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Jahresbericht 2015 der Katholischen Kirche in Winterthur

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2015

Jahresbericht Rรถmisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur

Vielklang


Inhaltsverzeichnis Vielklang 3 4 6 10

Wie die Orgel nach Seen kommt

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Editorial des Präsidenten Urs W. Rechsteiner Kirchenmusik: mehr als Wellness für die Seele Wie die Orgel nach Seen kommt Musik ist eine Brücke zu Gott – ein theologischer Blick auf die Kirchenmusik Ein Tag mit … … Hansueli Bamert Pfarreiliche Sozialarbeit: Hilfe, die an der Wurzel der Probleme ansetzt Ein Blick hinter die Kulissen

Finanzen 19 Laufende Rechnung (nach Arten) 20 Bestandesrechnung 21 Investitionen im Verwaltungsvermögen (nach Dienstbereichen) 22 Laufende Rechnung (nach Dienstbereichen) 22 Abschied der Rechnungsprüfungskommission 23 Sonderrechnung Jahrzeitfonds 24 Kommentar zur laufenden Rechnung (nach Arten)

Hansueli Bamert Ein Tag mit dem Kirchen- und Schulmusiker

reformiert

katholisch

unbekannt, andere, keine

Religionszugehörigkeit der Ratsuchenden in der pfarreilichen sozialen Arbeit

Tätigkeitsberichte der Ressorts und Kommissionen 25 Kirchenpflege und Verwaltung 28 Kommissionen 28 • Bau- und Liegenschaftskommission 28 • Personalkommission 30 • Seelsorgekommission 30 • Jugendkommission 31 • Kommission für Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit 32 • Kommission für Kirchliche Entwicklungshilfe (KEH) 34 Die Katholische Kirche in Winterthur auf einen Blick

Namen und Kontakte

Impressum

Musik ist eine Brücke zu Gott – ein theologischer Blick auf die Kirchenmusik

Jahresbericht 2015 Römisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur www.kath-winterthur.ch Gestaltung/Druck: Mattenbach AG Titelbilder: Markus Erni, Don Matteo Laslau, Giovanni Schäfli, Oliver Sittel, Thomas Suter.


Präsident Urs W. Rechsteiner

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«Vielklang» ist der Titel des Jahresberichts 2015 der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Winterthur. Einerseits, weil Musik in den acht Winterthurer Pfarreien eine zentrale Rolle spielt: Als Gottesdienstmusik sind die Lieder, Orgelstücke, Messen und Choräle Verkündigung und Gebet. Wenn die Orgel alle Register zieht oder ein stimmgewaltiger Chor anhebt, wird für viele Gottesdienstbesucherinnen und -besucher Spiritualität erlebbar. Andererseits, weil Musik aber auch Menschen zusammenführt: In allen acht Pfarreien der Katholischen Kirche in Winterthur haben sich Chöre gebildet – für Kinder, für Jugendliche, für Eltern mit kleinen Kindern, für spezielle Projekte, für Gregorianik oder Gospel oder als klassische Kirchenchöre. Sie werden von professionellen Chorleiterinnen und -leitern geführt und pro Jahr von der Kirchgemeinde mit insgesamt gut 390 000 Franken unterstützt. Massgeblich ermöglicht wird der Chorbetrieb aber auch durch das Engagement unzähliger freiwillig Tätiger. Den gesellschaftlichen Wert dieses in unseren Pfarreien gepflegten «Vielklangs» versinnbildlicht ein ausserordentliches Chorprojekt: «Natürlich gemischt» heisst der Chor, in dem armutsbetroffene Menschen gemeinsam mit solchen singen, die Armut betroffen macht. Auf Seite 5 finden Sie ihn im Bild dargestellt. Dargeboten werden hier auch Lieder mit sozialpolitischen Texten: Wie fühlt sich das Aufwachen für stellenlose Menschen an, wenn der Tag keine Struktur und Aufgabe bietet? Wie der Spaziergang durch die Innenstadt, wenn das Portemonnaie leer ist? Wenn der «Natürlich gemischt»-Chor singt, mischt sich in den «Vielklang» ein ganz bewusster inhaltlicher Misston: Musik kann auch zeigen, wo die Gesellschaft nicht harmoniert. Auch das ist ihre Aufgabe im pfarreilichen Kontext. Welche Funktionen die Kirchenmusik in ihrer langen Tradition hatte, zeigt der Artikel von Professor Beat Schäfer auf Seite 4. Der Autor unterrichtet an der Zürcher Hochschule der Künste Kirchenmusik. Einen theologischen Blick auf die Kirchenmusik wirft Pfarrer Klaus Meyer in seinem Beitrag auf Seite 10. Der Artikel über die Konzipierung und den Einbau der neuen Orgel in der Seemer

Editorial Pfarrei St. Urban (Seite 6) macht erlebbar, wie komplex die Konstruktion und der Wirkmechanismus dieser Königin der Instrumente sind. Mit über 1400 Pfeifen und 25 Registern ist die neue Orgel in Seen ein Sinnbild des musikalischen Vielklangs – und ein Sinnbild für den «Vielklang», der in Pfarreien herrschen muss, wenn sie ein lebendiges Pfarreileben bieten wollen. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen Freiwilligen, die sich täglich dafür einsetzen, dass sich die verschiedenen Stimmen und Tonlagen in unserer Kirchgemeinde zu einem vielschichtigen und gleichzeitig harmonischen Ganzen zusammenfügen. Ich danke auch meinen Kolleginnen und Kollegen der Kirchenpflege und der Rechnungsprüfungskommission sowie der Verwaltung für ihre aktive Mitarbeit und die grosse Unterstützung. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre dieses Berichts, auf Papier oder auf www.kath-winterthur.ch. Urs W. Rechsteiner, Präsident der Kirchenpflege


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Kirchenmusik: mehr als Wellness für die Seele Kirchenmusik hat eine lange Tradition, die sich immer wieder erneuert hat und das auch weiterhin tut. Viele Menschen sind noch immer überzeugt, dass es etwas gibt, das höher ist als menschliche Vernunft. Sie suchen nach Antworten auf die Wunder des Lebens und der Liebe, auf die Frage, was es mit dem Tod auf sich hat. Anregung, Unterstützung und Trost finden sie in biblischen, aber auch anderen religiösen Schriften und eben auch in der christlichen Musik.

Kirchenmusik gehörte lange ausschliesslich zum Gottesdienst. Heute jedoch sind oft Karfreitagskonzerte mit einer Passion von J. S. Bach besser besucht als der Karfreitagsgottesdienst selbst, obwohl im Gottesdienst dieselben Texte meist zeitgemässer ausgelegt werden, als sie Bach durch Musik und Dichtung interpretiert hat. Offensichtlich wird das Spirituelle gesucht. Die biblische Botschaft wird als Bereicherung wahrgenommen (oft gar in altertümlicher Sprache und antiquierter Theologie) und durch die Zuhörenden in Bezug zur eigenen Realität gesetzt. Doch Kirchenmusik will nicht nur Wellness für die Seele sein. Sie ist als christliche Gottesdienstmusik immer auch Verkündigung, Gebet, Klage, Lob, Predigt, Erbauung und Zuspruch. Von Gregorianik bis «Shining» Nebst Fürstenhöfen und Königshäusern war die Kirche über Jahrhunderte einer der wichtigsten Arbeitgeber für Musiker. So erstaunt nicht, dass fast ausnahmslos alle namhaften Komponisten bis ins 19. Jahrhundert Kirchenmusik geschrieben haben. Nicht selten findet man weltliche Melodien in kirchenmusikalischem Gewand (Missa «L’homme armé» etc.) oder kirchenmusikalische Themen auch in weltlichen Kompositionen, so zum Beispiel das gregorianische «Dies Irae»-Motiv in der «Sinfonie fantastique» von Berlioz, in Mussorgskis «Nacht auf dem kahlen Berge» und in der Filmmusik zu Stanley Kubricks «Shining». Musik und Ritual als älteste Kommunikationsformen Doch kehren wir zurück zu den Anfängen der Musik, um ihre Bedeutung für die spätere Kirchenmusik zu erkennen: Musik und Ritual gehören zu den ältesten künstlerischen Bezugspaaren der Menschheit: Schon vor Tausenden von Jahren kündeten signalhafte Rufe – vokal, getrommelt oder auf Blasinstrumenten gespielt – die Ankunft von Menschen, Herden oder Gefahr an. Sie sind früheste Vorformen späterer kirchlicher Anrufungen und Antwortgesänge oder zum Beispiel auch des Glockengeläuts. Schlaflieder, Beschwörungs- und Bittfloskeln – schon vor Tausenden von Jahren gesungen – zeugen von der musikalischen Gestaltung eines Rituals.

Texte in Musik und Ritus Schon lange bevor es christliche Kirchen gab, wurden Feiern und Zeremonien abgehalten, an denen Musik und Riten untrennbar zusammengehörten. Da die Singstimme das immer schon vorhandene Instrument der Menschen war, erstaunt es nicht, dass auch das gesprochene Wort und gesungene Texte bald einen festen Platz bei kirchlichen Riten und Ritualen einnahmen. Doppelt betet, wer singt Musik und gesprochenes Wort können sich aufs Beste gegenseitig ergänzen und intensivieren durch Weiterführungen, Überhöhungen eines Inhaltes oder durch spannungsgeladene Widersprüchlichkeit. Sie sind ebenfalls ein «interdisziplinäres» Paar, dessen sich gegenseitig verstärkende Wirkung schon früh auch kirchlicherseits erkannt worden ist: «Bis orat qui cantat» oder auf Deutsch «Doppelt betet, wer singt», sagte schon Augustinus im 4. Jahrhundert. Insbesondere im beginnenden 16. Jahrhundert wurde die Beziehung von Musik und Sprache ganz allgemein neu hinterfragt und ein Musikstil geprägt (musica poetica), der von der antiken Rhetorik abgeleitet war und bis in unsere Tage das Komponieren mancher Musiker und Musikerinnen prägt. Grunderfahrungen erlebter Spiritualität Musik im christlichen Sakralraum gehört für viele Menschen zu den Grunderfahrungen erlebter Spiritualität. Musik als Zusammenwirken von Klang und Zeit im Kirchenraum kann Menschen auf besondere Weise berühren. Sie kann so ausdrucksstark sein, dass sie nicht selten als spirituelle Erfahrung wahrgenommen wird. Dabei sei dahingestellt, ob diese Erfahrung als Manifestation des «Unerklärlichen» oder als konkretes Wirken des «christlichen Heiligen Geistes» gedeutet wird. Musik als «Schwester der Theologie» Die Auseinandersetzung mit dem «Göttlichen» kann letztlich immer nur zeichenhaft, bruchstückhaft und andeutend geschehen. Das «Göttliche» entzieht sich einer strengen Logik und erfährt seine Bestätigung nur durch


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den Glauben und die Erfahrungen des Einzelnen. Das «Göttliche» wird negiert durch die Vernunft, den Verstand oder das Ausbleiben entsprechender (Glaubens-) Erfahrungen. Ähnlich lässt sich auch die berührende Wirkung gelungenen Musizierens nur bruchstückhaft erklären und andeutend ausdrücken. Das beglückende oder aufwühlende Erleben des «heiligen Momentes» beim Musizieren, des Kreierens oder «Wiederschöpfens» in einem Konzert entzieht sich ebenso konkreter Beschreibung und logischer Begründung. Für manche sind das künstlerisch bedingte «Gotteserfahrungen». Selbst religiöse Menschen können oft nicht auseinanderhalten, ob sie die Bibel oder eine andere heilige Schrift näher zur Erfahrung des Göttlichen bringt – und die Musik dies verstärkt – oder umgekehrt, ob die Musik sie diese Erfahrung machen lässt und sie in den Schriften eine mentale Auseinandersetzung und Verankerung des Erfahrenen finden. Nicht von ungefähr bezeichnete Luther deshalb die Musik als «Schwester der Theologie». Wie es auch bei weltlichen Geschwistern vorkommen kann, hat die Theologie jedoch nicht selten ihre «Schwester Musik» als Konkurrenz empfunden und versucht, sie auf eine ihr nur zudienende Stellung zu reduzieren. Viele dieser «Musik und ...»-Entsprechungen können wir in sogenannter weltlicher absoluter Musik finden. In der Kirchenmusik fallen diese Eigenschaften jedoch meist alle zusammen.

Musik bringt Menschen zueinander. Hier im Chor «Natürlich gemischt», der aus armutsbetroffenen Menschen und aus solchen besteht, die Armut betroffen macht. Bild: zVg.

Mittel zum Gemeindeaufbau … Kirchenmusik versteht sich heute – nebst ihrer liturgischen Funktion als Verkündigung, Gebet, Klage, Lob, Predigt, Zuspruch und Erbauung im Gottesdienst – auch als Medium des «Gemeindeaufbaus». Das Musikhören, noch viel mehr das Selbermusizieren bringt Menschen zueinander und lässt sie eine gemeinsame Wegstrecke teilen. Stilistisch hat diese Erkenntnis eine Erweiterung des Repertoires mit sich gebracht: So verfügen heute ausgebildete Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker über

Kenntnisse in Popularmusik, in Taizé-Gesang, in Jugendoder Altersarbeit, in Gregorianik, in der Aufführung von Oratorium und Avantgarde, sie beherrschen das Orgelspiel liturgisch, konzertant, improvisierend oder literaturgetreu, kennen Stimme und Orchester wie auch die Arbeit mit einer Band und sollten darüber hinaus ein einfaches Arrangement schreiben können und gute Pädagoginnen und Kommunikatoren sein, um den verschiedenen Ansprüchen auch qualitativ gerecht werden zu können. Kirchenmusik als Mittel des Gemeindeaufbaus ist eine grosse Chance! … und als gewollte Zumutung Eine Reduktion der Musik nur auf ein Mittel des Gemeindeaufbaus bzw. die Begründung der Wahl musikalischer Werke nur durch «pastorale Anliegen» birgt die Gefahr der Trivialisierung. Aus der ehrlichen Absicht, «für alle ein Angebot zu haben», wird die wertvolle Botschaft ihrer Bedeutung beraubt durch banale oder hohle Liedtexte und oberflächliche Melodie- und Musikgestaltung, die man der Gemeinde zuzugestehen glaubt. Diese Kritik und Warnung bezieht sich dabei nicht auf einen spezifischen Stil, sondern vielmehr auf die da und dort festzustellende Unbedarftheit im Umgang mit der Musik als Kirchenmusik in ihren vielfältigen Bezügen zu Wort, Liturgie, Inhalt und Adressaten. In diesem Sinne darf Kirchenmusik nicht zur reinen Dekoration, zur sakral-akustischen Wohlfühlkulisse verkommen und soll ab und zu – wie die christliche Botschaft – eine Zumutung für die Gemeinde bleiben. Dass diese in einer guten Weise geschieht, steht in der Verantwortung aller Mitarbeitenden in der Gottesdienstgestaltung, in der Katechese, in der Diakonie und im Gemeindeaufbau. Noch nie hat es eine so grosse Fülle, einen solchen Reichtum guter und spannender Kirchenmusik, von Einfachem und Komplexem für Alt und Jung, für Professionelle wie für Amateure, für Hörende und Selbermusizierende, für feierliche Hochämter und schlichte Hauskreise, für Tagzeitengebete und geistliche Konzerte gegeben wie heute. Tragen wir Sorge dazu, das Richtige am entsprechenden Ort klingen zu lassen in achtsamem Miteinander von Theologen, Musikerinnen und Katecheten, Profis und Laien – zu Gottes Ruhm und zum Wohle der Menschen. Prof. Beat Schäfer, Leiter Kirchenmusik, Master of Arts in Music Performance, Zürcher Hochschule der Künste. * Dieser Artikel erschien in kürzerer Version unter dem Titel «Kirchenmusik reloaded» in «Zett» 3 /15, der Hauszeitung der Zürcher Hochschule der Künste.


