wenn wir zu Hause – in unserer Nachbarschaft wohnten auch englische Soldaten – englische Schlager sangen, gab es Ohrfeigen von der Mutter wegen der entarteten Negermusik“, erzählte Domenig. Erst an der Universität, während seines Architekturstudiums, gelang es ihm, sich von dieser Altlast zu befreien.
Foto: Sissi Furgler
Klipp Dezember 2000/Jänner 2001
Bis August läuft im Dokumentationszentrum in Nürnberg noch eine Domenig Retrospektive
Foto: Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
toten Gesinnung zu spüren haben mich erschreckt. Diese Macht wollte ich zerstören, mit einem Pfahl durch schieße ich die Vergangenheit und zerschieße dieses Gebäude. Die Nazi-Architektur schuf dort nur rechte Winkel und Achsen, und ich zerstöre sie mit architektonischen Elementen, die das Gegenteil dieser Wirklichkeit sind.“
Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände zieht hunderttausende vor allem junge Besucher an.
Mai 2015
Die Kongresshalle der NSDAP sollte den krönenden Abschluss der Aufmarscharena bilden und ein weiteres Massenforum auf dem weit-
HINTERGRUND
33
Foto: Uwe Niklas
Eine Stadt stellt sich ihrer Geschichte – ohne Augenzwinkern
Hitlers Größenwahn: Eine Kongresshalle nur für Parteitage, die 50.000 Menschen fasst.
läufigen Areal bilden. 1935 wurde mit dem Bau, der dem antiken Kolosseum in Rom nachempfunden ist, begonnen. Dereinst sollten in der Kuppelhalle 50.000 Menschen Platz finden. Bei Kriegsbeginn wurde die Arbeit aber unterbrochen. Später scheiterte der Abbruch des unvollendeten Siegestempels an den zweieinhalb Meter dicken Mauern aus doppelt gebrannten Ziegeln. Domenig zerstörte mit seiner vielfach prämierten „Lanze“ diesen Mythos. „Es ist für mich zufriedenstellend, durch meine schöpferische Kraft und den Beruf, den ich habe, dieser geschichtlichen Tragödie mit Hoffnung antworten zu können.“ Kein Tourist will es „übersehen“ – das Albrecht-Dürer-Haus
Die Tribüne auf dem Zepellinfeld für 400.000 Anhänger
Nürnberg ist die Stadt des Genies Albrecht Dürer, der Meistersinger, aber auch die von Adolf Hitler und seinem Größenwahn mit dem Reichstagsgelände, bis hin zum Nürnberger Prozess. Die typische deutsche Stadt mit ihrem historischen Mix, der Besucher anzieht, weil sie auch eine urgemütliche Seite hat – mit ihren Kneipen und der Welt der Bratwürste. Im Krieg total zerstört, ist sie wieder originalgetreu aufgebaut. Es fehlt allerdings die Patina der Jahrhunderte.
Der „Führer“ mit seinen Planern vor dem Modell auf der Baustelle.
Die 1,5 Millionen Gäste haben viele Gründe, nach Nürnberg zu kommen. Ob es die Nürnberger Messe oder die Kongresse sind, im Juli und August das Classic Open Air, das Germanische Nationalmuseum (mit 350.000 Besuchern jährlich), der weltberühmte Christkindlesmarkt, für Jungfamilien die Playmobil-Welt im nahen Fürth oder das Dokumentationsar-
chiv der ehemaligen Nazi-Ära. Nürnberg stellt sich seiner geschichtlichen Verantwortung. Nicht zufällig „reizt“ die Amerikaner ein Nürnberg-Besuch; sie sind die größte Gruppe unter den ausländischen Gästen.
Muss ist die Altstadt Alle Gäste gönnen sich eines bestimmt – einen Besuch in der historischen Altstadt. Auch wir sitzen an einem warmen Nachmittag im Freien bei einem Kaffee vor der Metzgerbrücke, nach dem Besuch der Kaiserburg, von der man einen tollen Blick über die Stadt hat. Bei der Metzgerbrücke war früher der Fleischmarkt, daher auch der Name. Von dort ist es nicht weit zum Hauptmarkt, gleichsam der Hauptplatz der Stadt, wo alljährlich auch der Christkindlesmarkt stattfindet, dessen Wurzeln bis in das 16. Jahrhundert zurückgehen. Eröffnet wird er vom Christkind bei
Mai 2015
Foto: Birgit Fuder
HINTERGRUND
Der Hauptmarkt: In der Vorweihnachtszeit gibt’s dort den Christkindles Markt.
Foto: Uwe Niklas
Jetzt im Sommer gibt es den Nürnberger Stadtstrand mit weißem Kaolinsand, Wasser, Palmen, Liegestühlen und kühlen Drinks. Mitten in der Altstadt entsteht so etwas wie eine mediterrane Urlaubsidylle. Im Burggraben findet auch das jährliche fränkische Bierfest statt mit einer Auswahl von mehr als hundert Bieren und dazu gibt’s natürlich wieder die kulinarischen Spezialitäten. Im Juni rockt Nürnberg auf dem ehemaligen Nazigelände, dem Zeppelin-
Foto: Uwe Niklas
Das Heiligen Geist Spital: bereits im 13. Jahrhundert gegründet
feld beim Dutzendteich, wo auch das berühmte Norisringrennen abläuft, eine der wichtigsten Veranstaltungen der deutschen Tourenwagenmeisterschaft. Nachdem wir uns gestärkt haben, besuchen wir das Albrecht-Dürer-Haus, dessen Einrichtung noch original erhalten ist. Albrecht Dürer war ein Genie und mit seiner kleinen Druckerei auch ein erfolgreicher Kaufmann. Er war auch ein Freund Martin Luthers. Nürnberg schloss sich als erste Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation der lutherischen Lehre an. Als damals hochbedeutender Druckund Verlagsort wurde die Stadt von Martin Luther selbst als das Auge und Ohr Deutschlands bezeichnet. 2017 im Lutherjahr, 500 Jahre nach dem Anschlag seiner Thesen an die Kirchentür zu Wittenberg, wird Nürnberg Hunderttausende Lutheraner begrüßen. Wer die Bratwürste nur zur Jause will, der kriegt „3 im Weckla“ in einem Sandwich oder einer Semmel bei einem der vielen Stände. Wer sich deutsche Geschichte über die Jahrhunderte geben will, der kann das im Germanischen Nationalmuseum tun.
Die Kaiserburg thront über der Altstadt.
Mai 2015
Bratwürste und Lebkuchen: Nürnberger Spezialitäten
Nicht nur für Amerikaner das beliebteste Fotomotiv
Die dunkelste Vergangenheit wird nicht versteckt.
