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Reuttener September 2026

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Die Illustrierte der Kaufmannschaft Reutte 08|2026 www.kaufmannschaft-reutte.at

der Kaufmannschaft Reutte

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der Herbst hat Einzug gehalten. Die Tage werden kürzer, die Temperaturen frischer und langsam, aber sicher zeigt sich die Natur in ihren schönsten Herbstfarben. Mit dem Wechsel der Jahreszeit geht für viele Tiere und Almbetreiber auch die Almsaison zu Ende. Wir waren beim Almabtrieb in Vils dabei und haben die besondere Stimmung rund um die Rückkehr von den Almen eingefangen. Sportlich ging es im September ebenfalls zu. Beim Sport- und Energietag in Reutte wurde der Ortskern zur autofreien Bewegungs- und Begegnungszone. Der Obermarkt sowie Teile der Mühler Straße, Lindenstraße und des Untermarktes gehörten an diesem Tag ganz den Fußgängern, Familien und Sportbegeisterten. Zahlreiche heimische Sportvereine präsentierten sich mit abwechslungsreichen Mitmachstationen für Groß und Klein. Auch in Sachen Energie gab es einiges zu entdecken: Bei der Kraftwerkseröffnung der EWR Reutte erhielten die Besucher spannende Einblicke hinter die Kulissen. Gleich zwei weitere Eröffnungen sorgten für Bewegung: Der neue Plansee-Radweg wurde offiziell seiner Bestimmung übergeben und in Vils konnte der neue Trialpark eröffnet werden. Und auch der Oktober beginnt mit einem besonderen Highlight: Am 3. Oktober lädt der Herbstmarkt im Reuttener Stadtpark zum Genießen, Entdecken und Verweilen ein. Zeitgleich veranstaltet die Kaufmannschaft Reutte wieder ihre Einkaufsmeile. Die teilnehmenden Betriebe laden an diesem Tag bis 17 Uhr und teilweise darüber hinaus zum Shoppen, Bummeln und gemütlichen Beisammensein ein. Mehr zu all diesen Themen finden Sie in dieser Ausgabe. Wir wünschen viel Freude beim Lesen und einen schönen Herbst!

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REUTTE

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inhaltsverzeichnis

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Foto: Pacher

SPORT UND ENERGIE Autofreier Tag und Kraftwerkseröffnung

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Sei gscheit kauf regional! TRADITIONSREICH Almabtrieb in Vils

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EINKAUFSMEILE Teilnehmende Betriebe laden ein

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NEUER RADWEG EINGEWEIHT Feierliche Eröffnung AUF DEM ROTEN SOFA mit Ernst Hornstein

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reutte im zeichen von energie und sport Reutte hat jede Menge Energie – das wurde bei der ersten Auflage des neu gestalteten Autofreien Tags eindrucksvoll deutlich. Und zwar gleich auf zwei Ebenen: bei der Eröffnung des modernisierten Kraftwerks Reutte sowie bei jeder Menge Sport und Spaß in der Innenstadt. Mit „großem Bahnhof“ wurde dabei am Lechufer der Abschluss eines der bedeutendsten Energieprojekte der Region gefeiert: Binnen zwei Jahren wurde aus zwei bestehenden Altanlagen ein modernes Kraftwerk. Nunmehr können an diesem Standort der Elektrizitätswerke Reutte (EWR) 2336 Kilowattstunden pro Stunde erzeugt werden – und das summiert sich pro Jahr auf etwa 15.000 Megawattstunden (dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von etwa 4200 Haushalten). Dafür haben die EWR eine CO2-Einsparung von 12.850 Tonnen errechnet: ein wesentlicher Beitrag für den Kampf gegen den Klimawandel. Doch das ist nicht die einzige Verbesserung für die Umwelt, die sich mit diesem Projekt verbindet: Der bisherig offene Kraftwerkskanal wurde durch zwei unterirdisch verlaufende Druckrohrleitungen ersetzt. Dadurch entstand eine neue ökologisch gestaltbare Fläche, deren Größe der von sechs Fußballfeldern entspricht. Spaziergänger wissen den dadurch entstandenen neuen Naherholungsraum ganz sicher zu schätzen. In der Eröffnungsfeier hob Landeshauptmann Anton Mattle naturgemäß die Bedeutung all dessen für die Energiewende in Tirol und die für 2050 anvisierte Energieautonomie des Landes hervor. Reuttes Bürgermeister Günter Salchner wiederum würdigte die Erneuerung des Kraftwerks Reutte als wichtiges Projekt zur nachhaltigen Stromproduktion. Zudem werde dadurch die Energiesicherheit im Außerfern und dem gesamten Versorgungsgebiet der EWR verbessert: „Ich danke allen, die an der Realisierung dieses Vorhabens beteiligt waren.“

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Und für die EWR zeigten sich natürlich auch sowohl deren Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Franz Pegger als auch die beiden Vorstände Sebastian Freier (Technik) und Richard Alber (kaufmännischer Bereich) sichtlich stolz auf dieses gelungene Projekt. Dieser Meilenstein für die Energieversorgung des Außerferns wurde denn auch mit der Bevölkerung ausgiebig gefeiert: Die Bürgermusikkapelle Reutte spielte zünftig auf, Kinder tummelten sich auf einem Energie-Erlebnispfad und machten sich spielerisch sowohl mit der Stromproduktion als auch der neu entstandenen Natur auf dem Areal des einstigen Kanals vertraut. Hunderte aus allen Generationen nutzten die seltene Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen eines modernen Kraftwerks zu blicken, und natürlich war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Apropos „großer Bahnhof“: Zwischen dem EWR-Kraftwerk und dem Stadtzentrum pendelte eine Bummelbahn und symbolisierte damit gewissermaßen das Anliegen des Tages: Impulse zu geben, das Auto immer wal wieder (und vielleicht auch immer öfter) stehen zu lassen Der Raum zwischen Park und Isserplatz sowie den Kreisverkehren am

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• Elektro Stadtgemeindeamt und am Bahnübergang Mühler Straße verwandelte sich an diesem Nachmittag nämlich in eine riesige Sport-Arena, in der die verschiedensten Zweigvereine des SV Reutte und andere Akteure auf ihre Aktivitäten aufmerksam machten. Besonders spektakulär war dabei der Stadt-Biathlon zwischen Isserplatz und Kreisverkehr, das internationale Kugelstoß-Event mit dem Lokalmatador und Staatsmeister Leonhard Jäger vor der St.-AnnaKirche und die Hochsprung-Demonstration der Championesse Lea Germey vor der Feuerwehrhalle. FußballDarts und Judo, Turnen und Kraftsport, Tennis, Tischtennis und Badminton rundeten die sportliche Palette ab.

Beim Radparcours konnte man selbst seine Geschicklichkeit auf zwei Rädern testen und in einer Werkstatt der Fachberufsschule Kufstein seinen Drahtesel checken lassen. Die traditionelle Versteigerung von Fund-Fahrrädern stieß auch heuer auf großes Interesse. Und zum krönenden Abschluss wuselte es nur so auf den Straßen: Der traditionelle „Rotary-Stundenlauf für die Menschlichkeit“ avancierte auch bei seiner zwölften Auflage zum Magneten.

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guter start für ausserfernförderung Die Resonanz war enorm: Rund zwei Drittel der in etwa 15.000 Haushalte im Bezirk Reutte hatten die vom Land Tirol neu geschaffene Außerfernförderung beantragt und wurden mittlerweile mit der wieder aufladbaren Gutscheinkarte versorgt. Die ersten Einkäufe damit wurden bereits registriert, und die Zahl der teilnehmenden Betriebe wächst ständig. „174 Betriebe machen bereits mit, und es werden täglich mehr“, sagte Andreas Witting (rundes Foto), der Chef der mit der technischen Abwicklung betrauten Firma coupona in Elmen, Mitte September im Gespräch mit dem . Die Palette der Betriebe, die mit von der Partie sind, ist laut Witting dabei überaus breit. Sie reicht vom Einzelhandel über Dienstleister (wie Grafik-Designer oder Taxiunternehmen) über das Handwerk bis hin zu Hotels und Gastronomie. Und alle Teilregionen des Bezirks sind ebenfalls vertreten. Nicht einlösbar ist die Gutscheinkarte (Foto oben) lediglich auf dem Gesundheits-Sektor. Der Grund: Dort gibt es ja oft Rückvergütungen durch die Krankenkassen. Bevor die heiße Phase der Außerfernförderung so richtig startete, war beim coupona-Team durchaus eine gewisse Nervosität zu spüren. Ob mit diesem großen Projekt nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis alles klappen würde? Aber letztlich war das Kribbeln unbegründet: „Wir haben das wirklich gut gelöst, technisch ist alles problemlos gelaufen.“ Wer sich noch nicht für die Außerfernförderung hat registrieren lassen, kann dies noch bis Anfang Dezember über den QR-Code auf der Postwurfsendung, die im Juli unter den Außerferner Haushalten verteilt wurde, nachholen oder den dort abgedruckten Kupon ausgefüllt bei der BH abgeben. Ein Ein-Personen-Haushalt bekommt nach der Registrierung ein Guthaben von € 150,- auf die Karte gebucht, bei zwei Personen sind es € 200,- und bei drei und mehr € 290,-. Eingelöst werden kann die jeweilige Summe dann bis 31. Dezember. Danach sollte man die Karte nicht wegwerfen: Sie kann 2027 wieder neu aufgeladen werden. Einlösen kann man die Außerfernförderung übrigens auch bei zahlreichen Mitgliedsbetrieben der Kaufmannschaft Reutte, die über diesen hinaus auch die Kaufmannschafts-Gutscheine annehmen. Für Betriebe innerhalb der Naturparkregion Reutte, die noch kein Kaufmannschaftsmitglied sind, lohnt es sich, dieser Gemeinschaft beizutreten: Sie können dann für zwei Gutscheinvarianten ein einziges System nutzen. Fotos: Land Tirol / Privat

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einkaufsmeile in reutte Reutte lädt wieder zum Bummeln, Entdecken und Genießen ein! Am Samstag, den 3. Oktober 2026, findet die 2. Einkaufsmeile der Kaufmannschaft Reutte statt. Ein Tag, an dem sich in Reuttes Einkaufsstraßen alles ums gemütliche Einkaufen, Entdecken und Genießen dreht. Die teilnehmenden Betriebe im Ober- und Untermarkt, in der Mühlerstraße, Innsbrucker Straße und Lindenstraße halten ihre Türen bis 17 Uhr und länger geöffnet. Freuen Sie sich auf attraktive Angebote, besondere Aktionen und die eine oder andere Überraschung. Ein zusätzliches Highlight erwartet die Besucher im Untermarkt: Von 11 bis 18 Uhr lädt dort der Herbstmarkt zum Schlendern, Stöbern und Verweilen ein und sorgt für herbstliches Flair mitten in Reutte. Unterma rkt

Die Einkaufsmeile bietet die perfekte Gelegenheit, sich Zeit zu nehmen, durch Reutte zu bummeln und die Vielfalt der heimischen Betriebe zu entdecken. Persönliche Beratung, herzlicher Service und besondere Einkaufserlebnisse stehen dabei im Mittelpunkt. Auch für eine genussvolle Pause ist gesorgt: Zahlreiche Gastronomiebetriebe haben geöffnet und laden zum Einkehren und Verweilen ein.

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Vorbeikommen, entdecken und einen abwechslungsreichen Herbsttag in Reutte genießen – die Kaufmannschaft Reutte freut sich auf Ihren Besuch!