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Wie die Orgel nach Seen kommt Endlich ist sie spielbereit: Am Sonntag, 13. September 2015, wird im Seemer Pfarreizentrum St. Urban die neue Orgel eingeweiht. Nach rund 40 Jahren mit einem «Orgel-Providurium» hören die Pfarreimitglieder in der voll besetzten Kirche erstmals, wie die «Königin der Instrumente» nun wirklich tönt.

25 Register kann Joachim Seefelder, Organist der katholischen Pfarrei St. Urban, nun ziehen und 1407 Orgelpfeifen kann er ertönen lassen: Die neue Seemer Orgel ist nach rund 12-monatiger Entstehungszeit Mitte September 2015 spielbar – endlich. 1974, als die Kirche St. Urban eingeweiht wurde, hätte darin eigentlich schon eine gut ausgestattete Orgel aufspielen müssen. Doch die in der Wand dafür ausgesparte Nische blieb leer. Der Bau des Pfarreizentrums hatte das Budget so sehr strapaziert, dass die Pfarrei für die nächsten rund 40 Jahre mit einer kleineren Chororgel, der sogenannten Werktagskapellen-Orgel, Vorlieb nehmen musste. Erst im Rahmen einer Totalsanierung des fast 40-jährigen Pfarreizentrums hatte die Kirchgemeinde nun auch einen Kredit für eine neue Orgel gesprochen, und dem Einbau eines Instruments, das Raum und Akustik der Kirche gerecht wird und es erlaubt, einen Grossteil der gesamten Orgelliteratur zu interpretieren, stand nichts mehr im Wege.

September 2015: An der Orgelweihe zeigt der Gastorganist Christoph Wartenweiler, welche musikalische Wucht und gleichzeitig Finesse die neue Seemer Orgel hat.

Eine Orgel wird geweiht Liegt es an der Wartezeit von 40 Jahren oder an der Tatsache, dass Orgelneubauten heute in der Schweiz Seltenheitswert haben? Gross ist der Publikumsandrang zur Orgelweihe am 13. September 2015; jeder Stuhl in der Kirche ist besetzt. Bereits im festlichen Gottesdienst führt der eigens für die Weihe eingeladene Gastorganist Christoph Wartenweiler die musikalische Wucht und gleichzeitig Finesse des gut 600 000 Franken teuren Ins-

Das Seelsorgeteam von St. Urban (links: Oliver Quilab, rechts Peter Koller) weiht das Instrument. Bilder: José Osuna.


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Besuch in der Werkstatt der Orgelbauer Eine eigens für die Orgelbeschaffung eingesetzte Orgelkommission (das ehemalige Kirchenpflegemitglied Hansjörg Thurnherr, der Organist Joachim Seefelder, der Architekt Johann Frei, der Vertreter der Pfarrei Rolf Mauron und der Orgelexperte Christoph Wartenweiler) hatte

nicht nur die Vergabe begleitet, sondern verfolgte auch die Entstehung des neuen Instruments. Zusammen mit interessierten Pfarreiangehörigen reisten deshalb einige Kommissionsmitglieder in die Goll’sche Werkstatt mitten in Luzern – übrigens kein funktionaler Fabrikbau, sondern ein Altstadthaus mit einem zweistöckigen Werkstattgebäude. Ihm gegenüber, auf der anderen Seite eines Innenhofs, befindet sich ein Holzlager samt einem weiteren Werkstattraum. Man wollte sehen, wie sie entstand, die neue «Königin der Instrumente». In der Werkstatt, einem wunderbar nach Holz duftenden Raum, lagerten die Baustoffe der künftigen Seemer Orgel: Eichenholz, Mammutzahn-Intarsien, Fichten- und Zwetschgenholz, Ebenholz und vieles mehr. Hier war nun auch erstmals die Holzhülle zu sehen, die schon die ganzen Ausmasse der Orgel verriet. In der Luzerner Werkstatt bauten die Orgelbauer das Instrument zum ersten Mal zusammen – um sie, wie sie den Winterthurer Besucherinnen und Besuchern an der Werkstattführung verrieten, bald wieder in Einzelteile zu zerlegen und nach den Frühlingsferien nach Winterthur zu transportieren. Bereits im Rohbau waren die massive Eichenhülle und die Fichtenteile gut erkennbar. In der Pfeifenwerkstatt standen schon viele Orgelpfeifen bereit, sorgfältig verpackt und angeschrieben. Zur grossen Freude des Seemer Organisten Joachim Seefelder, der auch zum Werkstattbesuch angereist war, war auch der Spieltisch schon fertiggestellt: Er ist aus Zwetschgenholz gefertigt und mit schmückenden Mammutzahn-Intarsien versehen, die die Struktur der Kirchendecke auf elegante Art interpretie-

Konstruiert wurde die Orgel in der Werkstatt in Luzern, dann wurde sie wieder zerlegt und per Lastwagen nach Winterthur gebracht: eine Orgel auf Reisen.

Orgelpfeifen sind empfindlich, müssen auf dem Transport gut geschützt und dürfen bei der Montage nur mit Handschuhen angefasst werden. Bilder: Bea Helbling.

truments vor. Schliesslich schreiten auch Peter Koller, der Gemeindeleiter, der Vikar Oliver Quilab und der Pastoralassistent Jochen Lang zur Orgel. Das neue Instrument wird gesegnet; der Duft von Rosenholzöl, das dem Weihwasser beigegeben wurde, durchzieht bald die Stuhlreihen: Die Orgel ist nun Teil der Kirche St. Urban. Aufwendiges Vergabeverfahren Begonnen hat das grosse Werk jedoch bereits vor einem Jahr: Die Luzerner Orgelbaufirma Orgelbau Goll AG hat sich im Vergabeprozess gegen in- und ausländische Mitbewerber durchgesetzt und den Zuschlag bekommen, die Seemer Orgel zu bauen. Elf Orgelbauer hatten sich beworben, vier wurden ausgewählt und durften eine detaillierte Offerte einreichen. Überzeugt hat das Luzerner Traditions­ unternehmen nicht zuletzt mit der gestalterischen Einbindung des Instruments in das architektonische Umfeld. Für die typische Siebzigerjahre-Kirche St. Urban mit der tief liegenden und markanten Kassettendecke wählten die Luzerner Orgelbauer eine reduzierte Grundform für das Instrument. Das massive Eichenholzgehäuse und die Glasflächen, die das Rostrot des Kirchenraums aufnehmen, ergänzen das Kircheninnere auf dezente Weise.


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Die Orgelpfeifen und weitere sorgfältig verpackte Teile der Orgel werden in der Kirche ausgelegt.

Nach drei Tagen ist die Orgel bereits in voller Höhe, Breite und Tiefe erkennbar: Fertig montiert wird sie 5,5 Tonnen wiegen.

Die 1407 Orgelpfeifen stehen bereit für die Montage und …

… werden nach und nach eingesetzt. Bilder: Bea Helbling.

ren. Schon der Besuch in der Luzerner Werkstatt machte deutlich: Diese Orgel, die hier in siebenmonatiger Arbeit entsteht, ist ein Unikat, abgestimmt auf die Architektur, die Akustik und die Raumverhältnisse der Kirche St. Urban in Seen. «Wir haben die Pfeifen in 25 Register zu je 56 Pfeifen gruppiert, die Disposition ist einzigartig für jede Orgel – es gibt keine zwei Orgeln, die genau gleich tönen und aussehen», erklärt Orgelbauer Simon Hebeisen, Geschäftsführer des Orgelbaubetriebs. Neben den Massen und der Gestaltung der Aussenfront, des sogenannten Prospekts,

hat Hebeisen auch den Klang der Seemer Orgel konzipiert. Die Pfeifen für diesen so individuellen Klang unterscheiden sich untereinander: Durch Grösse, Form und das verwendete Material Holz oder Metall entstehen unterschiedliche Töne und Klangfarben. 5000 bis 6000 Arbeitsstunden wird das Orgelbauerteam in das ganze Projekt stecken. Ein Lastwagen voller Musik Am Montag, 20. April 2015, ist es dann so weit: Die Orgel kommt, allerdings in einem einzigen und gar kleinen


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Lastwagen. Als die Ladeklappe ausfährt und einen ersten Blick in den Laderaum erlaubt, sind Hunderte von sorgfältig verklebten und mehrfach gepolsterten Paketen und Bündeln zu sehen. Die Mitarbeiter der Orgelfirma legen jedes Paket sorgfältig in einen vorher genau markierten Bereich auf dem Fussboden der Kirche: Es sind die Einzelteile der Orgel. Ganz zum Schluss werden vorsichtig auch die ersten Metall-Orgelpfeifen, gefertigt aus einer Zinn-Blei-Legierung, in die Kirche getragen. Es handelt sich um die Prospektpfeifen, die prominent im Frontbereich der Orgel zu stehen kommen. Da der Kirchenraum auch als Saal für verschiedenste gesellige Anlässe genutzt wird, müssen der Spieltisch und die Prospektpfeifen geschützt werden können. Versenkbare Buntglasscheiben werden die Prospektpfeifen abschirmen, auch diese auf der Rückseite rostrot geätzten Glaselemente stehen sorgfältig verpackt bereit. Mit diesen Teilen beginnt nun ein Zusammensetzspiel für sehr Fortgeschrittene. 1407 Orgelpfeifen werden montiert Insgesamt dauert der Aufbau der Orgel in der Kirche rund drei Wochen: Die Schreiner und Orgelbauer montieren das gesamte Orgelgehäuse, das 4,5 Meter hoch, 4,3 Meter breit und 2,6 Meter tief werden wird. Zudem arbeitet nun ein Elektromonteur mit, der für die Verkabelung der Orgel verantwortlich ist. Nach drei Tagen ist die Orgel bereits in voller Höhe, Breite und Tiefe erkennbar: Sie fügt sich in die seit 40 Jahren leer stehende Wandnische ein, als ob sie schon immer dort gestanden hätte. Trotz ihrer 5,5 Tonnen Gewicht steht die Orgel elegant und schlank unter der roten Kassettendecke. Die Orgelbauer arbeiten in teilweise akrobatischen Körperhaltungen innerhalb des Orgelgehäuses und bereiten alles vor, damit Mitte der zweiten Woche die ersten der insgesamt 1407 Orgelpfeifen montiert werden können: Bald schon sind einige der kleinen Prospektpfeifen eingesetzt und einen halben Tag später ertönt zum ersten Mal die Orgel. Die grossen Prospektpfeifen – die Frontpfeifen, die am besten zu sehen sind – und weitere Pfeifen werden danach eingefügt. Dann ist endlich zu sehen, wie die Orgelpfeifen und die farbigen Glasscheiben im Kirchenraum wirken: ein ausgewogenes Spiel von halb verdeckten und sichtbaren Orgelpfeifen, das modern wirkt und gleichzeitig mit der Siebzigerjahre-Architektur harmoniert. Weitere Orgelpfeifen liegen bis zum Einbau weich gebettet in Holzkisten. Erst wenn die Intonation beginnt, werden die restlichen Pfeifen Stück für Stück eingesetzt und gleichzeitig gestimmt.

Sechswöchige Intonation Nach den Pfingsttagen, als die klangliche Ausgestaltung des Instruments beginnt, werden die restlichen Orgelpfeifen angeliefert, damit die beiden Intonateure diese im Laufe der Intonation der Orgel einsetzen können. Die Intonateurin und der Intonateur der Firma Goll arbeiten sechs Wochen lang an der Orgel: Alle 1407 Orgelpfeifen, insgesamt 25 Register, müssen gestimmt sowie zueinander in Klangcharakter und Lautstärke ausgeglichen und darüber hinaus auf den in akustischer Hinsicht anforderungsreichen Seemer Kirchenraum abgestimmt werden. Dazu wird zuerst Register für Register jede einzelne Orgelpfeife vorgestimmt. Die Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnisse im Kirchenraum sind dabei von besonderer Bedeutung. Wichtig ist, dass die Orgel keiner zu tiefen und keiner zu hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt wird. Da die im Rahmen des Umbaus neu eingesetzte Lüftung den Kirchenraum austrocknet, benötigt die neue Orgel eine eigene Befeuchtungsanlage. Die Temperatur ist ebenso wichtig. So müssen die Intonateure jetzt schon einplanen, wie warm es wohl im Winter bei Heizbetrieb sein wird. Erst nachdem sämtliche Orgelpfeifen vorgestimmt sind, wird die definitive Stimmung gemacht. Die Intonateure scheinen ihre Arbeit gut gemacht zu haben: Die Besucherinnen und Besucher des Orgelweih-Gottesdienstes im September 2015 sind beeindruckt von Mozarts «Laudate Dominum» und den zeitgenössischen Orgelwerken von Colin Mawby, John Rutter und Philip Stopford, die vom Seemer Organisten Joachim Seefelder, seinem St.-Urban-Chor, der Sopranistin Naoko Okada Rutz und dem Gastorganisten Christoph Wartenweiler dargeboten werden. Anschliessend an den Gottesdienst stellt der «Vater» der Orgel, Orgelbauer Simon Hebeisen, das Instrument vor – sodass das Publikum des nachmittäglichen Orgelkonzerts mit Christoph Wartenweiler die Fülle der Klangbilder und die subtile Artikulation des neuen Instruments dank neu erworbenen Instrumentenkenntnissen noch mehr geniessen kann. Auch in Zukunft sind musikalische Delikatessen vom neuen Seemer Instrument zu erwarten: Joachim Seefelder lädt regelmässig zu Orgelkonzerten ein. Die Erlöse fliessen in die «Orgelsetzerkasse», aus der sich der Organist einen weiteren Wunsch erfüllen wird: Ein elektronischer Orgelsetzer soll künftig das manuelle Umregistrieren übernehmen. Statt dass wie bisher eine oder zwei Personen während des Spiels des Organisten die Register der Orgel ziehen, wird Seefelder per Knopfdruck eine vorher abgespeicherte Registrierung anwählen – und so Orgelwerke klanglich noch abwechslungsreicher darbieten können.

