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im pressu m Medieninhaber und Herausgeber: Klipp Zeitschriften GmbH & Co KG, 8020 Graz, Friedhofgasse 20, Tel. 0316/42 60 80-0, Fax-Dw 122 office@klippmagazin.at Officemanagement: Isabella Hasewend Redaktion und Autoren: Jürgen Lehner, Ali Rosker, Reinhard Schuch, Helmut Dietl, Michaela Vretscher Karin Klug, Marguerita Fuller, Maximilian Rombold, David Donnerer, Elisabeth Hewson. Produktionsleitung: Isabella Hasewend Produktion: Martin Druschkowitsch, Christian Wallner, Mag. (FH) Magdalena Schindler Lektorat: Mag. Dr. Günter Murgg Coverfoto: Gepa Pictures Druck: KOOTIS d.o.o., Slowenien Abonnentenpreise: Jahresabo: 20 Euro Zweijahresabo: 35 Euro Vertrieb: Hurtig & Flink Erscheinungsort: Graz, Verlagspostamt: 8020 Graz, P.b.b. www.klippmagazin.at Nächster Erscheinungstermin: 6. Woche 2013
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KLIPP Dezember 2012
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Inhalt
SPOTS 07 Aufgeklappt: Klipp in der Teppichgalerie Geba … mit Landespolizeidirektor Josef Klamminger 14 Vive la France: Designerin Gabi Purkarthofer in Paris
COVER
Seite 16
Echt stark Andreas Gabalier: Steirer des Jahres 2012
16 Andreas Gabalier: Steirer des Jahres 2012
Seite 56
Fotos: Fischer (1), Spiess (1)
Es ist angerichtet Winter-Saison mit alpiner Ski-WM 2013 in Schladming als Highlight
Seite 38
Bildung ohne Grenzen Grazer Studenten bauen Schulgebäude in Tansania
POLITIK 20 Grawe-General Ederer mächtig unter Druck 23 Karten werden neu gemischt Politische Verantwortung im Rathaus breiter verteilt
HINTERGRUND 40 Töten ist menschlich 42 Wenn’s still wird im Stall und auf der Alm … Erfolgreichem MutterkuhModell droht das Aus
KULTUR 45 Das Kino als Lebenselixier
UMWELT 46 Der Weltrekordhalter Rabenstein wurde zur Wärmepumpen-Burg
Seite 39
In Wien eine mächtige Frau Eva Dichand, Herausgeberin der GratisZeitung „Heute“ kommt aus Graz
AUTO&MOTOR
Seite 23
Karten werden neu gemischt Grazer Wahl: Politische Verantwortung im Rathaus breiter verteilt
48 Kleiner – ganz schön groß Der VW up!: große Klappe, viel dahinter
GESUNDHEIT 52 Ein Lob der Langsamkeit 54 Wilfinger
Seite 20
Hält Er durch? Grawe-Chef Othmar Ederer (re) nach Rücktritt seines Kollegen Siegfried Grigg – dieser ist Angeklagter im Hypo-Prozess – mächtig unter Druck geraten
FREIZEIT 56 Es ist angerichtet Winter-Saison mit Ski-WM 2013 in Schladming
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... in der Teppichgalerie Geba 2
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Draußen war es recht nass-kalt.
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1: Svetka Stockinger – die „Maronessa“ vom Eisernen Tor. 2: Landespolizeidirektor Josef Klamminger, Jürgen Lehner und Karl Heinz Arlati (Klipp). 3: Die Maroni sind ein Hit, findet auch Daniela Gruber 4: Hausherr Harald Geba – in seiner Teppichgalerie gibt es eine behagliche Atmosphäre und die Aufgeklappt-Gäste fühlten sich gut untergebracht.
„Heiße Maroni?“ „Hm, super. Danke“, griffen unsere Gäste gerne beim angebotenen Papier-Stanitzel zu. Gebraten worden waren die Kastanien von „Maronessa“ Svetka Stockinger, die gleich in der Nachbarschaft der Teppichgalerie Geba am Eisernen Tor das allen Grazern bekannte Maroni-Standl betreibt. Sie ist auch die Schwester von Klipp-Golf-Experten Ali Rosker, der in seiner Jugendzeit ebenfalls fleißig in der Maroni-Braterei tätig war. Und in der behaglichen Atmosphäre der Teppichgalerie Geba fühlten sich dann alle recht rasch wohl. „Wir feiern heuer 25 Jahre Teppichgalerie Geba“, freute sich der Hausherr logischerweise über diesen regen Besuch.
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Die Hauptperson an diesem Abend – wenn Sie so wollen der Stargast – war natürlich ein anderer. Und zwar der „oberste Sheriff“ des Landes: Landespolizeidirektor Josef Klamminger. Er sollte Rede und Antwort stehen an diesem Abend über die zunehmende Kriminalität und Gewalt in unserem Lande. Den Titel Landespolizeidirektor hat er erst seit September dieses Jahres, im Zuge der jüngsten Polizeireform. Ihr Ziel: Die Führungs- und Verwaltungsebene schlanker zu machen, mit der Herausforderung, mehr Exekutivbeamte für den Einsatz und gegen die KLIPP Dezember 2012
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Damen zuerst: Renate Metlar (Büro für Auslandssteirer) mit ihrem Mann Helmut Wulz und Harald Stangl (Steiermärkische)
zunehmende Gewalt auf der Straße frei zu bekommen, die zugegeben im internationalen Vergleich mit der Betonung auf „noch“ eher moderat ist. „Was so nicht stimmt. Wenn du am Bahnhof oder am Hauptplatz schaust, was sich dort herumtreibt oder was sich da mit den Drogen abspielt oder wenn du täglich in der Zeitung liest über die Raubüberfälle oder die Einbruchdiebstähle – da geht dir das Gefühl von Sicherheit verloren“, spricht einer der Besucher seinen Standpunkt klar aus. Unter den Zuhörern war auch der FPÖ-Stadtrat Mario Eustacchio, der ja in seinem Wahlkampf und in seinen Auftritten stets auch die Zustände in Graz kritisiert. Auf einem seiner Plakate stand zu lesen: „Täter verhätscheln …“ 15 Prozent Wählerstimmen hatte sich Mario Eustacchio für den 25. November zu erreichen vorgenommen, doch bekanntlich schaffte er das Ziel knapp nicht. BZÖ-Nationalratsabgeordnetem Gerald Grosz ging es noch schlechter. Denn er verlor in Graz sogar sein Gemeinderatsmandat. Doch Nationalrat bleibt er bis zur Wahl im kommenden Jahr ganz bestimmt. Landespolizeidirektor Josef Klamminger selbst entschärfte das Thema dann durch seine ungezwungene Art im Interview mit Klipp-Herausgeber Jürgen Lehner und plauderte aus dem Nähkästchen, wie die Polizeiarbeit in Graz abläuft. Eines steht für ihn fest: Die Polizei müsse künftig mit mehr Spezialisten an die Probleme herangehen – und das sind vor allem die Drogenkriminalität und die Internetkriminalität. Dazu brauche es aber ganz besonders gut ausgebildete Kollegen. Durch die Straffung der Organisation sollte es möglich sein, die Schlagkraft der Polizei zu verbessern.
Klicken Sie rein: Mehr Fotos unter: „KLIPP im Bild“ auf www.klippmagazin.at
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Franz Wuthe (Kfz Wuthe), Golf-Pro Ali Rosker bei einem intensiven Plausch
Reinhard Schuch (Der KLIPPer) mit seiner Frau erstmals dabei: „Uns hat‘s gefallen.“
Der Stargast des Abends, Landespolizeidirektor Josef Klamminger, plauderte locker aus dem Polizei-Nähkästchen.
Polizeidirektor im O-Ton Seit 1. September 2012 ist Josef Klamminger Landespolizeidirektor und damit – salopp ausgedrückt – der ranghöchste Sheriff im Lande und Chef über 3.800 Mitarbeiter, davon 3.500 Exekutivorgane. Das ist eine Konsequenz der jüngsten Reform in der Exekutive. Vorher war er „nur“ Sicherheitsdirektor des Landes Steiermark. Begonnen hat seine Karriere in der Exekutive als Streifenpolizist in der Karlauer Straße. „Es war Zufall. Eine lustige Geschichte. Ich wollte eigentlich im psychotherapeutischen Bereich tätig sein. Als ich in Wien nach einem Termin auf der Hochschule mit dem Taxi zum Südbahnhof wollte, fuhr der Taxler mit mir fast kreuz und quer durch Wien. Die ganze Zugfahrt dachte ich darüber nach und ärgerte mich enorm. Da reifte plötzlich der Entschluss in mir, Polizist zu werden, um solchen Leuten das Handwerk zu legen. Ich habe es nie bereut.“ (Warum er Polizist geworden ist.) „Jetzt wird nur noch mein Urlaubsschein vom Ministerium unterschrieben und ich kann alle übrigen unterschreiben.“ (Als
Sicherheitsdirektor hatte er nur die Fachaufsicht.) „Um 7:30 Uhr rufe ich mal alles ab, was so am Vorabend und in der Nacht vorgefallen ist. Da gibt es verschiedene Berichterstattungen der Bereichsleiter. Es wird diskutiert, ob zu einem Thema, wie zuletzt die zunehmenden Kupferdiebstähle, Sofortmaßnahmen zu treffen sind. Wir besprechen Sondereinsätze, wie verstärkte Streifen im Univiertel, Maßnahmen gegen Taschendiebe jetzt vor Weihnachten, Drogenproblematik und mehr, suchen Lösungen.“ „Für viele Gendarmen und Polizisten zu Beginn geradezu ein Kulturschock. Mittlerweile funktioniert das Zusammenleben, wir haben jetzt ein modernes Management, die Bereichsleiter agieren ähnlich wie Geschäftsführer.“ (Zur Fusion von Gendarmerie und Polizei.) „Jede der drei Organisationseinheiten, Sicherheitsdirektion, Polizeidirektion und Landespolizeikommando, hatte bisher eine eigene Ablaufregelung und eine eigene Protokollierungsmodalität. Nunmehr müssen die Abläufe gestrafft und zusammen-
gefasst werden. Zum Beispiel wurden gleichlautende Berichte in jeder Organisationseinheit extra und damit mehrfach ausgedruckt. Mit 1. Jänner 2013 soll alles anders werden, vielfach nur noch elektronisch ablaufen und nur in Ausnahmefällen soll etwas auf Papier ausgedruckt werden. Die Straffung der Abläufe ist sehr, sehr fordernd für alle Dienststellen.“ (Größte Herausforderung, die sich durch Reform ergibt.) „Wir verwalten unser Budget selbst und es wird keinen Abbau geben. Wir haben aber zu wenig Spezialisten. Nehmen Sie zum Beispiel die Cyber-Kriminalität. Da braucht es eine enorme Technik und auch viel Knowhow. Oder das Fremdenrecht – das ist sehr speziell durch die Schengen-Öffnung. Wenn es im Außendienst zu einer Anzeige kommt, dann ist die Streife blockiert. Da müssen wir in Zukunft viel bessere Abläufe schaffen.“
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Evelyn Bradler, Hedi Grager, Sabine Dunkler
Casino-Direktor Andreas Sauseng mit Frau
Erich Riavitz, Ursula Pruckner, Doris Riavitz, Jörg Pruckner
Karl Heinz Arlati, Frau Gass, Gösta Pongratz
Theresina Jürgens, Ingrid Seidl
Ali Rosker mit Partnerin Babsi
Martin Jakope mit Begleitung
Andreas Hausegger, Helene Graupp, Claudia Nietzsche (Teppichgalerie Geba)
Gerald Grosz Günther Paulitsch (Richter i.R.) mit Lebensgefährtin
Andächtig wie in der Kirche vernahm man die Botschaft des Landespolizeidirektors. Fotos: Heimo Ruschitz
Klaus Bechter mit seiner Frau Heidi
Familie Winter (GWI Immobilien)
Beatrix Kalcher, Renate Kahlbacher, Antonia Slavnitsch, Evelyn Heidinger
Renate Jager, Prof. Erich Klein
Renate Kahlbacher, Beatrix Kalcher, Wolfgang Nagelschmied (AK Stmk.)
KLIPP Dezember 2012
Rudi Oberrauter (Fuchs & Partner), Versicherungs-Kollege Manfred Menghini
Ursula Stross, Gerald Brettschuh
Stadtrat Mario Eustacchio, Alexander Gruber (Teppichgalerie Geba) 09
Illustration: PaulAlltag
SL PE OB TE SN & L E U T E
Showrun-Auftritt Sebastian Vettels machte es vor Tausenden Fans in Graz wahr:
Ein Fest durch, aber auch für M G
raz war im vorweihnachtlichen Glück und Ausnahmezustand. Ganz egal, ob es nun 15.000, 20.000 oder 30.000 Fans waren, die da gemeldet wurden. Der Auslöser für das Formel-1-Spektakel war ein Anruf von Red-Bull-Sportchef Helmut Marko bei Stadträtin Sonja Grabner. Er ist ja im „Brotberuf“ auch Hotelier in Graz, sie für Tourismus und Wirtschaft zuständig. Red Bull würde mit dem frisch gekürten dreifachen Formel-1-WM-Champion Sebastian Vettel zu einem Showrun-Auftritt nach Graz kommen. Es folgen in nächster Zeit weitere 25 derartige Spektakel, aber ohne Vettel. Die Premiere war also in Graz. Helmut Marko machte damit der Stadt ein Geschenk, aber auch sich selbst. Wie
dann bei der Pressekonferenz nicht zu übersehen war. Man erlebte einen entspannten und fast glückseligen Helmut Marko, sonst eher distanziert und wortkarg. Klar, dass Nagl und Co. nach Markos Anruf die Ampel für Vettel sofort auf Grün stellten. „Wo aber fahren?“, stellte sich die Frage. Und da ließ man auch alle Feinstaub-Bedenken außen vor. Der Hauptplatz selbst war durch die Glühwein-Stände blockiert, auch das Eiserne Tor war durch den ersten Adventeinkaufssamstag (zum Glück) keine Alternative. Mit dem Freiheitsplatz, Karmeliterplatz und dem Burgtor sowie der Sporgasse war ein gut einsehbarer Kurs abgesteckt. Alles war also angerichtet. Helmut
Marko hatte Red Bull im Griff – nur nicht den Wettergott. Dieser spielte nicht ganz mit. Es regnete zwar nicht, doch die Strecke war nass und daher konnte Vettel in den so genannten „Donut-Areas“ keine Pirouetten mit rauchenden Reifen auf den Asphalt legen, sondern musste es ganz vorsichtig angehen, wie beim letzten Regen-Grand-Prix im brasilianischen Interlagos. Doch einen Tag später hätte es sogar geschneit. Möglicherweise ein anderer Auftritt, so ganz als Formel-1-Weihnachtsmann. Lustige Details, aber falsche, servierten lokale Großmedien in ihrer provinziellen Aufgeregtheit ihren Lesern. Es stimmte zwar, dass es in
Richtung Burgtor und Freiheitsplatz schon vor dem Show-Auftritt Vettels kein Durchkommen mehr gab. Doch keine Rede davon, dass die Innenstadt während Vettels Auftritt „wie leergefegt“ war. Im Gegenteil. Rund um den Hauptplatz waren Tausende unterwegs, die einfach nur zum Einkaufen in die Stadt gekommen waren. Auch dass Helmut Marko für Sebastian Vettel die Rolle eines Ziehvaters hätte, ist ja ihre Erfindung. Und damit gleich zu Vettel: Die Formel 1 hatte noch nie einen so umgänglichen, fast lausbubenhaft wirkenden Champion – also ein echter Sympathieträger. Für diesen also, Sebastian Vettel, setzte die Stadt noch eine Geste. Eintragungen in das Goldene Buch der Stadt für be-
Der Trompeter und Mündstück-Akrobat Toni Maier:
Nach wie vor brillante Töne D
as Publikum klatschte sich die Hände heiß und jubelte – die Begeisterung um Toni Maier war nicht mehr zu überbieten, lobten ihn die Medien bei Tournee-Auftritten sowohl in Europa als auch in Übersee, wenn Österreichs international erfolgreichster Trompeter Toni Maier als Solist sein Können zeigte. Auch Michael Gorbatschow und Helmut Kohl waren bei ihrem Graz-Besuch im Jahr 2003 davon beeindruckt. Bis heute spielt Toni Maier in Hochform. So wird es auch beim Klipp-Aufgeklappt im Grazer Operncafé sein. Toni Maier ist ein musikalisches Manifest. So beschreibt Herbert Granditz den Weststeirer. „Dies beweisen 10
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schließlich schon die unglaublichen Stationen, die er in seiner Karriere durchlaufen hat. Ob Klassik, Unterhaltung, Jazz oder Folklore, Toni ist überall zu Hause und dabei absolute Spitze. Seine unglaubliche Musikalität, sein Musikantentum, die perfekte Beherrschung seines Instrumentes sowie seine Arbeit als Arrangeur und Komponist stellen ihn in die allererste Reihe. Für mich ist er DER musikalische Botschafter der Steiermark schlechthin.“ Die deutsche Musiker-Legende Max Greger über Toni Maier: „Toni Maier, auch ,der steirische Maynard Ferguson‘ genannt, war bereits mit 21 Jahren Solotrompeter in meinem Orchester.
Tonis Töne sind in allen Lagen brillant. Solche Solisten gibt es nur sehr selten. Ich wünsche ihm noch viel Erfolg. Keep swinging.“ Und Toni Maier dazu: „Mein Mentor war der legendäre, viel zu früh verstorbene Jazz-Pionier Fatty George. Bei ihm spielte ich auch in der ORFBigband. Im Oktober 1970 habe ich bei einem Probespiel für Max Greger teilgenommen und dieses gewonnen. Im Dezember beim Filmball in München habe ich von Max Greger gehört, dass der ,Goldene Schuss‘ in Graz sein wird. Niemand hat mich damals gekannt und Max Greger hat gesagt, er verzichte auf sein Solo und
ich könne an seiner Stelle in meiner Heimatstadt als Solist auftreten. Das war für mich der Durchbruch. Vorher hat mich niemand gekannt. Als ich 1970 in der inzwischen legendär gewordenen TV-Sendung ,Der Goldene Schuss‘ in Uniform – ich war damals gerade beim Militär − den ,alten Dessauer‘ und ein weiteres Trompetensolo mit Namen ,Estrellia‘ zum Besten gab, begann meine einmalige Karriere.“ Seit 2002 leitet Toni Maier das Johann-Fux-Konservatorium in Graz. „Im Jahre 2003 bin ich sesshaft geworden, nach 28 Jahren TourneeLaufbahn. Wir waren mit sieben LeuKLIPP Dezember 2012
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ür Marko
Unter anderem bin ich für den kontrollierten Regelbruch im Straßenverkehr, solange niemand gefährdet oder behindert wird. Wozu den Stau verlängern, wenn man über die doppelte Sperrlinie in eine Seitengasse ohne Verkehr ausweichen kann? Wozu bei einer roten Ampel stehen bleiben,
ten und einer Sängerin unterwegs.“ Das war seine Traudl, Sängerin und Jodlerkönigin aus Tirol, mit der er bis heute verheiratet ist. Man nannte sie auch die „Tiroler Nachtigall“. Die zwei Söhne Martin und Stefan sind ebenfalls bereits erfolgreiche Musiker. Martin ist Sänger, Komponist und Arrangeur für Popmusik, steht heute unter Vertrag bei Ralph Sigel. Der andere ist Geiger, tritt als Solist und OrchesterMusiker auf und arbeitet als Studio-Musiker. Viele Monate waren die Maiers auf Schiffen engagiert, haben etwa 100 Tage im Jahr gespielt, zwei Agenturen haben sie gemanagt. Der Star-Trompeter: „2002 hab’ ich mir gesagt: Genug ist genug. Jetzt trete ich maximal zehn Mal im Jahr als Solist auf.“ KLIPP Dezember 2012
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In Italien fährt man bei Rot über die Kreuzung, ob es sich ausgeht, das entscheiden die Fahrer selbst. Bei uns gilt solche Improvisationskunst als schweres Vergehen und wird hart bestraft. Es passieren deswegen aber nicht weniger Unfälle als in Italien. Improvisieren ist doch eine Qualität, warum nicht im Verkehr? Es gibt bei uns für alles ein Gesetz, sogar für entflohene Bienenschwärme mehrerer Besitzer. Oder dafür, wie Morgenmäntel auf der Straße zu tragen sind, nämlich mit Gürtel. Und für
Manchmal sollte man Regeln brechen
Foto: Heimo Ruschitz
sondere Gäste passieren fast ausschließlich im ehrwürdigen Rathaus. Für den dreifachen Champion brachte man das Goldene Buch zum Unterschreiben in die Aula der Alten Universität, dorthin, wo Vettel seine Pressekonferenz gab. Eine Premiere war, dass mit Helmut Marko sich erstmals ein in Graz wohnender Grazer dort verewigen konnte. Nicht ganz logisch, aber die Regie hatte
Manchmal habe ich wirklich gute Ideen. Sie sind sogar so gut, dass es besser ist, wenn sie nicht umgesetzt werden. Ich bin mir nicht sicher, ob das an den Ideen liegt oder an der Verfassung meiner Mitmenschen.
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Foto: Heimo Ruschitz
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das so vorgesehen. Besonders „heiß her“ ging es dann auch bei der Autogrammstunde, wo die Fans Schlange standen, um ihre mitgebrachten Helme, T-Shirts, Poster und Fotos signieren zu lassen. Die Fotografen drängten sich so sehr um Vettel herum, dass teilweise die Security ihre Probleme hatte, diese zurück zu bitten. Da musste man schon aufpassen, dass man nicht irgendwo in der Menge zum Stolpern kam. Vettel selbst bat dann über Mikrofon um etwas Disziplin unter den Journalisten. Man müsse doch nicht das 25.000. Foto von ihm machen. Aber gut. Muss ist es nicht, aber wollen tut es dennoch jeder. Auch die Zuschauer selbst fotografierten ihren Liebling mit allem Möglichen – ob Minikamera, Handy, I-Pad und, und. Rund zwei Stunden nahm sich Sebastian Vettel Zeit, um Autogramme zu schreiben. Glücklich jene, die eines ergattern konnten …
wenn die Straße vollkommen einsichtig und leer ist? Warum nicht parken, wo Platz ist und keiner behindert wird? Lassen wir es uns nicht gefallen, dass man uns entmündigt und im Schilderwald behandelt wie Sonderschüler. Die doppelte Sperrlinie ist eine Betonwand, hat mir ein Polizist vor vielen Jahren bei einer Abstrafung, damals als Mopedlenker, erklärt. Genau das ist das Problem: Wir sind so sehr gewöhnt an Regeln, dass wir statt logischem Denken Beton im Kopf haben. Es war logisch, über die Sperrlinien zu fahren, weil es kürzer war und niemanden gestört hat. Kürzer heißt auch, weniger Abgase zu hinterlassen. In Graz wurde ein „Shared Space“ gebaut, ein regelloser Platz, der ein zartes Experiment gegen die Überregulierung ist. Ich finde das großartig, der Platz war nur zu teuer. Der Platz ist leer, warum kostet ein Stück Leere 700.000 Euro? Es erinnert an das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern. In der Türkei oder in Indien kosten solche Plätze nichts, sie sind dort die Regel. Ich schlage vor, den Schildenfelsplatz in Ankara-Platz oder AtatürkPlatz umzubenennen. Das wäre eine Geste gegenüber unseren türkischen Mitbürgern. Es sollten dort auch Lämmer am Spieß gebraten werden, damit die Studenten etwas Vernünftiges essen.
Menschen, die aus dem Ausland kommen, gibt es ein Gesetz, das ihnen das Arbeiten verbietet. Und wenn sie aus Verzweiflung straffällig werden, schmeißt man sie wieder raus. Es gibt Männer, die Alimente zahlen, ohne je ihr Kind sehen zu dürfen, auch das ist gesetzlich gedeckt. Es gibt einfach zu viele (fragwürdige) Gesetze, nämlich über 2.100 mit 46.000 Einzelvorschriften, dazu 3.100 Rechtsverordnungen mit 40.000 Einzelvorschriften. Dann finden sich noch die ungeschriebenen Gesetze und schriftlichen Verordnungen. Wenn man sich das vergegenwärtigt, kann man kaum noch atmen. Pünktlichkeit ist eine Höflichkeitsregel, die ich lange befolgt habe. Jetzt sage ich mir: „Mach den anderen keinen Druck, sitz nicht vorwurfsvoll wartend im Kaffeehaus oder komm nicht punktgenau zur Essenseinladung, das macht dem Gastgeber Stress.“ Ich versuche, orientalisch locker zu werden. Zu Sommerbeginn hat mein jüngster Sohn in der Schule die Baderegeln auswendig lernen müssen. Ich habe ihn nicht geprüft. Ich halte ihn für intelligent genug, die Regeln intuitiv zu befolgen. Schon die erste Baderegel kam mir komisch vor: „Kühle dich ab, bevor du ins Wasser gehst.“ Wenn man sich schon abgekühlt hat, wozu geht man dann noch ins Wasser? Reinhard Schuch 11
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Styria MedienKonzern: Kahlschlag ganz oben Seite 30
Das Phänomen Pepo Puch Unglaublich Steirer Pepo Puch: Nach Genickbruch Gold in London geholt
Sportreferent LH Franz Voves und Klipp waren die Ersten, die Pepo Puch gebührend feierten. Bekanntlich gewann er bei den Paralympics in London Gold und Bronze – und das vier Jahre nach einem verhängnisvollen Genickbruch. Nach Graz folgten große Auftritte in Wien, den familiärsten organisierten aber seine Freunde Max Kaltenegger und Alexander Sprinz. 500 Gäste lud Kaltenegger als Präsident des Reitclubs
Zeltweg/Farrach – bekannt auch als Veranstalter des Casino Grand Prix – in die Reithalle. „Die sind aus Deutschland, Kroatien, der Schweiz, Italien und, und angereist“, so die beiden Freunde, „und ließen Pepo Puch und seine Familie hochleben. Er und seine Frau reiten ja für den RC Zeltweg/Farrach – also war das Fest ein Heimspiel. Es hat um drei Uhr Nachmittag begonnen und um vier Uhr früh gingen die Letzten.“
Tochter Lou (mit Krönchen) beim Voltigieren vor den Augen der stolzen Eltern.
Auch die GRAWE mit General Othmar Ederer (li.) und Grawe-Ehrenpräsident Franz Harnoncourt-Unverzagt zeichnete ihn als Sportler mit dem Grawe Award 2012 aus.
Fotos: Foto Ainerdinger, Ingo Gröbl, Heimo Ruschitz
Michelle Puch, Johann Hörzer, Pepo Puch, Sissy Theurer, Alois Mayer, Herbert Gugernigg (v.l.).
Als Geschenk: London, die Stätte seines Paralympic-Sieges, gemalt von Arthur Redhead. Im Bild: Die Puchs mit Sissy Theurer und Organisator Max Kaltenegger.
Wieder einmal gilt der Spruch: Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte.
Kunden des Bankhauses Krentschker mit 55.000 Euro in Geberlaune
Großzügiger Griff ins Geldbörsel
Gute Freunde aus Deutschland: Schauspieler Heino Ferch („Tatort“) mit Frau.
Stipendien für Ungarn-Studenten
Private Charity-Events sind auf-
Konsul Rudi Roth (li.) und S. E. Vince SzalayBobrovniczky (re.), Botschafter von Ungarn, bei der Überreichung des Komturkreuzes mit Stern des ungarischen Verdienstordens an LH Franz Voves.
grund so mancher schwarzen Schafe schon leicht ins Gerede gekommen. Ungebrochen ist zum Glück aber das Vertrauen, wenn renommierte Geldinstitute dazu aufrufen. Eine Voraussetzung: Die spendenfreudigen Kunden muss man auch ins Haus locken können; das gelang dem Bankhaus
v.l.: Claudia Kernbichler, Alexander Eberan, Gerhard Draxler (ORF) und Georg Wolf-Schönach.
Sechs in Graz studierende talentierte ungarische Studenten erhalten Stipendien in der Größenordnung von ca. 10.000 Euro durch das Forum
Krentschker für die ORF-Aktion „Licht ins Dunkel“.
die Ski-WM in Schladming oder ein Werk von Günther
Hungaricum. Möglich wurde das in den letzten Jahren jeweils durch
Bank-Chef Georg Wolf-Schönach: „Heuer machen wir
Brus. Für 7.800 Euro ersteigerte es ein bekannter
ein Benefizkonzert, das es kürzlich wiederum im Grazer Minoritensaal
das bereits zum 11. Mal.“
Grazer Notar. Insgesamt kamen knapp 50.000 Euro
gab. Und zwar mit dem blinden ungarischen Pianisten Tamás Èrdi und
Unter den 28 Exponaten, die versteigert wurden,
zusammen, mit der Beigabe des Bankhauses sind es
der Sängerin Beatrix Fodor. Bei diesem Konzert erhielt LH Franz Voves
war für jeden etwas dabei: ein 26er-Leiberl des Eis-
dann 55.000 Euro geworden. Zugute kommt das Geld
auch das Komturkreuz mit Stern des ungarischen Verdienstordens für
hockey-Stars Thomas Vanek, ein Frühstück mit dem
steirischen Hilfsprojekten wie „Jugend am Werk Stei-
die Unterstützung des Landes Steiermark (Giftschlammkatastrophe in
Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, VIP-Tickets für
ermark“ oder dem „Haus Elisabeth“.
Devecser, Raab-Sanierung).
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Foto: Heimo Ruschitz
Adventempfang bei Schullin:
Sie stand ganz im Zeichen des Abschieds von Mario Haas – die Heim-Partie gegen den SC Wiener Neustadt, die der Rekordspieler und Publikumsliebling vorerst von der Bank aus beäugte. „Wann lässt er ihn denn endlich spielen“, ging vielen durch den Kopf und alle fieberten der Einwechslung von Mario Haas entgegen. „Es gibt nur eine Legende, eine Legende …“, dröhnte es in Sprechchören von den Rängen. Die Grazer führten bereits 3:1, als Peter Hyballa in der 77. Minute die Grazer nicht länger auf die Folter spannte und den Super-Mario aufs Feld holte. Wiewohl er zwei Mal seinem 146. Tor für seine Grazer gefährlich nahe war, blieb dem Torjäger ein Abschiedsgeschenk
aber verwehrt. Nach dem Schlusspfiff jedoch gab’s Emotionen pur. Seine Fans beklatschten Mario Haas minutenlang. Das Stadion gehörte ihm praktisch allein. Die Tränen standen ihm in den Augen, als er unter Mario-Haas-Sprechchören vor der Nordtribüne stand. Die Legende über die Abschiedsgala: „Was heute passiert ist, vergisst man ein Leben lang nicht, das war vom Anpfiff weg sensationell bis hin zur Einwechslung. Ein großes Dankeschön an alle. Es war ein Traum, so etwas habe ich in Österreich noch nicht gesehen. Für mich war es bereits eine schwere Woche, von Tag zu Tag ist die Aufregung größer geworden.“
„graz gospel chor“ holt Doppelgold
Ein Rolex-Fest
Weiße Federn für die Schneeflockenstimmung, Advent, ein Engel, ein Beduinenzelt, eine edelsteinbesetzte Rolex und 300 geladene Gäste, das muss man erst einmal auf die Reihe und unter einen – noch dazu sehr geschmackvollen – Hut bringen. Kein Problem für die Edeljuweliere Schullin, die Hohepriester des Grazer Rolexariats, in ihrem Tempel in der Herrengasse. Ihr traditioneller Adventempfang war vom Feinsten, die kürzlich renovierte Geschenkegalerie bot den würdigen Rahmen, die Stimmung war grandios, und das Beduinenzelt zeigte sich letztlich auch regendicht wie eine kirgisische Jurte. Im Mittelpunkt stand natürlich das samt Engel eingeschwebte neueste Rolex-Modell „Cosmograph Daytona Rainbow“ aus 18-karätigem Weißgold mit saphirbedeckter Lünette, die Steine in der Reihenfolge der Farben eines Regenbogens angeordnet und dazwischen auch noch ein paar glitzernde Diamanten.
Hand aufs Herz, wer will da noch wirklich wissen, wie spät es ist. Intelligenten Käuferinnen und schönen Käufern sei jedenfalls gesagt, dass diese Top-Rolex auch nicht schneller geht als andere, und wer jetzt nach dem Preis fragt, laboriert möglicherweise an einer gewissen Kleinlichkeit. Eine Eigenschaft, die man den Schullins sicher nicht nachsagen kann, denn am Ende des Abends verlosten sie unter den hochkarätig bewirteten Gästen auch noch ein Weißgold-Armkettchen mit eingearbeitetem Diamantstern. Und was verriet uns eine der geladenen Damen: „Ich sag dir, so ein Besuch in der Schullin-Geschenkegalerie wirkt gegen Adventdepression besser als jede Lichttherapie!“
Harald Stangl, Birgitta Steiner
Der „graz gospel chor“ singt sich in musische Höhen und sorgt für vorweihnachtliche Stimmung.
Beim internationalen „Prague Voices“ Festival in der goldenen Stadt ersang der „graz gospel Foto: Heimo Ruschitz
chor“ in den Kategorien „Populäre und Jazz-Musik“ sowie „Populäre Musik mit geistiger Thematik“ das begehrte GOLD-Diplom. Zudem ging man in der Gospelwertung als Sieger hervor. Damit stellten die Grazer Gospelkünstler einmal mehr ihr Können auf internationaler Ebene unter Beweis. „Die Auszeichnungen sind Bestätigung und Anerkennung unseres hohen Engagements“, freut sich Mag. Zeljka Hrestak – sie leitet den Chor seit 10 Jahren. Von den Sangeskünsten des „ggc“ kann man sich demnächst auch hierzulande überzeugen: Das traditionelle
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ten
Es gibt nur eine Legende
Weihnachtskonzert in der Grazer Heilandskirche findet heuer an drei Terminen statt: 14.12. um 20 Uhr und 15.12. um 16 sowie 20 Uhr. Karten zum Preis von 12 Ð (8 Ð ermäßigt) gibt es an Vorverkaufsstellen im Zentralkartenbüro, in der Heilandskirche oder unter info@grazgospelchor.at KLIPP Oktober/November 2012
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Hans Schullin, Georg Rosanelli, Max Petrin
Annemarie Schullin, Engerl, Hans Schullin 13
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Vive la France Gabi Purkarthofer arbeitet seit vielen Jahren als Schmuckberaterin und Schmuckdesignerin, und ihre tragbare Schmucklinie – darunter auch eine Erzherzog-Kollektion – ist gefragt. Sie nimmt für ihre edlen Einzelstücke nur hochwertigste Materialien wie Edelsteine, Edelmetalle, Perlen, Korallen, Elfenbein, Horn, Ebenholz, Kautschuk, Stoffe, Leder und Pelze. „Es macht mir aber auch viel Spaß, für meine Kunden Stücke umzuarbeiten bzw. zu redesignen. Ich lasse nicht nur meine eigene Kreativität, sondern auch die Persönlichkeit meiner Kunden in die Schmuckstücke einfließen. So erschaffe ich Unikate mit hohem ideellem, aber auch materiellem Wert.“ Und damit überzeugt sie viele Menschen. Als Gabi Purkarthofer mich im Juni dieses Jahres zu einem Termin beim österreichischen Außenhandelsdelegierten in Paris Herbert Preclik begleitete, bekam sie von ihm das Angebot, in seinen schönen
Fotos: Reinhard Sudy
SL PE OB TE SN & L E U T E
Designerin Gabi Purkarthofer in Paris
Freude über die exklusiven Stücke in der Avenue Pierre 1er de Serbie in Paris.
