neuland

«In Israel muss man, um ein Realist zu sein, an Wunder glauben.»
David Ben-Gurion, 1. Ministerpräsident Israels
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«In Israel muss man, um ein Realist zu sein, an Wunder glauben.»
David Ben-Gurion, 1. Ministerpräsident Israels




Anlässlich seines 125-jährigen Jubiläums holt der KKL-JNF die Oper THEODOR nach Zürich und Genf.
Ein Werk von internationaler Strahlkraft über Theodor Herzl – Visionär des jüdischen Staates. Bisher ausserhalb Israels nur in den USA gezeigt.
Nun kommt diese aussergewöhnliche Filmproduktion in die Schweiz.

Eigentlich wollten wir Ihnen in dieser Ausgabe von neuland vor allem über Aufbruch und neue Perspektiven berichten. Doch kurz vor Redaktionsschluss hat sich die Situation in Israel erneut zugespitzt. Der Krieg ist zurück – und mit ihm grosse Unsicherheit.
Gerade in solchen Momenten zeigt sich, wie wichtig es ist, handlungsfähig zu bleiben. Der KKL-JNF unterstützt aktuell betroffene Gemeinden in ganz Israel durch rasch und unbürokratisch gesprochene Mittel und engagiert sich weiterhin in der Unterstützung von Evakuierten auf verschiedenen Ebenen. Auch der KKL-JNF Schweiz leistet dazu einen konkreten Beitrag, unter anderem mit einer Kampagne zum Bau von Schutzräumen. Mehr dazu lesen Sie auch in unserem Hauptartikel in diesem Magazin.
Diese neuland stellt zugleich Menschen und Initiativen in den Mittelpunkt, die für Engagement, Zusammenhalt und Zukunftsgestaltung stehen. So lernen Sie unter anderem Dr. Dina Kagan kennen, die im vergangenen Sommer ihre Tätigkeit als neue Schlicha und Geschäftsführerin von KKL-JNF Schweiz aufgenommen hat. Mit viel Dynamik und Engagement hat sie in der Deutschschweiz wie auch in der Romandie wertvolle neue Impulse gesetzt.
Im Zentrum steht die Tkuma – der Wiederaufbau und die Zukunftsgestaltung im Süden und Norden Israels. Heute bedeutet Tkuma mehr denn je, unter schwierigen Bedingungen Perspektiven zu schaffen. Projekte wie in Kiryat Shmona und darüber hinaus zeigen, wie Bildung, Innovation und Gemeinschaft auch in herausfordernden Zeiten weiterentwickelt werden.
Partner-Institutionen des KKL-JNF wie das Kinneret Innovation Center (KIC) stehen dabei sinnbildlich für diesen Ansatz: Es geht nicht nur darum, Schäden zu beheben, sondern mit Visionen die Zukunft aktiv zu gestalten.

Von Herzen danken möchte ich unseren treuen Spenderinnen und Spendern in der ganzen Schweiz. Mit Ihrer Unterstützung leisten Sie einen entscheidenden Beitrag – für Menschen in betroffenen Regionen, für den Wiederaufbau und für die Zukunft Israels. Ihre Verbundenheit mit dem KKL-JNF ist uns Verpflichtung und Ansporn zugleich.
Ich wünsche Ihnen eine inspirierende Lektüre. Mögen bessere und friedlichere Zeiten für Israel und uns alle kommen! Besorot tovot!
Mit herzlichem Schalom und Toda Raba
Arthur Plotke
Präsident KKL-JNF Schweiz




Stillstand ist keine Option
Wie Israel trotz Krieg Zukunft gestaltet und wiederaufbaut
Seite 10

«Wir wollen das jüdische Volk stolz machen»
Der neue Weltvorsitzende Eyal Ostrinsky über Verantwortung, Wiederaufbau und die Zukunft des KKL-JNF
Seite 6



Wir fördern Wälder und Parks, stärken die Biodiversität und setzen uns aktiv für den Umweltschutz ein – für eine nachhaltige Entwicklung der Natur in Israel



Wir engagieren uns in der Gemeinschaftsförderung durch Bildung, fördern eine umweltbewusste Lebensweise und stärken Rehabilitation und Resilienz in ganz Israel.







Wir unterstützen Forschung und Innovation in den Bereichen Agrartechnologie, Watertech und Klimatechnologie –für zukunftsfähige Lösungen im Umgang mit Ressourcen.


Ende 2025 wurde Eyal Ostrinsky zum 16. Welt-Vorsitzenden des KKL-JNF gewählt. Der Vertreter der Arbeitspartei ist der jüngste Vorsitzende in der bald 125-jährigen Geschichte des Nationalfonds. «neuland» konnte mit dem frisch Gewählten sprechen, der sich das Amt mit einem Vertreter des Likud teilen wird.
Herr Vorsitzender, Sie wurden erst vor wenigen Monaten in dieses Amt gewählt – vielleicht können Sie sich ein wenig vorstellen?
«Ich komme aus Mevaseret Zion, nahe Jerusalem, bin verheiratet und Vater zweier Kinder. Ich habe einen Abschluss in Rechtswissenschaften von der Hebrew University Jerusalem. In den vergangenen fünf Jahren war ich beim Jüdischen Weltkongress bzw. der Weltzionistischen Organisation (WZO) tätig – als Direktor der Abteilung für die Beziehungen zwischen Israel und der jüdischen Diaspora sowie als Stabschef und enger Mitarbeiter des amtierenden Vorsitzenden der Organisation. Meine berufliche Erfahrung umfasst ausserdem die Arbeit als leitender Berater des früheren Wirtschafts- und Industrieministers Amir Peretz und als dessen Stabschef während seiner Zeit als Vorsitzender der Arbeitspartei. Mit dem KKL-JNF bin ich schon länger sehr vertraut, da ich zwischen 2015 – 2017 als leitender Berater des damaligen Vorsitzenden Danny Atar tätig war. Ich bin stolz, dieses Amt als der jüngste Welt-Vorsitzende, der je an der Spitze dieser wichtigen Organisation stand, anzutreten.»
Bislang haben Sie Ihre Karriere ausserhalb des KKL-JNF aufgebaut, hauptsächlich in der Politik. Ist das Ihrer Meinung nach ein Vorteil oder ein Nachteil in Ihrer neuen Aufgabe?
«Ich sehe darin einen Vorteil. Die Tatsache, dass ich Berater des früheren KKL-JNF-Vorsitzenden war, ermöglichte es mir, die Organisation von innen und aussen kennenzulernen, noch bevor ich mein jetziges Amt
angetreten habe. Darüber hinaus kenne ich – bedingt durch die enge Zusammenarbeit mit den ranghöchsten Vertreterinnen und Vertretern auf allen Ebenen - die Arbeit der Knesset und der Regierung aus nächster Nähe. Als nationale zionistische Organisation ist es für die Förderung effektiver Partnerschaften und die Weiterentwicklung sinnvoller Prozesse von entscheidender Bedeutung, zu verstehen, wie Entscheidungen getroffen werden – sowohl innerhalb des KKL-JNF als auch der staatlichen Institutionen.»
Was sind Ihre Prioritäten für die kommenden Monate?
«Die dringendste Aufgabe, die vor uns liegt, ist der Wiederaufbau der Ortschaften, die sich an der Grenze im Süden, aber auch im Norden befinden. Nicht umsonst konzentrierten sich meine ersten Dienstreisen auf die Ortschaften nahe des Gaza-Streifens und auf Ober- und Ostgaliläa, und ich plane, bald auch nach Westgaliläa zu reisen. Diese Regionen haben in den vergangenen Jahren schwere Schäden erlitten.
«Die dringendste Aufgabe ist der Wiederaufbau der Ortschaften im Süden und im Norden.»
Gerade deshalb ist die Vision, Gemeinden aufzubauen, zu festigen und nachhaltig weiterzuentwickeln – eine tragende Idee seit der Gründung des Staates Israel – heute relevanter denn je. Ich hatte das Privileg, an Entscheidungen mitzuwirken, die diese Ortschaften in der Vergangenheit unterstützt haben, und nun ist es mein Ziel, unsere Kräfte mit denen der staatlichen Institutionen zu bündeln und

die Menschen zu stärken, die vor Ort tätig sind. Parallel dazu führe ich eine Strategie, die auf dem Prinzip «drei Farben» basiert, ganz im Geist der Flagge des KKL-JNF.
Die erste Farbe ist Braun – stellvertretend für den Boden und die Besiedlung: Die Herausforderung des weiteren Wiederaufbaus ist die erste und wichtigste der Aufgaben, die vor uns stehen, und wir müssen alles tun, damit die Menschen aus Nir Oz und Be’eri, Manara und Metula (Orte im Süden und im Norden, Anm. der Redaktion) so bald wie möglich in neue und wiederaufgebaute Ortschaften zurückkehren können. Dazu gehört auch die Einbindung sogenannter «Einsatzgruppen» junger Absolventinnen und Absolventen von Jugendbewegungen, die beim Heranwachsen einer neuen Generation an den Grenzen helfen werden. Die zweite Farbe ist Blau – Wasser und Himmel, Weite und Vision: der Ausbau der zionistischen Bildungsarbeit in der Diaspora, auf den Campusgeländen und in den Jugendbewegungen. Und die dritte Farbe ist Grün – unsere Umwelt: eine Rückkehr zu einer fortschrittlichen Aufforstungspolitik, nicht nur in den Wäldern, sondern auch in urbanen Räumen als Teil des globalen Engagements gegen die Erderwärmung.»
Schauen wir uns Ihre Antrittsrede nochmals genauer an: Sie erwähnten dort, dass die finanziellen Prioritäten sich auf gesellschaftliche Resilienz, Notlagen und öffentliche Diplomatie konzentrieren sollten. Während die ersten Themen sich offenbar auf die Ereignisse des 7. Oktober beziehen, bleibt die Frage, was Sie mit dem Begriff «öffentliche Diplomatie» genau meinen?
«Unsere Absicht ist es, ein integraler Teil des Aufklärungsund Resilienz-Systems des jüdischen Volkes zu sein. Das beschränkt sich nicht nur auf ‚Aufklärung‘ im klassischen Sinn, sondern auf die persönliche Stärkung der Juden der Diaspora. Heutzutage Jüdin oder Jude ausserhalb Israels zu sein – beispielsweise auf dem Gelände eines Uni-Campus oder in bestimmten Gemeinschaften im Ausland - ist eine schwierige und komplexe Herausforderung.
Unsere Aufgabe ist es, ihnen die notwendigen Werkzeuge an die Hand zu geben, um mit diesen Spannungsfeldern umzugehen – denn letztlich sind sie unsere Botschafterinnen und Botschafter. Wir verfolgen dabei einen zweigleisigen Ansatz: Einerseits handeln wir entschlossen gegen Antisemitismus gegenüber Institutionen und Organisationen; andererseits stellen wir der jüdischen Diaspora Bildungsangebote und
Instrumente zur Verfügung, um ihre Verbundenheit mit Israel zu festigen. Unserer Ziel ist es, dass sich jede Jüdin und jeder Jude – auch wenn er oder sie nicht in Israel lebt – in seiner bzw. ihrer Identität sicher und stolz fühlt.»
Sie erwähnten in jener Rede auch den Kampf gegen Antisemitismus. Ist das Ihrer Ansicht nach eine spezifische Aufgabe des KKL-JNF?
«Auf jeden Fall. Darin sehe ich eine meiner Hauptaufgaben als KKL-JNF-Vorsitzender. Spätestens seit den Ereignissen des 7. Oktober 2023 erleben wir eine trübe Welle des Hasses, die viele Brennpunkte in der Welt überschwemmt, von New York bis Australien. Der KKL-JNF kann und will hier nicht tatenlos zusehen. Wir werden unsere Ressourcen und unsere Netzwerke mobilisieren, um die Gemeinschaften zu unterstützen, den über uns verbreiteten Unwahrheiten entschlossen entgegenzutreten und dafür zu sorgen, dass die jüdische und zionistische Stimme überall auf der Welt laut, klar und mit Stolz gehört wird.
Wie wichtig ist die Rolle des KKL-JNF als Akteur im Kampf gegen den Klimawandel?
«Der KKL-JNF ist ein globaler Schlüsselakteur in diesem Bereich, und wir arbeiten daran, die Organisation auf mehreren miteinander verzahnten Ebenen an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen. Wir gestalten den Übergang von einer traditionellen Aufforstung hin zu einer intelligenten, ökologisch ausgerichteten Waldpolitik und fördern zugleich die urbane Begrünung, die zur Senkung der Temperaturen in Städten beiträgt. Parallel dazu setzen wir unseren Einsatz gegen die fortschreitende Desertifikation fort – einem Feld, auf dem Israel weltweit eine führende Rolle einnimmt.
Ein weiterer zentraler Pfeiler unserer Arbeit ist die Unterstützung von Forschung und Entwicklung in der Landwirtschaft. Damit fördern wir eine nachhaltige, umweltschonende Landwirtschaft, die Ressourcen schützt und langfristige Perspektiven schafft. Zugleich bleibt das Thema Wasser von entscheidender Bedeutung: Wir werden die israelische Landwirtschaft weiterhin durch Wasserspeicherung und den Bau von Reservoirs unterstützen, damit sie auch unter sich verändernden klimatischen Bedingungen erfolgreich bestehen kann.»
Sie sollen nach einer gewissen Zeit von einem Vertreter des Likud abgelöst werden, da Sie den liberalen Flügel des Landes repräsentieren. Ist die Zeit, die Ihnen zur Verfügung steht, nicht zu kurz, um die Aufgaben zu erreichen, die Sie anstreben?
«Ich glaube an eine entschlossene, zügige und fokussierte Arbeit. Wenn man mit klar strukturierten Arbeitsplänen und echter Leidenschaft für das Handeln antritt, ist Zeit nicht
die Begrenzung, sondern vielmehr der Antrieb, in möglichst kurzer Zeit so viel wie möglich für den Staat Israel und das jüdische Volk zu erreichen.»
«Ich glaube an eine entschlossene, zügige und fokussierte Arbeit – mit klar strukturierten Arbeitsplänen und echter Leidenschaft für das Handeln.»
Das Magazin «neuland» erscheint in der Schweiz und in Österreich – was ist Ihre Verbindung zu diesen beiden Ländern?
«Ich habe grosse Wertschätzung für die Gemeinschaften in der Schweiz und in Österreich, die seit jeher zu den treuen und verlässlichen Unterstützern des zionistischen Projekts und des KKL-JNF im Besonderen gehören. Beide Länder nehmen einen Ehrenplatz in unserer Geschichte ein – von den Zionistenkongressen in Basel bis hin zu Theodor Herzl in Wien. Die Beziehung zu unseren Spendern sowie Freunden in diesen Staaten ist von strategischer Bedeutung, und ich freue mich darauf, die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und die Gemeinschaften bald persönlich zu besuchen.»