Bea Helbling, Claudia Sedioli


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Musik ist eine Brücke zu Gott – ein theologischer Blick auf die Kirchenmusik Wer an Kirchenmusik denkt, dem kommen sicher zunächst die bedeutenden Werke der grossen Komponisten in den Sinn, die Oratorien von Bach und Händel, die Messen von Mozart oder Haydn. Kirchenmusik beginnt jedoch früher in der Geschichte der christlichen Kirchen und ist breiter gestreut, als die bekannten Werke es vermuten lassen. Sie ist populärer in dem Sinne, dass Menschen in der Kirche Musik machen und den Gottesdienst mit ihrem Singen und Musizieren mitgestalten, Menschen, die nicht einmal Musikerinnen oder Musiker sein müssen, Menschen, die einfach mitfeiern und mitsingen. Musik als Ursprache Und warum singen Menschen? Weil sie es eben können und es ein ganz tiefer Ausdruck ihres Menschseins ist: «Musik ist die Ursprache des Menschen.» (Karl Adamek) 1 Das gesungene Wort fordert die Aufmerksamkeit beim Beten, formt den Chor der Betenden zu einer Gemeinschaft, wie dies im monastischen Stundengebet der Fall ist. Melodie und Tonlage unterstützen die Aussagen der Texte und interpretieren die Worte in ihrer eigenen Weise. Einstimmen in das, wovon alle Dinge reden Auch wenn es in der Geschichte des Christentums immer wieder Tendenzen gegeben hat, die Liturgie oder das Gebet von musikalischen Elementen zu reinigen, um das reine Wort in den Vordergrund zu stellen, blieben Liturgie und Musik miteinander verbunden. «Liturgie und Musik sind von Anfang an einander verschwistert gewesen. Wo der Mensch Gott lobt, reicht das blosse Wort nicht aus. Rede mit Gott überschreitet die Grenzen menschlichen Sprechens. Sie hat darum von ihrem Wesen her allerorten die Musik zu Hilfe gerufen, das Singen und die Stimmen der Schöpfung im Klang der Instrumente. Denn zum Gotteslob gehört der Mensch nicht allein. Gottesdienst ist Einstimmen in das, wovon alle Dinge reden.» 2 Vielleicht haben gerade die Menschen, die dem Glauben in der Stille gefolgt sind, diese Melodie der Dinge gehört. Das Rauschen des Windes, das Murmeln der Bäche und der Gesang der Vögel finden ihre Entsprechung in den Melodien der liturgischen Gesänge.

Die musikalische Bibel Wenn wir auf die biblischen Zeugnisse schauen, entdecken wir zunächst weder Noten noch Liederangaben im heutigen Sinne. Doch steckt die Bibel voller Hinweise auf Instrumente, Gesänge und Lieder. Schon in der Nachkommenschaft Kains ist ein Mann namens Jubal erwähnt (Gen 4, 21), von dem es heisst, dass er der Stammvater aller Zither- und Flötenspieler wurde. Neben den Schlaginstrumenten wie Trommeln und den Klanginstrumenten wie Zimbeln finden sich bereits die Saiteninstrumente und die Blasinstrumente. Mit den Liedern des Mose und der Mirjam feiern die Israeliten den Sieg über die Ägypter (Ex 15). Auch hier finden sich Angaben über Pauken und Tanz. Das umfangreichste Buch, die Sammlung der Psalmen, ist ein Liederbuch mit Anweisungen für Melodien und Instrumente, die wir heute nur ansatzweise rekonstruieren können. Diese Psalmen werden zu einem beträchtlichen Teil David zugeschrieben, der traditionell mit der Harfe dargestellt wird. David als Musiktherapeut Offenbar war David ein grosser Musiker. Schon in früher Jugend war er auf der Weide. Wie vertrieb er sich den Tag? Er übte sich mit der Steinschleuder und in der Musik: «David aber spielte die Zither mit seiner Hand, wie er täglich zu tun pflegte.» (1. Sam 18,10) David war zudem, so darf man vermuten, eine Art Musiktherapeut: «Und es geschah, wenn der Geist von Gott über Saul kam, nahm David die Zither und spielte darauf mit seiner Hand. Und Saul fand Erleichterung, und es ging ihm besser, und der böse Geist wich von ihm.» (1. Sam 16,23) Eine düstere Depression, ein böser Geist, wie es heisst, plagte Saul, aber wenn David zur Zither griff, ging es ihm besser. Die heilende Kraft der Klänge, sie ist seit einigen Jahren eine etablierte Methode in einem ganzheitlichen Behandlungsansatz – und schon seit Jahrtausenden erprobt.


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Lieder im Neuen Testament «Das Neue Testament enthält im Unterschied zum Ersten Testament kein Liederbuch. Daraus zu schliessen, das Singen habe bei den frühen Christinnen und Christen keine oder nur eine untergeordnete Rolle gespielt, wäre allerdings ein Fehlschluss, denn erstens haben sie ja den Psalter auch als ihr Lieder- und Gebetbuch benutzt und zweitens enthält das Neue Testament an vielen Stellen Lieder und Liturgien. […] Die bekanntesten Lieder des NT sind die drei weihnachtlichen Cantica in Lukas 1 und 2. Daneben gibt es weitere Hymnen, etwa in Phil 2 den Christushymnus, der von Paulus zitiert und etwas erweitert wird, den Schöpfungshymnus in Kol 1 und manche andere.» 3

Wenn wir von der Theologie aus auf die Kirchenmusik schauen, dürfen wir anerkennend sagen, dass die Musik, sei sie gesungen oder mit Instrumenten aufgeführt, immer eine Brücke zu Gott ist. Musik vermag auszuloten, was theologische Überlegungen nicht mehr erfassen können.

Diakon Zeljko Calusic und Pfarrer Willy Mayunda (rechts) am Bettag 2015.

Die Choralschola der Herz Jesu Kirche unterstützt den Chor am Bettagskonzert 2015. Bilder: Angelika Hecht.

Musik erreicht Tiefenschichten, die dem Wort nicht zugänglich sind. Deshalb ist sie dem Glauben so nah. Johann Walter hat gemeint, sie sei in der Theologie «versteckt», und Martin Luther hat gesagt: «Wenn sie’s nicht singen, glauben sie’s nicht.» 4

Klaus Meyer, Pfarrer im Seelsorgeraum Herz Jesu – St. Urban

Messe Nr. 2 in G-Dur von Franz Schubert mit den Chören von Herz Jesu und St. Laurentius und dem Chor des Universitätsspitals Zürich.

Lasst in eurer Mitte Psalmen, Hymnen und Lieder erklingen – Singen als Sprache des Glaubens in unseren Kirchen, Delegiertenkonferenz der ACK Bayern, Februar 2013, hier: Hartmut Handt, Singen und Musik in der Bibel, Einführung 2 J oseph Ratzinger, Liturgie und Kirchenmusik, in: Internationale katholische Zeitschrift 15 (1986), 243 – 2 56 3 Handt, a. a. O. 4 Ebd., einige Thesen 1


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Ein Tag mit …

… dem Kirchen- und Schulmusiker Hansueli Bamert, 52, Pfarrei St. Peter und Paul

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Hansueli Bamert an der Orgel – nur eine seiner musikalischen Tätigkeiten. Bild: zVg.

Mein Tag ist immer zu kurz – und jeder Tag ist wieder ganz anders, das macht meine Arbeit als Kirchen- und Schulmusiker auch so spannend. Aber nehmen wir einen Dienstag: Da unterrichte ich zuerst eine Doppelstunde Musik an der Kantonsschule Rämibühl in Zürich, eine Bubenklasse. Hilfe, werden jetzt alle sagen, die selbst in diesem Alter Musikunterricht hatten. Aber ich erlebe solche Klassen positiv. Ich halte es hier mit Leonard Bernstein, der sagte: «Wenn du etwas über Musik erfahren willst, musst du Musik machen.» Deshalb singen bei mir auch immer alle, darauf bestehe ich. Nichtsingen hat etwas mit Selbstablehnung zu tun! Nachher bilden meine Schüler kleine Gruppen, einige bringen ihre Instrumente mit und dann erarbeitet jede Gruppe ein Musikstück. Das kann Hitparadenpop sein oder Klassik, ich arrangiere die gewählten Stücke jeweils für die vorhandenen Instru­ mente und Stimmen – ich habe da keinerlei Berührungsängste.

Wie sollte ich auch? Meine musikalischen Wurzeln liegen in der Tanzmusik. Ich wuchs in Siebnen im Kanton Schwyz auf und trat schon als Kind in der Familienkapelle meines Vaters, der Handorgel spielte, auf. Ich glaube,

ich war so etwas wie der Heintje aus der Innerschweiz: Der kleine herzige Bub mit der goldenen Stimme. So wurde ich von Altersnachmittag zu Altersnachmittag weitergereicht. Diese Zeit hat mich nachhaltig geprägt: Ich will die Leute im Herz treffen mit meiner Musik – und wie das geht, habe ich nicht über die klassische Musik gelernt, sondern über Ländler, Schlager, Tanzmusik. Später habe ich auch mein erstes Studium an der Musikakademie, der heutigen Zürcher Hochschule der Künste, mit Tanzmusik finanziert. Damals hatte ich allerdings oft das Gefühl, in zwei Welten zu leben: Tagsüber die klassische Musik, die Disziplin und Genauigkeit erforderte, abends und nachts spielte ich dann, bis die Tanz­fläche brodelte. Als Student empfand ich die Unterhaltungsmusik oft als «mindere» Musik, doch heute erkenne ich, wie stark mich diese Erfahrung geprägt hat und wie viel ich davon übertragen kann auf mein Musizieren im Unterricht und in der Kirche. Fachlich weitergebracht haben mich natürlich auch meine weiteren Ausbildungen in der Schulmusik und Chorleitung. Doch zurück zum Unterrichten: An der Kantonsschule Rämibühl unterrichte ich auch Schülerinnen und Schüler


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des musischen Fachs, also hochbegabte Musikerinnen und Musiker, die sich auf ihre Aufnahmeprüfungen am Konservatorium vorbereiten. Dieser Unterricht ist auf eine andere Art eine Herausforderung: mit Gehörbildung, Musikgeschichte, Musik-, Melodien- oder Rhythmusdiktat, aber auch, weil viele meiner Schülerinnen und Schüler richtige Künstlerpersönlichkeiten, also sehr empfindsam und diffizil sind.

Gloor zusammen üben wir hier Musicals, unsere Einsätze in Gottesdiensten, proben auch mal für ein offenes Singen, zum Beispiel gemeinsam mit reformierten Chören. Circa ab der fünften Klasse können die Kinder in den Jugendchor wechseln. Dort haben wir ein Göttisystem eingerichtet, sodass Ältere jeweils Jüngere betreuen. Das hat sich bewährt, um die zum Teil beträchtlichen Reifeunterschiede zu bewältigen.

Wieder in Winterthur bereite ich mich dann auf die Chorproben vor, ich ordne die Noten, übe, organisiere die Proben für die Chöre, die am jeweiligen Nachmittag und Abend stattfinden. Zusammen mit Leonie Gloor, der Leiterin des Kinderchors, biete ich ein Kleinkindersingen an: Eltern mit Kindern im Vorschulalter, zum Teil mit Babys, die einfach dabei sind, kommen so in den Genuss musikalischer Frühesterziehung – wunderbar! Anschliessend geht’s dann gleich in den Kinderchor, wo 20 bis 35 Primarschüler zusammenkommen. Ebenfalls mit Leonie

Seit Neuestem haben wir auch einen Projektchor – mit den punktuellen Proben auf einen bestimmten Auftritt hin kann man auch junge Menschen ansprechen. Hier wagen wir uns an ambitionierte Chorliteratur, zum Beispiel die «Ceremony of Carols» von Benjamin Britten. Beim Kirchenchor, der übrigens im Jahr 2017 sein 125-Jahr-Jubiläum feiert, ist der Altersdurchschnitt natürlich höher – was einerseits sehr schön ist, weil dadurch Konstanz gewährleistet ist. Auf der anderen Seite muss man als Chorleiter aufpassen: Auch Stimmen altern, sind irgend-

Die Zunge singt auch mit: Beim Proben mit Chorleiter Hansueli Bamert hat auch Spass Platz. Bild: Thomas Suter.


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wann verbraucht, und manchmal kommt mir die schwierige Aufgabe zu, jemandem zu sagen, dass die Zeit im Chor wohl vorbei ist. Ich bin aber überzeugt davon, dass man solche Dinge ansprechen muss. Neben der Arbeit mit den Chören bin ich natürlich auch Organist. Hier kann ich meine künstlerischen Ambitionen eins zu eins verwirklichen. Ein Lieblingslied habe ich nicht. Mich fasziniert, dass jede Epoche ihre eigene Tonsprache hat, jedes Musikstück ist für mich eine Raumund Zeitreise: Wenn ich Frescobaldi spiele, bin ich im Rom des 16. Jahrhunderts, Messiaen hat in seiner Musik die Globalisierung vorweggenommen und bei César Franck bin ich in Sacré Cœur in Paris.

Irgendwann spätabends sind dann alle Chorproben und Gottesdienste vorbei. Zu Hause schaue ich gerne auch mal etwas Fussball im Fernsehen. Fussball ist eine weitere Leidenschaft in meinem Leben: Ich war ein fanatischer Fussballer, mit 17 musste ich mich entscheiden, ob ich auf die Musik oder auf eine Fussballerlaufbahn setze. Ja, und da war die Liebe zur Musik, damals auch schon zur Orgel, stärker. Deshalb war es für mich wirklich ein Höhepunkt, dass mich mein Bruder zu meinem 50. Geburtstag an die WM nach Brasilien eingeladen hat! Ich spiele auch heute noch Fussball, in der Lehrermannschaft der Kantonsschule Rämibühl, auf einem ganz anderen Niveau halt – aber vergiftet!

»

Dokumentation: Claudia Sedioli

Pfarreiliche Sozialarbeit: Hilfe, die an der Wurzel der Probleme ansetzt Susanne Horak ist seit elf Jahren in der Katholischen Kirche in Winterthur zuständig für die Koordination der Pfarreilichen Stellen für Soziale Arbeit. Die Ingenieurin, die eine zweite Ausbildung im Bereich Soziale Arbeit gemacht hat, begleitet die Sozialarbeiterinnen fachlich, fördert die Zusammenarbeit und die Vernetzung, bewirtschaftet eine Wissensplattform mit fachlichen Infos und Grundlagen für die Sozialarbeitenden und ist gegen aussen Anlaufstelle für soziale Anliegen in Winterthur. Im Interview schildert sie die Aufgaben der Pfarreilichen Stellen für Soziale Arbeit.

