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VISITE Ausgabe 1/2019

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AUSGABE NR. 1 | 2019

www.visite-blog.de

klinikumbielefeld unsere kompetenz für ihre gesundheit

Das Gesundheitsmagazin des Klinikums Bielefeld

Rückblick: Tag der offe nen Tür im Klinik um Bielefeld Ro senhöhe

NESSELSUCHT eine altbekannte Hauterkrankung

clean eating Ernährungstrend oder wirklich ein Weg zur gesunden Ernährung?

RHEUMATISCHE ERKRANKUNGEN Nicht nur Schmerzen! Was genau ist Rheuma und wie können Betroffene trotz Rheuma den Alltag meistern?


klinikumbielefeld

klinikumbielefeld unsere kompetenz für ihre gesundheit

unsere kompetenz für ihre gesundheit

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Über 2.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich täglich mit Herzblut und Leidenschaft für das Wohl unserer Patientinnen und Patienten ein – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Unterstützt werden sie von zahlreichen Helfern, die sich ehrenamtlich für das Klinikum Bielefeld engagieren. Gemeinsam haben wir nur ein Ziel: eine optimale, ganzheitliche Versorgung und die Zufriedenheit unserer Patientinnen und Patienten. Die Finanzierung der Behandlungskosten ist durch die Krankenkassen gesichert. An vielen Stellen würden wir uns jedoch wünschen, etwas mehr für unsere Patienten tun zu können – mit Ihrer Spende können wir dies ermöglichen.

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EDITORIAL

LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER, nun ist das Jahr 2019 schon wieder 5 Monate alt und der Sommer steht vor der Tür. In dieser Ausgabe der Visite bieten wir Ihnen ein breites Spektrum an medizinischen Themen und Informationen zu Gesundheit und Wohlbefinden. Zunächst geht es um ein weit verbreitetes Krankheitsbild, das in unterschiedlichsten Ausprägungen bei den Patientinnen und Patienten auftritt: Rheuma. Prof. Dr. med. Martin Rudwaleit spricht hier darüber, was genau Rheuma ist und wie Betroffene ihren Alltag meistern können (S. 6). Der leitende Arzt unserer Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Bielefeld Rosenhöhe, Dr. med. Mark Schildknecht, erläutert Ihnen, was genau eine Arthroskopie ist und wann sie eingesetzt wird (S. 10). Prof. Dr. med. Isaak Effendy, Chefarzt der Hautklinik, widmet sich im Anschluss der Urtikaria, einer weltweit verbreiteten Hautkrankheit, die die meisten von Ihnen unter dem Begriff „Nesselsucht“ kennen werden (S. 12). Zum Abschluss des medizinischen Themenblocks nimmt uns Oberarzt Karen Gasparjan mit in den thoraxchirurgischen OP. Wir lernen die VATS-Lobektomie kennen, eine moderne minimal-invasive Operationstechnik, die den Patientinnen und Patienten eine schnellere Genesung nach der Operation ermöglicht (S. 14).

Tobias Purschke, Ernährungsberater am Klinikum Bielefeld stellt uns clean eating mit zwei passenden Rezepten vor und zeigt, dass es sich hierbei nicht unbedingt um einen neuen Trend, sondern um eine uralte Form der Ernährung handelt (S. 16). Eine Selbsthilfegruppe spricht anschließend über die Erkrankungen Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus-Basedow (S. 22). Das Krankenhausmuseum berichtet uns über die neue Ausstellung "Hallo mein Herz" (S. 26) und Sie erfahren, was in Bielefeld und dem Klinikum getan wird, um dem immer größer werdenden Problem mit Antibiotikaresistenzen entgegen zu wirken (S. 30). Zum Abschluss dieser Visite stellen wir Ihnen UNSERE Straßenbahn vor (S. 32), schauen rückblickend auf die Tage der offenen Tür der Geburtshilfestation Babytown und des Klinikums Bielefeld Rosenhöhe (S. 34) und nehmen Sie mit in das neue Kinderspielzimmer der HNO-Klinik (S. 38). Dass das Klinikum Bielefeld Demenzlotsen ausbildet (S. 40) und wie Sie der Frühjahrsmüdigkeit entgegenwirken können (S. 41) erfahren Sie, bevor Sie die Klinik-News (S. 42) und die Veranstaltungen von Mai bis August (S. 44) auf dem neuesten Stand halten. Liebe Leserinnen und Leser, wir wünschen Ihnen gute Unterhaltung beim Lesen und wünschen Ihnen einen guten Start in den Sommer 2019!

Ihre Redaktion 3


INHALTSVERZEICHNIS

TITELTHEMA 6

RHEUMATISCHE ERKRANKUNGEN Was genau ist Rheuma und wie können Betroffene trotz Rheuma ihren Alltag meistern?

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ERSTER TAG DER ARTHROSKOPIE Interview mit Dr. med. Mark Schildknecht

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URTIKARIA (NESSELSUCHT) Eine altbekannte Hauterkrankung

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DIE VATS- LOBEKTOMIE Die moderne minimal-invasive Operationstechnik in der Klinik für Thoraxchirurgie im Klinikum Bielefeld Mitte

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CLEAN EATING Ernährungstrend oder wirklich ein Weg zur gesunden Ernährung?

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CLEAN EATING REZEPTE

IMPRESSUM Herausgeber Klinikum Bielefeld gem. GmbH Michael Ackermann, Geschäftsführer Verantwortlich für den Inhalt: Axel Dittmar, Kliniksprecher

Redaktion Axel Dittmar, Sandra Knicker, Marlene Flöttmann, Stefanie Riesenberg, Elisa Masmeier, Antonia Lohmeier, Lara Sommer, Prof. Dr. med. Martin Rudwaleit, Dr. med. Mark Schildknecht, Prof. Dr. med. Isaak Effendy, Karen Gasparjan, Tobias Purschke, Morbus-Basedow Selbsthilfegruppe Bielefeld, Claus-Henning Ammann, Angelika Ammann, Dr. Reinhard Bornemann, Kai-Henrik Hahn

Bildnachweis Steffi Behrmann | Klinikum Bielefeld (U2, S. 6, 11, 12, 14, 17, 22, 30, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 42, 43, 44, 45), Fotolia, KrankenhausMuseum Bielefeld e.V. (S. 26, 27, 29), Bielefeld Marketing GmbH (S. 41), Christina Falke (S. 36, 37) Konzeption screen concept - runge

Anschrift Klinikum Bielefeld gem. GmbH | Unternehmenskommunikation | Teutoburger Str. 50 | 33604 Bielefeld | info@klinikumbielefeld.de

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INHALTSVERZEICHNIS

SERVICE 32

#TEILDESGANZEN UND #ALLTAGSHELDEN Personalmarketing des Klinikums Bielefeld nimmt Fahrt auf

GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN HASHIMOTO-THYREOIDITIS UND MORBUS - BASEDOW SELBSTHILFEGRUPPE BIELEFELD

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Hilfe zur Selbsthilfe bei Schilddrüsenerkrankungen

HALLO MEIN HERZ

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RÜCKBLICK: TAG DER OFFENEN TÜR IN BABYTOWN

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RÜCKBLICK: TAG DER OFFENEN TÜR IM KLINIKUM BIELEFELD ROSENHÖHE

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SPIELZIMMER ERÖFFNET für die Kinder auf der Station 10.3

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Von Heilkräutern und Stethoskop zu Herzkatheter und Schrittmachern – Sonderausstellung im Krankenhausmuseum am Klinikum Bielefeld Mitte

ANTIBIOTIC STEWARDSHIP

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DEMENZLOTSEN Klinikum Bielefeld bildet Mitarbeiter im Umgang mit dementen Patienten aus

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41

BIELEFELD KOMMT RAUS!

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KLINIKUM BIELEFELD NEWS

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KLINIKUM BIELEFELD VERANSTALTUNGEN

Gemeinsam gegen die Antibiotikaresistenzen

von Mai 2019 bis August 2019

RÄTSELSPASS FÜR KINDER UND ERWACHSENE .... SEITE 46

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TITELTHEMA

RHEUMATISCHE ERKRANKUNGEN Nicht nur Schmerzen! Was genau ist Rheuma und wie können Betroffene trotz Rheuma ihren Alltag meistern?

Prof. Dr. med. Martin Rudwaleit Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Rheumatologie

In Deutschland leidet etwa ein Viertel der Bevölkerung an Einschränkungen des Bewegungsapparats, wie zum Beispiel chronischen Rückenschmerzen oder Arthrosen. Bei 1,5 Millionen, also 2 % der Deutschen, wurde eine entzündliche rheumatische Erkrankung diagnostiziert. „Rheuma“ ist ein Sammelbegriff und steht für unterschiedliche rheumatische Erkrankungen, die in verschiedenen Formen und an vielen Stellen im Körper auftreten können. Aber was genau ist eine rheumatische Erkrankung und wie können Betroffene trotzdem ihren Alltag meistern? Diese und weitere Fragen werden in diesem Artikel von Prof. Dr. med. Martin Rudwaleit, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Rheumatologie am Klinikum Bielefeld Rosenhöhe beantwortet.

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Rheumatische Erkrankungen, Ursachen und Symptome Bei rheumatischen Erkrankungen handelt es sich um chronisch entzündliche Systemerkrankungen. Dabei kann es sich entweder um eine Autoimmunerkrankung oder um eine chronisch inflammatorische (entzündliche) Erkrankung handeln. Eine Autoimmunerkrankung bedeutet, dass das Immunsystem das eigene Körpergewebe angreift und völlig unnötig Entzündungen in Gang setzt. Somit sind Autoimmunerkrankungen als eine Art Überreaktion des Immunsystems zu verstehen und nicht als Immunschwäche! Besonders Erwachsene sind davon betroffen, jedoch sind in Deutschland auch ca. 20.000 Kinder und Jugendliche an einer Art von Rheuma erkrankt, das jedoch nicht immer chronisch verlaufen muss. Rheumatische Erkrankungen haben vor allem Auswirkungen auf die Gelenke und den Bewegungsapparat, es können aber auch innere Organe, wie zum Beispiel die Lunge, das Herz, die Arterien, die Nerven oder die Niere betroffen sein. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen sind heutzutage oft gut behandelbar, den-


TITELTHEMA

noch müssen Betroffene lernen, mit der Krankheit ihren Alltag zu bewältigen. Aufgrund von Schmerzen, die die Krankheit nicht selten mit sich bringt, wenn z.B. die Therapie noch nicht richtig greift, oder anderer Einschränkungen können Betroffene teilweise vorübergehend nicht mehr ihren Beruf ausüben oder fehlen sehr oft in der Schule oder am Arbeitsplatz.

dikamentöse Einstellung dauerhaft gut zu kontrollieren. Man kann entzündlich-rheumatischen Erkrankungen nicht wirklich präventiv entgegenwirken, mit einer Ausnahme: Rauchen. Wir wissen heute sicher, dass Raucher eher eine rheumatoide Arthritis entwickeln als Nichtraucher und das Rauchen nach Eintreten der Erkrankung mit einer schlechteren Prognose einhergeht.

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Folgen und Symptome sind: • Entzündungen unterschiedlicher Körpergewebe • daraus resultierende Schmerzen an Gelenken • Schädigung innerer Organe • Bewegungseinschränkungen • Beeinträchtigung der Lebensqualität Zu den rheumatischen Erkrankungen wird von vielen auch die Fibromyalgie gezählt. Diese ist genau genommen aber keine entzündlich rheumatische Erkrankung, sondern vielmehr eine Schmerzerkrankung, bei der Verarbeitungsprozesse im Gehirn im Sinne eines veränderten Hirnstoffwechsels (und nicht Störungen in den Gelenken oder Muskeln!) zu oftmals sehr starken Schmerzen führen. Therapiemöglichkeiten Der Therapieplan bei Rheumapatientinnen und -patienten wird sehr individuell und abhängig von der jeweiligen Diagnose und dem Schweregrad der Erkrankung erstellt. Es spielen viele Faktoren, wie zum Beispiel die entzündliche Aktivität, das Stadium der Erkrankung, aber auch die persönlichen Gegebenheiten eine Rolle. So können beispielsweise Gelenkentzündungen durch lokale Therapien wie Gelenk-Injektionen (oftmals sehr effektiv) aber auch rein medikamentös behandelt werden. Häufig kommen Kombinationen beider Therapieformen zur Anwendung. Rheumatische Erkrankungen werden aufgrund wirksamer Medikamente heutzutage viel seltener orthopädisch-operativ behandelt als früher. Bei schwerem Krankheitsverlauf bietet ein stationärer Aufenthalt in einem Krankenhaus den Vorteil einer raschen und umfassenden Diagnostik und die Möglichkeit einer intensivierten Therapie in Form von Gelenkpunktionen, medikamentösen und physiotherapeutischen Maßnahmen. Auch führt bei Befall von inneren Organen (Lunge, Niere, Nerven, Arterien), der sehr akut und dramatisch auftreten kann, der stationäre Aufenthalt schneller und sicher zum Ziel der Wiederherstellung der Gesundheit. In vielen Fällen ist es möglich, die Symptome und Krankheitszeichen durch eine me-

Gelenk-Injektion: Oftmals sehr effektiv bei Gelenkentzündungen.

