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Reuttener April 2026

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Die neue Frühlings- und Sommerkollektion ist da – au ällig, frisch, wunderschön. Von zart bis kräftig: Pink setzt Statements.

Besucht uns am 8. Mai zur Einkaufsmeile bis 21 Uhr! EswartenGlücksprozente und ein leckerer Glückscocktail auf euch!

Bitte beachten: SommerÖffnungszeiten von Mai - Sept

Badewelt: 10 - 20 Uhr

Saunaparadies: 10 - 21 Uhr

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Offener Kurs – frei und für alle Alterstufen geeignet! Bei den Veranstaltungen Fit in die Woche und Aktiv-Vormittag um 11 Uhr, ohne Anmeldung, Dauer 15 Minuten.

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Highlights im Mai

Fit in die Woche * Montag, 4. / 11. und 18. Mai ab 10:00 Uhr: Mit abwechslungsreicher Wassergymnastik um 11 Uhr. Tageskarte Bad zum Preis von 2 Stunden oder Tageskarte Sauna zum Preis von 3 Stunden (Tarif gilt nur für Erw. bei Eintritt bis 12 Uhr)

Ehrenberg-Saunaabend jeden Dienstag ab 18:30 Uhr Mit speziellen Ehrenberg-Aufgüssen für Sie und Ihn.

Aktiv-Vormittag * Donnerstag, 7. und 21. Mai, ab 10:00 Uhr Wassergymnastik um 11 und 13 Uhr

Tageskarte Bad zum Preis von 2 Stunden (Tarif gilt nur für Erw. bei Eintritt bis 12 Uhr)

Damentag in der Rosensauna jeden Donnerstag ist die Rosensauna nur für Damen reserviert. Im übrigen Bereich ist gemischte Sauna.

Familiensauna

Samstag, 9. Mai, 10:00 bis 15:00 Uhr Saunieren für die ganze Familie, ohne Altersbeschränkung. Für Club-Kinder ist die Sauna während dieser Zeit kostenlos nutzbar. Nur in Begleitung eines Erwachsenen. Mit Juhui-Kinder-Club-Ausweis gilt: Tageskarte Badewelt zum Preis von 2 Stunden

Sommernachtssauna

Samstag, 16. Mai: Sauna bis 23:00 Uhr geöffnet

Thermenstraße 10 • A-6600 Reutte / Tirol www.alpentherme-ehrenberg.at

Sei gscheitkauf regional!

in eigener sache

Liebe Leserinnen und Leser des , Wieder ist ein Monat vergangen – und mit ihm erscheint eine neue Ausgabe des . Der Frühling hat nun endgültig Einzug gehalten und bringt jede Menge frischer Energie, bunter Eindrücke und besonderer Highlights mit sich.

Ein besonderer Anlass steht bereits vor der Tür: der Muttertag. Passend dazu lädt die Kaufmannschaft Reutte am Freitag davor, dem 8. Mai, zur beliebten Einkaufsmeile ein. Zahlreiche Betriebe beteiligen sich an dieser Veranstaltung und haben sich für ihre Kunden besondere Aktionen und Überraschungen einfallen lassen. Alle Details dazu finden Sie auf Seite 7.

Im vergangenen Monat durften wir zudem einem ganz besonderen Menschen einen Besuch abstatten: Willi Sorg, Gründungs- und Ehrenmitglied der Kaufmannschaft Reutte, feierte seinen 100. Geburtstag. Wir haben ihn zu einem persönlichen Gespräch getroffen und spannende Einblicke in sein bewegtes Leben erhalten.

Auch die Generalversammlung der Kaufmannschaft Reutte fand im April statt. Welche Neuerungen es gibt und wie der Jahresrückblick ausfällt, lesen Sie auf Seite 5.

Darüber hinaus wartet diese Ausgabe mit vielen weiteren interessanten Geschichten auf Sie: Wir haben mit Franziska Wörle gesprochen, Teilnehmerin beim Landesfinale des Redewettbewerbs, waren bei Roman von „Romans Buschwerk“ zu Besuch und haben uns mit dem Thema Artenschutz beschäftigt. Auch kulturell waren wir wieder unterwegs und haben einiges für Sie entdeckt.

Blättern Sie durch, lassen Sie sich inspirieren und genießen Sie die Vielfalt dieser Ausgabe.

Viel Freude beim Lesen und einen schönen, vor allem sonnigen Mai!

Ihr Vorstand der Kaufmannschaft Reutte

P.S.: Sie sind noch auf der Suche nach dem passenden Geschenk zum Muttertag? Mit Kaufmannschaftsgutscheinen liegen Sie immer richtig! Erhältlich online auf unserer Homepage oder direkt vor Ort bei Markus Saletz Lieblingsweine sowie bei Eveline Beirer Uhren & Schmuck.

i nhaltsverZeichnis

100. GEBURTSTAG VON WILLI SORG Ehrenmitglied der Kaufmannschaft feiert

EINKAUFSMEILE REUTTE Shopping bis 21 Uhr

Sei gscheitkauf regional!

|29 ROTE-NASEN-LAUF am Hüttenmühlsee in Pflach

NEUER VORSTAND GEWÄHLT Generalversammlung der Kaufmannschaft

AUF DEM ROTEN SOFA mit Armin Walch

osterfreude in der stadt

Hasen, Eier, Frühlingsblumen: Die ganze Bandbreite der Osterfreude war rund um den Frühlingsbeginn in Reuttes Straßen zu spüren. Vor der St.Anna-Kirche war zum Beispiel eine Hase mit Schubkarre und riesigen Karotten zu sehen, die im Kindergarten Professor-Dengel-Straße bemalt worden waren. Die tollen Vorlagen dazu hatte der Bauhof der Stadt Reutte beigesteuert (Foto links oben). Und auch die Kindergärten Tauschergasse, Ehenbichl, „Mühlmäuse“, Mary Schwarzkopf, Lechaschau, Breitenwang, Josefsheim sowie das Eltern-Kind-Zentrum und Vianova brachten sich mit vielen kreativen Ideen begeistert bei der traditionellen Aktion mit ein, für die heuer die Kaufmannschaft Reutte das Material zur Verfügung gestellt hatte.

So mancher dürfte seinen Augen nicht getraut haben: Am Karfreitag hoppelte doch tatsächlich der Osterhase durch Reutte – und zwar gleich mehrere! Im Unter- und Obermarkt, in der Mühlerstraße und beim Autohaus Schweiger verteilten die Langohren Süßigkeiten und Osterwünsche der Kaufmannschaft Reutte (Foto oben rechts).

Zeit für sich, Entspannung und einen frischen Look.

Eine Geste, die Einheimischen und Gästen gleichermaßen Freude bereitete und auch heuer für fröhliche Gesichter sorgte, zumal dank des schönen Wetters ja eine herrliche Frühlingsstimmung in der Luft lag.

Zum Muttertag darf’s etwas Besonderes sein: Mit einem Frisör-Gutschein schenkst du genau das. Jetzt Gutschein sichern!

Untermarkt 18 6600 Reutte

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Aller guten Dinge sind drei: Große Freude bereitete auch heuer das Oster-Gewinnspiel der Kaufmannschaft Reutte. Dabei bestand die Chance, seinen vorösterlichen Einkauf im Wert von bis zu € 50,- zurückzugewinnen. Obfrau Monika Lechenbauer-Thurner (im Bild rechts) und Schriftführerin Martina Gundolf zogen dabei folgende Gewinner:

Jasmin Forcher – eingekauft bei Frisör Singer

Annelies Paulweber – eingekauft bei Buchhandlung Lechleitner

Alexandra Ruepp – eingekauft bei streetstyle

Bernadette Reinstadler – eingekauft bei Regauer

Theresa Wultz – eingekauft bei FS Lasertechnik

Irmgard Kerle – eingekauft bei Fussl Modestraße

Sonja Brutscher – eingekauft bei Eveline Beirer Uhren & Schmuck

Manuela Anderwald – eingekauft bei Red Zac eWelt

Nicole Nigg – eingekauft bei Frisör Singer

Katharina Horndacher – eingekauft bei Mode von Feucht

Nadine Haller – eingekauft bei Zangerl Schuhe

Gertrud Gerber – eingekauft bei Optik Gundolf

Brigitte Almer – eingekauft bei Schuhhaus Nipp

Sabine Rofner – eingekauft bei Eveline Beirer Uhren & Schmuck

Sabine Keller – eingekauft bei Fussl Modestraße

Die Kaufmannschaft Reutte geht mit einem neu formierten Vorstand, einer geänderten Satzung, großer Motivation und viel Zuversicht in die Zukunft. „Wir wollen Kräfte bündeln und gemeinsam was auf die Beine stellen“, gab Obfrau Monika Lechenbauer-Thurner als Devise in der Generalversammlung im Saal der Wirtschaftskammer (WK) aus. Denn: „Gebündelte Kraft ist dreifache Kraft.“

In ihrem Jahresrückblick hatte sie ebenfalls viel Positives über ihr erstes Amtsjahr berichten können: Die Weihnachtsaktion der Kaufmannschaft Reutte sei einmal mehr toll angekommen, und dass alles so optimal geklappt habe, sei Victoria Müller vom Außerferner Druckhaus zu verdanken, die mit viel Einsatz unheimlich viel für die Vereinigung der Einzelhändler auf die Beine gestellt habe. Der Stammtisch der Kaufmannschaft habe sich als wichtiger Treffpunkt zum Austausch erwiesen, das Anbringen der Weihnachtsbeleuchtung wieder viel Spaß gemacht, das Oster-Gewinnspiel eine tolle Beteiligung erfahren und auch das Verteilen der Süßigkeiten durch die kleinen Osterhasen in der Stadtmitte viel Freude bereitet. Auch Kassier Alexander Ostheimer konnte eine positive Entwicklung vermelden: Die Gutscheine der Kaufmannschaft Reutte seien nach wie vor ein beliebtes Geschenk – ganz gleich, ob sie in digitaler Form im Internet oder ausgedruckt bei Sandra Moosbrugger-Koch von Eveline Beirer Uhren und Schmuck oder bei Markus Saletz Lieblingsweine (beiden wurde für ihr Engagement herzlich gedankt) erworben würden: „Und dadurch wird auch sehr viel Kaufkraft in der Region gehalten.“ Rechnungsprüferin Sandra Fügenschuh spendete dem Kassier auch im Namen ihres Kollegen Stefan Versal „uneingeschränktes Lob“, so dass er wie der gesamte Vorstand einstimmig entlastet wurde.

Durch eine Änderung der Statuten, die der Tatsache Rechnung trug, dass es immer schwieriger wird, Ehrenamtliche zu gewinnen, wurde der Vorstand der Kaufmannschaft Reutte von zehn auf fünf Mitglieder verkleinert. Das neue Führungsgremium bilden nun Obfrau Monika Lechenbauer-Thurner, Kassier Alexander Ostheimer und Schriftführerin Martina Gundolf, die schon bisher dort vertreten waren, sowie als neue Mitglieder Eva-Maria Kerber (Vize-Obfrau) und Markus Saletz (stellvertretender Kassier). Sie dankten (ebenso wie auch WK-Bezirksgeschäftsführer Wolfgang Winkler und Reuttes Bürgermeister Günter Salchner) herzlich den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für deren großen Einsatz: Auch für Levi Gezzele, Harald Stenico, Martin Leitner, Martin Nigg und Christoph Valier gab es viel Applaus. Das Leitungsgremium kann künftig übrigens bis zu acht weitere Vorstandsmitglieder kooptieren (von denen höchstens vier Stimmrecht erhalten). Die Obfrau kündigte in diesem Zusammenhang die Wieder-Berufung von Victoria Müller an, die bisher als Vize-Schriftführerin tätig war. Intensivieren will die Kaufmannschaft die Zusammenarbeit mit der von Stadt und Tourismusverband gemeinsam getragenen Marketing Reutte GmbH (MAREG). Die erste gemeinsame Aktion wird die Einkaufsmeile am Freitag, 8. Mai sein (siehe dazu Seite 7). Bürgermeister Salchner freute sich daher in seinem Grußwort schon auf die „Zusammenarbeit im Sinne des Wirtschaftsstandorts Reutte“. Und lobte das Engagement der Kaufmannschaft Reutte: „Ihr gebt Reutte eine Seele!“

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Es war viel los in diesem April 1926: Das Deutsche Reich schloss einen Freundschaftsvertrag mit der Sowjetunion, in Italien wurden Streiks verboten und die Oper „Turandot“ uraufgeführt – und in Innsbruck der kleine Wilhelm Sorg geboren, der später als „Willi“ in Reutte zur Legende werden sollte. Am 18. April konnte der Mitgründer der Kaufmannschaft Reutte seinen 100. Geburtstag feiern.

Mit wachen Augen, einem verschmitzten Lächeln und oft auch mit dem Schalk im Nacken saß einem der Jubilar beim Besuch des gegenüber. Vielleicht auch, weil es quasi ein Gespräch unter Kollegen war. Denn Willi Sorg verstand sich nicht nur als erfolgreicher Unternehmer, sondern ganz ausdrücklich als Journalist: 20 Jahre berichtete er für die „Außerferner Nachrichten“ von den Sportplätzen der Region und machte sich dadurch einen Namen, dass er den Scheinwerfer nicht nur auf die „Big Player“ wie Fußball und Skilaufen richtete, sondern auch die Randsportarten und kleinen Vereine beleuchtete. Die heute so beliebte Außerferner Sportlerwahl hat er in dieser Zeit übrigens miterfunden. Auch wenn seine Frau Heidy nicht unbedingt hellauf davon begeistert war, dass ihr Gatte von Donnerstag bis Sonntag als „rasender Sportreporter“ durch die Außerferner Lande zog: Das war sein Leben. Und erst mit 80 Jahren machte er Schluss damit.

