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Klipp August 2009

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09 t 20 Aug us

Hinweis auf eine Gegendarstellung im Blattinneren (Seite 16), die Dr. Oswin Kois im Zusammenhang mit dem Bericht „Energie Steiermark – ein Rentenparadies, Luxuspensionen, 26.000 Euro im Monat“ begehrt.

Unser Trinkwasser

Top in Europa Atomstrom als „Der Retter“ für den Klimawandel?

Zoe Zambalos.


sPOTs 6

steirer treffen steirer Premiere unter den Sternen von Athen im November

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mit mulmigem Gefühl Klipp auf Siebenmeilenstiefeln

COVErsTOrY 12 unser Trinkwasser Experten-Urteil: Das beste in Europa

Seite 8 – Unterwegs mit Siebenmeilenstiefel

Unser Trinkwasser

Top in Europa Seite 12 – Wassercharta sichert kostbares Nass

I N H A L T

POLITIK 16 Das geht nicht gut SP-Stiftung „Zukunft Steiermark“ zerstört die Zukunft von Voves als Landeshauptmann

WIrTsCHAFT 18 „... die sollen wieder heimfahren“ Vandalismus und Verschmutzung in Grazer Parks und auf Spielplätzen 20 Die Beinahe-Katastrophe „30. Jahrestag“ im US-Atomkraftwerk Three Mile Island

AuTO & mOTOr 26 Wichtig, dass er den Kindern gefällt Klipp fuhr neuen Hyundai i20 28 mit dem schraubenschlüssel zur Welt gekommen Ein Oststeirer kennt in seiner Freizeit nur eines – seine Autos

Seite 7 – Sein Kapperl ist 1,2 Millionen Euro wert

GEsuNDHEIT 30 Die Wii-itis – was ist das Sport im Wohnzimmmer

FrEIZEIT 32 spaß beim Bergauftreten Ohne Schinderei den steilen Weizberg hinauf – Pedelec half 34 Versunkene Leitbetriebe 3.000 Jahre steirisches Glas

Seite 16 – Stiftungsauflösung hat für steirische SPÖ Sprengkraft

Seite 10

– Speedbergsteiger Christian Stangl

37 Ein Paar verwirklicht seinen Traum Klipp besucht das Landhaus St. Georg im Gröbmimnger Land

sTANDArDs 4

spots

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Der KLIPPer

25 Lilly Lotterblume 26 Auto & motor 30 Gesundheit

Seite 38 – Freizeitziele – rasch erreichbar Seite 20 – Atomstrom als „Der Retter“ für den Klimawandel? 2

35 Golftipps 40 urlaubstipps 42 Bücher KLIPP August 2009


im pressu m

Zu diesem Heft

Medieninhaber: KLIPP Zeitschriften KG, 8020 Graz, Friedhofgasse 20, Tel. 0316/ 42 60 80-0, Fax-Dw 122 office@klippmagazin.at

Wer ist der Herr Kois? Weil die Rekordhitze des Sommers deutlich macht, wie wichtig Wasser für unser Überleben ist, bildet einen Schwerpunkt in dieser Ausgabe das steirische Trinkwasser. Erfreulich: es ist in Europa top. Auf der Titelseite finden Sie auch das Begehren einer Gegendarstellung eines Herrn Oswin Kois. Er ist seit 1. August Vorstandschef der Energie Steiermark und ist damit Spitzenmanager in einem der wichtigsten steirischen Unternehmen, das noch dazu mehrheitlich im Besitz des Landes Steiermark ist. Klipp enthüllte in der letzten Ausgabe das Pensionsparadies der Energie Steiermark, das ehemaligen führenden Managern Monatspensionen bis zu 26.000 Euro ermöglicht. Viel mehr, als Bundeskanzler, Minister, Landeshauptleute selbst in ihrer aktiven Zeit als Einkommen haben. Klipp berichtete in diesem Zusammenhang über einen schon derzeitigen Pensionsanspruch von Oswin Kois in der Höhe von 15.600 Euro. Kois ließ Klipp über seinen Rechtsanwalt ein Schreiben zukommen, in dem er festhält, er habe keine wie auch immer gearteten Pensionsansprüche gegenüber der Energie Steiermark AG. Was wir gerne festhalten.

Herausgeber: KLIPP Zeitschriften KG

Schnellleser könnten nun meinen, es gäbe keinen Pensionsanspruch des Herrn Oswin Kois. So ist dem nicht. Diesen Pensionsanspruch hat Oswin Kois gegenüber dem Verbund, exakter gesagt gegenüber dessen 100-Prozent-Tochter ATP (Austrian Thermal Power), die für ihn bisher in eine Pensionskasse einzahlte. Salopp, aber klar formuliert: Die Höhe von 15.600 Euro (12 Mal im Jahr) erwähnt Kois nicht und bestreitet sie auch nicht. Einfach ausgedrückt: Oswin Kois wird seine Pension einmal nicht vom Herrn Meier (der Energie Steiermark) erhalten, sondern vom Herrn Huber (dem Verbund bzw. dessen Pensionskasse). So gesehen hätte die Energie Steiermark zumindest so viel Recht auf eine Richtigstellung gehabt wie Oswin Kois. Grund genug, dass wir uns in diesem Klipp mit der Frage intensiver beschäftigen: Wer oder was machte Oswin Kois mit 216.000 Euro Jahresgage – soviel wie der Landeshauptmann verdient – überhaupt zu einem der bestbezahlten Manager der Steiermark? Nur seine Qualifikation?

Officemanagement: Isabella Hasewend Redaktion und Autoren: Jürgen Lehner, Ali Rosker, Heidelinde Kogler, Reinhard Schuch, Vera Leon, Isabella Hasewend, Michaela Vretscher. Produktion: Martin Druschkowitsch, Christian Wallner, Zoe Alexandra Zambalos . Lektorat: Mag. Dr. Günter Murgg Druck: MA-TISK d.o.o. Maribor Abonnentenpreise: Jahresabo € 14,53, Zweijahresabo € 26,16, Studentenabo: 2 Jahre € 18,16, 1 Jahr € 13,08 Vertrieb: Morawa Pressevertrieb Erscheinungsort: Graz, Verlagspostamt: 8020 Graz, P.b.b. www.klippmagazin.at

Jürgen Lehner

Nächster Erscheinungs­termin: September 2009

Strukturen erweitert Vier Rechtsanwälte und vier Rechtsanwaltsanwärter

Infos: Kanzlei Graz: Friedhofgasse 20, 8020 Graz Kanzlei Knittelfeld: Gaaler Straße 5, 8720 Knittelfeld Tel.: 0316/ 7085, Fax: DW 25 E-Mail: law-office@rath-partner.at KLIPP August 2009

E

s war ein wichtiger Schritt“, unterstreicht Manfred Rath von der Kanzlei Rath & Partner die Entscheidung zur strategischen Kooperation mit der Kanzlei von Karl Peter Resch, die dieser vor vier Jahren in Knittelfeld gegründet hat. „So können wir unsere zahlreichen Klienten in der Obersteiermark noch besser betreuen“, freut sich Rath. Komplettiert wird die Anwaltsriege durch Gunther Ledolter und Farid Beglari. Verstärkt wird das Team am Standort Graz durch die Rechtsanwaltsanwärter Martin Sudi, Georg Siarlidis, Martina Colimprain und Julia Pichler. „Dadurch decken wir alle Bereiche des komplexen Rechtssystems für unsere Klienten perfekt ab“, bringt es Manfred Rath auf den Punkt. „Eine umfassende Betreuung in Graz und Knittelfeld – ein echter Vorteil, den wir unseren ­Klienten damit bieten.“ v

Foto: kk

Kanzlei Rath & Partner noch stärker in der Dienstleistung für die Klienten.

Gute Kooperation zwischen Graz und Knittelfeld: Dr. Manfred Rath (2.v.r.), Mag. Farid Beglari, Andrea Stadlhofer (Kanzleileiterin), Mag. Karl Peter Resch und Dr. Gunther Ledolter (v.l.). 3


POLITIK

Krentschker lud zur Golftrophy

Foto: Verena Rath

12. Auflage von La Strada machte Graz zur Bühne

Werbung

Freuten sich über das Charity-Ergebnis: Martina Taus (Gewinnerin eines Wochenendes im Werzer‘s in Pörtschach bei der Tombola) sowie Martin Steiner (li.) und Michael Vollath (Bankhaus Krentschker).

Sie treffen sich jedes Jahr zur Golftrophy des Bankhauses Krentschker. Kunden, Partner und natürlich die Vorstände des Bankhauses Dr. Michael Vollath und Dr. Georg Wolf-Schönach. Doch heuer stand neben einem schönen Spiel auch der Charity-Gedanke mit einer Tombola im Vordergrund. „Zu Gunsten der Aktion ‚Steirer helfen Steirern‘ kamen durch den Los-Verkauf 3000 Euro zusammen. Das Bankhaus Krentschker hat diesen Betrag auf 5000 Euro erhöht. Wir konnten einen Scheck über diese Summe für Alexandra Weiss, die ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz verloren hat, übergeben“, so Vollath und WolfSchönach unisono.

Zum Lachen, Nachdenken und Staunen

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eue Formen des Straßentheaters herzuzeigen, das war immer der Schwerpunkt des Festivals. Als international besetztes Festival brachte La Strada auch in diesem Jahr spektakuläre Künste aus Frankreich, aus den Niederlanden, Deutschland, Italien, England

und fand neue ungewöhnliche Spielorte. In den neun Tagen zog internationale Theatermagie die Murmetropole in ihren Bann. Verbales und nonverbales Theater, Märchen erzählt im großen Stil, Spaß und Ernst, Experimentelles, Zirkus, Puppen, Masken, Bewegung,

Akrobatik, Mensch und Tier … alles war wieder da, wie immer, und doch war es ganz anders. Es wurden Geschichten erzählt, gespielt, getanzt, es wurden magische Bilder geschaffen, es wurde das Publikum zum Lachen, Nachdenken und Staunen gebracht.

Auf den Kasematten am Schlossberg in Graz

Jazzsommer 2010 dauert noch Gogo Jesernik und Eik Breit haben einmal mehr bewiesen, dass sie ihr „Geschäft“ verstehen und ein gutes G’spür dafür haben, was die Grazer Jazz- und World-Music-Fans gerne hören und sehen wollen. Angetan zeigten sich die internationale Künstlerschar vom Ambiente am Schlossberg und das Publikum wie-

derum von deren Qualität. Vor Jahren, am Mariahilferplatz in Graz, hatten die beiden Jazzsommer-Organisatoren die Unterstützung einer großen Tageszeitung. Nun haben sie in den letzten Jahren bewiesen, dass sie auch in einer anderen Formation Hochklassiges auf die Beine stellen können.

Steirischer Mediziner für „Ärzte ohne Grenzen“ im Tschad

Kein leichter Einsatz

Tausende Kinder nicht im Spital, sondern im Busch gegen Masern geimpft. „Und dennoch lief alles wie am Schnürchen“, zeigt sich der steirische Arzt Raphael Ulreich mit dem Ergebnis des Teams sehr zufrieden. Die wichtigste und größte Herausforderung: Die Impfstoffe müssen auf ihrem Weg von der Produktion bis zu den Patienten 4

gekühlt bleiben, weil sie sonst unbrauchbar werden. „Elektrizität“, so Ulreich, „gibt’s dort kaum, daher wird die Kühlkette durch große Kühlboxen aufrechterhalten. Vor Ort gibt’s dann noch kleinere, damit die großen Boxen möglichst selten geöffnet werden.“ Ein Mitglied des Teams bereitet die Impfstoffe vor, ein Zweiter entnimmt die Lösung

und impft. „Auf diese Weise können wir 1.200 bis 1.800 Personen pro Tag impfen – das sind vier pro Minute. Also auch für die Helfer eine große körperliche Herausforderung! Ich bin wirklich beeindruckt, von dem, was hier von ,Ärzte ohne Grenzen‘ auf die Beine gestellt wird“, so der Steirer-Arzt im Tschad. KLIPP August 2009


FuP-Hochzeitsturnier in Maria Lankowitz

Rudi und Andrea Oberrauter: Nach der berühmten „ersten Nacht“ gings gleich weiter mit Golf.

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in lieber Gedanke, praktisch umgesetzt. „Damit meine Frau den Hochzeitstag nicht vergisst, gibt’s jährlich unser Golfturnier mit Freunden“, feixt Rudi Oberrauter und umarmt entschuldigend seine Andrea. Kürzlich stand die bereits neunte Auflage des Turniers auf dem Programm, diesmal war der Kurs in Maria Lankowitz der Austragungsort. Begonnen hat alles am Morgen nach der Hochzeitsnacht. „Wir haben in Pichlarn geheiratet und gleich am Morgen unser erstes Turnier gespielt, obwohl wir noch völlige Anfänger waren.“ Mittlerweile spielen die beiden so stark, dass sie als Duo die Wertung beim eigenen Turnier (es ist fast peinlich) meistens gewinnen, wobei die Preise und der

„Sieger-Scheck“ aber natürlich an die bestgereihten Gäste gehen. Diesmal war es neben dem Start-Geschenk – darunter Notfallpillen, Notfallschnaps usw. – vor allem ein Packerl mit Losen. Einige der Sieger – darunter Zahnarzt Michael Flügl, Tina Bauer (Hotel Novapark), Software-Entwickler Gerald Heidinger (Rednut), Georg Tilg (Captura und neuer FuPMitgesellschafter) – werden wahrscheinlich noch heute rubbeln. Über einen Hauptgewinn ist bisher nichts bekannt geworden. Möglicherweise aus taktischen Gründen, denn sonst müsste der- oder diejenige möglicherweise eine Golf-Einladung zum zehnten Turnier nach Bali, Hawaii oder Mauritius an die Runde aussprechen.

Noch immer wartet Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig auf seinen Prozess in Graz

Porr-Vorstand Stephan Gillich wurde der Marsch geblasen

Wie die Zeit vergeht

Ein gerührter Altmeister

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rgendwie beschleicht Zeitgenossen das Gefühl, vor allem jene Sturmknofler, die nie Hannes-Kartnig-Fans waren, dass die Justiz im Schneckentempo auf dem Weg zum Prozess im Falle von Hannes Kartnig unterwegs ist. Bereits zweieinhalb Jahre sind ins Land gegangen, seitdem Hannes Kartnig in Untersuchungshaft saß. Und schon acht Jahre ist es her, als der unglaubliche Höhenflug von Sturm zu Ende ging. Als Hannes Kartnig aufgrund seiner Erfolge

mit Sturm Graz zum Liebkind der Medien und der Gesellschaft geworden ist. Wegen seines unnachahmlichen Auftretens war er auch gern gesehener Gast bei allen möglichen Anlässen. Er zeigte viele Facetten seiner Persönlichkeit in der Öffentlichkeit und war auch für die Zunft der Karikaturisten aufgrund seines geräuschvollen Auftretens ein dankbares Motiv. Natürlich nicht immer zu seiner Freude, weil er ja nicht gerade mit einer SportlerFigur gesegnet ist.

„Ich bin immer gern auf die Menschen zugegangen, habe den Kontakt gesucht, privat, aber auch im Beruf, habe mich auf Baustellen viel mit den Arbeitern unterhalten“, sinniert Porr-Vorstandsdirektor Stephan Gillich bei seinem Abschiedsfest zu Tränen gerührt. Praktisch die gesamte Prominenz war gekommen, war Gillich doch bei der Realisierung so manch wichtigen steirischen Großprojekts ein wichtiger Geburtshelfer. „In der Anfangsphase waren wir bei etlichen Projekten auch Gesellschafter und haben gebaut, spä-

ter dann aber zogen wir uns zurück.“ Was dem Altmeister der Baubranche nach 40 Jahren nicht leicht fällt und schon für viel Melancholie sorgte. Aufgrund seiner Funktionen gab es ja gleich mehrere Abschiede. „Es ist nicht leicht, aber jetzt habe ich mich schon damit anfreunden können“, gibt er offen zu. Sein Nachfolger und bisheriger Stellvertreter Josef Pein: „Wenn so viele Menschen zu seinem Abschiedsfest kommen, dann kann er nicht viel falsch gemacht haben.“

Aufschlussreicher Test der „Woche“

Verein der Freunde Kubas

Wo gibt’s den heißesten Arbeitsplatz?

Früher, da managte Manfred Herzl die Stiefelkönig-Schuhhaus-Kette, danach machte er an der Universität in Krems sein zweites Studium und nun stellte er mit seinem Freund, dem Tier-Mediziner Fritz Lichtenegger, den „Verein der Freunde Kubas“

„Wo gibt es den Hitze-Rekord“, schrieb die Gratis-Zeitung „Woche“ in einer ihrer letzten Ausgaben in einem recht originellen Test. Die Suche galt dem heißesten Arbeitsplatz in der Landeshauptstadt bei diesen Rekordtemperaturen. Mit gemessenen 63 Grad war ein Würstlstand am Hauptplatz der „Spitzenreiter“, ge-

Sozialprojekt der anderen Art

KLIPP August 2009

auf die Beine. Es handelt sich dabei um ein Sozialprojekt. Einen Computertomographen für die Lungenstation des Hospital Pneumologicer Beneficio Judico in Havanna wollen die Freunde Kubas mit Hilfe von Sponsoren und Spendern anschaffen.

folgt von einer Bäckerei mit 50 Grad. Mit immerhin noch 37,3 Grad musste der Bademeister im Augartenbad fertig werden, 36 Grad gab’s für die Kellnerin im Aiola, 35 Grad für die Eisverkäuferin in der Sporgasse, und wer zum Abkühlen wollte, der konnte das bei 15 Grad im Schlossbergstollen tun. 5

SPOTS

Möglicher Millionen-Gewinn


SPOTS

Premiere unter den Sternen von Athen im November

Steirer treffen

Ledra-Marriott-Chef Erich Zuri stammt aus Eisbach bei Graz: „Wir erwarten 500 Gäste.“

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* Steirer

Chefkoch Herbert Dammböck, ein Obersteirer, kam aus Moskau nach Athen.

Die Urlaubssaison in Griechenland ist Anfang November schon längst vorbei, dennoch wird es dutzende Steirer nach Griechenland ziehen. „Keine Sterne in Athen, stattdessen Schnaps in St. Kathrein; ich hab‘ den Urlaub nicht gewollt, du hast gesagt, es müsste sein ...“, singt Stephan Remmler in seinem Hit.

K

einen Schnaps in St. Kathrein, sondern unter den Sternen von Athen Ouzo trinken und hoffentlich angenehme Tage verbringen wird die SteirerGruppe – darunter Politiker und Wirtschaftsleute. Denn erstmals kommt es dort nämlich zu einem mehrtägigen Treffen mit der in Griechenland lebenden ÖsterreicherKolonie. „Es ist für uns eine Premiere“, sagt Renate Metlar, Leiterin des Büros für Auslandssteirer beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung. Förderer des steirischgriechischen Stelldicheins sind aber auch die Stadt Graz, die Wirtschaftskammer Steiermark sowie die österreichische Botschaft und die Außenhandelsstelle in Athen. Auslöser dafür ist, dass die Beziehungen zwischen Graz bzw. der Steiermark und Griechenland „historisch“ sind, studierten doch bis in die 80er-Jahre mehrere tausend Griechen – ein Großteil Architektur und Maschinenbau – in der Steiermark. Eine logische Folge waren aufgrund der hübschen, jungen Töchter in unserem Land viele Mischehen. Aber auch in Graz selbst gibt es noch heute eine statt6

liche griechische „Kolonie“, die ihr Lebensglück hier zu finden versucht hat. Nach und nach ist der Zugang zum Studium schwieriger geworden und so endete dieser Zulauf. „Aber Kinder, Neffen aus diesen Familien und deren Umkreis studieren heute wieder vermehrt in der Steiermark“, sagt Elfriede Damalas, die Präsidentin der „Vereinigung der Österreicher in Griechenland“, bei einem Besuch in Graz.

Gut für beide Das erwartet sich Organisatorin Renate Metlar vom ersten Treffen dieser Art, wo das Land Steiermark hauptverantwortlich ist. LH Franz Voves wurde vom österreichischen Botschafter in Athen, Michael Linhart, eingeladen und Nikitas Kaklamanis, der Bürgermeister von Athen, hat auch seinen Grazer Kollegen Siegfried Nagl offiziell in die Stadt der Akropolis gebeten. Viel wird los sein: Die Steirische Blas spielt auf, die Steiermark versucht sich ja bekanntlich als Design-Land zu positionieren, in Athen wird’s die Mode sein. Angedacht ist, dass Arbeiten der steirischen Kreativköpfe Mario Schwab (London), Doris Manninger (Schmuck-Künstlerin) und des

Grazer Modedesignstudios Ardea Luh gezeigt werden. Die kreativen Damen dahinter sind Silvia Riediger und Elke Steffen-Kühnl. Sicher ist auch ein kleines Symposium von Architekten. Schauplatz des Treffens ist das Ledra Marriott in Athen. Generalmanager Erich Zuri und sein Chefkoch Herbert Dammböck – beide kommen aus der Steiermark – wollen den 500 erwarteten Gästen zeigen, was die steirische Küche so alles hergibt. Erich Zuri leitet das 5-Sterne-Haus in Athen seit dem Jahre 2006 und ist in Eisbach bei Graz aufgewachsen. Er besuchte die Hotelfachschule in Bad Gleichenberg. „Meine Mutter und meine Verwandten leben in der Steiermark, ich selbst habe meinen festen Wohnsitz in den USA.“ Erich Zuris Frau ist eine Deutsche, die er in Pretoria in Südafrika („Da war ich sieben Jahre“) kennenlernte. „Unsere Kinder haben drei Staatsbürgerschaften – die amerikanische, die österreichische und die deutsche.“ Sein Chefkoch kommt aus der Schladminger Gegend, kochte früher im Marriott in Moskau. Erich Zuri: „Der Herr Dammböck macht Eierschwammerl besser, als ich sie je in Österreich gegessen habe.“ Also dann auf nach Athen!

Organisatorin Renate Metlar (Land Steiermark): „Es ist das erste Treffen dieser Art.“

Silvia Riediger (links) und Elke Steffen-Kühnl zeigen in Athen Designer-Mode.

KLIPP August 2009


Michael Schumacher wird eine – Niki Lauda ist es bereits

Zwei Sport-Legenden M

ichael Schumachers Zahlenbilanz strahlt natürlich stärker als jene Laudas: Er fuhr bisher in seiner Karriere 250 Grand Prix, gewann davon 91, 42 Mal wurde er Zweiter und 30 Mal Dritter. Die UNESCO machte ihn zum Sonderbotschafter von „Bildung für Kinder in Not“. Der Deutsche warb für die Kampagne „Keine Macht den Drogen“ und spendete spontan 7,5 Millionen Euro für die Tsunami-Opfer. Er war neben GolfStar Tiger Woods der bestbezahlte Sportler und sein Vermögen schätzt man auf 900 Millionen Euro. Für jeden Rennauftritt in der Formel 1 erhält Schumacher von Ferrari eine Million Euro.

Dramatische Ereignisse Die reine Lebensbilanz von Niki Lauda, auch um 20 Jahre älter, ist allerdings weit dramatischer. Er stand mehrmals vor dem Aus. Lauda hörte 1979 nach dem WM-Titel auf, kehrte 1982 zurück, wurde 1984 zum dritten Mal Weltmeister und verpasste den vierten Titel nur ganz knapp. Weil er beim RegenGrand-Prix in Japan nach seinem fürchterlichen Nürburgring-Unfall aus Angst nicht mehr weiterfuhr und so der Brite James Hunt Weltmeister wurde. Zeit seines Lebens gilt er als kaltschnäuzig, weil er nach außen hin keine Gefühle zeigt. Kürzlich sagte er zwei „Zeit“-Journalisten im Zusammenhang mit dem Tod seines Schwiegervaters, er wollte ein paar Worte beim Begräbnis sprechen und konnte es nicht. Lauda wörtlich: „Es sind auf einmal Gefühle da, von denen ich keine Ahnung hatte, dass ich sie habe.“ Er trete anscheinend in eine neue emotionale Lebensphase ein. KLIPP August 2009

Der 1. August 1976 Lauda verunglückt in seinem Rennwagen am Nürburgring im Streckenteil Bergwerk schwer. Sein Auto fängt Feuer und er wird mit schweren Brandverletzungen und verätzter Lunge in eine Spezialklinik geflogen. Dort erhält er die letzte Ölung. Nach vier Tagen auf der Intensivstation war die Lebensgefahr gebannt. Nach seinem Unfall gibt er zu, gebetet zu haben: „Lieber Gott, wenn du wirklich da oben bist, dann hilf‘ mir jetzt ein bisschen. Später habe ich aber nie darum gebeten, ein Rennen zu gewinnen.“ Zu seinem Lebensretter Arturo Merzario: Nur mit Mühe konnte dieser das Schloss seines Sicherheitsgurtes öffnen. Er hat ihn dann mit den eigenen Händen aus dem brennenden Auto geholt. Merzario warf ihm vor, dass er sich gar nicht bedankt hätte bei ihm. Lauda: „Das stimmt.“ Denn er stand vor der Entscheidung, so rasch wie möglich wieder ins Cockpit zu steigen oder aufzuhören. Vor lauter Angst hätte er fast in die Hose gemacht bei seinen ersten Testfahrten nach seinem Unfall. Und da hatte er keinen Plan, wie er ihm danken sollte. Erst zwei Wochen später bedankte er sich und schenkte ihm eine goldene Uhr, die er für seinen ersten Startplatz in Monte Carlo bekommen hatte, und nannte ihn seinen Lebensretter. Er hat bis heute mit ihm Kontakt.

Niki und 30 Jahre zurück 1975 wird Lauda erstmals Weltmeister. 1977 schaffte er den zweiten Titel, wieder auf Ferrari. Im Herbst 1979 tritt Niki Lauda erstmals vom Rennsport zurück („Immer im Kreis fahren ist deppert.“). 1982 kommt es zum Comeback und am 21. Oktober 1984 wird Lauda in Estoril auf McLaren-Porsche und mit einem

halben Punkt vor Alain Prost zum dritten Mal Weltmeister. 1985 hört er endgültig auf.

Schlüssel-Erlebnis aus seiner Rennfahrerzeit Er verlor das entscheidende Rennen, die berühmte Regenschlacht, und James Hunt wurde Weltmeister. Er war ausgestiegen, der Grund war einfach. Lauda: „Ich hatte Angst, einfach Angst.“ Der zuständige Ferrari-Mann meinte, es sei kein Problem, man werde behaupten, es sei ein Motorschaden gewesen. Lauda war erleichtert, vor den Journalisten aber wusste er: „Ich muss erklären, wie es wirklich war. Wenn ich mit dem Lügen anfange, bin ich irgendwann erledigt.“

Lauda über seine Kappe: „Ich wollte nicht, dass die Leute auf die schwarzverbrannte Kopfhaut schauen oder das verbrannte Ohr. Alle wollten wissen, wie ich drunter ausschaue.“ Die Kappe macht sich heute bezahlt. Als er anfing damit, bekam er 100.000 Euro im Jahr, heute sind es 1,2 Millionen Euro.

