AUSGABE NR. 1 | 2018
www.visite-blog.de
klinikumbielefeld unsere kompetenz für ihre gesundheit
Das Gesundheitsmagazin des Klinikums Bielefeld
Außerdem: Was der Frü hling mit uns mac ht
DARMKREBSMONAT Informationen zu Verdauung, Darmkrebsvorsorge und Co.
FAKTENCHECK "DARM" MIT PROF. DR. MED. MATHIAS LÖHNERT
Zwei Kliniken stellen sich vor Klinik für Gastroenterologie Klinik für Allgemeinchirurgie & Koloproktologie
Wir freuen uns über Ihre Unterstützung! Herzlichen Dank! Viele Menschen in Bielefeld und aus der Umgebung setzen sich aktiv für das Klinikum Bielefeld ein. Durch Ihr ehrenamtliches Engagement und Ihre Spenden unterstützen sie uns bei der Versorgung unserer Patienten. All diesen Menschen möchten wir an dieser Stelle herzlichen Dank sagen! Wir freuen uns über Ihre Unterstützung! Von den Krankenkassen bekommen wir die Kosten für die Behandlung unserer Patienten erstattet. Die Patientenversorgung ist durch diese Finanzierung gesichert. An vielen Stellen würden wir uns wünschen unseren Patienten etwas mehr bieten zu können. Mit Ihrer Spende können wir dies ermöglichen! IBAN: DE79 4805 0161 0050 0696 81 Weitere Informationen auf www.klinikumbielefeld.de
TITELTHEMA EDITORIAL
LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER, wieder halten Sie eine neue Ausgabe unseres Patientenmagazins VISITE in der Hand. Diesmal haben wir als Themenschwerpunkt den menschlichen Darm gewählt, passend zum Darmkrebsmonat März. Seit vielen Jahren gibt es in diesem Monat zahlreiche Veranstaltungen in ganz Deutschland, die sich mit diesem ernsten Thema auseinander setzen. Spätestens seit Giulia Enders´ Bestseller „Darm mit Charme“ hat das Thema auch in der breiten Öffentlichkeit einen anderen Stellenwert. Gerne erinnern wir uns an die vom Klinikum Bielefeld organisierte Veranstaltung mit Giulia Enders im Cinemaxx Kino in Bielefeld im Jahr 2015. Gemeinsam mit 800 Gästen gab es eine spannende Diskussion rund um das Thema „Darm“. Auch heute möchten wir die Peinlichkeit aus dem leider tabuisierten Thema des Verdauungstraktes nehmen und Ihnen eine bunte Palette an Informationen zum Darmkrebsmonat März präsentieren. In dieser Ausgabe des Magazins stellen wir Ihnen unsere Klinik für Gastroenterologie mit ihrem Chefarzt Prof. Dr. med. Jan Heidemann (S. 6) und die Klinik für Allgemeinchirurgie und Koloproktologie unter der Leitung von Prof. Dr. h.c. (TashPMI) Dr. med. habil. Mathias Löhnert (S. 8) vor. Sie erhalten einen Einblick in die Funktionsweise der Verdauung
des Menschen (S. 10). Im Rahmen des Darmkrebsmonats März geht es natürlich auch um den Darmkrebs (S. 14) und wie man diese tückische Erkrankung durch Vorsorge verhindern oder frühzeitig entdecken kann (S. 17). Kaum eine Krebserkrankung hat so gute Heilungschancen wie der Darmkrebs, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Aus diesem Grund ist das Thema der Prävention großer Bestandteil dieses Heftes. Ist man erst einmal erkrankt, ist es wichtig, dass man nicht alleine ist. Aus diesem Grund stellen wir Ihnen die „Deutsche ilco e.V.“ als regionale Selbsthilfegruppe vor (S. 18). Welche Bedeutung eine gesunde Ernährung für den Darm hat, und wie man Verdauungsprobleme durch eine Umstellung der Ernährung regulieren kann, wird in einem Beitrag mit leckeren Rezepten vorgestellt (S. 26 und S. 44). Natürlich haben wir noch weitere Themen für Sie parat. Der Frühling steht vor der Tür! Was für die einen eine Erleichterung nach dem langen, dunklen, kalten Winter ist, ist für die Pollenallergiker oft eine Qual: Mit dem Sprießen der ersten Blüten und Knospen beginnt auch die Zeit des Heuschnupfens (S. 40). Als kleinen Service finden Sie einen Pollenflugkalender im Magazin (S. 42). Wir hoffen, dass Ihnen unsere Themenauswahl zusagt und freuen uns stets über Rückmeldungen! Bis bald, Ihre Redaktion
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INHALTSVERZEICHNIS
TITELTHEMA 6
KLINIK FÜR GASTROENTEROLOGIE Eine Klinik stellt sich vor
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DER DARM
KLINIK FÜR ALLGEMEINCHIRURGIE & KOLOPROKTOLOGIE Eine Klinik stellt sich vor
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DARMKREBS
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Nehmen Sie Ihr Schicksal selbst in die Hand!
VERDAUUNG Wie funktioniert eigentlich unsere Verdauung?
DAS SAGT DER EXPERTE
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Prof. Dr. med. Jan Heidemann
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FAKTENCHECK
ERFAHRUNGSAUSTAUSCH MIT BETROFFENEN
Mit Prof. Dr. med. Mathias Löhnert
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Interview mit Angelika Tappe
WENN DER BAUCH VERRÜCKT SPIELT
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Das Reizdarmsyndrom
AUTSCH
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Hämorrhoidalleiden - Was tun?
IMPRESSUM Herausgeber Klinikum Bielefeld gem. GmbH Michael Ackermann, Geschäftsführer Verantwortlich für den Inhalt: Axel Dittmar, Kliniksprecher
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Redaktion Axel Dittmar, Sandra Knicker, Marlene Flöttmann, Berrit Bartschat, Hubert Matthes, Mark Niedieck, Kristin Ostmann
Bildnachweis Klinikum Bielefeld (S. 6, S. 7), (S. 8, S. 9), (S. 13, S. 18), Fotolia, Pola Dresselt Konzeption screen concept - runge
Anschrift Klinikum Bielefeld gem. GmbH | Unternehmenskommunikation | Teutoburger Str. 50 | 33604 Bielefeld | info@klinikumbielefeld.de
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INHALTSVERZEICHNIS
DER FRÜHLING 36
DER LENZ IST DA! Luft und Liebe vs. Müdigkeit und Unlust
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DAS KLEINE HORMON 1X1 Was unsere Hormone alles können
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GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN ERNÄHRUNG
Wenn´s kribbelt, juckt und läuft - Der Heuschnupfen
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Für einen gesunden Bauch
NEUER SCHWUNG IM DARM
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SCHON GEWUSST? Was der Darm so kann
REZEPTE ZUM GENIESSEN Verdauung gut, alles gut
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Was die Farbe des Stuhls aussagt
DER POLLENFLUG KALENDER Wann fliegt was?
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Yoga für Ihr Wohlbefinden
ALARM IM DARM?!
HATSCHI
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OSTERN Die Bedeutung der Feiertage
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KLINIKSEELSORGE "Is´ es schon soweit?"
RÄTSELSPASS FÜR KINDER UND ERWACHSENE .... AB SEITE 50
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TITELTHEMA
Klinik für Gastroenterologie am Klinikum Bielefeld Mitte Eine Klinik stellt sich vor Chefarzt Prof. Dr. med. Jan Heidemann
In der Klinik für Gastroenterologie unter der Leitung von Prof. Dr. med. Jan Heidemann werden Patientinnen und Patienten mit gastroenterologischen und hepatologischen Krankheitsbildern aller Art nach aktuellen Therapiestandards behandelt. Ein wichtiger Schwerpunkt der Klinik liegt auf dem
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Gebiet der interventionellen Endoskopie. Hierbei steht eine apparative Ausstattung zur Verfügung. Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sowie der Gallengänge werden mittels spezieller endoskopischer Verfahren behandelt. Mit Hilfe der Endosonografie („Ultraschall von innen“) werden Bauchspeicheldrüsenerkrankungen bereits im Frühstadium diagnostiziert und einer adäquaten Therapie zugeführt. Vorstufen von Krebserkrankungen im Magen-Darm-Trakt werden ohne Bauchoperation endoskopisch entfernt. Besondere Schwerpunkte sind neben der Diagnostik und Behandlung chronisch-
TITELTHEMA
entzündlicher Darmerkrankungen (Morbus Crohn/ Colitis ulcerosa) die Diagnostik und Behandlung von Leber- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen sowie von Tumorerkrankungen des Bauchraumes. In enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Standort Bielefeld Mitte, der Klinik für Allgemeinchirurgie und Koloproktologie am Standort Bielefeld Rosenhöhe sowie der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin wird sichergestellt, dass die Therapie an das jeweilige Krankheitsbild optimal angepasst wird. Ihnen wird das gesamte Spektrum der modernen diagnostischen und therapeutischen Endoskopie geboten.
Neben den Standardverfahren der Gastroenterologie umfasst das medizinische Angebot insbesondere: •
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die Erkennung und Entfernung von Frühformen bösartiger Veränderungen im Bereich des gesamten Magen-Darm-Trakts einschließlich des Dünndarmes ohne Operation die endoskopische Blutstillung im gesamten Magen-Darm-Trakt (Krampfadern, Geschwüre), so dass in der Regel Notfalloperationen nicht mehr erforderlich sind
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die endoskopische Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und des Gallengangsystems; mittels der hochmodernen Technik gelingt es, den Gallengang wie auch den Bauchspeicheldrüsengang endoskopisch zu untersuchen und gezielt Proben zu entnehmen (Cholangioskopie) die Zerstörung und Entfernung von Gallengangs- und Pankreassteinen mittels besonders schonender Lasertherapie die Untersuchung des gesamten Dünndarms mittels Videokapselendoskopie und Doppelballonenteroskopie die Untersuchung mittels Ultraschall „von innen“ mit High-End-Sonografie mit Entnahme von Gewebeproben unter Ultraschallkontrolle, z.B. aus inneren Lymphknoten oder der Bauchspeicheldrüse die Diagnostik von Erkrankungen der Speiseröhre durch spezielle Säuremessung (24h-pHMetrie) und Druckmessung der Speiseröhre (Manometrie) die Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und Virushepatitis in unseren Spezialsprechstunden und auch stationär die Diagnostik und Therapie von Lebererkrankungen aller Art die Diagnostik von Tumorerkrankungen des Bauchraumes
Kontakt Petra Kummrow Telefon 05 21. 5 81 - 39 01 Telefax 05 21. 5 81 - 39 99 petra.kummrow@klinikumbielefeld.de
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TITELTHEMA
Klinik für Allgemeinchirurgie und Koloproktologie am Klinikum Bielefeld Rosenhöhe Eine Klinik stellt sich vor
Chefarzt Prof. Dr. hc (TashPMI) Dr. med. habil. Mathias Löhnert
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Chefarzt Prof. Dr. h.c. (TashPMI) Dr. med. habil. Mathias Löhnert
Die Klinik für Allgemeinchirurgie und Koloproktologie am Klinikum Bielefeld Rosenhöhe stellt die chirurgische Versorgung der Menschen in Bielefeld und Umgebung sicher. Die sorgfältig geplante operative Behandlung auch von fortgeschrittenen Krebsleiden (sogenannte onkologische Chirurgie) des Darms, des Magens, der Speiseröhre, der Bauchspeicheldrüse oder der Leber gehört zu den täglichen Aufgaben. Als hoch spezialisiertes Zentrum für Koloproktologie und minimal-invasive Chirurgie (insbesondere im Bereich Hernienchirurgie) genießt die Klinik für Allgemeinchirurgie und Koloproktologie deutschlandweit einen hervorragenden Ruf.
TITELTHEMA
Sie übernimmt deshalb im großen Verbund des Klinikums Bielefeld mit insgesamt 30 Kliniken und Instituten zusätzlich wichtige spezialisierte Aufgaben.
Behandlungsspektrum Im Bereich der Koloproktologie gehörte die Klinik für Allgemeinchirurgie und Koloproktologie in der Rosenhöhe zu den ersten Kliniken in Deutschland, die als Kompetenzzentrum von der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie zertifiziert wurden. Hier werden jährlich mehr als 2.000 Patienten mit Darmkrebs, entzündlichen Darmerkrankungen, Hämorrhoiden- oder Fistelproblemen, sowie Stuhlhalteschwäche (Inkontinenz) oder Verstopfung (Obstipation) behandelt. Die Klinik war in Deutschland die Erste, die 2006 einen neuartigen künstlichen Schließmuskel (Analband) zur Behandlung der Stuhlhalteschwäche implantierte und gehört zu den größten Zentren für die Implantation eines sogenannten „Schrittmachers für den Schließmuskel“ (Sakralnervenmodulation oder Interstim). Aufgrund der großen Zahl der behandelten Darmpatientinnen und -patienten und der wissenschaftlichen wie auch internationalen Forschungstätigkeit mit Entwicklung und Verbesserung bewährter Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zählt die Klinik für Allgemeinchirurgie und Koloproktologie heute zu den führenden Zentren bei der Behandlung der Stuhlinkontinenz.