Auch das Unternehmertum lebte der gelernte Drogist mit Leib und Seele, auch wenn der Einstieg in die Selbstständigkeit eher aus der Not heraus geboren war – hatte er doch seine Anstellung bei der Firma Schretter, deren Umsatz er nach seiner Ankunft in Reutte 1952 binnen dreier Jahre verdoppelt hatte, verloren. Doch der damals 29-Jährige packte es an, eröffnete selbst einen Laden („zuerst für Farben und Haushaltsartikel, erst danach kamen Parfümerie und Ähnliches“) und hatte damit prompt Erfolg: „Ich bin in Reutte relativ schnell bekannt geworden, auch als Sportler.“ Und schließlich hatte er ja auch beim Bau des Drei-Tannen-Stadions selbst kräftig mitgeschaufelt. Integriert war der junge Mann schnell: Hatte er mit seinen Innsbrucker Kameraden die Außerferner Sprache noch als „einfach furchtbar“ empfunden, so fand er sich in Windeseile mittendrin wieder. Zum Beispiel im 13er-Club, der Anfang der 1960er den Markt im Fasching gewaltig aufmischte: „Im ersten Jahr als Frauen verkleidet, danach als Viehhändler und im dritten Jahr als Piraten.“ Auch zu den Initiatoren des ersten Marktfestes zählte er. Keine Frage, dass man auf Willi Sorg auch bauen konnte, als am 20. November 1979 die Kaufmannschaft Reutte aus der Taufe gehoben wurde: „Wir wollten einfach etwas gegen die Behauptung tun, dass drüben im Allgäu alles besser und billiger sei. Und nicht mehr gegeneinander arbeiten, sondern miteinander schauen, dass man die Leute bei uns in der Region halten kann.“ Vor exakt 40 Jahren wurde dieser Einsatz auch gewürdigt – und Willi Sorg zum Ehrenmitglied ernannt.

Kein Zweifel: Willi Sorg kann auf ein erfülltes Leben zurückblicken. Doch wie schafft man es eigentlich, dieses biblische Alter zu erreichen? „Durch eine in jeder Hinsicht positive Lebenseinstellung. Dadurch, dass man körperlich und geistig in Bewegung bleibt (und da genieße ich das Miteinander am Stammtisch im Hirschen). Und dadurch, dass man nicht zu brav ist – das aber in Maßen.“ Natürlich spielten auch die Gene eine Rolle, wobei seine Heidy immer gesagt habe: „Willi, da fehlt Dir aber ein wichtiges Gen.“ Welches denn? „Das Heim-Gehʻn.“ Und da ist es dann wieder, dieses Zwinkern in den Augen, das einen auch noch als Hundertjährigen blutjung ausschauen lässt. Denn das kennt kein Alter.

Auch die Kaufmannschaft Reutte zollt ihrem Gründungsmitglied höchsten Respekt für seine Lebensleistung und gratuliert Willi Sorg vom Herzen zum Hundertsten!

einKaufsmeile in reutte

Die Tage werden länger, die Abende milder – perfekt für einen besonderen Einkaufsabend: Am Freitag, den 8. Mai 2026, lädt die Kaufmannschaft Reutte zur stimmungsvollen Einkaufsmeile ein.

Zahlreiche Betriebe öffnen ihre Türen bis 21 Uhr und zeigen einmal mehr: „Reutte hat was!“ Genießen Sie entspanntes Shopping bis in die Abendstunden und flanieren Sie gemütlich durch den Unter- und Obermarkt, die Mühler- und Lindenstraße sowie die Allgäuer- und Ehrenbergstraße. Freuen Sie sich auf attraktive Angebote, besondere Aktionen und viele kleine Überraschungen in den teilnehmenden Betrieben.

Ganz ohne Zeitdruck einkaufen, entdecken und genießen – dafür steht dieser Tag. Die Betriebe setzen wie gewohnt auf beste Beratung, persönlichen Service und eine einladende Atmosphäre.

Für Genussmomente zwischendurch sorgen die teilnehmenden Gastronomiebetriebe, während musikalische Highlights für zusätzliche Stimmung im Obermarkt sorgen.

Die Kaufmannschaft Reutte freut sich auf Ihren Besuch – und auf einen unvergesslichen Frühlingsabend in Reutte!

Helium-Luftballons und Gummibärchen Winterschlussverkauf: bis zu 30 % Rabatt auf Bekleidung Getränke, Snacks, Musik, Give-aways und Gewinnspiel

Prozentewürfel und ein kostenloses Glas Prosecco Waffelgutscheine, Fotobox und Softeis Special Edition

Cocktail trifft Eis geöffnet von 11 bis 14 Uhr und von 17.30 Uhr bis 21 Uhr Kinderschminken Welcomedrink, DJ und Prozentewürfel und Shop-in-Shop bei Streetstyle, Vorstellung der eigenen Brillenkollektion Kinderwerkstätten um 15.30 Uhr und 17.30 Uhr zum Sonderpreis von € 15,- und offene Werkstatt mit Feierabendbier Kostenloser Spezialshot (4 cl) „Einkaufsmeile“ Getränke und Snacks Pralinen und Torten zum Muttertag Individuell gestaltbare Muttertags-Ballons, 10 % Rabatt auf den Einkauf Popcornstand

Geburtstagswoche mit dem Thema „Ringe fürs Leben“und funkelnde Überraschung zu jedem Einkauf 15 % Rabatt auf ausgewählte Produkte und ein Glas Sekt Getränke und 20 % Rabatt auf Orchideen Glückslose und Glückscocktail 10 % Rabatt auf das Sortiment (ausgen. Bücher und Zeitschriften) 10 % Rabatt auf dein Lieblingsteil Seitz Schmuckpräsentation und Suchspiel Fashion Verlosung von zwei Modegutscheinen im Wert von € 100,-, Prosecco Zuckerwatte von 14 bis 17 Uhr Parkplatznützung bis 21 Uhr möglich 15 % Rabatt auf Ihren Einkauf (gültig zw. 18 und 21 Uhr)

Bio-ProduktVerkostung, Malaktion zum Muttertag für Kinder mit Überraschung, Payback & App Aktion mit Mehrfachbepunktung

Tischreservierungen empfohlen

Wohnwagen mit Liegestühlen sowie Softdrinks und Coffee to go, im Rahmen des 125-Jahr-Jubiläums (Programm bis 17 Uhr) drei Rabattwürfel (max. 18 % Rabatt)

Frühlingsmesse mit Probefahrten, Aktionspreisen, Kulinarik, Kinderprogramm und Fahrzeughighlights

15 % Rabatt auf das gesamte Sortiment, Drinks, kleine Goodies zum Einkauf und Gewinnspiel

rote nasen, grosser sPass

Laufend mehr Freude für kleine und große Patienten – dieses Ziel hat sich einmal mehr der traditionelle „Rote Nasen-Lauf“ gesetzt, der heuer am Sonntag, 31. Mai, zwischen 10 und 15 Uhr am Dorfplatz in Pflach startet. Wer sich mit dem lustigen Utensil auf die Strecke rund um den Hüttenmühlsee begibt, hilft mit seiner Startspende (Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre € 8,-, Erwachsene € 14,-, Familien € 28,- und Gruppen ab acht Teilnehmern pro Person € 10,-), mehr Clownbesuche im Krankenhaus zu ermöglichen und kleinen und großen Patienten ein Lachen ins Gesicht zu zaubern.

Mitmachen kann jeder. Denn nicht Geschwindigkeit oder Kilometer stehen im Mittelpunkt, sondern die gute Laune und die Fröhlichkeit – sei es unter den Teilnehmern, entlang der Strecke oder später auch am Krankenbett. Laufen, walken oder auch nur spazieren gehen – alles ist erlaubt und hilft der guten Sache. Klein und Groß, Jung und Alt – alle sind herzlich willkommen. Und natürlich freut man sich auch über die, die mit Rollstuhl oder Rollator mit von der Partie sind. Denn mit dem Erlös unterstützt jeder die Organisation „Rote Nasen“, deren speziell ausgebildete Clowns kranken Menschen jeglichen Alters wieder Hoffnung und Lebensmut schenken. Denn Lachen ist bekanntlich gesund.

Wir sind wieder für Sie da!

Unsere Konditorei ist nach Umbau-Arbeiten seit dem 23. April wieder geöffnet! Aus unserer neu renovierten Backstube erwarten Sie hausgemachte Köstlichkeiten!

Anmeldungen sind unter obmann.schilauf@gmail. com oder unter Telefon +43(0)676 883 44 224 möglich (für Kurzentschlossene auch noch vor Ort).

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Perfekt als Muttertagsgeschenk verpackt. Freuen Sie sich auf fruchtige Obsttörtchen, klassische Sacher- und Nusstorten sowie feine Punsch- und Himbeercremetorten.

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Herz oder rund – unsere Torten und Pralinen sind kleine Meisterwerke!

„Nur Englisch erlaubt!“: Das hieß es vor kurzem wieder an der Mittelschule Königsweg. Rund 75 Schüler übten sich im Rahmen der Aktion „English in Action“ eine Woche lang auch im Schulalltag intensiv in dieser Fremdsprache.

Hoch motiviert wurden sie dabei von einem engagierten Team aus fünf Lehrkräften aus England, so dass die jungen Leute aus dem Außerfern voller Begeisterung bei der Sache waren. Die Projektpräsentationen sowie die Abschlussveranstaltung mit vielen humorvollen Showbeiträgen am letzten Tag waren dabei die Tüpfelchen aufs I. Schülern, Eltern und Lehrern gefielʻs gleichermaßen.

Fotos: Veranstalter

Jede menge tschicK, Kaum dosen

Das Dosen- und Plastikflaschenpfand wirkt offensichtlich: Einen anderen Schluss lässt das Ergebnis des traditionellen großen Frühjahrsputzes in der Stadt kaum zu – die rund 200 Teilnehmer aus zahlreichen Vereinen und Organisationen stießen heuer kaum auf AluGefäße oder PET-Gebinde. Dafür aber bereitet etwas anderes zunehmend Sorge: Zigarettenstummel und die Snus oder Nikotinbeutel, die als Alternative zum Tabakrauchen hinter die Lippen gesteckt werden.

„Tschick und Nikotin-Pads liegen überall herum“, ärgert sich da etwa Margit Dablander, die Obfrau des Umweltausschusses des Reuttener Gemeinderats, die selbst im Park und im Untermarkt im Einsatz war. Viele schmissen ihre Kippen oder Beutel, bevor sie ein Geschäft beträten, einfach auf die Straße, und ganz schlimm sehe es auch um die Baumscheiben auf den Grünflächen oder am Straßenrand aus: „Manche meinen offensichtlich, das seien große Aschenbecher.“ Wobei doch im Grund jeder wisse, wie gefährlich diese Dinge für das Grundwasser seien: „Nach 30 Minuten Regen gelangen die Giftstoffe und das Mikroplastik in den Boden und somit in das Grundwasser. Vögel, Fische und Kleintiere verenden, wenn sie die Nikotinreste oder andere giftige Chemikalien aus den Zigarettenstummeln aufnehmen. Auch in den Snus sind tausende unterschiedliche Chemikalien enthalten, welche nicht nur dem Menschen, sondern der Umwelt schaden, wenn sie nicht ordnungsgemäß im Restmüll entsorgt werden.“

Zu den ganz treuen Müllsammlern zählen Reuttes Pfadfinder. Mit Patrik Huber, Aaron von Eyck und Tobias Simma an der Spitze waren auch heuer wieder 28 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren entlang der B179-Aufstiegsstrecke zum Katzenberg unterwegs und holten eine Menge Müll aus dem Gebüsch. Unter all dem Unrat befanden sich unter anderem Kfz-Felgen und sogar ein kleiner Kühlschrank. Warum sich die jungen Leute bei dieser Aktion so sehr engagieren? „Wir arbeiten nach acht Schwerpunkten“, erklärt Patrik Huber dem : „Dazu gehört auch ein einfaches und naturverbundenes Leben. Daher schauen wir auch, dass die Natur sauber bleibt. Und darüber hinaus stärkt das ja auch unsere Gemeinschaft.“

Über einen solchen Einsatz freut sich natürlich auch Bürgermeister Günter Salchner: „Auf ein solch tolles Engagement von 200 Menschen kann die Stadt stolz sein. Und nur von Herzen dafür danken, dass sich die Vereine hier so großartig einbringen.“

Roland Hohenrainer, der stellvertretende Leiter des Wirtschaftshofes, zog dann gegenüber dem auch noch eine Bilanz in Zahlen: „Insgesamt wurden 520 Kilo Müll eingesammelt.“ Trotz der erfreulichen Tendenz bei Dosen und Plastikflaschen war das übrigens sogar ein Plus um 40 Kilo gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kamen noch 15 Kilo Eisenschrott.

