AUSGABE NR. 3 | 2018
www.visite-blog.de
klinikumbielefeld unsere kompetenz für ihre gesundheit
Das Gesundheitsmagazin des Klinikums Bielefeld
Das Klinikum Bielefeld wird digital
DAS TASH VERFAHREN Die am Klinikum Bielefeld Mitte entwickelte Alternative zur Behandlung der HOCM
KokosÖl
GESUND ODER UNGESUND?
WINTER-ZEIT
Monate So kommen Sie gesund durch die kalten
klinikumbielefeld unsere kompetenz für ihre gesundheit
#teildesganzen e Video
Hier geht es zum YouTub
WIR SUCHEN
PFLEGEKRÄFTE (M/W/D)
ZUR ERGÄNZUNG UNSERER TEAMS Sie glauben, Sie könnten das fehlende Puzzleteil sein? Dann bewerben Sie sich noch heute! https://www.klinikumbielefeld.de/teildesganzen.html Klinikum Bielefeld gem.GmbH, Teutoburger Straße 50, 33604 Bielefeld, Tel.: 05 21. 5 81 - 25 12
EDITORIAL
LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER, waren es vorgestern nicht noch 38 Grad? Haben wir uns nicht über die Hitze beklagt? Haben wir… aber nun ist die Winterzeit angebrochen und wir vom VISITE-Team des Klinikums Bielefeld möchten Ihnen gerne ein paar Tipps geben, wie Sie durch die dunkle und kalte Jahreszeit kommen können. Wir starten mit dem Klassiker der Saison. Es geht um die Grippe und die Grippeschutzimpfung. Im Gespräch mit unserem Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin am Klinikum Halle/Westfalen, Dr. med. Jörg Schmitthenner, beleuchten wir die unterschiedlichen Facetten des Themas Grippe (S. 6). Der Leiter unserer Klinikhygiene Dr. med. Johannes Kleideiter informiert Sie über die richtige Art und Weise, die Hände zu waschen, um in der Winterzeit der Erkältung vorzubeugen (S. 12). Das Thema Winterdepression ist in den Tagen, wenn die Sonne nicht scheint und es einfach nicht hell werden will, für viele Menschen ein Problem. Wir schreiben darüber (S. 14). Dann folgen Themen, die sich mit geschlechtsspezifischen Fragen der Gesundheit auseinandersetzen. Warum haben Frauen häufig kalte, weiße Finger (S. 16) und was hat es mit dem berühmten „Män-
nerschnupfen“ auf sich (S. 18)? Tobias Purschke, Ernährungsberater am Klinikum Bielefeld Mitte, beleuchtet für uns den „Mythos Kokos-Öl“ (S. 20). Mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und dem TashVerfahren, welches unsere Klinik für Kardiologie entwickelt hat, befassen sich Mediziner der Klinik und Betroffene (S. 24). Spitzenmedizin made in Bielefeld – Unsere neueste Technologie „MAKO“, die robotergestützte Chirurgie bei Kniegelenksersatz, stellen unsere Orthopäden vor (S. 28). Der Geschäftsführende Oberarzt der Klinik für Allgemein und Viszeralchirurgie Ulrich Klaus Fetzner, informiert uns über das LINX-System , eine neue Methode gegen Sodbrennen (S. 30). Zum Schluss stellen wir Ihnen noch unsere neue Komfortklinik (S. 32) sowie den Digitalisierungsprozess am Klinikum Bieledeld (S. 36) vor. Das Interview mit unserem neuen Chefarzt der Allgemeinund Viszeralchirurgie, Prof. Dr. Marcel Binnebösel (S. 38), die Klinik-News (S. 39) und die Veranstaltungen für Januar bis April (S. 40) halten Sie auf dem neuesten Stand. Rezepte zur Winter-Zeit runden Ihre VISITE ab. Liebe Leserinnen und Leser, wir wünschen Ihnen gute Unterhalten beim Lesen und kommen Sie gut durch die kalte Jahreszeit!
Ihre Redaktion 3
INHALTSVERZEICHNIS
TITELTHEMA 6
„ ALLE JAHRE WIEDER …“ Eine Aufklärung über die Grippeschutzimpfung • Interview mit Dr. med. Jörg Schmitthenner
12
HÄNDEWASCHEN Nicht vergessen!
14
WENN DER WINTER AUF DIE STIMMUNG SCHLÄGT
16
RAYNAUD-SYNDROM Wenn die Finger plötzlich weiß und eiskalt werden
18
MÄNNERSCHNUPFEN Leiden Männer unter einer Erkältung wirklich mehr als Frauen?
IMPRESSUM Herausgeber Klinikum Bielefeld gem. GmbH Michael Ackermann, Geschäftsführer Verantwortlich für den Inhalt: Axel Dittmar, Kliniksprecher
Redaktion Axel Dittmar, Sandra Knicker, Marlene Flöttmann, Elisa Masmeier, Ricarda Knäble, Anastasia Beck, Prof. Ludger Bernd, Dr. Christoph Barkhausen, Dr. Jörg Schmitthenner, Ulrich Klaus Fetzner, Dr. med. Johannes Keideiter
Bildnachweis Steffi Behrmann | Klinikum Bielefeld (U2, S. 6, 12, 20, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 32, 34, 36, 38, 39, 40, 41), Fotolia (U1, U3, S. 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 12, 13, 14, 15, 18, 20, 21, 22, 23, 24, 28, 30, 31, 37, 38, 42, 43, 44, 45, 46), Christina Falke (U4), Christian Weische (U4, S.33, 34, 35), Charlotte Mahncke | NW (S. 39) Konzeption screen concept - runge
Anschrift Klinikum Bielefeld gem. GmbH | Unternehmenskommunikation | Teutoburger Str. 50 | 33604 Bielefeld | info@klinikumbielefeld.de
4
INHALTSVERZEICHNIS
GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN MYTHOS KOKOS-ÖL
20
Was denn jetzt, gesund oder ungesund?
DAS TASH-VERFAHREN
SERVICE 24
Die am Klinikum Bielefeld Mitte entwickelte Alternative zur Behandlung der HOCM • Interview mit Priv.-Doz. Dr. Thorsten Lawrenz • Interview mit Sven Lorenz
MAKO
Magnetkette gegen Sodbrennen
KOMFORTKLINIK Am Campus Gesundheit des Klinikums Bielefeld offiziell eröffnet
28
Das robotergestützte Chirurgiesystem bei Kniegelenkersatz
LINX-SYSTEM
32
36
DAS KLINIKUM BIELEFELD WIRD DIGITAL
38
NEUER CHEFARZT Prof. Dr. med. Marcel Binnebösel
30 39
KLINIKUM BIELEFELD NEWS Immer auf dem neuesten Stand
40
KLINIKUM BIELEFELD VERANSTALTUNGEN
42
WINTER-REZEPTE
RÄTSELSPASS FÜR KINDER UND ERWACHSENE .... SEITE 46
5
„ ALLE JAHRE WIEDER …“ Eine Aufklärung über die Grippeschutzimpfung Dr. med. Jörg Schmitthenner Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
Husten, Schnupfen, Fieber und Gliederschmerzen - Jeder kennt die Symptome der saisonalen Influenza, die im Volksmund auch als Grippe bezeichnet wird. Besonders in der kalten Jahreszeit verbreitet sich die akute Viruserkrankung rasend schnell auf der nördlichen Halbkugel und hält dann erstmal ein paar Tage an. Ein grippaler Infekt wird häufig mit der Influenza verwechselt, da die Symptome ähnlich sind. Eine richtige Grippe
6
kann jedoch einen schweren Verlauf nehmen, eine Lungenentzündung hervorrufen und in manchen Fällen sogar tödlich enden. Als Schutz vor der jährlichen Grippewelle soll der von der STIKO (ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts) empfohlene Influenza-Schutzimpfstoff dienen, der jedoch auf viele Impfverweigerer trifft.
„Die Grippe ist potenzieller Auslöser schwerer Erkrankungen …“ Der Grund dafür ist laut der STIKO, dass zu viele Menschen die Grippe als potenziellen Auslöser
TITELTHEMA
schwerer Erkrankungen unterschätzen würden. Dabei empfiehlt die STIKO die Grippeschutzimpfung dringend für: • Personen ab 60 Jahren • Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen an Herz, Lunge, Leber und Nieren • Bewohnerinnen und Bewohner von Alten oder Pflegeheimen • Personen mit erhöhter Gefährdung oder Personen, die als mögliche Infektionsquelle fungieren können (z.B. medizinisches Personal oder Personen in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr) • Personen mit erhöhter Gefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln Die Wirksamkeit des Impfstoffes ist recht hoch und bietet bei einer Viruszirkulation bei gesunden Erwachsenen einen Schutz von etwa 70 %. Ob man nun von der Impfung profitiert, hängt von dem Ansteckungsrisiko in der Population ab. Bei veränderten oder neuen Viren, gegen die noch
„Jährlich infizieren sich etwa 5 - 20 % der Deutschen …“ keine Immunisierung stattgefunden hat, ist der Impfschutz umso höher. In einer Bevölkerung, in der bereits viele Menschen immunisiert wurden, besteht ebenso ein hoher Schutz, da das Virus dadurch viel weniger zirkuliert. Jährlich infizieren sich etwa 5 - 20 % der Deutschen während der kalten Jahreszeit und die Schutzimpfung stellt derzeit die wirksamste Präventionsmaßnahme dar. Durch jährliche Auffrischung für die kommende Grippesaison geschützt sein Die STIKO empfiehlt die Immunisierung jährlich durchzuführen, da eine hohe Variabilität der
Viren besteht. Es werden insgesamt jeweils zwei Typen der Virusgruppe A und zwei Typen der Virusgruppe B unterschieden. Daher wird jährlich eine Antigenkombination von der WHO festgelegt, die Bestandteile der Virusvarianten, die in der Saison erwartet werden, beinhalten.
„Oktober und November bieten den optimalen Zeitraum …“ Um eine hohe Wirksamkeit zu erreichen, sollte die Impfung am besten vor dem Jahreswechsel geschehen - Oktober und November bieten den optimalen Zeitraum, da es etwa zwei Wochen dauert, bis das Immunsystem entsprechend reagiert hat. Neben der Variabilität der Viren lässt die Immunisierung trotzdem nach ca. einem Jahr nach, sodass eine Auffrischung empfohlen wird. Seit 2014 sind in Deutschland so genannte Quadrivalente Impfstoffe (Vierfachimpfstoffe) zugelassen, die Antikörper für die zweite Gruppe der B-Variante beinhalten. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im Frühjahr 2018 beschlossen, dass für die kommende Influenza-Saison der Vierfach-Impfstoff eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenversicherung ist. Zudem bieten viele Arbeitgeber ihren Angestellten eine Influenza-Impfung an, um die Arbeitsunfähigkeit zu reduzieren, so auch das Klinikum Bielefeld. Trotz der Impfung erkranken Grundsätzlich bietet keine Impfung einen hunderprozentigen Schutz. Zudem kann es zu einer Erkrankung kommen, wenn die Impfung bereits während der Inkubationszeit (Zeit zwischen Infektion durch den Erreger und dem Auftreten der Symptome) durchgeführt wurde. Da nicht nur die
>>
TITELTHEMA
Influenza-Viren zu Atemwegsinfektionen führen, sondern auch andere Erreger (Rhinoviren, Adenoviren, humanes Metapneumovirus, RS-Viren), kommt es häufig zu Verwechslungen. Somit sind andere grippale und fieberhafte Infekte nicht als Impfversager zu deklarieren. Wie bei jeder anderen Impfung, kann es auch bei der InfluenzaImmunisierung zu Nebenwirkungen kommen. Zudem hängt ein Infektionsrisiko auch davon ab, wie das Immunsystem des Menschen aufgebaut ist, wie oft der- oder diejenige bereits geimpft wurde und an welchen Vorerkrankungen bzw. viralen Infekten er oder sie erkrankt war. Risiken und Nebenwirkungen Es gibt zwei Arten des Influenza-Impfstoffes – den Lebend- und den Totimpfstoff. Bei Lebendimpfstoffen handelt es sich um abgeschwächte Viren, die eine aktivere Reaktion des Immunsystems hervorrufen, damit sich sogenannte Gedächtniszellen entwickeln, die sich an die Viren erinnern. Der Körper erkennt die Oberflächenmoleküle der Viren und produziert dann die passenden Antikörper. Diese Art ist in Form eines Nasensprays vorhanden und wird nur bei Kindern zwischen 2 und 17 Jahren eingesetzt. In vielen Fällen kommt es hier zu typischen Grippesymptomen wie Fieber, Frösteln und einer laufende Nase, welche aber in der Regel nach ein bis zwei Tagen wieder abklingen. Durch einen Lebendimpfstoff ist ein längerer Schutz gewährleistet, welcher bei der Influenza jedoch weniger sinnvoll ist, da sich die Erreger häufig bereits nach einem Jahr wieder verändert haben. Dann bietet der Lebendimpfstoff keinen Schutz mehr. Außerdem kann dieser bei Menschen mit bereits geschwächtem Immunsystem, zu gefährlichen Erkrankungen führen.
Achtung: Wer an einer fieberhaften Erkrankung leidet, sollte sich zu diesem Zeitpunkt nicht impfen lassen! In der Regel wird also der Totimpfstoff verwendet, welcher abgetötete Erreger und Antikörper enthält. Diese sind schneller wieder abgebaut, weshalb die Impfung jährlich wiederholt werden sollte. Der Totimpfstoff ist in der Regel gut verträglich. In einigen Fällen kann es zu Rötungen oder Schwellungen an der Injektionsstelle kommen.