Nierentransplantation Lauda Air stürzt ab 1979 gründet Lauda die Lauda Air, 1997 steigt die AUA bei ihm ein und im November 2000 scheidet Lauda aus der Fluglinie aus. Drei Jahre später gründet er die Billig-Airline „Fly Niki“. Der 26. Mai 1991 war einer der schwierigsten Tage in Laudas Leben. Die „Mozart“ der Lauda Air stürzt über Thailand ab, 223 Menschen sterben. „Das dritte Leben“ (Titel seiner Biographie) von Niki Lauda beginnt. Er flog sofort zum Unfallort. „Es war entsetzlich, überall die Toten, die Leichenteile und dazwischen Menschen, die alles fledderten, was sie fleddern konnten. Ich war völlig fertig“, so Lauda. Den Boden unter den Füßen zog es ihm weg, als er die Schlagzeile „Zieht er das Unglück an?“ las und daneben Bilder vom Flugzeugabsturz und seinem Unfall am Nürburgring sah. Zum Thema Glück und Glücksgefühle: „Hatte ich nie. Glück ist für mich keine Kategorie. Es ist ein Glück, dass ich schon so viel Unglück erlebt habe.“

Im Jahr 1997 spendet sein Bruder Florian ihm die erste Niere. 2005 bekommt er von seiner heutigen Frau Birgit die zweite Niere transplantiert. „Wahrscheinlich haben meine Nieren durch den Unfall etwas abbekommen. Auch, wenn ich immer einen Weg finde, die Dinge durchzustehen, aber dass es mich immer wieder erwischt, das stört mich ehrlich gesagt schon.“ Niki Lauda: „Sie (Laudas erste Frau) hatte wohl Recht mit ihrer Einschätzung, dass ich in der Zeit als aktiver Rennfahrer das größte Arschloch war. Ich war damals nur darauf ausgerichtet, mich am Leben zu erhalten.“ Über sein unternehmerisches Prinzip, schneller zum Ziel zu kommen als die anderen: „Geschwindigkeit ist alles.“ Seine Lebensmaxime: „Dass man unabhängig von Krankheiten einen Weg gehen kann. Ein gesunder Körper ist das Wichtigste, dann funktioniert alles.“ 7


AKTUELL

Klipp auf Siebenmeilenstiefeln unterwegs – ein aufregendes Sport- und Therapiegerät

Mit mulmigem Gefühl im Magen Was hab‘ ich mir da bloß wieder vorgenommen? Damit soll ich gleich springen? Na, ob das mal gutgehen wird … gut gegangen ist es zum Glück auch – zumindest was etwaige Verletzungen angeht. Denn ohne Schrammen oder gar Brüche kehren wir von einem Praxistest so genannter „Siebenmeilenstiefel“ in die Redaktion zurück. Und es war ein echtes Erlebnis. Von Isabella Hasewend

„Ohne Knie- und Ellbogenschützer geht gar nichts, üblicherweise gehört auch ein Helm dazu“, erklärt Christian, Therapeut am Physiotherapiezentrum B. Stefan in Laßnitzhöhe. Er hat sich heute eine Stunde Zeit genommen, um zwei Klipp-Mitarbeiterinnen die Siebenmeilenstiefel näherzubringen. Auf einer Bank sitzend schnallt er mir die Geräte an die Füße – stelzenähnliche Schuhe mit einem Fiberglaselement. Irgendwie sind mir die Dinger nicht geheuer und ich hab` ein mulmiges Gefühl im Magen. Oh, schon das Aufstehen gestaltet sich schwierig und treibt meinen Pulsschlag in die Höhe.

Ho Ruck … … dank Christians helfenden Händen habe ich es dann doch geschafft und stehe. So weit, so gut. Und jetzt? Ziemlich unbeholfen komme ich mir vor, da scheint ja sogar noch das Gehen auf Stelzen einfacher. Mit beiden Händen von Christian gehalten wage ich meine ersten Gehversuche. Linkes Knie nach vorne heben, rechtes Knie, wieder linkes – langsam und Schritt für Schritt mache ich unter 8

Die 7 Meilenstiefel: stelzenähnliche Schuhe mit einem Fiberglaselement.

Anleitung meine ersten Übungen. Schweißperlen rinnen mir von der Stirn. Anfängliche Springversuche sind dann auch gar nicht so leicht und auch ganz schön anstrengend. „Nach den ersten Trainingsstunden hatte ich einen ganz ordentlichen Muskelkater“, erzählt uns Christian von seinen ersten Erfahrungen mit den Siebenmeilenstiefel.

che und anhaltende Erfolge“, erklärt Dr. Günter Stefan, ärztlicher Leiter des Physiotherapiezentrums. Nach exakter manueller und computerunterstützter Diagnoseerstellung werden Trainingseinheiten mit den Siebenmeilenstiefel durchgeführt. Damit werden aufgrund der Koordinationsförderung eine schnellere Reaktion und bessere Reflexe gefördert. Dr. Günter Stefan: „Außerdem werden nicht nur Muskeln, Gelenke und das Nervensystem trainiert, sondern auch der Gleichgewichtssinn, die Koordination und zugeordnete Regionen im Gehirn.“

Erstaunliche Erfolge „Wir setzen die Siebenmeilenstiefel gezielt als Therapiegerät ein, um bei jungen wie älteren (vor allem zur Sturzprophylaxe) Patienten den Bewegungsapparat aufzubauen und wieder zu stabilisieren. Wir verwenden die Stiefel schon seit mehreren Jahren und erzielen damit erstaunli-

Kleine Patienten stiefeln durchs Leben Auch für Kinder werden die Siebenmeilenstiefel in Laßnitzhöhe als Therapiegerät eingesetzt, da gerade für die kleinen Patienten auch der Spaßfaktor wichtig ist. Als KLIPP August 2009


er

K Gestützt von unserem Trainer Christian wagt auch Heidi Kogler die ersten Schritte auf den Siebenmeilenstiefel.

eindrucksvolles Beispiel nennt uns Dr. Stefan hier einen 6-jährigen Buben, bei dem aufgrund einer Hirnschädigung die Muskelfunktion und das Koordinationsverhalten massiv eingeschränkt waren, was den Bewegungsablauf gestört und massive Gleichgewichtsstörungen zur Folge hatte. „Ihn im Rahmen unserer neurophysiologischen Therapie auf die Siebenmeilenstiefel zu stellen verlangte Mut, der aber belohnt wurde“, freut sich auch die Mutter des Buben, der nun schon seit drei Monaten mit den Stiefeln trainiert. „Er ist nun in der Lage, schneller und vor allem sicherer auf wechselnde Anforderungen im Bewegungsverhalten zu reagieren, und auch eine Kräftigung der Muskulatur konnte nachgewiesen werden“, ist der Mediziner überzeugt von der Therapie mit den Siebenmeilenstiefel.

Weithin hörbare Freudenschreie Doch zurück zu unseren Versuchen: Verbissen mache ich weitere Versuche, doch es will nicht so richtig klappen. „Ich glaube, das ist nichts für mich“, gebe ich schon nach einer viertel Stunde auf und überlasse das KLIPP August 2009 28

Feld meiner Kollegin. „Ich will es doch nicht probieren“, sagte diese kleinlaut bereits beim Anblick meiner ersten Versuche. Aber schließlich fasst sie allen ihren Mut zusammen und wagt sich auf die „Stelzen“. Und ihre ersten Sprünge verlaufen eindeutig besser als meine – was weithin hörbare Freudenschreie beim Springen belegen. Doch bis zu den ersten Gehversuchen alleine, ganz ohne „Stützhilfe“, würde es – je nach Gleichgewichts- und Koordinationsfähigkeiten einer Person – circa zwei Stunden dauern. Und so beenden wir unsere SpringVersuche, denn wir wollen ja keine Rekorde aufstellen. Apropos Rekorde: MeilenstiefelProfis überholen im Dauerlauf sogar Biker mit bis zu 40 km/h Speed – vom Laufstiel her ähnlich die Dinosaurier früher – oder machen zwei Meter hohe Sprünge oder Salti etc. Aber an so etwas möchte ich als Anfänger ja gar nicht denken. Da habe ich schon eher im Hinterkopf, auf den Siebenmeilenstiefel durch die Herrengasse zu springen. Das wär was! Und die Aufmerksamkeit und Blicke aller Spaziergänger wären mir sicher.

ein Fernsehprogramm, durch das nicht mindestens eine Kochshow geistert, kaum eine Zeitung, die nicht regelmäßig Restaurantkritiken auftischt oder mit Rezepten beglückt. Köche mit Ziegenbärten, Glatzköpfen und fragwürdigem telegenen Charme sind Stars wie Fußballer, Popsänger, Schauspieler. Sie wer werden als Künstler, Designer und kreative Köpfe gehandelt. Langsam geht einem da das Häferl über. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich koche selbst gerne, und

Film „Das große Fressen“ aus den siebziger Jahren. Einige Freunde treffen sich, um bei einem Fressund Sexgelage sich bewusst ins Jenseits zu befördern. Manche sind auch heute nicht weit davon entfernt – ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Haubenlokale sprießen selbst

in der Provinz und die Adoranten mit gut gefüllter Brieftasche pilgern in die Genusstempel. Jetzt in der Kri Krise stellt sich ein

Das große Fressen ein Essen mit Freunden kann eine schöne Sache sein. Aber die permanente Präsenz von Degustationen in den Medien und der Hype um die Nahrungsaufnahme wirken inzwischen lähmend auf Geschmacks- und sonstige Nerven. Die

ehrwürdige

Hamburger

„Zeit“ widmet einem Koch aus Spanien eine mehrseitige Reportage. Der gute Mann macht alles in quasi wissenschaftlichen Versuchsanordnungen zu Schaum. Entenbrustschaum an Kartoffelschaum mit zu Schaum verarbeitetem Chicoreesalat gilt als hip, der Schaummeister als gegenwärtig bester Koch der Welt. Warum nicht gleich alles zu Gasen verarbeiten, die man in kleinen Fläschchen auf den Esstisch stellt? Ein Fest für Zahnlose. Dann schon lieber richtig schlemmen wie im

leichter Rückgang ein, ein Koch erklärt dazu, dass gegenwärtig keine Trüffeln und Austern gefragt sind. Klingt fast nach leiser Askese. Vor etlichen Jahren hatte ich die Freude, im Münchner „Aubergine“ von Eckehard Witzigmann, dem ersten Drei-Sterne-Koch in Deutschland, eingeladen zu sein. Auf meine Frage erklärte der Meister, was er selbst am liebsten isst: das Szegediner Gulasch seiner Mutter; ein frisches Bauernbrot mit Butter und Schnittlauch. Es muss also nicht immer kompliziert sein. Es müssen keine französischen Bresshühner sein. Auf die hundertste Variation des Seesaiblings im TV verzichten wir gerne. Wenn eine Gesellschaft nur mehr frisst, ist der Niedergang nicht mehr weit, das war schon im alten Rom so. Reinhard Schuch

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AKTUELL

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Speed-Bergsteiger Christian Stangl am K2: Für einen Alleingang keine Chance

Kekse für den Mount Everest Wo andere 100 Kilogramm Ausrüstung mitschleppen, nimmt er praktisch nichts mit. Der Admonter,42, steigt so schnell wie niemand sonst auf die Berge. Den Mount Everest auf und ab schaffte er in 16 Stunden und 43 Minuten, wo andere Tage brauchen. Sein Skyrunning spaltet die Bergsteiger-Welt. Langes Warten auf besseres Wetter verhinderte am K2 einen Solo-Gang.

Christian Stangl: „Ich möchte das Bergsteigen in neue Dimensionen katapultieren. Seit 50 Jahren hat sich kaum was verändert. 10

Klipp: Was hatten Sie am Everest mit? Stangl: Mehr als drei Liter zum Trinken, vier kleine Kohlehydratgels, einige Salzkekse und sonst nichts. Alles, was ich brauche, trage ich am Körper, weil ich ja Gewicht sparen muss. So habe ich bei den Bergschuhen die Sohle abgeschnitten, wegen des Gewichts, weil ich ja sowieso die ganze Zeit über Steigeisen anhabe. Also brauche ich auch keine Profil-Gummisohlen. Klipp: Beim Höhen-Bergsteigen ist der Erfolg, dass man den Gipfel erreicht. Das allein reicht Ihnen nicht mehr. Stangl: Weil ich nachgedacht habe, warum das immer so kompliziert sein muss mit den großen Bergen, dass man da die Lager errichtet usw. – das ist mir unökonomisch vorgekommen, was es ja letztendlich auch ist. Denn

irgendwer muss das Zeug auch raufschleppen und es war mir immer ein Rätsel, warum das so sein muss. Du hast einen Riesenrucksack mit Zelt und allem Drum und Dran, errichtest ein Lager, nimmst das Zeug am nächsten Tag wieder mit, hast wieder einen schweren Rucksack und so geht das weiter bis ganz nach oben. Klipp: Und wie haben Sie sich zum Skyrunner – wie das Neudeutsch heißt – bzw. zum Speed-Bergsteiger entwickelt? Stangl: So um die 30 habe ich festgestellt, dass mein Körper auch mit geringen Sauerstoffmengen in großer Höhe gut umgehen und leistungsfähig bleiben kann. Diese Fähigkeiten habe ich weiter trainiert und bis zur Perfektion betrieben. Ich habe sieben Jahre darauf hingearbeitet.

auf den Gipfel, ohne Crew und Lager-Kette, kein künstlicher Sauerstoff und auf der schnellsten Route in einem Tag mit minimaler Ausrüstung und leichter Bekleidung. Stangl: Das habe ich auch geschafft. Ich fokussiere meine ganze Energie auf einen Tag. Und das ist unterm Strich energietechnisch ökonomischer. Denn ich muss mich nicht mehr anstrengen als andere. Natürlich bedingt das, dass man ganz genau disponieren muss. Die Leistungssportler wissen schon lange, wie man trainiert. Die Bergsteiger haben bisher etwa gesagt, man geht im Winter 100 Skitouren, das passt dann schon und dann bin ich gut beisammen. Aber das reicht eben nicht für meine Art des Bergsteigens. Man muss eben ganz spezifisch auf etwas hin trainieren.

Klipp: Ein Skyrunner geht alleine

Klipp: Ganz besonders beim Mount KLIPP August 2009


A kt u elles

Klipp: Noch einmal zurück zum Mythos: Der Nanga Parbat, der Mount Everest, der K2 – das sind alles Berge mit vielen Tragödien. Stangl: Ich habe diesen Mythos immer gehasst. Der Film „K2“ zum Beispiel ist ein richtiger Schwachsinn. Die hohen Berge sind alle nur zum Gehen. Wenn man einigermaßen gute Steigeisen hat, dann kommt man gut hinauf.

Der Außerirdische: „Nur das Wetter macht den K2 so gefährlich. In der Sahara gelegen wäre er völlig easy.“

Everest, immerhin der König der Berge? Stangl: Auch da war mir klar, dass ich ein Zeitfenster von maximal 24 Stunden habe. Über Monate hindurch habe ich mich darauf vorbereitet. Es war für mich entscheidend, dass ich 24 Stunden lang von Anfang bis Ende ein konstantes Tempo durchhalte. Und so ist man ja auch am ökonomischsten unterwegs. Das ist auch beim Marathonlauf gleich. Die Guten starten mit einem Tempo, das am Ende fast gleich ist. Die Anfänger starten meist zu schnell und brechen dann am Schluss weg. Das darf nicht passieren. Und das war der Schlüssel zum Erfolg.

Stangl: Das ist nicht meine Motivation. Ich will das Bergsteigen einfach weiterentwickeln. Ich lasse diesen ganzen Mythos um die hohen Berge weg. Weil es nichts bringt, wenn man sagt, die Berge sind so weit weg, so hoch und so gefährlich. Für die Medien ist das schön, aber in Wirklichkeit ist das ja schon lange nicht mehr so. In Nepal ist auch nichts mehr mythisch. Das funktioniert nach einer normalen Marktwirtschaft. Da kommen die Touristen, die werden ins Basislager gebracht und das war’s dann auch schon. In den letzten Jahrzehnten hat sich das gewaltig geändert, es ist alles einfach geworden.

Klipp: Welchen Sinn macht das für Sie? Stangl: Ich will einfach zeigen, dass es neben dem klassischen HöhenBergsteigen, wie es seit 50 bis 60 Jahren betrieben wird, auch noch andere Berg-Besteigungsstile geben kann. Es gibt auch schon andere, die das nachmachen. Und das wird sich noch stärker entwickeln. Abgesehen davon ist es auch sehr ökologisch, ich lasse keinen Müll zurück.

Klipp: Inwiefern? Stangl: Zum Beispiel muss ich aufgrund des Internets keine Expedition groß planen. Das ist quasi ein Mail und dann ist man dort. Es ist das Umfeld, wenn man einmal drinnen ist in der Materie, dann ist es total easy. Und dann kann man sich wirklich nur darauf konzentrieren, vom Basislager auf den Gipfel und retour zu gehen. Das war natürlich vor 50 Jahren noch nicht so, denn sie haben teilweise nicht einmal gewusst, wo die Berge stehen. Das muss man heute klarerweise sagen.

Klipp: Werten Sie mit Ihrer Methode nicht die Leistungen der anderen Bergsteiger-Generationen ab? KLIPP August 2009

Denn jetzt gibt es GPS, Flugaufnahmen, Wegbeschreibungen ohne Ende – das kann man ja alles im Vorfeld studieren und dann für sich

Klipp: Warum bleiben dann so viele oben? Stangl: Der Berg ist gefährlich, aber nicht schwierig, vom technischen her einfach. Die Schwierigkeit wird oft mit Gefährlichkeit verwechselt. So steht der K2 zum Beispiel in einer äußerst ungünstigen Region. Das Klima wechselt dort schnell. Da kommen die Leute in einen Sturm und dann passiert etwas. Das ist das Problem. Wenn der K2 in der Sahara stehen würde, wäre er komplett easy. Es ist nur zum Gehen, das Problem ist das Wetter. v

Reiseziel für Einrichter, Wohnästheten und Genießer

Teppiche verschönern Schloss Kornberg Offensichtlich sind die Rohanis treue Menschen. Denn zum 29. Mal zeigen sie auf Schloss Kornberg bei Feldbach ein Wunderland mit Teppichen. Natürlich gehe die Krise auch an Teppich-Liebhabern nicht spurlos vorbei, so Huschang Rohani. Erstmals soll daher auch ein Outlet mit mehr als 1.000 erlesenen Teppichen Kunden und ­Besucher „zum Kauf reizen“.Insgesamt mehr als 3.000 handgeknüpfte Teppiche und Kelims – vom antiken Sammlerstück bis zum modernen Fair-Trade-Teppich –, werden in den sieben Aus­stellungsräumen präsentiert.

„Handgeknüpfte Teppiche aus Fair-trade-Erzeugung bilden den Schwerpunkt unserer heurigen Ausstellung“, so Neysan Rohani und sein Vater Huschang.

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verwenden. Wenn man das alles im Kopf hat, dann braucht man sich wirklich nur mehr auf die Leistung zu konzentrieren.

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COVERSTORY Sommer, Sonne und Durst machen uns klar: Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Eine verkehrte Welt. Ein Liter Superbenzin kostet so viel wie 1.000 Liter Trinkwasser von bester Qualität. Im Wasserreport wurde das steirische Wasser als bestes Trinkwasser Europas ausgezeichnet.

M

ehrere Ausgaben könnte man mit den Fakten und Daten füllen. Klipp löscht Ihren Wissensdurst mit einem kompakten Report mit überschaubarem Umfang. Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, es kann durch kein anderes ersetzt werden. Daher 12

ist es für das menschliche Leben von elementarer Bedeutung, wie viel Wasser in welcher Qualität zur Verfügung steht. Die Steiermark ist reich an erstklassigem Trinkwasser, auch wenn dieses nicht gleichmäßig über das Land verteilt ist. Dieser größte und zugleich wertvollste Bodenschatz verlangt in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein. Denn hochwertige Wasservorkommen und ihre Ökosysteme sind nur beschränkt vorhanden und bis zu einem gewissen Grad belastbar. Obwohl der Planet Erde zu 71 Prozent mit Wasser bedeckt ist, sind lediglich 2 Prozent davon als Süßwasser für den Menschen nutzbar.

DI Bruno Saurer, Obmann des Steirischen Wasserversorgungsverband: „Die Versorgung der Steirer mit qualitativ einwandfreiem Trinkwaser ist ohne Zweifel die elementarste Aufgabe von öffentlichen Verantwortungsträgern. Sie ist eine der ältesten und wichtigsten Dienstleistungen der Gemeinden und im kommunalen Bereich der Inbegriff der Daseinsvorsorge. Ohne Erdöl können wir leben, ohne Wasser nicht. Es ist unser wichtigstes Lebensmittel.“ Spender von Trinkwaser edelster Qualität ist und bleibt das Hochschwab-Massiv. 90 Millionen Kubikmeter pro Jahr davon als Hochquellwasser nach Wien. Rund 7 Millionen Kubikmeter fließen nun-

mehr bereits in den häufig unter Wassermangel leidenden Süden und Osten der Steiermark. Eine Leitung durch den Plabutschtunnel, über die sich die verantwortlichen Organisationen und Behörden während des Baus praktisch in letzter Minute einigten, macht es möglich. Hochschwab-Wasser wird man bald auch in Hartberg trinken können. Die letzten elf Kilometer der Leitung verursachen Kosten von 16 Millionen Euro und werden bis zu Jahresende fertig sein.

Milliardenschatz Wasser Kristallklare Gebirgsbäche, reißendes Wildwasser, kühle Seen und naturbelassene Teiche prägen die steirische Landschaft. Wasser ist KLIPP August 2009


Unser billigstes Lebensmittel Trinkwasser ist in Österreich das mit Abstand billigste Lebensmittel. Ein Kubikmeter Wasser kostet im Österreichschnitt rund 1,10 Euro (exkl. MwSt.) - umgerechnet bedeutet das, dass sich ein Liter Trinkwasser mit nur 0,1 Cent zu Buche schlägt. Der Wasserpreis ist

den ÖsterreicherInnen dabei kaum bekannt: 78% geben laut Wasserreport an, nicht zu wissen, was ihr Wasser kostet. Das mag einerseits an der sehr guten Preis-Leistungssituation liegen, andererseits stellt der Preis offenbar keine relevante Größe an den gesamten Haushaltsausgaben dar.

COVERSTORY

hier weit mehr als das bloße Lebenselexier; es ist Wirtschaftsgut, Landschaftsgestalter und Infrastruktur zugleich. Wasser ist in Regionen der Welt kostbarer als Öl – wir im Gegensatz dazu haben (noch) reichlich davon. Die SteirerInnen trinken täglich zwei Liter vom „Lebensmittel Nummer 1“. Kein Wunder, denn die Qualität des heimischen Wassers wird als extrem hoch eingestuft. 90 Prozent beurteilen die Wasserqualität als „sehr gut“ oder „gut“ laut „AQA Wasserreport 2008“. Niemand zweifelt, dass Österreich das beste Wasser in Europa hat. Mit Abstand dahinter werden die Schweiz und Deutschland als weitere Länder mit guter Wasserqualität genannt. Wenig Vertrauen in die Wasserqualität wird dabei den klassischen Urlaubsländern Italien, Spanien und Griechenland entgegen gebracht.

Steirische Wasser-Charta

Wie viel Wasser verbrauchen wir? Nicht das Trinkwasser ist unser Problem, viel größere Mengen verschlingt die Herstellung unserer Konsumgüter. In denen steckt so genanntes „virtuelles Wasser“. Und das stammt oft aus Ländern, in denen Wassermangel herrscht. Für die Herstellung eines Liters Milch werden 3.000 Liter Wasser eingesetzt, für einen Kilo Käse 5.000 Liter, für einen Liter Apfelsaft 950 Liter, für ein Kilo Tomaten 184 Liter, für ein Ei 200 Liter, für einen Kilo Baumwolle oder ein Jeans 11.000 Liter, für eine Personalcomputer 20.000 Liter, für einen Kilo Röstkaffee 21.000 Liter und für die Produktion eines Autos (Mittelklasse) rund 400.000 Liter „virtuelles Wasser“. Quelle: UNESCO, Statistisches Bundesamt 2006, Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e.V. www.virtuelles-wasser.de ❖

Dubiose Wassergeschäfte In letzter Zeit häufen sich auch in der Steiermark die Fälle in denen Handelsvertreter und Keiler aufdringlich versuchen, mit der Verunsicherung von Trinkwasserkonsumenten Geschäfte machen zu wollen. Ausgewählten Privathaushalten bieten sie dubiose Wassertests an und weisen dabei mittels eines eigenen mitgebrachten „Wasseranalysegerätes“, an dem Metallstäbe montiert sind, nach, dass sich bei Eintauchen eines Stabes in die gezogene Wasserprobe das Trinkwasser unappetitlich verfärbt und sonach ungenießbar erscheint. Das angewendete Elektrolyseverfahren beruht auf einer normalen Reaktion des Wassers, welche mit der tatsächlichen Trinkwasserqualität nichts zu tun hat. Die mitgebrachte Wasserprobe - es handelt sich um destilliertes Wasser – wird dann ebenfalls dem Test unterzogen und wie zu erwarten, verfärbt sich diese Probe nicht. Dem verunsicherten Konsumenten wird sodann hilfsbereit ein bis zu 3.000 Euro teures Aufbereitungsgerät angeboten, um nicht zu sagen „an-

KLIPP August 2009

gedreht“. Bruno Saurer, Obmann des Steirischen Wasserversorgungsverband: „Wir, aber auch die Arbeiterkammer, warnen vor überhasteten Käufen, weil im selten sofort gelesenen, klein gedruckten Teil des Kaufvertrages die Passage überlesen wird: Dass die vorgeführte Elektrolyse nicht ausschlaggebend für den Kauf der Trinkwasseranlage ist, sondern vielmehr aufgrund der neutralen Information und dem gut schmeckendem Wasser. Kein Wunder, dass auf diese Weise überrumpelte Kunden das Gerät nach der Aufklärung nicht mehr haben wollen.“ Die Arbeiterkammer weist darauf hin, dass trotz eines abgeschlossenen Vertrages bei derartigen „Haustürgeschäften“ ein Rücktrittsrecht besteht, wenn der Rücktritt innerhalb einer Woche formlos schriftlich und aus Beweisgründen eingeschrieben erfolgt. Der Steirische Wasserversorgungsverband als Interessensvertretung der öffentlichen steirischen Wasserversorgungsunternehmen versorgt rund 860.000 Steirerinnen und Steirer mit ein-

wandfreiem Trinkwasser. Bruno Saurer: „Wir warnen vor allen unseriösen Wassergeschäften, denn das von den steirischen Wasserversorgern gelieferte Trinkwasser weist höchste Qualität auf und bedarf keiner fragwürdigen Einzelbehandlungen.“

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THEMA DER ANZEIGENREDAKTION

Gute Gründe, sich ein Holzfenster zu kaufen… Gute Gründe, sich ein Holzfenster zu kaufen ...