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stabübergabe bei der raiffeisenbank Die Raiffeisenbank Oberland-Reutte hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden: Ludwig Strauß trat am 1. September die Nachfolge von Wolfgang Hechenberger an, der sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete. Das Vorstandstrio bilden neben ihm noch Alexander Trs und Roger Klimek, die schon bisher dem Gremium angehörten. Meilensteine der Geschichte des Kreditinstituts sind aufs Engste mit dem Namen Wolfgang Hechenberger verbunden: Die Fusion der einst eigenständigen Raiffeisenbanken 2021 zählt ebenso dazu wie die Integration der Raiffeisenbank Oberlechtal im Jahr darauf wie die Übernahme der Bankstellen Imst, Tarrenz und Nassereith 2023 oder die Eröffnung des hochmodernen neuen Standortes Imst 2025. Unter Wolfgang Hechenbergers Führung avancierte das Unternehmen zu einem der größten Raiffeisenbanken Tirols. Im vergangenen Jahr registrierte man zum Beispiel erstmals ein Kundengeschäftsvolumen von über 3 Milliarden Euro, als Bilanzsumme wurden zum Jahresende rund 1,2 Milliarden gemeldet. Auch beim Eigenkapital lag man mit 142 Millionen Euro landesweit ganz vorne.

Kein Wunder mithin, dass Wolfgang Hechenberger zum Abschied höchstes Lob zuteil wurde. „Wolfgang Hechenberger hat seine Verantwortung als Vorstandsvorsitzender in vorbildlicher Weise wahrgenommen und übergibt ein wohlbestelltes Haus. Dafür gelten ihm unser aufrichtiger Dank und unsere hohe Anerkennung“, wird Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Moosbrugger in einer Pressemitteilung des Kreditinstituts zitiert. An seine Stelle rückt nun Ludwig Strauß, der bereits seit 1998 leitende Funktionen in der Raiffeisenbank ausfüllte und 2019 in den Vorstand berufen wurde. Worin sieht er denn die Stärken der Raiffeisenbank Oberland-Reutte? „Als starke regionale Genossenschaftsbank verbinden wir persönliche Nähe, Verantwortung vor Ort und hohe Finanzkompetenz mit einem klaren Leistungsversprechen für unsere Kundinnen und Kunden.“ Und was sind Ludwig Strauß‘ Ziele für die Zukunft? „Unternehmen jeder Größe sollen uns als erste Adresse für Finanzierung, Beratung und unternehmerische Entwicklung wahrnehmen. Dafür bündeln wir Kompetenzen, halten Entscheidungswege kurz und begleiten unsere Firmenkundinnen und Firmenkunden mit erfahrenen Ansprechpartnern auf Augenhöhe.“

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„müssen wissen, was wir gut können“ Es gibt Momente im Leben, in denen alles zu Ende zu sein scheint:der Verlust des Arbeitsplatzes, das Scheitern einer Beziehung, die Diagnose einer schweren Krankheit. Der heute 37-jährige Hopferauer Felix Brunner befand sich vor 18 Jahren nach einem Unfall nach dem Eisklettern überm Haldensee in exakt dieser Situation. Man hatte ihn zum Vollpflegefall deklariert. Doch heute ist er Motivationscoach und hält Vorträge wie jüngst beim „Prolog“ des Autofreien Tags in Reutte (Foto). „Jeder soll morgens beim Blick in den Spiegel seine absolute Stärke formulieren können“, formulierte er selbst einen Kern seiner Botschaft an andere. Und zeigte sich auch nach fast zwei Jahrzehnten im Rollstuhl „unendlich dankbar für mein Leben“. Aus Erfahrung könne er sagen: „Es lohnt sich, trotz allem weiterzumachen.“ Immer wieder wollte er, dessen Zukunft als Krankenpfleger und Bergretter einst durch einen einzigen Schritt jäh beendet worden war, Mut machen, Visionen zu haben und für diese „spinnerten Ideen zu brennen und zu leben“ – etwa, mehr als nur einen Tag auf das Auto zu verzichten. Der erste Schritt, der in einer Krise oder gravierenden Veränderung vonnöten ist? „Die Akzeptanz des Status quo? Die ständigen Fragen nach dem Warum bringen uns nicht weiter.“ Einen hohen Stellenwert besäßen auch klare Entscheidungen: „Auch das muss man sich trauen. Ich bin schon so oft auf die Nase gefallen – aber auch das hat mich weitergebracht.“ Die großen Fragen unsere Zeit ließen sich nicht durch hybride Antworten lösen: „Auch wenn das manchmal verdammt weh tut.“ Unverzichtbar seien zudem Selbstwert und Selbstbewusstsein: „Wir müssen wissen, was wir gut können – und das auch sagen. Aber auch andere loben, ihnen Zuspruch geben und sie in den Arm nehmen.“ Felix Brunners finaler Rat an seine begeisterten Zuhörer: „Bleibt neugierig wie die Kinder und habt keine Angst!“ Es kommt nicht darauf an, ob man sein Ziel auf zwei Beinen oder auf Rädern eines Rollstuhls erreicht: Es ist nur wichtig, auf dem Weg dorthin immer weiterzumachen!“

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plansee-radweg offiziell eröffnet 3,3 Kilometer neue Asphalttrasse plus 1,2 Kilometer saniert und neu geschottert, 2,5 Millionen Euro Kosten, 150 Meter Höhenunterschied, 58 Prozent Zuschuss des Landes (plus € 230.000,- aus der Wirtschaftsförderung), der Rest geteilt vom Tourismusverband (TVB) Naturpark Region Reutte und der Gemeinde Breitenwang: So lautet der KurzSteckbrief des neuen Plansee-Radwegs, der jüngst mit einer von der Bläsergruppe der Bürgermusikkapelle Reutte musikalisch umrahmten Feier offiziell eröffnet wurde. „Gute Infrastruktur entsteht durch ein schlüssiges ­ Gesamtkonzept“, erklärte Breitenwangs Bürger meister Hanspeter Wagner voller berechtigtem Stolz und verwies auf die Vorgängerprojekte: die ­ ­ 2017 geschaffene Radverbindung zwischen See spitz und Forelle und die 2024 eingeweihte Rad ­ wegbrücke am Campingplatz Seespitz. Die neue Trasse verbinde Menschen, Orte und Regionen, dank ihr bestehe nun eine durchgehende und sichere Verbindung von Steeg bis ins Werdenfelser Land: „Das war eine Investition in die Lebensqualität von Einheimischen und Gästen.“ Ganz besonderer Dank gebühre an diesem Tag Markus Rudigier, dem Substanzverwalter der Gemeindegut-Agrargemeinschaft: „Er war von Anfang an führend beteiligt und hat diese Aufgabe mit Bravour gelöst.“ Der mehrmals so hoch Gelobte freute sich bei seinem Überblick über die Fakten vor allem, dass dieses Projekt unfallfrei über die Bühne ging, und bekannte: „Diese Baustelle hatte es in sich. Die war schon knackig und hat mich mehr gefordert, als ich gedacht hatte.“ Beim ausgezeichneten Lehrbetrieb bewerben Nicht unwesentliches und höchst erfreuliches Detail dabei: „Wir konnten alle Arbeiten an heimische Firmen vergeben.“

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„Dieser Radweg bringt den Reuttener Talkessel näher an einen der schönsten Plätze unserer Region“, schwärmte TVB-Obmann Hermann Ruepp. Immer mehr Gäste suchten die Möglichkeit, die herrliche Landschaft hier ohne Auto zu erkunden. Die neue Trasse, über die auch Landtagsabgeordneter Florian Klotz seine Begeisterung zum Ausdruck brachte, sei deswegen sowohl für sie, aber auch die Einheimischen ein großes Stück mehr Lebensqualität. Von einem „Meilenstein“ sprach zu guter Letzt Landeshauptmann-Stellvertreter Philipp Wohlgemuth: „Dies zeigt, dass etwas Tolles entsteht, wenn man zusammenhält.“ Dem Land sei der Ausbau der Radwegenetze wichtig – deswegen stelle man ja jährlich 6 Millionen Euro dafür bereit. Und Erfolge zeitige dies auch: Heuer hätten 300.000 Radler mehr die Zählstellen passiert als im Jahr zuvor. Kein Wunder, dass er angesichts der guten Zusammenarbeit am Plansee den Rückweg über den Fernpass mit einem neuen von Ruepp geäußerten Wunsch antreten konnte: die Verbindung von der Seespitz zum Heiterwanger See ebenfalls in einen tauglichen Zustand zu versetzen.


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International preisgekrönte Künstler und Artisten sorgen bei „Sport & Show 2026“ für spektakuläre Momente, atemberaubende Akrobatik und beste Unterhaltung. Am Samstag, 7. November 2026, verwandelt sich die Reuttener Sporthalle wieder in eine große Showbühne. Der Eventagentur SMA ist es gelungen, namhafte Künstler und internationale Akrobatik-Stars nach Reutte zu holen. Neben den Sport Awards für die Mannschaften und Nachwuchsmannschaften des Jahres werden auch die begehrten Special Awards vergeben.

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radwegkarte für den talkessel Die Stadt Reutte und die Nachbargemeinden Breitenwang, Ehenbichl, Lechaschau und Pflach verbindet ein Ziel: den Radverkehr im Talkessel deutlich zu steigern. Der Anteil der Pedalritter im öffentlichen Verkehr soll von 22 Prozent im Jahr 2022 auf 30 Prozent im Jahr 2030 wachsen. Ein kleiner Baustein auf dem Weg zu diesem Ziel soll eine Radwegkarte sein, die die besten Routen zur Schule oder dem Arbeitsplatz aufzeigt. Sie ist das Ergebnis eines Bürgerbeteiligungsprozesses des Klimabündnisses Tirol, der von der Klima- und Energiemodellregion Lechtal-Reutte (KEM) initiiert worden war und zu dem sich die Kommunen im vergangenen Jahr zusammengetan hatten. Bei mehreren Workshops und Vor-Ort-Besichtigungen befasste man sich mit offiziellen Radwegen, Lieblingsverbindungen von Alltagsradlern, aber auch von Einheimischen gern genutzten „Schleichwegen“. Die besten davon wählte man für die Radwegkarte aus. Aber dabei blieb es nicht: Man ging nämlich auch Problemstellen auf den Grund Foto: KEM und machte sich Gedanken darüber, wie man die Situation dort verbessern könnte. Und dieser Theorie soll auch die Praxis folgen: Eine To-do-Liste zeigt jeder der Kommunen auf, was zur Entschärfung der Problemstellen vonnöten ist. Nach und nach soll die jetzt abgearbeitet werden, so dass die Radweg-Vision mehr und mehr zur Wirklichkeit zu werden vermag. Dazu gehören, dass ein durchgängiges Radwegenetz und -Leitsystem für Orientierung, Sicherheit und Komfort sorgen sowie bei der Straßengestaltung der öffentliche Verkehr, die Radler und die Fußgänger besondere Beachtung finden. Zudem möchte man, dass öffentliche Einrichtungen (wie Schulen, Behörden, das Krankenhaus oder Ärztezentren) sicher und direkt mit dem Drahtesel erreichbar sind. Die Radkarte wie auch die Radvision sind hier zu finden: https://www.rea.tirol/page.cfm?vpath=service/mobilitaet.

