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Liebe Leserinnen und Leser des , die vergangenen Tage waren für uns alles andere als ruhig – im Gegenteil: Wir waren viel unterwegs, haben Eindrücke gesammelt, Gespräche geführt und spannende Einblicke gewonnen. All das finden Sie gebündelt in unserer neuen März-Ausgabe.
Ein besonderes Highlight war der Tag der offenen Tür am Campus Gesundheit. Dort durften wir einen Blick hinter die Kulissen werfen und erleben, mit wie viel Engagement und Fachwissen hier gearbeitet und ausgebildet wird. Es war beeindruckend zu sehen, welche Möglichkeiten sich jungen Menschen in diesem Bereich eröffnen.
Apropos junge Menschen: Auch die Schüler der Polytechnischen Lehranstalt Reutte erhielten, im Rahmen der Schnuppertage, die Gelegenheit, hinter die Kulissen der zahlreichen Betriebe unserer Region zu blicken. Für den einen oder die andere war vielleicht sogar schon der künftige Ausbildungsplatz dabei. Ganz sicher aber waren diese Tage eine wertvolle Inspiration für den weiteren Weg.
Natürlich durfte auch das gesellschaftliche Leben nicht zu kurz kommen: Wir waren beim Faschingsumzug am Unsinnigen Donnerstag mit dabei, haben die fröhliche Stimmung eingefangen und die Kreativität der Teilnehmer bewundert. Ebenso besuchten wir das Fastensuppenessen, das einmal mehr gezeigt hat, wie stark der Zusammenhalt in unserer Region ist.
Und auch unsere „Rote Couch“ wurde wieder zum Treffpunkt für gute Gespräche. Wer diesmal Platz genommen hat und welche Geschichten erzählt wurden, erfahren Sie in dieser Ausgabe.
Blättern Sie rein, entdecken Sie die Vielfalt unserer Region und lassen Sie sich inspirieren.
Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen Ihr Vorstand der Kaufmannschaft Reutte

WELTFRAUENTAG Im Gespräch mit Magdalena Sprenger 4|5
GRADMESSER FÜR DIE ZUKUNFT
Schüler der Polytechnischen Lehranstalt besuchten zahlreiche Betriebe

WIRTSCHAFT BLEIBT AM BALL Die Wirtschaftsmeile geht in die nächste Runde

KULTUR PUR
Vielfältiges Angebot in Reutte

UNSINNIGER DONNERSTAG IN REUTTE Zuschauer und Teilnehmer haben dem Wetter getrotzt

AUF DEM ROTEN SOFA mit Patricia Wartusch
Theorie ist das eine, die Praxis das andere – und deswegen genießen die Berufspraktischen Tage an der Polytechnischen Schule (PTS) Reutte auch einen solch hohen Stellenwert. 82 junge Leute waren bereits im September und Oktober für jeweils drei Tage zum Schnuppern unterwegs, bevor sie sich dann im November für einen konkreten Fachbereich entschieden und in den jeweiligen Werkstätten erste Erfahrungen sammelten. Die Februar-Einheit markierte nun quasi den Start in die entscheidende Phase: „Die Schüler und Schülerinnen müssen so lange arbeiten wie im ersten Lehrjahr“, erklärt Birgit Rea, die Direktorin der PTS Reutte, im Gespräch mit dem . Viele der Jugendlichen schnupperten laut der Schulleiterin in Betrieben, in denen sie bereits eine Zusage für eine Lehrstelle haben oder beide Seiten konkret interessiert sind: „Und einige kommen mit Lehrverträgen zurück.“
Zwei Schüler wollten zum Beispiel beim Multivac in Lechaschau erkunden, ob der Beruf des Metalltechnikers beziehungsweise des Mechatronikers der richtige für sie ist (Foto rechts). „Sie fertigen da zum Beispiel kleine Werkstücke und lernen das Sägen, Feilen und Hobeln kennen“, erzählt Ausbildungsleiter Matthias Kirchmayr. Am Ende konnten sie da etwa eine Duftlampe aus Edelstahl, die mit einem Teelicht beheizbar ist, mit nach Hause nehmen: „Ich habe den Eindruck, es macht den beiden Spaß, ich sehe motivierte Gesichter“, zeigte sich Kirchmayr „sehr zufrieden“ mit den beiden Schnupperern. Zusammen mit weiteren drei hauptberuflichen Ausbildern betreut er im firmeneigenen Ausbildungszentrum in Lechaschau im Moment übrigens 39 Lehrlinge. Etwa je zur Hälfte handelt es sich dabei um angehende Mechatroniker und Metalltechniker.




Erstmals hieß Elektro Entstrasser in Lechaschau (Foto links) auch einen Schnupperer im Büro willkommen: „Bisher waren wir räumlich zu sehr beengt, aber im neuen Betriebsgebäude haben wir viel mehr Platz“, berichtet Sibylle Kerber. Und was macht denn der am Beruf des Bürokaufmanns Interessierte beim Schnuppern so? „Zeitnachweise ablegen, Daten in den Laptop übertragen, Rechnungen buchen – eine breite Palette aus dem, was in einem Büro eben so anfällt.“ Ein weiterer junger Mann war mit dem Entstrasser-Team auf einer Großbaustelle unterwegs und half mit, Schläuche zu verlegen und Kabel einzuziehen. Beide erlebte Sibylle Kerber als sehr willig und freundlich – und das sei eine ganz wichtige Voraussetzung für eine gute berufliche Zukunft: „Alles andere ergibt sich.“ Unter den zehn Entstrasser-Lehrlingen (die Gesamt-Mitarbeiterzahl liegt übrigens bei 36) befinden sich aktuell übrigens zwei im ersten Lehrjahr. Generell erachtet es Sibylle Kerber als sehr wichtig, dass junge Menschen auf dem Weg ins Berufsleben eine Menge sehen und in viele Berufe hineinschnuppern: „Und in dieser Hinsicht ist das Poly einfach super!“
Fünf „Schnuppergäste“ schlossen bei den Elektrizitätswerken Reutte (EWR) die erste intensivere Bekanntschaft mit dem Arbeitsleben (Foto rechts): Zwei an der Betriebsstelle Grän, zwei in Reutte und einer in Holzgau. Allesamt konnten sie sich laut Ausbildungsleiter Hannes Mutschlechner eine berufliche Zukunft


als Elektroinstallationstechniker mit Schwerpunkt Elektro- und Gebäudetechnik vorstellen. Während der Schnuppertage lernten sie das Unternehmen unter den verschiedensten Aspekten kennen, waren auf Baustellen oder beim Schaltschrankbau mit von der Partie. Kurzum: „Sie konnten hinter die Kulissen der Elektrotechnik blicken, erste Erfahrungen in der Berufswelt sammeln und ausprobieren, ob der in Frage kommende Beruf auch das Richtige für sie ist.“ 30 Lehrlinge (darunter sieben im ersten Lehrjahr) hat Mutschlechner zurzeit unter seinen Fittichen. Und allesamt haben sie diese Phase hinter sich: „Das ist bei uns in den EWR ganz wichtig. Es wird keiner ohne Schnuppern eingestellt, man muss sich ja vorher kennenlernen.“
Offiziell heißt es „Tischlertechnik“, aber „für mich bleibt ein Tischler immer noch ein Tischler“, schmunzelt Toni Mantl, der Geschäftsführer der Tischlerei Nessler und Mantl (Foto rechts), im Gespräch mit dem Mann, der bei ihm diesen Monat hospitierte, war diese Schnupper- Einheit prak tisch nur noch die Zugabe: Schon vor der ersten Runde am Poly hatte er sein Interesse an einer Ausbildung in diesem Höfener Handwerksbetrieb bekundet und erste Erfahrungen gesammelt, bevor er die dann als PTS-Schüler ver tiefte. Sein Talent hatte er schon mehrmals unter Beweis gestellt. „Ich hatte von Anfang an ein sehr gutes Gefühl“, lobt ihn sein künftiger Chef (der dann mit dem jetzigen Schnupperer künftig drei Lehrlinge in seinem Team haben wird), zudem mache bei ihm das Elternhaus einen ganz wichtigen Punkt aus, wenn es um die Einstellung eines Lehrlings gehe. Schnell habe er gespürt: „Der Junge ist am richtigen Platz bei uns.“ Auch wenn die Maschinen beim Schnuppern noch tabu waren: „Da darf man erst nach Vollendung des ersten Berufsschuljahres ran.“ Grundsätzlich findet Mantl die Schnupper tage übrigens super: „Wir waren schon oft dabei – das Poly hat sich wirklich sehr toll entwickelt“, stellt er dieser Bildungseinrichtung auch ein herausragendes Zeugnis aus.


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Vier PTS-Schüler schauten sich wiederum in der Werkstatt des Autohauses Schweiger in Reutte (Foto rechts) um, blickten den Gesellen bei den verschiedensten Arbeiten über die Schulter und durften ab und an auch mit dem Schraubenzieher Hilfestellung leisten. „Wir versuchen, ihnen eine möglichst breite Palette des Berufs des KFZTechnikers zu vermitteln“, schildert Ausbildner Bernhard Berktold den Ansatz des potentiellen Ausbildungsbetriebs. Zu den Stationen dabei zählt nicht nur die Werkstatt, sondern etwa auch das Ersatzteillager, wo immer mal wieder Nachwuchs gesucht wird. Auch diesmal hat das Autohaus bei den Schnuppertagen wertvolle Erkenntnisse gewonnen: „Die, die interessiert sind, schauen sich die Sache genau an, stellen gezielt Fragen und denken aktiv mit.“ Was natürlich ein großer Pluspunkt ist.
Bei Holzbau Saurer in Höfen (Foto unten rechts) konnten vier „Schnupperer“, die eine berufliche Zukunft als Zimmerer in Erwägung ziehen, bei der Produktion eines Fertighausbauteils mit Hand anlegen: Sie befassten sich dabei mit Decke-, Wand- und Dachelementen, halfen beim Abbund diverser Holzbauteile und übernahmen auch Streicharbeiten. Die Unterrichtsräume der Polytechnischen Schule bleiben übrigens keineswegs leer, wenn die 82 jungen Leute zum Schnuppern unterwegs sind: „Die 4. Klassen aller Mittelschulen und einzelne Jugendliche aus Höheren Schulen erleben dann bei uns einen Praxistag, in dem sie in unseren Werkstätten auch ein Werkstück fertigen.“ Das waren heuer übrigens 165 – eine höchst beachtliche Zahl. Die PTS-Lehrer sind derweil auch unterwegs: Sie besuchen ihre Schüler in den Schnupperbetrieben, schauen, wie es ihnen so ergeht und tauschen sich auch mit den Ausbildern über deren Eindrücke aus.

Gute Nachricht vom Campus Gesundheit in Ehenbichl: Über 130 Schüler werden im Augenblick auf unterschiedlichsten Ausbildungswegen auf eine berufliche Zukunft in der Pflege vorbereitet. Nun rückt das (im September startende) nächste Schuljahr immer näher, und da soll dieser erfreuliche Trend natürlich möglichst fortgesetzt werden. Wie viele Chancen sich im Berufsfeld auftun, konnten alle Interessenten vor kurzem beim Tag der offenen Tür in der Bildungseinrichtung erleben.
Mit diesem Event startete die Bewerbungsphase für mögliche neue Schüler: „Wer eine Pflegeausbildung auf dem zweiten Bildungsweg machen möchte, braucht eine längere Vorlaufzeit“, erklärt Direktorin Carolin Sprenger den frühen Termin. Nicht nur, weil man länger darüber nachdenken wolle, sondern auch, weil eventuell Kündigungsfristen einzuhalten seien oder ein Vorpraktikum absolviert werden müsse.

