










Take your riding to the next level
![]()











Take your riding to the next level
Was für eine Saison! Gefühlt waren wir im Redaktionsteam noch nie so häufig auf dem Wasser wie in diesem Sommer. Keine Ahnung, ob das wirklich stimmt, aber es fühlt sich auf jeden Fall richtig gut an. Jetzt haben wir die ersten Tage im November – und dieses Editorial sind die letzten Zeilen, die wir für diese Ausgabe schreiben. Irgendwie ist es richtig kalt geworden – seit der Zeitumstellung. Ich bin gerade erst von meinem 4/3er Neo auf den 5/4er gewechselt – und irgendwie ist der jetzt auch schon wieder zu kalt. Aber egal, in 14 Tagen sitzen wir im Flieger nach Fortaleza – Saisonabschluss in Boardshorts.
Noch nicht ganz zu Ende ist die GKA Kite World Tour. Der Freestyle World Cup in Abu Dhabi läuft gerade noch, danach schwenkt der Profizirkus-Tross nach Brasilien, um Mitte November in Taiba den Tourabschluss zu feiern und die Weltmeister*innen im Wave und Freestyle zu küren. Der erfolgreichste Athlet der GKA Tour kommt aus Deutschland: Finn Flügel. Der gerade erst 16-jährige startet in gleich drei Disziplinen: Freestyle, Big Air und Hydrofoil Big Air. In allen drei ist er Weltklasse: Weltmeister 2025 im Big Air (U19, Twintip), Vizeweltmeister 2025 im Hydrofoil Big Air – der erste Freestyle World Cup 2025 läuft gerade, aktuell steht er auf Platz 3 der Weltrangliste. Was für eine Leistung! Dennoch ist der junge Oberfranke absolut auf dem Teppich geblieben. Welche Rolle seine Eltern bei seinem Erfolg spielen und wo er in diesem Jahr Weihnachten feiern wird – das Interview mit Finn Flügel ab Seite 42
Herbstzeit – Reisezeit. In dieser Ausgabe stellen wir euch gleich drei Reiseziele vor: Wind, Wellen und Weltklasse. Das C Kite Festival in Palmar Beach auf Mauritius, ab Seite 12
Hakuna Hamata. Das legendäre Seamenrace und Kitefun-Festival in Hamata/Ägypten, ab Seite 90 Hood River. Hält das Kitesurf-Mekka, was es verspricht? Reisebericht von Hannah Whiteley, ab Seite 108 Und wir feiern ein Jubiläum. KiteCity, Europas größter, erfolgreichster und ältester Kitereise-Veranstalter feiert 25 Jahre Leidenschaft für den Sport, ab Seite 95
Besonders stolz sind wir auf die Medienpartnerschaft mit dem Big Air Kult-Event „Hängt Ihn Höher“, veranstaltet von den Cuxkiters e. V. in Cuxhaven. Kein Kommerz, kein Filter – nur Wind, Wasser und 100 Prozent Szene. Die Non-Profit-Veranstaltung ist das authentischste Kite-Festival im Kitesport, ab Seite 86.
Neuheiten 2026
Viele Hersteller beteuern, dass die Kitebranche nach Corona noch immer in der Krise steckt. Vier Brands sehen das jedoch absolut anders. DUOTONE, der unangefochtene Weltmarktführer, geht mit einer nahezu runderneuerten Produktpalette in die Saison 2026 – und bringt seine wichtigsten Kite, den Evo SLS, schon jetzt und damit ein paar Monate früher auf den Markt. Die deutsche Brand F2 Fun&Function kann nicht nur „gut und günstig“, sondern bietet mit CLOUD und AXXIS zwei konkurrenzfähige Aluula-Alternativen. Die europäische, familiengeführte Brand CrazyFly hat nahezu die gesamte Produktpalette überarbeitet und bringt das erste Kite-Ventil, das nicht geklebt wird. Und der Branchenüberflieger HARLEM Kitesurfing bewegt sich weiterhin auf der Überholspur und ist nach wie vor die am schnellsten wachsende Kite- und Wingbrand. 35 Seiten Neuheiten 2026, ab Seite 50.
Dies ist unsere letzte Ausgabe für 2025. KB#161 erscheint im Frühjahr 2026. Alle Infos und der Abo-Antrag für die PrintAusgabe (29 Euro) auf www.kiteboarding.eu. Kommt gut durch den Winter,
Aloha, Dirk Seifert







04 – 05 Editorial
22 – 33 Timing und Dynamik
Portfolio | André Magarao
42 – 48 Weltmeister! Interview mit Finn Flügel
86 – 89 Hängt ihn höher
Big Air Festival der Cuxkiters e.V.
IMPRESSUM
VERLAG, REDAKTION
Waii Media GmbH
Nordkamp 5 31177 Harsum
Mail: info@kiteboarding.eu
Web: www.kiteboarding.eu
© Waii Media GmbH ISSN 1865-5556

50 – 63 DUOTONE Kiteboarding
52 – 53 DUOTONE Rebel SLS
54 – 55 DUOTONE Dice SLS
56 – 57 DUOTONE Neo . Neo SLS . Neo D/LAB
58 – 59 DUOTONE Evo SLS . Evo D/LAB
60 – 61 DUOTONE Twintips
62 – 63 DUOTONE Surfboards

64 – 71 Crazy Fly Back to the Roots II
74 – 79 HARLEM Kitesurfing HARLEM auf der Überholspur
80 – 85 F2 Fun&Function Big Air Kites CLOUD und AXXIS
CHEFREDAKTEUR
Dirk Seifert dirk@kiteboarding.eu
GRAFIK UND PRODUKTION
Studio Polenta www.studiopolenta.com
DRUCK
Schipplick+Winkler Printmedien www.printmedien.de
*FOTOGRAFEN UND FOTOGRAFINNEN
DIESER AUSGABE
André Magarao . Toby Bromwich . Lukas K. Stiller. Bianca Asher . Svetlana Romantsova
Daniel Pankoke . Lacy Kobulsky . Samuel Cárdenas . Azzan Al-Sinani . Picturepatie
Julian Lajtai . Sabrina Nimmrichter
ANZEIGEN
Dirk Seifert
Nordkamp 5 31177 Harsum
Mail: dirk@kiteboarding.eu
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 28 vom 05.11.2025

34 – 41 GKA Kite World Tour
2026
36 - 38 Delannoy sichert vorzeitig WM-Titel
GKA Kite Surf World Cup
Dakhla
39 - 41 Wüsten-Showdown
GKA Hydrofoil Big Air World Cup Abu Dhabi
GKA Freestyle World Cup
Abu Dhabi

12 – 19 Wind, Wellen und Weltklasse
C Kite Festival 2025 Palmar Beach, Mauritius
90 –94
Hakuna Hamata Hamata/Ägypten Kitefun & Testival
96 – 103 Leidenschaft für den Sport
25 Jahre KiteCity
108 – 114 Hält das KitesurfMekka, was es verspricht?
Reisebericht
Hood River

Rider: Matchu Lopes
Foto: Toby Bromwich
Spot: Venezuela
ABONNEMENTS KITEBOARDING-Leserservice
D-65341 Eltville
Mail: abo@kiteboarding.eu
Web: kiteboarding.eu
VERTRIEB
VU VERLAGSUNION KG Meßberg 1
D-20086 Hamburg
Web: verlagsunion.de
*AUTOREN UND AUTORINNEN DIESER AUSGABE
André Magarao . Ian MacKinnon . Gemma Hamaini . Hannah Whiteley . Simone Pullen Denis Makolkin . Ihno Jürjens . Edgar Rummel . Nils Lucassen
Die Autoren dieser Ausgabe werden bei den Artikeln genannt. Die Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung von Verlag oder Redaktion wieder. Unverlangt eingesandte Beiträge sind immer willkommen. Der Verlag kann jedoch keine Haftung übernehmen. Verlag, Redaktion und Autor haften auch nicht für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden. Bestehende Patente, Warenzeichen, Gebrauchsmuster und ähnliches sind nicht immer als solche gekennzeichnet, und das Fehlen eines solchen Hinweises lässt nicht den Schluss zu, dass Warennamen, Konstruktionen u. ä. frei sind. Reproduktionen des Inhalts oder Auszüge des Inhalts bedürfen der schriftlichen Genehmigung des Verlags.
Pursuit of perfection.

Brand new Diamond Light Weave and NW carbon construction.


C Kite Festival 2025
26.–30. Juni 2025 | Palmar Beach, Mauritius

Palmar Mauritius
An den letzten Tagen im Juni ist Palmar Beach mehr als nur ein paradiesischer Strand – er verwandelt sich in eine Bühne für das C Kite Festival
Rider: Louka Pitot

Palmar Beach bietet eine riesige Lagune, geschützt durch einen Riffgürtel, über dem sich bei High Tide eine mittelgroße Welle aufbaut. Euch erwartet ein traumhafter und großzügiger Flachwasserspot. Die Landschaft ist atemberaubend und bietet alles, was ihr von einem tropischen Spot erwarten dürft: weißer Sand, türkisfarbenes Wasser und Palmen, die sich im Wind wiegen.

ist zweifellos der legendäre Downwinder von C Mauritius nach Poste Lafayette. Die rund sieben Kilometer lange Strecke ist ein Jedermann-Event. Etwa 100 Kiter nehmen teil, überwiegend Freizeitkiter.

Die Sonne bricht durch die Wolken über dem Indischen Ozean, das Rauschen der Wellen mischt sich mit dem Pfeifen des Passatwinds und dem Rascheln der Palmen. Der Infinity-Pool scheint nahtlos in die türkisblaue Lagune vor dem C Resort überzugehen.
Wir sind in Palmar Beach an der Ostküste von Mauritius. An den letzten Tagen im Juni ist Palmar Beach mehr als nur ein paradiesischer Strand – er verwandelt sich in eine Bühne für das C Kite Festival. 2025 findet das Festival bereits zum vierten Mal statt, es zählt mittlerweile zu den spannendsten KitesurfEvents im Indischen Ozean.
Organisiert wird das C Kite Festival von Antoine Auriol, ProfiKitesurfer und TV-Abenteurer. Unterstützt wird er von sechs weiteren Profikitern/„Champs“: Gisela Pulido, Hannah Whiteley, Julia Castro, Tom Court, Val Garat und dem auf Mauritius geborenen und lebenden Freestyle-Worldcuper Louka Pitot. Neben drei Wettkampfformaten bietet das C Kite Festival auch ein Testival. Vertreten sind Duotone, North, Airush und Ozone. Der Höhepunkt der Eventwoche ist zweifellos der legendäre Downwinder von C Mauritius nach Poste Lafayette. Die rund sieben Kilometer lange Strecke ist ein Jedermann-Event. Etwa 100 Kiter nehmen teil, überwiegend Freizeitkiter, darunter aber auch die sieben „Champs“ und nationale Talente.
Das C Kite Festival ist nicht nur ein Wettkampf, sondern auch ein kulturelles Erlebnis. Am Abend verwandelt sich das C Resort in eine Street-Food-Fiest¬a. Stargäste sind der südafrikanische Spitzenkoch Nti, der italienische Chefkoch Lorenzo Sirabella sowie der Flair-Barkeeper Andrei Borisik aus
Deutschland. Musikalische Highlights sind die Live-Acts von Jesska und Zulu sowie DJ SamSax aus Großbritannien. Fitness-Sessions mit Naila Mall und Yoga mit Eve Isambourg runden das Programm ab.
Sportlich beginnt das Event am Freitag mit einer FreestyleShow der sieben „Champs“. Am Samstag folgt der Downwinder nach Poste Lafayette, ein Fun-Race – offen für alle. Die „Best Trick“ und „Big Air Competition“ sind die sportlichen Höhepunkte des Events. Das Feld ist international stark besetzt, die Wertung gilt als inoffizielle nationale Meisterschaft. Die „Champs“ fungieren als Judges, Moderator und Head Judge ist Antoine Auriol.
Das C Kite Festival ist eine actiongeladene Kitesurf-Woche. Das Programm aus hochkarätigen und bestens organisierten Wettkämpfen sowie Jedermann-Rennen bietet jedem Kitesurfer nicht nur eine spannende Eventwoche, sondern auch reichlich Zeit auf dem Wasser – ergänzt durch kulinarische und musikalische Highlights in einem schönen und luxuriösen Hotel in tropischer Umgebung.
SAVE THE DATE
Das nächste C Kite Festival findet vom 26. Bis 30. Juni 2026 statt.
INFOS: WWW.C-RESORTS.COM/CMAURITIUS/EVENT/ C-KITE-FESTIVAL



Palmar Beach liegt an der Ostküste von Mauritius. Der Spot ist deutlich ruhiger und nicht so überlaufen wie die bekannten Spots an der Westküste, allen voran Le Morne.
Palmar Beach bietet eine riesige Lagune, geschützt durch einen Riffgürtel, über dem sich bei High Tide eine mittelgroße Welle aufbaut. Euch erwartet ein traumhafter und großzügiger Flachwasserspot. Die Landschaft ist atemberaubend und bietet alles, was ihr von einem tropischen Spot erwarten dürft: weißer Sand, türkisfarbenes Wasser und Palmen, die sich im Wind wiegen.
Das C Mauritius Palmar befindet sich direkt am Strand, angeschlossen ist eine Kitestation (Airush-Material). Das Hotel ist lässig-elegant und bietet alles, was ihr von einem erstklassigen Resort erwarten dürft: einen Infinity-Pool zum Entspannen, ein Spa, ein Fitnessstudio, ein Buffet-Restaurant mit exzellenter Küche sowie eine gemütliche Beach- und Cocktailbar.

EIN KATAMARAN-AUSFLUG.
Starten der Kites vom Katamaran aus und in der türkisblauen Lagune vor atemberaubender Kulisse kiten. Danach ein kühles Bier und BBQ an Bord. Besser geht’s nicht!


Das C KITE FESTIVAL ist eine actiongeladene Kitesurf-Woche.
Das Programm aus hochkarätigen und bestens organisierten Wettkämpfen sowie JedermannRennen bietet jedem Kitesurfer nicht nur eine spannende Eventwoche, sondern auch reichlich Zeit auf dem Wasser – ergänzt durch kulinarische und musikalische Highlights in einem schönen und lässig-eleganten Hotel in tropischer Umgebung.




Dieses Foto entstand auf der Taiba-Lagune. Dieses Nacht-Session mit Noè war eine der ersten, die in nach meiner Ankunft in Ceará im Nordosten Brasiliens in diesem Jahr hatte.
Kaum ein Spot ist in meinen Augen besser für ein Freestyle-Shooting geeignet als die Lagune am Strand von Taiba – und es ist immer eine Freude, mit Noè zu fotografieren.
Rider: Noè Font Spot: Taiba/Brasilien
Portfolio | André Magarao

Umfangreiche Trickkiste 3th
Der brasilianische Fotograf André Magarao stammt aus Rio de Janeiro. Seine ersten fotografischen Schritte machte er mit der analogen Kamera seines Vaters, sportlich aktiv war er zu der Zeit mit dem Mountainbike. Eine Erfahrung, die sein Gespür für Timing, Bewegung und Dynamik schärfte. Heute gilt Magarao als einer der innovativsten Action- und Sportfotografen weltweit, spezialisiert auf Outdoor-, Wasser- und Extremsportarten.


IKONEN
Dieses Jahr konnte ich mehr Zeit in Hood River verbringen als in den letzten Jahren. Und es war toll, so lange mit der Crew abzuhängen. Die einzige Enttäuschung waren die fehlenden
Sonnenuntergangs-Sessions – der Wind ließ immer kurz vor der Golden Hour nach. Dieses Foto mit Noè vereint zudem zwei Hood-River-Ikonen auf einem Bild: die Brücke nach White
Salmon und den Kitepark
Rider: Noè Font Spot: Hood River
Bekannt ist Magarao für seine einzigartige Lichttechnik. Er war der erste Fotograf, der Blitzlicht gezielt in der Kitefotografie einsetzte – ein Know-how, das er ursprünglich aus der Skateboard-Fotografie übernahm. Seine Aufnahmen sind aufwendig und künstlerisch inszeniert, er kombiniert natürliche Kulissen wie Lagunen, Wellen oder Dünen mit Studio-Blitztechnik, um Sportler in voller Bewegung unter spektakulären Lichtverhältnissen einzufangen. Für seine Arbeiten typisch sind dramatische Kontraste zwischen natürlichem Licht und künstlicher Beleuchtung, exakte Lichtführung, die Bewegungen einfriert und eine dynamische Bildsprache, die die Leistung und Persönlichkeit der SportlerInnen hervorhebt. „Als Fotograf muss ich sicherstellen, dass ich die Performance des Athleten auf ihrem Höhepunkt einfange,“ so Magarao über seinen Anspruch.
Licht kontrollieren, wo andere Chaos sehen, Sport als Kunstform zeigen und mit den Athleten auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Magarao beschreibt seine Arbeit oft als „Balance zwischen technischer Präzision und purer Leidenschaft“ – eine Haltung, die in seinen Bildern spürbar ist.
Auszeichnungen
Sein Projekt „Action and Light“ brachte ihm den Titel „Sports Photographer of the Year“ bei den International Photography Awards (IPA) ein. Auch bei den European Photography Awards gewann er in der Kategorie Editorial Photography – Sports. In vielen seiner Bildserien, etwa „Outdoor Studio“ oder „Night Kiteboarding“, experimentiert er mit Studioblitzlicht im Freien – eine Technik, die zuvor in dieser Form kaum in der ActionFotografie eingesetzt wurde.
In der internationalen Kitesurf-Szene ist Magarao eine unumstrittene Schlüsselfigur. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Kitesurf-Fotografie einen eigenen ästhetischen Stil bekam – geprägt von Blitzen, Bewegungsdynamik und Einflüssen aus dem Skateboarden.

