Kirche findet Stadt( Stadt(t) Februar – Juni 2012
Pfarreibulletin St. Peter und Paul
Editorial
Liebe Leserin Lieber Leser Pfarreibulletin 106
❱ Impressum Herausgeber Pfarrei St. Peter und Paul, Winterthur Auflage 2600 Exemplare EmpfängerInnen Angehörige der Pfarrei Redaktion / Gestaltung Otto Dudle |odu Hugo Gehring |hug Andrea Holenstein |aho Rainer Holenstein |rho Markus Kissner |mak Walter Okle |wok Stefan Staubli |sts Redaktionsadresse Andrea Holenstein Lärchenstrasse 34 8400 Winterthur Telefon: 052 203 11 81 Mail: andrea.holenstein @greenmail.ch PC-Nr. 84-44650-2 Adressverwaltung Pfarramt St. Peter & Paul Tellstrasse 7 8400 Winterthur Telefon: 052 269 03 70 Druck und Versand Sailer Druck GmbH Technikumstrasse 12 – 14 8402 Winterthur Erscheinung viermal jährlich
Wie findet man ein Motto, das zum 150-Jahre-Jubiläum der römisch-katholischen Kirchgemeinde Winterthur und der Pfarrei St. Peter und Paul passt? Das zudem den Anlässen in diesem Zusammenhang eine inhaltliche Orientierung geben kann? Wir haben im Pfarreirat Vorschläge gesammelt, diese der Vorständekonferenz vorgelegt und sie im Seelsorgeteam und im Fest-OK besprochen. Zur Auswahl standen: «zur Mitte finden», «geprägt und offen», «die Zukunft bewahren», «Freude und Hoffnung», «aus Wurzeln wachsen», «aufbrechen». Entschieden haben wir uns für «Kirche findet Stadt(t)», eine Formulierung, die als Titel einer Ansprache von Altbischof Franz Kamphaus steht (siehe Seite 3). Dieses Leitwort hat Gefallen gefunden, weil es nicht triumphalistisch klingt, was unserer derzeitigen Kirchensituation sicher unangemessen wäre, sondern schlicht zwei Tatsachen festhält: Seit der Gründung der Kirchgemeinde und Pfarrei findet in Winterthur die katholische Kirche real statt. Und sie befindet sich in einer Stadt, zu deren Leben und Gestaltung sie durch ihr Vorhandensein beiträgt, von der sie aber auch in ihrer Entfaltung geprägt wird. Thema ist also einerseits die Freude darüber, dass seit 150 Jahren in der Stadt Winterthur Glaubensgemeinschaften, die der katholischen Tradition zugehören, auf vielfältige Art und Weise statt-finden: durch sichtbare Kirchenbauten, Gottesdienste, Vereins-aktivitäten, diakonische Einrichtungen, katechetische Tätigkeiten und so weiter. Andererseits kommt durch das Motto auch der Ort – unsere Stadt – in den Blick, wo sich das kirchliche Leben abspielt und mit ihm in Wechselwirkung steht. Winterthur als urbanes Milieu hatte und hat Einfluss auf die Situation von Pfarreien und Kirchgemeinde. Jede Stadt lebt aber auch von der Präsenz unterschiedlichster Gruppen wie zum Beispiel der religiöser Konfessionen, die sie bereichern und einem Teil der Bevölkerung besondere Beheimatung ermöglichen. Darum gibt es hoffentlich Grund zu Dankbarkeit auf beiden Seiten!
Für die Redaktion
Hugo Gehring
Auszüge aus einer Ansprache von Altbischof Franz Kamphaus
Kirche findet Stadt(t) sts| Zum Fest Kreuzerhöhung, verbunden mit einem Gang vor die Stadt Frankfurt zu einem Wegkreuz, hielt Bischof Franz Kamphaus eine prägnante Ansprache. Gleich zu Beginn nahm er die geläufige Redewendung von der «Kirche im Dorf» auf, erinnerte aber entschieden: «Das Christentum ist von Anfang an eine Stadtreligion: Jerusalem, Rom, Korinth, Ephesus. «Kirche findet Stadt! Da gehört sie hin, ohne jede Berührungsangst.» Nach dieser Ouvertüre kommt er auf sein Hauptthema zu sprechen: die Botschaft vom Kreuz, welche der Kirche als erstes anvertraut ist – ja zugemutet wird – gerade in einer Zeit, in der sonst mehr Wellness und Fun angesagt scheint. Um so mehr, so Franz Kamphaus, ist die Kirche mit ihrer sperrigen Botschaft vom Kreuz gefragt – nicht als «Miesmacher vom Dienst», oder «weil Leiden schön ist». Denn das Kreuz steht für etwas ganz anderes: «Wir verehren das Kreuz ja nicht, um das ganze Elend der Welt und unseres Lebens einfach zu schlucken, um bestehendes Unrecht religiös gar zu verschleiern. Im Gegenteil: Wir bringen es auf den Tisch, um die Verhältnisse zu ändern. Jesus hat sich nicht abgefunden mit der Zweiteilung der Gesellschaft in Überreiche und Habenichtse. Er wich der letzten bitteren Konsequenz nicht aus. Er widerstand und zahlte den Preis. Am christlichen Glauben überzeugt mich nichts so sehr wie
dies: Der Gott, an den wir glauben, geht nicht an den Wunden der Menschen vorbei, er trägt sie selbst am eigenen Leib. Und er hat die Kraft, sie zu verwandeln – so wahr Jesus als Erster von den Toten auferweckt ist.» Zum Schluss seiner Ansprache kommt Franz Kamphaus nochmals zurück zu seinem Thema, das zu unserem Jubiläumsmotto wurde: «Kirche findet Stadt(t)»! Wörtlich sagt er dazu: «Wir sind nicht für uns selbst da, sondern für die anderen, gerade für die Schwachen. So findet Kirche Stadt. Und so findet sie statt.»
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Franz Kamphaus, Altbischof des Bistums Limburg in Deutschland
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Als das Chrisentum kosmopolitisch wurde
Paulus und die Stadt odu| Paulus, der eine unserer beiden Kirchenpatrone, war Städter. Seine ganze Sprache atmet Stadtluft. Während Jesus in seinen Gleichnissen Bilder aus der bäuerlichen Lebenswelt verwendet und vom Ernten, vom Sämann, von Unkraut und vom Winzer spricht, widerspiegeln die Paulusbriefe das Lebensgefühl und die soziale Wirklichkeit der Städte im Osten des Römischen Reiches. Urbanität bezeichnet Ideale wie Bildung, Weitläufigkeit, feines Wesen und Höflichkeit. Die klassische antike Bildung war in hellenistisch-römischer Zeit die kulturelle Klammer im gesamten östlichen Mittelmeerraum. Deutlich zeigt sich diese Tradition in Rhetorik und Stil der Sprache von Paulus. Civitas romana Die römische Stadt (Civitas), wie sie Paulus von klein auf vertraut war, zeichnete sich aus durch eine Vielzahl öffentlicher Bauten: Forum, Verwaltungsgebäude, Markthalle, Tempel für Staats- und religiöse Kulte, Thermen, (Amphi-) Theater, Zirkus usw. In Städten wie Thessalonich, Korinth oder Ephesus stammten die Bewohner aus allen Ecken des Reiches. Im Schmelztiegel unterschiedlicher Nationalitäten, Sprachen, religiöser Kulte und Kulturen mischten sich Alteingesessene und Zugewanderte: Händler, Gewerbetreibende, Kriegsveteranen, Beamte, verlumpte Bauern, Hafenarbeiter, Prostituierte und
Glücksritter aller Art, die hier eine Existenz zu finden hofften. Städte waren Umschlagplätze von Waren genauso wie von Ideen. Lebensunterhalt Paulus, um die Zeitenwende in der Hafenstadt Tarsus (damals ca. 300’000 Einwohner) in der Provinz Kilikien als römischer Bürger geboren, war als Wandermissionar für den Erwerb seines Lebensunterhalts auf die Stadt angewiesen. Von Beruf Zeltmacher, war Paulus bestrebt, wo immer er hinkam von seiner eigenen Hände Arbeit zu leben, um nicht andern zur Last zu fallen. Paulus verbrachte, wenn er nicht gerade auf einer seiner Reisen unterwegs war, fast sein ganzes Leben in Städten zu. Von allem Anfang an war es Paulus’ Anliegen, an zentralen Orten Gemeinden zu gründen, damit sich von dort aus das Christentum weiter ausbreite. Die Städte, in denen sich Paulus – teilweise mehrere Jahre – aufhielt, waren kosmopolitische Hauptstädte von Provinzen: Antiochia (Syria), Thessalonich (Macedonia), Korinth (Achaia), Ephesus (Asia). Stadt-Land-Gegensatz Warum predigte Paulus nicht auf dem Land? Dafür gibt es mehrere Gründe: sprachliche Verständigung: Paulus sprach und schrieb in der in den Städten der Levante verbreiteten
Universalsprache Griechisch; ländliche Dialekte, etwa Aramäisch, verstand Paulus nicht. Verarmung: Während ehemals die Bauern vom Ertrag ihres kleinen Landguts, das sie besassen, leben konnten, veramte die Landbevölkerung im ersten Jahrhundert mehr und mehr. Die Bauern sahen sich in der Folge gezwungen, ihren Besitz an Reiche aus der städtischen Oberschicht zu veräussern. Sie selber suchten Arbeit in der Stadt, verdingten sich den neuen Grundherren als Sklaven oder dienten dem Staat als Soldaten. Reformunwille: Die konservative Bevölkerung auf dem Land verhielt sich Neuem, Fremdem gegenüber wenig aufgeschlossen, ja abweisend. Hätte Paulus seine Botschaft ans Landvolk adressiert, wäre sie ohne Wirkung geblieben. Von der Gemeinde… Der Erfolg der Verkündigung in den Städten ist vor allem zwei Faktoren zuzuschreiben: Römisches Strassennetz: Ohne die Infrastruktur des gut ausgebauten römischen Verkehrssystems hätte Paulus die insgesamt 16'000 Kilometer, die er auf seinen Reisen zu Land (zu Fuss!) und zu Wasser zurücklegte, nie zu bewältigen vermocht. Die Städte Philippi, Thessalonich und Beröa liegen an der Via Egnatia, der wichtigsten West-OstVerbindung vom Adriatischen Meer nach Byzanz.