Medikamentöse Therapie: Immer seltener muss Rheuma operativ behandelt werden und ist medikamentös dauerhaft gut zu kontrollieren.

Physiotherapie: Es ist wichtig, dass die entzündeten Gelenke regelmäßig und kontinuierlich bewegt werden.

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TITELTHEMA

Viele Patienten mit einer rheumatischen Erkrankung haben einen zusätzlichen Bedarf an einer rehabilitativen Maßnahme, also zum Beispiel einer mehrwöchigen stationären Rehabilitation oder dauerhaften, ambulanten physiotherapeutischen

Regelmäßige Bewegung führt zur Linderung der Schmerzen und beugt dem Versteifen der Gelenke vor.

Ausgewogene Ernährung: optimiert die Gesundheit und unterstützt eine Linderung der Schmerzen.

Rauchen ist Gift! Raucher bekommen häufiger Rheuma und haben schlechtere Behandlungserfolge.

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Anwendungen. Bewegung und Funktionstraining ist in den meisten Fällen von rheumatischen Erkrankungen nicht nur förderlich, sondern unverzichtbar. Die Wirkung von Bewegung bei rheumatischen Erkrankungen Trotz starker Schmerzen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist es wichtig, dass die entzündeten Gelenke regelmäßig und kontinuierlich bewegt werden. Es wurden extra Funktionstrainings für rheumatische Erkrankungen entwickelt, welche die Gelenke so fordern, dass es ihnen gut tut, ohne sie dabei zu überfordern. Würden die Gelenke während akuter Entzündungsphasen extra geschont werden, kann es schnell zu Schrumpfungen der Gelenkkapsel kommen und somit zum Einsteifen. In einigen Fällen ist Training im warmen Wasser besonders förderlich, für andere ist Trockengymnastik von Vorteil. In jedem Fall führt regelmäßige Bewegung nicht nur zu einer verbesserten Fitness, sondern auch zur Schmerzreduktion. Diese gilt im Übrigen auch für die Arthrosen (Gelenkverschleiß) wie auch für die Fibromyalgie. Funktionstrainings werden von Physiotherapeuten betreut, die sich auf rheumatische Erkrankungen spezialisiert haben und daher professionell und individuell auf die Förderung der einzelnen Person eingehen können. Das Training in normalen Fitnessstudios ist auf Ausdauer- und Kraftübungen ausgelegt und kann auch von Rheuma-Patienten durchgeführt werden, sofern die Erkrankung gut kontrolliert ist und keine Gelenkzerstörungen eingetreten sind, nicht jedoch im akuten entzündlichen Schub oder bei erheblichen Gelenkschäden. Ein spezielles physiotherapeutisch geleitetes Funktionstraining kann den gesundheitlichen Zustand stark verbessern und den Alltag der Betroffenen erleichtern, da die Bewegungen mit weniger Schmerzen ausgeführt werden können. Die Verschreibung von Funktionstraining ist einfach und kann durch jeden Arzt und jede Ärztin erfolgen, zumal das Budget des Arztes oder der Ärztin durch die Verschreibung von Funktionstraining nicht belastet wird. Auch andere Sportangebote, wie zum Beispiel Yoga, können der Krankheit entgegenwirken. Neben der richtigen Bewegung trägt auch eine ausgewogene Ernährung dazu bei, dass Erkrankte eine Linderung verspüren und ihre Gesundheit optimieren. 


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Rheumatische Erkrankungen

FRAGEN UND ANTWORTEN mit Prof. Dr. med. Martin Rudwaleit Wie genau entsteht eine rheumatische Erkrankung? Prof. Rudwaleit: Die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen gehören zu den komplexen Erkrankungen, zu dessen Auslösung verschiedene Faktoren beitragen. Dazu gehören genetische Faktoren, welche die Entstehung der Krankheit fördern. Des Weiteren können andere Ereignisse hinzukommen, wie z.B. die Stimulation des Immunsystems, welche in der Regel durch ganz banale virale oder bakterielle Infektionen hervorgerufen werden und vor denen wir uns auch kaum schützen können. Kann man Rheuma präventiv vorbeugen? Prof. Rudwaleit: Gesichert ist der negative Einfluss des Zigarettenrauchens auf die Entstehung der rheumatoiden Arthritis und auf den Verlauf der axialen Spondyloarthritis (Morbus Bechterew, entzündliche Wirbelsäulenerkrankung). Also, es gibt unzählige Gründe mit dem Rauchen aufzuhören oder besser erst gar nicht anzufangen. Die „Rheuma-Decke“ hat übrigens weder einen nachgewiesenen präventiven noch therapeutischen Effekt! Welchen Nutzen hat die richtige Bewegung bei Rheuma langfristig? Prof. Rudwaleit: Regelmäßige moderate Bewegungstherapie erhöht die allgemeine Fitness, schont die Gelenke durch stärkere Muskeln, verbessert die Beweglichkeit und ist schmerzlindernd. Wie regelmäßig sollten die Übungen durchgeführt werden? Prof. Rudwaleit: Abhängig von der Erkrankung und persönlichen Faktoren sind Bewegungstherapien 2 bis 3 mal wöchentlich auf jeden Fall zu empfehlen. Können die Symptome durch Ernährung und Bewegung so gelindert werden, dass keine medikamentöse Behandlung nötig ist? Prof. Rudwaleit: Dieses trifft nur für die Gicht zu,

hier kann allein mit konsequenter Diät (purinarme Kost) und Bewegung die Gichtarthritis gut kontrolliert werden. Bei den meisten anderen entzündlich rheumatischen Erkrankungen ist oft eine medikamentöse Therapie erforderlich um die entzündliche Aktivität einzudämmen und zu kontrollieren. Kann Rheuma gefährlich sein? Prof. Rudwaleit: Ja, auf jeden Fall. Entzündlichrheumatische Erkrankungen, die Entzündungen an den Arterien verursachen (Vaskulitis), können unerkannt und unbehandelt rasch zu Erblindung, zum Schlaganfall, zum Lungenversagen oder auch zum Nierenversagen führen und sind somit genauso gefährlich wie ein akuter Herzinfarkt. Vorboten sind oftmals ein unklares hohes Fieber, stark erhöhte Entzündungswerte im Blut oder ein schlechter Allgemeinzustand. Diese Erkrankungen müssen durch den Rheumatologen als geschulten Spezialisten rasch erkannt und behandelt werden. Klinikabteilungen mit der Spezialisierung Rheumatologie sind für diese Patientinnen und Patienten daher die richtigen Anlaufstellen.

Selbsthilfe Die Rheuma-Liga NRW bietet diverse Bewegungsangebote für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen an und setzt sich auch für finanzielle Förderungen dieser Angebote ein. Auch in Bielefeld gibt es die Möglichkeit, an einem Programm der Rheuma-Liga teilzunehmen. Kontakt Tel.: 02 01. 8 27 97 - 718 E-Mail: ag-bielefeld@rheuma-liga-nrw.de rheuma-liga-nrw.de/arbeitsgemeinschaft/bielefeld/ Sprechzeiten Dienstag 15 - 17 Uhr Im Franziskushospital: Kiskerstr. 26, 33615 Bielefeld Telefonische Fragestunde Dienstags 14 - 15 Uhr unter Tel.: 02 01. 8 27 97 - 718 Eine weitere Selbsthilfegruppe ist z.B. die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew (DVMB): www.bechterew.de

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TITELTHEMA

Erster Tag der Arthroskopie ausgerufen:

Interview mit Dr. med. Mark Schildknecht In diesem Jahr stand der 1. Februar erstmals im Namen der Arthroskopie. Deutschlandweit, aber auch in der Schweiz und in Österreich haben Ärztinnen und Ärzte, die Arthroskopien durchführen, dazu aufgerufen, mit dem „Tag der Arthroskopie“ über die minimalinvasive Behandlungsmöglichkeit von verletzten und beschädigten Gelenken aufzuklären und den Austausch zu diesem Thema anzuregen.

Auch Patientinnen und Patienten werden dazu aufgerufen, ihre Erfahrungen mit der Methode zu teilen. Dr. med. Mark Schildknecht, Leitender Arzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Bielefeld Rosenhöhe, wendet die Arthroskopie bei seinen Patientinnen und Patienten an. Er hält es

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für äußerst wichtig, dass intensiver über die Möglichkeiten der minimalinvasiven Gelenkspiegelung aufgeklärt wird: Was ist eine Arthroskopie? Dr. med. Mark Schildknecht: Die sogenannten Spiegelungsoperationen sind minimalinvasive Eingriffe zur Behandlung von Gelenkerkrankungen wie Verschleißleiden und Unfallverletzungen. Dabei wird das Gelenk mit Flüssigkeit aufgefüllt und mit einer Stabkamera über einen kleinen Hautschnitt untersucht. Die Bilder werden auf einen Bildschirm übertragen. Über weitere kleine Schnitte können meist lange feine Instrumente zur operativen Behandlung in das Gelenk eingebracht werden. Das Gelenk muss dabei nicht groß eröffnet werden. In welchen Fällen erfolgt eine Arthroskopie? Dr. Schildknecht: Arthroskopische Operationstechniken können an allen größeren Gelenken angewandt werden. Viele Patienten kennen die Operationstechnik möglicherweise bei der Behandlung von Knie- oder Schultergelenken. Aber auch das Ellenbogengelenk, Sprunggelenk oder Handgelenk kann per Spiegelung untersucht und therapiert werden. Meniskusrisse, Kreuzbandrisse, Schulterkapselverletzungen, Sehnenabrisse an der Schulter und Gelenkmäuse am Ellenbogen sind z.B. einige Diagnosen, bei denen für den Patienten extrem schonend und erfolgreich mit Hilfe der Arthroskopie Behandlungen erfolgen können. Welchen Vorteil hat die Arthroskopie gegenüber anderen Methoden zur Untersuchung und Behandlung von geschädigten Gelenkstrukturen? Dr. Schildknecht: Die Arthroskopie ist eine operative Technik und stellt eine sehr schonende Vorgehensweise zur operativen Behandlungen von verschiedensten Gelenkerkrankungen dar. In vielen Fällen ist die Übersicht des erkrankten Gelenks durch kein anderes Verfahren so umfassend möglich. Die Komplikationsträchtigkeit arthroskopischer Verfahren ist dabei deutlich geringer als bei offener operativer Behandlung.


Dr. med. Mark Schildknecht (rechts) Leitender Arzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Bielefeld Rosenhöhe

Birgt das Verfahren der Arthroskopie auch Risiken? Dr. Schildknecht: Es handelt sich um einen operativen Eingriff und der sollte nach Abwägen des Für und Widers für eine operative Behandlung der Erkrankung nach dem aktuellen Kenntnisstand eingesetzt werden. Die Komplikationsraten bei arthroskopischen Eingriffen sind gering (z.B. liegt die Infektionsquote bei einer Arthroskopie des Knies ohne Bandrekonstruktion bei 0,1 %). Entscheidend ist aber das Krankheitsbild und nicht zuerst die Technik der Behandlung. Die Minimalinvasität des arthroskopischen Eingriffes und seine niedrigen Komplikationsraten sollten keinesfalls zu einer Ausweitung der Indikationsstellung solcher Eingriffe führen. In die Diskussion gekommen sind arthroskopische Operationen zuletzt durch verschiedene Studien. Länger bekannt ist schon eine Untersuchung zum Kniegelenk, die zu dem Ergebnis kommt, dass ein fortgeschrittener Gelenkverschleiß durch eine Spiegelungsoperation nicht gebessert werden kann. In der Presse wurde aus diesen Studien abgeleitet, dass

die Technik des arthrokopischen Operierens allgemein „nichts bringe“ und ab dem 35. Lebensjahr generell keine Arthroskopien mehr empfohlen werden können. Es liegt hier jedoch ein Missverständnis vor. Die Untersuchungen zeigen, dass erst eine sorgfältige und differenzierte Diagnosestellung notwendig ist und dann die entsprechende Therapie nach dem aktuellen Wissensstand mit dem Patienten erörtert werden sollte. Nicht die Technik der Arthroskopie an sich, sondern wann, bei welcher Erkrankung und bei wem eine arthroskopische Operation sinnvoll ist, ist hier ausschlaggebend. Hierzu gibt es klare, sich im Verlauf durch den medizinischen Fortschritt auch weiterentwickelnde Indikationen. Für den einzelnen Patienten heißt das, er sollte mit seinem behandelnden Arzt das Vorgehen und die Erfolgsaussichten der Behandlung und gegebenenfalls in Frage kommende Alternativen besprechen. Arthroskopische Operationen sind bei richtiger Indikation extrem segensreich und stellen eine nicht mehr wegzudenkende operative Behandlungstechnik dar.