Seine Lieblings-Spots liegen in Ceará, im Nordosten Brasiliens – insbesondere an den Lagunen von Taíba und Cauípe. Dort trifft er sich regelmäßig mit den besten Freestylern der Welt, um mit ihnen zu shooten.
Ein besonderes Verhältnis verbindet ihn mit Carlos „Bebe“ Mario, fünffacher Freestyle-Weltmeister und in der Szene eine lebende Legende. Beide sind enge Freunde und arbeiten seit Jahren zusammen. Viele ikonische Kiteshots – aufgenommen „quasi in Bebes Wohnzimmer“, wie Magarao scherzhaft sagt –stammen von ihren gemeinsamen Sessions an der Cauípe-Lagune.
Heute lebt der 41-jährige Brasilianer in Laguna Beach, Kalifornien, bleibt seinem Heimatland und den Spots in Ceará aber eng verbunden. Seinen fotografischen Ansatz entwickelt er ständig weiter.
Die Aufnahmen dieses Portfolios sind Magaraos erste Arbeiten im Kiteboarden der Saison 2025 – entstanden in Hood River/USA und in Ceará/Brasilien. Wir sind stolz, in KITEBOARDING #160 Magaraos erste Shots der Saison 2025 veröffentlichen zu dürfen.

Ein weiteres Foto aus der Nacht-Session mit Noè in Taiba. Ich kenne Noe schon seit vielen Jahren, und wir haben schon unzählige Male zusammen fotografiert. Die Zusammenarbeit mit ihm fühlt sich mittlerweile ganz natürlich an. Es hat Spaß gemacht, mit ihm neue Perspektiven während dieser Nacht-Session zu finden. Richtig gut gefällt mir der weiße Concept Blue-Vegas, er bildet einen schönen Kontrast zum Nachhimmel
Rider: Noè Font Spot: Taiba/Brasilien

Das Timing war knifflig, aber solche Park-Pessions mit Ewan und Alex machen einfach immer Spaß
Rider: Ewan Jaspan und Alex Lewis Spot: Hood River


Der Wind in Hood River ließ dieses Jahr immer schon etwas früh nach, was das Fotografieren zur Golden Hour schwierig machte. Um so glücklicher bin ich über dieses Foto
Spot: Hood River


Nicht nur der Spot – auch das Licht ist magisch in Hood River. Jede Saison bietet die Chance, das Park-Riding neu zu erfinden – so wie Noè hier auf diesem Foto. Noè ist einfach ein Master of Style. Zudem ist er selber Fotograf und auch Filmemacher. Noè fotografiert auf hohem Niveau, seitdem er 16 ist. Für mich ist es toll, mit jemandem zusammen zu sein und zu arbeiten, der so ein guter Kitesurfer und gleichzeitig so kreativ ist
Rider: Noè Font Spot: Hood River


ANDRÉ MAGARAO
ALTER 41 Jahre
NATIONALITÄT Brasilianer
LEBT IN Laguna Beach, Kalifornien
WEBSITE andremagarao.com
SOZIALE MEDIEN @andre_magarao
GKA Kite World Tour
Die GKA Kite World Tour ist die internationale Wettkampfserie im Kitesurfen, organisiert von der Global Kitesports Association (GKA). Die Tour 2025 umfasst 11 World Cups, die im Verlauf des Jahres an verschiedenen Orten weltweit ausgetragen werden. Die Disziplinen sind Freestyle (Twintip), Kite-Surf (Surfboard/ Waveriding und Strapless), Big Air (Twintip, Surfboard und Hydrofoilboard) und Park (in Kooperation mit der Kite Park League). In allen Disziplinen werden Weltmeister/innen gekürt.
Über die World Cups Kite-Surf World Cup Cape Verde (Wave), World Cup Barcares/ Frankreich (Lords Of Tram, Big Air), Kite World Cup Sylt/Deutschland (Wave und Hydrofoil Big Air) haben wir in KB#159 berichtet. In dieser Ausgabe bringen wir euch Informationen zum World Cup Dakhla/Marokko (Wave) und World Cup Abu Dhabi/UAE (Freestyle und Hydrofoil Big Air).
Die Weltmeister im Wave und im Freestyle werden Mitte November (nach unserem Redaktionsschluss) in Ceará in Brasilien gekürt.
Die Gala ehrt jährlich die herausragendsten Leistungen und Personen im Kitesurfen in verschiedenen Kategorien wie "Rider of the Year", "Move of the Year" und "Rookie of the Year". Es ist die bedeutendste Veranstaltung im Kitesurfsport.
WAVE
BIG AIR
YOUTH
BIG AIR
WAVE
BIG AIR
HYDROFOIL
YOUTH WAVE
YOUTH
FREESTYLE
WAVE
HYDROFOIL
BIG AIR W ORLD CUP
FREESTYLE
WAVE
FREESTYLE
Kite-Surf World Cup Cape Verde 13.03. bis 21.03.25
Lords Of Tram | World Cup Barcares/ Frankreich 29.03. bis 27.04.25
Youth World Championships St. Peter-Ordin 20.08. bis 24.08.2025
Kite World Cup Sylt / Deutschland 26.08. bis 31.08.25
Kite World Cup Sylt / Deutschland 26.08. bis 31.08.25
Youth World Championships Tarifa/Spanien 01.09. bis 05.09.25
Youth World Championships Tarifa/Spanien 01.09. bis 05.09.25
World Cup Dakhla/Marokko 08.10. bis 12.10.25
Abu Dhabi/UAE 25.10. bis 02.11. 2025
World Cup
Abu Dhabi/UAE 25.10. bis 02.11.25
World Cup Ceara/Brasilien 06.11. bis 09.11.25
World Cup Ceara/Brasilien 12.11. bis 15.11.25

GKA KITE WORLD TOUR ist die internationale Wettkampfserie im Kitesurfen. Die Disziplinen sind Freestyle, Wave, Big Air und Park
Foto: Lukas K. Stiller
GKA Kite World Tour 2025
GKA Kite Surf World Cup Dakhla 2025
08. bis 12. Oktober 2025 | Dakhla/Marokko


Pedro Matos (BRA) und Airton Cozzolino (ITA) und haben sich bereits beim Saisonauftakt auf den Kapverden im Finale gegenübergestanden, damals gewann Matos. Im Finale in Dakhla holt Cozzolino den Sieg.
Rider: Pedro Matos Foto: Lukas K. Stiller
GKA KITE SURF WORLD CUP DAKHLA 2025 | HIGHLIGHTS
ERGEBNISSE MÄNNER

1. AIRTON COZZOLINO (ITA)
2. PEDRO MATOS (BRA)
3. SEBASTIAN RIBEIRO (BRA)

Der GKA Kite-Surf World Cup 2025 in Dakhla ist der vorletzte der Saison. Das Starterfeld besteht aus 28 Männern und 16 Frauen aus insgesamt 16 Ländern. Die Führenden der Tour, die amtierende Weltmeisterin Capucine Delannoy (FRA) und Gabriel Benetton aus Brasilien reisen als Favoriten an den Point Break von Dakhla, bekannt für seine tückischen Winde und langen Wellen. Doch die Herausforderer sitzen ihnen dicht im Nacken. Angesichts der herausfordernden Bedingungen kann die Situation jederzeit kippen und das Titelrennen weiterhin offen gestalten.
Delannoy, die die ersten beiden Tourstopps in Kap Verde und Sylt für sich entscheiden konnte, zeigt bisher eine beeindruckende Vielseitigkeit. In Kap Verde glänzte sie mit spektakulären Wave-Manövern, auf Sylt brillierte sie im Strapless Freestyle mit einer makellosen Technik. Die Erfolge auf beiden Events stärken ihr Vertrauen, ihren Weltmeistertitel aus dem Vorjahr verteidigen zu können. Stark im Nacken sitzen der Führenden die Schweizerin Camille Losserand und Vizeweltmeisterin Kesiane Rodrigues aus Brasilien.
Bei den Männern gestaltet sich der Kampf um den Titel weitaus offener. Cozzolino und Matos kämpfen ums Comeback. Angeführt wird die Weltrangliste von Gabriel Benetton aus Brasilien, doch Cozzolino und Matos kämpfen ums Comeback. Benetton sich bei den ersten beiden Tourstopps einen Platz auf dem Podium sichern, doch die unterschiedlichen Bedingungen der Events konnten auch die Top-Fahrer nicht immer souverän meistern. In Kap Verde zeigte Benetton eine starke Leistung, konnte aber im leichten Wind von Sylt nicht an seine Leistungen anknüpfen, was ihm wertvolle Punkte kostete. Airton Cozzolino, viermaliger Weltmeister, hat in dieser Saison noch nicht seine gewohnte Form gezeigt. Auf den Kapverden auf Platz 2, konnte er sich in Sylt jedoch nicht durchsetzen und landete nur auf dem fünften Platz. Pedro Matos aus Brasilien, beim Saisonauftakt in Kap Verde ganz oben auf dem Treppchen, konnte auf Sylt nicht überzeugen und fiel dort früh aus. Die Bedingungen in Dakhla stellen für die Fahrer wieder eine
ERGEBNISSE FRAUEN
1. CAPUCINE DELANNOY (FRA)
2. KESIANE RODRIGUES (BRA)
3. SERENA LUZ (BRA)

besondere Herausforderung dar. Der Point Break, der für seine langen, fast perfekten Wellen bekannt ist, fordert besonders die Surf- und Freestyle-Technik der Rider heraus. Doch der Wind in Dakhla ist tückisch und kann plötzlich drehen oder an Intensität verlieren, was den Wettkampf unberechenbar macht. Für viele der Fahrer – besonders für die Waverider – ist dieses Event ein entscheidendes Highlight der Saison. Packender Showdown in Dakhla
Im Finale der Frauen stehen sich Capucine Delannoy (FRA) und Kesiane Rodrigues (BRA) gegenüber. Rodrigues hat einen langsamen Start mit vier Wellen, die ihr nur wenige Punkte einbringenn, holt aber gegen Ende auf und erzielt insgesamt 13,84 Punkte. Das reicht jedoch nicht, die amtierende Weltmeisterin und Führende der Tour zu stoppen. Capucine Delannoy holt 16,37 Punkte und gewinnt damit nicht nur den Weltcup in Dakhla, sondern verteidigt auch ihren Weltmeistertitel. Im Mini-Finale kann sich die Brasilianerin Serena Luz gegen Astrid Cheylus aus Frankreich durchsetzen und sich den 3. Platz sichern.
Als die Sonne über Dakhla untergeht, beginnt das Finale der Männer: Airton Cozzolino (ITA) und Pedro Matos (BRA) haben sich bereits beim Saisonauftakt auf den Kapverden im Finale gegenübergestanden, damals holte Matos den Sieg. Da beide beim zweiten Stopp auf Sylt schwächelten, brauchen beide in Marokko ein stärkeres Comeback, um ihre Hoffnungen auf den Weltmeistertitel aufrecht erhalten zu können. In diesem Finale liegen sie Kopf an Kopf, bis Cozzolino mit seiner letzten Welle eine 7,30 erzielt und damit in Führung geht. Matos findet keine passende Welle, um zu kontern. Diesmal holt Cozzolino den Sieg – und übernimmt auch die Führung in der Gesamtwertung. Im kleinen Finale um Platz 3 schlägt Sebastian Ribeiro aus Brasilien den ehemaligen Weltmeister James Carew (AUS).
GKA Kite World Tour 2025
GKA Hydrofoil Big Air World Cup Abu Dhabi
25. bis 28. Oktober 2025| Abu Dhabi / Vereinigte Arabische Emirate
Der GKA Hydrofoil Big Air Weltcup in Abu Dhabi im Rahmen des Fahid Island Watersports Festivals bot spektakuläre Höhepunkte. Hugo Wigglesworth (Neuseeland) und Andrea Zust (Schweiz) holten den Titel, der Deutsche Finn Flügel wird Vizeweltmeister.
GKA HYDROFOIL
BIG AIR WORLD CUP
ABU DHABI
HIGHLIGHTS
Das Halbfinale bei den Männern bot einige Überraschungen. Der Italiener Leonardo Casati, der als einer der Favoriten galt, fand zunächst nicht richtig in den Wettkampf. Doch im Verlauf des Heats zeigte der Big-Air-Spezialist seine Klasse und sicherte sich einen Platz im Finale. Weniger Glück hatte der Spanier Borja Vellon, der bei mehreren Tricks stürzte, sich jedoch mit einem letzten, spektakulären Trick zurückkämpfte und sich überraschend den dritten Platz sicherte. Das Männer-Finale war ein wahres Spektakel. Casati, der zwischenzeitlich einen Vorsprung herausgearbeitet hatte, stürzte bei einem seiner letzten Tricks und konnte die Führung nicht behaupten. Der Spanier Vellon kämpfte sich mit einem überzeugenden Finish auf den dritten Platz, während Flügel und Wigglesworth die beiden dominierenden Fahrer waren. Die letzten Minuten des Heats waren nervenaufreibend, als Flügel den Kite wechselte und versuchte, mit einem gewagten und innovativen Unhooked Handlepass die Führung zu übernehmen. Der Trick gelang, erbrachte aber nicht die ausreichende Punktzahl, um in Führung zu gehen.
Für den 19-jährigen Neuseeländer Hugo Wigglesworth war es ein denkwürdiger Erfolg. Gleich in seiner Debütsaison sicherte er sich den Weltmeistertitel. Besonders bemerkenswert war sein massiver Backroll Rodeo, den die Jury mit einer beeindruckenden 9,07 von 10 Punkten bewertete.
„Es ist ein unglaubliches Gefühl“, sagte Wigglesworth nach seinem Sieg. „Ich habe zehn Jahre lang trainiert, und es fühlt sich fantastisch an, nun einen bedeutenden Erfolg feiern zu können. Besonders nach einem so spannenden Finale gegen Finn, der einen großartigen Heat hingelegt hat.“
Auch Flügel zeigte sich stolz auf seine Leistung, auch wenn der erhoffte Sieg nicht zustande kam. „Es war hart“, sagte der 16-jährige Deutsche. „Beim letzten Move dachte ich, ich hätte es geschafft. Aber die Judges haben es anders gesehen. Ich bin jedoch stolz auf das, was ich erreicht habe.“

Flügel wechselte den Kite und versuchte, mit einem gewagten Unhooked Handlepass die Führung zu übernehmen. „Beim letzten Move dachte ich, ich hätte es geschafft. Aber die Judges haben es anders gesehen. Ich bin jedoch stolz auf das, was ich erreicht habe.“
Finn Flügel, Vizeweltmeister
Rider: Finn Flügel Foto: Svetlana Romantsova
Andrea Zust verteidigt Titel bei den Frauen
Bei den Frauen gelang es der amtierenden Weltmeisterin Andrea Zust, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen. Die Schweizerin setzte sich gegen die französische Debütantin Christelle Divry und die junge Britin Annie Branton durch, die das erste Mal in einem Weltcup-Finale stand. Zust, die sich nach einem misslungenen ersten Trick wieder sammelte und ein starkes Finish hinlegte, zeigte, warum sie die unangefochtene Nummer 1 im Hydrofoil Big Air ist. Divry, die bei den Snowkites-Weltmeisterschaften bereits Gold gewonnen hat, zeigte bei ihrem Debüt eine starke Leistung und musste sich nur knapp mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Branton, erst 16 Jahre alt, kämpfte sich trotz eines schwierigen Starts, bei dem sie für zwei ihrer ersten Tricks disqualifiziert wurde, auf den dritten Platz vor und sicherte sich damit ihren ersten Podiumsplatz auf der Weltcup-Tour.
„Es war ein hartes Rennen, besonders gegen Christelle, die wirklich beeindruckende Tricks gezeigt hat“, sagte Zust. „Ich war etwas nervös, da ich wusste, dass sie ein paar Tricks drauf hat, die mir gefährlich werden könnten. Aber am Ende habe ich mich durchgesetzt. Den Titel zu verteidigen ist einfach unglaublich.“
ERGEBNISSE MÄNNER
1. HUGO WIGGLESWORTH (NZL)
2. FINN FLÜGEL (GER)
3. BORJA VELLON (ESP)
4. LEONARDO CASATI (ITA)
ERGEBNISSE FRAUEN
1. ANDREA ZUST (SUI)
2. CHRISTELLE DIVRY (FRA)
3. ANNIE BRANTON (GBR)