Foto: Christine Direnbach
Sightseeing macht hungrig, daher lassen wir uns im Bratwursthäusle nieder und probieren dort die Nürnberger Rostbratwurst, die mit einem Holzgrill zubereitet wird. Sie wird täglich zu 100.000en gegessen und es geht im Lokal recht gemütlich, typisch bayrisch zu. Auch die Einrichtung trägt dazu bei. Natürlich trägt die Bedienung Lederhosen. Die größte Portion wird mit 12 Stück und Sauerkraut serviert. Natürlich fehlt auch nicht das Bier dazu, auch in Nürnberg gebraut. Die Bratwurst mit ihren verschiedenen Geschmäckern ist ein Mythos. Vor mehr als 700 Jahren anno 1313 ließ der Nürnberger Rat die Qualität der Nürnberger Bratwürste durch das „Würstlein“, eine Art Lebensmittelpolizei, kontrollieren. Die kulinarische Spezialität
ist heute EU-geschützt. Ihre Geschichte wird sogar in einem eigenen kleinen Museum gezeigt. Zwischen 7 und 9 cm lang darf sie sein und nicht mehr als 25 Gramm wiegen. Üblicherweise werden 6, 8, 10 oder 12 Stück serviert. Beim traditionellen Nürnberger Frühlingsfest, das immer am Ostersamstag eröffnet wird, gibt’s Bratwurststände bis zum Umfallen.
Foto: Foto: Steffen Oliver Riese
Glühwein und Bratwurst. Oberhalb des Platzes thront die Burg, die an Nürnbergs goldene Zeit im 15. und 16. Jahrhundert als Handelsstadt erinnert, aber auch als Kaiserstadt und Sitz des Heiligen Römischen Reiches.
Foto: Christine Direnbach
Foto: Uwe Niklas
34
HINTERGRUND
v o n A n g e l i k a Ko h n h au s e r - T e c h t
G e nu s svo l l
35
betrachtet
Ein Verführungsmenü als Vorspeise
D
ie warme Zeit des Jahres ist da. Die Sitzgärten der Grazer Innenstadt füllen sich und neugierige Blicke verfolgen die Silhouetten derjenigen, die bereits mit der Top-Super-Sommer-Figur die warmen Sonnenstrahlen genießen. Selbst das eifrige Gezwitscher der Vögel klingt nach „Wer will mich?“. Ich schlendere an einem dieser sonnigen Samstage durch die Stadt und mustere kritisch in den Auslagenscheiben und in den Augen der Entgegenkommenden meinen „figürlichen“ Status quo. Da fällt mir ein: Wie wäre es eigentlich wieder einmal mit einem genussvollen Abend mit meinem geliebten Ehemann? Die Idee zündet! Das tut jeder Partnerschaft gut, einmal raus aus dem Alltagsdenken, Hilfsmittel erlaubt! Rein optisch fällt mir schon was ein, was meinen Göttergatten verzaubert, doch mir steht nebst feinem Outfit der Sinn nach einem erotischen Abendessen – so die Variante „Herzerl/Kerzerl“ auf Haubenniveau. Bei einem Glas Champagner in meiner Lieblingsbar beschließe ich mein kulinarisches „Ehemann-Verführungs-Menü“. Man nehme als Vorspeise Feigen. Diese hat die Namensgeberin des Begriffes „Aphrodisiaka“, nämlich die Liebesgöttin Aphrodite, sicher sehr geliebt und noch heute ist die Feige eine „Lustbringerin“. Dabei denke ich nicht nur an das Aussehen einer geteilten Feige – nebst Kalzium und Eisen enthält sie auch den belebenden Phosphor und bringt uns sicher in die gewünschte Stimmung. Doch es sind ja noch mehrere Gänge geplant, um so richtig „in die Gänge zu kommen“. Die Feigen jedenfalls werde ich halbieren und mit köstlichem Ziegenfrischkäse füllen, danach ins Rohr und bei 220 Grad grillen. Traubensaft, Akazienhonig und grüner Pfeffer sind die Zutaten für einen kräftig roten Spiegel als Bühne für die gegrillten Feigenhälften. Köstlich! Da wird mein geliebter Mann Augen machen. Ein leidenschaftlicher Kuss ist mir einmal sicher! Doch damit begnüge ich mich nicht! Beim zweiten Glas Champagner kreiere ich einen Zwischengang mit hoher „Erotik-Erfolgsgarantie“.
Eine Artischocke hält, was sie verspricht. Schon die Kunst, diese zu „vernaschen“ (wenn man es kann), bürgt für Lust! Und ich kann’s! Die Artischocken gibt es jetzt übrigens überall – wie praktisch. Ich werde zwei Prachtexemplare in Salzwasser mit Zitrone kochen und einen Dip aus Zwiebeln (klein würfeln), Estragonund Petersilienblättern, zerstoßenem Pfeffer, Essig und Wein zubereiten. Eigelb gehört auch noch dazu – über einem heißen Wasserbad zur Rose rühren nicht vergessen. Butter flockenweise unterrühren, mit Salz und Zitronensaft abschmecken – fertig. Hmmm! Die Artischockenblätter werde ich lasziv abzupfen, in den Dip tauchen und dann zart mit den Vorderzähnen „abziehen“! Das kann was, wenn man es – wie bereits erwähnt – kann! Jetzt sind mir gewiss mehrere Küsse sicher! Bei meinem dritten Glas Champagner und bereits gedanklich in Hochstimmung überlege ich mir den fulm-
nanten Hauptgang – mein geliebter Mann kann zeigen, was er kann. Gesund und leicht sollte die Speise sein, damit wir uns auch noch bewegen können danach, bevor … Auch da gibt es jetzt nur eines: den absoluten Spitzenreiter unter den Aphrodisiaka – Spargel. Die Kombination aus Sellerie, Karotte, Aubergine und Zucchini zaubert Schmetterlinge in den Bauch und verspricht schon rein optisch mehr! Und verzaubert endgültig meinen Mann! Und das Schönste ist: Den besten, frischesten, knackigsten Spargel gibt es zurzeit in Österreich. Das Kochen ist denkbar einfach: einen großen Topf mit Wasser, Salz, Zucker und ein wenig Öl zum Kochen bringen. In der Zwischenzeit werde ich den Spargel schälen, was an sich schon ein durchaus wonnevolles Ereignis ist! Das Entfernen der holzigen Enden darf ich in der Vorfreude nicht vergessen. Spargel wird übrigens di-
rekt vom Kopf weg, grüner Spargel ungefähr eine Hand breit vom Kopf entfernt geschält. Sobald das Wasser kocht, den Spargel einlegen und das Wasser einmal kurz aufkochen lassen. Danach sofort die Hitze reduzieren. Die vom Spargel ist gemeint – meine ist durchaus erwünscht! Spargel sollte nämlich niemals stark kochen, damit die zarten Spargelköpfe nicht verletzt werden. Aufkochen lassen und danach, je nach Dicke der Spargelstangen, rund 10 Minuten ziehen lassen. Zeit genug, um noch die letzten Vorbereitungen für den „Höhepunkt“ zu arrangieren. Das wird ein äußerst genussvoller Abend – und die Nachspeise bin ICH, das ist aphrodisierend genug. Eine zarte rote Erdbeere vielleicht als „Dekoration“. Mon amour – ich komme!? Weil wieder Mai ist und der Spargel aktuell: Bereits erschienen im Vorjahr
Mai 2015
36
FREIZEIT
Besucher können aktiv mitgestalten.
