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Steiermarkmagazin Klipp 2013/02

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AUSGABE APRIL 2013

Verlagspostamt 8020 Graz • P.b.b. GZ 02Z033225 M • 2 Euro

Wo Leis hn tba en : S res eit e2

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KLAR • STEIRISCH • UNABHÄNGIG

s e g a T en g n u zeit n "still e r e i t s kas eise" mi l und

Sportwetten und Spielsucht

Geld stinkt nicht!

Auch katholische Styria-Group ("Kleine") verdient als Ö-Sportwetten-Gesellschafter Millionen

Seite 21

Seite 11

Politische Sensation zeichnet sich ab: Siegfried Nagl ab 2015 als Landeshauptmann

Seite 46

Katastrophe Zuckermangel Jeder kann in die lebensgefährliche Situation geraten


Inhalt

Politik POLITIK

10 Der Kater kommt nach dem Rausch Voves und Schützenhöfer berauschen sich an Reformpartnerschaft

12 „Geschichtsfälscher“ Grüne-Chef lässt sich in Kärnten feiern, obwohl Held ein anderer ist

14 Warum Waltraud Klasnic? Montan-Uni Leoben und TU Graz wählten Frauenpower Cover COVER

21 Geld stinkt nicht!

ret c e S p To

Seite 04 „Die denken, wir haben einen Vogel“ Bekleidungsprofi Alfred Feiler

Geld stinkt nicht! Millionengeschäft Sportwetten Auch katholische Styria-Group kassiert mit

Foto: Peter Just

Seite 21

Millionengeschäft Sportwetten – auch katholische StyriaGroup kassiert mit

Seite 24

Karl Heinz Grasser: „Bester Finanzminister, bestbekannter Angeklagter der Republik“

Wirtschaft

WIRTSCHAFT

16 Ein mächtiger „Ex“ wehrt sich Trotz Einstellung: Wiederkehr „überflüssiger“ Hypo-Leiden für Georg Doppelhofer und Co. 2014

25 Arme Reiche: Nirgends ist ihr Geld sicher. Steueroasen und Stiftungen gefährden die EU

Seite 28 Mein Zuhause „Der Mix muss passen“, so Karl Hans Polzhofer, der an der „Möbel-Quelle“ sitzt

HINTERGRUND 36 Zurückgeklippt Ein Hauch von Weltgeschichte

38 „Nimmer sich beugen“ Fotos: Heimo Ruschitz (2)

Der Komponist Sir Karl Haidmayer

AUTO&MOTOR 40 Das i30 Coupé Der Sportler in der Hyundai-Familie

Seite 38

GESUNDHEIT

„Nimmer sich beugen“ – der Komponist Sir Karl Haidmayer

46 Katastrophe Zuckermangel Jeder kann in die lebensgefährliche Situation geraten

FREIZEIT 52 Jetzt fahren wir Kreuz! Winterflucht auf einem Kreuzfahrtschiff

STANDARDS

Seite 27

Auferstanden Anonyme Alkoholiker: Seine 20 Mischungen pro Tag sind Geschichte 02

Seite 52

Jetzt fahren wir Kreuz! Walter Fabian tat das mit der Costa Deliciosa

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Lilly Mit Stil Genussvoll betrachtet Golf Urlaubstipps Bücher

KLIPP April 2013


IM PRESSU M Medieninhaber und Herausgeber: Klipp Zeitschriften GmbH & Co KG, 8020 Graz, Friedhofgasse 20, Tel. 0316/42 60 80-0, Fax-Dw 122 office@klippmagazin.at

Arme Reiche! Nirgends mehr sicher Klipp schreibt seit der Wirtschaftskrise regelmäßig gegen die verhängnisvolle Rolle der Steueroasen an. Gerade in der Europäischen Union hätten etliche Staaten weniger Budgetprobleme, würde diese Abgabenhinterziehung im großen Stil unterbunden werden. Diese Steueroasen sind Räubercamps, wie Kollege Hütter in der „Kleinen“ schreibt, Camps für Parasiten und Sozialschmarotzer, die die Gesellschaft, an der sie verdienen, aushöhlen. Man nutzt die Vorzüge der zivilisierten Gesellschaft und verschiebt den Profit an Orte, deren Bewohner als Hehler profitieren. Hätte die EU wirklich ein Interesse daran, diese Steueroasen trockenzulegen oder auszuhungern – sie hätte es längst tun können. Wie die Korruption frisst sich auch die Abgabenhinterziehung in Milliardenhöhe wie Säure in das ohnedies fragile

Officemanagement: Isabella Hasewend

Konstrukt unserer Demokratie, deren Fundament damit langsam zerbröselt. Die mächtigen Politiker Europas – von Merkel bis hin zur nicht gerade weit blickenden österreichischen Finanzministerin Maria Fekter, vulgo Schottermitzi – wissen das. Doch in ihrem Umfeld gibt es zu viele und kennen sie zu viele, deren Wohlwollen und Sympathie ihnen wichtig ist, die aber selbst Steuerflüchtlinge sein könnten. Dazu zählen auch die internationalen Großbanken, die in der Regel ihre Kunden dorthin vermitteln, weil diese Banken selbst auch vor Ort sind. Über Briefkastenfirmen oder Trusts werden die Schwarzgelder geparkt. Die Motive dazu sind vielfältig, wenn man Steuern hinterziehen will. In einem Fall geht es um Mafiageld oder Drogengeld, in einem anderen einfach darum, um es vor der Finanz oder der Familie zu

verstecken. Strohmänner werden gegen Bezahlung als Schein-Direktoren eingesetzt. Diese Strohmänner unterschreiben ohne Datum einen Blankobrief, in dem sie um ihre Entlassung ersuchen. So kann der eigentliche Eigentümer diese Schein-Direktoren jederzeit, sogar auch rückwirkend, feuern. Ein Vorgehen gegen die Steueroasen wäre rasch und konsequent umzusetzen; so wie man bei kriegerischen Auseinandersetzungen Länder durch Sanktionen isoliert – beispielsweise Syrien, Nordkorea oder den Iran –, könnte man dies ebenfalls im Falle von Steueroasen tun, mit Kontensperren, Einreisesperren für Politiker und, und. Einfach wäre es auch, ein BankenEmbargo zu erlassen. Damit wären die Steueroasen in kurzer Zeit völlig isoliert und ausgetrocknet. J. L.

Redaktion und Autoren: Jürgen Lehner, Ali Rosker, Reinhard Schuch, Helmut Dietl, Michaela Vretscher, Karin Klug, Marguerita Fuller, Maximilian Rombold, David Donnerer, Elisabeth Hewson. Produktionsleitung: Isabella Hasewend Produktion: Christian Wallner, Mag. (FH) Magdalena Schindler Lektorat: Mag. Dr. Günter Murgg Druck: KOOTIS d.o.o., Slowenien Abonnentenpreise: Jahresabo: 20 Euro Zweijahresabo: 35 Euro Vertrieb: Hurtig & Flink Erscheinungsort: Graz, Verlagspostamt: 8020 Graz, P.b.b. www.klippmagazin.at Nächster Erscheinungstermin: 22. Woche

RICHTUNGSWEISENDES URTEIL DES OBERSTEN GERICHTSHOFES IN EINER ARBEITSRECHTSSACHE

Firma haftet bei Mobbing „Dieses Urteil wirkt wie ein Damoklesschwert. Es wird für neues Bewusstsein in den Firmen sorgen.“ Rechtsanwalt Georg Siarlidis Rechtsanwaltskanzlei Rath & Partner

H

öchstgericht entscheidet: Chef muss ernsthaft und schnell gegen Mobbing einschreiten. Geschieht dies nicht, verletzt der Arbeitgeber dadurch schuldhaft seine Fürsorgepflichten und resultiert daraus eine Schadenersatzpflicht. „Mobbing-Prävention ist Chefsache und darf nach diesem Urteil keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden.“ Das macht dieses richtungsweisende Urteil des OGH in diesem Fall deutlich.

Im konkreten Fall wurde ein Hausarbeiter von seinen Arbeitskollegen über längere Zeit hindurch in roher Art und Weise beschimpft und verleumdet. Das Mobbing wurde für den Betroffenen zur Tortur und führte letztlich zu einer massiven psychischen Erkrankung. Es fanden zwar Besprechungen zwischen den Mitarbeitern und dem Vorgesetzten statt, aber die Probleme konnten nicht gelöst werden. Ein angedachter Mediator zur Klärung der Situation wurde nie bestellt. Da sich die Lage nicht besserte, erklärte der Gemobbte – nach einem Jahr im Krankenstand – den vorzeitigen Austritt aus seinem Dienstverhältnis. Nachdem sein Arbeitgeber nicht gegen das Mobbing einschritt, forderte der Betroffene Schadenersatz für Verdienstentgang, Fahrtspesen, Arztbesuche, Schmerzensgeld usw. – insgesamt vorerst 7.000 Euro. Der OGH gab dieser Klage dem Grunde nach statt. Kernsatz dieses Urteils: „Wenn ich von einem derartigen Mobbing erfahre, muss ich als Dienstgeber umgehend alles Zumutbare unternehmen, um das abzustellen, andernfalls hafte ich meinem Dienstnehmer gegenüber für die daraus resultierenden Schäden.“

Dr. Manfred Rath

Mag. Martin Sudi

Die Kanzlei Friedhofgasse 20 8020 Graz Tel.: 0316/ 7085, Fax: DW 25 law-office@rath-partner.at

www.rath-partner.at

KLIPP April 2013

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„Die denken, wir haben einen Vogel“

Netzwerken ist für die gebürtige Steirerin Alexandra Ritter in Wien nicht nur beruflich wichtig – sie machte sich dort mit der Agentur Musicarts Vienna selbstständig –, sondern auch privat als „bekennende Steirerin“. So organisiert sie jeden zweiten

wenn das Klippmagazin auch einer Steirerin in Wien einen kleinen Artikel widmen würde.“ Das tun wir hiermit, weil es kürzlich auch einen aktuellen Anlass gab. Sie hat in Graz studiert, die Uni Graz „adelte“ Alexandra Ritter zur Alumna des Monats

Alfred Feiler lässt seit vielen Jahren in Asien für große Konzerne produzieren.

Sie gelten als besonders schick, kosten bis zu mehreren hundert Euro, schauen angeblich ganz cool aus und wirken für ihre Trägerinnen oder Träger einfach nur lässig – die künstlich zerrissenen Jeans. Hergestellt werden sie – na, wie könnte es anders sein – in Asien und da wiederum in Vietnam oder auch Bangladesch. Der gebürtige Trofaiacher Textilprofi Alfred Feiler arbeitet seit rund zwei Jahrzehnten in Asien, lässt dort für internationale Textilfirmen produzieren.

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Zu den „coolen Jeans“ meint er: „Teilweise denken die Menschen dort, wir haben einen Vogel, denn sie müssen ja zuerst ein hochwertiges Produkt herstellen, haben selbst oft nicht einmal eine entsprechende ganze Hose zum Anziehen und wundern sich natürlich, dass sie die Jeans nachher wieder mit großem Aufwand zerschneiden müssen.“ Es sei nicht einfach, so Feiler, die neuen Jeans wieder auf schlampig und alt zu trimmen. Sie müssen mit Rasierklingen geritzt und händisch ausgefranst werden, dann werden sie noch einmal gewaschen und, und. Der einzige „Vorteil“ für die dort Beschäftigten: Der Lohn für jede gefertigte zerrissene Jeans für die Arbeiter ist durch den erhöhten Aufwand auch höher. Aber Alfred Feiler hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg: „Irgendwo ist das Ganze doch ein Quatsch, weil die Wertigkeit einer schönen Mode verloren geht.“

Foto: Wenzel/BKA

Bekleidungsprofi Alfred Feiler Auftakt für das „Chapter Wien“ im Justizministerium mit Alexandra Ritter, Rektorin Christa Neuper, Ministerin Beatrix Karl und Ralf Zettl (v.l.).

Donnerstag im Monat einen SteirerStammtisch in der steirischen Freiwild-Bar im 20. Bezirk und auch auf der Socialmedia-Plattform Xing hat sie eine Steirer-Gruppe ins Leben gerufen. „Ich würde mich freuen,

März und zur Leiterin der neuen Alumni-UNI-Graz-Außenstelle in Wien. „Wir wollen die erste Anlaufstelle für Alumni, sprich Absolventen sein, für die, die sich neu in der Donaustadt niederlassen.“

Größte Veranstaltungsarena Vollgas am Red Bull Ring Bei der Premiere der DTM im Vorjahr zeigten 50.000 Zuschauer, dass die Lust auf Benzingeruch und Vollgaspiloten ungebrochen ist. Bei der Zweitauflage vom 31. Mai bis 2. Juni werden es möglicherweise sogar noch einige mehr sein, da sich der Red Bull Ring als größte Veranstaltungsarena im Süden Österreichs (Motorsport, Konzerte, Fahrerlebnisse) seit dem

letzten Jahr nicht überraschenderweise einen guten Namen gemacht hat. Zum Vormerken: Zu den weiteren Highlights zählen die Superbike IDM International German Championship vom 21. bis 23. Juni, der Europameisterschaftslauf der Truck Race Trophy vom 05. bis 07. Juli, die World Series by Renault am 20./21. Juli sowie die ADAC GT Masters von 09. bis 11. August.

Foto: © Philip Platzer

SL PE OB TE SN & L E U T E

Bekennende Steirerin in Wien

KLIPP April 2013


KL LE IBPEPNE R& L E U T E

wieder mit seinen Lieben telefonieren wollte. Vielleicht herrschte doch Rauchverbot, und die Raucher unter den Kardinälen wollten sich nicht länger kasteien. Der neue Papst wirkt sympathisch. Trotzdem glaube ich, dass ich von seinem Wirken so wenig mitbekommen werde wie bei den vergangenen Päpsten. Unter Pius XII. bin ich getauft worden, unter Johannes XXIII. habe ich ministriert, unter Paul VI. bin ich aus der Kirche ausgetreten, unter Johannes Paul I. habe ich studiert, unter Johannes Paul II. geheiratet und

Gottes auf Erden verstehen, sondern nur als Diener des Guten. Auf den heiligen Stuhl würde ich „Regie“ schreiben lassen, ich würde mich als Regisseur eines bunten Spektakels zur Sinnstiftung sehen. Leider habe ich als Agnostiker keine Chance auf den Chefsessel. Aber hat nicht jeder seine Fehler?

Foto: www.wikipedia.com

Als Papst würde ich die roten Ballerinas abschaffen

N

atürlich habe auch ich vor dem Fernseher gewartet, dass der frisch gewählte Papa sich auf der Loggia des Petersdoms zeigt. Es ist ein Ereignis: Zuerst geht das Licht in den Räumen des Petersdoms an, dann Schatten hinter den Vorhängen, dann öffnet sich der Vorhang und der Kardinalprotodiakon erscheint (wieder was dazugelernt) und verkündet den Namen des neuen Papstes. Spannung pur, denn man weiß jetzt nur den Namen, nicht, wer es ist. Mein Lieblingsname wäre auch Franziskus gewesen, oder Thomasius, nach dem ungläubigen Apos-

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tel. Als Appell, nicht alles zu glauben, was die katholische Kirche predigt bzw. zu sein und zu leben vorgibt (gilt für alle Kirchen). Trotzdem: Das Ritual hat was, von der Abgeschlossenheit der Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle über den weißen Rauch bis zum erstmaligen Erscheinen des neuen Papstes. Beim Konklave müssen sogar die Handys abgegeben werden, möglicherweise darf aber geraucht werden, ein Foto von rauchenden Kardinälen machte jedenfalls die Runde. Vielleicht fiel die Entscheidung für den neuen Papst deshalb so schnell, weil man endlich

unter Benedikt XVI. habe ich so weitergemacht wie vorher. Kaum jemals gab es irgendwelche Einschnitte durch den neuen Papst, ich meine: für das wirkliche Leben. Das wird sich unter Franziskus nicht ändern. Schon unter Johannes XXIII. in den Sechzigern diskutierte man das weibliche Ordinariat, Zölibat, Machenschaften der Vatikanbank, Fragen der Sexualität, der Empfängnisverhütung. Essentielle Fortschritte gab es in der Kirche bis heute nicht. Wenn ich Papst wäre, würde ich zunächst die roten Ballerinas abschaffen, für die Männer, Frauen dürften sie ruhig tragen. Ich würde nämlich auch Frauen zu Seelsorgern ernennen, Frauen kennen sich im Zwischenmenschlichen wahrscheinlich besser aus. Ich würde Geistlichen zu heiraten erlauben und große Kisten mit Kondomen nach Afrika schicken. Ich würde mich nicht als Stellvertreter

Franziskus nannte Homosexualität „einen Angriff auf Gottes Plan“. So what. Wo wir doch gerade erkannt haben, dass Homosexualität genetisch ist. Als Leiter der argentinischen Jesuiten soll er ein enges Verhältnis zur Militärjunta unterhalten haben. Er sei „ein Konservativer mit einem Hauch des Gewöhnlichen“ schrieb die New York Times. Der neue Papst ist also wieder einmal kein Wunderwuzzi, wie sollte er auch. Dennoch gibt es kleine Wunder im Zusammenhang mit dem Konklave: Der FC Barcelona hatte während dreier Konklave Pflichtspiele, die er alle gewann – das gegen Real Madrid am 26. Oktober 1958, das gegen Las Palmas am 14. Oktober 1978 und gegen den AC Milan am 11. März 2013. Aber das Beste kommt jetzt: Alle Spiele endeten 4:0. Reinhard Schuch

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Auch ohne Medaille ein Champion

U

m 4 Uhr früh hat ihn seine Familie in der Küche praktisch bewusstlos am Boden liegend gefunden. Ein Glück. Weil sein Körper streikte und sich sagte: „Das war jetzt genug, es reicht.“ Was darauf folgte, waren ein Monat künstlicher Tiefschlaf, dann langsames Aufwachen, bis ein neuerlicher Schlaganfall Franz Pammer für einen weiteren Monat in den künstlichen Tiefschlaf brachte, danach ein Monat in der Siegmund-Freud-Klinik, langsam wieder sprechen lernen und gehen und daraufhin noch nach Radkersburg zur Rehabilitation. „Als ich auf der Intensivstation aufgewacht bin und ich keinen gesehen habe, dem es besser ging, sondern da waren welche mit noch weniger Chancen, war das der große Schock für mich“, beschreibt Franz Pammer die Situation. „Da habe ich mir geschworen, sollte ich da rauskommen, dann ändere ich mein Leben.“ Nachsatz: „So ganz, wie ich es mir vorgenommen habe, habe ich es bis jetzt nicht geschafft; doch ich arbeite jetzt nur noch halbtags, also maximal acht Stunden gegenüber früher 16 Stunden und mehr, und es geht nicht alle paar Tage zum Flugplatz und irgendwohin in die weite Welt.“ Franz Pammer ist als Sportfotograf mit seiner Agentur Gepa praktisch bei allen wichtigen Ereignissen in Österreich und darüber hinaus dabei – ob Weltmeisterschaften, Olympische Spiele usw. In den letzten Jahren vor allem für Red Bull in der Formel 1 in Australien, Südamerika, Europa, Asien. Den viel zitierten Jetlag glaubte er überlisten zu können. Sportler wissen hingegen sehr wohl, was sie ihrem Körper zumuten können. „Ich bin nach Hause gekommen, habe normal weitergearbeitet, mich mit Kaffee und Tabletten wach gehalten, also alles gemacht, was direkt zum Crash führt“, so Franz Pammer. Und erst nach seinem mehrmonatigen Ausfall und in der Rehabilitation ist ihm bewusst geworden: „Dass meine Töchter groß geworden sind und ich nie da war, wenn sie mich gebraucht hätten.“ Heute ist Franz Pammer das alles bewusst, versucht er auf andere Weise viel von seinem aufgestauten „schlechten Gewissen“ abzubauen, geht er

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ganz anders an seine Arbeit heran. Man möge ihn nicht falsch verstehen, bittet er quasi um Verständnis, aber während seiner Erholungsphase nach den Schlaganfällen war ihm die Firma nicht wichtig. „Vor meiner Krankheit gab es keine Sekunde, wo ich nicht an die Firma gedacht habe. Die Beziehung zur Arbeit ist erst allmählich wieder gewachsen.“ Was ihn persönlich stört – noch heute: „Dass mir so mancher PIN-Code und Zahlen erst nach einem Jahr wieder eingefallen sind, was beim Tanken, im Internet oder bei Bankgeschäften unangenehm war.“ In der Zeit seines Ausfalls haben seine Geschäftspartner Ingrid Gerencser (Gepa) und Martin Ritzer die Agentur toll auf Kurs gehalten. Und was ist dann die entscheidende Veränderung in seinem Leben? „Das ist schnell auf den Punkt gebracht: Wenn früher ein Anruf kam, war ich einige Minuten später im Auto oder unterwegs zum Flughafen, um ja dabei zu sein. Das ist auch heute so nach einem Anruf. Allerdings nur dann, wenn mich meine Enkeltochter bittet, mit ihr zum Kasperltheater zu gehen. Dann bin ich eine halbe Stunde später zu Hause, lass’ alles liegen und stehen, und es gibt für mich nichts Wichtigeres“, so Franz Pammer. Gepa pictures ist weltweit vernetzt und kooperiert mit allen großen Agenturen. „90 Prozent unserer Fotos produzieren wir selbst für rund 500 Kunden“, so Pammer. Ständig sind Gepa-Fotografen in Österreich, Europa oder sonstwo auf der Welt unterwegs.

v.l.: Franz Pammer, Ingrid Gerencser und Martin Ritzer.

Emotion pur: M

Fotos: GEPA

SPOTS

Der bekannte Sportfotograf Franz Pammer nach seinem Crash:

9 Gepa-Fotografen schossen mehr als 20.000 Bilder – die spektakulärsten sind im Buch.

Aksel Lund Svindal – stets ein sympathischer Sieger.

Marcel Hirscher – bei Interviews cool, nicht aber im Ziel.

Ritual nach jedem Sieg: Das Radschlagen der Tina Maze.

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SPOTS

: Momente des Triumphs

Ted Ligety: Am liebsten hätte er an seinen drei Goldenen auch geknabbert.

Die Slowenin Tina Maze gibt nicht nur auf der Skipiste, sondern auch auf der Bühne als Sängerin mächtig Gas.

Erlöste mit seinem Slalom-Gold Ski-Österreich und die 50.000 Fans im Planai-Stadion.

Ohne seine Nervenstärke hätte Österreichs Medaillenbilanz düster ausgesehen.

Michi Kirchgasser: Keiner jubelte wie sie über Slalom-Silber und das Team-Gold.

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Zur Eröffnung: „Go for Gold“ von Shooting-Star Andreas Gabalier.

Kein Laufsteg-Model, sondern die Deutsche Maria Höfl-Riesch.

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Die vom gebürtigen Rottenmanner Karl Auer gegründete touristische

Menschenrechts-

Hilfsorganisation

Global

und

Family

u einem guten Verkäufer gehört, dass er in seinem Umfeld oder in der Öffentlichkeit für sein Produkt entsprechend trommelt. Und das gelingt dem Gleichenberger Baumeister Werner Frömmel (Mandlbauer) mit nachhaltigem Erfolg. Er hat in der Vergangenheit mit seinem Unternehmen nicht nur etliche Ferienhotels gebaut, sondern ist an diesen auch beteiligt. Das Flaggschiff sozusagen ist das Werzer’s Hotel Resort in Pörtschach am Wörthersee.

Fotos: © Conny de Beauclair

Foto: Katharina Stögmüller

Bei der Schecküberreichung von 2.222 Euro (v.l.): Christopher Steiner, Andrea Brem, Martina Richter-Faymann, Dieter Chmelar.

organisiert zusammen mit 200 Partnerhotels Gratisurlaube für Familien in Not. Die Judenburger Lifestyle-Ladies-Gründer Valentin und Christopher Steiner: „Lifestyle Ladies reduzieren effektiv das Gewicht ihrer Kundinnen und machen gleichzeitig die soziale Urlaubskasse von Global Family schwer!“ Sie übernehmen nun die Kosten für die Urlaubsfahrt von 30 Müttern und Kindern in österreichische Kinder- und Wellnesshotels, die in den Frauenhäusern Wien Schutz vor häuslicher Ge-

WERBUNG

walt gefunden haben.

Dort agiert Werner Frömmel, seines Zeichens auch Bundesinnungsmeister des Baugewerbes, als geschäftsführender Gesellschafter. Zum 9. Mal hatte er zur Saisoneröffnung Geschäftsfreunde und natürlich Medien nach Pörtschach geladen, rund 700 an der Zahl – mit allem Rundherum und viel Tamtam. In diesem Jahr erhielt Uschi Glas den Werzer Award. Sie war die Traumfrau von Millionen deutschen Männern im vorigen Jahrtausend, kommt trotz ihrer 70 Jahre auch noch jugendhaft und sympathisch rüber.

Ingrid Flick mit Golden-Werzer's-Award-Gewinnerin Uschi Glas, Angelika und Karl Spiehs.

Neben Uschi Glas war heuer das wiedererstandene Werzer Strandbad die Attraktion. „Es steht unter Denkmalschutz und Abreißen war daher keine Alternative“, so Werner Frömmel. Vier Millionen Euro steckte man in die Revitalisierung des bereits 1890 erbauten Strandbades. Mit seinem Restaurant, den Kabinen und dem Becken zählt es ganz sicherlich zu einem der Juwele am Wörthersee. „Aber entscheidend für den Erfolg eines Hauses – für das Werzer’s war

das letzte Jahr das beste – sind die Menschen“, so Werner Frömmel. „Die allein entscheiden mit ihrem Engagement darüber, ob ein Haus erfolgreich geführt werden kann oder nicht. Du brauchst natürlich auch eine gute Hardware, aber entscheidend ist die Software, sind die Menschen, das Personal.“ Und genau dort setzt Frömmel auch in der Imagepolitur seiner Branche an. Er weiß, dass es zu viele schwarze Schafe gibt, die leider dazu beitragen,

Eintauchen in die Herz trifft Musik im Welt der Phantasie … Grazer Novapark bewahrt hat. „Die Zuschauer sind

dabei nicht nur passive Konsumenten, sondern werden bewegter Teil des Ganzen“, verspricht Mitinitiatorin Veronika Graf. Das Programm am Eröffnungsabend, den

Foto: Figurentheaterfestival

SL PE OB TE SN & L E U T E

Besser, sein Geld am Wörthersee als in Zypern anzulegen Z

Christopher Steiner und Dieter Chmelar tun Gutes

20.4., gestalten die Gastgeber und am darauffolgenden Sonntag lädt man zu „Puppet Brunch“, „Michel Werner Hierzer, Elfriede Scharf und Veronika Graf organisieren das Figurentheaterfestival in Gleisdorf.

… heißt es beim ersten Gleisdorfer

in der Suppenschüssel“, „Der Vater“, „Mats und die Wundersteine“ sowie „Was Rotkäppchen schon immer über Sex wissen wollte“.

Figurentheaterfestival vom 20.–21. April im Forum Kloster. Figuren-

Für Kindergärten und Schulen sind

theater hat eine jahrhunderte-

weitere Vorstellungstage geplant.

lange Tradition und ist eine Kunst-

Info und Programm unter: Touris-

form, die ihre Faszination für

mus Gleisdorf: 03112/2601-401 und

Kinder und Erwachsene bis heute

www.kunst-kultur-events.at.

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In der Hotelbar Corrida soll es am Abend des 22. April von der Stimmung her recht kuschelig werden. Denn da spielt Mr. sexy Sax Robert Eberhardt auf, und die Grazer Künstlerin Sabine Schilcher-Asen präsentiert ihre „Herzens-Werke“ dazu, die einen musikalischen Auslöser haben. „Bei der Präsentation meiner CD vor einem Jahr mit dem Titel Four Seasons im Novapark hat Sabine Schilcher-Asen gemeint, sie werde irgendwann einmal Bilder dazu malen – und das hat sie dann auch getan“, so Robert Eberhardt. Die Künstlerin, die im Hotel Novapark auch ihre Galerie und Kreativwerkstatt hat: „Ich lasse

Mr. Sexy Sax Robert Eberhardt mit Sabine Schilcher-Asen.

mich immer von Musik inspirieren – so bezeichne ich meine Werke als zu Farbe gewordene Töne.“ KLIPP April 2013


Konsul Gert Seeber, Hoteldirektorin Heidi Schaller und Hans Werner Frömmel.

Ottfried Fischer und Barbara Wussow, die die Laudatio für Uschi Glas hielt.

„dass unsere Branche, unser Gewerbe in der Öffentlichkeit negativ dargestellt wird.“ Daher steuert Frömmel auch gegen. In der laufenden TV-Kampagne – „war meine Idee“ – tritt die Schauspielerin Kristina Sprenger auf, die ja Kommissarin in der Kriminalserie „SOKO Kitzbühel“ ist. „Sie baut auch im wirklichen Leben gerade ein Haus und passt daher zu unserer Strategie.“ Und wie könnte es auch anders sein: Die Schauspielerin und Hausbauerin vertraut dem Baumeister. Er heißt in diesem Fall aber nicht Werner Frömmel.

In seiner Ära als Vorstandschef der Styria Media Group hat Horst Pirker die Talente des Expolizisten Reinhold Gmeinbauer erkannt und dessen Karriere in der Styria Media Group stets gefördert. Diese führte ihn nach Wien, wo er bis 2012 Geschäftsführer der „Presse“ war. Seit zwei Monaten sind die beiden gemeinsam zu neuen Ufern aufgebrochen, was Medien betrifft. Das Duo übernahm die Architektur-Medien des österreichischen Fachverlages Springer. Dazu gehören „Architektur aktuell“, „Kunst und Kirche“ und ein Buchverlag. Horst Pirker, der die Styria Media Group aus der Verschuldung zum bestverdienenden Medienkonzern Österreichs entwickelt hat, ist in der „Medecco Holding“ nur als Gesellschafter da-

Ex-Styrianer Reinhold Gmeinbauer und Horst Pirker.

bei. Nach dem Ausstieg bei der Styria managte Pirker ein Jahr das Media-Haus von Red Bull (Servus TV, Servus in Stadt und Land, Terra Mater, Red Bull TV). Er stieg jedoch aus familiären Gründen aus dem Vertrag aus. Heute führt Horst Pirker den Grazer Entsorgungsmulti Saubermacher; mit Eigentümer Hans Roth verbindet ihn eine jahrelange Freundschaft.

In eigener Sache: Vorerst Zugeklappt Gut angelaufen war im Vorjahr unsere Veranstaltungsreihe Aufgeklappt. Anlässlich des Erscheinens praktisch jeder aktuellen Klipp-Ausgabe ha-

Begonnen hat Klipp seinerzeit mit der jährlichen Bekanntgabe der Top-100-Persönlichkeiten in der Steiermark. Was gefolgt ist, sind Kopien mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Auch wenn alle diese Rankings nicht ganz ernst zu nehmen sind – gelesen, registriert, diskutiert (verärgert oder schadenfroh) werden sie doch. Warum auch immer: Klipp-Journalist Jürgen Lehner schafft es unter die wichtigsten 500. Was ihn dabei erstaunt, ist, wie viele wirklich international anerkanntere, einflussreichere, wichtigere, erfolgreichere, sympathischere Persönlichkeiten hinter ihm (403) rangieren. Wie da heißen:

ben wir immer eine besonders erfolgreiche Persönlichkeit im Rahmen einer Publikumsveranstaltung präsentiert. Die Verantwortung für die Organisation dieses Abends hatte Klipp-Partner Karl Heinz Arlati übernommen, von dem auch die grundsätzliche Idee stammt. Er musste seine beruflichen Aktivitäten in den letzten Monaten neu strukturieren, sodass er aus Zeitnot diese Verantwortung nicht weiter tragen konnte. Eine solche Lücke zu schließen, braucht Zeit, und daran arbeiten wir in der Redaktion. Bis dahin heißt es vorerst: Zugeklappt!

Fotos: Heimo Ruschitz

„Kalt-warm“ für Flughafen Graz

v.l.: Ioannis Afukatudis (Vorstand Thomas Cook Austria AG), Sabine Walz (Bereichsleitung Touristik Thomas Cook Austria AG) und Gerhard Widmann (Geschäftsführer Flughafen Graz).

