: g 26 air un it e Se o- l M der Ne nera sfor G e au ia- er yr sh St sinn hn
Verlagspostamt 8020 Graz • P.b.b. GZ 02Z033225 M • 2,- Euro
Wa
AUSGABE SEPT./OKT. 2013
Frank Stronach: Steirerin Kathrin Nachbaur, seine rechte Hand, vor großer Politkarriere. Sie wird Klubchefin in Wien SPÖ und ÖVP: Zittern vor nächster Landtagswahl 2015
Naglprobe
Duo Voves/Schützenhöfer tritt 2015 ab. Siegfried Nagl als LH-Kandidat
V O R„
“
Inhalt Seite 12 Duo Voves/Schützenhöfer tritt 2015 ab. Siegfried Nagl als LH-Kandidat vor „Naglprobe“
Spots 06 Die Sache mit der Schublade
Opus-Mitglied Plisnier im Interview
Coverstory 12 „Naglprobe“
2015 sind Schützenhöfer und Voves weg. Nagl nächster LH?
politik 11 Feldherren suchen ihre Truppen
Rot und Schwarz abgestraft
Chronik ab Seite 16
Seite 26 „Eine Wahnsinns-
herausforderung“ Markus Mair zu seinem Wechsel vom Bank- zum Styria-Chef
Seite 32 Tanze Tango mit mir
Heckflügel als Wahrzeichen
Das neue Hauptgebäude am Ring
Ex-GAK-Präsident Svetits will Entschädigung für U-Haft
Mayr-Melnhof: Schwierige Zeiten für den Baron
Hintergrund 28 Klopapier ist Luxus, aber fast jeder hat ein Handy
Anastasia Ferrer, international bekannte Choreographin, über seine Melancholie, Leidenschaft und Erotik
Grazer Studenten kehren von Schulbau-Projekt in Tansania zurück
30 „Wenn du gut bist, kommst du weiter“
New York: Der Steirer Thomas Schauer zählt als Food-Fotograf zu den Großen
32 Tanze Tango mit mir 34 „Er war kein Weichei“ AT&S-Legende Helmut Zoidl
Seite 6 Die Sache mit der Schublade
36 Die (Mit-)Fahrt meines Lebens
40 Jahre Opus: Kurt-René Plisnier über das Damals
Abenteuer Rallye-Copilotin
Auto&Motor 38 Im Test: Citroën C4 Aircross, Opel Astra und Seat Toledo
Fotos: Heimo Ruschitz (3), GEPA Pictures (1)
Gesundheit 41 Kochtechnik „Swapignon“:
Sattessen mit weniger Fleisch
Standards
Seite 16 Ein Heckflügel als Wahrzeichen
Das ist die Architektur des neuen Hauptgebäudes am Red Bull Ring. Doch die Bauzeit ist knapp
Seite 28 Klopapier ist Luxus, fast jeder hat Handy
Grazer Studenten kehren ernüchtert, ohne „offizielles Dankeschön“, aus Tansania zurück
24 Lilly 43 „Genussvoll betrachtet“ 46 Golf 48 Urlaubstipps 50 Bücher
Betreff: Kritik Weil sie auch in der Niederlage kritikresistent sind, versuche ich es mit einer Wahlanalyse der anderen Art: Wo kaufen die Menschen am liebsten ein? Genau – an ihrem Wohnort, in ihrer näheren Umgebung, dort, wo sie zuhause sind. Da haben sie das größte Vertrauen. Die Voraussetzung dafür allerdings: Als Kunde muss man verspüren, dass der Kaufmann sich bemüht. Das Angebot muss attraktiv sein, es darf sogar da und dort mehr kosten. Macht nichts. Es wird doch gekauft. Nicht anders funktioniert es bei Wahlen. Bemüht sich die wahlwerbende Gruppe um ihre möglichen Kunden, sprich Wähler, arbeiten deren „Kaufleute vor Ort“ gut, dann gibt es viele Stammkunden. Erst wenn der Kunde spürt oder bemerkt, dass der Kaufmann vor Ort sein Angebot nicht mehr auf ihn ausrichtet, dann wechselt er zum Mitbewerber, fährt in die nächste
Stadt. Landeshauptmann Franz Voves und Hermann Schützenhöfer haben bei ihrer Politik vergessen, das Angebot auf die Menschen vor Ort abzustimmen. Oder klarer: Sie haben nicht wirklich versucht, sie von diesem zu überzeugen, dass ihr Politik-Angebot zwar da und dort teurer ist, aber für die Zukunft der Steiermark besser sein könnte. Zu viele Fehler wurden gemacht, Demonstrationen und Widerstand tausender Käufer einfach beiseitegeschoben. Es gab zu wenig positive, verständliche und nachvollziehbare Signale für die potentiellen Kunden. Der Pflegeregress, die Kürzung der Sozialleistungen für die Schwächsten in der Gesellschaft, das Drüberfahren bei den Gemeindefusionen – all das registrieren die Menschen sehr wohl. Und selbst wenn sie selbst nicht betroffen sind, neigen sie dazu, sich von einer derartigen Politik rasch abzuwenden
und diese abzustrafen, indem sie anders wählen. Und so etwas tun die Kunden bei der nächsten Gelegenheit. Und die hat sich nun am 29. September geboten. Es war die erste Wahl nach der Landeshauptmannwahl 2010. Erwin Pröll – man mag zu seiner Politik stehen, wie man will – hat in Niederösterreich seinen Stimmenanteil mehr oder minder halten können. Auch dort hat Frank Stronach kandidiert, Pröll zeigt aber, wie’s geht. Viel wichtiger: Auch die FPÖ hat nur wenig zugelegt, ist weit von einer blauen Mehrheit entfernt. Wie meinten Franz Voves und Hermann Schützenhöfer bei der Interpretation für die Gründe der Niederlage? „Die Wähler können sehr wohl differenzieren.“ Ich bin überzeugt, dass sie das getan haben. Sie beide haben absolut regiert und zu viel negiert, wie ein Soziologe richtig analysiert. J. L.
rre Pay er Foto: C aritas/ Pie
Wertes Reform-Duo „Vo-Schü“!
IM PRESSU M Medieninhaber und Herausgeber: Klipp Zeitschriften GmbH & Co KG, 8020 Graz, Friedhofgasse 20, Tel. 0316/42 60 80-0, Fax-Dw 122 office@klippmagazin.at Officemanagement: Isabella Hasewend Redaktion und Autoren: Jürgen Lehner, Isabella Hasewend, Helmut Dietl, Sonja Mayerhofer, Ali Rosker, Reinhard Schuch, Michaela Vretscher, Karin Klug, Angelika Kohnhauser-Techt, Marguerita Fuller, Elisabeth Hewson. Produktionsleitung: Isabella Hasewend Produktion: Christian Wallner Fritz Malek Lektorat: Mag. Dr. Günter Murgg Coverfotos: Heimo Ruschitz, Foto Fischer Druck: Dorrong, Graz Abonnentenpreise: Jahresabo: 20 Euro Zweijahresabo: 35 Euro Vertrieb: Hurtig & Flink Erscheinungsort: Graz, Verlagspostamt: 8020 Graz, P.b.b. www.klippmagazin.at Nächster Erscheinungstermin: Erste Hälfte November
Mag. Martin Sudi zum Thema Privatinsolvenz Kürzlich wurden von den Kreditschutzverbänden die ersten Quartalsberichte für 2013 veröffentlicht, wonach es im Vergleich zum Vorjahr zwar zu einem Rückgang der Privatinsolvenzverfahren gekommen ist, allerdings gleichzeitig die Anzahl der abgewiesenen Konkursanträge deutlich angestiegen ist. Welche Voraussetzungen gibt es für ein Schuldenregulierungsverfahren bzw. was ist besonders zu beachten? Sudi: Schlechter Umgang mit Geld, Jobverlust, gescheiterte Selbstständigkeit – private Überschuldung kann die verschiedensten Gründe haben. Auch wenn die Hemmschwelle groß ist, sein finanzielles Scheitern zuzugeben, so ist es dennoch wichtig, möglichst frühzeitig auf die drohende Zahlungsunfähigkeit zu reagieren. In Privatkonkurs gehen und sich so seiner Schulden entledigen kann nämlich nur, wer es sich leisten kann. Mit anderen Worten gesagt, muss man sich neben der quotenmäßigen Befriedigung seiner Gläubiger auch die Verfahrenskosten leisten können, andernfalls kann man die „Wohltat“ der Entschuldung durch ein Konkursverfahren nicht in Anspruch nehmen. Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich meinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann? Sudi: Zunächst muss versucht werden, mit allen Gläubigern eine außergerichtliche Lösung zu finden. Nur wenn dies scheitert, kann über entsprechenden Antrag bei Gericht ein Schuldenregulierungsverfahren eingeleitet werden. Gleichzeitig mit dem Antrag ist es neben der Vorlage einer Vermögensübersicht auch erforderlich, alle Gläubiger namentlich anzugeben und
KLIPP Sept./Okt. 2013
diesen eine adäquate quotenmäßige Begleichung der Forderungen anzubieten. Die anteilsmäßige Begleichung ist dabei nicht nur mit einer Einmalzahlung, sondern durchaus auch in monatlich zu zahlenden Beträgen über einen Zeitraum von 5 oder 7 Jahren möglich, je nachdem, ob man den Gläubigern einen Sanierungsplan oder einen Zahlungsplan anbietet. Im Verfahren werden dann die Angaben und Voraussetzungen geprüft, von den Gläubigern wird abgestimmt, ob sie die angebotene Zahlung annehmen. Was passiert nun, wenn die Gläubiger den Vorschlag nicht annehmen, ist das Verfahren dann gescheitert? Sudi: Nein. Falls die Gläubiger mit der angebotenen Quote nicht einverstanden sind, kann man alternativ auch noch die Einleitung eines Abschöpfungsverfahrens beantragen. Man wird dabei 7 Jahre lang bis auf das Existenzminimum gepfändet und muss mindestens 10 Prozent seiner Schulden zurückzahlen. Erst wenn diese Mindestquote erfüllt ist, wird die Restschuld erlassen. Was können Sie unseren Lesern empfehlen, wenn Sie einmal in die Situation der Zahlungsunfähigkeit kommen sollten? Sudi: Um sich die Möglichkeit eines wirtschaftlichen Neubeginns nicht unnötig zu erschweren, sollte man mit Hilfe rechtskundigen Beistandes rasch handeln. Trotz Überschuldung ist ein Mindestmaß an Einkommen notwendig, um einerseits die Verfahrenskosten bezahlen und andererseits seinen Gläubigern auch eine einigermaßen vernünftige Quote anbieten zu können.
Dr. Manfred Rath
Mag. Martin Sudi Die Kanzlei Friedhofgasse 20 8020 Graz Tel.: 0316/ 7085, Fax: DW 25 law-office@rath-partner.at
www.rath-partner.at
3
SL PE OB TE SN & L E U T E
Ungarns Honorarkonsul Rudi Roth lud zum Fest
Seit 20 Jahren als Brückenbauer unterwegs Kilometer von Graz gelegenen Devecser das Wichtigste zum Überleben bereitgestellt werden. Gemeinsam mit Caritas-Präsident Küberl besucht man in diesen Tagen anlässlich einer Gedenkfeier Devecser. Mit Hilfe der Steirer wurden dort Unterkünfte für die Menschen und ein Kindergarten errichtet.
Fotos (4): Heimo Ruschitz
Dass die Ungarn in der Wahrnehmung der Steirer als Nachbarn so gegenwärtig sind, liegt praktisch an ihm – dem ungarischen Honorarkonsul Rudi Roth in Graz. Die große Bewährungsprobe gab es bei der Giftschlammkatastrophe von Devecser, die erst drei Jahre zurückliegt. Weil Rudi Roth mit dem gut
v.l.: Botschafter Szalay-Bobrovniczky, Staatssekretär Reinhold Lopatka, Landtagspräsident Franz Majcen und Landesrätin Bettina Vollath, Staatssekretär Gergely Pröhle und Langzeit-Honorarkonsul Rudi Roth.
Dancing-Star-Promi Balazs Ekker und Frau mit dem Gastgeber (Mitte).
vernetzten Konsulat unmittelbar nach dem Ausbruch mit Unterstützung des Landes und von Landeshauptmann Franz Voves eine Hilfskette organisierte, konnte den notleidenden Menschen im rund 200
Rudi Roth war damals fast so etwas wie der Sonderbeauftragte der steirischen Landesregierung für diesen Einsatz: „Der Schlamm, das unvorstellbare Leid der Menschen, die alles verloren haben, nur 200 Kilov.l.: Bruder Matthias, Primar Georg Rosanelli und Unternehmer Teddy Jöbstl.
Konsul-Quartett (v.l.): Ehepaar Hornig, Karl Hans Polzhofer und Christian Rössler.
Foto: Rothwangl
Für Image-Politur der KAGes Das Geschäft der Image-Pflege und -Politur lernte Johannes Hödl seinerzeit schon bei Landesrat Gerhard Hirschmann in den Jahren 1997 und danach. Als Vollblutmusiker weiß er daher auch, worauf es beim Publikum ankommt. Johannes Hödl So betreute er seinerzeit unter anderem die letzten drei Formel-1-Rennen in der Steiermark und den Aufbau der internationalen Fußball-Trainingscamps (Real Madrid, Arsenal usw.). Im Büro Kristina Edlinger-Ploder
musste sich Johannes Hödl dann in die „trockeneren“ Themen – im Gesundheits- und Pflegebereich, die Einführung der S-Bahn und auch die Reformpartnerschaft – einarbeiten. Künftig will der Medienprofi in der KAGes (Krankenanstaltengesellschaft) dazu beitragen, deren Image zu polieren. Auf diesem Feld gibt es noch viel zu beackern – nicht zuletzt wird Johannes Hödl alles daransetzen, die „Performance“ des an Lebensjahren gereiften, aber in Sachen KAGes-Chef noch unerfahrenen neuen Vorstandsvorsitzenden Karlheinz Tscheliessnigg ins rechte Licht zu setzen.
meter von uns weg – das war alles so irreal. Diese Bilder bleiben dir immer im Gedächtnis.“ Für die Hilfe der Steirer bedankten sich anlässlich „20 Jahre ungarisches Konsulat in Graz“ Staatssekretär Gergely Pröhle und Botschafter Szalay-Bobrovniczky bei Landeshauptmann Franz Voves. Dabei sprachen sie auch die erfolgreichen Initiativen der Steiermark für die Raab-Sanierung an. Über viele Jahre hindurch hatten steirische Unternehmen die Raab als Fluss verunreinigt und den Ungarn damit gewaltige Probleme gemacht. Für Roths Vermittler- und Brückenbauer-Rolle, auch in Sa-
chen Kultur, Universitäten, JointVentures, Tourismus, bedankte sich dann das offizielle Ungarn beim Fest in der Landstube und dem anschließenden Rittersaal, die ja nur für außergewöhnliche Empfänge genutzt werden. Da ließen dann die Konsul-Kollegen und die steirische Prominenz aus der Wirtschaft und der Politik Rudi Roth – sichtlich gerührt – und die ungarisch-steirische Freundschaft hochleben. Für den passenden Rahmen sorgte – wie könnte es bei einem solchen Fest auch anders sein – natürlich eine original ungarische Zigeunerkapelle.
Trompeten-Professor Toni Maier (li.) weiß, bei wem feurige Zigeuner-Musik gut ankommt. 4
KLIPP Sept./Okt. 2013
Ehrgeizige Journalisten
Fotos: GEPA Pictures
I
m Tennis kann der Schwächere gegen den Guten nie gewinnen. Im Golfen ist das anders, da gibt’s eine „Vorgabe“ (von Schlägen) – je nach Handicap. Und wenn die guten Golfer nicht wirklich ihren besten Tag haben und die schwächeren einen sehr guten, dann können diese auch ganz oben auf dem Siegerstockerl stehen. Beim schon traditionellen „Gösser Medien Golfturnier“ konnten Gerald Paunger (Regionalchef), Hans Knauss (Gösser-Testimonial) und Turnier-Organisator Manfred Rath dem Duo Axel Naglich (Red-BullAthletenteam) und Jürgen Lehner (Klipp) zum Nettosieg gratulieren. Den Bruttosieg, sozusagen das sportlich „ehrgeizigere Ergebnis“, holten sich Marcus Stoimaier und Gerald Stangl. Viele (Ex-)Ski-Asse, wie etwa Franz Klammer oder Stephan Eberharter, sind exzellente
Gerhard Koch (ORF), Ex-SK-Sturm-Torjäger Mario Haas, Skiass Hans Knauss und Gastgeber Gerald Paunger (Brau Union)
Golfer. Hans Knauss hat da noch viele Übungseinheiten vor sich, sollte er dies anstreben. Manfred Rath achtete genau darauf, dass nicht, wie bei anderen Hobbyturnieren, eine fünf gespielt, eine vier gezählt und eine drei geschrieben wird.
Die „Paradies-Marmelade“ Neues Mitglied der „Genusshauptstadt Graz“ Sie selbst ist auf einem Biobetrieb aufgewachsen und daher ist der Schritt nur logisch: „Wir wollen mit Produkten aus unserer Umgebung, der Stammregion, noch mehr Stammgäste gewinnen“, begründet Gabriele Zach, Geschäftsführerin des Hotels Paradies, das Engagement dafür. Und was war der unmittelbare Auslöser für Sie, noch mehr steirische Produkte in hoher Qualität frisch zuzubereiten? Gabriele Zach: „Wir hatten 20 Kisten Salat im Kühlhaus gelagert, und als wir nach einer Woche die Tür öffneten, da hat man bemerkt, wie stark der mit Chemie behandelt war. Und da sagten wir uns: Das kann’s ja nicht sein. Gutes vom Bauernhof steht daher künftig bei uns ganz oben auf der Bestellliste von Küchenchef Franz Polzhofer. Ob das nun Säfte ohne Konservierungsmittel sind, klarerweise das Gemüse und Obst, wo es möglich ist; dazu kommen unsere selbst gemachten und nicht in Folie verpackten Kekserl, der röstfrische KLIPP Sept./Okt. 2013
SL PE OB TE SN & L E U T E
Gösser Medien Golfturnier in Bad Waltersdorf
Segafredo-Espresso-Kaffee im Seminar-Pausenbereich oder erlesener Brodies-Tee. Natürlich geht’s nicht überall zu Mamas Küche zurück, aber Schritt für Schritt. Als wir
v.l.: Waltraud Hutter (Genusshauptstadt), Franz Polzhofer (Küchenchef) und Gabriele Zach (Geschäftsführerin).
kürzlich Zwetschken kauften und selbst Marmelade gemacht haben, hat ein Lehrling ganz begeistert gesagt: Das ist die Paradies-Marmelade.“ Die nächste „Aktion“: Gabriele Zach überlegt, künftig die Milch von einem Bauernhof aus Mantscha zu beziehen. „Wir haben ja bis zu 500 Gäste täglich im Haus. Da können wir auch etwas für das Bewusstsein bei der Ernährung tun.“
Extremskifahrer und Weltmeister Axel Naglich, Organisator Manfred Rath, Mario Haas und Klipp-Chef Jürgen Lehner.
Schnell unterwegs –
zu ebener Erd und in der Luft
Es ist keine Überraschung, dass Hannes Arch auch zu ebener Erd schnell unterwegs sein will. Manfred Bijondic und Christian Walcher von Jaguar übergaben dem RedBull-Airrace-Weltmeister einen neuen Range Rover Sport – und das natürlich auch in der passenden Umgebung: nämlich im St. Veiter Schlössl, wo vor 300 Gästen der neue Range Rover Sport erstmals präsentiert wurde. „Garniert“ mit einer hochkarätigen Schmuck- und Modepräsentation durch die Grazer Taditionshäuser Christian Walcher, Hannes Arch und Manfred Bijondic Schullin und Brühl.
Haas goes Ragnitz
Franz Maria Haas mit seiner Frau Tanja (Internistin) und seinen Eltern.
Unter diesem Motto eröffnete der österreichweit bekannte Chirurg Franz Maria Haas sein Zentrum für Plastische Chirurgie in der Privatklinik Ragnitz. Patienten können hier unter einem Dach untersucht,
v.l.: Michael Hessinger (Ärztlicher Leiter), Klaus Weikhard, Franz Maria Haas
operiert und nachbehandelt werden. Das bringt kurze Wartezeiten, individuelle Betreuung und maximalen Komfort. „Präzision und Ästhetik war der Leitspruch für die Ausstattung der neuen Ordination. Jeder Patient sollte sich hier wohlfühlen“, so Franz Maria Haas. Stimmig zum „erlesenen Publikum“ glänzten und buhlten auch die gezeigten Chronometer – Omega, IWC vom Uhrenhaus Weikhard – um die Aufmerksamkeit. 5
Die Sache mit der Schublade
Fotos: Heimo Ruschitz
40 Jahre Opus: Gründungsmitglied Kurt-René Plisnier im KLIPP-Gespräch über das Damals
Vor 40 Jahren waren nicht alle Stegersbacher erfreut über den Krawall, den Opus gemacht haben, wurde ihnen einmal sogar der Stecker aus der Anlage gezogen, damit endlich Ruhe herrschte. Heute applaudieren ihnen die Leute beim Jubiläumskonzert im Heimatort der Band. Von Isabella Hasewend „In der Welt hat sich viel getan in den letzten 40 Jahren: Die Börsenkurse haben sich verändert, die Mauer ist gefallen und, und …, aber wir stehen noch hier auf der Bühne“, ist Herwig Rüdisser im Zuge der Begrüßung vor dem Heimpublikum stolz auf „40 Jahre Opus“. Über zwei Stunden rocken die „alten Herren“ die Bühne, dass sich so manche junge Band ein Stückerl abschneiden könnte. Der Kreis hat sich geschlossen, ist Opus doch vor 40 Jahren in Stegersbach gegründet worden und nun an die Geburtsstätte zurückgekehrt. Es war im Jahr 1973, als sich die gebürtigen Stegersbacher Walter Bachkönig und Kurt René Plisnier mit Ewald Pfleger zur Urversion von Opus formierten. „Wir haben 6
uns im Keller des Hauses der Familie Bachkönig zu regelmäßigen Sessions getroffen und die Leute mit unserem Lärm belästigt“, erinnert sich Kurt-René Plisnier im KLIPPGespräch. „Damals war ich 16 und Musik zu machen hat mir einfach so getaugt, dass ich dann auch Musik studiert habe – wie auch Walter (Bachkönig) und Günter (Grasmuck). Letzterer ist auch Schlag-
In dieser Formation hat man sie schon lange nicht auf der Bühne gesehen: Die drei Gründungsmitglieder von Opus Kurt-René Plisnier, Walter Bachkönig (hat Opus bereits 1980 verlassen) und Ewald Pfleger beim Jubiläumskonzert in Stegersbach.
zeug-Lehrer und unterrichtet. Ich habe mein Studium dann abgebrochen und mich für den Rock’n’Roll entschieden.“ Walter Bachkönig wiederum hatte sich später mehr der Klassik gewidmet und die Band im Jahr 1980 nach der ersten LP verlassen. Anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums stand er wieder gemeinsam mit Opus auf der Bühne. Er gab einige Blues-Klassik-Rock-Nummern aus der Anfangszeit von Opus zum Besten, die vom Heimpublikum euphorisch beklatscht wurden.
Der Welthit Logischerweise auch begeistert aufgenommen wurde in Stegersbach „Live is Life“ – der Welthit von Opus. Eingefallen ist „Live is Life“ Ewald Pfleger am Strand in Ibiza. „1984 gab’s zu unserem elfjährigen Bestandsjubiläum ein Konzert in Oberwart, wo wir Material für eine Live-LP aufgenommen haben und zum ersten Mal diese Nummer gespielt haben. Es war klar, dass es ein Song zum Mitsingen werden sollte, aber dass er dann wie eine Rakete abgehen würde, haben wir vorher nicht erahnen können. Wiewohl auch ein wenig das Schicksal mitspielte, denn genau zum Zeitpunkt, als wir das Lied beim Konzert zum ersten Mal gespielt haben, ist das Aufnahme-Band zu Ende gewesen. Unser Produzent meinte, wenn wir das Lied für die LP haben wollen, müssten wir es als Zugabe noch einmal spielen, was wir dann auch Leadsänger Herwig Rüdisser (li.) ist 1978 zu Opus gestoßen und seitdem Bandmitglied – hier auf der Bühne mit Ewald Pfleger.
KLIPP Sept./Okt. 2013
Pokal für das Retter als „Hotel der Zukunft“ „Das macht mich so stolz, dass alle 68 Mitarbeiter nach dem zweimonatigen Umbau, wo wir natürlich geschlossen hatten, wieder aus allen Himmelsrichtungen verstreut zurückgekommen sind“ – so eine leicht euphorische Ulli Retter. Aber
nur vom Hörensagen kennen: Es liegt am Pöllauberg in der Oststeiermark, nicht direkt im Thermenland, mitten im Naturpark Pöllauer Tal – und ist auch einer der erfolgreichsten und meistdekorierten Tourismusbetriebe der Steiermark.
Ganz können Herwig Rüdisser, Ewald Pfleger, Kurt-René Plisnier und Günter Grasmuck nicht mit der stoischen Ruhe der Shaolin-Mönche des Hotel Larimar in Stegersbach mithalten.
getan haben“, so Kurt-René Plisnier. „Und genau diese Aufnahme war es dann, die zum Welthit wurde. Denn das Publikum klatschte und sang umso euphorischer mit, als wir das Lied zum zweiten Mal als Draufgabe spielten. Ich denke, die erste halbe Aufnahme des Liedes wäre es nicht gewesen, die wäre nicht zum Hit geworden. Schicksal also.“
Segen und Fluch Was dann folgte, ist bekannt: Mit „Live is Life“ stellte sich auch der internationale Erfolg von Opus ein. Plisnier: „Das Lied hat unser Leben sehr geprägt, wir haben ihm viel zu verdanken. Keine Frage. Ich weiß nicht, ob es uns ohne die Nummer jetzt noch geben würde. Wahrscheinlich eher nicht. Wiewohl der Song gleichzeitig Segen und Fluch ist. Denn im Ausland kennen die meisten eben nur diese Nummer, die nicht wirklich eine repräsentative für uns ist, weil wir ja noch andere Musik machen. Aber wir sind da in einer Schublade, aus der wir international so gut wie nie mehr herauskommen. Alles, was nicht so ähnlich klingt, wird von den Leuten gar nicht so wahrgenommen. Die Leute identifizieren uns mit dem Hit.“ Aber hier funktioniert das ja schon. „Ja, in Österreich klarerweise, da hat man uns ja vorher auch schon gekannt.“ Habt ihr von weiteren solch großen Hits geträumt? Plisnier: „Klar. Aber es lässt sich eben nichts erzwingen
KLIPP Sept./Okt. 2013
in diesem Geschäft. Und es ist so, wie es ist. Wir haben viel gearbeitet dafür, dass wir jetzt dort stehen, wo wir sind, aber auch entsprechendes Glück gehabt, sodass wir jetzt wirklich leben können davon und dass es uns so lange gibt.“ Besonders in Erinnerung geblieben ist Plisnier das Open Air „Opus und Freunde“ 1985 in Graz-Liebenau vor 25.000 Menschen. „Das war sicher ein Meilenstein. Anlässlich unseres 40-Jahr-Jubiläums wollen wir von diesem Konzert auch eine DVD herausbringen. Auch ein Meilenstein waren die Konzerte in Chile. Da gab’s ein ganz besonderes Flair. In Südamerika ist das Publikum doch noch etwas anders als bei uns, viel euphorischer. Das war schon sehr beeindruckend.“ Aber klarerweise ist auch das Heimkonzert in Stegersbach etwas ganz Besonderes. „Es freut uns natürlich sehr, dass wir eingeladen worden sind. Wiewohl das Konzert selbst etwas stressiger ist, weil man ja fast jeden kennt und sich nicht so aufs Spielen konzentrieren kann.“ Und noch ein Tipp für Opus-Fans: Opus in der Grazer Oper – am 8. Dezember kommt es heuer bereits zur dritten Auflage des BenefizKonzerts „Tonight at the opera“ zugunsten Karl-Heinz Böhms „Menschen für Menschen“. Kurt-René Plisnier: „Für uns ist das ein ganz besonderer Auftritt. Auf einer Opern-Bühne zu stehen und damit noch Kindern zu helfen – was gibt‘s Schöneres?“
Hermann und Ulli Retter: „Wir bleiben, wie wir sind, nur besser.“
auch deshalb, weil mit dem neuen Sonnenturm, seinen Suiten und 25 Wald- und Wiesenzimmern wieder was Besonderes gelungen ist. In den Suiten gibt’s Lehm-OrnamentWände und einen Sound-LichtPool, wo du sozusagen in deiner Lieblingsmelodie baden kannst. Für jene Klipp-Leser, die das Retter
Ulli Retters Leitspruch: „Wir bleiben, wie wir sind – nur besser.“ Elf Mal ist das Retter zum besten Seminarhotel Österreichs gekürt worden und heuer zum „Hotel der Zukunft“ und mit dem Trigos ausgezeichnet, damit ein Leitbetrieb zum Thema Nachhaltigkeit und Ökologie.
Fuchs & Partner setzt auf Lehrlinge als „Stars“ So manches Unternehmen ist von der Lehrlingsausbildung abgerückt, weil diese halt nur sieben bis acht Monate im Betrieb zur Verfügung stehen und „sie kosten“. „Das nehme ich gerne in Kauf, denn ich krieg das zehn Mal zurück“, schwört Fuchs-&-Partner-Geschäftsführer Rudolf Oberrauter darauf, wie sinnvoll die firmeneigene Ausbildung von Lehrlingen ist. „Und wir bilden sie aus, damit sie bleiben. Fünf waren es bisher, die zur Versicherungskauffrau bzw. zum Versi-
cherungskaufmann ausgebildet wurden. Sie werden von Anfang an stark gefordert, sind schon früh mit Kundenaufgaben konfrontiert und zählen zu den besten Mitarbeitern.“ Worauf Oberrauter besonders stolz ist: „Und alle sind geblieben und arbeiten bei uns.“ Kürzlich wurde Daniela Prettenhofer für ihre ausgezeichnete Leistung bei der Lehrabschlussprüfung mit dem „Stars of Styria”-Award ausgezeichnet.
„Stars-of-Styria“-Award-Verleihung in der Aula der Karl-Franzens-Universität: Sabine Wendlinger-Slanina (WK Graz), Bürgermeister Siegfried Nagl, Rudolf Oberrauter mit seinem Lehrling Daniela Prettenhofer und WK-Direktor Thomas Spann. 7
SPOTS
Vom Gasthof zur Marke
Der Holper weiß, wie es geht
E
r behauptet sich seit 30 Jahren in einer heiß umkämpften Branche: Holper – der Spezialist für Druck und Kopie in Graz, Ecke Glacis/Zinsendorfgasse. Drucken, scannen und kopieren zählen zu den wichtigsten Tätigkeiten in einem modernen Büro. „Im Rahmen einer kostenlosen Analyse erheben wir, wo und wie viel der Kunde druckt, scannt, kopiert oder faxt“, sagt Helmut Holper. „Und aus diesem Ist-Zustand erarbeiten wir dann gemeinsam mit dem Kunden ein maßgeschneidertes Konzept, das echte Kostenvorteile und messbar mehr Effizienz bringt.“ Wie für vieles gibt’s auch dafür eine Abkürzung, und die nennt sich MPS – managed print services. Dass er davon was versteht, das bewiesen dann auch die vielen Kunden, die ihm bei seinem 30-Jahr-Fest die Ehre gaben. „Deren Vertrauen ist ja der Grund, dass es uns schon so lange gibt.“ Begonnen hat er als EinMann-Firma. „Du musst einfach stets bereit sein, Neues am Markt aufzunehmen und den Kunden auch ein entsprechendes faires, zuverlässiges Service zu gewährleisten“, beschreibt Helmut Holper seine erfolgreiche Geschäftsidee, der nicht nur sportlich zu leben versucht, sondern auch kostenbewusst und den seine Kunden auch zu seinem 60er hochleben ließen.
Jörg Martin Willnauer bei der Eröffnung
WK-Direktor Mag. Thomas Spann bei der Ehrung zum 30-jährigen Firmenjubiläum.
Architekt DI Josef Hohensinn
Mitarbeiter-Team: Christoph Pratter, Julia Holper, Marion Strommer, Nadine Kurzweil, Susanne Hödl und Herbert Pieber.
Das Ehepaar Carmen und Christian Hlade (Weltweitwandern).
Fotos: Heimo Ruschitz
SLAPEUOBTTEOSN && MLOETUOTRE
Neueste Drucktechnik, verlässliches Service, 30 Jahre am Markt
Ursula Holper und Dieter Weber (Ankünder). Für jeden Gast sein Porträt als Geschenk.
