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Steiermarkmagazin Klipp Juli 2011

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„Trüffelduft“ Das Buch von Uschi Stross

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Das Mariazeller Gen

16 Grenzfall Elektroschocker Ich glaub’, mich trifft der Schlag 18 Topautor Gerhard Roth

WIRTSCHAFT

Seite 16 - Elektroschocker als Waffe

14 Tabuthema Feuerwehr Teil 2 Zum Teil ohne Einsicht

Seite 9 – Das Mariazeller Gen: Pater Karl Schauer „infizierte“

AUTO

damit Österreichs Prominenz.

24 Der Trend hält an Jeder 7. Neuwagen ist ein SUV

I N H A L T

GESUNDHEIT 28 Auch eine halbe Stunde bringt’s Das Kneipp Gesundheitszentrum am Grazer Hauptplatz zeigt es 29 „Dick, doof und arm?“ Die große Lüge vom Übergewicht

Seite 18 - Top-Autor Gerhard Roth: Einer der Großen im deutschen Sprachraum

31 Barfuß im Mühlviertel

LEBEN 32 Der Sommer schmeckt fantastisch Ein kostbares Schaufenster 36 Die steirische Nudel mit besonderem Biss

FREIZEIT Seite 42 – Die Oststeiermark ist vielseitiger, als viele glauben

37 Urlaub JUCHU Jezt geht Stress erst richtig los 38 Radgenuss pur 40 Wo Donau und Drau eins werden 42 Von Hügel zu Hügel Die Oststeiermark ist vielfältig

Seite 28 – Auch eine halbe Stunde bringt’s

44 Meine Couch in Stockholm 46 Prag: Golems, Pflastersteine und billiges Bier

STANDARDS 4

Spots

22 Lilly Lotterblume 28 Gesundheit 24 Auto & Motor 47 Golftraining

Seite 31- Barfuß im Mühlviertel

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Seite 44 – Meine Couch in Stockholm

48 Urlaubstipps 50 Bücher

KLIPP Juli 2011


IMPRESSUM

Kuschelkurs am Himmel Diskussion rund um die teuren Eurofighter hin oder her – bei der diesjährigen Airpower in Zeltweg sind alle sozusagen froh, dass wir sie haben. Denn schon bei den kleinsten Flugfans heißt es: „I will den Eurofighter fliegen sehen.“ Und 290.000 Zuschauer an zwei Tagen sahen sie im Einsatz: und zwar, als die österreichischen Luftstreitkräfte unter anderem bei einem Abfang und der „erzwungenen Landung“ einer C130 Hercules durch zwei Eurofighter ihr Können unter Beweis stellten. Außerdem gab es erstmals einen Soloauftritt eines österreichischen Piloten in einem österreichischen Eurofighter. Nicht überraschend für Begeisterung sorgten auch die Shows der Kunstflugstaffeln wie etwa die Frecce Tricolori, die Patrouille Suisse, die Turkish Stars oder die Royal Saudi Hawks, die ihre Show erstmals aufs europäische Festland brachten. Besonders hervorheben möchte ich da die der kroatischen Kunstflugstaffel Krila Oluje (Wings of Storm). Sie gingen sozusagen auf Kuschelkurs, als sie ihre Flugzeuge mit teilweise weniger als zwei Meter Abstand neben- oder übereinander flogen. Ein bemerkenswertes Schauspiel, das die sechs Piloten da ablieferten. Sie sind im Brotberuf Ausbildner des Militärpilotennachwuchses und gehören zu den

Medieninhaber und Herausgeber: KLIPP Zeitschriften GmbH & Co KG, 8020 Graz, Friedhofgasse 20, Tel. 0316/ 42 60 80-0, Fax-Dw 122 office@klippmagazin.at Officemanagement: Isabella Hasewend Redaktion und Autoren: Jürgen Lehner, Ali Rosker, Reinhard Schuch, Michaela Vretscher, Helmut Dietl, Sylvia Einöder, Karin Klug, Michael Schröder, Stephan Grabner, David Donnerer. Produktionsleitung: Isabella Hasewend Produktion: Martin Druschkowitsch, Hans Obersteiner, Christian Wallner. Lektorat: Mag. Dr. Günter Murgg Druck: MA-TISK d.o.o. Maribor Abonnentenpreise: Jahresabo € 14,53, Zweijahresabo € 26,16, Studentenabo: 2 Jahre € 18,16, 1 Jahr € 13,08

Foto: Heimo Ruschitz

routiniertesten und bestausgebildeten Fliegern der kroatischen Luftwaffe. Ihr Alltagsflugzeug auf dem Luftwaffenstützpunkt in Zemunik bei Zadar ist die Pilatus PC-9 – und mit dem Schulungsflugzeug bestreiten sie auch ihr rund 20minütiges Display. Dieses besticht durch – auch für Kunstflugstaffeln – ungewöhnlich präzis ausgeführte Manöver, bei denen die Flugzeuge mit teilweise weniger als zwei Meter Abstand fliegen. Wirklich unglaublich!

Vertrieb: Hurtig & Flink Erscheinungsort: Graz, Verlagspostamt: 8020 Graz, P.b.b. www.klippmagazin.at Nächster Erscheinungstermin: September 2011

Kompetenz, Erfahrung und Erfolg Ein guter Rath ist die beste Verteidigung

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ie Kanzlei Rath & Partner mit ihrem Team von besonders spezialisierten Juristen repräsentiert Kompetenz, Erfahrung und Erfolg. Für jedes Fachgebiet besonders versierte Ansprechpartner garantieren eine rasche und effiziente Bearbeitung aller übertragenen Fälle. Ein weiterer Schritt: die Schaffung einer eigenen Abteilung für Arbeitsrecht. Dabei steht die arbeitsrechtliche Bera-

Kanzlei Graz:

„Persönliche Integrität, fachliche Kompetenz, Arbeit der Juristen und Sachbearbeiter in Teams und Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit stellen die erfolgreiche Vertretung und Beratung unserer Klienten sicher“, so Rechtsanwalt Dr. Manfred Rath (3.v.li.vo.).

Friedhofgasse 20, 8020 Graz Tel.: 0316/ 7085, Fax: DW 25 law-office@rath-partner.at www.rath-partner.at

tung von Unternehmen im Vordergrund. Neu im Team: Dr. Christoph Fritz. Dieser wechselte von der renommierten, internationalen Sozietät Freshfields Bruckhaus Deringer LLP zu Rath & Partner. Mit MMag. Mario

Fluch und Mag. Andreas Huber sind zwei weitere ambitionierte Juristen ebenfalls neu in der Kanzlei. Deren Fachgebiete erstrecken sich vom Schadenersatz- und Immobilienrecht bis zu allen Bereichen des Wirt-

schafts- und Unternehmensrechts. Dr. Manfred Rath, der die Kanzlei seit 1986 leitet, freut sich besonders über die neuen Kollegen: „Ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung unserer Kanzlei.“ O


Uschi Stross und ihr Buch mit dem Titel „Trüffelduft“

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ie Mehrheit der Klipp-Leser hat die Feiern zum 30er schon hinter sich. Daher könnte der Name Stross ihnen etwas sagen. Sie heiratete in den 90er-Jahren den Poldi Stross, den gedachten Haupterben der Unternehmerfamilie Stross. Die Hochzeit sorgte deshalb für viel Getuschel in Graz. Uschi Schlick, wie sie damals hieß, war verwitwet und Stross junior um rund 20 Jahre jünger. Dazu kam, dass der Sohn dem Vater praktisch damit die Freundin wegnahm, weil Uschi Schlick mit Stross senior liiert war. Nicht zuletzt aufgrund des Verkaufs des Industrieunternehmens Payerlux – es produzierte Rasierapparate, aber auch Staubsauger – war die Familie Stross sehr vermögend, eine Milliardärsfamilie. Und es wurde auch ein Lebensstil zelebriert, mit schicken Festen, Autos, einer Villa an der Côte d’Azur und, und. In etlichen Passagen in ihrem absolut nicht jugendfreien, stark autobio-

Auch wenn Personen, Namen und Orte verändert sind, enthüllt die Witwe intime Details einer Grazer Familientragödie.

grafischen Buch „Trüffelduft“ („Das war auch eine Art Trauerarbeit“) schildert Uschi Stross nun das damalige Leben. Das Buch löst bei etlichen Vertretern der Grazer Szene natürlich schon Interesse aus – „Komme ich vor?“ Es war gekennzeichnet von Eskapaden, Alkohol, Drogen – beide, Vater und Sohn, waren diesen verfallen. Der Vater ver-

starb 2001, sein Sohn Poldi 2004 an Krebs. Dazwischen gab es unglaubliche Tiefs – wie einen Gefängnisaufenthalt – für den jungen Mann. Uschi Stross ließ sich scheiden, blieb aber dennoch an seiner Seite, weil sie wusste, dass er ohne ihre Stütze noch weniger Chancen gehabt hätte, sich zu halten.

Gebet an W „Ja, es ist eine mutige Sache“, sagt die Projektverantwortliche Waltraud Hutter. Am 20. August gibt’s die zweite Auflage der „Langen Tafel“ im Rahmen der Genusshauptstadt Graz. 600 Personen werden – beginnend in der Schmiedgasse bis zum Hauptplatz – in einer einmaligen Atmosphäre tafeln. Im Vorjahr gab’s die Premiere, da zitterte man, weil die Wetterprognosen nichts Gutes verhießen. Aber am Ende waren alle happy und es war unvergesslich. Im Süden, wo es kaum regnet, wäre so etwas kein Risiko. Aber je näher der Tag kommt, desto gebannter wird die Wetterprognose verfolgt und werden Gebete an den Wettergott geschickt – angefangen von Tourismus-Manager Dieter Hardt-Stremayr bis zum Aufbau-Team. Denn mit der Organisation und dem Ablauf sind von den Köchen über das Service und, und rund 200 Personen befasst. Damit

Einer der selektivsten Streckenabschnitte: Checkpoint „Dynamite“ beim Erzbergrodeo. Foto: Philipp Platzer / Red Bull Content Pool

Da ist noch mehr drin am Erzberg Junge Leute hält es nicht in Eisenerz, weil sie meist keinen passenden Job finden. Die traditionsreiche Stadt um den Erzberg hatte einmal 12.000 Einwohner, jetzt nur noch die Hälfte. Eine Krisenmeldung folgte der anderen. Da ist das Erzbergrodeo eine wohltuende, positive Botschaft hinaus „in die Welt“. Das Spektakel ist einmalig, ebenso wie der rostige Berg. 1.500 Zweirad-Fans wollen „aufi“, aber nur 12 haben es letztendlich geschafft – also eine Auslese wie sonst nirgends. 10.000 Wetterfeste applaudierten zum 5. Mal dem Polen Taddy Blazusiak. Das Erzbergrodeo hätte die Chance, mit 100.000 Zuschauern und TV-Übertragungen in vielen Kanälen zu einem europaweiten Mekka für Zweirad-Fans zu werden. Red Bull ist am Erzberg bereits dabei und mit einem stärkeren Engagement der Bullen ist das allemal schaffbar.

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Foto: Graz Tourismus/ Melbinger

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Ich wollt’ ihn retten

Am 20. August Regen


ettergott

Der bisher größte Erfolg

Foto: GFurgler

Tourismus-Chef Dieter Hardt-Stremayr und Organisatorin Waltraud Hutter im WetterStress. „Lange Tafel“ die Zweite vor dem Grazer Rathaus mit 600 Gästen: ein mutiges Projekt. Schlechtwetter verboten.

alles funktioniert, ist eine gewaltige Logistik nötig – was zum Beispiel, wenn es zwischendurch regnet, usw. 27 Gastronomen mit ihren Teams sind eingebunden. Begonnen wird mit einem Aperitif im Landhaushof und natürlich gibt’s auch ein entsprechendes musikalisches Rahmenprogramm. Waltraud Hutter: „Am 20. August haben wir schönes Wetter, an was anderes will ich gar nicht denken.“

Arnie „flüchtete“ aus Graz Er müsse weiter nach Genf zu einem unaufschiebbaren Termin, begründete Arnold Schwarzenegger bei seinem letzten Graz-Besuch, dass er nur knapp sechs Stunden in seiner Geburtsstadt Halt machte. Am Flughafen knapp vor dem Abflug entschied er sich, nach Salzburg zu jetten, wo er am darauf folgenden Tag eine Radtour an der Salzach absolvierte. Es scheint, dass Arnold Schwarzenegger für Graz nur wenige Stunden auf seinem Terminkalender reserviert. Möglicherweise, weil in Graz zu viele – Jugendfreunde, Politiker, und, und – ihn in Beschlag nehmen wollen und die Gunst seiner Nähe suchen. Da ist es besser, man rauscht an und bald wieder an einen Ort ab, wo man mehr Ruhe hat. Für die Initiatoren und Gestalter seines Museums – Peter Urdl und Co. – dürfte das nicht gerade angenehm sein, möchte Schwarzenegger doch KLIPP Juli 2011

alles originalgetreu haben. Die dürften sich sogar zurückgesetzt fühlen, wenn Star Arnie, ständig in Zeitnot, am nächsten Tag gemütlich dahinradelt.

Foto: Gepa

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s ist die Bestätigung für sein Gefühl, ganz vorne mit den Besten mitspielen zu können. Martin Wiegele gelang bei den Scottish Open auf dem neuen Castle-Stuart-Links-Platz ein dritter Platz und damit der bisher größte Erfolg – auch finanziell gesehen – seiner Karriere. „Ich hab’ damit die Bestätigung meines Gefühls gekriegt, dass ich eben ganz vorne mitspielen kann“, so Martin Wiegele. Gewonnen hat der WeltranglistenErste Luke Donald. Ein Schlag weniger und der Steirer wäre schon Zweiter gewesen. Nur mit diesem einen Schlag hätte sich sein Preisgeld von knapp 130.000 Euro noch einmal verdoppelt. Da sieht man, was sich bei diesen hoch dotierten Turnieren vorne abspielt. Martin Wiegele hat sich damit auch die Tourkarte für das nächste Jahr gesichert. Er hat durchaus reale Chancen, am Jahresende beim Race to Dubai dabei zu sein. Dort schlagen die 60 Besten der European Tour insgesamt um einige Millionen Euro Preisgeld ab. Schwerste Unwetter sorgten dafür, dass das Turnier vor dem Abbruch stand und es große Schäden gab. Das war der Wermutstropfen für die Schotten. Jener für den erfolgreichs-

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in der Genusshauptstadt verboten

Martin Wiegele nahm „geizigen Schotten“ knapp 130.000 Euro ab

ten österreichischen Golfer: Die ersten fünf der Scottish Open dürfen bei den British Open, dem ältesten Major-Turnier im Golf, mitspielen – ob sie sich nun qualifiziert haben oder nicht. Da ja der dritte Platz in Schottland geteilt war – es gab mehrere Dritte –, hätte sich Martin die Startberechtigung damit erspielt gehabt. Das Pech: Er war von den Dritten der in der Weltrangliste am „schlechtesten Platzierte“ und daher kam er nicht ins Starterfeld.

Talkthema Alko-Kids Redaktion: Ein 13-Jähriger hat zwei Promille Alkohol im Blut – und alle wundern sich. Leider kein Einzelfall.

sen gehen unter der Woche ist für viele unmöglich, und am Wochenende sind einige davon noch froh, wenn sie mal zu Hause bleiben können. (gekürzt)

Und das meint User „Gerti 47“: Ich glaube, das Problem ist, dass Jugendliche, vor allem männliche Jugendliche, gerne ein besonders starkes Imponiergehabe an den Tag legen. Wer am meisten verträgt, der ist der „King“ und gilt als „cool“. Wie so etwas enden kann, sieht man dann eben. Die fatale Wirkung des Alkohols – auch auf längere Sicht – wird in unserer Gesellschaft, auch von Seiten der Erwachsenen, viel zu sehr verharmlost. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Dreizehnjährige daraus die Lehren zieht.

User „Logos“: Zusatzfrage: Hallo, Wirtn! Was isn mit Euch los? Wenn schon wer an der Quelle des Problems sitzt, dann sind es die Ausschenker, und natürlich, das geht jetzt gegen alle, jeder, der die Kids übermäßig trinken sieht und NICHTS dergleichen tut, nicht einmal ein Wort fallen lässt, um ihnen ein wenig Scham abzuringen. Glaube ich nicht, dass Eltern keine Zeit für ihre Kinder hätten, wenn sie wollten. Dass beide arbeiten müssen, ist ein Wohlstandsmythos, der davon abhängt, was wir glauben, dass wir „unbedingt“ brauchen. Manche verheizen ihr Geld, andere nehmen einen Kredit auf ein schönes Auto, keiner kocht zu Hause, und jedes dritte Jahr ein neuer Computer.

User „Ein echter Österreicher“: Die heutige Zeit bringt leider viel Negatives mit sich. Beide Elternteile müssen arbeiten, um sich mit ihren Kindern ein normales Leben leisten zu können. Leider geht dadurch auch viel Zeit verloren, die man früher mal in die Erziehung gesteckt hat. Mit den Kids mal Eis es-

Weiterlesen und mitreden unter www.dassprachrohr.at

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Mehr Lust zum Plantschen durch ihn

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it unserem Erweiterungsprojekt wollen wir zu einem Leitbetrieb für den steirischen Gesundheitstourismus werden“, hofft Heilmoorbad-Schwanberg-Geschäftsführer Josef Bischof. Seit 40 Jahren beherbergt das Kapuzinerkloster ein Gesundheitshotel mit einzigartigem Ambiente. Nun wird der Traditionsbetrieb erweitert. Im neuen Hoteltrakt werden 60 neue Zimmer geschaffen, somit stehen nun insgesamt 144 Betten zur Verfügung. Völlig neu errichtet werden auch der gesamte Therapiebereich sowie eine Erholungsoase mit Hallenbad und Saunen, großzügigen Seminarräumen, ein neuer Rezeptionsbereich sowie ausgiebige Gastronomieflächen. Josef Bischof: „Hier wird den Gesundheitsgästen nun eine moderne Infrastruktur auf 4-Sterne-Niveau geboten.“ Nach der umbaubedingten Pause ab August wird das Heilmoorbad

Schwanberg neu am 7. November mit attraktiven Angeboten, die ab sofort buchbar sind, in die neue Ära starten. Ab diesem Zeitpunkt wird das Unternehmen mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigen, womit das Heilmoorbad auch zu einem der bedeutendsten Arbeitgeber der Region wird. Mit im Boot ist auch Harry Prünster, der als prominenter Werbepartner

Schmäh-Führer Harry Prünster wirbt für das Heilmoorbad Schwanberg.

den Charakter des Hauses mit den Botschaften „echt, freundlich und professionell“ verkörpern soll. „Hier entsteht wirklich etwas ganz Besonderes im weststeirischen Schilcherland“, meinte auch dieser. Infos: www.heilmoorbad.at

Wachgeküsst!

Instinktlos?

Es war zu erhoffen und tritt nun auch ein: Die Eröffnung des RedBull-Rings in Spielberg vor Monaten hat die Region im Murtal so etwas wie wachgeküsst. Da und dort verschaffen sich erfreuliche Aktivitäten (wie zum Beispiel „Kraft des Murtals“) Gehör. Bauernbund-Präsident Fritz Gril- Fritz Grillitsch will litsch, der mittlerweile in Wien Initiativen und Ideen sein Netzwerk gewaltig verdichtet fürs Murtal an den Start hat, bemüht sich, mit Freunden bringen. aus dem Murtal touristische Initiativen und Ideen, die es nun gibt, an den Start zu bringen. Seine Philosophie: „Die Mur-Mürz-Furche ist ein Ballungsraum. Da brauchen wir natürlich Arbeitsplätze und Kaufkraft. Und die kommen durch Industrie. Aber in den großen Seitentälern, nur 20 Kilometer entfernt, gibt’s alles, was Erholungssuchende sich wünschen. Und diese große Chance gilt es zu nützen.“

Sein Abschied aus der Politik ist mit dem 21. Oktober 2010 datiert. Da trat nach der Landtagswahl der neue Landtag zusammen – Franz Voves hatte klargemacht, dass er trotz früherer anderer Zusagen Kurt Flecker nicht mehr im Team haben wollte. Zum Schluss seiner Politik-Karriere war Kurt Kurt Flecker – bei JoanneumsviertelFlecker Landtagspräsident, zuvor Gleichenfeier nicht aber Sozial- und Kulturlandesrat. dabei. Als solcher damit auch verantwortlich, dass der jahrelang vorgesehene Bau des Museums Joanneumviertel endlich auf Schiene kam. Bei der traditionellen Gleichenfeier vor wenigen Wochen wurde auf das endgültige Gelingen angestoßen. Kurt Flecker war nicht vor Ort, er soll auch keine Einladung erhalten haben. Stellt sich das als richtig heraus, dann gehört dies in die Politkategorie „instinktlos“.

Herberstein und Kartnig Andrea Herberstein ist bekanntlich in oberster Instanz zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, davon acht Monate unbedingt. Es gibt Stimmen, die meinen, dass sie nie ins Gefängnis gehen wird. Erst jüngst wurde verlautbart, dass sie den angerichteten Schaden gutgemacht hat und dadurch nicht einsitzen muss. Mittlerweile schrieb Heinz Boxan, der Exbuchhalter und zweite Verurteilte, sich seinen Frust („Ich war ja ein loyaler Mitarbeiter, hab mich nie bereichert“) mit dem Buch „Der Fall Herberstein“ von der Seele.

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Nach dem Sommer gibt’s auch das Urteil im Sturm-Prozess mit Hannes Kartnig. Selbst wenn er den im Raum stehenden Millionen-(Steuer-)Betrug durch Rückzahlung wieder gutmachen könnte, droht auch ihm eine Haftstrafe. Über vier Jahre Strafe wurde zu Beginn des Prozesses spekuliert, jetzt hört man von 18 Monaten bis zwei Jahren. KLIPP Juli 2011


der

Für einen farbenfrohen „Platz der Begegnung“: (v. l.) Die Geschäftsführer der Energie Graz, Gert Heigl und Rudolf Steiner, Vizebürgermeisterin Lisa Rücker, Künstler NEO, Projektleiterin Michaela Strapastas und Schuldirektor Franz Fink.

Junge Künstler zeigen ihr Werk Energie Graz schafft einen Ort der Begegnung.

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ls „Zeichen für Integration und Energie der Zukunft“ beurteilen die beiden Geschäftsführer der Energie Graz, Gert Heigl und Rudolf Steiner, die Kunstaktion am Vorplatz zwischen der Schule St. Andrä und dem Bad zur Sonne im Bezirk Gries. Die Umgestaltung des kleinen Areals haben die Schüler der HS/NMS St. Andrä dabei selbst in die Hand genommen. Zahlreiche Schüler haben ihr künstlerisches Talent unter Beweis gestellt und die Straßenpoller in den verschiedenen Landesfarben der jeweiligen Schulbesucher bemalt. Im Vordergrund der gesamten Aktion

steht jedoch das aktuellste Werk des bekannten Graffiti-Künstlers Delaine NEO Gilma: Ein bemaltes Trafohäuschen. Auf Veranlassung der Energie Graz wurde es von der Spray-Ikone gehörig aufgemotzt. Mit den Grundfarben (Rot, Gelb und Grün) – das sind auch die Logofarben von Energie Graz – wird die Erde, die durch die Stromvernetzung Inspiration und Fortschritt erfährt, dargestellt. „Unser Ziel war, darauf aufmerksam zu machen, dass die Jugend von heute ja bekanntlich die Verantwortung unserer zukünftigen Energieversorgung übernimmt“, so Heigl und Steiner.

Neue Landmark in Gleisdorf Das Innendesign erinnert an ein Hightech-Büro eines Hollywood-Streifens. Im Vordergrund stehen modernste Technik und Funktionalität – alles läuft kabellos und wird mittels iPad bedient. Verständlich, dass sich die Gäste – Partner, Freunde der Familie und Wegbegleiter – bei der Eröffnungsfeier des neuen 4 Millionen Euro teuren Firmenhauptsitzes von Jerich in Gleisdorf beeindruckt zeigten. „Das Wichtigste ist dabei immer ein tiefes Verständnis um die Probleme, Bedürfnisse und Wünsche gegenüber unseren Kunden“, bekräftigt der Juniorchef Herbert Jerich junior. Von Gleisdorf aus werden weltweit etwa 600 Mitarbeiter und 15 Außenstellen koordiniert. Jerich ist in den USA mit Standorten in New York/Dayton, Charleston, Miami, Houston und Los Angeles seit dem Jahr 2000 mit einer eigenen Organisation vertreten. In anderen Firmen gestaltet sich die Unternehmensnachfolge oft schwierig. „Ich musste mir im Gegensatz zu anderen jungen Leuten niemals den Kopf zerbrechen, was ich einmal werden will. Die Nachfolge war für mich immer klar“, so Herbert Jerich junior.

Heute, wo alles in eine Marketing- und Designmaschinerie gesteckt wird und hinten ganz anders rauskommt, als es vorne aussah, lässt uns das scheinbar Altmodische und Unperfekte aufatmen. Kein erhobener Zeigefinger sagt: Schau, wie toll es hier ist. Manche werden das „Uhu“ schäbig finden, ich finde es gemütlich. Und die Designhauptstadt Graz ist hier allen sowas von blunzen. Dafür wird hier das

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In Slakovci, einem Dörfchen zweihundert Kilometer südöstlich von Zagreb, kenne ich einen Schneider, der maßgefertigte Jeansanzüge macht. Für umgerechnet 47 Euro. Okay, über die goldglänzenden Knöpfe müsste man mit dem Mann reden, ansonsten aber sind die Anzüge gut genäht und aus solidem Denim, der – wie es in der Werbesprache so schön heißt – alles mitmacht. Ich überlege, mir einen

Im Maßgeschneiderten ins Lieblingslokal solchen Jeansanzug schneidern zu lassen, um was Schönes für die Besuche in meinem Lieblingslokal zu haben. Dieses liegt fast vierhundert Kilometer von Slakovci entfernt in der Leonhardstraße. Es heißt, aus mir unbekannten Gründen, „Uhu“. Vielleicht gab es einmal einen Uhu am Ragnitzbach, der nur einen Häuserblock entfernt ist, oder im Garten des Ursulinenkonvents, das schräg gegenüber liegt. Das „Uhu“ hat, was die meisten Lokale in Graz nicht mehr haben, nämlich in angenehmer Weise nichts. Es ist nicht neumodisch gestylt, hat keine bequemen Fauteuils, keine riesigen Glasfenster, kein raffiniertes Licht, keine Anmachertheke aus Marmor und Edelstahl. Aus der Abwesenheit von all dem macht das Lokal aber kein Prinzip, es hat sich einfach so ergeben. Die Vorhänge hatten schon meine Eltern in den siebziger Jahren, und auch die Möblierung hat tapfer über die Jahrzehnte durchgehalten. Bei den Rückenlehnen der Bänke sieht man, dass der Wirt sie einst eigenhändig mit der Black & Decker an die Wand geschraubt habt. Falls er es nicht getan hat, sieht es trotzdem so aus. Dem Lokal ist der Fortschritt, der meistens größer ausschaut, als er ist (Nestroy), wurscht. Dafür herrscht hier eine unaufdringliche Bescheidenheit. Nur die bunten Wimpel von Fußballklubs verzieren eine Wand. Und es gibt eine Jukebox mit Platten von Abba bis Zappa.

Gewöhnliche und Normale hochgehalten, das in unserer Spaßgesellschaft, wo alle ständig und todernst auf der Suche nach exklusiven Genüssen sind, verloren geht. Aber vielleicht wird das Lokal von der Designhauptstadt und ihren Jüngern ja noch entdeckt – als Design-Antithese, die schon wieder schick ist. Echte Beiseln sind rar geworden in Graz, die Erneuerungswut hat eine Spur der Verwüstung gezogen. Dabei sind die alten Lokale schon wieder postpostmodern, sie zitieren nichts, außer sich selbst. Ihr Selbst besteht im Übrigen oft schon über viele Jahrzehnte, während die schicken Buden nicht selten nach ein paar Jahren das Tischtuch werfen. Ins Beisel passt jeder, der einfache, aber solide Genüsse schätzt und nicht zu kompliziert denkt. Ach ja, gegessen werden im „Uhu“ am liebsten riesige Pizzen und Berge von gegrillten Rippchen. Gebracht werden sie von Kellnerinnen, die Studentinnen oder Krankenschwestern oder Physiotherapeutinnen in Ausbildung oder was weiß ich sein könnten. Sie sind meistens freundlich. Es ist auch völlig egal, in welcher Kleidung man kommt. Aber mit einem Jeansanzug aus der kroatischen Provinz, das hätte schon was. Das könnte Akzente setzen, die der Designhauptstadt bisher fehlen.