Eyal Ostrinsky bei einem Besuch im Süden Israels
Wie finden Sie Ausgleich zu Ihrem anspruchsvollen Amt als Vorsitzender?
«Meine Familie ist mein Anker, und nach einem intensiven Arbeitstag gibt es nichts Wertvolleres als gemeinsame Zeit mit ihr. Die vergangene Zeit war für uns besonders bedeutend: Kurz nach meinem Amtsantritt durften Meirav und ich die Geburt unserer Tochter erleben. Es bewegt mich sehr, der erste Vorsitzende des KKL-JNF zu sein, der während seiner Amtszeit seine Familie vergrössern durfte. Diese wunderbare Veränderung unterstreicht für mich umso mehr die Bedeutung der einfachen Momente zu Hause. Am meisten geniesse ich es, mit meinem Sohn Gesellschaftsspiele zu spielen oder gemeinsam Puzzles zu legen. Das ist meine Zeit, um von den Stürmen des Alltags Abstand zu gewinnen, mich ganz auf die Kinder und das wirklich Wesentliche zu konzentrieren – und neue Kraft für den kommenden Tag zu schöpfen.»
Was
bleibt,
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Bäume. In Ihrem Namen. In Israel.
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Wir glaubten, wir seien bereits auf dem Weg in ein neues Morgen.
Doch der Krieg ist zurück – und mit ihm Unsicherheit, Angst und neue Herausforderungen. Gerade jetzt zeigt sich, was Resilienz bedeutet: im Hier und Jetzt standhalten – und gleichzeitig an der Zukunft bauen.
Am 28. Februar dieses Jahres begann mit der Operation «Roaring Lion» für Israel und die jüdische Welt ein weiterer schwieriger Abschnitt. Der Krieg mit dem Iran, der bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch immer andauerte, hat die Hoffnung auf ein ruhigeres «Morgen» jäh unterbrochen.
Dabei schien dieses Morgen bereits greifbar. Nach Monaten der Belastung, nach dem Schock des 7. Oktober 2023 und den darauffolgenden Kriegsmonaten, richtete sich der Blick vieler Menschen wieder nach vorne – hin zu Stabilität, Wiederaufbau und einem Leben ohne ständige Bedrohung. Heute zeigt sich: Dieses Morgen ist nicht verschwunden, aber es hat sich verschoben. Gerade in dieser Spannung zwischen Gegenwart und Zukunft liegt die zentrale Herausforderung – und gleichzeitig die Aufgabe von Organisationen wie dem KKL-JNF. «Es ist zwar Krieg, aber wir können es uns nicht leisten, stehen zu bleiben», sagt Dina Kagan, Geschäftsführerin des KKL-JNF Schweiz.
«Wir müssen im Heute handeln –und gleichzeitig an morgen denken.»
Innere Stärke im Jetzt – und für später Resilienz ist mehr als ein Schlagwort. Sie beschreibt die Fähigkeit, mit Krisen umzugehen, ohne daran zu zerbrechen –als Individuum ebenso wie als Gesellschaft. Doch was hilft konkret im Alltag, wenn die Unsicherheit anhält? Der israelische Trauma- und Resilienz-Experte Professor Mooli Lahad betont, dass es dabei nicht darum geht, «stärker» zu werden, sondern menschlich zu bleiben: Angst, Wut und Sorge seien normale Reaktionen. Entscheidend sei, verbunden zu bleiben – mit Familie, Gemeinschaft und vertrauten Routinen. Oder, wie er es formuliert: «Der Krieg verengt unser Leben – wir müssen es wieder breiter machen.» (Das vollständige Interview finden Sie auf Seite 12.)
Der 7. Oktober – und die unmittelbare Reaktion
Den KKL-JNF als jahrzehntelanger Partner des israelischen Staates stellten die Ereignisse um den 7. Oktober ebenfalls vor riesige Aufgaben. Es ging darum, sofort zu handeln – unbürokratisch und schnell. Dazu gehörte unter anderem die

Wenn jede Sekunde zählt: Kinder auf dem Weg in den Schutzraum – Alltag im Norden Israels
Unterstützung von Evakuierten durch Grundversorgung und Unterkünfte, sowohl in betroffenen Kibbutzim als auch in Städten. Ein Notfallfonds wurde unmittelbar eingerichtet –auch mit Beiträgen aus der Schweiz.
Darüber hinaus engagierte sich der KKL-JNF Schweiz gezielt im Rahmen von Partnerschaften vor Ort. Im Programm «Adopt a Community» wurden die Kibbutzim Magen und Nir Yitzchak unterstützt. Während der weiterhin angespannten Sicherheitslage entstehen dort - auch jetzt - mit Hilfe aus der Schweiz Projekte wie der «Garten der Resilienz» und ein Gedenkpark der Hoffnung – Orte, die den Menschen Halt und Perspektive geben.
Stabilisieren und stärken
Neben der akuten Nothilfe ging es zunehmend darum, die Gesellschaft zu stabilisieren. Programme zur psychologischen Unterstützung und Trauma-Bewältigung wurden ausgebaut, um Menschen dabei zu helfen, das Erlebte zu verarbeiten und neue Stärke zu entwickeln.

Und heute? Eine Realität ohne Pause
Der aktuelle Krieg betrifft das ganze Land. Raketenangriffe, Todesopfer und eine anhaltende Unsicherheit prägen den Alltag. Besonders hart getroffen ist erneut der Norden Israels, wo die heftigen Angriffe der Hisbollah wieder zugenommen haben. Gleichzeitig erreichen die Angriffe längst auch das Zentrum und den Süden des Landes, wo sie ebenfalls schwere Schäden verursachen und Opfer fordern – doch insbesondere im Norden bleibt die Situation für viele Menschen besonders belastend.
Viele Gemeinden sind stark betroffen, zahlreiche Menschen leben noch immer nicht in ihren Häusern oder kehren nur zögerlich zurück. Gleichzeitig reagiert der KKL-JNF auch in der aktuellen Situation mit konkreten Massnahmen. In ganz Israel stellt der KKL-JNF gezielt Mittel für besonders betroffene Ortschaften bereit und unterstützt Evakuierte erneut auf verschiedenen Ebenen – von unmittelbarer Hilfe bis hin zur längerfristigen Begleitung. Der KKL-JNF Schweiz beteiligt sich daran mit eigenen Initiativen: So wurde eine Emergency-Kampagne zum Bau von Schutzräumen lanciert, um den Schutz der Bevölkerung angesichts der anhaltenden Bedrohung weiter zu verbessern.
Der Norden Israels ist heute mehr denn je ein Schlüsselraum für die Zukunft des Landes. Es geht nicht nur darum, Schäden zu beheben, sondern auch darum, neue Perspektiven zu schaffen – wirtschaftlich, gesellschaftlich und für den Alltag der Menschen. Ein zentraler Ansatz liegt dabei in der Förderung von Innovation und regionaler Entwicklung. Der KKL-JNF arbeitet eng mit Gemeinden und lokalen Partnern zusammen, um konkrete Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln.
Ein Beispiel dafür ist das Kinneret Innovation Center (KIC), das mit Innovations- und Challenge-Programmen gezielt Start-ups, junge Talente und lokale Akteure zusammenbringt. Hier entstehen Lösungen für konkrete Probleme – etwa durch neue Technologien für die Landwirtschaft, nachhaltige Bewirtschaftung und die Stärkung der regionalen Wirtschaft. Auch die Weiterentwicklung der Tel Hai Universität von Kiryat Shmona spielt eine wichtige Rolle, insbesondere im Bereich Forschung und anwendungsnaher Innovation.
Ergänzend dazu schaffen Bildungsinitiativen wie die «Houses of Excellence» neue Chancen für junge Menschen in peripheren Regionen – gerade dort, wo der Krieg bestehende Ungleichheiten weiter verstärkt hat.
Parallel dazu werden auch klassische Kernbereiche weitergeführt und weiterentwickelt: etwa innovative Formen der Landwirtschaft, sowie die fortlaufende Wiederaufforstung und Pflege von Natur- und Erholungsräumen. Gerade diese Verbindung aus Innovation, Natur und Gemeinschaft stärkt die Region langfristig.
«Wir wollen nicht nur Schäden beheben, sondern eine starke Zukunft aufbauen» sagt KKL-JNFWeltvorsitzender Eyal Ostrinsky.
Resilienz als Brücke in die Zukunft
Die Herausforderungen bleiben enorm. Doch entscheidend ist die Haltung dahinter: der Wille, weiterzumachen, sich nicht lähmen zu lassen und trotz allem nach vorne zu schauen. Die Realität ist schwierig. Doch innere Stärke bedeutet nicht, die Gegenwart zu beschönigen – sondern ihr standzuhalten und gleichzeitig Zukunft zu gestalten.
Oder anders gesagt: Das Morgen ist noch nicht da. Aber es wird bereits gebaut.

Zukunft entsteht im Alltag: Landwirtschaft als Motor für Entwicklung und Stabilität
Interview Mooli Lahad
«Der
wieder
Der israelische Psychologe und Trauma-Spezialist Mooli Lahad zur aktuellen Kriegssituation

Professor Mooli Lahad ist Professor und Traumaspezialist und doziert am Tel Chai College in Kiryat Shmona. Der 73-jährige Gewinner des Israel-Preises wurde auch nach den Ereignissen von 9/11 und der Tsunami-Katastrophe als Experte zugezogen. neuland konnte ihm zur aktuellen Situation einige Fragen stellen.
Professor Lahad, wie bewegen wir uns in der schwierigen momentanen Situation am besten?
«Wenn mich Menschen fragen, wie man mit einer Kriegssituation am besten umgehen kann, sage ich normalerweise etwas, das überraschend klingen mag: Zunächst einmal sollten wir uns erlauben, menschlich zu sein. Was ich damit meine, ist: Angst, Wut, Sorge um geliebte Menschen – das sind keine Zeichen von Schwäche, sondern Zeichen dafür, dass uns etwas am Herzen liegt und wir diese Zeichen ernst nehmen müssen. Was uns hilft, schwierige Zeiten zu überstehen, ist nicht, emotional ‹stärker› zu werden, sondern verbunden zu bleiben – mit unserer Familie, der Gemeinschaft und gleichzeitig Rituale aufrechtzuerhalten. Wenn Menschen verbunden bleiben, selbst über Länder und Kontinente hinweg, können wir dieses aktuelle Gefühl von Hilflosigkeit etwas besser ertragen.»
Wie definieren Sie Resilienz, im Moment auch ein Modewort, im Zusammenhang mit Krieg?
«Für mich ist Resilienz nicht gleichbedeutend mit Härte, auch gegenüber sich selber. Resilienz ist für mich eine natürliche Kapazität, die wie jeder andere Muskel gepflegt werden muss. Manchmal verwenden wir die Metapher: die Fähigkeit, sich zu biegen, ohne zu brechen – mit anderen Worten, Flexibilität ist gefragt. Die Fähigkeit, seinen Alltag zu leben, zu arbeiten, Kinder zu erziehen, anderen zu helfen – und dies in einer sehr unsicheren Welt.»
Wie unterscheidet sich die aktuelle Situation des IranKrieges zu Ereignissen wie 9/11 oder einer Naturkatastrophe wie ein Tsunami?
«Die von Ihnen erwähnten Ereignisse waren – so wie der aktuelle Iran-Krieg – sehr einschneidend, aber sie hatten einen Anfang und ein Ende. Obwohl Naturkatastrophen oft gleich viele Opfer oder sogar noch mehr fordern als Kriege, sind wir eher bereit, diese als Entscheidung von G’tt oder einer anderen übergeordneten Macht zu akzeptieren. Bei Kriegen oder Terror-Anschlägen ist es für viele Aussenstehende dagegen schwieriger, mit der Tatsache umzugehen, dass Menschen anderen Menschen solch schreckliche Dinge antun können. Bei einem Krieg fragen viele dann auch eher: ‹Wie lange dauert das Ganze noch?› als: ‹Was ist eigentlich passiert?›. Der Heilungsprozess nach einem Krieg ist allerdings oft ein ähnlicher wie nach anderen Katastrophen: Es geht darum, Sicherheit wiederzufinden, Beziehungen zu pflegen oder wieder neu zu knüpfen und den Wiederaufbau zu forcieren – von Gebäuden, aber auch Gefühlen.»
Wie gehen Sie persönlich mit der Kriegssituation um?
«Ich beginne meinen Tag im Moment meistens so, dass ich mich an etwas Stabilem, Dauerhaftem orientiere. Zum Beispiel mache ich einen kurzen Spaziergang, trinke irgendwo in Ruhe einen Kaffee oder suche das Gespräch mit einer Person, die mir etwas bedeutet. Dies natürlich, soweit der Tagesablauf es zulässt. Dann versuche ich mir ein paar einfach grundsätzliche Fragen zu stellen wie: Wofür bin ich dankbar? Die Gesundheit, die Beziehung zu meinen Lieben, eine sinnvolle Arbeit etc. Ich denke, solch einfache Dinge, können uns in diesen Zeiten viel Halt geben. Der Krieg verengt oft unsere Sicht auf das Leben – wir müssen daher versuchen, diese Sicht wieder breiter zu machen.
Die Biographie von Doron Leibovitch ist vielsagend und macht Mut – nicht nur für den Norden Israels.
Der dreissigjährige Doron Leibovitch stammt ursprünglich aus dem Moschaw Haniel im Chefer-Tal unweit der Stadt Netanya im Zentrum Israels. Er zog nach seinem Armeedienst in den Norden, um an der Tel-Hai-Universität Umweltwissenschaften und Public Policy zu studieren. Parallel zu seinem Studium wurde er in das renommierte Programm Cadets for Local Government aufgenommen – einem dreijährigen Ausbildungsgang, der talentierte junge Fachkräfte in kommunale Führungspositionen bringt. Durch Praktika im Gemeinderat von Katzrin, in der Umweltabteilung des Regionalrats Obergaliläa sowie einer Gemeinde unweit des Berges Hermon entwickelte Doron Leibovitch ein tiefgehendes Verständnis für kommunale Verwaltungsstrukturen in Galiläa und auf den Golanhöhen – also Randregionen des Landes.
Nach Abschluss seines Studiums begann er in Kiryat Shmona zu arbeiten – gerade rechtzeitig, um eine der schwierigsten Phasen in der Geschichte der Stadt mitzuerleben (s. auch S.18). Als am 7. Oktober 2023 der Krieg ausbrach und die Stadt evakuiert wurde, erlebte die Stadt ganz im Norden einen tiefgreifenden Einschnitt. Gemeinschaften mit starkem innerem Zusammenhalt bewältigten die Krise erfolgreicher, doch die langanhaltende Vertreibung hinterliess sichtbare Brüche. Während vor dem Krieg Wachstum und Entwicklung im Mittelpunkt standen, liegt der Schwerpunkt nun auf dem Wiederaufbau von Resilienz und der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls.
«Der Norden braucht Menschen, die bleiben – und bereit sind, ihn neu aufzubauen.»
Heute koordiniert Doron das Projekt «Stadt der Bäche», welches massgeblich vom KKL-JNF unterstützt wird. Ziel ist es, die Stadt sowohl physisch als auch kulturell wieder mit seinen beiden Flüssen – dem Ein-Zahav- und dem Ajun-Flüsschen – zu verbinden. Jahrzehntelang war der Ein-Zahav, die zentrale Wasserader der Stadt, ausgetrocknet,