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A, B oder C? Er zählt zu den Schutzheiligen, die über die Jahrhunderte nichts an Bedeutung und Popularität eingebüßt haben: Sankt Florian, der nicht zuletzt als Patron der Feuerwehr bekannt ist. Auch im Außerfern ziert er mehrere Brunnen. Und darum dreht sich auch unsere aktuelle Rätselfrage: Wo steht dieses Exemplar? A: am Dorfplatz von Rieden B: in der Kög in Reutte C: am Kirchplatz in Ehrwald Unter denen, die uns den richtigen Antwortbuchstaben in einer E-Mail an info@druckhaus.com schicken, verlosen wir ein Exemplar des Buches „Die schönsten Tiroler Burgen und Schlösser“ von Anton Prock.


13 junge leute starteten bei den ewr „Als breit aufgestellte Unternehmensgruppe können wir unseren Lehrlingen vielseitige Ausbildungswege und interessante Entwicklungsmöglichkeiten bieten“: Richard Alber, der Kaufmännische Vorstand der Elektrizitätswerke Reutte (EWR) freute sich sehr, jüngst wieder 13 junge Lehrlinge willkommen heißen zu können, die ihre Ausbildung in seinem Hause begannen.

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Neun Jugendliche starten in Reutte und Füssen ihre Ausbildung im Bereich Elektroinstallation. Bei der Telenet Systems GmbH beginnt ein Lehrling seine Ausbildung zum Elektrotechniker. Eine junge Frau startet ihre Ausbildung zur Bürokauffrau, ein weiterer Lehrling zum IT-Techniker. Bei der Richard Feuerstein GmbH beginnt ein Jugendlicher seine Ausbildung zum Installations- und Gebäudetechniker im Bereich Sanitärinstallationen. Wer sich für eine Lehre bei den EWR interessiert, hat die Möglichkeit, im Rahmen von Schnupperpraktika einen Einblick in die verschiedenen Ausbildungsberufe zu gewinnen. Bewerbungen für den Ausbildungsstart 2027 werden bereits jetzt entgegengenommen: www. ewr-ag.com/karriere/ausbildung/

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schrÄger auftakt zur kulturzeit Ein Tisch mit einem riesigen Apple-Computer, eine Tuba, ein mit drei Bio-Äpfeln drapierter Spiegel, eine Mega-Tuba, klobige Retro-Wanderstiefel, ein Podest mit einer Art blauem Gymnastikball: Ein gewaltiges Sammelsurium zierte am Samstag bei der Eröffnung der 37. Kulturzeit der Außerferner Kulturinitiative Huanza die Bühne des VZ Breitenwang. Und symbolisierte quasi gleich zu Beginn: Das Sinfonische Kabarett mit Bernhard Petz ist schwer einzuordnen. So manches, was der in Mönchengladbach am Niederrhein lebende gebürtige Ehrwalder an diesem Abend präsentierte, war gewöhnungsbedürftig (und manche in dem zur Hälfte gefüllten Saal konnten sich auch gar nicht dran gewöhnen und machten sich vorzeitig wieder auf den Heimweg), aber wer (wie Huanza-Obfrau Veronika Kunz-Radolf und ihre Kollegin vom mitveranstaltenden Kulturforum Breitenwang, Daniela Sulik) Schräges liebt, der kam durchaus auf seine Kosten. Beifall gab‘s am Ende auf jeden Fall reichlich.

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Leichte Kost war diese Performance (denn so wäre der in keine Schublade passende Abend wohl am besten charakterisiert) wahrlich nicht, und manches lag auch schwer im Magen. Indes weniger die von einem virtuellen 60-Mann-Orchester täuschend echt eingespielte Musik, sondern eher so manche Botschaft des Wechselspiels aus Worten und Klängen. So hatte der Exil-Außerferner, dessen Stärken eindeutig mehr auf kompositorischem denn auf schauspielerischem Terrain liegen (aufgrund seiner 29-jährigen Erfahrung als Berufsmusiker ja auch kein Wunder) etwa bereits vier Tage vor dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine in Anlehnung an den Radetzky-Marsch (einen Teil der österreichischen Identität) einen WladimirPutin-Marsch komponiert („Der ist ein super Feldherr und bombt grade alles nieder.“). Der gemahnte freilich eher an den Einmarsch der Akrobaten in eine Manege mit Einsprengseln aus Opernball und atonalen Sequenzen. Überhaupt: Die Lust an der Provokation scheint das künstlerische Lebenselixier des Solo-Tubisten der Niederrheinischen Symphoniker mit Zweitberufung als Bildhauer zu sein. Unter diese Rubrik fällt etwa die der Corona-Zeit gewidmete und manchem wehtuende Impf-Polka, in der Petz nur Instrumente mit spitzen Klängen („wie eine Injektionsnadel“) einsetzt. Der Kernkraft-Landler beginnt wiederum einlullend idyllisch, bevor nach einem gewaltigen Gongschlag das atomare Chaos ausbricht und letztlich in einer Friedhofsruhe aus Geigen-Pizzicati ausklingt. Den Panzer-Galopp prägt rasantes Tempo, das von einem Schlagzeugpart im Maschinengewehrsound angetrieben wird und in Flötentönen mündet, deren Höhen fast unweigerlich an die Hausse der Aktienkurse der Rüstungsindustrie denken lassen. Doch es gibt bei aller Satire und Ironie auch die Passagen, bei denen einem das Schmunzeln oder Lachen im Halse stecken bleibt. Musterbeispiel: der „Trauermarsch für die letzten Gletscher der Alpen“, bei dessen Tönen man sich mitten in ein Staatsbegräbnis hineinversetzt wähnt. Ja: Gutes Kabarett (oder eine gute Performance) lebt auch von solchen Momenten, in denen das Entsetzen seinen Platz hat und man meint, den Atem anhalten zu müssen. Bernhard Petz erreicht das ohne viel Worte. Was er nicht sagt (oder sagen will), übernehmen in diesem Programm (mit dem dann doch hoffnungsvollen Titel „Auf der schönen blauen Erde“) seine Kompositionen.

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Die Illustrierte der

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erntedank in kerala Erntedank: Im ländlich geprägten Außerfern zählt dies ganz sicher zu den größten Festen im Jahreslauf. Alle drei Jahre findet sogar ein großer Umzug statt, den zahllose Zuschauer am Wegesrand mitverfolgen. Doch wie ist das eigentlich in den tropischen Regionen Indiens? Darüber hat sich der mit Rinoy Joy Kalathiparambil, dem Vikar im Seelsorgeraum Reutte unterhalten. Der größte Unterschied ist erst einmal: Onam, wie das Fest in Rinoy Joys Heimat-Bundesstaat Kerala genannt wird, findet nicht wie hierzulande im Oktober, sondern im August statt. Einer der Gründe: „Man kann bei uns das ganze Jahr auf dem Feld arbeiten.“ Der andere: Der Erntedank ist in das zehntägige ¡ Fest Onam integriert, das an den mythischen König Mahabali erinnert, mit dem in der Legende ein „goldenes Zeitalter“ voll Wohlstand, Gerechtigkeit, Friede und Freude verbunden ist. Aus Eifersucht lockten ihn, wie seit uralter Zeit erzählt wird, die Götter in die Unterwelt. Nur einmal pro Jahr darf er sein Volk besuchen – und das wird gebührend gefeiert. Auch die christlichen Kirchen kombinieren ihren Erntedank mit diesem Fest: Die Menschen bringen Früchte wie Bananen oder Mangos zum Segnen in die Messe, die Priester segnen jedes Haus und auch die Reisfelder: „Und darüber hinaus gibt es tolle Blumenteppiche vor der Kirche“, berichtet Rinoy Joy. Auf dem Kirchplatz wird dann auch gefeiert. Für die Kinder gibt es Spiele wie das traditionelle Tauziehen: „Das Highlight ist aber, dass man zusammen isst.“ Der Mix aus traditionelle Speisen (wie Reis, Linsen, Kochbananen, Eintöpfen und Süßigkeiten) wird dabei auf einem Bananenblatt serviert. Diese zehn Tage gelten übrigens als Hauptfest in Indiens Bundesstaat mit dem höchsten Anteil an Christen in der Bevölkerung. Warum? „Sonst hat jede Religionsgemeinschaft ihre eigenen Feste. Aber Onam – das feiern alle gemeinsam“, erklärt Rinoy Joy.

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Abschied am offenen Sarg Trauer ist Schwerstarbeit und in jeder Trauerphase müssen Trauernde aktiv eine Aufgabe lösen, um in der Bewältigung einen Schritt weiterzukommen. Die erste Trauerphase ist gekennzeichnet durch Schock und Betäubung: Angehörige erfahren vom Tod ihres geliebten Menschen, können es aber nicht wahrhaben. Sie können nicht fassen, was passiert ist und fühlen oft auch nichts. Diese Gefühlstaubheit ist typisch für die erste Phase und ein wichtiger Schutzmechanismen unserer Psyche. Dennoch muss sich der Schock allmählich lösen: Die erste Aufgabe des Trauernden ist es daher, den Tod zu realisieren: Dieses Begreifen ist schmerzhaft, aber Voraussetzung dafür, dass heilsame Trauergefühle zum Ausdruck gebracht werden können. Wird der Tod nicht realisiert, können auch keine Trauergefühle aufbrechen, Trauer bleibt blockiert und mündet sehr häufig in psychische oder körperliche Erkrankung. Vor allem der persönliche Abschied vom Verstorbenen am offenen Sarg hilft dabei, die Realität des Todes zu „begreifen“. Um Abschiede kompetent vorbereiten und begleiten zu können, hat die Bestattung Longo daher ihren Verabschiedungsraum. In diesem Raum haben Angehörige die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen wertvolle letzte Zeit mit ihrem Verstorbenen zu verbringen, ihm noch einmal alles zu sagen, was wichtig oder bisher ungesagt geblieben ist. Persönliche Dinge können dem Verstorbenen in den Sarg mitgegeben werden, ein letztes Foto kann gemacht oder eine Haarlocke kann entnommen werden, um mit dem Verstorbenen über diese Erinnerungen in Verbindung zu bleiben. Die moderne Trauerpsychologie hat in den vergangenen Jahren die Wichtigkeit des Abschiedes am offenen Sarg wiederentdeckt.

