Skip to main content

Pfabü Nr. 141

Page 1

Bedrohtes Brasilien

Pfarreibulletin St. Peter und Paul St. Ulrich

Dezember 2020 – Februar 2021


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser Pfarreibulletin 141

❱ Impressum Herausgeber Pfarreien St. Peter und Paul und St. Ulrich Winterthur Auflage 2600 Exemplare EmpfängerInnen Angehörige der Pfarreien Redaktion / Gestaltung Otto Dudle |odu Hugo Gehring |hug Andrea Holenstein |aho Rainer Holenstein |rho Michael Kolditz |mik Salu Mathew |sam Giovanni Schäfli |gio Redaktionsadresse Andrea Holenstein Lärchenstrasse 34 8400 Winterthur Telefon 052 203 11 81 Mail: andrea.holenstein @greenmail.ch PC-Nr. 84-44650-2 Adressverwaltung Pfarramt St. Peter und Paul Telefon 052 269 03 70 Pfarramt St. Ulrich Telefon 052 269 03 80 Druck und Versand Sailer Druck Medien GmbH 8400 Winterthur Erscheinung viermal jährlich

Brasilien gehört zu den Staaten, die am stärksten unter Covid-19 ­leiden. Bei Redaktionsschluss dieses Pfabüs (20. Oktober) zählte das Land gemäss Angaben der WHO 5.3 Millionen Corona-Infizierte und 155’000 Corona-Tote. Die hohe Opferzahl ist nicht allein dem Virus geschuldet, sie ist auch Ausdruck einer Politik, die nicht primär die Menschen, sondern die mit den Bodenschätzen zu erzielenden G ­ ewinne im Auge hat. Verantwortlich dafür ist in erster Linie Brasiliens Präsident Jair ­Bolsonaro. Präventionsmassnahmen gegen das Virus hat der R ­ egierungschef erst angeordnet, als es schon viel zu spät war. Der bekannte Befreiungstheologe Frei Betto bezichtigt denn auch ­Bolsonaro des Völkermords – nicht aus purer Gleichgültigkeit, sondern aus Absicht. Das Wichtigste, so Bolsonaro, sei nicht, das Leben von Menschen, sondern die Wirtschaft zu retten. Wen wundert’s, dass in Amazonien seit Ausbruch der Pandemie wieder sehr viel mehr Regenwald niedergebrannt wird als noch 2019? Das Virus ist zwar unsichtbar, aber in Brasilien nicht gesichtslos, denn es trifft vorwiegend eine soziale Klasse: Die Armen, die in den Favelas der Grossstädte vor dem Dilemma stehen, entweder zuhause zu bleiben und zu verhungern, oder trotz Ansteckungsrisiko einen Gelegenheitsjob zu suchen, um etwas Essen kaufen zu können. Ausserdem hat das Virus eine Hautfarbe: In weit überwiegendem Masse befällt es Schwarze und Rote, die Nachkommen afrikanischer Sklavenarbeiter und die indianische Urbevölkerung. Schliesslich hat Corona auch ein Geschlecht, ein weibli­ ches: Die Frauen sind die Hauptleidtragenden der Pandemie, sind sie in ihren Familien doch, mehr noch als sonst, häuslicher Gewalt ausgesetzt. Corona macht vor allem auch die Lage für Kinder und Jugendliche nicht leichter, im Gegenteil. Das Kinderrechtszentrum Interlagos in São Paulo, eine Institution, die von unserer Pfarrei seit Jahren unterstützt wird, ist ein wichtiger Hoffnungsträger. Zentral sind die Projekte «Treffpunkt Kinderrecht» und «Netzwerk Kinderrecht». Dabei versuchen SozialarbeiterInnen und PsychologInnen die durch Gewalt verursachten Traumata von Kindern zu heilen. Zur Therapie gehört ein breites Angebot von Aktivitäten, die den Kindern eine gewaltfreie Perspektive fürs Leben aufzeigen. Lesen Sie auf den folgenden Seiten, was Beat Wehrle vom Verein Novo Movimento über die aktuelle Situation in dem s­ üdamerikanischen Land berichtet und wie Sie das Projekt unterstützen können. Für die Redaktion O. Dudle


Solidarische Nähe trotz nötigem Abstand Beat Wehrle | Helena ist Psychologin und arbeitet seit dem Abschluss ihres Studiums im Kinderrechtszentrum ­Interlagos, Südzone von São Paulo, Brasilien. Sie ist Teil des sozialpädagogischen Teams der Zirkusschule, wo jeden Tag über 400 Kinder und Jugendliche schulbegleitend einen sicheren Ort finden, um spielend die Welt verstehen zu lernen und tanzend einen gemeinsamen Weg in die Zukunft zu finden. Seit Covid-19 die Welt und ganz speziell Brasilien in Schach hält, ist die Zirkusschule natürlich geschlossen. Doch Helena und das Team sind trotzdem jeden Tag vor Ort und ­suchen nach Formen, die Kinder und Jugendlichen zu begleiten. Sie haben ein komplexes Online-Kommunikationssystem aufgebaut. Dieses Netz ist gleichzeitig ein Frühwarnsystem, um allfällige Situationen häuslicher Gewalt zu erkennen und eingreifen zu können. Heute ist Helena unterwegs. Sie bringt die mit viel Liebe vorbereiteten pädagogischen Materialien zu den verschiedenen Verteilungspunkten in den Favelas im Umfeld der Zirkusschule, damit sicher alle Kinder der Zirkus­ schule erreicht werden. Dort sammelt Helena die Materialien der vergangenen Woche ein und das Team organisiert anschliessend eine Online-Ausstellung der schönsten Zeichnungen und der besten Geschichten. In «normalen» Zeiten wäre sie schon längst

nicht mehr alleine in den engen Gassen der Favelas unterwegs. Eine g­ anze Traube singender Kinder würde sie begleiten, um miteinander zwischen den improvisierten Behausungen durchzuziehen. Jetzt läuft sie mit der Maske geschützt alleine über die Anhöhen der Favela Monte Alegre (Berg der Freude). Das gehört zum Leben in den Favelas: Die extrem prekären Wohnviertel tragen meist Namen, die auf die Möglichkeit eines guten Lebens hinweisen. Die Menschen hausen neben dem stinkenden Abfluss, der mitten durch das Viertel den Hügel hinab fliesst, und trotzdem ist es ihr Berg der Freude, wo sie versuchen, um ihr Leben zu kämpfen und an einer würdigen Zukunft zu bauen. Helena ist beinahe bei der angepeilten Hütte aus Holz und Wellblech angekommen, sie biegt nochmals rechts ab und steht plötzlich vor einer beschriebenen Wand. Auf den rot leuchtenden Bausteinen der Mauer steht mit grossen Buchstaben: DISTANCIAMENTO SOCIAL SEMPRE EXISTIU... ASSINATURA: BRASIL (Soziale Distanz hat es immer gegeben… Unterschrift: Brasilen). Die Schrift kennt sie sofort. Es sind die charakte­ ristischen Züge der Buchstaben von Mariana, einer sehr aktiven und engagierten Teilnehmerin der Zirkusschule. Helena klopft an der wackeligen Holztür bei Mariana, mit einem breiten Lachen begrüssen sich die beiden und verzichten natürlich auf

Bedrohtes Brasilien

Adventsaktion in Corona-Zeiten

3


Adventsaktion in Corona-Zeiten

❱

Soziale Distanz hat es immer gegeben, Brasilien

❱ In den engen

Gassen der Favela Alto da Alegria, São Paulo, Brasilien

4

die normale, typisch brasilianische Umarmung. «Soziale Distanz hat es immer gegeben. Was meinst du ­damit, Mariana?», fragt Helena aufmerksam. Und wie ein nicht zu bändigender Wasserfall beginnt Mariana zu erzählen, als wolle sie durch ihr Reden die Einsamkeit der vergangenen Monate kompensieren: «Natürlich müssen wir uns vor dem Virus schützen, Abstand halten, Masken tragen. Ist ja klar, alles andere ist Unsinn. Aber gerade

weil diese gesellschaftliche Distanzierung hier in Brasilien immer schon existiert hat, können wir die einfachsten Formen des Schutzes vor dem Virus gar nicht umsetzen. Die absolute Mehrheit der brasilianischen Bevölkerung ist eine Art BürgerIn zweiter Klasse. Auf dem Papier haben wir zwar Rechte und Pflichten, wie alle. Aber nur auf dem Papier. Ob wir vor Hunger sterben, ob wir vom organisierten Verbrechen der Gangs oder innerhalb des offiziellen Staatsapparates ermordet werden, ob wir arbeitslos ohne jede soziale Sicherheit sind, ob Kinder auf der Strasse schuften müssen: All das ist doch unserer Regierung egal. Wir alle seien freie BürgerInnen – ja, ja – und man m ­ üsse es halt verdienen, ein schönes Leben haben zu können, das höre ich immer. Aber am Tisch gibt es immer nur ein paar wenige Plätze und diese sind besetzt. Die wenigen, die dort sitzen, verteidigen ihre Privilegien mit brutaler Gewalt.» «Am Ende werden wir selber für die perverse soziale Ungleichheit ver-