8
TITELTHEMA
Die Impfquote Das Robert Koch-Institut führt jährlich Studien zur Impfquote durch. Nach wie vor lassen sich zu wenig Menschen impfen. Die Impfangebote werden besonders von Schwangeren und von medizinischem Personal zurückgewiesen, obwohl sie zu den Risikogruppen gehören. Eine Zielvorgabe der Europäischen Union ist, dass sich 75 % der älteren Bevölkerung impfen lassen, jedoch ließen sich im letzten Jahr nur 35 % der Menschen ab 60 Jahren impfen. Demnach werden diese Zielvorgaben nicht annähernd erreicht. Schutz auch bei verspäteter Impfung Auch eine spätere Impfung kann für einen Schutz sorgen, wenn noch keine Infektion besteht. In jedem Fall sollte für ein Beratungsgespräch der Hausarzt aufgesucht werden. Argumente von Impfgegnern, die längst widerlegt sind Obwohl jedes Jahr so viele Menschen an der Influenza erkranken, gibt es dennoch viele Impfgegner, die keine Immunisierung zulassen wollen und damit argumentieren, dass eine Impfung nicht vor der Krankheit schütze, sondern eine Grippe her-
vorriefe. Dieses Argument wurde wissenschaftlich widerlegt, da es sich, wie bereits ausgeführt, in den meisten Fällen um Todimpfstoffe handelt, die inaktiviert sind und keine vollständigen Viren mehr enthalten. Der Impfstoff enthält Bestandteile der Viren, gegen die der Körper schnell Antikörper bilden kann. Sollten grippeähnliche Symptome auftreten, so schwächen diese schnell wieder ab und sind mit einer echten Influenza nicht zu vergleichen.
„Die Wirksamkeit der Impfung liegt bei 70 % “ Ein weiteres Argument der Impfgegner ist, dass eine Influenza trotz der Schutzimpfung auftreten würde, da es keinen sicheren Schutz gegen Grippe gäbe. Die Wirksamkeit der Impfung ist recht hoch und liegt bei gesunden Menschen bei 70 %. Zudem zirkulieren andere Viren und Bakterien, die für eine Erkrankung sorgen. Außerdem könnte bereits während der Inkubationszeit geimpft worden sein. Bei älteren Menschen kann es zu einer Abschwächung des Wirkstoffs kommen, da das Immunsystem nicht mehr so gut arbeitet. Aus diesem Grund wird bei älteren Menschen ab 65 Jahren meistens ein Wirkstoffverstärker mit verabreicht.
9
TITELTHEMA
Im folgenden Interview beantwortet Dr. med. Schmitthenner wichtige Fragen zum Grippeverlauf sowie zur Grippeschutzimpfung. Außerdem werden Expertentipps zur Vorbeugung gegeben. Ist die Impfung während der Schwangerschaft unbedenklich? Dr. Schmitthenner: In einer aktuellen Übersicht wird empfohlen, gesunde schwangere Frauen im zweiten oder dritten Trimenon und Schwangere mit Risikofaktoren bzw. Komorbiditäten in jedem Trimenon zu impfen. Darüber hinaus hat sich interessanterweise gezeigt, dass auch das Neugeborene von der Impfung der Mutter profitiert, in dem es indirekt vor einer klinisch-manifesten, fieberhaften Influenzainfektion geschützt ist. Laut der Stellungnahme der ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (StiKo) stellt die Impfung von Schwangeren mit den in Deutschland zugelassenen Totimpfstoffen, keine Kontraindikation dar. Vielmehr erscheint die Impfung insbesondere dann sinnvoll zu sein, wenn sich eine Pandemie ankündigt. Hierbei ist es sicherlich von Interesse, ob die Schwangerschaft auch zum Zeitpunkt des saisonalen Ausbruches der Influenza (in den Wintermonaten) bestehen könnte.
10
Haben Sie in der Klinik häufig Grippefälle, die einen schweren Krankheitsverlauf nehmen? Dr. Schmitthenner: Das Wort „Grippe“ ist aus dem Französischen entlehnt, wobei von einer volkssprachlichen Entstehung der Bezeichnung auszugehen ist. Es bedeutet so viel wie Laune, Grille und verweist auf die unterschiedlichen Charaktere der jeweils auftretenden Seuche. Während die Grippe bei dem Einen eine leichtgradige Erkältungserkrankung ist, ist sie bei dem Anderen eine Erkrankung, welche durchaus auch tödlich verlaufen kann. Naturgemäß sammeln sich die schwerer kranken „Grippefälle“ in den Krankenhäusern. Gesichert durch einen Schnelltest und bei Unsicherheit auch durch eine gentechnische, schnellere Darstellung (PCR) des Influenzavirus, werden die Patienten mit einer Grippe isoliert auf die Station oder (bei schweren Krankheitsverläufen) auf die Intensivstation aufgenommen. Während des Krankheitsverlaufs der Grippe kann es zu verschiedenen Komplikationen kommen. Eine heftige Komplikation ist, primär oder als bakterielle Superinfektion, die Influenzapneumonie (Lungenentzündung), welche wir zwei- bis dreimal pro Wintersaison sehen. Folgt dem Influenzavirus dann ein Bakteriumbefall von Staphylococcus aureus, welcher im katastrophalen Falle auch aus MRSA (antibiotikaresistente Bakterien) bestehen kann, herrscht höchste Not. Neben der Influenzapneumo-
TITELTHEMA
nie können bei den Patienten als schwerwiegende Komplikationen Myokarditiden (Herzmuskelentzündungen) und Myositiden (schwere Muskelentzündungen) auftreten. Ab wann sollten Patientinnen und Patienten unbedingt einen Arzt aufsuchen? Dr. Schmitthenner: Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, sondern koppelt sich an die Gesundheits- oder Krankheitssituation des Einzelnen. Risikogruppen für schwerere Influenzaverläufe sind sehr junge, sehr alte sowie immunsupprimierte Patientinnen und Patienten (Immunsupprimierung = Unterdrückung des Immunsystems). Hierzu zählen auch Schwangere, welche ein deutlich höheres Risiko in Bezug auf die Entstehung einer Influenza haben. Man sollte einen Besuch beim Arzt auch von der lokalen Ausbreitung der Influenza abhängig machen. Außerdem ist nicht alles was als Grippe bezeichnet wird eine Influenza-Infektion. Ein Test bringt Sicherheit. Haben Sie andere Präventionstipps, außer der Impfung? Dr. Schmitthenner: Es ist grundsätzlich unbestritten, dass die Impfung die effektivste Maßnahme zur Prävention der Influenza darstellt. Im gewissen Umfang kann eine Chemoprophylaxe bzw. Frühtherapie mit antiviral wirksamen Arzneimitteln (Oseltamivir) das Risiko einer schwer verlaufenden Infektion reduzieren. Andere nicht pharmazeutische Maßnahmen der Infektionsprävention rücken insbesondere dann in den Vordergrund, wenn ein Antigenshift (Austausch genetischer Informationen zwischen verschiedenen Virusarten oder -subtypen) bzw. Antigendrift (langsame, kontinuierliche und zufällige Veränderung von Antigenen) zum Auftreten von neuen Virusvarianten führt, welche in den verfügbaren Impfstoffen (noch) nicht enthalten waren und für die, wie im Fall pandemisch auftretender Formen, auch keine bzw. nur eine begrenzte Kreuz immunität aufgrund früherer Infektionen besteht. Bei den Präventionsmaßnahmen sind Hygienemaßnahmen wie die Isolierung erkrankter Personen sowie persönliche Schutzausrüstung bei der Versorgung der Patientinnen und Patienten sinnvoll.
Warum sind die Impfquoten Ihrer Meinung nach so niedrig? Dr. Schmitthenner: Wir leben in einer Zeit der Individualisten und der Individualisierung. Meiner Meinung nach trifft jeder für sich die Entscheidung, ob er oder sie die seltenen Nebenwirkungen einer Grippeimpfung als unangenehmer einschätzt, als die möglichen positiven Folgen. Eine schwere Influenzainfektion, die man selbst durchlitten hat, fördert aus meiner Sicht die Erkenntnis, dass eine solche Erkrankung relevant und potenziell gefährdend für das Individuum ist. In Gemeinschaftseinrichtungen wie einem Krankenhaus ist man naturgemäß von Kranken, auch von infektiös Kranken umgeben, sodass zum einen das Ansteckungsrisiko erhöht ist, zum anderen bei Ausbruch einer Grippeerkrankung die pflegenden und ärztlich versorgenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst, die schutzbedürftigen Patienten anstecken (24 Stunden vor dem Ausbruch der Grippe ist man bereits infektiös). Da die Grippe launenmäßig verläuft, mal sehr schwer und mal als banaler Infekt, erscheint dem Einzelnen vielleicht eine Grippeimpfung sinnlos. Zudem werden von anderen Viren erzeugte grippale Infekte, als ein Impfversagen der Impfung dargestellt. Oft ist es schwer zu vermitteln, dass eine Influenzaimpfung eben nur gegen Influenza, die Grippe, schützt. Dieser Schutzeffekt ist auch nicht 100 %, sondern liegt bei ca. 60 - 70 %. Nichtsdestotrotz könnte sich in unserem Krankenhaus ein positiver Effekt für uns (das Personal) und unsere älteren Patientinnen und Patienten ergeben, wenn die Impfquote deutlich höher als 30 % liegen würde. Der Trend, insbesondere in den alten Bundesländern, ist aber eher eine Abnahme der Impfquote. Die Erfolge der Impfmedizin, Diphterie, Pertussis, Tetanus, Masern, Mumps, Röteln, Poliomyelitis, BCG etc., sind so groß und selbstverständlich, dass wir sie vielleicht schon vergessen haben. Auch die Influenza ist eine Indikationsimpfung. Ist sie vielleicht von ihrem Nutzen nur relativ, schützt diese Impfung aber in der Summe sowohl den Einzelnen als auch die Kohorte. Vielleicht wäre ein bisschen mehr Gemeinschaftssinn in unserer sich individualisierenden Gesellschaft eine Motivation die Grippeimpfung durchführen zu lassen.
11
HÄNDEWASCHEN Nicht vergessen!
Dr. med. Johannes Kleideiter Leiter der Klinikhygiene
Der englischen Monarchin Elisabeth I., die im 17. Jahrhundert lebte, wird nachgesagt, sie hätte sich immerhin einmal im Monat gewaschen, auch wenn dies ihrer Ansicht nach überhaupt nicht notwendig gewesen wäre. Der französische König Ludwig XIII. soll, so wird es in den Geschichtsbüchern behauptet, mit 6 Jahren sein erstes Bad genommen haben. Das Verständnis und der Stellenwert von Hygiene veränderten sich durch religiöse und gesellschaftliche Einflüsse im Laufe der Zeit. In früheren Jahrhunderten wurde dem Dreck auf der Haut eine schützende Wirkung zugesprochen, heute wird nicht selten höchste Reinheit angestrebt. Forscher stellten unlängst fest, dass Kinder, die in Großstädten leben, häufiger Nahrungsmittelallergien entwickeln als Kinder deren Lebensumfeld ländlich geprägt ist. Ist Dreck demnach gesund oder zumindest gesundheitsförderlich? Die vielen Erregerarten, die sich in unserer Umwelt aber auch auf unserer Haut und den Schleimhäuten befinden, lassen sich grob drei Kategorien zuordnen.
12
1
Da sind zunächst die ungefährlichen Mikroorganismen, also die, die zu unserer physiologischen Besiedelung gehören. Diese verursachen in aller Regel keine Infektionen. Kurz gesagt, sie sind harmlos, aber sehr nützlich.
2
Daneben gibt es Bakterien, die zu unserer physiologischen Besiedelung gehören, jedoch potenziell Infektionen verursachen können. Diese Erreger werden durch unser Immunsystem kontrolliert, damit werden Infektionen verhindert. Sollte jedoch unser Immunsystem eine Schwäche erleiden aufgrund von Erkrankungen oder Therapien, wie z.B. eine Chemotherapie bei bösartigen Erkrankungen, können diese Erreger auch schwerwiegende Infektionen hervorrufen.
3
Die dritte Kategorie umfasst Erreger, die nach Aufnahme in den menschlichen Körper sehr häufig Infektionen verursachen. Dies kann ein banaler Schnupfen aber auch eine gefährliche Infektion, wie Vogelgrippe oder Ebola, sein. Vor den Erregern der Kategorie 3 sollte sich jeder schützen. Aber wie? Der Markt bietet eine große Palette an chemischen Produkten, die versprechen, Krankheitserreger in der Umwelt abzutöten. So sind beispielsweise in
TITELTHEMA
Deutschland über 30.000 sogenannte Biozidprodukte zugelassen. Diese werden eingesetzt, um Schädlinge oder Mikroorganismen abzutöten. Der Einsatz derartiger Produkte im häuslichen Umfeld ist jedoch mit Risiken für Mensch und Umwelt verbunden und häufig schlicht nicht erforderlich. Eine einfache und ungefährliche Maßnahme sich vor Krankheitserregern zu schützen, besteht darin, sich die Hände regelmäßig zu waschen. Dazu braucht es fließendes Wasser und Seife, mehr nicht. Dies wurde in zahlreichen Untersuchungen bestätigt. Kann es ein „Zuviel“ an Sauberkeit geben? Die Hände spielen eine bedeutende Rolle bei der Übertragung von Krankheitserregern, denn sie können Mikroorganismen an vielen Orten unbemerkt aufnehmen. So können z.B. am Haltegriff in der Straßenbahn oder dem Einkaufwagen im Supermarkt Krankheitserreger „haften“, die sich auf unsere Hände übertragen. Zur Infektion kommt es dann durch den Kontakt der Hand zur Nase, den Augen oder Lebensmitteln. Häufig geraten unsere Hände schon bei Alltagstätigkeiten in Kontakt mit unterschiedlichen Krankheitserregern. Zu diesen Tätigkeiten zählen z.B. der Kontakt zur Mülltonne oder der Komposttonne. Gleiches gilt auch für das Wechseln von Windeln und natürlich für den Toilettengang. Händewaschen reduziert das Infektionsrisiko, denn das Waschen mit Wasser und Seife reduziert nachweislich die Anzahl der Krankheitserreger auf der Haut. Sich die Hände zu waschen erscheint simpel. Eine Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ergab hingegen, dass viele Menschen sich die Hände nicht ausreichend gründlich waschen. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass exzessives Waschen zu einer Schädigung der Haut führen kann. Es geht also nicht darum, sich die Hände möglichst häufig am Tag zu waschen. Die Hände sollten gezielt dann gewaschen werden, wenn es zu einem möglichen Kontakt mit Krankheitserregern gekommen ist. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt auf ihrer Internetseite daher das Händewaschen immer bei folgenden Anlässen: Nach: • dem nach Hause kommen • dem Besuch der Toilette • dem Wechseln von Windeln oder wenn Sie Ihrem Kind nach dem Toilettengang bei der Reinigung geholfen haben
• • •
dem Naseputzen, Husten oder Niesen dem Kontakt mit Abfällen dem Kontakt mit Tieren, Tierfutter oder tierischem Abfall
Vor: • den Mahlzeiten • dem Hantieren mit Medikamenten oder Kosmetika Vor und nach: • der Zubereitung von Speisen sowie öfter zwischendurch, besonders wenn Sie rohes Fleisch verarbeitet haben • dem Kontakt mit Kranken • der Behandlung von Wunden
>>
Richtig Waschen Ein korrektes und effektives Waschen der Hände benötigt 5 Schritte:
1
Die Hände unter fließendem Wasser anfeuchten, dabei darf die Wassertemperatur frei gewählt werden.