Gabi Purkarthofer mit „Hausherrn“ Herbert Preclik, dem Außenhandelsdelegierten.
Büroräumen eine Ausstellung zu machen. Anfang November präsentierte sie dann ihre neue Schmuckkollektion in den Räumlichkeiten des österreichischen AußenwirtschaftsCenter Paris in der Avenue Pierre 1er de Serbie.
Wanecq Paris). Aber auch aus Österreich waren viele Gäste angereist, u.a. Monika Studer (Soroptimistin), Luise Köfer (VINOBLE), Nora Trierenberg (Weingut Georgiberg) oder Aglaja Bakalowits (Bakalowits Licht Design GmbH).
Viel Applaus gab’s von den Gästen; darunter der „Chef des Hauses“ Herbert Preclik, Sigrid von KurzelRuntscheiner (Cercle EUROP‘ART), Susanne Keppler-Schlesinger (Forum Culturel Autrichien) sowie Gertraud und Jean Wanecq (Galerie
„Und noch vor Weihnachten gibt’s etwas, was mich freut“, sagt Gabi Purkarthofer. Am 21. und 22. Dezember eröffnen Ginny Litscher und Theodor Anastasato in der Grazer Kaiserfeldgasse – gegenüber dem Café Kaiserfeld – einen Pop-up-
Zum Aufwärmen
Von Hedi Grager
Store, sprich „temporären Shop“, die international stark in Mode sind. Die Idee dazu ist bei ihren offenen Ateliertagen in Fernitz entstanden. Dort bei ihr zu Besuch waren auch die beiden international anerkannten Designer mit ihren neuen Kollektionen. Die Schweizerin Ginny Litscher produziert exklusive Seidenschals, die nach speziell entwickelter Technik in Italien von Hand gefranst und mit ihren eigenen unverkennbaren Zeichnungen, die wilde Fantasiewelten und verwunschene Blumenarrangements darstellen, bedruckt werden. Theodor Anastasato ist Designer bei Vivien Westwood und für den gesamten japanischen Raum verantwortlich. Die auffallenden Strickmuster seiner Pullover, Westen und Decken, die er unter seinem Berliner Label Intellectual Leisure verkauft, beinhalten seine satirischen Ideen. Bei genauerem Hinsehen erkennt man so Szenen aus den Werken des Marquis de Sade.
Doktor: „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht
Gerichtsmediziner: „Ich habe eine gute und eine schlech-
Die Sprechstundenhilfe kommt zu ihrem Arzt und sagt zu
für Sie. Welche wollen Sie zuerst hören?“ „Die schlech-
te Nachricht für Sie!“ Verdächtiger: „Sagen Sie mir zuerst
ihm: „Es tut mir leid, aber ich habe eine schlechte Nach-
te bitte.“ „Also, Ihr Sohn hatte einen Unfall, Ihre ledige
die schlechte.“ „Das Blut auf dem Messer, das im Opfer
richt für Sie.“ Sagt der Arzt: „Warum geben Sie mir immer
Tochter ist schwanger, Ihre Frau lässt sich scheiden, Ihr
steckte, zeigte Ihre DNA!“ „Oh Gott, ich bin überführt. Und
nur schlechte Nachrichten, lassen Sie mich doch einmal
Haus ist abgebrannt und Sie haben Aids.“ „Und was soll
was ist die gute Nachricht?“ „Ihr Cholesterin ist runter
eine gute hören.“ „Wie Sie wollen“, sagt die Frau, „die
da noch die gute Nachricht sein?“ „Es gibt keine anderen
auf 130.“
gute Nachricht: Sie sind nicht steril.“
schlechten Nachrichten mehr!“
Quellen: „Die Nächsten, bitte! Die besten Arztwitze“ von Dr. Reinhard Pohanka (Verlagshaus der Ärzte) und „Anti-Deprimin“ von Christoph Marquart (Manfred Maluche Verlag München).
Dolce Vita im Genussregal
Kunst in der Zwangsjacke Viel Aufsehen erregte die Vernissage des Grazer Künstlers Gilbert Kleissner am
lang in der Wein- und Schmankerl-
Wochenende im St. Veiter Schlössl. Un-
Foto: Genussregal
Italienisches Flair war einen Tag Hochburg „Vinofaktur & Genussregal“ im südsteirischen Vogau zu spüren. Dort kommentierte
ter dem Titel „Ausbruch aus der Norm“ verharrte der auch unter dem Namen „Cedes“ bekannte Künstler drei Stunden
Italiens Kultwinzer Angelo Gaja
regungslos auf einem Stuhl – in einer
unter großem Publikumsandrang
Zwangsjacke. Die Eröffnungsreden hiel-
seine Jahrgangsweine 2007 bis
ten Hausherr und Galerist Michael Stoff
2010. Unterstützt wurde er von
und Andreas Stasta, welcher auch als
Sommelier Christian Zach vom
Hermann Nitschs langjähriger Assistent
Kreuzwirt sowie von ÖWM-Chef Willi Klinger. Nicht verwunderlich,
Hochkarätige Weinexperten: (v.l.:) Willi Klinger, Erich Polz, Angelo Gaja, Christian Zach und Walter Polz.
bekannt ist. Beeindruckt von den Gemälden und der Präsentation zeigten sich
dass auch Weingroßhändler Peter Morandell aus Tirol
verständlich steht bei so einer Veranstaltung nicht
Stahlunternehmer Dr. Hannes Kovac samt
die weite Anreise nicht scheute, um Eindrücke vom
nur die Verkostung im Vordergrund, sondern auch der
Gemahlin, C&P-Geschäftsführer Ing. Mar-
Cabernet Sauvignon aus dem Piemont oder vom San-
Vergleich und Erfahrungsaustausch zwischen italieni-
kus Ritter und Aufsichtsratsvorsitzender
giovese Grosso aus der Toskana zu erlangen. „Selbst-
schen und steirischen Weinen“, bemerkte Erich Polz.
der vondevor AG Carlo Arlati.
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Michael Stoff, Künstler „Cedes“ und Andreas Stasta (v.l.).
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Fernöstlicher Philosophie zufolge sollte das Leben ein langer ruhiger Fluss sein, doch beim steirischen Baulöwen und Bundesinnungsmeister KOR Hans Werner Frömmel gleicht es derzeit eher einer Hochdruckleitung. „Bitte keine Geschenke, sondern einen Beitrag für einen karitativen Zweck“ – so hatte es „HWF“ heuer im Sommer in der Einladung zur Feier seines Siebzigers formuliert, und dieser Tage überreichten er und Gattin Ingeborg die runde Summe von 10.000 Euro an den Geschäftsführer und Vorstand des Sterntalerhofes, Mag. Harald Jankovits. Der Sterntalerhof im Burgenland ist eine gemeinnützige Institution, wie im letzten Klipp-Report „Wieder Zuversicht gewinnen“ (Ausgabe Oktober/November 2012) einfühlend geschildert. Es ist ein Hospiz für schwerstbehinderte und sterbenskranke Kinder mit einer ebenso klaren wie unendlich schwierigen Mission: „Das Gefühl von Unbeschwertheit und Glück für Kinder und deren Familien, die nicht wissen, wie lange es noch ein gemeinsames Morgen gibt.“
SL PE OB TE SN & L E U T E
Hubschrauberbergung auf Teneriffa
Schmuck von Pomellato exklusiv bei Weikhard mit viel Prominenz präsentiert
Brigitte Vergud, Mag. Harald Jankovits, Geschäftsführer und Vorstand des Sterntalerhofes mit KOR. Hans Werner Frömmel und Gattin Ingeborg (v.l.).
Und genau diese Frage nach dem gemeinsamen „Morgen“ stellte sich wenige Tage später recht dramatisch beim Kurzurlaub auf Teneriffa. Dort gibt’s ja den 3.718 Meter hohen Teide samt Krater und Schluchten. Hochalpine Schluchtenwanderung also, und nach zwei Stunden erwischte es Hans Werner Frömmel: Kreislaufkollaps und totale Elektrolytentgleisung. Die Guides riefen den Notarzthubschrauber, riskante Seilbergung bei starkem Wind, ab in die Klinik. Einige Tage später konnte HWF den Heimflug antreten und wieder scherzen: „Mit 70 gilt das neue Tourismusprinzip: Berge von unten anschauen und Wirtshäuser von innen.“ Aber viel Zeit bleibt für Tourismus ohnehin nicht, denn nach der Verleihung des großen Ehrenzeichens der Republik steht dieser Tage die nächste Ehrung für Hans Werner Frömmel an: die Verleihung der Ehrensenatorenwürde der Donau-Universität Krems.
„Hopfen und Malz – Gott erhalt´s!
Der Puntigamer Winterbier-Anstich zählt zu
ersten Puntigamer Winterbier-Fasses er-
einem fixen Bestandteil im Terminplan der
öffnete der Grazer Bürgermeister Siegfried
Grazer Prominenz.
Nagl in gekonnter Manier die Winterbier-
v.l.n.r. Dr. Klaus Weikhard, Francesca Sonaglio, Layla Bellezza (Pomellato), Hermann Weikhard.
Was bei den Grazer Nobeljuwelieren Hermann und Klaus Weikhard an Schmuck und Uhren in Schaufenstern und Tresoren liegt, erfüllt immer vier Kriterien: exklusiv, wertig, angesagt und von feinstem Design. Das gilt auch für neue Kollektionen, die in das Weikhard-Portfolio aufgenommen werden, wie jetzt die von Pomellato. Das 1967 in Mailand gegründete Unternehmen ist heute der fünftgrößte Juwelier Europas und – rechtzeitig für eine schöne Weihnachtsüberraschung – die außergewöhnlich gelungenen und mit höchster Präzision gefertigten Stücke dieses Labels sind exklusiv bei Weikhard erhältlich. Dass dieser Schmuck ankommt, zeigte sich bereits bei der Präsenta-
tion im eleganten Ambiente der Thalia-Bar, bei der wieder einmal der Beweis erbracht wurde, dass Weikhard-Einladungen nicht ohne Grund ebenso begehrt sind wie Weikhard-Juwelen. In der handverlesenen Gästeschar waren Richter-Doyen Peter Koczett und Gattin Wilma oder das RemusSchalldämpfer-Ehepaar Angelika und Otto Kresch ebenso anzutreffen wie Edel-Spediteur Teddy Jöbstl oder Elisabethinen-Primarius Georg Rosanelli mit seiner bezaubernden Barbara. Doch im Mittelpunkt standen natürlich die wertvollen Schmuckstücke aus Italien, die – geht man nach der gezeigten Begeisterung – wohl demnächst schon an Hals und Hand von Grazer Damen glänzen werden.
Saison. Tatkräftige Unterstützung erhielt Rund 550 Biergenießer folgten heuer be-
er dabei von der aktuellen Hopfenkönigin
reits zum 18. Mal der Einladung in die steiri-
sowie Brau Union Österreich Generaldirek-
sche Traditionsbrauerei. Mit diesem tradi-
tor Markus Liebl, Verkaufsdirektor Gerald
tionellen Brauspruch und dem Anstich des
Paunger und Braumeister Andreas Werner.
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ager
Trendsetter aus Mailand beim Trendsetter in Graz
Waren von der Pomellato-Kollektion begeistert und unterhielten sich prächtig: Dr. Peter Koczett, Verena Weikhard, Unternehmer Karl Heinz Arlati, Wilma Koczett, Barbara und Prim. Georg Rosanelli (v.l.). 15
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titelstory
Echt stark Volks-Rock‘n‘Roller Andreas Gabalier:
Steirer des Jahres
Fotos: Koch Universal Music/Gerald lobenwein
2012
Es ist nach dem Begräbnis seiner Schwester. Der junge Student setzt sich im Pfarrhaus an ein Klavier, spielt und singt halblaut „Amoi seg ma uns wieder …“, ein von ihm geschriebenes Lied. Die Freunde halten inne: „Spiel weiter, Andi!“ Niemand kennt ihn noch da draußen in der Welt.
A
m 5. Februar ist er es, Andreas Gabalier, der bei der Eröffnung der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Schladming den WM-Song singt. Jüngst erhielt er als Shooting-Star des Jahres 2012 einen Bambi – die höchste und älteste Auszeichnung im deutschen Show-Business. Die Bambi-Jury: „Er ist der Elvis in Lederhosen und versetzt damit seine Fans in Euphorie.“ 16
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und Singles – in nur drei Jahren verkauft wie Andreas Gabalier. Ein Senkrechtstarter ist er bereits, doch er hat das Zeug, zum Superstar der volkstümlichen Musik im deutschsprachigen Raum aufzusteigen, die er zurzeit aufmischt. Seine Markenzeichen sind seine Quetschn – so nennt man die Harmonika –, die Elvis-Rolle, das rot-weiß-karierte Schweißtuch, das ums Handgelenk gebunden ist, und natürlich die Lederne, die seine steirischen Wadln so richtig betont.
Szene erfindet sich neu Heute zählt seine Homepage bereits über 100.000 Facebook-Fans. Felix Baumgartner fiel in Schallgeschwindigkeit vom Himmel. Der am 21. November 28 Jahre alt gewordene Grazer rast hingegen mit Schallgeschwindigkeit in den deutschen Schlagerolymp. Kein zweiter österreichischer Künstler, außer Christina Stürmer, hat in diesem Jahrhundert so viele Tonträger – 800.000 Alben
Andreas Gabaliers Auftritte werden gestürmt, seine Konzerte sind ausverkauft. Ob das nun in der Wiener Stadthalle war vor 12.000 Fans, am Red Bull Ring in der Steiermark – insgesamt hatte er im letzten Jahr mit acht Konzerten 50.000 Besucher angelockt. Und bei seiner Tournee im kommenden Jahr durch Deutschland und Österreich werden es hun-
derttausende Fans sein. „So etwas habe ich seit ,New Kids on the Block‘ Anfang der 90er-Jahre nicht mehr erlebt“, sagt Edgar Böhm, im Brotberuf ORF-Unterhaltungschef im „Trend“-Magazin, und schlussfolgert: „Die Szene erfindet sich gerade neu.“ Zumindest 40 Mal wird Andreas Gabalier im Jahr 2013 live on stage von seinen Fans bejubelt werden können. Sein Album „Herzwerk“ hat ihm im großen Nachbarland Platin für 200.000 verkaufte Einheiten beschert. Dort kam der Durchbruch 2011 mit seinen Auftritten in den Sendungen mit Florian Silbereisen und Carmen Nebel. Seitdem läuft sein größter Hit „I sing a Liad für di“ auch in Deutschland rauf und runter. Im März 2012 erhielt er den Echo in der Kategorie „Volksmusik“ und stach dabei Volksmusik-Urgesteine wie Hansi Hinterseer oder die Kastelruther Spatzen aus. Dabei sieht er sich selbst gar nicht als klassischen KLIPP Dezember 2012
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titelstory
tett, DJ Ötzi, Hubert von Goisern, Die Seer noch vor Andreas Gabalier. Doch das wird bald Vergangenheit sein. Der Volks-Rock’n‘Roller, wie er sich selbst lieber sieht, spricht mit seinen Liedern die Sehnsüchte der Menschen an, „I hob a Engerl g’sehn“ tut das glaubwürdig und authentisch. Andreas Gabalier ist ein Vertreter der Facebook-Generation. Mit seinen Bekenntnissen auf der Homepage („Um mich erbarmt sich doch keine“) und Facebook heizt er das Griss um ihn natürlich bewusst an. In seinen oft eher nachdenklichen Textpassagen seiner Lieder spricht er Träume an. Er selbst musste bereits mit dramatischen und traumatischen Schicksalsschlägen fertig werden. Vor rund fünf Jahren hat sich sein Vater vor dem Grazer Wohnhaus mit Benzin übergossen und verbrannt. Zwei Jahre später tat es ihm Gabaliers jüngere Schwester gleich.
Vertreter der Volksmusik, er nennt sich lieber „Volks-Rock’n’Roller“. Denn mit seiner Mischung aus Volksmusik und Rock lässt er sich nur schwer in eine Schublade stecken. In seiner Heimat Österreich wurde er offiziell zum „Botschafter der ländlichen Heimat“ ernannt. In drei Jahren schaffte Gabalier in Österreich gleich zwölf Platin-Auszeichnungen – das ist vor ihm noch niemandem gelungen. Seine Single „I sing a Liad für di“ ist seit dem 6. August 2010 in den Charts vertreten und damit der erfolgreichste Song in der österreichischen Hitparade forever. Noch vor DJ Ötzi und seinem „Anton aus Tirol“, Nik P mit „Ein Stern, der deinen Namen trägt“, Udo Jürgens mit „Griechischer Wein“, Peter Alexander mit „Das kleine Beisl“ oder Reinhard Fendrichs „Macho, Macho“. Natürlich liegen von den Verkaufszahlen Kollegen aus der volkstümlichen Musik wie die Kastelruther Spatzen, Andrea Berg, Hansi Hinterseer, das NockalmquinKLIPP Dezember 2012
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Ganz sicher war in dieser Zeit die Musik auch so etwas wie eine Lebenskrücke oder fast Therapie, die ihm half, das Ganze zu verarbeiten. Wer vom Leben derartig gebeutelt und geprüft wird, für den interessieren sich dann auch Menschen, die anfänglich nichts mit seiner Musik gemeinsam haben. Bereits legendär ist sein Kurz-Auftritt beim traditionsreichen Bauernbundball im letzten Fasching in Graz, als ihn 16.000 Fans – alle in Tracht und Landhausmode – nicht von der Bühne lassen wollten.
Die Lust an Lederhose und Dirndl Wie sehr die volkstümliche Welle das Musik-Business dominiert, zeigte sich auch beim Aufsteirern im Herbst, als mehr als 100.000 durch die Grazer Innenstadt pilgerten, zwei Drittel davon in Lederhosen und Tracht. Und es sind nicht die Alten, sondern die jungen Städter unter 30. Damit ist auch Andreas Gabalier nicht nur für die so genannte Yellow Press interessant, sondern auch für die großen Tagesmedien. Seine Auftritte im Musikantenstadl, in der Carmen Nebel Show sind das eine,
Gefragter Kram Nur einige Beispiele von Fan-Artikeln, mit denen das große Geschäft gemacht wird: Für 17 euro sitzt die Andi-Brille auf der Nase. Das rot-weiß-karierte stofftücherl, vom schneuztüchel seines Großvaters inspiriert, kostet 5 euro. Die kuschelige stoff-Kuh gibt’s für 12 euro.
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titelstory aber Gabalier, schlagfertig, ließ sich auch von den beiden Comedians Christoph Grissemann und Dirk Stermann in deren Show „Willkommen Österreich“ nicht wirklich aufs Glatteis führen, als er zum Nazi-Gehalt von Trachten-Auftritten gefragt wurde. Er bezieht auch da und dort öffentlich einen klaren Standpunkt, wie jüngst bei den Grazer Wahlen, wo er in einer „Kleine-Zeitung“-Analyse meinte: „Ich hoffe jetzt nur, dass alle Wahlplakate ganz rasch verschwinden. Mir wird extrem übel, wenn ich daran denke, wie viele Millionen Euro man hier völlig sinnlos verschleudert hat.“ Natürlich fordert so viel Erfolg in so kurzer Zeit auch die Kritiker heraus, jene, die mit der volkstümlichen Musikwelle nichts anfangen können, die sie für eine Fassade halten, die diese Wohlfühl-Welt ohne Anspruch auf Weltverbesserung einfach ablehnen und damit natürlich auch Andreas 18
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Gabalier als einen erfolgreichen Vertreter dieses Genres. Da wird er dann in Blogs im Internet auch als „Vollkoffer“ abqualifiziert. Christina Stürmer ist nach einem Hype um ihre Musik und ihre Person fast in der Versenkung verschwunden, das Showbiz kennt keinen Pardon. Jeder Künstler, auch Gabalier, hat klarerweise im Hinterkopf die Sorge oder
Angst, dass er morgen aufwacht und nicht mehr nachgefragt wird. Die EAV, einst die Kult-Band im deutschsprachigen Raum, ist ein Beispiel dafür, dass es nach einem unglaublichen Hype zum totalen Einbruch kommen kann. Weil er, wie seine Freunde sagen, stets am Boden und damit der gleiche sensible Mensch geblieben ist und er ein gutes G’spür
für die Zeichen der Zeit hat, sollte ihm das nicht widerfahren. Im Gegensatz zu Christina Stürmer stürmen nicht nur die Kids zu den Konzerten und Auftritten von Andreas Gabalier, sondern auch die urbanen Städter, jene von 20 aufwärts. Er ist also mit seinen Fans viel breiter aufgestellt.
Die Rampensau Warum die lokalen Stars von der Musik-Industrie auch stark promotet und unterstützt werden, hat einen simplen Grund: Das Publikum und die Fans der volkstümlichen Musik kaufen von ihrer Einstellung her tendenziell mehr CDs, als sie Hits ihrer Idole aus dem Internet downloaden. Sie riskieren einfach das Geld und wollen eine CD echt in der Hand haben. Bei Pop-Künstlern hingegen liegt der Anteil jener, die sich das sparen wollen, oft um die 80 Prozent. Vier der fünf meistverkauften Alben KLIPP Dezember 2012
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A guat’s Handal und Nasal Den richtigen Mann, zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort. Den traf Andreas Gabalier mit Klaus Bartelmuss, der als erfolgreicher Unternehmer in großen Dimensionen denkt. Aber er kommt aus der 700-Seelen-Gemeinde Teufenbach im Murtal. Die Obersteirer sind offensichtlich innovative Menschen. Das beweist Klaus Bartelmuss mit seinem Bruder Heinz. Sie haben die familieneigene IBS Paper Performance Group zu einem Weltmarktführer gemacht, mit Patenten bei Keramik-Verschleißteilen zur Entwässerung von Papier. Die IBS beschäftigt 500 Mitarbeiter und geht Richtung 100-Millionen-Euro-Umsatz. Mit Volksmusik, Lederhose und Heimattümelei hat Klaus Bartelmuss kaum was am Hut. Dem Magazin „Trend“ verriet er, er liebe die USA, Urbanität, Led Zeppelin. Irgendeinmal wollte er Rockmusiker werden. Helmut Marko meinte kürzlich, er
in Österreich 2011 waren im Dialekt gesungen. Unter den Spitzenreitern: Hubert von Goisern und der ÜberRock’n’Roller Andreas Gabalier. Im Jahr 2009 schied Andreas Gabalier bereits in der Vorrunde zum Grand Prix der Volksmusik aus. Heute fragt niemand mehr, wer die Finalisten von damals waren, aber jeder Konzertveranstalter möchte den Sturkopf Andreas Gabalier vermarkten. „Es gibt da den supertalentierten Andreas Gabalier, der selber Songs schreiben und interpretieren kann und ein unglaubliches Show-Talent hat – solche Leute kommen nur alle zehn Jahre ein Mal vor“, sagt Universal-Austria-Chef Hannes Eder. Für ihn ist Andreas Gabalier der Weltmeister des Brückenschlags zwischen einer neuen Volksmusik- und Schlager-Offensive der Musikbranche. Natürlich sind die klassischen KLIPP Dezember 2012
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Musikantenstadl-Fans treuer als die Fans von Andreas Gabalier. Aber eines ist als Entwicklung und Trend ganz klar zu sehen und zu erkennen: Dass die regionale Volksmusik auch von jungen Leuten angenommen wird. Und damit ist auch die Zukunft des Senkrechtstarters Andreas Gabalier ganz gut abgesichert. Weil niemand weiß, wie die junge Zielgruppe, die Gabalier anspricht, in zwei Jahren drauf sein wird, versuchen die Promoter im Hier und Jetzt das Geschäft zu machen. Weil sie wissen, dass die Internet-Generation, die per Mausklick von Konsumwelt zu Konsumwelt hüpft, als Publikum eine launische Diva ist. Doch Promoter Josef Adlmann, der Gabalier bei seinen Auftritten viele tausend Kilometer begleitet, will am besten wissen, wovon letztlich der Fortbestand einer Karriere abhängt: „Entscheidend ist, dass Andis Kreativität nicht verloren geht.“
habe vier Berufe – nämlich Hotelier, Red-Bull-Formel-1-Chef, Forstwirt und Immobilienbetreiber. Bartelmuss bringt es locker auf drei – nämlich Manager, Produzent von LEDLichtlösungen und Musikproduzent. Als er eine eigene CD mit Rockmusik aufnehmen wollte, stieß er in der Firma auf Nikolaus Presnik, einen Arbeiter an der Schleifmaschine. Heute Nik P., der mit „Einen Stern,
der deinen Namen trägt“ einen der erfolgreichsten deutschen Songs aller Zeiten niederschrieb. Bartelmuss gründete 1994 „Stall Records“ und Nik P.s große Karriere begann damit. Er hat offensichtlich ein gutes Handal und Nasal, denn als ihm sein Versicherungsmakler einen weiteren Musikanten ans Herz legte, war das der Karrierestart von Andreas Gabalier. Bei dessen Stimme wurde er hellhörig. Bartelmuss im „Trend“Gespräch: Sein autistischer Sohn reagiert extrem sensibel auf Musik, und sobald er Gabalier hört, geht ein freudiges Grinsen über das Gesicht des Sohnes. Der Erfolg in dieser Dimension war nicht vorhersehbar. Produzent Klaus Bartelmuss ist aber in jedem Fall der Mastermind hinter dem unglaublichen Aufstieg seines Schützlings Andi Gabalier. Er meint, dass er Chancen hat, durchaus in die Liga eines Udo Jürgens aufzusteigen.
titelstory
Klaus Bartelmuss, der Gabalier-Macher
Schon mehr als 100.000 Facebook-Freunde Sweet little Rehlein: Hei Andi, i bin auf da Stolzalpe grad auf Therapie und i schau ma do die weißen Berg und Wälder an und do siach i auf amoi an 12-Ender-Hirsch! Woarst du des und hat dein Sweet Rehlein gewartet mit den himmelblauen Augen?
Bond Girl007: Jetzt meldet sich dein fesches Bond Girl wieder zurück. Ich habe nächste Woche eine Prüfung und unter anderem werde ich über die männlichen Geschlechtsorgane abgeprüft. Jetzt hab ich mir gedacht, da könntest du mir ein bissal beim Lernen helfen. Bussal aus Kärnten.
Andi: Mei, da wär ich auch gerne … einen sonnigen Gruß vom Grazer Flughafen!
Andi: Ganz schön frech
Mini: Hallo Andi, ich werde für immer dein Fan sein. 4ever!
Antje: Hallo Andreas, das Lied „Es ist die Zeit“ ist ein wunderschönes Lied. Du sprichst bzw. singst mir aus der Seele.
Katrin: Sieht so aus, als hättest du 2010 noch a bissl mehr auf den Rippen gehabt. Also vergiss bitte net aufs Essen. Bissl runder schaust viel hübscher aus! Bist ja schon richtig boanig! Andi: Ja zurzeit fehlt ein Busserl, der Hunger. Aber nach 6 Kilo Vanillekipferl wird‘s im neuen Jahr schon wieder drauf sein.
Anita80: Hallo, Andreas! Ich muss Dir jetzt mal ein Kompliment machen: Du bist der Einzige, der meine Tochter Alina (6 Monate) beruhigen kann. Jedes Mal, wenn sie a bisschen raunzat is, kommt dein Lied „I sing a Liad für Di“ und sie is wieder ruhig!!! Würde mir eine Spieluhr mit dem Lied wünschen! LG Anita 19
08.12.12 10:32
Josef Martinz: Verurteilt zu 3,5 Jahren haft*
Politik
wolfgang kulterer: Verurteilt zu 3,5 Jahren haft*
Gert Xander werner schmidt: anklage wegen untreue
siegfried Grigg: anklage wegen untreue othmar ederer: beschuldigter
Foto: Gert Eggenberger
Tilo berlin: angeklagt wegen untreue
Am 22. Mai 2007 war die Welt für alle noch in Ordnung. Bei der Vertragsunterzeichnung über den Verkauf zwischen der Bayeri schen Landesbank und der Kärntner Hypo Alpe Adria Group. * noch nicht rechtskräftig
Die anklaGe Sobald die Staatsanwaltschaft eine Anklage erhebt, wird gleichsam das Licht aufgedreht. Grawe-Vizegeneral Siegfried Grigg muss damit gerade fertig werden. Er tritt zurück. Grigg war 2006 auch Vorstandschef Der Hypo drohte – nur Eingeweihte wussten das – im Jahre 2006 die Pleite. Sie brauchte dringend zumindest 100 Millionen Euro frisches Eigenkapital. Dafür legte sie so genannte Vorzugsaktien – unterschrieben auch vom Interimsvorstandschef Siegfried Grigg – auf, die aber keine waren. Weil man den Investoren heimlich und verbotenerweise eine Verzinsung zusicherte und diese damit kein Risiko eingingen. Nicht nur das. Das „frische Eigenkapital“ wurde zu einem großen Teil über Kredite aufgebracht, die die Hypo den Investoren gewährte. Grigg verantwortet sich damit, dass ihm diese Unterlagen zur Unter20
der Pleite-Bank Hypo Group Alpe Adria und wurde jetzt wegen des Verdachts des Verbrechens der Untreue (§ 153 Strafgesetzbuch) in MillionenEuro-Höhe und wegen Bilanzfälschung angeklagt.
schrift untergeschoben worden wären. Er hat bisher aber keine Klage gegen die „Betrüger“ eingebracht. Grigg trete als Vorstand zurück, so erklärte General Othmar Ederer in einer Aussendung, um sich auf den Prozess zu konzentrieren, in dem er seine Unschuld beweisen wolle. Doch Grawe-General Othmar Ederer gerät durch den Rücktritt von Grigg selbst massiv unter Druck. Mit den Vorgängen um die so genannten Vorzugsaktien habe er als Aufsichtsrat nichts zu tun gehabt, auch nicht davon gewusst. Er war aber in den kritischen Jahren, um die es geht, Aufsichtsratsvorsitzender-Stellvertreter in der Hypo Alpe
Adria. Im Visier der Ermittler ist Othmar Ederer damit in einer weiteren Hypo-Causa – nämlich der 50-Millionen-Euro-Sonderdividende, die sich die Altgesellschafter noch knapp vor dem Verkauf an die Bayern LB genehmigt hatten. Bis jetzt ist nur ein Zivilprozess anhängig. Das hängt jedoch damit zusammen, dass Schadenersatzforderungen zivilrechtlich nach drei Jahren verjähren. Daher hat die Republik über die neue Hypo-Führung diese Klage vorrangig eingebracht. Parallel dazu ermittelt die Staatsanwaltschaft. Auch da kommt Grawe-Mann Siegfried Grigg in seiner damaligen Funktion als Vor-
standschef der Hypo Group Alpe Adria eine entscheidende Rolle zu. Für beide – Ederer und Grigg – gilt die Unschuldsvermutung. Die Grawe erhielt durch ihre 43-prozentige Beteiligung an der Hypo Alpe Adria rund 21 Millionen Euro an Sonderdividende überwiesen. wie kam es überhaupt zur sonderdividende?
