REISEMAGAZIN ERLEBNISSE VOM SPEZIALISTEN
2/2018
www.karawane.de
Mit Karawane einmal um die Welt
Roms schönste Märkte Alaska und Labrador Wohnmobil-Tour Queensland Entlang der Seidenstraße Antarktis-Kreuzfahrt Neuseeland Tahiti mit Gewinnspiel Osterinsel Seychellen Tempelstadt Angkor Wat Argentinien Panama Äthiopien ¢
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KARAWANE
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Unser Reisejahr
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Osterinsel
Inhalt REISENEWS Tipps für Weltenbummler
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UNSER REISEJAHR Karawane-Mitarbeiter unterwegs
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KULINARISCH UM DIE WELT: Rezepte aus Chile, Usbekistan und Down Under
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1. ETAPPE – EUROPA Italien: Roms Märkte sind ein Erlebnis für alle Sinne
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2. ETAPPE – NORDAMERIKA Kanada: Auf dem Coastal Drive zu Labradors Walfang-Hauptstadt
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Kanada
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4. ETAPPE – SÜDAMERIKA Argentinien: Spitzenweine am Fuße der Anden
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5. ETAPPE – ANTARKTIKA Antarktis: Ein Lebenstraum – Kreuzfahrt ins ewige Eis
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6. ETAPPE – OSTERINSEL Chile: Rapa Nui – der Nabel der Welt 18
Kambodscha
7. ETAPPE – SÜDSEE Französisch-Polynesien: Gewinnspiel 20 8. ETAPPE – NEUSEELAND Nationalpark Fiordland: Im Doubtful Sound Stille und Regen erleben 22
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Neuseeland
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10. ETAPPE – ASIEN Tempelstadt Angkor Wat – Weltkulturerbe im Regenwald
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11. ETAPPE – ORIENT Usbekistan: Samarkand und Buchara 28
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Äthiopien
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9. ETAPPE – AUSTRALIEN Queensland: Mit dem Wohnmobil ins goldene Outback
12. ETAPPE – INDISCHER OZEAN Seychellen: Im paradiesischen Reich der Riesenschildkröten
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13. ETAPPE – AFRIKA Äthiopien: Storch und Flusspferd urlauben am Tanasee
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Kinotipp/Buchtipp/Impressum 35 Karawane
Titelbild: © Fotolia/pict rider, Bilder (S. 2 v.o.n.u.): Karawane, Newfoundland Labrador, Turismo Chile, Norbert Eisele-Hein, Bärbel Schwertfeger, Jutta Lemcke
3. ETAPPE – MITTELAMERIKA Panama: Kaffeebohnen, Orchideen und ein technisches Wunderwerk 12
"Die größte Sehenswürdigkeit,
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chon 1873 ersann der französische Schriftsteller Jules Verne die "Reise um die Erde in 80 Tagen". Heute scheint eine solche Weltreise ein Leichtes zu sein. Und doch bleibt es ein sehr persönlicher Traum, eine solche Tour tatsächlich einmal selbst durchzuführen. Als kleine Inspiration laden wir Sie in der neuesten Ausgabe unseres Reisemagazins zu einer Weltreise in dreizehn Etappen ein. Theoretisch könnten diese mit entsprechend Zeit und Geld sogar aneinandergereiht werden, doch die meisten von uns werden sich wohl eher das Teilstück aussuchen, das auf ihrer ganz persönlichen Landkarte noch als weißer Fleck besteht. Sie finden auf den folgenden Seiten dazu jeweils ein Ziel, das etwas ganz Besonderes darstellt, ausgewählt von unseren Reiseexperten, ergänzt von einer dazu passenden Karawane Reise.
die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an." Kurt Tucholsky
Gehen Sie also mit uns auf große Tour rund um den Globus! Der Startpunkt in Europa ist Rom, wo Sie ein Bericht über die schönsten Märkte erwartet. Von dort geht's über Kanada nach Mittel- und Südamerika zu den Spitzenweinen Argentiniens. Erfahren Sie, welche guten Gründe für Französisch-Polynesien als Reiseziel sprechen und was Sie so alles bei einer Antarktis-Expedition erleben dürfen. Erkennen Sie, warum man Neuseeland durchaus im Regen entdecken kann und weshalb man sich in Usbekistan wie in Tausendundeiner Nacht fühlt. Und schließlich erkunden Sie einen Teil des unbekannteren Äthiopiens. Angereichert mit anregenden Reiseberichten und vielen Tipps hoffen wir, wieder die richtige Mischung aus Information und Unterhaltung gefunden zu haben. Lassen Sie uns Ihre Traumreise wissen!
Ihr Karawane Reiseteam
P.S. Ein "weltreisemäßiges" Gewinnspiel darf natürlich nicht fehlen. Mit unseren Partnern Air Tahiti Nui und Intercontinental Resort & SPA gewinnen Sie mit etwas Glück eine Traumreise nach Französisch-Polynesien. Mehr dazu auf Seite 20.
Karawane
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NEWS
Die sechs interessantesten Transportmittel der Welt
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axis und Busse sind nicht alles. Wer mit offenen Augen durch die Welt reist und eine Portion Abenteuerlust mitbringt, der entdeckt dabei die spannendsten Vehikel. DAS SPANISCHE BURRO-TAXI Ökologisch einwandfrei ist das Burro-Taxi in der spanischen Stadt Mijas. Denn bei diesem Taxi handelt es sich um – einen Esel! Eingesetzt wird das Burro-Taxi seit den 1960er-Jahren, um Touristen die Stadt zu zeigen. Heute hat es sich selbst zu einer der Hauptattraktionen entwickelt. Es gibt 60 Esel, eine eigene Webseite und einen Sonderparkplatz für die Tiere.
DIE CHINESISCHE DSCHUNKE Der Begriff "Dschunke" bezeichnet chinesische hölzerne Segelboote, deren Geschichte bis in die Han-Dynastie im 2. Jahrhundert v. Chr. zurück reicht. In den Häfen und um die Inseln von Hongkong werden sie bis heute als Frachttransporter und für Ausflüge verwendet. Typisch sind die roten Segel. DER DUBAI TROLLEY Der Dubai Trolley ist eine elektrisch betriebene Trambahn – ein Doppeldeckerfahrzeug im historischen Stil – in der Nähe des Burj Khalifa und der Dubai Mall. Sie fährt entlang des Sheikh Mohammed Bin Rashid Boulevards, ist nur einen Kilometer lang und hat reinen Vergnügungscharakter. DER CHIVA-EXPRESS IN ECUADOR Der Chiva-Express ist ein Linienbus, der sich auf Schienen fortbewegt – genau wie ein Zug. Er verbindet die Bergregionen des Landes mit der Küste. Heute wird das Verkehrsmittel nur noch ab und zu für Touristen eingesetzt. DIE INDISCHE AUTO-RIKSCHA Auto-Rikschas sind aus den indischen Megacitys nicht wegzudenken. Die dreirädrigen, schrill bemalten Vehikel schlingern oft abenteuerlich um enge Kurven. Die RikschaVariante ist eng verwandt mit der indonesischen Bajaj, dem thailändischen Tuk-tuk und der italienischen Ape.
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Dachterrassen mit Wow-Faktor
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n Rooftop-Bars berauschen nicht nur exklusive Cocktails, sondern auch die Ausblicke auf die Skyline. Besonders ansprechend ist das Szenario zu vorgerückter Stunde, wenn die Lichter der Großstadt für eine fabelhafte Kulisse sorgen. Zum wahren Hotspot der Sky-Bars hat sich vor allem die thailändische Hauptstadt Bangkok entwickelt. Im 31. Stockwerk des "Millennium Hilton Hotels" etwa liegt die "ThreeSixty Outdoor Rooftop-Bar" und lockt mit gemütlichen Sitzecken an der frischen Luft. Eine Etage höher ist die mit großen Fensterfronten versehene Cocktailbar "Three Sixty Jazz Lounge", die ihren Namen dem 360-Grad-Panorama zu verdanken hat. Hier müssen die Gäste sich nicht mal von ihren Sesseln erheben, um den kompletten Überblick über die Metropole zu bekommen: Die runde Bar auf dem Dach des Hotels rotiert um ihre eigene Achse. Eine runde Sache ist auch das "Sirocco", das höchste Open-Air-Dachrestaurant der Welt. Es befindet sich im 63. Stock des "Lebua"-Hotels und hat durch den Film "Hangover 2" einen riesigen Bekanntheitsschub erfahren. Als besonderes Highlight lockt die hier befindliche "Sky Bar" (Foto). Der in hell leuchtenden Farben schillernde Tresen scheint auf einem kleinen Plateau über der Stadt zu schweben – lediglich eine Glaswand liegt zwischen den Cocktail schlürfenden Gästen und dem 230 Meter tiefer fließenden Straßenverkehr.
Text: Hans-Werner Rodrian, Christian Haas, Bilder: Armin Herb, Tsugiko, marflores.com, Audley Travel, srt-Bildarchiv, The Dubai Tram, Sirocco Bar
DIE JAPANISCHE FUSSGÄNGER-RIKSCHA Die klassische Rikscha aus Japan wird von einer Person gezogen, während es sich ein oder auch mal zwei Passagiere auf dem Sessel bequem machen. Im Tokioter Vergnügungsviertel Asakusa wird diese historische Tradition des Landes am Leben erhalten.
Tipps für Weltenbummler Langfristige Reiseplanung beugt Stress vor der Abreise vor – hier steht Karawane gerne mit Rat und Tat zur Seite
Skurrile Gesetze: Wo Küsse und Kaugummis verboten sind
Rechtzeitig Informationen zu notwendigen Visa und Impfungen einholen sowie den Versicherungsschutz prüfen Benötigte Ausrüstung besorgen. Oder sich auch mal schenken lassen: vom Safari-Hut über die Sonnenbrille bis hin zum Wanderschuh. Wichtige Dokumente einscannen und sich selbst mailen. So ist der Zugriff immer gesichert. Im Handgepäck wird das Wichtigste mitgeführt, z.B. auch Akkus. Alles andere kann notfalls nachgekauft werden. Risikostreuung: Geld und Wertsachen nicht alle an einem Ort aufbewahren. Alles unter Kontrolle: Benachrichtigung per Mail oder SMS zu Kreditkartenabbuchungen. Auch das beste Tablet oder Handy hat mal kein Netz oder "Saft" mehr: Alle Unterlagen als Back-up ausgedruckt mitführen. Meist eher ein Thema für die Rückreise: Schwerste Kleidung anziehen, das spart Platz und Gewicht im Koffer.
Text: Hans-Werner Rodrian, Karawane, Bilder: srt-Bildarchiv, Karawane (u.)
Schnell gefunden: auffälliges Kofferband verwenden, z.B. von Karawane.
