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VISITE Ausgabe 3/2019 I Themenschwerpunkt: "Gesund durch den Winter"

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AUSGABE NR. 3 | 2019

www.visite-blog.de

klinikumbielefeld unsere kompetenz für ihre gesundheit

Das Gesundheitsmagazin des Klinikums Bielefeld

Außerdem: Knie -OP

mit dem Roboterarm Mako®

#TETRISCHALLENGE Wir nehmen die Herausforderung an! WINTER IST ERKÄLTUNGSZEIT Wie bleibe ich gesund?

SPORT UND BEWEGUNG im Winter

MIT VITAMINEN fit durch die kalte Jahreszeit


klinikumbielefeld unsere kompetenz für ihre gesundheit

Hilfe hat viele Gesichter.

HELFEN SIE MIT!

Über 2.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich täglich mit Herzblut und Leidenschaft für das Wohl unserer Patientinnen und Patienten ein – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Unterstützt werden sie von zahlreichen Helfern, die sich ehrenamtlich für das Klinikum Bielefeld engagieren. Gemeinsam haben wir nur ein Ziel: eine optimale, ganzheitliche Versorgung und die Zufriedenheit unserer Patientinnen und Patienten. Die Finanzierung der Behandlungskosten ist durch die Krankenkassen gesichert. An vielen Stellen würden wir uns jedoch wünschen, etwas mehr für unsere Patienten tun zu können – mit Ihrer Spende können wir dies ermöglichen. 2

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Wir freuen uns über Ihre Unterstützung.

HERZLICHEN DANK. Spendenkonto: IBAN: DE79 4805 0161 0050 0696 81 BIC: SPBIDE3BXXX Verwendungszweck: Spenden und Helfen Mehr Informationen und Online-Spende unter: klinikumbielefeld.de/spenden.html


Editorial

LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER, Das Jahr neigt sich dem Ende und wir steuern auf Weihnachten zu, es ist Winter. Passend dazu finden Sie am Ende unserer letzten Visite-Ausgabe des Jahres 2019 einige winterliche Rezepte, die Ihnen die dunkle, gemütliche Jahreszeit zusätzlich versüßen sollen. Zu Beginn der Visite können Sie sich über die TetrisChallenge informieren. Der Rettungshubschrauber Christoph 13 wurde leergeräumt und fotografiert (S. 6). Im Anschluss widmen sich unsere Artikel in der Visite der kalten Jahreszeit. So erfahren Sie alles über die Erkältungszeit Winter und wie Sie sich vor einer Erkältung schützen können (S. 8). Wie Sie Ihre Hände in der kalten Jahreszeit optimal pflegen, damit es nicht zu rissigen und schuppigen Veränderungen kommt, erfahren Sie auf Seite 11. Trotz Kälte kann auch im Winter draußen Sport getrieben werden. Was dabei zu beachten ist und auf welche Sportarten man ausweichen kann, wenn es draußen doch mal zu ungemütlich ist, erläutern wir Ihnen auf Seite 12. Zum Abschluss des Winterthemas zeigt Ihnen unsere Ernährungswissenschaftlerin, welche Vitamine Ihr Körper in der kalten Jahreszeit braucht, welche Lebensmittel diese liefern und warum Vitamine so wichtig sind (S. 14).

Im Klinikum Bielefeld haben zwei Veranstaltungen stattgefunden, über die Sie in der Visite einen Nachbericht finden: Der 6. Weltpankreaskrebstag am 21.11. (S. 16) und unsere große Live-Übertragung einer Kniegelenks-Operation mit dem weltweit führenden Roboterarmsystem Mako® am 13.11. (S. 27). Ein Patient, der bereits vor einiger Zeit mit dieser Methode operiert wurde, berichtet außerdem von seinen Erfahrungen (S. 24). Ein Artikel zum Thema Blutgerinnende Substanzen (S. 22), über Stressabbau durch Entspannung (S. 28) und ein Bericht über den spendenfinanzierten Kochkurs für Patientinnen mit gynäkologischen Krebserkrankungen (S. 32) runden diese Ausgabe der Visite ab. Wir wünschen Ihnen gute Unterhaltung beim Lesen. Vor allem wünschen wir Ihnen ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir freuen uns, wenn wir uns in 2020 wiederlesen.

Ihre Redaktion

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Inhaltsverzeichnis

TITELTHEMA 6

TETRIS CHALLENGE Das Klinikum Bielefeld stellte sich der Instagram-Herausforderung

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WINTER IST ERKÄLTUNGSZEIT Wie bleibe ich gesund?

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TROCKENE HÄNDE IM WINTER Was kann ich tun, um rissiger und spröder Haut vorzubeugen?

12

SPORT UND BEWEGUNG IM WINTER Trotz Nässe und Kälte aktiv bleiben

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MIT VITAMINEN FIT DURCH DIE KALTE JAHRESZEIT Gesund durch ausgewogene Ernährung

IMPRESSUM Herausgeber Klinikum Bielefeld gem. GmbH Michael Ackermann, Geschäftsführer Verantwortlich für den Inhalt: Axel Dittmar, Kliniksprecher

MEDIZIN ERLEBEN WELTPANKREAS-KREBSTAG Rückblick auf den 21. November 2019

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HILFE DURCH SELBSTHILFE Die Selbsthilfegruppe AdP e.V. - Bauchspeicheldrüsenerkrankte

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KNIE-OP MIT DEM ROBOTERARM MAKO Patient Dieter Casper im Interview und ein Kommentar von Dr. med. Christoph Barkhausen

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BERICHT ZUR ERSTEN LIVE-OP MIT INNOVATIVEM ROBOTERARMSYSTEM Das Klinikum Bielefeld demonstriert die Technologie Mako®

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BLUTGERINNENDE SUBSTANZEN Was bedeutet „Hämostyptikum“?

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Redaktion Axel Dittmar, Sandra Knicker, Marlene Flöttmann, Stefanie Riesenberg, Nicole Depenbrock, Silja Ritzinger, Kamila Morawietz, Jennifer Ebreo, Dr. med. Bertram Ruprecht, Prof. Dr. med. Isaak Effendy, Julia Germann, Friedhelm Möhlenbrock, Prof. Dr. med. Marcel Binnebösel, Ulrich Klaus Fetzner, Prof. Dr. h.c. (TashPMI) Dr. med. habil. Mathias Löhnert

Bildnachweis Steffi Behrmann | Klinikum Bielefeld (U2, S. 4, 8, 11, 14, 16, 17, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 34, 35, 36, 38, 39, 40, U4), stock.adobe.com, Christoph Ulonska (Titelbild, S. 6), Friedhelm Möhlenbrock (S. 18), stryker (S. 24) Konzeption screen concept - runge

Anschrift Klinikum Bielefeld gem. GmbH | Unternehmenskommunikation | Teutoburger Str. 50 | 33604 Bielefeld | info@klinikumbielefeld.de

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Inhaltsverzeichnis

GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN STRESSABBAU DURCH ENTSPANNUNG Entspannt durch die Weihnachtszeit

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AKTIV GEGEN KREBS KOCHKURS für Patientinnen mit gynäkologischen Krebserkrankungen, ermöglicht durch Spendengelder

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SERVICE 38

KLINIKUM BIELEFELD VERANSTALTUNGEN ab Dezember 2019

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REZEPTE • Fruchtiger Punsch • Die gesunde heiße Schokolade • Kürbis-Kartoffel-Eintopf • Rotkohl - Rote Bete - Salat mit Feta • vegane Ingwer-Kekse

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DO IT YOURSELF WEIHNACHTSKERZEN Selbstgemachtes für besinnliche Stunden

RÄTSELSPASS FÜR KINDER UND ERWACHSENE .... auf Seite 46

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Haben die Herausforderung angenommen: „Christoph 13“, Harry Juschka, Dr. Carsten Kirchhoff, Dennis Pepping, Dr. Carsten Obermann mit Tochter Greta, Dr. Julia Grannemann, Dr. Andreas Koldehoff, Daniel Herrmann, Nicky Hagedorn, Jennifer Ebreo, Christoph Ulonska (Fotograf)

Jennifer Ebreo Sekretariat des Geschäftsführers, Klinikum Bielefeld Auf der Social Media Plattform Instagram lief im Oktober 2019 eine „Herausforderung“ mit dem Namen „Tetris-Challenge“, der sich viele User gestellt haben. Tetris ist ein puzzleartiges Konsolenspiel, welches in den 80er Jahren auf dem Gameboy für weltweite Begeisterung sorgte und auch heute noch in aktualisierter Form auf neuen Konsolen gespielt wird. Bei Tetris geht es darum, unterschiedlich geformte Steine so ineinander zu fügen, dass sie perfekt ineinandergreifen.

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Nach diesem Prinzip funktioniert auch die TetrisChallenge: Hier haben internationale Berufsgruppen vornehmlich aus den Bereichen der Feuerwehr und der Polizei ihre Einsatzwagen ausgeräumt und die Einrichtung samt Geräten, Ausrüstung und sogar Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie die Steine bei einem Tetris-Spiel platziert. Aus der Vogelperspektive wurde anschließend ein Foto gemacht, welches man dann unter dem Hashtag #Tetrischallenge auf Instagram veröffentlichte. Dieser „Challenge“ hat sich auch die Mannschaft des Rettungshubschraubers „Christoph 13“ gestellt. Der Hubschrauber ist am Klinikum Bielefeld Rosenhöhe stationiert und fliegt häufig auch das Klinikum Bielefeld Mitte an. Die „Crew“ besteht aus


Titelthema

Anästhesisten des Klinikums Bielefeld sowie einem Piloten der Bundespolizei und einem HEMS (Helicopter Emergency Medicine Service). Nachdem Andreas Koldehoff, Anästhesist vom Klinikum Bielefeld Mitte, Bilder von einem Rettungshubschrauber aus England gesehen hatte, der für die #Tetrischallenge sein Inneres nach außen kehren musste, kam ihm die Idee, dies auch für „Christoph 13“ zu arrangieren. Dieser Vorschlag fand sehr großen Anklang bei der „Christoph 13 - Crew“ und so verabredete man sich an einem Sonntagabend direkt am Hangar. Was bei einem Rettungshubschrauber immer passieren kann: der Helikopter wurde noch einmal zu einem Einsatz mit Polytrauma gerufen und musste dort einen schwerverletzten Patienten ins nächste Krankenhaus fliegen. Diese Zeit nutzte das Team, um schon einmal gemeinsam zu überlegen, wie man das Material aus dem Hubschrauber am besten „sortiert“: dabei wurden Instagram-Bilder der Kolleginnen und Kollegen aus den Niederlanden und Großbritannien als Inspiration genutzt. Gegen 20 Uhr kehrte „Christoph 13“ mit Notarzt Carsten Kirchhoff aus dem Klinikum Bielefeld Mitte, HEMS (Helicopter Emergency Medicine Service) Dennis Pepping und Pilot Harry Juschka zurück. Langsam wurde der Helikopter auf seiner Plattform an der Seilwinde in den Hangar gezogen. Christoph Ulonska als Fotograf platzierte sich auf der ca. 5 m hohen Wartungsleiter, um aus dieser Perspektive eine optimale Parksituation für den Hubschrauber zu delegieren. Nach und nach wurden die Sachen aus dem Helikopter geräumt und wie Puzzleteile davor und daneben ausgebreitet, ein Platzhalter für die dazugehörige Crew durfte dabei nicht fehlen. Christoph Ulonska gab Anweisungen, Andreas Koldehoff und Julia Grannemann legten sich zunächst als „Dummys“ auf die verschiedensten Positionen. Daniel Herrmann demontierte sogar das Banner mit dem Schriftzug „Christoph 13“ von der Wand, um es als Erkennungsmerkmal direkt vor den Helikopter zu legen. Nicky Hagedorn (HEMS) unter-

stützte bei der „Materialgewinnung“ und Carsten Kirchhoff war trotz seines gerade erfolgten Einsatzes mit großem Elan dabei. Kollege Carsten Obermann hat mit seiner Tochter Greta ebenfalls tatkräftig mit angepackt. Derweil wurde parallel von Pilot Harry Juschka und HEMS Dennis Pepping der Helikopter nach dem letzten Einsatz gewartet und für den nächsten Notfall vorbereitet. Nach knapp 1,5 Stunden war nahezu das gesamte Zubehör herausgeräumt und perfekt arrangiert. Auch im Hintergrund des Bildes hat Fotograf Christoph Ulonska auf Ordnung wert gelegt: Kisten, Werkzeug und weiteres Material wurde aus dem Bild geräumt, dazu alle Türen und Tore verschlossen. Nun fehlte nur noch die Crew: Harry Juschka als Pilot, Carsten Obermann als Notarzt und Dennis Pepping als HEMS legten sich in voller Montur vor den Helikopter. Als Bundespolizist legte Harry Juschka seine Dienstwaffe ab und nahm das Magazin heraus. Carsten Obermann und Dennis Pepping entledigten sich ihrer „Pieper“ und Mobiltelefone. Auch der kuschelige Flugbegleiter „Mr. Teddy“ durfte nicht fehlen und wurde von Nicky Hagedorn im allerletzten Moment zwischen der Crew platziert, bevor der Fotograf auf den Auslöser drückte. Alle Beteiligten hatten sehr großen Spaß an der ganzen Aktion und verstanden es, ohne große Diskussionen, die Materialen perfekt ins Bild zu setzen. Ein großer Dank geht an die Christoph 13-Crew, hervorzuheben sind insbesondere die Kolleginnen und Kollegen aus der Anästhesie des Klinikums. Sie haben sich für den Sonntagabend extra die Zeit genommen, um diese Challenge zu meistern. Und es hat sich gelohnt: auf Instagram erhielt das Bild fast 4.000 Likes (positive Bewertungen), auch die Bielefelder Lokalzeitungen, die Neue Westfälische und das Westfalenblatt, haben über das Bild berichtet. Sogar das Lokalfernsehen hat um Verwendung des Bildes für eine TV-Show gebeten.