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„denKmal im herZen“

„In Österreich wird in diesen Tagen der in fast allen Staaten bereits eingeführte Muttertag abgehalten, an welchem die Bedeutung der Mutter für das ganze soziale Leben besonders hervorgehoben werden soll und derselben als Trägerin des Familienlebens ein immerwährendes Denkmal im Herzen, besonders der Jugend, gesetzt werden soll“: Das berichtete der Außferner Bote in seiner Ausgabe vom 20. Mai 1926 in seiner „Wochenrundschau“. Das warʻs dann schon: Vor hundert Jahren wurden weder Geschenke für diesen Anlass angepriesen noch gab es Muttertagskonzerte oder andere Veranstaltungen dieser Art. Aber immerhin zeigt diese eher kurze Notiz eins: Der Muttertag ist, anders als viele denken mögen, keine Erfindung der Nazis. Er kommt in seiner heutigen Form (wie auch der Valentinstag) von jenseits des großen Teiches. In Österreich fällt er immer auf den zweiten Sonntag im Mai – heuer also auf den 10. Mai.

Schon in der Antike feierten freilich Griechen und Römer zu Ehren diverser Göttinnen eine Art Muttertagsfest. Die Hellenen huldigten dabei Rhea, die die Mutter von gleich sechs Göttern und Göttinnen gewesen sein soll: Zeus, Hera, Hades, Poseidon, Hestia und Demeter. Eine illustre Runde mithin. In Rom ging es derweil immer im März hoch her. Mehrere Tage wurde dabei Kybele, der „Großen Mutter“, gehuldigt, von der sowohl Menschen als auch Götter abstammen sollten. Vor gut 200 Jahren hatte auch Napoleon vorgeschlagen, einen Muttertag zu etablieren, schob die Sache dann auf die lange Bank, und nach seiner finalen Niederlage bei Waterloo war eh keine Rede mehr davon.

Heute dürfte es kaum jemand ahnen: Die Wurzeln des Muttertags liegen eigentlich im Krieg. 1865 rief nämlich Ann Maria Reeves eine Bewegung namens „Mothers Friendship Day“ ins Leben und organisierte während des amerikanischen Bürgerkrieges „Mothers Day Meetings“ als Austauschplattform für Mütter.

1870 proklamierte daraufhin die Schriftstellerin Julia Ward Howe (von ihr stammt auch das berühmte patriotische Lied von „John Brownʻs Body“ mit dem Refrain „Glory Glory Hallelujah“) einen „Mothersʻ Day“. Die Frauenrechtlerin hatte dabei indes einen Protesttag gegen den Krieg im Sinn: Nie mehr sollten Mütter ihre Söhne auf dem Schlachtfeld verlieren müssen. Doch der Durchbruch gelang dieser Initiative nicht.

Das schaffte Anna Jarvis, die Tochter der Initiatorin des oben erwähnten „Mothers Friendship Day“. Deren Mutter segnete im Mai 1905 das Zeitliche – und das löste in Anna den Impuls aus, dafür zu sorgen, dass Mütter künftig nicht erst am Grab, sondern schon zu Lebzeiten geehrt werden sollten. Am zweiten Todestag ihrer Mama ließ sie in Grafton in West Virginia einen Gedenkgottesdienst feiern und bat Pfarrer Harry Howard, in seiner Predigt die Rolle der Mutter in der Gesellschaft zu würdigen. Danach wurde in dem Kleinstädtchen jeden zweiten Sonntag im Mai allen Müttern eine Andacht gewidmet. Und Anna Jarvis verteilte vor der Kirche 500 weiße und rote Nelken, die Lieblingsblumen ihrer Mutter, an andere Mütter. Termin und Blumen (die immer noch das beliebteste Muttertagsgeschenk sind) haben sich als Tradition bis heute erhalten.

Und auch Anna Jarvisʻ großer Traum ging in Erfüllung: 1914 wurde der Muttertag erstmals als nationaler Feiertag der USA begangen.

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eu unterstÜtZt das ausserfern

Vier Projekte aus dem Außerfern können sich über eine Förderung aus dem LEADER-CLLD-Programm der EU freuen: Die Weichen dazu stellte vor kurzem der Vorstand der Regionalentwicklung Außerfern (REA) bei seiner Sitzung im Gemeindesaal von Vorderhornbach.

Dank dieser Unterstützung kann sich Lechtal Tourismus einem Konzept für den Ganzjahrestourismus in Holzgau widmen. Ziel dabei ist eine bessere Verzahnung vorhandener Angebote sowie eine Steigerung der Attraktivität. Die Marketing Reutte GmbH hat sich wiederum die Stärkung der Wirtschaftsregion Reutte auf die Fahnen geschrieben. In diesem Rahmen möchte man ein Grundlagenkonzept für Großveranstaltungen (unser Bild vermittelt einen Eindruck von der Wirtschaftsmeile vor vier Jahren), ein Standortdossier für gezielte Betriebsansiedlungen sowie Marketingmaßnahmen für die Stärkung des Einzelhandels entwickeln und sich um die konsequente Einbindung des vom Land Tirol angekündigten Regionalgutscheinsystems kümmern. Und die REA selbst vermag dank eines Zuschusses auch die Freiwilligenarbeit im Außerfern weiter zu intensivieren.

Unterstützt wird schließlich zudem die von Christoph Lechleitner konzipierte erste teilmobile Schlachtstätte in ganz Tirol. Das dazugehörige Schlachthaus in Vorderhornbach nahm der REA-Vorstand denn auch gleich in Augenschein. Dank eines Schlachtanhängers mit entsprechendem Zubehör, der mithilfe der Fördermittel der EU angeschafft werden kann, lässt sich der bisher lange Transport von lebenden Tieren zur Schlachtung künftig vermeiden. Tiere, die direkt am Bauernhof geschlachtet werden, kann man damit nach Vorderhornbach bringen, um sie dort weiter zu zerlegen. Christoph Lechleitner demonstrierte dem Gremium nach der Sitzung vor Ort, welche Verarbeitungsschritte dort bereits vorgenommen werden können, und informierte darüber, welche konkreten Veränderungen dieses neue Projekt mit sich bringt.

Das Besondere an diesem EU-Programm, das speziell ländlichen Räumen zugute kommt: Die Förderentscheidungen fallen nicht etwa in fernen Metropolen wie Brüssel oder Wien, sondern direkt vor Ort. Dazu befugt ist ein regionales Gremium, das nach verschiedenen Kriterien gebildet wird. Eine Rolle spielt dabei unter anderem, dass verschiedene Sektoren aus dem öffentlichen und privaten Bereich vertreten sind und das Geschlechterverhältnis unter den Mitgliedern ausgewogen sein muss. Im Außerfern erfüllt der Vorstand der REA diese Voraussetzungen und wurde mit dieser Aufgabe betraut. Gemeinsam setzt man sich mit den eingereichten Projektanträgen auseinander und trifft die Entscheidung darüber, was unterstützt werden kann.

Die nächste Vorstandssitzung findet im Sommer 2026 statt. Bis dahin können sich Interessierte direkt beim Team der REA-Geschäftsstelle mit Projektideen melden. Weitere Informationen sowie die nächsten Einreichmöglichkeiten für Projektanträge findet man im Internet unter www.rea.tirol.

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Polit-talent auf grosser bÜhne

Vor einem großen Publikum sprechen zu müssen – da bekommt selbst so manch fortgeschrittenes Semester schlotternde Knie. Der 15-jährigen Franziska Wörle aus Reutte scheint dies freilich nichts auszumachen: Beim Landesfinale des Jugendredewettbewerbs 2026 im Innsbrucker Landhaus landete die Gymnasiastin aus dem Außerfern in der Kategorie „Klassische Rede“ auf Platz 4 – und spielte dabei quasi in einer eigenen Liga. Denn die drei, die letztlich auf dem Treppchen standen (ganz oben: Laurin Fellner von der HTL Jenbach mit seinen Gedanken zur „Diktatur der Perfektion“) haben allesamt bereits das Erwachsenenalter erreicht. „Wir sind total stolz“, unterstreicht Papa Christian Wörle, seines Zeichens Vorstandsdirektor bei der Sparkasse Reutte, auch im Namen seiner Frau Elisabeth.

Als Franziska die Ausschreibung des Redewettbewerbs in der Zeitung las, war sie sofort elektrisiert: „Das ist doch eine coole Sache“, dachte sie sich und meldete sich an. Ihr Thema wählte sie sich selbst aus: „Politisches Desinteresse ist kein Zufall – Jugend zwischen Systemversagen und Eigenverantwortung“. Warum wollte sie gerade darauf aufmerksam machen? „Wenn meine Generation sich bei den Wahlen von morgen nicht auskennt, hat das brutale Folgen und kann ziemlich gefährlich werden. Wenn man nicht mal weiß, wer der Bundeskanzler ist (und das ist kein Einzelfall) – wie soll man dann fundiert entscheiden?“ Daher lautet ihre Überzeugung: „Man sollte sich umfassend informieren, nicht nur direkt vor einer Wahl. Und zum Beispiel die verschiedenen Parteiprogramme abchecken. Aber auch die ZIB2 regelmäßig zu schauen, wäre schon was.“ Die Realität unter den jungen Leuten sehe indes ganz anders aus: „Politische Nachrichten interessieren kaum jemand – dafür umso mehr Sport, Taylor Swift oder Beauty.“

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Bei ihr selbst sieht dies freilich ganz anders aus: Schon in ihrer Volksschulzeit saß sie mit ihrem Onkel Andreas Schautzgy vor dem Fernseher und schaute politische Sendungen wie „Pressestunde“ oder „Hohes Haus“. Und zur Firmung wünschte sie sich von ihrer Firmpatin, Oma Herta Schautzgy, einen Besuch im Parlament in Wien, wo sie danach prompt im Außenministerium die „Hausherrin“ Beate Meinl-Reisinger („Die war überraschend bodenständig und herzlich“) traf. Und erst jüngst lernte sie im Bundeskanzleramt auch Claudia Bauer, die Ministerin für Europa, Integration und Jugend, kennen.

Ihr Entschluss steht ja schon lange fest: „Ich möchte auf jeden Fall nochmal beim Jugendredewettbewerb mitmachen – und später in die Politik gehen.“ Das bedeutet freilich nicht, dass Franziska mit Scheuklappen durch die Welt geht und nur auf die Politik starrt: Sie lernt nun schon das neunte Jahr bei Monika Alber von der Musikschule Reutte Geige und wurde vor kurzem Landessiegerin bei „Prima la Musica“. Nicht nur in der Klassischen Rede trifft sie mithin den richtigen Ton.

Plansee-bus fährt wieder

Ein tolles Angebot erlebt seine vierte Auflage: Am Freitag, 1. Mai, startet der erste Plansee-Bus in die Saison. Bis zum Sonntag, 27. September besitzt damit Reutte eine optimale Verbindung – nicht nur zu einem der beliebtesten Naherholungsgebiete direkt vor der Haustür, sondern auch ins Ammergebirge und sogar nach Oberau im Loisachtal. Wenn auch noch nur am Wochenende und an Feiertagen. „Die Sache funktioniert gut“, freut sich Ronald Petrini, seines Zeichens Geschäftsführer des Tourismusverbandes Naturparkregion Reutte, über die Resonanz auf dieses Angebot in den vergangenen Jahren. Im vergangenen Jahr habe man rund 5500 Fahrgäste gezählt, wobei beide Fahrtrichtungen in etwa gleich stark gefragt gewesen seien. Da sei auch ein gutes Zeichen. Durch den Einsatz des Busses werde zudem die Route ins und aus dem Ammergebirge entlastet und auch das Park-Chaos an Wochenenden mit schönem Wetter reduziert. Nicht nur die Gäste, sondern gerade die Einheimischen profitierten massiv von der sommerlichen Verbindung: Wobei die Bürger von Reutte und Breitenwang nicht mal ein Klimaticket oder einen anderen VVT-Fahrschein brauchen – sie fahren auch im vierten Jahr gratis.

Dieses Angebot behält Reutte auch aus voller Überzeugung bei: „Wir haben ja einige hundert Freifahrt-Tickets ausgegeben, das entlastet das ganze schöne Gebiet“, unterstreicht Bürgermeister Günter Salchner: „Sonst herrscht dort ja oft verkehrstechnisch die Hölle.“ Und wer mit dem Bus fahre, spare sich sowohl die leidige Suche nach einem Parkplatz als auch die Gebühr dafür. Der erste Plansee-Bus startet samstags, sonntags und feiertags jeweils um 8.02 Uhr am Bussteig A am Bahnhof Reutte. Die letzte Rückfahrtmöglichkeit ab dem Hotel Forelle besteht um 18.36 Uhr.

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Stolze Zeugen einer reichen Geschichte: Das sind die Burgen und Schlösser in Tirol. Tolle Bilder, spannende Hintergrundgeschichten und jede Menge praktische Tipps zu Museen, Schlosshotels oder familienfreundlichen Ausflügen hat der Kunsthistoriker Anton Prock für einen exzellenten Führer zusammengetragen, der vor kurzem im Tyrolia-Verlag erschienen ist.

Der Titel ist Programm: „Die schönsten Tiroler Burgen und Schlösser“. 40 Porträts dieser beeindruckenden Anlagen hat Prock mit seinem kompetenten Wissen über Geschichte und Architektur gezeichnet und die jeweiligen Highlights herausgearbeitet. Da hat man wahrlich die Qual der Wahl – aber zugleich auch eine fundierte Grundlage für die Entscheidung, welches Ziel man als nächstes ansteuern soll.