Die kuriosesten Vorschriften aus beliebten Reiseländern sind nicht nur zum Lachen, sondern können Urlaubern auch eine Menge Ärger bescheren
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er in die weite Welt aufbricht, dem sollte bewusst sein, dass im Ferienland nicht alles so geregelt ist wie daheim. Damit es nicht zu einem Konflikt mit dem Gesetz kommt, haben wir eine kleine Liste der merkwürdigsten Gesetze in beliebten Reiseländern zusammengestellt. Und auch wenn einiges seltsam erscheint, diese Vorschriften gelten tatsächlich. So ist in Frankreich das Küssen am Bahnsteig verboten. Damit reagierte der Gesetzgeber im Jahr 1910 auf Zugverspätungen, weil sich Paare nicht trennen konnten und dadurch immer wieder Verzögerungen hervorriefen. Italien wünscht, dass Touristen ihr Geld in Restaurants ausgeben. Wer etwa in Rom am Rand des Trevi-Brunnens picknickt, der wird von Polizisten mit Trillerpfeifen verscheucht. In Florenz und auf Capri werden die Freitreppen vor den Kirchen um die Mittagszeit nass gespritzt, damit sich niemand hinsetzt. Einkaufen bei illegalen Straßenhändlern kostet bis zu 7000 Euro Strafe. In den USA ist Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit tabu. Das gilt auch für Strände, Parks und Flaniermeilen. Schon das sichtbare Tragen alkoholischer Getränke kann strafbar sein. Wenn der Kassierer unter 21 ist, dann muss man in New York den Alkohol tatsächlich selber scannen und in die Tüte packen. Der Stadtstaat Singapur ist als besonders reinlich bekannt. Er hat seit 1992 Herstellung und Verkauf von Kaugummis verboten, um Straßen, Busse und U-Bahnen sauber zu halten. Laut Auswärtigem Amt ist sogar die private Einfuhr untersagt. Zuwiderhandlungen können auch für Touristen zu Geldstrafen von mehr als 150 Euro führen. In den Arabischen Emiraten empfiehlt es sich, E-Zigaretten zuhause zu lassen. Ob Dubai, Abu Dhabi oder Ras-Al-Khaimah: Überall ist der Import von elektrischen Zigaretten verboten. Sie werden bei der Einfuhr beschlagnahmt. In Griechenland ist es unter Strafe verboten, Steine von antiken Stätten mitzunehmen. Dies gilt nicht nur für Teile der Akropolis, sondern auch für völlig unverfängliche Kiesel. Wer erwischt wird, kann die Nacht in der Polizeistation verbringen und muss auch noch ein archäologisches Gutachten bezahlen. Das Spiel mit religiösen Symbolen ist überall auf der Welt gefährlich. Eine britische Touristin reiste jüngst mit ihrer Buddha-Tätowierung auf dem Arm nach Sri Lanka. Erboste Mönche empfanden das als unangemessen und meldeten sie der Polizei – die Frau wurde des Landes verwiesen. Karawane
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RÜCKBLICK
Tansania besticht für Jessica Richter durch seine Vielfältigkeit: faszinierende Stammeskulturen, beeindruckende Landschaften und atemberaubende Tiererlebnisse wie baumkletternde Löwen, Elefanten am Straßenrand und Leoparden auf Bäumen neben ihrer Beute.
Jürgen Kühner bestieg die Dünen der Namib-Wüste bei Deadvlei und Sossusvlei und war von der grandiosen Landschaft sehr beeindruckt. Als Mensch fühlte er sich dort winzig klein.
MITARBEITER ON TOUR
Unterwegs für Sie Im vergangenen Jahr haben wir von Karawane alle Kontinente bereist, um neue Touren zu entwickeln und Angebote zu testen. Mittelamerika-Expertin Nicole Heldmann ist begeistert von einem Spaziergang über das Lavasandfeld von Costa Ricas höchstem Vulkan mit anschließendem Blick in den Vulkankrater – aber nicht ohne Jacke!
Suzana Grabar steuerte mit der Interislander-Fähre Neuseelands Südinsel an. Dort ging es zur Delfinbeobachtung in die FjordLandschaft der Marlborough Region.
Auch bei kühlem Wetter schön – Karawane Geschäftsführer Steffen Albrecht war in der Inside-Passage von Kanada nach Alaska unterwegs.
Flugexperte Armin Rickert kam auf seinem Rückflug aus Australien in den Genuss der Business Class der Qatar Airways. Besondere Bequemlichkeit bietet bereits Dohas spezieller Flughafenbus mit gemütlichen Sesseln.
Durch nebelverhangenen Urwald fuhr Veronika Ziegler zum Kraterrand des Ngorongoro Kraters in Tansania und wurde mit einer spektakulären Aussicht belohnt. Danach ging es im Tal auf spannende Safari. Karl-Heinz Milter stattete auf Galapagos der außergewöhnlichen Poststelle der Insel Floreana einen Besuch ab – und sah anschließend den Seelöwen und Schildkröten zu.
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Karawane
Sina Hernandez erkundete die Millionen-Metropole Hong Kong – und war fasziniert von der Mischung aus Tradition und Mythos, Innovation und Moderne.
Sie ein n auch n einer e n n e K ie vo ben? t, das S Rezep gebracht ha re it m über Ih Reise en uns ipps an u e r f Wir nd T . läge u Vorsch arawane.de info@k
REZEPTE
Kulinarisch um die Welt Tipps gegen Fernweh: Drei Gerichte aus drei Ländern, die uns besonders gut geschmeckt haben. Typisch, einfach nachzukochen und sehr lecker!
Chilenischer Dip "Pebre"
Nationaldessert Down Under: luftige "Pavlova"
S. 6: Text/Bilder: Karawane (9), S. 7: Text: Karawane, Bilder: Fotolia/voltan, Fotolia/Ildi, Fotolia/vkuslandia
Zutaten 4 Eiweiß 2 EL Wasser 250 g Zucker 1 Pck. Vanillezucker 1 TL Weißweinessig 2 TL Maisstärke 250 ml Schlagsahne 1 EL Zucker n.B. frische Früchte, z.B. Beeren, Kiwi, Banane, Pfirsich, Mango ZUBEREITUNG Das Eiweiß sehr steif schlagen und dabei nach und nach das Wasser und den Zucker zugeben. Vanillezucker, Essig und Stärke unterrühren. Einen Kreis mit ca. 24 cm Durchmesser auf Backpapier zeichnen und dieses auf ein Backblech legen. Die Mischung gleichmäßig innerhalb des Kreises verteilen und im Ofen bei 150°C 45 Minuten backen. Anschließend die Pavlova im geschlossenen Ofen abkühlen lassen (am besten über Nacht). Die Sahne mit 1 EL Zucker steif schlagen und gleichmäßig auf die kalte Pavlova geben. Früchte klein schneiden und auf der Sahneschicht verteilen. Luftig, leicht und unbeschwert wie eine Pavlova ist auch der Lebensstil der "Aussies" und "Kiwis". Erfahren Sie mehr über Reisen nach Neuseeland auf Seite 22.
Zutaten für 4 Personen 6 Tomaten, klein gewürfelt 1 Bund Koriandergrün (oder Petersilie), gehackt 1 kleine Zwiebel, fein geschnitten 1 Knoblauchzehe, gehackt Saft einer halben Zitrone etwas Olivenöl, etwas Salz n.B. grüne Chillis ZUBEREITUNG Die Tomaten mit Koriander, Zwiebel und Knoblauch in eine Schüssel geben und gut vermischen. Mit Zitronensaft, Olivenöl und Salz abschmecken. Nach Belieben scharfe Chillis klein schneiden und untermischen. Passt zu: Grillsteak oder Hühnchen als Beilage oder Dip. Lust, tiefer in die chilenische Kultur einzutauchen? Auf Seite 18 finden Sie Reisen, auf denen Sie einen sehr insularen Teil Chiles entdecken können.
Reisgericht aus Mittelasien "Usbekischer Plow" Zutaten für 6 Personen 500 g Zwiebelringe, halbiert 500 g Hühnerbrust, grob gewürfelt 3 Karotten, gestiftelt 500 g Reis 100 g getrocknete Aprikosen, klein gewürfelt 100 g Rosinen 1 TL getrocknete Berberitzen
3-4 Chilischoten 1 Knoblauchzwiebel Etwas Olivenöl Paprikapulver Kurkuma Kreuzkümmel Korianderpulver Salz
ZUBEREITUNG Zwiebeln und Fleisch in Öl anbraten. Gewürze, Karotten und Chilischoten hinzufügen, mit Wasser aufgießen und fünf Minuten köcheln lassen. Aprikosen, Rosinen und Berberitzen hinzugeben. Nun den Reis gleichmäßig darauf verteilen und heißes Wasser hinzufügen, bis dieser leicht bedeckt ist. Zum Köcheln bringen, dann eine ganze Knoblauchzwiebel auf den Reis setzen und den Plow 25 Minuten bei niedriger Hitze garen. Anschließend kräftig umrühren und nochmal bei geschlossenem Deckel wenige Minuten durchziehen lassen. Lernen Sie die leckere Küche Usbekistans und freundliche Gastgeber auf einer Reise näher kennen. Mehr dazu auf Seite 28. Karawane
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1. Etappe
EINMAL UM DIE WELT
Europa
ITALIEN
Roms Märkte sind ein Erlebnis für alle Sinne
ROMANTISCHER BLUMENMARKT IM ZENTRUM: CAMPO DEI FIORI So muss das römische Leben sein: Auf einer Piazza, eingerahmt von pittoresken Häusern und fröhlichen Straßencafés, von Stand zu Stand ziehen, hier eine Tomate befühlen, dort eine Weintraube kosten, dazwischen einen Cappuccino oder ein Glas Wein trinken – was kann es Schöneres geben? Wären da nicht die mahnende und düstere Gestalt des einst auf dem Scheiterhaufen hingerichteten Mönchs Giordano Bruno und die gesalzenen Preise, könnte man sich auf dem ehemaligen Blumenmarkt wie im
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Karawane
Tipp: Tafeln mit Panorama Annemarie Glückselig, Reiseberaterin "Ein Lunch im Restaurant Aroma im Hotel Palazzo Manfredi ist sehr zu empfehlen – etwas teurer, aber mit einem Michelin-Stern bietet es eine exzellente Küche. Und von seiner Dachterrasse direkt gegenüber dem Kolosseum genießt man ein Panorama, das zu den schönsten zählt, die Rom zu bieten hat."
Paradies fühlen. Neben Blumen, Obst und Gemüse haben sich inzwischen auch die unvermeidlichen Souvenirstände breit gemacht. Hobbyköche finden ein vielfältiges Angebot an Gewürzmischungen für die gängigsten italienischen Gerichte, dazu gut gereiften Parmiggiano und Pecorino. Ein frisch am Stand zubereitetes Panino con Porchetta, Brötchen mit Schweinebraten, ist die ideale Stärkung für weitere Erkundungen.
Bunte Vielfalt: Tomaten auf dem Markt
MODERNER MARKT: MERCATO DEL TESTACCIO Nach dem Um- und Neubau ist aus dem einst etwas wilden Markt ein hochmoderner Komplex geworden, den Glas und Stahlkonstruktionen sowie die Farben Weiß und Grau dominie-
Text: Sandra Ehegartner, Bilder: Sandra Ehegartner (3), Karawane
Italiens Hauptstadt bietet antike Schönheiten, aber auch weltliche Genüsse kommen nicht zu kurz. Wer mehr über das Alltagsleben der Römer erfahren möchte, der besucht einen Lebensmittelmarkt und taucht direkt ins römische Alltagsleben ein. Jeder Stadtteil verfügt über mindestens einen großen Markt, der meist von 7 bis 14 Uhr geöffnet hat. Nicht nur Hobbyköche können dort von römischen Hausfrauen noch etwas lernen.