8
Vorne: Georg Planko (Raika Mariatrost), Steuerberater Mag. Grossek, Fritz Bartelt (Labortechnik), Restaurator Hubert Schwarz und Brigitte Reinprecht.
KLIPP Sept./Okt. 2013
Politische Parteien sind so etwas wie Stämme. Es gibt den Stammeshäuptling, die Weisen des Stammes und die einfachen Stammesmitglieder. Man geht auf die Jagd nach Wählerstimmen und Pfründen und kocht das politische Süppchen am Lagerfeuer. Man schaut, dass die Stammesangehörigen gute
stämmige, die mit den steirischstämmigen Forst- und Landwirten im Landtag mithalten könnten. Der Anteil der Auslandsstämmigen wird größer, in den Volksschulen ist er nicht selten über 90 Prozent. Diese Kinder könnten unsere künftigen Lehrlinge und Facharbeiter sein, weil die Inlandsstäm-
Acht Birnen und hundert Äpfel
Foto: Heimo Ruschitz
Sieg in der Bucht von Kotor Die Zeiten, in denen der Grazer Fotohändler Gösta Pongratz bei Sportwagenrennen schnelle Runden auf den Asphalt knallte Skipper G. Pongratz und dabei spätere Profis, wie Helmut Marko, oft nur seinen Auspuff sahen, sind lange vorbei. Doch der Ehrgeiz, schnell sein zu wollen, ist ihm geblieben. Und den lebt Gösta Pongratz auf dem Wasser aus. Mit seiner Hidra 54 und einer achtköpfigen Crew gewann er überlegen die Klassenwertung beim „1000 Islands Race“ von Rijeka in Kroatien nach Tivat in die Bucht von Kotor. Am Start der 300 Seemeilen langen Regatta waren nur die Besten der Besten, schon aufgrund der enormen Distanz. „Die Ziellinie in Porte Montenegro in Tivat haben wir nach 39 Stunden, einer Minute und 33 Sekunden passiert – und darauf waren wir mächtig stolz“, so der erfahrene Skipper. Damit hatten sie nicht nur ihre Klasse II gewonnen, sondern standen auch in der allgemeinen KLIPP Sept./Okt. 2013
Klasse als zweiter Sieger auf dem Podest. So gab es für einen Volvo Ocean Racer 60, mit weit weniger Gewicht und größer als die Hidra 54 von Gösta Pongratz, erst mehr als drei Stunden später die Zielflagge in Porte Montenegro. Auch das Wetter war nichts für Hobbysegler, gab es doch zeitweise 30 bis 35 Knoten Wind bei Bora und entsprechend hohen Wellengang. Klar, dass die steirisch-kroatisch gemischte Crew ihren Sieg entsprechend feierte, bevor es doch nach einem Ruhetag – da wurde auch fleißig repariert – ins nächste Rennen ging. Und zwar von Kotor zurück nach Rijeka. „Auch da haben wir unsere Klasse gewonnen, sind insgesamt dann Dritter geworden“, lobt Gösta Pongratz sein Team. „Es hätte sogar noch besser sein können.“ Doch in der Nacht riss bei starkem Wind der Spinnaker, sodass die Hidra 54 des Grazers nicht mehr mit voller Segelkraft Richtung Rijeka unterwegs war. Umso mehr freuten sich Skipper Gösta Pongratz und sein Team, dass sie es dennoch auf das Siegerstockerl schafften.
Jobs haben, der Kuchen im Stamm aufgeteilt wird und dass andere Stämme nicht in das eigene Revier eindringen. Dieses Verhalten hat sich seit den Neandertalern nicht wesentlich verändert. Auch in der Steiermark ist das so. Im steirischen Landtag sitzen 56 Stammesangehörige. Sie kommen zum größeren Teil aus den roten und schwarzen Jagdgründen, zum kleineren Teil von anderen Äckern. Die Stammesangehörigen sind im Landtag ohne Ausnahme steirischstämmig, das Auslandsstämmige hat sich bei uns noch nicht durchgesetzt. Anders in nördlichen und südlichen Gefilden, rund um Spree und Rhein und sogar am Tiber. Dort bestimmen immer öfter Regierungsmitglieder aus anderen Stämmen und sogar mit anderer Hautfarbe die Geschicke der Jagdgründe mit. Das grüne Herz Österreichs hat 1,2 Mio. Stammesangehörige, davon sind 90.000 Auslandsstämmige, also in etwa der dreizehnte Teil von hundert. Für die, die lieber in Birnen und Äpfeln denken, sind das acht Birnen unter hundert steirischen Äpfeln. Für einen demokratischen Landtag würde das bedeuten, dass vier Auslandsstämmige dort mitbestimmen sollten. Die Demokratisierung ist bei uns aber noch nicht so weit fortgeschritten, weil das Stammesdenken immer noch stark ausgeprägt ist. Ich bin der Meinung, man sollte Minderheiten stärker unterstützen, weil sie es ohnedies schwer haben gegen die Mehrheit. Ich wäre für je einen türkisch-, kroatisch-, bosnisch-, serbischund deutschstämmigen Vertreter im Landtag. So könnte ein Austausch der Interessen und Denkweisen in Gang kommen. In unserem Revier gibt es sicher tüchtige und fleißige Auslands
migen das aus irgendwelchen Gründen nicht machen wollen. Die Inlandsstämmigen wollen auch aus irgendwelchen Gründen keine Kinder mehr zeugen und der inlandsstämmige Nachwuchs stirbt irgendwann aus. Dann hat sich das Inlandsstämmige von selbst erledigt. Wir brauchen keine Murgondel, keine Nobelimmobilien und keine Ordnungswache. Schon eher brauchen wir gemeinsame Grillplätze für In- und Auslandsstämmige, denn beim Essen und Trinken kommen die Leut’ z’sammen. Wir brauchen Auslandsstämmige, die Deutsch können und eine vernünftige Ausbildung bekommen, dafür sollten die Inlandsstämmigen sorgen. Und es stünde uns Inlandsstämmigen gut an, selbst eine slawische Sprache oder das Türkische wenigstens ansatzweise zu lernen. Das würde einiges erleichtern, nicht nur im Urlaub. Seien wir nicht länger so stur steirischstämmig. Schlüpfen wir einmal in einen schicken Kaftan, den es übrigens im OTTO-Versand ganz günstig zu kaufen gibt. Warum nicht im Kaftan zum Aufsteirern? Unter den Aufsteirernden sind ohnedies bereits viele Auslandsstämmige. Spielen wir nicht länger Muezzin-Spiele im Internet, sondern lassen wir einen echten Muezzin auf unserem Acker singen. Es muss nicht immer Andreas Gabalier sein. Das stammesgefärbte Geheul gegen die Auslandsstämmigen geht einem längst gewaltig auf die Nerven. In unserem Revier ist genug da für alle, die anpacken wollen. Acht Birnen und hundert Äpfel: das sollten wir doch hinkriegen. Bis das freilich alle Inlandsstämmigen kapieren, bin ich vermutlich schon längst in den ewigen Jagdgründen. Reinhard Schuch
9
SPOTS
Grazer segelten in der Adria knapp 40 Stunden durch – der Lohn:
Klicken Sie rein www.klippmagazin.at
Seite 26
NeoStyria-General Mair: Wahnsinnsherausforderung
O R„
V
Du
oV
ov es /S c
hü
tze nh
öf er t
rit
t2
01
5a
b. S
ie gf ri
ed Na gl a
ls
Na glp ro be
LH -K
an
“
di da t
K F s ath St rank v ein rin r k or e r N Ste on Klu arrie groß echt achb ire ach bc re er e H au rin : he . S Po an r, S fin ie lit d, Zit PÖ u in wir La te nd Wie d nd rn Ö n ta vo VP gs r n : wa äc hl hs 20 te 15 r
AU
SG
AB
E
SE
PT. /O
KT.
20
13
Ve
rla
gs
po
st
am
t 80
20
G ra
z
• P.
b.
b.
G Z
02
Z0
33
22
5
M
• 2,
- Eu
ro
online
Diese zwei kreativen Köpfe – die Agentur-Chefs Gerhard Kröll (Madison) und Mario Körbler (Agentur Körbler) – haben mit ihren Teams die neue Homepage für das Steiermarkmagazin Klipp entworfen und programmiert. Jetzt müssen wir von der Redaktion uns bemühen, ebenso kreative Berichte online zu stellen, damit die Homepage tausendfach angeklickt wird. Eine große Herausforderung!
10
KLIPP Sept./Okt. 2013
So hlt wä Wah
lber
ech
POLITIK
1999: 912.056
r ire te
Foto: ORF-Steiermark
S ie
d en
Nach Blaufärbung der Steiermark bei Nationalratswahl – ein Déjà-vu für Rot-Schwarz
tigt
2013: 984.000 e
Nationalratswahl Stimmen 1999
Betroffen, aber sehen keine Fehler in ihrer Reformpolitik: Schützenhofer und Voves
gebunden fühlten in die Fusionspläne. Man werde nicht drüberfahren, versprach das Feldherren-Duo immer jovial. Doch man ließ auch keinen Zweifel, dass am Ende des Tages auch gegen die Bürger in den Gemeinden entschieden wird – „zum Wohle der Steiermark“, wie es stets geheißen hat. Wer in der Politik gegen den Strom schwimmt, der wird es möglicherweise bis zur Quelle schaffen. Dieser führt dort allerdings weniger
Stimmen 2013 210.672 (29,20%) 173.530 (24,10%)
171.855 (23,86%)
243.917 (33,80%)
150.819 (20,94%)
193.381 (26,80%)
Illustration: Christian Wallner
Sie waren so stolz darauf. Franz Voves und Hermann Schützenhöfer haben das gebetsmühlenartig wiederholt, wie zufrieden die Menschen im Lande mit ihrer Reformpolitik sind. Sie neigten dazu, jeden Kritiker abzublocken, nach der Devise: „Wir wissen, was wir tun und wie es geht. Haltet jetzt still!“ – beschreibt ein altgedienter ÖVP-Bürgermeister seinen Eindruck. Hinzu kommt, dass das rot-schwarze Feldherren-Duo durch eine
Feldherren-Duo sucht seine Truppen sündteure Partnerschaft – so nennt man das elegant – die Botschaft über die Gemeindefusionen hinausposaunen ließ ins Land. Und jene, die dagegen Bedenken hatten, kamen auch da und dort in einer Art Feigenblatt-Berichterstattung zu Wort. Streng genommen hätten die Jubelberichte als „bezahlte Regierungswerbung“ ausgewiesen werden müssen. Wie sagte es Peter Filzmaier am Wahlabend: „Die Reformpartner standen in der veröffentlichten Meinung gut da, aber nicht in der öffentlichen Meinung.“ Denn da gab es tausend Straßenproteste mit vielen tausenden Parteianhängern, die gegen die Reformpläne und die Sparbudgets anliefen, weil sie die Hilfsbedürftigsten in der Gesellschaft damit trafen. In den Gemeinden formierten sich Widerstandsgruppen, weil die Bürger sich nicht ausreichend einKLIPP Sept./Okt. 2013
Wasser. Und wer die vorrangigen Wünsche und Anliegen der Menschen nicht erkennt, der muss in einer Demokratie scheitern. Für Franz Voves und Hermann Schützenhöfer war der Wahlsonntag ein klares Signal in diese Richtung. Da nützt es nichts, die Dinge schönzureden und Tatsachen nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen. Man werde die Reformpartnerschaft, sprich deren Vorhaben, mit Sicherheit ins Ziel bringen. Fragt sich nur: Um welchen Preis und mit welchem Nutzen? Der Wähler ist ein kleiner Terrorist – dem einen passt das nicht, dem anderen dies. Und gute Politik ist die Kunst, da eine Balance zu finden, dabei aber nicht oberlehrerhaft und stur aufzutreten. Denn das ist die beste Voraussetzung dafür, dass Wähler abhandenkommen.
Wahlbeteiligung: Nationalratswahl 1999: 80,18 Prozent Nationalratswahl 2013: 75,06 Prozent Grüne 1999: 41.960 Stimmen (5,82 %) Grüne 2013: 75.754 Stimmen (10,52 %) KPÖ 1999: 4.686 Stimmen (0,65 %) KPÖ 2013: 12.937 (1,80 %) Frank Stronach 2013: 71.924 (9,55 %) BZÖ 2013: 28.079 (3,9 %) Neos 2013: 27.567 (3,83 %) Landtagswahl 2010: SPÖ: 253.878 Stimmen (38,26 %) ÖVP: 246.755 Stimmen (37,19 %) FPÖ: 70.708 Stimmen (10,66 %) Grüne: 36.834 Stimmen (5,55 %) KPÖ: 29.231 Stimmen (4,41 %) 11
er St e ir
ie
„Naglprobe“
Trotz des Widerstandes – und das bekunden Voves und Schützenhöfer neuerlich am Wahlabend und angesichts des Wahldesasters – werde man die Reformziele nicht aufgeben. Die Steiermark soll künftig statt 542 nur noch knapp 300 Gemeinden haben. Das könne und wolle er so nicht annehmen, ver-
Nationalratswahl macht klar, wer 2015 Voves als LH und Schützenhöfer als ÖVP-Chef ablösen soll – trotz schlechten Ergebnisses auch in Graz: Siegfried Nagl
„Einen schönen guten Tag, Herr Landeshauptmann“, begrüßt ein Journalist vorlaut den Grazer Stadtchef Siegfried Nagl anlässlich der Spatenstichfeier für den Wohnpark Gösting. Dieser antwortet sinngemäß, leicht belustigt und diplomatisch ausweichend: Er fühle sich als Bürgermeister der Landeshauptstadt wohl. Mehr wissend als ahnend, dass die Zeit – nicht zuletzt aufgrund der Ergebnisse der Nationalratswahl – bald kommen wird.
ren. Eine solche Kampagne hat es parteiübergreifend, gemeinsam von ÖVP- und SPÖ-Bürgermeistern initiiert und getragen, noch nie in der Steiermark gegeben. Über Plakate, Werbematerial und Veranstaltungen hat man bekanntlich zum Boykott bei der Nationalrats-
wahl aufgerufen, weder die SPÖ noch die ÖVP zu wählen. Was blieb Franz Voves und Hermann Schützenhöfer anderes übrig, als offiziell darauf hinzuweisen, die Wähler könnten sehr wohl zwischen einer Landtags- und Nationalratswahl unterscheiden? Hinter verschlos-
steht ein ÖVP-Bürgermeister seinen Parteichef nicht. Die Gemeinden sind völlig autonome Körperschaften. Das müssten die Parteichefs respektieren und daher auch die Abstimmungsergebnisse der Bürger in den Gemeinden oder der Gemeinderäte als demokratische
Niederlage war spürbar Die Wahlprognose eines langjährig erfolgreichen Bürgermeisters aus dem Grazer Umland, die ÖVP werde bei der Wahl das schlechteste Ergebnis ever hinnehmen müssen, wurde wahr. Die Vorzeichen für einen „Warnschuss“, eine Abreibung oder gar einen Denkzettel waren massiv. Nicht zuletzt öffentlich gemacht durch die Gemeindeinitiative, also jene rund 100 Gemeinden, die sich nach wie vor gegen eine Zwangsfusion entschieden weh12
Fotos: Heimo Ruschitz (2), Caritas/ Pierre Payer (1)
So
wä hlt e
nd
senen Türen schäumte man in der ÖVP und SPÖ über den Ungehorsam.
ÖVP-Chef Hermann Schützenhöfer – auch er sieht in Nagl seinen Nachfolger.
Franz Voves und Hermann Schützenhöfer betonten mehrmals: „
KLIPP Sept./Okt. 2013
Versteckte Ankündigung des Rücktritts ÖVP-Landeschef Hermann Schützenhöfer versuchte bei seinen Auftritten, die schlechte Stimmung für Rot-Schwarz wegzureden. Aufhorchen ließ er jedoch mit der Aussage: Er wisse noch nicht, ob er im Herbst 2015 bei der Landtagswahl noch einmal als Spitzenkandidat zur Verfügung stehen werde. Klar, dass jetzt unmittelbar nach der Wahl zum Thema Rückzug aus der Politik völlige Funkstille herrscht. Jede Ansage in der Öffentlichkeit würde Schützenhöfers Autorität als Parteichef und das Gemeindefusionsprojekt der Reformpartner politisch weiter schwächen. Als „Auslaufmodell“ oder mit der Punze des Ablaufdatums versehen würden ihm in der ÖVP, aber auch Franz Voves in der SPÖ, viele die Gefolgschaft aufkündigen. Politische Insider behaupten daher, dass Siegfried Nagl, Hermann Schützenhöfer und Franz Voves dieses Zukunftsszenario in vertraulichen,
mals: „Wenn er geht, dann gehe auch ich.“
KLIPP Sept./Okt. 2013
AK-Präsident Walter Rotschädl
Ohne Voves wird SPÖ 2015 Zweiter Als Bürgermeister der zweitgrößten Stadt Österreichs verfügt Nagl über einen mehr als 90-prozentigen Bekanntheitsgrad in der Steiermark, was einen sparsamen Wahlkampf ermöglicht. Auch damit könnte dann die ÖVP punkten. Weitere Kriterien für einen erfolgreichen Politiker: Er muss sympathisch wirken, was Siegfried Nagl gut kann. Gelingt es ihm, gegenüber den Wählern auch noch als kompetent und in der Sache sicher aufzutreten, dann sollte er bei der Landtagswahl 2015 die ÖVP zur stimmenstärksten Partei machen.
Die ArbeitnehmerInnen tragen die Hauptlast der Budgetsanierung: Allein seit 2009, jenem Jahr, in dem die letzte Steuerreform in Kraft getreten ist, stiegen die Lohnsteuereinnahmen um satte 4 Milliarden auf 23,9 Milliarden Euro (Voranschlag 2013), das sind mehr als 20 %. Hauptverantwortlich dafür ist die sogenannte „kalte Progression“. Sie bewirkt, dass von den BruttoLohnerhöhungen netto nicht mehr viel übrig bleibt.
Dies könnte nur ein Franz Voves verhindern. Er hat aber bereits mehrmals angekündigt, gemeinsam mit Hermann Schützenhöfer aus dem politischen Ring abzutreten. Siegfried Nagl wird im Jahr 2015 dann bereits 18 Jahre in der Politik sein. Sein erstes Briefing als Politiker erlebte Siegfried Nagl in der CSU-Kaderschmiede in Bayern bei einem Kurzbesuch. Dorthin gebracht hat ihn der verstorbene ÖVP-Mandatar Vincenz Liechtenstein, der schon familiär aufgrund seines Onkels Otto von Habsburg immer starke Bande nach Bayern hatte. In der CSU-Kaderschmiede gab es für Siegfried Nagl die ersten Schulungen, was Foto-Posing betrifft oder auch Interviews in Rundfunk und Fernsehen. Das Resümee des Coaches am Ende des Tages: Er, Siegfried Nagl, sei nie um eine Ausrede verlegen gewesen. Und diese Fähigkeit sei für die Politik sehr wichtig.
»Weniger Steuern« Um die kalte Progression in Zukunft wenigstens zu mildern, sollten die Progressionsstufen jährlich an die Inflation angepasst werden. Weiters muss der absurd hohe Eingangssteuersatz von 36 % gesenkt werden. Eine Steuerreform mit diesen Eckpunkten sollte als erstes Projekt einer neuen Regierung umgesetzt werden und nicht erst, wenn das Nulldefizit erreicht ist oder am St. Nimmerleinstag. Als Gegenfinanzierung bieten sich Vermögenssteuern an. Denn zum Unterschied zu den ArbeitnehmerInnen tragen die Vermögenden wenig bis gar nichts zur Finanzierung des Gemeinwohls bei.
Telefon: 05 7799-0 13
COVERSTORY
Fotolia- Gina Sanders
Es war wenige Tage vor dem Wahlsonntag. „Wir werden bis zum letzten Augenblick dafür kämpfen, dass der 3er vorne steht“, hatte der in seiner Außenwirkung überschätzte und mit Vorschusslorbeeren überschüttete SPÖ-Verteidigungsminister Gerald Klug in der Grazer Stadthalle versucht, die Genossen noch einmal zu motivieren. Er war ja der Spitzenkandidat der SPÖ in der Steiermark. Aber weder er noch sein Gegenüber Beatrix Karl, die Noch-Justizministerin, konnten Spürbares bewirken. 26,2 Prozent hatte die ÖVP in der Steiermark 2008 bei der letzten Nationalratswahl erreicht, 29,3 Prozent die SPÖ.
Werbung
Nie eine Chance auf den „3er“ gehabt
aktipp
kleinen Runden schon längst durchgedacht und analysiert haben. Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl scheint für einen Wechsel ins Land bereit zu sein und wartet, bis ihn der Ruf der Landespartei offiziell ereilt: „Sigi, mach du weiter, wir brauchen dich!“ Trotz eines blamablen Ergebnisses bei der Nationalratswahl. Die Nagl-ÖVP stürzte von 33 Prozent (im Vorjahr) auf 17 Prozent ab. Bis zur offiziellen Nominierung werden noch Nebelgranaten geworfen und Außenseiter zu ernsthaften Kandidaten gemacht, wie Beatrix Karl, Kristina Edlinger-Ploder, Christopher Drexler, aber auch Christian Buchmann. Sie alle wissen aber, dass sie gegen Siegfried Nagl in einer Kampfabstimmung keine Chance hätten. Nur mit Nagl stehen die Chancen gut, dass die Steiermark völlig unblutig wieder zum ÖVP-Land wird.
Werbung
Entscheidungen zur Kenntnis nehmen. Kein Wunder, dass es daher in vielen Gemeinden keine gute Stimmung für Rot-Schwarz gibt.
te ire r ie S
So Gott will – in fünf Jahren wird er sich das nicht noch einmal antun
Es gab vielleicht doch einen Grund, am 29. September das Team Stronach zu wählen: aus Protest. Denn noch nie ist ein Kandidat in Österreich so niedergemacht worden, nicht einmal ein bekennender Nazi. Noch dazu, wo Stronach rund 25 Millionen Euro eigenes Geld in den Aufbau seiner neuen politischen Gruppierung steckt. Da es das Team Stronach ins Parlament geschafft hat, gibt’s nun auch Parteienförderung für seine Fraktion. Viele, auch in den Medien, stempeln ihn als „Rappelkopf“ ab, „politischen Tölpel“, über den nur berichtet wird, weil er provoziert, polarisiert und damit unterhält. Selbst Stronachs einwandfreie Auftritte bei Wahlkundgebungen oder im Fernsehen blieben medial unbelohnt. Zu sehr hatte sich bei Journalisten und zunehmend auch bei Wählern ein Bild gefestigt: Der Frank versteht die österreichische Seele nicht, will nicht begreifen,
Denkzettel Auch der Österreicher ist ein Denkzettel-Wähler. Wird er enttäuscht, wählt er „gegen“ und nicht „für“ – in dem Sinn, dass die andere Partei plötzlich so gut geworden sei bzw. eine solch gute Politik gemacht hat. Er denkt nicht so, wie Franz Voves und Hermann Schützenhöfer das gerne hätten. Wird vor Ort keine gute Politik gemacht, dann gibt es die Abstrafung – egal, auf welcher Ebene im Land oder im Nationalrat gewählt wird. Der Wähler spart sich seinen Denkzettel nicht für den übernächsten Stimmengang auf. Das hat sich ja auch bei den Landtagswahlen in den westlichen Bundesländern gezeigt. Da ging’s um die Verfehlungen und Korruptionsfälle der FPÖ in Sachen Hypo. Und sofort wurde die StracheFPÖ dafür abgestraft, wiewohl es in diesen Ländern keine aktuellen Vorfälle gab. Die Bundeshauptstadt Wien 14
wie Österreich funktioniert. Bei jeder Gelegenheit den Funktionärsstaat, die Korruption, die Macht der Kammern und Gewerkschaft zu geißeln, greift beim Österreicher nicht wirklich. So schlecht geht es ihm nicht, blickt er nach Spanien, Italien, Ungarn … Der Einzelne spürt instinktiv, dass mit Frank Stronach – wäre er an der Macht oder hätte er an dieser teil – noch unruhigere Zeiten kommen. Dass die Politik noch stärker zum Spielball der Wirtschaft wird, ohne dass sich der Einzelne dagegen wehren kann. Gemäß Frank Stronachs goldener Regel: „Wer das Gold hat, macht die Regeln.“
Foto: Stronachinstitut
So
wä hlt
en d
Stronachs letzter Kampf
Blitzkarriere zur Klubchefin im Parlament: Kathrin Nachbaur mit ihrem Schirmherr.
ist ein Beispiel dafür, dass so gedacht wird. Die Wiener sind offensichtlich mit Häupls Politik noch immer einigermaßen zufrieden. Ansonsten hätte er bei den Nationalratswahlen sicherlich mehr als zwei Prozent verloren. Weil Franz Voves immer davon spricht, dass die SPÖ in den obersteirischen Städten ihre Kernwähler nicht mehr erreicht, für diese die sozialdemokratische Partei zu wenig attraktiv ist. Da hat er sicher Recht, aber eines sollte nicht übersehen werden: Franz Voves ist seit 2002 an der Spitze der steirischen SPÖ. In dieser Zeit atta ckierte die steirische SPÖ die ÖVP mit Klasnic wegen ihrer Politik, dass sie zu wenige Mittel für die Wähler in den SPÖ-Hochburgen bereithalte. Von 2005 bis 2010 war Franz Voves bereits selbst Landeshauptmann. In dieser Zeit machte die steirische ÖVP Voves das Leben schwer, indem sie ihn ständig attackierte und ihm eine verfehlte Politik vorwarf. Die SPÖ beschloss damals auch den freien Kindergartenzu-
gang für alle steirischen Kinder und weitere Reformen im Sozialwesen. Mit der Reformpartnerschaft nahm Franz Voves diese damaligen Beschlüsse seiner Regierung wieder zurück. Wie glaubhaft ist ein solches Duo für die steirischen Wähler? Es gibt zu viele, die sich diese Dinge gemerkt haben. Jeder hat seinen anderen Grund. Aber unterm Strich kommen dann solche
Weil es Frank Stronach in den USA und Kanada zu Reichtum und Karriere geschafft hat, glaubt er sein gelungenes Berufsleben auch in Österreich zum System machen zu können. Er, der stets von Werten spricht, verschweigt, dass er im Laufe seines Lebens jene Werte oft Ergebnisse heraus, wie am 29. September bei den Nationalratswahlen. Wenn es keine echte Alternative gegeben hätte, dann wäre das Ergebnis weniger dramatisch gewesen. So aber standen mit Frank Stronach und den Neos sogar zwei neue wahlwerbende Gruppen zur Auswahl und auch eine wiedererstärkte FPÖ mit Heinz-Christian Strache.
Reformpartner: Mut? Gemeindefusionen sind da und dort sicher von Nöten, aber ein Klacks im Vergleich dazu, was man auf anderen Verwaltungsebenen zugelassen hat. Man denke da nur an die Feuerwehren – es sind mehr als 740 in der Steiermark: Da gibt’s keine einzige Äußerung darüber, dass die zusammengelegt werden sollten. Ja, die Gemeindefusionen könnten ein indirektes Machtmittel dazu sein. Denn die Feuerwehren kosten das Land jährlich
hunderte Millionen Euro. Logischerweise sind sie als Freiwilligen-Organisation wichtig, doch es ist überholt, schon längst nicht mehr nötig, dass Gemeinden zwischen zwei und fünf, manche sogar bis zu sieben Feuerwehren haben. Aber darüber wollen weder Voves noch Schützenhöfer öffentlich diskutieren. Weil sie den Zorn der rund 50.000 Florianijünger fürchten.
KLIPP Sept./Okt. 2013
So
an Österreich verdient. Und das ist nichts Verwerfliches, aber eine Tatsache. Beide Seiten – sowohl die Arbeitnehmer, seine Beschäftigten, die gute Arbeit leisten, verdienen ihren Lebensunterhalt. Frank Stronach und die Aktionäre verdienen damit aber ganz sicherlich mehr als ihren Lebensunterhalt.
Die Grazerin Kathrin Nachbaur, Frank Stronachs rechte Hand, steht vor einer großen Politkarriere
Ein Vater und seine Tochter Dr. Bernd Nachbaur hat noch nicht ganz realisiert, welchen Karrieresprung seine Tochter gerade dabei ist zu machen. „Ich bin so glücklich und stolz, aber wenn sie nur eine Erfolgsfrau wäre, dann ist das zu wenig. Sie muss ein lieber Mensch bleiben.“ Er hat bereits im Jahre 1999 beim Festakt „100 Jahre Grazer Oper“ die Gelegenheit genützt, seine Tochter Frank Stronach vorzustellen. Dieser lud sie für KLIPP Sept./Okt. 2013
ein Praktikum nach Kanada ein. Kathrin Nachbaur absolvierte ihr Jus-Studium und nahm das Angebot 2001 an. Magna und Frank Stronach zeigten sich von ihrem Talent und ihren Fähigkeiten angetan – sie durfte bleiben. In den folgenden Jahren schaffte es die sportliche, attraktive Steirerin, bis zur persönlichen Assistentin des Magna-Chefs aufzusteigen. In dieser Zeit machte sie auch in einer
r ire te
Wie mit Magna will Stronach zu den Besten gehören, wenn möglich der Beste sein. Der 29. September war für ihn eine Enttäuschung. Ein erfolgreicher Sportler muss nicht automatisch ein guter Trainer sein. So wie auch ein erfolgreicher Geschäftsmann nicht zwingend ein guter Politiker sein muss.
S ie
Einen guten Politiker zeichnet auch aus, dass er zuhören kann und Argumente, Ratschläge anderer ernst nimmt, sich damit beschäftigt. Frank Stronach ist in diesen Dingen nahezu beratungsresistent, wie sogar jene sagen, die ihn schätzen, für ihn arbeiteten, ihm jahrelang gedient haben. Er ist dabei, mit seinen überzogenen Aussagen auch sein Image als legendärer Unternehmensgründer zu zerstören. Und das hat er nun wirklich nicht verdient.
d en
Frank Stronach dient Österreich, sagt er – mag sein, aber er hat auch
hlt wä
und oft „verraten musste“, weil er sonst wirtschaftlich nicht überlebt hätte. Seine ständige Skandalisierung der anderen Parteien, vor allem der SPÖ und ÖVP, aber auch der Grünen – die wollen ja alle nur an den Futtertrog –, lässt beim Außenstehenden nur einen Schluss zu: „Ich bin ok – alle anderen nicht.“ Ob dieser starren Haltung sagten sich 94 Prozent der Österreicher: „Den Typ brauchen wir nicht.“ Es stimmt, dass Frank Stronach mit Magna 12.000 Arbeitsplätze in Österreich geschaffen hat. Dies hat er allerdings nicht als Caritas-Helfer getan, sondern um Magna entsprechende Gewinn- und MarktChancen weltweit zu sichern. Es war eine wirtschaftliche Entscheidung, weil die Voraussetzungen in Österreich besonders günstig sind, die Arbeitskräfte auch die entsprechende Qualifikation mitbringen. Seine und Magnas Investitionen sind also keine Almosen-Aktion, keine Aktion sozialer Nächstenliebe, sondern eine, die der Magna zig Millionen (zulässige) Förderungen brachte und damit ein gutes Geschäft war.
Bernd Nachbaur, selbst Gründungsmitglied im Team Stronach und stellvertretender Landesobmann, mit seiner Tochter Kathrin.