Dr. med. Bertram Ruprecht Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin Das Jahr neigt sich dem Ende. Es wird wieder dunkler und kälter, vermehrt regnet und stürmt es. In dieser Jahreszeit fangen wir uns schnell eine Erkältung ein. Der Hals schmerzt, man fühlt sich schlapp, hustet und die Nase läuft. Aber was genau ist eigentlich eine Erkältung? Und wo liegt der Unterschied zu einer Grippe?

W INT ER IS T:

ERK ÄLTUNGSZEIT


Titelthema

Was ist eine Erkältung?

Bei einer Erkältung (auch: grippaler Infekt) sind die oberen Atemwege entzündet. Es sind weit mehr als 30 verschiedene Erreger (z.B. Rhino- und Coronaviren) bekannt, die eine Erkältung auslösen können, fast alle sind Viren. In Form einer Tröpfcheninfektion werden die Krankheitserreger über feinste Speichel- oder Schleimtröpfchen beim Sprechen, Husten und Niesen übertragen. Die Erkältung beginnt meist mit Schnupfen und Halsschmerzen, die in Form von Schluckbeschwerden, Heiserkeit und einer Rötung des Halses auftreten können. Dazu kommen anfangs häufig leichte Kopf- und Gliederschmerzen, die nach wenigen Tagen wieder abklingen sollten. Nach ca. einer Woche setzt häufig ein trockener Reizhusten ein. Der Krankheitsverlauf einer Erkältung ist individuell, aber häufig stimmt die alte Faustregel: drei Tage kommt sie, drei Tage bleibt sie, drei Tage geht sie. Der Krankheitsverlauf verkürzt sich durch die Einnahme von Medikamenten nicht. Wenn sich die Krankheitserreger ausbreiten, kann es zusätzlich zu der Erkältung zu einer Entzündung im Bereich von Nasennebenhöhlen und Mittelohr und seltener auch der Lunge kommen.

Was ist eine Grippe?

Trotz der Namensähnlichkeit handelt es sich bei einer Grippe (Influenza) und einem grippalen Infekt (Erkältung) nicht um das gleiche Krankheitsbild. Eine Grippe verläuft viel schwerwiegender: tatsächlich kann es infolge einer schweren Grippewelle bundesweit zu bis zu 20.000 Todesfällen kommen. Die Grippe wird durch Viren verursacht und ist häufig durch einen sehr plötzlichen Beginn der Erkrankung gekennzeichnet. Typische Symptome sind akute Gliederschmerzen, Hustenreiz, Fieber, Kopfschmerzen und ein starkes Krankheitsgefühl. Eine Grippe dauert häufig drei Wochen oder länger. Eine ursächliche Behandlung der Grippe ist nur selten sinnvoll möglich. Es gibt zwar antivirale Medikamente, die der Vermehrung der Viren im Körper entgegenwirken, die jedoch die im Körper Vorhandenen aber nicht abtöten können. Deshalb sind diese Medikamente nur in einer sehr frühen Phase der Erkrankung sinnvoll. Antibiotika helfen nicht gegen die Influenzaviren. Sie sollten nur zum Einsatz kommen, wenn sich auf die Grippe ein bakterieller Infekt, insbesondere der Atemwege und Lunge, aufpfropft. Die Influenzaviren werden auf demselben Weg übertragen wie die Erkältungsviren, sind dabei allerdings meist deutlich ansteckender. Die Grippesaison geht in etwa von Oktober bis Mai. Nicht

alle Personen, die sich in dieser Zeit mit Grippe infizieren, werden krank. Als Überträger der Viren fungieren sie trotzdem und können so andere krank machen. Insbesondere Menschen mit einem schwachen Immunsystem haben eine hohe Ansteckungsgefahr. Im Gegensatz zur Erkältung kann man sich gegen die Influenza impfen lassen, optimalerweise im Zeitraum von Oktober bis November. Diese Option sollten vor allem Menschen über 60, mit chronischen Krankheiten oder schwachem Immunsystem sowie Berufstätige mit häufigem Krankenkontakt, mit starkem Publikumsverkehr oder Kontakt zu Nahrungsmitteln in Betracht ziehen. Schwere Nebenwirkungen treten bei der Impfung selten auf. Da der Impfschutz erst nach zwei Wochen vollständig aufgebaut ist, kann man sich mit Pech in der Zwischenzeit noch infizieren.

Was ist ein Schnupfen?

Bei einem Schnupfen (auch: akute Rhinitis oder Nasenkatarrh) ist die Nasenschleimhaut entzündet. Durch die Infektion schwillt sie an und sondert wässriges bis zähflüssiges, selten auch eitriges Sekret ab. Häufig tritt ein Schnupfen als Symptom einer Erkältung oder Grippe auf. Wie bei einer Erkältung auch, gibt es eine Vielzahl an verursachenden Viren. Deshalb gibt es bislang keinen wirksamen Impfstoff. Wenn ein Schnupfen über einen längeren Zeitraum oder immer zu einer bestimmten Jahreszeit auftritt, sollte ärztlich abgeklärt werden, ob eine Allergie die Ursache sein kann. Der allergische Schnupfen entsteht durch eine Reaktion des Immunsystems auf an sich harmlose Stoffe wie zum Beispiel Pollen. Ein Schnupfen kann außerdem chronisch werden, z.B. durch altersbedingte Veränderungen der Nasenschleimhaut, Alkohol, Medikamente oder psychische Belastungen.

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Titelthema

Was hilft bei einer Erkrankung wirklich? • Ruhe, Entspannung und viel Schlaf • altbewährte Hausmittel wie Wadenwickel, Kräutertee, Honig und Zwiebelsaft

Wie bleibe ich gesund?

Um eine Ansteckung mit Viren zu vermeiden, sollte man zu Erkrankten Abstand halten. Außerdem ist es empfehlenswert, sich regelmäßig die Hände zu waschen, auf denen sich, durch Berührung verschiedener Oberflächen, häufig Viren befinden – auf einem Haltegriff in Bus und Bahn oder auf einer Türklinke können Erkältungsviren bis zu drei Stunden überleben. Menschen reiben sich regelmäßig unbewusst die Augen oder fassen sich an Mund und Nase: über die Schleimhäute gelangen die Viren so in den Körper. In geschlossenen Räumen sollte man auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit achten. Dazu kann man einfach lüften und/oder eine Schale mit Wasser auf die Heizung stellen und das Wasser darin regelmäßig austauschen. Empfohlen wird eine Luftfeuchtigkeit von 35-55%. Außerdem kann eine starke Immunabwehr einer Erkrankung vorbeugen. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukten stärkt das Immunsystem, ebenso wie eine ausreichende Wasser- bzw. Flüssigkeitszufuhr. Wichtig ist es, auch im Winter an die frische Luft zu gehen, um durch das Tageslicht Vitamin D aufzunehmen. Des Weiteren können Wechselduschen, viel Schlaf und Bewegung das Immunsystem unterstützen. Negativ wirken sich Alkohol- und Tabakkonsum und großer Stress aus. 

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• bei fieberhaftem Infekt oder einer Grippe keinen Sport oder andere stärkere körper liche Belastungen • viel Trinken • vitaminreiche Nahrung • ein Erkältungsbad • Inhalieren, z.B. mit Sole-Lösung • Frische Luft durch regelmäßiges Lüften und Spaziergänge • nicht zu heftig die Nase schnäuzen, am besten nur abwischen (sonst können die Viren in die Nasennebenhöhlen gelangen) • Füße und Hals warm halten •

bei schwerem Krankheitsverlauf, starkem Krankheitsgefühl oder als chronisch kranke, schwangere, ältere (über 60 Jahre) bzw. sehr junge (Säugling bzw. Kleinkind) Person sollte man eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen

•

beim Husten oder Niesen sollten Mund und Nase bedeckt und der enge Kontakt zu anderen Menschen vermieden werden, um eine Übertragung der Krankheitsviren möglichst unwahrscheinlich zu machen und somit die Mitmenschen zu schützen

• Einnahme von Medikamenten nur in Abspra che mit der Hausärztin oder dem Hausarzt


Titelthema

Trockene Hande im Winter Wie kann ich mich schützen? Prof. Dr. med. Isaak Effendy Chefarzt der Hautklinik am Klinikum Bielefeld Rosenhöhe Der Winter ist für unsere Hände eine echte Herausforderung: Die Kälte, das häufige Händewaschen, aber auch trockene Heizungsluft, setzen unseren Händen zu. Dass die Haut an den Händen trocken wird, zeigt sich meist zuerst an den Knöcheln. Die Haut ist von kleinen Rissen durchzogen und fühlt sich schuppig und angespannt an. Es kommt zu Rötungen und Juckreiz, im Extremfall können großflächige Abschürfungen oder sogar Ekzeme auftreten. Aber wie kommt es, dass der Winter einen so negativen Einfluss auf unsere Haut hat? Durch die Kälte können die Talgdrüsen nicht genügend Fette bilden, um die Haut zu schützen, wodurch es zu Rissen und spröden Stellen kommt. Flüchtet man sich aus der Kälte ins warme Heim, lauert vor der Heizung schon die nächste Gefahr: Die trockene Luft entzieht der Haut ihre natürliche Feuchtigkeit. Da bedarf es Pflege, um die Hände vor den Einflüssen der dunkleren Jahreszeit zu schützen und für ausreichend Feuchtigkeit und eine starke äußere Hautbarriere zu sorgen.

Hände richtig schützen und pflegen: Je trockener die Haut, desto fettreicher sollte die Hautpflege sein. Pflegeprodukte mit Olivenöl oder Nachtkerzenöl sind besonders reichhaltig - Produkte, die dazu noch Urea (Harnstoff) auf der Inhaltsangabe stehen haben, binden zusätzlich Wasser in der Haut und verhindern so das erneute Austrocknen. Im Allgemeinen sind hautfreundliche, nichtsensibilisierende Pflegeprodukte zu empfehlen. Ist die Haut an den Händen bereits gerissen, können Pflegeprodukte mit dem Inhaltsstoff Dexpanthenol beruhigend und heilend wirken. Sollte eine rückfettende Creme nicht ausreichen, können die Hände für mehrere Minuten in ein Ölbad gehalten werden oder mit fettiger Creme eingerieben werden und über Nacht in Baumwollhandschuhe eingepackt werden. Dies macht die Haut wieder weich und angenehm. Im Freien können Handschuhe die Hände vor dem Austrocknen schützen. Dauerhaft juckende, rissige oder schuppige Haut kann auch ein Anzeichen für eine Hautkrankheit wie Neurodermitis (atopisches Ekzem), Schuppenflechte (Psoriasis) oder Allergien sein. Sollten Sie dauerhaft an diesen Beschwerden leiden, suchen Sie Ihren Hautarzt auf.