Auf dem Petersplatz wird die wöchentliche Generalaudienz des Papstes vorbereitet.
ren. Unter den Marktgängen können die Besucher einen Blick auf die beim Umbau gefundenen Tonvasen und weitere Ausgrabungsschätze erhaschen. Der Markt verfügt über das klassische Sortiment – Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, frische Pasta, Wurst und Käse. Außerdem werden noch Comics, Bücher und allerlei Kunsthandwerk angeboten. Gegenüber den Markthallen liegt der alte Schlachthof, in dem heute moderne Kunst und Räume für Theateraufführungen zu finden sind. Wer nach dem Einkaufen eine Pause braucht, der setzt sich in eines der Marktcafés und beobachtet das Treiben im römischsten aller römischen Viertel. Immerhin hat der urrömische Fußballverein AS Rom hier seinen Ursprung und das Auge der "Lupa", der Wölfin und Symbolfigur des Vereins, wacht riesengroß von einer Hauswand über Markt und Viertel. MULTIKULTIMARKT: NUOVO MERCATO ESQUILINO In der großen Markthalle offerieren viele indisch- und chinesischstämmige Händler ihre Produkte. Currymischungen, Zitronengras und Okras liegen in trauter Harmonie neben typisch römischem Gemüse wie Artischocken, Zichorie und Lattuga. Auch die vielfäl-
Giordano Bruno blickt auf den Campo dei Fiori.
tige Fischauswahl ist beachtlich. In Styroporkisten vor den Ständen krabbeln lebende Seespinnen und Riesenkrabben. Ohnehin gilt: Zart besaitet sollte man nicht sein, wenn man durch die Reihen zieht. Die chinesischen Händler blicken streng, die Sprache klingt rau und die vereinzelten Blumenstände können die anderen Gerüche nicht immer überdecken. Wer vorwiegend exotische Spezialitäten in multikultureller Umgebung sucht, ist hier bestens aufgehoben. Die Preise sind für römische Verhältnisse ausgesprochen moderat. OPEN-AIR-MARKT: MERCATO GIANICOLENSE IN MONTEVERDE Seit vielen Jahren wird leidenschaftlich über die Renovierung eines der größten römischen Märkte diskutiert. Die Parkplatzsituation bei San Giovanni di Dio ist katastrophal, die Hygienebedingungen nichts für deutsche Kontrolleure – nur die Lichtverhältnisse sind ausgesprochen schmeichelhaft. Sie sorgen dafür, dass auch streng blickende Rentnerinnen noch als "bellissime bionde", als wunderschöne Blondinen, tituliert werden. Vermutlich ein Versuch, die kritische römische Hausfrau gütig zu stimmen. Immerhin kennen Händler und Kunden einander seit Generationen und
schätzen sich. Der Fischhändler Michele wird wegen seines durchdringenden Organs vom gegenüberliegenden Metzger Gianni auf die Schippe genommen, und wenn man Gnocchi ordert, wird man beifällig gefragt, "con quale sugo", mit welcher Soße man sie zu servieren gedenkt. Alles in allem ist der Gianicolense-Markt ein absolut authentischer Markt, freundlich, professionell und Vertrauen einflößend. Hier wird eingekauft, was Stunden später gekocht und verzehrt wird. ■
DAS ROM DES MICHELANGELO DA CARAVAGGIO 8 Tage Studienreise mit Dr. Christoph Höllger für Erstbesucher und Wiederholer, mit selten besuchten Sehenswürdigkeiten, inkl. Flug ab/bis München, ab EUR 2.145,- webcode 16022 Karawane
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2. Etappe
EINMAL UM DIE WELT
Nordamerika
Mystische Stimmung: Fischerboot am Saglek Fjord an der Ostküste Neufundlands
KANADA
Leichter Nebel liegt über der Strait of Belle Isle. Die Meerenge trennt die Labrador-Halbinsel von Neufundland. Von der Fähre aus sind einige Pilotwale zu sehen, deren schwarze Rücken das Wasser durchschneiden, später wuchten einige Buckelwale ihre massigen Körper aus dem dunklen Nass. Eine perfekte Einstimmung auf die ehemalige Walfang-Hochburg Labrador, in die Generationen von europäischen Seefahrern aufbrachen.
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en Anfang machte 1497 der Entdecker John Cabot, dann kam 1499 Joan Fernandes, ein portugiesischer Landbesitzer oder "lavrador", der für den Namen Labrador verantwortlich ist. Diesen Entdeckern folgten ab 1504 bretonische und baskische Fischer, die entlang der Küste zunächst temporäre, später dauerhafte Siedlungen gründeten. Ihre Namen kann man heute noch nachvollziehen, wenn
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man auf der einzigen Straße im Süden Labradors unterwegs ist, die in Québec beginnt und bis nach Cartwright hinauf reicht. Eine Straße ohne Anbindung an den Rest der Welt, die ausschließlich dazu dient, die Fischerdörfer untereinander zu verbinden, die jahrhundertelang nur per Boot erreichbar waren. Dieser Coastal Drive führt an der Küste entlang, teils durch Taiga und Tundra, vorbei an Elchen und Karibus, und dann hinunter nach Red Bay. Ein paar bunte Häuschen, eine Kirche – ein nettes Fischerdorf wie so viele und doch ein besonderer Ort. Red Bay ist eine der ältesten Siedlungen Amerikas, in der vor 450 Jahren Dutzende Schiffe vor Anker lagen und Hunderte Menschen lebten. Menschen, die in winzigen Nussschalen den Nordatlantik überquert hatten, um hier Glatt- und Grönlandwale zu jagen, die zu Tausenden durch die Strait of
Text und Bilder: Egmont Strigl (3), Newfoundland Labrador (S.11 o.l.)
Auf dem Coastal Drive zu Labradors Walfang-Hauptstadt
Eisberg vor Neufundland
Das Fischerdorf Red Bay ist eine der xxxxxxx ältesten Siedlungen Nordamerikas.
Belle Isle schwammen. Ein baskischer Ort, der zwischen 1530 und 1580 die Walfang-Hauptstadt der Welt war: Von hier aus wurde Europa mit Walöl versorgt, das für Lampen sowie in der Seifen- und Lederproduktion gebraucht wurde. Wertvoll waren auch die Walbarten, die als Kämme, Pinsel, Bürsten und in der Damenmode zur Aussteifung von Miedern und Reifröcken Verwendung fanden. Das Walfleisch wurde vor Ort gegessen, so dass fast nichts außer den Knochen übrig blieb. Sie brachte man zum "Bony Beach", wo man noch heute auf ihre Reste stößt. Auch die archäologischen Funde sind bedeutend: Man entdeckte Gräber, Anlagen zum Kochen des Waltrans und Reste versunkener Galeonen; genug, um die Bucht zum National Historic District zu erklären. 1580 waren die Walbestände dann erschöpft und die Fischer gezwungen sich umzustellen. Zunächst jagten sie Seehunde, wegen der Häute und des Öls, später dann Kabeljau, der vor Labrador in riesigen Mengen vorkam. Er wurde überall entlang der Küste mit aus Europa importiertem Salz gepökelt, getrocknet und dann in zwei Richtungen verschifft. Einmal in die Karibik,
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Achtung, Karibus! Straßenschild auf Labrador
als Nahrung für schwarze Sklaven, und nach Europa, wo Katholiken an fast jedem dritten Tag der Genuss von Fleisch verboten war. Ein gigantisches Geschäft, das ab 1770 für fast 200 Jahre lang über einen Hafen abgewickelt wurde, der als das Symbol der Fischerei Labradors gilt: Battle Harbour. Einer der klassischen Outports auf einer Insel vor der Küste, der erst in den 1950er- und 1960er-Jahren verlassen wurde. Um ihn zu erreichen, besteigt man in Mary's Harbour einen Kutter und fährt hin-
aus an die Westspitze Labradors, wo das Ende der Welt zu warten scheint.
LABRADOR, KANADAS WILDE SEITE 22 Tage Mietwagenreise ab/bis Québec, einsame Landschaften in Labrador und Neufundland, UNESCO-Weltnaturerbestätten, ab EUR 2.389,- webcode 116651
HÖHEPUNKTE ALASKA UND YUKON 20 Tage Mietwagenreise ab/bis Anchorage, Besuch des schönsten Nationalparks und alter Goldgräber-Städte, ab EUR 3.279,webcode 116649
Und doch trifft man dort auf einen heimeligen Ort, von dem aus man die Insel erkunden kann. Er war lange die inoffizielle Hauptstadt Labradors. Sogar Nordpol-Bezwinger Robert Peary startete von hier und gab nach seiner Rückkehr in Battle Harbour eine Pressekonferenz. Ein wilder und spannender Ort voller Geschichte und Geschichten, der die lange Anreise unbedingt lohnt. ■
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3. Etappe
EINMAL UM DIE WELT
Mittelamerika
PANAMA
Kaffeebohnen, Orchideen und ein technisches Wunderwerk Kaffeesträucher, so weit das Auge reicht, dahinter Vulkane, auf denen weiße Wolkenberge sitzen: Die Hochlandlage macht den guten Kaffee aus, sagt Emily Janson, die mit ihrem Mann die Janson-Kaffeefarm betreibt. Guter Hochlandkaffee ist teuer. Bis zu 300 US-Dollar wird für ein Pfund Geisha-Kaffee Natural bei Auktionen bezahlt. Im farmeigenen Shop muss man gut 100 US-Dollar dafür hinlegen. Denn die Herstellung dieses vor allem bei Japanern beliebten Kaffees ist aufwendig: Handverlesen muss er sein und in der Schale getrocknet. Nur dann entstehen die Aromen, die seine Güte ausmachen.
Die Kaffeepflücker haben andere Probleme. Zwischen acht und 12,50 Euro verdienen sie am Tag für ihre schwere Arbeit in den steilen Hochlagen. Die empfindlichen Kaffeekirschen – das sind die von einer Haut umgebenen Bohnen – werden einzeln von Hand gelesen, eine mühsame Prozedur. Um einen 40 Kilo-Sack mit den Kirschen zu füllen, braucht ein erfahrener Pflücker einen halben Tag. 100 Kilo Rohkirschen
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ergeben etwa 20 Kilogramm Rohkaffeebohnen. Zur Erntezeit kommen die meist indigenen Pflücker oft mit der ganzen Familie. Was sie dort gemeinsam in drei Monaten verdienen, muss für das ganze Jahr reichen. Auch auf der Finca Lerida sind indigene Erntearbeiter unverzichtbar, sagt Cesar Caballero. Er führt Urlauber über die Farm, die schon eine lange Kaffeegeschichte hat: 1926 ging der erste Export-Kaffee nach Berlin. Cesar erzählt mit ansteckendem Enthusiasmus von Kaffeebäumen, die wie Menschen sind ("Mit 80 sind sie ausgelaugt") und von den Erntearbeitern, die von der "Wohltat des Kaffees" lebten. Wir sehen, wie Bohnen mit und ohne Schale trocknen und dann auch das Lager mit grünen Bohnen. Cesar hebt eine Handvoll Bohnen aus einem der Säcke und steckt die Nase hinein. "Riecht nach Geld", schmunzelt er. Natürlich wächst in Panama nicht nur Kaffee: Es gibt vielfarbige Bougainvilleas, Tulpenbäume und Hibiskus, Riesenfarne und Orchideen. "Wir haben einige Paradiese hier", sagt
Text: Simone F. Lucas, Bilder: Gerhard Merk (2), Karawane (2, S. 12 o.)
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ir dürfen probieren, schnüffeln an Bohnen, löffeln ein Pröbchen, schlürfen aus kleinen Kaffeetassen das duftende Getränk, kauen den Geschmack wie bei einer Weinprobe. Denn für Emily ist ihr Geisha-Kaffee so etwas wie der Bordeaux-Wein Panamas. Vielseitige Aromen findet sie bei dieser Kaffeeprobe: Citrus und Bergamotte, Honig und Kakao, auch Beeren und Jasmin. Ich staune. Meine Geschmacksnerven sind ganz offensichtlich unterentwickelt. Für mich schmeckt der Geisha eher nach Tee als nach Kaffee. Mit der Einschätzung bin ich nicht allein. "Ich brauche eine neue Nase", stöhnt ein Mittester. Wir sind wohl alle espressoverdorben.