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TITELTHEMA

Prof. Dr. med. Isaak Effendy Chefarzt der Hautklinik am Klinikum Bielefeld Rosenhöhe

Urtikaria, wie der medizinische Fachbegriff lautet, ist eine weltweit verbreitete Hautkrankheit. Im Volksmund wird die Krankheit als Nesselsucht benannt. Jeder vierte Erwachsene zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr erkrankt nach Schätzungen der Experten mindestens einmal im Leben an Urtikaria. In Deutschland leiden rund 800.000 Menschen an der chronischen Urtikaria. Die typischen Krankheitszeichen der Urtikaria sind Hautrötungen am Körper, die relativ rasch von leuchtend roten Erhebungen gefolgt sind. Diese sogenannten Quaddeln können klein sein wie ein

men, Händen oder Füßen massiv anschwellen. Die Urtikaria zeigt eine Lebenszeitprävalenz (=Häufigkeit der Personen, die einmal in ihrem Leben an einer bestimmten Erkrankung leiden) von ca. 9% für alle Formen. Treten die Hauterscheinungen für länger als sechs Wochen auf, wird von einer chronischen Urtikaria gesprochen, die wiederum eine Lebenszeitprävalenz von ca. 2% aufweist. Bei der chronischen Urtikaria gibt es zwei unterschiedliche Formen: Bei der spontanen Form treten die Beschwerden spontan aufgrund unbekannter, aber auch bekannter Ursachen auf. Bei der induzierbaren Form hingegen wird die Urtikaria durch physikalische Reize (Wärme, Kälte, Licht, Druck, mechanische Irritationen oder Erhöhung der Körpertemperatur) ausgelöst. Bei der Urtikaria handelt es sich um eine Hautmastzell-vermittelte Krankheit (Mastzellen=Zellen der köpereigenen Abwehr), in der unterschiedliche Faktoren bei verschiedenen

URTIKARIA

eine altbekannte Erkrankung

Stecknadelkopf oder groß wie eine Handfläche. Unter den Quaddeln sammelt sich Flüssigkeit an. Die Haut spannt sich und brennt mitunter wie Feuer. Die Quaddeln sind vergleichbar mit einer Hautreaktion beim Hautkontakt mit einer Brennnessel (lat. urtica). Daher wird diese Hautkrankheit Urtikaria genannt, deren Symptome jedoch ohne erkennbare Auslöser spontan auftreten können. Bei den meisten Betroffenen verschwinden die Quaddeln nach wenigen Stunden beziehungsweise Tagen plötzlich wieder. Bei vielen tritt die Urtikaria allerdings jahrelang immer wieder auf, sodass sie das gesamte Leben negativ beeinflussen kann. Mehr als die Hälfte der Urtikaria-Patientinnen und -Patienten leidet an Angioödemen: Tiefe Schwellungen, die sehr unansehnlich, unangenehm und teilweiser sogar gefährlich sein können. Die Angioödeme können an allen Körperregionen entstehen und lassen die Haut im Gesicht, am Kopf, Hals, Ar-

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Patientinnen und Patienten für die Aktivierung und Degranulation (Histaminfreigabe) der normalen Mastzellen verantwortlich sind. Dabei verändern bei chronischer Urtikaria modulierende Faktoren die Reizschwelle und somit den Zeitpunkt der Histaminfreigabe. Da die Urtikaria ein sehr heterogenes Krankheitsbild mit zahlreichen Unterformen darstellt, sollten neben einer symptomatischen Therapie zuerst eine gründliche Anamnese, eine körperliche Untersuchung sowie Labortests durchgeführt werden, um andere Systemische Erkrankungen auszuschließen. Je nach der Form der Urtikaria werden differenzierte diagnostische Untersuchungen vorgenommen. Die Voraussetzungen für die Eliminierung und das Meiden der möglichen Auslöser der chronischen Urtikaria ist eine gesicherte Diagnose. Als mögliche Auslöser zählen unter anderem Medikamente, Infektionen des gastrointestinalen Traktes mit


Helicobacter pylori, sowie bakterielle Infektionen des Nasen-, Rachen- oder Zahnraums, die IgEvermittelte Nahrungsmittelallergie und physikalische Reize (Kälte, Wärme, Druck, etc.). Ist die Vermeidung des Auslösers nicht oder nicht ausreichend möglich, oder die Ursache der chronischen Urtikaria unbekannt, ist zunächst eine symptomatische Therapie mit H1-Antihistaminikum der 2. Generation indiziert. Die Behandlung mit Antihistaminika gilt als Urtikaria-Standardtherapie. Antihistaminika sind antiallergische Wirkstoffe, die den Effekt des körpereigenen Histamins neutralisieren. Sie werden als Tabletten eingenommen und gelten als gut verträgliche und effektive Medikamente.

STUDIENTEILNEHMER / INNEN GESUCHT Wir suchen Patienten, die unter einer chronisch spontanen Urtikaria (Nesselsucht) leiden, bei denen auch die Therapie mit Antihistaminika nicht weiterhilft. „Chronisch spontan“ heißt hierbei, dass eine Ursache für die Nesselsucht nicht erkannt werden konnte. Volljährige Patientinnen und Patienten können sich für nähere Informationen unter der Rufnummer 05 21. 9 43 - 88 22 (Studienzentrum der Hautklinik) melden.

Wichtig ist, dass Patienten mit chronischer Urtikaria das verschriebene Antihistaminikum stets durchgehend und auch prophylaktisch einnehmen. Mehrere Untersuchungen zeigen, das Antihistaminikum-Therapien wenig wirksam sind, wenn sie lediglich bei akuten Krankheitsschüben angewandt werden. Allerdings erfahren nur die Hälfte der Patientinnen und Patienten mit chronischer Urtikaria durch die Antihistaminika eine ausreichende Linderung. Jeder/jede zweite Betroffene hingegen ist auf andere Therapieoptionen (z. B. Biologika, IgE-Antikörper-Therapie) angewiesen. Neben einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität durch Juckreiz, Quaddeln und tiefere Hautschwellungen, Müdigkeit, Einschränkung des Aussehens, Angst und Depressionen kann die Urtikaria auch die individuelle Leistungsfähigkeit bei der Arbeit und den Alltag des Patienten beeinflussen. In der Tat zählt die Urtikaria zu der Gruppe der Hauterkrankungen, die im Vergleich zu anderen dermatologischen Krankheiten die Lebensqualität am stärksten einschränken. Daher ist das Ziel der kausalen und symptomatischen Therapie der Urtikaria, die als schwierig gilt, die völlige Beschwerdefreiheit.

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TITELTHEMA

Die VATS-Lobektomie Moderne Diagnostik unklarer Lungenherde – die Suche nach der Nadel im Heuhaufen Karen Gasparjan Leitender Oberarzt und Chefarztstellvertreter der Klinik für Thoraxchirurgie Die Klinik für Thoraxchirurgie am Klinikum Bielefeld Mitte hat in der 27. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie in Mannheim ein neues Verfahren vorgestellt, welches es den Chirurgen ermöglicht, kleine, nicht tastbare, tumorverdächtige Befunde über eine Schlüssellochtechnik schonend zu entfernen. Die Lokalisierung wird mit Hilfe eines speziellen Drahtes vorgenommen, durch den der Bereich des Tumors markiert wird. Der Draht, so berichtet der leitende Oberarzt der Klinik Karen Gasparjan, wird dabei durch einen Radiologen (Prof. Gehl und Dr. Boga) unter Röntgenkontrolle direkt vor der Operation eingebracht.

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Dem Chirurgen wird so ermöglicht, das krankhafte Gewebe sicher zu identifizieren und dabei so wenig gesunde Lunge wie möglich zu entfernen. Direkt im OP wird eine feingewebliche Untersuchung unter dem Mikroskop innerhalb von wenigen Minuten durchgeführt. Abhängig vom Resultat der Untersuchung kann die notwendige Prozedur weiterhin in Schlüssellochtechnik durchgeführt werden. „Wir können jedem Patienten eine maßgeschneiderte Operation anbieten – es wird so viel Gewebe wie nötig, aber vor allem so wenig wie möglich entfernt“, erläutert Oberarzt Gasparjan. Der Anteil minimal-invasiver VATS-Eingriffe (Video-Assistierte Thorakale Chirurgie), konnte in der Thoraxchiurgie am Klinikum Bielefeld Mitte durch diese Technik deutlich gesteigert werden. Seit Anfang des Jahres wurden mit der Schlüssellochmethode circa 200 Eingriffe durchgeführt, davon 25 Entfernungen ganzer Lungenlappen bei


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Lungentumoren. Neun Patienten konnten dank der präoperativen Drahtmarkierung mit Schlüssellochtechnik behandelt werden. „Leider wird diese Methode trotz ihrer zahlreichen Vorteile gegenüber der Standardverfahren nur vereinzelt in Kliniken angewendet“, erklärte Prof. Dr. A. Boseila. Er ist froh, dass im Klinikum Bielefeld die technischen Voraussetzungen gegeben sind, dieses moderne Operationsverfahren allen Patienten, die es benötigen anbieten zu können. Wird bei einer Untersuchung ein sogenannter „Rundherd“ in der Lunge erkannt, handelt es sich vielleicht um Lungenkrebs. Lungenkrebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung und stellt bei Männern die häufigste krebsbedingte Todesursache dar.

Diese hohe Letalität hängt damit zusammen, dass Lungenkrebs im Anfangsstadium schwer zu erkennen und operativ zu lokalisieren ist. Die Behandlung im frühen Stadium der Erkrankung ist jedoch für eine Heilungschance von großer Bedeutung. Das Auffinden kleiner Tumore im frühen Stadium in der Lunge glich lange der „Suche nach einer Nadel im Heuhaufen", erläutert der leitende Oberarzt der Thoraxchirurgie Karen Gasparjan das Problem. Die Einführung der minimalinvasiven Chirurgie ermöglicht ein schonendes Vorgehen: hierbei wird über kleine Schnitte mit speziellen Instrumenten, die bisherige große Wunde am Brustkorb vermieden. Für Patienten bedeutet dies vor allem weniger Schmerzen und Komplikationen: die Lunge erholt sich schneller und eine Entlassung aus dem Krankenhaus ist früher möglich.

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clean eating

Ernährungstrend oder gesunden Ernährung? 

von Elisa Masmeier

„Du bist, was du isst“, diesen Satz hat bestimmt jeder schon einmal gehört, doch nur wenige beschäftigen sich tatsächlich mit ihrer Ernährung. Wer ungesund isst, befindet sich meist auch in einem körperlich ungesünderen Zustand. Gesundheitsbewusste Menschen sind immer wieder auf der Suche nach Tipps und Möglichkeiten, sich ausgewogen zu ernähren. Vielleicht ist „clean eating“ ja die Lösung für eine gesunde und nachhaltige Ernährungsumstellung? Künstlich behandelte und verarbeitete Lebensmittel sind bei dieser Ernährungsform ein Tabu. Naturbelassene Produkte sollen für ein besseres Körpergefühl sorgen und bei ausgewogener Ernährung den gesamten Nährstoffhaushalt abdecken. Ernährungsberater Tobias Purschke erklärt, was wirklich hinter dem „sauberen“ Essen steckt und wie man seine Ernährung ausgewogen und vollwertig gestalten kann.