…… derweil Umwelt nur zuliebe. mit Holz eine perfekte Stabilität des Fensters erreicht werden kann. Bei anderen Rahmenmaterialien muss das Glas Funktion übernehmen, Holz ist Teil des natürlichen Kreislaufs. Der Rohstoff Holz wächst ständigdie nach statische und kann biologisch voll abgebaut werden. was mit der Zeit zu einer Überbeanspruchung des Glases führt und mangels Stabilität zu Durchsacken der Profile. …einem weil Holz einfach genial ist. Venedig steht seit Jahrhunderten auf Holz, Menschen überqueren seit Jahrtausenden die Ozeane auf Holzschiffen und die

… weil Holz in Würde altert. Ein Neuanstrich im Außenbereich maximal alle 20 Jahre lässt das Holzfenster wieder wie stand. neu aussehen. Andere Rahmenmaterialien beginnen nach nur einem Jahrzehnt zu vergrauen und werden unansehnlich. Die Kunststoffindustrie ist derzeit bemüht diesem …Problem weil nur mit Holz eine Stabilität desnun Fensters werden kann. wo ein entgegen zu perfekte wirken und erzeugt auch erreicht Oberflächenmaterialien BeiNeuanstrich anderen Rahmenmaterialien muss das Glas die statische Funktion übernehmen, was mit der Zeit zu einer Überbeanmöglich ist. Häuser in nordischen Ländern mit rauem Klima sind vorwiegend aus Holz gebaut - der Rohstoff Holz hält allen Strapazen

spruchung des Glases führt und mangels Stabilität zu einem Durchsacken der Profile.

... weil sich Holzfenster restaurieren lassen. nach jahrzehntelanger Nutzung oder bei Beschädigungen können Holzfenster …Selbst weil Holz in Würde altert. leicht und vor allem wirtschaftlich bzw. restauriert werden. Ein Neuanstrich im Außenbereich maximal alle repariert 20 Jahre lässt das Holzfenster wieder wie neu aussehen. Andere Rahmenmaterialien beginnen nach nur einem Jahrzehnt zu vergrauen und werden unansehnlich. Die Kunststoffindustrie ist derzeit

… weil ein Holzfenster von Dauer ist. Mit der richtigen Holzwahl, der Beschichtung und den Wartungsverträgen der Firma KAPO hält ein Holzfenster für Generationen. Die Lebenserwartung von Holzfenstern ist ...mindestens weil sich Holzfenster restaurieren lassen. dreimal höher als bei Kunststofffenstern.

bemüht diesem Problem entgegenzuwirken und erzeugt nun auch Oberflächenmaterialien, wo ein Neuanstrich möglich ist.

Selbst nach jahrzehntelanger Nutzung oder bei Beschädigungen können Holzfenster leicht und vor allem wirtschaftlich repariert bzw.Sie restauriert werden. … weil es sich wert sind.

Ein Holzfenster ist auf den ersten Blick vielleicht nicht die kostengünstigste Lösung, aber Lösung Ihr Haus, …die weilnachhaltigste ein Holzfenster von für Dauer ist. die sich auf Dauer gesehen auch finanziell für Sie Mitlohnt. der richtigen Holzwahl, der Beschichtung und den Wartungsverträgen der Firma KAPO hält ein Holzfenster für Generationen. Die Lebenserwartung von Holzfenstern ist mindestens dreimal höher als bei Kunststofffenstern.

… ihrer Gesundheit zuliebe. Holz tötet nachweislich Bakterien ab und garantiert eine gesunde Wohnsituation.

… weil Sie es sich wert sind.

Ein… Holzfenster ist auf ersten Blick vielleicht nicht die kostengünstigste Lösung,mit aber die nachhaltigste Lösung für Ihrzu weil es eindengutes Gefühl ist, sich im Wohnraum natürlichen Stoffen Haus, die sich auf Dauer gesehen auch finanziell für Sie lohnt. umgeben.

Holz vermittelt Wärme und Behaglichkeit. Zusätzlich reguliert Holz die Luftfeuchtigkeit

…und ihrer Gesundheit sorgt somit fürzuliebe. ein angenehmes Wohnklima.

Holz tötet nachweislich Bakterien ab und garantiert eine gesunde Wohnsituation.

...Ihrer Putzfrau zuliebe. aus Holz lädtist, sichsich nicht und zieht Stoffen damit weniger Schmutz …Ein weilFenster es ein gutes Gefühl imelektrostatisch Wohnraum mitauf natürlichen zu umgeben. an. Holz vermittelt Wärme und Behaglichkeit. Zusätzlich reguliert Holz die Luftfeuchtigkeit und sorgt somit für ein angenehmes Wohnklima.

… Ihrer Putzfrau zuliebe. Ein Fenster aus Holz lädt sich nicht elektrostatisch auf und zieht damit weniger Schmutz an.

… weil Holzfenster im Brandfall mehr Sicherheit bieten. Sie brennen wesentlich langsamer und bleiben länger stabil. Der Fluchtweg bleibt länger erhalten. Bei Bränden mit PVCBeteiligung hingegen entsteht Salzsäure, die Gebäude und Einrichtungen zerstört. Darüber hinaus können hochgiftige Dioxine die Gebäude verseuchen.

… weil Holzfenster für mehr Arbeitsplätze sorgen. Für deren Herstellung wird wesentlich mehr Personal benötigt als für das Kunststoffprodukt.

Infos: www.neuewienerwerkstaette.at www.kapo.co.at


Politik

SP-Stiftung „Zukunft Steiermark“ zerstört die Zukunft von Voves als LH. Auflösungsankündigung ist ein Sprengsatz, aber auch die Geschäfte der Fortuna Kommerz.

Das geht nicht gut Als Befreiungsschlag war die Ankündigung von SPÖParteichef und Landeschef Franz Voves gedacht: Die Stiftung wird liquidiert. Kurze Zeit schien es – glaubte die steirische SPÖ aufatmen zu können –, dass damit die massive Kritik an Voves der letzten Monate endgültig abgewendet sei. Doch zusehends breitet sich in der steirischen SPÖ Ratlosigkeit aus.

E

inmal sind die finanziellen Konsequenzen fatal – man fürchtet „Auflösungskosten von rund fünf Millionen Euro“. Zum anderen dauert der Prozess der Liquidation zumindest ein Jahr. Der siebenköpfige Beirat der Stiftung wird gut beraten sein, darauf zu achten, was wirklich geschehen soll mit der Stiftung. Die Stiftung stellt ein Sonder-Vermögen dar, die Partei ist der Stifter. Die Absicht, mit sozialdemokratischen Zwecken die Gemeinnützigkeit zu bekommen, ist von der Finanz vorerst abgelehnt worden. Eine

Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka: Erst ein Jahr nach der Ankündigung ist Liquidation der Stiftung möglich.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter: Liquidation nur, wenn diese nicht zu teuer ist.

Auflösungsentscheidung kann nur der Stiftungsvorstand treffen. Peter Schachner, der dies ablehnt, muss also vorher zurücklegen. Eine Auflösungsbestimmung für die Stiftung gibt es in der Urkunde offensichtlich nicht. Voves will sich mit dem Umlaufbeschluss des Parteivorstandes – der in Sachen Stiftung nichts anordnen und entscheiden kann – nur den Rücken stärken lassen und damit seinen Kopf retten.

Ausweg: Die Stiftung ist ja noch zu 48 Prozent am Let’s-Print-Konzern beteiligt. Die jetzige Krisenzeit ist alles andere als optimal für einen entsprechenden Verkaufserlös. Mit dem weiteren Verkauf der Let’sPrint-Anteile würden Schachner und Voves das Parteivermögen noch einmal schmälern, würde die SPÖ Steiermark finanziell ausgehöhlt, wäre ihre bisher solide Finanzierungsbasis bedroht.

Und woher soll das Geld kommen?

Blockiert Schachner?

Die Partei verfügt über derartige Reserven nicht. Ein möglicher

Als Bagatelle bezeichnete Schachner in einer seiner letzten Pressekonferenzen die steuerlichen Ersparnisse durch die Stiftung. Voves möchte daher die Stiftung nur deshalb auflösen, um politisch zu überleben. Nur wenige glauben aber noch daran, dass das gelingen könnte. Die politische Großwetterlage hat sich für die SPÖ doch spürbar verändert. Nicht nur steiermarkweit wenden sich die Wähler von ihr ab, auch bundesweit ist das der Fall. Keine guten Aussichten für die Landtagswahlen in Oberösterreich. Auch dort gibt es eine Stiftung der SPÖ – allerdings völlig anders gestaltet. Keine guten Aussichten auch für Wien und Michael Häupl, wo nach Oberösterreich gewählt wird. Die Steiermark folgt im Herbst

Dr. Oswin Kois begehrt nachstehende

GEGENDARSTELLUNG Sie schreiben in der Juli-Ausgabe des „KLIPP“ auf der Titelseite, im Editorial sowie auf den Seiten 12 bis 15 unter mehrfacher Wiedergabe eines Lichtbildes des Herrn Dr. Oswin Kois, dass dieser als neuer Chef der Energie Steiermark AG momentan einen Pensionsanspruch von € 16.000,00 habe, der sich im Laufe der Jahre auf bis zu € 26.000,00 steigern werde. Diese Behauptung ist unrichtig, da Herr Dr. Oswin Kois keine wie auch immer gearteten Pensionsansprüche gegenüber der Energie Steiermark AG hat. 16

2010 – bis dahin ist klarerweise noch ein Jahr Zeit, doch wie soll sich Voves gegen den Trend behaupten? Peter Schachner hat das Ansinnen von Franz Voves abgelehnt, die von ihm Ende 2001 gegründete Stiftung zu liquidieren, weil er das Vorgehen von Voves schlichtweg für falsch hält. Schachner ist ja nicht nur der „Gründungsvater“ der Stiftung, sondern auch der Vorstandsvorsitzende. Mit ihm im Vorstand sind noch der Grazer Anwalt Reinhard Tögl und der Steuerberater Gerald Pittner. Laut Stiftungsurkunde kann Voves überhaupt nichts „befehlen oder anordnen“. Als Vorsitzender des Stiftungsbeirates kann Voves nur eine Empfehlung an den dreiköpfigen Stiftungsvorstand geben. Nur, wenn Schachner zurücktritt und ein Neuer kommt, kann es einen einstimmigen Auflösungsbeschluss geben.

Zeitpunkt für Auflösung schlecht Aufgrund der Wirtschaftskrise haben die Industrie-Unternehmen in der Druck-Branche – damit auch der Let’s-Print-Konzern – mit Auftrags- und Ertragseinbußen zu kämpfen. Damit erhält auch die Leykam Medien AG keine Dividenden. Nur der Verkauf des im Februar geschlossenen Druck-Standortes Ankerstraße kann Geld in die Kasse spülen. Der Verkaufswert der rund 40.000 Quadratmeter großen Liegenschaft soll bei rund sieben Millionen Euro liegen. Millionen, die auf der einen Seite die Leykam Medien AG gut brauchen kann, aber auch die SPÖ für die Liquidation der Stiftung, aber auch für den kommenden Wahlkampf.

Problem Fortuna Kommerz Mehr als sieben Jahre lang war Franz Voves Vorsitzender des Stiftungsbeirates und er sah bis vor wenigen KLIPP August 2009


Ein Millionengrab Jene, die mit der Liquidation betraut werden, werden sicher nur dann aktiv werden, wenn sie eben diese Garantie-Erklärung der SPÖ in Händen haben, dass sie persönlich für ihr Vorgehen nicht belangt werden können. Der Konflikt mit der Bundes-SPÖ ist damit nicht wirklich beigelegt, denn Bundeskanzler Faymann hat bereits klargemacht, dass Stiftungen im Prinzip in Ordnung sind, also nicht das „Böse“ schlechthin. Die steirische Partei hat ihm den Rücken gestärkt mit ihrem Umlaufbeschluss, alle anderen gehen auf Distanz zu Voves. Erst ein Stiftungsgutachten wird über den wirklichen Wert befinden – was etwa die Leykam Medien AG wert ist und alle anderen Beteiligungen wert sind. Generell gilt, dass KLIPP August 2009

die Finanz derartige Gutachten für die Berechnung der Steuer braucht. Man kann auch generell sagen, dass die Partei 25 Prozent an Steuern bei Auflösung der Stiftung an die Finanz zahlen muss.

Politik

Wochen auch keinen Grund, das zu ändern. Auch noch nicht, als er mit seiner Parole für mehr Verteilungsgerechtigkeit in die Öffentlichkeit ging und damit indirekt auch große Privatstiftungen attackierte, die letztendlich Eigentümer von Industrie-Unternehmen sind. Es war sein größter politischer Fehler, ein sprichwörtlicher Tritt in das Fettnäpfchen, nicht im Vorfeld auf das Bestehen der gemeinnützigen SP-Stiftung „Zukunft Steiermark“ deutlich aufmerksam zu machen und deren Zweck darzulegen. Denn gemeinnützige Stiftungen sorgen zum Beispiel in Deutschland für zahllose gute Projekte in der Kultur, der Wissenschaft usw. Die Folgen für das Versäumnis von Voves war eben ein Trommelfeuer der Kritik und leider fehlte in dieser Phase auch ein entsprechendes professionelles Krisen-Management in seiner Umgebung. Die Liquidation der Stiftung wird daher nicht die erhoffte Ruhe bringen und Voves seine Glaubwürdigkeit als Politiker wiederbringen. Auch, wenn das einige Funktionäre hoffen, wie deren Äußerungen erkennen lassen. Nicht die Stiftung selbst wird das Problem sein, sondern das Unternehmen Fortuna Kommerz, das der SPÖ gehört, das alle Ausgaben für die Partei abwickelte und sich damit Mehrwertsteuer als Vorsteuer beim Finanzamt zurückholte.

Katastrophen-Deal Für 29 Prozent zahlte die SPÖ Steiermark an die ehemaligen Gesellschafter Annawitt & Co. – so wird kolportiert – 23 Millionen Euro. Die SPÖ hält über ihre Stiftung noch 48 Prozent der Aktien – also kann man davon ausgehen, dass der Wert bei 30 Millionen Euro liegt und 25 Prozent davon sind 7,5 Millionen Euro Steuern an die Finanz. „Das wäre ein Wahnsinn“, sagen die Funktionäre, wagen es aber nicht, namentlich genannt zu werden. Die Erste zahlte ja bekanntlich für 42 Prozent auch 23 Millionen Euro. Nimmt man also einen Mischsatz, könnte die Sache bei der Finanz billiger werden. Was aber damit noch nicht abgewendet ist, dass die Nachfolger von Franz Voves und Peter Schachner ein Haar in der Suppe finden könnten und die Auflösung bekämpfen, weil der Partei eben damit großer Schaden zugefügt wurde. Faymann, aber auch die anderen Landeschefs halten die Voves-Vorgangsweise für falsch, weil sie der SPÖ insgesamt schade. Denn wie schon betont, die oberösterreichische SPÖ hat eine Stiftung und möglicherweise auch die Wiener. Das Stimmungstief nach der EU-Wahl ist damit nicht zu verscheuchen. Früher scharten sich die Arbeitnehmer in wirtschaftlich schwierigen Zeiten um die SPÖ, doch auch das funktioniert nicht mehr wie erhofft. Selbst Umfragen lassen schon erkennen, dass ein Verlust von sieben Prozent in der Wählergunst zu befürchten ist. Bis zu den Wahlen in der Steiermark ist natürlich noch Zeit und vieles wird sich politisch noch tun. Nur eines nicht, dass sich die SPÖ wieder auf der Sieger-Straße finden wird. Sie kann die Verluste geringer halten als befürchtet, doch auch das wird nicht reichen, um den Landeshauptmann halten zu können. Gegenwärtig hat die ÖVP im Landtag 24 Mandate, die SPÖ mit 25 nur eines mehr. v

Durch seine starken Sprüche: Landeshauptmann Franz Voves in argem Dilemma.

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Vandalismus und Verschmutzung in den Grazer Parks und auf Spielplätzen

WIRTScHAFT

... die sollen w

Hainzl: Wichtiger Impuls für Arbeitsmarkt

Foto: Jungwirth/WB

Kleinstunternehmer werden zu Arbeitgebern

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ls „wichtigen und guten Schritt in der Arbeitsmarktpolitik“ wertet der neue Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark, Ulfried Hainzl, das Arbeitsmarktpaket II. „Der Nationalrat hat die Forderungen der Wirtschaftskammer weitestgehend umgesetzt. Denn gerade in der Krise ist eine Entlastung des Faktors Arbeit für Unternehmer und Arbeitnehmer 18

Als besonders positiv wertet Hainzl die Lohnnebenkostenbefreiung für den ersten – jungen – Mitarbeiter im ersten Jahr für Ein-Personen-Unternehmen (EPUs): „Damit werden nicht nur Kleinstbetriebe motiviert, einen Schritt in Richtung Arbeitgeber zu machen, sondern dies ist auch der beste Weg, um der Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Wenn nur jedes zehnte EPU einen jungen Mitarbeiter anstellt, hätten wir den Anstieg an Jugendarbeitslosigkeit kompensiert.“ Zusätzlich

wird eine Stiftung für arbeitslose Jugendliche geschaffen, die österreichweit mit fünf Millionen Euro zur Hälfte aus Arbeitgeber-Mitteln getragen wird.

Reform der Kurzarbeit Aber nicht nur Kleinstunternehmen profitieren vom vorliegenden Arbeitsmarktpaket. Mit der Reform der Kurzarbeit werde den Bedürfnissen der Industrie Rechnung getragen. Kernpunkte sind eine Verlängerung der Kurzarbeit von 18 auf 24 Monate sowie eine Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge durch die öffentliche Hand ab dem 7. Monat der Kurzarbeit befristet bis 2011. Hainzl: „Damit ist beim Einsatz von Kurzarbeit ein wesentlicher Schritt gelungen. Und es ist ein starker Anreiz, Mitarbeiter in Kurzarbeit zu halten und nicht abzubauen.“ Schade sei allerdings, dass sich die Regierung nicht über eine volle Angleichung an das deutsche Modell „drü-

bergetraut hat“: „Das hätte unserer Industrie im Wettbewerb mit Deutschland wichtige Erleichterungen gebracht.“ Hainzl hofft, dass in einem nächsten Schritt diese Verbesserungen durchgesetzt werden: „Dies wäre im Sinne des Standortes, der hiesigen Unternehmen und vor allem zur Sicherung Tausender Arbeitsplätze ein wichtiger Erfolg.“

Altersteilzeit neu entlastet Unternehmen Mit der Neuregelung der Altersteilzeit werde eine Hürde aus dem Weg geräumt: Neu ist eine Ersatzrate von 90 Prozent bei der in der jetzigen Krisenlage besonders passenden kontinuierlichen Altersteilzeit. Bei geblockter Altersteilzeit beträgt die Ersatzrate künftig 55 Prozent. Dafür ist aber künftig keine ErsatzkraftEinstellung mehr notwendig, was bisher für Klein- und Mittelbetriebe teilweise große Schwierigkeiten bedeutete. KLIPP August 2009

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von besonderer Bedeutung“, zeigt er sich zufrieden und spricht von einem „Erfolg auf allen Linien – insbesondere für Junge, die einen Job suchen, für Beschäftigte, die um ihren Arbeitsplatz fürchten, und für die Betriebe, die nun wirkungsvoll beim Halten ihrer Mitarbeiter unterstützt werden.“


Fotos: Stadt Graz/Wirtschaftsbetriebe

Die warme Jahreszeit führt dazu, dass die Grazer mit ihren Kindern aus den Wohnungen „flüchten“, um sich in den öffentlichen Parks zu erholen. Klipp beobachtete in den letzten Wochen diese Parks, um zu sehen, in welchem Zustand sie von ihren Benützern hinterlassen werden. Unser Befund: leider beschämend.

B

esonders gefährdet ist der Schlossberg zur MaturaZeit, zum Schulschluss und in den Ferien. Da feiern die Jugendlichen richtig ab. Unmengen von Dosen, Getränkeflaschen, ausgeleerte Müllkörbe, die dann auch noch zerstört und ins Gelände geworfen werden, beschädigte Beleuchtungskörper, umgeworfene und aus der Verankerung gerissene Parkbänke sind das sichtbare Ergebnis dieses Vandalismus. Zum Glück war dieses Jahr das Wetter zum Schulschluss schlecht, daher war weniger los.

Gärtner des Magistrats wohl wissend, dass sein Stoßgebet nie erhört werden wird. Die Verschmutzung in den Grazer Parkanlagen und auf den Spielplätzen, in öffentlichen Einrichtungen ist beschämend und beängstigend. Der Reinigungsaufwand ist in den letzten Jahren explodiert. Mehrere Reinigungstrupps sind täglich im Einsatz, doch sie sind chancenlos.

„Ihr seid’s ja dazu da“

Vom Schlossberg zu einer Beobachtung in den Augarten. Eine junge Mutter – in diesem Fall aus Südosteuropa – blättert auf einer Bank in einem Verkaufsfolder, während ihre noch nicht schulpflichtigen Kinder – im Übrigen nett und lieb – Spaß mit den Spielgeräten haben. Als die Mutter mit dem Durchblättern fertig ist, wirft sie die Prospekte vor sich auf den Boden. Bald darauf will sie mit ihren Kindern gehen, ohne nur im Entferntesten daran zu denken, ihren Lesestoff aufzuheben und mitzunehmen. Erst nach dem Hinweis einer Österreicherin, sie möge das mitnehmen, bequemt sich die junge Frau mit dem Hinweis im holprigen Deutsch: „Das muss ja Stadt sowieso wegräumen.“

Das ist noch eine noble Reaktion, wenn die Bediensteten da und dort Benutzer der Parkanlagen dazu zu bewegen versuchen, Getränkedosen, PET-Flaschen, Verpackungen nicht einfach dort fallen zu lassen, wo sie benützt werden. Unter den Schmutzfinken sind klarerweise auch Österreicher, doch diese sind als Parkbenutzer eindeutig in der Minderheit. Die Mehrheit „stellen“ Migranten aus dem Balkan, der Türkei, Bulgarien, Rumänien und Afrika. Die Integration funktioniere in Graz nicht wirklich, verteidigt ein Mitglied des Ausländerbeirats die angesprochenen Gruppen. Es stimme schon, dass die Leute wenig Verantwortung für öffentliche Plätze und Einrichtungen zeigen. „Die Umweltverschmutzung hängt mit dem Umweltbewusstsein zusammen und das wiederum mit der Bildung. Dort gehört angesetzt“, lautet die prinzipiell richtige Überlegung.

„... wenn sie sich nicht an unsere Ordnung halten können, sollen sie wieder heimfahren oder den Dreck selbst wegputzen“, ärgert sich ein

Und da liegt viel Wahrheit und das große Problem. Es gibt leider allzu viele Zuwanderer aus der Türkei, dem Balkan, Afrika, Kleinasien, die

Migranten in der Mehrheit

KLIPP August 2009

keine Verantwortung der Stadt Graz gegenüber empfinden. Auch Vermieter klagen, dass sozial geförderte Mietwohnungen in erbärmlichem Zustand hinterlassen werden, dass Heizkörper, Türen im Laufe der Benützung einfach „verschwinden“. Es gibt klare Verbots- und Hinweisschilder mit internationalen Symbolen, es gibt ausreichend Abfallbehälter – doch das nützt alles nichts. Für die wirksame Überwachung durch Parkwächter oder Aufsichts-

personal oder gar Videokameras fehlt der Stadt Graz das Geld. PS: Damit das klar ist: Unsere Gesellschaft braucht die Zuwanderer, diese machen sie bunter und mit ihrem Dasein und ihrem Arbeiten tragen sie auch zur Entwicklung des Wohlstandes unserer Gesellschaft bei. Doch wenn es um das Zusammenleben im öffentlichen Raum geht, dann müssen Ordnungsregeln auch von den Zuwanderern eingehalten werden.

Täter kommen aus verschiedensten Gruppen Devastationen und Verschmutzungen gibt es laufend vor allem am Schlossberg, im Stadtpark, im Volksgarten, auf den Eustacchio-Gründen und zeitweise auch im ORFPark. Als „Täter“ kommen je nach Lage der Anlage verschiedenste Gruppen in Frage. Dies reicht von Maturafeiern über jugendliche Migranten bis zu einheimischen Jugendlichen, denen einfach fad ist, und sehr oft auch Hunden, deren Halter sich abends in einen Zustand versetzen, der eine ordnungsgemäße Hundehaltung nicht mehr sicherstellt. Jährlich im Frühjahr werden in öffentlichen Parkanlagen rund 120.000 Blumen (Violen, Vergissmeinnicht, Ringelblumen) neu ausgepflanzt. Leider werden diese Beete durch Vandalen bzw. auch freilaufende Hunde sehr oft kurzfristig zerstört bzw. die Blumen ausgegraben. Heuer passiert im Stadtpark, wo ein schön gestaltetes Beet am nächsten Tag in der Früh zerstört vorgefunden wurde. Die Parks werden im Sommer auch an Wochenenden permanent gereinigt. Die Reinigungskosten belaufen sich auf rund 500.000 Euro im Jahr. Darüber hinaus entstehen durch Devastationen noch einmal etwa Kosten im Ausmaß von 250.000 Euro (sehr stark abhängig von der Witterung). Auf Kinderspielplätzen ist die Situation grundsätzlich besser. Es scheint doch eine gewisse Aufsicht durch die Eltern und auch eine Hemmschwelle bei Jugendlichen zu existieren. Schwieriger ist die Situation auf den Spielplätzen Langedelwehr, Schererpark und Junges Europa (Vinzenzgasse).

Gerhard Egger, Wirtschaftsbetriebe der Stadt Graz

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W irts c haft

wieder heimfahren


WIRTSCHAFT

„30. Jahrestag“ im US-Atomkraftwerk Three Mile Island

Die Beinahe-Katastrophe Weil die Atom-Befürworter den Klimawandel mit moderner Atomtechnik stoppen wollen. Ein Blick 30 Jahre zurück. Am 30. März 1979 kommt es im US-Atomkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg in Pennsylvania erstmals zu einer Kernschmelze. Es geschah genau das, was nach Prognosen von Atom-Gutachtern praktisch ausgeschlossen war.

D

er Reaktorblock des Atomkraftwerks geriet außer Kontrolle. Eine ganze Woche lang kämpften die Betreiber und Experten gegen das Inferno. Noch heute grübeln Forscher darüber, warum das bei 2800 Grad geschmolzene Reaktorherz, diese ungeheure radioaktive Glut, sich nicht durch das Stahlgefäß und den Beton hindurchfressen konnte. Die Antwort bisher: Glück gehabt. Mehrere hunderttausend Menschen ergriffen damals die Flucht, mussten evakuiert werden. Es riss die Menschen aus dem Kinderglauben, dass die Atomenergie eine Technik wie jede andere ist. Der Auslöser für den FastSupergau war eine unbedeutende Panne. Ein Ventil klemmte, schloss sich nicht wie geplant und wurde so zur Schwachstelle.