Millimeterarbeit: ein Tankschiff in der Schleuse bei Miraflores
Rote Kaffeekirschen
Raul Velasquez. Die Finca Dracula ist trotz des irreführenden Namens eines dieser Paradiese. Sie heißt auch nicht so, weil der Vampirfürst hier sein Unwesen treibt, sondern weil hier der Dracula-Orchidee eine große Bühne bereitet wird. Im Gewächshaus zeigen sich die vielen Gesichter dieser eigenartigen Pflanze, die etwas von einer Fledermaus hat. Es gibt große Dracula-Orchideen und winzig kleine, solche in Rot und Schwarz, in Sonnengelb und Orange. Und natürlich ist Panama nicht vorstellbar ohne den Panamakanal. An der Schleuse Miraflores kann man im Museum sehen, wie wichtig die Wasserstraße ist, die seit 1914 den Atlantik mit dem Pazifik verbindet und als achtes Weltwunder gilt. Doch das Wunder war teuer bezahlt: In zehn Jahren Bauzeit verloren 20.000 Menschen ihr Leben. Hier an der Schleuse wird's gerade span-
OH, WIE SCHÖN IST PANAMA 9 Tage Erlebnisreise ab/bis Frankfurt mit Teildurchquerung des Panama-Kanals und einem Besuch bei den Emberá Indianern, ab EUR 2.190,- webcode 31229
QUER DURCH COSTA RICA 15 Tage Erlebnisreise in der Kleingruppe ab/bis San José, Costa Ricas Höhepunkte wie die drei Vulkane und Tierbeobachtungen, ab EUR 2.550,- webcode 19681
Tipp: Panamas Skyline Hannah Gruber, Reiseberaterin "Panama hat viel mehr zu bieten als nur den berühmten Kanal. Die Altstadt Panamas ,Casco Viejo' ist ein wahres Juwel. Absolut lohnenswert ist ein Besuch hoch über den Dächern der Altstadt. Hier lässt sich – bei einem Drink – der Pazifik, die Altstadt und die Skyline von Panama überblicken."
nend. Zwei große Containerschiffe warten auf die Durchfahrt, dazu zwei Katamarane und ein Segler. Die Menschen drängen sich an der Balustrade. Doch es dauert. So eine Schiffspassage muss vorbereitet werden, der Kanal ist dort sehr eng, es sind gerade einmal sechzig Zentimeter bis zu den Schleusenwänden. So, jetzt noch schnell in die Landes-
hauptstadt Panama City, die auf der einen Seite aussieht, als wäre sie direkt aus den USA importiert und auf der anderen Seite ein bisschen an Havanna erinnert. Die Skyline ist von futuristischen Wolkenkratzern geprägt, die Altstadt Casco Viejo hingegen von teils verfallenden Kolonialbauten – ein faszinierender Kontrast. ■ Karawane
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4. Etappe
EINMAL UM DIE WELT AUSTRALIEN
Südamerika
ARGENTINIEN
Spitzenweine am Fuße der Anden Weingärten in der Provinz Mendoza
Argentinien zählt zu den größten Weinproduzenten der Welt. Vor allem in der Region Mendoza im Nordosten des Landes herrschen ideale Bedingungen: Gletscherwasser tränkt die Reben, brennende Höhensonne zuckert den Saft und nächtlicher Temperaturabfall reichert die Trauben mit Säure an. Das Weingut Salentein hat sich mit edlen Tropfen wie dem fast lilaschwarzen Malbec-Wein einen Namen gemacht.
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ie Natur hat Argentinien mit Superlativen gesegnet: Das Land erstreckt sich über 34 Breitengrade und viele Klimazonen – von Feuerland mit Pinguinen bis zum Amazonasbecken mit urwüchsigem Regenwald. Die Menschen haben sich diesen Dimensionen angepasst: Mehr als 140 Meter breit ist beispielsweise die Avenida 9 de Julio in Buenos Aires und damit – angeblich – die breiteste Straße der Welt. Die Argentinier wissen es nicht so genau, aber sie behaupten es – sie lieben die Übertreibung und dramatische Inszenierung. Ihr Nationalinstrument ist das Bandoneon, klagend, betörend und leidenschaftlich,
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Karawane
ihr Tanz der Tango, große Gesten im Detail. Selbst im Glauben sind sie nicht kleinkariert: Im Bibel-Themenpark "Tierra Santa" bei Buenos Aires gibt es eine achtzehn Meter hohe Jesusstatue, die unter Fanfarengetön alle halbe Stunde wieder aufersteht.
MIETWAGENREISE VON MENDOZA ENTLANG DER ANDEN NACH SALTA 14 Tage Selbstfahrer-Tour durch abwechslungsreiche Nationalparks, vorgebuchte Unterkünfte, ab EUR 2.225,- webcode 71133
Eindrucksvoll ist auch die Ausdehnung der Weinberge des "Uco Valley", der Premiumlage für Wein in der Region Mendoza auf mehr als 1000 Meter Höhe. Wie ein Tempel liegt das Gebäude der Bodega Salentein am Fuß der schneebedeckten Berge. Einflüsse der missionierenden Jesuiten sind ebenso sichtbar wie stilistische Anlehnungen an
Die breite Avenida 9 de Julio ist die Hauptverkehrsader von Buenos Aires.
Salentein – für Weinkenner ein Begriff
Text: Meike Dannenberg, Bilder: srt-Bildarchiv/David (S.7), srt-Bildarchiv, Fabian v. Poser (2, S. 15.r.)
Landleben in Argentinien: ein Gaucho mit Pferd
die Inkas, die hier eine Siedlung errichteten. Die Sonne brennt auf glatte, schräge Steinwände inmitten schnurgerade gezogener Weinstöcke. Wir werden mit festem Händedruck von José Galante, dem Kellermeister, begrüßt. In der schattigen Kühle des massiven Steinbaus riecht es würzig nach vergorenen Trauben, Holz und septischer Frische, die die glänzenden Stahltanks umgibt. "Jedes Detail ist uns wichtig!", erklärt Galante mit Blick auf die kunstvollen Steinböden und modernen Anlagen. "Man kann nur guten Wein machen, wenn man jedem Stock, jeder Traube Aufmerksamkeit schenkt." Bei einem Weingut dieser Dimension eine hehre Aufgabe. Aus den Trauben Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Merlot und Pinot Noir solle das Beste und nicht das Meiste herausgeholt werden,
erklärt Galante, und besonders Malbec entwickle sich hier prächtig. Die Traube wird im Ursprungsland Frankreich fast nicht mehr angebaut – zu empfindlich. Wir gehen tiefer in das kreuzförmige Gebäude hinein: Jeder Flügel ist eine eigene Kellerei. Das jeweils tiefer gelegene Geschoss ermöglicht, dass der Wein nach der Gärung durch Gravitation in die französischen Eichenfässer umgefüllt werden kann. Als wir das Herz der Bodega betreten, werden weitere sakrale Einflüsse an der Bauweise sichtbar: Kreuzförmig prangt ein Kompass-Emblem aus rotem und schwarzem Stein mittig im runden Raum. Die Pfeile weisen jeweils in einen dunklen hohen Schacht, in dem Tausende Fässer lagern. Weit ab vom fancy Buenos Aires Bibelpark ist hier die verbreitete Religiosität der meisten Argentinier in Stein gefasst.
Wir gehen hinüber in das Restaurant der Posada Salentein, werfen einen Blick in die moderne Kunstgalerie Killka und verstehen, dass Wein längst mehr als ein Nationalgetränk ist. Und der Geschmack? Wir beginnen mit einem Sparkling Brut aus Chardonnay und Pinot Noir: Nuancen von Holunderblüten, feinen Zitrusfrüchten und Rosinen. Man schmeckt die alten, perfekt kargen Böden, die zum Teil schon seit Jahrhunderten mit Reben bepflanzt werden. Nach einem klassischen, weichen Cabernet mit langem Finale wird der Malbec serviert, der Salentein einen der Plätze unter den besten Weingütern der Neuen Welt beschert. Die Traube ist für tintendunklen Wein mit kräftigem Tannin bekannt. Der Wein schmeckt erdig und nach Pflaumen, Schokolade und Holz. José Galante lächelt stolz. Zu Recht. ■ Karawane
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5. Etappe
EINMAL UM DIE WELT
Antarktika
Eselspinguine bevölkern die antarktische Halbinsel.
ANTARKTIS
Der erste Antarktis-Eindruck ist ein Geruch. Verzeihung, aber es riecht nach Pinguin! Ein leicht salzig-stechender Windhauch weht von Half Moon Island auf den Süd-Shetlands herüber und kitzelt die Nase. Die Zehntausende von Pinguinen auf den felsigen Hügeln der Insel interessiert es wenig, dass gerade ein Kreuzfahrtschiff in ihrer Bucht vor Anker geht.
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ie rund 1000 Kilometer lange, oft unruhige Fahrt durch die Drake Passage von der Südspitze Argentiniens aus zum ersten Vorposten der Antarktis wirkt wie ein symbolischer Schnitt zwischen der hektischen, realen Welt in diesem unwirklich und märchenhaft erscheinenden Kontinent aus Eis und Fels. Still und grenzenlos ist die Antarktis das Gegenbild zu unserem schnellen, lauten Leben. Die klare, trockene Luft, die tiefe Stille, das Weiß und Blau der Eisberge und Gletscher, das intensiv schwarzblaue Meer, das Knistern des schmelzenden Gletscher-Eises, wenn es
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Karawane
beim Schmelzen Jahrtausende alte Luftbläschen freisetzt, und das Geschnatter der Pinguine lassen die Welt jenseits der Drake Passage für die Antarktis-Besucher verblassen. Es zählt nur noch das Hier und Jetzt, der Genuss dieser Traumlandschaft in vollen Zügen. Flipflops an die Füße, Kamera um den Hals und dann schnell an Land gehen wie bei einer klassischen Kreuzfahrt funktioniert hier freilich nicht. Überhaupt ist auf einer Antarktis-Kreuzfahrt alles etwas anders – bis auf das leckere Essen im Bord-Restaurant vielleicht. Am Ufer warten keine Ausflugsbusse, Taxifahrer und Souvenir-Händler, sondern Schneefelder, ein paar Robben, Tausende von Pinguinen und an manchen Stellen wie hier in Half Moon Bay eine Handvoll Forscher einer argentinischen Antarktis-Basis, die sich in ihrer Einsamkeit mit einem breiten Lachen im Gesicht über jeden Besucher freuen. Zum Ufer fahren die Passagiere mit Zodiac-Schlauchbooten, gut verpackt in wasserdichten Hosen, kniehohen
Gummistiefeln, winddichtem Polar-Parka, Hightech-Schwimmweste und warmer Mütze. Die Kamera steckt besser in einer Plastiktüte, denn beim Anlanden per Zodiac fliegt schon mal eine ordentliche Ladung salziger Gischt übers Boot. Und dann kommt er angewatschelt, der erste Pinguin. Ganz ohne Scheu, fast als würde er einen gar nicht bemerken – was oft tatsächlich der Fall ist, denn diese possierlichen Tiere sehen nicht besonders gut. Nur wenige Zentimeter vor den Gummistiefeln eines Besuchers bleibt er stehen, reckt den Schnabel nach oben und dreht den Kopf erst nach links, dann nach rechts und wieder zurück, um diese große, fremde Gestalt vor sich besser erfassen zu können. Hatte der Expeditionsleiter in seinem Einführungsvortrag nicht einen Mindestabstand von fünf Metern verlangt? Der Pinguin scheint diese Regel jedenfalls nicht zu kennen. In jedem steigt bei einer solchen Begegnung große Ehrfurcht und glühende Freude zugleich auf. Ehrfurcht vor diesem magischen Moment, Freude
Text: Franz Neumeier, Bild (S. 16): Christian Nowak
Ein Lebenstraum – Kreuzfahrt ins ewige Eis
Blick auf den Neko Harbour
über die Nähe und scheinbare Vertrautheit mit diesem liebenswerten, kleinen Tier. Zumindest bis der Pinguin erkennt, dass lediglich sein gewohnter Weg versperrt ist und er sich deshalb eine andere Route suchen muss.
Die Fluke eines Wals inmitten von Eisbergen
Die neue HANSEATIC nature bald in der Antarktis
Bilder (S. 17): Hapag-Lloyd Cruises (3)
Der Komfort an Bord des Schiffes gibt den Passagieren dann wieder einen Bezugspunkt zu unserer vertrauten Welt. Auf diese Weise nimmt man den Kontrast zwischen "Luxus" auf dem Schiff und der unwirtlichen Welt zwischen Eisbergen, Felsen und Pinguinen immer wieder von Neuem und viel intensiver wahr. Ein Übriges tragen versierte Expeditionsleiter bei – die oft die Hälfte des Jahres in der Nähe von Nord- und Südpol verbringen und selbst Tauchgänge im Eis als höchstes Vergnügen betrachten. Zurück auf dem Festland muss man sich wieder an die Zivilisation gewöhnen. Der Anblick von Autos, Straßen, Häusern und anderen Errungenschaften der westlichen Welt wirkt plötzlich fremd, beinahe surreal. Der etwas strenge Geruch der Pinguin-Kolonien hat sich dagegen so tief als positive Erinnerung an diese Traumwelt aus Eis und Fels eingeprägt, dass so mancher Passagier nach dem Ende der Antarktis-Kreuzfahrt zögert, den Polar-Parka zuhause einfach in die Waschmaschine zu stecken. Denn er riecht immer noch ein wenig nach Pinguin und lässt die Erlebnisse während der Expedition ans Ende der Welt wieder aufblitzen: Ein Eselspinguin tapst über die Felsen zu seinem Nest aus kleinen Steinchen, zwei Zügelpinguine streiten lauthals schnatternd über ihre Reviergrenzen, ein flauschiges AdeliePinguin-Küken bettelt um eine Portion Krill aus dem Kropf der Mutter. ■
ANTARKTIS KREUZFAHRTEN MIT DER M/V USHUAIA 10 Tage Kreuzfahrt ab/bis Ushuaia, mit englischsprachigen Wissenschaftlern und Naturführern zur antarktischen Halbinsel, ab EUR 4.395,- webcode 31293
EXPEDITION ANTARKTIS Die Neubauten HANSEATIC nature & HANSEATIC inspiration – eine neue Expeditionsklasse, außergewöhnliche Routen und Naturerlebnisse, ab/bis Deutschland, ab EUR 12.290,- webcode 31701 Karawane
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6. Etappe
EINMAL UM DIE WELT
Osterinsel
Die Moais geben bis heute Rätsel auf.
