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Steiermarkmagazin Klipp Dezember 2010

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EUR O 1,45

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KLAR • STEIRISCH • UNABHÄNGIG

Ich bin heroinsüchtig Geständnis einer 30-Jährigen. Therapie greift bereits.

Unis stehen das halbe Jahr über leer Reform ohne Mehrkosten kann das ändern: Umstieg von Semester auf Trimester. Damit kürzere Studien und mehr Absolventen.


Spots

Hintergrund

4 Jubel um Planet Planai Alpine Ski-WM im Februar 2013 8 Beim Reden kommen die Leut’ zusammen Franz Kolb: Steiermark-Patriot 10 Big Arnolds ­Folterinstrumente In Graz gibt’s bereits seit Jahren ein Schwarzenegger-Museum. 12 Unis stehen das halbe Jahr leer Die einfachste Lösung: Umstieg von Semester auf Trimester 14 Wasser predigen, Wein saufen „Kleine“ und „Krone“ kassieren selbst aus dem Steuertopf.

Coverstory 16 Da weißt du, dass du süchtig bist Erfolgreiche Suchtarbeit mit dem Substitutions­programm im SMZ Graz-Liebenau

18 Die Kaprun-Schande

Auto & motor 34 Verkehrte Welt Deutsche Forscher entwickeln völlig neue Geräuschkulisse für Elektrofahrzeuge.

Zehn Jahre nach der Gletscherbahnkatastrophe fordern die Hinterbliebenen Gerechtigkeit. 20 Pyramidenspiel Euro Success: Abzocker im Konkurs

Gesundheit 36 Geschenkte Mobilität

Wirtschaft

Operation letzte Waffe bei Hüftund Knieproblemen

21 Irak-Geschäfte Klipp-Vorwurf damit bestätigt: Urteil gegen Heinz Peter P., vier Jahre Haft

Freizeit 40 Draußen ist’s kalt, na und? Ein Urlaub in den heimischen Wellnesstempeln

Umwelt 26 Trinkwasser-Ozean unterm Hochschwab Wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wasserversorgung der Grazer. 28 Ein Stromauge, das lacht oder verärgert ist

Standards 7 Der KLIPPer 24 Lilly Lotterblume 48 Urlaubstipps 50 Bücher und Filme

Klipp wünscht allen Lesern und Kunden frohe Weihnachten und ein gesundes Jahr 2011!

im pressum Medieninhaber: Klipp Zeitschriften GmbH & Co KG, 8020 Graz, Friedhofgasse 20, Tel. 0316/42 60 80-0, Fax-Dw 122 office@klippmagazin.at Officemanagement: Isabella Hasewend Redaktion und Autoren: Jürgen Lehner, Ali Rosker, Reinhard Schuch, Karin Klug, Helmut Dietl, Roswitha Sauseng, Isabella Hasewend, Maria Druschkowitsch, Michaela Vretscher, Michael Schröder Produktionsleitung: Isabella Hasewend Produktion: Martin Druschkowitsch, Hans Obersteiner, Christian Wallner Lektorat: Mag. Dr. Günter Murgg Druck: MA-TISK d.o.o. Maribor Abonnentenpreise: Jahresabo: € 14,53 Zweijahresabo: € 26,16 Studentenabo: 2 Jahre € 18,16; 1 Jahr € 13,08 Vertrieb: Hurtig & Flink, Österreichische Post Erscheinungsort: Graz, Verlagspostamt: 8020 Graz, P.b.b. www.klippmagazin.at Nächster Erscheinungs­termin: KW 5

Rath & Partner Rechtsanwälte • Verteidiger in Strafsachen

Mitglieder der Treuhandrevision der Steiermärkischen Rechtsanwaltskammer

Drei neue Juristen verstärken das Team Ein guter Rath ist die beste Verteidigung

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Foto: kk

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ie Kanzlei Rath & Partner mit ihrem Team von besonders spezialisierten Juristen repräsentiert Kompetenz, Erfahrung und Erfolg. Für jedes Fachgebiet besonders versierte Ansprechpartner garantieren eine rasche und effiziente Bearbeitung aller übertragenen Fälle. Ein weiterer Schritt: die Schaffung einer eigenen Abteilung für Arbeitsrecht. Dabei steht die arbeitsrechtliche Beratung von Unternehmen im Vordergrund. Neu im Team: Dr. Christoph Fritz. Dieser wechselte von der renommierten, internationalen Sozietät Freshfields Bruckhaus Deringer LLP zu Rath & Partner. Mit MMag. Mario Fluch und Mag. Andreas Huber sind zwei weitere ambitionierte Juristen ebenfalls neu in der Kanzlei. Deren Fachgebiete erstrecken sich vom Schadenersatz- und Immobilienrecht bis zu allen Bereichen des WirtKanzlei Graz: schafts- und Unternehmensrechts. Dr. Manfred Rath, der die Kanzlei Friedhofgasse 20, 8020 Graz seit 1986 leitet, freut sich besonders Tel.: 0316/ 7085, Fax: DW 25 über die neuen Kollegen: „Ein weilaw-office@rath-partner.at terer wichtiger Schritt in der Entwww.rath-partner.at wicklung unserer Kanzlei.“ v

MMag. Mario Fluch, Mag. Andreas Huber, Dr. Christoph Fritz und Dr. Manfred Rath (v.l.) KLIPP Dezember 2010


Foto: Jungwirth

16 ite mt n: ld- t Se am se Ge g rd ch in rin Ve Wa en s b m ar ht zu Sp t nic m ru haf Wa rtsc wi

52 Millionen im Euro-Lotto: Weststeirer outet sich

Foto: Parlamentsdirektion / Mike Ranz

Wirtschaftskammerwahl: Ulfried Hainzl löst Peter Mühlbacher ab

Kurzmann: Wahlsieger der Landtagswahl: FPÖ schaffte nicht nur Sprung in den Landtag wieder, sondern auch in die Landesregierung

Ein unbeschriebenes Blatt Niemand weiß, was es bringt

Ein unbeschriebenes Blatt Niemand weiß, was es bringt

Andritz AG: Steiermarks erfolgreichstes IndustrieUnternehmen

Verfrühter Flecker-Abschied aus Politik: „Weil Voves sein Wort gebrochen hat“

So schrieben wir im Dezember 2009. Und das geschah dann in diesem Jahr

Landtagswahl: Entgegen vielen Prognosen – Franz Voves schaffte Wiederwahl

Herrenrunde

Horst Pirker: Mächtiger General der katholischen Styria-MedienGroup ging mit 30. September. Grund: unüberwindbare Konflikte mit Vertretern der Kirche

Foto: Andritz AG

Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig muss wegen 8,5 Millionen Euro Steuerbetrug auf Anklagebank

Foto: Plankenauer

Ex-GAK-Präsident Rudi Roth ebenfalls stark unter Druck wegen Verdacht des Steuerbetrugs beim GAK

16. Mai: Sturm wird Cup-Sieger im Finale gegen Wiener Neustadt. 20.000 Fans pilgerten nach Klagenfurt

3. November: Erster Neubauabschnitt der Koralmbahn ist zwischen Werndorf und Wettmannstätten (14 Kilometer) in Betrieb genommen worden

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Hypo-Prozess: 140 Millionen Euro Schaden durch Leasinggeschäfte in Kroatien, noch immer kein Urteil Foto: Davenport

Arnold Schwarzenegger: Glückloses Ende als Gouverneur in Kalifornien

Ex-Formel-1-Fahrer Helmut Marko, Mastermind bei Red Bull: Was er nicht schaffte, gelang seinem Schützling Sebastian Vettel – Formel-1-Weltmeister 3


SPOTS

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ie Zahl 13, exakt das Jahr 2013, soll für Schladming zum Glücksjahr werden. Bei der WM im Februar will der Planet Planai zigtausenden Skifans und der internationalen Skiwelt zeigen, wie alpiner Wintersport im dritten Jahrtausend inszeniert gehört. Herzstück ist der Planet Planai mit seinem Skistadion. Von ihm blickt man hinauf zum mittlerweile berühmt gewordenen, berüchtigten, steilen Hang des Nachtslaloms. Seine Steilheit garantiert, dass es im Finish bei jedem Rennen Nervenkitzel und Dramen über Sieg und Niederlage geben wird. Der Aufschrei oder Jubel Tausender wird das Seine dazu beitragen. Der Planet Planai wird neue Skistars hervorbringen. Während unser Planet Erde in eine Klimakatastrophe taumelt, sich gegen die Zerstörung wehrt, herrscht am WM-Planet Planai Schönwetter, sind Harmonie und Zusammenhalt angesagt – zumindest bis zur WM. Denn nur so gelang es dem Team um den jungen Geschäftsführer Ernst Trummer und den Baufirmen, in nur sieben Monaten die architektonisch durchaus anspruchsvolle Talstation des Planet Planai hinzustellen. Dafür gab’s viel Lob der Besucher und der Verantwortlichen anlässlich der Eröffnung und des Ski-Openings.

Alpine Ski-WM im Februar 2013

Jubel um Planet Planai

So viel Beton eine so schwungvolle Form zu geben, so schwungvoll zu verbauen – dazu gehört viel Mut. Die Idee und das Projekt dazu kommen vom aus Eisenerz stammenden Architekten Gernot Ritter. Umgesetzt

hat und Wirklichkeit werden ließ das die Grazer Baufirma Granit mit ihrem Chefbauleiter Günther Lederhaas. Neue Liftanlagen auf allen Skibergen rund um den Planet Planai und

Das RETTER am oststeirischen Pöllauberg gelegen

Wieder Klassenbester D

ass Seminarhotels ihren bereit, wie bei einer Gästen und Trainern den Tankstelle, um beschlaentsprechenden Rahmen gene Scheiben wieder bzw. einen möglichst angenehmen klar zu bekommen. Aufenthalt bieten wollen, liegt auf Beim Retter am oststeider Hand. Um im Wettbewerb der rischen Pöllauberg gibBesten mithalten zu können, t’s das. 8.000 Frageböbraucht es großzügige, mit allem gen von Trainern und Schnickschnack ausgestattete Seminarveranstaltern hat der Herausgeber von Konferenzräume, aber auch ein „Tagen in Österreich“ Wellnessbereich zur Entspanausgewertet. Am besten nung darf nicht fehlen. Ja, und Hermann und Ulli Retter: zum 10. Mal mit dem Goldenen Flipchart ausgezeichnet. schnitten wieder einmal natürlich auch die entsprechende Verpflegung muss passen. Bei Bewertungen spielt Ulli und Hermann Retter aus Pöllauberg ab. Sie erdann aber die Tatsache „Das ist mein Extra“ eine hielten bereits zum 10. Mal das Goldene Flipchart wesentliche Rolle, sind neben der Professionalität für das beste Seminarhotel Österreichs. Die Aufgaauch einfach das Gespür und der Einfallsreichtum benteilung des Ehepaars: Hermann Retter führt das für die Gäste wesentlich. Dazu gehören auch Klei- Bus- und Reiseunternehmen mit mehr als 70 Fahrnigkeiten und Details wie etwa, dass vor dem Hotel- zeugen, die europaweit, aber auch im Schulbusvereingang ein Korb mit Tüchern für Hundebesitzer be- kehr eingesetzt sind, und seine Frau Ulli eben das reitsteht. Mit diesen Tüchern können die Tierlieb- Hotel. Und ihr Credo: „Wenn ich mich für was enthaber dann die Pfoten ihrer Lieblinge reinigen. Oder scheide, dann muss ich das im Bauch spüren, sonst O am Parkplatz steht ein Eimer Wasser mit Schwamm stimmt es nicht.“

Erneuerungen in der Tourismusszene (es soll Investitionen von insgesamt rund 150 Millionen Euro geben) werden für ein noch besseres Skivergnügen sorgen. In einem ganz anderen Sinn sorgen muss man sich

Cirque Noël – „Call me Maria“ Der Zirkus war seit jeher eine Verdichtungsmaschine menschlicher Emotion: energiegeladen, erregend, leidenschaftlich, gefahr-, poesie- und lebensvoll. Genau diese Art Zirkus bringt die Veranstaltungsreihe Cirque Noël zur Weihnachtszeit nach Graz – von 17. bis 30. Dezember im Dom im Berg. Heuer mit einer ganz besonderen Produktion: der Uraufführung von „Call me Maria“. Adrian Schvarzstein lotet in seinem neuen Stück alle Möglichkeiten des Zirkus aus, wenn er Tanz, Theater, Akrobatik und eine Live-Rockband zu einem großen Ganzen fügt. „Call me Maria“ ist eine Hommage an die Fünfzigerjahre, an Marilyn und Elvis, Brigitte Bardot und James Dean. Weitere Infos: www.cirque-noel.at O KLIPP Dezember 2010


SPOTS

Fotos: Foto Kaserer

allerdings um die Zufahrt und die Verkehrswege zum Planet Planai. Schon jetzt staut es sich an Wochenenden von Liezen bis Schladming oder auch von Radstadt bis Schladming. Für jeden Besucher ist die Strecke eine Zumutung. Es braucht sehr viel Geduld und Sympathie für Schladming, um dorthin zu fahren.

Die Situation ist seit Jahren bekannt, dennoch schafften es die Verantwortlichen im Lande nicht, auch nur eines der benötigten Straßenprojekte bis zur WM im Jahr 2013 zu realisieren. Doch wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Mit einem gut organisierten ShuttleVerkehr von Liezen nach Schlad-

ming oder auch von Radstadt nach Schladming könnten die sonst oft gelästerten Österreichischen Bundesbahnen sich eine WM-Medaille

Von Gernot Ritter (gebürtiger Eisenerzer) kommt die Architektur des „Planet Planai“.

Schirnhofers gläserne Fabrik beantwortet die Frage

Ist in der Extrawurst Mehl drin?

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Fotos: CIS

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eine 200 Wurst- und FleischShops in den Zielpunkt-Märkten haben das Familienunternehmen mit Sitz im oststeirischen Kaindorf bei Hartberg gewaltig wachsen lassen. Mit „echt steirisch, echt gut“ gelang es Karl Schirnhofer (Foto links) – „Wir verarbeiten nur heimische Ware“ –, sein Fleisch und seine Wurst weltweit zu einer anerkannten Marke zu entwickeln. Zielpunkt, der Diskonter, befindet sich ja in einer turbulenten Phase, mit neuen Eigentümern, die Verträge laufen noch bis 2015. „Wir wollten mit Partnern selbst Zielpunkt übernehmen, das gelang dann nicht, aber wir haben schon klarerweise ein Szenario, sollte es bei Zielpunkt nicht wie gewünscht weitergehen“, so Karl Schirnhofer. Er zählt sicher zu den oft zitierten hellen Köpfen, die das Land Steiermark für eine gute wirtschaftliche Zukunft braucht. Der jüngste Beleg ist die „gläserne Fabrik“ in Kaindorf. „Es hat mich angezipft, dass ich immer die gleichen Fragen beantworten habe müssen: Ist in der Extrawurst Mehl drin? Welches Fleisch verarbeitet ihr?“,

erzählt der Firmenchef beim Rundgang. In der gläsernen Fabrik können die Besucher alle Produktionsschritte live, aber auch multimedial miterleben. Von der Zerlegung, über die Erzeugung und Verpackung, bis hin zur Auslieferung. Und danach können sie Würstel und andere Sachen in der VIP-Lounge gleich selbst kosten. 13.000 Besucher in einem halben Jahr zeigen, wie stark das Interesse der Konsumenten an solchen Prozessen ist. Beeindruckt waren auch russische Geschäftsleute. Sie haben die Schirnhofer-Gruppe mittlerweile beauftragt, für eine Fleischproduktion in Dubai ebenfalls eine solche gläserne Fabrik zu planen. „Das Interesse ist riesengroß“, freut sich Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann. Das von ihm ins Leben

gerufene Projekt „Erlebniswelt Wirtschaft – made in styria“, das sein Ressort in Zusammenarbeit mit der Creative Industries Styria Gesellschaft umsetzten lässt, zeigt nach kurzer Zeit schon Nachhaltigkeit. Von High-tech, über Baustoffe, Lebensmittel, bis hin zu Genussprodukten reicht die Bandbreite jener Firmen, die ihre Produktionen für

Günther Lederhaas (Baufirma Granit): in nur sieben Monaten viel Beton dynamisch, elegant verbaut.

holen und damit gleichzeitig auch für die Umwelt etwas tun. Dies würde dem Planeten Erde und dem Planet Planai guttun. O

Besucher mit allen Sinnen erlebbar machen. Beispielsweise die Manufaktur Gölles für edle Brände und feinen Essig, die KWB Biomasse GmbH, die Steiner 1888 Wollwelt oder die Gaulhofer Fenster und Türen, die Kapo Wiener Werkstätten – alle sind für Besucher „offen“. „Rund 30 Unternehmen wollen eine solche Erlebniswelt in ihren Betrieben schaffen“, sagt Buchmann. „Und so wird für die Steirer nicht nur die Wirtschaftsleistung transparent und greifbar, sondern sie sehen auch, wie innovativ unsere Unternehmen arbeiten.“ O

Frischer Wind auf Burg Rabenstein Raue Rittersitten ade: Burg Rabenstein wird Kongresszentrum – General Manager Peter Koch (Foto) und drei Musketiere sorgen für gehobene Atmosphäre. Verantwortlich für den frischen Wind auf Burg Rabenstein – das Felsennest nennt sich ab jetzt Rabenstein Convention & Congress – sind neben General Manager Peter Koch, auch Chris Edlinger vom bekannten Grazer Catering-Unternehmen Eckstein. Auch sonst soll es den Besuchern an nichts mangeln. Eine Zusammenarbeit mit MurhofChef Johannes Goess Saurau verheißt künftig edle Atmosphäre. Für Musikalische Schmankerln indessen bürgt Stefan Fiedler von Grazer Musikhaus Fiedler. Burgen als letzter Zufluchtsort haben ihre Anziehungskraft auf Besucher bis heute nicht verloren. Besonders dann, wenn sie – wie die Burg Rabenstein, an der Mur bei Frohnleiten gelegen – gut erhalten sind und ihre Lage die Umgebung bestimmt. O 5


Humor SPOTS

Nun ist Thomas den dritten Tag in der Schule. „Bitte, Frau Lehrerin, darf ich hinaus?“ – „Freilich, du weißt ja, wo es ist!“ Aber da steht Thomas nach einer Weile ganz verdattert in der Tür. „Bitte, Frau Lehrerin, i find’s nit!“ – „Peter, geh mit, zeig’s ihm!“ Da kommt nach längerer Pause Peter lachend herein. „Er konnte es ja nicht finden, er hatte heute seine Unterhose verkehrt an!“ U-Bahn-Bau in München. Überall sind die Straßen aufgerissen. Interessiert schaut ein norddeutsches Ehepaar den Arbeitern zu. Schließlich fragt der Mann: „Was machen Sie da eigentlich?“ – „Ramma damma!“ Das verstehen die beiden nicht. Sie sprechen einen anderen Arbeiter an. Der nickt ihnen freundlich zu und erklärt: „Ramma duri!“ Sie verstehen ihn nicht und wenden sich an einen Passanten. „Ramma dans“, sagt der Passant. – „Komm, lauter Gastarbeiter, wahrscheinlich Türken!“

200-jährige Friedhofsmarterln aus Tirol Hier fiel Jakob Hosenknopf vom Hausdach in die Ewigkeit. Er maß sieben Schuh, Gott gebe ihm die ewige Ruh, ein unglücklicher Ochsenstoß öffnete ihm das Himmelsschloss. Hier ruht die ehrsame und tugendsame Jungfrau Genoveva Voggenhuberin, betrauert von ihrem einzigen Sohn. Hier ruht die ehrsame Jungfrau Anna Feilmoser, auch ruhet da ihr unschuldiges Kind Josef. Hier liegt mein Weib, Gott sei’s gedankt, wie oft hat sie mit mir gezankt. O lieber Wanderer, geh gleich fort von hier, sonst steht sie auf und zankt mit dir. Hier liegt der Fuhrmann Ebenlaus, ein Ross blies ihm das Leben aus. Der Tritt von einem Schimmelhuf, ihm einen Platz im Himmel schuf. Hier ruht Herr Sekretarius Balthasar Lühr, für jedes Amtsgeschäft nahm er eine Gebühr. Hier liegt er nun, der nichts umsonst getan; Es schmerzt ihn, dass man umsonst hier dieses lesen kann. Hier ruht der ehrsame Johann Missegger, auf der Hirschjagd von einem unvorsichtigen Schuss erschossen, aus aufrichtiger Freundschaft von seinem Schwager Anton Steger. Quelle: „Aus meiner Hausapotheke“ von Maria Treben (Ennsthaler Verlag). Die Kräuterpionierin verstarb 1991 im Alter von 85 Jahren. Ihre Lebensdevise: Alles mit Maß, und das kann einem nicht schaden.

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Die Mischung macht’s aus: mit Ministrant, Chemielaborant, Musiker, Polizist und Versicherungsverkäufer

Der Weg zum Topmanager Eingeladen auf den Schlossberg hatte die Hypo. Nein, natürlich nicht die Kärntner. Zu ihr haben die Gmeinbauers eine besondere Beziehung. Gekommen waren viele aus der Medien- und AgenturBranche, vom Beruf her neugierige Leute, die mit Reinhold Gmeinbauer, unter ihm, ober ihm, neben ihm beruflich gearbeitet haben. Einladungsgrund war die Präsentation seines Buchs „Bestseller“, eine Art Autobiographie.

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einhold Gmeinbauers langjähriger Förderer und Entdecker in der Styria, Horst Pirker, seit kurzem ja als General ausgeschieden, hielt in Graz die Laudatio, in Wien war es Erste-Chef Andreas Treichl. Klar, dass solche Kaliber viele Zuhörer mobilisieren. Dennoch ein Abend wie viele andere, wäre da nicht die Lebensgeschichte Reinhold Gmeinbauers selbst, die im Buch gut erzählt wird. Reinhold Gmeinbauer ist heute Verlagschef der Styria-Tageszeitung „Die Presse“ in Wien. Er hat als Autodidakt oder – man könnte auch sagen – als „Selbstgestrickter“ Karriere gemacht. Denn begonnen hat er als Anzeigenverkäufer, Jahre vorher war er Streifenpolizist. Erfrischend dabei ist, dass er als Arbeiterkind ohne Doppelstudium oder Hochschule das geschafft hat.

Der Prolog Reinhold Gmeinbauer wird 1963 in St. Marein im Mürztal geboren, ist ein typisches Arbeiterkind aus der Obersteiermark. Der Vater, Hilfsarbeiter,

Feinkostladen Steiermark Kaum ein Monat in dem grün-weiße Betriebe nicht geehrt werden. Das Landhaus Oswald in der Weststeiermark erbeutete kürzlich den begehrten Titel „Genuss Wirt 2011“ für Atmosphäre, Regionalität, Saisonalität und Vielfalt der Speisekarte. Der Sieger hat sich gegen rund 1.300 Genuss Wirte durchgesetzt. In besten Händen befindet sich das Mariazeller Paradeunternehmen Pirker. Tochter Katharina und Schwiegersohn Georg Rippel gewannen bei der heurigen Destillata in Graz mit dem Brand „Orange Bio“ die Gruppe der (Sub-)tropischen Sorten. Mit drei Mal Gold, fünf Mal Silber und zwei Mal Bronze kamen die Pirkers heuer erstmals aufs Siegerpodest als „Edelbrenner des Jahres 2010“ – in Bronze. International bekannt sind die Pirkers auch für ihr LebzelterHandwerk mit dem Motto „Alles von der Biene“.

die Mutter hat vier Kinder großgezogen. Reinhold, in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, erlebt dennoch eine behütete Kindheit. In der Volksschule lauter Einser, Ministrant, in der Kirche ein rede- und singfreudiges Bürschchen, schickt der Direktor den Buben in die Hauptschule. Denn ein Arbeiterkind war damals fürs Gymnasium nicht vorgesehen. Danach folgte eine Lehre bei Böhler in Kapfenberg als Chemielaborant. Gleichzeitig lernte er Bassflügelhorn und durfte in der Werkskapelle mitspielen. Die Musik war auch sein Sprungbrett nach Graz. Reinhold Gmeinbauer wollte bei der Post als Briefträger und bei der Postkapelle als Musiker anheuern, landete aber bei der Polizei und wurde „Inspektor“. Ein Vorgesetzter entdeckte sein Talent für den Verkauf von Versicherungen für den Kollegenkreis. Über die Musik lernte Gmeinbauer den Medien-Mann Gerhard Krispl kennen, der ihn zum Anzeigenverkauf bewog. Das war der Einstieg ins Medien-Geschäft. Gmeinbauer zog die Polizei-Uniform aus, wechselte bald darauf als Anzeigenverkäufer zur Styria-Gratiszeitung „Die Woche“, und von da an ging’s bergauf. Weil Horst Pirker seine Verkaufsund Managerfähigkeiten erkannte und förderte. Den Ex-Streifenpolizisten zum Verlagschef und Vorsitzenden der Geschäftsführung der Tageszeitung „Die Presse“ in Wien zu machen, war eine ungewöhnliche und mutige Entscheidung. Das Wiener Medienparkett ist recht rutschig, doch Gmeinbauer trägt nicht nur den passenden Nadelstreif, offensichtlich auch ziemlich rutschfeste Schuhe. Als Medienmann ist Gmeinbauer auch der erste Verkäufer seines Hauses. Und da muss man ein

Was kann an einer Rolex so teuer sein?

... Experte Wolfgang Schürz klärte die staunenden Besucher über das MiniMini-Innenleben auf.

Das fragen sich die Nicht-UhrenFreaks, wenn sie eine Rolex oder welches Luxusstück auch immer von 3.000 Euro aufwärts bis Ende nie in einer Auslage bestaunen. Der Grazer RolexExperte Hans Schullin leistete

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v.l. Dimitrios Tseronis, Annemarie Schullin, Hans Schullin, Tina Bauer, Michael Stöckl

bei seiner Ausstellungseröffnung „Understanding Rolex“ Aufklärungsarbeit – sowohl für Nichtwissende, aber auch für Kunden. In den Geschäftsräumen in der Herrengasse zelebrierten seine Uhrmacher das Zerlegen und Zusammenbauen einer Rolex, die ja alle fünf Jahre wieder unter die Hände des Uhrmachers kommen soll. Schrauben, Federn, Zahnräder, und, und im Mini-Mini-Millimeter-Format lagen da herum, wurden zusammengebaut und alles funktionierte wieder. Bei so viel kunstvollem Tun wird klar, warum solche Uhren-Luxuspreise haben. Nur, um eine Idee zu bekommen: Auch eine Rolex muss geölt werden, ein Tröpfchen Öl – fürs freie Auge kaum sichtbar – sorgt dafür, dass es im mechanischen Werkel zu keinem „Verreiber“ kommt. O

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m Advent stellen wir uns gerne Fragen wie: Wer sind wir? Woher nehmen wir das Geld für die neuen Winterstiefel? Wohin gehen wir shoppen? Wenn wir alle Weihnachtsgeschenke besorgt haben, wie viel Geld bleibt uns noch für den Glühweinstand? Wir sind vor allem als Konsumenten gefragt und nicht etwa als spirituelle Wesen. Für das Spirituelle sind die Inserate und Plakate, die Broschüren in den Tageszeitungen zuständig, die uns ins Haus flattern. Sie preisen ein Mehr an Sicherheit und Vorteilen, Verzauberung im Schiparadies, Reinigung von Körper und Seele im Wellnesstempel sowie Glanz und

pingmalls zu den heiligen Gralen: zu Uhren, Schmuck, Parfums, Snowboards, Schianzügen und Designermode. Ein Sportartikelhändler hat eine Coachingzone eingerichtet, um mittels Skitausch für unser Seelenheil zu sorgen. Es geht nicht etwa um simplen Verkauf, nein, hier wird gecoacht. Es heißt ja auch Xmas und die Kick-off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für SANCROS (SANta Claus ROad Show) war schon im November. Tut mir leid, Ihre Einkaufskarte gilt nicht mehr, erklärt mir die Kassierin in einem großen Warenhaus. Wenn Sie ein halbes Jahr nichts gekauft haben, wird sie ungültig, aber

Der Kommerz und seine vielen Heilsversprechen

Fotos: HYPO Steiermark

Buch natürlich auch entsprechend promoten. Reinhold Gmeinbauer hat das Leben studiert und damit gewonnen. Er ist und war kreativ, selbst bei der Polizei – im „StrafzettelVerkauf“. Der Fahrer eines Bestattungswagens aus der Südsteiermark parkte bei viel Schnee sein Fahrzeug verkehrswidrig, weil er sich erkundigen musste, wo er mit seinem Sarg hinsollte. Der liebe Mann hatte allerdings das Pech, dass gerade Reinhold Gmeinbauer auf Streife war. Ihn störte der frech hingestellte Leichenwagen und er ließ ihn abschleppen. Die Überraschung des Leichenbestatters ist vorstellbar. Es war das einzige Mal bisher, dass in Graz ein Leichenwagen auf dem Abschleppplatz landete. So war es damals in einer Grazer Gratis-Zeitung zu lesen. Reinhold Gmeinbauer beschäftigte also schon früh die Medien. Sein Wunsch als Bub war, er wolle einmal berühmt werden. Wobei ihm eines klar ist: Er wird immer nur der zweitberühmteste St. Mareiner bleiben. Denn auch der Chef von Red Bull, Didi Mateschitz, kommt aus St. Marein. O

SPOTS

„Die Presse“-Verlagschef und Buchautor Reinhold Gmeinbauer: Kann leider nur noch der zweitberühmteste St. Mareiner werden.

Gloria im neuen Outfit. Selbst die Margarine verspricht „goldige Weihnachten“ – sofern man mit ihr die Kekse bäckt. Längst hat die Sprache des Kommerzes die Sprache des Religiösen überholt. Und manches wirkt eher schlicht und irgendwie nicht ganz auf der Höhe der Zeit: „Das Reich Gottes gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und in seinen Garten säte. Und es wuchs und wurde ein Baum und die Vögel des Himmels wohnten in seinen Zweigen (Lukas-Evangelium). Das Heilsversprechen von Eau-deToilettes und Nobeluhren wirken überzeugender. Und jeder hat irgendein Gebrechen, von dem er geheilt werden will. Also machen wir uns mit Kundenkarten auf den Weg wie einst die Heiligen Drei Könige. Stapfen durch Schneematsch, Nebel und Autoabgase, durch die glitzernden Scheinwelten der Shop-

sie können sich gerne in der Kundenabteilung eine neue holen. Wie schön, dass Fehler verziehen werden, solange wir bereit sind, den Konsum nachzuholen. Mit einem Klick auf die zahlreichen Online-Shops bekommen wir „Coole Ideen für Weihnachten“. Ohne durch Schneematsch und Autoabgase stapfen zu müssen. Der Kunde ist immer König, im Advent sogar eine Art verfrühter Vertreter der Heiligen Drei Könige. Die Könige sind aber auch im Jänner zum Schlussverkauf willkommen. „Guten Tag, kann ich etwas für Sie tun?“, fragt die nette Verkäuferin, sobald wir das Geschäft betreten. Es klingt wie: „Sei willkommen Fremder, wenn du guten Willens bist und deine Kreditkarte zückst, so sei dir vergeben.“ Das Leben ist kompliziert, die schöne Kommerzwelt ist einfach. Reinhard Schuch

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Franz Kolb – Steiermark-Patriot und Honorarkonsul in Salt Lake City

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Beim Reden kommen die Leut’ zusammen

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avon ist der österreichische Honorarkonsul in Utah Franz Kolb zutiefst überzeugt. Vor 40 Jahren ist Franz Kolb mit familiären steirischen Wurzeln nach Salt Lake City im Bundesstaat Utah ausgewandert. Aber bis heute ist er ein Steiermark-Patriot geblieben. Im dortigen Gouverneur-Büro ist er auch für die Außenbeziehungen für Europa zuständig. Franz Kolb umgangssteirisch ohne Akzent: „Der Schlüssel für die Internationalisierung einer Region wie

der Steiermark oder auch Utah ist einfach die Vernetzung.“ Und deshalb freut es ihn, dass das Büro für Auslandssteirer um internationale Kontakte zwischen Unternehmen, Hochschulen und Politik bemüht ist. Franz Kolb schwebt sogar vor, dass Auslandssteirer sich in einem eigenen Beirat finden könnten und so viel dazu beitragen könnten, die Steiermark international noch besser zu vernetzen. Er selbst hat seine Frau, eine Amerikanerin, in Salzburg so gesehen lieben gelernt und

Unüblich und eigenwillig Sportminister Norbert Darabos über „bestechende“ Idee Kapls: Werden „Geschenkaktion“ genau prüfen. Gerhard Kapl (Foto rechts aus früheren Tagen) will als Fußballpräsident wiedergewählt werden.