Reinhard Schuch

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Wirkt nachhaltig

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uch mit dem Abstand von einigen Wochen zum Ereignis zeigt sich Firmenchef Manfred Gaulhofer nachhaltig beeindruckt. Die Premiere des Stücks „Doors“, geschrieben vom schwedischen Schriftsteller und Theaterregisseur Henning Mankell, auf dem Firmengelände von Gaulhofer in Übelbach löste nicht nur erfreuliches Echo aus, sondern war einmalig. „Das Besondere war nicht nur die Kulisse, sondern vielmehr die gemeinsame Schauspielleistung von Künstlern und unseren Mitarbeitern“, so Manfred Gaulhofer. Henning Mankell ist durch die Krimireihe „Wallander“ international bekannt geworden. Passend zur örtlichen Fenster- und Türen-Produktion geht es im Inhalt darum, was Zu-

wanderer hinter Türen und Fenstern in der Ferne erwartet: Zwei Afrikaner landen in Graz. Ohne Geld und Arbeit, ohne Wohnung – aber ein Kind erwartend. Auf der Suche nach Job und Bleibe begegnen sie „Wir kaufen nichts“Sagern, rassistischen Polizisten und ängstlichen Mitbürgern, wonach man auf mehr Toleranz gegenüber „Fremden“ aufmerksam macht. „Es ist uns wichtig, den Angestellten zu zeigen, dass uns alle Personen gleich wichtig sind“, so Manfred Gaulhofer. Sehr bewegt zeigte sich auch Mankell: „Sie werden so etwas nie wieder sehen.“

Ich sammle intuitiv Angeregt hat Hans Roth auch die Arbeit von Josef Fink, Rektor des Minoritenzentrums in Graz. „Dessen Tätigkeit hat die steirische Kunst- und Kulturszene wie auch mich mit wesentlichen Impulsen beeinflusst“, so Hans Roth bei der Präsentation der Saubermacher-Kunstsammlung. Das Anliegen von Josef Fink, Künstlern ein fruchtbares Miteinander zu ermöglichen und vor allem junge steirische Künstler zu fördern, wird nun von der styrianARTfoundation unter den Obfrauen Margret Roth und Edith Temmel weitergeführt. Der Prozess des Sammelns von Kunstwerken ist für Hans Roth, im Gegensatz zu seiner beruflichen Tätigkeit, immer ein rein intuitiver Prozess, kein gesteuerter Plan steckt dahinter. Er sieht zeitgenössische Kunst immer als eine Bereicherung seines Lebens, als Zugang zur Gegenwart, nicht als Investitionsanlage, und das Kunst-Sammeln an sich ist für ihn immer auch eine Art eigenen Gestaltens.

Jazzsommer 2011 Schlossbergbühne Kasematten in Graz

Fotos: Peter Purgar

„George Benson hat es immer noch drauf, dass er das Publikum in seinen Bann zieht“, so Jazzsommer-Organisator Gogo Jesernik (li.) beim EröffnungsKonzert.

Freitag, 15. Juli

Freitag, 22. Juli

“Millions Of Dreads“ Reinhard Ziegerhofer Group (In the spirit of Joe Zawinul)

Tower of Power Einlass ist jeweils um 19:00 Uhr, Beginn um 20:00 Uhr

www.jazzsommergraz.at 8

KLIPP Juli 2011


Bunt durch den Sommer Gesundheitsstadtrat Müller empfiehlt eine farbenfrohe Mischung aus Grazer Obst und Gemüse

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ste der Obst- und Gemüsesorten, die über den Sommer zu bekommen sind, ist sehr lang, rund 50 verschiedene Köstlichkeiten sind im Eigenanbau oder über Landwirte zu bekommen. Gerade bei Obst und Gemüse ist es wichtig, die Sicherheit zu haben, dass diese Lebensmittel nicht unreif gepflückt wurden, keine lan- Gesundheitsstadtrat Edmund Müller Foto: Fischer gen Transportwege hinter sich haben und sich die Lagerzeiten in Grenzen halten. Der glänzenden Eigenschaften aufwarGesundheitsstadtrat konkretisiert: ten kann: Äpfel enthalten viel Folsäu„Es geht hier um die Ausbildung re und Vitamin C, viele Mineralstoffe und Rückbildung der Vitamine, je wie Kalium, Eisen, Magnesium und reifer das Obst vom Baum, das Kalzium und sie haben einen hohen Gemüse aus der Erde usw. geerntet Anteil an Ballaststoffen. Wie ein altes wird, desto mehr Vitamine und Sprichwort der Engländer besagt: Nährstoffe beinhalten diese und je „An apple a day – keeps the doctor frischer sie den Weg auf die Teller away.“ Um das Risiko eines Arztbeder Grazerinnen und Grazer finden, suches noch weiter einzuschränken desto mehr Vitamine und Nährstof- gibt der Gesundheitsstadtrat Müller fe bleiben erhalten.“ mit auf den Weg: „Obst und Gemüse Als Stadtrat für Gesundheit weiß sollte vor dem Verzehr immer gewaMüller genau, dass Gemüse in jeder schen werden und achten Sie bitte Form eine positive Auswirkung auf auf die Qualität und Herkunft der Leden Körper hat. „Auch wenn viele es bensmittel.“ nicht gerne hören wollen, Kartoffel- Und das Lieblingsgemüse des Gechips und Pommes sind aufgrund sundheitsstadtrates? „Mein Liebihres Fettgehalts aus dieser Regel lingsgemüse sind Zucchini, am liebausgenommen!“ Wenn es ums sten vom Grill und als Beilage ein knuspern geht, lieber in einen ‚Grazer Krauthäuptel’ mit echtem knackigen Apfel beißen, der mit steirischen Kernöl.“ KLIPP Juli 2011

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ote Tomaten, grüner Salat, gelber „Woaz“, blaue Zwetschken und weißes Kraut – das Grazer Gemüse spielt alle Farben und je bunter die Mischung, desto mehr verschiedene Nährstoffe und Vitamine nimmt man zu sich und vor allem, so Gesundheitsstadtrat Edmund Müller: „Je mehr Gemüse, desto besser, um den gesunden Effekt zu maximieren empfehle ich auch vor allem Obst und Gemüse aus Graz und dem Grazer Umland zu essen." Die Li-

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Grenzfall Elektroschocker

Mich trifft der Schlag! vien, den BeneluxStaaten und der Schweiz sind Elektroschocker für Privatpersonen überhaupt verboten.

Von Sylvia Einöder

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pril 2011: Trafikantin in Wien-Meidling mit Elektroschocker überfallen. Juni 2011: Brutale Attacke mit Elektroschocker in Hallein. Juni 2011: Jugendlicher in Meidling mit Elektroschocker niedergestreckt … Elektroimpulswaffen sind ab 18 Jahren ohne Waffenschein frei erhältlich und können schwere Verletzungen verursachen, im schlimmsten Fall sogar töten. Der freie Zugang zum Elektroschocker, der in Österreich juristisch nicht als Waffe gilt, öffnet dem Missbrauch Tür und Tor.

Selbstverteidigungswaffe oder gefährliches „Spielzeug“?

Interessengruppen wie Waffenherstellern, Polizei oder Justiz initiiert. In Diktaturen wie China oder Ägypten, aber auch in den USA werden Elektroschocker als Folterinstrumente verwendet, weil die Folter damit schwer nachgewiesen werden kann. In Großbritannien, Skandina-

Waffenparadies Internet

Verschiedenste Modelle von Elektroschockern in allen Preisklassen gibt es im Internet wie Sand am Meer. Bereits um 35 Euro kann man ein Elektroschockgerät mit einer Leistung von 100.000 Volt kaufen. Wie genau die einzelnen Online-Verkäufer das Mindestalter von 18 Jahren bei

Foto: Heimo Ruschitz

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Attacken mit Elektroschockern häufen sich in letzter Zeit. Ausschließlich zur Selbstverteidigung sollen Elektroschocker laut Anbietern verwendet werden. Sich schützen, aber wie? Pfefferspray, Elektroschocker, oder besser nichts?

Arsenal zur Selbstverteidigung

ihren Kunden überprüfen, ist fraglich. Auf den Seiten der meisten Internetanbieter heißt es: „Wir versenden anonym und diskret in die gesamte EU.“ Dass jede x-beliebige Person, die mir auf der Straße begegnet, ohne jegliche Lizenz Elektroschocker mit sich führen kann, finde ich alles andere als beruhigend. O

Sollen Polizisten Gegner unter Strom setzen dürfen?

Pfefferspray klare Nummer eins Manchen gibt es ein Gefühl der Sicherheit, eine Waffe zur Selbstverteidigung bei sich zu tragen. Nach wie vor ist Pfefferspray die klare Nummer eins. „Pfefferspray ist wegen seiner Größe einfach zu transportieren, unauffällig und wirkt auf eine Distanz von bis zu 5 Metern“, so Thomas Steinacher von Waffen Siegert in Graz. Elektroschocker seien als Selbstverteidigungswaffen hingegen nicht beliebt: „Sie lassen keine Luftlinie zwischen Angreifer und Verteidiger zu, sondern können nur bei direktem Körperkontakt angewendet werden“, gibt Steinacher zu bedenken. In diesem Fall ist die Situation bereits außer Kontrolle geraten – man bedenke, dass der Angreifer in der Regel körperlich stärker ist und im Gerangel die Waffe wegnehmen könnte.

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er Taser funktioniert im Gegensatz zum Elektroschocker wie eine Schusswaffe. Die Elektroimpulswaffe feuert mit Widerhaken versehene Projektile ab und überträgt durch verbundene Drähte elektrische Impulse auf den Körper. Die Zielperson erleidet elektrische Schläge und ist für circa fünf Sekunden wie gelähmt. „Für Privatpersonen ist der Taser nicht attraktiv, weil er mit einem Preis von mindestens 500 Euro viel teurer ist als ein Elektroschocker. Außerdem erlaubt das öster-

wird der Taser bei den Spezialeinheiten Cobra und Wega, den Einsatzgruppen zur Bekämpfung der Straßenkriminalität sowie den Polizeianhaltezentren gegen randalierende Häftlinge verwendet. „In 6 Jahren kam der Taser bisher 113 Mal zum Einsatz: 108 Mal gegen Menschen und fünf Mal gegen Hunde“, so Rudolf Gollia,Pressesprecher des Innenministeriums. Eine Person erlitt beim dadurch ausgelösten Sturz schwere Kopfverletzungen. Nach einem Taser-Einsatz sind die Beamten verpflichtet, einen Rettungswagen zu rufen und den „Getaserten“ – so nennt man

Die umstrittene Elektroimpulswaffe Taser X26 wird vielleicht bald flächendeckend von der Polizei verwendet werden. Foto: BM.I / Alexander TUMA

Qualvolle Schmerzen Generell wirken Elektroschocker nicht tödlich, verursachen aber extreme Schmerzen. In Sonderfällen – bei Herzproblemen oder zu langer Einwirkzeit – kann die attackierte Person sogar sterben. Laut deutscher Presseagentur sind seit 2003 300 Menschen in den USA durch Elektroschocker getötet worden. Die meisten bisherigen Studien zur Wirkung von Elektroschockern auf den menschlichen Körper wurden von

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reichische Waffengesetz zwar den Kauf, nicht aber das Führen des Tasers in der Öffentlichkeit“, erläutert Thomas Steinacher von Waffen Siegert in Graz. Bisher 113 Taser-Einsätze In den österreichischen Justizanstalten wird der Taser X26 seit 2004 verwendet. Eingeführt wurde er,nachdem ein randalierender Häftling der Justizanstalt Stein erst unter dem Einsatz von 15 Beamten überwältigt werden konnte. Seit 2006

die getroffene Person – ärztlich untersuchen zu lassen. Kritik vom Menschenrechtsbeirat und Amnesty Dennoch empfiehlt der Menschenrechtsbeirat eine Verlängerung der Testphase des Tasers. „Auch künftig sollen nur Spezialeinheiten Taser verwenden dürfen, damit der professionelle Umgang mit dieser keineswegs ungefährlichen Waffe gesichert bleibt“, betont

Walter Witzersdorfer vom Menschenrechtsbeirat Österreich. „Der Taser hat zwar Vorzüge, wenn man ihn statt einer Schusswaffe einsetzt, aber Nachteile, wenn ihn die Polizei verwendet, um sich nicht die Finger schmutzig zu machen“, warnt Witzersdorfer. Im Jahresbericht 2007 des Menschenrechtsbeirates wird beispielsweise kritisiert, dass ein mutmaßlicher Drogenhändler in Wien innerhalb von drei Minuten gleich fünf Mal getasert wurde. Heinz Patzelt, Generalsekretär von Amnesty International Österreich: „Alle Taser sollten ausschließlich mit einer eingebauten MiniKamera verwendet werden. Nur so kann einem Missbrauch, wie er in anderen Ländern passiert, ein Riegel vorgeschoben werden.“ Restrisiko bleibt Das Institut für Health Care Engineering an der Technischen Universität Graz führt derzeit eine 420.000 Euro teure Studie zur Wirkung des Tasers im Auftrag des Innenministeriums durch. Institutsleiter Norbert Leitgeb zum Ergebnis: „Das Risiko des Herzkammerflimmerns existiert, ist aber relativ gering“ – zeigt zumindest die Computersimulation. Ende August wird die neue Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bekanntgeben, ob der 899 Euro teure Taser X26 künftig flächendeckend von der österreichischen Polizei verwendet werden wird. O

KLIPP Juli 2011


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ch bin gespannt, was daraus wird.“ – Das war der Tenor bei den Recherchen für Mariazell. Ging es dabei doch auch um Pater Karl, dem Hausherr in der Basilika. Als solcher ist er verantwortlich für Wallfahrten, die Pilger, die Seelsorge für diese, die Mitbrüder im Haus und geistliche Mitarbeiter, für die Angestellten und Bediensteten in der Basilika und im Superioriat. Er ist nicht der Hirte für die Gläubigen in Mariazell. Da gibt es einen eige-

Foto: Petar Tyrin

nen Pfarrer. Es daher wahrscheinlich, dass daraus auch eine gewisse Reserviertheit zwischen den Mariazellern und dem Superior zu registrieren ist. Respekt, Achtung und Wertschätzung für den Kirchen-Manager war da herauszuhören. Doch weniger über die Fähigkeit des klassischen Hirten, der seine Schäfchen wenn nötig auch an die Brust nimmt und sie beruhigend streichelt. Denn Nobody is perfect in der Katholischen Kirche, außer der Liebe Gott.

Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad (Mitte) ist der einflussreichste Verbündete der Initiative „Mariazell braucht Ihre Hilfe“. Er öffnet still und wirksam die Türen zu großen Sponsoren. Weiters im Bild: Kardinal König und Thomas Klestil, ebenfalls Förderer Mariazells (beide sind bekanntlich bereits verstorben).

Ein Mönch schuf das Mariazeller Gen Hausherr Pater Karl „infizierte“ damit Österreichs Eliten. KLIPP Juli 2011

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COVERSTORY

Seit 1992 hat er als Pater Superior am größten Marien-Pilgerort das Sagen. Keinesfalls pflegeleicht schaffte es der gebürtige, südsteirische Bauernbub, die österreichischen Eliten mit dem Mariazeller Gen, dem Spirit der Gnadenkirche, zu infizieren. Sie steckten bis heute daraufhin rund 40 Millionen Euro in den Opferstock für die kleine hölzerne Gnadenmutter aus dem 13. Jahrhundert und retteten so die Basilika.


COVERSTORY

Alles für die hölzerne Gnadenmutter Die kürzliche feierliche Beisetzung von Otto Habsburg und seiner Frau im Beisein des internationalen Hoch- und Politadels macht die Bedeutung des größten Marien-Pilgerortes der Republik wieder einmal augenscheinlich. Mit den Spenden der Großen, Mächtigen und Vermögenden an Geld und Einfluss in der Politik wurde die Basilika in den vergangenen 15 Jahren wieder Schuss gebracht. Die Kirche beherbergt in der so genannten Gnadenkapelle die Magna Mater Austriae. Beim Gnadenbild handelt es sich um eine kleine hölzerne Marienstatue aus dem 13. Jahrhundert, die mit einem Prachtgewand bekleidet ist und in der Volksfrömmigkeit vieler Katholiken aus dem gesamten mitteleuropäischen Raum eine große Rolle spielt. 500.000 – 700.000 – auch die Million fällt, wenn vom Pilger-Ansturm in Mariazell die Rede ist. Und der Superior der Basilika ist Tag und Nacht unterwegs, wirbt persönlich, auch in den ehemaligen Kronländern der Monarchie, für Mariazell, damit der Pilger-Strom in Richtung Gnadenmutter weiter wächst und wächst. Auch die Bischofskonferenz hat mittlerweile einen Sitz in Mariazell. Auch für die anderer Länder bietet Mariazell ein Zuhause. Mit dem Geld, das die Wallfahrer in den wenigen Stunden ihres Aufenthalts dort lassen, kann der Normalbetrieb bewältigt werden. Aber für Investitionen – sorry – bleibt da nichts übrig.

bot vom ersten Tag an. „Da Schaua Koarl“, wie ihn die Mariazeller nennen, ist sich für keine Arbeit zu schade, kümmerte sich neben der Betreuung der Pilger-Gruppen und der Koordination dutzender Messen, oft an einem Tag, um jedes Detail. Klar, dass dies auch Reibungsflächen hervorruft. „Angefangen haben wir dann mit dem Dach und den Fenstern“, blickt Pater Karl zurück. Das war die riesige Herausforderung für den damals 36-Jährigen, zumal er ja keinerlei Erfahrung mit einer Kirchensanierung hatte.

Das Aha-Erlebnis

Auf der ständigen Suche nach Geldgebern, Helfern, Sponsoren bekam der junge Mönch aus St. Lambrecht das Gefühl für das Mögliche und Unmögliche und dafür, wie wichtig Netzwerke sind. Ein echtes AhaErlebnis war da sein erster Besuch bei Erwin Pröll, dem niederösterreichischen Landeshauptmann. Diesen wollte er damals eine Million Schilling als Unterstützung für die Elektroverkabelung in der Basilika gewinnen. Pröll zeigte sich nicht begeistert. Sinngemäß soll er gemeint haben: „Wie soll ich den Niederösterreichern eine Unterstützung für Kabelverlegungen in einer steirischen Kirche verkaufen?“ Ob er nichts anderes hätte, fragte Pröll. Schauer nannte kurzerhand die Sanierung des Turms. Pröll: „Was kostet Lesen Sie bitte weiter auf Seite 14 diese?“ Der wichtigste Verbündete Schauer: „14 So blieb auch dem Hausherrn der Basilika nichts anderes Millionen übrig, als nach Verbündeten und Big Spendern Ausschau Schilling.“ Geboren wurde er am 28. Februar Pröll telefo- 1956 in der Gemeinde Gabersdorf zu halten, die sechs Millionen Euro flüssig machen und es nierte darauf- bei St. Veit am Vogau, wo seine Eldarüber hinaus verstehen, auch noch weitere Gutmenhin mit sei- tern eine kleine Landwirtschaft beschen zu überzeugen. Pater Karl findet den Verbündeten in nem Fi- trieben. Im bischöflichen Gymnasider Person von Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konnanzchef. rad. Dieser wirkt über das Kuratorium „Mariazell braucht um in Graz maturierte er. Dann folgZehn Minu- te das Studium an der TheologiIhre Hilfe“ und die Vereinigung „Freunde von Mariazell“ ten später schen Fakultät und im September als stiller und einflussreichster Türöffner. Seit Konrad rief dieser 1976 erfolgte der Eintritt in die Bemit dem Mariazeller Gen infiziert ist, hörte das Bauen zurück. und Sanieren in der Basilika nicht mehr auf. Auch aufnediktinerabteil St. Lambrecht. In Foto: Franz Josef Ruprecht grund vieler kleiner und großer Spender, großer SponsoPröll zu Rom führte er dann sein Theologieren, Verantwortungsträger in der Kirche Österreichs, in Schauer: Studium weiter und nach fünf Jahdiversen Bundesländern, vor allem Niederösterreich, Wien und Steiermark „Das machen wir, wenn wir das ren beendete er es, bevor es wieder („Steirer helfen Mariazell“), aber auch Oberösterreich und Burgenland. Der auf drei Jahre aufteilen können.“ Da zurück nach St. Lambrecht ging.Vier Superior ist stets bemüht, sich selbst nicht wichtig zu machen, sondern nur wusste der Superior, dass er erstmals Jahre war er dort in der Stiftspfarre die Sache: „Was bisher möglich wurde, ist das Werk vieler.“ in der Liga der Big Spender ange- in der Jugendseelsorge und als ReliAls Karl Schauer im Jahre 1992 als Pater Superior von den Benediktinern in kommen war und spürte plötzlich, gionslehrer in den Schulen eingeSt. Lambrecht nach Mariazell entsandt wurde, war die Basilika in Mariazell wie es weitergehen könnte. setzt. Danach widmete er sich der von der baulichen Seite her eine Ruine, also ein echter Sanierungsfall. „Ich Heute hat er Zugang zu Präsidenten, Studentenseelsorge in Graz. Im Sephatte damals keine Ahnung, was mich erwartet und kam daher auch mit kei- Ministern, Kirchenfürsten sowieso, tember 1992 folgte dann seine Bener Vision.“ „Ora et labora“ mit dem Schwerpunkt auf Letzterem war das Ge- Wirtschaftskapitänen, den Spitzen stellung zum Superior von Mariader Politik – ob Blau, Rot, Schwarz, zell. kirchennah oder kirchenfern. Alle

Karl Schauer

Die möglichst weitgehende WiederherstelErika Thümmel lung des ursprüngli- Ghadir Alizadeh Saboor chen Hochaltars war eine der ganz großen Herausforde- den Pilgern vor Augen hält.Am Hochrungen. Das Gnadenbild von Maria- altar hingegen zeigt ihnen Gott, der zell zeigt Maria, wie sie das Jesuskind Ewige Vater, seinen gekreuzigten

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Foto: Paul Ott

Susi Fritzer und Wolfgang Feyferlik

Foto: Feyferlik/Fritzer

Foto: Feyferlik/Fritzer

Es braucht viele Hände

Hochalter nachher ...

Sohn. Er hebt ihn zu sich empor in die Sphäre des Himmels. Für dieses Projekt und die gesamte Renovierung der

... vorher

Basilika bedurfte es klarer Konzepte und verantwortungsvoller Erneuerer. Dazu gehören Elisabeth Krebs,Verena KLIPP Juli 2011

W


Wenn der Stephansdom in Wien für Staatsgäste gleichsam nach dem Protokoll „zur Pflicht“ gehört, so ist ein Besuch von Mariazell die Kür. Die kürzliche feierliche Beisetzung von Otto Habsburg und seiner Frau im Beisein des internationalen Hoch- und Politadels macht die Bedeutung des größten Marien-Pilgerortes der Republik wieder einmal augenscheinlich. Papst Benedikt XVI war 2007 anlässlich des 850-JahrJubiläums in Mariazell. Er löste damit sein Versprechen ein, das er als Kardinal gegeben hat.

1157 kam der Mönch Magnus mit seiner aus Lindenholz geschnitzten Marienstatue in das Zellertal und errichtete um die auf einen Baumstrunk stehende Statue die erste Kapelle, um die der spätere Ort heranwuchs. Diese hatte der Legende nach zuvor einen Felsen geteilt, der den Weg versperrte. Aus ‚Maria in der Zelle‘ entstand der Name Mariazell. 1644 wurde die Barockisierung der Kirche durch Abt Benedikt Pierin eingeleitet und mit den Arbeiten Baumeister Sciassia beauftragt. Nach seinem Tode wurden die Bauarbeiten von verschiedenen Baumeistern fortgesetzt und 1780 abgeschlossen.

Am 8. September 2007 besuchte Papst Benedikt XVI Mariazell, um anlässlich des 850-Jahr-Jubiläums der Basilika einen Gottesdienst (Vesper) zu feiern.

Sankt- Michaels-Kapelle

Krehon und Carl Maria Stepan (Restauratoren am Hochaltar), Gerhard Zottmann, der Architekt Wolfgang

Geistliches Haus Westtrakt, Prälatur

Feyferlik mit seinen Mitdenkern Susi Fritzer und Georg Giebeler, Erika Thümmel (Gesamtkoordinatorin für

Bundespräsident Heinz Fischer mit seinem deutschen Kollegen Horst Köhler (mittlerweile von seinem Amt zurückgetreten.

Foto: Paul Ott

Foto: Feyferlik/Fritzer

Javier Solana (2.v.r.), bis 2009 EU-Generalsekretär bei einem Besuch.

Foto: Paul Ott

Foto: Paul Ott

Auch die Österreichische Bischofskonferenz hat ihren Sitz in Mariazell.

KLIPP Juli 2011

Mariazell ist durch das Gnadenbild Magna Mater Austriae in der Basilika Mariä Geburt mit Abstand der wichtigste Wallfahrtsort Österreichs und darüber hinaus auch für viele Katholiken in den östlichen Nachbarländern von Bedeutung. Die Gemeinde selbst mit 1.500 Einwohnern ist eine Stadt und liegt nahe der niederösterreichischen Grenze.

1983 besuchte Papst Johannes Paul II Mariazell. Der Papstaltar wurde am Hauptplatz aufgebaut. Im Zuge dieses Großereignisses wurden in der gesamten Stadt umfassende Fassadenrenovierungen vorgenommen, der Hauptplatz neu gestaltet und Parkplätze geschaffen. 1990 fand eine Dank- und Freiheitswallfahrt der ehemaligen Ostblockländer mit 25.000 Teilnehmern statt.

Das Ehepaar Fischer mit UNOGeneralsekretär Ban Ki-moon und dessen Frau.

Westempore/hintere Orgel

Geschichtliches

COVERSTORY

Internationale Prominenz

Obergeschoß der Pilgertagesstätte

konservatorische und restauratorische Entscheidungen), Steinrestaurator und Steinmetzmeister Ghadir

Südturmkammer der Basilika

Alizadeh Saboor (war für die überhaus heikle Neupositionierung der Mariensäule verantwortlich).

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COVERSTORY

Fortsetzung von Seite 12

lotste er an den Marien-Gnadenort und brachte sie dazu, den Spendenfluss in Gang zu halten. Dieses uneigennützige „Betteln“ in Manager-, Minister- und Präsidenten-Büros prägte den Mönch aus St. Lambrecht natürlich. Da waren und sind Managerqualitäten gefordert, und blitzartig eignete sich der Kirchenmann diese rasch an. Seine „wachen Augen“ sind ihm dazu wichtige Hilfe. Er entwickelte so etwas wie ein Marketing-Lächeln, ein Show-Lächeln, ein Macht-Lächeln, sodass das Bild vom netten Pfarrer einmal stimmt und einmal nicht stimmen mag. Seine Kleidung ist uneitel, oft in Jeans, nur bei offiziellen Anlässen im traditionellen Kirchengewand. Er lacht laut und man spürt, dass er das gerne tut. Längst hat man natürlich in der österreichischen Amtskirche erkannt, dass Pater Karl und sein kleines, schlagkräftiges Team den Marienort Mariazell von einem Jahrmarkt des Glaubens zu einer Marke

der Pilger- und Wallfahrten in Stile von Fatima (Portugal), Lourdes (Frankreich), Tschenstochau (Polen) gemacht haben. Und: dass der Benediktiner-Mönch auch das Zeug hat in der Hierarchie hat für „noch weiter oben“. Auch von seiner Frömmigkeit und seinem Glaubensverständnis her. Selbst wenn dieses da und dort zu business-like wirkt. Er ist allzu oft kein Diplomat, kein Verwässerer. Ihn stört Saturiertheit, reizt der Widerspruch, auch die Provokation. „Ich mach‘ hier meinen Job. Wenn ich Messe feiere, dann feiere ich. Wenn ich predige, dann predige ich. Wenn ich gestalte, dann gestalte ich. Wenn ich streite, dann streite ich.“ Eines der großen Vorbilder für den Kirchen-Manager und Pilger-Pater Karl Schauer war Kardinal König. Dieser war einer der reformfreudigsten Kirchenführer der Republik und auch ein stiller, aber effektiver Wegbereiter für den Fall des Eisernen Vorhangs. „Er hat zu mir gesagt, als ich mich über einen Zustand aufgeregt habe: ,Wenn Sie was verändern wollen, dann tun Sie was, unternehmen Sie was, es hindert Sie niemand daran.“ Diese Aufforderung ist zu einem stillen Credo für den gebürtigen südsteirischen Bauernbuben geworden.

Einsparungen überall im Land, nur Feuerw

Die Unber Klipp eröffnete in der letzten Ausgabe die Diskussion über eine notwendige und überfällige Reform der steirischen Feuerwehren. Das Geld ist knapp, die Budgets im Land und in den Gemeinden müssen um bis zu 25 Prozent gekürzt werden. Selbst in den Spitälern, wo es ebenfalls um Leben und Tod geht. Nur die 780 Feuerwehren in der Steiermark sind unberührbar und nahezu tabu.