CHILE
Eine volle Boeing der LATAM fliegt regelmäßig in sechs Stunden von Santiago de Chile über den Pazifik, oben Urlauber, unten im Cargo-Bauch alles, was diese chilenische Insel benötigt. Denn auf der Osterinsel wird so gut wie nichts produziert. Außer Tourismus. Drei bis vier Tage seien genug für einen Besuch, heißt es, aber man müsse unbedingt einmal dort gewesen sein. Das stimmt: Wer Rapa Nui nie besucht hat, der hat etwas verpasst.
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as dreieckige Inselchen bildet den rechten unteren Winkel des polynesischen Dreiecks Hawaii-NeuseelandPascua und ist nicht viel mehr als ein vulkanischer Auswurf. Über das ursprüngliche, schwarze Lavagestein stolpert der Tourist noch heute laufend, wenn er querbeet den "Pascuologen" folgt. Sie versuchen ihm zu erklären, was sich hier im Laufe von rund zwölf Jahrhunderten abgespielt hat. Den Anfang machen die berühmten Moais: Mehr als 800 Stück, wie riesige Lego-Steine, einige bis zu 20 Meter hoch
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Karawane
und über 80 Tonnen schwer, alle aus ein und demselben Steinbruch kommend, mit der Sauberkeit eines Kirchen-Steinmetzes ausgearbeitet und poliert. Meist haben sie ein hervorstehendes Kinn wie Nick Knatterton und tiefliegende Augenhöhlen, lange Finger sowie individuelle Petroglyphen auf dem Rücken wie ein modernes ID. Die Moais standen an allen drei Küsten des Dreiecks, bis sie eines Tages mit wenigen Ausnahmen umgeworfen wurden. Das Gesicht nach unten, nach dem Motto: "Schämt euch, ihr habt uns verraten." Was hatten die Einwohner für Werkzeuge außer Steinen, Obsidian und Muscheln? Wie haben sie diese Lego-Monster und später auch noch die teilweise dazugehörigen Vulkansteinhüte – genannt Pukao – über Land transportiert und aufgerichtet? Alle Forscher scheinen von runden Baumstämmen auszugehen, die einen rollenden Untergrund wie bei einem Panzer gebildet haben sollen. Schön und gut, hatten sie zur entsprechenden Baumbearbeitung etwa Äxte und Sägen? Haben sie vielleicht nach kurzer Landstrecke die riesigen Göt-
Text: Enno v. Schirmeister, Bild (S. 18): Turismo Chile
Rapa Nui – der Nabel der Welt
Die Osterinsel liegt wirklich am Ende der Welt.
Einheimische Frauen mit Federschmuck beim traditionellen Tapati-Fest
Rund um den erloschenen Vulkankrater Rano Raraku stehen knapp 400 Moais.
Bilder (S. 19): Claudia Ottilie (o.), Turismo Chile, Archivo Fotografico Hotel Explora (r.)
ter oder Götzen per Floß an der Küste entlang verfrachtet, die übrigens an keiner einzigen Stelle einen Hafen zulässt? Viele, bis heute offene Fragen. Nach den gestürzten Moais kam der Manu-Tara-Kult. Es ging um das An-Land-Bringen des erstgelegten Eis des Seevogels gleichen Namens, der übrigens die Insel längst verlassen hat. Überhaupt sieht man kaum Seevögel; an Land ein paar Bussarde, einige Diucas und Rebhühner. Wilde Pferde nehmen überhand, einige Milchkühe grasen und kämpfen sich durch die struppigen Lupinen, die inzwischen trotz des Schutzstatus als Nationalpark die Insel als Unkraut zu überwuchern drohen. Aber zurück zum Manu-Tara, zur neuen Religion nach den abgeschriebenen Moais. Auch sie konnte keinen Segen bringen, und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Einwohnerzahl der Insel von ehemals über 10.000 auf 111 Personen gesunken. Erstaunlich, dass man heute in dem Städtchen Hanga Roa wieder von rund 9000 Einwohnern spricht, darunter etwa ein Drittel Rapanui, so werden die Polynesier und
Mischlinge der Insel genannt. Ein hübscher Menschenschlag, aber stolzer als erwünscht. Ihnen allein gehöre die Insel, behaupten sie. Die chilenische Verwaltung des Nationalparks soll zwar ihre Arbeit tun, aber das, dank des Tourismus anfallende Geld soll in die Kasse der Einheimischen fließen. Tatsächlich nimmt die Osterinsel eine Sonderstellung in Chile ein. Da sie schon immer von polynesischen Völkern bewohnt war, fühlen sich diese seit jeher mehr anderen Inselstaaten wie etwa Tahiti zugehörig. ■
DIE MAGIE DER OSTERINSEL 4 Tage Kurzprogramm, Höhepunkte der Osterinsel mit den berühmten Steinkolossen und dem Ruinendorf Orongo, ab EUR 761,- webcode 22089
OVERLAND-TOUR PATAGONIEN 15 Tage Kleingruppenreise auf der Carretera Austral und der Ruta 40 durch unberührte Naturlandschaften und viele Nationalparks, ab EUR 4.528,- webcode 22282 Karawane
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7. Etappe
EINMAL UM DIE WELT
Südsee
ONLINE MITMACHEN UND GEWINNEN
Inselhüpfen in der Südsee – gewinnen Sie eine Traumreise! "Maeva" – Herzlich Willkommen: Karawane verlost gemeinsam mit Air Tahiti Nui und Intercontinental Resort & SPA eine Traumreise für zwei Personen nach Französisch-Polynesien.
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er träumt nicht einmal davon, in der Südsee von Insel zu Insel zu hüpfen und die Seele baumeln zu lassen? Tahiti, Moorea und Bora Bora erwarten Sie und bieten viel mehr als nur tolle Wassersportmöglichkeiten: erloschene Vulkane, schwarze Sandstrände, Wasserfälle und Lagunen, eine reiche Flora und Fauna. Das angenehm tropische Klima lädt zum Entspannen ein und die faszinierende polynesische Kultur wartet darauf entdeckt zu werden. Zu gewinnen gibt es die Traumreise "Südsee-Inselhüpfen" mit Flügen von Air Tahiti Nui nach Papeete sowie einen achttägigen Hotel-Aufenthalt im Intercontinental Resort & SPA (Tahiti, Moorea und Bora Bora) für zwei Personen. *
EINFACH ONLINE MITMACHEN UNTER: WWW.KARAWANE.DE/GEWINNSPIEL Mit etwas Glück sind Sie vielleicht bald der glückliche Gewinner! BEANTWORTEN SIE DAZU EINFACH FOLGENDE FRAGE: Was findet man auf Tahiti? [A] Spitze Eisberge [B] Schöne Unterwasserwelt [C] Trockene Steppe * Reisebeginn ist im Zeitraum 01.11. – 30.11.2018, Teilnahmeschluss ist der 15.06.2018 (weitere Teilnahmebedingungen und eingeschlossene Leistungen siehe S. 35). Als eine der ersten führenden Luxushotelmarken auf der polynesischen Inselgruppe konnte sich Intercontinental Resort & SPA die schönsten Standorte in Tahiti, Moorea und Bora Bora sichern. Die vier Hotels mögen sich optisch unterscheiden, allen gemeinsam ist die Philosophie des respektvollen Umgangs mit den polynesischen Traditionen und der außergewöhnlichen Umgebung.
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Karawane
Steile Hänge: die Marquesas sind vulkanischen Ursprungs.
TAHITI, MARQUESAS & CO.
Sechs Gründe für Französisch-Polynesien
Text: Karawane, Bilder S. 20: Intercontinental (o.), IC THALASSO (u.), S. 21: Tahiti Tourisme (o.), Claudia Ottilie
SEHNSUCHTSORT ATOLL Einmal den Fuß auf ein Atoll inmitten der türkisblauen Südsee zu setzen – das zählt zu den "Must-Dos" von Weltreisenden. Der Tuamotu-Archipel in Französisch-Polynesien ist mit 78 Atollen die weltgrößte Gruppe von Korallenatollen. Die meistbesuchten Atolle sind Rangiroa, Fakarava und Tikehau. WELTKULTURERBE MARAE Der Besuch eines Marae darf auf keiner Reise nach Französisch-Polynesien fehlen: Die Zeremonien- und Versammlungsplätze bilden das Herzstück der 3000 Jahre alten polynesischen Kultur. Das Marae-Konzept kommt im gesamten Polynesischen Dreieck vor, von Neuseeland im Westen bis zur Osterinsel im Osten, von Hawaii im Norden bis zu den Austral-Inseln im Süden. Die heilige Stätte Taputapuatea auf der Insel Raiatea wurde 2017 in die Liste des UNESCOWeltkulturerbes aufgenommen. UNTERWEGS MIT DEM FRACHTSCHIFF Der Archipel der Marquesas-Inseln ist die wohl ursprünglichste Inselwelt in Französisch-Polynesien: eine Gruppe von Gebirgsinseln mit dunkelgrünen Bergspitzen, die 1500 Kilometer von Tahiti entfernt aus dem großen indigoblauen Ozean aufragen. Nuku Hiva und Hiva Oa sind nicht zuletzt durch den weltberühmten Maler Paul Gauguin bekannt geworden. Das Frachtschiff "Aranui" besucht die Inselwelt auf einer 14-tägigen Versorgungsund Besichtigungsroute und befördert dabei, recht komfortabel, auch
Passagiere (webcode 80830). Die kulturelle und landschaftliche Vielfalt der Marquesas lässt sich auf diese Weise am besten erkunden! LUXUS IM OVERWATER-BUNGALOW In Tahiti wurde er erfunden, der Overwater-Bungalow. Auf Pfählen ins Meer gebaut, genießen Urlauber türkisblaues Wasser direkt unter ihren Füßen und beobachten die Fische durch den Glasboden. Dazu gibt es Robinson Crusoe-Feeling: Auf Tikehau zum Beispiel strahlen pinkfarbene Sandstrände, eine atemberaubende Lagune und eine grandiose Unterwasserwelt um die Wette. TOPSPOT ZUM SCHNORCHELN Noch immer gehört die Unterwasserwelt rund um Tahiti zu den gut gehüteten Geheimnissen unter Insidern. Bei Sichtweiten bis zu 40 Metern und einer Wassertemperatur von bis zu 29 Grad tummeln sich hier neben Riffund Tigerhaien auch Mantas, Delfine und Barrakuda-Schwärme. TÄNZE FÜR DIE AHNEN Eine besonders wichtige Rolle in der tahitianischen Kultur spielt der Tanz. Dieser ist nicht nur eine außergewöhnlich schöne Kunstform, sondern eine Hommage an die Ahnen und die uralte Kultur der Inselbewohner. Jeder der Tänze – ob der "Otea", der einst ausschließlich von Männern aufgeführt wurde, oder der "Pa'o'a", der die Herstellung von Bastmatten (Tapa) mimt – erzählt Geschichten aus vergangenen Tagen und erhält somit alte Traditionen.