Diese Uhr läuft bis zum 31. Dezember 2899 Fotos: Stiftung „Deutsches Uhrenmuseum Glashütte – Nicolas G. Hayek“, Fotograf: ruemmlerfotografie
Die Faszination und Historie der Zeitmessung erlebt der Besucher im deutschen Uhrenmuseum Glashütte. Auch der Mythos Glashütte wird dort wieder gegenwärtig.
Einmalige Sehenswürdigkeit: Der Erbauer der Uhr Hermann Goertz plante 30 Jahre daran.
D
ie komplizierteste Uhr im Museum hat 21 Anzeigen, 17 verschiedene Ziffernblätter und 1.756 Einzelteile. Sie ist ein einmaliges Ausstellungsobjekt, eine einmalige Sehenswürdigkeit. Der Erbauer der Astronomischen Kunstuhr war Hermann Goertz. Er stammt aus der Ukraine und hat dort mit der Planung dieser Uhr begonnen. Nach dem Ersten Weltkrieg ließ er sich in Glashütte in der Uhrmacherschule Glashütte als Lehrling einschreiben. Er war 56 Jahre und ist damit der älteste Lehrling überhaupt gewesen. Seine Uhr hat einen ewigen Kalender, und der ist rein mechanisch vorprogrammiert auf den 31. Dezember 2899. Mit der Konstruktion der Uhr wurde 1892 begonnen und
Mai 2015
fertiggestellt war sie dann 1925. Diese Uhr soll 800 Jahre laufen. Da müssen auch die Schaltjahre berücksichtigt werden. Die Uhr läuft 33 Tage durch, wird meistens am 30. Tag wieder aufgezogen. Die Uhr gibt
Im Uhrenmuseum: interessant gestaltete Zeitreise …
auch den Sonnenauf- und -untergang genau an, wie viele Stunden die Sonne am jeweiligen Tag noch scheint. Alle 20 Jahre wird sie gewartet. Da werden alle 1.756 Teile genau angesehen und entsprechend gepflegt. Diese Wartung dauert etwa drei Monate. Der Erbauer Hermann Goertz wollte sie 1925 verkaufen, hat aber drei Jahre nach einem Käufer gesucht. Damals gab es gerade die große Inflation. Am Ende hat dann das Land Sachsen die Uhr für 15.000 Reichsmark gekauft.
… alte Uhren werden wieder fit gemacht.
1925 fand sich kein Käufer.
Mit Leidenschaft und unternehmerischem Geschick verwirklichen vor 170 Jahren talentierte Uhrmachermeister wie Ferdinand Adolph Lange, Julius Assmann, Moritz Grossmann und Adolf Schneider ihren Traum von einer eigenständigen sächsischen Uhrenindustrie und begründen damit den Ruf des Ortes Glashütte. Handwerkliche Perfektion war das, was Glashütte zum Weltruhm verhalf. Das Uhrenmuseum wurde 2008 eröffnet und geht auf Nicolas G. Hajek zurück, Mitbegründer und langjähriger Präsident der Swatch Group AG, aber bereits verstorben. Die Swatch Group ist ja seit 20 Jahren Eigentümer von Glashütte Original. Die Gestaltung des Museums ist einzigartig und vermittelt die Thematik „Faszination Zeit“. Mehr als 450 einmalige Exponate werden präsentiert und mit ihnen durchläuft man die Geschichte. Taschen-, Armband- oder
FREIZEIT 37 FREIZEIT Pendeluhren aus unterschiedlichen Epochen dokumentieren dies. Daneben gibt es aber auch Marine-Chronometer. Insgesamt also Objekte von einmaligem Wert. Die Tradition der sächsischen Uhrmacherkunst geht auf Kurfürst August von Sachsen um das Jahr 1560 zurück. Die minimale Größe der einzelnen Komponenten ist ein faszinierender Faktor. Viele Teile werden erst durch eine Lupe tatsächlich sichtbar. Die Uhrenfertigung ist ein wahrer Mikrokosmos. Unglaublich – die Präzision der Einzelteile. Im Uhrenmuseum kann man an einem Uhrmachertisch vor 170 Jahren Platz nehmen und selbst sehen, wie die Lichtverhältnisse bei der Arbeit waren und welche Anforderungen die Schüler erfüllen mussten. Da gibt es Schrauben, die kaum größer sind als Staubkörner, aber dennoch bis ins Detail perfekt gearbeitet sind. Am interaktiven Projektionstisch kann jeder Besucher die Zeit selbst ein Stück weiterdrehen und sich so in die Funktion der Zeit hineinvertiefen.
Das Atrium: Ausgangspunkt für Besucher-Führungen, die tolle Einblicke gewähren.
Unglaubliche Präzision Ein Besuch in Deutschlands Uhrenhauptstadt Glashütte
Taschenuhren von einmaligem Wert
Werkbank: originalgetreu wie vor 170 Jahren, auch vom Licht her
Gewusst? Die komplizierteste Universaluhr nennt sich „La Grandiose“ und kommt von der Uhrenfabrik Union. Sie wurde im Jahre 1899 gebaut. Der innere Mechanismus der Uhr besteht aus acht verschiedenen Werken, welche zum Teil neben-, zum Teil übereinander eingebaut sind. Diese Werke stellen sich aus 75 Zahnrädern, 25 Trieben und 205 Stahlhebeln mit Federn zusammen, die in 60 Steinen, 40 Metalllagern und 75 Anrichtstiften mit Putzen zwischen 24 Platten und Globen gelagert sind und von 308 Schrauben gehalten werden. Das sind mehr als 800 Einzelteile in einer Uhr mit dem Durchmesser von nur 51 Millimeter. Sie ist die komplizierteste Taschenuhr ihrer Zeit.