In der Phase des Verkaufs der Aktienmehrheit an die Bayerische Landesbank wurde mit den Bayern eine Sonderdividende vereinbart. Diese sollte durch den Verkauf der Hypo Consultants Holding erfolgen – sie war eine 100-Prozent-Tochter der kliPP Dezember 2012
GRAWE-Chef Ederer wegen Anklage seines Kollegen Grigg massiv unter Druck Geld aus der Bank heraus zu ziehen. Grawe-General Othmar Ederer verteidigt sich damit, dass nach den ihm vorliegenden Zahlen die Sonderdividende gerechtfertigt gewesen wäre.
von 50 Millionen Euro kommen zu lassen. bayern fühlen sich betrogen
Die Bayern stimmten seinerzeit über Tilo Berlin dieser Sonderdividende zu, fühlen sich aber heute betrogen, weil diese nicht rechtmäßig zustande kam, und wollen von den Österreichern auf dem Klagsweg die Zigmillionen zurück haben. Die Regie beim Verkauf der Hypo Consultants Holding führte Aufsichtsratschef Wolfgang Kulterer. Ein Verdacht, der sich aufdrängt: Kulterer hatte den Aufsichtsrat und die Vorstände gleichsam in der
ganschaft nahe, dass ihm bewusst war, dass der Rechtsvorgängerin der Zweitbeklagten (Hypo Bank Burgenland Aktiengesellschaft) die Sonderdividende weder der Höhe noch dem Grunde nach zusteht. Aufgrund seiner StelUnruhe in Graz am Hauptsitz der Grazer Wechselseiti lung als Aufsichtsrat gen Versicherung (Grawe) wegen GriggRücktritt. der Klägerin war er in einer Garantenstellung zu der Klägerin und daher „Die Hypo Bank Burgenland Aktidazu verpflichtet, einen Vermö- engesellschaft haftet der Klägerin, gensschaden zu verhindern. Dies letztlich der Republik Österreich
Hält ER durch? Hand. Er musste zwar nach seiner Verurteilung als Bilanzfälscher als Generaldirektor zurücktreten, wurde jedoch nach oben in den Aufsichtsrat weitergereicht und zu dessen Vorsitzenden gemacht. Hätte man ihn damals nicht „befördert“, bestand die Gefahr, dass er sein Wissen über die Manipulationen preisgeben würde.
hat er pflichtwidrig unterlassen.“ „Das (etwaige) strafrechtlich relevante Verhalten des Elftbeklagten (Dr. Ederer) ist der Rechtsvorgängerin der Zweitbeklagten und somit auch der Zweitbeklagten als Gesamtrechtsnachfolgerin (Hypo Bank Burgenland Aktiengesellschaft) nach § 3 VbVG zuzurechnen, da naheliegt, dass Dr. Ederer als AR-
gegenüber, als Eigentümerin der Hypo Group Alpe Adria, somit auch aus diesem Grund für den entstandenen Schaden von 50 Millionen Euro.“ „Gibt ein leben nach der Grawe“
„Es liegt nahe, dass die VerantwortEs ist die Art und Weise, wie die lichen als Vorstands- bzw. AR-MitSonderdividende zustande kam. glieder der Klägerin zum Stichtag Dafür musste die Hypo Consul30.4.2008 vorsätzlich die ihnen tants Holding verkauft werden, als Organe der Gesellschaft eine 100-prozentige Tochter rechtsgeschäftlich eingeräumder Hypo Group Alpe Adria, te Mitentscheidungsbefugnis die einen Großteil der Hypomissbraucht haben, indem sie Realitäten in Kroatien und anwider besseres Wissen dem deren Ländern verwaltete. Die Verkaufsverfahren der HCUmstände des Verkaufs waren Gruppe, den Kreditvergaben dubios. Die Sonderdividende an die Auctor Projekt sowie der hätte nur dann fließen dürfen, dadurch ermöglichten rechtswenn der Käufer oder die Käuwidrigen Ausschüttung der fer den Kaufpreis in der Höhe klagsgegenständlichen Sonvon mehr als 60 Millionen Euro derdividende zustimmten.“ Die Formulierungen der Erund die Verbindlichkeiten von rund 225 Millionen Euro durch mittler sind unmissverständeigene Finanzierung auf den Othmar Ederer im Visier der Ermittler wegen „ungerechtfertigter Sonderdividende“. Siegfried Grigg lich. Grawe-General Othmar Tisch legen hätten können. mit dem verstorbenen Jörg Haider. Dieser holte sich für seine Zwecke Zigmillionen von der Hypo. Ederer daraufhin angesproDas war jedoch unter dem chen, was er zu tun gedenke, Strich nicht der Fall. Seit mehr als zwei Jahren bemühen Mitglied der Zweitbeklagten durch sollte die Auseinandersetzung um Die nunmehrigen Untersuchungen sich die Ermittler, die Vorgänge um die pflichtwidrige Zustimmung zur die Sonderdividende mit einer Niehaben den Verdacht aufgeworfen, diese dubiose Sonderdividende zu Auszahlung der Sonderdividende derlage enden und auch gegen ihn dass die Veräußerung der Betei- klären. Im Folgenden ein Auszug einen Betrug begangen hat und die Anklage wegen Verdacht der Unligungen der Hypo-Consultants- aus den Unterlagen der Ermittler: Zweitbeklagte (Hypo Bank Burgen- treue erhoben werden: „Schauen Gruppe im Jahr 2007 unmittelbar „Der Elftbeklagte (Dr. Ederer) hat land Aktiengesellschaft) dadurch Sie, es gibt auch ein Leben nach vor dem Einstieg der BLB einzig als AR-Vorsitzender der Zweitbe- einen wirtschaftlichen Vorteil, der Grawe.“ und allein dem Ziel gedient haben klagten (Hypo Bank Burgenland nämlich eine Sonderdividende in dürfte, die seinerzeitigen Altaktio- Aktiengesellschaft) der Auszahlung Höhe von insgesamt 20.727.269,35 näre in den Genuss dieser „aline- der Sonderdividende zugestimmt. Euro erhalten hat.“ aren Sonderdividende“ in Höhe Es liegt aufgrund der DoppelorFoto: Gert Eggenberger
was den ermittlern aufstößt
kliPP Dezember 2012
21
Politik
Hypo Alpe Adria. Man habe dort so gut gearbeitet, argumentierten die Altgesellschafter, und man wolle daher den Verkaufserlös als alineare Sonderdividende einstreifen. Ausgemacht waren 50 Millionen Euro, die eben unter der Grawe und dem Land Kärnten aufgeteilt werden sollten. Es kam auch dazu. Die Ermittler werfen nun GraweChef Othmar Ederer und seinem Stellvertreter Siegfried Grigg Untreue vor, sie hätten gewusst, dass die Lage der Bank prekär war und hätten sich damit gegen die Ausschüttung einer Sonderdividende stemmen müssen, also dagegen,
Totalabsturz Wenn einer wie Exinnenminister Ernst Strasser jahrelang der ranghöchste und mächtigste Polizist der Alpenrepublik war, damit praktisch auch unangreifbar, dann ist es nicht überraschend, dass so jemand mit einer Realitätsverweigerung reagiert, wenn er sich auf der Anklagebank im großen Schwurgerichtssaal im Landesgericht Wien wegen Korruptionsverdacht wiederfindet. Noch dazu, wo Strasser ja auch schon in Niederösterreich als ÖVPLandesparteisekretär und später auch in höheren Funktionen ohne Skrupel beinhart Entscheidungen durchboxte, wusste er doch Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll hinter sich und die absolute Mehrheit der Volkspartei dort. Auch bei der seinerzeitigen Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei hieß es für ihn: Rot raus, Schwarz rein. Was er als gewählter Volksvertreter von der Demokratie hält, hat er ja in den Videos hinlänglich dokumentiert – nämlich wenig. Aber Hochmut kommt meistens vor dem Fall, sind die jahrelangen Kritiker von Ernst Strasser um dessen Politstil heute nicht überrascht.
D
er gebürtige Tiroler Hansjörg Tengg hat in der Therme Loipersdorf einen Zweitwohnsitz, fühlt sich daher als wienerischer Steirer. Nicht zuletzt deshalb, weil auch seine berufliche Karriere bei den Grazer Stadtwerken begann. Die Politik interessierte ihn
früh. Während des Studiums war er freiheitlicher Funktionär auf der TU Graz. Später übersiedelte er zum Verbund und war dort im Vorstand der Donaukraftwerke. Bekannt wurde Hansjörg Tengg aber als Sanierer des Konsums und später als Generaldirektor von Max Mobil. Heute führt er mit Smart Technologies sein eigenes Unternehmen in Wien, an
Fotos: BM.I/Michael Korber
Politik
Er durchschaute Strassers Spiel als Innenminister
dem auch ein französischer Energiekonzern beteiligt ist. Zu einem schweren Konflikt mit dem damaligen Innenminister Ernst Strasser kam es im so genannten Blaulicht-Projekt der Republik. Das Innenministerium wollte ein eigenes, völlig unabhängiges Funksystem installieren. Es wurde allerdings nie realisiert, sondern kostete die Republik nur rund 30 Millionen Euro. Als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Parlaments stellte Hansjörg Tengg detailliert dar, wie das Ministerium das Projekt hintertrieb. Aufschluss-
Grazer Rechtsanwalt schickt Meinl auf Strafbank Auf der Insel Jersey hatte Meinl European Land Zertifikate aufgelegt. 6.000 Käufer fühlten sich nach Kursverlusten getäuscht und klagten die Meinl Bank. Diese zahlte bisher für Harald Vergleiche 30 Millionen Euro aus. Gegen Julius Meinl wird Christandl seit Jahren wegen Verdachts des Betrugs und der Untreue ermittelt. Es war spektakulär. 100 Millionen Euro hinterlegte Julius Meinl als Kaution, als er im Jahre 2009 verhaftet worden war und nach zwei Nächten in U-Haft dann freikam. Nun hat der Grazer Anwalt Harald Christandl – ein Spezialist für Anleger-Klagen – ein weiteres für seine Mandanten günstiges Urteil erfochten, das allerdings eine Menge Sprengstoff für den Handel mit Wertpapieren enthält, sollte es vom Obersten Gerichtshof bestätigt werden.
KLIPP Dezember 2012 22
reich in diesem Zusammenhang auch eine Aussage von RaiffeisenChef Konrad, die Tengg zitierte. Innenminister Ernst Strasser und Siemens-Generaldirektor Hochleitner hatten sich beim Demel in Wien getroffen, weil es beim „Adonis“ – so nannte man das Blaulicht-Projekt – kein Weiterkommen gab. Konrad trocken zu Strasser: „Du hast also
Exinnenminis ter Ernst Strasser: Realitätsver weigerung.
was bestellt, was du nicht bezahlen kannst.“ Die jährlichen Kosten für das System waren mit rund 70 Millionen Euro veranschlagt. „Strasser hat sich aber nur ein Budget von 22 Millionen Euro gesichert“, sagt Tengg. Es fehlten also 50 Millionen, die ihm auch sein Ministerkollege – damals war es Karl Heinz Grasser – nicht geben wollte. Und weil er merkte, dass er auch von den Ländern nicht die nötige Unterstützung für das Pilot-Funknetz bekam, hat das Ministerium das Projekt hintertrieben. Der Vertrag, vor der Zeit mit Tengg
Hansjörg Tengg: „Strasser hat was bestellt, was er nicht zahlen konnte.“
abgeschlossen zwischen Ministerium und dem Konsortium, war übel und nicht umsetzbar. Die Milchmädchenrechnung des Ministeriums: 22.000 Stück von den Funkgeräten würde man selbst benötigen und die restlichen Einsatzorganisationen in den Ländern – Polizei, Rettung, Katastrophenschutz usw. – würden weitere 50.000 Stück bestellen und jeweils 1.000 Euro dafür bezahlen (müssen). Doch niemand tat Strasser den Gefallen und machte dabei mit; so sah er sich plötzlich vor die Tatsache gestellt, dass ihm 50 Millionen Euro fehlten, die er nicht im Budget hatte. Hansjörg Tengg zum Ende von „Adonis“: „Das Ministerium stellte uns die Kündigung zu, weil es behauptete, wir würden es technisch nicht schaffen, und wir kündigten auch, weil die nicht bezahlen konnten.“ Die Sache landete dann letztendlich beim Schiedsgericht, dem Obersten Gerichtshof. Dieser sprach Mastertalk – das war das Konsortium, bei dem Hansjörg Tengg als Geschäftsführer tätig war – 29,9 Millionen Euro zu. Das Ministerium bestellte in der Folge neu. Und zwar setzte man auf das System von Motorola: „Ich hab gehört, dass jetzt schon die Kosten wieder bei 40 Millionen Euro liegen. Aber bis heute gibt es noch kein Funksystem.“ Dafür aber Ermittlungen gegen einige Mitarbeiter Strassers wegen Korruptionsverdacht. Tengg: „Da fällt mir ein: So wie der Herr, so das …“
Einem Spekulanten, der sich offensichtlich verzockte, hat das Gericht Schadenersatz zugesprochen. Die Meinl Bank muss 30.000 Euro zuzüglich Prozesskosten an den Investor zahlen. Da die Bank beruft, muss der Oberste Gerichtshof darüber entscheiden. Christandl führte bisher gegen die Meinl Bank bereits 500 Klagen – bis auf 80 wurden tragfähige Vergleiche ausgehandelt. Im jetzigen Fall gelang das nicht. Der Anleger hatte seine Zertifikate vorerst mit einem Gewinn von 7.200 Euro verkauft und kaufte sich nach einem erheblichen Rückgang der MEL-Zertifikate neuerlich Aktien, in der Hoffnung, der Kurs werde steigen. Sein Plan ging jedoch nicht auf, da die Bank laut einem Gutachten 84 Prozent der Aktien selbst zurückgekauft hatte. Damit fiel die Aktie auf 4 Euro. Die Aktie war auf bis zu 20 Euro gestiegen, dann fiel sie auf 10 herab. Das wertete das Gericht als Kurs-Manipulation. Die Finanzmarktaufsicht hätte Schritte einleiten müssen. Es gäbe bisher dazu keine Judikatur. Diese wird nun durch den Obersten Gerichtshof erfolgen.
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Grazer Wahl: Politische Verantwortung im Rathaus breiter verteilt
Karten werden neu gemischt
Naiver Steirerkrone-Chef Vor Chaos und Totalblockade in der Stadt warnten SteirerkroneChef Christoph Biro und andere Medien, sollte sich eine ZweierKoalition nicht ausgehen, sprich der alte und neue Bürgermeister Siegfried Nagl weder im 48-köpfigen Gemeinderat noch in der 7-köpfigen Stadtregierung mit einem Partner eine Mehrheit zustande bringen. Und genau das ist eingetroffen. Die Grazer haben sich für eine Aufteilung der politischen Macht im Rathaus entschieden. Doch ein Chaos wird logischerweise ausbleiben. Alle politischen Gruppierungen sind durch das Ergebnis dazu verhalten, noch mehr aufeinander zuzugehen. Und das kann ja nur gut sein für die Stadt. Je mehr Wähler sich in die Entscheidungen eingebunden fühlen, desto nachhaltiger sollte es für die Landeshauptstadt wirken. Siegfried Nagl von der ÖVP benötigt künftig die Unterstützung von zumindest zwei politischen Mitbewerbern für große, zukunftsweisende Projekte in der Stadt. Sein Wunsch, 50 Prozent der Stimmen zu erreichen, ist gründlich danebengegangen. Mit 33,5 Prozent verlor er gegenüber 2008 sogar fast KLIPP Dezember 2012
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5 Prozent in der Wählergunst. Die 3 Sitze in der 7-köpfigen Stadtregierung bedeuten ebenfalls keine Mehrheit. Die Nagl-ÖVP benötigt daher stets einen politischen Mitbewerber für weitreichende Beschlüsse. Denn von den vier restlichen Sitzen in der Stadtregierung entfällt jeweils einer auf die KPÖ, die SPÖ, die FPÖ und die Grünen. Elke Kahr, die große KPÖ-Gewinnerin (von 11,2 auf 20,1 Prozent), demnächst auch Vizebürgermeisterin, hat eine Koalition mit Nagl bereits ausgeschlossen, kann sich aber bei einzelnen inhaltlichen Anliegen so etwas wie eine Bereichskoalition vorstellen.
Nicht unerwartet Besonders bitter ist das Ergebnis für die Grazer SPÖ mit Martina Schröck als Spitzenkandidatin. Ihr ist es in den letzten zwei Jahren als Stadträtin überhaupt nicht gelungen, mit politischen Projekten oder Aussagen nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Ihre Behauptung, die SPÖ wäre vor einem Jahr noch schlechter gelegen, als Schröck Parteichefin wurde, ist schlichtweg falsch. Eine Schutzbehauptung und Trotzhaltung nach der Wahlniederlage, doch kein realitätsnaher Befund. So konnten die Grazer auch im Wahlkampf mit dem schwammigen SPÖ-Slogan „Neue Politik“ offensichtlich nichts anfangen. Es wirkt befremdend, dass die Strategie der Grazer SPÖ derart unglücklich gewählt war, kommt doch Schröcks Mann aus der Werbebranche. Die 15,3 Prozent sind desaströs für die SPÖ, die in Graz in keinem einzigen Bezirk mehr die Mehrheit schaffte. Sogar in Lend verlor sie ihre letzte Bastion. Dagegen sind die Kommunis-
die Handschrift der Grünen in der Grazer Stadtpolitik sichtbarer zu machen.
Foto: Stadt Graz/ Foto Fischer
Eines vorweg: Da steckt die NaglÖVP, getrieben von einer politisch wenig kompetenten Werbeagentur, Millionen Euro in einen Wahlkampf ohne nachhaltige Akzente. Pardon: Schon mit einem Akzent. Dass man fünf Prozent der Wähler von 2008 verlor. Da steckt die KPÖ – mehr Geld war gar nicht da – einen Bruchteil davon in die Wahlwerbung und verdoppelt ihre Stimmenzahl. Ein tröstliches Signal.
ten in Gries die Nummer 1. In allen anderen Grazer Bezirken verfügt die Nagl-ÖVP über eine Mehrheit. Kleiner Wahlgewinner ist die Grazer FPÖ mit ihrem Spitzenmann Mario Eustacchio. Er hat das mehrmals selbst auch gesagt, dass 15 Prozent plus sein Wahlziel sind. Das hat er nicht geschafft, so gesehen ist er weit unter seinen Erwartungen geblieben. Auch der GrüneSpitzenkandidatin Lisa Rücker wurde deutlich gemacht, dass mit ihrem Auftreten und mit ihrer Art, grüne Politik in Graz zu machen, keine zusätzlichen Sympathisanten für die Stimmabgabe zu mobilisieren sind. Und dies, obwohl sie als Vizebürgermeisterin in den letzten Jahren die Chance gehabt hätte,
KPÖ-Vizebürgermeister Wie klingt das? 10.608 Euro wird KPÖ-Vizebürgermeisterin Elke Kahr künftig im Monat als Gage erhalten, nur knapp 1.000 Euro mehr, als sie schon als Stadträtin bekam. Als Bürgermeister von Graz würde sie 12.650 Euro monatlich auf ihrem Konto haben. Einen Teil ihrer Gage überweist Elke Kahr aber an den so genannten Sozial- und Spendentopf in der Grazer KPÖ, womit besonders unterstützungswürdige Personen oder Projekte gefördert werden. Dieses unbürokratische Hilfsmodell sei nicht zuletzt ein Grund dafür, dass eine große Zahl von armutsgefährdeten Grazern oder Mindesteinkommen-Beziehern ihre Sympathie für die Grazer Kommunisten entdeckt haben. Die Aufgabe der Politik sei nun einmal mehr, besonders die Schwachen in der Gesellschaft oder jene, die am Rande der Gesellschaft stehen, zu unterstützen und zu fördern.
Der Grüne Werner Kogler: Chance auf Minister? Sollten die Grünen bei den kommenden
als Vizeklubchef der Grünen knapp 90
Nationalratswahlen im Jahr 2013 tat-
Prozent der Stimmen. Ein sehr beacht-
sächlich erstmals den Sprung in eine
liches Ergebnis hinter Eva Glawischnig,
Regierungskoalition schaffen, dann hat
die den 9er schaffte. Als Obmann des
der Grazer Werner Kogler gute Chan-
Kontrollausschusses machte sich Wer-
cen, künftig als Minister oder Staatsse-
ner Kogler in den letzten Jahren einen
kretär mit Dienstwagen und Chauffeur
Namen, indem er mit Peter Pilz prak-
zwischen Graz und Wien zu pendeln.
tisch alle Korruptionsfälle und Skanda-
Denn beim jüngsten Nominierungspar-
le in der Öffentlichkeit für die Grünen
teitag in Linz erhielt Werner Kogler
aufbereitete.
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08.12.12 13:58
Neue Wege
W. Malik, G. Bliem, R. Moser sowie P. Oncken u. G. Widmann freuen sich über die „Landung“ von Intersky.
Der Flughafen Graz blickt trotz Höhen und Tiefen auf ein bislang zufriedenstellendes Wirtschaftsjahr zurück und wird demnächst neue Wege und Verbindungen anbieten. „InterSky“ weitet sich nämlich in der Steiermark aus und will die Mur-Metropole zu einer Drehscheibe machen! Ab Jänner bedient die regionale Fluglinie aus dem Rheintal zwei Mal täglich Graz–Zürich sowie täglich Graz– Mailand (Bergamo). Ab Friedrichshafen entsteht eine Tagesrandverbindung nach Graz. „Damit erhalten wir einen zusätzlichen Rotationsschub“, freut sich Gerhard Widmann vom Airport Graz. Nebenbei entstehen automatisch bessere Anbindungen zu großen Umsteigeflughäfen. „Intersky“ selbst setzt damit den 1. Schritt des Expansionskurses, nutzt den Rückzug großer Airlines aus dem Regionalbereich und füllt quasi die Südlücke. Die Steirer kann das nur erfreuen – der grün-weiße Incoming-Tourismus sowie andere Wirtschaftszweige werden profitieren. H. Dietl
Für gewöhnlich assoziiert man den oststeirischen Thermenort Bad Blumau und die dort ansässige Hundertwasser-Therme mit Entspannung und Urlaub. Nunmehr sorgt ein Projekt anderer Art für Schlagzeilen. Der steirische Obstund Gemüsekonzern Frutura plant nämlich vor Ort einen riesigen Produktionsstandort für Tomaten, Paprika usw. Die Gesamtfläche des Areals ist mit rund 40 Hektar beziffert. „Ein Projekt, das ganz und gar nicht zur manifestierten Tourismusetikette des Ortes und der Rogner-Therme passt“, zeigt sich auch Rogner-Direktorin Melanie Franke erzürnt. Sie ahnt sogar einen Verlust des Prädikates „Bad“ als Kurort und verweist auf ein Attest, demzufolge die Wasserbohrung für das Gewächshaus die heißen Thermalquellen beeinträchtigen könnte. Indes begründet Frutura, dass der Zuchtbetrieb eine dezentrale Versorgung darstelle und biologisch betrieben werde. Offiziell war ja
bislang meist nur vom Gemüsekonzern Frutura als Betreiber die Rede, doch Manager von Spar waren bei allen bisherigen Verhandlungen dabei und Frutura hat unter dem wachsenden Argumentationsdruck inzwischen erklärt, dass Spar der Partner ist. „Mit Projekten wie diesem wollen sich Lebensmittelketten die Produktionsmacht in der Landwirtschaft sichern“, ärgert sich auch Vulkanland-Initiator Josef Ober. Außerdem vermutet die Bürgerplattform in Zusammen-
hang einer Studienerstellung (Thema Glashaus, Geothermie und Gemüseanbau) mangelnde Objektivität. Angeblich soll es dabei Verbindungen zwischen dem EU-Regionalmanagement Oststeiermark als Auftraggeber, der TU Graz aus Ausführer und Frutura geben. Die Betreibergruppe sowie Bürgermeister Franz Handler – er befürwortet das Projekt – setzen währenddem weiter auf Projektrealisierung. Es bleibt abzuwarten, wie es weitergeht.
A Foto: Semmler
Foto: © Flughafen Graz
Ein 26 Hektar großes Glashaus für Tomaten, Paprika und Gurken soll kommen.
Tomatenproduktion von Frutura-Referenzbetrieb Zeiler in Ungarn.
Neue Rektorin an der Pädagogischen Hochschule Steiermark
Foto: Heimo Ruschitz
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Aufschrei in Bad Blumau
Stolze Familie: das Ehepaar Messner mit seinem Sohn.
Diese heißt Elgrid Messner. Ihr „Arbeitsprogramm“: Die Professionalisierung des LehrerInnenberufs durch die PädagogInnenbildung NEU, auf die sich die Regierungsparteien geeinigt haben; den Ausbau der Forschungskapazitäten, um den wissenschaftlichen Hintergrund der ab nun vollakademi-
schen LehrerInnenbildung sicherzustellen; die aktive Beteiligung an der Schulentwicklung, um Schulen optimal an die gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen; und schließlich die Weiterentwicklung der Hochschule selbst, vor allem ihrer hochschuldidaktischen Kompetenz.
AK: 20 Jahre Rechtsschutz Walter Rotschädl und Wolfgang Bartosch: Angleichung von Arbeitern und Angestellten. 24
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In 20 Jahren hat die steirische Arbeiterkam-
häufigsten Streitpunkte – vor allem im Gast-
angedacht ist ferner eine Art Gleichstel-
mer alles in allem knapp 200 Millionen Euro
gewerbe, Handel sowie Branchen ohne KV
lung von Arbeitern und Angestellten. „Es
in arbeits- und sozialrechtlichen Belangen
– drehen sich um laufendes Entgelt, Über-
ist nämlich nicht mehr zeitgemäß, dass
erstritten. AK-Präsident Walter Rotschädl
stunden oder Sonderzahlungen. Diesbezüg-
die Arbeiter bei der Entgeltfortzahlung im
spricht sich demnach für einen weiteren
liche Streitwerte betrugen im abgelaufenen
Krankheitsfall sowie bei Kündigungsfristen
Ausbau der Arbeitnehmerrechte aus. Die
Jahr im Schnitt etwa 3.500,– Euro. Künftig
schlechtergestellt sind“, betont Rotschädl. KLIPP Dezember 2012
08.12.12 13:58
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Alles unter einem Dach
Herbert Ribic, Evelyn Pilz und Gerhard Reiner (Volksbank Graz-Bruck) mit dem Projektmodell Joanneumring.
Das Immobilienservice der Volksbank Graz-Bruck befindet sich neuerdings in deren BankStammhaus in der Grazer Schmiedgasse im 4. Obergeschoß. Beim kürzlich veranstalteten Tag der offenen Tür erläuterte Hausherr Gerhard Reiner den nötigen Umzug: „Der alte Standort in der Fischergasse wurde aufgrund unserer erfolgreichen Im-
mobilien-Geschäfte schlicht zu klein.“ Nunmehr ist alles unter einem Dach und daher ist eine noch bessere Abstimmung zwischen Immobilien- und Bankagenden möglich. Im Jahr 2014 soll dann das Haus Joanneumring 10 zur Gänze umgebaut und das Immobilienservice in einen Flagship-Store im Erdgeschoß dieses Hauses übersiedeln.
Josef Zotter Geschäftsführer Zotter Schokoladen Manufaktur GmbH
Foto: Heimo Ruschitz
Aus Alt mach Neu
Im E-Cycling-Park in Unterpremstätten zeigt Hans Roth (Mitte), wie alte E-Geräte in Einzelteile zerlegt werden.
Seit gut 15 Jahren betreibt die Saubermacher AG in Unterpremstätten eine Verwertungsanlage für Elektroaltgeräte. Rund 90 % der Bestandteile alter E-Geräte werden hier tagein, tagaus aufbereitet und einer stofflichen Verwertung zugeführt. Mit dem Abschluss der zweiten Ausbaustufe – rund 1,5 Mio. Euro wurden dafür in die Hand genommen – erfolgt neuerdings eine zusätzliche AutomatikAuftrennung von Verbundstoffen. KLIPP Dezember 2012
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Dabei wird zerkleinert, granuliert und nach Farben sortiert. Ziel ist es, aus rund 20.000 Tonnen Altgeräten pro Jahr künftig noch sortenreiner getrennte Produkte zu gewinnen. „Auf diese Weise holen wir quasi das Letzte aus alten Elektrogeräten, Batterien und Akkus heraus“, betont Hans Roth. Die Neuinvestition am Standort Unterpremstätten gilt gleichsam als Maßstab für Innovationen am Umweltsektor.
Eine Lehre bietet mehr Möglichkeiten, als viele denken! Sie schafft eine fundierte Berufsausbildung, ermöglicht Matura und Studium und garantiert die besten Berufschancen. Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut. lehreallesdrin.at
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Im Rahmen der „Chancentour“ stellte die WKO Steiermark im Bezirk Graz-Umgebung Zukunftsthemen in den Vordergrund.
Foto WkO-Steiermark
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Graz-Umgebung soll Unternehmerbezirk werden
v.l.n.r.: thomas Spann (Direktor WkO Steiermark), Josef eibinger (regionalstellenobmann), ewald Verhounig (iWS) und Stefan Helmreich (regionalstellenleiter) fordern imagewandel für Graz-umgebung.
Thomas Spann, Direktor der WKO
Strukturen geschaffen werden“,
Steiermark, weiß um die Stärke des
betont Spann. Gegründet werden
Grazer Umlandes: „Wir haben die-
soll eine sogenannte „Breitband“-
sen Bezirk bewusst an den Beginn
Projektgruppe, die sich mit alterna-
unserer ‚Chancentour‘ gesetzt, da
tiven Erschließungsmöglichkeiten
es ein aufstrebender und energisch
befasst. Da es enge Pendlerver-
wachsender Bezirk ist.“
flechtungen in die Stadt Graz sowie Weiz gibt, fehlt es dem Grazer Um-
Dennoch aber gibt es Themen, die
land teils an Arbeitskräften, wo-
angegangen werden müssen. Dem-
durch enorme Kosten entstehen
nach fordert die WKO, das Unter-
und Auftragseingänge in Gefahr
nehmertum vor Ort zu stärken.
sind“,
„Auch am Land sollen moderne
lenobmann Josef Eibinger.
klagt
WKO-Regionalstel-
Foto internorm
30 Jahre Durchblick
bei der Fertigung von Fenstern ist Fingerspitzengefühl gefragt.
Für vollen Durchblick sorgt seit 30 Jahren der aus Oberösterreich stammende Fenster- und Türenspezialist Internorm im weststeirischen Lannach. Einst als Kleinunternehmen gegründet, sind vor Ort nunmehr 240 Mitarbeiter beschäftigt. Es wird eifrigst produziert und in 19 Länder exportiert – der Anteil der Ausfuhr liegt bei 50 %. Als größte Fenstermarke Europas gilt die steirische Niederlassung als das Kompetenzzentrum für Holz/ Aluminiumfenster schlechthin. Mit dem im Juli eröffneten Holzbear26
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beitungszentrum – Investitionssumme rund 5 Mio. Euro – steigert sich die tägliche Produktion auf 1000 Fenstereinheiten. Indes wird die alte Halle für eine neue Fertigungslinie genutzt. „Wer Wert auf hohen Wärme- und Schallschutz legt, ist mit unseren Fenstern, die zu 80 % aus steirischen Hölzern hergestellt werden, bestens beraten“, freut sich Internorm-Miteigentümerin Anette Klinger. Ferner dürften Internorm mit den neuen „I-tec“-Produkten zukunftsweisende Technologien in der Fensterbranche gelungen sein.
Der Globetrotter aus Trofaiach Alfred Feiler pendelt zwischen den Kontinenten Asien und Europa. Ihn zog es vor 25 Jahren weg von Trofaiach in die weite Welt. Die Tochter, in China geboren, zieht es wiederum in die Steiermark zurück. Sie besucht zurzeit die Mittelschule in Leoben und will hier maturieren. „Nicht zuletzt deshalb, weil wir ständig auch in Trofaiach einen Wohnsitz hatten“, sagt Alfred Feiler. Er hat in Leoben die Handelsschule besucht, die Schneiderei im elterlichen Betrieb von der Pike auf gelernt und später dann die Meisterschule als Bekleidungstechniker in Wien absolviert. „Mein Beruf war und ist es heute immer noch, darauf zu schauen, Arbeitsschritte so schnell und so rationell wie möglich zu gestalten und das auszuschalten, was nichts bringt.“ Zu Beginn seiner beruflichen Karriere tat Alfred Feiler das in Österreich und Deutschland. „Ich habe für große Textilkonzerne gearbeitet und Produktionen in Portugal, im früheren Jugoslawien und in Rumänien aufgebaut und verantwortet, bevor ich in den 90er-Jahren für diese Firmen nach Asien gegangen bin.“ Als Manager vor Ort war der gebürtige Trofaiacher zuständig für die Beschaffung des Materials, für den Einkauf und für die Fertigung. Produziert wurde in Nord- und Südkorea, in Indonesien, Sri Lanka, Thailand, Vietnam, auch in Bangladesh. „Aber dort sind die Arbeitskräfte weniger qualifiziert als etwa in Vietnam. An diesen
alfred Feiler: Sein berufliches leben verbringt er im Flugzeug zwischen europa und asien und in textilfabriken.
Orten habe ich nicht nur gearbeitet, sondern, wenn es notwendig war, auch gewohnt.“ Als Alfred Feiler vor zwölf Jahren seine Frau, eine Shanghai-Chinesin, kennenlernte, hatte er sich bereits selbstständig gemacht und arbeitete von seinem Büro in Shanghai aus für die Kunden. Am Sitz seiner Handelsagentur in Trofaiach betreibt Alfred Feiler auch noch ein Outlet, entwirft Kollektionen und bereitet die Abwicklung von Produktionen für seine Kunden auf. Wobei die Bekleidungsindustrie sein Hauptgeschäft ist, aber mit seinem Knowhow ist er auch in der Lage, für andere Sparten die Produktionen zu organisieren. „Wir sind zwar in der Textilindustrie spezialisiert auf den Einkauf, die Fertigung, die Überwachung und die Qualitätskontrolle von Produktionen, können das aber
Pöls wächst 115 Millionen Euro wird die Zellstoff Pöls
gefragt werden. Die Investition ist ein
in eine Kraftpapier-Maschine investie-
weiterer Beleg dafür, dass der Standort
ren. Es handelt sich dabei um die größte
Pöls langfristig abgesichert wird. 30 neue
dieser Art in Europa. Kraftpapier braucht
Mitarbeiter kommen dazu. Die Investition
man zum Beispiel zur Erzeugung von
ist damit ein Schritt gegen die drohende
Tragtaschen, die ja im Handel stark nach-
Abwanderung in der Region Aichfeld. KLIPP Dezember 2012
08.12.12 13:58
Tochter Gillien, mit ihrer Mutter Yameng, zieht es in die Steiermark. Sie macht in Leoben die Matura.
mit den nötigen Spezialisten, die wir verhängnisvolle Flops.“ Keine Geengagieren, auch in anderen Berei- fahr besteht in diesem Sinn für das chen tun.“ Feilers Mitarbeiter in Asi- Oktoberfest in Shanghai. Wenige en sind in dem Fall Österreicher, Tage nach unserem Gespräch Deutsche und auch Asiaten. „Aus bricht der Globetrotter wieder dieser Mischung ergibt sich eben dorthin auf, sitzt er doch im Vorauch die Zuverlässigkeit für die Ab- stand des Österreicher-Vereins in wicklung. Es ist ganz wichtig, dass Shanghai und ist Mitorganisator. man dort gute Kontakte zu den loka- Klipp konnte seine Einladung nicht len Institutionen hat, weil man nur annehmen, obwohl es dort zum so auch die Mentalität und Eigen- Preis von 300 Chinesischen Renschaften in den jeweiligen Ländern minbi „Free Flow of Local Beer“ GB_Regio2012_210x148_Layout 1 25.09.12 16:00 Seite 1 kennt. Fehlt das, gibt es meist ganz gab.
Geoutet in dieser Hinsicht hat sich der Grazer Jurist Georg Eisenberger selbst. Daher darf das auch hochoffiziell so gesagt werden. Rund 50 Strafzettel habe er in den vergangenen 80 Jahren auf der Windschutzscheibe seines Autos vorgefunden, als er von der Technischen Universität kam. Seine Vorlesung „Bau- und Raumplanungsrecht“ führte dazu, dass die Studenten mit ihm nachher noch immer darüber plaudern wollten. Obwohl schon zu Beginn seiner Lehrtätigkeit einer der angesehenen Verwaltungsrechtler, hat er nie dagegen aufbegehrt und brav eingezahlt. Kürzlich wurde aus dem Vortragenden ganz offiziell der „Herr Professor“. Es ist belegt, dass er an diesem Tag strafzettelfrei blieb. Die Grazer Anwaltskanzlei „Eisenberger & Herzog“ hat sich
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Foto: © TU Graz/Lunghammer
Ein Ehrenprofessor mit Strafmandaten
Akademische Feier für den neuen Ehrenprofessor der TU Graz (v.l.n.r.): TU-Rektor Harald Kainz, der Geehrte, Jurist Georg Eisenberger, TU-Senatsvorsitzender Werner Puff und Laudator Roger Riewe, Institut für Architekturtechnologie der TU Graz
– von den Senior-Partnern gegründet – mittlerweile zur größten steirischen Wirtschaftskanzlei entwickelt, mit Standorten in Graz und Wien, und gedeiht prächtig. Da ist das eine oder andere Strafmandat auch in Zukunft durchaus noch leichter verkraftbar.
Gemeinsam zu mehr Wirtschaftskraft.
Wir freuen uns, über 3.200 Klein- und Mittelbetriebe in unserer Region auf ihrem Erfolgsweg zu begleiten.
3.200 Klein- und Mittelbetriebe in unserer Region vertrauen auf die Volksbank als verlässlichen Partner, der sie mit regionaler Erfahrung beflügelt. Und die Volksbank wird in Zukunft mehr denn je ihre Rolle als unverzichtbarer Finanzier der heimischen Wirtschaft wahrnehmen. www.graz.volksbank.at
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Volksbank. Mit V wie Flügel.
