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Pfabü Nr. 118

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Wozu brauchen wir Gott? Februar – Juni 2015

Pfarreibulletin St. Peter und Paul St. Ulrich


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser Pfarreibulletin 118

❱ Impressum Herausgeber Pfarreien St. Peter und Paul und St. Ulrich, Winterthur Auflage 2600 Exemplare EmpfängerInnen Angehörige der Pfarreien Redaktion / Gestaltung Otto Dudle |odu Hugo Gehring |hug Andrea Holenstein |aho Rainer Holenstein |rho Andreas Jawork |aja Giovanni Schäfli |gio Stefan Staubli |sts Redaktionsadresse Andrea Holenstein Lärchenstrasse 34 8400 Winterthur Telefon 052 203 11 81 Mail: andrea.holenstein@greenmail.ch PC-Nr. 84-44650-2 Adressverwaltung Pfarramt St. Peter & Paul Telefon 052 269 03 70 Pfarramt St. Ulrich Telefon 052 269 03 80 Druck und Versand Sailer Druck GmbH 8402 Winterthur Erscheinung viermal jährlich

Der Lifestyle hat das Fasten, ein Phänomen eindeutig religiösen Ursprungs, für sich entdeckt. Die von teuren Wellness-Tempeln angebotenen Heilfastenkuren sollen gestressten Zeitgenossen das Gefühl einer neuen «Leichtigkeit des Seins» vermitteln. Im Christentum hat das Fasten eine lange Tradition. Ein zweitägiges Trauerfasten am Karfreitag und Karsamstag ist in der Kirche seit frühester Zeit bezeugt. Später wurde es auf die gesamte Karwoche ausgedehnt. Bis Anfang des fünften Jahrhunderts hatte sich überall das 40-tägige vorösterliche Bussfasten durchgesetzt: eine Busszeit für öffentliche Sünder und gleichzeitig eine Vorbereitungszeit der Katechumenen auf die Taufe, die damals nur in der Osternacht gespendet wurde. Die symbolische Zahl 40 erinnert an das 40-tägige Fasten Jesu in der Wüste, an die 40 Jahre, die das Volk Israel durch die Wüste zog, an die 40 Tage, die Moses auf dem Berg Sinai in der Gegenwart Gottes verbrachte, an Jona und Elia usw. Dass der Verzicht auf Nahrung oder bestimmte Speisen, selbst ohne religiöse Motivation, der Gesundheit förderlich sein kann, ist bekannt. Der Kirchenlehrer Basilius d. Gr. schrieb im vierten Jahrhundert: «Fasten ist eine Mutter der Gesundheit für die Kranken, für die Gesunden aber die Erhalterin des Wohlbefindens ... Die erfahrensten Ärzte entfernen das Überflüssige durch Fasten, damit nicht die Kraft unter der Last der Wohlbeleibtheit zusammenbricht.» Fasten, vernünftig und mit Mass praktiziert, dient der Regulierung der gesamten Lebensweise. Augustinus sieht einen direkten Zusammenhang zwischen dem «Verzicht auf die Freuden des Fleisches» und der «Erhebung des Geistes». Fastenkuren schaffen Raum für höhere Bedürfnisse. Menschen von heute, die sich regelmässig Fastenzeiten auferlegen, berichten von Energieschüben, von Hochund Glücksgefühlen, die in ihnen freigesetzt würden. Fasten wirkt befreiend für Leib und Seele. Specken wir, dem Zeittrend folgend, in der Fastenzeit Überflüssiges ab, entschlacken wir Körper und Geist! In der Pfarrei kennen wir die Tradition des «Fastenessens» in Form eines Suppen-zmittags. Dazu sind alle am 15. März ins Pfarreiheim eingeladen. Neben dem Verzicht auf Essen gibt es andere Weisen, um die Bereitschaft zu Umkehr und Busse zu bezeugen. So ruft das Hungertuch in der Kirche das Motto der Fastenopfer-Aktion ins Gedächtnis: «Weniger für uns. Genug für alle». Werfen wir Ballast ab, teilen wir solidarisch das Brot mit den Bedürftigen! So gewinnen wir eine neue «Leichtigkeit des Seins». Für die Redaktion

Otto Dudle


Die fünf bestverkauften kirchlichen Produkte hug| Wenn wir die Lage der Kirchen in der aktuellen Gesellschaftssituation charakterisieren wollen, kommen wir nicht um die Einsicht herum, dass wir Menschen heute zutiefst von einer ständig sich steigernden Konsumkultur geprägt sind. Das hat es in der ganzen Weltgeschichte noch nie gegeben: Dass nicht Mangel, sondern seit Jahrzehnten anhaltend und immer noch zunehmend Überfluss an verfügbaren materiellen Gütern besteht. Wir leben sozusagen in einem riesigen Supermarkt, in dem wir alles, was unser Herz begehrt (und noch viel mehr), jederzeit gegen Geld erwerben können. Mit den Augen der Zeitgenossen betrachtet, gehören auch die Kirchen zu den Dienstleistungsanbietern, bei denen man die gewünschten «Produkte» einkauft und gleichsam in den seelischen Warenkorb legt. Die Mehrheit sieht in uns heutzutage nicht Glaubensgemeinschaften, sondern religiöse Service-Stationen. Als ich im vergangenen Jahr angefragt wurde, ob ich zweimal an einem Tag bei Angestellten der Allianzversicherung in Berlin und Hannover beschreiben könnte, wie wir als Kirche «Kundennähe» herstellen, fand ich diese Aufgabenstellung zunächst schon etwas befremdlich. Doch eigentlich entspricht sie einfach einer marktwirtschaftlich orientierten Sicht. Ich habe mich entschieden, diese Herausforderung anzunehmen. Mein Vortrag begann damit, dass ich die fünf

meistgefragten kirchlichen Produkte vorstellte (in meiner subjektiv geordneten Reihenfolge): 䡲 Weihnachten 䡲 Beerdigungen 䡲 Erstkommunion 䡲 Taufe 䡲 Hochzeit Anschliessend sollte jede und jeder erzählen, bei welcher Gelegenheit sie oder er zum letzten Mal einem LivePfarrer begegnet ist. Natürlich haben sich die hier aufgezählten fünf kirchlichen «Verkaufsschlager» als die häufigsten Berührungspunkte mit Profi-Kirchenleuten erwiesen. Selbstverständlich bin ich sehr froh, dass diejenigen, die das Pfabü lesen, vermutlich Menschen sind, die sich zur Glaubensgemeinschaft der Kirche zugehörig fühlen. Doch ich bin nicht so weltfremd, die Realität der vorherrschenden Konsummentalität nicht wahrzunehmen.

Wozu brauchen wir Gott?

Kirche in der Konsum- und Überflussgesellschaft

❱ Kirche – religiöse ServiceStation?

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Wozu brauchen wir Gott? ❱ Die Mädchen der Familie Quan beim Krippenspiel in St. Ulrich

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Weihnachten im Familienkreis

«Wozu brauchen wir Gott?» – «Wozu braucht Gott mich?» Weihnachten ist für uns das familiärste Fest aller Feste. Kein anderes Ereignis feiern wir in unserer Familie intensiver. Peter und Sabrina Quan| Während der Adventszeit, wenn es früh dunkel wird, überall in unserer Wohnung die Kerzen brennen und es wunderbar nach Anis, Zimt und Nelken riecht, wird das Warten aufs Jesuskind so richtig gemütlich und warm. Natürlich sitzen wir nicht nur da und warten! Für uns als Eltern ist die Weihnachtszeit auch ganz schön anstrengend: Mit unseren beiden grossen Mädchen gilt es, die Texte fürs Krippenspiel einzuüben, unseren Ältesten frühmorgens fürs Ministrieren im Rorate-Gottesdienst zu wecken und fast täglich mit unseren jüngsten Sprösslingen die Anzahl Tage bis Weihnachten zu zählen. Da bleibt fürs Innehalten und die Vorbereitung auf das Kind in der Krippe nur wenig Zeit.

Auf die Frage «Wozu brauchen wir Gott?», bezogen auf Weihnachten, kommt uns spontan die Antwort: «Damit der liebe Gott uns zeigen kann, dass er auf der Seite der Armen steht und damit Gott Mensch wird und als kleines, schwaches Kind zu uns Menschen kommen kann.» Während der Weihnachtsferien haben wir in einer Weihnachtsgeschichte gelesen, wie ein junger Mann, der nicht an Gott glauben wollte, sich nach der Geburt seines behinderten Kindes vom grossspurigen, arroganten Chef zum einfühlsamen, gläubigen Menschen gewandelt hat. Was hat diese Wandlung verursacht? Als das Kind sechs Wochen alt war, blieb der Vater das erste Mal im Raum, als seine Frau den Kleinen mühsam stillte. Da machte der Junge die Augen auf und streckte seine Arme nach dem Vater aus. Jetzt nahm er ihn zum ersten Mal in seine Arme und schaute ihn lange genau an. Dieser kleine Mensch berührte ihn. Der Vater brauchte eine geraume Zeit, bis ihm bewusst wurde, woran ihn seine stillende Frau mit dem Kind erinnerte: an eine bestimmte Krippendarstellung eines bekannten Künstlers. Und langsam wuchs in ihm das Bewusstsein: So ist Gott! Ein Kind! «Jetzt habe ich ihn gesehen. Keinen Mächtigen, nein, einen


Schwachen. Er braucht mich. Gott braucht mich! Daran habe ich nie gedacht. Ein Gott, der mich brauchen kann! Nicht nur einer, den ich brauche, sondern einer, der mich braucht. Ich werde gebraucht! Unser Junge braucht mich. Ich will ihm ein guter Vater werden.»