Auf den GKA Youth Big Air World Championships während der California Kitesurf Masters in St. Peter-Ording im Sommer 2025 holte der 16-jährige Finn Flügel den Weltmeistertitel. Nicht seinen ersten. Foto: Daniel Pankoke
Finn Flügel ist der erfolgreichste deutsche Kiteboarder aller Zeiten. Auf der GKA World Tour tritt der Oberfranke in gleich drei Disziplinen an: Freestyle, Big Air und Hydrofoil Big Air – im Ranking jeweils unter den Top Five. Ende August fügte der 16-jährige in St. Peter-Ording seiner ohnehin schon beeindruckenden Trophäensammlung einen weiteren
Titel hinzu: U19-Weltmeister im Twintip Big Air. Nicht sein erster WMTitel. Wir sprachen mit dem Deutschen Waterman und RedBull Athlet, was ihm dieser Titel bedeutet, was ihn so wertvoll für Sponsoren macht –und wo er Weihnachten feiern wird.
DS: Moin Finn, Glückwunsch! Diesen Sommer hast du den U19-Weltmeister im Twintip Big Air geholt. Es ist nicht dein erster Weltmeistertitel – aber was bedeutet dir dieser ganz persönlich?
FF: Was soll ich sagen – es ist immer noch der absolute Wahnsinn! Dieser Titel bedeutet mir extrem viel, weil ich schon lange auf diese Möglichkeit hingefiebert und natürlich auch hintrainiert habe. Wir Jugendlichen haben uns schon länger eine Youth World Championship im Big Air gewünscht, und dass es jetzt in diesem Jahr geklappt hat, ist einfach nur supercool! Eine Weltmeisterschaft in Deutschland als deutscher Rider – wann hat man das schon? Ich war echt überrascht, dass so viele Leute angetreten sind, und das Niveau war natürlich auch extrem hoch. Einige von uns fahren ja auch schon bei den Herren mit, sodass der Titel für mich auch deshalb eine wahnsinnige Bedeutung hat. Alles in allem hoffe ich natürlich, dass das nicht mein letzter Titel im Big Air ist.
DS: Bei den Lords of Tram im März in Barcarès bist du mit gerade einmal 15 Jahren bei den Männern gestartet und hast Platz 13 belegt. Eine starke Leistung! Warst du dort tatsächlich der jüngste Teilnehmer im Feld?
FF: Ich denke, aktuell sind Leonardo und ich bei den Herren die Jüngsten im Feld. Er ist auch 2009 geboren, so wie ich. Die anderen sind meines Wissens nach mindestens 18 und natürlich älter. Ich hatte ja meinen ersten Heat gewonnen, und bin direkt in Runde drei eingezogen. Leider war mein zweiter Heat der stärkste von allen, sodass ich offen gestanden mit meiner Platzierung nicht happy war. Aber so ist das manchmal eben.
DS: In Barcarès standen mit Andrea Principi und Lorenzo Casati zwei absolute Big-Air-Ikonen ganz oben auf dem Podium, Leonardo Casati belegte Platz drei. Auf Sylt – beim Hydrofoil Big Air – hast du dann beide Casati-Brüder hinter dir gelassen: Platz zwei für dich, Lorenzo auf drei, Leonardo auf vier. Wie fühlt es sich an, zwei der größten Namen im Kiteboarden zu schlagen?
FF: Ich habe mich natürlich darüber gefreut. Aber ehrlich gesagt, mache ich mir inzwischen nicht mehr so viel aus „Big Names“. Ich finde, dass es im Big Air wirklich viele gute Fahrer gibt, die alle was können. Wenn ich ein wenig zurückdenke, dann hat mich das – gerade im Freestyle –immer ein wenig nervös gemacht. Ich will einfach nicht mehr in meine Heats gehen und denken: „Wow …der eine kann das und der andere das …“ Ich gehe mittlerweile mit dem Mindset ran, dass ich selbst weiß, was ich kann, und konzentriere mich auf mich selbst.
DS: Auch bei der U19-WM in St. Peter-Ording konntest du Leonardo Casati besiegen und dir den Weltmeistertitel sichern. Wie groß ist für dich der Unterschied zwischen einem U19Titel und einem Sieg in der Männerwertung?
FF: Ich mache hier für mich keinen Unterschied. Du musst wissen, dass ich sozusagen das ganze Jahr über für irgendeine Disziplin trainiere. Würde ich dann sagen, dass ein JugendWeltmeistertitel bei der U19 weniger wert wäre, dann würde ich mich absichtlich klein machen. Gerade im Big Air sind es ja eher die jüngeren Rider, die bereits auch schon vorn mitspielen und alle echt gut sind. Ich finde sogar, dass
wir – ich will nicht sagen, dass wir die besseren Rider sind, aber wir bringen in jedem Fall innovative Tricks mit rein. Auch bei den Männern dreht sich das Blatt gerade. Waren es noch bis vor Kurzem die Double Loops, die krass waren, so sind es jetzt die super technischen und innovativen Single-Loop-Tricks, die scoren. Ich persönlich finde das super, weil man auch unter 35 Knoten abliefern kann.
DS: Du startest im Big Air gleich in zwei Disziplinen – Twintip und Hydrofoil – und bist der einzige Rider, der in beiden auf Weltklasse-Niveau fährt. Warum tust du dir diesen Doppelstart an? Und was reizt dich jeweils an den beiden Disziplinen?
FF: Ich selbst sehe das nicht so krass, wie Du hier schreibst, aber klar, manchmal ist es schon ein wenig stressig. Du kennst mich ja nun schon auch eine gefühlte Ewigkeit und weißt von meinen Anfängen als Kiter im Profisport. Für mich geht und ging es immer schon ums Kiten als Sache selbst. Ich wollte mich einfach nie festlegen. Ich bin einfach happy, wenn ich aufs Wasser kann und der Wind irgendwie bläst. Ich verstehe Leute nicht, die sagen: „Oh, heute ist es zu wenig zum Big Air, oder es ist zu viel zum Freestyle, da bleibe ich lieber draußen.“ Solch eine Denkweise habe ich einfach nicht. Es gibt immer was zum Trainieren, und wenn es eine Old-School Session mit meinen Friends ist. Für mich gehören TwinTip- und Hydrofoil Big Air zusammen. Man passt einfach sein Gear an die Bedingungen an. Ich fahre mittlerweile so viel mit dem Hydrofoil Board, dass es für mich normal geworden ist, damit Big Air zu machen. Klar, sind es teilweise andere Tricks, aber genau das liebe ich so an Hydrofoil.
Man kann ständig seine Grenzen austesten und neue Tricks kreieren, was der absolute Wahnsinn ist. Wenn ich mit dem Twin Tip Board unterwegs bin, dann fühlt es sich oft für mich an, als ob es einfacher wäre, gerade bei den Spins und Board Offs. Aber hey, ganz egal, ich vermische es einfach gerne und tausche meine Boards auch oft während den Sessions. Das ist das Beste!
DS: Du gehörst nicht nur im Big Air zur Weltspitze, sondern auch im Freestyle. Aktuell liegst du im Big Air (Männerwertung) auf Platz 5, im Freestyle sogar auf Platz 3. Wo liegt dein Fokus – eher auf Big Air oder auf Freestyle?
FF: Diese Frage bekomme ich immer gestellt. Ich bin gerade 16 Jahre alt geworden, und warum sollte ich mich auf irgendwas fokussieren oder festlegen? Ich bin davon überzeugt, dass ich die nächsten Jahre bei allen Disziplinen vorn dabei sein kann, und genau so gehe ich auch ran. Gerade bin ich für drei Wochen in Brasilien zum Freestyle Training mit meinem Trainer Nico, weil die beiden Worldcups in den nächs-
Das Blatt wendet sich gerade. Waren es noch bis vor Kurzem die Double Loops, die krass waren, so sind es jetzt die super technischen und innovativen SingleLoop-Tricks, die scoren.

AUFS WASSER KANN
ICH BIN EINFACH HAPPY, WENN ICH
Ich verstehe Leute nicht, die sagen: „Oh, heute ist es zu wenig zum Big Air, oder es ist zu viel zum Freestyle, da bleibe ich lieber draußen.“ Solch eine Denkweise habe ich einfach nicht. Es gibt immer was zum Trainieren, und wenn es eine Old-School Session mit meinen Friends ist.
Foto: Toby Bromwich

Ich fahre mittlerweile so viel mit dem Hydrofoil Board, dass es für mich normal geworden ist, damit Big Air zu machen. Klar, sind es teilweise andere Tricks, aber genau das liebe ich so an Hydrofoil. Ich kann ständig meine Grenzen austesten und neue Tricks kreieren, was der absolute Wahnsinn ist. Ich tausche meine Boards auch oft während den Sessions. Das ist das Beste!
Foto: Toby Bromwich

ten paar Wochen anstehen. Aber auch hier haben wir mal ein paar Tage „Freestyle-Pause“ gemacht und sind zum Big Air Training nach Preá hochgefahren. Du musst wissen, dass Freestyle ganz schön auf die Knochen geht. Daher gehe ich wirklich sehr bedacht an die Sache. Wir trainieren meistens ganz früh an der Lagune und machen dann Videoanalyse und Stretching. Am Abend gibt es noch eine Stunde Sunset Session und das war’s dann auch schon. Beim Big Air kann ich stundenlang am Wasser sein, und man fühlt sich geistig immer noch fit. Beim Freestyle muss man die Konzentration schon sehr hochhalten, gerade wenn man tagtäglich die „Big Tricks“ macht. Ich will mich auf keinen Fall verletzen, das ist das Wichtigste für mich.
DS: Du bist der einzige Rider weltweit, der in beiden Big-AirDisziplinen – Hydrofoil und Twintip – und gleichzeitig im Freestyle auf Top-Niveau fährt. Außerdem bist du der einzige deutsche Red-Bull-Athlet im Kitesport und der bestbezahlte Duotone-Teamrider. Macht dich diese Vielseitigkeit besonders interessant für Sponsoren?
Natürlich stehen mir meine Eltern mit Ratschlägen zur Seite. Wir haben da wirklich einen guten Draht zueinander, sodass wir über alles reden können.
FF: Da würde ich sagen, musst du mal meine Sponsoren fragen. Ob ich der Bestbezahlte bin, da musst du dich an Duotone wenden. Aber ich sag mal so: Ich selbst bin mit meinen Sponsoren mega happy und es könnte nicht besser sein. Ich bin ja noch sehr jung, und wenn du mich vor zwei Jahren nach meinen Sponsoren-Wünschen gefragt hättest, ich hätte es nicht geglaubt, wo ich heute stehe. Aber zu Deiner Frage: Wahrscheinlich schon. Ich denke, es ist heute wichtiger denn je, dass man vielseitig ist, und wenn möglich, mehr als nur eine Disziplin anbietet. Die Sponsoren müssen dann auch nicht so viele verschiedene Rider unterstützen, und es wird sich mehr auf die bestehenden Fahrer konzentriert. Ich finde auch, dass es ein besseres Miteinander ist, weil man viel mehr in Kontakt steht. RedBull war und ist natürlich der absolute Ritterschlag! Manchmal kann ich es immer noch nicht glauben, dass ich dazu gehöre. Ich hatte letzte Woche übrigens Einjähriges.
Aber gut zu fahren ist das eine. Es ist auch wichtig, dass man seinen Sponsoren z. B. auch für Shootings oder andere Dinge zur Verfügung steht. Die Sponsoren helfen dir – und du hilfst dem Brand, als Gesicht der Marke sozusagen.
DS: Deine Eltern – Simone Pullen und Bernd Flügel – sind selbst leidenschaftliche Boardsportler. Dein Vater ist Inhaber von F2, einer der ältesten Marken im Boardsport. Du standest schon mit sechs Jahren alleine auf einem Kiteboard. Wie sehr haben deine Eltern deinen Weg geprägt?
FF: Es ist natürlich klar, dass einen das prägt. Ich denke aber, dass schon ein gewisses Interesse bei jedem Kind vorhanden sein muss, sonst geht das auf Dauer nicht. Bei mir war es so, dass ich von ganz klein auf Feuer und Flamme für alles war, was Wassersport und gerade Kiten anging. Es hat mich einfach fasziniert. Und ich denke, das ist der Punkt, der bis heute oft den Unterschied macht: Ist es deine Passion und willst du das wirklich – oder machst du es „for fun“. Natürlich stehen mir meine Eltern auch mit Ratschlägen zur Seite, gerade was die Sponsoren oder die öffentlichen Auftritte wie Interviews angeht. Sie selbst haben ja auch im Snowboarden und in anderen Sportarten viele Athleten, die sie unterstützen. Wir haben da wirklich einen guten Draht zueinander, sodass wir über alles reden können.

DS: Du fährst mit Duotone-Kites, Twintips von F2 und Foilboards von Mio. Welchen Duotone-Kite fliegst du aktuell in welcher Disziplin?
FF: Gut aufgepasst! Im Freestyle fliege ich natürlich den Vegas, sozusagen der Freestyle Kite am Markt. Wie Du weißt, war ich vorher auf Airush unterwegs und musste mich vom Razor schon erst mal umstellen auf den Vegas. Jetzt, nachdem ich schwerer und kräftiger bin, hat sich das in jedem Fall zum Vorteil für mich entwickelt, weil ich deutlich mehr Travel in meinen Tricks bekommen habe. Das hilft mir natürlich deutlich, um Tricks wie KGB9 oder FS10 zu landen. Bei ganz wenig Wind – so ab 10, 12 Knoten – nehme ich zum Freestylen supergerne den JUICE, der geht quasi immer. Zum Big Air nehme ich für Single Loops den Rebel D/LAB und bei starkem Wind den EVO D/LAB. Für mich selbst ist der Rebel D/LAB der absolut beste Big Air Kite am Markt, weil man im Gegensatz zu den anderen Kites einfach nochmal diese gewisse Extrahöhe bekommt, ein absoluter Gamechanger für mich. Er ist schnell und man bekommt einen guten extremen Kite-Ankle hin, was gerade bei den RedBull Comps entscheidend ist.
DS: Und zum Schluss noch eine private Frage: Wo wirst du dieses Jahr Weihnachten feiern – eher familiär oder auf Reisen?
FF: Dazu hat unser Familienrat schon beraten: Nachdem ich von August bis Anfang Dezember ständig unterwegs war, werden wir ganz chillig in El Gouna sein. Einfach mal Freunde treffen und zu Hause sein. Wir hatten zwar erst überlegt, nach Brasilien oder Kapstadt zu fliegen, doch am Ende ist es Ägypten geworden. Da freue ich mich auch schon drauf: Plätzchen backen (oder besser gesagt, den Teig essen), Weihnachtsbaum, mit meinen Eltern und Freunden kiten, einfach Finn sein.
Im Big Air nehme ich für Single Loops den Rebel D/LAB und bei starkem Wind den Evo D/LAB. Für mich selbst ist der Rebel D/LAB der absolut beste Big Air Kite am Markt, da ich einfach nochmal diese gewisse Extrahöhe bekomme, ein absoluter Gamechanger für mich. Der Rebel ist schnell und ich bekomme einen guten extremen Kite-Ankle hin, was gerade bei den RedBull Comps entscheidend ist.
Foto: Toby Bromwich
Finn Flügel
ALTER 16 Jahre

NATIONALITÄT Deutsch
GEBURTSORT Hof/Oberfranken
LEBT ZURZEIT IN Hof und El Gouna/Ägypten
HOMESPOT El Gouna/Ägypten
LIEBLINGSSPOT Taiba (Freestyle), Balneario Tarifa (Big Air)
Dieses Interview haben wir Mitte Oktober mit Finn geführt. Zu diesem Zeitpunkt standen für ihn noch drei GKA World Cups auf dem Programm.
GKA Hydrofoil Big Air World Cup Abu Dhabi 2025 Platz 2 (Vizeweltmeister)
GKA hydrofoil Big Air World Cup Abu Dhabi 2025
GKA Freestyle World Cup Taiba 2025

THE PERFECT COMPOSITION OF STRETCH AND WARMTH.

RECYCLED
Discover our innovative fabric offering the strechiest wetsuit we ever made.