Die Straße ist kurvig, windet sich zeitweilig einen Bach entlang. Das Miglitztal ist eine eher verlassene Gegend. „Glashütte 3 km“, zeigt der Wegweiser an und auch das Navi stimmt damit überein. „Und hier soll Deutschlands Uhrenhauptstadt sein?“, fragen wir uns in der verlassenen Gegend, die zur ehemaligen DDR gehörte, nicht unweit von der Grenze zu Tschechien. Aber nur wenige Minuten später stehen wir im lichtdurchfluteten Atrium des Gebäudes Altenberger Straße 1, der Zentrale von Glashütte Original, freundlich von zwei Damen beim Empfang begrüßt. Kurze Zeit später tauchen wir mit unserem Guide Michael Hammer in die Vergangenheit und damit in die Geschichte von Glashütte ein. Wer hier lebte, der musste ein geduldiger Mensch sein, für den speziell die Zeit keine Rolle spielte, gab es doch wenig oder gar keine Abwechslung vor 170 Jahren. Damals, als ein gewisser Ferdinand Adolph Lange das Uhrenmacherhandwerk in die kleine Stadt brachte, womit der Aufschwung beginnt. Gegründet als Bergbaustadt, bedeutete das Versiegen der Silberfunde im Erzgebirge für die Menschen eine Zeit der Verarmung und Entbehrungen. Heuer sind es 170 Jahre, seit sich die ersten Meisteruhrmacher in der kleinen sächsischen Stadt Glashütte niederließen, erfahren wir. Bis heute werden dort die Uhren in traditioneller
Handarbeit gefertigt, wird das Wissen von Generation zu Generation weitergegeben. Von der kleinsten Schraube bis zum kompliziertesten Uhrwerk werden die Zeitmesser von Glashütte Original in höchster Fertigungstiefe und größtenteils von Hand hergestellt. Jedes Jahr kommen neue Modelle hinzu, die noch technisch raffinierter, kreativ gestaltet Sammler und Fans von Uhren begeistern. Hochtechnologie und Handarbeit zeigen sich dort in einer Symbiose. Bei einigen Modellen werden bis zu 98 Prozent der Einzelteile in der Manufaktur selbst produziert. Bei und vor der traditionellen Handmontage werden alle Werkteile vielfach geprüft, geschliffen und vorbereitet. Viele werden zudem aufwändig graviert und veredelt. Die typische Dreiviertelplatine mit Glashütter Streifenschliff ist eines der unverwechselbaren Merkmale der Uhren von Glashütte Original. Das Wichtigste bei einer Uhr sind die Ganggenauigkeit, die Wasserdichte und die Stoßfestigkeit. Vom lichtdurchfluteten Atrium begeben wir uns entlang eines „Lehrpfades“, der alle wichtigen Etappen der Fertigung und deren außergewöhnliche Komplexität zeigt. Erzeugt werden im Jahr einige tausend Uhren – wie viele, darüber sind unserem Guide keine exakten Angaben zu entlocken. „Wir gehören seit dem Jahr 2000 zur Swatch-Gruppe“, so Michael
Mai 2015
38
FREIZEIT
... Unglaublich präzise Hammer, „und betreiben Uhrenboutiquen in Weltstädten wie Hongkong, Peking, Tokio, Paris, Shanghai – um nur einige zu nennen. Asien ist einer der wichtigsten Märkte für die deutsche Uhrenhersteller-Manufaktur.“ Vor uns werden gerade Ziffernblätter für die Montage aufbereitet – besonders bei hochwertigen Uhren ein sensibler Produktionsprozess. Die Fertigung dafür gibt es im rund 600 Kilometer entfernten Pforzheim, wo es die zum Unternehmen gehörige Ziffernblatt-Manufaktur gibt. Unser Guide: „Wir machen alles selber – von der Entwicklung der Uhr über die Fertigung der Werkzeuge, dann der Teile und anschließend der Veredlung der Teile bis hin zur Montage, Endkontrolle –, alles unter einem Dach. Jede Schraube wird im Haus angefertigt.“ Auch die DDR-Ära wird für die Produktion wieder interessant – im Retro-Design werden Uhren aus den 60er- und 70er-Jahren wieder gefertigt, die damals ganz normale Gebrauchsuhren waren; auch heute noch sind viele davon im Umlauf. Allein das Zusammenbauen einer hochkomplizierten Uhr dauert sechs bis acht Wochen; bis eine Uhr wirklich hergestellt ist, auch die Teile gefertigt sind, sind das mehrere Monate. Hochwertige Uhren haben 400 bis 500 Einzelteile, die alle in Glashütte hergestellt und produziert werden. Logistisch schon eine große Herausforderung. Fehlt auch nur ein Teil, kann die Uhr nicht produziert, fertiggestellt werden. Jedes Jahr nehmen 28 junge Männer und Frauen ihre dreijährige Ausbildung an der Uhrmacherschule auf. Diese gibt es wieder seit dem Jahr 2002. In Glashütte gründete Moritz Großmann am 1. Mai 1878 die deutsche Uhrmacherschule
Mai 2015
Manche Teile sind mit freiem Auge kaum noch sichtbar.
Glashütte, die bis zum Jahr 1992, also 114 Jahre lang, künftige Uhrmacher ausbildete, wobei immer ein beachtlicher Teil der Lehrlinge aus dem Ausland kam.
Das Herzstück einer Uhr Die Unruhe ist das Herzstück einer mechanischen Uhr. Das Tourbillon wurde vor 200 Jahren entwickelt und sollte bei den Taschenuhren die Schwerkraft ausgleichen, die dafür verantwortlich war, dass Uhren dann ungenau gingen. Heute wäre das Tourbillon, eine Art Gehäuse, nicht mehr nötig, aber es wird dennoch installiert, weil es zeigt, wozu die Uhrmacherkunst in der Lage ist. Das Tourbillon ist ein Käfig, der sich um die eigene Achse dreht. Dieser Käfig wird rund um die Unruhe montiert, dreht sich dann um die eigene Achse und gleicht die Schwerkraftwirkung aus. Die Topmodelle haben so etwas, aber es ist funktionell heute nicht mehr notwendig. Die Unruhe in der Uhr ist das Mittel, um die Zeit genau einzuteilen. Eine Uhr, die mechanisch läuft, kann vier Sekunden voroder auch nachgehen. Das ist die Toleranz. Man kann das aber auch regulieren lassen. Bei einer automatischen Uhr gibt’s noch den Rotor, der dann die Uhr automatisch aufzieht.
In der Stadt Glashütte selbst gibt es mittlerweile elf Uhrenfirmen, die produzieren, mit insgesamt 1.500 Beschäftigten. Glashütte Original hat weltweit 600 Mitarbeiter, auch die Firma Lange in Glashütte beschäftigt 700 Mitarbeiter. „Wir sind auch stolz auf diese Entwicklung.“ Die Glashütte-Uhrwerke sind optisch äußerst aufwändig gemacht. Das Design hat keine Funktion, aber Sammler schätzen es. Auch den eigenen Schliff, der ja an der Uhr gut sichtbar ist. Die Uhrmacher sind
natürlich gefordert und die Arbeit ist sehr anstrengend für die Augen. Denn viele arbeiten mit der Lupe. Obwohl es von außen eintönig aussieht – es ist eine künstlerische Arbeit in vielen Bereichen. Das Faszinierende beim Rundgang: Es gibt so kleine Teile, die man mit freiem Auge beinahe nicht sieht und die ebenfalls von den Uhrmachern dort mit der Hand bearbeitet werden. Bei neuen Uhrwerken können maximal 20 Prozent von alten Uhrwerken verwendet werden. Alle anderen Dinge – wie die Platine oder die Federn – müssen neu produziert werden. Dafür benötigt man auch neue Werkzeuge. Also ein gewaltiger Aufwand. Neue Entwicklungen sind ganz wichtig, um den Käufer bei Laune zu halten. Jedes Jahr wird ein neues Uhrwerk auf den Markt gebracht, das wieder was Besonderes kann.
Das ist der Ehrgeiz.
Mit der „Unruhe“ wir die Zeit genau eingestellt.