Wie das Wetter Kapriolen schlägt, so auch die europäische Luftfahrt. Flughafendirektor Gerhard Widmann: „Und daher schlagen in meiner Brust zwei Herzen: eines, das sich über die Sonne in Graz freut, und ein anderes, das sich über einige Tage Schlechtwetter freut, da dann wieder einige Flüge mehr gebucht werden.“ Im neuen Sommerflugplan finden sich wieder rund 50 Destinationen – ein interessantes und abwechslungsreiches AngeKLIPP April 2013

Lustiges von Weekend

Sie war nicht für den Passagierverkehr in Graz gelandet. Die Antonov-124 – eines der größten Frachtflugzeuge der Welt – lockte dennoch hunderte Schaulustige an. Sie flog beladen mit einer Industrieanlage des weststeirischen Paradeunternehmens IAF aus Frauental in die USA.

bot für die Passagiere des Flughafens Graz, dessen Einzugsgebiet bis ins slowenische Celje im Süden, Kärnten und ins südliche Burgenland reicht. So schnell geht das: Im Vorjahr war Griechenland out. „Aber heuer“, so Ioannis Afukatudis, Vorstand der Thomas Cook Austria AG, „gibt es einen richtigen Nachfrageboom, schon jetzt ein zweistelliges Plus.“

406 Alois Köhrer (Industrieller Köhrer GesmbH), 410 Franz Majcen (1. Präsident Stmk. Landtag), 414 Alfred und Franz Pierer (GF Almwellness Pierer), 419 Eduard Wünscher (CEO Knapp-Unternehmensgruppe), 424 Albin Sorger (GF Sorger Brot), 425 Elfriede Jelinek (Nobelpreisträgerin), 428 Ernst Meixner (Bgm. Voitsberg), 429 Werner Gutzwar (Bgm. Fürstenfeld), 433 Franz Schrank (Rektor Campus 02), 445 Friedrich Santner (GF Anton Paar), 448 Georg Mayer-Heinisch (GF MHG AG), 452 Robert Marko (Regionaldirektor Interspar), 456 Karl Schmidhofer (GF Kreischberg/Lachtal), 459 Hannes Dolleschall (Bgm. Judenburg), 462 Nikolaus Harnoncourt (Dirigent Styriarte), 465 Christoph Stark (Bgm. Gleisdorf), 471 Franz Olbrich (Vorstand Tondach AG), 478 Johann Dreisiebner (Obmann Steir. Weinbauverband), 480 Wolfgang Loitzl (Doppelweltmeister ÖSV-Adler), 482 Klaus Kröll (WMVierter), 484 Willi Gabalier (Dancing-Star), 489 Folke Tegetthoff (Märchenerzähler), 496 Jörg Leichtfried (EU-Abgeordneter). 09

SL PE OB TE SN & L E U T E

Gemeinsam zu neuen Ufern


Der Kater kommt nach dem Rausch S

elbst wenn sie auf ihrem Parteitag jeweils mit 100 Prozent Zustimmung umjubelt würden – Franz Voves und Hermann Schützenhöfer können die rot-schwarze Abwärtsspirale in der Wählergunst nicht verhindern. Die Nationalratswahlen im Herbst werden ein erster Vorbote dafür sein. Mit dem „Team Stronach“ ist ein neuer Mitbewerber im politischen Ring. Die steirische SPÖ und ÖVP werden Wähler an ihn verlieren. Zusätzlich werde Stronach laut MeinungsumfrageSchnüfflern auch bisherige Nichtwähler aktivieren. Das habe nun nichts mit seinem besseren Programm zu tun, sondern die Wähler haben österreichweit damit ein zusätzliches Ticket in der Hand, die „Altparteien“ abzustrafen. Diese hätten aus ihrer Sicht viele Versprechen nicht erfüllt. In der Steiermark beschlossen die Reformpartner die radikalen Kürzungen in der Sozialpolitik – von

großen Demonstrationen begleitet. Weiters sind die schlecht kommunizierten oder überhasteten Gemeindefusionen und der misslungene Coup mit dem LKH West für viele Wähler nicht schlüssig und überzeugend. Mit ihrem Kuschelkurs der Reformpartnerschaft seit 2010 versöhnen Franz Voves und Hermann Schützenhöfer nur einen Teil der Wählerschaft. Vor allem traditionelle, unzufriedene RotSchwarz-Wähler, die ihnen aber dennoch die Treue hielten. Ihnen fällt es jetzt leichter, wieder schwarz oder rot zu wählen. Das SPÖ-ÖVP-Amalgam versucht sich in der Lösung von Problemen zu sonnen, das es sich selbst und den Steirern in den letzten acht Jahren eingebrockt hat. Der größte Brocken ist noch nicht einmal angepackt: die Neustrukturierung der steirischen Spitalslandschaft. Das Versprechen, dass durch die Gemeindefusionen weit mehr Mil-

lionen Euro aus dem Finanzausgleich in die Steiermark fließen werden, wird nicht zu halten sein. Der Kuchen dafür wird nicht wirklich größer und die anderen Bundesländer haben bereits angekündigt, dass sie sich nichts wegnehmen lassen werden. Die Regeln für den Finanzausgleich werden sich ändern.

Franz Voves und Hermann Schützenhöfer werden 2015 abdanken Es fehlen zwar noch eindeutige Statements von den beiden, doch eines steht fest: Beide wollen die Gemeindefusionen bis 2015 politisch realisieren und auch die neue Strukturierung und den Stabilitätspakt mit dem Bund bis 2016 zu­ mindest im Ansatz auf Schiene bringen. 571 Millionen Euro müssten gespart werden. Wie das gehen soll? Niemand glaubt ernsthaft daran.

Foto: Heimo Ruschitz

politik

Halbzeitbilanz: Voves und Schützenhöfer berauschen sich an ihrer Reformpartnerschaft

„Wir mögen uns“, lautete die „Liebeserklärung“ an Franz Voves zu dessen 60er.

Voves wörtlich im September 2010: Ich habe auch sehr darauf geachtet, dass wir Verteilungsgerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit leben. Daher bin ich weiterhin für eine starke Steiermark in sozialer Harmonie. Die Sozialdemokratie steht für gelebte soziale Gerechtigkeit. Die ÖVP kümmert sich nur um die oberen 10 Prozent, um die Reichen und Vermögenden in unserer Gesellschaft. Warum SPÖ wählen? Weil wir für eine gezielte Wirtschaftsförderung sind und keine Klientelpolitik praktizieren wie die ÖVP. Weil wir für Verteilungsgerechtigkeit sind, weil wir in unsere Kinder und die Bildung investieren und immer für die sozial Schwächsten im Land da sind.

Viel Lärm um nichts. Voves und seine Forderung n

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Eine politische Sensation zeichnet sich ab:

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s war ein politisches Statement, das es in sich hatte, doch bislang ohne wirkliches mediales Echo. Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl hat in zwei Interviews („Kleine“ und „Krone“) kürzlich erstmals erklärt, dass er sich vorstellen könnte, von Graz in die Landespolitik zu wechseln. Bisher hat er dies bei derartigen MedienGesprächen stets in Abrede gestellt, war das kein Thema für ihn. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass Nagl diese Anmerkung sehr wohl in Abstimmung mit Hermann Schützenhöfer gemacht hat. In der Volkspartei hat diese Ansage allerdings keinen Funktionär zu irgendwelchen Äußerungen veranlasst, wie das sonst üblich ist. Jene, die da sagen: „Super, dass der Nagl sich das antut“, oder die Kritiker, die eigene Überlegungen für das Land haben, schweigen. Noch bemerkenswerter sind die Äußerungen Nagls deshalb, da er sie rund eine Woche nach dem Landesparteitag der steirischen ÖVP machte, auf dem Hermann

Schützenhöfer wider alle Erwartungen mit 93 Prozent der Delegiertenstimmen bestätigt und umjubelt wurde. Klipp hat bereits vor einem Jahr darüber berichtet, dass ein Wechsel von Siegfried Nagl in die Landespolitik die einzige Chance für die ÖVP ist, nicht von der SPÖ für immer an die zweite Stelle gedrückt zu werden. Mit Siegfried Nagl als Spitzenkandidaten kann die steirische ÖVP sogar wieder zur stimmenstärksten Partei im Lande werden. Ohne Voves wird es die SPÖ nicht schaffen, die Nummer eins zu bleiben. Andererseits gibt es nach dem Abtritt von Voves die Chance seines Nachfolgers Schickhofer

In die Zukunft geblickt (v.l.): Siegfried Nagl löst Hermann Schützenhöfer ab, wird nach Franz Voves Landeshauptmann der Steiermark. Bewährt er sich dort, könnte auch Wien für ihn einmal eine Option sein. Ob es dann dort noch einen Michael Spindelegger (re.) geben wird?

oder seiner Nachfolgerin Vollath, sich als Nummer 2 zu bewähren. Man muss nicht blauäugig sein, um davon auszugehen, dass Franz Voves und Hermann Schützenhö-

Nach 2015 an der Seite von Nagl: Bettina Vollath und SP-Hoffnung Michael Schickhofer (im Bild mit Frau).

g nach Vermögens- und sozialer Balance A ls Franz Voves im Jahr 2007 und 2008 für mehr Vermögens-, Verteilungs- und soziale Gerechtigkeit seine Stimme erhob, damit Kanten und Ecken zeigte, die Genossen Faymann und Co. in Wien aufscheuchte und diese zwang, das Thema auf die „To-Do-Liste“ zu setzen, kam Applaus von allen Seiten. Vor den Landtagswahlen 2010 in der Steiermark wiederholte er medienwirksam seine Forderungen. Und was ist passiert, hat sich geändert seitdem? Nichts! Nun weiß man schon, dass Franz Voves „nur“ der Landeshauptmann ist, nicht Kanzler in Wien und auch KLIPP April 2013

politik

Siegfried Nagl ab 2015 Landeshauptmann

keine Bundesgesetze beschließen kann. Was viele aber von ihm erwartet hätten: Dass er nicht nur verbal, sondern substantiell – steter Tropfen höhlt den Stein – für das Realisieren seiner Forderungen gekämpft hätte. Und zwar dort, wo er auch die Macht dazu hat – in der Steiermark. Doch da ist seit 2010 nichts passiert. Im Gegenteil – wenn man an die Demonstrationen Tausender gegen die Kürzungen im Sozialbereich denkt, womit man die Schwächsten traf, an die Abschaffung des Gratiskindergartens, die Kürzung der Gesundheitsausgaben, die Wiedereinführung des Pflegeregresses für Angehörige und, und.

Franz Voves hätte als steirischer Regierungschef, also im eigenen Verantwortungsbereich, auf seine Weise für mehr Vermögens- und Verteilungsgerechtigkeit, aber auch soziale Balance sorgen können. Es ist eine Sache, in Vermögensfragen mit großen Worten die Republik mobilisieren und verändern zu wollen. Eine andere ist, im eigenen Haus, dort, wo man was zu sagen hat, die Schwächsten noch schwächer zu machen. Die von ihm und seinem Sozialreferenten gewählte Formulierung „Jeden einzelnen Härtefall schauen wir

fer bei ihrem Abtritt im Frühjahr 2015 auch die Vorgangsweise für eine Zusammenarbeit nach der Landtagswahl im Herbst 2015 paktieren. Denn nach der Landtagswahl 2015 wird die Landesregierung nicht mehr neun, sondern nur noch sieben Mitglieder haben und auch der Proporz ist abgeschafft. Auch der Landtag hat künftig nicht mehr 56, sondern nur 48 Sitze. Und vier Sitze in der Regierung werden SPÖ und ÖVP gemeinsam sicher schaffen. Damit werden sie sich wieder die politische Macht im Lande teilen.

uns an“ ist schlichtweg zu wenig und stimmt auch nicht. Nur ein persönlicher Lokalaugenschein kann Politikern die Augen öffnen, die im Monat stets zwischen 10 und 15 Mal so viel verdienen wie das schwächste Drittel der Steirer und Österreicher. Denen nie etwas genommen, sondern immer mehr an Gehalt und Zulagen gegeben wurde. Der jüngste Beweis: Österreich liegt laut einer Europäische-ZentralbankStudie bei der Ungleichheit der Verteilung der Nettovermögen in Europa auf Platz 2 – hinter Deutschland. Also Ärmel aufkrempeln, Herr Voves. 11


„Geschichtsfälscher“ POLITIK

Grüne-Chef lässt sich in Kärnten feiern, obwohl der Held ein anderer ist. Große heimische Medien versagten

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s blieb der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ (März/ Nr. 14) vorbehalten, die historisch wichtigste Facette des politischen Umsturzes in Kärnten ans Tageslicht zu bringen. „Ihr Ösis habts wieder einmal geschlafen, bei euch funktionieren Justiz und die großen Medien nur recht und schlecht“, interpretiert ein deutscher Kollege die pikante Angelegenheit. Kärnten war in der Ära von Jörg Haider, aber auch in der ersten Phase von Landeshauptmann Dörfler mit Blick auf mögliche Wahlerfolge kein wirkliches Hoffnungsland für die Grünen. Erst die Skandalwelle um die Hypo Alpe Adria und Birnbacher, Scheuch und Co. brachte Grüne-Chef Rolf Holub die Chance, sein Mauerblümchendasein im Landtag – die Grünen stellten zwei Mandate – zu beenden. Der Kärntner Landtag setzte den Hypo-Untersuchungsausschuss ein, den GrüneChef Rolf Holub leitete. Das war in den Jahren 2009 und 2010. Holub bemühte sich intensiv, Licht in die Aktivitäten von Jörg Haider und An-

hang zu bringen, dessen Einfluss auf die Hypo Alpe Adria und deren dubiose und kriminelle Geschäfte in Kroatien, aber auch in Österreich. Es kam zu einer Anzeige der Grünen gegen Birnbacher und Co., die Staatsanwaltschaft in Klagenfurt stellte sich taub und die Ermittlungen bald ein. Holub reagierte empört, aber es nützte nichts. Damit schien auch Jörg Haiders Vertrauter, der Steuerberater Dietrich Birnbacher, ungeschoren davonzukommen. Dieser hatte für ein weitge-

hend wertloses Gutachten im Zusammenhang mit dem Verkauf der Kärntner Hypo an die Bayrische Landesbank im Umfang von zwei Seiten das unglaubliche Honorar von 12 Millionen Euro zugesagt bekommen. Als dagegen Kritik laut wurde, einigten sich Haider und Birnbacher auf 6 Millionen Euro. Die Honorar-Halbierung wurde versucht als Patrioten-Rabatt zu verkaufen, süffisant dann auch Idioten-Rabatt genannt. Für die Staatsanwaltschaft in Klagenfurt war zu diesem Zeitpunkt die Suppe unerklärlicherweise zu dünn.

Angst vor der Justiz

Ohne Gustav Leipolds Engagement und den Mut von zwölf anderen Personen hätte es keine Neuwahlen in Kärnten gegeben und es wäre auch keine Aufklärung in der Birnbacher-Causa erfolgt.

Damals schlug für einen gewissen Gustav Leipold die große Stunde. Von 2009 bis 2012 hatten ihn die Grünen für den Hypo-Untersuchungsausschuss als Rechercheur und Helfer engagiert. Er war bis Anfang 2000 Jurist im Landesdienst gewesen, hatte diesen aber dann quittiert, weil er mit der Günstlingswirtschaft Haiders nicht zurechtkam.

Die Grünen mit ihrem Spitzenkandidaten Rolf Holub haben sich nicht getraut, die LeipoldAnzeige zu unterstützen.

Ohne Leipolds Engagement und den Mut von zwölf anderen Personen hätte es keine Neuwahlen in Kärnten gegeben und es wäre auch keine Aufklärung in der BirnbacherCausa erfolgt. Leipold war nicht bereit, die Einstellung des Verfahrens hinzunehmen, und zeigte nicht nur einzelne ihm suspekte Staatsanwälte, sondern die gesamte Staatsanwaltschaft Klagenfurt als Behörde wegen des Verdachts der Untreue an. Das war der Knackpunkt. Damit durchschlug er den gordischen Knoten. Als Unterstützer auf der Anzeige unterschrieben zwölf private Freunde und Bekannte. „Rund 50 haben zuerst ja gesagt, sich aber dann nicht getraut, genauso wie Holub“, so Gustav Leipold. „Dessen Büroleiterin sagte mir: Das trauen wir uns nicht.“

LH Kärntens hat Sorge vor politischer Justiz

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Foto: Amt der Kärntner Landesregierung

r muss auf ein gutes politisches Klima zwischen SPÖ und ÖVP nach der Nationalratswahl hoffen bzw. darauf, dass kein Vertreter einer anderen politischen Partei das Justizressort übernimmt. Die Rede ist von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser. Gegen ihn gibt es bekanntlich Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft. Betroffen sind weiters davon auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig und Landtagspräsident Reinhart Rohr. Es geht um die Vergabe von Aufträgen aus ihren Regierungsbüros an eine SPÖ-eigene Werbeagentur. Mittels Regierungs-

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beschluss waren die SPÖ-Politiker im Vorjahr von FPK und ÖVP angezeigt worden. Von einer Regierung, von der wir wissen, was sie alles angestellt hat, sagt Kaiser heute. Er verweist darauf, dass die Anzeige von Rechtsanwalt Christian Leyroutz ausgefertigt wurde. Dieser ist heute Klubobmann der geschrumpften Landtagsfraktion der FPK und gleichzeitig Kärntner FPÖ-Obmann. In der Präambel der Dreierkoalition in Kärnten befindet sich eine Art Sauberkeitsklausel. Die sagt, dass Politiker, die mit einer gerichtlichen Anklage konfrontiert sind, ihre Funktion und ihr Amt niederlegen müss-

ten. Auch er habe einer solchen Bestimmung immer zugestimmt, weiß aber, dass diese problematisch werden kann. Man müsse wissen, dass es zum Beispiel im Bezug auf Bundeskanzler Werner Faymann Weisungen aus dem Justizministerium gegeben hat, die Causa Faymann nicht einzustellen. Die Staatsanwaltschaft selbst hatte eine Einstellung der Ermittlungen vorgeschlagen. Man könnte ihn also politisch motiviert herausschießen, wenn man die politischen Verhältnisse in Kärnten ändern möchte, deutet Peter Kaiser das Instrument der parteipolitischen Einflussnahme der Justiz an. KLIPP April 2013


Ein vergessener Ort des Verbrechens

Die Grünen mit ihrem Spitzenkandidaten Rolf Holub hefteten sich diesen Erfolg an die Brust. Und dieser ließ und lässt sich feiern. Noch auf der aktuellen Website der Grünen findet sich Folgendes: „Die Ergebnisse des Untersuchungsausschusses und Holubs ständige Beharrlichkeit führten 2012 zum Prozess gegen Dietrich Birnbacher, Josef Martinz und die Vorstände der Kärntner Landesholding wegen illegaler Parteienfinanzierung (das „Birnbacher-Honorar“). Die gesprochenen Urteile und weitere politische Skandale führten zu Rücktritten der ÖVP- und FPK-Parteiobmänner. Kärnten bekommt mit den Neuwahlen 2013 die Chance auf einen Neustart. Der grüne Aufdecker Rolf Holub hat großen

Anteil daran. Ein Schlagzeuger gibt den Takt vor.“ (http://kaernten. gruene.at/partei/abgeordnete/holub) Und Wikipedia schreibt: „Nach Anzeigen durch Holub gegen mehrere Beteiligte wurden begonnene Ermittlungen mehrmals von den Anklagebehörden in Klagenfurt und Graz eingestellt. Erst nachdem er schließlich auch die Anklagebehörde selbst angezeigt hatte und somit die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien Untersuchungen aufnahm, kam es zu Anklagen, Gerichtsverhandlungen und im Sommer 2012 zu Geständnissen Involvierter.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Holub)

Nur die Zeitschrift „News“ hat ein Mal dargelegt, warum es zur Wiederaufnahme des Ermittlungsverfahrens gekommen ist. (http://www. news.at/a/geld-dank-kaerntner-buerger-308647) Gustav Leipold: „Die stillschweigende Duldung der falschen Medienberichterstattung durch die Grünen in Kärnten und das Ausbleiben einer deutlichen Klarstellung erachte ich daher für extrem unfair.“ Historiker werden später einmal von einer „Geschichtsfälschung“ schreiben.

Rasche Hilfe und Reparatur

Gedenkstunde im ehemaligen NS-Lager Graz-Liebenau

POLITIK

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien griff die Sache auf, leitete Ermittlungen gegen die SchwesterBehörde in Klagenfurt ein und gab den Kollegen schließlich den unmissverständlichen Ratschlag, die Causa Birnbacher neu aufzurollen. Der spektakuläre Prozess löste dann in Klagenfurt das viel zitierte politische Erdbeben aus. Im Sommer vergangenen Jahres wurden dann Birnbacher, Martinz und die Vorstände der Kärntner Holding in erster Instanz wegen Untreue zu Gefängnisstrafen verurteilt.

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ainer Possert und Gustav Mittelbach, die beiden Ärzte des Sozialmedizinischen Zentrums Liebenau haben mit ihren Recherchen und Aktivitäten dafür gesorgt, dass ein verschwiegenes Kapitel der Grazer Stadtgeschichte an die Öffentlichkeit getragen wurde: die Verbrechen im NS-Lager in Liebenau. Dort fand man nach Kriegsende Überreste von 53 Leichen – es handelte sich zum Großteil um ungarische Juden. Man vermutet, dass noch weitere Leichen in diesem Gebiet vergraben sind. Possert und Mittelbach wollten das detailliert aufgearbeitet haben von den Verantwortlichen in der Stadt. Es gab aber lange Zeit keine Reaktion. Auch forderten sie eine Gedenktafel.

Gedenkstunde am 29. April Kürzlich erschien nun doch vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung herausgegeben (Autorin Barbara StelzlMarx) eine Dokumentation über das Lager Liebenau. Rainer Possert: „Wir sind bestürzt über die

Die Mediziner Gustav Mittelbach (li.) und Rainer Possert vom Sozialmedizinischen Zentrum Graz-Liebenau.

Ungenauigkeit der Recherche, die als Ausgangspunkt der Wiederaufnahme der historischen Untersuchung genannt wird. Wir wären demnach ,als Murkraftwerksgegner über ein pikantes Detail gestolpert‘, heißt es da. Die Stadtzeitung G7 habe das aufgegriffen und sei damit der Auslöser für unsere Recherchen gewesen. Das ist schlichtweg falsch.“ Allen möglichen Personen und Stellen wird gedankt in diesem Buch – natürlich auch der Stadt und der Energie Steiermark für deren finanzielle Unterstützung. Possert und Mittelbach, die wirklichen Initiatoren, bleiben aber unerwähnt. Ihnen ist die Sache jedoch wichtig und daher organisiert das SMZ Liebenau am 29. April 2013 in der Andersengasse – sie war das Zentrum des ehemaligen NS-Lagers – eine Gedenkveranstaltung.

Computer Service Center

Für die Überprüfung wird eine Pauschale von 45 Euro verrechnet. Sollte es in der Folge auch zur Reparatur kommen, dann wird die Pauschale zum Teil in die spätere KLIPP April 2013

Fotos: Heimo Ruschitz

Streikt der Computer, dann versucht man als Nutzer so rasch wie möglich herauszufinden, warum. Und da bietet der Gösta Computershop am Grazer Griesplatz schnelle Hilfe an. „Unsere Fehlerdiagnose dauert maximal zwei bis drei Tage“, erläutert Erwin Sbaschnigg den Kundenservice des Hauses. Arbeit eingerechnet. So gibt’s dann beispielsweise beim Einbau einer Festplatte für die Arbeit nur einen Mehrbetrag von 5 Euro, die Installation von Windows XP bis Windows 8 schlägt mit 60 Euro zu

Buche. „Die Reparatur selbst mit der Überprüfung schaffen wir in fünf Werktagen“, verspricht Erwin Sbaschnigg. Die Bandbreite der Reparaturen ist groß. Ob das nun die Neuinstallation von Windows

ist, der Umbau eines PCs, das Aufrüsten, die Entfernung von Viren oder das Reinigen des PCs, die Reparatur von Laptops – „wir machen praktisch alles“, versichert Erwin Sbaschnigg. 13


Warum Waltraud Klasnic?

Montan-Uni Leoben und TU Graz wählten Frauenpower ine schnelle Antwort: Warum nicht? Für einen Spitzenpolitiker a.D. – in diesem Fall eine ehemalige Landeshauptfrau – ist kein Schuh zu groß. Waltraud Klasnic ist die neue Vorsitzende des Universitätsrates, des Leitungsgremiums, der Montan-Uni Christa Neuper, Leoben. Wie Rektorin der KarlFranzens-Uni Graz geht eine solche Wahl vor sich? Zwei Kandidaten im fünfköpfigen Gremium nominiert der Bund, zwei die Universität selbst und diese vier holen sich dann die fünfte Person. Deren Nominierung muss allerdings einstimmig erfolgen. Und aus ihrer Mitte wählen die fünf dann die oder den Vorsitzende/n. Klasnic folgt Hannes Androsch, der sich knapp vor seinem 75. Geburtstag aus dieser Funktion zurückzog. Die Nominierung von Waltraud Klasnic kam doch unerwartet. Kritiker aus dem Uni-Umfeld sprechen sogar von einer „Fehlbesetzung“, nur durch die Politik möglich. „Was tut sie dort? Wer kommt auf eine solche Idee?“ Das waren spontane Reaktionen auf Uni-Boden.

Keine der steirischen Universitäten ist so punziert, was ihre fachlichen Kompetenzen und die Ausrichtung betrifft, wie die Montan-Universität Leoben. Waltraud Klasnics Bestellung erfolgte durch einen Beschluss im Senat der Montan-Uni Leoben. „Für mich ist das eine sehr gute Entscheidung“, so Senatsvorsitzender Prof. Peter Kirschenhofer. Es habe eine breite Mehrheit für Klasnic gegeben. Die Diskussion darüber war sehr ausführlich. Es bleibt aber natürlich ein streng gehütetes Geheimnis, wer überhaupt Klasnic ins Spiel brachte und sie im vielköpfigen Senat der Montan-Uni als Kandidatin für den Universitätsrat vorgeschlagen hat. In ihrer Zeit als Landeshauptfrau war Klasnic Ehrensenatorin der MontanUni geworden. Ihr „mangelndes akademisches Vorleben“ sei kein Hindernis, so der Senatsvorsitzende, sondern vielmehr sollte der Universitätsrat ein Spiegelbild der Gesellschaft wiedergeben. Von Klasnic erhoffe man sich logischerweise nicht zuletzt aufgrund ihrer guten Kontakte und ihrer Bekanntheit entsprechendes Eintreten in Wien dafür, dass die Montan-Uni Leoben bei der finanziellen Mittelausstattung entsprechend punkten kann.

v.l.: Gertrude Tumpel-Gugerell, Peter Skalicky, Universitätsratsvorsitzende Waltraud Klasnic, Leopold Gartler.

Klasnic, die ja bekanntlich noch die Vorsitzende der Missbrauchsopferschutzkommission ist, freut sich nach eigenen Worten nun natürlich, wieder in eine ganz andere Tätigkeit eintauchen zu dürfen und da vor allem mit jungen Menschen zu tun zu haben, die beruflich ihre Zukunft vor sich haben. Apropos berufliche Zukunft: Die heutige Forschungslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder wurde von Waltraud Klasnic seinerzeit entdeckt. Klasnic engagierte die Jungakademikerin in ihrem Büro, Edlinger-Ploder stieg zur Bürochefin auf und Klasnic holte sie dann auch in die

Politik. Kristina Edlinger-Ploder verdankt Klasnic ihren beruflichen Aufstieg und ihre Karriere. Edlinger ist in der Landesregierung auch für Forschung und Universitäten zuständig. Sie war über das Vorhaben der Uni Leoben vorinformiert, freut sich über die Wahl Klasnics, legt jedoch Wert Karin Schaupp, Vorsitauf die Fest- zende des Uni-Rates der TU Graz stellung, dass deren Entscheidung völlig autonom gefallen ist.

Foto: Fotostudio Furgler

Foto: Heimo Ruschitz

politik

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60 Meter hoher Turm für neues Styria-Headquarter Ein 60 Meter hoher gebogener Flügelturm wird über einem lang gezogenen flachen Sockelgebäude mit Glasfassade thronen. Den Spatenstich dazu gab es Anfang März mit aller Prominenz des Landes Steiermark und der Stadt Graz. Schon ExVorstandschef Horst Pirker wollte dieses Projekt umsetzen, immer wieder kam es aber zu Verzögerungen. Auf 18.000 Quadratmetern Bürofläche werden nicht nur Styria-eigene Medien, sondern auch ein Kindergarten, eine Bankfiliale, ein Restaurant und eine Hochgarage untergebracht. Es wird eine Landmark 14

sein – die neue Konzernzentrale. Vorstandsvorsitzender des Aufsichtsrats Friedrich Santner: „Es ist ein Gebäude für die Mitarbeiter – schön, aber nicht protzig.“ Der Neubau wird 60 Millionen Euro kosten. Die Stadt Graz unterstützt den Bau, indem sie einen Park im unbebauten nördlichen Teil des Grundstücks errichtet und selbst Büroflächen anmieten wird, wie Bürgermeister Siegfried Nagl versichert. Die größte Umstellung wird es logischerweise für die einzelnen Redaktionen und Medien der Styria Media Group geben. Es wird zu einer integrierten

Redaktion von „Kleiner Zeitung“ und „Antenne Steiermark“ kommen, in der Platz für 240 Mitarbeiter sein wird. „Eine Redaktion ohne Trennwände“, wie Chefredakteur Hubert Patterer erklärte. Bespielt werden in diesem Newsroom Print, Digital und Radio, zudem wird es ein TV-Studio geben. Damit wird sich die Arbeit vereinfachen. Bis Ende 2014 sollen nun die Pläne des Architekturbüros Architektur Consult ZT der Architekten Hermann Eisenköck und Herfried Peyker umgesetzt werden.

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FH Joanneum in Bewegung

politik

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Lehrende der FH JOANNEUM und sieben der zehn Testimonials mit Studienberaterin Barbara Porotschnig (ganz rechts).

Das Image ist für eine Hochschule ausschlaggebend – ob und wie sie bei Studenten gefragt ist. „Daher haben wir unser Corporate Design weiterentwickelt“, so Rektor Karl Peter Pfeiffer anlässlich eines Info-Abends des Verbandes der Österreichischen Wirtschaftsakademiker (VÖWA).

AK-Präsident Walter Rotschädl

Der AK-Rechtsschutz ist eine Erfolgsstory, der im abgelaufenen Jahr 2012 ein weiteres Kapitel hinzugefügt wurde. Allein in Arbeitsrechtssachen haben die AKExpertInnen für unsere Mitglieder 12,2 Millionen Euro auf gerichtlichem oder außergerichtlichem Weg erkämpft. Geld, das den betroffenen ArbeitnehmerInnen zustand, das ihnen ohne unser Eingreifen aber schlicht und einfach vorenthalten worden wäre.

Design, Bildsprache und das Logo der FH Joanneum wurden modernisiert. Außerdem präsentieren auf Messen, Plakaten und bei Studienberatungen Studierende die neuen Departments und stehen mit ihren persönlichen Erfolgsgeschichten für die Vielfalt an der FH Joanneum. Für die Zukunft ist die Fachhochschule Joanneum mit einem Bündel an Herausforderungen konfrontiert: hoher Bedarf an Absolventen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften sowie Technik und die Umstellung auf das BacheRektor Karl Peter Pfeiffer: „Für lor- und Mastersystem. „Für uns als uns als Hochschule stehen Hochschule stehen ZukunftsorienZukunftsorientierung und tierung und Profilbildung im MittelProfilbildung im Mittelpunkt.“ punkt“, so der Rektor. „Wir müssen uns fragen, welche Kompetenzen und Qualifikationen von Hochschulabsolventen in fünf bis zehn Jahren von Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft gebraucht werden.“

»Erfolgsbilanz 2012« Ähnlich imposant liest sich die Bilanz des „Insolvenzschutzverbandes der ArbeitnehmerInnen“ (ISA), der von AK und ÖGB gemeinsam getragen wird. Für mehr als 4500 KollegInnen, die im Vorjahr von einer Insolvenz ihres Unternehmens betroffen waren, konnten 25,3 Millionen Euro realisiert werden. Diese Zahlen unterstreichen, dass der kostenlose Rechtsschutz für AKMitglieder unverzichtbar ist. Die Kompetenz und das Know-how der AK-ExpertInnen machen sich für die steirischen ArbeitnehmerInnen im wahrsten Sinn des Wortes bezahlt.

Um Synergien zu nützen, Schwerpunkte in der Forschung und Entwicklung zu setzen sowie die Interdisziplinarität zu fördern, wurden aus diesem Grund die über 40 Studiengänge an der FH Joanneum in sechs Departments und 25 neuen Institutionen neu organisiert.

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AVL-Chef Helmut List erhielt anlässlich seines Abschiedes Ende Februar aus dem Universitätsrat der TU Graz den Erzherzog-Johann-Ehrenring, die höchste Auszeichnung, verliehen. Er war seit 2003 im Universitätsrat engagiert und beeinflusste so manche Innovation an der Uni kraft seiner außergewöhnlichen unternehmerischen Erfahrung. Zu Ehrensenatoren wurden mit ihm Monika Fehrer und Maximilian Ardent, die gleichzeitig mit Helmut List sich aus der TU zurückzogen.

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Mit Rektorin Christa Neuper führt in der jahrhundertealten Geschichte der Karl-Franzens-Universität erstmals eine Frau die Uni. Nun hat auch an der Technischen Universität Graz eine Frau – und zwar die Unternehmensberaterin Karin Schaupp – den Vorsitz im Universitätsrat, dem wichtigen Leitungsgremium, übernommen. Die Mitglieder des siebenköpfigen Universitätsrats kommen aus verschiedenen verantwortungsvollen Positionen in der Gesellschaft, insbesondere aus Wissenschaft, Kultur oder Wirtschaft. Drei der Kandidaten wählt die TU selbst aus, drei die Bundesregierung und diese sechs wählen das siebente Mitglied und den Vorsitz. Das sechsköpfige Gremium mit Karin Schaupp, Gabriele Ambros, Manfred Gaulhofer, Gabriele Krenn, Hans Peter Mössenböck sowie Anton Pilmon wählte IV-Präsidenten Jochen PildnerSteinburg ins Gremium und dort zum stellvertretenden Vorsitzenden.