Die Frage für uns ist also nicht nur: «Wozu brauchen wir Gott?», sondern: «Wozu braucht Gott mich? Für welche Menschen in meiner Familie und Umgebung braucht Gott mich?» Er braucht mich, dass alle, die mir begegnen, etwas von seiner Liebe und Sorge erfahren. Wie glücklich kann uns doch dieses Bewusstsein machen!

Walter Okle setzte Akzente mit engagierten Texten

23 Jahre in der Pfabü-Redaktion aho| Gleichzeitig mit dem Wechsel von Schreibmaschinen und Karteikarten zum Computer in den Winterthurer Pfarreisekretariaten konnte Walter Okles Name zum ersten Mal im Impressum des Pfarreibulletins Nummer 24 (September 1991) gelesen werden. 23 Jahre lang hat Walter Okle in der Pfabü-Redaktion mitgearbeitet und lange Zeit dessen Finanzen verwaltet. Am Herzen lagen ihm vor allem Themen rund um den Glauben, den fairen Handel und das Sich-Einsetzen für Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns. So erschienen schon im ersten Pfabü, an dem er mitgearbeitet hat, Artikel unter den Titeln: «Was glauben wir» (Gedanken

zu einer Umfrage des pastoralsoziologischen Instituts in St. Gallen) und «Verstärkte Entwicklungshilfe dringend nötig» (ein Bericht über die Rückkehr von Paula Iten nach JeanRabel, Haiti). Wir danken Walter Okle für sein langjähriges Mitwirken, Mitdenken und Mitschreiben beim Pfabü. Neben vielen anderen Texten sind dabei unzählige Editoriale für die Adventsausgabe mit immer wieder neuen Gedanken für ein kritisches, aufmerksames, verantwortliches und faires Unterwegssein mit den Menschen hier in der Schweiz und den Menschen in den von der Pfarrei unterstützen Aktionen und Ländern entstanden.

Walter Okle arbeitete viele Jahre am Pfabü mit

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Wozu brauchen wir Gott? 6

Vertrauen auf Gott

Über den Tod hinaus? Viele haben sich schon Gedanken gemacht: Was ist nach dem Tod. Gibt es noch etwas? Und hat dieses Etwas mit Gott zu tun? Simon Forster| Eine Vorstellung geht davon aus, dass wir zu Gott vorausgehen und unsere Freunde und andere Menschen in diese Gemeinschaft mit Gott folgen. Wie das konkret aussieht oder sich anfühlt, kann ich nicht sagen, vielleicht kann es erahnt werden. Doch was, wenn ich persönlich vom Tod eines nahen Menschen betroffen bin? So mag ich zwar meine persönliche Vorstellung vom ewigen Leben haben, doch aus welcher Zuversicht lebte die verstorbene Person? Auch das können wir nur erahnen und den früheren Begegnungen mit diesem Menschen entnehmen. Das, was ich habe, ist meine Vorstellung von einem Danach und meine Vorstellung kann mir auch helfen, den Tod eines nahen Menschen anzunehmen, ihn zu verarbeiten und in einen grösseren Zusammenhang zu stellen. So ist auch mein persönliches Leben in schweren Situationen getragen vom Glauben, dass der biologische Tod nicht das Ende ist. Bei einem konkreten Todesfall werde sicher auch ich nicht über den Dingen stehen können, werde möglicherweise verzweifeln. Dann bin ich getragen und finde Halt bei Menschen

oder in Gemeinschaften, die das Vertrauen auf Gott ausstrahlen. Dann bin ich dankbar, dass Menschen ganz da sind, mich und meine Traurigkeit wahrnehmen, meine Verzweiflung spüren und doch nicht mit mir verzweifeln, sondern Halt geben. Möglicherweise ist das Gottvertrauen dieser Menschen ganz wesentlich, um für andere in schweren und ausweglosen Situationen dasein zu können und an den Umständen nicht selbst zu zerbrechen, in der Gewissheit, dass Gott auch in schweren Zeiten da ist und Wege eröffnet, die für uns Menschen kaum denkbar sind. Jeder von uns kann angefragt sein, wenn er in seinem Umfeld auf eine trauernde, verzweifelte Person trifft, angesichts der jeweiligen Situation nicht zu fliehen oder zu verzweifeln, sondern das Vertrauen auszustrahlen, dass weder ich noch der Tod, sondern der Gott des Lebens das letzte Wort hat. Braucht es Gott für mich? Ja, um ohne Angst vor dem Tod zu leben. Ja, um den Tod eines nahen Menschen aus dem Glauben heraus annehmen zu können. Ja, um anderen in schweren Zeiten beizustehen.


Erstkommunion in Gemeinschaft

Gott ist da, wo Menschen singen

Marianne Roselip| «Kann man Erstkommunion auch alleine zu Hause machen?», frage ich in einer Religionsstunde. «Nein,» ruft einer der Buben sofort, «sonst würde ja keiner zuschauen…» Wir versuchen, die Kinder in unserer Erstkommunionvorbereitung immer wieder spüren zu lassen, dass Gott es ist, der zum Mahl versammelt. Mit seinem Sohn Jesus sind wir zur Tischgemeinschaft eingeladen. Jedes der Kinder darf kommen und sein wie es ist, in aller Farbigkeit, als Geschöpf Gottes! An verschiedenen Anlässen die zur Erstkommunionvorbereitung gehören, versuchen wir dies miteinander auch zu erleben: 䡲 Zur Messerklärung sind auch die Familien der Erstkommunionkinder eingeladen. Der Pfarrer erklärt während der Feier Sätze und Elemente aus unserem Gottesdienstablauf.

䡲 Am Erlebnismorgen bereiten wir unser gemeinsames Erstkommunionfest in verschiedenen Ateliers vor. Wir beschliessen den Morgen mit einer «Teilete», zu der alle Eltern etwas zum Essen mitbringen. Dieses reiche Buffet geniessen wir dann gemeinsam. 䡲 Wir erleben zusammen auch Liederproben, weil gemeinsames Singen bereichert. Eines unserer Lehrmittel für die Erstkommunion heisst «Gott lädt uns alle ein». Das Buch gibt viele Anregungen zu biblischen Geschichten, zu erfahrungsbezogenem Zugang zum Glauben und zum Kennenlernen von Elementen aus dem Gottesdienst, wenn wir unseren Glauben feiern. Jesus hat über alle Grenzen hinweg mit Menschen das Brot geteilt. In Gemeinschaft das Brot zu teilen kann ein Mehrwert sein.

Wozu brauchen wir Gott?

Im Jahr 2015 sind es wieder mehr als dreissig Drittklässler, die in unserer Pfarrei die Erstkommunion empfangen werden. Die Kinder kommen aus sieben verschiedenen Schulhäusern. Wie jedes Jahr eine bunte Schar.

❱ Die bunte Schar der Kinder an der Erstkommunion im 2010 mit dem Motto Schatzkiste

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Wozu brauchen wir Gott?

Erstkommunion in Gemeinschaft

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So denke ich, dass das Erlebnis der Erstkommunion im besten Fall für Kinder wie auch für Erwachsene eine Erfahrung sein könnte, tragende Gemeinschaft zu spüren. Es ist eindrücklich, wenn die Kinder beim Erstkommuniongottesdienst in die übervolle Kirche einziehen, in der ihre Familien, Verwandten und Bekannten mitfeiern. Das erste Teilnehmen an der Kommunion wird so gefeiert, dass der Gottesdienst von allen Kindern mitgetragen wird. Musik und Lieder verschönern das Fest. Ja, man könnte wohl zu Hause Erstkommunion feiern, aber das Fest der Gemeinschaft, eines der zentralen Elemente, würde schlicht fehlen.

Du bist da wo Menschen singen Unser diesjähriges Erstkommunionthema heisst «Du (Gott) bist da, wo Menschen singen…» Zu diesem Text gibt es ein Lied, bei dem man selber den Schluss der Strophen abändern kann: «…wo Menschen lieben», «…wo Menschen leiden», «…wo Menschen feiern» usw. Wir haben mit Jesus eine lebenslange Begleitung. Einer, der nicht nur zuschaut, sondern der mittendrin mit uns ist und feiert! Ob es diese Ahnung von göttlicher Begleitung oder ob es das Gemeinschaftserlebnis ist, warum immer noch viele Eltern ihre Kinder Erstkommunion erleben lassen?