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wirklich ein Weg zur

Der Begriff clean eating Unter dem Begriff clean eating, also „sauber“ essen, versteht man im Grunde einfach eine vollwertige Ernährung. Der Begriff klingt jedoch viel moderner und lockt dadurch besonders jüngere Menschen an. Demnach ist der Begriff an sich ein Trend, die Ernährungsform, die dahinter steckt, ist jedoch uralt. Clean eating bedeutet im Groben das Weglassen von künstlichen Zusatzstoffen und die Verarbeitung von frischen, naturbelassenen, möglichst unverarbeiteten Nahrungsmitteln, gern auch aus der Region. Es geht somit vorwiegend darum, beim Kochen frische Produkte zu verarbeiten. Das Weglassen von bestimmten Nahrungsmitteln, wie Fleisch, ist jedem selbst überlassen. Auch als nicht-Vegetarier oder nicht-Veganer kann man „sauber“ essen, denn es kommt rein auf die Qualität der Lebensmittel an. Wichtig: Beim clean eating handelt es sich nicht um eine Diät, sondern um eine dauerhafte gesunde Ernährungsumstellung. Wer auf gesunde Ernährung achtet und sich dadurch in einem Kaloriendefizit befindet, wird bald merken, dass die Pfunde purzeln.


TITELTHEMA

Gründe für die Ernährungsumstellung auf clean eating: • clean eating ist gesundheitsförderlich • Ernährung bestimmt zum Großteil, wie wir uns fühlen • ernährungsabhängige Krankheiten (z.B. Adipositas, Karies, Diabetes Mellitus Typ 1) sind angestiegen und werden durch künstliche Zusatzstoffe gefördert • Allergische Reaktionen auf Zusatzstoffe (besonders bei Kindern) werden vermieden • Nahrungsergänzungsmittel und funktionelle Lebensmittel? Sind bei einer ausgewogenen Ernährung nicht notwendig! • durch eine natürliche, vollwertige Ernährung wird der Körper mit allen Nährstoffen versorgt • unterstützt durch das Kaufen von regionalen Produkten auch kleinere Betriebe • schützt die Umwelt (Pestizide, Gentechnik, Import/Export werden nicht unterstützt) • Zusatzstoffe und Aromen verfälschen den eigentlichen Geschmack von frischen Lebensmitteln • Zusatzstoffe erfordern unnötige Energie, die der Körper für den Abbau und das Herausfiltern braucht

Beim clean eating wird besonderer Wert auf regionale Produkte gelegt.

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Regeln und Tipps für richtiges clean eating „Saubere“ Ernährung bedeutet grundsätzlich, naturbelassene Produkte zu sich zu nehmen. Demnach sind Bio-Produkte eine gute Wahl. Es gibt diverse Biogütesiegel, da das EU-Gütesiegel nicht so strenge Auflagen hat, ist es von Vorteil Bioland- und Demeter-Produkte zu kaufen, da diese verlässlichen Biosiegel, mit strengen Auflagen verbunden sind. Der Wochenmarkt bietet viele naturbelassene Produkte und man kauft direkt beim Produzenten, damit unterstützt man den regionalen Obst- und Gemüsehandel. Außerdem kauft man automatisch mehr saisonale Lebensmittel. Dies kann sich wiederum positiv auf die Umwelt auswirken. Beim Einkaufen im Supermarkt ist es unerlässlich auf die Zutatenliste der einzelnen Produkte zu schauen und der ein oder andere wird sich wundern, wie wenig Nahrungsmittel dort zu finden sind, die nicht verarbeitet wurden, bevor sie im Supermarkt gelandet sind. Die Ernährungsform ist alltagstauglich und erzwingt nicht das Weglassen von bestimmten Nahrungsmitteln, somit ist die Ernährungsumstellung mit weniger Selbstzwang verbunden. Es erfordert anfangs etwas mehr Zeit beim Einkaufen, aber nach einiger Zeit weiß man, welche Lebensmittel unverarbeitet und in welchen viele Zusatzstoffe enthalten sind. Folgendes sollte man sich beim Einkaufen vor Augen führen: • je länger die Zutatenliste eines Produktes, desto mehr wurde es bereits verarbeitet • Haushaltszucker sorgt für einen schwankenden Blutzuckerspiegel und hat kaum Nährstoffe • Weißmehlprodukte sollten gegen Vollkornprodukte ausgetauscht werden • mehr Obst und Gemüse und möglichst nach Saison • die Qualität der Nahrungsmittel macht den Unterschied

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Um sich die Ernährungsumstellung leichter zu machen, kann man auch nach und nach den Nahrungsbestand durch „cleane“ Nahrung ersetzen. Zum Beispiel fängt man bei dem Frühstück an und tastet sich so langsam an alle Mahlzeiten des Tages ran. Ein Muss für die vernünftige Umsetzung der Ernährungsform ist das selber Kochen. Wenn man also Spaß und Interesse am Kochen hat, fällt es automatisch leichter, seine Ernährungsgewohnheiten umzustellen. Die Nahrungsmittel, die beim Kochen verwendet werden, sollten einen hohen Nährstoffgehalt haben und reich an Vitaminen und Ballaststoffen sein.

Fragen an Tobias Purschke, Ernährungsberater am Klinikum Bielefeld Mitte: Haben Sie Tipps, wie man clean eating am besten in den Alltag integrieren kann? Tobias Purschke: Zuerst einmal lässt sich sagen, dass es clean eating in verschiedenen Variationen gibt. Eine eindeutige Tabelle mit erlaubten Lebensmitteln gibt es von den Gründern dieses Begriffs nicht. Es ist vielmehr eine Ernährungsform, welche von ihren Konsumenten in vielerlei Hinsicht erweitert oder auch sehr rigide eingeschränkt wurde, zum Beispiel gibt es die eher lockere Seite, die auch mal Salzgebäck, wenn es nachvollziehbar ohne Zusatzstoffe hergestellt ist, in verpackter Form kauft. Ebenso gibt es das andere Extrem, welches seinen Alltag nur mit Rohkost, Nüssen, Samen und Humus gestaltet. Der sinnvollste Tipp ist, sich auf eine Balance einzulassen. Zusatzstoffe können natürlich schädlich sein, wie sogenannte Azofarbstoffe, die in farbigen Softdrinks verwendet werden und bei Kindern unter anderem im ernsthaften Verdacht stehen, Asthma auszulösen. Dennoch ist nicht jede ENummer ein „Krankheitserreger“, sondern lediglich eine Substanz welche mit einer E-Nummer in ein


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Register integriert wurde. Diese Stoffe werden vorher ausführlich geprüft und nur zugelassen, wenn keine Gesundheitsrisiken bestehen, sie aus technischen Gründen für das Produkt notwendig sind und zu keiner Verbrauchertäuschung führen. Wie erklären Sie, was man unter dem Begriff „clean eating“ versteht? Tobias Purschke: Wenn ich clean eating übersetzen sollte, würde ich einen der ältesten Begriffe der Diätetik verwenden: Ausgewogene Mischkost. Diese beinhaltet seit Jahrzehnten den regelmäßigen Verzehr von Obst, Gemüse, Nüssen, Fleisch, Fisch, Geflügel und allen weiteren natürlichen komplexen Kohlenhydraten, gesunden Fetten und hochwertigen Proteinen inkl. Vitaminen, Mineralstoffen und bioaktiven Substanzen. Idealerweise liegen diese in ihrer natürlichen Form vor und werden bei der Mahlzeitenzubereitung sinnvoll miteinander kombiniert. Der einzige Unterschied besteht darin, dass in dieser Ernährungsform nicht alles Bio sein muss und dass ein gewisses Maß an Haushaltszucker toleriert wird. Was ist ein cleanes Frühstück? Tobias Purschke: Als cleanes Frühstück würde man eine Mahlzeit bezeichnen, dessen Zutaten eindeutig natürlichen Ursprungs sind. Die Gewissheit über den biologisch korrekten Anbau der Komponenten inklusive eines echten und nachvollziehbaren Biosiegels würde das Ganze komplettieren. Ein oft praktiziertes Beispiel wäre ein Frischkornbrei aus diversen Biogetreiden mit Naturjoghurt und etwas Dicksaft gesüßt. Manchmal werden solchen Rezepten auch noch einige der uns bekannten „Superfoods“ hinzugesetzt, wie Chia-Samen oder auch Goji-Beeren. Man kann natürlich auch

regionale Lebensmittel verwenden, wie Leinsamen, die einen ähnlichen Nährstoffgehalt haben oder je nach Saison frische Heidelbeeren. Worauf sollte man bei tierischen Produkten achten? Tobias Purschke: Auch hier gibt es mehrere praktische Formen von clean eating. Nicht jeder clean eater möchte tierische Produkte, besonders Fleisch, in seiner täglichen Ernährung haben, da unter die Thematik Ernährung natürlich oft auch ethische Fragen fallen. Diejenigen, welche Fleisch tolerieren, achten meist auf eine zurückführbare Herkunft des Tieres und einen korrekten, möglichst stresslosen Schlachtvorgang, um die hochwertigste Proteinqualität aus dem Produkt zu beziehen. Kleinigkeiten wie Streichfett oder Joghurt lassen sich problemlos selber herstellen und für den Rest gibt es immer mehr Hofläden die sich mit Bio Produkten an die Anforderungen ihrer Kunden anpassen. Ist clean eating ausreichend für Menschen, die abnehmen wollen? Tobias Purschke: Clean eating ist eine mit großer Achtsamkeit verbundene Ernährungsform. Das bedeutet für den Konsumenten, dass er seine Produkte sorgfältig auswählen muss, er ist angehalten, sich geradezu umfassend mit Lebensmitteln auseinandersetzen. Diese Achtsamkeit sorgt oft schon für eine Kalorienreduktion durch den Verzicht von Haushaltszucker, den Verzehr von allgemein fettärmeren Produkten und oft erhöhtem Verzehr von sättigenden Ballaststoffen in Form von Gemüserohkost, Samen, Nüssen und Vollkornprodukten. All das sind Faktoren, die sich auch in einer energiereduzierten Mischkost wiederfinden und somit unter einem vielleicht nicht so attraktiven Namen schon lange existieren. 


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clean eating rezepte Abwechslungsreicher Frischkornbrei für 1 Portion

Zutaten 4 EL Getreide (6-Korn), nach Wahl Obst nach Belieben und Jahreszeit 1 Becher Joghurt etwas Honig etwas Zitronensaft

Mich kan kindgere n man auch cht zube reiten !

Zubereitung Getreide nach Belieben mittel oder grob schroten und danach in Wasser einweichen. Je kürzer die Einweichzeit, desto kerniger – je länger die Einweichzeit, desto aufgequollener ist das Getreide. Obst je nach Sorte und Belieben in Stücke schneiden oder reiben. Obst und Joghurt mit dem Getreide mischen und mit Honig und Zitronensaft verfeinern.

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Tipp Sie können auch Haferflocken, gehackte Nüsse, Trockenobst, Buttermilch, Obstsäfte o.ä. verwenden. So erhalten Sie unzählige schmackhafte Varianten.


Gurken-Frühstücksnudeln für 1 bis 2 Portionen | vegan

Zutaten 1 Gurke ½ bis 1 Orange oder Limette (Saft davon) einige Basilikumblätter etwas Meersalz 1 EL schwarzer Sesam

Zubereitung Die Gurke mit einem Spiralschneider in Spaghettiform schneiden. Die Basilikumblätter in feine Streifen schneiden und anschließend mit den Gurkennudeln vermischen. Zum Schluss den Limetten- oder Orangensaft, etwas Salz und die Sesamsamen darüber geben. Zu den Gurken-Frühstücksnudeln passt sehr gut grobkörniges Brot, zum Beispiel Sonnenblumenoder Kürbiskernbrot.

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Hilfe zur Selbsthilfe Das Motto der Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus-Basedow Selbsthilfegruppe Bielefeld

Ein Interview mit den Leiterinnen der Selbsthilfegruppe

Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus Basedow sind, nach der Jodmangelstruma, die zweithäufigsten Schilddrüsenerkrankungen in Deutschland. Hashimoto ist die häufigste Ursache für eine erworbene Schilddrüsenunterfunktion, während Morbus-Basedow häufig eine Schilddrüsenüberfunktion zur Folge hat. Im Klinikum Bielefeld trifft sich seit Anfang 2018 die Selbsthilfegruppe „HuB Bielefeld“, um Betroffenen einen Austausch zu ermöglichen. Im folgenden Interview erklären die Leiterinnen der Selbsthilfegruppe, was genau hinter den Krankheiten steckt und welchen Nutzen die Selbsthilfegruppe bei der Alltagsbewältigung bieten kann.