Wie hat sich die Arbeit der Pfarreilichen Stellen für Soziale Arbeit seit 2005 verändert? Susanne Horak: Nicht grundlegend: Es gibt immer armutsbetroffene Menschen, die finanzielle Unterstützung und andere Begleitung brauchen. 2015 haben die Sozialarbeitenden 230 000 Franken an Unterstützung in der Einzelfallhilfe geleistet. Projekte in der Seniorenarbeit, ein Mittagstisch oder die Gemeinwesenarbeit sind in diesem Ausgabeposten aber noch nicht eingeschlossen. Angestiegen sind natürlich die Fallzahlen: 2015 haben in allen Pfarreien zusammen 766 Menschen Unterstützung gesucht, im Jahr 2005 waren es noch 453 Personen.

Das ist eine stetige Zunahme an Ratsuchenden. Ja, es werden in jeder Pfarrei mehr Menschen unterstützt. Das hängt aber auch damit zusammen, dass erst nach und nach in jeder Pfarrei (auch in San Francesco) eine Pfarreiliche Stelle für Soziale Arbeit eingerichtet wurde. Was sich dadurch grundsätzlich verändert hat, ist die Professionalisierung der Begleitung: Früher war es in vielen Pfarrhäusern üblich, Geld zu verteilen, wenn jemand um Hilfe gefragt hat. Das hiess «Hilfe an der Pfarrhaustüre» oder etwas unschön gesagt «Pfarrhausbettel». Eine grundlegende Hilfe, die an der Wurzel der Probleme ansetzte, war oft nicht möglich. Die Sozialarbeiterinnen ha-


15

Susanne Horak koordiniert die Sozialarbeit der Katholischen Kirche in Winterthur und ist für Freiwilligenarbeit zuständig. Bild: Thomas Suter.

ben eine andere Haltung: Sie hören sich die Anliegen der Ratsuchenden an, begegnen ihnen auf Augenhöhe und ermächtigen sie, ihre Situation selbst zu lösen oder damit umzugehen. Nach wie vor haben 85 Prozent der Ratsuchenden neben anderen Schwierigkeiten finanzielle Probleme. Eine finanzielle Unterstützung aber ist immer verbunden mit einer genauen Abklärung. Wie viele Stellenprozente für Sozialarbeiterinnen sind es heute insgesamt? Per Ende Dezember 2015 waren in allen Pfarreien zusammen acht ausgebildete Sozialarbeiterinnen – das ist eine Vorbedingung, um bei uns zu arbeiten – mit insgesamt 490 Stellenprozenten tätig. Jede Mitarbeiterin hat 30 bis 40 Prozent ihres Pensums für Einzelfallhilfe zur Verfügung, das ist die Zeit, die für Ratsuchende zur Verfügung steht. Könnten in den Pfarreien auch mehr Sozialarbeiterinnen ausgelastet werden? Ja, es gibt dauernd mehr Nachfrage nach Unterstützung als Angebote. Wir arbeiten mit den städtischen Stellen zusammen, damit sich die Beratungen sinnvoll ergänzen. Wie wir sind auch die städtischen Stellen einer hohen Belastung ausgesetzt.

Wie viele Ratsuchende beziehen Sozialhilfe? Diese Zahl erheben wir in unserer Statistik nicht. Wir wissen aber, dass 7 Prozent der begleiteten Personen unsere Stellen durch die Sozialberatung Winterthur kennenlernen. Menschen mit finanziellen Problemen bekommen oft auch eine IV-Rente, sind Alleinerziehende oder gehören Familien an, die trotz Erwerbsarbeit nicht genug Lohn für den Lebensunterhalt haben, also «working poor» sind. Andere brauchen eine Begleitung oder Beratung: 39 Prozent benötigen Hilfe bei der Administration, 30 Prozent haben Schwierigkeiten mit den komplizierten Systemen wie Arbeitslosenversicherung, Krankenkassen, Mietverträgen. Migranten kommen mangels Sprachkenntnissen hier an ihre Grenze, aber auch für Schweizerinnen und Schweizer sind administrative Aufgaben oft eine Belastung. Begleitung bei psychischen und gesundheitlichen Problemen benötigen rund 19 Prozent unserer Klientinnen und Klienten. Was in den elf Jahren zugenommen hat, ist der Anteil an Familien unter den Ratsuchenden. Woran liegt das? Das ist unklar. Allenfalls war 2005 das Drogenproblem noch virulenter und viele drogenabhängige Menschen waren unter unseren Klientinnen und Klienten. Der Anteil an


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Suchtkranken ist in unseren Beratungen zurückgegangen. Probleme von Familien sind meist finanzieller Art: die Mitgliedschaft in einem Sportverein, Wanderschuhe für ein Klassenlager, Schulausflüge und Zahnarztrechnungen sind für ein knappes Budget nicht bezahlbar. Es gibt auch Alleinerziehende, die total erschöpft sind und einen Erholungsaufenthalt benötigen. 50 Prozent Ihrer Klientinnen und Klienten sind alleinstehende Menschen. Was sind deren Probleme? Sie brauchen meist eine Ansprechperson für ihre Alltagsprobleme, oft sind es Menschen mit psychischen Problemen. Da wird beispielsweise der Umgang mit Geld zum Problem, aber Einsamkeit ist meist auch ein Thema. Wenn sie einen Bezug zur katholischen Kirche haben, können wir diesen Menschen auch Angebote wie Mittagstische oder andere Vernetzungsmöglichkeiten machen. Etwas mehr als die Hälfte der Ratsuchenden ist nicht katholisch. Wie hat sich das entwickelt? Dieser Anteil ist eher am Zunehmen. 26 Prozent der Bevölkerung in Winterthur sind katholisch, unter unseren Ratsuchenden machen die Katholiken aber fast die Hälfte aus. Ich denke daher schon, dass für katholische Personen der Weg zu uns einfacher oder das Angebot bei ihnen bekannter ist. Aber wir sind grundsätzlich offen für Menschen aller Religionen. Wie findet man zu Ihnen? Wir haben letztes Jahr unseren Flyer neu gestaltet und sind auch im Internet präsent, über diesen Weg findet ein steigender Anteil Ratsuchender zu uns, letztes Jahr waren das rund 15 Prozent. Ein gutes Drittel wird von Institu­ tionen an uns überwiesen und rund 40 Prozent erfahren über Freunde und Familie vom Angebot. Seit 2014 koordinieren Sie die Freiwilligenarbeit in den Pfarreien. Was hat sich da entwickelt? Neu bieten wir jedes Jahr eine ökumenische Weiterbildung für Freiwillige an, jedes zweite Jahr ist dies eine ganztägige Veranstaltung zu Themen wie «Umgang mit den eigenen Ressourcen», «Fähigkeiten für gute Gespräche» oder «Stärkung der eigenen Kompetenzen». Neben der Weiterbildung stehen der Austausch und ganz stark auch die Wertschätzung im Vordergrund, die wir all den Freiwilligen entgegenbringen wollen, die sich in den Pfarreien engagieren. 2012 wurden für alle Pfarreien Standards für Freiwilligenarbeit mit einer klaren Regelung für Spesen und Versicherungen eingeführt. Die Schaffung von Merkblättern zu diesen Themen ist Kleinkram – aber notwendig.

Inwiefern prägt das zurzeit allgegenwärtige Thema Flüchtlinge den Alltag in den Pfarreilichen Stellen? Das Thema ist bei uns nicht erst aktuell, seitdem es im Fokus der medialen Aufmerksamkeit steht: Auf dem Pfarreigebiet von St. Marien liegt das Wohnheim Hegifeld, bei St. Josef befindet sich das Durchgangszentrum Kloster und viele Flüchtlinge wohnen auch in Wohnungen überall in der Stadt. Alle Sozialarbeiterinnen haben daher schon lange Flüchtlinge begleitet. Neu ist, dass sich mehr Freiwillige für Flüchtlinge engagieren wollen und dass neue Angebote entstehen. Zusammen mit Benevol und anderen Organisationen werde ich daher Weiterbildungen für Freiwillige, die sich in diesem Bereich engagieren, anbieten. So hat Mitte März in St. Ulrich ein Infotreffen für Freiwillige mit 65 Teilnehmenden stattgefunden. Dabei sind Ideen für neue Unterstützungsangebote für die in der reformierten Kirche Rosenberg wohn­haften Flüchtlinge entstanden: eine Spielgruppe, ein Kaffeetreffpunkt, eine Nähstube, gemeinsames Singen, Ausflüge und vieles mehr. Andere Teilnehmende haben sich an schon bestehende Projekte wie unsere Deutschkurse in verschiedenen Pfarreien angeschlossen, und dem Verein VIWO, der Wohnraum vermittelt, wurden zwei Wohnungen für Flüchtlinge angeboten.

Interview: Claudia Sedioli


17

Wer sind die Ratsuchenden in der pfarreilichen sozialen Arbeit? 2015 haben die Sozialarbeiterinnen 766 Personen beraten

Zivilstand / Wohnform

26 % 24 %   6 % 23 % 21 %

Frau Mann Paar Zweieltern-Familie Eineltern-Familie

Aufenthaltsstatus

45 % CH 42 % C / B   7 % N / F   1 % anderer   4 % keiner   1 % unbekannt

Religionszugehörigkeit

46 % katholisch   7 % reformiert 47 % unbekannt, andere, keine

Anlass

63 % finanzielle Probleme 13 % administrative Probleme   6 % persönliche oder Beziehungsprobleme 11 % Integrationsschwierigkeiten   5 % Krankheit/Behinderung   1 % Altersprobleme   1 % andere


Was beim Opfer zusammenkommt.

Messvorbereitungen in Töss.

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Sakristanin arrangiert den Blumenschmuck.

Zwischen 60 und gut 80 Gottesdienste finden jede Woche in den katholischen Kirchen in Winterthur statt – auch unter Mitwirkung vieler Mitarbeitender und ehrenamtlich Tätiger im Hintergrund: Hauswarte und Sakristaninnen halten die Kirchen innen wie aussen instand, bereiten die Gottesdienste mit vor, arrangieren Blumen, stellen Hostien und Kelch bereit oder pflegen die Alben. Sie unterstützen die Seelsorgenden vor und während des Gottesdienstes und räumen danach wieder auf. Dann sammeln und zählen sie das Opfergeld. Die Katholische Kirche in Winterthur ist jedoch mehr als die Anzahl ihrer Gottesdienste: Das Leben in den Pfarreien ist reichhaltig und wird mitgeprägt durch die Pfarreiräte; die Kirchenpflege koordiniert das kirchliche Leben auf der gesamtstädtischen Ebene. Bilder: Oliver Sittel, Thomas Suter, zVg.

Im Glockenturm von St. Peter und Paul.

Auch der Vorplatz muss sich sauber präsentieren.

Pfarreiräte gestalten das Pfarreileben aktiv mit: hier in St. Urban.

Das Labyrinth von St. Peter und Paul braucht auch Pflege.


19

Finanzen

Laufende Rechnung (nach Arten) in CHF

Rechnung

Voranschlag

2015

2015

14 627 481.40

14 563 930.00

8 313 698.09 148 765.65

Löhne des Verwaltungs- und Betriebspersonals Sozialversicherungsbeiträge

Aufwand Personalaufwand Personalaufwand der Behörden und Kommissionen

Budgetierter Teuerungsausgleich/Stufenanstieg Rentenleistungen Übriger Personalaufwand Sachaufwand

Konto

Rechnung 2014

3

14 552 251.82

7 944 460.00

30

7 875 361.10

149 700.00

300

158 445.15

6 827 651.11

6 393 040.00

301

6 470 405.20

1 210 267.88

1 208 300.00

303

1 132 095.90

–

79 700.00

305

–

1 500.00

3 000.00

307

3 000.00

125 513.45

110 720.00

309

111 414.85

2 188 086.98

2 324 990.00

31

2 277 468.23

Büro- und Schulmaterialien, Drucksachen

272 083.77

321 280.00

310

294 157.87

Anschaffung Mobilien, Maschinen, Fahrzeuge

200 199.71

205 550.00

311

204 184.65

Wasser, Energie, Heizmaterialien

332 139.62

316 000.00

312

301 461.27

97 881.90

102 300.00

313

93 508.02

487 644.39

503 510.00

314

514 057.73 58 856.60

Verbrauchsmaterialien Dienstleistungen Dritter für den baulichen Unterhalt Dienstleistungen Dritter für den übrigen Unterhalt

88 112.75

81 200.00

315

Mieten, Pachten, Benützungskosten

44 682.55

46 100.00

316

74 401.75

Spesenentschädigungen, Pfarreianlässe

316 842.47

366 200.00

317

372 578.31

Dienstleistungen und Honorare, allg. Verwaltungsaufwand

286 235.37

302 350.00

318

292 524.18

62 264.45

80 500.00

319

71 737.85

180 243.25

213 200.00

32

173 667.95

–

1 000.00

321

416.80

112 856.00

130 000.00

322

98 754.70

Übriger Sachaufwand Passivzinsen Kurzfristige Schulden Mittel- und langfristige Schulden Sonderrechnungen

2 136.00

2 200.00

323

2 190.00

Übrige Passivzinsen

65 251.25

80 000.00

329

72 306.45

1 986 167.15

2 090 000.00

33

2 182 571.92

57 305.70

120 000.00

330

101 270.85

1 928 861.45

1 970 000.00

331

2 081 301.07

Entschädigungen an andere Gemeinwesen

222 345.00

225 000.00

35

221 112.00

Stadt Winterthur: Bezugskosten für Kirchensteuern

222 345.00

225 000.00

352

221 112.00

Eigene Beiträge

1 708 130.93

1 737 480.00

36

1 793 260.62

Synodalrat

1 253 100.00

1 195 900.00

361

1 283 655.00

Kirchliche Gruppen/Vereine

195 905.88

273 580.00

365

213 072.62

KEH, Institutionen Inland

157 407.90

163 000.00

366

177 657.30

KEH, Institutionen Ausland

101 717.15

105 000.00

367

118 875.70

Interne Verrechnungen

28 810.00

28 800.00

39

28 810.00

Verrechnete Passivzinsen

28 810.00

28 800.00

392

28 810.00

Ertrag

14 773 810.45

14 667 100.00

4

14 795 599.62

Steuern

13 187 224.37

12 995 000.00

40

13 285 925.50

Einkommens-, Vermögens-, Ertrags- und Kapitalsteuern

13 187 224.37

12 995 000.00

400

13 285 925.50

626 871.80

621 000.00

42

591 879.94

101.80

1 000.00

420

435.36

85 576.15

90 000.00

421

83 185.90

Abschreibungen Abschreibungen und Erlasse von Steuern Ordentliche Abschreibungen Hochbauten der KG