Gott im Familien-Alltag gegenwärtig machen

Bedingungslose Liebe Gottes spüren lassen Bernadette und Oliver Schneider| Das Thema Gott ist in unserem Alltag kein stark zelebriertes Thema. Gleichwohl zeichne ich als Mutter meinen Kindern vor dem Zu-Bett-Gehen ein Kreuz auf die Stirn mit der Botschaft: «Du bist gut beschützt, Gott ist da und Papa und Mama sind da.» Als Vater finde ich es gut, dass Gott für unsere Kinder nicht nur in schweren Stunden (z.B. im Todesfall) herbeigezogen wird, sondern auch im Alltag gegenwärtig ist. Ich glaube, ein Gott, der nur punktuell auftaucht,

scheint wenig glaubhaft. Daher sehe ich die Religion grundsätzlich als etwas Positives – unabhängig ob Christentum, Judentum, Islam oder eine andere Religion. Religionen halten das Thema Gott präsent und geben der Frage nach Gott Ernsthaftigkeit. Ich meine, dass es Religionen durchaus gelingt, Werte zu vermitteln, die das Leben fördern. Natürlich weiss ich auch um die Grenzen und das Machtgehabe dieser riesigen Institutionen und doch finde ich es gut, dass unsere Kinder religiös aufwach-


sen und später einmal ihre eigene Position in einer Glaubensgemeinschaft finden und leben können. Wenn ich als Mutter mit unserer Tochter spreche, ist sie sich durchaus bewusst, dass nicht alle Menschen an Gott glauben, doch sie ist überzeugt, wir glauben an das Jesuskind. Und wenn ich sie nach Gott frage, dann weiss sie schon als Fünfjährige: «Das ist halt eine schwierige Frage, Mama. Also der Schutzengel hilft mir.» – «Und Gott?» – «Ja, der ist halt für alles da.» Für mich, als Mutter ist es ein hilfreicher Gedanke, zu wissen, dass auch ich nicht allein bin, sondern noch eine höhere Wirklichkeit zu meinen Kindern schaut. Ich als Vater sehe das etwas skeptischer, nämlich dann, wenn dieser Gedanke dazu führen würde, dass Eltern ihre Erstverantwortung nicht wahrnehmen und allein auf Gott vertrauen. Für mich steckt Gott auch in jedem von uns, Gott ist eine Kraft, die Selbstvertrauen und Vertrauen in das Leben weckt, eine Kraft, die es ermöglicht, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu gestalten. Schwer kann ich mir Gott als personales Gegenüber vorstellen. Auch ich als Mutter empfinde Gott eher als eine Gegenwart weniger als ein «Du».

Selbstverständlich ist es für uns absolut in Ordnung wenn unsere Kinder Gott als eine Person, ein Gegenüber erfahren mit dem sie z. B. sprechen können. Uns ist es deshalb wichtig, unseren Kindern ein liebevolles, positives Bild von Gott zu vermitteln. Und wir hoffen, dass unsere Kinder in uns Eltern die bedingungslose Liebe spüren, mit welcher Gott uns allen begegnet Dass wir einander haben, dass wir in unserer Familie Gemeinschaft leben und erfahren trägt für uns schon viel Gott in sich.

Taufe von Livio; von links Livio, Bernadette, Oliver und Larina Schneider

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Sich den liebenden Händen Gottes anvertrauen dürfen

Gemeinsam Eins-Sein und doch zwei bleiben

❱ Hochzeit von

Wozu brauchen wir Gott?

Marion und Markus Kissner

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Marion und Markus Kissner| Unser gewolltes, folgenreiches «Ja zueinander» fand auf dem Schloss Saaleck (9/2012) bereits einen sehr schönen, stilvollen und würdigen Ausdruck. An und für sich hätte diese zivile Trauung mit dem uns zugeteilten kompetenten und engagierten Staatsdiener genügt. Doch herrscht in uns immer auch die ersehnte Freude nach mehr: Tiefe, Halt und Sinn. Etwas, das unsere eigenen Grenzen übersteigt und uns fortwährend trägt. Marion: «Dass diesem Schritt die kirchliche Trauung folgen sollte, um unsere Verbindung unter den Segen Gottes zu stellen, war für uns beide keine Frage. Besonders bedeutsam für mich ist dabei die Vorstellung, dass die Ehe das einzige Sakrament ist, das sich die Ehepartner gegenseitig in Gegenwart Gottes spenden. Zusammen überlegten wir, wie wir dies gestalten könnten, um ein gemeinsames Verständnis christlicher Ehe auszudrücken. Ich habe wirklich angefangen die Bibel bewusst zu lesen». Markus: «Feierlichkeit, feiner Humor und Musik bedeuteten uns wie die Auswahl der Zelebranten (Studienkollege Pater Richard Maria Kuchenbuch OSB und Pfarrer Hugo Gehring) sehr viel. Mit der Krypta des Klosters Münsterschwarzach fanden wir gleichzeitig unseren Wunsch- und künftigen Kraftort». Unseren festen Willen nach einem fortdauernden Fundament drückt der

Text «Vom Haus auf dem Felsen» (Mt 7,24-27) aus, das Stürme übersteht. Unsere Unterschiedlichkeit und gleichzeitige Lebensaufgabe verdeutlicht die von uns gewählte Überschrift zur kirchlichen Trauung: «Einen Menschen lieben bedeutet, ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat» (F.M. Dostojewski). Zum Zeichen, dass es immer wieder notwendig ist, aufeinander zu hören, zuzugehen und gemeinsam neu zu beginnen, wählten wir unsere Trauringe auf der Aussenseite leicht überlappend. Wir finden es bereichernd und wohltuend, uns sowohl an anspruchsvollen Tagen, als auch auf unseren gemeinsamen «Hoch-Zeiten» den spürbaren liebenden Hände Gottes anvertrauen zu dürfen, uns bei ihm geborgen zu wissen und darauf zu hoffen, dass er uns begleitet. Gerade in schwierigen Alltagssituationen versuchen wir uns auf die Worte der Predigt zurückzubesinnen: «Gemeinsam Eins-Sein und doch zwei bleiben».


Gott im Spitalalltag Sie erinnern sich vielleicht noch an einen Leserbrief im Landboten aus der Zeit der Umgestaltung unserer Spitalkirche vor 18 Jahren, in dem ein Schreiber die Frage stellte: 260 000 Franken für Gebete im Spital? Ursmar Wunderlin| Ich bin nach wie vor überzeugt, dass dies gut investiertes Geld gewesen ist und ich bin nach wie vor überzeugt, dass auch im Neubau des Spitals wieder ein Gottesdienstraum Platz finden muss. Denn nirgendwo sonst stehen wir so nahe an der Grenze zwischen dem Diesseits und dem Jenseits, so nahe bei Gott als in der Krankheit oder dem Sterben. Diese Erfahrung führt uns Seelsorgende oft ans Krankenbett, sei es zu einem Gespräch mit PatientInnen und/oder Angehörigen. Und diese Gespräche sind nicht oberflächliches Gerede, sie sind Auseinandersetzungen, wie sie Hiob mit Gott geführt hat über das «Warum ich? Was habe ich falsch gemacht in meinem Leben? Bin ich denn ein so viel schlechterer Mensch als die andern, die in den Tag hinein leben?» Die Antwort darauf kann nicht mit «Ja» und nicht mit «Nein» beantwortet werden. Dass meine Gebrechen sicher nicht Strafe Gottes sind, das ist das Einzige, was ich sicher sagen kann. Es sind Fragen, die wir uns im Laufe des Alltags, wenn alles rund läuft, gar nicht stellen oder denen wir ausweichen. Schon mancher Patient hat mir erzählt, dass er im Spital wieder beten gelernt habe. Und mancher hat auf dem Eintrittsblatt des Kantonsspitals die Frage nach einem Besuch der Seelsorge mit «Nein» beantwortet

und nachträglich dann doch einen Besuch gewünscht. Es ist gerechtfertigt, wenn jemand selber mit Gott ins Reine kommen möchte und kann – aber es ist auch keine Schande, wenn jemand sich nicht sicher ist und im Gespräch mit einer Vertrauensperson oder in religiösen Riten, Zeichen und Sakramenten die Nähe zu Gott erfahren möchte. Unsere Spitalkirche ist ganztags geöffnet für ein persönliches Gebet oder für einen Moment der Stille und Besinnung. Neu bieten wir Seelsorgende abwechselnd seit letztem Dezember jeweils am Dienstagnachmittag zwischen 13.30 und 15.00 Uhr in der Spitalkirche einen «Offenen Seelsorgetreff» an. Alle, die sich angesprochen fühlen, können an diesem Gespräch teilnehmen und ihre Sorgen oder Fragen einbringen. Neben dem Gottesdienst am Sonntag und dem Gespräch am Krankenbett soll dies eine weitere Möglichkeit sein, aus der Isolation des eigenen Schicksals herauszutreten und mit Mitmenschen sein Los erträglich zu machen. «Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag», schrieb Dietrich Bonhoeffer in seinem Weihnachtsbrief an seine Familie 1944 aus dem Konzentrationslager. Diese Aussage trifft aber auch auf uns zu, seien wir daheim, im Spital oder in einem Alters- oder Pflegeheim.

aus der Spitalseelsorge

Wozu brauchen wir Gott?