Adventsaktion in Corona-Zeiten antwortlich gemacht. Es fehle uns halt an Eigenverantwortung, sagen sie. Schon absurd. Wir werden systematisch in den Abgrund gedrängt und schliesslich sollen wir für den Absturz verantwortlich sein. Unglaublich. Die soziale Ungleichheit ist Abbild dieser strukturellen, sozialen Distanzierung, die unser Leben schon immer prägt. Und genau wegen dieser sozialen Distanzierung können wir uns heute vor dem Virus gar nicht schützen. Natürlich würden wir gerne Abstand halten, zuhause bleiben. Abstand halten in der Favela, wo es kaum Strassen gibt und die Behausungen aneinander geklebt sind? Zuhause bleiben, wenn unsere Familien kein Einkommen haben, auf keine Sozialversicherungen zählen können? Wenn wir nicht jeden Tag auf der Stras­se irgendeine Arbeit suchen, haben wir am nächsten Tag nichts zu essen. Natürlich wollen wir uns vor dem Virus schützen, aber verhungern wollen wir auch nicht.» Die historische «soziale Distanz» (gesellschaftlicher Abstand) ­zwischen Menschen, Klassen und Ethnien hat in Brasilien ein Ungleichheitsregime strukturiert, so dass die ­Mehrheit der Menschen, die in Corona-­Zeiten «soziale Distanz» (physische Distanzierung) zu ihrem Schutz brauchen, gar keine Möglichkeit haben, diese zu leben. In Brasilien besitzen die sechs reichsten Milliardäre so viel wie die 100 Millionen ärmsten BrasilianerInnen, die Hälfte der Bevölkerung des kontinentalen Landes. Im Weltmassstab ist die Ungleichheit zwischen den reichen und den armen Ländern jedoch noch grösser als die Ungleich-

heit zwischen den Reichsten und den Ärmsten in den ungleichsten Ländern der Welt wie etwa in Brasilien. Diese «soziale Distanz», die es in den W ­ orten Marianas schon lange vor der Corona-­ Krise gibt, ist die inoffizielle G ­ eografie der globalen Herrschafts- und Ungleichheitsverhältnisse, welche unse­ ren kleinen, verletzlichen Planeten in Zentrum und Peripherie spaltet. Und damit sind wir mitten in der unbequemen Absicht der Adventsaktion. Wo ist unser Lebenszentrum: Bei den vielfältigen Aussenposten des globalen Kapitalismus oder in der profitgierigen Hetze nach immer Mehr? Die Krippe in Bethlehem lässt keinen Zweifel offen: Sie steht am Rand der Welt mitten unter den systematisch ausgegrenzten Menschen. Diese wollen wir durch Weihnachten zu u­ nserem Zentrum machen. Damit endlich wieder die Sorge füreinander und für unser gemeinsames Zuhause in den Mittelpunkt rückt: Das gute Leben für alle Menschen im einen «Grosshaushalt Welt» (Ina Praetorius).

❱

Leben in der Favela in Corona-­ Zeiten (Favela Monte Alegre)

5


Frei Betto: «In Brasilien ist ein Völkermord im Gang.»

Bedrohtes Brasilien

Brasilien leidet besonders stark

6

Beat Wehrle | Weltweit hat die Corona-­Krise die USA, Brasilien und Indien am stärksten getroffen. Bezeichnend ist die Tatsache, dass alle drei Länder durch populistische, rechtskonservative Regierungen beherrscht werden (Trump, Bolsonaro und Modi). Diese richten ihre Politik nicht nach den Bedürfnissen des Gemeinwesens und nach den Einsichten der Wissenschaft aus, sondern verformen die Welt gemäss ihren Partikular­ interessen. Die Konsequenzen sind verheerend. Beträgt der Anteil der brasilianischen Bevölkerung im Verhältnis der Weltbevölkerung gerade mal 2,6 Prozent, summiert sich der brasilianische Anteil der mit Covid-19 infizierten und an Covid-19 verstorbenen Menschen auf etwa 15 Prozent. Bereits anfangs Oktober verzeichnete Brasilien mehr als 150’000 Corona-Tote, davon ein Viertel in São Paulo. In einem verzweifelten Brief an die Freunde und Freundinnen Brasiliens im Ausland schrieb der weltweit bekannte Befreiungstheologe Frei Betto: «In Brasilien ist ein Völkermord im Gang! Wir alle wissen, dass die in vielen anderen Ländern getroffenen Vorsichts- und Einschränkungsmassnahmen eine so hohe Sterblichkeit hätten vermeiden können. (…) Dieser Völkermord ist nicht der Gleichgültigkeit der Bolsonaro-Regierung zuzuschreiben. Er ist beabsichtigt. Bolsonaro begrüsst den Tod anderer. (…) Warum verfolgt Bolsonaro diese nekrophile Politik? Von Anfang

an erklärte er: Das Wichtigste sei nicht das Leben von Menschen, sondern die Wirtschaft zu retten. Daher seine Weigerung, den Lockdown anzuordnen, die Anweisungen der WHO zu beachten und Beatmungsgeräte und Schutzausrüstungen einzuführen. (…) Bitte macht dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit möglichst weit bekannt. Ich danke für euer solidarisches Interesse, diesen Brief zu verbreiten. Nur der Druck aus dem Ausland wird dem Völkermord Einhalt gebieten können (…).» Hiess es am Anfang der Pandemie noch, das Virus sei «demokratisch», weil es sowohl in den Reichenvierteln als auch in den Favelas wütete, ist heute glasklar, dass Arme in ungleich höherem Masse durch Covid-19 existenziell bedroht sind. In den Favelas können sich die Menschen kaum vor einer Infektion schützen, auf engstem Raum lassen sich Abstandsregeln nicht einhalten. Gleichzeitig sind ­Seife und Desinfektionsmittel unerschwinglich. Wie in den USA ist in Brasilien der Anteil der Schwarzen bei den Covid-19-Opfern besonders hoch. Auch ist die Ansteckungs- und Sterberate in den 122 in Brasilien lebenden indigenen Völkern überdurchschnittlich. Schliesslich offenbart die Corona-­ Krise auch die dramatische Ungleichheit zwischen den Geschlechtern: Frauen übernehmen den grossen Teil der Pflege von (kranken) A ­ ngehörigen, der Kinderbetreuung sowie der Haushaltsarbeit und sie stellen die Mehr-


heit der Pflegekräfte. Zudem sind Frauen in einer Zeit, wo alle mehr zu Hause bleiben, auch stärker häuslicher Gewalt ausgesetzt. Allein in São Paulo stiegen die Anzeigen wegen häuslicher Gewalt um mehr als 30 Prozent. Das Virus hat eine soziale ­Klasse, Hautfarbe und ein Geschlecht.

Die durch die Adventsaktion unterstützten Projekte haben sich in den letzten Jahren vor allem auf Kinder (Kinderrechtszentrum Interlagos) und indigene Gemeinschaften fokussiert: Also gerade auf jene Menschen, bei denen die Auswirkungen von Gewalt, Ungerechtigkeit und Pandemie am stärksten sind.

Das Land als Goldmine für den Reichtum der Wenigen

Brasilien brennt! Beat Wehrle | Der brennende Regenwald Amazoniens ist das Bild, welches die brasilianische Politik seit 2019 am besten zusammenfasst. Wie zu erwarten war, streitet Bolsonaro die weitere Zunahme von Brandrodungen sowohl am Amazonas als auch im Pantanal während der Covid-19-Krise systematisch ab und fügt lakonisch hinzu: «Mich interessieren weder die Bäume noch die indigenen Völker. Mich interessieren einzig die Bodenschätze, die im Boden verborgen sind, die wir ausbeuten können, um uns zu bereichern». Brasilien als Goldmine für den Reichtum der Wenigen.

Seit der Corona-Pandemie brennen die brasilianischen Urwälder also in doppelter Weise. Während des weltweiten Fokus auf die Corona-Pandemie sind die Abholzung und Brandrodung des Regenwaldes Amazoniens noch zusätzlich gestiegen. Der zweite Brand ist die Covid-19-Krise selber, weil durch sie die indigenen Völker dramatisch dezimiert werden. Wegen ihrer weitgehenden Isolierung von der Aussenwelt haben die indigenen Völker eine geringere Immunabwehr gegenüber dem neuen Virus. Das grösste Problem ist sicher der stark verbreitete illegale Bergbau,

Bedrohtes Brasilien

Frei Betto: «In Brasilien ist ein Völkermord im Gang.»

❱

Gemeinde des Yanomami Volkes im Gebiet des Rio Negro, Amazonien, Brasilien

7


Bedrohtes Brasilien

Das Land als Goldmine für den Reichtum der Wenigen durch den das Ansteckungsrisiko ­massiv erhöht wird. Denn die indigenen Gemeinden kommen dadurch in Kontakt mit Goldgräbern, welche die notwendigen Schutzmassnahmen sowieso nicht einhalten. Das ganze brasilianische System der Überwachung der gesetzlich festgelegten Schutzmassnahmen für Umwelt und indigene Völker wurde durch die Regierung Bolsonaro systematisch gebremst und blockiert. Grossgrundbesitzer sind sich absoluter Straflosigkeit sicher und verstärken illegalen Bergbau und Brandrodungen. In den vergangenen Jahren wurden durch die Adventsaktion zwei Projekte mit indigenen Gemeinden mitfinanziert: Einerseits der Aufbau eines angepassten Gesundheitssystems in den Gemeinden des ­Yanomami Volkes im Gebiet des Rio Negro (Ama-

Kinderrechtszentrum Interlagos

Kindern eine Zukunft sichern, trotz allem! Beat Wehrle | Wie ein roter Faden zieht sich die Unterstützung das Kinderrechtszentrums Interlagos durch die vergangenen Jahre der Advents­ aktion. Wiederholt konnten die beiden zentralen Projekte des Zentrums gestärkt und ausgebaut werden. Im Projekt «Treffpunkt Kinderrecht» können Kinder, Jugendliche und ihre Familien die erlittene Gewalt und systematische Verletzung ihrer Menschenrechte denunzieren. Sie

8

zonas). Andererseits hat die Pfarrei St. Peter und Paul auch die Initiativen der Guarani-Gemeinde ganz am Rande der Stadt São Paulo unterstützt. Beiden Projekten ist es zwar nicht gelungen, den Prozess der Enteignung und Zerstörung indigener Gemeinden zu stoppen. Dennoch ermöglichten beide Projekte, wichtige Initiativen des Widerstandes zu stärken. Die Yanomami haben angesichts der Corona-Pandemie ihre Dörfer verlassen und im Innern des Regenwalds Zuflucht gesucht. Das Virus hat aber die Guarani-Gemeinde im Umfeld von São Paulo erreicht. Deshalb haben die Guaranis selber einen radikalen Lockdown organisiert und es gelingt ihnen so, sich besser zu schützen. Der durch die Adventsaktion mitfinanzierte Gemeinschaftsraum ist dabei von wesentlicher Bedeutung.

