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Pfabü Nr. 145

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Immer neue Not in Haiti

Pfarreibulletin St. Peter und Paul St. Ulrich

Dezember 2021 – Februar 2022


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser Pfarreibulletin 145

❱ Impressum Herausgeber Pfarreien St. Peter und Paul und St. Ulrich Winterthur Auflage 2600 Exemplare EmpfängerInnen Angehörige der Pfarreien Redaktion / Gestaltung Otto Dudle |odu Hugo Gehring |hug Andrea Holenstein |aho Rainer Holenstein |rho Michael Kolditz |mik Giovanni Schäfli |gio Redaktionsadresse Andrea Holenstein Lärchenstrasse 34 8400 Winterthur Telefon 052 203 11 81 Mail: andrea.holenstein @greenmail.ch PC-Nr. 84-44650-2 Adressverwaltung Pfarramt St. Peter und Paul Telefon 052 269 03 70 Pfarramt St. Ulrich Telefon 052 269 03 80 Druck und Versand Sailer Druck Medien GmbH 8400 Winterthur Erscheinung viermal jährlich

«Wir dürfen Haiti nicht aufgeben», titelte eine Schweizer Zeitung nach dem verheerenden Erdbeben im Südwesten Haitis von Mitte August und dem Wirbelsturm «Grace», der wenige Tage später die Lage in der verwüs­ teten Region weiter verschlimmerte. Mangels Geld sind die Häuser ­selten erdbebensicher gebaut. Der karibische Inselstaat wird immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht: Nach dem Erdbeben von 2010, das ge­ gen 300’000 Tote forderte und etwa eine Million Menschen obdachlos machte, grassierte die Cholera im Land. Tropische W ­ irbelstürme, («Sandy», «Matthew», «Irma» usw.) verwüsten regelmässig ganze Landstriche. Immer neue Not in Haiti, die Hiobsbotschaften hören nie auf. ­Warum trifft es immer wieder die Ärmsten? Es ist kaum zu glauben, aber nach der französischen Kolonialherrschaft – die Karibikinsel erlangte schon 1804 die Unabhängigkeit –, war Haiti das reichste Land Lateinamerikas. Die Abholzung des Regenwaldes hatte eine enorme Bodenerosion zur Folge. Dadurch stieg die Verletzbarkeit durch Wirbelstürme massiv. Die Übernutzung der verbliebenen Anbaufläche führte zu unfruchtbaren Böden, was die Verarmung beschleunigte. Heute lebt ein Drittel der Be­ völkerung in den Städten und ist dort von Armut besonders betroffen. Haiti ist ein Land im notorischen Krisenmodus, wirtschaftlich und politisch. Seit dem Rücktritt von Präsident Jean-Bertrand Aristide 1996 kam das Land nicht mehr zur Ruhe. Heute dominieren kriminelle ­Banden, Korruption, fehlende Rechtsstaatlichkeit und Drogenhandel das innen­ politische Geschehen. Präsident Jovenel Moïse, ermordet im Juli dieses Jahres, ist nur einer unter vielen, die jeden Tag gewaltsam zu Tode kom­ men. Tausende StaatsbürgerInnen suchen ihr Glück in der Flucht übers Meer. Vom Staat erwartet niemand etwas, die Bevölkerung muss sich schon selbst helfen. Heute ist Haiti das ärmste Land der westlichen ­Hemisphäre, abhängig von internationaler, humanitärer und finanzieller Hilfe sowie von den Zahlungsüberweisungen der AuslandshaitianerInnen an ihre Familien. Am Tropf fremder Geldgeber gleicht Haiti einem Schwerkran­ ken, der mittels Palliative Care vor dem endgültigen Kollaps bewahrt wird. So beeindruckend die Leidens- und Widerstandsfähigkeit der ­HaitianerInnen auch ist, aus eigener Kraft kann sich das Land nicht aus dem Sog der Armut befreien. Mit der Unterstützung der diesjährigen Adventsaktion bekräftigen wir, dass wir Haiti und seine leidgeprüften Menschen nicht aufgeben. Für die Redaktion Otto Dudle


Haiti kommt nicht zur Ruhe Nicolas Gachet (Projektverantwort­ licher bei der Stiftung Hand in Hand) | Unter der Präsidentschaft von J­ ovenel Moïse ist ein grosses institutionelles Vakuum entstanden, das sich in den folgenden Punkten zeigt: Die Abwesenheit des Parlaments, die Nichterneuerung der ­Abgeordneten und eine Zweidrittelmehrheit im Se­ nat machte es aus verfassungsrecht­ licher Sicht unmöglich, Gesetze zu verabschieden. Diese Situation hat­te zur Folge, dass der Präsident mehr als ein Jahr lang per Dekret regierte. Das Fehlen bestimmter Richter (mangels Ernennungen) führt zu einer Fehlfunktion der Justiz, die unter diesen Umständen keine gültigen Ur­ teile fällen kann. Ein verfassungswidriger Entwurf zur Änderung der Verfassung, kann nicht angenommen werden. Die oppositionelle Klasse, die nicht glaubwürdig ist, da sie in erster Linie an ihren eigenen Vorteilen interes­ siert ist, hemmt das Weiterkommen. Die Ermordung des Präsidenten im Juli verstärkt alle vorgenannten Pro­ bleme. Soziale Lage: Die völlige Perspektivlosigkeit in Haiti Durch das Chaos im gesamten Land und die Bedrohung durch kriminelle Banden herrscht heute eine perma­ nente Unsicherheit. Die Menschen leben mit Angst im Bauch und die Müdigkeit ist in ihren Augen zu sehen. Diese Situation verstärkt den wirt­ schaftlichen Zusammenbruch, der im

Gange ist, die Aktivitäten funktio­ nieren nur noch zur Hälfte, die Le­ benserhaltungskosten explodieren, es kommt zu Warenknappheit und der Hunger breitet sich aus. Die Verwundbarkeit des Landes ist grösser denn je, wie das jüngste Erd­ beben beweist. Aufgrund der Sicher­ heitslage ist die Lieferung von Hilfs­ gütern äusserst kompliziert. Und das Land wartet gespannt auf das Ende der in diesem Jahr besonders aktiven Hurrikan-Saison. Internationale Lage: Haiti im Elend Die internationale Szene schwankt ge­ genüber Haiti zwischen Einmischung und Gleichgültigkeit, zwischen feh­ lender Anerkennung von Unrecht (in der Vergangenheit und Gegenwart) und humanitären oder solidarischen Impul­sen. Und letztendlich ist Haiti müde. Die Diaspora in Lateinamerika ist von einer Krise des Wahnsinns erfasst worden. Tausende und Abertausende von HaitianerInnen haben sich in der Hoffnung auf ein besseres Leben in den USA auf den Weg gemacht, ob­ wohl die meisten in ihrem Gastland bedroht sind. Die anhaltende Rückführung von Zehntausenden HaitianerInnen nach Haiti wird die Spannungen und Prob­ leme in Haiti nur noch verschärfen: Arbeitslosigkeit, Banden-Tätigkeiten, Kidnapping, Inflation, Wegfall von Einkommen aus der Diaspora und an­ deres mehr machen der Bevölkerung zu schaffen.

Immer neue Not in Haiti

Die aktuelle Lage in Haiti

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Zwei Katastrophen hintereinander

Immer neue Not in Haiti

Haiti braucht unsere Unterstützung

❱ Vom Erdbeben

zerstörte Schule in den Bergen von Jérémie 4

Paula Iten | Am 14. August 2021, mor­ gens um 8.30 Uhr wurde die Bevölke­ rung der südlichen Halbinsel Haitis von einem Erdbeben der Stärke 7.2 überrascht. Zwei Tage später wütete in der gleichen Zone der Tropensturm «Grace» und durchnässte Tausende Menschen, die beim Erdbeben ihr Dach über dem Kopf verloren hatten. Das Resultat dieser beiden Natur­ katastrophen beziffert das «Ständige Sekretariat für Katastrophenrisikoma­ nagement» in Haiti 40 Tage darnach wie folgt: ■ 2207 Tote ■ 12’268 Verwundete ■ 320 Verschwundene ■ 52’953 zerstörte Häuser ■ 77’006 beschädigte Häuser Krankenhäuser, Schulen, Verwaltungs­ gebäude der Gemeinden und Kirchen

können nicht mehr Schutz und Unter­ kunft bieten, wenn es stürmt und regnet. Es fehlt überall an den nöti­ gen Infrastrukturen: ÄrztInnen und Medikamente sowie Maschinen zur Räumung der Strassen, damit Hilfe zu den leidgeprüften Menschen gebracht werden kann, sind Mangelware. Organisation der Hilfe in drei Phasen: Die Katastrophenhilfe (die sofortige Überlebenshilfe): Da geht es um das Beschaffen und Verteilen von saube­ rem Trinkwasser und Nahrungsmitteln und um das Bergen von verschütteten Menschen. Verletzte Personen werden so weit wie möglich mit Verbänden versorgt. In diesem Moment kommt zuerst die Nachbarschaftshilfe zum Zug, denn die staatliche oder inter­