Folgendes ist bei der Handpflege im Winter zu beachten: Mehr trinken! Durch das Trinken von Wasser, Schorlen oder ungesüßten Tees werden die Hände von innen mit Feuchtigkeit versorgt. Reinigung der Hände: Durch häufiges Händewaschen kann Infektionen vorgebeugt werden – gleichzeitig wird der natürliche Säureschutzmantel der Haut angegriffen, besonders bei zu heißem Waschen oder dem Verwenden von fester Seife. Daher ist zu empfehlen, die Hände mit lauwarmen Wasser und einer ph-neutralen Flüssigseife zu reinigen. Nach dem Händewaschen ist es ratsam, die Hände mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme einzureiben. 11


Titelthema

Sport und Bewegung

im Winter

von Silja Ritzinger

In der dunklen Jahreszeit fällt es vielen von uns nicht leicht, sich zum Sport oder zur Bewegung zu motivieren. An kalten und nassen Tagen fällt insbesondere das Training an der frischen Luft schwer. Dennoch ist es wichtig, auch im Winter in Bewegung zu bleiben, denn so werden das Herz-Kreislauf- und das Immunsystem gestärkt und Stress abgebaut. Bei kalten Temperaturen sind ruhige Ausdauersportarten mit gleichmäßiger Belastung – z.B. Radfahren, Jogging, Wandern oder Nordic Walking – ideal, denn dabei atmet man weniger schnell und nicht so tief ein. Damit der Bewegung an der frischen Luft nichts mehr im Wege steht, gibt es einige Punkte, die beachtet werden sollten.

Worauf sollte man achten, wenn man trotz Nässe und Kälte draußen Sport machen möchte? Ganz wichtig ist die passende Kleidung. Am sinnvollsten ist es, atmungsaktive Funktionskleidung zu tragen, weil sie Schweiß ableitet, wärmt und gleichzeitig einen Hitzestau vermeidet. Diese kann am besten als Zwiebellook in mehreren Schichten übereinander getragen werden. Wichtig ist es jedoch, sich nicht zu warm anzuziehen, weil sonst die Gefahr besteht, trotz Funktionskleidung zu überhitzen. Den Kopf sollte man mit einer Mütze oder einem Stirnband, die Hände mit Handschuhen warm halten. Halstücher aus Fleece oder Microfaser vor Mund und Nase schützen die Atemwege vor eisiger Luft. Wer morgens oder abends im Dunklen draußen unterwegs ist, sollte sich mit Leuchtstreifen und Reflektoren an der Kleidung und den Schuhen ausstatten, um für andere sichtbar zu sein. Wenn

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man auf vereisten Wegen laufen möchte, kann man sich Spikes für die Schuhe besorgen. Neben der Kleidung ist die Motivation, sich zu bewegen, in der kalten Jahreszeit ein entscheidender Punkt. Eine feste Verabredung mit einem Trainingspartner oder einer Trainingspartnerin und die Dokumentation des eigenen Trainingsfortschrittes per APP oder Notizbuch können helfen. Es motiviert zudem, wenn man öfter mal neue Sport- und Bewegungsarten ausprobiert und damit Abwechslung schafft. Als Vorbereitung auf die sportliche Aktivität sollte man sich ausgewogen ernähren, um eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr zu gewährleisten. Personen mit chronischen Krankheiten, wie Diabetes mellitus oder Asthma, sollten sich vorher mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt beraten, welche Art von Bewegung oder Sport für sie empfehlenswert ist. Generell gilt, dass man mit Fieber oder einer Infektionskrankheit keinen Sport machen sollte. Unabhängig von den persönlichen


Titelthema

Voraussetzungen sollte bei Temperaturen unter -10 Grad auf Sport an der frischen Luft verzichtet werden, da die Atemwege sonst zu stark auskühlen und austrocknen. Bevor man richtig loslegt, sollte man sich insbesondere in der kalten Jahreszeit ausgiebig dehnen und aufwärmen. Wenn man anschließend draußen in Bewegung ist, gilt es folgende Punkte zu beachten: Der Untergrund, auf dem man sich bewegt, könnte gefroren oder sehr rutschig sein. Damit steigen die Verletzungsgefahr und die Belastung der Gelenke. Es gilt also, vorsichtig und mit Blick auf den Untergrund zu laufen. Das richtige Schuhwerk ist hier das A und O. Bei Temperaturen unter null ist es besser, nicht an das eigene körperliche Limit zu gehen. Generell empfiehlt sich im Herbst und Winter eine – wenn überhaupt – gemächliche Intensitätssteigerung. Wegen der kalten Luft sollte man versuchen, durch die Nase, im besten Fall durch ein Halstuch, zu atmen, da sich so die Atemluft anwärmt und befeuchtet. Vor, während und nach dem Sport ist es gerade im Winter wichtig, auf den persönlichen Flüssigkeitshaushalt zu achten. Um diesen wieder aufzufüllen, eignen sich am besten Wasser, isotonische Getränke und Tees. Wenn es einem dann doch zu ungemütlich oder kalt sein sollte, um sich draußen zu bewegen, gibt es genügend Indoor-Alternativen. Man kann an Kursen im Fitnessstudio teilnehmen oder die dort vorhandenen Sportgeräte eigenständig nutzen. Auch das Training auf einem Stepper oder einem Ergometer in den eigenen vier Wänden sowie Tai Chi, Pilates, Yoga, Qi Gong oder Kraftübungen mit dem eigenen Körpergewicht sind sinnvolle Alternativen. Andere Möglichkeiten sind verschiedene Ballsportarten, Tanzstile, Turnen, Schwimmen oder Aqua-Fitness im Hallenbad.

Ausgiebige Aufwärm- und Dehnübungen sind in der kalten Jahreszeit besonders wichtig.

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Titelthema

V i t am i n e n

Mit

fit durch die kalte Jahreszeit

Julia Germann Ernährungswissenschaftlerin, Ernährungs- und Diabetesberatung am Klinikum Bielefeld Wie komme ich auch im Winter an wichtige Vitamine, und was passiert, wenn ein Mangel auftritt? Ernährungswissenschaftlerin Julia Germann von der Ernährungs- und Diabetesberatung des Klinikums Bielefeld beantwortet diese und weitere Fragen im Interview mit der Visite-Redaktion: Vitamin A, B, C: was ist das überhaupt? Julia Germann: Vitamine sind für den Menschen essentielle (unentbehrliche) Nährstoffe. Der Körper kann diese nicht selbst herstellen und ist daher auf die Zufuhr durch die Nahrung angewiesen. Man unterscheidet zwischen fett- und wasserlöslichen Vitaminen. Zu den fettlöslichen gehören Vitamin A, D, E und K (als Eselsbrücke hilft die Supermarktkette „EDEKA“). Diese können besonders gut aus dem Darm aufgenommen werden, wenn sie in Verbindung mit Fett eingenommen werden. Alle B-Vitamine, sowie Vitamin C sind wasserlöslich. Vitamine werden für viele Stoffwechselvorgänge im Körper gebraucht und kommen sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Lebensmitteln vor. Warum sind Vitamine so wichtig? Julia Germann: Vitamine sind besonders wichtig, da sie an vielen Stoffwechselwegen beteiligt sind. Sie sind für die Aufnahme von Nährstoffen wie Kohlenhydraten und Eiweiße verantwortlich. Sie helfen bei der Verarbeitung der Nährstoffe und dienen dem Aufbau neuer Moleküle. Besonders wichtig

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sind diese bei der Energiegewinnung in den einzelnen Zellen. Vitamine helfen beim Aufbau von Zellen, Muskeln, Knochen, Nerven, Blutkörperchen und Zähnen. Besonders im Winter sind Vitamine wichtig für ein starkes Immunsystem und für die Bildung von Abwehrkräften. Was passiert, wenn ein Vitaminmangel auftritt? Julia Germann: Meist wird ein Vitaminmangel nicht direkt erkannt und diagnostiziert. Die Symptome eines Mangels können sehr unterschiedlich und vielfältig sein. Dadurch können sie auf viele Erkrankungen hinweisen und sind nicht immer direkt mit einem Vitaminmangel in Verbindung zu bringen. Ein langanhaltender Vitaminmangel kann auch an der Entstehung von chronischen Erkrankungen, wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Infektanfälligkeit oder Schlafstörungen beteiligt sein. Gibt es sowas wie „zu viele Vitamine“? Julia Germann: Grundsätzlich lässt sich sagen, dass es ein "zu viel" oder einen "Überschuss" an Vitaminen gibt. Aber man muss deutlich zwischen den beiden Vitamin-Gruppen unterscheiden. Bei Wasserlöslichen nimmt der Körper nur so viel auf, wie er braucht, denn diese können bei einem Überschuss problemlos über die Niere ausgeschieden werden. Die Fettlöslichen werden dagegen in den Fettdepots des Körpers gespeichert. Vorteilhaft dabei ist, dass sie im Gegensatz zu den wasserlöslichen Vitaminen nicht täglich aufgenommen werden müssen. Durch die Speicherung dieser Vitamine kann es aber durch einen Überschuss zu Schäden im Körper kommen. So kann die überdosierte Aufnahme von Vitamin A zu Übelkeit, Kopfschmerzen aber auch Leberschäden führen. Diese


Titelthema

Symptome treten jedoch meist erst auf, wenn über einen langen Zeitraum eine sehr hohe Dosis an Vitaminen eingenommen wurde, dies ist über die normale Ernährung nicht möglich. Was eignet sich am besten als Vitaminbombe für die kalte Jahreszeit? Julia Germann: Um sich vor der Grippewelle im Winter zu schützen, ist es wichtig auf eine ausreichende Vitaminzufuhr zu achten. Viele Vitamine liefern zum Beispiel: • Großer grüner Salat mit Eiern, Käse, Paprika Karotten und Nüssen • ein deftiger Eintopf • Kürbis • Obst als Nachtisch (Obstsalat mit Nüssen)

Weihn

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Vitamin

Gute Vitaminquellen

Mangelerscheinungen, -erkrankungen

Vitamin A

Butter, Leber, Ei Karotten, Paprika, Spinat, Mango

Nachtblindheit, Austrocknung von Haut und Schleimhäuten

Vitamin D

Butter, Fisch, Pilze, Leber

Schwächung des Immunsystems, Rachitis

Vitamin E

Gemüse, Samenöle, grünes Blattgemüse

Sehr selten

Vitamin K

Grünblättriges Gemüse, Eigelb, Käse

Fehlende Blutgerinnung

Thiamin (B1)

Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Kartoffeln

Körperzittern, Gewichtsabnahme

Riboflavin (B2)

Milch, Innereien, Eiern, Nüsse, Samen, Fisch und Hefe

Entzündliche Hautveränderungen, Mundwinkelrhagaden

Pyridoxin (B6)

Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Kohl, Bananen

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Cobalamin (B12)

Fleisch, Fisch, Eier, Milch, Käse, Sanddorn

Anämie, Leistungsschwäche, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche

Vitamin C (Ascorbinsäure)

Speziell Zitrusfrüchte, Hagebutten, Kiwi, Tomaten, Kohl, Paprika

Schwäche, Abgeschlagenheit, Knochenschmerzen, gestörte Wundheilung & Immunabwehr

Niacin (B3)

Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte, Kaffee

Schleimhautveränderungen

Pantothensäure (B5)

Alle Lebensmittel

Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen

Folsäure (B11)

Grünes Blattgemüse, Kohl, Vollkornprodukte, Leber

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Biotin (B7)

Leber, Eigelb, Sojabohnen, Hülsenfrüchte, Milch

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Medizin erleben

21. NOVEMBER 2019

WELTPANKREASKREBSTAG

Prof. Dr. med. Marcel Binnebösel Chefarzt der Klinik für Allgemeinund Viszeralchirurgie Die Anzahl der neu diagnostizierten bösartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (sog. Pankreaskrebs) nimmt stetig zu und gehört bereits zu den drei häufigsten Krebstodesursachen in Deutschland. Die Erkrankung lässt sich schwer diagnostizieren und wird daher in den meisten Fällen erst spät entdeckt. Sind bereits andere Organe befallen, ist eine Heilung in der Regel nicht mehr möglich und die Lebenserwartung wird deutlich verschlechtert. Umso wichtiger ist es, die Erkrankung selbst, aber auch Vorstufen des Bauchspeicheldrüsenkrebs früh zu erkennen, abzuklären und zu behandeln. Eine besonders wichtige Bedeutung kommt der chirurgischen Entfernung des Krebsgeschwüres im Gesunden zu. Operationen an der Bauchspeicheldrüse gehören zu den komplexesten Eingriffen in der Viszeralchirurgie und erfordern ein erfahrenes und multidisziplinäres Behandlungsteam. Neben Chirurgen, Gastroenterologen und Onkologen gehören

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u.a. auch Anästhesisten, Intensivmediziner und Radiologen wie auch ein speziell geschultes Team aus Physiotherapeuten, Ernährungs- und Diabetesberatern mit zum Behandlungsteam. Die Entscheidung wann und wie eine Operation vorgenommen und in welcher Situation vor oder nach der Operation die Behandlung mit einer modernen Chemotherapie oder einer Bestrahlung kombiniert wird, wird in jedem Patientenfall individuell und den aktuellsten Forschungsergebnissen folgend entschieden. Die Wahrscheinlichkeit, an einem Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, hängt von bestimmten Risikofaktoren ab: Als gesicherter Risikofaktor gilt der Konsum von Tabakwaren. Starkes Übergewicht und eine Blutzuckererkrankung (Diabetes mellitus) wirken sich ebenfalls nachteilig aus. Die Bedeutung des Lebensstils und von Umweltfaktoren ist noch nicht eindeutig geklärt. Dennoch erkranken auch vollkommen gesund lebende Menschen, auf die die Risikofaktoren nicht zutreffen, am Bauchspeicheldrüsenkrebs.