Selbst für ein einfaches Werk von Glashütte Original benötigt der Uhrmacher mehrere Stunden, um es zu montieren. Kompliziertere und anspruchsvollere Uhrwerke mit beeindruckenden Funktionen, wie zum Beispiel der „Senator Chronometer Regulator“ oder der „Senator Tourbillon“, brauchen bis zu 20 Arbeitstage, dass die Uhr montiert ist. Da wird rasch klar, warum die Topmodelle tausende Euro kosten. Leider hatten wir an diesem Tag zu wenig Bargeld mit, um eine als Geschenk mit nach Hause zu nehmen.
TIERE
39
Es ist einzigartig in der Natur, aber den Hirschen wachsen alljährlich große Knochen stangen am Kopf, die sie nach einigen Monaten wieder weg„Abwerfen“ Eswerfen. ist einzigartig in derheißt Natur,es, wenn dieHirschen Geweihstangen vom aber den wachsen Kopf des Rothirsches fallen. alljährlich große KnochenDoch keine Angst, die Hirsche stangen sieGeweiwerfen am jetztKopf, nichtdie ihre nach einigen he durch denMonaten Wald. wie-
der wegwerfen. „Abwerfen“ heißt es, wenn die GeweihGeweihabwurf stangenervom Kopf deskann Rothöchstens den Hirsch aus hirschesdem fallen, doch keine Gleichgewicht bringen. Angst, die Hirsche Fällt zunächst nur eine werfen Stange, dann ist es nicht selten, dass ein Hirsch mit jetzt nicht ihre Geweihe schräg gehaltenem Haupt dahertordurch denman Wald. kelt. Wenn bedenkt, dass eine
D
Geweihstange zwei, drei Kilo wiegt oder noch schwerer ist und das Gegengewicht dazu plötzlich fehlt, erkannGeweihabwurf dann man sich vorstellen,kann dass es höchstens Hirsch auszu anstrengend wird,den den Kopf gerade demNachdem Gleichgewicht bringen. halten. eine Schicht knochenauflösender Zellen den toten Fällt zunächst nur eine Stange, Geweihknochen lebenden dann ist es nichtvom selten, dassStirnein bein getrennt hat, fällt er im Spätwinter Hirsch mit schräg gehaltenem vom Kopf. Gleich anschließend beHaupt dahertorkelt. Wenn zuman ginnt wieder das neue Geweih bedenkt, wachsen.dass In dereine RegelGeweihstanwird es schweund größer das vorherige. Dabei gererzwei, dreialsKilo oder noch sagt die Zahl der Enden aber nichts schwerer ist, und das Gegengeüber das Alter aus. Zunächst das wicht dazu plötzlich fehlt,istdann Geweih ein lebender Knochen, der kann man sich vorstellen, dass zum Schutz noch von einer pelzigen esHaut anstrengend wird, Kopf überzogen ist. Es istden unglaublich, gerade Nachdem aber inzu nurhalten. vier bis fünf Monateneine kann bei einem starken Rothirsch eine Schicht knochenauflösender Geweihknochenmasse von bis zu zehn Zellen den toten GeweihknoKilo neu gebildet werden. Am Höhechen vom lebenden Stirnbein punkt der Wachstumsperiode kann getrennt hat, fällt er im Spätwinman dem Geweih förmlich zuschauen, terwie es vom Kopf. Gleich antäglich um bis zu zwei Zenti schließend wieder das wird. meter längerbeginnt Woher kann ein Tier so viele Aufbau neue Geweih zu wachsen. In der stoffe nehmen?
D
Naturwunder: Alljährlich werden die großen Hirschgeweihe abgeworfen und wieder neu aufgebaut.
Wunder der Natur Die Wegwerf-Gesellschaft Die WegwerfGesellschaft
Zur Zeit stärksten Wachstums Regel wirddeses schwerer und werden Kalzium und Phosphor sogar größer als das vorherige. Dabei vom Knochengerüst in die Geweihe sagt die der Enden aber verlagert. Zahl Im Hochsommer steigt dann nichts über des dasmännlichen Alter aus. Geder Spiegel schlechtshormons, was bewirkt, Zunächst ist das Geweih eindass ledas Wachstum eingestellt wird und bender Knochen, der zum Schutzder bis dahin noch weiche Geweihknonoch von einer pelzigen Haut chen hart wird. Nun wird die pelzige überzogen ist. Es ist unglaublich, Haut heruntergerieben, das Geweih aber in nur vierFarbe bis fünf bekommt seine und Monaten ist einsatzkann bei einem starken Rothirsch bereit zum Drohen, Imponieren und für den Brunftkampf im Herbst. Schon eine Geweihknochenmasse von bis zu zehn Kilo neu gebildet werden. Am Höhepunkt der Wachstumsperiode kann man
nach Brunftum setztbis derzu Abbau wie esder täglich zweieiner cm dünnen Knochenschicht ein. Bis in den länger wird. Woher kann ein Tier Spätwinter hat sich die Verbindung sozwischen viel Aufbaustoffe nehmen? Geweih und Stirnknochen Zur Zeit des stärksten Wachstums dann aufgelöst und es kann wieder „weggeworfen“ werden. Ein fasziniewerden Kalzium und Phosphor sorendes Schauspiel, das die Tiere gar vom Knochengerüst in die Gealljährlich viel Kraft und Energie weihe verlagert. Im Hochsommer kostet. steigt dann der Spiegel des männlichen Geschlechtshormons, was Landesjägermeister Gach meint bewirkt, dass das Wachstum dazu: „Abwurfstangen von Hirscheinund Reh geben interessante gestellt wird und derInformationen bis dahin noch weiche Geweihknochen hart wird. Nun wird die pelzige Haut heruntergerieben, das Geweih be-
über Alter undDrohen, Entwicklung der Tiere; bereit zum Imponieren sie gehören dem Jagdausübungsbeund für den Brunftkampf im rechtigten. Wer jetzt nach dem langen Herbst. nach der Brunft Winter in Schon den Rückzugsgebieten des setzt dernach Abbau einersucht, dünnen KnoWildes Stangen beunruhigt die Tiere sehr. am Wald chenschicht ein. Schäden Bis in den Spätkönnen die Folge sein. Sollten Sie bei winter hat sich die Verbindung einem Waldspaziergang ein Geweih zwischen Geweih und Stirnknofinden, ist dieses beim zuständigen chen dann aufgelöst und es kann Jäger abzugeben.“ wieder „weggeworfen“ werden. Dr. Hubert Zeiler, Ein faszinierendes Schauspiel, das Wildökologe der Steirischen Landesjägerschaft den Tieren alljährlich viel Kraft und Energie kostet. Landesjägermeister Gach meint dazu: „Abwurfstangen von Hirsch
mationen über Alter und Entwicklung der Tiere, sie gehören dem Jagdausübungsberechtigten. Wer jetzt nach dem langen Winter in den Rückzugsgebieten des Wildes nach Stangen sucht, beunruhigt die Tiere sehr, Schäden am Wald können die Folge sein. Sollten Sie bei einem Waldspaziergang ein Geweih finden, ist dieses beim zuständigen Jäger abzugeben.“ Dr. Hubert Zeiler, Mai 2015 Wildökologe der Steirischen