Zwei Katastrophen hintereinander nationale Katastrophenhilfe trifft erst ab dem dritten Tag ein und ver­ schwindet dann wieder nach vier ­Wochen. Die klassische, humanitäre Hilfe: Bis zu drei Monaten nach einer Kata­ strophe werden Zelte und B ­ lachen ver­ teilt, damit sich die Betroffenen ge­ gen Regen und Wind schützen können. Ebenso werden Wolldecken für die kühlen bis kalten Nächte in den ­Bergen, verschiedene Kits mit Hy­gie­ ne­artikeln, Haushaltsgeräten und an­

deres mehr abgegeben. Diese Hilfe­ leistungen gelangen eher in die Städte als ins Hinterland, wo der Zugang schwierig ist. Aufbauphase: Ab dem vierten Mo­ nat nach einer Katastrophe beginnt die Aufbauphase, diese wird heuer etwa ab Ende November anlaufen. Genau da setzt das Programm der Stiftung Hand in Hand an, das die Ad­ ventsaktion 2021 der Pfarrei St. Peter und Paul mittragen wird. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Wichtige Grundlage der Entwicklungsarbeit

Aufbau der Langzeithilfe Paula Iten, David Steiger | Die Stif­ tung Hand in Hand arbeitet norma­ lerweise nicht im Süden von Haiti, sondern konzentriert sich auf den Nordwesten, die ärmste Gegend des Landes. Sie ist jedoch bestens ver­ netzt mit zwei landesweit tätigen Organisationen: KOFIP (Collectif du Financement Populaire), das Klein­ kassenwesen und Tèt Kole, eine Bau­ ern- und Bäuerinnen-Organisation. Innerhalb dieser zwei Gruppierun­ gen bewegt sich die Stiftung Hand in Hand seit dem 14. August und bietet ihr Erste-Hilfe-Programm nun im Sü­ den an. Konkret intensiviert sie die Aufbereitung von Trinkwasser und liefert «Diarrix» ins Katastrophenge­ biet. Dieses lokal hergestellte Medi­ kament hilft gegen Durchfall durch verseuchtes Wasser und kommt be­ sonders bei Kindern und älteren Men­ schen zum Einsatz.

Gleichzeitig werden die internati­ onalen Hilfsstrukturen aufgebaut, wobei die Koordination heutzutage meist über digitale Netzwerke er­ folgt. Auch die Stiftung Hand in Hand ist von der Schweiz aus involviert und setzt sich dafür ein, dass Hilfe auch

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Frauen auf dem Weg zum Markt

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Immer neue Not in Haiti ❱

Die angebauten Produkte auf dem Markt verkaufen zu können, bringt ein kleines Einkommen.

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Wichtige Grundlage der Entwicklungsarbeit für die Landbevölkerung zugänglich wird. Hilfe, die die Stiftung vor Ort nicht anbieten kann. Heute werden in der Nothilfe kaum mehr Mahlzeiten oder Nahrungsmittel verteilt. In der Schweiz sind CARITAS und HEKS die grossen Verteiler der Überlebenshilfe und erhalten Unterstützung von der Glückskette. Beide Institutionen ver­ teilen Geld über die neuen Handy­ strukturen für je über 2000 Menschen, um dem allgegenwärtigen Hunger der Überlebenden zu begegnen. Die Stiftung Hand in Hand ist je­ doch zusammen mit der landesweiten Bauernvereinigung Tèt Kole bereits am Organisieren der Langzeithilfe. Die nationale Leitung dieser Organi­ sation besuchte nach dem Erdbeben und dem darauffolgenden Wirbel­ sturm alle ihre Gruppen in den drei betroffenen Departementen und sam­ melte Informationen und Lösungsvor­ schläge, welche sie der Stiftung Hand in Hand zukommen liess. Stand der Dinge bei Tèt Kole ■ Im Departement Grand’Anse betraf es Tèt Kole in neun Gemeinden:

sechs Tote, 92 Verletzte, 1395 zerstörte und 537 beschädigte Häuser. ■ Im Departement Süd wurden in drei Gemeinden sieben Tote, 64 Verletzte, 430 zerstörten und 84 beschädigte Häuser gezählt. ■ Im Departement Nippes ist die Tèt Kole in drei Gemeinden betroffen: Sieben Tote, 20 Verletzte, 270 zer­ störte und 120 beschädigte Häuser werden verzeichnet. Aktuelle Situation auf der südli­ chen Halbinsel Die Bevölkerung der drei D ­ epartemente und insbesondere die Mitglieder von Tèt Kole leben unter unmenschlichen Bedingungen und können ihre grund­ legendsten Bedürfnisse nicht befrie­ digen: Nahrung und Wasser fehlen. Die Überlebenden sind obdachlos, ihre Häuser sind zerstört und das We­ nige, das nicht zerstört wurde, hat grossen Schaden genommen. Es sei daran erinnert, dass etwa zwei Tage nach dem Erdbeben der Tropensturm «Grace» sintflutartige Regenfälle und böige Winde im gesamten Süden ver­


Wichtige Grundlage der Entwicklungsarbeit ursachte. Viele Gemeindeteile sind von der Aussenwelt abgeschnitten oder nur sehr schwer zu erreichen, da Erdrutsche die Zufahrt fast unmöglich gemacht und die Strasseninfrastruk­ tur nicht nur blockiert, sondern auch schwer beschädigt haben. Die Bedürfnisse der Menschen Akut ist dringende humanitäre Hilfe zur Deckung des täglichen Grundbe­ darfs wie trockene oder verzehrfer­ tige Nahrungsmittelrationen, Trink­ wasser und Zelte oder andere Formen der vorübergehenden Unterbringung nötig. Andere Massnahmen im Zusam­ menhang mit der Wiederaufnahme des sozialen Lebens und der Wiederbele­ bung der landwirtschaftlichen Tätig­ keiten sind von grösster Bedeutung für das Wirtschaftsleben in den länd­ lichen Gegenden. In diesem Sinne beabsichtigt Tèt Kole, ein Projekt zur Unterstützung der verschiedenen vom Erdbeben vom 14. August betrof­ fenen LandwirtInnen im Süden des Landes durchzuführen, insbesondere in den am schwersten betroffenen Gemeinden: Mafranc/Moron in der Grand’Anse, Baradère in Nippes und Maniche im Süden. Im Rahmen dieses Projekts werden 25 alleinerziehende Frauen unter­ stützt, indem ihnen ein Fonds von 20’000 Gourdes (das entspricht etwa 190 Franken) zur Verfügung gestellt wird, damit sie ihre wirtschaftliche Tätigkeit wieder aufnehmen können. Die endgültige Auswahl der Begüns­ tigten erfolgt anhand von Kriterien, die sich auf die Erfahrung in der Un­ ternehmensführung, die Grösse der

Familie und die Zahl der Kleinkinder beziehen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der landwirtschaftlichen Produktion, wobei der Gemüseanbau, die wich­ tigste Einkommensquelle für die LandwirtInnen in Mafranc/Moron und Maniche, gefördert wird. 50 Pfund Saatgut für den Gemüseanbau (Lauch, Spinat, Chili, Paprika) wurden erwor­ ben und an etwa 50 LandwirtInnen in den beiden Gemeinden verteilt, um die landwirtschaftlichen Aktivitäten wiederzubeleben. Weitere Massnahmen zur Wieder­ aufnahme und Verbesserung der Zie­ genzucht werden ergriffen. So werden etwa 50 Ziegen der lokalen Rassen er­worben und an 25 KleinbäuerInnen verteilt, die nach zuvor festgelegten Kriterien ausgewählt w ­ er- ­den, wobei die Erfahrung in diesem Bereich und die Verfügbarkeit von Platz und Fut­ ter berücksichtigt werden.

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Die Ziegen­ zucht wird unterstützt.

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Gärten lehren leben – drei Jahre danach

«Mitenand gaht’s besser» Paula Iten, David Steiger | Ende 2018 starteten wir in Haiti mit den ersten vier Schulgärten, danach hat die Stif­ tung Hand in Hand drei weitere un­ terstützt und letztes Jahr finanzierte die Kirchliche Entwicklungshilfe Win­ terthur (KEH) nochmals vier Schul­ gärten. So sind wir heute bei elf voll unterstützen Schulgärten. Doch nicht alle sind gleich weit entwickelt.

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Die Schulgärten können von den SchülerInnen der vierten bis sechsten Klasse bestellt werden, sobald sie den Zaun um ihren Garten verstärkt haben, damit keine frei grasenden Ziegen oder Schafe durchschlüpfen können.