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rwartungsgemäß heftige Reaktionen löste unser Bericht über den steirischen Fußballpräsidenten Gerhard Kapl aus, der im November-Klipp irrtümlich mit zwei „p“ geschrieben wurde. Wir bedauern. Man werde, so der Klipp-Lektor, selbstverständlich bei der Duden-Redaktion anregen, den Namen von Herrn Kapl ins Wörterverzeichnis aufzunehmen wie die Namen von bedeutenden Philosophen, Malern, Komponisten und Staatsmännern. Klipp hat Kapls „bestechende Idee“ kommentiert, der am Tag der Wiederwahl im Jänner 2011 jedem Vereinsvertreter einen 1.000-EuroGutschein in die Hand drücken lässt. Die „bestechende Idee“ könnte dem Verband bis zu 700.000 Euro kosten. Obwohl gesundheitlich angeschlagen, will Kapl wiedergewählt werden. Gar das garstige Wort „Bestechung“ findet sich in diesem Zusammenhang in der Reaktion eines Johannes Eisenberger wieder – eine Formulierung, an die Klipp niemals gedacht hat. Johannes Eisenberger hat sein Mail gehorsam

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auch gleich an Herrn Kapl (ob er ihn kennt?) geschickt. Sportminister Norbert Darabos’ Reaktion auf Kapls „bestechende Idee“ einer „Geschenkaktion“ ist eindeutig: Es ist tatsächlich unüblich und eigenwillig, die Teilnahme von Vereinen an Sitzungen und Feiern mit einem Geldgeschenk zu verknüpfen. Und in der schriftlichen Reaktion des Pressesprechers des Bundesministers unmissverständlich weiter: Sportminister Darabos steht für Sauberkeit im österreichischen Sport und deshalb werden wir das auch genau prüfen und dem nachgehen. Bitte um Verständnis, dass wir vorerst dazu nicht mehr sagen können, weil uns auch noch zu wenige Informationen vorliegen. Kapl-Fürsprecher Johannes Eisenberger aus Semriach rät Klipp, unseren Lektor Mag. Dr. Günter Murgg zu entlassen, weil der Name fehlerhaft geschrieben war. Da passt gut ein Sprichwort: Den Splitter im Auge des anderen sehen, aber nicht den Balken im eigenen. Wie wäre es mit der Idee, Herrn Kapl zu entlassen?

ist dann eben mit ihr nach Salt Lake City ausgewandert. Utah ist bekanntlich das Zentrum der Mormonen. Von den drei Millionen Einwohnern gehören mehr als 50 Prozent der Mormonen-Kirche an. „Auch ich bin konvertiert. Unsere jungen Leute gehen auf Mission und sind sehr spracheninteressiert, was ja sonst in Amerika nicht üblich ist.“ Die Mormonen sind eine christliche Kirche, Familie und Hilfsbereitschaft sind dabei ganz wichtig. „So spenden die Mormonen zum Beispiel 500.000 Euro für den Umbau der katholischen Kathedrale.“ Die Kriminalität in Utah ist die niedrigste in den USA. Das Parlament von Utah tritt nur ein Mal im Jahr zusammen, aber dann für 45 Tage am Stück. In dieser Zeit werden alle Vorhaben und Gesetze erarbeitet und beschlossen. Nur für

Franz Kolb mit Renate Metlar (Auslandsbüro für Steirer): „Schlüssel für Internationalisierung ist einfach eine gute Vernetzung.“

Ausnahmefälle gibt es eine Sondersitzung. Auch darf der Staat laut Verfassung keine Schulden machen. Bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City im Jahr 2002 blieb unterm Strich Geld übrig. Mittels Schecks zahlte die Regierung den Bürgern Steuern zurück. Wie bitte? – fragt da ungläubig einer in der Runde nach. v

Südafrika wird weiblich

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er Vater Herbert Depisch, auch Gründer des Fürstenfelder Unternehmens Decometal, eines internationalen Handelshauses im Rohstoff-Business, war 29 Jahre Honorarkonsul der Republik Südafrika. Mit 89 darf man ja auch einmal leiser treten. Auch wenn ein Konsultitel nicht vererbt werden kann, folgt ihm seine Tochter Rohtraut Skatsche-Depisch, Geschäftsführerin

der familieneigenen Decometal. Sie erhöht damit den Damen-Anteil im diplomatischen Circle der Steiermark. Alt- oder Exkonsul – damit könnte sich der 89-jährige Kommerzialrat nicht anfreunden. Aber wer so oft ausgezeichnet worden ist in seinem Leben, der tut sich da nicht schwer. „Büro Senator Depisch“ melden sich seine Mitarbeiter nun am Telefon.

Peinlicher ORF

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it die Fehler kaunst net weiter vurn sein“ – ein Analysen-Beispiel von Exrennläuferin Alexandra Meiss­ nitzer bei den Live-Skiübertragungen im ORF-TV. Dieser setzt sie als Co-Kommentatorin und Vorläuferin mit der Helmkamera ein. Bei den Herren ist es der Steirer Hans Knauss. Im falschen ORF-Glauben, dass die wenig aufschlussreichen Wackelbilder bei den hunderttausenden TV-Spechtlern (OTon Knauss) Gänsehaut bewirken. Weil ja jeder ein gelernter Abfahrt-,

Super-G- oder Riesentorlauf-Spezialist ist. „A Waunsinn“, welche Wuchteln die beiden mit ihrem Straßendialekt produzieren. Die Kollegen Mario Reiter und Andy Goldberger üben sich auch nicht im geschraubten Bühnen- Alexandra Meissnitzer deutsch, sondern plaudern munter und locker. Bei ihnen kommt nie der Gedanke auf, sie in einen Deutsch-Integrationskurs schicken zu wollen.

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… dann ist Cvetka Stockinger mit ihrem Maroni-Standl am Eisernen Tor in Graz eine Fixkandidatin für einen Bericht in der Lokalpresse. Auch im Klipp, zumal sie auch noch die Schwester vom Klipp-Golf-Kolumnisten Ali Rosker ist, der in früheren Jahren auch im Familiengeschäft mithalf und mit dieser „regelmäßigen Beschäftigung“ sein Brot hart verdiente. Kaum ein Grazer, der sich beim Standl am Eisernen Tor nicht irgendwann schon einmal selbst ein Vierterl genehmigt hat. Die Edelkastanien kommen alle aus Italien, es gibt 200 verschiedene Sorten. Weil ihre besonders gut schmecken, adelten die Journalisten-Kollegen Cvetka Stockinger zur „Maronessa“. Derartig viel Lob liegt offensichtlich in der Familie, denn der verstorbene Vater galt als der „Maroni-König von Graz“. v

Z

Top-100-Juwelier Vergessene Gräfin Zwei anerkannte Schmuck- und Juwelier-Magazine sorgen in diesem Jahr beim steirischen Juwelier Ableitner für Freude. Sein Unternehmen wurde für seine exzellente Schmuck-Kultur ausgezeichnet. Damit rangiert Ableitner in Österreich, Deutschland und der Schweiz unter den Top-100-Juwelieren. Ein zweiter Anlass zum Anstoßen: „Unser auf 25 Exemplare limitiertes Cablecar-Collier „Pearl Evolution“ wurde beim Perlen Grand Prix in München mit dem 1. Preis bedacht.“ v

Wiegele und Co räumten ab

Erst, wenn Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig wegen Steuerbetrugs in Millionenhöhe und Untreue auf der Anklagebank in Graz Platz genommen hat, wird auch eine andere ehemalige VIP (very important person) wieder ein Thema sein: Andrea Herberstein, als Gräfin wegen schweren Betrugs und Abgabenhinterziehung zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von 15 Monaten, davon fünf unbedingt, sowie einer Geldstrafe von 272.657,18 Euro verurteilt. verurteilt, allerdings noch nicht rechtskräftig. Ihre Berufung gegen dieses Urteil läuft und läuft, die Entscheidung dauert und dauert. Auch, wenn keine Absicht dahinter steht – an den Stammtischen wusste man schon früh, wie die österreichischen Gerichte und die Justiz ticken. Dort hieß es immer: „Do kummt nix mehr ausa.“

wei Turniersiege und ­mehrere Spitzenplätze im euro­päischen Golfzirkus schaffte Golf-Profi Martin Wiegele dieses Jahr. Deshalb wählten ihn die Experten und der Verband zum Spieler des Jahres. Er selbst war nicht bei der Vergabe, weil er an diesem Tag auf Mauritius einlochte. Sein Coach Ali Rosker übernahm die Auszeichnung. Mit Stefanie Michl bei den Damen und Matthias Schwab als bestem Amateur sowie dem Golfhotel am Murhof standen drei weitere Steirer ganz oben auf dem „Siegertreppchen“.

Ali Rosker und Martin Wiegele (v. l.)

Wir wünschen Ihnen eine erfüllte Weihnachtszeit und alles Gute für das Jahr 2011. Unseren Kunden danken wir für ihr Vertrauen und ihre Treue.

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Weihnachten2010_210x142.indd 1

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Spots

Wenn’s draußen kalt wird …


S p o ts

Sein „Hasta la vista, baby“ ist weltweit zu einem Kultspruch geworden. Als Terminator ist er eine Geschichtsfigur, als Gouverneur von Kalifornien ist er ebenfalls seit kurzem Geschichte. Der junge Mr. Olympia. Sein Bizeps-Umfang von rund 50 Zentimetern war härteste, schweißtreibende Arbeit.

In seinem Geburtshaus in Thal bei Graz wird an einem gebastelt, in Graz gibt’s bereits seit Jahren ein

Big Arnolds Folterinstrumente

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icht einmal er als Terminator konnte Kalifornien wieder auf die Siegerstraße bringen, Milliardendefizite und Probleme über Probleme. Alle rätseln nun, in welcher Rolle die Welt ihn wiedersehen wird. In Thal bei Graz, dem Geburtsort von Arnold Schwarzenegger, werkt Peter Urdl, der ExBürgermeister, intensiv daran, aus Arnold Schwarzeneggers Geburtshaus ein Museum zu machen. Was die wenigsten wissen: Der Arnold hat in Graz schon vor zwölf Jahren ein Museum eröffnet, mit jenen persönlichen Dingen, die zu den stummen Geburtshelfern, Wegbegleitern für seine spätere unglaubliche Karriere wurden. Vorsintflutlich wirkende Fitnessgeräte, an denen Arnold seinen Körper täglich abarbeitete, hunderte Liter von Schweiß vergoss, mit denen er aber seinen Körper zu dem machte, was ihn später als „Mr. Universum“ weltberühmt machen sollte. Diese Folterinstrumente gehören heute Franz Jauk (Hotel TennisParadies), der 1998 im ArnoldSchwarzenegger-Stadion in Liebenau ein Fitnessstudio eröffnete und dieses dort auch bis 2005 erfolgreich betrieb. „Wir haben Mitarbeiter gehabt, aber dann sind die Mietvorstellungen der Betreiber einfach unrealistisch geworden und ich habe das geschlossen“, blickt Franz Jauk zurück. Danach übersiedelte er sein Schwarzenegger-Museum ins Tennis-Paradies in Straßgang. Und der Besucher staunt nicht nur

Kurioses „Trainingsgerät“, das zur Stabilisierung der Oberarme diente. Es wurde mit dem Lederriemen um den Hals gehängt, sodass es vor der Brust baumelte. Die geschwungenen Enden verhinderten das Zurückschwingen der Oberarme beim Bizepstraining. Ein Foltergerät für die Wadenmuskulatur, das von der einen Seite im Sitzen, von der anderen im Stehen betätigt wurde. 10

Der Vorläufer der Bizepscurl-Maschinen.

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S p o ts Rostiges Kurzhantelset mit „krummen“ Gewichtsgrößen Aufwärmen vor dem Wettbewerb. Man beachte die schicke Fußbekleidung.

Arnold himself mit Frau bei der Museumseröffnung in Liebenau; daneben: mit Alfred Gerstl. Dieser glaubte stets an seinen Arnold und förderte ihn als junges Bürschchen.

Da (re.) war Big Arnold noch ein Leichtgewicht, auch wenn er schon selbstbewusst posierte.

über die vielen Fotos, fast lustig wirkend, aus der Jugendzeit von Arnold Schwarzenegger, sondern viel mehr noch über die Geräte. Denn die stammen aus der Eiszeit des Bodybuildings. „Anfangs waren die Hanteln genau für die Handgröße Arnolds angemessen, damit sie beim Drehen nicht zu weit kippen“, erfuhr Franz Jauk vom Maßschlosser Franz Stangl. Wer heute damit trainiert, kann sich außer verletzen nur verletzen. Selbst Schwarzenegger staunte bei der Eröffnung, wie brutal einfach seine Folterinstrumente waren und was damit alles möglich wurde. Japanische und chinesische Geschäftsleute – unter ihnen sind besonders viele SchwarzeneggerFans – haben bereits mehrmals versucht, Franz Jauk mit viel Geld diese Dinge abzukaufen. Dazu er: „Für mich ist das kein Thema.“ Was er sich vorstellen könnte: Die ehemaligen Folterinstrumente von Arnold im Rahmen einer internationalen, großen Ausstellung, wie das auch bei Kunstausstellungen üblich ist, gut versichert natürlich, auf die Reise zu schicken, damit ein breiterer Kreis über die Geschichte Arnold Schwarzeneggers Bescheid weiß. v KLIPP Dezember 2010

Wer hat schon auf Erden ein Paradies?

Der „Jaukerl“ E r ist das Beispiel für einen Bauernbuben aus der Oststeiermark, dem viele Talente in die Wiege gelegt wurden. Einen Pfarrer wollten die Eltern aus ihm machen, im Priesterseminar hatten ihn seine Eltern schon eingeschrieben, Kfz-Mechaniker lernte er, Versicherungen verkaufte er, exklusive Leuchten produzierte er. Vor 25 Jahren eröffnete Franz Jauk, damals 47, in Graz-Straßgang das Tennis-Paradies mit Hotel. Grund genug, diesen Geburtstag mit einer kleinen Party mit 900 Gästen zu feiern. Sport und das Fitsein prägen auch sein Leben. In seiner Altersklasse ist er im Tennis international recht erfolgreich, obwohl er erst mit 31 Jahren damit begann. Die Freunde nennen Franz Jauk auch liebevoll „Jaukerl“. Ein Spitzname, den er schon seit der Lehrzeit hat. Wenn es um ein Auto bei Fior ging, bei dem ein Service gemacht werden musste, wünschten viele Kunden: „Das soll der Jaukerl machen.“ Mittlerweile auch schon 62, lässt er dennoch kein Gramm Fett an

seinen Körper heran. Dementsprechend achtet er auf Kleidung und schönt auch sein Haar. Sogar Feier zum halbrunden Geburtstag des Tennis-Paradies: Franz wenn er auf dem mit seiner Gabriele. Tennisplatz steht, hat man bei ihm und auch bei sei- Der Jaukerl will überall gut und erner Lebenspartnerin Gabriele Zach folgreich sein. Weil er nicht Pfarstets das Gefühl, dass sie innerhalb rer werden wollte, erfüllten ihm der nächsten zehn Minuten auch im die Eltern seinen Wunsch, WeltSmoking oder Ballkleid auftreten handel zu studieren, nicht. Doch könnten. Alles ist tipptopp. Was die sein Talent zum Handeln und VerSchlankheit betrifft, kann sie es mit kaufen bewies er aber schon als ihrem Franz aufnehmen, aber sie Lehrling. Mit dem Moped brachte hat doch dort, wo es für eine Frau er Eisenteile nach Graz und verwichtig ist, jene Formen, die Män- kaufte diese. Im zweiten Lehrjahr ner zum Nachschauen bringen. hatte er schon einen eigenen LehrWenn zwei so viel auf sich selbst hal- ling als Helfer und war stolz auf ten, dann ist es fast zwingend, dass seinen 68-Schilling-Wochenlohn. auch das Rundherum so ist. Und Sein für ihn typisch breites Lasomit erwarten den Gast wohl die ge- chen friert etwas ein, verbunden pflegteste Tennisanlage Österreichs mit verminderter Sprechfreude, und ein exzellent geführtes 4-Sterne- so seine Freunde, wenn er beim Hotel. „Bei mir soll der Gast nach Tennis oder beim Schnapsen nur dem Tennisspiel wieder zu einem Ge- „zweiter Sieger“ wird. „Aber da schäftstermin oder meinetwegen in tut sich jeder Gewinnertyp schwer, die Oper gehen können“, beschreibt und es geht nicht so weit, dass es deshalb Lokalverbot gibt.“ v Franz Jauk seine Philosophie.

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Unis stehen fast ein halbes Jahr leer Die wirksamste Lösung wäre der Umstieg von Semester auf Trimester. Diese Reform kostet praktisch nichts und verkürzt die Studiendauer dramatisch. Bei einem Umstieg auf Trimester könnten innerhalb von vier Jahren die Absolventen-Zahlen verdoppelt werden.

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as erste Trimester würde von Mitte September bis knapp vor Weihnachten dauern, das zweite von 8. Jänner bis Mitte April und das dritte würde um den 20. Juli enden. In jedem Trimester gäbe es jeweils eine Woche Prüfungszeit. Die durchschnittliche Lehrtätigkeit für die Professoren würde bei zwölf Wochenstunden liegen, wie auch schon bisher. Mit einer Trimester-Lösung könnte man auch rascher auf den „Bedarf“ reagieren, welche Studienrichtungen eben stark nachgefragt werden, und damit auch die entsprechenden Ressourcen aufbringen. Da die Fixkosten der Universitäten vorgegeben sind, würde eine bessere Auslastung der Kapazitäten folglich zu einer Minimierung von Leerstehungskosten führen. Eine

Fotos: Uni Graz

H i n t e r g ru n d

Professoren und Studenten haben wegen Personal- und Geldmangel den ­Bildungsnotstand ausgerufen

Trimesterregelung auf den Universitäten könnte Studiendauer auf Sicht verkürzen und Hörsäle entlasten.

Beschleunigung in der Transformation von Wissen, was Lehre und Forschung betrifft, würde ebenfalls eine positive Konsequenz daraus sein. Bereits im Jahr 2002 hat die hochkarätig besetzte AufgabenreformKommission der Regierung Schüssel einen detaillierten Vorschlag zur Reform der österreichischen Universitäten ausgearbeitet. Sein Kernansatz: Die Universitäten stehen fast das halbe Jahr über leer, ein

Stehe Vorschlag grundsätzlich neutral gegenüber Polaschek räumt ein, dass Diese Haltung äußert Mardie Uni-Räumlichkeiten tin Polaschek, Vizerektor rund vier Monate im Jahr für Studium und Lehre. leer stehen. Da und dort Auch bei der bestehenden versuche man bereits, mit Semester-Regelung hätten Lehrveranstaltungen wähdie Studenten die Mögrend des Sommers, Englichkeit, ihr Studium rapässe zu beseitigen, doch sche zu absolvieren. Doch würde dieses Angebot von viele wollen sich einfach Vizerektor Prof. Studenten nicht wirklich Zeit lassen. „Ein Umstieg Martin Polaschek angenommen. Gute Vorvon Semester auf Trimester würde aus meiner Sicht“, so Pola- schläge für eine Verwaltungsreform schek, „von den Studenten entschie- der Universitäten sollte man aus seiden abgelehnt werden.“ Schon jetzt ner Sicht gerne aufgreifen, doch die lautet einer der Hauptkritikpunkte, Entscheidung dafür liegt beim Gedass die Unis zu sehr „verschult“ setzgeber. Dieser müsste die derzeiwerden. Außerdem würde durch die tige 30-Wochen-Regelung pro Studikürzeren Ferien die Möglichkeit enjahr auf 45 anheben. Er traue der wegfallen, durch Ferienjobs Geld Bildungspolitik aber einen solchen fürs Studium zu verdienen. Martin Schritt in dieser Phase gar nicht zu.

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Umstieg von Semester auf Trimester würde die Studiendauer entscheidend verkürzen. Damit auch mehr Absolventen ermöglichen und, was in Zeiten wie diesen wesentlich ist, keine spürbaren Mehrkosten verursachen, da ja mit dem gegebenen Personalstand die Reform realisiert werden kann. Die damalige Bildungsministerin Elisabeth Gehrer überzeugten die Reformvorschläge, der vorgelegte Ziel-Katalog und die GrundsatzÜberlegungen zur Reform der Universitäten. Vieles deutete darauf hin, dass sie diese Reformidee zu einem Schwerpunktthema in der Bildungspolitik machen wollte. Letztlich wurde sie offensichtlich innerhalb der Regierung Schüssel eingebremst und somit wurde das ausgearbeitete Reformpapier schubladisiert. Die maßgeblichsten Elemente dieses Konzeptes stammten vom Grazer Universitätsprofessor Dieter Mandl: „Ich bin heute bei der Situation, in der sich die Universitäten befinden, mit den Problemen und mit dem Geldmangel, noch immer überzeugt, dass unser damaliges Grundkonzept die Situation in der Hochschul-Bildungspolitik entscheidend verbessern würde.“ Intern gab es auf diesen Reformvorschlag jedoch heftige Reaktionen der Professoren, aber auch der Studenten. Die Professoren argu-

mentierten damit, dass durch die Ferienverkürzung weniger Zeit zum Forschen bliebe, und die Studenten wiederum damit, dass sie durch weniger Ferien auch weniger Chancen hätten, sich das nötige Geld fürs Studium zu verdienen. v

So könnte es gehen Trimester 12. Sept. bis 21. Dez. Durchschnittlich 12 Seminar-Wochenstunden (Universitätslehrer) 18 Stunden (Studenten) 1 Woche Prüfung Inskript.: 22. Dez. bis 31. Jän. Ferien: 22. Dez. bis 7. Jän. Trimester 8. Jän. bis 14. Apr. Durchschnittlich 12 Seminar-Wochenstunden 18 Stunden 1 Woche Prüfung Inskript.: 15. Apr. bis 31. Mai Ferien: 15. bis 21. Mai Trimester 22. Apr. bis 21. Juli Durchschnittlich 12 Seminar-Wochenstunden 18 Stunden 1 Woche Prüfung Inskript.: 15. Aug. bis 1. Okt. Ferien: 22. Jul. bis 14. Sept. KLIPP Dezember 2010


Bedient euch nur Nie gearbeitet und dennoch gutes Geld vom AMS

Foto: Paul Ott

Foto: Jürgen Radspieler

Foto: Pachernegg

nland

Onsen

Extra Service am Flughafen Graz

„Für die Japaner sind die Millionen, die investiert werden sollen, Peanuts.“

KLIPP Februar 2010

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ckung des Lebensunterhaltes und das AMS muss auch noch alle weiteren anfallenden Kosten bezahlen – nämlich die Miete der Räumlichkeiten und auch die Kosten für die Sprachlehrer. Der Insider gegenüber Klipp: Ein Trainer bekomme rund 1.000 Euro, er sei bestens ausgebildet und hochqualifiziert, und ein Kursteilnehmer rund 600 Euro. Eine völlig verkehrte Situation. Für die Kursteilnehmer gibt es ein lukratives Einkommen durch das AMS, ohne jemals eine Stunde in Österreich gearbeitet zu haben. Beim AMS kennt man die Problematik, doch man verweist auf den Rechtsanspruch durch das AVLG (jeder kann sich arbeitslos melden und muss dann auch geschult werden). Diese Bestimmung sorgt für die bizarre Steuergeldverschwendung. v SPOTS

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s ist in Österreich für Zuwanderer, die nichtbad.qxd arbeiten, 08-09_japanisches bad kr_00-00_japanisches 10.02.10 09:31 Seite 9 nicht Deutsch sprechen oder gar Analphabeten sind, leicht, zu einem „Monatseinkommen“ von rund 600 Euro zu kommen. Oft sind es Frauen, die zu Hause sind. Ihre Männer schicken sie zum AMS, um das zugegeben karge Familienbudget aufzufetten. Dort melden sie sich als arbeitslos. Sie signalisieren damit, dass sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Vermittelbar sind sie aber nur durch eine Maßnahme Migranten aus muslimischen Ländern „schicken“ ihre Frauen, die nicht oder schlecht Exklusiv, exklusiver, exklusivst Deutsch sprechen, gerne zur Auffettung des mageren Familienbudgets in Sprachkurse. des AMS,desdaResorts sie jawerden – wie Mittelpunkt 81 gesagt – japanische Ryokans im Bungalowkein Deutsch können oder kaum. Stil sein. Ein Ryokan ist ein traditioDas AMS schickt sie nun in einen zuständigen Betreuer des AMS. Er fügung stehen, aber ihre Deutschnelles Hotel, das über ein hauseigeSprachkurs oderjeauch in einen Al- ist durch das AVLG gleichsam ver- kenntnisse seien dafür noch nicht nes Badehaus oder nach Lage Die Burg Rabenstein bei Frohnleiten mit der „Hochegger Keuschn“ (ganz rechts oben) – auch über ein Onsen – einewenn heiße sie auch phabetisierungskurs, ausreichend. pflichtet. Etliche Migranten schafBüro und Energieplatz für den Burgherrn. Quelle – verfügt. „Die Ryokans in Initiator und Ottendorf-Areal-Eigentümer in ihrer eigenen Sprache nicht schBeachtlich sind die Kosten für einen fen es, im Laufe der Zeit gleich in der typisch steirischen Hügelland- Werner Hochegger: „Ich wollte nur Investoren, weil die dasdrei ProjektKurse geschickt zu reiben und lesen können. sitzen Kurs, diese gehen in die zigtausenzwei oder schaft in Ottendorf sollen in der For-Siejapanische ganz sicher richtig umsetzen.“ mation Blume in die Landdann einer täglich zumindest vier Stun- werden. Da sie ja argumentieren, sie de Euro. Denn die Kursteilnehmer schaft eingebettet werden“, erklärt den im Kurs. Die Lernerfolge erhalten eben die setzt DLU Dezur VerWerner Hochegger. Im Zentrum der dersind einzelnenwürden Einheitendem soll soArbeitsmarkt in Das japanische Wort „Onsen“ für „heiße Quelle“ sichfür aus die den beimehrheitlich katasAnlage entsteht einbescheiden traditioneller ja-bis der Landschaft angeordnet sein, den Zeichen für „warm“ und „Quelle“ zusammen. Japan ist bekannt für panischer vonvon den Ryodass für jede Einheit absolute Priseine zahlreichen heißen Quellen, die meist vulkanischen Ursprungs trophal,Garten, sieht der man Ausnahmen kans umschlossen wird. sind. vatsphäre gewährleistet wird. Aber ab. Pro Tag stehen dem KursteilnehDie einzelnen Ryokans sind so ge- dennoch mit einem ungehinderten Die meisten Onsen haben ihre Becken im Freien, das Wasser muss anmer laut rund 19 Euro zu. Das staltet, dassAVLG sie mit eigenem Garten ders als beim Sento aus einer vulkanischen Quelle kommen, darf aber Blick über die weite Landschaft, an und eigenem ei-des künstlich erhitzt werden. Aufgrund der hohen deren Horizont die Riegersburg auf-für Steiermark mineralischen Anteile,sich die nennt sichIndoor-Thermalbad in der Sprache AMS Praktische Infos Besucher am Grazer Aiport: Diese können nen Ort der Ruhe, Privatsphäre und ragt – bekanntlich eine der bedeuviele Onsen in ihrem Wasser haben, auch jenes in Ottendorf, gelten sie die DLU – Deckung des Lebensunin der neuen Travel Service Lounge mit Video-Wall über freie Gastronomie, freie Meditation anbieten. Die Struktur tendsten Burgen Österreichs. ❖ als gesundheitsfördernd. terhaltes. Betten und Kultur informieren. Der Gast kann direkt vom Flughafen aus ein Falls der Migrant/ die Migrantin zum Zimmer in Graz oder der Steiermark buchen. Zudem stehen den ankommenden Kursort anreisen muss, fällt auch ein Besuchern alle wichtigen Informationen über die Steiermark zur Verfügung. v Ein Robatayaki (Restaurant) für Ottendorf Fahrgeld an. Sollten Kinder in dieser Robatayaki kommt von den beiden japanischen Begriffen „ro“ und Zeit zu betreuen sein, gibt es auch „yaki“. Ersterer bezeichnet einen quadratischen Herd, an dem die Baueine Kinderbetreuungshilfe. Für die ern kochten und sich wärmten; „yaki“ heißt gegrillt. Früher grillte man über Holzkohle. In vielen Yakitori-Lokalen ist das immer noch so, teilKursteilnehmer, die ja aus Ländern weise hat aber bereits Hightech Einzug gehalten, und man grillt auf winGerhard Widmann, Gekommen, wo es das alles nicht gibt, zigen Infrarot-Gasgrills. schäftsführer vom Flughaist das eine schlaraffenlandähnliche Der bemerkenswerteste Aspekt des Robatayaki – mehr noch als die laufen Graz und Wolfgang te Theatralik und die unerschöpfliche Großzügigkeit – ist die äußerste Situation, über die sie staunen und Rossband, von „airport Schlichtheit der Zubereitung: Die meisten Speisen werden lediglich mit die sie gerne ausnützen. media international“ Salz gewürzt. Der Geschmack ist unverfälscht und natürlich. Mit nur weDie Zuweisung zu den Sprachkurpräsentieren nigen Gewürzen komponiert der Koch eine geradezu symphonische VielDemnächst soll es in Ottendorf eine Probepumpung im Beisein der Japaner geben. 42° die neue falt an Aromen. heißes kommt aus 800 Tiefe. Ryokan-Initiator Werner Hochegger: sen Vulkanwasser erfolgt durch denMeterjeweiligen Travel-Service-Lounge.