Fotos: FH JOANNEUM

Auch die Techniker sind weiblich geworden

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Telefon: 05 7799-0 15


Foto: Nina Krok

Trotz Einstellung: Wiederkehr „überflüssiger“ Hypo-Leiden für Georg Doppel­hofer und Co. 2014

„... habe keine Kenntnis von Verlusten gehabt“ Georg Doppelhofer verteidigte sich damit, dass er keine Kenntnis über die desaströsen Verluste der HypoLeasing-Gesellschaften in Kroatien gehabt habe, und wies damit jede Verantwortung als seinerzeitiger Aufsichtsratschef der Landeshypo Steiermark für dieses Debakel von sich. Die Staatsanwaltschaft Graz folgte seiner Argumentation allerdings nicht und begann im April 2011 ein Ermittlungsverfahren gegen Georg Doppelhofer, aber auch gegen die drei ehemaligen Hypo-Vorstände, die sich ebenfalls nicht für die Megapleite verantwortlich fühlten. Der Vorhalt der Staatsanwaltschaft bzw. der Verdacht: Das Führungsquartett hätte wissentlich Handlungen der Untreue gesetzt, denn die Herren hätten nach dem 31.12.2002 – da waren die Hypo-Kfz- und die HypoMobilien-Leasing-Gesellschaften 16

2000–2005: 148 Millionen Euro Schaden

Grafik: Maitz

Im Prozess musste auch Georg Doppelhofer, in der Zeit der Riesenverlute Hypo-Aufsichtsratschef und Raiffeisenlandesgeneraldirektor (diese ist Mehrheitseigentümer der Hypo), in den Zeugenstand. Mit ihm logischerweise auch das Vorstandstrio Alfred Goger, Edwin Knoll und Ludwig Sik.

HYPO Out of Control

Toplitzsee: Mythos, Auf dem Höhepunkt der ewig lebt der Troubles: Das warGraz: die Klipp-­ Es hat sich Titelstory„ausgemiedelt“ im Jahr 2008.

Preis: € 1,45

Der erste Prozess um die Landeshypo Steiermark bestätigt durch seine Urteile die Riesenverluste von 200 Millionen Euro durch kriminelle Machenschaften bei den Leasinggeschäften in Kroatien. Da wurden Badezimmer- und Gasthaus-Einrichtungen geleast, LKW-Flotten, Luxusboote, die es zum Teil gar nie gegeben hat.

Verlagspostamt 8020 Graz, P.b.b. GZ 02Z033225 M Februar 2008 / 1

wIRTSCHAFT

Ein mächtiger „Ex“ wehrt sich

bereits durch starke Verluste praktisch insolvenzbedroht – neuerlich Refinanzierungslinien zur Verfügung gestellt und die Länder-Rahmen für Kroatien bis auf 220 Millionen Euro und für Bosnien auf 70 Millionen Euro erhöht. Georg Doppelhofer saß seit dem Jahr 1993 im Aufsichtsrat der Landeshypothekenanstalt Steiermark, war von 1998 bis 2003 stellvertretender Vorsitzender und von 2003 bis 2006 Vorsitzender. Im Vorjahr erhob der Ex-Aufsichtsratschef Einspruch gegen das Ermittlungsverfahren gegen ihn gemäß § 108 StPO (Antrag auf Einstellung) und führte dabei an, er sei als Aufsichtsratschef nicht über die de-

saströsen Entwicklungen informiert gewesen. Er hätte die gesetzlichen Überwachungspflichten in seiner Funktion erfüllt. Zuverlässige Informationen über die tatsächliche Situation der Leasing-Gesellschaften seien ihm vorenthalten worden. Im ersten Hypo-Prozess widersprach nur Ex-Hypo-Generaldirektor Alfred Goger dieser Version Doppelhofers. Der Geschäftsführer der kroatischen Leasing-Gesellschaft der Hypo ist mittlerweile rechtskräftig verurteilt worden.

Ungewollte „Hilfe“ durch Gutachter Sie waren Studienkollegen auf der Uni in Graz, aber die indirekte „Hilfe“

für die Argumentation Doppelhofers kam sicher ungewollt. Im ersten Hypo-Prozess hatte Fritz Kleiner als Sachverständiger den Vorwurf von Versäumnissen des Aufsichtsrats und Vorstands im Zusammenhang mit Leasing-Geschäften erhoben, aber nicht näher konkretisiert. Bis heute liegt sein von der Staatsanwaltschaft Graz in Auftrag gegebenes Gutachten über die Vorwürfe gegen Georg Doppelhofer und den dreiköpfigen Hypo-Vorstand nicht vor, es kommt aber noch. Doppelhofer verantwortet sich in seinem Einspruch damit, er habe durch persönlichen Einsatz entscheidend zur Überwindung der wirtschaftlichen Notlage der Landeshypo Steiermark beigetragen, nachdem er von den existenziell bedrohenden Situationen für die Landeshypo Steiermark erfahren habe. Von der Überschuldung der Gesellschaften habe er praktisch, verkürzt und salopp ausgedrückt, auch erst über die Zeitungen erfahren, verantwortete sich Doppelhofer weiters in seinem Einspruch gegen das Ermittlungsverfahren, den er 2012 eingebracht hatte.

Vorwegnahme eines Urteils? Und siehe da, das Oberlandesgericht Graz leistete seiner Beschwerde Ende 2012 Folge und stellte das Ermittlungsverfahren gegen Dr. Georg Doppelhofer ein. Unter anderem heißt es in der Begründung: „Aufgrund der Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft bislang keinen Verdachtsbeweis über die Kenntnis des Aufsichtsratsvorsitzenden von einer desaströsen Geschäftsentwicklung in Kroatien im Zeitpunkt der Ausweitung der Refinanzierungsrahmen für die Leasing-Gesellschaften im KLIPP April 2013


Verknappt ausgedrückt: Doppelhofer habe in keiner Weise vom wirklichen Umfang der Verluste gewusst, wohl über bestehende Probleme und hätte dagegen ohnehin Gegenmaßnahmen veranlasst. Ein wissentlicher Befugnismissbrauch und ein Schädigungsvorsatz des Aufsichtsratsvorsitzenden Doppelhofer bei der Genehmigung und Ausweitung der Refinanzierungen aus dem Dezember 2003 seien also nicht erfolgt.

Gutachten „überflüssig“ Damit ist auch die zentrale Frage an den Sachverständigen, ob für Doppelhofer und Co. erkennbar war, dass die gewährten Kredite und Refinanzierungen nicht mehr zurückzahlbar waren, aus Sicht des Oberlandesgerichtes Graz nicht notwendig und das ausständige Gutachten zur Sachverhaltsaufklärung sogar – wörtlich formuliert – „überflüssig“. Obwohl auch das Justizministerium die Anklage für in Ordnung befunden und grünes Licht dafür gegeben hatte. Der dreiköpfige Richtersenat entschied aber gegen das Justizministerium. Das Richter-Trio hob damit den Beschluss des Einzelrichters auf, der die Einstellung des Verfahrens gegen Doppelhofer abgelehnt hat, weil für ihn feststand, dass die Ermittlungen gegen Doppelhofer gerechtfertigt waren. Die ungewöhnliche Formulierung „überflüssig“ bedeutet, dass das Oberlandesgericht Graz jede detaillierte Befundaufnahme über die Kenntnis des Aufsichtsratsvorsitzenden zum finanziellen Risiko der Hypo in den Leasinggesellschaften als „ überflüssig“ ansah. Nämlich zu klären, in welchen Sitzungen über den Zustand der Leasing-Gesellschaften im Aufsichtsrat berichtet wurde, bei denen Aufsichtsratschef Georg Doppelhofer persönlich anwesend war. Ex-Vorstandsvorsitzender Goger hat als Zeuge ausgesagt, dass Doppelhofer sehr wohl über die Vorgänge in Kroatien informiert worden war. Weiters hält der Richtersenat es auch für überflüssig, zu klären, wie viele Millionen bereits an die Leasing-Gesellschaften geflossen waren, als im Aufsichtsrat mit der Stimme des Vorsitzenden Doppelhofer weitere Millionen beschlosKLIPP April 2013

Nur Ex-Generaldirektor Alfred Goger sagte im ersten Prozess aus, dass Georg Doppelhofer sehr wohl über die Vorgänge in Kroatien informiert worden war.

Aufsichtsratschef weiß nichts Selbst wenn der Vorstand der Bank ihm als Aufsichtsratschef Informationen gegeben hat, welche das Debakel verschleiern hätten sollen, wäre er als Aufsichtsratsvorsitzender verpflichtet gewesen, aktiv die Informationen überprüfen zu lassen. Als Aufsichtsratsvorsitzender hat er eine Kontrollfunktion auszuüben, wie etwa auch der Lehrer in der Schule fragt: „Georg, hast du die Aufgabe gemacht?“, und dieser antwortet mit „Ja“, dann sollte der Lehrer dennoch seine Kontrollfunktion wahrnehmen, indem er das überprüft oder überprüfen lässt. Vorschnell und sonderbar erscheint die Entscheidung des Oberlandesgerichtes zugunsten Doppelhofers nicht zuletzt deshalb, weil es ja folgenden Vorgang gab: Die Staatsanwaltschaft Graz musste ihr Vorhaben gegen Doppelhofer und den Vorstand der Bank dem Ministerium als Vorhabensbericht vorlegen. Das Ministerium gab grünes Licht für die Anklage. Als diese nach Graz zurückkam, konnte der Beschuldigte Doppelhofer, aber auch das ehemalige Direktorentrio gemäß Strafprozessordnung Einspruch gegen die Anklage erheben und dieser Einspruch landete dann beim Oberlandesgericht. Die Entscheidung über die Einsprüche von Goger, Knoll und Sik steht noch aus. Genauso wie das detaillierte Gutachten des Sachverständigen über ihre Verantwortung für das Desas-

ter. Ergibt sich daraus, dass der ExAufsichtsratsvorsitzende informiert gewesen sein muss, dann beginnen die Hypo-Leiden von vorne.

Sehr, sehr einflussreich ... Für die jüngere Klipp-Leserschaft, die ja nicht weiß, über welches einflussreiche Netzwerk der ehemals beschuldigte Banker a.D. verfügt, das er nützen kann: Georg Doppelhofer war bis vor wenigen Jahren nicht zuletzt aufgrund seiner vielen Funktionen eine der mächtigsten Persönlichkeiten des Landes Steiermark. So saß er unter anderem als Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank in den wichtigsten Entscheidungsgremien mit etlichen Funktionen auch in Wien. Nach der Übernahme der Hypo-SteiermarkMehrheit durch Raiffeisen wurde er dort Aufsichtsratsvorsitzender. Als praktizierender Katholik ist er auch stark in der Kirche verankert, wirkt als einer von fünf Vorständen der „Katholischen Medien Verein Privatstiftung“ (Styria Media Group). Seine Verbindungen zur Politik: In der steirischen ÖVP war er als langjähriger Finanzreferent Geheimnisträger und in der Ära Waltraud Klasnic ein enger Vertrauter – bis heute.

Die für Georg Doppelhofer positive Entscheidung, ihn als Beschuldigten von der Ermittlungsliste zu streichen, traf das Oberlandesgericht Graz mit Andreas Haidacher als Senatspräsidenten. Referentin für den Einspruch Doppelhofers im Senat war eine ehemals prominente Untersuchungsrichterin. In der Öffentlichkeit ist bekannt, dass sie als Privatperson in der Unabhängigen Opferschutzanwaltschaft sitzt, deren Vorsitzende Waltraud Klasnic ist. Als Anwalt hatte Georg Doppelhofer den exzellenten Grazer Juristen Georg Eisenberger engagiert. Diese Aufzählung erfolgt nur, um darzulegen, wer die handelnden Personen in diesem Verfahren waren und in welchem personellen Umfeld Georg Doppelhofer mit dieser belastenden Ermittlung fertig werden musste. Es versteht sich aber von selbst, dass die genannten Persönlichkeiten in keiner Weise – abgesehen vom Anwalt Georg Eisenberger – die Entscheidung im Sinne von Georg Doppelhofer beeinflussen konnten oder auch wollten.

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sen wurden. Für das Oberlandesgericht war es auch überflüssig, zu erfahren, ob es für diese Millionen an die Leasing-Gesellschaft Sicherheiten gegeben hat – was nachweislich nicht der Fall war.

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Dezember 2003 anbieten kann, kann auch nicht vom Verdacht eines wissentlich befugnismissbräuchlichen und vorsätzlichen Unterlassens der Informationsweitergabe an die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates ausgegangen werden.“


Billige Kredite bald vorbei?

Steiermärkische-Chefs erwarten baldige Erhöhung der Kreditzinsen

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ie Sparer klagen bereits seit längerem darüber, dass die Zinsen weit zu niedrig sind. Davon profitieren aber die Kreditnehmer (mit guter Bonität). Diese kommen in den Genuss von äußerst moderaten Kreditzinsen. Für First-ClassKunden sind bei den führenden Geldinstituten 3 Prozent und weniger keine Seltenheit – ein Problem für die Bankinstitute, denen die geringe Zinsspanne gewaltig zusetzt. Ein Verursacher ist die Europäische Zentralbank, die zurzeit den Leitzins auf dem Tiefstand von 0,75 Prozent belässt. Zum Vergleich: Vor der Krise lag der Leitzins bei über 4 Prozent! „Kredite müssten aus Bankensicht um 0,5 bis 0,7 Prozentpunkte teurer sein und der Markt wird das re-

Weil Frühlingsware nicht verkauft werden konnte: Die Touristiker und damit die Wintersport-Fans hat es gefreut, dass Schnee und Kälte so lange angehalten haben. Die Landwirtschaft und der Gartenbau haben allerdings ein Problem mit der Natur. Besonders schlimm haben Schnee und Kälte heuer die heimischen Gärtner getroffen. Diese konnten rund 90 Prozent der Frühjahrsware – wie Stiefmütterchen, Primeln oder verschiedene Gänseblümchenarten – nicht verkaufen. Der harte Boden, das Wetter, der Schnee und die Temperaturen ließen das nicht zu – niemand setzte die Frühjahrsblüher aus. Was nicht verkauft werden kann, muss kompostiert wer-

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geln“, prophezeit Franz Kerber, Firmenkunden-Vorstand der Steiermärkischen. Dies nicht zuletzt deshalb, weil sich die Banken im abgelaufenen Jahr mit einem Bündel von neuen gesetzlichen Verordnungen, Auflagen und Vorschriften konfrontiert sehen, die beträchtliche Kosten verursachen. „Und wir müssen mittelfristig versuchen“, so Georg Bucher (zuständig für das Risikomanagement in der Steiermärkischen), „einen Teil dieser Kosten weiterzugeben“. Dazu müsste aber die Nachfrage am Kreditmarkt – zumindest bei den Firmenkunden – kräftig anziehen. Dies sei zurzeit nicht erkennbar, so Franz Kerber. Die Unternehmen würden aufgrund der unsicheren Zinsentwicklung mit „leicht

Foto: Heimo Ruschitz

KL LE IBPEPN +& KLLEAURT E

CHRONIK

v.l.: Georg Bucher, Franz Kerber (Vorstandsvorsitzender-Stv.), Gerhard Fabisch (Vorstandsvorsitzender) und Sava Dalbokov (MBA).

angezogener Handbremse und auf Sicht fahren“. Sie hätten aus diesem Grund ihre Kreditlinien allzu oft nur zu 60 Prozent ausgenützt. Unter diesen Rahmenbedingungen ist Steiermärkische-Vorstandsvorsitzender Gerhard Fabisch mit dem Ergebnis des letzten Jahres zufrieden. Erstmals schaffte man beim Eigenkapital den Sprung über die Milliarde Euro, und damit beträgt die Kernkapitalquote 12,1 Prozent – im österreichischen Bankenver-

gleich eine hohe Marke, mit der man für die nächsten Jahre grundsolide ausgerüstet sei. Die wichtigsten Kenndaten der Steiermärkischen: Der Jahresüberschuss nach Steuern lag bei 76 Millionen Euro, das Betriebsergebnis (vor Steuern) betrug 171 Millionen Euro, die 6.250 Mitarbeiter (in der Steiermark und den Ländern des ehemaligen Jugoslawien) betreuen 2,3 Millionen Kunden.

Gärtner mit enormen Einbußen den. Eine bittere Pille. Die Verluste aus dem Frühjahrsgeschäft lassen sich kaum noch aufholen.

Spargelsaison startet heuer später Auch die Gemüsegärtner stöhnen, es fehle an Tageslicht in den Gewächshäusern und auch die Heizkosten seien im Vergleich zu einem normalen Winter beträchtlich höher. Auch die Spargelsaison verzögert sich um zumindest 14 Tage. Normalerweise gibt es den Spargel schon Anfang April, heuer war das nicht der Fall. Wenn der Spargel allerdings später dran sei, dann ist das auch meist für

Was an Frühlingsware nicht verkauft werden kann, muss kompostiert werden.

den Preis nicht so gut, heißt es bei den Spargelbauern. Denn dann gibt es auf einmal viel mehr ausländische Ware auf unserem Markt, was dann dazu führt, dass die Preise nachgeben. Spargel aus Deutschland, Ungarn oder der Slowakei sei ohnedies billiger. Der

österreichische Spargel liegt bei vier bis fünf Euro, der ausländische bei etwa drei Euro. Noch nicht betroffen vom kalten Wetter sind die Weinbauern, denn da setzt die Blüte immer später ein und der spätere Austrieb muss nicht negativ sein.

KLIPP April 2013


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ie Steiermark ist in wirtschaftlichen Belangen sowie Forschung bekanntlich ein innovatives Land und auch im Bereich von CSR (Corporate Social Responsibility – Verantwortung gegenüber der Gesellschaft) zeigt man sich federführend. Bei der entsprechenden Initiative stehen Mitarbeiter in Firmen und Unternehmen im Vordergrund, welche anhand ihres Engagements für bessere Nachhaltigkeit sorgen. „Durch Ideen jedes Arbeiternehmers erhöhen sich erfahrungsgemäß Qualität, Effizienz und letztlich auch der Absatz eines Unternehmens“, betont LR Johann Seitinger. Er und WK-Vizepräsident Jürgen Roth stellten kürzlich drei Unternehmen vor, die sich intensiv

Foto: v.l.: Wilhelm Himmel, Gerhard Hammer (APUS), LR Johann Seitinger, Gerhard Zehetner (Mensch & Management), Thomas Mach (Mach & Partner), Michael Weiss (Terra-Institut), WKOVizepräs. Jürgen Roth

mit CSR auseinandersetzen: die APUS Software GmbH in Tobelbad, die Mach&Partner Ziviltechnik-GmbH aus Judendorf-Straßengel sowie die Mensch&Management BuB GmbH, ebenfalls aus Tobelbad. Die Dynamik, die sich mittels CSR mittlerweile weltweit entwickelt, ist beeindruckend und speziell für global agierende Unternehmen quasi ein Muss geworden. „Zum einen profitiert davon die Gesellschaft und zum anderen das Unternehmen, indem es die Zukunftsfähigkeit sichert“, so Seitinger.

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Foto: Büro Seitinger

Steiermark: Land der Pioniere

Gemeinsam für den guten Zweck Die Volksbank Graz-Bruck und die Mosaik GmbH – sie unterstützt behinderte Menschen – machen gemeinsame Sache: Volksbankkunden wird ab sofort ein sogenanntes „WERTsparbuch“ angeboten, bei dem 1 Euro an das Mosaik-Unternehmen gespendet wird. Zusätzlich haben Sparer mittels Spendenbox die Möglichkeit, Extraspenden an das Non-Profit-Unternehmen zu leisten. Auch eine Vernissage für wohltätige Zwecke ist angedacht. Dabei soll eines der ausgestellten Bilder das Etikett einer Weinflasche zieren und im Rahmen der kommenden Weltsparwoche ausgegeben werden. Im Dezember 2013 werden folglich

alle gesammelten Spenden von der Volksbank an Mosaik übergeben. „Wir legen im Rahmen dieses Nachhaltigkeitsprogrammes sehr viel Wert auf ethisches Sparen. Wichtig ist es, dass man sieht, wofür die angesparten Mittel verwendet werden“, so Volksbank-Direktor Gerhard Reiner.

Foto: Glasmanufaktur Rosenhof

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527* Glück durch Glas Glas ist Gebrauchsgegenstand und Kunstobjekt zugleich. Die weststeirische Glasmanufaktur Rosenhof geht bei der Bearbeitung dieses Materials völlig neue Wege und eröffnet sich damit viele neue Einsatzmöglichkeiten und Geschäftsfelder.

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CHRONIK

„Ich geh immer von dem Prinzip des Vorbildes aus“ Wie definieren Sie für sich selber Zukunft? Pildner-Steinburg: Zukunft ist für mich das, womit sich unsere Kinder, unsere Nachkommen, die Gesellschaft intensiv auseinandersetzen müssen. Und persönlich erlebe ich Zukunft in der Unternehmensentwicklung, in der Entwicklung meiner Nachfolgerschaft. Und durchaus auch dort, wo es Menschen gibt, die sich um die Zukunft des Landes, dieser Gesellschaft, dieses Standortes ernsthaft Gedanken machen. Haben Sie ein Beispiel dafür? Pildner-Steinburg: Ganz konkret, wenn sich Universitäten, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam an einen Tisch setzen und die Entwicklungen und vor allem die Zukunft unserer Jugend diskutieren. Und wie viel wird davon wirklich umgesetzt? Pildner-Steinburg: Wenn es um unternehmerische Entscheidungen geht, würde ich die Quote so bei 60, 70 Prozent ansetzen. Unternehmen können es sich nicht leisten, lang zu diskutieren, die müssen umsetzen. Wir leben in einem Wandel der wirtschaftlichen Wirklichkeit, die atemberaubend schnell ist. In der Politik werden vielleicht 20 Prozent umgesetzt.

Glauben Sie an den Spruch „Die Zukunft gehört den Jungen“? Pildner-Steinburg: Selbstverständlich! Die Zukunft kann nur den Jungen gehören, schließlich haben wir alle ein Ablaufdatum. Allerdings müssen wir unseren Jungen ein Erbe übergeben, das funktioniert, ein Erbe, aus dem sie auch eine Zukunft gestalten können. Das ist das Entscheidende. Man muss eine Basis schaffen, auf die sie aufbauen können; wir „Alten“ müssen da ein Vorbild sein, auch in Krisenzeiten. Ich gehe immer von dem Prinzip des Vorbildes aus. Pildner-Steinburg: Nicht immer nur lamentieren, alles schlechtreden und in Selbstmitleid vergehen, sondern den Jungen Folgendes mitgeben: Wir schaffen es und ihr schafft es. Dann werden sie auch an ihre Perspektiven glauben. Dafür müssen sie aber auch gelernt haben, eigenverantwortlich zu handeln. Wie kann die Gesellschaft den Jungen Eigenverantwortung beibringen? Pildner-Steinburg: Ich bezweifle, dass die Gesellschaft das kann. Das ist eine Frage der Ausbildung und vor allem der Erziehung in der Familie. Viele Eltern verabschieden sich von der Erziehung ihrer Kinder

Foto: Heimo Ruschitz

KL LE IBPEPN +& KLLEAURT E

IV-Präsident Jochen Pildner-Steinburg:

und überlassen sie sich selbst bzw. dem Internet. Schutzlos. Das wird nicht gut gehen. Das Internet kann nicht sprechen, keine klaren Werte und Ziele vermitteln. Dafür braucht es Vorbilder, die den Kindern und Jugendlichen aber natürlich auch Raum zur Selbstentfaltung lassen. In etwa so: Mach, was du willst, aber mach was draus. Du bist verantwortlich. Der – ich nenn ihn mal – „Susi-Sorglos-Staat“ hat sich ja in den letzten Jahrzehnten um alles gesorgt. Erst durch die Wirtschaftskrise sind wir wieder dazu gezwungen, eigenverantwortlich zu denken. Wo lassen wir Potentiale liegen? Wo schlummert’s noch? Pildner-Steinburg: Im Bereich der Bildung, der Wissenschaft und Forschung. Wir ruhen uns zu schnell auf unseren Lorbeeren aus. Das ist ein österreichisches Problem. Finnland, Schweden und Dänemark sind in der Zukunftsentwicklung ein Vorbild. Wir haben im Grunde noch das Bildungssystem von Maria Theresia. Unfassbar. Es gibt ja hervorragende Lehrer bei uns, überhaupt keine Frage. Nur

das System rundherum beschränkt sie. Jahrelang hieß es, uns geht’s eh gut. Und was wir Steirer und Grazer immer noch nicht richtig können, ist Netzwerke zu betreiben. Viele Regionen in Europa und der Welt sind so stark geworden. Es bringt nichts, wenn sich nur die ewig Gleichen am Wochenende auf einem Fest treffen. Die „Alten“ könnten z.B. Mediatoren für die Jungen sein, die müssten natürlich auch bereit sein zu lernen und sich die Zeit dafür nehmen, etwas gemeinsam aufzubauen, eine Win-win-Situation zu schaffen. Hätten Sie aus heutiger Sicht anderen Bereichen Ihres Unternehmens mehr Aufmerksamkeit widmen sollen? Pildner-Steinburg: Ja, doch, das Wichtigste wäre gewesen, wirklich früher in die Personalentwicklung zu gehen, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bekommen. Wir hätten viel mehr schaffen können diesbezüglich. Heute haben wir ein neues Zukunftsbild, im Mittelpunkt steht dabei Menschlichkeit. Die Mobilität wird immer größer, deshalb muss ich alles dafür tun, Mitarbeiter zu halten und langfristige „Familienpolitik“ zu betreiben. Unsere Leute werden nicht nur gut bezahlt, sie sollen sich wohlfühlen, wie in einer Familie eben. Ich hätte mir auch gewünscht, dass wir uns wesentlich mehr mit Hochschulen austauschen oder mit Wissenschaftlern zusammenarbeiten. Heute ist es wirklich so, dass alle an einem Tisch sitzen.

Quelle: „Club Zukunft“ der Abt. A1 für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung der Stadt Graz

Geboren in der Steiermark – auf der ganzen Welt zu Hause AL-KO, einer der größten Arbeitgeber im Murtal, präsentierte im Jahr 2012 die neueste Innovation im Geschäftsbereich der Garten-

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gerätetechnologie mit dem Rasenroboter Robolinho 3000. Es war der Start einer ganzen Serie von automatischen Rasenrobotern für Rasenflächen von 600– 2.000 m2. Das Traditionshaus ALKO produziert in Obdach seit 1965 handgeführte und motorbetriebene Gartengeräte für den heimischen und – mit einer hohen Exportquote – auch für den weltweiten Gartenmarkt. „Mit mehr

als 300 MitarbeiterInnen zählt das Obdacher Werk zu einer der größten Niederlassungen des deutschen Familienweltkonzerns“, so GF Klaus Rainer. Sämtliche benzinbetriebenen Rasenmäher sowie Rasenroboter werden vor Ort produziert und in die gesamte Welt versandt. Mit derzeit 100 % Produktion neuester Innovationen startet man in die Gartensaison 2013.

AL-KO-Geschäftsführer Klaus Rainer: „Wir bürgen für Qualität.“

KLIPP April 2013


coverstory

sucht l e i p nd S ieren u n e wett ngen kass t r o p S zeitu eise“ mit s e g a T nd l „still u

Geld stinkt nicht!

Auch katholische Styria-Group („Kleine“) verdient als Ö-Sportwetten-Gesellschafter Millionen Die Staatsanwaltschaft Graz leitet die Ermittlungen in Österreich in Sachen Wettbetrug unter strengster Geheimhaltung. „Ich kann nur sagen, dass Betrugsverfahren gegen 20 Personen im Zusammenhang mit manipulierten Fußballspielen und den Wetten darauf bzw. wegen des Verdachts der Geldwäsche laufen. Aber nicht nur gegen Spieler“, betonte Sprecher Hansjörg Bacher. Gemeinsam mit den deutschen Kollegen habe man eine Ermittlungsgruppe gebildet, deren Erkenntnisse auch in die UnKLIPP April 2013

tersuchungen der Europol mit eingeflossen seien.

Verdächtige Spiele Schon im Zuge des Prozesses gegen den kroatischen Wettpaten Ante Sapina 2011 bzw. seinen Bruder Milan 2012 waren auch mehrere verdächtige Spiele in Österreich genannt worden: Die Namen von Kapfenberg, Vienna und Hartberg fanden dabei mehrfache Erwähnung. So erschien den Ermittlern u.a. das Spiel Kapfenberg - Austria

am 28. Oktober 2009 (1:0) verdächtig. Es könnte sich dabei auch um jene Partie handeln, die laut Informationen von Ö1 am Montag von einem deutschen Staatsanwalt im Rahmen der Europol-Pressekonferenz genannt worden war. Laut dem Beamten sollen vor einem Duell der beiden Teams (Datum und Ort wurden nicht genannt, Anm.) 140.000 Euro Bestechungsgeld geflossen sein. Den europaweit höchsten Profit durch Wettbetrug habe es mit 700.000 Euro zudem bei einer Partie zwischen Red Bull

Salzburg und Hartberg gegeben. Im Ante-Sapina-Prozess war die Rede von einem mutmaßlich manipulierten Cupspiel der Salzburger Amateure gegen Hartberg am 22. September 2009, damals war allerdings noch von 533.000 Euro Profit die Rede. Europol hat damit den größten Wettskandal der Fußball-Geschichte aufgedeckt. Nur kurz tauchte das Thema in den großen Tagesmedien auf – jetzt herrscht wieder Schweigen. Gerade auch in 21


Foto: Heimo Ruschitz

coverstory

Geld stinkt nicht!

Österreich. Peinlich für die Großen am Sportwetten-Markt. Mit riesigem Werbeaufwand versucht auch die Sportwetten GmbH – eine Tochter der Österreichischen Lotterien –, die Österreicher in die Annahmestellen zu locken und sie zu mehr und mehr Spieleinsatz zu bewegen. Da gibt’s die so genannten Classic/ Pro-Wetten, wo man auf das Ergebnis wetten kann in Fußball, Eishockey, Tennis, Formel 1, Basketball, Handball, Volleyball, Rugby oder Baseball. Bei den „Ja/Nein-Wetten“

in den einzelnen Sportarten kann man beispielsweise darauf wetten, ob zwei oder mehr Tore fallen, wer zur Halbzeit führt, wie groß der Gewinnvorsprung des Siegers in einem Formel-1-Rennen ist, und, und. Besonders gefragt sind die Live-Wetten, wo der Spieler praktisch bis zur letzten Minute wetten kann, wie viel Tore fallen, usw. Den großen Coup und das große Geld gibt’s dann, wenn ein Resultat zustande kommt, das unwahrscheinlich war. Nicht überraschend, dass es daher die

Bundesländerverlage Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 33,33 %: 16,66 %: 16,66 %: 16,66 %:

Styria Media Regional GmbH OÖN Redaktion GmbH & Co KG „Salzburger Nachrichten“ Verlagsgesellschaft m.b.H. & Co.KG Eugen Ruß Vorarlberger Zeitungsverlag und Druckerei Gesellschaft mbH

56%

Entertainment, Glücks- und Unterhaltungsspiel GmbH

18% 26%

Mediaprint Zeitungsund Zeitschriftenverlag Ges.m.b.H. & CoKG

Eigentümer Die Österreichische Sportwetten GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Entertainment, Glücks- und Unterhaltungsspiel GmbH, der Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag GmbH & Co KG und der Bundesländerverlage Beteiligungs GmbH. An der Entertainment, Glücks- und Unterhaltungsspiel GmbH sind die Casinos Austria AG und die Österreichische Lotterien GmbH jeweils zur Hälfte beteiligt. Die Österreichische Sportwetten GmbH steht damit im Eigentum verlässlicher, finanzstarker Partner, die ihrerseits auf die Seriosität und Finanzkraft renommierter, international erfahrener Gesellschafter vertrauen können.

Foto: tipp3

Als österreichisches Unternehmen vertreibt die Österreichische Sportwetten GmbH ihre Produkte unter der Marke tipp3 ausschließlich am Heimmarkt. Das Unternehmen hält in allen neun Bundesländern Konzessionen für die Durchführung von Sportwetten. Die Spielteilnahme ist nur innerhalb der Landesgrenzen möglich, geworben wird ausschließlich in Österreich. 22

KLIPP April 2013


Foto: Heimo Ruschitz

coverstory

sucht l e i p nd S ieren u n e t et ass k w t n r e o g Sp zeitun eise“ mit s e g a T nd l „still u

Live-Wetten sind besonders gefragt – egal, ob im Eishockey, der Formel 1, im Fußball, im Tennis oder in einer anderen Sportart.