Doron Leibovitch engagiert sich für die nachhaltige Entwicklung des
nachdem sein Wasser umgeleitet worden war; erst nach öffentlichen Protesten in den frühen 2000er-Jahren wurde das Abpumpen gestoppt und der Bach durfte wieder fliessen. Nun besteht die Herausforderung darin, ihn nicht nur ökologisch, sondern auch im öffentlichen Bewusstsein und im alltäglichen Stadtleben wieder fest zu verankern.
Trotz der Unsicherheit hinsichtlich langfristiger Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region bleibt Doron Leibovitch dem Norden tief verbunden. Er spricht von einem entschlossenen Kern von Bewohnerinnen und Bewohnern, die sich entschieden haben zurückzukehren und neu aufzubauen, während viele – insbesondere aus höheren sozioökonomischen Schichten – nicht zurückgekommen sind. Vor allem betont er die einzigartige und oft übersehene natürliche Schönheit Kiryat Shmonas und lädt Besucherinnen und Besucher ein, einige der beeindruckenden Orte des Obergaliläa zu entdecken:
«Kommen Sie hierher und überzeugen Sie sich selbst von diesen verborgenen Schätzen.»
Knapp zwei Jahre ist Simon Geissbühler Schweizer Botschafter in Israel mit Sitz in Tel Aviv. Der 1973 in Bern geborene Diplomat trat seinen Botschafterposten in einer bewegten Zeit an, mitten im Gaza-Krieg.

Schweizer Botschafter Simon Geissbühler pflanzt im Schweizerwald bei Tiberias einen Olivenbaum als Zeichen von Frieden und Hoffnung
Inzwischen ist es zumindest vordergründig etwas ruhiger geworden. Und vielleicht auch darum hat Simon Geissbühler, der verheiratet und Vater zweier Kinder ist, die Zeit gefunden, die Fragen von neuland zu beantworten.
Sehr geehrter Herr Botschafter, kannten Sie den KKL-JNF, bevor Sie im Sommer 2024 Ihren Posten in Tel Aviv antraten und falls ja, was wussten Sie von ihm?
«Ja, ich hatte vom Jüdischen Nationalfonds bereits schon früher gehört. Ich brachte den KKL-JNF vor allem mit Aufforstung und unzähligen Naherholungsgebieten in Verbindung.»
Wie beurteilen Sie die Arbeit des KKL-JNF nun sozusagen aus der Nähe?
«Auf meinen Streifzügen durch das Land von Metula im Norden bis nach Eilat ganz im Süden habe ich auch immer wieder KKL-JNF-Parks angetroffen. Besonders verbunden bin ich dabei mit dem Schweizer Wald bei Tiberias und dem dortigen Carl-LutzDenkmal. Ich durfte dort auch einen Olivenbaum pflanzen – ein Zeichen des Friedens und der Hoffnung. Auf meiner Tour durch Galiläa mit dem KKL-JNF vor ein paar Monaten habe ich realisiert, wie sehr viel breiter der KKL-JNF mittlerweile gegenüber früher aufgestellt ist und arbeitet.»
Der KKL-JNF hat in seiner Arbeit heute nicht zuletzt den Kampf gegen den Klimawandel im Fokus – wie erleben Sie das Umweltbewusstsein hier in Israel im Alltag?
«Das ist tatsächlich ein wichtiger und wohl noch wenig bekannter Arbeitsbereich des KKL-JNF. Viele Israelis haben ein hohes Umweltbewusstsein. Wasserknappheit, Dürren, Hitzewellen, aber auch Überschwemmungen bei heftigen Gewittern sind Phänomene, die das Land immer wieder sehr direkt betreffen.»

Botschafter
Simon Geissbühler (rechts)
im Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern des KKL-JNF in Israel
Sie haben in Ihrer akademischen Karriere stark zur osteuropäischen Holocaust-Geschichte geforscht, insbesondere zu Rumänien. Woher kam dieses Interesse?
«Ganz klar: Von der Literatur her. Im Gymnasium war Isaac Bashevis Singer mein Lieblingsschriftsteller. Durch ihn habe ich den Zugang zur osteuropäischen jüdischen Geschichte gefunden. Ich war dann in Bukarest (2007-10) und in Warschau (2010-13) stellvertretender Missionschef und habe dort mein Interesse an der osteuropäischen jüdischen Geschichte wiederentdeckt. Daraus entstanden mehrere Bücher zum jüdischen Erbe in den Grenzregionen Rumäniens, der Republik Moldau und der Ukraine und eine Monografie zur ersten Phase des Holocaust in rumänisch kontrollierten Gebieten im Sommer 1941 – die bisher einzige dazu in deutscher Sprache.»
Wie beurteilen Sie die Situation der (meist kleinen) jüdischen Gemeinschaft in den osteuropäischen Ländern heute?
«Die Situation präsentiert sich in jedem Land etwas anders. Einige Gemeinden sind stark überaltert, in anderen gibt es eine Renaissance des jüdischen Lebens – auch wenn die Gemeinden im Vergleich zur Zwischenkriegszeit natürlich sehr klein sind.»
Zurück zu Ihrer aktuellen Tätigkeit: Was ist aus Ihrer Sicht der grösste Unterschied zwischen der Schweiz und Israel?
«Die Schweiz und Israel verbinden die nahezu identische Bevölkerungszahl, die Innovationskraft und der Fokus auf Wissenschaft und Entwicklung. Das Leben in Israel ist sicher hektischer als jenes in der Schweiz. Die internen Auseinandersetzungen werden härter geführt. Der
Umgangston ist bisweilen recht rau. Aber wir erfahren auch viel Herzlichkeit. Und die Israelis sind sehr gut im Improvisieren.»
Was war mit Blick auf ihr Alltagsleben das Schwierigste hier in Israel?
«Schwierig finde ich nichts. Vieles ist einfach anders. Aber es ist ja schön und ein Privileg, etwas Neues erleben zu dürfen. Neugier ist für mich eine der wichtigsten Qualitäten eines Menschen. Klar wünschten wir uns, dass die politische Grosswetterlage stabiler wäre. In unserem ersten Jahr hier waren wir an die siebzig Mal im Schutzraum. Das belastet schon –nicht mich persönlich, aber mich als Familienvater und als Botschafter, der in Israel für über 25’000 Schweizerinnen und Schweizer verantwortlich ist.»
Wie hat sich Ihre Familie hier integriert?
«Uns gefällt es hier. Wir sind viel unterwegs an den Wochenenden. Wir lieben die Vielfalt – landschaftlich, kulturell, sozial. Seit ein paar Monaten ist auch unser älterer Sohn hier, der sein Studium in Tel Aviv begonnen hat. Wir sind dankbar, dass wir als Familie hier sein können.»
Was macht der Schweizer Botschafter, um jenseits des stressigen Alltags zu entspannen?
«Ich betreibe jeden Tag Sport – als ehemaliger Spitzensportler brauche ich das. Ausserdem erkunde ich, wie gesagt, mit meiner Familie das Land, lese und fröne meiner zweiten grossen Leidenschaft neben der Diplomatie, nämlich der Forschung und dem Schreiben.»
Simon Geissbühler studierte in der Schweiz und in den USA Geschichte und Politikwissenschaften. Nach seiner Promovierung zum Dr. rer.soc. war er ab dem Jahr 2000 im diplomatischen Dienst der Schweiz tätig, u.a. in Osteuropa, Mexiko und den USA. Vor seinem Amtsantritt in Israel leitete Geissbühler die Abteilung Frieden und Menschenrechte des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten.
Der Historiker hat sich aber auch einen Namen gemacht als Buchautor, nicht zuletzt zu osteuropäisch-jüdischen Themen. So verfasste er u.a. die Werke «Jüdische Friedhöfe der Bukowina. Ein Bilderbuch für Touristen und gegen das Vergessen» (Bukarest, 2009), «Blutiger Juli, Rumäniens Vernichtungskrieg und der vergessene Massenmord an den Juden 1941» (Paderborn, 2013) aber auch «Amerika. Die politische Idee» (Bern 2021).
Dr. Dina Kagan ist die neue Geschäftsführerin und Delegierte des KKL-JNF Schweiz und Österreich und hat klare Vorstellungen über die Aufgaben ihrer Organisation.
Als Dina Kagan in Zürich ihr neues Büro bezieht, bringt sie nicht nur Erfahrung aus ganz unterschiedlichen Welten mit – sondern auch eine klare innere Landkarte: den Norden Israels. «Hier bin ich zu Hause», sagt sie, und man spürt sofort, dass damit mehr gemeint ist als ein geografischer Ort. Seit Juni 2025 ist die 53-jährige Geschäftsführerin des KKL-JNF Schweiz und Österreich. Sie ist erst seit kurzem Teil der Organisation – und doch wirkt sie bereits sehr vertraut damit. Der Jüdische Nationalfonds fragte sie gezielt an, ob sie sich die Nachfolge von Judith Perl-Strasser vorstellen könne. Und Dina Kagan sagte eindeutig Ja.
Geboren in eine Familie mit dänischen und israelischen Wurzeln, wächst sie im Kibbutz Ayelet HaShachar auf – in einer Zeit, als das gemeinschaftliche Leben selbstverständlich war: Kinderhäuser, gemeinsamer Speisesaal, ein Alltag, der getragen wurde von Nähe und Verantwortung füreinander. «Es war noch ein Kibbutz im klassischen Sinn», erinnert sie sich. Danach: Militärdienst, ein Studium der Geschichte und Kunstgeschichte in Tel Aviv – und Jahre, in denen sich Israel spürbar verändert. Einwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion und aus Äthiopien prägten das Land und hinterliessen auch bei ihr bleibende Eindrücke.
Ihren Mann Zeev, im gleichen Kibbutz aufgewachsen, lernt sie früh kennen. Gemeinsam gehen sie durch verschiedene Lebensstationen – und nehmen den Norden Israels doch immer mit - als Herzstück ihrer Geschichte. Eine Zeit lang lebt das Paar in Frankfurt am Main, wo Zeev Medizin studiert und Dina Deutsch lernt. In dieser Sprache erzählt sie heute, ruhig und konzentriert, von ihrem Weg. Die beiden haben drei Söhne, alle inzwischen erwachsen. Als der älteste eingeschult wird, kehren sie nach Israel zurück. Dina Kagan schliesst ihre akademische Laufbahn mit einer Promotion ab; später führt ein weiterer Abschnitt die Familie für zwei Jahre nach Kanada. Es ist ein Leben, das Bewegung kennt –und zugleich starke Bindungen.

Dina Kagan, seit Juni 2025 Geschäftsführerin und Delegierte des KKL-JNF Schweiz und Österreich
Beruflich findet sie ihren Platz im Sponsoring und Fundraising. Zunächst arbeitet sie für das Tel-Hai-College, die wichtigste Hochschule im Norden Israels mit rund 4’500 Studierenden. Später ist sie auch für das Poria-Spital tätig, heute bekannt als Tzafon Medical Center Baruch Padeh. An beiden Orten begegnet ihr der KKL-JNF immer wieder als Partner, der da ist, wenn Regionen an der Peripherie Unterstützung brauchen. «Der KKL-JNF hat eine enorme Sachkenntnis», sagt sie. «Und er ist für viele Einrichtungen im Norden der natürliche Verbündete.»
Nach dem 7. Oktober 2023 bekommt dieses «Dasein» eine neue, schmerzhafte Dringlichkeit. Während der Süden Israels nach den barbarischen Attacken durch die Hamas massive Hilfe benötigt, gerät auch der Norden unter schweren Beschuss durch die Hisbollah. Ortschaften werden evakuiert, Leben wird unterbrochen.
Dina Kagan spricht darüber nachdenklich. «Diese Evakuierung hat vieles gestoppt – und manches dauerhaft zerstört.»