Steirische Thermen sind Job-Motor Unumstritten ist, dass der Thermen-Tourismus in der Steiermark ein wichtiger Job-Motor ist. Der Wertschöpfungsbeitrag ist seit dem Jahr 2000 kontinuierlich gestiegen und weist auch weiterhin eine Erfolgstendenz auf. Ein Thermen-Aufenthalt entlastet also nicht nur die Muskulatur, schont Gelenke und strafft die Haut, sondern wirkt sich auch entspannend auf den Arbeitsmarkt aus. Vor allem aus Norditalien und dem süddeutschen Raum will man künftig Gäste anlocken, zumal derzeit nur rund 10 Prozent aller Thermen-Besucher aus dem Ausland stammen. Etwa 2 Mio. Nächtigungen und 1,6 Mio. Tagesgäste verzeichnete alleine das „Thermenland“ im abgelaufenen Jahr und konnte sich so in der derzeitigen Wirtschaftskrise gut behaupten. Bis 2012 will man um beachtliche fünf Prozent wachsen. Siehe auch Thermen-Spezial ab Seite 40

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H i n t e r g ru n d

Sozialstaat macht es möglich. Ein Insider legt offen, wie sich Migranten bei Sprachkursen des AMS das Familienbudget auffetten. Zigtausende Euro werden vergeudet.


Politik

„Kleine“ und „Krone“ prangern Parteienförderung aus Steuertopf heftig an. Klammheimlich holen sie sich selbst mehrere Millionen Euro aus dem Steuertopf

Wasser predigen, Wein saufen Es mag schon stimmen, dass die politischen Parteien im Rahmen der Parteienförderungen des Landes Steiermark gehörig in den Steuertopf greifen. 2,5 Millionen Euro holen sie sich heuer zusätzlich. „Wie die Parteien das Land schröpfen“ titelt die „Kleine Zeitung“. Es ist jedoch abenteuerlich, mit welcher Unverfrorenheit dieselben Medien – gut versteckt im Zahlenfriedhof des Landesbudgets – sich von den Regierenden bedienen lassen.

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on jenen, die sie ob ihrer Ausgaben-Verantwortungslosigkeit an den Pranger stellen. Da die Styria mit ihrem Flaggschiff „Kleine“ und die „Steirerkrone“ die auflagenstärksten Medienhäuser in der grünweißen Mark sind, herrscht darüber praktisch Stillschweigen. „Sparen auf steirisch“, schreibt die „Kleine“ im Zusammenhang mit den zusätzlichen 2,5 Millionen Euro für die Parteien. Die SPÖ erhält 1.093.750 Euro, die ÖVP 1.049.107 Euro, die KPÖ 156.251 Euro, die Grünen bekommen 133.928 Euro und die FPÖ erhält 66.964 Euro.

Klammheimliches Sparen fördern auf steirisch Das könnte man dem gegenüberstellen: Denn 400.000 Euro pro Jahr erhält die „Kleine Zeitung“ seit Jahren für ihre Kulturbeilage, weitere 140.000 Euro in den letzten drei Jahren für den Event „Primus“, wo besonders innovative und erfolgreiche Unternehmen gefeiert werden. Hinzu kommen mehrere hunderttausend Euro, die jeweils von den beiden Landeshauptleuten für den Faschingsdienstag-Umzug fließen. Wie gesagt, es handelt sich dabei um Steuergeld aus dem Landesbudget, wo sich die „Kleine“ ja für sparsamste Verwendung ausspricht. In einem Interview erklärte Ex-StyriaGeneral Horst Pirker, dass der Sty14

ria-Konzern heuer mit 25 Millionen Euro Gewinn das beste Jahr seit seinem Bestehen erwirtschaftet habe. Damit werden die klammheimlich erhaltenenLandes-Steuer-Millionen für die Kultur-Beilage ja noch fragwürdiger. Offensichtlich gilt aber auch im Styria-Medien-Konzern die Devise „Wasser predigen und Wein saufen“; oder informierte die Styria-Chefetage die schreibenden Kollegen in der Redaktion darüber nicht?

127.000 Euro für Steirer Krone Klipp berichtete im November über Förderungen an die „Steirerkrone“. Diese erhielt für ein eintägiges Ritterfest in der Stadt und von der Stadt Graz für das Stadtfest insgesamt 127.000 Euro. Vom Land fließen für das Stadtfest ebenfalls jährlich Euro-Förderungen in beachtlicher Höhe. Stehen die Verantwortlichen der beiden Verlagshäuser Styria und „Steirerkrone“ vor der Tür der Landespolitiker, so zeigen sich diese nicht zuletzt deshalb großzügig, weil sie damit offensichtlich hoffen, bei den Medienmachern eine positive „Grundstimmung“ für sich zu erzeugen. Von Kurt Flecker ist überliefert, dass er damit die „Steirerkrone“ gnädig stimmen wollte, die ihn ja oft heftigst wegen seiner „linken Politik“ kritisierte. Aber auch die Wiener Wochenzeitung „Falter“ kam in den großzügigen Genuss. Seit ihrem Start in der Steiermark – das war im Jahr 2006 – erhielt diese ebenfalls jährlich 300.000 Euro aus dem Landesbudget, bis Ende dieses Jahres auch stattliche 1,5 Millionen Euro. Die Förderung erfolgt dafür, dass steirische Kulturtermine ausführlicher als sonst angeführt werden.

Sündteure Inserate In diesem Jahr gab es mit den Gemeinderatswahlen im Frühjahr und den Landtagswahlen im September zwei Wahlgänge, die natürlich gewaltige Kosten

für die Parteien bedeuteten. Und weil sich „Kleine“ und „Krone“ auch darüber alterieren: Sie waren die Hauptnutznießer bei den Inseraten der parteiwerbenden Gruppen und verlangen für politische Einschaltungen Höchstpreise. Rund 25.000 Euro kostet eine Seite. Dutzende erschienen im Laufe der letzten Monate in der „Kleinen“ und in der „Krone“. Das bedeutet Einnahmen von den politischen Parteien allein in der Höhe von mehreren hunderttausend Euro für jede der beiden großen Tageszeitungen.

So üppig leben die Parteien Rund 18 Millionen Euro macht die reguläre steirische Parteienförderung heuer aus. Sie umfasst vier Töpfe: allgemeine Parteienförde-

Styria-Medien-Konzern: mit 25 Mio. Euro Gewinn bestes Jahr. Warum dann 400.000 Euro jährlich aus dem Steuertopf?

rung (5,99 Millionen), Förderung des Landtagsklubs (2,96 Millionen), Förderung der kommunalen Interessenverbände (3,8 Millionen) und Förderung der Bildungsarbeit (5,17 Millionen). Dazu kommen versteckte Förderungen über Gemeindebildungsarbeit oder nun die Sonderpresseförderung. Die bundesweite Parteienförderung beläuft sich auf eine Summe von 300 Millionen Euro. PS: Die Kritik an der Millionen-Förderung für die „Kleine“ und „Krone“ könnte man nun als Neid-Reaktion interpretieren, weil Klipp aufgrund seiner Marktposition nie die Chance bekommt, mit derartigen Förderungen beschenkt zu werden. Ein zu kurz greifendes Argument. Fairer wäre es gewesen, die beiden Großen hätten – wie das in Skandinavien in solchen Fällen der Fall ist – offen und ausführlich darüber berichtet. So hätte sich jeder Leser sein eigenes Urteil bilden können. v KLIPP Dezember 2010


„Krone“ und „Kleine“ sind sich sonst nicht einig, nur beim Kassieren von Steuergeldern des Landes. Beide erhielten in den letzten Jahren klammheimlich mehrere Millionen Euro. *** Es waren sechsstellige DirektSubventionen für Kulturbeilagen, Stadtfeste, Faschingsumzüge oder auch Awards (auf gut Deutsch: Preise). Ein Beispiel aus jüngster Zeit: Die „Kleine“ erhielt für die „Primus“-Verleihung (Preis geht an innovative Unternehmen) 70.000 Euro (eine Million Schilling in echtem Geld), weitere Sponsoren zeigten sich noch großzügiger. *** Es ist daher ein besonderer Fall von Unverfrorenheit (Chuzpe) und in einer Weise verlogen, wenn sich nun die beiden großen Tageszeitungen wegen der außerordentlichen Parteienförderungen medial aufregen. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. *** Von einer landesweiten Empörung spricht die „Krone“. Es sei ein

beispielloser Skandal, der die Menschen aufregt. Die Art und Weise, wie sich die Politik aus dem Steuertopf bedient, kotze sie maßlos an, schreibt die „Steirerkrone“. Und weiter: „Wenn’s um den Griff in die öffentlichen Kassen geht, dann gilt das Gesetz des Schweigens.“ Was die „Krone“ aber verschweigt: dass auch sie selbst zu den „Tätern“ und Mitwirkenden gehört. *** Viele fordern eine Aktion gegen diese Taschelzieherei, heißt es in der „Krone“. Mit einem eigenen Kupon „Gebt das Geld zurück“, den die Leser unterschreiben sollen, ruft die „Steirerkrone“ zu einer Kampagne auf. Die „Krone“ könnte mit dem Steuergeldzurückgeben da mit gutem Beispiel vorangehen. ***

www.klippmagazin.at Die Parteien kriegen den Hals nicht voll, schreibt „Steirerkrone“-Chefredakteur Christoph Biró, weil sie sich klammheimlich nochmals 2,5 Millionen Euro überweisen lassen. Und weiter: Es muss herrlich sein, Politiker zu sein, wenn das Geld nicht reiche, hole man sich halt noch ein bisserl was ab. *** Aber gerade die „Steirerkrone“ lebt von diesen kritisierten Landespolitikern recht gut. Denn diese förderten sie in den letzten Jahren mit hunderttausenden Euro bei ihren Veranstaltungen, aber auch mit einträglichen Medienkooperationen. *** Christoph Biró fabuliert weiter:

Politik

Nur beim Kassieren sind sich Große einig Online lesen schärft den Blick! „Liebe Leser, haben Sie schon gehört: Voves und Co. waren wieder da und haben sich bei uns allen ein bisserl bedient“, werde er in Zukunft die Steirer informieren müssen. *** Worüber er nicht vergessen sollte, auch zu schreiben: Wenn die „Steirerkrone“ selbst wieder vor der Tür der Politiker steht und um Subventionen vorstellig wird. *** Oder ist es aufgrund der Einsparungen und Budgetnot denkbar, dass in Hinkunft die beiden großen steirischen Tageszeitungen weniger aus dem Steuertopf bekommen, und dass es daher auch deshalb eine solche Aufregung gibt?

Neue Koralmbahn auf Schiene

An den Wörthersee in einer halben Stunde

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a fahren wir dann zum Baden oder auf einen Kaffee öfters an den Wörthersee“, fixierten zwei Weststeirer bei der Eröffnung des ersten Bauabschnittes der Koralmbahn ihre Freizeit-Gestaltung für die Zu­ kunft. Das wird allerdings frühestens 2022 möglich sein. Denn erst dann gibt KLIPP Dezember 2010

es den neuen Intercity-Bahnhof Weststeiermark und soll mit dem 33 Kilo­ meter langen Koralmtunnel die gesamt 130 Kilometer lange Koralmstrecke zwischen Graz und Klagenfurt in Betrieb gehen. Dann steigt man in Graz in den Zug und nach einer Stunde in Klagenfurt aus. Große Freude daher bei

… allerdings frühestens erst im Jahr 2022

der kürzlich erfolgten Premierenfahrt mit einem Sonderzug auf dem ersten 14 Kilometer langen Teilstück von Weitendorf bis Wettmannstätten. Die Trassenführung ist spektakulär mit 15 Brücken, 8 Straßenunterführungen, 2,5 Kilometer der Strecke fährt man in Tunnels – alles innerhalb von vier Jahren

gebaut. Bereits ab 13. Dezember nützt die GKB die neue Trasse und Berufs­ pendler sparen damit bereits Fahrzeit. Die dann zweigleisige und elektrifizierte Koralmbahn selbst wird eine der wichtigen Achsen, die das Baltikum, die Adria und den oberitalienischen Wirtschaftsraum verbindet. v 15


COVERSTORY

Erfolgreiche Suchtarbeit mit dem Substitutionsprogramm im SMZ* Graz-Liebenau – eine junge heroinabhängige Frau spricht offen über ihr Leben

Da weißt du, dass du süchtig bist Interview mit einer Klientin aus dem Substitutionsprogramm Wie lange besteht bei dir bereits eine Drogenabhängigkeit und wie hat die Sucht begonnen? Frau F.: Seit ca. 16 Jahren. Ich begann mit 13 Jahren Speed zu nehmen, danach kamen Ecstasy und Trips dazu. Natürlich dachte ich manchmal daran, dass ich aufpassen muss, nicht süchtig zu werden. Vor Heroin hatte ich schon Angst, doch ich dachte mir, dass es bei mir nie so weit kommen würde. Ist es dir zu dieser Zeit schlecht gegangen? Frau F.: Nein, ich war einfach neugierig und wollte es probieren. Wie bist du dann auf Heroin gekommen? Frau F.: Ein Bekannter sagte mir, dass Heroin gut sei, vor allem, wenn man Speed nimmt, es beruhigt einen wieder. Da probierte ich es das erste Mal, als wir zwei Tage nicht geschlafen hatten, zuerst nahmen wir ein bisschen Heroin, wir fühlten uns sofort ausgeruht. Es war nicht wie auf Speed, wo alles so schnell ist. Es war einfach schön, wie wenn alle Probleme von dir abfallen, du fühlst dich leicht und hast einfach eine gute Zeit. Nach diesem ersten Mal nahmen meine Freundin und ich am Wochenende immer Speed und zum Runterkommen Heroin. So nach und nach begannen wir auch unter der Woche Heroin zu nehmen. Wann hast du dann gemerkt, dass du abhängig bist? Frau F.: Ein Jahr lang haben wir Heroin genommen. Meine Freundin ist auf Urlaub gefahren und ich hab dann beschlossen, in dieser Zeit nichts zu nehmen. Doch schon am ersten Tag ging es mir nicht gut. Ich war so nervös, konnte mich auf nichts konzentrieren, etwas hat gefehlt, dann hab ich etwas genommen und 16

sofort waren die komischen Gefühle weg, da merkte ich, dass ich abhängig bin. Durch die Drogen hab ich mich stark gefühlt. Wir waren auch nicht richtig informiert. Das Einzige, was wir wussten, war, Heroin macht abhängig, und wenn du anfängst zu spritzen, bist du tot. Die Abhängigkeit merkst du zuerst gar nicht, es geht so beiläufig. Ich hab auch lange gedacht – nein, mir kann das nicht passieren. Das Problem ist die Psyche. Eines Tages stehst du dann da, zitterst und weißt nicht, warum. Auf einmal hast du einen Entzug, du denkst, du bist krank, dann nimmst du die nächste Line und es ist weg, da weißt du, dass du süchtig bist.

richtige Freude. An diesem Punkt bin ich dann zu meiner Mutter und hab ihr gesagt, dass ich jetzt einen Entzug machen möchte. Natürlich machte ich ihn auch meiner Mutter zuliebe, doch ich war auch irgendwie bereit dazu. Wie lang musstest du in der Klinik bleiben? Frau F.: Der körperliche Entzug dauert normalerweise zwei Wochen, ich war aber 32 Tage auf der Entgiftungsstation. Danach kam ich auf die

dauerte ein halbes Jahr, dann lernte ich meinen Exfreund kennen, der dealte, und alles begann von Neuem. Ich war sieben Jahre mit ihm zusammen, bis er in Haft kam. Meine Eltern merkten zu dieser Zeit nichts, da ich bei ihm wohnte. Wenn ich sie besuchte, nahm ich weniger, dass sie es mir nicht ansehen konnten. Sie waren glücklich, dass ich einen Freund hatte, und glaubten, dass ich clean wäre. Wie weit geht man, um zu Drogen zu kommen?

Wann hast du das erste Mal gespritzt? Frau F.: Wir hatten nicht genug Heroin für uns beide, meine Freundin meinte, sie spritzt. Ich sah, wie es ihr dabei geht, da probierte ich es auch. Wie ist deine Mutter draufgekommen? Frau F.: Ich war zu Hause auf der Toilette, vergaß zuzusperren und wollte mir gerade einen Schuss setzen, da hat meine Mutter die Tür aufgemacht. Wenn ich jetzt zurückdenke, wie es ihr dabei gegangen sein muss, als sie sah, dass ihr einziges Kind sich Drogen spritzt … Sie wollte dann, dass ich sofort einen Entzug mache, aber ich drohte ihr damit, fortzulaufen, da hat sie mir Zeit gelassen. Wann hast du dann das erste Mal einen Entzug gemacht? Frau F.: Eines Tages ist es mir auf einmal zu viel geworden. Es war immer alles gleich. Ich war mittlerweile drei Jahre auf Heroin. Es ging mir nicht schlecht, aber irgendetwas fehlte. Mit den Drogen spürte ich meine Gefühle nicht mehr, ich wusste einfach nicht, was ich will und warum ich überhaupt hier bin. Du kannst nicht richtig weinen und nicht richtig lachen, es ist alles grau. Es gibt keine

Therapiestation. Genau gegenüber der Station war ein reifes Mohnfeld, wir zapften das Opium ab, bereiteten es auf und spritzten es. Sie kamen dahinter und wir flogen nach eineinhalb Monaten aus der Klinik. Hast du dann gleich weiterkonsumiert? Frau F.: Ja, einen Monat später hab ich dann in einer anderen Klinik wieder einen Entzug gemacht, sie hatten dort so eigenartige Methoden und ich wollte nicht bleiben. Da ich erst 17 Jahre alt war, mussten meine Eltern einen Revers für mich unterschreiben, dass ich gehen konnte. Mit der Unterstützung meiner Mutter machte ich dann einen kalten Entzug und war danach ein halbes Jahr clean, jedoch habe ich in dieser Zeit zu trinken begonnen. In Graz wusste ich nicht, wie ich mir was besorgen könnte, daher trank ich, dieser Zustand

Frau F.: Du springst einfach über deinen Schatten, damit du so schnell wie möglich wieder zu Stoff kommst. Einer klaut halt eine Geldtasche, ein anderer ein Handy. Du schaust, was am besten und schnellsten funktioniert. Bei den Frauen ist einfach das Schnellste, mit jemandem zu schlafen. Du bekommst sofort das Geld. Wenn du klaust, musst du die Waren erst verkaufen. Prostitution sieht man nur nicht. Die meisten machen es zu Hause und niemand kommt auf die Idee, dass du dich prostituierst. Am Anfang, wenn du keine Erfahrung und keine Kunden hast, stellst du dich auf die Straße, aber wenn du einen Kundenstock hast, machst du es in deiner Wohnung. Es ist dir egal, wenn du mit jemandem schläfst, du denkst in diesem Moment nicht daran, was du da tust. Du weißt nur, du brauchst Geld für Stoff.

KLIPP Dezember 2010


Wie lange warst du dann drauf, bis du wieder ins Programm gekommen bist? Frau F.: Nicht sehr lange, ich begann kurz nach meiner Haftentlassung eine Psychotherapie und mein Therapeut organisierte mir einen Platz im Substitutionsprogramm im SMZ. Am Anfang, als du zu uns ins Substitutionsprogramm gekommen bist, ist es dir sehr schlecht gegangen. Du hast dich jedoch immer mehr stabilisiert. Kannst du dir erklären, wieso das so gut funktioniert hat? Frau F.: Die Therapie hat mir sehr geholfen, weil die Missbrauchsgeschichte mit meinem Opa hochgekommen ist. Auch lernte ich meinen derzeitigen Freund kennen, der nichts konsumiert, und das war sehr wichtig für mich. Außerdem habe ich durch die Unterstützung im SMZ eine Arbeit bekommen. Ich habe noch nie in meinem Leben gearbeitet, das gibt mir sehr viel Kraft und Halt. Möchtest du über den Missbrauch in deiner Kindheit erzählen, über den du das erste Mal in der Therapie gesprochen hast? Frau F.: Ja. In den Sommerferien bin ich immer zu meinem Opa gefahren, da meine Mutter arbeiten musste. Als ich sieben Jahre alt war, passierte es das erste Mal. Er hat gesagt, ich soll nichts erzählen. Er sagte, er gibt mir Geld. Ich wollte auch nichts sagen, denn er ist mein einziger Opa. AußerKLIPP Dezember 2010

dem hat die ganze Familie zu ihm gehalten, weil er Geld hatte, dadurch dachte ich, dass mir sowieso keiner glauben würde. Ist das immer wieder in den Ferien passiert? Frau F.: Ja, das ist immer passiert, wenn ich bei ihm in den Ferien war. Das ganze Jahr über sah ich ihn Gott sei Dank nicht. Jetzt im Nachhinein fragt sich meine Mutter oft, warum sie nichts bemerkt hat. Ihr ist aufgefallen, dass ich am Anfang gern zu meinem Opa fuhr, auf einmal wollte ich dann nicht mehr, sie machte sich Vorwürfe. Niemand will sich gerne vorstellen, dass sein Vater solche Sachen tut. Hast du das Gefühl, dass das, was passiert ist, dein Leben beeinflusst hat? Frau F.: Ich hab mich dadurch von meiner Familie abgewandt. Ich war ja alleine mit meiner Mutter und sie war sehr jung. Ich war oft allein zu Hause und musste für mich selber sorgen. Als ich dann Drogen genommen habe, hatte ich auf einmal Familie, ich hatte das Gefühl, dass die Leute zu mir gehören. Du sagst alles, was dir am Herzen liegt, du musst dich nicht schämen, denn es geht vielen ähnlich wie dir. Du fühlst dich verstanden und nicht so allein. Wie geht es dir jetzt und deiner Familie? Frau F.: Sehr gut, da meine Mutter und ihr Lebensgefährte immer zu mir

Das Handtuchwerfen bringt nichts

COVERSTORY

Wie lange hast du es ausgehalten, so zu leben? Frau F.: Ich habe mich nicht lange prostituiert, da ich, kurz nachdem mein Freund ins Gefängnis gekommen ist, am Substitutionsprogramm teilgenommen habe. Neben dem Substitutionsmittel habe ich aber weiter Drogen konsumiert. Nach einem Jahr bin ich dann verhaftet worden. Ich war acht Monate im Gefängnis, dort hab ich zwar am Anfang Substitol bekommen, aber ich wurde reduziert, auch die Benzodiazepine habe ich in der Haft entzogen, drinnen war ich clean und es war absolut kein Problem. Ich dachte mir, wenn ich rauskomme, werde ich es schaffen. Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich nicht mehr an die Drogen gedacht habe. Ich war wirklich sehr stolz auf mich, und es ging mir gut. Nachdem ich entlassen wurde, war ich einen Monat clean. Durch die Beziehung zu einem Süchtigen begann ich wieder etwas zu nehmen.

Das SMZ Liebenau ist als sozialmedizinisches Zentrum auch eine anerkannte Einrichtung nach dem Suchtmittelgesetz. Wie viele Klienten betreuen Sie? Dr. Rainer Possert: Der Kollege Mittelbach und ich – jeder etwa 40 Patienten. Wie gehen Sie da vor? Rainer Possert: Er erste und wichtigste Schritt ist einmal die Stabilisierung, sodass der/die Betreute nicht mehr den illegalen Erwerb von Drogen sucht. Und am Ende steht die Entwicklung einer Lebensperspektive mit langsamem, ambulantem Entzug, stationärem Entzug und Langzeitbehandlung – aber auch lebenslange Substitution. Und wie gelingt das? Rainer Possert: Ganz gut, ich halte nichts davon, bei 18-, 22- oder 27Jährigen zu sagen, die werden immer süchtig sein, und damit das Handtuch zu werfen. Es gelingt uns, dass ehemalige Süchtige dann abstinent sind, weil sie durch das Substitutionsprogramm auch wieder eine Lebensperspektive bekommen haben. gestanden haben, auch in Zeiten, als es mir sehr schlecht ging. Heute erkenne ich das. Die Leute, die Drogen nehmen, sind zwar am Anfang lieb, aber mit der Zeit, wenn sie nichts haben, betrügen sie dich von oben bis unten. Solange du etwas hast, sind sie sehr nett, dann mögen sie dich wieder. Aber wehe du hast nichts, dann hilft dir keiner. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Frau F.: Ich möchte schon Familie und Kinder, auch ein bisschen Geld auf dem Konto. Wenn ich daran denke, wie viel Euro ich für Drogen aus-

gegeben habe in meinem Leben! Ich möchte schon clean werden, aber ich bin noch nicht so weit, es jetzt zu schaffen. Wenn ich aber sehe, was ich erreicht habe, baut mich das wieder auf und gibt mir Kraft weiterzumachen. Ich freue mich so, wenn ich auf meinem Konto mein monatlich selbst verdientes Geld sehe. Es ist nicht viel, aber es ist auf die richtige Weise verdient und ich habe es nicht mit illegalen Methoden bekommen. Das Interview führte Astrid Lind Quelle: SMZ Info November 2007 *Sozialmedizinisches Zentrum

Jugend im Drogenrausch

High sein, frei sein, überall dabei sein Die Suchtproblematik ist eines der massiv abgenommen. Die Kombisensibelsten Themen unserer Zeit nation von Substitol mit anderen und eine der großen HerausfordeSubstanzen wie Alkohol hat aber rungen für die Politik. In der Steierschwer einzuschätzende Wechselmark gibt es in diesem Jahr einen wirkungen.“ Ein weiteres Problem traurigen Rekord an Drogentoten. sei, dass es Monate dauere, bis „Betroffenheit“ sei der entscheiSuchtkranke in ein Drogenersatzdende Zugang, „nicht Schuldzuprogramm aufgenommen werden. weisung“, stellt Univ.-Prof. Dr. Ga- Drogenexpertinnen Karin Petrovic (links) Solange kann aber kein Süchtiger warten. briele Fischer von der Drogenam- und Gabriele Fischer: Nicht Schuldzuweisung, sondern Betroffenheit hilft, es geht Dr. Franz Pietsch, Drogenkoordinabulanz an der Med. Universität um sehr kranke, depressive Menschen. tor Österreichs, plädiert dafür dass Wien klar. Karin Petrovic vom Ambulanten Beratungs- und Betreuungszentrum „Grüner die Abgabe von Substitol kontrolliert werden müsse. Kreis“ in Graz, hält psychische Probleme für „Eine enge Zusammenarbeit von Apotheken, BetroffeSuchtauslöser. Wie schafft man gemeinsam mit einem nen und Ärzten kann eine entsprechende Datenbank Therapeuten den Ausstieg?“ „Unsere Aufgabe ist es, ermöglichen“, befand der nationale DrogenkoordinaDrogenkriminalität zu bekämpfen und den Konsum tor. Die Politik unternehme wenig zur Lösung der Pronach Möglichkeit zurückzudrängen“, sieht der Sicher- blematik. „Die Verantwortlichen können nicht zusamheitsdirektor der Steiermark Josef Klamminger Substi- men kommen. Der eine ist nicht zuständig, der andere tol auf dem Vormarsch. „Der Handel mit Heroin hat ist nicht da.“ 17


Hintergrund

Die Kaprun-S

Zehn Jahre nach der Gletscherbahnkatastrophe fordern die Hinterbliebenen noch immer Gerechtigkeit. Wahrscheinlich vergebens. Schauplatz des vorläufig letzten Prozesses ist das Landesgericht Graz.

Am 11. November beging man heuer den 10. Jahrestag des Brandes der Kapruner Gletscherbahn, der Österreichs größte zivile Katastrophe auslöste. 155 Menschen wurden getötet und 455 Hinterbliebene sowie 12 Überlebende hinterlassen.

D

ie Opfer kamen aus Österreich, Deutschland, weiteren europäischen Ländern, den USA und Japan und bewirkten ein weltweites Entsetzen, internationale Solidarität mit den Angehörigen und ein enormes Medieninteresse.

Kritik wächst Im November 2010 erschienen wiederum weltweit viele Berichte und TV-Sendungen, die sich zunehmend kritisch mit der juristischen Aufarbeitung der Katastrophe auseinandersetzen. Während österreichische Medien noch immer weitgehend beschwichtigen und die offiziellen Verlautbarungen und PR-Erklärungen der Gletscherbahn veröffentlichten, wächst im Ausland und besonders in Deutschland die Kritik. Immer mehr Beweise tauchen auf, die verdeutlichen, dass das Handeln der beteiligten österreichischen Ministerien, Behörden und Verantwortlichen nach der Katastrophe vorrangig von dem Versuch bestimmt 18

wurde und wird, das offensichtliche Fehlverhalten und die vorhandenen Verantwortlichkeiten zu vertuschen, schuldhaftes Verhalten zu verschleiern, die Schuldigen zu schützen, berechtigte finanzielle Forderungen abzuweisen und eine objektive Wahrheitsfindung zu verhindern. Zusätzlich sollen Zweifel am positiven Image des österreichischen Wintersports unterbunden werden.

Freisprüche waren Fehlurteil Der deutsche Journalist Hubertus Godeysen hatte als einer der Ersten über die technischen Pannen, die vielen Missstände bei der Aufarbeitung der Katastrophe und das internationale Vertuschungskartell zwischen der Gletscherbahn Kaprun AG und deren Lieferfirmen berichtet und damit eine kritische Medienberichterstattung vor allem in Europa und Japan ausgelöst. Klipp erklärte er: „Rückblickend offenbart sich der Kaprun-Prozess als juristische Reinwaschung der verantwortlichen Personen der Gletscherbahn Kaprun AG, einschließlich der österreichischen Aufsichts- und Genehmigungsorgane. Mit heutigem Kenntnisstand stellt sich jedoch nicht nur die Frage nach der Verantwortung für die Brandkatastrophe neu, sondern auch nach der Verantwortung für ein Gerichtsverfahren, das alle Schuldigen freisprach. Das dama-

lige Fehlurteil mit seinen Freisprüchen belastet bis heute in unerträglichem Maße die Angehörigen der im Tunnel von Kaprun getöteten 155 Menschen und die 12 Überlebenden. Auch noch nach zehn Jahren blockieren diese Freisprüche den inneren Frieden der meisten Hinterbliebenen und verhindern eine abschließende Trauerarbeit. Zusätzlich schädigen diese Freisprüche weltweit das Ansehen Österreichs und das internationale Vertrauen in die Rechtspflege einer Republik, die Mitglied der Europäischen Union ist und sich zur europäischen Wertegemeinschaft bekennt.“

Neue Erkenntnisse und Beweise Gegenüber Klipp erklärte Godeysen, dass es eine Fülle neuer Erkenntnisse und Beweise gäbe, die eindeutig nachweisen, dass der verantwortliche Richter das Kaprun-Verfahren einseitig führte, eine objektive Wahrheitsfindung behinderte und die von eloquenten Strafverteidigern und umtriebigen Gerichtsgutachtern vorgelegten absurden „Beweise“ und gefälschten Gutachten ungeprüft übernahm. Bereits heuer im April hatte der unabhängige deutsche Journalist auf Einladung des Brandschutzforums Austria in Graz über seine Recherchen der Kaprun-Katastrophe berichtet und sich auch kritisch über

den Kaprun-Richter geäußert, der daraufhin mit einer Beleidigungsanzeige reagierte. Hubertus Godeysen antwortete mit einer Gegenklage, die kürzlich ohne Verhandlung, ohne Begründung und ohne Akteneinsicht mit dem lapidaren Satz „Die Staatsanwaltschaft hat die … Anzeigen geprüft und das Ermittlungsverfahren eingestellt.“ abgeschmettert wurde, während die Klage des Richters gegen Godeysen vor dem Bezirksgericht Graz am 5. November d. J. in 3½ Stunden verhandelt werden sollte. Als Godeysen jedoch mit über 60 Einzelbeweisen und fünf Zeugen seine Kritik am Kaprun-Richter in Graz nachweisen wollte, wurde der Termin kurzfristig vertagt, ein neuer Gerichtstermin ist nicht bekannt.