2. Teil

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ie Verantwortlichen der Landesregierung – allen voran Franz Voves und Hermann Schützenhöfer – wagen da nicht, das Wort „Einsparungen“ in den Mund zu nehmen. Sie fürchten eine „dauerhafte Gegnerschaft“ bei den mehr als 40.000 Florianijüngern und ihren Familien auszulösen. Erst die jüngste Naturkatastrophe in Oberwölz zeigte den Stellenwert der Freiwilligen Helfer. Das habe niemand angezweifelt. Worum es einfach geht:

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die An- und Nachbeschaffungsökonomie effizienter und damit noch kostengünstiger zu machen. „Ich hab‘ das Klippmagazin vor mir und möchte mit dem Verfasser des Artikels über die Feuerwehr sprechen“, fordert ein Anrufer in der Redaktion, nachdem er irgendeinen Namen gemurmelt hat. Als ein Kollege sich zuständig erfährt, legt der Anrufer los: „Warum schreibt’s so einen Blödsinn? Des stimmt jo net.“ Es folgen weitere Beschimpfungen. KLIPP Juli 2011


Ex-ÖVP-Feuerwehrsprecher LAbg. Karl Lackner: „Diskussion über GemeindeFusionen bringt auch Feuerwehren unter Zugzwang.“

tik, dem Verband. Keine Hilfe sind Äußerungen wie – ,lasst euch das nicht gefallen …‘ Ich muss aber sagen: Vernünftige Ansätze gibt es auch da bereits, aber das muss noch viel, viel intensiver werden.“

Der Spitzenreiter: Acht Feuerwehren in St. Peter/ Ottersbach

rwehren bleiben ein Ausgaben-Paradies

r ührbaren Auch der mehrmalige Hinweis, dass die Aussagen von Wissenden kommen, die selbst an verantwortlicher in der Feuerwehr tätig waren oder sind, ändere nichts. „Die wissen dann halt nicht, worum es geht.“ Szenenwechsel. Ex-ÖVP-Feuerwehr-Sprecher Landtagsabgeordneter Karl Lackner’s offene Kritik löste innerhalb des Feuerwehrverbandes zum Teil heftige Reaktionen aus – auch am Landesfeuerwehrtag. Lackner ist selbst Feuerwehrmann und Bürgermeister im Ennstal. „Die Diskussion ist eröffnet, die Kritik ist da, auch von der Gegenseite – ich hab‘ damit kein Problem“, sagt Karl Lackner. „Landesfeuerwehrkommandant Albert Kern hat mir zugesichert, man werde die Reform zulassen und in einen offenen Dialog treten.“ Im Zusammenhang mit der KLIPP Juli 2011

laufenden Debatte über die Gemeinde-Zusammenlegungen und Verwaltungsreform werde man nicht umhin kommen, dabei auch über die Zusammenlegung von Feuerwehren zu reden. „Es wird notwendig werden, dass die Feuerwehren miteinander besser kooperieren. Im Einsatzfall funktioniert da ja schon. Da marschiert man gemeinsam, weil das aus der Ausbildung heraus gut funktioniert.“

Da ist rasch ein Neid-Denken da Weniger effizient sieht es dann aus, wenn es um die Errichtung von neuen Feuerwehrhäusern geht und um die Anschaffung von Geräten. Karl Lackner: „Da ist rasch ein gewisses Neid-Denken da – die haben das, wir haben das nicht. Und da braucht es Unterstützung von oben, der Poli-

St. Peter am Ottersbach in der Oststeiermark ist mit acht Feuerwehren in einer Gemeinde der steiermarkweite Spitzenreiter, hieß es in der Ausgabe Mai 2011. Klipp-Mitarbeiterin Sylvia Einöder befragte für diese Ausgabe die einzelnen Feuerwehr-Kommandanten und dabei kam auch Überraschendes zutage. Hauptbrandinspektor Rudolf Bruncic blieb bei seiner Aussage, dass eine Zusammenlegung der Feuerwehren aus seiner Sicht nichts bringe. Außer, dass man Freiwillige verlieren würde. Die Aufgabenbereiche seien bestens aufgeteilt. „Ich kenne diese Diskussion über die Sparmaßnahmen. Aber unser Budget, das wir von der Gemeinde zur Verfügung gestellt bekommen, würde sich durch Zusammenlegungen nicht ändern. Es ist egal, ob das Budget jetzt auf zwei oder auf acht Feuerwehren aufgeteilt wird. Es handelt sich immer um denselben Betrag. Das Budget wird mit der desolaten finanziellen Situation der Gemeinden sowieso immer weniger, sodass wir nun bereits 50 Prozent selbst aufbringen müssen durch Feste, Spenden etc.“

Landesfeuerwehrkommandant Albert Kern sichert zu: „Werden Reformen zulassen und treten in einen offenen Dialog.“

Einer schert aus Nur einer, Gerhard Sundl, langjähriger Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Entschendorf und einer der acht Kommandanten in St. Peter am Ottersbach, sieht sehr wohl Einsparungspotentiale. Er folgte seinem Vater, Großvater und Urgroßvater in dieser Funktion. Bevor der Neubau des Rüsthauses bei der Nachbarwehr anstand, schlug er diesen vor: „Lass uns die Wehren zusammenlegen, wir beide legen das Kommando zurück und es soll ein neues junges vereintes Kommando installiert werden. Das kam nicht zustande. Für mich wäre es kein Problem gewesen, als Kommandant zurückzutreten. Doch die Zeit war noch nicht reif. Es ist schwierig, gewachsene, seit langem bestehende Strukturen plötzlich umkrempeln zu wollen. An Zusammenlegungen wird in den nächsten 20 Jahren in St. Peter nicht viel passieren. Viele Wehren haben neue Rüsthäuser (Wittmannsdorf, Khünegg, Glauning, St. Peter), oder sind gerade dabei, umzubauen (Perbersdorf, Wiersdorf). Oberrosenberg plant auch einen Umbau. Sehrwohl aber könnte es Einsparungen im Bereich der gemeinsamen Fahrzeugnutzung bei geben. Fahrzeuge könnten beispielsweise auch für Kindergartenund Schulbusfahrten genützt werden, die ja immer teurer werden.“ O

Gerhard Payer, Bürgermeister von Hart bei Graz: „Die Feuerwehren wissen, dass sie keine Bittsteller sind, sie kommen einfach und fordern. Ich bin selbst Feuerwehrmann, bei mir muss jeder im Wirtschaftshof auch bei der Feuerwehr mittun. Aber ich brauche keine Bergeschere für unsere Feuerwehr. Die kann ich mir im Ernstfall ja beim Nachbarn ausborgen. Wir haben mittlerweile so viele Tanklöschwagen, dass wir im Wasser ,ersaufen‘. Das hat sich in den letzten Jahrzehnten ja alles geändert, die Entfernungen, die Straßenverhältnisse, die Wasseranschlüsse, wenn wo Schlauchleitungen nötig sind. Das muss man alles berücksichtigen, aber es geschieht nicht.“

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POLITIK

Gerhard Sundl, Kommandant der Feuerwehr Entschendorf: „Wollte unsere Wehr mit Nachbarn zusammen legen, dieser lehnte aber ab.“


Sanfte Erinnerung an den Generationenvertrag

PFLEGE

Sozial gestaffelter Pflegeregress Ab 1. August 2011 gilt in der Steiermark wieder der Pflege-Regress. „Es ist dies eine Notwehrreaktion des Landes, weil der Bund in Sachen Pflegeversicherung noch keine Zukunftsregelung zustande gebracht“, heißt es von Landesrätin Kristina EdlingerPloder.

D

er Regress ist sozial gestaffelt. Unter einem durchschnittlichen Nettoeinkommen (inklusive 13. und 14.) von 1.500 Euro im Monat wird niemand für eine RegressZahlung zur Kassa gebeten. Zwischen 1.500 und 1.600 Euro Nettoeinkommen im Monat zahlen (siehe auch Tabelle) Kinder für ihre Eltern vier Prozent oder bis zu 64 Euro. Sollte jemand dennoch aufgrund von anderen Verpflichtungen damit nicht einver-

standen sein, so kann er auf unkompliziertem Weg bei Gericht eine Feststellung des zumutbaren Regress-Betrages beantragen.

Man bleibe mit der kommenden Regelung weit hinter der zivilrechtlichen Unterhaltsverpflichtung zurück. Zum Pflege-Regress werden Angehörige aber auch nur dann verpflichtet, wenn trotz allfälliger Vermögensverwertung das Land einen Kostenbeitrag tätigen muss. Weil in der Bevölkerung Verunsicherung besteht: Für jene Personen, die schon jetzt, also vor dem 1. August, in Pflegeheimen untergebracht sind, müssen die Angehörigen erst am 1. Jänner 2012 einer allfälligen Regress-Verpflichtung nachkommen.

10 Millionen Euro Der Landtag hat mit viel Beifall im September 2008, also vor nicht einmal drei Jahren, die gänzliche Abschaffung des Pflege-Regresses beschlossen. Aufgrund der Budget-

Angehörige in einem Pflegeheim: nun Klarheit über Zuzahlung. Foto: AOK-Mediendienst

Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder: Durch die soziale Staffelung sei das eine leistbare Verpflichtung innerhalb der Familie, Verantwortung zu übernehmen.

Nöte, aber auch weil immer mehr Menschen in Pflegeheime drängen, sich damit die Kosten fürs Land dramatisch erhöhten, musste es nun zu dieser neuen Regelung kommen. „Es ist, wenn Sie so wollen, die sanfte Erinnerung an den Generationenvertrag“, sagt Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder. Durch die soziale Staffelung sei das aber eine leistbare Verpflichtung innerhalb der Familie, Verantwortung zu übernehmen. O

Ersatzpflicht der Kinder im Monat Ersatzpflicht der Eltern im Monat

Sonderthema/Anzeigenredaktion

Einkommen in Euro von bis 0 1499,99 1500 1599,99 1600 1699,99 1700 1799,99 1800 1899,99 1900 1999,99 2000 2099,99 2100 2199,99 2200 2299,99 2300 2399,99 2400 2499,99 2500 2599,99 2600 2699,99 2700 16

Ersatz in % des Einkommens 0,00 4,00 4,50 5,00 5,50 6,00 6,50 7,00 7,50 8,00 8,50 9,00 9,50 10,00

Einkommen in Euro von bis 0 1499,99 1500 1599,99 1600 1699,99 1700 1799,99 1800 1899,99 1900 1999,99 2000 2099,99 2100 2199,99 2200 2299,99 2300 2399,99 2400 2499,99 2500 2599,99 2600 2699,99 2700 -

Ersatz in % des Einkommens 0,00 9,00 9,50 10,00 10,50 11,00 11,50 12,00 12,50 13,00 13,50 14,00 14,50 15,00 KLIPP Juli 2011


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an sollte die Kirche im Dorf lassen. Die Ankündigung der beiden Reformpartner Franz Voves und Hermann Schützenhöfer über eine Verwaltungs- und Strukturreform in der Steiermark wird gefeiert, als hätte man gerade eine neue Magna Charta für die Steiermark beschlossen. Es geht nun nicht darum, das ambitionierte Vorgehen schlecht zu reden. Doch Politiker und andienende Medien neigen dazu, die Ankündigung der kommenden Reformen so zu feiern, als wären diese bereits gelungen. Die künftige Neuverschuldung des Landes drastisch zu senken und einen eisernen Sparkurs zu fahren – dies haben Franz Voves und Hermann Schützenhöfer in ihrer Reformpartnerschaft zu einem zentralen Thema gemacht. Wären die beiden im Vorjahr in die Politik eingestiegen, so wären der starke Applaus und die Aussage „die trauen sich endlich was“ völlig berechtigt. Es ist aber bekanntlich so, dass Franz Voves und Hermann Schützenhöfer ja seit nahezu einem Jahrzehnt an vorderster Stelle mitverantwortlich für die Politik in der Steiermark sind und damit auch dafür, dass sich die Steiermark in eine selbstverschuldete, schwere Finanzkrise hinein manövriert hat. Und das ergibt doch ein ganz anderes Beurteilungsbild. Sind sie doch mitverantwortlich für das Schlamassel, dem ich zuleibe rücken müssen und möchten.

POLITIK

+ KLAR Wohlstand im Lande beitragen konnten. Die angesprochene Reduktion der Mitarbeiter in der Landesregierung um 2.000 Dienstnehmer würde über den Daumen gerechnet ein Vielfaches an Einsparung bringen, als die Zusammenlegung kleiner Gemeinden. Doch deren Einsparungspotentiale sind äußerst begrenzt. Viele kleine Gemeinden sind nicht zuletzt deshalb in Bedrängnis gekommen, weil das Land ihnen Aufgaben und Ausgaben (Beiträge für die Seniorenpflege) zumutet, nicht zu den Kernaufgaben von Gemeinden zählen. Niemand wehrt sich gegen Kooperationen auf sachlicher und inhaltlicher Ebene zwischen Gemeinden.

Reformpartner-Duo Franz Voves und Hermann Schützenhöfer stößt auf Beschluss zur Gemeinde- und Verwaltungsreform an.

Weil nur die Zusammenlegung oder Fusionierung kleinerer Gemeinden zur Diskussion steht – weit mehr könnte da eine Verschmelzung größerer Gemeinden bringen. Man denke an Zeltweg, Knittelfeld, Spielberg, Fohnsdorf. Warum könnte daraus nicht die Gemeinde Aichfeld-Murtal entstehen? Oder Frauental, Bärnbach, Voitsberg usw. Wenn schon, denn schon. Wer heute zum Beispiel durch die Südoststeiermark fährt, der freut sich über die kleinen, schmucken, gut aufgeräumten Dörfer, die herausgeputzten Häuser und über den gewachsenen Wohlstand. Vor 30 Jahren sah das noch ganz anders aus. Warum dieser Blick in die Vergangenheit wichtig ist: Diese positiven Veränderungen sind den Menschen dort zuzuschreiben, aber vor allem auch den Bürgermeistern und Gemeindevertretern, wo jeder für sich versucht hat, für seine Gemeinde das Beste heraus zu holen. Es ist ein bekanntes Phänomen – so lange man im Zentrum ist, passiert viel, wird man an den Rand gedrückt, muss man um sein Überleben kämpfen. Diese Gefahr besteht bei Zusammenlegungen von kleinen Gemeinden. Logischerweise ist dort auch die Kreativität gefordert. Wer sagt, dass im Gemeindehaus nicht auch ein kleines Café betrieben werden kann, die Gemeinde zum Postpartner wird, ein Laden dort entsteht und es damit zusätzliche Einnahmen für die Gemeinde gibt. O

Zu hohe Erwartungen

Es war etwa im Jahr 2005 – da beschäftigte die Landesregierung rund 7.000 Personen. Diese Zahl stieg auf mittlerweile 8.000 und soll nun wieder um rund 700 gesenkt werden. Auch das wird in der Ankündigungspolitik der Reformpartner als wesentliche Einsparmaßnahme verkauft. Weiters soll die Zahl der Landesabteilungen von 50 auf 25 halbiert werden. Was so dramatisch klingt, zieht auch keine dramatischen Verbesserungen nach sich. Ein Vorschlag zur Güte: Voves und Schützenhöfer sollten sich darauf verständigen, 2.000 Posten in der Landesregierung abzubauen. Man kann davon ausgehen, dass bei einer entsprechenden

Organisation verbunden mit einem effizienten Personalmanagement die Verwaltungsabläufe sogar besser funktionierten, die Landesregierung effektiver arbeiten würde. Eine Sensation für die Steiermark, aber keine Sensation für Österreich ist die Tatsache, dass es künftig keinen Proporz mehr bei der Bildung der Landesregierung geben wird. Jede wahlwerbende Partei kann sich Mehrheiten suchen. Dies wird den politischen Spielraum bestimmt verbessern. Auch die Verkleinerung des Landtags von 56 auf 48 Mitgliedern wirkt für die Öffentlichkeit gut, ist aber kein epochaler Sparschritt. Der große Einspareffekt soll laut Reformpartnerschaft aber durch die Gemeindezusammenlegungen und Fusionen erzielt werden. Da sind die Erwartungen viel zu hoch angesetzt. Denn trotz aller Probleme sind die Gemeinden jene Institution, die in den letzten 50 Jahren am effektivsten arbeiteten und am meisten für den

SPÖ-Müller will Bürgermeister werden Der seit drei Monaten im Amt stehende SPÖ-Vorsitzende Edmund Müller ist unterwegs auf seiner „Tour durch Graz“. Müller gibt sich bewusst bürgernahe und möchte auch Hausbesuche machen: „Ich suche den Dialog mit den Menschen draußen, denn ich bin aus der Wirtschaft ausgestiegen, um für ein besseres Graz zu kämpfen.“ Nachdem Müller Jo-

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anneum Research langjährig erfolgreich führte, bleibt zu hoffen, dass er diesen Aufschwung auch der SPÖ beschert. Das Ziel für die Gemeinderatswahl 2013: Keine Koalition ohne die SPÖ. Der Grazer Parteichef möchte Bürgermeister werden.„Viele Risse innerhalb der Partei konnten wir kitten.Jetzt sind wir wieder auf Einheitskurs.“ Foto: Melbinger

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om Magazin Spiegel, der Neuen Zürcher Zeitung, über Die Zeit, Die Welt bis hin zu großen Literatur-Zeitschriften, auch in den USA und Japan – sie alle beobachten Gerhard Roths Schaffen aufmerksam und berichten prominent. Ist Peter Handke einer, der die Medien und die Öffentlichkeit gerne reizt, provoziert, so ist Roth einer der stillen Großen.

Top-Literat Gerhard Roth – ein Außenseiter?

„Eigentlich immer“

Mamut-Projekt „Orkus“, das neue Buch, ist Abschluss des gleichnamigen Zyklus, versammelt viele Motive und Figuren der vorliegenden Romane. Damit endet ein literarisches MamutProjekt. Nach „Archive des Schweigens“ ist „Orkus“ sein zweiter Zyklus. Beide zusammen haben einen

Umfang von 6.000 Seiten. Etliche seiner Werke wurden mit ihm als Drehbuchautor erfolgreich verfilmt. Gerhard Roth wurde unter anderem mit der Goldenen Romy ausgezeichnet und erhielt eine Reihe andere Ehrungen und Preise.

Versuch, das Leben zu verstehen Foto: Michaela Vretscher

COVERSTORY

„Ich werd’ im nächsten Jahr 70, hab’ nur dieses Leben – worauf soll ich also warten“, analysiert der 1942 in Graz geborene Literat Gerhard Roth seinen Schreibeifer. Er gilt als größter österreichischer und einer der bedeutendsten Schriftsteller im deutschsprachigen Raum.

Der Sohn (geb. am 24. Juni 1942 in Graz) eines Arztes und einer Krankenschwester wollte ursprünglich selbst auch Medizin studieren, konzentrierte sich aber schon bald auf die Literatur und brach sein Studium 1967 ab.Anfänglich verdiente er seinen Lebensunterhalt als Programmierer im Grazer Rechenzentrum; seit 1976 ist er freier Schriftsteller. Von 1973 bis 1978 war er Mitglied der Grazer Autorenversammlung, ehe es ihn ab 1979 nach Hamburg zog. Seit 1986 lebt er abwechselnd in Wien und in der Steiermark. Sein Sohn ist der Regisseur Thomas Roth, seine Töchter sind die Schauspielerin und Agenturleiterin Eva Roth und die Architektin Petra Roth.

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Nach dem „Alphabet der Zeit“ ist „Orkus“ ebenfalls stark biografisch angelegt. Ein Versuch, das Leben zu verstehen. Der Top-Autor in einem Exklusivinterview kürzlich in der „Kulturzeitung 80“: „Das Schreiben ist immer ein Versuch, das Leben zu verstehen, und es ist wohl nicht möglich, eine allgemein gültige Erkenntnis daraus zu gewinnen – abgesehen von Banalitäten. ,Orkus‘ ist ein Selbstporträt, eine Momentaufnahme der Gedanken in meinem Kopf. Das Problem ist, dass das aus der Erinnerung heraus geschieht.“ Der Begriff „Orkus“ steht für das Reich der Toten. „Noch immer ist der Tod in unserer Gesellschaft tabuisiert. Er findet zumeist ohne die Anwesenheit eines Angehörigen im Krankenhaus statt und die Mehrzahl sieht den Verstorbenen dann nicht mehr und geht beim Begräbnis hinter einem Sarg her, der auch leer sein könnte. Wir haben vieles, was wir besitzen und benutzen von den Toten – den Namen, die Sprache, ei-

nen größeren Teil unserer Erkenntnisse und Kunstwerke, also die Welt, die sie hinterlassen und wir vorgefunden haben. Aber das ist merkwürdigerweise nur wenigen bewusst, da alles, was mit der Welt der Toten zusammenhängt, wie ein gutes oder schlechtes Märchen klingt.“ (Zitat Interview) „Alles – unser Denken, unsere Vorstellungen, unsere Hoffnungen und Ängste – ist vom Denken der Toten besetzt, von jahrhunderte-, jahrtausendealten religiösen Begriffen beispielsweise oder politischen, philosophischen Ideen. Die Menschen werden mit diesen Ideen erzogen, die das eigene Denken in eine bestimmte Bahn lenken.“

mich in meinen letzten schöpferischen Jahren darauf konzentrieren.“ „Die meisten Ihrer Bücher rücken Außenseiter in den Mittelpunkt. Gab oder gibt es Zeiten, in denen Sie sich selbst als Außenseiter fühlen?“, wird Gerhard Roth im Kulturzeitung-80-Interview von Chefredakteur Stefan Zavernik gefragt. Antwort: „Eigentlich immer. Das Schreiben bringt es mit sich, dass man zumeist aus einer Position der Schwäche heraus denkt, ohne dabei aber wehleidig zu sein. Selbstmitleid ist tödlich für einen schöpferischen Menschen, glaube ich. Ebenso wie eingebildete Stärke oder Wichtigkeit.“

Ein schwarzes Notizbuch Leben in der Südweststeiermark Gerhard Roth, der mit seiner Frau in St. Ulrich im Greith in der Südweststeiermark lebt, ringt sich sein Schreiben ab. Er arbeitet bis zur Erschöpfung und liest seine Bücher Wort für Wort oft bis zu zwölf Mal durch. Der Schriftsteller gegenüber Klipp: „Bei der Überarbeitung kommst du oft auf Dinge drauf, die nicht stimmen. Wenn man dann einen Abstand hat. Worauf es ankommt, das ist das Schreiben selbst. Die eigentliche Belohnung ist der Arbeitsprozess, auch wenn er zerstörerisch sein kann. Ich möchte

Dies ist sein wichtigstes Utensil, wenn Gerhard Roth unterwegs ist. „Ich mache meine Notizen nur spontan. Auch meine fotografischen Notizen entstehen aus dem Augenblick heraus. Aber es sind keine Schnappschüsse. Ich hasse Schnappschüsse. Ich empfinde es als notwendig, dass ich mich meinem fotografischen Gegenüber stelle, es auf mich aufmerksam mache. Beim Notieren gehe ich meinen Wahrnehmungen und Eingebungen nach.“ Gerhard Roths Vater war Arzt, er wollte diesen Beruf auch für ihn. KLIPP Juli 2011


Regelmäßig zu Besuch in Gugging Die Faszination für das Unbewusste ist ihm allerdings geblieben. Seit fast 40 Jahren fährt er nach Gugging, der Landesnervenheilanstalt in Niederösterreich. „Ich bekam dort immer große Anregungen, gehe jedes Mal wieder verwandelt weg, weil ja auch ein Schriftsteller stark mit dem Unbewussten arbeitet.“ Es sei eine Ironie, dass jetzt auf dem Gelände auch Österreichs einzige Elite-Universität entstanden ist.

Und kommt das Gefühl, dass es andere besser können? „Wenn ich das denke, der ist besser, dann muss ich das Schreiben aufgeben. Es ist eine Grundvoraussetzung, dass man immer an sich glauben muss. Man könnte sagen: Den Glauben an sich selbst verliert man erst, wenn man gestorben ist.“ Roth vermeidet es aber, die Arbeiten anderer Schriftsteller-Kollegen zu bewerten. „Ich kann mit dem nichts anfangen, das ist alles, was ich zu diesem Punkt sagen kann.“ Seine alten Werke – gesteht er offen – liest er nicht mehr. „Denn ich bin ja schon unterwegs zum nächsten Buch.“ Das Wichtigste für ihn sind die ersten 20 Seiten

– daran arbeitet er oft Monate. „Dann hat das Buch seine Strahlkraft, dann weiß ich, was ich mir im Buch noch erlauben kann.“ Hat er sein Schreiben getan, dann ist seine Frau die erste Leserin. „Sie ist aber eine intelligente Normal-Leserin und es kommt schon vor, dass ich dann auf ihre Bemerkungen reagiere.“ Gerhard Roth weiß natürlich, dass er kein Bestseller-Autor ist. „Das ist eine andere Kategorie. Wenn man Literatur macht, dann denkt man nicht an den Verkauf, sondern daran, ob das Werk angenommen wird oder nicht. Es gibt Werke, die Jahrzehnte oder auch Jahrhunderte

überlebt haben und so gesehen mehr Auflage haben als ein Bestseller nach zwei Jahren. In der Regel ist Schreibkunst nicht mit Bestsellerkunst zu vermengen.“ Was ihn freut: Wenn er das Gefühl, den Eindruck hat, dass er erkannt wird in seinem Schreiben. „Manche Dinge – das zeigt die Gesellschaft – brauchen einfach Zeit, bis sie verstanden und angenommen werden.“ In seiner Kindheit sagte man zu jeder Kritzelei: „Das ist wie ein Picasso.“ Heute weiß man um den Stellenwert von Pablo Picassos Arbeiten. „Wenn jemand etwas Neues macht – auch in der Architektur, Musik, wo immer –, dann muss er Geduld haben.“ O

Spannend, aber oft rätselhaft Aus der unerschrockenen Betrachtung des Abnormen gewinnt Roth einen zweifelnden, manchmal verzweifelten Blick auf das Normale. Er verhält sich wie ein Ingenieur, der Tapeten und Teppiche beiseiteräumt, um das Tragwerk zu untersuchen, und nicht selten findet er Schwamm und Fäulnis. So besucht er im Roman das KZ Mauthausen und lässt einen Führer die Vorgänge so detailliert erzählen, dass auch den informierten Leser das Grauen packt. Es liegt auf der Hand, dass Roth’s Werk für simple Unterhaltungsbedürfnisse wenig taugt. Zwar sind Roths Romane durchaus spannend, oft aber enden sie im Rätselhaften. Der Reisende, der uns im Erzähler zumeist begegnet, bringt keine Pointen nach Haus, sondern Befunde, die manchmal aufschlussreich sind, manchmal verstörend. Dem entspricht seine Sprache: Sie verzichtet auf das, was Robert Musil einmal das „Poeseln“ genannt hat, also auf kostbare Bilder, brillante Wendungen. Sie ist so sachlich, wie es der Bericht eines Augenzeugen sein sollte. (Quelle: Die Zeit Nr. 24, 2011)

Kein Schielen auf den Kommerz Die Bücher von Gerhard Roth sind mittlerweile in 14 Sprachen übersetzt – ob das von Englisch, Russisch, Spanisch bis Japanisch geht. „Natürlich orientiert man sich als Schriftsteller am Anfang an jemandem, doch man muss sich davon bald lösen und seinen Fingerabdruck finden. Ich schreibe, ohne an Kommerz und Erfolg zu denken.“

KLIPP Juli 2011

Fotos: Werner Kmetitsch

Harnoncourt – der Zauberer

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s ist auffällig. Natürlich gibt es in der Steiermark über den Sommer hinweg viele engagiert gemachte Kultur-Events. Doch nur eines, das im Gegensatz etwa zu Niederösterreich oder dem Burgenland auch österreichweit registriert wird – die Styriarte. Warum das so ist, sollte man möglicherweise bei den Verantwortlichen auch einmal diskutieren. Bleibt nur zu hoffen, dass der (Ver-)Zauberer Nikolaus Harnoncourt noch Jahre aktiv bleibt. Jedes Jahr fragt man sich: Was wird er im nächsten Jahr Überraschendes zeigen? Harnoncourt holt in Vergessenheit geratene Werke aus der Versenkung und gibt ihnen seine Handschrift oder tut dies auch bei weltbekannten Stücken wie Borghi und Bess oder in diesem Jahr mit der Verkauften Braut von Smetana. Diese wurde bei allen sieben Aufführungen heftig bejubelt.

Nikolaus Harnoncourt, der ja tschechische Wurzeln hat im Interview mit dem Magazin „Styriarte“: „Es geht in der verkauften Braut um die Frage, wie schwer das Leichte ist und wie leicht das Schwere ist. Das ist eigentlich der Aufhänger und das finde ich unheimlich gut. Das Ganze spielt ja am Kirchweihtag in einem Dorf und diese Idee Smetanas ist genial, denn da trifft sich die ganze Gegend, da kommen aus dem Umkreis von 30 Kilometern die Leute zusammen. Und immer ist dort irgendeine Unterhaltung – ein Zirkus oder so etwas. Und das ist schon als Küche für die sozialen Verbindungen dieser zusammen gekommenen Leute sehr gut gewählt. Das Sujet der Oper ist ja ziemlich brutal. Es geht ja auch um Denunziation, den Umgang mit Behinderten, die Lenkungsgewissheit des Überlegenen, um Heiratsver-

mittler, eine alte Figur. Und all diese Figuren zugleich ganz ernsthaft gegen die Wand rennen zu lassen und zugleich heiter und lustig darzustellen – das ist die Kunst.“ O

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COVERSTORY

„Ich aber“, so sagt Gerhard Roth, „wollte immer Schriftsteller werden.“ Eine Zeit lang studierte er Medizin, doch fasziniert war er von Sigmund Freud, und er dachte daran, Psychiater zu werden. Doch das Schreiben war stärker.