2
Die Seife auf der gesamten Handfläche gründlich verteilen.
3
Anschließend die aufgetragene Seife verreiben, für mindestens 20, besser 30 Sekunden. Nur so können Krankheitserreger wirksam von der Hautoberfläche entfernt werden.
4
Die Seife gründlich von den Händen abspülen. Den Wasserhahn, wenn möglich, mit dem Ellenbogen oder mit einem Papierhandtuch schließen.
5
Abschließend die Hände gründlich trocknen, hierbei werden nochmals Krankheitserreger von der Handoberfläche entfernt.
13
TITELTHEMA
WENN DER WINTER AUF DIE STIMMUNG SCHLÄGT
von Elisa Masmeier
Die Winterdepression Wenn die Tage wieder kürzer und dunkler werden und der Winter eintrifft, wird die Stimmung bei einigen Menschen düster und gedrückt. Antriebslosigkeit, negative Gedanken und Stimmungsschwankungen machen sich breit. Dieses Phänomen ist eine saisonale Depression, die als Winterdepression oder Lichtmangeldepression bekannt ist. Jeder vierte Deutsche leidet mehr oder weniger unter dem Winter, aber es gibt Wege für eine Besserung!
Bei der Wahl der Seife sollte berücksichtigt werden, dass Flüssigseifen festen Seifenstücken hygienisch überlegen sind. Antibakterielle Zusätze in den Seifen sind nicht erforderlich. Ist keine Seife verfügbar, so sollten die Hände mit Wasser allein gewaschen werden, denn hierdurch wird zumindest ein Teil der Krankheitserreger entfernt. Es ist sinnvoll, bereits Kinder früh an ein regelmäßiges Händewaschen heranzuführen. In Kranken- und Pflegeeinrichtungen ist das Händewaschen allein nicht ausreichend. Im Krankenhaus beispielsweise ist eine deutlich höhere Dichte an Krankheitserregern zu erwarten, zudem sind viele Patienten durch ihre Erkrankung anfälliger für Infektionen. Daher wird im Krankenhaus eine Desinfektion der Hände mit einem alkoholischen Präparat durchgeführt. Daher unterscheiden sich die hygienischen Maßnahmen im Krankenhaus grundsätzlich von denen im privaten Umfeld. Übrigens, die Haut dankt es, wenn sie regelmäßig mit einem Hautpflegeprodukt verwöhnt wird.
14
TITELTHEMA
Was genau ist eine saisonale Depression und wer ist betroffen? Nicht bei jedem schlagen verregnete, dunkle Tage auf das Gemüt und nicht alle, die bei dem Wetter mal schlechte Laune haben, leiden an einer Winterdepression. Es sind in etwa 4 % der Deutschen, die von einer ernsthaften Winterdepression betroffen sind. Von den Betroffenen ist der größte Teil weiblich, denn Frauen ab 20 Jahren und besonders ab 40 Jahren sind anfälliger als Männer. Diese Art von Depression ist weniger schwer ausgeprägt als andere depressive Störungen und verschwindet glücklicherweise zum Frühling vollständig. In einigen Fällen kommt es mit Beginn des Frühjahrs sogar zu einem Stimmungshoch und verstärkter Euphorie. Es handelt sich also um eine saisonal bedingte Depression, die nur zur kalten Jahreszeit, meistens zwischen November und März, wiederholt auftritt. Ein wichtiges Charakteristikum ist, dass diese Art von Depression nicht stressbedingt ist, sondern sich auf den Lichtmangel zurückführen lässt. Dazu aber später mehr. Welche Symptome sind typisch? Neben den klassischen Symptomen, wie einer gedrückten Stimmung, Müdigkeit, Niedergeschlagenheit und Freudlosigkeit, gibt es bei der Winterdepression atypische Symptome, die vom Krankheitsbild anderer depressiver Störungen abweichen und eine Besonderheit darstellen. Statt einer Appetitlosigkeit treten Heißhungerschübe auf Kohlenhydrate, wie Süßigkeiten und Teigwaren, auf. Das kann natürlich eine Gewichtszunahme zur Folge haben. Außerdem kommt es nicht zur Schlaflosigkeit, sondern zu einem vermehrtem Schlafbedürfnis, aber ohne jeglichen Erholungswert. Man ist also dauermüde. Auch ein ausgeprägter Pessimismus kann auftreten. Warum treten die Symptome wiederholt im Winter auf? Wie der Name „Lichtmangeldepression“ schon sagt, hängt die Krankheit mit der Dunkelheit zusammen, der Menschen auf der Nordhalbkugel im Winter ausgesetzt sind. Der Körper bekommt nicht ge-
nug Licht und schüttet daher vermehrt das Schlafhormon Melatonin aus. Dieses Hormon steuert den Tag-Nacht-Rhythmus und sorgt für den erhöhten Schlafbedarf. Auch der Heißhunger hat seine Ursache im Schlafhormon, da für die Produktion von Melatonin das „Glückshormon“ Serotonin umgewandelt wird, welches unter anderem das Hungergefühl steuert. Bei vermehrter Melatonin-Ausschüttung sinkt der Serotonin-Wert, da umso mehr umgewandelt werden muss. Die Stimmung wird getrübt und der Heißhunger tritt auf. Gibt es Hilfsmittel oder Therapiemöglichkeiten? Das wirksamste, natürliche Therapiemittel ist ein einstündiger Spaziergang, der täglich wiederholt werden sollte. Durch die Zeit an der frischen Luft und das natürliche Tageslicht nimmt der Körper genug Vitamin-D auf, welches an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt ist. In den meisten Fällen treten schon nach einer Woche deutliche Verbesserungen auf. Natürlich ist das leichter gesagt, als getan, denn wenn man erstmal in einer saisonaldepressiven Phase steckt, ist es schwer sich aufzuraffen um raus in die Kälte zu gehen. Darum wurde eine Therapie mit künstlichem Licht entwickelt, dessen Zusammensetzung in etwa dem natürlichen Sonnenlicht entspricht. Jedoch sollte das Licht auch über die Netzhaut des Auges aufgenommen werden und das künstliche Licht kann zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Augenbeschwerden führen. Wer also ein risikofreies Hilfsmittel haben möchte, der sollte sich für den täglichen Spaziergang entscheiden. Hilft Johanniskraut gegen Winterdepression? Johanniskraut ist als pflanzliches Antidepressivum bekannt, das bei leichteren Depressionen helfen kann. Zu diesem Heilmittel sollte jedoch nur unter ärztlicher Anleitung gegriffen werden, da es auch hier zu Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, wie hormonellen Verhütungsmitteln, kommen kann. Bei langer Einnahme und unter ärztlicher Beobachtung kann es zu einer Besserung des Gemüts verhelfen. In jedem Fall gilt: Aktivität und Bewegung, auch bei bewölktem Himmel, ist die wirksamste Therapie und hält den Körper gleichzeitig fit.
15
RAYNAUD - SYNDROM Wenn die Finger plötzlich weiß und eiskalt werden
von Elisa Masmeier
Wenn die Finger oder Zehen bei Frost oder Kälte plötzlich eiskalt und weiß werden, kann es sich um das recht unbekannte Raynaud-Syndrom handeln, welches auch als „Weißfingerkrankheit“ oder „Leichenfinger“ bezeichnet wird. Die Symptome sind Folge einer Durchblutungsstörung und betreffen Frauen deutlich häufiger als Männer. Die Prävalenz, also die Krankheitshäufigkeit, liegt in Deutschland insgesamt bei 3 %. Der französische Arzt Maurice Raynaud beschrieb diese Störung bereits während seines Medizinstudiums im 19. Jahrhundert, weshalb es nach ihm benannt wurde. Was genau steckt hinter der „Weißfingerkrankheit“? Bei dem Raynaud-Syndrom handelt es sich um Vasospasmen (Gefäßspasmen), die für Durchblu-
16
tungsstörungen an den äußersten Gliedmaßen sorgen. Dies geschieht durch plötzliches Verkrampfen der Gefäße. Meistens sind die Finger betroffen, in einigen Fällen jedoch auch die Zehen. Diese Gefäßspasmen treten kurzzeitig auf und verschwinden nach etwa 15 bis 30 Minuten wieder. Schon kurze Berührungen mit eiskalten Gegenständen, können für die extrem starke Gefäßreaktion sorgen. Das Raynaud-Syndrom verläuft in drei Phasen: Zuerst werden Finger oder Zehen weißlich, dann sogar bläulich und wenn die Durchblutung wieder einsetzt, werden sie rötlich. Wenn sich die Blutzufuhr wieder neutralisiert, können mäßige bis starke Schmerzen auftreten. Charakteristisch für das Syndrom ist, dass die Symptome beidseitig und häufig gleich stark ausgeprägt auftauchen. Die anfallswei-
TITELTHEMA
se auftretende Durchblutungsstörung sorgt nicht nur für die farbliche Veränderung, parallel können Kribbeln und ein Taubheitsgefühl auftreten und es fühlt sich an, als seien die Gliedmaßen eingeschlafen. Es werden das primäre und das sekundäre Syndrom unterschieden. Beide Ausprägungen haben Kälte als Hauptauslöser. Primäres Raynaud-Syndrom oder auch Morbus Raynaud. Von dieser Ausprägung sind in der Regel Frauen betroffen. 80 % aller Raynaud-Syndrom-Fälle gehören zu dieser primären Art. Hier treten die Symptome ohne einen erkennbaren Grund auf und die Ursachen konnten bis dato noch nicht richtig erforscht werden. In den meisten Fällen ist es eine Reaktion auf äußere Reize wie Kälte oder Stress und kann mit niedrigem Blutdruck zusammenhängen. Schon ein kurzer Kältereiz durch kaltes Wasser aus dem Wasserhahn kann dafür sorgen, dass die Blutzufuhr in den Händen oder Füßen stoppt. In der Regel verläuft die Störung harmlos und daher ohne eine Therapie. Das primäre Raynaud-Syndrom tritt meistens zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf und kann bei Frauen während der Wechseljahre und dem dadurch bedingten steigenden Blutdruck wieder vollständig verschwinden. Häufig ist das Raynaud-Syndrom eine genetische Veranlagung und tritt öfter innerhalb einer Familie auf. Sekundäres Raynaud-Syndrom Die zweite Form der Gefäßspasmen ist die Folge einer Grunderkrankung oder einer Autoimmunschwäche und hängt nicht mit einer genetischen Veranlagung zusammen. Meistens äußert sich das Syndrom erst ab 40 Jahren. Die Anfälle sind hier nicht immer synchron, jedoch deutlich stärker als beim primären Raynaud-Syndrom. In schlimmen Fällen und bei regelmäßigen Krämpfen kann es sogar zu dauerhaften Hautveränderungen kommen. Folgende Störungen können das sekundäre Raynaud-Syndrom zur Folge haben: • Morbus Buerger (Entzündungen kleinerer Gefäße in der unteren Körperhälfte) • neurologische Erkrankungen (z.B. nach einem Schlaganfall) • Verklumpungen im Blut, die die Fließeigen schaften verändern (kann auch durch Medika mente ausgelöst werden)
• rheumatische Erkrankungen • Gefäßverschlüsse an den äußersten Gliedmaßen • Störungen im Hormonhaushalt Was geschieht während des Farbwechsels in den äußersten Gliedmaßen? Nachdem der Kälte- oder Stressreiz ausgelöst wurde, verengen sich die Arterien krampfartig. Demnach wird die Blutzufuhr sehr stark verringert und die Finger werden weißlich. Es sind häufig nur Teile von Hand und Fuß betroffen, aber der Anfall beginnt in jedem Fall an den Fingerkuppen oder in den Zehenspitzen und zieht dann je nach Stärke weiter. Während dieser Phase treten dann auch Kribbeln und ein Taubheitsgefühl auf. Da die Sauerstoffzufuhr, während der Verkrampfung, ebenfalls sehr gering ist, färben sich die äußersten Gliedmaßen nach einigen Minuten bläulich. Wenn sich dann der Krampf wieder löst, schießt plötzlich eine Menge Blut in die Finger oder Zehen und es kommt zu einer rötlichen Verfärbung. Ab diesem Zeitpunkt treten häufig Schmerzen bei den Betroffenen auf. Grundsätzlich gilt aber, dass Dauer und Stärke des Krampfes von Person zu Person unterschiedlich stark ausgeprägt sein können und nicht alle drei Stadien durchlaufen werden müssen. Gibt es Therapiemöglichkeiten? Eine richtige Therapie gibt es nicht. Es können eher Präventionsmaßnahmen ergriffen werden, wie eine gesunde Ernährung oder der Verzicht auf das Rauchen, um die Gefäße nicht mehr zu verengen. Das Vermeiden von kalten Getränken und Nahrungsmitteln kann ebenfalls dazu beitragen, die Anfälle zu lindern. Zudem sind Wärmehandschuhe und generell warme Kleidung, besonders an Fuß und Hand, im Winter wichtig. Stressabbau ist ebenfalls sehr wichtig und kann zum Beispiel durch Entspannungsübungen, wie autogenes Training, gefördert werden. Was tun, wenn sich eine Raynaud-Attacke bemerkbar macht? Um die Schmerzen, die in der dritten Phase des Raynaud-Syndroms bei der einsetzenden Durchblutung auftreten, zu lindern, sollte man die betroffenen Körperstellen sofort mit warmen Wasser waschen. Bewegung der Hände und Füße sowie eine Massage, können ebenfalls helfen, die Gefäße wieder zu öffnen. Sollten sich die Symptome nach einer halben Stunde nicht mildern, ist ein Besuch beim Hausarzt zu empfehlen.