SURFING ELEMENTS
Viele Hersteller betonen weiterhin, dass sich die Surfbranche (noch immer) in einer Krise befindet. Der Weltmarktführer Duotone will jedoch ein anderes Zeichen setzen: Die deutsch-österreichische Brand gibt Vollgas und startet die Saison 2026 mit einem echten Produktfeuerwerk – und das bereits ab Sommer 2025. Neu sind zwölf Kites, zehn Twintips, alle vier Surfboards sowie die Trust Bar. Sämtliche Produkte sind entweder schon verfügbar oder werden noch im Laufe des Jahres 2025 gelauncht.
Der erste Kite des 2026er Line-ups ist der Evo D/LAB, erhältlich seit Juli 2025. Neu sind außerdem Juice D/LAB (seit August), Dice SLS, Rebel SLS (inkl. SLS Concept Blue), Neo, Neo SLS und Neo Concept Blue (seit September). Ab November ergänzen Neo D/LAB und Rebel D/LAB das Sortiment. Der Bestseller Evo SLS ist in der 2026er Version bereits ab Dezember 2025 verfügbar – und damit deutlich früher als gewohnt.
Auch im Twintip-Segment legt Duotone nach: Die drei Competition-Boards TS Park, TS Freestyle und TS Big Air sowie die
vier Freeride-/Freestyle-Allrounder Jaime, Select, Soleil und Shred sind seit Ende September in der 2026er Version erhältlich.
Gestrafft für 2026 hat Duotone seine Surfboard-Range: Die drei Hauptshapes Whip, Blur und Volt gibt es künftig in zwei unterschiedlichen Bauweisen (SLS und D/LAB) – jeweils im identischen Shape. Das Provoke (Strapless-Freestyle) bleibt in einer Variante (und Größe) im Programm.


Der neue Rebel verfügt erstmals über eine Waage ohne Pulleys (Rollen). Dadurch besitzt er ein noch direkteres Lenkverhalten, einen explosiveren Lift sowie eine gesteigerte Agilität


Der Rebel SLS 2026 ist in drei Farbvarianten erhältlich: purple/green, sand/turpuoise und undyed (Concept Blue)
Mit fünf Struts und hohen Aspect Ratio (Streckung der Kappe) ist der Rebel der leistungsstärkste Freeride-Kite im Duotone-Programm. Er maximale Performance, Besonders in der Hangtime und beim Höhelaufen liefert er maximale Performance, dank seiner „Sheet and Go“-Konstruktion lässt er sich leichter springen als jeder andere DUOTONE-Kite.
Angeboten wird der Rebel in zwei Varianten angeboten: SLS und D/LAB. In der SLS-Version (Strong. Light. Superior) besteht das Strutgerüst aus Penta DX, in der D/LAB-Version (Duotone Labor) aus Aluula (Aluula D/TX).
Der Rebel D/LAB ist leichter und leistungsstärker als die SLSVersion, kostet jedoch rund 900 Euro mehr. Zusätzlich zu den beiden Farbvarianten (purple/green, sand/turpuoise) wird die SLS-Variante auch in der Concept Blue-Technologie angeboten. Hier sorgen ungefärbtes Tuch (undyed), Recycling-Kunst-
stoffteile und biobasierte Bladder im Vergleich für eine umweltfreundlichere Produktion.
Neu am Rebel 2026 Erstmals verfügt das 2026er Modell über eine Waage ohne Pulleys (Rollen). Dadurch bietet der neue Rebel ein noch direkteres Lenkverhalten. Aerodynamisch optimiert haben die DUOTONE Designer auch das Profil. Der neue Rebel soll einen explosiveren Lift liefern, nach Kiteloops williger wieder aufsteigen, auch ist er agiler.
In der D/LAB-Version verbaut DUOTONE erstmals das neue Aluula D/TX. Dies ist grau (anstatt gelb), robuster und ermöglicht durch dünnere Struts und einen höheren Innendruck in der Fronttube ein steiferes Strutgerüst.
Lieferbar in der SLS-Variante ist der 2026er Rebel seit September 2025, als D/LAB seit November 2025.





Der Dice hat ein Freestyleund ein Big-Air-Gesicht: Er liegt tief im Windfenster, liefert einen guten Slack und lässt viel
Zeit für Handle-Passes – und er liefert aggressive Loops.
Manuel Zwinz, DUOTONE-Kitedesigner


Der Dice ist der Freestyler unter den vier DUOTONE Freeride-Kites (Evo, Neo, Dice und Rebel). Er liegt tief im Windfenster, seine Kappenform basiert auf einem C-Kite (Vegas, Competition-Freestylekite), wurde jedoch für Freizeitkiter optimiert (starke Delta-Elemente). Im Vergleich zu Evo, Neo und Rebel besitzt der Dice die kraftvollsten Loops, das höchste Freestyle-Potenzial (besonders unhooked), das direkteste Bargefühl und den geringsten Grundzug.
Der Dice richtet sich an Rider, die einen kraftvollen, agilen und vielseitigen Kite mit C-Kite-Feeling wünschen. Aufgrund seines geringeren Grundzugs ist der Dice besonders auch für leichtere Rider interessant.
Neu am 2026er Dice
Kitedesigner Manuel Zwinz und Teamrider Reno Romeu haben den Dice 2025 moderat aber spürbar überarbeitet, ohne die Grundcharakteristik zu verändern. Der neue Dice
kann somit hervorragend mit älteren Modellen in einer Range kombiniert werden.
Fronttube
In der Mitte etwas runder, in den Tips enger – dadurch verstärktes C-Kite-Feeling (direkteres Reagieren auf Lenkimpulse)
Tuchspannung
Straffer, besonders in den Tips – dadurch erhöhte Direktheit
Kraftentfaltung
Progressiver als beim Vorgänger, das typische Open-C-KiteFeeling bleibt erhalten
Insgesamt – so Zwinz – ist der neue Dice „runder und ausgewogener im Flugverhalten, direkter in der Steuerung und radikaler im Loop“.



„Der Dice ist ein großartiger Kite, die Loops sind sehr aggressiv. Mit dem Dice springe ich definitiv extremere Loops als mit einem Evo oder Rebel.“

FARBWAHL
Wie der 2025er Dice ist auch das 2026er Modell in fünf Farbkombinationen verfügbar, jede Größe aber in nur einer Farbe: 7.0 und 10.0 in sand, 6.0 und 11.0 ungefärbtes Tuch (weiß), 8.0 und 9.0 grey, 12.0 pink und 13.0 green.


SLS | Größen und Preise 7.08.09.010.011.012.013.0 1.9191.9992.0792.1592.2392.3192.399

Der Neo ist der Wavekite der DUOTONE Range und gleichzeitig auch der am besten geeignete Kite für Einsteiger. Seine Besonderheit: Er zählt nicht nur zu den besten Wavekites am Markt, sondern funktioniert – anders als viele andere Wavekites – nicht nur ausschließlich mit einem Surfboard, sondern auch hervorragend mit dem Twintip.
Als einziger Kite im DUOTONE Sortiment ist der Neo in allen drei Bauweisen erhältlich: Neo (classic), Neo SLS und Neo D/ LAB. In der Classic-Version besteht das Strutgerüst aus Dacron. Sie ist am preisgünstigsten und eine hervorragende Wahl für Ein- und Aufsteiger. Bein Neo SLS besteht das Strutgerüst aus Penta TX. Der Kite ist leichter, leistungsstärker und speziell auf fortgeschrittene Kiter zugeschnitten. Der Neo D/ LAB setzt auf das Hightech-Material Aluula. Der D/LAB ist die teuerste Version, bietet aber auch den größten Windbereich und die stärkste Performance – besonders im unteren Windbereich.
Neu am 2026er Neo
Der Neo wird von Sky Solbach auf Maui entwickelt – konsequent, da er auch die DUOTONE Surfboards shaped. Die drei Bauweisen (classic, SLS, D/LAB) unterscheiden sich nicht nur im Materialmix, sondern auch leicht in ihrer Kappenform.

Der neue Neo classic besitzt eine rundere Kappenform. Er ist agiler, einfacher zu fliegen, startet leichter aus dem Wasser und besitzt eine höhere Kontrolle im depowerten Zustand. In Böen ist die Kappe verwindungssteifer.


Beim neuen Neo D/LAB (ohne Foto) verbaut DUOTONE das neue (graue) Aluula D/TX. Es ist nochmals leichter und steifer als das bisher verwendete (gelbe) Aluula,
Rider: Matchu Lopes
Foto: Toby Bromwich


Unverändert in die nächste Saison geht der Neo SLS, neu sind lediglich die Farben (grün und sand). Moderat überarbeitet hat Solbach den Neo classic. Die Kappenform ist runder, der neue Neo ist somit agiler, einfacher zu fliegen, leichter aus dem Wasser zu starten und besitzt eine höhere Kontrolle im depowerten Zustand. Zudem ist die Kappe steifer gegen Verformung, was sich in Böen und im oberen Windbereich positiv auswirkt. Lieferbar ist der Neo Classic in zwei Farbvarianten: Heron und undeyed/ungefärbt (Concept Blue).
Neo D/LAB: Die auffälligste Neuerung ist das neue Aluula Material: Aluula D/TX (erkennbar an der grauen Farbe). Es ist nochmals leichter und steifer als das bisher verwendete (gelbe) Aluula, was dem Kite mehr Torsionssteifigkeit, einen stabileren Drift, ein direkteres Lenkverhalten und bessere Kontrolle im depowerten Zustand verleiht. Zusätzlich wurde der Bogen der Fronttube angepasst. Die Kappe steht jetzt weiter vorne im Windfenster, wodurch der Zugaufbau sanfter erfolgt – ein klarer Vorteil für Wavekites. Der 2026er Neo D/ LAB ist ab/seit November 2025 verfügbar.




Der neue Evo D/LAB ist pure Power und Kontrolle. Er gibt mir unglaublichen Lift, enorme Hangtime und das Selbstvertrauen, Big Airs auf das nächste Level zu bringen!
Der Evo ist der wichtigste und meistverkaufe DUOTONE Kite. Angeboten wird der Allrounder in drei Bauweisen: Classic (Strutgerüst aus Dacron), SLS (Strutgerüst aus Penta TX) und D/LAB (Strutgerüst aus Aluula), das Tuch ist jeweils identisch (Teijin Trinity TX 3x2). In der D/LAB Version (Duotone Labor) besitzt der Evo die höchste Leistung und auch den größten Windbereich, allerdings ist er auch der teuerste Evo. Evo Classic und Evo D/LAB sind seit Frühjahr 2025 auf dem Markt. Geplant für das Frühjahr war auch der neue Evo D/ LAB, DUOTONE hat den Launch auf den Herbst verschoben. Vorgezogen hingegen wir der neue 2026er EVO SLS, er wird bereits ab Dezember 2025 verfügbar sein. Mit dem Evo D/LAB starten die DUOTONE Teamrider im Big Air, unter den Freizeitkitern sind ambitionierte und leistungsorientierte Freerider die Zielgruppe. Laut DUOTONE steht der Evo D/LAB für Innovation, Power und Performance auf höchstem Niveau.
Neu am 2026er Evo D/LAB
Neu am 2026er Evo D/LAB ist die Waage (6-Punkt anstatt 7), ein reduzierter Durchmesser der Fronttube sowie leichte Anpassungen am Profil. Verbessert haben will Kitedesigner Manuel Zwinz die Reaktionsfähigkeit und die Stabilität in böigen Bedingungen. Aufgrund der dünneren Fronttube soll der neue Evo D/LAB effizienter Höhe laufen, weniger Querkräfte im Turm erzeugen, geringere Barkräfte besitzen und runder im Flugverhalten sein. Reduziert haben will Zwinz auch das Flattern des Tuches während des Loops. DUOTONE empfiehlt, den neuen Evo D/LAB mit 10 PSI aufzupumpen. Erhältlich ist der 2026er Evo D/LAB in zwei Farbkombinationen: grey/lime und darkgrey/lime

Andrea Principi. zweifacher Big Air-Weltmeister 2022 und 2023 und “King of the Air” (2023 und 2024)
Der neue Evo D/LAB ist pure Power und Kontrolle. Er gibt mir unglaublichen Lift, enorme Hangtime und das Selbstvertrauen, Big Airs auf das nächste Level zu bringen!

Bei den Twintips sind Jaime, Select, Soleil, Shred und TS Big Air neu. Die Shape-Updates an Select (Freeride), Soleil (Frauen) und Shred (Young Blood) sind die in den Tips angewinkelten und ins Unterwasserschiff gezogenen Rails (Angled Rails) und eine Doppelkonkave. Dadurch besitzen die 2026er Modelle bessere UpWind-Eigenschaften, mehr Komfort und auch einen höheren Grip für höhere Sprünge. Am Jaime neu gestaltet sind die Channels im Tip (Double Diffusor Bottom) und eine schärfer ausgeprägte Doppelkonkave. Dadurch soll die Geschwindigkeit höher sein und Landungen einfacher gelingen.
Komplett neu designt ist das TS Big Air SLS. Shape und Outline sind nahezu identisch zum Jaime SLS, das TS ist härter abgestimmt (geringerer Flex). Neu beim TS Big Air SLS ist die 133er Größe.


Duotone bietet seine Twintips in zwei unterschiedlichen Bauweisen an: SLS (strong. Light. superior) und CB (Concept Blue). Die SLS-Version ist leistungsstärker, verbaut wird Karbon, die CB-Version umweltfreundlicher in der Herstellung (Flachs- anstatt Glasfasergewebe).





Größen und Preise



Das Whip ist das meistverkaufte DUOTONE Surfboard. Der Allrounder deckt den größten Einsatzbereich ab, geeignet für Waveriding und Strapless Freestyle gleichermaßen.


Thruster | kleine bis mittlere Wellen / Strapless Freestyle


Surf- Allrounder, Thruster. Für mittlere und große Wellen.


Provok Strapless-Freestyle

Surf-Allrounder, Thruster. Für kleine Wellen und wenig Wind.
DUOTONE hat seine Surfboard-Linie für 2026 klarer strukturiert und übersichtlicher gestaltet. Die drei Haupt-Shapes Blur, Volt und Whip sind jeweils in zwei Bauweisen erhältlich: SLS und D/LAB. Das Provoke (Strapless Freestyle) bleibt wie bisher in einer Variante verfügbar; der Shape bleibt unverändert.
D/LAB Konstruktion
In der D/LAB-Konstruktion sind die DUOTONE Surfboards leichter, leistungsstärker und „lebendiger“ als in der SLS-Bauweise. Für die Saison 2026 wurde die D/LAB-Konstruktion weiter verfeinert. Neu ist ein Layup mit einer ± 45° Glasfaserbasis, einer Innegra-Basis zur besseren Dämpfung und dem Reflex Memory Foam Shock Absorber 3.0 für erhöhten Komfort. Durch das überarbeitete Layup verspricht DUOTONE eine noch direktere Rückmeldung und eine optimierte Verwindung auf der Welle.

SLS Konstruktion
Auch die SLS-Konstruktion wurde überarbeitet: Sie verfügt nun über eine ± 45° Glasfaser-Base, eine Innegra-Vollummantelung und einen Carbon-Stringer. In Kombination mit dem Cork Shock Absorber 2.0 entsteht ein ausgewogenes Verhältnis von Performance, reduziertem Gewicht und direkten Fahrgefühl. Erfreulich ist der Preis: 2026 ist die SLS-Konstruktion 50 Euro günstiger als im Vorjahr (1.149 € statt 1.199 €) – und 250 Euro günstiger als die D/LAB-Bauweise.



CrazyFly Kiteboarding ist eine der renommiertesten Marken der Branche und einer der führenden Anbieter von Karbonboards. Das Angebot des europäischen Unternehmens umfasst zehn Twintips, zwei Foilboards und zwei Kitelinien (Nuke und Sculp). Alle Kites und Boards stammen aus der eigenen Produktion in Europa – das bietet keine andere Brand. CrazyFly steht für qualitativ hochwertige, funktionale, haltbare und leistungsstarke Produkte zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wie im Vorjahr steht auch die Saison 2026 unter dem Motto „Back to the Roots“. „Einfachheit, Funktionalität, Haltbarkeit und maximale Leistung waren schon immer die Eckpfeiler von CrazyFly. Die Produktreihe 2026 spiegelt dies in jeder Hinsicht wider“, so Pavol Bukovcak, CEO von CrazyFly.
Neu für 2026 ist das Air Lock II Kiteventil – ein Ventil, das weder geschweißt noch geklebt wird – sich somit nicht lösen kann, eine neue Karbonkonstruktion für die Premium-Karbon-Twintips Max, Raptor Extreme, Raptor LTD und die beiden Bindungen Lock II und Binary III. Erfreulich für alle Foiler: Das einsteigerfreundliche Chill Foil Board ist zurück im Sortiment.
Mit dem Nuke (5 Struts, Hangtime/Big Air) und dem Sculp (3 Struts, Freeride Allround) bietet CrazyFly zwei völlig unterschiedliche –und sich perfekt ergänzende – Kitelinien an. Der Nuke richtet sich an Big Air Kiter und Freestyler, der Sculp als Allrounder spricht vor allem Freerider an.
Der Nuke ist seit 2025 im Programm, als New School Big Air-Kite loopt er superschnell, schafft Double- und S-Loops und fängt hervorragend auf. Trotz seiner hohen Leistung ist er einfach zu fliegen und eignet sich auch für Freestyle-Tricks. Der Nuke richtet sich an fortgeschrittene Rider, die im Big Air das nächste Level erreichen möchten.
Der Sculp als Freeride-Allrounder loopt langsamer als der Nuke, bietet jedoch ein besseres Low-End und stellt geringere Ansprüche an das Fahrkönnen.
Neu an beiden Kites ist das Air Lock II Ventil
Das Air Lock II ist ein SUP-Ventil, das nicht geklebt oder geschweißt, sondern mechanisch mit der Innertube (Bladder) verbunden wird. Es ist robuster und langlebiger als das Vorgängermodell, da es sich an der Klebeoder Schweißnaht nicht lösen kann, auch hält es einen höheren Druck aus. CrazyFly ist der erste und bisher einzige Hersteller, der mit dem Air Lock II ein mechanisch befestigtes und nicht geklebtes Ventil verbaut – ein absolutes Novum in der Branche. Das Air Lock II ist abwärtskompatibel mit allen CrazyFly-Kites seit 2021 und funktioniert mit dem gleichen Pumpenadapter.
Im Shape und den angebotenen Größen bleiben Nuke und Sculp unverändert für die Saison 2026, identisch bleiben auch die Preise – neu gestaltet ist die Optik.