Start-ups verliessen die Region, teils sogar das Land. Kiryat Shmona wirke bis heute stellenweise wie eine Geisterstadt. Und doch blickt sie nicht nur zurück. Sie glaubt an das, was neu wachsen kann: «Vom Norden aus kann eine Aufbruchstimmung entstehen.»
Wir dürfen den Norden nicht als Krisenregion betrachten, sondern als Ort des Aufbruchs – wenn wir den Mut haben, langfristig zu denken.
Ein Symbol dafür ist die Entwicklung von Tel Hai: Seit Januar 2026 trägt die Institution nun offiziell den Status einer Universität. Mehr Studierende sollen kommen, mehr Ideen, mehr Zukunft. Für Dina Kagan ist das nicht nur Bildungspolitik, sondern eine echte Chance für die Region –sofern es gelingt, Stabilität zu schaffen. Und sie betont: Auch in Krisenzeiten dürfe der Blick nach vorn nicht auf Kosten langfristiger Grundlagen gehen. Umwelt- und Klimaschutz, Lösungen für Wasser- und Ernährungssicherheit – das seien keine «Luxusthemen», sondern Kernaufgaben. «Hier werden wir in den kommenden Jahren besonders viel investieren müssen.»
Dazu gehört auch, Natur nicht nur zu bewahren, sondern neu zu verstehen. Parks und Wälder, für die der Nationalfonds Verantwortung trägt, brauchen Strategien, die dem Klimawandel standhalten. Und manchmal heisst Verantwortung auch, sich kritisch mit früheren Entscheidungen auseinanderzusetzen – etwa der Trockenlegung von Sümpfen. Manche Feuchtgebiete müssten wieder als solche funktionieren dürfen, sagt Kagan, und nennt den Agamon HaHula als Beispiel. Dort zeigt sich, wie Naturschutz, Forschung und Bildung zusammenwirken können; ein vom KKL-JNF Schweiz unterstütztes Wildtier-Rehabilitationszentrum hat dem Ort zusätzliche Ausstrahlung gegeben.
Der Kibbutz Ayelet HaShachar im Norden Israels – Dina Kagans Heimat: eingebettet in die weite Landschaft Galiläas, geprägt von Landwirtschaft, Gemeinschaft und Geschichte
Neben den traditionellen Projekten und im Einklang mit dem Fokus des KKL-JNF für 2026 auf Nordisrael hat Dina Kagan das Portfolio des KKL-JNF Schweiz bereits gezielt erweitert – etwa mit dem KIC Agrotech Challenge Program, dem Keshet-EilonProgramm zur Förderung herausragender Musikerinnen und Musiker sowie weiteren Vorhaben; die Details dazu finden sich im aktuellen neuland-Heft.
Wenn Dina Kagan über Israel spricht, spricht sie nicht nur über Landschaften und Projekte. Es geht ihr auch um etwas, das schwerer zu messen ist: um Zusammenhalt. Der solle sichtbar werden – nach innen und nach aussen, auch in der jüdischen Gemeinschaft weltweit. Nach dem 7. Oktober, sagt sie, sei dieses Band noch wichtiger geworden. «Wir möchten, dass Freundinnen und Freunde Israels wieder mit Stolz auf das Land blicken können.»
Die jüdische Gemeinschaft in der Schweiz nimmt sie als klein, aber gut verankert wahr – respektiert, präsent, Teil der Gesellschaft. Und die Schweiz selbst beeindruckt sie: ihre Vielfalt, ihre Ruhe, ihr Umgang mit Minderheiten. «In einigen Dingen kann mein Land viel von der Schweiz lernen» sagt sie. Zusammen mit Dänemark, dem Land ihrer Mutter, gehöre die Schweiz zu «Inseln der Stabilität». Diese Stabilität wolle man auch ganz praktisch nutzen – etwa im Fundraising. «Wir möchten gerne so viele Menschen wie möglich ansprechen», sagt sie, und es klingt weniger nach Strategie als nach Einladung.
Dabei freut sie sich, dass sie ihr Mann in ihrer Arbeit bald aus nächster Nähe unterstützt. Er wird in absehbarer Zeit ebenfalls in der Schweiz leben und hier als Arzt arbeiten. Für Dina Kagan fügt sich damit auch privat ein, was beruflich längst begonnen hat.
Die Stadt im Norden Israels und ihr Umland haben schwer gelitten – das soll nicht so bleiben, nicht zuletzt nach dem Willen des KKL-JNF.
Gleich zweimal erhielt Kiryat Shmona, die grösste Stadt im äussersten Norden Israels, in diesem Winter prominenten Besuch aus der Politik: Zuerst war im Januar kein Geringerer als der israelische Staatspräsident Jitzchak Herzog zu Gast und brachte damit seine besondere Solidarität zum Ausdruck. Anfang Februar kam sogar das gesamte Kabinett der israelischen Regierung unter Premierminister Benjamin Netanjahu zu einer Sitzung in den Norden des Landes. Netanjahu erinnerte dabei an die acht jüdischen Kämpfer unter Joseph Trumpeldor, die der Stadt ihren Namen gaben und bereits 1920 – lange vor der Staatsgründung – geschworen hatten, dass das Erbaute nicht wieder aufgegeben werden dürfe.
In diesem Zusammenhang kündigte der Premier ein umfangreiches Finanzpaket an, das den Wohnungsbau, das Gesundheitswesen und die Infrastruktur der gesamten Region stärken soll.
Zwischen Hoffnung und Realität
Die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt nahmen dies sicher mit Wohlwollen zur Kenntnis, für sie ist es allerdings mindestens ebenso wichtig, dass ihnen sofort und unmittelbar geholfen wird. Vor dem Gaza-Krieg hatte die Stadt rund 24’000 Einwohner, rund 8’000 Menschen sind noch nicht wieder hierher zurückgekehrt. An vielen Orten der Kleinstadt sind noch immer die Wunden des Krieges zu sehen, manche sprechen gar im Zusammenhang mit Kiryat Shmona von einer Art «Geisterstadt».
Viele der Zurückgekehrten haben Mühe, wieder in den Alltag zu finden. Das zeigt eine Studie der Universität Tel-Hai in Kiryat Shmona, die in der zweiten Hälfte 2025 Interviews mit Rückkehrerinnen und Rückkehrern führte: Bei evakuierten Familien liegt der Anteil der Kinder mit emotionalen Beeinträchtigungen inzwischen bei 70 Prozent (Vorjahr 66 Prozent). Zum Vergleich: Bei Kindern aus Familien, die trotz Beschusses entlang der Frontlinie in ihrem gewohnten Umfeld geblieben sind, beträgt der Wert 50 Prozent
(Vorjahr 58 Prozent). Neben emotionalen und wirtschaftlichen Belastungen bleibt die Sorge wegen der heftigen militärischen Konfrontationen mit der zwar geschwächten, aber weiterhin sehr aktiven Hisbollah.
Auch der Bürgermeister der Stadt Avichai Stern beschönigt nichts an der aktuellen Situation: «Wir beobachten seit einiger Zeit einen Anstieg bei Alkohol- und Drogenkonsum sowie bei Gewalt-Delikten. Das Einstiegsalter für Drogen ist gesunken. Es gibt Phänomene, die es hier früher nicht gab –etwa Prostitution.»

Diese Worte sagte er gegenüber der Tageszeitung Haaretz im Zusammenhang mit einer Reportage im Sommer 2025. Darin wurde unter anderem der damals 16-jährige Ohad Aputa porträtiert, der heute im Archiv der Bauabteilung arbeitet. Während der Evakuierung lebte er in Herzliya am Mittelmeer. «Nicht Kiryat Shmona hat sich verändert, sondern die Menschen», sagte er. «Wir sind als 14-Jährige gegangen und mit 16 zurückgekommen. Wir sind gewachsen.» Und damit meinte er mehr als nur körperliches Wachstum. Im Zentrum des Landes habe es «alles» gegeben – im Norden gebe es «nichts zu tun»: ein Fünf-SterneHotel, drei Mahlzeiten am Tag, Pool, eigenes Zimmer, alle Freunde auf derselben Etage. Und das Meer vor Augen –statt der geschlossenen Grenze zum Libanon. Der Wechsel vom scheinbar unbeschwerten Leben zurück in einen

angespannten Alltag ist eine Herausforderung. Nicht nur für die Jugendlichen, sondern auch für Behörden und Fachpersonen, die sie begleiten.
Aufbau mit Weitblick
Hier setzt der KKL-JNF mit seiner Aufbauarbeit an – nicht nur in Kiryat Shmona, sondern im gesamten Norden (und ebenso im Süden). Der neue KKL-JNF-Weltvorsitzende Eyal Ostrinsky sagt:
Wir pflanzen nicht bloss Bäume, sondern wir legen auch Grundsteine.
So hat sich der KKL-JNF entschlossen, in Kiryat Shmona mehr als 100 Wohnungen zu erwerben, zu renovieren und jungen Paaren oder Familien zur Verfügung zu stellen –um die Stadt gezielt wiederzubeleben. Eine anspruchsvolle Aufgabe, bei der man auf die Unterstützung von Freundinnen und Freunden des KKL-JNF weltweit angewiesen ist – auch aus der Schweiz.
Doch dabei soll es nicht bleiben. Gestärkt werden sollen ebenso die sogenannten «Houses of Excellence», die junge Menschen in der Peripherie Israels professionell fördern. Diese Zentren verbinden schulische Förderung, persönliche Begleitung und praktische Berufsorientierung unter einem Dach und schaffen so echte Zukunftsperspektiven für Jugendliche ausserhalb der grossen Metropolen. Geplant ist nun auch in Kiryat Shmona ein solches Exzellenz-Zentrum, mit besonderer Unterstützung des KKL-JNF. Das Projekt befindet sich in einem fortgeschrittenen Planungsstadium; die Baubewilligung wird in naher Zukunft erwartet.
Das geplante «House of Excellence» soll helfen, Lücken zu schliessen, die in Bildungs- und Berufsstrukturen durch Krieg und seine Folgen entstanden sind.
Vorgesehen sind unter anderem:
• neue Klassenzimmer und Lernzentren
• moderne, zeitgemässe Laboratorien
• eine Mehrzweckhalle als Aufenthalts- und Begegnungsraum
• weitere Infrastruktur für eine umfassende Förderung
Ziel ist es, jungen Menschen auch in dieser Randregion Orientierung zu geben, ihr soziales Engagement zu stärken und ihnen echte Perspektiven für Ausbildung und Beruf zu eröffnen. Auf diese Weise soll eine neue, positive Normalität entstehen und Jugendlichen wie jungen Erwachsenen ein wichtiges Gefühl von Sicherheit und Zukunft gegeben werden.
Das House of Excellence stärkt Jugendliche durch Bildung und Begleitung

Für Eyal Ostrinsky sind die Projekte des KKL-JNF in Kiryat Shmona Teil einer klaren Gesamtstrategie für den Norden und andere Randregionen Israels, die nach dem Gaza-Krieg besondere Unterstützung benötigen: «Für uns ist das zeitgemässer Zionismus. Wir sichern nicht bloss unser Land mit seinen Flächen, sondern investieren auch in die Entwicklung unserer Kommunen.
Auf diese Art stärken wir die israelische Gesellschaft von innen, und zwar auf eine dauerhafte Art und Weise.»
BILDUNG ERÖFFNET
ZUKUNFT –UNABHÄNGIG VOM WOHNORT.
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Projekt-Nr.: 18057

Automatisierte Bewässerungs- und Sensorsysteme von agRE.tech im Einsatz in einer Obstplantage nahe dem See Genezareth
Landwirtschaft unter wachsendem Druck
Im Jordantal und in ganz Nordisrael steht die Landwirtschaft vor tiefgreifenden Veränderungen. Die Bedingungen, unter denen Bäuerinnen und Bauern arbeiten, werden von Jahr zu Jahr weniger berechenbar. Klimatische Extreme, zunehmende Wasserknappheit, steigende Produktionskosten, Arbeitskräftemangel und eine unsichere Sicherheitslage prägen zunehmend den landwirtschaftlichen Alltag und setzen die ländlichen Gemeinden unter Druck.
Was einst ein verlässlicher Rhythmus der Jahreszeiten war, ist heute von Unsicherheit geprägt. Viele Betriebe sind gefordert, sich schneller und grundlegender anzupassen als je zuvor.
In diesem Umfeld wird Innovation zur Notwendigkeit – nicht als Selbstzweck, sondern als Schlüssel, um die Landwirtschaft zu erhalten, Existenzen zu sichern und die tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Land zu bewahren.
Das Kinneret Innovation Center: Impulsgeber einer ganzen Region
Im Zentrum dieses Wandels steht das Kinneret Innovation Center (KIC), das sich zu einer treibenden Kraft für landwirtschaftliche Innovation und regionale Resilienz entwickelt hat. Mit Unterstützung und in der langfristigen Vision von KKL-JNF gegründet, verfolgt das Zentrum das Ziel, die Landwirtschaft und die Widerstandskraft der nordöstlichen Peripherie Israels nachhaltig zu stärken.
Das KIC ist das Ergebnis einer strategischen Partnerschaft zwischen KKL-JNF, Zemach Industries und dem Kinneret Academic College. Hier verbinden sich unternehmerische Innovationskraft, praktische landwirtschaftliche Erfahrung, industrielle Kompetenz und akademische Forschung.
Unweit des Sees Genezareth gelegen, versteht sich das Zentrum als praxisnahe Drehscheibe für Innovation und Forschung. Es bringt Landwirte, Unternehmer, Wissenschaftler und Partner zusammen, um Lösungen zu entwickeln, die unmittelbar aus den realen Bedingungen der Landwirtschaft entstehen. Das Prinzip lautet Nähe: Technologien werden nicht im Elfenbeinturm entworfen, sondern in direkter Zusammenarbeit mit Obstbauern und Winzern entwickelt – dort, wo die Herausforderungen täglich spürbar sind. Fortschritt bleibt so fest im Boden der Realität verankert.
agRE.tech: Innovation aus Erfahrung und Tradition
Ein herausragendes Beispiel dieses Innovationsökosystems ist agRE.tech, gegründet von Elad Levy. Zuvor leitete Levy ein auf Verteidigungstechnologie spezialisiertes Robotikunternehmen, das autonome Systeme für komplexe und unvorhersehbare Einsatzbedingungen entwickelte. Im Laufe der Zeit erkannte er, dass die Prinzipien von Resilienz, präziser Sensorik und Anpassungsfähigkeit auch in der Landwirtschaft Anwendung finden können – einem Sektor, der zunehmend selbst mit Instabilität konfrontiert ist.
Diese Erkenntnis war nicht nur technologisch motiviert, sondern auch persönlich geprägt: Levys Familie ist seit Generationen im Weinbau in Nordisrael tätig und betreibt ein eigenes Weingut. Die Auswirkungen des Klimawandels auf traditionelle Anbaumethoden erlebt sie unmittelbar.
Technologie, die auf dem Feld entsteht
Aus dieser Verbindung von technologischer Expertise und landwirtschaftlichen Wurzeln entstand agRE.tech. Das Unternehmen entwickelt Automatisierungssysteme für Obstplantagen, die direkt unter realen Feldbedingungen getestet werden. Ziel ist es, Landwirte dabei zu unterstützen, auch unter erschwerten Bedingungen produktiv zu bleiben.
«Innovation wird zur Notwendigkeit – nicht als Selbstzweck, sondern als Schlüssel, um die Landwirtschaft zu erhalten.»
Die Lösungen ermöglichen es, Erträge zu sichern, die Abhängigkeit von knappen Arbeitskräften zu reduzieren, Kulturen besser vor extremen Wetterereignissen zu schützen und die betriebliche Stabilität langfristig zu stärken. Dabei geht es nicht darum, die Identität der Landwirtschaft zu verändern, sondern ihr neue Werkzeuge an die Hand zu geben, um bestehen und wachsen zu können.
agRE.tech zählt zu den ersten Leuchtturmprojekten des neu gegründeten Kinneret Innovation Center. Von Beginn an begleitet durch Mentoring, praxisnahe Entwicklung und enge regionale Zusammenarbeit, zeigt das Unternehmen exemplarisch, wie lokale Herausforderungen in Innovationen mit internationaler Strahlkraft übersetzt werden können – wenn ein Innovationsökosystem fest in den Gemeinschaften verankert ist, denen es dient.