Das Außerfern ist selbstverständlich mit der Festung Ehrenberg vertreten. Als erstes mittelalterliches Glanzlicht jenseits des Fernpasses wartet dann Schloss Fernsteinsee, wobei das Inntal sicher als absoluter „Hotspot“ für Burgen- und Schlösser-Fans gelten darf. Aber auch am Reschenpass (etwa Schloss Naudersberg oder die Grenzfeste Altfinstermünz) oder in Osttirol (Schloss Bruck bei Lienz oder Burg Heinfels im Pustertal) gibt es viel zu entdecken.

Über den reichen Fundus an konkreten Informationen hinaus vermittelt der Autor auch viel Grundsätzliches über die Entstehung dieser Anlagen und das Leben darin: So lernt man die Hauptteile einer „idealen“ Burg ebenso kennen wie das dortige Alltagsleben. Auf das Mobiliar geht Prock ebenso ein wie auf Essen und Trinken, den Zeitvertreib (etwa durch Musik und Spiel), Religion und Glaube, Belagerung und Verteidigung oder die legendären Turniere, ohne die kein Ritterfilm auszukommen vermag.

Unter allen, die uns eine E-Mail mit dem Stichwort „Burgen und Schlösser“ an info@druckhaus.com senden, verlosen wir ein Exemplar dieses Buchs.

hofladen

highlight

Am 16. Mai von 9 bis 17 Uhr feiert der Hofladen „Lechfisch“ in der Fischzucht Lechaschau seine Wiedereröffnung. Nach einer längeren Pause dürfen sich Besucher endlich wieder auf die offenen Türen dieses regionalen Juwels freuen.

In idyllischer Lage in Hinterbichl 14 erwartet die Gäste ein stilvoll gestalteter Laden mit einer vielfältigen Auswahl an regionalen Fischspezialitäten. Im Mittelpunkt stehen frischer Fisch aus eigener Zucht sowie zahlreiche Räucherprodukte wie Forellenfilets, Fischaufstriche und Fischsalate. Ergänzt wird das Sortiment durch Käse von der Musteralm und weitere ausgewählte regionale Spezialitäten. Eine sorgfältig kuratierte Weinauswahl österreichischer Winzer von Markus Saletz rundet das Angebot ab.

Wir sind von Donnerstag bis Samstag von 9 bis 13 Uhr für Sie da!

Hier nden Sie uns

Hinterbichl 14 • 6600 Lechaschau

T +43 (0)650 853 6285

Neuerö nung 16. Mai 2026

Gemütliche Sitzplätze laden zudem dazu ein, Kaffee und Kuchen direkt vor Ort zu genießen oder mitzunehmen. Der Hofladen ist künftig donnerstags, freitags und samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Für größere Fischbestellungen sowie für Gastronomiebetriebe wird um telefonische Voranmeldung gebeten.

Das Team freut sich, das Außerfern sowie das benachbarte Allgäu wieder mit regionalem Fisch versorgen zu dürfen, und lädt herzlich zur Wiedereröffnung ein.

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artenschutZ im hausgarten

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Tel.+43 5672 62577 Liebe. Trost. Erinnerung.

Binnen der vergangenen drei Jahrzehnte ist die Biomasse der Insekten laut einer deutschen Langzeitstudie, der auch große Aussagekraft für Österreich attestiert wird, um rund drei Viertel weniger geworden. Auf beängstigende Entwicklungen wie diese möchte der von der UNO ausgerufene Internationale Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai aufmerksam machen.

Diese Tendenz bedeutet nämlich nicht nur eine Katastrophe für alle Tiere, die auf Insekten als Nahrung angewiesen sind (bei der Hälfte der österreichischen Singvogelarten nimmt zum Beispiel laut Greenpeace die Population ab – bei der Feldlerche sogar binnen kurzem um 40 Prozent). Aber auch der Mensch ist von der Bedrohung massiv betroffen: Denn Wildbienen, Hummeln und Bienen werden zur Bestäubung fruchtbringender Pflanzen dringend gebraucht. Ein alles andere als erfreuliches Szenario mithin. Das Gute dabei ist: Man kann gegensteuern. Sogar im eigenen Garten, wie Roman Pirchheim, Chef der Firma Buschwerk in Reutte, im Gespräch mit dem deutlich machte.

Ein wunderbares Gestaltungselement sind ja Hecken. Freilich: Hierzulande genießt nicht zuletzt die Thuja große Beliebtheit. Die ist freilich nicht heimisch. Doch nicht nur das: „Sie strömt einen unangenehmen und auch giftigen Geruch aus und bildet weder Pollen noch Blütenstaub. Insekten finden dort keine Nahrung und Vögel keinen Unterschlupf“, erklärt Diplom-Biologin Christine Schneider aus Reutte: „Sie sind quasi eine einzige ökologische Wüste.“ Es gebe indes einheimische Alternativen mit einem großen Nahrungsangebot: „Und Vögel finden hier Schutz und einen Platz für den Nestbau und zum Schlafen und Brüten.“

„Menschen, die gerne einen naturnahen Garten möchten, sollten sich daher lieber für heimische Gehölze entscheiden“, lautet der Rat beider Experten. Vögel fühlten sich laut Roman Pirchheim etwa im Weißdorn (der dichte, sichere Brutplätze biete), in der Schlehe mit ihren frühen Blüten und Früchten, im bei den gefiederten Gesellen besonders beliebten Holunder, der Vogelbeere mit ihrer wichtigen Herbstnahrung, der Hainbuche („ideal für dichte Hecken und Nester“), dem Liguster mit seinem dichten Wuchs und dem Sanddorn mit seinen sehr nährstoffreichen Beeren wohl.

Insekten stehen wegen eines reichen Angebots an Blüten und Pollen besonders auf die Berberitze, die viel Nektar bereithalte, den Hartriegel mit seinen frühen Blüten, die Kornelkirsche („ein extrem wichtiger Frühblüher“), die Wildrosen mit ihren offen zugänglichen Blüten sowie Flieder und Sommerflieder, die viele Bestäuber anlocken. „Es gibt aber auch Allrounder, die für beide Gruppen ideal sind“, weiß Roman Pirchheim abschließend: „Die bringen Blüten für die Insekten, Früchte für die Vögel und Struktur zum Nisten.“ Dazu gehören laut dem Landschaftsgärtner Weißdorn, Liguster, Hainbuche, Holunder, Felsenbirne und Haselnuss.

Wer sich für einen naturnahen Garten entscheidet, wird auf jeden Fall reich belohnt: Dort summt, brummt, piepst und zwitschert es, dass es die helle Freude ist.

Roman Pirchheim bietet übrigens am Freitag, 8. Mai, um 17 Uhr eine dreistündige Wanderung mit Christine Schneider unter dem Motto „Wilde Ecken braucht der Garten“ an. Auch da geht es um Artenvielfalt. Treffpunkt ist der Vogelturm in Pflach. Infos und Anmeldung bei der Firma Buschwerk, Telefon +43 (0)676 4805717.

ein loblied auf das ehrenamt

Im Zeichen des „Jahrs des Ehrenamts“ steht im Seniorenzentrum Haus zum guten Hirten eines ganz besonders im Fokus: der unschätzbare Wert freiwilligen Engagements. Mit einer besonderen Einladung zum gemeinsamen Frühstück bedankte sich jüngst das Haus bei seinen über 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren kontinuierlichen Einsatz. In gemütlicher Atmosphäre kamen zahlreiche Freiwillige zusammen, um das liebevoll vorbereitete Büffet zu genießen – ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für ihren wertvollen Beitrag zum Alltag der Bewohner. „Ohne unsere Ehrenamtlichen wäre vieles nicht möglich. Sie schenken Zeit, Aufmerksamkeit und Lebensfreude – das ist unbezahlbar“, betont Marietheres Kortenbreer, Freiwilligenkoordinatorin des Hauses, in einer Pressemitteilung der Regionalentwicklung Außerfern (REA). Mit großem Engagement organisiert sie Aktivitäten, Ausflüge und Veranstaltungen und koordiniert das vielfältige Einsatzspektrum ihres Teams. Besonders bei größeren Projekten, wie etwa dem Osterbasar, zeigt sich die Bedeutung dieses Engagements: Der Reinerlös ermöglicht unter anderem gemeinsame Ausflüge, die häufig nur durch intensive Einzelbetreuung realisierbar sind.

Wir halten Ihre Systeme am Laufen!

Die Aufgaben der Freiwilligen sind so vielfältig wie ihre Talente: Sie gestalten musikalische Nachmittage, spielen, basteln oder begleiten Spaziergänge. Auch traditionelle Aktivitäten wie das Tiroler National-Kartenspiel Watten werden gepflegt. Darüber hinaus betreuen Ehrenamtliche täglich am Nachmittag das Café im neuen Speisesaal und schaffen damit wichtige Begegnungsräume. Ein respektvolles Miteinander und gelebte Dankeskultur stehen im Zentrum der Zusammenarbeit. Neben regelmäßigen Treffen ist auch heuer wieder ein gemeinsamer Ausflug für die Freiwilligen geplant, der von der Stadtgemeinde Reutte unterstützt wird. Flexible Diensteinteilungen und ein starkes Teamgefühl tragen wesentlich zur Attraktivität des Ehrenamts bei. „Das Ehrenamt ist eine tragende Säule unseres Hauses. Es bringt nicht nur Unterstützung, sondern auch Herzlichkeit und Vielfalt in den Alltag“, unterstreicht Heimleiter Wolfgang Broll. Mit Blick auf die kommenden Monate verweist er auf die bevorstehende Neugestaltung des Gartens, die temporäre Einschränkungen mit sich bringen wird. Gerade dann seien kreative Lösungen und das Engagement der Freiwilligen besonders gefragt, um den Bewohnern weiterhin Abwechslung zu bieten.

Das diesjährige „Jahr des Ehrenamts“, ausgerufen von Landeshauptmann Anton Mattle, rückt genau diese Menschen in den Mittelpunkt. In Tirol engagiert sich beinahe jede zweite Person freiwillig – ein beeindruckendes Zeichen für gelebte Solidarität. Auch Evi Keller vom Freiwilligenzentrum Außerfern spricht allen Engagierten einen herzlichen Dank aus: „Euer Einsatz ist Ausdruck von Menschlichkeit und bildet das Herz unserer Gesellschaft.“ Übrigens: Wer sich selbst einbringen möchte, ist im Seniorenzentrum Haus zum guten Hirten jederzeit herzlich willkommen. Ob regelmäßig oder projektbezogen – jede Stunde zählt und macht einen spürbaren Unterschied.

Bahnhofstraße 28/3/11

Reutte, Österreich Tel. +43 (5672) 72290 office@intraservice.at

Foto: Rolf Marke

wohnmobiltage bei the bullishow

A, B oder C?

Ein bayrischer Löwe auf Tiroler Territorium – ja kann das denn sein? Offenkundig schon, denn dieses Foto, das uns Robert Pacher zuschickte, ist der untrügliche Beweis dafür, dass das Wappentier der Nachbarn sich auch im Außerfern präsentiert. Aber wo nur?

A: An der Lände bei Vils?

B: Am Rehbach bei Schattwald?

C: Am Plansee?

Am 17. und 18. April 2026 lud The Bullishow in Reutte zu den Wohnmobiltagen ein – und viele Besucher folgten der Einladung. Bei bestem Frühlingswetter konnten der Knaus Tourer Van und der Volkswagen Grand California hautnah erlebt und verglichen werden. Großen Anklang fanden die attraktiven Saisonstart-Angebote sowie die persönliche Beratung durch das Team. In entspannter Atmosphäre informierten sich die Gäste über Ausstattung und Reisemöglichkeiten. Snacks und Getränke sorgten für zusätzliche Wohlfühlmomente. Ein rundum gelungenes Wochenende – für einige begann hier bereits das nächste Reiseabenteuer.

Unter denen, die uns eine Mail mit dem richtigen Antwortbuchstaben an info@ druckhaus.com schicken, verlosen wir ein Exemplar des Buches „Mit Geist und Füßen. Im Allgäu“ von -Redakteur Jürgen Gerrmann.

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Foto: Schweiger
Foto: Pacher

feuer und flamme sein

Pfingsten – das unbekannte Fest? Die übergroße Mehrheit dürfte es nicht (mehr) sein, die weiß, was heuer denn eigentlich am Sonntag, 24. und Montag, 25. Mai gefeiert wird. Und dabei handelt es sich doch um das dritthöchste Fest der Christenheit. Das auch oft als „Geburtstag der Kirche“ bezeichnet wird.

Worum geht es also da? Das Wort selbst besitzt griechische Wurzeln: „Pentecostè“ bedeutet „der Fünfzigste“. 50 Tage liegen nämlich zwischen Ostern, dem Fest der Auferstehung Jesu, und Pfingsten, als der Heilige Geist über die Jünger kam. Dieselbe Zeitspanne spielt aber auch im Judentum eine große Rolle: Sieben Wochen und ein Tag beträgt nämlich auch der Abstand zwischen dem Pessachfest, während dessen Christus gekreuzigt wurde, und dem Schawuot, dessen Kern ein Erntedankfest bildet (das den Beginn der Weizenernte anzeigt), aber seit der Entstehung der Lehrschrift des Talmud an den Bund des Volkes Israel mit Gott und die Gesetzgebung am Berg Sinai erinnern soll. Am 50. Tag nach dem Auszug aus Ägypten hat Jahwe nach jüdischem Glauben mithin seinem Volk die Tora übergeben und dadurch eine besondere Beziehung geschaffen.