Air Lock II
Neu an den beiden CrazyFly Kites Nuke und Sculp ist das Air Lock II Ventil. Es wird mechanisch mit der Bladder verbunden – und nicht geklebt oder geschweißt. Es hält mehr Druck aus und kann es sich nicht mehr vom Bladder lösen.







Neu ist der Laminat-Aufbau der Premium-Vollkarbon-Boards Max, Raptor Extreme und Raptor LTD/ LTD Neon. Sie vermitteln ein – deutlich merklich –dynamischeres, sportlicheres Fahrgefühl


Neu für 2026 ist der Laminataufbau der Premium-VollkarbonTwintips Max, Raptor Extreme und Raptor LTD/LTD Neon (aus NW Carbon und Diamond Light Weave Carbon) sowie die beiden Bindungen Lock II und Binary III.
Neuer Laminataufbau bei den Premium-Vollkarbon-Twintips
CrazyFly verwendet erstmals NW Carbon und Diamond Light Weave Carbon in seinen Premium-Vollkarbonboards. Das Besondere an NW Carbon ist, dass die Fasern in alle Richtungen verteilt sind. Das ultraleichte Diamond Light Weave Carbon hat die Fasern in einem 90-Grad-Winkel angeordnet. Durch die Kombination beider Karbonarten sollen die neuen CrazyFly Boards deutlich reaktionsschneller sein, einen stärkeren Pop für eine höhere Sprungperformance bieten, mit einem ausgewogeneren Flex ausgestattet sein und – deutlich merklich – ein dynamischeres, sportlicheres Fahrgefühl vermitteln.

Foto: Lacy Kobulsky

Lock II
Wie die Carboniq (289 €) stattet CrazyFly jetzt auch die neue Lock II (240 €) ohne Klettverschluss aus. Die Bindung kann sich nicht mehr unbeabsichtigt öffnen.
FOTO: LACI KOBULSKY

Nach dem großen Erfolg der Carboniq-Bindung ohne Klettverschluss stattet CrazyFly nun auch die Lock II mit derselben Technologie aus, sodass sich die Bindung nicht unbeabsichtigt öffnen kann. Die neue Lock II ist leichter als ihr Vorgänger, im Vergleich zur Carboniq (289 €) ist sie günstiger (240 €).
Die Binary III ist komplett neu entwickelt, mit 182 € ist sie die günstigste Pad/Schlaufe-Kombination von CrazyFly. Sie kombiniert Komfort und einfache Handhabung. Neu sind die Konstruktion der Schlaufe und das Pad, insbesondere das Fußbett.
Die Binary III bleibt mit einem Klettverschluss ausgestattet und lässt sich schnell und einfach (auch mit nur einer Hand) anpassen – auch bei dicken Neoprenboots. Mit einem Gewicht von 0,87 kg ist die Binary III leichter als die Vorgängerversion.




CrazyFly Kiteboarding ist einer der führenden Anbieter von Karbonboards. Alle CrazyFly Kites und Boards stammen aus der eigenen Produktion in Europa – das bietet keine andere Brand.




FOILTRAINING INKL. MATERIAL



Du bekommst alles von uns, was du für den Kurs benötigst
SCHNELLE LERNERFOLGE
Maximal 4 Teilnehmer im Kurs. Foilen garantiert
Konzentriere dich nur auf das Foilboard
Mega kompetente Wingschule, tolles Revier man kann fast überall stehen, angstfreies lernen möglich mit dem coolen Trupp. Ein herzliches Danke an Malte, Kim und Basti wir kommen wieder aus dem Süden zu Euch. …
Maximillian
Super Schule! Ich hab es nach nicht mal 3 Einheiten auf das Foil geschafft! (Bei viel Wind) Das war nur dank der super Betreuung vom Wingfoil-Team möglich. Das ist echt fast schon Einzelunterricht, trotz normalen Kurs! ...
Andreas
Sehr professionell geführter Kurs über 8 +2 Stunden bei Starkwind. Schnelle Lernerfolge durch 2 Schüler ein Lehrer Verhältnis. Es war immer gute Stimmung im Kurs. Danke für die schönen Stunden auf Fehmarn. ...




Deutschlands erste Wingsurfschule


Wingfoil-Kurse für jedes Level

KLEINE LERNGRUPPEN
Kleine Gruppen sorgen für eine steile Lernkurve
VERGÜNSTIGTE FAMILIENTARIFE
Wingfoilen für jedes Alter
DIE BESTEN SCHULUNGSMETHODEN
Unsere individuellen Kursformate bringen Dich garantiert auf's Foil
BUCHE JETZT DEINEN KURS
HARLEM Kitesurfing ist eine noch junge Marke, aber längst kein Geheimtipp mehr. Die niederländische Brand ist klar auf Erfolgskurs, seit den ersten Auftritten auf der internationalen Bühne geht es steil bergauf. Mit den Kitelinien Thrive und Peak hat sich HARLEM bereits einen legendären Ruf erarbeitet. Im Profizirkus sorgen die Teamrider – allen voran die Brüder Lorenzo und Leonardo Casati – für Furore und reißen einen Titel nach dem anderen an sich. Das Erfolgsrezept? Ein starker Schulterschluss mit Brainchild, der innovativen Produktionsstätte in Nordmazedonien sowie die Expertise des erfolgreichen Designer-Duos Ralf Grösel und Aaron Hadlow. HARLEM ist die aktuell am schnellsten wachsende Kite-Brand weltweit. Wir wollten von Gründer Alex Morgenstern und Deutschland-Importeur Sascha Herbig wissen, was hinter diesem Höhenflug steckt, wo die Produkte noch Luft nach oben haben – und was wir von HARLEM künftig noch erwarten dürfen.

DAS HARLEM ERFOLGSREZEPT
Ein starker Schulterschluss mit Brainchildund die Expertise des erfolgreichen Designer-Duos Ralf Grösel und Aaron Hadlow Rider: Aaron Hadlow Foto: Samuel Cárdenas Kite: HARLEM Thrive

DS: Alex und Sascha, was unterscheidet HARLEM-Kites von denen anderer Marken – und warum läuft es so gut für euch?
A+S: Es gibt viele Dinge, die HARLEM von anderen Marken unterscheidet. Der größte Unterschied ist ganz klar das Preis-Leistungs-Verhältnis. Top-Performance zu einem fairen Preis – und dabei sehen die Kites auch noch verdammt gut aus. Natürlich gibt es – wie bei jeder Firma –Ups und Downs. Aber warum es bei uns derzeit so steil bergauf geht, lässt sich mit einem Wort erklären: Innovation! Und genau da hat HARLEM eine führende Rolle eingenommen. Diese Innovationskraft wird vom Markt extrem gut angenommen.
DS: Bei den Lords of Tram im März in Barcarès bist du mit gerade einmal 15 Jahren bei den Männern gestartet und hast Platz 13 belegt. Eine starke Leistung! Warst du dort tatsächlich der jüngste Teilnehmer im Feld?
A+S: Es gibt dieses Jahr kaum einen Big-Air-Wettbewerb ohne HARLEM auf dem Podium – und die einfache Antwort ist: Es ist die perfekte Kombination aus Rider und Equipment.
Mit Lorenzo Casati haben wir definitiv einen der besten Rider der Welt im Team. Aber auch unser neues Familienmitglied Stino steht direkt auf den internationalen Podien. Das liegt natürlich an Talent, Training und Motivation –aber auch am Material. Das Equipment muss in der Lage sein, die extreme Performance, die unsere Rider abrufen, überhaupt möglich zu machen – sei es in Sachen Höhe, Hangtime, Stabilität oder Drehfreude. Entscheidend ist jedoch Vertrauen: Kite, Bar und Board im Packet müssen dem Rider das Gefühl geben, sich in jeder Situation zu 100 % auf das Material verlassen zu können. Nur dann kann man die Limits verschieben – und am Ende ganz oben stehen. Genau dieses Vertrauen liefert unser Setup. Es bietet Performance, die sich in jeder Situation kontrollieren lässt – und davon profitieren nicht nur unsere Pros, sondern auch all unsere Kunden auf ihrem individuellen Level.
Der Thrive ist der ultimative Allround-Kite – und wahrscheinlich der beste Doubleund Triple-Loop-Kite auf dem Markt. Er meistert alles –vom Freeriden bis zum Foilen – mit einer Leichtigkeit, die ihresgleichen sucht. Vom Anfänger bis zum Pro.
Sascha Herbig, Deutschland-Importeur HARLEM Kitesurfing
PERFEKTE KOMBINATION
Im Big Air gibt kaum ein Podium ohne einen HARLEM-Rider. „Die perfekte Kombination aus Rider und Equipment“ Sascha Herbig Rider: Leonardo Casti Foto: Azzan Al-Sinani




Unsere Aufgabe ist es, Produkte zu entwickeln, die unter diesen Bedingungen maximale Performance liefern und so lange wie möglich halten. Die Aufgabe des Riders ist es, gut mit seinem Equipment umzugehen. Alex Morgenstern Rider: Leonardo Casti Foto: Azzan Al-Sinani Kite: HARLEM Peak


Es gibt viele Dinge, die HARLEM von anderen Marken unterscheidet. Der größte Unterschied ist ganz klar das Preis-LeistungsVerhältnis. Top-Performance zu einem fairen Preis – und dabei sehen die Kites auch noch verdammt gut aus.
Alex Morgenstern, Gründer und CEO HARLEM Kitesurfing
WEITER INNOVIEREN. WEITER ZUHÖREN. WEITER PRÜFEN. Gemeinsam mit Brainchild sind wir ständig auf der Suche nach neuen Materialien und Produktionsmethoden, mit denen wir Performance, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit weiter verbessern können. Alex Morgenstern Rider: Leonardo Casti Foto: Azzan Al-Sinani Kite: HARLEM Peak

DS: Eure Kites Thrive und Peak werden aus ultraleichten Materialien gefertigt. Kritiker sprechen von Problemen mit Bladdern, Ventilen oder Verfärbungen des Tuchs. Wie geht ihr damit um?
A+S: Bei HARLEM dreht sich alles um Innovation. Gemeinsam mit Brainchild sind wir ständig auf der Suche nach den besten Materialien, den spannendsten Kite-Designs und den cleversten Produktionsmethoden. Unser Ziel: das perfekte Gleichgewicht zwischen Performance, Haltbarkeit, Nachhaltigkeit und Preis. Wenn wir merken, dass wir in einem dieser Bereiche noch besser werden können – dann packen wir es an.
Nach dem Launch des Thrive haben wir festgestellt, dass es in einigen Fällen kleine Herausforderungen mit den Bladders gab. Wir haben sofort reagiert, Anpassungen vorgenommen und das Problem behoben. Und natürlich haben wir allen, die betroffen waren, so schnell wie möglich geholfen. Bei HARLEM lassen wir unsere Rider nicht im Stich! Was das Canopy betrifft: Jeder Kite sollte trocken gelagert werden, besonders, wenn er mit Digitaldruck veredelt ist. Wer gut auf seinen Kite achtet, hat lange Freude daran – und das merkt man bei jedem Sprung. Wir empfehlen, den Kite als echtes High-Performance-Sportgerät zu sehen. Vergleich es mit deinem Rennrad – das lässt du schließlich auch nicht im Regen stehen. Mit der richtigen Pflege hast du jahrelang Spaß daran.
DS: Wenn Kunden ein Problem mit ihrem HARLEM-Kite haben – wie geht ihr mit Reklamationen um?
A+S: Innovation bedeutet, dass man nie aufhört, sein Produkt besser zu machen. Dabei fließen Erkenntnisse aus dem Labor, aus der Produktion, von unseren Teamridern – und ganz besonders von den Menschen, die unsere Kites tagtäglich nutzen – direkt in die Weiterentwicklung ein. Wenn jemand ein Problem mit einem HARLEM Kite hat, wollen wir das wissen! Gemeinsam mit dem Rider schauen wir genau hin: Was ist passiert, warum, und wie können wir es lösen? Danach beheben wir das Problem – und wenn nötig, sorgen wir dafür, dass es in Zukunft gar nicht mehr auftreten kann. Denn genau das ist HARLEM: eine Marke, die mit ihren Ridern wächst – und mit jeder Erfahrung ein Stück besser wird.
DS: Wo zieht ihr die Grenze? Welche Reklamationen erkennt ihr bei euren Kites grundsätzlich an – und welche nicht?
A+S: Kites, Boards, Bars – all das wird tagtäglich extremen Bedingungen ausgesetzt. Unsere Aufgabe ist es, Produkte zu entwickeln, die unter diesen Bedingungen maximale Performance liefern und so lange wie möglich halten. Die Aufgabe des Riders ist es, gut mit seinem Equipment umzugehen. Über 20 Jahre Erfahrung im Kitesport haben uns gezeigt, welche Probleme auftreten können – und was deren Ursachen sind. Wenn etwas eindeutig durch mangelnde Pflege oder beispielsweise durch einen Crash verursacht wurde, helfen wir natürlich gerne dabei, das Problem zu lösen – aber die Verantwortung dafür liegt dann
nicht bei uns. Doch wenn es etwas gibt, das wir hätten besser machen können, dann stehen wir dazu. Ganz einfach.
DS: Wie wollt ihr eure Produkte weiterentwickeln, damit die Reklamationsquote in Zukunft noch niedriger wird?
A+S: Weiter innovieren. Weiter zuhören. Weiter prüfen. Gemeinsam mit Brainchild sind wir ständig auf der Suche nach neuen Materialien und Produktionsmethoden, mit denen wir Performance, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit weiter verbessern können. Gleichzeitig stehen wir in engem Austausch mit unseren Distributoren, Ridern und Kunden, um Feedback zu unseren Produkten zu sammeln. Und natürlich prüfen wir jedes einzelne Teil, das wir herstellen – damit es genau dem hohen Qualitätsstandard entspricht, den wir uns selbst setzen.
DS: Ihr habt derzeit zwei erfolgreiche Kite-Linien am Start: Thrive (3 Struts) und Peak (5 Struts). Beide fliegen eure Teamrider im Big-Air World Cup. Worin unterscheiden sich die beiden Kites am deutlichsten?
A+S: Der Unterschied zwischen dem Peak und dem Thrive lässt sich gut erklären, Der Peak ist ein reinrassiger Big-Air-Kite. Sein Highend-Windbereich ist größer als beim Thrive und er ist ein „sheet and go“-Kite für hohe Sprünge und radikalere Kiteloops.
Der Thrive hingegen ist der ultimative Allround-Kite – und in den kleineren Größen wahrscheinlich der beste Doubleund Triple-Loop-Kite auf dem Markt. Er meistert alles – vom Freeriden bis zum Foilen – mit einer Leichtigkeit, die ihresgleichen sucht. Vom Anfänger bis zum Pro. Diese klare Differenzierung in unserem Produktportfolio ist ein wichtiger Teil unserer Philosophie. Wir wollen unseren Kunden die Kaufentscheidung so einfach wie möglich machen – ohne dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht.
DS: Demnächst bringt ihr euren ersten Wavekite auf den Markt. Was wird diesen vom om Thrive – ebenfalls mit drei Struts – unterscheiden?
A+S: Hier können wir noch nicht allzu viel verraten – nur so viel: Es wird unser erster echter Wave-Kite – entwickelt mit Brainchild Production. Das wird etwas ganz Besonderes!
DS: Ihr wachst rasant. Welche weiteren neuen Produkte habt ihr in der Pipeline?
A+S: Spannende Frage – und eine kurze Antwort: Long live freestyle! Wir freuen uns riesig darauf, euch in naher Zukunft noch mehr großartige Produkte zu zeigen. Und wir sind sicher, sie werden die neue Benchmark in der Kitesurfwelt setzen.
F2 Fun&Function ist bekannt für gute und günstige Kites, schon unter 1.000 Euro. Das deutsche Boardsportlabel mit Sitz in Oberfranken führt aber auch den weltweit teuersten Kite im Programm: den Soares Pro Ho’okipa – für stolze 3.999 Euro. F2 kann also nicht nur „gut und günstig“, sondern hat auch Erfahrung im Premium-Preissegment.
Jetzt bringt F2 mit CLOUD und AXXIS zwei High Performance Big Air Kites, die preislich vergleichbar mit Aluula Kites sind. Während die meisten Kite Brands auf Aluula (für das Strutgerüst) und Spinnakernylon (für das Flugtuch) setzen, fertigt F2 seine High Performance Big Air Kites aus DYNEEMA® -Verbundmaterial (Struts) und das Flugtuch aus fiberX. Das DYNEEMA® -Strutmaterial soll eine deutlich höhere Reiß-, Durchstoß- und Abriebfestigkeit bei gleichzeitig geringerem Gewicht und weniger Volumen besitzen, die Struts sollen mit bis zu 20 PSI aufgepumpt werden können. Das Tuchmaterial fiberX besteht aus hochfesten Fasern, eine spezielle chemische Tauchbeschichtungen soll fiberX durch die Veredelung zum z. Z. steifesten Tuchmaterial machen.
Wir sprachen mit Bernd Flügel, dem Mastermind hinter F2, wo im Einsatzbereich die Unterschiede zwischen den beiden F2 High Performance Big Air Kites CLOUD und AXXIS liegen und warum F2 auf DYNEEMA® und nicht – wie alle anderen – auf Aluula setzt.