WIRTSCHAFT

Sparkassen-Studie belegt: Zuversicht bei den Unternehmen in der Steiermark

Modernisierungsschub durch Investitionen Das zeigen alle Daten: Die wirtschaftliche Stärkung von Regionen ist stark mit dem Vorhandensein leistungsfähiger regionaler Banken verknüpft. Die Steiermärkische Sparkasse ist eine solche Regionalbank, der größte Anbieter von Finanzdienstleistungen im Süden Österreichs.

Kommerz-Chef Franz Kerber: „Setzen als größte Regionalbank im Süden Österreichs deutliche Akzente.“

Als Regionalbank hat die Steiermärkische Sparkasse bereits deutliche Akzente gesetzt und wird die Investitionen in die heimische Wirtschaft weiter mittragen. „Im Jahr 2010 haben wir rund 650 Millionen Euro Neukredite an steirische Unternehmen vergeben, 2011 sollten daher die Zuzählungen darüber liegen“, so Franz Kerber. „Die Internationalisierung unserer KMUs zu unterstützen, sehen wir als wichtige Aufgabe, wird der Export doch als wichtiger Treiber der Konjunktur gesehen.“

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edes zweite KMU steht in Geschäftsverbindung mit der Steiermärkischen Sparkasse. Jedes dritte hat seine Hauptgeschäftsverbindung dort. Rund 6.000 Mitarbeiter betreuen an über 480 Standorten in der Steiermark und in Südosteuropa zwei Millionen Kunden. Ideale Voraussetzungen, um KMUs über die Grenzen zu begleiten.

In der österreichweit durchgeführten Studie im Auftrag der Erste Bank & Sparkassen spiegelt sich erfreulicherweise eine optimistische Grundstimmung wider: I 70 Prozent der Unternehmen erwarten in den nächsten drei bis fünf Jahren steigende Umsätze. I Die Eigenkapitalaufstockung ist für 37 Prozent sehr wichtig. I 30 Prozent brauchen zusätzliche Kredite. Diese Kredite werden nicht zuletzt für Investitionen benötigt, wollen doch auf die Steiermark umgelegt 72 Prozent der Unternehmen ihre Betriebe modernisieren und mit anderen Firmen (59 Prozent) stärker kooperieren. Das Institut IMAS International befragte in der Steier-

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Zentrale der Steiermärkischen Sparkasse in Graz: Zwei Millionen Kunden werden konzernweit in Österreich und Südosteuropa betreut.

mark die Manager von 100 Firmen (mit mehr als 1,5 Mio. Euro Jahresumsatz), österreichweit waren es insgesamt 900. „Die grundsätzliche Herausforderung für KMUs besteht in der Sicherung der Konkurrenzfähigkeit und Liquidität. Kostenoptimierung und

Rationalisierungsmaßnahmen wurden im Rahmen der Krise zwangsläufig vollzogen, nun gilt es vorrangig die Konkurrenzfähigkeit und Marktposition der Betriebe abzusichern“, so Franz Kerber, KommerzChef und VorstandsvorsitzenderStellvertreter der Steiermärkischen Sparkasse.

Bei der Kundenentscheidung für die Wahl einer Bank ist für 93 Prozent ein stabiles und sicheres Institut ausschlaggebend, für 89 Prozent ist ein vorsichtiger Umgang mit dem Geld der Kunden sehr wichtig. „Dies ist bei uns gewährleistet“, so Franz Kerber, „wie sich auch in der vergangenen Wirtschaftskrise ganz deutlich gezeigt hat.“ Historisch niedrig ist trotz des Anstiegs der letzten Monate das derzeitige Zinsniveau. Natürlich ein wichtiger Indikator bei Investitionen. Kommerz-Chef Franz Kerber dazu: „Wir gehen davon aus, dass sich in den nächsten 12 Monaten dieser Anstieg fortsetzen und der Leitzins der EZB im Jahresabstand bei etwa 2 Prozent (derzeit 1,5 Prozent) liegen wird. Es macht daher Sinn, sich bei langfristigen Investitionen das derzeit noch moderate Zinsniveau durch entsprechende Instrumente, zum Beispiel Zinscap, absichern zu lassen. Langfristige Finanzierungspositionen von Unternehmen mit niedrigen Umsatzrenditen oder Immobilieninvestitionen wären dafür besonders geeignet.“O KLIPP Juli 2011


LILLY LOTTERBLUME

Hallo, meine Lieben!

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ch bin ganz ungewollt fast zu einer Expertin von American Football geworden. Unser Allerjüngster ist nach der für mich brutalen Rauferei um irgendeinen elliptischen Ball aus Schweinsleder total verrückt. Logisch, dass er von den Spielen seiner österreichischen Lieblinge bei der WM in Graz keines auslässt. Diese Kolosse aus Muskel und Fett – das sind halt noch echte Männer, die haben’s drauf. Und auch er will künftig – so vertraute mir seine Freundin im Geheimen an – auch so einer werden. Mir graut davor. Geheime Sachen sind immer irgendwo unausgegoren. O Ein alter Bekannter von uns aus den Regierungsbüros hat mir ganz was Geheimes gezeigt. Es sind erste Entwürfe eines gemeinsamen Logos von ÖVP und SPÖ. Landeshauptmann Franz Voves und Hermann Schützenhöfer haben ja angekündigt, 2015 möglicherweise noch einmal zu kandidieren. Sie wollen ihre Reformpartnerschaft noch weiter

vertiefen. Mit einem gemeinsamen Logo und Wahlauftritten wollen sie Blau auf Distanz halten. Weil ja jetzt Gemeinden zusammengelegt werden sollen, dann sollte man ja auch vor den Parteien nicht haltmachen. Und auch die wechselnde Obmannschaft sei schon festgelegt, heißt es. Einmal ein Ex-Roter und dann ein Ex-Schwarzer. Das bringt sicher nicht nur Einsparungen, sondern auch viel mehr Kreativität wird da geweckt. Auch in der Wirtschaft gibt’s ja genügend Beispiele, dort, wo ja Voves herkommt, wo einst konkurrierende Marken fusioniert wurden, und heute kräht kein Hahn mehr nach der alten Ordnung. Und mit einer Fusionierung hätte man auch das Problem der geringen Wahlbeteiligung im Griff. Die, die noch zur Wahl gehen – das werden möglicherweise 15 bis 20 Prozent sein –, sind halt jene Bürger, die für eine Opposition sind. Denn alle anderen drücken ja durch ihr Nichthingehen aus, dass sie damit einverstanden wären. Die Einsparungspotentiale wären auch im Sinne einer Verwaltungsreform und von minus

… die ersten Entwürfe für die Rot-Schwarze Einheitpartei in der Steiermark

25 Prozent gewaltig, so der Herwig. So würde es zum Beispiel nur noch einen Klubobmann und einen Stellvertreter, einen Klubsekretär und, und in den einzelnen Bereichen ge-

ben. Und zu den Auftritten in den Gemeinden müsste nicht jeder mit einem eigenen Dienstauto fahren, sondern könnte man zu zweit in einem dort auftauchen. Freude damit

90 Jahre AK Auftrag für eine permanente Reform Wir bieten ein umfassendes Service Als Spezialist am Gebiet der Elektrotechnik bieten wir Ihnen eine bemerkenswerte Bandbreite an Serviceleistungen an – egal, ob es sich um Krankenhäuser, Freizeitanlagen, Einkaufszentren, Kaufhäuser, Schulen oder private Gebäude handelt. Eine professionelle Arbeitstechnik unserer rund 60 Mitarbeiter sowie Qualtiät und Termintreue sind dabei selbstverständlich.

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ie guten Umfrage-Noten für die steirische Arbeiterkammer sieht AK-Präsident Walter Rotschädl als „Auftrag, uns stetig zu verbessern“.

Aus Anlass des 90jährigen Jubiläums hat die AK eine Befragung ihrer Mitgliedern in Auftrag gegeben. Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage bei 500 AK-Mitgliedern: Die Gründungsidee der Arbeiterkammer (Solidarität und Gerechtigkeit) ist heute noch für 58 Prozent spürbar und 64 Prozent beurteilen diese Ideologie nach wie vor als zeitgemäß. Ein Drittel der Mitglieder hatte bereits direkten Kontakt mit der AK und verteilte dabei die Schulnote Gut für Freundlichkeit und Fachwissen. Die bekanntesten Serviceleistungen: Arbeitsrecht, Konsumentenschutz, Bildung und Bildungsscheck sowie Sozialrecht.

AK-Präsident Walter Rotschädl und Umfrageleiterin Mag. Claudia Brandstätter

Reformen Der schnelle gesellschaftliche Wandel und die Änderungen in der Arbeitswelt führen nach Ansicht Rotschädls zur Notwendigkeit, dass sich die Arbeiterkammer einem permanenten Reformprozess unterwirft. Jüngste Reformschritte: Rettung der Landes-Pendlerbeihilfe durch Übernahme eines Teils der Kosten und Erhöhung des Bildungsschecks um 20 Prozent auf 60 Euro pro Semester. KLIPP Juli 2011


I Die geheimen Fusionspläne der Reformpartner I Energie Steiermark – die geheime Kommando-Sache dürften in Wahlzeiten auch die Bürger haben, die sich lautstark gegen diese Überschwemmung an Wahlplakaten und, und in der Vergangenheit gerichtet haben. Ganz anders hingegen schaut’s bei den Medien aus (auch beim Winzling Klipp). Weil damit auch für die Medien viel, viel weniger Wahl-Inserate anfallen würden. Es tun sich also Möglichkeiten auf, will der Herwig von einem erfahren haben, der mit dem Projekt befasst ist, die jetzt noch gar nicht richtig abschätzbar sind. Das klingt aber weniger beruhigend als vielmehr bedrohlich … O 2013 braucht die Steiermark Geld, muss sie doch die KAGesAnleihen erstmals bedienen, sprich die Raten zahlen. Nachdem Landeshauptmann Franz Voves und Hermann Schützenhöfer auch in die-

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ser sensiblen Sache strengstes Stillschweigen verordnet haben, wird das Thema „Verkaufen von Anteilen der Energie Steiermark“ nur im kleinsten Kreis beredet, höre bei unserer letzten Kartenrunde von der Uschi. Das Land besitzt bekanntlich 75 Prozent der Aktien an der Energie Steiermark, die restlichen 25 Prozent gehören den Franzosen. 5,6 Milliarden Schilling (400 Millionen Euro) zahlten die Franzosen bei ihrem Einstieg in den 90er-Jahren. Da die Energie Steiermark nach außen hin keine wirklich langfristig erkennbare Strategie verfolgt, was sie mit den reichlichen stillen, ungebundenen Reserven machen will – die Rücklagen betragen rund 150 Millionen Euro –, ist ein Verkauf eine gute Option. Die öffentlichkeitsfreundliche Strategie von Oswin Kois, die Energie Steiermark grün zu machen, mit noch mehr Elektrobike-Verkaufsstellen, Pho-

tovoltaik-Förderungen und SolarFörderungen, wird diese Reserven nicht ernsthaft gefährden können, denn andere visionäre, größerer Projekte sind nicht am Tisch, erfuhr die Uschi von ihrem Freund aus dem Energie-Steiermark-Präsidium. Man werde die Braut, also die Energie Steiermark, so dieser, weiterhin ordentlich schmücken, damit dann ein Verkauf von weiteren 25 Prozent der Aktien zumindest 300 bis 350 Millionen Euro für das Land als Eigentümer bringt. Damit könnte man das Budget nicht sanieren, aber doch für einen kräftigen Abbau der Verschuldung sorgen und die Neuverschuldung stoppen. O Franz Voves und der Schützi haben ja verlautbart, dass sie 2015 überlegen, noch einmal antreten zu wollen, weil sie von ihrer Reform-

partnerschaft beide so begeistert sind. Die tun das auch, so der Toni aus der SPÖ-Hochsicherheitszentrale, aus taktischen Gründen. Denn bestätigen sie ihren Abschied im Jahr 2013, dann sind sie Auslaufmodelle mit Ablaufdatum und verlieren als solche von Monat zu Monat an Wert. Fast logisch, so der Toni, dass sich dann der Widerstand gegen die Gemeindefusionen, die Sparwut und, und stärker formiert und auch die Nachfolge-Spiele beginnen. So lang sie aber die Drohung aussprechen, noch bleiben zu wollen, müssen sich alle ducken, denn wer vorlaut ist, so der Toni, der wird allzu leicht ausgetauscht – wie man ja auch beim Kurtl Flecker gesehen hat. Also, das wär’s, tschüss, bis zum nächsten Mal, Eure Lilly

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Jeder 7. Neuwagen ist ein SUV

AUTO

&

MOTOR

Der Trend hält an

Sie sind ja wirklich praktisch, meinen viele begeisterte Fahrer dieser Sport Utility Vehicles, kurz SUV genannt. Einerseits Geländewagen, andererseits Limousine, eine perfekte Mischung, wie diese betonen. Begonnen hat alles Anfang der 90er Jahre, als erste Modelle mit dem Begriff SUV in Verbindung gebracht wurden.

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un ist bereits jeder 7. Neuwagen in Österreich ein solcher. Die Verkaufszahlen schnellen unaufhaltsam in die Höhe. Von insgesamt 121.182 PKWs, die in den ersten vier Monaten des heurigen Jahres in Österreich neu zugelassen wurden, sind 17.483 SUVs. Das bedeutet ein Plus von rund 32 % für dieses Segment gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Doch was ist eigentlich das Besondere und Praktische an diesen monströs wirkenden Boliden? Wie bereits gesagt, das Ineinanderfließen der einzelnen Aufbauarten macht den Unterschied aus. Von außen betrachtet ähnelt die Form des Wagens natürlich sehr einem Geländewagen. Wuchtige Reifen, hoher Aufbau und massive Front beeindrucken schon beim ersten Blick. Fahrkomfort, Sicherheit, Funktionalität sowie Beschleunigung und Endgeschwindigkeit erfüllen jedoch mehr die Eigenschaften einer Limousine. Hier kommen

Ford Reisinger, „bei allen neu gekauften Fahrzeugen ganz klar Weiß.“ Mehr Show als Nutzen also? Keineswegs! Vielmehr könnte man zusammenfassend SUVs als sportlichelegante Nutzfahrzeuge sehen. Für Familien und Menschen mit vielerlei Hobbys bieten sie viel Platz und Ladefläche, um diese auszuleben. Alles in allem kann man auch sagen, dass dieser Trend ungebrochen weitergehen wird. O

Noch rechtzeitig für den Sommer

Das neue Golf Cabrio ist da wir zum eigentlichen Kern der Sache: Ein SUV ist nur bedingt für den Geländeeinsatz konstruiert. Dies wird vor allem bei genauerer Betrachtung des Innenlebens eines solchen Fahrzeuges verdeutlicht. So besitzt der SUV meist eine Einzelradaufhängung. Der klassische Geländewagen hingegen besitzt Starrachsen und Differentialsperren, was wiederum das Durchdrehen der Räder verhindert und so die Geländetauglichkeit wesentlich verbessert. Auch der Allradantrieb, was einen Offroader erst zu einem macht, ist nicht zwingend integriert. Viele Hersteller bieten ihre Modelle auch ohne diese Technik an. Pascal Passler, Verkaufsberater von Peugeot Edelsbrunner, betont aber: „Wer sich ein Auto dieser Klasse zulegt, der nimmt dieses auch mit Allrad.“ Auch beim Opel Antara ist dies der Fall, wie es vom Autohaus Salis und Braunstein heißt. Viele Hersteller bringen auch immer mehr Modelle dieser Art auf den Markt. So bringt Audi mit dem Q3 ein weiteres Modell der beliebten QSerie. VW hat seine Version des Ti-

guans überarbeitet, und auch Mercedes präsentiert mit der neuen M-Klasse bereits die dritte Generation des Modells. Von Peugeot gibt es vom 3008 demnächst auch eine Diesel-Hybrid-Version, in der man wesentlich spritsparender und Ing. Klaus Edelsbrunner vom gleichnamigen Grazer Autohaus: „Von Peugeot gibt es vom 3008 demnächst auch eine Diesel-HybridVersion, in der man wesentlich spritsparender und emissionsärmer vorankommt.“

„Nicht alles, was hell leuchtet wie ein Stern, ist Lichtjahre entfernt“, heißt es nicht gerade kleinmundig im Folder für das neue Golf Cabriolet. Und die Auto-Kenner – natürlich besonders jene, die mit dem Golf viel am Hut haben – schwärmen über die neue VWKreation. VW-Händler Ing. Dieter Kuss: „Verständlich, weil es hat ja rund zehn Jahre kein neues Cabrio mehr gegeben.“ Das Golf Cabrio gibt’s mit 77 KW (105 PS TSI), 118 KW (160 PS) und mit 77 KW in Blue-Motion-Technologie. Das Einstiegsmodell 1,2 Liter TSI gibt’s ab 24.990 Euro. O

emissionsärmer vorankommt. Routiniers unter den SUVs sind auch der BMW mit der X-Serie, der Nissan Qashqai, Ford mit dem Modell Kuga sowie der Opel Antara. Auch der Hyundai ix35 hat sich etabliert. Aber auch Hersteller, denen man diesen Sektor weniger zutraut, springen auf diesen Zug auf. Die, laut eigenen Angaben, skandinavische Antwort auf das Crossover-Segment ist der neue Saab 9-4x, und auch Fiat hat mit dem Sedici ein Modell am Start. Citroën wartet mit dem C-Crosser auf. „Modefarbe ist“, laut

Ablaufdatum von Autoapotheken Nur die wenigsten Autofahrer wissen es: Auch Autoapotheken haben ein Ablaufdatum. Und so sind Strafen von bis zu 70 Euro fällig, wenn man bei einer Kontrolle mit einer abgelaufenen Autoapotheke „erwischt“ wird. Bei einem Test von ARBÖ und ORF zeigte sich, dass sechs von acht Autoapotheken längst abgelaufen, mangelhaft oder auch unvollständig waren. Also gerade jetzt in der Urlaubszeit gilt es, die Autoapotheke zu kontrollieren.

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MOTOR & AUTO Frau Schneider-Assion übernimmt das Elektroauto von den Geschäftsführern der Energie Graz, Dr. Rudolf Steiner und Dr. Gert Heigl

Unterwegs mit dem Mazda MX-5 Mirai

Mit Spaß am Gas

Ruck, zuck offen K E

in Cabrio löst überall Neugierde aus. So natürlich auch in der Klipp-Redaktion, die den Mazda MX-5 Mirai ausgiebig testen konnte. Wie in der Schule: Zuerst kommen die Größeren und dann die Kleineren. Zugegeben, das Einsteigen und die Kopffreiheit bei geschlossenem Soft-Dach für unseren mehr als 1,85 Meter großen Kollegen war etwas ungewöhnlich. Aber dem Fahrspaß selbst tat das keinen Abbruch. Vor allem deshalb, weil das Wetter passte und wir viel oben ohne unterwegs waren. Für alle anderen Klipp-Testfahrer gab’s – was die Körpergröße betrifft – keine Probleme. Woran man sich allerdings gewöhnen muss: Man sitzt beim Mazda MX-5 Mirai knapp über dem Boden und auch die Lenkung ist, wie es sich für einen Sportflitzer gehört, recht direkt. Das Stoffdach verschwindet ruck, zuck, wenn man den Himmel über sich sehen will. Völlig unproblematisch durch den Zug am Entriegelungshebel faltet es sich hinter den Sitzen zusammen. Und auch das Schließen war für mich als Frau mit wenig Kraftaufwand verbunden. Der Mazda MX-5 ist natürlich eine gestandene Größe, hatte er doch als Cabrio sein Debüt bereits 1990. Auch andere Hersteller wurden dadurch animiert, eigene Modelle zu entwickeln. Das feine Verhält-

nis von Preis (27.990 Euro), Leistung und Fahrspaß ist beim MX-5 nach wie vor gegeben. Daher wird er von manchen liebevoll auch „Sekretärinnenporsche“ genannt. Die 126 PS des 1,8 Vierzylinder-Motors machen den Benziner quirlig und drehfreudig, auch dank des geringen Fahrgewichts. Dass Cabrios auch bei geschlossenem Dach keinen wirklichen Hörgenuss von Radio oder CD zulassen, darauf muss man sich natürlich schon von vornherein einstellen. Das störte meinen fünfjährigen Sohn nicht – er glänzte, als er im Kindersitz auf dem Beifahrersitz erstmals mitdurfte. „Mama, gel, den kaufen wir?“ Als ich den Preis von 27.990 Euro nannte, meinte er einfach: „Macht nichts, dann spare ich halt.“ O

undenservice und Energiepartnerschaft stehen für die Energie Graz an oberster Stelle. Aus ihrer ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung heraus hat sich die Energie Graz natürlich auch des Themas Elektromobilität angenommen. Mit der Errichtung einer Tankstelleninfrastruktur und attraktiven Leasingangeboten zur Verbreitung von Elektrofahrzeugen leistet die Energie Graz hier ihren Beitrag. Eine umfangreiche Flotte an Elektrofahrzeugen ist mittlerweile fixer Bestandteil des Firmenfuhrparks. Kunden der Energie Graz haben die Möglich-

keit, diese Fahrzeuge gratis zu testen. Susanne Schneider-Assion, geschäftsführende Gesellschafterin von ODÖRFER: „Wir sind Trendsetter bei Badezimmern und Experte bei Energie- und Umwelttechnik. Deshalb passt auch das Credo der Energie Graz mit ODÖRFER, im Umgang mit erneuerbaren Energielösungen, bestens zusammen. Wir freuen uns, das Strom-Auto im Testbetrieb zu verwenden. Ein Weg in die Zukunft sind elektrisch betriebene Fahrzeuge mit Photovoltaik-Strom. So landet unerschöpfliche grüne Sonnenenergie direkt im Auto-,Tank‘.“ O

Mazda MX-5 1,8i Mirai Preis: 27.990 Euro Ausstattungshighlights: Klimaautomatik, beheizbare Sportledersitze, Nebelscheinwerfer vorne, Bluetooth mit Sprachsteuerung, 17-Zoll-HochglanzLeichtmetallfelgen mit 205/45 R17 Bereifung Motor: 126 PS, von 0 auf 100 in 9,9 Sekunden KLIPP Juli 2011

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Da macht sogar Tanken Freude

AUTO

&

MOTOR

Unterwegs mit dem VW Touran TSI Ecofuel

Bei Klipp wird schon seit längerer Zeit überlegt, ein erdgasbetriebenes Fahrzeug anzuschaffen. Die Gründe liegen auf der Hand: Ständig steigende Treibstoffkosten, der Erdgaspreis hingegen ist mit knapp mehr als 90 Cent stabil und auch der Verbrauch gegenüber unserem in die Jahre gekommenen Diesel ist niedriger.

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ine längere Ausfahrt mit dem Touran TSI Ecofuel macht das Umsteigen auf Erdgas wieder zu einem heißen Thema. 20 Euro und ein paar zerquetschte Cent zeigte die Uhr auf der Zapfsäule an, als ich nach rund 500 Kilometer Erdgas nachfüllen ließ. Und auch bei meinen Mitreisenden löste

dies ein anerkennendes Nicken aus. Dabei war ich gefahren wie ein „Henker“, um auszuloten, was der 150-PS-Motor (von 0 auf 100 Kilometer in 10 Sekunden) so alles draufhat. Unser Testfahrzeug der Firma Kuss (Graz-Nord) ist mit seiner Automatik eine komfortable „Familienkutsche“, mit der man sich rasch anfreundet. Die Sitzposition ist angenehm, auch die Rundumsicht für kleinere Lenker, das geöffnete Panoramadach lässt den Himmel näher rücken, Abstandswarner und Kurvenlicht unterstützen den Fahrer bei seinen Manövern. Wer will, der kann in den Touran für zusätzliches Geld noch mehr Komfort hineinpacken lassen. 27.870 Euro sind jedenfalls der Einstiegspreis. Es gibt aber auch noch „nicht sichtbare Pluspunkte“: Den Motor hört man fast nicht. Im Gegensatz zu Benzin- und Dieselautos, die ja

hochgezüchtet und damit auch störanfälliger (es braucht Partikelfilter usw.) sind, ist der Erdgasmotor einfach, mit geringem Kohlenmonoxid- und Kohlenwasserstoff-Ausstoß. Er benötigt wenig Wartung und auch weniger „Treibstoff“.

Wer die Wahl hat, hat auch die Qual. Denn VW bietet mit dem Caddy Ecofuel auch noch einen heißen „Anwärter“ an. Dieser hat nämlich den Vorteil, dass er auch als KleinLKW durchgeht und man sich bei einem Einsatz als Firmenfahrzeug die 20 Prozent Mehrwertsteuer als Vorsteuer holen kann. Sein kleines „Handicap“: dass man mit dem 109-PS-Motor natürlich nicht so spritzig unterwegs sein kann wie mit dem Touran. O

In guter Gesellschaft: Der Erdgas-Touran mit der Sonnenenergie.

VW Touran TSI Ecofuel Motor: 4-Zylinder-Ottomotor, Leistung 150 PS (110 KW), Höchstgeschwindigkeit 204 km/h, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 10,2 Sekunden. Verbrauch: 4,7 Kilo Erdgas auf 100 Kilometer, CO2-Emission 125 g/km (kombiniert). Maße: Länge 4,397 Meter, Breite 1,794 Meter, Höhe 1,674 Meter. Preis: ab 27.870 Euro Autohaus Kuss,Weinzöttlstraße 7–15, Graz,Tel.: 0316/ 67 16 11, www.autokuss.at, Kuss hat eine Erdgastankstelle.

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KLIPP Juli 2011


ENERGIE

Der Fernwärmeausbau als wichtige Maßnahme des Luftreinhalteprogramms 2011

Saubere Luft für Graz

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ie Energie Graz als Fernwärmedienstleister der Stadt Graz hat in den letzten Jahren mit zahlreichen Maßnahmen die Basis gelegt. Was schon alles passiert ist und was noch alles geschehen wird, haben wir die Geschäftsführer der Energie Graz – Dr. Gert Heigl und Dr. Rudolf Steiner – gefragt.

Dr. Gert Heigl: Wir haben das Potential beim Fernwärmeausbau rechtzeitig erkannt, den Ausbau forciert und entsprechend attraktive Produkte entwickelt. Mit unserem Anschlussmodell ab 1 Euro pro Monat haben wir eine optimale Lösung für unsere Kunden gefunden. Noch nie zuvor war es so günstig und unkompliziert, einen Fernwär-

Im Herbst 2004 beschloss die Steiermärkische Landesregierung einstimmig ein Feinstaubprogramm. 2008 wurde die erste Evaluierung dieses Programms vorgenommen und im Dezember 2010 folgte der Auftrag zur zweiten Überarbeitung sowie Erstellung eines umfassenden Luftreinhalteprogramms. Im vergangenen Mai wurde das Luftreinhalteprogramm 2011 von Landesrat Dr. Gerhard Kurzmann präsentiert. Die Experten, die mit der Erstellung dieses Programms beauftragt wurden, schlagen darin konkrete Kernmaßnahmen vor. Die Umsetzung dieser Vorschläge soll eine erhebliche Feinstaubreduktion pro Jahr mit sich bringen. meanschluss zu bekommen. Die Zahlen sprechen für sich: Wir haben 2010 über 2.800 Wohnungen und 46 andere Objekte an die Fernwärme angeschlossen und somit eine Zuwachssteigerung von 34,9% erreicht. Das hat nicht nur eine

massive Reduktion des Feinstaubes zur Folge, sondern bewirkt auch eine jährliche CO2-Einsparung von über 150.000 Tonnen!

Dr. Rudolf Steiner: Nach den tollen Erfolgen im vergangenen Jahr werden bei uns keineswegs die Hände in den Schoß ge-

legt. Schließlich wollen wir weiterhin einen wesentlichen Beitrag zur Schadstoffvermeidung leisten. Für das Jahr 2011 haben wir uns weitere 2.000 Wohnungen zum Ziel gesetzt. Um dies zu erreichen, bieten wir seit Anfang dieses Jahres ein besonders interessantes Produkt, die Wärme Komplett an. Die Energie Graz tritt dabei als Komplettanbieter auf und übernimmt auf Wunsch alle Arbeitsschritte von der Planung über die Finanzierung bis hin zur Errichtung und Wartung der Anlage, auch in Kombination mit Solarenergie. O

Nähere Infos: Energie Graz Schönaugürtel 65, 8010 Graz Tel. 0316 / 8057-9090 anschluss@energie-graz.at www.energie-graz.at

Dr. Gert Heigl (GF Energie Graz), HR Dr. Werner Fischer (Leiter Umweltreferat), LR Dr. Gerhard Kurzmann, Mag. Gerhard Rupp (Umweltreferat), HR Dr. Gerhard Semmelrock (Leiter Technik) bei der Präsentation des Luftreinhalteprogramms 2011

KLIPP Juli 2011

Zur Umsetzung dieser Maßnahme und zur Akzeptanz und Annahme in der Bevölkerung wird es notwendig sein, für gewisse durch den Hausbrand besonders betroffene Bereiche einen Fernwärmeanschlussauftrag nach dem Steiermärkischen Baugesetz zu verordnen. Die dazu notwendige Anpassung des Sachprogrammes Luft wird zeitgerecht fertiggestellt. Folgende Projektschritte zur Umsetzung dieser Kernmaßnahme sind vorgesehen: • Abarbeitung der bei der Stadt Graz vorliegenden Interessentenliste für Fernwärmeanschlüsse • Flächendeckende Verdichtung in bestehenden Anschlussbereichen • Förderungsaktion in einem zu definierenden Testgebiet mit Anschlussauftrag • Sonderprojekt für die durch Fernwärme und/oder Gas nicht erschließbaren Gebiete

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Eine der zehn Kernmaßnahmen ist das Fernwärmepaket


GESUNDHEIT Kniebeuge stärkt Waden- und Oberschenkelmuskulatur.