Vermögenserträge Kontokorrent Postcheck-/Bankguthaben Zinsertrag Steuern

2 137.15

2 300.00

422

2 247.15

Liegenschaftserträge des Finanzvermögens

Anlagen des Finanzvermögens/Jahrzeitfonds

153 582.70

147 500.00

423

140 565.53

Liegenschaftserträge des Verwaltungsvermögens

385 474.00

380 200.00

427

365 446.00


20

Laufende Rechnung (nach Arten) in CHF

Rechnung

Voranschlag

2015

2015

140 532.80

111 500.00

43

2 738.55

–

435

3 778.20

136 942.85

110 000.00

436

170 098.00

851.40

1 500.00

439

2 158.55

Anteile und Beiträge ohne Zweckbindung

652 485.00

808 000.00

44

596 947.00

Normaufwandausgleich

652 485.00

808 000.00

445

596 947.00

Beiträge für eigene Rechnung

137 886.48

102 800.00

46

116 002.43

Beiträge des Synodalrates

106 123.73

102 800.00

461

116 002.43

Gemeinden: Rückvergütung MCLI und Oberstufenunterricht

14 123.75

–

462

–

Übrige Beiträge für eigene Rechnung

17 639.00

–

469

–

Interne Verrechnungen

28 810.00

28 800.00

49

28 810.00

Verrechnete Aktivzinsen

28 810.00

28 800.00

492

28 810.00

Total Aufwand

14 627 481.40

14 563 930.00

14 552 251.82

Total Ertrag

14 773 810.45

14 667 100.00

14 795 599.62

146 329.05

103 170.00

243 347.80

Entgelte Übrige Verkaufserlöse Rückerstattungen: Pfarrer an Besoldung Haushälterin, FAK Übrige Entgelte

Ertragsüberschuss

Konto

Rechnung 2014 176 034.75

Bestandesrechnung in CHF

Bestand am

Veränderungen

Bestand am

Konto

1.1.2015

Zuwachs

Abgang

31.12.2015

26 381 463.90

6 609 066.81

9 554 558.62

23 435 972.09

Finanzvermögen

7 741 463.90

6 036 205.36

7 625 697.17

6 151 972.09

10

Flüssige Mittel

1 540 030.82

2 697 381.08

3 633 390.29

604 021.61

100

Guthaben

3 270 255.48

3 199 518.46

3 873 759.08

2 596 014.86

101

Anlagen

2 888 603.50

73 573.70

75 973.70

2 886 203.50

102

42 574.10

65 732.12

42 574.10

65 732.12

103

Verwaltungsvermögen

18 640 000.00

572 861.45

1 928 861.45

17 284 000.00

11

Sachgüter

18 640 000.00

572 861.45

1 928 861.45

17 284 000.00

114

26 381 463.90

33 520 277.82

36 465 769.63

23 435 972.09

2

19 592 018.35

33 293 576.12

36 442 084.23

16 443 510.24

20

1 057 189.06

16 324 488.82

17 079 328.09

302 349.79

200

Kurzfristige Schulden

–

16 905 842.49

16 905 842.49

–

201

Langfristige Schulden

17 700 000.00

2 000 000.00

15 700 000.00

202

Aktiven

Transitorische Aktiven

Passiven Fremdkapital Laufende Verpflichtungen

1

Verpflichtungen für Sonderrechnungen

213 636.00

2 200.00

13 120.00

202 716.00

203

Rückstellungen

477 400.00

-20 200.00

300 000.00

157 200.00

204

Transitorische Passiven

143 793.29

81 244.81

143 793.65

81 244.45

205

Verrechnungskonten

23 685.40

80 372.65

23 685.40

80 372.65

21

Quellensteuern

23 685.40

80 372.65

23 685.40

80 372.60

210

Kapital

6 765 760.15

146 329.05

–

6 912 089.20

23

Eigenkapital

6 765 760.15

146 329.05

–

6 912 089.20

239


21

Investitionen im Verwaltungsvermögen (nach Dienstbereichen) in CHF

Kirchliche Liegenschaften

Rechnung 2015

Voranschlag 2015

Rechnung 2014

Ausgaben

Einnahmen

Ausgaben

Einnahmen

Ausgaben

Einnahmen

5 097 886.47

726 585.40

7 305 000.00

250 000.00

6 828 378.64

800 000.00

Konto

396

Umbau- und Sanierungsmassnahme Pfarreizentrum St. Ulrich

–

–

198 014.40

5042

–

25 000.00

4 827.60

5043

1 160 827.20

1 000 000.00

4 874 433.22

5044

–

–

20 611.25

5045

Projektierungskredit Innenrenovation Kirche Herz Jesu Projektierungskredit Pfarreizentrum St. Urban Vordach Herz Jesu Beitrag des Synodalrates an Investitionsausgaben

587 965.75

500 000.00

651 115.40

6614

–

–

75 470.00

6692

Übrige eingehende Beiträge an Investitionsausgaben Total Investitionsausgaben

1 160 827.20

1 025 000.00

5 097 886.47

Total Investitions­ einnahmen

Nettoinvestition

587 965.75

500 000.00

726 585.40

572 861.45

525 000.00

4 371 301.07


22

Laufende Rechnung (nach Dienstbereichen) in CHF

Rechnung 2015 Aufwand

Kirchenwesen

10 857 617.96

Voranschlag 2015 Ertrag

Rechnung 2014

Aufwand

Ertrag

666 029.28 10 756 920.00

Konto

Aufwand

Ertrag

596 700.00 10 578 099.64

659 673.18

3

Behörden, Verwaltung, Kirchgemeinde, Pfarrei

2 210 109.95

87 708.08

2 141 250.00

83 800.00

2 170 053.30

114 814.88

390

Gottesdienst

1 754 285.76

62 521.45

1 722 520.00

24 200.00

1 492 868.42

58 422.05

391

Diakonie

3 025 582.42

82 667.00

3 078 550.00

68 200.00

3 136 335.70

79 570.20

392

869 831.23

6 051.40

804 640.00

9 000.00

848 112.60

8 068.20

393

Kultur

1 104 777.58

5 276.30

1 048 510.00

13 300.00

1 004 684.80

13 051.10

394

Kirchliche Liegenschaften

1 893 031.02

421 805.05

1 961 450.00

398 200.00

1 926 044.82

385 746.75

396

Bildung

Finanzen und Steuern

3 769 863.44 14 107 781.17

Gemeindesteuern

3 807 010.00 14 070 400.00

3 974 152.18 14 135 926.44

9

344 901.95

13 272 800.52

425 000.00

13 085 000.00

394 689.30

13 369 111.40

900

1 253 100.00

652 485.00

1 195 900.00

808 000.00

1 283 655.00

596 947.00

920

115 415.75

28 912.95

134 200.00

29 900.00

101 909.53

29 302.51

940

Finanzvermögen

127 584.29

153 582.70

81 910.00

147 500.00

112 597.28

140 565.53

942

Abschreibungen

1 928 861.45

–

1 970 000.00

–

2 081 301.07

–

990

Finanzierung der Kantonalkirche und Normaufwandausgleich Kapitaldienst Liegenschaften

Total Aufwand

14 627 481.40

Total Ertrag Ertragsüberschuss

14 563 930.00 14 773 810.45

146 329.05

14 552 251.82 14 667 100.00

103 170.00

14 795 599.62 243 347.80

Abschied der Rechnungsprüfungskommission 1.

Die Rechnungsprüfungskommission hat die Jahresrechnung 2015 samt Sonderrechnung «Jahrzeitfonds» der Röm.-kath. Kirchgemeinde Winterthur geprüft und dabei festgestellt, dass: • Aufbau und Darstellung der Jahresrechnung den gesetzlichen Vorschriften entsprechen, • die geprüfte Jahresrechnung und die Sonderrechnung «Jahrzeitfonds» mit der Buchhaltung übereinstimmen, • die Buchhaltung ordnungsgemäss geführt ist. Die laufende Rechnung schliesst bei CHF 14 627 481.40 Aufwand und CHF 14 773 810.45 Ertrag (inkl. CHF 652 485.00 Beitrag aus dem Normaufwand­ ausgleich der Röm.-kath. Körperschaft des Kantons Zürich) mit einem Ertragsüberschuss von CHF 146 329.05 ab. Die Investitionsrechnung Verwaltungsvermögen weist bei Ausgaben von CHF 1 160 827.20 und Einnahmen von CHF 587 965.75 Nettoinvestitionen von CHF 572 861.45 aus. Die Investitionsrechnung Finanzvermögen weist bei Ausgaben von CHF 0.00 und Einnahmen von CHF 0.00 Nettoinvestitionen von CHF 0.00 aus. Die Schlussbilanz per 31. Dezember 2015 weist Aktiven und Passiven von je CHF 23 435 972.09 aus. Das Eigenkapital steigt infolge des Ertragsüberschusses von CHF 146 329.05 von bisher CHF 6 765 760.15 auf CHF 6 912 089.20.

2.

Die Rechnungsprüfungskommission beantragt der Kirchgemeindeversammlung, die Jahresrechnung 2015 samt Sonderrechnung «Jahrzeitfonds» zu genehmigen.

Winterthur, 15. März 2016

Rechnungsprüfungskommission der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Winterthur

Der Präsident: Werner Gabriel

Der Aktuar: Josef Heeb


23

Sonderrechnung Jahrzeitfonds Einnahmen Zuwachs durch Stiftungen im Jahr 2015

St. Peter und Paul

500.00

St. Josef

500.00

St. Laurentius

800.00

St. Ulrich Total Kapitalertrag

400.00 2 200.00 2 136.00

4 336.00

Ausgaben Abgang an Stiftungen im Jahr 2015

St. Peter und Paul Herz Jesu St. Josef St. Marien

2 500.00 4 370.00

Total

Ausgaben-Überschuss 2015

750.00 4 500.00

St. Laurentius St. Urban

Überweisung an Kirchengut gemäss Sonderrechnungs-Bestimmung

500.00

500.00 13 120.00 2 136.00

15 256.00 10 920.00

Bestand am Ende des Vorjahres

213 636.00

Bestand am Ende des Rechnungsjahres

202 716.00

Davon: Anteil St. Peter und Paul

75 000.00

Anteil Herz Jesu, Mattenbach

29 623.00

Anteil St. Josef, Töss

35 615.00

Anteil St. Marien, Oberwinterthur

23 825.00

Anteil St. Laurentius, Wülflingen

23 950.00

Anteil St. Ulrich, Rosenberg

7 380.00

Anteil St. Urban, Seen

7 323.00 202 716.00

Winterthur, 4. April 2016

Römisch-katholische Kirchenpflege Winterthur

Der Ressortverantwortliche: Anton Sutter


24

Kommentar zur laufenden Rechnung 2015 (nach Arten) Die Jahresrechnung 2015 der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Winterthur schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 146 329.05 ab. Budgetiert wurde ein Ertragsüberschuss von 103 170. Die wichtigsten Abweichungen zum Budget setzen sich wie folgt zusammen: • Personalaufwand Die Kirchenpflege hat für Neueinstellungen bei Pensionierungen einige Stellenaufstockungen beschlossen (60 000). Ein priesterlicher Mitarbeiter wurde angestellt und die Kosten der Mitarbeiter im Jugendtreff Gutschick wurden zu 50 % übernommen (150 000). Weil es mehr Schulklassen gab, sind die Löhne für Katechese und HGU um 60 000 höher als budgetiert. Im Sozialdienst und in der Kirchenmusik sind Mehrkosten von über 90 000 angefallen. • Sachaufwand Insgesamt sind beim Sachaufwand 137 000 weniger Kosten angefallen als budgetiert. Die grössten Abweichungen betreffen dabei die Pfarreianlässe und sonstigen Spesenvergütungen mit −50 000 sowie den Bereich Büro- und Schulmaterial und Mitteilungsblätter mit −49 000. • Passivzinsen Die langfristigen Darlehen der Kirchgemeinde wurden mit einem Zinssatz von 0,75 % budgetiert. Effektiv konnten die Darlehen im Durchschnitt nochmals zu einem um 0,1 % tieferen Zinssatz verlängert werden (−17 000). Die Steuerskonti wurden uns vom Steueramt Winterthur um 15 000 tiefer als budgetiert abgerechnet. • Abschreibungen Die für das Geschäftsjahr 2015 geplanten Investitionskosten für St. Urban sind tiefer als budgetiert ausgefallen. Die Abschreibungen fallen deshalb um 41 000 geringer aus. Gemäss Mitteilung der Stadt Winterthur sind auch die Abschreibungen des Steueramtes Winterthur tiefer ausgefallen (−63 000). • Eigene Beträge Von den budgetierten Beiträgen für die kirchlichen Gruppierungen und Vereine sind 78 000 nicht benutzt worden (48 000 davon vom Jugendbereich). Nach Vorliegen der effektiven Steuereinnahmen des Jahres 2014 vergrösserte sich der Beitrag 2015 an den Synodalrat um 57 000. Der KEH-Opfereingang fiel tiefer aus als budgetiert. Somit fallen durch die im Jahr 1971 durch die KGV beschlossene Verdoppelung der Opferbeiträge 9 000 weniger Aufwendungen an. • Steuern Die Steuereinnahmen sind wiederum höher ausgefallen als vom Steueramt für das Budget gemeldet. Die Abweichungen betragen für 1993 –  2 013 +173 000 und für 2014 und 2015 +174 000. Die Quellensteuer-Einnahmen sind um 155 000 tiefer als gemeldet angefallen. • Vermögenserträge Die Mietzinserträge konnten um 10 000 gesteigert werden. Dies infolge Mieter-wechsel und neuer Verrechnung der Nebenkosten der Pfarrwohnungen. Der Zinsertrag der Steuerabrechnung ist gegenüber dem Budget um 4 000 kleiner. • Entgelte Die Personenversicherung hat uns Krankheits- und Unfalltaggelder von über 27 000 vergütet und der Anhaltspunkt Neuhegi konnte mit 3 000 aus seinen Verkaufserlösen beitragen. • Beiträge ohne Zweckbindung Die Berechnung des Normaufwandausgleiches basiert immer auf den effektiven Werten des Vorjahres. Zum Zeitpunkt der Budgetierung stehen jedoch lediglich hochgerechnete Werte zur Verfügung. 2015 haben wir nicht den mit 808 000 budgetierten Beitrag, sondern lediglich 562 485 erhalten. • Beiträge ohne Zweckbindung Für die priesterlichen Einsätze eines Mitarbeiters sind uns vom Synodalrat und anderen Kirchgemeinden 14 000 vergütet worden. Die Stadt Winterthur hat uns für die Lärmsanierung der Fenster an der Wülflingerstrasse 18 000 vergütet. Winterthur 5. März 2016, Der Ressortverantwortliche Finanzen: Anton Sutter