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noch bleiben viele fragen offen Ein Künstler gibt Rätsel auf – und dies trotz eines durchaus respektablen Renommees: Mit seiner Sommerausstellung hat das Museum im Grünen Haus den gebürtigen Lechaschauer Ludwig Schmid-Reutte aus dem Dunkel der Vergangenheit, ja Vergessenheit geholt. Doch das, was man dabei zusammenzutragen vermochte, deckt nur einen Teil seiner Vita und seines Schaffens ab. Das machte Ernst Hornstein jüngst bei seinem Vortrag über das bildnerische Werk des Malers, dessen Wirken in „eine der größten Umbrüche des abendländischen Kulturschaffens“ fiel, deutlich. Eine „künstlerische Einordnung“ fiel dem Obmann des Museumsvereins alles andere als leicht, wie er selbst bekannte: „Eine Entwicklung kann man mehr erahnen als nachvollziehen – viel zu wenig weiß man über ihn.“ Aus einem 22-jährigen Schaffen seien nur 50 Bilder bekannt: „So etwas ist bei einem Künstler seines Niveaus einzigartig.“ Bei großen Künstlern seien im selben Zeitraum 800 bis 1000 Bilder normal. Hornstein sprach in diesem Zusammenhang von einem „großen ungelösten Rätsel“. Der Mit-Kurator der Sommerausstellung skizzierte dabei zunächst das Umfeld, in dem Ludwig Schmid-Reutte seine Ausbildung absolvierte: „In München waren Naturalismus und Realismus allgegenwärtig.“ Prägende Figuren waren da unter anderem Franz von Defregger (dessen „Letztes Aufgebot“ des Tiroler Freiheitskampfes der Lechaschauer 1885 für das Innsbrucker Ferdinandeum kopierte), der Paznauner Mathias Schmid, sein Lehrer Ludwig von Löfftz und sein Großonkel, der „Malerfürst“ Franz von Lenbach (dessen Eltern aus Lechaschau stammten) waren. 1899 habe Schmid-Reutte dann eine Loslösung vom Spätrealismus versucht, sich der Secession angeschlossen und an deren Ausstellungen teilgenommen – bei einer davon sei sogar ein ganzer Raum für ihn reserviert worden. Die Figuren auf Schmids Gemälden dieser Jahre hätten fast alle einen geschlossenen Mund und schauten nie den Betrachter an. Bis auf eine (große) Ausnahme: das „Bildnis der Mutter“ mit deren verschmitztem Lächeln (das Foto oben zeigt es zusammen mit Ernst Hornstein). Ludwig Schmid-Reuttes OEuvre ist im Wesentlichen nur durch eine Mappe mit Lichtdrucken dokumentiert, die allerdings erst vier Jahre nach seinem Tod erschienen. Manche Datierungen der Werke erscheinen Hornstein daher sehr zweifelhaft: „Wenn sie stimmen, müsste er sich teilweise zurückentwickelt haben.“ Und der Referent hatte auch eine für den Laien fast ketzerische These zu Schmid-Reutte parat: „Vielleicht wäre er besser Bildhauer geworden als Maler.“ Warum das denn? „Das erkennt man an seinen Skizzen, in denen kubische Formen wie bei einem Bildhauer dominieren.“ Trotz der überaus sehenswerten Ausstellung im Grünen Haus bleiben auch aus Hornsteins Sicht noch eine Menge Fragen unbeantwortet: „Warum sind nur so wenige Werke von ihm überliefert? Lag die Nachlassverwaltung bei seiner Witwe Frieda oder jemand anderem? Warum sind alle seine Werke nur in den Depots der Museen gelandet? Wo sind die Netzwerke, die angesichts seiner Tätigkeit als beliebter Lehrer und anerkannter Künstler hätten entstehen müssen? Und welche künstlerische Entwicklung hätte Ludwig Schmid-Reutte genommen, wenn nicht seine Alkoholkrankheit seinem Schaffen und seinem Leben ein Ende gesetzt hätte?“ Fragen über Fragen. Es gibt also noch viel zu forschen über einen höchst rätselhaften Künstler.

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weihnachtsfreude im schuhkarton Bis Heiligabend ist es zwar noch eine Weile hin, aber die ersten Vorboten sind schon zu spüren. Ein Beispiel: Die beliebte Aktion „Weihnachtsfreude“ läuft seit einigen Tagen. Auch heuer freut sich Organisatorin Simone Witek darauf, viele Menschen zu finden, wenn es darum geht, armen Kindern in Rumänien mit einem Zeichen der Verbundenheit das Christfest zu verschönern. Traditionsgemäß sollen auch heuer die Geschenke in einem Schuhkarton verpackt werden. Dabei sollte man sich zunächst im Klaren sein, ob ein Bub oder Mädchen damit bedacht werden soll (oder das egal ist) und welcher Altersgruppe das Kind angehören sollte: eins bis drei, vier bis sechs, sieben bis zehn oder elf bis 14 Jahre (oder ebenfalls egal) stehen dabei zur Auswahl. Wer nicht selbst einen Schuhkarton in normaler Größe mit Geschenkpapier bekleFoto: Archivbild ben möchte, kann im DM Drogeriemarkt einen erwerben und dann selbst befüllen. Egal, welche Variante man wählt: Hinein dürfen neue Hygieneartikel (wie Zahnbürste, Seife, Kamm oder Ähnliches), Schulsachen (Hefte, Farbstifte, Federpennal und so weiter), neuwertige Winterkleidung, Spielsachen und Süßigkeiten. Tabu sind hingegen Altkleider oder kaputte Gegenstände. Wenn die Zeit zum Packen fehlt, kann man auch ein Geschenk „adoptieren“: Gegen eine Geldspende übernimmt das Team gerne diese Aufgabe. Alle abgegebenen Päckchen werden kontrolliert, anschließend zugeklebt, verpackt und mit LKW nach Rumänien transportiert. Dort werden die Geschenke im Rahmen von Weihnachtsfeiern an Kindergärten und Schulen, Heime, Krankenhäuser sowie bedürftige Familien verteilt. Abgeben kann man die Päckchen bis Freitag, 13. November im DM Drogeriemarkt im Obermarkt 38 in Reutte (dort gibt es auch Infomaterial mit passenden Etiketten) oder aber bei Familie Lang in der Häternach 40a in Häselgehr.

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alpentherme erweitert saunaparadies Die Saunalandschaft in der Alpentherme Ehrenberg in Reutte ist um eine Attraktion reicher: Zum bisherigen Schwitz-Paradies auf FünfSterne-Niveau gesellt sich mit der Herbstsaison die neue Lechsauna, die mit 55 Sitzplätzen auf mehreren Ebenen großzügig gestaltet wurde und damit auch bei großem Andrang ausreichend Platz für besondere Aufgussmomente bietet. Bei der Gestaltung des neuen Highlights spielte (wie schon der Name sagt) die wunderschöne Landschaft des Außerferns eine ganz zentrale Rolle: Nicht nur, dass warmes Altholz mit filigranen Astelementen für eine urig-heimelige Atmosphäre sorgt – das türkisfarbene Licht greift zudem das Kolorit des „letzten Wilden“ auf. Alpines Flair versprüht darüber hinaus der massive Steinofen in der Mitte des im Innenbereich der Therme angesiedelten Raumes. Das Saunaparadies der Alpentherme, das auch über das Außerfern hinaus große Beliebtheit besitzt, wird mit der neuen Lechsauna noch weiter aufgewertet. Denn auch das bisherige Angebot mit Soledampfbad, Salzsanarium und Alpensauna (innen) sowie Saunastadl, Rosensauna und Feuersauna im weitläufigen Saunagarten bietet Wellnessvergnügen pur. Tüpfel-

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Auch in anderen Bereichen wurde in die Qualitätsverbesserung investiert: Das Soleaußenbecken im Erlebnisbad wurde erneuert, der Massageraum ins Haupthaus verlagert (er ist über den Panorama-Ruheraum erreichbar), zudem sollen demnächst 80 neue Parkplätze entstehen. „Das sind keine Einzelmaßnahmen, sondern ein Paket für einen besseren Besuchstag von Anfang bis Ende“, sagt Thomas Eichhorn, Geschäftsführer der Alpentherme Ehrenberg, zu den vielen Verbesserungsmaßnahmen. All die neuen und die bereits bestehenden Glanzlichter kann man übrigens bis zum 31. Oktober noch zu einem besonders günstigen Aktionspreis genießen: Erwachsene zahlen in diesem Zeitraum € 35,- (Zutritt zur Sauna erhält man ab einem Alter von 16 Jahren). Übrigens: Förderberechtigte im Bezirk Außerfern können ihren Besuch zusätzlich über die Außerfernförderung finanzieren. Die Alpentherme Ehrenberg ist offizielle Akzeptanzstelle für die BonusCard. So kann man laut einer Pressemitteilung der Alpentherme mehr aus der Außerfernförderung machen: „Wer seinen Förderbetrag auf die BonusCard lädt, profitiert bei jedem Eintritt von bis zu 20 Prozent Ermäßigung. So wird das Förderguthaben mehr wert und man fördert auch noch die eigene Gesundheit.“


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tradition und gesellschaftsereignis Die Vorfreude war schon zu spüren: Noch eine Woche vor Ende der Almsaison schien es, als könne man nach längerer Pause endlich mal wieder die Tiere geschmückt von der Sebener Alp hinab ins Tal führen. Doch dann starb plötzlich eine Kuh, und so musste der Vilser Almabtrieb (neben Höfen der erste im Außerfern) jüngst erneut ohne Schmuck auskommen. Abgesehen von diesem traurigen Erlebnis zeigte sich Alpmeister Andreas Walk (auf dem Foto oben rechts) sehr zufrieden mit dem Almsommer 2026 auf der Höhe zwischen 1500 und 2000 Metern. „Wir sind im Großen und Ganzen gut durchgekommen. Und hatten genügend Futter.“ Letztlich kam man daher auch mit der Trockenheit, von der Hirt Julian Rief berichtete, gut zurecht. Er hatte die 80 Stück Jungvieh und die 20 Mutterkühe bestens betreut und bekam daher auch von Bürgermeisterin Carmen Strigl-Petz ein großes Lob: „Julian kann gut mit dem Vieh umgehen und macht seine Arbeit zur Zufriedenheit aller. Wir sind froh, dass wir ihn haben.“ Und so wurde dem Hirten auch heuer die verdiente Ehre zuteil: Er durfte beim Fest am Stadtplatz die Stadtmusikkapelle, die unter Kapellmeisterin Verena Wegscheider einmal mehr die Gäste bestens unterhielt, dirigieren.

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Etwas bedauerlich war lediglich, dass kurz nach dem Durchzug der Kühe ein Sprühregen einsetzte. Aber sonst war dieses Ereignis auch heuer ein fröhliches Miteinander im Zeichen der intakten Vilser Stadtgemeinschaft. Wie gewohnt und bewährt kümmerte sich der Schiclub Vils engagiert um das Wohl der Besucher. Alles in allem legten 50 Leute mit Hand an, auch die Kleinsten waren beim Ab- und Aufräumen der Tische begeistert bei der Sache. „Vils lebt vom gemeinnützigen Miteinander“, strahlte denn auch Gemeinderat Manfred Heiß, der selbst bei der Getränkeausgabe im Einsatz war: „Das macht eine kleine Stadt wie uns aus – dass man sich gegenseitig hilft.“ Und so zählt der Almabtrieb denn auch für Unternehmer Reinhard Schretter zu den Fixterminen: „Für mich als Vilser ist das ein Stück Tradition und ein gesellschaftliches Ereignis. Schiclub und Viehhalter engagieren sich – und das sollte man einfach anerkennen.“ Doch nicht nur die Einheimischen genießen das Miteinander. Samuel Deininger aus Penzing war zum Beispiel mit seiner Familie nach einem Ausflug mit Hüttenübernachtung nach Vils gekommen. Der gebürtige Bodensee-Schweizer hatte im Appenzeller Land zwar schon einige „Almabzüge“ (wie man dort sagt) erlebt, aber dies war der erste Tiroler Almabtrieb. Und es gefiel ihm und seinen Freunden sichtlich: „Vor allem für die Kinder ist das toll, solch altes Brauchtum miterleben zu können.“