agRE.techTechnologie im Praxiseinsatz unter realen Feldbedingungen
Ein lokales Ökosystem mit globaler Strahlkraft
Während der Druck auf die Landwirtschaft weltweit zunimmt, steht das Kinneret Innovation Center – gemeinsam mit Partnern wie KKL-JNF – für eine zukunftsgerichtete Perspektive: Nordisrael soll ein Raum bleiben, in dem Landwirtschaft, Technologie und Resilienz Seite an Seite gedeihen. So wird nicht nur die Produktivität des Landes gesichert, sondern auch die Lebensgrundlage der Menschen, die von ihm abhängen.
Zugleich reicht die Bedeutung dieses Modells weit über Israel hinaus. In einer Zeit, in der zunehmende Klimaschwankungen und Unsicherheit die globale Landwirtschaft prägen, können Lösungen, die im realen Feld entstehen, getragen von lokalen Partnerschaften, wissenschaftlicher Expertise und langfristiger Vision, als Inspiration für widerstandsfähige Agrarlandschaften weltweit dienen.
LANDWIRTSCHAFT IM NORDEN
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Im Norden Israels, zwischen den grünen Hügeln Westgaliläas nahe der libanesischen Grenze, liegt ein Ort, an dem Musik nicht nur erklingt, sondern Zuversicht gibt.

Das Musikzentrum Keshet Eilon im Kibbutz Eilon steht seit 1990 für Exzellenz, interkulturelle Begegnung und menschliche Stärke. Über 4’300 junge Streicherinnen und Streicher aus mehr als 50 Ländern haben hier studiert – viele von ihnen spielen heute in führenden Orchestern weltweit. Einer von ihnen ist der junge ukrainische Geiger Maksym Synytskyi, welcher jetzt in der Schweiz lebt. Für ihn ist Keshet Eilon nicht nur ein Ort musikalischer Weiterentwicklung, sondern auch ein Raum der Begegnung und des inneren Wachstums. Seine persönlichen Eindrücke lesen Sie im Portrait auf der nächsten Seite.
Musik als gemeinsame Sprache
Was Keshet Eilon einzigartig macht, ist seine verbindende Kraft. Juden, Araber, Drusen und Christen lernen hier Seite an Seite – in einem Umfeld, in dem Musik nicht nur
Abschlusskonzert bei Keshet Eilon – junge Musikerinnen und Musiker aus aller Welt auf der Bühne in Westgaliläa
erklingt, sondern Zuversicht vermittelt. In Proberäumen und Konzerten wird Musik zur gemeinsamen Sprache – sie überwindet Grenzen, schafft Vertrauen und verbindet Menschen.
Neben Sommerseminaren und Meisterkursen engagiert sich das Zentrum zunehmend in sozial- und traumapädagogischen Projekten. Seit 2025 arbeitet Keshet Eilon zudem mit dem israelischen Trauma- und Resilienz-Zentrum NATAL zusammen, um Musik gezielt therapeutisch einzusetzen. Kooperationen mit dem Ra’anana Music Center sowie mit Musikprogrammen in arabisch-drusischen Nachbardörfern stärken die regionale Vernetzung und die Idee kultureller Koexistenz.
Ein Neubeginn mit Schutz und Zuversicht
Die vergangenen zwei Jahre stellten das Zentrum vor grosse Herausforderungen. Der Norden Israels war stark vom Krieg
betroffen: Evakuierungen, zerstörte Dörfer, geschlossene Schulen. Auch Keshet Eilon musste den Betrieb zeitweise einstellen.
Nun ist das Leben auf den Campus zurückgekehrt. Studierende sind wieder angereist, Meisterkurse haben neu begonnen – getragen vom Glauben an die Kraft der Musik.
Damit dieser Neubeginn nachhaltig ist, braucht es jedoch auch Sicherheit. Derzeit entstehen nun zwei verstärkte Unterrichts- und Proberäume, sogenannte MAMADs. Im Alltag sind sie lebendige Klassenzimmer, im Ernstfall geschützte Zufluchtsorte für Studierende, Lehrende und Gäste. «Selbst wenn draussen die Sirenen heulen, soll Musik weiterklingen» – dieses Leitmotiv bringt die Haltung des Zentrums auf den Punkt. Musik ist hier kein Luxus, sondern Lebenselixier: Sie stärkt Resilienz, hilft bei der Verarbeitung von Traumata und stiftet Gemeinschaft.

Der vielfach ausgezeichnete Geiger Maksym Synytskyi spricht mit leuchtenden Augen über jene prägende Zeit im renommierten Musikzentrum des Kibbutz Keshet Eilon. In dem international anerkannten Förderzentrum begegnen sich junge Streicherinnen und Streicher aus aller Welt. Sie alle eint ein Ziel: musikalische Exzellenz – und der Glaube an die verbindende Kraft der Musik.
Zwei Räume aus Beton mögen unscheinbar wirken. Doch sie stehen sinnbildlich für die Überzeugung, dass Kultur und Menschlichkeit selbst in Krisenzeiten nicht verstummen dürfen. Musik reisst keine Mauern ein – aber sie öffnet Herzen. Und manchmal genügt das, um die Dunkelheit ein wenig heller zu machen.
Im Namen von Keshet Eilon und KKL-JNF danken wir Ihnen von Herzen. Ihre Grosszügigkeit macht es möglich, dass nun geschützte Räume entstehen, in denen Musik weiterklingen und Hoffnung wachsen darf.

Noch bevor Synytskyi die aussergewöhnliche Qualität des Unterrichts hervorhebt, spricht er von einer «besonderen Energie», die an diesem Ort spürbar sei. In Keshet Eilon, so sagt er, erreichten Emotionen eine seltene Intensität. Die Masterclasses, besucht von Musikerinnen und Musikern auf höchstem Niveau, seien weit mehr als reine Ausbildungsprogramme. «Es ist kein blosser Studienort», betont er, «sondern ein Raum auf Zeit, der die Seele nährt wie kaum ein anderer.» Als er 2023 erstmals anreiste, war die Lage bereits angespannt: Der Kibbutz liegt unweit der libanesischen Grenze. Eine gewisse Beklommenheit habe ihn begleitet, erinnert sich Synytskyi. Doch diese sei rasch einer Atmosphäre der Offenheit, Konzentration und künstlerischen Neugier gewichen. Drei aussergewöhnliche Sommerkurse später steht für ihn fest: «Mein Traum wäre es, eines Tages selbst dorthin zurückzukehren – als Dozent.»
«In dieser einzigartigen Atmosphäre begegnet man Freunden fürs Leben, vielleicht der Liebe – vor allem aber sich selbst. Und man geht mit neuer Kraft zurück in die Welt.»
Ein Geiger zwischen Hoffnung und Heimat
Maksym Synytskyi wurde am 2. Mai 2004 in Donezk (Ukraine) geboren. Früh zeigte sich seine Leidenschaft für die Violine: Bereits 2010 trat er in die Sergej-Prokofjew-Musikakademie in Donezk ein, setzte seine Ausbildung in Odessa fort und wurde 2014 am renommierten Stoljarski-Musiklyzeum aufgenommen. 2019 gewann er den ersten Preis beim internationalen Wettbewerb «Talents of the World». Als Mitglied der ersten Violinen machte er im Ukrainischen Jugendsinfonieorchester in Lwiw und Kiew auf sich aufmerksam. Zwischen 2020 und 2022 studierte er am spezialisierten Musiklyzeum in Kiew, bevor ihn sein Weg nach Westeuropa führte: an das Königliche Konservatorium Brüssel zu Tatiana Samouil sowie an die Haute École de Musique in Genf und Neuenburg zu Sergey Ostrovsky.
Im Juli 2024 wurde sein künstlerischer Weg erneut international gewürdigt: Beim Internationalen Violinen-Wettbewerb V. Ilona Fehér in Budapest erhielt er den zweiten Preis sowie einen Sonderpreis für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.

Ein Abend. Ein Thema. Menschen, die mehr wollen als nur zuhören. Im Ilanot Club erleben Sie Israel von einer Seite, die man selten so nah kennenlernt.
• Wie entsteht ein Wald mitten in der Wüste?
• Warum gilt Israel als Labor für nachhaltige Landwirtschaft?
• Und welche Wassertechnologien könnten weltweit zum Gamechanger werden?
3–4 Mal pro Jahr laden wir Sie ein – in einen kleinen, ausgewählten Kreis von Menschen, denen Israel, die Natur und eine lebenswerte Zukunft wirklich am Herzen liegen. Kein Grossanlass. Kein Fundraising-Dinner. Sondern ein inspirierendes Get-together mit Substanz. Ein hochkarätiger Gast – etwa eine Forstwissenschaftlerin des KKL-JNF, ein Experte für Wasserwiederaufbereitung oder eine Spezialistin für israelische Umweltinnovation – gibt Einblicke, die man nicht einfach googeln kann.
Nach rund 45 Minuten öffnen wir die Diskussion. Fragen sind ausdrücklich erwünscht. Perspektiven ebenso. Und danach? Gespräche bei einem kleinen Apéro. Neue Begegnungen. Gemeinsame Ideen.
Warum „Ilanot“?
«Ilanot» ( תונליא) bedeutet «Bäume». Bäume stehen für Verwurzelung, Wachstum und Verantwortung. Für die Verbindung zu Israel. Und für das, wofür der KKL-JNF seit über 120 Jahren steht: Zukunft gestalten – nachhaltig und konkret.
An wen richtet sich der Ilanot Club?
An alle, die den KKL-JNF bereits seit Jahren begleiten und sich mehr Nähe, mehr Tiefe, mehr Austausch auf Augenhöhe wünschen. Genauso herzlich an jene, die unsere Arbeit bisher
nur aus der Ferne verfolgen – oder die gerade erst entdecken, wie viel Israel und der KKL-JNF in den Bereichen Umweltschutz, Innovation und nachhaltige Entwicklung zu bieten haben.
Was Sie erwartet
• 3–4 Events pro Jahr (in Zürich)
• Aktuelle Themen rund um Umwelt, Innovation und Entwicklung in Israel
• Persönlicher Austausch statt Frontalveranstaltung
• Direkter Kontakt zum KKL-JNF-Team
• Erfrischungen in entspannter Atmosphäre
Die Teilnahme ist in der Regel kostenlos oder mit einem symbolischen Beitrag verbunden. Der Fokus liegt auf Begegnung, nicht auf Verpflichtung
Warum wir den Ilanot Club ins Leben rufen
In Gesprächen mit Ihnen, unseren langjährigen Freundinnen und Freunden, haben wir immer wieder gehört: Man möchte mehr als Berichte und Bilder – man möchte verstehen, diskutieren, teilhaben, Menschen mit ähnlicher Überzeugung treffen. Gleichzeitig erreichen uns vermehrt Anfragen von Interessierten, die neugierig sind, aber noch keinen persönlichen Zugang gefunden haben.
Der Ilanot Club soll genau diese Brücke bauen: zwischen treuen Unterstützern und neuen Freunden, zwischen Wissen und Gefühl, zwischen Israel und der Schweiz.
Möchten Sie zu den Ersten gehören, die eine persönliche Einladung erhalten? Dann schreiben Sie uns einfach eine kurze Nachricht an: info@kklschweiz.ch oder rufen Sie uns an: 044 225 88 00
Wir freuen uns darauf, Sie im Ilanot Club bald persönlich willkommen zu heissen – bei einem inspirierenden Vortrag und Gesprächen, die nachklingen.
Viele von uns spüren tief in sich eine besondere Verbindung zu Israel – zu seiner Geschichte, seiner Landschaft, seinen Menschen. Diese Liebe begleitet uns durchs Leben: in den Geschichten unserer Familien, in den Bildern blühender Wälder, die einst Wüste waren, in den Oasen, die Leben in trockene Regionen bringen. Wie können wir diese Verbundenheit über unser eigenes Leben hinauswirken lassen?
Der KKL-JNF steht seit fast 125 Jahren für genau das: die Gestaltung der Zukunft Israels. Seit 1901 pflanzen wir gemeinsam Millionen von Bäumen, schaffen grüne Lungen wie den berühmten Schweizer Wald bei Tiberias, bauen Wasserreservoirs, die die Wüste zum Blühen bringen, schützen Biodiversität und fördern Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche. Jedes dieser Projekte ist mehr als ein Bauwerk – es ist ein lebendiges Zeichen von Hoffnung, Nachhaltigkeit und Zusammenhalt.
Viele ältere Menschen entdecken in den späteren Lebensjahren eine tiefe Sehnsucht: etwas Bleibendes zu hinterlassen. Etwas, das über den eigenen Horizont hinausreicht. Ein Vermächtnis zugunsten des KKL-JNF


