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Klipp Juli 2009

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Foto: Impuls Styria

Energie Steiermark – ein Rentenparadies

Neuer Chef Oswin Kois: Sein Anspruch momentan nur 16.000,– Euro

LUXUSPENSIONEN

26.000 Euro im Monat

Zoe Zambalos.


SPOTS 4

Die Monduhr Eine Omega war vor 40 Jahren bei erster Mondlandung dabei

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Rote Karte für Frauen Buchautorin Brigitte Trip zerlegt ein männernarrisches Hobby

COVERSTORY 12 Luxus-Pensionen

WIRTSCHAFT 16 Hurra, wir werden alle Millionäre! Gier frisst Hirn bei versteckten Pyramidenspielen

Seite 5 – Rote Karte für Frauen

POLITIK 18 Powerplay gegen Rot SPÖ „ist stiften gegangen“

Seite 12

– Luxus-Pensionen der EnergieSteiermark nicht in unsicheren Dollars, sondern im starken Euro: 26.000 davon als Rente im Monat – und das 14 Mal im Jahr.

I N H A L T

20 „Betteln“ um jede Wählerstimme Bürgermeister Nagls Koalition in Graz kommt stärker unter Druck 22 Gleisdorf ist Vorbild ... mit seinem ambitionierten Klimaschutz-Modell

AUTO 28 Ohne Dach unterwegs Jetzt ist Cabrio-Zeit – zwei davon im KLIPP-Test

LEBEN & LEUTE 34 Mächtiger Franky-Boy Magna-Chef Stronach – mit Opel am Olymp der Autobauer

Seite 44 – Naturerlebnis Nothklamm

36 Bio vierstimmig Die Wilfingers aus dem oststeirischen Hartberg 42 Fitnessstudio im Grünen Bad Birnbach – das ländliche Bad bei Passau

Foto: Markus Leodolter

43 Wann sind wir endlich da? Stegersbach liegt in „Sichtweite“ 44 Naturerlebnis Nothklamm Steinreich und atemberaubend

Seite 16 – Hurra, wir

Seite 34 – Mächtiger Franky-Boy

werden alle Millionäre! Gier frisst Hirn bei versteckten Pyramidenspielen

48 Ein Muster-Projekt? Sportcampus Leibnitz nach Ausstieg der Tennis-Legende

STANDARDS 4

Spots

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Der KLIPPer

25 Lilly Lotterblume 28 Auto & Motor 32 Gesundheit 48 Golftipps

Seite 36 – Bio vierstimmig: Die Wilfingers aus Hartberg 2

Seite 38 – Sportcampus Leibnitz nach Aus-

46 Urlaubstipps

stieg der Tennis-Legende: Ein Muster-Projekt?

50 Bücher

s

KLIPP Juli 2009


IMPRESSUM

Zu diesem Heft

Medieninhaber: KLIPP Zeitschriften KG, 8020 Graz, Friedhofgasse 20, Tel. 0316/ 42 60 80-0, Fax-Dw 122 office@klippmagazin.at

Nicht der Neid … ist der Grund für unsere Titelgeschichte über das Rentenparadies in der Energie Steiermark, sondern das Erstaunen über die Unverschämtheit. Nach nur 13 Jahren Dienstzeit hat der mit 1. August kommende neue Konzernchef Oswin Kois bereits jetzt einen Pensionsanspruch von 16.000 Euro im Monat – 14 Mal im Jahr! Kois war bisher kein Spitzenmanager, sondern lediglich einer der Geschäftsführer einer Verbund-Tochter. Vergleichsweise hat der Vizekanzler der Republik Österreich wohlgemerkt als Aktivbezug nur knapp 18.000 Euro. Als Landesbeamter – Kois’ frühere Tätigkeit – hätte dieser wohlgemerkt nach 40 Jahren Dienstzeit rund 8.000 Euro Pension. Bis der heute 58-jährige Oswin Kois in Pension geht, wird er weit mehr als 20.000 Euro Pension im Monat haben. Ihm sei ein langes Leben gegönnt, einige Jahre später werden es dann schon 26.000 Euro sein. So viel bekommt jetzt einer seiner Vorgänger – zugegeben schon sehr betagt. Nur damit kein Irrtum aufkommt und der Vollständigkeit halber: In der Energie Steiermark, aber auch beim Verbund und in anderen Landes-Strom-Gesellschaften gibt es ganz sicher noch etliche Mega-, Midi- und Mini-Kois. Fast beschleicht einen das Gefühl, höhere Strompreise

KLIPP Juli 2009

Herausgeber: KLIPP Zeitschriften KG

gibt’s nur wegen der hohen Pension. Ja, es stimmt schon, Oswin Kois ist einer der Profiteure in diesem Rentenparadies, er hat es nicht mitinstalliert. Da kommt es viel, viel billiger und ist auch sozial gerechter, den Spitzenmanagern höhere, leistungsbezogene Gagen in ihrer aktiven Zeit zu zahlen, aber ohne jeden Pensionsanspruch. Wie das beim Duo Maier-Keilbauer der Fall ist, die sich in wenigen Wochen verabschieden (müssen). Weil Peter Schachner, der Aufsichtsratsvorsitzende der Energie Steiermark, das so wollte. Der Expolitiker und Professor ist selbst hochbezahlter Pensionist, daneben bezieht er auch noch mehr als 100.000 Euro an Aufwandsentschädigungen für diverse Aufsichtsratsjobs. Er wollte mit Oswin Kois seinen früheren, ihm treu ergebenen Sekretär unbedingt an seiner Seite wissen. Schon einmal war Kois in der Steweag in der Vorstandsetage. In dieser Zeit war er mitverantwortlich für einen 30-Millionen-Euro-Flop bei einem Energieprojekt in Donawitz, durch den die steirische Stromgesellschaft erstmals wieder rote Zahlen schrieb. Hoffentlich macht er diesmal seinen Job besser. Jürgen Lehner

Officemanagement: Isabella Hasewend Redaktion und Autoren: Jürgen Lehner, Ali Rosker, Heidelinde Kogler, Reinhard Schuch, Vera Leon, Isabella Hasewend, Hedi Grager, Michaela Vretscher. Produktion: Zoe Alexandra Zambalos, Christian Wallner. Lektorat: Mag. Dr. Günter Murgg Druck: MA-TISK d.o.o. Maribor Abonnentenpreise: Jahresabo € 14,53, Zweijahresabo € 26,16, Studentenabo: 2 Jahre € 18,16, 1 Jahr € 13,08 Vertrieb: Morawa Pressevertrieb Erscheinungsort: Graz, Verlagspostamt: 8020 Graz, P.b.b. www.klippmagazin.at Nächster Erscheinungstermin: August 2009

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SPOTS

Eine Omega war vor 40 Jahren bei der ersten Mondlandung dabei

Die Monduhr 1961 hatte US-Präsident John F. Kennedy dem amerikanischen Volk das Versprechen gegeben, „noch vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen auf den Mond zu befördern und sicher zur Erde zurückzubringen“. Nur acht Jahre später – es war der 21. Juli 1969, 02:56:15 GMT – setzte Neil Armstrong seinen Fuß auf den Boden des Mondes. Mit den Worten: „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit“, beschrieb er diesen außergewöhnlichen Moment.

Inspiriert von der Schmuckkollektion

Lifestyle-Marke Thomas Sabo

Mit der Serie Sport Evolution M präsen-

Mit eingraviertem klassischem Karo-

Der Style von Thomas Sabo war

tiert Glashütte Original sehr sportliche

muster zeichnen sich die Burberry

schon immer zeitgemäß. Jetzt

und zugleich facettenreiche Damen-

Uhren durch einen modernen und ele-

präsentiert die Lifestyle-Mar-

uhren in Medium-Größe. Das 37-mm-

ganten Stil für Herren und Damen aus.

ke eine neue, völlig eigenstän-

Glashütte Sport Evolution M Collection

Facettenreiche Sportlichkeit

Edelstahlgehäuse bildet den Rahmen für das automatische Manufakturwerk Kaliber 39-21. Durch die Kombination von Silber-,

Die Damenuhren wurden von der edlen Burberry-Schmuckkollektion

dige Uhrenkollektion mit rund 60

inspiriert.

Modellen im Designcode der Ster-

Zu den zentralen Stilen für Damen gehören

ling Silver Collection. Ziffernblätter

Kupfer- oder Karbonzifferblättern mit Edel-

eine feminine Uhr mit Bettelarmband, in das

und Armbänder blitzen bei jeder

stahl- oder Triestebändern entstanden einer-

drei verschiedene Karomuster eingraviert

Bewegung mit Totenköpfen, Drachen

seits ausgesprochen dynamische Modelle; Baguett-Diaman-

sind, und ein Armband aus Quadraten mit eingravier-

und Lilienkreuzen auf – die markanten

ten, ein Rubin oder Brillanten sorgen für die exklusive Note.

tem Karomuster aus Edelstahl, dunklem Nickel, Gold

Insignien der „Rebel at heart“ Collection. Strah-

Die Sport Evolution M vereint darüber hinaus Funktionalität,

oder Edelstahl mit Diamantakzenten am Gehäuse.

lende Sonnen, rotierende Eiffeltürme und glitzern-

Präzision und Ästhetik mit den Ansprüchen der modernen

Erstmals in der Kollektion ist das neue Burberry-

de Elemente dominieren die „It Girl“ Collection,

Frau. Die Modelle sind im ausgewählten Fachhandel und der

Karomuster in Schwarz-Weiß, das vom neuen Duft

eine elegante Linienführung die zeitlose „Classic“

Tourbillon Boutique Kitzbühel erhältlich.

„Burberry the Beat“ inspiriert wurde.

Collection.

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runde ausgemustert; von den übrigen drei Armbanduhren erfüllte nur die Omega Speedmaster die von der NASA vorgegebenen hohen Anforderungen. Es waren die strengsten Prüfungen, die jemals in der Uhrentechnik durchgeführt worden sind. Lediglich die OMEGA Speedmaster bestand die Tests. Ab diesem Zeitpunkt war die Omega Speedmaster die einzige für bemannte Weltraummissionen zugelassene Uhr, die somit zu einem untrennbaren Teil des Omega-Vermächtnisses geworden ist.

Am 21. Juli 2009 jährt sich das Ereignis der Mondlandung zum 40. Mal. Omega feiert diesen Geburtstag mit einer auf 7.969 Exemplare limitierten Edition. Es begann alles in den frühen 1960er Jahren. Zwei NASA-Bedienstete kauften fünf Chronographen unterschiedlicher Marken und hatten die Aufgabe, für ihre Astronauten die beste auf dem Markt erhältliche Uhr für den Weltraumeinsatz zu finden. Es war geplant, dass sich die Astronauten auf diesen Missionen auch außerhalb des Raumschiffs bewegen sollten. Eines der wichtigsten Instrumente dabei sollte eine Armbanduhr sein, die den schwierigen Umgebungsbedingungen im Weltraum standhalten konnte. Jedes Mal, wenn ein im Vakuum des Weltraums schwebender Astronaut sein Handgelenk bewegte, kam die

Uhr plötzlich aus dem Schatten und war den ungefilterten Sonnenstrahlen sowie Temperaturen von über 100 °C ausgesetzt. Auf dem Mond, dem erklärten Ziel von Präsident Kennedy und der NASA, würden die Umgebungsbedingungen noch viel unwirtlicher sein. Die Temperaturen auf der Mondoberfläche schwanken zwischen -160 °C und +120 °C. Es wurden eine Reihe harter Tests ausgearbeitet, um

Eine Hommage an Verliebte

Ein ironisches Postskriptum: Von der Weltraumreise der Speedmaster erfuhr Omega erst, nachdem ein Foto mit Ed White auftauchte, das beim ersten Weltraumspaziergang der Amerikaner im Rahmen der Gemini-4-Mission im Juni 1966 gemacht worden war. festzustellen, welche der Uhren am besten mit den extremen Herausforderungen des Alls zurechtkam. Von den ausgewählten Chronographen wurden die ersten drei bereits nach der ersten Test-

Uhren für Racer

Die NASA kaufte im Jahr 1964 die Speedmaster-Modelle zum Stückpreis von 82,50 Dollar, das waren damals 415 Schweizer Franken. Für die Jubiläums-Speedmaster gilt ein empfohlener Richtpreis von 3.840 Euro. Wer eine aus der damaligen Zeit hat, der sieht, welche Wertanlagen Uhren sind.

Der Ceramica Chronograph

Einen Menschen lieben heißt

Im April 2008 schrieb Da-

Die preisgekrönte und

einwilligen, mit ihm alt zu

nica Patrick Geschichte und

ikonische Uhrenreihe des

werden (Albert Camus) – dieses

gewann als erste Frau ein

Ceramica Chronographen

Zitat lässt sich auch auf die Uhren

Rennen der IndyCar®-Serie.

von Rado steht für High-

von Longines ummünzen, die den

Das Uhrenmodell „Limited Edition

tech, höchsten Luxus und

Trägern ein Leben lang zur Seite

2009“ zollt dem Erfolg der Tissot-Botschafterin Tribut, ist in einer

Komfort. Fließendes De-

stehen und jedes Outfit veredeln. In

limitierten Auflage von 4.999 Stück erhältlich und orientiert sich an

sign. Fusion der Formen.

der Hochzeitskollektion von Longines

den Team-Farben von Danica Patrick Weiß und Hellblau. Für den Ra-

Kontinuität der Linien.

finden sich Damen- und Herrenmodelle in verschie-

cer Nicky Hayden und seinen erfolgreichen Start in das vierte Jahr

Auf dem Zifferblatt gibt

densten Varianten und Ausführungen. Bei den Modellen

der Partnerschaft launchte Tissot die R-Race Nicky Hayden 2009

es drei konzentrische Zäh-

für die Braut wird mit unterschiedlichen Gehäusefor-

mit Edelstahlgehäuse. Die zwei Zeiger sind rot wie der Tachometer

ler, die sich subtil in ihre Umgebung einfügen.

men gespielt, die mit Diamanten besetzt sind und da-

und das Kautschukarmband. Auf dem Gehäuseboden finden sich die

Die Kollektion verkörpert die vollständige

durch der Trägerin noch zusätzlichen Glanz verleihen.

Nummer „69“, die Glückszahl von Hayden, und ein roter Stern. Zu

Integration aller Elemente der Uhr. Ein raffi-

Für die Herren finden sich in dieser Linie elegante oder

dieser Uhr gibt es eine Spezialbox, in der Form eines Rennhelms in

nierter Zeitmesser, der Präzision und Perfek-

auch sportliche Zeitnehmer.

Nickys Teamfarben.

tion gleichermaßen vereint.

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19 Minuten später betrat auch Buzz Aldrin den Mond. An seinem Arm trug er einen Chronographen, eine Omega Speedmaster Professional, die mit einem Gurt über dem Ärmel des Raumanzugs festgezurrt war. Diese Uhr war 1957 entwickelt und von der NASA für insgesamt 118 Weltraummissionen ausgewählt worden. Sie ist bis heute die einzige Uhr, die jemals auf dem Mond getragen wurde.

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Um Gottes willen, wollen die jetzt auch uns noch den Fußball wegnehmen oder gar die Gleichberechtigung? Die Kicker-Chauvis, die MiniRonaldos, allesamt zum Teil nicht gerade die wissbegierigsten Fans, Präsidenten und Trainer müssen nicht erschrecken. Alles bleibt noch roger, im grünen Bereich. Die Schonzeit hält an.

F

ußball bewegt Massen, doch es sind vorwiegend männliche. Von Anbeginn zeigt man den Frauen die „Rote Karte“ und damit den Ausschluss vom Fußballfeld. Alles, was Frauen im Zusammenhang mit Fußball machen, wird als minderwertig betrachtet. Buchautorin Brigitte Trip zeigt allerdings glasklar auf und analysiert (natürlich nicht ohne Absicht), was Mädeln und Frauen entgeht, weil sie den Männern die „wichtigste Nebensache der Welt“ bisher praktisch kampflos überlassen. Nachsatz: Der Fußball und die Männerherrschaft seien ein Spiegelbild der sonstigen Gesellschaft, und diese gerät bekanntlich mehr und mehr unter Druck. „Fußball ist nicht meines“, stellt Brigitte Trip klar und dennoch oder gerade deshalb analysiert sie in ihrem Buch* die Gründe, warum Frauen so wenig in der Fußballwelt verloren haben. Sie arbeitet seit Jahren in der Sportabteilung des Landes und hat daher viel mit FunktionärInnen der Sportverbände zu tun. „Fußball ist das letzte Refugium von Maskulinität und wir Frauen lassen das zu.“ Es geht mir in meiner Arbeit nicht darum, dass vordergründig mehr Frauen und Mädchen Fußball spie-

Rote Karte für Frauen len sollen, sondern mich hat interessiert, warum so wenige Frauen und Mädchen im Fußball zu finden sind. Für mich sind also die Ausschließungsgründe das Wesentliche, weil die männliche Herrschaft auch im Fußball unhinterfragt wirkt, so „naturgegeben“ erscheint. Die männliche Vorherrschaft zeigt sich bei Spielern, Funktionären, Schiedsrichtern und Trainern. „Frauen und Frauenfußball kommt sportlich und gesellschaftlich nur eine marginale Rolle zu. Und: Der Frauenfußball ist auch ein Indikator in der Gesellschaft für die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.“ Bis zur Pubertät spielen Buben und Mädchen oft in Mannschaften zusammen, doch dann kommt’s zur totalen Geschlechtertrennung, und plötzlich sind Frauen, die sich für Fußball interessieren, nicht mehr sexy, so etwas wie Mann-Weiber. Kompetenz im Fußball dürfen nur Männer haben, Frauen werden da ausgeschlossen, nach der Devise: Die Buben gehören auf den Fußballplatz, die Mädchen zum Ballett. Ursprünglich war das Hauptargument gegen den Frauenfußball, dass dieser sogar „eine Gefährdung der Gebärfähigkeit“ nach sich ziehe. „Ich halt’ davon, ehrlich gesagt, nix“, soll Franz Beckenbauer seinen Standpunkt schon einmal sehr drastisch formuliert haben, obwohl er auch ein Vizepräsident vom Komitee für die Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland ist. Die Abwertung der Frauen ist in allen Bereichen intensiv spürbar. Sie haben wenig Perspektiven – weder als Spielerinnen noch als Schiedsrichterinnen, als Funktionärinnen und schon gar nicht als Trainerinnen.

Quelle für das Buch: Die Dissertation „Wie konstruiert Mann Frauen im Fußball – Fußball als Ab-Bildung der Geschlechterverhältnisse in Zeiten fortgeschrittener Emanzipation. Eine Analyse anhand der Denkwerkzeuge Pierre Bourdieus.“ Leykam

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Der Fußball hat so eindeutige Bilder: Funktionäre sind praktisch ausschließlich (alte) Männer. „Echten Fußball“ spielen nur Männer, wie uns der Habitus lehrt. Nur HerrenNationalmannschaften können auf dem Felde der Ehre agieren und diese retten. Das Traineramt ist Männern vorbehalten; Frauen sind nach Bourdieu gegenüber Männern „nicht weisungsbefugt“; im Übrigen haben sie keine Zeit zu haben. Weibliche Fans sind Tussis,

Groupies, bestenfalls Behübschung, ökonomisches Potential.

Bastion für die Männer „Frauen können maximal eine dienende oder behübschende Rolle (in den Stadien) einnehmen.“ Der Fußball drückt auch klar die Aufgabenteilung der Geschlechter aus: Frauen gehören ins Haus, zu den Kindern, haben keine Zeit zu haben, zum Trainieren, am Wochenende; Männer gehören auf die Bühne. Und der Fußball ist nun mal eine Bühne. (Trip) „Während Frauen zu Hause staubsaugen und mit den Kindern spielen, dürfen die Männer zum Training oder zum Match.“ Den Kern der empirischen Untersuchung von Brigitte Trip bildeten der Steirische Fußballverband und Akteure/innen aus Kultur, Medien, Wirtschaft und Wissenschaft. Online-Interviews und persönliche Interviews mit mehr als 200 Personen bildeten die Basis für die Analyse, wie (Männer-)Fußball funktioniert. Als Instrument für die Analyse dient Brigitte Trip die Gedankenwelt des französischen Soziologen Pierre Bourdieu und sein Werk „Die männliche Herrschaft“. Er sagt: „Die Männer lieben die Spiele der Macht (die Fußballspiele) und die Frauen die Männer, die diese Spiele lieben. Es ist der übliche Kreislauf: Männer fördern Männer, Frauen sind im Regelfall ausgeschlossen, weil sie von Fußball nichts verstehen. Frauen sind bestenfalls marginales Beiwerk – als Spielerfrau oder Groupie.“ „Es war nicht das Ziel meiner Arbeit, Frauen und Mädchen die Welt des Fußballs zu eröffnen, sondern zu zeigen, wie festgemauert die Bastion männlicher Herrschaft ist. Und so geFoto: Joel Kernasenko

S ePnOeTrSg i e

Buchautorin Brigitte Trip zerlegt ein männernarrisches Hobby

Brigitte Trip über das klassische Rollenbild: „Die Buben auf den Fußballplatz, die Mädchen zum Ballett.“

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enbild:

... nutzt es gor nix. Zur Premiere am 26. Juni mache ich mich in freudiger Erwartung auf nach St. Josef. Standen letztes Jahr mit großem Erfolg „Die Dorfheiligen“ auf dem Programm, so geht heuer „Die Jacobi-Verschwörung“ von Steffi Kammermeier über die Freiluftbühne des Theaters am Bauernhof. Dichte Wolken verhängen den Himmel, doch könnte sich wie bei der Premiere 2008 der Wettergott auch dieses Mal als gnädig erweisen. Bereits unterwegs beginnt es herniederzuprasseln, bei der Abfahrt von der Bundesstraße in Richtung St. Josef schwimmt mit dem herabstürzenden Regen auch die Hoffnung dahin, das Ensemble an diesem Abend erleben zu können. Von Michaela Vretscher

Wahrlich idyllisch die Gegend selbst bei solchem Wetter möchte man nicht umkehren. Am Spielort angelangt, sind die meisten Besucher, in lange Regenmäntel gehüllt, bereits am Aufbrechen. Einige stärken sich am Würstlstand, während ich mich auf die Suche nach „Urgestein“ Fini Walter mache, Obfrau des Theatervereins, jahrzehntelanges Mitglied und eine der fantastischen DarstellerInnen, die mich letztes Jahr begeisterten. Als Kupplerin

Anna Hechenbacher tritt sie in der „Jacobi-Verschwörung“ in Erscheinung und nun stöbere ich sie in der „Stubn“ auf. „Heut war ich ganz umsonst nervös“, sagt Fini und bietet mir ein Gläschen Schilcher an. Und wir blättern im Archiv.

Hinter den Kulissen Seit 1986 werden hier am Bauernhof Stücke gespielt, die Theaterrunde St. Josef wurde aber bereits im Jahre 1922 gegründet. Nach einer Unterbrechung während des 2. Weltkrieges konnte die Spieltätigkeit 1947 wieder aufgenommen werden. Eine gereichte Chronik zeigt Fotos von den Anfängen und Finis Mann, Fritz Walter, erzählt über die langen Wanderungen zu diversen Vorstellungsorten in Gemeinden der Umgebung: So marschierte die Truppe etwa nach Preding oder Marhof bei Stainz. Fritz als Tischler hat auch die Einrichtung der Stube hergestellt, die Holztribüne – anno dazumal nach jeder Vorstellung abgebaut, weil der Hof bewirtschaftet war – ebenfalls mit Unterstützung der Vereinsteams gezimmert.

Die Jacobiverschwörung: Fini Walter als Kupplerin Anna Hechenbacher mit Hannes Tomberger als Quirin.

Nach und nach findet sich eine freundliche Gruppe, „der harte Kern“ der Theaterrunde sowie jung Eingestiegene, Regisseur Hermann Schweighofer und Karin Roth aus München, Geschäftsführerin des Stückgutverlags, die gerne hierherkommt, um sich die Produktionen in diesem „herrlichen Ambiente und außergewöhnlichen Theater“ anzusehen.

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sehen ist der Fußball ein gutes Abbild für unsere Gesellschaft – wie im Fußball, so auch im Leben.“ Dieses Rollenverhalten von klein auf zeigt sich symbolhaft schon in der Schule beim Turnunterricht von gemischten Klassen. Während sich die Mädchen am Beginn meist in einer Gruppe zusammenfinden, strömen die Buben im Turnsaal sofort aus und besetzen den Raum. „Was erstrebenswert wäre“, so Buchautorin Brigitte Trip: „Wenn Frauen Fußball spielen wollen, dann sollten sie es auch können. Es wäre wichtig, weil das in der klassischen Mädchen-Sozialisation nicht vorkommt. Und es wäre für das Aufweichen von Geschlechtergrenzen und das Zerbröseln von Vorurteilen wichtig. Wie eben, dass Frauen heute in die Technik gehen, in Führungspositionen sind, gleich viel für die gleiche Arbeit verdienen sollten wie Männer. Der unbestechlichste Gradmesser der Minderwertigkeit der Frau ist wohl die Gehaltsdifferenz von Mann und Frau bei gleicher Qualifikation. Vieles von unserem Rollenverständnis MannFrau spielt sich natürlich im Unterbewusstsein ab. Unsere gesamte soziale Ordnung beruht seit Jahrtausenden auf einer männlichen Herrschaft, die historisch gewachsen ist und unhinterfragt bleibt, weil sie sozusagen als naturgegeben erscheint.“ Wenn er ihr zu Weihnachten nicht ein Tennis-Racket, einen Golfschläger, ein Fahrrad, eine Skiausrüstung schenkt, sondern Kickschuhe unter den Christbaum legt, dann ist die Welt wahrscheinlich schon vor dem Umsturz.