Medizin erleben

Von links nach rechts: Prof. Dr. med. Heidemann, Friedhelm Möhlenbrock, Angela Bandeili (Neue Westfälische), PD Dr. med. Görner, Prof. Dr. med. Binnebösel

Friedhelm Möhlenbrock, 1. stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises der Pankreatektomierten (AdP e.V.)

Für Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse generell und insbesondere der Diagnose Pankreaskrebs ist grundsätzlich entscheidend, dass das Erkennen, sowie die Behandlung und Nachkontrolle in einem hochspezialisierten Team, fächerübergreifend (interdisziplinär) erfolgt, um bestmögliche Behandlungsergebnisse zu erhalten. Diese Maxime haben sich die beteiligten Ärztinnen und Ärzte des Klinikum Bielefeld gesetzt und ein Pankreaszentrum gegründet, um sich besonders stark im Kampf gegen eine der schlimmsten und aggressivsten Krebsarten zu machen.

und Viszeralchirurgie), Priv.-Doz. Dr. med. Martin Görner (Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin) sowie Prof. Dr. med. Jan Heidemann (Klinik für Gastroenterologie) hatten sich zum Ziel gesetzt, Laien und Experten an diesem Tag für die Erkrankung zu sensibilisieren, über das Erkennen des Bauchspeicheldrüsenkrebs aufzuklären und über aktuelle Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

Am 21.11.2019 fand der 6. Weltpankreaskrebstag (World Pancreatic Cancer Day) statt, zu dem das Klinikum Bielefeld gemeinsam mit dem Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V. ab 18 Uhr in den Seminarraum 2 einlud. Die Chefärzte Prof. Dr. med. Marcel Binnebösel (Klinik für Allgemein-

Auch hat Friedhelm Möhlenbrock, 1. stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises der Pankreatektomierten (AdP e.V.), einen Vortrag mit dem Thema „Aus Patientensicht: Was ist bei der Enzymsubstitution und beim Umgang mit Diabetes Typ 3c zu berücksichtigen?“ gehalten. Der AdP e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der durch die Deutsche Krebshilfe gefördert wird und in Kooperation mit dem Klinikum Bielefeld steht. Auf den nachfolgenden Seiten erklärt Friedhelm Möhlenbrock im Interview, wie eine Selbsthilfegruppe Betroffene unterstützen kann.

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Ein Interview mit Friedhelm Möhlenbrock 1. stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises der Pankreatektomierten

Hilfe durch Selbsthilfe Die Selbsthilfegruppe AdP e.V. - Bauchspeicheldrüsenerkrankte

Eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse wirkt sich gravierend auf das allgemeine Wohlbefinden der Betroffenen aus. Dies wissen vor allem Patientinnen und Patienten, die an der Bauchspeicheldrüse erkrankt sind. Im folgenden VisiteInterview erklärt Friedhelm Möhlenbrock, 1. stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises der Pankreatektomierten, wie eine Selbsthilfegruppe Betroffene unterstützen kann.

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Für wen ist Ihre Selbsthilfegruppe „Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP) e.V.“ der richtige Ansprechpartner? Die Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse gehören eher zu den seltenen Erkrankungen, die das Leben aber doch etwas aus der Bahn werfen können. Wir sind Ansprechpartner für die Betroffenen, aber auch für die Angehörigen, die für uns ebenso betroffen

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sind, wie die Patientin oder der Patient selbst. Gerade bei diesen Erkrankungen kann der Leidensdruck nach der Diagnose und Therapie bzw. Operation enorm hoch sein. Die Therapie oder OP ist das Eine, das Leben danach stellt aber nochmal eine andere Herausforderung dar, die man nur mit guten Informationen beherrschen kann. Da sind die Informationen von Betroffenen besonders wichtig, man nennt das die „Betroffenenkompetenz“. Nicht zuletzt wollen wir aber auch Ansprechpartner für die medizinischen Expertinnen und Experten und der Politik sein.

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Sie selbst leben schon 10 Jahre mit einer erkrankten Bauchspeicheldrüse. Was sollten Patientinnen und Patienten nach einer Operation besonders berücksichtigen? Zunächst ist es in meinen Augen sehr wichtig, die Erkrankung anzunehmen. Informationen fließen


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viele, die müssen sortiert werden, gut sortiert. Da ist „Dr. Google“ der denkbar schlechteste Partner. Man muss sein Umfeld möglichst gut einbinden, gerade da herrscht auch Unsicherheit, das darf man nicht vergessen. Evtl. ist es erforderlich, dass man Enzyme zu den Mahlzeiten benötigt und man den Blutzuckerzuckerspiegel selbst mit Insulin regulieren muss. Das Thema Enzyme ist dabei ein besonderes Problem, weil niemand sagen kann, wieviel Enzyme die Betroffenen jeweils benötigen. benötigt. Das muss jeder für sich herausfinden, einfach durch Probieren. Hat man das nicht im Griff, kann die Nahrung nicht verwertet werden, Resultat sind übelriechende Fettstühle, Blähungen und Gewichtsverlust. Wenn man dann aber den für sich richtigen Umgang mit den Enzymen herausgefunden hat, sind diese unschönen Nachteile zu beherrschen und die Lebensqualität steigt enorm.

Erkrankten, deshalb muss der Blutzucker öfter gemessen werden. Man muss Anzeichen einer Unterzuckerung erkennen und dann mit Traubenzucker und langen BE´s gegensteuern. Unterzuckerungen sind unbedingt zu vermeiden, die Erkennung muss erlernt werden. Die neuen Möglichkeiten der kontinuierlichen Blutzuckermessung sind dabei ein unglaublicher Gewinn. Die Geräte messen den Blutzucker automatisch in kurzen Abständen über einen Sensor und geben bei drohenden Unterzuckerungen, aber auch bei zu hohen Werten, Alarm.

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Wenn die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produziert, oder zu wenig, steigt der Blutzucker an und es muss selbst Insulin gespritzt werden. Man spricht dann vom Diabetes Mellitus Typ 3c, pankreopriven Diabetes. Das besondere daran ist, dass nicht nur das Insulin fehlt, sondern auch das Glukagon, der Gegenspieler des Insulins. Das Glukagon wird bei gesunden Menschen in der Bauchspeicheldrüse produziert, wenn der Betroffene in eine Unterzuckerung gerät. Das fehlt nun aber bei den

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Am 21. November ist der „Weltpankreaskrebstag“, an dem Sie sich in diesem Jahr unter anderem im Klinikum Bielefeld als Kooperationspartner vorgestellt haben. Was soll mit diesem Tag erreicht werden? Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist nach wie vor einer der aggressivsten Krebsarten. Leider gibt es immer noch keine Vorsorge, kein Laborwert, der auf diese Erkrankung hinweist. Lange Zeit kann ein Tumor wachsen, ohne erkannt zu werden, weil man keine Symptome entwickelt. Wenn man dann Probleme bemerkt, ist es oft zu spät, leider. Mit dem Weltpankreaskrebstag wollen wir weltweit auf diese Erkrankung hinweisen und die Menschen dafür sensibilisieren, es muss noch so viel getan werden. Es soll auch politisch Gehör finden, das ist mit solchen überregionalen, weltweiten Aktionen, die auch in den Medien gestreut werden, am besten zu schaffen.

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Am „Weltpankreaskrebstag“ gab es viele verschiedene Aktionen, bei denen mit lila Lichteffekten gearbeitet wurde. Was hat es damit auf sich? Die Motto-Farbe ist Lila. Es gibt zu diesem Tag verschiede Arten von Aktivitäten, z.B. Veranstaltungen mit Vorträgen. Aber auch die Illumination von öffentlichen Gebäuden mit lila Lichteffekten soll auf diesen Tag besonders hinweisen.

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Wie können interessierte Patientinnen und Patienten von der Arbeit des AdP profitieren? Eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse erfordert von den Betroffenen eine gewisse Disziplin ab, man muss sich selbst täglich kümmern. Das funktioniert umso besser, je besser man informiert ist. Da kommt dann der AdP e.V. ins Spiel. Wir versuchen die Betroffenen UND Angehörige gut zu unterstützen, mit unserer „Betroffenenkompetenz“, die mittlerweile über 40 Jahre gesammelt wurde. Dabei ist es aber auch wichtig, dass die Betroffenen selbst motiviert sind, sich um die Dinge zu kümmern. Das hört sich jetzt sehr kompliziert und aufwendig an, aber diese Dinge werden schnell in den Alltag eingebaut und gehen dann wie von selbst, völlig automatisiert von der Hand.

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Ihre Selbsthilfegruppe freut sich immer über neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Worum genau geht es bei Ihren Treffen und was können Interessierte, die neu in die

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Gruppe kommen möchten, bei Ihnen erwarten? Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind natürlich immer gerne willkommen! Betroffene genauso wie Angehörige! Unsere Treffen werden nach Wünschen der Mitglieder organisiert. Da es eine seltene Erkrankung ist, haben wir ein großes Einzugsgebiet und wir planen möglichst immer einen Expertenvortrag ein. Dabei kann es um die Diagnostik, die OP-Möglichkeiten oder Therapie aber auch um Themen wie Reha, Recht und Rente gehen. Es gibt immer genügend Zeit für Fragen an die Expertinnen und Experten und selbstverständlich steht danach immer der Austausch unter den Betroffenen im Vordergrund. 

Gruppentreffen der AdP e.V. Bauchspeicheldrüsenerkrankte: Regionalgruppe OWL-Bielefeld: • Halbjährliche Treffen in Bielefeld • Drei bis vier Treffen in Kliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen Genauere Zeit- und Ortsangaben sind bei Friedhelm Möhlenbrock, Matthias Erlenburg oder Dieter Prey erhältlich. Friedhelm Möhlenbrock Tel.: 0 57 07. 9 00 91 91 Fax: 0 57 07. 9 00 91 93 Düpestr. 5 32469 Petershagen E-Mail: AdP-Minden@web.de Dieter Prey Tel.: 0 52 09. 98 19 36 Fax: 0 52 09. 98 19 37 Asternweg 14 33659 Bielefeld E-Mail: dprey@t-online.de Matthias Erlenburg Tel.: 0 57 75. 9 66 57 47 Enge Str. 4 31603 Diepenau E-Mail: merlenburg@web.de www.adp-bonn.de


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Selbsthilfegruppen In sogenannten Selbsthilfegruppen treffen sich Gleichbetroffene, die sich gegenseitig bei der Bewältigung einer Erkrankung, schwierigen Lebenssituationen oder auch besonderen sozialen Lebenslagen unterstützen und motivieren. Sie haben Fragen zu Selbsthilfegruppen im Klinikum Bielefeld? Klinikum Bielefeld Patienten-Informations-Zentrum (PIZ), Selbsthilfebeauftragte Teutoburger Str. 50 33604 Bielefeld Tel.: 05 21. 5 81 - 22 77 E-Mail: piz@klinikumbielefeld.de Sie suchen eine Selbsthilfegruppe oder Sie möchten selbst eine Gruppe gründen? Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld Stapenhorststr. 5 33615 Bielefeld Tel.: 05 21. 9 64 06 - 96 E-Mail: selbsthilfe-bielefeld@paritaet-nrw.org Weitere Informationen zur Selbsthilfe und zu (Bielefelder) Selbsthilfegruppen finden Sie unter: www.selbsthilfenetz.de

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Knie-OP mit dem

ROBOTER ARM MAKO Stefanie Riesenberg Unternehmenskommunikation / Referentin Fundraising

Das Klinikum Bielefeld hat als erstes Krankenhaus in NRW und als eine der ersten Kliniken in Deutschland die roboterarmassistierte Operationstechnologie Mako® für KniegelenksersatzOperationen eingeführt. Seit Oktober 2018 setzt die Orthopädische Klinik am Standort Bielefeld Mitte unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Ludger Bernd das Gerät erfolgreich ein. Grund für die Anschaffung ist vor allem das Bestreben, die Patientinnen und Patienten stets nach den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft zu versorgen und die Zufriedenheit mit dem Ergebnis der Eingriffe zu erhöhen. Mako ist ein sehr präzises Instrument, das die komplexe Arbeit des Operateurs unterstützt, verbessert und verfeinert. Die Operateurin oder der Operateur führt den Eingriff jedoch selbst durch, sie/er steuert und bedient den Roboterarm. Dabei werden eine 22

bislang unerreichte chirurgische Flexibilität und ein präziserer und individuellerer Eingriff ermöglicht. Die Genesungszeit nach einer OP ist kürzer, postoperative Schmerzen verschwinden schneller und die Ergebnisse sind funktionell besser und langlebiger. Bislang wurden im Klinikum Bielefeld 271 roboterassistierte Kniegelenksimplantationen durchgeführt. Wir haben den Patienten Dieter Casper, 70 Jahre, während seines Aufenthaltes im Klinikum Bielefeld Mitte begleitet. Im Interview berichtet er von seinen Erfahrungen.