Kontakte: Um seine Botschaft an die Menschen zu bringen, fand Paulus, wenn er in eine neue Stadt kam, Ansprechpersonen entweder in der Synagoge der jüdischen Diasporagemeinde, oder er suchte zuerst seine Berufsgenossen in dem Strassenviertel auf, in dem die Zeltmacher ihre Werkstätten hatten. Zum einen bot sich ihm dort Aussicht auf Arbeit, zum andern fand er Kontaktmöglichkeiten. Der «neue Weg»: Die Bevölkerung in den einzelnen Stadtvierteln bestand zur Zeit des Paulus aus relativ homogenen Gruppen, teils separiert nach Berufen und Funktionen (Zünfte), teils nach der kulturellen Herkunft der Bewohner. Die Gruppen blieben weitgehend unter sich. Sie waren korporativ als Vereine strukturiert und ins Leben des
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Die Purpurhändlerin Lydia (r) nahm Paulus (l) und dessen Begleiter Silas in ihr Haus in Philippi auf (Glasfenster in einer Taufkapelle bei Philippi)
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städtischen Gemeinwesens integriert. Dem Vereinszweck – zumeist die Förderung eines bestimmten Götterkultes – dienten die geselligen Treffen, übers Jahr verteilt und verbunden mit einem Mahl, im Haus eines der Vereinsmitglieder. Nach gleichem Muster funktionierte die paulinische Gemeinde (ecclesia). Im Gegensatz zu solchen Vereinen waren indes bei den Christen unterschiedslos alle, egal ob Männer oder Frauen, ob Freie oder Sklaven, an den wöchentlichen Zusammenkünften im Hause eines Gemeindemitglieds willkommen, wo bei einem gemeinsamen Mahl der Glaube an Christus gefeiert wurde. Das
Programm des «neuen Weges», in Konkurrenz stehend zu den (heidnischen) Kultfördervereinen, war offensichtlich attraktiv, erfreuten sich doch die von Paulus gegründeten Gemeinden bald regen Zulaufs. …zur Weltkirche Bereits ein Jahrzehnt nach der Kreuzigung Jesu (ums Jahr 30) hat somit das Christentum die dörfliche Kultur Palästinas hinter sich gelassen und ist zu einer städtischen Bewegung geworden. Ohne Paulus wäre das Christentum eine jüdische Sekte geblieben. Weil Paulus aber ein Stadmensch war, ist es zur Weltkirche geworden.
Hugo Gehring: Meine Beziehung zu dieser Stadt
Winterthur – eine Liebeserklärung
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hug| Der Titel des prächtigen Bildbandes vom grossartigen Fotografen Max Schmid «Winterthur – eine Liebeserklärung» spricht mir schon lange aus dem Herzen. Darum will ich mich hier als Liebhaber dieser Stadt outen. Meine Liebesgeschichte beginnt eher mit einer Phase «Was sich liebt, das neckt sich». Denn mein Vater stammt aus Töss, und ich als überheblicher Stadtzürcher habe ihn deswegen immer aufgezogen. «Winterthur – das ist doch die DDR der Schweiz; morgens um 5.00 Uhr sind alle bei der Arbeit, abends um 21.00 Uhr werden die Trottoirs hochgeklappt», so habe ich die mir damals bünzlig erscheinende Indus-
triearbeiterstadt verspottet. Zudem ist mir als Kind auf der Autofahrt zu den Grosseltern an der Steigstrasse immer übel geworden, was meine Freude am Tor zur Ostschweiz auch nicht gerade besonders erhöhte. Später gibt es in meiner Biographie so etwas wie eine heimliche Liebe zu Winterthur, vor allem zur Pfarrei St. Peter und Paul. In dieser wollte ich 1977 als Theologiestudent das Pfarreipraktikum machen – und wurde nach Bülach geschickt. In der Pfarrei St Peter und Paul wollte ich 1990 Vikar werden – und ein anderer hat die Stelle bekommen. Hier bin ich 1993 Vikar geworden – und musste mich ein halbes Jahr später der Pfarrwahl in
Bülach stellen. Seit dem Sommer 2000 bin ich endlich und wohl definitiv «z'Winti» angekommen und entwickle tatsächlich eine Art Liebesbeziehung zu dieser Stadt (inklusive zur Pfarrei!). Warum? Winterthur hat für mich eine ideale Grösse – es ist echt Stadt, aber doch noch übersichtlich. In Bülach einkaufen war für mich ein «Spiessrutenlaufen», weil ich mit der Zeit (zu) viele Leute kannte. Darum bin ich oft nach Zürich ausgewichen. In Winterthur gehe ich zum Shoppen immer in die Fussgängerzone, die mir wirklich gut gefällt. Man findet da alles, was das Herz begehrt, auf relativ engem Raum. Manchmal begegne ich natürlich mittlerweile auch in dieser Stadt Bekannten, aber wohl dosiert. Auch die medizinische Versorgung bietet (fast) alle Spezialgebiete, um die man eines Tages möglicherweise froh ist. Doch im Moment empfinde ich zum Glück das Kinoprogramm der drei «Loge»-Säle noch näherliegend als hervorragend zusammengestelltes Angebot. Fast nie bin ich gezwungen, einen Film z.B. im Riffraff im Zürcher In-Kreis 5 anzuschauen. Dass für mich das Casinotheater mit seiner reichen Kleinkunstbühne wie ein Magnet einen kräftigen Anziehungspunkt bedeutet, wissen alle, die mir dort schon begegnet sind und sich wundern, wie oft ich da anzutreffen bin. Die Winterthurer Museenviel-
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Ein besonderer Blick auf unsere Kirche Foto: Max Schmid
falt schätze ich ebenfalls ausgesprochen. Natürlich fehlen der PüntenMetropole im Vergleich zu Zürich der See und das Alpenpanorama. Auch die beiden Rinnsale Eulach und Töss stellen eher kümmerliche Gewässer dar. Zudem nehme ich da und dort eine gewisse politische Enge und Kleinkariertheit wahr. Es gibt darüber hinaus bedauerlicherweise eindeutig zu viele Hunde im Neuwiesenquartier… Doch überwiegen bei weitem die positiven Erfahrungen: eine wunderschöne Altstadt, viele offene Menschen, eine ganze Reihe kultureller Highlights, eine Kirche und Pfarrei, in der ich mich daheim fühle. Wo finde ich das sonst? Deshalb: WinterthurerInnen – I love you!
Mit der Kamera unterwegs in Winterthur
Kirchen finden in der Stadt Heilsarmee aho| «Suppe, Seife, Seelenheil» – unter diesem Motto entstand im 19. Jahrhundert die Heilsarmee als eine ganz besondere Freikirche. Sie geht aktiv gegen soziale Missstände vor und lebt die Kraft des Evangeliums in Wort und Tat vor. Wegen ihres sozialen Engagements gilt sie als Freikirche mit der höchsten Anerkennung in der Bevölkerung und bei den Behörden.