25

Tätigkeitsberichte Kirchenpflege und Verwaltung Nach den erfolgreichen Erneuerungswahlen im Vorjahr startete die Kirchenpflege ins Berichtsjahr 2015 in fast vollständiger Besetzung: 16 von 17 Sitzen hatten wiederum besetzt werden können. An seiner ersten Sitzung im neuen Jahr nahm das Gremium Kenntnis vom Rücktritt des Kirchenpflegemitglieds Richard Fallegger und legte die neue Ressortverteilung fest. So nahmen ab Januar 2015 Hansruedi Frey im Ressort Personal, Kurt Henggeler im Ressort Bau und Liegenschaften sowie Marcus Scholten als Gemeindeleiter der Pfarrei St. Ulrich in der Seelsorgekommission Einsitz. Im Kollegium mit den acht Pfarrern und Pfarreibeauftragten behandelte die Kirchenpflege im Laufe des Jahres eine Vielzahl von Geschäften wie zum Beispiel Jahresrechnung und Budget, die Anstellung neuer Mitarbeitender und Vernehmlassungen zuhanden des Synodalrats. An der Kirchgemeindeversammlung vom 2. Juni 2015 konnten die Jahresrechnung 2014 der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Winterthur, der Jahresbericht sowie die Jahresrechnung der Kirchlichen Entwicklungshilfe mit grossem Mehr verabschiedet werden. Nach dem geschäftlichen Teil machte die Dominikanerschwester und als «TV-Nonne» bekannte Sr. Ingrid Grave in ihrem engagierten Vortrag «Kirche wohin? Hoffnungszeichen einer Ordensfrau» den knapp hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern Mut zu neuen Formen der Kirche. An der Versammlung vom 1. Dezember 2015 genehmigte die Kirchgemeinde das Budget 2016 mit einer sogenannten «roten Null» bei gleichbleibendem Steuerfuss von 16 Prozent und verabschiedete die Abrechnung des Umbaus des Pfarreizentrums St. Urban in Seen. Zudem wurde für den Rest der Amtsperiode 2014 bis 2018 die Juristin Marianne Schurter einstimmig in die Kirchenpflege gewählt. Im Rahmen dieser Kirchgemeindeversammlung verabschiedete der Präsident Urs W. Rechsteiner gleich zwei verdiente und en-

gagierte Persönlichkeiten aus der Pfarrei St. Laurentius. Nach elf Jahren verliess Pfarrer Willy Mayunda die Pfarrei per Ende 2015 und übergab die Gemeindeleitung ad interim an Diakon Zeljko Calusic, der am 1. September 2015 die Stelle des Pastoralassistenten angetreten hatte. Ebenfalls per Ende 2015 trat Peter Schnider nach fast zehn Jahren als Mitglied der Kirchenpflege und Pfarreipfleger von St. Lauren­ tius zurück. Bilder von flüchtenden Menschen in Gummibooten vor der griechischen Küste oder an der Grenze osteuropäischer Staaten prägten die Medien 2015 und bewegten die Gemüter vieler Menschen. Die Seelsorgekommission der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Winterthur hatte sich im Frühling 2015 zum Ziel gesetzt, konkrete Unterstützungs­ angebote für Asyl suchende und flüchtende Menschen zu machen. Daraus ist der Verein VIWO («Vinzenz Wohnen») hervorgegangen, der unter dem Patronat der Katholischen Kirche in Winterthur Flüchtlingen hilft, eine Wohnung zu finden, und sie bei der Integration in ihr neues Umfeld unterstützt. VIWO übernimmt dort Aufgaben, wo städtischen Stellen Zeit und Mittel nicht zur Verfügung stehen. Die für ihre Arbeit notwendige Unterstützung erhielten Kirchenpflege, Kirchgemeinde und Pfarreien von der Verwaltung. Diese bereitete die Geschäfte von Kirchenpflege und Kirchgemeinde vor, setzte die dort gefassten Beschlüsse um und kommunizierte diese. Im Bereich der Kommunikation wurde das deutschsprachige Webportal um einen Auftritt in englischer Sprache ergänzt. Zudem unterstützte das Team unter der Leitung von Thomas Suter die Pfarreien in den Bereichen Finanzen, Personal, Administration und Öffentlichkeitsarbeit. Dank dieser guten Kooperation können wir auf ein erfolgreiches 2015 zurückblicken.

Daniela Jucker-Todesco

Katholikenzählung per 31.12.2015 Veränderungen PP

HJ

TS

OW

WL

RB

SE

Total

gegenüber Ende 2014

Schweizer Niedergelassene

3 122

1 804

1 790

3 430

2 808

809

4 032

17 795

40

Ausländer und Aufenthalter

1260

645

1 151

1 799

1 523

252

1 628

8 258

12

503

249

581

761

719

86

899

3 798

−14

Total

4 382

2 449

2 941

5 229

4 331

1 061

5 660

26 053

52

Stand 31.12.2014

4 407

2 471

2 895

5 274

4 271

1 018

5 665

26 001

Davon Italiener MCLI

−25

−22

46

−45

60

43

−5

52

−0.6%

−0.9 %

1.6  %

−0.9  %

1.4  %

4.2  %

−0.1  %

0.2  %

Legende PP – St. Peter und Paul HJ – Herz Jesu TS – St. Josef OW – St. Marien WL – St. Laurentius RB – St. Ulrich SE – St. Urban MCLI – Parrocchia San Francesco


26

Einwohnerinnen und Einwohner Stadt Winterthur nach Konfessionen per 31.12.2015 Ev.-reformiert

35 086

Christkatholisch 261

Ev.-reformiert CH

33 027

Christkatholisch CH

148

Christkatholisch Ausländer

113

Ev.-reformiert Ausländer

2 059

Röm.-katholisch

26 679

Übrige

48 492

Röm.-katholisch CH

19 819

Übrige CH

31 719

Übrige Ausländer

16 773

Röm.-katholisch Ausländer

8 860

Konstituierung der Kirchenpflege Legislatur 2014 –  2018 Kommissionen gemäss Art. 28 Ziffer 1 Kirchgemeindeordnung Finanzkommission RV Stv. Mitglied  / Abgeordneter Geldverkehrs­prüfungskommission Beratend ohne Stimmrecht

Anton Sutter Matthias Gamper Kurt Henggeler Thomas Suter

Personalkommission RV Stv. Mitglied

Dr. Fritz Lang Hansruedi Frey Antonella Mastrogiuseppe

Bau- und Liegenschaftskommission RV Stv. Mitglied

Cornel Widmer Kurt Henggeler Anton Sutter

Kommissionen gemäss Art. 28 Ziffer 2 Kirchgemeindeordnung Seelsorgekommission PP – St. Peter und Paul HJ – Herz Jesu TS – St. Josef OW – St. Marien – Vorsitz WL – St. Laurentius RB – St. Ulrich SE – St. Urban MCLI – Parrocchia San Francesco

Pfr. Dr. Hugo Gehring Pfr. Klaus Meyer Pfr. Jacek Jeruzalski Michael Weisshar Zeljko Calusic Marcus Scholten Peter Koller Don Carlo de Stasio

Jugendkommission im Pastoralkreis Winterthur RV Rita Neff Stv. Daniela Amolini Mitglied Heike Bausch Mitglied / Vertreter Seelsorgekommission Pfr. Klaus Meyer Mitglied / Vertreter kant. Jugendseelsorge Frank Ortolf Mitglied / Vertreter reg. Jugendseelsorge Oliver Sittel Mitglied / Vertreterin Jugendseelsorge in den Pfarreien Monika Bosshard

Büro Präsident:

Urs W. Rechsteiner

Vizepräsident und Ressortverantwortlicher Personal:

Dr. Fritz Lang

Ressortverantwortlicher Finanzen:

Anton Sutter

Ressortverantwortlicher Bau und Liegenschaften:

Cornel Widmer

Beratend ohne Stimmrecht: Juristin

Marianne Schurter

Beratend ohne Stimmrecht:

Thomas Suter

Leiter Finanzen und Administration Beratend ohne Stimmrecht: Verantwortliche

Claudia Sedioli

Kommunikation

Kirchliche Entwicklungshilfe (KEH) RV Stv. Mitglied Mitglied / Vertreter der Seelsorgekommission Mitglied / Pfarreivertreterin Mitglied / Pfarreivertreterin Mitglied / Vertreter Kirchgemeinde

Marlis Gisler Madeleine Brunner Daniela Amolini Pfr. Jacek Jeruzalski Claudia Vogel Gabriella Burkart Thomas Suter

Kommission für Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit (KoSoFA) RV Daniel Frei Stv. Heike Bausch Mitglied Daniela Amolini Mitglied / Vertreter der Seelsorgekommission Marcus Scholten Mitglied / Vertreterin Sozialdienste Dajana Herzig-Marjanovic Mitglied / Leiterin Koordinationsstelle für Soziale Arbeit Susanne Horak Subkommission Freiwilligenarbeit (SuFA) RV Heike Bausch


27

Pfarreipfleger/-innen PP – St. Peter und Paul HJ – Herz Jesu TS – St. Josef OW – St. Marien

Madeleine Brunner Marlis Gisler Heike Bausch Rita Neff

WL – St. Laurentius RB – St. Ulrich SE – St. Urban MCLI – Parrocchia San Francesco

Marianne Schurter Kurt Henggeler Vakanz Antonella Mastrogiuseppe

Delegationen Altersforum Winterthur

Delegierte mit Stimmrecht

Marlis Gisler

Delegierte / Mitglied Fachgruppe

Susanne Meier Maouche

Ausländerbeirat

Delegierte

Martina Hafner Pagliaccio

CARITAS Zürich

Delegierte mit Stimmrecht

Marlis Gisler

Datenschutzkommission Synodalrat

Delegierte

Marianne Schurter

Interkonfessionelle Aktion

Delegierte mit Stimmrecht

Marlis Gisler

Interkulturelles Forum Winterthur

Beisitzer im Vorstand mit Stimmrecht

Bernard Ruckstuhl

Kirchl. Arbeitskreis für Radio Top

Delegierte mit Stimmrecht

Claudia Sedioli

Kirchl. Fachstelle bei Arbeitslosigkeit (DFA)

Mitglied der Trägergruppe

Madeleine Brunner

«Solidarität Dritte Welt»

mit Stimmrecht Verein Paulus-Akademie Zürich

Delegierter mit Stimmrecht

Hansruedi Frey

Radio- und Fernsehgenossenschaft Zürich

Delegierte mit Stimmrecht

Claudia Sedioli

Spitalseelsorge

Vorstand mit Stimmrecht

Heike Bausch

Telefonseelsorge «Die dargebotene Hand»

Vorstand mit Stimmrecht

Madeleine Brunner

Paarberatung und Mediation,

Vorstand

Dr. Fritz Lang

Stiftung Altersheim St. Urban,

Delegierter (Präsident)

Gerhard Abgottspon

Winterthur-Seen

Delegierter (Vizepräsident)

Beat Debrunner

Verein Kath. Spitex Winterthur

Vorstand mit Stimmrecht

Madeleine Brunner

Wochenendstube

Vorstand mit Stimmrecht

Pfr. Hugo Gehring

Verein Shalom

Mitglied

Daniela Amolini

AGJP Arbeitsgemeinschaft für

Delegierter

Oliver Sittel

MCLI-Stiftung

Delegierter mit Stimmrecht

Urs W. Rechsteiner

Treffpunkt Vogelsang

Delegierte

Marlis Gisler

Verein für Kinder- und Jugendarbeit im

Delegierter

Pfr. Klaus Meyer

«Gutschick»

Delegierte

Heike Bausch

Winterthur und Andelfingen

(Gemeindekrankenpflege)

Jugendprojekte


28

Kommissionen

Bau- und Liegenschaftskommission Nach den intensiven Bautätigkeiten der vergangenen Jahre mit den Kirchenrenovationen in St. Ulrich, St. Peter und Paul und St. Urban wurden im Berichtsjahr die Ausgaben für die Liegenschaften merklich zurückgefahren und das Augenmerk auf den Unterhalt und die Werterhaltung von Gebäuden und Umgebungen gelegt; insgesamt wurden CHF 420 000 dafür ausgegeben. Nebst dem ordentlichen Unterhalt wurde ein grösseres Bauvorhaben ausgeführt: Neue Küche für Pfarrei Herz Jesu Während der Sommerferien wurde die alte Haushaltküche abgebrochen und durch eine moderne Gastroküche ersetzt. Aus dieser Küche können bis zu 150 Personen

verpflegt werden. Ebenfalls wurde im Foyer in die bestehende Theke eine Teeküche für kleine Versammlungen und den Tagesgebrauch integriert. Gastro- und Teeküche zusammen ermöglichen trotz der knappen Platzverhältnisse ein rationelles Arbeiten. Der Terminplan und die Kostenvorgabe konnten eingehalten werden. Finanzliegenschaften Die Finanzliegenschaften befinden sich in einem baulich guten bis sehr guten Zustand. Auftretende Reparaturen werden sofort erledigt. Unterhalts- und Erneuerungsarbeiten werden fortlaufend ausgeführt. Alle Wohnungen und Garagenplätze sind vermietet. Im Berichtsjahr gab es drei Mieterwechsel.

Cornel Widmer

Personalkommission Die Personalkommission verabschiedete an 10 (12) Sitzungen 14 (16) Anträge an die Kirchenpflege. Am 1. Januar trat Marcus Scholten sein Amt als Pfarreibeauftragter von St. Ulrich an. Am 17. Juli kündigte der langjährige Pfarrer von St. Laurentius, Dr. Willy Mbuinga Mayunda, sein Arbeitsverhältnis nach elfjähriger Tätigkeit per 1. Februar 2016, um ein neues Wirkungsfeld als Pfarrer von St. Mauritius in Engstringen ZH anzutreten; de facto legte er sein Amt per 31. Dezember nieder. Die Kirchenpflege ernannte Diakon Zeljko Calusic, der sein Amt am 1. September 2015 angetreten hatte, zum Pfarreibeauftragten ad interim für zwei Jahre auf 1. Januar 2016 und stellte auf den gleichen Zeitpunkt Dr. Miroslav Oravecz, Pater OSB, als priesterlichen Mitarbeiter (Vikar) an. Am 14. März stellte die Kirchenpflege auf 1. April AnneClaire Funtsch als Leiterin offene Jugendarbeit Mädchen und junge Frauen im Kinder- und Jugendtreff Gutschick (Pfarrei Herz Jesu) mit einem Pensum von 40 Prozent an. Am 6. Juli nahm die Behörde Kenntnis von der mit dem Trägerverein des Kinder- und Jugendtreffs ausgehandelten Regelung über dessen Beteiligung an den Lohnkosten. Sie übernimmt die Lohnkosten dieser Stelle, während sich der Verein an den Lohnkosten für 95 weitere Stellenprozente zur Hälfte beteiligt. Diese zusätzliche finanzielle Beteiligung der Kirchgemeinde unterstrich die gewachsene Bedeutung der auch in den jugendpolitischen Leitlinien der Stadt verankerten offenen Jugendarbeit.