Gefahren werden kleingeredet 165 Kernkraftwerke sind in Europa insgesamt in Betrieb. Von den Nachbarländern Österreichs produziert nur Italien keinen Atomstrom, auch beim „entfernteren Nachbarn“ Kroatien gibt es keine Atomstrom-Produktion. Doch sonst ist Österreich praktisch „umzingelt“ von Ländern, die Kernkraftwerke in Betrieb haben. Absoluter Spitzenreiter, was die AtomstromErzeugung betrifft, ist Frankreich mit 59 Kernkraftwerken. Knapp 77 Prozent des französischen Stroms 20

Trügerisches Bild der Harmonie. Die Gutachter: „Supergau passiert alle 100.000 Jahre.“ Die Atomgegner höhnen: „Kinder, wie die Zeit vergeht.“

kommen aus Kernkraftwerken. Kein Zufall, dass die Franzosen daher die größten Befürworter für den Ausbau der Atomtechnik sind, auch um den Klimawandel zu stoppen. Kritiker haben da keine Chance. „Lösungen zur Energieproduktion ohne CO2“, beschreibt der französische Nukleartechnik-Konzern Areva seine Zukunftsvision. So als wäre diese Form der Energieerzeugung der Schlüssel zur Rettung des Erdballs. Dass beim Abbau und bei der Aufbereitung des Kernbrennstoffs Uran mehr Kohlendioxid pro Kilowattstunde Strom anfallen kann als in einem modernen Gas-Blockheiz-

kraftwerk, wird in den CO2-Bilanzen der Atom-Lobby verschwiegen. Zu den großen Hoffnungen auf der Kundenseite für den französischen Konzern gehören China, die USA und Großbritannien. Auch nach Afrika und in den Nahen Osten wollen die Franzosen ihre Atomtechnik liefern. Alle Atomkraftwerke werden vom Stromkonzern EdF betrieben, der bekanntlich ja auch an der Energie Steiermark beteiligt ist. Insgesamt 737 signifikante Zwischenfälle meldeten die Betreiber französischer Atomanlagen voriges Jahr der Aufsichtsbehörde. Statistisch gesehen waren das also zwei pro Tag,

Europa strahlt Die Katastrophe im russischen Atomkraftwerk Tschernobyl vom 26. April 1986 ist Geschichte, auch die vielen tausenden Todesopfer – aber die Menschen-Generation danach leidet noch immer an den Spätfolgen. Jetzt, viele Jahre später, hat sich die Atomlobby wieder formiert, um den Klimawandel zu stoppen, wird wieder aufgerüstet. Neue Kernkraftwerke sind in Bau, obwohl deutlich auf dem Tisch liegt, was ein einziger Unfall, Supergau, auslösen kann. Schon allein durch einen Fehler der Bedienungsmannschaft können Millionen Menschen daran zugrunde gehen, ganz zu schweigen bei einem Reaktorunfall durch ein Erdbeben.

Kernkraftwerke in Europa in Betrieb bzw. im Bau: Insgesamt: 165, 8 im Bau Großbritannien: 19 (15,1 % = Atomstromanteil); Frankreich: 59 (76,9 %), 1 im Bau; Spanien: 8 (17,4 %); Belgien: 7 (54,1 %); Schweiz: 5 (40 %); Niederlande: 1 (4,1 %); Deutschland: 17 (25,9 %); Tschechien: 6 (30,3 %); Slowenien: 1 (41,6 %); Ungarn: 4 (36,8 %); Slowakei: 4 (54,3 %), 2 im Bau; Rumänien: 2 (13 %); Bulgarien: 2 (32,1 %), 2 im Bau; Ukraine: 15 (48,1 %), 2 im Bau; Litauen: 1 (64,4 %); Schweden: 10 (46,1 %); Finnland: 4 (28,9 %), 1 im Bau. Quelle: IAEA, Stand: 30. 6. 2009

wobei die Aufseher allerdings meinten, es gäbe keinen Grund zur Beunruhigung. Der Großteil der Vorfälle hätte keine oder eine sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung, heißt es. Die Kritiker wiederum meinen, dass die Vorfälle verharmlost würden. In Deutschland ist eine Debatte darüber entbrannt, wie – d.h. nach welchem Plan – die älteren Reaktoren abgeschaltet werden oder aufgrund der Energiesituation länger laufen sollen. Ältere Reaktoren, so heißt es wiederum, das belegt auch die Störfall-Statistik, sind pannenanfälliger als neue Reaktoren. Warum die Stromgesellschaften alte, abgeschriebene Reaktoren so lange wie möglich im Netz haben wollen, ist klar, denn diese liefern besonders billigen Strom. Der Stromkunde selbst profitiert davon allerdings kaum. Denn an der Börse, wo der Strompreis gemacht wird, bestimmen die Erzeugungskosten der letzten nachgefragten Kilowattstunde den Preis. Und diese Kilowattstunde stammt nie aus einem Atommeiler, sondern in der Regel aus einem Gas- oder Steinkohlekraftwerk. Auch die Franzosen, die ihren Strom ja zu knapp 80 Prozent aus Kernkraftwerken produzieren, bieten diesen an der Börse nicht billiger an als konventionelle Betreiber. Allzu gern wird die Gefahr, die nur von einem Supergau, einem Unfall, ausgehen kann, verdrängt oder kleingeredet. In den USA, wo es heute noch 104 Kernkraftwerke gibt, die in Betrieb und im Netz sind, hat man den Bau von mehr als 100 geplanten Reaktoren aufgegeben. Vor Harrisburg und Tschernobyl hat man die Kernschmelze und einen Reaktorunfall als Hirngespinst und unmögliches Ereignis hingestellt. Nur einmal in 100.000 Jahren könnte so ein Ereignis eintreten, hatten Befürworter die Demonstranten, Kritiker und Skeptiker beruhigt. „Kinder, wie die Zeit vergeht“, höhnen jetzt die Atomgegner. v KLIPP August 2009


Gute Gründe, sich ein Holzfenster zu kaufen… Gute Gründe, sich ein Holzfenster zu kaufen ...

…… derweil Umwelt nur zuliebe. mit Holz eine perfekte Stabilität des Fensters erreicht werden kann. Bei anderen Rahmenmaterialien muss das Glas Funktion übernehmen, Holz ist Teil des natürlichen Kreislaufs. Der Rohstoff Holz wächst ständigdie nach statische und kann biologisch voll abgebaut werden. was mit der Zeit zu einer Überbeanspruchung des Glases führt und mangels Stabilität zu Durchsacken der Profile. …einem weil Holz einfach genial ist. Venedig steht seit Jahrhunderten auf Holz, Menschen überqueren seit Jahrtausenden die Ozeane auf Holzschiffen und die

… weil Holz in Würde altert. Ein Neuanstrich im Außenbereich maximal alle 20 Jahre lässt das Holzfenster wieder wie stand. neu aussehen. Andere Rahmenmaterialien beginnen nach nur einem Jahrzehnt zu vergrauen und werden unansehnlich. Die Kunststoffindustrie ist derzeit bemüht diesem …Problem weil nur mit Holz eine Stabilität desnun Fensters werden kann. wo ein entgegen zu perfekte wirken und erzeugt auch erreicht Oberflächenmaterialien BeiNeuanstrich anderen Rahmenmaterialien muss das Glas die statische Funktion übernehmen, was mit der Zeit zu einer Überbeanmöglich ist. Häuser in nordischen Ländern mit rauem Klima sind vorwiegend aus Holz gebaut - der Rohstoff Holz hält allen Strapazen

spruchung des Glases führt und mangels Stabilität zu einem Durchsacken der Profile.

... weil sich Holzfenster restaurieren lassen. nach jahrzehntelanger Nutzung oder bei Beschädigungen können Holzfenster …Selbst weil Holz in Würde altert. leicht und vor allem wirtschaftlich bzw. restauriert werden. Ein Neuanstrich im Außenbereich maximal alle repariert 20 Jahre lässt das Holzfenster wieder wie neu aussehen. Andere Rahmenmaterialien beginnen nach nur einem Jahrzehnt zu vergrauen und werden unansehnlich. Die Kunststoffindustrie ist derzeit

… weil ein Holzfenster von Dauer ist. Mit der richtigen Holzwahl, der Beschichtung und den Wartungsverträgen der Firma KAPO hält ein Holzfenster für Generationen. Die Lebenserwartung von Holzfenstern ist ...mindestens weil sich Holzfenster restaurieren lassen. dreimal höher als bei Kunststofffenstern.

bemüht diesem Problem entgegenzuwirken und erzeugt nun auch Oberflächenmaterialien, wo ein Neuanstrich möglich ist.

Selbst nach jahrzehntelanger Nutzung oder bei Beschädigungen können Holzfenster leicht und vor allem wirtschaftlich repariert bzw.Sie restauriert werden. … weil es sich wert sind.

Ein Holzfenster ist auf den ersten Blick vielleicht nicht die kostengünstigste Lösung, aber Lösung Ihr Haus, …die weilnachhaltigste ein Holzfenster von für Dauer ist. die sich auf Dauer gesehen auch finanziell für Sie Mitlohnt. der richtigen Holzwahl, der Beschichtung und den Wartungsverträgen der Firma KAPO hält ein Holzfenster für Generationen. Die Lebenserwartung von Holzfenstern ist mindestens dreimal höher als bei Kunststofffenstern.

… ihrer Gesundheit zuliebe. Holz tötet nachweislich Bakterien ab und garantiert eine gesunde Wohnsituation.

… weil Sie es sich wert sind.

Ein… Holzfenster ist auf ersten Blick vielleicht nicht die kostengünstigste Lösung,mit aber die nachhaltigste Lösung für Ihrzu weil es eindengutes Gefühl ist, sich im Wohnraum natürlichen Stoffen Haus, die sich auf Dauer gesehen auch finanziell für Sie lohnt. umgeben.

Holz vermittelt Wärme und Behaglichkeit. Zusätzlich reguliert Holz die Luftfeuchtigkeit

…und ihrer Gesundheit sorgt somit fürzuliebe. ein angenehmes Wohnklima.

Holz tötet nachweislich Bakterien ab und garantiert eine gesunde Wohnsituation.

...Ihrer Putzfrau zuliebe. aus Holz lädtist, sichsich nicht und zieht Stoffen damit weniger Schmutz …Ein weilFenster es ein gutes Gefühl imelektrostatisch Wohnraum mitauf natürlichen zu umgeben. an. Holz vermittelt Wärme und Behaglichkeit. Zusätzlich reguliert Holz die Luftfeuchtigkeit und sorgt somit für ein angenehmes Wohnklima.

… Ihrer Putzfrau zuliebe. Ein Fenster aus Holz lädt sich nicht elektrostatisch auf und zieht damit weniger Schmutz an.

… weil Holzfenster im Brandfall mehr Sicherheit bieten. Sie brennen wesentlich langsamer und bleiben länger stabil. Der Fluchtweg bleibt länger erhalten. Bei Bränden mit PVCBeteiligung hingegen entsteht Salzsäure, die Gebäude und Einrichtungen zerstört. Darüber hinaus können hochgiftige Dioxine die Gebäude verseuchen.

… weil Holzfenster für mehr Arbeitsplätze sorgen. Für deren Herstellung wird wesentlich mehr Personal benötigt als für das Kunststoffprodukt.

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Infos: www.neuewienerwerkstaette.at www.kapo.co.at


Thema der Anzeigenredaktion

Die GGW kauft das Geburtshaus von ­Arnold Schwarzenegger, der „Steirischen Eiche“

Ein erfreulicher Zufall Das Arnold-Schwarzenegger-Geburtshaus in Thal bei Graz ist wohl das bekannteste Haus eines lebenden Steirers. Jahrelang wurde spekuliert: Kauft er es, wann und um wie viel? Vor kurzem wurde es für 450.000 Euro verkauft. Aber nicht an ihn, sondern an die Gemeinnützige Grazer Wohnungsgenossenschaft (GGW).

E

rbaut als Forsthaus steht das Schwarzenegger-Haus von der Lage her am schönsten Plateau von Thal. Gleich unterhalb gehört der GGW ein zweites Grundstück für ein Mehrfamilienwohnhaus. GGW-Direktor Alois Samer: „Zum Gutachter-Preis von 600.000 Euro war das Objekt für uns als gemeinnütziger sozialer Wohnbauträger kein Thema. Gekauft haben wir um das Mindestangebot von 450.000 Euro. Zwei Eigentumswohnungen in mittlerer Lage kosten dasselbe. Von uns gründlich durchkalkuliert rechnet sich das Projekt für den Bau eines Wohnhauses klarerweise. Schon jetzt gibt es mehrere Anfragen von Immobilien-Profis und von Interessenten, die dort künftig wohnen möchten.“ Die GGW werde im Sinne ihres Auftrags – hohe

Wohnqualität leistbar machen – dort ein Zuhause für Menschen bauen, die sich nicht alles leisten können. Weil in der Öffentlichkeit oft der Name eines „SchwarzeneggerMuseums“ fällt: Natürlich wird darüber nachgedacht, wie man eine Schwarzenegger-Galerie oder einen Schauraum auf dem Areal für Besucher und Touristen realisieren könnte. Alois Samer: „Ein ,Museumsbetrieb‘ wäre aber für die künftigen Bewohner unzumutbar, ein entsprechender SchwarzeneggerPavillon könnte daher nur auf einer eigenen Parzelle des Areals entstehen.“ Betreiber müsste aber eine eigene Interessentengruppe sein. „Die GGW wird das in keinem Fall sein, sodass auch keine Kosten dafür anfallen.“

Hoher Symbolwert

Eine derartige Verwertung vorausgesetzt, könnte dieses Schwarzenegger-Projekt auch für die Gemeinde von Nutzen sein. Mit der FuchsKirche wäre eine „SchwarzeneggerGalerie“ möglicherweise ein weiterer Anreiz für Besucher von auswärts. „Gelingt dies, so haben wir als GGW im öffentlichen Interesse in einer schwierigen Zeit auch zum Nutzen der Gemeinde einen Beitrag leisten können.“ In jedem Fall hat das Objekt viel Symbolkraft: Ist doch auf dem neuen GGWGrundstück ein junger Steirer aufgewachsen, der eine einmalige und unglaubliche Karriere geschafft hat. GGWDirektor Alois Samer: „Und das deutet für mich darauf hin, dass von dieser Umgebung offensichtlich viel positive Energie ausGGW will durch Erweiterung und Umbau hohe Wohngeht.“ v qualität im Schwarzenegger-Geburtshaus realisieren. 22

Für die damalige Zeit modernst: Alles begann mit der Wohnanlage in Eggenberg in der Seidenhofstraße, be

Gemeinnützige Grazer Wohnungsgenossensc

Für zehntausen ein Zuhause ges 100 Jahre ggw sind klarerweise auch ein Anlass für eine Rückschau, was von der ggw seit ihrer Gründung am 12. Mai 1909 alles geschaffen worden ist. Das abgelaufene Jahr 2008 war das beste ggw-Jahr überhaupt. Der Bilanz-Überschuss: 3,3 Millionen Euro. Die ggw ist damit unter den Top 20 in Österreich.

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as Eigenkapital (auf 30 Prozent gewachsen) beträgt nun über 70 Millionen Euro. „Natürlich freuen wir uns im Haus darüber aber vor allem deshalb“, so das Führungsduo Alois Samer und Edith Hofer, „weil wir als Genossenschaft damit noch stärker als bisher unserer Aufgabe als gemeinnützige Bauvereinigung nachkommen können, teurere Bankdarlehen (Wohnbauförderungsdarlehen) zum Nutzen und Vorteil der Mieter durch den Einsatz von Eigenmitteln zu ersetzen.“ In nicht wenigen Fällen hätten Mieter ernste

GGW-Führungsduo Alois Samer und Edith Hofer: 2008 ein his

Probleme, die erhöhten Mieten zu bezahlen.

Gelebte Gemeinnützigkeit Die ggw hat hier ab dem Jahre 2004 bei einigen hievon betroffenen Wohnanlagen Eigenmitteleinsätze getätigt, sodass Mieterhöhungen praktisch ausbleiben konnten. Dies ist von der ggw gelebte Gemeinnützigkeit, wo erwirtschaftete Überschüsse sinnvoll den Endverbrauchern (Mietern) zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt wurden, ausgehend von den 50er-Jahren bis in die Jetzt-Zeit, rund 400 Millionen Euro verbaut. KLIPP August 2009


ße, bezogen bereits 1910.

nschaft (GGW) feiert 100-jähriges Bestehen.

ende Familien eschaffen

Grottenhofstraße 120, 124, 126, 130 u. 132

Waldertgasse 7, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f u. 7g

Frei finanziertes Eigentum. Wohnungsgrößen von ca. 56 Quadratmeter (2 Zimmer) bis ca. 119 Quadratmeter (5 Zimmer) Wohnnutzfläche stehen zur Auswahl. Im Erdgeschoss sind befestigte Terrassen innerhalb einer privaten Grünfläche den Wohnungen zugeordnet. In den Obergeschosswohnungen gibt es teils großzügige Dachterrassen und teils geräumige Balkone. Tiefgaragenplätze, sehr gute Ausstattung

Mietkauf. Wohnungsgrößen von ca. 55 Quadratmeter (2 Zimmer) bis ca. 90 Quadratmeter (4 Zimmer) Wohnnutzfläche stehen zur Auswahl. Im Erdgeschoss mit befestigten Terrassen innerhalb einer privaten Grünfläche, im Obergeschoss ca. 2 Meter tiefe Balkone bzw. teilweise Terrassen. Tiefgaragenplätze

Nähere Details unter: www.ggw.at – Wohnprojekte oder 0316/8027-332 (Fr. Mag. Reichhuber), DW 331 (Frau Amschl) oder DW 333 (Frau Ofner) wohnungsreferat@ggw.at

setzt, sodass wiederum die Mieter die Nutznießer dieser Erfolge sein können.

Und wie sieht die Zukunft aus?

ein historisch gutes Ergebnis mit dem Mitarbeiterteam.

Damit hat die ggw nicht unmaßgeblich auch zur Sicherung der Arbeitsplätze in der steirischen Bauwirtschaft beigetragen. Außerdem konnte man damit zehntausenden Familien ein Zuhause schaffen. Dies ist aber nur möglich, wenn der Bauträger, sprich die Genossenschaft, auch über die nötigen finanziellen Mittel verfügt und die entsprechende Finanzkraft dazu hat.

„Auch wir in der GGW warten jetzt mit einigen Projekten ab, weil erst einmal beobachtet wird, wie sich die Nachfrage entwickelt“, heißt es in der Geschäftsführung. Täglich hört man Klagen, dass Unternehmen ihre Kredit¬linien nicht verlängert bekommen. Die ggw hat mit diesen Problemen nicht zu kämpfen, dank der hohen Eigenkapitalquote von knapp 30 Prozent. Diese ist der Grund, dass die Gemeinnützige Grazer Wohnungsgenossenschaft zu den Top 20 in Österreich zählt. v

Projekt Grottenhofstraße Projekt Waldertgasse

Gesund und finanzstark Seit dem Jahr 2003 konnten insgesamt 14.613.362,27 Euro erwirtschaftet werden. Diese Finanzmittel werden bei künftigen Projekten eingeKLIPP August 2009

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Thema der Anzeigenredaktion

Attraktive Projekte der


Franz Kerber und „sein“ 15 Millionen Euro teurer Erweiterungsbau

Bergsteiger und Bauherr

Die Unternehmenszentrale der Steiermärkischen am AndreasHofer-Platz in Graz mit Erweiterungsbau

Franz Kerber: „ Wir sparen damit nachhaltig Energie und Kosten.“

D

er gebürtige Kärntner Franz Kerber ist passionierter Bergsteiger. Was soll eine solche Feststellung zum Privatleben in einem Bericht über einen Bürobau? Es ist der Hinweis darauf, dass Bergsteiger jeden Haken und jede Halterung prüfen, für sie jedes Detail wichtig ist – weil es entscheidend sein kann. Bergsteigen heißt exakt planen.

Wie privat, so auch im Beruf Dies hört man auch bei Franz Kerber heraus, dem Kommerz- und Auslandschef der Steiermärkischen Sparkassen AG. Er war zuvor langjähriger Vorstand der Immorent und kennt daher das Baugeschäft aus dem Eff-eff. Es handelt sich um einen qualitativ hochwertigen, aber wirtschaftlichen Preis, bedingt durch die Flächenoptimierung und Betriebskostensenkung. Was aber ebenso wesentlich ist, dass das Konzept des sechsgeschossigen Gebäudes, das größtenteils barrierefrei zugänglich sein wird und auf die künftigen 250 bis 300 Mitarbei24

ter zugeschnitten ist, auch wirklich passt. Verantwortlich dafür sind die mehrfach ausgezeichneten Architekten – das Ehepaar SyskowitzKowalski. Kerber: „Die Baulücke, die durch den Abriss des ehemaligen Brandl-Hauses am AndreasHofer-Platz gegeben ist, wird mit zukunftsweisender Architektur wieder geschlossen. Mehrere Innenhöfe stellen natürliche Lichtverhältnisse an jedem Arbeitsplatz sicher und entsprechen der Kleinteiligkeit des insgesamt historischen Ensembles. Für die optimale Belichtung der Arbeitsplätze sorgt eine tageslichtabhängige Lichtsteuerung.“

Ökologisch vorbildhaft Bergsteiger haben auch ein Gspür für die Umwelt. Das kommt auch im neuen Erweiterungsbau zum Ausdruck, für den Franz Kerber verantwortlich zeichnet: „Die Umsetzung eines entsprechend ökologischen Energie-Konzeptes war für uns vorrangig. Durch eine thermisch optimale Gebäude-Hülle, modernste Haus-

technik haben wir eine EnergieErsparnis von bis zu 150.000 Euro im Jahr.“ Nur etwas mehr als zwei Euro pro Quadratmeter fallen damit an Betriebskosten an, im Bestands­ objekt sind es sechs Euro. „Der größte Teil der Energie“, so Kerber, „wird mittels Wärmepumpen der Grundwasser-Temperatur entzogen. Das Regenwasser ist bekanntlich ebenfalls kostenlos.“ Und was noch hinzukommt: „Die Nutzung des Grundwassers reduziert auch den jährlichen CO2-Ausstoß um 29 Tonnen – ganz im Sinne einer sauberen Zukunft. Dies wird auch dadurch erzielt, dass die Fassade hohe Dämmwerte aufweist und in das umweltfreundliche Heiz- und Kühlsystem eingebunden ist, für dessen Planung das weltweit tätige Büro Trans-Solar verantwortlich zeichnet.“ Auf einer Grundfläche von nicht einmal 1.000 Quadratmeter – exakt sind es 927 – werden immerhin Büroflächen von mehr als 5.200 Quadratmeter realisiert. Ein offenes Büro-Konzept soll die Kreativität und Kommunikation unter den Mit-

arbeitern fördern, für das Plauschen zwischendurch stehen eigene Rekreationszonen mit Steh-Modulen zur Verfügung. Franz Kerber: „Das ist der zweite große Ersparnis-Faktor. Bis jetzt haben wir für dieselbe Anzahl von Mitarbeitern 6.800 Quadratmeter Fläche benötigt.“

Neue Tiefgarage Mit dem Erweiterungsbau werden die Kompetenzzentren im Herzen der Altstadt gleichsam gebündelt. Dort untergebracht sind die Bereiche für Kommerz, Freie Berufe, das Wohnquadrat, das Regionalzentrum, „s Private Banking“, der Großkunden-Bereich, der GründerBereich und der Münzshop. Weil natürlich die erhöhte Kundenfrequenz vor allem auch genügend Parkplätze erfordert – die neue, erweiterte Tiefgarage verfügt dann über fast 200 Kundenparkplätze und damit wird der Service auch wirklich leichter von den Kunden angenommen werden können, da ja sonst das Parken in dieser Kernzone der Innenstadt stets ein Problem darstellt. v KLIPP August 2009


LILLY LOTTERBLUME

Hallo,meine Lieben! Ich hab‘ einen ziemlich argen Familienstreit hinter mir. Unsere „ Jugendabteilung" wollte unbedingt zum Beachvolleyball und zur Fete Blanche an den Wörthersee. Ich hab‘ Nein gesagt, weil der Ausflug ziemlich teuer kommt. Die Kosten für die weiße Jean und das weiße Shirt sind das Problem, sondern die Ticket- und Hotelkosten. Ich hab‘ ihnen als Ersatz da Open Air der Seer in Bad Aussee schmackhaft machen wollen, die rund 20.000 Fans feiern ja auch ordentlich ab. Aber mein Allerliebster ließ sie an den Wörthersee abrauschen. ❉ Eine andere Art von "Familienstreit" schwelt seit Wochen in der steirischen SPÖ und da dürft’s auch nach außen hin bald einmal ordentlich krachen, wie der Anton, der in der Burg arbeitet, uns vor kurzem an einem lauen Sommerabend erzählte. Günther Kräuter, der Bundesgeschäftsführer, kommt ja aus der Steiermark. Er wurde von Kanzler Werner Faymann geholt und ist gleichsam auch sein Sprachrohr. Keine Auflösung der Stiftung, wenn das zu teuer kommt, denn das würde zum Klotz am Bein der Partei werden, erklärte er kürzlich – klarerweise nicht ohne sich vorher mit Faymann abzusprechen. Er sei damit den Steirern in den Rücken gefallen, bemühte sich

KLIPP August 2009

gleich Landtagsklubobmann Walter Kröpfl, dem Genossen auf die Finger zu klopfen. Seit dem Kräuter die Krone zum Kandidaten für die Voves-Nachfolge geadelt hat, tut er sich mit seiner Heimat-SPÖ noch schwerer. Er habe ja auch beim Beschluss des Parteivorstandes mitgestimmt, die Stiftung aufzulösen. Wobei der Vorgang, so hört man aus der Umgebung von Kräuter, äußerst seltsam war. Bei einem der wichtigsten Beschlüsse dies einfach mit einem Umlaufbeschluss durchboxen zu wollen, wo niemand weiß, was die wirklichen Konsequenzen sind, sei unverantwortlich. Dem Vernehmen nach, so der Anton, sei der schriftliche Umlaufbeschluss – ohne vorherige Diskussion – unverantwortlich, um nicht zu sagen, parteischädigend. Es stimme schon, dass man den Ersten "unterstütze", aber doch nicht bis zum Untergang; da sollte schon im Sinne der Demokratie offen diskutiert werden. ❉ An dem lauen Sommerabend stieß auch noch die Waltraud später zu unserer Runde. Nein, nicht die frühere Landeshauptfrau, sondern eine verdiente Genossin. Wer den Peter Schachner kennt – und von ihr kann man sagen, sie tut das –, der weiß, dass er auf Franz Voves mittlerweile einen ordentlichen

"Pick" hat und der Beziehungs-Riss droht. Denn Schachner will die Stiftung – und da ist er sich mit Faymann einig – in keinem Fall auflösen, weil das auch eine finanzielle Katastrophe für die steirische SPÖ bedeutete. Die ursprüngliche Vorstellung von Voves, Schachner selbst möge das tun, sei ziemlich demütigend für den bekanntlich nicht uneitlen SPÖ-Ehrenvorsitzenden gewesen. Auch die Äußerungen aus der Umgebung von Voves, es werde ohnehin Zeit, dass ein jüngerer an Schachners Stelle trete und die Stiftung sei ein politischer Fehler, treffen Schachner schwer, derartige Kränkungen verzeiht er nie. Nach außen gibt er sich jovial, doch, so die Waltraud, er habe sich bestimmt schon eine Strategie zugelegt, um die Sache zu verschleppen. So lange er als Vorsitzender der SPÖ-Stiftung nicht zurücktritt, kann Voves überhaupt nichts tun, außer, sich wie das Rumpelstilzchen über seinen Entdecker zu ärgern. ❉ Die ÖVP bemüht sich natürlich redlich, die SPÖ-Stiftungsaffäre als schlimmen Kriminalfall auszuschmücken. Doch der Herwig, ein treuer Mitarbeiter der Schwarzen, sagt selbst, dass das Ganze im Vergleich zum Herberstein-Skandal ein Sandkasten-Spiel wäre. Aber politisch sei es

natürlich anders zu bewerten. Denn wenn sich eine der Parteien in Grabenkämpfen zwischen regionalen Parteigrößen und Rivalitäten aufreibt, kommt es am Ende einer solchen Zerreißprobe meist zu einem Zerfallprozess. Die Partei blicke dann, so der Herwig, einer noch trostloseren Zukunft entgegen. Die steirische SPÖ tut sich selber nichts Gutes, wenn sie Voves ohne Wenn und Aber folgt. Nach einem Personencult kommt meist das große Tief, die große Tristesse, wie die ÖVP mit Waltraud Klasnic erfahren musste.