❱ Die Heilsarmee an der St. Georgenstrasse
Evangelisch-methodistische Kirche Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) in der Schweiz gehört seit rund 150 Jahren zur Schweizer Kirchenlandschaft. Sie umfasst heute rund 120 Gemeinden mit rund 13'000 Mitgliedern und Freunden. Ihre Anfänge gehen auf die beiden anglikanischen Pfarrer John und Charles Wesley zurück, die im 18. Jahrhundert in England lebten. Der Begriff «methodistisch» war ursprünglich ein Spottname für die hoch strukturierte Lebensweise eines Studentenkreises an der Universität Oxford, dem damals auch die Brüder Wesley angehörten. Dazu zählten tägliche Bibellektüre, Gebet, Fasten und Wohltätigkeit.
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Evangelisch-methodistische Kirche an der Trollstrasse
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Reformierte Stadtkirche Winterthur
Christkatholische Kapelle Die christkatholische Kirche ist eine katholische Kirche mit bischöflichsynodaler Struktur. Das heisst: Bischof, Geistlichkeit und dazu delegierte Mitglieder aus den Gemeinden bilden die Synode. Diese setzt sich immer neu mit dem überkommenen Glaubensgut der Kirche auseinander und wählt auch den Bischof. Männer und Frauen sind auf allen Ebenen kirchlichen Lebens gleichberechtigt – und damit auch gleichermassen gefordert. Zentrum des Gemeindelebens ist die Feier der Eucharistie in der jeweiligen Landessprache. Weitere Sakramente sind: Taufe, Firmung, Ehe (auch für Geistliche), Busse, Krankensalbung und Priesterweihe. Das dreistufige geistliche Amt von Bischof, Priester und Diakon steht Männern und Frauen offen.
Freimaurerloge Die Freimaurerei, auch Königliche Kunst genannt, versteht sich als ein ethischer Bund freier Menschen mit der Überzeugung, dass die ständige Arbeit an sich selbst zu einem menschlicheren Verhalten führt. Die fünf Grundideale der Freimaurerei sind Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität. Sie sollen durch die praktische Einübung im Alltag gelebt werden.
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Freimaurerloge Akazie an der Schwalmenackerstrasse
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Christkatholische Kapelle St. Michael an der Mühlestrasse
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Kirche St. Peter und Paul
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Interview mit Martina Hafner 10
Eine «grossstädtische Errungenschaft»
Die Fabrikkirche im Sulzer-Areal wok| Fabrik und Kirche – für viele von uns eine ungewohnte Verknüpfung, aber es gibt sie bei uns in Winterthur. Spontan kommen mir die «Arbeitsprister» in den Sinn, die es vor Jahrzehnten in Frankreich gab. Deshalb interessiert es mich, was es mit einer Fabrikkirche auf sich hat. Die theologische Leiterin Martina Hafner (MH) empfängt mich zu einem Interview. wok: Martina, was gab es vor der Fabrikkirche? MH: Vor ein paar Jahren diskutierte die Synode der reformierten Kirche im Kanton Zürich über neue Wege in der Jugendarbeit. Sie beschloss: «Junge Gottesdienste braucht die Stadt». Zwei Pilotprojekte starteten anschliessend im Kanton. In Winterthur wurde der Jugendarbeiter Nik Gugger und Pfarrer Matthias Girgis beauftragt, das Projekt umzusetzen. Sie organisierten mit jungen Menschen Gottesdienste für junge Menschen, die zum Teil in Kirchen und zum Teil in ganz anderen Gebäuden wie im Gardenclub oder im Casino stattfanden. Die Gottesdienste hatten ein sehr grosses Echo. In dieser Phase des Nomadentums ging es darum, herauszufinden, was eine junge Kirche braucht. Man stellte dabei fest, dass die Gottesdienstbesuchenden einen festen Ort wünschen. wok: Wie kam die Fabrik zur Kirche? MH: Seit Jahren war das Sulzer-
Areal eine Industriebrache. Zuerst siedelten sich in den alten Hallen alternative Kleinbetriebe an. Nik Gugger suchte dann den Kontakt zum Arealverwalter und konnte aushandeln, dass die Jugendkirche in einer alten Fabrikhalle eine neue Heimat fand. Damit begann für die Jugendkirche eine neue Ära. wok: Wann kamst Du dazu? MH: Seit zwei Jahren bin ich als reformierte Pfarrerin mit dabei und verantwortlich für das theologische Programm wie Gottesdienste, WunderBar, Raum der Stille und Montagsblues. Nik Gugger ist der Gesamtleiter und Simon Bacsa ist der Büroleiter, das heisst, er leitet jene Personen an, die im Sozialprojekt Büroservice arbeiten. wok: Welches ist euer Hauptangebot? MH: Hier möchte ich das Fabrikbistro 1019 erwähnen. Von Montag bis Freitag bietet es ein Mittagessen à discretion an. Es kommen täglich zwischen 100 und 150 Personen aus der Umgebung. In der Küche gibt es neben einer Festangestellten auch zwei bis fünf geschützte Arbeitsplätze für Arbeitslose oder nur noch teilweise Arbeitsfähige. Abends kann man die Halle auch für Hochzeiten, Firmenanlässe, Bankette oder Konzerte mieten. So entstehen soziale Kontakte. wok: Was findet sonst noch in der Fabrikkirche statt?
MH: Wir feiern ungefähr einmal im Monat Gottesdienst. Früher fanden diese nur an Sonntagen statt, seit dem letzten Jahr bieten wir auch Gottesdienste unter der Woche an. Ein Team von jungen Erwachsenen übernimmt deren Gestaltung und bezieht alle mit ein, die mitmachen wollen. Der Montagsblues in der Fabrikkirche verbindet einmal im Monat an einem Montag Blues-Geschichten mit Blues-Musik. Die WunderBar ist die Bar zum Philosophieren und Diskutieren. Spannende Gäste erzählen aus ihrem Leben und stellen sich der offenen Diskussion. Es werden jeweils Themen-Reihen festgelegt. Im Moment stehen die Anlässe unter dem Motto «Geld und Geist». Die Bar ist an einem Donnerstag im Monat offen. wok: Das hört sich alles recht vielfältig an. Wo wird die Fabrikkirche denn organisiert? MH: Wir haben im Volkarthaus an der Turnerstrasse 1 unser Büro und unser Gesprächszimmer. Das Gesprächszimmer ist der Ort für das Offene Ohr – ein Angebot für Beratung und Seelsorge für Men-
schen in allen Gefühls- und Lebenslagen. Der Büroservice nimmt neben der eigenen Arbeit auch Aufträge für Kopierarbeiten, grafische Gestaltungen, Transporte und PostMailings entgegen. Er bietet neben einer Festanstellung weitere ein bis zwei geschützte Arbeitsplätze – je nach Auftragslage. wok: Liebe Martina, herzlichen Dank für deine Auskünfte. Ich bin beeindruckt von euren Ideen und eurem Engagement. Macht weiter so! Ich wünsche euch alles Gute.