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ABC auflösung Von Weißenbach nach Vils sind es rund 24 Kilometer durch die Naturparkregion Reutte. Noch vor 151 Jahren hätte man freilich gesagt: 3,16 Meilen. Denn erst zum 1. Jänner 1876 wurde das heute gebräuchliche metrische System (hier ein in den Schulen zum Unterricht verwendetes Rollbild, das im Museum im Grünen Haus in Reutte zu sehen ist) eingeführt. Und somit lautete der richtige Antwortbuchstabe beim Rätsel in der vergangenen Ausgabe des : C. Aber schon die Regelung zuvor hatte ein Wirrwarr beendet, bei dem man angesichts der Vielzahl der unterschiedlichen Maße und Gewichte in den zahlreichen Regionen der Habsburger Monarchie nur schwer den Durchblick zu behalten vermochte. Daher hatte Erzherzogin Maria Theresia bereits 1757 ein „Allgemeines Maßpatent“ erlassen, das für das Erzherzogtum Österreich und das Königreich Ungarn galt. Als Basis diente dabei der Wiener Klafter – und der war 1,896483840 Meter lang. So genau nahm man es mithin damals. Eine komplizierte Rechnerei ersparte einem das freilich nicht. Eine Meile entsprach nämlich nicht (wie man vielleicht denken könnte) 1000 Klaftern, sondern vielmehr 4000. Das lag daran, dass damals das Duodezimalsystem galt, das die Zahl 12 als Grundlage hatte, die sich im Alltag leichter durch 3, 4 oder 6 teilen ließ. Die Österreichische Postmeile von 7,585935360 Kilometern bot übrigens zudem eine gute Orientierung: Diese Strecke legte eine Postkutsche bei durchschnittlichen Straßenverhältnissen pro Stunde zurück. Bis die heute vertrauten Maße und Gewichte galten, sollte es indes noch fast 120 Jahre dauern. Das metrische DezimalSystem, dessen Wurzel auf die Französische Revolution zurückgeht (ab November 1793 hatte – allerdings nur bis April 1795 – jeder Monat 30 Tage, jede Woche zehn Tage, jeder Tag zehn Stunden zu 100 Minuten) setzte sich in Europa mehr und mehr durch, und im Zuge der Industriellen Revolution wurde der Ruf nach einem einheitlichen grenzüberschreitenden Maß- und Gewichtssystem für Industrie, Handel, Wissenschaft und Technik immer lauter. Genie§enÊSieÊhausgemachteÊundÊtraditionelleÊ

HerbstkŸche imÊTirolerÊWirtshaus

Belgien, die Niederlande und auch Luxemburg stellten schon 1820 darauf um, die eher konservative Schweiz war auch schon relativ früh (1835) mit von der Partie, am längsten ließ sich Dänemark (1907) damit Zeit.

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Am 23. Juli 1871 wurde das vom Reichsrat beschlossene und für die österreichische Reichshälfte geltende Gesetz zur Umstellung auf die metrischen Einheiten von Kaiser Franz Joseph genehmigt und in Kraft gesetzt. Ab 1873 konnten die neuen Einheiten freiwillig verwendet werden, die dann ab 1. Jänner 1876 zur Pflicht wurden. Manche der alten Einheiten haben sich übrigens auch heute noch im Sprachgebrauch erhalten. Biertrinker kennen sicher noch den Pfiff. Der entspricht heute 0,2 Litern. Zu Maria Theresias Zeiten bekam man bei dieser Bestellung indes nur 0,177 Liter.

Unter denen, die uns den richtigen Antwortbuchstaben zugesandt haben, war übrigens auch R. Obermaier aus Ehrwald. Er darf sich über ein Exemplar des Buches „100 x Tirol – Die schönsten Ausflugsziele in Tirol“ von Uwe Schwinghammer freuen.

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trialsport-paradies für vils Mit alten Traktorreifen und ähnlichen provisorischen Hindernissen im elterlichen Garten in Vils fing es an. Neun Jahre später ist Nico Ostheimer, der elfjährige Bub von damals, in der Weltspitze des Trialsports angelangt. Und hat für seine Heimatstadt einen Parcours designt, der internationalen Ansprüchen gerecht wird. Vor kurzem wurde die Anlage des Vilser Radsportvereins Trial ON mit einem kleinen Fest und sportlichen Darbietungen offiziell eingeweiht. Der Lokalmatador, der im Moment beim Heeressport optimale Trainingsbedingungen vorfindet, gehört Österreichs Nationalkader dieser aufstrebenden Sportart bereits seit fünf Jahren an. Im Moment wird er in der Weltrangliste als bester Österreicher auf Platz 13 geführt. Zudem konnte er sich schon mit WM- und EM-Bronze schmücken und entschied zweimal die Staatsmeisterschaften für sich. Im November wird er sich dann bei der Weltmeisterschaft in der Wüste Saudi-Arabiens mit den Besten seines Sports rund um den Globus messen. Solche Erfolge motivieren natürlich. Nicht nur ihn, sondern auch viele Kinder aus Vils und Umgebung: Mit fünf fing man vor einiger Zeit an, mittlerweile besuchen 18 das Training. Dieser Zustrom war auch der Anlass, nach einem offiziellen Trainingsgelände zu suchen, nachdem man zuvor in Gärten und auf Privatgeländen geübt hatte. Und man stieß auf offene Ohren: Die Stadt stellte den Grund beim Sportplatz zur Verfügung, auf dem der Verein Trial On nun das Nutzungsrecht besitzt. Ein Sponsoren-Pool sorgte für die optimale Ausstattung des Parcours, denn während der Trial-Sport früher draußen im freien Gelände über die Bühne ging, dominieren heute künstlich angelegte Sektoren.

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Die Trial-ON-Anlage besteht aus insgesamt fünf Parcours. Zu den Klassikern wie Beton-Elementen, großen Felsbrocken, Baumstämmen und einem Hügel mit gemischten Stein- und Beton-Komponenten gesellte sich laut Nico Ostheimer eine Vilser Besonderheit: „Mit unseren Holzboxen haben wir was Eigenes geschaffen. Das gibt es sonst nirgends.“ Und wie läuft denn eigentlich so ein Trial-Wettkampf ab? „Jeden Parcours mit sechs Sektoren muss man in der richtigen Reihenfolge durchfahren“, erklärt der Spitzensportler: „Schafft man das fehlerfrei, bekommt man zehn Punkte. Für jeden Fehler (zum Beispiel, wenn man den Fuß abgesetzt hat oder sich mit dem Pedal anlehnt), gibt es einen Punkt Abzug.“ Pro Parcours kann man also höchstens 60 Punkte sammeln. Bei den fünf Vilser Segmenten wären das mithin maximal 300. Bei seinen Wettkämpfen auf nationaler und internationaler Ebene hat Nico Ostheimer das schon geschafft, aber eine Selbstverständlichkeit ist dies ganz und gar nicht. Worauf kommt es denn an, wenn man möglichst fehlerfrei über die durchaus spektakulären Hindernisse kommen möchte? „Fahrradkontrolle, Balance und Sprungkraft“, nennt der vor drei Jahren beim „Sport und Show“-Event in Reutte zum Außerferner Nachwuchssportler des Jahres gekürte Athlet. All dies kann man nunmehr auf der neuen Anlage optimal trainieren. Und vielleicht schafft es neben Nico Ostheimer ja noch ein Außerferner hinein in die Elite dieser noch jungen Sportart, die sich engagiert um die Aufnahme ins olympische Programm bemüht. Konkret ist noch nichts in Sicht, aber immerhin gehört Trial ab dem nächsten Jahr zu den Disziplinen, die bei den Multirad-Weltmeisterschaften des Weltradsportverbands UCI ausgetragen werden. Die Premiere gibt‘s dann in Sallanches im französischen Département Haute-Savoie in den Alpen. Schon einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Anlage suchte man übrigens die ersten Vereinsmeister dort. Aber das sollen beileibe nicht die einzigen Wettkämpfe bleiben. Nico Ostheimer: „Wir würden gern mal die süddeutsche Meisterschaft oder den Austria Cup austragen – und vielleicht einmal sogar die österreichische Staatsmeisterschaft.“

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auf dem roten sofa ... ... mit ernst hornstein „Nachts im Museum“: Für Ernst Hornstein ist dies vermutlich weit mehr als der Titel einer lustigen (und 20 Jahre alten) Filmklamotte mit Ben Stiller in der Hauptrolle. Die Stunden, die er für sein Herzensprojekt (als das darf man die Institution im Grünen Haus in Reutte wohl mit Fug und Recht bezeichnen) ehrenamtlich einsetzte, seit er als 27-Jähriger in deren Vorstand berufen wurde, kann wohl nicht einmal er selbst noch zählen. Kurz vor seinem 70. Geburtstag (am 25. September) blickte er im Gespräch auf dem Roten Sofa in der Redaktion des auf Schlaglichter seines Lebens zurück. Höchst ungewöhnlich ist da gewiss, dass er schon im Alter von zarten 20 Jahren den Meisterbrief des Malerhandwerks in Händen halten konnte. Nach seiner Schulzeit in Reutte hatte er zunächst die HTL für Kunsthandwerk in Innsbruck besucht und sich danach an der Meisterschule in Baden bei Wien das nötige Rüstzeug geholt (während dieser Zeit verdiente er sich selbst noch als Lehrer ein paar Schilling hinzu). 1983 trat er dann gemeinsam mit seiner Schwester Marianne an die Spitze des elterlichen Betriebs und damit die Nachfolge seines Vaters Sieghard an. Mittlerweile hat er den Staffelstab ebenfalls weitergegeben: an seine Kinder Gabi und Bernhard. „Für mich war immer klar, dass ich das Geschäft übernehme“, verrät Ernst Hornstein: „Andere Träume hatte ich nie.“ Wobei ihm eins wichtig ist: „Mein Vater hat mich nie gedrängt.“ Die Begeisterung für den Beruf war Motivation genug. Was fasziniert ihn denn an diesem Handwerk? „Wenn wir auf der Baustelle waren, ist alles wieder schön, und die Leute freuen sich, dass jetzt alles schön ist“, schmunzelt er. Aber ganz klar: „Auch altes Kulturgut zu erhalten, ist natürlich eine große Herausforderung, aber auch eine sehr schöne Aufgabe.“ Traurig stimmt ihn indes, dass auch das Malerhandwerk mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen hat. Das habe mit der niedrigen Geburtenrate zu tun. Aber zudem damit, dass unter den jungen Leuten selbst eine Ausbildung im Handwerk immer noch ganz oben rangiere, unter den Eltern der Wunsch „Mein Kind soll es mal besser haben als ich“ den Blick verenge und man die Chancen und die Bedeutung des Handwerks verkenne: „Man schätzt es erst wieder, wenn mal das Klo verstopft ist, die Heizung streikt oder kein Strom mehr da ist ...“ Um die Ausbildung des Nachwuchses hat sich Ernst Hornstein übrigens ebenfalls verdient gemacht: Ab 1991 stellte er die Malerausbildung an der Schnitzschule Elbigenalp komplett neu auf und rief eine eigene Abteilung dafür ins Leben. Und ab 2012 stand er dieser Bildungseinrichtung sogar für eine Dekade selbst als Direktor vor. Andererseits zählt der langjährige Reuttener Gemeinderat (von 1998 bis 2022) gewiss zu den Hauptprotagonisten des kulturellen Lebens im Außerfern. Dass dem so ist, dürfte ganz wesentlich mit an seiner Großtante Anni Strauß liegen. Als er den Führerschein hatte, ließ die sich nämlich gerne von dem jungen Mann, den Kunstgeschichte schon in der Schule begeistert hatte, zu den Festspielen in Salzburg, Bregenz und Verona sowie anderen Highlights dieser Art kutschieren: „Das hat mir getaugt. Und als ich dann in Wien war, bin ich dann voll eingestiegen in die Welt der Museen.“ In dieser Phase liebäugelte der junge Außerferner sogar damit, selbst Künstler zu werden. „Ich habe mich an der Kunstakademie in Wien und der Hochschule für künstlerische Gestaltung in Linz beworben“, verrät er im Gespräch mit dem : „In Wien wurde ich abgelehnt, in Linz hat es geklappt.“ Doch noch während des Probemonats starb seine Mutter Erna, und der 22-Jährige kehrte nach Hause zurück: „Aus meiner heutigen Sicht war das für mich genau der richtige Weg.“ Denn bereits zwei Monate danach lernte er beim Tanz seine Frau Christa kennen, mit der er nun schon 44 Jahre verheiratet ist. Miteinander können sich die beiden inzwischen über vier Kinder (außer Gabi und Bernhard noch Elisabeth und Barbara) sowie fünf Enkel (Jacob, Jonah, Benjamin, Miriam und Valerie) freuen. Das Museum im Grünen Haus kann man derweil getrost als Ernst Hornsteins Lebenswerk einstufen. Seine Leidenschaft für