Drei Jahre – drei Phasen: 2018 starteten bereits die ersten Baumschulen, die von den SchülerIn­ nen mitbetreut wurden. Dank Spen­ dengeldern von der Adventsaktion 2018 in der Pfarrei St. Peter und Paul konnten diese ersten Schulgärten mit­ finanziert werden. Das Anlegen der Schulgärten erfolgt in drei Phasen: Aufforstung der Schulgärten, ­deren Umgebung und bei den Schü­ ler­Innen zu Hause: Den SchülerInnen wurde erklärt, wo und wie sie die jungen Pflanzen aus der Baumschule

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Maniokbrot, hergestellt aus der Ernte der Elterngärten

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Schulgarten, der diese Tage wiederum neu bepflanzt wird

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Das geerntete Gemüse wird gerüstet.

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Reinigung der Drainage-Gräben

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zunächst an den Abhängen, entlang der Strassen sowie entlang der Be­ wässerungskanäle pflanzen können. Aber auch wie sie die Setzlinge (14 verschiedene Baumsorten) sorgsam nach Hause bringen und dort ein­ pflanzen können. Anschaffung von Werkzeugen für die Schulgärten: Werkzeuge wie Schaufeln, Rechen, Hacken, Pickel, Feilen für Macheten, Wasserfässer, kleine und grosse Giesskannen, Me­ termasse, Rückenpumpen für Flüssig­ dünger und natürliche Pestizide und Schubkarren braucht es für die Bear­ beitung der Schulgärten. Im Moment sind noch nicht alle Werkzeuge ge­ kauft, da es zu Corona-Zeiten und wegen der politischen Unsicherheit schwierig war, zum Einkaufen in die Hauptstadt zu fahren. Pflanzprogramm der SchülerIn­ nen im Schuljahr 2020/2021: Für alle inzwischen elf Schulen, wurden Baumschulen mit Fruchtbäumen er­


Gärten lehren leben – drei Jahre danach stellt. Zum 1. Mai und zum Fahnenfest am 18. Mai 2021 machten drei Schu­ len ein Fest. Die SchülerInnen ver­ pflanzten Papaya-, Mango-, Avocado-, Corossol-(Stachelannone), Zitronenund Sezalpinasetzlinge. (Sezalpina ist ein Baum, dessen Holz vielfältig verwendet werden kann.) Elterngärten unterstützen ­Schulkantinen In diesem Jahr starteten die Eltern­ gärten zur Förderung einer warmen Mahlzeit in den Schulen. Mit grossem Elan und nach Ausbildungskursen in Agro-Ökologie, wurden Hirse, Mais, Maniok und Kürbis sowie Felder mit verschiedene Bohnensorten ange­ baut. Eine grosse Hirse- und Bohnen­ ernte machen es möglich, Vorräte für die Kantinen des neuen Schuljahres 2021/2022 anzulegen. Wie geht es weiter? Im September finanzierte eine Ins­ ti­tution in Belgien sechs weitere Schulgärten: So geht es weiter mit 17 ­Gärten.

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Aus den gemachten Erfahrungen wird nun ein Lehrmittel für die Lehr­ personen mit einem Ein-Jahresplan zusammengestellt. Ein Agronom hat für jede Schule ein individuelles Pflanz­programm zusammengestellt, das an die spezifischen Bedingungen (Bodenqualität, WasserversorgungsMöglichkeit und Platzverhältnisse) angepasst ist. Eine Pädagogin stellt das Lehrmaterial für die Lehrpersonen und die SchülerInnen zusammen. Lei­ der hat das Erziehungsministerium

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Gärten lehren leben – drei Jahre danach nen, werden sie Freude an der Land­ wirtschaft bekommen. Die 2018 gepflanzten Fruchtbäume konnten die SchülerInnen begleiten und beobachten, wie sie zu grossen Bäumen gediehen sind und was sich dabei im Mikroklima unter den Bäu­ men verändert hat. Diese Lernerfahrung ist wirkungs­ voller als das theoretische Erlernen von ökologischen Zusammenhängen. Es beschert den SchülerInnen ein Er­ folgserlebnis, das sie bestärkt, sich weiterhin für das Wohl der Gemeinde und des Ökosystems einzusetzen.

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Baumschule

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Ausbildung in der Anwendung von natürlichen Pestiziden

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SchülerInnen, die in Theorie und Praxis im Anbau in den Schulgärten unterrichtet werden

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Ausbildung der Lehrpersonen

keine erarbeiteten Leitfäden anzubie­ ten. Es gibt aber NGOs, die welche bereitstellen, die aber eher für Er­ wachsene als für SchülerInnen geeig­ net sind. Bei den Schulgärten geht es nicht nur um die Sicherung von Lebensmit­ teln, sondern auch um die Wirtschaft­ lichkeit. Die Stiftung Hand in Hand ist überzeugt, sobald die SchülerIn­ nen erkennen, dass sie mit Chili oder Paprikaschoten Geld verdienen kön­

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Programm der Adventsaktion Samstag 27. November 18.00 Kirche

Abendmesse mit Paula Iten, Stiftung Hand in Hand

18.45 – 19.15

Verkauf von Adventskränzen

Vorplatz Kirche

Sonntag 28. November 09.30 Kirche

Gottesdienst mit Paula Iten, Stiftung Hand in Hand

10.15 – 10.45

Verkauf von Adventskränzen

Vorplatz Kirche

11.15 Kirche

Gottesdienst mit Paula Iten, Stiftung Hand in Hand

12.00 – 12.30 Vorplatz Kirche und Pfarreiheim

Haitianisches Essen und Kuchen zum Mitnehmen

12.30 – 13.15

Startnummernausgabe und Sponsorenlauf zugunsten des Projekts

Pfarreiheim und rundherum

19.30 Kirche

Immer neue Not in Haiti

Am 27. und 28. November zugunsten von Haiti

Abendmesse mit Paula Iten, Stiftung Hand in Hand

Das Programm (Stand bei Redaktionsschluss des Pfabüs Mitte Oktober) ist bereits etwas umfangreicher als im vergangenen Jahr. So soll am Sonntag wiederum der Sponsorenlauf stattfinden. Um niemanden auszuschliessen, wurde darauf geachtet, dass s­ ämtliche Anlässe auch ohne Zertifikat besucht werden können. Statt des gemeinsamen Mittagessens im Pfarreiheim ist des­ halb ein Take-Away vorgesehen. Den genauen Ablauf der Advents­aktion ent­ nehmen Sie bitte demjenigen forum, das unmittelbar vor dem ersten Advent erscheint. Auch wenn Sie nicht an den Anlässen teilnehmen können, haben Sie die Mög­ lichkeit, die Projekte der Stiftung Hand in Hand tatkräftig zu unterstützen. Bitte benutzen Sie dafür den Einzahlungsschein auf Seite 29.

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Thema der Rorate-Gottesdienste

Advent: nicht «entweder-oder» sondern «UND» hug | «Das wunderbare ‹Und›» titelt der amerikanische Theologe Richard Rohr einen eindrücklichen Text. Er schreibt darin: «Und» schützt uns vor dem Entweder-oder. «Und» erlaubt uns, sowohl als auch zu sein. «Und» bewahrt uns vor der falschen Wahl. «Und» erlaubt uns, immer beide Seiten zu würdigen. Dieses verbindende «UND», das Tren­ nendes überwindet, wird uns durch die drei adventlichen Rorat-Gottes­ dienste thematisch begleiten. Denn der Advent bringt Gegensätzliches zusammen: In der dunklen Zeit zün­ den wir Lichter an, im lebensfeindli­ chen Winter künden grüne Zweige vom Leben, in der Kälte lassen wir uns Wärme spüren, im erwarteten Christ­ kind zeigt sich Gott im Menschen, mitten im Unfrieden singen die Engel vom Frieden auf Erden, im Fest berüh­ ren sich Himmel und Erde. In der ersten Feier am 3. Dezem­ ber setzen wir das «UND» zwischen die Welt und Gott: Nicht entweder Evolution oder Schöpfung, sondern Schöpfung in Evolution. Beides ge­ hört zusammen: Die eigenständige Entwicklung der irdischen Realitäten und darin das Wirken Gottes – also: Welt UND Gott.

Am 10. Dezember trennen wir nicht Licht und Finsternis, indem wir behaupten: Entweder ist es hell oder dunkel, sondern wir entdecken mitten im Dunkel ein Licht. Die Erfahrung der Finsternis ist sogar die Vorausset­ zung, das Helle wahrzunehmen – also: Dunkel UND Licht. Eine Woche vor dem Heiligen Abend, am 17. Dezember, nähern wir uns der Menschwerdung, die das «Ent­ weder-oder» zwischen Gott und Mensch aufhebt, weil sie das Geheim­ nis aufscheinen lässt, dass Gott uns in einem Menschenkind begegnen will – also: Gott wird Mensch, somit Mensch UND Gott. Die nachmittägliche Roratefeier für SeniorInnen am 30. November stellt, wie am 3. Dezember, das «UND», das die Welt mit Gott verbin­ det, in den Mittelpunkt.