Disziplinaranzeigen gegen Kaprun-Richter und gefälschte Übersetzung Hubertus Godeysen wird nun eine Disziplinaranzeige gegen den Kaprun-Richter Dr. Manfred Seiss beim zuständigen Landesgericht in Innsbruck einreichen. Neben einer Vielzahl anderer Fehler wirft Hubertus Godeysen Dr. Seiss vor, dass er als Einzelrichter im Kaprun-Prozess einfachste Überprüfungen unterlassen habe und sich beispielsweise durch eine von Ministerialbeamten in betrügerischer Absicht gefälschKLIPP Dezember 2010


Hintergrund

Schande „Zeit“-Autor Hubertus Godeysen: „Für die europäischen Opfer ist der Deal in den USA verheerend.“

International anerkannter Brandsachverständiger Otto Widetschek: Urteil ein Skandal.

te Übersetzung eines wichtigen Dokumentes täuschen ließ. Godeysen hierzu: Dr. Seiss hat sich offensichtlich von österreichischen Mitgliedern einer Internationalen Expertenkommission mit einer gefälschten deutschen Übersetzung des Endberichts täuschen lassen. Der Bericht der im Prozess als besonders wichtig eingestuften Internationalen Expertenkommission Tunnel-Standseilbahn wurde in französischer Sprache verfasst und benannte 10 Kommissionsmitglieder. In der deutschen Übersetzung fehlten jedoch zwei Namen von österreichischen Ministerialbeamten: Dr. Horst K., der zum damaligen Zeitpunkt auf der Anklagebank im Kaprun-Verfahren saß und der Abteilungsleiter Dr. Karl-Johann H., der ebenfalls dort hätte sitzen müssen. Dem KaprunRichter war es entgangen, dass unwichtige Schreiben der französischsprachigen Expertenkommission in beglaubigten Übersetzungen vorlagen, während die Übersetzung des entscheidenden Endberichtes unbeglaubigt geblieben war. So „übersah“ Dr. Seiss, dass in der deutschen Fassung die Kommission plötzlich nur 8 Mitglieder umfasste, dafür jedoch über einen neuen Moderator (Karl-Johann H.) und einen neuen Schriftführer (Horst K.) verfügte. Der in betrügerischer Absicht KLIPP Dezember 2010

manipulierte Endbericht entlastete im Gerichtsverfahren die Kapruner Gletscherbahnen AG massiv und diente dem Einzelrichter als wichtige Grundlage für die späteren Freisprüche. Wäre der Richter an einem offenen Ausgang des KaprunProzesses und nicht an einer einseitigen Beweiswürdigung interessiert gewesen, hätte er leicht feststellen können, dass die damaligen Angeklagten an ihrer eigenen Entlastung aktiv mitgearbeitet hatten und der Endbericht, der mit Schreiben vom 6.8.2002 in beiden Versionen vom Verkehrsministerium durch Dr. Horst K. vorgelegt wurde, eine Gefälligkeitsleistung befreundeter „Experten“ ist.

Verhängnisvoller Bescheid Godeysen gegenüber Klipp: Der Angezeigte hätte die Rolle der Expertenkommission leichter erkennen können, wenn er sich intensiver mit Dr. Horst K. befasst hätte, der am 13. Juli 1993 den verhängnisvollen Bescheid für die Baugenehmigung der Gletscherbahn erteilte und persönlich unterschrieb. Deshalb muss die Frage erlaubt sein: Warum konnte sich ein wichtiger Mitarbeiter des Verkehrsministeriums selbst entlasten und mit einem gefälschten Kommissionsbericht die Einstellung seines eigenen Strafverfahrens erwirken?

Dr. Seiss hätte auffallen müssen, dass Herr Dr. Horst K. zwei Kollegen, nämlich Herrn Gassmann aus dem schweizerischen Verkehrsministerium und Herrn Bonetton aus dem französischen Verkehrsministerium, um eine offensichtliche Gefälligkeit gebeten hatte, als diese Beamten eine vergleichende Stellungnahme über die ebenfalls in Tunneln geführten Standseilbahnen der Schweiz und Frankreich fertigten. Bei der Bedeutung, die gerade der Internationalen Expertenkommission im Kaprun-Prozess eingeräumt wurde, reichte es eben nicht aus, sich die selbstentlastende Studie von den Beklagten übergeben zu lassen. Hier wären eigene Nachprüfungen erforderlich gewesen, denn während die Standseilbahnen in Frankreich (Les Deux Alpes) und in der Schweiz (Saas Fee) dem Stand der Technik entsprachen, fehlte es in der Gletscherbahn Kaprun bereits schon an Feuerlöschern, Nothämmern, Ersthelfer-Kästen und Notfall-Werkzeugkisten. Die Bahn in Saas Fee verfügte über Heizkörper mit Metallgehäuse und geschlossene Wärmenergieerzeuger, die mit einer feuerbeständigen Isolation versehen waren. Nothalteknöpfe vervollständigten diese Minimalstandards, die in der Bahn von Kaprun komplett fehlten.

Gefahrenbild Brand für Gletscherbahn ausgeschlossen Mit wenig Recherche hätte der Richter ebenfalls feststellen können, dass die Beschickung der internationalen Expertenkommission ausschließlich durch Mitglieder der internationalen Seilbahnorganisation OITAF erfolgte, deren Präsident im Jahr 2001 Dr. Horst K. (!) war. Weiter hätte es ihm auffallen müssen, dass die österreichischen Mitglieder der OITAF durchwegs Personen waren, die auf der Anklagebank in seinem Kaprun-Prozess saßen. Hubertus Godeysen fragt sich somit: „Wie einseitig bewertet ein Richter die ihm übergebenen „Beweise“, wenn er diese Zusammenhänge nicht erkennt oder nicht erkennen will? Wie oberflächlich und grob fahrlässig arbeitet ein Richter, der sich von einer derartigen „Experten“Kommission davon überzeugen lässt, dass es in den beiden Zügen der Kapruner Gletscherbahn das „Gefahrenbild Brand“ nicht gab, obwohl 155 Menschen an diesem „Gefahrenbild“ starben, weil leicht entflammbare Materialien in die Züge eingebaut wurden, die beim Brand dann waffenfähige Materialkombinationen und Kampfgase freisetzten (Zyklon, Phosgen, Chlor und Styrol), die völkerrechtlich verboten sind.“ v 19


Gerichtsurteil bestätigt: Euro Success ist ein verbotenes Pyramiden- und Glücksspiel. Betreiber kassierten Millionen, die verschwunden sind. Aktuelles

Abzocker im Konkurs Ü

ber Jahre hinweg haben sie jedem Teilnehmer, meist jungen, unerfahrenen Menschen, 5.300 Euro beim Einstieg abgeknöpft. Mit dem Versprechen, sie könnten bei Euro Success das große Geld machen. Noch im Sommer fuhr Euro-Success-Geschäftsführer Zvonko Potocnik im schwarzen Bentley-Coupé beim Gericht in Graz vor. Nun will der EuroSuccess-Geschäftsführer nicht einmal die 4.000 Euro gehabt haben, die für einen Konkursantrag deponiert werden müssen. Dieser wurde dar-

aufhin mangels Masse abgelehnt. Das war Mitte Oktober 2010. Der Schritt erfolgte zeitgleich, als das Urteil der zweiten Instanz rechtskräftig wurde, dass es sich bei Euro Success um ein verbotenes Pyramiden- und Glücksspiel handle. Die fünf Kläger, vertreten durch den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer (Anwalt Goach), bekamen Recht, dass Euro Success ihnen das eingezahlte Geld zurücküberweisen müsste. Doch mit dem Konkurs schauen sie nun trotz ihres Sieges vor Gericht durch die Finger. Ehemaligen Euro-SuccessVerantwortlichen, die bereits unter anderem Namen neuerlich ein Pyra-

midenspiel aufgezogen haben, droht ebenfalls ein Prozess. Allerdings vor dem Strafgericht, weil sie die Republik Österreich um Millionen Euro Mehrwertsteuer betrogen haben. Das hat die Finanz in den letzten Monaten aufgedeckt. Alle Verdächtigen sind nicht nur auf freiem Fuß, sondern fahren protzige Autos, keilen noch immer gutgläubige Pyramidenspiel-Teilnehmer und betreiben weiterhin im Großraum Graz ihr verbotenes Glücksspiel. Bereits vor einem Jahr kündigte die Staatsanwaltschaft Graz Schritte gegen die Pyramiden-

spieler an. Doch beim zuständigen Staatsanwalt scheint der Akt verloren gegangen zu sein. Denn nichts ist passiert. v

Drei Millionen Euro Schaden D as war vor meiner Zeit. Er ist in meinen Augen ein Gauner“, urteilt der neue Bürgermeister Ferdinand Groß über den langjährigen Vermögensund Versicherungsberater der Gemeinde Kapfenstein. Auch die 800.000 Euro an Landesgeldern, die für die Kanalisation vorgesehen waren, hat der Makler G. M. auf sein privates Konto über Internetbanking überwiesen und verbraucht. Unterschriften über die Zeichnungsberechtigung für das Kanalgeld-Konto, die der Gemeinderat ausgestellt hatte, landeten nie bei der Bank Austria. G. M., in der

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Fußballprofi Mario Haas, Einrichtungsprofi Mario Endthaler (GF Faustmann Graz), Golfprofi Martin Wiegele, Golf Coach Ali Rosker, Firmaninhaber Erwin Faustmann, wünschen allen frohe Weihnachten und alles Gute im neuen Jahr!

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Oststeiermark gut bekannt, stellte sich auch als Mitarbeiter bzw. Partner eines großen luxemburgischen Vermögensverwalters vor, was er jedoch nie war. Das Geld sei daher hundertprozentig sicher und mit optimalen Renditen veranlagt, lockte er den Kunden das Geld heraus. In Wahrheit landete es dann auf seinem Privatkonto. Insgesamt beläuft sich der Schaden auf mehr als drei Millionen Euro. Die Erhebungen gestalteten sich schwierig, weil der Makler G. M. für die ihm anvertrauten Gelder weder Kundendepots, Kundenkonten noch eine Buchhaltung angelegt hatte.

Der Grazer Rechtsanwalt Harald Christiandl – er vertritt ja auch im über Monate laufenden Hypo-Prozess die Angeklagten – wurde von der Gemeinde engagiert, um das Geld zurück zu bekommen. „Wir sind zwar im Grundbuch dieses Herren, bei einer Immobilie, aber, ob die überhaupt werthaltig ist …?“ Was Christandl allerdings wundere, dass der unter Betrugsverdacht stehende Finanzdienstleister noch immer im Einsatz ist. „Warum ist ihm nicht die Konzession entzogen worden? Wo sein unternehmerisches Bemühen verkehrt proportional zu seinem wirtschaftlichen Können steht. Zu-

Ein philosophischer RA Harald Christandl: „Einem Betrüger sieht man nicht an, dass er ein Betrüger ist, sonst wäre er kein mal er für Betrüger …“

mich ein Gauner ist. Weil er ja fremde Gelder für sich auch in Amerika veranlagt hat.“ Glück hatte die Musikgruppe „Die Paldauer“, die im Zuge der Wirtschaftskrise vom Makler G. M. vor dem Auffliegen des Betrugs noch ihre angelegten Gelder in der Summe von mehr als 100.000 Euro zurückerhielt. Unter den Opfern auch eine bekannte Unternehmerfamilie aus der Gemeinde Gnas in der Oststeiermark. Sie hat dem betrügerischen Finanzdienstleister 500.000 Euro anvertraut. Vor einigen Jahren ist „Vermögensverwalter“ G. M. auch kurzzeitig im Sturm-Präsidium gewesen. Als solcher hat er Sturm damals mit 200.000 Euro gesponsert. Auch dabei dürfte es sich um Gelder seiner Kunden gehandelt haben. Bis heute ist die Herkunft des Geldes nicht wirklich geklärt. Der Sturm-Fan G. M. selbst verweigert die Bekanntgabe der Namen allfälliger dritter Geldgeber. Erst der Strafprozess im kommenden Jahr wird Klarheit über die Machenschaften und Gaunereien bringen. v KLIPP Dezember 2010

Foto: der Plankenauer

Sturm-Sponsor und „Vermögensverwalter“ als Betrüger entlarvt


Spätes Geständnis von Heinz Peter P. nach einem Jahr U-Haft

K

lipp berichtete im Frühjahr dieses Jahres über den Grazer Heinz Peter P. wegen des Verdachts des schweren Betrugs und auch seines hochstaplerischen Verhaltens. Er saß damals bereits in Untersuchungshaft, hatte Bekannten und Geschäftspartnern mehrere Millionen Euro herausgelockt. Der Betrüger ging dennoch gegen Klipp gerichtlich vor. Das Urteil bestätigt allerdings die damalige ExklusivReportage. Drehscheibe von Heinz Peter P.s Aktivitäten war seine Gesellschaft „Sunshine Invest“ und in deren Umfeld weitere dubiose Gesellschaften. Seine Unternehmensgruppe arbeitet in verschiedensten Branchen, mit angeblichem Hauptsitz in Brüssel. Dort, stellte sich aber heraus, hatte diese Firma nicht einmal eine Briefkasten-Adresse. Alle Vorwürfe gegen seinen Mandanten würden wie eine Luftblase platzen, kündigte der Anwalt vollmundig vor Monaten gegenüber Klipp an. Im Schöffenprozess gestand sein Mandant Heinz Peter P. nun: „Ich habe meine Geschäftspartner getäuscht und betrogen. Ich bin schuldig.“ Sieben Jahre Haft hatten ihm gedroht, sein Geständnis war ein Milderungsgrund. Daher beträgt die Strafe „nur“ vier Jahre. Das Geständnis kam erst gegen Prozessende. Vorher hatte Heinz Peter P. versucht, dem Gericht seine Lügengeschichten und 1001-Nacht-Märchen zu verkaufen. Ein Fort Knox mit 2.500 Wohnungen wollte er im Nordirak errichten, in Russland eine Eisenbahnstrecke von 600 km, er verfü-

Aktuelles

Ich bin schuldig, habe Geschäftspartner betrogen ge über eine Bankenlizenz und, und. Tausende Seiten von Papier hatte er für diese Projekte fabriziert. Allesamt Luftblasen, denn keines wurde realisiert. Immer wieder vertröstete er seine Geschäftspartner, man werde die Projekte demnächst starten. Er engagierte für sein Treiben sogar einen eigenen Pressereferenten, der für ihn seine Auftritte in der Öffentlichkeit und Presseaussendungen organisierte, Redaktionen aufsuchte und diese eindringlich bat, über die Projekte von Heinz Peter P. zu berichten. Durch die Medienberichte gelang es ihm, weitere Investoren anzulocken, die ihm hunderttausende Euro überwiesen, aber heute dadurch selbst mit großen finanziellen Problemen kämpfen. Auch unterschrieb er als Dr. h. c. und Professor, weiters bezeichnete er sich und seine Familie auf seiner Homepage von seiner Herkunft her als adelig und führte einen Baron-Titel an. Alles war erlogen. Ex-Wirtschaftskammer-Funktionär und -Vizepräsident Dieter Eigner, der mit seiner Firma Baukoord über Monate die Planungsarbeiten für das Wohnprojekt im Nordirak machte, zeigt sich einigermaßen zufrieden, dass seine Vorwürfe nun durch das Gerichtsurteil bestätigt sind. Eigner hat Heinz Peter P. allein von seiner Seite rund 400.000 Euro bar für Vorbereitungsarbeiten für die Realisierung der versprochenen Projekte zukommen lassen. Dieser habe insgesamt bis zu zwei Millionen Euro von den Geschäftspartnern erhalten. Das Gericht hat Heinz Peter P. auch zur Rückzahlung von mehr als einer

Starkes Interesse der heimischen Medien (Ausschnitt aus dem „Falter“ 36/10)

Million Euro verpflichtet. Der zu vier Jahren Haft verurteilte Betrüger ist in der Vergangenheit schon mehrmals in Konkurs gegangen. Er bezeichnet sich daher selbst als mittellos. Dieter Eigner: „Ein Teil des

15 Jahre FH Joanneum: 5700 Absolventen

Abheben zum Höhenflug

W

ir befinden uns im Cockpit eines Flugzeuges. Gebannt starren alle auf die wie aus dem Nichts auftauchende Stadt. Landeanflug über Graz. Eine leichte Beklemmung – und dann endlich: Die Landung ist gelungen. Erleichterung macht sich breit – im Luftfahrtlabor des Studiengangs

Foto: Ski amadé/Christian Schartner

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Foto: FH Joanneum

Auf die Brettl’n fertig los – Cuvée statt Jagatee „Wie im Vorjahr gibt es auch heuer wieder eine Genusssteigerung im Skigebiet Amadé“, heißt es bei Amadé. Neues Extra der Initiative „Ski- und Weingenuss“ ist dabei der Cuvée Amadé. In den Hütten können sich Pistenfans den ganzen Winter über am umfassenden Qualitätsweinangebot stärken. Amadé investierte 73 Millionen Euro für mehr Ski-Spaß im gesamten Gebiet.

Geldes muss noch wo sein. Bis jetzt lässt sich leider noch nicht nachvollziehen, wohin das ganze Geld wirklich geflossen ist. Aber wer weiß, vielleicht können wir auch das noch aufdecken.“ v

Begonnen hat man mit 150 Studenten, heute studieren in steirischen FHs 3.600.

„Luftfahrt/Aviation“. Nächster Lokalaugenschein in der Werkstatt des Studiengangs „Industrial Design“: Erstaunen über ein futuristisches Automodell. Solche und ähnliche Eindrücke gibt es viele an diesem Tag – zur Feier des 15-jährigen Jubiläums der Fachhochschule Joanneum. Auf den sogenannten „Bildungsreisen“ durch den FH-Campus Graz-Eggenberg werden innovative Technologien der interessierten Bevölkerung vorgestellt. Rektor Karl P. Pfeiffer zu der Erfolgsgeschichte der Fachhochschule, die 1995 begann: „Damals waren es an die 150 Studierenden. Heute haben wir in Graz, Kapfenberg und Bad Gleichenberg rund 3.600 Studierende in über 36 Studiengängen.“ Zukunftsthemen wie E-Mobility, nachhaltige Ressourcenplanung oder Gesundheitsprävention gehören zu den bestimmenden Themen in Lehre und Forschung. „Wir sind vierfach überbucht“, betont Rektor Pfeiffer und macht damit deutlich, wie hoch diese FH auf der Beliebtheitsskala der Studierenden liegt. RS 21


Zuckerbrot und Peitsche Welche gute Nachricht gibt es? Zukünftig sollen bei vorsätzlichen Finanzvergehen Gerichte erst ab einem strafbestimmenden Wertbetrag von 100.000 Euro und nicht wie bisher schon bei 75.000 Euro zuständig sein. In letzter Minute wurde von einigen geplanten Verschärfungen wieder abgesehen. Petra Schachner: Ja, es bleibt daher bei den geltenden Strafen. Fahrlässige Abgabenverkürzung wird mit Geldstrafen bis zum 1-fachen des Verkürzungsbetrages und die vorsätzliche Abgabenhinterziehung mit Geldstrafen bis zum 2-fachen des Hinterziehungsbetrages bestraft. Bei der vorsätzlichen Abgabenhinterziehung können (müssen aber nicht!) aus Präventivgründen unverändert auch Freiheitsstrafen bis zu 2 Jahre verhängt werden. Und wie sieht es mit dem „Berater­ privileg“ aus?

Petra Schachner: Notare, Rechtsanwälte oder Wirtschaftstreuhänder, die sich in Ausübung ihres Berufes bei der Vertretung oder Beratung in Abgabensachen einer fahrlässigen Abgabenverkürzung schuldig machen, sind weiterhin nur dann strafbar, wenn sie ein schweres Verschulden trifft. Zu Verschärfungen kommt es in ers­ ter Linie hinsichtlich der strafbefrei­ enden Wirkung von Selbstanzeigen. Petra Schachner: Bisher konnte eine Selbstanzeige auch dann eine strafbefreiende Wirkung haben, wenn der Abgabenbetrag nicht sofort in voller Höhe entrichtet wurde. Künftig kommt einer Selbstanzeige nur mehr dann eine strafbefreiende Wirkung zu, wenn die von der Anzeige umfassten Beträge auch tatsächlich binnen einem Monat an die Abgabenbehörden entrichtet werden. Bei Selbstberechnungsabgaben beginnt diese Monatsfrist mit dem Tag der Selbstanzeige zu laufen.

Und wie sieht es mit dem sensiblen Kriterium des Zeitpunktes der Selbst­ anzeige aus? Petra Schachner: Auch da gibt es in der Novelle eine gesetzliche Klarstellung. Strafbefreiend ist die Selbstanzeige nur dann, wenn der Behörde zum Zeitpunkt der Selbstanzeige die Tat hinsichtlich ihrer objektiven Tatbestandsmerkmale noch nicht bekannt war. Bisher bestand ein Interpretationsspielraum auch dahingehend, dass der Behörde auch der subjektive Tatbestand, das heißt die Identität des Täters, bekannt sein musste. Für die Einbringung gibt’s aber eine Erleichterung. Petra Schachner: Die Selbstanzeige kann künftig bei jedem und nicht nur beim sachlich und örtlich zuständigen Finanzamt eingebracht werden. Es gibt eine Strafaufhebung in be­ sonderen Fällen. Was sind die Vor­ aussetzungen?

Klipp sprach mit Mag. Petra Schachner von der Wirtschaftsprüfer- und Steuerberatungskanzlei Pucher & Schachner

Foto: Furgler

Wirtschaft

Finanzstrafgesetz-Novelle 2010

Petra Schachner: Derzeit kann die Finanzstrafbehörde aufgrund von erfolgten Betriebsprüfungen, die zu Abgabennachforderungen geführt haben, ein Finanzstrafverfahren einleiten, wenn Verdachtsmomente für ein Finanzvergehen bestehen. Neu ist, dass künftig bei Nachforderungen aufgrund von abgabenrechtlichen Prüfungen von bis zu 10.000 Euro für ein Jahr bzw. 33.000 Euro für den gesamten Prüfungszeitraum die Abgabenbehörde von der Einleitung eines Strafverfahrens absehen kann, wenn der Steuerpflichtige die Abgabennachforderungen zuzüglich eines Verkürzungszuschlages von 10 Prozent der verkürzten Abgaben innerhalb eines Monats an das Finanzamt entrichtet und zusätzlich einen Rechtsmittelverzicht abgibt. v

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ufgrund der niedrigen Marktzinsen und der guten Entwicklung an den Börsen ist in den letzten Wochen erkennbar, dass wieder verstärkt in den Aktienmarkt veranlagt wird. Den Beweis dafür liefert mit deutlichen Wertsteigerungsraten ein Aktienportfolio, das vom Bankhaus Krentschker aktiv gemanagt wird und durch die ­Investition in internationale Aktien(fonds) auf langfristige Kapital­zuwächse abzielt. Aktuell bieten wir unseren Kunden Dr. Wolfgang Fusek, Leiter Private-Bankingdie Avantgarde-Anleihe. Die Beson- Produkte, Bankhaus Krentschker derheit liegt darin, dass der Anleger mit der Avantgarde-Anleihe unbegrenzt an der stabilisierten Wertsteigerung des Aktienportfolios partizipiert und dabei gleichzeitig einen Risikopuffer von 50 Prozent hat. Somit wird auch der Sicherheitsaspekt berücksichtigt. Das Bankhaus Krentschker hat als Anleihenherausgeber einen großen internationalen Partner mit an Bord geholt.

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KLIPP Dezember 2010

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10.11.2009 6:10:47 Uhr


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erade im automotiven Sektor herrscht enormer Kostendruck. Die Produzenten sind gezwungen, immer neue und attraktivere Modelle in immer kürzeren Abständen auf den Markt zu bringen. Und das zu konkurrenzfähigen Preisen. Effizientes Kostenmanagement ist eine Überlebensfrage für das ganze Unternehmen. Deshalb ist die perfekte Logistik bei der Produktion eines Autos so wichtig. Leerläufe und Produktionsstillstand müssen unbedingt vermieden werden. Ein durchschnittliches Fahrzeug besteht aus 20.000 bis 25.000 Einzelteilen. Jedes von ihnen muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. „Just in time“ heißt hier das Zauberwort. Die Zeiten, in denen für jedes Teil ein eigenes Lager in der Produktionsstätte angelegt wurde, sind lange vorbei. Spezialisten wie DB Schenker haben diesen Job übernommen. Dieses Mitgliedsunternehmen des Autoclusters Styria sorgt nicht nur für den Transport der benötigten Einzelteile, sondern kümmert sich auch um die Zwischenlagerung, die Optimierung der Lagerstände, die Verzollung und vieles mehr.

Bis die Einzelteile für ein Auto an ihrem Bestimmungsort ankommen, haben sie oft eine Reise um den halben Erdball hinter sich. Eine Vielzahl an Beförderungsmitteln – Schiff, Eisenbahn, LKW, manchmal auch das Flugzeug – müssen effektiv und möglichst umweltschonend eingesetzt werden. „Etwa 200 Eisenbahnzüge mit einer Länge von jeweils 600 Metern sind jeden Tag KLIPP Dezember 2010

Mit Elektro-Lkw in die City europaweit für uns unterwegs“, weiß Prokurist Roland Schwarzbraun, Leiter des Key Account Management Automotive bei DB Schenker. Trotz dieser beeindruckenden Zahl hat der Anteil an LKW-Fahrten in den letzten 30 Jahren stetig zugenommen. „Unser Ziel ist es, wieder verstärkt Transportkapazitäten auf die Schiene zu verlegen, um so die CO2-Belastung weltweit zu reduzieren.“ Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg in eine grünere Zukunft sind so genannte Consolidation Center. In diesen Sammellagern werden die Güter

nach Empfängern sortiert und diese dann gesammelt beliefert. Das verhindert teure und umweltschädigende Doppelfahrten. „Logistik in Kombination mit Umweltschutz wird für unsere Branche das Thema der Zukunft sein“, so Schwarzbraun. „Das geht weit über den verstärkten Einsatz der Eisenbahn hinaus. Ich denke hier zum Beispiel an Logistikkonzepte für städtische Bereiche, in denen Elektro-Lkw von städtischen Zentrallagern aus die umweltschonende Versorgung der urbanen Ballungszentren ermöglichen. Im Autocluster Styria haben

wir die richtige Plattform und die richtigen Partner, um die Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können und dafür zu sorgen, dass solche Pläne Wirklichkeit werden.“

Zum Unternehmen DB Schenker ist einer der führenden Anbieter für integrierte Logistik in Österreich, Südosteuropa und weltweit. Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn beschäftigt etwa 91.000 Mitarbeiter. www.dbschenker.com

WIRTSCHAFT

Logistik ist weit mehr als der reine Transport einer Ware von A nach B. Sie ist ein Mix aus ausgeklügelter Planung, sinnvoller Kombination verschiedener Verkehrsmittel, effizienter Lagerhaltung – und der Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse von Mensch und Umwelt. Letzteres regt auch zu spannenden Zukunftsplänen an.


LILLY LOTTERBLUME

Hallo, meine Lieben!