Folgende Krankheitsbilder können im Bereich der Koloproktologie behandelt werden: • • • • • • • • •
Hämorrhoidenleiden Fistel- und Fissurerkrankungen Abszesse im Afterbereich Stuhlhalteschwäche (Inkontinenz) Verstopfung (Obstipation) Divertikelkrankheit des Dickdarms Dickdarm- und Enddarmkrebs (Kolon- und Rektumkarzinom) Darmpolypen Chronisch-endzündliche Darmerkrankungen
Kontakt Cornelia Schimmel Telefon 05 21. 9 43 - 81 01 Telefax 05 21. 9 43 - 81 99 cornelia.schimmel@klinikumbielefeld.de
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TITELTHEMA
Wie funktioniert eigentlich unsere
Verdauung?
TITELTHEMA
Bei dem Wort Verdauung denkt man fälschlicherweise als erstes an den Magen, der allerdings nur einen Bruchteil des Verdauungsprozesses erledigt. Doch es sind weit mehr Parteien beteiligt. Begeben wir uns auf die kleine ca. 8m lange Reise unserer Nahrung, von der Aufnahme bis hin zur Abgabe. Stationen auf unserer Reise werden sein: der Mund, die Speiseröhre, der Magen, der Dünndarm und letztlich der Dickdarm. Beginnen wird unsere Reise im Mund. Hier wird der, für die Verdauung elementare, Speichel produziert. Durchschnittlich sind das bis zu 1,5 Liter täglich. Dieser wird benötigt, um die Nahrung aufzuweichen und sie besser schlucken zu können, auch bekämpft er Bakterien. Eine weitere wichtige Rolle übernehmen die Zähne. Sie zerkleinern die Nahrung und spalten im Zusammenspiel mit dem Speichel Stärke zu Zucker. Zähne haben eine Beißkraft von über 80 kg. Um dies vergleichen zu können: ein Löwe hat eine Beißkraft von 290 kg, eine Wildkatze 3 kg und ein Hai über 3500 kg. Die Zunge ist neben der Geschmackswahrnehmung auch für den Schluckakt verantwortlich. Dieser geschieht willkürlich. Die Muskulatur um den Nasen-RachenRaum zieht sich zusammen, um zu gewährleisten, dass keine Nahrung in die Nase gelangt, sondern nur wie gewollt in den Rachen. Hier befinden sich Speise- und Luftröhre direkt nebeneinander. Versagt der Kehlkopf bei der Schließung der Luftröhre, kommt es zum ärgerlichen Verschlucken, das kennen Sie bestimmt! Die Speiseröhre hat als einzige Funktion den Transport der Nahrung zum Magen. Dies geschieht unter rhythmischem, wellenartigem Einsatz ihrer Muskulatur, auch Peristaltik genannt. Damit der Nahrungsbrei vom Magen nicht in die Speiseröhre zurückfließen kann, ist sie unten von der Zwerchfellmuskulatur verschlossen. Wussten Sie es schon? Die Bewegung von Speiseröhre zum Magen ge-
schieht unabhängig von der Schwerkraft, lediglich durch die Muskelbewegungen der Röhre. Schlucken könnten Sie also auch, wenn Sie auf dem Kopf stehen. Die Speiseröhre endet im Magen. Dieser kann ca. 1 bis 2 l Nahrung aufnehmen, je nachdem wie weit die elastische Magenwand ausgedehnt ist. Der Magen produziert am Tag ca. 3 l Magensaft. Dieser besteht hauptsächlich aus Salzsäure und Pepsin, was den Nahrungsbrei desinfiziert und nochmals zerkleinert. Die Produktion vom Magensaft wird übrigens schon beim Geruch von Nahrung angeregt. Der Nahrungsbrei vermischt sich mit dem Magensaft und verflüssigt sich dadurch. Vom Magen geht es in den ca. 3 m langen Dünndarm. Hier geschieht die eigentliche Verdauung. Die Nahrung wird in kleinste Teile aufgespalten, wodurch die einzelnen Nährstoffe aus ihr gewonnen werden. Über das Blut werden sie aufgenommen und vom Körper verwertet. Der erste Abschnitt des Dünndarms heißt Zwölffingerdarm (Duodenum) und ist über den Gallengang mit der Leber verbunden. Diese produziert die Galle und leitet sie an den Dünndarm weiter. Galle ist essentiell für die Fettverdauung. Über den Gallenweg werden aber auch Giftstoffe abgegeben. Die Leber verwertet diese und erfüllt damit ihre Entgiftungsfunktion. Auch die Bauchspeicheldrüse ist über den Bauchspeicheldrüsengang mit dem Dünndarm verbunden. Trotz ihrer kleinen Größe, erfüllt sie überlebenswichtige Aufgaben. Zum einen produziert sie den benötigten Verdauungssaft und sie reguliert über die Produktion der Hormone Insulin und Glukagon den Blutzuckerspiegel eines Menschen. Über das Blut gibt sie Insulin ab und ermöglicht somit die Aufnahme von Zucker in den Zellen. Somit können Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße verarbeitet werden. Glukagon wird dagegen zur Animierung der Zuckerreserve in den Zellen produziert. Zum Ende des Dünndarms gibt es noch zwei Abschnitte, den Leerdarm (Jejunum) und den Krummdarm (Ileum).
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TITELTHEMA
Auch sie sind maßgeblich an der Aufnahme von Nährstoffen beteiligt. Alles was der Dünndarm nicht verdauen kann, leitet er nun an den Dickdarm weiter. Der 1,5 Meter lange Dickdarm empfängt den Nahrungsbrei, der so gut wie frei von Nährstoffen ist. Hier werden überschüssige Flüssigkeit und übrige Mineralien aus dem Brei an das Blut abgegeben. Somit kommt es zur Eindickung des Breis hin zum Stuhl. Der Dickdarm lässt sich in zwei Abschnitte einteilen: den Blinddarm und den Enddarm (Kolon), an dessen Ende der Mastdarm (Rektum) mit Ausgang (After bzw. Analkanal) sitzt. Jeder Teil hat seine eigene Funktion, der Blinddarm beispielsweise ist ein Teil des Immunsystems unseres Körpers. Hier finden sich eine erhöhte Anzahl an Lymphgefäßen zur Abwehr von z.B. Parasiten. Der letzte Abschnitt des Dickdarm wird Mastdarm genannt und hat die gesonderte Funktion der Speicherung und Entleerung des Stuhls. Nach all diesen Verdauungsschritten haben wir den Treibstoff für unseren Körper aus der Nahrung gezogen.
Witziges Wissen über das Verdauungssystem •
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jährlich verarbeitet unser Körper mehr als 50.000 l Flüssigkeit und 30 Tonnen Nahrung Waschmittel besteht zum Teil aus denselben Enzymen, wie sie der Verdauungstrakt nutzt die Oberfläche des Verdauungssytems ist riesig, allein der Dünndarm ist durch seinen Aufbau mit Falten und Verlängerungen (Darmzotten) so groß wie ein Tennisplatz, nämlich ca. 250 Quadratmeter ohne seine schützende Schleimhaut würde der Magen sich tatsächlich selbst verdauen der Magen „grummelt“ durchgehend; nur wenn er leer ist, wird dieses akustisch für uns hörbar
Schon gewusst ?
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der Darm wird auch als „zweites Gehirn“ bezeichnet, aufgrund seiner 100 Milliarden Nervenzellen, das sind mehr Neuronen, als das Gehirn und das Rückenmark haben die Aufenthaltsdauer der Nahrung im Magen kann zwischen 4 und 6 Stunden liegen, bis zur Ausscheidung über den Mastdarm dauert es aber noch deutlich länger der Magen formt sich bei der Entwicklung eines Kindes im Mutterleib vor dem Herz von einem 350 g Hamburger kommen ca. 2 g im Dickdarm an auch ohne Nahrungsaufnahme müssen wir auf die Toilette, denn neben dem Rest des Nahrungsbreis werden Abfälle vom Blut und alter Schleimhaut des Darms ausgeschieden, alle zwei Tage regeneriert sich die Schleimhaut komplett
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Faktencheck
mit Prof Dr. med. Mathias Löhnert Chefarzt der Klinik für Allgemeinchirurgie und Koloproktologie im Klinikum Bielefeld Rosenhöhe
Wieso wirken Zigaretten und Kaffee abführend? Die Inhaltsstoffe von Kaffee und Zigaretten senden Signale an den Darm, welche die Darmtätigkeit anregen. Trotzdem gilt: Es gibt gesündere Möglichkeiten, seine Verdauung zu fördern! Mehr dazu finden Sie auf den Seiten 29 und 44. Durchfall: Helfen Cola und Salzstangen wirklich? Ja! Sollten Sie keine Arzneimittel zur Verfügung haben, liefern Cola und Salzstangen genau die Nährstoffe, die Ihnen bei einer Durchfallerkrankung verloren gehen. Das Salz auf den Salzstangen reguliert den Elekrolythaushalt, während der Zucker in der Cola die Nährstoffe ersetzt. Warum stinkt ein Pups? Darmbakterien zersetzen Nahrung, scheiden dabei selber Gase aus (Kohlendioxid, Wasserstoff, Methan, Wasserstoffsulfid). Einmal Stuhlgang am Tag: Die Norm oder eher Sonderfall? Individuell, manche fühlen sich elend, wenn sie einen Tag lang nicht auf die Toilette gehen können, andere gehen alle drei Tage und fühlen sich wohl damit. Und jetzt pressen! Genau richtig oder sogar gefährlich? Durch zu starkes Pressen wird der Stuhl gegen die Wände des Schließmuskels gepresst, ohne dass der sich richtig entspannt und öffnet. So können Hämorrhoiden entstehen!
Prof. Dr. h.c. (TashPMI) Dr. med. habil. Mathias Löhnert klärt auf - Mythen rund um den Stuhlgang
Darmspiegelung erst ab 55 - oder doch früher? Eine Darmspiegelung sollte immer dann durchgeführt werden, wenn Auffälligkeiten oder Beschwerden auftreten. Auch wenn die Krankenkasse eine regelmäßige Untersuchung erst ab einem Alter von 55 Jahren empfiehlt, sollten Sie bei Problemen einen Arzt / eine Ärztin aufsuchen, egal, in welchem Alter Sie sich befinden!
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DER DARM
Darmkrebs Nehmen Sie Ihr Schicksal selbst in die Hand! Deutschlandweit werden 2018 laut dem deutschen epidemiologischen Krebsregister und dem Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert-Koch-Institut 28.000 Frauen und 33.000 Männer an Darmkrebs erkranken, damit zählt Darmkrebs zu den drei häufigsten Krebsarten. Jedes Jahr sterben ca. 30.000 Menschen an den Folgen von Darmkrebs, zum Vergleich: jährlich gibt es deutschlandweit ca. 3.000 Verkehrstote. Jedoch ist die Diagnose heutzutage kein Todesurteil mehr, die Sterberate sank in den letzten 20 Jahren bei Frauen auf ca. 10% und bei Männern auf ca. 20%. Außerdem gehört Darmkrebs zu einer der best erforschten menschlichen Krebsarten. Das durchschnittliche Alter zum Zeitpunkt der Erkrankung liegt bei Frauen bei 75 Jahren und bei Männern bei 72 Jahren. Ist der Darmkrebs auf eine vererbte Genveränderung zurückzuführen, kann der Erkrankungszeitpunkt jedoch deutlich früher eintreffen. Ab dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko einer Darmkrebserkrankung. Aber was ist Darmkrebs genau? Hinter dem Begriff Darmkrebs steht ein bösartiger Tumor im
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Darm, zumeist dem Dickdarm oder Mastdarm. Fachlich ausgedrückt: Kolonkarzinom und Rektumkarzinom. In 90% der Fälle entsteht Darmkrebs aus einem gutartigen Polypen, die Transformation zu einem bösartigen Tumor ist ein Prozess und kann bis zu 10 Jahre dauern. Dieser Prozess beginnt mit einer einzigen Veränderung im Erbgut einer Zelle in der Darmschleimhaut. Durch die permanente Teilung dieser Zelle entsteht letztlich der gutartige Polyp. In dieser Phase ist der Polyp, auch Adenom genannt, ungefähr so groß wie ein Stecknadelkopf. Da sich die Zellen stetig weiter teilen, wächst er bald in den Innenraum des Darms ein und wird größer. Bis hierhin könnte der Polyp bei einer vorsorglichen Darmspiegelung entfernt werden, ohne größere Konsequenzen nach sich zu ziehen. Ist dies nicht der Fall, kann es zu einer Genveränderung des Polypen bis hin zu Krebszellen kommen. Diese sind bösartig und breiten sich über Blut und Lymphe aus. Krebszellen wachsen unkontrollierbar und sind damit besonders gefährlich. Sie breiten sich invasiv aus, das heißt sie wachsen in angrenzende Strukturen hinein mit Ausbreitungen in Blut- oder Lymphgefäße und bil-
DER DARM
den damit Metastasen. Die Fehler der Zellteilung, der Ursprung der genetischen Veränderung, können willkürlich geschehen, es gibt aber auch Faktoren, wie Rauchen, Alkohol oder chemische Stoffe, die dies fördern. Sollte ein Familienmitglied des 1. Grades an Darmkrebs erkrankt sein, ist dies ebenso ein Risikofaktor, da die Anfälligkeit für Darmkrebs genetisch vererbt werden kann.