Interview mit Bernd Flügel, Inhaber der Marke F2 Fun&Function zu den beiden neuen F2 Big Air Kites CLOUD und AXXIS

Der CLOUD ist besonders attraktiv für Big Air-Rider, die nach einem dynamischen und reaktionsschnellen Kite suchen. Beeindruckende Double-Loops sind mit ihm kein Hexenwerk.
Bernd Flügel, F2
Mit 3 Struts und einer Fronttube aus DYNEEMA® bietet der CLOUD einen extrem großen Einsatzbereich. Neben Big Air ist der Allrounder auch hervorragend für die Welle geeignet. Die Druckempfehlung ist 8 bis 10 PSI.

DS: Hallo Bernd, mit CLOUD und AXXIS führt F2 zwei Big Air Kites im Programm. Worin unterscheiden sich beide Kites?
BF: Der CLOUD ist als 3-Strut-Kite konzipiert, was ihm signifikante Vorteile in Bezug auf Gewicht und Geschwindigkeit verleiht. Selbst bei Größen wie 8.0 und 9.0 sind beeindruckende Double-Loops kein Hexenwerk. Dies macht ihn besonders attraktiv für Big Air-Rider, die nach einem dynamischen und reaktionsschnellen Kite suchen. Die reduzierte Anzahl an Struts trägt dazu bei, dass der CLOUD insgesamt leichter ist und sich dadurch schneller am Himmel bewegt. Für Kitesurfer, die die Freiheit und den Spaß an neuen Tricks und Performance suchen, ist der CLOUD eine hervorragende Wahl. Im Gegensatz zum CLOUD stellt der AXXIS, unser brandneuer 5-Strut-Kite, eine andere Philosophie dar. Dank der DYNEEMA®-Konstruktion bietet er maximale Steifheit, die insbesondere schwereren Fahrern über 80 kg zugutekommt. Somit bietet der AXXIS eine zuverlässige Leistung unter schwierigen Bedingungen und ermöglicht einen stabilen und komfortablen Flugkomfort. Für Fahrer, die Wert auf Kontrolle, Langlebigkeit und Stabilität legen, ist der AXXIS die ideale Wahl.
DS: Die meisten Brands setzen für ihre High-Tech-/High Performance und Competitionkites auf Aluula, als Flugtuch wird das gleiche Spinnaker-Nylon verarbeitet wie in den günstigen Kites. Ihr fertigt das Strutgerüst eurer High Performance Big Air Kites aus DYNEEMA®, als Flugtuch verarbeitet ihr fiberX. DYNEEMA® ist eine Warenmarke für eine synthetische Chemiefaser, in der Kiteszene bisher besonders als Leinenmaterial bekannt. Was ist das Besondere am neuen DYNEEMA®-Strutmaterial, warum setzt ihr nicht auch auf Aluula und was unterscheidet fiberX von herkömmlichem Spinnaker Nylon, wie es alle anderen verarbeiten?
BF: Seit einiger Zeit waren wir auf der Suche nach einem innovativen Material, das die Features erfüllt, die wir für HighPerformance Kites im Big Air Bereich sehen. Unsere Entscheidung auf DYNEEMA® zu setzen und nicht auf ALUULA®, basiert auf der Überzeugung, dass DYNEEMA® eine signifikante Weiterentwicklung darstellt. Dieses hochmoderne Material bietet zahlreiche Vorteile, die für die speziellen Anforderungen, so wie wir sie uns wünschen, entscheidend sind. Ein herausragendes Merkmal sind die speziellen eingearbeiteten Fäden, die technische Funktionen ermöglichen, die andere Materialien nicht bieten können. Diese sind in der silbergrauen Farbgebung und in der Struktur sehr gut zu erkennen. Ich persönlich finde das sehr gut, da so auch für den Laien der Unterschied sofort sichtbar wird.
Diese customized DYNEEMA® Faser verwenden wir in der Leading Edge, die vom neuen Verbundstoff besonders profitiert und für einen festen Rahmen sorgt. Die Eigenschaften von DYNEEMA® setzen neue Maßstäbe in der Herstellung von Kites für extremste Bedingungen. Die Kombination aus leichter Stärke und außergewöhnlicher Widerstandsfähigkeit macht unser Material absolut einzigartig. Wie wichtig diese Eigenschaften sind, zeigt sich besonders in Aspekten wie eine deutlich höhere Reis-, Durchstoß- und Abriebfestigkeit, zudem ist das Material unempfindlicher gegen UV-Strahlung und Feuchtigkeit.
Mit DYNEEMA® produzierte Schirme sind zwar in der Erstanschaffung etwas teurer als herkömmliche Modelle, jedoch sind sie besonders langlebig, was wiederum zu einer Kostenreduktion über die Zeit führt – und dadurch zu einer Verringerung des ökologischen Fußabdrucks. Die Verarbeitung des Materials ist äußerst komplex. Nach unzähligen Prototypen sind wir nun so weit sind, dass die Kites hervorragende Ergebnisse liefern. Über den CLOUD freue ich mich sagen zu können, dass dieser zu den schnellsten Kites am Markt zählt, insbesondere in den Größen 9.0 und 12.0, wo er in der Wendigkeit seinesgleichen sucht.
DS: Den CLOUD hat F2 bereits seit 2024 im Programm. Neu am 2025er Modell ist die Optik. Habt ihr auch an der Konstruktion etwas verändert?
BF: Ja, den CLOUD haben wir seit 2024 im Programm. Seitdem haben wir natürlich die Zeit genutzt, und mit den Herstellern des Materials einige Optimierungen vorgenommen. Ebenso haben wir den Durchmesser der Tube verringert. Ich denke, es ist normal, dass immer weiter an neuen Produkten gearbeitet wird und auch die Produktionsschritte verfeinert werden. Ich bin aktuell wirklich sehr zufrieden und freue mich, dass ich von unseren Ridern ein durchweg positives Feedback, was die Leistung unserer Kites angeht, bekomme.
Mit DYNEEMA® produzierte Schirme sind zwar etwas teurer, sie bieten aber eine deutlich höhere Performance und sind zudem auch besonders langlebig, was zu einer Kostenreduktion über die Zeit führt – und dadurch auch zu einer Verringerung des ökologischen Fußabdrucks.

Der AXXIS mit 5 Struts richtet sich an schwere Kiter. Für Rider, die Wert auf Kontrolle, Langlebigkeit und Stabilität legen, ist der AXXIS die ideale Wahl.“
Bernd
Flügel, F2
DS: Den CLOUD bietet F2 in sechs Größen an (5.0, 6.0, 7.0, 8.0, 9.0 und 12.0), den AXXIS in sieben: 6.0, 7.0, 8.0, 9.0, 10.0, 12.0 und 15.0. Warum habt ihr für beide Kites unterschiedliche Größenabstufungen gewählt?
BF: Die Antwort ergibt sich schon aus den beiden unterschiedlichen Bauweisen von 3 und 5 Struts. Der CLOUD als 3-Strut-Kite ist leichter und schneller, sodass er bestens für Double Loops geeignet ist und wir demnach bei 5.0 anfangen. Hingegen der AXXIS, als 5-Strut-Kite, ist super für schwerere Rider geeignet, die gerne auch einen großen Kite wie einen 15er im Gepäck haben. Mit diesen beiden Kites und ihren jeweiligen Größen decken wir sozusagen alle Wünsche ab.
DS: CLOUD und Soares Pro Ho’okipa lasst ihr in einer kleinen High-End-Produktion in Asien fertigen. Auch den AXXIS?
BF: Stimmt genau! Wir sind super happy mit unserer CustomSchmiede. Du musst wissen, dass manche Materialien einfach spezielle Produktionsstätten und technisch versierte Arbeiter benötigen, die das richtige Händchen –und Auge für bestimmte Materialien haben, gerade wenn es kein Material „von der Stange“ ist. Daher werden wir auch weiterhin mit diesen drei Kite-Modellen auf diese Produktion setzen.
DS: Die Jahresstückzahlen für den CLOUD sind weltweit auf 200, die des Soares Pro Ho’okipa auf 100 Stück begrenzt. Gibt es auch eine Begrenzung für den AXXIS?
BF: Wie gerade zuvor erklärt, sind wir bei diesen Kites auf absolutes High-End-Wissen in der Produktion angewiesen. Daher ist es auch nicht möglich, die Stückzahlen dieser Kites zu erhöhen, weil sonst die Qualität darunter leiden würde.
DS: CLOUD und AXXIS sind Big Air Competition-Kites. Sind sie auch für Hobby-Kiter geeignet?
BF: Bevor ich auf diese Frage eingehe, möchte ich zunächst grundsätzliches festhalten. Beim Big Air Kiten sind die Ansprüche an die Ausrüstung besonders hoch. Ein ideales Kite-Modell sollte daher mehrere entscheidende Eigenschaften aufweisen, um den Performance-Anforderungen gerecht zu werden. Ein zentraler Aspekt ist die Robustheit des Kites. Um auch in extremen Bedingungen wie heftige Böen oder unbeständigem Wind optimal performen zu können, ist ein stabiles Strut-Gerüst unerlässlich. Dieses Gerüst sorgt dafür, dass der Kite seine Form und Struktur behält, selbst wenn die Winde unberechenbar sind. Die Fähigkeit, im Windfenster stabil zu bleiben, ist meiner Meinung nach einer der Key Aspects im Big Air Kiten. Ich denke, damit ist ganz klar gesagt, dass die Kites nicht für Anfänger, wohl aber für ambitionierte HobbyKiter bestens geeignet sind. Wichtig ist auch immer, mit wieviel Druck die Kites aufgepumpt werden. Für eine optimale Leistung empfehlen wir die Kites je nach Fahrergewicht und den jeweiligen Bedingungen zwischen 8 und 14 PSI aufzupumpen. Die richtige Druckeinstellung ist entscheidend, um die Steifigkeit des Rahmens zu maximieren und die Leistung auf dem Wasser zu optimieren.
DS: Wie sieht es mit den Allround-Eigenschaften CLOUD und AXXIS aus, sind beide Kites auch für andere Einsatzbereiche wie zum Bespiel die Welle geeignet?
BF: Ja, sind sie! Besonders unser neuer CLOUD eignet sich hervorragend für die Welle, was unsere brasilianischen Teamrider beweisen. Leicht, schnell drehend und sein ausgewogenes Flugverhalten ermöglichen in der Welle eine wirklich supergute Kontrolle. Unsere Druckempfehlung für Wave und Foil sind – je nach Größe – 8 bis 10 PSI.
DS: Mit welcher Bar – und an welcher Leinenlänge werden CLOUD und AXXIS geflogen?
BF: Zu CLOUD und AXXIS passt am besten unsere neue 4-Liner Pro-Bar. Es lohnt sich wirklich, unsere Neuentwicklung zu testen. Die Bar gibt es in den Größen 46 und 52 cm und ist mit einem super angenehm zu fahrenden Anti-Slip Grip ausgestattet. Leinentechnisch sind wir Oberfranken bei unserem Nachbarn Liros zu Hause und haben zusammen eine neue Leine – speziell für diese Art von Kites – entwickelt.

Im Vergleich zu ALUULA® stellt DYNEEMA® eine signifikante Weiterentwicklung dar.
Bernd Flügel, F2
F2 CLOUD und F2 AXXIS sind High Performance Big Air Kites, bieten aber auch weitreichende Allroundeigenschaften. Beide Kites sind nichts für Einsteiger, für ambitionierte Hobby-Kiter aber bestens geeignet. Bernd Flügel, F2

CLOUD und AXXIS sind preislich vergleichbar mit Aluula-Kites. Die Fronttube besteht aus DYNEEMA®-Verbundmaterial, das Flugtuch aus fiberX.

DYNEEMA® Die Frottube des F2 CLOUD und AXXIS besteht aus einem customized DYNEEMA® Verbundstoff anstatt aus ALUULA®. „DYNEEMA® bietet zahlreiche Vorteile.
Die Kombination aus leichter Stärke und außergewöhnlicher Widerstandsfähigkeit macht dieses Material absolut einzigartig.“
Bernd Flügel, F2

Auch abseits des Wassers war ordentlich was los. Moderator Sören führte souverän durch die Talkrunden, in denen Profis, Entwickler und Branchenköpfe über Materialtrends, Nachhaltigkeit und die Zukunft des Sports diskutierten.

TEXT DENIS MAKOLKIN UND IHNO JÜRJENS
FOTOS ORGA-TEAM „HÄNGT IHN HÖHER“

BEATS UND BÖEN
„Hängt ihn höher“ ist mehr als nur ein Contest. Es ist Szenetreffen, Festival und Saisonfinale in einem. Eine Mischung aus Wind, Musik und salziger Euphorie

Wenn Nordseeluft, 30 Knoten und Big Air zu einer Einheit werden
Kein Kommerz, kein Filter – nur Wind, Wasser und 100 Prozent Szene. Der „Hängt Ihn Höher 2025“ in Cuxhaven war eines der authentischsten Kite-Festivals des Jahres. Big Air trifft Festival, Non-Profit-Spirit trifft Leidenschaft – der Cuxkiters e.V. zeigt, dass echte Events Herz statt Hype brauchen.