❉ Bei der letzten Tarock-Runde hat uns der Christofer die jüngste Ausgabe des Magazins Frontal gezeigt. Eigentümer sind ja Alfred Annawitt und Co., die durch ein Ja von Voves zum Kauf ihrer Let’s-Print-Anteile Millionen Euro verdienten. Da wird Voves auf dem Titelblatt als "Der Umfaller" bezeichnet. Mit einigem Sarkasmus könnte man meinen, das Frontal sei "umgefallen", nachdem es Monate immer äußerst nobel über den Herrn Landeshauptmann berichtete. Da gab’s auch große Inserate. Ob die nun ausbleiben werden?, fragt sich der Christofer. Also tschüss, noch schönen Sommer, bis zum nächsten Mal, Eure Lilly

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Klipp fuhr den neuen Hyundai i20

A ut o u n d m o t o r

Wichtig, dass er den Kindern gefällt iPod-Anschluss „rettet“ Fahrt ans Meer.

„Super, da kann ich meinen iPod anstecken“, war der erleichterte Ausspruch der Tochter meines Freundes. So war gesichert, dassdie Urlaubsfahrt ans Meer unterhaltsam wurde.

Infos: www.denzel.at

E

in ganz nettes Auto“, äußerte sich auch mein Bruder lobend, der im Ausland lebt und dort üblicherweise mit großräumigeren Fahrzeugen unterwegs ist. Der neue im europäischen DesignCenter von Hyundai in Rüsselsheim (Deutschland) entwickelte 5-Türer verfügt gegenüber dem VorgängerModell „Getz“ über ein LängenPlus von 115 Millimeter. Und das sorgt für ein kompaktes, dynamisches Äußeres bei einem gleichzeitig günstigen Platzangebot im Inneren. Der längere Radstand wirkt

E-Autos: je früher, desto besser

Treibstoff-Lotterie

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as Rauf (öfter) und Runter (seltener) bei den Treibstoffpreisen ist nicht mehr überschaubar. Die Autofahrer müssen diese ärgerliche Treibstoff-Lotterie über sich ergehen lassen. Wenn es ein Preiskartell gibt, dann offensichtlich beim Treibstoff. Kein Verkehrsteilnehmer weiß, was der Morgen bringt, da die Spekulationen auf den Treibstoff-Märkten wieder zunehmen werden. Es stimmt schon, die Verbilligung der Treibstoffe hat

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für eine Entlastung im Geldbörsel gesorgt. Es ist paradox – ausgelöst worden ist diese Entwicklung durch die Wirtschaftskrise, weil einfach weniger Spekulation und Nachfrage nach Treibstoffen herrscht. „Doch diese Erleichterung wird in Kürze ein Ende finden“, betonen die Experten der Internationalen EnergieAgentur (IEA). Und neuerlich explodierende Preise werden damit auch die wirtschaftliche Erholung möglicherweise gar zum Stocken

sich auch bei Autobahn-Fahrten positiv aus, auch die Passagiere im Fond – in dem Fall die jugendlichen Musikfans – genügend Bewegungsraum. Besonders für Frauen angenehm ist die gute Rundumsicht, die vor allem beim Einparken hilft. Serienmäßig sind neben den Front- und Seitenairbags auch zusätzlich Kopfairbags vorne. Auch wenn niemand in eine Frontalkollision verwickelt werden möchte – Tests zeigen, dass der Hyundai da von seiner Stabilität her in seiner Klasse gut abschneidet.

Nur weil mein Bruder auf der Fahrt mehrere Male telefonieren musste, ist uns das aufgefallen: Im Stand oder bei Langsam-Verkehr hörst du kaum ein Motorgeräusch, nur bei höheren Geschwindigkeiten steigt der Motor- und Fahrgeräuschpegel stark an. Und damit schon zur Motorisierung: Die Palette ist vielfältig. Das Einstiegsmodell des neuen Hyundai i20 kostet 10.990,– Euro. Der 1,6-CRDKomfort (115 PS) mit sämtlichen Extras kommt auf 20.000,– Euro. v J.L.

bringen. Die Nachfrage wird steigen und es wird zu einem Versorgungsengpass bei Öl und Gas und damit zu Hoch-Preisen kommen. Spätestens ab dem Jahr 2012 oder 2013. Je schneller die wirtschaftliche Erholung greift, desto wahrscheinlicher wird logischerweise auch die Preisexplosion bei Treibstoffen.

Markt gibt es ja nur, weil die weltweite Ölnachfrage eingebrochen ist. Gewaltige Investitionen könnten, so die Forscher der IEA, künftig aber

Was ist dafür verantwortlich? Zum einen der steigende Verbrauch. Zum anderen aber auch die geringeren Investitionen der Ölkonzerne in die Erschließung von neuen Ölfeldern. Die Finanzkrise erschwert den Zugang zu Krediten. Die Entspannung und die niedrigeren Preise am

Rauf und Runter der Treibstoffpreise ... ungewiss und ärgerlich für die Autofahrer.

KLIPP August 2009


Ein unauffälliger Sünder

S

ie sollen uns das Klima beim Autofahren möglichst angenehm machen, sorgen aber selbst weltweit dafür, dass die Erde durch sie so stark aufgeheizt wird wie durch den gesamten Flugverkehr. Die Rede ist von den Klimaanlagen in Kraftfahrzeugen. Rund 400 Millionen sind weltweit im Einsatz. Die EU will bereits ab 2011 besonders problematische Kältemittel verbieten, die ja mit der Zeit aus der Klimaanlage entweichen. Das bedeutet das Aus für „R134A“, das derzeit schädlichste Mittel. Dieses soll durch eine ökologische Alternative ersetzt werden. Und zwar durch Kohlendioxid, das CO2. Im Fachjargon wird es mit „R744“ bezeichnet. In den üblichen Kühlgeräten funktioniert es allerdings nicht, aber neue, passende Technik ist schon auf dem Markt. Und darauf können wir Österreicher stolz sein, weil die maßgebliche Entwicklung von der österreichischen Firma Obrist Engineering kommt. Das neue Kältemittel ist auch für Elektrofahrzeuge tauglich.

so nachhaltig wie das CO2“. Es heize die Erde stärker auf als das CO2 – und zwar vier Mal so stark. „Dennoch soll aber die Umweltlast geringer sein“, so die Befürworter, „weil eben die Chemie-Klimaanlagen effizienter arbeiten als CO2-Geräte und daher auch der Kraftstoff-Mehrverbrauch geringer ist.“ Man darf gespannt sein. Moderne Kühlschränke arbeiten mit Propan oder Butan, wegen ihrer Brennbarkeit eignen sich diese Substanzen aber nicht für Auto-Klimaanlagen. Umweltverträglich und völlig ungefährlich sind Anlagen, die mit dem natürlichen Kältemittel Kohlendioxid arbeiten. Coca Cola, der riesige Getränkekonzern, betreibt bereits Getränkekühler auf CO2-Basis und ab 2011 sollen auch Autos damit klimatisiert werden. Kohlendioxid, das ein Klimakiller ist, soll das bewirken. Es klingt eigenartig, ist aber eine Tatsache. v

USA gehen eigenen Weg Dort wurde auch ein neues Kältemittel entwickelt. „Allerdings“, so betonen die Kritiker, „ist die herkömmliche Chemikalie ökologisch nicht

Ökologisches Kältemittel soll Abhilfe bringen.

die Versorgungssicherheit ermöglichen. Auslöser ist die Tatsache, dass die Förderkapazität der heute genutzten Ölfelder mit rascher Geschwindigkeit in den nächsten fünfzehn Jahren abnehmen wird.

Strategien: Mehr Energieeffizienz und mehr erneuerbare Energien, Biomasse und Wasserkraft, Sonne und Wind. Und für die Kraftfahrer den Umstieg auf elektrobetriebene Fahrzeuge.

Mehr Alternativenergien

Treibstoff aus der Steckdose

Weniger Öl- und Gasproduktion heißt ja, dass damit die Erderwärmung geringer zunehmen wird. Das ist die eine Seite, auf der anderen Seite muss die Nachfrage nach Wärme, Licht, Kühlung oder Transport mit anderen Energieformen ersetzt werden, ohne dass dabei das Klima noch mehr ruiniert wird. Dafür gibt es nur zwei

Ein paradiesisch anmutender Gedanke, wenn man aus der Steckdose seinen „Treibstoff“ bezieht und dieser Treibstoff möglicherweise noch selbst durch eine Photovoltaik-Anlage am eigenen Hausdach erzeugt wird. Man kann sich nur wünschen, dass ein solcher Entwicklungsschub möglichst rasch seinen Anfang nimmt. v

KLIPP August 2009

Nützliche Start-Stopp-Automatik

Angriffslustiger Colt

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s ist wohl etliche Jahre her, seit ich das letzte Mal in einem Mitsubishi Colt gesessen bin. Das Bild vom abgeflachten Heck mit den im Verhältnis dazu ziemlich breiten Rücklichtern hat sich mir eingeprägt. Mehr aber auch schon nicht. Dementsprechend verlief auch kürzlich unser Wiedersehen – ich war irritiert. Denn der Mitsubishi Colt sieht so gar nicht mehr aus wie seine Vorgänger. Die Scheinwerfer bewusst angriffslustiger, die Form wesentlich markanter und eckiger und die Heckscheibe noch dazu verdunkelt. So ganz nahm ich ihm das Facelift nicht ab. Dann geschah das Unerwartete: Ursprünglich nur für eine schnelle Fahrt von A nach B ausgeborgt, wurden es dann doch mehr als 1.000 Kilometer und etliche gemeinsame Tage. Stop-and-go-Verkehr bei 34 Grad in Wien, sintflutartige Regenfälle auf der Südautobahn, Stau wegen eines Unfalls auf der Semmering-Schnellstraße – all das haben wir gemeistert. Und es wurde ihm bei unserer ersten Fahrt definitiv Unrecht getan, als ihn Freunde als „simple, nette Cola-Dose“ qualifizierten. Klar – beim Umsteigen von einem stärkeren Audi, VW oder BMW gibt’s einfach eine Eingewöhnungsphase. Doch bietet der neue Mitsubishi Colt so viel mehr, als man hinlänglich erwartet. Das Autobahnfahren mit Tempomat macht richtig Spaß, auch die 34 Grad sind mit der Klimaanlage leicht zu ertragen, dazu die Musik aus dem MP3Player. Auch 160 km/h sind kein Problem, nur bei größeren Steigungen tut er sich schwerer, die eingestellte Geschwindigkeit zu halten. Da wünscht man sich mehr Power. Und dass er ein Leichtgewicht ist und daher ein ande-

res Kurvenverhalten hat – auch daran gewöhnt man sich schnell. Praktisch ist in jedem Fall der Brems-Assistent, der automatisch für einen kürzeren Bremsweg sorgt, sollte man zu wenig Bremsdruck auf dem Pedal haben. Je nach Modell schützen bis zu acht Airbags die Insassen. Für vier Personen ist gut Platz – dafür ist der Kofferraum ein wenig klein geraten. Die Start-Stopp-Automatik ist anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Mein hellhöriger Sohn, ganze drei: „Mama, warum geht der Motor immer aus?“ Die ersten paar Male an einer roten Ampel verliefen etwas hektisch. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit (unter 5 km/h) und Stehzeit schaltet sich der Motor ab. Es ist – bis auf das Radio – dann ganz ruhig im Auto, kein Summen, kein Vibrieren der Karrosserie. Er startet nur, wenn die Sicherheitsgurte angelegt sind. Hoffentlich springt der Motor beim Kuppeln auch wieder an ... Aber nach und nach „begreift“ man das System. Die digitalen Anzeigen könnten etwas übersichtlicher sein. Der klassischen Tankuhr vertraue ich noch immer mehr,als einer digitalen Balkenanzeige. Aber abwarten. Wer weiß, was sich in den nächsten 25 Jahren tun wird. v

Details • Radio-, CD- und MP3-Anlage mit 4 oder 6 Lautsprechern und AUXEingang für MP3-Geräte • Tempomat • Klimaanlage • 1,3-Liter-BenzinMotor • 95 PS • 5 Liter pro 100 km • 119 g CO2 pro km • Start-Stopp-Automatik • Freisprecheinrichtung mit Bluetooth-Schnittstelle • Listenpreis: ab 11.490 Euro (je nach Modell und Ausstattung) Weitere Infos: www.denzel.at 27

AUTo Und MoTor

Ab 2011 neue EU-Regelung für Klimaanlagen


AUTO UND MOTOR

Ein Oststeirer kennt in seiner Freizeit nur eines – seine Autos

Mit dem Schraubenschlüssel zur Welt gekommen ER, der schmucke Bolide, hat vom 4. bis 6. September seinen großen Auftritt.

Von Heidelinde Kogler Ganz so ist es nicht, aber solange er denken kann, beschäftigt er sich mit Autos. Besser gesagt mit deren Reparaturen und natürlich dem Fahren derselben.

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ie Faszination Auto hat Johann Gaulhofer, 33, von allen liebevoll Hansi oder Gauli genannt, von seinem Vater Johann Gaulhofer sen. Er war der Erste, der ihm erklärte, was es mit Bremsdruck, Radaufhängung und Hubraum auf sich hat. Gauli, ich bleibe bei dieser Anrede, damit es keine Verwechslung gibt, hat sein Hobby zum Beruf gemacht und heute ist es mehr als eine Leidenschaft. Der Oststeirer aus Lafnitz arbeitet seit seiner Lehre im selben Autohaus als Mechaniker, und sein Chef Anton Wels lässt ihm so viel Freiheit wie möglich, er unterstützt sogar seine Leidenschaft. Auch das alljährliche Internationale MitsubishiTreffen in Seibersdorf bei Hartberg. „Ich investiere meine ganze Freizeit dafür und freue mich, wenn rund 70 Gustostückerl beim von mir organisierten Mitsubishi-Treffen (von 4. bis 6. September) vorfahren“, so der Gauli. „Denn jeder von denen will gewinnen.“

men“, weiß Gauli jegliche Art von Unterstützung zu schätzen. Auch die der nahegelegenen Diskothek Excalibur, wo die Fans die schönen Tage ordentlich begießen.

Ganz oder gar nicht Allen voran seine Lebensgefährtin Elisabeth, die nicht nur seine Liebe mit den Autos teilen muss, sondern auch alle Vorbereitungen mitträgt. „Na ja, immer ist es nicht ganz lustig, aber was soll man machen. Es geht nur miteinander und Hansi gibt es eben nur mit Autos oder gar nicht. Bleibt nur zu hoffen, dass unser ein-

einhalbjähriger Sohn Michael nicht ganz so tief in die Fußstapfen seines Vaters tritt. Obwohl die ersten Anzeichen schon zu erkennen sind“, so die einfache Erklärung von Elisabeth. Sie denkt hier wohl auch ein wenig daran, wie viel Zeit ihre Schwiegermutter für die Leidenschaft ihres Sohnes investiert. „Sicher, ich bin da überall dabei. Ich muss die jungen Leute ja unterstützen. Außerdem ist es ein Supergefühl, so unter den Autofreaks,“ betont Maria Gaulhofer

nachdrücklich. Und natürlich fummelt Johann Gaulhofer auch ständig an seinen Boliden herum. So auch beim Eclipse Spider. Von diesem USImport gibt es in Österreich nur mehr 35 Stück. Rot, tiefergelegt, Ledersitze, 18-Zoll-Reifen, das ist er von außen. Aber innen kommt es noch dicker. Fernseher (DVBT) und Navi, das ist ja noch das Einfachste, was er hat. Sechs 2-Zoll-Bildschirme und eine komplette Audioanlage sowie eine Playstation runden das Auto ab: „Mein Eclipse Spider hat den internationalen Preis für den schönsten Sportwagen erhalten – aber das war nicht bei meinem Treffen.“ v

Ohne Hilfe läuft nichts Eines der Highlights dabei neben der Fahrzeugwertung ist die Jury- und Publikumswertung. Da geht es um die Dezibel und um den Sound. Für Autofans fast das Gebetsbuch. „Ohne Hilfe läuft aber gar nichts. Und dazu gehören Familie und Freund, die hier ganz schön zum Einsatz kom28

Sohn Michael und Vater Johann Gaulhofer sind sich einig – ihre Zeit verbringen sie am liebsten beim Schrauben.

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Wenn der Herrgott Ein einsamer net wül Rekordhalter Foto: Gepa Pictures

Seit 13.000 Tagen niemals zugesperrt

sehen ist der Fußball ein gutes Abbild für unsere Gesellschaft – wie im Fußball, so auch im Leben.“ Dieses Rollenverhalten von klein auf zeigt Seine Werkstatt Franz sich symbolhaft schonhat in der Schule Wuthe am 1. Oktober 1973. beim Turnunterricht von gemischten Klassen. Während sich MädSeit damals – und dasdiesind bis chen am Beginn meist in einer heute mittlerweile immerhin Gruppe zusammenfinden, strömen schon 36 Jahre oder rund die Buben im Turnsaal sofort aus 13.besetzen 000 Tage war sie keinen und den –Raum. Tag geschlossen. „Was erstrebenswert Damit wäre“,istso Buchautorin Brigitteam Trip: „Wenn der Kfz-Meister Karlauer Frauen Fußball spielen wollen, Gürtel in Graz mit seinem dann sollten sie es auch können. Es Pannenund wäre wichtig, weilBergungsdienst das in der klassirundMädchen-Sozialisation um die Uhr ein einsamer schen nicht vorkommt. Und es wäre für das AufRekordhalter. weichen von Geschlechtergrenzen und das Zerbröseln von Vorurteilen wichtig. Wie eben, dass Frauen heute in die Technik gehen, in Führungspositionen sind, gleich viel für die gleiche Arbeit verdienen sollten wie Männer. Der unbestechie absolute Voraussetzung lichste Gradmesser der Minderwerdass du sodieetwas gerne tigkeit derist, Frau ist wohl Gehaltsundund auch die bei entdifferenz machst von Mann Frau gleicher Qualifikation. Vieles sprechenden Mitarbeiter dafür von hast, unserem Rollenverständnis sonst funktioniert die SacheMannnicht“, Frau spielt sich natürlich im Unterbemerkt Franz Wuthe. „Ich lös’ einbewusstsein ab. Unsere gesamte fach gern Probleme, und wer mir den soziale Ordnung beruht seit JahrAuftrag gibt, muss mit der Arbeit tausenden aufdereiner männlichen zufrieden sein, denn das ist die beste Herrschaft, die historisch gewachWerbung. Auch, wenn bleibt, das inweil den sen ist und unhinterfragt sie sozusagen naturgegeben erletzten Jahrenals nicht gerade leichter scheint.“ wurde.“ Sein „ATSW 24 StundenWenn er ihr zu Weihnachten nicht service“ ähnelt vom Firmenschild ein Tennis-Racket, einen Golfschläherein doch stark der Farbe des ÖAMTC. ger, Fahrrad, eine Skiausrüstung „Ich hab’sondern meine Farbe schon seit Beschenkt, Kickschuhe unter ginn“, sagt Franzlegt, Wuthe, den Christbaum dannder istneben die Welt wahrscheinlich schon vor seiner Arbeit drei Hobbys hatdem – die Umsturz. Jagd, Fernreisen und Oper. Jüngst war er gerade für zehn Tage im WagPS: ner-Mekka Bayreuth und gab sich Möglicherweise auch ein „hilfreisieben Aufführungen. „Da schöpfe cher Auslöser“ für Brigitte Trips Arich wieder beit: Hat sieKraft.“ doch mit dem bekannten steirischen Expolitiker Gerhard Hirschmann einen Alles über das AutoLebenspartner entstanden an ihrer Seite, der in seiner „Egal, ob zu Weihnachten,JugendSilvester, zeit nicht nur selbst dem Laberl Neujahr oder am 1. Mai – wir sind nachlief, sondern auch heute noch immer da“,klassischer sagt er. „Unsere Stärke ein echter, Fußballfan ist, Menschen, die in ihrer Not ist. „Dem ich aber gerne diese Lei-oft nicht wissen, wohin sie sich wenden denschaft lasse.“ (Brigitte Trip) sollen, professionell zu helfen. Und daraus hat sich unser 24-stündiges Allroundservice entwickelt.“ Was nicht selbst erledigt werden kann, AB?FF @kb_ (&&/ das wird an Partner-Firmen weiter-

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Die Jacobiverschwörung: Fini Walter als Kupplerin Anna Hechenbacher mit Hannes Tomberger als Quirin.

... nutzt es gor nix. Zur Premiere am 26. Juni mache ich mich in freudiger Erwartung auf nach St. Josef. Standen letztes Jahr mit großem Erfolg „Die Dorfheiligen“ auf dem Programm, so geht heuer „Die Jacobi-Verschwörung“ von Steffi Kammermeier über die Freiluftbühne des Theaters am Bauernhof. Dichte Wolken verhängen den Himmel, doch könnte sich wie bei der Premiere 2008 der Wettergott auch dieses Mal als gnädig erweisen. Bereits unterwegs beginnt es herniederzuprasseln, bei der Abfahrt von der Bundesstraße in Richtung St. Josef schwimmt mit dem herabstürzenden Regen auch die Hoffnung dahin, das Ensemble an diesem Abend erleben zu können.

Anna Hechenbacher tritt sie in der „Jacobi-Verschwörung“ in Erscheinung und nun stöbere ich sie in der „Stubn“ auf. „Heut war ich ganz umsonst nervös“, sagt Fini und bietet mir ein Gläschen Schilcher an. Und wir blättern im Archiv.

Hinter den Kulissen

Wahrlich idyllisch die Gegend selbst bei solchem Wetter möchte gegeben. Wobei für den bekennenman nicht umkehren. Am Spielort den Sturm-Fan FehlerBesusoll angelangt, sind (keinen die meisten der Mensch haben) eines ganz wichcher, in lange Regenmäntel gehüllt, tig ist: am „DuAufbrechen. darfst die Notsituation bereits Einige stärnicht ausnützen, den Kunden nicht ken sich am Würstlstand, während auspressen, Preis nach muss „Urgeangeich mich auf der die Suche messen sein, da ja auch die Leistung stein“ Fini Walter mache, Obfrau des der Mitarbeiter entsprechend hoTheatervereins, jahrzehntelanges noriert muss. alles in Mitgliedwerden und eine der Aber fantastischen einem fairen Verhältnis.“ Diese EinDarstellerInnen, die mich letztes

Seit 1986 werden hier am Bauernhof Stücke gespielt, die Theaterrunde St. Josef wurde aber bereits im Jahre 1922 gegründet. Nach einer Unterbrechung während des 2. Weltkrieges konnte die Spieltätigkeit 1947 wieder aufgenommen werden. Eine gereichte Chronik zeigt Fotos von den Anfängen und Finis Mann, Fritz Walter, erzählt über die langen Wanstellung war auch der Auslöser dafür, derungen zu diversen Vorstellungsdass sich Franz Wuthe für den orten in Gemeinden derauch Umgebung: Kfz-Abschleppdienst (Falschparker So marschierte die Truppe etwa nach usw.) deroder Stadt Graz bei bewarb, den er Preding Marhof Stainz. Fritz nun seit sieben Jahren ausführt. Er als Tischler hat auch die Einrichselbst ist Stube schonhergestellt, – in anderendie Städten tung der Holzallerdings – abgeschleppt worden. tribüne – anno dazumal nach jeder Franz Wuthe: „Ich sag’sweil sehrder direkt Vorstellung abgebaut, Hof und offen, keiner sich, wennmit so bewirtschaftet warfreut – ebenfalls etwas passiert, es ist unangenehm. Unterstützung der Vereinsteams ge-

Jahr begeisterten. Als Kupplerin

zimmert.

Von Michaela Vretscher

Nach und nach findet sich eine freundliche Gruppe, „der harte Kern“ der Theaterrunde sowie jung Eingestiegene, Regisseur Hermann Schweighofer und Karin Roth aus München, Geschäftsführerin des Stückgutverlags, die gerne hierherkommt, um sich die Produktionen in diesem „herrlichen Ambiente und außergewöhnlichen Theater“ anzusehen.

IFEJI SPOTS AUTO UND MOTOR

Bauerntheater in St. Josef: Darsteller waren „grundlos nervös“

Fällt eine Vorstellung wie diese Premiere ins Wasser, so werden die reservierten Karten storniert. Die finanziellen Einbußen beziehen sich „lediglich“ auf die Eintrittsgelder. Honorare und zusätzliche Kosten fallen nicht an, da alles vom Theaterverein sowie emsigen, ehrenamtlichen Mitarbeitern organisiert wird. Versicherung gibt es keine – und die Portion Sterz in einer Riesenschüssel, die als Teil der Requisite darauf wartet, die passiert, Bühne getraAber wenn es auf schon dass gen zu werden, kann man dann sich zum ich abgeschleppt werde, soll Abschluss verregnetendass Abends eines nichtdesgeschehen, ich noch einverleiben. auch beim Preis geschleppt werde.

Das versuche ich mit unseren Prei„Die sen zuJacobi-Verschwörung“: beweisen. VerglichenVorstelmit anlungstermine im Juli vonStädten Freitagoder bis deren österreichischen Sonntag und 1./2. jew.mehr mit gar deutschen – 250August, Euro und Beginn um 20.30 Uhr. Kartenvorbesind keine Seltenheit –, sind wir ein stellung: Tel. 03136 / 81 462; www. echter Discounter.“ v theater-im-bauernhof.at

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02.07.2009 17:29:27 Uhr


GESUNDHEIT

Tennis, Golfen, Boxen – Sport im Wohnzimmer als Familienspiel

Die Wii-itis – was ist das? Egal, ob Golfen, Tennis, Boxen, Fußball, Skilaufen oder auch Tanz. Die Video-Spielkonsole Wii und ihr bewegungsempfindlicher Controller-Stab haben den Sport ins Wohnzimmer gebracht.