Symptome von Darmkrebs können sein: • blutiger oder schleimiger Stuhl • Übelkeit • Verdauungsstörungen • Bauchkrämpfe • Gewichtsverlust • Leistungsabfall • Blässe der Haut • Blutarmut
Vorsorge, das A und O Das Wichtigste zum Thema Darmkrebs ist jedoch, nicht auf Symptome der Krankheit zu warten! Gehen Sie also zum Arzt, auch wenn Sie keinerlei Anzeichen einer Erkrankung aufweisen. Treten diese auf, ist der Krebs oft schon weit fortgeschritten. Man muss sein eigenes Risiko kennen und Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, denn Darmkrebs ist die einzige Krebsart, die durch Vorsorge komplett verhindert werden kann. Die Darmkrebsvorsoge besteht aus dem Stuhltest und der Darmspiegelung. Der quantitative, immunologische Stuhltest hat zum Ziel, nicht sichtbares Blut in Ihrem Stuhl ausfindig zu machen. Er bietet zwar keinen 100%igen Schutz, jedoch senkt er das Risiko einer unentdeckten Erkrankung an Darmkrebs. Angeboten wird er von so gut wie allen Gynäkologen, Haus- und Hautärzten, Facharztinternisten, Urologen sowie niedergelassenen Chirurgen. Erhalten Sie ein positives Ergebnis ist dies
kein Beweis für eine Darmkrebserkrankung, denn Blut im Stuhl kann diverse Gründe haben. Wichtig ist aber, dass ein Polyp ausgeschlossen wird.
Keine Angst vor der Darmspiegelung Die Darmspiegelung, auch Koloskopie genannt, dauert ca. 20 Minuten und wird schmerzfrei in leichter Narkose verschlafen. Ihr Gastroenterologe oder Proktologe wird Ihnen vor der Durchführung beim Aufklärungsgespräch die richtige Einnahme der Abführmittel erklären, um einen sauberen Darm zu garantieren. Weiterhin ist die Aufnahme von viel Flüssigkeit sehr wichtig. Auch Ihre Ernährung sollte bis zu einer Woche im Vorlauf angepasst sein. 2-3 Tage vor der Untersuchung sollten Sie beginnen, sich ballaststoffarm zu ernähren, sprich weder Körner noch Vollkornprodukte, Gemüse oder Obst essen, auch kein rotes Fleisch. Besonders Körner können im Darmtrakt stecken bleiben und so trotz Spülung eine erfolgreiche Darmspiegelung verhindern. Am Tag vor der Untersuchung startet man - je nach genutztem Medikament - mittags oder am späten Nachmittag mit dem Abführen, bei einigen Präparaten wird auch noch einmal früh morgens am Untersuchungstag abgeführt. Die Untersuchung beginnt mit der Einnahme eines Beruhigungsmittels für einen Dämmerschlaf, der während der Behandlung andauert. Nun wird ein beweglicher Schlauch mit einem Durchmesser von ca. einem Finger in Ihr Rektum eingeführt. Am Ende des Schlauches ist eine kleine Kamera installiert. Diese überträgt live auf einen Bildschirm. Sollten Sie kein Beruhigungsmittel wünschen, können Sie hier Ihre Untersuchung mit beobachten. Häufig
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DER DARM
finden sich gutartige Polypen im Darm, das sind ungefährliche Ausstülpungen an der Darmwand, die sich jedoch mit der Zeit zu einem Darmkrebs entwickeln können. Wenn ein Polyp entdeckt wird, kann dieser mit einer kleinen Drahtschlaufe am Koloskop von der Schleimhaut abgetrennt werden. Das entfernte Gewebe wird anschließend im Labor auf mögliche Krebszellen untersucht. Viele Praxen bieten die Darmspiegelung ambulant an, sodass Sie relativ bald wieder in den Alltag starten können. Wenn dies nicht ambulant möglich sein sollte, erfolgen Darmspiegelungen im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts im Krankenhaus.
10 Jahre wiederholt werden. Ist Ihr persönliches Darmkrebsrisiko erhöht, sollten Sie bereits früher über eine Untersuchung nachdenken. Bei beispielsweise einem erkrankten Verwandten ist es ratsam, wenn Sie 10 Jahre vor seinem Erkrankungsalter einen Gastroenterologen oder Proktologen aufsuchen.
Haben Sie weitere Fragen? Im Folgenden finden Sie einige Kontaktstellen, an die Sie sich wenden können: Krebsinformationsdienst: 08 00. 420 30 40 krebsinformationsdienst@dkfz.de Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.: 0 89. 92 50 17 48 www.netzwerk-gegen-darmkrebs.de Stiftung Deutsche Krebshilfe: 02 28. 7 29 90 - 0 deutsche@krebshilfe.de Online-Patientenforum der ILCO zum Austausch für Menschen mit Darmkrebs: www.ilco.de/forum
Vorbeugung – Was kann ich selber tun? Darmkrebs kann heute vorgebeugt werden. Hier empfehlen Experten, sich regelmäßig sportlich zu betätigen und auf eine gesunde Ernährung zu achten. Das heißt hier im Speziellen: die Aufnahme von Ballaststoffen über beispielweise Getreide oder Gemüse und ein mäßiger Konsum von rotem Fleisch. Tabak und Alkohol sollten gemieden werden. Acetylsalicylsäure (bspw. Aspirin), Vitamin- oder Mineralstofftabletten als Nahrungsergänzungsmittel haben keinen bewiesenen Mehrwert in der Vorbeugung von Darmkrebs und die Einnahme sollte mit dem Arzt abgesprochen werden. Ab dem 50. Lebensjahr übernimmt die Krankenkasse jährlich die Kosten einer Stuhluntersuchung. Ab dem 55. Lebensjahr können Sie ebenso eine kostenlose Darmspiegelung wahrnehmen. Diese sollte alle
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Ärzte, die verantwortlich für die Endoskopie sind: 1. Der Gastroenterologe: Er beschäftigt sich mit Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, sowie der mit diesem Trakt verbundenen Organe: Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. 2. Der Proktologe: Enddarmspezialist. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit Erkrankungen des Enddarms, sprich dem Mastdarm und Analkanal.
DER DARM
Das sagt der Experte Prof. Dr. med. Jan Heidemann •
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Darmkrebs ist die einzige Krebsart, die man verhindern kann. Es ist also von extremer Wichtigkeit, dass Sie, auch wenn Sie keine Symptome haben und sich gesund fühlen, zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen. Symptom des „falschen Freundes“: Haben Sie seit Jahren Probleme mit der Verdauung, wie chronische Verstopfung, und diese verschwindet urplötzlich, kann dies ein Anzeichen für Darmkrebs sein! Dies gilt ebenso bei anderen drastischen Veränderungen Ihres Stuhls. Statistiken zeigen: Besonders Männer versäumen es, Vorsorgetermine wahrzunehmen. Ein Appell an die Männer: Gehen Sie zur Vorsorge! Dies gilt natürlich ebenfalls für Frauen. Typische Symptome einer Darmkrebserkrankung wie plötzliche Stuhlgangsveränderungen und
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Blutbeimengungen sollten zügig abgeklärt werden. Bitte weisen Sie Ihren Arzt auf diese Symptome hin. „Wenn Sie wieder aufwachen, fragen Sie wann es los geht.“ Von der Untersuchung selbst kriegen Sie nichts mit, Sie verschlafen sie aufgrund der Narkose. Elementar bei einer Darmkrebsvorsorgeuntersuchung ist die Vorbereitung. Diese ist längst nicht mehr so aufwendig wie früher! Mittlerweile müssen Sie weniger Abführmittel trinken und der Geschmack des Mittels ist deutlich angenehmer als noch vor ein paar Jahren. Das Ziel ist eine vollständige Darmreinigung zu erreichen, nur so können kleinste Polypen gefunden werden.
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DER DARM
Darmkrebs
Erfahrungsaustausch mit Betroffenen Interview mit Angelika Tappe, Leiterin der Selbsthilfegruppe „Junge ilco“ in Bielefeld Visite: Was bedeutet die Diagnose „Darmkrebs“ für die Betroffenen? Angelika Tappe: Man ist mit dieser Diagnose erstmal fassungslos, wütend und traurig. Warum muss mir das passieren? Aber meine Familie hat es mitgetragen. Man muss dann der Behandlung und den Möglichkeiten der behandelnden Ärzte vertrauen. Ganz wichtig ist: Nie den Lebensmut verlieren und nach vorne schauen. Visite: Wie kann eine Selbsthilfegruppe unterstützen? Angelika Tappe: Im Kontakt mit Gleichgesinnten findet ein wichtiger Erfahrungsaustausch statt, z.B. zu Behandlungsmöglichkeiten und zu Erfahrungen mit Ärzten. So lernt man, mit der Erkrankung und deren Folgen zu leben und im Alltag zurecht zu kommen. Visite: Wie sind Sie auf die ilco aufmerksam geworden? Angelika Tappe: Als ich zum ersten Mal zur Vorstellung im Wartezimmer bei Prof. Löhnert saß, ist mir der Flyer der Selbsthilfegruppe aufgefallen. Seine Sekretärin hat mich darin bestärkt, Kontakt mit der ilco aufzunehmen. Später nach der OP hat mich die Stationsleitung erneut auf die ilco hingewiesen. Visite: Was ist Ihre persönliche Motivation, sich in einer Selbsthilfegruppe zu engagieren? Angelika Tappe: Für mich ist wichtig, Zeit mit Gleichgesinnten zu verbringen, die das gleiche Schicksal getroffen hat und Probleme anzugehen. Deshalb habe ich auch 2013 die Gruppenleitung übernommen. Seit 2014 stehe ich als Besucherdienst für das Klinikum Bielefeld zur Verfügung. Das bedeutet, dass ich Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs oder künstlichem Darmausgang bereits während des Klinikaufenthaltes besuche. Ich kann vielleicht diesen Menschen, die operiert sind, etwas mehr Lebensmut geben oder helfen, sich mit einer Stomaanlage zurechtzufinden.
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Deutsche ilco e.V. Das Klinikum Bielefeld arbeitet als selbsthilfefreundliches Krankenhaus mit einer Vielzahl unterschiedlicher gesundheitsbezogener Selbsthilfegruppen zusammen. Eine davon ist die „ilco für Jüngere und Berufstätige“. Die „Deutsche ilco e.V.“ ist eine Selbsthilfevereinigung für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs. Die Mitglieder der regionalen ilco Gruppen treffen sich regelmäßig zum Austausch. Außerdem bietet die ilco umfangreiches Informationsmaterial an. Weitere Informationen zu der „Deutschen ilco“ finden Sie im Internet: www.ilco.de
Angelika Tappe steht für Fragen auch gerne persönlich zur Verfügung: Telefon: 05 21. 98 92 154 Mail: hptappe@unitybox.de Informationen zum Thema Selbsthilfe im Klinikum Bielefeld erhalten Sie bei der Selbsthilfe-Beauftragten im Patienten-InformationsZentrum (PIZ) des Klinikums: Telefon: 05 21. 5 81 - 22 77 Mail: piz@klinikumbielefeld.de. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes ist die zentrale Stelle für alle Fragen zur Selbsthilfe sowie zu speziellen Selbsthilfegruppen: Telefon: 05 21. 96 406 96 Mail: selbsthilfe-bielefeld@paritaet-nrw.org. Eine Übersicht aller Selbsthilfegruppen in NRW und weitere Informationen dazu gibt es im Internet unter www.selbsthilfenetz.de.
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AKTIV GEGEN KREBS! LAUFEN FÜR DAS LEBEN. RUND UM DAS KLINIKUM BIELEFELD MITTE.