Dazu bedarf es einer professionellen Organisation, mit einer Kette von Stroh- und Hintermännern, die es dann schaffen, den Spieler oder Trainer direkt in ihre Betrügereien einzubinden. Da es europa- und noch mehr weltweit um gewaltige Wetteinsätze geht, ist der Anreiz dementsprechend groß. Das Volumen am Wettmarkt ist gewaltig, beträgt mehrere 100 Millionen Euro. Und die Österreichischen Sportwetten sind ein großer Player am Markt. Natürlich kann man davon ausgehen, dass – für Österreich – die Sportwetten GmbH direkt als Unternehmen mit solchen Machenschaften nichts zu tun hat. Weil ja Wettskandale das gute Geschäft nicht ankurbeln, sondern auch das Image und die Erträge schmälern. Nicht nur dabei, wie es flapsig in einem Werbespot heißt, sondern mittendrin im lukrativen Geschäft: die

Verlage der großen heimischen Medien. Sie sind Minderheitsgesellschafter der Österreichischen Sportwetten GmbH – „heimlich, still und leise“, würde der Durchschnittsbürger sagen, denn die Verlage selbst haben kein Interesse, dass diese mittlerweile sensible Beteiligung öffentlich plakatiert oder gar diskutiert wird. Sportwetten selbst gelten in Österreich nicht als Glücksspiel, weil man für einen Tipp, eine Wette „eine gewisse Geschicklichkeit“ braucht und nicht auf eine Zahl oder ein Symbol setzt.

Kann zur Spielsucht führen Die Spur der Glücksspiel- und Sportwetten-Süchtigen wird immer breiter. Denn meist handelt es sich um eine mehrfache Spiel-Leidenschaft. Die Automaten-Spielsucht ist die verbreitetste Krankheit, an zweiter Stelle liegt nach einer Untersuchung aber bereits die Sportwetten-Spielsucht. Diese Ergebnisse präsentierte vor wenigen Wochen die steirische LR Kristina Edlinger-Ploder.

Ein großes Stück Kuchen auch für die Styria Die Österreichischen Lotterien gingen bei der Auswahl ihrer Partner generalstabsmäßig vor. Das war schon vor Jahrzehnten der Fall. Damals holten die Casino AG und ihre Tochter, die Lotto-Toto-Gesellschaft, den verstaatlichten ORF an Bord. Die Gewinne sprudelten nur so. Es war die Goldgräberzeit für die Spiel-Gesellschaften. Gegen diese Bevorzugung trat die „Krone“ auf den Plan. Die größte Medienorgel der Republik, mit der höchsten Reichweite, wollte teilhaben an diesem Riesengeschäft – nicht nur durch üppige Inserate. Sie erhielt daher 26 Prozent der Anteile an der Sportwetten GmbH. Mit ihrem Schwerpunkt Fußball im Sport war sie und ist sie ein attraktiver Partner. Diese sprudelnde, ohne zusätzliche Arbeit erschlossene Geldmine auf Wiener Boden rief natürlich auch die Bundesländer-Zeitungen auf

den Plan. Auch sie wollten zum Futternapf. Sie machten gute Umsätze durch die geschalteten Inserate, doch „Kleine“ und ihre Kollegen wollten direkt an den Fressnapf, wie die Krone. Nach langem Feilschen stand fest: Sie wurden in den Kreis der Sportwetten Gesellschaft als Gesellschafter aufgenommen. Den größten Anteil dort sicherte sich die katholische „Kleine Zeitung“, heute die Styria Media Group. Im Vordergrund steht natürlich die Aussage: „Was die anderen bekommen, wollen auch wir.“ Doch zum Glück gilt auch heute noch der alte Spruch der Römer: „Pecunia non olet – Geld stinkt nicht.“

Foto: tipp3

Verlockung gibt, solche seltenen Ereignisse zu konstruieren, sprich durch die Bestechung der Akteure zu erwirken.

Die Spur der Glücksspiel- und SportwettenSüchtigen wird immer breiter.

Europol deckt größten Fußball-Wettskandal der Geschichte auf 380 verdächtige Fussball Spiele – auch Champions League, WM- und EM-Qualifikation sind im Visier der Justiz. Wo das ganz große Geld gemacht wird, ist zumeist auch das organisierte Verbrechen nicht weit. Insbesondere im Sportwetten-Geschäft hat diese Redewendung mehr als nur Bestand. Nun stehen dem internationalen Fußball wieder einmal schwere Zeiten ins Haus

KLIPP April 2013

und das nächste flächendeckende Erdbeben könnte viele Teile der Sportwetten-Welt begraben und verschlingen. Dem europäischen Fußball droht der größte Wettskandal in seiner Geschichte. Wie die europäische Polizeibehörde Europol berichtet, haben Ermittler of-

fenbar in ganz Europa geschobene Fußball-Begegnungen aufgedeckt, mit denen laut Europol mindestens 8 Millionen Euro erwirtschaftet wurden (allein in Europa). In Den Haag gab Europol bekannt, dass es sich um 380 manipulierte Partien in den Jahren 2008 bis 2011 han-

deln soll – darunter sollen auch Deutschland, England, Spanien, Holland, die Türkei sowie die Schweiz betroffen sein, aber auch Qualifikationsspiele für Welt- und Europameisterschaften sowie zwei Partien der Champions League. Quelle: www.wettbasis.com

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Foto: Peter Just

Wirtschaft

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Für Exkanzler Wolfgang Schüssel war Karl-Heinz G ­ rasser der beste Finanzminister. Für die Justiz wird er der „bestbekannte“ Angeklagte der Republik

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Es wäre sein Steuerberater gewesen, der ihm zu diesen Konstruktionen geraten hätte. Er selbst sei damit nicht wirklich befasst gewesen und fühle sich daher auch nicht schuldig, ließ er sinngemäß verlautbaren.

Minister ging nach Liechtenstein stiften Die Lunte glimmt. Es gibt den Verdacht der Bestechung über „Mandarin“. Ende des Jahres hat die Liechtensteiner Justiz nun auch die Unterlagen im Fall Karl-Heinz Grasser freigegeben. Es geht um einen Mann namens Heinrich Schwägler. Er ist jener Treuhänder, der Grassers „Schwiegermuttergeld“ bei der Meinl Bank einzahlte. Rund 500.000

Euro Bargeld ließ Grasser bekanntlich in Koffern und Kuverts in die noble Filiale tragen, um sie dort nach Kassaschluss auf ein Schweizer Treuhandkonto zu transferieren. Dieses trug den Namen „Mandarin“. Grassers Begründung für die Geld-Schiebereien: Die Schwiegermutter wollte sein Veranlagungsgeschick testen. Schwägler kämpfte mit allen Mitteln gegen die Herausgabe der Grasser-Akten. Sein Anwalt versuchte sogar, die beschlagnahmten Dokumente bei Gericht zu stehlen. Er wurde dafür verurteilt. Das ist auch deshalb brisant, da dieser Anwalt einer von Grasser gegründeten Steuerschonstiftung vorsteht. Der oberste Gerichtshof

Steuerschonend geht auch legal Für ihn habe sich Grasser damit endgültig disqualifiziert, interpretiert der Grazer Gerichtssachverständige und Wirtschaftstreuhänder Fritz Kleiner Grassers Erklärungen im Zusammenhang mit seinem Steuervergehen. „Der Kollege ist zur Verschwiegenheit verpflichtet, kann sich nicht wehren und ist mit seiner Firma und auch als Person damit fürchterlich ins Eck gedrängt.“ Aus Kleiners Sicht ist es die Gier, welche Vermögende dazu treibt, ihr Geld in Steueroasen anzulegen. „Selbst wenn bei uns die Steuersätze auf 20 Prozent herabgesetzt würden, hätte das kaum einen Einfluss auf die Steuerflüchtigen, denn wenn alle 20 Prozent zahlen, dann will ich fünf Prozent zahlen, sagen sich die Herrschaften.“ Der beste Steuersatz sei klarerweise null Prozent, meint Fritz Kleiner. Es gäbe aber ge-

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nügend legale Möglichkeiten, um die Steuerbelastung zu vermeiden. Tatsache sei aber, dass selbst die großen internationalen Steuergesellschaften ihren Klienten schmackhaft machen, über Steueroasen nachzudenken, weil sie praktisch an allen attraktiven Steuerplätzen der Welt vertreten sind. „Ich habe noch keinen Klienten verloren, weil ich im sagte, dass ich für derartige Konstruktionen nicht zu haben sei. Mich hat das nie beeindruckt, wenn einer gemeint hat, dann mache es eben ein anderer. Für viele – auch meine Klienten – ist es wichtiger, dass sie ruhig schlafen können“, so Fritz Kleiner. „Als Steuerberater sage ich dem Klienten natürlich, dass Erträge aus Steueroasen in die Steuererklärung hineingehören. Wenn er nein sagt, dann kann ich auch nichts tun. Ich bin aber auch nicht verpflichtet, die Finanz davon zu informieren. Wenn er auffliegt, dann ist das eben seine Sache. Ich als Berater muss nachweisen können, dass ich

nicht jemanden unterstützt habe in der Konstruktion zur Verschleierung von Steuern. Wenn mir ein Herr X sagt, ich kriege ein Honorar und er beauftragt den Auftraggeber, dieses zum Beispiel nach Trinidad zu schicken, und der Steuerberater und auch die Bank machen mit, so sind sie klarerweise ebenfalls schuldig und Beitragstäter. Etwas anderes ist es, wenn der Berater eine Rechtsansicht für sein Handeln angeben kann, die er dann auch vertreten kann. Wenn diese sich als falsch herausstellt, dann muss im Nachhinein die entsprechende steuerliche Behandlung erfolgen. Aber eines geht nicht: Ich kann nicht keine Steuern zahlen und trotzdem aus den Erträgen leben wollen. Das ist völlig irrwitzig“, so Fritz Kleiner. Er spricht sich dafür aus, dass die EU in ihrem Bereich sämtliche Steueroasen praktisch austrocknen sollte. Was er aber nicht will: Dass der Steuerwettstreit zwischen einzelnen Staaten gänzlich fällt.

Zype

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Der Krug geht so lange zum Brunnen … HG, wie das Kürzel für den Ex-Sonnyboy der Republik und den Liebling mancher Medien lautet, wird immer mehr in die Enge getrieben. Er habe nichts Strafrechtliches je gemacht, verteidigt er sich hartnäckig. Die 5,4 Millionen Euro Steuerhinterziehung sollen ihm durch irrwitzige verschachtelte Firmenkonstruktionen in Steuerparadiesen gelungen sein. „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht“, ist eine Volksweisheit, eine zweite vor Gericht: „Sagst du nein, gehst du heim; sagst du ja, bleibst du da.“ Im Fall von Karl-Heinz Grasser, der sicher ein begnadeter Selbstdarsteller ist und auch äußerst geschickt argumentiert, wird es dennoch eng.

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in Liechtenstein hat eben nun vor zwei Monaten die Unterlagen im Fall Grasser freigegeben. Die Ermittler glauben, dass die Briefkasten-Firma „Mandarin“ die Sammelstelle war, in die bei Privatisierungen Geld gesteckt werden konnte. Sprich die ausgehandelten Provisionen sollen dort gelandet sein. Ein schwerwiegender Verdacht, den Grasser laut der Tageszeitung „Standard“ schroff zurückweist. Von der Provision, die Walter Meischberger rund um die BUWOG-Privatisierung erhielt, ging ein Viertel an Grassers Lobbyisten Peter Hochegger, zwei weitere Viertel flossen an Ernst Plech und Walter Meischberger. Das vierte Viertel landete vorerst auf einem Vaduzer Konto namens Walter, das die Ermittler Grasser zuordnen. Von diesem Konto flossen dann wieder 500.000 Euro an „Mandarin“. Die Ermittler vermuten, dass nach Auffliegen der Affäre eine Schmiergeldzahlung an Grasser als Darlehen getarnt werden sollte. Grasser ist nach Bekanntwerden der BUWOG-Affäre in Zürich mit dem Treuhänder der „Mandarin“ zusammengetroffen. Sollten sich die Dinge wirklich beweisen lassen, dann müsste Grasser mit einer Anklage auch wegen Bestechung rechnen.

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Arme Reiche: Nirgends ist ihr Geld sicher

Wirtschaft

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Ein Krebsgeschwür – Steueroasen und Stiftungen gefährden die Europäische Union: Milliardenbetrügereien!

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teuern zahlen sei was für arme Leute, hat eine amerikanische Milliardärin es offen ausgesprochen. Bingo! Wer sich auskennt und Geld hat, versteuert wohl nur einen kleinen Teil seines Einkommens in Österreich, möglicherweise steuerbegünstigt in einer Privatstiftung. Für den Rest des Vermögens gibt es beispielsweise Treuhandgesellschaften und Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen. Sie sind die Ursache dafür, dass der Mittelstand und die Arbeitnehmer immer mehr belastet werden. Warum die EU als Ganzes und ihre einzelnen Mitgliedsstaaten nichts gegen diese Entwicklung machen, liegt auf der Hand. Weil bekanntlich das Geld die Welt regiert und die Lobbypolitik diesen mächtigen Einflüsterern nicht widerstehen kann. Der Gesetzgeber erlaube Vermögenden Geschäfte mit Steuer­ oasen. Der Fiskus prüfe in der Zwischenzeit lieber Klein- und Mittelbetriebe, ätzt der Klagenfurter Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Johann Neuner. Sich mit den Mächtigen im Land anzulegen, sei immer gefährlich. Dafür sorgen schon die Lobbyisten. Johann Neuner: „In Wirklichkeit KLIPP April 2013

sind solche Rechtskonstruktionen nichts anderes als das Geschwür eines kranken Systems, welches die Zukunft unserer gesamten Gesellschaftsordnung gefährdet. In Österreich ist Karl-Heinz Grasser sogar Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande für Verdienste um die Republik. Vielleicht deshalb, weil er den Steuerzahlern gezeigt hat, wo’s langgeht. Weitere Auszeichnungen aus Liechtenstein dürften nicht lange auf sich warten lassen.“ Auf Aruba, den Virgin Islands, Guernsey, in Monaco, Andorra sind Steuern für ausländische Briefkästen praktisch ein Fremdwort. Gestrenge Aufsichtspflicht, Bilanzierung oder Prüfung kennt man dort nur vom Hörensagen. Wer als Vermögender sein gesamtes Einkommen zum Höchststeuersatz in Österreich versteuert, ist entweder Angestellter mit automatischem Lohnsteuerabzug oder nicht ganz bei Trost.

Jüngste Enthüllungen Über eine anonyme Person gelangte ein riesiger Datensatz mit vertraulichen Dokumenten an Medien in 46 Ländern. Die Dokumente enthalten Daten über die Kunden-

beziehungen, die etwa 130.000 Personen aus verschiedenen Ländern betreffen, darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz, wo sich allein bis zu 20 Milliarden Euro Schwarzgeld aus der Alpenrepublik befinden sollen Nicht überraschend: Beim Schwarz­geld liegen übrigens Italiener und Griechen voran, die nur ein Prozent ihrer Anlagen deklarieren. Am meisten veranlagt haben laut Studie die deutschen „Sparer“, gefolgt von Italien und Frankreich. Nach der Affäre um gekaufte Steuerdaten hat sich die Zahl der Selbstanzeiger innerhalb der EU sprunghaft erhöht.

Viele Finanztouristen Es ist nicht alles illegal, wenn ein Österreicher sein Geld auf die Reise nach Luxemburg, in die Schweiz oder nach Zypern schickt. Doch die Kapitaleinkünfte aus den Steueroasen und Offshore-Paradiesen fehlen allzu oft in der Steuererklärung. Beim legalen Steuersparen hilft sonst nur noch das nachweisliche Verlegen des Lebensmittelpunktes in eine Steueroase. Diese bieten den Reichen viel Freizeit-Luxus, damit es den Herrschaften beim Steuernsparen nicht zu langweilig wird. Auch wenn die krumme Tour mit dem Geldkoffer noch nicht ausgestorben ist. Die Nachforschungen österreichischer Steuerfahnder verlaufen dann meist im Sande. Wer es aber digital möchte, der kann ja per Mausklick Millionenbeträge an fast jeden Ort der Welt transferieren. Natürlich hinterlassen die Täter damit eine elektronische Spur. Doch diese zu verwischen ist nicht schwierig. Experten schaffen das durch hintereinandergeschachtelte

Firmen, undurchsichtige Transaktionen mit Finanzderivaten oder unauffälligen Deals am Aktienmarkt. Und wenn alles dennoch vom Fiskus aufgespürt werden sollte, dann hilft immer noch das so genannte „Wanderkonto“. Fragen die Finanzer bei der Bank im Steuerparadies an, überweist diese das Geld automatisch in die nächste Steueroase. Und alles geht ohne Papierkrieg, moderne Briefkastenfirmen brauchen nicht mal mehr einen Briefkasten. Einschlägige Berater und heimische Banken geben hier vertraulich die besten Tipps und locken damit ihre Kunden.

Steueroasen boomen, es tobt ein gnadenloser Wettbewerb Seitdem die multinationalen Unternehmen bei ihren Investitionen in den Kapitaltransfer kaum noch Beschränkungen haben, haben sich die reichen Länder gegenseitig in eine Abwärtsspirale gejagt. Die tatsächlichen Steuerquoten der so genannten Reichen und der großen Konzerne (z. B. Siemens, BMW, Mercedes) sind in ihren Herkunftsländern dramatisch gesunken. Die zu versteuernden Erträge werden in Niedrigsteuerländer verlagert. Vor Jahren noch bei 40 Prozent gelegen, betragen sie heute 15 Prozent und weniger. Die weltweite Schwindsucht der Unternehmenssteuern ist ein Grundproblem für die Budgets der Länder. Denn der freie Kapitalverkehr hat zwar die wirtschaftliche Entwicklung der Konzerne gefördert, aber er hat auch den Spielraum für Steuervermeidung gewaltig vergrößert. Der unlautere Wettbewerb schadet vielen und nutzt nur wenigen.

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LILLY LOTTERBLUME

Hallo, meine Lieben! Ich werde schön langsam unrund, Ich weiß nicht, ich will weiß nicht, waser mein Allerliebster abnehmen, ich machen soll und mein Allerliebwill viel weniger essen und trinken, ster ist mir da überhaupt keine Hilfe weil er noch immer überzeugt ist, dabei. Er sagt nur: „Du wirst das dass die FDH-Diät – „Friss die Hälfte schon machen …“ Unsere – die richtig effektivste ist. Mehrmals habe Jüngste war so schwer verliebt und ich ihn schon zum Nordic Walking jetzt ist es auf einmal über Nacht mitnehmen wollen – wir sind da eine aus. Sie tut mir–,soaber leid,keine weil sie sich Frauenrunde Chance! fast wie in ihrer Kindheit bei mir anDas wirke so pensionistenmäßig. lehnt und Schutz sucht. Das tut gut, Sein Gewichtsbewusstsein hat – na, aber wissenSie, ja, wer man ausgelöst? kann da was sie glauben nicht wirklich helfen, sondern kann Unser Landeshauptmann Franz nur versuchen, zu trösten. Bei uns Voves. Was der schafft, schaffe in ich der Nachbarschaft gibt’s auch einiauch, sagt sich mein Liebster. Voves gehat türkische Zuwandererfamilien. ja mit seiner Dukan-Diät – die Und da haben wir gehört, die Angaben schwanken – dass zwischen mit ihrer Tochter kürzlich in die 20 und 30 Kilo abgenommen. Also Türkei gereist sind, weil sie dort den mir g’fallt er nicht, er schaut jetzt so Bräutigam ausgesucht haben. Und krank aus. Wenn das ein 30-Jährideren Tochter findet ger tut – da wirkt dasnichts nicht dabei, so draweil sie ja in dieser Welt aufgewachmatisch. Sie entschuldigen, aber bei sen ist. DieFotos war ganz manchen habefreudig ich das aufgeGefühl, regt, obwohl sie ihren Bräutigam als wäre er dem Totengräber gar von nicht je vorhergesprungen gesehen hat. der Schaufel oderWenn hätte ich dann daran denke, wie niedergemehrere Wochen im Bergwerk gearschlagen unsere Jüngste beitet, so fahl, so bleich ist jetzt er im ist, Gedann mir: Solche Sorgen sicht.denke Seine ich Ingrid unterstütze ihn da, haben jungen Türkin verrätdie dieEltern Gerda;der hoffentlich müsse nicht. sie nicht das aufessen, was der „liebe Pezi“ – so der Spitzname von Voves lässt, denn dann – auf dem Teller nimmt sie zu, und wenn sie beide Das letzte Malauftreten, hat mir ja Frieda ergemeinsam wirkt er noch zählt, dass der Jochen Pildner„kränker“. Steinburg, Präsident der Steirischen Industrie, nach * Wien gehen soll und dort als Nachfolger von Industriellen-Präsident Sorger Aber zurück zur Politik.Veit Da ist bei der vorgesehen ist. Und die letzten Tarockrunde wiederFrieda ganz, meinte noch,diskutiert damit wäre er neben ganz heiß worden über dem vernetzten Fritz Grillitsch, dengut Grasser und den Meischberger. dem der DemBauernbundpräsidenten, Walter Meischberger droht ranghöchste steirische Vertreter ja die Delogierung, hat der Ottoauf erdem Wiener In der steirizählt, der inParkett. Justiz- und Rechtsanschen ÖVP, soviele erzählt die Frieda, waltskreisen Freunde hat. Ein waren die Funktionäre argEigengeGrazer Anwalt sei jetzt der schockt, als sie nun lesen mussten, tümer der Villa Meischbergers in dass der Grillitsch von einer Wien-Döbling. Zweisich ExekutionsterStunde auf die andere total aus Walder mine habe es schon gegeben, Politik zurückzieht. Es waren auch ter Meischberger, der Lobbyist und für ihn die Aufregungen so arg, Grasser-Trauzeuge, wehrt sich,dass aus erseiner in Graz bekanntlich wegen HerzGrinzinger Villa auszuziehen. problemen Krankenhaus mus2011 hat erins sie an die Erwerbsgesellste. Alle, mit denen die Frieda über schaft des Grazer Anwalts Helmut Grillitsch gesprochen hat, waren Schmied verkauft. Dem Vernehmen fast weilKäufer der 2,3 Obersteirer nachtraurig, zahlte der Millionen auch in den anderen Parteien viele Euro, übernahm eine Hypothek von 2626

rund einer Million Euro und den Rest gute Die Frieda imgabFreunde er in bar.hat. Zwischen derhat Grazer mer wieder gehört, und sie geht ja in Käufergesellschaft und Meischberder ÖVP aus und ein, dass Grillitsch ger soll vereinbart sein, so der Otto, gute hätte, dem dass Chancen er weiter ingehabt dem Haus wohnen Hermann Schützenhöfer zu folgen, darf, und er soll bei entsprechender hätte er das im–Auge Nun ist Renovierung solltegehabt. das Haus dann esweiterverkauft klarerweise vorbei damit. Schon werden – den MehrFritz Grillitsch knapp einmal ertrag war bekommen. Meischberger vor in die willdem nunSprung aufgrund desLandesregieKonflikts mit rung, damals noch zu Zeiten von den neuen Eigentümern vom KaufWaltraud Klasnic. Er habe damals vertrag zurücktreten und das Haus bereits, so erzähltDie dieGrazer Frieda, die selbst versilbern. wollen Zusage der damals allmächtigen das offensichtlich nicht. steirischen VP-Chefin gehabt, die Warum Walter Meischberger dann allerdings im Parteivorstand seine Villa vertscheppern musste, einen weiß anderen der Ottovorschlug, auch. Fürohne seineGrilVerlitsch darüber zu informieren. Vermittlerdienste rund um die Privatiständlich, das kassierte so stimmen, sierung dersollte BUWOG er in dass der Grillitsch sich zu Klasnics der Ära von Karl-Heinz Grasser Verdiensten noch äußerte. knapp achtkaum Millionen Euro Provision. Meischberger bestreitet das in dieser Form. Was aber blieb: Er versteuerte das Geld nicht und erWeil die Frieda gerade von Klasnic stattete, nachdem die ganze Sache Herwig Hösele war eigeredet hat. aufgeflogen war, Selbstanzeige bei ner engsten Mitarbeiter und der ihrer Finanz. Diese will von ihm rund ist, so der Hubert, sicher ein belesefünf Millionen Euro an entgangenen ner Mann.Rund Keindie Wunder, er viel Steuern. Hälfte dass hat Meischüber die Vorzüge und Nachteile der berger nun durch den Verkauf seiner Demokratie, das passende WahlVilla bereits erlegt. recht philosophiert. Doch mit einem scheint er ein Problem * zu haben, mit dem innerparteilichen demokratischen Umgang. da „Es ist ganz Der gut, Hubert wiederdenkt andere an die Zeit zurück, als Klasnic weDinge zu machen, was Lustigeres“, gen der Energie Steiermark gewaltig spricht Waltraud Klasnic bei eiZoff mit Gerhard Hirschmann und nem zufälligen Treffen mit meinem Herbert Paierl hatte. Hösele spielAllerliebsten – er erzählte es ganz testolz in – dieser Auseinandersetzung in einem Grazer Innenstadteine wichtige Rolle. Heuteals bezeichCafé ihre neue Funktion Vorsitnet er sich selber als „Wut-Bürger“, zende des Uni-Aufsichtsrates der wegen der stärker werdenden PoliMontan-Universität Leoben tikverdrossenheit in Österreich, und an. Ihre Tätigkeit als Missbrauchsschließt sich dem Kreis jener an, die beauftragte der katholischen Kirche dagegen sogar ein Volksbegehren war fordernd, „das beschäftigt dich“, überlegen. Schon Oder persagt sie. Mehr alspikant. 700 Einzelgesprävers. Oder auch zum Schmunzeln. che hat allein sie geführt. „Und was Hösele äußerte das sichgeht in den Medien du da erfährst, dir natürlich im Sinne wie: „Irgendwann werden schon nahe. Bei manchen hatte ich die Regierungsparteien von einfach das Gefühl, dass sie frohuns wahören.“ Aberreden er selbst hat nicht Nagut ren, einmal zu können.“ zugehört und die Dinge richtig anatürlich versuche man auch selbst zu lysiert, er im in einem als Urteil zu Regierungsbüro kommen, aber das der Grazer Burg die Fäden gezogen Clearing würden dann die Psychohat. Denn wäre machen, die Landtagslogen undsonst Fachleute die ja wahl 2005 für Waltraud Klasnic ganz andere Fragen nach der Zuvernicht zu einem Desaster geworden, lässigkeit des Geschilderten stellen.

• LH Franz Voves schaut schlecht aus • Spitals-Flop, aber auch Chirurgie ist ein „Patient“

„In vielen Fällen“, so Klasnic, „war es so derMissbrauch, Hubert. Dem klarerweise nicht sondern praktisch noch immer leid tut, dass „CheGewalt und man sollte sichdie auch dafin“ damals so sangund klanglos ran erinnern, dass bis zum Jahr 1971 von politischen Bühne abtreten die der g’sunde Watsch’n – Ohrfeige musste. Bei ihrem 60er, zu dem ihr – ja sogar in der Familie dem Erziezwei Wochen nach der Wahl logihungsberechtigten erlaubt war.“ scherweise viele Mitarbeiter gratulierten, kam aber* keine Stimmung auf. Da war die Trauerarbeit wichtiger. Weil Jochen Pildner-Steinburg fast täglich fleißig und konsequent, wie er ist, seine Übungen macht, plauderte die Ute bei der letzten Gerhard In der Steiermark durfte Tarockrunde, die eine Freundin bei Draxler seinerzeit nicht ORF-Lander Industriellenvereinigung hat. desdirektor weil er für Jetzt fließt diewerden, Energie wieder so, wie ÖVP-Landeshauptfrau Waltraud es sein soll, und funktionieren auch Klasnic zu viel rot und zu viel die Reflexe bis in die Zehenspitzen. schwarz war. In Kärnten wurde er Jochen Pildner-Steinburg unterzog Jörg ORF-Landesdirektor unter sich vor rund einem halben Jahr Haider von der FPÖ. In Wien wurde einer mehrstündigen Rückenopeer Informationsdirektor unter Wolfration. Lange hat er zugewartet, die gang Schüssel von der ÖVP. Und Risken überlegt, sich intensiv benun ratenwurde lassen, er mitwieder welchersteirischer Methode Landesdirektor unter dem roten die Chirurgen die Nervenstränge in Landeshauptmann Franz Voves. der Wirbelsäule wieder voll funktiWas damit zum Ausdruck onsfähig machen, erstaunte kommt, uns die hat mir kürzlich der erzählt. Ute mit Detailwissen.Josef „Kannibalen Dass Draxler von seinem liebenGerhard Menschen ohne Rückgrat“, Job als Journalist was verstehen scherzte Jochen Pildner-Steinmuss und alle jene eines Besseren burg laut Ute bei einer Abendverbelehrt hat, die ihn in der jeweiligen anstaltung. „Ich für meinen Teil kann Phase jener Rückgrat politischen Gruppiesagen: Mein ist jetzt sogar rung zugeordnet haben, die gerade zusätzlich noch mit Titanplatten verdort an Da der werden Macht war ist. noch stärkt. sichoder einige viel mehr die Zähne ausbeißen“, so Steinburg weiter. Und das habe man, so die Ute, in den letzten Monaten Christoph Biro, Chefredakteur der – ja nicht zuletzt an seiner Kritik am Steirerkrone, zeigt der immer wieder, so Prunk und Protz WM bei der habe ich der Ute bei der letzten TaAusgabe von Steuergeldern – deutrock-Runde beim Diskutieren am lich vernommen. Nebentisch zugehört, dass er von der Steiermark noch * immer wirklich wenig weiß. Er kommt aus Wien und ist ein Bürgerlicher alten „Habemus Minister“, im zeigte sichSinn die des Wortes, tut sich schwer mit Steirer-SPÖ stolz, weil halt derneuGeen Daher gefallen raldEntwicklungen. Krug zum Verteidigungsund ihm auch Typen, die schmeiSportminister gemachtihm worden ist. cheln als einen Wennund er esihn auch vorerstder nurGroßen für eiund Landeder darstellen. nigeWichtigen Monate ist,imwitzelt Toni aus Mit Oswin Kois verlasse der vielder Parteizentrale in Eggenberg, aber leicht kompetenteste Manager die der Ehrgeiz leuchtet ihm so aus den große Bühne, streut Biro dem NochAugen. Du glaubst, er allein könnte Energie-Steiermark-Chef Rosen. Österreich verteidigen, braucht gar Das zeugt schon von wirklicher keine Militärs dazu. Ein anderer SteiSachkenntnis, lästert dieSPÖ-ZentUte. Was rer wurde in Wien aus der

rale weggelobt, Werner Faymann Kois in der einstKräuter skandalgebeutelund Günther konnten ten Estag gelungen sei, so der nie wirklich gut miteinander. EsHerr hat Biro, suche seinesgleichen. Wer Tradition, dass ungeliebte Klubobdenke angesichts des Grünen E heuleute oder Geschäftsführer dann bei te noch an die schmutzigen Schlagder Volksanwaltschaft landen. Ganz sei zeilen früher? witzig, von so der Toni,Und dassdie dieEstag von der auch profitabel. Zweistellige Milliohohen Politik dann ganz zum Bürger nenbeträge dürfemüssen das Landund Jahrsich für heruntersteigen Jahr kassieren, und dass der steirium die verschobenen Grundgrensche Stromriese keinen Atomstrom zen, Nachbarschaftsstreitereien und, ins Netz einspeist, ebenfalls und kümmern. Faststehe so etwas wie auf der Kois’schen Erfolgsliste, eine Therapie. schreibt Biro in der Steirerkrone. Letzteres stimme* in keinem Fall, hört die Ute aus der Energie-Steiermark-Zentrale der Er trifft sich einvon Maljemandem, im Monat mit mit Stromhandel zu tun hat. Kollegen und da sind auch etliche Ärzte darunter, ich rede von meinem Allerliebsten. Und er hat mir erzählt, dass es große Genugtuung gegeben überhaupt 31. Warum gehe hat, dass derKois Coup mit demper LKHMärz, trauert Biro. Franz Voves West nicht über die Bühne ging. könnte da sicher die passende Obwohlihm die Politik mit GesundheitsAntwort geben, rät die Ute dem Steilandesrätin Kristina Edlingerrerkrone-Chefredakteur. Im ÜbriPloder das so gerne gehabt hätte. gen habe dieser Oswin Kois HandEin solcher Flop kommt nicht ohne schlagqualität – ein Grund, diskutierten dieCharakterzug, Herren Ärzte der heutzutage immer seltenerund zu in der Runde. Das war inhaltlich finden ist, will das Biro-Lob kein auch sonst schlecht vorbereitet. Was Ende Er meint aber machtnehmen. das für einen Sinn,damit ein zehn hoffentlich nicht den Sack voller Jahre altes, fast neues Spital den Energie-Steiermark-Inserate und Barmherzigen Brüdern zu geben die zigtausenden Euro dafür, welche und dann noch einmal 40 Millionen die im Laufe der EuroKrone zu investieren? Dasletzten nützt jazweinur einhalb Jahre einsackeln konnte, den Barmherzigen, aber nicht dem ätzt dieMehr Ute weiter. Abereswer so Land. Sinn hätte daweiß, schon, die Ute, vielleicht hat der Nachfoldie neue Chirurgie unter die Lupe ger von KoisDa einewerden ähnlichhunderte lockere zu nehmen. Hand beim Geldausgeben, Millionen Euro verbaut undwenn’s auch darum geht, vorsind allem für sich als die Folgekosten gewaltig. Aber Person guten Wind zu machen. an die Sonderstellung der Uni-Klinik Denn viel will für Chirurgie, da der trautTarock-Runde sich niemand nicht einfallen, als die Ute danach ran, obwohl das Projekt schon vor fragt, was dem Kois so alles gelun20 Jahren aufgestellt worden ist und gen sei. Da fielen dannverändert Begriffe gewie die Chirurgie dringend Murkraftwerk und Photovoltaik-Anhört. So große Einheiten gäbe es nur lage der Firmenzentrale. Doch noch auf in Regionen, wo rundherum diese Projekte sollen schon die Vorein, zwei, drei Millionen Menschen gänger auf Schiene gebracht haben. wohnen. Da könnte man richtig viel Geld einsparen im Sinne des gesamBis nächsten Mal, ten zum Gesundheitssystems, erzählten Ärzte, die selbst in der Chirurgie arbeiten.