Am 13. April erhöhte die Kirchenpflege den Stellenplan für das Pfarreisekretariat Herz Jesu auf 70 Prozent. Gleichzeitig bewilligte sie entsprechend den Stellenplänen anderer Pfarreien sowie im Hinblick auf künftige Entwicklungen und den von der Kirchenpflege 2013 genehmigten Bericht der Arbeitsgruppe «Freiwilligen­ arbeit» 10 Stellenprozente für die Koordination der Freiwilligenarbeit, die mit Anne-Claire Funtsch besetzt wurden. Neue Regelung für Kirchenmusik Nachdem der Synodalrat am 30. März im Gefolge der 2014 beschlossenen Revision der berufsbezogenen Bestimmungen für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker auch die Richtlinien betreffend Pauschalentschädigungen für Einzeleinsätze von Aushilfen geändert hatte, beschloss die Personalkommission am 20. August die Umsetzung dieser Richtlinien; die erhöhten Pauschalen werden seit dem 1. Oktober angewendet. Am 7. Dezember beschloss die Kirchenpflege für 2016 einen Stufenaufstieg und Beförderungen für das Personal per 1. Januar 2016. Am 10. Dezember stellte die Kirchenpflege Manuela Zuber als Sekretärin des Ressorts Personal ab 1. April 2016 an. Sie wird die Nachfolge von Ruth Furrer antreten, die per Ende März 2016 in Pension geht. Aufgrund einer eingehenden Prüfung der personellen Situation des Ressorts Personal, angesichts der hohen zeitlichen Belas-


29

tung und mit Blick auf die Zukunft soll die Verwaltung in diesem Sektor nachhaltig gestärkt werden. Es wurde deshalb gezielt eine Stelleninhaberin mit Fachkenntnissen und Erfahrung im Bereich HR gesucht und in Aussicht genommen, die heute mit 50 Prozent besetzte Stelle längerfristig auf 70 bis 80 Prozent aufzustocken. Auf Antrag der Personalkommission stellte die Kirchenpflege sodann an: in St. Peter und Paul als Pastoralassistent auf 1. September Michael Horst Kolditz, Jrene Meli als Sozialarbeiterin (Nachfolgerin der altershalber zurückgetretenen Hedi Blum) auf 1. Oktober, Bernadette Gantner als Sekretärin (Nachfolgerin der in den Ruhestand getretenen Erika Wyden) auf 1. Januar 2016; in Herz Jesu Renate Ballmann-Hoerkens als zweite Sekretärin auf 1. November; in St. Josef Henriette Lydia Czaja als Religionspädagogin und Seelsorgemitarbeiterin auf 1. Februar. In St. Urban wurde Jochen Lang als Pastoral­ assistent auf 1. Juli angestellt und für die Alterszentren in den Pfarreien der Kirchgemeinde Mariam PoghosyanSarkisjan als Kirchenmusikerin auf 1. Dezember. Kirche bietet Lehrstelle Personalkommission und Ressortleitung befassten sich mit einer grossen Anzahl weiterer Geschäfte, wie z. B. Weiterbildungsanträgen, Pensumserhöhungen, der Vergütung von Mehrstunden sowie Beratung und rechtlicher Unterstützung in verschiedenen Fällen. In eigener Kom-

Anstellungen in der Kirchgemeinde

17 % Verwaltung / Pfarreisekretariat / Hausangestellte 13 % Pfarrer / Gemeindeleiter / Aushilfspfarrer 34 % Pastoralassistenz / Religionspädagogik / Jugend 11 % Katechetin / HGU-Verantwortung / HGU-Mütter 11 % Musik / Aushilfen 14 % Sakristen / Hauswartung / Reinigung / Aushilfen

petenz stellte die Personalkommission auf Wunsch des Generalvikars P. Johannes Maria OSB als Vikar für die ganze Kirchgemeinde an, ferner Jürg Tobler als Zweit­ organisten in St. Josef und Alfonso Lima als zweiten Hilfssakristan/Hilfshauswart in Herz Jesu. Im Gefolge der Revision der berufsbezogenen Bestimmungen bereinigte sie die Pflichtenhefte der fest angestellten Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker. Der Ressortverantwortliche führte Verhandlungen mit der Stiftung «Chance» und mit Pfarreien über die Fortführung der Berufsbildung für Büroassistenz, erarbeitete eine Vernehmlassung zuhanden des Synodalrats über die geplante «Entkoppelung» der Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterbeurteilung vom Lohnsystem und nahm an den regelmässigen Treffen des Präsidiums mit dem Generalvikar sowie an den Aus­tausch- und Informationstreffen zwischen den Personalverantwortlichen und Präsidentinnen und Präsidenten der Kirchenpflegen teil. Ausserdem war er von der Kirchenpflege in den Vorstand des Trägervereins der «Paarberatung und Mediation der Bezirke Winterthur und Andelfingen» delegiert, wo die bevorstehende Kantonalisierung und zahlreiche damit im Zusammenhang stehende Personalfragen ebenfalls erheblichen Aufwand mit sich brachten.

Dr. Fritz Lang

Mitarbeitende in der Kirchgemeinde

13 % Verwaltung / Pfarreisekretariat / Hausangestellte 11 % Pfarrer / Gemeindeleiter / Aushilfspfarrer 19 % Pastoralassistenz / Religionspädagogik / Jugend 26 % Katechetin / HGU-Verantwortung / HGU-Mütter 15 % Musik / Aushilfen 16 % Sakristen / Hauswartung / Reinigung / Aushilfen


30

Seelsorgekommission Wie auch in den vergangenen Jahren traf sich die Seelsorgekommission (SeKo; ihr gehören alle Gemeindeleitenden der acht Winterthurer Pfarreien an) im Januar zu einer Retraite. Neben den ersten Ergebnissen der Familiensynode in Rom war diese Retraite auch einer Themensuche gewidmet: Welches gesamtgesellschaftlich relevante Thema wollen wir als neuen Schwerpunkt unserer Arbeit aufgreifen? Die SeKo entschloss sich, das Thema Flüchtlinge neu ins Zentrum ihrer Arbeit zu stellen und damit auch immer wieder an die Öffentlichkeit zu gelangen. Als Folge dieses Beschlusses wurde dann mithilfe vieler Freiwilliger und auch mit grosser Unterstützung der Kirchgemeinde der Verein VIWO gegründet, der nach Rücksprache mit den involvierten Behörden nun versucht, Wohnraum für Flüchtlinge zu beschaffen. Diese Arbeit ist sehr gut angelaufen und zur Zeit der Abfassung dieses Berichts konnten schon sechs Wohnungen für Flüchtlinge gefunden und deren Betreuung sichergestellt werden. Aufgrund der weltpolitischen Lage und der dadurch ausgelösten Wanderbewegung vieler armer Menschen muss davon ausgegangen werden, dass die Arbeit von VIWO noch sehr lange nötig sein wird. Studie zur Leistungserfassung Ein zweiter Schwerpunkt betraf vor allem die einzelnen Pfarreien: Da der Kanton Zürich die beiden grossen Landeskirchen aufgefordert hatte, ihre gesamtgesellschaftli-

che Relevanz (die einige Millionen Franken Steuergelder als Unterstützung zur Folge hat) hierzulande nachzuweisen, haben die Landeskirchen mit der Uni Zürich zusammen eine Studie erstellt, die diesen Nachweis erbringen soll. Dazu sollen möglichst alle gesamtgesellschaftlich relevanten Aktivitäten der Kirchen im ganzen Kanton erfasst werden. Diese Erfassung geschieht katholischerseits vor allem auf Pfarreiebene, was die einzelnen Pfarreien sehr fordert. Damit die Ergebnisse möglichst gut ausgewertet werden können, einigte sich die Seelsorgekommission auf einige grundlegende Standards der Erhebung. Ansonsten blieben die Tätigkeiten der SeKo im Rahmen des Üblichen. Sie traf sich ausser zur Retraite zu sieben weiteren Sitzungen, war letztverantwortlich für den Treffpunkt Zukunft, die Bettagsveranstaltung und die überpfarreiliche ökumenische Zusammenarbeit. Ende Jahr verliess sie nach langjähriger Zugehörigkeit der Pfarrer von Wülflingen, Willy Mayunda. Seinen Platz nahm Diakon Zeljko Calusic ein, der seit Jahresbeginn Leiter der Pfarrei Wülflingen ist. Wir erfreuen uns nach wie vor eines friedlichen und effizienten Arbeitsklimas und sind bereit, die Herausforderungen der kommenden Zeit für die katholische Kirche in Winterthur anzunehmen.

Michael Weisshar, Präsident

Jugendkommission Die Jugendkommission begleitet, berät und stützt unseren regionalen Jugendseelsorger Oliver Sittel. Sein Büro «freiraum» befindet sich am Oberfeldweg 15A in Wülflingen. Die Kommission besteht aus sieben Mitgliedern. Das sind: Rita Neff (Präsidentin), Klaus Meyer (Vertretung der Seelsorgekommission), Heike Bausch und Daniela Amolini (Vertreterinnen der Kirchenpflege), Monika Bosshard (Vertretung der Jugendarbeiter), Frank Ortolf (Vertretung der kantonalen Jugendseelsorge) und Oliver Sittel. Das Aufgabengebiet unseres Jugendseelsorgers ist vielfältig. Die Organisation eigener, gesamtstädtischer und regionaler Anlässe gehört dazu, die Koordination und Mithilfe bei überpfarreilichen Angeboten, die Vernetzungsarbeit mit städtischen und kantonalen Stellen u. v. m.

Nicht zu vergessen sind die persönlichen Gespräche und die Begleitung junger Erwachsener in schwierigen Lebensphasen. Zudem hat unsere regionale Stelle der Jugendarbeit im Kanton Zürich eine Vorreiterrolle. In allen Dekanaten des Kantons ist geplant, je eine Animationsstelle für kirchliche Jugendarbeit einzurichten. Diese soll, wie die unsere, die Pfarreien und Jugendverbände unterstützen. Unser Know-how ist gefragt! Die Arbeit unseres Jugendseelsorgers ist ein wichtiger Teil unserer christlichen Gemeinschaft. Die Kommission schätzt seinen Einsatz und dankt ihm dafür.

Rita Neff


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Kommission für Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit Die Kommission nimmt besorgt zur Kenntnis, dass aus unterschiedlichen Gründen armutsbetroffene Menschen vermehrt an den Rand der Gesellschaft gedrängt und finanziell unter Druck gesetzt werden. Sie will sich deshalb vermehrt sozialpolitisch für die Anliegen dieser Menschen einsetzen. Ein Leserbrief, der sich vor der Abstimmung gegen die Streichung der Gemeindezuschüsse zu den Ergänzungsleistungen aussprach, war eine erste Umsetzung. Er wurde am 7. April im Landboten abgedruckt. Ende Jahr trat Karin Hagen, Sozialarbeiterin von Herz Jesu, aus der Kommission zurück. Sie hatte seit 2009 die Sozialarbeiterinnen in der Kommission vertreten. Dajana Herzig, Sozialarbeiterin in St. Josef, wird ihre Nachfolgerin. Tätigkeit der Subkommission Freiwilligenarbeit Im Bereich Freiwilligenarbeit unterstützte Susanne Horak Begleitpersonen von Freiwilligengruppen und einzelne Pfarreien bei verschiedenen Fragestellungen, beteiligte sich am Projekt «Adventsbus» und arbeitete in der Arbeitsgruppe «Palliative Care» zur Fragestellung der Beteiligung von Freiwilligen bei der Begleitung von Sterbenden mit. Am 21. März fand der ökumenische Weiterbildungstag für Freiwillige zum Thema «Dem Glücklichen schlägt keine Stunde» statt. Er wurde von rund 60 Personen besucht. Das Thema Flüchtlinge und Migration wurde immer aktueller. Einerseits durch die Eröffnung neuer Unterbringungszentren in Winterthur und andererseits durch das grosse Engagement von Freiwilligen in diesem Bereich. Es wurde daher notwendig, innerhalb der Katholischen Kirche in Winterthur eine zentrale Stelle zu bestimmen, die als Ansprech- und Vernetzungsstelle für diese Themen zuständig ist. Susanne Horak übernahm diese Aufgabe und entwickelte zudem ein neues Projekt zur Weiterbildung von Freiwilligen, die in diesem Bereich tätig sind.

Wichtiges von den Pfarreilichen Stellen für Soziale Arbeit Auch letztes Jahr nahmen die Sozialarbeiterinnen an der «Sozial-Markthalle», die am 15. September stattfand, teil. Sie wurde vom Departement Soziales der Stadt Winterthur organisiert und ist ein wichtiger Vernetzungs- und Austauschanlass für Organisationen, die im Bereich soziale Arbeit in Winterthur aktiv sind. Rechtzeitig zu diesem Anlass wurde der Flyer der Pfarreilichen Stellen für Soziale Arbeit auch textlich neu gestaltet und das Leitbild an das neue Logo der Katholischen Kirche in Winterthur angepasst. Ende Oktober wurde Hedi Blum pensioniert. Sie war seit 2000 als Sozialarbeiterin tätig: In der Pfarrei St. Peter und Paul führte sie die Pfarreiliche Stelle für Soziale Arbeit, von 2005 bis 2008 engagierte sie sich in der Koordination der pfarreilichen sozialen Arbeit und ab 2008 baute sie zusammen mit der Armutskonferenz und den Sozialarbeiterinnen der reformierten Stadtkirche und der kirchlichen Fachstelle bei Arbeitslosigkeit DfA den Treffpunkt Vogelsang auf. 2011 wurde der Unterstützungsverein Vogelsang gegründet, in dessen Vorstand Hedi Blum tätig war. Ihre Nachfolgerin, auch für die Tätigkeit im Unterstützungsverein Vogelsang, ist Jrene Meli. Gleichzeitig wurde das Pensum für die pfarreiliche soziale Arbeit in St. Peter und Paul von 50 auf 70 Prozent erhöht. Für die Tätigkeit im Treffpunkt Vogelsang stellt die Katholische Kirche in Winterthur weiterhin 10 Stellenprozente zur Verfügung. Unser herzlicher Dank für die gute Zusammenarbeit geht an die Mitglieder der Kommission, an die Leiterin der Koordinationsstelle und an die Sozialarbeiterinnen.