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Die Fabrikkirche auf dem Sulzer-Areal
aus der Spitalseelsorge 12
Kirche findet Stadt(t) – auch im Spital
Pfarrkirche und Spitalkirche: Gemeinsames und Unterschiede Guido Hangartner| Jubiläen sind eine gute Sache. Sie bieten Gelegenheit, über Vergangenes zu reflektieren und Pläne für die Zukunft zu gestalten. Die Pfarrei und Kirchgemeinde St. Peter und Paul wird 150 Jahre alt. In diesen 15 Dekaden ist viel geschehen und in Zukunft wird weiterhin viel passieren. Dies ist der Lauf der Dinge. Vor 144 Jahren ist die Kirche St. Peter und Paul fertig gebaut worden. Sechs Jahre nachdem in der Stadt Winterthur die katholische Kirchgemeinde gegründet wurde, bekamen die Menschen auch eine physische Stätte. 1981 stellte Pater Ursmar sein erstes Gesuch für eine Kirche im Kantonsspital Winterthur. Sieben Jahre später – 1988 – konnte die erste Spitalkirche im KSW eingeweiht werden. Vergingen in der Stadt jedoch 72 Jahre bis zur ersten Gesamtsanierung, so waren es im Spital lediglich 18 Jahre. Im Jahr 2006 erstrahlte die Spitalkirche in neuem Glanz. In der Zwischenzeit hat allein am Bauwerk der Kirche in der Stadt vieles stattgefunden. Doch auch an der Stätte im Kantonsspital gab und gibt es viel Wandel. Bis Ende 2007 war die Seelsorge am KSW integraler Bestandteil der Pfarrei St. Peter und Paul. Seit Anfang 2008 ist die Spitalseelsorge «kantonalisiert»
und untersteht der entsprechenden Dienststelle in Zürich. Es scheint fast, als hätten die Pfarrei und die Spitalseelsorge doch mehr Parallelen, als man auf den ersten Blick meint. Vergingen von der Pfarreigründung bis zur Kirchenfertigstellung sechs Jahre, so sieht es gegenwärtig so aus, als gebe es sechs Jahre nach der Kantonalisierung der Spitalseelsorge die jetzige Spitalkirche im KSW nicht mehr. Im Rahmen der Spitalsanierung wird diese abgerissen. Dennoch findet danach Kirche auch im Spital weiterhin statt – gebäudetechnisch zwar vorübergehend in einem Provisorium – nach Abschluss der Neubauarbeiten am Ersatz des Hochhauses steht sie vermutlich doch wieder am gleichen Ort wie bisher. Auch wenn die Spitalkirche in den nächsten Jahren einen grossen Wandel erfährt, so findet Kirche auch im Spital weiterhin statt. Dies verbindet Spital und Pfarrei in besonderer Weise. In der Stadt und im Spital ist die Kirche in stetem Wandel und findet doch kontinuierlich statt. Das Kantonsspital liegt auf dem Pfarreigebiet von St. Peter und Paul. So wünschen wir von der Spitalseelsorge der Pfarrei natürlich aus inniger Verbundenheit nur das Beste und gratulieren herzlichst zum 150-jährigen Jubiläum.
Leben in einer Grossstadt
Kirche erfahren in Toronto mak| Vor gut zehn Jahren lebte ich während meines Theologiestudiums und zur Mitarbeit beim Weltjugendtag 2002 für fast zwei Jahre in Toronto. Newman Centres In dieser Metropole mit ihren 2.5 Millionen Einwohnern (6.2 Millionen im gesamten Schmelztiegel der Metropolregion) durfte ich die in ganz Nordamerika verbreiteten Newman Centres kennen und schätzen lernen. Diese gehen auf John Henry Kardinal Newman (1801 in London geboren) zurück, der einen grossen intellektuellen und spirituellen Einfluss auf seine damaligen Gemeindemitglieder und Studierende hatte. Das Newman Centre in dieser lebendigen multikulturellen Stadt, zu dem eine Art Gutshaus (1890) eines reichen Geschäftsmannes und eine dem heiligen Thomas von Aquin geweihte Kirche (1926) gehört, befindet sich im Herzen des Campus der grössten kanadischen Universität mit mehr als 59'000 Vollzeitstudierenden. Was macht den besonderen Charakter und den Geist dieses Ortes aus? Ich fühlte mich dort als «Dorfkind» sofort wohl und fand in der jungen Gemeinschaft, die von Freundschaft, Engagement, sozialer Gerechtigkeit und Mitgefühl für Notleidende geprägt war, rasch eine Heimat. Mit einigen Gemeindemitgliedern von damals bin ich bis heute befreundet und in Kontakt.
Lockere offene Gemeinschaft Zusammen mit dem zuständigen Priester wohnen und leben im Newman Center einige Studierende, die quer aus allen akademischen Fachrichtungen stammen. Auch Hochzeiten, Vorlesungen, Konzerte, Partys und diverse kulturelle Veranstaltungen finden dort statt. Die offene Gemeinschaft – zu der man beinahe jederzeit auf ein lockeres oder ernsthaftes Gespräch, auf einen Kaffee oder ein Bier vorbei kommen kann – lebt im Alltag das Evangelium und sieht die Eucharistie als Zentrum ihres sozialen und seelsorgerischen Wirkens. Entsprechend der jeweiligen Persönlichkeit und ihrem Talent bringen sich die angehenden jungen Akademiker bei der Gestaltung der Gottesdienste ein, beteiligen sich an Programmen für Obdachlose in der ganzen Stadt (besonders in den kalten Wintermonaten), organisieren Veranstaltungen und begleiten Studierende, besuchen Kranke und arbeiten an der Verkündigung mit. Für mich ist das Newman Centre in Toronto leuchtturmartig ein sympathisches und echtes Zeichen der Gegenwart Gottes inmitten einer aufregenden Stadt.
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Newman Centre in Toronto
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2012: 150 Jahre Pfarrei St. Peter und Paul
Anlässe im Jubiläumsjahr Werner Schurter| Das Jubiläumsjahr 150 Jahre römisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur und Pfarrei St. Peter und Paul hat begonnen. Sichtbar ist dies mit dem nun fertig gestellten Labyrinth auf der Wiese bei der Kirche St. Peter und Paul zur Tellstrasse hin.
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Wir freuen uns auf Ihre zahlreiche Teilnahme an den Jubiläumsanlässen; denn nur so kann die Kirche in unserer Stadt aktiv stattfinden!
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1. April 2012, Palmsonntag: offizieller Jubiläumsanlass, 9.30 Uhr, Festgottesdienst, anschliessend Apéro für alle Teilnehmenden und Mittagessen für geladene Gäste. 2. Juni 2012: «Treffpunkt Zukunft» ab 13.30 Uhr, um 18.00 Uhr Gottesdienst unter Mitwirkung aller katholischen Kirchenchöre von Winterthur, anschliessend Apéro riche. 13. Mai 2012, Muttertag: 19.30 Uhr, gemeinsamer Gottesdienst mit der italienischen Pfarrei. 7 Juli 2012: PP-Sommernachtsfest, 18.00 Uhr, Familiengottesdienst mit Einweihung des Labyrinths, anschliessend Pfarreifest mit Musik. 16. September 2012, Bettag: Abendveranstaltung zum Jubiläumsmotto «Kirche findet Stadt(t)», Referat und Podiumsdiskussion, mit Imbiss, Durchführungsort noch offen.
Jubiläumsanlass vom Palmsonntag, 1. April 2012 Dem Festgottesdienst um 9.30 Uhr steht Generalvikar Josef Annen vor, er wird auch die Predigt halten. Der Kirchenchor St. Peter und Paul und das Orchester führen die Messe in D von Otto Nicolai auf. Den Gottesdienst eröffnet Pfarrer Hugo Gehring und Kurzansprachen halten Urs Rechsteiner, Präsidenten der römisch-katholischen Kirchenpflege, und ein Vertreter der reformierten Pfarrschaft. Film und Apéro Nach dem Festgottedienst sind alle Kirchenbesuchende ins Pfarreiheim St. Peter und Paul zu einem von der Kirchgemeinde offerierten Apéro eingeladen. Während dem Apéro wird erstmals der PP-Film gezeigt, der im letzten Jahr gedreht wurde. Den geladenen rund 230 Gästen aus Kirche, Politik und der Kirchgemeinde bzw. der Pfarrei St. Peter und Paul nahestehenden Organisationen wird danach im reformierten Kirchgemeindehaus an der Liebestrasse ein Mittagessen serviert. Während dem Essen sind Ansprachen von Regierungsrat Martin Graf, Stadtrat Mike Künzle und Benno Schnüriger, dem Präsidenten des Synodalrates, vorgesehen.
Messe in D von Otto Nicolai Hansueli Bamert| Im Festgottesdienst anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums unserer Pfarrei erklingt die Messe in D von Otto Nicolai (18101849). Bekannt wurde der Komponist mit der Oper «Die lustigen Weiber von Windsor». Die Tatsache, dass er auch noch eine bezaubernde Messe geschrieben hat, ist auch vielen Kirchenmusikern eher unbekannt. Ende 1844, während seines Aufenthalts in Wien, ging Otto Nicolai daran, seine bereits 1832 für die Einweihung des Doms in Posen geschriebene Messe für Wien umzugestalten: So komponierte er mehrere Stücke neu und änderte teilweise die Instrumentierung. Die Messe wurde vom Wiener Hof angenommen und im April 1845 in einem Sonntagshochamt aufgeführt. So freut es uns sehr, unser Pfarreijubiläum mit einer Musik zu begleiten, die aus der Epoche der
Kirchengründung stammt. Die Gottesdienstbesuchenden können so miterleben, wie es «damals» geklungen hat. Das reich besetzte Orchester, die Solisten und der Kirchenchor St. Peter und Paul werden alles daran setzen, um unserem wunderbaren Kirchenraum mit dieser Festmesse auch klanglich Glanz zu verleihen und die Herzen der Festgottesdienstgemeinde zu berühren. Eine zweite Aufführung ist im Ostergottesdienst zu hören.