Art Fernstudium ihren Doktor in Jus an der Universität Graz. Das sperrige Thema ihrer Dissertation, sinngemäß: Die Kultur des Aktienrechts im Vergleich zwischen Amerika und Europa. „Meine Frau und ich – wir haben sie nie wo hineingestoßen, hineingejagt. Kathrin war immer wissbegierig“, beschreibt der Vater die Tochter. Bernd Nachbaur war einer der Fachgruppen-Geschäftsführer der Industrie-Sektion in der Wirtschaftskammer Steiermark, dort schied er im Jahr 2007 aus. Seine Selbstbeschreibung: „Ich war immer einer, der das Große und Ganze versucht zu betrachten – und das über den Tellerrand hinaus.“ Mit seinen Ideen sei er sehr oft der Zeit voraus gewesen. Schon in den 90er-Jahren unterbreitete er dem damaligen Landeshauptmann Krainer die Cluster-Idee, die dieser seinem damaligen Sekretär Herbert Paierl weiterreichte. Paierl war es dann später als Wirtschaftslandesrat, der die Cluster-Idee zu seinem politischen Markenzeichen machte. „In der Wirtschaftskammer gab es seinerzeit auch einen Arbeitskreis für mein Kooperationsmodell, aber der wurde nach einem Jahr eingestellt“, so Bernd Nachbaur. Es klingt bei seinen Äußerungen durch, dass er sich mit seinen Ideen oft unverstanden fühlte. Die späten politischen Ambitio-
nen von Frank Stronach, die Bekanntschaft mit ihm und die Karriere seiner Tochter Kathrin sieht er als schicksalshaft. Bernd Nachbaur ist Gründungsmitglied im Team Stronach und stellvertretender Landesparteiobmann. So manches, untertreibt er offensichtlich, im Parteiprogramm von Stronach – ob zur Bildungspolitik oder zum Euro – sei von ihm mitgestaltet worden. Dass seine Tochter nun als Klubchefin im Parlament auch Gedanken und Vorstellungen ihres „Papis“ – Kathrin Nachbaur ist das einzige Kind – in die heimische Politik einbringen wird können, macht ihn stolz. Obwohl die Politik – „das war weder mein Ziel noch Kathrins Ziel, wir sind da fast hineingerutscht.“ Sie habe viel Potential, glaubt der Vater, dass sie auf einem guten Weg ist. Es besteht nur die Gefahr, dass sie zu viel arbeitet und dass ihr Wunsch nach Familie und Kindern durch die Politik erstickt wird. Frank Stronach lehnt Berufspolitiker ja ab. Seine Personalentscheidungen vom einen auf den anderen Tag sind – auch schon bei Magna – berüchtigt, wie das Köpferollen dieser Tage vor Augen führt. Spätestens nach zwei Perioden ist für jeden ohnehin Schluss. Dann wird Kathrin Nachbaur 44 Jahre sein.
15
Architektonische Sensation am Red Bull Ring:
Riesengebäude mit Heckflügel als Wahrzeichen Die verbleibenden harten Wintermonate werden zeigen, ob Red Bull tatsächlich Flügel verleiht. Zumindest drei Wochen vor dem Grand Prix am 22. Juni 2014 müssen die behördlichen Abnahmen für die Neu-, Erweiterungs- und Umbauten am Ring erfolgen. Nicht viel mehr als 200 Tage sind es bis dorthin. Und niemand weiß, was der Winter bringen wird, vor allem nicht, wie viel Schnee und damit einen Baustopp. Ohne die bereits 2007 und danach genehmigten Pläne für den Ausbau des Rings wäre die Durchführung eines Formel-1-WM-Laufs völlig illusorisch. Die Strecke selbst ist Formel-1-tauglich, nicht jedoch die bauliche Infrastruktur. Diese wurde größtenteils bereits damals ebenfalls genehmigt und wird jetzt „konsumiert“. Als „Himmelfahrtskommando“ oder „Mission Impossible“ beschreiben Baufachleute den Zeitdruck. Bei den betroffenen Abteilungen in der Landesregierung, aber auch in der BH Murtal liegen noch keine Anträge für die Großveranstaltung von Red Bull vor. Doch man wisse, dass dort prak-
tisch rund um die Uhr an der Erstellung gearbeitet werde. Ein echter Hingucker verspricht das „Partnergebäude“ mit einem riesigen aufgesetzten Heckflügel auf der Zielgeraden zu werden. Der Heckflügel oder die Schwanzflosse, vom Grazer Architekturbüro Domenig & Wallner entworfen, wird das neue Wahrzeichen für den Red Bull Ring. Es ist bereits im Bau. Das Riesengebäude mit dem Heckflügel wird parallel zur Start-ZielGeraden gegenüberliegend gebaut und wird durch einen zentralen Fußgängertunnel mit der Boxenstraße (Bull’s Lane) verbunden. Die Tribünen sind in zehn Sektoren aufgeteilt und werden über Treppen vom Vorplatz aus erschlossen. Das wirkliche architektonische Highlight ist das Flügelgeschoss. Es wird getragen von den beiden schräg hoch laufenden Stiegen- und Versorgungskernen. Im Flügelge-
schoss befinden sich großräumige Seminar- und Veranstaltungsflächen (z.B. das Mediencenter). Nach Süden mit Lamellen verkleidet und nach Norden zum Ring hin raumhoch verglast wird es von dort eine tolle Panoramasicht über das gesamte Areal geben. Red Bull versichert eines: Es werde bis zum Rennen alles herzeigbar sein, sodass TV-Kameras attraktive Bilder vom Heim-Grand-Prix und seiner Umgebung weltweit übermitteln können. Die Fans aus Deutschland, Italien, der Tschechei, Ungarn werden in Karawanen im Murtal Station machen. Eines gilt auch jetzt schon sicher: Zur Premiere der Formel 1 am Red Bull Ring wird Didi Mateschitz, wie es so schön heißt, keine Kosten und Mühen scheuen, die internationale Prominenz ins Murtal zu locken. Die Steiermark wird in dieser Zeit – und mit ihr natürlich auch die hei-
Nur knapp 200 Tage Zeit bis zur Wiederkehr der Formel 1 am 22. Juni am Red Bull Ring. Ein echter Hingucker wird das neue TribünenGebäude mit einem aufgesetzten Heckflügel, getreu dem Slogan: Red Bull verleiht Flügel.
mischen Medien – über das Spektakel jubeln. Die erwarteten 100.000 bis 150.000 Besucher am Renn-Wochenende werden der Region auch wirtschaftlich guttun. Die Kritiker oder gar Gegner eines Grand-Prix-Rennens werden sich nicht nur wegen des ohrenbetäubenden Motorenlärms schwertun, sich Gehör zu verschaffen.
Foto: GEPA Picture
CHRONIK
CHRONIK
16
KLIPP Sept./Okt. 2013
D
er Name Mayr-Melnhof steht in der Steiermark für Tradition, großen Waldund Forstbesitz und Wohlstand. Dieser Wohlstand und Reichtum war ausschlaggebend dafür, dass die Mayr-Melnhof Holzindustrie mit international 1.700 Mitarbeitern nicht Insolvenz anmelden musste. 87 Millionen Euro Verlust weist die Konzernbilanz für 2012 aus. Damit ist bei einem Umsatz von rund 500 Millionen Euro das Eigenkapital von 60 Millionen Euro praktisch aufgebraucht gewesen. Der Gang zum Insolvenzgericht schien unvermeidbar. Doch das wäre gegen die Familienehre gewesen. Daher schoss Franz MayrMelnhof als 75-Prozent-Eigentümer über seine Industrieholding 15 Millionen Euro und weitere 8 Millionen über seine Privatstiftung zu. Obwohl die Bundesforste als Minderheitsgesellschafter in dieser Phase kein Geld zuschossen, sank ihr Gesellschafter-Anteil nicht. Laut Experten gibt es am europäischen Holzmarkt starke Überkapazitäten. Für sein großes Vermögen sind die Zusschüsse ein
operativ in ihren Unternehmensgruppen tätig. Sie bestellen das Management und da hat Franz
Dividende. Die restlichen 40 Prozent der Karton AG sind im Streubesitz, gehören also privaten Inves-
Schulabschluss zum Forstwirt schaffte er aber in der Forstschule in Bruck an der Mur. Zur Familien-
Schwierige Zeiten für den Baron
Headquarter in Leoben
gehabt. Sein persönlicher Berater in Vermögensfragen ist seit Jugend an der Grazer Universitätsprofessor und Wirtschaftstreuhänder Romuald Bertl. Er ist ein viel beschäftigter und viel gefragter Mann, sitzt auch in den Gremien der MayrMelnhof-Unternehmen. So auch in der Mayr-Melnhof Kar-
Franz Mayr-Melnhof: Forstwirt und Jäger.
schmerzhafter Aderlass, aber in keinem Fall existenzgefährdend. Denn Franz Mayr-Melnhof gehört in die Liga der Superreichen in Österreich, steht auf einer Stufe mit der Familie Meinl, wo ja Julius Meinl V. auch von einem auf den anderen Tag 100 Millionen Euro als Kaution erlegte, damit er nicht ins Gefängnis musste. Doch beide Familien lassen arbeiten. Denn weder Meinl noch Franz Mayr-Melnhof sind als Eigentümer KLIPP Sept./Okt. 2013
toren und Fonds. Von seiner Ausbildung her ist Franz
Foto:www.bene.com
Mayr-Melnhof offensichtlich in den letzten Jahren wenig „fortune“
ton AG, eines der führenden Unternehmen weltweit in dieser Branche. Die Karton AG ist allerdings völlig getrennt von der Mayr-Melnhof Holz Holding AG und schreibt seit 30 Jahren solide Gewinne. Die Karton AG gilt gleichsam als Blue Chip an der Börse. Rund 60 Prozent der Aktien befinden sich im Besitz der Familie Mayr-Melnhof. Franz Mayr-Melnhof selbst gehören nur rund fünf Prozent. Aber auch diese fünf Prozent garantieren eine jährliche Millionen-Euro-
Mayr-Melnhof, 34, Forstwirt. Standesgemäß besuchte er renommierte Privatschulen in England, den
tradition gehört die Jagd. Und Franz Mayr-Melnhof ist ein leidenschaftlicher Waidmann. Es ist keine Überraschung, dass ihn daher das Amt des Landesjägermeisters reizen würde, sollte es ihm von der Jägerschaft einmal angeboten werden. Sein Vater starb bei einem Autounfall mit seinem Ferrari in der Nähe von Tarvis im Jahre 1993. Laut Testament hatte er für einen solchen Fall für seine sechs Kinder eine Vermögensverwaltung eingesetzt. Die Aufsicht oblag dem Vater und Bruder des beim Unfall verstorbenen Franz Mayr-Melnhof. Diese war bis zum 26. Lebensjahr des jetztigen Familienoberhaupts befristet.
Erfolgsmuster für Eurokrisen-Rettungspakete Ein Wanderer kommt in ein Dorf und schaut sich im Gasthaus „Zum Löwen“ ein Zimmer an. Den Übernachtungspreis in Höhe von 100 Euro für zwei Nächte (inklusive Frühstück) händigt er sofort dem Wirt aus, vereinbart mit diesem jedoch ein Rücktrittsrecht: Er, der Wanderer, wolle sich noch im Nachbarort umsehen – gefalle es ihm dort besser, werde er in der anderen Gemeinde ein Zimmer suchen. Nachdem der Wanderer sich wieder auf den Weg gemacht hat, rennt der Wirt zu seinem Getränkelieferanten und begleicht dort seine letzte Rechnung. Der Getränkelieferant seinerseits hat noch Schulden beim Dorfmetzger, und dieser kann sich jetzt an dem 100-EuroSchein erfreuen. Leider muss auch er den Schein weitergeben, denn er hat noch eine Verbindlichkeit beim Wiesenbauern zu begleichen. Auch der Wiesenbauer ist jetzt glücklich, kann er doch endlich seinen um-
fangreichen Bierdeckel beim „Löwen“ auslösen. Am frühen Nachmittag liegt der 100-Euro-Schein also wieder auf dem Tresen des Gasthauses „Zum Löwen“. Der Wanderer kommt zurück. Es tue ihm sehr leid, sagt er, aber im Nachbarort gefalle es ihm besser. Wenn der Wirt bitte so freundlich sei, ihm die 100 Euro wieder auszuhändigen … Der Wirt hat damit kein Problem, ebenso wie die anderen Dorfbewohner. Als der Wanderer den Ort verlässt, feixen alle hinter ihm her, denn das ganze Dorf ist jetzt schuldenfrei. So ähnlich beschrieb der Philosoph Peter Sloterdijk vor einigen Jahren eine „kleine monetäre Idylle“, die im Idealfall auch als Erfolgsmuster für Eurokrisen-Rettungspakete infrage kommen könnte. Oder auch nicht. Quelle: „Das kritische Finanzlexikon“ von Günter Wierichs (Westend) 17
CHRONIK
CHRONIK
CL HE RB OE N I &K L E U T E
CHRONIK Hypo-Desaster War die Notverstaatlichung der Hypo Alpe Adria ein Fehler?
E
s gibt darauf keine einfache Antwort. „Nein, dies gilt allerdings mit der Einschränkung, dass danach und bis heute es zu fatalen Fehlern kam, ein Versagen der Verantwortlichen.“ Bei Straßen, Brücken, Schulen, die der Republik Österreich gehören, im Staatseigentum sind, weiß man, wofür sie da sind. Sie werden ja auch von uns genutzt. Wovon der Steuerzahler nichts hat, das sind Grundstücke, Hotels in Kroatien, welche durch die Notverstaatlichung der Hypo nun auch Eigentum der Republik Österreich sind. Blättern wir zurück ins Jahr 2009. Die Hypo war Ende 2009 konkursreif. Die Bayerische Landesbank als Mehrheitseigentümer drohte, sie in den Konkurs zu schicken. Die Bay-
ern hätten damit einen Verlust von mehr als vier Milliarden Euro hinnehmen müssen, aber dieses Risiko war offensichtlich einkalkuliert. Bei einem Konkurs der Hypo damals wären allerdings für Österreich gewaltige Haftungen schlagend geworden. Das Land Kärnten bürgte damals für 20 Milliarden Euro, bei einem Jahresbudget von nur rund 2 Milliarden Euro! Da Kärnten das Geld für die Haftungen nicht hat – die Expansion der Hypo entsprang dem Größenwahn Haiders und Kulterers –, hätte die Republik sofort einspringen müssen. Aber auch die hatte die 20 Milliarden Euro nicht. Aus dieser Perspektive war die Notverstaatlichung richtig, weil ein Konkurs der Hypo auch die anderen Hypo-Banken – sie bilden ja einen Verbund – in eine Notlage gebracht hätte und auch die Raiffei-
sen-Gruppe, die ja wiederum am Hypo-Verbund beteiligt ist. Was allerdings zu hinterfragen ist: Dass bei der Übernahme von den Bayern Pröll und Kollegen im Verhandlungsmarathon einen sehr geringen Nachlass ausverhandelt haben. Die Republik Österreich verpflichtete sich ja im Dezember 2009, an die Bayern 2,5 Milliarden Euro in mehreren Tranchen zurückzuerstatten. Das größte Versäumnis in der Folge: Das neue Management der Hypo Alpe Adria hätte sofort versuchen müssen, die Bank umgehend zu redi-
Mehr Umsatz trotz unsicherer Marktlage Das sehr Erfreuliche vorweg: Ertragreich ist zudem die Entwicklung in China, wo Binder+Co ein Werk errichtet und heuer bereits 18 Einzelmaschinen mit einem Volumen von vier Millionen Euro verkaufte – dort kann näher am Kunden produziert werden. „Würden wir große Maschinen in Gleisdorf herstellen, entstünden zu hohe Transportkosten“, betont Direktor Karl Grabner. Die Gleisdorfer Firma Binder+Co (Spezialist für Aufbereitungs-, Umwelt- sowie Verpackungstechnik) konnte ihren Umsatz im 1. Halbjahr 2013 um 23,4 % steigern. Das Betriebsergebnis blieb allerdings mit EUR 18
2,3 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Nach Aussage von Vorstandsdirektor Karl Grabner sollen die Ziele für 2013 dennoch aufrechterDie Chefetage von Binder+Co (Jörg Rosegger und Karl Grabner) bleibt ihrem Leitspruch – „an morgen denken“ – treu.
halten werden. „Wir versuchen an das 2012er-Ergebnis anzuknüpfen, da das Einzelmaschinengeschäft generell gut läuft. Unsicher zeigt sich dagegen das Anlagengeschäft in Europa, da kämpfen wir mit Preisdruck“, erklärt Grabner. Unterschiedlich laufen auch die Geschäfte der einzelnen Tochterunternehmen: Die Comec-Binder-Tochter in Italien etwa leidet unter Investitionsmangel. „Dafür ist die Situation in Australien und Nordafrika momentan leichter“, so Karl Grabner.
mensionieren. Im Klartext: Zumindest ein Viertel der Belegschaft wäre Schritt für Schritt abzubauen gewesen, drei von fünf Filialen hätten geschlossen werden müssen. Also ein geordnetes Zusperren der Hypo Alpe Adria. Das ist aber unterlassen worden. Zugegeben, es hätte kurzfristig 2000 Arbeitslose mehr gegeben, aber die Kosten, die jetzt auf die Republik zukommen, dürften ein Vielfaches betragen. Ein weiterer Fehler war die Bestellung von Johannes Ditz zum Aufsichtsratschef. Er posaunte damals
Schon mal was g Bei der Abkürzung „Piwi“ handelt es sich weder um einen Begriff aus der Wirtschaft noch um eine exotische Vogelart. „Piwi“ steht als Kürzel für pilzwiderstandsfähige WeinRebsorten. Die Wein-Versuchsstation Haidegg in Graz-Ragnitz hat auf diesem Gebiet in 30-jähriger Forschungsarbeit Kreuzungszüchtungen von herkömmlichen europäischen Weinsorten mit extrem widerstandsfähigen Weinsorten aus Amerika bzw. Asien vorgenommen und kürzlich dazu ihre Ergebnisse präsentiert. „Die Resultate sind beeindruckend. Die ‚Piwi‘-Rebsorten reduzieren den Einsatz von Pflanzenschutz und sorgen außerdem für risikoKLIPP Sept./Okt. 2013
CL HE RB OE N I &K L E U T E
Start für neuen Wohnpark in Graz-Gösting
Werner Gröbl weiß, wie es geht sinngemäß: Das stört uns nicht, wir werden die Dinge aufarbeiten und schreiben dann schon zwei Jahre später wieder schwarze Zahlen. Eine fatale Fehleinschätzung. Spätestens Mitte 2010 hat man aufgrund der Bilanzdaten erkennen können, dass die Bank praktisch tot ist. Es gab zu diesem Zeitpunkt auch keine ernsthaften Interessenten. So musste sich die Hypo das fehlende Kapital von der Republik leihen. Damit heizte man aber auch den mit Banken ohnehin schon überbesetzten innerösterreichischen Wettbewerb an. Es scheint, dass ÖVP und SPÖ in diesem Fall einen regelrechten Aufstand in Kärnten befürchteten. Auch der spätere Hypo-General Kranebitter sah sich nicht wirklich in der Rolle des Redimensionierers und betrachtete die Bank nicht als eine, die in Konkurs geht. Also kein radikaler Schnitt, keine Marktbereinigung, kein Personalabbau, sondern weiterhin mit 8.000 Beschäftigten großprotzig weiterfahren, auch weitere riskante Kreditgeschäfte eingehen. Nur zwei Beispiele: Die Alpine, wo weitere 50 Millionen Euro in den Sand gesetzt wurden, oder das Un-
Früher, vor Jahren, da hatte er in seinen Möbelhäusern (Gröbl Möbel) den Kunden das Innenleben für ihre Wohnträume verkauft. Mit seinem ersten großen Bauprojekt in Sachen Wohnen, dem Wohnpark GrazGösting, bietet er nun gleichsam die „Hülle“ für die Wohnträume. Von der Garçonnière mit Terrasse, Balkon über die Gartenwohnung bis zum Penthouse mit Sonnenterrasse (549.000 Euro) wird es alles geben. Beim Spatenstich mit Bürgermeister Siegfried Nagl betonte dieser, dass durch die Nähe zum Zentrum, die Natur vor der Tür, also mitten in Graz, die Stadt dieses Projekt sehr begrüßt. Weil auch die Nahversorgung und die gute Verkehrsanbindung dazu beitragen. Darauf stießen die Gäste bei der Feier auch mit dem Bauherrn Werner Gröbl und seiner Lebenspartnerin Karin Gut-
ternehmen Griffner Haus, das unter seinem Schuldenberg wie ein Kartenhaus zusammengefallen ist. Mit den zwei Exministern Johannes Ditz und Rudolf Scholten im Aufsichtsrat sicherte die Politik das Vorhaben ab: „Wir wollen weiterhin große Bank spielen.“ Genau dort liegt das politische Versagen. Der Aufsichtsrat hätte mit Experten besetzt werden müssen, die ein solches Spiel, eine solche Strategie nicht zugelassen hätten. Jetzt sitzt mit Klaus Liebscher ein Mann im höchsten Gremium der Hypo, in dessen Zeit als Finanzmarktaufsicht die Bilanzfälschungen passierten. Damals passierte nichts. Hoffentlich passiert nun etwas. PS: Zwei Jahre lang verhinderten die österreichischen Gremien der Hypo Alpe Adria mit fadenscheinigsten Argumenten, dass die gen der Liechtensteiner Tochter nehmen konnten. Dort, wo hunderte Millionen Euro durch kriminelle Aktivitäten versickern. Erst vor zwei Monaten gab man nach. Jetzt, da die Festplatten gelöscht sind und die Spuren sich irgendwo im Steuerparadiesen verlieren.
KLIPP Sept./Okt. 2013
Foto: Harry Schiffer
LR Johann Seitinger zeigt sich von steirischer Wein-Pionierarbeit begeistert.
schi an. Das Paar: „Wir bauen ein Dorf, in dem wir Menschen die Möglichkeit geben, sich wohl zu fühlen. Die Wohnungen im Herzen von Graz sind insbesondere für Eigennützer, aber auch für Anleger bestens geeignet. Ein eigener Lebensmittelmarkt, ein Bäcker, betreutes Wohnen und eine Arztpraxis werden dazu beitragen.“
Tenniscamps 2014 – die Vorbereitungen laufen …
Ermittlungsbehörden Einsicht in die Unterla-
s gehört von „Piwi“? minimierte Arbeit in oftmals steilen Hanglagen“, so der zuständige LR Johann Seitinger. Gerade in einer Zeit, in der der ökologische Weinbau an Bedeutung gewinnt, dürften derartige Züchtungen eine zukunftsweisende Rolle spielen. Besonders beeindruckt zeigt sich Seitinger von der Qualität. „Die ‚Piwis‘ haben anhand der Forschungsarbeit das Niveau unserer altbekannten Rebsorten erreicht. Bei Blindverkostungen wurde mehrfach bewiesen, dass ein Unterschied nicht mehr zugeordnet werden kann.“ Der beste Beweis dafür sind die Züchtungen Bronner, Cabernet blanc, Johanniter oder Muscaris.
v.l.: Werner Gröbl, Karin Gutschi, ganz rechts: Bürgermeister Siegfried Nagl.
Die Vereine in Österreich machen ihre Anlagen winterfest, die Tennisspieler ziehen sich in die Tennishallen zurück. Die TenniscampVeranstalter aber sind ihrer Zeit bereits voraus und haben die Programme für die Saisoneröffnung 2014 schon fertiggestellt. Wagner Tennis präsentiert sein umfangreiches Angebot an Tenniscamps im soeben neu erschienenen Katalog. Alle Kunden und auch die Besucher des Stadthallenturniers in Wien können bereits jetzt aus den schönsten Regionen Istriens zwischen Pore, Pula, Rovinj, Vrsar, Umag und Medulin ihre Wunschdestination für die Saisoneröffnung 2014 auswählen. Das Angebot ist umfangreich. Ausgezeichnet gepflegte Tennisanlagen in einer schönen Landschaft direkt am Meer, ein hervorragendes Tennislehrerteam und ein Hotel- und Appartementangebot, das keine Wünsche offenlässt, stehen bereit. Gäste wählen zwischen Wochencamps (7 Tage) und
Campweekends (4 Tage) mit unterschiedlichen Tennisprogrammen im Gruppen- und Einzelunterricht oder buchen nur Hotel und Tennisplätze. Familienfreundlichkeit ist eine besondere Stärke von Wagner Tennis. Kinder und Jugendliche trainieren gratis oder zu stark ermäßigten Preisen. Die Vorsaison ist eine ganz besondere Zeit in Istrien und für Tennisspieler der ideale Ort, um sich schon ab März auf ausgezeichnet gepflegten Tennisanlagen im Freien auf die Saison vorzubereiten. Katalog & Infos Wagner Tennis Reiseagentur GmbH Tel. 0043/3127/42-1-25 Fax 0043/3127/42-12-54 E-Mail: office@wagnertennis.at www.wagnertennis.at 19
Ex-GAK-Präsident Svetits will Entschädigung für U-Haft
F
ußballmanager Peter Svetits hat beim Zivilgericht Graz die Republik Österreich auf Schadenersatz für seine U-Haft geklagt. Weil er davon ausgeht, dass ihn Staatsanwalt Winklhofer ungerechtfertigt in U-Haft nehmen ließ. Mit ihm war die ehemalige GAKGeschäftsträgerin bei einem Treffen der beiden festgenommen worden und sie landete ebenfalls in UHaft. Sie kämpfte dagegen an und bekam vom Oberlandesgericht Graz Recht, dass die U-Haft gesetzwidrig war. Svetits hat seinerzeit gegen die U-Haft keine Beschwerdeklage geführt. Vom Richter bei der ersten Verhandlung am 11. September dazu befragt, gab er keine Begründung an. Aber wie bei der GAK-Geschäftsträgerin habe auch bei ihm keine Verdunkelungsgefahr bestanden. Seine Annahme, man wollte ihn vielmehr mit der UHaft geständig machen. Dies gehe
Kunsthalle Leoben:
Faszination Schädel – der Kult um den Kopf
Foto: Freisinger
CL HE RB OE N I &K L E U T E
CHRONIK
Außergewöhnliche Inszenierung, 300 Ausstellungsobjekte von 40 Leihgebern, einmalig in Österreich, zahlreiche erstmals in der Öffentlichkeit gezeigte Schädelfunde und Kopfpräparate – diese Schlagworte sind bezeichnend für die kulturhistorische Ausstellung in der Kunsthalle Leoben. Noch bis 1. Dezember ist diese außergewöhnliche Präsentation täglich von 9–18 Uhr zu besichtigen. Kunsthalle Leoben, Kirchgasse 6, www.schaedelkult.at Tel.: 03842/ 40 62-408 20
Klarerweise zuversichtlich: Peter Svetits (re.) mit seinem Anwalt Andreas Öhler.
aus den heute zugänglichen Protokollen der abgehörten Telefonate hervor. Es sei in der Justiz zu einem zwischen Staatsanwaltschaft und Gericht abgestimmten Vorgehen gekommen. Die Exgeschäftsträgerin des GAK hatte zur selben Zeit ein Verfahren wegen Betrugs in der Höhe von 250.000 Euro am Hals. Sie wurde aber durch ein umstrittenes Gut-
achten und von Juristen stark kritisiertes Verfahren überraschend dann zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt. Üblicherweise gibt es für Betrug in dieser Höhe in jedem Fall eine Haftstrafe. Eine unbedingte Haftstrafe hätte aber dazu geführt, dass ihre Glaubwürdigkeit quasi als „Kronzeugin“ gegen ehemalige GAK-Präsidenten im laufenden GAK-Verfahren ganz stark in Zweifel gezogen worden wäre. Zumal sie bis zum Auffliegen ihres Betrugs, mit dem sie ihren späteren Arbeitgeber geschädigt hat, nicht explizit gegen die früheren GAKFunktionäre ausgesagt und diese beschuldigt hat. Der Richter Peter Wlattnig hat bei der ersten Verhandlung klargemacht, dass er keine strafrechtlichen „Bewertungen“ zum GAKVerfahren vornehmen wird. In einem Strafprozess muss das Gericht
ja dem Angeklagten seine Schuld nachweisen, bei einem Zivilverfahren ist es umgekehrt – da muss der Kläger den Wahrheitsbeweis für das schuldhafte Verhalten, in diesem Fall der Republik, antreten. Dazu müssen natürlich Teile aus den umfangreichen GAK-Akten herbeigeschafft und vorgelegt werden. Aus diesen muss dann herausgefiltert werden, ob die Staatsanwaltschaft beim damaligen Wissensstand über die Aktivitäten und Rolle von Peter Svetits als GAKPräsident noch davon ausgehen konnte, dass Verdunkelungsgefahr bestand. Svetits und die Ex-GAKGeschäftsträgerin waren ja bereits mehrmals einvernommen worden. Sollte das Gericht den Standpunkt von Svetits teilen, dann hätte das möglicherweise Auswirkungen auf das bevorstehende Strafverfahren gegen die ehemaligen GAK-Funktionäre. Diese hätten dann einen Beleg dafür, dass der ermittelnde Staatsanwalt Winklhofer nicht mit der nötigen Objektivität bei seinen Erhebungen vorgehe, die aber laut Strafprozessordnung gefordert sei.
Ein Zaubergarten für Lannach Obwohl sich seine Landgemeinde zu einer florierenden Industriegemeinde gewandelt hat, weiß der Lannacher Bürgermeister Josef Niggas – er kommt selbst aus dem Bauernstand –, was der Mensch anstrebt. „Das Wichtigste im Leben ist der Umgang miteinander und der Natur. Jeder von uns möchte Harmonie“, so Josef Niggas. Daher war er sofort für die Idee offen, in Lannach das Projekt eines Zaubergartens zu unterstützen. Projektleiter ist der Buchautor und Journalist Peter Steffen. Der Zaubergarten ist eine nach der Philosophie von Sepp Holzer gestaltete Permakultur-Anlage. Diese kennt keine „Schädlinge“, sondern ausschließlich nützliche Tiere, die als Teil der Anlage in der Symbiose der Natur ihren fixen Platz einnehmen. Chemie, Spritz- oder Pflanzenschutzmittel sind ein absolutes No-
Peter Steffen (mit Hut), Ehepaar Niggas, Bürgermeister Josef Niggas hoffen auf viel Interesse.
Go. Der erste Teil des Zaubergartens Lannach ist nun eröffnet und kann noch bis Ende Oktober jedes Wochenende „begutachtet“ werden. Er ist das einzigartige Projekt eines Erlebnisgartens mit vielen überraschenden und ungewöhnlichen Ideen. Der Garten wird auch Künstlern und Kunsthandwerkern die Möglichkeit bieten, ihre Arbeiten und Produkte dort vorteilhaft innerhalb einer Naturkulisse zu prä-
sentieren. Peter Steffen: „Die Besucher erhalten bei uns mit dem Eintrittspreis, wenn gewünscht, auch eine Beratung. Als blühendes Paradies wird der Zaubergarten das erste Mal im Frühjahr 2014 bewundert werden können. Betreiber der Anlage ist der Verein ,Anastasia Zaubergarten Lannach‘ in Zusammenarbeit mit dem Gasthof Niggas, auf dessen Grund der Erlebnisgarten Platz gefunden hat.“ KLIPP Sept./Okt. 2013
Machen anspruchsvolle Architektur erst möglich ass das im Bau befindliche Styria Headquarter in Graz, der Tower am Flughafen Wien „hält“ (was er verspricht), die „Tragwerke“ auf Generationen hinaus „sicher stehen“, dafür sind Ziviltechniker verantwortlich. Im konkreten Fall sind das jene des Grazer Büros Thomas Lorenz. Er gönnt den Architekten bei auffälligen und spektakulären Bauwerken den Platz an der Sonne, sieht aber die Leistung der Statiker, der Techniker, insgesamt der Ziviltechniker, noch nicht ins rechte Licht gerückt. „Und das schmerzt doch“, so Ziviltechniker Thomas Lorenz. „Denn erst die Zivilplaner sorgen dafür, dass anspruchsvolle Architektur auch Realität werden kann. Wir erstellen das Tragwerk, das Skelett, berechnen die Dinge.“ Mit seinem Bauingenieurbüro sind Lorenz und sein Team auf Projektsteuerung, Bau- und Kostenmanagement spezialisiert. „Wir haben Partnerschaften mit Architekten, die bestens funktionieren – ob das nun eben der Medcampus in Graz ist, die Koralmbahn in bestimmten Abschnitten, das neue Landespolizeikommando, das Unternehmen Paar in Graz-
Straßgang oder die Twin Towers in Wien. Das sind alles technisch anspruchsvolle Projekte, da müssen die Bauingenieure in der Konzeption gut sein, einen guten Zugang zu den Materialien haben, praktisch
Fotos: Foto Meister, www.foto-meister.at
D
Stolz auf das tolle Arbeitsklima im Team (v.l.): Markus Pein, Roland Reichl, Nikolaus Obermayer, Jürgen Kraker, Martin Pramhas und dahinter Thomas Lorenz. Thomas Lorenz: „Müssen als Ziviltechniker versuchen, unsere Leistung noch mehr ins rechte Licht zu rücken.“
das Innenleben des jeweiligen Projektes genau voraus berechnen. Ob es nun in einem Fall riesige Spannweiten sind oder Betondecken, die Akustik – einfach die Machbarkeit muss von den Bauingenieuren geprüft und umgesetzt werden.“ Rund 700 Aufträge haben Lorenz und sein Team in den zehn Jahren seit der Gründung abgewickelt. „Als ich mich im Jahr 2003 entschloss, selbstständig zu werden und ein eigenes Büro zu eröffnen, wusste ich noch nicht, was mich erwarten würde. Mut machte mir damals der große Auftrag für den Flughafento-
wer Wien und die Unterstützung von Nikolaus Obermayer, der von Anfang an als erfahrener, engagierter Partner dabei war. Wir haben schöne Erfolge gefeiert, es ist aber auch viel Schweiß geflossen und wir haben so manche Nächte durchgearbeitet. Gerade die Herausforderungen, die wir dabei gemeistert haben, haben uns zu dem gemacht, was wir jetzt sind: ein starkes, ehrgeiziges Team“, lobt er anlässlich der 10-Jahres-Feier im eigenen Bürohaus in der Raiffeisenstraße in Graz. Im Laufe der Zeit ist das Team auf 40 Mitglieder angewachsen. „Wir haben noch noch viel vor. In Brasilien, Russland
und Saudi Arabien haben wir u.a. Projekte bearbeitet. In Zukunft werden wir uns auch fachlich erweitern und noch stärker als ganzheitlicher Projektbetreuer auftreten.“ Und was wichtig ist: „Die Auslastung ist gut. Wir geben 200 Angebote pro Jahr ab und schaffen 100 Aufträge“, so Thomas Lorenz. Er selbst sieht sich als Generalist in seinem Team. Das Rüstzeug dafür hat er sich im Büro seines Vaters angeeignet, das er nach sieben Jahren verlassen hat, wie das halt so ist. Ein starker Vater und ein ehrgeiziger Sohn gehen dann oft getrennte Wege.