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Erfahrungsbericht eines Patienten

DIETER CASPER IM INTERVIEW ... vor der Operation Herr Casper, bitte berichten Sie uns doch einmal, welche Probleme Ihnen das linke Knie bereitet und warum nun eine Operation notwendig ist. Dieter Casper: Ich habe mittlerweile schon im Ruhezustand starke Schmerzen im Knie. Gerades Gehen ist leider nicht mehr möglich, mein Gangbild ist wackelig und ich bin im Alltag stark eingeschränkt. Wie lange haben Sie bereits Beschwerden und welche Beschwerden sind das? Dieter Casper: Ich habe schon im letzten Jahr ein neues Kniegelenk auf der rechten Seite erhalten. Auch das linke Knie schmerzt schon seit ca. einem Jahr, nur mit einem Knie musste ich ja anfangen und das rechte Knie war letztes Jahr das Schlimmere. Nun erfordern aber auch die Probleme auf der linken Seite einen Eingriff. Wie und an welchen Stellen sind Sie in Ihrem alltäglichen Leben eingeschränkt? Dieter Casper: Ich bin eingeschränkt bei Arbeiten

im Garten und beim Gassi gehen mit dem Hund. Längere Spaziergänge sind nicht mehr möglich. Warum haben Sie sich für die roboterarmassistierte Operationstechnologie Mako® entschieden? Dieter Casper: Ich habe alle Berichte über den Roboter Mako gelesen und nur Gutes gehört. Darüber hinaus vertraue ich auch Dr. Barkhausen*, der mich im letzten Jahr schon an dem anderen Knie operiert hat. Sie wurden im letzten Jahr auf konventionelle Weise am rechten Kniegelenk operiert. Wie ist die Operation verlaufen und wie haben Sie die ersten Wochen nach der OP damals erlebt? Dieter Casper: Das Knie, das letztes Jahr auf konventionelle Weise operiert wurde, hat nach der OP keine Schwierigkeiten gemacht. Ich hatte kaum Schmerzen, habe in der Reha voll mit gemacht und bin mit einem gesunden Knie wieder nach Hause gekommen. Von der bevorstehenden OP erhoffe ich mir das Gleiche.


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... nach der Operation Herr Casper, Sie haben den Eingriff nun hinter sich. Wie geht es Ihnen heute? Dieter Casper: Nach der OP sowie einer vierwöchigen Reha fühle ich mich sehr gut. Wie sind die ersten Tage nach der Operation verlaufen? Dieter Casper: Die ersten zwei Tage nach der OP waren nicht sehr angenehm, aber danach waren die Schmerzen weg. Bereits ca. vier Stunden nach der OP wurde ich vom Doc wieder auf die Beine gestellt. Alles ok. Haben Sie momentan noch Beschwerden oder Schmerzen? Wie mobil sind Sie zum jetzigen Zeitpunkt bereits wieder? Dieter Casper: Seither habe ich weder Schmerzen

noch andere Beschwerden. Inzwischen gehe ich auch wieder mit meinem Hund spazieren und kann auch leichte Gartenarbeiten wieder durchführen. Was sind für Sie nun die nächsten Schritte in der Behandlung? Dieter Casper: Für die nächste Zeit ist Muskelaufbau angesagt. Ansonsten habe ich im Alltag reichlich Fitness mit Hund, Haus und Garten. Auf welche Aktivitäten freuen Sie sich am meisten, wenn Ihr Kniegelenk wieder voll belastbar ist? Dieter Casper: Nun ist es an der Zeit, einmal an Urlaub zu denken. Ich möchte gerne mit meiner Frau und dem Hund im Wattenmeer laufen und schwimmen gehen.

EIN KOMMENTAR VOM MEDIZINER Dr. med. Christoph Barkhausen, Leitender Oberarzt, Mako zertifizierter Operateur und Dozent*, hat Herrn Casper operiert:

„Aus ärztlicher Sicht ist die Operation von Herrn Casper sehr gut verlaufen. Das Besondere an den Mako Operationen ist ja, dass jeder Eingriff eigens auf die Patientin oder den Patienten zugeschnitten ist. Anhand einer Computertomographie erstellt Mako vor der OP ein 3D-Modell des Kniegelenks, mit Hilfe dessen wir die Anatomie ganz genau analysieren und einen maßgeschneiderten OP-Plan erstellen können. Dieser OP-Plan konnte auch im Fall von Herrn Casper

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punktgenau erreicht werden. Das bedeutet, dass wir bereits vor dem ersten Schnitt das Ergebnis der OP genau vorwegnehmen und mit einer enorm hohen Präzision arbeiten. Herr Casper war schon kurz nach dem Eingriff wieder weitestgehend mobil und nach kurzer Zeit völlig schmerzfrei. Das deckt sich mit unseren Erfahrungen aus den mittlerweile 271 Kniegelenksimplantationen, die wir roboterarmassistiert durchgeführt haben. Die Patientinnen und Patienten haben weniger Schmerzen und eine schnellere Rehabilitation.“


Video-Übertragung einer Operation mit dem Roboterarm Mako®

MEDIZINISCHE INNOVATION LIVE Axel Dittmar Leiter Unternehmenskommunikation, Kliniksprecher, Marketing, Kommunikation Das Klinikum Bielefeld ist nicht nur das erste Krankenhaus in NRW und OWL, sondern auch eines der wenigen in Deutschland, das derzeit mit dem innovativen Roboterarm Mako® operiert. Seit Anschaffung des Mako® Roboterarms hat das Team um Chefarzt Prof. Dr. med. Bernd über 270 Patientinnen und Patienten mit Unterstützung der innovativen Technologie erfolgreich operiert. Diese Innovation einem ausgewählten Gästekreis zu präsentieren, hatte sich das Team der Unternehmenskommunikation in Person von Stefanie Riesenberg, verantwortlich für den Bereich Fundraising, zur Aufgabe gemacht. Gemeinsam mit Prof. Bernd und Dr. Christoph Barkhausen, dem Leitenden Oberarzt, entwickelte man die Idee, Teile einer Knieoperation, vom Sägen bis zum Einsatz eines Implantates, live in

einen Veranstaltungsraum zu übertragen, wo ein kleines, ausgewähltes Publikum das Geschehen auf der Leinwand mitverfolgen konnte. Eine LiveÜbertragung in dieser Größenordnung gehörte bislang noch nicht zu den Projekten, die im Klinikum Bielefeld durch die Unternehmenskommunikation organisiert wurden, weshalb man bei der Planung und Umsetzung eines technisch so anspruchsvollen Projektes von Null begann. Mit dem Team der Firma ams – Radio und MediaSolutions war auch ein langjähriger Partner mit an Board, mit dem man bereits die Übertragung einer Veranstaltung mit dem Mako® Roboterarm aus der Stadthalle Bielefeld ins Internet realisiert hatte. Mit Unterstützung der IT-Abteilung und der Technischen Abteilung des Klinikums wurden die richtigen Rahmenbedingungen für eine Übertragung geschaffen.

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Etwa 50 geladene Gäste hatten sich zur Veranstaltung am 13. November angemeldet. Michael Ackermann, Geschäftsführer des Klinikums Bielefeld, begrüßte die Gäste und übernahm es, in das Thema einzuführen und einen Bezug zu den bevorstehenden Herausforderungen des Klinikums als künftiger Teil der Medizinischen Fakultät herzustellen. Medizinische Innovationen seien für ein Gelingen des Projektes unerlässlich, so Ackermann. Seit November 2018 arbeitet die Klinik für Orthopädie im Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Bielefeld mit besonderer technischer Unterstützung. Prof. Dr. med. Ludger Bernd und sein Team nutzen für die Operationen beim Ersatz von Kniegelenken die Hilfe eines Roboterarms: Das Modell Mako® von der Firma Stryker, die Implantate, Instrumente und Systeme für den orthopädischen und chirurgischen Bereich herstellt. Durch die Arbeit mit einem Operationsroboter werden der orthopädischen Chirurgie neue Möglichkeiten eröffnet: Auf der Basis CT-basierter 3DModelle ermöglichen sie zielgenaue, auf den geplanten Bereich begrenzte Eingriffe – immer unter vollständiger Kontrolle der Operateurin oder des Operateurs und mit einer Präzision und Sicherheit, die mit herkömmlichen Instrumenten nicht erreichbar sind. Die Operateurin oder der Operateur kann Knieimplantate exakt an die individuelle Anatomie der Patienten anpassen und ausrichten. Patienten profitieren von einem minimalen Eingriff, einer schnelleren Erholung und einer einfacheren Physiotherapie. Die „Moderation“ der Kniegelenks-Operation übernahm Professor Bernd, der über einen „Knopf im Ohr“ mit dem OP und dem Operateur, Oberarzt Dr. med. Christoph Barkhausen, verbunden war. Dieser begrüßte die Gäste live aus dem Operationssaal, in dem die Patientin bereits für den Eingriff vorberei26

tet wurde, und stellte sein Team vor. Die Besucherinnen und Besucher wurden sowohl während der Live-Sequenzen aus dem OP als auch durch Vorträge im Vortragsraum Zeuge der präzisen und innovativen Funktionsweise des Mako®-Roboters: Zwischen den Live-Schaltungen in den Operationssaal erläuterte Professor Bernd, welchen Mehrwert der Roboterarm Mako® für die Arbeit der Orthopäden hat. Durch die Berechnungen des Systems kann der poröse Knochen millimetergenau abgetragen werden. Ein „Ausrutschen“, bei dem eine Sehne oder gesundes Knochengewebe verletzt werden könnte, ist unmöglich. Dies konnte Dr. Barkhausen demonstrieren, indem er versuchte, den Mako® entgegen der berechneten Schnittfläche zu bewegen – keine Chance! Der Roboterarm weicht keinen Millimeter von seiner berechneten Bewegung ab – lediglich, um sich neu zu adjustieren, sollte das Knie seine Position verändern. Nach Beendigung der Live-Übertragung gab es die Möglichkeit, Fragen an Prof. Bernd und Herrn Ackermann zu stellen – aber auch das OP-Team ließ es sich nicht nehmen, nach erfolgreichem Abschluss der Operation im Veranstaltungsraum zu erscheinen, um sich mit den Gästen auszutauschen. Die Gäste gingen begeistert und mit der Erkenntnis nach Hause, dass im Klinikum Bielefeld moderne Technologien zum Einsatz kommen, die den Patientinnen und Patienten unmittelbar zu Gute kommen. 

ANSPRECHPARTNERIN Stefanie Riesenberg Unternehmenskommunikation Referentin Fundraising Tel.: 05 21. 5 81 - 20 82 E-Mail: stefanie.riesenberg@klinikumbielefeld.de


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Der Begriff Hämostyptikum (Einzahl) bzw. Hämostyptika (Mehrzahl) kommt aus dem Griechischen, setzt sich aus „αίμα“ (Blut) und „στάσις“ (Stillung) zusammen und bedeutet so viel wie „Blut-Stillung“, also Substanzen und Medikamente, die Blutungen zum Stillstand bringen. Heute verstehen wir darunter feste, flüssige oder gelartige Produkte, welche zum Beispiel im Operationssaal verwendet werden, um Blutungen zu reduzieren, zu stoppen oder ihnen vorzubeugen.

Geschichte der Hämostyptika Interessant ist zunächst die Historie dieser Substanzen. Bereits im Altertum war die blutstillende Wirkung verschiedener Naturstoffe bekannt. So zum Beispiel die Sporen des Bovist Pilzes. Sie haben einen Durchmesser von 3 bis 4 Mikrometern und insge-

samt eine sehr große Oberfläche. So wird die Anlagerung von Blutplättchen und damit der Blutgerinnung begünstigt. Noch heute erinnern historische Gefäße in Apotheken mit der Aufschrift „Fungus chirurgor“ an diesen „Chirurgen-Pilz“. Die Heilkunst hatte von Anfang an immer auch etwas mit „Aberglaube“ zu tun. So empfahl man 1687 zur Blutstillung noch ein „blutstillendes Pulver aus Blut von jungen Menschen, jungen Schafen und aus im Monat Mai gesammelten und getrockneten grünen Fröschen“. Später wurden Säuren (u.a. Ameisensäure, Uronsäure, Schwefelsäure) oder deren Salze verwendet, die das Gewebe verätzten und so blutstillende Wirkung erzielen konnten. Historische blutstillende pflanzliche Mittel, welche heute noch verwendet werden, sind wässrige oder alkoholische Extrakte (Blätter, Rinde, Zweige) aus der Zaubernuss. Sie wurden bereits von den Ureinwohnern Nordamerikas benutzt.