Eure Lilly

Also tschüss, bis zum nächsten Mal, Eure Lilly

KLIPP April 2013 KLIPP November 2011


Foto: Heimo Ruschitz

Auferstanden Von Michaela Vretscher

Sie haben einen „Riesenscherbenhaufen“ hinter sich und können ihr Leben wieder meistern: Viele Alkoholiker haben es geschafft, sich inmitten ihrer Leidensgenossen von der Abhängigkeit zu befreien. Die Anonymen Alkoholiker (AA) laden zum wöchentlichen Meeting, gewähren einen berührenden Einblick in ihre quälende Vergangenheit und die erlösende „Kehrtwendung“. „Irgendwann hat dich der Alkohol im Griff“

„Was soll mich noch aufregen? Ich habe so viel hinter mir“, stellt Reinhard gelassen in den Raum und erzählt seine Leidensgeschichte, ohne in Selbstmitleid zu verfallen. Mindestens 20 Mischungen pro Tag habe er sich – Trinker seit drei Jahrzehnten – einverleibt. Schwere Schicksalsschläge ließen ihn immer weiter in den Abgrund rutschen. Den Schmerz über den Tod seiner Tochter zu überwinden „hätte ich ohne Schnaps nicht ausgehalten“. Letzten August hat er sich der Gemeinschaft der AA angeschlossen, mutierte „von heute auf morgen zu einem anderen Menschen“ und „wird erst jetzt richtig frei im Kopf“. Er genießt nun die Energie, welche ihm zuvor der Alkohol raubte. Betroffen, dennoch gespannt erwarte ich die Berichte der anderen Anwesenden. An jenem Sonntag finden sich vier ein. „Manchmal erscheinen auch 13“, klärt mich Herbert – Gründungsmitglied dieser AA-Gruppe in der Region Süd – auf, welche im Mai das 20-jährige Jubiläum feiert. Auch er gibt sich angenehm ausgeglichen. Anfänglich trank er „einige Bierchen“ nach der Trennung von seiner Freundin, dann wurden es immer mehr, bis der „massive Einstieg“ erfolgte. „Irgendwann hat dich der Alkohol im Griff.“ Die Arbeit wurde vernachlässigt, er büßte den Führerschein ein, es ist eine Spirale und „irgendwann hast nix mehr.“ ErdrüKLIPP April 2013

ckend ist auch die Einsamkeit, „man glaubt, mit dem Problem allein zu sein.“ Die „Lebensweisheiten“ der AA brachten wieder Sonne in den Alltag und der starke Wille, dem „ersten Schluck“ zu entsagen, wehte ihm gleich wieder kleine Jobs zu. Peter stellt sich als „dankbarer, trockener Alkoholiker vor. „Ich war früher ein Säufer. Tag für Tag, Nacht für Nacht.“ Der Säufer braucht – im Unterschied zum Trinker – jeden Tag ein bestimmtes Maß, „versucht immer, jemanden mitreinzuziehen, und verheimlicht seine Sucht“, erklärt er, seit zwei Jahrzehnten Mitglied einer der AA-Gruppen in der Steiermark, welche 1975 mit einer Gründung in Graz starteten. Nach dem „Abstieg“ – „Der Alkohol war stärker als ich selbst“ –, einem epileptischen Anfall, dem Aufenthalt im LSF mit Besuch eines dort stationierten Meetings kam es zur „Kehrtwendung“. Jetzt bin ich „kaffeesüchtig“, lacht er und lässt noch einen Becher aus dem Automaten. Auf dem Tisch steht eine Kanne mit Wasser sowie die Gemeinschaftskassa mit Spenden aus den eigenen Reihen. Es gibt keine Mitgliedsbeiträge oder Gebühren und auch die Unterstützung von außen wird abgelehnt, um die Unabhängigkeit zu gewährleisten.

erwartet. In zahllosen alten Trinkliedern werden die Kumpane aufgerufen, „die Sorgen zu Hause zu lassen“ und sich beim gemeinsamen Besäufnis dem Verdrängen von „Kummer und Schmerz“ hinzugeben. Die Aufforderung zum regelmäßigen Mittrinken in geselliger Runde mündet für manche im Bedürfnis, sich auch allein und heimlich zu betäuben. „Als Frau ist es noch etwas anderes“, betont Christa und erzählt von ihrer Abhängigkeit in jungen Jahren samt aufwändigen Bemühungen, diese zu verdecken. „Schon zu Mittag trank ich Wein“, weil sie ihre Aufgaben „nicht auf die Reihe brachte“. Mit einem bestimmten Alkoholspiegel fiel ihr alles leichter; sie „kam am Kühlschrank nicht mehr vorbei“, ohne einen Schluck zu nehmen. „Es war ein einziges Zittern“, beschreibt sie ihre Qual, welche in Selbstmordversuchen endete. Erst mit dem Outen und dem Besuch einer AA-Gruppe fühlte sie sich „wieder als Mensch“. Heute strahlt sie – wie die anderen Anwesenden, die einst vor dem Abgrund standen – Kraft und Zufriedenheit aus. „Bescheidener zu sein, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen, lernt man hier“, geben die Mitglieder der AA bekannt, aber auch, „sich wieder am Leben zu freuen.“

glieder in ca. 96.000 Gruppen (Stand 2002) ihre Erfahrungen weiter, teilen „Kraft und Hoffnung“ – wie die Präambel mitteilt – um „ihr gemeinsames Problem zu lösen und anderen zur Genesung vom Alkoholismus zu verhelfen“. Als einzige Voraussetzung für die Zugehörigkeit wird der Wunsch angegeben, mit dem Trinken aufzuhören. Dafür jedoch ist der erste und wichtigste Schritt vonnöten: Zuzugeben, dass „wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind – und unser Leben nicht mehr meistern können.“ Nach weiteren zehn Botschaften findet beim letzten Schritt das „spirituelle Erwachen“ Erwähnung. Dort angelangt, kann sich die Aktivität auch auf einen „Schützling“ übertragen. Hiermit hebt man den verborgenen Schatz, der eine derartige Wirkung ausübt und von Mitgliedern dieser Gruppe als „Wunder“ bezeichnet wird: Man fühlt sich herzlich aufgenommen, „redet in der gleichen Sprache“ und kann ohne Bevormundung und Druck „den Steinmugel auf den Tisch hauen“. Innerhalb der Runde sind zahlreiche Freundschaften entstanden, „wir unterstützen uns in vielen Situationen“, erzählt Herbert, das Meeting abschließend. Gerne würde ich noch mehr erfahren, aber die Sitzung soll nicht länger als 2 ½ Stunden dauern und Angehörige erscheinen bereits. Ihnen – vor allem den EhepartnerInnen – wurde im Laufe der Berichte ebenfalls Respekt und großer Dank gezollt: „… so viel mitgemacht und immer zu mir gehalten …“

Schritt(e) ins neue Leben „Trink, trink, Brüderlein trink“

Laut Statistik der Umfrage im deutschsprachigen Raum aus dem Jahr 2007 sind ca. 64% der AAZugehörigen Männer. Trinkfestigkeit bei Männern wird in unserer Gesellschaft seit jeher als Zeichen der „Stärke“ angesehen, während man bei Frauen eher Zurückhaltung

Wundersame Berichte von Alkoholkrankheit und Wandlung, die mich wahrlich vom Hocker reißen. Sicher, nicht alle schafften es, dem Teufelskreis dauerhaft zu entrinnen, doch die Gemeinschaft der AA hat seit der Gründung anno 1935 in den USA große Erfolge zu verbuchen. Weltweit geben rd. 3.000.000 Mit-

www.anonyme-alkoholiker.at AA Steiermark: Tel. 0316 / 57 47 40 täglich von 18 bis 21 Uhr

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H iknt tueerl gl r A eu snd

Anonyme Alkoholiker: Seine 20 Mischungen pro Tag sind Geschichte


Wohnen Fürs Zeitunglesen beim Frühstück braucht es Bequemlichkeit. Daher auch die Sofas Kapo-Miteigentümer Karl Hans Polzhofer sitzt an der Möbel-Quelle. „Behaglichkeit und Wärme in einer Ecke der Küche. im Wohnzimmer sind für mich ganz entscheidend.“

Mein Zuhause

Kapo-Gesellschafter Karl Hans Polzhofer sitzt an der „Möbel-Quelle“: „Es kommt auf den guten Mix an.“

U

nd was versteht er darunter: „Das gilt für jeden Bereich in der Wohnung oder im Haus, bis zum kleinsten Ding. Ich suche zum Beispiel jetzt einen Schuhlöffel, bin auf der Suche, kaufe aber nicht irgendeinen, sondern schaue herum und werde sicher einen finden – auf dem nächsten Flohmarkt. Bis dahin nehme ich lieber einen Löffel oder ziehe mir mit dem Finger die Schuhe an.“ Aber auch bei anderen Dingen – ob das nun eine Truhe ist, eine gute Kommode. „Es darf bei mir nicht alles so geschleckt wirken. Auch wenn ich es mir nicht leisten könnte, würde ich nicht alles bei Ikea nehmen. Aber es spricht

nichts dagegen, dass ich da eine Lampe, dort einen Sessel kaufe.“ Karl Hans Polzhofer besuchte die HTL und hat grundsätzlich gelernt, wie man eine Wohnung einrichtet oder was beim Bau eines Hauses zu berücksichtigen ist, bevor man dort wohnen will – wie das Schlafzimmer aussehen soll, das Wohnzimmer. Einfach vorweg zu denken, wie man eben wohnen will und welche Hobbys man hat – lesen, basteln. „Ich denke, man kann ein Wohngefühl auch entwickeln für jemanden, der sich nicht selbst helfen kann, nicht die Zeit hat, auch nicht den Geschmack“, rät er. „Dann

Auszeichnung für Aktiv Klimahaus: Österreichs innovativste Wohnanlage erhält TQB-Zertifikat! Die von der „Aktiv Klimahaus Gruppe“ in der Peter Rosegger Straße errichtete „Aktiv Klimahaus Wohnanlage Graz – Reininghaus Süd“ wurde von der „Österreichischen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen“ mit dem begehrten TQB-Gütesiegel ausgezeichnet. Im Rahmen eines Festakts im GrazerRathausnahmAktiv-Klimahaus-Geschäftsführer Martin Partoll im Beisein von Bürgermeister Siegfried Nagl die Urkunde entgegen. Österreichs innovativste Wohnanlage kombiniert Passivhaustechnologie, Holz-Lehmbau und erneuerbaren Energieträger. Daraus ergibt sich die Energieklasse A++ mit rekordverdächtigen 8,84 kWh/m². 28

Bewohner dürfen sich außerdem auf ein gesundes Wohlfühlklima freuen. Das TQB-Beurteilungsverfahren schließt auch Gesundheitskriterien in die Bewertung mit ein. Partoll: „Ich sehe darin einen wichtigen Schritt zu einer größeren Gesundheitsverträglichkeit unserer Wohnbauten. Neben wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten muss sich der Wohnbau künftig auch an Gesundheitskriterien orientieren.“ Die Kombination von natürlichen Baustoffen, Holz-Lehmbauweise und Lehmputz an den Wohninnenräumen sorgt für gesundes, wohltuendes Raumklima mit erhöhter Luftfeuchtigkeit. Das steigert die Lebensqualität.

Foto: Fischer

Aktiv-Klimahaus-Wohnanlage Graz-Reininghaus Süd erhält begehrte Auszeichnung. Das TQBSiegel steht für besonders nachhaltigen und ökologischen Wohnbau: Total Quality Building.

Bgm. Siegfried Nagl und Aktiv-KlimahausGF Martin Partoll mit der TQB-Urkunde KLIPP April 2013


Wohnen

Karl Hans Polzhofer: „Bei mir darf nicht alles so geschleckt wirken. Die entscheidende Frage für jeden: Will er eher modern oder klassisch.“

suche ich mir einen Innenarchitekten. Da muss ich vorerst klären: Will ich modern oder klassisch wohnen? Ich bevorzuge eher klassisch. Das fängt schon beim Esstisch an – der darf nicht zu groß sein; will ich einen runden oder einen eckigen, der zwickt, weil er in den Raum nicht hineinpasst. Der Mix ist es, der unsere Wohnung, mein Zuhause so freundlich und angenehm für mich macht“, so Karl Hans Polzhofer. „Ich würde sterben in einer modernen Wohnung, wo ich nur zwei, drei Stücke drinnen habe. Für mich wäre das zu steril. Aber manche Leute brauchen keine Teppiche, nur ein Sofa. Wir leben eher nach der Devise: Es gibt bei mir ein geordnetes Durcheinander.“ Und dieses befindet sich auf einem Bauernhof in Pöllau, wo es rundherum viel Grün gibt und wo sich

das Wohnen im Sommer zu einem Großteil praktisch im Freien abspielt – auf der Terrasse. Es sind insgesamt 130 Quadratmeter – für ein Haus nicht groß, für eine Stadtwohnung wäre es das schon. Wenn Karl Hans Polzhofer beruflich in Wien zu tun hat, dann übernachtet er in einem der firmen­eigenen kleinen Appartements. „Da brauche ich 30 Quadratmeter zum Arbeiten und einen Tisch. Aber zum Essen oder so treffe ich mich mit Freunden am Naschmarkt. Es muss nicht alles groß sein, sondern eben für einen passen und gemütlich sein. Wenn man die Wohnung oder das Haus nicht selbst einrichten will, dann muss man sich eben einen Innenarchitekten suchen. Aber der muss natürlich ähnlich ticken wie ich, weil man sonst da nie auf einen Nenner kommt.“

Karl Hans Polzhofer: „Es gibt bei mir ein geordnetes Durcheinander.“

Auch wenn er an der Quelle sitzt – Karl Hans Polzhofer ist Miteigentümer der Möbel-Unternehmensgruppe Kapo und Neue Wiener Werkstätte –, „habe ich klarerweise auch Einrichtungsgegenstände von anderen Produzenten.“ Vor allem bei den Accessoires – da gibt’s ja heute tolle Dinge – egal, ob bei Ikea oder anderen Möbelhäusern und Einrichtungsherstellern. „Die nicht wertvoll sind, sondern nur für mich!“ Und wo hält er sich am liebsten auf in seinem Zuhause? „Weil ich gern esse, natürlich im Wohnzimmer,

das ist nicht groß, aber einfach gemütlich. Und in der Küche.“ Da hat die Polzhofer-Familie Polstermöbel stehen – ungewöhnlich. „Ja, weil ich es in der Früh beim Zeitunglesen einfach gerne bequem habe. Dort steht ein Tisch, den die Maurer früher einmal als Jausentisch verwendet haben – der ist stehen geblieben. Wir haben ihn neu lackieren lassen und abgeschliffen. Er ist aus Massivholz und deswegen passt er einfach in unsere Küche. An und für sich ist er nicht wertvoll, wenn Sie so wollen, nur für mich – aber das ist das Wichtigste.“

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KLIPP April 2013

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WOHNEN

Nur 1 Prozent höhere Zinsen für Wohnbaukredite bedeutet für Mieter: 70 Euro mehr Monatsmiete

Nicht smart, sondern smaller D

ie Grundlage dieser Rechnung: Schon eine 1-prozentige Erhöhung der Zinsen für Wohnbaukredite bedeutet für die Genossenschaften, dass sich bei geförderten Wohnungen die Miete pro Quadratmeter pro Monat um einen Euro erhöht. Bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung sind das also pro Monat 70 Euro. Gar nicht daran zu denken, wenn die Zinsen um 1,5 oder 2 Prozent hinaufklettern. Das zurzeit historisch niedrige Zinsniveau ist daher trügerisch. Bei der zu erwartenden und von den Mietern befürchteten

Erhöhung wird es für viele Paare, Singles, Familien eng, die Belastung gewaltig. Nicht zuletzt deshalb will die Politik mit einem neuen Regelwerk leistbares Wohnen absichern. Höchstens 30 Prozent des Monatseinkommens sollten für das Wohnen aufgehen, sind verkraftbar. Dies ist eine gültige Daumenregel. Die Kostenexplosion in den letzten vier Jahren macht diese Zahl zur Fata Morgana. Denn die Frage „Wie wohnst du?“ betrifft jeden im Land – und das immer stärker. Die neue politische Formel, der neue Slogan bis zum Wahltermin im Herbst 2013

heißt daher – sowohl von ÖVP als auch SPÖ: „Wir wollen für leistbares Wohnen sorgen.“ Die Preistreiber dafür sind vielfältig. Die Verantwortlichen der großen gemeinnützigen Wohnbauträger, wie Ennstal/Neue Heimat, ÖWG und andere, drängen daher seit Jahren darauf, dass das Land wieder Direktdarlehen für den Wohnbau zur Verfügung stellt. Der Verkauf der Wohnbaudarlehen an die Banken zu einem schlechten Preis im letzten Jahrzehnt – beschlossen durch Klasnic, Voves, Paierl und Co. – war ein schwerer Fehler. Heute ist

das Wohnbau-Fördersystem zu 100 Prozent durch Bankenkredite finanziert. Warum das Landesdarlehen wichtig ist? Früher gab es 60 Prozent bei der Finanzierung von Projekten als Landesdarlehen mit einem fixen Zinssatz und 40 Prozent waren über die Bank finanziert. Da spielten auch extrem hohe Zinsen nicht die entscheidende Rolle, weil der Annuitätenzuschuss zum Beispiel auf 25 Jahre angelegt war und das Bankdarlehen nach acht Jahren zurückgezahlt war. Heute mit dem Mietkaufsystem – das ist die Schwach-

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Wohnbau-Landesrat Johann Seitinger ist dafür: „Es brennt bereits der Dachstuhl.“

stelle – ist es so, dass eine alte Wohnung mehr kostet als eine neue, weil man in der Anfangszeit, in den ersten zehn Jahren, eine hohe Stützung durch das Land – durch die Förderung – hat, die dann absinkt.

die Zinsen noch immer niedrig seien wie noch nie, kündige sich bei einem Fördersystem mit Kletterdarlehen und Annuitätenzuschuss-Rückzahlung ein „dickes Ende“, das erst viel später zu erwarten ist, bereits an.

Und daher ziehen Leute nach acht, neun Jahren wieder aus, weil die Stützung sinkt. Eine Art „Wohntourismus“ ist die unangenehme Folge, so erklären Alexander Daum und Wolfram Sacherer die Situation. Nicht weniger dramatisch sieht es logischerweise Christian Krainer von der ÖWG-Geschäftsführung: Obwohl in diesem Zusammenhang

„In der Steiermark wurde trotz der notwendigen Einsparungen im Budget an der absoluten Anzahl des Förderkontingents festgehalten – nicht zuletzt ein Erfolg der ausdauernden Gespräche der Landesgruppe mit Politikern aller Couleurs. Wir diskutieren aber auch seit Monaten über eine Rückkehr zu Direktdarlehen des Landes und damit über eine Re-

Steigen Kreditzinsen, steigen die Mieten. Damit wird’s eng für viele Familien im geförderten Wohnbau.

duktion der nicht beherrschbaren Abhängigkeit von der Zinslandschaft. Zusätzliche Geldmittel trotz schrumpfender Landesbudgets wären wünschenswert. Ob die vieldiskutierten Ansätze mittels Drittveranlagung sinnvoll sind, bleibt abzuwarten, da auch bei diesen Institutionen Rendite-Erwartungen dem Ursprungsgedanken der Leistbarkeit entgegenstehen können.“ Kürzlich stellte auch Wohnbau-Landesrat Johann Seitinger – der Dachstuhl

brennt – die Wiederkehr von Wohnbaudarlehen des Landes als praktisch unverzichtbar dar, um die Situation zu entspannen. Auch die Anzahl der jährlich gebauten geförderten Wohnungen müsse sich erhöhen, um die Kostenexplosion in den Griff zu bekommen. Gegenwärtig beträgt sie realiter 1.200 Einheiten pro Jahr, nötig wären aber für die nächsten Jahre aufgrund der Bevölkerungsentwicklung rund 2.200.

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KLIPP April 2013

11.04.2013 15:08

31

WOHNEN

Foto: Architekturbüro DI Elisabeth Lechner

Die gemeinnützigen Wohnbauer (v.l.) Alexander Daum, Wolfram Sacherer (beide Ennstal/Neue Heimat) und ÖWG-Geschäftsführer Christian Krainer fordern aufgrund der Kostenexplosion: „Es muss künftig für den Wohnbau wieder Landesdarlehen geben.“


40% Warum die

Preise im Wohn klettern und klettern 30%

WOHNEN

Grundstückspreis

Alle Experten reden über leistbares Wohnen. Der Gebäudetechnik / Kommerzchef der Steiermärkischen Franz Kerber Planung reiber nannte bei der Bilanzpressekonferenz erstmalig genaue Zahlen und Faktoren, die dahinterstecken, und zeigt damit auf, was die Kostentreiber im Wohnbau sind.

20%

M

Kostentreiber im Wohnbau 2008 2012

an habe, so Franz Kerber, in detechnik, die Planung, die – wieder Bauen im der Erhebung natürlich dar- über vier Jahre (von 2008 bis 2012) engeren Sinn auf geachtet, dass Gleiches mit – um rund 30 Prozent zugelegt haGleichem verglichen werde. Also ben. Wohnungen, die von der Lage und der Ausstattung her denselben Diese Entwicklung sei vor allem für Standard haben. Und das vor allem den geförderten Wohnbau probleDienstleister im Großraum Graz. In den vier Jah- matisch, betonte auch ÖWG-Geren von 2008 bis 2012 sind die schäftsführer Christian Krainer in Grundstückspreise und die Neben- der Vergangenheit mehrmals. Der kosten dafür um etwa 40 Prozent Kostensprung für die Dienstleister gestiegen, also im Jahresschnitt um – das sind die Bauträger, die Projekt10 Prozent. Das sei der größte Bro- entwickler und dann die Verwerter cken. Danach kommen die Gebäu- – betrug von 2008 bis 2012 jährlich

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„Eine realistische Einschätzung der Kosten und der Bauzeit gehören zu den Kernkompetenzen eines Baumeisters“, so Alexander Pongratz, Landesinnungsmeister Bau.

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KLIPP April 2013


WOHNEN

hnbau merzchef der Steiermärkischen und Vizegeneral verweist aber darauf, dass es klarerweise verschiedene Anleger-Typen gibt. Der eine sei überwiegend profitorientiert, will klarerweise auch Sicherheit und möchte eine Rendite von zumindest 3 Prozent haben. Er orientiert sich da eher an guter „B-Qualität“, was Lage und Standard betrifft. Für einen weiteren Anleger-Typ sind Lage und Prestige vorrangiger, er geht mit bis zu 60 Prozent Eigenmitteln in ein solches Investment und zeigt sich mit einem Ertrag von 2 Prozent zufrieden.

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ZUM TERMIN

Der Anleger für den Eigenbedarf, sprich Familie, hingegen finanziert meist 100 Prozent aus Eigenmitteln – klarerweise in Superlagen und mit höchstem Komfort, wie zum Beispiel Penthäuser usw. Da spiele, so Kerber, die Rendite keine primäre Rolle und daher sei ein zu erwartender Ertrag unter 2 Prozent kein Thema.

Kommerzchef der Steiermärkischen Franz Kerber nennt genaue Zahlen und Fakten ...

5 Prozent. Die Baukosten im engeren Sinn seien, so Franz Kerber, praktisch überhaupt nicht gestiegen, wenn man die Inflation in Rechnung stellt.

Warum Wohnungen für Anleger interessant sind Wenn in der Ertragsprognose bei Wohnbauprojekten die Inflation bereits „drinnen“ und ein Ertrag von 3 bis 4 Prozent zu erwarten sei, dann sei das für Anleger noch immer interessant. „Dafür habe ich Sicherheit“, so die Einschätzung Kerbers. Vor der Krise waren 4,5 oder 5 Prozent als Ertrag der Normalfall. Der KomKLIPP April 2013

Ungebrochen ist die Nachfrage nach Wohnungen bis zu einer Größe von 60 Quadratmeter, meistens 2-Zimmer-Wohnungen. Sie sind für Studenten attraktiv, für Leute, die in die Stadt zuziehen oder auch für ältere Leute, die es kleiner haben wollen. Und dann gibt es noch jene, die aufgrund ihrer Finanzlage sich nicht 90, sondern eben nur 60 Quadratmeter leisten können. Von der Ertragsseite her sind diese Wohnungen, wenn sie gut und funktionell gebaut sind, natürlich interessant. Aufgrund der großen Nachfrage wird es aber für etliche Haushalte dann kritisch, wenn die Kosten ein Drittel des Jahreseinkommens übersteigen. Das durchschnittliche Familien-Jahreseinkommen in der Steiermark liegt bei 19.000 Euro.

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KLIPP April 2013


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KLIPP April 2013

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Zurück

Hintergrund

10 Jahre

geklipp t

Bürgermeister Siegfried Nagl (damals erst zwei Tage im Amt) und Bernd Kolrus (Dolmetscher) erklären vom Schlossberg aus dem Gast Michail Gorbatschow ihre Stadt.

Es war die größte internationale politische Veranstaltung, die am 28. März 2003 im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas in der Grazer Stadthalle vor 3500 Besuchern über die Bühne ging. Veranstalter war

Ein Hauch von Weltgeschichte „I

ch hätte nicht gedacht, dass Politik so spannend sein kann, damit haben Sie ein Highlight im KulturhauptstadtJahr für Graz 2003 gesetzt“, gab es viel Lob für den Dialog für Europa in Graz mit Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow und Altkanzler Helmut Kohl. Mehr als 1000 junge Menschen kamen mit Sonderzügen aus Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo, Kroatien, Slowenien und Ungarn, weitere mit Bussen aus Polen und Italien. Darunter hunderte Bürgermeister und Gemeinderäte aus den Partnergemeinden in den Nachbarländern. Michail Gorbatschow und Helmut Kohl haben Weltgeschichte geschrieben, Europa entscheidend verändert. Noch einmal ließen Gorbatschow und Kohl die Gäste in der bis zum letzten Platz gefüllten Grazer Stadthalle an ihrem politischen ­Leben teilhaben und warteten mit interessanten Gegenwartsanalysen und Zukunfts­perspektiven auf. 36

Die Plattform „Dialog für Europa“ zeichnete verantwortlich für die gesamte Veranstaltung. Die Idee dazu kam vom Steiermarkmagazin Klipp. Die ersten Vorbereitungen für den Dialog für Europa liefen bereits im Herbst 2001 an. Es war verständlich, dass das Medieninteresse sich vor allem auf das Duo Gorbatschow/Kohl konzentrierte. Daneben gab es aber auch hochwertige und zukunftsweisende Seminare, Workshops und Vorträge. Den Beginn hatten Schülertreffen in Kapfenberg, Voitsberg, Graz und Feldbach gemacht. Gemeinsam diskutierten dort Schüler der Oberstufen aus Rumänien, Bulgarien, Polen, Ungarn, Italien und natürlich Österreich über ihre Vorstellung eines künftigen Europas. „Junge Träume ohne Grenzen“ lautete das Motto. Es gab leider etliche Pannen und organisatorische Mängel, doch die überwiegende Mehrheit der jungen Teilnehmer aus allen möglichen Ländern Europas zeigte sich mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden. Die Hoffnung der Gäste bei diesem Dialog: Dass es in absehbarer Zeit zu einer Neuauflage dieses Dialogs kommen sollte. Wir schreiben jetzt den April 2013. Diese Hoffnung aus dem Jahr 2003 hat sich leider nicht erfüllt.

KLIPP April 2013


e

500 Meter langer Sonderzug fuhr aus Belgrad mit mehr als 1000 Studenten aus zehn Ländern in Graz ein.

Gedränge von Beginn an – auch schon bei der mitternächtlichen Abfahrt in Belgrad.

in der Grazer Stadthalle

Spannender Polit-Talk für Zuhörer, unter ihnen viele junge Menschen

Fröhlicher Abschied der rund tausend Fahrgäste von Graz

Die Grausamkeiten des Bürgerkrieges auf dem Balkan lagen erst wenige Jahre zurück.

KLIPP April 2013

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HintergrunD

Michail Gorbatschow: „Einen Moment Helmut, ich seh das anders …“


Hintergrgund

„Nimmer sich beugen“

Fotos: Heimo Ruschitz

– Der Komponist Sir Karl Haidmayer

Von Karin Klug

E

in wenig Frühling liegt in der Luft und gelegentlich blinzeln ein paar wärmende Sonnenstrahlen durch, als ich die Stufen zum Domizil von Sir Karl Haidmayer erklimme. Hinter den dicken gelben Mauern der 1675 erbauten ehemaligen Schlossta­ verne bei Schloss Plankenwarth/ St. Oswald hat sich der bedeutende Komponist und Musiker vor einigen Jahren häuslich eingerichtet. Karl Haidmayer führt mich durch ein großes Wohnzimmer mit um­ fangreicher Bibliothek, vielen Kunstwerken an den Wänden und einem schwarz glänzenden Bösen­ dorfer – der spielbereit wartet – wei­ ter ins Stüberl. Er kredenzt Mineral­ wasser und dann plaudern wir los. Über 80 Jahre habe er in Graz ge­ lebt, berichtet der Künstler, der gerne als einer der bedeutendsten steirischen Komponisten gefeiert wird. Tatsächlich ist er im nieder­ österreichischen Hollabrunn ge­ boren und erst im zarten Alter von 38

drei Jahren mit seinen Eltern nach Graz gekommen. „Aber ich füh­ le mich als Grazer, ich habe fast mein ganzes Leben hier verbracht“, meint Haidmayer. Viele Menschen hätten lange darauf gedrängt, ihn zum Bürger von Graz zu ernennen. Immerhin hat er der steirischen Landeshauptstadt einige Werke beschert und Ehrungen entgegen­ genommen, wie beispielsweise den Lied- und Kompositionspreis der Stadt Graz im Jahr 1965. „Ich hab an den Bürgermeister geschrieben, aber nie eine Antwort erhalten.“ Das enttäuscht ihn, aber er wäre nicht Karl Haidmayer, wenn er sich davon lange betrüben ließe. Er ist ein Kämpfer, ein Querkopf, voller Humor und Lebenskraft, „einer, der sich nicht unterkriegen lässt“, wie er betont. Geschieden und wieder Single

Auch wenn privat sein Glück gerade eine kleine Pause macht – die Ehe mit der Innsbruckerin Zäzilia, die er vor einigen Jahren über Elisabeth T. Spiras „Liebesg’schichten und Hei­

ratssachen“ kennen und lieben ge­ lernt hat, ist gescheitert. „Sie ist weg, es war fürchterlich, ich bin sehr ent­ täuscht“, erzählt er, jetzt werde vor Gericht verhandelt über Zahlungen und Unterhalt. Der Professor ist also wieder Single, schwärmt von seiner „Perle“ Rosi, die ihm schon in Graz den Haushalt versorgt hat und sich auch jetzt wieder liebevoll um ihn kümmert. „Ich bin misstrauischer geworden, hätte damals nicht so schnell heiraten sollen“, so der agile 85-Jährige. „Wir sollen also keinen Aufruf starten an die Damenwelt, dass Sie wieder zu haben wären“, frage ich, und da blitzt schon wieder der Schalk bei ihm durch: „Na, das können S’ schon machen!“ Während wir plaudern, kommt eine graugetigerte Katze, hüpft mit ei­ ner Selbstverständlichkeit auf den Tisch, schmiegt sich vertrauensvoll an ihn. „Das ist ‚Mieze‘, sie ist mir zugelaufen, geht einfach nicht mehr weg.“ Mieze hat sich bereits häus­ lich eingerichtet bei „ihrem“ Kom­ ponisten – als ich später aufbreche,

Weit über 400 Kompositionen umfasst sein Werkverzeichnis bislang.

hat sie es sich im Schlafzimmer ge­ mütlich gemacht. Karl Haidmayer ist auch heute noch ein unermüdlich Schaffender. Erst im letzten Jahr entstand ein „Trio für 2 Violinen und 1 Cello“ (das „kastrierte Quartett“, wie er es nennt), es wurde zu seinem 85er in Gratkorn aufgeführt – im nach ihm benannten „Karl-Haidmayer-Saal“. Das „Memel-Sextett“ und ein „Bu­ schenschank Trio“ (für Piccolo und Basstuba) sowie drei Klavierstücke sind ebenso seiner Feder entsprun­ gen – im wahrsten Sinn des Wor­ tes. Der überaus aktive Komponist KLIPP April 2013


Karl Haidmayers Lebensmittelpunkt: Der schwarz glänzende Bösendorfer, auf dem er täglich mit Hingabe spielt.

sei die 16. Sinfonie, die 2005 in Li­ tauen uraufgeführt wurde.