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Kunst und Kultur ließ ihn schon 1983 dem Museumsverein beitreten, im Jahr darauf gehörte er bereits dem Vorstand an – und sah sich einer Runde weitaus gesetzterer Herrschaften gegenüber. 1997 rückte er dann selbst an die Spitze und hat seither das Amt des Obmanns inne. „Ich bin ein kreativer Mensch, und das kann ich dort ausleben“, antwortet er selbst, was ihn zu diesem Langzeit-Engagement motiviert und so lange auch durchhalten lassen habe. Wie gewaltig die Veränderungen in diesen Jahrzehnten waren, lässt sich schon an den nackten Zahlen ablesen: „Als ich Obmann wurde, hatten wir eine Jahresrechnungssumme von umgerechnet etwa € 5.500,-. Jetzt liegen wir bei € 280.000,-.“ Kein Wunder also, dass Hornstein selbst sagt: „Heute ist der Verein nahezu ein Unternehmen.“ Und das gefällt ihm durchaus: „Ich bin Unternehmer mit Leib und Seele.“ Davon zeugt ja £ ¤ auch sein langes Engagement im Wirtschaftsbund und in den Gremien der Wirtschaftskammer. Der Obmann nutzte dabei sein Talent und seine Fähigkeiten auf diesem Sektor unter anderem dazu, Veranstaltungen und Aktionen einzuführen, die dem Museumsverein auch Geld brachten: „Und natürlich konnte ich auch meine politischen Kontakte nutzen.“ Was Hornstein darüber hinaus noch ausdrücklich unterstreicht: „Ich kann mit einem tollen Team im Vorstand arbeiten.“ Und diese Gemeinschaftsarbeit zeitigt denn auch beeindruckende Früchte: Bereits vier Mal konnte man den Tiroler Museumspreis (für die Einrichtung an sich, die Gründung des Museumsverbunds Außerfern, die Ausstellung zum 1. Weltkrieg und das Projekt Südtiroler Siedlung) in Empfang nehmen. Das Museum im Grünen Haus besticht ja nicht zuletzt durch seine zahlreichen Sonderausstellungen. Wie findet man denn über all die Jahre hinweg immer wieder neue Themen? Auch da spielt das Brainstorming im Team eine ganz gewichtige Rolle: „Da kommt es manchmal auch zu überraschenden Wendungen, und manchmal spielt auch der Zufall die entscheidende Rolle.“ Die aktuelle Sonderausstellung über Ludwig Schmid-Reutte wurzelt etwa darin, dass das in der Mittelschule Königsweg fast vergessene Gemälde „Kartoffelernte“ Umbauarbeiten weichen musste und so den Anstoß gab, sich näher mit dem einst renommierten Maler auseinanderzusetzen. Und die kommende Winterausstellung über den Biberwierer Bildhauer Johann Weinhart ist letztlich Resultat eines gemütlichen Plauschs unter Freunden beim Kaffee. Als eine der wichtigsten Aufgaben für die Zukunft nennt Ernst Hornstein selbst die Suche nach einem neuen Obmann oder einer neuen Obfrau. Und die geht er mit einer großen Portion Optimismus an: „Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen. Das bereitet mir keine Sorge. Ich hatte noch nie eine schlaflose Nacht, wenn ich in irgendeiner Funktion aufgehört habe. Und ich hatte noch nie die Sorge, dass es ohne mich nicht weitergeht.“ Eine bemerkenswerte Einstellung. So wie sein im ersten Moment überraschendes Bekenntnis: „Ich bin in meinem Leben nie auf die Arbeit gegangen.“ Wie ist denn bei diesem Schaffenspensum so was zu verstehen? „Ganz einfach: Alles, was ich getan habe, habe ich mit Freude getan – und alles, was man mit Freude macht, ist keine Arbeit.“

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zwangsehen – auch ein thema in tirol „Kinderehen beenden und in die Rechte von Mädchen investieren“: So lautet heuer das Motto des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Mädchentages am 11. Oktober. „Das hat doch nichts mit Tirol oder gar dem Außerfern zu tun“, mag sich so mancher denken. Doch dem ist beileibe nicht so, wie Verena Pöhl (Foto) von der Fachstelle Zwangsheirat der Bildungs- und Beratungseinrichtung „Frauen aus allen Ländern“ in Innsbruck im Gespräch mit dem deutlich machte. „Solche Fälle passieren auch in Österreich“, macht die Sozialarbeiterin gleich zu Beginn deutlich. Das geflügelte Wort „Liebe vergeht, Acker besteht“ dürfte zwar weitgehend überwunden sein, zeigt aber, dass eine solche Praxis auch im mitteleuropäischen Kulturkreis keine Seltenheit war. Den Löwenanteil bilden heute Familien mit Migrationshintergrund – und zwar sogar noch in der zweiten und dritten Generation. Besonders betroffen ist dabei der arabisch-afrikanische Kulturkreis (wohlgemerkt: nur eine kleine Gruppe davon). „Das Hauptrisiko besteht in der Altersgruppe zwischen 15 und 25 Jahren“, erklärt Verena Pöhl: „Die Mädchen können aber auch jünger sein.“ Foto: Privat

Dass Eltern ihre Kinder gegenseitig versprächen, komme nach wie vor vor: „Mit 15, 16, 17 poppt dann das Thema auf, wenn die Sache akut wird.“ Es komme aber auch vor, dass sich Mädchen mit 13 freiwillig verlobten, dies aber mit 14 nicht mehr wollten und kaum noch aus diesem Versprechen herauskämen. Die Wege in solche Zwangsehen sind laut Verena Pöhl unterschiedlich: „Manche kennen sich vorher, manche überhaupt nicht.“ Wenn eine Heirat einem Aufenthaltstitel oder Ähnlichem dienen solle, könne es sein, dass sich Braut und Bräutigam am Tag der Hochzeit zum ersten Mal sähen. Zuweilen werde den Mädchen von den Eltern erlaubt, ja oder nein zu einem Partner zu sagen: „Aber bei Minderjährigen sollte so etwas generell nicht gemacht werden.“

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Oft versuchten Verliebte auch, ihr Miteinander geheimzuhalten – etwa, wenn einer der beiden der „falschen“ Religion oder Glaubensrichtung angehöre oder voreheliche Beziehungen nicht toleriert werden. Bekämen die Eltern dennoch etwas mit, zwinge man die jungen Leute, Schluss zu machen, denn schließlich sei „die Ehre der Familie“ durch so etwas gefährdet. Weit verbreitet ist laut Verena Pöhl auch ein Phänomen, das sie als „Verwandtschaftsgewalt“ bezeichnet: Gehe es um die „Familienehre“, dann mischten nicht nur die Eltern mit, sondern mehrere Personen: „Sogar das Heimatland spielt da mit.“

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Anzeichen für eine bevorstehende Zwangsheirat seien „selten und sehr subtil“, sagt die Expertin. Bemerke man etwas in dieser Richtung (etwa die Angst eines Mädchens vor dem Flug in die Heimatregion), solle man das Gespräch suchen, aber eher dezent ansprechen (etwa mit der Frage „Wie geht‘s dir denn?“) und nicht vorschnell handeln. Erführen die Eltern davon, schüfen sie nämlich oft vollendete Tatsachen: „Stattdessen sollte man bei uns in der Fachstelle anrufen und die

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Sache niederschwellig mit uns besprechen. Das geht auch anonym.“ Verena Pöhl warnt indes eindringlich davor, im Gespräch mit Betroffenen die Eltern an den Pranger zu stellen: „Die Jugendlichen wollen einfach Schutz und in Frieden und Freiheit leben. Wenn man aber die Eltern anklagt, machen sie sofort zu ...“ Betroffene oder Menschen, die den Verdacht haben, in ihrem Umfeld könne es zu Zwangsheirat oder Verwandtschaftsgewalt kommen, können sich unter E-Mail fachstelle@frauenausallenlaendern.org oder Telefon +43 (0)676/398 4347 melden. Verena Pöhl kommt auch gerne zu Beratungsgesprächen ins Außerfern.

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der lech ist wwf-„fluss des jahres“ In einer Online-Abstimmung hatte der „letzte Wilde“ (wie er in der Eigenwerbung genannt wird) die Nase vorn: Die Natur- und Umweltschutzorganisation WWF hat den Lech zum „Fluss des Jahres“ gekürt. Damit soll seine Bedeutung für seltene Arten unterstrichen werden, die der Fluss (unser Foto zeigt einen Blick von der Fußgängerbrücke bei Lechaschau) mit seinen Seitenarmen, wilden Ufern sowie regelmäßig umgelagerten Kies- und Schotterbänken besitzt. Der WWF sieht in dieser Abstimmung daher auch „ein starkes Signal für den Schutz der letzten naturnahen Flusslandschaften“. Dem Lech hat heuer aber auch die Trockenheit schwer zu schaffen gemacht. So registrierte man am Pegel bei der Weißenbacher Brücke im September mit 2,90 Meter einen Stand, der während des vergangenen Jahrzehnts nur einmal unterboten wurde – und zwar um einen einzigen Zentimeter: Das war im Jänner 2017. Und unter drei Metern blieb der Fluss in diesem Zeitraum nur noch einmal: im Jänner 2026. Bei einem internationalen Workshop vor zwei Jahren in Höfen war zudem die Befürchtung artikuliert worden, dass durch den Klimawandel mit seinen Hitzewellen die Wassertemperatur im Lech so stark steigen würde, dass sich die Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen in dem Maß veränderten, dass sie ums Überleben kämpfen müssten oder künftig hier gar nicht mehr zu finden seien.

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sÄchsin mit herzblut für bichlbach Sie war keine weltberühmte Künstlerin, deren Werke in Galerien rund um den Globus gezeigt wurden. Aber eine höchst erfolgreiche, deren Bilder in zahlreichen Wohnzimmern im Außerfern und im Allgäu hängen. Dass Lucia Kollbach-Lux immer noch populär ist, zeigte auch der Andrang bei der ihr gewidmeten Ausstellung im Zunftmuseum zu Bichlbach. „Die liebenswürdige Sächsin ist ganz die unsere geworden“, hieß es in einem Artikel anlässlich der ersten Ausstellung der Künstlerin im Kaufhaus Thummer in Reutte (dem heutigen Cafe Valier), den Walter Feineler, der Obmann der Kulturrunde BichlbachWengle-Lähn zitierte. 1923 hatte die Dresdenerin (dort hatte sie auch eine künstlerische Ausbildung absolviert) auf den Rat von Freunden aus ihrer Heimat ihren Lebensmittelpunkt nach Bichlbach verlegt. Der Titel der ihr gewidmeten Schau spiegelt nun gewissermaßen ihr Lebensmotto wider: „Der Natur verbunden“. Denn Lucia Kollbach-Lux malte auch gern unter freiem Himmel.