Für Menschen mit kleinem Budget

Geschenke und Adventsfeier Mägi Fässler, Doris Oberli | Schon lange vor Weihnachten glimmert und glitzert es in den Läden, Geschenk­ ideen werden angepriesen und Spiel­ zeugkataloge erwärmen die Kinder­ herzen. Für Menschen mit wenig Geld ist dies keine einfache Zeit. Wir füh­ ren deshalb eine Weihnachtsaktion für diese Menschen durch und freuen uns auf Gaben wie: Selbstgestricktes (Socken, Hand­ schuhe, Mützen, Schals), Spiele für

Kinder, Honig, Schokolade, Kosme­ tika, Reka-Checks, Migros- oder CoopGutscheine, Gutscheine für den öf­ fentlichen Verkehr oder Bargeld. Wir sind dankbar, wenn Sie die Spenden bis zum 26. November von Dienstag bis Freitag, im Sozialdienst St. Peter und Paul an der Tellstrasse 11a bei Doris Oberli abgeben. Jetzt schon ein herzliches Danke­ schön!

Ökumenische Adventsfeier mit Essen Maria Zahnd, Doris Oberli | Für Men­ schen mit kleinem Budget feiern wir, zusammen mit Stefan Staubli, die Weihnachtszeit. Die Adventsfeier fin­ det am 10. Dezember um 18 Uhr im Pfarreiheim St. Peter und Paul an der Laboratoriumstrasse 5 statt. Wir bitten um eine Anmeldung (die An­ zahl der Teilnehmenden ist ­beschränkt) bis am Freitag, 3. Dezember, im Treff­

punkt Vogelsang, Untere Vogelsang­ strasse 2 (Montag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr, 052 202 89 82) oder bei Doris Oberli, Sozialdienst St. Peter und Paul, Tellstrasse 11a, 052 213 16 32, doris.oberli@kath-winterthur.ch. Wir freuen uns sehr über bekannte und neue Gesichter, um gemeinsam einen besinnlichen, gemütlichen und lichtvollen Abend zu verbringen.

herzliche Einladung

Geschenke gesucht

Wochenendstube an der Wartstrasse 11

Öffnungszeiten während der Feiertage Freitag, 24. Dezember

Heiliger Abend 17.00 – 20.30 Uhr mit Abendessen (nur mit Reservierung, beschränkte Anzahl Personen)

Samstag, 25. Dezember

Weihnachten geschlossen

Sonntag, 26. Dezember

Stephanstag

15.00 – 19.00 Uhr

Samstag, 1. Januar 2022

Neujahr

16.00 – 20.00 Uhr

Sonntag, 2. Januar 2022

Berchtoldstag

15.00 – 19.00 Uhr 13


Während der Advents- und Weihnachtszeit

Besondere Gottesdienste

herzliche Einladung

Rorate-Gottesdienste An drei Freitagmorgen im Advent wer­ den wir jeweils um 5.30 Uhr einen kerzenerleuchteten Rorate-Gottes­ dienst feiern: ■ 3. Dezember (Mitwirken des Kin­ der- und Jugendchors) ■ 10. Dezember (musikalische Be­ gleitung durch KantorInnen) ■ 17. Dezember (begleitet von Vo­ kalsolistInnen). Anschliessend dürfen wir dieses Jahr wieder zu einem Zmorge ins Pfarrei­ heim einladen (allerdings mit Zertifikatspflicht). SeniorInnen haben Gelegenheit, diese romantische Stimmung im nach­ mittäglichen Rorate-Gottesdienst zu erleben, und zwar schon am Diens­ tag, 30. November, um 14.30 Uhr in der Pfarrei St. Ulrich mit anschlies­ sendem gemütlichen Zusammensein bei Getränk und Gebäck im Saal vom dortigen Pfarreiheim (mit Zertifikatspflicht). Bussfeiern Bei meditativer Musik und passenden religiösen Texten können wir uns in den «Bussfeiern» am Montag, 20. De­ zember – um 15.00 Uhr in der Kirche St. Ulrich, Rosenberg, und um 20.00 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul – auf Weihnachten hin einstimmen und dabei alles Belastende ablegen.

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Eltern-Kind-Feier Am 28. November um 11.00 Uhr be­ ginnen Familien in der Krypta an der Tellstasse 11a kindgemäss den Ad­ vent. Familiengottesdienst Am dritten Advent, am 12. Dezember im Gottesdienst um 9.30 Uhr, eröff­ nen wir den Heimgruppenunterricht (HGU) für die ersten Klassen. Heiliger Abend Der Gottesdienst um 17.00 Uhr wird speziell für Familien mit Kindern ge­ staltet und vom Kinderchor musika­ lisch begleitet. Die Christmette findet um 22.30 Uhr statt. Es wird weihnächtliche Mu­ sik gespielt. Es besteht Zertifikatspflicht. Weihnachten Im Festgottesdienst um 9.30 Uhr singt unser Kirchenchor mit Orchester und SolistInnen die Messe in C-Dur von Ludwig van Beethoven, Orgel: Marielle Haag-Studer, Leitung: Hans­ ueli Bamert. Es besteht Zertifikatspflicht. Jahreswechsel Am Freitag, 31. Dezember, begehen wir den Silvester um 17.00 Uhr mit einer Feier zum Jahreswechsel mit festlicher Musik von Hansueli Bamert, Orgel.


Ludwig van Beethoven: Messe in C-Dur Hansueli Bamert | Ein besonderes musikalisches Ereignis steht im Weih­ nachtsgottesdienst am 25. Dezember um 9.30 Uhr in unserer Kirche auf dem Programm. Zusammen mit einem kleinen Streichorchester und Gesangs­ solist­ Innen führt der Kirchenchor St. Peter und Paul die Messe in C-Dur von Ludwig van Beethoven auf. Beet­ ho­ v ens Leben war geprägt durch Schick­salsschläge. Seine zunehmende Taubheit findet in seiner Musik einen tiefen Ausdruck. So ist auch seine ­C-Dur Messe als ein Ringen mit dem Leben in einer Tonsprache k­ omponiert, die das Tor zur Romantik weit öffnet. Lyrische, stimmungsvoll getragene

Stellen wechseln sich ab mit jähem Aufbäumen und dramatischen ­Partien. Ein besonderer Augenblick stellt die letzte «Dona nobis pacem»-Bitte dar, die er auf die ganz zu Beginn erklin­ gende Kyrie-Melodie komponierte. Als wollte Beethoven sagen: Nachdem wir nun den ganzen Weg durch alle Hoch und Tiefs des Lebens gegangen sind, erinnere ich mich wieder an den An­ fang und dieses Erinnern bedeutet zugleich Geburt und Auferstehung. Wir freuen uns darauf, mit der wunderbaren Musik von Beethoven einen Teil zu einem besinnlichen und ergreifenden Weihnachtsfest beizu­ tragen.

herzliche Einladung

Im Weihnachts-Festgottesdienst

Wir suchen für unsere Gottesdienste mehrere Kirchen-ManagerInnen Sie: ■ sind gerne mit Menschen unter­ wegs ■ reden gerne mit Menschen und versuchen, schnell und spontan ­Lösungen zu finden ■ helfen ihren Mitmenschen in der Kirche ■ übernehmen gerne zeitlich be­ grenzt Verantwortung ■ bleiben auch in unangenehmen Situationen ruhig ■ sind mit der Kirche und deren Abläufen vertraut oder m ­ öchten mehr darüber erfahren

Wir bieten: ■ regelmässigen Austausch in der Gruppe der Kirchen-­ ManagerInnen ■ jährliche Weiterbildung ■ enge Zusammenarbeit mit dem Sakristanen- und Seelsorgeteam ■ langfristige Zeitplanung ■ zeitlich überschaubare Einsätze von etwa eineinhalb Stunden einmal pro Monat oder weniger ■ jährlich ein gemeinsames Essen Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Pfarreisekretariat 052 269 03 70 15


Granmèt mwen, Bondye mwen, tout jounen m ap rele w, tout lanwit m ap plenyen devan w. Fè priyè mwen rive devan fas w, pare zorèy w nan rèl m ape pouse. Herr, du Gott meiner Rettung, am Tag und in der Nacht schreie ich zu dir. Lass mein Bittgebet vor dein Angesicht kommen, neige dein Ohr meinem Rufen. Psalm 88, Verse 2 und 3


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Der allmorgendliche Gang zur Wasserquelle: Wasser heisst in Haiti ganz konkret Leben. Das bedeutet, jeden Morgen um vier oder fünf Uhr aufzustehen, damit das nötige Wasser zum Trinken, Sich-Waschen und Kochen vorhanden ist. Durch das Erdbeben sind viele Quellen verschüttet worden und mussten wieder neu ausgegraben werden.