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Bessere Chancen für Kartnig und Roth
Die Elisabethiner betreten Neuland
Foto: www.ptext.at
Justizministerin Karl Betreutes macht’s möglich
Die Erhöhung der Strafen im Bereich der Sexualdelikte ist nur der Anfang. Zwölf statt sechs Monate soll laut Justizministerin Beatrix Karl künftig die Mindeststrafe für Vergewaltigung betragen. Die Strafuntergrenze wird damit verdoppelt. Zehn statt fünf Jahre soll in Zukunft die Höchststrafe bei sexuellem Missbrauch einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person betragen. Das Justizministerium plant aber eine große Strafrechtsreform. Im kommenden Jahr soll eine kleine Gruppe von Experten, Richtern, Staatsanwälten, Professoren und Rechtsanwälten das Strafgesetzbuch durchforsten. Besonderes Augenmerk werden die Experten auf die oft beklagte Unver-
Wohnen
Foto: Heimo Ruschitz
hältnismäßigkeit der Strafen für Eigentumsdelikte und für Delikte gegen Leib und Leben legen. Nicht direkt erwähnt, aber sie schwingen im Hintergrund mit: etwa die Verurteilungen im Sturm-Prozess für die Angeklagten – an der Spitze Hannes Kartnig, der, wenn er nicht zahlt, für sechseinhalb Jahre ins Gefängnis muss. Obwohl noch von einer Anklage entfernt, muss Ex-GAK-Präsident Rudi Roth ebenfalls eine harte Strafe befürchten. Für sechseinhalb Jahre Haft, wie etwa im Fall von Ex-SturmPräsident Hannes Kartnig, bekommt man bei einem Raubüberfall oder auch einem Gewaltdelikt nur dann, wenn es besonders brutal und mit vielen bleibenden Schäden verbunden ist. „Bei vielen Menschen herrscht das Gefühl vor, dass Vermögensdelikte mit vergleichsweise härteren Strafen bedroht werden als Delikte gegen Leib und Leben“, pflichtet indirekt auch die Ministerin dieser Tatsache bei. Weil das Urteil gegen die Angeklagten zum Beispiel im Sturm-Prozess noch nicht rechtskräftig ist, das Verfahren gegen die GAKVerantwortlichen erst frühestens im kommenden Jahr beginnt, stehen die Chancen für eine andere Vorgangsweise der Gerichte gut. Denn Mitte 2014, so sagt Karl, sollen die wichtigsten Anpassungen bereits beschlossen sein.
Die Elisabethinen bieten Menschen Geschäftsführer Christian Lagger: „Wir wollen das Besondere bieten.“
ab dem vollendeten 54. Lebensjahr in sich abgeschlossene, barrierefreie Mietwohnungen an. Je
Bei den Elisabethinen in Graz, un-
nach Größe können diese zu zweit
mittelbar in der Nähe des Kranken-
oder alleine bewohnt werden.
hauses, werden in einem vierstöckigen generalsanierten Gebäude
Die Idee des betreuten Wohnens
17 seniorengerechte Wohnungen
richtet sich an jene Zielgruppe von
errichtet. 6 Mietobjekte sind als
älteren Menschen, die kein Alters-
Doppelwohnungen und 11 als Ein-
oder Pflegeheim benötigen, son-
zelwohnungen
dern lediglich Wohnungen, die auf
Wohnungen, Etagen, Aufenthalts-
ihre Bedürfnisse abgestimmt sind.
räume und Sanitärbereiche sind
benützbar.
Alle
barrierefrei und mit einem Aufzug Eine Betreuungsperson wird zu
erreichbar. Die Wohneinheit um-
fixen Zeiten täglich in der Wohn-
fasst
anlage sein und, so gewünscht,
Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad/
folgende Betreuungsleistungen
WC, Balkon und Kellerabteil. Jedes
anbieten:
Stockwerk verfügt zusätzlich über
eine
eingebaute
Küche,
einen Gemeinschaftsraum. • Organisatorische und persönliche Unterstützung
Die Grünanlage um das Wohnhaus
im Alltag
lädt zum Spazieren und Erholen
- Organisation von Begleit-
ein. Durch die Nähe zur Annenstra-
und Besuchsdiensten
ße haben die Bewohner einen opti-
- Hilfe im Krankheitsfall
malen Zugang zu öffentlichen Ver-
- Betreuung der Wohnung
kehrsmitteln. Einkaufsmöglichkei-
bei Abwesenheit
ten, Apotheken, Banken usw. befin-
(Blumen gießen etc.)
den sich in unmittelbarer Nähe.
- Gestaltung gemeinsamer Freizeitaktivitäten und
Anfragen an:
Veranstaltungen
Günther Liebminger
- 24-Stunden-Notrufsystem
0316/ 7063-4446
(rasche Hilfe bei Bedarf)
guenther.liebminger@elisabthinen.at
Wenn der Euro seine Kreise zieht Dass es jedem nutzt, die heimischen Betriebe zu unterstützen und direkt im Ort zu kaufen, erzählt diese Geschichte: Ein Wirt findet einen 500-EuroSchein. Dafür kauft er beim Fleischhauer im Ort Fleisch für sein Wirtshaus. Der Fleischhauer braucht Nachschub und kauft Schweine für 500 Euro beim Bauern nebenan. Jetzt hat der Bauer Geld (die Förderungen wurden ja gekürzt) und lässt seinen Traktor für 500 Euro beim Mechaniker reparieren. Der Mechaniker kauft sich daraufhin Möbel 28
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für 500 Euro beim Tischler vor Ort. Der Tischler kann jetzt endlich die Hochzeit seiner Tochter beim Wirt ausrichten lassen. Die 500 Euro sind jetzt wieder zum Wirt zurückgeflossen. Auf dem Weg zur Bank verliert der Wirt den 500-EuroSchein. Vorher war kein Geld da, jetzt ist kein Geld mehr da und dennoch hat der Fleischhauer Schweine, der
Traktor ist repariert, der Mechaniker hat neue Möbel. Die Tochter des Tischlers ist nach wie vor verheiratet und der Wirt hat Fleisch.
Das ist Wirtschaft. Eine Wirtschaftsleistung von 2.500 Euro ist entstanden – ohne dass noch Geld da ist. Ein Märchen? Ein Wunder? Nein, so funktioniert Wirtschaft. Es kommt nicht auf die
Geldmenge an, sondern auf die Umlaufhäufigkeit. Hätte der Fleischhauer die Schweine aus Holland importiert, dann hätte der Bauer immer noch einen kaputten Traktor, der Mechaniker alte Möbel und die Tochter des Tischlers wäre noch unverheiratet. Und was ist die Moral von dieser Geschichte? Fahr nicht fort, sondern kauf im Ort. (Quelle: „Fortschrittlicher Landwirt“)
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Salon der Kleinen Zeitung: Hubert Patterer, Frank Stronach, Michael Jungwirth.
für den Kauf der Eurofighter ein und sprach in der Folge immer wieder von Milliarden-Gegengeschäften, die es durch den Ankauf geben werde. Österreich werde zumindest im gleichen Ausmaß davon profitieren, lautete die Botschaft der Regierung, und Bartenstein war einer der lautesten Trommler dafür. Viele der als Gegengeschäfte proklamierten Aufträge wurden in allen politischen
Lagern aber angezweifelt. Weil die schwarz-blaue Regierung versuchte, Aufträge als Gegengeschäfte darzustellen, die von Unternehmen aufgrund von jahrelangen Geschäftsverbindungen auch ohne Eurofighter-Ankauf abgewickelt worden wären. Im Magna-Konzern gab es logischerweise viele solcher Geschäftsverbindungen. Um eine gute Stimmung mit der Regierung bemüht,
willigten große Unternehmen ein, ihre Aufträge eben unter dem Etikett „Gegengeschäfte“ laufen zu lassen. Niemand dachte zu diesem Zeitpunkt daran, dass das einmal zu einer Diskussion führen werde. Zweifellos gab es auch einige Deals in der Wirtschaft, die direkt mit dem Eurofighter-Kauf in Zusammenhang standen. „Nicht aber jene, die wir abwickelten“, wehrt sich Frank Stronach glaubwürdig. Und Exminister Bartenstein wirkt in seiner Kritik an der Haltung von Magna-Chef Frank Stronach genauso glaubwürdig, wie er damals vehement auftrat, wenn es zu beweisen galt, wie vorteilhaft für die Wirtschaft der Ankauf der Eurofighter sei. Als völlig haltlos, aus der Luft gegriffen und, und bezeichnete Bartenstein Vermutungen, dass es beim Eurofighter-Deal auch Provisionen für den einen oder anderen gegeben hätte …
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Wir Österreicher leben inmitten von Europa, von rund 30 befreundeten Staaten umgeben. Wenn schon Militärgerät angekauft werden muss, dann sollte das etwas sein, was auch bei Katastrophen eingesetzt werden kann. Die Entscheidung zum Ankauf von Eurofightern ist vergleichbar, so der Kabarettist Werner Schneyder, als wenn du für Schildbürger eine Elite-Universität errichtest. Die Entscheidung für die Kampfjet-Fighter, wie sie Frank Stronach nennt, war ein totaler Blödsinn“, wiederholte er bereits in mehreren Auftritten als Neopolitiker. Was schon seit Jahren im Raum steht, und dafür gibt es nun Beweise: Beim Ankauf der Eurofighter wurde bestochen, der Deal zeigt einen Korruptionssumpf auf. Der Steirer Martin Bartenstein war in der schwarz-blauen Koalition über Jahre Wirtschaftsminister. Auch er trat
Foto: Heimo Ruschitz
Frank Stronach wehrt sich (zu Recht)
Fachkräfte für die steirische Wirtschaft
Foto: Heimo Ruschitz
Schüler für TechnikerBerufe interessieren
v.l.: Gerhard Zrim, kaufmännischer Leiter von „Virtual Vehicle“, SFG-Geschäftsführer Burghard Kaltenbeck und LR Christian Buchmann
TechnikerInnen sind neben den Handwerkern die meistgesuchten Mitarbeiter in steirischen Unternehmen – also Zukunftsjobs mit Perspektive. 2.900 Schüler bekommen im Rahmen von „Take Tech – Take a look!“ steiermarkweit einen Einblick in die Berufswelt. 90 Betriebe bzw. Kompetenzzentren, beispielsweise Norske Skog, XAL, Böhler, Andritz u. v. m., öffnen Schülern ihr Unternehmen für eine Woche durch Betriebsbesuche. Wirtschaftslandesrat Chris-
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tian Buchmann: „Aktuelle Studien zeigen, dass der Fachkräftemangel nach wie vor ein Thema ist: 58 Prozent der steirischen Industrieunternehmen melden derzeit einen Bedarf an qualifizierten MitarbeiterInnen, für 71 Prozent der Betriebe ist die Suche nach neuem Personal generell schwieriger geworden. Aus volkswirtschaftlicher Sicht kostet der Fachkräftemangel der Steiermark jährlich 200 Millionen Euro.“ Qualifikation ist also der Schlüssel zum Erfolg für die steirischen Unternehmen. Dass derartige Initiativen Wirkung zeigen, beweist ein Detail: Nach einem Betriebsbesuch am Kompetenzzentrum für Virtuelle Fahrzeugtechnik in Graz bewarben sich 60 Prozent der Schüler in der Folge für ein Praktikum. Wünschenswert ist vor allem, dass sich mehr weibliche Schüler künftig für technische Berufe interessieren.
Steueroase Zypern will unter EU-Rettungsschirm
Ein Zumutung Zypern hat sich zum Schaden
Geldwäscher-Paradies. Rund 26
ehrlicher Steuerzahler in ganz
Milliarden russisches Schwarz-
Europa seit Jahren als innereu-
geld sollen dort angelegt sein.
ropäische Steueroase positio-
Die Zyprioten sind beim Erteilen
niert. Den Steuer-Wettbewerb
der Staatsangehörigkeit großzü-
innerhalb der EU hat Zypern mit
gig, schon Dutzende Milliardäre
niedrigsten Steuern und groß-
aus Russland können daher in
zügigen Geheimhaltungsregeln
der Europäischen Union ihre Ge-
genützt, um illegale Finanzströ-
schäfte machen. Und dennoch
me anzulocken. Es gibt 900.000
oder gerade deswegen läuft die
Zyprioten, aber 250.000 Kapi-
Realwirtschaft schlecht, und
talgesellschaften. Jeder Vierte
nach Griechenland, Irland, Por-
wäre dort ein Teilhaber. Beson-
tugal und Spanien ist Zypern
ders gefragt sind in Zypern Hol-
der nächste Kandidat für den
dings, die ganz leicht zu gründen
Europäischen
sind. Mit diesen Holdings kann
Es geht um zehn Milliarden Euro,
man dann Gelder in der Euro-
welche die Zyprioten haben
päischen Union ohne Probleme
wollen. Schon pervers, was da
herumreichen oder auch in eine
in der EU alles möglich ist: Der
außereuropäische
Rettungsschirm.
Steueroase
Rettungsschirm würde vor allem
verschieben. Damit bekommt Zy-
den Inhabern von Schwarzgeld-
pern auch eine wichtige Rolle als
Konten zugutekommen.
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WIRTSCHAFT
Gesundes Wachstum Der oststeirische Spezialist für Aufbereitungs-, Umwelt- und Verpackungstechnik Binder+Co baut Umsatz aus – Innovation, Investition und Mitarbeiter stehen im Vordergrund. Seit Jahren überzeugt das interna-
trauen in das bewährte Know-how
tional tätige Gleisdorfer Unterneh-
von Binder+Co. „Unser Unterneh-
men Binder+Co durch Neuerungen
men ähnelt einem Familienbetrieb
und zahlenmäßige Höhenflüge. Mit
und lässt uns sehr ‚erdig‘ agieren“,
dem jüngsten Umsatzplus von rund
betont Grabner.
10 % gegenüber dem 3. Quartal von 2011 sieht man sich erneut mit posi-
Daraus folgt keine überzüchtete
tiven Aussichten konfrontiert. „In
Strategie, vielmehr stehen Produkt-
den ersten drei Quartalen sind wir
innovation und Kundenorientie-
umsatzmäßig heuer deutlich ge-
rung im Vordergrund – es geht dar-
wachsen und konnten trotz plan-
um, „kleine Lösungen“ zu optimie-
mäßiger Anlaufverluste in den neu-
ren. Die Ideen dafür stammen oft-
en Tochterunternehmen das EBIT
mals von Mitarbeitern, die mittels
von 4,98 Mio. Euro stabil halten“, so Vorstandssprecher Karl Grab-
Die Chefetage von Binder+Co (Jörg Rosegger und Karl Grabner) freut sich über Umsatzzuwächse.
ständig. „Wir haben aufgrund unse-
„Ideenspeicher“ ihre Vorschläge
len den größten Anteil zum Ge-
ses rund 10 % mehr Beschäftigte
einbringen.
samtumsatz bei. Außerdem legte
(in Summe 342) als noch im Vor-
man im Bereich Umwelttechnik zu.
jahr“, freut sich Grabner. Nicht ver-
Die im eigenständigen Tochterun-
wunderlich also, dass die im letzten
ternehmen Statec Binder GmbH
Jahr begonnenen Neu- und Um-
geführte Verpackungstechnik hielt
bauprojekte kräftigst vorangetrie-
ner. Auch der Auftragseingang mit etwa 64 Mio. Euro kann sich sehen lassen. Wenngleich die Auftragsla-
Aufbereitungs- und Umwelttechnik legen zu
ge im vergangenen Sommer leicht schwächelte, geht man fürs Ge-
Mit einem Umsatz von rund 28 Mio.
sich stabil auf gutem Vorjahresni-
ben werden – in den ersten 9 Mona-
samtjahr von einem Wachstum aus.
Euro steuerte die Aufbereitungs-
veau. Auch hinsichtlich des Mitar-
ten des laufenden Jahres wurden
Ausschlaggebend dafür ist das Ver-
technik in den ersten drei Quarta-
beiterstands erweitert man sich
bereits 5,5 Mio. investiert.
Kopiergeräte zu verkaufen, anzupreisen – das tun alle in der Büromaschinen-Branche. Aber Helmut Holper mit seinem Slogan „Holper, der Spezialist für Druck und Kopie“ will in allem, was er tut, zu den besten und innovativsten Vertretern seiner Zunft gehören. Beim Aufspüren von neuen Technologien ist er auf OKI gestoßen. „Jeder, der an einer effizienten Büroorganisation arbeitet und eine kostensparende Drucklösung braucht, der ist bei uns richtig“, so Helmut Holper. „Denn jetzt haben wir für Sie die multifunktionalen Laserdrucksysteme mit den niedrigen Druckkosten, z.B. für eine Farbseite € 0,039 und für eine SW-Seite € 0,006. Natürlich alles inklusive – wie Servicekosten, Toner und Bildtrommeln, ausgenommen Papier.“ 30
Startschuss für die große Druckeroffensive Man spart beim Drucken und Kopieren mit den neuen multifunktionalen Farblasersystemen bei jeder Seite. Mit dem All-inclusive-Service von Holper zahlt man 6 Cent pro Farbseite und 0,8 Cent pro SW-Seite. Helmut Holper verspricht nicht zu viel, wenn er behauptet: „Wir starten mit Managed Print Services von OKI eine Offensive, die jedem Unternehmen hilft, seine druckbezogenen Prozesse zu optimieren. Im Rahmen einer kostenlosen Analyse wird erhoben, wo und wie viel jemand druckt, scannt, kopiert oder faxt. Aus dem Ist-Zustand macht unser Experte einen Idealzustand: zeitgemäße Technologie und deutliche Ersparnis.“
Mit OKI geht der Preis nach unten und die Qualität nach oben. Da kommt Freude auf im Büro Der OKI Print Optimizer arbeitet mit der zeitgemäßen LEDTechnologie. Und diese wirkt sich einfach auf die Qualität der Drucke äußerst positiv aus. Helmut Holper (links im Bild): „Es gelingt dadurch das Zusammenspiel von Optimieren, Einsparen und Erneuern.“
Fotos: Heimo Ruschitz
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res strategischen Wachstumskur-
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Franz Ferdinand Wagner, Leiter Großkundenbetreuer Team 2, Steiermärkische Sparkasse
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roße Unternehmen stellen besondere Anforderungen an ihren Bankpartner. Sie reichen von der Strukturierung komplexer Projekte im In- und Ausland bis hin zu gut durchdachten Handelsfinanzierungen. Um diese speziellen Bedürfnisse kümmert sich das Team der Großkundenbetreuer der Steiermärkischen Sparkasse. Finanzierungen für Großunternehmen erfordern Individualität. Wie sieht der Weg zu maßgeschneiderten Lösungen aus?
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Wir entwickeln individuelle Finanzierungslösungen in engster Abstimmung mit unseren Kunden. Dabei binden wir sowohl bankinterne als auch externe Spezialisten, wie etwa Wirtschaftsprüfer oder Anwälte, ein.
Die Richtlinien für Basel III liegen derzeit nur im Entwurf vor und werden heftig diskutiert. Eigenkapital und Liquidität sowie das Verhältnis Risiko zu Ertrag werden
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terbanken. Dabei stehen grundsätzlich die gleichen Finanzierungsinstrumente wie im Inland zur Verfügung.
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WIRTSCHAFT
„Großkunden brauchen exakte Lösungen“
LILLY LOTTERBLUME
Hallo, meine Lieben! Ich weiß nicht, ich weiß nicht, was Für mich hat jetzt wieder eine sehr, ich machen soll und mein Allerliebsehr schwierige Zeit begonnen. Alle ster ist mir da überhaupt keine Hilfe Augenblicke gibt’s im Fernsehen irdabei. Er sagt nur: „Du wirst das gendein Weltcup-Rennen und mein schon richtig machen …“ Unsere Allerliebster ist von der Glotze nicht Jüngste war so schwer verliebt und mehr wegzubekommen. Er ist skifahjetzt ist es auf einmal über Nacht rerisch ganz gut, nicht so gut natürlich aus. Sie tut mir so leid, weil sie sich wie unser Nachwuchs, aber was soll’s. fast wie in ihrer Kindheit bei mir anWenn alles ruhig runterliefe, er sich bei lehnt und Schutz sucht. Das tut gut, einem Kaffee dort vor dem Fernseher aber sie wissen ja, man kann da entspannen kann, soll es mir recht nicht wirklich helfen, sondern kann sein. Nein. Das Gegenteil ist der Fall. nur versuchen, zu trösten. Bei uns in Denn er ärgert sich grün und blau über der Nachbarschaft gibt’s auch einidie Kommentatoren, vor allem über gedietürkische Zuwandererfamilien. Aussagen von Hans Knauss und Und da haben wir gehört, dass die Alexandra Meissnitzer. „Der fährt mit ihrer Tochter kürzlich in die zu di Tore hin.“ oder „Die mocht das Türkei gereist sind, weil sie dort den ganz mit akribischer Genauigkeit.“ Bräutigam ausgesucht haben. Und oder „Wie di auf die Ski steht.“ – so was deren Tochter findet nichts dabei, bringt ihn auf die Palme. Ich höre ihn in weil sie ja in dieser Welt aufgewacheinem fort motschgern und jammern, sen ist. Die war ganz freudig aufgeund wenn ich sage: „Ja dann schalt halt regt, obwohl sie ihren Bräutigam gar ab oder um zu den Deutschen“, dann nicht je vorher gesehen hat. Wenn wird er noch saurer. Denn dort stört ich dann daran denke, wie niedergeihn die Aussprache. Es ist ein Gfrett. schlagen unsere Jüngste jetzt ist, * dann denke ich mir: Solche Sorgen Hoffentlich nicht mit den österreichihaben die Eltern der jungen Türkin schen Medaillen bei der Alpinen WM nicht. in Schladming, die am 4. Februar beginnt. Der Otto vom Land sitzt im � Koordinationskomitee. Er weiß daher Bescheid, wer wo wie viel Geld beDas letzte Mal hat mir ja Frieda erkommt – vom Bund, vom Land oder zählt, dass der Jochen Pildnerauch von der EU. Und was er gar nicht Steinburg, Präsident der Steiriverstehen kann, so meinte er bei unschen Industrie, nach Wien gehen serem letzten Plausch im Stadtcafé: soll und dort als Nachfolger von InDass nur der Peter Schröcksnadel dustriellen-Präsident Veit Sorger das Sagen hat. Der ÖSV-Präsident vorgesehen ist. Und die Frieda ist praktisch der Alleinherrscher bei meinte noch, damit wäre er neben der WM. Was den Otto so ärgert, ist, dem gut vernetzten Fritz Grillitsch, dass der Schröcksnadel den Vordem Bauernbundpräsidenten, der sitz sozusagen in der Baukommission ranghöchste steirische Vertreter auf hat. Alles, was errichtet worden ist, zu dem Wiener Parkett. In der steiridem musste er sein Ja geben. Bis hin schen ÖVP, so erzählt die Frieda, zur Umgestaltung des Friedhofs, die waren die Funktionäre arg gedann eh nicht gekommen ist. Und das, schockt, als sie nun lesen mussten, obwohl der ÖSV als Veranstalter der dass der Grillitsch sich von einer WM nur kassiert und nichts hineinbutStunde auf die andere total aus der tern muss. Der Ski-Präsident jongliert Politik zurückzieht. Es waren auch mit Zahlen wie ein Künstler im Zirkus. für ihn die Aufregungen so arg, dass Einmal sind es 290 Millionen Euro, die erdainden Graz bekanntlich wegen HerzSchladmingern praktisch zuguproblemen ins Krankenhaus mustekommen durch die WM, ein anderes ste. Alle, mit denen die Frieda über Mal sind es gar 450 Millionen Euro, die Grillitsch gesprochen hat, waren da für die WM im Raum Schladming fast traurig, weil der Obersteirer investiert worden wären, sagt er in Inauch in den anderen Parteien viele terviews. Was natürlich ein Blödsinn 2632
gute Freunde hat. Die Frieda hat imist, so der Otto, „des is weit, weit weg mer wieder gehört, und sie geht ja in von dem, was wahr is.“ Da ist auch der der ÖVP aus und ein, dass Grillitsch Straßenausbau von Spielfeld nach gute Chancen gehabt hätte, dem Mureck drinnen. Doch der wäre ohHermann Schützenhöfer zu folgen, nehin auch so passiert. Aber nur, weil hätte er das im Auge gehabt. Nun ist dort möglicherweise im Februar Auestosklarerweise vorbei damit. Schon Richtung WM fahren, wird auch Fritz Grillitsch knapp einmal war das dazugerechnet. Und niemand wivor dem Sprung in die Landesregiederspricht dem Herrn Schröcksnadel. rung, damals noch zu Zeiten von Der kann tun und lassen, was er will, Waltraud Klasnic. Er habe damals beruhigt sich der Otto nicht. Die Herbereits, so erzählt die Frieda, die ren Voves und Schützenhöfer machen Zusage der damals allmächtigen ihm sogar noch die Mauer. Bei den steirischen VP-Chefin gehabt, die Ausgaben, die der Bund, das Land, dann allerdings im Parteivorstand die EU oder auch die Gemeinde für einen anderen vorschlug, ohne Grildie WM tätigen – da muss jeder Euro litsch darüber zu informieren. Vertransparent sein und abgerechnet werständlich, sollte das so stimmen, den. Wenn man den Schröcksnadel dass der Grillitsch sich zu Klasnics aber fragt, wie viel der ÖSV an der Verdiensten kaum noch äußerte. kommenden WM verdienen werde, da blockt er ab, Zahlen gibt es keine � und das war’s. Das ist Hochmut, sagt der Otto, aber dieser kommt bekanntWeil die Frieda gerade von Klasnic lich auch einmal vor dem Fall. Hösele war eigeredet hat. Herwig * ner ihrer engsten Mitarbeiter und Weil die Medien nicht von sich aus über ist, so der Hubert, sicher ein beleseihn berichten, was natürlich wiederum ner Mann. Kein Wunder, dass er viel so überhaupt nicht stimmt, müsste er über die Vorzüge und Nachteile der sich Medien „kaufen“, und zwar mit Demokratie, das passende WahlInseraten, klagt Frank Stronach bei recht philosophiert. Doch mit einem seinen Auftritten. 60.000 Euro koste scheint er ein Problem zu haben, mit ihn pro Tag sein Projekt, in Österreich dem innerparteilichen demokratifür einen Systemwechsel zu sorgen. schen Umgang. Der Hubert denkt da Insgesamt will er rund 20 Millionen an die Zeit zurück, als Klasnic weEuro in den Wahlkampf und in seine gen der Energie Steiermark gewaltig Wahlbewegung stecken, damit er bei Zoff mit Gerhard Hirschmann und den Nationalratswahlen im komHerbert Paierl hatte. Hösele spielmenden Jahr erfolgreich abschneidet. teMan in sollte dieser Auseinandersetzung ihm nicht gram sein deseine wichtige Rolle. Heute bezeichhalb, sagt die Ute, denn damit schafft net er sich selber als „Wut-Bürger“, er ebenfalls Arbeitsplätze – das, was wegen der stärker werdenden Polier in den letzten Jahrzehnten in Östertikverdrossenheit in Österreich, und reich ohnehin immer getan hat. schließt sich dem Kreis jener an, die * dagegen sogar ein Volksbegehren Die meisten Punkte macht Frank Stroüberlegen. Schon pikant. Oder pernach bei seinen Auftritten, wenn er vers. Oder auch zum Schmunzeln. über die Leistungen spricht und über Hösele äußerte sich in den Medien das, was ihm im Leben geglückt ist. im Sinne wie: „Irgendwann werden Was er nicht mag, das sind kritische die Regierungsparteien von uns Fragen von Journalisten. Da zuckt er hören.“ Aber er selbst hat nicht gut leicht aus, wie ja die Österreicher bei zugehört und die Dinge richtig anadiversen Interviews im Fernsehen, lysiert, als er im Regierungsbüro in etwa mit Armin Wolf, miterleben der Grazer Burg die Fäden gezogen konnten. Das liegt nicht zuletzt daran, hat. Denn sonst wäre die Landtagsdass Frank Stronach nie gewohnt war, wahl 2005 für Waltraud Klasnic Fragen zu beantworten, sondern sein nicht zu einem Desaster geworden, Leben daraus bestand, dass er Fra-
• Ein vergesslicher Frank Stronach • Eine rücksichtsvolle „Kleine Zeitung“ • Ein allmächtiger ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel
so der Hubert. Dem klarerweise gen stellte. Seine Auszucker machen noch immer leid tut, dass die „Cheihn aber bei seinen Sympathisanten fin“ damals so sang- und klanglos deswegen nicht weniger sympathisch. von der politischen Bühne abtreten Frei nach seinem Grundsatz „Wer das musste. Bei ihrem 60er, zu dem ihr Gold hat, macht die Regel.“ meint er: zwei Wochen nach der Wahl logiWer die Wut hat, macht die Regel. Jescherweise viele Mitarbeiter gratuder, der ihm widerspricht, scheint ihm lierten, kam aber keine Stimmung seine Leistung abzusprechen und ist auf. Da war die Trauerarbeit wichtiihm sein Geld neidig. Er habe immer ger. alle Steuern bezahlt, der Staat habe ihn nie gerettet. Politiker zu kaufen, � liegt ihm fern und ein Versprechen hat er noch nie gebrochen. Wer’s glaubt, In der Steiermark durfte Gerhard wird selig, sagt die Ute, die ihn schon Draxler seinerzeit nicht ORF-Lanmehrmals erlebt hat und auch etliche desdirektor werden, weil er für Mitarbeiter aus seiner Umgebung ÖVP-Landeshauptfrau Waltraud kennt. Er lebt einfach in einer anderen Klasnic zu viel rot und zu viel Welt, als Milliardär, sagen diese zum schwarz war. In Kärnten wurde er Teil resignierend. Fragen, die nicht ORF-Landesdirektor unter Jörg in sein Welt- und Wertebild passen, Haider von der FPÖ. In Wien wurde die versteht er gar nicht. Er spricht in er Informationsdirektor unter Wolfseinen Inseraten von einem System gang Schüssel von der ÖVP. Und der Korruption und übersieht dabei, nun wurde er wieder steirischer dass dieses System ihm jahrelang den Landesdirektor unter dem roten roten Teppich ausgelegt hat. Ihn bei Landeshauptmann Franz Voves jeder Gelegenheit, so die Ute, hoch. Was zum Ausdruck kommt, gelobtdamit hat für seine Investitionen für hat mir kürzlich der Josef Österreich. Stronach vergisst,erzählt. dass er Dass Gerhard Draxler von seinem mit diesem System als Magna-Chef Job als Journalist was verstehen blendend gelebt hat. muss und alle jene eines Besseren * belehrt hat, die ihn in der jeweiligen „Ich kann jederzeit jeden hinausPhase jener wenn politischen Gruppieschmeißen, ich will“, zeugt rung zugeordnet haben, die gerade Eva Dichands Äußerung im Madort der Macht wargerade oder ist. gazinan„Trend“ nicht von viel Sensibilität, wenn’s um die persönli� Menschen geht. chen Schicksale von Die mächtige Medien-Managerin ist Christoph Biroder , Chefredakteur der Herausgeberin Gratiszeitung Steirerkrone, zeigt immer wieder, so „Heute“. Das ist in der katholisch habe ich der Ute bei der letzten Tadurchsetzten „Kleinen Zeitung“ rock-Runde beim Diskutieren am nicht so einfach. Doch auch die KolNebentisch zugehört, dass er von legen dort müssen beim Schreiben der noch wirklich überSteiermark heikle Fälle die immer lange Hand der wenig weiß. Er kommt aus Wien und Mächtigen in der Styria Media ist ein Bürgerlicher alten Sinn Group fürchten oderim zumindest an des Wortes, tut sich schwer mit neusie denken. Etliche haben sicher mit en Entwicklungen. Daher gefallen vorauseilendem Gehorsam bereits ihm auch Typen, die schmeidie Schere im Kopf, wieihm die Ute weiß. cheln alsgejobbt. einen der Großen Sie hatund dortihn auch Nicht zimund Wichtigen darstellen. perlich ist manim in Lande der BerichterstatMit Kois verlasse der vieltung,Oswin wenn ein leitender Angestellter leicht kompetenteste Manager die eines bekannten Unternehmens wegroße Bühne, streut Biro dem Nochgen Betrugsverdacht angezeigt wird. Energie-Steiermark-Chef Den knöpft man sich gehörigRosen. vor. Es Das zeugtauch schon von wirklicher gibt aber Ausnahmen, behaupSachkenntnis, lästert die mit Ute.SiegWas tet die Ute. Als kürzlich
Kois der einst fried inGrigg der skandalgebeutelVizegeneral der ten Estag gelungen sei, so der Herr Grawe seinen Rücktritt ankündigte, Biro, suche seinesgleichen. Wer weil er als Exvorsitzender der Pleitedenke angesichts des Grünen E heuBank Hypo Alpe Adria wegen des te noch an die schmutzigen SchlagVerdachts der Untreue in Millionenzeilen von früher? Und die Estag sei Euro-Höhe angeklagt wurde, zeigte auch profitabel. Zweistellige Milliosich die „Kleine Zeitung“ äußerst zunenbeträge dürfe das Land Jahr für rückhaltend. Und die Grawe ist, von Jahr kassieren, und dass der steiriErzherzog Johann gegründet, in sche Stromriese keinen Atomstrom der Steiermark oder stehe in Österreich ja ins Netz einspeist, ebenfalls nicht irgendeine Versicherung. Man auf der Kois’schen Erfolgsliste, ist – so weiß dasindieder UteSteirerkrone. – eben über schreibt Biro viele Kanäle mit der Grawe gut Fall, verLetzteres stimme in keinem netzt und Entscheidungsträger sitzen hört die Ute aus der Energie-Steierda und dort in von Stiftungsvorständen mark-Zentrale jemandem, der und Aufsichtsräten. da unten im mit Stromhandel zu Die tun hat. Bergwerk wissen, was die da oben im Himmel erwarten,�meint die Ute. * Mein Allerliebster ärgert sichper jedes 31. Warum gehe Kois überhaupt Mal, wenn ExwirtschaftsminisMärz, trauert Biro. Franz Voves ter Martin in den Medikönnte ihmBartenstein da sicher die passende en zu Wort kommt. So wie jetzt bei Antwort geben, rät die Ute dem Steiden Schein-Gegengeschäften und rerkrone-Chefredakteur. Im Übriden Bestechungsvorwürfen – es geht gen habe dieser Oswin Kois Handum bis zu 180 Millionen Euro im schlagqualität – ein Charakterzug, Zusammenhang mit dem Ankauf der der heutzutage immer seltener zu Eurofighter. Denn da fällt meinem finden ist, will das Biro-Lob kein Mann immer ein Interview von MarEnde nehmen. Er meint damit aber tin Bartenstein ein, in dem er sagt: hoffentlich nicht den Sack voller „Ich zähle mich zum Mittelstand.“ Er Energie-Steiermark-Inserate und tut das, obwohl er weiß, dass er und die zigtausenden Euro dafür, welche seine Familie über ein Vermögen die Krone im Laufe der letzten zweivon zigmillionen Euro verfügen. Die einhalb Jahresind einsackeln Bartensteins durch ihrekonnte, Pharätzt die Ute weiter. Aber wer Beispiel weiß, so maunternehmen (wie zum die vielleicht hat der Nachfoldie Ute, Heilmittelwerke Lannach) reich ger von Kois eine ähnlich geworden. Man kann’s auch lockere positiv Hand wenn’s sehen, beim sagt Geldausgeben, der Otto. Bartenstein darum geht, vor allem für sich als blickt immer nach oben. Denn im Person guten Wind zu machen. Vergleich zu einem Warren Buffet Denn viel will der Tarock-Runde oder dem saudischen Königshaus nicht einfallen, als Ute Und danach möge er Mittelstanddiesein. so fragt, was dem Kois so alles gelunein Mann sitzt noch immer für die gen fielen dann wie ÖVPsei. im Da Parlament – für Begriffe mich ist das Murkraftwerk Photovoltaik-Anunverständlich,und so mein Allerliebster. lage Firmenzentrale. Doch Er willauf dieder Region vertreten, in der es diese Projekte sollen schon die1.000 Vorviele Menschen gibt, die rund gänger auf Schieneimgebracht haben. Euro Einkommen Monat haben, ärgert sich mein Allerliebster über so viel Die Leidtragende Bis zumZynismus. nächsten Mal, bin dann ich, weil ich ihn immer auf irgendeine Art und Weise beruhigen muss.