Herzliche Einladung
Musik im Festgottesdienst zum Jubiläum und an Ostern
Jubiläumsanlass Muttertag
Gemeinsamer deutsch-italienischer Gottesdienst hug| Am Muttertag, 13. Mai 2012, feiern wir am Sonntagabend nicht wie üblich zwei Gottesdienste in getrennten Sprachgruppen hintereinander, sondern aus Anlass des Jubiläums ausnahmsweise gemeinsam um 19.30 Uhr in beiden Sprachen deutsch und italienisch. Als Beitrag zur Freude dieses besonderen Jahres singt dabei der Coro der Missione cattolica di lingua italiana (MCLI). Allen: Benvenuti – willkommen!
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Eine grosse Stadt ersteht, die vom Himmel niedergeht in die Erdenzeit. Mond und Sonne braucht sie nicht; Jesus Christus ist ihr Licht, ihre Herrlichkeit. Wollt ihr Gottes Antlitz sehn, lasst uns gehn und auferstehn in der Kirche, Gottes Stadt. Silja Walter
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Kirche St. Peter und Paul mitten in der Stadt Foto: Andreas Wolfensberger
Zweiter Anlass zum Jubiläumsjahr am Samstag nach Pfingsten
Treffpunkt Zukunft: 2. Juni 2012 Ingo Bäcker, Hansueli Bamert| Wer die Zukunft nicht verpassen will, sollte sich heute schon Samstag, den 2. Juni, in der Agenda vormerken. Die katholische Kirche Winterthur lädt zu einem weiteren «Treffpunkt Zukunft» ein – wie immer am Samstag nach Pfingsten. Voraussichtlicher Beginn: 13.30 Uhr. Wegen des 150-Jahr-Jubiläums von Kirchgemeinde und Pfarrei St. Peter und Paul findet die Zukunft diesmal an diesem Ort statt(dt).
Abendgottesdienst Um 18.00 Uhr gemeinsamer Gottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul unter Mitwirkung aller Kirchenchöre der Winterthurer Pfarreien. Hinweis: keine Samstagabendgottesdienste in den anderen Pfarreien. Anschliessend «Apéro riche».
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Kirche findet statt – das ist musikalisch zu verstehen. Die Kirchenchöre aller Winterthurer Pfarreien treffen sich am Nachmittag in der Kirche St. Peter und Paul und proben gemeinsam für den Abendgottesdienst. Zum Mitsingen eingeladen sind aber nicht nur Chormitglieder, sondern alle, die Lust haben, mitzusingen. Vorproben gibt es bereits innerhalb der einzelnen Kirchenchöre in den Monaten zuvor. Wann diese stattfinden, wird jeweils auf der Pfarreiseite im Forum angekündigt sein. Also bitte aufmerksam lesen! Wer will,
kann dann aber auch einfach dazustossen. Die von den Chören gemeinsam erarbeiteten Werke werden im Abendgottesdienst aufgeführt. Auf dem Programm stehen hebräische Lieder und zwei Kompositionen des englischen Komponisten John Rutter. Abgerundet wird die Feier mit passenden Kirchenliedern zum Motto: «Kirche findet Stadt(t). Mit von der Partie wird eine «unplugged» Band sein und hoffentlich auch viele Gottesdienstbesuchende, die herzlich eingeladen sind, eingebettet in einen «himmlischen» Chorklangkörper, einen weiteren Höhepunkt des Pfarrei Jubiläumsjahres mitzuerleben. Kirche findet Stadt – das ist kulturell zu verstehen. Es werden am Nachmittag Stadtführungen durch Winterthur angeboten. Mit den Themen «Wo steht unsere Kirche innerhalb unserer Stadt?» (Das ist mehr als nur architektonisch gemeint.) und «Wo und wie wird Kirche in unserer Stadt wahrgenommen?» kann Winterthur von einer anderen Seite entdeckt werden.
Kirche findet Stadt(t) hug| In fünf Predigten sollen während der Fastenzeit die zwei Aspekte des Jubiläumsmottos von der christlichen Botschaft her vertieft beleuchtet werden: Was findet statt, wenn eine katholische Glaubensgemeinschaft an einem bestimmten Ort existiert? Und: Welche Bedeutung hat «Stadt» für die pastorale Situation von Territorialpfarreien?
Erster Fastensonntag 25./26. Februar Kirche findet statt – besonders in der Stadt Menschen zeichnen sich durch einen hohen Grad an Kooperation (Zusammenarbeit) aus. Dies geschieht am naheliegendsten dort, wo zusammengelebt und -gewohnt wird. Daher kommt der städtischen Siedlungsform eine ausgezeichnete Stellung in der menschlichen Entwicklung und im Heilsplan Gottes zu. Prediger: Hugo Gehring, Pfarrer Zweiter Fastensonntag 3./4. März Kirche findet statt – im Kanton Zürich?! Die Erfahrungen als langjähriger Vikar, Jugendseelsorger und Pfarrer im Kanton Zürich sowie das Amt des Generalvikars ergeben interessante Einsichten über das real stattfindende kirchliche Leben in diesem Teil der katholischen Weltkirche. Prediger: Josef Annen, Generalvikar
Dritter Fastensonntag 10./11. März Kirche findet statt – bevorzugt am Rand Jesus – geboren im Abseits, gestorben draussen vor den Toren der Stadt: Glaubensgemeinschaft in seiner Nachfolge führt nicht so sehr ins Zentrum als immer wieder an den Rand, zur Solidarität mit den Randständigen. Prediger: Stefan Staubli, Pfarrer Vierter Fastensonntag 17./18. März – «Laetare»-Sonntag Kirche findet statt – durch gemeinsames Hören und Austauschen Erlebte Glaubensgemeinschaft – ein Wesensmerkmal von Kirche – findet im «Bibelteilen» eine fruchtbare Art und Weise, Bibel und Alltag, Spiritualität und soziales Handeln sowie Stille und Austausch miteinander zu verbinden. Die Idee dazu entstammt dem in Asien entwickelten Pastoralkonzept der «kleinen christlichen Gemeinschaften», das weltweit vielerorts umgesetzt wird. Prediger: Markus Kissner, Pastoralassistent Fünfter Fastensonntag 24./25. März, mit Suppenzmittag Kirche findet statt – auch im Spital Menschen in ihren körperlichen und seelischen Nöten beizustehen, prägte Jesu Botschaft in der Zeit, in der er lebte. Wenn Kirche
Predigtreihe der Fastenzeit
Predigtreihe zum Jubiläumsmotto
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in der Nachfolge Jesu glaubwürdig bleiben will, kann sie in Bezug auf ihn nur eine «Geh-hin-Kirche» sein: den Menschen nahe, ohne sie vereinnahmen zu wollen, ganz beson-
ders all jenen gegenüber, die aus gesundheitlichen Gründen im Spital sein müssen oder dort arbeiten. Prediger: Alberto Dietrich, Spitalseelsorger am KSW
Die ökumenische Fastenkampagne 2012
«Mehr Gleichberechtigung heisst weniger Hunger» hug| Von all den Menschen, die weltweit abends hungernd – nicht hungrig, sondern unterernährt – zu Bett gehen, sind drei Männer und sieben Frauen. Warum entsteht dieses geschlechtsspezifische Ungleichgewicht?
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Im Rahmen des grossen Oberthemas «Recht auf Nahrung» stellen Fastenopfer und Brot für alle dieses Jahr die Genderfrage in den Mittelpunkt. Frauen sind zwar vielerorts für die Versorgung und Zubereitung des Essens innerhalb der Familien zuständig, haben aber bedeutend weniger Zugang zu Saatgut, Dünger, technischen Hilfsmitteln und agrarischem Wissen als Männer. Darum betrifft sie die Mangelproblematik bezüglich Lebensmittel deutlich schärfer. Wenn sie gleichberechtigt landwirtschaftlich tätig sein könnten, würde sich die Nahrungsmittelproduktion markant verbessern. Sechs Projekte, die Frauen in ihrer Rolle als Ernährerinnen nachhaltig unterstützen, werden in der Fastenzeit-Agenda vorgestellt und können für den UNO-Gipfel Rio+20 im Sommer ausgewählt werden. Das Hungertuch des afrikanischen Künstlers aus Togo von 2011 begleitet uns auch dieses Jahr wieder optisch in der Kirche.