Pfarreiwanderung vom 2./3. Oktober

Grossa, Manera und Undra Suon gio | Das sind Namen der wasserfüh­ renden Suonen, die uns parallel zu unserem Pfad auf der Lötschberger Südrampe begleitet haben. Das unge­

zwungene Plaudern der Beteiligten und das muntere Gurgeln des Wassers in den Känneln wird mir noch lange in den Ohren nachklingen. Diese Wanderung stand ganz oben auf der Wunschliste von Erna Chris­ ten. Anlässlich ihrer Verabschiedung aus dem Dienst als Sakristanin in der Pfarrei St. Ulrich wurde ihr der finan­ zielle Teil von diesem Ausflug ge­ schenkt. Noch so gerne begleiteten wir unsere langjährige Sakristanin auf dem Weg hoch über dem Rhonetal. Die OrganisatorInnen Hansruedi und Monika Frey hatten für uns auch noch gutes Wetter bestellt. Dafür waren wir alle sehr dankbar.

St. Ulrich

Hilfe zur Selbsthilfe

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Jahresprojekt 2022 Kathrin Leupi | SAME SKIES ist eine nicht religiöse, nicht politische NonProfit-Organisation, die 2014 auf Grundlage Schweizer Rechts gegrün­ det wurde. Seither wurde die Organi­ sation zusätzlich in Australien (2016), in Malaysia (2017) und in Indonesien (2017) registriert. Das Anliegen von SAME SKIES ist, Flüchtlingsarbeit effizienter, wirksa­ mer und besser zu machen, indem Führungsqualitäten gefördert und in­ novative und kreative Lösungen ent­ wickelt werden. Das Kernstück des Arbeitsansatzes ist es, Geflüchtete nicht als Hilfsbedürftig zu betrach­

ten, sondern sich auf ihre Stärken zu konzentrieren. Diese Überzeugung hat einen sehr bedeutenden, trans­ formativen Einfluss auf Geflüchtete. Sie hilft Flüchtlingsgruppen, ihre He­ rausforderungen zu identifizieren und Projekte zur Lösung zu gestalten und umzusetzen. Das Ziel ist Unabhängig­ keit und finanzielle Nachhaltigkeit. Das Projekt, das durch die Spenden der Pfarrei St. Ulrich unterstützt wird, heisst «Leading Lights». Eine Flücht­ lingsgruppe in Pekanbaru, Sumatra, Indonesien, setzt dies um. Das Ziel ist es, Flüchtlingskindern besseren Zugang zum indonesischen Bildungs­


system zu ermöglichen. Das gesamte Team besteht aus Geflüchteten, in­ klusive Lehrpersonen. Das Projekt kommt somit nicht nur den SchülerInnen tagtäglich zugute, sondern es gibt der Gemeinschaft auch Sinn und Zusammenhalt. Regel­ mässig werden auch ausserschulische Aktivitäten für Kinder sowie Erwach­ sene organisiert. Sehr beliebt sind zum Beispiel Sportturniere.

❱ Der Erlös vom Sponsorenlauf

am Oasenfest trägt einen grossen finanziellen Anteil am Resultat zum Jahresprojekt bei.

Wie ein «Ja» die Welt verändert

Krippenspiel in St. Ulrich Rosalba Lauria | Was für ein Jahr! Co­ rona hat unsere Welt verändert und vor über 2000 Jahren hat ein Wort die Welt verändert. Als der Engel Gabriel zu Maria kam, sagte sie «Ja» zur grossen Aufgabe, die ihr Gott zugedacht hat. Die Zeit mit Corona war nicht im­ mer einfach, aber es gab auch schöne Momente im letzten Jahr, trotz Ein­ schränkungen, oft ändernden Regeln und Quarantänebestimmungen. Genauso war es nach der Geburt von Jesus. Es gab schwierige, aber auch schöne Zeiten, mit denen die Menschen klarkommen mussten. Hören und sehen wir im Krippen­ spiel auch dieses Jahr, was vor über 2000 Jahren passiert ist. Wie ein «Ja» die Welt verändert hat und immer noch ändert. Nehmen wir die Bot­

schaft von Weihnachten mit. Bringen wir Menschen Freude, Frieden, Hoff­ nung und Liebe. Denn jede Verände­ rung im Leben hat auch ihre guten Seiten, selbst wenn wir diese nicht immer sofort sehen.

St. Ulrich

Hilfe zur Selbsthilfe

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Krippenfiguren in St. Ulrich

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Aufgabe der Chrstinnen und Christen im Anthropozän

St. Ulrich

Hoffnung gegen Hoffnungs­ losigkeit

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Marcus Scholten | Traditionell haben wir im Januar die ökumenischen Wo­ chen in Veltheim. 2022 geht es dabei um das Anthropozän. Ich denke, Sie wissen, was das ist, vielleicht nicht unter diesem Namen. Das ­Anthropozän ist das Erdzeitalter, in dem wir uns derzeit befinden, das Erdzeitalter, dem der Mensch mit seinem Leben und Handeln den Stempel aufgedrückt hat, in der Kultur und besonders in den Kreisläufen der Natur. Gibt es noch eine Hoffnung für Gottes Schöpfung, unseren Planeten? Und welche Rolle spielen dabei wir ChristInnen? ■ Am ersten Abend geht es um die klare Frage: Gibt die Bibel, beson­ ders auch das Evangelium, uns ChristInnen einen Gestaltungsauf­ trag, der gerade heute gilt? Was sagt uns Jesus dazu? ■ Dann geht es weiter mit Phänome­ nen, die von der Risikoforschung bei uns Menschen erkannt worden sind. Welches Risiko ist bedrohli­ cher: der Klimawandel oder die Option für einen Liter Benzin an der Tankstelle fünf Franken bezah­ len zu müssen? Eine einfache Frage, eine klare Antwort – richtig! Und dennoch stellt die Wissen­ schaft fest, dass wir Menschen als Herde, sagen wir lieber als Menschheitsfamilie, unser ­Handeln nicht an der Gefahr der Risiken orientieren. Warum ist das so?

■ Bei unserem letzten Abend geht es dann um die Rolle der Kirchen, einmal als Institution, aber viel­ mehr noch darum, was ich als gläubiger Mensch, also als leben­ diger Kirchenbaustein tun kann. Für diesen Abend hat uns J­ oseph Maria Bonnemain zugesagt. Als neuer Bischof von Chur, und lang­ jähriger Spitalseelsorger hat er zu dem Thema «Hoffnung gegen Hoffnungslosigkeit» sicher facet­ tenreich etwas zu sagen, ist er doch selbst ein Hoffnungsträger für viele Menschen im Bistum Chur.

Wir freuen uns auf drei spannende Abende am 10., 17. und 24. Januar 2022 um 19.30 Uhr im reformierten Kirchgemeindehaus in Veltheim an der Feldstrasse.

Die Gottesdienste in ökumenischer Gastsfreundschaft finden am 16. Ja­ nuar in der reformierten Dorfkirche und am 23. Januar in der Kirche St. Ulrich jeweils um 9.30 Uhr statt. Herzlich willkommen!


Dezember 2021 4 Samstag 5 Sonntag 7 Dienstag 10 Freitag 14 Dienstag 20 Montag 21 Dienstag

24 Freitag 25 Samstag

Fiire mit de Chline, 16.00, reformierte Dorfkirche Veltheim ■ Familienmesse mit HGU-Eröffnung, 9.30, Kirche St. Ulrich ■ Taizégottesdienst, 18.00, Kirche St. Ulrich Rorate, 6.00, Marienkapelle St. Ulrich, anschliessend ­Morgenessen im Pfarreiheim Adventsfeier der Frauengruppe, 18.00, Marienkapelle, ­anschliessend Imbiss im Pfarreiheim Rorate, 6.00, Marienkapelle St. Ulrich, anschliessend ­Morgenessen im Pfarreiheim Bussfeier, 15.00, Kirche St. Ulrich Senioren Weihnachtsfeier, 16.00, Kirche St. Ulrich, ­anschliessend Nachtessen im Pfarreiheim, Flyer mit Anmeldezettel folgt Heiliger Abend, Kinderfeier, 17.00, Kirche St. Ulrich Weihnachten, Festgottesdienst mit Chor, 10.30, Kirche St. Ulrich

Januar 2022 1 Samstag 9 Sonntag 15 Samstag 10/17/24 Montag 16 Sonntag 23 Sonntag

Neujahrsgottesdienst, 17.00, Kirche St. Ulrich Familienmesse mit Sternsingern, 9.30, Kirche St. Ulrich Fiire mit de Chline, 16.00, reformierte Dorfkirche Veltheim Ökumenische Bildungsveranstaltung, 19.30, reformiertes Kirchgemeindehaus, Feldstrasse 6, «Hoffnung gegen Hoff­ nungslosigkeit», Flyer folgen Ökumenischer Gottesdienst, 9.30, reformierte Dorfkirche Veltheim, kein Gottesdienst in St. Ulrich Ökumenischer Gottesdienst, 9.30, Kirche St. Ulrich mit Projektchor

St. Ulrich

Kalendarium

❱ Treffpunkte Zeit-Punkt 2.12. | 9.12. 16.12. | 23.12. 30.12.21 6.1. | 13.1. | 20.1. 27.1. | 3.2. | 10.2. 17.2. | 24.2.22 Donnerstag, 14.00, Café «Coffeebox», Einkaufszentrum Rosenberg

Februar 2022 1 Dienstag 27 Sonntag

Seniorennachmittag, 14.30, Pfarreiheim St. Peter und Paul Familienmesse, 9.30, Kirche St. Ulrich 21


Übertritte in ein Alterszentrum nach Spitalaufenthalten

aus der Spitalseelsorge

Ins Alterszentrum eintreten? – Nein danke!