Jede Menge Interessenten nutzten die Gelegenheit, sich über „Leben und Lernen am Campus“ (so Carolin Sprenger) zu informieren. An vielerlei Stationen, die von aktuellen Schülern mitbetreut wurden, konnte man sich anschauen, was dort in Theorie und Praxis vermittelt wird. Und man vermochte auch, in die Welt derer einzutauchen, die man eines Tages betreuen soll. Nicht zuletzt im „Raum der Sinne“ konnte man Selbsterfahrung sammeln: „Da kann man erleben, was es bedeutet, wenn die Wahrnehmung beeinträchtig ist.“ Dies vermittelten auch Brillen, die Augenerkrankungen imitierten oder die mit verschiedenen Gewichten versehenen „Altersanzüge“, die spüren ließen, welche Kraft für welche Bewegungsabläufe erforderlich ist.
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Die Direktorin freut sich natürlich sehr über das große Interesse für ihre Bildungseinrichtung: „Je mehr Auszubildende, umso besser. Das brauchen wir, damit das Außerfern pflegerisch gut betreut bleibt.“ Wegen der demografischen Entwicklung (die „Boomer“ kommen nun in das Alter, in dem immer mehr auf Pflege angewiesen sind) steige der Bedarf: „Und daher möchten wir möglichst viele für die Pflegeberufe begeistern.“
Ab dem 9. Schuljahr könne man eine Ausbildung beginnen, zudem werde die Lehre via zweiten Bildungsweg vom AMS und Land Tirol stark gefördert. Auch der Gemeindeverband sei „sehr dahinter, dass es den Azubis an nichts fehlt“. Zum Beispiel? „Kostenlose Verpflegung, sämtliche Lernmöglichkeiten und personelle Ressourcen, um Coaching oder Ähnliches anzubieten.“
Das habe mit dazu geführt, dass sich die Schülerzahlen nach oben entwickelten. Was auch an den verbesserten Rahmenbedingungen liege, die den Zugang erleichterten. Zum Beispiel familienfreundliche Unterrichtsvarianten und Unterstützungen für die, für die sonst eine solche Ausbildung nicht möglich sei. Carolin Sprenger: „Unsere momentan größte Klasse bilden zum Beispiel gerade die Mütter in Teilzeit.“
„Der Bezirk Reutte bietet ein Umfeld, in dem Ideen entstehen und erfolgreich umgesetzt werden können“: Voller Stolz kommentierte Christian Strigl, Bezirksobmann der Wirtschaftskammer (WK), die jüngsten Gründerzahlen im Außerfern. 156 Unternehmensgründungen aus einer überaus breiten Branchenpalette (ohne selbstständige Personenbetreuer) konnte man im vergangenen Jahren registrieren und damit wesentlich zum Gründungsrekord im Land Tirol beitragen. „Dies bestätigt die Aufwärtsdynamik im Bezirk“, freut sich die Wirtschaftskammer Reutte in einer Pressemitteilung.
Strigl sieht in den Unternehmensgründungen auch ein „starkes Signal für Zukunftsorientierung und Mut“. Die Entscheidung, sich selbstständig zu machen, bringe immer Verantwortung mit sich. Daher sei es auch von großer Bedeutung, Menschen, die sich zu diesem Schritt entschlössen, bestmöglich zu unterstützen, unterstreicht der WK-Bezirksobmann. Bezirksstellenleiter Wolfgang Winkler stimmt ihm zu: „Unser Ziel ist es, Gründern optimale Startbedingungen zu bieten. Jede erfolgreiche Gründung stärkt nicht nur das einzelne Unternehmen, sondern den gesamten Wirtschaftsstandort Außerfern.“ Die frischgebackenen Unternehmer decken dabei ein breites Spektrum ab – es reicht von Handwerk und Gewerbe über Handel und Tourismus bis hin zu IT und Consulting. Und das bewertet die WK überaus positiv: Diese Diversität stärke die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit des Bezirks und fördere eine ausgewogene Entwicklung. Als „besonders bemerkenswert“ stuft man die Bereitschaft vieler Gründer ein, auf innovative Geschäftsmodelle zu setzen: „Das Außerfern profitiert dadurch nicht nur in quantitativer, sondern auch in qualitativer Hinsicht.“
Leider ist uns zu Ohren gekommen, dass die Jänner-Ausgabe des wohl in einigen Haushalten nicht zugestellt wurde. Das tut uns sehr leid, ist uns doch das Miteinander mit unseren Lesern sehr wichtig. Ist Ihnen das auch so ergangen? Dann teilen Sie uns dies bitte in einer E-Mail an info@druckhaus.com mit. Dies trägt dazu bei, die Zustellung wieder zuverlässiger erfolgen zu lassen. Das ist uns sehr wichtig. Danke für Ihre Hilfe!





































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Vier Jahre Pause sind genug: Vom 10. bis 12. Juli steigt die sechste Auflage der Wirtschaftsmeile Außerfern. Die Weichen dazu stellte der „Werbe- und Ausstellungsverein Reuttener Bezirksmesse“ (so der offizielle Name der ausrichtenden Institution) vor kurzem bei seiner Generalversammlung in der Wirtschaftskammer (WK). Zur Ausschreibung für das Messemanagement wurde rund ein halbes Dutzend Experten eingeladen, und nachdem die Entscheidung gefallen ist, geht‘s in die Vollen. „Die operative Phase soll dann Mitte März starten“, umreißt Messevereins-Obmann Wolfgang Winkler im Gespräch mit dem den Zielhorizont.
In der Versammlung selbst hatte Winkler (der ja auch WK-Bezirksgeschäftsführer und Bürgermeister von Ehenbichl ist) von einem „Schulterschluss zwischen allen positiven Kräften“ gesprochen, dessen Ziel es sei, den Bezirkshauptort „toll zu bespielen“. Dazu gebe es keine Alternative andernorts: „Reutte ist einfach prädestiniert dazu.“ Allerdings wird es eine gravierende Veränderung geben: Anders als bei der „Rekord-Messe“ 2022 findet die große Leistungsschau nicht an der Peripherie, sondern mitten im Herzen der Stadt im Areal rund um den Park sowie dem Untermarkt statt. Für Reuttes Bürgermeister Günter Salchner bedeutet dies: „Zurück zu den Wurzeln.“ Denn 2012 sei erstmals eine Messe im Zentrum über die Bühne gegangen. Das Ziel nun: „Die Wirtschaftsmeile soll eine Heimat finden, nachdem sie jahrelang auf Wanderschaft war.“ Die Auflage 2026 wird dabei (wenn es nach dem Willen des Rathauschefs geht) keine Eintagsfliege bleiben: Nach Ende der Ausschreibung soll nämlich ein nachhaltiges Konzept erarbeitet werden, das nicht nur für diese grenzüberschreitende Messe taugt, sondern auch als Blaupause für andere große Events in den kommenden Jahren zu dienen vermag. Wie Wolfgang Winkler („Die Uhr tickt – die Zeit ist reif“) war sich auch das Stadtoberhaupt des engen Zeitrahmens bewusst: „Wir müssen Gas geben – also geh mr‘s an!“
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In das Konzept integriert (und dennoch deutlich als eigenes Element erkennbar) soll dann die vierte Außerferner Frauenmesse sein. Deren Organisatorin Bettina Friedl freut sich schon sehr auf die neue (große) Bühne: „Das bietet ein Riesenpotential für selbstständige Frauen – das sollten wir nutzen.“ Bei der dritten Veranstaltung dieser Art hatte man im vergangenen Herbst 50 Ausstellerinnen (plus 20 auf der Warteliste) gezählt. Und so dürfte die sommerliche Wirtschaftsmeile ein beeindruckendes Spektrum der regionalen Wirtschaft erlebbar machen, auch wenn Winkler (noch) nicht von einer „Messe der Superlative“ ausgeht. Vor vier Jahren sorgten 120 Aussteller just dafür – gute 10 Prozent übrigens aus dem Allgäu. Und diese Quote gilt übrigens auch für die Mitglieder.
Im Rahmen der Regularien wurde auch der Vorstand des Messevereins neu gewählt. Ihn bilden nun Obmann Wolfgang Winkler, sein Vize Stefan Deutschmann, Schriftführer Alexander Pacher, seine Stellvertreterin Monika Lechenbauer-Thurner, Kassier Christian Frick und sein Vertreter Florian Schennach. Mit Dank verabschiedet wurde Hansjörg Schimpfössl. Kassenprüfer bleiben Alexandra Senn und Christoph Baldauf.
Schweißerinnen, Bauarbeiterinnen, Kranführerinnen, Grubenarbeiterinnen – im Sozialismus des einstigen Ostblocks war dies keine Rarität. Frauen in „Blaumännern“ gehörten zum Stadtbild und wurden als „Heldinnen der Arbeit“ gefeiert. Nicht zuletzt am Weltfrauentag, der am 8. März groß begangen wird und inzwischen auch in der westlichen Welt einen immer höheren Stellenwert einnimmt. Hierzulande freilich sind Frauen in sogenannten „Männerberufen“ immer noch weit mehr Ausnahme als Regel. Eine davon ist Magdalena Sprenger aus Lechaschau (Foto).

Mit Begeisterung sitzt sie am Steuer eines der sechs Lkws der Firma Reinhold Sprenger Transporte und Erdbau oder lenkt einen der vier Bagger über Baustellen in der Region. Die junge Frau setzt damit eine lange Familientradition fort: 1937 hatte ihr Urgroßvater Erich das stets in Lechaschau beheimatete Unternehmen gegründet, das zu Beginn auf Holzfuhren und Schneeräumen (mit dem Traktor) spezialisiert war und sich mit Opa Ernst und Oma Marianne sowie Vater Reinhold und Mutter Klaudia an der Spitze stetig weiterentwickelte. Heute gehören neben Mama, Papa und Magdalena selbst noch fünf Mitarbeiter zu ihrem Team.
„Schon im Kindergarten haben mich Maschinen interessiert“, schmunzelt sie im Gespräch mit dem : „Als mir der Papa dann einen Rasenmäher-Traktor gebaut hat, bin ich eifrig im Hof herumgeflitzt. Und auch auf dem Mini-Traktor hinterm Haus bin ich begeistert gesessen.“ Und überhaupt: „Bei jeder Gelegenheit bin ich mit dem Papa mitgefahren – sei es beim Holzholen oder beim Schneeräumen. Egal, wie das Wetter war.“ Die Welt der Motoren hat sie also von Kindesbeinen an gefangen genommen. Und so zählen neben Autos auch Motorräder zu ihren Leidenschaften. Mit ihrer Scott (Baujahr 1929) ist sie bei Rallyes oder Oldtimerveranstaltungen mit von der Partie.
Da war es quasi die logische Folge, dass sie nach ihrer Ausbildung zur kaufmännischen Angestellten noch eine zweite als Kraftfahrerin absolvierte. Und diesen Beruf füllt sie mit Leib und Seele aus. Was gefällt ihr eigentlich so gut daran, einen Lkw zu steuern? „510 PS unterm Sitz und 32 Tonnen lenken und das bei einem 360-Grad-PanoramaRundumblick – das ist schon cool! Ich fahre lieber Lastwagen als Auto.“ Aber auch die Abwechslung auf der Baustelle sei einfach toll: „Ich fahre ja auch Kranwagen, Kipper und ab und zu auch Bagger. Es gibt laufend was anderes zu tun, das finde ich prima.“
Mit der in Country-Songs oft besungenen Trucker-Romantik hat Magdalena Sprenger indes nichts am Hut: „Fernverkehr wäre nix für mich. Ich bin begeisterte Außerfernerin und will abends heimkommen.“ Wobei sie nicht nur zwischen Fahrersitz und Sofa pendelt – Berggehen ist ihre große Passion. Ihr Lieblingsgipfel? „Der Hahnenkamm – mein Hausberg!“
Dass sie als Frau in einem „Männerberuf“ eine Besonderheit darstellt – darüber hat sie sich nie Gedanken gemacht: „Ich persönlich finde das ganz normal. Das ist mein Traumberuf. Entweder du willst etwas oder eben nicht. Und wenn man etwas will, soll man das auch machen.“


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Ungünstiger hätte der Regen nicht einsetzen können – aber echten Faschings-Fans kann das nichts anhaben: Am Unsinnigen Donnerstag avancierte Reutte einmal mehr zum Magneten für Narren aus dem Außerfern und dem Allgäu. Eine grenzüberschreitende Party wurde in der Stadtmitte gefeiert, bei der sowohl Fußgruppen in tollen Kostümen als auch fantasievoll gestaltete Wägen für tolle Stimmung trotz des miserablen Wetters sorgten. Große Themen waren unter anderem Olympia oder Banküberfälle respektive Kunstraubaktionen sowie Casinopläne im Allgäu. Zudem zuckelten gleich vier Dampfloks als Reminiszenz an Jim Knopf und Lukas, den Lokomotivführer durch den Obermarkt, und auch diverse Formel-1-Boliden waren mit von der Partie. Und da sich auch eine Menge Vampire die Ehre gaben und sich jede Menge Artisten in farbenfrohen Trikots tummelten, konnten die Tausenden Besucher trotz des grauen Himmels einen bunten Umzug genießen und kräftig miteinander feiern.