Gottesdienste Samstag, 31. März 18.00 Uhr, Familiengottesdienst, Palmprozession, Mitwirkung Kinderchor Palmsonntag, 1. April 9.30 Uhr, Festlicher Jubiläumsgottesdienst unter Leitung von Generalvikar Josef Annen mit Kirchenchor und Orchester (Messe in D von Otto Nicolai), anschliessend Apéro im Pfarreiheim 11.15 Uhr, Palmweihe, Eucharistiefeier 19.30 Uhr, Palmweihe, Eucharistiefeier Montag, 2. April 15.00 Uhr, Bussfeier in St. Ulrich 20.00 Uhr, Bussfeier in St. Peter und Paul Hoher Donnerstag, 5. April 17.00 Uhr, Kindergottesdienst im Pfarreiheim 20.00 Uhr, Abendmahlsfeier mit Gesängen der Kantorengruppe, stille Anbetung bis 22.00 Uhr
Karsamstag, 7. April 21.00 Uhr, Auferstehungsfeier, Lichtfeier, Wortgottesdienst, Eucharistiefeier, Mitwirkung von Kantoren, im Anschluss an die Osterfeier: Ostertrunk im Pfarreiheim Ostersonntag, 8. April 9.30 Uhr, Festlicher Ostergottesdienst mit Kirchenchor und Orchester (Messe wie Palmsonntag) 11.15 Uhr, Eucharistiefeier mit Predigt 19.30 Uhr, Eucharistiefeier mit Predigt
Beichtgelegenheiten Karfreitag 9.00 – 11.00 Uhr mit Spitalpfarrer Rudolf Albisser Karsamstag 17.30 – 18.30 Uhr mit Pfarrer Stefan Staubli
Karwoche Oster-Gottesdienste
Kirche findet Stadt(t)
Karfreitag, 6. April 11.00 Uhr, Eltern-Kind-Feier in St. Ulrich, Thema «Karfreitag» 15.00 Uhr, Feier vom Leiden und Sterben unseres Herrn unter Mitwirkung des Kirchenchores
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Lichtgestalten in unserer Kirche
Vinzenz von Paul sts| Auf der rechten Seite über dem Seiteneingang ist er bei uns dargestellt, Vinzenz von Paul, ein fast ärmlich gekleideter Mann mit einem kleinen hilflosen Kind im Arm. Es ist eines seiner vielen Sorgenkinder, denen er seine ganze Zuwendung schenkte und von deren Not er sich zu immer neuen Hilfsaktionen und Hilfsprojekten hinreissen liess.
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Heiliger Vinzenz, Patron der Caritas, der Gefangenen und Waisen (Kirchenfenster in St. Peter und Paul)
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Vom armen Bauernsohn… Doch schön der Reihe nach: Vinzenz von Paul wurde am 24. April 1581 im winzigen Dörfchen Pouy geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine theologischen Studien in Toulouse und die Weihe zum Priester eröffneten ihm neue, ungeahnte Möglichkeiten. Zunächst allerdings machte der karrieresüchtige Priester eine ganze Menge Schulden und landete schliesslich in Paris am Hof der Ex-Königin Marguerite als «Almosenverteiler». 1617, abgestossen vom höfischen Glanz und Trubel und nach einer persönlichen Krise, versprach er, sein ganzes Leben in den Dienst der Armen zu stellen. So erfand er nach und nach die Einrichtung der Volksmissionen für die von der Kirche stiefmütterlich behandelte Landbevölkerung, leitete Resozialisierungsmassnahmen für die Galeerensträflinge ein, sorgte für Bettler, Schwerkranke, verlassene Alte, gefährdete Jugendliche und ausgesetzte Findelkinder. Mit seinen Caritasvereinen wurde er zum Pionier
organisierter kirchlicher Hilfstätigkeit und Sozialarbeit. 1625 und 1633 kamen die Ordensgründungen der «Vinzentiner» respektive der «Töchter der christlichen Liebe» (heute: Vinzentinerinnen) hinzu. …zum Erfinder der Caritas Dieses immense Engagement war getragen von gewachsenen Überzeugungen und einer echten «Bekehrung» durch die Armen selber! Dabei hatte er sich immer wieder auch zu wehren respektive zu rechtfertigen gegenüber Vertretern einer rein «geistlichen» Seelsorge. «Lieben wir Gott im Schweisse unseres Angesichts, unsere ganze Aufgabe ist: Handeln», konnte er etwa sagen. Und weiter die Parole ausgeben: «Die Armen sind unsere Herren, sie sind unsere Könige.» Weil das tiefste Geheimnis Gottes für ihn «Erbarmen» hiess, weil Gott also nicht in sich ruht, sondern auf die Menschen bezogen ist, darum konnte Glauben für ihn auch nie bedeuten, sich aus den Schwierigkeiten und Enttäuschungen der Welt in einen trügerischen frommen Frieden zu flüchten. Wie Vinzenz von Paul selber bescheinigte, war es durchaus ein hartes Stück Arbeit an sich selber, um ein solcher Mensch zu werden, der Gottes Nähe ausstrahlen kann und sich besorgt zeigt um jede menschliche Not. Fast gelähmt, aber geistig hellwach, starb er 1660, in Paris. 1737 wurde er heiliggesprochen.
Für Ausgleich und Vielfalt wok| Nach dem Rücktritt von Peter Allemann übernimmt Urs W. Rechsteiner ab 1. März 2012 das Präsidium der katholischen Kirchgemeinde Winterthur. Urs W. Rechsteiner ist Treuhänder und Verwaltungsratspräsident einer Treuhandfirma in Winterthur. Er kennt sich in der Verwaltung dank seiner bisherigen Mitgliedschaft in der Kirchenpflege bestens aus. Nun präsidiert er die katholische Kirchgemeinde Winterthur. Sie umfasst acht Pfarreien mit rund 26'000 Personen. Die Steuereinnahmen sind bis anhin trotz der zurzeit schwierigen Wirtschaftslage stabil. Die Aufwendungen sind überblickbar. Trotzdem ist die Kirchgemeinde im kantonalen Finanzausgleich. Die Bedürfnisse aus den Pfarreien werden im Gespräch mit der Kirchenpflege und der Verwaltung auf ihre Machbarkeit hin abgeklärt. Urs W. Rechsteiner sieht sich als Moderator und Vermittler. In Bezug auf Personalfragen besteht ein regelmässiger und guter Kontakt mit dem Generalvikariat und der Synyode in Zürich. Mit der Bistumsleitung ist der Kontakt eher selten. Für die Zukunft hofft Urs W. Rechsteiner weiterhin auf eine gute Gesprächskultur. Er ist zuversichtlich, dass sich auf der Basis der heutigen Struktur weiterhin gute und tragfähige Lösungen finden lassen. Seit mehr als 50 Jahren kennt der Kanton Zürich im Verhältnis
zu den Religionen das dualistische System. Der Staat anerkennt die Kirchen als gemeinschaftsfördernde Kräfte im Staat. Die Religionsfreiheit wird respektiert, indem die Landeskirchen in einem innerkirchlichen Bereich ihre eigene Religon ausüben können. Dies hat aber unter Respektierung der staatlichen Gesetze zu erfolgen. Zur Finanzierung ihrer Bedürfnisse erheben die Landeskirchen Steuern und können diese weitgehend gemäss ihren Richtlinien verwenden. Anders ausgedrückt: Die staatskirchliche Struktur mit den Kirchgemeinden stellt die Gefässe bereit, in denen sich das kirchliche Leben entfalten kann. Die innerkirchliche Struktur ist mit den Pfarreien für den Inhalt der Gefässe und das gelebte Leben verantwortlich. Werdegang Urs W. Rechsteiner, lic. oec. publ., geb. 1956 Bürger von Appenzell AI Kollegi St.Antonius, Appenzell Uni Zürich, Betriebswirtschaft Eidg. dipl. Steuerexperte, VR-Präsident der PRT Revisions & Treuhand AG Winterthur katholische Kirchenpflege ab 2006
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Der neue Kirchenpflegepräsident Urs W. Rechsteiner
aus der Kirchenpflege
Urs W. Rechsteiner ist neuer Kirchenpflegepräsident
Schönes Erlebnis für Ministrierende
Mini-Weekend Ende September Milena Rüegg| Am Freitagabend trafen wir Minis aus St. Peter und Paul uns mit den Minis aus den anderen Pfarreien aus Winterthur und Pfungen-Neftenbach beim Pfarrhaus an der Tellstrasse. Dort luden wir unser Gepäck in den Bus. Wir gingen auf den Bahnhof und fuhren nach Mümliswil (SO), wo das Postauto bereit stand. Als wir endlich dort waren, wartete schon das Essen auf uns. Wir packten aus und spielten nach dem Essen noch Kennenlernspiele. Es ging noch lange, bis es einigermassen ruhig wurde. Wir hatten halt Spass. Am nächsten Tag gingen wir auf eine Erkundungswanderung im Wald unter der Leitung von einem Förster und durften sogar eine Kugelbahn aus Holz bauen. Am Mittag spielten wir ein Geländespiel, welches extra für diesen Anlass kreiert wurde. Am Abend waren die meisten schon
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Die Minis beim Start in Winterthur
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sehr müde. Der Gottesdienst im Freien am offenen Feuer mit Pfarrer Hugo Gehring war ein schönes Erlebnis. Gestärkt ging es los zur Nachtwanderung mit einer längeren und kürzeren Route. Danach waren alle sehr müde und schliefen schnell ein. Am Sonntagmorgen gab es ein «Leiterlispiel» mit ganz vielen Gruppen, die Aufgaben erfüllen mussten. Dann packten wir alles und putzten. Das hatten wir gemeinsam erstaunlich schnell geschafft. Die Rückfahrt ging schnell vorbei. Es war trotz dem wenigen Schlaf sehr lustig. Beim Pfarrhaus konnten wir unser Gepäck wieder entgegennehmen und wurden von den Eltern abgeholt. Es war ein interessantes und lustiges Mini-Weekend!