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Was genau ist Hashimoto und was ist MorbusBasedow? Beide Erkrankungen betreffen die Schilddrüse. In erster Linie handelt es sich um Autoimmunerkrankungen. In der Medizin werden diese Beeinträchtigungen zurzeit aber im Fall der Hashimoto Thyreoiditis als Formen der Unterfunktion bzw. im Fall von Morbus-Basedow als Überfunktion der Schilddrüse eingestuft. Das heißt, es wird sich auf die Ausprägung einzelner Symptome konzentriert.

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Welche Funktionen und Aufgaben hat die Schilddrüse? Die Hormone der Schilddrüse regeln die Stoffwechselaktivität unserer Körperzellen. Man kann es vielleicht ein bisschen vergleichen mit dem Benzin für das Auto. Ohne Benzin läuft das Auto gar nicht. Mit einem Überangebot kann das Auto Feuer fangen.


„Mediziner-Latein“ – Was bedeuten die Begriffe? Hashimoto: Entzündliche Erkrankung der Schilddrüse. Erste Berichte über die Krankheit kamen 1912 von Hakaru Hashimoto, nach dem die Krankheit benannt wurde. Der Begriff „Thyreoiditis“ setzt sich aus dem griechischen Wort für Schilddrüse, „thyreoidea“ und der Endung „itis“ zusammen. Diese Endung meint in der medizinischen Fachsprache eine Entzündung. Basedow: Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Der Name der Erkrankung geht auf ihren Erstbeschreiber Carl Adolph von Basedow zurück. „Morbus“ ist Latein und bedeutet „Krankheit“.

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Was sind die Symptome der HashimotoThyreoiditis? Als betroffene Person sind es insbesondere die sogenannten unspezifischen Symptome, die einem auffallen. Einige Symptome der Hashimoto-Thyreoiditis können Sie sehen und hören. Dazu gehören Gesichtsschwellungen, Schwellungen des Gewebes in der Augenhöhle (Orbita) und der Augenlider, trockene und raue Haut mit Neigung zu Hornhautverdickungen (Hühneraugen), trockene, lichtempfindliche Augen, Haarbruch oder -ausfall und eine tiefere bis raue Stimme. Andere Symptome, die Sie an sich wahrnehmen, können Sie oder Ihr Arzt zum Teil auch messen. Sie können von einer Gewichtszunahme ohne Änderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten berichten, vielleicht sogar von einer Verstopfungsproblematik, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckproblemen, Verkrampfung Ihrer Muskulatur, einer erniedrigten Körpertemperatur mit der Neigung zum Frieren (Kälteintoleranz), Abnahme des Schwitzens und Menstruationsstörungen (Unregelmäßigkeit, lange Blutungszeiten) mit Abnahme der Libido sowie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen bis zur Vergesslichkeit. Bei der Untersuchung Ihres Blutes wird Ihr Arzt erhöhte Cholesterinwerte und Symptome, die auf einen Eisenmangel hindeuten, unter Umständen im Blut messen können.

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Und welche Symptome treten bei einer Morbus-Basedow-Erkrankung auf? Als Hinweise auf eine Morbus-Basedow-Erkrankung beobachten Sie an sich Nervosität, Gereiztheit, verstärktes Schwitzen und zitternde Hände. Sie können über Schlafstörungen bei schneller Ermüdung klagen. Sie nehmen an Gewicht ab, obwohl Sie mit Appetit essen, und beobachten Durchfälle. Ihr Haarwachstumszyklus ist beschleunigt, so dass Ihre Haare ausfallen. Ihre Pulsfrequenz ist erhöht (Tachykardie). Sie haben Bluthochdruck. Vielleicht haben Sie manchmal Herzrhythmusstörungen. Neben diesen Merkmalen der Schilddrüsen-

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zu schauen. Ein besonderer Bedarf besteht auch im Austausch über die Erfahrung mit ärztlicher Versorgung. Die überschrittene Frustrationstoleranz der Betroffenen ist in der Regel der Antrieb, uns zu besuchen. Näheres finden Sie auch auf unserer  Homepage.

HuB-Selbsthilfegruppe Bielefeld

überfunktion gibt es noch Symptome, die Hinweise auf die eigentliche Autoimmunerkrankung der Schilddrüse geben. Sie beobachten bei sich eine Vergrößerung der Schilddrüse (Struma), z.B. durch häufiges Räuspern, Zunahme der Kragenweite, Schluckbeschwerden oder Atembeschwerden.

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Warum leiden mehr Frauen an Hashimoto und Morbus-Basedow? Auf diese Frage gibt es keine wirklich wissenschaftlich fundierte Antwort. Es fehlen aktuelle Forschungen. Die Aussage als solches ergibt sich aus Diagnosezählungen. Man kann eine genetische Disposition ausmachen. Warum die Erkrankung zum Ausbruch kommt, ist nicht erforscht. Da es sich um Autoimmunerkrankungen handelt, sollte zur Prävention die Gesundheit des Darmes fokussiert werden. Der größte Teil unseres Immunsystems wird über den Darm gesteuert.

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Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Dies ist eine einfache Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten ist. Man könnte für jede Erkrankung einen ganzen Vortrag zu diesem Thema halten. Unsere Homepage gibt dafür einen guten Überblick, wir sind zu finden unter: www.hub-bielefeld.de

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Wie können Selbsthilfegruppen unterstützend wirken? Wir sind eine offene Selbsthilfegruppe. Als Anlaufstelle für Betroffene, Angehörige und Therapeuten vermitteln wir Basiswissen, informieren über neueste Erkenntnisse und geben Tipps im Sinne von „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Vernetzung innerhalb der Selbsthilfegruppen hilft dabei über den Tellerrand

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Die HuB Bielefeld ist eine Selbsthilfegruppe von Hashimoto-Thyreoiditis- bzw. Morbus-BasedowBetroffener, die ehrenamtlich geführt wird. Betroffene aus der Region Bielefeld, Minden, Herford und Paderborn sind herzlich willkommen. Die Treffen finden im Klinikum Bielefeld Mitte, Teutoburger Straße 50, 33604 Bielefeld, Seminarraum 2 im Erdgeschoss statt. Termine 2019, immer 19 bis 21 Uhr: • Montag, 02. September 2019 • Montag, 04. November 2019 Kontakt: E-Mail: hub.bielefeld@gmail.com Telefon: 05 21. 9 64 - 06 96 (Selbsthilfekontaktstelle Bielefeld) www.hub-bielefeld.de

Buchtipp Wer Hashimoto-Thyreoiditis hat, weiß: Diese Erkrankung zu behandeln, ist eine Herausforderung. Die chronische Entzündung führt erst zu einer Über-, dann zu einer Unterfunktion – und zu unterschiedlichen Symptomen, was die Diagnose und Behandlung erschwert. Der renommierte Schilddrüsenexperte PD Dr. med. Joachim Feldkamp, Chefarzt im Klinikum Bielefeld und 1. Vorsitzender von Forum Schilddrüse e.V., klärt Sie umfassend über das Erkrankungsbild auf und zeigt Ihnen, was Sie für Ihre Schilddrüse tun können. von: Joachim Feldkamp Verlag: Trias / Jahr: 2017 ISBN-13: 978-3-432-10448-5


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Selbsthilfegruppen In sogenannten Selbsthilfegruppen treffen sich Gleichbetroffene, die sich gegenseitig bei der Bewältigung einer Erkrankung, schwierigen Lebenssituationen oder auch besonderen sozialen Lebenslagen unterstützen und motivieren. Sie haben Fragen zu Selbsthilfegruppen im Klinikum Bielefeld? Klinikum Bielefeld Patienten-Informations-Zentrum (PIZ), Selbsthilfebeauftragte Teutoburger Str. 50 33604 Bielefeld Tel.: 05 21. 5 81 - 22 77 E-Mail: piz@klinikumbielefeld.de

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Sie suchen eine Selbsthilfegruppe oder Sie möchten selbst eine Gruppe gründen? Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld Stapenhorststr. 5 33615 Bielefeld Tel.: 05 21. 9 64 06 - 94 E-Mail: selbsthilfe-bielefeld@paritaet-nrw.org Weitere Informationen zur Selbsthilfe und zu (Bielefelder) Selbsthilfegruppen finden Sie unter: www.selbsthilfenetz.de

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Hallo mein

HERZ

Von Heilkräutern und Stethoskop zu Herzkatheter und Schrittmachern

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Claus-Henning Ammann und Angelika Ammann im Interview mit Elisa Masmeier

Seit November 2018 gibt es im Krankenhausmuseum am Klinikum Bielefeld Mitte eine Sonderausstellung mit dem Titel „Hallo mein Herz – Von Heilkräutern und Stethoskop zu Herzkatheter und Schrittmachern“. Bis 2020 erhalten die Besucher hier Einblicke in den Aufbau und die Funktion des Herzens, die Verwendung von Heilkräutern und das Abhören des Herzens mit verschiedensten Formen von Stethoskopen. Auch die medizinisch-technische und pflegerische Entwicklung der Behandlung von Herzerkrankungen wird thematisiert. Claus-Henning und Angelika Ammann vom Krankenhausmuseum Bielefeld e.V. geben einen Einblick in die Medizingeschichte rund um das menschliche Herz.


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Wie hat sich die Medizin bei Herzerkrankungen durch technische Innovationen verbessert? Meilensteine medizintechnischer Neuerungen lassen sich am Beispiel der elektrophysiologischen Behandlung von Herzerkrankungen aufzeigen. So nahm 1947 der Chirurg Claude S. Beck erstmals eine direkte Defibrillation mit 110 Volt Wechselstrom am offenen Herzen vor. Die erste externe Defibrillation gelang dem Forscher Paul Zoll 1955. Im Krankenhausmuseum ist ein Herzschrittmacher/Defibrillator nach Dr. Dittmar aufgebaut, der aus dieser Zeit stammt. Rune Senning und Ake Elmquist implantierten 1958 erstmals einen Schrittmacher. Der Patient, Arne Larsson, erhielt in seinem Leben 26 Schrittmacher und wurde damit 89 Jahre alt. Die Geräte waren früher in Kunstharz eingegossen, ein derartiges Exemplar ist ebenfalls ausgestellt. 1980 wurde der erste implantierbare Defibrillator eingesetzt. Diese sind lebensrettend,

die automatische Auslösung des Schocks hat aber massive Auswirkungen auf das psychische Gleichgewicht der Betroffenen. Die Erfolge haben zwar zu einer deutlichen Verminderung der Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen beigetragen, von 1980 bis 2016 von 16,86% auf 13,42% - die Entwicklung muss aber weitergehen. Heute steht der Einsatz von immer weniger belastender Techniken zur Behandlung im Mittelpunkt. Wie war das Leben mit Herzerkrankungen früher (Lebenserwartung, Alltagsbewältigung)? Im Mittelalter betrug die durchschnittliche Lebenserwartung um die 35 Jahre. Krankheiten wie Pest, Pocken und Syphilis rafften viele vorzeitig dahin, sodass sich Herzerkrankungen gar nicht erst entwickeln konnten. Neuzeitliche Daten aus den USA zeigen einen Anstieg auf 49,2 Jahre (1900) und auf 76,9 Jahre im Jahr 2000. Auch in Deutschland steigt die Lebenserwartung weiter an. Die durch eine Mangeldurchblutung des Herzens bedingten Krankenhauseinweisungen treten bei rund einem Prozent der über 50-jährigen auf. Diese Rate steigt bei über 80-jährigen auf das Vierfache an. Bei steigender Lebenserwartung nimmt also die Bedeutung herzbedingter, lebensbedrohlicher Beschwerden zu. Wie wirksam waren Kräuter bei der Heilung? Beispiel Digitalisglykoside: Diese wurden hauptsächlich aus dem Fingerhut gewonnen, lassen sich aber auch aus dem Adonisröschen, dem Maiglöckchen und der Meerzwiebel gewinnen. Ursprüngliche Blattextrakt-Lösungen enthalten viel Digitoxin, welches eine starke Wirkung auf die Kontraktionskraft des Herzmuskels und die Verminderung der Herzfrequenz aufweist, aber eine geringe therapeutische Breite besitzt. Es kann schneller aufgenommen als ausgeschieden werden, sodass es leicht zu einer Überdosierung kommt. Diese kündigt sich mit Übelkeit, Erbrechen und Gelbsehen an. Die Herzfrequenz vermindert sich sehr stark, mit einem charakteristischen Doppel-Pulsschlag, bis hin zu Vorhofflimmern und Herzstillstand. Kann man die Wirkung mit pharmazeutischen Mitteln vergleichen? Die Wissenschaft im 19./20. Jahrhundert beschäftigte sich meist mit der Isolation und dem Wirkungsnachweis von Pflanzeninhaltsstoffen. Da die Digitalisglykoside isoliert, synthetisiert und standardisiert wurden, zählen sie nicht mehr zu den Heilpflanzen. Das alte Wissen wurde verdrängt. Aus dem Wunsch nach ganzheitlicher Behandlung und Verbin-