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Claudia Gabriel | Im Kantonsspital Winterthur begegnen wir Seelsorgen­ den täglich verschiedensten Nöten und Sorgen. Eine spezielle Not geht mir immer wieder zu Herzen. Direkt aus dem Spital in ein Alterszentrum übertreten zu müssen, erscheint mir wirklich schwierig. Manchmal benö­ tigt es mehrere Anläufe und einige Spitalaufenthalte, bis sich ein älterer Mensch zu einem «Ja» durchringen kann. Wie oft ist dieses «Ja» nur halbherzig gesprochen! Was bedeutet denn ein solch schwieriger Weg wirklich? Die Person muss ihre Wohnung verlassen, die sie jahrzehntelang bewohnt und sorgfäl­ tig und liebevoll eingerichtet hat. Viel Platz für Persönliches ist am neuen Ort nicht mehr, also gilt es, zu entscheiden: Woran hängt das Herz so stark, dass man sich nicht davon trennen will? Durch einen Übertritt in eine Al­ tersinstitution geht viel Autonomie verloren und man muss sich an einen neuen Tagesablauf gewöhnen. Plötz­ lich lebt man in einer Art Wohnge­ meinschaft, die man sich nie und nimmer freiwillig aussuchen würde. Denn jeder Mitbewohnende am neuen Ort bringt den eigenen Rucksack an Lebensgeschichten mit. Kurz gesagt: Es steckt ein schmerzhafter Ablö­ sungs- und Trauerprozess hinter je­ dem Eintritt ins Alterszentrum. Durch meine beiden Arbeitsstellen im Spital auf der Akutgeriatrie und in einem

Alterszentrum darf ich einige dieser Übergänge begleiten. Ich erinnere mich an Herrn H. Er war noch sehr unternehmungslustig und eigenständig, doch eine schwere Krankheit liess befürchten, dass dies nicht mehr lange so bleiben würde. Seine Tochter wusste sich nicht ­anders zu helfen, als ihren Vater im Alterszentrum anzumelden, seine Wohnung zu kündigen und ihn vor vollendete Tatsachen zu stellen, denn von sich aus hätte er diesen Schritt nicht getan. Das gab schon ziemlich Streit! Wider Erwarten hat sich Herr H. nochmals so gut erholt, dass er im Nebenhaus des Alterszen­ trums eine kleine Wohnung beziehen und noch eine ganze Weile selbstän­ dig leben konnte. Nur: Die Wohnungs­ einrichtung musste er sich ganz neu beschaffen… Herrn G. hat es sehr hart getrof­ fen. Während seines Spitalaufenthalts ist ganz unerwartet seine Ehefrau verstorben. Da er an Demenz leidet, konnte er unmöglich allein zurück in seine Wohnung. Dazu hat er keine Angehörigen in der Nähe. Die neue Situation auf einer Wohngruppe mit 15 fremden Menschen überfordert ihn masslos, nachdem er vorher nur mit seiner geliebten Ehefrau als einziger Bezugsperson zusammengelebt hatte. So wurde ihm im wahrsten Sinne des Wortes der Boden unter den Füssen weggezogen, und auch Monate nach seinem Heimeintritt steckt er noch in


Übertritte in ein Alterszentrum nach Spitalaufenthalten einer tiefen Depression. Hier ist die Seelsorge wirklich gefordert, und auch sie kann nur einen winzigen Teil dazu beitragen, dass Herr G. wenigs­ tens ab und zu ein kleines Licht am Ende des Tunnels sieht. Zum Glück gibt es auch sehr ge­ lungene Momente in der Seelsorge.

Eine Dame sagt mir bei jedem Besuch im Alterszentrum: «Zum Glück bin ich damals zu Hause gestürzt und zu euch gekommen. Nun habe ich so viele nette Leute um mich herum, die sich um mich kümmern. Das ist jetzt meine Familie, die ich als Alleinstehende so nie hatte.»

Unser Pastoralassistent Michael Kolditz bricht auf

Vor dem Abflug nach Kloten hug | Wer beabsichtigt, beruflich in der Flughafengemeinde Kloten zu «landen», für den sind Redewendun­ gen aus dem Luftverkehr angemessen. Daher können wir es so ausdrücken: Michael Kolditz – voraussichtliche Abflugzeit in Winterthur am 31. De­ zember 2021, erwartete Ankunftszeit in Kloten am 1. Januar 2022. Tatsächlich hebt unser Pastoral­ assistent auf Ende Jahr von der Neuwiesen-­P iste ab und gehört ab Neujahr zum irdischen Bodenpersonal der Christkönigs-Pfarrei in Kloten. Dort wird er in der Funktion des «­Kapitäns», nämlich des Gemeinde­ leiters, tätig sein. Bei uns hat er schon in der Rolle des «Ersten Offi­ ziers» gewirkt, das heisst als Pastoral­ assistent «mit besonderen A ­ ufgaben», indem er seit 2018 für den Bereich Katechese verantwortlich gewesen ist. Auch während meines Krankheits­ ausfalls anfangs 2019 hat er interimis­ tisch den Leitungsdienst der Pfarrei übernommen. Wer Michael Kolditz mit «an Bord» hat, darf sich glücklich schätzen – wir

tun das seit dem September 2015. Denn er erledigt auch ein grosses Ar­ beitspensum freudig, kompetent und zuverlässig. Er zeichnet sich darüber hinaus durch eine hohe Bereitschaft aus, Aufgaben anzupacken und spon­ tan mitzuhelfen, wo er gebraucht wird. Immer wieder hat er eigene Ini­ tiativen entwickelt und innovative Unternehmungen gestaltet, wie das überpfarreiliche Ministranten-Lager im Herbst, unseren neu konzipierten Pfarreiausflug jeweils an Auffahrt, das breiter aufgestellte Sommer­

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Michael Kolditz bei einem Auf­ tritt mit seiner Band «Al Catone» am Gottesdienst im Freien 2018.

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Wechsel im Seelsorgeteam

Unser Pastoralassistent Michael Kolditz bricht auf nachtsfest vor den grossen Ferien, den Gottesdienst im Freien Ende Au­ gust sowie die Planung der jährlichen Katechese- und Pfarreiratsweiterbil­ dung. Michael Kolditz ist bis ins Kon­ krete die «treibende Antriebs- und Durchführungskraft» hinter diesen Anlässen gewesen. Besonderen Einsatz leistete Mi­ chael Kolditz gegenüber unserer ­MinistrantInnengruppe, aus der er eine echte Gemeinschaft formte. Die Eltern-Kind-Feiern und Familiengot­ tesdienste gehörten zu seinen Zu­ ständigkeiten, die er mit Freude wahr­ genommen hat. Auch die städtischen ökumenischen Unternehmungen sind ihm ein persönliches Anliegen gewe­ sen. So wurde sein Engagement In der Arbeitsgruppe für den Albanifest-Got­ tesdienst sehr geschätzt. Und über­ dies verdanken wir ihm auch die re­ gelmässigen Auftritte seiner Band «Al Catone». Zudem ist Michael Kolditz unser Hausfachmann für Informatik und da­ zugehöriger Technik gewesen, was uns besonders hinsichtlich der Online-­ Übertragungen unserer kirchlichen Feiern während des Lockdowns – und bis heute – zugute kam. Dazu hat er unsere Homepage kundig und auf­ merksam betreut. So, und nun müssen wir diesen guten Mitarbeiter nach über sechs Jahren bei uns «abfliegen» lassen. Wir werden ihn, seine Tatkraft und sein Können vermissen – samt seiner vertraut gewordenen Familie. Hab vielen Dank für alles, lieber Michael, und lande gut in Kloten! 24

Marianne Pleines übernimmt Seit Oktober hat Marianne Pleines be­ gonnen, sich als unsere neue Pasto­ ralassistentin mit einem vorläufigen Pensum von 30 Prozenten in die Auf­ gabenbereiche von Michael Kolditz einzuarbeiten. Sie übernimmt einige seiner wichtigen Funktionen ab Neu­ jahr, auch in der Liturgie, allerdings immer noch teilzeitlich, da sie bis im Sommer zu 50 Prozent im Alterszen­ trum Adlergarten tätig ist. Wir wer­ den sie gern später im forum und im Pfabü ausführlicher vorstellen. Jetzt sind wir einfach froh, dass mit ­Marianne Pleines wieder eine weib­ liche theologische Stimme in unserem Team vernehmbar sein wird.