Wenn der Herrgott net wül

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Foto: Gepa Pictures

Bauerntheater in St. Josef: Darsteller waren „grundlos nervös“

Fällt eine Vorstellung wie diese Premiere ins Wasser, so werden die reservierten Karten storniert. Die finanziellen Einbußen beziehen sich „lediglich“ auf die Eintrittsgelder. Honorare und zusätzliche Kosten fallen nicht an, da alles vom Theaterverein sowie emsigen, ehrenamtlichen Mitarbeitern organisiert wird. Versicherung gibt es keine – und die Portion Sterz in einer Riesenschüssel, die als Teil der Requisite darauf wartet, auf die Bühne getragen zu werden, kann man sich zum Abschluss des verregneten Abends noch einverleiben. „Die Jacobi-Verschwörung“: Vorstellungstermine im Juli von Freitag bis Sonntag und 1./2. August, jew. mit Beginn um 20.30 Uhr. Kartenvorbestellung: Tel. 03136 / 81 462; www. theater-im-bauernhof.at

PS: Möglicherweise auch ein „hilfreicher Auslöser“ für Brigitte Trips Arbeit: Hat sie doch mit dem bekannten steirischen Expolitiker Gerhard Hirschmann einen Lebenspartner an ihrer Seite, der in seiner Jugendzeit nicht nur selbst dem Laberl nachlief, sondern auch heute noch ein echter, klassischer Fußballfan ist. „Dem ich aber gerne diese Leidenschaft lasse.“ (Brigitte Trip)

Autohaus Kuss Graz Andritz • Nun auch SEAT - Servicepartner KLIPP Juli 2009

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BIG baut ehemaliges Internat in modernes Bürogebäude um

Von wegen „träge“ Landesbeamte

AVL List zieht mit 350 Mitarbeitern ein

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Beste Liveband Österreichs kommt aus Graz Das mag auf den ersten Abdruck patriotischer klingen, möglicherweise ist es auch so. Aber zumindest eine der besten Bands ist die österreichisch-bayerisch-niederländische Formation „Obsession“ sicher. Es ist in der Musik wie beim Wein: So mancher Tropfen schmeckt in natura ohne chemische Behandlung im Keller nicht besonders, ihm fehlt die Qualität. Bei der Musik von CDs verhält es sich ähnlich. Es gibt Künstler und Bands, die bieten bei Live-Auftritten oft Jämmerliches, weil im Studio bei den Aufnahmen für ihre CD meist Heinzelmänner am Werk waren, die das Produkt einfach schönten. Die achtköpfige Liveband Obsession aus Graz ist ein Beispiel dafür, dass es auch anders geht. Ihr in etlichen Studio-Nachtschichten aufgenommenes Album „All we need“ mit Eigenkompositionen und Coversongs ist stimmig, was sie bei ihren Liveauftritten ohne Playback immer wieder beweisen. Die achtköpfige Liveband mit den vier SängerInnen Lena Mentschel, Marina Zettl, Gregor Bishops, Marco Schelch und Musikern (Johannes Hödl, Steff Kotter, Ewald Prügger, Thomas Manhardt) hat mehrheitlich eine ganz hervorragende Jazz-Ausbildung genossen. Daher wohl der breite Bogen von vierstimmigen Arrangements à la Manhattan Transfer über Lionel Richie bis hin zu Sting und Steve Wonder. Bandleader Johannes Hödl arbeitet in seinem Brotberuf bekanntlich im Büro von Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder, früher war er bei Gerhard Hirschmann, und als erfahrener Medienmann soll er für die kommende Landtagswahl in der steirischen Volkspartei als Koordinator wirken. Also über wenig Arbeit gibt es keine Klage.

SchülerInnen gehörten die Räume in der Schrödingergasse in Graz Lend, als es noch als Internat für die Höhere Bundeslehranstalt genutzt wurde. 1998 kam das Aus, kürzlich konnte das total sanierte und renovierte Gebäude – nur der Keller und das Erdgeschoß blieben erhalten – von der BIG (Bundesimmobiliengesellschaft)

einem neuen Zweck übergeben werden. „Aufgrund von Fertigteilbauzellen gab es eine Bauzeit von nur 12 Monaten“, erklärt BIG-Geschäftsführer Wolfgang Gleissner. Als Mieter zieht dort die AVL 350 Mitarbeiter aus anderen Standorten zusammen. AVL-Chef Helmut List: „Wir arbeiten damit noch optimierter.“

Reiseziel für Einrichter, Wohnästheten und Genießer

teppiche verschönern Schloss Kornberg Offensichtlich sind die Rohanis treue Menschen. Denn zum 29. Mal zeigen sie auf Schloss Kornberg bei Feldbach ein Wunderland mit Teppichen. Natürlich gehe die Krise auch an Teppich-Liebhabern nicht spurlos vorbei, so Huschang Rohani. Erstmals soll daher auch ein Outlet mit mehr als 1.000 erlesenen Teppichen Kunden und Besucher „zum Kauf reizen“. Insgesamt mehr als 3.000 handgeknüpfte Teppiche und Kelims – vom antiken Sammlerstück bis zum modernen Fair-Trade-Teppich –, werden in den sieben Ausstellungsräumen präsentiert. „Handgeknüpfte Teppiche aus Fair-trade-Erzeugung bilden den Schwerpunkt unserer heurigen Ausstellung“, so Neysan Rohani und sein Vater Huschang.

Falkensteiner, Frömmel, pongratz und Co.

Auch in Bad Waltersdorf gelandet Hilf dir selbst, dann hilfst du dir am besten – ein bewährtes Rezept. Einen Teil der Auslastung für das eigene Unternehmen schaffen sich Werner Frömmel und Alexander Pongratz selbst, indem sie mit Investoren und einer Vielzahl von Kommanditisten im Laufe der letzten Jahre acht Hotelprojekte realisiert haben: die Werzer’s Hotels in Pörtschach, Projekte in Loipersdorf, Bad Radkersbug, Bad Gleichenberg

und Werfen (Salzburg), im Oktober wird Bad Mitterndorf im Salzkammergut eröffnet und in St. Wolfgang gibt’s ein 47-Millionen-Euro-Projekt, an dem noch gefeilt wird. Für Waltersdorf ist die neue Anlage eine Bereicherung, liegt sie doch unmittelbar neben dem Golfplatz und wird zusätzlich Gäste ins Thermenland bringen, die – oft sind es Golfer – relativ viel Geld dortlassen. Für die Südtiroler Gruppe Fal-

kensteiner-Michaeler, die das Hotel in Bad Waltersdorf führt, ist es nach dem Asia Spa das zweite Haus in der Steiermark. Die Wasnerin in Bad Aussee – ebenfalls ein äußerst ambitioniertes Hotelprojekt –, wo die auf Jahre angelegte Partnerschaft mit den Investoren – nicht Frömmel und Co. – allerdings bereits nach wenigen Monaten gelöst wurde. Die Falkensteiner-Michaeler-Tourismus-Group betreibt in fünf europäi-

v.l.n.r. Alexander Pongratz (Bauunternehmer), Otmar Michaeler (CEO FMTG), Erich Falkensteiner (CEO FMTG), Peter Kothgasser (Mandlbauer AG) Foto: FMTG

Einträgliche Damen-Eishockey-WM im April in Graz

Aus 1 Euro werden 5 Ein Euro Förderung bewirkte fünf Euro Wirtschaftsleistung – und allein durch Steuereinnahmen flossen bereits 70 Cent pro Euro Förderung an die öffentliche Hand zurück. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der Grazer Fachhochschule der Wirtschaft Campus 02, in dem die regionalwirtschaftlichen Auswirkungen der Damen-Eishockey-WM in Graz im April 2009 analysiert wurden. Basierend auf einer Reihe von In8

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terviews und der Auswertung von rund 500 Fragebögen untersuchte ein Team des Studiengangs Rechnungswesen & Controlling der Grazer FH Campus 02 die ökonomischen Wirkungen der Sportveranstaltung auf die Region Graz. Damen-Eishockey-Mannschaften aus sechs Nationen nahmen an der WM teil, 7.000 Zuschauer wurden an den fünf Spieltagen in der Eishalle Graz-Liebenau gezählt. Von den 3.500 Gästen kamen

schen Ländern immerhin 20 Hotels mit 1.300 Mitarbeitern.

mehr als 500 aus dem Ausland, rund 2.000 der österreichischen Besucher stammten aus Regionen außerhalb von Graz. Gemeinsam mit den Sportlerinnen und den an der Veranstaltung Mitwirkenden setzten sie in der Region Graz rund 750.000 Euro um. Die öffentliche Hand (Stadt Graz, Land Steiermark, Republik Österreich) unterstützte die Veranstaltung mit Subventionen in der Höhe von 150.000 Euro. KLIPP Juli 2009

02.07.2009 17:51:47 Uhr


„Feuer am Dach“ ist und von da an druckenden Rede, die von seinen versucht er, mehr „zu Hause“ zu Zuhörern mit Begeisterung aufgenommen wird, sodass sie ihn daraufsein. Das Phänomen Tiefen Einblick inNikolaus das DramaHarnoncourt um hin feiern. und styriarte Erzherzog Johann und Anna Plochl Ehre, wemauch Ehreeingebührt. er ein gutes G’spür, vermittelt Ereignis Da auf hat Haben sie oder haben sie nicht? Schloss Gstatt bei Öblarn, wo ErzherDas ist eine der Fragen, die es um unser Bundespräsident Heinz Fischer; er nahm daher zog Johann und Anna Plochl mehrere die Liebesgeschichte zwischen Erzpersönlich die Eröffnung der Ausstellung Monate im Jahr verbrachten. Gedreht herzog Johann„Being und Anna Plochl Nikolaus im Grazer vor.sie einwird diese Harnoncourt“ Szene auf Burg Strechau. gibt. Stadtmuseum Kennen gelernt haben Im Mittelpunkt stehen hektische und ander 1819, zusammengewohnt Schnellleser könnten auch meinen, gemeint sei nicht unter einem Dach ab 1822. Es gibt „Being“, sondern „Beijing“ (Peking). aber keine Belege dafür, dass sie schon vor ihrer dann endlich kaiserlich erlaubten Hochzeit im Jahre 1829 als Mann und Frau das Bett geteilt hätten. In ihren Briefen spricht Anna Plochl das mehrmals an, dass sie dieser Zustand Versuch, des die Wartens Facetäußerst unglücklich mache („Gern ten einer unfassbahätte ich ihn zum Anwärmen im ren PersönlichkeitBett zu gehabt.“). Sieerfassen fürchteteund sichEinbliaber vor einem unehelichen weil damit cke inKind, die Denkwelalles verlorenten gewesen wäre. Aber des mit seinen auch Johann selbst, vor seiner BeWas er nicht weiß, ist es nicht wert, 80 Lebensjahren nach wie vor lekanntschaft mit Anna Plochl kein gewusst zu werden“, zollte Bundes- bendigsten Dirigenten der Welt zu MönchDas in seinem Lebensstil, präsident Heinz Fischer dem in- geben. Ohr des Forschersäußert und sich dazu mehrmals deutlichinindie seiternational gefeierten Künstler mit Musikers dient als Eingang nen Aufzeichnungen. Seine Sorge steirischen Wurzeln anlässlich der Ausstellung in der Sackstraße 18. war zu groß, dass erHarnoncourt“ mit Anna als Eröffnung der Ausstellung „Being „Being Nikolaus Mätresse seinem Bruder, dem hält KaiNikolaus Harnoncourt“ im Grazer läuft bis 10. Februar 2010 und ser in Wien, und vor allem Fürst Stadtmuseum Respekt für seine täglich - außer Montag von 10 bis Metternich Munition dafür geliefert Arbeit. Die Schau sieht sich als 18 Uhr - geöffnet. hätte, dass diese dann als Dirne ver„Heimspiel“ für den Grazer Epo-Chef und schrien gewesen und als Ehefrau Film-Produzenten Dieter Pochlatko: nicht mehr in Frage gekommen 7.000 Euro für Leukämiehilfe „Dieser Erzherzog-Johann-Film ist sicher wäre. Und Johann unmissverständAuf Initiative von Frau Edeltraud Vasold hat ein Höhepunkt in meiner Laufbahn.“ im Restaurant Scheucher in Graz ein lukullilich: „Diesen Gefallen mache ich ihsches Fest für die Leukämiehilfe Steiermark nen nicht.“ mit prominenten Teilnehmern aus Politik intensive Hochzeitsvorbereitungen, Auf Illustrationen und Bildern wirkt und Wirtschaft stattgefunden. In Verbindung die wenige Stunden vor der Vermäh- Anna Plochl aufgrund ihrer Liebmit einer vom Leiter der Grazer Hämatololung durch einen Kurier des Kaisers lichkeit eher als Mädchen vom Langie, Prof. Werner Linkesch, äußerst humorabrupt enden. Dieser zieht seine Zude. Im Film selbst wirdvon siewertvollen als junge, voll gestalteten Versteigerung Von links:zur Herr Hochzeit Scheucher, Ruper Tunner, Edelsage wirklich im allerintelligente und gescheite Frau darPräsenten, die von großzügigen Sponsoren traud Vasold und Prof. W. Linkesch.Foto: Stuhlhofer letzten Augenblick zurück und forgestellt, sie auch war. Euro Denn gestiftet wurden,diekonnten insgesamt dert denlukriert Bruderwerden. auf, dieDiese Hochzeit ab-ist ein schon im Alter von 15 war sie 7.000,– Summe wichtiger Beitrag zurJahren Finanzierung einer von der Leukämiehilfe Steiermark der Medizinischen UniversitätGeschwister Graz gestifzublasen, den Termin aufzuschieben. für ihre jüngeren teten Forschungsprofessur zu Fragendes der Leukämieprävention. Ein nochmaliges Auslöser war eine Intervention gleichsam Mutter-Ersatz, weil diese herzliches Danke allen Spenderinnen und Spendern. Ministerpräsidenten und Fürsten sehr früh verstorben war. Als PostMetternich. Er warnte den Kaiser da- meister war Annas Vater im Salzvor, dass eine Heirat von Johann mit kammergut ein vermögender Mann, Anna Plochl ein Signal und eine Er- wirtschaftlich gut abgesichert und munterung für noch mehr Liberali- überall anerkannt, aber eben nur ein Im Kart es keinen Chauffeur sierung im gibt Volk wäre. LogischerweiBürgerlicher. se sind beide völlig verzweifelt. Auch weiß Dieman, Arbeiten Filmauch beginnen Von ARBÖ-Präsident Heinz Hofer dassfürerden früher als ein Gespräch mit dem Kaiser, seinem im September dieses Jahres, Steiermärkische-Bankmanager jährlicherst zigtausende Kilometer im Autoda Bruder, in Wien – gedreht amstetsTobias Moretti vorher den denn Faust verbringen musste. Jedoch wird war er mit Chauffeur unterwegs, Originalschauplatz spielt. Drehtage sind vor vorgesehen aus Erfahrungen sollteimman Schloss lernen, und ein 30 schwerer Unfall vielen Schönbrunn bringt keine Lösung. – ein ungemein enges Jahren führte–zum Umdenken bei ihm. Das musste er auch beimZeitkorsett. CitykartKlarerweise sind wo auch ein Schwerhab’ schon im Jahr eine Race in Leoben, Organisator Erich„Ich Hollerer auch VIPs und1979 Promis punkt des Filmsbat. auch zahlrei45-minütige Erzherzog-Johann-Dohinters Lenkrad „Ichdie bleib’ doch lieber chen Golfen, Gründungen, wie Hobby“, die des Joanfür den ORF gedreht. beim meinem so der kumentation ARneums, der wo LandwirtschaftskamBÖ-Präsident, er sogar in der EliteAber der für mich ist das ganz etwas mer, der Steiermärkischen Sparkasund der absolute HöheSingle-Handicapper abschlägt. Obwohlanderes seise Trainingszeiten usw., die bis heute Bestand ha- punkt meiner Karriere, wo ich im ne – ganz ohne Chauffeur– ben. passabel Bei einem dieser Anlässe Land diesen Film drehen ganz waren. Doch Golfen in lässt eigenen sich Graz kommt es zu einem großen und realisieren kann“, so Dieter einfach leichter trainieren als Car-Racing. Auftritt Johanns mit einer beein- Pochlatko. KLIPP KLIPPJuli Mai2009 2009

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I

ch hätte gerne einen Liegestuhl für den Balkon. Ich möchte mich einfach mal zurücklehnen, in einem Liegestuhl aus Holz, wie ihn früher meine Eltern gerne benutzten und ohne Angst vor Hautkrebs stundenlang in der Sonne brutzelten. Das war noch vor dem Ozonloch und vor den Sonnencremen mit Faktor 30. Nachdem zwei Besuche in Grazer

Charybdis, die den Ahnungslosen aufzufressen drohen. Was mache ich jetzt nur mit meinen Liegestuhl-Plänen?

oT tS s SS Pp O

Sein Heimspiel läuft

Dabei hatte ich es mir so schön vorgestellt: Ausruhen im Halbschatten, von einer angenehmen Brise umweht, ein gutes Buch in den Händen und einen Kaffee auf dem Abstelltisch.

Die LiegestuhlDepression Möbelhäusern erfolglos verliefen, zog ich das Internet zu Rate. Doch dort kam meine Liegestuhl-Nostalgie gehörig ins Wanken. Von Liegestuhl-Depression war da die Rede, und dann auch noch von Urlaubspsychose und Holiday Heart Syndrom. Solche unschönen Zustände sollen nämlich jene befallen, die sich arglos im Liegestuhl niederlassen, um die Freizeit zu genießen. Besonders gefährdet ist man im Urlaub, weil die Absicht zu entspannen häufig zu maximalem Stress führt. Männer, die im Liegestuhl noch dazu mehr als vier Bier pro Tag konsumieren, haben ein höheres Risiko für Vorhofflimmern. Wenig aufbauend, obwohl für mich eigentlich nicht zutreffend. Sogar die Landesnervenklinik in Linz warnt vor zu hohen Erwartungen in den Urlaub. Die meisten Scheidungen bahnen sich während gemeinsamer Urlaube an. Bei Menschen mit depressiver Veranlagung kommt es im Urlaub häufig zu einer Verschlechterung. Und Menschen, die das ganze Jahr aktiv waren, sind durch das Nichtstun erst recht gefährdet. Urlaub und Liegestuhl – das scheinen Ungeheuer zu sein wie Skylla und

Das hat was Mondänes, nicht von ungefähr war der Liegestuhl ursprünglich ein Deckstuhl für Reisende auf Linienund Kreuzfahrtschiffen. Neuerdings setzt man in Großstädten wie Wien wieder auf Wellness mit "Sand & Liegestühlen". Strandbars an fragwürdigen Biotopen entdecken den Schick des nostalgischen Holzstuhls. Und an der Cote d` Azur kosten sie 13 _ pro Tag - und dazu womöglich die Gesundheit. Denn die Wenigsten wissen, dass man den Liegestuhl nur in homöopathischer Dosis benutzen sollte. Oder mit einem Laptop auf den Knien, um keinen Entspannungsstress aufkommen zu lassen. Langsam wird mir die Freude an einem Liegestuhl vergällt, und am Urlaub außerdem. Vielleicht verzichte ich doch lieber auf das Möbel und besorge mir eine Liege, auf der ich todsicher sofort einschlafe. Und ich muss ernsthaft überlegen, ob ich dieses Jahr nicht überhaupt zu Hause bleibe. Schönen Urlaub noch. Mit oder ohne Liegestuhl. Reinhard Schuch 99

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Die Lugitschs sind der Oststeiermark ein Begriff

Jahrhundertfest

POLITIK

In Gniebing begann vor genau 100 Jahren die Erfolgsgeschichte der Familie Lugitsch. Damals bestand das Unternehmen aus einer Mühle, einer Landwirtschaft und einem E-Werk. Heute sind es insgesamt drei Unternehmen, die die Familie Lugitsch betreibt; sie ist europaweit

Rogner Bad Blumau rettet 50.000 ha Regenwald

Ver-rückt und deshalb erfolgreich

Robert Rogner und Hildegard Aichberger (WWF Österreich) vor der Urkunde für 50.000 Hektar geschützten Regenwald.

Er ist ein wenig ver-rückt, wie Robert Rogner sen. von sich selber gerne zugibt. „Verrückt im Sinne von nicht immer den ausgetretenen Pfad gehen, sondern die sicheren Straßen auch einmal verlassen, um so neue Möglichkeiten zu schaffen. Nur durch diese Gabe konnte das Projekt Rogner Bad Blumau jemals realisiert werden. Hätte ich auf all diejenigen gehört die mir abgeraten haben, wäre hier heute braches Land, unter dem 100 Grad heißes Wasser darauf wartet, irgendwann genutzt zu werden.“ Global-Denker Robert Rogner senior ist oft Vorreiter und so auch, wenn es um den Klimaschutz geht. 60 Cent pro Nächtigung werden dem WWF gespendet, um einen Teil des Regenwaldes im Amazonasgebiet zu schützen. Umgelegt sind das bisher 50.000 ha geretteter Regenwald. Robert Rogner jun.: „Unsere Aktion sollte als Vorbild gesehen werden, denn mit zwei Millionen Nächtigungen im Jahr könnte das Thermenland gemeinsam noch mehr beitragen.“ 10

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Fünf Mal Lugitsch – Ernst, Werner, Florian, Dieter, Herbert (v.l.) – auf der Geburtstagsbühne.

tätig. So bunt wie die Einsatzorte der Firma waren auch die geladenen Gäste beim Jahrhundertfest. Herbert Lugitsch sen: „Wir wollen mit der positiven Energie aus diesem Fest in die nächsten Jahre durchstarten.“

Rupert Tax (Hofmolkerei Tax) und Stadträtin Sonja Grabner. Ihre gemeinsame Erfolgsformel: „Konzentration auf Kernaufgaben und keine 16-Stunden-Tage fürchten“.

NRAbg. Ridi Steibl, Astrologin Gerda Rogers, Unternehmer Karl Schirnhofer, Stadträtin Sonja Grabner.

„Natürlich werde ich nach dem Studium in meine Heimat zurückgehen und dort versuchen, das den Menschen beizubringen, was ich hier gelernt habe“, so Father Matthew. Er ist seit 17 Jahren Priester und betreute in dieser Zeit auch die Ärmsten der Armen in seinem Lande. Seine verstorbenen Eltern waren Kleinbauern („Gute Katholiken“) und fünf von sechs Geschwistern leben noch.

Pluto durchwandert Steinbock

Hingegen praktische und bereits erprobte Tipps kamen von erfolgreichen UnternehmerInnen wie Karl Schirnhofer (Feinkostspezialist), Ulli Retter (Retter Seminar Hotel Restaurant), Birgit Malner (Blumen Gran), Dieter Fillafer (Webmaster),

Der Jazzsommer Graz:

„W

ir – gemeint sind die Menschen, die in Österreich leben – müssten nur eine Woche im 150-Millionen-Einwohner-Staat Nigeria sein, um zu erkennen, wie gut es jedem Einzelnen trotz aller Probleme hier geht.“ Das wäre eine Kurzfassung von Father Matthews Aussagen, die er beim KlippInterview in der Pfarre Graz-St. Andrä machte. Kürzlich feierte die Pfarre seinen 50er – was man dem schlanken Nigerianer überhaupt nicht ansieht – mit einem herzlichen Fest.

Astrologin Gerda Rogers

So die bekannte Radiomoderatorin wortreich, fast philosophisch im Gründerinnenzentrum in Graz beim Open House. Dies bedeute, dass wir in den nächsten 15 Jahren wieder auf den Boden der Realität zurückkehren. Werte wie Ehrlichkeit, Erdigkeit und Treue werden den unternehmerischen Takt wieder angeben.

Seit fünf Jahren lebt der nigerianische Priester Matthew Igboamalu in Graz

Ja, es gibt ihn wieder Und noch dazu auf der Kasemattenbühne am Schlossberg – sicher eine der schönsten Freilichtbühnen Europas, auch nach dem Umbau. Wie sich das Neue in der Praxis bewährt, können Besucher vom 9. Juli bis 1. August erleben. Zum Auftakt kommt mit dem Gitarristen und Sänger Gilberto Gil gleich eine heiße Nummer. Er war bis zum Vorjahr sogar brasilianischer Kulturminister, nun will er wieder Künstler sein. Wer sonst alles noch kommt – schauen Sie einfach auf die Klipp-Umschlagseite.

KLIPP Juli 2009

02.07.2009 14:28:21 Uhr


SPOTS

Korruption gibt’s auch hier Ich war noch nie auf Urlaub – das war der entscheidende Satz für Hermann Glettler, den Pfarrer von Graz-St. Andrä, bei einem Besuch in Nigeria, dass er Father Matthew Igboamalu nach Österreich einlud. Nach einem einmonatigen Urlaub in Graz kam er wieder, aber diesmal zum Studium. Derzeit schreibt er an der Uni Graz seine Dissertation zum Thema Korruption.