13_00139_LaufenfuersLeben_2013_Plakat.pdf
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Sonn 10. Juni 2tag, Park des 018 im Kl Bielefeld inikums LaufenfürdasLeben Mitte Anmeldu 7. Spendenlauf für Krebsbetroffene ng durch die schönsten 10.30 Uh ab r Grünanlagen Bielefelds
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13_00139_LaufenfuersLeben_2013_Plakat.pdf
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05.02.13
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LaufenfürdasLeben 7. Spendenlauf für Krebsbetroffene durch die schönsten Grünanlagen Bielefelds
Spendenlauf - Laufen für das Leben um das Klinikum Bielefeld Mitte Buntes Rahmenprogramm für Groß und Klein
Gestaltung: claudia oberste-hedtbleck / Überarbeitung: www.alpha-repro.de
Gestaltung: claudia oberste-hedtbleck / Überarbeitung: www.alpha-repro.de
• 11.00 Uhr Bambinilauf (3 bis 6 Jahre), 380 m • 11.15 Uhr Schüler (7 bis 14 Jahre), 1200 m • 11.30 Uhr Läufer und Walker 4800 m
Weitere Infos zur Veranstaltung: Mail: info@klinikumbielefeld.de Tel: 05 21. 5 81 - 22 77 www.klinikumbielefeld.de/newsroom Treffpunkte für Frauen nach Krebs
Treffpunkte für Frauen nach Krebs
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TITELTHEMA
Wenn der Bauch verrückt spielt Das Reizdarmsyndrom Das Reizdarmsyndrom (kurz: RDS, engl.:
Irritable Bowel Syndrome, IBS) ist eine Funktionsstörung des Darms, mit der sich die Medizinerinnen und Mediziner bereits seit über 100 Jahren befassen. Schätzungsweise 16% der deutschen Bevölkerung sind von dieser Erkrankung betroffen, Frauen häufiger als Männer. Die Dunkelziffer dieser Erkrankung ist hoch, da sie schwer zu diagnostizieren ist. Betroffene Personen leiden unter Beschwerden, die häufig, trotz ärztlicher Untersuchung, keine physischen Ursachen erkennen lassen. Aus diesem Grund wurde der Reizdarm früher als psychisch bedingtes Problem abgetan. Allerdings weiß man heute, dass es viele verschiedene Faktoren gibt, die zu dieser Erkrankung führen können. Bei den Betroffenen liegt nach heutigem Kenntnisstand eine Fehlsteuerung in den Nervenzellen des Darms vor, die bereits normale Reize als übermäßig intensiv erscheinen lassen: daraus resultiert ein besonders empfindlicher Darm. Bereits normale Darmtätigkeit ist schmerzhaft oder unangenehm. Durch diese übersteigerte Wahrnehmung
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werden die Darmbewegungen, die ebenfalls durch das darmeigene Nervensystem gesteuert werden, gestört. Dadurch reagiert der Darm auf Reize wie Luftansammlungen besonders sensibel, unter anderem auch mit Schmerzen unterschiedlicher Art und Ausprägung. Psychische Faktoren wie Stress und Ärger, Angst und Nervosität können Beschwerden auslösen oder verstärken, weil dann durch das vegetative Nervensystem noch zusätzliche Signale an den Darm weiter geleitet werden, die die Darmtätigkeitsregulation weiter stören. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Reizdarmsyndrom eine psychische Erkrankung ist, vielmehr scheint der Auslöser ein Zusammenspiel aus den verschiedenen Faktoren zu sein. Neben den psychischen Faktoren können auch die Nebenwirkungen von Medikamenten, eine gestörte Darmflora oder eine geschädigte Darmbarriere zum Auftreten der Symptome führen. Es wurde nicht bewiesen, dass eine falsche Ernährung ein Reizdarmsyndrom verursachen kann, allerdings können über die Ernährung die Symptome des Syndroms beeinflusst werden.
In der Vergangenheit wurde das Reizdarmsyndrom fälschlicherweise als „irritables Kolon“ betitelt, also einen irritierten Dickdarm. Heute vermutet man jedoch, dass sich die Erkrankung nicht nur auf den Dickdarm beschränkt, sondern auch andere Darmabschnitte betrifft.
Symptome: Symptome des Reizdarmsyndroms sind wiederkehrende Bauchschmerzen und -krämpfe, Durchfall (wobei der Durchfall bei Reizdarmsymdrom typischerweise nicht oder nur selten nachts auftritt, während Patienten mit Darmentzündungen oder Magen-Darm-Infekten auch nachts unter Durchfall leiden), Verstopfung, Blähbauch und Blähungen, Veränderungen des Stuhlgangs in Häufigkeit und Beschaffenheit oder gefühlte unvollständige Darmentleerung. Die Symptome sind von Person zu Person unterschiedlich stark ausgeprägt. Je nachdem, welche Symptome am stärksten auftreten, werden drei Formen des Syndroms unterschieden:
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Erkrankungen auszuschließen. Zu diesen Untersuchungen gehören: • Bluttests • Darmspiegelung • Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Laktose- und Fruktose-Toleranz-Test) • Test auf Nahrungsmittelallergien • Rektale Tastuntersuchung (hierbei wird der Enddarm mit den Fingern abgetastet) • Ultraschalluntersuchung des Bauches • Untersuchung des Stuhls auf Parasiten • gegebenenfalls Funktionsuntersuchungen des Darmes, z.B. mit Kernspintomographie Therapie: Eine ursächliche Behandlung des Reizdarmsyndroms und eine damit einhergehende Heilung gibt es nicht, da die exakte Ursache der Erkrankung bisher unbekannt ist. Eine Verbesserung der Symptome kann allerdings durch eine Umstellung der Ernährung, die Behandlung der einzelnen Beschwerden durch Medikamente sowie psychologische Maßnahmen erwirkt werden.
1. Verstopfung im Vordergrund 2. Durchfall im Vordergrund 3. Bauchschmerzen im Vordergrund
Diagnose: Die Diagnose des Reizdarmsyndroms ist eine Ausschlussdiagnose. Das bedeutet, dass die Diagnose anhand des Musters der typischen Beschwerden und anhand des Ausschließens anderer Erkrankungen gestellt wird. Hierfür werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um sicherzugehen, dass die Beschwerden von keiner anderen Krankheit wie Magengeschwüren, Tumoren, Entzündungen, Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten herrühren. Der erste Schritt zu einer Diagnose ist die Anamnese, ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin über Beschwerden und mögliche Vorerkrankungen. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung. Hierbei tastet der Arzt /die Ärztin den Bauch des / der Betroffenen ab und hört die Darmgeräusche mit dem Stethoskop ab. Dann erfolgen die Untersuchungen, die dazu dienen, andere
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DER DARM
Was kann ich selber tun? • Trinken Sie ausreichend, optimal sind mindestens zwei Liter am Tag • Ballaststoffe: Ballaststoffreiches Essen kann beiVerstopfungen hilfreich sein, frisches Obst und Gemüse kann jedoch zu Blähungen führen. Sollten Sie verstärkt unter Blähungen leiden, reduzieren Sie die Ballaststoffmenge und beobachten, ob Ihnen das hilft. • Meiden Sie Lebensmittel, die Blähungen verursachen können: Dazu gehören besonders Zwiebeln, Lauch, Bohnen und Hülsenfrüchte. • Relax! – vermeiden Sie Stresssituationen und gönnen Sie sich ausreichend Erholung. Entspannungsmethoden wie Yoga können dabei helfen, zur Ruhe zu kommen! (siehe Seite 29) • Wärmflasche! Lokale Wärmeanwendungen können bei Bauchschmerzen gut tun. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Wärmflasche oder das Körnerkissen nie zu heiß ist oder direkt auf die Haut gelegt wird. Andernfalls besteht das Risiko einer Verbrennung, die sogar die Bauchorgane schädigen kann.
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Mahlzeiten regelmäßig zu sich nehmen Alkohol nur in Maßen! Keine Eile beim Essen – nehmen Sie sich Zeit! Vor der Einnahme von Medikamenten gegen Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall, aber auch bei niedrig dosierten Antidepressiva, die sich in einigen Fällen als hilfreich erwiesen haben, sollten Sie sich immer zunächst von einem Arzt / einer Ärztin untersuchen und beraten lassen! Auch psychologische Verfahren wie kognitive Verhaltenstherapien können eine geeignete Therapieform sein, allerdings ist hier die Wirkung stark von dem Patienten bzw. der Patientin abhängig.
Auch wenn die betroffenen Personen erheblich unter den Symptomen leiden, lässt sich sagen, dass das Reizdarmsyndrom weder die Lebenserwartung verkürzt noch lebensbedrohlich ist. Die Krankheit kann sich auch nicht zu einem Darmkrebs entwickeln.
Autsch
Hämorrhoidalleiden – Was tun?
DER DARM
einem Hämorrhoidalleiden. Genau wie aus Rückenschmerzen „jemand hat Rücken“ wurde, sagt man im Volksmund „jemand hat Hämorrhoiden“. Das Hämorrhoidalleiden ist grundsätzlich eine Erweiterung der Speichergefäße des Hämorrhoidalpolsters. Bedeutet: Die Blutgefäße im Gewebe des Polsters, welche sich am Ende des Analkanals und vor dem After befinden, sind krankhaft vergrößert.
Hierfür gibt es verschiedene Ursachen.
Jeder von uns hat Hämorrhoiden, und das ist auch gut so! Hämorrhoiden sind sogar besonders wichtig, und wer jetzt empört die Arme vor der Brust verschränkt, sollte im Folgenden besonders gut aufpassen. „Hämorrhoiden“ sind das schwammartige, gut durchblutete Gefäßpolster am Übergang des Enddarms zum After, also circa 3 bis 4 Zentimeter tief im After verborgen. Sie funktionieren wie ein Schwellkörper: Beim Stuhlgang entspannt sich der Schließmuskel, und das Blut fließt aus dem Hämorrhoidalpolster heraus. Anschließend strömt es wieder zurück, sodass sich das Polster wieder ausdehnt. Zusammen mit dem Schließmuskel dichtet es so den After ab und sorgt dafür, dass kein Stuhl und keine Flüssigkeit unkontrolliert austreten kann. Die Hämorrhoiden an sich sind also nicht das Problem, Ärger machen sie nur, wenn sie vergrößert sind. Dann sorgen sie für unangenehme Beschwerden wie Schmerzen, Brennen und Jucken am After. In der Fachsprache spricht man in einem solchen Fall von
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Eine Ursache ist das zu starke Pressen beim Stuhlgang. Besonders Personen, die an chronischer Verstopfung (Obstipation) leiden, neigen dazu. Aber auch das Gegenteil, nämlich häufiger Durchfall, kann eine Ursache sein. Das Verschlusssystem des Afters kann nicht ausreichend trainiert werden, wenn ständig nur dünnflüssiger Stuhl abgesetzt wird. Auch Umstände wie Schwangerschaft, Übergewicht und eine sitzende Tätigkeit oder eine angeborene Schwäche der Blutgefäßwände oder generell des Bindegewebes können zu einem solchen Leiden führen. Häufig werden die Patientinnen und Patienten durch helles Blut im Stuhl auf ein mögliches Hämorrhoidalleiden aufmerksam. Dabei ist die Farbe des Blutes im Stuhl, anders als oft behauptet, kein Anhalt dafür, woher das Blut kommt. Helles Blut hat einfach nur eine kürzere Verweildauer im Darm gehabt, weshalb es noch nicht verdaut wurde. Dunkles Blut befand sich schon länger im Darm. Das bedeutet, dass auch dunkles Blut aus den Hämorrhoiden kommen kann, da das Blut bei einer Blutung nach innen in den Darm hinauf laufen kann und manchmal erst nach ein bis zwei Tagen ausgeschieden wird – nur dann angedaut und dunkel! Das Bluten der Hämorrhoiden tritt häufig nach dem Stuhlgang auf, da durch das Pressen vermehrt Blut in den Gefäßen angesammelt wird und durch die
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DER DARM
Stuhlpassage die Gefäßpolster oberflächlich einreißen. Das Blut findet sich am Toilettenpapier, kann auf dem Stuhl liegen oder in die Toilette tropfen. Die Blutungen können sehr schwach sein, werden aber bei fortgeschrittener Erkrankung häufig stärker. In jedem Fall sollte bei einer Blutung dringend ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden, um feststellen zu lassen, ob die Hämorrhoiden wirklich die Blutungsquelle sind oder nicht andere, teilweise auch lebensgefährliche Erkrankungen wie Tumoren vorliegen! Neben der Intensität der Blutung ändern sich auch andere Symptome im Verlauf der Erkrankung. Bei fortgeschrittenen Hämorrhoiden kommt es häufig zu Brennen und Juckreiz. Auch können ein Fremdkörpergefühl, Nässen und wunde Haut in der Analgegend sowie tastbare Vorwölbungen auftreten. Allerdings verursachen Hämorrhoiden nur extrem selten Schmerzen. Schmerzen am After sind fast immer ein Zeichen dafür, dass eine andere, behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt. In fortgeschrittenen Stadien leiden einige Betroffene an einer Stuhlinkontinenz, auch kann es zu einer schleimigen Absonderung aus dem Darm kommen. Bei einer Stuhlinkontinenz wird Stuhl oder Schleim unkontrolliert ausgeschieden, da die vergrößerten Hämorrhoiden den After nicht mehr richtig abdichten.