ermöglicht genau das. Indem Sie uns in Ihrem Nachlass –als Erben, Miterben oder durch ein Legat – bedenken, schaffen Sie etwas Ewiges: einen Wald, der Ihren Namen trägt, ein Wasserprojekt, das Generationen versorgt, einen Park, in dem Familien lachen und Kinder spielen.
Ihre Werte leben weiter – in einem blühenden, freien und sicheren Israel.
Für viele ist diese Vorstellung tröstlich und erfüllend. Zu wissen, dass man für immer mit dem Land verbunden bleibt, das einem so viel bedeutet, schenkt inneren Frieden. Es ist ein Gefühl von Kontinuität: «Ich bin nicht mehr da, aber mein Beitrag wächst weiter.» Und das Schönste: Diese Entscheidung wirkt nicht nur in Israel – sie berührt auch die Liebsten hier, die stolz auf dieses Erbe sein können.
Wir vom KKL-JNF Schweiz sind offen und einfühlsam an Ihrer Seite. Wir drängen niemanden – im Gegenteil: Wir hören zu. In einem persönlichen, vertraulichen Gespräch finden wir gemeinsam die Lösung, die wirklich zu Ihnen passt. Ob gross oder klein, ob spezifisches Projekt oder allgemeine Unterstützung: Jede Form zählt und wird respektvoll umgesetzt. Gerne senden wir Ihnen unseren kostenlosen Ratgeber zu. Er erklärt anschaulich die Möglichkeiten, gibt praktische Hinweise zum Schweizer Erbrecht und zeigt Beispiele, wie andere diese Verbundenheit bereits gelebt haben. Fordern Sie ihn einfach an – per Telefon, E-Mail oder über unsere Website.
Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Israel grüner, stärker und lebenswerter wird – und dass Ihre Liebe zu diesem Land für immer blüht.
Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen.
Herzlichst, Ronny Siev, Koordinator Legate und Testamente KKL-JNF Schweiz
KKL-JNF IN IHREM TESTAMENT
Wenn Sie den KKL-JNF Schweiz in Ihrem Testament bedenken wollen, tragen Sie bitte ein:
Verein Jüdischer Nationalfonds (Schweiz)
Keren Kayemeth LeIsrael (Schweiz) Schweizergasse 22, 8001 Zürich
Telefon: +41 (0)44 225 88 00
E-Mail: nachlass@kklschweiz.ch
Wie Israels Wälder nach Krieg, Feuer und Klimabelastung neu entstehen – und warum ihr Wiederaufbau weit mehr bedeutet als das Pflanzen von Bäumen.


Der Krieg hat in Israel nicht nur Städte und Gemeinden gezeichnet. Auch die Wälder des KKL-JNF – über Jahrzehnte aufgeforstet – wurden zu Schauplätzen von Raketenbeschuss, Feuer und Verwüstung. Zurück blieben verkohlte Stämme, zerstörte Lebensräume und instabile Böden.
Im Süden, im westlichen Negev, traf es den Be’eri- und den Re’im-Wald besonders hart. Über Jahre litt die Region unter Brand-Drachen und wiederkehrenden Bränden; die Ereignisse vom 7. Oktober 2023 und die folgenden Kämpfe hinterliessen weitere Wunden. Wo einst rote Anemonen blühten und Familien die Natur genossen, prägen noch heute verbrannte Flächen und Erosion das Bild. Und doch kehren Pflanzen und Tiere zurück – zarte Zeichen von Resilienz. Erste Wiederherstellungsarbeiten haben bereits begonnen: Wege wurden gesichert, Böden stabilisiert und Flächen vorbereitet, erste Setzlinge gepflanzt.
Im Norden wurde der Biriya-Wald in Obergaliläa durch Raketenangriffe schwer beschädigt. Über 200 Hektar Wald verbrannten, darunter Gebiete rund um historische Stätten
und Wanderwege. 18 Jahre Wiederherstellung nach dem Zweiten Libanonkrieg wurden in kurzer Zeit zunichtegemacht. Auch der junge Amnun-Wald nahe dem See Genezareth wurde getroffen: Ein dringend notwendiges Bewässerungssystem konnte nicht installiert werden, tausende Setzlinge verdorrten, grosse Flächen verbrannten.
Doch nicht alle Brände waren direkte Folge des Krieges. In Zentralisrael richteten extreme Hitzewellen und Trockenheit verheerende Feuer in den dortigen Waldgebieten an. Temperaturen von bis zu 700 Grad zerstörten gewachsene Strukturen – Jahrzehnte Aufbauarbeit gingen in wenigen Stunden verloren. Diese Ereignisse zeigen, wie eng Krieg, Klimawandel und ökologische Verwundbarkeit verflochten sind. Und dennoch spriesst zwischen verkohlten Flächen neues Grün – auch hier wurden bereits neue Bäume gepflanzt, ein leiser Ausdruck von Hoffnung.
Mehr als Wiederaufforstung – Vielfalt als Antwort auf Verletzlichkeit
Wiederaufforstung bedeutet heute mehr als das Pflanzen einzelner Bäume. Sie umfasst Bodensanierung, Wasserrückhalt, die Pflanzung klimaresistenter Arten sowie langfristige ökologische Begleitung. Ziel ist es, vielfältige und widerstandsfähige Wälder zu schaffen, die künftigen Herausforderungen standhalten.
Israels Wälder sind weit mehr als nur Landschaft. Sie sind Lebensraum, Orte der Begegnung, des «Kraft-Tankens» und der Erinnerung – und sie bieten Schutz vor Erosion und Desertifikation. Ihre Zerstörung trifft Natur und Menschen gleichermassen. Ihre Wiederherstellung ist auch ein Akt ökologischer Verantwortung.
Dass dieser Weg möglich ist, verdanken wir unseren treuen Spenderinnen und Spendern. Dank ihrer Unterstützung konnten wichtige Wiederherstellungsschritte bereits umgesetzt werden. Doch der Weg ist lang. Mit Ihrer Hilfe wachsen neue Wälder – und Hoffnung auf eine grünere Zukunft für Israel. Gemeinsam lassen wir das Leben zurückkehren!
GEMEINSAM
LASSEN WIR DAS LEBEN ZURÜCKKEHREN.
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Projekt-Nr.: 23519
Wie der KKL-JNF mit vielfältigen Projekten
Zukunft gestaltet –und weshalb Urban Roofing derzeit besondere Aufmerksamkeit erhält
Die Klimakrise ist längst keine abstrakte Zukunftsbedrohung mehr. Heisse Sommer, extreme Wetterereignisse, Wasserknappheit und schwindende Biodiversität zeigen, wie tiefgreifend sich unsere Umwelt im Wandel befindet. Diese Entwicklungen unterstreichen die Dringlichkeit, innovative Lösungen zu entwickeln und nachhaltige Strukturen zu stärken.
Für den KKL-JNF sind diese Veränderungen seit Jahrzehnten zugleich Herausforderung, Auftrag und Verantwortung. Aufforstung, Bekämpfung der Wüstenbildung, nachhaltige Wasserwirtschaft, innovative Energie- und Speicherlösungen sowie klimaangepasste Landwirtschaft prägen die Klimastrategie des Jüdischen Nationalfonds.
Im Rahmen der aktuell geförderten Klimaprojekte unterstützt der KKL-JNF 16 Initiativen, die unterschiedliche Aspekte von Klimaanpassung und Emissionsreduktion adressieren – von Energiearmut über resiliente Infrastruktur bis hin zu nachhaltiger Stadtentwicklung.
Urbaner Raum im Fokus
Gerade Städte stehen unter Druck: Der Beton speichert Hitze, versiegelte Flächen verhindern das Versickern von Regenwasser, Grünräume werden knapper. Nachhaltige Entwicklung entscheidet sich deshalb zunehmend mitten im urbanen Raum. Ein innovativer Ansatz ist dabei das so genannte Urban Roofing, die ökologische Nutzung und Begrünung von Dachflächen.
Dächer machen in dicht bebauten Gebieten einen erheblichen Anteil versiegelter Fläche aus – bislang meist ungenutzt. Nun werden sie zu aktiven Klimainstrumenten.
Begrünte Dächer:
• reduzieren die städtische Hitzeentwicklung (Urban Heat Island Effekt)
• speichern Regenwasser und entlasten die Kanalisation
• verbessern die Luftqualität
• schaffen Lebensräume für Insekten und Vögel
• senken den Energiebedarf von Gebäuden durch natürliche Isolation

Dachgarten als urbaner Begegnungsraum – Beispiel für nachhaltige Nutzung von Stadtdächern in Jerusalem
Was früher lediglich Schutz vor Witterung war, wird heute zu einem integralen Bestandteil nachhaltiger Stadtentwicklung.
Blick nach Jerusalem: Muslala und «Gag Eden»
Wie transformativ dieses Konzept sein kann, zeigt ein inspirierendes Beispiel aus Jerusalem: die Initiative Muslala und das Festival «Gag Eden» – Dach Eden . Auf dem Dach des Clal-Gebäudes im Stadtzentrum entstand mit Muslala ein interdisziplinärer, ökologischer Begegnungsraum. Hier verbinden sich urbane Landwirtschaft, Kunst, Bildung und Gemeinschaft. Das jährlich stattfindende Gag Eden Festival öffnet zahlreiche Dächer Jerusalems für die Öffentlichkeit und macht sichtbar, welches ökologische und gesellschaftliche Potenzial über unseren Köpfen liegt.
Über unseren Köpfen liegt Zukunft
Urban Roofing steht sinnbildlich für einen grundlegenden Wandel: Klimaschutz geschieht nicht nur in Wäldern oder auf Feldern – er geschieht mitten in der Stadt. Jede Dachfläche kann Teil eines grösseren ökologischen Netzwerks werden. Was heute als begrünte Terrasse beginnt, kann morgen ein Baustein klimaresilienter Stadtplanung sein. KKL-JNF begleitet und fördert diesen
ÜBER UNSEREN KÖPFEN LIEGT DIE ZUKUNFT.
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Projekt-Nr.: 20851
Hoch über dem See Genezareth liegt der Schweizerwald – Ausdruck der gewachsenen Partnerschaft zwischen der Schweiz und Israel und ein sichtbares Zeichen gelebter Verantwortung für Mensch und Umwelt.
Seit Jahrzehnten engagieren sich die Freunde des KKL-JNF Schweiz für dieses rund 3 km² grosse Gebiet. Ein vielfältiger Wald ist entstanden, der Erholung und Naturschutz verbindet. Tausende Menschen besuchen ihn jährlich. Seine Bedeutung zeigt sich auch im Verborgenen: Die Bepflanzung stabilisiert Böden, schützt vor Erosion und reguliert bei Starkregen den Wasserabfluss. Der Wald ist damit Landschaft und Schutzraum zugleich.
Innerhalb dieses bestehenden Schweizerwaldes entsteht nun eine gezielte Weiterentwicklung: der Schweizer Gemeinschaftswald der Stadt Tiberias.
Wichtig ist: Der Gemeinschaftswald ersetzt den Schweizerwald nicht. Er ist ein klar definierter Teilbereich am Rand des Gesamtwaldes, dort, wo dieser direkt an das Stadtgebiet von Tiberias grenzt. Der Schweizerwald als Ganzes bleibt bestehen und wird weiterhin von den Freunden des KKL-JNF Schweiz getragen. Der Gemeinschaftswald bildet einen Abschnitt innerhalb dieses grossen Ganzen – mit besonderem Fokus auf die aktive Beteiligung der Stadt und ihrer Bevölkerung. Hier steht der Mensch im Mittelpunkt und mit ihm die Verantwortung für den gemeinsamen Lebensraum.
Der Gemeinschaftswald ist mehr als eine Grünfläche. Er ist ein Ort der Begegnung, Bildung und Mitgestaltung. So wurde das Projekt gemeinsam mit der Stadtverwaltung sowie mit Anwohnerinnen und Anwohnern entwickelt. Diese Beteiligung schafft Identifikation und stärkt die Verbindung zwischen den Menschen und «ihrem» Wald.
Gerade in urbanen Räumen sind frei zugängliche Naturflächen von grossem Wert. Sie bieten Raum zum Durchatmen, für Bewegung und Austausch – und fördern das Bewusstsein, dass Umwelt direkt vor der eigenen Haustür beginnt. Schattige Sitzbereiche ermöglichen Unterricht im Freien, Wege verbinden Generationen, neue Pflanzungen
Der Schweizer Gemeinschaftswald bei Tiberias schafft einen neuen Naturraum für die Menschen der Stadt

stärken die ökologische Qualität und verbessern das Stadtklima. Ein klar gestalteter Eingangsbereich unterstreicht den Charakter als gemeinschaftlicher Raum. Die Idee der «Community Forests» ist ein zentrales Element der Arbeit des KKL-JNF. Landesweit bestehen bereits 22 solcher Wälder. Ihr Leitgedanke: Natur zugänglich machen und Verantwortung teilen. Wo Menschen einbezogen sind, entsteht Zugehörigkeit.
Der Schweizer Gemeinschaftswald in Tiberias verbindet internationale Unterstützung mit lokaler Identifikation. Er steht für ein modernes Verständnis von Umweltengagement – als Teil des Schweizerwaldes und zugleich als gemeinschaftlich gestalteter Stadtrand-Wald.
Die Weiterentwicklung bleibt eine gemeinsame Aufgabe. Vor allem aber ist die Investition in den Gemeinschaftswald eine Investition in die Menschen von Tiberias –in ihre Lebensqualität, ihr Miteinander und in eine Zukunft, in der Natur und Gemeinschaft untrennbar verbunden sind.
NATUR SCHAFFT VERBINDUNG.