Eure Lilly
Also tschüss, fröhliche Weihnachten und Prosit Neujahr! Eure Lilly KLIPP KLIPP Dezember November2012 2011
Biomasse-Hausbrand: Weniger Ruß, mehr Salze allen Parametern gut ab und verbinden CO2-neutrales Heizen mit akzeptablem Feinstaubausstoß“, zeigt Thomas Brunner von Bioenergy 2020+, das im Rahmen des CometK1-Programms von der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG unterstützt wird, die Vorteile auf.
Mehr dazu und weitere steirische Erfolgsgeschichten lesen Sie im Storychannel der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG: http://sfg.at/storychannel
Foto: photocase
Feinstaubemissionen nun vermehrt auch auf die gesundheitlichen Auswirkungen von Schwebestaubpartikeln aus solchen Anlagen – mit spannenden Ergebnissen. In einem Projekt, das gemeinsam mit dem Institut für Prozess- und Partikeltechnik (IPPT) der Technischen Universität Graz und dem Department of Environmental Health der University of Eastern Finland durchgeführt wurde, hat man Feinstaubemissionen aus modernen Biomasse-Kleinfeuerungen mit denen aus alten, aber auch mit Dieselruß und durchschnittlichen urbanen Aerosolen verglichen. Erste Ergebnisse haben gezeigt, dass der Ausstoß von gesundheitsgefährdenden organischen Partikeln und Ruß bei modernen Biomassekesseln nur noch bei etwa zehn Prozent der Partikelemissionen liegt. Bei Altanlagen machten diese Komponenten noch 90 Prozent aus. „Moderne Anlagen schneiden bei
Storychannel Foto: bernhardbergmann
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elche Auswirkungen hat der viel diskutierte Feinstaub aus Biomasse-Kleinfeuerungen eigentlich auf unsere Gesundheit? Mit dieser polarisierenden Frage beschäftigt sich seit einiger Zeit ein Grazer Kompetenzzentrum und kommt dabei zu überraschenden Ergebnissen: Biomasseanlagen sind weit besser als ihr Ruf. Feinstaubbelastung ist weltweit unbestritten eines der größten Gesundheitsprobleme. Als einer der größten Verursacher von Feinstaub gilt bis heute, neben der Industrie und dem Verkehr, vor allem der Hausbrand – und hier besonders alte Biomasse-Kleinfeuerungen. Das Grazer Kompetenzzentrum Bioenergy 2020+ betreibt daher unter anderem seit Jahren Forschungsund Entwicklungsarbeiten zu Biomassefeuerungen und fokussiert seine Arbeiten auf diesem Gebiet nach Erfolgen in der Reduktion von
���* Wärme mit individueller Note Sie spenden wohlige Wärme an kalten Tagen und obwohl sie in unseren Breiten niemand missen möchte, sind sie optisch nicht gerade ein Highlight: Herkömmliche Heizkörper, die meist groß und weiß das Raumbild heimischer Wohnungen und Büros prägen. Dass dies nicht so sein muss, zeigt das innovative Hartberger Unternehmen Redwell mit Infrarot-Heizsystemen, die durch individuellen Druck zum Designelement werden.
* Zur Story finden: http://sfg.at/storychannel KLIPP 2012 KLIPP JuliDezember 2012
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Medien
Typische VollblutMusiker
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1: Herwig Burghard – durch sein Studio TONBURG beherrscht er natürlich auch das „Spielen“ mit den Reglern. 2: Ohne Proben gibt’s auch keine MUSIC DELUXE. 3: Sängerin Doris Grillitsch weiß, wie’s geht.
Mehr Informationen und Hörproben finden Sie auf: www.musicdeluxe.at
Fotos: Heimo Ruschitz
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as passiert, wenn sich erfahrene, kreative StudioMusiker und talentierte SängerInnen gut verstehen? Dann stehen sie gemeinsam auf einer
Bühne. „Ja stimmt, uns geht es wirklich um gute Livemusik mit toller Stimme und Stimmung! Mit Groove, Herz und Charme. Qualität statt Lautstärke, die Ohren sollen Augen machen“, beschreibt Herwig Burghard seine Formation mit dem anspruchsvollen Namen MUSIC DELUXE. Seit vielen Jahren betreibt er in Graz die TONBURG, ein Tonstudio für Werbespots, Filmvertonung, Kompositionen und Englisch-Lehrbehel-
fe bzw. -Lernhilfen (CD-Produktionen „MORE“, „Playway to English“). Gemeinsam mit Studiosänger Kurt Strohmeier vom Tonstudio Musicgarden und sehr guten Sängerinnen wie Doris Grillitsch (Zartbitter, Samt und Seide), Musicaldarstellerin Lisa Schalk, Rapperin Naomi Burke aus London sowie Sänger Michael Stern und Harmonikavirtuosen Daniel Strohmeier von Strasser Harmonikas zünden sie mit MUSIC DELUXE ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse. „Wir haben inzwischen ein ziemlich großes Repertoire mit außergewöhnlichen Songs, tollen Grooves, von angenehm chillig bis zur feurigen Tanzmusik!“
Mutig und neu
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eine pfiffige Moderation täte sicher auch so mancher ORF-Sendung gut. „Natürlich freue ich mich, freuen wir uns über die vielen positiven Reaktionen“, sagt Christian Schmidt, Moderator der zwei neuen Steiermark-1-Sendungen „Graz im Trend“ und „Homeshopping“. Als Leiter der Musical-Akademie Graz verfügt er neben einer nicht unsympathischen Frechheit auch über die nötige Professionalität vor der Kamera. Die ersten Folgen der Sendungen kamen bei den Sehern von Steiermark 1 gut an. Beim Lifestyle-Magazin „Graz im Trend“ gab es von Experten Schönheitstipps und Tipps zum Thema Haarverlängerung und Haarverdichtung. Nicht ohne war auch die Umfrage auf der Straße. „Würden Sie sich – natürlich ästhetisch gemacht – nackt fotografieren lassen?“ „Brüske Ablehnung, aber auch Zustimmung hat’s gegeben. Eine schwangere Frau ließ sich von der Kamera begleitet letztendlich fotografieren und fühlte sich dabei recht wohl“, so Schmidt. Auch die Publikumsreaktionen waren dementsprechend positiv. „Hitverdächtig ist auch das neue Format ,Homeshopping‘. Von mir moderiert stellten dort Experten in der ersten Folge eine Espressomaschine, Weihnachtsdekoration und ein Hair-Set vor.“ Es gab schon beim ersten 34
Und weil gerade bei Liveauftritten – je nachdem, wo und zu welchem Zweck – Flexibilität gefragt ist: „Uns gibt es als Duo, als Trio bis hin zum Quintett!“ Ideal also für Hochzeiten, Gala-Abende, Firmenfeiern oder Maturabälle. Eigenlob ist das eine, die unbestellten Kommentare von außen sind das andere. Der kommt in diesem Fall von Hotelchefin Ulli Retter (Seminarhotel Retter, Pöllau): „Ich bin ja ein Bauchmensch, habe die Gruppe einmal gehört, sie gleich für Silvester engagiert, und was das Wichtigste war – auch unsere Gäste waren begeistert.“
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Mal viele Anrufer, die bestellten. Wie auch in anderen Homeshopping-Sendungen gibt es eine 30-Tage-Rücknahme-Garantie. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so rasch angenommen wird“, freut sich Christian Schmidt. 1
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1: Steiermark-1-Geschäftsführer Hubert Fürnholzer und Markus Gerold mit den Sängerinnen Berenice Zifkovits und Birgit Widmann von der Musical-Akademie (v.l.). 2: Grazetta-Eigentümer und Steiermark-1-Kooperationspartner Siegmund Birnstingl mit Frau. 3: Moderator Christian Schmidt mit Claudia Kartnig. Damit es keine Spekulationen gibt: Ehemann Hannes war der Regisseur für das Foto.
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Sean Penn kam, rauchte und überzeugte: Charity
Haiti-Charity in Wien mit steirischer Beteiligung Von Walter Fabian Ein echter Hollywood-Star zum Angreifen – das wurde einen Abend lang in Wien gespielt. Mit Sean Penn als Hauptdarsteller, der kettenrauchend, höchst engagiert und geradezu erschreckend allüren frei sein Hilfsprogramm für Haiti bewarb. Ein ganz starker Typ auf einer echten Mission vom ersten Handshake im Innenstadt-Palais von Ali Rahimi bis zum gemüt-
lichen Absacker im Do&Co. Und damit zum Gastgeber des Abends, zum begnadeten Netzwerker internationalen Formats, Ali Rahimi, der diese höchst erfolgreiche Charity auf die Beine stellte und seine Freunde auch ordentlich zur Kasse bat: 160.000 Dollar oder 125.000 Euro konnte Sean Penn letztlich für sein Haiti-Hilfswerk einsacken. „Geld, das“ – wie Rahimi betonte
– „bis zum letzten Cent direkt dem Hilfsprojekt zugutekommt.“ Dass daneben Netzwerkpflege auf höchstem Niveau ablief, versteht sich bei Gästen von Novo matic-Boss Franz Wohlfahrt über Swatch-Chef Rudi Semrad, Regisseur Robert Dornhelm, Investor und Immobilienentwickler Jamal al Wazzan bis VranitzkySchwiegersohn und Schöps-Vor-
stand Joachim Knehs von selbst. Wer aber glaubt, dass dieser Event ganz ohne steirische Beteiligung gelaufen wäre, irrt. Hannes Roth, CEO der RedInvest GmbH, war ebenso geladen wie Karl Heinz Arlati, Aufsichtsratsvorsitzender der vondevor AG, der ja in der Wiener Berggasse gerade ein großes Bauprojekt am Laufen hat.
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1: Sean Penn, Gabriel Lansky, Ali Rahimi 2: Swatch-Chef Rudi Semrad und Lifeball-Organisator Gerry Keszler 3: Hielten beim Wiener Charity-Event von Ali Rahimi für Sean Penns Haiti-Hilfswerk die steirische Fahne hoch: Hannes Roth (links) und Karl Heinz Arlati. 4: Netzwerker unter sich: Jamal al Wazzan, Karl Heinz Arlati und Joachim Knehs (v. l.)
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Umwelt
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Grazer investieren in P Das Beteiligungsmodell der Energie Graz findet reißenden Absatz bei der Bevölkerung: Über 90 Prozent der 2.300 Module sind bereits reserviert! Ein zentrales Thema der Energie Graz ist Nachhaltigkeit. Mit den Projekten Energieeffizienz, forcierter Fernwärmeausbau, Elektromobilität sowie Smart Metering und Solarenergie stellt sie ihre ökologische Verantwortung laufend unter Beweis. Seit dem Sommer ergänzen zwei neue Umweltprodukte das Portfolio: der Naturstrom der Solar Graz und der Solar-Anleger. Die beiden Geschäftsführer der Energie Graz wissen, wie diese Produkte im Detail aussehen und von den Grazerinnen und Grazern angenommen werden.
Was unterscheidet den SolarAnleger von anderen Beteiligungsmodellen? HEIGL: „Beim Solar-Anleger geht es, wie bei all diesen Modellen, grundsätzlich darum, erneuerbare Energie – insbesondere die Photovoltaik – zu forcieren, indem sich die Bevölkerung an der Finanzierung beteiligt. Der große Unterschied bei unserem Modell ist, dass wir einen Schritt weiter gehen: Unsere Kunden produzieren und verbrauchen nämlich selbst ihren Naturstrom. Das Interesse ist enorm.
Hoch im Kurs: Nachhaltige Stromerzeugung mittels Photovoltaik-Anlagen.
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ie Steirische Wasserwirtschaft sichert die Versorgung mit gutem Trinkwasser. Eine Vielzahl von Maßnahmen
zum Schutz des Wassers sowie der Errichtung und Instandhaltung von Anlagen sowie Adaptierungsmaßnahmen garantieren eine optimale Wasserversorgung unseres Landes auch für künftige Generationen. Wasser – unser KOST-barstes Gut.
Wir Steirer können
jedem daS WaSSer reichen
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Zurzeit haben wir 2.300 installierte Module zur Verfügung, wovon bereits über 90 Prozent reserviert sind. Wir sind auf weiteren Ansturm vorbereitet und haben uns daher einige tausend Quadratmeter Dachfläche für weitere PV-Anlagen gesichert – dabei steht der Umweltgedanke immerzu im Vordergrund. Unsere Photovoltaik-Anlagen entlasten die Umwelt nämlich um 165 Tonnen CO2 pro Jahr!“ Kann eigentlich jeder Solar-Anleger werden? STEINER:„Jeder, der als Privatperson seinen Wohnsitz in Graz hat und Naturstrom von der Solar Graz bezieht, kann Solarmodule kaufen und somit SolarAnleger werden. Ab einer Investition von 325,– Euro bis zu einem maxima-
Werden Sie SolarAnleger!
Umwelt
Foto: energie Graz
n Photovoltaik Spantrseichn: loh
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her B jährlic Kapital! r auf Ih
(v.l.:) Die Geschäftsführer von energie Graz Gert Heigl und Rudolf Steiner treiben umweltfreundliche Stromgewinnung voran.
len Investitionsbetrag von 6.500,– Euro kann man sich an Photovoltaikanlagen der Energie Graz beteiligen und erhält pro Jahr eine Gutschrift von 3,3% der Investition in Form eines NaturstromBonus auf die Jahresenergieabrechnung gutgeschrieben. Solar-Anleger können jederzeit kündigen und bekommen die gesamte Investitionssumme zurückerstattet. Sie haben auch keinerlei Risiken bezüglich Wartungs- und Reparaturkosten bzw. Wertverlust der Anlage durch Alterung.“ Nähere Infos unter www.energie-graz.at
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Hintergrund
Bildung ohne Grenzen
Grazer Studenten bauen Schulgebäude in Tansania
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und Architekt Gernot Kupfer insgesamt zehn Projekte mit Studierenden der TU Graz, TU Wien und der FH Salzburg in Südafrika und Tansania realisiert. „Das Ganze ist demnach nicht nur Bildung für Afrika, sondern auch Bildung für uns“, erzählt Gregor Mörth. „Zumal wir das ganze Projekt ja wirklich durchlaufen – von der Planung und Finanzierung bis hin zum Bau vor Ort, gemeinsam mit lokalen Arbeitern.“ Gregor Mörth zu den Gegebenheiten vor Ort: „In Afrika selbst gibt es ja keine Facharbeiter-Ausbildung. Die Arbeiter werden auf Baustellen engagiert und kriegen dann für eine gewisse gearbeitete Zeit ein Zertifikat. Je mehr sie haben, desto besser sind sie demnach ausgebildet. Wir versuchen die Arbeiter mit wenigen Zertifikaten bei uns zu beschäftigen, um sie zu unterstützen. Die lokalen Bauarbeiter wissen, wie man beispielsweise ein solides 60-Quadratmeter-Fundament allein von Hand ausgräbt. Es gibt ja keine Baumaschinen im großen Stil. Strom, sofern er nicht gerade ausfällt, gibt es nur für eine Mischmaschine oder auch dafür, mit einer Flex Baustahl schneiden zu können. Der Quadratmeter-Preis in Tansania liegt zwar nur bei 60 Euro, jedoch sind etwa Zement und Baustahl gleich teuer wie bei uns. Da wir aber viel mit Lehm und Naturstein arbeiten, der dort vorkommt, wird es dann wieder günstiger. “
Von Isabella Hasewend
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Foto: Heimo Ruschitz
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ie Menschen am „MOJO“Glühweinstand am Grazer Eisernen Tor trinken ihren Glühwein nicht nur für das eigene leibliche Wohl, sondern tragen auch ihren Teil zum Bau eines Mehrzweckhauses in Tansania bei. Für 18 Studenten der Technischen Universität Graz heißt es am 3. Jänner 2013: Auf nach Tansania (Afrika). Unter dem Projekttitel „Be Mojo“ werden sie dort gemeinsam mit lokalen Bauarbeitern ein Mehrzweckhaus fertigstellen. „Es handelt sich um die dritte Bauphase, wo wir zusätzlich eine Schulküche und eine überdachte Freiraumklasse realisieren“, erläutert Gregor Mörth, der mit von der Partie sein wird. „Zu guter Letzt wird die Schule dann gemeinsam mit unserem Kooperationspartner ,life earth‘ eine solare Stromversorgung erhalten. Das Gebäude steht in erster Linie den Schülern wie auch den Erwachsenen in der Umgebung für unterschiedliche Fortbildungsaktivitäten zur Verfügung.“ Im Hintergrund des Projektes steht der Grazer Verein „Mojo Fullscale Studio NPO“, der es sich zum Ziel gesetzt hat, gemeinsam mit Studierenden im europäischen Raum und im Speziellen mit den Fakultäten für Architektur und Bauingenieurwesen der TU Graz Schulprojekte in Afrika zu realisieren. Begonnen hat es mit dem ersten Projekt im Jahr 2006. Seitdem hat Vereinsgründer
Baumaschinen im großen Stil gibt es vor Ort keine, daher sind Muskelkraft und Handarbeit gefragt.
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1: MOJO-Glühweinstand: Getränke für guten Zweck. Spendenkonto „Mojo Fullscale Studio NPO“ (Kto.-Nr.: 50416 055 919, BLZ: 12000, Verwendungszweck: Tansania 2013). 2: Freuen sich auf das neue Mehrzweckhaus: die Schülerinnen und Schüler. 4: Baustelle des Mehrzweckhauses in Tansania.
Das Projekt wird zum einen Teil von öffentlichen und privaten Sponsoren unterstützt und zum anderen durch Benefizveranstaltungen (Benefizkabarett mit Gregor Seberg am 13. Dezember um 19 Uhr im Grazer Next Liberty). Gilt es doch pro Projekt reine Baukosten
zwischen 25.000 und 40.000 Euro aufzutreiben, zuzüglich Nebenkosten für Verpflegung, Unterkunft, Impfungen, Flüge etc.“ Mojo ist übrigens ein im Afrikanischen sehr positiv besetztes Wort und bedeutet so viel wie Glück, Freude, Herz … KLIPP Dezember 2012
Hintergrund
In Wien eine mächtige Frau Eva Dichand, 37, Herausgeberin der Gratiszeitung „Heute“, kommt aus Graz
Im Jahr 2010 wählte das World Economic Forum Eva Dichand als einzige Österreicherin zum Young Global Leader. Ein Beleg dafür, dass Eva Dichand, gebürtige Grazerin, Tochter des bekannten Ziviltechnikers Hans Kriebernegg, zu den einflussreichsten Managerinnen der Alpenrepublik aufgestiegen ist. Bei den Nationalratswahlen im kommenden Jahr wird ihrer Gratiszeitung „Heute“ eine wichtige Rolle zukommen, davon gehen politische Beobachter aus. Die Auflage von mehr als 500.000 Exemplaren liegt in Straßenbahn- und U-BahnStationen auf, wird an Haltestellen von den Wienern entnommen, ist also auf dem Weg zur oder von der Arbeit eine willkommene Lektüre. Die alleinige Entscheidungsgewalt über den Kurs der Zeitung und die Themen liegt bei Eva Dichand. Sie kann (und wird) mit ihrem Massenblatt politische Themen und Entscheidungen klarerweise aufgreifen, forcieren oder auch für entsprechenden Gegenwind sorgen. Ob „Heute“ bei bestimmten Themen für oder gegen die schwarz-
rote Koalition und damit Faymann und Spindelegger schreiben wird, für oder gegen Karl-Heinz Strache bzw. Frank Stronach, wird in der erwartet scharfen Wahl-Auseinandersetzung nicht ohne Wirkung bleiben. „Es wird Themen geben, die werden wir versuchen zu verstärken, vor allem im Bildungsbereich. Mehr Geld für die Bildung, mehr Integration, Unis für unsere Kinder und nicht für irgendwelche Ausländer“, umreißt Dichand ihren Standpunkt. „Es wird sicher keine parteipolitischen Leitlinien geben, wie es sie bei vielen anderen Medien gibt. Für Bildung würde ich mich sehr zum Kampagnenjournalismus hinreißen lassen, denn anders geht in dem Land nichts weiter“, stellt Eva Dichand fest (Ö1 – „Im Journal zu Gast“). Gemeinsam haben „Heute“ und „Kronenzeitung“ österreichweit eine Reichweite von mehr als 50 Prozent – fast vier Millionen Leser, in Wien sind es gemeinsam fast 75 Prozent. Im Ö1-„Im-Journal-zuGast“-Interview weist die Medien-
Managerin die Vermutung zurück, es gäbe ein inhaltliches Abstimmen mit der „Kronenzeitung“. Einen Unterschied zur „Kronenzeitung“ sähe sie im Bereich Bildungspolitik. Diese sei für sie ein großes Thema. „Ich glaube, dass 90 Prozent der Leute interessiert sind, ob sie einen Job haben, welche Ausbildung sie kriegen, ob sie eine Pension kriegen, wie viel Steuern sie zahlen und warum sie in diesem Land noch immer keinen Studienplatz kriegen, obwohl ihre Eltern 20 Jahre lang Steuern gezahlt haben. Ich glaube, das sind Themen, mit denen sich die Politik ein bisschen mehr beschäftigen sollte. Da bin ich durchaus nicht der Meinung der ,Kronenzeitung‘!“, stellt Eva Dichand klar.
Eigenes Ideenlabor Offensive mit DigiLab Mit 2.043.864 Besuchern und 953.698 Unique Clients laut ÖWA wies das heute.at-Dachangebot im Oktober 2012 einen weiteren Besucherrekord auf – das Nachrichtenportal www.heute.at wuchs seit Jahresbeginn um mehr als 70 Prozent. netdoktor.at boomt Im Rahmen der Vermarktungsoffensive des Verlages wurde das Gesundheitsportal netdoktor.at mit rund einer Million Unique Clients laut ÖWA übernommen. „Ein Premiumumfeld, ein unverwechselbares und aufmerksamkeitsstarkes redaktionelles Umfeld mit hoher Reichweite“, findet Eva Dichand. Trends und Marktchancen im digitalen Bereich sollen im eigenen DigiLab entwickelt werden. „Wir werden weiterhin mit Print wachsen“, ist Dichand überzeugt, „und das wahrscheinlich als Einzige in der Branche“, setzt sie selbstbewusst nach. Darüber hinaus „werden wir in wenigen Jahren zu den ganz Großen im Digital Business zählen“. (Quelle: „Horizont“ Nr. 46)
Fakten Eva Dichand wurde am 26. Februar 1975 in Graz als Eva Kriebernegg geboren. Ihr Vater Hans Kriebernegg machte sich ein Jahr später als Zivilingenieur selbstständig, mit den Kernkompetenzen in der Verkehrsund Straßenplanung. Hans Kriebernegg zog sich 2008 in die Pension zurück. Sein Sohn Georg nahm seine Position als Geschäftsführer in der IKK Kaufmann-Kriebernegg ZT-GmbH ein. Diese beschäftigt 80 MitarbeiterInnen in Graz und Wien und zählt zu einem der führenden Zivilingenieurbüros für Bauwesen in Österreich. Karriere Nach der HTL-Matura studierte sie an der Wirtschaftsuniversität in Wien und schloss mit einer Dissertation über Immobilien-Off-ShoreModelle in Osteuropa ab. Zwei Jahre lang praktizierte sie als Consultant bei Roland Berger. Über ihren Mann, „Krone“-Chefredakteur Christoph Dichand, kam sie zum Zeitungsgeschäft: 2005 übernahm sie die Gratis-U-Bahn-Zeitung „Heute“. 2010 wählte das World Economic Forum Eva Dichand als einzige Österreicherin zum Young Global Leader (YGL). Familie Mit Christoph Dichand ist sie in zweiter Ehe verheiratet. Die beiden haben drei Kinder. Ihr Schwiegervater Hans Dichand war Gründer und bis zu seinem Tod im Juni 2010 Hälfteeigentümer und Herausgeber der „Kronenzeitung“.
Dreifache Mutter: Constantin, Arthur und Annabelle heißen die Kinder der Dichands.
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HINTERGRUND
Töten und Morden ist menschlich Wer mordet ist nicht normal - glauben wir. Dabei liegt das Töten in unserer Natur (Psychiater Hans-Ludwig Kröber) „Es ist so furchtbar, ich will mir das gar nicht vorstellen“, reagiert eine Kollegin geschockt. Die Frau wollte die Trennung. Er wollte sie besitzen. Als die Mutter ihren sechsjährigen Sohn vom Kindergarten abholen will, sticht der dazugekommene, bisher unbescholtene Ehemann wie von Sinnen auf die Frau ein. Sie verblutet. Kürzlich in Klagenfurt
Wie schaut sie aus?“, heißt es dann in der Boulevardpresse reißerisch. Die ernüchternde Antwort: So wie ich, meine Tochter oder ein Freundin. Nichts Auffälliges. Wer mordet, ist nicht normal, glauben wir. „Dabei liegt das Töten in unserer Natur“, so Hans-Ludwig Kröber provokant. Ist das normal?
Der israelische Pilot im Kampfjet feuert seine Rakete auf das fixierte Ziel, sieht diese auf seinem hoch-
Bildschirme besetzen. Dort wird in schmucken Orten und Gegenden, wie in Bad Tölz oder Kitzbühel wöchentlich von stinknormalen Mitmenschen gemordet und gemordet. Die Zuschauerquoten sind entsprechend hoch und die Gewalt wird bei Knabbergebäck und Getränken konsumiert. Die Serien sind offensichtlich aufregend, aber abschreckend? Nein. Das zeigen auch die Straf- und Gewalttaten, die zunehmen. Unsere Gesellschaft wirkt abgestumpft gegen Gewalt. Kein Wunder, wenn wir diese täg-
von Kain, dem Mörder, ab. Die gesamte Menschheitsgeschichte handelt vom Töten. Bis hin zu den Märchen, in denen Hexen im Ofen verbrennen und Max und Moritz, weil sie zu guter Letzt einfach in der Mühle zermalmt werden, ihr Leben verlieren. Das Risiko, in unseren Breiten gewaltsam zu Tode zu kommen, ist gering. Aber ist deshalb das Interesse daran für uns so groß? Rache, hat Friedrich Nietzsche einmal gesagt, ist das reinste Motiv zum Töten. Manche nennen es auch Bestrafung. Dann gibt es aber auch noch einen anderen Grund zum Töten: die Lust an der Zerstörung. Es sind das tief in uns ruhende Wissen und die Existenz einer momentan bloß schlummernden Option auf Gewalt, die Menschen unwiderruflich zu Opfern oder Tätern werden lassen kann. So geschah es vor wenigen Jahren in Ruanda oder auch auf dem Balkan. Dort sind unbeschreibliche Verbrechen geschehen, aber niemand will sie wahrhaben. Mörder oft keine Monster
Foto: Buch „Cold Case – Mörder unter uns“ von Hans Breitegger, 2012 (Edition „Kleine Zeitung“)
geschehen. „Ich habe nie gedacht, dass ich dazu fähig bin“ – das gestand Estibaliz C., die sich schuldig bekannt hat, zwei Männer in ihrem Eissalon getötet, zerstückelt und einbetoniert zu haben. „Töten und Morden ist menschlich.“ Diese Feststellung trifft jüngst Hans-Ludwig Kröber, Chef des Instituts für forensische Psychiatrie der Berliner Charité in der „Die Zeit“ (Oktober 2012, Nr. 42). Kröber forscht und lehrt über die psychosozialen Hintergründe von Gewalt- und Sexualverbrechen und die Kriminalprognose von Straftätern. „Das Gesicht habe ich mit einem Tuch zugedeckt, das konnte ich nicht ansehen“, bekennt Estibaliz C nach der Tötung ihres Exmannes. „Wer ist diese Bestie? 40
auflösenden Bildschirm einschlagen und explodieren. Menschen, auch Kinder, sterben in diesem Augenblick. Beim Heimkommen am Abend umarmt er seine Kinder und spielt dann mit ihnen, als sei nichts passiert. Ist das normal? Ist Töten im Auftrag des Staates etwas ganz anderes? Können normale Menschen zu Mördern werden? Die meisten von uns glauben zu extremen Zielsetzungen oder leidenschaftlichen Verwicklungen, in denen es um Liebe und Tod geht, nicht fähig zu sein. Doch betrügen wir uns da nicht selbst? Täglich wird uns im Fernsehen serviert, dass wir zum Töten fähig sind. Die Zahl der Krimiserien mit Gewalt ist förmlich explodiert. Kein Tag, an dem nicht die Mörder die
lich serviert bekommen. Den „anonymen Täter“ einer guten Tat für die Menschheit entdecken zu wollen, ein solches Fernsehspiel würde schon nach zwei Folgen abgesetzt werden. Nur in unserer kleinen, friedlichen Privatwelt - die bis zum Gartenzaun reicht, kommt das Töten nicht vor. Doch jenseits gibt es die andere Welt, in der geprügelt, geschossen und gemetzelt wird. Das absichtliche Töten eines Menschen gilt zu Recht als etwas Schlimmes, für viele sogar als unmenschlich. Doch aufgepasst! Auch unsere Urerzählung, die Bibel, beginnt gleich nach der Vertreibung aus dem Paradies mit einem Mord. Kain erschlägt seinen Bruder Abel. Das bedeutet: Abel ist tot. Wir aber alle stammen
Die Schriftstellerin Slavenka Draculic befasst sich in ihrem Buch „Keiner war dabei“ intensiv damit, warum wir die Täter als Ungeheuer bezeichnen, um dann einen Abstand zwischen ihnen und uns Menschen zu schaffen. Wir gehen so weit, zu sagen, dass ihre Verbrechen „unmenschlich“ waren, als wäre das Böse nicht ebenso ein Teil der menschlichen Natur wie das Gute. Im Hintergrund solcher Überlegungen steckt einfach der unberechtigte Schluss, normale Menschen seien zu solchen Verbrechen nicht fähig. Slavenka Draculic war bei Dutzenden Prozessen im ehemaligen Jugoslawien als Beobachterin dabei, und auch beim Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Ihre größte Enttäuschung war, dass diese Mörder, diese Gewalttäter aussahen wie jeder andere, wie jeder Nachbar, wie jeder Verwandte oder Freund. Fast verzweifelt suchte sie nach Zeichen von Wahnsinn oder sonstigen Merkmalen dafür, dass diese Mörder Monster waren, die KLIPP Dezember 2012
HINTERGRUND man eben als normaler Mensch in ihnen sehen wollte. Sie schreibt: Doch das war vergeblich. Mit jeder Begegnung werden die Verbrecher menschlicher im Gerichtssaal. Nach wenigen Tagen glaubt man, sie gut zu kennen. Man beobachtet ihre hässlichen oder gar schönen Gesichter, ihre kleinen Gewohnheiten. Sie gähnen, machen Notizen, kratzen sich am Kopf oder säubern sich die Nägel. Und man muss sich fragen: „Was, wenn auch er ein Mensch ist?“ Je besser man sie kennenlernt, desto mehr wundert man sich, wie sie diese Verbrechen begehen konnten. Diese Kellner und Taxifahrer, Lehrer, Bauern. Und je intensiver man begreift, dass Verbrecher normale Menschen sein können, desto mehr Angst bekommt man. Weil die Konsequenzen ernster sind, als wenn sie Ungeheuer wären. Wenn normale Menschen Kriegsverbrechen begingen, dann heißt das, dass jeder von uns sie begehen könnte. Jetzt versteht man, warum es leicht und bequem ist, anzunehmen, dass Kriegsverbrecher Ungeheuer sind. Anstatt Erwin Staub zuzustimmen, einem Überlebenden des Holo-
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caust, dass das Böse, das aus dem normalen Denken kommt und von normalen Menschen getan wird, leider die Norm und nicht die Ausnahme ist. Die grundsätzliche Ächtung von Gewalt, in Schule, Familie, Öffentlichkeit, ist richtig und wichtig. Sie kann gar nicht nachdrücklich genug sein. Aber wir könnten uns effektiver schützen gegen Gewalt und Mord. Im Moment fließen erhebliche Summen in Präventionsprogramme und Millionen werden in den Ausbau therapeutischer Programme gesteckt. Was die Effizienz dieser Maßnahmen betrifft, darf man Zweifel hegen. Der Glaube an die Therapierbarkeit von Kriminellen hat inzwischen illusionäre Ausmaße angenommen. Seitdem ich meinen Beruf ausübe, verfechte ich die Notwendigkeit von Kriminaltherapie und resozialisierendem Strafvollzug, betont Psychiater Hans-Ludwig Kröber in seinem „Die Zeit“-Essay. Man sollte aber nur reparieren, was defekt, nicht, was intakt ist. Und die meisten Täter sind gesund. Vernünftige soziale Verhältnisse in einem Staat wirken verbrechenshemmend – das ist bewiesen. Auch
„Normale Gewalt“ in Märchen (Max und Moritz): Rickezacke, Rickezacke, geht die Mühle mit Geknacke. Hier kann man sie noch erblicken, fein geschroten und in Stücken. Doch sogleich verzehret sie Meister Müllers Federvieh.
ein Faktum ist, dass Wissen um den genetischen Fingerabdruck. Durch DNA-Spuren kann so gut wie jeder Täter überführt werden. Diese Tatsache hat mehr Vergewaltigungen und (Sexual-)Morde verhindert, als alle Therapien zusammen. „Nicht die Seelen-Kur“, so Psychiater Kröber, „sondern ein hohes Risiko der Bestrafung schreckt den gesunden Gewalttäter ab.“ Das Resümee des international anerkannten Exper-
ten: „Der Mörder ist in uns allen. Doch er wird erfolgreich domestiziert. Durch eine energische Pädagogik, machtvolle Vorbilder, einen entschlossenen Staat und eine Kultur, die Gewalt ablehnt und gesundes Durchsetzungsvermögen fördert. Dann wird die Zahl der Gewaltakte weiter zurück gehen. Natürlich nur, so lange der Rechtsstaat stabil ist. Wollen wir hoffen, dass er es bleibt.“
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Paukenschlag in der österreichischen Agrarpolitik: Erfolgreichem Mutterkuh-Modell droht das Aus.