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In vier Themen hat Kurator Ernst Hornstein die 49 Bilder der Ausstellung gegliedert (zusätzlich sind in einer Vitrine auch noch Seiten aus vier Skizzenbüchern und dem von ihr penibel handschriftlich geführten Werkverzeichnis zu sehen): Stillleben/ Blumen, Landschaften, Gebäude und Winter. Und der Experte machte dabei deutlich, dass Lucia Kollbach-Lux‘ Bilder weit mehr als pure Dekoration sind: „Sie hat all das gelernt, was man zu ihrer Zeit auf diesem Gebiet lernen konnte. Das spürt man bei ihren Bildern auch, die von einer großen Liebe zum Detail und zum jeweiligen Motiv zeugen.“ Eine künstlerische Entwicklung sei indes von ihren ersten Werken bis zu dem 1966 entstandenen letzten Bild (dem Schanderhaus in Bichlbach) nicht festzustellen: „Sie blieb bei dem, was sie in ihrer Ausbildung gelernt hatte, und war erfolgreich damit.“ Und wie! Die Werkliste, die erhalten geblieben ist, beginnt bei Nummer 971 und endet bei 2768. Lucia Kollbach-Lux dürfte mithin weit über 2000 Bilder vor Ort verkauft oder verschenkt (auch dies ist registriert) haben. Die Liebe der Künstlerin zur Natur hob auch Ernst Hornstein in seinen einführenden Worten hervor: „Auf manchen Gemälden glaubt man sogar noch, die Blumen zu riechen.“ Und dies ist ganz im Sinne des Kurators: „Diese Ausstellung soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch das Gefühl ansprechen.“ Und das ist zweifelsohne gelungen. Sichtlich berührt von der Ausstellung war auch Magdalena Schaub, die 1957 als Flüchtlingskind aus Ungarn vom Ehepaar Kollbach im Zingerhaus, das die beiden als Pension führten, aufgenommen wurde: „Danke an alle, die dies möglich gemacht haben. Ich erlebe diese schöne Zeit jetzt nochmal nach. Und mir wird noch bewusster, welch tolle Künstlerin sie war.“ Die Ausstellung im Zunftmuseum bei der Bichlbacher Kirche ist noch bis zum 31. Oktober montags bis freitags jeweils von 8 bis 17 Uhr geöffnet.

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lesung mit dietmar wachter Dietmar Wachters Großonkel war ein gerissener Heiratsschwindler, ein begnadeter Kunstfälscher, ein charmanter Hochstapler und ein äußerst gewiefter Betrüger, der die NSDAP unentwegt und höchst erfolgreich um den Finger wickelte. Mit dem Schelmenroman „Der schöne Karl – Von einem, der die NSDAP betrog“ entführt der Autor – trotz kriegerisch-kriminellem Hintergrund – raffiniert und spannend in eine Zeit, in der es für viele nur wenig zu lachen gab. Dietmar Wachter wurde 2022 im Wiener Rathaus der „Ernst-Hinterberger-Preis“ verliehen.

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sternenglanz überm talkessel „Weißt Du, wieviel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt?“: Nein, diese uralte Frage aus dem berühmten Kinderlied des evangelischen Pfarrers Wilhelm Hey kann auch Reuttes Museumsleiter Ulrich Kößler (auf dem Foto rechts) ganz sicher nicht beantworten. Aber ansonsten erfährt man jede Menge Interessantes und zuweilen Kurioses, wenn man mit ihm bei einer seiner nächtlichen Führungen unter dem Motto „Reutte unter den Sternen“ unterwegs ist. Nicht nur als Tourist, sondern auch und gerade als Einheimischer. Die Führung orientiert sich zwar am Reuttener Planetenweg, aber auf diesem nächtlichen Spaziergang von rund 2,5 Kilometern Länge taucht man noch viel tiefer ein in die Welt der Gestirne, als dies beim Lesen der toll gestalteten Infotafeln möglich ist. So wäre zum Beispiel Reuttes Hochsprung-Star Lea Germey bei den österreichischen Staatsmeisterschaften – hätten diese auf dem Merkur stattgefunden – wegen der geringeren Schwerkraft nicht 1,74, sondern stolze 4,61 Meter hoch gesprungen. Das bleibt indes wohl ein Traum, denn dieser Planet wäre für den Menschen nicht zuletzt wegen seiner extremen Temperaturunterschiede (nachts minus 180, tags plus 430 Grad) unbewohnbar – ganz zu schweigen davon, dass es dort keinen Sauerstoff zum Atmen gibt. Die Venus, die sich aus menschlicher Perspektive „verkehrt“ herum dreht (Kößler: „Richtig herum und verkehrt herum – prograd und retrograd – haben sich per Zufall am Beginn des Sonnensystems herauskristallisiert. Die Mehrheit der Himmelskörper dreht sich heute in die „richtige“ Richtung, also gegen den Uhrzeigersinn.“), ist zwar der Erde prinzipiell sehr ähnlich, aber auch kein wirtlicher Ort: Ihre Atmosphäre besteht zu rund 96 % aus Kohlenstoffdioxid (CO2) und zu ca. 3,5 % aus Stickstoff. Und diese Gashülle drückt mit einer unvorstellbaren Gesamtmasse auf die Oberfläche. Unser aller Mutter Erde (stolze 4,5 Milliarden Jahre alt) kann sich wiederum stolz „größter Gesteinsplanet unseres Sonnensystems“ nennen. Und auch ihr Trabant nimmt eine Sonderstellung ein: „Im Vergleich zu seinem Planeten ist unser Mond sehr groß – im Vergleich dazu sind die Monde Jupiters und Saturns viel kleiner als ihre Planeten“, erzählt Kößler. Die Kraft unseres Mondes ist ja auch auf der Erde spürbar: bei Ebbe und Flut in den Meeren. Und manche schwören ja darauf, dass er (unter anderem) auch Einfluss auf das Wachstum von Pflanzen oder auch den Schlaf und Stimmungsschwankungen bei den Menschen habe.

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In der Fantasie der Erdbewohner nimmt der Mars ja schon lange eine Sonderstellung ein: „Marsmenschen“ tauchen in der Literatur schon seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert auf – mal friedlich, mal bedrohlich. Doch es scheint nicht bei der Fiktion zu bleiben, wenn auch in umgekehrter Richtung: Dass Erdmenschen auf dem Mars leben, scheint nur noch eine Frage der Zeit. Allerdings braucht man einen Raumanzug, um den extrem geringen Druck dort auszuhalten und den fehlenden Sauerstoff muss man erst herstellen. Der Flug dauert zwar lang (eine Richtung sechs bis neun Monate), ist aber nicht unmöglich. Die längere Umlaufzeit um die Sonne hat indes zwei Aspekte: Einerseits können Marsbewohner nur alle knapp zwei Erden-Jahre Geburtstag feiern, andererseits ist ein 74-Jähriger dann auch nur 37 ... Doch die Reise durch die Sternenwelt geht noch weiter: Der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter ist quasi ein unvollendeter Planet: Die rund 800.000 Trümmerbrocken, die jeweils in einer eigenen Umlaufbahn um die Sonne kreisen, hätten sich eigentlich zu einem einzigen Himmelskörper vereinigen können – die gewaltige Anziehungskraft des Jupiters verhinderte dies allerdings.

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Hinter diesem Wirrwarr wartet mit dem Jupiter dann ein gigantischer Gasriese: Sein Durchmesser beträgt das Elffache der Erde, die vom Volumen her 1300-mal in ihn hineinpassen würde. „Das ist die weiteste Reise, die man ernsthaft berechnet hat“, erläutert Kößler. Und wie lange würde die dauern? „Etwa fünf Jahre. Aber nur mit nuklear betriebenen Raketen. Flugkörper mit chemischem Antrieb wären viel zu langsam.“ Für einen Menschen würde es sich ohnehin nicht lohnen, die Koffer zu packen: Der Jupiter besteht nur aus Wasserstoff und

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Helium und hat keine feste Oberfläche – man könnte dort nicht einmal landen ... Die beste Sicht auf den Sternenhimmel bietet sich übrigens vom einstigen RTW-Areal, wo die Dunkelheit nicht durch Straßenlaternen oder andere Lichtquellen beeinträchtigt ist. Und man sollte auch darauf achten, dass man rund um Neumond den Blick ans Firmament richtet und nicht wenn etwa Wolken die Sicht verdecken. Nach ein paar Minuten, die das Auge braucht, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, erkennt man dann die ganze Pracht am Firmament: Tausende Sterne funkeln dort, doch nicht alles, was blinkt, ist ein Stern: In den ersten etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang sieht man auch gar nicht so wenige Satelliten vorbeizischen. Die Milchstraße zeigt sich indes nur, wenn es dunkel genug wird. Dass Ulrich Kößler sich als Archäologe so gut in der Astronomie („dafür habe ich mich schon seit dem Studium hobbymäßig interessiert“) auskennt, verwundert vielleicht andere, ihn selbst indes nicht: „Bei den Sternen blickt man wie bei den Ausgrabungen in die Vergangenheit, denn ihr Licht braucht ja lange Zeit um zu uns zu gelangen.“ Einen Unterschied gibt es für ihn aber doch: „Bei den Sternen kann man die Zukunft ausrechnen, weil man die wichtigsten physikalischen Gesetze heute kennt. Bei der Geschichte gibt es immer wieder Überraschungen ...“

Ulrich Kößlers letzte Sternenführung in diesem Jahr findet am Dienstag, 13. Oktober, um 20 Uhr statt. Anmeldung beim Museum im Grünen Haus unter Telefon +43 (0)5672/72304 oder shop@museum-reutte.at.

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mit dem liegerad von dom zu dom Rad-Challenges und Stadt-Marathons erleben seit einiger Zeit einen Boom, der kein Ende zu haben scheint. Überall dort gibt es Sieger und Ranglisten – und damit auch Erste und Letzte. Es existiert aber auch ein anderer Weg, mit einer großen sportlichen Herausforderung umzugehen: das Brevet. Zu den anspruchsvollsten Fahrten dieser Art zählt das Pilgrim Brevet in Schweden und Norwegen. Als einziger Teilnehmer aus Österreich hat es bei dessen jüngster Auflage Johannes Markofsky aus Biberwier absolviert. Übrigens auch als einziger mit dem Liegerad. Aber was ist denn solch ein Brevet eigentlich genau? „Freundschaft statt Konkurrenz“ könnte man das Motto der Fahrt bezeichnen, deren Teilnehmerzahl stark begrenzt ist und eine Qualifikation bei einer Foto: Privat anderen Langstrecken-Tour voraussetzt. Man kann zwar im Internet die benötigte Zeit nachvollziehen (bei dem Biberwierer waren es zum Beispiel 124 Stunden und 19 Minuten), aber es wird keine Rangliste geführt. „Die Regeln stammen vom Ende des 19. Jahrhunderts“, erklärt Johannes Markofsky (unser Foto zeigt ihn während einer Umrundung Siziliens) im Gespräch mit dem : „Damals war es dank des neuen Verkehrsmittels und bessere Straßenverhältnisse erstmals möglich, Strecken von etwa 200 Kilometern zwischen Sonnenauf- und -untergang zu bewältigen.“ Kennzeichnend für ein Brevet ist zudem ein niedriger Organisationsgrad: „Vorgeschrieben sind die Route und ein tägliches Zeitfenster, innerhalb dessen man Kontrollpunkte erreichen muss. Ansonsten ist man ganz auf sich selbst gestellt.“ Und man darf keine fremde Hilfe annehmen – selbst bei einer Panne nicht. Und deswegen kommt auch nicht jeder ans Ziel. Heuer waren es beim Pilgrim Brevet zum Beispiel von 125 Teilnehmern nicht mal 100. Dass die sechstägige Langstreckenfahrt das englische Wort für „Pilger“ im Namen trägt, kommt übrigens nicht von ungefähr: Start und Ziel befinden sich am Eriksdom in der schwedischen Universitätsstadt Uppsala, der Wendepunkt am Olavsdom in Trondheim, der ersten Hauptstadt Norwegens. Das ergibt eine Strecke von stolzen 1584 KilomeWir halten Ihre Systeme am Laufen! tern. Da musste Johannes Markofsky auf seinem Liegerad zwischen seinem sonntäglichen Start um 11 Uhr und seiner Zielpassage am Freitag um 15.19 Uhr also ganz schön strampeln. Und er tat das auch. Seine täglichen Etappen maßen 238, 312, 300, 223, 277 und 244 Kilometer. Hinzu kamen noch beträchtliche Höhenunterschiede (vor allem im schwedisch-norwegischen Grenzgebiet). Was motiviert den 61-Jährigen passionierten Ultracycler eigentlich dazu, sich so zu schinden? „Die Faszination besteht für mich nicht zuletzt darin, sich selbst in den verschiedensten Situationen zu erleben. Man hat Höhepunkte, in denen man sich an der Strecke, der Natur und der eigenen Leistungsfähigkeit freut. Aber genauso sicher kommen die Momente, in denen man alles hinschmeißen und aufhören möchte. Beides muss man überstehen.“ Dann komme man in eine regelrecht meditative Stimmung: „Landschaft, Wolken, Rentiere und Vögel ziehen an einem vorbei. Man kann nachdenken. Und die Dinge, die man während des Alltags in sich hineinfrisst, geistig verarbeiten.“ Und wie schafft man es, durchzuhalten? „Man muss sich selber kennen und darf sich nicht überlasten. Seine Kraft richtig einzuteilen ist ein wichtiger Punkt.“ Last, but not least: Was hat Johannes Markofsky bislang eigentlich seine mittlerweile 20-jährige Leidenschaft „gebracht“? „Die Gewichtszunahme wurde verhindert. Man bleibt leistungsfähig. Es ist einfach ein schönes Erleben mit der Natur und sich selbst, bei dem man in Gemütszustände gelangt, die man im Büroalltag nicht kennt.“