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dung mit der Schulmedizin werden die Heilpflanzen seit den 1980er Jahren zunehmend wieder entdeckt. Die Komplexität der Einflüsse und Aspekte, welche die heutige moderne Gesellschaft ausmachen, können nicht isoliert betrachtet werden. Der Vielstoffcharakter wird als eines der entscheidenden Kriterien für pflanzliche Heilmittel erkannt. Der eher pflegerischen Frage nach der Befindlichkeit wird seitens der Forschung jedoch immer noch zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Die wichtigsten Anwendungen von Heilkräutern ergeben sich auch heute noch im Wesentlichen aus Überlieferung und Erfahrungswissen. Phytotherapeuten geben Auskunft zur gezielten Anwendung von Arzneipflanzen. Beispielsweise werden bei Kreislaufschwäche sowie bei Schwindel, Benommenheit und Herzklopfen Rosmarin-Weißdorntees getrunken. Wirksam sind frühmorgens durchgeführte kalte OberkörperWaschungen mit Rosmarin. Bei erhöhtem Blutdruck soll man sich mehr bewegen, und für den Hausgebrauch Knoblauch wohldosiert im Essen sowie Bärlauch im Frühjahr verwenden. Eine Teemischung aus Weißdornblüten, Mistelkraut und Melissenblättern hat gute Auswirkungen auf einen erhöhten Blutdruck, ebenso wie abends warme Fußbäder. Bei Herz-Beklemmungsgefühlen und nervöser Unruhe wird eine Teemischung aus Weißdornblüten, Herzgespannkraut, Melissenblättern und Orangenblüten empfohlen. Zur äußerlichen Anwendung sind neben einem Teil- oder Vollbad mit Melisse- oder Lavendelbademilch oder Baldrianextrakt Arnika-Salbenkompressen zur Auflage auf die Herzgegend sinnvoll anzuwenden. Ist die Lebenserwartung durch die Behandlung mit Heilkräutern gestiegen? Dies ist schwer zu erforschen. Nur für isolierte Substanzen, wie zum Beispiel Digitalis, gibt es entsprechende Studien. So war Digitalis besonders in Deutschland lange Zeit das wichtigste Prinzip in der Behandlung der Herzschwäche. Seit einer 1997 erschienenen Studie weiß man jedoch, dass dies nicht zu einer Lebensverlängerung führt. Allerdings

vermag es die Lebensqualität zu verbessern, weil das Herz gestärkt wird und somit Krankenhausaufenthalte seltener sind. Digitalis bleibt ein wirksames Mittel bei Herzinsuffizienz, jedoch hinter anderen Medikamenten in zweiter Linie. Seit wann gibt es Herzkatheter-Untersuchungen? Eine erste Herzkatheteruntersuchung beim Pferd gelang Étienne-Jules Marey und Auguste Chauveau 1861. Die erste Rechtsherz-Katheterisierung führte Werner Forßmann 1929 in einem Selbstversuch durch und erhielt 1956 dafür einen der drei MedizinNobelpreise. Andreas Roland Grüntzig nahm 1977 die erste Ballondilatation (zur Erweiterung eines Herzkranzgefäßes) vor. Wie waren die Überlebenschancen bei einem Herzinfarkt früher? Wie haben sie sich verbessert? Ein Herzinfarkt beim lebenden Menschen wurde 1876 erstmalig diagnostiziert. In den 1920er Jahren wurde diesen Patienten absolute Bettruhe und eine Beschränkung der Flüssigkeitszufuhr verordnet. Dazu nahmen sie z.B. Digitalis-Medikamente zur Stärkung der Herzkontraktionskraft und Kampfer zur Behandlung eines erniedrigten Blutdrucks ein. Wegen der hohen Lungenembolie-Gefahr aufgrund der langen Bettruhe gewann ab Ende der 1970er Jahre das Konzept einer früheren Mobilisation an Bedeutung. Ein Herzinfarkt bedeutet jedoch immer noch akute Lebensgefahr. Fast ein Drittel aller Patienten stirbt vor Aufnahme in eine Klinik und „trotz moderner Behandlungstechniken kommt für etwa die Hälfte aller Betroffenen immer noch jede Hilfe zu spät“, wie die Deutsche Herzstiftung 2017 schreibt. Männer erleiden mehr als zehn Jahre früher als Frauen einen Herzinfarkt. Die Sterberate beider Geschlechter ist von 1980 bis 2016 von 9,74% auf 5,34% aller Todesfälle gesunken, woran der erhebliche medizinische Fortschritt in der Herz-KreislaufMedizin einen nicht unerheblichen Anteil hat. Was sollte man bei Herzschwäche pflegerisch tun? Die Pflege bei dieser Erkrankungsgruppe fand im Krankenpflege-Lehrbuch von 1943 noch keine Erwähnung. Erst ab den 1950er Jahren wurden z.B. gezielte Empfehlungen für die Pflege bei Herzschwäche gegeben. Die betroffenen Patienten leiden häufig an Herzklopfen und Kurzatmigkeit bei körperlicher Belastung oder auch im Liegen, unter allgemeiner Leistungsschwäche und chronischer Müdigkeit. Digitalis-Präparate werden heutzutage bei sehr schwe-


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ren Stadien der Herzinsuffizienz eingesetzt, wenn andere Medikamente nicht ausreichend wirken. Da es bei deren Einnahme leicht zu Überdosierung kommen kann, ist neben der Dosisanpassung durch Blutspiegelbestimmung eine sorgfältige Pulskontrolle erforderlich. In der Akutphase sind eine engmaschige Überwachung und eine Unterstützung bei der Pflege erforderlich, z.B. durch Übernahme grundpflegerischer Verrichtungen. Im weiteren Verlauf sollte man Maßnahmen gegen Atemnot trainieren (z.B. sich aufrecht hinsetzen und Beine aus dem Bett hängen lassen). 1951 heißt es dazu im neu bearbeiteten Krankenpflege-Lehrbuch: „In schweren Fällen bringt sogar erst das Sitzen in einem bequemen Lehnstuhl Erleichterung“. Es fand noch keine Erwähnung, dass man je nach Belastungsstufe für ein gesundes Mittelmaß an Aktivität sorgen soll. 1971 wird von Bettruhe ausgegangen, der Kranke soll halbsitzend, mit abgestützten Armen, einer Fußstütze gegen das Herunterrutschen und einer Knierolle auf einem Gummiring oder Schaumgummikissen gelagert werden. Früher wie heute gilt, Fieber zu vermeiden, sich ausgeglichen und salzarm zu ernähren und über die festgelegte Trinkmenge informiert zu sein. Die Kleidung darf nicht einengen oder -schnüren. Die Therapie der chronischen Herzinsuffizienz ist komplex und ihre Wirkung hängt maßgeblich von der Akzeptanz und aktiven Mitwirkung der Patienten, ihrer Pflegenden und Angehörigen ab. Noch 1966 klang es im „1x1 der Krankenschwester“ ganz anders: „Es gilt, Vorschriften und Anordnungen zu befolgen, Beaufsichtigung und Ermahnungen ohne Widerrede hinnehmen zu müssen usw.“ Für die Zukunft zeichnet sich ab, dass klinisch tätige Pflegeexpertinnen und -experten im Rahmen individueller Versorgungskonzepte tätig werden. Das bereits 1971 von der Ordensschwester und langjährigen Lehrbuchautorin Liliane Juchli formulierte Anliegen sollte dabei nicht aus den Augen verloren werden: „Die Schwester sorge für Ruhe in und um das Krankenzimmer. Herzpatienten sind von Angstund Unruhezuständen geplagt. Durch ihre eigene Ruhe kann die Schwester ihre Situation erleichtern. Die Kranken sollen wissen, dass wir immer für sie da sind und Zeit haben. Das Sich-Wohlfühlen und die Geborgenheit spielen bei der Behandlung von Herzpatienten eine wichtige Rolle.“ Im letzten Stadium der Erkrankung besteht heutzutage zudem die

Möglichkeit, unter Einbeziehung von Ärzten, Pflegekräften und anderen Berufsgruppen mit Erfahrung in Palliativmedizin und Hospizdiensten behandelt zu werden. 

Ausstellungsdauer Weiterführung bis 2020 Öffnungszeiten sonntags von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung Vortragsprogramm 2019 • Entwicklung der Herz-Kreislauf-Medizin: von Heilkräutern und Stethoskop zu Herzkatheter und Schrittmachern 19. Mai 2019 (internationaler Museumstag) 14:15 Uhr Referent: Prof. Dr. med. Christoph Stellbrink (Chefarzt der Klinik für Kardiologie und internistische Intensivmedizin Bielefeld Mitte) • Herzinfarkt aus pflegerisch-medizinischer Sicht 23. Juni 2019, 14:15 Uhr Referentin: Juk Ten Huynh (Klinikum Bielefeld Mitte) Eintritt am internationalen Museumstag und für Inhaber der Tourist-Card Bielefeld frei. Regulärer Eintritt: Erwachsene Kinder ab 12 Jahren

2,00 € 1,00 €

Kontakt Tel.: 05 21. 5 81 - 22 67 E-Mail: info@krankenhausmuseum-bielefeld.de Rollstuhlfahrer: Eingang Eduard-Windthorst-Str. 23, WC barrierefrei

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G EM EI NS A M G EG E N DI E A NTIBI OTIK A R E S I STE NZE N 

von Priv.-Doz. Dr. med. Dr. Public Health Reinhard Bornemann Oberarzt der Klinik für Innere Medizin und Geriatrie, Klinikum Halle /Westf. und Antonia Lohmeier Von den antibiotikaresistenten „Krankenhauskeimen“ hat mittlerweile sicherlich jeder schon einmal gehört. In den letzten Jahren haben Ärztinnen und Ärzte immer mehr damit zu kämpfen, dass die von ihnen verordneten Antibiotika wirkungslos bleiben. Dies hat für die Patientinnen und Patienten im Zweifel schlimme Konsequenzen und ist auch alles andere als effizient. Den Mitgliedern des neuen „Antibiotic stewardship“-Teams im Klinikum Bielefeld war das ein Dorn im Auge. Mit viel Elan wollen sie den resistenten Erregern den Kampf ansagen! Dass Bakterien Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln, ist ein gar nicht so neues Problem, wie manche vielleicht denken. Bereits kurz nach der

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standardmäßigen Einführung von Antibiotika in den 1950er Jahren wurden Ärztinnen und Ärzte und Forscherinnen und Forscher auf die Resistenzentwicklungen der Bakterien aufmerksam. Doch die Tragweite des Problems wurde unterschätzt. Rasch kamen neue Substanzen auf den Markt, sogenannte „Reserveantibiotika“, die im Falle einer Resistenz verordnet werden konnten. Doch die ursprünglichen Reserven wurden zum Standard, und die Bakterien entwickelten auch dagegen Resistenzen. Inzwischen gibt es kaum neue Antibiotika-Wirkstoffe, und wenn doch, sind sie meist schwieriger in der Anwendung, nebenwirkungsreicher und teurer. Anstatt das Problem – also der unnötigen und unsachgemäßen Antibiotikagabe – bei der Wurzel zu packen, wurde seitens der Medizin zunächst auf die


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Erreger fokussiert. Es liefen vermehrt Screenings auf die „Krankenhauskeime“ wie MRSA und MRGN, und die Hygienemaßnahmen wurden verschärft. Als sich diese Herangehensweise jedoch als zu wenig effektiv herausstellte, startete man vor etwa 20 Jahren einen neuen Ansatz: Mit „antibiotic stewardships“ (ABS) widmete man sich der systematischen Betrachtung auch der Antibiotika-Verordnungen. Anfangs geschah dies vor allem in Krankenhäusern, da die resistenten Erreger meist dort entdeckt wurden. Anfang der 2010er Jahre etablierten sich diese ABS-Ansätze in immer mehr Kliniken.