Keine Überlebenschance Die Korruption in Nigeria ist im Alltag allgegenwärtig und die Normalität. Die Lebensumstände sind katastrophal. Natürlich wüssten die Menschen, dass ihre Handlungen „schlecht seien“, doch es gibt für den Einzelnen kaum einen Ausweg. Und da der Staat ihn nicht schützen kann, fügt er sich in dieses System. Daher stoße sich auch niemand daran, wenn Polizisten, Richter, Politiker ganz öffentlich Geld nehmen – auch wenn man weiß, dass es nicht legal ist. „Da die Regierung dich als Bürger nicht schützt, bleibt für die Menschen der

r

Kürzlich bei seinem 50er bekam der nigerianische Father Matthew Igboamalu einen Steireranzug.

einzige Ausweg, sich selbst zu schützen“, erläutert Father Matthew. Im Übrigen: Auch in Europa gibt es trotz völlig anderer Lebensumstände Korruption, aber eben weit subtiler und weit raffinierter.

kommen, wenn die ausländischen Banken das Korruptionsgeld sogar gerne anlegen. „Die Großen“ bunkern ihr Geld im Ausland, die „Kleinen“ vergraben es sogar, weil sie kein Vertrauen in die Banken haben.

Father Matthew listet in seiner Dissertation aus offiziellen Berichten die rund zwei Dutzend nigerianischen Persönlichkeiten auf mit ihren Milliarden-Bankkonten in den USA, Asien und Europa. Damit könnte man – weil Nigeria reich und fruchtbar ist – riesige Projekte realisieren und die Armut verringern. Doch wie soll es je dazu

Wo liegt nun ein Lösungsansatz? Father Matthew: „Nur in der Erziehung und deswegen werde ich nach dem Studium auch zurückgehen und in einer Schule arbeiten. Die Mehrheit der Menschen in Nigeria hat aber kein Einkommen und kann sich daher weder die Schule und schon gar

nicht einen Spitalsaufenthalt leisten. Das Problem ist riesig.“ Was ihm aber Hoffnung macht, ist die Kommunikation – Internet, Fernsehen und Handys sorgen dafür, dass die Menschen mehr und mehr erfahren, welche Rechte sie haben und wie’s anderswo funktioniert. Das durfte Father Matthew auch bei seiner Führerscheinprüfung in Graz erfahren, die er völlig unterschätzt hatte. „In Nigeria habe ich als Priester ohne Probleme meine Lizenz bekommen, hier hat mir das überhaupt nichts genützt, ich wurde sogar noch strenger geprüft.“

Kultur über die Grenzen hinaus www.uferlos.at 10. bis 18. Juli 2009 Rock am Röcksee. Festival an der Grenze SANMERA, Christian HÖLBLING Helfried vokal & instrumental Boban i Marko MARKOVIC Orkestra Klassik im Schloss Brunnsee Rollfährenfest an der Mur

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Kultur verbindet – besonders die Südsteiermark und Slowenien merken das nun schon zum 9. Mal beim Festival UFERLOS – gesponsert vom Land Steiermark und Raiffeisen – vom 10. bis 18. Juli. Bodenständiges und Fer-

Uferlos verbindet nes – Uferlos bietet viel. Veranstaltungsorte sind sechs Gemeinden in der Südsteiermark und in Slowenien. „Zuerst kam die Kultur und im Laufe der Jahre kam auch das immer besser werdende politische Verständnis.

Uferlos hat Eichfeld, Gosdorf, Murfeld, Mureck, Weinburg und Sentilj eng miteinander verbunden“, so Waltraud Sudy, Vizebürgermeisterin von Mureck, und Uferlos-Obmann Walter Rehorska.

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02.07.2009 14:28:25 Uhr


Die Energie Steiermark – ein Rentenparadies

coverstory

26.000 Euro Luxus p Und das natürlich 14 Mal im Jahr, wie es sich gehört. Sie sind meist ein gut gehütetes Firmengeheimnis, die Schatzkiste der Unternehmen: die fetten Gagen und Pensionen von Managern und der obersten Führungsmannschaft. Um Letztere geht es in dieser Klipp-Titelgeschichte.

I

m öffentlichen Dienst gibt es klare, bekannte Regelungen über Gehälter und Pensionen. In Unternehmen, die der öffentlichen Hand gehören, geht man da schon viel schweigsamer um. Denn dieses Wissen könnte Unverständnis, Neid und Missgunst auslösen. Was bei der Energie Steiermark zutreffen könnte. Denn als der so genannte „Estag-Skandal“ den steirischen Energiekonzern und mit ihm die politische Steiermark schwer erschütterte, blieben die fürstlichen Pensionsverträge eigenartigerweise unentdeckt. Auch der Rechnungshof ließ sie bei seiner mehrmaligen Prüfung unter Verschluss. Aus guten Gründen offensichtlich, denn die Pensionsverträge sind von äußerster Brisanz. Bis zu 26.000 Euro streifen ehemalige Spitzenmanager als Pension im Monat ein. Und das nicht 12 Mal, sondern gemäß unserem öffentlichen Pensionssystem 14 Mal. Wobei die 13. und 14. Pension praktisch ohne 12

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Steuern ausbezahlt wird. Zugegeben, in diesem Super-Luxus-Segment ist die Zahl sicher kleiner als 100, beginnend beim Buchstaben A und B wie Altziebler und Beer, über K wie Klepp, M wie Märzendorfer, bis hin zu Z wie Zangl. Doch die Energie Steiermark hat Dutzende Manager, die bis zu 10.000 Euro Pension für ihren „wohlverdienten Ruhestand“ überwiesen bekommen.

Ausschluss der Öffentlichkeit, das aber nicht wirklich nachvollziehbar ist. Denn es handelt sich bei den Strom-Gesellschaften um Unternehmen, die mehrheitlich entweder im Eigentum der Republik Österreich, der Länder oder Gemeinden sind. Die also letztlich den Steirern, Kärntnern, wenn Sie so wollen den Österreichern, dem Steuerzahler gehören.

Aktivbezug wohlgemerkt. 80 Prozent davon kann dann die Pension maximal ausmachen. So erhalten nach der alten Regelung (die neue ist ungünstiger für Politiker) frühere Minister bis zu 13.000 Euro – Exkanzler Wolfgang Schüssel zum Beispiel gehört dazu. Wobei in der Politik auch eine Regelung galt, dass bereits nach zehn Jahren ein Pensionsanspruch entsteht.

Privilegien-Stadl

Jeder Bürger kann sich über die Einkommen von Politikern informieren. So erhält zum Beispiel ein Minister 16.320 Euro, ein Staatssekretär und Landesrat 14.000 Euro, ein Nationalratsabgeordneter 8.000 Euro, ein Bundesrat 4.000 Euro, ein Landtagsabgeordneter 6.000 Euro und ein Hofrat rund 7.000 Euro. Als

Mit dem Argument des Datenschutzes werden Informationen über die Pensionen und Gagen von Managern, die in öffentlichen Unternehmen arbeiten, oft unterbunden. In Schweden, das gerade den EU-Vorsitz übernommen hat, sind Informationen über Gagen im öffentlichen Interesse und deren Kenntnis dient

Die heimische Strombranche ist zum Teil ein Privilegienstadl, in dem möglichst geräuschlos Gehalts- und Pensionsgeschichten abgewickelt werden. Alles natürlich mit dem Hinweis auf den Datenschutz. Ein willkommenes Argument für den

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coverstory

s pension im Monat Aktuelle BruttoMonatsbezüge der wichtigsten Polit-Größen

2x

20.000 euro und mehr

5x

15.000 euro und mehr

9x

Bundespräsident Bundeskanzler vizekanzler (mit resort) Nationalratspräsident Minister Landeshauptmann rechnungshofpräsident staatssekretär Landesrat volksanwalt Nationalratsabgeordneter Bundesratsabgeordneter

22.848 20.400 17.952 17.136 16.320 16.320 14.688 14.688 14.688 13.056 8.160 4.080

Quelle: APA/rechnungshof

10.000 euro und mehr

39x 51x

5.000 euro und mehr

der demokratischen Hygiene, es kann sie also jeder erfahren. Mehr als die Topverdiener müsste man, so behaupten nicht wenige, dann ja die Kleinverdiener schützen, weil diese ja dann besonders sozial diskreditiert werden. Knapp 800 Euro beträgt in Österreich die Mindestpension für Alleinstehende, für Ehepaare gibt es

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3.000 euro und mehr

1.160 Euro, die Höchstpension in der ASVG beträgt 2.720 Euro, allerdings nach 40 Dienstjahren.

eigentlich unverschämt Welche Privilegien in der Stromwirtschaft alltäglich sind, lässt sich am Beispiel von Oswin Kois erkennen,

oswin Kois: Der Noch-Lange-NichtPensionär hat jetzt bereits Anspruch auf eine 16.000-euro-rente.

der bekanntlich mit 1. August der neue Energie-Steiermark-Konzernchef ist. Nach nur 13 Jahren Dienstzeit in der Strombranche hat er bereits jetzt einen Pensionsanspruch von 16.000 Euro im Monat. Und das entsprechend unserem Pensionssystem, wie es auch für Mindestpensionisten gilt, 14 Mal im Jahr. Kois war

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coverstory

bisher kein Spitzenmanager, sondern lediglich einer der Geschäftsführer in der zweiten Ebene des Verbunds. Nur, damit kein Irrtum aufkommt und der Vollständigkeit halber: Oswin Kois ist einer der Profiteure in diesem Rentenparadies, er gehört nicht zu den Architekten. In der Energie Steiermark, aber auch beim Verbund und in anderen Landes-Stromgesellschaften gibt es ganz sicher auch noch etliche Mega-, Midi- und MiniKois. Fast beschleicht einen das Gefühl, höhere Strompreise gibt’s nur wegen der hohen Pensionslasten, welche die Stromfirmen haben.

Auch noch hohe Abfindung? Oswin Kois ist freiwillig aus der Austrian Thermal Power ausgeschieden, weil er sich eben bei der Energie Steiermark um den Vorstandsjob beworben hatte. Bei freiwilligem Ausscheiden ist es üblich, dass ein Manager keine Abfertigung erhält. Vereinbart ist oft ein Jahresgehalt – also im Falle von Kois bis zu 280.000 Euro. Bisher schwiegen die Verantwortlichen darüber, ob Kois dennoch eine Abfertigung erhalten hat oder erhalten wird. Zuständig dafür ist das Präsidium der ATP. Dieses bilden die Herren Wolfgang Anzengruber (Verbund-Chef) und

Peter Schachner (Aufsichtsratsvorsitzender der Energie Steiermark). Als Expolitiker und Professor ist er selbst hochbezahlter Pensionist. Daneben bezieht er auch noch Aufwandsentschädigungen in der Höhe von weit mehr als 100.000 Euro für diverse Aufsichtsratsjobs. Er wollte mit Oswin Kois seinen früheren, ihm treu ergebenen Sekretär unbedingt an seiner Seite wissen; daher kommt er nun auch zum Zug. Frei nach Sonnenkönig Ludwig XIV.: „L’État, c’est moi! – Der Staat bin ich“. „Die Estag bin ich – L’Estag, c’est moi“. Schon einmal war Kois bei der Steweag in der Vorstandsetage. In dieser Zeit war er mitverantwortlich für einen 30-Millionen-Euro-Flop bei einem Energieprojekt in Donawitz. Durch dieses schlitterte die steirische Strom-Gesellschaft erstmals wieder in die roten Zahlen. Hoffentlich ist Oswin Kois in seinem Job diesmal erfolgreicher, kann der steirische StromZahler ihm nur wünschen.

Foto: Parlamentsdirektion/Mike Ranz

Als Geschäftsführer der Austrian Thermal Power (ATP) erhielt Kois bisher jährlich 280.000 Euro Jahresgage. Als neuer Energie-Steiermark-Chef wird er offiziell „nur“ rund 220.000 Euro beziehen. Dazu kommen still einige Zusatzleistungen. Die bisherigen Vorstände Maier und Keilbauer hatten eine Jahresgage von maximal 400.000 Euro, die ja in der Vergangenheit zu heftiger Kritik führte. Sie scheiden bekanntlich jetzt aus, haben allerdings keinen Pensionsanspruch. Die Energie Steiermark muss für sie in Zukunft keinen Euro bezahlen. Kois (und auch Kollegen von ihm) erhalten vom Unternehmen bis zu ihrem Lebensende aber Pensionen. Die

durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 85 Jahre. Und damit zahlt das Unternehmen viele, viele Millionen für seine Pensionisten. So gesehen wären die Keilbauers und Maiers als Manager wesentlich billiger, da sie keinen Rattenschwanz an hohen Pensionen nach sich ziehen. Es mag in Ordnung sein, wenn Manager in ihrer aktiven Zeit überdurchschnittliche Gehälter kassieren. Aber dann sollten sie in dieser Zeit auch für ihre Pension selbst vorsorgen.

Energie-Pensionisten: Jetzt schon mehr Pension als das aktive Gehalt von Kanzler Werner Faymann (20.400 Euro), Vizekanzler Josef Pröll (18.000 Euro), Landeshauptmann Franz Voves (16.500 Euro) und Bürgermeister Siegfried Nagl (15.200 Euro).

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Ex-Let’s-Print-Gesellschafter drohen Klipp

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ie Privatstiftung der steirischen SPÖ „Zukunft Steiermark“ liegt derzeit stark unter Beschuss. Erst jüngst hat die Finanz ihr die Gemeinnützigkeit abgesprochen. Sie legte sich vor Jahren in das gemeinsame Bett der ASTZ-Beteiligungs GmbH. Dahinter versteckt sich die AHIP Portfolio Privatstiftung des Herrn Alfred Annawitt, sowie die Herren Steinwidder, Tinnacher und eben die „Zukunft Steiermark“. Die beiden Gruppen wickelten über das gemeinsame Firmen-Bett ihre Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Let’s-PrintDruckkonzern ab. Bis zum Vorjahr, als dann Annawitt und Kollegen ihre Anteile in Höhe von 13 Prozent am Let’s-PrintDruckkonzern für viele Millionen Euro an die SPÖ – sprich Stiftung „Zukunft Steiermark“ – bzw. Leykam Medien AG verkauften.

Über ihre Anwälte drohen nun die Herren Alfred Annawitt und Michael Steinwidder, Klipp zu klagen, sollte Wahrheitswidriges berichtet werden. Unter anderem heißt es in deren Schreiben: „Im abgelaufenen Jahr haben die Manager Annawitt, Steinwidder und Tinnacher ihre Gesellschafter-Anteile verkauft und kassierten dafür rund 12 Millionen Euro (160 Millionen Schilling) – Wahr ist, dass der erzielte Verkaufspreis deutlich unter den genannten 12 Millionen liegt.“

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Komplizierte Rechtskonstruktion beim Zusammengehen von der Stiftung „Zukunft Steiermark“ mit Annawitt und Kollegen.

Vor dem Ausstieg von Annawitt & Co. im Jahre 2008:

Gerne schreibt Klipp, wie viele Millionen es exakt waren, sodass man sieht, was das Wort „deutlich“ in diesem Fall wirklich bedeutet. Aber leider machten Annawitt und Steinwidder keine näheren Angaben. Warum wohl? Darauf kann sich jeder aufgrund der obigen Unterlagen seinen eigenen Reim machen.

Eine solche Großzügigkeit von Seiten des ÖGB, exakt der 100Prozent-Tochter Pontes, wie für das Leykam-Management hätten sich auch viele Leykam-Mitarbeiter gewünscht.

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POLITIK

Was soll man davon halten?

Mit der SP-Stiftung „Zukunft Steiermark“ das gemeinsame Firmenbett, die ASTZ-Beteiligungs GmbH., gegründet.

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WIrTSchAFT

Teil 2: Die Staatsanwaltschaft ermittelt, die Kripo untersucht, die Arbeiterkammer hat bereits Zivilklagen eingebracht. Doch davon wissen jene nichts, denen Wochenende für Wochenende eine finanziell sorglose Zukunft mit gewaltigen (Zusatz-)Verdienstchancen in tausenden Euro pro Monat vorgegaukelt wird. Zum Teil heftige reaktionen hat unser Bericht „Gier frisst hirn“ in der April-Klipp-Ausgabe ausgelöst. Auch in anderen Bundesländern, so zum Beispiel im Lungau in Salzburg, grassiert und gastiert das „Geld-Theater“.

K

lipp sah sich den Hokuspokus dieser zum Teil versteckten Pyramidenspiele an mehreren Wochenenden an. Unser Befund: Hände weg, denn nur einige Wenige kassieren dabei, wie eben bei Pyramidenspielen. Allzu viele schauen durch die Finger, kriegen nicht einmal ihren Einsatz zurück. Butterfly Group, Agatos, Eurosuccess und eine KB Group sind einige der Zaubernamen, die auch in Graz und Umgebung mit umstrittenen Methoden auftreten. So ein Zufall: Die großen Bosse sitzen in Deutschland, in der Schweiz oder auch in Slowenien. „Multi-Level-Marketing“ soll noch Ahnungslose in Kürze zu Spitzenverdienern machen.

Auch im Lungau geht’s rund – 5.000 Euro für ein Seminar! Gibt man bei Google „Euro Success“ ein, heißt es im Bericht des „Bezirksblattes Lungau“*, wird einem an erster Stelle die Website eines in Unterpremstätten, nahe Graz, ansässigen Unternehmens angeboten. Scrollt der findige User jedoch ein wenig 16

lektorat teil 2 korr.indd 4

Gier frisst hirn bei versteckten Pyramidenspielen

Hurra, wir werden alle Millionäre

einem eingeredet – hat dann, sollte er/sie sich dagegen entscheiden, auf Lebenszeit die „einmalige“ Chance verwirkt. Aufmerksam geworden auf den nächsten, an Pyramidenspiele schmerzlich erinnernden, Schwindel ist Rechtsanwalt Dr. MiWeil im Bezirk Tamsweg Pyrami- chael Tischler aus Tamsweg. Desdenspiele derzeit keinen so gu- sen Grazer Bekannter, der Psychoten Ruf mehr haben, werden viele loge Mag. Christian Dick, hat sich Lungauer gekeilt, nach Unterprem- die angesehen. „Einen ganzen Tag stätten, nahe Graz, in das dortige lang wird man einer Gehirnwäsche Businesscenter am Schwarzlteich unterzogen. Die Teilnehmer werden mitzufahren, um sie zu einem Fi- dort regelrecht festgehalten und nanzcoaching-Seminar der Firma auseinandergesetzt, um nicht mitei„Euro Success“, das 5.000 Euro nander sprechen zu können“, so der Psychologe. Das Seminar wird als kostet, zu überreden. ultimative Lösung angeboten, mit Zwei Tage „Bedenkzeit“ der man lernen könne, seine FinanBedingung eins: Man muss min- zen bis hin zu großem Reichtum zu destens zwei weitere Personen an- regeln. „Einige berichten, wie erheuern. Bedingung zwei: Wer das folgreich sie anscheinend sind, und nahezu wertlose Seminar nicht so- zeigen Kontoauszüge als ,Beweis‘ fort kauft, hat zwei Tage Bedenkzeit her. Fotos von Yachten, Autos und und – so wird Luxusvillen sollen den Teilnehmern regelrecht das Wasser i m Mit Statussymbolen wird gelockt ... weiter, tauchen zahlreiche Links zu Verbraucherschutzforen auf, dessen Inhalte keine Zweifel an den fragwürdigen Absichten aufkommen lassen. Auch im Lungau wird derzeit eifrig um Teilnehmer gekeilt.

Munde zusammenlaufen lassen“, ist Christian Dick entsetzt über die massiv manipulativen Vorgänge. Auch die Arbeiterkammer Steiermark steht dem Unternehmen „Euro Success“ äußerst negativ gegenüber: „Diese Firma ist lediglich an neuen Kunden interessiert und bietet ein Seminar an, das in keinem Verhältnis zu den Kosten von 5.000 Euro steht.“ Es wird dringend abgeraten, daran teilzunehmen.

Noch keine Ergebnisse der hausdurchsuchungen Das beschlagnahmte Datenmaterial von Hausdurchsuchungen bei Schenkkreisprofiteuren auf Lungauer Terrain befindet sich derzeit immer noch in der Auswertung durch die Polizei. „Aufgrund des umfangreichen Datenmaterials, das vom Landeskriminalamt Salzburg zunächst untersucht wurde, sind die Ergebnisse derzeit noch nicht absehbar“, berichtete Postenkommandant Franz Macheiner aus Tamsweg vergangene Woche und ergänzt: „Auch uns sind die Machenschaften in Graz zu Ohren gekommen. Unseres Wissens wurde gegen diese Firma bereits ein Verfahren bei der Staatsanwaltschaft eingeleitet.“ KLIPP Juli 2009

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wi r ts c h aft Ihnen wird der Traum von viel Geld, Porsches, Ferraris und Luxusreisen vorgegaukelt.

Weitere Anzeige bei der STA in Graz Im vorigen Jahr wurde er sogar überfallen und dabei ziemlich schwer verletzt. Die Rede ist vom Berliner Pyramidenspiel-Gegner Zdenek Wa g n e r , der die Geschäftspraktiken und Machenschaften der Firmen Euro Success MLM, Butterfly-Group GmbH und Agatos AG seit Jahren verfolgt. Er zeigte die Firmen nun auch mit einer Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft in Graz an.

Deren Inhalt in Kurzform: Herr Wagner attackiert die führenden Köpfe des Pyramidenspiel-Imperiums der genannten Gesellschaften wie Thilo Schneider, Predrag Peter, Udo Carsten Deppisch, Simon Gril und andere wegen ihrer

Praktiken. Bis Anfang 2009 betrieben alle genannten Herren die Firma Euro Success MLM gemeinsam. Dann kam es zu einer Spaltung innerhalb der Führungsriege und die Herren Gril und Schneider machten sich mit Agatos und Butterfly selbstständig. In diesem Zusammenhang werden auch die Namen Fürndörfler, Forsthofer, Amtmann, Klammer, Sopper, Buresic, Teke genannt, die Klipp-Mitarbeiter auch in Action erlebten. Das Konzept von Euro Success, Agatos und ButterflyGroup ist bis auf wenige Details identisch. Menschen werden unter dem Vorwand, an einem Seminar für Finanzen und Persönlichkeitsentwicklung teilzunehmen, zu einer Veranstaltung eingeladen. Die Teilnahme kostet pro Absolvent 5.500 Euro, die zum Teil (zumindest bei Euro Success) bar

zu entrichten sind. Im Laufe dieser Veranstaltung wird ihnen eröffnet, dass sie sehr gutes Geld insbesondere damit verdienen können, indem Sie weitere Absolventen zu den regelmäßig stattfindenden Seminaren mitbringen. Gelingt es ihnen, kassieren sie eine Art Kopfprämie. Das nach Aussagen von Fachleuten weit überzahlte Seminar ist natürlich nur ein Vorwand und dient der Umgehung des § 168a. Es wird ein Leistungsaustausch vorgetäuscht, behauptet Zdenek Wagner in seiner Anzeige. Hinter der Fassade verberge sich jedoch ein klassisches Pyramidenspiel.

derartige Unternehmen die Tatbestände der Steuerhinterziehung, Verschleierung und oder auch der Geldwäsche erfüllen. Stern-TV berichtete 2007 über die Geldschule (ein Zweigunternehmen), der ORF arbeitet an einem Beitrag. In einigen Foren wäre die Ansicht vertreten, die Nachfolgeunternehmen von Euro Success (immer noch tätig), Agatos und Butterfly würden sich wesentlich von diesem unterscheiden und wären somit legal. Wochenend-Teilnehmer an deren Veranstaltungen berichten allerdings, dass diese fast deckungsgleich arbeiten und ebenfalls das große Geld versprechen.

Auch in Kroatien erfolgreich Die Herren Deppisch, Krolewitz und etwas später auch Herr Gril, so Zdenek Wagner, wären bereits in der jüngeren Vergangenheit überaus erfolgreich gewesen. Ein Beispiel: mit Gem-Collection (Kroatien) soll es ihnen gelungen sein, 65.000 Teilnehmer zu rekrutieren, von denen ein jeder 5.500 Euro zu entrichten hatte. Der Einnahmenentfall, der den jeweils zuständigen Finanzämtern entstand, ist noch schwer zu beziffern. Es liege daher der dringende Verdacht nahe, dass

Leute werden in die Veranstaltung gelockt, ohne dass man sie wissen lässt, was sie dort wirklich erwartet. Man unterzieht sie einer Art Gehirnwäsche. Symbole des Reichtums werden beschworen, eine rosige Zukunft ausgemalt und zu schmissiger Musik skandiert. Man erklärt ihnen zum Schluss, wie sie in weniger als einem Jahr zum Millionär avancieren können. Schon ein Lottogewinn ist unwahrscheinlich, da ist es noch wahrscheinlicher, dass man vom Blitz getroffen wird.

*Quelle: Bericht im Bezirksblatt Lungau vom 30. April 2009

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politik

Die SPÖ „ist stiften gegangen“ und das bringt Hoffnung für die politischen Gegner

Powerplay gegen Rot W

eil Landeshauptmann Franz Voves in jüngeren Jahren bekanntlich ein erfolgreicher Eishockey-Nationalspieler war: Gegen ihn und seine engsten Mitarbeiter haben die politischen Gegner ein gekonntes Powerplay aufgezogen. Dazu kommt es im Eishockey dann, wenn einer oder zwei Spieler wegen Foul-Spiels auf die Strafbank müssen. Voves und die SPÖ verteidigen sich, doch beide kommen von Tag zu Tag stärker unter Druck. Der viel zitierten SPÖ-Stiftung „Zukunft Steiermark“ spricht die Finanz nun die Gemeinnützigkeit ab. Politisch äußerst brisant, weil damit auch Nachforderungen ins Haus stehen könnten bzw. der Verdacht der Steuerverkürzung aufkommt, das Spiel für die bisher so selbstbewusste steirische SPÖ kippt und Voves damit auf die Verliererstraße gedrängt wird.

doch einen historischen Tiefstand für die Voves-Partei. Kanzler Werner Faymann blieb am Wahlsonntag sogar auf Tauchstation, wahrscheinlich auch deswegen, weil er Fragen über die Zukunftsaussichten bei den kommenden Wahlen ausweichen wollte. In Wien erwarten Bürgermeister Michael Häupl stürmische Zeiten, blickt seine erfolgsverwöhnte SPÖ in einen Abgrund. In Oberösterreich sind damit die Chancen von Erich Haider gesunken, ein echter Herausforderer für Landeshauptmann Pühringer zu werden. In der Steiermark muss nun Landeshauptmann Franz Voves um seinen Posten zittern, weil in den Industrieregionen sogar die roten Kernwähler auf der Massenflucht sind. Die hausgemachte Malaise um die Stiftung der steirischen SPÖ mit dem sinnigen Namen „Zukunft Steiermark“ – gegenwärtig wird ihr wenig positive Zukunft eingeräumt – steuert das ihre dazu bei.