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Predigtreihe zur Fastenzeit

Thema der Gottesdienste während der Fastenzeit

«Wozu brauchen wir Gott?» «Geht es auch ohne Gott?» hat ein Beobachter-Artikel anfangs 2014 provokativ gefragt. Darin konnte man lesen, dass sich ganz viele Lebenssituationen auch ohne Bezug zu Gott leben und meistern lassen. In der Predigtreihe dieses Jahr überlegen wir, positiv formuliert, umgekehrt: Bei welchen Erfahrungen hilft der Glaube an Gott? Zunächst klingt unser Thema vielleicht etwas oberflächlich-zweckmässig: «Wozu brauchen wir Gott?» Aber in unserer Konsumgesellschaft wird oft der Wert einer Sache an ihrem Nutzen gemessen. Aufgabe der Predigten ist es, zum tieferen Sinn des Glaubens hinzuführen.

Welcher Weg führt zum Leben? Der Glaube an Gott ermutigt zu befreienden Schritten. Wie und wo kann gelebter Glaube im Handeln Folgen zeigen? 䡲 Prediger: Stefan Staubli, Pfarrer

Erster Fastensonntag, 21./22. Februar

Vierter Fastensonntag, 14./15. März – Suppensonntag

Wie können wir die Welt und uns Menschen verstehen? Der Schöpfungsglaube gibt allem einen Sinn. Ist die Welt nur aus Zufall entstanden und der Mensch nur ein Zellhaufen – oder gehören wir zu etwas Höherem? 䡲 Prediger: Hugo Gehring, Pfarrer

Darf ich sein? Der Glaube an Gott schenkt unbedingtes Angenommenund Geliebt-Sein. Wie können wir trotz aller schlimmen Erfahrungen noch zu uns und anderen stehen, wie können wir lieben? 䡲 Prediger: Andreas Jawork, Pastoralassistent (Sonntag um 19.30 Uhr: Taizéfeier ohne Predigt)

Zweiter Fastensonntag, 28. Februar/1. März Liegt im Sterben nicht der Anfang? Der Glaube an Gott eröffnet Hoffnung angesichts von Leid und Tod. Wie können wir das Wissen um unser Todesschicksal ertragen, wenn wir uns nicht im Ewigen beheimaten? 䡲 Prediger: Josef Annen, Generalvikar 12

Dritter Fastensonntag, 7./8. März

Fünfter Fastensonntag, 21./22. März Was hilft mir loszulassen? Der Glaube an Gott ermöglicht Vertrauen. Wie finden wir aus der Angst heraus? 䡲 Prediger: Stephan Schmidt, Pfarrer, Weil am Rhein


Johann Michael Haydn, Messe in C (Jubiläums-Messe)

Kirchenmusik an Ostern Öffnungszeiten

WochenendStube Ostern 䡲 䡲 䡲 䡲

Karfreitag, 16 – 20 Uhr Karsamstag, 16 – 20 Uhr Ostersonntag, 16 – 20 Uhr Ostermontag, 16 – 20 Uhr Auffahrt/Pfingsten

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Auffahrt, geschlossen Pfingstsamstag, 16 – 20 Uhr Pfingstsonntag, 16 – 20 Uhr Pfingstmontag, 16 – 20 Uhr

Hansueli Barmert| Johann Michael Haydn, der Bruder von Joseph Haydn, wurde 1782 zum Hof- und Domorganisten nach Salzburg berufen. Als Nachfolger von Wolfgang Amadeus Mozart komponierte er zum 1200-jährigen Bestehen des Bistums Salzburg die Messe in C oder «JubiläumsMesse». Hervorgerufen durch viele abwechslungsreiche Solo- und TuttiStellen und eine Orchesterbesetzung mit Streichern, Hörnern, Trompeten und Pauken, erscheint die Messe in festlichem, fröhlichen Charakter. In klassischer Leichtigkeit und mit österreichischem Charme gewandet sich dieses Jahr die österliche Auferstehung. Leonie Gloor (Sopran), Bettina Weder (Alt), Christof Breitenmoser (Tenor), Thomas Schudel (Bass), Hansueli Bamert (Orgel), Marielle Haag Studer (Leitung), ein Ad-hoc-Orchester und der Kirchenchor St. Peter und Paul sind die Ausführenden.

Im Festgottesdienst am Sonntag, 5. April um 9.30 Uhr wird die Messe in C von Johann Michael Haydn aufgeführt.

Taizé-Gebet Singen, Beten, Wort Gottes, Stille, Gemeinschaft Wann und wo: Jeden ersten Dienstag im Monat von 19.00 bis 20.00 Uhr, in der Krypta an der Tellstrasse 11a Was: Komm mit auf den Weg des Vertrauens! Wir singen Taizélieder und geben im Schweigen dem biblischen Wort eine Chance, uns anzusprechen. Wir entzünden Lichter der Hoffnung und des Friedens für alle Menschen. Wer: Wir freuen uns über Teilnehmende jeden Alters und jeder Konfession 13


Karwoche Ostergottesdienste

Spezielle Angebote zu Ostern

Besondere Gottesdienste Samstag, 28. März

Karfreitag, 3. April

䡲 18.00, Palmweihe, Eucharistiefeier

䡲 10.30, Eltern-Kind-Feier in der Marienkapelle, St. Ulrich, Thema: «Karfreitag» 䡲 15.00, Feier vom Leiden und Sterben unseres Herrn unter Mitwirkung des Kirchenchores

Palmsonntag, 29. März 䡲 9.30, Familiengottesdienst, Palmprozession, Mitwirkung Kinderchor, anschliessend Chilekafi im Pfarreiheim 䡲 11.15, Palmweihe, Eucharistiefeier 䡲 19.30, Palmweihe, Eucharistiefeier Montag, 30. März 䡲 15.00, Bussfeier in der Kirche St. Ulrich 䡲 20.00, Bussfeier in der Kirch St. Peter und Paul Hoher Donnerstag, 2. April 䡲 17.00, Kindergottesdienst im Pfarreiheim 䡲 20.00, Abendmahlsfeier, mit Gesängen der Kantorengruppe, stille Anbetung bis 22.00 Uhr

Karsamstag, 4. April 䡲 21.00, Auferstehungsfeier, Lichtfeier, Wortgottesdienst, Taufen, Eucharistiefeier, Mitwirkung von Kantoren Im Anschluss an die Osterfeier: Ostertrunk im Pfarreiheim Ostersonntag, 5. April 䡲 9.30, Festlicher Ostergottesdienst mit Kirchenchor und Orchester: Aufführung der Messe in C von Johann Michael Haydn 䡲 11.15, Eucharistiefeier mit Predigt 䡲 19.30, Eucharistiefeier mit Predigt

Beichtgelegenheiten 䡲 Karfreitag, 9.30 – 11.30 Uhr (mit auswärtigem Priester) 䡲 Karsamstag, 17.30 – 18.30 Uhr (mit Pfarrer Stefan Staubli)

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«Weniger für uns, genug für alle» odu| Gottes Schöpfung bewahren – damit alle leben können. Das Hungertuch des nigerianischen Künstlers Tony Nwachukwu stellt im unteren, linken Bildteil die Folgen der Umweltzerstörung und des Klimawandels in seinem Heimatland dar. Die gesamte Breite des oberen Bildteils nehmen drei zentrale Gestaltungselemente ein: die Schriftrolle als Symbol des Wortes Gottes, der lebenspendende Arm des Schöpfers und der von ihm ausgehende Geist in Gestalt der Taube. Schriftrolle und Taube bilden ein Kreuz. Es steht als Zeichen dafür, dass das Wort Gottes in Christus Mensch geworden ist. Unten rechts ist die Menschenfamilie auf der Erdkugel versammelt. Umgeben von einem sattgrünen Garten machen Vertreter aller Kontinente auf die Bedrohung unserer Lebensgrundlagen durch rücksichtslose Naturausbeutung aufmerksam. Die Dinge in ihren Händen weisen auf konkrete Probleme hin: verschmutzte und übernutzte Meere (Europäerin), Man-

gel an Nahrungsmitteln als Folge von Naturkatastrophen, ausgelöst durch den Klimawandel (Indio), zerstörter Lebensraum für Tiere infolge Abholzens der Regenwälder (Asiate), erschöpfte Energievorräte (Araber), Biopiraterie (Afrikanerin), Verlust der Artenvielfalt (Junge). In der Mitte steht die Osterkerze als Symbol für Christus, der sein Licht, seine Liebe zu den Schwachen, Armen und Ausgegrenzten bringt. Sehen und Handeln – der Slogan der Fastenopferkampagne will erreichen, dass wir genau hinsehen, auch hinter die Fassaden, und dass wir weltweite Zusammenhänge erkennen. Die christliche Botschaft ist klar: Die Erde als Schöpfung Gottes ist zwar auf uns Menschen hin geschaffen, aber sie gehört uns nicht. Gott hat sie uns nicht als Besitz, sondern als Lehen anvertraut. Wir tragen Verantwortung für die Schatztruhe. Soll nicht auf der einen Seite Überfluss und auf der andern Mangel herrschen, gilt: «Weniger für uns, genug für alle».