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Tiefer Riss in der Bauernschaft
Grabe getragen werden. „Bei den entsprechenden Verhandlungen wird das Thema Mutterkuh von zuständigen Entscheidungsträgern vom Tisch gewischt, als hätte es sie nie gegeben“, äußert sich Mutterkuhbauer und Initiator des „Grün-weißen Agrar- und Umweltclubs“ Matthias Kranz aus Knittelfeld. „Außerdem geht das Ganze zu Lasten landwirtschaftlicher Familienstrukturen und ist insofern ärgerlich, weil betroffene Landwirte erst kürzlich vorschriftsgemäß investierten“, so Kranz. Profiteure würden künftig jene Bauern sein, welche sich von der aufwendigen, wenig gewinnbringenden Tierhaltung ohnedies längst verabschiedeten.
Stattdessen ist eine, für alle Bauern einheitliche, flächenbezogene Betriebsprämie im Visier, welche eine Weiterführung des Mutterkuhsystems kaum ermöglicht. Mutterkuhbauer Matthias Bislang bereitgestelltes Kranz: „Vor allem extensi- Nachteil für Geld soll künftig vom ven Dauergrünland- und Konsumenten und einnahmensschwachen Bergbauern mit MutterTourismus kuhhaltung stehen Rinderzweig abgezogen schwierige Zeiten bevor.“ Die derzeitige Situation und mit der Gießkanne zeigt den tiefen Riss in auf das gesamte Ackerder Standesvertretung und Grünland als reine Flächenprä- der österreichischen Bauernschaft mie – ohne jeglichen Tierbezug – ver- und dort den mächtigen Einfluss der teilt werden. Unter der Mitteilung „ab Ackerbauern auf. Für diese scheint 2014 keine gekoppelten Maßnahmen die Mutterkuh-Haltung keinen Vormehr“ würde somit eines der traditi- rang zu haben. Offensichtlich auch onsreichsten Förderungsmodelle zu deshalb, weil sie von angepeilten
neuen Regelungen profitieren („Vom Hörndlbauer zum Körndlbauer“). Dass damit auch die regionale Wertschöpfung leiden wird, will man offensichtlich zum Nachteil der Naturliebhaber, Wanderer – sprich Tourismuswirtschaft – und Konsumenten in Kauf nehmen. Eine weitere verhängnisvolle Entwicklung: verödete Höfe, leere Almen sowie verteuerte Lebensmittel.
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er Advent ist bekanntlich die Zeit der Stille. Eine Stille ganz anderer Art könnte sich bald auch über heimische Kuhställe und Almen legen. Einst wurde das Mutterkuh-System eingeführt, um der Milchüberproduktion entgegenzuwirken. Alle waren zufrieden: Die Bauern erhielten als Motivationsspritze eine Prämie, weil sie Kühe halten konnten, ohne dabei zusätzliche Milch zu erzeugen, und Almen sowie unwegsames Gelände blieben bewirtschaftet – sehr zur Freude von Naturliebhabern und Wanderern. Völlig unverständlich, warum dieses nachhaltige, gut funktionierende Modell nun ersatzlos gestrichen werden soll. Dementsprechend laut ist der Aufschrei – nicht nur der Bauernschaft. Immerhin sorgen deren Kälber –
sie werden von den Muttertieren aufgezogen – für besten Fleischgenuss. Hauptverursacher des drohenden Aus für das Mutterkuh-Modell ist das Tauziehen um das EU-Landwirtschaftsbudget – bislang gab es 230 Euro pro Kuh und Jahr. Von den Kürzungen betroffen (gesamt 30.000 Mutterkuhbauern mit rund 280.000 Kühen) sind vor allem extensive Dauergrünland- und Bergbauern.
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Freizeit
Von Helmut Dietl
Das „Gedächtnis der Region“
Fotos: Michaela Vretscher
Kultur
Von Michaela Vretscher
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s Handgeschriebene Kostbarkeiten mit Zeichnungen
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Einzug der Pilger bei der Lehrlingswallfahrt über die Hochstiege. Fit for Spirit: die steirische Landjugend Das unterirdische Besucherzentrum als moderne Bildungs-, Kultur- und Kommunikationsstätte
ine faszinierende archi- ermärkischen Landesbibliothek. tektonische Konstruktion Diese ist die älteste und größte eröffnet sich beim Besuch Landesbibliothek Österreichs, andes neu gestalteten Joanneums- gesiedelt im Grazer Joanneumsviertels in Graz: Von außen eher viertel. Mehr als 700.000 Bände unscheinbar, gelangt man per Roll- und weitere Druckwerke wie etwa treppe über einen transparenten, Zeitungen und Magazine erwarten kegelförmigen Eingang hinunter in den Gast, hinzu gesellen sich Dokudie Zentrale, die sogleich mit dem mente auf Mikrofilm und DVD. Das BesucherInnenzentrum aufwartet. Besucherzentrum im Souterrain Klar, modern, nüchtern weist Lesehungrigen und doch ansprechend aller Altersstufen – wirkt das Innere, in dem mittels gedruckter die umliegenden GebäuPublikationen im de ihre Widerspiegelung Freihandbereich mit finden. Zur Freihandzoca. 30.000 Werken ne der Landesbibliothek sowie technischer gelangt man – vorbei „Aufrüstung“ per an Sitzgelegenheiten – PC – den Weg zur durch eine Glastür, wo HR Dr. Christoph Binder, geeigneten Lektüre. man vom freundlichen Direktor der SteiermärkiOrts- und zeitunabTeam empfangen und schen Landesbibliothek hängig lässt sich der eingewiesen wird in das Reich der Onlinekatalog ebenfalls nach geSchriftstücke. Die vorherrschende wünschten Titeln durchforsten und Ruhe und Ordnung laden zum Ver- ermöglicht die Reservierung oder weilen in erquickendem und kon- Verlängerung entlehnter Werke. zentriertem Schmökern ein. „Erstmals seit dem Ende des Zwei- War beeindruckt ten Weltkriegs sind nun all unsere Trotz aller Neuerungen und ErleichBestände, all unsere Einrichtun- terungen im Prozess der Informagen und all unsere Mitarbeiterin- tionsbeschaffung behält die „Hünen und Mitarbeiter unter einem terin und Bewahrerin des schriftliDach vereinigt“, berichtete HR Dr. chen Kulturerbes eines Landes“ die Christoph Binder, Direktor der Stei- Wichtigkeit in ihrer sozialen Funk44
tion – als Ort der Begegnung und Kommunikation. Die Bibliothek hebt sich von den virtuellen Angeboten ab, mit ihr „verbindet die Gemeinschaft Eigenschaften wie Beständigkeit, Beharrlichkeit, vielleicht sogar in einem gewissen Sinne Behaglichkeit, in einer Welt, die sich rasend verändert und für viele offenbar auch immer unbehauster wird“, so Dipl.-Kfm. Klaus Kempf, leitender Bibliotheksdirektor der Bayerischen Staatsbibliothek in seiner Festrede. „Die Zahl der Einschreibungen ist im Aufwind“, freut sich Dr. Binder bei der kürzlich erfolgten Anfrage. „Seit der Eröffnung des Joanneumsviertels im November 2011 sind 610 neue LeserInnen in die Benutzerkartei eingetragen worden.“ Zudem strömen zu den regelmäßig stattfindenden Buchpräsentationen und Lesungen zahlreiche Besucher. In der zentralen Aufgabe als „Gedächtnis der Region“ eröffnet die Landesbibliothek – gemeinsam mit den musealen Sammlungen des Joanneums – die Möglichkeit der intensiven Auseinandersetzung mit unseren Wurzeln und der Geistes- und Kulturgeschichte unserer Heimat, denn „nur wer weiß, woher
er kommt und wer er ist“, betonte Klaus Kempf, „wird sich auf Dauer in der globalen Welt und ihren vielfältigen Herausforderungen behaupten können.“ Spezialitäten und Sonderausstellungen
Ein Rundgang durch die „Schatzkammern“ der Landesbibliothek
Unterstützung bei der Recherche bieten kundige, freundliche BibliothekarInnen.
Arbeit „hinter den Kulissen“: Mikroverfilmung und Anfertigung von Scans
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Kultur
Das Kino als Lebenselixier Von Michaela Vretscher Der große Bestand an naturwissenschaftlicher Fachliteratur aus den vergangenen Jahrhunderten wird in Sonderausstellungen präsentiert.
gibt Einblick in die Fülle an historischen Kostbarkeiten: Nach Besichtigung des neu errichteten Tiefspeichers, welcher Platz für eine Million Werke bietet, zeigten die Werkstätten restaurierfreudiges Material, so etwa ein Kalenderblatt aus dem Jahr 1902 mit Abbildung der Bierbrauerei Brüder Reininghaus oder Tagebücher, die dann eingescannt in digitaler Form der Recherche zugänglich gemacht werden. Interessantes Irdisches, aber auch „Außerirdisches“ wird dem Besucher in den Sonderausstellungen präsentiert, so gab etwa die letzte unter dem Titel „Von Kometen und Sternen“ Einblick in die Geschichte der Astronomie mit Exponaten aus fünf Jahrhunderten. Die aktuelle – vom Verein IntroGraz-Spection zusammengestellte – Schau „Tarnschriften – Verborgene Information“ wurde am 5. Dezember 2012 eröffnet und zeigt bis 22. Februar 2013 verborgene Inhalte des politischen Widerstands, der Propaganda oder auch aus der Erotik und neuer Kunst (Veranstaltungsraum). Steirische Kulturschätze
Die Styriaca-Sammlung beinhaltet steirische Druckwerke aus 200 Jahren, in den Sondersammlungen finden sich bibliophile Raritäten (darunter literarische Nachlässe von Peter Rosegger, Robert Hamerling u.a.), die Theater(zettel)-sammlung führt bis ins 18. Jh. des Grazer Kulturgeschehens zurück, die Exlibris-Sammlung bietet ca. 3.000 Einzelstücke aus fast fünf Jahrhunderten. Näheres zu Katalogen und Sammlungen: www.landesbibliothek.steiermark.at
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„Die verschleierte Maya“ war der Debutfilm im Kino Frauental anno 1952 und damit hielten die bewegten Bilder Einzug auch in diesem Ort. Seit 60 Jahren ist Hilde Diwald mit Leib und Seele dabei, Groß und Klein den Zauber des Lichtspieltheaters zu ermöglichen und zu erhalten, obwohl die Hoch-Zeiten der ländlichen Kinos längst der Vergangenheit angehören. „Das war ein Ansturm damals“, erzählt Hilde Diwald mit leuchtenden Augen und serviert einen Verlängerten im angebauten Café. Täglich außer Montag gab es Vorstellungen bei vollem Haus – Märchen-, Heimat-, Revue,- Liebesfilme mit bekannten Schauspielern wie etwa Peter Alexander, Willy Fritsch und vielen Hollywoodgrößen sorgten für vergnügliche, spannende Stunden. „Äußerst beliebt waren die Fuzzy-Filme“, Western mit schrulligem Cowboy. „Manchmal mussten wir die Türen offen lassen, so viele Leute kamen“, berichtet die aktive Dame weiter, die im November ihren 85. Geburtstag gefeiert hat. „In der Region gab es bis zur Stadtgrenze Graz 15 Kinos“, wovon nur ein weiteres in Eibiswald ebenfalls standhaft geblieben ist. Vor dem Kassendienst galt es in der kalten Jahreszeit, den Sägespäne-Ofen zu stopfen. Auf 240 Holzklappsesseln Platz genommen – welche im Zuge des Umbaus 1995 komfortablen Polsterstühlen wichen – erfreute man sich am Vorspann mit Wochenschau und den aktuellen Streifen unterschiedlicher Genres. Gewisse Filme waren ab 18 Jahren zu sehen, erotische Szenen durfte man erst ab 21 Jahren genießen. „Beim Einlass wurde dies immer von der Gendarmerie kontrolliert.“ Die letzte Reihe fungierte oftmals als Schmuseplatz für Jungverliebte. „Heute dürfen sie ja schon überall …“, schmunzelt Hilde und begibt sich behände an den Kassenschalter, öffnet die Luke und reißt für die jungen BesucherInnen der Nachmittagsvorstellung die altbewährten Eintrittskarten aus dem farbigen Block. Abends locken Daniel Craig und schöne Bond-Girls in „Skyfall“. „Ja, die
letzte Reihe mit ihren Doppelsitzen ist immer noch begehrt.“ Nun wird Einlass gewährt, wir betreten den traditionsreichen Boden des Frauentaler Kinos, empfangen von effektvoller indirekter Beleuchtung, die allein schon – besonderes Flair verbreitend – den Alltag vergessen lässt. An die lila Samtfauteuils geschmiegt, wartet man gespannt auf Bewegung auf der Leinwand. Entspannung und Ruhe kehren ein, nur im Hintergrund macht sich das Knacken von Popcorn bemerkbar.
Hilde Diwald kann auf 60 Jahre Kino geschichte zurückblicken und feierte heuer ihren 85. Geburtstag.
Auch im angebauten Café, das seit 1954 besteht, ist Hilde - unterstützt von Bernadette mit Begeisterung tätig. 45
„Ich bin ein intuitiver Mensch, hab nie vorgehabt, so viel zu investieren. Das hat sich im Laufe der Jahre fast zwingend ergeben“, so beschreibt Rabenstein-Burgherr Werner Hochegger sein Vorgehen. 16 Millionen Euro hat er dafür eingesetzt, um die jahrhundertealte Burg, hoch über der Mur auf einem Felsen bei Frohnleiten gelegen, mit alternativer Energie zu versorgen. „Wir haben oben – gemeint ist die Burg – die größte Wärmepumpen-Anlage der Welt, die es in einem historischen Gebäude gibt, installiert“, zeigt sich Werner Hochegger nun klarerweise zufrieden. Damit sind die Räume der gesamten Burg mit Luft zu erwärmen, falls nötig aber auch zu kühlen. Dass Werner Hochegger der Wärmepumpen-Technologie vertraut, ist klar, zählt er doch mit seiner Firma Air-Cond als Toshiba-Generalimporteur seit 25 Jahren zu den größ-
Foto: Paul Ott
Rabenstein wurde zur Wärmepumpen-Burg
Fotos: Heimo Ruschitz
UMWELT
Der Weltrekordhalter
Air-Cond-GF Jürgen Unterrainer, Toshiba Brand Director Yu Saito und Univ.-Prof. Dr. Hermann Halozan.
ten Anbietern. Zu seinen Produkten zählen vor allem Zink-Pumpen vom japanischen Hersteller Toshiba. Um den Installateuren und den potentiellen Interessenten die Scheu vor der Technologie zu nehmen – in Österreich gibt es diese noch immer –, hat Hochegger nun am Fuße der Burg Rabenstein ein jahrhundertealtes Bauernhaus zu einem Demonstrationsprojekt für Wärmepumpen gemacht. Vor Ort arbeiten dort alle möglichen Wärmepumpen-Varianten und damit können sich Interessenten direkt überzeugen, auf welche
Weise diese in Japan zur Perfektion gebrachte Technologie funktioniert. Hochegger demonstriert mit dem Einbau der Pumpen in die Burg, was die Wärmepumpen technologisch leisten können. Die Burg hat er nach Selbstangabe relativ billig erworben. Warum dann dieser gewaltige Mitteleinsatz? Sein schlichtes Argument: „Ich habe es gemacht, weil dort oben eine derart hohe Energie gegeben ist, und über diese kann ich gleichsam weltweit wirksam werden. Ich bin ein intuitiver Mensch.“ Bereits vor 30 Jahren hat er auf der
Surfen beim Solarbaum „Durch die Verbreitung von Smartphones und iPads wird das Internet natürlich immer mobiler. Ein Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet macht die Sache natürlich noch angenehmer. Und das gratis!“, freut sich Bürgermeister Christoph Stark über dieses Projekt. Gleisdorf ist eine der ersten Städte Österreichs, in der im öffentlichen Raum „gesurft“ werden kann. Den Pilotversuch mit WLAN im öffentlichen Raum hat es schon im Vorjahr im Gleisdorfer Wellenbad gegeben. Weil das WLAN gut angenommen wurde, wurde dieses Service der Stadtgemeinde Gleisdorf in Zusammenarbeit mit Feistritzwerke-STEWEAG an drei weiteren öffentlichen 46
Plätzen installiert. Es sind dies das Veranstaltungszentrum forumKloster, der Solar-Umweltenergiepark auf dem Feistritzwerke-STEWEAGBetriebsgelände in der Gartengasse und in der Innenstadt beim Solarbaum. Somit ist nun der Solarbaum, der mit Photovoltaik umweltfreundlich mit der Sonne Strom erzeugt, nicht nur mehr das Wahrzeichen der Solarstadt Gleisdorf, sondern er ist auch das moderne Innovations- und Umweltsymbol der Stadt. Dir. Ing. Walter Schiefer und Bürgermeister Christoph Stark sind die Initiatoren des Projektes „Internet im öffentlichen Raum“ und sie setzen damit wiederum ein starkes Zeichen für ein innovatives, modernes
Platte in seinem Objekt das Energiesparhaus 1 mit Unterstützung der Technischen Universität Graz konzipiert, wo er noch heute wohnt. Ehrgeizig ist auch sein Vorhaben im Thermenland. Dort hat Werner Hochegger in Ottendorf, in der Nähe von Riegersburg, eine Thermalquelle und dazugehörige Grundstücke gekauft. Geplant ist, gemeinsam mit japanischen Investoren ein Badezentrum zu errichten. Durch die Reaktorkatastrophe von Fukushima ist das Projekt vorerst leider gestoppt.
WLAN im öffentlichen Raum beim Gleisdorfer Innovations- und Umweltsymbol
Gleisdorf, das sich mit Recht als die Stadt im Grünen mit höchster technologischer Infrastruktur wie eine Großstadt bezeichnen kann! Als erste „Kleinstadt“ bietet Gleisdorf neben dem kostenlosen WLAN im öffentlichen Raum auch Umweltangebote wie Solarstrom an 9 öffentlichen Solar-Elektrotankstellen, einen Elektrofahrradverleih und als Energieschaustraße „Die Straße der Solarenergie“. Hinzu kommt noch, dass Feistritzwerke-STEWEAG schon seit Jahren Glasfaserkabel in der Stadt verlegen und somit auch der schnelle Breitbandzugang im Datennetz möglich ist.“
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AUTO UND MOTOR
Beliebteste Autos der Österreicher prämiert 29. Großer Österreichischer Automobilpreis geht an VW up!, Mazda CX-5 und Mercedes M-Klasse
Moderatorin Daniela Zeller führte charmant durch den Abend in der Schönbrunner Orangerie in Wien.
ARBÖ-Präsident KR Dr. Heinz Hofer: „Jedes dieser Fahrzeuge ist ein Manifest einer neuen Denkweise.“
Günter Kerle (GF Mazda Austria), Jeff Guyton (President & CEO Mazda Europe), KR Dr. Heinz Hofer, Mag. Lydia Ninz (Generalsekretärin des ARBÖ).
Mag. Lydia Ninz, KR Friedrich Frey (Toyota Frey), Daniela Zeller mit Bart Eelen (Manager Toyota Motor Europe) vor dem Toyota Prius Plug-In Hybrid.
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Superadler Thomas Morgenstern, Mag. Thomas Sablating (Vertriebsleiter für Volkswagen PKW), vor dem VW up!.
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Foto: ARBÖ/Zach, ARBÖ/Henisch
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Manfred Baumann (links) präsentierte den von ihm kreierten ARBÖ-Kalender 2013. Im Bild mit Mario Ehrnhofer (FREIE FAHRT) und seiner Frau Nelly.
Mag. Peter Pixner (Leiter Marketing, Mercedes-Benz Österreich), Mag. Lydia Ninz und Moderatorin Daniela Zeller vor der Mercedes M-Klasse.
ahlreiche Vertreter der Autobranche sowie Stargäste wie Thomas Morgenstern und Manfred und Nelly Baumann kamen am 8. November zur Autogala des ARBÖ, der bedeutendsten Auszeichnung für die Automobilbranche in Österreich. VW up!, Mazda CX-5 und Mercedes M-Klasse sind die beliebtesten Autos der Österreicherinnen und Österreicher. In Anwesenheit prominenter Festgäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Sport und Medien wurde auch der renommierte Umweltpreis des ARBÖ überreicht – an den Toyota Prius Plug-In Hybrid. „Jedes einzelne dieser Fahrzeuge ist in seiner
Klasse ein gelungenes Manifest einer neuen Denkweise, eines neuen Zuganges zu intelligenten, nicht mehr am reinen Prestige, sondern vor allem an Zweck und Einsatz orientierten Formen der Individualmobilität“, so ARBÖ-Präsident KR Dr. Heinz Hofer über die beliebtesten Autos Österreichs. „Für Primitivlösungen oder besser gesagt für primitive Scheinlösungen wie das unselige E 10 als biogene Treibstoffzumischung ist da kein Platz, und es war nicht zuletzt die Initiative des ARBÖ, die hier zu einem europaweiten Umdenken beigetragen hat.“ Kein Geringerer als Starfotograf Manfred Baumann hat den ARBÖ und seine Mitar-
beiterinnen und Mitarbeiter in Form eines Kalenders für das kommende Jahr in Szene gesetzt. Der Galaabend war natürlich ein guter Anlass, um das Werk zu präsentieren. „Es hat Spaß gemacht und war ein sehr reizvolles Projekt. „Berühmte Filmszenen“ lautet das Motto des ARBÖ-Kalenders 2013. Vom Künstler ausgewählte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ARBÖ durften dabei in Anlehnung an bekannte Szenen aus Kinofilmen ihr Model-Talent unter Beweis stellen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Als wir die Idee zu einem gemeinsamen Kalender hatten, dachte ich schon an ein gutes Produkt, aber als ich das
ARBÖ-Mitarbeiter als Laiendarsteller, mit Manfred Baumann vor dem Filmsujet aus „Thelma and Louise“
fertige Werk das erste Mal betrachtete, war ich überwältigt“, so ARBÖ-Generalsekretärin Mag. Lydia Ninz. Manfred und Nelly Baumann kamen mit Signieren des ARBÖ-Kalenders gar nicht nach, genauso wenig wie ÖSVSuperadler Thomas Morgenstern. Er war als Ehrengast ein begehrtes „Model“ für Journalisten und Fotografen. Der ARBÖ-Kalender 2013 – shooted by Manfred Baumann – ist exklusiv in allen ARBÖ-Dienststellen erhältlich. ARBÖ-Mitglieder zahlen 30 Euro, für Nichtmitglieder kostet er 35 Euro. Zugreifen lohnt sich, denn schließlich wird ein Teil der Einnahmen karitativ gespendet.
AUTO UND MOTOR
Ein aufgeweckter Franzose Der Peugeot 208 im Klipp-Testbetrieb
Großer Multifunktions-Touchscreen im nur knapp 4 Meter kleinen Peugeot 208
Es ist wie beim Wohnen. Egal, ob du zu Hause im Wohnzimmer, in der Küche oder sonstwo sitzt – du fühlst dich nur dann wohl, wenn das unmittelbare Rundherum passt. Dieses Gefühl vermittelt auch der Peugeot 208, wenn man ihn fährt. Vor allem dank seines großflächigen Multifunktions-Touchscreens. Über ihn lassen sich sowohl das Navigationsgerät als auch Bluetooth und Radiofunktionen bedienen. Obwohl von Peugeot als einer aus der neuen Generation von Klein-
wagen definiert, wirkt das Cockpit großzügig und auch das Platzangebot im Peugeot 208 sorgt dafür, dass sich alle „an Bord“ recht wohl fühlen. Obwohl er von seinen Ausmaßen her nur knapp 4 Meter misst, sind auch die standardmäßig vorhandenen Sensoren beim Einparken praktisch, ebenso wie der Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer. Klipp war während unserer Testphase viel mit dem Franzosen auf Autobahnen unterwegs.
Natürlich darf man sich von der Motorisierung – unser Testfahrzeug, ein 1,2 VTi mit drei Zylindern, hatte 82 PS – keine Wunderdinge erwarten. Doch wer es ganz sportlich will, für den gibt’s auch den 208 1,6 THP 155 mit 156 PS – da hat man ein richtiges Geschoß mit einer Spitzengeschwindigkeit von knapp 200 km/h unter dem Allerwertesten. Die Werksangabe bei unserem Testfahrzeug mit nur 4,5 Liter durchschnittlichem Benzinverbrauch auf 100 Kilometer
schafften wir nicht. Sie lag aufgrund der sportlichen Fahrweise darüber. Im Sommer ist es länger hell, da stört es weniger – das fehlende Licht im Fond des 208ers. Wer auf den Rücksitzen Dinge ablegt und diese in der Dunkelheit sucht, der tut sich schwer. Und dieses Mehr an Komfort würde den attraktiven Preis von 15.650 Euro (inkl. Nova und Mwst.) sicher nicht erhöhen. Der Einstiegspreis liegt bei 12.750 Euro.
Kleiner – ganz schön groß Der VW up!: große Klappe, viel dahinter
Fotos: Heimo Ruschitz
Von Isabella Hasewend
Perleffekt-Lackierung – sieht edel aus.
Seit heurigem Sommer gibt’s den Kleinsten der VW-Familie – den Up – auch als Viertürer. Dass aber hinter seiner Klappe eine ganze Menge steckt, davon konnten wir uns beim Klipp-Test überzeugen. Der up! ist uns in der 75-PS-Version in der „black up!“-Ausstattungsvariante zur Verfügung gestanden, wobei es da insgesamt sechs gibt, sodass 48
wirklich jeder seinen passenden City-Flitzer findet. Das Basismodell take up! gibt’s bereits ab 10.100 Euro, dann kommt der move up!, high up!, sky up! bis hin zum white up! und black up!, den es ab 12.800 Euro zu kaufen gibt. „Also optisch gefällt er mir wirklich ausgesprochen gut und es ist super, dass er vier Türen hat“, so der
erste Eindruck einer Freundin, die ihn fortan bei unserem Tagesausflug liebevoll „Spucki“ nennt. Und ich kann ihr nur Recht geben, denn die Perleffekt-Lackierung und die silbernen 16-Zoll-Leichtmetallfelgen sehen schon wirklich edel aus. Und auch die abgedunkelten Scheiben ab der B-Säule gefallen mir ganz gut. Erstaunlich gut sind – angesichts der Fahrzeuggröße – die Platzverhältnisse im Innenraum. Denn da haben auch die Passagiere auf den hinteren Sitzen ausreichend Beinfreiheit. Und auch der Kofferraum ist ausreichend. Wenn man die Rücksitzlehne umklappt, kann man bequem auf einer ebenen Fläche ein- und ausladen. Nicht schlecht für so ein kleines Auto! Dass der up! sozusagen ein City-Spezialist ist, zeigt sich nicht zuletzt durch die serienmäßige City-Notbremsfunktion. So ist der VW up! das erste Auto seiner Klasse, das dank dieser Funktion im Geschwindigkeitsbe-
reich von 5 bis 30 km/h automatisch bremst, wenn es einmal zu eng wird. Auf Wunsch zu haben und auch in unserem Testfahrzeug vorhanden ist ein portables Navigations- und Infotainmentsystem mit Touchscreen. Logisch, dass wir dieses auf einer Fahrt quer durch die Oststeiermark einem ausgiebigen Praxistest unterzogen haben. Fazit: leicht zu bedienen und sehr praktisch, dass man es auch runternehmen kann. Nicht unerwähnt sei zum Schluss noch ein kleines Manko bei unserem up!, das vor allem in den Abendstunden ein wenig unangenehm sein kann: und zwar das fehlende Licht im Kofferraum. Zukünftigen up!-Fahrern sei also geraten, immer eine Taschenlampe mitzuführen. Insgesamt hat uns der up! jedoch überzeugt, sodass uns der Abschied von unserem „Spucki“ schwergefallen ist und wir uns sicher sind: Der Kleine wird noch eine große Zukunft vor sich haben. KLIPP Dezember 2012
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Präsentation des Porsche 911 C4 S
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Profitabler Mythos I
st ein Leben ohne Porsche überhaupt möglich? „Grundsätzlich vielleicht“, räumt Markenleiter Christian Überbacher ein, „aber es kann weder erstrebenswert sein noch Spaß machen und schon gar nicht lang dauern.“ Da muss was dran sein, denn als Überbacher und Geschäftsführer Gerhard Monsberger zur Präsentation der neuen Neunelfer-Allradmodelle C4 und C4 S ins Porschezentrum Liebenau luden, drängten sich gleich 450 Porsche-Aficionados in den Hallen, um bei Buffet und Livemusik die 400-PSBoliden zu bestaunen. Viel Prominenz dabei und natürlich auch diea Präsidenten der beiden steirischen Porsche-Clubs, Helmut Heuberger und Dr. Christian Stadler, die auch regelmäßig durch gelungene Charity-Aktionen auffallen. Es ist schon was dran, an der Faszination der Marke Porsche, die auch in Zeiten wie diesen nach wie vor boomt, da sie eine hohe Qualität verbaut und der Kunde somit ein absolutes Qualitätsprodukt erhält. Und während anderswo in Europa mit Megarabatten um Käufer gerungen wird, hat man bei
Porsche eher das Problem, genügend Autos anbieten zu können. Demnächst kommen die Zuffenhausener übrigens mit einigen neuen Modellen vom Macan (zu Deutsch: Tiger) bis zu einem Über-Neunelfer mit mehr als 600 PS, Mittelmotor und viel Carbon. Da werden schon einmal 250.000 Euro bar auf die Verkäuferkralle fällig werden, aber das ist immer noch ein Schnäppchen gegen die 800.000, die für den 918 Spyder mit 700 PS fällig sind. Immerhin sieht die Porsche-Strategie 2018 vor, bis dahin 200.000 Einheiten zu verkaufen. Derzeit hält man bei 130.000 und es stellt sich die Frage: Wo, bitte, ist die Krise? Und dass rund 60 % aller Porsches nicht bar gekauft, sondern geleast werden, hat in Zeiten wie diesen auch gute Gründe. Schönes Detail am Schluss: Noch während des Präsentationsabends bei Porsche Liebenau wurden zwei Kaufverträge unterschrieben, und für urbane Porschefahrer-Jägerinnen noch ein kleiner Pirsch-Tipp: Den teureren Porsche mit Allradantrieb erkennt man an der durchgehenden Leuchtenleiste am Heck.
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1: Porsche 911 C4 S 2: Markus Fink, Sandra Matzer, Silvio Strauß, Sandra Sternbauer, Christian Überbacher 3: Herr Mag. Monsberger, GF Porsche Graz Liebenau 4: Hubert Hammer, Harald Stangl, Evelyn Echsel-Gleckner, Karl Heinz Arlati, Heidi und Klaus Bechter
mit
STIL
D i e L i f est y l e ko l u m n e vo n Ca r i n a H a r b i s c h
Lebenskunst ist
die Kunst des richtigen Wegl assens Das fängt beim Reden an und endet beim Dekolleté, fand schon Coco Chanel (1883–1971), die französische Modedesignerin, heraus. Weil viele festliche Anlässe auf uns zukommen, die Weihnachtstage, Silvester und dann die Ballsaison, trifft diese Lebensweisheit von Coco Chanel sicher den Kern der Sache. Was lasse ich weg? Was ziehe ich nicht an? Und was soll ich anziehen? Diese Fragen beschäftigen und quälen nicht nur in den kommenden Monaten – und in dieser Zeit ganz besonders – jede Frau, die sich festlich kleiden will. Und wieder einmal, wie halt so oft auf dieser Welt, haben es die Männer leichter. Denn auf Ball-Einladungen wird meist nur ein Hinweis auf das erwünschte Herren-Outfit gegeben, das entsprechende Kleid muss sich die Dame dazudenken. Ganz egal, ob das nun ein Maturaball, Juristen-, Garnisonsball oder die Opernredoute in Graz ist. Dort sollte Mann den großen Gesellschaftsanzug „White Tie“ tragen. Das heißt, gefragt ist der Frack mit weißer Frackschleife, bei den Damen das große Abendkleid. „Mann“ tut sich leicht, weil das Outfit immer genau definiert ist und er die passende Größe bei jedem Ausstatter bestellen kann, ohne irgendeinen Fehler zu riskieren. Ganz anders hingegen aber bei der Forderung nach dem „großen Abendkleid“. Diese lässt unzählige Interpretationen zu. Es handelt sich zwar immer um eine dekolletierte Festrobe, die möglicherweise durch eine Jacke, ein Cape oder eine Stola, vielleicht sogar mit Abendhandschuhen und auf jeden Fall mit Schmuck ergänzt wird. Die Farbe, der Schnitt, der Stoff und einige Details der 50
Accessoires können aber beliebig gewählt werden. Und natürlich ist die erste Frage, die man sich selber stellen muss: „Wie bin ich gebaut und welche Proportionen habe ich?“ Nicht jedes Kleid passt zu jeder Figur. Das ist zwar eine Binsenwahrheit, aber die Praxis und das Leben zeigen uns etwas anderes. Da gibt es Frauen mit extremer
setzung ist einmal, dass die Haut voll in Ordnung sein muss, und da tun sich naturgemäß die jüngeren leichter. Zu viel Oberweite – da würde ich sagen: Hände weg! Und zu wenig Oberweite – da sollte man sich auch eine andere Lösung überlegen. Das Problem ist auch, dass viele von uns nicht wissen, wie sie auf
Die Obamas hätten den Dresscode für die Grazer Opernredoute erfüllt …
Oberweite, die betonen diese dann durch das Kleid noch einmal, weil sie glauben, dass sie damit noch mehr Blicke auf sich ziehen. Meist falsch. Weil sie sich damit nicht selten lächerlich machen. Alles, was zu viel ist, ist nicht mehr sexy. Schulterfrei
Auch diese Abendrobe hat so ihre Tücken. Die erste wichtige Voraus-
die anderen wirken. Und da ist es nicht unklug, wenn man nicht nur seinen Partner fragt – ihm mag das ja gefallen („Schatzi, ich lieb' dich so, wie du bist …“) –, sondern vielleicht besser noch die beste Freundin, die einem offen sagt, was passt und was zu viel ist. Oder auch den eigenen Nachwuchs. Denn dessen Urteil in Kleidungsfragen ist oft sehr, sehr kompetent.