Bekannt ist Haidmayer wohl für sei­ ne Kennmelodien im ORF – in den 70er und 80er Jahren stammten zahlreiche Kennungen für „Steier­ mark heute“ aus seiner Feder. Die­ se und die Filmmusik sind „auch finanziell am lukrativsten“, denn „leben kann man vom Komponie­ ren nicht, nicht bei meiner Musik“, so der sympathische Künstler. Auf die Frage nach seinem persön­ lichen Lieblingswerk kommt fast ohne zu zögern: „Die 15. Sinfonie, uraufgeführt in Gratkorn.“ Sein bis­ lang größter Publikumserfolg aber

Vielseitiges Multitalent

Findelkind „Mieze“ hat sich beim Komponisten häuslich eingerichtet.

Haidmayer-Archive in Wien und Graz

Ein Großteil seiner Originalmanu­ skripte ist heute in der Nationalbib­ liothek in Wien und auf der Kunst­ uni Graz archiviert. Leider habe er seine alten Skizzen früher alle ver­ heizt – „ich wusste nicht, dass das so wertvoll ist, früher haben ja nur die Originalpartituren gezählt.“ Heute dagegen wird alles fein säuberlich aufgehoben und archiviert. Mittler­ weile wurde begonnen, seine hand­ schriftlichen Werke zu digitalisie­ ren, um sie besser für die Nachwelt zu erhalten. Auch als Pianist hat Karl Haidmayer Erfolge gefeiert. Seine Auftritte ha­ ben ihn um die ganze Welt geführt. Besonders die Tournee mit Mari­ anne Kopatz 1968, für die er Lieder und Chansons geschrieben und sie dazu am Klavier begleitet hat, ist ihm in bester Erinnerung geblieben. Ein großer Teil seines Lebens stand im Zeichen der Lehre und Weiter­ gabe seines Wissens: Karl Haid­ mayer unterrichtete viele Jahre an der Musikhochschule in Graz, am Konservatorium und der Uni Wien. Als freier Mitarbeiter des ORF war er als Konzertkritiker tätig, hielt Vor­ träge und belebte so manche Dis­ kussion, war Aufnahmeleiter, brach­ te 50 Sendungen „Die gute Schall­ platte“ und schuf die Filmmusik zu über 40 Kulturfilmen im Fernsehen. Viele Bücher, Diplomarbeiten und TV-Sendungen erzählen von sei­ nem reichen Leben und belegen sein eifriges Schaffen. Ein weiteres handschriftliches Werk harrt derzeit seiner Veröffentli­ chung: Seit 1940 führt Karl Haid­ mayer Tagebuch, über 70 Bände mit weit über 25.000 Seiten hat er vollgeschrieben, reich illustriert mit eigenen Zeichnungen – es ist ge­ plant, dieses umfangreiche Oeuvre in Buchform herauszubringen. Das Künstlerische liegt ihm im Blut. Und die Begeisterung dafür. Da spricht ein Mensch, der seine Leidenschaft lebt. Beim Abschied küsst er mir formvollendet die Hand, begleitet mich zum Garten­ tor. Ich wage zu hoffen, dass wir noch viel hören werden von diesem beeindruckenden großen Kompo­ nisten.

KLIPP April 2013

Hintergrund

schreibt tatsächlich auch heute noch seine Noten allesamt mit der Hand. Und es sind deren nicht we­ nige. Sein Leben war immer schon von Musik geprägt, von Kindheit an – weit über 400 Kompositionen zählt er bis heute. In allen Sparten ist der musikalische Tausendsassa dabei aktiv: So finden sich (derzeit 17) Symphonien, Musik für Solo­ instrumente, Kammermusik, Film­ musik, Lieder, Duette, Chansons, Chorwerke, Kantaten, Oratorien, das welterste Werk für SaxophonQuartett und Orgel oder die „Ös­ terreich-Kantate“, die 1975 am Grazer Hauptplatz unter Alois J. Hochstrasser uraufgeführt wurde, unter seinen Werken.

Zur Person Österreichischer Komponist und Musikwissenschaftler --- geboren: 1. Mai 1927 in Hollabrunn/NÖ --Umzug nach Graz 1930 --- erster Klavierunterricht mit 8 Jahren --zugleich erste Versuche im Noten­ schreiben --- mit 16 von Schulbank weg zur FLAK eingezogen, danach Militär --- bei Bombenangriff wird Klavier samt Noten verschüttet --- ein paar wenige Kinderstü­ cke wie „Der kleine Soldat“, das er im Alter von knapp 14 Jahren geschrieben hat, werden gerettet --- bereits ab 1947, seinem Matu­ rajahr, werden seine Werke aufge­ führt – das erste ist ein Stück für Tänzerinnen im Grazer Kammer­ saal --- danach Studium Musik­ wissenschaft und Kunstgeschichte --- 1952 Promotion zum Dr. phil. --- 1954 schließt er das Studi­ um Komposition und Klavier ab --- zahlreiche Konzertreisen als Pianist --- 1963 bis 1992 Profes­ sor an Kunstuni Graz --- 1968 Welttournee mit Marianne Kopatz --- 1975 Uraufführung der „Öster­ reich-Kantate“ am Grazer Haupt­ platz unter Alois J. Hochstrasser --- vielfältige Preise und Auszeich­ nungen, Lied- und Kompositions­ preis der Stadt Graz, Musikpreis des Landes Steiermark und des ORF, Goldmedaille für Kunst und Wissenschaft Bulgarien, Großes Ehrenzeichen des Landes Steier­ mark, Goldener Doktortitel Graz --- 1979 bis 1993 Präsident des Steirischen Tonkünstlerbundes --- Adelung zum Sir in London --- Gründungsmitglied und lang­ jähriger Präsident des Kuratori­ ums der Dombrowski-Stiftung --- 2007 Auftritt in Elisabeth T. Spiras „Liebesg’schichten & Hei­ ratssachen“ --- erstes Date in Linz mit Zäzilia --- kurz darauf Hoch­ zeit --- Umzug nach Plankenwarth --- 2012 Trennung von Zäzilia --- 2012 Grazer Erstaufführung seiner 17. Sinfonie im Grazer Minoritensaal

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Auto und motor

Das i30 Coupé:

Der Sportler in der Hyundai-Familie Die fünfjährige Dreifachgarantie konnte Klipp nicht überprüfen, so lange hatten wir das Hyundai i30 Coupé nicht als Testfahrzeug. Doch Spaß beiseite. Du musst einparken, verlässt dich auf die Videokamera und siehst doch nichts, weil die Linse der Kamera verschmutzt ist. Nicht so beim Hyundai i30 Coupé. Die Weitwinkelkamera ist so intelligent angebracht, dass so etwas nicht passieren kann. Sie gibt eine maximale Sicherheit für das Rückwärtsfahren, auch durch den Umstand, dass das Display im Rückspiegel integriert ist, sodass man jedes Hindernis rechtzeitig erkennen kann. Beim i30 Coupé stehen fünf Varianten der Motorisierung zur Auswahl. Unser Testfahrzeug war das i30 Coupé Premium 1,6 CRDi mit einer Leistung von 81 KW (110 PS). Und die machen das Fahrzeug recht flott. Angenehm ist auch der folgende Umstand: Du kommst zum Fahrzeug und automatisch geht die Beleuchtung der Türgriffe und unterhalb der Außenspiegel an. Logischerweise nur mit dem Smart Key. Es gibt dir das Gefühl: Aha, dein

Auto hat dich bemerkt, dass du es benutzen willst. Fast so etwas wie ein Begrüßungsritual und noch dazu praktisch in der Dunkelheit oder in einer Garage. Wer ein Benzinliebhaber ist, dem stehen zwei verschiedene Benzinmotoren zur Verfügung – mit einer Leistung von 90 oder 135 PS und einem manuellen SechsGang-Getriebe. Es gibt den i30 aber auch mit einer Sechs-Stufen-Automatik. Das Highlight am Sektor der Motoren ist aber der 1,6-Liter-Diesel-Motor mit 128 PS, weil er lediglich 97 Gramm CO2 pro Kilometer emittiert. Und das ist einer der niedrigsten Werte im Coupé-Segment. Zu der Zeit, als wir den i30 testeten, wäre das nicht gefragt gewesen, aber jetzt, da der Frühling da ist: Optional gibt’s ein PanoramaDach, das sich nach Bedarf elektrisch kippen oder ganz öffnen lässt und darüber hinaus auch im geschlossenen Zustand den Innenraum durch das einfallende Tages-

Südsteiermark-Classic

Die sportliche Oldtimer-Rallye im Herzen der südsteirischen Weinregion ist ein „Must“ für jeden Fan automobiler Raritäten.

Wie schon in den vergangenen Jahren, so eröffnet die Südsteiermark-Classic als erste große Veranstaltung auch 2013 wieder die Oldtimer­saison in Österreich. 153 Teams aus 11 Nationen werden am 26. und 27. April die rd. 450 km

40

lange Strecke durch die südliche und östliche Steiermark in Angriff nehmen und dabei in 19 Sonderprüfungen um 100stel Sekunden fighten. www.suedsteiermark-classic.at

licht erhellt. An besonders heißen Tagen lässt sich noch eine Abdeckung elektrisch über die gesamte Länge des Panorama-Daches ausfahren. Und wer einmal mehr zu transportieren hat: Die Rücksitzlehne lässt sich umklappen und damit vervierfacht sich das Volumen des Laderaums. Zur Standardausstattung beim i30 gehören ein höhenverstellbarer Fahrersitz, Nebelscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht, elektrische Fensterheber – no na net –, ein Audiosystem mit CD-Player, MP3, I-Pod- und USB-Anschluss und ein

informativer Bord-Computer. Weil er der Sportler in der HyundaiFamilie ist: Eine Option ist etwa das Flex Steer TM System, das drei Einstellungen der Lenkung zulässt – Komfort, Normal und Sport. Dieses System gewährleistet – abhängig von der Fahrsituation – ein perfektes Feedback entsprechend den Straßenverhältnissen. Wir haben es nicht ausprobiert, aber die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h schafft er in 11,5 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h. Infos: www.hyundai.at

SportwagenOpening mit Herz Da werden die Motorfans – Hobbyfotografen, Erwachsene, Kinder – wieder auf ihre Rechnung kommen. Die Crème de la Crème unter den Sportwagen – ob Lamborghini, Ferrari, Porsche, Aston Martin, McLaren, Covette – wird beim Sportwagen-Opening mit Herz am Start sein. Zu bewundern gibt’s die PS-Renner schon vor dem Hotel Hasenwirt beim Schloss Seggau. Der große Auftritt erfolgt dann am Sonntag am Leibnitzer Hauptplatz, wo es auch Charity-Ausfahrten mit Kindern gibt. Die ziehen ein Los und dürfen dann als Beifahrer Platz nehmen. Weitere Anfahrtsziele sind die Kernölmühle Hartlieb, das Weingut Lazarus und das Kinderheim in Arnfels. Denn der Reinerlös der Veranstaltung – geschätzte 4.000 Euro – ergeht an „Licht ins Dunkel“ zu Gunsten des Kinderheims Arnfels von Pro Juventute. KLIPP April 2013


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Der neue Spark – ein idealer Stadtflitzer

Er ist zwar der Kleinste der Chevrolet-Familie, macht aber dennoch viel her – der neue Spark. Schon optisch macht er gute Figur. Auffallend sind die versteckten hinteren Türgriffe, die sozusagen oben im Fenster „integriert“ sind und daher auf den ersten Blick nicht als solche erkennbar. Auch der Innenraum des Spark macht auf mich einen sehr guten Eindruck. Die verwendeten Materialien im Innenraum wirken geradezu hochwertig. Für die Größe des Autos ist das Platzangebot sehr gut, denn auch in der zweiten Reihe finden Erwachsene überraschend viel Raum

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vor – selbst für große Füße und spitze Knie. Vorne kann ich den Fahrersitz auch in der Höhe einstellen (serienmäßig!), sodass er sich meiner Körpergröße anpasst. Außerdem gefallen mir die vielen Ablagen für Schlüssel, Handy und anderen Kleinkram, den frau eben so braucht. Ideal aufgehoben ist man mit dem Spark in der Stadt, wo er munter mitmischt. Aufgrund der direkten Lenkung kurve ich wendig durch die Gassen. Und auch das Einparken ist nicht zuletzt wegen der kompakten Maße ein Vergnügen. Und weil auch der Sicherheitsaspekt immer eine Rolle spielt: Der Spark verfügt serienmäßig über Front- und Seitenairbags für Fahrer- und Beifahrer sowie Fensterairbags für die 1. und 2. Sitzreihe. Zu haben ist der Chevrolet Spark mit einem günstigen Einstiegspreis von 8.990 Euro für den 68 PS starken Ein-Liter-Vierzylinder. Für die gut ausgestattete LTZ-Version mit dem 1,2-Liter-Motor und 82 PS wie bei unserem Testwagen sind 13.440 Euro fällig. Ein annehmbarer Preis für den charismatischen Stadtflitzer, wie ich finde. Zumal es auch die 2-jährige Gewährleistung von Chevrolet ohne Kilometerbeschränkung gibt und eine 3-Jahres-/100.000km-Garantie. Außerdem hat man die Möglichkeit der Garantieverlängerung, um zwei weitere Jahre vor unvorhergesehenen Reparaturkosten geschützt zu sein. Infos: www.chevrolet.at

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Herbert Pregartner mit seinem 760 PS starken Porsche GT2 RSR Von Isabella Hasewend

Der österreichische Staatsmeister gebührt dem gesamten Pregartner-Motorsport-Team. „Ohne meine Jungs und Mädels geht gar nix“, freut sich Herbert Pregartner.

Vor einem Jahr hat das Pregartner-Motorsport-Team sein neues Auto, einen 760 PS starken Porsche GT2 RSR mit Spitznamen „Purtzl-Bärli“, beim Hauptsponsor AllcarTuning in Stallhofen präsentiert (Klipp berichtete in der Ausgabe März 2012). Damaliges Saisonziel war es, unter die besten 3 bei der österreichischen Meisterschaft zu fahren. Bei der Präsentation im Vorjahr meinten Sie, man dürfe sich keine Wunderdinge vom neuen Auto erwarten, schließlich brauche alles seine Zeit. Nun ist ja offensichtlich doch ein Wunderding passiert? Herbert Pregartner: Ja, wir haben es geschafft – sind österreichischer Bergstaatsmeister 2012. Damit ist mein Jugendtraum nun wirklich in Erfüllung gegangen. Wie ist es am Anfang gelaufen? Pregartner: Wir haben keine Erfahrungen mit dem Auto gehabt. Aber bei ersten Testfahrten habe ich mich gleich wohl gefühlt, auch wenn dem Motor noch etwas Leistung gefehlt hat. Das erste Meisterschaftsrennen war am Rechberg vor einer Traumkulisse von rund 40.000 Zuschauern an zwei Tagen. Dort sind wir 5. geworden. Dann haben wir einige Features am Auto geändert, sodass wir die Leistung bis zum nächsten Rennen noch steigern konnten. Wann kam dann der erste Sieg? Pregartner: Beim 3. Rennen, und beim 4. Rennen habe ich schon komplett über42

legen gewonnen. Das ging dann so weiter, bis der Punktevorsprung auf meine Konkurrenten schon relativ groß war. Also hat mit der Leistung des Autos dann alles gepasst? Pregartner: In der ersten Saisonhälfte schon. Dann hatten wir aber Probleme mit dem Getriebe, weil sich einige Zähne vom Tellerrad verabschiedet haben. Es war dann auch schwierig, ein Ersatzteil aufzutreiben. Wir haben dann etwas Leistung zurückgenommen, um nichts zu riskieren, und mit dem beschädigten Getriebe dennoch zwei Rennen gewonnen. Insgesamt konnte ich nur ein Rennen aufgrund eines Keilriemenproblems nicht beenden, sonst habe ich aber in allen Rennen in der Klasse E1/OSK für die österreichische Meisterschaft gepunktet. Was war das dann für ein Gefühl? Pregartner: Ein gutes. Du kommst da hin, willst mitfahren. Unser Ziel war ja, unter die ersten 3 zu kommen. Und auf einmal bist du dann bei manchen Rennen so überlegen vorne, dass

du mitten im Titelkampf bist. Beim vorletzten Rennen war schon fix, dass ich den Titel holen werde. Also bin ich das letzte Rennen dann gar nicht mehr mitgefahren – nicht zuletzt deshalb, weil wir mit dem beschädigten Getriebe auch kein Risiko mehr eingehen wollten.

heuer ja 11 Rennen – davon zwei in der Steiermark (Rechberg und Kitzeck). Heuer sollte die Konkurrenz auch um einiges stärker werden, weil auch einige nicht zu unterschätzende Fahrer dazugekommen sind. Aber unser Ziel heißt dennoch ganz klar: Titelverteidigung.

Vom Brotberuf her sind Sie selbstständiger Fahrtechnik-Instruktor. Der Motorsport ist also Ihr Hobby? Pregartner: Ja, den Motorsport betreibe ich als Hobby, wobei es für meinen Beruf sehr wichtig ist, dass ich mit den Kunden über richtiges Verhalten in Notsituationen sprechen und dieses mit ihnen üben kann. Zum Mitteleinsatz: Ich arbeite hart dafür, habe einige Sponsoren, damit ich mir den Motorsport als Hobby überhaupt leisten kann.

Wie sieht es mit der Europäischen Meisterschaft aus? Pregartner: Ich spiele schon mit dem Gedanken, auch einmal bei Rennen für die Europameisterschaft teilzunehmen. Auch wenn unser Auto nicht zu 100 Prozent konkurrenzfähig wäre, weil dort das Reglement ein bisschen anders ist. So ist unser Fahrzeug beispielsweise vom Gewicht her schwerer als die Fahrzeuge dort, weil bei uns die Sicherheit wichtiger ist. Auch der Aufwand ist um ein Vielfaches größer, muss man doch auch zu Strecken in Spanien oder Portugal anreisen. Aber wie gesagt: Reizen würde es mich schon …

Und wie sehen die Ziele für die bevorstehende Saison aus? Pregartner: Los geht’s ja am 27./28. April mit dem Rechbergrennen. Wir möchten wieder die ganze Saison über für die österreichische Meisterschaft punkten. Insgesamt sind es

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E

r ist der größte steirische Dichter des letzten Jahrhunderts, international aber auch angefeindet wegen seiner antisemitischen Äußerungen zu seiner Zeit. In seinen Erzählungen „Waldheimat“ beschreibt er, wie er – aus Geldnot – zu seinem allerersten eigenen Buch kam, nachdem er als 14-Jähriger nicht mehr Eier austragen durfte (weil er gestolpert und seine Ladung zu Bruch gegangen war). So erinnert er sich an die Wintersonnenwende, wo ihm beim Thomasmarkt in Krieglach die Kreuzer fehlten, um – wie in den Jahren zuvor – einen steirischen „Volkskalender“ zu kaufen. Ich stand wohl lange vor dem Bücherladen und las von weitem die Titel. Ich sann und sann, wie ich doch zum Kalender käme, aber unumstößlich war

die Tatsache: Hast kein Geld, so kannst keinen kaufen. – In dieser Stunde kam mir der Gedanke: Und kannst keinen kaufen, so mach’ dir selber einen! – Rasch wandte ich mich um, verschaffte mir durch meine wenigen Kreuzer Papier, Tinte und Feder und ging heimwärts. – Derselbe Weg war nicht minder glückselig als jener, da ich den neuen Kalender in der Tasche getragen hatte. Heute trug ich ihn im Kopfe. Allerlei fiel mir ein, was ich in das Buch schreiben würde, und als ich nach Hause kam, ergriff ich Nadel und Zwirn, nähte flink aus weißen Papierbogen ein Büchelchen zusammen und begann zu schreiben. Das wurde der erste der fünf Jahrgänge jener wunderlichen Erzeugnisse, die ich »Volkskalender« benannte und die heute noch in meiner Lade aufbewahrt liegen. Ich schrieb Erzählungen, Gedichte und allerlei andere Aufsätze hi-

nein, ich zeichnete die Bilder dazu, ich verfaßte das Kalendarium und traf‘s in der »mutmaßlichen Witterung« so gut, wie jeder »gelernte Kalendermacher«. (wird fortgesetzt) Quelle: www.landesbibliothek.steiermark.at

Aus seinem Leben 170 Jahre alt wäre Peter Rosegger am 31. Juli 2013 geworden.

k u lt u r

Wie Peter Rosegger ein Schriftsteller wurde

Mit 15 Millionen verkauften Büchern war er neben Jules Verne der meistgelesene Autor seiner Zeit. Auf 1.150 Meter Seehöhe liegt Peter Roseggers Geburtshaus, der Kluppeneggerhof am Alpl/Krieglach. Auf 67 Bauernhöfen seiner Heimat hat er während seiner Zeit als Schneiderlehrling gearbeitet.

34 Jahre lang erschien unter der Leitung von Peter Rosegger seine Monatszeitschrift „Heimgarten“. In 22 Fremdsprachen übersetzt wurden seine Werke bereits zu seinen Lebzeiten.

40 Bände sind sein gesamtes literarisches Lebenswerk.

GER 2013 er PETER ROSEG angetan von sein r ein Dichter so

en wa tionen, die einhundert Jahr den vielen Inspira it m Schon vor über es en er ss da stag dieses groß Steiermark, Den 170. Geburt schönen Heimat e. s, ht nt ac ve br re m ltu uh elen Ku , zu Weltr Jahr 2013 mit vi im sie ihm schenkte r wi rn ie fe . – eimat Rosegger e geliebte Waldh Steirers – Peter Ausflügen in sein ch rli tü na d un Lesungen www.rosegger.steiermark.at

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mit

STIL

D i e L i f est y l e ko l u m n e vo n Ca r i n a H a r b i s c h

„ F r ü h l i n g s e r wa c h e n ! “

D i e Sw e e t S i x t i es f e i e r n i h r C o m e b ac k „Die Mode ist vielleicht keine Waffe der Frau, aber sie liefert ihr wenigstens die Munition“, wusste schon Brigitte Bardot. Hurra, der Frühling ist da. Das ist der Startschuss für helle und bunte Farben und luftigere Kleidungsstücke zur Entzückung unserer allgemeinen Stimmung. Jeder freut sich über die ersten warmen und sonnigen Tage und befreit sich von zu viel und wärmenden Klamotten. Obwohl 70 bis 90 Prozent an Kleidungsstücken und Accessoires in unseren Kästen nie und oder nur selten getragen werden, heißt es: Her mit neuen Kleidern! 2013 wird auf jeden Fall bunt! Die Sweet Sixties feiern ihr Comeback mit kräftigen Farben, in Pastelloder Sorbetfarben und den grafischen Schnitten à la Twiggy. Aber auch die feminin gemusterten und kniebedeckenden Röcke und Kleider der 40er Jahre (Lena Hoschek) finden stilecht ihr Revival. Ganz wichtig sind dabei betonte Schultern. Asien-Fans wurden auch erhört! Geisha-, Sumo- und Samurai-Looks inspirieren die Kollektionen im Frühjahr und Sommer. Wertvoll und kunstvoll verarbeitet mit aufwendigen Stickereien, Goldapplikationen oder -fransen und auch Blumen. Monochrome Looks (Ton in Ton) sind angesagt! In diesem Fall kann Eintönigkeit die schönste Form der Abwechslung sein. Giorgio Armani sagte einmal: Die einfachste Anziehsache der Welt für den Mann ist der Anzug. 1966 zeigte bereits Yves Saint Laurent 44

den Damensmoking auf dem Laufsteg und auch diese Saison gehört er wieder zu den Klassikern. Der Anzug macht weiblich und verleiht Eleganz und Seriosität zugleich. Der Damensmoking erweist sich als Trend schlechthin und bekommt auf jeden Fall ein „gefällt mir“. Igitt, igitt! Bauchfrei ist wieder angesagt! Nicht alles, was am Catwalk gezeigt wird, ist so auch tragbar. Meinen Segen bekommen diese Bauch-Cut-out-Modelle auf keinen Fall und der Daumen zeigt nach ­unten.

Nun kommen wir aber zu den Mustern. Hier sind besonders wieder Kontrastprogramme wie Schwarzweiß Kult, chic und wunderbar alltagstauglich. Punkte, grafische Muster und Streifen; von Schachbrett über Art déco, Aztekenmuster und Blumendekor; diese Muster können sich heuer sehen lassen. Ein Fixpunkt für den Sommer und der Klassiker schlechthin ist Weiß (BusinessBasic die weiße Bluse): Zart fließende Stoffe und viel Transparenz sorgen für Aufsehen und extrafeminine Optiken. Nude-Nuancen und Spitzen-Outfits gehören ge-

nauso zum perfekten Sommerlook wie mediterrane Muster inklusive der Lebensfreude aus Italien. La dolce Vita! Wer ist also Ihre heurige Sommer(Stil)liebe? Genießen Sie das neu gewonnene Lebensgefühl und leben Sie Ihren Stil.

Herzlichst, Ihre Carina Harbisch www.liveyourstyle.at

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v o n A n g e l i k a Ko h n h au s e r - T e c h t

G e nu s svo l l

betrachtet

. . . d a s L e b e n d u r c h s C h a m pa g n e r - G l a s b e t r a c h t e t

Ein prickelndes Erlebnis Es begibt sich in einem renommierten Haubenlokal, dass ich im Beisein von mehrfach haubengekrönten Gastronomen eine genussvolle Diskussion über Champagner erleben darf. Natürlich muss man dieses festlichste aller Edelgetränke auch verkosten – schließlich will man ja wissen, wovon man spricht. In zartesten Farben von cremeweiß bis rosé sammeln sich edle Gläser auf dem Tisch, in welchen fein kleine Kügelchen in der Mitte des Glases wie an einer unsichtbaren Schnur nach oben moussieren. Aus dem Weinbaugebiet Champagne kommt dieser Schaumwein und wird nur dort nach einer streng geschützten Anbaumethode gekeltert und darf sich auch nur von dort Champagner nennen. Alle anderen – oft nicht weniger edlen „Sprudelgetränke“ – bezeichnen sich als Spumante, Cava, Cremant oder Winzersekt. Es gibt nur drei Rebsorten, die in der Herstellung der meisten Sorten Champagner Verwendung finden. Pinot Noir und Pinot Meunier sind für die Fülle und Kraft verantwortlich, der weiße Chardonnay gibt Fruchtigkeit und Frische. Stimmt – überzeugt mich ein Schluck. Ich liebe solche „Praxisseminare“. In mir taucht das Bild eines wunderschönen alten Gewölbekellers auf, in welchem fein gestapelt die Champagnerflaschen „ruhen“ und sanft von Winzerhand gedreht die optimale Gärung erfahren. Naja – beinahe von Winzerhand. Denn – so erfahre ich – die meisten, auch sehr renommierten, Weingüter „rütteln“ mit Hilfe von Robotern – ist billiger KLIPP April 2013

und der Effekt, nämlich die Verteilung der Hefe, ist derselbe! Finster muss es jedenfalls sein, denn bei der Lagerung schadet jegliches Licht. Auf den Markt kommt der Champagner erst, wenn er die optimale Reife hat, und dafür braucht

pen“ aufschreckt. Eine weitere Flasche mit einem sinnlich französisch klingenden Namen wird geöffnet – denn die ideale Temperatur von acht Grad ist erreicht – wie professionell. Langsam werden wieder langstielige, höchst elegante

Eine NebukadnezarFlasche (15 Liter) – für 2.000 Euro ist sie zu haben.

Exklusiv Sonntag, 12. Mai 2013 (11:00 bis 16:00 Uhr): besonderes Muttertagsmenü Nähere Informationen: www.kohnhauser.at

er schon einmal drei Jahre. Begeistert betrachte ich das Glas vor mir und den Tanz der Perlen, als mich ein kräftiges dumpfes „Plop-

Champagnerflöten gefüllt – nicht zu voll, denn man will ein perfektes Bouquet – oh ja! Das echte Champagnerglas hat auf dem Glasbo-

den winzige raue Stellen, die man Moussierpunkte nennt und die für dieses exakte „Perlenspiel“ verantwortlich sind. Das wusste ich schon! Aber die Flasche interessiert mich noch. Die Etikette edel mit Jahrgangsangabe (hohe Qualität), aber die Größe – jetzt wird es spannend. Es gibt beim Champagner neben den gängigen sehr viele Flaschengrößen, die alle überwiegend biblische Namen tragen. So zum Beispiel Jeroboam (3 Liter), Rehoboam (4,5 Liter), Methusalem (6 Liter), Salmanazar (9 Liter), Balthazar (12 Liter) oder Nebukadnezar (15 Liter). Und auch noch größer und vor allem sehr teuer in der Herstellung. Während ich noch ganz in der beeindruckenden und edlen Welt des Champagners versunken bin und noch tausend Dinge wissen will, dringt feiner Duft in meine Nase. Es wird ein silbernes Tablett mit köstlichen Käsesorten auf den Tisch gestellt. Eine hervorragende Komposition. Weichkäse (am besten wieder mit einem eleganten französischen Namen) und halbfester Käse harmonieren ausgezeichnet mit Champagner. Kaviar, Hummer, Trüffeln, Austern und andere kulinarische Höhepunkte versprechen im Beisein des Edelschaumweines mehr als nur Genuss. Hm! Ich blicke meinem Mann tief in die Augen. Die Rechnung bitte und ab durch das Schneegestöber ins warme Heim. Lass uns ein Glas Champagner trinken, mon amour – ich habe Lust auf ein prickelndes Erlebnis!

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Foto: djd/diabetes-behandeln.de

Katastrophe Zuckermangel

Prof. Sepp Porta: lehrreiche Selbsterfahrung

„Ich war mit meinem Fahrrad den Donauradweg stromabwärts gefahren und in Krems angelangt“, beschreibt der Mediziner Sepp Por-

ta die nahende Katastrophe. Weil der Radweg durch die Wachau in einem leisen Auf und Ab verläuft, das am besten mit höherer Geschwindigkeit anzugehen sei, hatte er alle Labestationen links liegen gelassen und war – nach dem Motto Qualtingers: „I was zwoa net, wo I hinfoa, dafür bin I dann schnölla duat“ – früh am Abend in Krems angelangt. Dort genoss er einige Gläser Wein. „Weil ich hundsmüde war, aß ich kaum etwas dazu und ging schnell schlafen.“ Am nächsten Morgen trank er nur Kaffee zum Frühstück und fuhr nach Wien. Die Strecke zieht sich etwas, besonders

die fast 20 km durch die Stadt von der Nordwesteinfahrt bis zum Südbahnhof. Dort gönnte er sich einen weiteren Kaffee, bis sein Zug nach Graz abfuhr. Im Speisewagen noch ein Kaffee – und so stieg er am Grazer Hauptbahnhof wieder aufs Rad, um die letzten 20 km nach Fernitz zu radeln. „Schon ab der Hälfte der Strecke begann ich leicht schwindlig zu werden und zu zittern. Als Endokrinologen waren mir die Symptome einer sogenannten Verbrauchshypoglykämie zumindest theoretisch bekannt. Ich Idiot hatte einfach zu wenig gegessen und zu viel gestrampelt, die Muskeln woll-

ten mehr Zucker, als die Leber bieten konnte, der Zucker begann zusehends dem Hirn zu fehlen.“ In Fernitz schlecht und recht angekommen, stürzte er ins Tortenetablissement seines Freundes Purkarthofer, forderte ultimativ zwei große Kugeln dessen (wirklich guten) Eises, rannte damit hinters Lokal und begann diese nicht zu schlecken, sondern förmlich aufzufressen. „Zehn Minuten später und um

Grazer Adler Apotheke: Auszeichnung für Respekt, Teamgeist und Begeisterung

Silvia und Bernd Milenkovics im enVita Gesundheitszentrum: Bewegung hält einfach gesund!