FastenopferKampagne

Hungertuch 2015: Gottes Schöpfung bewahren

Das Hungertuch finden Sie auf der folgenden Doppelseite.

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Gottes Schöpfung bewahren Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es. Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.

Genesis 1.29 – 31

Anna selbdritt von Lucas Cranach dem Älteren


Verabschiedung von Zita Haselbach am 11. Januar

St. Ulrich

Ein gelungenes Abschiedsfest

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«Leben ist Wande» So lautet das Jahresmotto unserer Pfarrei. Mit dem Abschied unserer Gemeindeleiterin Zita Haselbach wird das Thema besonders augenfällig. gio| Besser als Peter Allemann im «forum» (1/2015) kann man auf das Wirken und die Person Zita Haselbach nicht eingehen: «Päpste und Bischöfe kamen und gingen. Zita Haselbach blieb. Es herrscht Wehmut im Pferch von St.Ulrich bis hin zu den Schafböcken, da die beliebte Hirtin nun in Pension geht. Dass ihr zwanzigjähriges Wirken als Gemeindeleiterin auf dem Rosenberg zu Ende sein soll, können wir noch nicht so recht glauben. Und doch ist es so.» Respekt bekommt vor ihr, wer ihrem vielfältigen Wirken gerecht werden will. Hier nur so viel: Da ist ihre Sorge um die einzelnen Menschen, ob jung oder alt, in ihren Nöten. Diese Sorge machte sie neben ihrem persön-

lichen Einsatz zu einer treibenden Kraft im Aufbau des professionellen Sozialdienstes unserer Kirchgemeinde Winterthur. Konsequent und einfühlsam leistete sie den katholischen Beitrag zum hohen Stand der Ökumene in Veltheim. Ebenso sorgsam förderte sie das «Zusammenwohnen» der verschiedenen katholischen Sprachgruppen in St. Ulrich. Mit «afrikanischer» Geduld kämpfte sie hartnäckig (das konnte sie durchaus sein) und schlussendlich erfolgreich für die Sanierung der Gebäude von St. Ulrich. Die zwanzig Jahre waren im weiteren kirchlichen Umfeld schwierig. Das ging an ihr, der sensiblen Frau, nicht spurlos vorbei. Dafür, dass all die Ent-


Schöpfungszeit ❱ An den Abschiedsfeierlichkeiten von Zita Haselbach würdigte man ihren jahrelangen, unermüdlichen Einsatz in der Pfarrei St. Ulrich

St. Ulrich

täuschungen sie nicht resignieren liessen, sind wir besonders dankbar. Und dafür, dass in St. Ulrich auf dem Rosenberg – hoffentlich noch lange – die Eucharistie gefeiert wird. «Auf eine gute Zeit, liebe Zita!» Nach dem Rücktritt von Pfarrer Walter Brander versuchten wir mit Aushilfspriestern weiterzukommen. Bis zu einem gewissen Grad gelang das auch. Aber es fehlte eine echte Bezugsperson. In dieser Situation

empfahl uns Josef Annen, damals Pfarrer von St. Peter und Paul, seine Mitarbeiterin Zita Haselbach als Gemeindeleiterin. Die Pfarrwahlkommission stimmte dem Vorschlag zu. Aber Zita Haselbach wurde in St. Ulrich nicht von allen mit offenen Armen empfangen. Sie musste sich ihren Platz erarbeiten und erkämpfen. Als Pfarreiratspräsident habe ich mit Zita Haselbach zwanzig Jahre lang zusammengearbeitet. Dabei habe ich eine Frau kennen gelernt, die sich bis an ihre Grenzen und oft darüber hinaus verausgabte. Mein Respekt ist von Jahr zu Jahr gewachsen. Sie machte es sich nie leicht. Hinter all ihrem Tun steckte Sinn. Ihre Fähigkeit, Leute zu motivieren, war sprichwörtlich. Mann/Frau konnte ihr einfach nicht «Nein» sagen. Es fehlten die Ausreden. Zita Haselbach kannte die Stärken ihrer Pappenheimer und setzte sie zu gegebener Zeit geschickt ein. Damit baute sie sich ein Netzwerk auf, das ihr über schwierige Situationen hinweghalf. Zudem war unser Pfarradministrator Pfarrer Hugo Gehring ihr in allen Anliegen eine grosse Stütze und ein kluger und wohlwollender Ratgeber.

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Verabschiedung von Zita Haselbach am 11. Januar

St. Ulrich

Die Amtseinsetzung von Marcus Scholten als neuen Gemeindeleiter ist auf Sonntag, 10 Mai, geplant.

Am Sonntag, 11. Januar, war der Tag der Verabschiedung von Zita Haselbach. Pfarrer Hugo Gehring feierte den Gottesdienst als Erntedankfest mitten im Winter. Und Zita Haselbach durfte ernten. Die reichgefüllte Früchteschale beim Altar war ein sichtbares Symbol dafür. Die Seelsorgenden der fremdsprachigen Gruppierungen in unserer Pfarrei brachten zudem aus ihren Ländern typische Früchte mit. Wie vor 20 Jahren stand im Altarraum ein Knorrhaselstrauch, der mit bunten Papierblüten verziert war. Sie enthielten

Termine der Pfarrei St. Ulrich

Kalendarium Februar 18 22 24 25

Mittwoch Sonntag Dienstag Mittwoch

28 Samstag 20

all die guten Gedanken und Wünsche von freiwillig Mitarbeitenden für den Ruhestand von Zita Haselbach. Sogar ein für sie komponiertes, ihren Namen tragendes Gitarrenstück, wurde gespielt. Beim anschliessenden Apéro ging es hoch zu und her. Da wurde gegessen, getrunken, geplaudert und es wurden Ansprachen gehalten. In Fülle wurden originelle Geschenke überreicht. Zum Schlusslied einer portugiesischen Gesangsgruppe gab es eine Polonaise durch den Saal. Ein fröhlicher und gewiss gelungener Ausklang.

Aschermittwochsgottesdienst, 19.00 Erster Fastensonntag, Familiengottesdienst, 9.30 Vältemer Frauentreff, Pfarreiheim St. Ulrich, 9.00 Krankensalbung für Betagte und alle Pfarreimitglieder, die dieses Stärkungssakrament empfangen möchten, Altersheim Rosental, 10.00 Ökumenischer Fastenzmittag, reformiertes Kirchgemeindehaus, Feldstrasse 6, 12.00


März 4 Mittwoch 6 Freitag 14 Samstag 22 Sonntag 24 Dienstag 29 Sonntag 30 Montag

Seniorennachmittag, Kirche St. Ulrich, 14.30 Weltgebetstag, reformierte Kirche Rosenberg, 19.00 Rosenverkauf zugunsten Fastenopfer, Einkaufszentrum Rosenberg Fünfter Fastensonntag, anschliessend Pfarreiversammlung, 9.30 Vältemer Frauentreff, Pfarreiheim St. Ulrich, 9.00 Palmsonntag, Familiengottesdienst mit Palmweihe, 9.30 Bussfeier, Kirche St. Ulrich, 15.00

April 2 3

Donnerstag Karfreitag

5 6 8 19

Ostersonntag Ostermontag Mittwoch Sonntag

St. Ulrich

Termine der Pfarrei St. Ulrich

Abendmahlsfeier, 20.00 䡲 Kinderfeier in der Marienkapelle, 10.30 䡲 Feier vom Leiden und Sterben Christi, Kirche, 15.00 Auferstehungsgottesdienst, 6.00, anschliessend Frühstück Gottesdienst mit der Gemeinde, Altersheim Rosental, 10.00 Seniorennachmittag, Pfarreiheim St. Peter und Paul, 14.30 Familiengottesdienst mit Erstkommunion, 9.30

Mai 6 Mittwoch 10 Sonntag

Maiausflug zum Kloster Fahr für SeniorInnen Einsetzungsgottesdienst für Gemeindeleiter Marcus Scholten, 9.30 14 Auffahrt, Familiengottesdienst auf dem Güetli, 11.00 24 Pfingstsonntag Festgottesdienst, 9.30 25 Pfingstmontag Gottesdienst mit der Gemeinde, Altersheim Rosental, 10.00 26 Dienstag Vältemer Frauentreff, Pfarreiheim St. Ulrich, 9.00 28 Donnerstag Lese- und Buchabend der Frauengruppe, 18.00

Juni 7 14 27 28 30

Sonntag Sonntag Samstag Sonntag Dienstag

Familiengottesdienst, HGU-Abschluss, 9.30 Firmung, Jugendgottesdienst, 9.30 bis Freitag, 3. Juli Seniorenferien in Flims Patrozinium in St. Peter und Paul, wir sind eingeladen, 9.30 Vältemer Frauentreff, Pfarreiheim St. Ulrich, 9.00 21


Warum ist ein gläubiger Christ in der Kirchenpflege?

Die Kirchenpflege stellt die Gretchenfrage

Wozu brauchen wir Gott?