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Ich bin jetzt natürlich viel unterwegs, eim Geld hört sich die FreundSie wissen das ja von sich selbst: das schaft auf. Das sehe ich auch Geschenke-Einkaufen für Weihnachbei mir in der Familie. Wenn ten bereitet mir jedes Jahr fast schlaflose unsere Kleinste dem großen Bruder Nächte. Es soll ja immer auch originell Geld borgt, weil er mit seinem Tasein und das bei meinem doch mickrigen schengeld nicht auskommt, dann gibHaushaltsbudget. Es ist jedes Mal ein Kampf mit wieder meinemStreit Allerliebsten, weilSo er t’s immer und Zank. nicht jetzt will, dass was wie auchwirinvom derSparbuch steirischen abheben; ich würde es ja dann im nächsSPÖ. ten Jahr ohnehin wieder � einzahlen.

sind die beiden großen Tageszeitungen in

sen sich doch Politiker immer fürchten,

urteilt, die Frage ist nur: Wie kann man

stunde von meinem Allerliebsten vor in einer Sache sofort als Intrige aufge- stern und sei im Landtag bis heute dieser Frage, so belehrt mich mein Aller- wenn sie nicht auf der Linie eines großen seine Befugnis missbrauchen, wenn alle dem Einschlafen. fasst wird. eine graue Maus geblieben. Das wäre liebster, ziemlich unglaubwürdig. Weil die Mediums liegen. Daran sind in der Alpen- Verantwortlichen vom Handeln der Ange� � Signalhaben? gewesen, in klagtendas gewusst Wie das haltGraz immer: beiden selbst zusammen auch Millionen republik schon etliche Spitzenpolitiker genau Arge Turbulenzen zwischen der Da wurde geflötet „ich schätze die dieser Phase gebraucht hätte, feixt Die Kleinen hängt man, die Großen Euro aus dem Steuertopf des Landes bis hinauf zum Kanzler gescheitert. KAGes der gar Medizinischen und dann Otto aus davon, dem Landhaus. Das sah zum kommen so der Hugo. Die beiden bekommen.und Ich kann’s nicht glauben, Elke, ich den Wolfgang“ * Universität. Für den klinischen bleibt nichts mehr davon übrig. So Glück auch Landeshauptmann Franz weil es ist ja auch noch nirgends geschrie- Doch an Franz Voves und Hermann Angeklagten werden auch keine Chance auf eineso,elektronische haben. ben worden. Aber die tun sich schwer, Schützenhöfer Attacken Mehraufwand überweist derhalt Bund an schnell geht daswerden in der alle Politik. Wo- Voves der SchwarzFußfessel als LandesanDaher müssen sie in den Häfen. geben sich selbst an den Pranger zu stellen.Euro. Ganz chenlang wirkungslos abprallen, die so Grazer meint Poder gestellten die Universität 27 Millionen beschäftigten keine Karenzierung putzig finde ich alsmüsste einfachediese Frau Summe ja, wenn litiker Herwig.Elke Zwischen die beiden passt jetzt wollte. Schwarz wird Rektor Smolle Edlinger und Wolfgang * bald ein hoffentsich dann in der Steirerkrone, die ich ja Riedler kein Blatt.die SieMedien, ziehen ihre Linie Apropos Fußfessel: ichAneieben an das Land und die KAGes weiwaren siedurch: reiz- lich strahlender Vater.Da Zu höre diesem sonst ganz gern hinauf zum Chef„Wir siegen nur gemeinsam oder Edwir lass nen ganz Gag. Wissen Sie, wer * die nicht sehr terleiten. Ich hab‘ ein paar Typen, Dochmag, er tut diesbisnicht, son- volle Schlagzeilen-Lieferanten. würdenetten ein Karenzierungswunsch In einer solchen Phase und nur in dieser redakteur alle aufregen, über die Politi- scheitern und gehen gemeinsam unter.“ die prominentesten Träger der elektrohilfreich sind mit einer hausgemach- dern behält sich ein Körberlgeld ein. linger wollte Riedler wegen Erfolglo- durchgehen und er könnte für seine wäre ich gerne Politikerin. Die verdie- ker und sogar eine Aktion „Gebt das Denn beide werden bei der nächsten nischen Fußfessel in Österreich derzeit ten politischen Sonderdummheit – Das sei kein Durchlaufposten, rekla- sigkeit ablösen. Sie gewann die her- berufliche und politische Zukunft bei nen nicht nur viel, viel besser, als viele Geld zurück“ starten. Die sollen doch Landtagswahl im Jahr 2015 nicht sind? Ach, ich hab‘ vergessen: die prowatscht da Voves verbal undmein öffentlich Dieanfangen Argumente vonnoch Smolle Kampfabstimmung ganz der Nachwuchsarbeit Hause Träviel bei sicher. selbst und mir was beigeführte mehr als Spitzenkandidaten zur Verfüminentesten freiwilligenzu anonymen andere, zum Beispiel auch Aller- miert seine steirischen Nationalratsabgeselbst sind jedoch dürftig. In der Med. knapp und versprach, auch ihre Kritilernen. Nicht im Tunnelblick durch gung stehen und müssten sich da nicht ger. Landeshauptmann Franz Voves liebster, der schon einige Dienstjahre für Weihnachten überweisen. ordneten Spindelegger, in der vergangenen ker Partei in die sie Arbeit einbinzu gehenSchützenhöfer. und sichtbar zu danmehrinsoder fürchten, wenn in den loka- die undWelt Hermann Die auf dem Buckel hat, sie können Musich Uni gab es schon * chitsch, Hackel und Faul ab. Die Jahren arge Probleme mit Finanzen, den zu wollen. Das sah so aus, dass sie ken, wenn man gegrüßt wird, wären kontrollieren einander gegenseitig über auch aus dem Budget einfach Geld ho- Eine recht glaubwürdige Interpretation, len Medien schlecht weg kommen. ihrejeden Büros,Fall wozwei die Überwacher sitzen. len, wie den ich gelesen habe. warum beiden steirischen Ta- sofort nach alter * proben Aufstand gegen die Partei, es kamdie auch zumgroßen Austausch von VerSowjet- und DDR- auf wichtige Dinge, so So weiß der eine immer, wo der andere geszeitungen so schäumen wegen der zuSchlecht weg kommen werden auch die weil sie in Zukunft nicht mehr 500 antwortlichen. Was tun? – ist nun die Manier die Anhänger Riedlers und der Rene, der ihn auch gut kennt. * haben die sätzlichen Parteienförderung, die Voves Angeklagten im Prozess der LandeshyIch selbst weiß ja nicht, dasEuro wirklich Euro Parteisteuern undob200 an große Frage. Das Land möchte das damit ihre Kritiker aus dem Parteivor- ist, unerlaubte Freundinnen � beiden ja nicht, und es kann nieimmer zu Eiund Co. sich Sollte genehmigen, hörte ich von stand po Steiermark, die ja beieliminierte. Leasingge- Die allesWahlfonds so ist, aber der wenn’s stimmt, wäre das Geld den Landes-SPÖ überhaben. es zu keiner Einiund -Präsidium europäische Politik hat ihn fersüchteleiendaher kommen. der Ursula. In der Vergangenheit hat es Frei schäften Kroatien schon wirklich und zeigt eine gung weisen werden.schlimm Sie würden ohnehin kommen, dann wird der Steuernachin der Devise:rund Nur140 toteMillioIndia- interessiert, wäre Karl-Heinz Doppel-Moral. Da regt sich die Kleine die Gespräche über die Fortführung der nen Euro verloren hat. Es ist halt ein * schon üppige Zahlungen an die Bun- experte und Professor Romuald ner sind gute Indianer. Das war dann Herber gerne Europa-Abgeordneter Zeitung, aber auch die Steirerkrone, klammheimlichen Subventionen für typisch österreichisches Sittenbild, weiß Also das wär’s für heute, ich stürz mich des-SPÖ leisten, lautet das Argument. Bertl als unparteiischer Schlichter doch zu viel und unklug. Denn Edlingeworden. Doch bei der Kandidatur mächtig über eine vorweihnachtliche die beiden Zeitungen in einer Gesamthö- der Hugo, der im Justizpalast arbeitet. jetzt wieder in den Weihnachtsgeschen„Die vier Typen“, von denen Voves auftreten, erzählt der Herwig aus der gers Kandidat für die Nachfolger landete er hinter dem Obersteirer Geldheraushol-Aktion von Voves und he von Millionen stets im Herbst stets für Alle wichtigen Gremien in der Hypo, kekauf. Heute habe ich allerdings meispricht, sind immerhin als ParlamentBurg. Des einen Leid ist eben meist Riedlers in der Grazer Stadtregierung Jörg Leichtfried auf der Liste er – hat für Schützenhöfer auf. Die – alle Parteien das kommende Jahr gegeben. Aufgrund aber auch bei Raiffeisen, hätten Be- nen Allerliebsten im Schlepptau, sabgeordnete ranghohe Vertreter der des anderen Freud. Denn die Honorafand in der Partei keine Mehrheit. Ein ihn natürlich enttäuschend. Als Klu– nehmen sich nämlich zusätzliche zwei- der leeren Landeskasse, es müssen ja 25 scheid gewusst über die Risken der Ge- sich das nicht ausreden lassen wollen, Republik Österreich Entscheidend des anerkannten Experten sind Mann Vychodil – dendieser mei- bobmann Grazer Rathaus dienteIch er Prozent fast überall eingespart werden, schäfte namens in Kroatien. Doch keiner einhalb Millionen Euro. aus der Landes- re und daherimwird’s noch stressiger. könnten diese Gespräche nicht er- sten Kontroll-Schnüffler die Reißleine ge- bereits kasse, der eines Wahlkampf so teuer war. wünsche– Ihnen vor allem ruhige Feierfür denweil Erfolg Wahlkampfes sei nicht gerade schmal, wie diesehr HerrFunktionärenhat vorher überhaupt weil immer verbindlich und folgreich verlaufen sein. Und zogen.bekannt. So werdenRiedler die beiden AngeklagDie Motivation, Empörung darüber istdiesem gerechtfertigt, tagewirklich und ein gesundes 2011.Stingl, dann die wurde in Inter- schaften des Landes, aberdaher auchholte der nicht hoffte, darauf nie laut – Alfred man ebenSteiermark zum „Gegenschlag“ aus. Müsten vorerst wegen Befugnis-Missbrauch ver- Walter Ferk und bis jüngst wo doch überall gespart werden Eureauch Lilly view weiter festgehalten. Wiemuss. weit Nur die Energie wissen. Doch wie hin verbleiben zu können, was vier Typen diese bei einem derartigen heißt es dann auch wieder: Guter Rat Edlinger entschieden ablehnte. Völli- Wolfgang Riedler. Mit einem weiteRülpser von Voves noch verspüren – ist teuer. ges Chaos war die Folge. Erst da griff ren Karrieresprung hatte Herper nicht die Antwort werden wir am 26. Sep� Landesparteichef Franz Voves ein mehr gerechnet. Die Selbstzerstörung tember haben. Franz Voves habe Wortbruch began- und setzte durch, dass sich beide in von Wolfgang Riedler und Elke Ed� gen und Kurt Flecker muss diese die Polit-Rente vertschüssen müssen. linger machte ihn nun zum geschäftsImmer dann, wenn die Zustimmungs- Äußerung als Hohn empfinden. „Ich � führenden Parteichef, zumindest bis raten für einen Spitzenkandidaten vor werd‘ ihm immer dankbar sein für das, In der Not frisst der Teufel fliegen, zi- zum Herbst. Bei der geheimen Wahl Wahlen auf hundert Prozent klettern, was er mir an Unterstützung angedei- tiert die Ute eine alte Volksweisheit. erhielt er hundert Prozent der Stimjede kritische Haltung und Äußerung hen ließ.“ Das „Immer“ währte ziem- Der junge Johannes Florian men – ein Ergebnis fast für das Buch von Funktionären und Mandataren als lich kurz, denn bei der ersten Chance Schwarz suchte lange einen Job und der Rekorde. Also doch ein später BeAbfallwirtschaft • Gebäude– und Industriereinigung • Outsourcing • Winterdienst • Gebäudeschutz • Straßen– und Parkplatzreinigung schädigend, unsolidarisch gegeißelt hat er sich Fleckers entledigt. Der bekam diesen in der Büro-Umgebung weis für sein politisches Talent. wird, dann steht’s um die Siegeschan- große SPÖ-Fehler: Voves sei durch von Kurt Flecker. Dieser wollte aus Schafft er es, für die Zeit nach ihm eicen nicht denentrümpeln Wahlsieg 2005 -gewissermaßen einen Politiker machen. Schwarz nen Spitzenkandidaten zu finden, der Sie wirklich bauengut. gerade um oder wir lösen Ihrihm Abfallproblem….mit Verantwortung � heroisiert worden. Er habe geglaubt, sitzt als Abgeordneter im Landtag und ÖVP-Bürgermeister Siegfried Es kann sein, dass ich um einiges iner sei selbst so gut. Er hätte dabei bleihätte es nun beinahe geschafft, RiedNagl 2013 wirklich herausfordern Qualität steht für uns an erster Stelle - diese sichern wir bei unseren abfallwirtschaftlichen und sonstigen tellektueller bin als du, aber bist jahrelang ben sollen, nett zu sein,durchgeführt freundlich zu werden, lers Nachfolger im Grazer Stadtsekönnte, dann wäre Herper als PolitDienstleistungen, die du schon erfolgreich durch unsere bestens geschulten hundertmal gescheiter als ich. Das ist sein und Gitarre zu spielen, anstatt imnat zu werden. Das war eine SchnapsiPensionär in Zukunft auch an WahlMitarbeiterInnen und ein seit Jahren praktiziertes Qualitätsmanagementsystem. die Voves-Antwort in einem Klei- mer wieder zu versuchen, populisti- dee, zitiert die Ute einen hohen Funk- sonntagen in der Grazer SPÖ ein gern ne-Zeitung-Interview auf die Frage sche -Politik zu machen. damit tionär aus der und wäre gesehener Gast und würde etliche Abfallwirtschaft mit Verantwortung dies steht in der Und Unternehmenspolitik derSPÖ-Zentrale, .A.S.A. an erster Stelle undVorwurf wird von vonParteifreund allen Mitarbeiter/innen umgesetzt. um den auch ein Chaos herauf zu beschwören, die noch größere Katastrophe für die Schulterklopfer um sich versammeln. Flecker, er sei ein Vorsitzender ohne wie in Graz. Edlinger und Riedler SPÖ in Graz und für die Chancen bei und Moral. Beratung Sammlung und Transport Baustellenentsorgung / Muldenverleih Miet-WC Intellektualität Und 99,56 haben gewerkt und Voves hat so getan, der kommenden Landtagswahl geweDas wär’s, bis zum nächsten Mal, Kommunalentsorgung er Kompostierung Sortierung Deponierung Sperrmüllabfuhr Prozent Zustimmung beim Landes- als hätte damit nichts zu tun. Doch sen. Der Johannes Florian sei ein Her- Eure Lilly wohl auch Überregionale Grünschnitt-/Bioabfallentsorgung parteitag seien der Beweis Branchenlösungen irgendwann fällt einem eine solche ummuffler, gehe zum Lachen in den ich bei der Entsorgung von gefährlichen Abfällen dafür, hörte ZeitungsleseHaltung auf den Kopf. Ganz beson- Keller, sei kontaktarm und ohne Ausders dann, wenn jede andere Meinung strahlung, könne andere nicht begei-

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Thema der Anzeigenredaktion

Der Maklerkunde ist in sicheren Händen

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latteis – ein Crash auf der Autobahn. Ein Unfall kann das Leben verändern. Vor allem dann, wenn man nicht richtig versichert ist. Vorbeugen zur rech­ ten Zeit ist die Devise. Ein Versiche­ rungsmakler ist immer zur Stelle.

Versicherungsmakler versus Versicherungsvertreter Was befähigt einen Versicherungs­ makler eigentlich Ihre Agenden zu übernehmen – was unterscheidet ihn von einem Versicherungsver­ treter? Während ein Versicherungsvertre­ ter im Dienste einer Versicherungs­ gesellschaft steht, ist ein Versiche­ rungsmakler völlig unabhängig und nur seinen Auftraggebern, also sei­ nen Kunden, verpflichtet. Ein wich­ tiges Detail, das ihn auch in der Qualität der angebotenen Leistun­ gen unterscheidet. Ein Makler wird daher nicht nur ein einziges Pro­ dukt anbieten, sondern ist ein un­

abhängiger Einkäufer von Versiche­ rungsschutz bei verschiedenen An­ bietern im Interesse des Auftragge­ bers. Er verwaltet damit sämtliche Versicherungsverträge seines Kun­ den und ist als Spezialist erster An­ sprechpartner für alle Versiche­ rungsbelange. Schon in den Qualifikationen der beiden Berufsgruppen sieht man wesentliche Unterschiede: Der Be­ ruf des Versicherungsmaklers ist eine gewerbliche Tätigkeit mit Befä­ higungsprüfung. Das bedeutet aber auch, dass der Makler als Sachver­ ständiger gilt, auf dessen Fachwis­ sen sich der Kunde verlassen kön­ nen muss. Und mehr noch, der Ver­ sicherungsmakler haftet für die Richtigkeit seiner Ratschläge mit seinem Vermögen. Eine Herausfor­ derung, die nur durch eine Haft­ pflichtversicherung abgedeckt wer­ den kann. Jeder große Schaden wür­ de das Vermögen des Maklers über Gebühr belasten. Daher kann man

ruhigen Gewissens sagen: Der Mak­ lerkunde ist in sicheren Händen.

Was kann ich mir vom Makler ­erwarten? Optimale Beratung gepaart mit Ver­ mittlung des bestmöglichen Versi­ cherungsschutzes ist die Devise. Schritt für Schritt wird das für den Kunden optimale Konzept erarbei­ tet: Ausgehend von der Risikoanaly­ se, die eine eingehende Untersu­ chung und Bewertung der mögli­ chen Gefahren beinhaltet, wird ein angemessenes Deckungskonzept erstellt. Daraus resultiert die Ent­ wicklung des bestmöglichen Versi­ cherungsschutzes. Dabei wählt der Versicherungsmakler jene Versiche­ rungslösungen am Markt aus, die aufgrund des Preis-/Leistungsver­ hältnisses am besten den Bedürf­ nissen des Kunden entsprechen. Zusätzliche Maklerklauseln können den individuellen Ansprüchen ent­ sprechend eingebaut werden. Prü­

fung und Verwaltung von Polizzen und Prämienvorschreibungen so­ wie dynamische Produktentwick­ lung runden das Angebot ab.

Außergerichtliches ­Serviceinstrument Und noch eines spricht für den Makler: Wer möchte im Streitfall nicht gut unterstützt sein. Der Mak­ ler vertritt seinen Auftraggeber und führt Verhandlungen zur bestmögli­ chen Durchsetzung seiner Ansprü­ che. Darüber hinaus ist die gemein­ same Schlichtungsstelle von Mak­ lerverband und Versicherungswirt­ schaft ein außergerichtliches Ser­ viceinstrument, das in Versiche­ rungskreisen sehr gute Akzeptanz findet. v

Berufsbild der österreichischen Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten

KLIPP Dezember 2010

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er Beruf des Versiche­ rungsmaklers und Bera­ ters in Versicherungsan­ gelegenheiten (kurz: Versiche­ rungsmakler) ist eine gewerbli­ che Tätigkeit gemäß § 94 Z 76 der Gewerbeordnung und ist an die erfolgreiche Ablegung einer Befä­ higungsprüfung gebunden. Die Hauptaufgaben des Versi­ cherungsmaklers liegen in der optimalen Beratung des Versi­ cherungskunden zur Vermittlung des bestmöglichen Versiche­ rungsschutzes und umfassen je nach Beauftragung insbesondere folgende Tätigkeiten: • die angemessene Analyse der Risiken des Versicherungskun­ den, • die Erstellung eines angemes­ senen Deckungskonzeptes, • die Vermittlung des bestmögli­ chen Versicherungsschutzes, • die Prüfung von Polizzen und Prämienvorschreibungen und • die Unterstützung im Versiche­ rungsfall (Schäden und Leis­ tungen). In seiner Tätigkeit ist der Versiche­ rungsmakler unabhängig und sei­ nem Auftraggeber verpflichtet.

Der Versicherungsmakler bietet kompetente Beratung vor einem Vertragsabschluss. 25


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Der einstige Hausberg von Erzherzog Johann leistet wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wasserversorgung der Grazer

Trinkwasser-Ozean unterm Hochschwab

Der einzigartige Naturspeicher ist die Schatzkammer unseres Landes. Eine 65 Kilometer lange Leitung bringt das klare, jungfräuliche Bergwasser nach Graz. KLiPP begab sich für einen Lokalaugenschein zum Ausgangspunkt am Fuße des sogenannten „Schwab-Massivs“.

N

ach einer längeren Autofahrt mit mehreren Zwischenstopps halten wir auf unserer Erkundungsfahrt zum Ursprung des Hochschwab-Wassers am Talschluss vor einem schmucken Holzhaus. Dieses duckt sich gleichsam vor den rundherum aufragenden Felswänden förmlich in die Landschaft. Es ist die Brunnenanlage Moarhof der Zentralwasserversorgung Hochschwab Süd bei St. Ilgen an der Südseite des HochschwabMassivs. Das einfach gehaltene Betriebsgebäude ist das Herzstück, die Kommandozentrale der „Zentralwasserversorgung Hochschwab Süd“ oder „ZWHS“, wie der sperrige Begriff abgekürzt wird. Keine Security, keine Wachposten, nichts außer Bildschirmen deutet darauf hin, dass von hier aus – in unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich der Bergwanderern bekannte Bodenbauer – das sprichwörtlich wertvollste Lebensmittel für zigtau26

sende Menschen gesteuert und überwacht wird. Unter uns liegt unsichtbar der Trinkwasser-Ozean, wobei die Wege des jungfräulichen Bergwassers unter Felsen, Wäldern, Wiesen und Feldern unergründlich sind. In Zukunft wird das BergQuellwasser noch unentbehrlicher: Verzeichnet man im HochschwabMassiv Niederschläge von bis zu 2.000 Millimeter pro Jahr, sind es im

Trinkwasser-Stollen: 200 Liter pro Sekunde fließen zur Zeit, 600 wären möglich.

Jungfräuliches Bergquell-Wasser, besser als jedes Tafelwasser, aus der Tiefe des Hochschwab-Wasser-Reservoirs.

Süden der Steiermark in Trockenjahren gerade mal bis zu 400 Millimeter. Zum Ausgleich dieser starken Unterschiede im Wasserangebot wurden bzw. werden daher entsprechende Trinkwassertransportleitungen gebaut. „Und wir verfügen auch noch über eine Wasserreserve im Zufluss des Leopoldsteinersees, weil laut Prognosen der Wasserverbrauch zunehmen wird“, so Dr. Karl Zimmermann, einer der Geschäftsführer der ZWHS und praktisch seit Anbeginn dabei.

Im Vergleich zum Wasserschatz des Hochschwabs sind die Juwelen und das Gold der Schatzkammer in Wien ein Klacks. Wolfgang Messner, bei der Holding Graz zuständiger Vorstandsdirektor für das Wasser: „Wasser ist nicht nur unser kostbarstes und wichtigstes Lebensmittel, es kann auch durch kein anderes ersetzt werden. Wir haben die Verantwortung, auch in Zukunft ausreichend Trinkwasser in bester Qualität bereitzustellen.“ Das ist mit dem Bau der „Zentralwasserversorgung Hochschwab Süd“, die im JahKLIPP Dezember 2010


sammenschluss der Transportleitung mit der Wasserversorgungsanlage der Holding Graz. In nur zwei Tagen hat es eine Strecke von mehr als 65 Kilometer zurückgelegt und dabei zahlreiche Anlagen, Überleitungsstollen, Kavernenbehälter und Trinkwasserkraftwerke passiert. „Es gelangt also völlig unverändert und ursprünglich als Trinkwasser an seine Abnehmer“, so das Holding-Graz-Duo (vormals Graz AG) Messner und Zimmermann.

Verantwortungsvoll vorausgedacht

In der Wasserversorgung gilt es, für Jahrzehnte – bis zu 30 Jahre – vorauszuplanen. Das haben die Verantwortlichen getan. Wasser ist fürs menschliche Leben und für das Existieren unseres Planeten von elementarster Bedeutung. Eine Milliarde Menschen hat nicht genügend Wasser zum Überleben, fünf Millionen sterben alljährlich. „Es gilt daher, den Vorgängern, die da Verantwortung in den Stadtwerken getraKapfenberg gen haben, zu danken“, sagt Vorstandsdirektor Wolfgang Messner weiter, der zu dieser „HochschwabWasser-Expedition“ eingeladen hatte. Die Wiener trinken ja schon seit Bruck/Mur 1874 Wasser aus dem nördlichen Hochschwab. Als sich die Stadt Wien in den 60er-Jahren zusätzliche Vorkommen im Hochschwab-Massiv sichern wollte, reagierten die Steirer ihrerseits. Es war Prof. Andreas Thurner, ein anerPernegg kannter Experte, der die Stadtter Wasser, die werke Graz auf nutzbare Was2,5 Millionen servorkommen im südlichen Euro in die Bereich des HochschwabZWHS-Kasse Massivs aufmerksam gemacht bringen. „Die hatte. Mit einem umfangreiGesellchen Forschungsprogramm schaft arwurden über Jahre die Vorarbeitet koFrohnleiten beiten für die HochschwabstenWasserleitung geleistet, gab deckend, es Quellaufnahmen, wurden d.h., dass Messstationen errichtet, bis über den die Republik Österreich mitWasservertels Verordnung den Hochkaufserlös nur schwab zum Wasserschutzder anfallende und -schongebiet machte. Es Aufwand abgefolgten Langzeit-Pumpverdeckt wird.“ suche, um die Auswirkungen Hier am Moarhof auf die Natur zu untersubeginnt die Reise Friesach chen. Erst im Jahr 1987 des Wassers nach Graz. Nördlich der begann man mit dem Bau der Transportleitung, Landeshauptstadt, und sechs Jahre späin Friesach, befinter, im Jahr 1993, war den sich die Übergadie 65 Kilometer be-Station und der ZuKLIPP Dezember 2010

U M W E LT

re 1993 eröffnet worden ist, geschehen. Die Grazer bekommen damit quellfrisches Trinkwasser aus einer unberührten Natur. Die Wassergewinnung erfolgt mittels zweier Brunnenanlagen. „Es handelt sich um so genannte Vertikal-Filter-Brunnen, über die bis zu 200 Liter pro Sekunde gepumpt werden“, so ZWHS-Geschäftsführer Zimmermann. Rund 55 Millionen Euro kostete das zukunftsweisende Riesenprojekt mit allen Vorarbeiten und Entschädigungszahlungen für die Landwirte, die Jägerei. „23 Millionen Euro an Krediten laufen noch, der Rest ist bereits bezahlt“, so Karl Zimmermann. VerSt. Ilgen kauft werden jährlich rund 6,2 Millionen Kubikme-

Absolute Wasser-Reinheit ist ein Muss, jeder Keim wäre verhängnisvoll.

ZWHS-Geschäftsführer Karl Zimmermann: „Unser kostbarstes Lebensmittel.“

Fritz Holzer: Wasser-Experte vor Ort am Moarhof.

lange Trinkwasserleitung errichtet. Seit dem Jahr 1993 trinken daher die Bewohner von Bruck a.d. Mur, Pernegg und Graz HochschwabWasser, ein Jahr später ist dann auch Kapfenberg angeschlossen gewesen. Und ja, natürlich gehört es dazu, dass wir im Moarhof mit einem Glas Wasser auf die Zukunft des Hochschwab-Wassers anstoßen. Kaum einer von uns denkt beim Duschen und Baden, Autowaschen oder Gartengießen im Sommer daran, dass wir das mit Trinkwasser tun, unserem kostbarsten Lebensmittel, das wir haben. Aber so sind wir Menschen, erst, wenn etwas zur Mangelware wird, dann erkennen wir, wie wertvoll es ist.

Regelmäßige Qualitätskontrolle

Der Moarhof – von außen schmuck und unscheinbar, doch das Herzstück der ZWHS

Infos zur ZWHS (27 Gründungsmitglieder) Länge St. Ilgen – Friesach (bei Graz): 65 Kilometer Brunnen Moarhof: 800 Meter Seehöhe Übergabe-Station Friesach: 350 Meter Seehöhe Projektkosten: 55 Millionen Euro Inbetriebnahme: 1993 Nutzungsmenge: 200 Liter pro Sekunde Bauzeit: 1987 bis 1993 Langzeitpumpversuch: 1986 bis 1987 Wasserschutzverordnung für das Hochschwab-Gebiet: 1973 Jahresmenge: 6,2 Millionen Kubikmeter Kapazität des Naturspeichers: bis zu 80 Millionen Kubikmeter Durchschnittlicher Tagesverbrauch eines Haushalts: 135 Liter

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Ab Jänner 2011, also schon im nächsten Monat, kann die Familie Flieser* aus Gleisdorf sich rund um die Uhr über den Fernsehschirm, das Handy oder das Internet informieren, wie viel Strom sie im Vergleich zum Vorjahr verbraucht. Und was die absolute Neuheit ist: Wie viel Euro sie sich im Vergleich zur Vergangenheit erspart haben oder mehr zahlen müssen. Es ist ein Pilotversuch, der den Stromverbrauch revolutionieren könnte.

Feistritzwerke Steweag entwickelten intelligenten Stromzähler, der auch rechnen kann – das Stromauge als „Fernsehprogramm“ Es soll beim Energiesparen helfen.

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Ein Stromauge, das lacht oder verärgert ist

ir werden das System Stromauge bei 50 Stromkunden der Feistritzwerke Steweag, die sich dafür gemeldet haben, im praktischen Alltag testen“, so Geschäftsführer Walter Schiefer. Die Daten aus dem Pilotversuch werden analysiert und dann sollte man erkennen, ob die Einführung eines solchen Systems auch bei allen Stromkunden wirtschaftlich sinnvoll ist. Dazu wird ein intelligenter, digitaler Zähler im Zählerkasten montiert und ein Steckmodul wird in eine Steckdose in der Nähe des Fernsehers gesteckt. Von diesem Steckmodul wird eine kurze Kabelverbindung zum

Solange es in der guten Stube schön warm ist, macht sich kaum jemand Gedanken, wie die Wärme ins Haus gelangt.

Grazer Fernwärme – volles Rohr für den Klimaschutz

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Heigl, Geschäftsführer der Energie Graz. „Neben dem Energiesparen ist in den letzten Jahren ein weiteres Argument für die Fernwärmeversorgung in den Vordergrund getreten: die Feinstaubproblematik. Bei einer Umstellung auf Fernwärme werden im Schnitt 94 % der Staubemissionen sowie 56 % CO2 eingespart“, so Dr. Steiner, Geschäftsführer der Energie Graz. v

Vorteile auf einen Blick • komfortable, jederzeit verfügbare Energie,

• platzsparend, da kein Lagerraum erforderlich,

• umweltfreundlich und sauber, • günstige, preisstabile und zuverWerbung

I

m Herbst 1963 hat das Fernheizkraftwerk Graz den Betrieb aufgenommen und die ersten Kunden wurden mit Fernwärme versorgt. Damit wurde der Grundstein für eine Entwicklung gelegt, deren Tragweite damals noch kaum abschätzbar war. Heute, 47 Jahre später, hat das Grazer Fernwärmenetz die beachtliche Länge von 300 km. Lange Zeit galt Fernwärme jedoch als teuer. Das ist heute definitiv nicht mehr der Fall. Weder im Betrieb noch in der Anschlusserrichtung. Durch den forcierten Netzausbau und die Förderungen gibt es sogar Anschlüsse um einen Euro pro Monat, und der Energiekostenvergleich der Heizformen zeigt, dass Fernwärme im Betrieb mittlerweile die günstigste Art zu heizen ist. „Kein Wunder also, dass wir im heurigen Jahr über 20 MW zusätzlichen Anschlusswert erreicht haben – dies entspricht ca. 4.300 Wohnungen!“, berichtet Dr.

lässige Versorgung.

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Fernseher hergestellt. Damit kann der eigene Stromverbrauch zeitgenau am Fernseher angeschaut werden. Es müssen keine „Stromleitungen“ neu verlegt werden, denn die Zähler-Datenübertragungen erfolgen ja über das hauseigene Stromnetz. Anhand von wechselnden Bildern werden der aktuelle und der monatliche Strombedarf angezeigt. Herzstück ist aber die Anzeige mit dem Bild des Stromauges auf dem Fernsehschirm. Hier ist dann zu sehen, wie hoch der Stromverbrauch seit der letzten Stromabrechnung im Vergleich zum Zeitraum des Vorjahres ist. So ist jederzeit sichtbar, ob der Verbrauch im laufenden Jahr höher oder niedriger als im Vorjahr ist. Auch die eventuellen Mehrkosten oder die Ersparnis werden angezeigt. Bei Ersparnis ist diese mit einem grünen Balken hinterlegt und das Stromauge lächelt. Wird mehr verbraucht, so sind die Zahlen mit einem roten Balken hinterlegt und das Stromauge blickt ernst bzw. weint. Rund um die Uhr sendet der digitale, intelligente Zähler Details aus dem Leben der Familie Flieser ins System. Ob die Waschmaschine läuft, wie viel sie verbraucht, ob jemand zum Beispiel den Toaster eingeschalGeschäftsführer tet hat oder ob der BoiWalter Schiefer: ler sich in Spar-Stellung „Kunde sieht sofort, ob er im Plus oder im befindet, ob die Tochter gerade Teewasser in eiMinus ist.“ ner Kanne erhitzt, der Sohn am Computer arbeitet oder sein Keyboard benützt. Das Leben der Familie Flieser gibt es so gesehen als Stromlieferungsprofil. Die Familie kann den Stromverbrauch nicht nur ablesen, sondern auch managen. Es gibt ja eine Reihe elektrischer Geräte, die nicht sofort oder ständig laufen müssen, die man also nur bei dem günstigsten Stromangebot zum Beispiel einschalten müsste. Das könnte man bei einer programmierbaren Waschmaschine oder Spülmaschine tun, die irgendwann laufen kann. Geschäftsführer Walter Schiefer: „Aber nicht nur am Fernseher kann der Stromverbrauch mit dem von uns entwickelten System Stromauge angeschaut werden, sondern er ist auch im Internet auf der FeistritzwerkeSteweag-Homepage oder übers Handy abrufbar. Zusätzlich haben die Kunden auch noch die Möglichkeit, bei einer Überschreitung des Stromverbrauchs sich persönlich mittels eines E-Mails oder durch ein SMS alarmieren zu lassen.“ v

„Weil wir professionelle Planer, gute Mitarbeiter – nicht nach einem MöbelhausSchema – haben, sind wir in der Lage, sämtliche Vorstellungen unser Kunden zu erfüllen“, sagt Firmenchef Erwin Faustmann.