17
MÄNNER - SCHNUPFEN Leiden Männer unter einer Erkältung wirklich mehr als Frauen?
von Elisa Masmeier
Häufig amüsiert man sich über die Männer, die bei einer Erkältung wehleidig auf dem Sofa liegen und gar nicht mehr aufstehen wollen. Doch nun beweisen einige Studien, dass das männliche Immunsystem tatsächlich ganz anders auf diverse Erreger reagiert, als es bei dem weiblichen Immunsystem der Fall ist. Demnach leiden Männer unter Umständen wirklich stärker unter einer Erkältung. Es ist also nicht die Wehleidigkeit, sondern ein tatsächlicher, biologischer Unterschied. Ursachen für die unterschiedlichen Reaktionen sind sowohl in den Genen, als auch im Hormonhaushalt zu finden. Warum reagiert der männliche Körper anders auf eine Erkältung als der weibliche? In jeder Körperzelle eines Menschen befinden sich 23 Chromosomen-Paare, die ein DNA-Bündel mit allen Informationen über den Organismus beinhalten. Bei Männern besteht ein Chromosomen-Paar aus einem X- und einem Y-Chromosom, während sich bei Frauen die Chromosomen-Paare aus zwei X-Chromosomen zusammensetzen. Ein US-Forscherteam hat nun herausgefunden, dass sich in den X-Chromosomen mehr Gen-Informationen über die Immunabwehr befinden und Frauen so-
18
mit einen doppelten Schutz aufweisen, da sie die doppelte Menge dieser Chromosomen besitzen. Somit reagiert das weibliche Immunsystem nicht nur schneller, sondern auch stärker auf die Abwehr von sämtlichen Erregern, die in den Körper eindringen. Eine weiterer Vorteil, den Frauen haben, ist das Hormon Östrogen. Dies ist auch als „weibliches Geschlechtshormon“ bekannt, da es hauptsächlich in den Eierstöcken produziert wird. Ein hoher Östrogenspiegel bietet Schutz vor Infektionen und stärkt die Bildung von Anti-Körpern. Eine Studie der Universität Innsbruck hat zudem herausgefunden, dass das „männliche Geschlechtshormon“ Testosteron dafür sorgt, dass das Immunsystem verlangsamt reagiert und die Abwehrreaktion geringer
TITELTHEMA
ausfällt. Je höher der Testosteronspiegel, desto weniger Antikörper werden gebildet. Warum schwächt Testosteron das Immunsystem? Das Hormon Testosteron hat keinen direkten Einfluss auf das Immunsystem. Dieser Vorgang ist viel komplexer und wird hier nur kurz und knapp dargestellt: Testosteron beeinflusst eine gewisse Gengruppe, die für den Fettstoffwechsel mit verantwortlich ist. Diese Gengruppe wiederum schwächt das Immunsystem. Je höher also der Testosteronspiegel, desto höher ist die Einwirkung auf die Gengruppe, die dann das Immunsystem umso mehr schwächt. Das „starke“ Geschlecht ist also schwächer im Schutz gegen Erreger. Dies wird von Evolutionstheoretikern so begründet, dass Männer früher oft verletzt wurden, da sie viel
draußen unterwegs waren. Um nicht zu viel Energie zu verbrauchen, musste das Immunsystem runtergefahren werden. Was tun bei einem Männerschnupfen? Es gibt keine Behandlungsmöglichkeiten, die extra auf den männlichen Körper ausgerichtet sind. In vielen Fällen werden Erkältungen nicht ernst genommen und besonders im Arbeitsalltag ignoriert. Grundsätzlich kann ein gesunder Mensch einen Schnupfen gut bekämpfen, jedoch strengt er den Körper an und zieht sich ohne Ruhephasen in die Länge. Es gelten also altbewährte Hausmittel wie Ruhe, viel Wasser und Tee trinken, um den Schleim in Mund, Hals und Bronchien zu lösen. Außerdem bleibt so der Kreislauf in Schwung, was für eine schnellere Genesung sorgt. Alkoholische Getränke, Nikotin oder Koffein belasten das Immunsystem unnötig und sollten während einer Krankheit nicht konsumiert werden. Wie kann auch das männliche Immunsystem resistenter gegen Erreger werden? Um es mit dem weiblichen Immunsystem aufnehmen zu können, ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung ein wichtiger Bestandteil. Gemüsesorten wie Brokkoli, Grünkohl, Karotten, Knoblauch und Spinat sind besonders nährreich und regen die Produktion von weißen Blutkörperchen an, die für die Bildung von Antikörpern zuständig sind. Mandeln und Nüsse stärken das Immunsystem, da sie viel Magnesium, Kalzium und Eiweiß enthalten. Außerdem haben sie eine sehr gute Wirkung auf den Darmtrakt und senken den Cholesterinspiegel. Zusätzlich kann eine regelmäßige, sportliche Betätigung dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken.
19
Öl
DER
KMoYkToHs-O S
Was denn jetzt, gesund oder ungesund?
von Anastasia Beck
Kokosöl, bekannt als Allround-Naturheilmittel und Superfood, taucht in letzter Zeit immer öfter in den Medien auf. Aus der Kosmetikindustrie ist das Öl kaum mehr wegzudenken, da es aufgrund des feuchtigkeitsspendenden Effekts sehr oft verwendet wird. Auch ist es vielseitig einsetzbar. Aber in der Wissenschaft und im Alltag gehen die Meinungen auseinander. In diesem Artikel verraten wir Ihnen mehr über das „Wundermittel“ und Tobias Purschke, Ernährungsberater / Diätassistent im Klinikum Bielefeld Mitte, klärt auf, was eine gesunde Ernährung ausmacht und inwiefern Kokosöl dabei eine Rolle spielen kann.
20
Bestandteile und Zusammensetzung Kokosöl, das aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen wird, zeichnet sich besonders durch den hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren aus. Zum Vergleich: Butter enthält 66 % gesättigte Fettsäuren, Kokosöl 82 %. Im Allgemeinen ähneln sich die beiden. Kokosöl hat eine ähnliche Konsistenz, es schmilzt bei Raumtemperatur (ca. 20° Celsius). Der Laurinsäure, welche zu einem hohen Anteil im Kokosöl vorhanden ist, sagt man nach, dass sie entzündungshemmend wirkt und die Konzentration des gefäßschützenden HDL-Cholesterins („gutes Cholesterin“) erhöht. Die Caprylsäure wird auch in Insektensprays eingesetzt und wird als „Naturprodukt“ unter den Insektiziden angepriesen. Die Myristinsäure verursacht einen starken Anstieg der Konzentration des LDD-Cholesterins ("böses Cholesterin") im Blut, verglichen mit der Ölsäure und der Palmitinsäure.
Das Kokosöl besteht u.a. aus:
in Prozent
Laurinsäure 44 - 52 % Caprinsäure 6 - 10 % Caprylsäure 5 - 9 % Myristinsäure 13 - 19 % Palminsäure 8 - 11 % Stearinsäure 1 - 3 % Ölsäure 5 - 8 % Linolsäure 0 - 1 %
GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
Kokosöl galt bisher als gesund und als natürlicher Schlankmacher, da durch die enthaltenen mittelkettigen gesättigten Fettsäuren, die man auch Triglyceride oder MCT nennt, das Abnehmen leichter fällt und sich der Körperfettanteil verringert. Neueste Publikationen beweisen jedoch, dass die gesättigten Fettsäuren im Kokosöl kardiovaskuläre Erkrankungen begünstigen. Expertenn bezeichnen das Öl als Gift für den Körper. Es sei schlimmer als Schweineschmalz. Aber was denn nun, ist Kokosöl gesund oder ungesund? Tobias Purschke, Ernährungsberater / Diätassistent des Klinikums Bielefeld Mitte, bringt nun Licht ins Dunkel: „Rein ernährungsphysiologisch halte ich Kokosöl im moderaten Verzehr für zumindest unbedenklich. Es steht aber fest, dass eine zu einseitige Ernährung sehr oft das Kernproblem für bestimmte Nährstoffmängel darstellt.“ Aus diesem Grund empfiehlt er, sich nicht nur auf eine Ölsorte zu beschränken oder alle anderen rigide auszublenden. „Es kommt viel mehr auf das Omega 3- und Omega 6-Verhältnis eines Öles an, als auf das Verhältnis von gesättigt und ungesättigt.“ Ein hoher Anteil an ungesättigten Omega 6-Fettsäuren bedingt nämlich die Bildung von gefäßschädigenden Hormonen wie Thrombonaxen, die direkte gefäßverengende Auswirkungen haben. „Es ist also unreflektiert zu behaupten, dass nur Öle mit ungesättigten Fettsäuren die beste Wahl sind“, erklärt Purschke. Keimöle und Sonnenblumenöl sind ebenso wie Kokosöl Opfer von Fehlinformationen geworden. „Sie werden von einigen Referenten im Verhältnis zu anderen Ölen als gesünder suggeriert, obwohl der Omega 6-Anteil dieser Öle sehr hoch ist.“ In der Ernährungstherapie wird immer öfter auf eine möglichst geringe Aufnahme von Omega 6 Fettsäuren geachtet, als auf das Vermeiden von gesättigten Fettsäuren. Auf die Frage, ob nun Kokosöl oder Schweineschmalz gesünder sei, antwortet Purschke daher: „Dann würde eher das Kokosöl gewinnen. Die Dosis macht also wie immer das Gift.“ Kann man mit Kokosöl abnehmen? „Mit Kokosöl allein kann man nicht abnehmen“. Vielmehr klappt das Abnehmen laut Purschke mit einer gesunden Ernährung, in der zum Beispiel Kokosöl sowie auch andere Öle ihren Platz haben. Er betont, dass es bei gesunder Ernährung nicht darum geht, ein spezielles Produkt zu zentrieren oder sich darauf zu beschränken.
>>
21
GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
VERWENDUNG Kokosöl ist jedoch nicht nur als Nahrungsmittel bekannt, es bietet viele weitere Anwendungsmöglichkeiten und ist daher ein Allround-Mittel. Wir zeigen Ihnen weitere Möglichkeiten und Anregungen, was das „Wundermittel“ alles kann. Mückenschutzmittel Die Laurinsäure des Kokosöls wirkt abschreckend auf Mücken und Zecken. Wenn man das Kokosöl auf seine Haut aufträgt und verteilt, legt sich das Öl wie eine Schutzschicht um die Haut und überdeckt den Geruch des eigenen Schweißes. Wundmittel Schon indonesische Naturvölker nutzten Kokosöl, um Wunden zu behandeln. Es schützt aufgrund der antibakteriellen Wirkung vor Infektionen und unterstützt gleichzeitig den natürlichen Heilungsprozess der Haut. Durch die Fettsäuren und die pflegenden Eigenschaften kann das Kokosöl helfen, die Narbenbildung nach einer Wunde zu verringern oder gar zu verhindern. Im Kokosöl sind Triglyzeride mit kurzkettigen gesättigten Fettsäuren nachweisbar, die sich durch Reaktionsträgheit auszeichnen. Das bedeutet, dass diese nicht oxidiert werden und das Öl daher auch nicht ranzig wird. Sonnenschutz Kokosöl blockt bis zu 20 % der UV-Strahlen ab und kann somit als Sonnenschutzmittel verwendet werden, jedoch nur bedingt. Laut einer Studie haben Oliven- und Kokosöl mit einem Lichtschutzfaktor von ca. 7 den höchsten unter den Ölen. Beim Sonnenbaden oder Bräunen sollte Kokosöl jedoch nicht verwendet werden, da es der Haut hierfür nicht genug Schutz bietet. Wenn man sich aber nur im Schatten aufhält und die direkte Sonne meidet, oder auch an warmen Frühlingstagen unterwegs 22
ist, kann der Schutz durch Kokosöl ausreichend sein. Sie können sich aus Kokosöl und einigen ätherischen Ölen eine Sonnencreme selbst anmischen. So eine Sonnencreme schützt sie zusätzlich auch vor Mückenstichen. Makeup-Entferner Als Makeup-Entferner eignet sich Kokosöl besonders, da es sogar wasserfeste Wimperntusche und langanhaltenden Lippenstift ohne Probleme und ohne Rückstände entfernt. Mit den Fingern kann man das Öl einfach im Gesicht verteilen, es verbindet sich dann mit dem Makeup und kann anschließend mit einem Wattepad vom Gesicht entfernt werden. So wird nicht nur die Gesichtshaut gepflegt, auch die Augenpartie profitiert von einer natürlichen Pflege ohne chemische Zusatzstoffe, wird nicht zusätzlich gereizt und die Wimpern werden sogar nachhaltig gepflegt. Gesunde und weiße Zähne Das Kokosöl enthält Capryl- und Laurinsäure. Diese wirken antibakteriell und antiseptisch und können daher das Kariesrisiko senken. Im Allgemeinen können dadurch Zahnfleischentzündungen reduziert, schädliche Bakterien bekämpft und die Mundhygiene verbessert werden. Kokosöl soll weiterhin für weißere Zähne sorgen. Aus diesen Gründen ist das Ölziehen mit Kokosöl verbreitet. Dazu nimmt man eine genügende Menge Kokosöl in den Mund, ob fest oder flüssig ist egal, da das Öl schnell im Mund schmilzt. Ausführlich wurden die Auswirkungen des Ölziehens oder auch des Zähneputzens mit Kokosöl nicht untersucht, durch eine Studie wurden aber die positiven Effekte bewiesen. Eventuell zeigen sich aber nur leichte Besserungen. Naturkosmetik Kokosöl pflegt und spendet Feuchtigkeit. Man kann es als Haarkur verwenden, da es Spliss vorbeugt und die Haare weich, geschmeidig und glänzend macht. Auf der Haut wirkt Kokosöl entzündungshemmen,
!
GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
da die vorhandene Laurinsäure auch wirksam gegen Akne und Pickel sein kann. Die Wirkung ist jedoch bei vielen Menschen individuell. Einige berichten von Verbesserung und Rückgang der Akne, bei anderen wiederum verschlimmerte sich die Akne. Daher ist es empfehlenswert, dass Menschen mit groben Poren, die häufiger an Pickeln leiden, weil mehr Talg produziert wird, vor der Anwendung mit Kokosöl ein Peeling anwenden. Dies sorgt dafür, dass alte Haut, Schmutz etc. entfernt werden und die Poren nicht mehr verstopfen können. Durch das Kokosöl wird die Haut dann beruhigt und nachhaltig gepflegt, die Poren aber nicht weiterhin verstopft. Auf den Lippen wirkt Kokosöl ebenso feuchtigkeitsspendend und pflegend. Neurodermitis Kokosöl ist ein Naturprodukt, enthält daher selbstverständlich auch keine Chemie oder Inhaltsstoffe, die die Haut reizen könnten. Es wirkt entzündungshemmend und gegen Viren, Bakterien und Pilze. Es kann den Juckreiz bei Neurodermitis lindern, da Kokosöl einen kühlenden Effekt hat. Dies können Sie noch verstärken, indem Sie ein Glas Kokosöl im Kühlschrank lagern. Wenn Sie sich Wunden aufgekratzt haben, hilft Kokosöl dabei, diese schneller ausheilen zu lassen. Wenn es für Sie zu unangenehm ist, pures Kokosöl auf die Haut aufzutragen, können Sie sich auch eine Salbe selbst anmischen. Dazu verwendet man 10 % Kokosöl, 10 % Urea und 80 % Basiscreme aus der Apotheke.
Unsere Empfehlungen: • Bei der Anwendung von Kokosöl auf Haut, Haaren usw. müssen Sie keine Bedenken haben • Achten Sie beim Kauf von Kokosöl beson ders auf das Bio-Siegel. Kaltgepresstes Kokosöl ist qualitativ hochwertiger • Wenn Sie in der Küche mit Raps- und Oliven öl arbeiten,brauchen Sie keine Angst vor gesundheitlichen Nachteilen zu haben. Laut Diätassistent Tobias Purschke ist es am bes ten, Komponenten frei zu kombinieren. Dies führt zu einem besseren Ergebnis, als nur die Verwendung eines einzigen Produ ktes. • Eine ausgewogene Ernährung ist eine viel seitige Ernährung. Beschränken Sie sich daher nicht nur auf ein spezielles Produkt. „Es ist die individuelle Ausrichtung der Ernährungstherapie an die Rahmenbedin gungen, welche dem Patienten oder Klienten einen gesünderen Lebensstil ermöglichen“, erklärt Purschke. Daher sollten Sie bei Ihrer Ernährung auch Erkran kungen und andere Risiken berück sichtigen.
23
GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
Die am Klinikum Bielefeld Mitte entwickelte Alternative zur Behandlung der HOCM
Das TASH -Verfahren
von Ricarda Knäble
Besonders in Industrieländern wie Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen sehr verbreitet und stellen die häufigste Todesursache dar. Am häufigsten treten Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei älteren Menschen auf, die HOCM (Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie) entwickelt sich jedoch häufig schon bei jüngeren Menschen und verläuft bei vielen Betroffenen zunächst völlig symptomlos. Die HOCM ist eine erbliche Erkrankung, bei der ein Gendefekt zu einer Verdickung der Herzmuskulatur führt. Der Verlauf dieser Erkrankung kann sehr unterschiedlich ausfallen. In der Hälfte der Fälle kommt es jedoch durch die Verdickung zu einer Einengung in der linken Herzkammer, welche anschließend den Blutfluss im Herzen stark behindern kann. Kurzatmigkeit, Atemnot, Brustenge (Angina Pectoris), Herzklopfen, Schwindel, Bewusstlosigkeit, sowie eine allgemeine körperliche Schwäche, sind nur einige der typischen Symptome der HOCM. Bei einer Einengung in der linken Herzkammer kann es dagegen zu langfristigen Folgen am Herzen kommen, wie beispielsweise Herzrhythmusstörungen, Vorhofflimmern, oder sogar zum plötzlichen Herztod. Risikoarme und effektive Behandlungsmethode Eine medikamentöse Behandlung reicht bei der HOCM meistens nicht aus. In der Klinik für Kardiolo-
24
Ziel des Vereins ist es, Menschen mit hypertropher (obstruktiver) Kardiomyopathie (HOCM) zu unterstützen. Der Verein bietet: • Organisation einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit hypertropher (obstruktiver) Kardiomyopathie (HOCM) • Aufklärung über Behandlungsmethoden, Hilfe bei der Suche nach geeigneten Behandlungszentren und psychologischen Praxen, Umgang mit Behörden, Hilfestel lung in akuten Krisensituationen für Patien ten und deren Angehörige • Unterstützung von Wissenschaft und For schung durch Teilnahme und Hilfe an Studi en und der Förderung des Forschungsdialo ges zwischen Hochschulen, Kardiologen, Psychologen und Patienten • Erstellen von Informationen für und Aufklä rung der Öffentlichkeit durch geeignete Kommunikationsmaßnahmen
GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
gie und internistische Intensivmedizin im Klinikum Bielefeld Mitte wurde deshalb zur Behandlung der HOCM schon im Jahr 1996 eine neue, risikoarme und effektive Behandlungsmethode entwickelt. Das sogenannte TASH-Verfahren (Transkoronare Ablation der Septumhypertrophie) stellt seitdem eine Alternative zur medikamentösen Behandlung dar. Auch die früher oft erforderlichen Herzoperationen werden seitdem durch das TASH-Verfahren fast vollständig ersetzt. Beim TASH-Verfahren wird die Verdickung des Herzmuskels durch einen Herzkatheter mittels einer Injektion von Alkohol in eine Herzkranzader behandelt. Über 1.600 TASH-Behandlungen erfolgten bereits im Klinikum Bielefeld, während das Verfahren innerhalb der letzten 20 Jahre kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert wurde. Patientenseminar zur Behandlung der HOCM Am 22. September 2018 fand das erste Patientenseminar zur Behandlung der HOCM, in Kooperation mit dem HOCM Deutschland e.V., im Klinikum Bielefeld Mitte statt. Priv.-Doz. Dr. med. Thorsten Lawrenz, Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin und Sven Lorenz vom Verein „HOCM-Deutschland e.V.“ stellten bei der Veranstaltung das im Klinikum Bielefeld Mitte entwickelte TASH-Verfahren als Behandlungsmethode der HOCM vor. In manchen Fällen der HOCM besteht, so Dr. med. Kristin Radke vom Klinikum Bielefeld in ihrem anschließenden Vortrag, ein erhöhtes Risiko für bedrohliche Herzrhythmusstörungen, bei der die Implantation eines ICD (implantierbarer cardioverter Defibrillator) erforderlich sein kann. Auch auf die Vor- und Nachteile der Implantation kam Dr. med. Kristin Radke zu sprechen. Etwa 70 Patienten und Patientinnen sowie deren Angehörige, besuchten das Patientenseminar und brachten gute Diskussionen und Fragen mit ein. Ebenfalls wurde ein persönlicher Informationsaustausch über Erfahrungen mit der TASH-Behandlung ermöglicht. Die Behandlungsmethode bekam ein zunehmend positives Feedback während der Veranstaltung. Das Klinikum Bielefeld Mitte und der HOCM Deutschland e.V. freuen sich daher schon auf ein weiteres Patientenseminar! In den folgenden Visite-Interviews beantwortet Priv.-Doz. Dr. med. Thorsten Lawrenz Fragen zum TASH-Verfahren und der Entwicklung der Methode. Sven Lorenz berichtet von dem Verein „HOCMDeutschland e.V.“ und – als Betroffener – von seinen individuellen Erfahrungen mit der Erkrankung.
Klinik für Kardiologie und internistische Intensivmedizin im Klinikum Bielefeld Mitte Das Leistungsangebot der Klinik umfasst das gesamte Spektrum der invasiven und nicht-invasiven Kardiologie (Herzkrankheiten) und legt ihre Schwerpunkte zudem auf die Angiologie (Gefäßkrankheiten), die Nephrologie (Nierenkrankheiten) und die internistische Intensivmedizin. Chefarzt Prof. Dr. med. Christoph Stellbrink Zählt für die Redaktion von FOCUS-GESUNDHEIT auf Basis einer unabhängigen Daten erhebung zu Deutschlands Top-Medizinern.
Selbsthilfegruppen In sogenannten Selbsthilfegruppen treffen sich Gleichbetroffene, die sich gegenseitig bei der Bewältigung einer Erkrankung, schwierigen Lebenssituation oder auch besonderen sozialen Lebenslagen unterstützen und motivieren. Im Klinikum Bielefeld gibt es eine Selbsthilfegruppe „Herzpatienten im Gespräch“ und eine „Defi-Selbsthilfegruppe“. Sie haben Fragen zu Selbsthilfegruppen im Klinikum Bielefeld? Klinikum Bielefeld Patienten-Informations-Zentrum (PIZ), Selbsthilfebeauftragte Teutoburger Str. 50 33604 Bielefeld Tel.: 05 21. 5 81 - 22 77 E-Mail: piz@klinikumbielefeld.de Sie suchen eine Selbsthilfegruppe oder Sie möchten selbst eine Gruppe gründen? Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld Stapenhorststr. 5 33615 Bielefeld Tel.: 05 21. 9 64 06 - 94 E-Mail: selbsthilfe-bielefeld@paritaet-nrw.org Weitere Informationen zur Selbsthilfe und zu (Bielefelder) Selbsthilfegruppen finden Sie unter: www.selbsthilfenetz.de
25
GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
Das Tash-Verfahren
Interview mit Priv.-Doz. Dr. med. Thorsten Lawrenz Priv.-Doz. Dr. med. Thorsten Lawrenz Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin Was ist das TASH-Verfahren und worin unterscheidet es sich von herkömmlichen Behandlungsmethoden? Priv.-Doz. Dr. med. Thorsten Lawrenz: TASH ist ein Herzkatheter-Verfahren, bei dem durch eine Alkoholinjektion in eine Kranzader des Herzens Patientinnen und Patienten mit HOCM hocheffektiv behandelt werden können. Diese Patientinnen und Patienten konnten früher nur durch eine Herzoperation behandelt werden. Welche Vor- und Nachteile gibt es bei einer TASHBehandlung? Priv.-Doz. Dr. med. Thorsten Lawrenz: Der Vorteil liegt ganz klar darin, dass durch das TASH-Verfahren ähnlich gute Ergebnisse erzielt werden wie bei der Herz-OP. Letztere ist aber für den Patienten deut-
26
lich belastender und auch gefährlicher. Die Sterblichkeit liegt nach neuesten Erkenntnissen beim TASH-Verfahren ca. 6 mal niedriger im Vergleich zur OP. Eine wichtige Nebenwirkung der TASH ist ein AV-Block (gestörte Reizübertragung zwischen Vorhöfen und Herzkammern). Dieser kann in 10 bis 15 % der Fälle dazu führen, dass nach der TASH ein Herzschrittmacher erforderlich wird. Dies ist nach einer Herz-OP allerdings mit einem vergleichbaren Risiko behaftet. Und das TASH-Verfahren wurde hier im Klinikum Bielefeld Mitte entwickelt? Priv.-Doz. Dr. med. Thorsten Lawrenz: Anfang der 90er Jahre wurden vom damaligen Chefarzt Prof. Horst Kuhn erste Studien zur Behandlung der HOCM durch Herzkatheter durchgeführt. Diese Ergebnisse haben zum TASH-Verfahren geführt, das im April 1994 von Prof. Kuhn veröffentlicht wurde. Schon wenige Wochen später wurde von Prof. Ulrich Sigwart die erste TASH-Behandlung in London durchgeführt. Wie kamen Sie auf die Idee, ein Patientenseminar zur Behandlung der HOCM mit dem TASH-Verfahren zu veranstalten? Priv.-Doz. Dr. med. Thorsten Lawrenz: Herr Lorenz vom Verein „HOCM-Deutschland e.V.“ hat mich darauf angesprochen und vorgeschlagen, dass wir ein derartiges Seminar zusammen organisieren könnten. Ich habe sofort zugesagt. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg, so dass wir bereits verabredet haben, diese zu wiederholen.
GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
Das Tash-Verfahren
Interview mit Sven Lorenz Sven Lorenz 2. Vorsitzender vom Verein „HOCM-Deutschland e.V.“
Was können Sie als Betroffener über die Erkrankung und dessen Herausforderungen sagen? Sven Lorenz: Die größte Herausforderung ist zunächst die richtige Diagnose und dann Spezialisten zu finden, die sich mit den Eigenarten der Erkrankung auskennen. Patientinnen und Patienten haben oft Beschwerden, die unter - oft schon geringer - Belastung auftreten. Dazu gehören Luftnot, ein Druck auf der Brust und einfach das Gefühl, dass man „nicht mehr mithalten kann“. Oft erleben Betroffene auch Schwindel oder sogar kurze Ohnmachten. Damit sprechen wir über bedeutsame Einschränkungen im täglichen Leben. Da diese Beschwerden aber in der Regel nur unter Belastung auftreten und nicht in Ruhe, ist es besonders für Angehörige sehr schwierig, die nahestehende Person als krank anzusehen. Was macht der HOCM Deutschland e.V. genau und was sind Ihre Ziele und Aufgaben? Sven Lorenz: Wir widmen uns drei wesentlichen Zielen: Helfen, Aufklären und Vernetzen. Als SelbsthilfeBundesorganisation stehen wir Patientinnen und Patienten in ganz Deutschland als Ansprechpartner in Akutsituationen zur Verfügung und helfen ihnen, die Diagnose besser zu verstehen, einzuordnen und geben Tipps, wie man damit umgehen kann. Patientinnen und Patienten haben nach der Diagnose oft Gesprächsbedarf. Das kann kein Arzt im Alltag leisten. Und Betroffene schätzen eben auch den Austausch mit anderen Patientinnen und Patienten auf Augenhöhe und sie merken schnell: Sie sind nicht allein. Aber auch bei niedergelassenen Kardiologen wollen wir die Erkrankung bekannter machen. Da die Erkrankung selten ist, werden oft Diagnosen gestellt, die nicht genau genug sind. Eine Erhebung hat gezeigt, dass im Durchschnitt erst der vierte be-
handelnde Kardiologe die HOCM präzise erkennt. Das ist aber für die weitere, erfolgreiche Behandlung sehr wichtig. So war der Verein dieses Jahr erstmals auf dem Deutschen Kardiologenkongress mit einem Stand vertreten und konnte dort über die Erkrankung informieren. Insgesamt wollen wir aber eine starke Gemeinschaft bilden und unsere Mitglieder und alle Interessierten vernetzen. Dazu nutzen wir viele Möglichkeiten. Den Kern bilden Treffen, wie wir sie hier in Bielefeld auch hatten. Dabei haben die Teilnehmer nicht nur Gelegenheit, sich direkt mit anderen Patientinnen und Patienten auszutauschen, sondern wir lernen von den Kardiologen neue Behandlungsmethoden, erhalten wertvolle Tipps im Umgang mit der Krankheit und es gibt auch immer ausreichend Zeit, dass Betroffene sich auch direkt mit dem Ärzteteam austauschen können. Wie genau unterstützen Sie Menschen mit HOCM innerhalb des Vereins? Sven Lorenz: Der Verein lebt von seinen Mitgliedern und für seine Mitglieder. Als Mitglied haben Sie den direkten Draht zum Verein und erhalten alle Newsletter und alle Einladungen zu den qualitativ hochwertigen Veranstaltungen. Darüber hinaus stehen wir aber allen Menschen im persönlichen Gespräch und auf unserer Internetseite mit Rat und Tat zur Verfügung und das ehrenamtlich und unentgeltlich. Wie können Selbsthilfegruppen Ihrer Meinung nach Betroffene unterstützen? Wie hat Ihnen die Selbsthilfegruppe geholfen? Sven Lorenz: Das System der Selbsthilfe ist in Deutschland sehr etabliert. Es gibt für fast jede Erkrankung eine Anlaufstelle, bei der man sich als Patientin oder Patient informieren kann. Ich selbst habe die HOCM-Diagnose von meiner Kardiologin erhalten und angefangen, mich im Internet schlauer zu machen. Das ist schrecklich, denn alles, was bei mir hängen blieb, war, dass ich nun eine unheilbare Herzkrankheit habe. Unheilbar! Ich hab dann aber auch die Internetseite des Vereins gefunden und dort angerufen. Da war dann ein Mensch, der sich für mich über eine Stunde Zeit nahm, der genauso Patient war, wie ich. Der schon alles einmal durchgemacht hat. Die Beschwerden, die Medikamente und auch den Eingriff am Herzen. Dieses Gespräch tat so gut, weil mir klar wurde, dass es gute, erprobte Wege gibt, wieder ein ganz normales Leben zu führen. Auch wenn an sich die Erkrankung nicht heilbar ist, aber sie ist eben sehr gut behandelbar!
27
MAKO Das robotergestützte Chirurgiesystem bei Kniegelenkersatz Prof. Dr. med. Ludger Bernd Chefarzt der orthopädischen Klinik am Klinikum Bielefeld
Dr. med. Christoph Barkhausen Leitender Oberarzt der orthopädischen Klinik am Klinikum Bielefeld
Klinikum Bielefeld – Das erste Krankenhaus in NRW mit Mako-System Das Klinikum Bielefeld führt die roboterarmassistierte Operationstechnologie Mako ein und nimmt dadurch bei der chirurgischen Innovation und der Patientenversorgung eine Vorreiterrolle ein. Das Klinikum Bielefeld ist das erste Krankenhaus in NRW mit einem solchen robotergestützten Chirurgiesytem bei Kniegelenkersatz. „Wir investieren etwa 1,5 Mio. Euro in diese Zukunftstechnologie und stärken so unsere Klinik für Orthopädie!“, freut sich Geschäftsführer Michael Ackermann über das neue Chirurgiesystem.
28
Die orthopädischen Verfahren und speziell die Knie-Endoprothetik entwickeln sich kontinuierlich weiter. Dieser Wandel führt stetig zu verbesserten chirurgischen Ansätzen und Technologien. „Die Endoprothetik stellt einen besonderen Schwerpunkt der Orthopädischen Klinik im Klinikum Bielefeld dar. Wir versorgen unsere Patientinnen und Patienten nach den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft. Darum haben wir als eine der ersten Kliniken in Deutschland die roboterarmassistierte Operationstechnologie Mako® eingeführt, die Operateure bei Hüft- und Kniegelenkersatzoperationen unterstützt. Seit Oktober operieren wir mit der neuen Technologie und sind sehr zufrieden“, stellt Prof. Dr. med. Ludger Bernd, Chefarzt der Klinik für Orthopädie fest. Was ist Mako? Mako gehört seit 2007 weltweit zu den führenden Roboterarmsystemen bei der hochpräzisen Implantation von Hüft- und Knieprothesen. Weltweit arbeiten bereits mehr als 500 Kliniken mit diesem System und es wurden über 150.000 Gelenkersatzoperationen mit Mako durchgeführt.
GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
Operiert der Roboterarm? Nein. Mako ist ein sehr präzises Instrument, das die komplexe Arbeit des Operateurs unterstützt, verbessert und verfeinert. Der Operateur führt den Eingriff jedoch selbst durch. Der Mako Roboterarm wird dabei vom Operateur gesteuert und bedient. Auf welche Weise unterstützt Mako den Operateur? Jede Mako Operation ist personalisiert und eigens auf die Patientin oder den Patienten zugeschnitten. Anhand einer Computertomographie (CT) vor der Operation erstellt Mako ein 3D-Modell des Patientengelenks, damit der Operateur die Anatomie analysieren und einen maßgeschneiderten OP-Plan bereits vor der OP erstellen kann. Zu Beginn der OP wird die natürliche Bandspannung des Gelenkes gemessen und in die Feinplanung der Prothesenposition einbezogen. Danach erfolgt die Operation,
so dass die Bänder über den gesamten Bewegungsablauf perfekt gespannt sind. Klinische Studien und unabhängige Prothesenregisterdaten zeigen bessere funktionelle Ergebnisse und niedrigere Revisionsraten für diese Patientinnen und Patienten.
MAKO SPRECHSTUNDE Montag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr
TERMINVERGABE Heike Tölkemeier Tel.: 05 21. 5 81 - 31 20 E-Mail: heike.toelkemeier@klinikumbielefeld.de
! ?
Was spricht für Mako?
Die Vorteile für Patientinnen und Patienten sind:
• personalisierte Operation: bislang uner reichte chirurgische Flexibilität während des Eingriffs ermöglicht dem Operateur, bei Bedarf Feinanpassungen vorzunehmen • präziser und genauer chirurgischer Eingriff : kürzere Genesungszeit mit weniger post operativen Schmerzen, langlebigere Ergebnis se durch bewährte Prothesenmaterialien von höchster Qualität
29
GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
Magnetkette gegen Sodbrennen
Am Klinikum Bielefeld Standort Mitte wurde nun erstmals in Bielefeld das LINX-System zur Behandlung der Refluxerkrankung eingesetzt. Das System besteht aus einer Art flexiblen Kette mit magnetischen Gliedern, welche um die untere Speiseröhre gelegt wird und so einen dichten Abschluss wiederherstellt. Reflux (Sodbrennen) betrifft Millionen Patientinnen und Patienten weltweit. Die Ursache ist ein mangelhafter Verschluss zwischen Speiseröhre und Magen, sodass saurer Mageninhalt nach oben drückt. Symptome sind Sodbrennen das so stark
sein kann, dass man es mit einem Herzinfarkt verwechseln kann. Aber auch sogenannte atypische Beschwerden wie Heiserkeit, Räusperzwang und gehäufte Atemwegsinfekte, können auftreten. Jahrelanger Reflux kann sogar Krebs verursachen. „Bevor man behandelt muss erst einmal die Diagnose gesichert sein“, so Ulrich Klaus Fetzner vom Klinikum Mitte. Dazu gehören eine Reihe von Untersuchungen wie etwa eine Magenspiegelung, eine pH-Metrie (Säuremessung) und eine Druckmessung der Speiseröhre. Diese Voruntersuchungen sind sehr wichtig für die Wahl der Therapie. „Früher wurde zu oft operiert und auch zu oft das falsche Verfahren angewendet“, ergänzt Fetzner. Dies hatte zur Folge, dass Patienten nach der Operation entweder an Schluckstörungen litten oder aber keine Verbesserung des Refluxes durch die Operation hatten.
Gesunder Magen
Reflux Magen
Speiseröhre
Hiatushernie
Speiseröhrenschließmuskel
Reflux (Sodbrennen)
Ulrich Klaus Fetzner Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
30
Medikamentöse Behandlung
Das LINX-System
Säureblockierende Medikamente können die Symptome und die Folgen lindern, helfen aber nicht ursächlich. Zudem ist erst seit kurzem bekannt, dass durchaus auch schwerwiegende Nebenwirkungen durch die längere Einnahme auftreten können.
Beim LINX-System handelt es sich um eine feingliedrige Titankette mit magnetischen Elementen, welche in einer Schlüssellochoperation um die untere Speiseröhre gelegt und geschlossen wird. Beim Schlucken von flüssigen und vor allem festen Speisen öffnet sich die Kette. In Ruhe übt sie sanften Druck aus und schließt so die Speiseröhre dicht vor dem Magen ab. Weltweit wurden bereits etwa 15.000 „Ketten“ implantiert. Die bisherigen Studienergebnisse sind vielversprechend, Langzeitergebnisse liegen derzeit noch nicht vor. Neuartig an der Technik im Vergleich zu den anderen Operationsverfahren ist, dass die Anatomie von Speiseröhre und Magen nicht verändert wird und der Eingriff sehr einfach und komplikationsarm durchgeführt werden kann. Voraussetzung ist allerdings, dass der Eingriff an einer Klinik durchgeführt wird, wo sowohl personell als auch logistisch die komplette Bandbreite der anspruchsvollen Speiseröhrenchirurgie angeboten wird. Dies ist am Klinikum Bielefeld der Fall.
Klassische Operation Operativ muss fast immer das Zwerchfell am Durchtritt der Speiseröhre eingeengt werden und – dies war die klassische Operationsmethode – der Magen mehr oder weniger um die Speiseröhre gewickelt werden, um eine Art Manschette zu formen, welche den Rückfluss von Magensaft nach oben verhindert.
0
1
2
31
SERVICE
Ärztehaus am Klinikum Bielefeld
Telefon: 05 21. 5 81 - 0 E-Mail: info@klinikumbielefeld.de
OelmĂźhlenstr. 30 33604 Bielefeld 32
Weitere Informationen unter: www.klinikumbielefeld.de/aerztehaus.html
KOMFORTKLINIK
Am Campus Gesundheit des Klinikums Bielefeld offiziell eröffnet
Es ist soweit! Das Ärztehaus am Campus Gesundheit am Klinikum Bielefeld Mitte ist offiziell eröffnet. Herzstück des Neubaus sind die Komfortklinik und die Kurzzeitpflege.
niert. Zwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedenster Fachdisziplinen arbeiten 24 Stunden an 7 Tagen für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten. Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin des Pflegedienstes ist Beide Einrichtungen werden vom Zentrum für staatlich examinierte/r Gesundheits- und KrankenPflege und Gesundheit betrieben, einer Tochterpfleger/in und verfügt weiterhin über Zusatzqualigesellschaft von fikationen in den Klinikum Bieleverschiedensten feld und ArbeiterBereichen. Damit wohlfahrt. Neben bietet das Kliniliebevoll gestalkum Bielefeld klinikumbielefeld teter und ästheein Höchstmaß unsere kompetenz für ihre gesundheit tisch ansprechenan Professionalider Einrichtung tät, Leistung und und Ausstattung Kompetenz. Die bietet die KomKo m f o r t k l i n i k fortklinik den Priermöglicht den vatpatientinnen und -patienten die bestmögliche Patientinnen und Patienten einen ruhigen und ermedizinische Versorgung mit einem gehobenen holsamen Aufenthalt mit direkter Anbindung an Standard und einem fantastischen Ausblick auf das Klinikum Bielefeld Mitte. Ein Teil der Zimmer den Teutoburger Wald. In der Komfortklinik werden verfügt über einen separaten Balkon. Die Gäste hochklassige medizinische Versorgung und pflegeder Komfortklinik werden ausschließlich in morische Betreuung in einer ruhigen Atmosphäre mit dernen und neu eingerichteten Zweibettzimmern, einem exzellenten Service auf Hotelniveau kombidie standardmäßig mit aktueller technischer
>>
33
SERVICE
Infrastruktur ausgestattet sind, untergebracht. Jedes der klimatisierten Zimmer ist mit Fußbodenheizung und einem elektrischen Komfortbett mit Nachtschrank ausgestattet. Eine Minibar befindet sich in allen Zimmern. Weiterhin finden Patientinnen und Patienten in den Zimmern einen eigenen Kleiderschrank mit Safe, einen Flat Screen TV mit Sky Entertainment- und Sportpaket, ein Telefon, WLAN-Zugang, elektrisch verstellbare Fenster store, ein Multimedia Pad und eine Lounge-Ecke für Besucher. In den Bädern sorgt die bodenebene Regendusche für besondere Entspannung. Bei der Ankunft erhalten die Gäste ein Willkommenspaket mit hochwertigen Pflegeprodukten und einen Bademantel, der für die Dauer des Aufenthaltes kostenlos zur Verfügung steht.