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terminkalender Museum im „Grünen Haus“ Das Museum in Reutte hat von Dienstag bis Samstag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Jeden ersten Donnerstag im Monat bieten wir ab 17 Uhr eine kostenlose Führung an. Bis 31. Oktober findet die Sonderausstellung SchmidReutte statt. Museum „Haus Spinnhof“ Das Museum in Ehrwald hat jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Größere Gruppen erhalten nach Terminvereinbarung gerne eine Sonderführung. Kontakt: Obmann Andreas Wilhelm +43 (0)676 504 1526. Galerie Augenblick Im Rahmen der Außerferner Kulturzeit „Huanza“ findet dort die Ausstellung „Kunst-Stoff“ von Ilse Bill und Marinus Wirtl statt. Zu sehen ist die Ausstellung bis 11. Oktober. Die Galerie ist von Mittwoch bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Außerferner Kulturzeit „Huanza“ 3. Oktober Radlkino 4. Oktober Quatrophonie Posaunenkonzert 10. Oktober „Sultumana“ Canzoni vom Comer See 11. Oktober Konzert „Sean Finn and the Late Bloomers“ 16. Oktober Poetry Slam 17. Oktober Präsentation des Improvationstheaters 17. Oktober Finissage mit einem Konzert von Simone Kopmajer Genaue Infos zu Orten und Zeiten finden Sie unter www.huanza.at. Wunderkammer Elbigenalp Die Sonderausstellung „D‘Lecht‘ler Schwabakind – Schwabenkinder einst – Straßenkinder heute“ findet noch bis 17. Oktober 2026 in der Wunderkammer in Elbigenalp statt. Das Museum hat von Mittwoch bis Samstag jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Freitag, 2. Oktober 2026 Benefiz-Galakonzert „Klangfarben“ Das EUREGIO-Blasorchester lädt am Freitag unter der Leitung von Prof. Johann Mösenbichler um 20 Uhr zum Konzert in der Ehrenberg Arena in Reutte. Tickets sind bei der Burgenwelt Ehrenberg

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oder der Stadtgemeinde Reutte erhältlich. Samstag, 3. Oktober 2026 Einkaufsmeile der Kaufmannschaft Reutte Am 3. Oktober findet wieder die Einkaufsmeile in Reutte statt. Zahlreiche teilnehmende Betriebe halten ihre Türen bis 17 Uhr und länger offen und haben sich für Besucher tolle Aktionen überlegt. Mehr dazu auf Seite 7. Samstag, 3. Oktober 2026 Reuttener Herbstmarkt Der Stadtpark im Reuttener Untermarkt verwandelt sich von 11 bis 18 Uhr wieder in einen bunten Herbstmarkt mit bäuerlichen Direktvermarktern und Kunsthandwerkern. Mittwoch, 7. Oktober 2026 Landesvolksanwältin von Tirol Der Sprechtag findet ab 10 Uhr im Stadtamt in Reutte statt. Um Anmeldung unter +43 512 508 3052 oder unter 0800 100 301 (kostenfrei) wird gebeten.

Montag, 19. Oktober 2026 Impulsvortrag für Eltern und Interessierte Im Novum in Reutte findet von 18 bis 20 Uhr ein Impulsvortrag mit Katharina Bachlechner, MSC zum Thema „Wie kann Autorität mit Beziehung gelingen?“ statt. Anmeldungen und Infos unter www.dibk.at. Dienstag, 20. Oktober 2026 AK Unterstützungsfonds Der AK Unterstützungsfonds ist eine Anlaufstelle für hilfesuchende Menschen, die sich in einer besonders sozial berücksichtigungswürdigen Situation befinden. Durch sozialarbeiterische Abklärung der individuellen Probleme kann eine bedarfsgerechte sowie zielorientierte Beratung maßgeblich zu deren Entlastung beitragen. Um Voranmeldung wird dringend gebeten unter 0800 22 55 22 3636.

VERANSTALTUNGEN IM WERKHAUS FINDEN SIE AUF SEITE 34. EVENTS IN DER ALPENTHERME AUF SEITE 18.

43 2. OKTOBER 2026 FATHER MOTHER SISTER BROTHER FATHER MOTHER SISTER BROTHER erzählt in drei Kapiteln von erwachsenen Kindern und ihren teils distanzierten Eltern – in den USA, Dublin Foto: Weltkino Filmverleih und Paris. Ruhig, beobachtend, humorvoll und von feiner Melancholie durchzogen, lotet Jim Jarmusch mit Tom Waits, Adam Driver, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps u. a. die Untiefen familiärer Beziehungen aus. Eine subtile Komödie und zugleich eine Reihe präziser Charakterstudien, die ohne Wertung von Nähe und Distanz erzählen. Ausgezeichnet mit dem Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig. Das Kulturforum Breitenwang lädt herzlich ein zum Filmcircle am Freitag, den 2. Oktober 2026, um 20 Uhr im Tauernsaal des Veranstaltungszentrums. Eintritt € 8,-; € 5,- für Schüler und Studenten. Öffnungszeiten: nungszeiten: 1/2 Stunde vor Filmbeginn info@filmcircle.at • www.filmcircle.at


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konzert simone kopmajer Österreichs Jazz-Aushängeschild erhielt ihre Ausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz bei Sheila Jordan und bei Mark Murphy. Die „steirische Vokalistin mit dem feinen Timbre und dem coolen Swing“ – wie sie in einem österreichischen Musikmagazin treffend bezeichnet wurde – genießt Kultstatus in Japan, Thailand, Malaysia und Singapur. Simone Kopmajer war erneut mit ihrem 2025 erschienenen Album „HOPE“ für einen Amadeus Austrian Music Award nominiert, das weltweit erfolgreich vertriebene Album war u. a. auf Platz #1 Japan Jazz Charts. Kopmajers Sound ist irgendwo zwischen Jazz, Swing und geschmackvollem Pop angesiedelt. Obwohl ihre Musik entspannt, fließend und elegant ist, ist sie auch sehr verspielt und abwechslungsreich (PT). Freuen Sie sich auf sanfte, entspannte, jazzige Stimmung mit Coversongs wie „Sittin’ on the Dock of the Bay“ (Otis Redding), „Careless Whisper“ (George Michael) und Jazzstandards wie „Pick Yourself Up“, „What a Difference a Day Makes“ und Kopmajers erstklassige Eigenkompositionen wie „My Wonderland“, „Black Tattoo“, „The Best in You“.

Abfallwirtschaftsverban Kirchplatz 3 • 6671 Wei T 0043 (0)5678 5750 • a

Tipps zum Sammeln Aktuelle Daten belegen, dass die Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen seit 01.01.2025 mit der Vereinheitlichung der Sammelregeln deutlich zugelegt hat. Tirol liegt mit einem Plus von 10% im Spitzenfeld lt. www.packaging-austria.at. Dennoch zeigt der gleichbleibende Anteil an Fehlwürfen, dass es weiterhin Potenzial im Umgang mit dem richtigen Sammeln von Wertstoffen gibt. Wenn du diese fünf Regeln beachtest, schützt du die Umwelt und sparst Ressourcen. DANKE! 1. Nicht achtlos wegwerfen Achtlos weggeworfener Müll zählt unlängst zu den größten Alltagsärgernissen in Österreich. Wirf deshalb deinen Abfall nicht einfach auf die Straße. Niemand freut sich in deiner Umgebung über herumliegende Abfälle. Der nächste Sammelbehälter ist fast immer näher als du denkst! 2. Getrennt sammeln, aber richtig Was sich voneinander trennen lässt, bitte lösen, z.B. den Aludeckel und den Kartonmantel vom Joghurtbecher. Nur so kann es von den Sortieranlagen erkannt und aussortiert werden und kommt damit in den wertvollen Wertstoffkreislauf. So wird aus Papier wieder Papier, aus dem Aludeckel zum Beispiel eine neue Stoßstange und aus dem Joghurtbecher ein Blumentopf. 3. Nur leere Verpackungen für den Kreislauf Bevor du deine Verpackungen in die richtige Tonne wirfst: Achte bitte darauf, dass die Verpackung auch wirklich leer ist. Profis verwenden hier gerne Begriffe wie „restentleert“, „löffelrein“, „spachtelrein“ oder „tropffrei“. Du musst die Verpackungen aber nicht extra auswaschen. 4. Bitte keine Luft sammeln Plastikflaschen zusammendrücken und Kartonagen zusammenlegen spart Platz: zu Hause, in der Tonne und im Wertstoffhof.

Foto: Tina Reiter

Das Kulturforum Breitenwang lädt anlässlich der Finissage der Kulturzeit gemeinsam mit der Kulturinitiative Huanza herzlich ein zum Konzert am Samstag, den 17. Oktober 2026 um 20 Uhr im VZ Breitenwang, Tauernsaal. Karten im Vorverkauf bei der Gemeinde Breitenwang um 18 Euro; an der Abendkasse um 20 Euro, U20 frei.

5. Frag nach Du bist dir nicht sicher, welche Tonne die richtige ist? Frag einfach die Abfallberatung in deiner Umgebung oder die Wertstoffhofmitarbeiter deiner Gemeinde. Sie sind Abfall-Profis und erklären gerne, wie man richtig trennt. Denn auch sie wissen: Nur Abfall, der gesammelt und richtig getrennt wird, kann auch recycelt werden

Mehr Infos auch unter www.oesterreich-sammelt.at www.wirtschaft-sammelt.at Abfallwirtschaftsverband Bezirk Reutte Kirchplatz 3 • 6671 Weißenbach T +43(0)5678 5750 • abreutte@outlook.com

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