Ein Hämorrhoidalleiden kann in verschiedenen Schweregraden auftreten: Grad 1: Die Hämorrhoiden sind nicht tastbar und ausschließlich bei einer Proktoskopie, einer Analkanalspiegelung, zu sehen. Grad 2: Die Hämorrhoiden wölben sich beim Pressen nach außen, ziehen sich danach jedoch von allein wieder in den Analkanal zurück. Grad 3: Die Hämorrhoiden treten beim Pressen aus dem After aus und müssen mit dem Finger zurückgeschoben werden. Grad 4: Die Hämorrhoiden sind dauerhaft von außen sichtbar und lassen sich nicht in den
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Analkanal zurückschieben. Häufig ragt auch Analschleimhaut heraus (Analprolaps). Der Schweregrad des Hämorrhoidalleidens bestimmt die Möglichkeiten einer Therapie. Grundlage jeder Therapie sind eine gesunde Ernährung und ein geregelter Stuhlgang, was auch bei der Vorbeugung eines Hämorrhoidalleidens helfen kann! Gehen Sie zum Arzt Auch bei einem Hämorrhoidalleiden gilt: Je früher Sie zum Arzt gehen, desto besser kann Ihnen geholfen werden! Scheuen Sie nicht, beim ersten Auftreten von Symptomen zu Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zu gehen! Bei einem Arztbesuch erfolgt zunächst die Anamnese, das bedeutet, Ihre Krankengeschichte wird dokumentiert. Hierfür werden Ihnen Fragen zu Ihrer medizinischen Vorgeschichte, Ihren Beschwerden, zu Symptomen sowie Ihrer Ernährung und beruflichen Situation gestellt. Anschließend erfolgt eine erste körperliche Untersuchung, bei welcher der Arzt oder die Ärztin zunächst den Afterbereich im Analkanal mit den Fingern abtastet. So kann die Beschaffenheit der Analschleimhaut bestimmt und der Afterschließmuskel
DER DARM
begutachtet werden. Oft liefert diese Untersuchung bereits deutliche Hinweise darauf, ob ein Hämorrhoidalleiden vorliegt oder ob es sich um eine andere Erkrankung handelt. Für genauere Untersuchungen verweist der Hausarzt häufig an einen Proktologen. Dieser kann den Enddarm mit anderen Methoden noch genauer untersuchen. Dazu kann eine Analkanalspiegelung, die Proktoskopie oder eine Enddarmspiegelung, die Rektoskopie, erfolgen. Hierfür wird ein kleines Rohr (Endoskop), das mit einer Kamera ausgestattet ist, in den Enddarm eingeführt. So kann sich der Proktologe / die Proktologin einen optischen Eindruck machen. Eine Spiegelung des gesamten Dickdarms, die Koloskopie, dient dazu, beim Auftreten von Blut im Stuhl einen Darmkrebs oder eine andere Blutungsursache wie zum Beispiel Entzündungen auszuschließen.
Operation nötig? Eine Operation gilt als letzte Option zur Behandlung vom Hämorrhoidalleiden. Hierbei werden die Hämorrhoiden vollständig herausgeschnitten. Dies kann mithilfe einer Schere, eines Skalpells oder eines Lasers geschehen. Bei der Stapler-Methode wird ein Klammernahtgerät benutzt, das einen Ring überflüssigen Gewebes im Bereich des Darms entfernt und die Schnittränder mit Klammern direkt wieder zusammenfügt. Vorteile dieser Operationstechnik sind eine kurze Operationsdauer, weniger Schmerzen und eine schnelle Heilung. Sie wird meist bei Hämorrhoiden fortgeschrittenen Grades (3. oder 4.) eingesetzt.
Ist die Diagnose gestellt und es steht fest, dass ein Hämorrhoidalleiden vorliegt, stellt sich die Frage: Ist das gefährlich? Grundsätzlich hat das Hämorrhoidalleiden eine gute Prognose und ist nicht weiter bedrohlich. Je früher es diagnostiziert wird, desto besser kann es behandelt werden. Denn je größer die Hämorrhoiden sind und je höher der Schweregrad, desto aufwendiger gestaltet sich eine Therapie. Eine medikamentöse Behandlung wird eingesetzt, um die Beschwerden der betroffenen Person zu lindern. Hier kommen entzündungshemmende oder örtlich betäubende Medikamente wie Wundsalben, Zäpfchen oder Zinksalben infrage. Häufig werden den Patientinnen und Patienten kortisonhaltige Salben verschrieben, die das Immunsystem hemmen und so der Entzündung am After entgegenwirken sollen. Da die Inhaltsstoffe der Salbe die Haut irreversibel verdünnen können und somit verletzlicher machen, sollten kortisonhaltige Salben immer nur so lang verwendet werden, wie es der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin verschrieben hat. Abführmittel sollten ebenfalls nur nach Absprache mit einem fachkundigen Arzt verwendet werden! Besonders bei leicht vergrößerten Hämorrhoiden wird häufig zu der Methode der Verödung (Sklerosierungstherapie) gegriffen. Hierbei wird eine verödende Substanz in den Bereich injiziert. Dadurch wird der Blutfluss in die Hämorrhoide blockiert und das Gewebe verfestigt sich. Diese Methode ist für den Patienten / die Patientin schmerzlos.
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GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
Ernährung
für einen gesunden Bauch Auf dem Rückweg von der Arbeit kurz noch beim Imbiss auf der Ecke halten, nach einem anstrengenden Tag eine Tafel Schokolade auf der Couch verdrücken oder beim geselligen Abend mit Freunden die ChipsTüte leeren – die Versuchungen im Alltag sind groß. So lecker Fast Food und Süßigkeiten sein mögen, Ihrem Körper tun Sie mit dem regelmäßigen Verzehr nichts Gutes. Eine gesunde Ernährung zahlt sich hingegen aus. Davon profitiert nicht nur Ihre Figur, Sie können somit auch Ihr Darmkrebsrisiko reduzieren. Denn ein ungesunder Lebensstil ist häufig die Ursache für diverse Erkrankungen. Umso wichtiger ist es, sich mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen und darauf zu achten, was auf den Teller kommt. Ernährungstipps „Iss dein Gemüse auf, damit du groß und stark wirst!“ Dieser Spruch dürfte Ihnen aus Kindertagen bekannt vorkommen. Auch wenn Mütter mit derartigen Weisheiten oft auf taube Ohren stoßen, haben sie im Grunde Recht. Denn eins ist sicher: Pflanzliche Nahrungsmittel sind gesund! Dazu zählen Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse, Kartoffeln und vollwertige Getreideprodukte. Diese versorgen den Körper mit Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen. Sie fungieren somit als Energielieferanten, wirken Übergewicht entgegen und reduzieren das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes, Herzkrankheiten und Darmkrebs. Was gehört auf die Speisekarte? - Dos & Don’ts Mit einer ballaststoffreichen Ernährung bringen Sie Ihre Darmflora in Schwung. Ballaststoffe übernehmen eine wichtige Rolle im Verdauungstrakt und wirken sich positiv auf den Stoffwechsel aus. Sie regen nicht nur den Darm an, sondern beugen auch Verstopfungen und Magen-Darm-Erkrankungen vor. Einige Lebensmittel sind also unverzichtbar für eine gesunde Ernährung.
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Dazu gehört unter anderem natürlich Gemüse. Dieses ist reich an Ballaststoffen, Vitamin C, Folsäure und sekundären Pflanzenstoffen (ausschließlich von Pflanzen hergestellte Substanzen) und hat somit eine gesundheitsfördernde Wirkung. Daher sollten Sie jeden Tag reichlich davon zu sich nehmen, ungefähr 400 g auf 3 bis 5 Portionen verteilt. Ob roh oder gekocht spielt dabei keine Rolle, Sie können verschiedene Zubereitungsarten ausprobieren. Versuchen Sie außerdem zwischen den Gemüsesorten zu variieren, um Ihre Mahlzeiten ausgewogen zu gestalten. Alternativ können Sie auch statt einer Portion ein Glas Gemüsesaft zu sich nehmen, das Gleiche gilt für Obst. Auch Obst ist bei einer gesunden Ernährung nicht wegzudenken, der Zucker in Form von Fruktose verleiht dem Körper Energie. Obst enthält viele Vitamine, Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. E m p fe h l e n s we r t sind 2 bis 3 Portionen täglich (250300 g), optimal geeignet als Snack für Zwischendurch. Vollkorn statt Weißmehl! - Diese Faustregel sollten Sie beim Einkauf im Supermarkt berücksichtigen. Wie der Name schon sagt, wird bei Vollkornprodukten das volle Korn verwendet. Dadurch entsteht ein höherer Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballast-
stoffen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Wenn Sie hin und wieder gerne ein Stück Fleisch genießen, sei Ihnen auch das gegönnt. Allerdings sollten Sie rotes Fleisch (Rind, Lamm, Schwein) in Maßen genießen und weißes Fleisch (Geflügel, Fisch) vorziehen. Beim Fischkauf gilt die Devise: Frisch statt geräuchert! Probieren Sie frischen Seefisch, dieser ist reich an Omega-3-Fettsäuren. 100150 g Fleisch oder Fisch auf 2 bis 3 Portionen verteilt sind pro Woche völlig ausreichend. Achten Sie bei der Zubereitung darauf, dass Sie das Fleisch oder den Fisch nicht zu stark braten bzw. grillen. Der Verzehr von verbrannten Lebensmitteln kann krebserregend sein. Für eine gesunde Ernährung ist der Verzicht auf schnelle
Kohlenhydrate grundlegend. Kuchen, Gummibären und Co. sollten also nicht auf dem täglichen Speiseplan stehen. Außerdem lohnt es sich die Fettzufuhr auf höchstens 600 kcal Fett täglich zu reduzieren. Pflanzliche Fette sind hierbei tierischen Fetten vorzuziehen. Um die gesunde Ernährung abzurunden, ist es empfehlenswert täglich mindestens 2 Liter kalorienfreie Getränke zu sich zu nehmen. Grüner Tee ist dafür gut geeignet, da dieser wertvolle Pflanzenstoffe enthält. Alkohol sollten Sie nur in moderaten Mengen konsumieren.
GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
Hören Sie auf Ihren Körper! Jeder Magen reagiert anders. Von Mensch zu Mensch kann sich die Verträglichkeit von Lebensmitteln deutlich unterscheiden. So führt bei dem ein oder anderen beispielsweise der Verzehr von Rohkost, Kohlgemüse, getrocknetem Obst und Hülsenfrüchten zu einem Blähbauch. Dieser äußert sich häufig durch Völlegefühl, Blähungen und Aufstoßen. Wenn Sie bisher eher wenige Ballaststoffe zu sich genommen haben und dies nun ändern wollen, sollten Sie sich Zeit lassen und darauf achten wie Ihr Darm reagiert. Denn eine abrupte Umstellung auf ballaststoffreiche Kost kann mitunter die Ursache für einen Blähbauch sein.
Indem Sie ausgewogene Vollkost, gedämpftes Gemüse und generell gekochte Speisen zu sich nehmen, können Sie einem Blähbauch vorbeugen. Milde Gewürze wie Kamille, Kümmel, Fenchel und Anis (z.B. in Tee-Form) sind ebenfalls wohltuend für Ihren Darm. Die Zusammensetzung Ihrer Ernährung und die Nahrungsaufnahme haben einen enormen Einfluss auf Ihren Verdauungsprozess. Lust auf Fast Food - Und jetzt? Wer einen gesunden Lebensstil anstrebt, ist gut beraten, sich an diese Ernährungs-Richtlinien zu halten - Ihr Körper wird es Ihnen danken. Wenn Sie hin und wieder Lust auf etwas Süßes oder Fettiges haben, sollten Sie sich dennoch nicht quälen und Ihrem Appetit nachgehen. Ein schlechtes Gewissen ist hier unangebracht. Orientieren Sie sich an unseren Empfehlungen und seien Sie stets bemüht, Ihre Mahlzeiten gesund und ausgewogen zuzubereiten. Solange die „kleinen Ausrutscher“ nicht zur Gewohnheit werden, ist alles in Ordnung.
Schon gewusst? Die Detox-Kur gilt als beliebte Entgiftungsmethode, bei der vermeintliche Umweltgifte und Abbauprodukte des Stoffwechsels aus dem Körper entfernt werden. Tees und Säfte runden die Kur ab, um die sogenannten „Schlacken“ loszuwerden und das Abnehmen zu erleichtern. So vielversprechend die Methode auch klingt, eine Wirkung wird nicht erzielt. Denn der Körper hat seine eigenen Mechanismen, um Umwelt- und Stoffwechselprodukte über Darm, Nieren, Leber oder andere Organe abzubauen. Daher gibt es keine überflüssigen Schlacken im Körper. Unser Tipp: Setzen Sie auf eine gesunde Ernährung und treiben Sie viel Sport, anstatt teure und wirkungslose Detox-Produkte zu konsumieren.