Basis auf der Flucht Ausgerechnet in den roten Hochburgen entfernten sich bei der jüngsten EU-Wahl viele Wähler von der Fahne der Sozialdemokraten im Vergleich zu den letzten Urnengängen. Das Ausmaß des Debakels – mehr als 11 Prozent Verluste in der Steiermark – traf die Parteispitze ebenso wie viele Funktionäre ganz arg, bedeutet dies

Beschwichtigungsformeln helfen nichts Noch schweigen alle in den Gremien, aber der Groll wächst, weil Voves sich in einen Dreifrontenkrieg hineinmanövriert hat, den er nicht gewinnen kann. Die politischen Mitbewerber ÖVP, Grüne, KPÖ, FPÖ und BZÖ attackieren ihn praktisch täg-

1948 – 1971 lich. Die Wiener Genossen um Werner Faymann wollen seine vernünftige politische Forderung nach mehr Verteilungsgerechtigkeit schubladisieren und versuchen Voves damit zu degradieren. Aufgrund seines verbalen Ausrutschers gegen die Krone und seiner Angriffe gegen Stiftungen mit dem Verschweigen der Existenz einer steirischen SPÖ-Stiftung nimmt die Krone Voves damit praktisch täglich ins Visier. Der Karren der Voves-SP steckt momentan tief im Schlamm. Wie bekommt man ihn wieder flott? Tatsache ist, dass Franz Voves nicht wirklich stärker auf die Wähler wirkt als die Sozialdemokratie. Seit dem Jahr 2005 im Amt, gelang es ihm nicht, ein strahlendes Landeshauptmann-Image und damit einen Wähler-Bonus aufzubauen. Selbst Gaby Burgstaller aus Salzburg, die das besser geschafft hat,

1971 – 1980 überlebte bei der letzten Landtagswahl nur knapp an der Spitze. Franz Voves, der derzeit die bittersten Stunden seiner politischen Karriere durchlebt, hat daher in seiner Partei schon mit dem Rückzug gedroht, sollte man ihn im Regen stehen lassen. Es gibt keine wirkliche personelle Alternative zur Zeit für seine Nachfolge in der SPÖ. Der einzig mögliche Kandidat in einer solchen Verlagspostamt Notsituation – Voves geht – hieße 8020Wegscheider, Graz, Manfred vor seinem P.b.b. M Gang nach GZ Graz02Z033225 erfolgreicher BürOktober 2008 germeister in Kapfenberg. Die in der ÖVP kolportierte Bettina Vollath hat zwar sicher den Ehrgeiz, noch weiter nach oben zu kommen, wäre damit aber völlig überfordert, weil sie in der Partei selbst nicht über die entsprechende Hausmacht verfügt, nur eine Erfindung von Voves ist. Wie viel Nutzen ein Hermann Schützen-

Zitate:

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Grüne: Stiftungsbären aufgebunden

KPÖ: Tiefpunkt politischer Moral

„Verharmlosen, runterspielen, durchtauchen – das ist das Motto der SPÖ“, sagt Grünen-LAbg. Lambert Schönleitner. „Die SPÖ hat der Bevölkerung einen Stiftungsbären aufgebunden und stolpert weiter oberflächlich vor sich hin, statt endlich die Gebarung der letzten fünf Jahre von Partei und Stiftungsfirmen auf Punkt und Beistrich offenzulegen!“

„Indem sie ihr Geld in einer der viel geschmähten Privatstiftungen parkt, hat sie in Bezug auf Glaubwürdigkeit endgültig Totalschaden erlitten“, so LAbg. Claudia Klimt-Weithaler zur Entscheidung des Finanzamtes Graz, dass die SPÖ-Stiftung nicht gemeinnützig ist.

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politik

1980 – 1995

höfer aus der Misere der Voves-SPÖ ziehen kann – niemand wagt gegenwärtig ein endgültiges Urteil.

1995–2005

2005 – 2010

2010 - 2010 –

Landesgeschäftsführer Toni Vukan und fürchtet sein VP-Gegenüber Bernhard Rinner, dass der Aufwind für die ÖVP bis dahin anhält. Jetzt, da die steirische ÖVP wieder Blut geleckt hat, weil sie eine echte Chance sieht, Franz Voves vom LH-Sessel zu stürzen, inszeniert sie gegen ihn mit aller politischen Brutalität ein Trommelfeuer, so wie das seinerzeit Franz Voves selbst gegenüber Waltraud Klasnic geschehen ließ. Sollte nach den Unterlagen über Peter Schachners Geburtstagsfeier, die indirekt auch von der gemeinnützigen SPÖ-Stiftung bezahlt wurde, ein weiterer Beweis auftauchen, dass auch ein Voves-Geburtstag in Portugal im Beisein der Künstlerin Erika Pluhar nicht von ihm privat bezahlt worden ist, dann würde das gehörig für weiteren Stoff und „Zoff“ sorgen.

Durch Sieg von FPÖ und BZÖ bei Nationalratswahl: Auch ohne Haider hat LH Voves sehr schlechte Karte

Gefährlicher Frühstart

Würde am kommenden Sonntag gewählt werden, so zitieren Meinungsexperten ihre Umfragen, dann wäre die Voves-SPÖ ihre 24 Mandate im Landtag und die absolute 5:4-Mehrheit in der Landesregierung los. Das ist alles dennoch graue Theorie, denn der Stimmengang für den steirischen Landtag wird erst im Oktober 2010 sein und bis dahin fließt noch viel Wasser die Mur runter, hofft SPÖ-

ÖVP: Lügengebäude des LH bricht zusammen „Da das Finanzamt die SPÖ-Stiftung nicht als gemeinnützig anerkennt, habe sich der Verdacht der Steuerhinterziehung erhärtet“, sieht ÖVP-Klubobmann Christopher Drexler das Lügengebäude von Landeshauptmann Franz Voves zusammenbrechen. „Der Verdacht erhärtet sich, dass LH Franz Voves durch Steuerhinterziehung den Wahlkampf 2005 finanziert hat.“ Drexler fordert die Überprüfung der Stiftung durch den Rechnungshof. KLIPP Juli 2009

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Das Land Steiermark

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POLITIK

Bürgermeister Nagls Koalition in Graz kommt stärker unter Druck. Grüne scheren aus. Auch Kirche stellt sich gegen ihn.

„Betteln“ um jede Wählerstimme Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl wäre als kleiner Junge gerne Pfarrer geworden. Jetzt säubert er die Landeshauptstadt von den Bettlern – ein verschärftes Bettelverbot soll kommen. Ist das noch christlich und sozial? dem sozialen Gesichtsfeld entfernt werden, ist das soziale Problem dahinter ja nicht gelöst.“ Bild: APA / Internet

M

it diesem jüngsten Vorstoß hat der strenge Katholik mit seiner Law-and-Order-Haltung die Rechten klar auf seiner Seite. Der Koalitionspartner, die Grünen mit Vizebürgermeisterin Lisa Rücker, schert allerdings aus, verweigert die Zustimmung zur Verschärfung der Bettlerverordnung. Auch die Kirche tritt offen gegen Siegfried Nagl auf. Caritas-Direktor Franz Küberl wirft Nagl indirekt „Kaltherzigkeit“ vor und sagt in eindeutiger Schärfe: „Kein Gesetz kann die persönliche Verantwortung ersetzen, ob mir die Würde auch solcher Menschen tatsächlich am Herzen liegt.“

Apropos gelöst Mit der Verordnung aus dem Jahr 2005 wollte man auch das PunkProblem lösen. Die Punker lungerten ständig am Hauptplatz herum, was ihnen dadurch verboten wurde. Nun haben sie um den Stadtpark-Brunnen herum ihre Bleibe gefunden. Dort ist es wesentlich gemütlicher und angenehmer, sind Bier und andere Dosen noch leichter zu deponieren, werden Parkbänke okkupiert, wird gehascht und geraucht – zum Entsetzen so mancher Spaziergänger.

Doch die Bettler-Debatte ist nicht der erste tiefe Graben zwischen Schwarz-Grün. Da hat die Affäre mit der Exstadträtin Eva Maria Fluch für Irritationen gesorgt, das Eintreten der Nagl-ÖVP für das Shoppingcenter an der Bahnhofskreuzung – ein Lieblingsprojekt Nagls – und seine Haltung zum Neubau eines Murund eines Gasheizkraftwerkes.

Ich verschließe die Augen nicht Er wolle nur, dass die (bettelnden) Kinder in die Schule gehen und nehme Bettelei als Beruf nicht hin, versucht Nagl das angepeilte verschärfte Bettelverbot zu verteidigen. Nichts hält die steirische Amtskirche davon – die bestehende Gesetzeslage reiche aus, um Ausbeutung zu verhindern und gegen organisierte Bettelei vorgehen zu können. Bischofsvikar Heinrich Schnuderl zur Kleinen Zeitung: „Als Christ muss ich mir vor Augen halten, dass Gott selbst uns gerade in den schwächsten Gliedern der Gesellschaft ansieht. Wenn diese Menschen aus 20

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„Wie kann ich das Zusammenleben der Menschen in der Stadt verbessern“, sei eine der Fragen, die Nagl als Bürgermeister antreiben, schreibt die Wochenzeitung „Die Zeit“. Mit seiner „Menschenhatz“, so die Grünen, entferne er sich weit von diesem Ansinnen. Das Klima in der Koalition ist damit vergiftet. „Das ist eine mögliche Weggabelung für die Koalition“, so Vizebürgermeisterin Lisa Rücker warnend an Nagl. „Wenn die Grazer ÖVP unter Nagl schon mehr als ein Jahr vor der Landtagswahl mit den Rechten konkurriert, dann haben wir ein Problem. Ich mache mir erstmals Sorgen.“

Riedler kann nicht mit Nagl Die Grazer SPÖ sprach sich im Gemeinderat ebenfalls gegen die Verschärfung des Bettelverbots aus, sieht keinen Handlungsbedarf. Stadtrat und Parteichef Wolfgang Riedler: „Alles, was hier gefordert wird, steht bereits im Strafgesetzbuch.“ Er steht allerdings damit im Widerspruch zur Landespartei und Landeshauptmann Franz Voves. Seine Fraktion drängt im Landtag ebenfalls auf Verschärfungen, und diese werden auch gemeinsam mit der ÖVP im Landtag beschlossen. Ein seltsamer und seltener Schulterschluss ...

Mit der schwarz-grünen Koalition hat Siegfried Nagl die Grazer SPÖ und deren Spitzenmann Wolfgang Riedler ziemlich an den Rand des politischen Geschehens in Graz gedrückt. Die SPÖ tut sich schwer in dieser ungewohnten Rolle, war doch Riedler in der letzten Legislaturperiode (bis Anfang 2008) als Finanzstadtrat äußerst einflussreich. Es gelte Themen zu finden, die die Bürger beschäftigen und mit denen die SPÖ wieder verstärkt in die Medien und damit auch in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt, heißt es in der Grazer SPÖ. Sicherheit, Verkehr, Wohnungspolitik und die Integration von Zuwanderern sind solche Themen. Ganz wichtig schon allein deshalb, weil es im kommenden Jahr bekanntlich Landtagswahlen gibt und ein schwaches Abschneiden der Grazer SPÖ aufgrund des großen Wählerpotenzials in Graz auch fatale Auswirkungen auf das Landesergebnis hätte. KLIPP Juli 2009

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e n e r gie

BG/BORG Liebenau lauscht Get to the Top und dem Dachdecker-Doppelweltmeister Reinhold Fruhmann Großes Interesse bei den Schülern

Rund 150 Schülerinnen und Schüler verfolgten aufmerksam die Vorstellung der Dachdecker- und Spenglerlehre, welche über Einladung des Schuldirektors Mag. Josef Müller vom Präsentatorenteam der Landesinnungen erfolgte. Wie weit man es mit der Lehre bringen konnte, das

Schon an

zeigte auch der Berufsdoppelweltmeister Reinhold Fruhmann, der ebenfalls anwesend war und praktische Einblicke in die Berufe gab. „Tatsache ist, dass der Jugendarbeitslosigkeit nur durch frühzeitige Information entgegengewirkt werden kann und solche Veranstaltungen in

Schulen Hilfestellung in der Berufsorientierung leisten können“, so die Innungsmeister Helmut Schabauer und Gerhard Freisinger. Erfreulich, dass nunmehr auch Allgemeinbildende Höhere Schulen dieses Informationsangebot der Wirtschaftskammer annehmen.

IHRE Zukunft

Die Kommunikationskampagne „Get to the top“ (get-to-the-top.at) läuft seit rund drei Jahren und richtet sich an den steirischen Berufsnachwuchs, der für einen Beruf „ganz oben“ ­begeistert werden soll. Derzeit werden 242 Lehrlinge in den steirischen Betrieben ausgebildet.

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Die Innungsmeister Helmut Schabauer und Gerhard Freisinger legen besonderen Wert auf den Berufsnachwuchs. (Foto: Fischer)

gedacht?

AUSSTELLUNG “Leben im Sonnenzeitalter”

guteidee.at

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Veranstalter: Stadtgemeinde Gleisdorf, Feistritzwerke STEWEAG, select ... Ihr Strom, Stadtwerke Gleisdorf, TIP Citymanagement Gleisdorf KLIPP Juli 2009

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Energie

Landesinnungsmeister Ernst Konrad (Elektrotechnik) plädiert fßr erneuerbare Energie und appelliert an Politik

Umdenken ist nĂśtig!

Nein, er ist kein Wissenschaftler, auch kein selbsternannter Energieexperte – und doch ein Fachmann: Ernst Konrad, der steirische Landesinnungsmeister der Elektrotechniker, fĂźhrt seit 20 Jahren die Firma Elektrobau Denzel und steht daher täglich an der Front. Konrad weiĂ&#x;, was läuft, was sich im Energiebereich tut, was Kunden mĂśchten, setzt sich kritisch mit Entwicklungen auseinander und wurde im Vorjahr nicht zufällig zum Landesinnungsmeister gewählt. KLIPP sprach mit ihm.

D

er Elektro-Tag am Flughafen, aber auch der steirische Photovoltaik-Tag zeigten klar, wie groĂ&#x; das Interesse der Menschen an Solar- bzw. alternativer Energie ist.

die Windkraft an. Was soll das, wenn UmweltschĂźtzer den WasserkraftAusbau verhindern und auf der anderen Seite Ă–l-, Gas- oder Kohlekraftwerke errichtet werden? Das macht ja keinen Sinn.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir in Österreich permanent in der Stromerzeugung vom Ausland abhängig sein wollen. Also gehÜrt die Wasserkraft ausgebaut und die Sonnenenergie genutzt. Ich kann nicht auf Öl und Gas setzen, wo alle verrßcktspielen mit diesen Energieträgern. Diese sind nicht reell kalkulierbar, weil es da einige gibt, die spekulieren und damit viel Kohle machen. Die breite Masse soll das dann zahlen – das kann’s ja nicht sein.

Also auch den Ausbau der Wasserkraft forcieren? Wenn Wasserkraft gut konzipiert wird – ich denke da zum Beispiel an das Kraftwerk Fisching –, gibt’s keine wirklichen Umweltschäden oder sonst etwas. Das Wesentliche ist eben: Ich erzeuge Energie und sogar umweltfreundlich. Eine Flussregulierung da und dort schadet auch nicht, weil man weiĂ&#x;, dass Ăźberall das Grundwasser zurĂźckgeht.

Was verstehen Sie dann unter einer zukunftsorientierten Strategie? Da muss man nicht extra darĂźber nachdenken. Wir mĂźssen in Zukunft alles daransetzen, unsere Energie mĂśglichst umweltschonend zu erzeugen. Da bieten sich auf jeden Fall die Sonnenenergie, die Wasserkraft und

Foto: Croce & Wir

Landesinnungsmeister Ernst Konrad: „Strom und Energie sind ein Element der DaseinsfĂźrsorge, und daran mĂźssen sich die Preise orientieren.“

Energiepreise nehmen den Menschen viel Kaufkraft weg. Und wenn wir heimische Energie erzeugen, dann kĂśnnen und mĂźssen auch die Preise vernĂźnftiger sein, als es jetzt der Fall ist. Wenn die Energiekonzerne durch hohe Preise zu viel Kaufkraft absaugen, dann haben wir ja in vie-

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Energie sparen heiĂ&#x;t Geld sparen

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Noch nie gab es ein so groĂ&#x;es Angebot an FĂśrdermĂśglichkeiten, um die Energiekosten langfristig zu senken – egal, ob es sich um Biomasseheizungen, Solaranlagen, Wärmepumpen oder den Ersatz von alten Ă–l-Heizkesseln handelt. Besonders wichtig jedoch: Alle Arbeiten sollten ausschlieĂ&#x;lich vom Fachmann durchgefĂźhrt werden. Die

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Anmerkung: Weil in einem Teil unserer letzten Ausgabe durch technisches Versehen das Gespräch mit Ernst Konrad, Landesinnungsmeiser fßr Elektrotechnik, nicht enthalten war, bringt Klipp diesmal nochmals eine gekßrzte Fassung mit den Kernpassagen.

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E-Mail: mail@krentschker.at Info-Hotline: 0316/8030 -38777 Zentrale: 8010 Graz, Am Eisernen Tor 3 Niederlassg.1010 Wien, Johannesg. 29

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Warum sind Sie ein Verfechter des Ausbaus der Photovoltaik? Ja, man muss nur nach Bayern schauen, um zu erkennen, was das bringt. Dort gibt’s nahezu auf jedem zweiten Haus eine Anlage. Die Photovoltaik ist nun einmal die reinste Form der Energie-Erzeugung.

Jetzt mit Weitblick investieren.

Stark steigende Energiekosten machen den Menschen arg zu schaffen. FĂźhrt daran kein Weg vorbei? Wenn ich lese und hĂśre, dass der Verbund bei knapp einer Milliarde Euro Umsatz etwa 500 Millionen Euro Gewinn im Jahr macht, dann kann ich nur sagen: Da stimmt was nicht in der Preisgestaltung. Die zur Zeit hohen

steirischen Installateure sind dafßr die ersten Ansprechpartner, wenn es darum geht, Ihre Heizungs- und Sanitäranlagen auf den letzten Stand der Technik zu bringen. Damit lässt sich nämlich gleich doppelt sparen – denn neue Anlagen helfen, die Energiekosten selbst gering zu halten, sie ßberzeugen aber auch durch niedrige Betriebskosten.

len Bereichen des Konsums und der Investitionen Probleme. Und das gilt es ja vernĂźnftig und mittelfristig zu verhindern. Strom und Energie sind einfach ein Element der Daseinsvorsorge fĂźr den Menschen und daran mĂźssen sich die Preise orientieren.

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LILLY LOTTERBLUME

Hallo,meine Lieben! Vor dem Schulschluss habe ich immer wieder viel, viel Stress, weil unsere Jüngste jedes Mal nur mit Ach und Krach die Klasse schafft. Aber Sie kennen das ja wahrscheinlich von Ihren eigenen Kindern. Gehen wir zu etwas Interessanterem. Die Ulli war unlängst bei uns zum Kaffee eingeladen und die hat da was durchaus Interessantes erzählt. Sie hat die ehemalige Landeshauptfrau Waltraud Klasnic getroffen, die sie von ihrer Arbeit in der Burg gut kennt. Und Klasnic zeigte sich irgendwo fast „vergnügt“ darüber, dass es jetzt ihrem Nachfolger in der Burg auch nicht viel besser geht, als ihr damals. ❉ Sie war verbittert über die Medienberichte und die Beurteilung der EstagAffäre und der Herberstein-Affäre . Franz Voves erlebt jetzt wegen der SPÖ-Stiftung „Zukunft Steiermark“ ebenfalls bittere Momente, steht unter dem Dauerbeschuss der politischen Gegner und auch der Medien. Klasnic ist ja bekanntlich im Oktober 2005 abgewählt worden. Wenn das so weiter geht, so meint die Ulli, dann wird auch Franz Voves das gleiche Schicksal erleben. ❉ Es sei da noch zu früh, denn die Wahl ist ja erst im kommenden Herbst 2010, hat mein Allerliebster wiederum der Ulli entgegen gehalten, so wird bei ihm im Büro diskutiert. Und außerdem werde sich ein „Mitleidseffekt“ für Voves bei den steirischen Wählern breit machen, wenn alle auf ihn losgehen. Die Ulli wiederum glaubt nicht daran, denn auch seinerzeit hoffte Waltraud Klasnic auf einen solchen Effekt, vergeblich, wie sich herausstellte. Wenn’s einmal runter geht in der Politik, dann geht’s ordentlich bergab. Da lässt sich nicht viel mehr machen. Ob das nun gerecht oder ungerecht ist, sagt die Ulli. Es ist einfach so. ❉ In einer solchen Situation, belehrt mich wieder mein Allerliebster, wird klarerweise immer nach Schuldigen und Verantwortlichen gesucht. Und da hat der Herwig beim letzten Ke-

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geln erzählt – er ist im Landtag und in der Burg ja bestens bekannt –, dass die Voves-Mitarbeiter zum Teil äußerst verärgert über den ehemaligen Parteichef Peter Schachner sind, für sie ist er out. ❉ Denn zu seiner Zeit hat er die Gründung der SPÖ-Stiftung „Zukunft Steiermark“ veranlasst. Schon bald danach haben Genossen in Wien gemeint, das sei nicht wirklich eine gut überlegte Sache, weil sie auf Sicht mit der Finanz zu Konflikten führt. Der Herr Professor, wie die Schachner-Kritiker meinen, habe halt aber auch damals wieder alles besser gewusst. Denn für die Kritiker war klar, dass mit der Stiftung die Finanz die Einschaumöglichkeit erhält, was nicht der Fall ist, wenn alles über die Partei abgewickelt wird. Denn bekanntlich müssen die politischen Parteien keinen Offenbarungseid gegenüber de Finanz leisten. ❉ Bei Stiftungen, überhaupt dann, wenn sie gemeinnützig sind, ist das eine ganz sensible Sache. Wozu Schachner das gemacht hat, hört der Herwig immer öfter bei seinen täglichen Plauscherln in der Burg. Wenn man was in der Stiftung verstecken wollte, dann war das wohl das schlechteste Versteck, wie sich jetzt herausstellt. Schachner selbst hat ja schon mehrmals erklärt, dass die Steuer-Ersparnis praktisch überhaupt nicht zustande gekommen ist. Wenn Schachner nicht diesen „Blödsinn“, so die Ulli und der Herwig, gemacht hätte, dann wäre Voves ohne Probleme jetzt noch der strahlende Landeshauptmann. ❉ Nur durchhalten und durchtauchen, lautet der Appell jetzt bei den Sozis, hat der Walter beim Tarokkieren erzählt. Es kommen auch wieder bessere Zeiten, was ja sicher stimmen wird. Eine schwierige Phase macht auch gegenwärtig Hans Macher durch, der ehemalige SPÖ-Landesgeschäftsführer, der ja nach seinem Abschied in die Leykam Medien AG als Vorstandsdirektor wechselte. Daneben

ist er auch noch in der SPÖ-Stiftung „Zukunft Steiermark“ Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden Peter Schachner und auch noch Geschäftsführer der viel kritisierten Fortuna Kommerz. In der Leykam Medien AG schaut’s zur Zeit nicht rosig aus, da auch der Druckereikonzern Let’s Print mit argen Auftragseinbrüchen kämpft und damit auch die SPÖ als Eigentümer keine Dividenden sehen wird. Macher sei für vieles mitschuldig, er sieht das nicht so. Er ist sicher einer der Geheimnisträger in der steirischen SPÖ und wenn er sein Herz ausschütten sollte, dann würden wahrscheinlich sowohl Schachner, Voves und auch noch andere plötzlich sehr, sehr alt aussehen. Er denke, so der Herwig, dass Macher seine Genossen auch indirekt daran erinnern wird, wenn er mit ihnen über seine berufliche Zukunft spricht. ❉ Der Landtag hat ja die Offenlegung der Parteienfinanzierung beschlossen. Das war eine langjährige Forderung der Grünen, und so gesehen war der Beschluss auch ein Meilenstein. Die Grünen sind optimistisch, dass sie mit der Offenlegung einmal in die Tiefen der Parteienfinanzierung der Großen vordringen werden. Bis September soll der Gesetzesvorschlag stehen, erfahren wir vom Peter. Möglicherweise wird es aber schon bald wieder viel Sand im Getriebe des zuständigen Landtags-ausschusses geben. 2010 wird gewählt und da werden ÖVP und SPÖ keine große Eile an den Tag legen. Und niemand will den politischen Mitbewerbern zusätzliche Munition liefern. Auch wenn die ÖVP eine Chance sieht, die SPÖStiftung „aufzuplatteln“. ❉ In Graz ist auch einiges los. Bürgermeister Siegfried Nagl, so hören wir von der Claudia, versucht mit seinem verschärften Bettel-Verbot wieder Stimmung für sich und dem rechten Lager zu machen. Das ist menschenfeindlich, stellen sich die Kirchenvertreter entschieden dagegen. Wo bleibe da Nagls christliche Einstellung?, fordern sie zum Umdenken

auf, hört der Udo. Doch zur Zeit scheint sich Nagl einfach so stark zu fühlen, dass ihn niemand in die Schranken weisen kann. Mit seiner Schwarz-Grünen Koalition hat er die SPÖ völlig an den Rand gedrängt, sie spielt gegenwärtig nur eine Nebenrolle im Grazer Rathaus. Man weiß, dass Wolfgang Riedler und Siegfried Nagl miteinander nicht besonders können und daher bekommt Riedler auch wenig Chancen, seine Qualitäten zu zeigen. Rot raus – lautet die stille Devise der Koalition und daher verschwinden die roten Vertreter aus den Aufsichtsräten jener Gesellschaften, die sich im Einfluss der Stadt befinden. Aber auch rote Geschäftsführer müssen nun um ihre Zukunft bangen, wie man weiß. Alles unter der Devise: Es sollen einfach unabhängige Experten dort zum Zug kommen. Die Frage ist nur, wer die aussucht und warum dann plötzlich diese Einen draußen und die Anderen drin sind. Auch eine besondere Art von Objektivierung. ❉ Frischen, liberalen Wind hat der neue Grazer FP-Chef Mario Eustacchio gebracht. Doch offensichtlich sind mit seinem Weg die alten Recken in der FPÖ nicht einverstanden, es gibt ziemlich viele Diskussionen innerhalb der Grazer FPÖ. „Winter ade“, heißt es in Graz, die ehemalige Stadträtin wird ihre politische Karriere hier nicht mehr weiterführen können. Als Nationalratsabgeordnete ist sie noch in Wien, dort soll sie von den Wienern auch im Wahlkampf eingesetzt werden, doch sonst gibt’s wenig Fürsprecher mehr für sie. ❉ Aber das alles regt mich nicht so auf wie die Treibstoffpreise, das spüre ich jede Woche in meinem Budget. Wie kann das sein? Andere Preise geben wegen der Wirtschaftskrise nach, nur der Benzinreis steigt und steigt, weil Spekulanten dabei sind. Und das finde ich als kleine, einfache Frau mit einem Sparbudget ganz arg. Also tschüss, bis zum nächsten Mal, Eure Lilly