„Dürre Ernte“ Trockener Sommer machte Grünland- und Rinderbauern zu schaffen – Ruf nach Versicherungsschutz wird laut. Erst unlängst sorgte am Agrarsektor die Debatte rund um die Almbzw. gemeinsame Agrarpolitik für Unmut. Nun wird aufgrund der Dürreperiode des vergangenen Sommers eine Diskussion um finanzielle Entschädigungen entfacht: Bisweilen wurde die Obersteiermark von massiver Trockenheit verschont, jedoch veranschaulichte der Sommer 2013 noch nie da Gewesenes. Aufgrund der Hitze sowie mäßiger Heuernten fühlen sich Rinder- und Grünlandbauern im Murtal von der eiKLIPP Sept./Okt. 2013
genen Standesvertretung zum Teil im Stich gelassen. Einige davon fordern durch den steirischen Agrar- und Umweltclub eine „gerechtere“ Vergütung bei Dürreschäden. Nach Angabe des Sprechers des Steirischen Agrarclubs, Michael Puster, nehme die Landwirtschaftskammer Einfluss auf die zuständige Hagelversicherung. „Die Grünland- und Rinderbauern haben in der Hagelversicherung – dort sind auch Dürreschäden verankert – keinen Delegierten, der sich für ihre Bedürf-
nisse starkmacht. Für Ackerbauern gilt eine Regelung bei Dürreschäden, allerdings nicht für Grünlandbauern. Diese erlitten erhebliche Ernteeinbußen und mussten zum Teil sogar RinderNotverkäufe verzeichnen“, betont Puster. Seit 2013 sitzt in der Österreichischen Hagelversicherung kein Grünland-Delegierter mehr, eine Nachnominierung sei zwar angeblich möglich, aber lediglich in Beraterfunktion. Nachdem eine
„Da gibt‘s fast kein Heu“, so Michael Puster vom Agrarclub (2.v.r.). Er fordert für Rinder- und Grünlandbauern eine Entschädigung bei Trockenheit.
Unterschriftenaktion eine Änderung bei den Delegierten herbeiführen hätte sollen, fordert der Steirische Agrarclub nun eine Kooptierung eines steirischen Rinder- und Grünlandbauern in die Delegiertenversammlung. Eine Entscheidung soll bei der kommenden Vorstandssitzung fallen. 21
CL HE RB OE N I &K L E U T E
Ziviltechniker Thomas Lorenz bei 10-Jahr-Feier:
CHRONIK
Frank war mein Vorbild Die guten Erfahrungen des Grazers Michael Vieltorf mit Kroatien: Aus 12 wurden 240 Mitarbeiter „Du sollst nie dein ganzes Gewand auf einen Kleiderhaken hängen“, philosophiert Michael Vieltorf beim Klipp-Gespräch und blickt dabei aus seinem Bürofenster hinaus auf das Feld, wo er seine nächs te Produktionshalle in die Höhe ziehen wird. Den Spruch seines Großvaters beherzigt der steirische Industriemanager, Maschinenbauer und Eigentümer der Ferrotechnik Maschinenbau GmbH.
tingent sei durch Magna schon ausgeschöpft.“ Da riet ihm ein langjähriger Mitarbeiter, doch nach Sveti Martin im Dreiländereck Ungarn/Slowenien/Kroatien zu gehen – rund 150 Kilometer von Graz. Dort gab es ausreichend Facharbeiter, aber keine Industriebetriebe mehr. Die Arbeitslosigkeit war also ungeheuer hoch. „Es wird keine Probleme bei der Ansiedlung geben“, sagte der Bürgermeister bei Vieltorfs erstem Besuch. Und so war es. Ein halbes Jahr später stand er bei der Eröffnung der neuen Betriebshalle und dachte sich: „Um Gottes willen. Wie werde ich die voll bekommen?“ Er begann mit zwölf Mitarbeitern. „Ein halbes Jahr später habe ich bereits mit dem Bau der zweiten Halle begonnen. Es war völliges Neuland für mich“, blickt Vieltorf zurück. Die Kroaten hiel-
Seine Erfolgsgeschichte ist der Beweis dafür, dass die Kroaten mehr können, als Urlauber an der Adria zu bedienen oder gute Sportler auszubilden. Michael Vieltorfs Erfolgsgeschichte beginnt in Graz. „Wir waren früher in der WaagnerBiro-Straße gewesen, haben Bagger repariert und als Maschinenbauer Ersatzteile dafür hergestellt.“ Das Geschäft lief nicht mehr gut. Die SGP (Simmering Graz Pauker) begann damals, die Fertigung für die Drehgestelle in der Triebwagenfertigung auszulagern mit einer Firma in Marburg (Slowenien). Doch die funktionierte nicht. „Das war unser Glück. Damit erhielten wir einen noch größeren Auftrag“, so Vieltorf. Doch er fand in Graz nicht die entsprechenden Arbeiter und das AMS verwehrte ihm, dass er Slowenen oder Kroaten beschäftigte. „Die haben gesagt, das Kon22
„Wir sind breit aufgestellt“ Michael Vieltorf hat sein Unternehmen, den Spruch seines Großvaters beherzigend, breit aufgestellt. Er fertigt für Siemens Drehgestelle, für die Energiewirtschaft Gehäuse für Windkrafträder, Hydraulikanlagen für Sandvik Mining, Drahtziehanlagen für die Voest. Über seinen neuesten Produktions-
Fotos: Heimo Ruschitz
Aus Graz „vertrieben“
ten ihre Vereinbarung und die Produktion der Drehtriebgestelle lief von Tag zu Tag besser an. „Ich hab gesagt, ich mach alles, aber ihr dürft mich nur nicht behindern.“ Und dabei ist es geblieben. In Sveti Martin beschäftigt Vieltorf in seiner Tochtergesellschaft Te-Pro mittlerweile rund 210 Leute und wird in den nächsten Monaten, wie gesagt, noch eine neue Halle dazubauen, sodass dann 260 Mitarbeiter mit ihren Familien ihr Auskommen finden werden.
Von Te-Pro in Sveti Martin, hochwertiger Zylinder „made in Croatia“: bereit für den Export.
zweig sagt er: „Wir machen Betonsteinformen für das Gießen von Betonsteinen. Dafür brauchst du Formen wie beim Kuchenbacken.“ Da die Formen nur wenige Wochen halten, ist der Bedarf groß. „Da wir Zulieferer für die Maschinenhersteller sind und mit den Formen deren Probleme lösen – wir bauen keine Maschinen selbst –, sind wir ein attraktiver Partner. Wie halt Frank Stronach zum Beispiel für die Autoindustrie – er baut auch keine eigenen Autos.“
„Brauche keinen Ferrari“ Und wäre dieser Erfolg auch in Österreich möglich gewesen? Michael Vieltorf überlegt kurz: „Nein, denn du hast hier andere Rahmenbedingungen. Es gibt in Kroatien nur zwölf Gehälter, die Leute arbeiten 44 Stunden und haben drei Wochen Urlaub. Ein guter Facharbeiter erhält rund 600 Euro. Das kannst du in Österreich nicht schaffen. Und die Qualität, die wir liefern, ist mit der in Österreich vergleichbar.“ Zur Gefahr, dass Siemens oder seine anderen Kunden ihn so unter Druck setzen, dass er die Aufträge verliert: „Die sehe ich nicht, denn wir haben so viel Know-how in der Vorfertigung.“ Und dass die Mitarbeiter, weil sie dort mehr verdienen, nach Österreich bzw. in die EU wollen? „Die Kroaten sind zwar auf der ganzen Welt verteilt, aber sie sind auch sehr heimatverbunden. Und wir bieten ein gutes soziales Umfeld. Wir versuchen, nicht als österreichische Raubritter aufzutreten. Ich investiere meine Gewinne alle wieder in die Region. Ich brauche keinen Ferrari und mein Gewicht sagt mir, ich darf ohnehin nicht mehr essen.“ Michael Vieltorfs Drehgestelle, die er, wie gesagt, für Siemens fertigt, gehen in die ganze Welt – nach China, sie sind in der Londoner UBahn und durch Sandvik Mining ebenfalls weltweit im Einsatz. Sein Erfolgsgeheimnis im Maschinenbau: „Du brauchst die richtigen Maschinen für das richtige Produkt. Ich investiere da ständig und wir sind als Fertiger Kosten- und TechKLIPP Sept./Okt. 2013
Und was ist sein Ziel für diesen Standort? Vieltorf: „Wir möchten bis zu 600 Leuten hier Arbeit geben.“ Er ist seit dem 26. Lebensjahr selbstständig. „Ich habe die Firma von meinem Vater übernommen,
Fertigung von Fahrwerkteilen für Siemens
war völlig allein und habe immer davon geträumt, einmal eine große Firma zu haben. Das hat mich fasziniert und heute erfüllt es mich mit Zufriedenheit, 250 Familien, wenn man so will, zu ernähren. Mein Vorbild war immer Frank Stronach als Werkzeugmacher. Ich bin kein Börsenhai oder Immobilienschacherer. Das Produkt, das ich mache, das muss ich lieben können – dann kommt der Erfolg von selbst“, ist Vieltorf überzeugt. „Im Grunde ist es egal, was du da machst.“ Die Zukunft, so wie er sie sieht: „Der Luftraum ist voll, die Straßen sind voll. Daher wird die Bahn Zukunft haben, und wir müssen auch mit der Energie was tun. Kohle geht nicht mehr. Atomstrom ist auch nicht das Richtige. Also werden Sonne und Wind genützt werden.“ Michael Vieltorf überzeugend: „Und da sind wir dabei.“
Rasche Hilfe und Reparatur
Computer Service Center
Foto: Heimo Ruschitz
nologieführer. Zum Glück habe ich dieses technisch-fachmännische Gespür. Unsere Maschinen laufen 20 bis 24 Stunden täglich.“
Streikt der Computer, dann versucht man als Nutzer so rasch wie möglich herauszufinden, warum. Und da bietet der Gösta Computershop am Grazer Griesplatz schnelle Hilfe an. „Unsere FehlerDiagnose dauert maximal zwei bis drei Tage“, erläutert Erwin Sbaschnigg den Kunden-Service des Hauses. Für die Überprüfung
wird eine Pauschale von 45 Euro verrechnet. Sollte es in der Folge auch zur Reparatur kommen, dann wird die Pauschale zum Teil in die spätere Arbeit eingerechnet.
www.goesta.at
teamstronach.at
„Der Wirtschaftsmann mit Herz und Hausverstand.“
Stoppen wir die Machterhalter und ihre Schulden. Sichern wir wirklich Arbeitsplätze und Pensionen. Geben wir der Jugend eine echte Perspektive. Mit einer neuen ehrlichen Kraft.
KLIPP Sept./Okt. 2013
e k
n JETZT FRANK a D teamstronach.at
23
CL HE RB OE N I &K L E U T E
CHRONIK
LILLY LOTTERBLUME
Hallo, meine Lieben!
• Personenkarussell dreht sich wieder • Siegfried Nagl wandert aus Graz ab • Haarfärben und -tönen bei Politikern ist in
besonders auf, so die Ute,Dem wennklarerweise sei- Bis dahin Ich komme gerade vom und was etwas gute ganz,Freunde ganz arghat. in der es noch JahIch weiß nicht, ichFriseur weiß nicht, Die MagenFrieda hat imso der Hubert. Koissind in der einst zwei skandalgebeutelne Frau an seiner Seite auftritt. Denn habe mir die Haare wieder nachfärgrube drückt. Schönheitsbewusst re und irgendwann im Jahre 2014, ich machen soll und mein Allerlieb- mer wieder gehört, und sie geht ja in noch immer leid tut, dass die „Che- ten Estag gelungen sei, so der Herr ihr Haar seitdamals stark weißblond ben lassen. Rotüberhaupt hält auch keine nicht Hilfe sei auch Grüne-Landessprecher eher spät, beiden bei Wer ster istMein mir da derder ÖVP aus und ein, dass Grillitsch fin“ so sang-gefärbt. und klanglos Biro,werden suche die seinesgleichen. mehr dabei. so lange wie früher. Ich weiß Werner Kogler. Das sehe man einem gemeinsamen Auftritt ihren E heuEr sagt nur: „Du wirst das gute Chancen gehabt hätte, dem von der politischen Bühne abtreten denke angesichts des Grünen * auch nicht, woran es liegt. auch bei seinen Fernsehauftritten, gemeinsamen Abtritt aus der Poli-Schlagschon richtig machen …“ Unsere Hermann Schützenhöfer zu folgen, musste. Bei ihrem 60er, zu dem ihr te noch an die schmutzigen sagt mir die Ute, die ihn auch in der tik verkünden. Die heißeste Aktie Jüngste war so schwer verliebt und hätte er das im Auge gehabt. Nun ist zwei Wochen nach der Wahl logi- zeilen von früher? Und die Estag sei Apropos Haarfarbe. DieMitarbeiter Eva Gla- gratuHerrengasse getroffenvorbei hat. Erdamit. habe Schon aus heutiger Sicht heißtZweistellige Siegfried Milliojetzt ist es *auf einmal über Nacht auch profitabel. es klarerweise scherweise viele wischnigg und ihr Schwarz – das ist sich sein Haar nachtönen lassen. Nagl. Der Grazer Bürgermeister aus. Sie tut mir so leid, weil sie sich einmal war Fritz Grillitsch knapp lierten, kam aber keine Stimmung nenbeträge dürfe das Land Jahr für auch soauf. eine Das macht das wichtiMir istfast aufgefallen, dass auch unsere Einen vor guten Friseur hatte seinerzeit soll für die VPund die Landeswie in ihrer Kindheit bei mir andem Sprung in die LandesregieJahrsteirische kassieren, dass der steiriDaSache. war die Trauerarbeit Gesicht nicht gerade pfiffiger. Auch Politiker im Land stark zur Farbtube schon Wolfgang Schüssel. Als hauptmann-Krone „zurückerobern“. lehnt und Schutz sucht. Das tut gut, rung, damals noch zu Zeiten von ger. sche Stromriese keinen Atomstrom zeigte erKlasnic sich stets die Innenministerin Mikl-Leitner Da dann greifenaber lassen. ist nun Landesregierung sie Da wissen ja, der manLankann Kanzler da Waltraud . Erpenibel habe damals insdie Netz einspeist, stehevon ebenfalls in seiner Frisur – nicht nur geföhnt, sollte sich von ihrem Friseur besser deshauptmann selbst, der sich offenneun auf sieben verkleinert nicht wirklich helfen, sondern kann bereits, so erzählt die Frieda, die auf der Köpfe Kois’schen Erfolgsliste, auch der getönt. Aber allmächtigen schon beraten lassen. Denn allzu Schwarz sein wird, sichtlich sagt: „Grau raus, Farbe ist ein Biro solcher nurauch versuchen, zu trösten. Bei unssondern in Zusage damals schreibt in Pakt der umso Steirerkrone. wenige Monate nach seinem Abist nicht altersgemäß. Da kommt sie rein.“ der So ganz nebenbei: Er hat abwahrscheinlicher, weil damit eine Fall, Nachbarschaft gibt’s auch eini- steirischen VP-Chefin gehabt, die In der Steiermark durfte Gerhard Letzteres stimme in keinem schied – da hatte er plötzlich nicht in die Nähe von Berlusconi. Vernünfgenommen, sagt mein Allerliebster. erstarkte FPÖ auf Distanz gehalten ge türkische Zuwandererfamilien. dann allerdings im Parteivorstand Draxler seinerzeit nicht ORF-Lan- hört die Ute aus der Energie-Steiertiger handeln da schon jene Politiker, ein schneeweißes Für ihnUnd siehtdaerhaben nicht wirklich gesund kann. wir gehört, dass die einen anderenKopfhaar, vorschlug,aber ohne Grildesdirektor werden, weil er werden für mark-Zentrale von jemandem, der doch ins Friedhofsgrau gehend. Bei die bräunliches Kopfhaar haben und aus. Irgendwo habe er das Gefühl, mit ihrer Tochter kürzlich in die litsch darüber zu informieren. Ver- ÖVP-Landeshauptfrau Waltraud mit Stromhandel zu tun hat. dann halt eher inszuBlonde wechseln. Franz ständlich, Voves fällt sollte die Tönung dass den Herrn Landeshauptmann * Klasnic Türkei gereist sind, weil sie dort den das sodann stimmen, viel rot und zu viel Bisher hat sich da noch keiner drüBräutigam ausgesucht haben. Und dass der Grillitsch sich zu Klasnics schwarz war. In Kärnten wurde er aber mutig wäre es, wenn Apropos FPÖ: Der jetzige Landesderen Tochter findet nichts dabei, Verdiensten kaum noch äußerte. bergetraut, ORF-Landesdirektor unter Jörg ein Werner parteiobmann Kurzmann hat ja per 31. HaiderKogler weil sie ja in dieser Welt aufgewachvon dereine FPÖ.wirkliche In Wien wurde Warum gehe Kois überhaupt Grünfärbung hätte, der Franz Voves bereits dezidiert erklärt, 2015 nicht Voves sen ist. Die war ganz freudig aufge er Informationsdirektor unter Wolf- März, trauert Biro. Franz mit einem Fahnenrot auftreten mehr zu kandidieren. Daher wird gang Schüssel von der ÖVP. Und könnte ihm da sicher die regt, obwohl sie ihren Bräutigam gar passende würde oder Schützenhöfer ganz an der Spitze der Landes-FPÖ nicht je vorher gesehen hat. Wenn Weil die Frieda gerade von Klasnic nun wurde er wieder steirischer Antwort geben, rät die Uteein dem Steikäme. Schon Kanzler neues rerkrone-Chefredakteur. Gesicht, höchstwahrscheinich dann daran denke, wie niederge- geredet hat. Herwig Hösele warinei-Schwarz Landesdirektor unter dem roten Im ÜbriSchröder hat seinerzeit die Medien lich Herr die Oswin FPÖ-Politik schlagen unsere Jüngste jetzt ist, ner ihrer engsten Mitarbeiter und Landeshauptmann Franz Voves. genKunasek, habe dieser Kois Handbeschäftigt sogar bestimmen. Nicht wenige Beobachdann denke ich mir: Solche Sorgen ist, so der Hubert, sicher ein beleseWas und damit zumRechtsanwälAusdruck kommt, schlagqualität – ein Charakterzug, te und Gerichte bemüht. Als deutter hätten erwartet, dass der Grazer haben die Eltern der jungen Türkin ner Mann. Kein Wunder, dass er viel hat mir kürzlich der Josef erzählt. der heutzutage immer seltener zu darüber Draxler schrieben, erseinem FPÖ-Chef nicht. über die Vorzüge und Nachteile sche der Medien Dass Gerhard von findenMario ist, willEustacchio das Biro-Lob kein hätte sein gefärbt oder ins Land wechselt. Dieser hat das Demokratie, das passende WahlJob Haar als Journalist wasseine verstehen Ende nehmen. Er meint damit aber Haare getönt, kam es postwendend allerdings schon klar für sich aus- voller recht philosophiert. Doch mit einem muss und alle jene eines Besseren hoffentlich nicht den Sack es geschlossen. Eustacchio sieht seine und scheint er ein Problem zu haben, von mit Schröder, belehrt das hat, sei dienicht ihn inwahr, der jeweiligen Energie-Steiermark-Inserate sei alles echt. Monate später musste Zukunft in Graz, zumal sich sein po- welche Das letzte Mal hat mir ja Frieda er- dem innerparteilichen demokrati- Phase jener politischen Gruppie- die zigtausenden Euro dafür, er zugeben, dass dem nicht so war. litischer Spielraum und seine Chanzählt, dass der Jochen Pildner- schen Umgang. Der Hubert denkt da rung zugeordnet haben, die gerade die Krone im Laufe der letzten zweiWas indort jungen Jahren noch einem Jahre Wechsel von Sieg- konnte, Steinburg, Präsident der Steiri- an die Zeit zurück, als Klasnic wean der Macht war gängig oder ist. cen nach einhalb einsackeln ist, eine Laune oder lustig aussieht, fried Nagl ins Land, in der LanGenerationen Wohnen schen Industrie, nach Wien gehen genGleisdorf der Energie Steiermark gewaltig ätzt die Ute weiter. Aber wer weiß, so 2 2 das kann eben im zunehmenden Aldeshauptstadt die FPÖ noch soll und dort als Nachfolger von In- Zoff mit Gerhard Hirschmann und die Ute, vielleicht hatbesser der Nachfol48m - 90m Rathausplatz, Gleisdorf ter peinlich wirken, meint der Franz aufzustellen, verbessern würden. dustriellen-Präsident Veit Sorger Herbert Paierl hatte. Hösele spielger von Kois eine ähnlich lockere Zentrale Lage mit TOP Infrastruktur MOBILE INFO beim letzten Kaffeeplausch. vorgesehen ist. Und die Frieda te in dieser Auseinandersetzung Christoph Biro, Chefredakteur der Hand beim Geldausgeben, wenn’s zu diesem Projekt * vor allem für sich als meinte noch,Grundrissgestaltung damit wäre er neben eine wichtige Rolle. Heute bezeich- Steirerkrone, zeigt immer wieder, so darum geht, Optimale * dem gut vernetzten Fritz Grillitsch, net er sich selber als „Wut-Bürger“, habe ich der Ute bei der letzten Ta- Person guten Wind zu machen. Nagls von dem Bauernbundpräsidenten, der wegen der stärker werdenden Poli- rock-Runde beim Diskutieren Mit am Siegfried Denn viel willUmstieg der Tarock-Runde Balkon oder Terrasse Es ist klar, sagt der Otto aus dem der Stadt ins Land werden sich weiranghöchste steirische Vertreter auf tikverdrossenheit in Österreich, und Nebentisch zugehört, dass er von nicht einfallen, als die Ute danach Tiefgarage von noch Hermann tere Personalentscheidungen und gelundem Wiener Parkett. In der steiri- schließt sich dem Kreis jener an, engsten die der Kreis Steiermark immer wirklich fragt, was dem Kois so alles Schützenhöfer, dass nach einem Rochaden in der ÖVP ergeben. Die schen ÖVP, so erzählt die Frieda, dagegen sogar ein Volksbegehren wenig weiß. Er kommt aus Wien und gen sei. Da fielen dann Begriffe wie Ökologische Bauweise solchen Wahlergebnis für die ÖVP wichtigste ist dann wohl: Wer wird waren die Funktionäre arg ge- überlegen. Schon pikant. Oder per- ist ein Bürgerlicher im alten Sinn Murkraftwerk und Photovoltaik-Anund diedes SPÖ das berühmte Siegfried Nagl in Graz folgen? Immer Doch schockt, als sie nun lesen mussten, vers. Oder auch zum Schmunzeln. Wortes, tut sich Ratespiel schwer mit neulage auf der Firmenzentrale. Fertigstellung: Frühjahr 2014 Hochsaison hat: Wer wird was, wer wieder ins Gespräch wirddie Vordass der Grillitsch sich von einer Hösele äußerte sich in den Medien en Entwicklungen. Daher gefallen diese Projektegebracht sollen schon will mich? Man muss kein Prophet Kristina Edlinger-Ploder. Lo- haben. Stunde auf die andere total aus der im Sinne wie: „Irgendwann werden ihm auch Typen, die ihm schmei- gänger auf Schiene gebracht sein, um die Behauptung aufzustelgischerweise hält sie sich völlig bePolitik zurückzieht. Es waren auch 03612/273 die Regierungsparteien von uns cheln und ihn als einen der Großen 8100 len, dass Franz Voves und Hermann deckt. Auch Klubchef Christopher für ihn die Aufregungen so arg, dass hören.“ Aber er selbst hat nicht gut und Wichtigen im Lande darstellen. Bis zum nächsten Mal, Schützenhöfer nach dieser OhrfeiDrexler gilt als Kandidat für mehreer in Graz bekanntlich wegen Herz- zugehört und die Dinge richtig anaMit Oswin Kois verlasse der vielge für ihre Politik 2015 nicht mehr problemen ins Krankenhaus mus- lysiert, als er im Regierungsbüro in leicht kompetenteste Manager redieandere Funktionen. Sollte er der kandidieren der streut Landtagswahl. steirischen ÖVP nicht schon bald abste. Alle, mit denen die Frieda über der Grazer Burg die Fäden gezogen große bei Bühne, Biro dem NochGrillitsch gesprochen hat, waren hat. Denn sonst wäre die Landtags- Energie-Steiermark-Chef Rosen. KLIPP Sept./Okt. 2013 fast traurig, weil der Obersteirer wahl 2005 für Waltraud Klasnic Das zeugt schon von wirklicher 24 auch in den anderen Parteien viele nicht zu einem Desaster geworden, Sachkenntnis, lästert die Ute. Was Heizwärmebedarf 38 kWh/m2a
Eure Lilly
Das gilt auch für Noch-Verteidigungsminister Gerald Klug in der SPÖ. Der hoch gelobte neue Schnellaufsteiger des Jahres 2013 war ebenfalls die Nummer eins auf der Nationalratsliste – allerdings für die steirische SPÖ –, nur fruchtete sein doppelsinniger Ausspruch „Klug wählen“ offensichtlich bei den Steirern nicht. Dass er als Nachfolger für Franz Voves eine Option ist – da gibt es etliche Sympathisanten im roten Lager für diese Lösung. * Ein wichtiges Detail bei diesen geplanten und erträumten Rochaden hörte mein Allerliebster von Alexander, der im Landtag arbeitet. Im roten, schwarzen und auch blauen Lager sollte man Folgendes nicht außer Acht lassen: Die offizielle Nominierung und Installierung der Nachfolger von Franz Voves und Hermann Schützenhöfer erfolge ja bereits Monate vor dem Wahltag, erzählt er. Weil es ja nicht so sein wird, dass das Reformduo bis zum Wahltag selbst an der Spitze der Landesregierung bleiben wird. Daher werde der Landtag schon irgendwann im Frühjahr 2015 einen neuen Landeshauptmann und einen neuen ersten LandeshauptmannStellvertreter wählen müssen. Dieser muss – so steht es auch in der Landesverfassung – nicht aus dem Landtag kommen. Damit wird es für die „Übergangsphase“, sprich für die Zeit bis zum Herbst 2015, einen Landeshauptmann und einen ersten Landeshauptmann-Stellvertreter mit Ablaufdatum geben. Für Franz Voves gibt es dann zwei Optionen: Er scheidet sofort aus der Politik aus, zieht sich damit in die Pension zurück oder nimmt für die letzten Monate wieder sein Landtagsmandat an. Hermann Schützenhöfer wird auch nach 2015 im Landtag sein,
KLIPP Sept./Okt. 2013
Wirtschaftspreis des Landes Steirische Champions-League der Innovation
Der Strabag-Aktionär und Miteigentümer Hans Peter Haselsteiner unterstützt bekanntlich die Neos. Nicht ganz eine Million Euro hätte er für den Neos-Wahlkampf zugeschossen, sagt er. Im Vergleich zu Frank Stronach natürlich wenig, denn er spricht von 25 Millionen für seinen Wahlkampf, hat der Otto mir erzählt. Der Unterschied sei allerdings mehrfach: Hans Peter Haselsteiner würde als Finanzminister zur Verfügung stehen, hieß es vor der Wahl. Jetzt sei das kein Thema mehr. Da gibt es Frank Stronach billiger. Er bestätigte mehrmals, dass er das Mandat im Parlament annehmen wird. * Die steirische Landesobfrau Dietrich von der Liste Stronach, so der Otto weiter, überlebt mit ihrer Landesorganisation dann für die Landtagswahl, wenn Frank Stronach bis 2015 an Bord bleibt. Andernfalls fällt dann der Fahnenträger aus und Frank Stronach hat ja bekanntlich gerade in der Steiermark viel an Stimmen zu verteidigen. Wählten ihn in der Steiermark doch mehr als zehn Prozent.
Foto: SFG/Robert Frankl
*
LR Christian Buchmann (ganz re.) und Burghard Kaltenbeck (2.v.l.) gratulierten den Gewinnern.
Unternehmertum mit besonderer Leidenschaft zeigten die 18 Finalis ten des Fast Forward Awards, des Wirtschaftspreises des Landes Stei ermark, in der diesjährigen 17. Auf lage: Insgesamt 93 Projekte wurden eingereicht, sechs wurden heute beim Finale im MesseCongress Graz ausgezeichnet. „Ich gratuliere den Preisträgern herzlich! Bei so vielen Innovationen ist es kein Wunder, dass der Steiermark dieses Jahr eine hohe europäische Aus zeichnung, die ‚Europäische Unter nehmerregion 2013‘, zuteilwurde und wir unsere F&E-Quote soeben auf den Rekordwert von 4,6% stei gern konnten“, so Wirtschaftslan desrat Christian Buchmann.
RE U T C PI YOUR JOB
* Zum Schluss noch was Lustiges aus der SPÖ-Zentrale, das die Ute vom Toni beim Kartenspielen gehört hat: Der Franz Voves sagt ja oft selbst, dass er mit dem Hermann beim einen oder anderen Glaserl Wein schon ganz wichtige Dinge vereinbart habe. Nach dem Wahlsonntag wäre‘s besser gewesen, er hätte öfters mit dem Beppo Muchitsch und anderen Gewerkschaftern ein bisserl „gepipperlt“, die keine Ja-Sager sind und ihm reinen Wein eingeschenkt hätten. Dann wäre die Wahl vielleicht besser für die SPÖ ausgegangen.
Ganz unter dem europäischen As pekt stand dieses Jahr auch die Fi nalveranstaltung im MesseCon gress Graz, die sich rund 350 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Wissen schaft und Medien nicht entgehen ließen. Das Programm wurde von jungen KünstlerInnen der Kunstuniversität Graz erarbeitet, die aus neun euro päischen Ländern stammen. So wurde u.a. eine Maschine aus un terschiedlichen Ländern Europas repariert, der Innovationsprozess multikulturell und multilingual be trachtet oder gastierte der Eurovi sion Songcontest auf der Bühne.
UNIQUE/Grayling
*
allerdings dann als Landtagspräsident. Obwohl um ein Jahr jünger als Voves, benötigt Schützenhöfer noch Dienstjahre, um seine Pension genießen zu können.
Bezahlte Anzeige
handenkommen, weil er nach Wien aufs Bundesparkett übersiedelt, dann ist er ein sicherer Anwärter für einen Sitz in der Landesregierung. Christopher Drexler ist ja auch ÖAAB-Chef im Lande und damit engstens vernetzt mit seinem ÖAAB-Kollegen Michael Spindelegger. Beatrix Karl als Justizministerin ist möglicherweise mit der neuen Koalition auf Bundesebene Geschichte. Als Spitzenkandidatin bei der Nationalratswahl hat sie nicht wirklich glänzen und punkten können.
Sie wollen nur das Beste für Ihr Kind? Eine gute Ausbildung ist der Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Zukunft! Das AMS zeigt Ihnen und Ihrem Kind, welche Möglichkeiten es gibt. Damit auch Ihr Kind den Beruf findet, der zu ihm passt.
Also tschüss, bis zum nächsten Mal, Eure Lilly
Mehr Infos in den AMS-BerufsInfoZentren (BIZ) oder auf www.arbeitszimmer.cc www.ams.at/karrierekompass
Sie sind gefragt.