Hier geht es zur Website: Komfortklinik am Campus Gesundheit des Klinikums Bielefeld
3D-TOUR
Tour starten Erleben kann man die Komfortklinik schon, bevor man selbst vor Ort ist. Und das aus einer völlig neuen Perspektive: mit einer 360 Grad 3D-Tour.
34
35
Das Klinikum Bielefeld wird digital
Axel Dittmar Leiter Unternehmenskommunikation, Kliniksprecher
Ein Blick in die nahe Zukunft Notaufnahme. Erweiterungsbau. Wir schreiben das Jahr 2022. Die Leiterin der Notaufnahme behandelt keinen Patienten mehr, ohne davor und danach am Computer eine Handvoll Klicks zu machen, Häkchen zu setzen und Kommentare einzugeben. Im Durchschnitt dauert das fünf Minuten. Ein bisschen lästig sei das schon. „Schließlich bin ich Ärztin und keine Programmiererin“, sagt die Chefin der Notaufnahme. Aber sie lässt nichts auf den „Schockraum-Algorithmus“ kommen, der inzwischen obligatorisch ist. Alle Patienten- und Behandlungsdaten werden inzwischen zentral gespeichert. Statt mit einer
36
Aktenablage sind die Visitenwagen nun mit Monitoren ausgerüstet. Und zu fast jedem Therapieschritt gibt es - egal in welcher Abteilung für die Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegerinnen und Pfleger auf dem Computerbildschirm etwas zu lesen, abzuhaken und auszufüllen. Zum Beispiel welche Vorerkrankungen eine Rolle spielen könnten, welche Laboruntersuchungen jetzt üblicherweise zu machen sind und welche Wechselwirkungen mit Medikamenten es womöglich zu beachten gilt. Das ist mehr als bloß eine elektronische Gedächtnisstütze, die mit Checklisten die Unaufmerksamkeit zu vermeiden helfen soll, die sich sonst schnell in die Routine einschleicht. Jetzt sind die Informationen mit einem Klick da: Vorerkrankungen, frühere Behandlungen, Ultraschallbilder und Laborwerte.
Zurück in die Gegenwart
Jochen Düsterhaus und Martin Heppe aus dem
SERVICE
Projektteam für die digitale Visite lächeln über den Blick in die Zukunft, finden aber, dass da schon eine Menge Gegenwart aus dem Klinikum Bielefeld drinsteckt. „Ziel des Projektes Digitalisierung ist es tatsächlich alle Informationen über die Patientinnen und Patienten, die in Papierform vorliegen, zu digitalisieren, damit die Informationen zu jeder Zeit verfügbar sind und zwar an jedem Ort“, beschreibt Martin Heppe die Zielsetzung des Projektes. Bis Ende des Jahres 2019 werden an allen drei Standorten des Klinikums Bielefeld digitale Visitenwagen und iPads zum Einsatz kommen. Ziel der Digitalisierungsstrategie ist die mobile Patientenakte. Papier wird dann (fast) ausgedient haben. In der aktuellen Pilotphase wird die neue Technik auf fünf Stationen getestet. Erste Erfahrungen sind positiv. „Früher hatten wir viel mehr Papierkram. Wir sind froh über die neue Form der Datenerfassung“, sagt Stationsleitung Silvia Maric von der Station 5.3. Zielsetzung des Projektes ist es, die Patientendaten überall sofort und gleich verfügbar zu machen. Der Praxistest hat bestätigt, dass die Digitalisierung zur Arbeitserleichterung beitragen kann. „Akten müssen nicht mehr gesucht werden. Man kann alles lesen, Anordnungen können einfach nachvollzogen werden“, stellt Martin Heppe fest. Heppe ist im Rahmen des Gesamtprojektes Projektleiter für die digitale Pflegeplanung. „Eine weitere positive Entwicklung: die Arbeiten an der Patientenakte sind parallel möglich. Der Zugriff auf die Daten wird nun in Echtzeit geschehen können!“, so Heppe weiter. Sichtbares Zeichen des Digitalisierungsprojektes auf den Stationen sind die iPads und die digitalen Visitenwagen, welche statt mit einer Aktenablage nun mit Monitoren ausgestattet sind, auf denen Patientendaten eingesehen und bearbeitet werden können. „Mit W-Lan ist der Zugriff auf die aktuellen Patienteninformationen kein Problem“, sagt Jochen Düsterhaus, Administrator für klinische Anwendungen in der IT Abteilung, der sich um die technische Umsetzung des Projektes kümmert. „Im Rahmen der Visite können die beteiligten Berufsgruppen die Patientendaten schnell und direkt am Patientenbett erfassen, auch ein Diktiersystem ist integriert“, stellt Düsterhaus fest. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden geschult, bevor es los geht. Natürlich gab es Vorbehalte, die aber schnell ausgeräumt werden konnten. „Die Vorteile sind für alle Nutzerinnen und Nutzer schnell sichtbar“, sagt Jochen Düsterhaus. Die neue Technik ersetzt nicht
die Medizin, sie bietet lediglich die Möglichkeit, alle Informationen über die Patientinnen und Patienten jetzt und gleich zu bekommen, die ganze Patientin und den ganzen Patienten im Blick zu behalten. Das System kann auch prüfen, ob Medikamente untereinander kompatibel und verträglich sind. Es entsteht nahezu ein ganzes „Patientenjournal“. Die Daten sind an zentraler Stelle zusammengefasst. Von der Dosierung der verabreichten Medikamente, eventuellen Physiotherapie-Terminen bis hin zum Arztbrief, den die Patientinnen und Patienten nach der Entlassung für den Hausarzt mit auf den Weg bekommen. Und muss der Patient / die Patientin nach einer Weile doch wieder ins Krankenhaus zurückkehren, dann hilft die digitale Akte ein weiteres Mal: Schnell kann eingesehen werden, welche Operationen oder Therapien vorausgegangen waren. Die erhobenen Daten sind gegen fremde Zugriffe gesichert.
Ein Blick auf die Fakten
Angelegt ist das Projekt auf 5 Jahre. Mitte 2019 soll die digitale Visite klinikumweit eingeführt sein. Das Klinikum Bielefeld ist auf dem Weg zum Krankenhaus 2.0.
37
SERVICE
rurgie mit HIPEC bei bösartigen Erkrankungen des Bauchfells einführen. Einen wichtigen Teil in den ersten 100 Tagen wird außerdem der persönliche Besuch von Hausärzten/innen und Zuweisern/innen, auch im interdisziplinären Behandlungsteam, ausmachen, damit die Grundlage für eine enge und kommunikative Zusammenarbeit geschaffen wird.
3 ed. Prof. Dr. mnnebösel Marcel Bi
Neuer Chefarzt Seit dem 01.10.2018 ist Prof. Dr. med. Marcel Binnebösel neuer Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Zu seinem Start haben wir ihm vier Fragen gestellt, um ihn besser kennenzulernen.
1
Was sind Ihre Gründe, ans Klinikum Bielefeld zu wechseln? Die Möglichkeit, Medizin auf höchstem Niveau in der Maximalversorgung anzubieten und in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie alle Potentiale der Weiterentwicklung zu haben, die mir am Herzen liegen. Daneben ist Bielefeld eine sehr schöne, grüne, lebendige und damit lebenswerte Stadt, weshalb ich mich sehr über den Wechsel freue.
2
Haben Sie Pläne für die sogenannten ersten 100 Tage? In den ersten Wochen und Monaten möchte ich meine Mitarbeiter/innen aus Ärzteschaft und Pflege sowie Strukturen und Abläufe in der Klinik und im Klinikum kennen lernen. Gemeinsam werden wir neue Standards, Strukturen und Abläufe entwickeln und uns am Hauptbehandlerkonzept orientieren. Im interdisziplinären und standortübergreifenden Team möchte ich von Beginn an meine Erfahrungen und Kenntnisse in den Aufbau eines Viszeralonkologischen Zentrums der Deutschen Krebsgesellschaft mit den Organschwerpunkten für Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs einbringen, den Grundstein für die Entwicklung eines Pankreaszentrums Ostwestfalen legen und die Methode der Zytoreduktiven Chi-
38
Wie sehen Sie die zukünftige Ausrichtung der Abteilung? Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie wird auch in Zukunft der verlässliche und kompetente Partner für alle Abteilungen des Klinikums Bielefeld und für alle Zuweiser/innen aus Bielefeld in fachspezifischen Fragen sein. Dabei bildet die gesamte Breite der Allgemein- und Viszeralchirurgie das Fundament einer innovativen und qualitäts orientierten Chirurgie, die ich am Standort Mitte aus- und aufbauen möchte. Daneben wird es spezifische Schwerpunkte geben, die es zu entwickeln gilt: Die Endokrine Chirurgie stellt auch in Zukunft einen wichtigen Pfeiler in der interdisziplinären Patientenversorgung dar und wird weiter auf höchstem Niveau als Referenzzentrum angeboten. Die nächste große Säule wird die onkologische Chirurgie, also die Versorgung von bösartigen Erkrankungen der Oberbauchorgane (Speiseröhre, Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse) sowie des Dünn-, Dickund Mastdarms sein. Bei den Primärtumoren wird ein besonderer Schwerpunkt in der operativen Versorgung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse entstehen. Daneben sehe ich großes Potential in der interdisziplinären Versorgung von metastasierten Erkrankungsstadien, insbesondere von Leber- und peritonealen Metastasen des kolorektalen Karzinoms. Als dritte Säule der Klinik ist es mir ein großes Anliegen, die schonende, minimal-invasive Chirurgie in allen Bereichen der Allgemein- und Viszeralchirurgie, insbesondere in der onkologischen Chirurgie zu etablieren bzw. auszubauen. Zuletzt ist es mir sehr wichtig, auch in Zukunft eine patientenorientierte und zuweiserfreundliche Ausrichtung der Klinik zu gestalten. Dabei stehe ich als Chefarzt der Klinik für alle Patientinnen und Patienten zur Verfügung und bin für Zuweiser/innen direkt erreichbar.
4
Was macht Prof. Dr. Marcel Binnebösel privat? Ich lebe zusammen mit meiner Frau und unseren beiden Kindern und wir sind im November nach Bielefeld gezogen. Meine Freizeit verbringe ich mit meiner Familie, zum Ausgleich gehe ich Laufen, spiele Fußball oder lese sehr gern.
klinikumbielefeld unsere kompetenz für ihre gesundheit
NEWS
Jubilarsfeier 2018: Feier zur Ehrung langjähriger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
A
m Montag, den 8. Oktober feierten 38 Jubilare ihre langjährige Mitarbeit im Klinikum Bielefeld. Sieben Jubilare arbeiten bereits seit 40 Jahren für das Klinikum, die übrigen 31 Personen seit 25 Jahren. Geschäftsführer Michael Ackermann wendete sich mit einer herzlichen Rede an die Ehrengäste, und betonte, wie besonders es gerade in der heutigen Zeit ist, dass die Kolleginnen und Kollegen ihrem Arbeitgeber über eine so lange Zeit treu geblieben sind. Dr. med. Wolfgang Schmidt-Barzynski, ärztlicher Direktor des Klinikum Bielefeld beglückwünschte zusammen mit Pflegedirektorin Christiane Höbig und Erika Tubbesing-Vogt, Vorsitzende des Betriebsrates, die Jubilare.
A
m Sonntag, dem 11. November eröffnete das Krankenhausmuseum am Klinikum Bielefeld eine neue Ausstellung unter dem Motto: „Hallo mein Herz: von Heilkräutern und Stethoskop zu Herzkatheter und Schrittmacher“. Die Besucher erwarten viele faszinierende Objekte und Medien, weit über 100 zum Teil erstmalig öffentlich präsentierte Objekte. Die Geschichte sowie aktuelle Verfahren in der Herz-Kreislaufmedizin und -pflege werden anschaulich dargestellt. An Mitmach- und Vorführstationen können eigene Erfahrungen gesammelt werden.
Neue Ausstellung im KrankenhausMuseum
Ausstellungsorte: Eduard-Windthorst-Str. 23 (Klinikum Bielefeld Mitte, Haus 4) und Dr.-Mildred-Scheel-Park Öffnungszeiten: Sonntags, 14:00 - 17:00 Uhr Führungen: 14:30 und 15:30 Uhr, Wochentags nach Vereinbarung!