Und genau das geschah ja auch am ersten Pfingstfest, bei dem die Jünger zunächst ganz verzagt in einem Haus in Jerusalem zusammengekommen waren. Was dann geschah, schildert die Apostelgeschichte im Neuen Testament so: „Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.“ Die Sendung des Heiligen Geistes gilt mithin quasi als Geburtsstunde des neuen Gottesvolks, das nicht nur Juden umfasst.

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Dass das Feuer bei diesem Ereignis eine zentrale Rolle spielt, ist alles andere als ein Zufall: Schon in frühen Mythen war das so. Etwa beim griechischen Prometheus, der den Menschen das Feuer brachte und bitter dafür büßen musste (ein Adler fraß ihm Tag für Tag ein Stück seiner Leber). Oder beim persischen Sagenkönig Huschang Schah, der entdeckte, wie mit Hilfe von Steinen Feuer gemacht wird. Auch der Gott des Alten Testaments wird von Feuer und Rauch begleitet und zeigt sich Moses auch im brennenden Dornbusch.

Wenn jemand von etwas total begeistert ist, dann spricht man ja heute davon, „Feuer und Flamme zu sein“. Ob diese Redewendung von Pfingsten kommt oder nicht, ist unklar. Passend wäre es auf jeden Fall, waren die zuvor mutlosen Jünger doch plötzlich regelrecht euphorisch. „Sie sind voll süßen Weins“, spotteten daher viele.

Martin Luther wiederum prägte in seiner Übersetzung des Hebräerbriefs den Begriff „Feuereifer“. Und der war zunächst alles andere als positiv gemeint. Mit diesem Engagement sollten nämlich Widersacher „verzehrt“ werden. Die Wende brachte dann ein Mitglied der Reformierten Gemeinde. Der Schriftsteller Theodor Fontane schrieb über einen Maler, der habe sich „mit jugendlichem Feuereifer, rastloser und angestrengtester Tätigkeit“ hingegeben. Und seither ist der Begriff positiv besetzt.

energie hautnah erleben

Im Zuge des 125-jährigen Jubiläums gewähren die Elektrizitätswerke Reutte besondere Einblicke in ihre Anlagen und zeigen, wie Energie in der Region entsteht und verteilt wird. Zahlreiche Besucher folgten in den letzten Wochen bereits den Einladungen zu den ersten beiden Führungen – ein weiteres Highlight folgt am 8.Mai.

Mit dem Kraftwerk Weißhaus, dem größten Laufwasserkraftwerk des Unternehmens, sowie dem Umspannwerk Pfronten als zentralem Knotenpunkt des Netzbetriebs standen zwei prägende Stationen im Fokus. Geführte Rundgänge ermöglichten intensive Einblicke in die Anlagen. Ergänzend dazu gaben die EWR-Vorstände Einblicke in die Energiezukunft sowie in aktuelle und geplante Projekte der EWR. Zusätzliche Themen wie Photovoltaik und moderne Energielösungen zeigten anschaulich, wie Innovation und Versorgungssicherheit zusammenspielen. Für besondere Perspektiven sorgte das Steigerfahren, bei dem die Besucher die Anlagen aus luftiger Höhe erleben konnten.

Am 8. Mai folgt das nächste Highlight – ein Besuch der Geburtsstätte der Elektrizitätswerke Reutte und der regionalen Energieversorgung: das Kraftwerk Plansee nahe den Stuibenfällen. Mit Führungen durch das alte und das neue Maschinenhaus wandern die Besucher von den Anfangsjahren bis in die heutige Zeit und blicken in die Energiezukunft der Region. Interessierte können sich jetzt unter 125jahre.ewr-energie.com informieren und anmelden.

FÜHRUNG KRAFTWERK PLANSEE

Wir öffnen das Herzstück unserer regionalen Energieversorgung und zugleich die Geburtsstätte der EWR – unser Kraftwerk Plansee. Freu dich auf exklusive Einblicke in die regionale Stromerzeugung, Infos über die Energiezukunft und besondere Highlights rund um 125 Jahre EWR

Freitag, 08. Mai 2026, ab 14:00 Uhr (Voranmeldung erforderlich)

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Fotos: EWR

der leidensweg des visionärs

Es war ein Quantensprung und (im Nachhinein betrachtet) sowohl Rettung in höchster Not als auch Fundament des späteren Wohlstands im Außerfern: der Bau der Zugspitzbahn. Doch der Weg dorthin war mehr als steinig und auch mit einem tragischen persönlichen Schicksal gepflastert: All dies arbeitet Claudia Lang-Forcher (Foto) im „Jubiläumssommer“ dieser Bergbahn auf: Am Sonntag, 5. Juli, um 20 Uhr feiert „Sterntaler für die Zugspitze“ im Zugspitzsaal in Ehrwald Premiere.

Der Titel kommt nicht von ungefähr: Zentrale Figur ist der Rechtsanwalt, Wirtschaftpionier und Kommunalpolitiker Hermann Stern. Obwohl der 1878 in Bozen geboren worden war, prägte er in den 1920er-Jahren das Leben im Außerfern wie kaum ein anderer. In Reutte verbindet sich mit ihm unter anderem die Ansiedlung des Metallwerks Plansee. Mit dem Bau der Zugspitzbahn legte er zudem den Grundstein für den Tourismus im Außerfern. Wie so viele andere hatte Claudia Lang-Forcher dennoch lange nichts von diesem Visionär gehört – bis eines Tages dessen Urenkelin Caroline Stern die Autorin und Regisseurin für ihre Maturaarbeit interviewte. Aber da stand auch nicht der Uropa im Mittelpunkt des Interesses, sondern dessen Frau Anna Knittel aus Holzgau, die Tochter des Bezirksschulinspektors.

Mehr Genuss für jeden Tag

Das Gespräch weckte freilich einen Impuls, der Claudia Lang-Forcher nicht mehr losließ. Sie wollte mehr wissen und nahm Kontakt mit Reuttes Historiker Richard Lipp auf: „Der sagte mir, dass, wenn es Stern nicht gegeben hätte, Reutte nicht das wäre, was es heute ist – und dem kann ich nur zustimmen!“ Lipp versorgte sie mit jeder Menge Material, das die Theaterfrau wie elektrisiert geradezu verschlang: „Mir wurde bewusst, was Stern in einer Zeit bitterster Not im armen Bezirk Reutte alles gemacht und alles bewirkt hat – der musste einfach aus der Wolke der Vergessenheit geholt werden.“ Zumal dessen Vita im Grunde Stoff für mehr als ein Drama bereit hielt: Trotz seines segensreichen Wirkens wurde er massiv angefeindet, sah sich Verletzungen und Beschimpfungen ausgesetzt und wurde wegen der finanziellen Turbulenzen rund um die Zugspitzbahn kurz vor seinem 50. Geburtstag sogar für drei Monate ins Gefängnis gesteckt – zu einem Prozess gegen ihn kam es indes nie, da die Hochschule für Welthandels in Wien (so Lipp in seinem faszinierenden Buch „Reutte von 1918 bis 1938“) ihm in einem Gutachten attestierte, sowohl kaufmännisch als auch rechtlich korrekt gehandelt zu haben. Fünf Jahre (!) nach dessen U-Haft wurde das Verfahren dann eingestellt.

Noch Schlimmeres musste Stern indes unter der Nazi-Herrschaft durchmachen: NSDAP-Gauleiter Franz Hofer tyrannisierte ihn, weil er Sohn eines zum katholischen Glauben konvertierten Juden war und für die Nazis daher als „Halbjude“ galt. Die Ehrenbürgerschaft von Ehrwald wurde ihm aberkannt, er für 15 Monate erneut ins Gefängnis geworfen und letztlich nach Nürnberg vertrieben. Als blinder, gebrochener Mann kehrte er zurück nach Reutte und kämpfte um seine Rehabilitierung. Indes: vergebens.

Dreh- und Angelpunkt von Claudia Lang-Forchers Stück (das sie für die Ehrwalder „Kulissenschieber“ auch persönlich inszeniert) ist freilich der Bau der Zugspitzbahn vor 100 Jahren. Und damit will sie auch zeigen: „Es sind die wichtig, die fortschrittlich denken und vorangehen.“ Leider hätten es auch heute die nicht leicht, die fortschrittlich dächten. Oft seien viele einfach aus Prinzip dagegen: „Und das war schon zu Hermann Sterns Zeiten so.“

„alle ins gold!“

Wer jünger ist, denkt an die „Tribute von Panem“, wer mehr Lenze zählt, vermutlich an Robin Hood, Olympia-Fans erinnern sich an spannende Wettkämpfe voller Kurzweil: Es gibt wohl niemand, der mit Bogenschießen rein gar nichts anzufangen vermag. Was alles mit einer der wohl ältesten Sportarten der Menschheit, deren Wurzeln bis in die Zeit der Jäger und Sammler zurückreichen, verbunden ist, kann man bei einem Tag der offenen Tür erleben, den der Zweigverein des SV Reutte (SVR) im Mai veranstaltet.

55 Mitglieder teilen aktuell in diesem Verein ihre Begeisterung für das Bogenschießen – und darunter sind zehn junge Leute noch keine 18 Jahre alt. Ihre Motivation ist völlig unterschiedlich. Manche suchen die sportliche Herausforderung bei Turnieren und Meisterschaften, andere wollen nur ihrem Hobby frönen, während die dritten das meditative Element bei dieser Sportart sehr schätzen. Dass alle miteinander ihren Platz beim SVR finden, gehört zu den Dingen, die Brunhilde Schmölz so begeistern – und die ist nicht nur Obfrau, sondern auch Trainerin, Platzwartin und so manches andere auch.

Ihre Leidenschaft fürs Bogenschießen wurde geweckt, als sie 21 Jahre alt war. Und auch 38 Jahre später scheint die keinen Deut nachgelassen zu haben. Was fasziniert sie denn so sehr an ihrem Sport? „Man kann ihn in jedem Alter ausüben, ist draußen an der frischen Luft, braucht keine zweite Person dazu und kann ihn so gestalten, wie man möchte – entweder bei Wettkämpfen oder nur zur Entschleunigung.“ Das Ziel bleibt freilich bei allen dasselbe: „Alle ins Gold!“ Denn die Pfeile treffen in dieser Sportart eben nicht ins Schwarze, sondern ins Goldene. Gelingt dies, löst das bei jedem Bogenschützen Freude pur aus.

Brunhilde Schmölz unterrichtet auch Achtjährige: Aber ein Alterslimit nach oben existiert nicht. „Ich kenne auch 80-Jährige, die noch Turniere schießen. Das ist ja das Schöne an diesem Sport, das man noch lange dabeibleiben kann.“ Dass man rein aus dem Instinkt heraus Treffsicherheit besitzen könne, hält die Trainerin, die sich in ihrer sportlichen Karriere übrigens auch zur bayrischen Meisterin küren konnte, für eine Legende: „Das muss man schon lernen – und sich dabei auch etwas sagen lassen.“ Aber das Schöne sei: „Man kann es auch lernen – und zwar in jedem Alter!“ Der Tag der offenen Tür ist für jeden eine gute Gelegenheit, einmal nachzuspüren, ob diese Sportart etwas für einen ist. Denn selbstverständlich halten die Bogenschützen auch Leihgeräte bereit, damit man selbst einmal das Gold auf der Scheibe anvisieren kann.

Der Tag der offenen Tür der SVR-Bogenschützen findet am Sonntag, 31. Mai, von 13 bis 16 Uhr auf der Anlage beim Parkplatz P3 an der Klause Ehrenberg statt.

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HEIMTEXTILIEN

nacht der ProJeKte

Das breite Spektrum der Themen beeindruckte. Und auch die Intensität, mit der sich die Absolventen von HAK, HLW und HTL Reutte in ihre Abschlussarbeiten vertieft hatten, verdiente allen Respekt: Und so konnte man jüngst bei der Nacht der Projekte im Saal der Wirtschaftskammer Reutte eindrucksvoll miterleben, mit welcher Leidenschaft und fachlichen Kompetenz die jungen Talente ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentierten.