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Die sogenannten Hametum Produkte werden als Tropfen, Salben und Cremes noch heute vertrieben und bei leichten Blutungen und Verletzungen in der „Hausapotheke“ verwendet. Noch später wurde die blutstillende Wirkung von Zellulose (z.B. Algen, Zeitungspapier) entdeckt. Zellulose wird in medizinisch aufbereiteter Form auch heute noch zur Blutstillung verwendet.

Hämostyptika im Militär Anders als im zivilen Leben ist die häufigste Todesursache im Kriegsgefecht das „Verbluten“. Im Krieg steht in der Akutsituation – heißt, an der Front – erst einmal keine sofortige medizinische Versorgung zur Verfügung. Erste Hilfe durch Kameradinnen und Kameraden, erste „eigene“ Hilfe und die Hoffnung auf einen schnellen Transport in ein „Lazarett“, sind dort die Devise. Deswegen hat das Militär sogenannte „Woundpacks“ entwickelt, welche die Soldatinnen und Soldaten immer bei sich tragen und im Falle der Verwundung sich selbst, einer Kameradin oder einem Kamerad auf eine blutende Wunde aufbringen können. Die „Woundpacks“ entwickeln durch „Exotherme Reaktionen“ Temperaturen von bis zu 140 Grad. Ihre Inhaltsstoffe lassen sich folgenden Gruppen zuordnen: • Mineralien (auch vulkanischen Ursprungs) • Salze • Zeolithe (mit großer Oberfläche) • Kaoline (Porzellanerde) • Chitin (Polysaccharid) und Chitosan (Polyaminosaccharid) • Baumwolle • Blutgerinnungsfaktoren in Trockensubstanz Den modernen Woundpacks ist gemeinsam, dass sie sehr wirksam, aber auch sehr nebenwirkungsreich (Verbrennungen, Embolien) und auch sehr teuer sind. Von der Forschung und Entwicklung in diesem Bereich profitierte auch die zivile Pharmabranche.

Heutige Hämostyptika Blutungen im Operationssaal und Nachblutungen sollten im Zeitalter der „Schlüssellochchirurgie“ und mit dem Fortschritt der Instrumente und Techniken eigentlich immer seltener werden, sie werden aber im Gegenteil immer häufiger. Dies liegt daran, dass die Patientinnen und Patienten immer älter werden und die chirurgische Behandlung, auch von schwierigen Tumorerkrankungen, immer häufiger wird. Es liegt aber auch daran, dass viele Patienten heute eine Vielzahl von Blutverdünnern einnehmen, nicht selten auch in zu hohen Dosierungen, bis hin zur „Vergiftung“ durch diese Medikamente. Die heute verwendeten Hämostyptika lassen sich in 3 Klassen – mit steigender Wirksamkeit (und Preis) – einteilen: • Zellulosebasierte Hämostyptika • Kollagenbasierte Hämostyptika mit und ohne Blutgerinnungsfaktoren • Gerinnungsfaktorenbasierte Hämostyptika Die Anwendung von Hämostyptika im Operationssaal bei stark blutenden Patientinnen und Patienten reiht sich ein in eine ganze Reihe von Maßnahmen. Unter Umständen muss Blut oder Blutbestandteile – z.B. Eiweiße, die für die Blutgerinnung zuständig sind oder Blutplättchen – ersetzt werden. Die Patientin oder der Patient muss oft gewärmt werden, da die natürliche Blutgerinnung nur bei normaler Körpertemperatur funktioniert. Bei „Vergiftung“ der Patientin oder des Patienten mit Blutverdünnern müssen „Gegengifte“ (sog. Antidota) verabreicht werden. Dann muss die Chirurgin oder der Chirurg ein offenes Blutgefäß durch Naht oder Clip verschließen oder „umstechen“. Mit Ultraschall oder Hitze können kleinere Blutungen verschorft werden. Flankierend dazu und auch um ein Wiederauftreten einer Blutung zu verhindern, werden heute Hämostyptika eingesetzt. Hämatostyptika werden auch in sehr verletzlichen Körperbereichen eingesetzt, in denen äußerst vorsichtig mit Hitze umgegangen werden muss, um das Gewebe nicht zu schädigen – zum Beispiel an der Oberfläche der Bauchspeicheldrüse und an der Luftröhre. Sie werden auch in schlecht zugänglichen Körperhöhlen eingesetzt oder bei Gewebe, welches sehr brüchig und schwierig zu nähen ist (z.B. Milz, Leber). 29


Gesundheit & Wohlbefinden

STRESSABBAU durch Entspannung

Harald Künstler (Leitung Physiotherapie), Silja Ritzinger

Stress ist eine natürliche und lebensnotwendige Reaktion des menschlichen Körpers. Wenn man sich in einer Gefahrensituation befindet, werden Stresshormone wie Adrenalin, Dopamin und Cortisol ausgeschüttet. Diese Hormone setzen Energiereserven frei, die unseren Vorfahren das Überleben sicherten, beispielsweise auf der Flucht vor einem Raubtier oder in einem Kampf. Heutzutage sorgen etliche Ursachen wie der Leistungsdruck, die ständige Erreichbarkeit durch die Digitalisierung, Zukunftsängste, Umweltbelastungen, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel für Stress. Dies wird zum Problem, wenn die freigesetzten Energiereserven nicht in Form von Bewegung abgebaut werden und eine Person permanent unter Stress steht. Folgen von aufgestautem Stress können unter anderem Schlafstörungen, Bluthochdruck und Verspannungen sein. Außerdem steigt das Risiko für organische und psychische Erkrankungen. Daher ist es wichtig, den Stress abzubauen und sich regelmäßig zu entspannen. Einige dafür geeignete Methoden werden folgend vorgestellt.

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Gesundheit & Wohlbefinden

METHODEN zum Entspannen Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen:

Der amerikanische Physiologe Edmund Jacobsen (1885 - 1976) hat diese Methode mit dem Ziel entwickelt, anhaltenden Stress zu lösen. Bestimmte Muskelgruppen werden nacheinander gezielt kräftig angespannt und nach wenigen Sekunden wieder langsam entspannt. Dadurch entsteht eine tiefgehende Relaxation (Entspannung). In der Phase der Anspannung werden die Muskeln kurzzeitig stark durchblutet. Bei der darauffolgenden Entspannung empfindet man deshalb eine angenehme Wärme in den entsprechenden Körperpartien. Die Methode fördert die Körperwahrnehmung und hilft bei Stress, Verspannungen, Schlafstörungen, Nervosität, Angstzuständen und Schmerzkrankheiten. Ein Vorteil ist außerdem, dass die Progressive Muskelentspannung leicht zu erlernen ist.

Autogenes Training:

Bei dieser Methode sollen die Prozesse des vegetativen Nervensystems willentlich beeinflusst werden. Dieses arbeitet im Normalfall eigenständig und unbewusst. Dazu gehören die Atmung, der Herzschlag, Verdauungstätigkeiten und der Blutdruck. Mit Gedanken lassen sich Nervenimpulse initiieren, die wiederum körperliche Vorgänge beeinflussen können. Das Wissen über diesen Zusammenhang wird bei dem Autogenen Training genutzt. Mithilfe diverser

Techniken erreicht man einen hypnotischen Bewusstseinszustand. Es gibt beispielsweise Übungen, bei denen man sich wiederholt vorstellt, dass bestimmte Körperteile schwer werden und sich dadurch entspannen oder, dass bestimmte Körperteile warm werden und dadurch stärker durchblutet werden. Das Autogene Training soll den Körper und Geist beruhigen und die Konzentrationsfähigkeit steigern. Neben dem allgemeinen Stressabbau kann es bei psychischen Störungen helfen. Allerdings braucht es einige Zeit und Übung, um diese Entspannungsmethode zu erlernen.

Atemtherapie:

Der Atemprozess wird in der Regel vom vegetativen Nervensystem gesteuert und läuft unbewusst ab. Bei Stress atmen Menschen häufig flach und können dadurch nicht genug Sauerstoff aufnehmen. Teil der Atemtherapie ist bewusstes, langsames Einund Ausatmen, welches eine Verbindung zwischen Psyche und Atem schaffen soll. Die Fokussierung auf die Atmung hat zur Folge, dass sich der Körper entspannt und ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Sie steigert außerdem die Vitalität, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden. Die Atemtherapie wird bei Stress, Atemwegserkrankungen, Depressionen und nach Operationen im Brustbereich empfohlen bzw. eingesetzt.

Yoga:

Wörtlich übersetzt bedeutet Yoga „Einheit“ und hat zum Ziel, den Körper, den Geist und die Seele in Einklang zu bringen sowie einen Zustand tiefer Ruhe hervorzurufen. Verspannungen und Stress können sich dabei lösen. Die bekannteste Form des Yogas ist das „Hatha-Yoga“. Dabei werden dehnende, teils kräftigende Körperübungen mit Atemund Entspannungsübungen kombiniert.

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Gesundheit & Wohlbefinden

Qi Gong:

Die chinesische Bewegungskunst Qi Gong hat die ganzheitliche Förderung der Gesundheit zum Ziel. In China wird sie vor allem von älteren Menschen praktiziert. Mithilfe der langsamen und fließenden Übungen findet man innere Ruhe. Der Fluss der Lebensenergien (Qi) wird durch eine Kombination aus verschiedenen Atem-, Bewegungs- und Meditationsübungen verbessert. Qi Gong eignet sich für jedes Alter und erfordert keine sportliche Begabung oder Beweglichkeit.

Tai Chi Chuan:

Die Kampfkunst aus China wird auch als Tajiquan, Tai Chi oder Schattenboxen bezeichnet. Sie ist dynamischer und schneller als Qi Gong und wird in China meist von jungen Menschen praktiziert. Der Körper und die Seele sollen bei den Übungen ins Gleichgewicht kommen und sich entspannen. Die Bewegungsabläufe zielen darauf ab, die Gelenke und Muskulatur in eine optimale Stellung zu bringen, sodass eine gute Körperstatik entsteht. Für einen Laien sind die Unterschiede zum Qi Gong dabei kaum erkennbar.

Für alle vorgestellten Methoden gilt:

Man sollte sie in einem professionell geleiteten Kurs lernen und vorerst angeleitet praktizieren. Danach können die Übungen auch alleine zu Hause ausgeübt werden. Als Teil der Gesundheitsförderung werden die Kosten teilweise von Krankenkassen getragen.

Weitere Entspannungs-Möglichkeiten finden Sie auf der nachfolgenden Seite 32


Gesundheit & Wohlbefinden

Etwas basteln, malen – kreativ sein: In vielen Buchhandlungen gibt es mittlerweile Mandalas für Erwachsene, die dabei helfen sollen, sich mental zu entspannen.

Ein Spaziergang an der frischen Luft regt die Muskulatur an und kann dabei helfen, den Kopf frei zu bekommen.

Ein Buch lesen oder Musik hören bringt uns auf andere Gedanken.

Ein Gang in die Sauna oder ein heißes Bad wirkt sich besonders erholsam auf den Körper aus.

Wer Spaß am Kochen oder Backen hat, wird erleben, dass dies von den Problemen des Alltags ablenkt und gutes Essen immer die Stimmung heben kann.

Wer aufgestaute Energie loswerden muss, sollte dies beim Sport tun – entweder der Lieblingssportart nachgehen oder einfach mal etwas Neues ausprobieren!

Eine Massage wirkt wohltuend auf Körper und Geist: Die Muskeln entspannen sich und man kann den Gedanken freien Lauf lassen.

Auch Meditation kann helfen, den Körper mit dem Geist in Einklang zu bringen.