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Marianne Pleines arbeitet seit Oktober in einem Teilpensum als Pastoralassistentin in unserer Pfarrei.


Ausblick ins neue Jahr

Die wichtigsten Anlässe in Kürze: ■ So 16. Januar, 10.00, ökume­ nischer Gottesdienst in der reformierten Stadtkirche ■ Fr 21. Januar, 18.00, Mitarbeitenden-Gottesdienst, anschliessend Dankes-Essen ■ So 27. Februar, 19.30, Jugend­ gottesdienst mit Firmanmeldung ■ Fr 4. März, Weltgebetstag der Frauen ■ So 13. März, 12.15, SuppenZmittag (zweiter Fastensonntag) ■ So 10. April, 9.30, Familiengottes­ dienst zum Palmsonntag, Chilekafi ■ So 17. April, 9.30, Oster-Fest­ gottesdienst ■ So 15. Mai, 9.30, Erstkommunion-­ Feier ■ Do 26. Mai, Auffahrt, Pfarrei­ ausflug nach Romanshorn ■ Di 7. Juni, 20.00, Kirchgemeinde­ versammlung ■ Sa 11. Juni, 18.00, gemeinsamer Gottesdienst aller Winterthurer Pfarreien

■ Sa–Fr 11.–17. Juni, Senioren­ ferien, Hotel Krone, Lenk ■ So 12. Juni, 9.30, Firmung ■ So 19. Juni, 11.15, HGU-­ Abschluss-­Gottesdienst ■ So 26. Juni, 11.00, ökumenischer Albanifest-Gottesdienst ■ So 3. Juli, 9.30, Festgottesdienst zum Patrozinium ■ Sa 9. Juli, 18.00, Familiengottes­ dienst zum Schuljahresende, Sommernachtsfest ■ So 28. August, 11.30, Gottesdienst im Freien, Grillplausch ■ So–So 4.–11. September, ökume­ nische Woche ■ So 2. Oktober, 11.15, Erntedank-­ Familiengottesdienst ■ Sa–Fr 8.–14. Oktober, ökumenische Reise ■ So 30. Oktober, 19.30, Jugend­ gottesdienst, Eröffnung Projekt­ unti und Firmkurs ■ So 13. November, 17.00, Mitenand-­ Gottesdienst, Castagnata ■ Sa–So 26.–27. November, Ad­vents­ aktion, SFS School, Nordost-­Indien (Pater Sunny Thomas) ■ Di 29. November, 20.00, Kirch­ gemeindeversammlung ■ So 4. Dezember, 9.30, HGU Eröffnungs-Gottesdienst, Chilekafi

Bernadette Gantner | Zu der diesjäh­ rigen offenen Sitzung des Pfarrei­ rates konnte Hugo Gehring im Pfar­ reiheimsaal 21 VertreterInnen der verschiedenen Vereine und Gruppie­ rungen begrüssen. Schwerpunkte bildeten die Pfarrei­ ratswahlen (siehe separater Beitrag auf Seite 26) sowie die Grobplanung der Pfarreianlässe im kommenden Jahr. Wegen der unsicheren CoronaEntwicklung bleiben Änderungen vor­ behalten.

aus dem Pfarreirat

Offene Sitzung vom 15. September

Herzlichen Dank an alle, die sich in verschiedener Weise in der Pfarrei aktiv engagieren und so zu einem ­lebendigen Miteinander beitragen. Die nächste offene Sitzung findet am Mittwoch, 14. September 2022 um 19.30 Uhr im Pfarreiheim statt. 25


An der offenen Sitzung des Pfarreirates

Pfarreiratswahlen

❱ Gabriela Berset

wurde neu in den Pfarreirat gewählt.

mik | Alle drei Jahre stehen im Rah­ men der offenen Sitzung, ehemals Vorstände-Konferenz, die Wahl des Pfarreirates an. Der Pfarreirat ist für die Pfarrei ein wichtiges Gremium, das mit seinen offenen Augen und Ohren die Situation in der Pfarrei und die Anliegen der Pfarreiangehörigen aufnimmt, mit dem Seelsorgeteam in den Sitzungen diskutiert und Lösun­ gen sucht. Viele Projekte, wie Adventsaktion, Pfarreiausflug und mehr werden von Pfarreiratsmitgliedern getragen und selbständig oder im Team durchge­ führt. Dieses Jahr stand für das Gremium wieder die Neu- und Wiederwahl an.

Nach einer 15-jährigen Amtszeit teil­ ten Alice Bosshard-Walt und Beatrix Müller ihren Rücktritt mit. Ebenfalls trat Zsuzsanne Schmelzer als Vertre­ terin der ungarischen Mission nach sechs Jahren zurück. Beatrix Müller erklärte sich bereit für ein weiteres Jahr als Delegierte für den Bereich Katechese im Pfar­ reirat mitzuwirken, um so eine Ver­ bindung zwischen dem Pfarreirat und dem Bereich Katechese sicherzu­ stellen. Als neues Mitglied konnte Gabriela Berset gewonnen werden. Sie enga­ giert sich aktuell beim jährlich statt­ findenden Weltgebetstag. Gleichzei­ tig hat sie durch ihre Tochter, die bei uns als Ministrantin und Mini-Leiterin mitwirkt, einen Kontakt zu den Ju­ gendlichen. Gabriela Berset hat ihr ganzes kirchliches Leben in der Pfar­ rei St. Peter und Paul verbracht und kennt daher die Pfarrei sehr gut. Per Akklamation wurde der neue Pfarreirat für die nächsten drei Jahre bestätigt. Somit gehören neben dem Seelsorgeteam folgende Mitglieder dem Pfarreirat an: Gabriela Berset, Ueli Brühl, Christian Friedrich, Willy Germann, Beatrix Müller, Anita SachsSteiner und Katharina Schirrmeister (Pfarreipflegerin). An der nächsten Sitzung wird die Kontaktperson des Pfarreirates bestimmt und dann auf der Homepage publiziert. Wir wünschen unserem neugewählten Pfarreirat alles Gute und ganz viel Freude bei der Arbeit.

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Ökumenische Begegnungen: Thematischer Abend

«Wir haben alle denselben ­Herrgott» mik | Unter dem Motto «Wir haben alle denselben Herrgott» fand in ­diesem Jahr unsere ökumenische Bil­ dungsveranstaltung im Kirchgemein­ dehaus an der Liebestrasse statt. An diesem Abend gab es eine Podiums­ diskussion zwischen den reformierten Pfarrpersonen Mike Gray, Kristian Joób, Delaja Mösinger und Thomas Plaz-Lutz und den katholischen Seel­ sorgern Hugo Gehring, Michael K ­ olditz und Stefan Staubli. Moderiert wurde das Gespräch von Claudia ­Sedioli. Bei der Diskussion ging es um Fragen zur eigenen Biographie und wie diese das persönliche Kirchenbild und auch die

Zusammenarbeit im ökumenischen Be­ reich prägte. Für die Vorstellungsrunde brachte jede Person einen Gegenstand mit, den sie oder er mit der eigenen Religiosi­ stät beziehungsweise Spiritua­lität ver­ band. So entstand eine spannende Eröffnung und Einführung ins Thema. Die Offenheit und das vertraute Mit­ einander spieglte sich auch im weite­ ren Verlauf des Podiumsgespräches wie auch in der Beantwortung der Fragen aus dem Publikum wieder. Deutlich wurde gewiss, dass die Ökumene einen weiteren Weg vom Gegeneinander übers Nebeneinander zum Miteinander zurückgelegt hat.

Welturaufführung des Kinderchores am 3. Oktober

Die Feder des Feuervogels

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Am Sonntag, 3. Ok­tober, fand um 17 Uhr im Saal des Pfarreiheims St. Peter und Paul die Welt­ uraufführung des Musicals «Die Feder des Feuervogels» statt. Vor vollbesetz­ ten Rängen spielten und sangen die 26 Kinder und durften den verdienten Applaus des Publi­ kums entgegenneh­ men.