Frohgemut bauen am Reich Gottes, Handwerker am Basler Münster

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Peter Allemann| «Nein, eine Kirche kann weder allein als Arbeitgeber noch als Stütze des Sozialsystems ernst genommen werden, sondern nur als Glaubensgemeinschaft. Und genau das, die gemeinsamen Glaubensinhalte, hat sich weitgehend in Luft aufgelöst.» So Markus Günther in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 29.12.2014 (faz.net). Nur ein Drittel der Deutschen würden an die Auferstehung Christi glauben, während doch zwei Drittel formell Christen seien. 60 Prozent der Gläubigen glaubten nicht an ein ewiges Leben. Der Glaube an Ufos sei grösser als ans Jüngste Gericht. Schweizer Umfrageergebnisse tönen ähnlich. 23 Prozent würden zu den «institutionellen» Katholiken gehören. Zu jenen, die die Kerngemeinden bilden und denen Glauben und Praxis viel bedeuten. Wobei auch unter den Institutionellen eine erstaunliche Vielfalt in der Glaubenshaltung herrsche. Satte 66 Prozent seien den «Distanzierten», denen die Konfessionszugehörigkeit im Leben nicht viel oder gar nichts bedeutet, zuzurechnen. (Bericht «Religiosität in der modernen Welt», Lausanne 2011). Der Tatbeweis: «Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?» fragt Goethes Gretchen den Heinrich Faust. Vor dieser Frage stehen auch die Mitglieder der Kirchenpflege. So wie Faust werden sie allerdings nicht ins Verhör genommen. Sie stammen wohl meist aus

der kirchennahen Minderheit. Und, was wichtig ist, sie leisten überzeugenden Tatbeweis. Sie opfern jahrelang Zeit und strapazieren mitunter ihre Nerven. Sie sichern die materiellen Voraussetzungen, damit Liturgie, Diakonie und Verkündigung leben können. Ihr Tätigsein ist Beweis dafür, dass sie an die Sendung der Kirche glauben. Dabei können sie auch dramatische Umfrageergebnisse nicht ins Bockshorn jagen. Ebenso wenig abwertende Reaktionen von aussen und innen. Und wenn sie im Laufe ihrer Tätigkeit auf den Geschmack kommen, wie faszinierend eigentlich der christliche Glaube katholischer Prägung ist, dann umso besser. Besser für die Glaubensgemeinschaft, die dann blüht, wenn sie glaubt, hofft und liebt.


Gemeinsame Weiterbildung Alice Bosshard-Walt| Ist der Pfarreirat auf dem richtigen Weg? Diese Frage stellte sich schon auf dem Weg ins Bildungszentrum Neu-Schönstatt. Das letzte Stück zu Fuss vom Bahnhof Unterterzen hinauf nach Quarten über einen Wiesenpfad war nicht leicht zu finden im Dunkel des Novemberabends. Impulse für das Pfarreileben und deren Umsetzung Bernd Kopp, Leiter der Stelle für Kirchliche Gemeindeberatung und Supervision im Generalvikariat Zürich, begleitete unsere Weiterbildung vom Freitagabend bis am Samstagnachmittag (14./15. November). Als Einstieg informierte er über das konfessionelle und religiöse Profil der Schweizer Bevölkerung, erstellt im Jahr 2011. Zum Apostolischen Schreiben von Papst Franziskus «Die Freude des Evangeliums» hat Bernd Kopp eine Sammlung von pointierten und herausforderungsorientierten Zitaten zusammengestellt: «Gläubige in heutiger Gesellschaft», «Freude in der Hingabe», «Christus im Neuen», «neues päpstliches Amtsverständnis – Dezentralisierung», «Dynamik des Aufbruchs»… Warum bin ich im Pfarreirat? Wir erklärten die persönlichen Gründe zu unserem Engagement in der Pfarrei und überlegten, was für jedeN an erster Stelle steht: Ist es die persönliche Begegnung mit Gott (wie Moses beim Dornbusch), spüre ich den Auftrag, christliche Grundsätze zu leben und

weiterzugeben oder sind es Perspektiven wie Friede, Gerechtigkeit und Erhaltung von Lebensgrundlagen, die zu Aufbruch führen. In drei Gruppen wurde diskutiert, wie diese Schwerpunkte in unseren Pfarreien umgesetzt werden könnten. Auf einer Führung durch das grosse, neu gebauten Bildungszentrum wurden wir über die Schönstatt-Bewegung, ihre Geschichte und Spiritualität informiert. Peter Quan, Präsident des Pfarreirats von St. Ulrich und verbunden mit dieser Bewegung, verfasste die ausführliche Einladung zur diesjährigen Weiterbildung, gestaltete für den Seminarraum Namenzettel mit je einem Zitat von Pater Josef Kentenich (1885 – 1968), dem Gründer der Schönstatt-Bewegung und lud uns ins sogenannte Heiligtum, die kleine Marienkapelle, zum Abendgebet ein. In guter Erinnerung bleiben sicher der Gottesdienst in der schlichten Hauskapelle mit einem «Bibelteilen» über das Gleichnis vom anvertrauten Geld im Matthäus-Evangelium (25,14-30) und die Begegnungen untereinander. Erst auf dem Heimweg vom wunderschön über dem Walensee gelegenen Bildungszentrum beendete der Regen die zwei schönen, spätherbstlichen Tage im Sarganserland.

aus dem Pfarreirat

Pfarreiräte St. Ulrich und St. Peter und Paul

❱ Die Pfarreiräte St. Ulrich und St. Peter und Paul verbrachten im November gemeinsame Weiterbildungstage in Quarten.


Adventsaktion zu Gunsten der SFS Schule in Basar

Pfarreifest für einen guten Zweck

Die Adventsaktion war ein Erfolg

Ueli Brüll| Wir können es vorausnehmen: Der Adventsaktion war auch diesmal ein grosser Erfolg beschieden. Unter einem Himmel, der den Aktiven am Sponsorenlauf wohlgesinnt war und sie trocken ins Ziel kommen liess, entwickelte sich eine heitere, gelöste Stimmung. Die Information über das von Pater Sunny geförderte Schulprojekt in Nordostindien fand ebenso Anklang wie das hervorragende indische Menu, die Vorführung typischer indischer Tänze und natürlich der Wettbewerb, bei dem es darum ging, die höchste Rundenzahl des Sponsorenlaufes zu erraten. Als glücklich erwies sich auch der Entscheid, den Anlass auf den Sonntag zu konzentrieren und den Sponsorenlauf mit einer Route zwischen Pfarreiheim und Kirche in das Fest zu integrieren.

Auch finanziell darf sich das Ergebnis sehen lassen: Nach Eingang aller Sponsorenzusagen werden wir Fr. 13 898.80 zugunsten der SFS School in Basar überweisen können. Es ist wunderbar, zu erleben, dass dem Einsatz zahlreicher freiwillig Mitarbeitenden beim Kranzflechten, Kuchenbacken, in der Küche und in der Organisation durch ein positives Echo Wertschätzung entgegengebracht wird. Ein besonderer Dank geht an Walter Okle und Heidi und Heinz Schmid, die durch ihre tatkräftige Mithilfe über viele Jahre hinweg diesen Anlass möglich gemacht haben.


Jugendliche aus St. Peter und Paul in Prag

Europäisches Jugendtreffen Was machen Jugendliche der Pfarrei St. Peter und Paul zum Jahreswechsel in Prag? Neujahr zu feiern und eine der schönsten osteuropäischen Städte zu geniessen, war nicht der alleinige Grund. aja| Zu zehnt mit weiteren gut hundert Jugendlichen aus der Schweiz sind wir am 28. Dezember mit dem Nachtzug nach Prag gereist. Aber nicht nur wir, sondern mit uns kamen ca. 30 000 Jugendliche aus ganz Europa, um an einem Treffen teilzunehmen, welches jährlich von den Brüdern aus Taizé organisiert wird. Der Gemeinschaft von Taizé ist es ein Anliegen am Frieden für Europa, für die Erde mitzubauen. Ihr Gründer Frère Roger hatte während des zweiten Weltkriegs viele Kriegsflüchtlinge beherbergt und war nach dem Krieg Kriegswaisen und Kriegsgefangenen beigestanden. Aus dieser Erfahrung heraus wurden von ihm und seiner Gemeinschaft in Taizé die Europäischen Jugendtreffen unter dem Leitwort «Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde» ins Leben gerufen. Ein Ziel ist es, die Jugend Europas und der Erde miteinander vertraut zu machen, in ihnen die Freude am Frieden und Leben zu stärken. Die Tage in Prag waren für uns intensiv und von den verschiedensten Eindrücken geprägt. Untergebracht waren wir in Schulen. Viele der Teilnehmenden fanden jedoch auch eine Gastfamilie, die sie beherbergten. Auch ein Teil unserer Gruppe konnte am Neujahr in einer Familie zu Gast sein. Das Erleben von Gastfreundschaft ist eine wichtige Erfahrung, die

das gegenseitige Vertrauen stärkt. Freiwillig halfen wir mit bei der Essensausgabe für etwa 30 000 Jugendliche. Erstaunlich war, wieviel Freude uns dies bereitete und wie tief uns die Dankbarkeit anderer Teilnehmenden für etwas Warmes zu essen und zu trinken berührte. Das gemeinsame Gebet und die Taizé-Gesänge mit verschiedensten Jugendlichen für Vertrauen, Frieden und Gemeinschaft waren etwas Besonderes an diesem Ort. Prag, eine Stadt, die durch das jüdische Viertel Zeugnis gibt vom Schlimmsten, was Menschen anderen antun können und doch gleichzeitig mit der John-Lennon-Wall einen zutiefst spirituellen Ort der Versöhnung und des Friedens beherbergt. In diesen fünf Tagen wurden uns viele nachhaltige und gute Erfahrungen geschenkt, es war für einige der bewegendste Jahreswechsel seit langem.