werden angehört und ernst ­genommen. Gleichzeitig sichert das Projekt psychosoziale Begleitung, um die durch häusliche Gewalt, Todesschwadrone, Militärpolizei und Drogenhandel produzierten Wunden und Traumata zu überwinden. Das Projekt setzt sich für die Sicherung der nötigen Schulplätze und für den Zugang zu Gesundheitsversorgung ein. Es deckt den ganzen Stadtteil von Interlagos (Capela do Socorro, Grajaú und Parelheiros –


Kinderrechtszentrum Interlagos Südzone von São Paulo) mit vier niederschwelligen Anlaufstellen ab. Das Projekt begleitet Kinder im Versuch, den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen. Monatlich werden fünfhundert Kinder, Jugendliche und ihre Familien begleitet. Ist das Projekt «Treffpunkt Kinderrecht» Antwort auf die grassieren­ ­de Gewalt gegen Kinder, versucht das Projekt «Netzwerk Kinderrecht», gemeinschaftliche und kulturelle Ini­ tiativen von Kindern und J­ ugendlichen in den Favelas von Interlagos zu stärken. In ihnen werden Kinder und Jugendliche selber aktiv und ­verteidigen ihre Rechte. Gemeinsam arbeiten sie an der Veränderung ihrer gewalttä­t i­ gen Lebenswelt mit. Das Herzstück des Projektes ist die Zirkusschule (­Circo Escola), wo 400 Kinder und Jugendliche in kreativen und schulbegleitenden Workshops ein Netz des Vertrauens und der Gemeinsamkeit aufbauen und das Bewusstsein für die erlittene Wirklichkeit und vor allem die Wertschätzung ihrer individuellen und gemeinschaftlichen Potenziale und Möglichkeiten s­ tärken. Durch Gewalt geprägte Kinder und Jugendliche finden einen geschützten Raum, wo sie sich von den Fängen der Gewalt zu befreien versuchen und gleichzeitig selber zu Mitarbeitenden einer Kultur des Friedens werden. Musik und Gesang, Trommeln und T­anzen, Akrobatik und Theater sind viel mehr als nur schulbegleitende Aktivitäten. Dank psychosozialer Begleitung werden Traumata überwunden und der Teufelskreis der Gewalt durchbrochen. Der Schlüssel zum Erfolg sind unmittelbare Beziehungen des Vertrauens

und konkrete Erfahrungen verändernder Gemeinsamkeit. In lokalen Initia­ tiven in weiteren 20 Favelas finden zusätzlich 500 Kinder und ­Jugendliche einen sicheren Raum, um Kind sein zu können. Im Projekt ist ihr Recht auf Spiel und Sport gesichert, sie stärken individuell und gemeinschaftlich ihre Resilienz und arbeiten miteinander an Perspektiven eines Lebens in ­Würde und Gerechtigkeit. Insgesamt ist das Kinderrechtszentrum zu einer grossen ­Organisation gewachsen, die in ihrem Team mehr als 60 Mitarbeitende vereinigt. Seit vergangenem Jahr ist das Kinderrechtszentrum Teil der Koordination des Zusammenschlusses der brasiliani­ schen Kinderrechtszentren und erweitert durch diese Vernetzungsarbeit seinen Wirkungskreis. Zu 90 Prozent werden die Projekte des Kinderrechtszentrums lokal (vor allem durch das Sozialamt der Stadt São Paulo) finanziert. Die ergänzende Finanzierung durch die i­ nternationale Solidarität bleibt von wesentlicher Bedeutung. Zum einen ermöglicht diese Unterstützung, jene Projektkomponente, welche durch die Stadt São Paulo nicht finanziert werden, zu sichern. Dabei handelt es sich vor allem um die juristische Verfolgung von spezifischen Denunzierungen von

❱

Die Geschwister Sandra und Thiago sind Teil der Zir­kusschule des Kinderrechts­ zentrums.

9


Bedrohtes Brasilien

Kinderrechtszentrum Interlagos Rechtsverletzungen und um die konsequente Einforderung der Verantwortung der lokalen Regierungsinstanzen in der Umsetzung der gesetzlich verankerten Kinderrechte. Zum anderen sichert die internationale Unterstützung dem Kinderrechtszentrum die nötige Autonomie, um auch gegen den Staat selber vorgehen zu können (da bis heute der Staat selber der häufigste Akteur von Kinderrechtsverletzungen ist) und die dazu notwendigen Netzwerke aufzubauen. Ganz am Anfang dieser verschiedenen Berichte über das bedrohte Brasilien haben wir Helena auf ihren Wegen zu den Kindern und Jugend­li­chen der Zirkusschule begleitet. ­Helena steht als Beispiel für die SozialarbeiterInnen, PädagogInnen, PsychologIn­ nen und RechtsanwältInnen, welche in mutiger Zusammenarbeit den gewaltigen Herausforderungen der brasilianischen Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden versuchen. Heute ist sicher die Tatsa­ che bedrückend, dass in den vergangenen Jahren sehr viele Fortschritte und Verbesserungen erreicht werden konnten, die jetzt aber durch die Fol-

gen der Corona-Krise und der menschenverachtenden Regierung erneut zerstört werden. Dennoch ist es i­mmer wieder tief beeindruckend, das Strahlen im Gesicht der Mitarbeitenden und der begleiteten Kinder zu sehen. Es ist Ausdruck für die Sicherheit und die Überzeugung, trotz aller Gefahren und Risiken auf die Glaubwürdigkeit der im Alltag gelebten Hoffnungen zu vertrauen. Maria Nazareth Cupertino, die Koordinatorin der Zirkusschule, bringt es auf den Punkt: «Hier in Brasilien ist der Höhepunkt der Krise noch lange nicht erreicht. Es wird noch einige Zeit brauchen bis wir über dem Berg sind. Auf alle Fälle bin ich sicher, dass wir danach eine Stadt mit mehr Armut haben werden, mit Arbeitslosigkeit, Hunger und Notsituationen. Ich denke, São Paulo wird zu einer noch schwierigeren Stadt für Kinder und Jugendliche werden. Doch gemeinsam mit einer Vielzahl anderer Organisationen und Bewegungen werden wir nicht tatenlos dastehen. Wir werden tun, was wir am besten können: Widerstand leisten und an konkreten Lösungen arbeiten.»

Adventsaktion 2020

Selbsthilfe-Initiativen gegen die Corona-Pandemie Beat Wehrle | Eine zentrale Organisation im Netzwerk des Kinderrechtszentrums ist die brasilianische Vereinigung der Volksbewegungen (Central 10

de Movimentos Populares – CMP). Die CMP ist eine nationale Vereinigung von Basisinitiativen und Gemeinschaftsorganisationen und entstand


Adventsaktion 2020 1995 als kleines, loses Netzwerk, das in der Zwischenzeit zu einem national respektierten Akteur gewachsen ist. Sie vereinigt Initiativen, die sich für die Verbesserung des Schul- oder Gesundheitssystems einsetzen, die sich gegen Rassismus und für die Rechte der Frauen stark machen und sich für würdiges Wohnen und die Rechte der Kinder engagieren. Und alle kämpfen sie gemeinsam für die Priorisierung von Sozialpolitik, die zwar vom Staat koordiniert werden soll, aber gleichzeitig die Mitbestimmung der betroffenen Menschen ermöglichen muss. Die CMP will der Vielfalt und Vielzahl von Projekten und Initiativen, von Basisbewegungen und Organisationen ein gemeinsames Gesicht und eine starke Stimme geben, damit sie sichtbar werden und Wirkung erreichen können. Seit Beginn der Corona-Krise hat die CMP mit einer breit angelegten Kampagne begonnen. Sie sammelt Nahrungspakete für mittellose Familien, unterstützt kleine Selbsthilfe-­

Initiativen wie Gemeinschaftsküchen, Maskennähgruppen und die Produk­ tion von Seife und Desinfektionsmitteln. Um mit solchen Selbsthilfe-­ Initiativen zu starten, brauchen die kleinen Gruppen nicht viel Geld. Mit 500 Franken ist der Aufbau einer ­Gemeinschaftsküche, einer Seifenoder einer Maskenproduktion möglich. Was aus diesen Initiativen hervorgeht, hat breite und unmittelbare Wirkung in den unzähligen Fave­las von São Paulo. Sie helfen wirksam die einschneidenden Folgen der Corona-­ Krise abzufedern und gleichzeitig stärken sie die gemeinschaftliche ­Organisation der Menschen, die auf sich alleine gestellt sich nicht einfach ihrem Schicksal überlassen wollen. Die Unterstützung dieser kleinen Ini­ tiativen ist eine Form, die «soziale Distanz» der systematischen Ungleichheitsproduktion zu überwinden und den Menschen in Not solidarisch nahe zu werden. Jetzt schon ganz herzlichen Dank für die Unterstützung und Verbundenheit.