Eine Mütze voll Schlaf löst innere Anspannung und man kann erholt der nächsten Herausforderung entgegentreten. 33


Gesundheit & Wohlbefinden

„Aktiv gegen Krebs“ Spendengelder ermöglichen

Kochkurs für Patientinnen mit gynäkologischen Krebserkrankungen

von Nicole Depenbrock

Die im Juni 2019 bei der alljährlichen Veranstaltung „Aktiv gegen Krebs – Laufen für das Leben“ am Klinikum Bielefeld Mitte gesammelten Spenden kamen in diesem Jahr einem speziellen Kochkurs zu Gute. Denn nicht nur Bewegung kann sich positiv auf Krebserkrankungen auswirken, sondern auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Krankheit. Darum wurde Geld gesammelt, um für Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen einen Kochkurs in der Hedwig Dornbusch Schule verwirklichen zu können. Die Hedwig Dornbusch Schule (HDS) ist eine Familienbildungsstätte in Bielefeld Schildesche mit einem großen Kursangebot für Kinder, Familien, Sport- und Gesundheitsinteressierte. So beinhaltet das Programm der Hedwig Dornbusch Schule auch Kochkurse mit unterschiedlichen Inhalten. Das Team des gynäkologischen Krebszentrums im Klinikum Bielefeld Mitte unter der Leitung von Prof. Dr. med. Werner Bader hatte die Idee, den Patientinnen einen speziell für sie konzipierten Kochkurs anzubieten. Frau Balkenohl, pädagogische Mitarbeiterin der HDS und Lehrerin für Ernährung/Hauswirtschaft, entwickelte daraufhin ein Konzept für einen Kochkurs mit dem Schwerpunkt „Stärkung des Immunsystems“. Durch die Spendengelder konnten und können gynäkologische Krebspatientinnen

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kostenfrei an diesen Kochkursen teilnehmen. Die Patientinnen im gynäkologischen Krebszentrum, im Brustzentrum, in onkologischen Bereichen des Klinikums und in der Onkologischen Schwerpunktpraxis in Bielefeld wurden über dieses neue Angebot informiert. Aber auch die Mund-zuMund-Propaganda über Selbsthilfegruppen funktionierte gut. Die Nachfrage war recht groß und so war der erste angebotene Kurs im Nu ausgebucht. Am Montag, dem 23.09.2019 fanden sich um 17 Uhr dreizehn angemeldete Frauen in der Küche der HDS ein. Als Vertreterin des gynäkologischen Krebszentrums nahm auch Frau Dr. Wiebke Scharf am Kochkurs teil. Frau Balkenohl, die den Kochkurs leitet und das Konzept ausgearbeitet hat, hatte schon eingekauft und alles vorbereitet. Die Teilnehmerinnen hatten ganz unterschiedliche Vorkenntnisse zur immunstärkenden Ernährung. Darum startete der Kurs mit einer theoretischen Einführung über den gesundheitlichen Nutzen pflanzlicher Ernährung und ihrer antikanzerogenen (können die Entstehung von Krebs verhindern oder zumindest hinauszögern) sowie immunstärkenden Wirkung. Es wurden die in dieser Hinsicht positiven Eigenschaften der „sekundären Pflanzen­stoffe“ hervorgehoben. Diese Stoffe bilden Obst und Gemüse eigentlich zu ihrem eigenen Schutz, ihnen wird aber zugeschrieben, dass sie beim Menschen eine positive gesundheitliche Wirkung haben. Bereits während der Vorstellungsrunde und der Besprechung der Rezepte zeigte sich das große Interesse der Teilnehmerinnen und jede fand schnell das Rezept, welches sie gerne ausprobieren wollte. Beim gemeinsamen Kochen und Probieren in der großen Lehrküche der HDS kamen die Frauen schnell miteinander ins Gespräch, lernten sich kennen und es herrschte schon bald vertraute lockere Atmosphäre. Die Stimmung war fröhlich und es wurde viel gelacht. Nach getaner Arbeit wurden die insgesamt neun gekochten Gerichte von den Teilnehmerinnen in Buffetform angerichtet, so dass man sich selber an den Leckereien bedienen konnte. Alle Gerichte kamen bei den Teilnehmerinnen gut an. Die vier Kursstunden vergingen wie im Flug. Auch das anschließende Aufräumen und Abspülen tat der Stimmung keinen Abbruch, es lief quasi nebenbei. Der Austausch untereinander ging dabei munter weiter. Frau Dr. Scharf war bis zum Ende dabei, kochte tatkräftig mit und hatte sehr viel Spaß dabei: „Ich habe den Kochkurs als sehr positives

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Kochkurs für Patientinnen mit gynäkologischen Krebserkrankungen, Neue Termine 2020

• Donnerstag, 26. März 2020 • Montag, 11. Mai 2020 • Donnerstag, 04. Juni 2020 Weitere Termine sind in der Planung. Der Kurs findet jeweils von 17:00 bis 20:45 Uhr in der Küche der Hedwig DornbuschSchule e.V. in Schildesche statt. Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Bei Interesse am Kochkurs melden Sie sich bitte bei: Klinikum Bielefeld Mitte Unternehmenskommunikation Sandra Knicker Tel.: 05 21. 5 81 - 22 77 E-Mail: info@klinikumbielefeld.de

Erlebnis wahrgenommen: eine Verknüpfung aus Information und Erlebnis, aus vergnügtem Miteinander weit weg von der Klinik und Krankheit und dennoch der Möglichkeit, sich beiläufig über Themen zu der Krankheit auszutauschen.“ Genauso erfreut äußerte sich Frau Balkenohl zu der Veranstaltung: „Der Kurs war auch für mich im ganz positiven Sinne eine neue Erfahrung, so dass ich mich schon auf die nächsten Termine in 2020 freue.“ Da die Zutaten zu den Rezepten überwiegend gut zu besorgen sind und die Zubereitung unkompliziert ist, können sie relativ leicht in den heimischen Speiseplan übernommen werden. Auf Empfehlung von Frau Balkenohl und Frau Dr. Scharf finden Sie hier zwei Rezepte zum Nachkochen. Das „Rosenkohl-Zwiebel-Blech“ als Backofengericht mit einem Topping aus gehackten Walnüssen und Granatapfelkernen und das „Grüne Erbsen Hummus“.

Wir wünschen viel Spaß beim Kochen und einen gesunden Appetit!

Kontakt

Gynäkologisches Krebszentrum Klinikum Bielefeld Mitte Teutoburger Str. 50 33604 Bielefeld Leitung Prof. Dr. med. Werner Bader, Chefarzt des Zentrums für Frauenheilkunde Zentrumskoordination Dr. med. Wiebke Scharf, Fachärztin im Zentrum für Frauenheilkunde Termine nach Vereinbarung Tel.: 05 21. 5 81 - 32 71


Gesundheit & Wohlbefinden

Rosenkohl-Zwiebel-Blech Zutaten für 4 Personen: 1 kg Rosenkohl ca. 300 g (Gemüse-) Zwiebel 4 EL Olivenöl Salz Pfeffer aus der Mühle 250 g blaue, kernlose Weintrauben 50 g Walnusskerne 1 Granatapfel 125 ml Granatapfelsaft 1 EL milder Senf (z.B. Honig- oder Feigensenf)

Grünes Erbsen Hummus Zutaten für 4 Personen: 300 g TK-Erbsen Salz 1-2 Knoblauchzehen ½ Bund glatte Petersilie 3-4 EL Zitronensaft 1 TL abgeriebene Zitronenschale 2 EL Tahin (Sesammus) 1 TL gemahlener Kreuzkümmel (Cumin) 1 Prise Cayennepfeffer oder Paprika rosenscharf etwas Olivenöl zum Beträufeln Zubereitung: Erbsen in 2 l Salzwasser lt. Packungsangabe weich kochen. Auf einem Sieb abgießen, kalt abspülen und abtropfen lassen. Knoblauch schälen, Petersilie waschen, trockenschütteln, Blättchen abzupfen. Alles in einen hohen Mixbecher füllen; Zitronensaft und -schalenabrieb, Tahin, Kreuzkümmel und Cayennepfeffer zugeben und mischen. Mit dem Pürierstab unter Zugabe von 1-3 EL kaltem Wasser pürieren bis das Hummus cremig ist. Zum Anrichten in eine Schale füllen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Quelle: Weber, Anne Kathrin. 2014 Schrot&Korn 7/2014 Aschaffenburg: bio verlag gmbh

Zubereitung: Den Rosenkohl putzen und waschen. Große Köpfe halbieren, bei den übrigen Rosenkohlköpfchen den Strunk kreuzförmig einschneiden. Den Backofen vorheizen auf 200°C. Zwiebel abziehen und in zentimetergroße Würfel schneiden. Rosenkohl mit Zwiebelwürfeln und Öl in einer Schüssel mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Trauben waschen, abtropfen lassen und von den Stielen zupfen. Die Walnusskerne auf ein tiefes Backblech geben und im heißen Ofen (Mitte) ca. 5 Minuten rösten, dabei einmal wenden. Vom Blech nehmen und abkühlen lassen. Rosenkohl-Zwiebel-Gemüse auf dem Blech verteilen. Im Ofen (Mitte) 25 Minuten backen, dabei zwischendurch einmal wenden. Kerne aus dem Granatapfel herauslösen. Den Granatapfelsaft mit dem Senf verrühren. Die abgekühlten Walnüsse grob hacken. Trauben und Granatapfel-Senf-Mischung mit auf das Backblech geben und alles weitere 10 Minuten backen. Das fertige Gemüsegericht mit Granatapfelkernen und Nüssen bestreuen und servieren. Zubereitungszeit: 1 Std. 10 Minuten Dazu passt z.B. Hirse oder Kartoffelpüree u./o. Bratlinge aus Vollkorngetreide oder Hülsenfrüchten. Wer mag, gibt noch Flocken von Ziegen- oder Schafskäse über das Gericht. Quelle: Eggers, Volker. 2017. GU Küchenratgeber, 1 Blech 50, Rezepte München: Gräfe und Unzer (Das Rezept ist kursgerecht aufgearbeitet und ergänzt von Frau Balkenohl.)

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VERANSTALTUNGEN

KREISSSAALFÜHRUNGEN Veranstaltungsort Klinikum Bielefeld Mitte - Ebene 12 Bei der Besichtigung von Babytown werden Kreißsaal, Wochenbettstation und die Kinderzimmer vorgestellt. Danach gibt es die Möglichkeit Fragen an die Ärztin und die Hebammen zu stellen. Interessierte treffen sich in der 12. Etage (Babytown) des Klinikums Bielefeld Mitte - direkt vor dem Kreißsaal. Dienstag, 17. Dezember 2019, 19.00 Uhr Dienstag, 21. Januar 2020, 19.00 Uhr Mittwoch, 05. Februar 2020, 18.00 Uhr Dienstag, 18. Februar 2020, 19.00 Uhr Mittwoch, 04. März 2020, 18.00 Uhr Dienstag, 17. März 2020, 19.00 Uhr Mittwoch, 01. April 2020, 18.00 Uhr Dienstag, 21. April 2020, 19.00 Uhr Mittwoch, 06. Mai 2020, 18.00 Uhr Dienstag, 19. Mai 2020, 19.00 Uhr Mittwoch, 03. Juni 2020, 18.00 Uhr Dienstag, 16. Juni 2020, 19.00 Uhr

IM KL INI KU M BIE LEF ELD MI T TE Eintritt: kostenfrei Einlass: ab 17:30 Uhr Veranstaltungsort: Klinikum Bielefeld Mitte, Teutoburger Str. 50, 33604 Bielefeld, Seminarraum 2, Ebene E, Flur hinter der Information

NEUES UND WISSENSWERTES ÜBER DIE SCHULTER Mittwoch, 26. Februar 2020 um 18.00 Uhr Referent Prof. Dr. med. Ludger Bernd Chefarzt der Orthopädischen Klinik

Referent Dr. med. Jerome Abraha Oberarzt der Orthopädischen Klinik

Referent Kenan Aktepe Oberarzt der Orthopädischen Klinik

Mittwoch, 01. Juli 2020, 18.00 Uhr Dienstag, 21. Juli 2020, 19.00 Uhr Mittwoch, 05. August 2020, 18.00 Uhr Dienstag, 18. August 2020, 19.00 Uhr

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Alle Veranstaltungen finden Sie unter: www.klinikumbielefeld.de/Veranstaltungen-NewsRoom.html


VERANSTALTUNGEN

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IM KLINIKUM BIELEFELD MIT TE DARMKREBSMONAT MÄRZ: ES GIBT KEIN ZU JUNG FÜR DARMKREBS Mittwoch, 25. März 2020 um 18.00 Uhr Referent Prof. Dr. Dr. med. Mathias Löhnert Chefarzt der Klinik für Allgemeinchirurgie und Koloproktologie

In Kooperation mit dem Proktologen-Stammtisch Bielefeld.