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n der Möbelmanufaktur mit ihrem Sitz in Eichberg bei Vorau wird besonderer Wert auf die Einzigartigkeit jedes Stückes und auf die Qualität in der Verarbeitung gelegt. „Wir finden für jeden Kundenwunsch die passende Lösung, weil wir individuelle Anfertigungen mit den modernsten Maschinen produzieren können. Egal, ob das

Jedes Stück ist einzigartig

nun eine Torschusswand ist, wie sie sich Mario Haas für seine Camps gewünscht hat oder es sich um den Umbau des Hotel Böhlerstern in Kapfenberg, um die Pulte für ein Autohaus handelt oder um ein Büro für die Israelitische Kultusgemeinde, um die Einrichtung einer Boutique oder um Eigenheime von Privatleuten, wie jenes von Golf-Trainer Ali Rosker, jenes des Fußballprofi Mario Hass, der Familie Wilfinger oder des Eigentümer der Moser Medical Group oder um eine Zirbenstube – wir schaffen alles, die Spezialisierung ist einfach unsere Stärke.“

„Bei der Verarbeitung von Platten verwenden wir österreichische Produkte. Und das sieht man sofort, bei den ersten Arbeitsschritten“, so Erwin Faustmann. Die Stärke des Tischlers ist die, dass im Möbelhaus gute Möbel gleich kosten wie

beim Tischler. „Nur, unser Produkt ist einmalig, ist eine Maßarbeit.“ Erwin Faustmann startete sein Unternehmen als Ein-Personen-Firma in der kleinen Garage zu Hause in Eichberg in der Oststeiermark. Mit stets vor Augen gehaltenen Zielen und Eigenschaften wie Ehrlichkeit, Ehrgeiz und Mut baute er seinen Betrieb auf. 1994 errichtet er sein erstes Werkstätten-Gebäude. Bis heute ist der Betrieb auf eine Produktionsfläche von 4.200 Quadratmeter angewachsen. Als Möbelmanufaktur wird besonderer Wert auf die Einzigartigkeit jedes Stückes und auf die Qualität geachtet.

*Name von der Redaktion geändert KLIPP Dezember 2010

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Der Kachelofen als G

erade zeigt uns der Winter, dass mit ihm zu rechnen ist. Ordentliche Minustemperaturen sorgen für romantisches Spaziergangswetter, Schneemänner bauen und natürlich Punsch trinken. Aber auch da und dort für hohe Heizkosten – nicht aber, wenn man sich an einem Kachelofen wärmen kann. Er ist effizient, sparsam und vermittelt Behaglichkeit. Es gibt sie ja schon seit hunderten von Jahren – die Kachelöfen. Ihr Aussehen hat sich im Laufe der Zeit klarerweise stark verändert, manche haben auch schon oft ein beachtliches Alter auf dem Buckel. Nur eines war und ist immer gleich: Der Kachelofen steht für Wohlfühl-Wärme. Kein Wunder, dass er fast für jeden Österreicher der Inbegriff für Behaglichkeit ist. Das knisternde Holz erzeugt Wärme, die von den Schamotten aufgenommen und gespeichert wird. Und zwar mehrfach. Der Kachelofen holt sich die Heizenergie nicht nur dort, wo sie zuerst entsteht – im Brennraum. Die heißen Gase wer-

den durch eine Art Labyrinth aus Zügen geleitet, deren Wärme ebenfalls genützt wird. Dadurch geht kaum Energie verloren. Im Gegensatz zu vielen anderen Heizgeräten, die einen Teil der Wärme schlichtweg durch den Schornstein wegpusten. Der Kachelofen spart also Heizkosten, ist umweltfreundlich,

Viktor Heil

atelier | k Heil KG Standort: Dörfl 37 | A-8330 Feldbach Büro: Kaindorf 264 | A-8224 Kaindorf m: 0664 52 16 246 | t, f: 03152 67 066 www.atelier-k.at | office@atelier-k.at

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Wohlfühl-Faktor

Familien-Trio: Maria und Peter Scheibelhofer mit Tochter Isabelle

Scheibelhofer in Fürstenfeld setzt auf Vollkachelkeramik

S schafft gesundes Wohlfühl-Klima und wirkt durch die individuellen Design-Varianten als Gestaltungselement in jeder Wohnlandschaft. Kacheln gibt es in einer nahezu unendlichen Palette von Farben und Formen. Ihre angenehm seidig-weiche Oberfläche lädt zum Berühren und Anlehnen an. An ih-

nen kann man sich praktisch nicht verbrennen. Die behagliche Strahlungswärme bringt viele Vorteile. So kann die Raumluft-Temperatur niedriger gehalten werden, da die umgebenden Flächen wärmer sind. Das führt zu einer höheren Luftfeuchtigkeit, die wiederum angenehmer ist als trockene Luft. v

Richtiges Heizen Ein Großteil der Energiekosten im Haushalt wird für das Heizen benötigt. Mit ein paar Tricks können Sie die Heizkosten ganz einfach reduzieren. • Freie Sicht auf Heizkörper (Vorhänge?). Trocknen Sie Wäsche am Heizkörper? Bitte weg damit! Nur dann kann sich die Heizungswärme im Raum verbreiten. Auch Thermostatventile müssen frei sein, um die Raumtemperatur richtig zu erfassen. • Konstante Temperatur. Stellen Sie die Heizung nie komplett ab – auch, wenn Sie nicht zu Hause sind. Eine vernünftig gewählte, konstante Durchschnittstemperatur ist kostensparender als ständiges Aufheizen und Auskühlen. • Luft-Stopp. Das kühle Schlafzimmer mit der Warmluft der restlichen Wohnung zu heizen, mag verlockend sein, ist aber nicht sinnvoll. Im Gegenteil: Wärmere Luft enthält mehr Feuchtigkeit, dringt sie in kühle Räume ein, bildet sich Kondensat und in Folge Schimmel. Deshalb sollten die Türen zu weni-

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ger beheizten Räumen grundsätzlich geschlossen bleiben. • Heizungs-Check. Lassen Sie einmal pro Jahr – am besten vor der Heizperiode – Ihre Heizung von einem Fachmann kontrollieren. • Schon gewusst …? Jedes Grad weniger am Thermometer spart sechs Prozent an Heizkosten. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Normal temperierte Luft hält den Stoffwechsel auf Trab und fördert das Wohlbefinden. Nicht jeder Raum benötigt dieselbe Temperatur. Mit einer entsprechenden Abstimmung tun Sie den Betriebskosten und Ihrem Körper etwas Gutes. Wohn- und Esszimmer: ca. 20 Grad, Schlafzimmer: 17 bis 18 Grad, Badezimmer: 22 bis 24 Grad, Arbeits- und Kinderzimmer: ca. 22 Grad. Treppenhaus: 12 Grad. Idealwerte bei längerer Abwesenheit: 12 bis 15 Grad. Die optimale Luftfeuchtigkeit in den Räumen liegt zwischen 40 und 55 Prozent.

pirit of Fire nennt das Fürstenfelder Unternehmen Scheibelhofer die von ihm kreierte Vollkachel. Diese wird handgeformt und nach alter Tradition gefertigt, so heißt es im Hause Scheibelhofer. Vollkacheln haben einfach mehr Speicherkapazität und der gesamte Kachelofen-Mantel wird dadurch auch stabiler. Dies war auch eine der „Botschaften“ anlässlich der Eröffnung des neuen Kachelofen-Schauraums in Fürstenfeld. Bereits über 6.000 Kachelöfen, Kamine und Herde wurden in der langjährigen Firmengeschichte ge-

baut und werden regelmäßig gewartet. Hinzu kommt, dass im zentraleuropäischen Raum über 150 exklusive Ofenbau-Betriebe mit Spirit of Fire-Qualitätsprodukten aus dem Hause Scheibelhofer beliefert werden. Um seine Marktführerschaft in den Bereichen Kachelofenbau sowie Metall- und Anlagenbau (Segment Landtechnik) abzusichern, gab es in Fürstenfeld umfangreiche Um- und Ausbaumaßnahmen. Eine davon ist die Realisierung von Europas modernstem Kachelofen-Planungsstudio mit IT-Präsentations­ technik. v

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Modernisierungsschub für Jugend am Werk Feierliche Schlüsselübergabe im „Welcome Tower“ Graz Von Roswitha Sauseng

W

elcome Tower“ in Graz: Coole Musik, eine Vielzahl von Leuten tummelt sich in den 2 Stockwerken des modernen Gebäudes, angeregte Unterhaltung, Michael Ostrowski als Moderator (Kinofilm: Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott), Cocktails und „Amuse Bouche“ – Essen aus Gläsern, Partystimmung. Kein schicker Club für Junge und Junggebliebene. So präsentiert sich Jugend am Werk neu. Der Grund der Feier: Eröffnung der neuen Räumlichkeiten in Graz für die ArbeitsAssistenz, die Servicestelle mobil.betreut und den Wohnverbund. Location: Der „Welcome Tower“, das umgebaute Gebäude der ehemaligen Pensionsversicherungsanstalt in Graz. Diese Eröffnung – kein Einzelfall bei Jugend am Werk. Unter zahlreichen Gästen die beiden Geschäftsführer Walter Ferk und Walerich Berger. Ferk: „Ein Puzzlestein in einer breit angelegten Bau- und Modernisierungsoffensive von Liezen bis Leibnitz, beginnend mit Mai 2009, die heuer ihren Höhepunkt erreicht und sich im nächsten Jahr fortsetzt.“ Jugend am Werk gehört zu den größten Trägerorganisationen sozialer Dienstleistungen in der Steiermark

Foto: Jugend am Werk/Chris Zenz

„

Ein gut gelaunter Michael Ostrowski mit den nicht minder fröhlichen Zweigstellenleiterinnen

und, so Berger, etwa 600 MitarbeiterInnen an über 50 Standorten setzen sich für Menschen, die aus verschiedensten Gründen neue Chancen im Leben brauchen, ein: In der Jugendwohlfahrt, der Begleitung von Menschen mit Behinderung, der Ausbildung und Beschäftigung von Jugendlichen, in der Kriseninterven­ tion, Frühförderung. Die KundInnen, und das sind Menschen, die auf Grund von Behinderung, Schicksalsschlägen oder sozialer Benachteiligung Hilfe benötigen, wissen das zu schätzen. Ferk: „Die Menschen in unseren verschiedenen Einrichtungen, wie Werkstätten oder Produktionsschulen, wurden auch in die Vorbereitungen für die Eröffnung eingebunden“ – für Catering, Service, Dekoration oder sogar für

den imposanten Eröffnungs-Schlüssel, hergestellt in der Produktionsschule Deutschlandsberg.

„Hier könnte auch IBM arbeiten“ Walter Ferk zum Modernisierungsschub: „Hier im Welcome Tower ­finden wir eine tolle Location auf 900 m2, mit verschiedenen Angeboten, eingebettet in eine Nahverkehrsdrehscheibe.“ Ferk spricht gleichzeitig den Dank an AMS, Bundessozialamt und Land Steiermark aus: „Sie alle fördern uns und wir sind bemüht, das Beste für unsere KundInnen zu leisten.“ Dr. Anna Rieder, Aufsichtsratsvorsitzende, erzählt nicht ohne Stolz: „Bereits seit 60 Jahren ist Jugend am Werk tätig und in vielen Bereichen Marktführer. Seit dem vorigen Jahr gibt es eine

neue Führungsebene und wir setzen besondere Initiativen im baulichen Bereich.“ Bisher bereits 14 neue oder adaptierte Standorte in Graz und der AR-Vorsitzende übrigen Steiermark Dr. Anna Rieder sprechen Bände. Und es werden noch weitere folgen. Eine Ausstattungsoffensive, die ihres­gleichen sucht. Mehrere Millionen Euro werden investiert. „Vereinsvor- GF Walter Ferk stand, Aufsichtsrat und Geschäftsführung bündeln alle Kräfte und ziehen an einem Strang, um dies möglich zu machen“, präzisiert Berger. „Hier könnte auch IBM ar- GF Walerich Berger beiten“, bringt es Mag. Karl-Heinz Snobe, Landesgeschäftsführer vom AMS Steiermark auf den Punkt. Eine ehrenvolle Aufgabe kommt Dr. Margareta Steiner, Landesstellenleiterin des Bundessozialamtes, zu. Sie eröffnet mit symbolischer Schlüsselübergabe an die drei Zweigstellenleiterinnen Sabine Veitlmeier, Karin Kurzmann und Martina Wukitschewicz die neuen Räumlichkeiten. v

Therapiezentrum Graz-Leonhard

Malwerkstatt Graz

In Leoben wurde eine moderne Betreuungs-, Ausbildungs- und Arbeitsstätte für Jugendliche errichtet. Im selben Gebäude ist auch die Behindertenwerkstätte untergebracht. „Die Nutzung von Synergien steht dabei im Vordergrund“, betont Zweigstellenleiter Andreas Schicker.

Als Einrichtung der Jugendwohlfahrt unterstützt Leander Kinder, Jugendliche und Familien mit vielfältigen Angeboten bei der Lösung von Problemsituationen und Krisen. Leander ist auch ein Ort der Begegnung und Kommunikation.

Kinder und Jugendliche können in diesem Zentrum kostenlos Psychotherapie und psychologische Behandlung in Anspruch nehmen. Zweigstellenleiterin Christine Va­­­re­ tza: „Wir verzeichnen einen starken Zulauf. Es werden bereits 70 Familien betreut.“

Die Malwerkstatt Graz besteht seit 1992. In unmittelbarer Nähe des zukünftigen Joanneum-Viertels gelegen, haben sich 6 KünstlerInnen in dem kreativen Schaffens- und Arbeitsumfeld zu einer gefragten Gruppe mit internationaler Bedeutung und Ausstellungen an verschiedensten Orten entwickelt.

Gebäude der Produktionsschule Leoben

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Leander hilft Kindern und Jugendlichen, wieder Fuß zu fassen und neuen Lebensmut zu schöpfen.

Foto: Jugend am Werk/G. Jurschitsch

Orientierungshilfe Psychotherapie für Kinder und Jugendliche im neuen JAW-Therapiezentrum Leonhard

Foto: Jugend am Werk/G. Jurschitsch

Leander – Jugend- und Familienbegleitung in Deutschlandsberg

Foto: Jugend am Werk/Chris Zenz

Produktionsschule Leoben

Foto: Jugend am Werk

Thema der Anzeigenredaktion

14 neue Standorte

Kreatives Schaffen am Andreas-HoferPlatz: Die Künstler Andreas Schmidt und Gerhard Hammerl

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Lehre ohne Barriere

Männerwirtschaft

Eine Lehrstelle finden, einen Beruf erlernen, Geld verdienen, sich eine Zukunft aufbauen? Das wünschen sich wohl fast alle Jugendlichen – auch jene mit Lernschwierigkeiten, sozialen, emotionalen oder körperlichen Beeinträchtigungen. Das Bundessozialamt fördert im Rahmen der integrativen Berufsausbildung eine Reihe von kostenlosen Angeboten, damit alle Jugendlichen eine Chance haben, den richtigen Beruf zu finden:

Eine offene Tür für Männer in Notlagen

Fotos: Farkas

„Selbst kocht der Mann“ – das Kochbuch des Männerwohnheimes der Stadt Graz, initiiert von Sozialarbeiter Johannes Eder, geht in die zweite Auflage. Prominente – wie Ambros, Pröll oder Voves – präsentieren neben Heimbewohnern im Buch ihre Lieblingsrezepte.

Auch bei der Wäsche heißt es: Selbst ist der Mann.

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ine freundliche Begrüßung, ein gemütlich gedeckter Frühstückstisch für eine größere Runde – jeden Donnerstag gibt es die sogenannte „Morgenrunde“ – so präsentiert sich das Männerwohnheim der Stadt Graz. Man fühlt sich eingeladen, aufgenommen und käme vorerst nicht auf die Idee, darüber nachzudenken, wie viele schwere Schicksale sich doch in diesem Gebäude verbergen. Gernot Wippel, Leiter des Sozialamtes der Stadt Graz: „Diese Servicestelle für Männer ist zurückzuführen auf prekäre Lebenssituationen. Die Schere zwischen Wohnen und Kosten klafft immer weiter auseinander.“ In dieselbe Kerbe schlägt auch Monika Farkas, Leiterin der städtischen Wohnheime: „Armut macht krank. Diese Menschen sind oft ausgegrenzt. Früher wurden sie in der Dorfgemeinschaft mitgetragen.“ Diese Problematik spiegelt sich oft auch in Alkohol- und Suchtproblemen wider. Obwohl, und das betont sie, inzwischen schon Männer jeglicher sozia­ len Schicht und jeden Alters hier Unterschlupf finden. Arbeit, Wohnen und Partnerschaften sind zentrale Themen, und damit verbunden,

wenn „nichts mehr geht“, Burn-out und Depressionen. Farkas: „Männer haben oft keine Wurzeln. Auffällig ist, dass inzwischen auch die Zahl der Akademiker unter den Bewohnern ansteigt und schon ganz junge Männer, ab etwa 18, vor der Tür stehen.“

Multiprofessionalität 74 Betten stehen im Männerwohnheim zur Verfügung. Eines ist wichtig: Die Männer müssen ihren Alltag selbstständig gestalten. Doch ein Team aus Psychologen, Sozialarbeitern, Pflegehelfern und Heimbetreuern gibt Halt und unterstützt die Männer tatkräftig. Martina Schröck, Sozialstadträtin der Stadt Graz: „Die Wohnheime sind sehr gut ausgelastet. Bei den Männern war 2010 ein leichter Anstieg, bei den Frauen ein leichter Rückgang zu verzeichnen.“ Leider sehr gut ausgelastet, müsste man im Sinne der Schicksale, die dahinter stehen, fast sagen. 1904 entstanden, hat das Männerwohnheim Graz bereits eine lange Tradition hinter sich. Bis zum Jahre 1928 war es ein Heim für Männer, Frauen und Kinder. Erst dann entstand das Frauenwohnheim in der Hüttenbrenner­gasse. v

Hintergrund

Auf Herbergssuche im Männerwohnheim der Stadt Graz

Clearing ... ist ein innovatives, kostenloses Angebot an der Schnittstelle von Schule und Beruf. Für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren, zur Entwicklung beruflicher Perspektiven und Erarbeitung eines individuellen Integrationsplans. Die Jugendlichen werden bei der Entwicklung möglicher beruflicher Perspektiven begleitet. Die Berufsausbildungsassistenz ... unterstützt bei der Suche eines integrativen Lehroder Ausbildungsplatzes, bietet Beratung für die Ausbildungsbetriebe über Förderungen, organisiert Hilfsmittel am Arbeitsplatz und in der Berufsschule und unterstützt bei behördlichen Angelegenheiten. Sie ist auch Ansprechpartnerin für Lehrbetriebe und Ausbildner. Die Arbeitsassistenz ... unterstützt die Integration von Menschen mit Behinderungen durch Beratung und Information beim Eintritt ins Berufsleben oder im Verlauf eines Dienstverhältnisses. Informationen: Landesstelle Steiermark des Bundessozialamtes. Babenbergerstraße 35, 8020 Graz bundessozialamt.stmk1@basb.gv.at Tel.: 0316 70 90 0*

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Auto und motor

Deutsche Forscher entwickeln völlig neue Geräuschkulisse für Elektrofahrzeuge

Verkehrte Welt Jahrzehntelang forschten und arbeiteten die Autohersteller daran, ihre Fahrzeuge geräuschärmer zu machen, die Wirksamkeit von Auspuffanlagen zu verbessern. Je unauffälliger und stiller ein Fahrzeug dahingleitet, umso komfortabler und luxuriöser wirkt es. Ist das nicht verrückt?

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etzt, wo das Zeitalter der Elektroautos nach jahrelangen Versprechungen endlich da ist, kreieren zum Beispiel die Soundtechniker des deutschen AutomobilHerstellers Audi eine völlig neue Geräuschkulisse für zukünftige Elektrofahrzeuge.

Geräusche nicht vergleichbar „Es ist natürlich naheliegend, sich am vertrauten Geräusch eines konventionellen Verbrennungsmotors

Künstliche Geräuschkulisse wird den Audi E-tron auf der Straße „hörbar“ machen.

zu orientieren“, so die Forscher. Der sonore Klang eines 6-Zylinders oder das geschmeidige Grummeln eines V8 – die Geräusche von Verbrennungsmotoren kann man leicht zuordnen. Beim Elektroauto ist das völlig anders – bis Tempo 25 fährt es beinahe geräuschlos, die Gefahr

REMUS Titanium 2: Für sportlich orientierte Fahrer schen wie auch mechanischen Belastungsfaktoren gelegt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Weniger Gewicht, gesteigerte Performance und eine Verdichtung der Oberfläche mit exklusiver Optik. Sportlich orientierte Fahrer – egal welcher Motortyp sich unter der Haube befindet – haben daher die Garantie einer passenden HighEnd-Abgasanlage.

Quelle: Medianet, 12.11.2010

Paar sucht neue Mitarbeiter

Auch das gibt’s zum Glück „Den einzigen Engpass verzeichnen wir bei den Mitarbeitern“, so Johannes Bernsteiner, Geschäftsführer der Anton Paar ShapeTec GmbH am neuen Standort in Wundschuh. Zehn zusätzliche Mitarbeiter könnte man sofort einstellen, doch Fachkräfte, vor allem für die neue Lackieranlage, seien schwer zu finden. Die Produkte des Unternehmens findet man in Info-Terminals auf großen Flughäfen ebenso wie in Straßenbahnen und Zügen, aber auch in der Medizintechnik und in Flugzeugen. Friedrich Santner, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Paar, will auch in Graz zusätzlich 30 Millionen Euro investieren. „Unser Ziel ist es, 200

neue Arbeitsplätze zu schaffen.“ Als Unternehmenschef gehört er zu den Ausnahme-Persönlichkeiten, mit hohem Sinn fürs Gemeinwohl. Friedrich Santner ist ein lediges Kind einer Bauernmagd, wuchs im SOS-Kinderdorf auf, war Werksstudent und verdiente als Erzieher sein Geld. Später heiratete er in die Industriellenfamilie Paar-Santner ein. Die vierfachen Eltern haben einen ausgeprägten Sinn für soziale Verantwortung. Letzter Beweis dafür ist eine Kinderkrippe bzw. ein Kindergarten im Unternehmen, in einer Zeit, in der die meisten Unternehmen sich von ihren sozialen Benefits für Mitarbeiter lieber heute als morgen verabschieden. v

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Ein wahres Highlight: Remus bietet mit der neuen Titanium 2 eine Abgasanlage an, wie sie sonst nur im Rennsport eingesetzt wird. Dabei wird die Oberfläche des VolltitanLeichtbaues durch Kugelstrahlverfestigung veredelt und das Strömungsverhalten optimiert. Bei der Entwicklung haben die Remus-Ingenieure größten Wert auf das Schwingungsverhalten und die thermi-

für andere Verkehrsteilnehmer liegt auf der Hand. Die logische Konsequenz: Das Elektroauto der Zukunft braucht einen eigenen Sound. „Im Geschwindigkeitsbereich zwischen 0 und 25 Stundenkilometer spricht man von Quiet Cars“, so erklärt Ralf Kunkel, Leiter Akustik

der Audi AG. Nahezu lautlos bewegen sich Elektroautos auf den Straßen. Erst danach treten Geräusche durch das Abrollen der Reifen und durch den Fahrtwind in den Vordergrund. Vergleichbar mit einem konventionellen Fahrzeug ist die Geräuschkulisse trotzdem nicht. „Wir werden deshalb Geräusche bei Elektroautos künstlich erzeugen“, so Kunkel, „das erhöht auch die Verkehrssicherheit.“ Neben der Sicherheit gehe es auch um die Fragen: Wie soll das Fahrzeug der Zukunft klingen und sich soundtechnisch positionieren? Blätterrauschen, Vogelzwitschern oder schrille Töne wie bei Pistenraupen sind also keine Option. Aber: „Raumschiffgeräusche wie in Kinofilmen erinnern an Autos, unterscheiden sich gleichzeitig aber stark – ein durchaus interessanter Ansatz“, sagt Kunkel. v www.audi.com

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Auto und motor

Die neue Ford-C-Max-Familie

Sportlicher 5-Sitzer und eleganter 7-Sitzer

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it dem neuen C-MAX und dem Grand C-MAX hat Ford zwei ganz eigenständige Modelle entwickelt, die exakt auf die spezifischen Bedürfnisse zweier sehr unterschiedlicher Kundengruppen abgestimmt wurden“, zeigt sich Maria Gaberszik erfreut. „Während der besonders geräumige Grand C-MAX mit seinen sieben Sitzplätzen speziell für junge Familien die ideale Wahl ist, spricht der sportlicher ausgelegte C-MAX Autokäufer jeden Alters an.“ Sein Plus an Innenraum schöpft der neue, 4,52 Meter lange und besonders geräumige Grand C-MAX vor allem aus dem um 140 Millimeter gestreckten Radstand. Auch in der Höhe übertrifft er das kürzere Schwestermodell um 40 Millimeter. Damit kann er bis zu sieben Personen ein souveränes Platzangebot zur Verfügung stellen oder zum Beispiel fünf Insassen und jede Menge Gepäck transportieren. „Der fünfsitzige, dynamischer ausgelegte Ford C-MAX hingegen bleibt den Außenmaßen des Vorgän-

gers im Großen und Ganzen treu“, so Maria Gaberszik. Dies bedeutet: Er greift jenen bewährten Kompromiss aus kompakten Karosserie-Abmessungen, praktischen Bedienvorteilen und großzügigen Platzverhältnissen sowie hoher Sitzposition und sportlich-dynamischem Fahrverhalten auf, der auch der ersten Generation dieses Vans als Erfolgskonzept gedient hat. „Das Innenraum-Konzept passt bei dem Auto; dank innovativer Motoren gibt’s weniger Verbrauch und saubere Abgase, viel zusätzlichen Komfort auch mit dem aktiven Einpark- und dem Toter-Winkel-Assistenten, sowie dem Geschwindigkeitsbegrenzer.“ v www.ford-gaberszik.at www.ford-reisinger.com

Mercedes Wittwar setzt Investitionen in Serviceleistung und Qualität fort

Neue HochleistungsLackieranlage eröffnet 1986 nahm die zur Pappas-Gruppe gehörende Firma Wittwar in der Schippingerstraße in Graz die damals modernste Lackieranlage Österreichs in Betrieb. 24 Jahre später wurde die Erweiterung und Modernisierung, im Frühjahr dieses Jahres, in Angriff genommen. Nach einer Bauzeit von einem halben Jahr und der damit verbundenen Investition von einer Million

Euro konnte die neue Lackieranlage unlängst in Betrieb genommen werden. „Damit erreichen wir eine Verbesserung der Betreuungsqualität sowie eine Leistungssteigerung der Lackierabteilung“, so Ursula Hilberger. Selbstverständlich entspricht die umweltverträgliche Lackieranlage den Anforderungen des österreichischen Emissionsgesetzes. v

Um sensationelle

€ 10,– besser in den Winter!

12.12.2010

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Foto: Wolf

Wer denn sonst. 1-2-3 Pannen-Notruf

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Betriebsleiter Karl Proß und sein „Lackier-Team“ in der neuen Finishhalle von Mercedes Wittwar.

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GESUNDHEIT

Operation letzte Waffe bei Hüft- und Knieproblemen

Geschenkte Mobilität Auch wenn GelenkersatzOperationen als Routineoperationen viel von ihrem Schrecken verloren haben, ist ein Gelenkersatz noch immer ein großer chirurgischer Eingriff.

Gelenkersatz-Operationen gehören heute zu den häufigsten geplanten Operationen in den Krankenhäusern in Mitteleuropa. In Österreich erhalten ca. 16.000 eine neue Hüfte und 12.000 ein neues Kniegelenk. Klaus Engelke: Gelenkersatz ist und bleibt in der Regel immer die letzte medizinische Maßnahme, wenn alle anderen therapeutischen und medikamentösen Behandlungen keine oder nicht mehr die gewünschten Wirkungen erzielen; vor allem, wenn die Schmerzen immer größer werden und auch mit der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten nur mehr unzureichend behandelt werden können. Die Entscheidung zur Operation kann dem Patienten niemand abnehmen. Klaus Engelke: Ja, die muss er immer selbst treffen. Arzt, Verwandte und Bekannte können den Patienten dabei aufklären, bestärken oder auch aus eigener Erfahrung berichten, aber letztendlich bleibt es immer in der Verantwortung des Patienten, den richtigen Zeitpunkt für die Operation festzulegen. Ziel jedes Gelenkersatzes ist es, eine wesentliche Besserung der Schmerzsituation im Vergleich zu vor der Operation zu erreichen und eine möglichst hohe Mobilität mit dem neuen Gelenk herzustellen. Klaus Engelke: Die Gelenkprothesen sind kleine Wunderwerke der Technik, können aber nicht mit den natürlichen Gelenken in allen Belangen verglichen werden. Wenn Komplikationen auftreten, wollen wir diese dennoch nicht verschweigen. Mit der durchschnittlichen Lebenserwartung von ca. 80 Jahren muss damit gerechnet werden, dass speziell die tragenden Gelenke (Hüfte, Knie und Sprunggelenk) einem Verschleiß unterliegen. 36

Bildtext

Foto: Furgler

18 Mal über den Atlantik

Vorplanen ist alles Die Idee zum neuen Buch spukte seit Jahren im Kopf herum. Die hat sich nun erledigt. „Wir haben am Wochenende und nach 22 Uhr am Abend gearbeitet“, blickt Dr. Klaus Engelke zurück. Und schon gibt es ein neues Projekt – zur See zu fahren, den Atlantik zu überqueren. Segeln ist eines der größten Hobbys von Dr. Klaus Engelke. „Etliche Male bin ich schon über den Atlantik auch mit Segelyachten von den USA, der Karibik nach Europa. Im kommenden Jahr soll es wieder so weit sein, das Zeitfenster dazu gibt’s von den Witterungsverhältnissen her im Sommer, aber auch vom Urlaub her. Da bist du dann zweieinhalb Wochen rd. 1.800 Seemeilen teilweise ohne Möglichkeiten fremder Hilfe unterwegs. Das ist also eine echte Herausforderung“, so Engelke. Und wie gefährlich ist das? „Gar nicht, wenn man die Dinge gut plant.“ Wie seine Patienten vor der Operation schaut sich Klaus Engelke das zu überstellende Segelschiff sehr genau an, in welchem Zustand es ist, um dann auf See nicht von irgendeinem Gebrechen oder sonst etwas überrascht zu werden. Sodass man selbst bei „Schwerwetter“, wie der Seefahrer sagt, und mit Hilfe der modernen Technologie das Boot sicher nach Hause fährt.

Von den Materialien her bestehen moderne Verankerungskomponenten aus Titan oder anderen Metalllegierungen (z.B. Chrom/ Cobald/Molybden). Diese Stoffe sind grundsätzlich gut verträglich. Klaus Engelke: Ganz wichtig ist dabei, dass nach der Operation der zeitaufwändige Prozess zurück zur Mobilität vom Patienten positiv und aktiv mitbegleitet und mitgestaltet wird, durch Teilnahme an der Rehabilitation und durch laufende Übungen zuhause. Es gibt Betroffene, die sogar mit mehr als einem künstlichen Gelenk ohne gröbere Einschränkungen ein erfülltes Leben führen und ihre wieder zurückgewonnene Mobilität – vor allem schmerzfrei – genießen. Bestimmte sportliche Betätigungen, zwar nicht mehr im Hochleistungsbereich, sind genauso wieder möglich wie eine gelebte und erfüllte Sexualität bis ins hohe Alter. Aus dem Alltag: Wie komme ich zum Beispiel durch die Sicherheitskontrollen am Flughafen? Klaus Engelke: Da Endprothesen aus Metall bzw. Metallverbindungen bestehen, können diese, je nach Legierung und Zusammensetzung, in den Flughafen-Sicherheitskontrollen beim Durchschreiten der Sicherheitsschranken Alarm auslösen. Um unnötige Diskussionen zu vermeiden, kann sich der Patient für die Reisen ein entsprechendes Dokument oder einen Prothesen-Pass ausstellen lassen. Das erleichtert die Kommunikation mit dem Sicherheitspersonal, vor allem im fremdsprachigen Ausland.