25
AUTO & MOTOR
… als Testimonial für die Werbekampagne vom Odilieninstitut „Ich bin zwar fehlsichtig, aber nicht blind“
F
ür ihn sei klar gewesen, dass er nur jetzt das Zeitfenster habe, begründet Markus Mair den völlig unerwarteten und über raschenden Schritt. Er wechselt mit Oktober 2013 von der Raiffeisenlandesbank an die Spitze der Styria Media Group, dem zweitgrößten Medienkonzern der Alpenrepublik. Dies wurde nur möglich, weil Styria-Media-GroupRegisseur und Aufsichtsratsvorsit-
… beim Raiffeisen-Weltspartagsempfang vor einem Jahr.
die Suche nach einem neuen General begab. Die Stimmung und das Klima in dem praktisch führerlosen, 3000 Beschäftigte großen Konzern waren dementsprechend. Also gab es unmittelbaren Handlungsbedarf und in dieser Phase überraschte Markus Mair Friedrich Santner mit der Ansage: Er traue sich den Job zu und würde ihn gerne machen. Seit 2007 im Aufsichtsrat der Styria Group sitzend war Markus Mair ja über sämtliche wesentlichen Strategien und Vorhaben informiert.
und kritisiert, da auch die Raiffeisenlandesbank schwierige Zeiten durchlebt. Langjährige VorzeigeKunden müssen gewaltige Verluste verdauen. Um nur zwei Namen zu nennen: die Mayr-Melnhof-HolzGruppe, die Decometal aus Fürstenfeld. Bei früheren Anlässen auf Problemkunden angesprochen, lautete Mairs Standardsatz: „Eine Regionalbank atmet mit ihren Kunden; Topergebnisse über 30 Jahre hinweg gibt es in der Wirtschaft nicht, auch wenn Riskmanager sich solche Kunden wünschen und diese suchen.“
Vom 48-Jährigen weiß man, dass er öfters die Absicht im Freundeskreis kundtat, noch einmal im Berufsle-
Und was sind die Fakten? Trotz konjunktureller Unsicherheit hat die RLB das Jahr 2012 positiv ab-
Lena Hoschek Modedesignerin Zeitfenster gibt’s nur jetzt
großer Bank. Basel III und die Zinsmarktsituation tun das Ihre dazu. Ändert sich das Zinsgefüge, steigen diese, dann macht eine Bank in der Größenordnung von Raiffeisen gleich einen Ertragssprung von 10, 20, 30, 40 Millionen Euro, ohne dass sie selbst was tun muss“, relativiert er Prognosen.
Ing. Josef Herk Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark Seine Entscheidung für den Wech-
In Geheimaktion vom Bank- zum Styria-Chef. Markus Mair:
„Eine Wahnsinnsherausforderung“ zender Friedrich Santner mit der internationalen Kandidaten-Auslese der Headhunter-Profis nicht zufrieden war. Quasi in letzter Minute Doch der Reihe nach. Man kann davon ausgehen, dass sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Raiffeisenlandesbank Wilfried Thoma im falschen Film wähnte, fast vom Sessel fiel, als ihm Markus Mair im Sommer das erste Mal seine Absicht kundtat, vom „Grünen Riesen“ in den Medienbereich zu wechseln. Zumal Mairs Vertragsverlängerung als Vorstandsvorsitzender der RLB Steiermark für weitere fünf Jahre erst wenige Wochen unterschrieben und, bildhaft gesagt, die Tinte noch feucht war. Der kommunikative Banker war auf den fahrenden Styria-Zug quasi in letzter Minute aufgesprungen. Sein Glück: Die oben angesprochenen Bedenken zu den ausgewählten Kandidaten, nicht zuletzt oft wegen der für die Styria unzumutbaren Gagen-Vorstellungen. Hinzu kam ein enormer Zeitdruck für die Konzernführer. Der damalige Vorstandssprecher Wolfgang Bretschko sagte lautstark: „Ich bin dann weg!“, als sich der Aufsichtsrat auf
ben etwas anderes außer Dienstleistung machen zu wollen. Also in eine Branche zu wechseln, wo Produkte entstehen. Und in der Medienlandschaft passiert das ja auch, allerdings auf eine andere Art als in der Industrie. „Es ist eine Wahn-
August Schmölzer Schauspieler
sel war keine, wo es heißt: „Wähle zwischen Schwarz oder Weiß.“ Markus Mair – seit 20 Jahren bei Raiffeisen, davon die letzten acht Jahre als General – habe viele Seiten vollgeschrieben mit allem Pro und Contra, die Dinge immer abgewogen und im engsten Kreis natürlich diskutiert, heißt es aus dem Umfeld der Raiffeisen. Aber zu guter Letzt sagte Raiffeisen-Aufsichtsratschef Wilfried Thoma: „Denke jetzt an dich und triff dann deine Entscheidung.“ Mit Martin Schaller folgt Mair ein Mann, der, so heißt es bei Raiffeisen, als UrBanker gilt. Mit familiären Wurzeln: Sein Bruder Heinrich Schaller ist seines Zeichens Generaldirektor der starken Raiffeisen Bankengruppe Oberösterreich. Für die Steirer in Zukunft sicher kein Nachteil …
Angelika Kresch Vorstand REMUS & SEBRING Holding AG
Kein geeigneter Kandidat das Wohlwollen, die persönliMag.Ohne Gernot Deutsch che Freundschaft zu Friedrich SantVorsitzender des der StyUnternehmensverkäufe vorgener, dem Aufsichtsratschef nommen, um mit höheren Eigen- ria Media Group, wäre natürlich mittelquoten für die ZukunftTourismusverbandes und dieser kurzfristige berufliche TotalBasel III gerüstet zu sein. Markus nicht möglich geworden. Bad schwenk Waltersdorf Mair: „Der Bankensektor befindet Durch ihre gemeinsame Zeit im
2015 wird Mair das neue Styria-Headquarter eröffnen. Das Bandlschneiden für das neue Raiffeisen-Headquarter in Raaba im Dezember 2013 wird er nur als „Gast“ erleben.
sinnsherausforderung“, äußert sich der Neo-Styria-Chef über seine Gedankenwelt am Rande einer Veranstaltung beim Smalltalk. Als Fahnenflucht, „der Kapitän verlässt das Schiff in schwierigen Zeiten nicht“, wird Markus Mairs Wechsel kommentiert, interpretiert
Betty O Liedermacherin
26
geschlossen, so Mair bei der Präsentation der Bilanz 2012. Erstmals schaffte man ein Betriebsergebnis von mehr als 100 Millionen Euro, bei knapp 15 Milliarden Euro Bilanzsumme. Ja, es gäbe eine höhere Risikovorsorge und man habe
sich völlig im Umbruch. Es gibt viele Herausforderungen, aber klarerweise nicht nur bei uns als mittel-
Aufsichtsrat haben Santner und Mair einander kennen und offensichtlich auch schätzen gelernt. Ein KLIPP Sept./Okt. 2013
Styria Media Group: Vom Pressverein zum Medienmulti Als Styria-General muss der am 27. Dezember 1964 geborene Markus Mair seine Aufsichtsratspositionen bei der Energie Steiermark, der Grawe und der Raiffeisenbank International aufgeben. Nicht aber seine Hobbys – die Harley Davidson, das Rennrad und das Lesen von Zeitschriften und Zeitungen. 1994 hatte er seine Laufbahn in der Raiffeisenlandesbank begonnen. 2006 gelangte der Vater von vier Töchtern als Nachfolger von Georg Doppelhofer an die Spitze der Großbank. Nach seinem Jusstudium an der Uni Graz arbeitete er vorübergehend im Parlament für einen Bauernbund-Abgeordneten. Von 2009 weg saß er im StyriaAufsichtsrat. Vetorecht des Bischofs Mit 3.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 440 Millionen Euro liegt
WIRTSCHAFT
viele es braucht. Nicht alle Bankgeschäfte werden in Zukunft übers Internet abgewickelt, aber was unterm Strich übrigbleibt – wer weiß es? Auch im Medienbereich bestimmt das Internet künftig die Strategie und die Produkte ganz stark mit. Und neue Modelle sind in beiden Bereichen noch nicht wirklich gefunden. Gerade in einer solchen Phase könnte Mairs Erfahrung mit der komplexen Unternehmensstruktur von Raiffeisen und dem Führungsstil dort ein Vorteil sein. Müssen doch bei Raiffeisen 200 selbstständige Unternehmen unter einen Hut gebracht werden, und das noch dazu ohne Durchgriffsrecht. Da musst du führen durch Überzeugen, heißt es daher unter dem Giebelkreuz. Diese Botschaft hätte Markus Mair sicher gerne bei der Eröffnung des „Green Building“, dem neuen RaiffeisenHeadquarter, im Dezember 2013 weitergegeben. Die nächste Chance dazu hat er als General bei der Eröffnung der neuen Styria-Konzernzentrale im Jahr 2015.
Zwei Mal unverhofft: Markus Mair (li.) im Chefsessel der Styria Media Group und Martin Schaller als sein Nachfolger nun bei der Raiffeisenlandesbank.
die Styria Media Group nur knapp hinter dem größten österreichischen Zeitungskonzern Mediaprint (Kronenzeitung und Kurier). Breit aufgestellt durch Beteiligungen in Slowenien und Kroatien gibt die Styria Media Group 9 Tagesund mehr als 20 Wochenzeitungen heraus, dazu kommen 40 Magazine, 21 Onlinedienste, 2 Radios, Beteiligungen an 2 TVSendern („Tele“ und „SAT1 Österreich“) und 6 Buchverlagen. Wichtigste Medien: „Die Presse“, „Wirtschaftsblatt“, die Wo-
chenzeitung „Die Furche“. Das erfolgreichste Produkt ist die im Jahre 1904 gegründete „Kleine Zeitung“. 1997 wurde das Medienhaus in eine AG umgewandelt. Seit 2009 nennt sie sich „Styria Media Group“. Diese gehört zu 98,33 Prozent der „Katholischer Medienverein Privatstiftung“ und zu 1,67 Prozent dem „Katholischen Verein“. Letzterer (mit dem jeweiligen Bischof) hat ein absolutes Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen.
Storychannel 2000* Foto: Securo Zaunbau GmbH
Fotos: Heimo Ruschitz, Jasmin Schuller
neuer Styria-Chef muss vor allem eines können: Er muss verstehen, woher die Styria kommt, und in dieser Struktur einen Weg finden, der mit den Wertvorstellungen dort einhergeht. Wer das nicht schafft, der wird dort nicht lange überleben und tut noch dazu dem Unternehmen dabei nichts Gutes. Diese Botschaft deponierte auch Exgeneral Horst Pirker öfters. Er hat den Konzern 1999 „fast konkursgefährdet“ (O-Ton Pirker) übernommen und ihn bis zu seinem Abschied im Jahr 2010 auf Augenhöhe mit der langjährigen Nummer eins Mediaprint (Krone) gebracht. Muss mit der Kirche umgehen können Sowohl die Medienbranche als auch der Bankensektor sind stark durch Innensicht getrieben. Was Mair mitbringt, ist daher, wenn man so will, die Außensicht. Und damit kann viel Neues gelingen. Beide – die Banken und die Medien – stehen in einem totalen Umbruch. Im Bankgeschäft ist es zum Beispiel die Frage nach den Filialen und wie
Design für den Gartenzaun Der eigene Lebensraum – die Wohnung, das Haus – ist Rückzugsort und will klar eingegrenzt werden. Dass es dabei neben dem langweiligen grünen Maschendraht durchaus auch innovative, stylische „Zaun-Möglichkeiten“ gibt, zeigt das oststeirische Unternehmen Securo Zaunbau mit seiner „LACE FENCE Design-Kollektion“.
* Zur Story finden: http://sfg.at/storychannel KLIPP Sept./Okt. 2013
27
h i n te r g r u n d
Grazer Studenten kehren ernüchtert, ohne „offizielles Dankeschön“, von S
Klopapier ist Luxus, aber f
Auf der Baustelle gearbeitet wurde im Schnitt sechs Tage die Woche, um die letzte Bauphase abzuschließen – ein Mehrzweckhaus, zusätzlich mit Schulküche und überdachter Freiraumklasse.
„Ich habe viele persönliche Erfahrungen mit nach Hause genommen, die ich auf keinen Fall missen möchte. Auch wenn es nach gut zwei Monaten Arbeit nicht einmal ein offizielles Danke schön gegeben hat“, lautet das Resümee von Gregor Mörth, der gemeinsam mit 17 Studenten der Technischen Universität Graz ein Mehrzweckhaus in Tansania fertig gestellt hat.
U
nter dem Projekttitel „Be Mojo“ ist die Gruppe Anfang Jänner nach Biharamulo aufgebrochen, um dort die dritte und letzte Bauphase eines Schulprojektes abzuschließen – ein Mehrzweckhaus, zusätzlich mit Schulküche und einer überdachten Freiraumklasse, die auch als Aufenthaltsraum dienen soll. Klipp hatte ja bereits im Vorjahr in der Dezember-Ausgabe näher darüber berichtet.
gekoppelt, weil Tansania ja nahe am Äquator liegt. Um sieben in der Früh wird’s hell, aber auch um halb sieben am Abend schon wieder finster“, beschreibt der 27-jährige Grazer den Tagesablauf.
Kleines Hammerl und antike Bogensäge
kommen, die antik ist“, beschreibt Mörth. Verständigt mit den Einheimischen haben sie sich mit Händen und Füßen. „Sie sprechen ja kein Englisch, sondern nur Swahili, die Amtssprache von Tansania. Aber mit der Körpersprache hat das schon ganz gut funktioniert. Und einige Wörter Swahili haben auch wir uns angeeignet, wie jene für ‚Stopp!‘ oder ‚Gemma, gemma!‘“
Nach der Rückkehr aus Afrika erzählt uns Gregor Mörth über seine Erlebnisse und Erfahrungen. „Im Schnitt haben wir sechs Tage die Woche auf der Baustelle gearbeitet. Unser Tagesablauf war stark mit Sonnenauf- und Sonnenuntergang
Nach einem sehr einfachen Frühstück – trockenes Toastbrot, Banane oder eine Avocado dazu – fuhr die Gruppe gesammelt auf die etwas außerhalb vom Ort gelegene Baustelle. „Für viele von uns war es die erste Erfahrung auf einer Baustelle überhaupt. Wir sind dorthin gekommen und ein einheimischer Bauarbeiter ist mit einem kleinen Hammerl und einer Bogensäge daherge-
Mit einer Menschenkette werden die Metallschüsseln mit dem Beton weitergereicht.
Ein alter Schulbus diente als Transportmittel für die tägliche Fahrt der Studenten von der Unterkunft zur etwas außerhalb vom Ort gelegenen Baustelle.
28
schon gegeben – steht und eine Menschenkette von ca. acht Leuten, die das Material herholt. Und zwar in Metallschüsseln, gefüllt mit Sand, Schotter und Wasser, die weitergereicht werden. Nach dem Mischen in der Maschine wird das Ganze vom Boden wieder in die Schüsseln geschaufelt, und diese werden dann weitergereicht bis zur Stelle, wo der Beton gebraucht wird. Je weiter das vom Betonierplatz entfernt war, desto länger musste die Menschenkette sein. So haben wir zu Spitzenzeiten bis zu 30 Einheimische benötigt, die uns helfen“, erläutert Mörth.
Scherze und Heiratsangebote Betonieren ohne Scheibtruhe Und wie muss man sich die Arbeit auf einer Baustelle in Tansania vorstellen? „Die ersten zwei Wochen haben wir einmal nur Bodenplatten betoniert, und das ohne Scheibtruhe. Da gibt’s einen Betonierplatz, wo eine Mischmaschine – die hat es
„Wir waren für die Menschen dort etwas Exotisches. Am meisten Kontakt haben wir daher klarerweise mit den Bauarbeitern gehabt. Aber im Dorf hat es auch einen Markt gegeben, wo wir nach zwei, drei Tagen schon unsere bestimmten Standler gehabt haben, wo wir getrockneten
„Für viele von uns war es die erste Erfahrung auf einer Baustelle“, so Gregor Mörth (li.).
KLIPP Sept./Okt. 2013
n Schulbau-Projekt in Tansania zurück
Von Isabella Hasewend
h i n te r g r u n d
r fast jeder hat ein Handy
Verständigt mit den Einheimischen hat man sich mit Händen und Füßen. Sie sprechen ja kein Englisch, sondern nur Swahili.
Fisch, Gemüse oder Früchte gekauft haben. Es wurde gescherzt mit den Händlern, wir haben Heiratsangebote gekriegt und, und.“ Zusammengerechnet wurde alles mit einem Taschenrechner. Ohne geht da gar nichts“, spricht Gregor Mörth den großen Analphabetismus in Tansania an. „Aber es sind alle zufrieden, keiner ist traurig. Es gibt dort kein Streben nach mehr. Die Leute sind wirklich arm, aber deshalb nicht unglücklich. Der Müll wird einfach vergraben. Und bevor man Benzin für einen Bagger kauft, lässt man lieber hundert Leute graben. Die verdienen dann wenigstens etwas.“ „Die Menschen sind alle in einer Familienstruktur drinnen, die meisten haben Ziegen und ums Haus herum werden Bohnen und Mais angebaut. Ist doch das Hauptnahrungsmittel Ugali – ein Mais-Papp, so wie bei uns der Sterz, nur feiner gemahlen. Der wird gekocht und man isst Bohnen dazu. Gerade Lebensmittel, die aus
Kenia oder Südafrika importiert werden müssen, sind verhältnismäßig teuer. Da passt das Verhältnis zum Einkommen dann irgendwie nicht. So verdient ein Hilfsarbeiter umgerechnet 1,50 Euro am Tag, und beispielsweise eine Dose Thunfisch kostet, weil Importware, bis zu 3 Euro. Da wundert es mich, wie sie sich das leisten können“, so Gregor Mörth. „Wiewohl es natürlich auch Produkte gibt, die sehr, sehr günstig sind, wie etwa Bananen. Das Preis niveau von Benzin, Baustahl oder Zement wiederum ist aber in etwa gleich wie bei uns.“ „Toilettenpapier ist ein Luxusartikel, aber fast jeder hat ein Handy“, kommt Gregor Mörth auf die Kommunikation mit zu Hause zu sprechen. „Tansania hat ein perfekt ausgebautes Handynetz, auf jedem zweiten Hügel steht ein Sendemast. Auch das Telefonieren nach Österreich ist mit 50 Cent die Minute recht günstig, und so haben sich die meis-
„Anfangs sind wir auf die Baustelle gekommen, wo die Einheimischen mit einem kleinen Hammerl und einer Bogensäge, die antik ist, gearbeitet haben“, erinnert sich Gregor Mörth.
KLIPP Sept./Okt. 2013
ten von uns eine SIM-Karte zum Telefonieren gekauft. Ich nicht, weil ich keinen Kontakt nach außen wollte. Auch die Einheimischen haben keinen Kontakt zur restlichen Welt. Ihnen ist das mehr oder weniger egal, sie haben keine Nachrichten und leben für sich.“
Flasche Cola als Tageshighlight „Wir haben gelernt, dass es auch mit einfachsten Mitteln funktionieren kann. Generell haben wir die Erfahrung des sehr, sehr einfachen Lebens mit nach Hause genommen. Wir waren schon mit den kleinsten Kleinigkeiten zufrieden“, nennt Gregor Mörth beispielsweise eine Flasche Cola oder Bier am Abend – „das Highlight des Tages. Wir haben außer am Wochenende ja jeden Tag das Gleiche gegessen – gekochte Erdäpfel, Bohnen und Reis und eventuell ein bisschen Kraut. Aber man gewöhnt sich daran, wird entschleunigt und lernt kleine Dinge zu
schätzen. Wohl in dem Wissen, dass wir nach zwei Monaten wieder in unserem Umfeld daheim sind. Die Menschen dort wissen, dass sie nie rauskommen aus Tansania, nie das Geld für einen Flug nach Europa haben werden. Das ist schon hart.“ „Klar war die Hauptmotivation für uns, einfach helfen zu wollen. Aber dennoch hätten wir uns über irgendein symbolisches Danke gefreut. Da fährt zwar einer einen Landcruiser, den kann er sich leisten, aber beispielsweise einmal eine Kiste Limonade am Abend als Dankesgeste, dafür soll er kein Geld haben? Zwar sind jene von uns, die bis zum offiziellen Baustellen-Ende geblieben sind, am nächsten Tag vom Pfarrer zum Essen eingeladen worden, aber das war auch nicht wirklich geplant, sondern eher spontan. Unser Dankeschön war sozusagen das Wissen, dass die Kinder eine Freude haben werden mit dem, was wir für sie gebaut haben …“
„… im protzigen Auto an uns vorbeifahren, aber all die Wochen nie daran denken, uns als kleines Dankeschön eine Kiste Limonade zu spendieren …“ 29
Auto & Motor
Bild links: Thomas Schauer (2.v.l.), seine Frau Shahinaz mit dem New Yorker Star-Gastronom Daniel Boulud ... ... beim Fotoshooting mit der Wahl-Wienerin und Sterne-Köchin Sohyi Kim.
Der Steirer Thomas Schauer zählt als Food-Fotograf zu den Großen
Von Isabella Hasewend
„Wenn du gut bist, kommst du weiter“
30
zum Fotografieren gibt, dann ist das zwar schön, aber es interessiert mich nicht wirklich.“ 1999 hat Thomas Schauer dann sein Studio in New York eröffnet. „Bis dahin war es ein langer Prozess. New York hat mich immer gereizt. Aber der ganze Eingliederungsprozess am Anfang war schon sehr mühsam und teilweise nervenaufreibend. Wir mussten ja ganz von vorne anfangen – vom Handyanmelden bis zur Steuerberater-Suche. Damals hatte ich meinen Hauptwohnsitz ja noch in Wien und bin bis zu 20 Mal pro Jahr für Aufträge nach New York geflogen. Erst im Jahr 2010 haben wir dann auch unseren Hauptwohnsitz hierher verlegt.“ Seitdem arbeitet und lebt Thomas Schauer abwechselnd in
New York und in Wien. Und wo lieber? „Die Mischung ist es. Ein ganzes Jahr in Wien wäre mir zu fad, ein ganzes Jahr in New York wäre zu viel. Die Stadt hier ist sehr schnell und voll mit Energie, was meine Arbeit schon sehr beeinflusst. Ich lasse mich inspirieren von der Stadt. Ich habe hier meine Arbeit, meine Frau ist mit mir hergezogen und so fühle ich mich zu Hause. Wobei ich auch oft in die Steiermark komme, zumal meine Eltern noch dort leben. Nur ein Mal im Jahr heimzufliegen, das wäre mir zu wenig.“ Den wirklichen Durchbruch schaffte Thomas Schauer 2003, als das von ihm fotografierte bisher einzige Kochbuch von David Bouley auf den Markt gekommen ist, einem der erfolgreichsten
Fotos: Thomas Schauer, Studio for Photography, New York, Wien, www.ThomasSchauer.com
Schön, dass ihr hier seid“, freut sich Thomas Schauer über Besuch aus seiner Heimat. Wir fühlen uns gleich wohl in seinem Foto-Atelier im 9. Stock, Midtown Manhattan. Gemeinsam mit seiner Frau Sahinaz ist der gebürtige Steirer erst gestern von einem Shooting in Rochester im Bundesstaat New York zurückgekehrt. Im hellen, großräumigen Raum, der fast wie ein Wohnzimmer wirkt, nehmen wir auf der weißen Couch Platz. „Nein, wohnen tun wir nicht hier, aber ganz in der Nähe beim Madison Square Park, was ganz praktisch ist“, errät Thomas Schauer unsere Frage. Aufgewachsen ist der gebürtige Steirer in Wildon und hat sich nach seiner Fotografenlehre in Graz schon mit 21 Jahren selbstständig gemacht. „Ich bin dann relativ bald nach Wien gegangen, habe mein eigenes Studio eröffnet, wo ich hauptsächlich Werbe- und riefotografie gemacht habe“, blickt der Indust heute 43-Jährige zurück. Nachdem er sich in mehreren Bereichen – vor allem in der Architektur- und Porträt-Fotografie – perfektioniert hat, hat sich Thomas Schauer nicht zuletzt aufgrund seines frühen Interesses an Lebensmitteln auf Food-Fotografie spezialisiert. „Zuhause habe ich am Wochenende regelmäßig gemeinsam mit meinem Vater gekocht. Da haben wir die Mutter aus der Küche verbannt. Diese Einbindung ins Thema Essen war für mich immer schon spannend. In Europa ist es ja so, dass wir den Hintergrund der Lebensmittel kennen – die Produkte, wir wissen, wo etwas wächst, und, und. So gesehen hat man dann natürlich einen Vorteil. Ich verstehe die Köche, kann mit ihnen besser reden. Wenn man mir einen Ferrari
Essen perfekt in Szene gesetzt. „Trotzdem muss alles natürlich sein und nichts künstlich“, so Thomas Schauer.
KLIPP Sept./Okt. 2013
Man muss flexibel sein Und was macht die Arbeit hier in New York zu etwas Besonderem? Schauer: „Gekocht wird überall nur mit Wasser – die Arbeit ist da und dort gleich. Nur die Struktur der Aufträge ist ganz anders. Unterm Strich laufen die Aufträge hier in New York schneller ab. Die Budgets hier sind auch größer, weil man ja teilweise für Firmen arbeitet, die weltweit agieren. Ich habe Auftraggeber in den USA und in Europa, das teilt sich schön auf und so bin ich besser aufgestellt. Zumal hier, wie alles in der Stadt, auch der Konkurrenzkampf riesig ist. Wir haben uns im oberen Marktsegment angesiedelt und hauptsächlich Kunden mit HighQuality-Produkten. Man muss aber auch sehr flexibel sein.“ Wobei sein Portfolio nicht allein auf Lebensmittel begrenzt ist, sondern seine Arbeit auch in zahlreichen Werbekampagnen weltweit gefragt ist. Und so finden sich auf der Liste seiner Kunden prominente Namen wie etwa New York Times, Hasbro, Warner Music, Deutsche Postbank, Nespresso, Siemens, Suchard, Henkel, Dr. Oetker und, und. Aber auch Siegfried Nagl ist auf der „Client-List“ von Thomas Schauer vertreten, stammen doch die Fotos für dessen vorletzte Wahlkampagne von ihm. Auf seine Zukunftspläne angesprochen: „Wir haben ständig immer irgendwelche Projekte. Die Firma läuft und es gilt jetzt, sie perfekt ins Laufen zu bringen. Schön ist es, wenn wir uns die Projekte aussuchen können, das machen können, was wir wollen …“ KLIPP Sept./Okt. 2013
hl ieben n t e r g& rluend ute
Köche in New York. „Damals war ich Anfang 30 und es war ein Schlüsselerlebnis für mich. Ich war quasi zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, erinnert er sich. In der Folge wurde Schauer dann immer weiterempfohlen. „Als Fotograf lebst du ja hauptsächlich von Mundpropaganda. Du machst einen guten Job, den Leuten gefällt das Ergebnis und sie erzählen es dann weiter. Wenn du gut bist, kommst du weiter. Wobei Fotografie aber mehr ist, als nur gute Bilder zu machen, zumal da noch das ganze Drumherum ist. So organisiert meine Frau Sahinaz Dekorationen, Hintergründe, Stoffe, Teller, Besteck etc. – das ist sehr wichtig und geht bis hin zur Bildbearbeitung.“ In weiterer Folge fotografierte er mehrere Kochbücher, wie etwa „The Art of Blending“ von Lior Lev Sercarz oder „Kim kocht neu“ der Wahl-Wienerin und Sterne-Köchin Sohyi Kim. 2012 gab es sogar den begehrten Preis „Gourmand World Cookbook Award“, der die besten Koch- und Getränkebücher der Welt in unterschiedlichen Kategorien auszeichnet. „Der war für das Buch ,Cocktails‘, wo ich die Drinks der ,Apotheke Bar‘ in New York in Szene gesetzt habe. Die bereits legendär gewordene Bar hat ja damals der Steirer Albert Trummer aufgemacht. Heute betreibt er seine neue Bar ,Drogerie‘ in Miami, wo ich derzeit auch für ihn – Homepage und PR – fotografiere.“
Beeindruckend: Pilger erblicken von der Sigismund-Kapelle erstmals ihr Wallfahrtsziel Mariazell.
Wallfahrtsziel Mariazell ist ein Besuchermagnet
1,5 Millionen Pilger im Jahr Nur ein kleiner Teil des Wallfahrer-Heeres nächtigt in Mariazell, doch die Zahl der Tagespilger im Marienwallfahrtsort im Norden der Steiermark steigt erfreulicherweise von Jahr zu Jahr. Rund 40 Millionen Euro flossen in den letzten zwei Jahrzehnten an Spenden und Unterstützung nach Mariazell. Mit dieser gewaltigen Summe wurden von Prior Karl Schauer und seinem Team bedachtsam und nach genauer Planung die Basilika und andere kirchliche Gebäude restauriert und modernisiert. Ganz sicher auch ein Umstand, dass immer mehr Christen Mariazell als Pilgerziel wählen, weil sie sich dort gut betreut und aufgehoben fühlen. „Wir bemühen uns“, unterspielt Prior Karl Schauer die Leistungen. Noch hat der steirische Tourismus nicht wirklich regist riert, dass Mariazell als Besuchermagnet noch stärker für das Tourismus-Marketing des Landes eingesetzt werden könnte. Mit 19. Oktober wird eine historische Wallfahrerstation – sie war für rund 15 Jahre verschlossen – den Pilgern wieder zugänglich gemacht. An diesem Tag wird mit einer Prozession und einem Festgottesdienst die Sigismund-Kapelle auf dem gleichnamigen Berg im Süden von Mariazell wieder eingeweiht. Die kleine gotische Kirche entstand um 1443 und war gleichsam die letzte Station der aus dem Süden kommenden
Pilger vor Mariazell. Weil der Weg über den Sigmundsberg aber gefährlich war und es mehrere Unglücke gab, verlegte man vor rund 200 Jahren den Pilgerweg ins Tal hinunter an die Salza. „Jetzt gibt es dort Elektrizität“, spricht Restauratorin Erika Thümmel eine der wichtigen Sanierungsmaßnahmen an. „Die Sigismund-Kapelle ist das letzte Mal vor 100 Jahren restauriert worden. Daher war alles stark verrußt durch die Kerzen, die die Pilger halt überall aufgestellt haben.“ Erneuert wurden in der einjährigen Sanierungszeit auch die Wände und der Steinfußboden. Kulturhistorisch interessant ist der barocke Altar mit dem Bild der stillenden Mutter. Belassen hat man die Kritzeleien – besser gesagt Ritzungen – an der Kanzel, die zum Teil aus der Barockzeit stammen. „Damals hat es ja keine Bleistifte gegeben, die Wallfahrer haben mit dem Taschenmesser dort das Jahr und ihre Namen verewigt“, so Erika Thümmel. Die Sigismund-Kapelle ist allerdings nur zu Fuß erreichbar. Mit ihrer Wiedereröffnung gibt es nun auch innerhalb von Mariazell ein Pilgerwegenetz. Da ist die Kirche Heiliger Brunnen (mit dem reinigenden Wasser als Symbol), jene in St. Sebastian mit dem Rosenkranzweg und eben die Sigismund-Kapelle mit den Steinen – die Last ablegen – als Symbol.
Die Kirchen Heiliger Brunnen, …
… St. Sebastian …
… und die Sigismund-Kapelle sind Wallfahrtsziele. 31
hle i nbte e nr g& rleute und
Tanze Tango
erster Linie harte Arbeit ist. Anastasia bestellt grünen Tee, beginnt zu erzählen. „Ursprünglich wollte ich ja immer zum Zirkus“, lacht sie, diese Lust am Inder-Luft-Sein, die habe lange gehalten, sei auch heute noch sichtbar – „ich liebe Hebefiguren im Tanz“. Geboren ist die Profitänzerin in Bremen (Norddeutschland), doch die Familie zieht bald um nach Köln, später nach Hamburg. „Ich bin als Kind schon viel gereist, war in
mit mir Von Karin Klug
S
amstagnachmittag. Ich sitze im Café und warte auf Anastasia Ferrer. Eine schmale, kerzengerade Gestalt betritt den Raum, kommt zielsicher auf mich zu. Eine elegante Schönheit, das schwarze Haar hoch aufgesteckt. Anastasia Ferrer ist international bekannte TangoTänzerin, Choreographin, Tangolehrerin. Geheimnisse, Tabus und Mythen ranken sich um den Tango Argentino, jenen Tanz, der wie kein anderer Melancholie, Leidenschaft, Erotik und die (unerfüllte) Sehnsucht nach Liebe in sich trägt. Das sind auch die immerwährenden Themen, die bei jeder ihrer Produktionen eine
Nach einer einjährigen Tournee in den Niederlanden ziehen Anastasia und Luigi 1993 nach Teneriffa. Sie bauen ein kleines Tanztheater auf, feiern viele Erfolge. Aber es sind vor allem ihre Tango-Auftritte, für die sie gerne und oft engagiert
Melancholie, Leidenschaft und Erotik – das ist der Tango.