Auch hoher Besuch erwies Reuttes Faschingsumzug die Ehre: Markus Wolkerstorfer, Vize-Generalsekretär des Bundes Österreichischer Faschingsgilden (BÖF), marschierte an der Seite von Reuttes Bürgermeister Günter Salchner in der Mitte des Zuges. Das Stadtoberhaupt hat sich dazu eigens in das Wams einer Steampunk-Figur geworfen. Das Kunstgenre wurde von der gastgebenden Faschingsgilde heuer zum Motto auserkoren – mixt die Mode aus der Zeit von Großbritanniens Königin Victoria mit Science-Fiction – so, als würden Computer mit Dampf betrieben. Alle Befürchtungen ob des Niederschlags während des gesamten Umzugs erwiesen sich übrigens als grundlos: Die 42 Gruppen trotzten den widrigen Bedingungen bravourös. „Die tolle Stimmung im Zug und am Straßenrand war viel stärker als der Regen“, strahlte Thomas Ruepp, der Obmann der Faschingsgilde Reutte, im Gespräch mit dem . Regen hin oder her: „Das Zentrum war brechend voll, die Atmosphäre mitreißend – das war ein voller Erfolg. Absolut perfekt. Einfach fantastisch!“






Identität ist wichtig. Nicht nur für jeden Menschen. Sondern auch für eine Gemeinde: Ein gewachsenes Ortsbild ist ein großer Pluspunkt. Und genau hier setzt auch eine Initiative der Regionalentwicklung Außerfern (REA) an. Motto: „Leerstand reaktivieren – Ortskerne bewahren!“
Leider stehen in vielen Ortszentren des Außerferns ältere Gebäude leer oder werden nur teilweise genutzt. Oft steht dann ein Abriss und Neubau im Raum – was nicht immer positive Auswirkungen auf das gewachsene Ortsbild zeitigt. Die REA-Initiative möchte daher durch eine umfassende Beratung und das Aufzeigen gezielter Fördermöglichkeiten dabei helfen, eine sinnvolle Nutzung für bestehende Häuser aufzuzeigen und sie dann mit neuem Leben zu erfüllen. Private Eigentümer, die sich Gedanken über eine neue Nutzung, einen Um- oder Ausbau oder eine Sanierung machen, können daher ebenso wie Betriebe oder Gemeinden im Rahmen dieses Projekts eine umfassende kostenlose Beratung in Anspruch nehmen. Das kann sich lohnen, denn die Revitalisierung bestehender Gebäude wird in Tirol durch verschiedene Förderprogramme von Bund und Land gezielt unterstützt.
Die Beratung übernehmen dabei die Architekten Martin Köck und Matthias Scheiber von der Architekturstube in Elmen sowie Harald Kröpfl aus Landeck. Die bisherigen Erfahrungen waren sehr positiv, so dass der REAVorstand vor kurzem grünes Licht für eine Verlängerung des Projekts um weitere zwei Jahre gab.


Alle Details erfährt man bei der Architekturstube in Elmen über mail@architekturstube.eu oder Telefon 0043 (0)650 536 5615.

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Verzicht kann Freude machen, Gemeinschaft stiften, anderen helfen – und darüber hinaus auch höchst genussvoll sein. Das spürte man auch heuer am Aschermittwoch wieder überaus eindrucksvoll: Der Andrang zum 15. Fastensuppenessen der Katholischen Frauenbewegung (KFB) war einmal mehr riesengroß. Und die Fastensuppen-Fans strömten dabei nicht nur aus dem Reuttener Talkessel herbei, sondern aus dem ganzen Außerfern.

Organisationschefin Brigitte Reinstadler und ihr Team tischten anlässlich der Aktion Familienfasttag der KFB, die unter dem Motto „Teilen spendet Zukunft“ steht, nunmehr zum zweiten Mal im Restaurant des Hotels Maximilian in Ehenbichl fünf köstliche Suppen auf, die allesamt großen Anklang fanden. Die Küche des gastgebenden Hauses hatte eine Knoblauchcreme- und eine Tomatensuppe beigesteuert, aus der Betriebsküche des Bezirkskrankenhauses (BKH) kam eine Karotten-Ingwer-Orangensuppe, das Restaurant „Alina“ in Breitenwang verwöhnte die Gäste mit einer Kartoffelcremesuppe – und Franz Habicher, der frühere Küchenchef des BKH, zauberte eine vegetarische Gerstlsuppe auf die Tische. „Wir stoßen bei den Gasthäusern und Küchen jedes Jahr auf offene Ohren, jeder hilft gerne“, freute sich da Brigitte Reinstadler. Das gilt auch für ihr zehnköpfiges Team: „Es hat uns auch dieses Jahr großen Spaß gemacht. Jede von uns macht gerne mit.“
Die komplett weitergegebenen freiwilligen Spenden für all die Köstlichkeiten brachten auch dieses Mal wieder eine gute Sache voran: DIE KFB unterstützt heuer das Projekt „Seeds“, das indigene Frauen im ostindischen Bundesstaat Jharkand dabei hilft, sich ihrer Rechte bewusst zu werden und sich unter anderem gegen die Gewalt ihrer Partner zu wehren. Am Ende konnte Dekan Franz Neuner dafür die stolze Summe von € 3.150,- (ein neuer Spendenrekord) in Empfang nehmen und an die KFB weiterleiten.
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Auch als Außerferner vermag man nicht alle Schönheiten Tirols zu kennen. Für die, die auch mal ein Ausflugsziel abseits der ausgetretenen Pfade suchen, ist der gebürtige Innsbrucker Uwe Schwinghammer gewiss ein guter Ratgeber. In seinem im Tyrolia Verlag erschienenen Führer „100 x Tirol“ präsentiert er jede Menge gute Gründe, im eigenen Heimatland auf Entdeckungsreise zu gehen.
Auch der Bezirk Reutte ist natürlich darin vertreten: Auf den Sebensee, das Zunftmuseum Bichlbach, die Burgenwelt Ehrenberg, den Frauensee, den Vogelturm bei Pflach oder den Doser Wasserfall braucht man als Außerferner zwar nicht extra hingewiesen zu werden. Aber dennoch wartet sicher das eine oder andere noch unbekannte Detail. Und ohnehin warten ja auch jenseits des Fernpasses jede Menge überraschende und sehenswerte Ziele – sei es nun der Schmugglerweg von Kitzbühel nach Klobenstein, das Augustinermuseum in Rattenberg, die Holz-Erlebniswelt Feuerwerk bei Fügen, der Kraftplatz von Maria Waldrast, die Rofenhöhe bei Vent (Österreichs höchstgelegene dauerhaft besiedelte Bauernhöfe) oder die Schlucht des Zammer Lochputzes bei Zams. Und so weiter und so fort.
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Die Landesmusikschule Reutte-Außerfern besitzt einen hervorragenden Ruf: Das spiegelt sich auch darin wider, dass man sich im aktuellen Schuljahr mit 1380 Schülern über so viele wie noch nie freuen kann. Und die kommen aus allen Altersstufen: Die jüngsten zählen gerade mal vier Lenze, der älteste bildet sich noch mit 88 an der Gitarre weiter. Ihnen wenden sich 51 Lehrkräfte zu – die Hälfte davon pendelt aus dem Inntal oder dem angrenzenden Bayern nach Reutte.
Die Nachbesetzung frei gewordener Stellen ist indes nicht so einfach, wie sich das so mancher vorstellen dürfte. Als großer Pluspunkt gilt (so Direktor Tobias Lämmle) indes die hervorragende Infrastruktur an der Musikschule Reutte. Und für die hat die Stadt Reutte in den vergangenen Jahren erneut einiges getan: Rund € 40.000,- wendeten deren Tochter, die Reuttener Kommunalbetriebe (RKB), allein für den Lina-Thyll-Saal auf – sie wurden unter anderem für eine neue, programmierbare Lichtanlage, die Erweiterung der Soundtechnik und eine elektrisch steuerbare Außenbeschattung investiert.
€ 130.000,- flossen in die Umrüstung auf eine energiesparende LED-Beleuchtung im ganzen Gebäude. Investitionen, hinter denen Reuttes Bürgermeister Günter Salchner voll und ganz steht. „Dies war goldrichtig, auch wenn die finanziellen Spielräume immer kleiner werden. Die hohe Schülerzahl ist der beste Beweis dafür. Die Förderung der musikalischen Bildung hat in Reutte einfach einen hohen Stellenwert.“







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Viele Kliniken in Tirol funken SOS: „Allein die sechs Bezirkskrankenhäuser rechnen heuer mit einem Gesamtabgang von € 59 Millionen“, lässt Reuttes Bürgermeister Günter Salchner in einer Presseerklärung wissen. Das Bittere fürs Außerfern: Auch das Bezirkskrankenhaus (BKH) in Ehenbichl wird wohl einen gewaltigen Batzen dazu beitragen – Schätzungen belaufen sich auf sage und schreibe € 7,2 Millionen.

Doch nicht nur dies, sondern auch mögliche Gegenmaßnahmen lassen bei Reuttes Rathauschef die Alarmglocken schrillen. So dränge die zuständige Landesrätin Cornelia Hagele mit Blick auf die prekäre Finanzlage der Gemeinden auf eine stärkere Abstimmung bei den Leistungen und Investitionen bei den Tiroler Spitälern und könne sich sogar eine Spitals-Holding für ganz Tirol vorstellen. Das wiederum schmeckt Reuttes Stadtoberhaupt ganz und gar nicht. Warum? Dies erklärt er der Landesregierung verbunden mit der Bitte, die „besondere geografische Situation des Bezirkes Reutte“ nicht außer Acht zu lassen: „Eine rein landesweite Koordination bedeutet für Außerferner Patienten zusätzliche, mühselige Fahrten über den Fernpass, Maut inklusive. Zudem ist zu befürchten, dass etwa bei einer landesweiten Spitalsholding die peripheren Standorte zu Gunsten des Zentralraums ausbluten.“
Eine aus seiner Sicht bessere Lösung, um die regionale Gesundheitsversorgung sicherzustellen, sei daher eine intensivere Zusammenarbeit mit den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren. Das BKH Reutte (Foto) und die Klinik Füssen lägen schließlich gerade mal 20 Autominuten voneinander entfernt. Es bestehe zwischen beiden ja auch bereits seit 15 Jahren eine Kooperation in Form eines grenzüberschreitenden Herzzentrums. Und aktuell baue man gemeinsam eine digitale und telemedizinische „Sekundärpräventionsstrategie nach Herzinfarkt“ auf, bei der außer den beiden Kliniken auch die Medizin-Uni Innsbruck und deren Pendant in Augsburg beteiligt seien: „Für mich liegt der logische Schluss darin, diese Kooperation auch auf andere Abteilungen auszudehnen“, sagt Günter Salchner.
Daher lade er seine Bürgermeisterkollegen ein, sich ihm anzuschließen und gemeinsame grenzüberschreitende Lösungen voranzutreiben. In der Euregio Via Salina (dem interkommunalen Zusammenschluss von Außerfern, Allgäu und weiten Teilen Vorarlbergs) hat Reuttes Rathauschef bereits vorgefühlt und von dessen Präsidium Unterstützung zugesagt bekommen. Diesem Gremium gehören neben ihm auch die beiden Landrätinnen Indra Baier-Müller (Oberallgäu) und Maria Rita Zinnecker (Ostallgäu) sowie der Mittelberger Bürgermeister Joachim Fritz an.
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Vertiefen möchte man das Thema beim vierten Euregio-Netzwerktreffen Bayern/Tirol, das im Herbst dieses Jahres in der Ehrenberg-Arena stattfindet. Landeshauptmann Anton Mattle hat übrigens sein Kommen dazu avisiert.
Der Bodensee hat viele Fans: Das spiegelt sich auch in der großen Besucherzahl wider, als -Redakteur Jürgen Gerrmann (Foto) vor kurzem sein im Bruckmann Verlag erschienenes neues „Buch der kuriosen Orte rund um den Bodensee“ in der Stadtbibliothek Reutte präsentierte. 50 Ausflugsziele vermag man darin aus ganz neuen Blickwinkeln zu entdecken und erlebt so manche Überraschung, auch wenn man glaubt, schon alles zu kennen.

Wem ist zum Beispiel schon einmal die Hopfensau begegnet? Nein, dabei handelt es sich nicht etwa um eine bayerische Variante des Spanferkels oder ein lokales Schimpfwort – sondern um einen alten Ehrentitel für den Hopfenpflücker, der im Herbst die letzte Ranke der „Wunderpflanze“, der man fast beim Wachsen zuschauen kann, von den Feldern rund um Tettnang erntete und der mittlerweile zum Symbol des Faschings in diesem Kleinstädtchen wurde. Wer weiß noch, dass man früher zur Verkostung des Weins vom deutschen Bodenseeufer vier Leute brauchte (zumindest wurde das augenzwinkernd so behauptet): den Trinker, zwei, die ihn festhielten und einen, der ihm den herben Tropfen einflößte? Das änderte sich erst, als drei kühne Winzer ein paar wenige Reben der neuen Sorte Müller-Thurgau aus dem Weinberg des Schweizer Schlosses nächtens mit dem Ruderboot ans Ufer beim württembergischen Immenstaad schafften. Und wem ist das heimliche Wahrzeichen der Vorarlberger Hauptstadt Bregenz bekannt? Nein, nicht die Seebühne (das wäre zu einfach) – sondern der Kult-Milchpilz an der Seepromenade. Geschichten wie diese finden sich in dem Buch in Hülle und Fülle – sei es aus außergewöhnlichen Museen, Klöstern und Kirchen, Burgen und Schlössern oder auch über Fortbewegungsmittel zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Sie zeigen einem den Bodensee aus einem ganz anderen Blickwinkel.
Unter denen, die uns eine E-Mail mit dem Stichwort „Bodensee“ an info@druckhaus.com senden, verlosen wir ein Exemplar des „Buchs der kuriosen Orte am Bodensee“.