Krümpelmann). Sodann stellen fast alle Fachabteilungen aus allen drei Standorten Mitglieder in das Team ab. Das Team soll für eine sachgerechtere Verordnungspraxis von Antibiotika sorgen, um die Infektionstherapie für Patientinnen und Patienten des Klinikums zu optimieren. Ziel ist es, die Medikamentenwirkung zu verbessern und Nebenwirkungen und Resistenzentwicklungen zu verringern. So werden auch andere Patientinnen und Patienten vor Infektionen geschützt und zudem Ressourcen gespart.

So taten sich auch im Klinikum Bielefeld im Jahr 2012 zwei Oberärzte mit dem Hygiene-Team zusammen und brachten einiges auf den Weg: Die Entwicklung klinikeigener Antibiotika-Empfehlungen für die meisten Fachdisziplinen, die Durchführung von Antibiotika-Schulungen für ärztliche Mitarbeiter zu wichtigen bakteriellen Infektionen sowie schließlich die Teilnahme an einer bundesweiten Studie zum Antibiotika-Einsatz in Krankenhäusern.

Zeitgleich zu dem neuen Aufschwung des ABSTeams im Klinikum Bielefeld, hat sich Ende 2018 das „ABS-Netzwerk Bielefeld-Ostwestfalen-Lippe“ gegründet. Treibende Kraft für die Entstehung des Netzwerkes war das Projekt AnTiB (Antibiotische Therapie in Bielefeld), welches seit 2016 die ABSAktivitäten im ambulanten Bereich fördert. Inzwischen beteiligen sich die niedergelassenen Kinder-, Frauen- und Hausärztinnen und -ärzte, sowie die ambulante Urologie und HNO. Das Klinikum Bielefeld gehört, neben AnTiB, dem EvKB und dem Franziskus-Hospital, zum Gründungskreis des neuen fach-, sektor- und ortsübergreifenden Netzwerkes.

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Auf diesen Grundlagen wurde jetzt weiter aufgebaut. Mit der neuen Laborleitung durch Dr. Michael Wehmeier und – in der Mikrobiologie – Dr. Olaf Kaup, haben die ABS-Aktivitäten im Klinikum Bielefeld 2018 neuen Schwung bekommen. Das ABSTeam besteht nun aus einem Mikrobiologen (Dr. Olaf Kaup), den Fachapothekern des Hauses (Michael Lueb, Riza Baris Öztürk), dem Krankenhaushygieniker (Dr. Johannes Kleideiter) und einem infektiologisch erfahrenen Mediziner (Dr. Ulrich

Am 13.2.2019 fand ein vom Netzwerk ausgerichtetes Auftaktsymposium statt, unter dem Motto „Schnittstellen zwischen ambulant und stationär besser managen“. Denn unsere Patientinnen und Patienten kommen von draußen, gehen wieder in die ambulante Medizin zurück und nehmen natürlich in beide Richtungen ihre ggf. vorhandenen resistenten Erreger mit. Kaum zu glauben, aber das ABS-Netzwerk ist in seiner Art einmalig in Deutschland und wird Modellcharakter entwickeln!

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MRSA - Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus Bakterien der Art Staphylococcus aureus kommen auf der Haut und den Schleimhäuten von vielen gesunden Menschen vor, können aber Krankheiten verursachen wenn sie z.B. durch Wunden in den Körper gelangen. Wenn diese Bakterien zudem gegen das Antibiotikum Methicillin resistent werden (bez. MRSA) hat dieses eine Multi-Resistenzbildung gegen eine Vielzahl von Antibiotika zur Folge.

mr s A!

mrG N!

MRGN - Multiresistente gramnegative Bakterien Dieses ist eine Sammelbezeichnung für eine große Gruppe von verschiedenen Bakterien mit zum Teil unterschiedlichen Eigenschaften, die jedoch eines gemeinsam haben: Sie sind resistent, das heißt unempfindlich, gegen häufig eingesetzte Antibiotika.

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SERVICE

Axel Dittmar Leiter Unternehmenskommunikation, Kliniksprecher

Die Personalmarketing-Kampagne des Klinikums Bielefeld wurde um ein weiteres attraktives Element erweitert: Das Klinikum Bielefeld hat in Zusammenarbeit mit dem Bielefelder Verkehrsunternehmen moBiel eine Straßenbahn „gebrandet“. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums werben nun überlebensgroß als #alltagshelden um neue Kolleginnen und Kollegen. Die 35 Mio. Fahrgäste, die jährlich die Stadtbahnen benutzen sowie die Bürgerinnen und Bürger in allen Stadtteilen Bielefelds werden nun mit knallrotem Design auf das Klinikum Bielefeld als potentiellen Arbeitgeber aufmerksam gemacht. Seit Mitte Januar ist das Prachtstück auf den Bielefelder Gleisen unterwegs. Ende Januar 2019 wurde die Bahn offiziell von Pflegedirektorin Christiane Höbig und moBiel Geschäftsbereichsleiterin Cornelia Christian in Anwesenheit fast aller „Models“ eingeweiht. #teildesganzen und #alltagshelden sind seit knapp einem Jahr die Slogans einer Kampagne des Klinikums Bielefeld, um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen. Die Slogans zieren Stellenanzeigen, Internetkampagnen, sind auf Sticker, Magnete und Tassen gedruckt und sind somit in Bielefeld und Umgebung präsent. Sogenannte Floor-Graphics machen Passanten an den Straßenbahn-Haltestellen Jahnplatz und Hauptbahnhof neugierig auf das, was sich hinter den roten Puzzleteilen mit der Aufschrift „#teildesganzen“ und „#alltagshelden“ verbirgt. Wer das herausfinden will, muss den QR-Code einscannen, der, auf fast allen Kampagnenprodukte platziert, zu den Stellenanzeigen auf der Internetseite des Klinikums führt. Die Stars der Kampagne sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der drei Standorte am Klinikum Bielefeld Mitte, Klinikum Bielefeld Rosenhöhe und Klinikum

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PERSONALMARKETING DES KLINIKUMS BIELEFELD NIMMT FAHRT AUF


Halle/Westfalen. Die Stellenanzeigen des Klinikums wurden neu konzipiert, hier schmücken nun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die mit einem Puzzleteil als Wiedererkennungsmerkmal versehenen Anzeigen. Aus allen Bereichen und allen Standorten des Klinikums haben sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit erklärt, bei der Kampagne mitzuwirken. In den frechen und modernen

Imagefilmen unter dem Slogan #alltagshelden, die für Aufsehen sorgen, sprechen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darüber, was ihnen ihre Arbeit bedeutet und wie sie sich ihre neuen Kolleginnen und Kollegen vorstellen. Motive der Kampagne wurden auf Leinwände gedruckt und sind im Treppenhaus des Verwaltungsgebäudes am Standort Mitte zu sehen.

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Tag der offenen Tür Am Sonntag, den 31. März 2019 erhielten die Besucherinnen und Besucher beim Tag der offenen Tür in „Babytown“ die Möglichkeit, einige Einblicke in die Geburtsstation des Klinikums Bielefeld Mitte zu erhalten. Viele Familien und werdende Mütter nutzten den Tag, um sich umzuschauen und zu informieren. Während der Kreißsaal-Führungen informierten die Ärztinnen über die Möglichkeiten der Entbindung in Babytown, Stationsleitung Ulla Wiltmann zeigte die Zimmer der Station und beantwortete alle Fragen rund um den Aufenthalt in Babytown. Chefarzt Prof. Dr. Werner Bader referierte über den Kaiserschnitt, die leitende Oberärztin Dr. Dr. Ute Kelkenberg hielt einen Vortrag zum Thema „Hil-

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fe, ich bin schwanger!“. Auch im „Forum“ in Babytown wurde den Besucherinnen und Besuchern des Veranstaltungstages einiges geboten: Tobias Deppe gab interessierten Eltern einen Crashkurs, was bei Notfällen bei Kindern zu tun ist, während sich die Kinder schminken ließen und das Spielangebot nutzen konnten. Besonders beliebt waren die Verlosungen und das Glücksrad, bei denen tolle Gewinne wie ein 3D-Ultraschall, ein NeugeborenenFotoshooting von „Babysmile“, Schnupperstunden für Babyschwimmen und –Massage oder ein Babybauch-Gipsabdruck verlost wurden. Auch das Kuchenbuffet wurde gerne in Anspruch genommen. Insgesamt war es ein schöner, bunter und informativer Tag für die Besucherinnen und Besucher von Babytown.


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TAG DER OFFENEN TÜR IM KLINIKUM BIELEFELD ROSENHÖHE Am Sonntag, den 05. Mai 2019 konnten Besucherinnen und Besucher beim Tag der offenen Tür viele spannende Einblicke in die Stationen und Abteilungen des Klinikums Bielefeld Rosenhöhe erhalten. Durch die gelungene Vorbereitung der Kliniken, Abteilungen und Selbsthilfegruppen konnten

trotz wechselhaftem Wetter viele interessante Mitmachaktionen und Vorträge angeboten werden. Für Groß und Klein gab es allerhand zu bestaunen: Von der OP-Besichtigung über ein überlebensgroßes Augenmodell bis hin zum Demenz-Simulator. Bei verschiedenen Gesundheitschecks konnten unter anderem der eigene Blutdruck und Hauttyp bestimmt werden.

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Spielzimmer eröffnet für die Kinder auf der Station 10.3

Kai-Henrik Hahn Gesundheits- und Krankenpfleger

Die Schaffung einer Rückzugsmöglichkeit für Kinder und deren Eltern hat sich Oberärztin Dr. Daniela Seitz aus der Klinik für Hals-NasenOhrenheilkunde schon länger zum Ziel gesetzt. Denn gerade auf der Station 10.3 (Shortcare) sind in der Woche mehrfach Kinder jeglichen Alters mit verschiedenen Befunden und Operationen untergebracht. Da Krankenhausaufenthalte für die Kinder häufig mit Belastungen verbunden sind, ist es wichtig, ihnen mögliche Ängste zu nehmen und ein Spielzimmer zu schaffen, in dem sie sich wohlfühlen und ungestört spielen können. Durch den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Station konnte das Projekt Spielzimmer letztlich realisiert werden.

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v.l.n.r.: Sr. Irene Grube, Pfl. Kai-Henrik Hahn von Station 10.3 und Dr. Daniela Seitz, Oberärtzin der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde


Nicht nur der Flur und der Aufenthaltsraum, sondern auch das Patientenzimmer, das am Ende des Ganges gleich neben dem Spielzimmer liegt, bekamen einen frischen pastelligen Anstrich. Des Weiteren wurden diverse Spielgeräte und neues Mobiliar angeschafft. Für die kleinen Patientinnen und Patienten steht nun eine Spielewelt zur Verfügung, in der ihre kognitiven und motorischen Fähigkeiten gefördert werden können und der Spaß im Vordergrund steht. Für die Eltern wurde ein gemütliches Sofa angeschafft, so dass sie sich ebenfalls im Spielzimmer aufhalten können. Seit der Fertigstellung wird das Spielzimmer von den Kindern mit viel Freude regelmäßig genutzt.

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Demenzlotsen Klinikum Bielefeld bildet Mitarbeiter im Umgang mit dementen Patienten aus

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as Klinikum Bielefeld hat erstmals Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Demenzlotsen ausgebildet. Die Lotsen sollen ihr Wissen auf den Stationen anwenden, um den Krankenhausaufenthalt von demenzerkrankten Patienten optimal zu gestalten. Im ersten der zwei sechsstĂźndigen Schulungstermine wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Inhalte zum Krankheitsbild Demenz, Delir und Demenz, herausforderndem Verhalten von Patienten mit einer demenziellen Entwicklung

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und der Schmerzerfassung vermittelt. Im zweiten Termin wurden die 25 Teilnehmer in der Kommunikation und dem Umgang mit demenzerkrankten Patienten geschult. Ziel ist es, mÜglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Demenzlotsen auszubilden. Begleitet wurde die Schulung von Helga Reinisch und Dirk Eickmeyer vom DemenzServicezentrum der Region Ostwestfalen-Lippe. Neben Pflegekräften nahmen auch Mitarbeiter der Geriatrie, des Sozialdienstes und der Physiotherapie teil. Weitere Schulungstermine finden im Herbst 2019 statt.