Rolle spielen. Denn Anastasia Ferrer hat sich dem Tango verschrieben – vor allem dem Bühnentango, der eine eigene Kunstform und in
Anastasia Ferrer: Choreographin und elegante Schönheit
32
Die beiden trainieren in Maastricht, gehen gemeinsam nach Antwerpen, wo aus ihrer Tanzpartnerschaft eine Lebens- und Liebesbeziehung wird. „Wir hatten viele Auftritte in Belgien, haben oft auch nur auf der Straße getanzt, mit CD-Player, und schon ging’s los.“ Sie erinnert sich lachend: Einmal sei ein Bus mit einer argentinischen Fußballmannschaft vorbeigefahren. „Die haben sofort angehalten, alle 40 sind raus und haben ,Tango, Tango‘ geschrien … und mich schon gepackt und rumgereicht, ich musste mit jedem tanzen.“ Ihre Augen funkeln heute noch, wenn sie daran denkt.
Eine Liebesbeziehung
werden. Bei vielen Veranstaltungen, auch Regierungsverhandlungen, präsentieren sie immer wieder ihre Tango-Shows. 2001 werden die beiden erstmals nach Graz geholt – „weil wir Tango-Tanztheater auf internationalem Niveau zeigten, ganz anders als das, was man bisher hier gesehen hatte“. 2002 folgt
Nach intensiven drei Jahren Tanzstudium folgt 1985 das Tanzfachstudium in der „Königlichen Tanzakademie Brabant“ in den Niederlanden, das sie nach fünf Jahren mit Erfolg – und einem Tango-Solo – abschließt. Sie hat Luigi Zola, den Gran Maestro des Tango Argentino kennengelernt. Er hatte den Tango in Buenos Aires studiert und gemeinsam mit anderen in den 90er Jahren nach Europa geholt. Anastasia nimmt Unterricht bei ihm, fragt nach Abschluss ihres Studiums: „Kannst du dir vorstellen, mit mir Tangotanztheater zu machen?“ – und legt damit den Grundstock für eine höchst erfolgreiche Zusammenarbeit.
„Ursprünglich wollte ich zum Zirkus.“
ständiger Bewegung, immer neugierig, an vielem interessiert.“ Sie schafft die Aufnahmeprüfung für das strenge russische Ballettinternat Gsovsky in Schleswig-Holstein. „Damit war mein Leben vorprogrammiert“, meint sie heute.
KLIPP Sept./Okt. 2013
Liebesbeziehung zerbricht, Tanzpartnerschaft nicht
Tango befreit die Seele Was für sie das Schöne am Tangotanzen ist? Die Seele komme in unserer Zeit meist zu kurz, befindet sie. „Tanz und Musik befreien die Seele, lösen Empfindungen aus, Gefühle können in Bewegung umgesetzt werden.“ Wobei der Geist die Schrittfolge vorgibt, der Körper sie ausführt und die Seele sie erlebt. „Tanz ist Kommunikation, man kommuniziert auf einer anderen Ebene.“ Man lerne Grenzen kennen, fremde wie eigene, und könne sich daran üben, diese zu erweitern. Das helfe schließlich auch in der persönlichen Entwicklung.
Zum Tango Argentino … zieht es wieder mehr Männer, erzählt sie. „Männer wollen sich sensibilisieren im Umgang mit Frauen, wollen neue Qualitäten entwickeln, an ihren Führungsqualitäten arbeiten.“ Der Tango sei offener als andere Tänze, man müsse sich nicht so festlegen, hat keine fixen Schrittfolgen. Dadurch
sind Flexibilität und Individualität gefragt – und auch ein Mehr an Sicheinlassen. Und was steht für die Tänzerin derzeit am Programm? Momentan arbeitet Anastasia Ferrer auf die Tango Argentino World Championship im Oktober in Graz hin, für die sie Lisa Eichler (21), ihres Zeichens jüngste Tanzschullehrerin Österreichs, und Tanzpartner Alexander Wonisch (22) trainiert. Und sie steckt mitten in den Vorbereitungen für ihr aktuelles Tanztheater „PARIS – TANGO“, das im November 2013 in Graz Premiere feiern wird – mit Anastasia Ferrer als Protagonistin, Choreographin und Regisseurin. Infos: Tangotanz-Theaterproduktion „PARIS – TANGO“ der Kompanie Ferrer mit special guests, Premiere: 12.11.2013 im Grazer Orpheum
Auch ein Sinnbild für Erotik auf der Bühne.
INVESTITIONEN
UNTERNEHMENS ANTEIL*
STEUERN & ABGABEN GEHÄLTER LOHNNEBEN KOSTEN
* Abzüglich sonstiger Kosten wie z. B. Energiekosten, Werbungskosten, Verwaltungskosten usw.
Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut. wko.at/klartext
KLIPP September 2013
33
hle i nbte e nr g& rleute und
das nächste Engagement in Graz – für einen vielumjubelten, von Ballettchef Darrel Toulon beauftragten TangoAuftritt bei der Aidsgala im Grazer Schauspielhaus. Das Tango-Paar übersiedelt nach Graz. Auch wenn die Liebesbeziehung damals zerbricht, die Tanzpartnerschaft bleibt bestehen. Sie arbeiten mit der Tanzschule Kern-Theissl zusammen, es folgen Vorstellungen im Orpheum, im Schauspielhaus, Next Liberty, in der Oper. „Es ging Schlag auf Schlag, eine Produktion folgte auf die nächste.“ Bis heute leitet die Tänzerin erfolgreich Tangokurse und Workshops in Graz, veranstaltet kleine, feine Tangoabende mit Showtanz und arbeitet an neuen Tango-TanztheaterProduktionen.
hlAieUnbTTeOenR&g& RMlUOenTUdOTRe
Auf die kunstvolle Einladung zu seinem bevorstehenden 80er ließ der streitbare Expartner von Hannes Androsch, die AT&S-Legende Helmut Zoidl, den Satz schreiben: „Ich beginn’ jetzt ein neues Leben.“ Seit 21. September schmücken Kränze und Blumen sein Grab in Fohnsdorf.
„Er war kein Weichei“
S
ein großer Festtag wäre der 9. Jänner 2014 gewesen. Aber es kam ganz anders. Eine völlig geschockte und in Trauer erstarrte Familie mit Freunden und Bekannten geht an diesem SeptemberSamstag in Fohnsdorf hinter dem Sarg her. Helmut Zoidl war in seinem geliebten Jagdhaus in Authal bei Pöls in der Obersteiermark gestürzt, hatte sich dabei eine schwere Kopfverletzung zugezogen. Im Krankenhaus Judenburg in den künstlichen Tiefschlaf versetzt, erwachte er daraus nicht mehr und starb am 14. September.
plattenfertigung begonnen“, will ein ehemaliger Mitarbeiter im Gespräch klarmachen, was für ein Kaliber Helmut Zoidl als IndustrieManager war. „Heute beschäftigt die AT&S (Austria Technologie & Systemtechnik), deren Kauf Zoidls Idee war, weltweit knapp 7.500 Mitarbeiter.“ Ein Deal, der in der Folge nicht nur ihn zum Multimillionär machte, sondern auch seine Drittel-Partner und Mitgesellschafter Hannes Androsch und Willibald Dörflinger. Mit beiden hatte er gebrochen, sie kamen auch nicht zum Begräbnis.
Sarg musste draußen bleiben
„Der Helmut war kein Weichei. Als Chef hatte er viele Ecken und Kanten, war oft verletzend, hat Fehler gemacht, wie wir alle, aber er war ein kumpelhafter Typ“, beschreiben ihn ehemalige Mitarbeiter und Bekannte im Trauerzug, als dieser sich am Friedhof zur letzten Ehre formiert.
Verstohlen greifen Trauergäste während des Gedenkgottesdienstes in der randvollen Kirche in Fohnsdorf mehrmals an diesem Samstagvormittag nach einem Taschentuch. Auslöser: Die vom Fohnsdorfer Singkreis St. Rupert unter Peter Vorraber feinfühligst gespielte Messe in G-Dur von Franz Schubert mit dem Orchester Accento, verstärkt durch Solisten aus Graz, sein Ave Maria und zum Abschluss „Der Summa is aussi“. Helmut Zoidl war aus der Kirche ausgetreten, seine Familie wollte aber ein traditionelles katholisches Begräbnis. Allerdings: Er selbst fehlte. Sein Sarg durfte nicht in die Kirche – so entschied der Pfarrer. Jagdkollegen standen derweil Wache am Friedhof, wo er aufgebahrt war. Ohne Sarg, mit dem Pfarrer an der Spitze, in dieser Art sicher das erste Mal, bewegte sich der Trauerzug zum Friedhof, wo Helmut Zoidl dann mit dem Segen des Pfarrers und dem Nachruf der Jagdhornbläser hinab ins Grab gesenkt wurde. „Wir haben mit ihm als Chef und 20 anderen Kollegen im EumigGebäude in Fohnsdorf neben dem Formenbau auch mit der Leiter34
nach einem Sturz in seinem Jagdhaus in Authal verstorben. helmut Zoidl hinterließ ein Millionen-Vermögen, das er sich als AT&S-gesellschafter erwirtschaftet hatte.
helmut Zoidl war aus der Kirche ausgetreten. daher durfte sein Sarg bei der gedenkmesse nicht in der Kirche, blieb am Friedhof, „bewacht“ von seinen Jagdkollegen.
Erfolgreicher Eumig-Sanierer Weil der damalige Bundeskanzler Bruno Kreisky von den Erfolgen Zoidls als Industrie-Manager wusste – der gebürtige oberösterreichische Eisenbahner-Sohn galt noch dazu als Sozialdemokrat –, setzte die Regierung im Jahre 1981 Helmut Zoidl als Alleingeschäftsführer der Eumig Fohnsdorf Industrie GmbH ein. Die Republik Österreich hatte das ehemalige Paradeunternehmen Eumig, das Kameras und Projektoren produziert hatte, nach einer Pleite auffangen müssen, um tausende Arbeitsplätze zu retten. Da in Fohnsdorf gleichzeitig der unrentabel gewordene Bergbau vor dem Aus stand und es düster für die Region aussah, hatte die Bundesregierung eine EumigTochtergesellschaft in Fohnsdorf angesiedelt. Ehemalige Bergleute sollten dort Formen für die Kunststoffindustrie bauen und produzieKLIPP Sept./Okt. 2013
AT&S-Kauf war Königsidee 1991 erfolgte die Zusammenlegung der Eumig Fohnsdorf mit AT&S in Hinterberg und der Steirischen Elektronik in Fehring mit Helmut Zoidl als Vorsitzendem. Der Auslöser dafür: Die AT&S in Hinterberg war ein großer Leiterplatten-Hersteller, verlor mit der IBM aber ihren Hauptkunden und wurde dadurch ebenfalls zu einem Sanierungsfall. Die große Chance kam 1994, als die ÖIAG die inzwischen sanierte und bestens florierende AT&S verkaufen wollte. Für den Strategen Zoidl die Chance seines Lebens. Er holt sich Ex-CAGeneral und Exfinanzminister Hannes Androsch (dieser war politisch noch immer bestens vernetzt) und den oben genannten EDV-Experten Willibald Dörflinger ins Boot. Das Trio erhielt dann von der ÖIAG im November 1994 den Zuschlag. Die Entscheidung war denkbar knapp – nur weil der Aufsichtsratschef und später legendär gewordene Handelsminister (Wirtschaftsminister) Peppi Staribacher für Zoidl und Co. und damit gegen die ÖVP-nahen Bieter Klestil und Kollegen gestimmt hatte. Mit der Privatisierung ging’s dann von da an mit der AT&S wirtschaftlich ganz, ganz steil nach oben. formiert.
„Region was zurück geben“ Nicht zuletzt deshalb, weil Helmut Zoidl und Partner auch eine Mitarbeiter-Beteiligung einführten. Für diese waren beim Börsengang fünf Prozent der Aktien reserviert. Knapp vor der Jahrtausendwende kam es dann zum großen Krach unter den drei Gesellschaftern. HanKLIPP Sept./Okt. 2013
nes Androsch schlug sich auf die Seite des jüngeren Willibald Dörflinger, Zoidl ging mit 65 in Pension, schied später auch aus dem Aufsichtsrat aus und verkaufte in der Folge auch seinen Drittelanteil der Aktien an AT&S.
MlOenTut hlAieUnbTteOenr&g& ru dO Re
ren und dann auch Leiterplatten. Ein gewisser Willibald Dörflinger, EDV-Experte, trug dafür als Abteilungsleiter die Verantwortung. Die Eumig machte bei 70 Millionen Schilling Umsatz ebenso viel Ver luste. Helmut Zoidl lag in der Folge mit den Verantwortlichen der verstaatlichten Industrie ständig im Clinch, die an seine Strategie nicht wirklich glaubten. Vier Jahre später allerdings schrieb die Eumig in Fohnsdorf bereits eine schwarze Null.
Zwei Leidenschaften Mit seinen Millionen aus dem Ak tienverkauf konnte sich Helmut Zoidl jeden Wunsch erfüllen. Einer war der Kauf des heruntergewirtschafteten Schlosses Gabelhofen (siehe Kasten) und ein weiterer, als leidenschaftlicher Jäger endlich sein eigenes Revier zu haben. Die Wenderegierung unter Schüssel und Haider startete eine große Privatisierungsoffensive, verscherbelte sozusagen das Familiensilber der Republik, und die Bundesforste verkauften damals das Großrevier Authal in Möderbrugg bei Pöls. Millionär Zoidl griff zu und schuf dadurch sein „Helmut-Land“. „Der Helmut wollte der Region immer etwas zurückgeben“, dankt ihm dessen Freund Ex-Bauernbundpräsident und ÖVP-Nationalratsabgeordneter Fritz Grillitsch in seinen Abschiedsworten – „ihm waren 400 Arbeitsplätze in Fohnsdorf wichtiger als 4.000 in Indien.“
Schloss Gabelhofen – historisches Gutstostückerl:
Interessant für Didi Mateschitz? 2000 kaufte die H.M.Z. Privatstiftung Schloss Gabelhofen in Fohnsdorf. Es war ein Lieblingsobjekt für Helmut Zoidl, denn damit hatte sich der in Linz geborene Eisenbahner-Sohn den Kindheitstraum erfüllt, sein eigener Schlossherr zu sein. Das Schloss hat auch einen Hotelbetrieb – ursprünglich für die geplante Therme erweitert, doch der Betrieb war nicht wirklich gewinnbringend. Jahre hindurch schoss Zoidl viel Geld zu. Mit seiner Kunstgalerie und den Ausstellungen ist das Schlosshotel ein historisches Gustostückerl. Durchaus denkbar, dass mit Helmut Zoidls Tod dessen Privatstiftung – sollte er es nicht anders verfügt haben – Schloss Gabelhofen verkaufen möchte. Red-Bull-Chef Didi Mateschitz hat bekanntlich im Murtal mehrere zum Teil historische Objekte gekauft und zu qualitätsvollen Gastronomiebetrieben ausgebaut. Das ehemalige Wasserschloss Gabelhofen aus dem 15. Jahrhundert hätte einen ganz besonderen Reiz für seine Tourismus-Strategie. Zumal es in unmittelbarer Nähe des Red-Bull-Rings liegt und schon in früheren Formel-1-Zeiten die bevorzugte Herberge von Ecclestone und Kollegen war und auch in den kommenden Jahren sein wird.
„Vater der Therme“ Das Schloss Gabelhofen mit seinem Hotel sollte der Kern für eine Therme mit dem Namen „Aquarius“ werden. In das Projekt hatte Zoidl bereits etliche Millionen für die Planung gesteckt und es bereits der Öffentlichkeit präsentiert. Als es dann zur längeren Börsenflaute kam, ließ Zoidl das 40-MillionenEuro-Projekt stoppen. Jahre später verkaufte er die Wasserrechte und auch Grundstücke an die Gemeinde. Deren Bürgermeister Johann Straner am Grab des Fohnsdorfer Ehrenbürgers Helmut Zoidl: „Er ist der eigentliche Vater der Therme.“ Seine zweite Leidenschaft war die moderne Kunst. Zoidl hatte sich in seiner Villa in Spielberg eine private Kunstgalerie bauen lassen, aber auch das Schloss Gabelhofen wurde 2002 um eine Kunstgalerie erweitert. Mit bedeutenden Malern und Bildhauern wie Franz Ringel, Eduard Angeli, Wolfgang Herzig –
um nur einige zu nennen – verband ihn Freundschaft. Er wollte nicht nur die Werke kennen, sondern die Menschen dahinter.
Großzügiger Gastgeber Am wohlsten fühlte sich Helmut Zoidl im Freundeskreis, die Familie allein war ihm zu wenig. Er zeigte sich als Gastgeber ausgesprochen großzügig, kochte gut und gern und war auch ein Alkohol-Genießer. Dementsprechend begehrt waren Einladungen der Zoidls, gab er doch sein Geld großzügig aus. In den letzten zwei Jahren hatte sich Helmut Zoidl mit seinen Freunden überworfen, die er als Vorstände in seine H.M.Z. Privatstiftung geholt hatte. Die Folge waren teure Prozesse, weil sich Zoidl von seinen früheren Freunden hintergangen fühlte. Man verwehre ihm sogar als Stifter seine Rechte, polterte er in
Interviews. Auch die Freunde verwehrten ihm die letzte Ehre. Erst die mit Spannung erwartete Testamentseröffnung wird klarstellen, wie es mit dem Millionenvermögen weiter geht. Denn die Familiensituation ist alles andere als einfach. Helmut Zoidl war zum dritten Mal verheiratet. Die zweite Ehe wurde nach 30 Jahren erst 2006 geschieden. Dieser entstammt Tochter Natascha, wahrscheinliche Haupterbin. Ihre Mutter galt als die Finanzchefin in der Familie. Zumal Helmut Zoidls Grundsatz galt: „Geld bedeutet mir nichts.“ Seine dritte Frau war allerdings vor ihm schon drei Mal Witwe geworden, dementsprechend groß ist die Familie und damit allfällige Begehrlichkeiten.
35
Die (Mit-)Fahrt meines Lebens Abenteuer Rallye-Copilotin: Keine Zeit zum Angsthaben
80 links vier bis fünf minus, 100 rechts drei bis vier lang, Kuppe linkshalten, Achtung links eins bis zwei bergauf … – in einem Collegeblock notiere ich die Angaben, die Wolfram Doberer mir diktiert. Wir sind auf Besichtigungstour für die bevorstehende Rallye, wo ich als Neuling den Beifahrer machen werde. „Außer dass einem beim Autofahren nicht schlecht werden darf, braucht man keine speziellen Kenntnisse“, hat Wolfram Doberer, 44, in unserer Redaktion angerufen. „Okay, dann bin ich dabei“, antwortete ich euphorisch. Der gebürtige Mariazeller fährt zumeist mit Rallye-Neulingen als Beifahrer. „Diese können sich bei uns bewerben und werden dann durch ein Casting ausgewählt“, so der selbstständige Event-Veranstalter (www.doberer-incentives.at). Logisch, dass es so um ein Vielfaches schwieriger ist, vorne mitzufahren. Dennoch schaffte Wolfram Doberer voriges Jahr im Opel Corsa OPC (Opel Performance Center) Rallye Cup den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Wir kurven durch die Oststeiermark und besichtigen die in der Rallye auf Zeit gefahrenen einzelnen Sonderprüfungen. Es gilt, den so genannten Aufschrieb zu erstellen, mit allen Kurven – ob lang oder kurz, deren Radius – Kuppen, Brücken, die jeweiligen Meter-Angaben bis dahin, Belagbeschaffenheit, Licht-, Schattenverhältnisse und, und. Dies werde ich dann während der Rallye Wolfram Doberer vorlesen.
Aufregung steigt Letzte Besprechung im Fahrerlager der Rallye Weiz. Um 14:35 Uhr
36
geht’s los zur ersten Etappe. Langsam werde ich nervös. Ich quäle mich in die lange feuerfeste Unterwäsche und den feuerfesten Rennanzug. Erstes Probesitzen im Rennauto – dem Opel Corsa. Wolfram erklärt mir, wie die Gurte funktionieren, ich den Helm richtig aufsetze und die Gegenfreisprechanlage verbinde, wo wir über Bordfunk miteinander verbunden sind. Erst pünktlichst zur auf der Bord-Zeitkarte angegebenen Zeit dürfen wir die Zeitkontrolle passieren – keine Sekunde zu früh oder zu spät, sonst gibt’s Strafen. „Dafür bist du als Beifahrer verantwortlich. Du kannst praktisch alles verlieren – Aufschrieb oder Roadbook –, nur die Zeitkarte nicht, denn sonst sind wir raus aus der Rallye“, werde ich ermahnt.
Keine Zeit für Angst Bereits vor der Zeitkontrolle zur Gössersattel-Sonderprüfung bleiben wir stehen, um uns zu adjustieren – Haube auf, Helm drüber und sämtliche Gurte fixieren – so fest, dass mir fast die Luft wegbleibt. Mein Puls steigt. Wir stehen am Start. Nervös gehe ich den Aufschrieb noch einmal durch. „Los geht’s mit 50 links vier superlang“, sage ich Wolfram an. Die Ampel springt auf Grün. Wahnsinn! Es ist
laut. Ich lese – fast schreiend, um den Lärm zu übertönen – die Angaben aus dem Aufschrieb vor. Im richtigen Moment versuche ich das zu tun. „Wenn wir bei der Kurve schon vorbei sind, ist das schlimmer, als wenn du einige Kurven im Voraus bist“, hatte mir Wolfram zuvor erklärt. Immer Blick auf die Straße und wieder zum Aufschrieb. Zum Angsthaben habe ich keine Zeit, so schnell geht alles und zu konzentriert bin ich. Fast ohne Luftholen lese ich weiter. Gar nicht immer so einfach zu wissen, in welcher Kurve wir gerade sind …
Sonderprüfung geschafft Nachdem mein Puls etwas runtergegangen ist, erfolgt auch sogleich meine selbstkritische Beurteilung: Verdammt – hat nicht so ganz funktioniert, wie ich mir das vorgestellt hatte. Das muss besser werden, versuche ich mich zu motivieren. Steht doch am Abend noch der Rundkurs in Anger bevor – eine Sonderprüfung bei Dunkelheit. Die zusätzlich am Auto montierten Scheinwerfer leuchten die Strecke gut aus, aber dennoch fällt es mir, trotz Innenbeleuchtung zum Vorlesen, noch schwerer als am Tag, genau zu wissen, wo wir sind. Das Ansagen im richtigen Moment klappt leider nicht immer so wie gewünscht. Wie gewünscht hingegen funktioniert ein Reifenwechsel am nächsten Tag. In „voller Montur“ samt Helm gerate ich gehörig ins Schwitzen, als es nach einem Patschen heißt: „Reifenwechsel“. Alles muss
Fotos: Heimo Ruschitz
Von Isabella Hasewend
Wolfram Doberer (li.): zumeist RallyeNeulinge – wie mich – als Beifahrer.
schnell gehen. Ich öffne die Gurte, springe aus dem Wagen und kurble den Wagenheber hoch, während Wolfram mit dem Akkuschrauber die Schrauben löst. Reservereifen aus dem Kofferraum, kaputter Reifen rein, Rad festschrauben und wieder rein ins Auto, Gurtzeug finden, anschnallen und weiter geht’s. Nach eineinhalb Tagen und rund 450 runtergespulten Kilometern endet die (Mit-)Fahrt meines Lebens im Ziel in Weiz. Unter Freudentränen löst sich die Anspannung der letzten Tage. Zugegeben: Ohne das konzentrierte Vorlesen auf den Sonderprüfungen wäre mir teilweise bestimmt angst und bang geworden, weil ich dann mehr von der Geschwindigkeit und der Umgebung mitgekriegt hätte. Aber so hatte ich keine Zeit für Angst und würde es jederzeit gerne wieder versuchen, das Abenteuer RallyeBeifahrer. PS: Gewonnen hat die heurige Weiz übrigens das österreichische RallyeAss Raimund Baumschlager.
KLIPP Sept./Okt. 2013
Fenster und Türen aus Holz und Holz-Alu. Maßgefertigt. Seit 1927. Von der Beratung bis zur Montage. Alles aus einer Hand. Foto: Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Glasspielvariationen. KAPO Fenster und Türen GmbH Hambuchen 478 | A-8225 Pöllau Tel.: +43/3335/2094-0 office@kapo.co.at www.kapo.co.at
KLIPP Sept./Okt. 2013
37
AUTO & MOTOR
Ganz schön cool Der Citroën C4 Aircross
Wenn sich die Jugend auf den Hintersitzen ruhig verhält, und dies auch bei längeren Fahrten, dann ist das ein gutes Zeichen, sprich, das Platzangebot lässt alle möglichen Sitzvarianten zu, sodass man ruhig auch dahindösen kann. Das zeigte sich bei einem Wochenendausflug mit dem
neuen Citroën C4 Aircross. Das große Panoramaglasdach mit UVSchutz und elektrischem Sonnenschutz-Rollo bietet zusätzlich Abwechslung. Beim Entspannen. Es erhellt den gesamten Innenraum,
und nachts verleihen dimmbare, bernsteinfarbene, in den Dachhimmel integrierte LED-Leuchten dem Panoramaglasdach zusätzlichen Glanz. Kommentar unseres Nachwuchses: „Ganz schön cool.“ Auf der Fahrt Richtung Adria gab’s auch eine Pause im steirischen Weinland. Dazu ging’s ordentlich bergwärts. Und da zeigte sich auch die Leistungsfähigkeit des variablen Allradgetriebes im Citroën C4 Aircross. Wir nützen die Möglichkeit nach Lust und Laune und in Abhängigkeit von der Fahrsituation, manuell einen der drei Antriebsmodi mittels eines Drehknopfes hinter der Gangschaltung auszuwählen. Und wer glaubt, dass ihm der Zweirad-Antriebsmodus reicht, der kann auch diesen aktivieren. Es
minimiert sich dadurch der Kraftstoffverbrauch, weil lediglich die Vorderräder angetrieben werden. Wirklich praktisch und auch wichtig ist die Rückfahrkamera, die mit dem Navigationssystem verbunden ist. Trotz hoher, bequemer Sitzposition erleichtert sie das Manövrieren und Einparken mit dem kompakten SUV ganz wesentlich. Die Kamera ist in die verchromte Heckklappenleiste integriert und wird automatisch aktiviert, sobald der Rückwärtsgang eingelegt ist. Zwei übereinanderliegende grüne Linien zeigen auf dem Bildschirm an, wo’s hingeht. Damit sind sämtliche Manöver kinderleicht. Ganz bequem: der schlüssellose Zugang und das schlüssellose Start-System. Weil man den Schlüssel nur bei sich tragen muss und sich das Fahrzeug nur durch leichtes Berühren der vorderen Türgriffe öffnet. Die Verriegelung erfolgt auf die gleiche Weise. Der Einstiegspreis beim Citroën C4 Aircross liegt bei rund 22.000 Euro.
ab netto € 16.490,- 1) ab brutto € 19.788,- 2)
International Van of the Year 2013 Sicherstes Fahrzeug seiner Klasse
· Ford SYNC inkl. Notrufassistent 3) · Durchladeluke 3) · Laderaumboden „easy clean“ 3) · einklappbarer Dachträger 3) www.ford.at
International Van of The Year 2013
Kraftstoffverbr. ges. 6,3-7,5l / 100km, CO2-Emission 162-197g / km.
Symbolfoto I 1) Netto-Aktionspreis (beinhaltet Händlerbeteiligung) exkl. USt. 2) Brutto-Aktionspreis (beinhaltet Händlerbeteiligung) inkl. USt. Freibleibende und unverbindliche Angebote. 3) Durch Aufpreis lt. Preisliste. Nicht für alle Modellvarianten verfügbar. Nähere Informationen auf www.ford.at oder bei Ihrem Ford-Händler. Angebot nur für gewerbliche Kunden.
38
KLIPP Sept./Okt. 2013
Sparsam unterwegs „Die Tankanzeige ist das, worauf ich als Lenker gerade in fremden Fahrzeugen immer achte“, schildert ein Klipp-Mitarbeiter seinen Eindruck nach einer längeren Fahrt zu einem InterviewTermin. „Ich habe befürchtet, die Tankanzeige funktioniert nicht.“ Er spricht damit den sparsamen Verbrauch des Opel Astra Cosmo mit manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe an. Im Durchschnitt liegen die Werte bei 4,6 Liter, bei den Benzinern geht der Verbrauch bis 6 Liter hinauf. Der neue Astra geht mit einer kompletten Motoren-Palette an den Start. Je nach Kundenwunsch gibt’s Triebwerke von 64 kW/87 PS bis 132 kW/180 PS.
Umfangreich ist das Komfort- und Sicherheitsausstattungspaket, das Opel erstmals im neuen Astra anbietet: Die Frontkamera, die Verkehrsschilder erkennt und vor versehentlichem Fahrspurwechsel warnt, Ergonomiesitze mit Sitzflächenverlängerung sowie zweifach justierbaren aktiven Kopfstützen; die Lichtintensität und Leuchtweite des Bi-Xenon-Sicherheitslichtsystems passt sich durch neun verschiedene Lichteinstellungen automatisch der Fahrund Straßensituation an. Einfach zu handhaben ist die elektrische Parkbremse. Der Parkpilot vorne und hinten hilft vor allem beim Einparken in der Stadt.
ARBÖ und ÖAMTC
Aktion Gu(r)te Fahrt Einmal mehr zeigten ARBÖ und ÖAMTC in einer gemeinsamen Aktion, wie gefährlich „Gurtenmuffel“ unterwegs sind. Auf einem Gurtschlitten bzw. Aufprallsimulator konnten Verkehrsteilnehmer erleben, welche Kräfte bereits bei 10 km/h auf den Körper einwirken, wenn das Fahrzeug auf ein stehendes Hindernis aufprallt. Am geringsten ist der Wille zum Tragen des schwar-
KLIPP Sept./Okt. 2013
zen Gürtels auf den Rücksitzen: Zwei Drittel der erwachsenen Mitfahrer liefern sich dort schutzlos der Physik aus. Dabei gefährden sie sich nicht nur selbst, sondern werden zum Geschoß für den Fahrer. ARBÖ und ÖAMTC: „Wir wollen damit ein Bewusstsein schaffen, wie wichtig es ist, den Sicherheitsgurt vor jeder Fahrt anzulegen.“
Das Glasschiebe-Ausstelldach lässt den Innenraum weit größer erscheinen. Der Einstiegspreis der Astra-Limousine Cosmo liegt bei 23.000 Euro, mit der Sonderaus-
stattung (wie das Testfahrzeug) kostet das Auto 30.000 Euro.
Einer, der nicht protzt Der Seat Toledo
Es gibt Autos, deren Cockpit aufgrund der Elektronik so aussieht wie das eines Kleinflugzeugs. Der Seat Toledo 1.4 TSI zählt nicht dazu. Das Cockpit wirkt aufgeräumt, ist ergonomisch wohl durchdacht und übersichtlich. Der Toledo folgt der modern-puristischen Design-Philosophie der Spanier. Die klar gezeichneten Rundinstrumente sind präzise ablesbar. Man spürt – da wurde viel an den Details gebastelt. Der neue Toledo erscheint schlank, kräftig und solide. Ihm merkt man bei seiner Länge von knapp 4,50 Metern an, dass er im Gegensatz zu anderen „Kollegen“ seiner Klasse eher schmäler wirken soll, als er tatsächlich ist. Überrascht waren wir bei Überlandfahrten von der kraftvollen Automatik. Die 122 PS (90 KW) sorgen für einen ordentlichen Schub,
wenn man auf die S-Variante bei der Automatik einstellt. Die vom Werk angegebene Spitzengeschwindigkeit beträgt 206 km/h. Dafür sorgen ein hocheffizienter TSI-Ottomotor und ein CommonRail-TDI-Triebwerk aus dem Volkswagenkonzern sowie das in Kombination mit dem stärksten Benziner-Aggregat eingesetzte 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Beim TDI-Dieselmotor glänzt die Eccomotive-Version mit nur 3,9 Liter Normverbrauch. Und in Sachen Laufruhe: Dass man Motoren-, Wind- und Abriebgeräusche bei höheren Geschwindigkeiten stärker wahrnimmt, überrascht nicht. Doch in seiner Preisklasse zählt der Toledo ganz sicher auch zu den Besten. Eine Annehmlichkeit, die in der Dunkelheit für mehr Verkehrssicherheit sorgt, ist das Kurvenlicht. Auch der Kofferraum, sprich das Gepäcksabteil, macht’s möglich, dass man darin sogar Kommoden fürs Kinderzimmer unterbringt. Und die großzügigen Türausschnitte erleichtern auch älteren Personen das Einsteigen. Er ist bereits ab 14.000 Euro zu haben.