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Zu den drei großen Säulen der Außerferner Wirtschaft zählt (neben der Industrie und dem Gewerbe) der Tourismus. Wie dessen Zukunft aussieht, kann daher keinem gleichgültig sein. Dies erklärt wohl auch den enormen Zuspruch, den vor kurzem der Abend mit Professor Dr. Robert Steiger im Rahmen der Reihe „Uni goes Reutte“ im Saal der Wirtschaftskammer (WK) fand.

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Wie sieht der Innsbrucker Uni-Professor für Finanzwissenschaft mit Schwerpunkt auf Klima, Tourismus und nachhaltige Regionalentwicklung denn eigentlich die aktuelle Situation? Das Foto zeigt ihn als 2. von links gemeinsam mit Moderatorin Dr. Sara Matt sowie WK-Bezirksobmann Christian Strigl (links) und WK-Bezirksstellenleiter Wolfgang Winkler. „Generell verläuft der Klimawandel in Österreich schneller als in anderen Ländern“, sagt er im Gespräch mit dem . Das spüre man in Tirol vor allem im Winter, wenn der Neuschnee weniger werde – was sich in höheren Lagen deutlich weniger bemerkbar mache als weiter unten. Ganz grob lasse sich sagen, dass der Winter pro Jahrzehnt etwa um acht Tage kürzer ausfalle. Und dieser Trend halte an.
Was das für die Zukunft bedeutet? „Die Kosten für die Beschneiung werden steigen – zum einen, weil weniger Neuschnee fällt, zum anderen, weil die Wärme die Schneedecke angreift.“ Viele Orte in weniger hohen Lagen stießen dabei wohl an technische und finanzielle Grenzen. Um die Kosten decken zu können, müsse man entweder die Preise für Skipässe weiter erhöhen oder sich um mehr Frequenz für die Pisten kümmern. Die Crux: Schon in den vergangenen Jahren sei die Preissteigerung bei den Pistentickets höher ausgefallen als die allgemeine Inflation. Die mutmaßliche Konsequenz: „Immer weniger werden sich das Skifahren noch leisten können oder wollen.“ Was den Sommer anbelangt, fällt Steiger die Vorhersage schwerer. Der Vorteil: „Ohne Schnee kann man nicht Skifahren. Aber wenn‘s im Sommer regnet, kann man trotzdem wandern.“ Zumal die Zahl der Regentage wohl sinke. Und die Attraktivität der Bergregionen in dieser Jahreszeit steige wohl auch, weil viele Menschen aus den heißen Großstädten die Kühle suchten. Andererseits: „Es gibt häufigere Starkniederschläge. Die Extreme werden noch extremer, es ist mit mehr Muren, Felsstürzen, Überschwemmungen zu rechnen.“ Darauf müsse man die Gäste vorbereiten und sie mit Informationen versorgen (zum Beispiel davor warnen, bei bevorstehenden Gewittern zu Touren aufzubrechen).
Was empfiehlt der Wissenschaftler denn den Touristikern? Zum Beispiel, in den niederen Lagen „den Sommer in den Winter zu ziehen“ – also Sommerrodelbahnen, Mountainbike-Strecken und Zip-Lines so früh und lang wie irgend möglich in Betrieb zu nehmen. Mit derlei Dingen sieht Steiger das Außerfern ja jetzt schon gut aufgestellt. Positiv wertet er zudem, dass viele Tiroler Orte in der Sommersaison durchaus noch „Luft nach oben“ hätten. Allerdings: „Man muss auch aufpassen, dass man nicht überrannt wird. Besucherlenkung statt Übernutzung muss hier die Devise lauten.“ Und das könne bis hin zu einer Maut für Zufahrtsstraßen oder deren Sperrung bei zu hohem Andrang (wie am Pragser Wildsee in Südtirol) reichen.
Der Tourismus müsse aber („wie alle anderen Bereiche auch“) seinen Beitrag dazu leisten, die CO2Emissionen zu reduzieren. Den größten Anteil daran mache die An- und Abreise der Gäste aus. Das Bemühen um zusätzliche Gäste in großem Stil aus Fernmärkten wie USA oder China betrachtet er daher mehr als kritisch. Es gelte auch, sich um eine Öffi-Alternative zum Auto zu kümmern – schon bei der Anreise (mit der Bereitstellung von Shuttle-Bussen vom Bahnhof), aber auch für den Aufenthalt selbst, wo die Urlauber ja auch (etwa durch Ruftaxis) mobil bleiben sollten und müssten.
Malerei und Musik, Theater und Ausstellungen, Kleinkunst, Brauchtum und kirchliche Veranstaltungen: Viele Perlen der Kultur funkelten in den vergangenen Monaten in Reutte. Das machte der Bericht von Robert Pacher, dem Obmann des Ausschusses für Bildung, Kultur und Integration, in der jüngsten Gemeinderatssitzung einmal mehr deutlich.
Höchst erfreulich dabei: Auch die Außerferner Kleinkunstbühne in der Kellerei erkennt nun den Kulturpass Tirol an. Dort (sowie auch im Erlebnismuseum „Dem Ritter auf der Spur“ in der Burgenwelt Ehrenberg, bei der Kulturinitiative Huanza, dem Museum im Grünen Haus sowie beim Filmcircle und dem Kulturforum Breitenwang) erhalten einkommensschwache Menschen kostenlosen Eintritt.

Da „Bilder mehr sagen als 1000 Worte“ (so Pacher) ließ Pacher mit einer Fülle von Fotos die vergangenen Monate Revue passieren. Tausende lockte dabei der Erntedankumzug ins Herz der Stadt, auch der Festgottesdienst zur Erweiterung des Seelsorgeraums Reutte war stark besucht. Ein Glanzlicht stellte zudem der festliche Abend zum 50-jährigen Bestehen der Plansee-Konzerte dar. Ebenfalls 50 Jahre alt ist der Museumsverein Reutte, der sein Jubiläum nicht nur mit einem Festabend in Anwesenheit von Landeshauptmann Anton Mattle, sondern auch mit seiner Winterausstellung feierte. Ein vielfältiges Programm bot die Kulturinitiative Huanza einmal mehr bei ihrer Kulturzeit. Über starke Resonanz konnten sich auch die Nacht der 1000 Lichter der katholischen Kirche und die Nacht der Kultur des Museumsverbunds Außerfern freuen. Die Reuttener Heimatbühne vermochte mit dem Schwank „Vier Hände für ein Euter“ ihr Comeback im Novum (dem früheren Paulusheim) zu feiern. Und zwar gebührend: Alle Aufführungen waren ausverkauft.

In der Zeillergalerie waren unter anderem Bernhard Weger mit seinen Aquarellen sowie eine Gruppe Außerferner Künstler mit der Ausstellung „Buntgemischt“ zu Gast. Im August stellt heuer dort übrigens der Maler Mauro Larcher aus Reuttes Partnerstadt Cles aus. Insgesamt eine beeindruckende Bilanz. Die Bürgermeister Günter Salchner zu diesem Fazit veranlasste: „Reutte ist eine Kulturstadt – darauf können wir wirklich stolz sein.“


Sicher: Ein angenehmes Thema, das jedem gefällt, ist die Lokalgeschichte während des „Dritten Reiches“ nicht. So manche Gemeinde drückt sich gerne (und erfolgreich) darum. Umso höher ist es einzuschätzen, dass sich die junge Gemeinderätin und Lehrerin Viktoria Zoller (Foto) der nationalsozialistischen Ära in ihrem Heimatdorf angenommen hat. Auf ihren Forschungen (nicht zuletzt im Gemeindearchiv) fußt nicht nur der im vergangenen Juni eröffnete „Pfad der Erinnerung“, sondern auch das überaus informative und wertvolle Begleitheft, das seit kurzem erhältlich ist.
Auf 15 Schautafeln geht der „Pfad der Erinnerung“ auf die verschiedensten Aspekte dieser verhängnisvollen sieben Jahre in Lermoos ein – sei es nun Landwirtschaft, Tourismus, nationalsozialistische Lager oder Pfarre. Und man scheut auch nicht davor zurück, an heute eher Unangenehmes zu erinnern – etwa die Begeisterung der Außerferner für den Anschluss (oder den „Eintritt“, wie es Adolf Hitler selbst bezeichnete) an das Deutsche Reich. Schon am Tag nach dem Einmarsch der Wehrmachtstruppen in Österreich (am 12. März 1938) marschierten 250 Menschen (mit der Musikkapelle voran) durch das Dorf, und bei der Fackelwanderung am selben Abend vom Bahnhof zum Kirchplatz wurden sogar 800 Personen geschätzt – wobei die Statistik für das Jahr darauf 627 Einwohner ausweist. Kurz darauf entfernte die SS den bisherigen Bürgermeister Carl Rieder aus seinem Amt und ersetzte ihn ab 18. März durch Rudolf Sam. Bei der Volksabstimmung vom 10. April zählte Lermoos zwar nicht zu den 18 Außerferner „Führergemeinden“ mit 100 Prozent Ja – aber andererseits weist das Ergebnis auch nur eine einzige Gegenstimme aus (bei 351 Ja).

Doch nicht nur die Unterstützung für Hitler, sondern auch der Widerstand gegen das Nazi-Regime lässt sich in Lermoos verorten. Und zwar ganz prominent: Christoph Probst, Mitglied der hauptsächlich durch Sophie und Hans Scholl bekannten Studentengruppe „Weiße Rose“ lebte ab dem September 1942 in Untergarten. „Lermoos ist für mich ein paradiesischer Ort und das ganze Tal ein besonderer Fleck Erde“, schwärmte er in einem Brief an seine Mutter, die sich Jahre zuvor von seinem Vater getrennt hatte. Aber auch mit seiner Stiefmutter, einer Jüdin, pflegte der Medizinstudent eine innige Beziehung und bekam dadurch einen intensiven Eindruck vom Terror-Regime der Nazis. Obwohl er ursprünglich aus Verantwortung für seine Familie nicht an den Aktionen der „Weißen Rose“ teilnahm, verfasste er nach der gnadenlosen Schlacht um Stalingrad, die mit der Niederlage der deutschen Truppen endete (und der Wendepunkt im Ostfeldzug werden sollte) den Entwurf für ein Flugblatt, das bei Hans Scholl gefunden wurde. Kernsatz: „Hitler und sein Regime muß fallen, damit Deutschland weiterlebt.“ Das sollte er mit dem Leben büßen. Zwei Tage nach seiner Verhaftung wurde er am 22. Februar 1943 in München Stadelheim mit dem Fallbeil hingerichtet, ohne seine Familie wiedergesehen zu haben. Nach dem Krieg zog seine Frau Herta, die erst am Tag nach der Vollstreckung des Todesurteils über Christoph Probsts Tod informiert worden war, mit den drei Kindern wieder zu ihrer Familie nach Deutschland.
Dass verblendete Nazis selbst in den letzten Kriegstagen nicht einsehen wollten, dass ihre Sache verloren war, musste Lermoos bitter büßen. Am 29. April 1945 entschied der Kommandeur einer Wehrmachtseinheit bei einer Besprechung in Lermoos, dass der Fernpass unbedingt gegen die aus Norden anrückenden US-Truppen verteidigt werden sollte – das sollten zunächst ein gutes halbes Hundert Soldaten übernehmen, die mit Panzerfäusten und Maschinengewehren ausgestattet und an den Hängen zwischen Gries, Ober- und Untergarten platziert wurden. Als sich die Amerikaner am nächsten Morgen näherten, feuerten die Verteidiger los. Doch die Angreifer ließen sich das nicht gefallen und schossen ihrerseits massiv zurück. Viereinhalb Stunden zogen sich die Kämpfe hin (obwohl Lermoos als „Lazarettdorf“ weder verteidigt noch beschossen hätte werden dürfen) – am Ende lagen die 15 Häuser Untergartens in Schutt und Asche, neun Zivilisten sowie elf deutsche und vier amerikanische Soldaten hatten ihr Leben verloren.
Doch der hervorragend gestaltete sowie mit fundiertem, exzellent recherchiertem Text und vielen historischen Fotos toll ausgestattete Band soll nicht nur ein Blick zurück sein. Sondern mehr als das: „Ganz bewusst haben wir als letzte Station am Weg und im Buch das Thema ,Frieden‘ gewählt“, erklärt Viktoria Zoller, die Mittelschullehrerin, die ihre Bachelorarbeit über das Thema „Lermoos – Heimatdorf in der NS-Zeit“geschrieben hat und Obfrau des Kulturausschusses des Gemeinderates ist: „Den sollen wir bewahren, denn wir wollen keine Diktatur und keinen Krieg mehr erleben. Aber das fängt schon in der eigenen Gemeinde an.“
Das Begleitheft zum „Pfad der Erinnerung“ ist im Gemeindeamt und im Lermooser Büro der Tiroler Zugspitzarena, die das Projekt auch finanziell unterstützt hat, erhältlich.