ÖH E IM KLI NIK UM BIE LEF ELD RO SE NH Eintritt: kostenfrei Einlass: ab 17:30 Uhr Veranstaltungsort: Klinikum Bielefeld Rosenhöhe, An der Rosen­höhe 27, 33647 Bielefeld, Großer Konferenzraum im 1.UG

NEUES ZUM THEMA BRUSTKREBS Mittwoch, 27. Mai 2020 um 18.00 Uhr Referentin Dr. med. Angelika Cervelli Leiterin des Brustzentrums Bielefeld

DER ALTE MENSCH UND DAS ÜBERRASCHENDE SYMPTOM – UNTYPISCHE BESCHWERDEN, NICHT NUR VOR WEIHNACHTEN Mittwoch, 11. Dezember 2019 um 18.00 Uhr Referent Dr. med. Wolfgang SchmidtBarzynski Chefarzt der Geriatrischen Klinik

TABU THEMA INKONTINENZ – WELCHEN EINFLUSS HABEN DIE WECHSELJAHRE UND DARF MAN ÜBERHAUPT NOCH HORMONE EINNEHMEN? Mittwoch, 24. Juni 2020 um 18.00 Uhr Referent Prof. Dr. med. Werner Bader Chefarzt des Zentrums für Frauenheilkunde

NEUER HÜFTSCHWUNG, ENDOPROTHETISCHE VERSORGUNG DES FORTGESCHRITTENEN HÜFTGELENKVERSCHLEISSES Mittwoch, 08. Januar 2020 um 18.00 Uhr Referent Dr. med. Mark Schildknecht Leitender Arzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie

Alle Veranstaltungen finden Sie unter: www.klinikumbielefeld.de/Veranstaltungen-NewsRoom.html

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VERANSTALTUNGEN

ÖH E IM KLI NIK UM BIE LEF ELD RO SE NH Eintritt: kostenfrei Einlass: ab 17:30 Uhr Veranstaltungsort: Klinikum Bielefeld Rosenhöhe, An der Rosen­höhe 27, 33647 Bielefeld, Großer Konferenzraum im 1.UG

Eintritt: kostenfrei Einlass: ab 17:30 Uhr Veranstaltungsort: Klinikum Halle (Westf.) Winnebrockstr. 1, 33790 Halle (Westf.) Cafeteria im EG

ALTER > 50 JAHRE KANN RHEUMA BLIND MACHEN?

VERLETZUNGEN DES SCHULTERGÜRTELS

Mittwoch, 12. Februar 2020 um 18.00 Uhr Referent Prof. Dr. med. Martin Rudwaleit Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Rheumatologie

STECHER, BEISSER, BLUTSAUGER – REAKTIONEN AUF INSEKTEN ERKENNEN UND BEHANDELN Mittwoch, 08. April 2020 um 18.00 Uhr Referentin Gertrud Grundmann Oberärztin der Hautklinik

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IM KL INI KU M HA LLE (W ES TF. )

Dienstag, 07. Januar 2020 um 18.00 Uhr Referent Dr. med. Michael Thiemann Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie

ABSCHIEDSVORTRAG: PLÄDOYER FÜR DAS KLEINE KRANKENHAUS Dienstag, 04. Februar 2020 um 18.00 Uhr Referent Dr. med. Michael Hanraths Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Geriatrie

Alle Veranstaltungen finden Sie unter: www.klinikumbielefeld.de/Veranstaltungen-NewsRoom.html


DIE GESUNDE HEISSE SCHOKOLADE Ja das geht! für 4 Personen | für Genießer

Zutaten

1 Liter fettarme (Pflanzen-)Milch, 4 EL ungesüßtes, organisches Kakaopulver, 8 Stück rohe Schokolade oder Schokolade ab einem Kakaoanteil von mindestens 80%, 2 TL Zimt, 1 – 2 TL Agavendicksaft oder Honig, optional etwas Chili

Zubereitung

FRUCHTIGER PUNSCH Stimmungsheber und Muntermacher im Winter

Die Milch in einen Topf geben und erhitzen, sie soll dabei nicht aufkochen. Die Milch vom Herd nehmen und die Schokoladenstücke hinzufügen. Solange mit einem Schneebesen rühren bis sich die Schokolade vollständig aufgelöst hat. Anschließend das Kakaopulver und den Zimt unterrühren. Je nach Geschmack mit Agavendicksaft oder Honig süßen. Für den besonderen Kick das Heißgetränk mit etwas Chili würzen.

für 4 Personen | einfach und schnell

Zutaten

½ Liter Apfelsaft, ½ Liter roter Traubensaft, 1 Stange Zimt, 3 Nelken, 1 unbehandelte Orange

Zubereitung

Apfelsaft, Traubensaft, Zimtstange und die Nelken in einen hohen Topf geben und erhitzen. Die Orange aufschneiden, auspressen und die Schale in acht gleiche Stücke schneiden. Wenn der Punsch anfängt zu kochen, den Herd ausschalten und die Orangenschalen hinzufügen. Den Topf auf der Herdplatte stehen lassen und den Inhalt etwa zehn Minuten ziehen lassen. Zuletzt die Orangenschalen, die Zimtstange und die Nelken herausnehmen. Den frischen Orangensaft in den fertigen Punsch einrühren. Warm oder kalt genießen!

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Service

Kürbis-Kartoffel-Eintopf

zumAufwärmen

für 4 Personen | vegetarisch

Zutaten

Zubereitung

½ kg festkochende Kartoffeln 600 g Hokkaido-Kürbis 4 Zwiebeln 2 rote Chilischoten 300 g grüne Bohnen 4 EL Öl 1,6 L Gemüsebrühe 5 Stiele glatte Petersilie Salz Pfeffer 60 g Haselnusskerne 100 g Granatapfelkerne

Die Kartoffeln schälen, den Kürbis putzen und beides in 2 cm breite Stücke schneiden. Die Zwiebeln halbieren und in Streifen schneiden. Die Bohnen putzen und halbieren. Die Chilischote längs einschneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen, darin die Kartoffeln, den Kürbis, die Zwiebeln und die Chili andünsten.

Die Brühe hinzufügen, aufkochen, salzen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 10 Minuten garen. Die Bohnen zugeben und weitere 5 – 7 Minuten garen. Wärenddessen Haselnusskerne und die Petersilienblättchen hacken. Die Kerne in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten. Den Eintopf mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Servieren mit den gerösteten Haselnusskernen, der Petersilie und den Granatapfelkernen bestreuen.


Service

ERFRISCHEND ANDERS vegane Ingwer - Kekse ca. 15 Stück | vegan

Zutaten

DIE VITAMINBOMBE Rotkohl - Rote Bete - Salat mit Feta für 4 Personen | vegetarisch

Zutaten

½ Rotkohl 550 g Rote Bete 350 g Granatapfel 100 g getrocknete Feigen 10 Stiele Thymian 150 ml dunkler Balsamico-Essig 100 g flüssiger Honig 1 – 1 ½ TL Salz 1 TL frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer 5 EL Olivenöl 200 g Feta-Käse

3 cm frischen Ingwer 140 g Rohrzucker 220 g weiche Margarine 320 g Mehl 1 Pck. Backpulver

Zubereitung

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Den frischen Ingwer schälen, sehr fein reiben. Die Butter in einer großen Schüssel schaumig schlagen, mit Ingwer und Rohrzucker vermischen. Das Backpulver unter das Mehl heben und mit den anderen Zutaten zu einem Teig verkneten. Aus dem Teig walnussgroße Kugeln formen, diese platt drücken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Mit einer Gabel kreuzweise eindrücken und 12 – 15 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und auf dem Blech abkühlen lassen.

Zubereitung

Den Rotkohl putzen, waschen, halbieren, den Strunk herausschneiden und in feine Streifen schneiden. Die Rote Bete putzen, schälen, waschen und grob raspeln. Den Granatapfel halbieren und die Kerne herauslösen. Die Feigen hacken. Den Thymian waschen, trocken schütteln und grob zerzupfen. (Kleine Menge zum Garnieren beiseitelegen.) Den Rotkohl, die Rote Bete, die Granatapfelkerne, die Feigen und den Thymian vermengen. Für die Vinaigrette Essig, Honig, Salz und Pfeffer gut verrühren. Öl untermischen. Vinaigrette unter den Salat mischen und ca. 30 Minuten ziehen lassen. Feta abtropfen lassen und in mundgerechte Stücke zerbröseln. Den Salat mit dem Feta vermengen und mit dem Thymian garnieren. 43


Service

DO IT YOURSELF

Weihnachtskerzen Selbstgemachtes für besinnliche Stunden DIY-Duftkerzen Man benötigt: • Wachsreste oder Wachsgranulat • Wachs- bzw. Lebensmittelfarbe (passend zum Duftaroma) • Kerzendocht • Gefäß zum Befüllen* • ein großer und ein kleiner Topf (für ein Wasserbad) • Schere • Holzspieß oder eine Klammer, um den Docht zu befestigen (je nach Größe des gewählten Gefäßes) • Duftaroma nach Wahl (frische Zutaten wie z.B. Lavendel, Orangen- oder Zitronenscheibe, Zimt, Vanille oder ein ätherisches Öl) * Geeignete Gefäße: • Halbe Orangenschale • Einmachglas • Konservendose • Alte Teelichtformen, Plätzchenausstecher etc.

Tipp

Die Konservendosen und Einmachgläser lassen sich individuell dekorieren!

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Wachsreste zerkleinern und darauf achten, dass sämtliche Dochtreste vollständig entfernt werden. Das gewählte Gefäß mit dem Wachs bis zur oberen Kante befüllen, um die benötigte Wachsmenge zu schmelzen.

Das Wasser im Kochtopf heiß werden lassen, anschließend das Wachs in den kleinen Topf geben. Gewünschte Wachs- bzw. Lebensmittelfarbe hinzufügen. Den kleinen Topf vorsichtig in den größeren Topf legen und den Inhalt schmelzen lassen.

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Das Duftaroma unter das geschmolzene Wachs mischen und gut verrühren. Beim Öl reichen 2-3 Tropfen, sonst wird der Geruch zu intensiv. Beispiele frischer Zutaten sind: Lavendel, Zitronen-/ Orangenscheiben, Kaffeebohnen, Vanille, Zimt oder Honig. Diese kann man auch zum Dekorieren der Kerzenoberfläche benutzen.

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Das gewählte Gefäß zum befüllen vorbereiten: Der Docht muss am Boden des Gefäßes liegen und bis zum oberen Rand reichen. Er wird an einem Holzstäbchen oder mit einer Klammer befestigt, das/die auf dem oberen Rand liegt, bevor das Gefäß befüllt wird.


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Service

Nun wird das ausgesuchte Gefäß mit dem geschmolzenen Wachs befüllt. Die Oberfläche des Wachses kann nach Belieben mit der frischen Zutat (Lavendel, Vanille etc.) dekoriert werden. Alles gut trocknen lassen und zuletzt den Kerzendocht nach Belieben kürzen.

Die selbstgemachte Kerze kann wunderbar zu Weihnachten verschenkt werden.

Aromaöle

DIY-Kerzendocht

Durch das Einsetzen bestimmter Aromen kann eine bestimmte Stimmung hervorgerufen werden.

Einen Kerzendocht kann man im Laden kaufen – es ist jedoch viel schöner, wenn man die DIY-Kerze sogar mit einem selbst hergestellten Kerzendocht gestalten kann. Hierzu benötigt man lediglich etwas Garn, einen alten Schnürsenkel oder ein Zugband eines alten Kapuzenpullovers. Wichtig ist nur, dass das Material vollständig aus Baumwolle besteht, sonst werden giftige Stoffe beim Verbrennen freigesetzt.

Unsere Top 3: Lavendel hat vielfältige Einsatzmöglichkeiten, sogar als Gewürz. Dank der beruhigenden Wirkung des LavendelDuftes hilft er beim Einschlafen und reduziert Stressgefühle. Jasmin eignet sich besonders gut, um an dunklen Wintertagen die Stimmung zu heben. Es animiert die Sinne und vertreibt die Gleichgültigkeit.

Der Duft von Mandarinen gibt uns ein Gefühl von Geborgenheit und stärkt die innere Balance. Er beruhigt und hebt die Stimmung.

So funktioniert es: Entscheidet man sich für Garn, muss der Durchmesser des Materials an die Größe der Kerze angepasst werden, damit die Kerze auch gleichmäßig abbrennen kann. Am einfachsten ist es, den Faden oder das Garn zu flechten (nicht zu fest). Das geflochtene Garn, der Schnürsenkel oder das Zugband wird dann für ca. 10 Minuten in das für die Kerze vorbereitete, flüssige Wachs getaucht, damit es sich damit vollsaugt. Sind die 10 Minuten vorbei, kann der Docht zum Trocknen in das gewählte Gefäß für die Kerze gehangen werden (siehe Schritt 5 der DIY-Duftkerzen).

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www.teildesganzen-alltagshelden.de Klinikum Bielefeld gem.GmbH, Teutoburger Straße 50 33604 Bielefeld, E-Mail: info@klinikumbielefeld.de


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