❱ Jugendliche aus St. Peter und Paul verbrachten den Jahreswechsel in Prag am Europäischen Jugendtreffen der TaizéGemeinschaft

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Kinderfasnacht am 15. Februar

Auf dem Piratenschiff aja| Liebe Kinder, herzliche Einladung zur Kinderfasnacht im Pfarreiheim St. Peter und Paul. Lasst uns am Sonntag, 15. Februar, von 14.30 bis 17.00 Uhr in See stechen und an Deck unseres alten Piratenschiffs, fröhlich, ausgelassen und dankbar feiern. Falls du allein oder mit deinen Freunden noch etwas zum Willst du etwas zum bunten Piraten- bunten Piratenprogramm beitragen

möchtest, melde dich beim ersten Offizier an Bord. Natürlich sind auch Eltern herzlich willkommen, insbesondere die Eltern von Kleinkindern. Wie ihr es euch denken könnt, so jauchzen wir Kinder lauter und springen höher, wenn es Leckeres für unsere hungrigen Bäuche gibt. Daher darf Gesundes und Süsses mit an Deck gebracht werden.

programm beitragen, dann melde dich beim ersten Offizier an Bord

Am Samstag nach Pfingsten: 30. Mai

Gemeinsamer Gottesdienst und Treffpunkt in St. Urban hug| Fast schon Tradition geworden ist der gemeinsame Gottesdienst aller Winterthurer katholischen Pfarreien am Samstag nach Pfingsten, diesmal am 30. Mai. Als Ort dafür bietet sich dieses Jahr das renovierte und im letzten Herbst wieder eröffnete Pfarreizentrum St. Urban in Seen an. Dort sind alle zum einzigen Vorabendgot-

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tesdienst in der Stadt auf 18.00 Uhr eingeladen. Da die Kirche St. Urban in örtlicher Verbindung zum gleichnamigen Seniorenzentrum steht, hat die Spurgruppe als Thema für das Nachmittagsprogramm gewählt: «Erfolgreich altern – erfolgreich sterben». Dazu gibt es ein interessantes Podiumsgespräch sowie eine Reihe anschliessender Workshops. Anfänglich hiess diese Veranstaltung «Zukunftswerkstatt», dann «Treffpunkt Zukunft». Doch da es dabei nicht immer ausdrücklich um «Zukunft» geht, wird eine Änderung dieser Bezeichnung in Erwägung gezogen – warum nicht «Treffpunkt ‹k› » (für katholisch)?


Weltgebetstag am 6. März

«Begreift ihr, was ich an euch getan habe?» Patrizia Quattrini Mosca| Im Zentrum des diesjährigen Weltgebetstags stehen die Bahamas, ein Inselstaat im Atlantik mit über 700 Inseln. Die Bahamas sind von grosser Schönheit. Die starken Farben der Natur widerspiegeln sich im Gottesdienst und im Titelbild der Liturgie, das «Blessed» (gesegnet) heisst. Die Künstlerin Chantal E. Y. Bethel sagt dazu: «Blessed illustriert die Bahamas durch unseren Nationalvogel, den Flamingo. Es illustriert auch unsere Segnung, die wir mit der Welt jenseits des Ozeans teilen. Die Flamingos verbeugen sich vor den Füssen Christi. In dieser Geste der Unterordnung ist Vergebung, Friede und Liebe.» Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füsse gewaschen hatte, fragte er sie: «Begreift ihr, was ich an euch getan habe?» Mit dieser Frage hat sich das Weltgebetstagskomitee der Bahamas auseinandergesetzt und die grenzenlose und allumfassende Liebe Gottes zum Thema der Liturgie 2015 gemacht. Wir laden alle Interessierten herzlich ein zur Weltgebetstags-Feier am Freitag, 6. März 2015 um 19.00 Uhr in der reformierten Stadtkirche Winterthur.

❱ «Blessed» Titelbild der Liturgie am Weltgebetstag 2015

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Unterwegs am 14. Mai

Pfarreiausflug an Auffahrt aja| Über viele Jahre haben Walter Hercigonja und Otte Dudle spannende und frohe Ausflüge an Auffahrt für unsere Pfarrei organisiert – dafür euch beiden auch an dieser Stelle herzlichen Dank. Nun ist es Zeit für einen Wechsel in der Vorbereitungsgruppe. So ist es gelungen, für dieses Jahr ein neues kleines Team zu finden, welches den

Pfarreiausflug plant. Wir vom Team (Elisabeth Trüb, Willy Germann, Marcello Mosca und Andreas Jawork) können euch zwar noch nicht verraten, wohin es geht, da sind wir noch genauso gespannt wie ihr. Was wir aber sagen können, ist, dass wir uns schon heute freuen, mit euch an Auffahrt Neues zu entdecken und gemeinsam unterwegs zu sein.

Chorkonzert der Ehemaligen Am vierten Fastensonntag vor dem Suppenzmittag

Pfarreiversammlung hug| Alle drei Jahre soll der Pfarreirat gewählt bzw. wiedergewählt werden. Dazu wird jeweils eine Pfarreiversammlung einberufen. Dies geschieht in diesem Jahr am vierten Fastensonntag, dem 15. März, nach dem Gottesdienst von 9.30 Uhr, etwa um 10.45 Uhr im Pfarreiheim. Dabei wird auch zum Thema der Fastenzeit informiert. Anschliessend findet um etwa 12.15 Uhr der in der Fastenzeit übliche Suppenzmittag statt, den uns die Kolpingfamilie zubereitet. Herzliche Einladung!

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Musikalische Weltreise Hansueli Bamert| Am Dienstag, 24. März um 20.00 Uhr findet im Pfarreiheim St. Peter und Paul ein ganz besonderes Konzert statt. Nachdem das auf letzten November geplante Konzert doch mehr Vorbereitungszeit als erwartet in Anspruch genommen hat, führt nun der Chor ehemaliger Kinder- und Jugendchormitglieder sein Liederprogramm zum «Frühlingserwachen» auf. Zu hören sein wird ein abwechslungsreiches Programm mit Popularmusik aus aller Welt. Hits von bekannten Gruppen wie The Wise Guys, The King Singers, Abba, The Real Group, etc. werden in jugendlich schwungvoller Manier vorgetragen. Begleitet wird der Chor von einem Instrumentalensemble. Wir freuen uns sehr auf eine grosse Zuhörerschaft.


Im Rahmen des Kirchenklangfestes «Cantars»

Kids und Teens singen in der reformierten Stadtkirche Hansueli Bamert| Ein besonderes Chorereignis findet zum Frühlingsanfang am 21. März von 12.00 Uhr bis Mitternacht in der reformierten Stadtkirche Winterthur statt. Zu jeder vollen Stunde wird ein Kinderoder Jugendchor auftreten und mit einem eigenen Programm die Zuhörerschaft in den Bann ziehen. Chöre von Winterthur und Umgebung nehmen bei diesem Projekt ebenso teil, wie Chöre aus Schaffhausen, Kon-

stanz, Chur, Zürich, etc. Kurz: Ein grosses Kinder- und Jugendchorfest steht an. Um 16.00 Uhr wird es ein offenes Singen geben, anlässlich dessen auch der Kinderchor St. Peter und Paul mitwirken wird. Dieser Anlass steht im Zeichen des gesamtschweizerischen Kirchenklangfestes «Cantars», das zwischen März und Juli zu über 30 solcher Anlässe in Schweizer Kirchen einlädt.

Voranzeige der Ferien für SeniorInnen

SeniorInnen sind eingeladen Monika Schmid-Müller| In diesem Jahr finden die traditionellen Ferien für Seniorinnen und Senioren vom Samstag, 27. Juni bis Freitag, 3. Juli, im Hotel Cresta in Flims-Waldhaus statt. Flims hat zahlreiche Naturschönheiten zu bieten, wie die imposante Rheinschlucht, den tiefblaue Caumasee, das Unesco-Welterbe Tektonikarena Sardona und anderes mehr. Flims-Waldhaus ist sehr gut gelegen für kleinere Spaziergänge in der nahen Umgebung. Zum Hotel Cresta gehört ein grosser Park, welcher zum Verweilen einlädt. Ebenso gibt es viele Möglichkeiten für Wanderungen

(mit und ohne Bergbahnen) in die höheren Regionen. Streichen Sie die obigen Daten in Ihrer Agenda schon heute rot an. Sobald die Ausschreibung mit Anmeldetalon vorliegt, werden wir Sie im «forum» informieren.