40
Foto: TVB Obertauern
FREIZEIT
URLAUBS
Foto-Workshop in Obertauern
TIPPS
Dinos, Wasserpark & Fischerfeste Das istrische Dörfchen Funtana zwischen Porec und Vrsar zählt zu den absoluten Volltreffern in Sachen Genussferien für die ganze Familie. Neben zahlreichen folkloristischen und gastronomischen Veranstaltungen ergänzen Dinopark und der Wasserpark Aquacolors das bunte Urlaubsangebot. Funtana bietet maßgeschneiderte Unterkünfte für Familien: von in die Natur eingebetteten Campingplätzen über komfortable Hotels bis zu gemütlichen Privatunterkünften. Als besonderes Highlight gilt das Fischerfest (alle 2 Wochen) mit Musik und kulinarischen Spezialitäten. Infos: Tel.: 00385 / (0)52 / 445 119 www.funtana.com
Am 21. Juni ist es endlich so weit: Dann wird der diesjährige Salzburger Almsommer feierlich eröffnet. Heuer lädt die Region Gasteinertal zum Eröffnungsfest. Mit einer musikalischen Wanderung auf zwei Almsommeralmen beginnt für viele die schönste Zeit am Berg. Heuer wurden die Pottinger- und die Moiseshütte auf der Naßfeldalm für die offizielle Eröffnungsfeier auserkoren. In diesem Jahr gibt es bei der Eröffnung des Salzburger Almsommers allerlei Interessantes wie eine Mineralienwanderung mit Wanderführern, Goldwaschen, selbstgemachte Bauernprodukte, Live-Musik und vieles mehr zu erleben. Infos: www.salzburgerland.com
Das Loisium Wine & Spa Resort Südsteiermark Das 4-Sterne-Designhotel am Schlossberg in Ehrenhausen präsentiert sich herausfordernd und sehr individuell. Angeboten werden 82 Premiumzimmer und 20 Juniorsuiten sowie eine Loisium-Vinothek Steiermark und auch wieder ein typisches Loisium Wine Spa. In Kooperation mit den Erzherzog-Johann-Weinen wurde auch ein eigener L oisium-Weingarten angelegt. Den Winzern der Südsteiermark sind auch die kürzlich eröffneten zehn Loisium-Winzerzimmer gewidmet, wo weininteressierte Gäste „ihren“ Winzern in Form von Bildern, Geheimtipps und kleinen Geschenken begegnen. Infos: Tel.: 03453/ 28800 www.loisium.com/suedsteiermark
Foto: Eggental Tourismus
Erst laufen, dann lauschen Raus aus der Wanderjacke und rein in die schickere Abendkleidung: Beim ersten „Klassik trifft Berg Festival“ vom 6. Juni bis 16. August in Altenmarkt-Zauchensee kann man 16 hochkarätige Solisten und Ensembles inmitten der Salzburger Gipfelwelt erleben. Neben den Musik-Events gehört auch die „3. Kulinarische Nacht der Sinne“ am 19. Juni zu den Höhepunkten im Almsommer. Tipp: Das Arrangement „Klassik trifft Berg Festival“ enthält vier Übernachtungen, ein Konzertticket, ein „3-Gänge-Sinnes-Menü“ und weitere Extras und kostet ab 170 Euro pro Person im Doppelzimmer einer Frühstückspension. Infos: www.klassiktrifftberg.at
Foto: Loisium
Foto: SalzburgerLand Tourismus
Salzburger Almsommer
Foto: Haslinger
Foto: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus/Ramon Jaffé
Die Gäste des 4-Sterne-Hotels Steiner können sich diesen Sommer Tipps vom Profi persönlich holen. Christian Gell-Lernpass entführt die Teilnehmer während des 3-Tage-Workshops in die Welt der Fotografie. Ob Landschaftsfotografie, Makrofotografie, Sonnenauf- und -untergang, Wasser oder Sternenhimmel – auf Schritt und Tritt finden sich unzählige Motive zum Experimentieren mit der Kamera. Arbeiten mit Filter sowie Tipps und Tricks im Umgang mit Bearbeitung im Adobe Lightroom und Photoshop gehören genauso dazu wie die tägliche Analyse und Besprechung der Arbeiten. Package ab 438 Euro pro Person im DZ: 3 ÜN, „All-inclusive-Genussküche“, Foto-Workshop. Infos: Tel.: 06456/ 7306 www.hotel-steiner.at
Seit 40 Jahren im Dienste der Gesundheit & Schönheit Das Ring Bio Hotel in Hartberg ist das familiäre Stammhaus der Wilfinger Hotels mit allen Angeboten für Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden und liegt inmitten der Natur. Der traumhafte Blick auf den Ringkogel lädt zum Entspannen und Wohlfühlen ein und inspirierte vor nunmehr bereits 40 Jahren auch zur Namensgebung: Ring Gesundheitszentrum Hartberg. Neben einer medizinischen Begleitung wird ein breitgefächertes Therapieangebot geboten. Dieses vereint klassische Behandlungsmethoden auch mit modernsten Therapieformen, um für jeden ein individuelles Angebot schnüren zu können. Infos: Tel.: 03332 / 608-0 www.wilfinger-hotels.at
Mai 2015
Wo Berge zum Erlebnis werden Der sagenumwobene Latemar-Gebirgsstock, der zum UNESCO-Welterbe der Dolomiten gehört, hat schon immer Wanderer und Bergsteiger begeistert. Mit dem „Erlebnisreich Latemar.ium“ wird dieser besondere alpine Lebensraum für unterschiedliche Zielgruppen erschlossen. Es gibt zwei Themenwege: „LATEMAR.ALP“ und „LATE MAR.ART“ für Familien, Kunstbegeisterte und Genusswanderer. Insgesamt können Gäste zwischen sechs Themenstrecken aller Schwierigkeitsgrade wählen, sich im Waldhochseilgarten austoben und Fernblicke von der Aussichtsplattform „LATE MAR.360°“genießen. Das Erlebnisreich ist zu Fuß oder mit dem Panorama-Sessellift erreichbar. Infos: www.eggental.com
Genussoase am See im Tannheimer Tal Im Tiroler Tannheimer-Tal, am romantischen Haldensee, hat die Hotelierfamilie Zotz mit ihrem 4-Sterne-S-Hotel „Laternd’l Hof“ ein Plätzchen zum Verlieben geschaffen. „Romantisches Genießerhotel“ nennt sich das exklusive Haus – umgeben von einem liebevoll gestalteten Gartenparadies. Dort kommen an schönen Sommertagen Körper und Seele am Naturschwimmteich oder am Outdoorpool zur Ruhe. Die Berge liegen im Blickfeld, der glasklare Haldensee nur einen Steinwurf entfernt. Für einen erholsamen Tag am Strand sind für Gäste des Hauses besondere Plätze sowie Liegen und Sonnenschirme reserviert. Infos: Tel.: 05675/8267 www.laterndlhof.com
GOLFTIPPS
Von „reverse pivot“ spricht man, wenn man das Gewicht beim Rückschwung auf die linke Seite verlagert.