Neun Projekte stammten dabei aus der HTL: Maxima Alk, Matthäus Erd, Laura Grubelnik und Philipp Steiner befassten sich zum Beispiel für die EWR mit einem „OnboardingTool“, das dabei helfen soll, neue Mitarbeiter effizient in den Betrieb einzugliedern. Für das Autohaus Wolf gingen Myrine Kiana Schmid und Marina Vukadinovic der Künstlichen Intelligenz in der Kundenkommunikation auf die Spur. Elias Barbist, Valerija Klotz, Gabriel Singer und Angelina Vujic hatten ihrem Projekt einen englischen Titel gegeben: Im Zentrum stand dabei die Förderung des Nachhaltigkeitsbewusstseins an ihrer Schule. IBF Solutions in Vils ließ von Muhammed Durmaz, Mert Kisa, Berat Tür und Kutay Tuzcu die KI-gestützte Automatisierung der Datenübertragung für Seminaranmeldungen und von David Grübler, Noah Schennach, Lyon Strasser und Luca Strobl einen KI-basierten Duplikatefinder für Ticketsysteme unter die Lupe nehmen. Der KDG Campus in Elbigenalp wollte von David Hundertpfund, Tobias Witek und Jonas Wolf wissen, wie sich das Home-Entertainment-Erlebnis durch KI für Hörgeschädigte verbessern lässt. Einen Demo-Koffer zur Visualisierung betrieblicher Prozesse bei Plansee entwickelten Nevio Hopfgartner, Andreas Nagele, Johannes Rainer und Constantin Rofner. Für dasselbe Unternehmen beschäftigten sich Jonas Haid, Manuel Scheiber, Luca Tröstl und Arda Ucan mit einer Firmen-Archiv-Datenbank. STP Tech in Ehrwald ließ schließlich von Luca Eisele, Felix Steiner, Fabian Trunsperger und Leon Wolf die Digitalisierung eines Bienenstocks durch das sogenannte „Internet der Dinge“ erkunden. Die HLW war mit elf Präsentationen vertreten: Der „Generation Z und der Zukunft der Nachhaltigkeit“ widmeten sich Chiara Haug, Hanna Singer und Anna Telser im Auftrag des Weisshaus Shops, der auch Sophie Bader, Emily Eberle, Nadine Falger und Eliana Kinzl Marketingstrategien entfalten ließ. Für die Naturparkregion Reutte untersuchten Ilvy Hofherr, Marta Müller, Nele Overeem und Elena Sophia Portugaller das Wirtshaussterben im Verbandsgebiet. Jana Huber, Sophia Kerber, Ronja Mittermayr und Janine Winkler konzipierten Marketingmaßnahmen für die Fußballer der Sport- und Bergfreunde Pflach. Die REA fragte Vanessa Kerber, Lea Malleier, Romy Moshe, Madlen Rudigier und Sofie Seidelmann, wie man die Lebensmittelverschwendung im Außerfern möglichst vermeiden könne. Simulationsbasiertem Lernen in der Pflegeausbildung gingen Natalie Friedl, Elena Scheiber, Kathrin Schennach und Lena Schretter für den Campus Gesundheit auf den Grund. Für diese Einrichtung recherchierten Felix Alber, Lara Alber und Martina Pirner auch, warum Frauen die Pflege dominieren. Die Arbeit von Katharina Bierbaumer, Hannah Fiegenschuh und Elisabeth Gratl kreiste um das Thema „Suchtprävention in der Oberstufe“. Den Teufelskreis von Bewegungsmangel und Stress im Schulalltag machten Daniela Kramer, Lisa Pohler und Celine Vrtel für die Sportbox Reutte deutlich. Den Weg in die Selbstständigkeit von der ersten Idee zum eigenen Unternehmen verfolgten Livia Schmidt, Katharina Skrbic und Sandra Witek für die Sparkasse Reutte. Den Einfluss von KI auf die Trainingssteuerung von Sportlern diverser Disziplinen analysierten Marco Faliti, Paul Müller und Julian Skrbic.

Die Palette der Projekte rundeten drei Präsentationen der HAK ab: Aleksandar Mitevski, Efehan Öztürk, Teodor Tesic und Alexander Wechner skizzierten für die Raiffeisenbank Oberland-Reutte, wie deren Digitalisierung ansprechend für die junge Generation gestaltet werden könnte. Auch Azra Altinkaynak, Eylül Bulat, Ezgi Duyar, Maja Piatek und Julia Rhomberg dachten über moderne Bankanwendungen im digitalen Zeitalter nach. Und Jule Müller, Leonie Perl, Tatjana Rajilic und Berfin Yildiz stellten am Beispiel der Plansee-Group Erfolg versprechende Marketingstrategien zur Stärkung der dualen Berufsausbildung vor.

massenansturm auf vernissage

Drangvolle Enge herrschte jüngst im Foyer der Gemeinde Breitenwang. Hinter der Eingangstür war kaum ein Durchkommen. Und der Hausherr war sich sicher: „Seit der Eröffnung 2012 waren noch nie so viele Leute in diesem Gebäude“, konstatierte Bürgermeister Hanspeter Wagner. Doch es war weder eine Gemeinderatssitzung noch eine Wahl, die diesen wahren Massensturm ausgelöst hatten, sondern eine Vernissage: Die Eröffnung der Ausstellung mit Werken der Lechaschauer Künstlerin Silvia Morandell entpuppte sich als Magnet.

In seinen einführenden Worten brachte das Gemeindeoberhaupt seine Bewunderung dafür zum Ausdruck, dass Silvia Morandell als Autodidaktin ohne akademische Ausbildung einen zutiefst persönlichen Stil gefunden habe. Besonders ihre Vorliebe für Erdtöne erzählten von Verwurzelung, von Tiefe, „von einem stillen Dialog mit dem Inneren“. Und doch durchbrächen immer wieder kräftige Farben diese Ruhe: „Wie Emotionen, die sich ihren Weg bahnen – lebendig, mutig und unübersehbar.“ Diese Werke sind für Wagner auch eine Einladung, innezuhalten: „Sie öffnen Räume, in denen wir unsere eigene Gefühls-

von bauern, bomben und lawinen

Goldgelb ist der Einband. Und das nicht ohne Grund: Vor kurzem erschien die 20. Auflage von „Extra Verren“, dem Jahrbuch des Museumsvereins Reutte. Und die Präsentation des bunten Blumenstraußes an Themen stieß im Museum im Grünen Haus auch diesmal wieder auf großes Interesse.

Auf 222 Seiten wurde dabei von Schriftleiter Klaus Wankmiller, der auch als Vize-Obmann des Museumsvereins fungiert, ein wahres Füllhorn an Beiträgen zur Geschichte und Kulturhistorie des Außerferns ausgeschüttet: Er selbst hatte sich übrigens als Autor in die Ereignisse von 1525 vertieft, die vor einem halben Jahrtausend quasi das erste Aufbäumen des „gemeinen Mannes“ gegen die Obrigkeit des Adels bildeten und bei denen auch der neue (protestantische) Glaube eine zentrale Rolle spielte. Wankmiller fokussiert sich dabei auf die Ereignisse im Dreiländereck Allgäu/ Bayern/Tirol und schildert detailliert, was sich so alles quasi vor der Außerferner Haustür ereignete.

Als Thomas Pfundners große Leidenschaft kann das Erkunden alter Grenzen und deren Zeugnissen gelten. Für das 20. „Extra Verren“ war er auf dem Bäckenalmsattel in den Ammergauer Alpen unterwegs, wo einst die Besitztümer der Herrschaft Hohenschwangau und des Klosters Ettal aufeinanderstießen.

Ein kunstgeschichtlicher Exkurs führt wiederum in eine einst Freie Reichsstadt im späteren Königreich Württemberg: Karlheinz Hegele forscht in der Silberstadt Schwäbisch Gmünd über den aus Reutte stammenden Maler Johann Christoph Haas, einem Schüler Franz Anton Zeillers. Vor kurzem entdeckte er ein weiteres Werk des Künstlers aus der Zeit, des Klassizismus, der verarmt im Remstal starb.

Eine Naturgewalt begleitet das Außerfern quasi über seine ganze Geschichte hinweg: die Lawine. Lähn bei Bichlbach wurde zum Beispiel gleich zweimal davon heimgesucht und fast komplett zerstört. Peter Linser ist diesen schicksalhaften Ereignissen über die Jahrhunderte hinweg nachgegangen und hat dabei so manches interessante Detail entdeckt.

Richard Lipp wiederum nahm für einen großen Aufsatz die Zeitgeschichte unter die Lupe und beleuchtet die Ereignisse rund um das Kriegsende im Außerfern. Minutiös zeichnet er die Wochen nach, in denen Reutte selbst zum Kriegsschauplatz wurde. Die Gräber einiger Opfer (SSler, Soldaten, aber auch Zwangsarbeiter) findet man heute noch auf dem ehemaligen Pestfriedhof in Mühl.

Unter denen, die uns eine E-Mail mit dem Stichwort „Extra Verren“ an info@druckhaus.com senden, verlosen wir ein Exemplar des neuen Jahrbuchs des Museumsvereins Reutte.

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auf dem roten sofa ... ... mit armin walch

Reuttes jüngster Verdienstmedaillenträger erblickte im großelterlichen Bauernhaus in Höfen das Licht der Welt. Doch vor 70 Jahren dürfte wohl keiner geahnt haben, dass der Sohn eines Postbeamten und einer Hausfrau das Gesicht Reuttes so prägen würde wie wohl kein anderer. Und manchmal scheint es beim Gespräch auf dem roten Sofa in der Redaktion des so, als könne Armin Walch das selbst nicht so recht glauben. so,

Während seines Ferialjobs im Zeichenbüro der EWR hatte er als 17-Jähriger erstmals Kontakt zur Welt des Vermessens, Hochbaus und Zeichnens: „Ein Jahr später beim Kraftwerksbau am Rotlech habe ich gespürt, dass das Planen und Bauen meine berufliche Zukunft bestimmen sollten. Daher studierte ich nach meiner Matura Architektur an der TU Innsbruck und Städtebau in Wien.“ Als wahrer Glücksfall entpuppte sich, dass Armin Walch kurz vor Ende seines Studiums Dr. Jürgen Bodenseer, den späteren Präsidenten der Wirtschaftskammer Tirol, kennenlernte, der damals Generalimporteur der Sportswear-Marke Champion war. Dadurch hatte der junge Architekt gleich einen dicken Auftrag an der Angel – er konnte nämlich gleich als Berufseinsteiger fast 200 Franchise-Läden designen (90 davon in Österreich, der Rest in Deutschland und der Schweiz). In jenen Jahren lässt sich auch eine Einzelhändler-Vergangenheit des Baumeisters verorten: Gemeinsam mit seiner Frau Maria führte er für eine Weile einen Champion-Store im einstigen Café Beck und das Sisley-Geschäft im Reuttener Untermarkt. Er beschäftigte sich auch weiter mit dem Ladenbau und konzipierte zahlreiche Verkaufsstätten für Mexx, United Sports und Stiefelkönig – dies auch an durchaus prominenten Standorten wie der Kärntner Straße in Wien.

„Parallel dazu habe ich versucht, mich in der Region zu etablieren“, erzählt Walch. „Vom Einfamilienhaus über Schulen, Gastro-Betriebe und Seilbahneinrichtungen (wie die Talstationen an der Ehrwalder Alm und der Zugspitzbahn) bis hin zum Bezirkskrankenhaus habe ich alles abgedeckt.“ Und seine Kompetenz sprach sich herum: 25 Gemeinden im ganzen Außerfern beriefen ihn zu ihrem Ortsplaner.

Zum einschneidenden Erlebnis in seiner beruflichen wie privaten Vita sollte die Vergabe der Tiroler Landesausstellung 1989 „Künstler, Händler, Handwerker – Tiroler Schwaben in Europa“ nach Reutte anlässlich der 500-Jahr-Feier der Markterhebung avancieren. Gemeinsam mit dem Innsbrucker Architekten Richard Gratl baute er das SternHaus (heute das Grüne Haus) im Untermarkt für Museumszwecke um: „In mir reifte die Verantwortung gegenüber historischer Bausubstanz, denn historische Gebäude machen die Identität eines Ortes aus – erst dadurch entsteht dessen Unverwechselbarkeit. Wenn wir die vorhandenen paar Prozent auch noch wegreißen, berauben wir uns unserer eigenen Wurzeln.“ Wobei Armin Walch die Größe besitzt, zuzugeben, dass er der „Fehlentwicklung“ der im Grunde austauschbaren, sogenannten „internationalen Architektur“ in einer Phase seines Berufslebens ebenfalls gefolgt ist.

Doch er erkannte dies und zog die Konsequenzen. Er rettete 1996 gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Siegfried Singer sowie Gemeinderat Fridl Schennach die Klause vor dem Abbruch, der damals schon im Gemeinderat diskutiert wurde. Das Motto damals: „Der alte Stuanerhaufa koschtet doch nur sinnlos Geld.“ Die Sanierung der Klause war Startschuss für einen größeren Masterplan, der die Erhaltung des gesamte Festungsensembles Ehrenberg mit der Entwicklung touristischer Attraktionen verband. So wurde durch den damaligen Ortsplaner von Reutte ein neues kulturtouristisches Highlight geschaffen, welches einen echten Mehrwert für die gesamte Region bringt. „Ohne den Beitritt Österreichs zur EU und die dadurch gewonnenen Fördermittel wäre die Burgenwelt Ehrenberg sicher nicht entstanden“, fügt Walch als überzeugter Europäer hinzu.