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Dieselweg Graz als Pilotprojekt­

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n Puncto energetische Sanierung und Innovation ist das Projekt Dieselweg in Graz wohl einzigartig in Europa. Das internationale Interesse an der ehemaligen Puch-Siedlung in Graz-Liebenau ist entsprechend groß. Die GIWOG (Gemeinnützige Industrie-WohnungsAG) hat mit Unterstützung des Landes Steier­mark die aus

den Jahren 1950–1970 stammenden Wohnanlagen zu einem Musterbeispiel für eine klimafreundliche Sanierung unter größter Berücksichtigung der Bedürfnisse der MieterInnen gemacht. Umweltlandesrat Ing. Manfred Wegscheider: „Am Dieselweg werden mit unserer Unterstützung neue Maßstäbe gesetzt. Von dieser Passivhaus-

Sonne! Licht! Wä r m e ! Ganz schön viel für ein Gebäude. Ganz schön clever die Energie. Das Ganze zu Ökonomie & Ökologie. Ganz und gar durchdacht. Bau und Fortschritt aus einer Hand. www.gap-solution.at

sanierung profitieren alle, die Mieter, unser Klima und die Umwelt! Der Austausch von 204 Einzelfeuerungsanlagen sorgt gerade in diesem Gebiet für „frischen Wind“ bei der Reduktion der Feinstaubbelastung.“ Durch ein Gesamtpaket aus Wärmedämmung und den Einsatz von Solarund Erdwärme wurde der Energieverbrauch um 90% gesenkt. Das alles bei höchstem Komfort und drastisch reduzierten Kosten für die Mieter!“ Ein Umluftsystem hält nicht nur die Raumtemperatur konstant, es sorgt auch für hygienisch frische Luft und angenehmes Wohnklima auch bei geschlossenem Fenster; natürlich verfügt die Anlage jetzt über Passivhausfenster mit integrierten Jalousien. „Während der Renovierungsarbeiten konnten die Mieterinnen und Mieter ihre Wohnungen trotz umfassender Maßnahmen ohne größere Einschränkungen weiternutzen,“ erklärt Alfred Willensdorfer, Baumeister der GIWOG.

Durch die Vergrößerung und Verglasung der Balkone ist ein zusätzlicher Wohnraum entstanden, der in die thermische Hülle integriert wurde, so dass auch hier kein Wärmeverlust entstehen kann,“ so Willensdorfer. Die Kennzahlen sind beachtlich. Die Energiekennzahl vor der Sanierung betrug 142–225 kWh/m²a, nach der Passivhaussanierung beträgt sie 9,6– 13,6 kWh/m²a. Die Heizkosten und der CO2-Ausstoß sind um 90% geringer und die Warmwasserkosten um 25% niedriger. Die Umsetzung des Gesamtbauvorhabens wurde mit Unterstützung durch den K.L.I.E.N Fonds, die Umweltförderung Land Steiermark und die Wohnbauförderung des Landes Steiermark ermöglicht und stellt ein Musterbeispiel für eine innovative energetische Sanierung dar, bei der auch die soziale Komponente höchsten Stellenwert hat. Energieeffizienz, Klimaschutz und höchster Komfort bei gleichen Betriebskosten – was will man mehr!

„Die Häuser wurden mit einer vorgefertigten Solarfassade umhüllt, wodurch eine optimale Dämmung entsteht. Das Sonnenlicht wird so in Wärme umgewandelt. Zudem wirkt die Fassade stark schallabsorbierend.

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e n e r g i es p a r e n

Eine ganze Siedlung thermisch saniert

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e n e r g i es p a r e n

Umwelt- und mitarbeiterfreundlich E

in Umwelt- und Energiesparhaus, das alles bietet, was von einem modernen Bürogebäude erwartet wird: Das neue Bürogebäude des Raiffeisenverbandes Steiermark in Raaba bei Graz vereint alles und übernimmt damit eine Vorreiterrolle in Umweltfragen in der Steiermark. Gebaut wurde es unter Aufsicht von Ludwig Rabold, Leiter der Abteilung Organisation, so, dass nicht nur absolut störzonenfreie Arbeitsplätze geschaffen wurden, sondern auch gesundheitlich unbedenkliche Baustoffe zum Einsatz kamen. Dabei wurde auf eine Bauweise geachtet, die in Zukunft das Klima und die Geldbörse schont. Rabold: „Es war nicht immer ganz einfach, manche Beteiligte daLudwig Rabold: „Unser Haus soll auch andere Bauherren von zu überzeugen, zur Nachahmung inspirieren.“ dass Dinge funktionieren und machbar sind, auch wenn sie bisher noch nicht eingesetzt wurden. Da ich mich aber voll und ganz auf die Umsetzung unserer Vorstellungen in diesem Projekt konzentriert habe, wurden beharrlich gemeinsame Lösungen gesucht und schlussendlich auch gefunden.“ KLIPP Juli 2009

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„Heute ist das Gebäude fertig und erweckt zahlreiches Interesse im In- und Ausland. Die Mitarbeiter fühlen sich wohl in Räumen, bei denen auch Feng-Shui-Methoden zum Einsatz kamen. Ich persönlich bin mir sicher, dass Menschen nur in einer freundlichen, gesundheitsfördernden Umgebung gute Leistungen erbringen können. Und auch unsere Kunden, die zu uns kommen, sollen sich wohlfühlen“, so Rabold weiter. Die Planung des Baues übernahm das Planungsbüro Studio 80 in Hausmannstätten; die Haustechnik konzipierte das Technische Büro Hammer in Fohnsdorf. Bernhard Hammer, Geschäftsführer des Büros: „Wir planen immer umweltgerecht, was natürlich nicht heißt, dass alles, was im Angebot ist, auch für den Einzelnen gut und machbar sein muss. Das Bürohaus des Raiffeisenverbandes war auch für uns eine echte Herausforderung, weil es zukunftssicher, organisatorisch optimal funktional, kundenfreundlich, gesundheitlich wertvoll, umweltfreundlich und zudem sparsam im Energieverbrauch und in den sonstigen Folgekosten sein musste. Wir haben alles geschafft und laut Energieausweis beträgt der Heizwärmebedarf WBF 13,26 kWh/m²a.“

Abgesehen von der Behaglichkeit, die für jedermann erkennbar ist, sind natürlich viele andere Maßnahmen geschehen, um umweltgerecht zu bauen. Als Baustoffe wurden vorwiegend umweltfreundliche Produkte verwendet, also Dämm-Materialien mit Umweltzeichen, Recyclingprodukte und nachwachsende Rohstoffe. Dadurch ergibt sich eine massive CO2-Einsparung. Die stark isolierte Gebäudeaußenhaut mit einem in Massivbau­ weise errichteten Speicherkern, hoch dämmenden Fenstern und -rahmen, Sonnenkollektoren für die Warmwasseraufbereitung und Heizung, Erdsonden für die Kühlung und Heizung bzw. eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie Erdkollektoren machen das Haus zu einem Niedrigstenergiehaus. Die Photovoltaikanlage am Dach des Gebäudes, die Strom in das öffentliche Netz einspeist, und die Regenwassernutzungs­ anlage sind zusätzliche Umweltaspekte.

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Neues Haus des Raiffeisenverbandes als Vorzeigeprojekt

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Der Alfa Spider 2.2 JTS – ein typischer Italiener

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Temperamentvolles Outfit

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trahlender Sonnenschein, Temperaturen um die 30 Grad und oben ohne – natürlich nur unser Testfahrzeug. Was für ein Gefühl – vor allem im Mai, wo solche Temperaturen ja nicht ganz an der Tagesordnung sind. Und es ist ein besonderes Gefühl, wenn man nach der langen Winterpause zum ersten Mal wieder mit einem Cabrio unterwegs ist. Und das KLIPP-Testfahrzeug war nicht irgendeines, sondern ich holte beim Autohaus Vogl in Graz einen Alpha Spider 2.2 JTS ab. Die Vorfreude nach den kalten und unwirklichen Frühlingstagen und meine Erwartungen an den 185 PS starken „Spider-Alfa-Man“ waren natürlich hoch. Feinste Ledersitze – elektronisch verstellbar, das Lenkrad – für große, kleine, dicke und dünne Cabrio-Piloten – ebenfalls in alle Richtungen passend zu stellen und kein Schlüssel mehr, sondern, ein wenig unromantisch, nur ein Knopf zum Starten. Das sind nur einige Spielereien, die der Alfa Spider zu bieten hat. Zugegeben, ich hatte schon auch ein wenig Respekt vor ihm, denn knapp 200 PS und eine überdurchschnittliche Beschleunigung – so viel Leidenschaft vom Motor ausgehend muss erst gebändigt werden. Doch der Respekt war nicht ganz gerechtfertigt, denn mit so viel ausgewogener Technik komme auch ich als Frau gut zurecht. Der Alfa Spider bietet viel Fahrvergnügen, liegt ruhig auf der Straße 28

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Jetzt ist Cabrio-Zeit – zwei davon im KLIPP-Test

Ohne Dach u J

etzt ist Cabrio-Zeit und daher ist es angenehm, sich den Fahrtwind um die Ohren sausen zu lassen. Wenn’s ganz arg

und starke Kurven nahm er auch bei hoher Geschwindigkeit mit Bravour. Aber ehrlich und offen, wie wir Frauen nun mal sind – nicht immer gab ich ihm die Sporen, denn man will ja auch, ob in der Nachbarschaft oder der Innenstadt, gesehen werden. Hin und wieder musste ich das Verdeck schließen und war angetan davon, wie ruhig das vor sich geht. Was mich allerdings dann doch überraschte, war der Kofferraum. Selbst bei geöffnetem Verdeck ist er für ein Cabrio sehr geräumig. Das hängt damit zusammen, dass das Verdeck – etwa im Vergleich zum Peugeot, wo es waagrecht liegt – beim Spider senkrecht hinter der Rückbank verschwindet. So ist er auf alle Fälle groß genug für einen ausgiebigen Einkaufsbummel mit der besten Freundin. Denn nur sie – und da wiederhole ich mich gerne: Männer bleiben da ausgeschlossen – darf am Beifahrersitz im zweisitzigen Alfa Spider Platz nehmen. Und man soll die Herren der Schöpfung ja nicht enttäuschen, wenn sie neugierig nachschauen, dass Frau und nicht Mann aus dem „Spiderman“ aussteigt. Aber eine Anmerkung möchte ich zum Schluss noch machen: Obwohl der Spider von Haus aus einen sehr auffälligen „Spruch“ hat, hätte mich noch mehr Leidenschaft aus dem Motorraum nicht überfordert. Ich mag einfach den Kick, den man spürt, wenn man zurückschaltet, ins Gas steigt und man so richtig in den Sitz gepresst wird.

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wird, setzt man das obligate, lässige Kapperl auf oder bei „Gefahr im Verzug“, sprich, wenn der Himmel Regen signalisiert, schließt man

Peugeot 308 CC Aktiv Pro

Über einen längeren Zeitraum testete Klipp den neuen Peugeot 308 CC Aktiv Pro. Allerdings zur „steirischen Regenzeit“. Nicht unbedingt das, was man mit einem Cabrio erhofft. Aber gerade dann ist man über ein ordentliches Dach über dem Kopf schon sehr froh. Von Heidi Kogler

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er 308 CC ist auch mit verschlossenem Verdeck ein vollwertiger Gefährte. Der Straßenlärm bleibt draußen und der Innenraum ist für ein Cabrio doch recht großzügig. Damit steckte ich auch die Enttäuschung über das Wetter weg, weil der Franzose auch als Auto des täglichen Bedarfs gut zu fahren ist. Mit seinem 150 PS starken Motor und dem 6-Gang-Getriebe geht auch ganz schön was weiter. Schon bei den kleinen Gängen spürt man seine Kraft. Schalten und kräftig ins Gas steigen. Der volle Sound des 308 CC wird noch – ich bin kein Musik-Genie, aber sagen wir salopp – um eine Oktave tiefer und es spielt sich da unter der Motorhaube schon einiges ab. Ein weibliches Sportwagenfahrerherz fängt da auf jeden Fall höher an zu schlagen.

Natürlich hab’ ich jede Stunde, in der die Sonne mal hervorkam, genutzt, um mir den Wind um die Nase wehen zu lassen. Schnell das Dach einfahren und los geht es. Schnell kann man hier wirklich sagen, denn es dauert gerade mal 20 Sekunden, bis es sich öffnet oder natürlich auch schließt. Ich war erfreut. Erfreulich auch, dass er genauso einfach und leicht zu bedienen ist wie seine Artgenossen von Peugeot, die mir seit Jahren vertraut sind. Ich hatte erwartet, dass ein Auto dieser Klasse vom Handling her nicht ganz einfach ist. Aber mir fällt nichts auf. Auch für jemanden wie mich, der nicht gerne lange Bedienungsanleitungen liest oder gar auf die Suche gehen muss, welcher Knopf für was da ist, ist alles leicht zu „beherrKLIPP Juli 2009

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Klingt alles nach Hokuspokus, liegt aber nicht so weit entfernt

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h unterwegs Stress – „Na hoffentlich schaffe ich es noch“ – verursacht. Klipp-Mitarbeiterin Heidi Kogler testete einen Franzosen und einen Italiener.

100, 200, vielleicht 300 Kilometer weit kommen heutige Elektroautos mit einer Akkuladung, dann folgt stundenlanges Laden. Batterien mit höheren Kapazitäten sind noch zu teuer und zu klobig. Kaum jemand wechselt da von Benzin auf Strom. Shai Agassi will das mit seiner Firma Better Place ändern. Vergangene Woche stellte er in Yokohama eine Wechselstation vor, die den Akku binnen 40 Sekunden tauscht: Der Fahrer steuert seinen Wagen in eine Waschstraße hinein, zieht den Schlüssel und wartet, bis ein Roboterarm die leere Batterie aus dem Fahrzeugboden gelöst und eine volle befestigt hat. Passende Elektromobile hat Better Place bereits mit Renault Nissan entwickelt. Von

schen“. Ausgestattet ist der Peugeot 308 CC mit so gut wie allem. Serienmäßig. Automatische Klimaanlage, Tempomat, Einstieg, Pedale und Schalthebelknauf aus Alu, Alufelgen, der MP3-fähige Radio lässt sich vom Lenkrad aus bequem bedienen und der Rückspiegel verdunkelt sich von selber, wenn zu viel Licht von hinten daraufstrahlt. Mit dem Ledersportlenkrad liegt der 308 CC Aktiv Pro auch gut in der Hand. Nur die Metalliclackierung und die Ledersitze – ein Cabrio braucht das einfach und unser Test-Fahrzeug hatte keine – sind im Preis nicht enthalten. Der 308 CC Aktiv Pro ist ein Vier-Sitzer, mit dem Raum, wie er in Cabrios eben gegeben ist.

An die Männerwelt gerichtet: Als Frau am Lenkrad eines Cabrios ist man einfach allein unterwegs, da hat am Beifahrersitz selbst der Liebste keinen Platz. Aber für alle, die trotz allem gerne mit Kind und Kegel fahren, ist das Platzangebot ausreichend. Allerdings nicht für einen großen Urlaub oder wenn man vorhat, unterwegs einiges zu kaufen, denn der Kofferraum verkleinert sich doch drastisch, wenn man das Verdeck offen hat. Doch auch die Rücksitze kann man in einem solchen Fall als „zusätzlichen Stauraum“ nützen. Ein gelungenes Auto, das auch ganzjährig gut zu fahren ist. Nur eines ist bedauerlich: Ich hab’ gerade keine 30.000 Euro in meinem Budget dafür übrig. So viel kostet nämlich das gute Stück.

So wird der Autofahrer zum Strommakler Ist Strom billig, etwa in der Nacht, lässt der Fahrer die Batterie seines Autos aufladen. Wenn in Spitzenzeiten Strom gebraucht wird, kann er teuer wiederverkauft werden. Das Fahrzeug ist so programmiert, dass immer eine Reserve für die Heimfahrt bleibt. Wer eine längere Strecke vor sich hat, stellt den automatischen Maklermodus einfach ab.

Und wir meinen damit nicht nur unseren Pannendienst. In unseren Prüfzentren erwartet Sie ein umfangreiches Serviceangebot zur Sicherung Ihrer Mobilität. §57a-Überprüfung Ankaufstest Klimaservice Fahrwerksvermessung Funktionstests und Saisonchecks Elektronische Fehlerdiagnose Ölwechsel Bremsflüssigkeitswechsel Servicearbeiten ARBÖmatrix-Diebstahlsicherung Schätz- und Schadensgutachten

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Mit uns kommt der Vorteil.

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2011 an sollen sie zunächst in Israel fahren. Neben 150.000 eigens installierten Steckdosen in Garagen und auf Parkplätzen sind dort auch 100 Wechselstationen geplant. Den Strom will Better Place ähnlich vermarkten wie Mobilfunkfirmen ihre Handyverträge: Die Kunden sollen Abos mit Inklusivkilometern abschließen. Wer einen teuren Tarif wählt, könnte das Auto sogar billiger bekommen. Auch in Dänemark, Australien und Kalifornien will die Firma bald starten, in Deutschland sucht sie noch nach Partnern.

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einfach das Dach. In unserem Fall nicht mit irgendwelchen Handgriffen, sondern vollautomatisch. Was äußerst angenehm ist und keinen

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ADAC-Untersuchung zur Wirksamkeit von Umweltzonen

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Fahrverbote nicht sinnvoll Graz plant bekanntlich die Einführung von Umweltzonen zur Verbesserung der Luftqualität in der Stadt. Das heißt: Rote, gelbe, grüne Pickerl kaufen, je nach Schadstoffausstoß des Autos. Grün gewinnt, darf rein in die Stadt, gelb noch einige Zeit, rot nicht mehr. Da wird der Feinstaub aber Augen machen und schön draußen bleiben vor dem Ortsschild. Und das Stickoxyd natürlich auch. Ernüchterndes Ergebnis einer ADAC-Studie: Fahrverbote sind nicht sinnvoll. In Deutschland gibt es in etlichen Städten bereits solche Luftreinhaltezonen, die einen tiefgreifenden Einschnitt in die individuelle Mobilität der Menschen darstellen. Am Beispiel von mehreren Gebieten in Deutschland untersuchte der ADAC daher die Wirksamkeit von Umwelt-

zonen. Konkret miteinander verglichen wurden die Städte Berlin, Mannheim, Stuttgart, Tübingen, Ludwigsburg – diese haben Umweltzonen – mit Potsdam, Ludwigs­ hafen, Karlsruhe, Pforzheim, Heilbronn, Herrenberg, Mühlacker, die keine haben. Fahrzeuge mit roter, gelber

oder grüner Plakette sind in einzelnen Städten nicht von Fahrverboten betroffen, dagegen dürfen Fahrzeuge ohne Plakette nicht in die jeweilige Umweltzone fahren. Maßnahmen bleiben ohne Nachhaltigkeit Die Witterungsverhältnisse im Jahr 2008 führten in den betrachteten Städten meist zu niedrigeren Messwerten der Schadstoffbelastung als im Vorjahr. Dieser Rückgang sollte – wenn Umweltzonen eine wirkungsvolle Maßnahme zur Verbesserung der Luftqualität darstellen – in Städten, die 2008 eine Umweltzone einführten, nennenswert stärker ausgeprägt sein als in den jeweiligen Referenzstädten ohne Umweltzone. Die Messwerte bestätigen dies allerdings nicht, die Maßnahmen

(Einführung der Umweltzonen) erfüllen damit nicht das Nachhaltigkeitsprinzip. Wenn selbst die Aussperrung von Fahrzeugen mit hohem Schadstoffausstoß (ohne Feinstaubplakette) keine signifikant nachweisbare Wirkung zeigt, kann auch eine Ausweitung der Fahrverbote auf Pkws mit roter oder gelber Plakette nicht zu einer ausreichenden Minderung der Schadstoffkonzentration führen.

Walter Fabian (ARBÖ-Landesgeschäftsführer):

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Mit uns kommt der Vorteil.

„Die Untersuchung ist ein deutlicher Beweis für unsere Haltung, dass der PKW-Verkehr nur marginal zur Umwelt­ belastung beiträgt. Wenn in Stuttgart ganze drei Prozent Feinstaubrückgang „bejubelt“ werden, dann zeigt das eines: Die Umweltzonen bringen so gut wie nix, außer dass die Autofahrer abgezockt werden, weil die Umweltpickerl natürlich kosten. Dem Magistrat Graz, aber auch anderen Gemeinden seien daher die Umweltverbesserungspotentiale beim Hausbrand, der Industrie, in der Straßenreinigung und der Optimierung der Verkehrsflüsse ans Herz gelegt. Das Beispiel Deutschland hat auch gezeigt, dass zur Aufrechterhaltung der urbanen Versorgungsstrukturen so viele Ausnahmegenehmigungen notwendig sind, dass am Ende kein Umwelteffekt übrigbleibt.“

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bit bietet brandheisse Software

Internet Brandschutzbuch (IBB) Jedes Unternehmen bzw. jede Organisation ist heute zunehmend mit unterschiedlichsten Gesetzen und Vorschriften konfrontiert. Die Anforderungen an die Organisation und den/die verantwortlichen Mitarbeiter wachsen stetig. Darüber hinaus drohen bei Nichteinhaltung der Vorschriften Verwaltungsstrafen und/oder strafrechtliche Folgen sowie Leistungsfreiheit der Versicherung im Schadensfall.

Rollen im Brandschutz Das Internet-Brandschutzbuch bietet die Verwaltung von speziellen Rollen an, welche im Brandschutz eingesetzt werden. Die Rollen sind individuell einstellbar, jedoch sind 4 Rollen definiert, welche bei jeder Instanz vom Brandschutzbuch zum Einsatz kommen:

Brandschutzwart Der Brandschutzwart hat im Portal die Möglichkeit, seine Begehungsaufträge zu bestätigen, das Brandschutzbuch einzusehen und neue Einträge (z.B. aufgefundene Mängel, Feuer) zu erstellen.

Brandschutzbeauftragter Der Brandschutzbeauftragte kann ebenfalls Begehungsaufträge bestätigen und das Brandschutzbuch einsehen. Zusätzlich hat er die Möglichkeit, bestehende Mängel zu beheben und auch Einträge als Gefahr im Verzug zu kennzeichnen sowie auch Einträge als ungültig zu markieren. Eine weitere Aufgabe des Brandschutzbeauftragten ist die Verwaltung von Gebäuden und die Zuweisung der prüfpflichtigen Arbeitsmittel (PAM).

Brandschutzverantwortlicher

Als führender österreichischer Anbieter von Webapplikationen im Bildungsbereich freut es uns, dass wir die neue Software „Internet Brandschutzbuch“ nach dem Probebetrieb nun in ganz Österreich zur Verfügung stellen können, sagt Manfred Brandner von der bit media. Mit dem Internet-Brandschutzbuch verfügen Unternehmen bzw. Schulen über ein professionelles Werkzeug zur Verwal-

tung und Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutzaufgaben. Die Software wird von bit media als reine Weblösung im ASP-Betrieb angeboten, d.h., wir sorgen für den Betrieb, die Wartung und die Datensicherung und der Anwender – sprich der jeweilig Zuständige für Brandschutz – kann von jedem beliebigen Standort über Internet auf das System zugreifen.