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GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
Neuer Schwung im Darm Träge Verdauung, Blähbauch oder Unwohlsein? Yoga kann da Abhilfe schaffen. Wer kennt es nicht?! Ein stressiger Alltag, ungesunde Ernährung, weil es mal wieder schnell gehen muss, zu wenig Bewegung und schon wieder nicht genug Wasser getrunken. All dies kann dazu führen, dass der Bauch verkrampft oder wie ein Ballon aufgeblasen ist. Yoga sorgt dafür, dass sich Körper, Geist und Seele entspannen können. Als Teil der traditionellen indischen Heilkunde, wirkt Yoga beruhigend und ausgleichend, sowohl für Ihre innere als auch äußere Balance. Durch gezielte Übungen, lässt sich der Bauchraum entkrampfen und das führt nicht nur zu weniger Schmerzen, sondern auch zu einem besseren Wohlbefinden. Gerade weil man bei Yogaübungen auf die Atmung achtet und sich einfach mal Zeit für sich nimmt, können Beschwerden im Magen- und Darmbereich gelindert werden, die von Stress und Anspannung ausgelöst wurden. Durch Streckung und Drehbewegung werden die inneren Bauchorgane massiert und stimuliert, was zu einer besseren Verdauung führt. Die regelmäßige Durchführung von Yogaübungen beugt auch längerfristig Magen-Darm-Beschwerden vor und fördert einen regelmäßigen Stuhlgang. Einfache Yogaübungen lassen sich ganz wunderbar zu Hause praktizieren. Alles, was Sie benötigen ist eine Isomatte und bequeme Kleidung, die es Ihnen ermöglicht, sich frei bewegen zu können. Wenn Sie merken, dass Ihnen eine Bewegung weh tut oder Sie eine Drehung nicht vollständig durchführen können, gehen Sie das Ganze etwas langsamer an. Sie bestimmen Ihr eigenes Tempo.
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Die Kobra Legen Sie sich flach auf den Bauch, das Kinn sanft auf der Matte ablegen und die Beine lang und schulterbreit nach hinten ausstrecken. Stellen Sie Ihre Handflächen neben den Schultern auf, die Fingerspitzen sollten dabei nach vorne zeigen. Richten Sie Ihren Oberkörper nun langsam Wirbel für Wirbel auf, sodass Ihre Arme allmählich gestreckt werden. Das Becken wird dabei leicht nach oben gehoben. Es ist darauf zu achten, den Kopf nicht in den Nacken zu legen, sondern eine Linie mit der Wirbelsäule zu bilden. Atmen Sie einige Male tief ein und aus und genießen Sie die Streckung des ganzen Körpers. Um wieder in die Liegeposition zu gelangen, senken Sie langsam Kopf, Becken, Bauch und Schultern. Durch diese Übung werden die inneren Bauchorgane stimuliert, was dazu führt, dass der Darm angeregt wird und vorhandene Verstopfungsprobleme gelindert werden.
Der halbe Drehsitz Setzen Sie sich auf Ihre Matte, sodass sich der rechte Fuß nach Anwinkeln neben der linken Gesäßhälfte befindet. Schwingen Sie das linke Bein über das rechte und stellen Sie Ihren Fuß auf. Halten Sie den aufgestellten Fuß mit Ihrer rechten Hand fest und stellen Sie den linken Arm hinter Ihrem Rücken auf. Mit jeder Ausatmung ziehen Sie nun Ihr Bein näher an den Körper heran. Durch die Drehbewegung werden die Bauchorgane stimuliert und gedehnt, sodass Giftstoffe gelöst werden können. Anschließen praktizieren Sie diese Übung mit der anderen Seite.
Das gefaltete Blatt Knien Sie sich auf den Boden und beugen Sie Ihren Oberkörper nach vorne, sodass Sie Ihre Oberschenkel berühren. Achten Sie darauf, dass die Knie stets zusammengehalten werden. Strecken Sie Ihre Arme nach vorne und atmen Sie sanft ein und aus. Richten Sie sich wieder behutsam auf und wiederholen Sie die Übung 3-6 Mal. Durch die Berührung von Bauch und Oberschenkeln werden die Bauchorgane massiert und in Einklang gebracht. Die Darmtätigkeit wird durch die Aktivierung des Parasympathikus im vegetativen Nervensystem angeregt.
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Liebe Männer, aufgepasst! Yoga ist auch etwas fßr Sie! Einfach mal ausprobieren und Sie werden merken, wie gut es Ihnen und Ihrem Bauch tut.
Alarm im Darm?!
GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
Mittelbraun
Ein gutes Zeichen! Wenn er jetzt auch noch weder zu hart oder weich ist, ist alles in Ordnung. Als Abbauprodukt des Gallenfarbstoffs Bilirubin entsteht übrigens die braune Farbe.
Grau Das Abbauprodukt des Bilirubins, das für den braunen Farbton verantwortlich ist, fehlt in diesem Fall. Dies kann auf ein Hindernis in Ihrem Gallengang hindeuten. Suchen Sie einen Arzt auf, um dies abzuklären.
Rotbraun oder Blutspuren Roter Stuhl muss nicht immer ein böses Anzeichen sein. Zu viel Verzehr von roter Beete führt zum Beispiel auch zu einer Verfärbung des Stuhls. Stellen Sie allerdings fest, dass der Stuhl dauerhaft rot gefärbt ist oder Blutspuren am Toilettenpapier sind, so sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Grün Sofern Sie keinen starken Durchfall haben, ist der grüne Stuhl auf bestimmte Lebensmittel, wie z.B. Spinat zurückzuführen.
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Gelblich Stark riechender, schmieriger, gelblicher Stuhl könnte auf einen Fettstuhl hindeuten. Der Fettstuhl enthält noch nicht verdaute Reste von Nahrungsfetten. Das kann auf ein Problem mit der Bauchspeicheldrüse oder eine Glutenunverträglichkeit hindeuten.
Dunkelbraun Wenn Sie eine dauerhafte dunkelbraune bis beinahe schwarze Verfärbung Ihres Stuhls feststellen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Der sogenannte Teerstuhl kann auf Blutungen im oberen Darmbereich hindeuten.
BUZZFEED
TITELTHEMA
Schon gewusst? Was der Darm so kann „Schmetterlinge im Bauch haben“ Dieses flatterige, aufgeregte Gefühl in der Magengegend, wenn man verliebt ist... Wer hat´s erfunden?! Die amerikanische Schriftstellerin Florence Converse schrieb in ihrem Buch „house of prayers“ als Erste die Worte auf. Danach erfreute sich der Ausdruck schnell großer Beliebtheit. Die Nervenbahnen sind im Gehirn und Magen-Darm-System auf Hochbetrieb, wenn man verliebt ist. Das löst das spürbare Kribbeln, die Schmetterlinge, aus.
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TITELTHEMA
„Liebe geht durch den Magen“ Woher kommt die Liebe und wo geht sie hin? Glaubt man dem Sprichwort, so hat es auf jeden Fall etwas mit unserem Essen zu tun. Essen kann etwas Sinnliches sein und so ist es nicht verwunderlich, dass gutes Essen ähnliche Gefühle auslöst, wie Verliebtsein. Und seine Zuneigung mit einer selbstzubereiteten Mahlzeit zu zeigen, freut Mann und Frau.
In Zahlen:
Der Klohocker mehr als eine Fußstütze für Kinder. Wer Probleme beim Stuhlgang hat, der sollte es mal mit einem Fußhocker probieren. Der sorgt dafür, dass man bzw. der Darm beim Geschäft in die richtige Position kommt.
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TITELTHEMA
Erstaunlich!!! Ausgebreitet und glattgestrichen ist der Darm so groß wie ein Tennisplatz! Zählt man die Oberfläche der Darmzotten mit, ergibt sich sogar die Fläche eines Fußballfeldes!
“Nach dem Essen sollst du ruh´n oder tausend Schritte tun.“ Beides stimmt! Sowohl ein Spaziergang als auch ein kurzes Päuschen nach dem Essen sind gut für die Verdauung!
Kleiner
fun fact
:
Ein Men sch Jahr sein verbringt etwa ein es Lebe ns auf d Toilette. er
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DER FRÜHLING
Der Lenz ist da!
Luft und Liebe. Müdigkeit und Unlust. Na was denn nun?
Die Tage werden länger, die Dunkelheit wird von der Sonne abgelöst, die Kälte weicht der Wärme und die Natur erwacht. So wie wir. Was sich so romantisch und poetisch anhört, ist nicht nur bloße Einbildung, im Körper passiert tatsächlich so einiges. Frühlingsgefühle, da ist bei einigen ganz schön was los! Bei den einen geraten die Gefühle in Wallungen, die anderen sind voller Energie und könnten Bäume ausreißen und wiederum andere sind einfach nur müde. Aber wie kommt das? Was passiert da in unserem Körper? Anders als vielleicht vermutet, sind es nicht die Sexualhormone, die die Frühlingsgefühle auslösen. Auch, wenn diese im späteren Verlauf, bei der wieder neu entdeckten Power im Frühling, so ihr Übriges tun. Sobald die Tage länger werden und sich die warme Sonne hinter den dicken Wolken hervortut, arbeitet das Gehirn und vor allem die Zirbeldrüse auf Hochtouren. Durch die Netzhaut des Auges empfängt das Gehirn Informationen über die Tageslänge, die dann an die Zirbeldrüse weitergegeben werden.
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Besonders das Hormon Serotonin ist für die positiven Gefühlswallungen verantwortlich. Sein Gegenstück, das Melatonin, wird in der helleren Jahreszeit weniger produziert, was dazu führt, dass man wacher, aktiver und angeregter ist. Altbekannte Düfte und optische Reize Es sind nicht etwa die wohlig duftenden Blumen, die nun überall ihr Bestes tun, um den Frühling möglichst farbenfroh zu gestalten und uns den „Frühling riechen lassen“. Für den altbekannten Geruch, der uns noch aus Kindertagen in der Nase liegt, ist das in der Sonne verfaulende Laub verantwortlich. Die Erinnerung an bestimmte Gerüche in Verbindung mit Ereignissen regt unser limbisches System an und trägt zu der guten Laune bei. Natürlich wirken sich die wärmeren Temperaturen auch auf das Outfit aus. Schals, Mützen und dicke Jacken haben jetzt viele Monate die Körper verhüllt. Da ist die luftige Kleidung bei wärmeren Temperaturen eine gelungene Abwechslung, die zusätzlich den Hormonhaus-
DER FRÜHLING
halt ankurbelt. Die Anziehungskraft zwischen Partnern oder dem potenziellen Partner wird gesteigert und das tut jedem gut. Alles Kopfsache Aber auch die Psyche spielt im Frühling eine entscheidende Rolle. Nach Monaten der Kälte und dunklen Tage lockt es uns aus den geschlossen, muckeligen Räumen unserer Heime wieder nach draußen. Endlich kann man sich wieder im Freien, an der Luft, aufhalten, ohne ständig zu bibbern. Die Sonne genießen, etwas unternehmen einfach aktiver werden. Und das im Idealfall mit geliebten Menschen oder dem neuen Schwarm an der Seite. Liebe, Lust und Partnerschaft Kein Wunder also, dass sich die Frühlingsgefühle auch auf die Partnerschaft bzw. potenzielle neue Partner auswirken. Das Objekt der Begierde löst so viel Glücksgefühle aus, dass kaum noch etwas Anderes interessant erscheint. Ist ja auch logisch, wenn man bedenkt, dass es ausreicht, eine Nachricht seines Schwarms zu erhalten und in völlige Verzückung zu verfallen. Verantwortlich für diesen Rausch sind u.a. Dopamin, Adrenalin und Endorphine. Auch der Sexualtrieb kommt wieder mehr in Schwung. Das hat vor allem damit zu tun, dass die Melatoninproduktion durch die Sonne gehemmt wird und die Müdigkeit der Aktivität und Lust weicht. Außerdem ist der Schlafbedarf jetzt, da das Melatonin weniger produziert wird, geringer und so bleibt mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben. Das macht nicht nur grundsätzlich glücklich, sondern tut auch noch sehr viel für die Gesundheit. Vor, während und nach dem Geschlechtsverkehr werden Endorphine und Oxytocin ausgeschüttet. Die Endorphine sorgen dafür, dass man sich glücklich und euphorisch fühlt. Außerdem wirken sie schmerzlindernd und können beispielsweise Kopfschmerzen oder leichte Rückenleiden verbannen. Oxytocin hingegen wirkt nicht nur sofort, sondern schafft Gefühle des Vertrauens und von Geborgenheit zwischen den Partnern. Es ist auch für die langfristige, vertraute Bindung zwischen zwei Menschen verantwortlich und daher von großer Bedeutung. Eine zärtliche Berührung sorgt sogar auch schon für die Ausschüttung des Oxytocins.