Daniel Frei


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Kommission für Kirchliche Entwicklungshilfe (KEH) Im Vordergrund unserer Tätigkeit stand die Aufgabe, die Einnahmen aus den Kollekten sowie den Beitrag aus Steuergeldern für sinnvolle und nachhaltige Projekte im In- und Ausland einzusetzen. Fürs ganze Jahr wurde aus­ serdem der Kirchenopferplan erstellt, der auch die vom Bistum vorgegebenen Kollekten enthält. Die im Berichtsjahr zahlreich eingegangenen Gesuche wurden sorgfältig geprüft und behandelt. Engagement für Flüchtlinge Im vergangenen Jahr waren die Bilder von flüchtenden Menschen in Gummibooten oder unterwegs durch die Balkanländer, aber auch Bilder von kriegszerstörten Städten und Dörfern in den Medien allgegenwärtig. Die Solidarität in der Kirchgemeinde mit den vom Krieg hart getroffenen Menschen war sehr gross. Dies zeigte sich in den mehrmals aufgenommenen Kirchenopfern. Fast 40 000 Menschen haben in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt. Angesichts dieser Situation hat die Seelsorgekommission ein konkretes Unterstützungsangebot für Asylsuchende und Flüchtlinge ausgearbeitet. Es entstand der Verein «Vinzenz Wohnen» (VIWO), der sich vor allem bei der Wohnungssuche für Flüchtlinge engagiert. Wir haben dieses Projekt mit einem Startkapital unterstützt. Daneben leisteten wir in Nepal Not- und Aufbauhilfe für die Erdbebenopfer. Ferner leisteten wir in anderen Gebieten der Welt Unterstützungshilfe im Kampf gegen die Armut geleistet, so zum Beispiel in den Bereichen Ernährungssicherheit, Gesundheit, Zugang zu sauberem

Wasser, Zugang zu Bildung, Landwirtschaft und Menschenrechte. Im Inland unterstützten wir u. a. Projekte zugunsten von Menschen mit einer Behinderung oder mit psychischer Beeinträchtigung, von Jugendlichen, Migrantinnen, Armutsbetroffenen, Frauen und anderen. Aus den Kirchenopfereinnahmen aller acht Pfarreien von CHF 203 434.35 (CHF 237 751.40), der Verdoppelung dieser Summe aus den Steuereinnahmen sowie dem Vortrag aus der Rechnung 2014 standen der Kommission 2015 CHF 419 792.70 (CHF 71 032.00 weniger als im Vorjahr) zur Verfügung. Insgesamt wurden 43 Projekte im Ausland und 27 Projekte im Inland unterstützt sowie regelmässige kleinere Beiträge an inländische Institutionen geleistet. Wiederum haben verschiedene Pfarreien mit grossem Einsatz und Erfolg besondere karitative Aktionen durchgeführt und dadurch die Bevölkerung für die Entwicklungshilfe sensibilisiert. Leider mussten wir uns in der Kommission nach kurzer Zeit wieder von Pfarrer Willy Mayunda verabschieden, da er sein geografisches Wirkungsfeld verändert hat. Wir danken ihm ganz herzlich für seine wertvollen Inputs. Ein grosses Dankeschön gilt auch all jenen, die sich in irgendeiner Weise – sei es durch Kirchenopferspenden, spezielle Aktivitäten und /oder Freiwilligenarbeit – zugunsten benachteiligter Menschen eingesetzt und zur schrittweisen Verbesserung ihrer Situation beigetragen haben.

Marlis Gisler


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Abrechnung über die Kirchliche Entwicklungshilfe (KEH) 2015 in CHF

Vorjahr

2015

St. Peter und Paul

96 048.60

89 001.80

Herz Jesu

27 061.15

22 975.85

St. Josef, Töss

10 384.50

9 480.25

St. Marien, Oberwinterthur

11 803.15

10 503.40

St. Laurentius, Wülflingen

24 710.85

17 316.20

St. Ulrich, Rosenberg

39 360.65

29 990.20

Einnahmen Kirchenopfer

St. Urban, Seen Total Einnahmen aus Kirchenopfern

28 382.50

24 166.65

237 751.40

203 434.35

Ausland Vortrag aus Rechnung 2014

690.25

Opferertrag 2015

203 434.35

Beitrag Kirchgemeinde

101 717.15 305 841.75

verfügbar

Inland Vortrag aus Rechnung 2014 Beitrag Kirchgemeinde

12 233.75 101 717.20

verfügbar

113 950.95

Total pro 2015 verfügbar

419 792.70

Zahlungen im Jahr 2015 Total Ausland

271 000.00

Total Inland

139 600.00

Total Ausgaben

410 600.00


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Die Katholische Kirche in Winterthur auf einen Blick

Römisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur Kirchgemeindeversammlung

Urnenabstimmung

Verwaltung (inkl. Kommunikation)

Kirchenpflege

Rechnungsprüfungskommission

17 Mitglieder (stimmberechtigt) 8 Pfarrer/Pfarreibeauftragte (beratend)

5 Mitglieder

Büro: Präsident, Vizepräsident,

Geldverkehrsprüfungskommission 3 Mitglieder

Ressortverantwortlicher (RV), Personal, RV Finanzen, RV Bau-und Liegenschaften

7 Territorialpfarreien St. Peter und Paul

Herz Jesu

St. Marien Anhaltspunkt St. Ulrich

St. Josef

St. Laurentius

Personalpfarrei San Francesco MCLI

Ressorts Finanzen

Personal

Bau und Liegenschaften

Jugend

Soziale Aufgaben Freiwilligenarbeit

St. Urban Kirchliche Entwicklungshilfe

Seelsorge


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Namen und Kontakte

Kirchenpflege – Stand per 31. Dezember 2015 Präsident Mitglied Büro Urs W. Rechsteiner, lic. oec. publ.

Vizepräsident Ressortverantwortlicher Personalkommission Mitglied Büro Fritz Lang, Dr. iur.

Stv. Jugendkommission Mitglied Kirchliche Entwicklungshilfe KEH Mitglied Soziale Arbeit und Freiwilligenarbeit Daniela Amolini

Stv. Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit Ressortverantwortliche Subkommission Freiwilligenarbeit Mitglied Jugendkommission Pfarreipflegerin St. Josef Heike Bausch

Synodale Louis Borgogno

Stv. Kirchliche Entwicklungshilfe Pfarreipflegerin St. Peter und Paul Madeleine Brunner

Ressortverantwortlicher Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit Daniel Frei

Stv. Personalkommission Hansruedi Frey

Stv. Finanzkommission Matthias Gamper

Ressortverantwortliche Kirchl. Entwicklungshilfe Pfarreipflegerin Herz Jesu Marlis Gisler

Mitglied Finanzkommission Abgeordneter Geldverkehrsprüfungskommission Pfarreipfleger St. Ulrich Kurt Henggeler

Mitglied Personal­ kommission Pfarreipflegerin San Francesco MCLI Antonella Mastrogiuseppe

Ressortverantwortliche Jugendkommission Pfarreipflegerin St. Marien Rita Neff

Mitglied Büro Pfarreipflegerin St. Laurentius Marianne Schurter, lic. iur.

Ressortverantwortlicher Finanzkommission Mitglied Bau- und Liegenschaftskommission Mitglied Büro Anton Sutter

Ressortverantwortlicher Bau- und Liegenschaftskommission Mitglied Büro Cornel Widmer

Die Mitglieder der Kirchenpflege sind zu erreichen über das Sekretariat der Kirchenpflege. Sekretärin der Kirchenpflege: Daniela Jucker Tel. 052 224 03 86 daniela.jucker@kath-winterthur.ch


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Rechnungsprüfungskommission Präsident Werner Gabriel

Vizepräsident, Aktuar Josef Heeb

Mitglied Gino Rotenbach

Mitglied Rosemarie Schürmann

Geldverkehrsprüfung Doris Artho

Pfarreiübergreifende Angebote Regionale Jugendseelsorge Oliver Sittel Oberfeldweg 15 8408 Winterthur Tel. 052 202 53 92 oliver.sittel@ kath-winterthur.ch juseso@kath-winterthur.ch

Anhaltspunkt Neuhegi Pfarrei St. Marien Dr. Barbara Winter-Werner Ida-Sträuli-Strasse 91 8404 Winterthur Tel. 052 544 17 70 barbara.winter@ kath-winterthur.ch

Spitalseelsorge (ist der Röm.-kath. Körperschaft Kanton Zürich unterstellt) Kantonsspital Winterthur Katholisches Pfarramt Postfach 834 8401 Winterthur Leiter kath. Spitalseelsorge Diakon Michael Eismann Tel. 052 266 21 32 michael.eismann@ksw.ch

Klinik Schlosstal, ipw Katholisches Pfarramt Wieshofstrasse 102 8408 Winterthur Klinikseelsorger Diakon Martin Paulus Tel. 052 224 36 01 martin.paulus@ipw.zh.ch

Koordinationsstelle Pfarreiliche Soziale Arbeit und Freiwilligenarbeit Seuzacherstrasse 1 8400 Winterthur Susanne Horak Tel. 052 269 03 87 susanne.horak@kath-winter­t hur.ch


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Pfarreiliche Stellen für Soziale Arbeit Pfarrei St. Marien Römerstrasse 105 8404 Winterthur Susanne Meier Tel. 052 245 03 77 susanne.meier@kath-winterthur.ch sozialdienst.stmarien@kath-winterthur.ch

Pfarrei St. Peter und Paul Tellstrasse 11a 8400 Winterthur Jrene Meli jrene.meli@kath-winterthur.ch Monika Schmid monika.schmid@kath-winterthur.ch Tel. 052 213 16 32 sozialdienst.peterundpaul@ kath-winterthur.ch bis 30. Oktober 2015: Hedi Blum

Pfarrei Herz Jesu Unterer Deutweg 89 8400 Winterthur Karin Hagen Tel. 052 235 03 77 karin.hagen@kath-winterthur.ch sozialdienst.herzjesu@kath-winterthur.ch

Pfarrei St. Josef Nägelseestrasse 46 8406 Winterthur Dajana Herzig Tel. 052 209 03 77 dajana.herzig@kath-winterthur.ch sozialdienst.stjosef@kath-winterthur.ch

Pfarrei St. Ulrich Seuzacherstrasse 18 8400 Winterthur Monika Schmid Tel. 052 269 03 83 monika.schmid@kath-winterthur.ch sozialdienst.stulrich@kath-winterthur.ch

Pfarrei St. Urban Seenerstrasse 193 8405 Winterthur Beatrice Helbling Tel. 052 235 03 87 beatrice.helbling@kath-winterthur.ch sozialdienst.sturban@kath-winterthur.ch

Parrocchia MCLI San Francesco St. Gallerstrasse 18 8400 Winterthur Gabriella Prudenza Tel. 052 212 41 91 gabriella.prudenza@kath-winterthur.ch sozialdienst.sanfrancesco@kath-winterthur.ch

Synodalen (Synode der Röm.-kath. Körperschaft Kanton Zürich) Claudio Aquilina

Louis Borgogno

Elvira Gilg

Susanne Ruckstuhl

Pfr. Klaus Meyer

Verwaltung Römisch-katholische Kirchgemeinde Laboratoriumstr. 5, 8400 Winterthur, Tel. 052 224 03 80, info@kath-winterthur.ch, www.kath-winterthur.ch Leiter Administration: Thomas Suter

Sekretärin Personal: Manuela Zuber bis 31. März 2015: Ruth Furrer

Weitere Informationen zu den Pfarreiratspräsidien, zu fremdsprachigen Missionen und Gruppierungen in Winterthur u. v. m.: www.kath-winterthur.ch

Verantwortliche Kommunikation: Claudia Sedioli


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Pfarreien mit Gemeindeleitungen/Pfarreibeauftragten

St. Peter und Paul, Winterthur Dr. Hugo Gehring, Pfarrer/Dekan Tellstrasse 7, 8400 Winterthur Tel. 052 269 03 72, Pfarramt 052 269 03 70 peterundpaul@kath-winterthur.ch hugo.gehring@kath-winterthur.ch

St. Ulrich Wülflingen

Altsta

St. Peter und Paul

St. Laurentius

Bahnhof Winterthur

St. Laurentius, Winterthur-Wülflingen Zeljko Calusic, Pfarreibeauftragter bis 31. Dezember 2015: Dr. Willy Mbuinga Mayunda, Pfarrer Wülflingerstrasse 181, 8408 Winterthur Tel. 052 224 03 72, Pfarramt 052 224 03 70 stlaurentius@kath-winterthur.ch zeljko.calusic@kath-winterthur.ch

St. Josef

Herz J

Töss

St. Josef, Winterthur-Töss Jacek Jeruzalski, Pfarrer

Nägelseestrasse 46, 8406 Winterthur Tel. 052 209 03 72, Pfarramt 052 209 03 70 stjosef@kath-winterthur.ch jacek.jeruzalski@kath-winterthur.ch

Herz Jesu, Winterthur Klaus Meyer, Pfarrer Unterer Deutweg 89, 8400 Winterthur Tel. 052 235 03 72, Pfarramt 052 235 03 70 herzjesu@kath-winterthur.ch klaus.meyer@kath-winterthur.ch


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St. Ulrich, Winterthur-Rosenberg Marcus Scholten, Pfarreibeauftragter Seuzacherstrasse 1, 8400 Winterthur

Tel. 052 269 03 82, Pfarramt 052 269 03 80 stulrich@kath-winterthur.ch marcus.scholten@kath-winterthur.ch

St. Marien, Oberwinterthur Michael Weisshar, Pfarreibeauftragter RĂśmerstrasse 105, 8404 Winterthur

Tel. 052 245 03 72, Pfarramt 052 245 03 70 stmarien@kath-winterthur.ch michael.weisshar@kath-winterthur.ch

Oberwinterthur

St. Marien

adt

St. Urban, Winterthur-Seen Peter Koller, Pfarreibeauftragter Seenerstrasse 193, 8405 Winterthur

Tel. 052 235 03 82, Pfarramt 052 235 03 80 sturban@kath-winterthur.ch peter.koller@kath-winterthur.ch

Jesu St. Urban

Seen Mattenbach

MCLI – Missione Cattolica di Lingua Italiana Don Carlo de Stasio, Pfarrer St. Gallerstrasse 18, 8400 Winterthur

Tel. 052 544 52 24, Pfarramt 052 212 41 91 cpsf@kath-winterthur.ch carlo.destasio@kath-winterthur.ch Die Pfarrei MCLI San Francesco umfasst Katholikinnen und Katholiken, die in den Bezirken Winterthur und Andelfingen wohnen.


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Jahresbericht 2015 der Katholischen Kirche in Winterthur by Römisch-katholische Kirchgemeinde - Issuu