Ohne Sponsoren wäre das Event in dieser Form nicht möglich. Seit der ersten Ausgabe 2004 ist „Hängt ihn höher“ eine Non-Profit-Veranstaltung – getragen von Freiwilligen, frei von wirtschaftlichen Interessen. Im Mittelpunkt stehen Spaß, Leidenschaft und Gemeinschaft
Cuxhaven, Mitte September: Die Nordsee zeigt sich von ihrer besten Seite – rau, ehrlich und mit ordentlich Wind. Vom 18. bis 21. September hieß es beim legendären „Hängt-Ihn-Höher“Event bereits zum 16. Mal: Wer fliegt am höchsten? Über 60 Rider stellten sich der Herausforderung – und der Wind lieferte ab. Mit Böen jenseits der 30 Knoten katapultierte er Kites und Kiter in beeindruckende Höhen. Den Tagesrekord holte sich Fabian Frick mit satten 19,8 Metern. Sein Sprung riss nicht nur Gischt, sondern auch das Publikum mit – Adrenalin pur in Sahlenburg.
Zwischen Beats und Böen „Hängt ihn höher“ ist längst mehr als nur ein Contest – es ist Szenetreffen, Festival und Saisonfinale in einem. Eine Mischung aus Wind, Musik und salziger Euphorie. Während auf dem Wasser die Kiter flogen, sorgten DJs für den passenden Soundtrack, die Foodtrucks für den Nachschub – und die Sonne tat ihr Übriges. Wer einmal dabei war, weiß: Hier geht’s nicht um Kommerz. Hier geht’s ums Gefühl.
Talks, Technik & Testival
Auch abseits des Wassers war ordentlich was los. Moderator Sören führte souverän durch die Talkrunden, in denen Profis, Entwickler und Branchenköpfe über Materialtrends, neue Sprungtechniken und die Zukunft des Sports diskutierten. Ein weiteres zentrales Thema: Nachhaltigkeit.
Denn die Kitespots in Cuxhaven liegen mitten im Weltnaturerbe Wattenmeer – und unter dem Motto „Love It Like a Local“ setzen Organisatoren und Rider auf einen respektvollen
„Hängt ihn höher“ ist längst mehr als nur ein Contest –es ist Szenetreffen, Festival und Saisonfinale in einem
Umgang mit der Natur. Wer Lust hatte, konnte das neueste Kitematerial direkt vor Ort testen – echtes Testival-Feeling bei perfekten Bedingungen.
Partner mit Haltung
Ohne Sponsoren wäre das Event in dieser Form nicht möglich. Seit der ersten Ausgabe 2004 ist „Hängt ihn höher“ eine NonProfit-Veranstaltung – getragen von Freiwilligen, frei von wirtschaftlichen Interessen. Im Mittelpunkt stehen Spaß, Leidenschaft und Gemeinschaft. Die Sponsoren leisten mit Sach- und Geldspenden einen wichtigen Beitrag: Sie schaffen Planungssicherheit und sorgen dafür, dass der Eventcharakter offen, unabhängig und für alle zugänglich bleibt. „Wir verstehen uns ein bisschen wie der FC St. Pauli des Kitesurfens –authentisch, ohne Kommerz, mit Fokus auf Sport und
Zusammenhalt“, sagt Ihno Jürjens 2. Vorstand des Cuxkiters e.V. Und genau das merkt man: Kein VIP-Zelt, kein Eintritt, kein abgezäunter Bereich – einfach „von der Szene für die Szene“.
Die Maschine hinter dem Kultevent Was viele nicht sehen: Hinter den Kulissen läuft alles ehrenamtlich. Das achtköpfige Orga-Team des Cuxkiters e.V. startet bereits im März mit den Planungen, koordiniert Genehmigungen, Abläufe und Partner – ein eingespieltes Team, das seit Jahren reibungslos funktioniert. „Wir machen das alles ehrenamtlich – aus Liebe zum Sport, zur Gemeinschaft und zu diesem besonderen Fleck Nordsee in Cuxhaven“, sagt Eleen Rauterberg 1. Vorstand des Cuxkiters e.V. „Keiner von uns verdient hier einen Cent, aber wir bekommen jedes Jahr etwas viel Wertvolleres zurück: die Dankbarkeit und das Lachen der Menschen, wenn der Wind da ist und einfach alles zusammenpasst. Ehrenamt bedeutet für uns, Verantwortung zu übernehmen – für den Sport, für die Natur und für das Miteinander, das Kitesurfen so einzigartig macht.“
Wettkampf & Winners
Am Ende standen zwei verdiente Sieger auf dem Treppchen: Bei den Herren triumphierte Linus Castedello aus Cuxhaven, bei den Damen Juliane Rath aus Bremen. Ihre Sprünge waren nicht nur die höchsten im Finale – sie verkörperten genau das, was den HIH ausmacht: Leidenschaft, Mut und pure Freude am Kiten. „Natürlich geht’s um Höhenmeter und Style – aber am Ende zählt das Miteinander. Der HIH ist für uns kein reines Kräftemessen. Es ist ein Ausdruck dessen, was Kitesurfen ausmacht: Mut, Technik und Leidenschaft.“ Jens Rauterberg, Mitglied HIH Orgateam.
Sonne, Wind und Wellen – und ein Festival, das zeigt, wie viel Herz in ehrenamtlicher Arbeit stecken kann. Der Hängt Ihn Höher 2025 hat einmal mehr bewiesen: Echte Events brauchen keine große Show, sondern Menschen mit Leidenschaft.
„Wir verstehen uns ein bisschen wie der FC St. Pauli des Kitesurfens –authentisch, ohne Kommerz, mit Fokus auf Sport und Zusammenhalt. Kein VIP-Zelt, kein E intritt, kein abgezäunter Bereich – einfach „von der Szene für die Szene“
Ihno Jürjens 2. Vorstand des Cuxkiters e.V

WINNERS
Bei den Herren triumphierte Linus Castedello aus Cuxhaven, bei den Damen Juliane Rath aus Bremen. Ihre Sprünge waren nicht nur die höchsten im Finale, sie verkörperten genau das, was den HIH ausmacht: Leidenschaft, Mut und pure Freude am Kiten

Das Jedermann-Rennen führt um die erste vorgelagerte Insel. Am Start sind rund 100 KiterInnen. Der Kurs ist etwa 25 Kilometer lang, das Rennen dauert 35 bis 60 Minuten
Foto: Julian Lajtai
Seamenrace | Kitefun & Testival

Drei, zwei, eins – GO! Knapp hundert Kiter schießen über die türkisglitzernde Lagune vor Hamata. Das Adrenalin pumpt, die Sonne brennt, der Wind pfeift durch die Leinen. Vor uns: die erste vorgelagerte Insel, die es zu umrunden gilt. Wir sind beim Seamenrace. Vom 17. bis 21. Februar 2025 war das Kite-Village Hamata wieder das Epizentrum der Kitesurf-Welt. Das Seamerace ist ein Testival und ein Jedermann-Rennen – es findet jedes Jahr im Frühjahr in Hamata/Ägypten statt.
Fun-Event Das Seamenrace ist eine Eventwoche voller Kite-Action. Ob Lagunen-Staffel, Style Contest oder das „Race around the Island“ –das Seamenrace ist ein Fun-Event. Eine Woche purer Kitesurf-Spirit!
Foto: Sabrina Nimmrichter

Organisiert wird das Event vom Team des „Kite-Village“ um Stations-Mitinhaber Klaus Schweighofer, besser bekannt als „Mr. Klaus“. Beim Seamenrace trifft Wettkampf auf Gemeinschaft, Speed auf Style, Spaß auf Leidenschaft. Das Seamenrace ist nicht nur ein Rennen, es ist eine komplette Event-Veranstaltung. Hier zählt nicht, wer der Schnellste ist –sondern wer das größte Grinsen im Gesicht hat. Das Seamenrace kombiniert Fun-Races mit einem großen Testival führender Hersteller. Wer einmal dabei war, weiß: Eine Woche lang purer Kitesurf-Spirit!
Test. Ride. Repeat
Das Seamenrace ist eine Eventwoche voller Kite-Action. Ob Lagunen-Staffel, Style Contest oder das „Race around the Island“ – das Seamenrace ist ein Fun-Event. Die Wettbewerbe bestehen aus dem „Lagunenrace“ (Team-Contest, Staffel auf einem Dreieckskurs), dem „Style Contest“ (Freestyle Impression Session mit Publikumsvoting) und – als Höhepunkt – das „Race around the Island“, ein Jedermann-Rennen mit einem 25 Kilometer-Rundkurs um die erste vorgelagerte Insel, gesichert mit Rettungsbooten. Rennvoraussetzungen sind sicheres Höhe laufen und Wenden, gefahren wird mit Twintips. Im Fokus stehen Spaß, Gemeinschaft und die pure Freude am
Kitesurfen. Die Teilnehmer sind nahezu ausnahmslos HobbyKiter, die entspannte Atmosphäre spiegelt sich im olympischen Motto wider, bei dem der Spaß am Wettbewerb im Vordergrund steht.
Vor, während und nach den Rennen lockt das Kite-Village Testival: fünf Tage lang neuestes Material von Top-Brands wie DUOTONE, Cabrinha, North, Flysurfer, Ozone, Harlem, CORE, Mystic, ION und Pro Limit testen – fachsimpeln, sich inspirieren lassen.
Zu einer richtigen Event-Woche gehört auch ein vielfältiges Rahmenprogramm. Dafür muss dem Kite-Village-Team ein großes Kompliment gemacht werden. Die Siegerehrung ist professionell organisiert, anschließend läd das Gastro-Team zum Beach-BBQ am Strand vor der Station. Informative Workshops der Herstellervertreter und Yoga (mit Kiki) rundeten das Rahmenprogramm ab.
Das Startgeld/Eventgebühr für die gesamte Woche (inkl. Laycra und Teilnahme an den Rennen und am Testival) beträgt 100 Euro – plus 1 Tafel Milka Schokolade. Wer eine Materialmiete für eine Woche bucht, hat automatisch auch Zugang zu Testival.

Hamata ist einer der besten Spots in Ägypten. Das Kite-Village liegt in einem Naturschutzgebiet, vor der Station erstreckt sich eine vier Quadratkilometer große, in weiten Teilen stehtiefe Lagune. Je nach Tidenstand ist die Lagune zwischen knie- bis brusttief, das Außenriff ist einen bis einen halben Meter unter Wasser. Durch einen ca. 200 Meter breiten Channel könnt ihr die Lagune verlassen und zu den vorgelagerten Inseln kiten. Die Kitestation befindet sich auf einem 500 Meter langem Privat-Strand und ist ausgestattet mit ca. 120 Kites und 100 Boards von DUOTONE, Cabrinha und Flysurfer. 100 Storageboxen stehen für Gäste zur Verfügung, die mit eigenem Material anreisen. Die Station bietet Duschen, Toiletten, Sonnen- und Schattenplätze sowie ein Restaurant mit Beachbar und Massageangebot.
Vom „Bett aufs Brett“ wird im „Kite-Village“ gelebt. Direkt hinter der Station befindet sich ein Hotel mit 50 großen Bungalows im maurischen Stil. Von eurer Terrasse mit Meerblick aus könnt ihr schon vor dem Frühstück abschätzen, welche Kitegröße ihr brauchen werdet.
Unterkunft
„Vom Bett aufs Brett“ wird hier gelebt. Gleich hinter der Station befindet sich ein Hotel mit 50 Bungalows im maurischen Stil. Ein großes Restaurant, Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad, Massage und ein kleines Fitnesscenter sind vorhanden. Die Rezeption ist ausgestattet mit einer Lobby-Bar, Billard, Tischfußball, Tischtennis und Airhockey. Das Kite-Village Hotel zeichnet sich durch seine familiäre Atmosphäre aus und ist auch für Alleinreisende zu empfehlen.


Im Fokus stehen Spaß, Gemeinschaft und die pure Freude am Kitesurfen. Die Teilnehmer sind nahezu ausnahmslos Hobby-Kiter, der Kitesurf-Spirit steht im Vordergrund Foto: Sabrina Nimmrichter
Das große Plus an Hamata ist der Wind. Hamata liegt nur rund 100 Kilometer entfernt vom nördlichen Wendekreis und somit ganzjährig im Passatgürtel. Hinzu kommt die lokale Thermik, die im Schnitt 4 bis 6 Knoten zusätzlich beschert. Der thermisch bestimmte Wind kommt zu 90% aus Nordost. In der Früh schräg ablandig, ab ca. 9 Uhr dreht er auf sideshore von links und nimmt kontinuierlich zu. Am späten Nachmittag dreht er auf schräg auflandig und lässt zum Abend hin wieder nach. Die beste Reisezeit ist von September bis Ende Juni.
Zielflughafen: Marsa Alam (RMF).
Transfer: ca. 2 Std.
Alternative: Hurghada (HRG).
Transfer: ca. 4,5 Std. über die neue Autobahn
Das Seamenrace 2026 findet vom 20. bis 24. April 2026 statt. Eine actionreiche Woche. Es lohnt sich dabei zu sein.
Foto: Sabrina Nimmrichter


20 - 24 APRIL 2026



OIN US FOR 5 EPIC DAYS OF IND, SPEED & GOOD VIBES














25 Jahre Kitecity

Europas führender Anbieter für Kitereisen feiert 25-jähriges Jubiläum –Gratulation! Wir sprachen mit den beiden Inhabern Eddy Rummel und Nils Lucassen über die KiteCity-Erfolgsgeschichte, das besondere Konzept der KiteCity-Events und ihre Pläne – für die nächsten 25 Jahre.

DS: Eddy und Nils, wie fühlt ihr euch nach 25 Jahren KiteCity?
E+N: Stolz, dankbar – und motiviert wie am ersten Tag!
DS: Habt ihr für euer Jubiläumsjahr etwas Besonderes geplant?
E+N: Ja, wir möchten das Jahr natürlich gemeinsam mit unserer Community feiern. Es wird besondere Signature-Events, Specials und einige Überraschungen geben – stay tuned!
DS: Was genau macht KiteCity so erfolgreich?
ER: Unser größter Erfolgsfaktor ist ganz klar unser Trainerteam und das KiteCity-Konzept. Unsere rund 20 Trainer sind perfekt ausgebildet, top motiviert und alle VDWS-lizenziert. Viele haben wir selbst ausgebildet und arbeiten seit Jahren mit ihnen zusammen. Diese Kontinuität spüren auch unsere Gäste.
DS: Ihr bietet weltweit 81 Eventwochen an 12 Destinationen. Nach welchen Kriterien wählt ihr eure Destinationen und Partner aus?
ER: Unsere Spots sind handverlesen. Entscheidend sind perfekte Kitebedingungen, ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis, gute Erreichbarkeit und eine zuverlässige Partnerstation vor Ort. Wir wollen, dass jeder Gast einen unkomplizierten und unvergesslichen Kiteurlaub erlebt.
NL: Mit unseren 12 Destinationen bieten wir maximale Abwechslung. Besonders ans Herz gewachsen sind mir unsere Signature-Events – etwa unsere Brasilien-Safaris im Herbst oder unser Katamaran Sailing Event in der Karibik.
DS: Wie ist der Ablauf einer typischen KiteCity-Woche?
NL: Unser Ziel ist, euch so viel Zeit wie möglich auf dem Wasser zu geben. Der Tag startet mit einem gemeinsamen Frühstück, danach geht’s aufs Wasser. Abends organisieren wir Strand-Grillabende, Lagerfeuer oder gemeinsame Essen. Es geht nicht nur um sportliche Erfolge, sondern auch um emotionale Momente und Gemeinschaft.
Mit unseren 12 Destinationen bieten wir maximale Abwechslung. Unser Ziel ist, euch so viel Zeit wie möglich auf dem Wasser zu geben
Nils Lucassen
DS: Was ist das Besondere an den KiteCity-Events?
NL: Unsere Reisen sind mehr als nur ein Kitekurs – sie sind ein Gruppenerlebnis. Die Teilnehmer motivieren und unterstützen sich gegenseitig, egal ob Einsteiger oder Fortgeschrittene. Gemeinsame Erlebnisse, Abenteuer, Downwinder und Abende am Strand machen den Unterschied. Dadurch entsteht ein ganz eigener Spirit, und die Lernfortschritte sind oft deutlich größer.
DS: Eure Events basieren auf einem Intensivtraining, sind sozusagen Learnevents. Für welche Fahrlevel ist ein KiteCity Event geeignet?
ER: Unsere Events richten sich an Einsteiger ebenso wie an Fortgeschrittene. Jeder wird individuell betreut. Sicherheit, Motivation und Spaß stehen im Mittelpunkt.
NL: Dazu kommt unser topaktueller Materialpool – das Beste, was der Markt zu bieten hat. Wer möchte, kann Material nach dem Event zu Sonderkonditionen erwerben.

ERFOLGSREZEPT
Unser größter Erfolgsfaktor ist ganz klar unser Trainerteam und das KiteCity-Konzept.
Unsere rund 20 Trainer sind perfekt ausgebildet, top motiviert und alle VDWS-lizenziert
Unsere Events richten sich an Einsteiger ebenso wie an Fortgeschrittene. Jeder wird individuell betreut.
Sicherheit, Motivation und Spaß stehen im Mittelpunkt. Dazu kommt unser topaktueller Materialpool – das Beste, was der Markt zu bieten hat.“

MOTIVATION
Bei uns steht das Lernen in der Gruppe im Vordergrund. Sechs Tage lang, mit Menschen, die dasselbe Ziel haben wie du, dich motivieren, dich anfeuern und sich mit dir zusammen über deine Erfolge freuen. Die Motivation und Gruppendynamik macht den Unterschied