Gwirks mit Schuhen und Friseur
Zu einer festlichen Angelegenheit gehören Schuhe mit Absatz. Und die sollten auch eine Tanztauglichkeit haben. Nur für die großen Vertreterinnen der Weiblichkeit sind auch elegante Ballerinas erlaubt. Ich weiß schon, dass der so legere Geox-Schuh die bequemere Variante ist, aber wenn es ums lange Abendkleid geht, dann muss man einen Kompromiss zwischen Wohlfühlen und Eleganz finden. Der Termin beim Friseur vor einem solchen Abendauftritt ist ja üblich. Wer im Alltag eher sportlich unterwegs ist, der sollte sich für eine nicht zu feminine Frisur entscheiden. Die hängt ja auch von der Haarqualität ab. Bei der gewünschten Festfrisur sollte auch auf Ihre Körpergröße Rücksicht genommen werden. Mein Gott, wie leicht haben es dagegen die Männer bei solchen Anlässen. Ist der kleine Gesellschaftsanzug gewünscht, sprich der Smoking mit schwarzer Masche, können die Herren der Schöpfung kaum etwas falsch machen. Nur, zum Smoking gehören Schlüpfer, keine Schnürschuhe. Kleines Abendkleid heißt: Erlaubt ist hier jede Art von Abendgarderobe, also vom kleinen Schwarzen über das zeitlose Samtkleid bis hin zum Cocktailkleid aus der DesignerBoutique. Zum Schluss zur Opernredoute in Graz: Deren Organisatoren wollen künftig strenger auf den Dresscode achten. Etliche Prominente aus der Bussi-Bussi-Szene würden noch besser ankommen, wenn sie sich beraten lassen. Denn „Kriegsbemalung“ ist dort ein absolutes NoGo. Womit ich wieder zum Anfang komme, der Kunst des richtigen Weglassens.
KLIPP Dezember 2012
Ernst Kohnhauser Der feinsinnige Koch und Künstler auf Haubenniveau
E
s wäre eine unnötige Konzentration auf Selbstverständlichkeiten aus der Spitzengastronomie, über „den Kohnhauser“ aus Lieboch ausschließlich kulinarisch zu schreiben. Seit beinahe 30 Jahren bürgt das Restaurant für klassische Kochkunst auf höchstem Niveau. Wer hier speist, findet sich in illustrer Gesellschaft, geeint von der Liebe zu dieser so echten und authentischen Küche, die von der Vorspeise bis zum Dessert und einer exquisiten Auswahl an Topweinen nichts missen lässt, um zutiefst lukullisch befriedigt den traumhaften mehrfach prämierten Gastgarten oder den eleganten Saal zu verlassen. Jedoch nicht ohne vorher vom Hausherrn begrüßt und verabschiedet zu werden. Haubenkoch und Chef des Hauses Ernst Kohnhauser bürgt persönlich am Herd für die Erstklassigkeit der Speisen, sein Küchenchef Gerald Grasmugg ist von Beginn weg an seiner Seite die perfekte Ergänzung und sein Service-Team verwöhnt den anspruchsvollen Gast mit spürbarer Liebe, Freude und vor allem höchster Professionalität. Besonders beliebt sind die Kochkurse, wo das kreative Team gerne das eine oder andere Küchengeheimnis preisgibt.
Kochen ist jedoch nur eine seiner Leidenschaften, die Musik seine zweite und die Holzkunst seine dritte. Unzählige Kunstwerke entsprangen bereits seinem Ideenreichtum, nach dem keltischen Baumhoroskop aus Holz und mit viel Herz gestaltet. Inmitten seiner dampfenden Kessel und während der Zubereitung kulinarischer Höhepunkte entstehen die Werke im Kopf – schnell auf einem kleinen Zettel notiert, so beginnt es – und finden ihre Fortsetzung in unzähligen Bleistiftstrichen und Berechnungen. Jedes Kunstwerk ist in Maß und Form durchdacht, Geburtsdaten verwandeln sich in Längenmaße und schlussendlich ist ein Werk geschaffen, das Ernst Kohnhauser leidenschaftlich und ausführlich dem Betrachter erklärt. Er erschuf seine berühmten größten Holzeier der Welt nach den Lebenszyklen oder ein offiziell enthülltes Kunstwerk für den SK Sturm zum 100-jährigen Jubiläum oder Familienkunstwerke mit tiefer Symbolik. „In meinem Kopf entstehen immer neue Ideen“, schwärmt der (Koch)Künstler und erzählt in
seiner so typischen lebenslustigen und emotionalen Art von seinen Projekten wie „chickenday“. Besonders stolz ist Ernst Kohnhauser auf seine jüngste Erfindung – eine sehr exklusive und aus edelsten Materialien gefertigte SchuhputzMaschine, die bald international ausgestellt werden soll. Soviel sprühende Lebensfreude und positive Kraft übertragen sich auf den Gast und das ist neben der erstklassigen Haubenküche und der traumhaften Atmosphäre wohl eines der Erfolgsgeheimnisse dieses Restaurants. Hier ist der Hausherr Ernst Kohnhauser bereits selbst zur legendären Marke geworden. Seine Handschrift tragen auch unzählige Feste und Feiern mit spektakulären Höhepunkten. Legendär sind seine Festivitäten rund um den Flusskrebs, der saisonal in den Sommermonaten seinen fulminanten Auftritt hat und das darf man beim Kohnhauser wörtlich nehmen. Opulent und ausschweifend ehren exklusiv geladene Gäste den Edelkrebs. In großen Kupfertöpfen
harrt er in finnischem oder schwedischem Sud, um mit zelebrierter Lust und Leidenschaft verspeist zu werden. Jetzt in der Weihnachtszeit ist der Garten beheizt und zu einem Weihnachts- und Wintermärchen umgestaltet – und jeden Abend lässt es Ernst Kohnhauser persönlich schneien. „Meine Gäste sollen auch noch nach vielen Jahren bewegt und gerührt an Feste und kulinarische Höhepunkte in meinem Hause denken, denn diese bleiben in der Seele verankert und das ist bedeutungsvoll“, so der Hausherr. Unvergesslich wird auch dieses Jahr wieder am Freitag, den 28. Dezember 2012 die mittlerweile 13. Jahresausklangsfeier im Hause Kohnhauser mit vielen Überraschungen. Ein stilvolles außergewöhnliches Erlebnis gemeinsam mit wohl einer der schillernsden Persönlichkeiten der Gastronomieszene ist garantiert. Und man darf sicher sein: Auch 2013 wird Ernst Kohnhauser seine Gäste und Freunde mit vielen Ideen verzaubern!
13. Jahresausklangsfeier im Restaurant KOHNHAUSER am Freitag, den 28. Dezember 2012, Beginn: 19.30 Uhr Das gesamte Programm sehen Sie unter www.kohnhauser.at Reservierungen unter 03136/62496 oder per Mail an hotel-restaurant@kohnhauser.at
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06.12.12 17:59
Gesundheit
Gerade jetzt vor Weihnachten
Ein Lob der Langsamkeit Früher eine Kost für Alternativler, heute salonfähig. Fleischloses wird immer beliebter.
Ohne Fleisch geht’s auch Wenn man dem Vegetarierbund zum Thema Fleischalternativen Glauben schenkt, ist deren Umsatz in den letzten drei Jahren konstant um jährlich 20 bis 25 Prozent gewachsen. Im Rahmen einer Umfrage wurde deutlich, dass die beliebtesten Fleischalternativen Tofu und Tempeh (Sojabohnen, geimpft mit einem Edelschimmelpilz) sind. Weniger bekannte Produkte, etwa aus Lupinen, tun sich in der Dichte der Supermarktangebote indes schwer. Fest steht, dass sich Auswahl und Geschmack von fleischlosen Nahrungsmitteln deutlich
Heißer Jahreswechsel
verbesserten. Als Fleischalternativprodukte werden übrigens jene Lebensmittel bezeichnet, die geschmacklich und vom Eiweißgehalt her Fleisch ähneln, aber nicht aus Fleisch hergestellt werden – für nur rund 20 Prozent ist es wichtig, dass ihre Kost aussieht wie Fleisch. Am liebsten gekauft wird in Bio- und Naturkostläden, da sich Konsumenten an guter Qualität orientieren. Hinsichtlich der Angebotsbreite und Verfügbarkeit stehen weitere Verbesserungen an. (Quelle Vegetarierbund – Dietl)
Von Karin Klug Haben Sie auch keine Zeit zu verlieren? Hassen Sie es, wenn alles so langsam geht? Überholen Sie mit Ihrem Lebenstempo schon mal gerne all die Zögerer und Zauderer, die Lebenslangsamen, die für alles doppelt und dreimal so lange brauchen? Lieben Sie es rasch, zügig und unverzüglich – je Tempo, desto lieber sozusagen? Gratuliere, dann versäumen Sie möglicherweise das Beste im Leben – und merken es nicht mal! „Um positive Gefühle im Herzen zu spüren, müssen Sie langsamer werden. Das Tempo unseres modernen
Die Saunalandschaft der H2O-Kindertherme im oststeirischen Sebersdorf ist bekanntlich eine Bastion für Erwachsene – Entspannung und Ruhe stehen im Vordergrund. Nicht so zu Silvester, da wird es nämlich heiß hergehen. Für Sauna-Liebhaber gibt es zum kommenden Jahreswechsel erstmals einen speziellen Silvesterevent: Sauna-Weltmeister Hubert Luckner und
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Lebens ist häufig so erbarmungslos, dass man sich nur auf Äußerlichkeiten konzentriert und seinen inneren Kern vergisst.
Man sieht nur mit dem Herzen gut Im Laufe der Zeit stumpft Ihr Herz dadurch ab.“ Wer dies sagt, weiß, wovon sie redet: Es ist Barbara L. Fredrickson, eine der weltweit führenden ForscherInnen auf dem Gebiet der Positiven Psychologie. Selbst der Dalai Lama hat sie vor einigen Jahren bereits zu sich eingeladen, um sich über die Ergebnisse ihrer Studien berichten zu lassen.
Sauna-Oscarpreisträger Bernd Gritschacher heizen mit zahlreichen Show- und Erlebnisaufgüssen so richtig ein und laden zu einem südamerikanischen Saunaabend mit Feuershow, Silvesterbuffet mit südamerikanischen Spezialitäten, Glühwein, Schamanentanz und MachuPicchu-Kohlelauf ein! Termin: 31.12.2012, von 17 bis 03 Uhr.
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KLIPP Dezember 2012
Lebensschnelle selten gute Zuhörer Bevor ihr Gegenüber seinen Satz noch beenden konnte, meinen sie bereits zu wissen, worum es geht, und unterbrechen bald, um weiterführende Gedanken ins Spiel zu bringen – nicht immer sehr angenehm für ihre Mitmenschen. Geduld gehört eben nicht zu ihren Stärken. Auch sind Geschwindigkeitsmenschen oft unruhig und angespannt, verbreiten eine hektische Atmosphäre. Es fällt ihnen schwer, sich länger auf eine Sache zu konzentrieren. Selbst beim Lesen neigen sie mehr zum Querlesen und Durchblättern. Damit entgehen ihnen natürlich auch viele Details und Feinheiten. Tempomenschen wären gut beraten, ihre Geschwindigkeit auch mal drosseln zu können. Studien haben ergeben, dass schon Kindergartenkinder, die hektisch, unruhig und impulsiv sind, es später einfach schwerer haben. Ungeduldige Kinder haben später eher schlechtere Noten in der Schule und geraten damit schneller in einen Teufelskreis des Versagens und der Schulangst. Mittlerweile gibt es zahlreiche wis-
KLIPP Dezember 2012
senschaftlich fundierte Techniken, die helfen, Kinder langsamer zu machen. Und schließlich: Auch das Genießenkönnen setzt Zeit und ein gedrosseltes Tempo voraus. Genießen kann ich nur, wenn ich es schaffe, im Moment zu verweilen, den Augenblick bewusst wahrzunehmen, meine Sinne zu schärfen, mich an den Kleinigkeiten des Lebens zu erfreuen. Hektik und Multitasking dagegen sind die erklärten Feinde des Genusses.
Gesundheit
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Hast du es eilig gehe langsam... lautet eine chinesiche Weisheit. Alte Menschen, Kranke, aber auch Kinder und Tiere haben in vielem ihr eigenes Tempo, und zwar ein langsames – das uns oft fürchterlich nervt. Warum müssen die für alles so lange brauchen? Schuhe anziehen, Tisch abräumen, Teller leeressen, ewig zum gleichen Gebüsch hinschnüffeln. Nun, weil sie vielleicht Dinge wahrnehmen, die sich den „Gas-Gebern“ entziehen. Es macht also durchaus Sinn, Langsamkeit zu kultivieren. Übungen gefällig? Versuchen Sie wieder einmal ein Buch vom Anfang bis zum Ende aufmerksam durchzulesen. Lernen Sie Meditationstechniken oder Qigong und praktizieren Sie diese regelmäßig – es gibt genug Studien, die deren gesundheitlichen Nutzen erwiesen haben. Leisten Sie sich eine Pause. Gönnen Sie sich in Ihrem Arbeitsalltag hin und wieder ein paar Momente des Nichtstuns – Sie werden diese Zeit locker wieder einarbeiten. Und schließlich: Hören Sie zu, was andere erzählen – Sie werden vielleicht Dinge erfahren, die Sie sonst nie erfahren hätten. Um noch einmal die berühmte Forscherin Barbara L. Fredrickson zu zitieren: „Um wirklich von den Gesten positiver Emotionen zu profitieren – von einem Lächeln, einer Berührung oder einer Umarmung –, müssen Sie langsamer werden und sich bewusst machen, was diese Geste überhaupt bedeutet. Sorgen Sie dafür, dass sie aus tiefstem Herzen kommt.“ PS: Wenn Sie diesen Text gerade bis hierher überflogen haben, mein Tipp: Lehnen Sie sich genüsslich zurück, atmen Sie tief durch und lesen Sie Zeile für Zeile nochmal – in aller Ruhe.
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Barbara L. Fredrickson beschäftigt sich mit positiven Gefühlen und damit, wie diese unser Verhalten, unsere Psyche und unsere Gesundheit beeinflussen. „Um Ihre positive Grundhaltung zu steigern, müssen Sie Ihr Herz wieder sensibilisieren … Verlangsamen Sie Ihren Alltagsrhythmus so, dass Sie mit Ihrem Herzen sehen, hören und empfinden können.“ „Man sieht nur mit dem Herzen gut“, wusste schließlich auch schon der Abenteurer und Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry. Es ist also wichtig, sich Zeit für das Gute zu nehmen. Sich Zeit zu lassen, um all das wahrzunehmen, was im hektischen Getriebe des Alltags gern untergeht. Und wer keinen Sinn mehr für das Schöne, das Detail hat, das vielleicht unsere Sinne erfreuen könnte, der versäumt einiges.
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Gesundheit
Einmal am Tag roh, frisch und bunt essen Für den Konsumenten ist das Angebot an gesundheitsfördernden Nahrungsergänzungsmitteln praktisch unübersehbar. Was nehmen, was nicht? – ist die große Frage. zu essen, auch darauf zu schauen, ausreichend Ballaststoffe zu sich zu nehmen, speziell bei den Kohlehyd raten nicht diese Auszugsprodukte zu nehmen. Was eher unbekannt ist: Man sollte auch sehr aufpassen beim Verzehr von billigem Öl – zum Beispiel Maiskeimöl usw. Denn das sind die Entzündungsförderer. Diese Omega-6-Säuren sind die Antago nisten zu Omega 3. Und – na net: möglichst wenig Fleisch.
Wie kann ich als Konsument einschätzen: Was brauche ich, was nicht? Andreas Wilfinger (Ringana): Nah rungsergänzungsmittel werden eigentlich viel zu wenig als das ge sehen, was ihr Name sagt: Sie sind eine Ergänzung zur Nahrung. Und wenn man sich diesen Begriff zu Herzen nimmt, dann sollen die Er gänzungsmittel das abdecken, was unsere Nahrung heute nicht mehr beinhaltet. Unser Zugang bei Rin gana ist der, dass wir versuchen, die ganze Bandbreite abzudecken. Weil unsere Nahrung uns nicht mehr in ausreichendem Maße versorgt. Das sind aber nicht nur Vitamine. Das sind neben den natürlichen Vitaminen wie Ascorbinsäure, Ace rolakirsche, sekundäre Pflanzen inhaltsstoffe, das sind Bitterstoffe, Antioxidanzien, Phenole, Enzyme und Co-Enzyme, Fette, Öle, etwa wie Omega 3 – all das versuchen wir zu ergänzen, sofern es nicht über die normale Nahrung zugeführt wird. Das ist aber genau der springende Punkt: Führen wir diese Stoffe ausreichend dem Körper zu? Wilfinger: Aus meiner Sicht nicht. Unsere Ernährung gibt aus zwei erlei Gründen nicht mehr her: Die Ernährung ist heute nicht mehr so, wie sie früher war. Denken wir nur an Streuobst. Ein steirischer Apfel heute und ein steirischer Apfel vor 30 Jahren. Da weiß man, es ist nicht dasselbe. Früher waren sie im Ge schmack stärker und da gab es sehr viele Vitalstoffe. Nehmen Sie auch Salate her, einen Rucola. Die Salate waren früher deutlich grüner und auch bitterer. Und genau das war eben gesund. Denken Sie an Sauerkraut. Wer isst heute noch die Vitaminbom be Sauerkraut? Stattdessen nimmt man Fast Food und Soft Drinks. Der zweite Grund: Es wird zwar immer propagiert: Ein Mal am Tag roh, frisch und gesund essen. Aber wer tut das schon? Der Obst- und Gemüsekonsum geht sogar zurück. Leider sehen viele behördliche Vor 54
Wir haben von Natur aus schon ei nen gut gefüllten Rucksack mit allen möglichen Stoffen und da leben wir über Jahre gut. Wir trinken jeden Tag Alkohol, wir rauchen eine Schachtel Zigaretten und, und. Wir essen Le berkäsesemmel. Alles, was halt im Prinzip unserem Körper schadet. Aber dennoch funktioniert das über Jahrzehnte. Bei Omega 3 und Ome ga 6 kann man das eine durch das andere neutralisieren, aber bei vie len anderen Stoffen ist das nicht so. Allergien nehmen ständig zu. Ist das auf Ernährung zurückzuführen? Andreas Wilfinger (Chef von Ringana in Hartberg): „Immer mehr Kunden wollen mit ruhigem Gewissen einkaufen und suchen Produkte mit einer grünen Ökobilanz.“
schriften nur das Detail, aber nicht das Große. Wenn heute ein Kind aufwächst, hat es vom gesundheit lichen Standpunkt her nicht mehr das, was wir hatten. Wir haben zum Beispiel Schweinsbraten gegessen. Nahrungsergänzungen sind sinnvoll, wenn man meint, dass man über die tägliche Ernährung die nötigen Stof fe nicht mehr aufnehmen kann. Kann ich da vorsorgen? Wilfinger: Nahrungsergänzungsmit tel sind per Definition schon kein Heilmittel. Da gibt’s keine Prophyla xe. Nehmen Sie zum Beispiel einen Apfel. Der hat 2.500 Inhaltsstoffe. Ein Viertel davon mag bekannt sein. Da sagt man auch nicht, ich nehme diesen Apfel, weil von dem und dem da mehr drinnen ist. Wie weiß man aber, welche Menge der Einzelne braucht?
Wilfinger: Das ist der Punkt. Es gibt 40 kg schwere Frauen, 120 kg schwe re Männer, verschiedenste Alters gruppen. Und wer sagt jetzt, wie viel Gramm ich von dem und dem brau che? Wir ernähren uns nach unse rem Gutdünken. Manchmal haben wir ein bisschen zu wenig von den Vitalstoffen, manchmal etwas mehr. Das ist alles kein Problem. Nur wenn es ganz wenig wird, dann haben wir ein Problem. Es wäre widersinnig, alle 30 NahrungsergänzungsmittelProdukte zu nehmen. Was ist dann Ihre Empfehlung? Wilfinger: Einmal am Tag frisch und roh, bunt oder grün zu essen. Das Problem ist, dass das fast niemand macht. Das wäre aber die Grundvo raussetzung. Weil zum Beispiel ein Salat sehr wichtig ist. Das ist aber auch die Minimalanforderung. Dann ist es gut, hin und wieder einen Fisch
Wilfinger: Man muss da unterschei den zwischen Allergien und Into leranzen. Die Allergie ist die Fehl reaktion unseres Immunsystems. Das sind fehlgesteuerte Antworten unseres Immunsystems. Unser Im munsystem reagiert dagegen, als wenn das ein Feind wäre, was er in Wirklichkeit aber nicht ist. Die Into leranz ist eine Unverträglichkeit, die nicht unbedingt mit der Lebenswei se zu tun hat, sondern das kann auch eine genetische Disposition sein. Manche vertragen halt nicht alles. Und wenn man in seinen Körper hi neinhört, dann weiß man, was man nicht verträgt. Wie kann man die guten von den weniger guten Nahrungsergänzungsmitteln unterscheiden? Wilfinger: Man soll vor allem auf die Natürlichkeit der Ingredienzien achten.
KLIPP Dezember 2012
betrachtet
v o n A n g e l i k a Ko h n h au s e r - T e c h t
Genuss
G e nu s svo l l
... . . . v o n f r i s c h e n B r atä p f e l n Der Duft
Foto: Sisi Furgler
Ich liebe es, Menschen und Situa tionen zu beobachten. Und gerade vor Weihnachten bietet sich gar Unerschöpfliches, um meiner Lei denschaft zu frönen. Ich bummle neugierig durch die Innenstadt. Die Medien tun ihr Bestes und mehr, die Menschen in die richtige Weih nachtsstimmung zu bringen. Es ist ein Einkaufssamstag und schon stellt sich mir eine Frage: Warum heißen die Samstage in der Adventzeit, der angeblich stillsten und besinnlichs ten Zeit, Einkaufssamstage? Ich persönlich kaufe ja lieber an einem Montag oder Dienstag ein – auch in der Weihnachtszeit. Da gibt es weniger Menschen und mehr Parkplätze und das Verkaufsperso nal ist noch erholt vom Wochenen de und erwidert ebenso positiv und herzlich mein Lächeln. Es geht sich sogar manchmal eine kleine Plau derei aus, ohne dass mir in der Zwi schenzeit ein lieber Mitmensch das Superangebotsschnäppchen „weg schnappt“ oder genau dieses Hemd in genau der Größe unter einem an deren als meinem Weihnachtsbaum landet – eine schöne Bescherung. Zur Stärkung und um mich in die richtige „Schwingung“ zu bringen, muss ein Glühwein getrunken wer den oder ein Punsch – schön heiß und dampfend und süß und mit viel Alkohol – wegen der Kälte und der Stimmung! Gemütlich am Steh tischchen lehnend nippe ich daran. Und wissen Sie das? Der Punsch wurde von englischen Seefahrern im 17. Jahrhundert aus Indien nach England gebracht. Interessant. Dort avancierte das Getränk vor allem bei den konservativen Tories zum Lieblingsgetränk. Im Wort selbst, so erinnere ich mich, steckt die Zahl Fünf. Das ursprüngliche Rezept ent hält somit fünf Ingredienzien, näm lich Branntwein, Wasser, Zucker, KLIPP Dezember 2012
Saft von Bitterorangen und Muskat nüsse. Die Zutaten heutiger Punsch getränke folgen oft eher dem Gesetz der Willkür, doch ich persönlich finde ihn am bekömmlichsten mit Gewürznelken, Zimt, Kandiszucker, Orangensaft und Rotwein – alles sanft auf 80 Grad Celsius erwärmt – gekrönt mit einem Schuss Oran genlikör – köstlich! Beschwingt setze ich meinen be sinnlichen Bummel fort und „begeg ne“ dem Weihnachtsmann. Aber er – mit seinen Geschenken im Ju tesack – ziert nur ein Schaufenster. Da war doch einmal was mit euro päischen Auswanderern, die den
Alle meine Lieblingslokale sind voll. Da erreicht aber plötzlich der Duft eines Bratapfels meine Nase und schon rieche ich förmlich die Er innerung an meine Kindheit. Kek se, Gans und herrliche mit Zucker glacierte Bratäpfel sind für mich Weihnachten und mir fällt meine von mir so innig geliebte Groß mutter ein, die immer so köstliche duftende Bratäpfel zubereitet hat. Sie war ein Kriegskind und die Ar mut war damals groß. Süßigkeiten gab es kaum. Die Äpfel wurden im Keller eingelagert, und wenn diese faule Stellen bekamen, warf man sie nicht einfach weg (so wie heute in
St.-Nikolaus-Brauch nach Amerika brachten – oder? Dort wurde meiner Erinnerung nach der eher bischöf lich gekleidete Nikolaus (ehemals Nikolaus von Myra und Bischof im 4. Jahrhundert n. Chr.) zum sympa thischen rundlichen pausbäckigen Santa Claus mit kirschroter Nase und Rauschebart. Schau an – einer der wenigen Erfolgsartikel von Eu ropa nach Amerika! Bummeln macht hungrig. Also be gebe ich mich auf (Gast-)Herbergs suche – so ähnlich wie damals Josef und Maria mit Gefolge. Vergeblich.
den Wohlstandszeiten), sondern hat aus diesen Kompott, Mus oder eben Bratäpfel gemacht. Der Duft von fri schen Bratäpfeln gibt – so finde ich – ein feines Gefühl von Gemütlichkeit und wohliger Wärme. Selbst am Heiligen Abend war das nicht immer so. Im Mittelalter war der 24. Dezember ein ganz strenger Fasttag und höchstens Fisch stand auf dem Speiseplan – die Reiche ren aßen Karpfen, die Armen aßen Blut- oder Leberwürste. Erst am 25. Dezember wurde so richtig gefeiert und geschmaust – und da war es
die sogenannte „Mettensau“, die vertilgt wurde. Weihnachtskarpfen steht auch heute noch oft am Hei ligen Abend auf den festlich ge schmückten Tischen, doch er hat gefiederte Konkurrenz bekommen von der knusprigen Weihnachts gans – meinem bevorzugten Fest tagsessen. Der Legende nach hat Königin Elisabeth I. gerade eine Gans verspeist, als ihr am Heiligen Abend vom Sieg über die spanische Armada berichtet wurde, und so hat sie die Gans zum traditionellen Weihnachtsessen erklärt. Wie im mer es gewesen sein mag – mich interessiert die Geschichte nur am Rande – die Zubereitung der Gans beschäftigt mich mehr – und die kann ihre Tücken haben. Ein kleiner Tipp von mir: Rechtzei tig anfangen, denn so ein „Ganserl“ im Ganzen gebraten braucht schon bis zu fünf Stunden (je nach Kilos) bei ca. 180 Grad im Ofen, bis es so richtig knusprig und durch ist. Als Fülle mag ich es klassisch mit Äp feln, Weißbrot, Milch, Salz, Pfeffer und etwas Petersilie und vielleicht einem Schuss Weißwein dazu – ob wohl – den trinke ich lieber beim Zubereiten – denn Kochen macht durstig! Und so ein „Küchenschlu ckerl“ entspannt auch gleichzei tig, wenn der so friedliche Heilige Abend hereinbricht und mit ihm die gesamte Familie – in Zeiten wie diesen verschärft in der PatchworkVariante. Doch das ist eine andere Geschichte. Ich kehre voller Eindrücke (und leider immer noch hungrig) von meinem Bummel heim, und ganz in Weihnachtsstimmung ob der vie len Düfte, Melodien und der herrli chen Dekorationen freue ich mich wirklich auf die Festtage und auf viele genussvolle Betrachtungen im nächsten Jahr. 55
Foto: Harry Schiffer
Freizeit
Schon 1982 gab‘s den Hopsie als WM-Maskottchen. Für die kommende WM wurde es „wiedbelebt“
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DER BESTE SCHNEE IM SÜDEN
Es ist angerichtet Winter-Saison in der Steiermark mit alpiner Ski-WM 2013 in Schladming als Höhepunkt Es war Samstag, am 6. Februar 1982, als in Schladming knapp vor halb eins der Österreicher Harti Weirather mit Startnummer 11 im Ziel abschwang und die 1 aufleuchtete. Auch die Kanadier Podborski und Read konnten die Zeit nicht schlagen. Österreich hatte damit endlich die ersehnte erste Goldene bei der WM und noch dazu in der Königsdisziplin. Der Wermutstropfen: Ski-Idol Franz Klammer, der Top-Favorit, erreichte nur Platz 7. Bis zur Fahrt Weirathers hatte der Schweizer Conradin Cathomen mit der Startnummer eins vor dem Österreicher Resch geführt. „Ende gut, alles gut – die Österreicher als große Ski-Nation waren damit mit einem blauen Auge davongekommen“, schrieben die Zeitungen. Für Österreich stand die Weltmeisterschaft 1982 in Schladming insge-
samt nicht unter einem guten Stern. Zu Beginn gab es nur 50 Kilometer Luftlinie von Schladming entfernt ein Lawinenunglück von großem Ausmaß. Und zwar in Werfenweng in Salzburg mit 13 Toten. Es waren deutsche Jugendliche und ihre Bergführer, die bei Schneetreiben und höchster Lawinengefahr dennoch zu einer Tour aufgebrochen waren. Der viele Schnee und vor allem der starke Regen danach sorgten für Verschiebungen im WM-Programm. Die bestens präpariert gewesenen Pisten waren zu weich geworden. So mussten der Damen- und der Herren-Abfahrtslauf verschoben werden. Vollmundig hofften die Österreicher im Vorfeld auf viele Medaillen. Die Damen machten dann allerdings keine einzige. Dreifache Weltmeisterin wurde die Schweizerin Erika Hess. Bei den Herren waren es die MahKLIPP Dezember 2012
Freizeit
So war's 1982
re-Brüder aus Amerika, die für die Überraschung sorgten. Sie verpatzten auch dem Skikönig aus Schweden Ingemar Stenmark die Show. Er wollte zwei Mal Gold – und zwar im Riesenslalom und im Slalom. Aber im Riesenslalom schaffte auch er – obwohl haushoher Favorit gewesen – nur Silber. Erstmals wurde auch eine WM-Kombination gefahren und in den Medien las man, dass das Gold nur zum Abholen bereitläge. So war die Enttäuschung dann ganz groß, denn es gab „nur“ Bronze.
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reich. Tägliche Spezialaufgüsse sorgen hier zusätzlich für die Stärkung des Immunsystems. Die Magie erlebt man nicht nur durch das Thermalwasser. Gezaubert wird auch in der Küche. Denn hier verwandeln regionale Produkte die Speisen jeden Abend in Erlebnisse für alle Sinne und entführen in eine magische Welt des Geschmacks. Ein rundum zauberhaftes Angebot bietet die „Quelle der Ruhe“ allen, die sich nach Geborgenheit sehnen.
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abfahrtslauf hatten sich fast 70.000 Fans in Schladming eingefunden. Sie feierten dann Harti Weirather als Weltmeister. Die WM war damit für Österreich gleichsam beendet. Denn beim abschließenden Slalom am Sonntag, dem Tag darauf, gewann mit Ingemar Stenmark der Favorit. Aber das war praktisch nur noch ein Ereignis, das die Medien am Rande vermerkten. „Der Goldschmied Karli Kahr“ hieß zu dieser Zeit der Trainer der österreichischen Ab-
„Hotel Steirisch Ursprung“: bäuerliche Atmosphäre aus dem 18. Jahrhundert.
fahrer. Sein Team holte so gesehen die Kastanien aus dem WM-Feuer. Damit war die Ski-Ehre Österreichs gerettet. In Schladming wurde damit ja eine Erfolgsserie fortgesetzt, die 1976 mit Franz Klammer in Innsbruck begonnen hatte. Er holte damals Olympia-Gold und bis 1982 waren es immer Österreicher, die ganz oben auf dem Stockerl standen.
Foto: Erich Spiess
Freizeit
140.000 Zuseher waren 1982 in Schladming erwartet worden. Im Vergleich dazu: Schon jetzt gibt es Meldungen, dass in Schladming bereits 135.000 Tickets weg sind. Der ÖSV als Veranstalter erhofft sich unterm Strich sogar rund 300.000 Besucher. Im Jahr 1982 waren bis zum Abfahrtslauf der Herren, der auf den vorletzten WM-Tag, also den Samstag, verschoben werden musste, nur 60.000 nach Schladming gekommen. Doch für den Herren-
Alles vom Ursprung Am Tourismussektor gibt es landauf, landab viele Attraktionen, welche mit Tradition und Althergebrachtem zu tun haben. Originell ist auch der eigenwillige Zugang des Erlebnishotels „Steirisch Ursprung“ im oststeirischen Brodingberg nahe Gleisdorf. Nachdem der dortige Hausherr Walter Neuwirth das Unverfälschte und Echte schätzt, hat er sich gemeinsam mit Gourmetprofi Peter Ramspacher – auf den Spuren von Erzherzog Johann – auf Schmankerlsuche begeben. Diesbezügliche Produkte und Erfahrungen sind nun in einem „Genuss-Guide“ zusammengefasst. So-
NEU: Zwei Berge, ein Skipass.
wohl die Produkte als auch der Guide sind in den Bauernläden im Citypark Graz, in der Shopping City Seiersberg sowie im eigenen Erlebnishotel erhältlich. Dort wartet zudem ein hauseigenes Bier – quasi zum Abtauchen. In Lärchenholzbottichen kann man hier nämlich der Haut mit germhältigem Biersud etwas Gutes tun und ein paar Runden im weltweit einzigen Biersud swimmingpool drehen. Wer in der Folge den Autoschlüssel beiseitelegt, kann im Holzhacker-, Heustadl- oder Hochzeitszimmer nächtigen. H. Dietl
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Foto: Präbichl Bergbahnen
Von Helmut Dietl
Wer den Winter liebt, kann es kaum erwarten, bis die ersten Flocken fallen – die verschneite Natur lässt sich dann auf mehrerlei Art genießen. Besonders in der HOCHsteiermark. Dort punktet der landschaftliche Liebreiz mit kleinen, aber feinen Skigebieten, Ruhe und Tradition. Während sich im bevorstehenden Winter im Ennstal alles um die alpine Ski-Weltmeisterschaft dreht, ticken die Uhren in der HOCHsteiermark anders. WM bedeutet hier nämlich „Wieder Meisterlich“ Ski fahren lernen – dort, wo vor genau 120 Jahren der Ski-Tourismus mit dem ersten internationalen Skirennen in Mürzzuschlag begann. Mittels „echt gamsiger“ Angebote können Adrenalin-Aktivitäten genauso wahrgenommen werden wie entspannende Erholung und gemütlicher Pistengenuss. Newcomer, Wiedereinsteiger und jene, die abseits des WM-Rummels das Skivergnügen genießen möchten, könnten es hier besser nicht vorfinden. In der gesamten Region gibt es ab diesem Winter nämlich Angebotspakete, die für jene genau passen, die schon lange nicht mehr auf Skiern gestanden sind – persönliche Betreuung, Skischule, Liftkarte, Nächtigung
In der HOCHsteiermark fahren auch die Gämsen Ski … Grafik: cremsner.at
und Verpflegung zu einem vernünftigen Preis. Bei wem also der letzte Skiausflug schon lange her ist und das Outfit noch aus den 80er Jahren stammt, findet in der HOCHsteiermark den optimalen Rahmen. Die Gams „ruaft“ – sie ist Ausdruck der Region „Gerade Ski-Anfänger sowie Familien sind zwischen Mariazell, dem Präbichl und dem Stuhleck bestens aufgehoben“, betont Claudia Flatscher vom Tourismusregionalverband HOCHsteiermark. Außerdem gibt’s zu jeder Package-Buchung ein „Griaß di-Geschenk“ gratis dazu. Abseits der Pisten wartet die Region zudem mit wintersportlicher Entschleunigung auf. Schließlich stehen Langlaufloipen, Schneeschuhwanderungen, Rodelbahnen sowie Hütten-Gemütlichkeit zur Verfügung. Und immer mit dabei ist die Gams. „Sie ist rund um den Hochschwab beheimatet und daher die Leitfigur unserer skurril-schrägen Werbelinie“, so Flatscher. Von Wien und Graz nur eine Stunde entfernt, bietet sich die HOCHsteiermark mit ihren zahlreichen Möglichkeiten als optimaler Wochenendtrip an. Mehr Informationen findet man im „echt gamsigen Winterbücherl“ – anzufordern unter tourismus@ hochsteiermark.at oder Tel. 03855/455 70. KLIPP Dezember 2012
Die Top-Anzeichen für ein gemütliches HOCHsteirisches Ski-Revival: • Ihre untaillierten Ski sind mindestens zwei Meter lang und hinterlassen rostbraune Spuren im Schnee. • Sie haben Angst, dass die grelle Neonfarbe Ihres Skianzugs andere Skifahrer blendet. • Ihre erste Abfahrt nach langer Zeit soll ein Erfolgserlebnis für Sie und kein Lacherfolg für das Publikum auf der Piste werden.