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ie Konsole ermöglicht das ultimative (Familien-)Spiel zu jeder Tageszeit. Ein derzeit laufender TV-Spot des japanischen Herstellers Nintendo mit der Tennis-Legende John McEnroe soll zusätzliche Spieler mobilisieren, vor allem Publikum (älteres), das mit EDV-Spielen bisher nicht viel am Hut hatte. Und das gelingt. In Europa sind rund 14 Millionen Konsolen ver-

kauft, weltweit mehr als 45. Alles, was man übertreibt, kann schädlich sein. Die Internet-Seite www.wiihaveaproblem.com listet eine Vielzahl von Sachschäden auf, weil Spieler beim Ausholen zum Tennis- oder Golf-Schwung nicht auf ihre Umgebung geachtet haben. Weniger gefährlich geht’s da schon beim Bowling zu. Die Wii-Konsole ist das mittlerweile beliebteste Familienspiel auch in Ferienhotels, wo tausende Urlauber ihren Spaß daran haben, sich zu matchen. „Ich war an der Schulter verletzt und mein Freund hat sich beim Skifahren einen Gipsfuß geholt – da haben wir in dieser Zeit versucht, unser Gefühl fürs Tennis oder für das Golf eben mit der Konsole zu trainieren“,

erzählt der Grazer Walter P., „und es hat funktioniert, weil zumindest die Konzentration auf den Ball spielentscheidend ist, und das kann man mit der Konsole gut üben.“ Auch für Krankengymnastik, Physiotherapie eignet sich die Konsole und wird auch mit Erfolg eingesetzt – vor allem bei Problemen mit dem Bewegungsapparat. So gibt es auch ein eigenes Balance-Board. Die Spielkonsole Wii macht die Erfolgskontrolle und die Bewertung der persönlichen Leistung möglich. Anwender berichten, dass durch zu viel Übungsfleiß auch Probleme mit den Gelenken auftreten können. Die Konsole erinnert den Benützer von Zeit zu Zeit daran, nicht zu übertreiben und eine Pause einzulegen. v

Auch für Fitnessübungen gibt es eigene Programme.

Entscheidend ist: Wofür braucht man was? Salopp formuliert ist Andreas Ertler von Gösta Pongratz in Graz am Griesplatz, dem Computershop, eine lebende Datenbank in Sachen PCs, Computerspiele und ihre Anwendung. Auf die Frage eines Kunden „Was kostet ein Computer, der halbwegs gut ist?“ reagiert Ertler stets mit der Rückfrage: „Wofür wird er gebraucht? Wo wird er eingesetzt? Zu Hause oder im Büro, für Spiele usw.?“ Zur Wii-Konsole: Diese habe vor allem Kunden angesprochen, die mit Spielen bisher nichts am Hut hatten, darunter auch viele Ältere,

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sprich nicht gerade die 15- bis 30-Jährigen. Die Wii-Konsole bietet ein neues Konzept an, welches auf die Steuerung über Bewegungssensoren setzt: Die Spiele sind praktisch gewaltfrei und haben damit auch einen Unterhaltungswert. Eltern haben damit eine Freude, weil sie eben nicht achten und aufpassen müssen, was ihre Kinder spielen, und außerdem kann man die Wii-Konsole auch zu Hause zusammen spielen. „Es handelt sich dabei um ein interessantes Steuerungskonzept“, meint Ertler. „Der Gösta Pongratz PC-Shop selbst verkauft überhaupt keine Spiele mehr“, stellt er auch fest, „weil diese ja meist übers Internet oder auch über die großen Ketten vertrieben werden.“ Auch andere Konsolen-Hersteller, wie z.B. Microsoft, haben jetzt darauf reagiert und bringen in naher Zukunft ähnliche Steuerungskonzepte heraus. Wobei es sich im Fall von Microsoft dann um eine Steuerung ohne Controller (Projektname: Natal) handelt. D.h., der User selbst ist der Controller, was eine sehr interessante Variante darstellt. Für die echten und wahren

Andreas Ertler: „Eltern haben Freude mit Wii. Sie müssen nicht aufpassen, was ihre Kinder spielen.“

Fans sind jedoch derartige Spiele nicht wirklich das Maß der Dinge. Sie werden nach wie vor X-Box 360 oder Playstation als ihre Favoriten sehen. Entscheidend ist dabei auch, welche Grafikkarte man sich da besorgt. Stärkere Grafikkarten beginnen ab 100 Euro, wobei der PC dann etwa 600 Euro kostet. Aber für echte Spiel-Freaks sind auch 400 bis 500 Euro, die eine Grafikkarte kostet, nichts Außergewöhnliches. v

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Was können Sie tun, damit das Grillvergnügen der Gesundheit zugute kommt? • Essen Sie reichlich frischen Salat zum Gegrillten. • Mageres Fleisch und Fisch trocknen beim Grillen aus und sollten daher für einige Stunden in Öl mit Gewürzen mariniert werden. • Verwenden Sie niemals Gepökeltes (Speck, Berner Würstchen…).

Beim Grillen können sich krebserregende Nitrosamine bilden. • Lassen Sie kein Fett in die Glut tropfen und das Grillgut nicht zu dunkel werden. Es entstehen krebserregende Stoffe. Abhilfe schaffen Grilltassen. • Seien Sie großzügig mit typischen Grillwürzen wie Thymian, Oregano, Rosmarin, Salbei und Senf. Diese enthalten Stoffe (Flavonoide), die

krebserregende Stoffe binden können und sie unschädlich machen. • Verwenden Sie nur harzfreies Holz oder Grillkohle, niemals Altpapier oder behandeltes Holz. Legen Sie das Grillgut erst auf, wenn sich ein weißer Aschebelag gebildet hat. • Trinken Sie ausreichend Wasser. Säfte und Alkohol sollten nicht als Durstlöscher fungieren.

Gesundheit

Sommerzeit ist gleich Grillzeit

• Probieren Sie mal was anderes: Tomaten, Champignons, Zucchini, Folienkartoffeln… • Selbst die Nachspeise können Sie am Griller zubereiten: Bananen, Ananas, Mango… • Machen Sie während des Wartens Spiele wie Federball, Fußball, Frisbee… v Quelle: Gsund Nr. 62, Juni 2009 (Mitarbeiterzeitung der KAGes)

Die AUVA ist für Sie da

Baba und fall net E

Allgemeine Unfallversicherungs­ anstalt Landesstelle Graz – Unfallverhü­ tungsdienst Göstinger Straße 26, 8021 Graz Tel.0316/505-2600 Fax DW -2609 guv@auva.at, www.auva.at KLIPP August 2009

10 Prozent senken“, so Dr. Rudolf Mayer, Direktor der AUVA. „Im Zuge unserer Aktion werden im Laufe des Jahres österreichweit 100.000 Be­ triebe besucht, um das Schwer­ punktthema ,Sturz und Fall‘ durch Information und Training aufzube­ reiten.“

Unfallverhütung wichtig Die Allgemeine Unfallversiche­ rungsanstalt führt sieben Unfall­ krankenhäuser und vier Rehabilita­ tionszentren auf höchstem interna­ tionalem Standard. Insgesamt sind über 4,3 Millionen Erwerbstätige, Selbstständige, Schüler und Studen­ ten bei der AUVA arbeitsunfallversi­ chert. „Innerhalb unserer vielfälti­ gen Aufgaben hat die Unfallverhü­ tung einen besonderen Stellenwert“, erklärt Mayer. Durch präventive

Maßnahmen Unfälle und damit kör­ perliche Schäden sowie menschli­ ches Leid zu verhindern, ist das vor­ rangige Ziel der AUVA-Kampagne.

Sicherheits- und Gesundheitsmanagement „Wir haben ein Management-Sys­ tem entwickelt, in welchem erstmals Sicherheit und Gesundheit integ­ riert sind.“ Dieses Sicherheits- und Gesundheitsmanagement (SGM) zielt auf die Verringerung der unfall­ bedingten Ausfallstunden, sowie Reduzierung der Krankenstände durch andere gesundheitliche Prob­ leme der Mitarbeiter ab.

Unfallträchtige Bereiche aufzeigen und entschärfen Eine besondere Unterstützung für die Klein- und Mittelunternehmen

Direktor Dr. Rudolf Mayer: „Jeder Unfall ist einer zu viel!“

leistet die Allgemeine Unfallversi­ cherung durch ihre Abteilung AUVA­ sicher. „Unsere Experten kommen dabei zeitlich gestaffelt nach Be­ triebsgröße und auf Anforderung in den Betrieb, um gemeinsam mit der Firmenleitung unfallträchtige Berei­ che aufzuzeigen und zu entschär­ fen“, erläutert Dr. Rudolf Mayer. v 31

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in Moment der Unachtsam­ keit und schon ist es passiert – ein Sturz oder Fall kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen und zählt zu den häufigsten Unfallursachen. Die AUVA will dem mit ihrer neuen Kampagne „Baba und fall net“ entgegen wirken. „Jeder Unfall ist einer zu viel und so wollen wir mit unserer neuen Kam­ pagne die Unfälle bis Ende 2009 um


Der wartungsfreie Motor ist Platz sparend in der Nabe des Hinterrades untergebracht.

Ohne Schinderei den steilen Weizberg hinauf – das BionX-Pedelec half dabei

Spaß beim Bergauftreten Von Heidelinde Kogler Und es bestätigt sich erneut, dass man alles zuerst versuchen muss, bevor man urteilt. Mir ist es kürzlich so ergangen, als mich die Redaktion nach Weiz zu Magna Marque schickte, um ein „BionX-Pedelec“ zu testen.

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as ist das, eine neue Mehlspeise?“, werden sich viele fragen. Nein, gerne erkläre ich es Ihnen. Beginnen wir von vorn. BionX nennt sich ein Elektroantrieb für Fahrräder, sozusagen als Unterstützung. Da ich eher diejenige bin, die es auf die

„richtig“ sportliche Tour mag, war ich nicht ganz so begeistert davon. Aber wer widersetzt sich schon der Redaktion? Ich nicht. Aber so ganz allein mochte ich auch nicht, also hab ich meine Freundin Astrid dazu überredet, mitzukommen. Die war auch nicht begeistert von dieser Vorstellung, wenn auch aus einem anderen Grund. „Ich und Rad fahren? Niemals. Ich bin seit Jahren mit dem Sport auf Kriegsfuß“, war ihr wirklich ernst gemeintes Argument. Doch mitgefangen, mitgehangen. Freunde machen das. So sind wir eben nach Weiz unterwegs. Ich aus Graz und sie aus Pöllau. Beim Hin-

Keine Spur von Erschöpfung bei Astrid und Heidi nach der Bergfahrt auf den doch recht steilen Weizberg. 32

fahren haben wir telefoniert und uns gefreut, weil es regnete wie verrückt. Also keine Testfahrt. Aber Petrus hatte anderes mit uns im Sinn.

Rad fährt mit uns In Weiz strahlender Sonnenschein, als uns Johannes Gruber, Verkaufsleiter von Magna Marque, begrüßte. Zuerst ließen wir uns – geduldig wie Frauen sind – BionX erklären. Es ist zum Nachrüsten für fast alle gängigen Fahrräder. „Das Nachrüstset besteht aus der Systemkonsole, die am Lenker angebracht wird und die nicht nur bedienungsfreundlich ist, sondern auch über alles informiert. Die Batterie wird entweder am Rahmen oder am Gepäcksträger montiert und die wartungsfreien Motoren sind als hinteres Laufrad eingespeicht“, erklärte unser Betreuer sehr ausführlich. Endlich ging es los. Zuerst am Firmenparkplatz ohne BionX und dann mit. Ein kurzer Aufschrei von Astrid und mir, weil wir plötzlich das Gefühl hatten, das Rad fährt mit uns und nicht wir mit ihm, und beinahe die Kurve nicht mehr schafften. Klar, dass unser Coach natürlich seinen Spaß mit uns hatte. Noch ein kleiner technischer Einwurf: Das BionXSystem hat vier Unterstützungsstufen

zum Bergauffahren, aber auch vier Stufen, damit das Rad bremst. Was deshalb wichtig ist, weil beim Bremsen die gewonnene Energie zurückgewonnen und sozusagen die Batterie wieder geladen wird.

Ein sehr, sehr steiles Stück Land So, nun wurde es ernst. „Wir fahren jetzt mal auf den Weizberg“, stellte unser Instruktor Johannes Gruber fest. „Na ja, wenn er meint“, ging es mir durch den Kopf, und alle, die sich ein wenig in der Gegend auskennen, wissen, dass es sich um ein sehr, sehr steiles Stück Land handelt am Rande von Weiz. Nicht ganz einen Kilometer, 12% Steigung, wo selbst die Berg-Profis zum Schnaufen kommen. Und jetzt zu uns: Es war unglaublich, wie souverän wir diese enorme Steigung hinauf getreten haben. Wer jetzt meint, das hat der Motor gemacht, der irrt. Denn die Unterstützung funktioniert nur, wenn man auch fleißig tritt, sonst kommt man nicht von der Stelle. Wir haben gelacht und uns zugewunken, als ob es die selbstverständlichste Sache der Welt wäre, da so ganz einfach raufzufahren. Es war toll, aber jetzt kam es. Wer einen Berg rauffährt, der muss auch wieder runter. Für die meisten Menschen ist es die Belohnung für die KLIPP August 2009


Der Trend, sich auf den Drahtesel zu schwingen, bewirkt aber auch, dass er Arbeitsplätze schafft. Auch in der Steiermark sind 2000 Menschen im Fahrrad-Bereich beschäftigt. Und nächstes Jahr sollen es wieder mehr werden, da Magna International in diese erfolgreiche Branche einsteigt und ab 2010 in der Steiermark die „Styriette“ produziert. Es handelt sich dabei um ein E-Bike, das den Umstieg von Kfz auf Fahrrad noch einfacher und leichter machen soll.

Die Systemkonsole ist das Herzstück des BionX-Pedelec. Mit ihr steuert man einfach und intuitiv.

Anstrengung, sich danach den Berg hinunterzustürzen. Für mich nicht. Der Gedanke daran lässt meinen Stresspegel ganz schön in die Höhe rasen. „Nur Mut, der Antrieb, der nun auf minus vier eingestellt ist, bremst und Sie rollen ganz langsam“, beschwichtigte Johannes Gruber meine Bedenken. Und ich kann nur sagen, das war ein Spaß. Astrid und ich machten es gleich. Wir haben getreten wie die Verrückten und kamen fast nicht voran. Ich würde zu gerne wissen, was sich die Arbeiter am Straßenrand gedacht haben. Bergauf sind wir fast gerast und haben uns unterhalten und bergab mussten wir treten wie verrückt und kamen doch nicht so schnell voran.

Echte Steirer

Frisch und ausgeruht Coach Johannes Gruber: „Eine gute Sache auch vor allem für diejenigen, die in Businesskleidung ins Büro fahren und den Vorteil haben, dass sie damit frisch und ausgeruht ankommen. Mütter mit Kindern hinten drauf müssen sich nicht mehr zu Tode strampeln. Aber auch Menschen, die vielleicht aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so ganz fit sind, können damit wieder neue Sportbegeisterung erleben.“ Aber nicht zu vergessen: Für alle Hobby-Radler ein Highlight, denn mit der Unterstützung des BionX ist der Fun-Faktor gleich noch einmal so hoch – könnte man auch bei der Tour de France mitstrampeln. v

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s werden fast täglich mehr – auch hunderttausende Steirer strampeln sich ab. Radfahrer tun nicht nur viel für ihre Gesundheit, sondern tragen auch zur Verringerung des CO2-Ausstoßes bei und schonen angesichts der ständig steigenden Spritpreise auch noch ihr Geldbörsel. Fahrräder prägen das Stadtbild oder sind aus dem Alltag schon gar nicht mehr wegzudenken. Doch nicht immer sind es nur sportliche Aspekte, die uns antreiben. Auch wenn Radfahren sicher zu einem Freizeithobby und Sport geworden ist, dem man sich kaum entziehen kann: Sich jung und fit zu halten, ist ein triftiger Grund, in jedem Alter mit dem Rad unterwegs zu sein. Doch auch der soziale Aspekt ist wichtig, denn wohl kaum eine andere Sportart kann von der ganzen Familie in diesem Ausmaß betrieben werden. Und außerdem halten sich die laufenden Kosten gering.

eine Strecke, die in acht Minuten mit dem Rad bewältigt werden kann. Und wenn man sich die Zahl der Autofahrten anschaut, die kürzer als fünf Kilometer sind, so sind die Zahlen noch beeindruckender. Denn die Hälfte, also 50 Prozent, aller Autofahrten, fallen unter die Fünf-Kilometer-Grenze und diese Strecke lässt sich mit dem Rad locker in 20 Minuten schaffen“, erklärt Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder anlässlich des Fahrradgipfels in der Steiermark.

Was einen echten Steirer unter den Fahrrädern ausmacht, demonstriert das Sporthaus Scherz in Wörschach. Dort wird seit zwei Jahren das Steirerbike produziert und vertrieben. Jetzt geht man noch einen Schritt weiter und erzeugt das erste pulsgesteuerte Elektrofahrrad. Ob der Radler überflüssige Kilos loswerden möchte oder ob er aus gesundheitlichen Gründen in einer bestimmten Pulsfrequenz radeln soll, mit dem neuen Elektrobike geht das. Eine Überanstrengung kann nicht mehr passieren. Aber nicht nur die Hersteller von Fahrrädern machen sich ihre Gedanken. Ganze Regionen lassen das Rad hochleben. So gibt es in der Ökoregion Kaindorf bei Hartberg das alljährliche 24-Stunden-Biken für den Klimaschutz. In der Energieregion Weiz-Gleisdorf hat jede Gemeinde Pedelecs gekauft, die man sich zum Teil kostenlos ausborgen kann. v

Sport Scherz entwickelt erstes pulsgesteuertes Elektrobike Eine nicht mehr wegzudenkende Marke in der steirischen Rad-Szene ist das Steirerbike, das in Wörschach erzeugt wird. Vor zwei Jahren als Trekkingbike vorgestellt, gibt es in der Kollektion mittlerweile vom Mountainbike bis zum Elektrobike alles. „Das neueste Highlight ist aber das erste pulsgesteuerte Elektrofahrrad. Nächstes Jahr ist es bei uns zu erwerben und wir sind uns sicher, dass uns der Erfolg Recht geben wird. Das pulsgesteuerte Elektrofahrrad kontrolliert selbstständig die Pulsfrequenz, sodass sich niemand überanstrengt und man gezielt trainieren kann“, erklärt Harald Scherz, Mitentwickler und Vertreiber der neuen Generation von Elektrofahrrädern.

In der Stadt schneller Johannes Gruber: „BionX ist auch für echte Männer.“

KLIPP August 2009

„Fast ein Viertel der täglichen Autofahrten in der Steiermark sind kürzer als zwei Kilometer – 33

FREIZEIT

Schont die Umwelt und hält fit


Freizeit

3.000 Jahre steirisches Glas im Spiegel der Geschichte auf der Burg Deutschlandsberg

Versunkene Leitbetriebe Einige der Glashütten des Bacherngebirges, im heutigen Slowenien gelegen, lieferten ihre Glanzstücke bis nach China und Südamerika, womit die große Bedeutung der Glasproduktion für die Wirtschaft der Steiermark bezeugt wird. Glas war bis ins 17. Jahrhundert ein Luxusgut.

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uf zwei Etagen des Burgturms gibt es mehr als 900 Exponate der Glasmacherkunst aus drei Jahrtausenden zu bestaunen – die ältesten Glasperlen und Hohlgläser aus vorrömischer Zeit bis hin zu Prunk- und Gebrauchsgläsern von den ersten Waldglashütten der Koralpe bis hin ins 19. Jahrhundert.

Das Leben rund um die Waldglashütten Äußerst begehrt waren Objekte aus Glas auch im Mittelalter, seit dem 13. Jh. in der Steiermark in den Glashütten hergestellt, genauer zu lokalisieren ab dem 16. Jh. In erhöhten Lagen abseits der Dorfsiedlungen inmitten der Waldgebiete adliger oder geistlicher Besitzer entstanden Strukturen mit regem (Arbeits-)Leben. Rund 50 Personen, Fachmänner – wandernde Glasbläser, Schleifer, Maler, Vergolder, Graveure – wie auch Hilfskräfte, meist Bauern aus der Umgebung, waren in diesen eigenständigen Unternehmen durchschnittlich tätig, welche im Laufe eines Jahres oft nur während einiger Monate im Betrieb standen. Rohstoffe für die Glasproduktion wie Quarz, Kalk, Marmor und vor allem Holz standen damals unweit der Glashütten ausreichend zur Verfügung. Nach der Waldrodung nutzte man die freien Flächen 34

Von Michaela Vretscher

landwirtschaftlich und die Glashütte ließ sich an einem anderen Platz nieder. Gemischt wurden die Materialien zur Glasschmelze vom Vizemeister oder Gemenger, für die Feuerung des Ofens mit Überprüfung der Temperaturen bis zu 1.200 Grad Celsius hatte der Schürer zu sorgen, ein weiterer Mitarbeiter schnitzte an den Modelformen aus Buchenholz, Kinder wurden oft als Gehilfen der Glasmacher eingesetzt oder zum „Eintragen“ der Gläser in den Kühlofen. Frauen verpackten die fertigen Glaswaren zum Transport in Stroh, von „Kraxenträgern“ wurden sie schließlich zum Verkauf angeboten bzw. in Holzkisten verstaut und mittels Pferdefuhrwerken vom Gebirge ins Tal befördert. Von dort aus gelangte das kostbare Gut entweder nach Wien zum weiteren Versand in den gesamten Mittelmeerraum, oder nach Triest, zum wichtigsten Hafen der Monarchie, wo Kelchgläser mit Mattschliffdekor, Apothekerflaschen, kobaltblaue Becher, Karaffen oder Schnapshunde ihre Reise nach Übersee antraten. Von Anbeginn der Produktionskette bis zur weltweiten Verschiffung war also eine Vielzahl von Personen im Einsatz – heute würden die ehemaligen steirischen Waldglashütten mit dem Bonus der ArbeitplatzbeKLIPP August 2009


Freizeit

GOLFTRAINING

RICHTIGE GEWICHTSVERLAGE GOLFTRAINING

Von Head Ali Rosker damit Ihr Schwung konsta Schauen wir uns einmal an, worauf esPro ankommt, im Golfclub Erzherzog Johann, Maria Lankowitz Internet: www.golfschule-ali.at E-Mail: office@golfschule-ali.at

RICHTIGE GEWICHTSVERLAGERUNG Wichtiger Tipp fürs Üben

schaffung und herausragender Organisation als einmal an, worauf es ankommt, damit Ihr Schwung konstanter wird. Schauen wohl wir uns „Leitbetriebe“ gelten. Rund um die Glashütten entstanden ja zur Versorgung des Personals weitere Überlebenszweige, wie Käsereien, Meiereien und Brauereien. Zu den bedeuBei langen Drives auf den Schläger konzentrieren tendsten Waldglashütten der haben Schwierigkeiten vorzustellen, wie sich ihr SchläKoralpe zählte die im Jahre VonNeugolfer „reverse pivot“ spricht man, wenn mansich das Gewicht beim RückBeim korrekten Aufdreh ger im verhält. Nur allzu viel ist das Gehirn damit 1757 gegründete Glashütte schwung aufSchwungablauf die linke Seite verlagert. eindeutig auf die rechte beschäftigt, die Aufgaben von Armen, Kopf und Rumpf zu überwavon St. Vinzenz/Soboth, welche er „reverse pivot“ – rekt auf die rechte Seite zu ver- Gewicht auf die rechte chen. In diesem Fall sinkt die Schlagweite. Damit die Gesamtheit des 1839 bereits rund 700 Mendas heißt beim Auf- lagern, tun wir genau das Ge- verlagern als normal, s Schwungs nicht eine Sammlung schen beschäftigte, den Betrieb im Verhältnis von etwa genteilvon undGedankenfragmenten lehnen uns schwer- zerlegt drehen desin Körpers wird, empfehle ich Ihnen, sich darauf zu konzentrieren, was Ihr Schläaber im Jahre 1878 aufgrund von (Abb. 3). eine Gewichtsverlagerung zur fällig nach links (Abb. 2). Keine ger macht. Holzmangel und der abgeschiedeverkehrten Seite hin – ist einer Drehung, keine Kraft, keine Auf diese Weise verhin Aussicht guten eine der häufigsten schlimmsten Versuchenund Sie es einmal mit dieser Übung,auf wenneinen Ihre Abschläge nichtVerlagerung des nen Lage einstellen musste. Neben auf die verkehrte Seite Schlag. Fehler im Golf, den wir jedoch Von „reverse pivot“ spricht man, wenn man das Gewicht beim RückBeim korrekten Aufdrehen des Körpers – wie eine Feder – wird das Gewicht so weit sind, wie Sie es gern hätten. Teen Sie Ihren Ball auf und setzen den Wohngebäuden, Magazinen und schwung auf die linke Seite verlagert. eindeutig auf die rechte Seite verlagert. Ein Mittel, um euch davor zu Großteil des Gewicht alle zu irgendeinem Zeitpunkt Sie ein zweites Tee rechts davon, etwa 30 Zentimeter entfernt und fünf Stallungen gehörten zum Besitz der einmal begehen. Wir werden schützen – und dies ist ein be- auf der rechten Seite r Zentimeter näherSeite zum Körper, innerhalb der Ziellinie. Hohlglas- und Spiegelfabrik u. a. Ihnen eineTipp korrekte auf diestellen rechte zu erleichtert er „reverse pivot“ – rekt auf die rechte Seite zu ver- Gewicht sonders nützlicher für die ßerdem befindet sich be nachlässig, uns nicht Beim Schwung hinab versuchen Sie, dieses zweite Tee darin, zu köpfen, beauch eine Kirche, BäckeSchulterdrehung und das als normal, sagen wir dasSchule, heißt beim Auf- lagern, tun wir genau das Ge- verlagern Set-up die rechte Schul richtig an den Ball. Statt unser Übungswiese –, bestehtrichtige Aufdrehen des Oberkörpers Verhältnis von etwa 60 : 40 genteil und lehnen uns schwer- imGewicht des Körpers vor Sie den Ball treffen. Mit dieser Übung stellen Sie sicher, dass Sie rei, Fleischbank, drehen ein Brauhaus und als die linke im Rückschwung kor- gleich beim Set-up etwas mehr niedriger im Rückschwung hinter den (Abb. 3). fällig nach links (Abb. 2). Keine eine Gewichtsverlagerung zur mit dem Schläger von innen an den Ball kommen und die Schlagfläche ein Gasthof. Spezialisten, teilweise (Abb. 4). für mehr Weite und eine Weise verhindern verkehrten Seite hinschufen – ist einer Drehung, keine Kraft, keine Auf diese leicht geschlossen ist.wirDas Ball ist die Formel aus Böhmen kommend, der häufigsten und schlimmsten Aussicht auf einen guten eine Verlagerung des Gewichts Als Folge dieser Korrektur bessere Kontrolle. Der Schlag wird damit zu einem langen Draw, das hier Werke von Weltruf. „Spieglein, die – angebunden an das Schieauf die verkehrte Seite, weil ein können Sie mit einem deutlich Fehler im Golf, den wir jedoch Schlag. nennetz der Graz-Köflacher-Eisenheißt, der Ball beschreibt einen Bogen von rechts nach links und beSpiegleinalle anzuderirgendeinem Wand ...“ lautete Zeitpunkt Ein Mittel, um euch davor zu Großteil des Gewichts bereits verbesserten Abschwung eine bahngesellschaft – eine optimale einen weiten Also, allesgrößere Gute beim Üben! die Anfrage an die glatte Fläche aus Schlägerrechten Seite ruht. Auslauf. Au- erheblich einmal begehen. Wir werden schützen – und dies ist ein be- auf derkommt aufwies.Tipp für die ßerdem befindet sich bei diesem kopfgeschwindigkeit erzeugen St. Vinzenz in Residenzbauten sonders nützlicher nachlässig, stellen uns von nicht Verkehrslage damit eine größere Weite Schulter richtig an den Ball. oder Statt St. unser Übungswiese –, besteht darin, Set-up die rechte Versailles, Konstantinopel sagen muss, dass der Platz selbst as, was da alsetwas Wider- und erzielen. die linke und das beim Set-up etwas mehr Gewicht im Rückschwung kor- Dasgleich angebrochene Zeitalter der In- niedriger alsspruch Petersburg. und erscheint, ist in sehr gutem Zustand war v dustrialisierung wischte Wasserräkeiner. Denn es war sich auch für weniger routinierte Gläsernes Gold der und „gläsernes Gold“ hinweg, wirklich kühl und windig Ende Golfer gute Einloch-MöglichDen Glasarbeitern wurde jedoch mit der Weltwirtschaftskrise in den September beim 9. Golftag des keiten boten. Den Wanderpokal (v. l. n. r.:) holte sich Erich Ende des 19. Jhs. droben am Berg 20ern waren alle Glashütten dem Steirischen Baugewerbes im des Siegers WK-Präsident KoR Murstätten. Bei te auch Wirtschafts Golfclub Murau-Kreischberg. Benda vom GC Peter Mühlbacher, die Basis entzogen: aufgrund des Untergang geweiht. Eine der ersten Präsident Peter Müh Karla SomDementsprechend wurde auch den Damen schaffte riesigen Verbrauchs an Holz (ein bis Glashütten, die auf Kohle zurück- schon vor dem Kanonenstart or- mer vom GC Landesinnungsder Mitglied im GC SchlossKoR Frauental meister BM sagen dass der Platz(1794) selbst in dentlich bei Weißwürsten und den Sieg. as, die was Erzeugung da als Wider- griff, drei Festmeter für warmuss, die Agneshütte Ing. Hans-Werner Kreischberg ist und d sehr gutem Zustand war und spruch Frömmel, Hubert nie Golf-Leidenschaft zei von 1 kg Glas) siedelte manerscheint, Glashüt- ist derin ehem. Untersteiermark, heu- warmen Erfrischungen aufge- Einen Tag, der so schnell Neuper, Mag. Karl auch für weniger routinierte keiner. Denn es war te sich nach wird, erleb- eingeschränkt ten in der Nähe von Kohleschächten Liboje/Slowenien. Bald darauf wärmt. Wobei man fairerweise wieder kommen Fussi vom Golfclub wirklich kühl und windig Ende Golfer gute Einloch-Möglichan und feuerte die Öfen fortan mit wurde in der Glashütte Oberdorf/ Murau-KreischSeptember beim 9. Golftag des keiten boten. Den Wanderpokal berg schwarzem Brennmaterial. So entBärnbach begonnen, mit Kohle zu KLIPP Oktober 2008 Steirischen Baugewerbes im des Siegers holte sich Erich stand etwa die Glashütte Vordersheizen. Was sich nicht änderte, war Golfclub Murau-Kreischberg. Benda vom GC Murstätten. Bei te auch Wirtschaftskammer- kann. Er wurde bei diesem Turdorf im Dementsprechend Raum Wies/Eibiswald der Karla Glasarbeiter: Wenn man bei dieser Abschlagübung den Klubmeister. Schläger von innen an den Ball heranführt, nier Allerdings Peter Mühlbacher, Damen schaffte Som- Präsident wurdemit auch derdenLebensstil wird der Schlag gerade und länger.– und darüber bitte hinwegzuim GC Murauvom GC Frauental dem Kanonenstart eigenemschon an dievorFabrik angeschlos- or- Siemer blieben ein Schloss trinkfestes, lustiges der Mitglied Kreischberg ist und der seiner lesen − es war kein anderes den Sieg. dentlich bei im Weißwürsten senen Kohleschacht Jahre 1865,und Völkchen.