Schlafstörungen sind

Mission B Wer nicht schlafen kann, quält sich durchs Leben. Eine mühevolle Angelegenheit. Von Roswitha Sauseng

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s ist Winter. Sonne ist Mangelware und schon am halben Nachmittag wird es dunkel draußen. In der Früh ins Büro – es ist finster – und am Abend wieder hinaus –es ist finster. Dazwischen arbeitsreiche Stunden im Büro, meist bei Tageslicht. Die Stimmung sinkt gegen Nullpunkt. Das Schlafbedürfnis steigt. Unsere Gesellschaft will aber nur eines: Leistung, Leistung, Leistung.

Hautkrebsrisiko verringern Übermäßiges Sonnen, vor allem Sonnenbrände im Kindesalter, können zur Bildung von Melanomen führen, behaupten Experten. Eine regelmäßige, vernünftige Besonnung im freien oder im Solarium führ zu einem gleichmäßigen gesunden Vitamin-DSpiegel im Blut. Eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung reguliert die Zellteilung und stärkt die Immunabwehr. Der Körper selbst erzeugt nur zwischen 60 und 90 Prozent Vitamin D3, der Rest kommt über die Einwirkung der Sonnenbestrahlung auf die Haut.

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Das bittere Schlaf-Dilemma

Aktives Anti-Aging

Was aber, wenn man eh schlafen will und nicht kann? Wenn sich der Schlaf partout nicht einstellen will. Wer kennt das nicht: Man wälzt sich unruhig im Bett herum. Man spürt förmlich, wie die Stunden verrinnen, die Zeit sich wie ein Strudelteig zieht. Die Arbeit wartet in der Früh,

Tatsache ist, dass im Schlaf viele Körperfunktionen heruntergefahren werden und nur das Gehirn auf Hochtouren arbeitet, sagt Schlafmediziner Professor Geert Mayer. Organe und Gewebe regenerieren, Infekte werden bekämpft und Eindrücke werden verarbeitet - wichti-

Vorstufe zum Burnout

ettruhe

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ge Erinnerungen werden dabei verfestigt und unwichtige verworfen. Aktives Anti-Aging sozusagen. Wie kann man nun sein Schlafdefizit wieder in den Griff bekommen? Gerade in der dunklen Jahreszeit ist eines wichtig: Licht, Licht und noch mal Licht. Das Pendel unserer inneren Uhr wird von Sonnenlicht angestupst - bei jedem zu einem anderen Zeitpunkt. Tatsache ist, dass viele Büroräume und unsere Häuser einfach zu dunkel sind. Anfang dieses Jahrzehnts wurde im Auge neben den Stäbchen und Zäpfchen eine dritte Rezeptorart entdeckt, die auf die blaue Farbe bei 480 nm Wellenlänge reagiert. Diese Farbe hemmt das Müdigkeitshormon Melatonin. Blaues Licht wirkt einfach aufmunternd. Schlafmittel zu nehmen, um seinem Problem Herr zu werden, scheint oft der einzige Ausweg aus der Misere der Schlaflosigkeit. Dabei sollte man eher die dahinter liegenden Probleme erkennen und wenn dies die Ursache ist, auch seinen Lebensstil ändern. Falsche Gewohnheiten müssen oft mühsam umgelernt werden. Auch sollte man seine Probleme, wenn geht nicht „mit ins Bett nehmen“. Aber oft leichter gesagt als getan.

Wie wär’s mit Power-Napping? In einigen Kulturen, wie Japan oder Amerika sehr geschätzt, um die Leistungsfähigkeit zu steigern, ist der „gute alte Mittagsschlaf, das Nickerchen sozusagen, in unseren Breiten noch nicht so recht etabliert. Obwohl schon einige Firmen aktiv in dieser Richtung tätig sind und sogar Ruheräume für die Belegschaft einrichten, wie etwa auch die Steiermärkische Sparkasse, wird mancherorts diese Art der Erholung noch belächelt. Dabei wäre es sogar von großem wirtschaftlichen Nutzen, wenn Mitarbeiter ausgeruht und erholt am Arbeitsplatz sind.

Lieber Fit im Job, als daheim im Bett Natürlich nur auf die Arbeitszeit bezogen, versteht sich. Um die Krankenstandstage zu senken, ruft die Plattform „Fit im Job“ bereits zum 10. Mal zum „Steirischen Gesundheitspreis für Unternehmen 2011“ auf. Dabei werden in vier Kategorien jene Betriebe prämiert, die ihren MitarbeiterInnen die besten Gesundheitsförder-Projekte anbieten. Nicht das eingesetzte Kapital, sondern die Neuartigkeit und

Konzeption der Programme werden dabei von der Jury bewertet. Sie setzt sich aus Vertretern der Fachgruppe der Freizeit- und Sportbetriebe, der Merkur Versicherung AG, dem Gesundheitsressort und dem Wirtschaftsressort des Landes Steiermark, der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse, der Ärztekammer Steiermark sowie der AUVA zusammen. Initiator Landtagsabgeordneter Wolfgang Kasic: „Heuer gibt’s erstmals einen Sonderpreis für Einsteiger, wenn jemand mit betrieblicher Gesundheitsförderung Neuland betreten hat.“ Nähere Infos unter www.wko.at/fitimjob, EinreichHotline 0800/206080, Einreichschluss ist der 28. Februar 2011, feierliche Verleihung am 5. April 2011.

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GESUNDHEIT

Was dabei zu kurz kommt, ist Entspannung, Erholung und vor allem oft eines: der Schlaf. Das Grundbedürfnis des menschlichen Lebens wird oft ignoriert, der Körper wird an die Grenzen der Belastbarkeit geführt. Die „Schlaflose Gesellschaft“ so der Titel eines Symposiums der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde könnte allmählich Wirklichkeit werden.

aber man fühlt sich völlig erledigt. Ein Dilemma, aus dem man kaum wieder raus kommt, wenn sich das Ganze über längere Zeit so hinzieht. Burn-out, Übergewicht, Depressionen oder Angsterkrankungen können die Folge sein. Der Körper ist nicht mehr in der Lage sich zu regenerieren: Man fühlt sich ausgebrannt. Wie lang ist jetzt die ideale Schlafdauer? Tatsache ist, dass wir heute im Durchschnitt eine Stunde weniger schlafen als noch vor 20 Jahren. Idealerweise schlafen wir 7-9 Stunden pro Nacht, aber da gibt es große Unterschiede. Manche brauchen nur 4-5 Stunden, andere sind auch nach 10 Stunden nicht so richtig wach. Etwa 4 Prozent der Bevölkerung können ihr Schlafbedürfnis kaum stillen und sind chronisch unausgeschlafen. Das und vieles andere ist aber Risikofaktor für Insonomie (Schlaflosigkeit), die bewirkt, dass man am Abend regelmäßig nicht mehr einschlafen kann. Millionen Menschen sind davon betroffen. Kann man eigentlich versäumte Nachtruhe nachholen? Reicht ein Wochenende, wenn man schon unter der Woche wenig Zeit hat, seinem Schlafbedürfnis zu frönen oder einfach nicht schlafen kann? Dem scheint nicht so zu sein. Der Körper bekommt auch durch das „Nachschlafen“ keine vollständige Erholung. Anscheinend hat er ein Gedächtnis für Schlafmangel. Wichtig wäre es, sein Schlafkonto schon während des Tages aufzufüllen.


Gesundheit

Anreize für aktive Von Roswitha Sauseng

Baugründe zu verkaufen

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beteiligen. Nicht umsonst erfahren Vereine oder Organisationen breiten Zuspruch, die gemeinschaftliche Aktivitäten anbieten, wie etwa das SeniorInnenreferat der Stadt Graz. Ein Ortswechsel wirkt ebenfalls oft Wunder. Friedrich Roll, Geschäfts­ führer des Steirischen Senioren­ bundes, erzählt: „Wir organisieren Reisen. Dafür chartern wir sogar ein

Gemeinschaften wirken Wunder Besonders zu begrüßen sind alle Ini­ tiativen und Maßnahmen, die die Mobilität von SeniorInnen fördern und die Menschen motivieren, sich aktiv am gesellschaftlichen Leben zu

Die ehrenamtlichen ÖBB-Berater machen

Hilfe beim Abbau enioren machen mobil – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die ÖBB starteten kürzlich ein österreichweit einmaliges Pilotprojekt in den Bezirken Weiz, Hartberg, Feldbach, Fürstenfeld und Graz-Umgebung. Sie setzen dabei auf ehrenamtliche Mitarbeiter – selber Senioren – mit dem Ziel, der älteren Generation den Zugang zu den Angeboten der ÖBB zu erleichtern und mögliche Hemmschwellen abzubauen. Startschuss für das Projekt war die Verleihung von Zertifikaten an die zukünftigen Berater durch ÖBB-Regionalmanager Franz Suppan und Landesrat Johann Seitinger, gleichzeitig Obmann des Kooperationspartners „Landentwicklung Steiermark“, der bei diesem Projekt von Anfang an dabei war. Die ÖBB-Berater erhalten dadurch Unterstützung vor Ort, besonders bei der Kontaktaufnahme zu Gemeinden und örtlichen Vereinen.

Foto: Land Steiermark/Wolf

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Traumaussichtslage in Pichling Gemeinde Söding, Bergstraße, Südwest-Lage Grundstücksgrößen von 731 m2 bis 863 m2 ab 59 Euro/m2 voll aufgeschlossen mit Strom, Wasser, Kanal, Telefon, Zufahrt (wird noch asphaltiert) und Auffangbecken für Oberflächenwasser Informationen und Besichtigungstermine: Telefon 0664-140 1892 Treuhänder für Verträge: Hr. RA Dr. Kocher, Telefon 0316/83 38 99-0

Foto: St. Tourismus/Schiffer

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abei haben die Pensionis­ tInnen von heute nicht mehr viel mit ihren Altersgenos­ sInnen früherer Zeiten gemein. Agil, dynamisch und unternehmungslus­ tig – so präsentiert sich die ältere Generation von heute. Diese Gene­ ration will noch was erleben, Neues entdecken oder lernen – nach den anstrengenden Jahren der Erwerbs­ tätigkeit. Unbestritten ist allerdings eines: Die Menschen werden immer älter. Der Anteil der Menschen über 60 Jahren liegt derzeit bei 23 Pro­ zent und wird auf 30 Prozent bis zum Jahr 2050 ansteigen. Die Mobilität älterer Menschen wird vor allem von einem höheren Versorgungsbedürf­ nis und einem deutlich differenzier­ ten Freizeitverhalten geprägt sein.

Mobilität ist eine Frage der ­Lebensqualität Ältere Menschen wollen mobil sein. Was ist aber, wenn man nicht recht weiß, wie man am Automaten zu seinem Ticket kommt, oder im Internet den Fahrplan nicht findet? All diese Barrieren sollen abgebaut werden. 12 Mobilitätsberater wurden aus KLIPP Dezember 2010


Gesundheit

SeniorInnen andere Sichtweisen zuzulassen und neue Zugänge zur Bewältigung des Alltags zu entwickeln. Die ÖBB setzen da mit ihrem neuen Projekt der MobilitätsberaterInnen Akzente. Ehrenamtliche SeniorIn­ nen unterstützen ältere Menschen im Umgang mit Fahrscheinautoma­ ten oder bei Online-Abfragen.

steirische Senioren mobil

von Barrieren Landesrat Johann Seitinger und ÖBB-Regionalmanager Franz Suppan (rechts) übergaben den Beraterinnen Ursula Hörner und Theresia Wiener die Zertifikate.

zahlreichen Bewerbungen ausgewählt und umfassend geschult, um vor allem eines zu tun: Die Lust am Reisen zu fördern. Suppan: „Wichtig war bei der Auswahl, dass die Personen sozial engagiert und kontaktfreudig sind.“ Schließlich müssen sie aktiv an Gemeinden oder Vereine heran treten, um Schulungen, VorKLIPP Dezember 2010

träge oder Führungen anzubieten. Ihre Hauptaufgabe: Ältere Menschen im Umgang mit Fahrscheinautomaten oder bei Online-Abfragen und Ticketkäufen zu unterstützen. Suppan: „Wir haben einfach nicht die personellen Ressourcen dafür. Die neuen Mobilitätsberater können uns enorm dabei helfen, diese bestehenden Barrieren abzubauen.“ Alle Seniorenberater sind selbstverständlich per E-Mail und Mobiltelefon erreichbar. Die Informationen über das Projekt sowie die Kontaktdaten findet man auf steiermark.oebb.at. Derzeit werden weitere Mobilitätsberater in den übrigen Regionen der Steiermark gesucht: Interessierte können sich bis 20. Dezember bei Daniel Maas unter daniel.maas@ pv.oebb.at bewerben. Anfragen richten Sie bitte an ihn unter 0664/617 86 20 oder an Walter Mocnik unter 0664/960 32 35.

Über Palma de Mallorca ist Lanzarote schnell und bequem ab Graz erreichbar.

Abflug in die Wärme Mit den verschiedenen Flugmöglichkeiten ab Graz geht es auch im Winter zu zahlreichen Destinationen mit Sonnengarantie.

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em Winter davonzufliegen wird immer beliebter“, weiß Mag. Gerhard Widmann, Geschäftsführer des Flughafens Graz. „Und ab Graz gibt es zahlreiche Möglichkeiten dazu!“ Teneriffa, Gran Canaria. Hurghada, Sharm el Sheikh und Antalya sind besonders beliebte Reiseziele in den kalten Monaten. Beliebt wegen der vielen Sonnenstunden, aber auch wegen der vielen Freizeitmöglichkeiten, die man in den Wintermonaten oft viel angenehmer nutzen kann als in den schweißtreibenden Sommermonaten. Auch Palma de Mallorca reiht sich in die beliebten Winterreiseziele ein. Einmal, weil die Insel viel zu bieten hat. Aber auch, weil Palma, genauso wie Berlin und Nürnberg, ein praktischer Umsteigeflughafen der Air Berlin ist. Und so geht es bis zu vier Mal pro Woche von Graz

nach Palma und von dort zu ca. 15 weiteren Destinationen in Spanien und Portugal. Mit dem wöchentlichen Flug nach Nürnberg kann man etwa 10 weitere Destinationen erreichen; darunter finden sich z.B. Lanzarote, Fuerteventura und Marsa Alam. Und schließlich sind die 5 wöchentlichen Flüge der Air Berlin nach Berlin eine perfekte Ausgangsbasis für Weiterflüge zu vielen Destinationen im nördlichen Europa, wie z.B. Stockholm oder Paris. Wer auf Fernreise gehen möchte, der kann mit den vielen täglichen Flügen über Frankfurt, Wien und München die ganze Welt entdecken. Daneben gibt es natürlich auch im Winter die Linienflugverbindungen nach Friedrichshafen, Hannover, London/Stansted, Innsbruck, Stuttgart, Düsseldorf und Zürich. Und wer daheimbleiben muss, dem sei ein Kurzurlaub mit „Waterworld – einem Fischbuffet der besonderen Art“ empfohlen; jeden Freitag im Airest-Restaurant „Globetrotter“ am Flughafen Graz. v 39

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eigenes Flugzeug.“ Aber auch der Erwerb von Wissen steht hoch im Kurs. Roll: „Neu im Angebot sind unsere Selbstverteidigungskurse.“ Auch Computerkurse scheinen sehr beliebt zu sein. Die Hemmschwelle Internet und Mail gehört damit der Vergangenheit an. Innovative Ideen und Projekte zum Thema Mobilität sind gefragt, um

Das Projekt „MARIA“ wiederum setzt Schwerpunkte in der mobilen Assistenz für den barrierefreien öf­ fentlichen Verkehr. Regina Wallner, Projektverantwortliche von GEFAS, der Akademie für Generationen: „Mittels einer speziellen Software am Handy soll die Benutzung von öffent­ lichen Verkehrsmitteln erleichtert werden.“ Das soll heißen, das Han­ dy wird zum Assistenten und gibt Informationen über Straßenbahnen, Fahrtwege und Fahrpläne weiter. Lu­ cas Paletta, vom Joanneum Research und Koordinator des Projektes, gibt sich optimistisch: „In 2 bis 3 Jahren wird dieses Service erhältlich sein.“ Die SeniorInnen wird es freuen. v

Foto: turespaña

Handy gibt Infos


FREIZEIT 40

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FREIZEIT Fotos: Steiermark Tourismus/Lungham (1), Ikarus (1), bigshot (1), Schiffer-Symbol (1), Club-Hotel Aldiana (1)

Draußen ist’s kalt, na und? E

in Urlaub in den heimischen Wellness-Tempeln ist eine echte Alternative zu Fernreisen, wegen der kurzen, meist bequemen Anreisezeit im Vergleich zu Flügen in den so genannten „warmen Süden oder Osten“. Gerade in den Thermen kann man hervorragend Wärme tanken, sich regenerieren und im wohltemperierten Was-

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Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nahe liegt: gemeint ist die wohlige Wärme in den steirischen Thermen, die speziell im Winter punkten. Die kalte Jahreszeit bietet bei Schönwetter beste Bedingungen für den Wintersport. Wenn es allerdings nass und nebelig ist, sehnen sich Körper und Seele umso mehr nach Wärme. ser plantschen. Warmes Thermalwasser allein reichte gestern und

vorgestern. Aus diesem Grund haben sich nahezu alle Thermen in

ihrem Angebot spezialisiert und verfügen über große Fan-Gemeinden. In einem Fall wirbt man mit dem Slogan „Therme der Bewegung“, dann lockt das Resort mit „Fun-Faktor“ und eine dritte Therme wieder mit „Quelle der Ruhe“. Allein in der Steiermark gibt es mittlerweile neun Thermen. Thermen sind eine Erfolgsgeschichte, auch

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FREIZEIT

Entspannend, quellfrisch, steirisch – seit 25 Jahren wurden in den Die Heiltherme Bad Waltersletzten 4 Jahren dorf feiert heuer ihr 25 jähriges mit einem gesamt Jubiläum! Ist die “Quelle der Investment von Ruhe“ seit Anbeginn ihre über 13 Millionen Hauptbotschaft? Euro umgebaut Deutsch: Ja, damit haben wir und auf den neueuns relativ früh am Markt posten Stand gesitioniert. Diese spezielle bracht. Die AusRuhe spüren unsere Gäste, zeichnung besie leben und lieben diese trachten wir mit auch. Unser zweiter SchwerStolz und bepunkt ist das typisch Steiri- Waltersdorf-Gsf. Gernot stätigt, dass wir sche, das Traditionelle. So Deutsch, auch Obmann uns am richtigen bieten wir als einzige Ther- „Steirisches Thermenland“ Weg befinden. me die „Traditionelle Steirische Medizin® – TSM®“ an. Regionale Produkte werden bei Weihnachten steht vor der Tür, ein peruns eben nicht nur in der Küche ver- sönlicher Tipp? arbeitet, sondern finden auch in un- Deutsch: Gerade in der Vorweihnachtszeit – die stillste Zeit des Jahserem Styrian Spa Anwendung. res – herrscht vielerorts Trubel und Worauf führen sie die vorjährige Aus- die Geschäfte sind überfüllt. Gezeichnung zur „Besten Therme Euro- nießen Sie eine entspannende Adventzeit, ohne Einkaufsstress. Die pas“ zurück? Deutsch: Die Heiltherme und das di- Heiltherme bietet dazu alle Möglichrekt angeschlossene Quellenhotel keiten.

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wenn sich die Entspannungsoasen vor der Haustür der Wirtschaftskrise und deren Folgen und einem stetigen Zuwachs an Mitbewerbern stellen müssen, ob in Bad Gleichenberg, Köflach, Loipersdorf oder

Fohnsdorf. Die steirischen Thermen sind „Multitalente“, müssen sie doch den Spagat zwischen Spa, Kur, Heilanstalt, Plantschvergnügen, Medical Wellness und Beautyfarm schaffen.

Stets um Gäste bemüht: Parktherme Bad Radkersburg: „Gäste, die wirklich einen typischen und adäquaten Thermenurlaub machen wollen, kommen an der Steiermark wohl kaum vorbei“, zeigt sich Vitalhotel-Direktorin Claudia Wendner vom Angebot in Bad Radkersburg überzeugt. Grimming Therme Bad Mitterndorf: Ist für viele Wellness-Fans bisweilen ein weißer Fleck auf der Wohlfühl-Landkarte, beeindruckt jedoch in Kombination mit Alpin-Sport auf der Tauplitzalm, samt Langlauf-Angebot. Heiltherme Bad Waltersdorf: „Sehr beliebt ist unser Gesundheitsprogramm, welches den Körper mit sanftem Training in Schwung bringt. Außerdem testen wir gerade die Wirkung unseres Wassers hinsichtlich Burnout. Wir widmen uns dem Thema der ausgebrannten Seelen ganz besonders“, so Geschäftsführer Gernot Deutsch. H2O Therme Sebersdorf: Bestens positioniert hat sich die H2O Therme, eine hervorragende Badeanlage für Kind und Kegel. Rogner Therme Bad Blumau: Im Verbund des sogenannten „Steirischen Thermenlandes“ beweist die Rogner-Therme Blumau aufgrund ihrer außergewöhnlichen Architektur und ihres Angebotes seit Anbeginn Einzigartigkeit auf höchster Stufe. „Das macht sich à la longue wirklich bezahlt“, weiß Marketingleiterin Sabine Grundner. Am Hundertwasser-Areal wird ab kommendem Frühjahr im Übrigen eine betriebseigene Landwirtschaft geführt, die einen Teil der Eigenversorgung abdecken soll.

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Grimming-Therme in Bad Mitterndorf – Weit und breit die einzige Therme mit einer Skipiste & Langlaufloipe

Angebotstrio am Fuße des Grimmings Ski, Langlauf und Therme: Auf dieses Angebotstrio setzt die obersteirische Region rund um Bad Mitterndorf und Tauplitz während der Wintermonate. Seit einem guten Jahr mischt die idyllische Gegend am Fuße des Grimmings – „im Herzen der Alpen“ – bekanntlich auch am Thermen-Markt mit. Der neue Thermen-Tempel berührt, bewegt und begeistert nicht zuletzt auch deshalb, weil die Region etwas bietet, das in den südlicheren Landesgefilden der Steiermark kaum möglich ist: Die Rede ist von der Kombination Wintersport und Thermen-Spaß – gewissermaßen von der Skipiste oder Langlaufloipe ins Thermalwasser abtauchen. Mit dem

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aktuellen Saisonstart auf der Tauplitzalm/Bad Mitterndorf – hier wurde kürzlich die stärkste Kabinenbahn der Steiermark in Betrieb genommen – spielen die Obersteirer ab sofort auch in der Kategorie flexibles Gästeangebot vorne mit. Winterurlaub in der Steiermark bedeutet für die örtlichen Touristiker eben lange nicht nur mehr kristallklare

Club-Hotel Aldiana bietet attraktive All-inklusive-Angebote.

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Die neue GrimmingTherme bietet Platz für 600 Tagesgäste.

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Die neue Mittersteinbahn auf die Tauplitzalm ist die stärkste 8er-Kabinenbahn der Steiermark.

Luft der Alpen genießen und über tiefverschneite Schneehänge schwingen, sondern vielmehr ein kompakt, sportliches Angebot für jedermann bereitzustellen.

Neue 8er-Bahn auf die Tauplitzalm In den Jahren ab 2004 rüstete die Tauplitzalm – nebst deren 120 km Langlaufareal – verstärkt auch am Alpinski-Sektor mit neuen Liftanla-

gen auf. Nun ging man noch einen Schritt weiter: die neue, starke 2,5 Kilometer lange Mittersteinbahn (18 Millionen Euro Kosten) mit zwei Abfahrten bis in den Ort Bad Mitterndorf verdoppelt von nun an beinahe die Pistenkapazität. Der Tauplitzer Bürgermeister Peter Schweiger zeigt sich über die Erweiterung sichtlich erfreut: „Ein Quantensprung, nun sind wir ein richtiges Skigebiet, sprich ein Skizirkus.“

Tauplitzalm-Lifte-Eigentümer Hubert Mayrhofer: „Das Umfeld in Bad Mitterndorf hat jetzt für die ProjektVerwirklichung gepasst. Konkret hoffen wir auf mehr Tagesgäste, schließlich sind wir vom Knoten Selzthal aus eine dreiviertel Stunde näher als zum Beispiel Schladming.“ Immerhin: gut zwei Drittel der örtlichen Nächtigungen etwa in Tauplitz entfallen auf das Winterhalbjahr und mit neuem Schwung soll die gesamte Region davon profitieren.

Fast wie auf einem Kreuzfahrtschiff „Im ersten Betriebsjahr ist und war alles ein Heran- und Abtasten“, so Heike Maul vom Aldiana-Club-Hotel direkt neben dem neuen Wohl-

fühl-Tempel Grimming-Therme. Der Standort hat das Potenzial, sich im Ennstal, der Region Salzkammergut und darüber hinaus als ein „Muss hin“ gut zu verankern. „Im regionaltouristischen Angebot ist die Therme ein kräftiges Zugpferd“, betont Heike Maul. Als Steiermarks jüngste „heiße Quelle“ fühlt man sich fast ein bisschen wie auf einem Kreuzfahrtschiff. Lediglich der Blick aus dem Fenster holt einen wieder zurück in die alpine Wirklichkeit – also ein völlig neues Urlaubserlebnis. Für Aldiana-HotelHotelgäste sind die Benutzung der Thermen- und Saunawelt, das Fitnesscenter und das abwechslungsreiche Aktivprogramm übrigens im Hotelpreis inkludiert. www.grimming-therme.com

Die RING Glückskur im Bio-Hotel Wilfinger, im Biodorf und im Bio-Ringhotel Hartberg vereint unterschiedlichste Heil- und Behandlungsmethoden vor allem aus der Naturheilkunde bzw. "Traditionellen Europäischen Medizin" (TEM) die weit über die klassische Schulmedizin hinausgehen. Entgiftung und Entschlackung des Körpers mit gesunder, vollwertiger Ernährung, unterstützenden Kräuterheilmitteln nach Hildegard von Bingen, wirkungsvollen Therapien & Kosmetikbehandlungen, richtiger Bewegung & mentaler Balance sind der Schlüssel zu Wohlbefinden, Gesundheit und Schönheit. Uralte Erkenntnisse und Naturheilverfahren helfen somit, die Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele wiederherzustellen und zu festigen.

Das Thermenhotel Stoiser ist das Einzige an der Therme Loipersdorf mit einer eigenen Bade- & Saunalandschaft und einem Gesundheitszentrum. Zusätzlich zum eigenen Wellnessbereich ist das Hotel direkt mit der Therme Loipersdorf verbunden.

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Das Lorenz Graz hat ein neues Restaurant mit wohl einmaligem Background: Das Lorenz. Erst vor drei Wochen öffneten sich seine Pforten im ehemaligen Kapuzinerkloster in der Heinrichstraße 145. Von Michael Schröder

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rüher einmal hieß das Kloster Lorenzhaus, nach dem heiligen Lorenz, dem Schutzpatron der Kapuziner, der Küche und der Sozialen Arbeit. Das herrschaftlich anmutende Haus schmückt sich mit einer großzügigen Parkanlage, die im Moment von einer dicken Schneedecke verhüllt ist. Das Restaurant selbst ist modern eingerichtet und besticht durch sein schlichtes Auftreten. An den Wänden hängen Bilder, die den Park in seiner sommerlichen Pracht zeigen. Die Gelassenheit und Ruhe des alten Klosters spiegeln sich in der Atmosphäre des Restaurants wider. Den guten Start verdankt Das Lorenz einerseits seinem Standort und andererseits seiner innovativen und abwechslungsreichen Speisekarte. Hier gibt es keine Putenstreifen auf Blattsalat, stattdessen serviert Das Lorenz Marktsalat mit gerollter

Lammschnitte. Die Gerichte sind durchdacht, aber nicht zu exotisch. „Abwechslungsreich soll es sein und sich ein wenig vom Altbekannten abheben“, heißt es aus der Küche. Trotzdem finden sich auf der Tageskarte auch bodenständige Speisen wie Steirisches Wurzelfleisch oder Spaghettini mit Knoblauch und ­Chilli. Für den kleinen Hunger gibt es Mini-Bratwürstel, ein Lorenz-Wrap oder einen Kicherbörger aus, wie der Name bereits erahnen lässt, Kichererbsen. Und auch beim Mittags­menü ist die Abwechslung Programm, in den ersten drei Monaten wird es keines der Menüs ein zweites Mal geben. Für diejenigen, die es eilig haben, bietet Das Lorenz ein schmackhaftes Jausenpäckchen zum Mitnehmen an. Ebenso wichtig wie die Zubereitung ist dem Team in der Küche die Herkunft der Zutaten: „Aus der Region sollen sie sein und bevorzugt aus ökologischer Landwirtschaft.“ Für Interessierte steht im Eingangsbereich ein Aufsteller mit den Namen der Lieferanten. Daneben liegt eine überdimensional große Speisekarte für Gäste, die ihre Lesebrille vergessen haben. „Normalerweise haben wir auch eine in Blindenschrift“, ergänzt Walburga Fröhlich, sie ist die Initiatorin des sozioökonomischen Projektes. Moment, Ini-

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Gut essen für einen guten Zweck

Die Gastronomen Gernot Krausler und Anna Url, von atempo engagiert, sorgen für abwechslungsreiche Speisekarte.

tiatorin des Projekts? Ja, denn auch wenn es auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist, Das Lorenz ist ein Projekt von atempo, einem gemeinnützigen Verein, der sich das Ziel gesetzt hat, für Menschen mit Behinderung Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu schaffen. Das Lorenz ist nur eines der Projekte, die von atempo erarbeitet und umgesetzt werden. „Wir suchen nach Arbeit, bei der die Behinderung zum Vorteil wird“, erzählt Walburga Fröhlich. „Beispielsweise übersetzten wir Gesetzestexte oder Verträge in leicht verständliche Form. Und wer könnte unsere Arbeit besser beurteilen als ein Mensch mit Lernschwäche? Und die Nachfrage nach solchen Texten steigt.“ Auf diese Weise macht atempo behinderte Menschen zu Experten und bietet ihnen die Möglichkeit, sich selbst zu erhalten. „Menschen mit Behinderung werden oft als Personen gesehen, die Unterstützung brauchen, aber nicht als jemand, der auch etwas leisten kann. Viele kennen ihre eigenen Fähigkeiten gar nicht, dadurch fehlt ihnen das Selbstvertrauen. Die Ausbildung oder der Job macht sie stolz“, erklärt Walburga Fröhlich. Gernot Krausler und Anna Url leiten Das Lorenz und sind mit ihren vier Angestellten für den reibungslosen Ablauf verantwortlich. Ab Jänner,

wenn auch das Abendgeschäft voll anläuft, soll auf sechs Lehrlinge und zwei bis drei Festangestellte aufgestockt werden. Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung sind rar, speziell in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Dazu Walburga Fröhlich: „Es haben ja schon die Lehrlinge ohne Behinderung Schwierigkeiten, einen Ausbildungsplatz zu finden, und auch wir kämpfen mit den Sparplänen der Regierung. Wir rechnen mit einer Kürzung unseres Budgets von bis zu 30 Prozent. Wegen solch unvorhersehbarer Risiken ist es wichtig, Arbeitsplätze so zu gestalten, dass sie sich selbst erhalten können. Oft entstehen Stellen, weil sie jemand für wichtig hält, wir hingegen decken hier einen tatsächlichen Bedarf, denn in der näheren Umgebung gibt es kein Restaurant und wir servieren Tee aus unserem Garten.“ Der Plan für Das Lorenz scheint aufzugehen. Im Sommer kommt noch ein Gastgarten dazu, dann können die Gäste im Schatten der alten Bäume ihr Essen genießen und anschließend einen Spaziergang durch den Park machen. „Bis dahin gibt es allerdings noch viel zu tun und hoffentlich noch viele Gäste zu bewirten“, sagt Walburga Fröhlich. Wie könnte es anders sein bei diesem Namen, mit einem Lächeln. n

Weihnachtlicher Genuss-Kult mit „Werners Spezialitäten“

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eit mittlerweile über 10 Jahren vertrauen namhafte österreichische Unternehmen auf die Exklusivität und Individualität der Geschenk-Sortimente von „Wer­ ners“-Naturspezialitäten, die auf sehr persönliche Art und Weise die Wertschätzung gegenüber Freunden und Geschäftspartnern zum Ausdruck bringen. Hochwertigste Lebens- und Genussmittel von ausschließlich österKLIPP Dezember 2010

reichischen Produzenten wurden von uns in 28 attraktiven GeschenkSets zusammengefasst. Um diese „Juwelen des guten Geschmacks“ auch in einem würdigen und unverwechselbaren „Rahmen“ zu präsen-

tieren, werden sämtliche GeschenkSets in Naturwellkartons und umhüllt von Designer-Kartonschleifen ausgeliefert. Schenken ist Dankbarkeit – wer für etwas Erreichtes oder für einen ge-

meinsamen Erfolg dankbar ist, möchte das Glücksgefühl mit anderen teilen. Ein kulinarisches Geschenk mit besonderem Geschmack und Qualitätssinn ist eine gute Möglichkeit, dieses Gefühl auszudrücken. www.werners.at Tel.: +43 664 88 525 000 Fax.: +43 3862 3375 077 Mail: krenn@genuss-kult.at. 8605 Kapfenberg, Industriestraße Ost 7a 45


FREIZEIT

Langlauf-Eldorado im Ridnauntal

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as sonnenverwöhnte Ridnauntal in Südtirol zu Füßen der Stubaier Alpen liegt eingebettet in eine bezaubernde und romantische Berglandschaft. Genau dort befindet sich das Hotel Schneeberg Resort & Spa der Familie Kru-

lich Platz, sodass sich jeder frei entfalten kann. Die Großen finden Entspannung am Pool, in der AromaSauna, im Rasl- und Asiabad, Salzinhalationsbad, in der Kneippanlage oder in den diversen Saunen, die Kleinen in der abenteuerlichen

Im Krallerhof im salzburgischen Leogang selburger. Im Sommer ein WanderGebiet und im Winter ein Ski- und Langlauf-Paradies. Wintersportler sind angetan von den vielfältigen Aktiv-Angeboten der zahlreichen Skigebiete rund um das Hotel. Für Hobby-Langläufer, aber auch „Profis“ gibt es bestens präparierte Loipen in den unterschiedlichsten Längen und Schwierigkeitsgraden. Eine Flutlichtanlage ermöglicht dreimal pro Woche auch bei Nacht einen Teil der Loipe zu nutzen. Rustikale Gemütlichkeit und Wellness auf unglaublichen 6.000 m2 sind nur zwei der Gründe, warum das Hotel Schneeberg so viele Stammgäste hat.