Ein Lebenswerk: Uzi und «sein» Schweizerwald
Über viele Jahre prägte Förster Uzi den Schweizerwald bei Tiberias. Nun ist er in Pension gegangen. Zeit für einen kurzen Rückblick.

Mit Fachwissen, Herzblut und einem feinen Humor begleitete er das Wachstum des Waldes –und begeisterte bei Besuchen von KKL-Reisenden mit lebendigen Geschichten aus seinem Alltag zwischen Setzlingen, Sonne und dem See Genezareth.
Sie haben den Schweizerwald über viele Jahre betreut. Was bedeutet dieser Wald für Sie persönlich?
Meine Arbeit in der Forstwirtschaft begann 1986 – damals trug er noch den Namen «Wald von Tiberias». Seitdem bin ich in all meinen Funktionen eng mit diesem Wald verbunden. Für mich persönlich ist er der herausforderndste Wald im gesamten Bezirk – aufgrund seiner Lage an den steilen Hängen des Porija-Gebirgszugs oberhalb der Stadt Tiberias. Die grosse Herausforderung bestand – und besteht – natürlich darin, geeignete Bäume an diesen schwierigen Steilhängen zu pflanzen, und das bei den geringen Niederschlagsmengen in dieser Region.
Der Schweizerwald verbindet Israel und die Schweiz. Haben Sie diese besondere Verbindung in Ihrer Arbeit gespürt?
Die enge Verbindung und die intensive Weiterentwicklung gemeinsam mit der Schweizer Gemeinschaft begannen praktisch mit meinem Eintritt als junger Mitarbeiter in diesen Bezirk. Seitdem – wie bekannt – hat sich das Tempo der Pflanzungen deutlich erhöht, alles im Dienste des Bodenschutzes und der Stabilisierung der Hänge gegen Erosion und Erdrutsche, zum Schutz der Stadt Tiberias und des Sees Genezareth. Im Laufe der Jahre hat die Schweizer Gemeinschaft massgeblich zur Entwicklung beigetragen: Fahrradwege, Rastplätze, Aussichtspunkte. Und heute, nach der Fertigstellung der atemberaubenden PanoramaAussicht, die viele «den Balkon des Landes» nennen, wird dies besonders sichtbar. Für mich persönlich wäre all das ohne eine aussergewöhnliche, grosse Israel-Freundin (leider habe ich ihren Namen vergessen) nicht möglich gewesen
– eine Frau, die viele der Spenderinnen und Spender für den Schweizer Wald hierherbrachte. Jedes Mal, wenn ich durch diesen Wald fahre, denke ich bei mir: Ohne diese Frau gäbe es diese Schönheit vielleicht nicht. Der Schweizer Wald von heute ist zweifellos der Wald der Schweizer Gemeinden – daran besteht kein Zweifel. Ich kann mir die Errichtung eines Waldes an den steilen Berghängen hoch über dem See Genezareth ohne ihre Liebe und ihre grosszügige Unterstützung für Israel kaum vorstellen. Der Schweizer Wald ist heute einer der meistbesuchten Wälder Israels.
Wenn Sie heute durch «Ihren» Wald gehen: Was wünschen Sie sich für seine Zukunft?
Ich hoffe im Inte resse der kommenden Generationen, dass die Verantwortlichen der Stadt, des KKL-JNF und des Staates es verstehen werden, das Bestehende zu bewahren und die Grenzen des Waldes nach Süden zu erweitern, um das Bodenschutzprogramm zugunsten der Entwicklung am Fusse des Berges zu vervollständigen – und diese grüne Lunge in dieser wichtigen Region zu erhalten und weiter zu stärken.
Uzi im Schweizerwald oberhalb des Sees Genezareth

• Ein 5,5 km langer Wanderweg
• Ein 13 km langer Mountainbike-Singletrail
• Ein Übernachtungsplatz
• Ein dreistufiger Rastplatz
• Das Karl-Lutz-Memorial mit Aussicht auf den See Genezareth
• Die Bogen-Aussicht
• Der Parkplatz «Mul Golan»
• Und als Flaggschiff entlang der Panoramastrasse: die beeindruckende Panorama-Terrasse.

Abend mit Iris & Tuval Haim –Glaube, Hoffnung und Menschlichkeit


Age d’Or Anlass in der CIG Genf


Besuch des KKL-JNF im Israelitischen Kindergarten Marcus Cohn, Basel


Die Jüngsten der ICZ zu Besuch beim

Begegnungsabend mit der evangelikalen Gemeinschaft in Genf


Vortrag zu den Waldbränden in Zentralisrael mit Anat Gold




















Die Zukunft des Kakaos sichern
Schokolade ist Genuss, Kulturgut und Wirtschaftsfaktor zugleich. Doch ihre wichtigste Grundlage – der Kakao – steht zunehmend unter Druck.
Versuchsanlage mit Kakao-Jungpflanzen in kontrollierter Gewächshauskultur im Süden Israels
Das Projekt, geleitet vom Volcani-Institut und umgesetzt am Southern R&D Center in der Region Ha’Besor, untersucht die Machbarkeit des Kakaoanbaus in Gewächshaussystemen ausserhalb tropischer Zonen. Das Volcani Institute ist Israels führendes Zentrum für Agrarforschung und entwickelt Lösungen für klimaresistente Pflanzen und nachhaltige Landwirtschaft.


Klimawandel, Pflanzenkrankheiten, sinkende Niederschläge, steigende Temperaturen und der Verlust natürlicher Bestäuber gefährden weltweit traditionelle Anbaugebiete. Gleichzeitig wächst die globale Nachfrage weiter. Gefragt sind deshalb innovative, klimaresiliente Anbaumodelle, die Umweltbelastungen reduzieren und neue Perspektiven eröffnen. Eine solche Initiative entsteht derzeit im Süden Israels.
Die Besor R&D Station wurde 1977 gegründet und war die erste landwirtschaftliche Forschungsstation ihrer Art im Land. Gemeinsam mit dem KKL-JNF, dem israelischen Landwirtschaftsministerium und wissenschaftlichen Institutionen entwickelt sie Lösungen für die besonderen Herausforderungen der Landwirtschaft im Negev. Ziel ist es, innovative und wirtschaftlich tragfähige Produktionsformen in Randregionen zu etablieren.
Die Forschung umfasst Gemüse- und Obstanbau, Ertrags- und Qualitätsoptimierung, Reduktion von Pflanzenschutzmitteln sowie den Test neuer Sorten unter extremen Klimabedingungen. Nun widmet sich die Station einem neuen Thema: dem Kakao.
Die Region bietet günstige Voraussetzungen: gut drainierte Sandböden, extrem salzarmes Bewässerungswasser und klimatische Bedingungen, die mit vergleichsweise einfachen Massnahmen an die Bedürfnisse des Kakaos angepasst werden können. Im Fokus stehen die Akklimatisierung der Bäume, die Optimierung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Beschattung und Nährstoffversorgung sowie die Identifikation besonders robuster Sorten mit hoher Überlebensfähigkeit und früher Blütenbildung.
Das Projekt befindet sich im dritten Jahr. Die Infrastruktur steht, die Bäume sind etabliert und erste Früchte entwickeln sich bereits. Damit geht das Vorhaben deutlich über eine reine Machbarkeitsstudie hinaus. Ein erfolgreicher, kontrollierter Kakaoanbau in Israel würde die tropischen Regionen nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen. Er könnte Lieferketten diversifizieren, den Druck auf Regenwälder langfristig mindern und neue klimaresiliente Produktionsmodelle etablieren. KKL-JNF engagiert sich seit Jahrzehnten in landwirtschaftlicher Forschung, um natürliche Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen und innovative Einkommensquellen zu schaffen.
Das Kakao-Projekt steht exemplarisch für diesen Ansatz: wissenschaftlich fundiert, zukunftsorientiert und im Einklang mit Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Perspektive. Die Zukunft der Schokolade beginnt mit Forschung –und mit dem Mut, neue Wege zu gehen.
NEUE WEGE FÜR DEN KAKAO VON MORGEN
Erfahren Sie mehr:

Projekt-Nr.: 13904
Biriya-Wald bei Safed
Mit gezielten Massnahmen wurden geschädigte Waldflächen regeneriert und nachhaltig gestärkt.

Wälder in Zentral-Israel
Nach verheerenden Waldbränden im Zentrum des Landes wurden zerstörte Flächen gesichert und die behutsame Wiederherstellung der betroffenen Waldlandschaften eingeleitet.

Be‘eri-Wald im westlichen Negev
Die nach schweren Schäden begonnene Wiederaufforstung des Be’eri-Waldes zeigt mit ersten grünen Trieben sichtbare Zeichen der Erholung und neuen Lebens.

Kibbutz Nir Yitzchak
Im Rahmen des weltweiten KKL-JNF-Projekts «Adopt a community» wurde der Garten der Resilienz in Nir Yitzchak vollendet und schenkt nun Raum für Ruhe, Begegnung und neue Kraft.


Max GuttmannPicknickplatz
Der Platz im Schweizerwald wurde an neuer, attraktiver Lage mit Blick auf den See Genezareth barrierefrei und nach aktuellen Sicherheitsstandards neu gestaltet.

Gilboa-Wald
Die Wiederaufforstung wurde gezielt weitergeführt und stärkt das lokale Ökosystem nachhaltig.

Ruhama
In Ruhama wurden die für evakuierte Familien aus Kfar Aza neu geschaffenen Wohnhäuser mit Pergolas ergänzt und ein bestehender Sportplatz renoviert, welcher die Gemeinschaft zwischen den Bewohnern stärkt. Das geplante Sonnendach befindet sich derzeit noch in der Umsetzung.

Reviving the Land
Im Süden Israels wurden zerstörte und brachliegende Flächen wieder erschlossen und damit die Grundlage für eine nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung geschaffen.

An mehreren Standorten, darunter Nes Harim und das Gilboa-Gebiet, wurden neue Schutzräume errichtet, um die Sicherheit in Bildungs- und Begegnungszentren nachhaltig zu stärken.

So entsteht aus Ihrer Spende langfristige Wirkung: Transparent, verantwortungsvoll und nachvollziehbar. Transparenz
Engagement, das ankommt – und bleibt.
Ihre Spende ist mehr als ein Beitrag – sie wird zu einem konkreten Projekt, und wir machen für Sie sichtbar, wie. Bevor es losgeht, wird jedes KKL-JNF-Projekt sorgfältig vorbereitet: Standort, Budget, Zeitplan und Zuständigkeiten sind klar definiert und genehmigt.
Ihre Spende ist Ihrem gewünschten konkreten Projekt zugeordnet, wird entsprechend dem Projektfortschritt eingesetzt und fliesst vollständig in dessen Umsetzung. Bei Baumpflanzungen gilt: Sie wählen den Wald (z.B. den Tiberias Schweizerwald); die genaue Pflanzstelle legen unsere Försterinnen und Förster vor Ort je nach Bedarf fest.
Viele unserer Vorhaben setzen wir direkt mit eigenen Fachleuten des KKL-JNF um: von der Planung bis zur Realisierung vor Ort.
Spende

Arbeiten wir mit Partnern zusammen, gelten die gleichen Standards: Unsere Ingenieure, Planer sowie Finanz- und Kontrolleinheiten begleiten die Umsetzung Schritt für Schritt. Zahlungen erfolgen etappenweise und nach fachlicher Prüfung. Regelmässige Berichte und Fotos dokumentieren den Fortschritt.
So bleiben Verantwortung und Qualität in einer Hand – und Sie können sicher sein, dass Ihr Engagement ankommt.
Und auch nach dem Abschluss bleiben wir dran: Wir sorgen für Wartung, Kontrolle und nachhaltigen Erhalt. Als sichtbares Zeichen der Wertschätzung wird zudem eine Widmungstafel für die Spenderinnen und Spender angebracht, die dieses Projekt möglich gemacht haben.
Auszahlung nach Fortschritt
Berichte & Fotos
Projektplanung & Genehmigung
Kontrolle & Freigabe
Projektabschluss & Widmung
Zweckgebundene Zuordung (Projektnummer)
Umsetzung vor Ort
Wartung & Nachkontrolle
Licht wählen
Eigentlich hätten Rachel Edri und Tali Hadad aus Ofakim an diesem Abend in Zürich von ihren Erfahrungen des 7. Oktober 2023 berichten sollen – von einem Tag, der ihr Leben und das vieler anderer für immer verändert hat
Aufgrund der angespannten Sicherheitslage konnten sie jedoch leider nicht anreisen. Stattdessen wurde die Veranstaltung im ICZ-Gemeindezentrum Zürich zu einer Begegnung mit Iris und Tuval Haim – und zu einer eindrücklichen Botschaft darüber, wie selbst in Zeiten tiefster Dunkelheit Hoffnung entstehen kann.