Zwei Krieger-Figuren
POLYNESIA DREAM 11 Tage Erlebnisreise, mit einem Segelkatamaran Polynesiens Inselwelt erleben, ab Tahiti bis Raiatea, inkl. Skipper und Koch ab EUR 3.010,- webcode 81168
SÜDSEE KLASSIKER 27 Tage Traumreise nach Melanesien, Polynesien, Fiji, Cook Inseln und Tahiti, ab/bis Europa, inkl. 5-tägiger Kreuzfahrt ab EUR 7.382,- webcode 1208 Karawane
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8. Etappe
EINMAL UM DIE WELT
Neuseeland
Der Doubtful Sound an einem seltenen Sonnentag
NATIONALPARK FIORDLAND
Im Doubtful Sound Stille und Regen erleben "Gleich werde ich alle Maschinen abstellen", schallt die Stimme des Kapitäns über die Bordlautsprecher. "Bitte vermeiden Sie jedes Geräusch und genießen Sie die Stille!" Dann gehen die Motoren aus, die Mannschaft stellt die Arbeit ein. Regungslos lauschen die Kreuzfahrer in die nebelverhüllte Landschaft: das Rauschen der Wasserfälle, die durch dichtes Grün die Steilhänge hinabstürzen, das Rieseln des Regens, das Krächzen einer Möwe.
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s ist der "Sound of Silence" – das bedeutet nicht nur "Klang der Stille", sondern ist auch der Beiname des Doubtful Sounds, eines 40 Kilometer langen Fjords im äußersten Südwesten Neuseelands. Nur Wälder, Seen, Flüsse
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Karawane
und Fjorde prägen diese 12.000 Quadratkilometer große Region, die zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört. Zahlreiche Wanderwege, aber nur wenige Straßen führen in den Park. So wird die Kreuzfahrt durch den Doubtful Sound zum Triathlon: Ein Katamaran
setzt die Passagiere zunächst über den Lake Manapouri, den zweittiefsten See des Landes. Dann geht es mit Bussen über eine Schotterpiste zum eigentlichen Fjord. An Bord angekommen, werden die Kabinen in Beschlag genommen, dann stehen alle im kühlen Wind an Deck und lauschen der Stimme von
Tipp: Virtuelle Zeitreise Suzana Grabar, Reiseberaterin "Das ,Te Papa'-Museum in Wellington ist der Türöffner, um Neuseeland mit all seiner Natur und der faszinierenden Maori-Kultur zu verstehen, interaktiv und kurzweilig aufgemacht. Der Museumsname bedeutet ,Ort der Schätze', sehr passend für ein Museum. Im Anschluss empfiehlt sich ein Restaurantbesuch direkt an der belebten Waterfront."
Zahlreiche Wasserfälle rauschen die Steilhänge herab.
Kajakausflug im Fjord
Text: Oliver Gerhard, Bilder: srt-Bildarchiv/Real Journeys (S. 22), Jens Schulze (2), Oliver Gerhard, Karawane
Im Milford Sound, der ebenfalls zum Fiordland-Nationalpark gehört
Naturführer "Watsie" Watson, einer wandelnden Enzyklopädie mit eisernen Stimmbändern. Unermüdlich erzählt er Wissenswertes, von den Legenden der neuseeländischen Ureinwohner, die einst durch das Fjordland zogen, über Seefahrer James Cook, der dem Doubtful Sound 1770 seinen Namen gab, bis zu den Wal- und Robbenfängern, die hier auf die Jagd gingen. Bald treiben zwanzig blaue, gelbe und rote Miniboote auf dem Wasser. Ein Crewmitglied führt die Kajakfahrer unter flechtenbehängten Baumriesen am Ufer entlang. Das Wetter ändert sich mit jeder Minute: Windstille Momente wechseln mit starken Böen, Sonnenstrahlen brechen durch die Wolken, dann peitscht wieder Regen übers Wasser. Mit 200 Regentagen und bis zu acht Metern Niederschlag im Jahr gehört das Fiordland zu den nassesten Regionen der Erde. Später wird es rau,
als der stille Fjord auf die Tasmanische See trifft, Sturm schlägt Regen an die Scheiben. Wir sehen Pinguine, Delfine und Seebären. Die Robbenart ist Teil der besonderen Tierwelt des Nationalparks Fiordland, wo auch der Kakapo Schutz gefunden hat – die letzten Exemplare dieses flugunfähigen Papageis wurden auf abgelegene Inseln ausquartiert. Am nächsten Morgen Punkt 6.15 Uhr springen die Motoren wieder an, und die altvertraute Stimme des Kapitäns schallt durch die leeren Gänge. Mit dem Versprechen auf tolle Fotomotive lockt er die ersten aus den Betten. Die Landschaft hat sich über Nacht verwandelt: Hunderte silberner Bänder aus Wasser rieseln durch Moose, Farne und Flechten die Steilküste herab, schwellen im strömenden Regen weiter an, bilden einen Vorhang aus Wasser. "Deshalb muss man Fiordland im Regen erleben", schwärmt der Kapitän. ■
ULTIMATE NEW ZEALAND 32 Tage Gruppenreise, inkl. Flüge ab/bis Deutschland, Rundreise mit vielen Aktivitäten, Übernachtungen in Hütten oder Zelten, ab EUR 4.247,- webcode 90799
MIT MIETWAGEN UND WANDERSCHUHEN UNTERWEGS 25 Tage Mietwagentour inkl. Fähre und Bootstransfers ab Auckland bis Christchurch o.u., ab EUR 4.238,- webcode 2878 Karawane
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9. Etappe
EINMAL UM DIE WELT
Australien QUEENSLAND
Mit dem Wohnmobil ins goldene Outback
In Nordosten Australiens fühlen sich Urlauber als Könige der Straße.
"Genau so muss sich Australien anfühlen", seufzt Matt glücklich. Ein einziges Auto kam uns auf den letzten 50 Kilometern entgegen, entlang der Straße stehen Zuckerrohrplantagen und Eukalyptusbäume Spalier. Wir sind auf dem Great Tropical Drive unterwegs, einem Rundkurs zwischen Cooktown, Cairns und Townsville in Queensland im Nordosten Australiens. Unser Traum: Einmal das Gefühl genießen, König der Straße zu sein, am Steuer des eigenen Wohnmobils – wo ließe sich das besser erleben als auf dem fünften Kontinent?
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eständig steigende Zahlen von Camperfahrern – vor allem aus Deutschland – haben dazu geführt, dass der Great Tropical Drive angelegt wurde. Dafür wurden keine neuen Trassen in die Savanne geschlagen, sondern vorhandene Strecken zu sinnvollen und touristisch relevan-
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ten Routen verknüpft. Der große Rundkurs, der von Cairns über Townsville und dann via Charters Towers im Landesinneren wieder zurück gen Norden und bis Cooktown führt, misst rund 2500 Kilometer. Das ausführliche Karten- und Infomaterial weist neben Unterkunfts-, Tankstellen- und Restaurantadressen 14 verschiedene Alternativstrecken aus. Wir haben uns für die Route Nr. 14 "Liquid Gold" entschieden, die von Townsville in die Goldgräberstädte Ravenswood und Charters Towers führt. Dort spielt das Thema Gespenster eine bedeutende Rolle. In einem Hotel sollen seit Jahren immer wieder unerklärliche Dinge passieren, der örtliche Tourismusverband widmet den – natürlich guten – Geistern der Vergangenheit sogar eigene Filme. In der Venus Battery werden mit ultramodernen Techniken sprechende Figuren auf eine Bühne projiziert, und die erzählen dann alles über den maschinellen Goldabbau und den aufwändigen Weiterverarbeitungsprozess, die hier vor Ort stattfanden.
Text: Christian Haas, Bilder: Tourims and Events Queensland (S. 24), Christian Haas (S. 25 l.), Karawane
Zeitreise in die Vergangenheit: ein Goldrausch-Veteran in Charters Towers
Über unbefestigte Pisten geht es tief ins australische Outback.
Wie hingegen die manuell arbeitenden Goldschürfer zu Werke gingen, erklärt Tony Christiansen, ein Goldrausch-Veteran, dem man seine jahrzehntelange Erfahrung sofort ansieht. Mit weißem Rauschebart und lässigem Aussie-Hut wirkt er im Miner's Cottage wie jemand aus einer anderen Welt: Dort stehen ein automatischer Hutvergrößerer, kleine Zinnfiguren, viel Gerümpel, mit dem man vor rund 100 Jahren den Alltag bestritt, eine Plattensammlung, bei der sich auch eine Scheibe von Heino finden lässt – all das wirkt im Zeitalter von Ipod und MP3
fast dinosaurierhaft. Mit Hilfe vorbereiteter Goldportionen zeigt er allen Interessierten, wie sie durch beständiges Schütteln Wasser, Dreck und Erde separieren und zum erwünschten Goldstaub kommen, der sich bei richtiger Handhabung am Boden der Plastikpfanne absetzt. Den Ertrag dürfen die Hobbyschürfer behalten. Am Abend wird der Camper neben einer Stromdose auf einem Campingplatz geparkt, damit der Kühlschrank nicht aufhört zu kühlen, und ab aufs rasch umgebaute Doppelbett. Nichts
für verwöhnte Hotelgäste, aber wer es gerne gemütlich mag und das Motto "Weniger ist mehr" schätzt, der wird sich bei dieser Art des Reisens pudelwohl fühlen. Noch dazu, da man ohne großes Packen viel und rasch herumkommt. Sicher, es gibt auch Nachteile: In manchen Nächten des australischen Sommers kann es recht schwül werden – vor allem an der Küste. Doch dafür ist man mit Augen und Ohren nah an der Natur. Ganz besonders bei Sonnenaufgang, wenn der Chor der Kakadus zu einem unüberhörbaren und vielstimmigen Crescendo anschwillt. ■
SUNSHINE STATE MIT DER FAMILIE 19 Tage Tour für Selbstfahrer ab Cairns/bis Brisbane, in familiengerechten Etappen, Magnetic Island, Whitsundays, Fraser Island u.v.m. ab EUR 2.187,- webcode 128799
WHITSUNDAYS TO CAIRNS DRIVE 8 Tage Mietwagenreise ab Airlie Beach bis Cairns mit Paluma Range Nationalpark, Magnetic Island und Atherton Tablelands, ab EUR 989,- webcode 104627
CAPE YORK ADVENTURE 9 Tage 4WD-Mietwagentour ab/ bis Cairns mit Bloomfield Track, Cooktown, Torres Strait, optional Ausflug nach Thursday Island, ab EUR 1.173,- webcode 128729 Karawane
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10. Etappe
EINMAL UM DIE WELT
Asien
KAMBODSCHA
Tempelstadt Angkor Wat – Weltkulturerbe im Regenwald Baumwipfel dicht aneinander gedrängt. Endlos grüne Weite. Die letzten Sonnenstrahlen flimmern über dem Grün. Zikaden zirpen. Nebelschleier kriechen wie Gespenster langsam aus der Tiefe aufs Blätterdach. Sonnenuntergang über dem Regenwald. Ganz hinten im grünen Dickicht und fast schon in die Schwaden eingehüllt, erstrahlen wie steinerne Zapfen die Tempeltürme Angkor Wats im goldenen Abendlicht.
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ngkor Wat ist der ganze Stolz Kambodschas. Die fünf charakteristischen Türme des größten Tempelkomplexes der Welt schmücken die Landesflagge und prangen auf jedem Geldschein. Selbst das einheimische Bier trägt den Namen der einstigen Hauptstadt. Das Areal nördlich der Stadt Siem Reap umfasst 200 Quadratkilometer, auf dem mehr als tausend größere und kleine Tempel und Heiligtümer stehen, die mit ihrer tausendjährigen Geschichte von der einstigen Blüte des Königreichs der Khmer erzählen.