30 Sekunden reichen, um den Oberschenkel zu spüren.

Das Kneipp Gesundheitszentrum am Grazer Hauptplatz zeigt es:

Auch eine halbe Stunde bringt’s I

ch hab zwischendurch oft eine Stunde und ein bisserl mehr Zeit, würde aber gern was für meinen Körper und meinen Rücken tun“, zeigte sich unser Freund Alois unzufrieden. Fitnessstudios sind für ihn kein Thema, doch jetzt hat er das Passende entdeckt: das VIBES FITNESS Power-Plate-Training im Kneipp Gesundheitszentrum direkt am Grazer Hauptplatz. Eine Einheit

von einer halben Stunde reicht, wie wenn er sonst ein bis eineinhalb Stunden traditionell trainiert. Denn so eine Power-Plate-Trainingseinheit, zu empfehlen nur mit fachkundiger Anleitung, hat’s in sich, ist nicht ganz billig, aber wirkt, die Muskeln merken sich das bis zum nächsten Tag. Die Geräte-Philosophie kommt aus der Weltraumfahrt. Astronauten

würden sich ja mit Weltraumspaziergängen schwertun, um ihren Körper (auch gegen Muskelschwund) fit zu halten. „Die Wirkung beruht darauf, dass die Muskelspindeln stärker aktiviert und Reflexe ausgelöst werden“, erklärt Power-Plate-Mastertrainerin Karin Zunkovic. Jede Übung dauert nur 30 Sekunden. „Daher ist auch die Betreuung durch Trainer ganz wich-

tig.“ Es gibt im VIBES FITNESS natürlich unterschiedliche Programme – für die Figur (um Kilos zu verlieren, zur Hautstraffung und Cellulite-Reduktion), bei Rückenproblemen (Stärkung der TiefenMuskulatur), zur Fitness-Verbesserung oder für Aktivsportler (anspruchsvolles Training). O

Rumpfmuskulatur wird aktiviert: Seitstütz. Fotos: Heimo Ruschitz

Wirkt stark auf die Beine und den Rücken.

Elisabeth Hewson, Doc Farmwell

Das Bio Ketzer Buch

Signum Geschichten aus dem Märchenland der „gesunden“ Ernährung tragen den Bazillus der Volksverdummung in die Köpfe der Menschen. Der scheinheilige Zwerg „Bio“ entpuppt sich vielerorts als Taschendieb. Die Wahrheitsverdrehung im Dunstkreis von Bio ist abenteuerlich und dem Bio-Brimborium werden Millionen Euro geopfert. O 28

Peter Kroath, Leiter des Kneipp Aktiv Clubs Graz: „Durch VIBES FITNESS sprechen wir nun viel jüngeres Publikum an. Daneben sind unsere traditionellen Schwerpunkte das Gymnastikprogramm wie Bauch/Beine/Po, Pilates, Yoga, Powerbodystyling etc. – es gibt in der Woche 40 Kurse.“

KLIPP Juli 2011


Die große Lüge vom Übergewicht und wer von ihr profitiert

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er gegenwärtige Schlankheitskult wird oft auch mit der Emanzipationsbewegung der Frauen in Verbindung gebracht. Die Rolle der mütterlichen, rundlichen Frau mit betont weiblichen Formen wurde zum Teil abgelehnt und durch ein emanzipierteres Frauenbild ersetzt. Bei Männern wurde jedoch Dickleibigkeit nach wie vor als Zeichen von Wohlstand und Respektabilität gesehen. Diese Aussagen machte Soziologe und Buchautor Friedrich Schorb (Uni Bremen) im Rahmen eines Vortrags im Sozialmedizinischen Zentrum Liebenau in Graz. Er verwies auch auf einen Vergleich zum Wandel der Definition von Übergewicht. Die International Diabetes Federation und die WHO stufen heute bei einer Körpergröße von 168 cm einen Bauchumfang ab 80 cm als problematisch ein. Im 19. Jahrhundert galt bei einer Körper-

größe von 168 cm ein Bauchumfang von 115 cm als noch tolerierbar.

Die „Adipositas-Epidemie“ Heute ist die Fettleibigkeit als Adipositas in aller Munde, vor allem, seit die WHO im Jahre 1997 begonnen hatte, von einer „Adipositas-Epidemie“ zu sprechen. Dieser Terminus, der eigentlich ursprünglich nur ansteckende Infektionskrankheiten bezeichnete, ging – auch mit Hilfe der Medien – in den alltagssprachlichen Diskurs über. Was ist nun aber Adipositas? Ein Risikofaktor? Eine Krankheit? Eine Epidemie? Eine Folge abweichenden Verhaltens? Ein ästhetisches Phänomen? Eine Essstörung? Eine Behinderung?

Wer ist schuld? Die Diskussion heute geht in die Richtung: schuld sind all jene, die sämtliche Ernährungs- und Bewegungstipps ausschlagen und das Ge-

Menschen aus niedrigen Sozialschichten werden eher dick.

sundheitssystem durch hohe Kosten belasten. Aber auch heute noch existiert das Bild der verantwortungslosen Mutter, diesmal der Unterschichtsmutter, die ihren Kindern Süßes und Fastfood reinstopft und sie vor den Fernseher setzt.

Der Diätwahn Es gibt neuerdings aber auch aus medizinischer Sicht schon Kritik an der Propagierung der „Adipositas-Epidemie“. Leichtes Übergewicht kann bei manchen Krankheitsbildern sogar lebensverlängernd wirken, und die Aus-

GESUNDHEIT

„Dick, doof und arm?“

wirkungen von Diäten sind medizinisch auch nicht unproblematisch. Außerdem wird vermehrt darauf hingewiesen, dass eine Stigmatisierung für Betroffene ein weit größeres gesundheitliches und psychisches Problem darstellt, als es das eigentliche Übergewicht tut. Die Zahl der Menschen, die mit ihrem Gewicht unzufrieden sind, steigt kontinuierlich. Allein in den USA wurden seit 1980 zwei Milliarden Abnehmversuche unternommen und Weight Watchers ist bezeichnenderweise ein Börsenunternehmen mit großem Umsatz. Friedrich Schorb merkt an, dass Menschen aus niedrigeren Sozialschichten eher dicker seien. Er weist aber darauf hin, dass dieser Zusammenhang noch nie so stark thematisiert worden sei wie jetzt und die Schuldfrage den Einzelnen aufgebürdet würde, frei nach dem Motto: „Dicke Kinder (oder ihre Eltern) sind selbst schuld, wenn sie nur Ungesundes essen und sich nicht bewegen.“ Sein Fazit: Man müsse auch für Dicke eine Gesundheitsförderung betreiben, die Spaß an gesunder Bewegung und Ernährung vermittle und nicht primär darauf abziele, abzunehmen! O

Privatklinik St. Radegund – Ihr Spezialist für psychiatrische Rehabilitation (Burnout, Depressionen …) in der Steiermark!

Wir begleiten Sie ins Leben

V

eränderungen der beruflichen Tätigkeit bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes wirken sich umgekehrt wieder häufig negativ auf die psychische Verfassung aus, da Identität, Selbstbewusstsein und soziales Wohlbefinden durch die Anerkennung im Berufsleben stabilisiert werden. Diese wechselseitige Beeinflussung von psychischem

KLIPP Juli 2011

Befinden und Berufstätigkeit steht somit im Zentrum psychiatrischer Rehabilitation. Der Leistungsdruck in unserer Gesellschaft ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen, seit den 80er Jahren allein um ein Drittel. Der Zwang nach immer mehr und besserer Leistung in einer immer schnelllebigeren Zeit macht auf Dauer krank. Die Auswir-

In der Privatklinik St. Radegund, einem Unternehmen der Sanlas Holding, wird ein entsprechendes umfangreiches Rehabilitationsprogramm angeboten. Ziel ist es, die Patienten und Patientinnen während ihres 6-wöchigen Aufenthaltes nach Depressionen, psychosomatischen Erkrankungen, Angst-Störungen, seelischen Krisen oder eben Burnout-Syndrom auf dem Weg zurück in ein möglichst zufrieden stellendes und stabiles Familien-, Sozial- und Arbeitsleben zu begleiten. Sämtliche Kosten werden nach Bewilligung eines schriftlichen Antrages von der jeweiligen Sozialversicherungsanstalt übernommen. Weitere Informationen unter www.privatklinik-stradegund.at

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Psychiatrische und psychosomatische Krankheiten stellen ein zunehmendes gesellschaftliches Problem dar. Für die Betroffenen sind sie mit persönlichem Leid verbunden und bewirken häufig eine einschneidende Verschlechterung der Lebensqualität sowie eine negative Auswirkung auf die berufliche Situation.

kungen sind für Betroffene und Betriebe gleichermaßen dramatisch, denn immer mehr und immer jüngere Menschen treten wegen psychischer Leiden wie Burnout krankheitsbedingt die Frühpension an.


FREIZEIT

Mozartstadt Salzburg einmal anders

Durch die rosarote Brille Die Mozartstadt Salzburg für einige Tage durch die rosarote Brille für Verliebte sehen. Ich als bekennende SalzburgLiebhaberin durfte ausnahmsweise auch als Single mit dabei sein. Von Michaela Vretscher

Die Original-Mozartkugel der Konditorei Fürst: Wie es der Tradition nach gehört, auf Stäbchen getrocknet.

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ahlreiche Paare aus der Schweiz und Deutschland nahmen gern die Einladung an, um sich zu den romantischen Plätzen in der Kulturhochburg führen zu lassen. Die UNESCOWeltkulturerbe-Stadt ist ein bemerkenswerter Ort, an dem die Klänge der Vergangenheit mit jenen der Gegenwart in einer unvergleichbaren Komposition zur Wirkung gelangen.

Verschmelzung von Alt und Neu Erste Station ist mein Hotel. Wer verliebt ist oder in einer romantischen Phase, sollte klarerweise auch angenehm ruhen. Zentral gelegen, auch vom Bahnhof in zehn Gehminuten erreichbar, erweisen sich das Hotel und die Villa Auersperg aus der Gründerzeit als Herberge der besonderen Art. Seit drei Generationen im Familienbesitz, sorgen sich Gastgeberin Bettina Wiesinger und ihr Team aufmerksam um die Gäste inmitten des stilvollen Ambientes. Es erwartet mich hier aber nicht nur die wunderbar ausstaffierte Wohnwelt, sondern ich gönne mir den prickelnden Begrüßungsdrink, genannt Baron Albert, freue mich über Rosen und andere Willkommensgaben. Zweite Station ist der Stiftskeller. Liebe geht ja bekanntlich auch durch den Magen. Beeindrucken lasse ich mich auch vom Flair des Stiftskellers St. Peter inmitten der Klostermauern, das als ältestes Restaurant Mitteleuropas gilt. Am ersten Abend dinieren wir in diesem geschichtsträchtigen Gebäude, in dem sich anno 803 Kaiser Karl der Große labte und das im Laufe von Jahrhunderten eine Vielzahl an prominenten Gästen aufnahm. Im Barocksaal nebenan findet das MozartDinner-Konzert statt. Stimmungsvoll mit Kerzenlicht, einem Menü

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Wasserspiele Schloss Hellbrunn

nach historischen Rezepten, begleitet von der Musik Mozarts, dargeboten vom kostümierten Ensemble. Der Arkadenhof und elf ThemenRäume – darunter etwa das Haydnzimmer, die Rupertistube und die Felsenstube, in der ich die gut gelaunten MusikerInnen während der Spielpause aufsuche, stehen den Gästen zur Verfügung. Lauschige Plätzchen finden Verliebte hier genügend.

Zauberhaft imposant In Erinnerung bleibt mir neben der bezaubernden Altstadt der Friedhof St. Sebastian. Wo mehrere Mitglieder der Familie Mozart ihre letzte Ruhestätte fanden, steht die Gabrielskapelle, das Mausoleum des Erzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau, der bekanntlich das Schloss Mirabell für seine Geliebte Salome Alt – die Mutter seiner 15 Kinder – erbauen ließ. Weiter geht’s zum imposanten Salzburger Dom, in dem Leopold Mozart seiner Anna Maria das Jawort gab und Wolfgang Amadeus getauft wurde. „Die beyden Mozartisch: Eltern waren zu ihrer Zeit das schönste Paar Eheleuthe in Salzburg …“, liest man im Geburtshaus des berühmten Musikers, in das täglich bis zu 2.000 Besucher strömen.

Die Branntweinschenke Sporer Auch dort herrscht reges Treiben. Die Spirituosen finden seit dem Bestehen im Jahre 1903 täglich Hunderte, die sich ein oder mehrere Stamperl gönnen. Mir haben es der herrlich schmeckende Punsch und Kostproben des Likör-Sortiments

angetan, die uns Peter Sporer, der Enkel des Gründers kredenzt. Darunter auch die „Hausmischung“ aus 19 verschiedenen Kräutern und der für uns kreierte „Liebeslikör“.

Mozartkugel darf nicht fehlen 1890 erblickte die weltberühmte Praline in der Konditorei von Paul Fürst nach langem Experimentieren die Welt – vielfach nachgeahmt, doch unvergleichlich: handwerklich erzeugt aus hochwertigen Zutaten – Pistazienkern, umhüllt von Nougat, getunkt in Schokolade. Danach geht’s zum Gourmetrestaurant „Magazin“ am steilen Felsen des Mönchsberges. Vereint wird hier „ein bisschen mehr vom Schönen im Leben“ – Restaurant, Weinbar und Vinothek mit einer Auswahl von mehr als 850 Positionen, Ort für Seminare, Feinkostgeschäft und Boutique. Viel Essen erfordert auch Bewegung. Und die gab’s bei einer Radtour zu den Wasserspielen rund ums Schloss Hellbrunn und zum Gössl Gwandhaus mit herrlichem Blick auf das Hochgebirge, wo uns der Hausherr durch sein vielfältiges Reich der Trachten(-Mode) führt. Er verweist auf das gelungene Verweben von Tradition und Innovation, aber auch auf das Verweben – wie seit dem Mittelalter in „Gewandhäusern“ üblich – von Geschäftsleben und kulturellen Ereignissen. Weil man ja von jedem Ausflug ein Resümee zieht: Die Tage waren eine ansprechende Reise ins Herz Salzburgs, dessen Pochen für mich nachhaltig hörbar ist. O

Branntweinschenke Sporer in der Getreidegasse: Hausmischung mit 19 Kräutern und Liebeslikör.

Wer die nötige Leidenschaft dafür hat und auch gut bei Kasse ist: Gerhard Gössl zeigte uns in seinem Gewandhaus die schönsten Modelle. Pro Jahr werden 100.000 Modelle – häufig noch in Handarbeit – hergestellt.

KLIPP Juli 2011


Keine aufregende Landschaft – eine beruhigende. Man sieht weit über hügelige Wälder, hochragende Hopfenstangen und flüsternde Felder, Bäche rauschen, Wiesen blühen, Lerchen trillern, kleine Dörfer sprenkeln das Grün, eine kleine Bahn macht die Nabelschnur nach Linz, in die große Stadt: alles wirkt so angenehm menschenproportioniert, fast schon wie eine Spielzeuglandschaft, dass man glaubt, in einem Märchenbuch zu stehen.

… über Stein, Sand, Lehm, auf Borke und Holzschnitzeln und dazwischen natürlich auf Gras

Von Elisabeth Hewson

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nd doch ist es (noch?) ein Geheimtipp, das Mühlviertel, benannt nach den vielen Mühlen, die nicht nur Korn, sondern auch Leinsamen mahlten, durchzogen von der großen Mühl, die zur Stromversorgung oft unterbrochen erdigbraun dahinfließt. Kleinhandwerk, Webereien machten diesen Zipfel Österreichs wohlhabend – und vergessen. Doch mit dem Trend zur Aufmerksamkeit, zur Entdeckung der Freude an der eigenen Geschichte hat diese Gegend ihren Auftrag gefunden: Man besinnt sich auf die Leistungen der Vorfahren, man baut Erinnerungen auf, man nützt die vielen kleinen Möglichkeiten und webt sie, ganz im Sinne des einstigen Reichtums, zu einem vergnüglichen, sinn-vollen Erinnerungsteppich. So kommt man zum Beispiel auf die Idee, einen Barfußweg anzulegen. Ein Wirtshaus stand schon da, Apartments (zu sehr angemessenen Preisen) wurden ausgebaut; aber was tun mit der herrlichen Gegend rundum? Warum die Gäste nicht rund um das Grundstück schicken, mit vielen kleinen Aufgaben, die die Umgebung nicht nur optisch, sondern auch haptisch erleben lassen? Und so entstand ein etwas über 2 km langer Barfußweg, wo man auf Stein, Sand und Lehm, auf Borke und Holzschnitzeln und dazwischen natürlich auf Gras sehr bewusst einen Schritt vor den anderen setzt, auf Balken balanciert und den KLIPP Juli 2011

Schlamm durch die Zehen quetscht, die man dann beim Waten durch einen kleinen Plätscherbach wieder abspült. Alles nichts Wildes, Großes, Neues, aber kombiniert mit den Sonnenkringeln unter den Baumkronen, der Aussicht von den weiten Wiesen ins Land, dem genauen Lauschen und dem tief eingeatmeten Geruch ein sehr intensives Naturerleben – ohne irgendeinen Aufwand. Nur Schuhe und Socken ablegen und spüren. Oder man setzt den Steinbrucharbeitern, die hier Jahrhunderte hindurch ihr Wissen und ihre Muskelkraft einsetzten, damit zum Beispiel Wien bepflastert werden konnte, mit der „Erlebniswelt Granit“ ein Denkmal. Dort wandert man durch versteinerte Jahrmillionen (ein AudioGuide macht die Granitbrocken lebendig) und begreift den Ursprung dieser uralten Landschaft ein wenig besser. Noch besser bei einem anschließenden, besonders malzigen Granit-Bier (ein Steinmetz braucht Kraft!) aus der ältesten Brauerei Österreichs. Nimmt man es im Granit-Zweckerl am Endpunkt des Granitweges, unbedingt den

Erdapfelkäse dazu probieren: Keiner kann ihn besser als Frieda, die auch noch viele Geschichten zu der Gegend weiß. Oder man richtet eine alte Leinölmühle wieder für Besucher her und bietet dort molliges, kaltgepresstes Leinöl an. Und zeigt ein anderes Produkt des Flachses, schweres, echtes Leinen, in kleinen und größeren Webereien, gibt Sommerkurse für Textilkunst, veranstaltet einen Webermarkt, zu dem Teilnehmer aus der ganzen Welt ihre Stoffkünste bringen. Auch private Begeisterung für Kurioses kann besichtigt werden: Ein Museum für mechanische

Musikinstrumente, die „Mechanische Klangfabrik“, fiedelt und dudelt und klimpert mit den seltsamsten Bauteilen. Ein anderer „besessener“ Mühlviertler sammelt Orgeln, organisiert wunderbare Konzerte in seinem Haus und Orgeltage in einem Steinbruch. Auch internationale Künstler erlebt man hautnah im Mühlviertel, den pinkfarbenen Engländer Nick Treadwell zum Beispiel, der einen gerne mit viel Gelächter durch seine beachtliche Kunstsammlung führt. Oder Joachim Eckl, der einen alten Bahnhof mit Getreidesilo zu einem Kunstzentrum für internationale Begegnungen umgebaut hat. Sein Schwager hat sich auch zum Künstler entwickelt, nämlich zu einem Kochkünstler mit Haubenanerkennung, der gleich daneben im Mühltalhof (einem besonders freundlichen Hotel mit vielen Design-Ideen) immer perfekter werdende Geschmackserlebnisse kreiert. Langweilig wird einem nicht im Mühlviertel, das Sportliche mit den neu angelegten und gut beschilderten Radrunden (11 gibt es, 8 bis 260 km lang) erstrampeln können. Alle Wanderwege bieten immer wieder herrliche Aussichten und nette Wirtshäuser, aber man kann auch ganz bequem mit dem „Granitschnauferl“ von St. Martin aus durch die Gegend tuckern. Und natürlich mit dem Auto auf den vielen kleinen Nebenstraßen immer wieder Neues entdecken – manchmal unfreiwillig, denn in dem kleinmaschigen Wegenetz bleibt man schnell hängen, ein Navi kann da nicht schaden. Außer man probiert eine Orientierungsfahrt nur mit Landkarte und Kompass: Auch eine Möglichkeit, sich zu „entschleunigen“ im freundlichen Mühlviertel.

TIPPS • Barfußweg beim Wirtshaus Lang, St. Peter: www.gasthaus-lang.at • Friedas Granitzweckerl, St. Martin: www.granitzweckerl.at • Erlebniswelt Granit: www.arena-granit.at • Mühlviertler Ölmühle, Haslach: www.oelmuehle-haslach.at • Mechanische Klangfabrik, Haslach: www.mechanischeklangfabrik.at • Orgelkonzerte und Sommerkonzerte im St. Anna Steinbruch, Gustav Auzinger: 07282 / 59 64, orgel.puernstein@gmx.at • Nicholas Treadwell Gallery in Aigen: www.superhumanism.eu • Joachim Eckl, Neufelden: www.heimart.at • Mühltalhof, Neufelden: www.muehltalhof.at • Granitschnauferl: Bus-Touristik St. Martin, www.bus-touristik.at

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GESUNDHEIT

Barfuß im Mühlviertel


Der Sommer schmeckt fantastisch Ein kostbares Schaufenster – Wer heimische Produkte kauft, tut nicht nur sich selbst etwas Gutes

Foto: Steiermark Tourismus

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ei österreichischen und natürlich auch steirischen Markenproduzenten ist der Kunde König. „Er entscheidet im Endeffekt darüber, ob die heimische Lebensmittelproduktion weiter Bestand hat. Er entscheidet über die Frische, die Herkunft und die Zusammensetzung der Lebensmittel, indem er qualitätsbewusst einkauft“, verweist Gerhard Wlodkowski, Präsident der Österreichischen Landwirtschaftskammer, auf den immens wichtigen Stellenwert von Bauern-Spezialitäten. Auch beim kürzlich erfolgten Agrarbeschluss des EU-Parlaments kam es zu einer Einigung über eine deutlichere Qualitätskennzeichnung von landwirtschaftlichen Produkten aus bestimmten Regionen. Überall, wo AMA, GUTES VOM BAUERNHOF und AMA Biogütesiegel draufsteht, ist auch zur Gänze Österreich drin – und das schmeckt man. Unzählige Lebensmittelproduzenten stellen

mittlerweile ihre Produkte unter diesen Kriterien her, liefern Qualität und sorgen dafür, dass die Wirtschaft im Zuge von Umwegrentabilität im eigenen Land profitiert.

Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski tritt für heimische Lebensmittel ein.

Wenn man heimischen Produkten mit Gütesiegel den Vorrang gibt, tut man nicht nur sich selbst was Gutes, sondern dem ganzen Land. „Würden wir um zehn Prozent mehr an ausschließlich österreichischen und speziell steirischen Lebensmitteln kaufen, könnten im gesamten Bundesgebiet 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden“, so Wlodkowski. Der offenkundigste Vorteil regionaler Produkte liegt nun mal in der Frische. O Helmut Dietl

VINOFAKTUR – GENUSSREGAL – SÜDSTEIERMARK Die neue Erlebniswelt zum Thema Wein, Kulinarik und Genuss. In Vogau, am Beginn der Südsteirischen Weinstraße. So schmeckt die Südsteiermark Mit den zahlreichen – im Eintritt enthaltenen – Verkostungsmöglichkeiten erschließen sich Ihnen die besondere Qualität, Exzellenz und Einzigartigkeit steirischer Produkte. Nach dem Besuch der Ausstellung finden Sie in der Vinofaktur mit ihrem einzigartigen Flair im Shop und dem großen Marktplatz eine Einkaufswelt, die ihresgleichen sucht: Flanieren Sie wetterunabhängig zwischen den idyllischen Marktständen und wählen Sie aus

über 1.300 steirischen Produkten. Exzellente Weine, feinste Delikatessen, themen- und/oder regionsbezogene Bücher und Musik warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.

Kulturgenuss

Hier findet sich alles, was die Steiermark an kulinarischer und künstlerischer Qualität zu bieten hat.

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Neben den halbjährlich wechselnden Ausstellungen von namhaften Künstlern (Fotos von Branko Lenart und ab November 2011 Gemälde von Gerald Brettschuh) in der Galerie gibt es mit der Veranstaltungsreihe „Kultur am Donnerstag“ jeden ersten Donnerstag im Monat ab 20.00 Uhr Musik, Kabarett und Theater von erstklassiger Qualität! Feinste Kulinarik und Weine sind im Eintrittspreis von 15,00 Euro inklu-

S O M M E R Z E I T ist Urlaubszeit

diert. An diesen Tagen können Sie auch bis 23.00 Uhr einkaufen!

Und das alles steht Ihnen I an 365 Tagen im Jahr I unabhängig von Wind und Wetter I barrierefrei I direkt an der Autobahnabfahrt Vogau I mit großem Busparkplatz

zur Verfügung! ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich von 9.00 bis 19.00* Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen! * von 1. November bis Palmsamstag von 9.00 bis 18.00 Uhr

www.genussregal.at! KLIPP Juli 2011

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chließen Sie die Augen und denken Sie an das nussige Aroma frisch gepressten Kürbiskernöls oder an den Geschmack von Schokolade. Dazu stellen Sie sich den Klang summender Bienen vor, und schon sind Sie mittendrin – im Genussregal … Das Genussregal stellt in seiner Ausstellung und Erlebniswelt die kulinarischen Errungenschaften der Region nicht bloß aus, sondern lädt Sie ein, diese auch zu erleben. Tauchen Sie ein in das Zusammenspiel von Land, Leuten und Region.


Kinder können das BauernLeben hautnah beschnuppern.

Foto: Stadt Graz/Foto Fischer

Viele Gemüsebauern müssen sich mit den Konsequenzen der aktuellen EHEC-Krise auseinandersetzen.

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ie EHEC-Krise traf auch die österreichischen Bauern, zumal das mühsam errungene Vertrauen in rotweißrote Qualitätsprodukte mit einem Schlag wackelte. Leidtragende sind nicht nur Obst- und Gemüsebauern, sondern das Image der gesamten Agrarwirtschaft. Ein wenig Trost spendet dabei die Preisentwicklung im Sinne eines Ausgleichseffekts. Die Milchpreise haben sich stabilisiert

In die Erlebniswelt Bauernhof eintauchen

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Helmut Dietl

indes wird nunmehr von der EU finanziell unter die Arme gegriffen.

Agrarwende? Die Kritik bei der Globalisierung des Lebensmittelhandels wird unterschiedlich betrachtet: Die einen – etwa der deutsche Agrarexperte Benedikt Haerlein – sprechen von unvertretbarer, industrialisierter Landwirtschaft. Seinen Ausführungen zufolge sollten künftig ausschließlich Klein- und Mittelbetriebe für unsere Lebensmittel sorgen, da diese weniger Gefahr etwaiger EHEC-Fälle mit sich bringen und außerdem für eine Agrarwende sorgen sollen. Indes denken andere Stimmen nicht, dass die Nahrungsmittelkette zu globalisiert ist. Der weltweite Handel mit Agrarrohstoffen hält sich nach deren Aussage in Grenzen und liegt in den meisten Bereichen bei weniger als 20 Prozent der jeweiligen Gesamtproduktion. Das tatsächliche Dilemma liegt laut Experten im fehlenden Bewusstsein der Verbraucher beim Lebensmitteleinkauf. Die Konsumenten fordern immer günstigere Preise, damit werden die Rabattschlachten zulasten der Qualität geführt. Auch Lobbyisten und Unternehmer finden in diesem Zusammenhang Gefallen am derzeit schwammigen Zertifizierungssystem. O

werden Kinder Botschafter für gesunde Ernährung ihr Leben lang bleiben.“ Auf professionellen Bauernhöfen haben Kinder die Möglichkeit, hautnah ins Bauernleben einzutauchen und die Arbeit vor Ort zu beschnuppern. Der früher sehr starke Kontakt zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung ist in den letzten Jahren abgeflacht und viele Lebensmittel sind zu Produkten ohne Bezug zum Ursprung in Supermarktregalen verkommen. Bei „Schule am Bauernhof“ sollen Volksschüler künftig mit Kuh & Co. Bekanntschaft machen können. Ganz unter dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“ wird im Rahmen des Schulunterrichts ein Grundverständnis gegenüber den steirischen Bauern geschaffen. „Die Schüler sollen sehen, woher die Produkte tatsächlich kommen“, erklärte auch LWK-Vize Johann Resch. Helmut Dietl

Die Sonne scheint, der Sommer läuft auf Hochtouren und da und dort sind Rauchzeichen zu sehen.