Adventsaktion vom 28./29. November 2011
19'000 Franken für mehr Menschenwürde in Haiti wok| Dieser traditionelle Anlass in unserer Pfarrei fand am ersten Adventssonntag statt. Dessen Erlös war für mehr Menschenwürde in Haiti bestimmt. Paula Iten informierte über die einzelnen Punkte der Menschenwürde. Da geht es einerseits um den Einsatz von Effektiven Mikroorganismen (EM) bei der Abwasserbehandlung in den Elendsvierteln zur Geruchsbekämpfung und zur Herstellung von Düngern. Es geht aber auch um die Abgabe von angereicherter Zuckerrohrmelasse an Schulkinder. Die Einnahme dieser trägt wesentlich zu einer besseren Gesundheit bei, denn mit einer einzigen regulären Mahlzeit pro Tag sind viele Kinder unterernährt. Als dritte Massnahme wird die Herstellung von sauberem Trinkwasser mittels Hypochlorit unterstützt. Das Verfahren ist kostengünstig und kann dezentral eingesetzt werden. Vielfältige Aktivitäten Für den Sponsorlauf trafen sich sportliche Läuferinnen und Läufer am Samstagmorgen auf der Schützenwiese. Bei gutem Wetter und angefeuert von ihren SponsorInnen liefen sie Runde um Runde für den guten Zweck. Das ergab einen Erlös von knapp 6000 Franken zugunsten
der Aktion. Auch Paula Iten nahm als «Geherin» am Lauf teil. Am Samstagabend kamen die BesucherInnen vor allem ins Pfarreiheim, um bei Kaffee und Kuchen einen Adventskranz aus dem sehr reichhaltigen Angebot wunderschön gestalteter Kränze auszuwählen und zu kaufen. Am Sonntag kochte eine haitianische Frau mit ihren Angehörigen das Mittagessen. Zwischendurch entpuppte sich die Köchin auch noch als gute Tänzerin. Paula Iten gab einen Einblick in ihre Arbeit bei der Stiftung «Hand in Hand». Die BesucherInnen nutzten zwischendurch die Gelegenheit an den Ständen einzukaufen oder sich über den
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Der Verkauf der Adventskränze erbrachte dieses Jahr einen Spitzenerlös
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Einsatz von EM in der Schweiz zu informieren. Grossartiger Erfolg Zusammen mit dem Kirchenopfer ergab sich ein Gesamterlös von 19'100 Franken. Herzlichen Dank allen GönnerInnen, SponsorInnen, HelferInnen und Kaufwilligen für die grosse Unterstützung.
❱ Am Mittwoch und Donnerstag vor der Adventsaktion verwandelte sich das Pfarreiheim in eine Blumenwerkstatt: Viele Frauen banden Adventskränze und kreierten Gestecke
Neues Layout des Pfabüs
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aho| Rechtzeitig zum Jubiläum unserer Pfarrei erscheint das Pfabü mit leicht neuem Layout. Es wurden nur «sanfte» Änderungen vorgenommen, so dass Sie, liebe Lesende, das Pfarreibulletin auch weiterhin in Ihrer Post gut wiedererkennen. Stephan Rüegg, Polygraph, unterstützt das Redaktionsteam ab diesem Jahr mit seinem Fachwissen und ist neu für den gestalterischen «Finish» zuständig. Wir danken ihm herzlich für sein Mitarbeiten und freuen uns auf viele weitere frisch aufgelegte Pfabüs.
20. Januar 2012: Ein festlicher Abend im Pfarreiheim
Viele Mitarbeitende genossen das Dankeschön aho| Am Freitagabend waren alle freiwillig in der Pfarrei Mitarbeitenden nach der Abendmesse zu einem Festmahl eingeladen. 120 Personen genossen nach einem Apéro bei Kerzenschein das feine von der Brühlgut-Stiftung zubereitete DreiGang-Menü im festlich dekorierten Saal. Das Seelsorgeteam entpuppte sich als exzellentes Servicepersonal in Anzug mit weissen Handschuhen und bediente alle Anwesenden wie in einem Fünf-Stern-Restaurant. Zwischen dem Essen erzählte Jürg Hablützel (Stadtführer in Winterthur) Anekdoten aus dem Neuwiesenquartier und die Big Band «Evergreens» spielte Tafelmusik. Nach dem Dessert und dem traditionellen «Schnäpsli» tanzten die Gäste zu den wohlbekannten Ohrwürmern der «Evergreens». Der fröhliche, gemütliche und sehr stimmungsvolle Festabend verging viel zu schnell.
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Festliches Abendessen bei Kerzenlicht
Die Big Band «Evergreen» überraschte mit spritzger Musik
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Hugo Gehring als Chefkellner im Einsatz
aus dem Pfarreirat
Sonntag, 25. März 2012
Pfarreiversammlung und Suppenzmittag Alice Bosshard-Walt| Nach dem 9.30-Uhr-Gottesdienst sind die Pfarreiangehörigen und weitere Interessierte um 10.45 Uhr zur Pfarreiversammlung ins Pfarreiheim eingeladen. Der Pfarreirat wird über seine Tätigkeiten seit der letzten Versammlung im Herbst 2008 informieren.
Themen der Pfarreiversammlung Interessant für alle ist sicher der Bericht von Werner Schurter über die verschiedenen Anlässe, die zum 150-Jahr-Jubiläum der Kirchgemeinde Winterthur und der Pfarrei St. Peter und Paul geplant sind. Pfarreiratspräsident Walter Hercigonja und Jozsef Galambos von der Ungarnmission wollen nach langjähriger und verdankenswerter Mitarbeit zurücktreten. Der Pfarreirat freut sich, der Pfarreiversammlung neue Mitglieder vorzustellen und zusammen mit den Verbleibenden zur Wahl vorzuschlagen.
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Neue Statuten, die auf Wunsch von Bischof Vollmar, unter Einbezug der bisherigen Richtlinien, Erfahrungen, Erkenntnissen und dem Rahmenstatut für Pfarreiräte im Bistum Chur erarbeitet wurden, sind bereits im Dezember 2008 vom damaligen Generalvikar Paul Vollmar und Pfarrer Hugo Gehring genehmigt worden und müssen nun noch durch die Pfarreiversammlung angenommen werden, damit sie in Kraft treten können. Natürlich können an der Pfarreiversammlung auch Anregungen und Wünsche an den Pfarreirat vorgebracht werden.
Apéro und Suppenzmittag Nach der Versammlung sind wir zum Apéro eingeladen. Anschliessend treffen sich hoffentlich möglichst viele zum gemeinsamen KolpingSuppenzmittag. Der Erlös kommt Projekten des Fastenopfers zugute. Der Sonntag, 25. März zeigt mit den Gottesdiensten in der Kirche, der Eltern-Kind-Feier in der Krypta, der Pfarreiversammlung und dem Suppenzmittag Kirche findet Stadt(t).