❱

Gemeinschaftsküche in der Favela Heliópolis, São Paulo, Brasilien

Bildnachweis S. 3–11: 1, 2, 3 und 5 Archiv Kinderrechtszentrum Interlagos 4 Sylvie Petter 6 Leonardo Prado 7 Júlio Torres

11


Adventsaktion am 28. und 29. November

Programm der Adventsaktion

Adventsaktion das Programm

Samstag 28. November 18.00

Kirche Abendmesse

19.00 – 19.30

Vorplatz Kirche

Verkauf von Adventskränzen bei schlechtem Wetter im Pfarreiheim

Sonntag 29. November 09.30

Kirche Gottesdienst

11.15

Kirche Gottesdienst

ab 10.30

Vorplatz Kirche

19.30

Kirche Abendmesse

Verkauf von Adventskränzen bei schlechtem Wetter im Pfarreiheim

Gelegenheit, einen Kranz für den Verkauf am Aktionswochenende oder sich selber zu binden: Mittwoch, 25. November, 13.30 – 17.00 und 19.00 – 22.00, Donnerstag, 26. November, 13.30 – 17.00. Das gemeinsame Mittagessen, der traditionelle Sponsorenlauf und das legendäre Jassturnier sind in diesem Jahr leider abgesagt. Falls Sie trotz oder gerade wegen Corona die lebenswichtigen Selbsthilfe-­Projekte des Kinderrechtszentrums Interlagos von Beat Wehrle unterstützen ­möchten: Spendenkonto: IBAN CH67 0900 0000 9011 1380 8 (Katholisches Pfarramt St. Peter und Paul, Eine Welt-Gruppe, 8400 Winterthur), Einzahlungsscheine zum Mitnehmen ­liegen im Vorzeichen der Kirche und im Pfarreiheim auf. Herzlichen Dank für Ihre Spende in schwierigen Zeiten.

12


Während der Advents- und Weihnachtszeit

Besondere Gottesdienste Wiederum planen wir, drei Rorate-­ Gottesdienste an den Freitagmorgen des Advents jeweils um 5.30 Uhr zu feiern: am 4., 11. und 18. Dezember. Dabei wird uns wohl Orgelmusik und hoffentlich auch Gesang von KantorIn­ nen begleiten. Ob anschliessend, wie bisher gewohnt, ein Zmorge im Pfarrei­ heim stattfinden kann, wird sich noch weisen (man beachte die ­kurzfristigen Ankündigungen). Ältere Menschen haben Gelegenheit, diese Stimmung am Dienstag, 1. Dezember, um 14.30 Uhr in St. Ulrich im nachmittäglichen Rorate-­ Gottesdienst zu erleben, vorgesehen mit anschliessendem gemütlichen Zusammensein bei Getränk und Gebäck im Saal vom Pfarreiheim.

Bussfeiern Einstimmung, Versöhnung und inneren Frieden auf Weihnachten hin möchten die Bussfeiern am Montag, 21. Dezember, um 15.00 Uhr in der Kirche St. Ulrich und um 20.00 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul ermöglichen.

Eltern-Kind-Feier Die Eltern-Kind-Feier vom 29. Novem­ ber findet nicht wie gewohnt in der Krypta statt. Die Familien, deren ­Adressen der Vorbereitungsgruppe bekannt sind, werden einen Brief erhalten, der ihnen die Eltern-Kind-­ Feier nach Hause bringen wird.

Familiengottesdienst Im Gottesdienst vom 6. Dezember um 9.30 Uhr eröffnen wir den Heimgruppenunterricht (HGU) für die ersten Klassen. Die Durchführung des anschliessenden «Chilekafis» ist noch ungewiss.

Heiliger Abend Der Gottesdienst um 17.00 Uhr wird speziell für Familien mit Kindern gestaltet. Um 22.30 Uhr findet die Christmette statt. Es wird weihnächtliche Instrumentalmusik gespielt.

Weihnachten Im Festgottesdienst um 9.30 Uhr hören wir unseren Kirchenchor in einer Tonaufnahme mit Antonio Lottis «Missa brevis in D». Um 11.15 und 19.30 Uhr spielen Orgel und InstrumentalistInnen.

Jahreswechsel Am Donnerstag, 31. Dezember, begehen wir den Silvester um 17.00 Uhr mit einer Feier zum Jahreswechsel. Diese ebenso wie die Gottesdienste zum Neujahr werden von unserem ­Organisten und der Sängerin Bettina Weder begleitet.

herzliche Einladung

Rorate-Gottesdienste

13


Thema der Rorate-Gottesdienste

«Hoffnung auf bessere Zeiten» hug | «Die Hoffnung stirbt zuletzt!» So sagt der Volksmund. Aber was macht die Kraft der Hoffnung aus? Einfach Optimismus: Es wird schon wieder besser? Das mag eine Zeit lang genügen. Aber irgendwann ermattet diese «rosa Brille». Trotzdem sind Menschen getragen vom langen Atem der Hoffnung, dass das, was wir jetzt erleben, nicht das Letzte und Endgültige ist. Dass es hinter dem gegenwärtigen Leiden noch eine andere Realität gibt. Diese Realität kann – zeitlich in der (fernen) Zukunft liegend – durchaus diesseitig erwartet werden, in ganz gros­ sen Katastrophen aber auch über die Zeit hinaus im «Jenseits». Die Glaubenstraditionen der Religionen sind überzeugt, dass Gott da ist, auch wenn wir ihn nicht sehen und spüren, ja vielleicht als scheinbar abwesend erfahren. Das Festhalten an seinem Dasein lässt hoffen, sogar über alle Grenzen hinweg. In diesem besonderen Jahr der Pandemie ist eine solche Haltung der

Hoffnung speziell herausgefordert: Finden wir Ermutigung zum Durchhalten in anhaltender Bedrohung? Dazu eignen sich unsere ­f rühmorgendlichen Feiern des Wartens in der Dunkelheit aufs Licht in ganz aktueller Weise. In den prophetischen Schriften der Bibel gibt es eine Reihe von Heils-­ Verheissungen, die in bedrängende Not ­s ituationen hineingesprochen sind. Die Ankündigung des Lichts am Ende der winterlich immer länger werdenden Nacht gehört tief zur Symbolik von Advent und Weihnachten. Drei dieser Mutmacher-Texte un­ se­rer Überlieferung stehen im Zentrum der diesjährigen Rorate-Gottesdienste am 4., 11. und 18. Dezember je um 5.30 Uhr in unserer Kirche sowie in der Senioren-Rorate-Feier am 1. Dezember um 14.30 Uhr in St. Ulrich. Ob danach zum Zmorge (beziehungsweise zum Zvieri) eingeladen werden kann, hängt von den dann geltenden Vorschriften ab.


Für Menschen mit kleinem Budget

Geschenke gesucht Mägi Fässler, Doris Oberli | Schon lange vor Weihnachten glimmert und glitzert es in den Läden, Geschenk­ ideen werden angepriesen und Spielzeugkataloge erwärmen die Kinderherzen. Für Menschen mit wenig Geld ist dies keine einfache Zeit. Wir führen deshalb eine Weihnachtsaktion für diese Menschen durch und freuen uns auf Gaben wie: Selbstgestricktes (Socken, Handschuhe, Mützen, Schals), Spiele für Kinder, Honig, Schokolade, ­Kosmetika, Reka-Checks, Migros- oder Coop-­Gut­ scheine, Gutscheine für den öffentlichen Verkehr oder Bargeld. Wir sind dankbar, wenn Sie die Spenden bis zum 27. November von Dienstag bis Freitag, im Sozialdienst St. Peter und Paul, Tellstrasse 11a, bei Doris O ­ berli abgeben. Jetzt schon ein herzliches Dankeschön!

Ökumenische Weihnachtsfeier mit Essen Maria Zahnd, Doris Oberli | Für Menschen mit kleinem Budget feiern wir – zusammen mit Stefan Staubli – Weihnachten. Die Vorweihnachtsfeier ist am 9. Dezember um 18.00 Uhr im Pfarreiheim St. Peter und Paul, Laboratoriumstrasse 5. Wir bitten um eine An­meldung (Teilnehmerzahl beschränkt) bis am Freitag, 4. Dezember im Treffpunkt Vogelsang, Untere Vogelsangstr. 2 (Montag bis Freitag von 12.00 – 17.00 Uhr, 052 202 89 82) oder bei Doris Oberli, Sozialdienst, St. Peter und Paul, Tellstrasse 11a, 052 213 16 32 oder doris.oberli@ kath-­w interthur.ch. Wir freuen uns sehr über z­ ahlreiche bekannte und neue Gesichter, um gemein­sam einen besinnlichen, gemütlichen und lichtvollen Abend zu verbringen.

herzliche Einladung

Geschenke und Weihnachtsessen

Für SeniorInnen

Rorate-Feier am Nachmittag Mägi Fässler | Gerade für manche SeniorInnen ist es nicht möglich oder zu beschwerlich, die Rorate-Gottesdienste am frühen Morgen in der Kirche zu besuchen. Darum laden wir die SeniorInnen der Pfarreien St. Peter und Paul und St. Ulrich am Dienstag, 1. Dezember um 14.30 Uhr zur Rorate-­Feier ein.