Es brutzelt so schön …

Foto: Steiermark Tourismus/ Gery Wolf

ibt es die lila Kuh tatsächlich oder nicht? Woher kommen Erdäpfel und Milch? Was fressen Schweine oder wie wird eigentlich Getreide geerntet? Viele Kinder, aber auch Erwachsene, gerade aus dem urbanen Raum, tun sich heute oftmals schwer mit solchen und ähnlichen Fragen. Auskunft darüber bekamen am 29. Mai 500 junge Steirer beim Erlebnisausflug „Schule am Bauernhof“, wo sie die Reize der Natur und die Ursprünglichkeit erleben konnten. Darauf machte im Rahmen der Präsentation von „Schule am Bauernhof“ in der Landwirtschaftlichen Fachschule Alt-Grottenhof Agrarlandesrat Johann Seitinger aufmerksam und außerdem Appetit auf heimische Bioprodukte: „Es ist besonders wichtig, bereits im Kindesalter einen richtigen Zugang zum Thema Lebensmittel zu schaffen. Somit

und die Schlachtpreise sind seit Ende 2010 deutlich gestiegen. Wenn man der EHEC-Krise also auch etwas Positives abgewinnen will, kann man – in einem Gesamtkontext gesehen – doch ein Lichtlein erkennen. Dennoch geistert das Gerücht umher, dass das Agrarbudget 2014 bis 2020 gegenüber dem Zeitraum 2007 bis 2013 um rund sieben Prozent gekürzt werden soll, was weder Bund noch Länder auffangen können. Den Gemüsebauern

VOR ORT

wohlschmeckendes Fleisch auf dem Teller haben möchte, darf man nicht vom Billigsten das Beste erwarten. Deshalb sollte man auf gute Qualität beim Grillfleisch achten, und diese hat bekanntlich ihren Preis, muss aber deswegen nicht kostspielig sein.

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enn sich die Männer Schürzen anlegen und sich wieder in die UrErnährer der Familien verwandeln, ist Grillsaison. Damit einer schmackhaften Grillerei nichts im Wege steht, ist in erster Linie die Qualität des Grillfleisches wichtig. Schwein, Lamm, Rind oder Fisch sowie knackiges Gemüse, aber auch Obst sind hervorragend für den brutzelnden Rost geeignet. Wenn man

Echt steirisch Produkte, die in der Steiermark reifen und verarbeitet werden, dürfen sich mit entsprechenden Etiketten und Zertifikaten schmücken. Das Bitte umblättern

KLIPP Juli 2011

S O M M E R Z E I T ist Urlaubszeit

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Tipps und Tricks Viele steirische Fleischproduzenten beraten beim Fleischkauf kompetent und bieten perfekt verarbeitete Produkte in hoher Qualität, die sich ideal zum Grillen eignen. Wichtig ist aber nicht nur das Grillgut, sondern auch die Wahl des richtigen Grills. Es gibt die Möglichkeit, mit Gas, Holzkohle oder Hartholz zu grillen. Nicht nur die Gewürze, sondern auch die Grillweise trägt bekanntlich zur Entfaltung des speziellen Geschmackes bei. Das Fleisch sollte vorher nicht gesalzen werden, da ihm sonst zu viel Wasser entzogen wird. Bei einem Rumpsteak sollte man den Fettrand dran lassen und nur einschneiden, damit sich das Fleisch nicht zusammenzieht. Schwein und Geflügel sollten vorzugsweise durchgebraten werden. O

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Steirische Gaumenfreuden Ein lauer Sommerabend lässt sich am besten bei einer steirischen Buschenschänke verbringen. Bei einer schmackhaften Jause und einem guten Glas Wein wird der Besuch zu einem gemütlichen Beisammensein.

Foto: Steiermark Tourismus

gilt für Fleisch und Milchprodukte bis hin zu Obst, Gemüse und Getreide. Landesrat Johann Seitinger und LWK-Präsident Gerhard Woldkowski befürworten diese strengen Kriterien: „Gerade in Zeiten, wo unsere Lebensmittel aus aller Welt importiert werden, machen wir uns für die eigenen Produkte stark“, bekräftigt Wlodkowski.

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uschenschänken gab es in der Steiermark schon immer und sind auch nicht mehr wegzudenken. Sie repräsentieren unsere Kultur, stehen für Gemütlichkeit, Geselligkeit und den Genuss von regionalen Spezialitäten. Die Besucher können vor Ort konsumieren, was die Region tatsächlich hervorbringt. „Dabei ist der Wein in entsprechenden Gebieten ein wesentliches Zugpferd“, so der Leiter der landwirtschaftlichen Weinbauabteilung, Werner Luttenberger. Der Schlüssel des Erfolgs von steirischen Weinen liegt in der Einzigartigkeit der Weinberge sowie in der Balance und Finesse. „Die Jahrgän-

ge sind oftmals sehr unterschiedlich und deshalb so einzigartig“, betont Luttenberger. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und des hohen Engagements der Weinbauern werden steirische Weine auch in Zukunft ehrliche kulinarische Begleiter sein.

Garantierte Qualität Gute Qualität wird grundsätzlich mit entsprechenden Gütesiegeln deklariert, an denen sich die Verbraucher orientieren können. Ein über-

S O M M E R Z E I T ist Urlaubszeit

aus strenger Herkunftsschutz sorgt auch beim Wein für ein Gesetz, das hinsichtlich Herkunft nicht den geringsten Zweifel aufkommen lässt. Weiterverarbeitetes Gemüse, Getreide und Obst müssen demnach ebenfalls aus der Steiermark stammen, das Fleisch kommt von Tieren, die auf grünweißem Boden geboren und gehalten wurden, die Eier müssen von unseren Hühnern gelegt werden und die Milch muss in der Steiermark gemolken sein. O Helmut Dietl

KLIPP Juli 2011


8. Auflage des größten Schinkenfestes in Österreich

Kulinarik aus dem Vulkanland

A FELD & HOF Agr@rplattform wurde nominiert!

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sterreichs größtes wöchentliches Frauenmagazin MADONNA – mit der Tageszeitung ÖSTERREICH – nominiert jährlich herausragende Frauenpersönlichkeiten in allen Bereichen des Lebens, die Außergewöhnliches leisten. Die Gründerin der neuen innovativen Agrarplattform www.feldundhof.at, Dr. Katharina Fellhofer, wurde in der Kategorie „Netzwerkerin des Jahres“ nominiert. Obwohl schlussendlich die Fürstin Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn prämiert wurde, fühlte sich die junge Unternehmerin vom Lande im prächtigen Ambiente des Palais Liechtenstein als Siegerin! O

KLIPP Juli 2011

m Rosenberg in Auersbach bei Feldbach wird sich am 16. und 17. Juli eine geballte Armada bester Vulkanland-Kulinarik präsentieren. In ihrem Zentrum formiert sich die Genuss Region „Steirischer Vulkanland Schinken“. Doch nicht nur köstlichen Schinken wird es zu verkosten geben. Bei freiem Eintritt kann sich der Besucher verschiedenste Weine, die die heimischen Weinbauern kredenzen, zu Gemüte führen. Auch das eigene Bier der Region sollte man sich auch auf keinen Fall entgehen lassen. Das LAVA Bräu, von Hand in exklusiven Mengen gebraut, wird ebenso ausgeschenkt. Nicht nur fürs leibliche Wohl ist gesorgt. Ob über die neueste Trachtenmode, das Kunstschmiedehandwerk, oder die ideale Gartengestaltung, über all das wird Auskunft geboten und gerne dazu beraten. Natürlich fehlt es auch nicht an einer steirischen, verstärkerfreien Musik, die einem auf der kulinari-

schen Wanderung, über neun Stationen hinweg auf den Rosenberg begleitet. Diese startet beim Innovationszentrum und führt die Gäste bis hinauf zur Vulkanland-Sternwarte. Lichterketten entlang des Weges sorgen für idyllische Abendstimmung. Die einzigartige Landschaft und der Genuss verschmelzen hier

S O M M E R Z E I T ist Urlaubszeit

zu einer Einheit. Das VulkanlandSchinkenfest in Auersbach bei Feldbach ist gleichsam eine Wanderung auf den Spuren der Vulkane. Vom „Gipfel“ des Rosenbergs eröffnet sich der Blick hin zu den ältesten der vulkanländischen Schlote. Info: www.schinkenfest.at O Stefan Grabner

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Beim Wort Spaghetti denkt jeder von uns unweigerlich an Italien, Pasta und Parmesan. Ab sofort kann diese Gedächtnislandkarte um einen weiteren Nudel-Standort erweitert werden, nämlich um die „steirische Nudelhochburg“ Lebring. Von Michael Schröder

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a, richtig gehört, in der kleinen Marktgemeinde Lebring-St. Margarethen südlich von Graz werden unter dem Namen „Stangl Teigwaren“, bereits in zweiter Generation, Köstlichkeiten für NudelLiebhaber erzeugt. Alles, was in der Nudel-Familie Rang und Namen hat, kommt vor – Bandnudeln, Fadennudeln, Muscheln, Hörnchen, Fleckerl und eben auch Spaghetti, um nur ein paar Vertreter zu nennen. Für besonders ernährungsbewusste Geister: Etliches davon gibt’s auch in der Vollkorn- und Dinkel-Ausführung. „Um acht Kilo Dinkelmehl zu produzieren, brauchen wir 100 Kilogramm Dinkel“, erklärt Klaus Stangl.

Die steirische Nudel mit besonderem Biss dem angrenzenden Wohnhaus. Kurz darauf öffnet sich die Tür und gibt den Blick auf das Nudelparadies frei. Wenn man hier nichts findet, mag man wahrscheinlich keine Nudeln. Denn in Lebring wird mit Sorgsamkeit und besonderen Zutaten gearbeitet, was sich auch im Produkt widerspiegelt. Viel zu sehen gibt es leider nicht, weil die Produktion aus hygienetechnischen Gründen vollautomatisch abläuft. „Was uns aber besonders wichtig ist, sind die Zutaten, wir verwenden nur GranderWasser, das ist speziell belebt und gesund. Außerdem nur Eier aus Bodenhaltung und das beste Mehl von Farina“, so Klaus Stangl. Aber min-

destens ebenso wichtig ist, was nicht in die Nudel kommt. „Alle meine Produkte sind frei von chemischen Zusätzen und Geschmacksverstärkern, das ist mir besonders wichtig.“ Mit Überschuhen und keimfreiem Überzug geht es anschließend in die Produktionshalle. Direkt an der Nudelpressmaschine hat es gut über 30 Grad, denn gleich nebenan steht der Trockner. „Wir trocknen unsere Nudeln auf 7 Prozent Feuchtigkeit herunter. Erlaubt wären 13 bis 14 Prozent. Damit lässt sich zwar direkt kein Geld verdienen, aber mir geht es um ein gutes Produkt. Die großen Nudelfabrikanten machen das nicht so. Dafür hat unsere Nudel auch den

Verkauf direkt im Haus „Bitte läuten“ steht an der Türe, die in den Verkaufsraum führt. Als Antwort ertönt ein lautes Bellen aus

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besonderen Biss und ist kochfester als die Konkurrenz“, schwört der steirische „PastaGuru“.

Jahrzehntelange Tradition Begonnen hat alles in den 50er-Jahren, damals hatten die Stangls eine Bäckerei und „meine Mutter produzierte zusätzlich 30 kg Nudeln am Tag“, erzählt Klaus Stangl. 1986 übernahm er das Geschäft und mittlerweile verlassen jeden Tag zwischen eineinhalb und zwei Tonnen Nudeln die steirische Nudelfabrik und landen bei Einzelhandelsketten, Großhändlern, Gasthäusern, in Altersheimen und Berufsschulen. Dazu kommen noch etwa 150 Busse und Privatleute, die sich beim Hausverkauf des Lebringer Geheimtipps mit kulinarischen Köstlichkeiten eindecken. Und wenn ein Kunde fragt: „Wann weiß ich, dass die Spaghetti richtig gekocht sind?“, gibt die Chefin, Klaus Stangls Frau, als Antwort: „Wennst eine Nudel aus dem Kochtopf nimmst und gegen die Kühlschranktür schmeißt oder eine Fliesenwand und sie bleibt picken, dann ist sie al dente, also fertig.“ KLIPP Juli 2011


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Copacabana 8401 Kalsdorf Telefon: +43 (0)3135 55385 urlaub@copacabana.at www.copacapana.at Ob sportlich beim Beachvolleyball oder Tauchen, beim entspannten Relaxen auf den 1000 Gratisliegen oder bei kulinarischen Verwöhn-Momenten in einem unserer vier tollen Restaurants – genießen Sie die grüne Oase und laden Sie Ihre persönlichen Akkus hier wieder auf.

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Zeit für besondere Augenblicke. Vielseitig. Unkompliziert. Zeit für Gelassenheit. Zeit für Sinnlichkeit. Zeit für Gefühle. Zeit zum Genießen. Zeit für das Wesentliche. Ihr Leben!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und bedanken uns für Ihre Treue in den letzten Jahren. Ihre Gastgeber Copacabana Team

Da freuen wir uns wochen-, ja monatelang auf unseren wohlverdienten Urlaub – und dann führt dieser diretissima ins Fiasko. Es gibt Zoff mit Ehepartner, Kindern und sonstigen Anverwandten, die Anreise ist eine Qual, am Urlaubsort kollidieren lautstark die unterschiedlichen Bedürfnisse, der Erholungswert ist gleich null, und wenn wir zurückkommen und uns Hals über Kopf in die (liegen gebliebene) Arbeit stürzen, fragen wir uns: Kann es das tatsächlich gewesen sein? Von Karin Klug

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ein. So sollte sich Urlaub sicher nicht anfühlen. Leider aber häufen wir unsere im Alltag untergegangenen Wünsche, Sehnsüchte KLIPP Juli 2011

und Bedürfnisse über lange Zeit an und erwarten naiverweise, in ein, zwei, drei Wochen alles schnell, schnell erfüllen, unterbringen zu können. Der Traum vom Urlaub hilft uns den Alltag zu überbrücken – dafür aber soll der Urlaub auch ein Traum werden – und endet gerade deshalb nicht selten als Alptraum. Weil wir vor dem Urlaub halt gern noch möglichst alles erledigen wollen, was bisher liegen geblieben ist, und am liebsten gleich ein bisserl vorausarbeiten, um danach nicht sofort von den Alltagspflichten überrollt zu werden – das ist natürlich ein Ding der Unmöglichkeit und bringt ordentlich Stress mit sich. Bleibt man zu Hause – da steht dann oft mehr auf der To-do-list als im gewöhnlichen Alltag. Und der ist meist schon stressig genug! Verreist man zu zweit, zu dritt, zu viert, als Familie, gilt es für den Urlaub zu überlegen: wer möchte, braucht was? Die Interessen aller

sollen berücksichtigt werden. Das kann vorweg besprochen werden. Jeder darf einmal einen Tag gestalten, für jeden soll etwas dabei sein. Auch die Beziehung ist gefordert: Endlich Zeit füreinander – das weckt Erwartungen! Leider meistens nicht bei beiden Partnern die gleichen! Und das heißt, dass Paare schon vorweg klären, wie sie ihren Urlaub gestalten möchten, wie sie ihre (wahrscheinlich) unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse unter einen Hut bringen. Allerdings: Der schönste Urlaub kann nicht retten, was im Alltag schon verloren ist! Es klingt banal, ist bekannt, aber schwierig umzusetzen, wäre aber

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Foto: Allianz

Urlaub JUCHU Jetzt geht der Stress erst richtig los!

wichtig: Nicht aus der Arbeitshektik rein ins Auto und raus in den Stau, sondern lieber einen Tag zum Vorbereiten einplanen. Auch die Anreise ist schon Auszeit, Abenteuer, Neuland – treten wir sie mit offenen Augen und Ohren an und lassen wir uns überraschen. Ebenso danach: sich Zeit geben, um wieder daheim anzukommen. Nicht sofort wieder in den Alltag stürzen. Lieber einen oder zwei Tage früher heimfahren – und die Seele nachkommen lassen.

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Die Steiermark präsentiert sich als wahres Radlerparadies.

Radfahren macht Spaß und hält fit. Bei kaum einer anderen Sportart kann die Schönheit der Natur so genossen werden.

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as Radwegenetz der Steiermark – zur Zeit sind 2557 Kilometer beschrieben – bietet jedem Zweirad-Fan die passende Route. Wenn der Auslandsurlaub zu Ende ist, bleibt für viele SteirerIn-

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nen immer noch genügend Zeit, um auch hierzulande kräftig in die Pedale zu treten. Egal ob gemütlicher Familienausflug oder anspruchsvolle Tour, romantische Flusswege oder Downhill-Abfahrten. Zwischen Dachsteingletscher und Weinlandromantik inspirieren unberührte Natur und unvergleichliche Landschaft. Wer sich also in der Grünen Mark aufs Rad schwingt, dem stehen im wahrsten Sinne des Wortes alle Wege offen. „Aufsteigen und los!“ lautet die Devise auch in den Städ-

ten: Mit einem breiten Lächeln querfeldein durch die Stadt brausen, ohne mühselige Parkplatzsuche Zeit sparen, einfach „savoir-vivre.“

Klassiker – Murradweg Ein Klassiker für Etappen- und Familienradler ist der Murradweg. Er beginnt – wenn man sich an der bekannten „Tour de Mur“ orientiert – in St. Margarethen im Lungau und führt hinunter bis nach Bad Radkersburg, 358 km entlang der Mur. Auch gastronomisch hat man sich

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hier auf die Radler eingestellt: Kühle Getränke und kulinarische Fitmacher sind garantiert – die Wirte wissen offensichtlich, worauf die Radfahrer Appetit haben. Mur- und Mürztal-Radweg lassen sich ideal kombinieren. Letzterer führt von Bruck nach Mürzzuschlag, ein weiteres Teilstück führt von Neuberg bis nach Frein, nahe Mariazell.

Gipfelstürmer Die Steiermark bietet eine hohe Dichte an guten Mountainbike-

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Foto: Steiermark Tourismus/ www.ikarus.cc

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Radgenuss pur


Strecken, welche auch digital – auf Tourenkarten – aufbereitet sind. Besonders hervorzuheben ist dabei die Alpentour: Diese bietet einen tollen Blick auf zahlreiche Berge und Gipfel, Täler und Gewässer und führt entlang des Ennstales sowie des Bezirkes Mürzzuschlag bis in die Weststeiermark. Falls man nach diesen kräfteraubenden Anstiegen keine Nudeln mehr sehen kann, sollte man auf eine zünftige Jause setzen. Wer wissen will, wo genau sich das gesamte Radroutennetz der Steiermark erstreckt, ist am besten mit www.radland.steiermark.at beraten.

E-Bike, der neue Trend Ein Elektrofahrrad oder sogenanntes Pedelec (Pedal-electric-cycle)

Fahrradhelm Ein Helm ist sowohl bei E-Bikern als auch bei „Normalradlern“ unerlässlich, um bei Unfällen schwere Verletzungen einzudämmen. In Österreich gilt ja ab diesem Sommer für Kinder unter zwölf Jahren eine Radhelmpflicht. Zusätzlich wird an Eltern appelliert, mit gutem Beispiel voranzugehen. O Helmut Dietl

Spaßradeln im Schilcherland Steile Hügel? Kein Problem! Elektrofahrräder sind die Lösung. Auf flachen Strecken tritt man gemütlich in die Pedale und bergauf unterstützt der Elektromotor die individuelle Muskelkraft. So wird jede Steigung zum Kinderspiel. Im Schilcherland Stainz-Reinischkogel stehen insgesamt 50 E-Bikes für einen Spaßradeltag zum Preis von 14,90 p. P. zur Verfügung. Inbegriffen ist ein Konsumationsgutschein, der in vielen Gastronomie- und Buschenschankbetrieben beim Einkehrschwung eingelöst werden kann.

Radurlaub, der antörnt Unterwegs in der Dänischen Südsee Jetzt können Inselhüpfer mit Radurlaub ZeitReisen auch im dänischen Südmeer, dem „Dansk Sydhav“, wie es in der See-

Fotos: Radurlaub ZeitReisen

mannssprache heißt, radeln und segeln. Sie wohnen und reisen auf der „Flying Dutchman“, einem restaurierten, hochseetauglichen Zweimastsegler. Wann immer es die Winde zulassen, schaltet Kapitän Klaas den Motor ab und segelt gemeinsam mit den Passagieren. Start und Ziel der einwöchigen Radkreuzfahrt ist das Tiessenkai in Holtenau bei Kiel. Eine Anreise per Bahn und Bus ist unkompliziert möglich. Von der alten Seefahrerstadt Marstal auf Aerø aus steuert der Schoner erst die Inseln Langeland, Täsinge und Fyn (Fünen) an, dann die Küstenregionen Kappeln und Maasholm und die Meerengen bei Sønderborg und Laboe. Auf täglich zwischen 45 und 65 Kilometern radeln Inselhüpfer durch mittelalterliche Städte vorbei an putzigen Klinkerhäusern, die wie Kulissen aus Märchen von Hans Christian Andersen wirken. Reetgedeckte Bauernhäuser, hutförmige Hügel mit Windmühlen und kilometerlange Küstenabschnitte mit grasenden Wildpferden säumen die gut ausgebauten Radwege. Die achttägige Radkreuzfahrt in der Dänischen Südsee kostet in einer Doppelkabine mit Dusche/WC und Halbpension 990 Euro pro Person. Im Preis enthalten sind Frühstück und eine warme Mahlzeit an Bord, Lunchpaket, mehrsprachige Reiseleitung, geführte Touren und Kartenmaterial. Ein 21-Gang-Trekkingbike kann gemietet werden. Radeln im Herzen Europas Mit der achttägigen Radkreuzfahrt des Konstanzer Reiseveranstalters Radurlaub ZeitReisen schnuppern Radbegeisterte nicht nur Adria-Luft. Sie lernen die Kultur und Bewohner der kroatischen Halbinsel

Vermietstationen gibt es in St. Stefan (beim Café+Haus Ebner) und in Stainz (beim Flascherlzugbahnhof). Info/Buchung: 03463/4518 oder 0664/534 31 33 bzw. über die Homepage des Tourismusverbandes www.schilcherland.com kennen, die Istrien ihrer Form wegen „das Herz Europas“ nennen. Mit dem ZweimastMotorsegler Tarin stechen die Aktivurlau-

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ber von der Hafenstadt Pula in See und erreichen zunächst Vrsar, die Stadt, in der schon Casanova Zuflucht suchte. In Klostar erkunden Inselhüpfer die berühmte Euphrasius-Basilika mit ihren frühchristlichen Mosaiken und füllen anschließend leere Mägen mit Spanferkel vom Spieß. In Novigrad folgen sie dem Verlauf seiner zinnenbekrönten Stadtmauer und besuchen die im siebten Jahrhundert erbaute Pelagius-Basilika. Am Abend laden seine modernen Bars und Cafés zum Absatteln. „Die Perle Istriens“, Rovinj, offenbart den Inselhüpfern ihre künstlerische Seite und der subtropische Naturpark der Brijuni-Inseln betäubt ihre Sinne mit üppiger Flora und exotischer Fauna. Im Preis von 870 Euro pro Passagier sind alle Übernachtungen, Halbpension, geführte und individuelle Radtouren, Eintritte und Führungen enthalten. Durch griechische Geschichte schippern Der Konstanzer Reiseveranstalter Radurlaub ZeitReisen steuert im Sommer 2011 erstmals den Argosaronischen Golf an, eine der geschichtsträchtigsten Regionen Griechenlands. Von Athen aus geht es mit dem Zweimast-Motorsegler Panagiota auf die einwöchige Radkreuzfahrt in den Golf zwi-

schen Attika und Peloponnes. Vorbei an der Pistazien-Insel Ägina mit ihrem strahlendweiß über dem Meer thronenden Tempel schippern Inselhüpfer weiter nach Epidauros und erkunden dort das größte antike Theater Griechenlands. Vor den Seefahrerinseln Hydra und Spetses kreuzen sie das Kielwasser des Odysseus. Auf Hydra tauschen sie den Drahtesel mit einem echten der zahlreichen Graufelle dort, die einzigen Verkehrsmittel der Insel. Im Preis von 1.340 Euro sind sieben Übernachtungen an Bord, fünfmal Halb- und zweimal Vollpension und ein 21-Gang-Trekkingrad enthalten. Eintritte in Museen und archäologische Stätten, geführte Radtouren und der Sammeltransfer vom Flughafen zum Schiff sind auch inbegriffen, nicht aber die Anreise. Informationen und kostenloser Katalog: Radurlaub ZeitReisen Maybachstraße 8, D-78467 Konstanz Tel. +49 (0)7531- 36186-0 Fax +49 (0)7531- 36186-11, info@inselhuepfen.de, www.inselhuepfen.de.

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Das Display der E-Bikes gibt genaue Auskunft über das Fahrverhalten.

ist ein Fahrrad mit zusätzlichem oder eingebautem Elektromotor. Die elektrische Versorgung des Motors erfolgt in der Regel über einen abnehmbaren Akku. Diese Räder erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Vor allem jene, die mit Steigungen oder viel Gepäck zu kämpfen haben, sowie ältere Menschen, Pendler und Touristen setzen auf EMobilität. Typisch steirisch präsentiert sich auch die sogenannte „Styriette“ der Firma BionX GmbH in Weiz, die in vielen Details an das Original von 1938 erinnert. Anstelle des einstigen Zweitakters schlägt beim Edelstück der leistungsstärkste BionX-Hinterradmotor mit integrierter 3-Gang-Naben-Technologie.


FREIZEIT

Wo Donau und Drau eins werden „Folgst du den Flüssen bis zu deren Vereinigung, wirst du mit fantastischen Einblicken in die Weisheit der Natur belohnt …“ Nein, kein Auszug aus einem Märchen, eine Pressereise des WWF Österreich, welche großes Interesse weckte, führte uns eine grandiose Flusslandschaft vor Augen, bis in die Region hinein, wo sich Drau und Donau umarmen.

Michaela Vretscher

bemühen sich der WWF und weitere Naturschutzorganisationen, dieses artenreiche Wildflusssystem zu erhalten, dem durch den Bau von Wasserkraftwerken, Flussbegradigung sowie Kiesabbau großer Schaden zugefügt wird. Der erste Eindruck in die Lebensräume am Fluss wird uns auf der Reise – mit Start in Wien – am Drau-Ufer in Ungarn nahe Barcs gewährt. Eine Kolonie von Bienenfressern – bunt gefiederte Vögel, die ihre Beute im Flug erhaschen – haben sich am Steilhang eingenistet. An dieser Stelle, welche nicht für jedermann auffindbar ist, treffen wir EuroNatur-Mitglied Martin Schneider-Jacoby, der uns für den Rest der Tour begleitet. „Notwendig ist ein professionelles Management, das sich um Kontrollen, Besucherlenkung und Pflegemaßnahmen kümmert und mit anderen Behörden zusammenarbeitet, um naturschädigenden Eingriffen entgegenzuwirken. Schilder und Informationstafeln müssten angebracht werden, um dem Ökotourismus den Weg zu erschließen“, betont der Experte. „Die Mur-Drau-Donau-Flusslandschaft braucht den Vergleich mit dem Amazonas nicht zu scheuen.“ Wir setzen unsere Fahrt auf der Landstraße in Richtung kroatischer Baranja – bereits seit Urzeiten be-

VOR ORT

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er Naturpark Kopacˇki rit – zwischen jenen großen Lebensadern gelegen – präsentiert sich mit einzigartiger Fülle: Mehr als 2.000 Pflanzen- und Tierarten – viele davon bedroht – finden hier ideale Bedingungen. Dieses Sumpfland nahe der kroatischen Stadt Osijek, rund 300 Kilometer von Graz entfernt, ist Teil des zukünftigen UNESCO-Biosphärenparks „Mur-Drau-Donau“, dessen Basis im März dieses Jahres mit Unterzeichnung der Minister von fünf Ländern gelegt wurde.

„Amazonas Europas“

Foto: Mario Romulic, www.romulic.com

Foto: Mario Romulic, www.romulic.com

Der geplante Fünfländerpark – beginnend an der steirischen Grenzmur bei Spielfeld – verläuft über das 700 Kilometer lange Auenband bis Serbien. Seit den 90-er Jahren

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gelarten finden hier genügend Raum und Nahrung, befindet sich hier doch die größte Laichstelle von Fischen – etwa Hecht, Barsch, Zander, Karpfen, Wels – des Donaugebietes. Eine Würfelnatter schlängelt sich vorbei, Schildkröten lassen sich auf ihrem Ruheplatz nicht stören, die Anwesenheit von Pibern erkennt man am angeFoto: Mario Romulic, www.romulic.com

siedelt – fort und erfreuen uns im Ethnodorf Karanac, Stätte der Unterkunft, an Originaltracht und einer gehörigen Ansammlung von musealen Gegenständen.