Kneipp-Bund-Präsident Prof. Bernd Milenkovics und seine Frau predigen nicht nur: „Sich fit halten ist wichtig und Bewegung ist gesund“ – sie tun es auch. Und diese Haltung spüren auch die Mitarbeiter. Nicht zuletzt deshalb gab’s kürzlich die Auszeichnung „Great Place to work“ für die „Natürlich-Fühlen“-Familienunternehmen – Adler Apotheke, Opern Apotheke, Adler Kosmetik, Opern Kosmetik, Kräuter- und Reformhaus Wurzelsepp, enVita Gesundheitszentrum in Graz. Erich Laminger, Geschäftsführer von Great Place to work, übergab Silvia und Bernd Milenkovics die Auszeichnung als bestes steirisches Unternehmen. „Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt, 46

unsere Mitarbeiter sind unser Erfolgsfaktor“, so Bernd Milenkovics, der sehr um die Gestaltung herausfordernder, interessanter Arbeitsplätze durch Innovation und Weiterbildung bemüht ist. „Das harmonische Arbeitsklima bei uns ist geprägt durch Respekt, Teamgeist und Begeisterung.“ Und das wurde durch die erstklassige Bewer­tung der „Natürlich-Fühlen“-Unternehmen honoriert. „Wir sind stolz auf diese Auszeichnung und danken unseren Mitarbeitern für das Engagement und ihren Arbeitseinsatz.“ www.natuerlich-fuehlen.at

Fotos: Heimo Ruschitz (3)

Gesundheit

Nicht nur Diabetiker – jeder kann in die lebens­gefährliche Situation geraten:

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einen dem schlecht aussehenden Freund aufgedrängten Schnaps reicher, ging es mir wieder blendend.“ Vergessen waren das Schwindelgefühl, der schnelle Herzschlag und der kalte Schweiß, alles nicht ungefährliche Symptome, die Zuckermangel ankündigen. „Zuckermangel, wie ihn in drastischer Weise ein diabetischer Freund von

Extreme Belastung Bei gesunden Menschen sei es nur extreme Belastung, die den Zuckerstoffwechsel durcheinander-

bringen kann, in sehr vielen Fällen körperliche Belastung, weil eben unsere Muskeln einfach auf Grund ihrer Masse viel Zucker verbrauchen. „Ich habe aber auch schon eine meiner Dissertantinnen nach acht Stunden gemeinsamer Diskussion und gemeinsamen Schreibens, nach viel Kaffee mit Süßungsmittel, vielen Zigaretten und keiner Nahrung, bleich am Rande einer Ohnmacht gesehen. Ein Stück Torte brachte sie rasch wieder ins Lot.“ Der Schluss daraus: Nicht nur Diabetiker, sondern jeder kann in die lebensgefährliche Situation der Unterzuckerung geraten.

Stresshormone – Präventivbehandlung der Zuckerkatastrophe Es sind also, nochmals gesagt, eigentlich Extremsituationen gepaart mit Unachtsamkeit, die uns in gefährliche Zuckermangelsituationen bringen. Da ist es kein Wunder, dass Stresshormone wie etwa Adrenalin eine beachtliche Rolle in der Zuckerregulation spielen. In älteren Lehrbüchern steht, dass Unterzuckerung ein klassischer,

Praxiszentrum für schmerztheraPie im herzen von Graz

nÄher am menschen

von innen kommender Reiz für Adrenalinausschüttung sei. Warum? Weil wir seit langem wissen, dass bei Adrenalinerhöhung die Zuckerspeicher in der Leber ins Blut entleert werden. Nun kann aber eine Unterzuckerung eine wahrhaft lebensbedrohende Situation auslösen. „Wenn also erst so eine Bedrohung eingetreten sein muss, um ein Regelsystem in Gang zu bringen, so kommt mir das vor, als wenn der Bauer erst die Stalltüren schließen würde, wenn das Ross schon längst draußen ist.“

Quelle: „Süße Versprechungen“ von Sepp Porta, Michael Hlatky (Verlagshaus der Ärzte)

Primar Dr. tiesenhausen

oa Dr. strulak

Unter neuer Leitung durch Primar Dr. Christian Tiesenhausen und Mag. Stefan Günther hat das Privatklinikum Hansa mit 1. Februar 2013 ein multidisziplinäres Praxiszentrum für Schmerztherapie eröffnet. Im Hansa Praxiszentrum für Schmerztherapie können unterschiedlichste Arten von Schmerzen, sowohl akute wie auch chronische, mit den modernsten Methoden der Schmerzmedizin behandelt werden. Die Erstabklärung der Patienten erfolgt in einer der dem Privatklinikum Hansa angeschlossenen Facharztordinationen, die nachfolgende Behandlung wird je nach Bedarf ambulant weitergeführt, oder erfolgt stationär im Privatklinikum Hansa. Unsere Spezialisten unter der Leitung von OA Dr. Strulak und Primar Dr. Tiesenhausen verfügen über jahrzehntelange Erfahrung auf dem Gebiet der Schmerzbehandlung und bringen von ihren vielen Fortbildungsaufenthalten immer wieder neueste Methoden nach Graz. „Nur durch die vielfältigen Therapiemöglichkeiten können wir die bestmöglichen Ergebnisse für die Patienten erzielen“, erklärt OA Dr. Strulak, „wir bieten von Schmerzpumpen bis Rückennervenstimulationen, von CT-gezielten Schmerznervenausschaltungen bis zu mikroinvasiven Bandscheibeneingriffen, von einfachen medikamentösen Kombinationstherapien bis zu Infusionstherapien mit Opiaten alles an, was heute State of the Art ist.“ Die Spezialisten des Praxiszentrums für Schmerztherapie erreichen Sie: Tel: 0316 3600-0 E-Mail: aufnahme@privatklinikum-hansa.at

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Gesundheit

mir manifestierte, als er nach den Insulinspritzen eingeschlafen war und zum Schrecken seiner Freundin nach seinem Erwachen nur mehr unartikuliert lallte und unkontrolliert um sich schlug. In letzter Minute konnten wir ihm süße Limonade und einen Schokoriegel eingeben – nach zehn Minuten war er wieder normal“, so Porta. Es sind also wirklich gefährliche Situationen, die den Hirnausfall Schicht um Schicht begleiten, weil ja unser umsatzstärkstes Organ in fast allen Fällen nur von Zucker lebt, lange Hungerperioden ausgenommen.


Steirisches Lammfleisch bei Spar Genuss

Hunger! Essen! Jetzt! Koch-Amateure der Medienwelt enthüllen ihre Lieblingsrezepte

Stolz auf Lammfleisch: (v.r.n.l.) LK-Präsident Gerhard Wlodkowski, Karina Neuhold (Obfrau Weizer Schafbauern), Siegfried Rath (AMA) und Christoph Holzer (Spar)

Steiermarkweit wird von Spar AMAGütesiegel-geprüftes Lammfleisch der „Weizer Schafbauern“ angeboten. Die Nachfrage nach Schafmilch-Produkten und Lammfleisch ist um 10 Prozent gestiegen. „Alles ist strengstens kontrolliert“, so Spar-GF Christoph Holzer und Karina Neuhold, die Obfrau der „Weizer Schafbauern“.

Foto: Landespressedienst

Das höchste Gut

v.l.: Wolfgang Messner, Wolfgang Erlitz, Landesrat Johann Seitinger und Bruno Saurer sorgen für mehr Bewusstsein gegenüber Wasser.

Die Steiermark ist zum Glück mit Wasserreichtum gesegnet, doch weltweit wird speziell Trinkwasser ein immer gefragteres Gut werden. Der zuständige LR Johann Seitinger: „Gerade deshalb müssen wir mit Wasser sorgsam und respektvoll umgehen.“ Sein Nein zur Privatisierung ist unumstößlich. Die Wasserversorgung müsse im öffentlichen Eigentum bleiben. Zwei Zahlen: Ein Steirer braucht täglich 140 Liter, ein Amerikaner mehr als 300!

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Dienstschluss. Rasch nach durchblättert – so der Tenor gekocht hat. „Ich war überHause. Der Magen knurrt: bei der Buchpräsentation im rascht über die spannenden Er freut sich auf eine gute Grazer Landhauskeller. Ist Rezepturen.“ Wie immer das selbstgekochte Mahlzeit. doch die Vielfalt der Rezep- gemeint sein mag. „Man hat Aber wer will sich schon gleich gemerkt, dass stundenlang an den es wirklich die eigenen Herd stellen? Dass man Rezepte waren und dann aber nicht auf Fernicht irgendwo abtiggerichte zurückgreigeschrieben“, so der fen muss, das beweisen Starkoch. knapp 100 steirische ReVon Apfelnockerln dakteure und Experten bis hin zu Wurst­ aus der Kommunikatinudeln à la Eisenerz onsbranche. Sie präsenUnter den teilweise tieren im Buch „Hunger! wirklich fantasievollen Essen! Jetzt!“ (Pichler Rezepturen findet man Verlag) ihre LieblingsWilli Haider leicht witzelnd: „Nudeln und Reis etwa Thymian-Gnocrezepte der schnellen dürfen bei Journalisten nie ausgehen.“ chi mit Nüssen und Küche. „Vorgabe waren maximal 30 Minuten Zu- te so groß wie die der stei- Rettich, einen Chicken Quibereitungszeit und frische rischen Medienlandschaft. ckie – was immer das sein Zutaten“, so die drei Her- Auch wenn der bekannte mag –, die g’sunde Suppe, eiausgeberinnen Inge Farcher, Kochprofi Willi Haider wit- nen bunten Erdäpfelauflauf Elisabeth Holzer und Walter zelt: „Nudeln und Reis dürfen oder Garnelen in Pink. UnMüller. nie ausgehen.“ Er war es, der ser objektiver Eindruck: Ein Man bekommt wirklich die Rezepte auf Herz und Buch zum Gustoholen und Hunger, wenn man das Buch Nieren geprüft und nach- Entdecken neuer Ideen für Foto: Willi Haider

Foto: Krug

Von Isabella Hasewend

Jubel in der Grazer Prankergasse

Oliver Dombrowski (l.) räumte beim „World Spirits Award“ kräftig ab.

Die Destillerie FRANZ BAUER holte sich Ende März im Rahmen der GAST Klagenfurt Doppelgold beim „World Spirits Award“. Marketingleiter Oliver Dombrowski durfte sich über eine insgesamt große Ausbeute an Medaillen freuen, doch eine glänzte besonders: Die „Double Gold“ für Bauers „Knackige Haselnuss“. Mit jener Medaille werden nur Produkte ausgezeichnet, die in die Kategorie Weltklasse fallen. Daneben gab’s für das Grazer Traditionsunternehmen 5 weitere Goldzertifikate für: JagerTee, Wodka Stroganoff, Inländer Rum – 38 bzw. 54 % und Baracuda White Light Rum. KLIPP April 2013


KennenlernAngebot 3 Ausgaben „Kochen&Küche“

V.l.: Elisabeth Holzer, Kochprofi Willi Haider, Walter Müller, Weinprofi Otmar Birnstingl und Inge Farcher. Das Wichtigste kam von Landhauskeller-Küchenchef Lorenz Kumpusch – er bekochte bei der Präsentation die Journalisten nach ihren Rezepten.

die schnelle Küche. Objektiv gerade deshalb, weil keine/r der hochvermögenden KlippJournalistInnen im Buch vertreten ist. Deren Rezepte – Klipp produziert nichts Vordergründiges – hätten den Inhalt des Buches noch einmal getoppt. Unter den Koch-Amateuren finden sich neben gestandenen Journalistennamen wie Patterer, Felbinger, Albertani, Holzer oder Hroch auch Öffentlichkeitsarbeiter wie Stephan Thaler, Maximilian Ulrich oder Walter Mocnik.

Die Geschichte der halben Stunde Gemeinsam haben die Rezepte aber alle eines: Die

Gerichte sollten in maximal 30 Minuten zubereitet sein. „Bei einigen habe ich schon ein Auge zudrücken müssen, weil nicht zuletzt aufgrund der Vorbereitungszeit sich das nicht ganz ausgehen kann“, so Willi Haider zur berufsbedingten Neigung der Medienleute zur Unter- oder Übertreibung. Haiders eigenes Lieblingsrezept, das im Buch auch vertreten ist – ein Gröstl. „Weil es mir einfach am besten schmeckt und man Reste vom Vortag verwerten kann. Werden doch gerade in der heutigen Zeit zu viele Lebensmittel weggeworfen.“ Auch dass die Männer der Medienwelt den Kochlöffel schwingen, beweist die Re-

zept-Sammlung. Wobei dahingestellt sei, ob es im einen oder anderen Fall nicht eine „Einflüster-Partie“ der besseren weiblichen Hälfte ist. Den „Vogel abgeschossen“, könnte man sagen, hat Christian Jauschowetz (der übrigens auch zu einem Großteil für die Fotos im Buch verantwortlich zeichnet). Als „kurz und schmerzlos“ könnte man seine Saiblingsfilets mit Limetten bezeichnen: Fischfilets mit Limettensaft beträufeln, salzen, die Butter in der Pfanne schmelzen und die Filets von jeder Seite etwa 4 Minuten braten. Also dann: Ran an den Herd und Mahlzeit!

Zubereitung 1 Milch und Eidotter mit den Gewürzen aufkochen, Polenta und Haselnüsse unter ständigem Rühren einkochen und zugedeckt ziehen lassen, danach Knoblauch, Kürbiskerne und Kürbiskernöl einrühren. 2 Aus dem Eiklar Schnee schlagen und vorsichtig unter die Polenta heben. 200 g Milch 1 Eidotter Muskatnuss Salz und Pfeffer 50 g Polenta 10 g Haselnüsse, gehackt 1 Eiklar 2 Knoblauchzehen, fein geschnitten 20 g Kürbiskerne, geröstet und grob gehackt 40 g Kürbiskernöl 500 g Mischpilze (Eierschwammerln, Champignons, Braunkappen, Täubling) 1 kleine Zwiebel Petersilie Öl zum Anbraten Salz und Pfeffer 1 /2 Becher Sauerrahm

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€ l. MwSt. und Porto) (ink

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Kürbiskernölpolenta mit Mischpilzen

Zutaten für 4 Portionen

6,– r jetzt nu

3 Die Masse auf ein leicht geöltes Backblech streichen und bei 180 °C im vorgeheizten Backofen 10 Minuten backen, aus dem Ofen nehmen und noch heiß in Dreiecke schneiden. 4 Die Pilze waschen, putzen und klein schneiden, Zwiebel schälen und fein schneiden, Petersilienblätter grob schneiden. 5 In einer geeigneten Pfanne etwas Öl erwärmen, Zwiebel leicht dünsten, Pilze zugeben, so lange rösten, bis die Flüssigkeit verdampft ist, mit Salz und Pfeffer würzen. 6 Petersilie dazugeben und mit Sauerrahm vollenden, zusammen mit den Polentaecken heiß servieren. Je nach Saison können für das Gericht auch nur Champignons verwendet werden.

Ja ich bestelle … 3 Ausgaben von „Kochen&Küche“ zum Kennenlernpreis von 6,– Euro. Wenn ich mich nicht nach Erhalt der dritten Ausgabe innerhalb von 14 Tagen schriftlich melde, möchte ich „Kochen & Küche“ zu dem jeweils gültigen Jahresabopreis weiterbeziehen (€ 31,90 inkl. MwSt. und Porto).

Vorname Nachname Straße PLZ

Ort

Telefon Datum

Unterschrift

Bestellkupon ausfüllen, ausschneiden und einsenden an: Kochen&Küche, Hofgasse 5, 8010 Graz 37

www.kochenundkueche.com


Wenn man das Urlaubsland Steiermark mit einem einzigen Wort beschreiben müsste, wäre es wohl Vielfalt. Während Anfang April noch die letzten Skiurlaube im Grünen Herz verbracht wurden, bereiten sich Touristiker längst auf den Sommer vor. Von Helmut Dietl Das Ziel dabei lautet: 6 Mio. Nächtigungen. So viele Übernachtungen werden für die kommenden Sommermonate angepeilt. „Als einziges Bundesland verzeichnet die Steiermark seit dem Jahr 2004 bei den Sommergästen jedes Jahr Zuwächse. Das ist phänomenal“, betont Tourismusreferent Hermann Schützenhöfer. Der Sommer 2012 konnte bei den Ankünften mit 33.100 zusätzlichen Gästen ein

nicht unwesentlich zu dieser erfreulichen Entwicklung bei. Um dieses Niveau zu halten, gilt es fortan an nationalen und internationalen Werbemaßnahmen sowie Konzepten zu tüfteln. Die steirischen Tourismusregionen setzen dabei gleichsam auf Altbewährtes und Neues. In der Hochsteiermark etwa nutzt man heuer das 170ste Geburtsjahr von Peter Rosegger verstärkt für entspre-

(v.l.) LH-Stv. Hermann Schützenhöfer und Georg Bliem (GF Steiermark Tourismus) im Jahr des Wassers, damit es grünt und blüht im Grünen Herz.

Die Weichen stehen auf Sommer Plus von 1,8  % erzielen. Nach Schützenhöfers Ansicht trägt der Run auf Urlaub im eigenen Land

chende Programme und Veranstaltungen. Daneben präsentiert die Gegend amüsante Angebote rund

ums Thema Flirten – sogar ein Flirtdiplom kann erworben werden. Hingegen lockt der Süden samt Landeshauptstadt einmal mehr mit Kulinarikgenüssen, dem GenussSpektakel bis hin zu einem Picknick mit Lipizzanern sowie Koch- und Gartenkursen in der Oststeiermark. Freizeitbegeisterte können auch erstmals von der neuen Hängebrücke am Dachstein Gebrauch machen sowie von einem Bett unter freiem Himmel in der Ramsau. Außerdem dürfen sich AirpowerFans im Juni wieder auf einen Besuch im Murtal freuen. Da nun die Steiermark aber ohne Wasser nicht so grün wäre, nimmt das gesamte Bundesland das heurige „Internationale Jahr des Wassers“ zum Anlass, um auf Freizeitaktivitäten an Seen, Flüssen sowie in Thermen aufmerksam zu machen. „Auf die steirische Tourismusvielfalt wird mehr denn je übers Internet aufmerksam gemacht, da es das Informationsmedium Nr. 1 ist“, so Georg Bliem von Steiermark Tourismus.

D

ie Steirische Wasserwirtschaft sichert die Versorgung mit gutem Trinkwasser. Eine Vielzahl von Maßnahmen

zum Schutz des Wassers sowie der Errichtung und Instandhaltung von Anlagen sowie Adaptierungsmaßnahmen garantieren eine optimale Wasserversorgung unseres Landes auch für künftige Generationen. Wasser – unser KOST-barstes Gut.

Wir Steirer können

jedem daS WaSSer reichen

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Reinste Natur in jedem Schluck. Das Beste für jeden Geschmack Alte Rezepte, Innovationen und traditionelle Sorten – der Name Gösser bürgt immer für höchste Qualität, reinste Natur und lebendige Tradition. Und natürlich besten Geschmack. Und das seit 1000 Jahren. Eine echte steirische Erfolgsgeschichte.

Große Marke. Mit seiner langen Geschichte gehört Gösser zu den ältesten Biermarken Österreichs. Damit ist Österreichs bestes Bier fest mit den Traditionen, Werten und der Geschichte unserer Heimat verbunden. Lebendigkeit und Innovationskraft haben das Bier aus Göss über die Zeit hinweg zu einer der größten Marken auf dem Biermarkt gemacht – und zu einem Stück Österreich. Märzen Gold Spezial Zwickl Dunkles Zwickl NaturRadler NaturRadler Kräuter Naturgold Stiftsbräu Bock

Brauunion-Verkaufsdirektor Gerald Paunger: „Gösser Bier steht für reinsten Genuss und ist in jeder Beziehung ein österreichisches Qualitätsprodukt mit viel Tradition, gebraut in unserer Heimat. Durch die große Sortenvielfalt hat Gösser für jeden Geschmack das Richtige. Mit ihren Innovationen setzt die Marke Jahr für Jahr neue Maßstäbe.“

neuartige Rezeptur und Brautechnologie ermöglicht vollmundigbierigen Geschmack und reinste Erfrischung, jeden Tag, zu jeder Zeit.

Ein „kühles Blondes“ ist immer und überall in Mode.

Große Qualität. Für Gösser werden nur Rohstoffe höchster Qualität verwendet und nach speziellen Rezepten zur unvergleichlichen Gösser-Qualität veredelt. Reinstes Quellwasser aus der Obersteiermark, erlesener Hopfen aus dem südsteirischen Leutschach und sorgfältig ausgesuchte und getrocknete zweizeilige Sommergerste von heimischen Feldern werden durch die Kunst der Braumeister zu Österreichs bestem Bier.

Große Vielfalt. Neben den traditionellen Biersorten setzt man bei Gösser aber stets auf Innovation und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt der Bierlandschaft in Österreich und zur hohen heimischen Bierkultur. Nach dem enormen Erfolg der Naturradler Zitrone und Kräuter folgte im heurigen Jahr die nächste Revolution auf dem heimischen Biermarkt. Gösser Naturgold ist das erste naturtrübe, alkoholfreie Märzenbier. Die

helles Vollbier, strohgelb, angenehm hopfig mit feinen Malztönen, harmonischer Geschmack leuchtend goldgelb, frische pilsartige Struktur, vollmundig, am Gaumen perfekt ausbalanciert intensiv goldgelb, kräftiger Körper, hopfig fruchtiger Geschmack naturtrüb, braufrisch, weicher harmonischer Geschmack dunkel, braufrisch, vollmundig, weicher Geschmack mit natürlichem Zitronensaft, naturtrüb, erfrischend leichter Biergenuss erfrischend leicht, naturtrüb, einzigartig harmonischer Geschmack naturtrüb, ohne Alkohol. Bierig, vollmundig, mit feiner Hopfennote. Ein unvergleichlicher Biergenuss. dunkel, dicht und cremig, gestützt von zarter Süße gehaltvoll, intensiver Malzduft, kraftvoller Abgang, ein festliches Vergnügen

KLIPP April 2013

Große Zukunft. Gösser ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Stets der besten Qualität verpflichtet und mit großer Leidenschaft wird Gösser auch in Zukunft die Wünsche der Biergenießer erfüllen und mit neuen Ideen den heimischen Biermarkt beleben.

Alkoholgehalt Stammwürze 5,20% 11,8° 5,30% 12,2° 5,70% 13,2° 5,20% 11,8° 5,70% 13,2° 1,90% 9,8° 2,00% 9,8° 0,50% 7° 4,20% 11,8° 7,10% 16,2°

Gösser NaturGold: Innovation in Sachen alkoholfrei.

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Große Geschichte. Um das Jahr 1000 wurde auf einem Ackerland beiderseits der Mur ein Kloster errichtet, in dem – wie in alter Zeit Tradition – von den Nonnen Bier gebraut wurde. Bis zu seiner Auflassung 1782 war das Nonnenstift Göss kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt der Gegend. Die Tradition des Bierbrauens in den Stiftsgebäuden lebte wieder auf, als 1860 der Bierbrauer und Unternehmer Max Kober Teile des Klosters erwirbt und die Klosterbrauerei reaktiviert. Mit der Gründung einer Aktiengesellschaft im Jahr 1893 legt Max Kober den Grundstein für die Entwicklung zu einer der bedeutendsten Brauereien Österreichs. Gösser ist auch ein Stück österreichischer Zeitgeschichte: Beim Galadiner zur Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages 1955 wurde Gösser Spezial serviert. Die Brauerei Göss, Geburtsstätte von Österreichs bestem Bier, gehört heute zu den modernsten Brauereien unseres Landes.

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Fotos: Bruno Blum, www.christian-martin-weiss.com

W ri r F et iz s ec ihta f t

Jetzt fahren wir Kreuz!

Winterflucht auf einem Kreuzfahrtsschiff: eine komfortable, unterhaltsame und bestens organisierte Variante.

Zugegeben, die Formulierung „sich eine Kreuzfahrtkabine auf die Seite legen lassen“ hat seit dem tragischen Unglück vor Giglio etwas Beigeschmack. Für KLIPP haben wir es trotzdem getan, auf der Costa Deliciosa, mit der Route Savona – Barcelona – Casablanca – Santa Cruz de Tenerife – Funchal/Madeira – Malaga – Rom – Savona.

Von Walter Fabian Perfekte Flucht aus dem heimischen Winter also, und wer es stressfrei angehen will, reist schon am Vortag nach Savona an, immerhin rund 800 Kilometer von Graz entfernt, gibt sich zum Einstimmen eine Nacht in der Innenstadt von Savona oder Genua. Einchecken am Vormittag und Chapeau für die perfekte CostaLogistik: Parkplatz, Gepäcks- und Ticketservice funktionieren auf Anhieb, und der fast 300 Meter lange Riesenkahn, der mit rund 2500 Passagieren an Bord um 9 Uhr angelegt hat, ist am frühen Nachmittag von oben bis unten geputzt, gebunkert, betankt und bezugsfertig für die neuen Gäste. Ablegen um 17 Uhr, Kurs Barcelona, bald schlägt die Stunde der Barkeeper, Köche, Animatoren und Künstler. Publikum bunt gemischt, „einige Hundertjährige“ in Begleitung ihrer Eltern, aber auch Jugend und Mittelalter und viele Paare mit kleinen Kindern. Sofort ist klar: Futter gibt es in irgendeiner sehr gelungenen Form nahezu rund um die Uhr, auf jeden Fall von 6 Uhr morgens bis zwei Uhr in der Früh, und wer nur das halbe Angebot nützt, passt nach 52

der Rückkehr nicht einmal mehr in den Wintermantel. Unbedingt zu empfehlen ist das All-inclusive-Getränkepaket um wohlfeile 20 Euro pro Tag und Person. Leistungstrinker an den Cocktail-Bars sind da schon am frühen Vormittag im Plus, bis zum Nachmittag schafft das sogar ein Abstinenzler von der Heilsarmee, zumal ein kleines Extratrinkgeld für den Lieblingssteward gleich am Anfang die Serviergeschwindigkeit beträchtlich steigert. Das gilt auch für die Kabinenstewards, die ohnehin jeden Wunsch von den Augen ablesen, und wer das Entlohnungsschema des Bordpersonals kennt, weiß auch, warum sich diese Damen und Herren über einen „Tip“ so freuen. Ansonsten funktioniert ja alles bargeldlos über die Costa Card, bis hin zur Endabrechnung, die vor dem Auschecken in der Kabine liegt. Die „ökumenische Kraft“ der Theke und die Bordgemeinschaft an sich machen es unterwegs praktisch unmöglich, allein zu bleiben. Man lernt einander kennen, hat Spaß und erträgt auch den deutschen Dichterfürsten, der die Tischrunde

mit einem täglichen Reim beglückt, wie: „Hat der Käpt’n eine Freundin aus Litauen, kann er nicht auf Klippen schauen.“ Jedenfalls gilt auf einer Kreuzfahrt mit so vielen lieben Mitreisenden das Motto „antizyklisch“, also zum Blackjack oder Roulette ins Casino, während sich der Großteil in der Dinner-Sitzung oder in der Theatershow drängt. Ins Spa oder Fitnessstudio am frühen Nachmittag, während alle an Deck und an den Pools lagern, und überhaupt kein Gedränge herrscht am Golfsimulator der neuesten Generation, wo man St. Andrews ebenso spielen kann wie eine simple Driving Range, noch dazu unterstützt von einem freundlichen Pro. Kein Abseilen gibt es dagegen bei der obligatorischen Rettungsübung: Schwimmweste überziehen und ab zum vorgegebenen Sammelpunkt. Einige nehmen’s ernst, andere als tolles Fotoshooting und viele fragen sich, ob das im Ernstfall wirklich so funktioniert, bei Krängung, Finsternis und Sturm. Zurück ins Licht, die Sache mit dem Dresscode ist auch nicht mehr so ernst zu nehmen, da sit-

zen etliche Herren recht hemdärmelig beim Abendessen, nur beim Galadiner hätten sie am Schiff halt gerne Jackett und Kulturstrick. Aber wie heißt es so schön: „Das Noble ist auch nur eine Sau, die manchmal Auslauf braucht.“ Ach ja, ein Herz für Raucher haben sie bei Costa (noch). Zigarrenbar gibt es, einige Tische mit Aschenbechern in der Hauptbar und auf dem Achterdeck auch, und wer eine Balkonkabine gebucht hat, kann sich zum Pofeln auch dorthin zurückziehen, außer es wird gerade nachgetankt, dann herrscht striktes „Tschick aus!“ an Bord. Für angehende Dancing Stars

... ist ein Kreuzfahrtschiff offensichtlich ein Ort artgerechter Haltung und auch schwächelnde Untänzer, die es nicht schaffen, sich den allgegenwärtigen Animateuren und (sehr attraktiven) Animateurinnen zu entziehen, finden sich unweigerlich in einem Tanzkurs, einem Spiel, einem Quiz, einer Führung durch das Schiff oder beim Bingo wieder. Als Fluchtpunkte empfehlen sich die gut sortierte Shopping Mall KLIPP April 2013


oder die Ausstellungsgalerien der Bordfotografen, die allerdings ein bisserl ums Geschäft bangen, seit alle mit den Handys selbst fotografieren. Wesentliches Merkmal einer Kreuzfahrt ist jedenfalls das Fehlen einer eigenen Kümmerei. Die besorgen unzählige Fremdkümmerer perfekt, bis hin zu den buchbaren Landausflügen. Beim Einlaufen in jeden Hafen warten dann schon mindestens 30 Busse. Allerdings auch unzählige Taxler, die Besucher kaum teurer, aber gezielt und zu verhandelbaren Preisen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten bringen. Tiefschürfende Einblicke sind bei diesen Ausflügen klarerweise nicht zu erwarten, aber „man hat’s zumindest gesehen“. „Berge von unten, Kirchen von außen, Wirtshäuser von innen“

Die Anhänger dieses touristischen Traditionsprinzips sind auch zu Fuß voll dabei, und wer etwa in Barcelona ohnehin schon zwei Paar Schuhe zwischen Rambla, Montjuic und Gaudi verhatscht hat, ist auch mit einem Tag an Bord bei fast leerem Schiff bestens bedient. Natürlich sollte man in Casablanca den Boulevard de Paris, den Basar und die Hassan-II.-Moschee gesehen haben, auf Teneriffa nicht nur die Innenstadtbodegas und Cafés von Santa Cruz, sondern auch den Teide. Auf Madeira muss man klarerweise mit der Seilbahn nach Monte, die Nossa Senhora anschauen und an unseren politisch patscherten, aber dafür selig gesprochenen HabsburgerKarli denken, ehe man mit dem Korbschlitten wieder talwärts zur Markthalle nach Funchal fährt. KLIPP April 2013

Seit sie dort den alten Steinbelag durch Asphalt ersetzt haben, müssen die Schlittenführer übrigens mehr schieben als bremsen und von Zeit zu Zeit die Kufen mit öligen Fetzen einschmieren, damit es rutscht.Pico Arieiro, Curral des Freiras und Camara de Lobos per Taxi wären eine Alternativroute, aber ein Espada in einem der tollen Restaurants in Funchal und eine Teestunde in Winston Churchills seinerzeitigem Fünf-SterneInselstützpunkt Reid’s Palace sind die Wahl der Damen. Vom Atlantik wieder zurück zwischen Tanger und Gibraltar ins Mittelmeer, Kurzbesuch in Malaga und weiter nach Civitavecchia, von wo es mit dem Zug in einer knappen Stunde nach Rom geht. Endstation Vatikan, die Herren Orbi und Urbi, die der Papst sonst immer segnet, sind leider grad nicht da, dafür Engelsburg, Forum Romanum, Colosseum, Trevi-Brunnen, Spanische Treppe und all die anderen steinernen Hindernisse zwischen den wunderbaren Boutiquen, die jede Frau trotzdem problemlos findet. Vorbei an Giglio zurück nach Savona und auch das Ausschiffen funktioniert perfekt. Auto da, Gepäck da und am Ende von zwölf durchaus amüsanten Tagen fällt einem unweigerlich die clevere deutsche Rentnerin ein, die im Internet schlüssig vorgerechnet hat, dass sie bei Ausnutzung aller Buchungsrabatte für das gleiche Geld, das sie in einem drögen Seniorenheim zahlt, auch das ganze Jahr über auf einem Kreuzfahrtschiff leben und noch etwas von der Welt sehen könnte. Betreuung durch den Schiffsarzt inklusive. Wär doch eine Überlegung wert …

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Relaxen an den Pools – nur eine von unzähligen Möglichkeiten, auf einer Kreuzfahrt Spaß zu haben.

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für das Kinderkrebshilfe-Projekt „Die Sonneninsel“

Von Head Pro Ali Rosker im Golfclub Erzherzog Johann, Maria Lankowitz Internet: www.golfschule-ali.at E-Mail: office@golfschule-ali.at

Trainieren mit System

Richtige Gewichtsverlagerung

Nur wer richtig übt, wird auch gut spielen. Bestes Hilfsmittel: ein parallel zur Ziellinie liegender Schläger. Sie können zehn Stunden täglich auf der Driving Range stehen und so viele Bälle schlagen, bis Sie Blasen an den Händen haben, aber wenn Sie nicht die richtigen Dinge mit der richtigen Technik üben, werden sie gar nichts erreichen. Wollen Sie Ihr Spiel ernsthaft verbessern, müssen Sie mit einer konstruktiven Vorstellung Ihr Training aufbauen. Ich empfehle Ihnen dabei Folgendes: Legen Sie stets bei jedem Schlag einen Schläger vor Ihre Füße, und zwar in paralleler Ausrichtung zur

Ball-Ziellinie, damit Ihre Ansprechposition korrekt ist. Denken Sie daran: Eine schlechte Ausrichtung vor dem Schlag bewirkt immer Fehler im Schwung. Vergewissern Sie sich, ob Ihre Ansprechposition, Griffhaltung und Ausrichtung der Schultern zum Ziel hin korrekt sind, und schlagen Sie los. Dies sind die Grundvoraussetzungen für einen guten Golfschwung. Also: Schläger parallel vor die Füße und der Rest wird Ihnen dann um vieles leichter fallen.