39
AUTO & MOTOR
Die neue Astra-Limousine von Opel
G’sundes SFG-Projekt Das ZWT ist zugleich das erste österreichische Technologie- und Forschungszentrum, das baulich und organisatorisch vollständig in einen Universitätscampus integriert ist. Daraus ergibt sich ein wichtiger Standortvorteil. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass die Ansiedelung des Med Campus und damit der Institute in direkter Nähe zum LKH-Univ.-Klinikum Graz stattfindet, womit sich die Möglichkeit ergibt, Forschung und Patientenbehandlung unmittelbar zusammenzuführen. Der Spatenstich für den Med Campus mit dem Bund als Bauherrn erfolgte bekantlich vor wenigen Wochen. Seine Dimension: Arbeitsplätze für 840 MitarbeiterInnen der Med Uni Graz, Lehrflächen für 1.200 Studierende, eine großzügige Infrastruktur (Mensa, Veranstaltungsräume, Freiflächen).
Der neue ZWT-Komplex ermöglicht Kooperationsprojekte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, die vor allem im Bereich Humantechnologie angesiedelt sind. Insbesondere Spin-offs aus der Med Uni Graz, aber
auch bestehende Unternehmen sowie Headquarters und Kompetenzzentren internationaler Betriebe im Bereich der Bio- und Humantechnologie sind als Mieter vorgesehen. Neben der Wirtschaft findet aber auch die Wissenschaft im neuen Zentrum Platz. Das analytische Forschungslabor für Hygiene, das Labor für genetische Untersuchungen und die Biobank Graz, die als eines der Leitprojekte der „Medical Science City Graz“ gilt, werden im ZWT situiert sein.
Foto: heimo Ruschitz
Die Humantechnologie zählt zu den dynamischsten Stärkefeldern der steirischen Wirtschaft. Für Humantechnologiebetriebe, Institute und für Spin-offs aus der Med Uni Graz wird ab 2014 das „Zentrum für Wissens- und Technologietransfer“ (ZWT) in der Medizin das neue Zuhause sein. Es ist gleichzeitig das 33. steirische Impulszentrum. Ende Oktober kommt es zur Übergabe des Gebäudes, in Vollbetrieb geht es im Mai 2014. „Es wird dort 250 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze geben“, so SFG-Geschäftsführer Burghard Kaltenbeck als BauherrnVertreter. Errichter und Betreiber des ZWT ist eine eigens gegründete Gesellschaft (ZWT-GmbH), die sich im Besitz der Innofinanz, einem Tochterunternehmen der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG, und der Medizinischen Universität Graz befindet.
ZWt – Zentrum für Wissens und technologietransfer in der Medizin: ab 2014 in Vollbetrieb.
11.05.–01.12.2013
Marcel Hirscher begeisterte
Foto: stGKK
Der Kult um den KOPF
www.schaedelkult.at
40
Freuten sich über den Auftritt des superstars (v.l): GKKObmann Josef Pesserl, Minister Gerald Klug und GKKdirektorin Andrea hirschenberger. Fotos: © Hugo Maertens, Brügge; © Museum of Anthropology Athen, Foto: Theodoros Pitsios
© Kastner & Partner! GmbH | 8700 Leoben
Gesundheit
Sinnbild der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft
Einen besseren „Gesundheitsbotschafter“ als Marcel Hirscher hätte sich die STGKK im Rahmen ihres diesjährigen „Langen Tages der Bewegung“ am Grazer Hauptplatz nicht wünschen können. Der SkiSuperstar begeisterte wieder einmal auch durch flotte Sprüche, stellte sein außergewöhnliches Bewegungstalent unter Beweis und nahm sich Zeit für die Fragen der Besucher – beim virtuellen SkiRennen auf der Bühne zog er gegen
einige Fans sogar den Kürzeren. Auch wurde dem Publikum ein abwechslungsreicher Mix aus Sport, Show und zahlreichen Gesundheitsinformationen geboten. „Diese Mischung setzt sich zum Ziel, den Spaß an der Bewegung und damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsprävention unter die Leute zu bringen“, freuten sich STGKK-Obmann Josef Pesserl und STGKK-Generaldirektorin Andrea Hirschenberger. H. D.
KLIPP Sept./Okt. 2013
v.l.: Harald Eberhaut, Eva-Maria Scheucher und Eigentümer Josef Jausovec
Sattessen mit weniger Fleisch
„S
Romantik-Hotel in Bad Radkersburg
wapignon“ heißt eine neue Kochtechnik, mit der der Fleischkonsum reduziert wird und trotzdem ein Sättigungsgefühl entsteht. Ein Teil des Fleisches wird dabei durch gehackte Champignons ersetzt, wobei der Geschmack und die Struktur der Fleischgerichte erhalten bleiben. Somit braucht man auf klassische Gerichte wie Faschiertes, Spaghetti Bolognese, Burger oder Lasagne nicht zu verzich- Champignons sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Ballast ten. „Swapignon“ ist eine Zusam- stoffe machen obendrein satt. menziehung des englischen Wortes für Austausch (Swap) und Champignon. neralstoffgehalt zu erhöhen. Die Pilze werDiese relativ einfache Technik hilft, Kohlen- den fein gehackt, in Butter oder Öl goldbraun hydrate und Fett in den Mahlzeiten zu verrin- gebraten und mit kleinen Fleischportionen gern und gleichzeitig den Vitamin- und Mi- vermischt. Da sie den Geschmack anderer
Vulcano-Packung und Kürbiskernbehandlung „Seit kurzem ist unser Hotel im Park Mitglied der Romantik-Hotels“, freut sich Eigentümer Josef Jausovec. Liebevoll eingerichtete Biedermeier-Sitzecken vermitteln diese Atmosphäre schon im Eingangsbereich. „Besonders stolz sind wir auf unser Sinnreich, die Kosmetikabteilung mit Schwebebetten und Massagekabinen“, so Direktionsassistentin Eva-Maria Scheucher. Ein weiteres Highlight des Romantikhotels sind die regionalen Therapien, wie etwa die Steirische Kürbiskern-Behandlung, die Vulcano-Packung oder das Weintrester-Peeling.
Zutaten verstärken, gibt es auch keinen Aromaverlust. Außerdem lassen sich damit Suppen und Soßen variieren. Quelle: „Champignon Idee“
Ästhetengarten als private Wohlfühloase Ästheten lieben Orte, die Geborgenheit und Kraft vermitteln, jedoch kreativ und individuell gestaltet sind. Der Garten wird als die ganz persönliche Privatsphäre angesehen, wo man sich zurückziehen und tief entspannen kann. Diese private Wohlfühloase wird durch klare Formensprache und die Beschränkung auf das Wesentliche geschaffen. Reizvolle Akzente werden sensibel zusammengestellt und in Szene gesetzt, sodass sie das Gartenparadies perfektionieren.
Garten Dolezal Kernstockgasse 17 8200 Gleisdorf Tel.: 03112/ 360 21 36 www.garten-dolezal.at
KLIPP Sept./Okt. 2013 54
41 KLIPP September 2013
Gesundheit
„Swapignon“:
Leben
U
nter uns: Elke tut es, und Gabi und Sonja tun es auch. Sabine und Jasmin würden es nie zugeben, aber sie tun es ebenso – sie suchen! Und ich suche ihn auch. Seit ich denken kann. Meinem besten Freund Carlo habe ich bereits im zarten Alter von knapp zehn erklärt, dass ich ihn nun endlich finden wolle, den Mann fürs Leben. In seinen Augen war das offensichtlich ein wenig zu fortschrittlich. Aber frau kann nie früh genug beginnen – immerhin bin ich bis heute nicht fündig geworden.
Der Mann meines Lebens Von Karin Klug Orten? Er müsste doch wissen, wo ich zu finden bin. Nämlich dort, wo auch er ist. Immerhin teilen wir viele Interessen. Wir sollten uns also ganz sicher über den Weg laufen. Und dann sollte er mich auf den ersten Blick erkennen …
Nicht, dass es nicht genug Männer gäbe. Interessante, gutaussehende, humorvolle Männer. Ich habe auch durchaus den einen oder anderen ausprobiert. Hatte ernsthafte Beziehungen, oberflächliche Affären, nicht haltbare One-Night-Stands, leidenschaftliche Verliebtheiten. Und allerlei sonstige Torheiten, die sich im Laufe eines Liebeslebens so ansammeln – bloß, der Mann meines Lebens war nicht darunter. Den hab ich noch immer nicht gefunden. Schön langsam frage ich mich schon, wo er sich denn wohl herumtreibt, der eine, Einzige. Ich meine, es wird langsam Zeit, dass er sich blicken lässt. Er hatte schließlich genug Möglichkeiten, um sich auszutoben, Erfahrungen zu sammeln und draufzukommen, dass nur eine einzige Frau wirklich zu ihm passt, nämlich ich! Jetzt müss te er mich halt nur noch finden. Und da ist er ein wenig nachlässig, habe ich den Eindruck. Ich meine, ich will mich ja nicht beschweren, aber bis heute hat er sich nicht bli cken lassen. Er trödelt, finde ich. Natürlich, ich will nicht drängeln, ich will uns ja alle Zeit lassen, die wir brauchen, um einander zu finden. Und es ist wichtig, ausreichend Erfahrungen gesammelt zu haben, um zu wissen, was Mann alles nicht will, was Mann unbedingt will und was darüber hinaus auch noch ganz nett wäre. Der Mann meines Lebens soll schließlich ganz genau wissen, was er will, nämlich mich. Mit Haut und Haaren. Und er soll
42
Es wird schön langsam Zeit, dass er sich endlich blicken lässt ... mein Prinz fürs Leben.
nichts unversucht lassen, um mich zu finden, zu erobern und schließlich an den Haaren in seine Höhle zu schleifen. Symbolisch gesehen (obwohl – gelegentlich kann so ein bisschen Höhlenschleifen ja ziemlich anregend wirken). Nun ja, allerdings wie gesagt, bisher hat er sich noch nicht blicken lassen. Ob er überhaupt weiß, was er zu tun hat? Ich will ihm ja nicht mangelnde Intelligenz oder Tatkraft vorwerfen – das mögen Männer nämlich gar nicht, sagt mein „So finden Sie
den Richtigen“-Ratgeber. Vielleicht ahnt er einfach noch nichts von seinem Glück und seiner Aufgabe. Nämlich, mich zu finden und glücklich zu machen. Was natürlich auch ihn glücklich machen wird. Ich bin schließlich, vice versa, die Frau seines Lebens. Und da sollte man doch meinen, dass der Mann meines Lebens nichts Wichtigeres im Sinn hätte, als mich zu finden. Nun frage ich mich mittlerweile aber doch, ob er so ungeschickt ist, weil er noch immer nicht aufgetaucht ist. Sucht er ständig an den falschen
Ich mache doch auch, was ich kann, um mich – auf ganz natürliche Weise – von ihm finden zu lassen. Blicke den Herren aller Rassen und Klassen tief in die Augen, gehe mit ihnen Kaffee trinken oder lasse mich auf ein Glas Wein einladen und versuche herauszufinden, ob sie der Prinz sind … Ich küsse so manchen Frosch, aber nichts, bisher war er noch nicht darunter. Viel verlorene Liebesmüh, viele geküss te Frösche, kein einziger Prinz. Das betrübt mich. Ich meine, ich werde ja auch nicht jünger. Wenn er mich noch einigermaßen faltenfrei und knusprig erleben will, dann sollte er sich sputen. Sonst kann er mir eher dabei helfen, den Rollator zu schieben oder den Krückstock zu finden. Dann ist nichts mehr mit High Life und rauschendem Sexleben. Und er wird schließlich auch nicht jünger. Mein Gott – was für eine Verschwendung. Wie viele heiße Nächte sind uns schon entgangen? Tage und Nächte. Anregende Gespräche. Vertraute Zärtlichkeiten. Kuschelige Fernsehabende … Ich darf gar nicht daran denken. Also, mein Prinz, wo immer du dich gerade herumtreibst, es wird allmählich Zeit! Mach dich bereit! Ich warte an der Bushaltestelle, in der Sushi-Bar oder bei dieser wirklich hippen Vernissage da übermorgen … Du erkennst mich an meinem erwartungsvollen Lächeln … So wie Elke, Gabi, Sonja, Sabine und Jasmin auch!
KLIPP Sept./Okt. 2013
v o n A n g e l i k a Ko h n h au s e r - T e c h t
G e nu s svo l l
betrachtet
Auf der Jagd nach Herbstfrüchten
E
ben noch stöhnten und schwitzten wir unter der beinahe tropischen Sonne und ersehnten die Kühle, nun ist mit großen Schritten der Herbst ins Land gezogen. Schon ist uns kalt und wir sehnen uns wieder nach der Wärme. Was nun? Die, die es sich leisten können, entfliehen – gleich den Zugvögeln – sowieso in den Süden, die anderen bleiben da und genießen die Farben, Düfte und Früchte der wohl üppigsten und fruchtbarsten Jahreszeit! So auch ich! Letzten Sonntag bei blitzblauem Himmel ging es mit Mann und Hund im Cabrio ins Grüne zu einem richtigen Ausflug mit allem, was dazugehört. Mir fiel auf, dass beinahe in jedem Waldstück verdächtig viele Autos parkten. War die allgemeine Wanderlust ausgebrochen? Haben die in den Medien stets empfohlenen und so gut gemeinten Fitnesstipps endlich auch die letzten „Couch-Potatoes“ erreicht und ins Freie gelockt? Nein! Es hat die große Schwammerljagd begonnen, stellte ich ernüchtert fest. Dieses Jahr aufgrund der zu warmen Temperaturen und aufgrund von wenig Regen mussten sich die passionierten Schwammerljäger in großer Geduld üben, bis endlich Mitte August intensiver Regenguss die begehrten Waldfrüchte sprießen ließ. Und damit war die „Jagdsaison“ eröffnet! Dem Himmel sei Dank, drohte doch laut Medien schon ein „dramatisches“ Pilzjahr 2013. Ausgerüstet mit Klappmesser und (undurchsichtigem) Sackerl oder verdächtig großen Rucksäcken
KLIPP Sept./Okt. 2013
„pirschen“ seit Wochen Menschen durch den Wald und „scannen“ mit geschultem Auge den Boden. Objekt der Begierde sind meist Steinpilze, Parasol und Eierschwammerln. Was ich nicht wusste: das sind alles weder Tiere noch Pflanzen, sondern eigenständige Lebewesen, sogenannte Eukaryonten. Naja, man muss ja nicht alles wissen – Hauptsache es schmeckt! Irgendwie regte sich in uns auch der
schon ein köstliches Rezept parat. Pilze in Scheiben schneiden, Zwiebeln in Butter oder Olivenöl anbraten, Pilze dazu, Salz und Pfeffer und etwas Petersilie – fertig! Oder auch fein ist ein Carpaccio: Steinpilze sehr fein hobeln und fächerförmig auf einem Teller anrichten, Parmesan drüber, Salz und Pfeffer, Olivenöl und ein wenig Zitronensaft drüber – fertig! Hm! Mein Jagdinstinkt verwandelte sich langsam
te sichtbar Freude daran! Ich beschloss, die Jagd abzubrechen und mich in die Sonne zu setzen. Vor mir die sanften Hügel mit Äckern und Wiesen, neben mir ein prächtiger Vogelbeer-Baum, dessen feuerrote Früchte in der Sonne glänzten. Die Versuchung war groß, so eine Beere zu probieren. Doch war da nicht was mit giftig oder so? Ich erinnerte mich: Roh sollte man die Beeren nicht essen wegen der Parasorbinsäure – die ist nicht gerade bekömmlich für den Magen. Gekocht sind die Vogelbeeren jedoch unheimlich gesund, haben viel Vitamin C und sehr große Heilkräfte! Der beliebte Vogelbeerschnaps hat vor allem in der Steiermark eine lange Tradition und ist neben hochprozentig auch hochpreisig – aber sehr fein! Während ich über die Früchte des Herbstes auf Bäumen und Äckern nachdachte, tauchten hinter mir mein Mann und Wuffi auf – bepackt mit Früchten des Waldes und mit dem zufriedenen Blick des erfolgreichen Jägers. Und hungrig vom Suchen! Nächste Station unseres Sonntagsausfluges: ein gemütliches Gasthaus mit schönem Gastgarten.
Eine Köstlichkeit: Steinpilz-Carpaccio mit frisch gehobeltem Parmesan drüber.
Jagdinstinkt, ich parkte das Auto am Waldesrand und wir schwärmten zu einer kurzen Erkundungstour in Sachen Pilz aus. Während Wuffi nach Insekten schnüffelte, hielt mein Mann bereits nach wenigen Minuten triumphierend den ersten Steinpilz in Händen und hatte auch
in Verzweiflung! Denn ziemlich erfolglos und schon lustlos durchkämmte ich den Wald nach den so begehrten „Eukaryonten“. Meinen Mann hingegen plagten Platznöte, um seine „Beute“ zu verstauen, und selbst unser Hund Wuffi stolperte in ein Schwammerlnest und hat-
Ein Blick auf die Speisekarte genügt: Kürbissuppe und dann ein Wildgericht – natürlich mit Schwammerlgulasch! Oder doch die hausgemachten Nudeln mit Trüffel? Trüffel! Ach ja – die haben ja auch wieder Saison! Aber das ist eine andere Geschichte. Wildwoche von 7. bis 11. Oktober 2013 im Restaurant Kohnhauser. Näheres unter www.kohnhauser.at
43
FREIZEIT
Finnland kann was. Was anderes. Sogar Fähren sind so individuell wie das Land und seine Bewohner. Von Elisabeth Hewson
J
eder Einzelne, den man trifft, denkt für sich und nicht wie alle. Aber auch gemeinsam werden recht individuelle Gruppen-Vergnügungen verfolgt. Wo sonst geht man gemeinsam Teppiche waschen? Wo sonst schlug der Tango die Beatles in den Charts und wird in Birkenwäldern getanzt? Wo sonst konnte das Internet-Spiel „Angry Birds“ erfunden werden? Wo sonst gibt es so viele Natureislaufplätze? Wo sonst gräbt man eine Kirche in den Felsen und deckt sie mit einer Kupferspirale? Und wo sonst kann man ein Lenin-Museum besuchen, wo man „Held der Arbeit“-Stulpenhandschuhe kaufen kann? Auch anderswo mag man überall frei angeln, Elchsafaris machen und Eislochschwimmen gehen können. Auch anderswo mögen die Menschen jeden Alters und Geschlechtes asymmetrische Frisuren in seltsamen Farbkombinationen auf die Straße führen. Oder den Piroggen, mit Eibutter oder Reisbutter gefüllt, irgendeinen Geschmack abgewinnen. Aber nur hier gibt es die Menschen, von denen Brecht sagte: „Die Finnen sind ein Volk, das in zwei Sprachen schweigen kann.“ Was heute nicht mehr stimmt, denn die meisten können auch Englisch.
Und wenn man einmal das Eis gebrochen hat (eine für den Großteil des Jahres höchst passende Redewendung), dann plaudern auch Finnen und sind dabei noch besonders gastfreundlich, offen und fröhlich. Aber dazu muss man erst einmal hinkommen. Fähren sind da höchst angebracht. Zwar liegen Rostock oder Travemünde für uns nicht gleich um die Ecke, aber ist man erst einmal dort, dann geht das finnische Abenteuer gemächlich los.
maten: wie die MS Transeuropa von Finnlines. Für die höchstens 114 Passagiere gibt es 30 Außenkabinen, Sauna, Whirlpool und
Das hervorstechendste Merkmal der Landschaft Finnlands ist ihr Seenreichtum, der dem Land auch den Beinamen „Land der tausend Seen“ eingebracht hat.
Vorzugsweise auf einer kleineren Fähre, die noch richtig persönlich und einfach ist, ohne Musikbeschallung, Tanzbar und Spielauto-
Vor der restaurierten alten Markthalle kann man durch den ständigen Flohmarkt bummeln.
44
Helsinki wurde 2012 zur Designerhauptstadt gekürt: Das eigene Designerviertel gilt als absolutes Shopping-Eldorado, wo man Dinge entdeckt, die es sonst wirklich nirgends gibt.
Planschbecken, im Sommer sogar eine kleine Minigolf-Anlage (so ruhig kann die Ostsee sein!) und 22 freundliche Seeleute, die sich um die Passagiere kümmern. Rundum an Deck findet man immer einen ungestörten Winkel, wo man sich einen Deckchair aufstellen kann, eine Decke holen und lesen. Oder Wolken und Wellen schauen. Man kann lange schlafen, weil es seit neuestem von 9.30 bis 13.30 Uhr Brunch gibt (übrigens: wie auf allen finnischen Fähren gilt hier die finnische Zeit, egal, wo man gerade anlegt oder abfährt). Und am Nachmittag, zwischen Sauna und Nichtstun, kann man sich einen Drink an der Bar holen und auf ein BuffetAbendessen freuen. Dort wird man
kollegial gebeten, sein schmutziges Geschirr wieder zurückzustellen, und fühlt sich damit ein bisschen wie ein Teil der Besatzung, der Schiffsfamilie. Es gibt sogar einen kleinen „Sailor’s Shop“, in dem die Dinge in den Regalen tanzen, wie überall auf einem Schiff: Das Vibrieren der Maschinen begleitet einen dann mit „Mikromassage“ auch wohlig in den Schlaf und man vermisst es, wenn man wieder von Bord ist: Eine Minikreuzfahrt (von Rostock nach Helsinki verbringt man zwei Nächte an Bord, die Fahrt dauert 36 Stunden), wie man sie erholsamer und unaufgeregter nicht verbringen kann. In der Vor- und Nachsaison ist immer ein Platz zu kriegen, für Juni, Juli und August sollte man sich aber drei Monate vorher anmelden, denn da lassen sich viele Urlauber in Ferienhäuser bringen, wie sie Finnland mit seinen unzähligen Seen auf das Romantischste zu bieten hat. Wo die wilden Kerle wogen Doch nicht nur der Weg soll das Ziel sein. Man landet in Helsinki, Designerhauptstadt 2012 mit eigenem Designerviertel – ein absolutes Shopping-El-Dorado, wo man Dinge entdecken kann, die es sonst wirklich nirgends gibt. Wie auch unterirdische Gänge der Seefestung, mit der Taschenlampe zu erforschen; den erwähnten FelsenKLIPP Sept./Okt. 2013
FREIZEIT dom mit phantastischer Akustik; das Restaurant Capelli, in dem der Komponist Sibelius einen Philosophenstammtisch hielt. 80 Museen sind zu besuchen, davon ein Freilichtmuseum mit eiszeitlichem Marktdorf, das eine eigene Insel besetzt hat. Eine frisch restaurierte alte Markthalle mit netten kleinen Lokalen und einem ständigen Flohmarkt auf dem Platz davor macht Spaß und Appetit. Eine Rundfahrt mit der Straßenbahn zeigt viele wuchtige Gebäude in der finnischen „Nationalromantik“ aus Granit, aber auch viel modernes Design, Holzhausarchitektur und sehr viel Grün. Unterwegs in Tampere Aber wenn schon anders, dann doch bitte ganz anders: Deshalb empfiehlt sich eine Weiterfahrt nach Tampere, etwa zwei Autostunden (180 km) nördlich von Helsinki. Die größte Binnenstadt Finnlands (mit den vielen Seen rundum nicht schnell als solche erkennbar) ist erst 234 Jahre alt und wegen der
Stromschnellen mit ihrer Wasserkraft auf diesem Marktflecken als Industrie- und Handelsstadt gegründet worden. Viele Backsteinbauten, heute als originelle Hotels, Museen oder Restaurants genützt, sind interessante Beispiele der frühen Industrie-Architektur. Tampere war ja einst eine Art „Silicon-Valley“, wo die erste Papiermaschine
Die Finnen ” lieben “ den Tango Finnlands betrieben wurde, die ersten Glühbirnen Finnlands erzeugt wurden und wo Ideen entstanden: Lenin traf hier erstmals Stalin und plante 1905 die Revolution (heute in einem Lenin-Museum nachzuerleben). Hier wurde eine neue Arbeiterbewegung gegründet. Die erste finnische Radiosendung wurde hier ausgestrahlt. Und – viel später – wurden die erwähnten allüberall geliebten „Angry Birds“ erfunden. Auch etwas „individuell“: Die Grütz-Blutwurst, die an „Würstel-
Auf der 36-Stunden-Fähr-Fahrt von Rostock nach Helsinki verbringt man zwei Nächte an Bord.
KLIPP Sept./Okt. 2013
Beim „Riverfloating“ wirft man sich zuerst in wasserdichte, dicke Anzüge und dann ins Wasser, um sich auf dem Rücken wie ein Maikäfer den Strom hinuntertreiben zu lassen.
ständen“ am Hafen oder am Markt heiß mit Preiselbeeren, einem Donut und kalter Milch bestellt wird – nach Geldsumme, nicht nach Gewicht oder Größe. Täglich werden in Tampere davon 4.500 kg erzeugt – nicht wenig für eine Stadt mit etwas über 200.000 Einwohnern (und möglicherweise keinem großen Exportbedarf). Tampere muss liebenswert sein, wenn doch auch nach dem industriellen Niedergang – die Textilerzeugung wurde, wie überall in Westeuropa, unrentabel, die Schuherzeugung und Holzindustrie ebenfalls – kaum Abwanderung passierte und die Bevölkerung mäßig, aber ständig wächst. Sie lassen sich einfach nicht unterkriegen, die Leute aus Tampere. Egal ob vom Wetter: Ein Freilichttheater mit Drehbühne zeugt von unglaublichem Optimismus, wie auch 40 km beleuchtete Waldwege und 10 (!) Strandbäder. Oder von Geld- oder Jobmangel: Man geht eben Eislochschwimmen und liest viel (14 Bibliotheken!); oder man gründet ein „Koskikellunta-Team“, Riverfloating für Unerschrockene: Dafür wirft man sich zuerst in wasserdichte, dicke Anzüge und dann ins Wasser und lässt sich auf dem Rücken wie ein Maikäfer den Strom hinuntertreiben. Man tanzt auch gerne Tango mit Freunden: Der finnische Tango ist ein Nationalheiligtum seit über 100
Jahren und wird mit einem Tangofestival, mit Tango-Gesangswettbewerben, einem Tango-König und einer Tangokönigin und in unzähligen Privat-Tanzclubs gepflegt. Anfang Februar findet dann der Weltmeisterschafts-Wettbewerb statt, bei dem meist sogar der Weih-
Bequem geht es mit der Fähre nach Finnland, wo Buffet, Tanzbar, Sauna, Minigolf, Whirlpool und, und für Kurzweil sorgen.
nachtsmann mitmacht. Man geht viel in die Sauna, grillt mit Freunden in seinem Sommerhäuschen an einem der zigtausend Seen und sitzt in den heimeligen Innenhöfen von Kehräsaari zum gemeinsamen Schweigen, aber auch viel Lachen mit Freunden. Und überall sind Besucher willkommen und werden freundlich eingemeindet. Ob also für die Weißen Nächte Ende Juni oder für die Lichtwochen in der weihnachtlichen, endlos scheinenden Polarnacht: Finnland kann was. Was anderes.
45
Große Zukunft möglich Ein großes Talent ist der eher klein gewachsene Alexander Ferlin ganz sicher. Der junge Mann, Geburtsjahr 1997, hat erst 2009 mit Golf begonnen und ist heuer bereits österreichischer Jugend-Staatsmeister Matchplay geworden. Klar ist, dass der Schüler der Monsberger Sportmittelschule in Graz damit die Rangliste in Österreich anführt. Wie seinerzeit Martin Wiegele, der erste international erfolgreiche steirische Golfer, für den es nach seiner Hüftoperation auf der European Tour nicht gut läuft.
Doch die Jungen drängen nach; darunter sind mit Matthias Schwab, Roland Steiner, den Brüdern Nemecz alles hoffnungsvolle Jung golfer. Ali Rosker, der als Coach schon Martin Wiegele in die European Tour führte, über seinen Schützling Alexander Ferlin: „Die Voraussetzungen für eine Karriere als Profi hat er.“ Und was ist das persönliche Ziel des trainingsfleißigen Alexander Ferlin, dessen ganze Freizeit von Golf ausgefüllt wird? „Mit Tiger Woods am letzten Tag im letzten Flight beim Masters zu spielen!“ Er meint damit Augusta in den USA, das höchstdotierte GolfEvent der Welt. Der AusnahmeGolfer Tiger Woods ist heute 38, dass sich der 16-Jährige da beeilen wird müssen, ist klar … Alexander Ferlin (im Bild rechts mit Trainer Ali Rosker) – er träumt davon, einmal im Flight mit Tiger Woods zu spielen.
achtzigzehn | Foto: LUPI SPUMA | Bezahlte Anzeige
fr l e eb iezne i&t l e u t e
Spielt erst 5 Jahre und schon Jugend-Staatsmeister
Die staDt MeIneS LeBenS Barrierefrei, hoch oben und ganz nah. Wer sagt, der Schöckl sei nur etwas für Bergsteiger und Abenteurer? Auf dem Hochplateau gibt es Wege für alle! www.holding-graz.at/schoeckl
46
KLIPP Sept./Okt. 2013
GOLFTRAINING
Einzigartiger Rekordversuch in 40 Tagen für das Kinderkrebshilfe-Projekt „Die Sonneninsel“
Von Head Pro Ali Rosker im Golfclub Erzherzog Johann, Maria Lankowitz
fr l e eb ieenz i&t l e u t e
Einzigartiger schottischer Rekordversuch in 40 Tagen Ein Nachfahre GOLFTRAINING für das Kinderkrebshilfe-Projekt „Die Sonneninsel“ WellneSS Schafhirten will’s möglich machen IN GRAZ Putten – Geheimnis Ein Nachfahre schottischer Schafhirten will’s möglich machen oder Kunst?