Frust statt Lust Die Blümchen blühen, die Vögel zwitschern, die Sonne strahlt und Sie sind nur am Gähnen und würden gerne einfach nur nach Hause und schlafen? Die vermehrte Produktion von Serotonin und die Abnahme des Melatonins im Körper löst bei einigen Menschen statt Frühlingsgefühlen eher eine Frühlingsmüdigkeit aus. Wetterfühlige Menschen sind hiervon häufiger betroffen, da sie mit den Wetterumschwüngen im Frühling nicht gut umgehen können. Bei wärmeren Temperaturen sinkt außerdem der Blutdruck, da sich die Blutgefäße aufgrund der Wärme weiten. Auch das kann sich ermüdend auf den Körper auswirken.
Was also tun, wenn man statt euphorisch, müde und träge ist? Ab nach Draußen Gehen Sie raus!! Ein wenig Bewegung hat noch niemandem geschadet. Es muss nicht gleich eine Laufeinheit im Freien absolviert werden, auch ein kleiner Spaziergang kann Wunder bewirken. Oder wie wäre es mal wieder mit dem Fahrrad zum Bäcker zu fahren und das Auto stehen zu lassen? Verbringen Sie den halben Tag im Büro, rät es sich, in Ihrer Pause mal einen Schritt vor die Tür zu wagen. Schon ein wenig frische Luft und ein paar Sonnenstrahlen können Ihnen neue Energie liefern. Junges Gemüse und frisches Obst Die richtige Ernährung spielt auch bei der Bekämpfung der Frühlingsmüdigkeit eine wichtige Rolle. Binden Sie möglichst viel Gemüse und Obst in Ihren Tag ein, um den erhöhten Vitaminbedarf zu stillen. Auch Vollkornprodukte liefern Ihnen einen Energieschub! Es ist ratsam über den Tag verteilt, mehrere Mahlzeiten zu sich zu nehmen, um das Energielevel gleichmäßig aufrecht zu halten. 37
DER FRÜHLING
Das kleine Hormon 1x1 Oxytocin Das Bindungshormon. Es bildet die biochemische Grundlage für Vertrauen zwischen zwei Menschen. Insbesondere beim Geschlechtsverkehr wird das Hormon ausgeschüttet. Das sorgt nicht nur für ein Gefühl der innigen Verbundenheit, sondern macht (vor allem den Mann) schläfrig. Selbst sanfte angenehme Berührungen sorgen für eine Ausschüttung von Oxytocin. Dopamin Das Glückhormon Dopamin macht glücklich und euphorisch bzw. vermittelt, als Nervenbotenstoff, positive Gefühle im Gehirn. Der bloße Gedanke an den Liebsten oder die Liebste aktiviert das Belohnungssystem und man fühlt sich noch verliebter. Essen, Trinken, Schlafen? Alles nicht mehr so wichtig Luft und Liebe reichen völlig aus. Dopamin ist außerdem für eine andauernde Motivationssteigerung verantwortlich. Adrenalin Adrenalin, eigentlich ein Stresshormon, dass in Gefahren- oder Ausnahmesituationen freigesetzt wird. Es ermöglicht dem Körper möglichst schnell durch Fettabbau (Lipolyse) an die Energiereserven heranzukommen.
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Außerdem wird die Herzfrequenz gesteigert und der Blutdruck steigt an. Aber auch in Sachen Lust und Leidenschaft ist dieses Hormon nicht uninteressant. Je mehr Adrenalin ausgeschüttet wird, desto attraktiver wird ein anderer Mensch empfunden, besonders dann, wenn sowieso schon Gefühle im Spiel sind. Auch beim Geschlechtsverkehr ist das Adrenalin hilfreich, weil dort bekanntlich viel Energie gebraucht wird.
DER FRÜHLING
Endorphine Das Schmerzmittel unter den Hormonen, denn Endorphine sind vom Körper eigens produzierte Morphine. Endorphine werden ausgeschüttet, wenn wir etwas als positiv empfinden, und lassen uns ein Gefühl von Glück empfinden. Bei großen körperlichen Anstrengungen dient es als Belohnung. Melatonin Melatonin steuert und reguliert den Tag-NachtRhythmus. Es wird auch als Schlafhormon bezeichnet, da es vor allem im Winter und während der Nacht ausgeschüttet wird. Das vermehrte Sonnenlicht im Frühling hemmt die Produktion des Melatonins, was dazu führt, dass man weniger Schlaf
benötigt als im Winter und die Lust nach Aktivitäten verstärkt wird. Melatonin hemmt außerdem den Sexualtrieb, was erklärt, warum man das andere Geschlecht im Frühling wieder als attraktiver und anziehender empfindet. Serotonin Ein Gefühl der Glückseligkeit. Das beschreibt ganz gut, was Serotonin im Körper verbreitet. Wer im Winter noch auf Schokolade zurückgegriffen hat, um den Serotoninhaushalt aufzufüllen, der braucht im Frühling nur vor die Tür zu gehen. Denn die intensivere Sonneneinstrahlung verursacht, dass Serotonin vermehrt produziert wird.
HATSCHI
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Wenn´s kribbelt, juckt und läuft - Der Heuschnupfen Viele Heuschnupfen-Geplagte freuen sich nicht so sehr auf den Frühling. Denn dann geht es wieder los: Die Nase läuft oder ist verstopft, der Kopf schmerzt und ständiges Niesen und Augentränen kommen noch hinzu. Der Pollenflug hat eingesetzt. Die Allergiker werden Sie jetzt nur noch mit ausreichend Taschentüchern antreffen. Aber was ist die Ursache dafür, dass von Jahr zu Jahr mehr Menschen unter Heuschnupfen leiden? Und wie entsteht eigentlich diese Abwehrreaktion des Körpers? Zum einen ist unsere Immunabwehr mit immer mehr Schadstoffen durch negative Umwelteinflüsse konfrontiert. Zum anderen spielen auch psychosoziale Belastungen und Vererbung eine Rolle. Kurz gesagt ist Heuschnupfen die Überempfindlichkeit des Körpers gegenüber Blütenstaub. Unser Körper produziert Antikörper und schüttet das Hormon Histamin aus, wenn unser Abwehrsystem durch die Eiweißstoffe in den Pollen (übrigens sind Pollen die männlichen Keimzellen der Samenpflanzen) mobilisiert wird. Und da unser Körper sich an diesen Abwehrmechanismus erinnern kann, löst er ihn immer wieder aus, wenn er mit Blütenstaub konfrontiert wird. Besonders die windverstäubten Pollen lösen bei Allergikern eine Reaktion aus. Zur Blütezeit öffnen sich die Pollensäckchen der Pflanzen, in denen die Pollen gebildet werden und verteilen sich durch Wind oder Insekten. Eine einzelne Birke kann bis zu 6 Milliarden Pollenkörner in einem Frühling ausstreuen und diese können durch den Wind bis zu 300 km weit getragen werden. Es braucht also keine entsprechende Pflanze vor der Haustür, um eine Reaktion auszulösen. Heuschnupfen kann sich im Frühjahr oder Sommer mit einem zunehmenden Jucken in Augen, Nase und Rachen äußern. Zusätzlich läuft die Nase, man bekommt einen schweren Kopf, jedoch kein Fieber und fühlt sich müde und abgeschlagen.
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Schlafprobleme und Konzentrationsstörungen können auch auftreten. Um Heuschnupfen klar von einer Erkältung unterscheiden zu können, sollte man beobachten wann und wo die Symptome auftreten. Endgültige Gewissheit kann dann ein Allergietest beim Hausarzt bringen.
Tipps für Geplagte Lüften der Wohnung Lüften Sie Ihre Wohnung zu pollenarmen Zeiten, z.B. bei Regen. In der Stadt lüftet man am besten morgens zwischen 6 Uhr und 8 Uhr, auf dem Land abends zwischen 19 Uhr und Mitternacht. Putzen der Wohnung Um Pollen keine Chance in der Wohnung zu geben, sollten täglich Polstermöbel und Teppiche abgesaugt werden. Dies ist natürlich sehr aufwendig, empfiehlt sich aber für starke Allergiker. Laminat- oder Parkettböden eignen sich grundsätzlich am besten, aber auch sie sollten täglich feucht gewischt werden, um die Pollen zu entfernen. Aufenthalte im Freien Freizeitaktivitäten sollten, wenn möglich, in pollenarme Zeiten verlegt werden, am besten nach einem Regenguss, dann können die Pollen wegen der Nässe nämlich nicht fliegen. In der Stadt ist der Pollenflug abends und auf dem Land morgens am stärksten. Pollen wegwaschen Waschen Sie sich abends vor dem Schlafen auf jeden Fall die Haare, damit Pollen, die sich festgesetzt haben, nicht in Ihrem Bett und somit in Augen und Nase landen. Bei sehr starken Beschwerden empfiehlt es sich 2x täglich zu duschen, um die Pollen am Körper loszuweden. Bettwäsche sollte einmal wöchentlich bei mindestens 60 Grad in die Waschmaschine.
TITELTHEMA
TITELTHEMA
Vorkommen möglich Vor- / Nachblütezeit Hauptblütezeit
WANN fliegt WAS?
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DER POLLENFLUG KALENDER Jan.
Feb.
März
April
Mai
Juni
Juli
Aug.
Sept.
Okt.
Nov.
Dez.
Hasel Erle Pappel Weide Hainbuche Ulme Esche Birke Buche Eiche Platane Linde Kiefer Gräser Raps Löwenzahn Roggen Brennnessel Weizen Hafer Holunder Sauerampfer Spitzwegerich Gänsefuß Mais Beifuß Ragweed Goldrute Nessel Cladosporium Alternaria Aspergillus Penicillin
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Rezepte zum Genießen Verdauung gut, alles gut
Funktioniert die Verdauung, fühlen wir uns rundum wohl und haben Freude am Alltag. Ein intakter Darm ist viel wert - seien Sie sich dessen bewusst! Mit einer gesunden Ernährung sind Sie auf der sicheren Seite und beugen Beschwerden vor. Dafür ist kein großer Aufwand nötig, auch gesunde Gerichte lassen sich schnell und leicht zubereiten. Wir geben Ihnen 4 Rezepte an die Hand, mit denen Sie Ihren Darm verwöhnen.
Birchermüsli mit Früchten - Energie für den Tag Zutaten 6 EL Haferflocken, 1 EL Sultaninen, 125 ml Apfelsaft, 30 g Haselnusskerne, ½ kleine Zitrone, 2 Äpfel (à 125 g), 100 g helle, kernlose Weintrauben, 50 g Himbeeren, 75 g Blaubeeren, 250 g Joghurt (0,3 % Fett)
Zubereitung Haferflocken, Sultaninen und Apfelsaft in eine Schüssel geben und vermischen, dann 20 Minuten quellen lassen. Währenddessen die Haselnusskerne grob hacken und die Zitronenhälfte auspressen. Äpfel waschen, trockenreiben, vierteln und entkernen. Anschließend mit einer Kastenreibe grob raspeln. Vermischen Sie die Raspel sofort mit dem Zitronensaft, damit sie nicht braun werden. Anschließend Weintrauben waschen, einzeln von den Stielen zupfen und der Länge nach halbieren. Die Himbeeren und Blaubeeren verlesen und evtl. vorsichtig waschen. Nun verrühren Sie die vorbereiteten Früchte und gehackten Nüsse mit dem Joghurt. Die Mischung fügen Sie den eingeweichten Haferflocken hinzu. Schließlich alles zusammen in ein Schälchen geben. Sie können das Müsli nach Belieben mit weiteren Früchten oder Beeren servieren. Zubereitungszeit: 25 min Nährwerte pro Portion 523 kcal; 15 g Eiweiß; 14 g Fett; 80 g Kohlenhydrate; 11 g Ballaststoffe; 1,9 g gesättigte Fettsäuren
Der perfekte Start in den Tag! Die Früchte beinhalten viele Vitamine und Mineralstoffe, während die Kohlenhydrate Sie mit reichlich Energie versorgen.