Schauen wir uns einmal an, worauf es ankommt, damit Ihr Schwung konstanter wird.

Beim korrekten Aufdrehen des Körpers – wie eine Feder – wird das Gewicht eindeutig auf die rechte Seite verlagert.

Von „reverse pivot“ spricht man, wenn man das Gewicht beim Rückschwung auf die linke Seite verlagert.

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er erste schottische Maso- Regeln ausgeschlossen ist. Um diechist erfand das Baum- sen Rekordversuch erfolgreich zu stammwerfen. Dadurch be- beenden, muss Gardiner täglich kam man erstklassige Leisten- dreieinhalb Plätze bespielen und brüche. Der zweite schottische Ma- dabei legt er rund 21 Kilometer sochist erfand den Kilt. Damit konn- zurück. Der Golf-Pro muss immer te manBesucher-Run einander bei den täglichen „Großer auf die Städte in Europa ... die maximale Anzahl an Schlägern Fünf-Uhr-Stammesfehden ohne tex- (insgesamt 14) bei sich haben. Getile Behinderung in Trend die Leistenstartet wurde amvom 27. Graz Mai 2009 in Dass Städtereisen im liegen, Hardt-Stremayr Tourisbrüche treten. Der dritte schottische Graz beim Golfclub Puntigam; das ist allgemein bekannt. Entspre- mus. In der steirischen LandesMasochist erfand den kreischenden Ende folgt am 5. Juli in Murstätten. chende Nächtigungen steigen nicht hauptstadt etwa gelten Kultur, GeBeutel aus Ziegenleder, das einzige John Gardiner sammelt während nur in internationalen Destinatio- nuss sowie das sonnige Flair als Instrument, das noch schriller klang dieses Rekordversuchs für die nen wie London oder Prag, als die Schmerzensschreie der insondie Hauptmotive eines Besuchs. Die dern auch hierzulande. Städte wie hiesigen Nächtigungszahlen splitLeistenbrüche Getretenen. Der vierWien, Innsbruck und Graz haben in ten sich zu je 50 Prozent auf Freite schottische Masochist aber erfand Golf. den vergangenen zeit- sowie GeschäftstouDamit konnte sich bequem die Jahren gehörigman zugerismus und der Zuwachs eigenen legt und Zehennägel der gesamt-abschlagen, um beträgt gegenüber der restvon den Schmerzen in den Leistenösterreichische Relichen Steiermark seit der brüchen abzulenken, und auch sonst kordwert mit 131 vormaligen Bestmarke im reichlich Depressionen sammeln. Mio. Nächtigungen Jahr 1992 64,8 %. „Noch Der geneigte Leser möge den histoim Vorjahr ist verzeihen, wenie haben Städte so viel rischen Exkurs der jedoch das Verständnis sentlich auf diese für die derzeizum Tourismusergebnis tigen Vorgänge in der Steiermark ebEntwicklung zurückbeigetragen wie derzeit“, net: Mit der zuführen. Der üblichen Anteil knapp 15betont Hardt-Stremayr. kommt uns zugute“, so jährigen Verspätung „... gegenüber an diesem Ergebnis Dieter Hardt-Stremayr. Doch wie sieht er aus, der weltweiten Trends sind wir nunmehr stammte im Vorjahr typische Städte-(Graz-) – umso rasanter – auf dem Weg zum mit 14,4 % aus den LandeshauptTourist? Rund vierzig Jahre alt, sehr Golfland, mehr als 100.000 spielen städten. „Diein Tatsache, dass die gut gebildet und mit überdurchmittlerweile der Alpenrepublik. Menschen kürzer, öfter undans mehrHoch vom Dachstein an bis Bett schnittlich hohem Haushaltseinder Raab folgt man eifrig dem Beimals pro Jahr verreisen, kommt eu- kommen. Er stammt vor allem aus spiel früher schottischer die den USA, Großbritannien, Deutschropaweit den Citys undHirten, natürlich angeblich mit gebogenen Stöcken auch uns zugute“, betont Dieter land, Italien, Japan oder Russland. getrockneten Schafkot und Steine durch die Gegend schleuderten. Was damals gratis war, braucht heute allerdings ein Schlägerset, das Österreichische Kinderkrebshilfe, man schon für einige hundert Euro dabei werden ihn auch etliche probekommt und dem nach oben kaum minente Sportler unterstützen. EntGrenzen gesetzt sind. So sieht sprechende Spendenboxen stehen KLIPP-Kolumnist Iwan T. Cash die auf jedem österreichischen GolfGolf-Welt. platz. Beim Kinderkrebshilfe-ProEin Nachfahre der Schafhirten, der jekt handelt es sich um ein geplangebürtige Schotte John Gardiner, tes Nachsorgezentrum am Wallersee will – unterstützt von Intersport Eybl in Salzburg, das 3,5 Millionen Euro und dem Österreichischen Golfver- kostet, die durch Spendengelder band – es in irgendeiner Weise sei- aufgebracht werden sollen. „Wir nen Landsleuten gleichtun und be- wollen dort Kinder wieder fit fürs reitet sich auf einen Rekordversuch Leben machen“, so Steiermark-Kinvor. Er möchte in 40 Spieltagen derkrebshilfe-Präsident Dr. Moser. sämtliche 139 Golfplätze in Österreich bewältigen. Und das ohne KLIPP-Golf-Experte Ali Rosker hat Hilfsmittel, was so viel heißt, dass natürlich für einen guten Zweck die Nutzung eines Caddys, eines E- diesmal den Großteil „seiner Seite“ ❖ Trolleys oder Clubcars durch die bereitgestellt. KLIPP April Mai 2009 KLIPP 2013

Therme Lutzmannsbrurg

FREIZEIT

Ein Nachfahre schottischer Schafhirten will’s möglich machen

Fotos: Steiermark Tourismus/Melbinger (1), ikarus.cc (1)

GOLFTRAINING

Einzigartiger Rekordversuch in 40 Tagen Der typische Graz-Besucher


Beim Tennis wichtig:

Wodurch kann uns der Gegner stören? Ideal für Tenniscamps und zum Urlauben: Die Halbinsel Istrien.

Der Gegner stört uns immer dann in unserer Konzentration, wenn er Dinge tut, die nicht im gewohnten Rahmen ablaufen oder Emotionen in uns hervorrufen und die daher unsere Aufmerksamkeit auf sich und damit von den wichtigen Konzentrationspunkten ablenken. Alles, was uns ärgert, neu ist oder ungewohnt dosiert wird, lenkt unsere Konzentration zumindest kurzfristig auf sich, so lange nämlich, bis man es „durchschaut“ hat und man sich beruhigt wieder Wichtigerem zuwenden kann. Meist genügt jedoch diese kurze Ablenkung, dass man zumindest

für den nächsten Ballwechsel nicht ausreichend konzentriert ist. Diese Störungen können unbewusst erfolgen, sehr oft sind es aber bewusst gesetzte Aktionen der gegnerischen Taktik.

Konzentration ist schon der halbe Sieg Wenn der Gegner stört Ich: „Anscheinend kann er mich mit spielerischen Mitteln nicht schlagen, so dass er zu Unsportlichkeiten greifen muss. Das baut mich auf, ich konzentriere mich auf mein Spiel.“

Der Gegner stört erneut. Ich: „Ich weiß, was du bezweckst, aber es gelingt dir nicht. Alles prallt an mir ab, weil ich ruhig und konzentriert bleibe.“

Natürlich können Sie die Technik und Tricks der Tenniskunst jetzt in der warmen Jahreszeit auch in den vielen steirischen Tennisklubs – in Ihrer Umgebung gibt’s zumindest einen sicher – erlernen. Wenn Sie sich aber die Raffinessen intensiv und „konzentriert“ geben wollen, und das in einer Urlaubsumgebung, dann können Sie das in den Tenniscamps von Hannes Zischka Tennis und Wagner Tennis auf Istrien tun. Beide bieten attraktive Wochenend- und Wochenpakete. Klicken Sie rein: www.wagnertennis.at www.zischka.at

FREIZEIT

Die richtige Einstellung zum Gegner

Der Gegner macht letzte verzweifelte Versuche. Ich: „Wer das Spiel gewinnt, ist noch nicht entschieden. Psychisch habe ich aber bereits gewonnen.“ Alles mit Humor und Gelassenheit genommen, aber die sind ja wichtig für das Gewinnen. Quelle (Text und Illustration): „Freude mit Tennis“ von Helmut Hauer (ÖTS Tennisakademie Schriftenreihe Band 1)

Foto: Rogner Therme

Mit gutem Gewissen urlauben

Tiere in der hauseigenen Rogner Landwirtschaft leben wie im Paradies.

Als Träger des Österreichischen Umweltzeichens ist das Rogner Bad Blumau Pionier in Sachen Umweltschutz und nachhaltige Nutzung von Ressourcen. Das gilt nicht nur für die Beheizung und Stromerzeugung durch die hauseigene Geothermieanlage mit der Vulkania®-Heilquelle, sondern auch für die Herkunft der Lebensmittel. Ein Großteil stammt aus vorwiegend biologischer Landwirtschaft der Region: Gemüse vom Bauern ums Eck, Brot vom Bäcker

aus dem Ort und die Forellen und Saiblinge schwammen zuvor in einem nur zwölf Kilometer entfernten Teich. Zudem bewirtschaftet das Rogner Bad Blumau auch Felder mit Gartengemüse und biologischen Blumen sowie einen biologisch zertifizierten Garten mit Kräutern und eine symbiotische Tierhaltung von Schafen, Hühnern und Schweinen. Die Partnerschaften eröffnen neue Chancen, stärken den Wirtschaftsstandort und schonen die Umwelt.

Zeit mit der Familie verbringen,

entspannen und Erholung finden, eintauchen in das erfrischend prickelnde Wasser der Baby- und Kindertherme Lutzmannsburg oder aktiv sein und die umfangreichen Möglichkeiten der Region nutzen, Qualität genießen und sich rundum verwöhnen lassen - das ist Urlaub im Thermenhotel ALL IN RED**** oder in der Hotel-Pension Angerer***!

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Unser Angebot für Kinder, Kleinkinder und Babys Kinder von 0 bis 1,9 Jahren ab € 10,00 Kinder von 2 bis 5,9 Jahren ab € 20,00 Kinder von 6 bis 9,9 Jahren ab € 30,00 Kinder von 10 bis 14,9 Jahren ab € 40,00 Erwachsene ab € 99,00

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April 2013 ihreKLIPP hotels bei der sonnentherme lutzmannsburg.

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Heiraten im Sulmtal

Von C wie Cabriofahren b Foto: Petr Blaha

Hüte den Hauben vorzieht, kann sich auch unter einem riesigen Steirerhut trauen lassen, direkt auf der grünen Wiese. Infos: Tel.: 03456/ 3500 www.sulmtal-sausal.at

Foto: Schlossgut Oberambach

Die beliebteste Zeit zum Heiraten bleibt nach wie vor der Frühling, wenn die Lerchen und die Herzen hoch in den azurblauen Steirerhimmel fliegen. Auf Schloss Ottersbach etwa wandeln Paar und Hochzeits­ gesellschaft unter alten Bäumen und über verträumte Wege bis zur Kapelle. Klassiker beim Heiraten sind Kirche und Standesamt, aber der Bund fürs Leben lässt sich im Sulmtal auch mitten im Weingarten unter dem Klapo­ tetz, der klappernden Vogelscheuche als Wahrzeichen der Südsteiermark, schließen. Und wer die

GourmetWandern am Starnberger See Man muss nicht stundenlang sitzen. Kulinarische Höhenflüge lassen sich auch unterwegs erleben. Zumindest im Starnberger Fünf-Seen-Land. Hier sind die bayerischen Hoflieferanten zuhause, die einst das Königshaus im nahe gelegenen München bedienten. Und hier ist die Landschaft einfach viel zu schön, als dass man seine Zeit steif am Tisch verschwenden möchte. Also auf zum

Schwimmen und Relaxen am Achensee Im Rieser Aktiv & Spa Resort am Achensee findet man ein Hoteljuwel, das Wellness- und Fitnessurlaub im großen Rahmen bietet. Am Ufer des Biobadeteichs des Aktiv & Spa Resorts schmiegt sich eine 4.000 m² große Spa-Oase auf drei Ebenen in die traumhaft schöne Landschaft, die vom orientalischen Hamam bis zur exquisiten Private Spa Suite jeden Wellnessluxus bietet. Die Wärmewelten im neuen Saunarefugium definieren mit ihrer Vielfalt und mit er-

lebnisreichen Aufgüssen und Ritualen Saunakultur neu. Ausgiebig geschwommen und relaxt wird im 1.000 m² großen Biobadeteich, im Hallenbad oder beheizten Freibad. Außerdem lädt das „Meer Tirols“, wie der große See gern genannt wird, an seinen Strand ein – zum Schwimmen, Segeln, Surfen, Tauchen und Bootfahren.

Wandern. Genau gesagt, zum Gourmet-Wandern. Während Starnberg selbst zu kulinarischen Stadtführungen lädt, treffen sich Feinschmecker ein paar Kilometer weiter südlich in Münsing, um die Wanderschuhe zu schnüren und sich Schritt für Schritt durch kulinarische Genüsse und landschaftliche Reize betören zu lassen. Infos: Tel.: 0049 (0) 8151/ 90 600 www.sta5.de

Nervenkitzel und Abenteuer am Südtiroler Kronplatz

Infos: Tel.: 05243/ 5251 www.hotel-rieser.com

Foto: Löw

Foto: Laurin Moser

Himmelsstiege in der Wachau

Das Vier-Sterne-Gartenhotel Pfeffel gleich neben Dürnstein hat sich für den Frühling fein herausgeputzt. Alexander Pfeffel hat sich – speziell für zwei – ein neues Gartenkonzept ausgedacht und dafür die Himmelsstiege, einen steil ansteigenden Pfad, mitten in die ehemaligen Weingärten hinter dem Haus zu terrassenartigen 56

Nischen umgebaut. Hier ist Platz und Ruhe für ein besonders gutes Glas Wein zu zweit, für Momente voll Ruhe und Beschaulichkeit, für einen Blick auf die Donau inmitten der grünen Natur. Infos: Tel.: 02711/ 206 www.pfeffel.at

Gerade die jugendlichen Gäste der „Generation Facebook“ begeistern sich für die „Zip-Line“ im Südtiroler St. Vigil. Auf der drei Kilometer langen Stahlseilkonstruktion saust man auf Rollen mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde und bis 100 Meter über dem Talboden den Berg hinab und überwindet dabei 420 Höhenmeter. Im Hochseilklettergarten „Kronaction“ am Badesee Issinger Weiher bei Pfalzen im Pustertal erlebt man Nervenkitzel in luftiger Höhe, gut gesi-

chert und sorgfältig eingewiesen von professionellen Guides. So gibt es spezielle Parcours für Teamtrainings oder für Könner mit besonders schwierigen Hindernissen, auch für Kinder wurden auf ihre Größe abgestimmte Strecken eingerichtet. Am Abenteuertag erleben Kinder von 6 bis 12 Jahren einen ganzen Tag im Abenteuerpark ohne ihre Eltern. Infos: Tel.: 0039 0474/ 555447 www.kronplatz.com KLIPP April 2013


Cabrio-Feeling um den Wörthersee

bis Z wie Zip-Line

schmarren-Kochen, einer kulinarischen Kulturwanderung bis hin zum mondänen Picknick auf einer Waldlichtung versprechen die Tage sinnliche Genüsse“, verrät Andrea Grossmann. Infos: Tel.: 04272/ 2479 www.balancehotel.at

Seite an Seite mit Spitzenläufern aus dem Laufwunderland Kenia zu trainieren, ist der große Traum vieler Hobbyläufer. Wer es probiert hat, schwärmt begeistert davon als Motivations- und Leistungsturbo. Entsprechend begehrt ist die Teilnahme an den traditionsreichen Kenia-Laufcamps, die von 30. Juni bis 31. ­August 2013, neun Wochen lang, im HöhenLaufzentrum Turracher Höhe in

e­ iner Höhenlage zwischen 1.763 m und 2.205 m stattfinden. Die Teilnahme kostet ab 440 Euro pro Person und Woche. Inklusive sind umfassende kenianische Trainingsbetreuung, Vollpension und Übernachtung. Zusätzlich zu den Wochencamps gibt es wöchentlich zwei Schnuppertrainingstermine. Infos: Tel.: 04275/ 83 92-0 www.turracherhoehe.at

Radeln – für Bequeme, aber auch Sportliche Genussradfahrer und ambitionierte Mountainbiker kommen in Algund gleichermaßen auf „ihre Kilometer“. Während die einen gemütlich mit dem E-Bike durch blühende Obsthaine gleiten, treten die anderen hart in die Pedale – bergan und damit hoch hinaus über Algund in die atemberaubende Bergwelt Südtirols. Ist man

erst einmal im alpinen Radfahrerparadies Algund angekommen, lässt einen diese vielseitige Naturlandschaft – mitunter auch wegen ihrer Geschichte – nicht mehr los, auf deren Wegen es sich herrlich radeln lässt. Infos: Tel.: +39 (0)473/ 448600 www.algund.com

Foto Oczlon

Foto: Laurin Moser

Golf-Platzreife für Hunde in Saalfelden

Foto: Daniela Prossliner

Foto: Schlossgut Oberambach

Lauf-Sommer mit Spitzenkönnern auf der Turracher Höhe

„Die Teilnehmer des 1. Internationalen BMW-Z3-und-Z4-Treffens sind zu 100 % auch in der zweiten Auflage des Events vom 8. bis 15. September wieder dabei. Das spricht für sich“, freuen sich die Hoteliers und Veranstalter Andrea und Karl Grossmann vom 4-Sterne-Superior-Hotel Balance in Pörtschach. Die Cabrio-Touren durch die mediterrane Landschaft und über die schönsten Sättel werden gespickt mit kulinarischen Highlights. „Vom gemeinsamen Kaiser-

„Um auf die Golfrunde zu dürfen, müssen Hunde genauso wie Frauerl und Herrchen ihre Platzreife unter Beweis stellen. Um das harmonische Miteinander von Golfern mit Hund und Golfern ohne Hund sicherzustellen, haben wir die ‚Golf-Platzreife für Hunde‘ entwickelt und als Grundlage dafür, dass Hunde mit auf unseren 18-Loch-Championship-Course dürfen, festgelegt“, erläutert Alexander Strobl, zusammen mit seiner Frau Birgit Maier Inhaber des Hotels und KLIPP April 2013

Golfclubs Gut Brandlhof. Während Golfer für ihre Platzreife insbesondere spielerisches Können und Wissen um die Golfregeln beweisen müssen, liegen die wesentlichen Kriterien für die Hunde-Platzreife im Bereich der spezifischen Etikette. Noch einen Vorteil hat die Hunde-Platzreife – sie ist, vorausgesetzt Frauerl und/oder Herrchen spielen am Gut Brandlhof eine 18-Loch-Golfrunde, kostenlos. Infos: Tel.: 06582/ 7800-0 www.brandlhof.com

Kinder-Paradies – ob Storchennest, Swimacademy oder Tennis Im Alpina Wellness- und Sporthotel in St. Johann im Pongau gibt’s zahlreiche auf die Bedürfnisse der jeweiligen Altersstufe eingehende Betreuungsangebote für die kleinen Gäste. Kinder bis 3 Jahre sind im „Storchennest“ bestens aufgehoben. Dafür sorgen Babyküche, Spielraum mit Wippe, Spielsachen, kuschelige Babybettchen und Stoffbücher. Im Mini­ club können die 3- bis 6-Jährigen

nach Lust und Laune spielen. In Fred’s Swimacademy oder beim ­Tennis4Kids können die Kids beim Sport so richtig Gas geben. Der ganz besondere Service: Auf dem Hotelzimmer wartet ein Babypaket mit Gitterbettchen, Wickelauflage, HIPP-Pflege­set, Babyphone, Fläschchenwärmer und vielem mehr. Infos: Tel.: 06412/ 8282 www.alpina-alpendorf.at 57


Bücher Abteil Nr. 6 Rosa Liksom DVA

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raußen vor dem Zugfenster ziehen die unendlichen Weiten Sibiriens vorbei, drinnen im Abteil Nr. 6 ist es beklemmend eng. Die junge Finnin sitzt nur eine Armeslänge entfernt von einem grobschlächtigen Russen, der mit Zwiebeln und Schwarzbrot in die Mongolei reist – und dabei seine Geschichten erzählt, die umso verstörender werden, je mehr Wodka er trinkt … Ein skurriler und zugleich berührender Roman über Freundschaft, Einsamkeit und ein großes Land im Umbruch. Das Haus in der Dorotheenstraße Hartmut Lange Diogenes

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n diesem Buch finden sich fünf Novellen, die im Südwesten von Berlin spielen und durch die sich der Teltowkanal mit seinen schwarzen Krähen, versteckten Villen und unwegsamen Waldstücken wie ein roter Faden zieht. Data Unser – Wie Kundendaten die Wirtschaft revolutionieren Björn Bloching, Lars Luck, Thomas Ramge Redline Verlag

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reditkartenfirmen wissen, wer sich in den nächsten fünf Jahren scheiden lässt. Unmöglich? Von wegen: In der neuen Welt des „Big Data“ können Unternehmen Kundenverhalten vorhersagen. Oft besser als die Kunden selbst. Tante Emma speicherte noch alles Wichtige über ihre Kunden im Hinterkopf. Heute sammeln Hersteller und Händler in Massenmärkten massenhaft digitale Daten. Social Media, Cloud und Smart-

CD-Tipps Tina Anders: Du stehst zu dir Die brandneue Maxi­ single-CD – jetzt erhältlich! Nähere Infos unter: www.tina-anders.at

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phone heben die Grenzen von Online- und Off­ line-Welten auf und verbreitern die Datenbasis weiter. Die intelligente Nutzung der neuen Datenströme wird Gesellschaft, Politik und Wirtschaft so grundlegend verändern wie der Verbrennungsmotor und das Internet. Der Metzger kommt ins Paradies Thomas Raab Droemer

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auzige Figuren, verwinkelter Plot, bissige Dialoge und jede Menge tiefschwarzer Humor. Jesolo, Caorle, Bibione, egal, das Fegefeuer ist ein Meer aus Sonnenschirmen und Goldkettchen auf öliger Haut – zumindest für den Restaurator Willibald Adrian Metzger. Entführt und seinem eigenen Untergang nahe, bekommt er es am Ufer der Adria mit einer Ausgrabung zu tun. Einer dermaßen makabren, versteht sich, da scheinen die alles andere als harmonisch urlaubenden Teutonen und Alpenländer, allen voran ein vorlauter Berliner unbekannter Profession, das geringste Übel zu sein, möchte man meinen. Und weil es höchst ungesund ist, vom Liegestuhl aus Dinge zu beobachten, die einen nichts angehen, wird für den Metzger und seine Danjela aus dem Fegefeuer dann die reins­ te Hölle. Essen im Tank Bernhard Knierim Promedia

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nter dem Eindruck von Klimakrise und absehbarer Erschöpfung fossiler Energieträger wie Erdöl wird über neue Technologien zur Fortsetzung des gängigen Mobilitätsmodells diskutiert: Aus Pflanzen hergestellte Biokraftstoffe und Elektroautos sollen Abhilfe schaffen. Eine falsche Strategie, wie der Autor darlegt. Er nimmt beide Technologien – die aus Agrarpflanzen hergestellte Energie und den elektrisch betriebenen Individualverkehr – kritisch unter die Lupe, erklärt sie allgemein verständlich und untersucht ihr Potenzial zur Lösung der ökologischen Probleme. Flamingos im Schnee Wendy Wunder Goldmann

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ie junge Campbell Cooper würde gern ein normales Leben führen, aber die Diagnose Krebs hat ihr den Alltag genommen. Ihre Chancen stehen schlecht, das weiß sie, und an Wunder hat sie noch nie geglaubt. Ihre Mutter ist da anders. Als diese von einer Stadt in Maine hört, in der auch die unmöglichsten Dinge wahr werden, packt sie Campbell und den halben Hausstand zusammen und macht sich auf den Weg dorthin.

Die wichtigsten 10 Geld-Tipps Markus Leyacker-Schatzl Lebensgeschenke Verlag

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eder kann seine Finanzen optimieren und sein Vermögen vergrößern, um damit die Basis für Unabhängigkeit und die Erreichung persönlicher Ziele zu legen. Das Buch zeigt, wie man sein Einkommen erhöhen kann, wie Sparen Spaß macht, wie man am bes­ ten seine Schulden abbaut, wie man die für sich optimale Geldanlage findet und wie man finanziell unabhängig wird. Griaß eich in der Steiermark Claudia Rossbacher, Hannes Rossbacher Gmeiner Verlag

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issen Sie, dass der Bodensee in der Steiermark liegt? Der steirische nämlich. Dass man sich an Murnockerln die Zähne ausbeißen würde, wird in der Altstadt von Bad Radkersburg erklärt, einem weiteren von insgesamt 66 Lieblingsplätzen und 11 Erlebnisstraßen, wie der Ölspur und der Schilcher Weinstraße, welche in dem Buch vorgestellt werden. Mutter Blamage: Warum die Nation Angela Merkel und ihre Politik nicht braucht Stephan Hebel Westend

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ie Beliebtheit der Bundeskanzlerin beruht auf einem groß angelegten Betrugsmanöver: Angela Merkel betreibt eine neoliberale und rückwärtsgewandte Politik, mit der sie sich und Deutschland bei vielen Europäern längst blamiert hat. Hinter nebulösen Äußerungen und vermeintlich zögerlichem Handeln verbirgt sich eine Politik, die strikt an den Interessen der Wirtschaft und auf Erhalt von Macht ausgerichtet ist. Nur wir Deutschen nehmen ihr mehrheitlich immer noch ab, sie sei außer konservativ auch modern und sozial. Stephan Hebel zeichnet Merkels Vertuschungsmanöver nach und zeigt an vielen Beispielen, für welche Politik „Mutter Blamage“ in Wahrheit steht. Ein Buch für alle, die wissen wollen, warum Deutschland statt dieser Kanzlerin einen Neuanfang und einen neuen Politik­stil braucht. Schlechte Medizin Gunter Frank Knaus Verlag

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illionen Menschen in Deutschland werden falsch behandelt. Und zwar sys­ tematisch. Besonders auf dem Gebiet der Präventivmedizin und der großen Erkrankungen, von Herz-Kreislauf über Diabetes und sogar Krebs, setzen sich immer mehr nutzlose MediKLIPP April 2013


kamente und Therapien durch, die durch ihre Nebenwirkungen in erster Linie erheblich schaden. Der Heidelberger Arzt Gunter Frank zeigt, wie an den verschiedenen Stellen des Medizinbetriebs Gier, Ideologien und Inkompetenz die Regeln guter Medizin verdrängen. Die Rechnung bezahlt der Patient – mit Schmerz, Leid und viel zu oft mit seinem Leben. Sei gut zu dir, wir brauchen dich Horst Conen Bastei Lübbe

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ir gehen viel zu oft schlecht mit uns um: Stress und Belastung, hohe Ansprüche an uns selbst und mangelnde Work-Life-Balance haben ihren Preis. BurnoutErkrankungen sind längst keine Seltenheit mehr. Wie können wir herausfinden, was uns im Alltag wirklich guttut? Psychologe und Bestsellerautor Horst Conen zeigt, wie man schädliche Denkmuster und Verhaltensweisen erkennen und ändern kann: Setzen Sie sich selbst unter Druck? Machen Ihnen andere das Leben schwer? Folgen Sie einem falschen Antrieb? Conen zeigt: Es gibt überraschend einfache Mittel gegen Selbstsabotage und für Gelassenheit und Lebensfreude. Beraubt

Voll abgezockt Komödie

Darsteller: Jason Bateman, Melissa McCarthy, John Cho, Jon Favreau, Genesis Rodriguez Regie: Seth Gordon

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s gibt nur einen kleinen Haken bei der Sache: Ihre Identität, die sie beim Einkaufen nutzt, hört auf den Namen Sandy Bigelow Patterson und gehört eigentlich einem Mann, der fast auf der anderen Seite der USA lebt. Dieser bekommt den Identitätsraub nicht nur finanziell zu spüren, auch sein Ruf ist in Gefahr. Der echte Sandy hat nur eine Woche Zeit, um die Betrügerin aufzuspüren, bevor sein Leben komplett aus den Bahnen gerät. Als er Diana stellt, versucht er auf dem 2000 Meilen langen Weg nach Denver alles, um seine Identität zurückzuerlangen: Bestechung, Überredung, Streit … Fotos: Universal Pictures International Austria GmbH

Kon-Tiki Abenteuer, Drama

Darsteller: Pål Sverre Valheim Hagen, Anders Baasmo Christiansen, Gustaf Skarsgård, Odd Magnus Williamson

Chris Womersley DVA

Regie: Toachim Rønning

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ustralien 1919: Quinn Walker kehrt aus dem Großen Krieg heim in seine Geburtsstadt Flint. Zehn Jahre zuvor musste er fliehen, einer abscheulichen Tat angeklagt. Nun ist er zurück, um Gerechtigkeit zu finden … Ein beklemmender Roman über menschliche Abgründe und das Streben nach Wahrheit. Die Macht der Story Bernd Chibici Verlagshaus der Ärzte

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rstmals gibt es mit „Die Macht der Story“ ein Buch, das sich bemüht, dem aufregendsten menschlichen Kommunikationskunstwerk in seiner langen Geschichte und unglaublichen Vielfalt gerecht zu werden. Die Story interessiert, fasziniert und animiert im Alltag, in erfolgreichen Unternehmen, in der Bildung und nicht zuletzt natürlich als das wichtigste Produkt der Medienwelt. Man sollte ihre geradezu magische Anziehungskraft einerseits unbedingt nützen, ihr andererseits aber auch mit Vorsicht begegnen. In diesem Sinne liefert dieses Buch viele spannende Storys über die Story, die sich zwischen Fakten, Fiktionen und einer menschlichen Erinnerung bewegen, auf die man sich leider ganz und gar nicht verlassen kann. KLIPP April 2013

FiLMe

ie riskante Forschungsreise ist für Thor Heyerdahl die einzig reale Chance, seine revolutionäre Theorie zu beweisen: Polynesien wurde vor 1500 Jahren zuerst – und zwar genau mit einem solchen Floß – von Südamerika aus besiedelt. Damit stellt er sich nicht nur gegen die gesamte Fachwelt, Heyerdahl setzt auch sein Leben aufs Spiel – und seine große Liebe. Fast 8000 Kilometer lang segelt der Nichtschwimmer auf dem primitiven Floß zusammen mit einer fünfköpfigen Crew über das offene Meer. Ohne jegliche moderne Ausrüstung ist die Kon-Tiki den monströsen Naturgewalten tagtäglich ausgesetzt. Fotos: © Filmladen Filmverleih

Oblivion Drama

Darsteller: Tom Cruise, Nikolaj Coster-Waldau, Morgan Freeman, Olga Kurylenko Regie: Joseph Kosinski

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er hoch spezialisierte Techniker Jack Harper ist einer der wenigen Menschen, die noch auf der fast verwüsteten Erde stationiert sind. Es ist ein gefährlicher Ort. Nach jahrelangen Kämpfen mit furchterregenden alienartigen Lebewesen um lebenswichtige Ressourcen hat Jack seine Aufgabe nun erfüllt. Doch da entdeckt er in einem abgestürzten Raumschiff eine Überlebende. Dieser Vorfall löst eine Kettenreaktion mysteriöser Ereignisse aus ... Fotos: Universal Pictures International Austria GmbH 59


Mag. Karl-Heinz Snobe Landesgeschäftsführer des AMS Steiermark

Monika Martin Schlagersängerin

ICH BIN ZWAR FEHLSICHTIG, ABER NICHT BLIND. Daniela Gmeinbauer Art & Fashion Team

Mag. Markus Mair Generaldirektor Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Dr. Hans Schullin Juwelier

Dr. Michael Schenk Leiter des Kinderwunsch Instituts

Jetzt auf www.odilien.at oder auf das Spendenkonto RLB Stmk, Konto-Nr.: 8.762.502, BLZ 38.000 spenden. Mit freundlicher Unterstützung von

I hre steir ischen Fachoptiker

Lena Hoschek Modedesignerin

Ing. Josef Herk Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark

August Schmölzer Schauspieler

Angelika Kresch Vorstand REMUS & SEBRING Holding AG

Betty O Liedermacherin

Mag. Gernot Deutsch Vorsitzender des Tourismusverbandes Bad Waltersdorf

Fotos: Jasmin Schuller

Folke Tegetthoff Märchendichter und Erzähler


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