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Karawane
Den schönsten Ausblick auf den Haupttempel Angkor Wat hat man während eines Sonnenauf- oder -untergangs von einem der uralten Tempel auf dem Phnom Bakheng. Per Elefantentaxi oder zu Fuß kraxeln die Touristen wie Ameisen auf die kleine Anhöhe, um sich zwischen den Sandsteinruinen gegenseitig zu fotografieren und das einige hundert Meter entfernte Angkor Wat per Teleobjektiv im Dickicht des Regenwaldes zu suchen. Flimmernde Hitze und Temperaturen von 35 Grad im Schatten sorgen für Einsamkeit in den Mittagsstunden. Nur Hartgesotte-
ne wagen dann den Rundgang durch den Haupttempel, klettern auf die der heiligen Lotusblüte nachempfundenen Türme und blicken auf die Grünanlagen und den Wassergraben, die das Tempelareal einschließen. Im Inneren des Komplexes huschen buddhistische Mönche in ihren orangefarbenen Roben durch die einst rot gestrichenen Gänge und Flure und lächeln freundlich herüber. Zum Innehalten an einem der vielen kleinen Räucheraltäre mitten im UNESCO-Weltkulturerbe ist jeder gern eingeladen. Ein Gespräch
Tipp: Herzliche Menschen Lisa Sigg, Reiseexpertin "Eine ungewöhnliche, aber sehr spannende Kombination ist unsere Reise, die Kambodscha und Myanmar verbindet. Die einzigartigen Tempelanlagen von Angkor Wat und Angkor Thom bilden einen interessanten Kontrast zu Myanmar, das von Tempeln, Pagoden, Buddha-Statuen und den herzlichen Menschen geprägt ist."
STREIFZUG DURCH KAMBODSCHA 10 Tage Privatreise ab Siem Reap bis Phnom Penh mit Angkor Wat, Tempel, Paläste, Klöster und Besuch bei lokalen Projekten, ab EUR 1.780,- webcode 44405
Buddhistische Mönche in ihrer leuchtend orangen Kleidung
TEMPELSTADT ANGKOR UND DER ZAUBER MYANMARS 15 Tage Privatreise ab Siem Reap bis Yangon u.a. mit einer Bootsfahrt auf dem Ayeyarwady, ab EUR 2.688,- webcode 45233
Text: Claudia Ottilie, Bilder: Bärbel Schwerfeger (2), Robert Niedermeier (S. 27, u.), Karawane
Die Natur auf dem Vormarsch: ein Seitenflügel der Ta Prohm-Tempelanlage
oder Foto mit den Geistlichen sorgt für Kurzweil im Schatten der Reliefs, auf denen himmlische Tänzerinnen und Göttinnen sinnlich die Hüften schwingen. 1850 sogenannte Apsaras, Tänzerinnen der Götter, zieren die Wände des Haupttempels Angkor Wat. Mehrere Tausend sind es im gesamten Park – sie zu zählen würde Wochen dauern. Neben dem majestätischen Haupttempel ziehen vor allem die Anlagen Angkor Thom und Ta Prohm Touristen aus aller Welt an. Sie werden freundlich empfangen: Mit einem leisen Lächeln auf den Lippen blicken die fast zweihundert Gesichter in Angkor Thom auf sie nieder. Von jedem der 37 Türme des Bayon überschauen die bis zu sieben Meter hohen, in Stein gehauenen Gesichter des Lokeshvara alle vier Himmelsrichtungen. Keines der mittlerweile verwitterten Steingesichter gleicht dem anderen.
Das Antlitz König Jayavarmas VII. soll Vorbild für die Gesichtszüge gewesen sein, die gutmütig lächelnd jedem seiner Betrachter ein unwillkürliches Zurücklächeln abgewinnen. Ta Prohm dagegen ist hauptsächlich bekannt als Kulisse im Spielfilm "Tomb Raider", in dem Hollywood-Schauspielerin Angelina Jolie als Lara Croft durch die Ruinen hechtet. Heutige Besucher des 900 Jahre alten Tempelbaus spüren wenig von Abenteuer und Action, wenn sie durch die teils baufälligen Eingangspavillons ins gleißende Sonnenlicht treten und sich von zermürbtem Mauerwerk umgeben sehen. Beeindruckend sind hier längst nicht mehr die jahrhundertealten Tempel- und Klosterruinen mit ihren bezaubernden Reliefs von Kriegern und schönen Frauen, sondern deren Zerstörer: über zehn Meter hohe Würgefeigen. Seit Jahrhunder-
ten krallen sich die Bäume mit ihren meterlangen und mächtigen Wurzeln am Steinwerk fest, zermalmen die Bausubstanz allmählich zu Staub und liefern das bizarre Bild von der scheinbaren Symbiose zwischen dem von Menschenhand Geschaffenen und der letztlich unbesiegbaren Kraft der Natur. Wer anschließend einen Spaziergang durch den umgebenden Urwald macht, der wird um einiges ehrfürchtiger an den immergrünen Baumriesen vorüber schreiten. Nach dem Ruinenkraxeln und buchstäblichen Bauklötze staunen bietet Siem Reap noch etwas Alltag zum Tagesausklang. Zahlreiche Restaurants im Old French Quarter bitten mit einheimischer, indischer und teilweise auch europäischer Küche zu Tisch. Zum schmackhaften Nationalgericht Amok – gedünsteter Fisch – gibt es Angkor-Bier. ■ Karawane
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11. Etappe
EINMAL UM DIE WELT
Orient
Kunstvoll gearbeitet: Zitadelle von Buchara
USBEKISTAN
Samarkand und Buchara – Städte wie aus Tausendundeiner Nacht Morgens um sechs wirkt der Registan zauberhaft entrückt. Zwischen den majestätischen Türmen, Kuppeln und Fassaden der drei Koranschulen schallt das Gekecker von Vögeln, die die Einheimischen Chumchuk nennen. Frühe Strahlen der zentralasiatischen Morgensonne entzünden türkisfarben gekachelte Kuppeln schlanker Minarette, bald darauf beleuchten sie die verschwenderische Pracht der Ziermosaike. Der Registan gilt als schönster Platz von Samarkand und einer der prächtigsten Mittelasiens.
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rauen in leuchtend bunten Seidenkleidern breiten Decken unter Maulbeerbäumen aus. Lachend schütteln sie die schmackhaften Beeren aus den zierlichen Bäumen. In den Gesichtern blitzen vergoldete Zähne, ein Zeichen für Wohlstand in Usbekistan. Gemeinsam mit ihren westlich gekleideten Männern und ihren Kindern sitzen sie auf
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Karawane
Tipp: Buntes Markttreiben Barbara Ruland, Reiseexpertin "Ein lauer Sommerabend in Buchara am Platz Labi Hauz mit seinen historischen Gebäuden, die lebendige Stimmung, Familien mit Kindern, mitten im Trubel unter den freundlichen Einheimischen – Cafés und Teehäuser machen Lust auf einen Imbiss. Ein Abend, der in Erinnerung bleibt!"
Taptschanen, mit Teppichen ausgelegten, bettähnlichen Gestellen. Später frühstücken die Familien, trinken Tee und essen Maulbeeren. Die Männer rauchen starken Tabak. Gegen ein geringes Trinkgeld schließt ein Wächter die Tür zum Minarett der von dem Herrscher und Wissenschaftler Ulugh Beg 1417 bis 1420 errichteten Medrese auf. Von dort bietet sich ein guter Blick auf den Platz und die erwachende Stadt. Doch im Turm stellt man
auch fest: Das schöne Äußere umgibt ein marodes Inneres. Hunderte von Jahren verfielen die Religions- und Wissenschaftsschulen nach dem Niedergang Samarkands. Erst Ende der 1930er-Jahre begann man mit der Restaurierung der Kunstschätze der mehr als 2700 Jahre alten Stadt. Seit der Unabhängigkeit von der Sowjetunion im Jahr 1991 muss die islamisch geprägte Republik Usbekistan größtenteils aus eigener Kraft das Instandhalten und Wiederherstellen ihrer Kulturschätze bewerkstelligen.
Text: Franz-Michael Rohm, Bilder: Karsten-Thilo Raab (2), Karawane (2, S. 29 o.)
Kuppeln und Mosaike: typische Architektur entlang der Seidenstraße
Nicht weit entfernt vom Registan befindet sich das monumentale Denkmal von Timur ibn Taraghai Barlas, auch Tamerlan oder Timur Lenk genannt, dem Nationalhelden des Landes. Der Feldherr ließ im 14. Jahrhundert das zerstörte Samarkand wieder aufbauen und schuf mit eiserner Faust und grausamem Regime das riesige Timuridenreich, das sich von der heutigen Türkei über ganz Zentralasien bis nach Nordindien erstreckte. Sein Grabmal Gur Emir mit gewaltigem Eingangstor im persischen Fayence-Stil, Zierminaretten und einer 34 Meter hohen Mausoleumskuppel gilt als Nationalheiligtum. Besucher drängen sich im üppig verzierten Innenraum, in dem mehrere steinerne Kenotaphe zu sehen sind. In der Mitte schimmert der schwarze Kenotaph von Tamerlan, der 1405 starb. Mehr als fünfhundert Jahre lang war das Grabmal dem Verfall preisgegeben, bevor in den 1940er-Jahren die Restaurierung begann.
felten Schmelzziegel-Kuppeln, Minaretten und mosaikverzierten Portalen umherspazieren und treffen auf immer neue architektonische Kleinode.
Zwanzig Busminuten vom belebten Stadtzentrum entfernt liegt die sagenhafte Totenstadt Shohi Zinda. Ihr Schatz: mehr als ein Dutzend atemberaubend prächtiger Mausoleen, entstanden zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert. Stundenlang können Besucher in einem Labyrinth von türkis und golden gerif-
Den Abend verbringen die Bewohner von Buchara unter freiem Himmel am Platz Labi Hauz. Auch dort trifft man auf Tamerlan. Rund um sein Denkmal sitzen Familien und Paare auf den Taptschanen und genießen schmackhafte usbekische Köstlichkeiten, bis die Chumchuk-Vögel zur Nachtruhe rufen. ■
Das rund vierhundert Kilometer entfernte Buchara ist um einiges kleiner und beschaulicher als Samarkand. Im frühen Mittelalter galt Buchara als religiöses Zentrum, über 200 Moscheen und Koranschulen konzentrieren sich heute in der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Altstadt. Die prächtige Abdullah-Khan-Medrese wurde 2005 mit Mitteln der Universität Potsdam restauriert. Die restaurierte Koranschule gilt als Kleinod frühorientalischer Sakralbauten. Beim Besuch des alten Basars fühlt man sich in die Zeit der Karawanen der alten Seidenstraße versetzt. Freundliche Menschen warten hier mit einem riesigen Angebot an seidenen und baumwollenen Tüchern sowie kunstvollen Teppichen auf.
Händler im Basar von Buchara
EIN LAND WIE SAMT UND SEIDE 10 Tage Privatreise ab/bis Frankfurt, mit deutschsprechender Reiseleitung ab Taschkent zu den Highlights der Seidenstraße, ab EUR 2.645,- webcode 16636 Karawane
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12. Etappe
EINMAL UM DIE WELT
Indischer Ozean
Traumhaftes Refugium: Denis Island
SEYCHELLEN
Im paradiesischen Reich der Riesenschildkröten "Passt auf, dass euch keine Kokosnuss auf den Kopf fällt", warnt Andre Labiche, Umweltmanager auf Denis Island. Tatsächlich kracht immer wieder einmal eine der zwei Kilo schweren Früchte von den Palmen – und das kann gefährlich werden. Ansonsten streifen wir auf der kleinen Koralleninsel im Norden des Seychellen-Archipels völlig unbehelligt durchs Paradies. Dort gibt es nur handzahme Vögel, flinke Eidechsen und Riesenschildkröten, die sich gerne mit Bananen füttern lassen.