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„Ein sehr erfolgreiches Jahr“ (so Obfrau Daniela Sulik) liegt hinter dem Kulturforum Breitenwang. Ein Beispiel dafür: Die Besucherzahlen kletterten gegenüber 2024 um mehr als ein Drittel nach oben und knackten die 2000er-Marke locker. Optimale Voraussetzungen mithin, um mit Elan ins Jubiläumsjahr zu starten – fand doch vor einem Vierteljahrhundert die erste Veranstaltung dieser Institution statt, die mittlerweile aus dem kulturellen Leben des Außerferns nicht mehr wegzudenken ist.

Und so stimmte vor kurzem bei der Jahreshauptversammlung wohl jeder Daniela Sulik zu, als sie von einer „echten Erfolgsgeschichte“ sprach: „So lange muss man erst mal durchhalten – und das wollen wir mit unserem Jubiläumsprogramm feiern!“ Dazu gehört unter anderem ein Ausstellungs-Viererpack, der von Ulrike und Bernd Passauer eröffnet wird – sie ist Malerin, er hat sich der Architekturfotografie verschrieben (Vernissage am 7. März um 17 Uhr). Teil 2 gestaltet Silvia Morandell mit ihrem „Farbenspiel der Gefühle“ (Eröffnung am 2. April um 19 Uhr). Die Sommerausstellung gestaltet Lucie Sommer-Leix mit ihren originellen Skulpturen, während im Herbst die Malerin Maria K. Allgaier den Reigen beschließt. Ebenfalls ein Jubiläum kann die seit 40 Jahren existierende Bücherei begehen – sie tut das mit einer Lesung: Dietmar Wachter bringt dazu seinen modernen Schelmenroman „Der schöne Karl“ mit. Auch die Kooperation mit der Außerferner Kulturinitiative Huanza pflegt man weiter: Heuer geht sowohl die Eröffnung der 37. Kulturzeit (mit dem sinfonischen Kabarett-Solo „Auf der schönen blauen Erde“ von Bernhard Petz) als auch deren Finale (mit der Jazz-Sängerin Simone Kopmajer) über die Bühne des VZ. In den letzten Mai-Tagen dreht sich dann bei „Alles Lied“ wieder ein hochkarätiges Programm um alle Facetten dieses Genres. Und das Kult-Festival „Weekend for Jazz“ erlebt Mitte November seine 18. Auflage und sorgt für einen gebührenden Abschluss des Jubiläumsjahres, das natürlich zudem durch ein hochkarätiges Filmprogramm bereichert wird.
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Robert Pacher hatte zu Beginn der Tagesordnung auf das mit Höhepunkten gespickte Programm 2025 zurückgeblickt. Kassierin Gerlinde Rom, die dieses Amt seit Anbeginn innehatte und nun mit großem Dank verabschiedet wurde (Susanne Scheucher tritt ihre Nachfolge an), spiegelte dies in Zahlen wider. Der Filmcircle konnte sich über insgesamt 670 Besucher freuen – was einen Durchschnitt von 48 ausmachte. Der absolute Hit mit 96 war dabei der im Lechtal gedrehte Streifen „Elfi“, aber auch „Konklave“ (90) und „Münter und Kandinsky“ (76) fanden große Resonanz. Da die Lizenzgebühren für die Filme immer mehr steigen, musste man sich übrigens nach langer Zerit zu einer moderaten Erhöhung der Eintrittspreise entschließen. Die Gesamtbesucherzahl explodierte regelrecht auf 1541 –das waren 600 mehr als im Vorjahr. Als Renner entpuppten sich dabei das Festival „Alles Lied“, Laszlo Demeters Auftritt mit seinen Freunden und das Jubiläumskonzert des Weltladens. Eine beeindruckende Bilanz mithin, der Gemeindevorständin Nina Scheucher namens der Gemeinde ebenfalls höchsten Respekt zollte.
Alle Details zum neuen Programm findet man im Internet unter kulturforum-breitenwang.org
Wahrlich kein Grund zur Freude: Im Zuständigkeitsbereich des Standesamts- und Staatsbürgerschaftsverbands Reutte (zu dem außer dem Bezirkshauptort noch die Gemeinden Breitenwang, Lechaschau, Ehenbichl, Pflach, Höfen, Wängle, Heiterwang, Musau und Pinswang gehören) gab es im vergangenen Jahr so wenig Geburten wie seit 2005 nicht mehr: Lediglich 270 Kinder (136 Buben und 134 Mädchen) erblickten das Licht der Welt – zwei davon zuhause, der Rest im Bezirkskrankenhaus Reutte. Das weist die seit kurzem vorliegende offizielle Statistik so aus.
Mit 214 Kindern haben fast 80 Prozent der Neugeborenen die österreichische Staatsbürgerschaft inne. Mit 24 Babys liegt Deutschland auf Platz 2, alle anderen Staatsangehörigkeiten sind nur mit einer einstelligen Zahl in der Übersicht vertreten: Ungarn mit sieben, die Türkei mit vier, Afghanistan, Kroatien, die Niederlande und die Slowakei mit jeweils drei, BosnienHerzegowina mit zwei sowie Griechenland, Montenegro, Polen, Rumänien, Somalia, Syrien und die Tschechische Republik mit jeweils einem neuen Erdenbürger.

Was den Rahmen des gemeinhin Erwarteten sprengen dürfte: Die frischgebackenen Eltern von 109 Kindern waren bei der Geburt (noch) nicht verheiratet – und das entspricht einem Wert von rund 40 Prozent. Fast zwei Drittel davon (nämlich 68) erhielten den Familiennamen der Mutter, 39 den des Vaters und zwei einen Doppelnamen.
Große Beliebtheit genießt ja stets die „Hitliste“ der Vornamen eines Jahres. 2025 kristallisierte sich dabei indes kein klarer Favorit heraus: Bei den Mädchen teilten sich Mia, Lara und Emma den ersten Rang, bei den Buben lagen Noah und Paul gleichauf. Bei all diesen fünf gab es jeweils fünf Einträge dieses Namens ins zentrale Personenstandsregister. Bei den Mädchen komplettierten Ida und Sophia (je vier) sowie Leonie, Lena, Mira und Rosa (je drei) plus Anna (zwei) die Top Ten. Bei den Jungen waren dies Samuel, Maximilian, Max und Elias (je vier), Fabian (drei) sowie Anton, Asaf und Fabio (je zwei).
Von den Kindern, deren Eltern (respektive Mutter) im Verbandsgebiet wohnen, stammte fast die Hälfte (nämlich 72) aus Reutte. 21 fanden in Lechaschau ihr Zuhause, 15 waren es in Höfen, 13 in Pflach, zwölf in Breitenwang, neun in Wängle, je drei in Ehenbichl und Heiterwang, zwei in Musau und eines in Pinswang. Außerhalb des Verbandsgebietes kamen besonders viele aus Ehrwald (124), Vils (13) und Tannheim (zehn) zur Entbindung ins Bezirkskrankenhaus – und mit 15 stellte auch Deutschland einen großen Anteil.

Ein neuer Mann an der Spitze: Zum 1. April übernimmt Sebastian Wühr aus Oberammergau die Geschäftsführung der AST – Eis- und Solartechnik GmbH mit Sitz in Höfen. Die hundertprozentige Tochterfirma der Elektrizitätswerke Reutte AG setzt mit diesem Schritt auf neue Impulse in Führung und Ausrichtung.

Die AST zählt zu den Marktführern in der Planung und Realisierung hochwertiger Eisbahnanlagen und ist darüber hinaus im Bereich Solartechnik aktiv. Mit Sebastian Wühr (auf dem Foto in der Mitte) übernimmt ein erfahrener Industriemanager die Leitung des Unternehmens, das bis Ende März 2026 noch weiter interimistisch von Michael Peter geführt wird. Sebastian Wühr stammt aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen und verfügt über langjährige Erfahrung in Industrieunternehmen, insbesondere in technischen und strategischen Führungsfunktionen. Zuletzt war er als Werkleiter, Prokurist und Gesellschafter bei der KERN Microtechnik GmbH tätig, einem auf hochpräzise Fräsmaschinen spezialisierten Unternehmen, wo er maßgeblich an der positiven Entwicklung der Firma beteiligt war. Frühere berufliche Stationen führten ihn unter anderem zur Pfleiderer AG (mit Sitz in Neumarkt in der Oberpfalz) und zur Avery Dennison Corporation.
Eine besondere Stärke bringt Wühr mit Blick auf das Kerngeschäft der AST mit: seine enge Verbindung zum Eissport. Seit vielen Jahren engagiert er sich im organisatorischen Umfeld des traditionsreichen SC Riessersee. Durch seine operative Mitarbeit im Verein kennt er sowohl die technischen Anforderungen an Eisflächen als auch die Abläufe im sportlichen Betrieb – ein klarer Vorteil für die Führung eines Unternehmens, das sich auf hochwertige Eisbahnlösungen spezialisiert hat.
„Die Möglichkeit, mein technisches und strategisches Know-how mit meiner Begeisterung für den Eissport zu verbinden, ist für mich etwas Besonderes. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team der AST die Firma weiterzuentwickeln, neue Impulse zu setzen und das Unternehmen zukunftsorientiert aufzustellen“, so Sebastian Wühr über seinen Einstieg.
Auch Richard Alber (links), für die AST zuständiger Vorstand der Elektrizitätswerke Reutte, sieht ebenso wie sein Vorstandskollege Sebastian Freier (rechts) in der Personalentscheidung den richtigen Schritt: „Sebastian Wühr bringt die richtige Mischung aus fachlicher Erfahrung, persönlichem Interesse und einer gesunden Bodenständigkeit für unsere Tochterfirma AST mit. Wir freuen uns auf neue Impulse und auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.“
In der Galerie im Stadtamt in Reutte ist noch bis Freitag, 10. April zu den üblichen Öffnungszeiten der Verwaltung die Ausstellung „Spiele mit dem Licht“ zu sehen.
Der in Innsbruck lebende Landschaftsmaler Werner Sieff, der das Außerfern aus seiner langjährigen hauptberuflichen Tätigkeit als Bankberater kennt, zeigt dabei die besonderen Stimmungen Lichtsituationen, die er mit grober Spachteltechnik und dem Pinsel vornehmlich in den Bergen festgehalten hat. Erdfarben erzeugen dabei Wärme, Gold- und Silbertöne sowie irisierende Malmittel sorgen für spannende und überraschende Effekte.
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Vom Tennisplatz in Reutte auf den Center Court der Australian Open in Melbourne, von kleinen Turnieren in der Provinz zu acht Turniersiegen rund um den Globus und einem legendären Fed-Cup-Triumph am Berg Isel: Auf eine wahrlich beeindruckende Karriere kann die „waschechte Außerfernerin“ (so ihre Selbstbeschreibung) Patricia Wartusch zurückblicken. Wobei sie einer Auszeichnung in ihrer Heimat auch sehr hohen Rang beimisst: Dass sie vor kurzem bei der Kult-Veranstaltung „Sport und Show“ zur „Außerferner Sportgröße des Jahres“ gekürt wurde, „das hat mich schon sehr berührt“, bekennt Patricia Wartusch im Gespräch auf dem roten Sofa in der Redaktion des Im Krankenhaus in Ehenbichl geboren verbrachte die spätere Weltklassespielerin ihre Kindheit und Jugend in Lechaschau, wo sie die Volksschule besuchte, bevor sie zunächst ans Gymnasium Reutte und dann ins SportBORG nach Innsbruck wechselte. Auf dem Tennisplatz in Pflach, wo ihre Eltern Doris und Peter dem „weißen Sport“ frönten, nahm sie „so mit sechs, sieben Jahren“ zum ersten Mal den Schläger in die Hand und schlug die Bälle gegen die Wand. Ihren ersten Kurs absolvierte die kleine Patricia freilich auf der Anlage des Zweigvereins Tennis des SV Reutte – und fand in Aleksander Kwasniewski einen Trainer, der die Leidenschaft für Tennis in ihr weckte. „Ich habe ihn vergöttert“, erinnert sich die heute 47-Jährige: „Er hat mich technisch sehr gut ausgebildet, das haben mir meine Trainer danach bestätigt. Und mit seiner sehr feinen, ruhigen Art hat er mich gefördert und gefordert und zu größeren Turnieren gebracht.“
Dass sie den Sprung nach ganz oben schaffen könnte, spürte sie indes so richtig erst nach der Matura, als sie erstmals in den Top 250 der Weltrangliste auftauchte: „Von da aus war es nicht mehr so weit in die oberen Regionen. Da habe ich Lunte gerochen und mir gesagt ,Jetzt will ich es wissen‘.“ Wobei sich Patricia Wartusch selbst eigentlich als „Spätzünderin“ einschätzt: „Mit 16 konnte ich den Ball nicht schnell genug spielen. Da hätte ich mehr Körperlichkeit gebraucht.“
Doch besser spät(er) als nie: Ihr Trainer Jürgen Hager (auch ein sehr wichtiger Weggefährte, der ihr mit seinen Methoden den Weg ins Profi-Tennis ebnete) glaubte sehr an sie, fuhr mit ihr zum ersten größeren Turnier nach Makarska in Kroatien („Das Fax mit der Anmeldung war so lang, dass ich meinen Namen ganz unten zuerst gar nicht gefunden habe“), wo sie die Quali-Runden nicht überstand. Aber bei einem Future (Nachwuchsturnier) in Manaus klappte es mitten im brasilianischen Urwald dann doch mit dem ersten Titelgewinn. Nach der Finalteilnahme in Sao Paulo 1999 stand sie erstmals unter den Top 100 („Da hat man schon das Gefühl, es geschafft zu haben“) und wurde das erste Mal ohne Quali in das Hauptfeld eines Grand Slam-Turniers gesetzt. Das Erstrunden-Match auf dem Center Court der Australian Open gegen Spitzenspielerin und Covergirl Anna Kurnikowa geriet indes zum Desaster und endete mit einer Zwei-Satz-Niederlage ohne eigenes gewonnenes Spiel: „Ich bin mit der Kulisse von 15.000 Menschen überhaupt nicht zurechtgekommen und hätte lieber auf Platz 18 gespielt.“ Ihr Trainer spürte, was sie jetzt brauchte: möglichst viele Matches. Und schickte sie gegen ihren Willen zu den Österreichischen Meisterschaften nach Neusiedl. Resultat: Sie gewann fünf Matches hintereinander. Das Selbstvertrauen war wieder da. Und zwar auf den Punkt genau: Am 13. Februar 2000 gewann sie ihr erstes Turnier. In Kolumbiens Hauptstadt Bogota. Ohne Coach. Ein Grund, es so richtig krachen zu lassen – sollte man meinen. Indes: „Ich bin allein im Hotelzimmer gesessen. Und musste nachts um 1 wieder raus, weil ich zum Flieger nach Sao Paulo abgeholt wurde.“
Ihre acht Titel gewann Patricia Wartusch übrigens auf vier Kontinenten: außer in Südamerika noch in Asien (zweimal Taschkent in Usbekistan), Afrika (zweimal Casablanca in Marokko) und in Europa (Wien, Estoril in Portugal und Bol in Kroatien). „Gut gespielt habe ich eher in Ländern, wo es nicht so toll ist“, schmunzelt sie: „In den vermeintlich schönen Städten war ich eher schlecht.“ Wobei man sich als „Fernsehsportler“ oft ein falsches Bild macht. So viel von der Welt gesehen hat die Tennisgröße gar nicht: „Eigentlich immer nur die Tennisanlage, das Hotel, den Flughafen oder den Bahnhof. Nach Niederlagen bin ich immer sofort ab-
gereist.“ Die Globetrotterei habe ihr nie was ausgemacht: „Im Gegensatz zu anderen hatte ich nie Heimweh.“ Kontakt nach Reutte habe sie per Fax gehalten, das im Büro des Vaters bei Moden Wartusch stand: „Die meisten sind jetzt leider vergilbt. Aber ich war eh schlecht drin, mich bei den Eltern zu melden. Einmal habe ich zu Weihnachten ein Riesen-Nokia-Handy bekommen. Als Wink mit dem Zaunpfahl.“
Mit ihren Fed-Cup-Kolleginnen Barbara Schett, Evelyn Fauth und Marion Maruska hat sie (ebenso wie mit ihrer Sandkastenfreundin Sandra Koch) immer noch Kontakt: „Wir fahren auch miteinander in Urlaub, und wenn es einer mal nicht so gut geht, sind die anderen für sie da. Zu unserer Zeit war die Tennis-Szene eben noch kollegialer.“ Nach ihrem Karriereende („ohne eine Minute Wehmut“) betreute sie etwa 15 Jahre junge Talente, sagte aber mit 40 dem Tennis-Zirkus Adieu: „Obwohl ich dem Tennissport sehr dankbar und ihm gegenüber fast demütig bin. Er hat mir so viel gegeben, mir viele Türen geöffnet und mich viel lernen lassen.“ Sie habe einfach „den Absprung nicht verpassen und einen Cut machen“ wollen, um an der Uni Salzburg ein Fernstudium als Lebens- und Sozialberaterin zu absolvieren. Heute betreut sie in einer Wohngruppe der Don-Bosco-Schwestern in Stams neun Mädchen in schwierigen Lebenssituationen. Und da kommen ihr auch ihre Erfahrungen aus dem Sport zugute, denn auch sie gehörte wahrlich nicht immer zu den Siegerinnen: „Im Tennis verlierst du mehr als du gewinnst. Und lernst dadurch, mit Niederlagen umzugehen. Das ist eine gute Lebensschule – auch jenseits des Tennis. Du fällst hin, stehst wieder auf und kannst es sofort wieder versuchen. Jede Woche gibt es eine neue Chance.“ Nicht zuletzt das dürfte sie ihren Schützlingen als positive Botschaft vermitteln wollen. Wobei es bei ihr persönlich in Sachen Tennis doch einer kleinen Korrektur bedarf: Patricia Wartuschs WTA-Statistik weist nämlich eine 176:128-Bilanz auf. Zugunsten der Siege ...