Der Klang des Sumpflandes Eine Bootsfahrt offenbart uns die unglaubliche Vielfalt an Tieren und Pflanzen im Gebiet zwischen Drau und Donau mit zahlreichen Nebenarmen: Kopacˇki rit – Sumpfland von internationaler Bedeutung – lädt uns zum Konzert und lässt erstaunen ob der fantastischen Harmonie: Kormorane, Grau- und Silberreiher, schillernde Schwarzstörche schweben hinweg, majestätische Seeadler ziehen ihre Kreise. Mehr als 290 Vo-

Da endet die Mur und vereinigt sich mit der Drau.

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nagten Treibholz. Was sich in den Wäldern und im Grasland aufhält, bleibt unsichtbar. Doch – wir haben Glück: vor uns überquert ein Rotwildrudel den Seitenarm. Im Naturpark mit einer Größe von 23.000 Hektar – ein Drittel davon besitzt den Status eines zoologischen Sonderreservats – tragen viele weitere Säugetierarten zum Klange bei.

Lehrpfade, Jagdschloss und Panoramablick Im Eko Centar Zlatna Greda tummelt sich eine Gruppe von SchülerInnen und Jasmin Sadikovi´c von „Green Osijek“ weist uns in die angebotenen Lehr- und Ausflugspro-

Fischsuppe zur Stärkung muss 40 Minuten kochen, schmeckt aber einmalig.

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Das JUFA Leibnitz bietet für Sportler besonders viele Möglichkeiten.

Erfolgreiche Drehscheibe des Sports gramme ein. Dem Naturpark eingegliedert ist – umgeben vom alten Eichenwald – auch das Schloss Tikves, erbaut im 19. Jahrhundert von den Habsburgern als Jagdresidenz und eine der Aufenthaltsstätten des ehemaligen Präsidenten Josip Broz Tito. Viele Staatsmänner und international bekannte Persönlichkeiten jener Zeit wussten sich hier zu vergnügen. Den Panoramablick im Dreiländereck Kroatien-Serbien-Ungarn bei Batina, noch in der Gespanschaft Osijek-Baranja gelegen, genießen wir vor den Gaumenfreuden – traditionelle Fischsuppe, in Kesseln überm Feuer gekocht. Der Rastplatz auf dem Hügel mit dem Denkmal, das an die Schlacht von 1944 erinnert, bietet eine herrliche Aussicht auf die Donau und Galeriewälder. Im Zuge der Rückfahrt in Richtung Heimat beweist der Stopp im Regionalpark Mur-Drau erneut die ungeheure Wirkung der ursprünglichen Flusslandschaft. Auch an dieser Stelle kämpft man gegen die geplante Regulierung der Lebensadern. Eindrucksvoll und nachhaltig vermittelt der Ausflug rund um das südliche „Grüne Band Europas“ den Wert des Dialogs mit der Natur … und macht bewusst, welche Kostbarkeiten bereits der Vernichtung anheimfielen.

Fünf-Länder-Biosphärenpark „Mur-Drau-Donau“: Das Fünf-Länder-Schutzgebiet Mur-Drau-Donau ist Teil des „Grünen Bandes Europas“, das sich über 12.500 Kilometer entlang des ehem. Eisernen Vorhangs vom hohen Norden bis zum Schwarzen Meer im Süden erstreckt. Die Auenlandschaft der drei Flüsse soll ein Netzwerk aus rd. 20 bestehenden, lokalen Schutzgebieten unter einem Dach vereinen und 800.000 Hektar umfassen. Das 700 Kilometer lange Auenband zieht sich, beginnend mit der steirischen Grenzmur, über die Einmündung der Mur in die Drau (in Kroatien) bis zum Zusammenfluss der Drau in die Donau bei Osijek hin und umschließt die Donauauen im Dreiländereck Kroatien-Serbien-Ungarn. Das Gebiet beherbergt mit über hundert Brutpaaren die größte Seeadlerdichte in Europa und ist Rastplatz für mehr als eine Viertelmillion Wasservögel auf ihrem Zug. Die Auen entlang der Flüsse sind wichtige Trinkwasserreservoirs für die Region, gewähren effizienten Hochwasserschutz und haben große Bedeutung für die Menschen als Erlebnis- und Erholungsraum.“ O www.wwf.at

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in Jahr Jugend- und Familiengästehaus Sportcampus Leibnitz: Sporthalle, Tennisakademie, Leichtathletikanlage, Wellness, Seminarräume, Zugang zum Freibad, Beachvolleyball. Das sind nur einige Möglichkeiten, die man vor Ort nutzen kann. Bei der 1-Jahres-Feier von JUFA Leibnitz zogen Betreiber wie auch der Tourismusverband samt umliegender Hotellerie positive Bilanz, obwohl im Vorfeld bestehende Gastronomiebetriebe ihren Unmut aussprachen. Eingetreten ist schließlich das Gegenteil. „Der Standort ist eine Ergänzung zum klassischen Tourismus und ließ die Nächtigungen um 38 Prozent ansteigen. Gut die Hälfte davon entfällt auf das JUFA-Gästehaus“, bekräftigt Tourismusobmann Karlheinz Hödl.

Zentral und ruhig Die gesamte Anlage liegt inmitten von Leibnitz, aber dennoch im Grünen. Das könnte ein Grund sein, warum sich der Standort rasch etablierte, wonach 42% aller Gäste über persönliche Empfehlungen anreisen. JUFA-Vorstand Gerhard Wendl dazu: „Rund 9000 zusätzliche Übernachtungen verzeichnete alleine die Stadt und außerdem gibt es fortwährend sportliche Veranstaltungen. Junge Gäste sind dabei auch Werbebotschafter für unsere Region.“ Der Standort soll künftig noch mehr Familien und internationale Jugend in die Region locken. Damit käme man dem angedachten Ziel von 20.000 Übernachtungen sehr nahe. Helmut Dietl

Alpine Sommerfrische: Wellness und Gesundheit am Ursprung

D Das 700 Kilometer lange Auenland der drei Flüsse Donau, Drau und Mur soll nachhaltig geschützt werden.

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ie erstmals organisierten Gesundheitswochen des Berchtesgadener Landes und des Salzburger Saalachtals gehen am 17. Juli schon zu Ende. Die Gegend dort bietet auch außerhalb dieser Zeit natürlich viel. Denn beide Regionen mit den bekannten Urlaubsorten Maria Alm, Bad Reichenhall und Markt Schellenberg verfügen über eine außergewöhnliche Landschaft mit vielen Naturschätzen und Heilmitteln, wie Alpensalz, Heilpflanzen, reines Quellwasser und gesundes Höhenklima. Was das Vorteilhafte dabei ist: In dieser grenzüberschreitenden alpinen Sommerfrische kann jeder Gast nicht nur seinen Urlaub verbringen, sondern die wertvolle Zeit auch für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden nutzen. Und wer auch klassische Musik auf seinem Programmzettel hat – die Bad Reichenhaller Philharmonie trägt bei den „Salzigen Festwochen“ zum Entspannungserlebnis bei. O www.bad-reichenhall.de

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Zerstörte Uferlandschaft.


FREIZEIT Gartenschlösser, Almen, Weinberge – Die Oststeiermark ist vielfältiger, als man denkt! Zum Glück lotst mich das Navigationssystem nicht über die Autobahn, sondern über die Bundesstraße von Graz zum Schloss Schielleiten in Stubenberg am See: Während der Anfahrt über grüne Hügel mit blühenden Obstbäumen und Weingärten wird mir klar, warum die Oststeiermark mit dem Slogan „Der Garten Österreichs“ wirbt. Von Sylvia Einöder

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ine knappe Fahrstunde von Graz entfernt bietet sich die grüne Region traditionell für Tagesausflüge an. Dass wir uns jedoch das gesamte Wochenende dort einquartieren, gefällt mir besonders – erst durch die Übernachtung vor Ort mag sich ein richtiges Urlaubsflair einstellen.

Wie die Prinzessin auf der Erbse Untergebracht sind wir in den neu renovierten Zimmern des barocken Schlosses. Der Blick auf die gegenüberliegende Burgruine und die Weinberge ist wie aus einem Prospekt – man könnte fast meinen, man wäre in Südfrankreich oder der Toskana. Als wir unsere Zimmertür aufsperren, bietet sich uns ein imperialer Anblick: Drei Holzstufen führen zum geräumigen Schlaf- und Wohnzimmer hinauf. Es gibt sogar einen begehbaren Kasten, und das Badezimmer ist sehr modern und puristisch designt. Am liebsten würde ich gleich den weitläufigen Schlosspark mit den Schwimmteichen erkunden, aber jetzt steht die Feistritztalbahn am Programm.

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Von Hügel zu Hügel Die Oststeiermark ist vielfältiger als Nicht-Steirer glaubten Mit Volldampf durchs Feistritztal Schon während der Fahrt von Schloss Schielleiten nach Weiz blitzt und donnert es. Bei strömendem Regen wartet unsere Journalistengruppe in der urigen Bahnhofsstation auf die historische Feistritztalbahn. In der schnaubenden Dampflokomotive fällt das Licht aus, es rumpelt, die Teller klirren und ein „Original“ aus der Gegend unterhält uns bestens. Bloß nicht zu sehr beim Buffet zuschlagen, denn in Anger wartet ein Vier-GängeMenü. Als Käseliebhaberin kann ich mich aber nur schwer zurückhalten beim preisgekrönten Stollenkäse aus dem Almenland, der im ehemaligen Silberbergwerk in Arzberg reift.

Küchenchef bekehrt Lammkritiker Inzwischen scheint wieder die Sonne und wir treffen im traditionsreichen Posthotel Thaller ein, das in der fünften Generation geführt wird. Während wir als Vorspeise Bachforelle mit geschmortem Spargel spei-

sen, spaziert Luis der Sechste im Strampelanzug an unserem Tisch vorbei. Beim Hollerstrauben-Dessert gestehen gleich mehrere Kollegen, dass sie nicht erfreut waren, in der Menükarte von einem Lammgericht zu lesen. Umso positiver überrascht waren sie von der edlen Zubereitung durch Küchenchef Luis Thaller jr. Eine trachtenbegeisterte Wienerin erspäht gegenüber dem Posthotel einen Trachtenladen und lässt im Dirndlrausch unsere Gruppe warten.

Über den Wolken Mit den E-Bikes fahren wir später von Schielleiten zum Stubenbergsee, von wo unsere Heißluftballonfahrt startet. Ich bin überrascht, wie flink ich die Kurve nehme, schalte den Motor sicherheitshalber ein wenig zurück und genieße die Geschwindigkeit und den Fahrtwind. Als wir am See ankommen, wartet in der Wiese schon ein

startbereiter Ballon mit einem großen Korb für 15 Passagiere. Der Pilot wirft den Brenner an und wir heben ganz sachte ab, keine Bewegung und kein Ruckeln sind spürbar. Bis auf 2000 Meter Höhe steigt unser Ballon und es wird etwas kühl, doch das Feuer des Brenners wärmt zum Glück. Sanft schweben wir über den oststeirischen Hügeln und genießen dank des vorhergehenden Gewitters eine klare Sicht: Bis nach Ungarn und zu den schroffen Zinnen des Gesäuses können wir sehen. Ein uneingeschränktes Freiheitsgefühl mag sich bei mir dennoch nicht einstellen, weil mir die Korbhöhe zu niedrig erscheint, also platziere ich mich lieber inmitten der anderen Passagiere. Die Zeit vergeht wirklich „wie im Flug“: Nach einer guten Stunde schweben wir zur Landung recht knapp über eine Stromleitung, nehmen einige Apfelbaumäste mit und landen schließlich in einer schräg abfallenden Wiese, wo wir mit einem wärmenden Schnäpschen begrüßt werden.

Auf zum König vom Pöllauberg

Küchenchef Luis Thaller jr. bekehrte mit seiner individuellen Zubereitung alle Lammkritiker.

Im Wohlfühlhotel Eder in St. Kathrein am Offenegg kommen die Kräuter frisch aus dem hauseigenen Garten.

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Üblicherweise folgt nun die traditionelle Ballontaufe, doch wir möchten – leicht unterkühlt und hungrig – lieber gleich nach Pöllauberg zum Berggasthof König fahren. Eine imposante Wallfahrtskirche erhebt sich auf dem kleinen Pöllauberg. Am Hang unterhalb der Kirche gibt es einen wunderschön gelegenen Friedhof. Zum Draußensitzen ist es leider zu frisch, also rekapitulieren wir unser Ballonerlebnis in der Gaststube bei einem guten Muskateller und lassen den Abend gemütlich ausklingen.

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Am Schwimmteich des Gartenhotels Ochensberger in St. Ruprecht an der Raab lässt es sich herrlich picknicken.

Das Gute liegt so nah

Picknick und Nickerchen Am nächsten Morgen nehmen wir noch recht verschlafen einen Kaffee im Schloss ein und starten mit hungrigen Mägen nach St. Ruprecht an der Raab, wo uns ein Frühstückspicknick im Garten-Hotel Ochensberger erwartet. Neben dem idyllischen Schwimmteich ist eine große Decke aufgebreitet und alles aufgebaut, was das Herz begehrt. Berner Sennenhund „Bari“ sitzt wohlerzogen vor mir und setzt seinen süßesten Bettelblick auf. Mein Freund ist so begeistert von den außergewöhnlichen Kreationen der hauseigenen Marke „Steierness“, dass er sich Käferbohnen-Chili-Aufstrich und Erdbeer-Tomaten-Basilikum-Konfitüre bei der herzlichen Hausherrin kauft. Nach dem Picknick liegen wir entspannt in den Holzliegen am Wasser und genießen die Sonne.

Entspannt und wohlgenährt treten wir die Heimfahrt durchs Grüne an und fragen uns, warum wir die Oststeiermark bisher nicht als Urlaubsziel wahrgenommen haben. Nicht nur für mich als gebürtige Kärntnerin war diese Region ein blinder Fleck auf der Landkarte. Auch mein Grazer Freund kannte trotz Hartberger Verwandtschaft einige unserer Ausflugsziele nicht. Dabei liegt das Gute oft so nah. O

Gute Adresse für Mariazell-Urlauber

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odenständig, komfortabel und etwas abseits vom Rummel der Mariazeller Basilika befindet sich der Landgasthof Bartelbauer der Familie Dietl/Schneider, im nahen St. Sebastian. Sowohl Familienurlauber, Sportler als auch Genießer und Kurzbesucher schätzen die heimelige Atmosphäre und das Gefühl des Willkommenseins. Umgeben von den Wiesen des eigenen Bauernhofs, kann man nach einem aktiven Tag einfach die Seele baumeln lassen. Neben den Gästezimmern im Stammhaus können außerdem die „eigenen vier Wände“ im separaten Ferienhaus bezogen werden. Dafür stehen in sonniger Lage Appartement-Wohnungen für 2–5 Personen zur Verfügung. Während der Wintermonate ist das direkt gegenüberliegende Skigebiet Bürgeralm autofrei zu erreichen. Das Restaurant ist immer sonntags geöffnet und während der Ski- und Langlaufsaison jeden Tag. Den Hausgästen steht die Küche mit Schmankerln aus der eigenen Landwirtschaft natürlich das ganze Jahr über offen. www.bartelbauer.at

Rund um den Kirchturm von Mariazell

Mit der Gondelbahn zur Lasershow

Eingelocht Bei sengender Mittagshitze kommen wir zum Golfplatz Gut Freiberg. Ein Golflehrer in voller Montur erklärt mit schelmischer Miene, dass Golfen der zweitschwierigste Sport der Welt nach Stabhochsprung sein soll. Doch mit dem kleinen Golfcart über die Hügel zu düsen macht Spaß. Gut Freiberg zählt wegen seines hügeligen Geländes zu den anspruchsvollsten Golfplätzen Österreichs. Beim Einlochenüben freue ich mich wie ein Kind über jeden Treffer.

Apfelland trifft Almenland Danach geht es einige hundert Höhenmeter hinauf ins Almenland, das erstaunlich nahe den sanften Weinhügeln und Apfelbäumen liegt. Das Wohlfühlhotel Eder in St. Kathrein am Offenegg ist malerisch unter die Bergkirche eingebettet. Seniorchef Karl begrüßt uns mit seinem KLIPP Juli 2011

Wenn man seine Aufmerksamkeit in Mariazell nicht ausschließlich der Basilika schenkt, tun sich vielerlei Möglichkeiten auf, die Gegend zu erleben und zu genießen. Im obersteirischen Wallfahrtsort herrscht tagein, tagaus reges Treiben. Während innerhalb der Kirchenmauern gemütlich die Orgel trällert, schlägt man hoch oben am Hausberg der Mariazeller andere Töne an. Fetzige Melodien sorgen allwöchentlich für Stimmung pur. „Sommer – Sonne – Spaß und jede Menge Stars“ lautet das Motto bei der Bergwelle

22. Juli 2011: Ich war noch niemals in New York, Nacht der Musicals 29. Juli 2011:Tanz mit mir, Corinna, Die Paldauer 5.August 2011: Mit’n Kopf zaum, mit’n Oarsch zaum,Ausseerland trifft Irish Steirisch 12.August 2011: Die berühmten 3 Worte,Andy Borg & Nordwand 14.August 2011: Reif für die Insel, Peter Cornelius & Band 19.August 2011: Only You,A Cappella mit Voice Factory 26.August 2011: Mamma Mia,ABBA-Mania

auf der Bürgeralm: Den ganzen Sommer über geben sich namhafte Künstler und Musiker ein Stelldichein. Am Bergsee auf der Seebühne vereinen sich Wasser, Musik und Licht zu einer atemberauben-

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den Choreografie. Schwebend, via Gondelbahn, geht’s zum Veranstaltungsgelände und retour. Nähere Infos auf: www.bergwelle.at oder 03882/2366. O Helmut Dietl

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kleinen Enkel am Arm. Er kümmert sich als Wanderbegleiter, Schilehrer, Mountainbiker und Golfer das ganze Jahr um die Unterhaltung der Gäste. In der Stube erzählt er stolz, dass seine Schwiegertochter amtierende Mehlspeisenweltmeisterin ist – das Bauerntopfen-Dessert mit Himbeeren übertrifft unsere gesteigerten Erwartungen sogar noch. Auch die selbstkreierte Limonade mit frischen Kräutern aus dem eigenen Kräutergarten neben der Sonnenterrasse begeistert mich optisch wie auch geschmacklich.


FREIZEIT Die schwimmende Metropole wird an allen Ecken und Enden von Süß- und Salzwasser umarmt.

Foto: Jeppe Wikström

Meine Couch in Stockholm Skandinavien ist ein teures Pflaster. Hier ist Couchsurfing genau das Richtige! Über

Sylvia Einöder

VOR ORT

das Onlineportal bieten Leute weltweit Reisenden ihre Wohnung als Unterkunft an. Couchsurfing ist nicht nur gratis, sondern auch viel interessanter und lustiger als gewöhnliche Touristenunterkünfte. Ich bin gespannt auf meinen schwedischen Gastgeber Hannu, bei dem ich mich für vier Nächte im trendigen Stockholmer Stadtteil Södermalm einquartiere.

H

ej hej!“, begrüßt mich eine freundliche Stewardess am Flughafen Arlanda. Kaum auf schwedischem Boden gelandet, piepst mein Handy: „Hallo Sylvia! Bist du schon angekommen? Ich melde mich, sobald ich aus der Arbeit komme!“ Gut zu wissen, dass alles klappt, wie wir es online abgesprochen haben. Als ich den Aus-

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gang ins Freie nehme, sehe ich gerade mal zwei Taxis, einen Bus und rundherum Nadelwald, soweit das Auge reicht. Nur ein Elch fehlt noch. Stockholm ist mit 2 Millionen Einwohnern immerhin die größte Hauptstadt Skandinaviens, doch der außerhalb gelegene Flughafen vermittelt den Eindruck, ich bin hier bei den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen gelandet.

Hannus Freundin Maria derzeit als Entwicklungshelferin in Nepal ist. Wir werden also alleine sein, bis morgen Abend meine Schwester da-

Zufall ergattert hat. Die durchschnittliche Wartezeit für eine Mietwohnung (!) im Zentrum Stockholms beträgt 10 bis 15 Jahre. Ich überrei-

Warten auf meine Couch Nach einer halbstündigen Busfahrt in „Centralstationen“ angekommen, kaufe ich mir eine Karte für das Verkehrsnetz, von der Prinzessin Victoria und Daniel als Frischvermählte runterlachen. Stolz auf ihr Königshaus sind die Schweden allemal, auch wenn die nationalen Boulevardblätter gerade voll mit Negativschlagzeilen über König Carl-Gustavs Sex-Skandal sind. Kurze Zeit später liege ich in „Munkbroleden“ mit meinem Trolley als Nackenstütze auf dem Holzsteg, blicke aufs Wasser und warte auf Hannu. Die Kombination von Sonne und Wind versetzt mich in Urlaubsstimmung und lässt mich vergessen, dass ich im hohen Norden bin. Ich höre eine Fahrradklingel und der 40-jährige blonde Banker steht genauso lachend wie auf seinem CouchsurfingFoto vor mir.

Die Chemie stimmt Am Heimweg sind wir gleich ins Gespräch vertieft. Ich erfahre, dass

Mein Couchsurfing-Gastgeber Hannu war ein Goldgriff – er legte mir Stockholm zu Füßen!

zustößt. Sie hat ein Semester im südwestlich gelegenen Halmstad studiert und wir wollen ihre Zeit in Schweden hier gemeinsam ausklingen lassen. Sicherheitsbedenken habe ich keine, weil Hannu verifiziertes Mitglied bei Couchsurfing ist, seine Identität und Adresse also via Kreditkarte überprüft wurden. Durch die vielen positiven Feedbacks seiner bisherigen Gäste konnte ich mir bereits ein Bild von meinem Gastgeber und seiner Couch machen. Ich ziehe meinen Koffer in Hannus frisch renovierte 40-m2Wohnung mitten in Södermalm. Der stolze Besitzer erzählt, dass er diese Wohnung durch einen glücklichen

S O M M E R Z E I T ist Urlaubszeit

che meine Mitbringsel – über die steirischen Kürbiskerne freut sich Hannu besonders.

Aus der Reihe tanzen unerwünscht! Eine Dusche später ziehen Hannu und ich los, um seinen Stadtteil, die Insel Södermalm, zu erkunden. Am Friedhof der „Katarina Kyrka“ zeigt er mir das Grab der 2003 ermordeten Außenministerin Anna Lindh. Nur ein paar frische Tulpen liegen vor dem kleinen, unauffälligen Grabstein. Auf Hierarchien wird hier nicht viel Wert gelegt. In den 1960er Jahren wurde das Siezen in Schweden offiziell abgeschafft und KLIPP Juli 2011


Lange Sommerabende Viele erklommene Stufen später sitzen Hannu und ich im bummvollen Biergarten „Mosebacke-terrassen“. Hannu erklärt mir die verschiedenen Inseln Stockholms, auf die wir eine tolle Sicht haben. Am Nachhauseweg lädt er mich auf einen Erdbeerchampagner in die Skybar „Och himlen därtill“ ein, von der aus wir einen Wahnsinnsausblick über ganz Södermalm in der Abenddämmerung haben. Als wir kurz nach elf heimkommen, ist es noch immer hell. Nach wenigen Stunden Schlaf wache ich todmüde auf, weil mir schon die Sonne ins Gesicht blinzelt – ein Blick auf die Uhr verrät, dass es erst halb vier Uhr morgens ist.

rascht, wie mediterran die Altstadt mit ihrem großen Königspalast anmutet. Am Abend kommt meine Schwester an und Hannu gibt uns Insider-Tipps für die Planung unseres morgigen Tages. Wir fahren auf die Insel Grinda!

FREIZEIT

„Jantelag“, das Gleichheitsprinzip, eingeführt. Aus der Reihe tanzen ist hier genauso unerwünscht wie autoritäres Gehabe. Gefühlte 80 Prozent der jungen Leute tragen dieselben Sneakers der Marke Converse in Weiß oder Beige. Das Straßenbild ist dennoch sehr bunt – ich bin erstaunt, wie viele Migranten es hier gibt, die sich von den mehrheitlich blonden Schweden (kein Klischee!) abheben.

Eine von 30.000 Inseln Wer Archipelago verpasst, war nicht in Stockholm, heißt es. Um die 30.000 teils winzige Inseln und Schären liegen vor den Toren Stockholms. An der Anlegestelle „Strömkajen“ entern wir unser Schiff, das uns in einer zweistündigen, sonnigen Fahrt auf die kleine Insel Grinda bringt. An Schafen und roten Holzhäusern vorbei führt uns ein Waldweg zu unserem Lokal direkt am Wasser. Während wir Garnelen schälen und die Wellen rauschen, können wir die unzähligen Segelboote beobachten, die um die kleinen Inseln tanzen. Als wir spätabends heimkehren, packt Hannu seinen Koffer für Riga. Eigentlich hatten wir geplant, zu einem weiteren Couchsurfing-Gastgeber weiterzuziehen. Nachdem wir uns nun persönlich kennengelernt haben, dürfen wir in Hannus Wohnung bleiben und versprechen ihm, seine Tomaten am Balkon zu gießen.

Foto: Human Spectra

In „Munkbroleden“ lassen sich die Stockholmer im Sommer die Sonne auf den Bauch scheinen.

Von Wasser umarmt Nach einem gemeinsamen Frühstück wie im Vier-Sterne-Hotel bricht Hannu in die Arbeit auf und ich in die Altstadt „Gamla Stan“. In „Slussen“ trifft das Süßwasser des Mälarsees mit dem Salzwasser der Ostsee zusammen. Von hier aus mache ich eine Bootstour und bin fasziniert von der einzigartigen Stadtgeografie Stockholms: An allen Ecken und Enden wird die schwimmende Metropole vom Wasser umarmt. Die 14 Inseln der Stadt sind durch 57 Brücken verbunden. Danach erkunde ich die engen, verwinkelten Gassen „Gamla Stans“ und bin über-

SoFo, nicht Soho!

Stockholm war anders

Einen Abstecher nach „Sofo“ (SOuth of FOlkungagatan) gleich ums Eck seiner Wohnung hat uns Hannu dringend empfohlen. Sofo ist derzeit DAS trendige Viertel von Stockholm. Vor allem in den Häusern um „Nytorget“ herum tummeln sich die Cafés, Galerien, exotischen Lokale und kleinen Läden mit skandinavischem Design. Jeden Samstag gibt es hier einen Flohmarkt, den wir leider verpassen. Dafür wühle ich mich im riesigen SecondhandLaden „Beyond Retro“ durch fünf Jahrzehnte Exzentrik.

Im Flugzeug nach Stockholm dachte ich mir: „Schon wieder hoher Norden!“ Aber diese Stadt war anders: urbaner als Kopenhagen, billiger als Oslo und mit größeren Wasserflächen als Amsterdam bestückt. Nicht umsonst wird die schwedische Hauptstadt „Venedig des Nordens“ genannt. Als ich schon längst wieder in Graz bin, piepst mein Handy: „Danke für die erfreuliche Heimkehr in meine Wohnung! Die Tomaten sind wohlauf. Alles Weitere auf couchsurfing.com.“ O

Foto: Jeppe Wikström

Der Szene-Stadtteil „Södermalm“ ist durch eine Schleuse mit der Altstadt „Gamla Stan“ verbunden.

Foto: Hans Spatzier

Die 3 Lokale mit der tollsten Aussicht:

Die Insel Grinda ist nur eines von unendlich vielen Zielen für Bootsausflüge ins Archipelago, den Schärengarten Stockholms.

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I Restaurant/Bar „Gondolen“ (U-Bahn-Station „Slussen“): 33 Meter über dem Wasser thront der Glasbau, der per Lift erreichbar ist. Atemberaubende Aussicht über die Altstadt „Gamla Stan“! (www.eriks.se) I Restaurant/Bar „Och himlen därtill“ (U-Bahn-Station: „Medborgarplatsen“): Viele Stockholmer kommen zum „After Work Chill Out“ hierher. Toller Ausblick über ganz Södermalm! Wenig touristisch, weil schlecht beschildert. (www.restauranghimlen.se) I Biergarten „Mosebacke-terrassen“ (U-Bahn-Station: „Slussen“): Großer Gastgarten mit einzigartigem Blick auf die Inseln „Skeppsholmen“, „Kastellholmen“ und „Djurgården (www.sodrateatern.com)

S O M M E R Z E I T ist Urlaubszeit

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FREIZEIT

Golems, Pflastersteine und billiges Bier Wenn man zum ersten Mal bedächtig durch die engen Gassen Prags schlendert und die Gegend erkundet, fällt einem sofort die frappierende Ähnlichkeit zur Hauptstadt hierzulande auf. Von David Donnerer

G

ebannt starre ich auf das schlichte Gebäude und dessen Dachgiebel, welcher sich vor mir erhebt. Eine schlichte Leiter führt von der Außenmauer aufs Dach hinauf. An der Wand lese ich die Bezeichnung „Altneu-Synagoge“. Ein gewöhnlicher religiöser Ort, möchte man meinen. Doch trotz seiner Einfachheit umgibt dieses Bauwerk etwas Mystisches. Denn es handelt sich um die Geburtsstätte des sagenumwobenen Golems, den vor mehr als 500 Jahren der jüdische Rabbi Löw erschaffen hat, um sein Volk vor Übergriffen zu schützen. Geschehen eben in der tschechischen Metropole Prag, die außer solchen historischen Mysterien dem Besucher noch sehr viel anderes bietet.