Ein Erlebnis für die ganze Familie Ob Groß oder Klein – ein Urlaub im Hotel Schneeberg ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Das Wort Familie wird hier ganz groß geschrieben: in den großzügigen Familiensuiten und Appartements ist reich-

Kids-Wasser-Wellness-Welt. Nach einem anstrengenden Tag auf der Piste ist das die passende Erholung.

Genuss mit allen Sinnen „Gutes Essen ist ein Gesamtkunstwerk, welches mit allen Sinnen wahrgenommen wird“ – auf Frische und Qualität der Produkte wird in dem Familienbetrieb besonders viel Wert gelegt. Soll es etwa ein Gericht aus der schmackhaften Südtiroler Küche sein, ein vegetarischer Leckerbissen oder eine Gaumenfreude aus der italienischen oder der internationalen Küche? Einfache und naturnahe Bauerngerichte wie Spinat- und Speckknödel kommen genauso auf den Tisch wie feinste Meeresfrüchte-Risottos und fleischlose Nudelvariationen. Appetit bekommen? Infos: Tel.: +39 0472/656 232 www.schneeberg.it

Eine Woche Türkei-Urlaub für 149 Euro

Wo ist der Haken? Eine Woche Urlaub in der Türkei inklusive Flug für nur 149 Euro – das kann nicht wahr sein. Wo ist der Haken? Und nach der dritten „BilligTürkeireise“ kann ich bestätigen: Es gibt keinen. Zugegebenermaßen waren wir vor dem ersten Mal auch ein wenig skeptisch. Aber das Preis46

Leistungsverhältnis stimmt. Alle paar Wochen flattern Werbeflyer etwa von Neckermann oder Donauland ins Haus und so könnte man von November bis März ständig unterwegs sein. Es sind immer 4- oder 5-Sterne-Hotels in direkter Strandlage im Großraum Antalya/Alanya –

Entspannen bei Dass ich in einem guten Wellness-Hotel als Urlaubsgast Entspannung finde und sie mir angeboten wird – das erwarte ich. Dass ich das aber inmitten von hochwertigen, zeitgenössischen Kunstwerken tun kann – das ist eine Seltenheit, exklusiv oder eine Ausnahme, wie immer man das formulieren mag.

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blicherweise hängen die Werke von Hermann Nitsch, einem der bekanntesten, gefragtesten, aber auch oft angefeindeten Künstler Österreichs, in Museen, Galerien oder bei Kunstliebhabern zu Hause. „Wir möchten sie für alle erlebbar machen, sie nicht in irgendeinem Depot aufbewahren und warten, bis sie mehr wert sind“, sagt Krallerhof-Chef Gerhard Altenberger. Er lässt einen knapp 200 Quadratmeter großen Ruheraum im Wellness-Bereich seines 4-Sterne-Superior-Hauses extra architektonisch so errichten, dass Werke von Hermann Nitsch dort die Zimmer tipptopp, flottes Service und auch das Essen von einwandfreier Qualität. Als „Haar in der Suppe“ könnte man nur die obligatorischen Besuche einer Teppichknüpferei, einer Schmuckfabrik und einer Leder-Manufaktur bezeichnen. Doch da ist man weder stundenlang eingesperrt, noch wird man gezwungen, etwas zu kaufen. Auf Wunsch wird einem gleich der Ausgang gezeigt und kann man im angeschlossenen Café auf den Rest der Gruppe warten. I.H.

entsprechend zur Geltung kommen und auch ihre entspannende Wirkung auf die Gäste haben. Gerhard Altenberger hat die sieben Nitsch-Bilder aus der Mal-Auktion 2009, es war die 56. von Nitsch, gekauft. Das Besondere dabei: Er hat zuerst die Bilder angeschafft und dann dem Architekten aufgetragen, einen Raum für sie zu schaffen. Das Projekt ist klarerweise ein Wagnis, doch die meditative Komponente ist Altenberger dabei wichtig. Die „Eröffnung“ wird am 31. März 2011 sein, auch Hermann Nitsch hat sein Kommen angesagt. Die Bilder des eigenwilligsten österreichischen Künstlers sind aber nicht die ersten Kunstwerke im Krallerhof, der vor Jahrzehnten einmal ein einfacher Bauernhof war und im Laufe der Zeit zu einem der besten und schönsten Wellness-Hotels Österreichs ausgebaut worden ist. So gibt es ein großes Stein-Relief von Oskar Höfinger, einem Schüler Fritz Wotrubas, weiters Grafiken von Münch, dann Ölbilder der bekannten Salzburger Malerin Helene Schorn, Keramiken von Gudrun Baudisch-Wittke (entwarf die 1-Schilling-Münze, arbeitete KLIPP Dezember 2010


Hotelchef Gerhard Altenberger (re.): „Hermann-NitschOriginale sollen die Gäste im Ruheraum zum Entspannen und Meditieren bringen.“ Auf Naturmaterialien wird viel Wert gelegt in den neuen vom Künstler Tony Waltinger gestalteten Farb-Suiten.

Hermann Nitsch

mit Klemens Holzmeister) und farbkräftige Arbeiten (www.pigmente.at) von Tony Waltinger. Krallerhof-Chef Gerhard Altenberger, selbst ein bisschen ein Kunst-Liebhaber, hat diese Seite seines Hauses bis jetzt noch nicht wirklich „beworben“. Die Arbeiten hängen auch eher unspektakulär, fast versteckt in den Gängen des weitläufigen Hauses. Mit der Eröffnung des Nitsch-Raumes könnte sich das allerdings ändern. Krallerhof-Chef Gerhard Altenbergers Vorliebe für Farben kommt auch in den komfortabel – um nicht zu sagen luxuriös – ausgestatteten, neuen Farb-Suiten zum Ausdruck. Weil er selbst auch viel von Fitness, natürlicher Lebensführung und Ernährung hält, auch von Ayurveda und vom gesunden Schlaf, gibt’s auch neue Powersleeping-Hotelzimmer. Dort sind schlafmedizinische Erkenntnisse umgesetzt worden. Eingesetzt werden dabei beste Naturmaterialien, allen voran Zirben- sowie Eschenholz und Schafwolle. Der Duft der Zirbe reduKLIPP Dezember 2010

ziert ja medizinisch belegt die Anzahl der Herzschläge und macht den Schlaf noch erholsamer. Die Stromverkabelung in den Zimmern ist so angelegt, dass kein Kabel in Kopfbzw. Körpernähe geführt wird – also die Stromkabel speziell abgeschirmt sind. Nachdem das Hotelbett allein rund 9.500 Euro kostet, kann man davon ausgehen, dass auch das ganze Rundherum entsprechende Qualität hat. Strahlenfelder hat man mit eigenen Kameras versucht zu orten und diese damit auch wegzubringen. „Denn schlechter Schlaf ist die Vorankündigung von Krankheit“, wie Gerhard Altenberger selbst sagt. Natur erhalten und pflegen ist für Gerhard Altenberger nicht nur ein Slogan, der bei Gästen gut ankommt. Neu ist auch der Ruhekristall im Obstgarten. Das Zirbenholz in seinem Inneren fördert sozusagen die Entschleunigung. Er verfügt über einen prachtvollen Ausblick in die Natur. „Wenn du das so bauen willst, dann muss ich aber den Apfelbaum wegtun, weil ich mit meinen Baumaschinen da nicht durchkomme“, sagte der Bauführer. „Wenn du das net kaunst, dann muss ich mir eine neue Baufirma suchen“, drückte Gerhard Altenberger seine Haltung ganz deutlich aus und machte klar, was ihm wichtig ist. www.krallerhof.com

FREIZEIT

Hotelbar: Der Gast spürt, da wurde viel nachgedacht und gestaltet.

Drittes Design-Hotel von Chistée

Mitten in Salzburg S ie können im Amedia Hotel übernachten“, bot mir die Dame der Agentur an. „Ach, gut – gehört das Grazer Amedia, das gegenüber der Messe liegt, zur selben Gruppe?“ „Ja“, war die Antwort. Beide sind Stadt-Hotels. In Graz ist man zu Fuß in zehn Minuten von der Messe am Jakominiplatz in der Innenstadt. So auch im Salzburger Amedia Hotel, das in diesem Sommer eröffnet worden ist. In nur wenigen Minuten erreicht man in Salzburg die Altstadt, den Hauptbahnhof, die Autobahn-Auffahrt Nord, und durch die Anbindung an die Linzer und Sterneck-Straße befinden sich auch die schönsten Ausflugsziele in nächster Nähe. Nach Wels und Graz ist Salzburg das dritte Design-Hotel der ChistéeGruppe, die bereits sieben Häuser betreibt. An einer belebten Kreuzung gelegen schottet sich das Haus nach außen gut ab, tritt man aber durch die Drehtüre, so öffnet sich ein angenehmes Inneres. Dunkle Holzböden stehen in harmonischem Dialog mit rotem und cremefarbenem Leder. Die Lobby wirkt offen, luftig, einladend – und auch die Hotel-Bar. Der Gast spürt einfach, dass Design eine große Rolle spielt.

Das Amedia lebt mit den Arbeiten des bekannten Salzburger Künstlers Günter Edlinger. Sie verleihen dem Haus viele Gesichter. Er porträtiert mit speziellen Techniken Regenten aus dem Show-Business. Seine Acryl-Bilder auf Metall wirken daher äußerst attraktiv und sind unter Sammlern auch begehrt. Im Amedia Salzburg besitzt der Künstler sogar eine eigene Galerie, in der er aktuelle Bilder präsentiert. Was auch ganz interessant ist: Günter Edlinger hat auch einen sehr „berühmten Schüler“ – Gerry Friedle, alias DJ

Ötzi, hat eine neue Seite an sich entdeckt. Gemeinsam mit Edlinger arbeitet er an einem Bilderzyklus. Doch zurück zum Hotel und zu den Räumlichkeiten. Die Zimmer selbst sind in elegantem Rot und Schwarz gehalten. Und dennoch wirken sie behaglich. In jedem Zimmer gibt’s High-Speed-Internet, W-Lan, HDTV. Generell ist man auf die unterschiedlichsten Zielgruppen eingestellt – Geschäftsreisende, Kongress- und Seminarteilnehmer, aber auch natürlich Urlauber. Die Richtpreise für ein Doppelzimmer betragen 120 bis 180 Euro, für ein Einzelzimmer 90 bis 130 Euro. www.amediahotels.com J. L. 47


Mit Sonnenstrahlen, die ins Zimmer blin-

Panoramafenster. Abends wird die Natur

zeln, und herrlichem Zirbengeruch wer-

auf den Teller gebracht. Das Küchenteam

den die Gäste des Natur-Fitness-Hotels

zaubert mit biologischen Zutaten aus dem

Outside geweckt und steht einem Skitag

eigenen Garten herrliche Osttiroler Spe-

nichts mehr im Wege. Danach bietet sich

zialitäten wie die „Schlipfkrapfen“ und

Erholung im Wellnessbereich an – in Aro-

­internationale Klassiker.

madampfbad, Solegrotte und Infrarot-

Infos: 04875/ 5200

kabine oder der Zirbenstubensauna mit

Urlaub Live beim Biathlon

www.hotel-outside.at Foto: Martin Gfrerer

Winterfrische im Dreiländereck

Foto: Hotel Schneeberg in Ridnaun

urlaubstipps

Schlipfkrapfen, Nature Fitness und Gletscherblick

Der Winter hält Einzug in den Südtiroler

Steinwurf vom Biathlonzentrum entfernt

Bergen, und einmal mehr sorgt das Eldo-

liegt, bietet die Möglichkeit, live bei die-

rado für Alpinsportler und Winterfreunde

sem Event dabei zu sein und die Athleten

für Spaß und Action. Von 21.–27. Februar

bei ihrem Medaillenkampf anzufeuern.

2011 findet in Ridnaun die U-26-EuropaIn der südlichsten Hauptstadt Österreichs

zum Eisstockschießen oder Schlittschuh-

meisterschaft im Biathlon statt. Das Hotel

Infos: Tel.: +39 0472/ 656 232

thront am Wörthersee die Bubble-Fassade

laufen und wärmen sich anschließend bei

Schneeberg Resort & Spa, das nur einen

des Seepark Hotels. Viel Platz für Freiräu-

einem Champagner-Bad im Spa.

me bieten offene Raumkonzepte und der

www.schneeberg.it

Foto: Gerd Krauskopf

angrenzende weitläufige Park am Lendka-

Infos: Tel.: 0463/ 20 44 99-0

nal. Dort tummeln sich „Winterfrischler“

www.seeparkhotel.at

Von der Piste in den Pool

Das Ausseerland süß-salzig Der Lebkuchen hat im Ausseerland eine

größte Salzgewinnungsstätte Österreichs,

Der Ausblick Ihrer Romantik-Suite zielt

ein Wintererlebnis mit vier Sternen. Direkt

fast ebenso lange Geschichte wie das

das Salzbergwerk Altaussee, beliefert das

direkt auf die Skipiste mit der neuen Ses-

vor der Hoteltüre beginnt der Einstieg in

Lindner Hotel & Spa – Die Wasnerin: Ende

Alpine & Country Spa der Wasnerin, wo die

selbahn. Unter Ihnen glitzert der beheizte

die Ski amadé. Im hoteleigenen Ski-Shop

des 16. Jahrhunderts wird der erste Leb-

heilsame Wirkung des weißen Goldes ge-

Außenpool, wo soeben ein Becher Glüh-

die Top-Ski zum Bestpreis ausleihen und

kuchen gebacken und bis heute sind die

nutzt wird.

wein serviert wird. Vor dem Panorama

schon kann es losgehen.

Ausseer dem Originalrezept treu geblie-

des erhabenen Hochkönig-Bergmassivs

Infos: Tel.: 06584/ 8164

ben und versüßen sie die Winterzeit in der

Infos: Tel.: 03622/ 52108

bietet das Berg & Spa Hotel Urslauerhof

Wasnerin. Für salzige Geschmäcker: Die

48

www.urslauerhof.at

www.lindnerhotels.at KLIPP Dezember 2010


Foto: Bergergut

urlaubstipps

bstipps

Sich grün erholen im Salzburger Land

Heiße Pisten in Saalbach-Hinterglemm und cooles Design im Gartenhotel Theresia. Als konsequente Abrundung und Weiterentwicklung des öko-orientierten Angebots bietet das Hotel ab Dezember 2010 das erste Börlind-SPA in Westösterreich. Hier kann man sich nach einem sportlichen Skitag im neu gestalteten Beautybereich „Green Spa“ mit Produkten der eco-zertifizierten Naturkosmetiklinie Annemarie Börlind und der dazugehörigen medizinischen Kosmetiklinie DadoSens (insbesondere für Allergiker) verwöhnen lassen. Infos: Tel.: 06541/ 74140

Kann denn Liebe Sünde sein?

Liebeswelt

ness ist alles ganz auf die Wünsche des

Bergergut****s in Afiesl im oberöster-

Paares und das Erleben mit allen Sinnen

reichischen Mühlviertel können verliebte

ausgerichtet. Und das in bester Gesell-

Pärchen ganz ohne moralischen Zeigefin-

schaft mit gleichgesinnten Pärchen – da-

Lässt Wintersportlerherzen höher schlagen

ger das Leben mit allen Sinnen genießen.

für ohne Kinder, Stress und Hektik.

In Ruhpolding, am Fuß der Bayrischen

Von individuellen Lovesuiten über die aus-

Infos: Tel.: 07216/ 4451

Berge, bietet das Wohlfühlhotel Ortnerhof

gezeichnete Küche bis zur sinnlichen Well-

der Familie Stegmeier alles, was man für

In

der

neu

eröffneten

www.romantik.at

www.hotel-theresia.com

einen aktiven Winterurlaub braucht. Das „Loipennetz“ von 60 Kilometern ist ein

Foto: Hochzillertal

Eldorado für Langläufer. Bestens präparierte Pisten direkt vor der Haustür lassen Wintersportlerherzen höher schlagen. Und

das Wetter einmal nicht mitspielt, ladet

wer sein Können noch verbessern möchte,

die Eissporthalle zum Eislaufen ein.

ist in der Ruhpoldinger Ski- und Snow-

Infos: Tel.: +49 (0)8663/ 8823-0

boardschule bestens aufgehoben. Wenn

www.ortnerhof.de Foto: Serfaus-Fiss-Ladis/ Tirol

Wedel-Tapas im Hochzillertal

Echt kindisch Dieses Jahr wird sie 20 und trotzdem ist sie Kind geblieben. Wo andere längst ihre

In der Kristallhütte und der Wedelhütte

mit dem „Klein, aber oho“-Vergnügen.

Volljährigkeit feiern, hat die „Kinder-

haben die Gäste nicht nur einen Rund-

Egal, ob pikant oder süß, kalt oder warm,

schneealm“ ihr Herz fürs Spielen, Toben

umblick vom Inntal bis zu den Zillertaler

die feinen Tapas zergehen auf der Zunge

und Kindsein behalten. Direkt unterhalb

Alpen vor Augen, sondern auch den neu-

ebenso wie die dazu passenden Getränke.

der Mittelstation der Komperdellbahn in

che – auf besonders sanfte und spieleri-

en Feinschmeckertrend „Wedel-Tapas“.

Serfaus in Tirol liegt das Winterparadies

sche Weise das Skifahren.

Die kleinen Köstlichkeiten verbinden die

Infos: Tel.: 05283/ 2800

für die Pistenzwerge. Kinder bis 15 Jahre

Infos: Tel.: 05476/ 6239

Schmackhaftigkeit der Zillertaler Küche

lernen hier – jeweils in ihrer Mutterspra-

KLIPP Dezember 2010

www.hochzillertal.com

www.serfaus-fiss-ladis.at 49


Bücher Bestsellerliste Belletristik Sturz der Titanen Ken Follet

Bastei Lübbe

Tauben fliegen auf Melinda Nadj Abonji

Jung und Jung

Freiheit Jonathan Franzen

Rowohlt, Reinbek

Theo Daniel Glattauer

Zsolnay

Endlich! Ildikó von Kürthy

Wunderlich

Sachbuch Xund backen! Angelika Kirchmaier

Tyrolia

Bäume und Wälder der Erde Dominique Seytre

Delius Klasing

6 Österreicher unter den ersten 5 Dirk Stermann

Ullstein HC

Tiroler Zahlenrad – Das Buch der ­Lebens­chancen Johanna Paungger, Thomas Poppe

Gräfe & Unzer

Die besten Rezepte der Südtiroler ­Bäuerinnen Maria Reichhalter Prader

Löwenzahn

Lesestoff Alle Bücher erhältlich unter:

www.webbuch.at

in Graz, Liezen, Deutschlandsberg, Hartberg, Kapfenberg, Leoben und Feldbach

50

On Tour – Trips & Tipps für Junge Anita Arneitz Carinthia Verlag unge Reiselustige und alle, die es werden wollen, kommen hier voll auf ihre Rechnung. Das Buch bietet alles, was man für den Urlaub wissen muss: ideale Anreise, gut und günstig übernachten, essen, trinken, coole Partylocations, Insidertipps zum Shoppen und Relaxen etc. Außerdem finden sich ­Anleitungen, um Reiseblogs im Internet zu veröffentlichen (Fotos, Podcasts, Videos).

J

Himmelsreise – Mein Streit mit den Wächtern des Islam Necla Kelek Kiepenheuer & Witsch

M

ehr als vier Millionen Muslime leben in Deutschland. Viele von ihnen sind gut integriert. Religion ist Teil ihrer kulturellen Identität. Aber es ist eine schweigende Mehrheit. Lauter sind jene, die demonstrativ Zeichen der Abgrenzung gegen die „Ungläubigen“ setzen und behaupten, dabei den Gesetzen ihrer Religion zu folgen. Mit diesen islamischen Traditionalisten, die Glauben zu Politik machen und sich zugleich als Opfer der hiesigen Gesellschaft stilisieren, setzt sich Necla Kelek, Soziologin und BestsellerAutorin, auseinander. Die Kinder der Killing Fields Erich Follath DVA

V

or mehr als 30 Jahren wurde Kambodscha vom Terror der Roten Khmer heimgesucht, die auf den „Killing Fields“ fast ein Viertel der eigenen Bevölkerung ermordeten. Jetzt endlich werden die Verantwortlichen für diesen Genozid vor ein Tribunal gestellt – ein ebenso dramatisches wie umstrittenes Verfahren. SPIEGEL-Autor Erich Follath schildert Kambodschas Weg vom Terrorland zum Touristenparadies und zeigt ein faszinierendes Land, das immer noch mit den Schatten der Vergangenheit kämpft. Lebenskunst … auf den Punkt gebracht Ute Lauterbach Herder Verlag

L

ebenskunst ist … Jammern mit Happy End. Oder: Fleiß durch Denken zu ersetzen. Lebenskunst ist auch, immer wieder innezuhalten. Das Ganze zu lieben. Auf Sicherheit zu verzichten. Und die wahren Sätze dieses Buches mit Leben zu füllen! Ute Lauterbach bringt zur Sprache und auf den Punkt, was zu einem erfüllten Leben gehört.

Das Leben endet nie Willigis Jäger Herder Verlag

W

er sich als Teil des Großen und Ganzen erfährt, gewinnt ein neues Verständnis von Alter, Krankheit und Tod, auch von Auferstehung und Wiedergeburt. Wer sich immer wieder darauf einlässt, in der Gegenwart des göttlichen Seins anzukommen, für den endet das Leben nie. Zeiten des Glücks – Geschichten für Herz und Seele Anthony de Mello Herder Verlag

W

as immer geschieht, an uns liegt es, Glück oder Unglück darin zu sehen.“ Reich sein und Geld haben ist nicht das Gleiche. Wann ist es genug? Was ist schon zu viel? Wer offen ist, wird reich beschenkt – mit dem Leben selbst. Die schönsten Geschichten eines großen Meisters der Psychologie des menschlichen Herzens. Heitere, fröhliche und tiefe Weisheiten, die die Seele verwandeln. Milliardär per Zufall Ben Mezrich Redline Verlag

D

as Buch erzählt die spannende Geschichte zweier unbeholfener Elitestudenten, die auf der Jagd nach Chancen beim anderen Geschlecht sind und dabei „zufällig“ das Weltunternehmen Facebook aus der Taufe heben. Wie man berühmt wird André de Guillaume Bastei Lübbe

D

ieses Buch zeigt den einfachen Weg zu Ruhm, Geld, Liebe, Glück – ganz ohne peinliche und demütigende TV-Auftritte oder Talentwettbewerbe. Hier erfahren Sie, wie Sie sich Schritt für Schritt Ihre eigene Berühmtheit zusammenzimmern und in null Komma nichts zum Superstar werden. Ich trink Ouzo, was trinkst du so? Stella Bettermann Bastei Lübbe

K

iiiiender, Äääähsen!“, schallt es weit nach der Mittagszeit durch die Münchener Wohnsiedlung. Und bis heute weigert sich Stella Bettermanns griechische Mutter, die schi­ cken Pumps bei der deutschen Verwandtschaft gegen Gästepantoffeln zu tauschen. Umso lauter ist der Jubel in der Heimat, wenn die Koffer mit Geschenken von „Seh und Aaah“ (C&A) ausgepackt werden und die Ferien in Piräus bei Oma Yaha beginnen. KLIPP Dezember 2010


Filme

Verkaufen, wenn keiner kauft Elmar Fedderke, Eva-Maria Neuthinger Redline Verlag

D

ie Zeiten für Verkäufer sind hart. Die Autoren weisen den Weg zu dauerhaftem Erfolg, unabhängig von der Konjunktur: mehr Einfallsreichtum, bessere Verkaufsstrategien und Kundenbindung auf einem höheren Niveau. Ein herkömmliches Angebot reicht heute nicht mehr aus, es ist unabdingbar, sich dauerhaft von der Masse abzuheben und dem Kunden ein unvergessliches Einkaufserlebnis zu bieten.

Banksy – Exit through the Gift Shop Dokumentation,

Hurra, wir dürfen zahlen – Der Selbst­ betrug der Mittelschicht Ulrike Herrmann Westend

Darsteller: Banksy, Thierry Guetta, Rhys Ifans, Space Invader

U

Komödie

Regie: Thierry Guetta

B

lrike Herrmann analysiert die wundersame Vermehrung der Milliardäre, die Verachtung der Unterschicht und den fatalen Glauben der Mittelschicht, sie sei privilegiert. Aber die Zeit drängt. Findet die Mittelschicht nicht zu einem realistischen Selbstbild, sondern hält weiter an ihrem Elitedünkel fest, wird sie auch weiterhin alleine für wirtschafts­ politische Fehlentscheidungen bezahlen.

anksy ist ein Phantom. Obwohl seine Graffiti Fassaden und Mauern auf der ganzen Welt zieren, weiß niemand, wer hinter dem gefeierten und sagenumwobenen Street-Art-Künstler eigentlich steckt. Bis sich ein verrückter Franzose namens Thierry Guetta zum Ziel gesetzt hat, Banksy aufzuspüren, um einen Film über ihn zu drehen. Was ihm durch gute Kontakte und ein bisschen Zufall sogar gelingt. Aber dann kommt alles anders als geplant … Fotos: Filmladen Filmverleih

No Budget Marketing Alois Gmeiner Redline Verlag

Darsteller: Aaron Johnson, Anne-Marie Duff, Kristin Scott Thomas, Thomas Sangster, David Morrissey

M

arketingmaßnahmen mit großem finanziellen Aufwand durchführen: Das kann jeder! Die Kunst liegt darin, mit wenig oder gar keinem Geld eine ähnlich große Aufmerksamkeit zu erzielen! Um Produkte, Dienstleistungen oder das eigene Unternehmen zu bewerben, bedarf es oft keiner großen Ausgaben. Vielfach bieten sich sogar Werbemedien an, die gar nichts kosten. Experte Alois Gmeiner zeigt in diesem Buch, was mit sehr wenig oder auch gänzlich ohne Geld alles möglich ist. West-End Claudia von Werlhof Papy Rossa

A

ls Alternative zum „kapitalistischen Patriarchat“ mit seinen hierarchischen, naturund lebensfeindlichen Strukturen orientiert sich die Autorin an einer egalitären, naturkooperierenden und lebens­orientierten „matriarchalen“ Zivilisation. Vor diesem Hintergrund diskutiert sie die neoliberale Globalisierung und ihre objektiven Grenzen, eine neuartige Definition des Kapitalismus mit patriarchaler „Tiefenstruktur“, den Charakter der Moderne als eines „alchemistischen Systems“ und Alternativen, die vor allem an der Peripherie des „modernen Weltsystems“ bereits entstehen. KLIPP Dezember 2010

Nowhere Boy Drama, Musikfilm

Regie: Sam Taylor-Wood

L

iverpool in den Fünfzigern: John Lennon, 15 Jahre alt und von der Schule genervt, fällt zu Hause bei seiner strengen Tante Mimi die Decke auf den Kopf. Eines Tages trifft John jedoch seine Mutter Julia wieder, die den Fünfjährigen damals überstürzt verlassen hatte. Die lebenslustige, musikbegeisterte Frau führt John in die aufregende neue Welt des Rock ’n’ Roll ein und bringt ihm das Banjospielen bei – nicht ahnend, dass sie damit den Grundstein für Lennons späteren Lebensweg legt … Fotos: Central Filmverleih GmbH

Kottan ermittelt: Rien ne va plus Krimi Darsteller: Bibiana Zeller, Franz Suhrada, Hanno Pöschl, Lukas Resetarits Regie: Peter Patzak

M

anchmal fällt das Glück im wahrsten Sinne des Wortes einfach vom Himmel, obwohl es in Kottans Fall dann nicht so wirklich das Glück, sondern vielmehr erst einmal eine Leiche ist, die ihm aufs Autodach knallt. Genau durch die darf er nach seiner Suspendierung dann aber endlich wieder auf Spurensuche gehen, denn ausgerechnet Polizeipräsident Pilch bittet ihn bei der Lösung des Falls um Hilfe. Kein Wunder also, dass die Täter schon sehr bald das Nachsehen haben, denn: Kottan ermittelt wieder. Fotos: SATEL Film/P.Domenigg, filmstills.at 51


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Steiermarkmagazin Klipp Dezember 2010 by Klipp Zeitschriften - Issuu