Auffahrt, 17. Mai 2012
Wallfahrt nach Gachnang odu| Das 150-Jahr-Jubiläum unserer Pfarrei gab den Anstoss: Ziel der Pfarreiwallfahrt sollte ein Ort sein, der für unsere Pfarrei bedeutsam ist. Was liegt da näher als die Schlosskapelle Gachnang? Die Winterthurer Katholiken, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts um der Arbeit willen vom Land in die reformierte Stadt gezogen waren, mussten bis in die 1860er Jahre «alle Sonn- und Festtage (…) nach Gachnang, als der von hier nächstgelegenen katholischen Kirche, wandern» (aus einer Bittschrift der Katholiken an den Winterthurer Stadtrat, 1813). Das Jubiläum bietet uns Gelegen-
heit, in den Fussspuren unserer Winterthurer Glaubensvorfahren an jenen Ort zu «wallen», wo diese einst «ihre Gottesverehrung ausüben konnten».
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Programm Wandernde (bei jedem Wetter) 7.20 Uhr: Start vor der Kirche St. Peter und Paul 8.15 Uhr: «Zustieg» am Bahnhof Oberwinterthur 9.10 Uhr: «Zustieg» bei der reformierten Kirche Wiesendangen
Das Ziel der diesjährigen Wallfahrt: die Schlosskapelle Gachnang
Bahnreisende 9.45 Uhr: Gleis 9: Abfahrt der S-Bahn nach Islikon. Vom Bahnhof Islikon zu Fuss zur Schlosskapelle Gachnang: Gehzeit: 30 Minuten Reisende im Minibus 10.00 Uhr: Abfahrt vor der Kirche St. Peter und Paul. Kosten hin und zurück: Fr. 20.–. Gottesdienst 11.00 Uhr: in der Schlosskapelle Gachnang Mittagessen 12.30 Uhr: im Restaurant Ochsen in Islikon. Gehzeit: 20 Minuten. Rückfahrt mit Bahn 15.01 Uhr: ab Bahnhof Islikon
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Weitere Details erfahren Sie später im Forum oder auf Handzetteln, die, versehen mit einem Anmeldetalon, im Vorzeichen der Kirche aufliegen.
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Weltgebetstag 2012 Am 2. März 2012, 19.00 Uhr in der Kirche der Heilsarmee an der St. Georgenstrasse 55. Alice Gisler| Sie sind herzlich eingeladen, die Feier zum Weltgebetstag zu besuchen. Frauen aus Malaysia haben die Liturgie dieses Jahres vorbereitet. Für einen sinnlichen Eindruck von diesem Land und zum Austausch mit anderen lädt Sie das Vorbereitungsteam anschliessend zu einem kleinen Apéro ein.
Kalendarium
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Februar 1 Mittwoch 2 Donnerstag 15 Mittwoch 22 Mittwoch 28 Dienstag
SeniorInnennachmittag, 14.30, Pfarreiheim St. Ulrich «Gesund und genussvoll essen – auch im Alter» Infoabend zu Exerzititen im Alltag, 19.30, Pfarreiheim Frauen PP, Nachmittagswanderung Aschermittwoch, Eucharistiefeiern, 8.30 und 19.30, Austeilung der Asche Vortragsabend mit emeritiertem Weihbischof Peter Henrici, «Wohin steuert der Vatikan?», 19.30, Pfarreiheim
März 1 Mittwoch 1 | 8 | 15 |22 | 29 2 Freitag 3 Samstag 6 Dienstag
FamA, Frauen PP, Tanzend durchs Jahr, 20.15, Pfarreiheim Donnerstag – Exerzitien im Alltag, 13.30–17.00 und 19.30–22.00, Krypta/Pfarreiheim Weltgebetstag, Liturgie aus Malaysia, 19.00, Kirche der Heilsarmee, St. Georgenstrasse 55 Versöhnungsweg ganztags, Pfarreiheim und Kirche Frauen PP, Generalversammlung, 18.30, Pfarreiheim
Kalendarium 7 Mittwoch 10 Samstag 14 Mittwoch 17|18 19 Montag 25 Sonntag 26 Montag 28 Mittwoch 31 Samstag
April 1 Sonntag 4 Mittwoch 11 Mittwoch 13 Freitag 15 Sonntag 16 Montag 18 Mittwoch 20 Freitag 23– 27
SeniorInnennachmittag, 14.30, Pfarreiheim St. Peter und Paul, Vortrag von Pfarrer Hugo Gehring, «150 Jahre Pfarrei St. Peter und Paul» Erlebnismorgen ErstkommunikantInnen, Pfarreiheim Frauengottesdienst, 8.30, Kaffee im Pfarreiheim Samstag|Sonntag – FamA, Frauen PP, Brain-Gym-Kurs I, Jugendtreff, Claudia Bamert FamA, Frauen PP, Osterhasen giessen, 17.00 und 19.30, Pfarreiheim Pfarreiversammlung, 10.45, Suppenzmittag ab 12.15, Pfarreiheim Eltern-Kind-Feier, 11.00, Krypta, Suppenzmittag Kinderchormusical «Hans im Glück», 17.00, Pfarreiheim FamA, Frauen PP, Tanzend durchs Jahr, 20.15, Pfarreiheim Filmkafi am Nachmittag, Kinobesuch und Diskussion Familiengottesdienst zum Palmsonntag, 18.00
❱ Hinweis Palmsonntag: Jubiläumsgottesdienst mit Dr. Josef Annen, 9.30, Kirchenchor, Apéro SeniorInnennachmittag, 14.30, Pfarreiheim St. Ulrich, «Lebensgeschichte einer einfachen italienischen Frau – keine einzige Lüge» Frauengottesdienst, 8.30, Kaffee im Pfarreiheim Jubiläumsanlass für Mitarbeitende und Pensionierte ab 13.30 Erstkommunion, 9.30, Kirche FamA, Frauen PP, Tanzend durchs Jahr, 20.15, Pfarreiheim Frauen PP, Interreligiöse Begegnung, Führung im Tibet-Institut in Rikon, Abfahrt SBB ca. 13.30 Kirchenchor, Generalversammlung, 18.00, Pfarreiheim Montag bis Freitag – Firmreise nach Rom
Termine für Bussfeiern und Gottesdienste während der Karwoche und an Ostern finden Sie auf Seite 21.
Fortsetzung siehe Rückseite
AZB
8400 Winterthur
Kalendarium
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❱ Treffpunkte Taizé-Gottesdienst 19.2. | 18.3. | 15.4. | 20.5. | 17.6. Bibelteilen 4.2. | 3.3. | 7.4. | 5.5. | 2.6. Handarbeitstreff 28.2. | 27.3. | 24.4. | 29.5. Jassnachmittage 6.2. | 20.2. | 5.3. | 19.3. | 2.4. | 16.4. | 30.4. | 14.5. | 4.6. | 18.6. Zischtigzmittag jeden Dienstag, 12.00, Restaurant Bodega Schulferien Samstag, 5.2. bis Sonntag, 19.2. Samstag, 21.4. bis Sonntag, 6.5. aktuelle Termine www.peterundpaul.ch
Mai 1 | 8 | 15 |22 | 29 2 Mittwoch 6 Sonntag 8 Dienstag 17 Donnerstag 23 Mittwoch
Dienstag – Maiandacht, 19.00, Kirche Maiausflug der SeniorInnen nach Turbenthal zu Pater Sunny Eltern-Kind-Feier, 10.00, Krypta Frauen PP, Gemeinsame Maiandacht mit allen Frauenvereinen der Region, 19.00, St. Marien, Oberwinterthur Auffahrt: Pfarreiwallfahrt nach Gachnang Filmkafi am Nachmittag, Kinobesuch und Diskussion FamA, Frauen PP, Musikalischer Abend mit Hansueli Bamert, 20.00, Kirche
Juni 2 Samstag 3 Sonntag 5 Dienstag 8 –15 10 Sonntag 13 Mittwoch 20 Mittwoch 21 Donnerstag 26 Dienstag 27 Mittwoch
Treffpunkt Zukunft, «Kirche findet Stadt(t)», Beginn 13.30, Gesamtgottesdienst aller Winterthurer-Pfarreien und deren Kirchenchöre, 18.00, Kirche St. Peter und Paul, Apéro HGU Abschlussgottesdienst, 11.15, Apéro Kirchgemeindeversammlung, 20.00, Pfarreiheim Freitag bis Freitag – SeniorInnenferien in der Lenk Firmung mit emeritiertem Weihbischof Peter Henrici, 9.30, Kirche Eltern-Kind-Feier, 10.00, Krypta Frauengottesdienst, 8.30, Kaffee im Pfarreiheim Frauen PP, Nachmittagswanderung FamA, Frauen PP, Sommersonnenwendefest, 19.00, Wald oder Pfarreiheim Frauen PP, Ganztagesausflug mit dem Car zum Kloster Baldegg und zum Schloss Heidegg Katechetischer Nachmittag, Pfarreiheim Filmkafi am Nachmittag, Kinobesuch und Diskussion