Freizeit
Hurra, die Gams
So soll Urlaub sein: Sportlich-entspannter Genuss in der Bergwelt der HOCHsteiermark – fernab jeglichen Trubels.
„Griaß di! Woaßt, bei uns is’ a so: Mia homma net a so di großn Lift und ane zwoahundat Kanona fiat Pistn, wia in die Mega-Touri-Reviere. Dafia is’ bei uns gmiatlicha und da Gost is’ gwasi Kini. Glass zum Releggsn, wie ma sogt!“, moant da Rudl, a hochsteirischer Hüttenwirt.
Grafik: cremsner.at
sonderheiten grafischen Be und der topo hen isc ng lu ist ur ick to tw n En oßen ziokulturelle als in den gr d f Grund der so sbedingungen tz von Beschneiungs- un au ng lu st, ho Ga Er er re zt ande Einsa „Geschät nologischen chsteiermark ch Ho te r ch de ho in n en herrsch und h durch de eten. akt, Qualität rreichs, die sic der Massenerholung anbi nlichen Kont Zentren Öste t für jene als Stätten ark auf persö ier m en tin ier ag es nl ste äd ch rta pr n Ho Transpo sere Region ist strukturierte als „König“. Un chen.“ 1. Tag: für setzen wir in unserer kleninGa st sozusagen ark su Da rm de n eie re St r eh d de in lichkeit un • Persönliche und Willkommensgetränk genießen und Echtheit UrsprüngBegrüßung die Erholung tInnen,steirisches“ • Gemütliches „echt Abendessen Individualis grafik: cremsner.at
„Auffi auf’n Berg“ - echt gamsig für Wiedereinsteiger!
2 Nächte/3 Tage Skiabenteuer am Präbichl 2. Tag: • Genussfrühstück vom Buffet • 2 Skistunden mit einem Privatskilehrer am Präbichl inkl. Liftkarte • Entspannungsnachmittag in der Wellnessoase Asia Spa in Leoben 3. Tag: • Genussfrühstück am Buffet • 2 Skistunden mit einem Privatskilehrer am Präbichl inkl. Liftkarte • Vertiefung des Erlernten mit Videoanalyse zum Mit-nach-Hause-Nehmen • Abenteuerfahrt mit dem Foxi-Express durch die Winterlandschaft
Preis pro Person im Doppelzimmer: ab € 288,– Buchbar bei: www.falkensteiner.com/leoben, www.hotelkongress.at, www.bruecklwirt.com, www.proleb.info (Landhaus Kügler-Eppich). Skiausrüstung kann ausgeliehen werden (20% Ermäßigung), Fahrt zum Präbichl im eigenen PKW. Weitere Packages finden Sie auf www.hochsteiermark.at.
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Foto: Philip Platzer
Testen Sie mit dem KTM X-Bow Ihr Fahrkönnen auf Schnee.
Der wohl schönste Winterspielplatz Österreichs Heiß auf Eis Der Red Bull Ring und der Winter: Das verträgt sich bestens. Und das ist Freizeitvergnügen pur – bis März 2013. Am 24. November war der Startschuss in die Saison.
und verleiht dem Eislaufvergnügen den nötigen Schwung. Und natürlich ist es auch möglich, in einer beschaulichen Runde Eisstock zu schießen. Die passende Ausrüstung kann vor Ort ausgeborgt werden.
Kein Winterschlaf
Die Rutsche runter!
Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, legt sich ein Schleier der Ruhe über den Red Bull Ring. Aber von Winterschlaf kann in Spielberg keine Rede sein! Am wohl schönsten Spielplatz Österreichs gibt es in diesem Winter ein vielfältiges Angebot an Freizeitaktivitäten. Action gibt es an jedem Tag im Winter, außer am 24. und 25. Dezember – an diesen beiden Tagen ist Pause.
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Eislaufen auf der Terrasse der Bull’s Lane Die Terrasse der Bull’s Lane bietet neben sportlicher Betätigung auch die Möglichkeit, das kulinarische Angebot auszukosten. Zu bestimmten Terminen können auch Eishockeyspieler den Eislaufplatz in ihr Spielfeld verwandeln. Jeden Freitag ab 19 Uhr steigt das „Discofieber“
Die 40 Meter lange „Bullen-Rutsche“ verspricht Spaß ohne Ende. Die spezielle Oberflächenbeschichtung der Piste und der Tubes/Bobs ermöglicht rasante Geschwindigkeiten ganz ohne Eis und Schnee.
Biathlon und Langlaufen am Red Bull Ring Abhängig von der Schneelage werden am Red Bull Ring unterschiedliche Loipen gespurt. Wer den Langlaufsport mit Zielgenauigkeit beim Schießen kombinieren möchte, kann das beim Biathlon wetter unabhängig auf dem Red Bull Ring ausprobieren: Moderne Lasergewehre und eine wettkampftaugliche Schussanlage machen es möglich. Eine Biathlon-Loipe mit rund einem Kilometer Länge wird bei passenden Temperaturen beschneit. Die pas-
sende Ausrüstung kann vor Ort ausgeborgt werden.
Weitere Angebote im Winter 2012/13
Carrera-Rennbahn in der Bull’s Lane
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Den Red Bull Ring gibt es auch im Kleinformat: in der Bull’s Lane! Ab 24. November ist die Carrera-Bahn täglich in Betrieb.
Unterwegs am Indoor-Trial- Parcours Die erfolgreiche Indoor-Trial-Saison geht im Boxengebäude in die Verlängerung – abwechslungsreiche TrialAkrobatik vom Profi bis hin zum Anfänger ist garantiert. Den IndoorTrial-Parcours kann man mit eigenem Trial-Bike erobern – oder sich einfach ein Motorrad vor Ort leihen.
Fahrerlebnis Offroad-Buggy Ein fixer Parcours wartet nur darauf, dass man seine Geschicklichkeit hinter dem Steuer eines OffroadBuggys unter Beweis stellt. Zwar ist es nicht ganz einfach, bei winterlichen Bedingungen mit dem Buggy umzugehen, aber genau darin liegt der Reiz – und das Vergnügen.
Pistenbully-Fahrten Skidoo-Fahrten Offroad-Rundfahrten Winter-Enduro Wintertrainings Kutschenfahrten Red-Bull-Ring-Wanderung Kinderrodeln beim Schönberghof
Gruppentarife, Voranmeldungen und Öffnungszeiten sowie Preise findet man im Netz unter: www.projekt-spielberg.at.
Advent im G’Schlössl-Park Christkindlmarkt, Krippenausstellung und Streichelzoo im G’Schlössl-Park. 1. bis 3. Adventwochenende und am Samstag 22.12.2012, von 14 bis 20 Uhr Wer dem vorweihnachtlichen Stress entfliehen will, findet sich im G’Schlössl Murtal in Großlobming in einem besinnlichen Wintermärchen wieder.
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Ăœbersichtsplan
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G N I R M A
WINTER
Foto: Silvretta Montafon
Ur laubs
Winterzauber, Abenteuer und Naturgenuss Ob auf der Rodelbahn oder in Hugos bunter Bergwelt – wer aktive Erholung und intensive Naturerlebnisse vor winterlicher Bergkulisse sucht und auf das Abenteuer nicht ganz verzichten möchte, dem bietet das Montafon zahlreiche Aktivitäten für die ganze Familie. Tel.: 05556/ 722 530 www.montafon.at
Bayrische Advent-Romantik Im bayrischen Berchtesgaden wartet das Hotel Hochkalter mit einem besonderen Angebot für Sie: Genießen Sie Farb-, Klang- und Lichtspiele unter dem Sternenhimmel und es öffnet sich ein Weg in die Welt der Phantasie! 2 Übernachtungen (inklusive 1x Champagner-Tête-à-Tête im
Traum-Erlebnis-Bad für zwei, 1x Quick-Face für „SIE“, 1x Kopf- und Nackenmassage mit Sesamöl für „IHN“ und ein romantisches 5-Gänge-Überraschungsdinner) buchbar um 119 Euro pro Person. Infos: Tel.: +49 (0) 8657/9870 www.hochkalter.de
Skipisten-Wellness auf der Gerlitzen
Das Mountain Resort Feuerberg befindet sich in alpiner Premium-Lage an den Skipisten und Liften der Gerlitzen Alpe auf 1.766 m Seehöhe. Die Bergerbahn – der Sessellift, mit dem es hinauf auf den Gipfel geht – star62
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tet sogar direkt am Hotelgelände. Weitere drei der 15 Skilifte beginnen oder enden unmittelbar beim Resort. Der Feuerberg, Kärntens Badewelt am Berg, bietet zusätzlich zur Panoramalage mit Aussicht über das halbe Bundesland zahlreiche Logenplätze mit Skipistenblick: etwa die „Alpentherme“ als 15-Meter-Pool, von dem aus die Eltern ihren Kids beim Skifahren zusehen können. Die „Schlafmütze“ als Ruheoase mit Pistenausblick oder die „Fitness Lounge“ für Bewegungshungrige. Infos: Tel.: 04248/28 80-0 www.hotel-feuerberg.at
Wintersport mit Fürstenservice Gut gepflegte Pisten gehören heute zum Standard jeder Wintersport-Destination, ebenso wie Beschneiungsoder zeitgemäße Beförderungsanlagen. Den Unterschied zwischen gut und hervorragend macht heute mehr und mehr der Service, den eine Destination auf den Pisten und rund um diese herum bietet. In der Tiroler Winterregion Serfaus-Fiss-Ladis kann man davon ausgehen, dass man dort als Erwachsener und als Kind einen absolut fürstlichen Service geboten bekommt. So gibt’s beispielsweise den Service „Helping Hands“, bei dem man zum Lift-Einstieg die Hand gereicht bekommt und die Skier gleichzeitig in der Halterung verstaut werden. Nach Gondelschluss wieder im Tal angekommen, muss
man Skier oder Snowboard nicht zur Unterkunft schleppen, sondern kann Servicestationen in Anspruch nehmen, die die Ausrüstung auf Wunsch über Nacht warten. Infos: Tel.: 05476/ 6239 www.serfaus-fiss-ladis.at
Im Heißluftballon über den Ammergauer Alpen Vom 28. Dezember 2012 bis 6. Januar 2013 starten bei den Bad Kohlgruber Winter-Ballon-Tagen täglich bunte Heißluftballons zu faszinierenden Fahrten über die Ammergauer Alpen. Immer um 11 Uhr heben die glühenden Himmelsstürmer mit je bis zu fünf Passagieren ab zu unvergesslichen Streifzügen aus der Vogelperspektive. Wer sich rund um den Jahreswechsel per Luftschiff sanft vom Boden lösen möchte, zahlt 199 Euro pro Ballonfahrt. Absolutes Highlight wird das Ballonglühen am Neujahrstag, bei dem die mit Gasbrennern beleuchteten, knalligen Kolosse den Bad Kohlgruber Kurpark illuminieren. Mit Einbruch der Dunkelheit wiegen sich die bis zu 20 Meter hohen Fackeln mit oder ohne sei-
Foto: AIR-lebnis Ballonfahrten
Das Montafon bietet Naturliebhabern Bergerlebnisse abseits des Pistentrubels. Warum nicht mal mit Schneeschuhen durch den nächtlichen Winterwald stapfen oder auf Langlaufskiern die weiße Landschaft und das herrliche Bergpanorama genießen? Bei einer Fackelwanderung im Mondschein der Stille lauschen oder frühmorgens auf dem Berg die ersten Sonnenstrahlen begrüßen?
dene Haube über dem Korb zu einer ausgefallenen, musikalisch untermalten Choreographie im Winde. Infos: Tel: +49 (0)8822/ 922 740 www.ammergauer-alpen.de KLIPP Dezember 2012
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bstipps Zirben-Spa statt Weihnachtshektik
Darf ´s ein bisserl mehr sein? In der Tradition des berühmten Skiortes spielt das Hotel Arlberg seit über 50 Jahren eine prägende Rolle. „Wir sind kein Hotel, wir sind ein (großer) Haushalt“, so Gastgeber Hannes Schneider. Dem Gast wird nicht nur das Unerwartete, sondern sogar das Außergewöhnliche geboten: Im luxuriösen Urlaubsdomizil angekommen, wird man persönlich wie namentlich begrüßt. Während man an der Bar die ersten Minuten seines Urlaubes bei einem Schluck Champagner genießt, bringt das zuvorkommende Serviceteam des
Hauses nicht nur die Koffer ins Zimmer, sondern stellt das Auto in der Garage ab. Nach einer kleinen Führung durch das Hotel wird jeder Gast auf sein Zimmer begleitet. Für Stammgäste gibt’s auch zusätzliche Annehmlichkeiten, wie etwa Lieblingszeitung oder Lieblingsdrink im Zimmer oder zusätzliches Polster am Bett. Wer seine Schuhe vor die Zimmertür stellt, bekommt sie nach kurzer Zeit in neuem Glanz zurück. Infos: Tel: 05583/ 2134-0 www.arlberghotel.at
Angenehme Hintergrundmusik im Wellnessbereich ist die Alpina-Variante zu penetranter Dauerberieselung von „Jingle Bells“ im Supermarkt! Saunieren und relaxen – das 4-Sterne-Superior-Hotel Alpina im Tiroler Kössen bietet auf 3.000 Quadratmetern ein großes Entspannungsund Beautyprogramm. „Stressig wird es höchstens aufgrund des großen Angebots. Ansonsten ist Hektik bei uns tabu“, schmunzelt Ju-
niorchefin Sarah Gruber. Der AlpinaAdventzauber ist mit 4 Übernachtungen im Doppelzimmer und zahlreichen Extras (Alpina-Genießerpension, 1 romantische Pferdekutschenfahrt, 1 Ganzkörper-Partnermassage sowie alle Inklusiv-Leistungen) bereits ab 417 Euro pro Person buchbar. Gültig vom 14. – 22. Dezember 2012. Infos: Tel.: 05375/ 2146 www.hotel-alpina.at
Zwei Skiberge, zwei Persönlichkeiten Das sportliche Skigebiet Zauchensee/Flachauwinkl und der familienfreundliche Nachbar Radstadt/Altenmarkt sind jetzt noch attraktiver und abwechslungsreicher. Zauchensee/Flachauwinkl ist der sportliche Klassiker mit Weltcuptradition und Vielseitigkeit. Dort können die Fortgeschrittenen sich auf den sportlichen Pisten weiter verbessern. Außerdem wird das Skigebiet seinem Ruf als Schneeloch mit eindrucksvollen Bedingungen bis weit ins Frühjahr gerecht. Die leichten, breiten Abfahrten in Radstadt/Altenmarkt wiederum sind perfekt geeignet für alle, die noch nicht ganz so sicher un-
terwegs sind. Die Panorama-Abfahrten sind ideal für Familien und Genießer. Zudem sorgen zahlreiche Innovationen für noch mehr Komfort und Spaß im Schnee. Infos: Tel.: 06452/ 4000 www.skigebiet-zauchensee.com
Romantische Luxus-Almhütten an der Skipiste
Naturnahes Skivergnügen im ruhigen Ultental Gleich in der Nähe des Südtiroler Skigebiets Schwemmalm empfängt ein traditionsreiches Südtiroler Verwöhnhotel die Wintersportler mit einem heimeligen Wohlfühlambiente, gesunden Gaumenfreuden und Alpenwellness – das Hotel St. Pankraz. In gesunder Bergatmosphäre, fern von Stress und Lärm, erleben Urlauber im St. Pankraz ein Stück gelebter Südtiroler Gemütlichkeit und Gastlichkeit. Der kostenlose Skishuttle bringt Skifahrer und Snowboarder KLIPP Dezember 2012
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bequem in nur zehn Minuten zum Einstieg ins Skivergnügen. Im Wellness-Spa des Verwöhnhotels schweift der Blick hinaus auf die verschneiten Südtiroler Berge. Den Gästen eröffnet sich eine Oase der Entspannung mit Hot-Whirlpool, Hallenbad, Ruheraum, und, und, wo nach Herzenslust und ungestört „losgelassen“ werden darf. Infos: Tel.: 0039/ 0473/ 787 180 www.hotel-st-pankraz.com
Die Gäste der Almwelt Austria, direkt an den schneesicheren Pisten der Reiteralm bei Schladming gelegen, müssen auf keine Annehmlichkeiten verzichten. Das Almdorf eröffnete 2007 erstmals mit dreizehn zauberhaften Hütten mit luxuriösem Innenleben. Ab diesem Winter gibt es viel Platz für noch mehr Hüttengaudi. In acht neuen, geräumigen Luxus-Almchalets stehen Wohlfühlen und Genießen hoch im Kurs: Selbstversorger kochen in der voll ausgestatteten Küche aus Fichtenholz und entspannen sich in einer gemütlich eingerichteten Bauernstube mit Wohlfühlecke und Kachelofen. Jede Hütte verfügt über ihre eigene kleine Almwellness
mit Whirlpool, Erlebnisdusche und Zirbensauna mit spektakulärem Dachstein-Blick. Herrlich duftend und außerdem gut fürs Herz ist das Zirbenholz, mit dem die geräumigen Schlafzimmer ausgestattet sind. Infos: Tel.: 06454/ 72577 www.almwelt-austria.at 63
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BÜCHER Brücke in die Neue Welt Das deutschsprachige „Washington Journal“ Gerald R. Kainz epuli GmbH
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as Buch hat eine historische Dimension und bietet eine Dokumentation von Reportagen, Stories und Interviews aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die im „Washington Journal“ unter dem Herausgeber/Verleger und Chefredakteur Gerald „Gerry“ R. Kainz einst zu lesen waren. Zeitungsberichte aus seiner journalistischen Anfangszeit in Kanada bei deutschsprachigen Courier-Zeitungen vervollständigen das Bild seiner Laufbahn.
CD-TIPPS „Sir“ Oliver Mally: Strong Believer Eine Stimme, eine Gitarre, eine Story. Was braucht der Blues mehr? „Sir“ Oliver Mally gibt mit „Strong Believer“ die Antwort: nichts! In Zeiten, in denen musikalische Uniformität beinahe zum Credo erhoben wird, schnell downgeloadet und meist ebenso schnell vergessen, bedarf es schon einer gewissen Portion Nonkonformität, ein Album wie dieses zu konzipieren und umzusetzen. Strikt „mono“ – kein Kompressor – kein Equalizer – kein Hall – keine „Overdubs“ – kein Editieren! „Nackt“.
Michael Vatter: On My Way Die Zeit war reif, um das Album umzusetzen. Im Alter von 18 bekam Michael Vatter einen Plattenvertrag angeboten, jedoch wurde dieser von seinen Eltern abgelehnt. Nun setzte er seine Songs – auf hohem Niveau und mit viel Herzblut – selber um. In Zeiten, in denen man ihm wohl in Hinblick auf Künstler- und Musikvermarktung zu etwas anderem geraten hätte. Er versteht es, seine Gefühle mit Herz und Sensibilität in seinen Songs zum Ausdruck zu bringen. 64
Aber bitte mit Sake! Dana Phillips Bastei Lübbe
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ergorene Bohnen zum Frühstück, Hula-Dance in der Starlight-Lounge und Tai Chi auf dem Sonnendeck. Die Weltreise auf einem japanischen Kreuzfahrtschiff wird für Dana Phillips zum kulturellen Experiment. Denn allein unter tausend Japanern kann sie als Deutsche eigentlich nur alles falsch machen: Begrüßen, Naseputzen, Baden, Schlürfen – für alles gelten hier ganz eigene Regeln. Kein Wunder, dass Dana von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt. Und weil sie zwei Köpfe größer ist als alle anderen, fällt sie dabei ziemlich auf ! Aber schließlich lernt Dana sich fachgerecht vor einer Teetasse zu verbeugen, so dass ihr die Japaner am Ende doch noch die Hand reichen. Österreichs Bundesbahnen – Schwarze Löcher, Rote Zahlen Hubertus Godeysen Edition VaBene
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ie roten Zahlen der ÖBB belasten schon jetzt die Staatsfinanzen erheblich. Kommen noch zusätzliche Tunnelmilliarden hinzu, ist nicht nur Österreichs Zukunft massiv gefährdet, sondern auch das internationale Ansehen als verlässlicher Schuldner. Ohne neue schwarze Löcher verschlingen die ÖBB jährlich bereits 7 Mrd. Euro. Mit diesem Geld könnte jedes Jahr 700.000 Familien ein fabrikneuer, umweltfreundlicher Kleinwagen geschenkt werden. Widerstand gegen Österreichs größte Geldvernichtung ist gefordert. Das Buch liefert hierzu das Hintergrundwissen. Wann ist ein Mann ein Bond? Jo Müller, Markus Tschiedert Bastei Lübbe
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ein Name ist Bond. James Bond. Nach all den Jahren, in denen Sie ihn schon kennen, hat er nichts von seiner Faszination eingebüßt, denn er hat sich immer wieder neu erfunden. Darum will noch immer jeder Mann sein wie 007. Aber wie stellt man das an, wenn Moneypenny nicht im Vorzimmer sitzt und M nie zurückruft? Mit Humor, Hintergrundinfos und Höchstspannung wird dem Agenten im Dienste Ihrer Majestät in diesem Buch auf den Zahn gefühlt. Hier erfahren Sie alles und mehr: von den coolsten Sprüchen über die besten Gimmicks, die peinlichsten Auftritte und die heißesten Girls. Damit der Martini trocken bleibt und auch Sie jede Klemme elegant meistern. Ein unverzichtbares Geschenk für alle Fans des einzig wahren Gentleman-Agenten!
Wie man in 3 Sekunden glücklich wird Folke Tegetthoff Haymon tb
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andbuch zur Verwirklichung von Träumen. Was tut der Mensch nicht alles, um im Leben glücklich zu werden? Und vergisst dabei, wie nahe das Glück meistens liegt. Niemand weiß besser als der Märchendichter und Erzähler Folke Tegetthoff, dass jeder Mensch in kürzester Zeit glücklich werden kann. Er muss sich nur auf das Wesentliche besinnen: Zuhören und ein Auge für die kleinen Dinge im Alltag haben, innehalten und sich Freiräume nehmen, und vor allen Dingen: an seine Träume glauben und nie aufhören zu hoffen. Billionenpoker Ullrich Fichtner, Cordt Schnibben (Hg.) DVA
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ie die größte Kreditblase der Geschichte die Demokratie ruiniert. In einer großen, weltumspannenden Reportage dringen die Autoren tief ein in die hermetischen Zirkel der Finanzjongleure, analysieren das Zusammenspiel zwischen Märkten und Staaten und geben Antworten auf die Frage, warum Demokratien nicht mit Geld umgehen können. Sprechen wir über Musik Joachim Kaiser Siedler
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as Sie schon immer über Klassik wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten. Joachim Kaiser antwortet auf naheliegende, außergewöhnliche und auch abseitige Fragen zur klassischen Musik. Er schöpft dabei aus seinem enormen Wissen und würzt seine Texte mit zahlreichen Anekdoten aus dem Leben großer Musiker. Zurück zur D-Mark? Peter Bofinger Droemer
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in Plädoyer für den Euro 2.0. Eine Rückkehr zur DMark wäre ein Desaster, argumentiert der international renommierte Ökonom und Wirtschaftsexperte Peter Bofinger in seiner Streitschrift. Er plädiert für eine grundlegende Reform der Währungsunion und gegen den monetären Nationalismus. Nur der Euro kann den Wohlstand in Deutschland sichern.
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FILME
Wagner – Biographie Martin Geck Siedler
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ichard Wagner und seine Musik werden gefürchtet, verachtet oder vergöttert. Martin Geck hat eine grundlegend neue und fesselnde Biographie eines der bedeutendsten und zugleich umstrittensten Komponisten der letzten Jahrhunderte geschrieben. Wer Richard Wagner und seine Musik verstehen will, muss dieses Buch zur Hand nehmen. Infrarot – Gesunde Wärme für mehr Wohlbefinden Otto Pecher, Wolfgang Schobersberger Kneipp Verlag
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ärme tut uns gut, gerade in der kalten Jahreszeit. Der Trend, das eigene Zuhause zu einer Wohlfühloase zu machen, hält ungebrochen an. Infrarotkabinen spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Sie können auf kleinem Platz für das private Spa zu Hause sorgen und helfen dem Körper, sich zu entspannen und zu regenerieren. Aber auch aus zahlreichen Wellnesshotels sind sie nicht mehr wegzudenken. Was Infrarotwärme für unsere Gesundheit tun kann und wie man sie richtig einsetzt, beschreiben die beiden erfahrenen Mediziner – gut verständlich für den Laien. Der ultimative Intelligenztest für Katzen und ihre Besitzer Melissa Miller Bastei Lübbe
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atürlich, unser Liebling ist die schönste und klügste Katze unter der Sonne. Ob wir mit dieser Einschätzung tatsächlich richtig liegen, das verrät dieses Buch. Was tut Ihre Katze zum Beispiel, wenn die Haustür einen Spalt offen steht? Außerdem: Wie gut eignen Sie sich selbst als Herrchen oder Frauchen? Und welche Katzenrasse passt zu Ihnen. Individuell Wohnen mit Farbe David Willis DVA
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ehr als 1000 Farbkombinationen für alle Räume auf einen Blick: Dieses praktische Buch hilft Ihnen beim Aussuchen Ihrer individuellen Wohnfarben – ein idealer Ratgeber zur erfolgreichen und harmonischen Farbgestaltung.
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Back in the Game Drama
Darsteller: Clint Eastwood, Amy Adams, Justin Timberlake, John Goodman, Matthew Lillard Regie: Robert Lorenz
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us Lobel zählt seit Jahrzehnten zu den besten Baseball-Talentsuchern – allein anhand des Schlägergeräuschs kann er die Qualität eines Schlags beurteilen. Doch obwohl er es nicht wahrhaben will – sein Alter lässt sich mittlerweile nicht mehr verleugnen. Aber er will sich partout nicht auf die Reservebank abschieben lassen. Dabei hat er gar keine Wahl. Die Verhandlungen um den phänomenalsten NachwuchsSchlagmann der USA stehen an, und die Teamleitung der Atlanta Braves wundert sich zunehmend über seine Entscheidungen. Helfen könnte in dieser Situation nur die einzige Person, die Gus niemals bitten würde – seine Tochter Mickey ... Fotos: Warner Bros. Entertainment Inc.
7 Psychos Action, Thriller
Darsteller: Colin Farrell, Woody Harrelson, Abbie Cornish, Sam Rockwell, Olga Kurylenko Regie: Martin McDonagh
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arty ist ein Drehbuchautor und sein bester Freund Billy mischt die kriminelle Szene in Los Angeles durch den Diebstahl eines Shih Tzu auf. Sein Pech: Es ist der Schoßhund des durchgeknallten Gangsters Charlie. Bevor Marty sich versieht, steckt er mitten in seinem eigenen Drehbuch und will nur noch eins: Überleben! Und auch seine Geschichte zu Ende schreiben.
Fotos: Luna Filmverleih
Ralph reicht’s Animation, Zeichentrick
Synchronsprecher: Christian Ulmen, Anna Fischer Regie: Rich Moore
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ls ein neuer First-PersonShooter auf den Markt kommt, sieht Ralph seine Chance auf Heldentum und Beliebtheit. Er schmuggelt sich heimlich in das andere Spiel, um dort wenigstens einmal eine Auszeichnung zu gewinnen. Doch er kann seiner wahren Natur nicht ganz entfliehen, zerstört schnell alles und entfesselt damit einen gefährlichen Bösewicht, der alle Videospiele zu übernehmen droht. Ralphs einzige Hoffnung ist Vanellope von Schweetz, eine schöne Unruhestifterin ... Fotos: Walt Disney 65
GOLFTRAINING Preiswertes Spanien im Winter Dubai, auch Südafrika, Übersee oder Asien. Wie halt oft im Leben – des einen Leid ist des anderen Freud. Aufgrund der dramatischen Wirtschaftskrise in Spanien sind die dortigen Golfplätze und Golfresorts von ihren Angeboten her preislich wieder zu gefragten Winterreisezielen geworden. Speziell die Plätze und Golfanlagen im Raum Marbella sind im Vergleich zur Zeit vor der Krise richtig günstig geworden. Doch generell gilt: Was nützt ein günstiges Angebot, wenn die Wetterlage nicht stabil ist? Da sind die Kanarischen Inseln ein sehr sicherer Tipp für eine erholsame Schönwetter-Golf-Woche. Ich selbst war auf Zypern und auch dort sind die Temperaturen und die Wetterlage ausgezeichnet für diese Jahreszeit.
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Bereiten Sie Ihren Lieben eine besondere Weihnachtsfreude und schenken Sie Wellness und reines Wohlbefinden! Ab einer Bestellsumme von ` 300,- erhalten Sie 1 Saunatuch GRATIS! Schnellentschlossene erhalten ab einer Bestellung von ` 500,- +10 % Bonusgutscheine GRATIS!
r Übernachtung im Zirben-Wohlfühlzimmer (36 m2) r Reichhaltiges Schmankerl-Frühstücksbuffet r Täglicher Eintritt in die Therme Stegersbach und Saunawelt (direkter Regenbogen-Verbindungsgang in die Therme) r Kostenlose Teilnahme am „bewusst-bewegen“ Programm des hauseigenen HeilmassageTherapiezentrums (MO-SA)
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Richtige Gewichtsverlagerung
Natürlich gibt es die IndividualBucher, die sich wochenlang über Reisebüros oder Internet an den besten Möglichkeiten orientieren. Doch die Gruppenreisen zum Golfen sind ausgesprochen beliebt. Du lernst etwas, du spielst sehr oft und du hast Spaß – das ist einer der Haupttrümpfe, warum Golfer in Kleingruppen unterwegs sind. Der Vorteil liegt auf der Hand: Es gibt ein komplettes Service durch den Veranstalter und man ist während der Woche über auch ständig mit einem Coach unterwegs. Das nützt dem Spieler einfach viel. Außerdem lernt man in der Gruppe – sie sollte eigentlich nicht mehr als ein Dutzend Spieler umfassen – auch immer wieder neue Flight-Partner kennen. Und da macht das Spielen den meisten auch mehr Spaß. Es gibt viele attraktive Angebote von renommierten Veranstaltern, aber es darf mir erlaubt sein, jetzt auch ein bisschen Eigenwerbung zu machen: Von 16. bis 23. Februar 2013 geht es mit mir auf die kanarische Insel Fuerteventura ins Elba Sara Beach & Golf Resort.
Schauen wir uns einmal an, worauf es ankommt, damit Ihr Schwung konstanter wird.
Sieht einladend aus, finden Sie nicht?
Gut in Schwung bleiben
„Winter-Wellness“
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Von Head Pro Ali Rosker im Golfclub Erzherzog Johann, Maria Lankowitz
Beim korrekten Aufdrehen des Körpers – wie eine Feder – wird das Gewicht eindeutig auf die rechte Seite verlagert.
Rechtzeitig für Weihnachten ...
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Golf Plausch
Weil ich weiß, dass viele steirische Golf-Freunde mit verfolgen, wie es bei Martin Wiegele läuft: Er musste ja wegen zweier operativer Eingriffe an der Hüfte monatelang pausieren und ist nun wieder in die European Tour eingestiegen. Es hat recht gut angefangen. Bei seinem dritten Antreten nach der Verletzung schaffte er bei den Südafrika Open bereits den 20. Platz und er hofft, dass es ähnlich gut weitergeht. Die Zahl der Hobbyspieler, die auch im Winter auf die Runde gehen wollen, steigt von Jahr zu Jahr. Das erfährt man spätestens im Frühjahr darauf, wenn man auf der Runde miteinander plauscht. Die gefragtesten Reiseziele sind die Türkei, Zypern, Nordafrika, Teneriffa, die Kanaren, Mallorca,
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Damit man auch im Winter gut in weggedrückt, sodass die Schwung Schwung bleibt: Nehmen Sie die ebene nicht optimal ist. Das Gewicht Ansprechposition 30 cm von einer ist am Ende des Rückschwunges Wand (natürlich draußen oder im stark auf den rechten Fuß verlagert. Keller) entfernt ein, drehen Sie Ihre Für drinnen zum Putten: Die besten Schultern um 90 Grad und machen Unterlagen dafür sind ein TeppichSie mit verkehrtem Schaft einen boden oder ein Teppich. Nehmen Rückschwung. Das Eisen verkehrt Sie zum Einlochen eine Schale oder in die Hand zu nehmen ist deshalb ein Häferl, beginnen Sie aus einem sinnvoll, weil es dann kaum zu einer Meter mit den Putts und steigern Beschädigung der hinter Ihnen lie- Sie, je nach Möglichkeit, bis auf drei genden Wand kommen kann. Beim Meter. Von „reverse pivot“ spricht man, wenn man das Gewicht beim Rückschwung auf die Rückschwung sollteverlagert. der Schaft die Sie können alle möglichen Varianlinke Seite Wand nicht berühren. Der häufigs- ten üben. So z.B. Putten nur mit der te Fehler dabei ist eine zu flache rechten Hand oder nur mit der linSchaftebene. Ein weiterer Fehler: ken. Diese Übungen eignen sich gut 46 Die Hände werden am Beginn des für das Wahrnehmen des SchlägerRückschwunges zu weit vom Körper kopfes. 66
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