Mit dem Pensionsantritt von Bernd Köpfle bedankt sich die Sparkasse Reutte für viele Jahre engagierter Wohnbaubegleitung.
Die Leitung des wohn² übernimmt Florian Saalfrank.
Unterstützt wird er von Verena Frick, die künftig gemeinsam mit ihm Kundinnen und Kunden bei allen Wohnbauanliegen begleitet.
Kontakt wohn²:
Florian Saalfrank
Verena Frick
05 0100 76992 05 0100 76875 saalfrankf@sparkasse-reutte.at frickv@sparkasse-reutte.at Obermarkt 24 Obermarkt 24 6600 Reutte 6600 Reutte
Eine höchst renommierte Forschungseinrichtung hat ihre Arbeit in Reutte aufgenommen: Die Gesellschaft Lechforschung 2050+ möchte das ehemalige Franziskanerkloster bei St. Anna als Basis nutzen, um sich intensiv mit dem „letzten Wilden“ in den Nordalpen zu befassen. Dabei soll es, wie Präsident Dr. Reinhard Lentner im Gespräch mit dem erklärte, nicht zuletzt um den Aufbau einer kostengünstigen Feldforschung gehen. Die Nähe zum Lech ermögliche es, Messungen optimal auszuwerten – und daher stehe Forschern und Studenten auch ein kleines Labor sowie Möglichkeiten zum Mikroskopieren und Pflanzenbestimmen zur Verfügung. Das ist sicher auch für die Betreuung von Masterarbeiten (ein weiteres Ziel der Organisation) ein wichtiges Element. Exkursionen und Kurse für Universitäten und Forschungseinrichtungen (inklusive Anreise und Unterkunft) sollen ebenfalls von der neuen Forschungsstation im Kloster aus organisiert werden. Dabei könne man quasi als Dienstleister fungieren: „Wir möchten ja unabhängig werden – und dazu brauchen wir Einnahmen“, unterstreicht Lentner.
Forschungsbasierte Naturschutzprojekte spielen darüber hinaus auch eine ganz wichtige Rolle in der Vereinsarbeit. Da geht es im Rahmen des Projekts „Arche Noah Tiroler Lech“ zum Beispiel über die Populationsstützung der Kreuzkröte, bei der man in Kooperation mit dem Alpenzoo Innsbruck in der Vergangenheit schon sehr erfolgreich war, dies aber selbstständig noch ausweiten möchte. Oder auch um die Nachzucht des im Außerfern schon ausgestorbenen Steinkrebses. Ganz generell möchte man laut dem renommierten Wissenschaftler Lentner „bedrohte Arten, die typisch für die Lechregion sind, in ihrem Bestand schützen und sie wieder in der Natur ausbringen“. Bei den Pflanzen stehen da im Moment der Zwergrohrkolben und die Deutsche Tamariske im Mittelpunkt. So möchte man einen Fundus an Spenderpflanzen aufbauen, um für Naturschutzprojekte, Ausgleichsmaßnahmen oder auch Naturkatastrophen bis hin zu einem Hochwasser, die den aktuellen Bestand vernichten könnten, gewappnet zu sein.
„Wissende miteinander verbinden“, lautet eines der großen Ziele der Forschungsstation. Und Lentner ist sich sicher: „Der Lech bietet außergewöhnliche Möglichkeiten. Und die müssen wir erschließen.“
Weitere Informationen gibt es unter www.lechforschung.org.











Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege
Studienbeginn:
01.10.2026
Dauer: 6 Semester 180 ECTS
Bewerbungsfrist: 10. April 2026
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Vollzeit: 15.09.2026 - 14.09.2027
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Ausbildung zur Pflegefachassistenz
Ausbildungszeitraum: 15.09.2026 - 14.09.2028
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Infoabend für alle Ausbildungen 27. März 2026 um 19:00 Uhr am Campus
Vorbereitungsjahr
Pflegestarter*innen
ab 15 Jahren
Ausbildungszeitraum: 15.09.2026 - 14.09.2027
Dauer: 12 Monate
Bewerbungsfrist: 27. Februar 2026
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Gute Nachricht für die, die bei einem dringenden Bedürfnis in Reutte Erleichterung suchen: Musste man bislang am Eingang zu den öffentlichen Toiletten am Park und am Isserplatz (Foto) unbedingt eine 50-Cent-Münze dabei haben, damit sich die Tür in höchster Not öffnete (alle anderen hatten Pech), verzichtet die Stadt künftig auf diese Einnahmen. Dies gab Bürgermeister Günter Salchner neulich in seinem Kurzbericht vor dem Gemeinderat bekannt.
Freuen dürften sich auch Personen mit sehr niedrigem Einkommen: Über weitere fünf Jahre hinweg erhalten sie das Klimaticket für den öffentlichen Nahverkehr zum Sonderpreis von 50 Euro pro Jahr. Auch hält die Stadt weiter kostenlose Schnupper-Klimatickets zum Ausleihen für höchstens drei Tage bereit, die in ganz Tirol gültig sind.

Langfristig Gedanken muss und will man sich in Reutte darüber machen, wie man künftig den Bedarf an Pflegefachkräften decken kann. Im Bezirkskrankenhaus habe man im vergangenen Jahr mit 270 Geburten einen absoluten Tiefststand erreicht. Wenn man bedenke, dass in 20 Jahren geburtenstarke Boomer-Jahrgänge in ein Alter kämen, indem sie nicht selten auf Pflege angewiesen seien, „geht sich das mit einheimischen Pflegekräften einfach nicht mehr aus“, unterstrich Salchner. Es brauche eine Konzeption. Und da sei ein Aspekt, entweder (wie bereits versucht) Fachkräfte aus Spanien oder auch aus Drittstaaten zu gewinnen. So wolle man zusammen mit der Organisation Jugend Eine Welt schauen, ob man nicht im südindischen Bundesstaat Kerala eine Pflegeausbildung etablieren könne, zu der auch Deutschunterricht gehöre. Das Stadtoberhaupt: „Das kann natürlich nur eine Ergänzung zu einheimischen Pflegekräften sein – aber ohne Menschen von außen wird es nicht gehen.“
Die Salsa-Fans im Außerfern werden immer mehr – dank der Initiative von Manuela Schöffmann und Klaus Margreiter, die ihre Freude an diesem lateinamerikanischen Tanz weitergeben möchten, um „Menschen zu verbinden, Musik spüren zu lassen und Begegnungen zu schaffen“. Geübt wird im Saal der Lebenshilfe in Reutte – und das ohne Kursgebühren. Die freiwilligen Spenden für den Unterricht werden dabei komplett an die Lebenshilfe weitergereicht – und so konnte sich diese Einrichtung kürzlich über die stolze Summe von € 1.000,freuen. Die Freude an der tänzerischen Bewegung hat sich daher mittlerweile in ein regelrechtes Sozialprojekt verwandelt.





















Staatlich in Versicherungsangelegenheiten
Wenn in Reutte und Umgebung der Fasching gefeiert wird, stehen Ausgelassenheit, Lebensfreude und Gemeinschaft im Mittelpunkt. Doch zwischen bunten Kostümen und fröhlicher Stimmung spielt ein weiteres Thema eine wichtige Rolle: die Sicherheit junger Menschen und vor allem junger Frauen. Unter dem Motto „Besser sicher als wehrlos“ setzte die Mobile Jugendarbeit Reutte (MOJA) auch heuer ein starkes Zeichen für Prävention und Aufklärung.