Iris Haim spricht in Zürich über Verlust, Verantwortung und Menschlichkeit – im Hintergrund ein Bild ihres
Mit grosser Klarheit und bemerkenswerter Würde sprach sie darüber, wie wichtig es ist, auch in Zeiten tiefster Erschütterung den Glauben an das Gute im Menschen nicht zu verlieren – Worte, die das Publikum tief berührten und welche es mit langem Applaus ehrte.
Es gibt Momente, die eine besondere Stille im Raum hinterlassen – eine Stille aus Anteilnahme, Nachdenklichkeit und tiefer Verbundenheit. Eine solche Atmosphäre prägte den Abend vom 11. März 2026 im ICZGemeindezentrum Zürich, zu dem der KKLJNF Schweiz eingeladen hatte.
Iris Haim ist die Mutter von Yotam Haim, der am 7. Oktober aus dem Kibbutz Kfar Aza entführt wurde. Nach 65 Tagen in Gefangenschaft gelang ihm die Flucht –tragischerweise wurde er kurz darauf infolge eines Missverständnisses von israelischen Soldaten erschossen. Aus diesem unvorstellbaren Verlust ist bei Iris Haim jedoch keine Verbitterung entstanden. Stattdessen hat sie sich bewusst für einen anderen Weg entschieden – für Menschlichkeit, Verantwortung und inneren Zusammenhalt. Ihre Botschaft ist ebenso schlicht wie kraftvoll: «Choosing light over darkness» – das Licht statt der Dunkelheit zu wählen.
Besonders eindrücklich waren die musikalischen Beiträge ihres Sohnes Tuval Haim. In einem besonders intensiven Moment spielte er ein Schlagzeug-Duett mit seinem verstorbenen Bruder Yotam, dessen Aufnahmen gleichzeitig auf der Leinwand zu sehen waren – ein Augenblick, der viele der fast 150 Anwesenden sichtbar bewegte.
Bereits am Vortag hatte eine ähnliche Veranstaltung in Genf stattgefunden, bei der ebenfalls zahlreiche Gäste zusammenkamen, um diese Botschaft zu hören.
An beiden Abenden wurde spürbar, was Iris Haim der Welt mit auf den Weg geben möchte: Dass selbst aus tiefstem Schmerz ein Licht entstehen kann – wenn wir uns entscheiden, es zu sehen.
Der Anlass stand zugleich im Zeichen eines wichtigen Projekts des KKL-JNF: «Der Weg der Heldinnen» im OfakimPark im Süden Israels. Dieses Projekt würdigt den aussergewöhnlichen Mut israelischer Frauen, die während der Terrorangriffe vom 7. Oktober zu Symbolen von Courage, Verantwortung und Menschlichkeit wurden.
MUT VERDIENT ERINNERUNG.
Der «Path of the Heroines» soll ein Ort des Erinnerns und der Inspiration werden – ein sichtbares Zeichen für Resilienz, Hoffnung und die Stärke einer Gesellschaft, die selbst in dunkelsten Momenten zusammensteht.
Erfahren Sie mehr:

Projekt-Nr.: 21094
für die
in Israel –schneller, koordinierter, stärker

Die tragischen Ereignisse des 7. Oktober 2023 haben auf dramatische Weise gezeigt, wie entscheidend eine schnelle und professionell abgestimmte Notfallhilfe in Israel ist. Auch während des Krieges mit dem Iran und der Hisbollah im Juni 2024 und aktuell wurde diese Erkenntnis erneut bestätigt. Besonders die Gemeinden im Süden des Landes, nahe der Grenze zum Gazastreifen, sind im Ernstfall auf Strukturen angewiesen, die sofort funktionieren – geschützt, professionell und jederzeit einsatzbereit.
Gemeinsam mit dem KKL-JNF initiiert United Hatzalah deshalb den Bau eines städtischen Einsatz- und Hilfszentrums in Sderot – ein Vorhaben von strategischer Bedeutung für die gesamte Region. United Hatzalah, 2006 gegründet, ist heute Israels grösste freiwillige Organisation für Notfallmedizin. Über 6’500 ausgebildete Sanitäterinnen und Sanitäter stehen landesweit rund um die Uhr im Einsatz – auch an Schabbat und Feiertagen. Am 7. Oktober eilten mehr als 1’500 Freiwillige unter Beschuss in den Süden Israels und retteten Tausende Menschenleben. Innerhalb weniger Tage versorgte die Organisation über 3’800 Verletzte und koordinierte rund 800 Evakuierungen per Ambulanz und Helikopter – in enger Abstimmung mit der israelischen Armee.
Die Erfahrungen aus diesen Einsätzen fliessen nun direkt in die Planung des neuen Zentrums ein. KKL-JNF bewertet das Vorhaben als entscheidenden Schritt zur nachhaltigen Stärkung der regionalen Notfallinfrastruktur – ein echtes «Gamechanger-Projekt» mit dem Ziel, Reaktionszeiten zu verkürzen, Abläufe zu optimieren und die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte zentral zu bündeln.
Die Vision: ein geschütztes Zentrum für schnelle Hilfe
In Sderot soll ein 1’200 Quadratmeter grosses, dreistöckiges Zentrum entstehen – befestigt und raketensicher, damit auch unter Beschuss ein ununterbrochener Betrieb gewährleistet ist.
Vorgesehen sind:
• das zweitgrösste Notruf- und Kommandozentrum Israels
• ein regionales Logistik- und Versorgungszentrum für rasche medizinische Einsätze
• ein Freiwilligenhauptquartier und Ausbildungszentrum zur Ausbildung der nächsten Generation von Einsatzkräften
• eine zentrale Plattform zur Koordination mit IDF, Polizei, MDA (Magen David Adom, der israel. Rettungsdienst) und Feuerwehr
Das Zentrum wird Zehntausende Einwohnerinnen und Einwohner in Sderot und den umliegenden Gemeinden versorgen – in Routinezeiten ebenso wie in Ausnahmesituationen. Fachliche Einschätzungen von KKLJNF und weiteren Partnern betonen das transformative Potenzial des Projekts: Kürzere Reaktionszeiten können den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Die verbesserte Zusammenarbeit verschiedener Rettungsdienste wiederum erhöht Effizienz und Sicherheit.
Projektstatus
Das Vorhaben befindet sich derzeit in der Umsetzungsphase Der Bau hat bereits begonnen, die Fertigstellung ist in rund zwei Jahren vorgesehen. Damit diese Vision Realität wird, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Helfen Sie mit, die medizinische Einsatzbereitschaft im Süden Israels dauerhaft zu stärken – für mehr Sicherheit und Stabilität.
SCHNELLE HILFE BRAUCHT STARKE STRUKTUREN.

Erfahren Sie mehr: Projekt-Nr.: 22459
Bau der landbasierten Kreislaufanlagen (RAS) für die geplante Lachszucht im Emek HaMa’ayanot

Emek-HaMa’ayanot-Lachsfarm
KKL-JNF unterstützt das Lachsprojekt im Distrikt Emek HaMa’ayanot im Norden Israels – eine zukunftsweisende Initiative mit dem Ziel, in Israel eine lokale Lachsproduktion aufzubauen und die Abhängigkeit von Importen deutlich zu verringern.
Derzeit importiert Israel jährlich rund 45’500 Tonnen Lachs. Der Markt hat ein Volumen von etwa 1,45 Milliarden NIS (israel. Schekel) und wächst mit einer durchschnittlichen Rate von 11 Prozent pro Jahr. Da die Importpreise deutlich über den prognostizierten Kosten einer heimischen Produktion liegen, bietet die inländische Zucht ein erhebliches wirtschaftliches Potenzial.
Das Projekt basiert auf modernen Recirculating Aquaculture Systems (RAS) – geschlossenen, landgestützten Kreislaufanlagen, deren Einsatz weltweit stark zunimmt. Im Gegensatz zu offenen Netzgehegen im Meer, die mit Umweltproblemen wie Verschmutzung, Krankheitsübertragung und dem Entweichen von Fischen verbunden sind, ermöglicht RAS eine vollständige Kontrolle über Wasserqualität und Aufzuchtbedingungen. Das Ergebnis sind gesündere, antibiotikafrei produzierte Lachse, bessere Wachstumsraten und ein nachhaltigeres Produktionsmodell. Die lokale Erzeugung garantiert zudem frischere Produkte, eine längere Haltbarkeit, kürzere Lieferketten und eine deutlich reduzierte CO₂-Bilanz.
Die Vision ist der Aufbau der ersten kommerziellen, landbasierten Vollaufzuchtanlage für Lachs in Israel (mit einem Zielgewicht von rund 4,75 kg pro Fisch). Produktion,
Verarbeitung und Abfallmanagement sollen an einem Standort gebündelt werden, um Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Die geplante Anlage mit einer Fläche von 55’000 m² soll im Kibbutz Sde Eliyahu im Norden Israels entstehen und profitiert dort von bestehender Infrastruktur, geeigneten Wasserressourcen, bewilligten Entsorgungssystemen sowie nahegelegenen Kompostieranlagen.
Ein betriebsbereites Pilotprojekt mit Brut- und Jungfischstation ist bereits in Betrieb. Es verkürzt den Produktionszyklus und liefert wertvolle Praxiserfahrung im Vorfeld der im Bau befindlichen Mastanlage. Der Entwicklungsplan sieht bis zum Ende des Jahrzehnts eine kommerzielle Produktion von 2’500 Tonnen vor, mit einer späteren Erweiterung auf 5’000 Tonnen
Über sein wirtschaftliches Potenzial hinaus stärkt das Projekt die lokale Landwirtschaft, schafft Arbeitsplätze im ländlichen Raum, schützt marine Ökosysteme und erhöht die Ernährungssicherheit Israels. Die Lachsfarm im Emek HaMa’ayanot ist damit weit mehr als ein Aquakulturprojekt –sie ist eine strategische Investition in nachhaltige Lebensmittelproduktion, regionale Entwicklung und eine resiliente Zukunft der israelischen Versorgung.
EINE NEUE HEIMAT FÜR DEN LACHS.


Lösungswort:
1. Welches Leitprinzip prägt die Umweltarbeit des KKL-JNF?
2. Wie nennt man die Vielfalt von Pflanzen- und Tierarte n in stabilen Ökosystemen?
3. In welchem Land engagiert sich der KKL-JNF?
4. Wie bezeichnet man das Leben jüdischer Gemeinschaften ausserhalb Israels?
Haben
Sie das Lösungswort gefunden?
5. Welches jüdische Konzept steht für Verantwortung und die «Verbesserung der Welt»?
6. Wie nennt man die ökologische Wiederherstellung geschädigter Landschaften?
7. Welches College im Norden Israels erhielt kürzlich den Titel Universität?
Dann senden Sie es bitte spätestens bis zum 5. Juni an:
E-Mail: info@kklschweiz.ch
Stichwort: Kreuzworträtsel neuland 66
8. Welche gemeinschaftliche Lebensform prägte Israels frühe Geschichte?
9. Wie bezeichnet man die Widerstandsfähigkeit von Agrar-Ökosystemen gegenüber Klimastress?
10. Wie nennt man die Kombination von Landwirtschaft und Waldbewirtschaftung?
Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir:
1. Preis: 2 Tickets für den «Theodor»-Event
2. Preis: 2 Flaschen Wein aus Israel
3. Preis: Geschenkgutschein für 2 Bäume in Israel
Manchmal sind es nicht die bekannten Highlights, die am stärksten in Erinnerung bleiben, sondern die stillen Orte dazwischen: Plätze, die man nur findet, wenn jemand sie einem verrät. Genau darum geht es in unserer neuen neuland-
Rubrik «Wir empfehlen: Geheimtipps von KKL-Mitarbeitern». Kolleginnen und Kollegen teilen hier ihre persönlichen
Lieblingsorte in Israel – kleine Auszeiten, besondere Landschaften, überraschende Geschichten. Den Auftakt macht unsere neue Delegierte und Geschäftsführerin Dina Kagan – mit einem kleinen Naturparadies in Galiläa.
geheimer Lieblingsort: Ein Yarda
Zwischen dem Kibbutz Mahanayim und dem Kibbutz Ayelet HaShahar liegt Ein Yarda – eine kleine Quelle, die sanft aus den Hügeln Galiläas Richtung Jordan fliesst. Für Vorbeifahrende ist dieses stille Juwel kaum zu entdecken. Wer jedoch anhält, findet eine echte Oase: an heissen Sommertagen erfrischend, das ganze Jahr über wohltuend ruhig.
Der Bach führt ganzjährig frisches Wasser und wird von hohen Eukalyptusbäumen beschattet. Entlang des Wassers befinden sich drei kleine natürliche Becken: ideal, um die Füsse zu kühlen – und für Kinder ein sicherer Ort zum Planschen. Das dichte Blätterdach spendet angenehmen Schatten und macht Ein Yarda perfekt für eine kleine Pause mit Kaffee.
Am besten: Kaffeeset einpacken, Wasser erhitzen — und den Kaffee siebenmal aufkochen, so will es das lokale «Rezept» für den perfekten israelischen Kaffee. Dann einfach hinsetzen und diesen kleinen Flecken Paradies geniessen.


Zum Ausklang lohnt sich ein Mittagessen im beliebten Restaurant Kvish 90 in der Nähe: bekannt für seine Burger (inklusive veganer Optionen), die jugendliche Atmosphäre und das markante Design. In Rankings wird es immer wie- der unter Israels besten Adressen geführt — ein perfekter Schlusspunkt für den Tag.
Wer nach der Pause am Wasser noch Lust auf einen kurzen Ausflug hat, fährt mit dem Auto den nahegelegenen Hügel hinauf zur Horvat Yarda: eindrucksvolle und relativ gut erhaltene Ruinen eines osmanischen Gutshauses aus dem 19. Jahrhundert. Funde wie Keramik und Münzen zeigen, dass hier bereits seit römischer Zeit Menschen siedelten. Oben angekommen, wartet ein weiter Blick über das Hula-Tal. Besonders im Frühling und Herbst wird das Panorama durch Zugvögel und saisonale Blüten noch eindrücklicher.
Anreise
Auf der Route 91 von der Mahanayim-Kreuzung Richtung Gesher Bnot Yaakov fahren. Nach 3,2 km, noch vor Mishmar HaYarden, links (nach Norden) auf einen Weg zwischen Obstplantagen abbiegen. Der Beschilderung Horvat Yarda folgen und rund 1 km bergab bis zum Parkplatz Ein Yarda fahren.


Keren Kayemeth Leisrael
Verein Jüdischer Nationalfonds (Schweiz) Schweizergasse 22 Postfach CH 8021 Zürich
Tel 044 225 88 00 www.kklschweiz.ch info@kklschweiz.ch
IBAN CH54 0900 0000 8002 1891 0
Impressum neuland 66
Ausgabe Mai 2026
Redaktion/Texte
Peter Bollag, Esther Goldberger, Arthur Plotke, Dr. Dina Kagan, Lior Pardo, Réfaëla Trochery, Anouk Safdie, Ronny Siev, Michal Pluznik
Fotos
Archiv KKL-JNF Israel und Schweiz
Papier
Dieses Magazin wurde auf altpapierhaltigem und FSCzertifiziertem Papier gedruckt.
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