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Ofengemüse - Lecker, vegetarisch, gesund Zutaten 4 EL Olivenöl, 1 TL rosenscharfes Paprikapulver, 1 Msp. Cayennepfeffer, 2 Knoblauchzehen, 2 Zweige Rosmarin, 4 kleine Zucchini, 250 g Champignons, 4 mittelgroße Tomaten, 4 EL Pinienkerne, 100 g Emmentaler, Salz und Pfeffer Zubereitung Backofen auf 200°C vorheizen. Zunächst die Marinade zubereiten. Dafür verrühren Sie das Öl mit dem Paprikapulver und Cayennepfeffer. Knoblauch schälen, pressen und dazugeben. Danach den Rosmarin waschen und die Nadeln klein hacken. Auch diese zur Marinade geben und das Ganze mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Als Nächstes die Zucchini waschen, längs halbieren und in Stücke schneiden. Diese geben Sie dann in die Marinade und lassen sie darin ziehen. In der Zwischenzeit Champignons putzen, bei Bedarf abreiben und halbieren oder vierteln. Tomaten waschen und ebenfalls vierteln. Anschließend Champignons und Tomaten unter die Zucchini heben und das Ganze in eine Auflaufform füllen. Die Pinienkerne leicht untermischen, den Emmentaler frisch gerieben darüber streuen. Dann den Auflauf im heißen Ofen (Umluft 180°C) 20-25 Minuten garen und warm servieren.
Nährwerte pro Portion 275 kcal; 12 g Eiweiß; 22 g Fett; 7 g Kohlenhydrate
Gesund, gesünder, Gemüse! Das köstliche Ofengemüse besitzt wertvolle Inhaltsstoffe (z.B. Ballaststoffe), die für einen gesunden Darm sorgen.
Zubereitungszeit: 25 min; Backzeit: 20-25 min
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Für Fischliebhaber: Gebratene Schollenfilets Zutaten 75 g Vollkorn-Ciabatta, 1 Zwiebel, 150 g Blattspinat, 3 Stiele Dill, 6 Schollenfilets ohne Haut (à 60 g), 1 EL Öl, 1 Stück Zitrone, 75 g Nordseekrabben (geschält), Salz, Pfeffer (grob gemahlen) Zubereitung Zu Beginn das Brot in sehr dünne Scheiben schneiden. Diese dann im vorgeheizten Backofen bei 200°C (Umluft 180°C) auf dem Rost in ca. 4-5 Minuten backen bis sie goldbraun sind. Inzwischen die Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Die knusprigen Croûtons aus dem Ofen nehmen und mit den Händen zerkleinern. Anschließend den Spinat in kaltem Wasser gründlich waschen und gut abtropfen lassen. Dill waschen, trockenschütteln und grob zerzupfen. Schollenfilets ebenfalls abspülen und trockentupfen, anschließend salzen und pfeffern. Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Schollenfilets darin von jeder Seite 1-2 Minuten braten. Danach geben Sie diese vorsichtig auf einen Teller und halten sie im ausgeschalteten Backofen warm. Zwiebelstreifen und Spinat in die Pfanne geben und 1-2 Minuten unter ständigem Rühren braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zitrone über der Pfanne ausdrücken. Krabbenfleisch auch in die Pfanne geben und kurz miterwärmen. Die zerkleinerten Croûtons und den Dill untermischen. Spinat-Krabben-Gemüse auf den Fischfilets verteilen und sofort servieren. Zubereitungszeit: 30 min
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Nährwerte pro Portion 370 kcal; 50 g Eiweiß; 10 g Fett; 17 g Kohlenhydrate; 5,5 g Ballaststoffe; 1,3 g gesättigte Fettsäuren
Die Schollenfilets eignen sich perfekt als köstliches Mittagoder Abendessen. Durch das leicht verdauliche Eiweiß ist dieses Gericht für so ziemlich jeden Darm geeignet.
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Reispfanne mit Hähnchen im Paella-Stil Zutaten 2 Hähnchenbrustfilets (ca. 300 g), 1 TL rosenscharfes Paprikapulver, 1 EL edelsüßes Paprikapulver, 1 ½ EL Olivenöl, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 gelbe Paprikaschote (ca. 200 g), 100 g Paella-Reis, 1 Prise Safranfäden, 400 ml Geflügelbrühe, 75 g Erbsen (tiefgekühlt), 2 Frühlingszwiebeln, 1 Zitrone, Salz und Pfeffer Zubereitung Hähnchenbrustfilets waschen, trockentupfen und in kleine Stücke schneiden. Rosenscharfes Paprikapulver mit 1 TL Öl mischen und die Hähnchenstücke darin wenden. Anschließend bedecken Sie diese mit Frischhaltefolie und legen sie für mindestens 20 Minuten in den Kühlschrank. Inzwischen Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Paprikaschote vierteln, entkernen, waschen und in 1 cm große Würfel schneiden. Restliches Öl in einer ofenfesten Pfanne erhitzen. Nehmen Sie die marinierten Hähnchenstücke aus dem Kühlschrank und braten sie im heißen Öl kurz an. Danach herausnehmen, salzen und zunächst beiseitestellen. Nun Paprika, Zwiebel und Knoblauch ebenfalls in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze andünsten. Reis dazugeben, mit Safran und edelsüßem Paprikapulver bestreuen und das Ganze kurz andünsten. Mit der Brühe auffüllen und zum Kochen bringen. Hähnchenstücke und Erbsen zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen und kurz umrühren. 25 Minuten auf dem Backofenrost im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Umluft nicht empfehlenswert) auf der untersten Schiene garen.
In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Zitrone ebenfalls waschen, trockenreiben und in Stücke schneiden. Am Ende der Garzeit bestreuen Sie die Paella mit den Frühlingszwiebeln und Zitronenstücken. Anschließend ist das Gericht fertig zum Servieren. Zubereitungszeit: 30 min; Backzeit: 25 min Nährwerte pro Portion 480 kcal; 43 g Eiweiß; 9 g Fett; 52 g Kohlenhydrate; 7,5 g Ballaststoffe; 1,6 g gesättigte Fettsäuren
Dieses Gericht überzeugt durch einen hohen Gehalt an Vitamin B6, der Tagesbedarf ist somit bereits gedeckt. Davon profitiert unter anderem Ihr Eiweißstoffwechsel enorm.
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DER FRÜHLING
OSTERN Die Bedeutung der Feiertage von Hubert Matthes (Klinikseelsorger am Klinikum Bielefeld)
Karfreitag Leiden fordert uns heraus. Am Karfreitag denken Christen an das Leiden und Sterben Jesu. Den Kreuzestod dieses Mannes können wir nicht (mehr) als ein sinnvolles Opfer verstehen, weil kein Menschenopfer sinnvoll sein kann. Weder für uns noch für Gott. Vor zweitausend Jahren war das noch anders. Wir fragen uns dennoch, was ist mit dem Leiden so vieler Menschen? Kein Leiden eines Menschen ist sinnvoll. Es fordert unsere Mitmenschlichkeit heraus. Wir sollten das Leiden beenden und lindern, wann immer wir können.
Ostern Nach drei Tagen Depression, nach dem Tod Jesu und in der Trauer der nächste Schock: Das Grab ist leer. Das hat nun wirklich keiner erwartet und macht zunächst mehr Angst als Freude! Heute steht Ostern als ein Zeichen der Hoffnung: dass das Leben weiter geht, wenn alles gescheitert ist. Dass das Leben neu beginnt, obwohl es keine Hoffnung gab. Wir kennen viele Erfahrungen, in denen sich die entscheidende Wendung zum Leben vollzieht, sie befreiend erlebt wird, in uns und anderen. Gabriellas Lied im Kinofilm „Wie im Himmel“ erzählt z.B. davon. Wo Menschen Angst überwinden und neu zu leben beginnen, ist etwas von Ostern erfahrbar. Gott steht sowieso auf der Seite unserer Menschlichkeit. Er ist uns sicher, hält uns die Treue, glaubt an uns, hat sich mit allen Menschen verbündet, nur glauben wir das oft nicht. Wir brauchen manchmal Ermutigung und Hoffnung, um für das Leben einzutreten, aufzustehen, uns einzusetzen. Die Erfahrungen, die das Leben schützen, uns stärken, sind wie Geschenke, die uns unerwartet begegnen. Wir könnten solche Erfahrungen aber auch kultivieren und gelassen erwarten, wie den Frühling: In dem Wissen, dass sie ganz sicher kommen werden.
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Klinikseelsorge
„Is´ es schon soweit?“
- Wer als Krankenhausseelsorger / -sorgerin in einer Klinik unterwegs ist, gerät manchmal in verrückte Situationen. Eine davon ist die: Nach Absprache mit der Station betrete ich ein Krankenzimmer. Ich sage: „Herr Brömmelkamp*, ich möchte Sie besuchen.“ (*Name frei erfunden) - Der Patient verkriecht sich unter die Decke und fragt: „Is´ es schon soweit?“ Aus irgendwelchen Gründen glauben manche Menschen wir von der Krankenhausseelsorge kämen, um schlechte Nachrichten zu überbringen. Das stimmt so nicht. Natürlich besuchen wir auch Menschen, die eine schlechte Prognose bekommen haben. Wir werden hinzugezogen, wenn die Patientin, der Patient von seinem behandelnden Arzt die Nachricht bekommen hat: „Wir können Sie nicht heilen. Sie werden krank bleiben. Sie werden vermutlich an dieser Krankheit sterben.“ Dann sind wir da - wenn wir gerufen werden - nehmen Kontakt auf, sind als Gesprächspartner da. Wir sind dann an ihrer Seite, wenn Patienten dies wünschen. Nicht um ein frommes Gesicht zu machen und alles schön zu reden, sondern um sie zu begleiten, zuzuhören. Vielleicht Gedanken zu ordnen, Wut und Kummer, manchmal Hoffnungen zu klären, am Ende zu beten, wenn ihnen danach ist. Wir sind auch für Angehörige da.
Wenn jemand gestorben ist, können wir gerufen werden, um den Abschied zu gestalten. Auch dafür sind wir da. Wir sind aber in allererster Linie nicht nur im Krisenmodus. Vielmehr sind wir da, wenn sie Fragen haben, Gesprächsbedarf über den normalen Krankenhausbetrieb hinaus. Wir besuchen Sie auch, ohne dass es eine akute Krise gibt. Wir bieten unseren Besuch an, um seelisch zu unterstützen, zu stabilisieren, wo immer jemand Unterstützung bedarf. Wir sind dabei nicht missionarisch unterwegs. Wir besuchen Menschen, wir fragen dabei nicht nach der Konfession oder der Religionszugehörigkeit. Klar, haben wir einen Auftrag: Im Mittelpunkt steht immer der Mensch, den wir begleiten, der Patient, die Patientin oder die Angehörigen. „Ich war krank und ihr habt mich besucht“, sagt Jesus (Matthäus 25,36), besucht völlig zweckfrei. Ebenso sind wir für die Mitarbeitenden des Klinikums Bielefeld da. Die Arbeit im Krankenhaus ist belastend. Manchmal tut es gut über Erlebtes sprechen zu können. Zu erzählen, was passiert ist. Zu sortieren wie Kollegen / Kolleginnen reagiert haben. Eine Situation noch mal neu zu bedenken. Am Ende Stress abzubauen, der sich bei der Arbeit aufstaut, die oft genug über die eigene Kraft hinausgeht. Wir sind ansprechbar. Darüber hinaus bieten wir im Andachtsraum im Klinikum Bielefeld Mitte Veranstaltungen an: • die „Auszeit“ jeden Dienstag um 18.30 Uhr - Ein spiritueller Impuls • den Klinik-Gottesdienst jeden Samstag um 19.30 Uhr • viermal im Jahr Gedenkstunden für die Angehörigen der im Klinikum Bielefeld Mitte verstorbenen Menschen. Klinikum Bielefeld Rosenhöhe: • Gottesdienste an den ersten drei Sonntagen im Monat um 9.30 Uhr • einmal im Jahr Gedenkstunden für die Angehörigen der im Klinikum Bielefeld Rosenhöhe verstorbenen Menschen.
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RÄTSELN...
RÄTSELSPASS
1. Die Uhren werden im Frühling auf … umgestellt: 2. Welches christliche Fest wird im Frühling gefeiert? 3. Wie heißt die Nacht der Hexen auf dem Brocken? 4. Was machen die Vögel im Frühling? 5. Frühlingsblume 6. Am 2. Sonntag im Mai ist ... 7. Welcher Monat ist bekannt für sein wechselhaftes Wetter? 8. Einer der drei Eisheiligen:
Senden Sie das Lösungswort im Betreff an: info@klinikumbielefeld.de und gewinnen tolle Preise. Unter allen Einsendungen verlosen wir einen Bluetooth-Kopfhörer. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Einsendeschluss ist der 30.04.2018
... UND GEWINNEN
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Das Lösungswort lautet: 1
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2
3
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5
6
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ZEICHNE DEN KÄFER NACH!
WELCHER SCHATTEN GEHÖRT WELCHEM HÄSCHEN?
RÄTSELSPASS
WELCHER HUND FINDET DEN KNOCHEN?
FINDE DIE 10 FEHLER IM UNTEREN BILD! Im unteren Bild haben sich zehn Fehler eingeschlichen. Findest Du alle?
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