Im Zentrum der Aktion stand die kostenlose Verteilung von K.o.Tropfen-Testbändern. Mit diesen Armbändern lässt sich auf einfache Weise überprüfen, ob ein Getränk gängige K.o.-Tropfen enthält. Ein Tropfen des Getränks auf das Band genügt – verfärbt sich die Testfläche, ist Vorsicht geboten. Doch die Initiative geht über das Verteilen der Bänder hinaus. Ziel ist es, junge Menschen für das Thema „Sicherheit beim Feiern“ zu sensibilisieren. Es geht um einen bewussten und achtsamen Umgang mit Getränken, um gegenseitige Aufmerksamkeit und um das Wissen, wie man sich selbst und andere schützen kann.
Die Rückmeldungen zeigen deutlich: Die Aktion wirkt. Jugendliche und junge Erwachsene nehmen das Angebot sehr gut an. Veranstalter sehen darin eine einfache Möglichkeit, die Sicherheit bei ihren Festen zu erhöhen und auch das Interesse von Eltern an dieser Aktion ist groß. Die Mobile Jugendarbeit Reutte versteht sich dabei als Ansprechpartner auf Augenhöhe. Die Präsenz vor Ort ermöglicht Gespräche, schafft Vertrauen und bietet Raum für Fragen rund um das Thema Feiern, Grenzen und Selbstschutz.
Heuer wurde die Verteil-Aktion nicht nur in Reutte (Foto oben) umgesetzt. Auch Weißenbach (unten) beteiligte sich und nahm das Angebot für seinen Faschingsumzug in Anspruch. In Reutte erfolgte die Abwicklung in Zusammenarbeit mit der Wasserrettung, in Weißenbach wurde die Initiative durch den Zudererverein ermöglicht.

Übrigens: Die MOJA bietet die Aktion auch bei anderen Veranstaltungen an – von Dorffesten bis hin zu größeren Events. Gemeinden und Veranstalter können die Aktion bei der Mobilen Jugendarbeit Reutte anfragen und so ein klares und sichtbares Zeichen für Sicherheit setzen.
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Zahlen, Daten, Fakten, Technik, Künstliche Intelligenz, ökonomische Zwänge: Dinge wie diese scheinen die Welt von heute zu dominieren. Doch viele Menschen finden dort keinen Halt, vermissen eine Dimension jenseits der Normen und des rein Faktischen und finden immer weniger Sinn – zumal der Anker von früher, der christliche Glaube, an Wirkkraft verloren zu haben scheint. Die Psychiatrien und psychosomatischen Kliniken werden voller – und die Kirchen leerer. Ein Abend bei der Evangelischen Pfarrgemeinde Reutte erwies sich angesichts dessen als Mutmacher.
„Wo ist das Göttliche zu spüren?“, hatte sich Felix Leibrock, Leiter des Evangelischen Bildungswerks München, Polizeiseelsorger, Rundfunkpfarrer und Ex-Kulturdirektor in Weimar, wie unzählige Menschen gefragt und eine für viele überraschende Antwort gefunden: „Ich entdecke viel davon in dieser Welt.“ Und daher schrieb er mal keinen Krimi (wie seinen Bestseller „Mord auf dem Königssee“, den er bei seinem letzten Besuch in Reutte präsentiert hatte), sondern einen „Ratgeber für alle, die sich einen neuen Zugang zu christlicher Spiritualität wünschen“ (so die Beschreibung des Verlags). „Göttliches fühlen“ (so der Titel) ist für ihn kein Ding der Unmöglichkeit.

Als „tollen Helfer aus dem Mittelalter“ beschreibt er dabei den Mystiker Meister Eckhart, der vor 700 Jahren die Botschaft Jesu kurz so zusammengefasst hatte: „Gott ist in Dir!“ Im „Seelengrund“ eines jeden Menschen leuchte ein „Seelenfünklein“, das nur darauf warte, entfacht zu werden und sich in ein inneres Feuer zu verwandeln, das die Nähe Gottes spürbar mache. Das griechische Wort „Psyche“ bedeute ja nicht nur „Seele“, sondern auch „Schmetterling“. Und daher ist Leibrock auch überzeugt: „Gott ist der Schmetterling in uns. Wenn er wirkt und uns überwältigt, gehen wir aus uns heraus und zeigen Emotion.“ Was im Lateinischen sowohl für „herausgehen“ als auch „in Bewegung setzen“ stehe. Dann könne man „brennen, ohne zu verbrennen“. Das Credo des Pfarrers und Autors: „Das Heile kann man in dieser Welt erleben – in dem man es fühlt!“
Unter denen, die uns eine E-Mail mit dem Stichwort „Göttlich“ an info@druckhaus.com schicken, verlosen wir ein Exemplar von Felix Leibrocks Buch.

Das Motiv dieses im vergangenen Jahr von Gabi Hornstein restaurierten Gemäldes ist klar: die österliche Auferstehung, das Symbol des höchsten Festes der Christenheit. Aber wo ist dieses Gemälde eigentlich zu finden?
A: auf dem Friedhof Breitenwang



B: an der Martinskirche in Wängle
C: am Beginn des alten Gaichtpasses
Unter denen, die uns den richtigen Antwortbuchstaben in einer Mail an info@druckhaus.com schicken, verlosen wir ein Exemplar des Buches „Der Bezirk Reutte – Das Außerfern“.

„Meine Firma läuft so gut, da möchte ich einfach auch was zurückgeben“: Bei den beiden Geschäftsführerinnen des Paulusladens, Andrea Kerber (rechts) und Sissi Foidl (links), war die Freude groß, als vor kurzem Christina Kollnig mit einem Scheck über € 1.000,- in diesem Sozialmarkt vorbeischaute.
Die studierte Biologin mit Schwerpunkt Botanik führt seit einem Jahr das Ökologische Büro Reutte mit Sitz in Ehenbichl, übernimmt in diesem Rahmen die ökologische Bauaufsicht bei Projekten, erstellt Gutachten und bringt ihr Fachwissen auch bei naturkundefachlichen Bearbeitungen und Artenschutzprojekten ein. Beim Paulusladen ist man sehr dankbar für diese Spenden, müssen doch länger haltbare Produkte (wie Mehl oder Öl) nach wie vor zugekauft werden, um ein komplettes Sortiment für die Kunden dieser Einrichtung vorhalten zu können: „Wir sind daher froh um jede Spende“, schildert Andrea Kerber den großen Bedarf.

Auch im März ist im VZ Breitenwang einiges an Events geboten: Der Startschuss fällt mit dem Frühjahrskonzert der Musikkapelle Pinswang am 14. März um 20 Uhr. Musikalisch geht es weiter mit dem Frühjahrskonzert der Harmoniemusik Lechschau am 21. März 2026, ebenfalls um 20 Uhr.
Am 28. März lädt das Eltern-Kind-Zentrum Reutte um ab 9 Uhr wieder zum Kindersachenbasar ein und den Abschluss des Monats bildet das Sänger- und Musikantentreffen am Tag darauf, dem 29. März 2026. Beginn dieser Veranstaltung ist um 14 Uhr. Mehr Infos und alle Details der Events finden Sie unter www.breitenwang.gv.at/Veranstaltungszentrum.

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Die Alpentherme Ehrenberg bleibt auf Erfolgskurs: Das machten Geschäftsführer Thomas Eichhorn und Betriebsleiterin Ute Weger in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats der Stadt Reutte deutlich. Zwar ging die Besucherzahl im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2024 um 4478 (oder rund 2 Prozent) wegen „zu schönen“ Wetters auf 212.998 zurück – die großen Besucherströme werden eher an Schlechtwettertagen registriert. Aber aufgrund einer Preiserhöhung erhöhte sich der Gesamtumsatz dann doch um 1,7 Prozent auf € 5.441.138,-. Zu diesem Plus trug die Gastronomie indes nur marginal bei. Da macht sich laut Thomas Eichhorn nämlich die allgemeine Teuerung durchaus bemerkbar: Die Sauna-Besucher tränken dann zum Beispiel nur noch zwei Bier statt früher drei. Dass im Saunarestaurant jeder Gast im Durchschnitt € 11,59 ausgibt, stuft der Geschäftsführer dennoch als „sehr sehr gut“ ein.
Sehr positiv für die Gemeinden im Planungsverband Reuttener Talkessel wirkte sich aus, dass seit 1. Jänner 2025 das Land Tirol statt ihnen die Kosten für das Schulschwimmen übernommen habe. Keinerlei Entspannung gab es indes bei den Energiekosten: „Seit 2012 haben sie sich mehr als verdoppelt“, klagte Eichhorn. 2025 musste man fast € 900.000,- dafür ausgeben. Vor noch größeren Sprüngen sei man durch günstige langfristige Lieferverträge verschont geblieben.
Laut Ute Weger passierten seit 2011 rund 2,5 Millionen Besucher die Drehkreuze der Alpentherme. Der Erfolgskurs sei indes kein Selbstläufer. Und so habe man im Vorjahr auch viel für Dinge wie die Energieoptimierung oder auch die Erneuerung von Waschbecken aufgewandt. Um den Betrieb und die Angebotsqualität aufrechterhalten zu können, möchte man laut der Betriebsleiterin bis 2029 Projekte für rund 2,4 Millionen verwirklichen – und rechnet dabei mit einer Förderung von knapp 1 Million aus dem Fördertopf des Landes Tirol. Heuer geht es dabei nicht nur um eine Photovoltaikanlage, sondern auch um den Bau einer in anderen Bädern sehr beliebten Breitrutsche.
Sorge bereiten Therme und Stadtparlament indes die vom Land angekündigte Fernpassmaut. Laut Bürgermeister Günter Salchner sind die Autokennzeichen von Innsbruck, Innsbruck-Land, Imst und Landeck auf dem Parkplatz der Therme durchaus vertreten. Es mehren sich indes die Stimmen, die bezweifeln, dass diese Gäste zusätzlich zum Eintritt noch weitere € 30,- ausgeben, um zum Schwimmen oder Saunieren ins Außerfern und wieder nach Hause zu kommen. Die Geschäftsführung will die Entwicklung erst einmal beobachten und im Falle eines größeren Einbruchs über eventuelle Boni nachdenken. Aber ohne eine Offensive, neue Gäste zu gewinnen, dürfte ein eventuelles Besucherminus nicht auszugleichen sein. Und da dürfte das Allgäu oder auch der Münchner Raum eine ganz entscheidende Rolle spielen – kommen doch jetzt schon 50 Prozent der Gäste aus Deutschland. Und auch wenn Thomas Eichhorn mehr als nur mutmaßte, „dass es immer schwieriger wird, eine schwarze Null zu schreiben“, gab‘s ein kräftiges Schulterklopfen von Reuttes Stadtoberhaupt: „Wir sind glücklich, dass wir so ein tolles Management haben und sich die Abgänge in Grenzen halten.“ Auch dass die Reuttener Schulkinder dank der Therme die Möglichkeit hätten, schwimmen zu lernen, sei in Tirol wahrlich keine Selbstverständlichkeit mehr.


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Offener Kurs – frei und für alle Alterstufen geeignet!
Bei den Veranstaltungen Fit in die Woche und Aktiv-Vormittag um 11 Uhr, ohne Anmeldung, Dauer 15 Minuten.
KOSTENLOS

* nicht in den Ferien nicht an Feiertagen
Fit in die Woche * Montag, 2. / 9. / 16. und 23. März ab 10:00 Uhr: Mit abwechslungsreicher Wassergymnastik um 11 Uhr. Tageskarte Bad zum Preis von 2 Stunden oder Tageskarte Sauna zum Preis von 3 Stunden (Tarif gilt nur für Erw. bei Eintritt bis 12 Uhr)
Ehrenberg-Saunaabend
jeden Dienstag ab 18:30 Uhr Mit speziellen Ehrenberg-Aufgüssen für Sie und Ihn.
Damentag in der Rosensauna jeden Donnerstag ist die Rosensauna nur für Damen reserviert. Im übrigen Bereich ist gemischte Sauna.
Aktiv-Vormittag *
Donnerstag, 5. und 19. März, ab 10:00 Uhr Wassergymnastik um 11 und 13 Uhr Tageskarte Bad zum Preis von 2 Stunden (Tarif gilt nur für Erw. bei Eintritt bis 12 Uhr)
XXL-Sauna-Nacht
Samstag, 7. März, Sauna bis 24:00 Uhr geöffnet
Badewelt von 21:00 bis 22:30 Uhr geöffnet (nur textilfrei)!
Familiensauna
Samstag, 14. März, 10:00 bis 15:00 Uhr
Saunieren für die ganze Familie, ohne Altersbeschränkung. Für Club-Kinder ist die Sauna während dieser Zeit kostenlos nutzbar. Nur in Begleitung eines Erwachsenen. Mit Juhui-Kinder-Club-Ausweis gilt:
Tageskarte Badewelt zum Preis von 2 Stunden
Mitternachtssauna
Samstag, 21. März: Sauna bis 24:00 Uhr geöffnet
Thermenstraße 10 • A-6600 Reutte / Tirol www.alpentherme-ehrenberg.at
/02
Museum im „Grünen Haus“
Das Museum in Reutte hat von Dienstag bis Samstag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Jeden ersten Donnerstag im Monat sind die Öffnungszeiten bis 19 Uhr verlängert.
Museum „Haus Spinnhof“
Montag, 16. März 2026
Dienstag, 17. März 2026
Demenztreffen
25/02
26/02
AK Reutte: Steuerspartag
AK Mitglieder (auch in der Pension) bekommen an diesem Tag von 9 - 12 Uhr und von 13 - 17 Uhr Tipps von Experten zum Thema Steuerausgleich in der AK Reutte. Terminvereinbarung unter 0800 22 55 22 2026.