Aus der k. u. k. Zeit Man hat den Eindruck, die Stadt wäre ein einziges Museum, wo der Großteil der Gebäude noch aus der k. u. k. Zeit stammt und unberührt geblieben ist. Ob es die imposante Prager Burg am Hradschin ist, das Nationalmuseum, das Franz-KafkaMuseum, die Karlsbrücke, die Altstadt, der Wenzelsplatz, der Veitsdom, die Burg Vysherad, das alte jüdische Viertel Josefstadt, die Eiffelturm-Kopie Petrin Tower, der Prager Fernsehturm, die Moldauinsel Kampa (Prags „Venedig“), der Schwarzenbergpalast und nicht zuletzt die Karlsbrücke. Dort zeichnen Schausteller detailgenaue Porträts der Passanten und Straßenmusiker geben einen traurigen Blues zum Besten, während Hare-Krishna-Anhänger durch psychedelischen Gesang versuchen, weitere Mitstreiter für ihre Sache zu gewinnen. Das verdankt Prag wohl dem Umstand, dass es von den Bombardements des Zweiten Weltkriegs verschont geblieben ist. Eine weitere ästhetische Note, die dieser Stadt einen mittelalterlichen Glanz verleiht,

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Straßenmusiker auf der Karlsbrücke

sind die Straßen und Gehsteige, die vorwiegend aus kunstvoll gefertigten Mustern bestehen. Deswegen sieht man auch kaum Radfahrer auf den Straßen, dafür aber umso mehr Fußgänger mit festem Schuhwerk. Notwendig, um die verwinkelten, unebenen Gassen zu erforschen.

Alles zu Fuß Stichwort Fußgänger. Der große Vorteil für marschierfreudige Touristen in Prag ist, dass man die ganze Innenstadt (rund 3 km2) zu Fuß erkunden kann und dabei fast alle Sehenswürdigkeiten und noch einiges mehr entdeckt. So liegen die touristischen Viertel Neustadt, Altstadt, Hradschin (Prager Burg), Kleinseite, Vysherad und das jüdische Viertel Josefstadt innerhalb eines Radius, den man in ein paar Tagen locker schafft. In diesen Vierteln gibt es einiges zu sehen, nicht nur touristische Attraktionen, sondern auch typisch tschechische Gegebenheiten. Und wenn die Füße nicht mehr wollen, bringen einen die Öffis bequem von einem Ort zum nächsten.

Kleine Juwele Wer aber abseits der touristischen Massenplätze versteckte Winkel Prags besichtigen will, kann dies auch tun. Das lohnt sich insoweit mehr, weil man dann zu kleinen Juwelen wie zum Beispiel zum majestätischen Rudolfinum, zum Veletrezni Palast oder zum malerischen

Schloss Troja gelangt, welches im Lichte eines Regenbogens eine tolle Kulisse abgibt. Und auch das Starobrno-Biermuseum und die zahlreichen Brücken, die die durch den Fluss Moldau geteilte Stadt miteinander verbinden, sind einen Abstecher wert. Und sollte man sich doch einmal verirren und sollten die tschechischen Straßennamen einem nichts sagen, kann man sich entweder auf Deutsch oder Englisch an freundliche Tschechen wenden, die einem gerne weiterhelfen.

Bier um 1 Euro Bei diesem anstrengenden Touristenleben darf natürlich nicht das Essen und Trinken zu kurz kommen. Hier verwöhnt einen die tschechische Metropole mit einem vielfältigen kulinarischen Angebot, das noch dazu dank der tschechischen Landeswährung, der Krone, sehr günstig ist. Je nachdem ob man ein Freund der eher deftigen tschechischen Küche à la Knödel- und Fleischgerichte ist oder doch eher asiatische, italienische oder gar äthiopische Küche mag, man findet verlässlich etwas, das zu den eigenen Vorlieben passt. Dabei reißen die Menüs keine großen Löcher ins Reisebörserl, da man ein gutes Steak bereits um 4 € bekommt. Dazu gibt es dann noch eine der zahlreichen tschechischen Biersorten (Starobrno, Pilsen, Gambrinus), wobei der halbe Liter einen lächerlichen Euro kostet. Nicht zu vergessen, dass in Prag fast jeder Bier zu seinem Essen bestellt, da es das mit Abstand billigste Getränk auf der Karte ist!

Rowdys auf den Straßen

Wenzelsplatz

Bei all den Lobgesängen auf die tschechische Metropole gibt es jedoch auch Schattenseiten. Das

S O M M E R Z E I T ist Urlaubszeit

Touristische Turmwache auf der Karlsbrücke

wären zum einen die gemeingefährlichen und rücksichtslosen Prager Autofahrer, die gerne Fußgänger auf Zebrastreifen ignorieren und rüpelhaft anhupen. Während in Österreich der Fußgänger mit dem Gesetz einen Schutzengel an seiner Seite hat, sollte man in Prag lieber dreimal links und rechts schauen, bevor man einen Zebrastreifen überquert. Dazu sollte man als Tourist auf stark frequentierten Plätzen wie dem Wenzelsplatz oder der Karlsbrücke auf der Hut vor den zahlreichen Taschendieben sein. Sollten Sie Prag als Reiseziel noch vor sich haben: Meiden Sie überteuerte Restaurants nahe den Sehenswürdigkeiten, wo man mit sogenannten „Touristenmenüs“ versucht, unvorsichtige Touristen zu neppen. O KLIPP Juli 2011


GOLFTRAINING Internet: www.golfschule-ali.at E-Mail: office@golfschule-ali.at

Nur wer richtig übt, wird auch gut spielen. Bestes Hilfsmittel: ein parallel zur Ziellinie liegender Schläger.

S

ie können zehn Stunden täglich auf der Driving Range stehen und so viele Bälle schlagen, bis Sie Blasen an den Händen haben, aber wenn Sie nicht die richtigen Dinge mit der richtigen Technik üben, werden sie gar nichts erreichen. Wollen Sie Ihr Spiel ernsthaft verbessern, müssen Sie mit einer konstruktiven Vorstellung Ihr Training aufbauen. Ich empfehle Ihnen dabei Folgendes:

tung der Schultern zum Ziel hin korrekt sind, und schlagen Sie los. Dies sind die Grundvoraussetzungen für einen guten Golfschwung.

Also: Schläger parallel vor die Füße und der Rest wird Ihnen dann um vieles leichter fallen. O

Legen Sie stets bei jedem Schlag einen Schläger vor Ihre Füße, und zwar in paralleler Ausrichtung zur Ball-Ziellinie, damit Ihre Ansprechposition korrekt ist. Denken Sie daran: Eine schlechte Ausrichtung vor dem Schlag bewirkt immer Fehler im Schwung. Vergewissern Sie sich, ob Ihre Ansprechposition, Griffhaltung und Ausrich-

Gastroausstatter Mayway stieg ins Geschäft mit E-Golftrolleys ein Swen May hat sich als ambitionierter Hobbygolfer das gefragt, was sich auch viele andere fragen: Warum sind EGolftrolleys vom Preis her so stolz? Handelt es sich ja doch letztendlich nur um ein Fahrgestell mit Rädern, darauf eine Batterie, angeschlossen an einen einfachen Motor, also kein wirkliches HightechProdukt.

A

ls Kaufmann (Mayway ist die Nummer 1 am österreichischen Gastronomiemarkt) kennt er sich bei der Preisbildung von Produkten natürlich bestens aus. Sein Gefühl, „die EGolftrolleys könnt’s und sollt’s auch günstiger geben“, war der Auslöser, vorerst mit zwei Modellen ins Ausstatter-Geschäft einzusteigen. „Und das Echo war sehr erfreulich. Beim teureren Modell waren wir sogar bald ausverkauft. Unser Maycad CX12 hat einen Alurahmen, ist kofKLIPP Juli 2011

„Es geht doch günstiger!“ ferraumtauglich zusammenklappbar und verfügt über ein LCD-Farbdisplay, das die Geschwindigkeit, den Akku-Ladezustand und auch die Distanz zum Ball oder die Freilaufdistanz anzeigt. Weiters hat er auch einen Tempomat. Mit dem Lithium-Akku wiegt er nur etwas mehr als 14 Kilogramm und es gibt ihn bereits für 599 Euro“, so Swen May. Der Maycad CX11 mit traditionellem Akku ist schwerer und kostet 349 Euro. „Unsere Trolleys kommen, wie die meisten anderen auch, aus dem fernen Osten, zum Teil sogar von den gleichen Herstellern“, verweist Swen May darauf, dass es sich von der Qualität her um kein Billigprodukt handelt. Die Preise von Mitbewerbern für ähnliche E-Trolleys beginnen erst jenseits der 1.000-EuroGrenze. „Wir haben damit – wenn man so will – auch Golfer angesprochen, die bisher stolze Preise abgeschreckt haben.“ Der Verkauf selbst wird über das Internet unter

www.maycad.at und die 9-MaywayNiederlassungen abgewickelt; viele Internetkunden schauen sich die Modelle zuvor in den Mayway-Niederlassungen an, bevor Sie online kaufen. „Ich verstehe, die Leute wollen einfach auf Nummer sicher gehen.“ Wobei Swen May auf ein großes Plus seines Angebots hinweist: Da sein Unternehmen viele Techniker beschäftigt, werden bei allfälligen Problemen Reparaturen oder auch ein Service direkt vorgenommen. „Was ja oft nicht so einfach ist“, so Swen May, „denn im Fall von Reklamationen werden von vielen Händlern die Trolleys an den Produzenten geschickt und die Abwicklung dauert oft Wochen.“ Und wie wird’s mit den E-Golftrolleys weitergehen? Swen May denkt, dass künftig auch Golf-Hotels oder -Klubs – für einen besseren Service und mehr Komfort für den Kunden – in einem Package E-Trolleys kostenlos für ihre Gäste anbieten werden. O 47

FREIZEIT

Trainieren mit System

Von Head Pro Ali Rosker im Golfclub Erzherzog Johann, Maria Lankowitz


urlaubstipps

Foto: Hotel Schloss Mönchstein

Leistbare Sommerfrische für Familien

Königliches Ambiente in Salzburg

Für den Sommer hat man sich im

enthalts. Der Sommerfrische im wald- und

Als wären der Schlosspark mit dem Pa-

Wiederbelebung der noblen Tradition ei-

Bruggraber’s Waldheimathof in Alpl etwas

wasserreichen Herzen der Steiermark mit

noramablick über Salzburg und das kö-

nes Diner Dansant gibt es monatlich ei-

Besonderes für Familien einfallen lassen:

seinem besonderen Reizklima steht so-

nigliche Ambiente, die extravagant ein-

nen Brunch mit musikalischer Begleitung.

Im Juli urlauben die Kinder von Großfami-

mit auch für Familien mit vielen Kindern

gerichteten Suiten und die Delikatessen

Wellnessliebhaber erwarten außerdem

lien ab dem 3. Kind gratis und Familien mit

nichts mehr im Wege.

aus der Haubenküche noch nicht genug,

tolle Angebote anlässlich der 3-Jahres-

überrascht der Service im Hotel Schloss

Feier des Mönchstein Spa.

Zwillingen erhalten den Urlaub für einen der beiden gratis. Beide Angebote gelten

Infos: Tel.: 03855/ 8251

Mönchstein seine Gäste noch zusätzlich

Infos: Tel.: 0662/ 848555

unabhängig von der Gesamtdauer des Auf-

mit jeder Menge Neuigkeiten. Neben der

www.waldheimathof.at

www.monchstein.at

Foto: Simone Ruzzenente/ Post Alpina

Dolce Vita im Hochpustertal Spannende Wanderungen für Abenteuer-

der Natur zum Angreifen, wo die Familie

lustige und gemütliche Spaziergänge für

Wachtler in Vierschach das wunderbare

die ganze Familie im Südtiroler Hochpus-

Almdorf „Dolce Vita Family Chalet Post

tertal mit der atemberaubenden Kulisse

Alpina“ mit einem Haupthaus und den zehn

der Dolomiten: Das sind die Zutaten für

urigen Almchalets sehr persönlich führt.

einen perfekten Urlaub inmitten von Blü-

Infos: Tel.: +39 0474/ 913 133

tenduft, Vogelgezwitscher und blühen-

Urlaubs

www.posthotel.it

Alles Marille in Niederösterreich Jeder kennt es, jeder liebt es – das freche, süße Früchtchen namens Marille. Im Genießerland Niederösterreich hat es sogar den Status eines „Nationalsymbols“. Sobald die köstliche

Gamskogel für Frühaufsteher

Frucht reif ist, steigen in den Hauptanbau­ gebieten Feste und Feiern, bei denen es alle möglichen Leckereien gibt. „Alles Marille“

In Zauchensee sind die Urlaubsgäste gut

Sonnenaufgang wartet. Auch das Früh-

lautet unter anderem das Motto beim Maril-

gelaunt, wenn sie an einem schönen Som-

stücksbuffet in der gemütlichen Gams-

lenkirtag vom 22. bis 24. Juli 2011 in Spitz an

mertag um vier Uhr morgens das Bett ver-

kogelhütte begeistert die Frühaufsteher.

der Donau oder beim Marillenfest vom 14. bis

lassen. Das verdanken sie den Sonnenauf-

Kein Wunder, dass auch viele Einheimische

17. Juli 2011 in der Altstadt von Krems an der

gangsfahrten am Gamskogel. Zu finsterer

diesen Ausflug genießen.

Donau und in Krems-Stein.

Stunde geht es mit der Bahn zur Berg-

Infos: Tel.: 06452/ 4000

Infos: Tel.: 02742/ 9000 19875

station, wo nicht nur ein unvergesslicher

www.zauchensee.at

www.niederoesterreich.at

Foto: NiederösterreichWerbung/Rita Newman


Abenteuerprogramm für Groß und Klein Funny Days und Action de luxe Direkt zu Füßen des mächtigen Hochkö-

gemütliche Alternative wäre eine Wande-

Lust, den Adrenalinspiegel im Urlaub ge-

des Tiroler Höhendorfs Nauders. Einen

nig-Bergmassivs liegt das 4-Sterne-Berg-

rung am familientauglichen Murmeltier-

hörig zu erhöhen? Im Viersternehotel

Gang höher schalten die Berghof-Gäste

und Spa-Hotel Urslauerhof. Es bietet ein

pfad. Selten kann man diese putzigen Tier-

Berghof in Nauders ist das mehr als ein-

beim Paket „Action de luxe“, das zusätz-

abwechslungsreiches

Abenteuerpro-

chen so hautnah beobachten. Nach so viel

fach – mit speziellen Sommerpackages:

lich noch eine geführte Rafting- und eine

gramm – wie etwa Bogenschießen auf dem

Programm folgt die Abkühlung mit einem

Bei den „Funny Days“ erwarten die Gäs-

Klettersteigtour enthält.

3-D-Parcours auf der Jufenalm, Klettern

Sprung in den Pool des Urslauerhofes.

te eine Mutprobe im Actionparcours, ein

im Waldseilgarten Natrun oder Wander-,

Infos: Tel.: 06584/ 8164

Tandemflug mit dem Berghof-Schirm und

Infos: Tel.: 05473/ 87365

Kletter- und Mountainbiketouren. Eine

eine geführte Canyoning-Tour im Umfeld

www.urslauerhof.at

sti pps

Genuss für Augen und Seele Das „Alte Gehöft am Lormanberg“ inmit-

diesischen Pflanzen bieten Erholung pur.

ten der steirischen Vulkanhügel ist eine

Für Golfer, Radler und Genießer gibt es

Oase für naturverbundene und ruhesu-

direkt vor der Haustür und in nächster

chende Menschen. Die individuellen, liebe-

Nähe zahlreiche attraktive Möglichkeiten

voll restaurierten, mit modernem Komfort

und Angebote.

ausgestatteten Häuser und Wohneinhei-

Infos:

0664 / 3438776

ten, umgeben von Obstbäumen und para-

www.traum-urlaub.at

Genussund Kulturerlebnisse

Bikini-Zeit am Faaker See

www.berghof-nauders.com

Foto: Kumforum

Rund 20 Kilometer von Wenn die Sonne am Azurhim-

Salzburg

mel mit den Kindern um die

sich die „Kleinen Fest-

Wette lacht, werden am Pool

spiele auf Burg Golling“

des Genießerhotels Karnerhof

vom 17. Juli bis 21. August

kühle Drinks serviert und der

2011 als Kulturevent auf

türkisblaue Faaker See lädt

Foto: ART / Petr Blaha

zur Abkühlung. Das 4-SterneWellness- und Genießerhotel

präsentieren

höchstem Niveau. Hauptakteure sind wie in den letzten Jahren die

Wiener Liedern und Literatur von Arthur

Wiener Philharmoniker mit mehreren Auf-

Schnitzler. Für das stimmungsvolle Finale

Karnerhof der Familie Melcher ist selbst

Karawanken­kette und Mittagskogel, vor

tritten. Weiters präsentiert Otto Schenk

sorgt die Franz-Lehar-Operettengala „Die

im sonnen- und seenverwöhnten Kärnten

der Haustüre liegt der Faaker See.

nochmals seine vorjährige Jubiläums­

lustige Witwe“.

noch ein ganz besonderer Ort. Wie eine

Infos: Tel.: 04254/ 2188

lesung anlässlich seines 80. Geburtstages

Infos: Tel: 06244/ 42 20 00

Filmkulisse erheben sich am Horizont

und Michael Heltau brilliert mit Chansons,

www.karnerhof.com

www.kumforum.at

urlaubstipps

Foto: Hotel Berghof


Bücher Sturz der Titanen Ken Follett Lübbe

E

uropa 1914. Eine deutschösterreichische Aristokratenfamilie, die unter den politischen Spannungen zerrissen wird. Eine Familie aus England zwischen dem Aufstieg der Arbeiterschaft und dem Niedergang des Adels. Und zwei Brüder aus Russland, von denen der eine zum Revolutionär wird, während der andere in der Fremde sein Glück sucht. Ihre Schicksale verflechten sich vor dem Hintergrund eines heraufziehenden Sturmes, der die alten Mächte hinwegfegen und die Welt in ihren Grundfesten erschüttern wird.

CD-Tipps Meissnitzer Band Du und I Meissnitzer Band – mit Sängerin Christiane Meissnitzer und Frontmann Hans Gsenger – will mit ihrer neuen Alpenrock CD „Du und I“ hoch hinaus. Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums bringt die Band erneut eine bunte Mischung an Liedern im Stile des Alpenrocks, darunter auch einige Neuaufnahmen der beliebtesten Lieder der letzten Jahre und altbewährtes Volksliedgut mit tiefsinnigen und hintergründigen Texten auf den Markt.

Tschebberwooky Dance King Doctor Tschebberwooky, eine der erfolgreichsten Reggae­ formationen aus Österreich, ist wieder zurück. Im letzten Jahr hat die Band in Kooperation mit Sam Gilly im heimischen Tonstudio an ihrer neuesten CD „The Dance King Doctor“ gearbeitet. Das Resultat kann sich hören lassen und zeigt wieder einmal, wie vielfältig die steirischen Künstler sein können.

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Max und Moritz in Schüttelreimen Harald Weinkum Edition Va Bene

W

ie kann man nun die Verbindung von „Max und Moritz“ mit dem Phänomen „Schüttelreime“ charakterisieren? Als „Unvernunftsehe?“ Als Geniestreich? Als die vielleicht einzige Möglichkeit, diese klassischen Kinderreime noch „buschiger“ wachsen zu lassen? Diese Fragen muss man wohl selbst beantworten, nachdem man sich durch alle sieben Streiche, Zeile für Zeile in Schüttelreime „übersetzt“, durchgeknabbert hat. Altwerden ist nichts für Feiglinge Joachim Fuchsberger Gütersloher Verlagshaus

E

r ist alt. Er ist bekannt und beliebt. Jetzt macht der Schauspieler Joachim Fuchsberger seinen Altersgenossen und allen Jüngeren Mut, locker mit diesem unvermeidlichen Vorgang im Leben umzugehen. Launig und charmant, nachdenklich, aber nie weinerlich plaudert der große alte Mann des deutschen Unterhaltungsfilms über sein Leben und darüber, wie es sich anfühlt, alt zu sein. Quizknacker: Ein Gewinner zeigt, wie’s geht Joachim Telgenbüscher Bastei Lübbe

D

er Autor ist mehrfach siegreicher Quizkandidat. Hier schildert er seine schrägsten Fernseherlebnisse und berichtet von technischen Pannen und traumatisierten Gegnern. Außerdem liefert er wertvolle InsiderTipps, wie man den Sprung vom Fernsehsessel auf den Kandidatenstuhl schaffen kann. Wer glaubt, wird selig Pater Karl Wallner Bastei Lübbe

P

ater Karl Wallner ist Theologe, Seelsorger und Pressesprecher des Zisterzienserklosters Stift Heiligenkreuz. Im Buch führt er uns überraschend offen ins Innenleben eines tiefgläubigen Mönchs und berichtet authentisch, charmant und humorvoll über das Abenteuer seiner Lebensform und sein persönliches Lebensglück. Tiroler Zahlenrad: Das Buch der Lebenschancen Johanna Paungger, Thomas Poppe Gräfe und Unzer er uralte Schatz des Tiroler Zahlenrads zeigt das Beste in jedem von uns: unsere Potenziale, Talente und Lebenschancen. Die Zahlen des Geburtsdatums als Wegweiser zum individuellen Lebensglück! Zu jeder möglichen Zahlenkombination geben die Autoren wertvolle Hinweise. So erhält jeder Anregungen, die seinem Lebensabschnitt und seiner Lebensaufgabe entsprechen.

D

Kälps Himmelfahrt Michael Wallner Luchterhand Verlag

I

n einem abgelegenen Bergdorf fristet der Tierarzt Kälp ein resigniertes Dasein. Seine Tage drehen sich um die kranken Tiere der Bauern, um seinen toten Bruder, dessen Verlobte Una und den Mönch Daniel aus dem Kloster hoch oben auf dem Berg, der sein einziger Vertrauter ist. Alles geht seinen geregelten Gang in der kalten Einöde, denn Kälp hat sich fast schon damit abgefunden, die Sehnsucht nach einem besseren Leben längst aufgegeben zu haben … Wege vom Schatten ins Licht Manuela Miedler Renate Götz Verlag

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ielfältig wie die Farben des Regenbogens sind die Behandlungs­möglichkeiten für Menschen, die an Krebs erkrankt sind: Schulmedizin, Komplementärmedizin und viele andere Methoden. Finden Sie Ihre individuellen Wege und schöpfen Sie selbstbewusst aus dem Netzwerk der vielen Möglichkeiten, um Ihren Weg von der Diagnose Krebs zu neuer Lebensfreude selbstbestimmt und mit viel Vertrauen zu gehen. Rockmusik in der Steiermark bis 1975 David Reumüller, Robert Lepenik, Andreas Heller Edition Keiper

D

as Rockarchiv Steiermark hat in jahrelanger Recherchearbeit Bild- und Tonmaterial gesammelt sowie persönliche Erinnerungen und Anekdoten von MusikerInnen aufgezeichnet. Das Ergebnis ist ein bemerkenswertes Stück Musikgeschichte mit zahlreichen Daten, Fakten und Anek­doten, raren Fotodokumenten und teilweise unveröffentlichten Tonaufnahmen auf zwei CDs. Deutschland, einig Jammerland Annika Lohstroh, Michael Thiel Gütersloher Verlagshaus

I

n Deutschland jammern nicht nur die Schwachen und Erfolglosen – im Gegenteil: Mit Jammern und Nörgeln kann man es hier weit bringen. Warum das so ist und wie man die Taktiken von Jammerlappen entlarven kann, erklären die beiden Psychologen hautnah. Sie blicken auf humoristische Weise in die deutsche Jammerseele. Prominente, Promis, Adabeis Thomas Chorherr Molden Verlag

W

er ist prominent, wer ein A-, B- oder C-Promi? Einst gab es den Adel und das Großbürgertum, Handkuss und Salon, heute KLIPP Juli 2011


gibt es Bussi, Bussi, Stars und Events. Die Reichen und die Schönen, VIPs und Adabeis stehen im Licht der Öffentlichkeit wie nie zuvor, die neue Spezies „Seitenblickegesellschaft“ bestimmt den Medienalltag. In seinem satirisch-vergnüglichen Rundumschlag zeigt der Autor, was Gesellschaft einmal war und Society heute ist. Der Maya-Kalender Bernd Ingmar Gutberlet Bastei Lübbe

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roht 2012 das Ende der Welt? Warum entwickelte ein Urwaldvolk vor über zwei Jahrtausenden einen ausgeklügelten Kalender, genauer noch als der europäische? Wieso waren die alten Maya so besessen von der Zeit? Der Autor hat die Antworten und entzaubert Mythen und Legenden – unterhaltsam wie kompetent. Solang es Träume gibt – Das Leben einer ostpreußischen Gräfin Maja Schulze-Lackner Bastei Lübbe

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stpreußen Ende des 19. Jahrhunderts: Der finanzielle Ruin der Eltern bereitet dem unbeschwerten Leben Feodoras ein jähes Ende. Um das Gut ihrer Familie zu retten, lässt sie sich auf eine Zwangsheirat mit dem wohlhabenden, aber ungeliebten Heinrich von Harden ein. Doch sie verzweifelt nicht, sondern beginnt zu kämpfen, für ihr Leben und ihre Träume … Allmen und die Libellen Martin Suter Diogenes

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llmen, eleganter Gentleman, Lebemann, Kunstsammler und charmanter Hochstapler, hat über die Jahre das Millionenerbe seines Vaters durchgebracht. Das hochherrschaftliche Anwesen musste er verkaufen, er hat sich mit seinem lebenserfahrenen Faktotum Carlos aus Guatemala ins bescheidene Gärtnerhaus zurückgezogen. So schlecht er mit Geld umgehen kann, so virtuos beherrscht er den Umgang mit Schulden und Gläubigern … Der Wunsch Samowar Allan Chumak Sphinx

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ieses Buch wird Ihr Leben verändern. Dabei müssen Sie gar nicht an sich arbeiten. Und warum? Das Geheimnis des Erfolgs verrate ich Ihnen gleich hier: Es liegt in einer einfachen Neuorganisation Ihrer Energie. Sie tun in jedem Augenblick nur noch das, was Sie in Ihrem inneren Wesen brauchen. Und das bedeutet nicht Arbeit, sondern ein glückliches Leben.“ (Allan Chumak) KLIPP Juli 2011

Filme Der biber Drama Darsteller: Mel Gibson, Jodie Foster, Anton Yelchin, Jennifer Lawrence, Zachary Booth Regie: Jodie Foster

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alter Blacks Leben scheint perfekt: Er leitet eine Spielzeugfirma, hat eine liebevolle Ehefrau und ist Vater zweier Söhne. Doch Walter leidet an einer schweren Depression und kann daher keiner dieser Rollen mehr gerecht werden. Sein Leben gerät immer mehr aus den Fugen, bis ihn seine Frau schließlich vor die Tür setzt. Walter ist am Ende, doch durch Zufall entdeckt er eine Biber-Handpuppe im Müll, die sich als wahre Rettung erweist, denn von diesem Zeitpunkt an lässt Walter den Biber für sich sprechen … Fotos: 2010 Concorde Filmverleih GmbH

Larry Crowne Komödie Darsteller: Tom Hanks, Julia Roberts, Wilmer Valderrama, Taraji P. Henson, Bryan Cranston Regie: Tom Hanks

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eit Jahren arbeitet Larry Crowne als Manager einer Supermarktkette, war sogar mehrfach Mitarbeiter des Monats. Bis er eines Tages aus heiterem Himmel gefeuert wird. Angeblich, weil er kein Studium vorweisen kann. Von heute auf morgen arbeitslos entschließt er sich, wieder die Schulbank zu drücken und seinen Abschluss nachzuholen. Eine Entscheidung, die sein Leben verändern wird. Denn dort trifft er nicht nur auf einen Haufen Mitschüler in allen Lebenslagen, sondern vor allem auf seine bezaubernde Lehrerin Mercedes Tainot … Fotos: Elmo Movieworld Filmverleih

Der Zoowärter Komödie, Abenteuer Darsteller: Kevin James, Rosario Dawson, Leslie Bibb, Ken Jeong, Donnie Wahlberg Regie: Frank Coraci

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eil sie ihrem über alles geliebten Zoowärter Griffin dabei helfen wollen, seine Traumfrau zurückzugewinnen, tun die Tiere des Franklin Park Zoos das Undenkbare – sie enthüllen ein Geheimnis, das sie vor den Menschen bislang immer verborgen gehalten haben: Sie können sprechen! Gemeinsam wollen sie Griffin nun die Grundregeln des Paarungsverhaltens und die Kunst der Verführung beibringen. Auf ihre ganz eigene Art … Fotos: 2010 Sony Pictures Releasing GmbH 51


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