Dieses Jahr findet die Rorate-Feier in der Marienkappelle in der Pfarrei St. Ulrich statt. Hugo Gehring feiert mit uns den stimmungsvollen Gottesdienst bei Kerzenlicht. Anschliessend sind alle, wenn möglich, herzlich zu einem feinen Zvieri ins Pfarreizentrum St. Ulrich eingeladen. 15


in unserer Welt sehen wir dunkle Schatten: der Verwahrlosung und der Gewaltanwendung aufgrund von schäbigen Machtinteressen von Gier und Konflikten (FT 72) die Schatten einer abgeschotteten Welt (FT 9) doch ich lade ein zur Hoffnung (FT 55) unsere weltweite Gemeinschaft sitzt in einem Boot wir können uns unser gemeinsamen Zugehörigkeit nicht entziehen wir sind alle Brüder und Schwestern (FT 32) wir antworten mit einem neuen Traum der Geschwisterlichkeit (FT6) Solidarität bedeutet im Sinne der Gemeinschaft zu denken und zu handeln dem Leben aller Vorrang einzuräumen gegen die Aneignung der Güter durch einige wenige Solidarität heisst gegen die strukturellen Ursachen der Armut zu kämpfen: Ungleichheit das Fehlen von Arbeit, Boden und Wohnung die Verweigerung der sozialen Rechte Solidarität verlangt gegen die zerstörerischen Auswirkung der Herrschaft des Geldes zu kämpfen (FT116) wir müssen aktiv Anteil haben beim Wiederaufbau der verwundeten Gesellschaft (FT 77) auf dass es am Ende nicht mehr «die Anderen» sondern nur ein «Wir» gibt (FT 35) denn die Zeit ist mehr wert als der Raum (EG221) die Einheit wiegt mehr als der Konflikt (EG226) die Wirklichkeit ist wichtiger als die Idee (EG231) das Ganze ist dem Teil übergeordnet (EG234) Worte von Papst Franziskus, Bischof von Rom und Anwalt der Armen: Enzyklika Fratelli Tutti – FT (Oktober 2020) und Apostolisches Schreiben Evangelii Gaudium – EG (November 2013), zusammengestellt durch Beat Wehrle 16


❱ Viertklässler auf dem

Weg in die Schule

17


Pfarreiprojekte 2020 und 2021

St. Ulrich

Pfarreiprojekt 2020 retten und ein Projekt fürs 2021 gesucht! Pfarreiprojekt 2020 Marcus Scholten | Das Jahres­projekt 2020, die Casa de Santa Maria in Salva­dor de Bahia, Brasilien, ist durch die Corona-Beschränkun­ gen böse «unter die Räder» gekommen. Durch die Absage des Oasenfestes ist die Haupteinnahme­quelle versiegt, ebenso e­ inige Nebenquellen. Auch der Basar in einer Leichtversion mit Sponsorenlauf musste jetzt noch abgesagt werden. So gibt es nur die Möglichkeit mit einer Spende für das aktuelle Jahresprojekt etwas zu tun! Spendenkonto: IBAN CH51 0900 0000 9015 9327 6 lautend auf Pfarrei St. Ulrich, 8400 Winterthur mit dem Vermerk: Jahresprojekt 2020. So kann das Projekt 2020 vielleicht doch noch finanziell «gerettet» werden. Die Kinder in Brasilien, für die im Armenviertel eine Tagesstruktur eingerichtet werden soll, sind auf unseren Einsatz angewiesen. Wir danken in ihrem Namen für jede Spende!

Ideen für das Pfarreiprojekt 2021 gesucht Für das Jubiläumsjahr der Pfarrei suchen wir eine besondere Idee für das Pfarreiprojekt, das wie in jedem Jahr eine Form von Entwicklungshilfe leisten soll.

18

Es geht dabei um Hilfe zur Selbsthilfe. Ein Startimpuls, aus dem wie aus einem Samenkorn eine d­ auerhafte Pflanze wächst, die Früchte tragen wird. Wer oder was braucht unsere Unterstützung am dringendsten? St. Ulrich selbst? Eine fünfzigjährige Pfarrei, in einer Art «Midlife­ crisis»? Menschen, die benachteiligt sind: hier bei uns, oder irgendwo auf der Welt? Menschen, die durch das Jahres­ projekt neue Chancen erhalten: Ein Mehr an Leben und die Möglichkeit, das zu entwickeln und zu entfalten, was in ihnen steckt? Oder aber braucht unser Planet Entwicklungshilfe? Gottes Geschenk an uns Menschen, das wir ziemlich vernachlässigt haben. Nur durch Entwicklungshilfe kann das Ächzen gelindert werden. Oder gibt es ein Projekt, mit dem wir einen Beitrag zur Entwicklung ­aller drei Bereiche leisten können? Gibt es ein geniales Projekt, das übergreifend hier und den Menschen in der Welt und der Welt als Lebensort hilft? Gerne nehmen wir von Ihnen, die diesen Aufruf lesen, ab sofort Projektvorschläge entgegen, die wir dann im Pfarreirat besprechen werden. Vielen Dank für Ihr Mitdenken und jede Idee!


Ökumenische Wochen

Die Kirche im Aufbruch oder doch nicht? chen Auswirkungen wie im Rest der Welt. Es gibt Korruption und Machtmissbrauch in verschiedensten Formen, bis hin zu kriminellen Machenschaften. Wir als ChristInnen können dieser Kritik nur durch glaubwürdiges Zeugnis unseres Christseins entgegen halten. Auch hier in Veltheim. Ökumenische Abende An drei Montagabenden im Januar werden diese Fragen beleuchtet. Am 11. Januar zeigt Peter Niederhäuser, Historiker aus Winterthur, die kirchliche und religiöse Stadtentwicklung Winterthurs auf. Am 18. Januar wird Eva Maria ­Faber, Professorin für Dogmatik in Chur, die ökumenischen Entwicklungen skizzieren und besonders der ­Frage nachspüren, warum es häufig schwieriger ist, innerhalb der eigenen Konfession miteinander zu arbeiten, als vor Ort Ökumene gemeinsam zu leben und zu gestalten. Am 25. Januar werden Cécile und Heiner Schubert in Veltheim zu Gast sein und die Frage stellen: «Ein schöner Aufbruch – und nun?» Beide sind Gründungsmitglieder der Don Camillo Communität vor 40 Jahren. Diese Gemeinschaft am Neuenburgersee ist an einem Punkt angekommen, an dem sie sich der Frage stellen muss und

St. Ulrich

Marcus Scholten | Das Jubiläum der Pfarrei St. Ulrich hat für die ökumenische Bildungswoche 2021 als Vorlage gedient: Was ist in den letzten 50 Jahren hier in Veltheim passiert? Wo waren und sind die Kirchen, die ChristInnen verortet und wo werden sie in Zukunft hinsteuern? Es gab Anstoss für folgende Fragen: ■ Was hat sich verändert? Die Menschen, der Glaube, das Umfeld, die Kirchen? Sind wir hier näher zusammengerückt, gibt es mehr und anders gelebte Ökumene? ■ Ist das Geld Fluch oder Segen für die Entwicklung einer Gemeinschaft von Glaubenden, die gemeinsam auf dem Weg sind, Gott zu suchen und das, was sie von Gottes Wort verstanden haben, in die Tat umzusetzen? ■ Welchen Wert haben Kirchen in einer immer schneller werdenden Gesellschaft, die Ressourcen verschlingt, an der Menschen und unser Planet krank werden? ■ Sind wir, die wir uns ChristInnen nennen, wirklich glaubwürdig? Worin unterscheiden wir uns von anderen Menschen? Als Glaubensgemeinschaften müssen wir uns heute auch diesen Vorwürfen stellen: ■ Die Kirchen als Institutionen unterscheiden sich in vielen Bereichen nicht wirklich von anderen Unternehmen. Auch hier geht es um Geld und Macht, mit den glei-

19


Ökumenische Wochen diese auch stellt: Was nun? Der Aufbruch ist Geschichte, wie und wohin geht der Weg? Wohin soll sich die Gemeinschaft entwickeln und warum?

Es erwarten uns viele spannende Fragen. Erwarten wir keine Antworten, aber Anregungen, die neue Horizonte eröffnen.

In der Seniorenweihnachtsfeier und an Heilig Abend

St. Ulrich

Krippenspiel in St.Ulrich Rosalba Lauria | Im Krippenspiel wird uns dieses Jahr die Weihnachtsgeschichte von einer kleinen Maus erzählt. Die Maus war bei der Geburt im Stall zu Bethlehem dabei, trifft Maria und Josef, die Hirten und die Könige und natürlich das Jesuskind. Für die Maus war es das tollste und schönste Erlebnis ihres kleinen Mäuse­lebens. Kommt, hört euch die Geschichte an.

Wenn Corona uns nicht einen Strich durch die Rechnung macht, wird das Krippenspiel an der Seniorenweihnachtsfeier und am Heiligen Abend aufgeführt. Falls keine Aufführung möglich sein sollte, wird das Krippenspiel aufgenommen und auf DVD oder online zur Verfügung gestellt.

Feiern des Jubiläums von Hugo Gehring

20 Jahre Pfarrer in Winterthur gio | Am Sonntag, 25. Oktober, war Hugo Gehring in St. Ulrich unser Ehrengast. Wir wollten damit unsere Dankbarkeit für seine treuen Dienste zum Ausdruck bringen. Wir schätzen

❱

Am 25. Ok­tober wurde in St. Ulrich das Jubiläum von Hugo Gehring gefeiert.

20

an Hugo Gehring seinen unermüdlichen Beistand, seine Zuverlässigkeit, seine originelle Art zu Predigen und seinen glänzenden Humor. Für uns ist er ein Fels in der Brandung. Das kleine Fest gab uns die Möglichkeit unsere Wertschätzung gegenüber diesem aussergewöhnlichen Pfarrer auszudrücken. Zu einem richtigen Fest gehört auch ein feines Essen. Nach den offiziellen Teilen im Gottesdienst und beim Pfarreikaffee, speiste Hugo Gehring zum Ausklang inmitten einer fröhlichen Delegation.