Unsere Signature Events richten sich an erfahrene Kiter. Im Fokus stehen gemeinsames Kiten, Abenteuer und Erlebnisse – ohne organisatorischen Aufwand für die Teilnehmer.
DS: Ihr habt in 25 Jahren eine gar nicht mal so kleine Kitecommunity geschaffen. Viele Stammkunden verbringen – manche mehrmals jährlich – ihren Kiteurlaub mit euch. Was ist eure Motivation, eure Vision?
NL: Unser Ziel ist, dass jeder Gast mit neuen Erlebnissen, Freundschaften und Erfolgen nach Hause fährt – und der Urlaub nicht „nur“ eine Kitewoche war. Die kleinen Details machen den Unterschied.
DS: Was muss ich zu einem KiteCity-Event mitbringen?
NL: Du brauchst nur deine Zahnbürste, deine Klamotten und dein Trapez mitzubringen. Um alles andere – also Kites und Boards – kümmern wir uns. Sofern du dein eigenes Material mitbringen möchtest, ist auch das möglich. Dadurch reduziert sich dein Reisepreis.
DS: Wie groß sind die Gruppen?
ER: Meist zehn Teilnehmer in jeder Event-Woche - je nach Event.
DS: Was unterscheidet einen KiteCity-Event von einem Kitekurs an einer Kiteschule?
NL: Ein konventioneller Kitekurs ist meist kürzer und oft auch anders aufgebaut. Bei uns steht das Lernen in der Gruppe im Vordergrund – sechs Tage lang, mit Menschen, die dasselbe Ziel haben. Sechs Tage mit Menschen, die das gleiche Ziel haben wie du, dich motivieren, dich anfeuern und sich mit dir zusammen über deine Erfolge freuen. Die Motivation und Gruppendynamik macht den Unterschied.
ER: Unsere Teilnehmer haben den Slogan kreiert: Nach einem normalen Kitekurs lernst du, dass du Kiten nicht in 10 Stunden lernst. Nach zwei Kitekursen merkst du, dass 2 mal 10 nicht 20 sind. Nach drei Kitekursen weißt du, dass du besser gleich KiteCity gebucht hättest.
DS: Welche Spots sind die beliebtesten unter euren Gästen und welche eure persönlichen Favoriten?
ER: Ägypten ist ein Klassiker: top Bedingungen, kurze Anreise und faires Preisleistungsverhältnis. Wir bieten vier Spots –El Gouna, Soma Bay, Abu Soma und Selena Bay. Ein Highlight ist natürlich Brasilien – Kiter’s Dream mit nahezu 100 % Windwahrscheinlichkeit.
NL: Auch Sizilien und Theologos auf Rhodos sind Mega beliebt und mittlerweile eine feste Grösse bei Kiteicty. Ich persönlich liebe Brasilien – top Bedingungen, abwechslungsreiche Spots und ein großartiger Lifestyle.
DS: Ihr bietet nicht nur Intensiv-Seminare an den besten Spots der Welt –auch für erfahrene Kiter habt ihr Eventreisen im Programm. Welche sind das und wie unterscheiden sie sich von euren Lern-Events?
ER: Reisen wie Brasilien, Kenia (Watamu) und unsere Katamaran-Tour durch die Karibik richten sich an erfahrene Kiter. Im Fokus stehen gemeinsames Kiten, Abenteuer und Erlebnisse – ohne organisatorischen Aufwand für die Teilnehmer.
DS: Ein Baustein eures Erfolges ist der perfekte Materialpool für jeden Spot. Was beinhaltet euer Materialpool und nach welchen Kriterien stellt ihr ihn zusammen?
NL: Unser Materialpool umfasst 30–35 Kites und 15–20 Boards, u. a. von Duotone, Core und Flysurfer. Wer möchte, kann bei uns auch einfach Material testen – perfekt, um das passende Setup zu finden.
DS: In Büsum und Theologos/Rhodos bietet ihr auch WingEvents an – WingCity. Bis auf die Sportart, was unterscheidet einen WingCity Event von einem KiteCity Event?
ER: WingCity funktioniert wie KiteCity – nur eben mit Wing statt Kite. Sechs Tage Training, Gruppenspirit und viel Spaß auf dem Wasser.
DS: An wen muss ich mich wenden, wenn ich mich beraten lassen oder einen KiteCity-Event buchen möchte?
NL: Auf unserer Webseite kannst du dir sehr schnell und einfach zu jedem Event ein unverbindliches Angebot einholen und direkt online buchen. Alles ist dort ausführlich erklärt. Wer uns persönlich sprechen möchte, Eddy und das Team von Sun&Fun übernehmen alle Fragen am Telefon.
DS: Nach den ersten 25 Jahren, was habt ihr für die nächsten 25 Jahre geplant?
E+N: Wir sind stolz auf 25 Jahre KiteCity – aber wir schauen nach vorn. Wir wollen unsere Community weiter ausbauen, neue Destinationen erschließen und unser Eventkonzept stetig weiterentwickeln. Die Leidenschaft für den Sport bleibt unser Antrieb.

Du brauchst nur deine Zahnbürste, deine Klamotten und dein Trapez mitzubringen. Um alles andere kümmern wir uns

Unsere Spots sind handverlesen. Entscheidend sind perfekte Kitebedingungen und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis
WWW.KITECITY.DE
WWW.WINGCITY.DE
WWW.WASSERSPORT-BUESUM.DE

NILS LUCASSEN
ALTER 39 Jahre
NATIONALITÄT Deutsch
WOHNORT Kiel

KITET SEIT 2004
HOMESPOT BÜSUM UND DÄNEMARK (WELLE)
Unsere Reisen sind mehr als nur ein Kitekurs – sie sind ein Gruppenerlebnis. Die Teilnehmer motivieren und unterstützen sich gegenseitig, egal ob Einsteiger oder Fortgeschrittene.
Nils Lucassen

LEIDENSCHAFT
Wir sind stolz auf 25 Jahre KiteCity!
Die Leidenschaft für den Sport bleibt unser Antrieb

EDGAR „EDDY“ RUMMEL
ALTER 50 Jahre
NATIONALITÄT Deutsch
WOHNORT Laupheim
KITET SEIT 2000
HOMESPOT Zypern




Nach einem normalen Kitekurs lernst du, dass man Kiten nicht in 10 Stunden lernt. Nach zwei Kitekursen merkst du, dass 2 mal 10 nicht 20 ist. Nach drei Kitekursen weißt du, dass du besser gleich Kitecity gebucht hättest. Denn bei den Intensiv-Seminaren von Kitecity bleibst du 6 Tage lang am Kite. Und 6 Tage lang in der Gruppe unter Freunden. Freunde, die dir helfen, dich anfeuern und sich über deine Erfolge freuen. Kitecitys finden in den besten Lernrevieren der Welt und in einem traumhaften Urlaubsambiente statt. Durch die große Angebotsvielfalt findest du zu jeder Jahreszeit attraktive Fern- und Kurzreiseziele. Egal, ob du purer Anfänger bist, der Wasserstart dir Schwierigkeiten bereitet oder du einfache aber auch komplizierte Sprünge lernen möchtest. Bei uns findest du immer die passende Kitereise für dich!
Dein Kite City Team

























EL GOUNA ÄGYPTEN








• Umgeben von Natur im Nationalpark
• leerer Spot und traumhaft schönes Wasser
• Gutes Essen und wunderschöne Sundowner
• Downwinder der Küste entlang und auf einsame Sandbänke
• 2 Tägige Safari im Anschluss an das Kitecity-Event
• Hauptspot ca. 5 Minuten vom Hotel entfernt




• großer Stehbereich mit Flachwasser
• konstante Windverhältnisse
• Pool und Yogahaus direkt an der Kitestation
• Kiten in Boardshorts von Mai bis Oktober
• Beachpartys am Strand und in der Marina
• Kostenloser Shuttle zur Kitestation
• Nur 4 Stunden Flug
• günstige Unterkunft




• großer Stehbereich mit Flachwasser
• günstige Unterkunft
• gute, konstante Windverhältnisse
• Beachclub direkt an der Kitestation
• Dachterasse zum Entspannen an der Kitestation
• ideales Kiterevier für Einsteiger und Fortgeschrittene




• Riesiger gezeitenabhängiger Stehbereich
• Keinerlei Windabdeckung
• Kiten in Boardshorts von April bis November
• In der Regel 1- 2 Bft mehr Wind als an den anderen Spots
• The Breakers Diving & Surfing Lodge
• Nur 4 Stunden Flug
• Kiten in Boardshorts (April - November)




• Kiten an 2 Spots!
• Downwinder nach Tobia Island
• Kiten in Boardshorts (April - November)
• Modernes Lifestyle-Hotel mit eigenem Hausriff (Schnorcheln)
• Kostenloser Shuttle zur Kitestation
• Nur 4 Stunden Flug
• The Breakers Diving & Surfing Lodge



Januar/Februar

25.01. - 04.02.2026
01.02. - 11.02.2026







Januar/Februar 29.01. - 05.02.2026 05.02. - 12.02.2026 12.02. - 19.02.2026 19.02. - 26.02.2026
August 13.08. - 20.08.2026 20.08. - 27.08.2026 27.08. - 03.09.2026



März/April

26.03. - 02.04.2026
02.04. - 09.04.2026
09.04. - 16.04.2026
16.04. - 23.04.2026



Februar/März

26.02. - 05.03.2026
05.03. - 12.03.2026
12.03. - 19.03.2026
19.03. - 26.03.2026
Mai
07.05. - 14.05.2026
14.05. - 21.05.2026
21.05. - 28.05.2026
28.05.-04.06.2026



April/Mai

23.04. - 30.04.2026
30.04. - 07.05.2026
November/Dezember
26.11. - 03.12.2026
03.12. - 10.12.2026 10.12. - 17.12.2026


September/Oktober
24.09. - 01.10.2026
01.10. - 08.10.2026
08.10. - 15.10.2026
15.10. - 22.10.2026
22.10. - 29.10.2026


September
03.09. - 10.09.2026
10.09. - 17.09.2026
17.09. - 24.09.2026
Oktober/November
29.10. - 05.11.2026
05.11. - 12.11.2026
12.11. - 19.11.2026 19.11. - 26.11.2026


FUERTEVENTURA KANAREN

SIZILIEN ITALIEN

RHODOS GRIECHENLAND




• Eines der bekanntesten Kitespots weltweit
• Ganzjährig optimales Revier mit Sandstrand



März
• Top 4* Hotel INNSiDE by Meliá Fuerteventura direkt am Spot oder H10 Playa Esmeralda (ca. 30 Minuten Strandspaziergang)
• Urlaubsziel auch für Nicht-Kiter geeignet
• World-Cup Spot
• Nur 4 Stunden Flug


• Flachwasser mit Stehbereich
• Campatmosphäre



• gemeinsames Frühstück in der Surf-Villa
• Abendessen in den verschiedenen Restaurants der Stadt
• absolute Ruhe und Erholung direkt am Beach
• Italienisches Flair








07.03. - 14.03.2026
14.03. - 21.03.2026
21.03. - 28.03.2026
28.03. - 04.04.2026


April/Mai



September/Oktober
26.09. - 03.10.2026
04.04. - 11.04.2026
11.04. - 18.04.2026
18.04. - 25.04.2026
25.04. - 02.05.2026
02.05. - 09.05.2026
03.10. - 10.10.2026
10.10. - 17.10.2026
17.10. - 24.10.2026
24.10. - 31.10.2026






• Nur ca. 3 Stunden Flug
• Traumhaftes Klima
• Im Sommer weht der Meltemi Wind sehr zuverlässig
• Absolut Familientauglich bzw. für Begleitpersonen, die nicht Kiten
• Partygarantie in Rhodos für die, die wollen
• Kostenloser Shuttle zur Kitestation
Mai/Juni/Juli
28.05. - 04.06.2026
04.06. - 11.06.2026
11.06. - 18.06.2026
18.06. - 25.06.2026
25.06. - 02.07.2026
02.07. - 09.07.2026
09.07. - 16.07.2026
16.07. - 23.07.2026

BÜSUM DEUTSCHLAND
• Großer Stehbereich




• Wassersport bei fast allen Windrichtungen möglich
• Familientauglich
• Schnelle, unkomplizierte Anreise
• Geselligkeit, Spaß und Strandleben
• eigene Appartements in der Vermietung
• Umfangreiches Alternativprogramm





• Flachwasser, Welle und unterschiedlichste Bedingungen
• Ausflüge zu nahegelegenen Lagunen oder Downwinder entlang der Küste
• Gemeinsame Abendessen in der Gruppe
• Spots direkt an den Poussadas (ca. 150 Meter) Vom Bett aufs Brett
• Kostenloser Shuttle zur Kitestation



Mai/Juni



Juli/August/Sept. 18.07. - 25.07.2026
09.05. - 16.05.2026
16.05. - 23.05.2026
23.05. - 30.05.2026
30.05. - 06.06.2026
06.06. - 13.06.2026
25.07. - 01.08.2026
01.08. - 08.08.2026
08.08. - 15.08.2026
15.08. - 22.08.2026
22.08. - 29.08.2026
29.08. - 05.09.2026 05.09. - 12.09.2026




Oktober/November 16.10. - 29.10.2026
Emboaca - MaceioTatajuba
29.10. - 11.11.2026
Tatajuba - MacapaEmboaca


11.11 - 24.11.2026
Emboaca – Icaraizinho – Ilha do Guajirú

Reise-/Spotbericht von Hannah Whiteley

Als ich zum ersten Mal in Hood River ankam, blieb mein Blick wie gebannt an der spektakulären Landschaft hängen. Kites tanzten über der Columbia River Gorge, die sich dramatisch zwischen saftig grünen Klippen hindurchschlängelt. Im Hintergrund thronte der majestätische Mount Hood – ein Anblick wie auf einer Postkarte. Noch bevor ich mein Equipment ausgepackt hatte, wusste ich: Dieser Ort ist etwas Besonderes.
Von Europa aus führen viele Wege nach Hood River. Ich wählte die Route über Los Angeles und Portland. Zwei Tage Zwischenstopp in L.A. halfen, den Jetlag abzufedern, bevor es weiter nach Oregon ging. Von Portland sind es nur etwa 90 Minuten mit dem Auto nach Hood River – ein landschaftlich beeindruckender Roadtrip entlang des Flusses. Abgeholt wurde ich von meinem Freund James, einem echten Local.
Wind & Wetter
Von 14 Tagen war nur ein einziger windstill. Ein Tag! An allen anderen Tagen bot der Gorge perfekte Bedingungen zum Kiten. Diese unglaubliche Windkonstanz ist einer der Gründe, warum Hood River weltweit als Hotspot gilt. Die beste Reisezeit ist von Juni bis September – dann wehen die thermischen Winde besonders zuverlässig. Vormittags eig-
net sich der schwächere Wind perfekt zum Foilen, ab Mittag frischt er stetig auf. Meistens waren wir mit 12er- oder 9erKites unterwegs – ideal für ausgedehnte Sessions. Das Klima erinnert an Kapstadt: tagsüber heiß, abends angenehm kühl. Ich fuhr meist im Shorty oder 3/2er-Wetsuit. Nach ein paar Stunden auf dem Wasser ist ein Sprung in den Fluss die beste Erfrischung.
Kitesurf-Szene – Ein Spielplatz für alle Disziplinen Was mich besonders beeindruckt hat: die Vielfalt auf dem Wasser. Kiter, Winger, Foiler – alle teilen sich respektvoll denselben Spot. Das legendäre Slider-Park-Areal für Wakestyle-Tricks sorgt zusätzlich für spektakuläre Action. Der Downwind-Foil-Run gilt als einer der besten weltweit, und es ist leicht, einen Shuttle zurückzufinden oder sich einer Gruppe anzuschließen.

Noch bevor ich mein Equipment ausgepackt hatte, wusste ich: Dieser Ort ist etwas Besonderes.

Von meinen 14 Tagen war nur ein einziger windstill. Ein einziger Tag! Hood River hat geliefert!

Magische Momente einfangen
Ich hatte die Gelegenheit, mit Fotograf Andre Magarao zu arbeiten. Für mich bedeutet eine Fotosession oft: ein bisschen weniger improvisieren, ein bisschen mehr Fokus. Die Balance zwischen Performance und Kreativität macht den Reiz aus. Wenn alles zusammenpasst –Licht, Wind, Timing – entstehen Bilder, die eine Geschichte erzählen.
Wenn der Wind mal Pause macht Hood River hat auch abseits des Wassers unglaublich viel zu bieten. Ich nutzte die windstillen Stunden für spektakuläre Wanderungen mit Panoramablick über die Schlucht, Mountainbike-Trails und White-Water-Rafting für den Adrenalinkick ohne Kite.
SAND SPLIT (Event Site)
Lyle
Rope Swing unter der Brücke
Mein absoluter Favorit. Glattes Wasser, wenig los –perfekt für Twintip-Sessions
Etwas belebter, ebenfalls GLattwasser und landschaftlich atemberaubend
Der perfekte Absprung ins kühle Nass nach einer Session

Wer viel auf dem Wasser ist, braucht gutes Essen. Meine Tipps:
White Salmon Baking Co. & Nativ Café legendäre Blaubeerscones
Pine Street Bakery mein persönlicher Favorit
Solstice Wood Fire Cafe & Bar Pizza, die süchtig macht
Riverside Hood River für einen Ausblick mit Stil

Nightlife & Unterkunft
Aufgrund von Jetlag und langen Kitetagen war mein Abendprogramm überschaubar. Aber Hood River bietet Bars, Livemusik und eine entspannte Szene für alle, die länger wach bleiben. Unterkünfte sind knapp und eher teuer, früh buchen lohnt sich. Ich selbst wohnte in White Salmon, ruhig gelegen, mit guter Internetverbindung – perfekt fürs Remote Arbeiten. Hood River ist nicht einfach ein Ort zum Kitesurfen. Es ist ein Erlebnis, ein Lebensgefühl. Die Kombination aus konstantem Wind, vielseitigen Spots, spektakulärer Natur und lockerer Atmosphäre macht süchtig. Ich kam neugierig – und ging mit dem festen Plan, zurückzukehren. Wenn du jemals mit dem Gedanken gespielt hast, diesen Ort zu besuchen: Tu es. Hood River liefert.
Hood River bietet Bars, Livemusik und eine entspannte Szene. Unterkünfte sind knapp und teuer, früh buchen lohnt sich

HANNAH WHITELEY
ALTER 32 Jahre
NATIONALITÄT Britisch
GEBURTSORT England
LEBT
ZURZEIT IN Lytham St Annes, Großbritannien
KITET SEIT 2007
HOMESPOT Lytham St kit
LIEBLINGSSPOT Brasilien, Kapstadt, Sommersessions in Großbritannien
ERSTER WETTBEWERB BKSA – The British Tour 2007
ERSTE
WELTMEISTERSCHAFT 2009 in Deutschland PKRA World Tour
3-fache Britische Meisterin
Kitesurf-Speed-Weltmeisterin
ERFOLGE/TITEL
Vize-Weltmeisterin Big-Air
Vize-Weltmeisterin Freestyle
WEB hannahwhiteley.com
INSTAGRAM @hannahwhiteleyofficial





