D
er erste schottische Maso- Regeln ausgeschlossen ist. Um diechist erfand das Baum- sen Rekordversuch erfolgreich zu stammwerfen. Dadurch be- beenden, muss Gardiner täglich Internet: www.golfschule-ali.at kam man erstklassige Leisten- dreieinhalb Plätze bespielen und E-Mail: office@golfschule-ali.at Von Head Pro Ali Rosker brüche. Der zweite schottische Ma- dabei legt er rund 21 Kilometer er erste schottische Maso- Regeln ausgeschlossen ist. Um diesochist erfand den Kilt. Damit konn- zurück. Der Golf-Pro muss immer im Golfclub Erzherzog Johann, chist erfand das Baum- sen Rekordversuch erfolgreich zu Maria Lankowitz te man einander bei den täglichen die maximale Anzahl an Schlägern stammwerfen. Dadurch be- beenden, muss Gardiner täglich Internet: www.golfschule-ali.at Fünf-Uhr-Stammesfehden ohne tex- (insgesamt 14) bei sich haben. Gekam man erstklassige Leisten- dreieinhalb Plätze bespielen und E-Mail: office@golfschule-ali.at tile Behinderung in Der die zweite Leistenstartet wurde am legt 27. Mai 200921inKilometer brüche. schottische Madabei er rund In der Routine ist der gesamte Vorgang festgelegt. Dies fängt mit dem brüche treten. Der dritte schottische Graz beim Golfclub Puntigam; sochist erfand den Kilt. Damit konn- zurück. Der Golf-Pro das muss immer Erfassen der Balllage an und hört mit der Einleitung zum Rückschwung Masochist erfand den kreischenden folgt am Juli in Murstätten. te man einander bei den Ende täglichen die 5. maximale Anzahl an Schlägern auf. Die Routine sollte folgende Punkte in dieser Reihenfolge beinhalten: Beutel aus Ziegenleder, das einzige John Gardiner sammelt während Fünf-Uhr-Stammesfehden ohne tex(insgesamt 14) bei sich haben. Ge• Erfassen der äußerlichen Einflüsse Instrument, dastile noch schriller klang dieses Rekordversuchs die 2009 in Behinderung in die Leisten- startet wurde amfür 27. Mai als die Schmerzensschreie der in die • Erfassen von Schäden auf dem Grün brüche treten. Der dritte schottische Graz beim Golfclub Puntigam; das Leistenbrüche Getretenen. Der vier• Erfassen des Loches und seiner Umgebung Masochist erfand den kreischenden Ende folgt am 5. Juli in Murstätten. te schottische Masochist aber erfand das einzige John Gardiner sammelt während Beutel aus Ziegenleder, • Erfassen des Geländes zwischen Ball und Loch bezüglich Neigung Golf. Instrument, das noch schriller klang dieses Rekordversuchs für die • Errechnen des Zielpunktes Damit konnte man sich bequem die der in die als die Schmerzensschreie • Erfassen der Ballziellinie eigenen Zehennägel abschlagen, um Leistenbrüche Getretenen. Der vier• Vergleich und Korrektur von den Schmerzen in den Leistente schottische Masochist aber erfand • Greifen des Schlägers und Entschluss brüchen abzulenken, Golf. und auch sonst • Einschätzen und Abwägen der aufzubringenden Kraft reichlich Depressionen sammeln. Damit konnte man sich bequem die Der geneigte Leser möge den histoeigenen Zehennägel abschlagen, um • Ansetzen und Ausrichten der Schlagfläche von den Schmerzen in den Leistenrischen Exkurs verzeihen, der je• Ausrichten des Körpers zur Schlagfläche brüchen abzulenken, und auch sonst doch das Verständnis für die derzei• Einnehmen des Standes und der Haltung Depressionen tigen Vorgänge reichlich in der Steiermark eb- sammeln. • Ausrichten der Schulterlinie und Definition der Schaftstellung Der geneigte Leser15möge den histonet: Mit der üblichen knapp • Abschätzen und Orientierung zum Loch aus anderer Perspektive rischen Exkurs verzeihen, der jejährigen Verspätung gegenüber • Fixieren des Balles dochsind das wir Verständnis weltweiten Trends nunmehrfür die derzeiVorgänge in der Steiermark eb-| € 99,– • Ausholen und Schlag nach dem Ball – umso rasantertigen – auf dem Weg zum Trüffelpaket | 120 Min. Mit der üblichen knapp 15Golfland, als 100.000 spielen Dies ist die Routine, die von fast al-mehrnet: Sinneslust auf demgegenüber Gaumen, Luxusnahrung für die Haut – Verspätung mittlerweile der Alpenrepublik. len erfolgreichen Spielern im lan- injährigen die inTrends der enthaltenen weltweiten sind wir nunmehr Aminosäuren und Mineralien Hoch vom Dachstein an bis ansTrüffel Bett gen wie auch im kurzen Spiel umge– umso rasanter – auf dem Weg zum der Raab folgt man eifrig dem die Bei-Hautfeuchtigkeit, regulieren straffen und pflegen! setzt wird. Ein Schlag erfolgt nie aus Golfland, mehr als 100.000 spielen spiel früher schottischer Hirten, die n Himalayasalz-Ganzkörperpeeling der Ruhe, sondern immer aus phyder Alpenrepublik. angeblich mit mittlerweile gebogenen inStöcken Hoch vom Dachstein an bis ans Bett sischer und psychischer Bewegung. n Ganzkörpermassage mit warmem Trüffelöl getrockneten Schafkot und Steine Beim korrekten Aufdrehen des Körpers – wie eine Feder – wird das Gewicht eindeutig der Raab folgt man eifrig dem BeiErst die Einheit von Technik durch und die Gegend nschleuderten. Pflegepackung „Trüffel“ in der Schwebeliege auf die rechte Seite verlagert. spiel früher schottischer Hirten, die 1 Geist macht Putten zu einer WasKunst. damals gratis war, braucht heuangeblich mit gebogenen Stöcken te allerdings ein Schlägerset, das Österreichische Kinderkrebshilfe, online-reservierungen: getrockneten Schafkot und Steine www.spa-graz.at Beim korrekten Aufdrehen des Körpers – wie eine Feder – wird das Gewichtman eindeutig schon für einige hundert Euro dabei werden ihn auch etliche produrch die Gegend schleuderten. auf die rechte Seite verlagert. bekommt und dem nach oben kaum minente Sportler unterstützen. EntWas damals gratis war, braucht heuGrenzen gesetzt sind. So sieht sprechende Spendenboxen stehen te allerdings ein Schlägerset, das Österreichische Kinderkrebshilfe, KLIPP-Kolumnist Iwan Cash diehundert auf Euro jedem dabei österreichischen Golfman schonT.für einige werden ihn auch etliche pro2 Golf-Welt. platz. Beim Kinderkrebshilfe-Pron Saunalandschaft 2.000minente m (in- und outdoor) bekommt und dem nach obenauf kaum Sportler unterstützen. EntEin Nachfahre Grenzen der Schafhirten, jekt sieht handeltsprechende es sich umSpendenboxen ein geplan- stehen gesetzt der sind. n Exklusive Ruhe- So und Erholungszonen gebürtige Schotte John Gardiner, tes Nachsorgezentrum am Wallersee KLIPP-Kolumnist Iwan T. Cash die auf jedem österreichischen Golfn Wellnessgarten will – unterstützt von Intersport Eybl in Salzburg, das 3,5 Millionen Euro Golf-Welt. platz. Beim Kinderkrebshilfe-Pro2 3 und dem Österreichischen Golfverkostet,derdieKlangschalen, durch Spendengelder n Geführte Spezialaufgüsse: Ein Nachfahre der Schafhirten, jekt handelt es Meridiane, sich um ein geplanband – es in irgendeiner Weise seiaufgebracht werden sollen. „Wir m. gebürtige Rosenblüten Schotte Johnu. v. Gardiner, tes Nachsorgezentrum am Wallersee nen Landsleuten und wollen wieder fürs willgleichtun – unterstützt vonbeIntersport EybldortinKinder Salzburg, das 3,5fitMillionen Euro reitet sich auf einen Rekordversuch machen“, Steiermark-Kinund dem ÖsterreichischenLeben Golfverkostet,so die durch Spendengelder vor. Er möchte in –40 derkrebshilfe-Präsident Dr. Moser. band es inSpieltagen irgendeiner Weise sei- aufgebracht werden sollen. „Wir sämtliche 139 nen Golfplätze in ÖsterLandsleuten gleichtun und be- wollen dort Kinder wieder fit fürs reich bewältigen. daseinen ohne KLIPP-Golf-Experte Ali Rosker hat reitet Und sich auf Rekordversuch Leben machen“, so Steiermark-KinHilfsmittel, wasvor.so Er vielmöchte heißt, in dass natürlich für einen guten Zweck 40 Spieltagen derkrebshilfe-Präsident Dr. Moser. Freizeit Graz GmbH Von „reverse pivot“ spricht man, wenn man das Gewicht beim Rückschwung auf die die Nutzung eines Caddys, E- diesmal sämtliche 139eines Golfplätze in Öster-den Großteil „seiner Seite“ linke Seite verlagert. Janzgasse 21 |die 8020 das Graz bewältigen. Und ohne KLIPP-Golf-Experte Ali❖ Rosker hat Trolleys oder reich Clubcars durch bereitgestellt. freizeit@holding-graz.at Hilfsmittel, was so viel heißt, dass natürlich für einen guten Zweck www.freizeitgraz.at Von „reverse pivot“ spricht man, wenn man das Gewicht beim Rückschwung auf die die Nutzung eines Caddys, eines E- diesmal den Großteil „seiner Seite“ linke Seite verlagert. KLIPP Mai 2009 46 Trolleyswww.spazursonne.at oder Clubcars durch die bereitgestellt. ❖
Gewichtsverlagerung Richtige Schauen wir uns einmal an, worauf Gewichtsverlagerung es ankommt, damit Ihr Schwung
konstanter wird. Schauen wir uns einmal an, worauf es ankommt, damit Ihr Schwung konstanter wird.
D achtzigzehn | Fotos: Freizeit Graz (1), istock (1), 123rtf (1) | Bezahlte Anzeige
Die Routine Richtige
Herbstgenuss Spa zur Sonne
auSTer WellneSS
4 46
KLIPP Sept./Okt. 2013
KLIPP Mai 2009 47
ne-Hotels Grand Park in Bad Hofgastein ein. „Unsere Gäste wählen zwischen 5-gängigen Gourmet-Menüs und delikaten Gesundheitsmenüs. Auf spezielle Diät- oder Gesundheitswünsche jedes Einzelnen gehen wir gerne ein“, so Küchenchef Franz Huick. Die Pauschale „Bauernherbst mit Sommerausklang“ ist mit 7 Übernachtungen, der exquisiten „Grand Kulinarik“, geführten Wanderungen und zahlreichen Extraleistungen bereits ab 826 Euro im DZ buchbar. Weitere Pauschalangebote und Individualaufenthalte stehen zur Auswahl. Infos: Tel.: 06432/ 6356-0 www.grandparkhotel.at
Bauernherbst mit Sommerausklang Die Herbstzeit mit der farbenprächtigen Natur ist eine der schönsten Jahreszeiten im Gasteinertal. Nach einer malerischen Wanderung oder dem Golfvergnügen auf der atemberaubenden 18-Loch-Anlage laden die raffinierten kulinarischen Kompositionen des Küchenteams des 5-Ster-
Von B wie Bergtouren
Urlaubs t
Bergtouren mit Wander-Genuss-Guide
Im Herbst lädt „der daberer. das biohotel“ zu köstlich-genüsslichen, geführten Wandertouren ein, denen die Kombination aus Bergerlebnis, Naturgenuss und Einkehr bei den kulinarischen Topadressen der Region des oberen Gailtales gemeinsam ist. Hotelier Christian Daberer – geprüfter Wanderführer, Sommelier, Bierund Kaffee-Experte in Personalunion – begleitet die Hotelgäste persönlich
Auf den aktiven Familienurlaub mit vielen Naturerlebnissen für Groß und Klein hat sich die Tourismusregion Katschberg an der Grenze zwischen Salzburg und Kärnten spezialisiert. Sommer wie Winter wird in der Region zwischen dem Nationalpark Hohe Tauern und dem „UNESCO Biosphärenpark Lungau/Nockberge“ eine Vielfalt an Ideen, Aktivitäten und Einrichtungen geboten. Eines 48
Foto: Tourismusregion Katschberg/ Salzburger Land-Kärnten
Kleine Kinder, kleine Pferde der beliebtesten Ausflugsziele ist die Ponyalm auf der Katschberghöhe, wo es unter anderem einen Ponyerlebnisweg mit verschiedenen Stationen gibt, auf denen die Kinder das Verhalten der beliebten kleinen Pferde beobachten können. Weitere Attraktionen sind ein Wasserspielplatz, viele Streicheltiere, ein Hühnerhof und ein Ponypflegeplatz. Schnee macht Kindern wie Pferden gleichermaßen Spaß, deshalb können die kleinen Pferdefreunde ihre Lieblinge auch im Winter in der Winter-PonyWelt am Katschberg besuchen. Viele Spielmöglichkeiten, Indianerzelte und Iglus, Schneehügel zum Rutschen, Ponys und Streicheltiere erwarten sie dort. Infos: www.katschberg.at
Wellness und Beauty ohne Extrakosten Von 29. September 2013 bis 31. Mai 2014 vergibt das Wellnesshotel Almesberger im Mühlviertel jede Woche zehn All-Inclusive-Superior-Zimmer. Pro Übernachtung ist eine Wellness- oder Beautybehandlung im Zimmerpreis inklusive – ebenso das kulinarische Rundum-Verwöhnprogramm mit Frühstücksbuffet inklusive Bio-Ecke, À-la-carte-Mittagessen im Hotelrestaurant, Vital- und Teebar mit Snacks, Sechs-Gänge-Gourmetdinner, die Erholung im Wellness-Paradies, Fitness, Beauty sowie Vitality und Fitnessstudio. Wer sich schnell eines der Zimmer aus der
Foto: Hotel Almesberger
auf dieser einmaligen Wanderung. Los geht es nach dem Frühstück direkt beim Biohotel. Je nach Konditionsstärke seiner Gäste und nach Wetterlage geht’s durch Auwälder entlang der Gail oder bis an den Ortsrand von Mauthen zur Privatbrauerei Loncium. Braukünstler Klaus Feistritzer leitet die Bierverkostung und kredenzt den müden Wanderern zahlreiche seiner süffigen Spezialitäten, vom klassischen „Hellen“ bis zum dunklen Bockbier „Schwarze Gams“. Für Wandersleute, die sich einen Biervorrat sichern wollen, gibt es ein Einkaufs-Transportservice direkt ins Hotel … Infos: Tel.: 04718/ 590 www.biohotel-daberer.at
„Limited Edition“ sichert, kommt in den Genuss von Wellnessurlaub ohne Extrakosten für Wohlfühlbehandlungen zum lukrativen All-inPreis (buchbar Sonntag bis Donnerstag, Zimmertyp frei wählbar). Infos: Tel.: 07281/ 8713 www.almesberger.at
Genussherbst mit viel Brauchtum
Der „Tag der offenen Stalltür“ ist ein Teil des Genussherbstes in SerfausFiss-Ladis. Dabei bekommen die Gäste Einblicke in die Herstellung von Butter, Käse oder Joghurt. Und Kosten ist ausdrücklich erlaubt. Bäuerliche und handwerkliche Tradition,
Almabtriebsfeste und Feiern zum Erntedank ziehen sich durch den Herbst am Berg zwischen Brixen und Ellmau bis nach Saalbach-Hinterglemm. Infos: www.sommer-bergbahnen.at KLIPP Sept./Okt. 2013
n bis W wie Wellness
s tipps
tungen, regionalem Themenmenü/Buffet, Weinverkostung, Erlebnisaufguss im Saunareich gibt es schon ab 389 Euro pro Person. Infos: Tel.: 03335/ 2690 www.retter.at
Lebenslust in den südsteirischen Weinbergen
Mit diesen Worten heißt Hotelchef Josef Puchas in seiner launigen Art und meist auch mit einem kleinen Scherz verbunden die Gäste willkommen. Kaum einer, der sich dadurch nicht persönlich angesprochen fühlt und dem das nicht passt. Familiäre Stimmung ist das, was das 4-SterneThermenhotel PuchasPLUS im südburgenländischen Stegersbach ausmacht und wofür das Team sorgt. Das Haus liegt unmittelbar an der größten Golfschaukel Österreichs, verfügt über ein hoteleigenes Heilmassage-Therapiezentrum und hat Direktzugang zur Therme Stegersbach. Natürlich spielt in einem solchen Haus auch die Natur eine große
Foto: Heimo Ruschitz
Im Tal liegt zu dieser Jahreszeit schon der Nebel, der neue Sonnenturm im Hotel Retter in Pöllauberg macht seinem Namen alle Ehre. Als Gast entspanne ich mich in einem kuscheligen Bademantel verpackt in einer der neuen Turmsuiten mit Lehm-Ornament-Wänden, SoundLicht-Pool mit Weitblick und Infrarot-Dusche. Oder ich mache es mir – nicht weniger komfortabel – in einem der naturbelassenen Wald-Wiesen-Hotelzimmer gemütlich. Die Genusspauschale mit drei Übernach-
KLIPP Sept./Okt. 2013
Schattendecks, an den Pools, in den Gärten und am privaten Hotelstrand spielt sich das süße Urlaubsleben ab. Der ganze Stolz des Hauses ist die neue stylische Wellness- und Fitnessarea mit Saunen, Indoorpool, Wasserbetten, Thermalduschen, Beautyanwendungen und einem Fitnessraum. Das milde Herbstklima lässt es zu, sich wohltuende Massagen, Maniküre und Pediküre unter freiem Himmel mit Meerblick zu gönnen. Infos: Tel.: +34/ 971/ 631850 www.esplendidohotel.com
Grias Eich Gott olle miteinander
Mit dem kuscheligen Bademantel im Sonnenturm
Rolle: Es gibt extragroße Antiallergiezimmer mit wirklich bequemen Zirbenvollholzbetten. Beim regionalen Schmankerlfrühstücksbuffet kommt auch jeder auf seine Kosten. Die Light-Halbpension ist für den Hunger zwischendurch. Eine Besonderheit: Am Abend wird im Puchas PLUS nicht gekocht, da geht’s per Shuttle in eines von mehreren typisch burgenländischen Partnerrestaurants. Infos: Tel.: 03326/ 533 10 www.puchasplus.at
Im Tannenhof kommt jeder auf seine Kosten
Foto: Gerd Kressl
Die Hügelkuppe des Sernauberges zählt zu den besten österreichischen Sauvignon-blanc-Lagen und birgt zudem eine idyllische kleine Urlaubswelt mit großem Erholungswert. Denn das etwas versteckte, aber gleichzeitig mit wunderbarer Aussicht gesegnete Anwesen von Familie Sattler beheimatet ein einladendes Landhotel, Zwei-Hauben-Genießer-Restaurant, traditionelles Wirtshaus und eines der führenden steirischen Weingüter. Wer gerne gut isst und trinkt, ist am Sattlerhof also genau richtig. Wer gerne wandert oder radelt, findet im hügeligen Naturpark Steirisches Weinland verschlungene Wege und traumhafte Aussichten. Wer gerne faulenzt, entspannt sich am und im beheizten Schwimmbad
Wer den Sommer bis zum letzten Augenblick auskosten möchte, genießt die Herbsttage unter der spanischen Sonne auf Mallorca. Bis November hält das Hotel Espléndido in Puerto de Sóller geöffnet. Direkt am Meer gelegen, empfängt das kleine, feine Hoteljuwel des schwedischen Hotelier-Ehepaars Johanna und Mikael Landström Ruhesuchende mit einem einmaligen Flair. Ein gelungener Mix aus Mediterranem, aus modernem Design und der eindrucksvollen Sicht auf das Meer prägt das moderne Vintage-Strandhotel. Auf den verschiedenen Sonnenterrassen und
Foto: Hotel Espléndido
Herbstsonne auf Mallorca für Ruhesuchende
inmitten der Weingärten. Und wer bleiben will, findet komfortable Naturholzzimmer im Stammhaus sowie exquisite Wohnräume und Suiten mit Balkon oder Terrasse im benachbarten Landhaus. Infos: Tel.: 03453/ 4454-0 www.sattlerhof.at
Wer im Herbsturlaub so richtig was erleben will, packt die Koffer für einen Herbsturlaub im Tannenhof. Hier kommt jeder Gast auf seine Kosten – egal, ob wanderhungrig oder entspannungssuchend. Aktivurlaubern wird durch die exponierte Lage des alpinen Lifestyle-Hotels inmitten des Ferienparadieses Alpendorf bei St. Johann im Pongau eine Vielzahl von Sportmöglichkeiten geboten – wie etwa Nordic-Walkingund Biketouren, Bergtouren oder geführte Wanderungen. Die Herbstpauschale ist bis 3. November mit drei Übernachtungen mit ¾-Verwöhnpension inklusive aller Tannen-
hof-Inklusivleistungen und eines Beautygutscheins im Wert von 30 Euro pro Zimmer bereits ab 245 Euro pro Person im Doppelzimmer buchbar. Infos: Tel.: 06412/ 5231-0 www.hotel-tannenhof.at 49
Bücher Dämmerschlaf Edith Wharton Manesse
D
as New York der Roaring Twenties ist Schauplatz von Edith Whartons böses tem Roman. Klarsichtig und zum Schreien komisch porträ tiert sie eine Gesellschaft, die mit lärmendem Partygetöse alle Sinnfragen übertönt. An mehr als einen leichten Dämmer schlaf ist hier nicht zu denken, denn wer schläft, sündigt nicht – und ist damit nur fader Zaungast einer rauschhaft betriebsamen Welt. Den Stammplatz in New Yorks High Society zu be haupten ist ein aufreibender Fulltime-Job. Wer wüsste das besser als Pauline Manford? Diszipli niert unterwirft sie sich und das Leben ihrer Lie ben dem Diktat der besseren Kreise. Trotzdem scheint der Verbleib in den schwindelnden Hö hen der Wichtigkeit bedroht. Ist der „Mahatma“, Paulines Entdeckung der letzten Saison, nun ein inspirierender Psychoguru oder ein Scharlatan mit einer Vorliebe für nacktes Fleisch? Wie lässt sich die Ehe von Paulines Sohn retten, dessen bildhübsche Frau gelangweilt von einer Karriere in Hollywood träumt? Immer schneller dreht sich für Pauline das Hamsterrad der gesell schaftlichen Verpflichtungen. Alles ist gut, so lange der Terminkalender voll ist. Whartons Epochenporträt verrät verblüffende Parallelen zur heutigen Zeit. Matteo und die Murmeltiere – Eine besondere Freundschaft Matteo Walch Lebensgeschenke Verlag
I
m Alter von drei Jahren besuchte Matteo erst mals den Großglockner und traf auf die Murmeltie re. Der Grundstein für eine langjährige Freundschaft wurde damals gelegt. Das Buch begleitet den Leser anhand wunderschö ner Bilder und Geschichten von Matteo über seine außergewöhnliche Freundschaft zwischen ihm und seinen vierbeinigen Freunden. Gleichung mit einer Unbekannten Gabriel Roth Diogenes
S
impel. Simpel und logisch ist sie, die Welt. Zumin dest jene, die aus einer end losen Folge von Einsen und Nullen besteht. Dumm nur, dass es in dieser Welt keine Frauen gibt und Frauen überhaupt weder in die sem noch in irgendeinem anderen Code fassbar sind. Jedenfalls nicht, wenn es um Liebe geht, 50
und um die geht es. Willkommen in der Welt von Eric Muller: clever, jung, reich – und, nun ja, ein Nerd. Als solcher mit sozialen Katastrophen al ler Art vertraut, hat er sich ein Set von Strategien zurechtgelegt, mit dem er Frauen mit akzeptab ler Wahrscheinlichkeit ins Bett kriegt. Doch als er Maya trifft, die schöne und wortgewandte Journalistin, führt das zum Systemabsturz, und Eric betritt die analoge Welt der Liebe, in der nichts mehr logisch ist. Wir Tiere Justin Torres DVA
W
ir wollten mehr. Wir schlugen mit den Löffeln gegen die leeren Schüsseln; wir waren hung rig. Wir wollten mehr Krach, mehr Spaß. Wir wollten Beats; wir wollten Rock. Wir wollten Muskeln an unseren dürren Armen. Wir hatten Vogelknochen, hohl und leicht, und wir wollten mehr Gewicht. Wir waren sechs schnappende Hände, sechs trampelnde Füße; wir waren Brüder im Kampf um mehr. Drei Brü der schlagen sich durch ihre Kindheit: Sie zer quetschen mit einem Gummihammer Tomaten, die dann an den Wänden hochspritzen, bauen aus Müllsäcken Drachen, verstecken sich, wenn sich die Eltern anschreien, dreschen auf Paps und Ma ein, wenn diese lachen. Die Eltern, nur wenig älter als ihre Kinder, stammen aus Brook lyn – er ist Puerto Ricaner, sie eine Weiße –, und ihre Liebe ist eine ernsthafte, gefährliche Sache, die die Familie zusammenschweißt, sie aber auch immer wieder zerreißt. Das kritische Finanz-Lexikon Günter Wierichs Westend
J
eden Tag werden wir von der Tagesschau bis zum Wirtschaftsteil in den Zei tungen mit einer Fülle an Fachbegriffen aus der Fi nanzwelt konfrontiert. In Günter Wierichs „kritischem Finanzlexikon“ werden diese Begriffe end lich allgemeinverständlich und anschaulich er klärt und darüber hinaus auch deren verborge ne „politische“ Dimensionen offengelegt. Ein Muss für jeden, der sich nicht manipulieren las sen will. Fachbegriffe aus der Finanzwelt sind meist unverständlich, abstrus und abstrakt. Des wegen gehen wir ihrer Bedeutung oftmals nicht auf den Grund, sondern geben uns notdürftig mit unserem eigenen Halbwissen zufrieden. Das ist ein folgenschwerer Fehler, denn nur, wer genau weiß, was sich hinter den häufig verwen deten Begriffen verbirgt, kann verstehen, wel che tatsächliche Bedeutung sie in ihrem jeweili gen Kontext haben. Im „kritischen Finanzlexi kon“ werden diese Begriffe klar und eindeutig definiert und anhand von realitätsnahen Bei spielen verständlich gemacht.
JFK – Staatsstreich in Amerika Mathias Bröckers Westend
S
eit dem Mord an J. F. Kennedy vor fünf zig Jahren treibt die Frage nach dem „Wer war’s“ die Forschung um. Mathias Bröckers will aber wissen: Warum musste Kennedy sterben? Er unterzieht die neuesten Erkenntnisse und Deutungen der ver schiedenen Lager einer umfassenden Prüfung. Denn nur noch die Klärung der Motive kann die Frage beantworten: Wer ist schuld am Tod von JFK? Behörden, Geheimdienste und Militär hal ten seit Jahrzehnten mit dem Verweis auf die „nationale Sicherheit“ Akten zum Fall Kennedy zurück, die von Wissenschaftlern und Journalis ten immer wieder angefordert werden. Für eine solche Geheimhaltungspolitik besteht allerdings keinerlei Grund, wenn es tatsächlich nur um ei nen einsamen verwirrten Einzeltäter ginge. An dererseits beweist die Weigerung, Akten heraus zugeben, auch noch nicht das Gegenteil, dass nämlich staatliche Stellen selbst in die Ermor dung Kennedys verwickelt waren. Doch sie nährt diesen Verdacht und bildet ein uner schöpfliches Biotop für zahlreiche Hypothesen, die über das Attentat kursieren. Mathias Brö ckers geht nun erstmals der Frage nach: Warum musste JFK sterben? Er belegt, dass die von Kennedy begonnene Politik der Deeskalation des Kalten Krieges mit allen Mitteln verhindert werden sollte. Fest steht: Seit der Ermordung verfolgen die USA eine bis heute gültige Politik militärischer Machtausübung und Interessen wahrung, die von Vietnam über Afghanistan bis zum Irakkrieg reicht. Das Große-Schwestern-Handbuch: Nachschlagewerk für sensible Jungs Kevin Wilson Luchterhand
E
in Junge, der seine Schwester verloren hat, schreibt an einem Hand buch voller enzyklopädi scher Einträge, die ihm hel fen sollen, mit seiner Trauer umzugehen und ihrem Tod einen Sinn zu geben. Drei Hochschulabsolventen stecken alle Ener gie in ein ausgeklügeltes unterirdisches Tunnel system, um den Anforderungen des Alltags aus dem Weg zu gehen. Vier Söhne streiten erbittert um das Erbe ihrer toten Mutter, das diese an eine Art Wettbewerb im Falten von Papierkrani chen geknüpft hat – in Kevin Wilsons einzigarti gen Geschichten geht es dem Leser wie einem seiner Erzähler, der nach zwei Jahrzehnten ei nen Menschen, den er einst als Baby gut ge kannt hat, an der Kasse eines Supermarkts wie dersieht: „Du stehst da mit dem Einzigen, was uns allen am Ende bleibt, mit den Dingen, die wir in uns bewahren, die aus uns wachsen, die uns sagen, wer wir sind.“
KLIPP Sept./Okt. 2013
FILMe
Der Liebespaar-Mörder: Auf der Spur eines Serienkillers Stephan Harbort Bastei Lübbe
I
n den Fünfzigerjahren tra fen sich viele Liebespaare noch heimlich. Oft suchten sie den Schutz der Dunkel heit, um ungestört ein wenig Zweisamkeit zu genießen. Doch der romantische Wunsch wird einigen Paaren zum Verhängnis. Während sie sich nachts in ihren Autos sicher fühlten, wurden sie Opfer grausamer Verbrechen. Packend und mit großer Detailkenntnis rekonstruiert Serien mordExperte Stephan Harbort die in der deut schen Kriminalgeschichte einzigartigen Verbre chen und versucht dabei die Frage zu beantwor ten: Wer war der „LiebespaarMörder“? Ein gutes Herz Leon de Winter Diogenes
E
in toter Filmemacher – Theo van Gogh – auf Be währung im Himmel und sein inhaftierter Mörder unten auf Erden. Ein dubioser jüdischer Geschäftsmann und Drogendealer und ein schwarzer Franziskanerpriester, der ihm sein Herz vermacht hat. Ein Schriftsteller namens Leon de Winter, der von seiner Frau Jessica Dur lacher verlassen wurde und sich mit einem Ro manprojekt über seinen Lieblingsfeind van Gogh darüber hinwegtrösten will. Wie auch mit der attraktiven Sonja Verstraete, die allerdings den Mann liebt, vor dem sie seit Jahren auf der Flucht ist. Und eine Gruppe junger radikalisier ter Muslime, die eine Serie von Gewalttaten in szenieren und Amsterdam in den Ausnahmezu stand versetzen. Da ist Einfallsreichtum gefragt, es braucht kriminelle oder metaphysische Syn ergien, um wieder Herr der Lage zu werden … Das Super Buch Dallas Clayton Diogenes
W
as ist das Wichtigs te auf der Welt? Niemals aufhö ren zu träumen! Mit seinem KinderbuchÜberraschungserfolg fegt Dallas Clayton wie ein Irrwisch durch Schu len und Kindergärten, rockt Bibliotheken und Spielplätze. Kinder sind lesemüde? Nicht mit Dallas Clayton! Sein „Super Buch“ ist ein Appell an jede Kinderseele, an das Stückchen Kind in jedem Erwachsenen – von einem, der mit dem Herzen eines Kindes denkt. Überbordend und verrückt, einfühlsam und warmherzig, chaotisch und detailverliebt entführt uns Clayton in ein Traumland der Superlative: Wassermelonen flotten, eine Pavianband, Einhörner mit Rake tenantrieb und BonbonMaschinen. Gibt’s nicht? Doch! Bei Dallas Clayton. KLIPP Sept./Okt. 2013
Lost Place Thriller
Regie: Thorsten Klein Darsteller: François Goeske, Jytte-Merle Böhrnsen, Pit Bukowski, Josefine Preuß, Anatole Taubman
D
er 18jährige Daniel hat die gleichaltrige Elli in einem Internetchat kennengelernt. Sie begeis tern sich für das gleiche Hobby: Geocaching. Eine Schnitzeljagd, bei der man mit Hilfe eines GPSGerätes kleine Rätsel lösen und Koordinaten finden muss, die den Weg zu einem „Schatz“ weisen. Zur ersten gemeinsamen Suche bringt Daniel seinen prolligen Kumpel Thomas mit und Elli ihre Smartphonefixierte Freundin Jessica. Ihre Schatzsuche führt die vier tief in den scheinbar endlosen Pfälzer Wald, vorbei an Relikten eines ehemaligen militärischen Sperrgebiets bis zu einem verlassenen und verfallenen Campingplatz. Dem schüchter nen Daniel gelingt es dabei, Ellis Interesse zu wecken … Fotos: Thimfilm
Die Alpen – Unsere Berge von oben
Dokumentation
Regie: Peter Bardehle, Sebastian Lindemann er Film ist eine faszinierende Reise über das „Dach Europas“. Der Blick aus der Vogelsicht eröffnet ganz neue Perspektiven der majes tätischen und vielfälti gen Welt der Alpen. Unsere Heimat, die wir glauben zu kennen, ist von oben kaum wieder zuerkennen: Serpenti nen werden zu abstrakten Gemälden, Bilder von Felsformationen erinnern an Mondlandschaften und Bergdörfer sehen aus wie Puppenhäuser. Die Expedition aus der Luft geht u. a. über die Dolomi ten, den Mont Blanc, das Allgäu oder den Aletschgletscher, die uns in der vollen Pracht ihres Panora mas präsentiert werden. Dabei ist der Film auch ein Streifzug durch die Geschichte und die Geogra phie der Alpen, der zeigt, wie einzigartig und schützenswert unsere Bergwelt ist und wie der Mensch versucht, sich diesen Naturraum zu eigen zu machen. Fotos: Alamode Filmverleih
D
The Wizard of Oz Abenteuer, Musical
Regie: Victor Fleming Darsteller: Judy Garland, Frank Morgan, Ray Bolger
E
in Sturm trägt die kleine Dorothy Gayle in das magische Land Oz. Verzweifelt macht sie sich auf den Weg in die Hauptstadt, wo der große Zauberer von Oz lebt – nur er kann ihr die Rückkehr nach Hause ermöglichen. Der Weg dorthin wird zu einer Reise voller Gefahren und Abenteuer, doch Dorothy findet schnell Freunde und Verbündete: eine Vogelscheuche, die sich Verstand wünscht, einen Mann aus Blech, der gern ein Herz hätte, und einen furchtsamen Löwen, der unbedingt mutiger sein möchte. Eines der schönsten und aufwendigsten Hollywood-Musicals aller Zeiten. Fotos: Kinostar Filmproduktion GmbH
Zeit, die Zukunft in die Hand zu nehmen.
Was du heute kannst vorsorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Der Ruhestand kommt schneller als man denkt. Und dafür sollte man vorgesorgt haben – je früher, desto besser. Ihr Raiffeisenberater weiß, welche unserer Produkte am besten zu Ihnen passen und erstellt Ihnen einen individuellen Vorsorgeplan. www.raiffeisen.at
Jetzt mit Hermann Münzen sammeln und gewinnen. vorsorge.raiffeisen.at