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enis Island gehört der Seychellois-Familie Mason, die diesen Garten Eden in ihrem Urzustand erhalten möchte. Der größte Teil der Insel ist als Naturreservat angelegt, entlang einer Lagune erstreckt sich ein komfortables Resort und jenseits der holprigen Landebahn betreibt die Familie den vielleicht einzigen Biobauernhof auf einer Koralleninsel, der für all das sorgt, was gesundheitsbewusste Feinschmecker gerne auf dem Teller finden. Noch nicht einmal Ratten gibt es auf Denis Island – eine wichtige Vorausset-
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Karawane
zung dafür, dass die Feenseeschwalben, die Paradiesschnäpper und andere seltene Vögel in Ruhe brüten können. Die unangenehmen Nager wurden auch von anderen Seychellen-Eilanden erfolgreich verbannt – so etwa von Cousin Island, einem Naturreservat für Vögel. Damit sich nicht heimlich doch eine hungrige Ratte oder eine räuberische Katze einschleicht, darf kein fremdes Boot die Insel ansteuern. Daher ankern wir vor der dicht bewachsenen Tropeninsel und lassen uns von einem inseleigenen Boot abholen. Berühmt-berüchtigt ist die "fliegende Landung" der kleinen Kähne auf Cousin: In rasendem Tempo geht es schnurstracks auf das Inselchen zu und dann mit einem Rutsch den steilen Strand hinauf. RanDie Coco de Mer ist ger helfen beim Aussteigen und die größte Baumführen durchs Vogelparadies – frucht der Welt. barfuß wohlgemerkt. Auch auf Cousin Island kommt die Gefahr von oben. Palmen wachsen hier nicht, doch die gefiederten Genossen in den Takamaka-Bäumen lassen es immer wieder mal ordentlich platschen – wohl denen, die einige Taschentücher eingesteckt haben.
Die Seychellen-Riesenschildkröten gehören zu den berühmtesten Bewohnern der Inseln.
S. 28 Seychelles Tourism Board/Chris Close, Claudia Ottilie (u.)
Text: Jutta Lemcke, Bilder S. 27: Denis Private Island (o.), Mona Contzen
TRAUMINSELN 12 Tage Seychellen-Inselhüpfen, ab/bis Mahé mit Praslin und Silhouette/Denis Island, inkl. Transfers und Inlandsflügen, ab EUR 2.605,- webcode 69111
FACETTENREICHES MADAGASKAR 16 Tage private Rundreise ab/bis Deutschland für Erstbesucher, mit Nationalparks, Regenwald und Meer, inkl. Inlandsflügen, ab EUR 4.424,- webcode 120389
Auf den Seychellen gibt es – außer ein paar Haustieren – keine Säugetiere, da sich die Inseln bereits vor Jahrmillionen vom afrikanischen Kontinent abgespalten haben, zu einer Zeit, als ausschließlich Reptilien die Welt bevölkerten. Vor allem eines der Urzeittiere fand auf den entlegenen Eilanden mitten im Indischen Ozean ideale Bedingungen: die Schildkröte. Doch die Menschen hätten sie fast ausgerottet – sie galt als Delikatesse und wurde zudem wegen ihres Schildpatts gejagt. Heute genießen vor allem die Riesenlandschildkröten ein süßes Leben: streng geschützt,
Kokosnuss am Strand
gern gefüttert und bei den Seychellois als Haustier beliebt. Ein Mitbewohner allerdings, der mit einer Lebenserwartung von weit mehr als hundert Jahren seine Besitzer locker überlebt. Keine Säugetiere auf den Seychellen – das stimmt nicht ganz. Irgendwann haben es die Flughunde, wahrscheinlich von Madagaskar, auf die Seychellen geschafft. Mit Blutsaugern haben sie nichts zu schaffen – sie ernähren sich rein vegetarisch vor allem von Früchten. Scheu sind die Tierchen nicht. Während wir auf der Terrasse frühstücken, baumeln sie mit den Köpfen nach unten über uns im Baum. "Ihr braucht nur zu schütteln und schon habt ihr euer Mittagessen", scherzt Chris, der als Gärtner dafür sorgt, dass die tropische Hotelanlage stets eine Augenweide ist. Chris ist Seychellois und findet die Flughunde nicht so possierlich wie wir, sondern sieht sie gern als Curry auf dem Teller. So beschließen wir, unser Abendessen im "Marie Antoinette", einem kreolischen Restaurant in Victoria, einzunehmen. Na ja, die Knöchelchen abzunagen ist recht mühsam – Flughund muss nicht unbedingt sein. Da greifen wir lieber zu Mangosalat und gegrilltem Red Snapper und träufeln aufs Bananendessert reichlich inseleigenen Takamaka-Rum mit Karamell-Vanillegeschmack. ■ Karawane
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13. Etappe
EINMAL UM DIE WELT
Afrika
Die Klosterinseln im Tanasee
ÄTHIOPIEN
Storch und Flusspferd urlauben am Tanasee 85 Kilometer lang ist der größte See Äthiopiens, 20 Kilometer länger als der Bodensee. An seinem südlichen Ende entspringt der Blaue Nil, einer der beiden Hauptzuflüsse des gewaltigen Stroms. Krokodile und Leguane, seltene Barben- und Karpfenarten sowie 260 Vogelarten – darunter Pelikane und Papageien – haben hier ihren Lebensraum. Auch die deutschen Störche kommen zur Sommerfrische. Nur die kleinen Kutter mit Urlaubern, die schippern noch recht vereinzelt durch diese außergewöhnliche Landschaft.
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abei zählt der Tanasee seit 2015 offiziell zu den weltweit bedeutenden Natur- und Kulturlandschaften und steht auf der Liste der UNESCO-Biosphärenreservate. Knapp
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Karawane
1,5 Millionen Euro steuerte das deutsche Entwicklungshilfeministerium dazu bei, damit der Projektträger, der Naturschutzbund Deutschland (Nabu), das aufwändige Konzept in die Tat umsetzten konnte. Ziel war es, gemeinsam mit der Bevölkerung den Naturschutz zu entwickeln, Kern- und ÜberHippos – im Wasser schwer zu entdecken gangszonen auszuweisen, Bewusstsein und Wissen zu schaffen – im Gegensatz zu den Nationalparks blieb so die oft kriEritrea geht es in Äthiopien erst langtisierte Landvertreibung bislang aus. sam bergauf: Die Region um den Tanasee besuchen im Jahr knapp 100.000 Ökotourismus soll eine der neuen Eineinheimische Touristen und nur etwa nahmequellen als Ersatz zur extensi41.000 internationale Gäste. Das ist im ven Landwirtschaft sein. Nach DiktaVergleich zu den großen afrikanischen tur, Hungersnöten und dem Krieg mit Nationalparks in Tansania oder Kenia
Tipp: Fremdartige Messe Jürgen Kühner, Reiseexperte "Äthiopien ist ein wirklich faszinierendes Land. Unter den Felsenkirchen von Lalibela zeichnet sich die Felsenkirche Bete Maryam durch ihre schönen Malereien im Inneren aus. Es ist ein besonderes Erlebnis, wenn man in einer solchen Kirche einen Gottesdienst miterleben darf – fremdartig und ganz anders als ein Gottesdienst bei uns." LAND DER GEGENSÄTZE 17 Tage Erlebnisreise, spannende Kultur und Geschichte im Norden und Besuch verschiedener Völker im Süden, ab/bis Frankfurt, ab EUR 3.320,- webcode 30510
AUF HISTORISCHER ROUTE 13 Tage Erlebnisreise mit allen wichtigen kulturellen Stätten der Nordroute, Aufenthalt in den Simienbergen, ab/bis Frankfurt, ab EUR 2.740,- webcode 30544
Kulturtouristisch sieht es anders aus: Die Klosterinseln des Tanasees zählen zum Weltkulturerbe der UNESCO. Schon der Apostel Philippus soll einen Äthiopier getauft haben, historisch belegt ist die Einführung des christlichen Glaubens im 4. Jahrhundert. Auf der Klosterinsel Kebran Gabriel bezwang der Legende nach im 13. Jahrhundert Priester Johannes die Schlange, die von heidnischen Naturvölkern verehrt wurde. Im klostereigenen Museum sind wertvolle Lein-
wände mit farbenfrohen Szenen aus der Bibel zu sehen. Zu erkennen ist etwa Noah mit seiner Arche. Andere Bilder sind nicht so leicht zuzuordnen, die äthiopische Bibel umfasst einige Kapitel mehr als die europäische. Auf der Rückfahrt von den Klosterinseln macht der Bootsführer einen Abstecher in einen der Seitenarme des Sees. Der Umweg lohnt sich: Plötzlich ragen zwei halbrunde Ohrenpaare aus dem Wasser, eines groß, eines klein. Die aufmerksamen Gehörmuscheln drehen sich in Richtung des tuckernden Motors. Sie gehören zu einer Flusspferdmutter und ihrem Jungen. Der Fahrer verlangsamt das Tempo, steuert das Boot noch etwas näher. Doch als das größere Tier beginnt, aufgeregt mit den Ohren zu wackeln, dreht er ab. Nichts ist schlimmer, als ein Muttertier zu erzürnen. ■
Der Palast des Kaisers Fasilidas in Fasil Ghebbi zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Text: Stephanie v. Aretin, Bilder: Karawane (3), Jutta Lemcke (S. 32 u.), srt-Bildarchiv (S.33 u.l.)
Ein Mönch zeigt farbenfrohe Wandmalereien im Kloster Entos Eyesos.
verschwindend gering: Noch ist dieses landschaftliche Juwel ein Geheimtipp. Die Gegend um den Ort Gorgora zum Beispiel wurde als eine der besonders schützenswerten Zonen des Biosphärenreservats ausgewiesen. Vulkanische Felsformationen, sanfte Grasflächen und schattiges Gehölz säumen die kleinen Buchten am Nordufer des Tanasees.
Karawane
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T A H I T I
L O S
A N G E L E S
P A R I S
T O K Y O
A U C K L A N D
S Y D N E Y
Erleben Sie Tahiti schon beim Einsteigen
© Ben Thouard
Maeva - Herzlich Willkommen Genießen Sie optimalen Komfort und den Esprit der Südsee Unsere Airbus A340-300 sind ausgestattet mit 296 Sitzen in zwei Klassen: 32 komfortable Schalensitze mit 160 Grad Neigungswinkel in der Poerava Business Class und 264 moderne, ergonomisch geformte Sitze in der Economy Class Moana laden zum Entspannen ein. Beide Klassen sind mit modernsten HD-Bildschirmen mit Touchscreens sowie Video-on-Demand ausgestattet. An Bord heißt Sie unsere Crew mit einer polynesischen Tradition willkommen, indem jedem Gast eine Tiare Blüte überreicht wird, das Symbol unserer Inseln. Sie werden die Freundlichkeit und Authentizität unserer polynesischen Kultur und Menschen während des gesamten
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Karawane
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IMPRESSUM
Kinotipp: Unvergessliche Reise um die Welt: Wunder der Natur Der Dokumentarfilm "Unsere Erde" begeisterte fast vier Millionen Zuschauer. Jetzt gibt es eine spektakuläre Fortsetzung: Die BBC-Dokumentation "Unsere Erde 2" lädt dazu ein, die Wunder der Welt hautnah und in unvergesslichen Bildern zu erleben. Im Zeitraum eines einzelnen Tages folgt der Film dem Lauf der Sonne von den höchsten Bergen über abgelegene Inseln bis zu exotischen Urwäldern. Dabei lernen die Kinobesucher faszinierende Tiere aus nächster Nähe kennen, darunter ein liebeshungriges Faultier, einen Pinguin auf Nahrungssuche, ein Zebrafohlen, das gemeinsam mit seiner Mutter einen reißenden Fluss überquert, und eine Schule von Pottwalen. Die prächtigen und brillanten Bilder, die Peter Webber und Richard Dale eingefangen haben, werden von Günther Jauch kommentiert und sind ein Leinwand-Abenteuer für die ganze Familie.
Text: Simone F. Lucas, Sibylle v. Kamptz, Bild: srt-Bildarchiv, Matthias Baumann (S.35)
Buchtipp: 1000 Highlights rund um den Globus – ein opulenter Bildband macht Lust aufs Reisen Die Welt ist groß, und es gibt viel zu sehen. Doch wo soll man anfangen? Da ist es ganz gut, wenn andere eine Vorauswahl treffen. Der 640 Seiten-Wälzer "1000 Highlights – Die Welt" präsentiert "Traumziele, die man gesehen haben sollte". Vorgestellt werden Sehenswürdigkeiten, die stellvertretend für ein Land stehen. Ob Nationalparks, Metropolen oder tropische Strände: In diesem Bildband findet jeder sein Ziel für den nächsten Urlaub. "1000 Highlights – Die Welt", Martin Stiefenhofer und Anna Falkner, Bruckmann, 35 Euro, ISBN 978-3734310898
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