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Keine Chance der Frühjahrsmüdigkeit – lieber raus an die frische Luft! Los ging’s am 21. März, beim ersten Termin der Freiluft-Sport-Serie „Bielefeld kommt raus!“ im Bürgerpark. Zum Frühlingsstart konnte jeder vorbeikommen und kostenlos mitmachen. Auf dem Programm standen eine Stunde Yoga und eine Stunde Crossout-Training in einer der schönsten Parkanlagen der Stadt. „Wir möchten Kopf und Lungen mal so richtig an der frischen Frühlingsluft durchpusten. Aber keine Sorge: Die Lust an der gemeinsamen Bewegung steht klar im Vordergrund. Wir wollen gemeinsam Spaß haben", sagt Holger Pante. Der Bielefelder Trai-

ner und Personal-Coach organisiert in diesem Jahr die Termin-Serie „Bielefeld kommt raus!“ wieder in Kooperation mit Bielefeld Marketing. Bei „Bielefeld kommt raus!“ stehen Crossout-Training (modernes Intervalltraining), Movement-Training (Übungen für Kraft, Koordination und Flexibilität), Yoga sowie Verteidigungssport für Kinder (von vier bis zwölf Jahren) auf dem Programm. Der erste Termin fand jetzt zum Frühlingsanfang statt, weitere folgen im Juni. Der Höhepunkt der Serie ist ein Termin für Sport und Yoga zum Sonnenaufgang auf der Sparrenburg (20. Juni 2019). Alle Angebote sind kostenlos. Vor Ort werden Spenden für die Kindernothilfe gesammelt. Alle Termine gibt es unter: http://www.bielefeldkommtraus.de

Termine online

Bielefeld kommt raus! 41


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klinikumbielefeld unsere kompetenz für ihre gesundheit

Selbsthilfegruppe „Junge ilco“ trifft sich im Klinikum Bielefeld Mitte

NEWS

D

ie Deutsche ILCO e. V. ist eine deutschlandweite Organisation mit ca. 300 ortsansässigen Selbsthilfegruppen in allen Regionen des Bundesgebietes. Sie richtet sich an Menschen, die ein Stoma tragen (künstlicher Darmausgang oder künstliche Harnableitung) und/ oder an Darmkrebs leiden und deren Angehörige. Die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen ILCO e. V. unterstützen Stomaträger und Darmkrebserkrankte in Form von Gesprächen am Telefon, bei den Gruppentreffen oder bei Besuchen am Krankenbett. Außerdem hat die Deutsche ILCO e. V. die ILCO für Jüngere und Berufstätige gegründet, in der sich Betroffene unter 60 Jahren treffen. Diese Gruppe trifft sich nun jeden dritten Freitag im Monat um 19 Uhr im Klinikum Bielefeld Mitte im Konferenzraum in der 6. Etage.

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#alltagshelden der Woche

uf der Internetseite des Klinikums sowie in den sozialen Medien findet man seit einiger Zeit die Rubrik „#alltagshelden der Woche“. Hier wird jede Woche einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter der Pflege im Klinikum Bielefeld gewidmet, in dem sie oder er sich in einem kurzen Steckbrief vorstellt und seine Arbeit am Klinikum schildert. Mit dieser Rubrik möchten wir unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Pflege DANKE sagen und zeigen, dass sie alle #alltagshelden sind. Unter den vielen verschiedenen Berufsgruppen, die im Klinikum Bielefeld täglich Hand in Hand arbeiten, ist die Pflege mit rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte. Unsere Pflegekräfte sind 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche für die Patientinnen und Patienten da. Mit dem Scan des nebenstehenden QR-Codes gelangen Sie direkt zu den Steckbriefen unserer #alltagshelden der Woche .

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Umbau des Hochbahnsteiges Klinikum Mitte

m die Barrierefreiheit zu ermöglichen, soll die StadtBahnLinie 3 bis 2022 saniert werden. Auch die Haltestelle „Krankenhaus Mitte“ erhält einen Hochbahnsteig in Mittellage, in etwa gleicher Höhe wie die heutige Haltestelle. Die Bauarbeiten an der Haltestelle am Klinikum Mitte werden laut den Stadtwerken von Mitte April bis Ende November diesen Jahres andauern. Die Haltestelle wird auch während der Bauphase erreichbar sein. Für den Schienenersatzverkehr gibt es von mobiel unter der nachfolgenden Adresse entsprechende Informationen für die Fahrgäste: www.mobiel.de/mussja

Rheumatologie erhält Gütesiegel

D

er Verband Rheumatologischer Akutkliniken e.V. hat bescheinigt, dass das Klinikum Bielefeld Rosenhöhe die fachlichen Anforderungen des Verbandes Rheumatologischer Akutkliniken e.V. (VRA) an die qualitätsorientierte Versorgung von Patientinnen und Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen erfüllt. Die Einrichtung ist damit zur Führung des VRA-Gütesiegels berechtigt.

A

Wir bilden aus! Ab 2020 hat das Klinikum Bielefeld eine eigene Pflegeschule

lle Auszubildenden, die 2020 ihr erstes Lehrjahr als Pflegefachkraft beginnen, werden nicht mehr in Zusammenarbeit mit der Zentralen Akademie für Berufe im Gesundheitswesen GmbH (ZAB) ausgebildet. Die Ausbildung erfolgt ab 2020 direkt durch das Klinikum in Zusammenarbeit mit der AWO. Auszubildende, die sich 2020 bereits im zweiten oder dritten Lehrjahr befinden, schließen ihre Ausbildung noch bei der ZAB ab.

Weitere News finden Sie unter: www.klinikumbielefeld.de/newsroom.html

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klinikumbielefeld unsere kompetenz für ihre gesundheit

VERANSTALTUNGEN von Mai 2019 bis August 2019

KREISSSAALFÜHRUNGEN IM KLINIKUM BIELEFELD MITTE

MONTAGSGESPRÄCHE DER PALLIATIVSTATION

Veranstaltungsort Klinikum Bielefeld Mitte -Ebene 12

Veranstaltungsort Klinikum Bielefeld Mitte - Seminarraum 2

Bei der Besichtigung von Babytown werden Kreißsaal, Wochenbettstation und die Kinderzimmer vorgestellt. Danach gibt es die Möglichkeit Fragen an die Ärztin und die Hebammen zu stellen. Interessierte treffen sich in der 12. Etage (Babytown) des Klinikums Bielefeld Mitte - direkt vor dem Kreißsaal.

Schmerzen und Schmerzerkennung bei Menschen mit geistiger und schwerer Behinderung Montag, 08. Juli 2019, 19.00 bis 21.00 Uhr

 Referentin: Dr. Helga Schlichting

Termine Mittwoch, 05. Juni 2019, 18.00 Uhr Dienstag, 18. Juni 2019, 19.00 Uhr Mittwoch, 03. Juli 2019, 18.00 Uhr Dienstag, 16. Juli 2019, 19.00 Uhr Mittwoch, 07. August 2019, 18.00 Uhr Dienstag, 20. August 2019, 19.00 Uhr

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BÜRGER FRAGEN - ÄRZTE ANTWORTEN Veranstaltungsort Klinikum Bielefeld Mitte - Seminarraum 2 Hinweis: Kostenlose Eintrittskarten für die jeweiligen Vorträge erhalten Sie zwei Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung in der Geschäftsstelle der Neuen Westfälischen in der Niedernstraße und an der Information im Klinikum Bielefeld Mitte.

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>> Neuigkeiten zum Thema Brustkrebs Mittwoch, 29. Mai 2019 um 18.00 Uhr Referentin Dr. med. Angelika Cervelli Leiterin des Brustzentrums Bielefeld

BÜRGER FRAGEN - ÄRZTE ANTWORTEN Veranstaltungsort Klinikum Bielefeld Rosenhöhe - Konferenzraum 1.UG

Weltkontinenzwoche

Von Netzhautchips, Netzhauttransplantationen und Gentherapie - Visionen und Wirklichkeit in der aktuellen Augenheilkunde

Mittwoch, 26. Juni 2019 um 18.00 Uhr

Mittwoch, 12. Juni 2019 um 18.00 Uhr

Referent Prof. Dr. med. Werner Bader Chefarzt des Zentrums für Frauenheilkunde

Krebstherapie ganz ohne Chemotherapie – was heute schon möglich ist! Mittwoch, 31. Juli 2019 um 18.00 Uhr Referent Priv.-Doz. Dr. med. Martin Görner Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin

Referent Dr. med. Jan Verbeck Oberarzt der Augenklinik

Soll ich das noch machen lassen? Medizinische Entscheidungen im fortgeschrittenen Lebensalter, was kann sich lohnen, was ist vielleicht unnötig? Mittwoch, 10. Juli 2019 um 18.00 Uhr Referent Dr. med. Wolfgang Schmidt-Barzynski Chefarzt der Geriatrischen Klinik

Sonntag, 16. Juni 2019 im Park des Klinikums Bielefeld Mitte Anmeldung für die Läufe: ab 10.30 Uhr Läufe: 11.00 Uhr: Bambinilauf (3 bis 6 Jahre), 380m 11.15 Uhr: SchülerInnen (7 bis 14 Jahre), 1200 m 11.30 Uhr: LäuferInnen und WalkerInnen, 4800 m

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RÄTSELSPASS

RÄTSELN...

Senden Sie das Lösungswort im Betreff an: info@klinikumbielefeld.de und gewinnen tolle Preise. Unter allen Einsendungen verlosen wir einen Bluetooth-Kopfhörer.

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Wer ist der beste Freund des Menschen? Welches Tier hat eine besondere Nase? Welcher Kleinbär ist ein Allesfresser? Die Ohren von welchem Tier werden als Löffel bezeichnet? 5. Borstentier ist ein anderes Wort für welches Tier? 6. Welches Tier sieht man oft auf einem See oder Teich? 7. Zu welcher Tierart gehört der Zitronenfalter?

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Einsendeschluss ist der 30.06.2019

... UND GEWINNEN

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Das Lösungswort lautet: 1

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KOPIERE DAS BILD Wie gut kannst Du zeichnen? Übertrage die Linien genau in das leere Feld.

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RÄTSELSPASS

FINDE DIE 5 FEHLER! Im rechten Bild haben sich fünf Fehler eingeschlichen. Findest Du alle?

FINDE DEN RICHTIGEN SCHATTEN...

VERBINDE DIE ZAHLEN! Wer versteckt sich hier? Verbinde die Zahlen und finde es heraus.

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klinikumbielefeld

klinikumbielefeld unsere kompetenz für ihre gesundheit

unsere kompetenz für ihre gesundheit

AKTIV GEGEN KREBS! LAUFEN FÜR DAS LEBEN. RUND UM DAS KLINIKUM BIELEFELD MITTE.

13_00139_LaufenfuersLeben_2013_Plakat.pdf

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Sonntag, 16. Juni 2 Park des 019 im Kli LaufenfürdasLeben Bielefeld nikums Mitte 7. Spendenlauf für Krebsbetroffene Anmeldu durch die schönsten ng Grünanlagen Bielefelds 10.30 Uh ab r

05.02.13

17:11

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LaufenfürdasLeben 7. Spendenlauf für Krebsbetroffene durch die schönsten Grünanlagen Bielefelds

Spendenlauf - Laufen für das Leben um das Klinikum Bielefeld Mitte Buntes Rahmenprogramm für Groß und Klein - NEU: Mit Kinderbetreuung während des Laufs -

ng: claudia oberste-hedtbleck / Überarbeitung: www.alpha-repro.de

Gestaltung: claudia oberste-hedtbleck / Überarbeitung: www.alpha-repro.de

• 11.00 Uhr Bambinilauf (3 bis 6 Jahre), 380 m • 11.15 Uhr Schüler (7 bis 14 Jahre), 1200 m • 11.30 Uhr Läufer und Walker 4800 m

Weitere Infos zur Veranstaltung: Mail: info@klinikumbielefeld.de Tel.: 05 21. 5 81 - 22 77 www.klinikumbielefeld.de/newsroom Treffpunkte für Frauen nach Krebs

Treffpunkte für Frauen nach Krebs


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