41
Von Head Pro Ali Rosker
Beim korrekten Aufdrehen des Körpers – wie eine Feder – wird das Gewicht eindeutig auf die rechte Seite verlagert.
Richtige Gewichtsverlagerung … damit Ihr Schwung konstanter wird. Der „reverse pivot“ – das heißt beim Aufdrehen des Körpers eine Gewichtsverlagerung zur verkehrten Seite hin – ist einer der häufigsten und schlimmsten Fehler im Golf, den wir jedoch alle zu irgendeinem Zeitpunkt einmal begehen. Wir werden nachlässig, stellen uns nicht richtig an den Ball. Statt unser Gewicht im
Rückschwung korrekt auf die rechte Seite zu verlagern, tun wir genau das Gegenteil und lehnen uns schwerfällig nach links (Abb. 2). Keine Drehung, keine Kraft, keine Aussicht auf einen guten Schlag. Ein Mittel, um euch davor zu schützen – und dies ist ein besonders nützlicher Tipp für die Übungswiese –, besteht darin, gleich beim Set-up etwas mehr Gewicht
auf die rechte Seite zu verlagern als normal, sagen wir im Verhältnis von etwa 60 : 40 (Abb. 3). Auf diese Weise verhindern wir eine Verlagerung des Gewichts auf die verkehrte Seite, weil ein Großteil des Gewichts bereits auf der rechten Seite ruht. Außerdem befindet sich bei diesem Set-up die rechte Schulter etwas niedriger als die linke und
das erleichtert Ihnen eine korrekte Schulterdrehung und das richtige Aufdrehen des Oberkörpers im Rückschwung hinter den Ball (Abb. 4). Als Folge dieser Korrektur können Sie mit einem deutlich verbesserten Abschwung eine erheblich größere Schlägerkopfgeschwindigkeit erzeugen und damit eine größere Weite erzielen.
4. bis 7. Juni 2015: Erzbergrodeo
Erzbergrodeo
STG/R adspie ler
24. b is Narzi 31. Mai 2 ssenfe 0 st, Au 15: sseerl and
l Class Ennsta
ic
Entgeltliche Einschaltung des Landes Steiermark
Pulsierend, stark, steirisch
15:
20 18. Juli 15. bis Classic Ennsta l
Das Grüne Herz Österreichs pulsiert vor Begeisterung, wenn sich 2015 eine Top-Veranstaltung an die andere reiht: Im Ausseerland-Salzkammergut verzückt das größte Frühlings- und Blumenfest Österreichs, beim 21. Erzbergrodeo starten „richtige Männer“ mit ihren Enduros und beim Festival der Automobilgeschichte fegen echte Klassiker durch die schönsten Gegenden Österreichs. Die Steiermark – Herzklopfen in Weiß-Grün.
Weitere Veranstaltungen unter www.events.steiermark.com Tourismusressort – www.tourismus-ressort.steiermark.at
Das Land Steiermark März 2015
42
MEDIATHEK
Michael Blastland, David Spiegelhalter Wirst du nicht vom Blitz erschlagen, lebst du noch in tausend Jahren Bastei Lübbe Manchmal kann man es nur falsch machen: Wer sich zu starker Sonnenstrahlung aussetzt, erhöht das Hautkrebsrisiko. Wer sich aber zu gewissenhaft vor UV-Strahlen schützt, leidet bald unter Vitamin-D-Mangel und dessen Folgeerkrankungen. Unsere Persönlichkeit, individuelle Disposition und unser Verhalten haben viel größeren Einfluss auf unser jeweiliges Lebensrisiko, als Statistiken es erfassen können. Und genau diesen „menschlichen Faktor“ beziehen die Autoren in ihre Analyse der Gefahren, die das ganze Leben über auf uns Menschen lauern, ein. Bronnie Ware 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen – Einsichten, die Ihr Leben verändern werden Goldmann Was zählt am Ende des Lebens wirklich? Wenn man mit dem Tod konfrontiert ist, geht es nicht mehr um Geld, um Macht, um Ruhm, sondern um ganz fundamentale Fragen: Hat man ausreichend Zeit mit der Familie und den Freunden verbracht? Bereut man es, Dinge getan oder, noch wichtiger, unterlassen zu haben? War man glücklich? Die Australierin Bronnie Ware hat mehrere Jahre lang Sterbende bis zu ihrem letzten Atemzug begleitet und ihnen genau zugehört. Was diese Menschen vor ihrem Tod beschäftigte, davon handelt ihr Buch.
KULTUR ZUM LESEN „ACHTZIG” ist die UNABHÄNGIGE Kulturzeitung, welche sich von anderen Medien durch Format und Inhalt unterscheidet. Eine Zeitung für interessierte und eigenständige Menschen.
BUCHTIPPS Claudia Rossbacher Steirerland Gmeiner Mord im Vulkanland: Sandra Mohrs Auszeit neigt sich dem Ende zu, als sie der Ruf des Chefinspektors Sascha Bergmann zu einem Leichenfund ereilt. Diensteifrig folgt die LKA-Ermittlerin diesem in ein Waldstück nahe Straden, um dort den verstümmelten Toten zu begutachten, dem beide Hände fehlen. Wenig später erfährt sie, dass es vor Kurzem einen ähnlichen Mord in der Nähe gab – der Leiche waren die Beine abgetrennt worden ... Wolfgang Hetzer Politiker, Patrioten, Profiteure – Wer führt uns Europäer an den Abgrund? Westend Die Europäische Union ist ihrer größten Belastungsprobe seit Beginn der europäischen Integration nach dem Zweiten Weltkrieg ausgesetzt. Nicht nur geht das Gespenst des Nationalismus wieder um, auch die anhaltende globale Finanzkrise, die Turbulenzen innerhalb der Europäischen Währungsunion, eine historisch hohe Arbeitslosenquote und wachsende Zuwanderung stellen den Gemeinsinn in Europa auf die bislang größte und schwierigste Probe. Wolfgang Hetzer zeigt mit bislang unerreichter strategischer Klarheit, welche wirtschaftlichen und friedensbedrohenden Folgen in der gegenwärtigen Lage allen Menschen eines ganzen Kontinents drohen können. Peter Strutynski (HG.) Töten per Fernbedienung – Kampfdrohnen im weltweiten Schattenkrieg ProMedia Beinahe täglich fliegen unbemannte, schwer bewaffnete Drohnen ihre von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkten Einsätze. „Töten per Fernbedienung“ ist ein hochaktuelles und brisantes Buch, das die Gefahren der vermeintlich niedrigen Schwelle zum Töten aufzeigt. Im Drohnenkrieg entscheidet Ankläger und Richter in einer Person über Leben und Tod anderer Menschen fern der eigenen Lebenswelt. Ein Buch mit Hintergrundinformationen ...