Dezember 2020 1 Dienstag 6 Sonntag 8 Dienstag 15 Dienstag 19 Samstag 21 Montag 22 Dienstag

24 Donnerstag 25 Freitag

Januar 2021 1 Freitag

■ Familienrorate, 6.00, Marienkapelle St. Ulrich, anschliessend Morgenessen im Pfarreiheim ■ Rorate für SeniorInnen, 14.30, Marienkapelle, anschliessend Zvieri im Pfarreiheim ■ Familiengottesdienst mit HGU-Eröffnung ■ Taizégottesdienst, 18.00, Kirche St. Ulrich Rorate, 6.00, Marienkapelle St. Ulrich, anschliessend Morgenessen im Pfarreiheim Rorate, 6.00, Marienkapelle St. Ulrich, anschliessend Morgenessen im Pfarreiheim Fiire mit de Chliine, 10.00, reformierte Dorfkirche Bussfeier, 15.00, Kirche St. Ulrich Senioren-Weihnachtsfeier, 16.00, Kirche St. Ulrich, anschliessend Essen im Pfarreiheim, Flyer mit Anmeldung folgt Heilig Abend, Kinderfeier mit Krippenspiel, 17.00, Kirche St. Ulrich Weihnachten, Festgottesdienst, 10.30, Kirche St. Ulrich

31 Sonntag

Neujahrsgottesdienst, 17.00, Kirche St. Ulrich, anschliessend Apéro Familiengottesdienst mit Sternsinger, 9.30, Kirche St. Ulrich Ökumenische Bildungsveranstaltung, «Die Kirche im Aufbruch – oder etwa doch nicht?», 19.30, reformiertes Kirchgemeindehaus Ökumenischer Gottesdienst, 9.30, reformierte Dorfkirche, wir sind dort zu Gast Ökumenischer Gottesdienst, 9.30, Kirche St. Ulrich, die reformierte Gemeinde ist bei uns zu Gast Caritassonntag, 9.30, Kirche St. Ulrich

Februar 2021 2 Dienstag 17 Mittwoch 28 Sonntag

Seniorennachmittag, 14.30, Pfarreiheim St. Peter und Paul Aschermittwoch, Wortgottesdienst, 19.00, Kirche St. Ulrich Familiengottesdienst, 9.30, Kirche St. Ulrich

10 Sonntag 11/18/25

17 Sonntag 24 Sonntag

St. Ulrich

Kalendarium

❱ Treffpunkte Zeit-Punkt 3.12. | 10.12. 17.12. | 24.12. 31.12.20 7.1. | 14.1. | 21.1. 28.1. | 4.2. | 11.2. 18.2. | 25.2.21 Donnerstag, 14.00, Café «Coffeebox», Einkaufszentrum Rosenberg

21


Weihnachtsfestgottesdienst

herzliche Einladung

Missa brevis in temporis coronae

22

Hansueli Bamert | Wer hätte das vor einem Jahr gedacht. Für den Weihnachtsfestgottesdienst 2020 stand die berühmte Messe in C von Ludwig van Beethoven auf dem Programm mit grossem Chor, SolistInnen und reich besetztem Orchester – und dann kam alles anders. Seit Wochen wird in den Gottesdiensten nicht mehr gesungen. Der Kirchenchor St. Peter und Paul hat seine Proben nach den Sommerferien zwar wieder aufgenommen, jedoch in kleinen Gruppen und grossen Distanzen zwischen den Singenden. An eine Festmesse ist nicht zu denken und ebenso nicht an eine «Live»-Aufführung im Gottesdienst. Damit wir jedoch so etwas wie eine Echtsituation

simulieren können, haben wir uns entschieden, eine A-capella-Messe von Antonio Lotti (1667 – 1740) einzustudieren, zusammen mit verschiedenen bekannten Weihnachtsliedern. Von diesem Repertoire wird es eine Audio-Aufnahme geben, die wir im Weihnachtsgottesdienst einspielen werden, in der Hoffnung, dass der Kirchenchor durch die vertrauten Klänge einen Beitrag zu einer feierlich-­ weihnachtlichen Stimmung beitragen kann. Corona ist nicht die Zeit der «grossen Kisten», sondern die Zeit der Kammermusik und kleinen Formen und die Missa brevis in D von Antonio L­ otti ist ein Kleinod, das in seiner Innigkeit feine neue Klangwelten eröffnet.

Ranfttreffen 19./20. Dezember

Feuer und Flamme mik | Dieses Jahr trägt das bekannte Ranfttreffen den Titel «Feuer und Flamme». Ich lade alle interessierten Jugendlichen ab 15 Jahren und Erwachsenen herzlich ein, sich anzumelden und mit uns auf Grund der aktuellen Situation ein ganz anderes Ranfttreffen zu erleben. In diesem Jahr fahren wir nicht zum Ranfttreffen, sondern es kommt

zu uns nach Winterthur. Gemeinsam werden wir in dieser Nacht virtuell am Ranfttreffen teilnehmen. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Die Teilnehmenden erwartet eine ganz besondere Nacht. Auskunft und Anmeldung bis am 29. November bei Michael Kolditz, michael.kolditz@kath-winterthur.ch, 052 269 03 76.


Wochenendstube an der Wartstrasse 11

Öffnungszeiten während der Feiertage Donnerstag, 24. Dezember Heiliger Abend Essen mit verbind licher Anmeldung Freitag, 25. Dezember

Weihnachten

16.00 – 20.00 Uhr

15.00 – 19.00 Uhr

Samstag, 2. Januar 2021

16.00 – 20.00 Uhr

Sonntag, 3. Januar 2021

15.00 – 19.00 Uhr

Aus der Spitalseelsorge

Engelskinder nicht vergessen Michael Eismann | Wenn die Zeilen dieses Pfabü erscheinen, bewegen wir uns bereits in grossen Schritten auf die Weihnachtszeit und das Geburtstagsfest Jesu zu. Ein Fest, das ähnlich dem eigenen Geburtstagsfest wohl eine Fülle an Kindheitserinnerungen wach werden lässt. Wenn diese Zeilen erscheinen, dann ist gleichzeitig bereits seit beinahe einem Monat ein anderer – inzwischen fester Gedenktag – des Monats November Vergangenheit: Der Gedenktag für verstorbene Kinder oder «Engelskinder», wie sie seit einigen Jahren genannt werden. Vor einiger Zeit erzählte mir beim Apéro nach einer Taufe die Grossmutter des soeben getauften Enkelkindes ganz unerwartet, welch grosse Freude und erstaunliches Wunder ihre Enkelkinder für sie seien. Denn nach zwei Fehlgeburten habe sie eigentlich nicht mehr damit gerechnet, jemals eine Familie zu haben. Und trotz der Dankbarkeit, doch noch einen Sohn

geschenkt bekommen zu haben und somit auch Enkelkinder, seien dennoch nach bald vierzig Jahren, die zwei älteren Geschwister des Sohnes für sie präsent und sie feiere insgeheim auch jedes Jahr deren Geburtstage. In ihren Worten spürte ich nach wie vor das Nichtverstehen-Können der zwei Totgeburten. Im Erzählen von ihr lag zwar kein Gram oder Groll dem Geschehenen gegenüber, sondern vielmehr ein unglaublich grosses Mass an bleibender Liebe und Zuneigung zu ihren beiden verstorbenen Kindern. Es ist gut, dass seit einigen Jahren und an immer mehr Orten dieser oft unsichtbaren Trauer und diesem stillen Leid, ein Raum geschaffen wird. Ein Ort, an dem der Schmerz und die Liebe ohne Scheu zum Ausdruck gebracht werden kann. Auch und gerade in einer Jahreszeit, in der öfters als vielleicht zu anderen Zeiten, die Erinnerungen an das Unbegreifliche wieder wach werden. Es ist wichtig, dass es Orte gibt, an denen man

❱

Gedenkbaum für Engels­kinder auf dem Friedhof Rosenberg

23


Aus der Spitalseelsorge

aus der Kirchenpflege

d­ ieses Leid ablegen kann, um sich so, ohne den Schmerz zu leugnen, wieder neu der Hoffnung hinzugeben und zu erfahren, dass Trauer und Leid sich verwandeln können in Liebe und Zuneigung. Zwei innere Haltungen, die unsere Welt so sehr nötig hat. Seit 2016 gibt es auch auf dem Friedhof Rosenberg einen eigens gestalteten Ort, der an die Engelskinder erinnert. Ein Baum in der Mitte, und ein Ring mit Namenstäfelchen der ver-

24

storbenen Kinder steht als zentrales Element im Mittelpunkt der Anlage. Im vergangenen und auch in diesem Jahr durften mein reformierter Kollege Severin Oesch und ich den Gedenktag für verstorbene Kinder gestalten mit Momenten, in denen neben den Worten und Gebeten besonders in den Zeiten der Stille eine unglaubliche Kraft wahrnehmbar wurde, die den Betroffenen – trotz allem – Hoffnung und Halt geben.

Interview mit Hedi Blum, der Vorsitzenden der KEH

Was macht die KEH mik | In dieser Ausgabe des Pfabüs beleuchten wir Brasilien, das unter dem Motto «bedrohtes Brasilien» in der Adventaktion im Fokus steht. In der Kirchenpflege gibt es das Ressort «Kirchliche Entwicklungshilfe» (KEH), das sich mit der Vergabe von Spendengeldern und Kollekten befasst. Mit der Vorsitzenden, Hedi Blum, führte ich dieses Interview per Mail. Michael Kolditz: Was ist die Aufgabe der KEH? Hedi Blum: Dieses Gremium prüft und behandelt die eingereichten Projektgesuche zuhanden der Kirchenpflege. Die KEH erstellt die Pläne für die Kollekten und deren Ansagetexte. Sie legt der Kirchgemeindeversammlung Rechenschaft in Form eines Jahresberichts und einer Abrechnung ab.

Wie bist du zur Arbeit in diesem Ressort gekommen? Nach meiner Pensionierung machten mein Partner und ich eine grössere Fahrradtour zu meiner Schwester nach England. Dort erreichte mich per Mail die Anfrage von Hugo Gehring, ob ich das Präsidium der KEH übernehmen möchte. Ich nahm Kontakt mit meiner Vorgängerin auf und erkundigte mich über die Aufgaben. Wie viel Geld wird für inländische und wie viel für ausländische Projekte aufgewendet? Die finanziellen Mittel kommen einerseits aus den Opfereinnahmen, die unter dem Titel KEH laufen und andererseits aus Steuergeldern. Das von den KirchgängerInnen gespendete KEH-Opfergeld wird aus den Steuer-


geldern verdoppelt. Im Jahr 2019 konnten wir für Projekte im Inland fast 140’000 Franken und für das Ausland 302’000 Franken einsetzen.