Im Sommer 1999 nahm der sterbenskranke Fridl Schennach dem damals 46-Jährigen das mittlerweile legendär gewordene Versprechen ab, „gut auf meine Burg aufzupassen“ – und der hat es mehr als nur gehalten. Damals führte Walch bereits sein Architekturbüro mit etwa 25 Mitarbeitern – wie schultert man zusätzlich zu diesem Betrieb noch ein solch gewaltiges Projekt? „Vermutlich mit viel Fanatismus und einem gehörigen Vogel“, schmunzelt der „Burgherr“ heute, „rational ist das nicht zu erklären.“ Vielleicht lag es ja auch an den schönen Erinnerungen, die in seinem Innersten schlummerten: „Als ich ein Schulbub war, sind wir Anfang der 1960er in den Ferien oft mit unseren Nachbarn zum Schlossanger beim Hornwerk gegangen. Da konnte man toll herumkraxeln, das war ein echter Abenteuerspielplatz. Und mit 17 haben wir dann legendäre Ruinenfeste am Pulverturm gefeiert – mit Lagerfeuer, Schlafsack und Gitarre.“

Ein Spaziergang war der Weg vom „Stuanerhaufen“ zum touristischen Hotspot dennoch nicht: „Natürlich gab es auch Phasen der Enttäuschungen, ich habe Gegenwind bekommen und auch meine Familie wurde teilweise angegriffen – nicht zuletzt wegen der Hängebrücke.“ Aber: „Das Schöne ist, wenn Menschen, an die du glaubst, dich bestärken und weiter zu dir stehen. Diesen Weggefährten und Mitarbeitern, die mich immer unterstützten, bin ich wirklich sehr dankbar.“

Erlebt man Armin Walch auf „seiner“ Burg, dann spürt man: Nicht nur das alte Gemäuer an sich ist ihm ein Herzensprojekt, sondern gerade die Mitarbeiter der international besetzten Bauhütte Ehrenberg, die die Sanierungsarbeiten auf Ehrenberg durchführen. Warum eigentlich? „Dort zeigt sich, dass es möglich ist, dass Menschen unterschiedlichster Nationen, Kulturen und Religionen toll zusammenarbeiten können – dann nämlich, wenn man den Menschen in den Mittelpunkt stellt und nicht eine Ideologie.“

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Diese zutiefst humanistische Einstellung dürfte auch in seiner Kindheit und Jugend wurzeln: „Meine Eltern Maria und Gebhard waren liberal, haben mir aber klare Eckpfeiler für mein Leben mitgegeben. Ich bin auch sehr früh über das Dritte Reich und seine unvorstellbaren Verbrechen aufgeklärt worden und weiß, dass man – leider auch heute noch – auf der Hut sein muss, dass sich dies nicht wiederholt.“

Eine weitere „Lebens-Leitplanke“ der Eltern: „Wennʼs dir gut geht, sei dankbar, aber vergiss dabei die Schwachen nicht!“

Dies habe er versucht, möglichst umzusetzen. Sei es bei der Unterstützung für Geflüchtete („Wo ich Integrationsfähigkeit gespürt habe, habe ich geholfen“) oder beim Einsatz für die Umwelt – etwa für den Naturpark Tiroler Lech, gegen die Autobahn Ulm-Mailand oder gegen das Atomkraftwerk Zwentendorf („Ich war sogar auf dem Ballhausplatz in Wien, als das knappe Nein verkündet wurde“). Auch das ist ein roter Faden durch die Vita Armin Walchs, der vielen gar nicht so bewusst sein dürfte.

„Die Auszeichnung mit der Verdienstmedaille und die Standing Ovations bei der Jubiläumsfeier ‚30 Jahre Burgenwelt Ehrenbergʻ haben mich tief berührt und sind ein wunderbares Anerkenntnis meiner Arbeit für Reutte und seine Entwicklung. Aber ohne die Unterstützung meiner Frau Maria und meiner Kinder Nora und Vincent wäre dieses Lebenswerk nicht möglich gewesen. Daher gilt ihnen mein besonderer Dank.“

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grosses interesse fÜrs museum

Im Museumsverein des Bezirks Reutte herrscht auch ein gutes halbes Jahrhundert nach dessen Gründung ein überaus reges Leben, an Engagement und Zukunftsprojekten mangelt es nicht: Dies wurde jüngst bei der Generalversammlung im Museum im Grünen Haus überaus deutlich.

Über 238 Mitglieder kann sich der Verein, der sich dem „Sammeln, Ausstellungen und Forschen“ (so auch der Titel der vor kurzem zu Ende gegangenen Jubiläumsausstellung) verschrieben hat, aktuell freuen. Hinzu kommen, wie Obmann Ernst Hornstein in seinem Bericht erwähnte, auch noch 535 „aktive Leser“ in der ebenfalls vom Verein getragenen Stadtbibliothek.

Zum Vereinsleben gehören aber nicht nur spannende Ausstellungen zu Themen der Regionalgeschichte: So wurde im vergangenen Jahr etwa der Planetenweg um vier Info-Tafeln erweitert, auf denen Spaziergänger dank der informativen Texte von Museumsleiter Ulrich Kößler allerlei Wissenswertes über Sternbilder, Zeitmessung, Raketeningenieur Wernher von Braun (den „Vater der Mondlandung“) und auch Anton Maria Schyrle, den genialen Fernrohr-Konstrukteur und lange verkannten großen Sohn Reuttes erfahren. Gut besuchte Ausstellungsfahrten hatten 2025 dann München sowie Wessobrunn und Weilheim zum Ziel. Sechsmal war man mit der Reihe „Samstagskultur“ zu interessanten Orten in der Region unterwegs, acht Vorträge vermittelten wertvolles heimatkundliches Wissen. Und als Höhepunkt darf sicher die Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Vereins in Anwesenheit von Landeshauptmann Anton Mattle gelten.

Museumsleiter Ulrich Kößler konnte eine beeindruckende Bilanz der vier vergangenen Ausstellungen im Grünen Haus ziehen: 760 Menschen verfolgten Reuttes Weg „Vom Dorf zur Stadt“ nach, 915 begaben sich auf die Spuren der Via Claudia Augusta, deren „Locus anni“ Reutte ja im Vorjahr war, 995 wollten wissen, wie das Außerfern im Rahmen des 500 Jahre zurückliegenden Bauernkriegs und anderer Konflikte zum „Spielball der Mächte“ wurde – und 600 schwelgten beim Rückblick auf die reiche Geschichte des Vereins in Erinnerungen. Bei den verschiedenen Führungen zählte man insgesamt 1095 Teilnehmer – darunter auch viele Reisegruppen und Schüler.

Die Reuttener sind weiter lesefreudig: Das spiegelte sich auch im Bericht der Leiterin der Stadtbibliothek, Sonja Kofelenz, wider. Die Zahl der Nutzer erhöhte sich nämlich um 1,5 Prozent. Besonders erfreulich: Mit 46 Prozent sind fast die Hälfte der Nutzer Kinder unter 14 Jahren. Der Medienbestand nahm im vergangenen Jahr übrigens um 3,1 Prozent auf 8640 zu, dasselbe prozentuale Plus gab es bei den Besuchern (nunmehr 8271 ), und auch die Entlehnungen wuchsen an – um 2,6 Prozent auf nunmehr 13.197. Auch die Veranstaltungen in der Bücherei (seien es nun Lesungen, literarisch-kulinarische Reisen oder Buchpräsentationen) sind überaus beliebt: Dazu konnte das Team der Bibliothek 1095 Gäste willkommen heißen.

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Drei Mal hat das genreübergreifende Festival „Alles Lied.“ Breitenwang schon in seinen Bann gezogen. Vom 28. bis zum 31. Mai 2026 kehrt es zurück und feiert das Lied in all seinen Facetten.

Ob Alpenländisches Volks- oder klassisches Kunstlied, ob Kindergesang oder modernstes Singer-Songwriting, „Alles Lied.“ lässt scheinbare Grenzen und Konventionen mühelos hinter sich und ermöglicht dem Publikum bei niedrigen Eintrittspreisen, sowohl dem eigenen Geschmack als auch neuen Hörgewohnheiten nachzugehen.

Das Festival wurde 2023 von Leah Maria Huber, David Kerber und Miriam Reinstadler gegründet und versteht sich seit Beginn als Plattform für musikalische und ideelle Vielfalt. Unterstützt wird es u. a. von Albert Frey, dem Kulturforum Breitenwang, der Gemeinde Breitenwang und ab 2026 auch von den Plansee-Werken. Mit abwechslungsreichen Formaten aus verschiedenen Genres lädt es ein breites Publikum ein – nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum Mitmachen. Auch heuer setzt das Festival auf Konzerte, alternative Formate, Jugendarbeit und ein besonderes Kompositionsprojekt.

Den Auftakt gestaltet am 28. Mai das Trio TAKU mit einem Abend zwischen Komposition und Improvisation. Am Samstag bringen 3Spitz und das Unterlandler Harfenduo Tiroler Volksmusik auf die Bühne. Am 31. Mai folgt eine Liedmatinee mit Katia Ledoux (Bild oben) und Christopher Flaskamp (Bild unten). Den Abschluss bildet der „Frühlingsstimmenwalzer“, bei dem alle Mitwirkenden gemeinsam auftreten und das Festival in einem großen Gemeinschaftserlebnis mündet.

2026 widmet sich das Festival verstärkt der Frage nach dem Wesen des Liedes. Die Tiroler Komponisten Gabriel Bramböck und Michael Leitner entwickeln dazu fünf neue Stücke – vom Kunst- und Volkslied bis hin zu freien Formen. Die Uraufführung findet am 31.05.2026 im Rahmen des Abschlusskonzerts statt.

Tickets sind ab sofort, zu den regulären Öffnungszeiten, bei der Gemeinde Breitenwang erhältlich.

rasen-neuanlage

Ob im Hausgarten, auf öffentlichen Flächen oder im Sportbereich – ein gut angelegter Rasen trägt wesentlich zur Nutzung und zum Erscheinungsbild bei. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle:

Der Boden bildet die Grundlage – mit der richtigen Vorbereitung werden optimale Bedingungen geschaffen. Zunächst wird die Fläche von Unkraut, Steinen und alten Wurzeln befreit. Für eine gute Durchlüftung und Wasseraufnahme wird anschließend der Boden tiefgründig gelockert. Zudem kann es sinnvoll sein – je nach Bodenbeschaffenheit – Sand oder Kompost einzuarbeiten, um die Struktur zu verbessern. Zuletzt wird die Fläche eingeebnet und leicht verdichtet.

Um optimale Startbedingungen zu schaffen, werden dem Boden vor der Aussaat gezielt Nährstoffe zugeführt, z. B. ein Bodenaktivator, welcher gleichmäßig verteilt und leicht in den Boden eingearbeitet wird.

Die Auswahl der richtigen Samenmischung ist entscheidend. Je nach Nutzung kommen unterschiedliche Grasarten zum Einsatz. Hochwertige Mischungen enthalten meist verschiedene Gräser, welche sich in ihren Eigenschaften ergänzen. Ebenso wichtig ist die richtige Saatmenge: In der Regel sind 30 Gramm Samen pro Quadratmeter ausreichend.

Der erste Schnitt erfolgt, sobald die Grashalme eine Höhe von 8-10 cm erreicht haben. Beim Mähen wird der Rasen nur leicht gekürzt, auf ca. 5-6 cm. Wichtig ist, dass die Messer scharf sind, sodass die Halme sauber geschnitten und nicht ausgerissen werden. Mit dem ersten Rasenschnitt wird die Verzweigung der Gräser gefördert, um eine dichte Rasenfläche zu erhalten.

Bei Fragen besuch uns gerne im Buschwerk!

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Nein, es war nicht der römische Kaiser Tiberius Claudius Caesar Augustus Germanicus, nach dem die „Hochschanz“ auf dem Falkenberg (Foto) benannt wurde. Auch Erzherzogin Claudia Felizitas von Österreich-Tirol hatte nichts damit zu tun. Und somit ist klar: Der richtige Antwortbuchstabe in unserem März-Ratespiel war: C.

Und der war mit der letzten Tochter des Großherzogs der Toskana verbunden: Claudia de Medici. Was aber hat die mit dem Außerfern zu tun? In die Wiege gesungen war der am 4. Juni 1604 in Florenz geborenen Prinzessin das nicht, denn ihre Vermählung mit Federico Ubaldo della Rovere, dem zukünftigen Herzog von Urbino, wurde schon verabredet, als sie erst vier Jahre alt war. Die Hochzeit fand dann 1621 statt, doch schon zwei Jahre später wurde sie Witwe. Ihr Mann segnete (vermutlich nach einem epileptischen Anfall) schon in jungen Jahren das Zeitliche.

Nach drei Jahren in einem Kloster in Florenz heiratete sie erneut – diesmal den in Graz geborenen und 18 Jahre älteren Erzherzog Leopold V., den Bruder des Kaisers Ferdinand II. aus dem Hause Habsburg, der übrigens bis zum Jahr davor noch Bischof von Passau und Straßburg gewesen war, doch offensichtlich nicht gedachte, das Zölibat bis zum Lebensende eisern durchzuhalten. Die zwei Wochen andauernden Hochzeitsfeierlichkeiten in Innsbruck kosteten eine Menge Geld und rissen im achten Jahr des Dreißigjährigen Krieges eine große Lücke in den Haushalt des Landes: Die eigentliche Trauung war im Florentiner Dom vollzogen worden – übrigens in Abwesenheit des Bräutigams. Der zog dann mit seiner frisch Angetrauten durch zwei eigens errichtete Pforten in Tirols Landeshauptstadt ein, 1500 Schützen feuerten dazu gewaltige Salven ab, während ein Zug aus 750 Personen das Ehepaar auf seinem Weg vorbei am staunenden Volk begleitete. Das war natürlich auch von der schier endlosen Party (wie man heute sagen würde) hellauf begeistert: Jagden, Theater, Tanzveranstaltungen, Musik und die Präsentationen von allerlei Exotischem (wie „Bären, Türggen und Mohren“) lösten einander ab.

Auch während der elfjährigen Ehe schworen die beiden Prunk und Protz trotz Pest und Krieg nicht ab: Der europäische Hochadel war (mal abgesehen von dessem

zum Protestantismus übergetretenen Teil) Stammgast in Innsbruck und verlustierte sich an „Events“ wie Löwenkämpfen mit exotischen Tieren aus dem Hofgarten.

Zugleich wurden Otto Normaltiroler Karnevalsfeiern verboten. Nach dem frühen Tod ihres Mannes regierte Claudia (unser Foto auf Seite 32 unten zeigt ihr Porträt auf der Info-Tafel auf der Hochschanz) in Vertretung ihres noch minderjährigen Sohnes Ferdinand Karl (der auch mit einer Medici verheiratet wurde) das Land Tirol für 14 Jahre modern und mit strenger Hand zugleich – und sorgte für eine verbesserte Landesverteidigung: mit Fort Claudia, aber auch mit dem Ausbau der Festung Kufstein und der Porta Claudia an der Scharnitzer Klause. Als sie kurz nach Ende des Dreißigjährigen Krieges, der ihr Leben geprägt hatte, am Weihnachtstag 1648 an „Wassersucht“ starb, hatte sie nie die Sprache des Landes gelernt, an dessen Spitze sie stand und fremdelte immer noch mit den lokalen Bräuchen. Ihre Beliebtheit bei den Tirolern hielt sich daher in eher engen Grenzen.

Beigesetzt ist sie in der Innsbrucker Jesuitenkirche neben ihrem Mann, der das Gotteshaus in Auftrag gegeben hatte.

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Pulsierendes Leben herrschte vor kurzem in der Hahnenkamm-Halle in Höfen: Das RepairCafé des Freiwilligenzentrums Außerfern entpuppte sich erneut als Renner und machte Lust auf mehr. Und dieses Mehr wird es (nach Lage der Dinge) auch geben: Der große Erfolg motiviert das Team, diesem Ereignis, das im großen Stil zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung beiträgt, im Herbst zu wiederholen. Ziel sind ja eh zwei Auflagen pro Jahr.

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Fast 100 Menschen hatten jetzt zur FrühlingsVariante defekte Geräte mitgebracht, von denen sie sich noch nicht trennen wollten. Für rund die Hälfte gab es noch eine Zukunft. Und das galt auch für so manches Kleidungsstück, das neue Liebhaber fand.

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100 mal Kultur

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Eine langlebige Idee eines frischgebackenen Obmanns: Als Ernst Hornstein vor gut 28 Jahren die Nachfolge von Anni Amann an der Spitze des Museumsvereins Reutte antrat, wollte er nicht zuletzt gegen ein großes Vorurteil ankämpfen. Wie das lautete? „Im Außerfern gibtʻs nix.“ Gemeint waren speziell kulturelle Glanzlichter. Und der Malermeister nahm die Herausforderung an, wollte das Gegenteil beweisen und rief eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben: die „Samstagkultur“. Die erste Auflage führte im Jahr 2000 zur Dekanatspfarrkirche St. Peter und Paul nach Breitenwang — mit Reuttes Historiker Richard Lipp als sachkundigem Experten. Am Karsamstag war man nun zum 100. Mal gemeinsam unterwegs. Und diesmal gingʻs ins Zwischentoren.

Erste Station war die Kirche Maria Schnee in Lähn bei Bichlbach. Wie der Ort selbst wurde ihr Name im Lauf der Zeit geändert: Das einst auf dem Bichl oberhalb der Talebene stehende Dorf nannte sich früher Mithwald, das Gotteshaus mit gotischen Wurzeln war zunächst dem Heiligen Brando geweiht, bevor man ihm dann nach einer Verlängerung nebst Bau einer zweiten Empore den Namen Unsere Liebe Frau Maria Schnee verlieh. Mit diesen wertvollen Informationen (und noch vielen anderen hochinteressanten Hinweisen) wartete Klaus Wankmiller, der Vize-Obmann des Museumsvereins auf, der zum 29. Mal bei einer Samstagskultur als Führer fungierte. Die Geschichte dieses Ortes war ja durch nichts so sehr geprägt wie durch Lawinenkatastrophen. Bereits 1456 war die Siedlung am Hang durch ein solches Naturereignis fast komplett zerstört worden. Die Überlieferung will wissen, dass kurz darauf ein unbekannter Fuhrmann („der glaublich ein Engel war“, steht auf einer Erinnerungstafel aus alter Zeit) alles Baumaterial herbeigeschafft hatte. Man machte sich an den Neubau der Kirche und gab dem Dorf einen neuen Namen: „Lähn“ (Lawine). 1689 begruben erneut Schneemassen fast alles unter sich. 25 Menschen kamen ums Leben, ein Kind in der Wiege und eine Frau, die in einem Krautfass Zuflucht gesucht hatte, überlebten. Um vor weiteren Unglücken dieser Art bewahrt zu werden, legten die Überlebenden und Bewohner der Nachbardörfer ein Gelübde ab: Die Geburtsstunde der Zunftbruderschaft St. Josef und der Zunftkirche gleichen Namens in Bichlbach hatte geschlagen.

Ein weiteres fast unbekanntes Kleinod im Zwischentoren ist die 1666 geweihte Kapelle Maria Opferung auf dem Kalvarienberg bei Obergarten. Als man die drei Kreuze davor aufstellte, stieß man auf mehrere Skelette – Wankmiller vermutete daher einen Pestfriedhof an dieser Stelle.

Der 100. Ausflug dieser Art bedeutet übrigens nicht, dass damit ein Schlusspunkt gesetzt würde: „Keine Sorge, es gibt auch weiterhin viel zu entdecken“, gab Ernst Hornstein dem gegenüber zu Protokoll.

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Das Museum in Reutte hat von Dienstag bis Samstag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Jeden ersten Donnerstag im Monat sind die Öffnungszeiten bis 19 Uhr verlängert.

Das Museum in Ehrwald hat jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Größere Gruppen erhalten nach Terminvereinbarung gerne eine Sonderführung. Kontakt: Obmann Andreas Wilhelm +43 (0)676 504 1526.

In der Galerie findet von 8. bis 31. Mai die Ausstellung „TriARTlon“ statt. Zu den Öffnungszeiten der Galerie, von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr sind Skulpturen und Fotografien zu sehen. Eintritt sind freiwillige Spenden.

Der Parkplatz des Eurospars verwandelt sich am 10. und 17. Mai sowie am 7. Juni in einen Flohmarkt. Jeder kann mitmachen. Anmeldung unter +43 (0)676 58 41 517. Beginn ist jeweils um 8 Uhr. Nur bei guter Witterung!

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In der Stadtbibliothek Reutte findet um 19 Uhr der Literaturtreff zum Buch „Halbinsel“ von Kristine Bilkau statt. Eingeladen sind alle, die das Buch kennen, mehr darüber erfahren oder diskutieren wollen. Eintritt frei – Anmeldung erbeten: info@ buecherei-reutte.at oder +43 5672 62382.

In der AK findet um 18 Uhr der Infoabend zum Thema „Arbeiten als Grenzgänger“ statt. Anmeldung unter 0800/22 55 22–3636 oder reutte@ ak-tirol.com ist erforderlich.

Zahlreiche Mitgliedsbetriebe der Kaufmannschaft Reutte laden zum gemütlichen Shoppingabend bis 21 Uhr ein. Erleben Sie tolle Highlights in den Geschäften und Gastronomiebetrieben. Mehr Infos dazu auf Seite 7.

Trailarea Urisee offiziell eröffnet. Der Nachmittag, gefüllt mit einem Rahmenprogramm, wartet unter anderem mit Bunnyhop-Contest und einer Minibike-Challenge auf die Besucher. Mehr Infos sind auf der Homepage von MTBausserfern www.mtbausserfern.org oder auf den Social-MediaKanälen des Vereins erhältlich.

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Du singst gerne oder möchtest es einfach mal ausprobieren? Dann komm zum Schnuppern beim Kinderchor! Für Kinder ab der 1. Klasse Volksschule. Spaß, Musik und neue Freunde warten auf dich! Treffpunkt ist um 13.45 Uhr in der Musikschule Reutte, Ensembleraum II.

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Das Streichquartett mit Pollina Munteanu präsentiert um 19 Uhr in der St.Anna-Kirche in Vils Werke von Haydn, Piazzolla und Mendelssohn-Barthol-

dy. Tickets unter +43(0)680 3149089 oder dorisschretter@gmx.at.

Für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz wurde die Idee geboren, sich zum Gedankenaustausch im Rahmen einer zwanglosen und vertraulichen Atmosphäre zu treffen. Jeder ist willkommen. Keine Anmeldung erforderlich. Treffpunkt ist um 18 Uhr im Hotel Mohren in Reutte.

Die Stadtbibliothek Reutte und die Autorin Monika Sprenger laden herzlich zur Präsentation ihres neuen Werkes „sʼ Dialektbiachle“. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter 05672/62382 oder info@buechereireutte.at wird gebeten.

42 filmcircle jänner - juni ’26

8. MAI 2026

PFAU - BIN ICH ECHT?

Matthias, Inhaber der Agentur „My Companion“, ist ein Meister seines Fachs: Ob „kultivierter Freund“, „perfekter Sohn“ oder Sparringspartner für Ehekrach – er spielt jede Rolle. Doch während er täglich jemand anderes ist, fällt es ihm schwer, er selbst zu sein. Als ihn seine Freundin Sophia wegen seiner Gefühllosigkeit verlässt, gerät sein Leben aus dem Gleichgewicht und löst eine Kette zunehmend absurder Ereignisse aus.

Bernhard Wengers Langfilmdebüt zeichnet mit subtilem Humor und scharfem Blick eine Tragikomödie über Männlichkeit im Spätkapitalismus – eine verfremdete, bis zur Wiedererkennbarkeit entstellte Darstellung gesellschaftlicher Normalität.

Das Kulturforum Breitenwang lädt herzlich ein zum Filmcircle am Freitag, den 8. Mai 2026, um 20 Uhr im Tauernsaal des Veranstaltungszentrums. Eintritt € 8,-; € 5,- für Schüler und Studenten.

Öffnungszeiten: 1/2 Stunde vor Filmbeginn info@filmcircle.at • www.filmcircle.at

Foto: Polyfilm

austausch und erinnerungen

Eine digitale Plattform für Lehrlinge und ein Podcast zur Zeitgeschichte: Hochinteressante Projekte stellten die 3. Klassen Einzelhandel und Büro der Tiroler Berufsfachschule Reutte (TFBS) jüngst Repräsentanten von Wirtschafts- und Arbeiterkammer vor. Und das ganze Publikum war begeistert von der Kreativität und dem Engagement, das hinter den Projekten steckte.

„Lehrlink“: So lautet der Name der Kommunikationsplattform für junge Leute in der beruflichen Ausbildung, mit der sich die 3. Klasse Einzelhandel der TFBS befasst hat. Der Impuls dazu kam dabei quasi aus der eigenen Erfahrung: Oft haben Lehrlinge nur begrenzte Möglichkeiten, sich untereinander auszutauschen. Dies soll nun eine selbst programmierte Plattform ändern: Sie ermöglicht es jungen Menschen, sowohl Informationen über ihren Weg ins Berufsleben zu sammeln als auch branchenübergreifend miteinander in Kontakt zu treten und ihre Erfahrungen, Herausforderungen oder allgemeine Fragen über die Lehre zu besprechen. Als Basis diente eine tirolweite Befragung an verschiedenen Berufsschulen, ein Marketingkonzept kam hinzu, und langfristig hat man sich ein großes Ziel gesetzt: Der „Lehrlink“ soll in Österreich etabliert werden.

Beeindruckend war auch das Projekt der 3. Klasse Büro: Im Rahmen der „Echos der Vergangenheit“ wurden die Lebensgeschichten älterer und alter Menschen, die im Seniorenzentrum Zum guten Hirten leben, bewahrt und damit auch wertvolle und ganz persönliche Dokumente der Zeitgeschichte gesichert. Und daraus entstand ein Podcast, der durch authentische Erzählungen und berührende Schicksale fasziniert.

Bitte geben Sie Glasverpackungen zum Altglas. Danke.

Ausgelöffelt und ausgeleert, getrennt nach Weißglas und Buntglas.

Unvollständige, beispielhafte Übersicht von Glasverpackungen in alphabethischer Reihenfolge – das Glasverpackungs-ABC

A Aufstrichglas

B Babynahrungsglas Bierflasche

C Cremeglas D Duftölfläschchen

Bitte entsorgen Sie auch anderes Glas richtig.

E Essigflasche F Flacon G Gewürzglas Gurkenglas H Heringsglas

Honigglas Hustensaftglasfläschchen I Infusionsflasche J Joghurtglas K Konservenglas

L Lebensmittelglas M Marmeladeglas Medizinflaschen N Nasensprayglasfläschchen O Ölflasche

P Pestoglas Proseccoflasche Q Quittenkompottglas R Roll-On-Flasche S Sektflasche

Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren

Glasscheiben, Glasgeschirr, Einmachgläser, Glühbirnen, Spiegel, Laborgläser

Senfglas Spirituosenflasche Suppenpulverglas T Tablettenglas U Uhudlerflasche V Vino-Lock (Glasverschluss) W Weinflasche X Xylitglas Y Yamswurzelextraktfläschchen Yuzumarmeladeglas Z Zahnölglasfläschchen

Hier sehen Sie wie man Glas richtig entsorgt als Film:

Fotos: Häsele
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Reuttener April 2026 by Kaufmannschaft Reutte - Issuu