AUSGABE 120
Foto: Le Negresco
Foto: www.bigshot.at/Christian Jungwirth
Februar 2015 Preis: 2 Euro www.achtzig.com
Elisabeth Freismuth im Interview
Kunstwerk Negresco
Am richtigen Weg
Liberation Art Project
200 Jahre Musikverein für Steiermark
Der Preis der Freiheit
K. Wecker live in Graz
Foto: Foto Pachernegg
Foto: www.thomaskarsten.com
S. Dalí und J. Augier
Kunst und Kultur für jedermann
Erotische Geschmackserlebnisse
Verlagspostamt 8010 graz, erscheinungsort graz, P.b.b., gz 03z035097 M
10-mal im Jahr Kunst, Kultur, Mode, Reise und Kulinarik. Abo unter 0316 81 85 80 oder unter office@achtzig.com
Mai 2015
Thilo Bode Die Freihandelslüge – Warum TTIP nur den Konzernen nützt und uns allen schadet DVA TTIP muss gestoppt werden! Das ist das Fazit Thilo Bodes nach seiner aufrüttelnden Analyse der Folgen des geplanten Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA. Mit der Verabschiedung des Abkommens würde ein Regelwerk in Kraft gesetzt, das in erster Linie Konzernen nützt, während es der Mehrheit der Menschen in den USA und Europa schadet. Es ginge zu Lasten der Verbraucher, Arbeitnehmer und vieler kleiner und mittlerer Unternehmen, zu Lasten der Umwelt und zu Lasten der Souveränität der Länder, in demokratischen Prozessen darüber zu entscheiden, welche Umwelt-, Verbraucher- und Arbeitnehmerrechte sie haben wollen. Das gilt es zu verhindern.
Siegfried Wintgen, Regina Webersberger Traditionelle Europäische Medizin Kneipp Verlag Die „Traditionelle Europäische Medizin“ (TEM) hat sich auf der Basis naturphilosophischer Betrachtungen im Laufe von ca. drei Jahrtausenden entwickelt. Im Mittelpunkt der TEM-Lehre stehen die vier grundlegenden Typen Sanguiniker, Choleriker, Melancholiker und Phlegmatiker. Dieses Grundlagenbuch vermittelt fundiert und ausführlich, wie die Gesundheitsvorsorge in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Heilkräuter, physikalische Hausmittel und Lebensordnung im Jahreszyklus aussehen sollte, damit jedes Temperament in der notwendigen Balance gehalten werden kann.
Fotos: 2015 Warner Bros Ent., Jasin Roland Fotos: Filmladen Filmverleih
Klaus Theweleit Das Lachen der Täter: Breivik u.a. Residenz Verlag Vom Lachen der Killer wird in zahlreichen Fällen berichtet, aber selten wird es in seiner zentralen Bedeutung gedeutet – so die provokante These dieses Psychogramms. In den „Männerphantasien“ wagte Theweleit erstmals eine Beschreibung des gewalttätigen faschistischen Mannes und seines innerlich fragmentierten, äußerlich aber gepanzerten Körpers. Auf diese bahnbrechende Theorie greift er nun zurück, um die brutalen Mordtaten zu untersuchen, mit denen uns die Aktualität täglich konfrontiert: Anders Breivik, die Killer des „Islamischen Staats“, fanatisierte Attentäter oder Kindersoldaten in Ruanda. Ihnen allen gemeinsam ist „das Lachen der Täter“, in dem sich eine Tötungslust offenbart, die die jeweilige politische Begründungssprache nur unzureichend verbergen kann.
San Andreas Action (3D) Regie: Brad Peyton Darsteller: Dwayne Johnson, Alexandra Daddario, Archie Panjabi, Carla Gugino
Fotos: Filmladen Filmverleih
Ruediger Dahlke Das Geheimnis der Lebensenergie in unserer Nahrung Arkana Lebensfrische, Lebenswärme, Rhythmus und das genetische Alter der Nahrungspflanzen – das sind die grundlegenden natürlichen Prinzipien für eine Ernährung, die uns Vitalität und Gesundheit schenkt. Ruediger Dahlke hat wissenschaftliche Studien sowie persönliche Erfahrungen ausgewertet und entschlüsselt die vielleicht tiefsten Geheimnisse der Nahrung und der ihr innewohnenden Lebens- und Heilenergie. Dabei greift er auch kontrovers diskutierte Themen wie die Gluten-Problematik oder stark verarbeitete Nahrungsmittel auf und stellt dem eine vegane Ernährung mit den saisonal besten Superfoods gegenüber ...
Als sich die berüchtigte San-AndreasVerwerfung wie erwartet verschiebt, kommt es in Kalifornien zu einem Erdbeben der Stärke 9. In dieser Situation versuchen sich ein Helikopter-Rettungspilot (Dwayne Johnson) und seine Noch-Ehefrau gemeinsam von Los Angeles nach San Francisco durchzuschlagen, um ihrer einzigen Tochter beizustehen. Doch ihre gefährliche Reise gen Norden ist nur der Anfang: Denn als sie annehmen können, das Schlimmste überstanden zu haben, geht es erst richtig los … Die Augen des Engels Drama Regie: Michael Winterbottom Darsteller: Daniel Brühl, Kate Beckinsale, Valerio Mastandrea, Cara Delevingne Basierend auf dem aufsehenerregenden Mordfall „Amanda Knox“ drehte Michael Winterbottom einen seiner aufregendsten Filme, einen Justizthriller nach wahren Begebenheiten und einen Film über die Suche nach Wahrheit sowie dem eigenen Ich: Der grausame Mord an einer britischen Studentin im italienischen Siena hält die Öffentlichkeit in Atem – täglich richten sich die Augen der Welt auf den kontroversen Prozess gegen die attraktive Amerikanerin Jessica Fuller, die ihre Wohngenossin mit Hilfe ihres Freundes umgebracht haben soll … Fang den Haider Dokumentation Regie: Nathalie Borgers Der Film ist eine subjektive Reise in Haiders politische, geographische, familiäre und emotionale Welt. Ein Roadmovie, das einen Blick hinter die Fassade wirft, die hintersten Täler Kärntens bereist, um seine ehemaligen Unterstützer und Kollegen zu treffen und das Umfeld, das ihn formte, sowie die volkstümlichen Traditionen, die er förderte, zu ergründen. Der Film versucht einen Einblick in die wirkliche Person Haiders abseits seiner widersprüchlichen Person, seiner Ziele und Strategien zu geben und jene illusionären und betrügerischen politisch-populistischen Methoden, die sich seither in ganz Europa etabliert haben, aufzuzeigen. Wer war eigentlich der Mann? Die immer neuen Gesichter Jörg Haiders faszinierten und irritierten Viele …
Mai 2015
Bezahlte Anzeige
ZUHAUSE IST,
WO DIE ENERGIE IST. Für uns ist Heimat mehr als ein Ort oder ein Gefühl.
Grüner Strom
Versorgungs
Sicherheit
Heimat bedeutet für uns Nähe und Verantwortung. Hier erzeugen wir grünen Strom für das Land. Aus Wasser, Wind und Sonne. Hier leben und arbeiten unsere 2000 Mitarbeiter. Sie kennen jeden Winkel, jede Region. Sie sorgen dafür, dass Sicherheit, Service und Ideen ein Gesicht haben. Und einen Namen. Denn: Unsere Energie ist, wo wir zuhause sind. www.e-steiermark.com