Was sind die grundlegenden Prinzipien der KEH, gerade auch in Bezug auf die Vergabe von Geldern? Wie wird in diesem Zusammenhang mit den Anfragen umgegangen? Für die Arbeit der Kommission KEH gibt es einen Leitfaden. Nachdem ein Gesuch bei mir eingetroffen ist, überprüfe ich die Unterlagen, ob sie vollständig sind und unseren Auswahlkriterien entsprechen. Meistens nehme ich noch Kontakt mit der Organisa­t ion auf und frage nach Details. Wenn das Gesuch unseren Kriterien entspricht, stelle ich einen schriftlichen Antrag an die Kommissionsmitglieder. An der Sitzung besprechen wir die Gesuche. Ich gebe noch mehr Details bekannt und erhalte von der Verwaltung den Stand der Finanzen. In der ­Kommission entscheiden wir, ob und mit welchem Betrag wir das Projekt unterstützen. Anschlies­send gehen die Anträge an die Mitglieder der Kirchenpflege, die sie in einer Sitzung bewilligen ­müssen. Bei einem positiven Entscheid teile ich dies der Organisation mit, von der ich im kommenden Jahr einen Jahresund Finanzbericht erwarte. Was sind für dich positive Aspekte, die du mit der Arbeit in der KEH verbindest? Sicher einmal der Einblick in viele spannende Projekte und Organisationen und auch die Achtung vor den Menschen, die zum Teil unter schwierigsten Situationen und Umfeldern

Ideen umsetzen, die der benachteiligten Bevölkerung zugutekommen, beziehungsweise diese mit den Menschen vor Ort durchführen. Geld sprechen ist an und für sich mit einem positiven Gefühl verbunden, war ich doch früher selber Bittstellerin. Ich schätze den regen Kontakt mit den zuständigen Verantwortlichen und den Austausch in der Kommission. Was sind die Schwierigkeiten, die bei dieser Arbeit auftreten können? Wie wird damit umgegangen? Dass das Geld nicht reicht, um w ­ eitere gute, innovative Projekte zu unterstützen. Oder dass die Organisation das Geld nicht für das vereinbarte Projekt einsetzt. (Das habe ich zum Glück noch nicht erlebt.) Wie ist die Reaktion der Organisationen, denen geholfen wird? Da gibt es viele Dankesschreiben und die allermeisten halten mich auch auf dem Laufenden, wo das Projekt steht und wie es weitergeht.

aus der Kirchenpflege

Interview mit Hedi Blum, der Vorsitzenden der KEH

Was hat die Corona-Pandemie in der Arbeit der KEH verändert? Da keine Gottesdienste stattfanden und jetzt auch noch weniger Menschen die Gottesdienste besuchen, sind die Opfereinnahmen massiv zurückgegangen, das heisst, die KEH kann weniger Projekte unterstützen. Gerade in dieser Zeit aber haben ­v iele Organisationen selber grosse Geldeinbussen oder bräuchten mehr Unterstützung, da in vielen Ländern der Mangel an medizinischem Material und Nahrungsmitteln gross ist. 25


Paula Iten wurde 1970 ausgesandt

Haiti-Mission seit 50 Jahren

❱

Paula Iten ist seit 50 Jahren für Haiti engagiert.

hug | Nächstes Jahr wird die Adventsaktion voraussichtlich wieder zugunsten der Haiti-Stiftung «Hand in Hand» abgehalten, die mit der Aussendungsfeier von Paula Iten als «Missionarin» vor genau 50 Jahren ihren Anfang genommen hat. Wie schon im «forum» kurz berichtet, hat am 6. September 1970 in unserer Kirche die feierliche Beauftragung von «Fräulen Paula Iten» im Rahmen eines Sonntagsgottesdienstes stattgefunden. Sie selber hat danach im Pfarrblatt diesen Anlass so kommentiert: «Ein froher und überaus glücklicher Tag ist vorbei. In Erinnerung wird er weiterleben und in den Missionsalltag hineinleuchten. Der Gottesdienst, das

Beten und Opfern der Pfarrei hat mir gezeigt, dass ich nicht allein dastehe. Im Gegenteil, es wurde mir die Verantwortung bewusst, dass ich nun in eurem Auftrag hinausziehe. (…) Ihr habt mir die Hände reich gefüllt. Nun darf ich in eurem Namen zu den Ärmsten gehen.» Diese gegenseitige Verbindung unserer Pfarrei mit der «Haiti-Mission» besteht bis heute und wird noch immer durch die Person von Paula Iten (und ihrer Stiftung) vor Ort realisiert. Darum sei diesem bemerkenswerten «goldenen Jubiläum» hier gebührend Beachtung geschenkt und ihr weiterhin fruchtbares Sendungswirken gewünscht!

Herbstferien in Süditalien

Eindrückliche Reise nach Sizilien Alberto Dietrich | Was ursprünglich als Pfarreireise von der Pfarrei St. ­Peter und Paul angedacht und geplant war, wurde wie so viel anderes Corona-­ bedingt zu einer Reise von kulturell Interessierten aus verschiedenen Schweizer Kantonen nach Sizilien. Die 21 Unentwegten, die sich schliesslich am 4. Oktober unter der Leitung von Magdalen Bless und der Begleitung von Hugo Gehring für diese Reise aufmachten, sollten dieses kleine Abenteuer nicht bereuen! Sizilien ist nicht nur landschaftlich äusserst interessant und auch 26

von der Temperatur her im Herbst sehr angenehm zu bereisen: Wir hatten meist sehr warme Werte von 25 bis 27 Grad. Die Insel, die flächenmässig mehr als halb so gross wie die Schweiz ist, weist Spuren der Sikuläer, ­Griechen, Römer, Araber, Normannen, B ­ yzantiner und anderer Kolonialherren auf, die uns auf Schritt und Tritt begegneten. So erinnert Catania, A ­ usgangspunkt unserer Reise, mit seinen Felsen im Meer an den Riesen Polyphem, dem Odysseus und seine Gefährten begegneten. Mehr aber noch an den Vulkan Ätna, der diese Stadt mehrfach mit


Herbstferien in Süditalien Lava und Erdbeben heimsuchte. Häufig begegneten wir in dieser Stadt ihrer verehrten Heiligen Agatha, einer frühchristlichen Märtyrerin, der jeweils anfangs Februar mit grossen Prozessionen gedacht wird. Der anschliessende Ausflug in das idyllische Städtchen Taormina mit seinem antiken griechischen Theater war ein weiterer Höhepunkt. Weiter ging’s nach Syrakus, einst wichtigster Handelsplatz und grösste Stadt der Antike mit einer Million EinwohnerInnen. Auch in Syrakus gab es eine frühe christliche Gemeinde mit Lucia als Stadtpatronin und Märtyrerin, deren Fest am 13. Dezember gefeiert wird – ebenfalls mit grossen Lichterprozessionen. Syrakus besass das grösste Theater der Antike. Das archäologische Museum, das wir besuchen konnten, bestach mit seiner grandiosen Münzensammlung, mit Abbildungen von Demeter und Persephone und Tongefässen aus alter Zeit. In der malerischen Altstadt von Syrakus auf der Insel Ortygia sahen wir unter anderem auch den interessanten Dom, der in den antiken Athene-­ Tempel eingebaut wurde. Der anschliessende Ausflug ins Städtchen

Noto, das UNESCO-Weltkulturerbe ist, zeigte uns barocke Kostbarkeiten besonderer Art, etwa Gässchen und Balkone, die wirklich einzigartig sind. Eine weitere Entdeckung ohne TouristInnen waren für uns die Ausgrabungen des antiken griechischen Landstädtchens Akrai.

❱

Mosaik bei der römischen Villa Romana del Casuale im Bergstädchen Piazza Armerina

Die Weiterfahrt zum Bergstädtchen Piazza Armerina mit den Ruinen einer römischen Villa, die f­ antastische Bodenmosaike aus dem vierten Jahrhundert nach Christus zeigt – ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe –, war ein weiterer Höhepunkt dieser Reise. An der Südküste Siziliens stiessen wir auf die griechischen Tempel von

❱

Gruppenbild im Amphitheater in Akrai

27


Herbstferien in Süditalien

❱

Hugo Gehring mit Figur Orlando vom Puppentheater (Opera dei Pupi) in Palermo

❱

Mosaik (Geburt Christi) in der Kirche Santa Maria dell’Ammiraglio in Palermo

28

Agrigent (fünftes Jahrhundert vor Christus), wovon der dorische Concordia-Tempel zu den besterhaltenen der Antike zählt. Wer Sizilien sieht, darf natürlich auch Palermo nicht auslassen. Von den Karthagern gegründet, wurde Palermo unter König Roger II. zur Hauptstadt des normannischen Siziliens. Später war es Friedrich II., Sohn des Stauferkönigs Heinrich VI., der als deutscher König und dann als Kaiser Sizilien besonderen Glanz verlieh. Die spätere Geschichte unter anderen ­Kolonialherren war dann allerdings weni­ger ruhmreich. Nach der Einigung Italiens 1860 kam Sizilien zum Nationalstaat, versank dann aber später mit dem Süden Italiens immer mehr in Armut, so dass die Mafia an Einfluss und Macht gewann. Als Stadtheilige wird Rosalia verehrt. Mich hat in Palermo vom Innenraum her weniger der Dom begeistert, sondern von den Mosaiken her ganz klar die Kirche Santa Maria dell’Ammiraglio und der norman­ nische Dom in Monreale.

Die Aufführung des Puppentheaters (Opera dei Pupi) nach diesem reichhal­ tigen Tag rundete das Ganze ab. Am letzten Reisetag gab es gleich noch ein unglaubliches Schlussbouquet mit dem Besuch des Städtchens Cefalu am Fuss eines Felsens. Im normannischen Dom aus dem zwölften Jahrhundert feierten wir den Sonntagsgottesdienst mit. Was bislang unerwähnt blieb: Dank den wunderbaren Tipps von Magdalen Bless durften wir mehr als einmal wie «Gott in Frankreich» gemeinsam zu Mittag die sehr gute sizilianische Küche geniessen – so auch an unserem letzten Reisetag! Spät, aber noch vor Mitternacht, landeten wir wieder von Catania herkommend am 11. Oktober in Zürich Kloten. Ein herzliches Danke­ schön an die beiden OrganisatorInnen Magdalen Bless und Hugo Gehring für diese unvergessliche Reise!