Aller Anfang muss nicht schwer sein

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STEIRISCHE BAU-MENSCHEN LOCHTEN IN MURAU-K

KÜHL, ABER HERZLICH

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STEIRISCHE BAU-MENSCHEN LOCHTEN IN MURAU-KREISCHBERG EIN

KÜHL, ABER HERZLICH

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warmen Erfrischungen aufgewärmt. Wobei KLIPP August 2009 man fairerweise KLIPP Oktober 2008

Einen Tag, der so schnell nie wieder kommen wird, erleb-

Golf-Leidenschaft zeitlich nur eingeschränkt nachkommen

Mitglied des Klubs außer ihm am Start. v 57

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F r e i z e it

Das Wabi Schönheitscenter in Sopron reizt nicht nur Frauen

Dem Körper etwas Gutes tun

Immer wieder liest man, dass Österreicher für einen Tagesausflug ins benachbarte Ungarn fahren. Nicht nur, um gut zu essen und günstig einzukaufen, sondern auch, um für ihren Körper was Gutes zu tun und Von Vera Leon sich verschönern zu lassen.

V

or allem Zahnärzte waren bisher besonders gefragt. Vor ein paar Wochen bekam ich die Einladung, ein BeautyCenter namens Wabi in Sopron zu besuchen. Da erwartet man sich ein Beauty- und Wellness-Hotel inmitten einer grünen Oase, mit Springbrunnen und, und, und. Als ich dann vor meiner Zieladresse parke, bin ich logischerweise ziemlich irritiert. Vor mir sah ich mehr eine Klinik und die schlichte, helle Riesenrezeption vertieft meine Enttäuschung. „Das ist eindeutig kein Hotel!“ Die Leute huschen links und rechts in ihren weißen Bademänteln und Schlapfen vorbei, sitzen beim Friseur, zwar schon in feinen Ledersesseln, aber in einem großen Raum, der mir keine Intimität vermittelt. Auf der anderen Seite lassen sich 36

Gäste ihre Nägel feilen, lackieren, verlängern. „Nein, das ist wirklich kein Hotel, das ist eher eine Schönheitsfarm“, sage ich mir. Ich blättere die Prospekte in meiner Hand durch und staune weiter über die Größe und Vielfalt des Angebots, aber auch über die Preise. Denn für 100 Euro, aber auch weniger, gibt’s bereits eine Reihe von Anwendungen. Ich entscheide mich zwei Sachen auszuprobieren: Pediküre und Mundhygiene. Aber zuerst beziehe ich mein Zimmer, und seine Schlichtheit und Sauberkeit sagen mir, dass Gäste hier nicht zum Urlauben herkommen. Nur langsam gelingt es mir, mein Vorurteil, meine falschen Erwartungen abzulegen und zu realisieren, dass es hier um Schönheits- und Gesundheitsbehandlungen geht.

als Betreiber es geschafft, das Haus zu einer der führenden und größten Schönheitskliniken Mitteleuropas zu machen. „Wir haben im vergangenen Jahr mehr als 40.000 KundInnen.“

„Harmonie, Reinheit, Ruhe – dies bedeutet der Name Wabi“, entnehme ich wieder dem exklusiv wirkenden Hochglanzprospekt. In nur vier Jahren hat die Familie Vadon

Darunter auch viele, die ihrer Zähne wegen nach Sopron kamen. Die Gäste zeigten sich nicht nur von der Qualität, sondern auch von den im Vergleich zu Österreich offensichtlich günstigen Behandlungspreisen des Schönheitscenters angetan. „Nicht selten kommt die ganze Familie. Jeder findet etwas, was für ihn notwendig und gut ist.“

„Umfassender Service“

Und das wird versprochen „In unserer Schönheitsklinik können Sie alle plastisch-ästhetischen Behandlungen und Operationen in einer angenehmen, stilvollen und gelösten Atmosphäre in Anspruch nehmen. Wir können Altersflecken entfernen, Brustvergrößerung und –verkleinerung machen, Augen-, Ohr- und Nasenkorrektur durchführen sowie Fettabsaugung und noch vieles mehr. Natürlich darf Kosmetik, wenn man von Schönheit spricht, nicht fehlen. Wir haben spezielle Angebote für Frauen und Männer. Lassen Sie sich von Kopf bis Fuß von unseren Fachkosmetikerinnen verwöhnen! Wir bieten Ihnen Friseur, Gesichtspflege, Maniküre, Pediküre, Massage und Make-up auf höchstem Niveau.“ KLIPP August 2009


Klipp besuchte das Landhaus St. Georg im Gröbminger Land

Ein Paar verwirklicht seinen Traum Sie haben es geschafft, das zu finden, wonach sie gesucht haben – Milena Simic und Andraz Vrenko. Mit ihrer Einstellung, Neues zu schaffen und dabei alte Werte zu bewahren, bieten sie ihren Gästen all das an, was sie selber als Gäste erwarten würden. Und das funktioniert, wie wir feststellen konnten. „Finde dein Ur-Ich!“, lese ich im Prospekt, während wir auf der Terrasse des 4-Sterne-Hotels Landhaus St. Georg beim Kaffee sitzen und die Aussicht ins herrliche Gröbminger Land und den Duft des Waldes ge-

nießen. Die Eigentümer Milena Simic und Andraz Vrenko, seit zwanzig Jahren ein Paar, haben sich einen Lebenstraum verwirklicht. „Wir haben zwei Jahrzehnte in Wien im Marketing-Bereich gearbeitet, mit

viel Arbeit, viel Stress und wenig Zeit für uns selbst. So haben wir beschlossen, etwas zu suchen, wo wir zusammen arbeiten, mit der Natur verbunden werden und Sport betreiben können.“ Die Suche hat sie nach Gröbming gebracht. Wie immer spielte auch Glück eine große Rolle. Der Vorbesitzer verkaufte das schmucke, kleine Gourmet- und Relaxhotel in ruhiger und sonniger Lage am Ortsrand von Gröbming aus Altersgründen an das slowenische Paar. Während sie sich um die Gäste kümmert, ist Andraz Vrenka für die Rezeption, Marketing und Buchhaltung usw. verantwortlich.

Ursprüngliches genießen Wer im Sommer auf die Mittelmeerhitze, nicht jedoch auf mediterrane Gaumenfreuden verzichten will – selbst für den bietet das Hotel Landhaus St. Georg einiges. Der Küchenchef des Gourmet-Restaurants Wolfgang Trippold serviert von der herzhaften Hausmannskost mit dem „gewissen Etwas“ über einfallsreiche mediterrane Küche bis hin zu vitaler Vollwertkost und vegetarischen Menüs praktisch alles. Vom steirischen Biolamm bis zu gegrillten Garnelen – es bleiben keine kulinarischen Wünsche offen. Milena Simic: „Dazu bieten wir ausgewählte Weine aus Österreich und Slowenien.“

Was uns schon am ersten Abend gefiel: Bei offenem Kamin, knisternder Heimeligkeit vergisst man leicht den Alltag und die Sorgen. Und am nächsten Morgen begrüßte uns bei gutem Wetter die imposante Bergwelt der Dachstein-Tauern-Region. Wir entschieden uns fürs Wandern und Radfahren, andere wieder wollten golfen und auch Tennis spielen. KLIPP August 2009

Milena Simic und Andraz Vrenko

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F r e i z e it

Hungrig bleibt niemand, denn die Halbpension beinhaltet ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, eine Nachmittagsjause und ein 5-GängeWahlmenü am Abend.


Wo gibt’s Spiel, Spaß und Action für die ganze Familie? Im Wasserspielpark Eisenwurzen. Hier erlebt Ihr faszinierende Abenteuer rund um das Element Wasser. www.eisenwurzen.com

Foto: Graz Tourismus

FREIZEIT

Wasserspielpark Eisenwurzen

Mixnitz Eine Wanderung in der Bärenschützklamm zwischen ungezähmten Wasserfällen und schroffen Felsen hindurch ist für Kinder und Eltern eine eindrucksvolle Erfahrung. www.baerenschuetzklamm.at

Geheimtipps Wir sind mitten in den Ferien und so manchem wird die Zeit schon lange. Da stellt sich oft die Frage: „Was könnten wir noch unternehmen?“ Die Steiermark lockt mit vielen Ausflugszielen, von denen manche gut bekannt und manche eben weniger bekannt sind. Aber jeder steirische Bezirk hat seinen Geheimtipp. Sie zu besuchen lohnt. So lernt man wieder ein Stück Heimat kennen und hat zudem ein Erlebnis mehr zu berichten.

Stanzer Sonnenweg Ein Wanderweg voller Attraktionen und Überraschungen um den malerischen Ort Stanz im Mürztal. Infos unter www.sonnenweg.at

Faschingsmuseum

Landschaft erleben

Das 1. Österreichische Faschings- und Brauchtumsmuseum in Knittelfeld dokumentiert die Geschichte des Faschingsbrauchtums in Europa und weltweit. www.faschingsmuseum.at

Mit der Traktorgaudi ins Land einifoahrn. „Erfahren“ Sie die Geschichten und die Landschaft rund ums Apfelland und ums Almenland. www.traktorgaudi.at

Schöne Aussicht Der achteckige KneippBewegungsturm in Auffen bietet Eltern und Kindern nicht nur eine wunderbare Aussicht, sondern ist den fünf Säulen – Bewegung, Kräuter, Wasser, Ernährung und Ordnung – gewidmet. www. backhendlstation.com

Lipizzaner in Piber Das weltberühmte Lipizzanergestüt Piber lädt Jung und Alt ein, die edlen Pferde hautnah zu erleben. Die Besucher können einen Einblick in das Leben eines Lipizzaners nehmen. www.lipizzanerheimat.com

Größtes Beckenbad Europas

Freizeitpark

Mit 23.000 m2 Wasserfläche, 100.000 m2 Liegefläche, 10-m-Sprungturm, 116 Meter langer Speed-Rutsche, Breit- und KinderRutsche, 3 Beachvolleyballplätzen, u.v.m. www.fuerstenfeld.at

Märchenwald Steiermark – hungrig auf neue Abenteuer? Ob Groß, ob Klein – ab nach St. Georgen ob Judenburg! Da will auch ich hin! www.maerchenwald.at

Skulpturenpark

Es dampft im Schilcherland!

Tauchen Sie ein in die faszinierende Gartenphantasie von Dieter Kienast und erleben Sie auf Ihrer Entdeckungsreise den Swing von Natur und Skulptur. www.skulpturenpark.at

Ein Ziehharmonikaspieler unterhält die Gäste im Flascherlzug und im Fahrpreis sind eine Filmvorführung und freier Eintritt in unser „Kleines Zugmuseum“ inkludiert. www.stainz.at/flascherlzug

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Kletter- und Erlebnispark Riegersburg Familienspaß oder Gruppenerlebnis: „Möge die Macht mit Dir sein“. www.naturbursch.at

Exotische Laufvögel Die Straußenfarm Edelsbrunner in Oberpurkla hat sich der Zucht von Straußen verschrieben. 150 Strauße bevölkern einige Hektar saftiges Weideland. www.straussenfarm.at

KLIPP August 2009


Dem Wahnsinn einen Riegel vorschieben

Immer weniger

Wir haben alles, was das Herz begehrt zur Verfügung. Die Regale in den Supermärkten locken mit Köstlichkeiten. Doch man müsste fast ein Wissenschafter sein, um die unzähligen E-Nummern verstehen und richtig deuten zu können, wobei auch eine Lupe von Vorteil wäre.

E

s gibt leider bereits viele Mogelpackungen und dann könnte man zumindest lesen, was aufgedruckt ist, auch wenn man es nicht versteht. Als Konsument muss man wirklich auf der Hut sein, denn sonst kann aus einem vermeintlich gesunden Essen schnell ein chemischer Cocktail auf dem Tisch landen. Und das, obwohl wir eigentlich in einem Land leben, in dem so gut wie alles selbst erzeugt wird. Unsere Bauern kämpfen ums Überleben, während die Lebensmittelindustrie Käse auf den Markt bringt, in dem kein einziger Tropfen Milch zu finden ist, Schinken, der nur aus fleischähnlichem Material hergestellt wurde, oder Fleisch, in dem nur gepresste Fleischstücke verarbeitet wurden.

So kann der Kunde sicher sein, dass das Tier in Österreich gefüttert, geschlachtet und verarbeitet wurde. Fleisch, das mit dem AMA-Gütesiegel gekennzeichnet ist, wird vom Bauernhof bis zum Supermarkt strengstens kontrolliert.“ Diesem Wahnsinn der Schummellebensmittel muss ein Riegel vorgeschoben werden. Unsere Hofmolkereien liefern Milch, Käse und Joghurt-Spezialitäten, die sich durch Frische, Qualität und Geschmack auszeichnen. „Nur bei heimischen Lebensmitteln kann sich der Konsument absolut sicher sein“, stellt Wlodkowski fest, der den Mut, Pioniergeist und Einfallsreichtum der heimischen Bauern lobt. Sie setzen sich mit ihren ehrlichen Produkten gegen die Mogelpackungen der Lebensmittelindustrie zur Wehr, sind mit ihren hochwertigen Lebensmitteln Pioniere, Visionäre und Wegbereiter für ein Umdenken.

Prämierte steirische Produkte Unsere Landwirte stellen sich mit ihren Erzeugnissen immer wieder einer strengen Jury und zeigen damit, wie wichtig ihnen beste Qualität ist. Erst kürzlich taten dies wieder 44 Käse-

Gerhard Wlodkowski

erzeuger aus der Steiermark, die sich mit 125 Käsespezialitäten einer 20-köpfigen Jury stellten. Sechs von ihnen dürfen sich nun Landessieger nennen. Aus Feldbach ist das die Familie Alois, Theresia und Christoph Krenn, Familie Vinzenz Stern aus Rohrach/Steinberg, Familie Wurzinger aus Fehring, Familie Markus und Sylvia Schützenhöfer aus Stambach, Bio-Hofkäserei Grabenhofer aus St. Kathrein/Hauenstein und Familie Maria und Friedrich Pojer aus Seckau.

30 Prozent mehr „Wir kämpfen nicht nur um gerechte Preise und Kennzeichnungen, sondern es geht auch um die steirischen Arbeitsplätze. Würden wir nur um 30 Prozent mehr heimische Lebensmittel kaufen, dann könnten in der Steiermark 5700 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Außerdem schützt jeder, der regionale Produk-

Was geben wir für Essen und Trinken aus? 1980: 26,6 Prozent 1994: 17 Prozent 2005: 15,6 Prozent 2007: 13 Prozent Quelle: Statistik Austria

Kaufkraft im Wandel der Zeit So viel musste im Durchschnitt ein Arbeitnehmer arbeiten für: 1 Liter Normalbenzin: 7,5 Minuten (1980), 5,3 Minuten (2007) 1 Liter Milch: 6,3 Minuten (1980), 3,9 Minuten (2007) 250 g Teebutter: 12,1 Minuten (1980), 5,9 Minuten (2007) 1 kg Schweinsschnitzel: 65,8 Minuten (1980), 35,5 Minuten (2007) Quelle: WIFO, Statistik Austria te kauft, unser Klima“, gibt Wlodkowski zu bedenken. Doch abgesehen von all diesen Gründen, steht vor allem eine gesunde Ernährung im Vordergrund. Es ist nun mal nur dann möglich, gesundes Essen zuzubereiten, wenn auch die Lebensmittel echt und heimisch sind. v

Verpflichtende Kennzeichnung Es ist aber nicht unmöglich, kontrollierte Speisen zu kaufen. Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski dazu: „Wir kämpfen dafür, dass die EU eine Herkunftskennzeichnung verpflichtend einführt. Außerdem fordern wir, dass Imitate so gekennzeichnet sind, dass sie der Konsument auf den ersten Blick erkennen kann. Generell gilt das AMA-Gütesiegel als einzig sichere Orientierungshilfe, dass das Produkt nicht nur in Österreich verarbeitet wurde, sondern auch der Rohstoff aus unserm Land kommt. KLIPP August 2009

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ESSEN UND TRINKEN

Heimische Lebensmittel sind ihren Preis wert Steirische Erzeugnisse mit Garantie – Kein Käse ohne Milch


Urlaubstipps tipps

Heidi, Herbst und Hochgefühle

Die Ferienregion Heidiland bringt alle Na-

Champagner und Kosmetik

turburschen und -mädels auf Touren. Das

Stylisches Ambiente mit moderner Kunst,

Honiggelb der Lärchen, die bunten Wälder,

Weinbar und italophiler Gastgarten für laue Sommernächte, österreichische Kü-

der tiefblaue Himmel und die ausgezeichnete Fernsicht geben jetzt im wahrsten

Bad Ragaz-Pizol. Man passiert den Wangs-

chenklassiker und Gesichtspflege im Män-

Sinne des Wortes Berge. Zum Traumwan-

ersee, den Wildsee, den Schottensee, den

ner-Kosmetikstudio – das Arthotel Blaue

dern am Pizol bietet sich der berühmte

Schwarzsee sowie den Baschalvasee und

Gans verwöhnt Männer mit einem neuen

Heidipfad an, der von der Station Pardiel

genießt die Aussicht auf den Pizolglet-

„men only-Package“: 2 Übernachtungen

bis zur Alp Schwarzbüel verläuft. Auf

scher und die Alpen. Nach diesen herrli-

im Doppelzimmer „art.elier“, reichhalti-

& Health Club (inkl. Nutzung des Spa-Be-

bunten Bildtafeln wird die Heidigeschich-

chen Wanderungen lässt man das Erlebte

ges Buffetfrühstück und 3-gängiges Menü

reichs) sowie Gesichtspflege (energizing

te von Johanna Spyri erzählt. Wer höher

bei einem entspannenden Thermalbad

im Restaurant, 2 Gläser Champagner im

treatment) im Kosmetikstudio BOA Men’s

hinauswill und noch mehr Kondition in den

oder bei multikulturellen Anwendungen

Club „take five“, gratis Wlannützung und

Cosmetic Lab. 308,00 pro Person.

Waden hat, entschließt sich zu einer der

in der neu eröffneten Wellnessoase der

Tageszeitung. Inkludiert sind außerdem

Infos:

eindrucksvollsten Panoramabergwande-

Tamina Therme ausklingen.

der Eintritt in den Holmes Place Fitness

rungen der Schweiz. Die „5-Seen-Höhen-

Infos:

wanderung” startet am Ausgangspunkt

0662 / 84 24 91 – 0 www.blauegans.at

+41 (0)81 7200820 www.heidiland.com

Am Ursprung des Rieslings

Weißenkirchen in der Wachau nennt sich „Ursprung des Rieslings“. Tatsächlich ist Weißenkirchen als einstiges „Thal Wachau“ der älteste Teil der Weinbauregion, wo sich schon die Kelten und Römer anbreiten sich zwischen den Ausläufern des

Rund um Südtirols edle Stachelfrucht

Dunkelsteinerwalds und dem Donauufer

Die stärkereiche Kastanie, in Südtirol auch „Kescht“ genannt, war im Mittelalter in den

die Weingärten aus. In Weißenkirchen

südlichen Alpenregionen ein Grundnahrungsmittel. Heute zieren die selten gewordenen

hat die Gastfreundschaft eine fast eben-

Edelkastanien als ausgezeichnete Rarität die Südtiroler Küche. In Lana & Umgebung gehört

so lange Tradition wie der Weinbau. Vom

der Kastanienbaum seit jeher zum Landschaftsbild und zur Lebenskultur. Alles Wissens-

„Heurigen“ bis zum Gourmettempel, vom

werte um die stachelige Frucht erfährt man am Kastanienerlebnisweg in Völlan, der zu

Urlaub beim Winzer bis zum Viersterne-

Wanderungen durch die Kastanienhaine und zur Geschmacksanregung „anstachelt“. Der

hotel kann Weißenkirchen alles anbieten.

rund zwei Kilometer lange Rundweg liegt zwischen Lana und dem Gampenpass, der das

Neben Wein- und Kulturreisenden, die das

Etschtal mit dem Nonstal verbindet. Er beginnt direkt im Ortszentrum Völlan und führt

siedelten. Rings um den historischen Kern

Wachau-Museum, Ausstellungen, Thea-

über zehn Erlebnisstationen, die sich mit der Herkunft, den biologischen Verwandten, den

teraufführungen, Malkurse und Konzerte

„botanischen“ Ansprüchen und Bedrohungen, der geschichtlichen und kulturellen Bedeutung der „Castanea sativa“

frequentieren, schätzen auch Familien,

auseinandersetzen. Nahe dem Weg liegen gemütliche Möglichkeiten zur Einkehr und – wenn die Zeit reif ist – zur

Radler und Wanderer den Ort.

Verkostung typischer Kastaniengerichte. Eine regionale Spezialität sind frisch gebratene Kastanien zu einem Glas

Infos:

„Sußer“ – so heißt der frisch vergorene Wein Südtirols.

0 2715 / 2353 www.wachau-blog.at

40

Teil1.indd 36

Infos:

+39/0473/561770 www.lana.info KLIPP August 2009

03.08.2009 14:08:26 Uhr


s

Vollmond im Wellnessreich

Wein- und Gaumenhochgenüsse an der Mosel

„Sie sitzen auf der Terrasse Ihrer Romantik-Suite und blicken direkt auf die Gipfel des Hochkönig-Bergmassivs. Unter Ihnen

Unter dem Motto „Wein- und Gaumen-

glitzert der beheizte Außen-

hochgenüsse an der Mosel“ bietet Bac-

pool im Schein des Vollmonds

chus Touristic, der Wein- und Kulturrei-

und Sie schlürfen einen Moonlight-Drink.“ Das ist keine Vollmond-Legende,

sespezialist an der Mosel, seinen Gästen

sondern das Angebot des 4-Sterne-Berg-und-Spa-Hotels Urslauerhof in der

auch Kochkurse. Dass die deutsche Küche

Ferienregion Maria Alm im Salzburger Land. Auf drei Ebenen wurde das neue

mehr zu bieten hat als Schnitzel mit Pom-

Hochkönigs-Wellnessreich konzipiert. Geboten werden verschiedenste Sau-

mes und Würstl beweist die große Zahl

nen und Dampfbäder, Erlebnisduschen und Wärmeliegen, Whirlpool, Atrium

der Sterneköche im Lande. Mit höchster

und Ruheräume mit grandiosem Ausblick. Das Herzstück ist der neue Pool mit

Kreativität und Qualität ist das Becker’s

Blick auf die Berge, wo die Gäste drinnen und draußen unterm Sternenhimmel

eine der renommiertesten Adressen der

schwimmen.

Moselmetropole. Nach der Begrüßung und

einige Tricks dabei erlernen. Am Abend wird

Besprechung des Tagesablaufs mit Sterne-

dann das selbst gekochte Menü serviert –

koch Wolfgang Becker geht es für die Hob-

selbstverständlich mit den dazu passenden

byköche in der Küche gleich zur Sache. In

Weinen der Moselregion.

lockerer Atmosphäre kann man dem Profi

Infos:

06584/8208 www.urslauerhof.at

Reinschmecken und Genuss erleben

+49 (0)6502 506792 www.bacchus-touristic.de

auf die Finger schauen und gleichzeitig

Infos:

Die Schönheit der Potsdamer Schlösser und Gärten entdecken, die wunderschöne

Ein Sommer voll Ideen

Seenlandschaft rund um Potsdam erforschen und inmitten einer unverfälschten

Das Einzigartige am Taubers Unterwirt: Für

noch spezielle Rabatte auf den Verwöhnpen-

Natur im stilvollen Ambiente wohnen – im

jeden Urlaubswunsch gibt es das passende

sion-Preis“, so Hotel-Chef Helmut Tauber.

liebevoll restaurierten Hotel Bayrisches

Angebot. Aktivurlauber finden sich direkt

Zwischen Schnupperklettern, Kindermalkur-

Haus in Potsdam ist ein Urlaub wie Balsam

auf der alpinen Spielwiese für Mountainbi-

sen bis hin zur „gruseligen“ Schlossführung

für die Seele. Gäste haben hier die Möglichkeit, ein paar Tage Ruhe und Zeit für

ker und Wanderer wieder. Als Mitgliedsho-

kommt garantiert keine Langeweile auf.

sich selbst zu haben. Für Kulturliebhaber ist es aber auch der ideale Ort, um einen

tel bei den „Mountain-Bike-Holidays“ sowie

Währenddessen gönnen sich die Eltern eine

Urlaub inmitten unberührter Natur mit einem Ausflug in die nahe gelegene Groß-

den „Wander-Hotels“ werden den aktiven

Relax-Auszeit im luxuriösen Wellness- und

stadt Berlin zu verbinden. Als mit Sicherheit schönstes Hotel in und um Potsdam,

Gästen neben professioneller Betreuung di-

Spa-Bereich. Im Beautybereich verwöhnen

werden Gäste im Fünf-Sterne-Hotel Bayrisches Haus von den Gastgebern Gertrud

verse Zusatzleistungen für traumhafte Alpin-

professionelle Kosmetikerinnen bei Anwen-

Schmack und Alexander Dressel in der „Wildparkresidenz“, im „Gartenhaus“, im

Erlebnisse geboten. „Nicht nur, dass Kinder

dungen mit der Kraft der Kastanie, dem Geist

„Jagdhaus“ und im „Waldhaus“ herzlich willkommen geheißen.

sich in unserer frischen Luft und bei unserem

der Reben und der Magie der Bergkräuter.

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Hotel, Suite oder Bungalow Lombardei–Venetien–Tren-

gepflegten, aber völlig in-

Ob der älteste Verlag Salzburgs, historische Musikalienhandlungen oder Werk-

tino: Wo diese drei Regionen

dividuellen Wohnstil. Neben

stätten für edle Trachtenmoden, ob feinste, selbst erzeugte Spirituosen oder

zusammentreffen, liegt der

dem 4-Sterne-Hotel mit den

Käsespezialitäten im Miniladen, ob Kaffeegenuss im traditionsreichen Altwie-

Gardasee, mit einer Oberflä-

154 Zimmern und fünf Juni-

ner Kaffeehaus oder eine Führung durch Europas größte Bier-Erlebniswelt –

che von 370 km2 der größte

or-Suiten sowie den beste-

hinter den reich verzierten Fassaden der Weltkulturerbealtstadt Salzburgs

See Italiens. Das seit über 50

henden 33 Family-Cottages

verbergen sich zahlreiche entdeckenswerte Adressen. Die von Tourismus Salz-

Jahren familiengeführte Du

bereichern neue Murialdo

burg in Kooperation mit ART RedaktionsTeam produzierte Shoppingbroschüre

Lac et Du Parc – Grand Re-

Luxury-Suites

eine

„Tradition & Qualität“ im handlichen Booklet-Format präsentiert in Wort und

sort in Riva zählt zu den besten Adressen am

Superior-Villa die Parkanlage. In dem moder-

Bild mehr als 40 ausgewählte Adressen auf jeweils einer Seite. Ergänzend fin-

Nordufer des Sees. Als größtes Resort am Gar-

nen Wohnambiente beider Adressen wird eine

den sich in diesem 54-seitigen Einkaufsführer ausgewählte Tipps zum Thema

dasee mit einer 70.000 m großen Parkanlage

komplett neue Form des Urlaubs-Wohngefühls

„beste Gourmetadresse“, „zartester Tafelspitz“, „erlesenstes Frühstück“,

hat es sich als Refugium für verwöhnte Genie-

vermittelt.

„feinstes Gasthaus“, „romantischstes Dinner for two“ und „originellstes

ßer längst einen Namen gemacht. Verwöhnte

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2

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Bücher

W

Bestsellerliste Belletristik Das Mädchen seiner Träume Donna Leon

Diogenes

Alle sieben Wellen Daniel Glattauer

Deuticke im Zsolnay V.

Mängelexemplar Sarah Kuttner

Fischer S. Frankfurt

Bruno, Chef de police Martin Walker

Diogenes

Starkmut Jeannine Meighörner

Löwenzahn

Sachbuch Jörg Haider Gerhard Wisnewski

Kopp, Rottenburg

33 x Knödel Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser Helmut Bachmann Athesia 33 x Grillen Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser Helmut Bachmann Athesia Liebe Richard D. Precht

Goldmann

Warum unsere Kinder Tyrannen werden Michael Winterhoff Gützersloher Verlagsh.

Lesestoff Alle Bücher erhältlich unter:

www.webbuch.at

in Graz, Liezen, Deutschlandsberg, Hartberg, Kapfenberg, Leoben und Feldbach

42

Begabte Mädchen, schwierige Jungs Susan Pinker Pantheon arum sind es die schwierigen Jungs, die später beeindruckende Karrieren machen, während die vielversprechenden Mädchen nur selten auf die Chefsessel gelangen? Susan Pinker hat sich auf die Suche gemacht nach dem wahren Unterschied zwischen den Geschlechtern und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Männer und Frauen wollen nicht das Gleiche – weder am Arbeitsplatz noch im Leben. Das Ende der Geschichte Lydia Davis Droschl Verlag

E

in Teil von mir war in ihn hineingewachsen, und gleichzeitig war ein Teil von ihm in mich hineingewachsen. Dieser Teil von mir war auch jetzt noch in ihm. Wenn ich ihn ansah, dann sah ich nicht nur ihn, sondern auch mich selbst, und sah, dass dieser Teil von mir verloren war. Aber nicht nur das: Ich erkannte, dass auch ich selbst – so wie er mich gesehen hatte, als er mich geliebt hatte – in seinen Augen verloren war. Ich wusste nicht, was ich mit dem von ihm in mich hineingewachsenen Teil anfangen sollte. Zwei Wunden gab es – die Wunde, dass er immer noch in mir war, und die Wunde, die durch jenen Teil von mir verursacht wurde, der aus mir herausgerissen und nun in ihm war. Jörg Haider – Unfall, Mord oder Attentat Gerhard Wisnewski Kopp

G

ehören auch Sie zu den Menschen, die an der offiziellen Version des „Unfalltods“ von Jörg Haider zweifeln? Am 11. Oktober 2008 verlässt nachts um viertel nach eins eine schwarze Limousine die Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt. Am Steuer: Jörg Haider – „Rechtspopulist“, Aufrührer, Siegertyp und Enfant terrible der europäischen Politik. Soeben hatte seine Partei BZÖ ihre Stimme bei den Nationalratswahlen verdreifacht. In den nächsten Tagen wolle er bei der Regierungsbildung mitreden. Doch kurz hinter Klagenfurt ist er plötzlich tot – gestorben bei ­einem „Autounfall“. Der schwere Dienstwagen des Kärntner Landeshauptmannes wird bei dem „Unfall“ total zerstört; Haider stirbt an multiplen Verletzungen. „Betrunken in den Tod gerast“, titelt die Presse. Doch sehr schnell tauchen Ungereimtheiten auf …

Im Schlaf Antonio Fian Droschl Verlag

T

räume sind die besten Erzählungen – meinte zumindest der Surrealismus und lieferte nicht immer ganz überzeugende Beispiele für diese Behauptung. Womit Breton & Co – und auch Freud – aber auf jeden Fall Recht hatten: Träume sind eine unerschöpfliche Quelle aberwitzigen Humors und absurdester Einfälle. Man muss sie nur noch in die rechte Form bringen. Diese in erstklassige Short Storys verwandelten erstklassigen Träume enthalten alles, was wir an unserer Schlafproduktion lieben: Hinrichtungen, Katastrophen, sexuelle Bizarrerien und Wunscherfüllungen der Sonderklasse. Da es sich beim Träumer um Antonio Fian handelt, nimmt es nicht wunder, dass auch seine Arbeitswelt und seine Kollegen (und Konkurrenten) in unbezahlten Haupt- und Nebenrollen auftreten. Und das Schwierigste an Träumen, ihre Verständlichkeit, diese Frage stellt sich gar nicht erst, denn die Frage nach Sinn und Bedeutung ist ja die Spezialdomäne der Literatur. Kasino-Kapitalismus – Wie es zur Finanz­krise kam, und was jetzt zu tun ist Hans-Werner Sinn Econ Verlag

D

as amerikanische Bankensystem ist pleite. Deutschlands Banken sind angeschlagen. In Osteuropa tickt die Zeitbombe. Ganze Staaten sind vom Konkurs bedroht. Hans-Werner Sinn, Chef des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, ­erklärt, wie das Finanzsystem zur Spielwiese von Glücksrittern werden konnte, und analysiert die Gründe der Krise: das Versagen der Rating-Agenturen, der Regulierungsbehörden, der Banken und nicht zuletzt der amerikanischen Wohnungspolitik. Aber Sinn blickt auch nach vorne und entwirft einen Masterplan zur Sanierung des Finanz­markts. Ist der Markt noch zu retten? Peter Bofinger Econ Verlag

N

ach einem beispiellosen Siegeszug ist die Marktwirtschaft jetzt in eine schwere Krise geraten. Das Vertrauen in den Markt und die Legitimation der Sozialen Marktwirtschaft schwinden, auf die Finanzkrise droht eine Systemkrise zu folgen. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger zeigt, wie der Staat die zerstörerischen Kräfte des Marktes bannen kann. Ein Plädoyer für eine neue Balance von Staat und Markt zur langfristigen Sicherung der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft. KLIPP August 2009


Marina Soral Verlag SoralPRO

S

eit fünf Generationen beschäftigt sich die Familie von Marina Soral mit Kräutern und deren Anwendung in der Volksheilkunde und der Küche, daher hat sie auch ihre Liebe zum Kochen. Immer wieder wird sie nach besonderen Rezepten oder nach Sparmöglichkeiten im Haushalt gefragt. Da immer mehr ihrer Freunde und Bekannten in der jetzigen Krise mit Sparrezepten die Ausgaben ihres Haushaltsbudgets verringern wollen, hat sie sich entschlossen, dieses Buch zu veröffent­ lichen. Das Buch hilft sparen oder lässt auch durch die Sparmöglichkeiten den einen oder anderen Wunsch schneller Wirklichkeit ­werden. Denn am meisten kann man beim Lebens­mitteleinkauf einsparen. Daher soll das Buch ein kleiner Wegbegleiter zur Wunsch­erfüllung sein. Warum stehen Männer auf Blondinen? Jena Pincott Goldmann Verlag

I

n weniger als drei Sekunden wissen SpeedDating-Kandidaten intuitiv, ob ihr Gegenüber für die Erfüllung ihrer gemeinsamen Sehnsüchte taugt oder nicht: sieht gut aus, hat eine angenehme Stimme, riecht gut und tut genau das Richtige. Entschieden wird das nicht im Kopf, sondern irgendwie im ganzen Körper. Wie Leidenschaft und Liebe blitzartig entflammen und oftmals leider auch genauso schnell wieder verfliegen, untersucht die Journalistin Jena Pincott mit Charme und ansteckender wissenschaftlicher Neugier. Der Palästinakonflikt Alexander Flores Herder

K

risenregion Palästina: Über Jahrzehnte hinweg schwelt der Konflikt. Die Lager und Interessen wechseln, und das Leid der Bevölkerung wächst. Ist der Palästinakonflikt eine Folge des Holocaust oder das Ergebnis geopolitischer Machtspiele? Wie ist die Rolle Israels einzuschätzen, wie die von Hamas und PLO? Anhand gängiger Klischees gelingt Alexander Flores eine kurze und sehr prägnante Darstellung.

KLIPP August 2009

Jason Starr Diogenes Verlag

D

Bruno, Chef de police Martin Walker Diogenes Verlag

B

er Mann, der Katie Porter folgt, wohin auch immer sie geht, ist nicht ihr Freund Andy. Der ist viel zu sehr mit seinem Job beschäftigt. Aber ein anderer hat bereits entschieden, dass Katie die Frau seiner Träume ist, denn er beobachtet sie schon seit einiger Zeit. Er verfolgt sie, Tag für Tag, unermüdlich und unauffällig. Aber vor allem sieht er sie als Heldin seiner Zukunft, die Frau, mit der er seinen Traum von der großen Liebe wahrmachen wird.

runo Courrèges – einziger Polizist, Gourmet, Hobbykoch, Rugbytrainer und begehrtester Junggeselle von SaintDenis – wird an den Tatort eines Mordes gerufen. Ein Immigrant ist tot aufgefunden worden. Da das Verbrechen offenbar rassistische Hintergründe hat, werden auch nationale Polizeibehörden eingeschaltet. Doch Bruno nutzt seine Ortskenntnisse und Beziehungen und ermittelt auf eigene Faust …

Märkte im Umbruch

Stars des Internets Mohamed El-Erian FinanzBuch Verlag

Torsten Oelke Redline Verlag

D

D

ie globalen Wirtschaftssysteme ändern sich rasant und werden zunehmend von heftigen Krisen geschüttelt. Nationen, die bis vor Kurzem noch in Wohlstand schwelgten, stehen vor dem Kollaps und sehen sich vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Vielen Börsianern geht es nicht anders. Die Handelsstrategien von gestern funktionieren heute nicht mehr. Investoren müssen die Märkte ganz neu interpretieren und bewerten. Nur wie? Das Buch zeigt mögliche Wege und Szenarien, mit denen sich Investoren auf die künftigen Herausforderungen der Weltwirtschaft optimal vorbereiten. Es gibt Strategien an die Hand, um Fehldeutungen zu vermeiden und seine Vermögenswerte zu schützen. Mit durchdachten und einfach nachzuvollziehenden Erläuterungen beleuchtet der Autor die Ursachen und die Konsequenzen der aktuellen Verfassung der globalen Wirtschafts- und Finanzsysteme. Das Monster, die Hoffnung und ich Sally Brampton Bastei Lübbe

S

ally ist nicht verrückt. Sie ist traurig. Ihre Trauer kennt weder Maß noch Grund, denn Sally leidet an Depres­ sion. Früher war sie voller Lebenslust, doch die Krankheit zieht sie in einen Abgrund, aus dem sie glaubt, nicht entkommen zu können. Sally Brampton erzählt ihre Geschichte aufrichtig und mit bewundernswertem Humor. Sie hat die Krankheit überlebt. Und wie sie darüber spricht, macht Mut und gibt Hoffnung. Es gelingt ihr, einen unsichtbaren Gegner greifbar werden zu lassen, und sie gibt Betroffenen und Angehörigen die Kraft, um sich der Krankheit zu stellen.

as Internet bietet nahe­zu unerschöpfliche Möglichkeiten, um neue Geschäftsideen und Produkte zu entwickeln. Doch nur wenige Ideen schaffen es bis zur Marktreife, noch weniger Unternehmen überleben die ersten Jahre. Torsten Oelke hat nach vielen offenen, spannenden und überraschenden Gesprächen 13 erfolgreiche Web-Unternehmer und ihre Geschichten in ­einem Buch vereint. Tanz den Fango mit mir Christian Zaschke Goldmann Verlag

C

hristian Zaschke ist Mitte dreißig, als er feststellt, dass zwei seiner Bandscheiben sich nicht mehr da befinden, wo sie hingehören. Ihm ist alles andere als zum Lachen zumute, als er sich in der Hoffnung auf Linderung seiner unerträglichen Schmerzen von Arzt zu Arzt und schließlich in die Reha-Klinik Bad Aibenhausen begibt. Doch was er dort erlebt, hat ihn – jenseits aller Qualen – zu einem der witzigsten Sachbücher der letzten Jahre inspiriert. Im Universum Reha-Klinik, in dem fast alle Tische und Stühle mit Halterungen ver­ sehen sind, in die man passgenau Krücken klemmen kann, in dem alle Türen sich automatisch öffnen und wieder schließen, widerfahren Christian Zaschke erstaunliche, teils unfassbare Dinge. Er begegnet seltsamen Ärzten, skurrilen Patienten, wortkargen Masseuren, einem einarmigen Banditen, einer furzenden Fregatte und einer singenden FangoGruppe. Von Massagen und Fangopackungen über Muskelrelaxation bis hin zu Feldenkrais lässt er eine Reihe von Behandlungen über sich ergehen – mit teils verblüffenden, teils zweifelhaften Effekten.

43

Bücher

Stalking

Kochen in der Krise


Bücher

W

Bestsellerliste Belletristik Das Mädchen seiner Träume Donna Leon

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Alle sieben Wellen Daniel Glattauer

Deuticke im Zsolnay V.

Mängelexemplar Sarah Kuttner

Fischer S. Frankfurt

Bruno, Chef de police Martin Walker

Diogenes

Starkmut Jeannine Meighörner

Löwenzahn

Sachbuch Jörg Haider Gerhard Wisnewski

Kopp, Rottenburg

33 x Knödel Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser Helmut Bachmann Athesia 33 x Grillen Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser Helmut Bachmann Athesia Liebe Richard D. Precht

Goldmann

Warum unsere Kinder Tyrannen werden Michael Winterhoff Gützersloher Verlagsh.

Lesestoff Alle Bücher erhältlich unter:

www.webbuch.at

in Graz, Liezen, Deutschlandsberg, Hartberg, Kapfenberg, Leoben und Feldbach

42

Begabte Mädchen, schwierige Jungs Susan Pinker Pantheon arum sind es die schwierigen Jungs, die später beeindruckende Karrieren machen, während die vielversprechenden Mädchen nur selten auf die Chefsessel gelangen? Susan Pinker hat sich auf die Suche gemacht nach dem wahren Unterschied zwischen den Geschlechtern und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Männer und Frauen wollen nicht das Gleiche – weder am Arbeitsplatz noch im Leben. Das Ende der Geschichte Lydia Davis Droschl Verlag

E

in Teil von mir war in ihn hineingewachsen, und gleichzeitig war ein Teil von ihm in mich hineingewachsen. Dieser Teil von mir war auch jetzt noch in ihm. Wenn ich ihn ansah, dann sah ich nicht nur ihn, sondern auch mich selbst, und sah, dass dieser Teil von mir verloren war. Aber nicht nur das: Ich erkannte, dass auch ich selbst – so wie er mich gesehen hatte, als er mich geliebt hatte – in seinen Augen verloren war. Ich wusste nicht, was ich mit dem von ihm in mich hineingewachsenen Teil anfangen sollte. Zwei Wunden gab es – die Wunde, dass er immer noch in mir war, und die Wunde, die durch jenen Teil von mir verursacht wurde, der aus mir herausgerissen und nun in ihm war. Jörg Haider – Unfall, Mord oder Attentat Gerhard Wisnewski Kopp

G

ehören auch Sie zu den Menschen, die an der offiziellen Version des „Unfalltods“ von Jörg Haider zweifeln? Am 11. Oktober 2008 verlässt nachts um viertel nach eins eine schwarze Limousine die Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt. Am Steuer: Jörg Haider – „Rechtspopulist“, Aufrührer, Siegertyp und Enfant terrible der europäischen Politik. Soeben hatte seine Partei BZÖ ihre Stimme bei den Nationalratswahlen verdreifacht. In den nächsten Tagen wolle er bei der Regierungsbildung mitreden. Doch kurz hinter Klagenfurt ist er plötzlich tot – gestorben bei ­einem „Autounfall“. Der schwere Dienstwagen des Kärntner Landeshauptmannes wird bei dem „Unfall“ total zerstört; Haider stirbt an multiplen Verletzungen. „Betrunken in den Tod gerast“, titelt die Presse. Doch sehr schnell tauchen Ungereimtheiten auf …

Im Schlaf Antonio Fian Droschl Verlag

T

räume sind die besten Erzählungen – meinte zumindest der Surrealismus und lieferte nicht immer ganz überzeugende Beispiele für diese Behauptung. Womit Breton & Co – und auch Freud – aber auf jeden Fall Recht hatten: Träume sind eine unerschöpfliche Quelle aberwitzigen Humors und absurdester Einfälle. Man muss sie nur noch in die rechte Form bringen. Diese in erstklassige Short Storys verwandelten erstklassigen Träume enthalten alles, was wir an unserer Schlafproduktion lieben: Hinrichtungen, Katastrophen, sexuelle Bizarrerien und Wunscherfüllungen der Sonderklasse. Da es sich beim Träumer um Antonio Fian handelt, nimmt es nicht wunder, dass auch seine Arbeitswelt und seine Kollegen (und Konkurrenten) in unbezahlten Haupt- und Nebenrollen auftreten. Und das Schwierigste an Träumen, ihre Verständlichkeit, diese Frage stellt sich gar nicht erst, denn die Frage nach Sinn und Bedeutung ist ja die Spezialdomäne der Literatur. Kasino-Kapitalismus – Wie es zur Finanz­krise kam, und was jetzt zu tun ist Hans-Werner Sinn Econ Verlag

D

as amerikanische Bankensystem ist pleite. Deutschlands Banken sind angeschlagen. In Osteuropa tickt die Zeitbombe. Ganze Staaten sind vom Konkurs bedroht. Hans-Werner Sinn, Chef des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, ­erklärt, wie das Finanzsystem zur Spielwiese von Glücksrittern werden konnte, und analysiert die Gründe der Krise: das Versagen der Rating-Agenturen, der Regulierungsbehörden, der Banken und nicht zuletzt der amerikanischen Wohnungspolitik. Aber Sinn blickt auch nach vorne und entwirft einen Masterplan zur Sanierung des Finanz­markts. Ist der Markt noch zu retten? Peter Bofinger Econ Verlag

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ach einem beispiellosen Siegeszug ist die Marktwirtschaft jetzt in eine schwere Krise geraten. Das Vertrauen in den Markt und die Legitimation der Sozialen Marktwirtschaft schwinden, auf die Finanzkrise droht eine Systemkrise zu folgen. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger zeigt, wie der Staat die zerstörerischen Kräfte des Marktes bannen kann. Ein Plädoyer für eine neue Balance von Staat und Markt zur langfristigen Sicherung der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft. KLIPP August 2009


Marina Soral Verlag SoralPRO

S

eit fünf Generationen beschäftigt sich die Familie von Marina Soral mit Kräutern und deren Anwendung in der Volksheilkunde und der Küche, daher hat sie auch ihre Liebe zum Kochen. Immer wieder wird sie nach besonderen Rezepten oder nach Sparmöglichkeiten im Haushalt gefragt. Da immer mehr ihrer Freunde und Bekannten in der jetzigen Krise mit Sparrezepten die Ausgaben ihres Haushaltsbudgets verringern wollen, hat sie sich entschlossen, dieses Buch zu veröffent­ lichen. Das Buch hilft sparen oder lässt auch durch die Sparmöglichkeiten den einen oder anderen Wunsch schneller Wirklichkeit ­werden. Denn am meisten kann man beim Lebens­mitteleinkauf einsparen. Daher soll das Buch ein kleiner Wegbegleiter zur Wunsch­erfüllung sein. Warum stehen Männer auf Blondinen? Jena Pincott Goldmann Verlag

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n weniger als drei Sekunden wissen SpeedDating-Kandidaten intuitiv, ob ihr Gegenüber für die Erfüllung ihrer gemeinsamen Sehnsüchte taugt oder nicht: sieht gut aus, hat eine angenehme Stimme, riecht gut und tut genau das Richtige. Entschieden wird das nicht im Kopf, sondern irgendwie im ganzen Körper. Wie Leidenschaft und Liebe blitzartig entflammen und oftmals leider auch genauso schnell wieder verfliegen, untersucht die Journalistin Jena Pincott mit Charme und ansteckender wissenschaftlicher Neugier. Der Palästinakonflikt Alexander Flores Herder

K

risenregion Palästina: Über Jahrzehnte hinweg schwelt der Konflikt. Die Lager und Interessen wechseln, und das Leid der Bevölkerung wächst. Ist der Palästinakonflikt eine Folge des Holocaust oder das Ergebnis geopolitischer Machtspiele? Wie ist die Rolle Israels einzuschätzen, wie die von Hamas und PLO? Anhand gängiger Klischees gelingt Alexander Flores eine kurze und sehr prägnante Darstellung.

KLIPP August 2009

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er Mann, der Katie Porter folgt, wohin auch immer sie geht, ist nicht ihr Freund Andy. Der ist viel zu sehr mit seinem Job beschäftigt. Aber ein anderer hat bereits entschieden, dass Katie die Frau seiner Träume ist, denn er beobachtet sie schon seit einiger Zeit. Er verfolgt sie, Tag für Tag, unermüdlich und unauffällig. Aber vor allem sieht er sie als Heldin seiner Zukunft, die Frau, mit der er seinen Traum von der großen Liebe wahrmachen wird.

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Torsten Oelke Redline Verlag

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ally ist nicht verrückt. Sie ist traurig. Ihre Trauer kennt weder Maß noch Grund, denn Sally leidet an Depres­ sion. Früher war sie voller Lebenslust, doch die Krankheit zieht sie in einen Abgrund, aus dem sie glaubt, nicht entkommen zu können. Sally Brampton erzählt ihre Geschichte aufrichtig und mit bewundernswertem Humor. Sie hat die Krankheit überlebt. Und wie sie darüber spricht, macht Mut und gibt Hoffnung. Es gelingt ihr, einen unsichtbaren Gegner greifbar werden zu lassen, und sie gibt Betroffenen und Angehörigen die Kraft, um sich der Krankheit zu stellen.

as Internet bietet nahe­zu unerschöpfliche Möglichkeiten, um neue Geschäftsideen und Produkte zu entwickeln. Doch nur wenige Ideen schaffen es bis zur Marktreife, noch weniger Unternehmen überleben die ersten Jahre. Torsten Oelke hat nach vielen offenen, spannenden und überraschenden Gesprächen 13 erfolgreiche Web-Unternehmer und ihre Geschichten in ­einem Buch vereint. Tanz den Fango mit mir Christian Zaschke Goldmann Verlag

C

hristian Zaschke ist Mitte dreißig, als er feststellt, dass zwei seiner Bandscheiben sich nicht mehr da befinden, wo sie hingehören. Ihm ist alles andere als zum Lachen zumute, als er sich in der Hoffnung auf Linderung seiner unerträglichen Schmerzen von Arzt zu Arzt und schließlich in die Reha-Klinik Bad Aibenhausen begibt. Doch was er dort erlebt, hat ihn – jenseits aller Qualen – zu einem der witzigsten Sachbücher der letzten Jahre inspiriert. Im Universum Reha-Klinik, in dem fast alle Tische und Stühle mit Halterungen ver­ sehen sind, in die man passgenau Krücken klemmen kann, in dem alle Türen sich automatisch öffnen und wieder schließen, widerfahren Christian Zaschke erstaunliche, teils unfassbare Dinge. Er begegnet seltsamen Ärzten, skurrilen Patienten, wortkargen Masseuren, einem einarmigen Banditen, einer furzenden Fregatte und einer singenden FangoGruppe. Von Massagen und Fangopackungen über Muskelrelaxation bis hin zu Feldenkrais lässt er eine Reihe von Behandlungen über sich ergehen – mit teils verblüffenden, teils zweifelhaften Effekten.

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Bücher

Stalking

Kochen in der Krise


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30.07.2009 14:45:56 Uhr

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