39
klinikumbielefeld unsere kompetenz für ihre gesundheit
VERANSTALTUNGEN von Januar 2019 – April 2019
KREISSSAALFÜHRUNGEN IM KLINIKUM BIELEFELD MITTE Veranstaltungsort Klinikum Bielefeld Mitte -Ebene 12 Bei der Besichtigung von Babytown werden Kreißsaal, Wochenbettstation und die Kinderzimmer vorgestellt. Danach gibt es die Möglichkeit Fragen an die Ärztin und die Hebammen zu stellen. Interessierte treffen sich in der 12. Etage (Babytown) des Klinikums Bielefeld Mitte - direkt vor dem Kreißsaal.
MONTAGSGESPRÄCHE DER PALLIATIVSTATION Veranstaltungsort Klinikum Bielefeld Mitte - Seminarraum 2
Hospizkultur und Palliativversorgung in der stationären Altenhilfe in NRW Montag, 28. Januar 2019, 19.00 bis 21.00 Uhr
Referent: Frank Gunzelmann
Termine Mittwoch, 02. Januar 2019, 18.00 Uhr Dienstag, 15. Januar 2019, 19.00 Uhr
Gesellschaft im Wandel - wie wir uns zum Tod positionieren
Mittwoch, 06. Februar 2019, 18.00 Uhr Dienstag, 19. Februar 2019, 19.00 Uhr
Montag, 08. April 2019, 19.00 bis 21.00 Uhr Referentin: Dr. Swantje Goebel
Mittwoch, 06. März 2019, 18.00 Uhr Dienstag, 19. März 2019, 19.00 Uhr Mittwoch, 03. April 2019, 18.00 Uhr Dienstag, 16. April 2019, 19.00 Uhr
BÜRGER FRAGEN - ÄRZTE ANTWORTEN Veranstaltungsort Klinikum Bielefeld Mitte - Seminarraum 2 Hinweis: Kostenlose Eintrittskarten für die jeweiligen Vorträge erhalten Sie zwei Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung in der Geschäftsstelle der Neuen Westfälischen in der Niedernstraße und an der Information im Klinikum Bielefeld Mitte.
>>
40
SERVICE
Möglichkeiten bei der robotergestützten Knieprothesenimplantation - Gründe für den Fortschritt! Mittwoch, 23. Januar 2019 um 18.00 Uhr ACHTUNG geänderter Veranstaltungsort am 23. Januar 2019: Stadthalle Bielefeld Referent Prof. Dr. med. Ludger Bernd Chefarzt der Orthopädischen Klinik
BÜRGER FRAGEN - ÄRZTE ANTWORTEN Veranstaltungsort Klinikum Halle (Westf.) - Cafeteria im Erdgeschoss
Eine Führung durch die Lehre der menschlichen Organe – Wesentliche Aufgaben und Zusammenspiel der Funktionen Dienstag, 05. Februar 2019 um 18.00 Uhr
Tatort Schulter Mittwoch, 27. Februar 2019 um 18.00 Uhr Referent Dr. med. Alexander Rübberdt Chefarzt der Unfallchirurgischen Klinik
Referent Dr. med. Michael Hanraths Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Geriatrie
Rechtsseitige Unterbauchschmerzen – ist der Wurmfortsatz überflüssig? Dienstag, 05. März 2019 um 18.00 Uhr
Darmkrebsmonat März: Neues zur Vorsorge Mittwoch, 27. März 2019 um 18.00 Uhr Referent Prof. Dr. h.c. (TashPMI) Dr. med. habil. Mathias Löhnert Chefarzt der Klinik für Allgemeinchirurgie und Koloproktologie
Referent Dr. med. Michael Feltkamp Chefarzt der Klinik für Allgemeinchirurgie
Endoprothetik – Ein wahrer Fortschritt? Dienstag, 02. April 2019 um 18.00 Uhr
Brustaufbau, Brustverkleinerung, Brustvergrößerung - Schönheits-OP oder medizinisch notwendig?
Referent Dr. med. Michael Thiemann Chefarzt der Klinik für Unfall chirurgie
Mittwoch, 24. April 2019 um 18.00 Uhr Referent Dr. med. Onno Frerichs Chefarzt der Klinik für Plastische, Wiederherstellungs- und Ästhetische Chirurgie - Handchirurgie
41
SERVICE
Wild JETZT WIRD'S
Rehragout mit Pilzen
für 4 – 6 Personen | klassisch
Zutaten 800 g Rehschulter ohne Knochen 25 g getrocknete Steinpilze 300 g Schalotten 1 Knoblauchzehe 1 Möhre 1 Petersilienwurzel 500 g braune Champignons 5 Wacholderbeeren 5 Nelken Salz, Pfeffer ¼ Liter trockener Rotwein (z.B. Spätburgunder) 4 Stiele gehackte Petersilie 1-2 EL Speisestärke 3-4 EL Weinbrand
Zubereitung Das Fleisch in mundgerechte Würfel schneiden. Steinpilze in ¼ Liter Wasser einweichen. Gemüse waschen und putzen. Schalotten, Knoblauchzehe, Möhre und Petersilienwurzel würfeln, Champignons vierteln. Fleischwürfel im Bräter von allen Seiten kräftig anbraten. Mit 100 ml Wasser ablöschen und die Flüssigkeit einkochen lassen. Das Gemüse dazugeben, ebenfalls anbraten, mit 100 ml Wasser ablöschen und einkochen lassen. Mit Wacholderbeeren, Nelken, Salz und Pfeffer würzen. Den Rotwein dazu gießen und etwas einkochen lassen. Steinpilze mit dem Einweichwasser und weiteren 300 ml Wasser hinzufügen und aufkochen. Das Ragout auf niedriger Stufe 45-60 Minuten, mit geschlossenem Deckel, köcheln lassen. Die Speisestärke in etwas Wasser glatt rühren und das Ragout damit binden. Mit Weinbrand, Salz und Pfeffer abschmecken und mit Petersilie garniert servieren.
42
SERVICE
DAS RICHTIGE, FÜR KALTE TAGE! Kürbis-Auflauf mit Gnocchi für 4 Personen | einfach gut
Zutaten
FRUCHTIGER SEELENWÄRMER Süßkartoffel-Suppe mit Kokosmilch für 4 Personen | vegan
Zutaten
80 g Baguette 1 Zwiebel 1 EL gehackte Ingwerwurzel 1 EL rote Thai-Curry-Paste 1 TL Salz 650 g Süßkartoffeln 400 ml Kokosmilch 1 Liter Gemüsebrühe 1 Limette Koriander
Zubereitung
Das Baguette würfeln, in einer Pfanne mit etwas Öl rösten und zur Seite stellen. Die Zwiebel würfeln und mit dem Ingwer in einem großen Topf glasig dünsten. Mit Curry-Paste und Salz würzen. Süßkartoffeln würfeln, mit Kokosmilch und Gemüsebrühe zu den Zwiebeln geben. Aufkochen und ohne Deckel etwa 20 Minuten auf niedriger Stufe garen, bis die Süßkartoffeln weich sind. Suppe pürieren. Kurz vor dem Servieren nochmals abschmecken und mit Limettensaft verfeinern. Mit Koriander und Baguette-Croûtons garniert servieren.
500 g Hähnchen-Geschnetzeltes 2 Knoblauchzehen 2 Zwiebeln 500 g Hokkaido (ca. 1/2 Kürbis) 2 Zweige Rosmarin 6 Stiele Thymian 500 ml Gemüsebrühe 200 g Creme fraîche 2 EL Tomatenmark 2 TL Curry Cayennepfeffer, Salz, Pfeffer 500 g Gnocchi 200 g Bergkäse
Zubereitung
Knoblauch und Zwiebeln fein würfeln und mit dem Hähnchen-Geschnetzelten anbraten. Den Hokkaido würfeln, Rosmarin-Nadeln und Thymian-Blättchen abzupfen. Mit Gemüsebrühe zu dem Hähnchen geben und ca. 5 Minuten dünsten. Creme fraîche, Tomatenmark und Curry hinzufügen und mit Gewürzen abschmecken. Mit Gnocchi vermengen, in eine Auflaufform füllen und mit geriebenem Bergkäse bestreuen. Im Ofen ca. 15 Minuten bei 200°C Umluft backen, bis der Käse gold-gelb ist.
BRITISCHE WEIHNACHTEN Der Shortbread-Klassiker wird mit kandiertem Ingwer zum Weihnachts-Star für ca. 60 Stück | raffiniert
Zutaten
450 g Mehl, 150 g Instant-Mehl, 360 g Butter, 180 g Zucker, 150 g kandierter Ingwer, 1 Prise Salz, Zucker zum Bestreuen
COOKIES FOR SANTA Dieser Keksduft lockt den Weihnachtsmann an! für ca. 40 Stück | vegetarisch
Zutaten
100 g Schokolade (70 % Kakao), 100 g Walnusskerne, 80 g Butter, 100 g Rohrzucker, 50 g Sesampaste (Tahin), 1 Ei, 1 Vanilleschote, 125 g Mehl, ¼ TL Salz, ½ TL Backpulver
Zubereitung
Schokolade und Walnusskerne grob hacken. Aus Butter, Rohrzucker und Sesampaste (Tahin) eine cremige Masse rühren. Das Ei und das Mark aus der Vanilleschote unterrühren. Mehl, Salz und Backpulver mit der Buttermasse verrühren. Schokolade und Walnusskerne unterheben. Den Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teelöffelweise den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Etwas Platz zwischen den Cookies lassen, da sie beim Backen auseinander laufen. Cookies ca. 10 Minuten hellbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und ca. 5 Minuten auf dem Backblech auskühlen lassen. Anschließend vom Blech lösen und zum Abkühlen auf ein Kuchengitter geben.
44
Zubereitung
Butter schmelzen und Ingwer fein hacken. Mehl, Instant-Mehl, Butter, Zucker, Ingwer-Stückchen und Salz in einer Schüssel zu einem glatten Teig verrühren. Zu einer flachen Kugel formen und abgedeckt 1 Stunde kaltstellen. Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech ausrollen. Mit einer Gabel Löcher einstechen. Mit Zucker betreuen und im unteren Ofendrittel bei 200°C Ober-/Unterhitze 10-15 Minuten hellbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und auf dem Backblech in ca. 1,5 cm breite und 8 cm lange Streifen schneiden. Vom Blech nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
SERVICE
SÜSSE CHRISTBÄUME Zutaten für den Teig 320 g Butter 250 g Zucker 300 g Zartbitter-Schokolade 6 Eier 200 g gemahlene Haselnüsse 150 g Mehl 1 TL Backpulver 15 g Lebkuchengewürz
1
Zubereitung Butter, Zucker und Schokolade in einem Topf schmelzen und etwas abkühlen lassen. Eier trennen. Eigelbe, Nüsse, Backpulver, Lebkuchengewürz und Mehl mit Schokoladenmasse verrühren. Die Eiweiße zu Schnee schlagen und unterheben. Auf ein gefettetes Backblech streichen. Backzeit ca. 25 Minuten bei 180 °C.
Zutaten für die Deko 1 Eiweiß 1 Prise Salz 150 g Puderzucker grüne Lebensmittelfarbe kleine bunte Zuckerperlen große Zuckerperlen in Perlmutt oder Silber Salzstangen
Deko 1 Kuchen auf dem Blech 15 Minu-
2
ten auskühlen lassen. Spitze Dreiecke mit 10 cm Höhe und 5 cm Breite ausschneiden.
2 Für die Zuckerschrift Eiweiß steif
schlagen. (Tipp: Damit der Eischnee richtig steif wird, darauf achten, dass kein Eigelb im Eiweiß ist und eine Prise Salz dazugeben.) Puderzucker sieben, damit keine Klümpchen entstehen. Zusammen mit Lebensmittelfarbe zum Eisschnee geben. In eine Spritztüte mit kleinem Aufsatz füllen und auf die Kuchenecken spritzen. Sofort mit kleinen Zuckerperlen bestreuen. Anschließend große Zuckerperlen vereinzelt auf die Zuckerschnur setzen.
3
3 Für den Stamm, Salzstangen halbieren und mittig in die kurze Seite der Kuchenecken stecken.
45
RÄTSELSPASS
RÄTSELN...
Senden Sie das Lösungswort im Betreff an: info@klinikumbielefeld.de und gewinnen tolle Preise. Unter allen Einsendungen verlosen wir einen Bluetooth-Kopfhörer.
1. 2. 3. 4. 5.
Was ist am 06.12.? Wo wurde Jesus geboren? Was liegt Weihnachten unter dem Christbaum? Wie nennen die Inuit ein Haus aus Schnee und Eis? Welches Tier war neben dem Ochsen noch in Bethlehems Stall? 6. Was macht ein Igel im Winter? 7. Beliebtes Kufenfahrzeug? 8. Was bauen Kinder gern, wenn es schneit?
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Einsendeschluss ist der 31.01.2019
... UND GEWINNEN 3 6
6
7
8 2
7
4 5
5
1 4
Das Lösungswort lautet: 2 1
3
9
Wer steht hier im Schnee? Verbinde die Zahlen und finde es heraus...
46
8
1
2
3
4
5
6
7
8
9
RÄTSELSPASS
BILDER-SUDOKU
WELCHER SCHATTEN GEHÖRT ZU WELCHEM MÄDCHEN?
FINDE DIE 5 FEHLER! Im unteren Bild haben sich fünf Fehler eingeschlichen. Findest Du alle?
47
klinikumbielefeld unsere kompetenz für ihre gesundheit
Komfortklinik am Campus Gesundheit Medizinische Hochklasse mit Hotelniveau
Ärztehaus am Klinikum Bielefeld
Telefon: 05 21. 5 81 - 0 E-Mail: info@klinikumbielefeld.de
Oelmühlenstr. 30 33604 Bielefeld
Weitere Informationen unter: www.klinikumbielefeld.de/aerztehaus.html
Erleben kann man die Komfortklinik schon, bevor man selbst vor Ort ist. Und das aus einer völlig neuen Perspektive: mit einer 360 Grad 3D-Tour.