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Zur Kirchgemeindeversammlung am 7. Dezember

Ringen um das Budget 2022 hug | Nach den Sommerferien läuft immer der Budgetprozess für das kom­ mende Jahr an. Jede Pfarrei kann Angaben machen über zu erwartende Ausgaben, für die Mittel bereitge­ stellt werden sollen. Die Verwaltung der Kirchgemeinde berechnet die Per­ sonalkosten sowie den Liegenschafts­ aufwand und fragt die Stadt nach den voraussichtlichen Steuereinnahmen. So kommt ein erster Entwurf für den Voranschlag zustande. Dieser wies anfangs September erschreckend hohe rote Zahlen auf. Darum sind alle nochmals über die Bücher gegangen. Jede Pfarrei hatte den Auftrag, ihre Sachkosten um etwa 20’000 Franken zu senken. Schon diese Bemühungen ergaben eine Er­ sparnis von insgesamt rund 280’000 Franken. Klar ist auch, dass es keine Anhebung der Besoldungsstufen fürs Personal geben wird. Die Behörde (Kirchenpflege) verzichtet freiwillig auf die Hälfte ihrer Entschädigung.

Singen und Schweigen für den Frieden aho | Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Win­ terthur lädt am Samstag, 8. Januar 2022 von 16.30 bis 17.20 Uhr in den Rathausdurchgang zu «Singen und Schweigen für den Frieden» ein: Knapp eine Stunde lang zusammenstehen und um Frieden beten in Zeiten von Zerrissenheit und Verachtung und somit ein Zeichen setzen für Respekt und Offenheit mit Gesängen, Schwei­ gen, Gebet und Kerzen. 28

Es gilt zudem ein genereller Einstel­ lungsstopp: Das heisst jede vakante Stelle wird nicht automatisch neu besetzt, sondern die Kirchenpflege muss solche Anstellungen als «Aus­ nahmen» einzeln beschliessen. Doch leider klaffte immer noch eine (zu) grosse Lücke zwischen den geschätzten Einnahmen und den ge­ planten Ausgaben. Darum muss wohl eine minimale Erhöhung des Steuer­ fusses von bisher 16 Prozent ernst­ haft in Erwägung gezogen werden. Jedes Steuerprozent bedeutet ein Plus von rund 700’000 Franken. Dar­ über beschliesst aber endgültig erst die Kirchgemeindeversammlung auf Vorschlag der Kirchenpflege. Warum ist seit 2020 die Rechnung der römisch-katholischen Kirchge­ meinde Winterthur so sehr aus dem Gleichgewicht geraten? Ursache sind in erster Linie die bedeutenden Min­ dererträge der Steuern von juristi­ schen Personen (= Firmen), die in Winterthur mindestens 20 Prozent des Gesamtbudgets unserer Kirchge­ meinde ausmachen. Diese für uns nachteilige Veränderung juristische Personen betreffend geht im Wesent­ lichen auf drei Faktoren zurück: auf ein neues Steuerberechnungsmodell, auf rückwirkende Berichtigungen der Steuererhebungen in den vergange­ nen Jahren und auf coronabedingten schlechteren Geschäftsverlauf vieler Unternehmungen.


Herzlichen Dank!

Mit diesem Einzahlungsschein können Sie den leidgeplagten Menschen in Haiti finanziell helfen.

Auch wenn Sie nicht an den Anlässen der diesjährigen Adventsaktion teilnehmen können, haben Sie die Möglichkeit, die Projekte der Stiftung Hand in Hand von Paula Iten tatkräftig zu unterstützen.


Exerzitien im Alltag in der Fastenzeit 2022

Mitgenommen zum Leben! Anni Rickenbacher | Vielleicht spüren Sie in sich den Wunsch nach einer Zeit des Innehal­ tens, nach Raum für sich selbst und für das, was Sie bewegt, nach möglicher Vertiefung der Beziehung zu Gott und den Mitmenschen. Wenn Sie sich neu für die Exerzitien im Alltag interessieren, sind Sie herzlich zum Informationstreffen am Mittwoch, den 26. Januar 2022 um 19.30 Uhr eingeladen. Es

findet in der Krypta der Pfarrei St. Peter und Paul an der Tellstrasse 11a statt. Die Exerzitientreffen werden in St. Peter und Paul jeweils am Dienstagnachmittag und am Mittwochabend angeboten, zudem in der Pfarrei St. Urban am Donnerstagabend. Weitere Informationen bei Anni Rickenba­ cher: 079 205 04 62 oder anni.rickenbacher@ bluewin.ch.

Kalendarium Wegen der unsicheren Corona-Entwicklung bleiben Änderungen vorbehalten. Bitte informieren Sie sich auf der Homepage www.peterundpaul.ch oder telefonisch zu Bürozeiten im Pfarreisekretariat (052 269 03 70) über den aktuellen Stand.

Weihnachtsferien 18.12.21 bis 2.1.22

November 2021 30 Dienstag

Senioren-Rorate-Gottesdienst, 14.30, St. Ulrich

Dezember 2021 7 Dienstag 8 Mittwoch 10 Freitag 12 Sonntag 15 Mittwoch 16 Donnerstag 18–19 Sa–So 20 Montag

❱ Termine

Kirchgemeindeversammlung, 20.00, Pfarreiheim Frauen PP, gemeinsames Guetzlibacken, 14.00, Jugend­ treff Adventsfeier für Menschen mit kleinem Budget, 18.00, Pfarreiheim HGU-Eröffnungsgottesdienst, 9.30 Frauen PP, Adventsfeier, 17.00, Pfarreiheim Donnerstagsgebet «Schritt für Schritt», 19.00, Krypta Ranfttreffen für alle Interessierten ab 15 Jahren ■ Bussfeier, 15.00, St. Ulrich ■ Bussfeier, 20.00, St. Peter und Paul

Sportferien 5.2. bis 20.2.22 aktuelle Termine www.peterundpaul.ch

Fortsetzung siehe Rückseite


AZB

8400 Winterthur Bitte nachsenden Neue Adresse nicht melden

Fortsetzung von Seite 31

Kalendarium

Post CH AG

21 Dienstag 24 Freitag 25 Samstag 31 Freitag

Vorweihnächtliche Seniorenfeier mit Krippenspiel, 16.00, St. Ulrich ■ Familiengottesdienst mit Kinderchor, 17.00 ■ Christmette mit feierlicher Weihnachtsmusik, 22.30 Weihnachts-Festgottesdienst mit Kirchenchor und ­Orchester, 9.30 Silverstergottesdienst, 17.00

Januar 2022 8 Samstag 12 Mittwoch

❱ Treffpunkte

14 Freitag

Rorate-Gottesdienst 3.12.| 10.12.| 17.12.21 Kirche, 5.30, anschliessend Frühstück

16 Sonntag 17 Montag

Taizé-Gottesdienst 19.12.21 | 16.1.| 20.2.22 Kirche, 19.30

19 Mittwoch 21 Freitag

Taizé-Abendgebet 7.12.21 | 4.1.| 1.2.22 Kirche, 19.00

26 Mittwoch

Bibel-Teilen 9.12.21 | 13.1.| 10.2.22 Pfarreiheim, 19.30

31 Montag

Zischtig-Zmittag für Senioren jeden Dienstag Pfarreiheim, 12.00

Februar 2022

Gebetsgruppe «Ichthys» jeden Dienstag Kirche, 19.00

1 Dienstag 16 Mittwoch

Gebetsgruppe «Brennender Dornbusch» jeden Mittwoch Krypta, 7.15

25 Freitag 27 Sonntag

Singen und Schweigen für den Frieden, 16.30, Rathaus­ durchgang Frauengottesdienst, 8.30, anschliessend Kaffee, Pfarrei­heim Frauen PP/FamA, Winterzauber am Feuer, 19.00, ­Feuerstelle beim Pfadiheim Breite Ökumenischer Gottesdienst, 10.00, reformierte Stadtkirche Frauen PP, Vortrag der Spitalseelsorgerin Veronika ­Jehle, 14.00, Pfarreiheim Frauen PP, Nachmittagswanderung, der Limmat entlang Mitarbeitenden-Gottesdienst, 18.00, anschliessend Dankes-Essen, Pfarreiheim ■ Filmkafi, Kinobesuch und Gespräch, nachmittags ■ Albaniclub, Vortragsabend, 19.30, Pfarreiheim ■ Informationsabend zu den Exerzitien im Alltag, 19.30, Krypta Frauen PP, gemeinsames Essen, 18.00, Jugendtreff

Seniorennachmittag, 14.30, Pfarreiheim Frauen PP, Nachmittagswanderung, Illnau – Örmis –  Kindhausen Frauen PP, Pastakurs, anschliessend gemeinsames ­Essen, 18.00, Hotel Banana City Jugendgottesdienst mit Firmanmeldung, 19.30


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