Das Museum in Ehrwald hat jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Größere Gruppen erhalten nach Terminvereinbarung gerne eine Sonderführung. Kontakt: Obmann Andreas Wilhelm +43 (0)676 504 1526.
Galerie Augenblick Tannheim
In der Galerie findet noch bis 14. März die Ausstellung „Vielfalt der Genres“ statt. Zahlreiche Künstler präsentieren ihre Werke zu den Öffnungszeiten von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr.
Zeillergalerie Reutte
Für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz wurde die Idee geboren, sich zum Gedankenaustausch im Rahmen einer zwanglosen, entspannten, vertraulichen Atmosphäre zu treffen. Jeder ist willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist um 18 Uhr im Hotel Mohren in Reutte.
06/03
Montag, 16. März 2026 Literaturtreff in der Stadtbibliothek Reutte
03/04
08/05
05/06
Donnerstag, 27. März 2026
Kabarett: Gabriel Castañeda
An diesem Donnerstag präsentiert Castañeda sein neues Programm: Nacho Man um 20 Uhr im VZ Breitenwang. Tickets gibt‘s unter www. kupfticket.com.
Freitag, 27. März 2026
Infoabend am Campus
Am Campus Gesundheit findet um 19 Uhr der Infoabend mit Vorstellung der Ausbildungstypen inkl. Campusund Wohnheimführung statt. Ohne Anmeldung möglich.



Von 7. bis 28. März 2026 sind die Fotografien und Malerei von Bernd und Ulrike Passauer ausgestellt. Besichtigt werden können die Werke von Dienstag bis Samstag von 15 bis 18 Uhr.
Montag, 2. März 2026
Plansee-Konzert
Im Walter-Schwarzkopf-Saal findet um 19.30 Uhr das Plansee-Konzert des Jugendblasorchesters Marktoberdorf statt. Das Konzert wird vom Bayerischen Rundfunk live mitgeschnitten. Freuen Sie sich auf Virtuosität, jugendliche Ausdruckskraft und ein unvergessliches Musikerlebnis.
Samstag, 7. März 2026
Kakao-Zeremonie und Tanz
In diesem Monat steht das Buch „Der Traum des Jaguars“ von Miguel Bonnefoy auf dem Programm. Unter der Leitung von Christine Raffl sind um 19 Uhr alle herzlich eingeladen, die das Buch kennen, mehr erfahren oder gerne darüber diskutieren möchten. Das Buch kann in der Bücherei auch ausgeliehen werden. Der Eintritt ist frei – um Anmeldung wird gebeten: +43 (0)5672 62382.
VERANSTALTUNGEN IM WERKHAUS FINDEN SIE AUF SEITE 32. EVENTS IN DER ALPENTHERME AUF SEITE 33.








Ecstatic Dance Reutte und die Erwachsenenschule veranstalten eine Kakao-Zeremonie mit anschließendem Ecstatic Dance. Mit einem kleinen Ritual wird der Abend begonnen, anschließend tanzen alle gemeinsam und doch jeder für sich. Die Musik verbindet, macht frei und bringt wieder mehr in die eigene Wahrnehmung zum Selbst. Beginn: 19.00 Uhr
Anmeldung bei Gabriele: ecstaticdancereutte@gmail.com
Freitag, 13. März 2026
Konzert der LMS Reutte
Im Lina-Thyll-Saal findet um 17 Uhr ein Preisträgerkonzert der Teilnehmer von „prima la musica“ statt. Der Eintritt ist frei.
42 filmcircle jänner - juni ’26


PERLA

Im Wien der 1980er-Jahre gerät das Leben einer Dissidentin aus den Fugen, als ihr Ex-Mann nach seiner Haftentlassung wieder in ihr Leben tritt. Eine gefährliche Reise zurück in die Tschechoslowakei droht, ihre neu gefundene Familie zu zerstören. Perla, eine im Exil lebende Künstlerin und alleinerziehende Mutter, kämpft darum, ihre Tochter Julia, eine talentierte junge Pianistin, zu unterstützen. Als Julias Vater Andrej aus dem Gefängnis entlassen wird und behauptet, schwer krank zu sein, macht sich Perla auf die gefährliche Reise zurück in die kommunistische Tschechoslowakei. Hin- und hergerissen zwischen Vergangenheit und Gegenwart trifft Perla rücksichtslose Entscheidungen, die ihre Zukunft mit ihrer Tochter gefährden.
Mit Perla schafft die Regisseurin Alexandra Makarová ein intensives, emotional vielschichtiges Drama, das trotz seiner Verankerung vor und hinter dem eisernen Vorhang der frühen 1980er Jahre weit über eine historische Erzählung hinausgeht.
Das Kulturforum Breitenwang lädt herzlich ein zum Filmcircle am Freitag, den 6. März 2026, um 20 Uhr im Tauernsaal des Veranstaltungszentrums. Eintritt € 8,-; € 5,- für Schüler und Studenten.
Öffnungszeiten: 1/2 Stunde vor Filmbeginn info@filmcircle.at • www.filmcircle.at
So heißt der Titel der Ausstellung des Fotografen Bernd Passauer und der Malerin Ulrike Passauer, die ab dem 7. März im Foyer der Gemeinde Breitenwang und in der Zeillergalerie in Reutte stattfindet. Das Künstlerpaar lebt in Kaufbeuren im Allgäu.


Gute Fotos leben oft von dem besonderen Moment. Und dieser kommt meist nicht wieder. Eine bestimmte Form oder Farbe spricht dich an. Eine Landschaft oder ein Gebäude verändern sich je nach Lichteinfall. Ein Schmetterling oder eine Biene werden nur kurz auf der Blüte verweilen. Selbst ein Blatt, das scheinbar zufällig am Boden liegt, ist nur einen kurzen Moment da. Als Fotograf muss man ein wachsames Auge haben und die Situation schnell erfassen.
Auch die eher realistisch gemalten Bilder leben vom Augenblick. Eine Kaffeetasse, aus der gerade getrunken wird. Das Spiel von Licht und Schatten zwischen Tisch- und Stuhlbeinen, oder auch innerhalb von Häuserreihen. Äpfel, an denen der Zahn der Zeit nagt. Stadien des Verfalls, mit der Kamera aufgenommen oder mit dem Pinsel auf der Leinwand festgehalten. Ein gemeinsames Motiv, das beide Künstler fasziniert.
Das Kulturforum Breitenwang und der Galerieverein Reutte laden herzlich ein zur Vernissage am Samstag, den 7. März um 17 Uhr im Foyer des Gemeindeamts Breitenwang und danach um 19 Uhr zur Vernissage in der Zeillergalerie in Reutte. Der Eintritt ist frei. Die Künstler sind anwesend.
Die Ausstellung kann bis 27. März zu den jeweiligen Öffnungszeiten von Gemeinde und Bücherei Breitenwang sowie der Zeillergalerie besichtigt werden.



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waffenamt das gesamte deutsche Raketenwaffenprogramm.
Und er nahm nicht erst seit der Nazizeit eine herausragende Stellung auf diesem Sektor ein: 1932 wurde der damals 37-jährige Maschinenbau-Ingenieur in Diensten der Reichswehr der Weimarer Republik mit der Entwicklung von Feststoffraketen betraut. Dienstort: das Heereswaffenamt. Damit nutzte das Deutsche Reich eine Lücke des Versailler Vertrags: Die Entwicklung und der Besitz von großen Kanonen war dem Verlierer des Ersten Weltkriegs darin zwar untersagt – aber das Wort „Fernrakete“ tauchte nirgends auf. Im Heereswaffenamt lernte der gebürtige Hesse den aus der Provinz Posen stammenden Wernher von Braun kennen. Beginn einer fast symbiotischen Beziehung, die bis zu dessen Lebensende anhalten sollte.
Höhepunkt beider Karrieren unter dem Nazi-Regime war sicherlich die Zeit an der Heeresversuchsanstalt Peenemünde (HVP) auf der Ostsee-Insel Usedom, zu deren Kommandeur er nach seiner Ernennung zum Generalmajor avancierte – mit Wernher von Braun als Technischem Direktor an seiner Seite. Dort wurde die „Wunderwaffe“ V2 entwickelt, mit der sich nach den Vorstellungen Adolf Hitlers und laut Propaganda-Offensive Joseph Goebbels das Kriegsglück noch wenden sollte. Trotz deren Einsatz gegen die Alliierten legte dies den Grundstein für deren Nachkriegs-Karriere: Aus „Verbrechern“ wurden Vorzeige-Ingenieure. Während von Braun schon im September 1945 im Vorfeld der geheimen „Operation Overcast“ von Paris in die USA geflogen wurde, musste sein Weggefährte noch bis Juli 1947 in einem britischen Camp in Wales ausharren – die V2-Angriffe auf englische Städte wollte man ihm wohl doch nicht so schnell verzeihen. Über dem großen Teich beriet er zunächst zwei Jahre die US Air Force und wechselte dann zur Bell Aircraft Corporation, die nicht zuletzt Jagdflugzeuge herstellte. Dem Mann aus Deutschland, der 1959 sogar in die Geschäftsleitung aufrückte, verdankt das Unternehmen den großen Erfolg der North American X-15, des damals schnellsten bemannten Flugzeugs.
Sein Lebensende verbrachte der Mann mit Hut und Zigarre in Sasbach am Westrand des Schwarzwalds. Obwohl von ihm unterzeichnete Protokolle beweisen, dass er sehr wohl um den Einsatz von Häftlingen aus den KZs Mauthausen, Dachau, Sachsenhausen und Buchenwald bei der Produktion der V2 wusste und sogar Anweisungen dazu gab, beeidete er in einer Vernehmung im Jahre 1969, die Herstellung sei ohne Zwangsarbeit erfolgt. Weder von den USA noch von der Bundesrepublik Deutschland wurde er je zur Rechenschaft gezogen, und die deutsche Justiz nahm sogar den nachweislichen Meineid einfach so hin. Die Sache wurde einfach totgeschwiegen. Walter Dornberger starb 84-jährig als geachteter Mann, nach dem der deutsche Verteidigungsminister Manfred Wörner sogar eine Flugabwehr-Raketenstellung der US-Army nahe dessen Heimatstadt Gießen benannte.
Leichtverpackungen recyceln, was für die Systeme ein großer Aufwand darstellt.
2025 wurde auch das Pfandsystem eingeführt. Deshalb werden nun die Metallverpackungen und die Leichtverpackungen gemeinsam gesammelt, da nun in den Wertstoffhöfen weniger Leicht- oder Metallverpackungen anfallen.
Weitere Auskünfte gibt der Abfallwirtschaftsverband Bezirk Reutte. Zusätzlich kann man auf den Seiten: www.oesterreich-sammelt.at oder www.wirtschaft-sammelt.at verschiedene Informationen wie Trennanleitungen oder Trennlisten finden.
Die gesammelten Rest- und Wertsto mengen 2025 aus dem Bezirk Reutte
Ein großer Dank gilt allen Bürgern, Mitarbeitern aus allen Gemeinden, Wertstoffhöfen und Frächtern, welche für eine saubere Umwelt bei uns im Außerfern sorgen! Sammelmengen 2019-2025 Bezirk Reutte (Angaben in Tonnen)
Wie jedes Jahr verö entlicht der Abfallwirtschaftsverband Bezirk Reutte (ABR), dem alle 37 Gemeinden angehören, die aktuellen Abfallmengen. Restund Sperrmüll sowie Rechengut und Klärsand werden an den Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK) geliefert und im Müllheizkraftwerk energetisch verwertet. Wertsto e gelangen über Frächter zu Recycling rmen und werden dort weiterverarbeitet. Seit 2025 gelten neue Vorgaben: Mindestens 50 % der Leichtverpackungen müssen recycelt werden, zudem wurde ein Pfandsystem eingeführt. Dadurch werden Metall- und Leichtverpackungen nun gemeinsam gesammelt, da deutlich weniger davon in den Wertsto höfen anfallen. Weitere Informationen bietet der ABR sowie die Websites www.oesterreich-sammelt.at und www. wirtschaft-sammelt.at.
Ein großer Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinden, Wertsto höfe und Frächter für ihren Einsatz für eine saubere Umwelt im Außerfern.

Es gibt viele gute Gründe für das getrennte Sammeln von Verpackungen. Welcher ist es für dich?

Nur wenn wir unsere Verpackungen richtig getrennt sammeln, können daraus wieder neue Verpackungen oder Produkte entstehen. Diesen Prozess nennt man Recycling.


Abfallwirtschaftsverband Bezirk Reutte • Kirchplatz 3 • 6671 Weißenbach • T 0043 (0)5678 5750 • abreutte@cnt.at






























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