❱ Jetzt Datum für Ferienwoche vom 27. Juni bis 3. Juli in Flims-Waldhaus reservieren

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Mitarbeitendenessen am 23. Januar

Gelungener Dankeschönabend ❱ Willy Germann stellte die neuen Bilder fürs Pfarreiheim vor

aho| Traditionellerweise waren im Januar alle freiwillig Mitarbeitenden ins Pfarreiheim zu einem feinen Abendessen, angeregtem Austauschen und

einem überraschungsvollen «Showblock» eingeladen. Wie Hugo Gehring erläuterte, sind auch dieses Jahr wieder rund 100 Personen der Einladung ins Pfarreiheim gefolgt. Er ist sehr dankbar für diesen grossen Stamm an sich für die Glaubensgemeinschaft St. Peter und Paul Engagierenden. Den Unterhaltungsteil gestaltete Willy Germann, einer unserer Pfarreiräte, dessen grosse Passion das Fotografieren ist. Er hat die Bilder, die neu in den Pfarreiheimzimmern im Untergeschoss zu bestaunen sind, kreiert und mit Musik und Texten untermalt den Anwesenden vorgestellt.

Kalendarium Februar 15 Sonntag 16 Montag 18 Mittwoch

Kinderfasnachts-Nachmittag, 14.30 – 17.00, Pfarreiheim PP Zweiter Elternabend Erstkommunion, 20.00, Pfarreiheim Aschermittwoch, Gottesdienste 8.30 und 19.30, Austeilung der Asche

März 4

Mittwoch

6 7 9 11

Freitag Samstag Montag Freitag

14 Samstag

䡲 Seniorennachmittag, 14.30, Ikonen, Kirche St. Ulrich 䡲 Albaniclub: Vortrag von Frau Dr. Eva Baumann-Neuhaus, Soziologin «Religiosität in der Schweiz – mögliche Trends?», 19.30, Pfarreiheim PP Weltgebetstag, «Bahamas», 19.00, reformierte Stadtkirche Erlebnismorgen der ErstkommunikantInnen Frauen PP, Generalversammlung, 18.30, Pfarreiheim 䡲 Frauengottesdienst, 8.30, anschliessend Kaffee im Pfarreiheim 䡲 Filmkafi am Nachmittag mit anschliessender Diskussion Rosenverkauf zugunsten des Fastenopfers


16 Montag 18 Mittwoch 21 Samstag 24 Dienstag 25 Mittwoch 29 Sonntag 30 Montag 31 Dienstag

䡲 Pfarreiversammlung, ca. 10.45, anschliessend Suppenzmittag, 12.15, Pfarreiheim 䡲 Eltern-Kind-Feier, Thema: «Weniger für uns, genug für alle», 11.00, Krypta, anschliessend Suppenzmittag FamA, Frauen PP, Osterhasen giessen, 17.00 und 19.00 Uhr, Confiserie Splendid, Turbenthal Frauen PP, Nachmittagswanderung Bülach-Petersboden Ehevorbereitungskurs, 8.30-16.30, Pfarreiheim Chorkonzert der Ehemaligen: «Musikalische Weltreise», 20.00, Pfarreiheim Frauen PP, Schüssler-Salze, Einführung: Marianne Zahnd, 19.30, Pfarreiheim Palmsonntag, 9.30, Familiengottesdienst, anschl. Chilekafi Bussfeier, 15.00, in St. Ulrich, 20.00, in St. Peter und Paul Versöhnungsfeier der dritten Oberstufe, 19.00

Kalendarium

15 Sonntag

April 2

Donnerstag 䡲 䡲 Freitag 䡲 䡲

Abendmahlfeier für Kinder, 17.00, Pfarreiheim Abendmahlfeier, 20.00, mit stiller Anbetung bis 22.00 3 Eltern-Kind-Karfreitag-Feier, 10.30, St. Ulrich Karfreitagsliturgie, 15.00, Gesänge aus Renaissance und Gregorianik 4 Samstag Auferstehungsfeier, 21.00, Kirche, anschliessend Ostertrunk 5 Sonntag 䡲 Ostern, Festgottesdienst, 9.30, Kirchenchor, Johann Michael Haydn, Messe in C 䡲 11.15, Eucharistiefeier 䡲 19.30 Eucharistiefeier 8 Mittwoch 䡲 Frauengottesdienst, 8.30, anschliessend Kaffee, Pfarreiheim 䡲 Seniorennachmittag, 14.30, Pfarreiheim PP, Mönche und Nonnen im mittelalterlichen Winterthur 10 Freitag Kirchenchor St. Peter und Paul, Generalversammlung, 18.00, Pfarreiheim 11 Samstag FamA, Frauen PP, «Im Frühtau zu Berge, wir geh’n fallera…», zu Fuss den Sonnenaufgang über Winterthur geniessen 12 Sonntag Erstkommunion, 9.30, Kirche 15 Mittwoch Frauen PP, Nachmittagswanderung 16 Donnerstag Frauen PP, Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag, 19.30, Pfarreiheim 28.4. – 1.5. Donnerstag – Sonntag: Firmreise nach Paris

❱ Termine Schulferien Fasnachtsmontag: 23. Februar Sportferien: 31. Januar bis 15. Februar Osterfeiertage: 3. April bis 6. April Frühlingsferien: 18. April bis 3. Mai Auffartswochenende: 14. Mai bis 17. Mai Pfingsten: 24./25. Mai

aktuelle Termine www.peterundpaul.ch

Fortsetzung siehe Rückseite31


AZB 8400 Winterthur

❱ Treffpunkte Taizé-Gottesdienst 15.2. | 15.3. | 19.4. 17.5. | 21.6. (Kirche, 19.30)

Kalendarium

Bitte nachsenden. Neue Adresse nicht melden.

Taizé-Gebet 3.3. | 7.4 | 5.5. | 2.6. (Krypta, 19.00 – 20.00)

Bibelteilen 7.3. | 2.5. | 6.6. (Pfarreiheim, 9.00 – 10.00) Exerzitien im Alltag 26.2. | 5.3. | 12.3. 19.3. | 26.3 (Krypta, 14.00 – 15.30, 19.30 – 21.00) Maiandachten 5.5. | 12.5. | 19.5. | 26.5. (Kirche, 19.00) Handarbeitstreff 24.2. | 31.3. | 28.4. | 26.5. (Pfarreiheim, 14.00 –16.00) Meditatives Kreistanzen 18.2. | 23.3. | 27.5. (Pfarreiheim, 20.15 – 21.45) Jassnachmittage 2.2. | 16.2. | 2.3. | 16.3. 30.3. | 13.4. | 27.4. | 11.5. 1.6. | 15.6. | 29.6. (Pfarreiheim, 13.30) Zischtigzmittag Restaurant Bodega (jeweils 12.00) aktuelle Termine www.peterundpaul.ch

Fortsetzung von Seite 31

Mai 6 10 13 14

Mittwoch Sonntag Mittwoch Donnerstag

27 Mittwoch 30 Samstag

31 Sonntag

Maiausflug ins Kloster Fahr für Seniorinnen und Senioren Eltern-Kind-Feier, Thema: «Frühling», 10.00, Krypta Filmkafi am Nachmittag mit anschliessender Diskussion Auffahrt, Pfarreiausflug mit der Eltern-Kind-Feier-Gruppe, Gottesdienst, 11.00, Mitwirken des Kirchenchors Frauen PP, Tagesausflug nach Solothurn, Verenaschlucht, Maiandacht 䡲 Versöhnungsweg der vierten Klassen, ganztags, Kirche und Pfarreiheim 䡲 «Treffpunkt Zukunft», 18.00, Gottesdienst in St. Urban (18.00 in PP entfällt) Firmung mit Weihbischof Marian Eleganti, 9.30

Juni 2 7 10 13 14 17 21

Dienstag Sonntag Mittwoch Samstag Sonntag Mittwoch Sonntag

27.6. – 3.7. 24 Mittwoch 28 Sonntag

30 Dienstag

Kirchgemeindeversammlung, 20.00, Pfarreiheim HGU-Abschlussgottesdienst, 11.15, anschliessend Apéro Frauengottesdienst 8.30, anschliessend Kaffee, Pfarreiheim Ehevorbereitungskurs, 8.30 – 16.30, Pfarreiheim PP Kinderchormusical, «S’brav Tüfeli», 17.00, Pfarreiheim Frauen PP, Tageswanderung FamA, Frauen PP, Sommersonnenwendefest, 19.30, Wald oder Pfarreiheim Samstag – Freitag: Seniorenferien in Flims-Waldhaus, Hotel Cresta Katechetischer Nachmittag, 14.00-17.00, Pfarreiheim 䡲 Patrozinium, 9.30 mit Gästen aus St. Ulrich, Mitwirken von Kirchenchor und Kantorei, anschliessend Apéro 䡲 Eltern-Kind-Feier, Thema: «Labyrinth», 10.00, Krypta 䡲 Ökumenischer Gottesdienst mit Albanimahl, 11.00, am Albanifest, (11.15 in PP entfällt) Kinder- und Jugendchor, Sommerserenade, 20.00, Pfarreiheim


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