Dem Brandschutzverantwortlichen sind ebenfalls Aufträge zugeordnet (z.B. behördliche Prüfungen), welche er im Portal bestätigen muss. Im Brandschutzbuch sowie bei der Gebäudeverwaltung hat er dieselben Rechte wie der Brandschutzbeauftragte. Zusätzlich hat er die Möglichkeit, neue Benutzer anzulegen und diese den einzelnen Brandschutzbüchern zuzuordnen.

Brandschutzadministrator Der Brandschutzadministrator hat auf alle administrativen Einstellungen Zugriff und kann eine Auswertung über alle Brandschutzbücher tätigen, welchen er zugeordnet ist. Er kann neue Brandschutzbücher anlegen, hat jedoch im Betrieb keine Aufträge, die ihm zugeordnet werden. Im Brandschutz hat der Brandschutzadministrator keine aktive Rolle, er verwaltet nur das Internet-Brandschutzbuch für die ihm zugewiesenen Objekte.

Die Vorteile des Internet-Brandschutzbuches sind insbesondere: Zentrale Verwaltung aller für den Brandschutz relevanten Objekte Hohe Übersichtlichkeit über durchzuführende Aufträge und etwaige Mängel Einfache Handhabung für die Benutzer Automatische Kontrolllisten und Erinnerungsfunktionen Automatische Benachrichtigung bei Mängeln Passwortgesicherte Online-Plattform Datensicherheit und Support gewährleistet

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g es u n d he i t

Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen: Hochprozentiges „bis zum Anschlag“. Spitalsbett als Ausnüchterungszelle

Komasaufen

Mit den sommerlichen Temperaturen steigt auch die Partylaune bei Jugendlichen und damit leider auch der Alkoholspiegel im Blut – besonders an Wochenenden. „Bis zum Anschlag“ schütten da Burschen und Mädchen in sich hinein. „Komatrinken“ heißt das Ritual bei den Ermittlern. Erst jüngst landeten wieder vier Kids im Spital.

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chulabschluss, Matura oder Geburtstag und die Wochenenden – die Anlässe für feucht-fröhliche Feten gehen den Jugendlichen nicht aus. Wie jüngst in Gleisdorf, wo es zu einer dramatischen Situation kommt. Eine Jugendliche „gurgelt sich voll“, bricht bewusstlos zusammen, der Notarzt muss kommen, die Komatrinkerin wird mit Blaulicht in die Notaufnahme zur Ausnüchterung gebracht. Zum Glück endet die Alkoholvergiftung glimpflich und nicht mit dem Tod, wie beim Jugendlichen Lukas in Berlin, der sich ebenfalls ins Koma gesoffen hatte und nicht mehr aufwachte. 20.000 waren es im letz32

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ten Jahr in Deutschland und auch in Österreich steigt die Zahl der Alkoholunfälle bei Jugendlichen.

meist etwas mehr Burschen als Mädchen – durchschnittlich 2 Promille Alkohol im Blut.

Alarm in den Spitälern

Aufgrund steigenden Alkoholmissbrauchs hat Univ.-Prof. Dr. W. Müller, der Vorstand der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde und Leiter der Gemeinsamen Einrichtungen in Graz, bereits vor sieben Jahren das Projekt „Psychologische Beratung nach Alkoholintoxikationen“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit dem Patienten (natürlich wenn er wieder nüchtern ist) wird ein einseitiger Fragebogen zur Thematik „Alkohol“ ausgefüllt. Im psychologischen Beratungsgespräch werden

Das Krankenzimmer wird zur Ausnüchterungszelle. Verständlich, dass das Pflegepersonal und die Ärzte in den steirischen Spitälern über die Alkoholexzesse bei Jugendlichen beunruhigt sind. „Trinken ist cool – die Werbung verkauft Jugendlichen Alkohol als schick, sportlich und sexy“, kritisieren Suchtexperten. Bei ihrer stationären Aufnahme haben die Jugendlichen – sie stammen aus allen sozialen Schichten und sind im Durchschnitt 15,5 Jahre alt,

die Lebensumstände (Beruf, Eltern, gemeinsamer Haushalt, Zigarettenkonsum, Anlass für den Alkoholkonsum usw.) erhoben. „Die psychologische Evaluation zeigt“, wie die Klinische Psychologin und Psychotherapeutin Elisabeth Fandler* von der dortigen Klinik festhält, „dass 80 bis 85 Prozent der stationären Jugendlichen Alkohol-Unfälle sind. Diese werden nach dem psychologischen Gespräch als ,nicht akut gefährdet‘ eingeschätzt. Sie geben meist an, die Wirkung des Alkohols unterschätzt und keinerlei Absicht gehabt zu haben, sich zu betrinken, und weisen einen stabilen psychosozialen Hintergrund auf.“ 15 bis 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen können als „psychosozial belastet“ eingestuft werden. Diese Jugendlichen setzen Alkohol bewusst als Problemlöser ein. Abhängig von den sozialen, familiären Ressourcen und den individuellen psychischen Problemen wird ent-

*Quelle: Gsund, Ausgabe Juni 2009 / KAGES-Mitarbeiterzeitung

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weder über die Kliniksozialarbeiterin das zuständige Jugendamt verständigt (in Risikofällen erfolgt eine schriftliche Meldung) oder ein ambulantes Betreuungsangebot vereinbart. Ein geringer Teil (unter 5 Prozent) der Jugendlichen kann als „suchtgefährdet“ eingeschätzt werden. Der Alkoholkonsum selbst ist bereits zum Problem geworden. „Es besteht bereits eine Sucht oder eine deutliche Suchtgefährdung. Diese Jugendlichen werden an suchtspezifische Einrichtungen weitervermittelt, mit den Eltern wird ein ausführliches Beratungsgespräch geführt“, so Elisabeth Fandler.

gegenläufig Der durchschnittliche Alkoholkonsum geht in Österreich seit 1975 zurück. Bei Jugendlichen zwischen 15 bis 19 Jahren ist hingegen europaweit seit dem Jahr 1992 ein starker Anstieg des Alkoholkonsums zu beobachten, vor allem bei Mädchen. Speziell für den Jugendmarkt KLIPP Juli 2009

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„na, Kinder? Soll ich euch ein Taxi rufen?“

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hergestellte Designerdrinks wie die Alcopops und Geschäftsstrategien mancher Gastronomen (Flat Rates, Happy Hour, Kübeltrinken, Pisserpartys ...) tragen das Ihre dazu bei und spornen Jugendliche eher an, als sie davon abzuhalten. Elisabeth Fandler: „Einfache Lösungen wie Strafen oder Verbote können das komplexe Phänomen alleine nicht lösen. Unabdingbar ist interdisziplinäre Zusammenarbeit. Wesentlich scheint frühe Prävention und das Vorbild der Erwachsenen.“

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lebe n & le u t e

Magna-Chef Stronach – mit Opel am Olymp der Autobauer. Ein Blick zurück …

Mächtiger Franky Die Hauptkunden seiner Firma sind die US-Automobil-, Rüstungsindustrie und Raumforschung, für die er hochqualitative Zubehörteile liefert.

Am 15. Juli soll der OpelDeal zwischen Magna, General Motors und der Deutschen Regierung unter­schriftsreif sein. Frank Stronach, der gebürtige Oststeirer, 77, krönt damit seine unglaubliche Karriere, weil eine Vision damit wahr wird: vom Auto­zulieferer in die Champions League der Autobauer aufzusteigen.

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eine Lebensgeschichte, seine Karriere könnten einem Groschenroman entstammen, so unglaublich klingen sie. Nur, sie sind wahr. Mit nichts in den Taschen versuchte 1954 der 23-jährige Werkzeugmacher Franz Strohsack – er hatte bei der Elin gelernt – in Kanada sein Glück. Fünf Jahre lang war eine Garage nicht nur Werkstatt, sondern auch gleichzeitig Strohsacks Wohnung. Die beiden, Frank Stronach und Arnold Schwarzenegger, sind in Nordamerika, wohin sie auswanderten, die berühmtesten Österreicher. So unterschiedlich ihre Karrieren verliefen, so unterschiedlich sie auch als Persönlichkeiten sind, eines haben sie gemeinsam: Frank Stronach und Arnold Schwarzenegger sind waschechte „Steirerbuam“ aus ärmsten Verhältnissen. Für Frank Stronach wird in Österreich zweifelsohne der rote Teppich deshalb ausgelegt, weil mit seinen Milliarden-Projekten tausende Menschen Arbeit finden.

Schon vor 30 Jahren Multimillionär Ein Blick zurück zeigt, dass Frank Stronach mit Magna schon in den 80er-Jahren des vorigen Jahrhun34

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Franks Lebensphilosophie Während wir im vollklimatisierten Cadillac Seville zu seinem Reitstall unterwegs sind, legt er mir seine Geschäfts- und Lebensphilosophie dar: „Die einzige Chance, die Welt besser zu machen, besteht darin, das Kapital besser zu verteilen. Jeder Arbeiter muss die Möglichkeit haben, Miteigentümer zu werden. Lieber gebe ich 30 Prozent freiwillig her, als dass mir irgendwann 100 Prozent weg­genommen werden.“ derts einen Konzern mit 4.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von – mit heute verglichen läppischen – 120 Millionen Euro lenkte. Arbeiten müsste er nicht mehr, sagte damals Frank, wie Stronach von den Mitarbeitern angesprochen wird. Damals wie heute mit allen äußeren „Anzeichen“ eines Millionärs: lockerem Auftreten, legerer Kleidung, eigenem Reitstall, Firmenflugzeug und natürlich – wie im Film – mit dem standesgemäßen Cadillac. Und doch ist der gebürtige Oststeirer eine Ausnahmeerscheinung unter zahllosen Industriemanagern: denn er machte auch viele seiner Mitarbeiter zu Millionären. In der Steirerkrone war damals zu lesen: „Ich habe viele meiner Leute zu Millionären gemacht“, erzählt der jung wirkende Endvierziger Frank Stronach mit Stolz, aber ohne zu protzen, lässig in die Ledergarnitur in seinem Büro gelehnt. In einer Ecke steht unauffällig „Der Denker“, eine Studie zur berühmten Skulptur des französischen Bildhauers Auguste Rodin. Im Original versteht sich. Mit mühsam ersparten Dollars kaufte Stronach im Jahre

1957 Stanzwerkzeuge, mietete eine leerstehende Garage, gründete eine Firma und begann mit der Herstellung von Kleinteilen für die Metallbranche. 16 Stunden verbrachte er täglich hinter der Werkzeugbank. Sein größtes Plus gegenüber der Konkurrenz: „Meine Lösungsvorschläge bei Auftragsarbeiten waren einfacher als die der anderen und daher meist auch im Preis günstig.“ Aus einer Handvoll Mitarbeiter wurden bald vierzig, achtzig und mehr. Der große Wurf gelang, als Stronach in seine jetzige Firma „Magna International“ einstieg und sich beteiligte. Mit ihm tat dies auch ein Vertreter, der sich von seiner früheren Firma getrennt hatte, aber fette Aufträge für die US-Autoindustrie in der Tasche hatte. Das Geheimnis für den Erfolg begründete Stronach mit seiner alten Firma: Das Problem, gute Leute zu verlieren, weil sie woanders mehr verdienten, löste er, indem er sie an seinem Unternehmen beteiligte. Dieser Schritt erwies sich als goldrichtig. Seine Leute arbeiteten noch intensiver am Erfolg, es gab jährliche Zuwachsraten von 30 Prozent.

Der Erfolg hängt – besonders in Krisenzeiten – von den Mitarbeitern ab. Stronach: „Sie sind neben dem Management das wichtigste Element.“ Und nur dann optimal zu motivieren, wenn sie Aktien der Firma haben, von denen sie wollen, dass sie Erträge abwerfen. Stronach glaubt, dass das „free-enterprisesystem“ (freies Unternehmertum) die beste Möglichkeit dazu bietet. Es gibt bei den Geldgebern (Investoren) und Beschäftigten eine faire Verdienst(Gewinn)chance und hält den Einfluss des Staates zurück. Ein weiterer Stronach-Leitsatz, den er allerdings schon längst aufgeben musste: Jede Produktionsstätte soll maximal zwischen 50 und 100 Arbeitnehmer haben. „Weil sonst der Arbeiter zur Nummer wird und die Motivation zur Leistung stark absinkt. Außerdem kann der Betriebsleiter seine Crew besser überschauen“, sagt Stronach, für den Betriebsräte und Gewerkschaften lange Zeit als größter Störfaktor in seinem Free-Enterprise-Denken galten. Für heftige Diskussion sorgten in jüngerer Vergangenheit Stronach und Wolf im Zusammenhang mit dem KLIPP Juli 2009

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Eurofighter-Ankauf. Exfinanzminister Karl-Heinz Grasser war früher bekanntlich einmal Stronach-Manager und glühender Eurofighter-Verfechter. Stronach hat zum deutschen EADS-Konzern beste und intensive Geschäftsbeziehungen. Feuer am Dach war auch, als Stronach beim Voest-Alpine-Stahlkonzern einsteigen wollte, doch durch eine undichte Stelle die Sache allzu früh bekannt wurde und dann platzte.

Frank Stronach über seinen Reichtum „Mehr als essen, trinken und einige Male in den Urlaub fahren kann ich auch nicht.“ Und: „Money means nothing to me, Geld gibt mir nichts. Zeit ist alles.“ Und die nimmt sich Stronach. Mit dem großen Geld kam bei Stronach auch die Liebe zu den Pferden. Heute ist Frank Stronach einer der größten Stallbesitzer der Welt mit mehr als 1.500 Pferden. Mehrmals wurde Frank Stronach mit dem Titel „Erfolgreichster Rennstallbesitzer Amerikas“ ausgezeichnet. Mit seiner MEC (Magna Entertainment Corporation) – diese besitzt auch mehr als ein Dutzend Rennbahnen, einen Wettkanal und einen TV-Pferdekanal – ist Frank Stronach Marktführer in den USA. Auch sein Sohn Andy ist dort mit im Geschäft.

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Auch auf seinen Farmen gilt das Beteiligungsprinzip. Sogar der Pferdeboy erhält Aktien. Stronachs Vorleute setzen, auf diese Art zu Geld gekommen, bei lokalen Rennen schon ihre eigenen Pferde ein, arbeiten aber trotzdem mit vollem Einsatz für ihn. Für alle gibt es modernst eingerichtete Unterkünfte. Typischer Stronach-Ausspruch: „Give a man a pigstall and you got a pig.“ Übersetzt: „Gib einem Mann einen Schweinestall und du bekommst ein Schwein.“

Weikersdorf in der Oststeiermark, der andere aus Weiz. Auf der Ebene der Werkleiter oder Plant-Manager, wie man sie im Englischen nennt, finden sich weitere Österreicher. Alles, was der Exsteirer Frank Stronach in die Hand nahm, machte er zu Geld. Stronach über Stronach: „Wahrscheinlich auch deshalb, weil ich einen Fehler vermied: Den Kuchen, wie

man im Englischen sagt, allein für mich zu wollen und ihn auch allein aufzuessen.“

LEBEn & LEutE

y -Boy

Ein winterlicher Seitensprung: Mit Kapitalgebern baute Stronach auch die kanadische Ski-Arena Beavercreek auf, wo österreichische Skiläufer wie Maier und Eberharter bereits große Erfolge einfuhren.

Vertrauen in Österreicher Am liebsten vertraut Stronach offensichtlich Männern und Persönlichkeiten, die einen ähnlichen Lebensund Bildungsweg haben wie er. Die operative Führung des Konzerns teilen sich die beiden steirischen Werkzeugmacher Sigi Wolf und Fred Gingl. Der eine kommt aus

Sigi Wolf mit Manfred Gingl (Mitte)

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GESUNDHEIT

Bio vierstimmig Die Wilfingers aus dem oststeirischen Hartberg

Roman Wilfinger senior mit Söhnen Roman, Patrick und Andreas (v.l.n.r.)

Die großen Töne sind nicht das Seine. Der Hartberger Andreas Wilfinger setzt eher unauffällig, aber wirksam mit seinem Unternehmen Ringana auf Frische-Kosmetik und natürliche Nahrungsergänzung. In Österreich und Deutschland ist er erfolgreich und Marktführer. Nun will er mit seinen frischen Ideen auch europaweit expandieren. Seine Philosophie: „Wir nehmen von vielem zu viel, aber vom Guten zu wenig – da liegt der Hund in unserer Ernährung begraben. Man darf dabei niemals fanatisch sein. Auch unsere Kinder waren schon bei McDonald‘s, essen Schokolade, trinken Cola.“

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm Es war einmal ein Vater, der hatte drei Söhne – den Roman, den Patrick und den Andreas. So könnte ein Märchen beginnen, aber alle vier gibt es wirklich. Der Vater, Roman Wilfinger senior, ein oststeirischer Gastronom, beschäftigte 36

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sich bereits seit den 70er-Jahren mit ausgewogener Ernährung und Wellness, als es diesen Begriff noch gar nicht gab, und führt heute noch die RingBio-Produktschiene, Roman die drei Bio-Hotels, Patrick leitet die Firma Figureform und das Ring-Restaurant, Andreas eben Ringana (gegrün-

det 1996). Diese entstand aus der Idee, den Hotelgästen die Wilfinger’sche Ernährungsphilosophie auch zu Hause anzubieten. „Das waren auch unsere ersten Kunden, die uns wieder weiterempfohlen haben“, so die Wilfingers. Wie sein Vater zu seiner Zeit geht Andreas Wilfinger völlig

neue Wege, sieht sich sozusagen als Pionier und Visionär. KLIPP Juli 2009

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85 Prozent weniger Falten … „Ich war unzufrieden mit den herkömmlichen HautpflegeProdukten der Industrie, der die langfristige Wirkung nicht wichtig ist“, begründet Andreas Wilfinger seinen Alleingang. „Diese können sogar Allergien oder Hautschäden verursachen. Mit synthetischen Sachen und Vitaminen kann der Körper nix anfangen. Ob sie wirken – das ist äußerst umstritten. Der Kör-

per ist ein Naturprodukt und daher setzen wir bei unseren Produkten ebenfalls auf die Natur. Die primäre Intention ist einfach: leicht zu produzieren und mit einem guten Aufschlag zu verkaufen“, kritisiert Andreas Wilfinger die Mainstream-Produkte. Was Kosmetik nicht kann, sind 85 Prozent weniger Falten in zwei Wochen. Aber Kosmetik kann mehr, als wir glauben. Die Haut ist unser größtes Organ und ist die Schnittstelle zu unserer Umwelt. Und diese gehört nun mal gepflegt. Andreas Wilfinger entwickelte die Ringana-Frische-Kosmetik und -Nahrungsergänzungsmittel mit einem Team aus Ganzheitsmedizinern und Biochemikern, die so wie er auf Konservierungsmittel und chemische Hilfsstoffe „allergisch“ reagieren. „Daraus resultiert natürlich eine wesentlich kürzere Haltbarkeit“, sagt Andreas Wilfinger. „Der einzige Weg ist daher der Direktversand zum Kunden. Bis zu sechs Monate sind die Ringana-Produkte haltbar, aufgebrochene Packungen zehn bis vierzehn Wochen, unsere Produkte haben eben ein Ablaufdatum.“ Und wie erfolgt die Beratung? „Über ein Vertriebsnetz von rund 2.500 Ringana-Partnern, die über das RinganaNet im Internet verfügbar sind, diese haben aber keine Produkte lagernd“, so Andreas Wilfinger.

GESUNDHEIT

„Wir verzichten bei unseren Produkten gänzlich auf chemische Konservierungsmittel, chemische Hilfsstoffe, Geschmacksverstärker und tierische Rohstoffe. Mit unseren Produkten führen wir dem Körper keine Schadstoffe zu, sondern pflegen ihn auf rein pflanzlicher Basis und versorgen ihn mit wertvollen Vitalstoffen“, erklärt Autodidakt Andreas Wilfinger. Die Matura machte er in Hartberg, brach sein Wirtschaftsstudium ab, richtete sich ein Labor ein, büffelte „tonnenweise Literatur“, umgab sich mit guten Fachleuten und ist heute zufrieden. „Weil das mein Gebiet ist. Ich hab’ viel Lehrgeld bezahlt, es gab viele Kämpfe, mit dem Vertrieb in den Apotheken sind wir gescheitert, weil unsere Ware frisch und daher nicht so lange haltbar ist.“

Wie der Vater, so die Söhne Ein Glaubenssatz der Wilfinger-Söhne Andreas, Roman, Patrick, den sie gemeinsam mit dem Vater zum Tragen bringen: „Ausgewogene Ernährung ist wichtig für das Wohlbefinden.“ Roh, grün und frisch – das ist das absolute Minimum. So wurde die Glykämische Diät entwickelt und zu einem Wahrzeichen in den Wilfinger-Bio-Hotels in Hartberg und Bad Waltersdorf gemacht. Früher einmal Vorreiter, müssen sie sich heute gegen mächtige Mitbewerber behaupten. Allzu viele Lebensmittel werden zu Tode gekocht. Der Mensch nimmt zu viel tierisches Eiweiß auf, viel zu viele leere Kohlehydrate – ob Zucker, Weißmehl, tierische Fette, Aminosäuren. Zu wenig aber von den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, natürlichen Vitaminen und natürlichen Spurenelementen. Wenn man Weißmehl und Zucker vermeidet, dann hat man schon gewonnen. Andreas Wilfinger junior: „So gesehen sind unsere Nahrungs-

Bio Hotel Bad Waltersdorf

ergänzungsmittel der logische nächste Schritt gewesen, die auf Natursubstanzen aufbauen. Die Zeit ist für uns, denn es wird langsam umgedacht in Richtung natürliche Schönheit, natürliche Ernährung, Qualität und Wohlbefinden.“ Wachstumsraten von jährlich 30 bis 50 Prozent zeigen, dass Andreas Wilfingers Philosophie aufzugehen scheint. Mit den 30 Mitarbeitern schaffte Ringana im abgelaufenen Jahr einen Verkaufsumsatz von rund 7 Millionen Euro. „60 Prozent davon waren Nahrungsergänzungsmittel, denn die Frische-Kosmetik kann sich nicht so rasch entwickeln“, so Andreas Wilfinger. Bis zum Jahre 2012 will er 10.000 Vertriebspartner haben und den Umsatz verdreifachen. Ein ehrgeiziges Ziel. Eine Vision. Wie am Anfang, als sein Vater im vorigen Jahrhundert mit dem Ring Bio Hotel und der Schönheitsfarm im touristischen Niemandsland seine Bio-Vision startete.

Fakten 1958 ERÖFFNUNG DER RING-BAR (RESTAURANT) IN HARTBERG DURCH ROMAN WILFINGER SENIOR, 1976 1988 1992 1996 2002

HEUTE GEFÜHRT VON SOHN PATRICK RING BIO HOTEL, GESUNDHEITSZENTRUM UND SCHÖNHEITSFARM IN HARTBERG BIO THERMEN HOTEL IN BAD WALTERSDORF BIO DORF AM SONNTAGSBERG IN BAD WALTERSDORF (ALLE DREI GEFÜHRT VON SOHN ROMAN) RING KOSMETIK, DARAUS ENTWICKELTE SICH RINGANA (GEFÜHRT VON SOHN ANDREAS) FIGUREFORM, BASENPRODUKTE UND NAHRUNGSERGÄNZUNG (GEFÜHRT VON SOHN PATRICK)

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THEMA DER ANZEIGENREDAKTION

Neue Wiener Werkstätte präsentiert neue Kollektion und launcht Online-Raumplaner

Rund um die U Die Präsentation der neuen Kollektion erfolgte anlässlich der jüngsten Hausmessen in Wien und Pöllau. Diese ist noch transparenter und stimmiger.

„B

ei den Farben sind es erdige Töne, beim Holz, wo früher Kirsche und Ahorn gefragt waren, sind das jetzt Eiche und Hochglanz-Lacke, wir verwenden in unserer Produktion nur noch umweltschonende“, erklärt Designer Johann Heil. Gemeinsam mit der international erfolgreichen Designerin Annette Hinterwirth hat er die bestehende Produktpalette der „Neuen Wiener Werkstätte“ auf ein schönes Basissortiment reduziert, bestehende Modelle relauncht und eine Vielzahl an Neuheiten entwickelt. Darunter Sofagruppen, Stühle, Tische, Betten und eine Lampenserie. Gegenüber dem Vorjahr ist die moderne und klassische Kollektion noch leichter, transparenter und stimmiger geworden, sie zeigt eine völlig klare Linie mit festgelegten Standards. Ein Trend: Mit Gästen bleibt man am Esstisch sitzen und hat daher bequeme Stühle. Das Wohnzimmer, wo man früher den Kaffee servierte, bleibt eher reserviert für privates Kuscheln und Knotzen. Dort sind auch wieder Elementgruppen mit guter Polsterung und Korpusmöbel ein starkes Thema. Die neue Stoff- und Lederkollektion baut sich trendgemäß aus Naturtönen mit ein paar farblichen Highlights in Blau und Aubergine auf. Die Möbelstücke und Materialien sind raffiniert, niemals schreiend. Designer Johann Heil: „Einzigartig in unserer neuen Stoffkollektion sind die exklusiv für Neue Wiener Werkstätte gewebten Musterstoffe. Wir haben uns dabei von Designs der alten Wiener Werkstätte inspirieren lassen.“ Worauf man bei Kapo besonders stolz ist: „Unsere Möbel sind handwerklich qualitativ hochwertig gefertigt, womit Generationen leben können. Wir produzieren keine Kunstobjekte, wie zum Beispiel zur Zeit des Jugendstils, in diesem Sinne sind unsere Möbel daher die Klassiker von morgen.“ Mit einem eigenen Online-Tool (Werkzeug), dem

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NWW.net, kann jeder Händler-Kunde – damit indirekt auch der Endkunde – schon bald die Produktionspalette des international erfolgreichen Möbelproduzenten – 60 Prozent gehen in den Export – für sich fotorealistisch erlebbar machen. Andreas Troppauer, 38, seit Juni dieses Jahres neuer Geschäftsführer der Kapo Möbelwerkstätten GmbH, welche die Möbel und Polstermöbel für gehobene Ansprüche der „Neuen Wiener Werkstätte“ erzeugt: „Unser neuer Online-Service ermöglicht es, gewünschte Produkte – seien es Möbel, Polstermöbel oder Accessoires – passgenau selbst zu planen. Mit diesem System können unsere Händler-Kunden verschiedenste Varianten und Optionen durchspielen. Und das rund um die Uhr, weltweit.“

„Unsere Kunden sollen sehen, was sie kaufen. Deshalb repräsentiert NWW.net die Produkte im 3D-Raumplaner. NWW.net ermöglicht Visualisierungen in Virtual Reality, 2D und 3D. Selbst angepasste virtuelle Schauräume lassen sich erstellen.“ Die Kombinationsmöglichkeiten gehen ins Unendliche, dem individuellen Bedürfnis und Geschmack sind keine Grenzen gesetzt.

Preisberechnung denkbar einfach Benutzer von NWW.net interessieren sich natürlich für die Kosten der durchgespielten Varianten. Deshalb zeigt NWW. net sofort die aktuellen Preise, die dann als Angebot oder Auftragsbestätigung erstellt werden. Individuelle Konditionen der Händler sind im Planungs-Tool ebenso hinterlegt. NWW.net bietet auch eine schnellere, weil automationsunterstützte Abwicklung von Aufträgen. Firmengründer Karl Polzhofer dazu:

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THEMA DER ANZEIGENREDAKTION

e Uhr, weltweit!

Erfolg über Vier Generationen Polzhofer

Generationen Die Kapo-Unternehmensgruppe mit Sitz in Pöllau ist in den Sparten Fenster und Türen, Möbel und Polstermöbel tätig und beschäftigt heute rund 280 Mitarbeiter an drei Standorten. Das Unternehmen versteht sich als Nischenanbieter

zwischen

Hand-

werk und Industrie. Die Unternehmensgruppe setzt im Jahr rund 28 Millionen Euro um, etwa die Hälfte sind Erlöse aus dem Export. Eine wesentliche Säule des Erfolges sind die Mitarbeiter, die zum großen Teil im Unternehmen zu Spezialisten ausgebildet werden und ihr Wissen auch im Unternehmen weitergeben. Kapo ist Qualitätsführer in Design, Funktionalität und Modernität. Dies schließt Kundenzufriedenheit, auch viele Jahre nach dem Kauf, ein. Infos: www.neuewienerwerkstaette.at www.kapo.co.at

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LEUTE

Die US-Amerikanerin Solmaaz Adeli, früher in Graz, jetzt in Wien, arbeitet hart für ihre Karriere

LEBEN

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Mezzosopranstimme Foto: Armin Bardel

mit Zukunft Die US-Künstlerin in „The last Supper“ (Das letzte Abendmahl) unter der Regie von Philipp Harnoncourt in Wien.

Von Hedi Grager

S

olmaaz Adeli stammt aus Kalifornien (USA). „Ich hab’ dort das Gymnasium für Kunst und Musik besucht und später das Studium der Naturwissenschaft an der ,University of California Santa Cruz‘ mit Auszeichnung absolviert. Mein Vater kommt aus Persien, meine Mutter aus Tennessee, wo die beiden einander während der Studienzeit kennengelernt haben“, erzählt die Sängerin. Sie spricht ausgezeichnet Deutsch, aber auch Französisch und Italienisch neben ihren „Muttersprachen“ Englisch und Persisch.

Europa hat mich schon immer fasziniert Schon als Kind war Solmaaz Adeli in Paris, später studierte sie auch im Rahmen der Austauschprogramme von Erasmus Französisch und französische Literatur. „Bei einem Wien-Besuch im Jahr 2006 verliebte ich mich in diese Stadt und blieb“, so die Künstlerin. In dieser Zeit lernte sie Natela Nicoli kennen, selbst Mezzosopran, die heute ihre Gesangslehrerin ist und mit der sie an ihrem Repertoire arbeitet. Nach Graz kam Solmaaz Adeli, weil die gebürtige Georgierin Natela Nicoli über Jahre hindurch am Grazer Opernhaus engagiert war und auch heute noch viel Zeit in Graz verbringt. Solmaaz Adelis erster großer Erfolg als Sängerin war 2004 der Sieg beim Gesangswettbewerb VOCE in Santa Clara, Kalifornien. Weitere Podiumsplätze bei internationalen Gesangsfestivals in

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Solmaaz Adeli zu ihrer Karriere: „Positiv denken, dich bemühen und dann kriegst du, was du verdienst.“

Italien (Pienza) und den USA folgten. Die USAmerikanerin arbeitet als freie Künstlerin. Und es ist natürlich nicht immer einfach, so fern von der Familie zu leben. „Ich würde auch gerne mehr für meine jüngere Schwester da sein.“

Steiniger Karriere-Weg „Aber ich hab’ schon in der Schule gelernt, immer positiv zu denken, sich zu bemühen – und dann kriegst du auch das, was du verdienst“, erklärt die junge Künstlerin. Sie konzertierte schon öfters im Wiener Stephansdom, im Schloss Belvedere und auch in der Grazer Herz-Jesu-Kirche. Im heurigen Jahr singt Solmaaz Adeli in Italien am Teatro Stabile di Torino. Im April trat sie im Neuen Opernhaus Wien in The Last Supper unter der Regie von Philipp Harnoncourt auf und im Sommer ist sie als Annina in La Traviata bei den Sommerfestspielen in Kirchstetten (Niederösterreich) zu hören. Angesprochen auf ihr großes Ziel und was sie unbedingt einmal singen möchte, sagt sie: „Heroine (weibliche Heldenfiguren) im französischen Repertoire sprechen mich besonders an, ich liebe die Komponisten Louis Hector Berlioz, Jules Massenet, Camille Saint-Saëns, Georges Bizet. Die Charlotte im Werther von Jules Massenet und die Margaruite aus Le Damnation de Faust von

Berlioz möchte ich schon eines Tages singen. Denn gerade im Theater und der Oper kann man mit einer Phrase so viel sagen.“

Was schätzt sie als Sängerin an Österreich „Man hört natürlich immer von Wien und klassischer Musik, aber, dass klassische Kultur und Theater hier wirklich so hoch geschätzt werden, so präsent sind – das ist wirklich was Besonderes. Und das kann man in den USA schwer erleben.“ „Ich bewundere Elina Garanca sehr“, antwortet sie auf die Frage nach beeindruckenden Kolleginnen, „und sehe sie als Vorbild für alle Sänger, die ihren Weg finden möchten. Sie hat eine unglaublich schöne Stimme und hat sehr hart gearbeitet, um sich ihre Wünsche zu erfüllen – und das genau wünsche ich mir auch.“ Dazu gehört aber auch, dass sie als Sängerin sehr auf ihr „Instrument“, die Stimme, achten muss. „Das bedeutet viel und gut schlafen, beim Reisen aufpassen, genug Tee trinken.“ Solmaaz Adeli sagt zwar von sich, dass sie nicht überaus sportlich lebt, aber sie hält sich fit, indem sie jeden Morgen PilatesÜbungen macht und oft Aerobic. Sie hört gerne Brit Pop, 80’s, Metal und persische Pop-Musik. Und in die Zukunft geschaut? „Zuerst baue ich meine Karriere auf und dann kommt die Familie.“

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Foto: Monika Reiter

Nun lebt Solmaaz Adeli in Wien, bis zum Vorjahr lebte sie in Graz. Da habe ich sie auch zum ersten Mal gehört und war von ihrer Ausstrahlung und ihrer Mezzosopranstimme begeistert. Sie hat das Zeug, eine „Große“ zu werden.


Leben & leute

Die sanfte Männerwelt in der Sackgasse

Fit und schön schwitzen

Am Anfang war die Frau, die mit ihrem Körper wirbt. Als Objekt der Begierde wurde sie, ohne gefragt zu werden, von Feministinnen in Schutz genommen. Diese kritisieren und beschimpfen die Männerwelt scharf, weil sie die Frau stets als Lustobjekt benutzen.

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un sind auch die Männer freizügig geworden. Sie ziehen sich vor Kameras aus, zeigen ihren meist perfekt gestylten, gebräunten Körper, blicken am Beobachter der Plakate und Prospekte sehnsüchtig vorbei in die Ferne und wirken sanft, aber doch männlich. Vor allem wollen sie schön sein. Bis hin zu den Polit-Stars und SportIdolen wie Putin, Obama, „Opa Berlusconi“, Ronaldo oder Beckham. Letztere bewerben alles: Düfte, Unterwäsche, Autos, Bekleidung, Ideen und Einstellungen … Sie erobern endgültig die Frauendomäne.

Bekommen sie auch die gleichen Probleme? Die Fitness-Studios sind nach wie vor ausgebucht. Männer und Frauen schwitzen sich fit und schön. Denn die Männer haben schon lange nicht nur Gesundheit oder Bewegung im Sinne, sie blicken immer öfter in den Spiegel und leiden, wenn hier und da ein Gramm Fett zwischen dem Muskel und der Haut zu spüren ist. „Ich muss abnehmen“, ist nicht mehr nur von Frauen zu hören. Mehr denn je kümmern sich die Männer heute um ihre Körper. Wieso nicht? Ihnen wie auch den Frauen wird ein Schönheitsideal vor Augen geführt. Man denke nur an Brad Pitt, Tom Cruise und viele andere. Ihre Körper sind der Traum vieler MänKLIPP Juli 2009

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ner geworden. Nackte oder spärlich bekleidete Männer in Zeitschriften waren lange verpönt. Heute treffen wir sie in unserer „Hauszeitschrift“, an den Plakatwänden, in Prospekten … Die Männer verkaufen heute ihre Körper fast genauso oft und genauso erfolgreich wie Frauen. Der erste, der den männlichen Körper in der Werbung verwendet hat, war David Klein, mit Werbung in der Kosmetik. Seine Düfte hat ein nackter Mann präsentiert. Dadurch wurde den Männern zur Kenntnis gebracht, dass sie diese Düfte brauchen. Natürlich schauen die Frauen dieselbe Werbung an und sie werden dadurch motiviert, die angepriesenen Düfte für ihre Partner zu kaufen. Andererseits, das Auftauchen vom traditionell wohl entwickelten, muskulösen Männerkörper könnte eine Antwort auf die antifeministische Einstellung sein. Nun hat der Mann eine neue Rolle gefunden. Er soll zwar sanft sein, aber er muss auch seine Stärke zeigen, denn oft sind sie zu weich geworden, besonders in Bezug auf den Feminismus. Er, der Mann, muss die Kraft entwickeln, damit er in dieser Konkurrenz der Geschlechter auf der gleichen Stufe wie sein Gegner bzw. seine Gegnerin steht. Der Mann von heute hat es auch nicht leicht: Die Arbeitslosigkeit, die immer grö-

ßere Unabhängigkeit der Frau, AIDS machen den Mann konfus, er findet sich nicht zurecht. Einer der wenigen Bereiche, wo er noch mit Sicherheit Einfluss nehmen kann, ist sein Körper. Es ist anzunehmen, dass die Verherrlichung des männlichen Körpers so enden wird, dass der Mann in derselben Sackgasse landet wie die Frau. Durch die Fixierung auf den jungen, schönen Körper werden auch Ängste kommen, denn alles vergeht. Mit der Zeit wird er sich schwer anpas-

sen können. Seine Körperübungen werden ihn erschöpfen und vermehrt den Schönheitschirurgen aufsuchen lassen. Vielleicht. Wenn sie das alles mitgemacht haben, kommen die Männer alle „zurück“ und tun mehr für ihre Entwicklung und Fitness im Kopf – was absolut notwendig wäre – und stellen den normalen, alltäglichen Mann und die Frau in den Vordergrund, ohne irgendwelche Ideale aufzubauen – unter denen sie dann selbst am meisten leiden.

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deutendsten Marienwallfahrtsort im deutschsprachigen Raum und geht dann weiter zum Geburtsort von Papst Benedikt XVI. Wer sich dem Laufen oder Nordic Walking verschrieben hat, der kann das im nach neuesten sportmedizinischen Erkenntnissen angelegten Lauf-Park mit mehreren zentralen Einsteigstellen machen.

Beim ersten Hahnenschrei

Bad Birnbach – das ländliche Bad bei Passau hat eine eigene Papst-Tour

Fitnessstudio im Grünen B

ad Birnbach – das ländliche Bad“, weist dem Neuankömmling ein Schild den Weg in den Ort. Und es ist stimmig, was man da als ersten Eindruck gewinnt. Alles wirkt einfach, bodenständig, nichts ist dort zu sehen von eindrucksvollen, großen BettenBurgen, sondern Schlichtheit ist angesagt. Die nicht unangenehm wirkt, weil sie auch ein Signal dafür ist, dass sich die Preise der Rottal Therme (benannt nach dem kleinen Fluss dort) spürbar abheben von so genannten exklusiven Thermen. Und das tut nicht nur der Brieftasche gut, sondern auch dem Gemüt. Und darum sind die Birnbacher in der Rottal Therme bemüht, die bestens organisiert ist. Da gibt’s ein Therapiebad, ein Erholungsbad und

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Zugegeben, vom Großraum Graz aus nach Bad Birnbach, das südlich von Passau liegt, sind es mehr als 300 Kilometer – für ein oder zwei Nächte einfach zu weit. Aber für einen Kurzurlaub reicht es allemal, noch dazu, wenn man auch Genussoder engagierter Hobby-Radler ist, gerne golft und auch kulturinteressiert ist. die Sauna-Welt Vitarium – für jeden das Passende. Aber alles zum Motto: „Ländlich bleiben.“ Dazu gehören vor allem Genuss und Gemütlichkeit. Die so genannte Rottaler Küche ist altbayerisches Kulturgut und drückt Genuss, Freude und Geselligkeit aus. Fast so wie in der Steiermark. Und wer vorher noch für seine Fitness was tun will, der tut sich in Bad Birnbach leicht. Die sanfte hügelige Landschaft erinnert an die Südsteiermark und ist ideal für Genuss-Radler, aber auch sportlich-ehrgeizige Renn-Radler und Mountainbiker können sich ausstrampeln. Bad Birn-

bach liegt abseits von den bekannten Radler-Routen an der Donau und am Inn, also noch abseits vom Rad-Tourismus – und das ist angenehm. Für die Rad-Touren gibt es sogar aussagekräftige Detail-Karten sowie auch leihweise GPS-Navigationsgeräte mit allen gespeicherten Routen. Ein Highlight ist die PapstTour, wo man auf den Spuren von Papst Benedikt XVI. radeln kann. Dieser Weg führt eben vorbei am be-

Und last, but not least auch zu den Golfern, von denen in Birnbach künftig mehr zum Bleiben verlockt werden sollen. Im benachbarten Griesbach, einem der größten GolfResorts Mitteleuropas, machen die Golfer bereits 11 Prozent der Nächtigungen aus. In Bad Birnbach bisher nicht einmal 1 Prozent und daher sind auch die Kosten fürs Golfen günstig. Geld verdienen könne man mit Golfen kaum, so die Touristiker, aber die Hotels könne man damit füllen. Den Abschlag mit dem angekündigten ersten Hahnenschrei kann man in Bad Birnbach tatsächlich erleben. Denn der Golfplatz – er gehört der Gemeinde und ist damit der einzige kommunale Platz in Deutschland – liegt in ländlicher Umgebung. Und da ist es leicht möglich, dass einem in der Früh bei der Runde schon die Hasen entgegenhüpfen, die dann erstaunt das Weite suchen. Baden, Golfen und vier Nächte in Bad Birnbach gibt’s schon ab 270 Euro – das ist eines der interessanten und starken Angebote. Für wirkliche Golf-Fans bietet die Region alles, gibt es doch im Raum Bad Birnbach/Bad Griesbach allein fünf 18-Loch-Golfanlagen, wo es heißt, dass es sich um das größte GolfResort in Mitteleuropa handelt.

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nd was gehört dazu zu einem vergnüglichen ThermenAufenthalt? Wasser, Wärme, Ruhe, für viele auch Golf und für die Kinder natürlich Action. Das Reiter’s Resort Stegersbach mit dem neuen Namen Allegria ist unser Haus, wo das passieren soll. Und noch dazu zu familienfreundlichen Preisen, die bei knapp 70 Euro beginnen. Geboten bekommt der Gast dort alles mit Buffet und Selbstbedienung, Kinder müssen daher nicht still sitzen, sondern können im leckeren Angebot gustieren. Es gibt ein abwechslungsreiches und reichhaltiges Frühstück, sogar biologisch ausgerichtet, einen Mittagssnack, Kuchen am Nachmittag und reich-

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LEUTE & LEBEN

Diese Frage von Kindern, alle paar Minuten gestellt, kennen Eltern und Großeltern, wenn sie mit ihnen im Auto unterwegs sind. Die Antwort, „bald“, ist beim Ziel Stegersbach kein Hinhalten, denn die Therme – sie liegt sozusagen über der steirischen Landesgrenze im Burgenland – erreicht man von Graz aus in einer Autostunde, und aus der Obersteiermark oder der Weststeiermark dauert’s natürlich etwas länger. Doch das Wichtigste auf der Reise dorthin ist die Tatsache, dass es keinen wirklichen Anfahrtsstress gibt, weil die Fahrzeit kurz und bequem ist. Speziell bei Kurzurlaubern aus dem Wiener und Grazer Raum, wo doch jeder möglichst wenig Zeit im Auto verbringen will. Wer sich an einem Wochenende oder für ein paar Tage dort erholen und entspannen will, der kann das in Stegersbach.

Viel, viel Spaß für die Jugend – außerhalb und im Wasser.

Stegersbach liegt in „Sichtweite“ und Reiter’s Resort setzt darauf

Wann sind wir endlich da? lich viel Essen am Abend. Was angenehm ist und keine „bösen Blicke“ von anderen Gästen oder Kopfschütteln auslöst, Familien mit Kindern sitzen in einem eigenen Bereich. Für die Kleinen gibt es zusätzliche Speise-Angebote wie Spaghetti, andere kinderfreundliche Schnäppchen und sogar eine Spielecke. Gut gelöst ist auch der Badespaß für Kinder und Erwachsene. Die HotelTherme im Allegria heißt nicht zufällig Refugium und ist praktisch für Erwachsene ohne Kinder reserviert. In der Erlebnistherme gibt’s dann sowohl außerhalb als auch im Wasser viel Action und Spielmöglichkeiten – sowohl für die kleinen, aber

auch für die größeren Kinder. Angefangen von Spielfiguren, die spritzen und sprudeln, über eine Spiellandschaft, Rutschen, bis hin zum Wellenbad – langweilig wird’s nie, egal ob im oder außerhalb des Wassers.

herausgegriffenes Angebot aus dem Prospekt: 7 Nächte im 39 Quadratmeter großen Komfortzimmer mit Halbpension und 7 Greenfees gibt’s für 683 Euro. Da können Spanien oder die Türkei in keinem Fall mithalten.

Und nun zu den Golfern

Ein Zuckerl für die Gäste

Die tun sich im Allegria auch leicht. Driving-Range, Abschlag – alles liegt praktisch um die Ecke des Hotels mit seinen 141 Wohneinheiten, die sich auf das Haupthaus und sechs Chalets im Village-Bereich verteilen. Es gibt praktisch immer Chancen für eine flotte Runde, weil die Golf-Schaukel über zwei Anlagen und einen 9-Loch-Platz verfügt. Und dass Stegersbach günstig auch für Golfer ist, zeigt nicht zuletzt ein

Wer zum Wochenende kommt, der kann mit einem Late-Check-out bis Sonntag, 18:00 Uhr, sein Zimmer behalten. Speziell auch, wenn man mit Kindern unterwegs ist, äußerst angenehm, dass man nicht schon nach dem ausgiebigen Sonntagsfrühstück das Zimmer räumen muss, irgendwo sein Gepäck deponiert und sich den ganzen Tag „obdachlos“ vorkommt.

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eführt hat mich Hermann Lussmann, der langjährige Bürgermeister der Gemeinde, der auch fast zehn Jahre im Nationalrat saß. Er ist einer der Initiatoren, dieses Naturwunder touristisch erlebbar zu machen. Bei einem zufälligen Treffen nach Jahren lud er mich nach Gams bei Hieflau ein. Und ich erwartete mir durchaus etwas Interessantes, war dann von der Wucht der Schönheit aber doch überrascht. Denn neben der Klamm, die in ihrer Form einmalig in Österreich ist, gibt es auch noch die Kraushöhle, die ebenfalls ein Unikat darstellt. Es ist die einzige Gipshöhle in Österreich in dieser Größe mit einem Korallenriff. Und für Besucher, die sich fragen, ob Steine und Geologie ein Abenteuer und spannend sein können, ist auch hier die Antwort: Ja, der Geopark in

richten die Holzarbeiten mit fremden Personaltrupps. Zum Glück entstanden Ersatz-Arbeitsplätze in Altenmarkt und St. Gallen. Dennoch ist die Abwanderung beängstigend, denn derzeit leben nur noch 600 Menschen in Gams. Die Post hat 2002 zugemacht und die einzige Sparkasse im Jahre 2006. Auch die zwei Gemischtwarenläden sehen einer unsicheren Zukunft entgegen, da es an Nachfolgern mangelt. Der Kirchenwirt, ein schmuckes Gasthaus, ist allerdings ein gefragtes Ausflugsziel – gerade an Wochenenden. Es gibt immer wieder Geheimtipps für Leute, die nach Ausflugszielen suchen, und Gams ist ein solcher. In der Vorstellung der Gamser soll das nicht allzu lange dauern, denn sie wollen mit der Nothklamm wieder Besucher in den Ort bringen, der auch ums Überleben kämpft. Daher fehlt den

Ein Naturerlebnis: die Nothklamm

Steinreich und atemberaubendd „Vergessen Sie die Schönheit der Lichtensteinklamm in Salzburg oder der Bärenschützklamm in Pernegg – erst, wenn Sie auf dem Holzsteg die Nothklamm in Gams bei Hieflau durchwandert haben, dann sehen Sie die Welt mit anderen Augen“, verspricht der Einheimische beim Tankstopp im nahegelegenen Hieflau. Und völlig zu Recht. Denn die Nothklamm mit dem Geopark in Gams bei Hieflau ist als UNESCO-Weltkulturerbe ein einmaliges Naturschauspiel. Seit dem Jahr 2007 können das auch Halbschuh-Touristen, wie ich auch einer war, bei einer mehrstündigen Wanderung, dank eines breiten und gut gesicherten Holzsteges ohne Zittern erleben. Gams bei Hieflau vermag das zu vermitteln. Wer wie ich mit der Geologie und der Gesteinskunde nicht viel am Hut hat, schon in der Schule nicht, der wird am Ende der Nothklamm doch eines anderen belehrt und auf einmal staunen. Denn dort gibt es die einzige Kugelsteinmühle Österreichs, wo man als Besucher bewundern kann, wie der harte Stein durch die sanfte Kraft des Wassers geschliffen wird. Und das nicht in Jahren, sondern innerhalb von Tagen, Stunden und ohne die Zauberkraft von Zwergen oder Hexen. Bis zum Jahre 1980 hatte der Ort stets so um die 800 Einwohner, die Menschen waren am Erzberg und bei den Bundesforsten beschäftigt. Das ist leider längst vorbei. Am Erzberg findet gerade noch eine Handvoll Gamser Arbeit und bei den Bundesforsten ist keiner mehr beschäftigt. Diese ver44 44

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Gamsern das Geld, um auf ihre einmalige Attraktion entsprechend hinzuweisen, möglicherweise aber auch noch das Gefühl für den Tourismus. Von dort aus bzw. dem nahegelegenen Kirchplatz wandert man in die Nothklamm hinein, entlang am so genannten Geopfad. Als es Mitte der 90erJahre zur Gründung des Naturparks Steirische Eisenwurzen kam, entstand in Gams der Geo-Tourismus. Im Jahre 2006 gelang sogar ein Kunststück, denn da wurde Gams durch die UNESCO das Prädikat eines internationalen Geoparks verliehen. So etwas wie die Chance für einen „nachhaltigen und intelligenten Tourismus“, doch der wird nicht nur von dem Gamsern, sondern auch von den Touristikern im Lande noch zu wenig erkannt. Seit 1999 betreiben die Gemeinde und der Tourismusverband das Projekt „Geo-Erlebnis Gams“. Das Geo-Zentrum am Kirchplatz zeigt KLIPP Juli 2009 KLIPP Juli 2009 02.07.2009 16:24:55 Uhr


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in konzentrierter Form die Entstehung der Region über einen Zeitraum von 250 Millionen Jahren Erdgeschichte. Zur Schau gestellt sind dort fast ausschließlich Exponate aus dem Ort selbst, die man gar nicht so selten in der freien Natur wiederfinden kann. Der Geopfad führt einen direkt in die Nothklamm und auf seinen einzelnen Abschnitten bietet er einen reichen Einblick in geologische Vorgänge. Fossile Ablagerungen von Muscheln und Schnecken überraschen den Besucher, aber beeindruckend ist vor allem die historische Spur des Wildwassers, die der Gamsbach in Jahrtausenden in der Nothklamm hinterlassen hat. Der 600 Meter lange Nohtsteg bietet tatsächlich atemberaubende Ausblicke in dieser wohl schönsten Schlucht Österreichs mit unglaublichen Motiven auch für FotoFans. Am Ende der Klamm und zugleich dem Wendepunkt des Pfades findet der Besucher noch die einzige Steinkugel-Höhle der Steiermark. Hier werden aus einfachen Bachsteinen Kugeln erzeugt, die vor Jahrhunderten als Kanonenkugeln verwendet wurden. Eine solche kleine Kugel kann man dort auch käuflich erwerben. Und wer selbst eine Erinnerung sucht, der kann das aktiv tun, denn es gibt am Beginn der Nothklamm auch eine Geo-Werkstatt. In dieser kann der Wanderer seine selbst gefundenen Steine oder Fossilien gegen eine geringe Gebühr anschneiden und schleifen lassen und als Souvenir mit nach Hause nehmen. Für die ganz Sportlichen gibt’s einen geologischen Radweg mit neun Stationen, der aber auch mit dem Auto befahrbar ist, zu bewundern sind alte Abbaustätten für Flinten- und Feuersteine oder auch ein Bergwerkstollen, wo im Mittelalter „Gagat“ abgebaut wurde – ein Material, aus dem vordringlich sakrale Schmuckstücke erzeugt wurden. Zum Abschluss des Ausflugs: Wer für Mühlenklappern etwas übrig hat, der sollte sich die drei historischen Wassermühlen „geben“, die einen zurück in die Vergangenheit versetzen. Weil es natürlich auch Besucher gibt, die es weit bequemer haben wollen und möglichst ruhig: Die können sich jetzt im Sommer auch im schmucken Alpenbad nach der Wanderung ausruhen oder dort mit den Kindern einen vergnüglichen Nachmittag verbringen. Es klingt zwar ein wenig „abgedroschen“, doch ein Besuch in Gams bei Hieflau hinterlässt bei jedem einen bleibenden Eindruck.

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n den letzten fünf Jahren wurden rund € 100 Mio. für einen bestmöglichen, ökologisch verträglichen Schutz von Hochwassergefahren investiert. Mit 95 in Betrieb befindlichen Hochwasserrückhaltebecken ist die Steiermark das Bundesland mit den meisten derartigen Schutzbauten und somit auch führend hinsichtlich technischer Ausstattung. Dadurch gelang es, viele Wohngebiete zu schützen und zu sichern.

Wasser – unser KOST-barstes Gut.

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45

02.07.2009 16:24:56 Uhr


Urlaubstipps Promis & Erlebnisrucksack am Wolfgangsee Mit „BergeWandernWolfgangsee“ bringt

Juni bis September gibt’s die beliebten

die Ferienregion im Herzen des Salz-

„Litera-Touren“, Spaziergänge auf den

kammerguts noch mehr Genuss in den

Spuren der Weltmusik und der Jahrhun-

Urlaub. Für Wander- und Walkingfreunde

dertwendevillen in der Region. Bestens

bieten sich im Sommer 2009 noch mehr

gerüstet für unterwegs ist man mit dem

Möglichkeiten. Neue sowie komplett

neuen Erlebnisrucksack der Region Wolf-

neu beschilderte Wander- und Laufwege

gangsee. Gefüllt ist er mit Wanderkarten,

rols ist. Schließlich geben hier über 200

nach internationalem Standard machen

einem Wetterfleck, einer Sitzunterlage,

Musikgruppen – von der Stubenmusi bis

die Entscheidung und Orientierung noch

einem Salzkammergut-Fuggerl und einem

zur Blasmusikkapelle – den Ton an. Auf

einfacher. Erlebnis- und aussichtsreich

Blasenpflaster; er ist schon um 24 Euro

dem Campingplatz Mayrhofen – einem

sind die „Promi-Wanderungen“ am Wolf-

erhältlich. Die Maxiversion enthält zu-

der bekanntesten und beliebtesten Ur-

gangsee. Dabei bringen lokale Größen

sätzlich ein Fernglas sowie eine 2-Tages-

laubsorte Tirols – nimmt man sozusagen

aus der Ferienregion – (Alt-)Bürgermeis-

Schiffkarte und kostet 49,20 Euro.

einen Stockerlplatz ein. Der für Familien

ter, Tourismusleute oder Hoteliers – als

Infos:

06138/ 8003 0

gut ausgestattete Platz mit Campingshop

www.wolfgangsee.at

liegt ruhig und sonnig direkt am Waldrand

Wanderführer die Gäste auf Touren. Von

Entspannung für alle Einmal viel Zeit mit den (Enkel-)Kindern zu verbringen und dabei auch noch Ent-

Auch Camping ist gefragt

und trotzdem nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt. Wellnessspezia-

Urlaub, wie ihn Kinder lieben

Das Flair von Tiroler Open Airs und Zelt-

listen kommen im Freischwimmbad, in der

festivals ist einzigartig. Wer dieses Ge-

Sauna, dem Solarium sowie in der Infra-

fühl beim Campingurlaub erleben möchte,

rotkabine auf ihre Kosten. Für Abenteu-

stimmt seine Ferien mit den tollen Festen

rer hingegen hält die Zillertaler Bergwelt

und einem nahe gelegenen Campingplatz

wilde Wasser, Gletscher und jede Menge

möchte die Gastgeberfamilie Schwarz

„Fünf Smileys“ sagen mehr als tausend

ab. Unter den 32 Camping-Tirol-Plätzen

Bergsport bereit. Aber auch zahlreiche

vom Alpina Wellness- und Sporthotel

Worte: Die Höchstwertung der euro-

sind einige „heiße Adressen“, allen vor-

Feste und Events machen den typischen

mit ihrem aktuellen Angebot für Singles

päischen Kinderhotels für das Leading

an die Kitzbüheler Alpen als Heimat von

Mayrhofner Sommer aus.

mit Kind oder Großeltern mit Enkel wahr

Family Hotel & Resort Alpenrose zeigt,

Hansi Hinterseer und das Zillertal, das

Infos:

werden lassen. Drei Übernachtungen (4

dass die kostbarste Zeit für Eltern und

für viele Fans das musikalischste Tal Ti-

Tage) mit der Alpina‘s Verwöhnpension

Kinder im Tiroler Bergdorf Lermoos in

und allen Inklusivleistungen wie einem

den besten Händen ist. Insbesondere

Rundum-Wohlfühlpaket und Action für

allein erziehende Mamas oder Papas

die Kids gibt es bereits ab 288 Euro.

suchen ein Urlaubsziel, das ihnen Ent-

Der Alpendorf-Spielplatz direkt vor dem

spannung verspricht und dem Nachwuchs

Hotel bietet viel: Von der Riesenrutsche

Abenteuer und Unterhaltung. Österreichs

Fernab vom Durchzugsverkehr, am Ein-

Die 500 m2 große Wellness- und Vitaloa-

zur Riesensprungmatte, vom Kletter-

einziges Kinderhotel der Viersterneplus-

gang zum Preuneggtal und auf aussichts-

se DachsteinSPA verwöhnt Körper, Geist

turm bis zur „ArtRock-Kletterwand“,

kategorie mit seinem preisgekrönten

reichen 1.000 m Seehöhe im Angesicht

und Seele mit wohltuenden Anwendungen.

vom Streichelzoo bis zu einer Fahrt mit

Wellnessbereich ermöglicht genau das:

des mächtigen Dachsteinmassivs, liegt

Die Küche hält Schmankerl aus der Region

den Discobooten oder einer „Geister-

Abwechslung pur für alle. Dabei kann

das 4-Sterne-Hotel Gut Raunerhof: Das

ebenso wie internationale Köstlichkeiten

fahrt“ mit dem Kinderzug „Schnauferl“

auch richtig Gas gegeben werden, etwa

4-Sterne-Hotel von Familie Erlbacher

bereit. Rund um das Hotelgelände liegt

– für die kleinen Gäste ein absolutes Pa-

auf der neuen Indoor-Gokartbahn oder

mit angeschlossenem Biobauernhof ist

die hauseigene Biolandwirtschaft mit

radies. Lust auf Abenteuer gibt’s beim

im „Piratenland“, dem Kinderhallenbad

für Naturliebhaber ebenso ideal wie für

Laufstall für Rinder, Wald, Wiesen und

Rafting, bei der Exkursion zum Bauern-

mit richtigem Sandstrand, Piratenschiff,

Familien, Wellnessgenießer und Fein-

Spazierwegenetz, beleuchteten Wegen,

hof. Geschaffte (Groß-)Eltern können

mehreren Wasserrutschen und einem

schmecker. Die gesunde Höhenluft, die

Biohackschnitzelheizung – und nicht zu-

sich dann bei einem Relax-Paket in der

Kidsriver. Ob Singles, oder Großfamilien

vielen Möglichkeiten zwischen Berg und

letzt einem Streichelzoo mit Ponys, Pfer-

„Asia Perlenmuschel“ erholen.

– es gibt spezielle Angebote.

Tal sowie die Bergstadt Schladming in

den und Spielgelände für die Kinder.

Infos:

Infos:

05673 2424

nächster Nähe sorgen außerdem für ei-

Infos:

www.hotelalpenrose.at

nen Aufenthalt voller Überraschungen.

spannung pur erleben – diesen Wunsch

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Gut Raunerhof: Sommerhit in der Dachstein-Tauern-Region

06454 / 7356 www.raunerhof.at KLIPP Juli 2009

02.07.2009 13:14:22 Uhr


s

Rein in den Bayerischen Wald Das Baby & Kinder Bio-Resort Ulrichs-

nes Familienurlaubserlebnis. Zwischen

hof liegt auf einer Anhöhe über dem

Felsenerlebnisbad „Piratenwelt“, dem

malerischen Chambtal, einer besonders

Naturspielplatz „Waldbach“, dem Groß-

geschichtsträchtigen Region im oberen

trampolin und der Spielscheune mit Auto-

Bayerischen Wald, die vom Hohen Bogen

skooterbahn gibt es viel zu erleben. Wenn

überragt wird. Das Hotel-Resort selbst

die Eltern mal verschnaufen wollen, steht

Sagenhafter Urlaub

befindet sich mitten im Grünen, von Fel-

für die Kids ab dem Krabbelkindalter ein

Lea und Paul können es kaum erwarten.

größten Wasserfällen im Alpenraum – das

dern und Wiesen umgeben. Von Beginn

ausgebildetes Spiel- und Spaß-Team be-

Heute erleben die beiden mittelalterliche

war ein unvergessliches Erlebnis. Bei den

an setzte der frühere Bauer, zweifache

reit – bis zu 80 Stunden pro Woche.

Ritterspiele, Schaukämpfe, Feuerspucker

Familienvorzugswochen urlauben Kinder

Vater und heutige Inhaber des Resorts,

Infos:

+49 (0) 9977 950 122

und die weltbekannte Greifvogelschau

bis 12 Jahre im Zimmer der Eltern gratis.

www.ulrichshof.com

auf der Erlebnisburg Hohenwerfen.

Und zur Entspannung für danach lockt

Ulrich N. Brandl, auf ein erdverbunde-

dann das Verwöhnprogramm im hausei-

Schwitzen auf Schweizer Art

Gestern besuchten Sie mit den anderen

genen Beautyschlössl des Tannenhofs

Kids des 4-Sterne-Wohlfühl-Beauty- und

inmitten des Salzburger Landes.

Familienhotels Tannenhof die sagenum-

Infos:

06412/5231-0

Das Heidiland ist jene Schweizer Ferien-

diesen Genuss benötigt wird, sogar selbst

region, die in Form von Johanna Spyris

hacken. Wellness hat übrigens im Heidi-

Roman „Heidi“ das idyllische Bild von

land Tradition: In der Taminaschlucht

Land und Leuten in der Welt geprägt hat.

sprudelt die wasserreichste Akratother-

Erleben kann man die Schweizer Berg-

me Europas. Im Alten Bad Pfäfers bade-

frische aber auch am eigenen Leib – und

ten die Kurgäste einst in Naturwannen

zwar hoch über dem Walensee auf dem

im Fels. Heute befinden sich hier auch

Flumserberg. Bei der neuen Naturkneipp-

ein Bad- und Klostermuseum, eine Para-

anlage Grappawald können Wanderfans

celsus-Gedenkstätte und ein Restaurant.

auftanken. Die Wassertretanlage und das

Seit 1840 wird das 36,5° C warme Ther-

Armbad sind Balsam für Körper und Seele

malwasser aus der Taminaschlucht rund

nach einer Wandertour auf dem Flumser-

4,5 km weiter nach Bad Ragaz geleitet.

berg. In einigen Hotels stehen Holzbade-

Hier eröffnete 1871 das europaweit erste

bottiche für Sprudelbäder zur Verfügung.

Thermal-Hallenschwimmbad – die heutige

Urlaub in den Weinbergen

„Schwitzen in der Fasssauna“ ist das

Tamina Therme.

Das HOTEL Parco San Marco Beach Re-

mitten der Weinberge. Seit über 900

spezielle Extra im Aparthotel Edy Brugg-

Infos:

+41 (0)81 7200820

sort, Golf & SPA zählt zu den 90 besten

Jahren werden auf dem 400 Hektar gro-

www.heidiland.com

Hotels Europas. Genießer schätzen die

ßen Anwesen edle Weinsorten kultiviert.

Adresse wegen ihrer einmaligen Lage

Nächtigen kann man in den vier aufwändig

zwischen dem Lago di Lugano und dem

renovierten Gebäuden des Gehöfts.

mann. Wer möchte, kann das Holz, das für

Südtirol und seine UrlaubsCards Bei einem Urlaub im Südtiroler Eisacktal hat jeder Gast gute Karten – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Hier gibt es die praktischen UrlaubsCards zu ganz unterschiedlichen Themen, „aufgeladen“ mit wirklich brauchbaren Leistungen. Alle, die Südtirol mit den öffentlichen

wobene Liechtensteinklamm mit den

www.hotel-tannenhof.at

Lago di Como, wegen des außergewöhnlichen Hotelambientes, aber auch wegen

Die 28 Suiten und Doppelzimmer im tos-

der köstlichen „Cucina di Dario Galli“

kanischen Landhausstil bieten 4-Sterne-

und der edlen Tropfen, die durchwegs aus

Niveau mit einem herrlichen Blick auf die

dem Chianti-Classico-Gebiet stammen.

Weinberge ringsum. Bei geführten Wein-

Das toskanische Weingut Dievole bei Si-

degustationen erfährt man viel Interes-

ena gelegen versorgt das Hotel mit edlen

santes über Wein, Land und Leute.

Tropfen und bietet als Schwesterbetrieb

Infos:

die Gelegenheit für einen Aufenthalt in-

Verkehrsmitteln entdecken möchten,

+39 0344/ 629 111 www.parco-san-marco.com

kommen mit der MobilCard günstig in Fahrt: um 22 Euro sieben Tage lang mit

Schatzsuche am Katschberg

allen Südtiroler Bussen und Regionalbahnen, Trams und Seilbahnen. Beim Urlaubszauber im Eisacktal greift man am

Wandern finden die meisten Kinder total

und mit einem Logbuch sowie kleinen Ge-

besten zur Mobilcard Ost, die noch ein-

uncool. Mit Geocaching gibt es auf dem

schenken gefüllte Box. Nun gilt es für alle

mal fünf Euro günstiger ist. Für alle, die

Familienberg Katschberg nun ein neues

Abenteurer, mit Hilfe eines GPS-Gerätes

Kultur und Natur rings um Sterzing und

mit Wanderungen, Mountainbiketouren,

Sommerhighlight, das die kleinen Wan-

die Schätze aufzuspüren. Der Spaß an

seine Ferientäler entdecken möchten,

Kletterkursen, Ritterspielen u. v. m. auf

dermuffel mühelos auf die Beine bringt.

der Knobelei und am Naturerlebnis ste-

gibt es mit der TourCard den Schlüssel zu

eine Karte. Wer die sehenswerte Kultur-

Geocaching ist eine moderne, elektro-

hen dabei im Mittelpunkt – und plötzlich

Museen, Sehenswürdigkeiten, Sport- und

und Kongressstadt Brixen für sich entde-

nische Form der Schatzsuche mit GPS-

sind für Kinder 500 Höhenmeter und zwei

Liftanlagen sowie für den Nahverkehr.

cken möchte, hat mit der BrixenCard den

Geräten im Handyformat, die bei den Kin-

Stunden Wanderung kein Motivationspro-

Die AlmenCard von Gitschberg-Jochtal

richtigen „Türöffner“.

dern die Begeisterung und Neugierde für

blem mehr.

setzt 30 Almen, drei Bergbahnen und ein

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+39 0472 802 232

die Berge weckt. Der „Schatz“ (Cache)

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www.eisacktal.info

ist eine mit Geokoordinaten markierte

umfassendes Sport- und Kulturprogramm KLIPP Juli 2009

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02.07.2009 13:14:31 Uhr


GOLFTRAINING

Von Head Pro Ali Rosker im Golfclub Erzherzog Johann, Maria Lankowitz Internet: www.golfschule-ali.at E-Mail: office@golfschule-ali.at

Gleicher Schwung, anderer Schläger Der Bunkerschlag mittlerer Länge ist einer der schwierigsten Golfschläge überhaupt. Sie können sich das Heben leichter machen, wenn Sie auf die fundamentale Bunkertechnik bauen, aber statt Ihres Sand Wedge ein Eisen 8 nehmen. Wenn die Fahne sich ganz in der Nähe befindet, empfiehlt sich ein normaler Splash-Schlag. Also Sand Wedge benutzen: • Schlägeroberfläche öffnen, dann greifen • Körper im ca. 30-Grad-Winkel geöffnet zur Linie Ball–Ziel • Füße fest im Sand verankern, um dem Schwung eine feste Grundlage zu verschaffen • Dann einen gleichmäßigen Schwung mit Händen und Armen ausführen • Dem Körper entlang schwingen, mit der Sohle des Schlägers etwa fünf Zentimeter hinter den Ball durch den Sand gleiten Die Folge ist ein ziemlich hoch fliegender Ball, der weich landet und dank seines Dralls sehr schnell stoppt.

Ein weiterer Weg bis zur Fahne? Versuchen Sie die gleiche Technik mit einem Eisen 8 Hier eine andere Möglichkeit, um mit diesem Schläger von etwas unangenehmer Länge fertig zu werden. Wenden Sie einfach die gleiche Technik wie für den normalen Splash-Schlag an, aber nehmen Sie statt eines Sand Wedge ein Eisen 8. Öffnen Sie die Schlagfläche, richten Sie den Körper genauso aus wie normal und versuchen Sie, auch diesmal den Schläger etwa fünf Zentimeter hinter den Ball in den Sand gleiten zu lassen. Mit ein bisschen Übung fliegt Ihr Ball 30 bis 40 Meter durch die Luft.

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D

amit ist der Name „Musterland“ zwar Vergangenheit. Es sei zwar schade, dass die Gallionsfigur nicht mehr aktiv dabei ist, doch nicht zuletzt die Wirtschaftskrise, abgesprungene Sponsoren und abweichende Konzeptinhalte hätten ihn dazu bewogen. In der Tennishalle sollen bereits Ende dieses Jahres die Youngsters auf die Filzkugel draufhauen, für die Sporthalle für Leichtathletik und Judo sowie das Familien- und Jugendgästehaus mit 150 Betten soll es das offizielle Bandldurchschneiden geben. Dort werden die besten steirischen Nachwuchssportler – nicht nur im Tennis – alles vorfinden, was für Spitzenkarrieren im Spitzensport nötig ist.

Ohne den Tom wären wir nie so weit Daher sind Hannes Zischka, Präsident des Steirischen Tennisverbandes, und Gerhard Wendl, Geschäftsführer der Jugend- und Familiengästehäuser weit davon entfernt, Steine zu werfen. Durch Muster hätten sich Türen geöffnet, wo man vorher nicht einmal hätte anklopfen können, blickt man bis zum Jahr 2004 zurück, als die Idee des Musterlandes geboren wurde. „Damals

Chance, zumal das Land bereit war, einen neuen Sportcampus zu fördern. Nach und nach stellte sich jedoch heraus, dass öffentliche Fördergelder und Musters Idee einer EliteTennisnachwuchs-Schule nicht wirklich unter einen Hut zu bringen waren und Muster auch nicht mehr so präsent und engagiert war. Denn er wollte ja mehrheitlich Nachwuchsspieler aus Russland, Bulga-

Sportcampus Leibnitz nach Ausstieg d

Ein Muster-P Ja, das ist die geplante steirische Tennis-Akademie, der Sportcampus Leibnitz. Auch nach dem Ausstieg von Thomas Muster, Österreichs Tennis-Legende und ehemalige Nummer eins der Welt. Im kommenden Jahr wird es eröffnet. kehrte Muster auf die Senior Tours als aktiver Spieler zurück, war voll Euphorie und wollte eben eine Tennis-Schule à la Nik Bollettieri in den USA oder Nikola Pilic in Hamburg auf die Beine stellen.“ Was völlig utopisch schien, nahm Gestalt an, auch wenn der ursprünglich gedachte Standort in unmittelbarer Nachbarschaft zum Tennisparadies in Graz-Straßgang aufgrund von (Bürger-)Widerständen nicht realisiert werden konnte. Daraufhin kam Musters Heimatstadt Leibnitz zum Zug, man erkannte die große

rien usw. nach Leibnitz holen. Das passte nicht mehr ganz zusammen. „Aber wir werden natürlich internationale Camps und Lehrgänge schon im Interesse unserer jungen Spieler fördern“, sagt Präsident Hannes Zischka. „Mit der Tennis-Akademie in Leibnitz wird es aber ganz sicher einen Quantensprung für den steirischen Tennissport geben. Dort werden die Jungtalente Michael Eibl, Thomas Häusler, Johannes Schretter, Lorenz Fink, Sebastian Ofner sowie Janine Remler, Anna-Maria

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SPORT

g der Tennis-Legende

-Projekt? Heil, Carmen Schauer beste Voraussetzungen vorfinden.“

Tennis ist Arbeit Die Akademie sei auch keine Konkurrenz zur Südstadt, wo der Steirer Gilbert Schaller die Regie führt. Gerade für die Entwicklung bei den Mädchen seien regionale Zentren förderlich, weil diese nicht das familiäre Umfeld missen möchten. „Tennis als Spitzensport ist Arbeit und kein Fun“, so Hannes Zischka, „und du brauchst einen Rückschläger für deine Entwicklung. Da reichst du dir selbst nicht, wie das bei anderen Sportarten möglich ist – im Fußball, Golf, Skifahren. Tennis ist da anders. Die Kosten sind auch enorm, rund 50.000 Euro sind das Mindeste, was man im Jahr als Budget benötigt. „Eltern, die mit dem

Teil der steirischen Nachwuchshoffnungen (v.l.): Sebastian Ofner, Johannes Schretter, Anna-Maria Heil (trainiert im Bundesleistungszentrum Südstadt), Michael Eibl (trainiert im Bundesleistungszentrum Südstadt). Tennis-Präsident Hannes Zischka (rechts): „Akademie wird ein Quantensprung für den Nachwuchs.“ Seite unten: Johannes Schretter und das kommende Jugend- und Familiengästehaus am Sportcampus Leibnitz.

Wunsch kommen, aus ihrem Nachwuchs einen Federer, einen Natal oder eine Scharapowa zu machen, zu denen spricht Hannes Zischka Klartext: „Auch ein Solo-Geiger oder

Pianist wird nur dann international erfolgreich, wenn er bei den Besten und mit den Besten üben und spielen kann. Und so ist es auch im internationalen Profi-Tennis.

Fotos: Langusch

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Copacabana Badesee

Ab an die Copacabana in Kalsdorf. Urlaubsflair für alle Sinne. Einst ein Schotterteich, heute ein Wasser-Eldorado für Genießer.

D

ie Copacabana begrüßt Sie heuer in einem ganz neuen Look. Ein gelungenes Gesamtkonzept macht die Copacabana zum exklusiven Badesee, der seinesgleichen sucht. Über die herrlich angelegte Anlage wacht die Christusstatue mit neuer Aussichtsplattform und Panoramablick über das Badeparadies.

500 zusätzliche Strandliegen stehen den Badegästen zur freien Benutzung auf den gepflegten Liegewiesen zur Verfügung. Die fertiggestellte, private Appartementanlage „style of living“ schmiegt sich in die exklusive Gesamtkomposition. Neue Schwimmstege, eine Badeinsel, exotischer Bambus, ein Palmenstrand, großzügig gestaltete Liegewiesen und kristallklares Wasser locken an die Copacabana. Das Eiscafé „Rio“, die Restaurants „Malibu“, „Der Grieche“ und „Beach Club“ sorgen für kulinarische Erlebnisse mit Köstlichkeiten aller Art. Gleich geblieben sind nur die Eintrittspreise.

Der Sommer kann kommen. Urlaubsfeeling pur ist garantiert!

www.copacabana.at KLIPP Juli 2009

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2009

9.7. - 1.8. 2009 - Kasematten

20 h

20 h

20 h

20 h

GILBERTO GIL

CANNED HEAT “Original Woodstock Reunite”

20 h

LENA CHAMAMYAN

ABDULLAH IBRAHIM EKAYA

21 h 15

NOJAZZ

20 h

SOLOMON BURKE

20 h

MONTE MONTGOMERY

21 h 15

&special guest

20 h

BEEFOLK

21 h 15

21 h 15

21 h 15

20 h

20 h

20 h

WOLFGANG SCHALK

21 h 15

MARLA GLEN

INEZ

20 h

POPVOX

21 h 15

Tickets:

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