Ausblick ins neue Jahr

Bernadette Gantner | Zu der diesjährigen offenen Sitzung des ­Pfarreirates konnte Hugo Gehring im Pfarreisaal 27 VertreterInnen der verschiedenen Vereine und Gruppierungen b­ egrüssen. Das Haupttraktandum bildete die Grobplanung der Pfarreianlässe im kommenden Jahr. Wegen der unsicheren Corona-Entwicklung gestaltet sich die Planung aus heutiger Sicht als schwierig und Änderungen bleiben deshalb vorbehalten. Die wichtigsten Anlässe in Kürze: ■ Fr 15. Januar, 18.00, MitarbeitendenGottesdienst, anschliessend Dankes-­ Essen ■ So 17. Januar, 9.30, ökumenischer Gottesdienst in St. Peter und Paul ■ Mi 27. Januar, 19.30, Informations­ abend Exerzitien im Alltag ■ So 28. Februar, 19.30, Jugendgottes­ dienst mit Firmanmeldung ■ So 7. März, 12.15, Suppen-Zmittag am dritten Fastensonntag ■ So 28. März, 9.30, Familiengottesdienst zum Palmsonntag, C­ hilekafi ■ So 4. April, 9.30, Oster-Festgottes­ dienst ■ So 11. April, 9.30, Erstkommunion ■ Do 13. Mai, Auffahrt, P­ farreiausflug ■ Fr 28. Mai, Lange Nacht der K ­ irchen, «Treffpunkt Zukunft» ■ Sa 29. Mai, gemeinsamer Gottesdienst aller Winterthurer Pfarreien in St. Peter und Paul ■ So 30. Mai, 9.30, Firmung ■ Di 1. Juni, 20.00, Kirchgemeindeversammlung

■ Fr – Do 4. – 10. Juni, Seniorenferien in Interlaken ■ So 6. Juni, 11.15, HGU-Abschluss-­ Gottesdienst ■ So 20. Juni, 9.30, Festgottesdienst zum Patrozinium ■ So 27. Juni, 11.00, ökumenischer Albanifest-Gottesdienst ■ Sa 10. Juli, 18.00, Familiengottesdienst zum Schuljahresende, Sommernachtsfest ■ So 29. August, 11.30, Gottesdienst im Freien, Grillplausch ■ So – So 5. – 12. September, ökumenische Woche ■ So 3. Oktober, 11.15, Erntedank-­ Familiengottesdienst ■ So 31. Oktober, 19.30, Jugendgottesdienst, Eröffnung von Projekt­ unti und Firmkurs ■ So 14. November, 17.00, Mitenand-­ Gottesdienst, Castagnata ■ Sa – So 27. – 28. November, Advents­ aktion Haiti ■ So 5. Dezember 9.30, HGU-Eröffnungs-Gottesdienst, Chilekafi ■ Di 7. Dezember, 20.00, Kirchgemeindeversammlung

aus dem Pfarreirat

Offene Sitzung vom 16. September

Herzlichen Dank an alle, die sich in verschiedener Weise in der Pfarrei ­aktiv engagieren und so zu einem lebendigen Miteinander beitragen. Die nächste offene Sitzung findet am Mittwoch, 15. September 2021, 19.30 Uhr, im Pfarreiheim statt.

29


Zum neuen Jahr

Singen und Schweigen für den Frieden

❱

aho | Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Winterthur lädt am Samstag, 9. Januar 2021 von 16.30 bis 17.20 Uhr in den Rathausdurchgang zu «Singen und Schweigen für den Frieden» ein: Knapp eine Stunde

lang zusammenstehen und um Frieden beten in Zeiten von Zerrissenheit und Verachtung und somit ein Zeichen setzten für Respekt und Offenheit mit Gesängen, Schweigen Gebet und Kerzen.

Anfangs Jahr im Rathausdurchgang zu singen, zu beten und zu schweigen für den Frieden hat Tradition.

Exerzitien im Alltag

Informationstreffen im Januar Anni Rickenbacher | Die Exerzitien im Alltag in der Fastenzeit 2021 laden ein, sich Zeit für sich selbst zu schenken, gemeinsam mit anderen verschiedene Meditations- und Gebetsweisen einzuüben und so der inneren Hoffnung Raum zu geben. Wer sich neu für die Exerzitien im Alltag interessiert, ist herzlich zum 30

Informationstreffen am Mittwoch, 27. Januar 2021 um 19.30 Uhr eingeladen. Dieses findet in der Krypta St. Peter und Paul an der Tellstrasse 11a statt. Weitere Informationen bei Anni Rickenbacher, 079 205 04 62 oder anni.rickenbacher@bluewin.ch.


Kalendarium Wegen der unsicheren Corona-Entwicklung bleiben Änderungen vorbehalten. Bitte informieren Sie sich auf der Website www.peterundpaul.ch oder telefonisch zu Bürozeiten im Pfarreisekretariat (052 269 03 70) über den aktuellen Stand.

Dezember 2020 1 Dienstag

■ Rorate-Feier für SeniorInnen, 14.30, Pfarreiheim St. Ulrich ■ Kirchgemeindeversammlung, 19.00, Pfarreiheim 6 Sonntag HGU-Eröffnungsgottesdienst, 9.30, Chilekafi 9 Mittwoch ■ Frauen PP, gemeinsames Guetzlibacken, 14.00, Jugendtreff ■ Adventsfeier für Menschen mit kleinem Budget, 18.00, Pfarreiheim 14 Montag Frauen PP, Adventsfeier, 17.00, Pfarreiheim 21 Montag ■ Bussfeier, 15.00, St. Ulrich ■ Bussfeier, 20.00, St. Peter und Paul 22 Dienstag Vorweihnächtliche Seniorenfeier mit Krippenspiel, 16.00, St. Ulrich 24 Donnerstag ■ Familiengottesdienst, 17.00 ■ Christmette mit feierlicher Weihnachtsmusik, 22.30 25 Freitag Weihnachtsgottesdienste, 9.30, 11.15 und 19.30 31 Donnerstag Silverstergottesdienst, 17.00

❱ Termine Weihnachtsferien 19.12.20 bis 3.1.21 Sportferien 6.2. bis 21.2.21 aktuelle Termine www.peterundpaul.ch

Fortsetzung siehe Rückseite

Ökumenischer Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen (18. – 25. Januar 2021)

Sonntag, 17. Januar, 9.30 Uhr Ort

Liturgie und Predigt Musikalische Gestaltung noch offen:

Kirche St. Peter und Paul Mike Gray, Pfarrer an der Stadtkirche Michael Kolditz, Pastoralassistent in St. Peter und Paul Orgel und Gesang (Kantorendienst) Apéro im Pfarreiheim St. Peter und Paul


AZB

8400 Winterthur Bitte nachsenden Neue Adresse nicht melden

Fortsetzung von Seite 31

Kalendarium

Post CH AG

Januar 2021 8 Freitag 9 Samstag 11 Montag 13 Mittwoch

❱ Treffpunkte Rorate-Gottesdienst 4.12.| 11.12.| 18.12.20 Kirche, 5.30, Taizé-Gottesdienst 20.12.20 | 17.1.| 21.2.21 Kirche, 19.30 Taizé-Abendgebet 1.12.20 | 5.1.| 2.2.21 Krypta, 19.00 Bibel-Teilen 17.12.20 | 28.1.| 25.2.21 Pfarreiheim, 19.30 Donnerstagsgebet «Schritt für Schritt» 17.12.20 | 21.1.| 18.2.21 Krypta, 19.00 Zischtig-Zmittag jeden Dienstag Restaurant La Bodega Carlo, 12.00 Gebetsgruppe «Ichthys» jeden Dienstag Krypta, 19.00 Gebetsgruppe «Brennender Dornbusch» jeden Mittwoch Krypta, 7.15

15 Freitag 17 Sonntag 20 Mittwoch 24 Sonntag 25 Montag 27 Mittwoch 28 Donnerstag

Februar 2021 2 Dienstag

17 Mittwoch 25 Donnerstag 28 Sonntag

FamA, FilmAbendEssen, 18.30, Jugendtreff Beten, Singen und Schweigen für den Frieden, 16.30, Rathausdurchgang Frauen PP, gemeinsames Essen, 18.00, Jugendtreff Frauengottesdienst, 8.30, anschliessend Kaffee, Pfarreiheim Mitarbeitenden-Gottesdienst, 18.00, anschliessend Dankes-Essen, Pfarreiheim Ökumenischer Gottesdienst, 9.30, Kirche Frauen PP, Nachmittagswanderung, der Limmat entlang Eltern-Kind-Feier, 10.00, Krypta Frauen PP/FamA, Meditatives Kreistanzen, 20.15, Pfarreiheim ■ Filmkafi am Nachmittag, Kinobesuch und Gespräch ■ Albaniclub, Vortragsabend, 19.30, Pfarreiheim ■ Informationsabend zu den Exerzitien im Alltag, 19.30, Krypta Frauen PP, Vortrag der Spitalseelsorgerin Veronika ­Jehle, 14.00, Pfarreiheim

Seniorennachmittag mit dem Männerchor pensionierter Eisenbahner Winterthur-Schaffhausen, Gesang und Schwyzerörgeli, 14.30, Pfarreiheim ■ Aschermittwoch, Gottesdienste 8.30 und 19.30 mit Austeilung der Asche ■ Frauen PP, Nachmittagswanderung, ­Rundwanderung Stammheim Frauen PP, Pastakurs, anschliessend gemeinsames E­ ssen, 18.00, Hotel Banana City Jugendgottesdienst mit Firmanmeldung, 19.30


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook